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15:48

ALMS: Analyse Mosport 2011

Ein überaus dominanter Aston Martin und wie immer enge Kämpfe in den GT-Klassen erbrachte das Rennen in Mosport, das aber dennoch eher langweilig war.

Man muss mal deutlich sagen: Die ALMS hat ein Problem und das geht tiefer, als es der Serie lieb sein kann. Das gestrige Rennen der LMPs zeigte das nur allzu deutlich. Denn vorne konnte der Muscle Milk Aston Martin machen was er wollte – es gab einfach keine Konkurrenz. So schön der Sieg von Lucas Luhr und Klaus Graf aus deutscher Sicht auch sein mag, sportlich ist fast wertlos. Der Aston, immerhin basierend auf dem 2009er Modell, war derartig überlegen, dass das Rennen eigentlich nach drei Runden schon gelaufen war. Pro Runde knöpfte man der einzigen ernstzunehmenden Konkurrenz, dem Dyson Lola-Mazda, teilweise 3 Sekunden ab. Und das auf einer Strecke, auf der Rundenzeiten um die 1.10 min gefahren werden. Selbst ein Rundenverlust half da nicht weiter.

Vor der ersten Gelbphase nach ca. 30 Minuten, lag der Aston Martin derart locker in Front, dass er schon in den Schongang schalten konnte. Doch dann “verpasste” die Rennleitung den Führenden, als man die Boxengasse aufmachte. Bei Muscle Milk war man sich sicher, dass das kein Versehen war, schon gar nicht auf der kurzen Strecke und bei der ALMS, die für ihre länglichen Gelbphasen selbst bei Nichtigkeiten bekannt ist. Man hätte also noch eine Runde warten können, bis man die Boxengasse öffnet, damit alle LMP1 gleichzeitig reinkommen konnten. So tuckerte der Aston noch ein paar weitere Runden rum, bis er endlich zu seinem Stopp durfte und verlor dabei fast eine Runde. Doch das half dann auch nichts, denn Luhr und Graf prügelten den Aston dann vehement um den Kurs und schnappten sich den Dyson dann eine Stunde vor Schluss ohne Probleme. Am Ende hatten sie dann wieder einen beruhigenden Vorsprung. Bemerkenswert dabei ist dann noch, dass die schnellste Runde vom Lola gefahren wurde. Der Aston musste nicht mal an seine Grenzen gehen, sondern nur konstant schneller sein.

Die ALMS müsste den Aston von Greg Pickett heftig einbremsen, damit der Rest überhaupt eine Chance hat. Aber welcher Rest wäre das? Neben dem Dyson gab es in Mosport nur noch den Dyson-Oryx Lola mit Al Masaood, der zwei Runden Rückstand hatte.

Immerhin ging es in den GT-Klassen dafür um so heftiger zur Sache. Dort schienen die BMW die Sache zunächst im Griff zu haben, aber so deutlich, wie in den Rennen zuvor, war es dann auf der Strecke doch nicht. Der Ferrari F458 von Risi mit der übliche Fahrerkombi Melo/Vilander, setzte den BMW zu. In Reichweite blieb auch die Corvette von Gavin/Magnussen. Doch die BMW wurden im Rennen ordentlich gerupft. Erst erwischte es den Polesitter Joey Hand, als ihn sein Team etwas zu früh los ließ und er mit dem Risi Ferrari in der Box fast kollidierte. Das führte dann zu einer Stop and Go. Im weiteren Verlauf des Rennens erwischte es dann den zweiten BMW mit Aubelen/Werner. Aber Werner hatte eine vermeidbare Kollision mit dem führenden Porsche der GTC. Eine kleine Unachtsamkeit von Werner, die ihm ebenfalls eine Stop/Go Strafe einbrachte. Das spülte dann die Corvette von Magnussen nach vorne, die mehr oder weniger kampflos in den letzten Runden das Rennen nach Hause fahren konnten.

In der GTC war es bis zu letzten Kurve spannend. Nachdem Dirk Werner den Führenden Pumpelley abgeschossen hatte, führte des Kollege von Moltke das Feld an. Erst in der letzten Runde, auf der letzten Geraden konnte Pumpelley wieder die Spitze übernehmen, obwohl sich Moltke mit Händen und Füssen wehrte.

In der LMPC feierten Gunnar Jeannette und Ricardo Gonzalez ihren zweiten Klassensieg in diesem Jahr. Leider sah man davon in der Übertragung von ESPN wenig bis gar nichts, allerdings muss man auch dazu sagen, dass die Sieger glatte zwei Runden Vorsprung hatten.

Ein eher zähes Rennen war das in Mosport, einer Strecke, die zwar viel Traditon hat, aber in Sachen Sicherheit eh etwas zurückgeblieben ist. Die hübschen, weißen Mauern am Rand haben nicht mal Reifenstapel, geschweige denn eine “Safer Wall”. Bei den Geschwindigkeiten eigentlich absurd. Vielleicht wird es ja in Zukunft besser, denn Ron Fellows ist nun Teilhaber der Strecke.

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Schweinderl