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February 22 2012

07:12

Ferner liefen: Die Newshappen für 22.02.2012

// Das lange Warten hat ein Ende: Die NASCAR wird wieder live im deutschen Fernsehen übertragen. Der exklusiv über das Basispaket von sky zu empfangende Spartensender Motorvision.TV wird nach Informationen von motorsport-total.de am kommenden Sonntag das Daytona 500 zeigen. Darüber hinaus plant man noch “mindestens 10 weitere” Rennen des NASCAR Sprint Cup live zu senden – welche Läufe das konkret sein werden, ist aktuell noch unklar. Zusätzlich zeigt der Sender zu jedem Rennen die schon bekannten einstündigen Zusammenfassungen. Der Deal dürfte eher kurzfristig zustande gekommen sein, denn in der Programmvorschau auf motorvision.tv ist das Daytona 500 zur Stunde noch nicht eingetragen – nähere Informationen zu möglichen Kommentatoren oder Experten gibt es ebenfalls noch nicht. Voraussichtliche Startzeit der Übertragung am kommenden Sonntag ist laut motorsport-total.de 19:00 Uhr MESZ. (Vorsicht)

// Sarah Fisher Racing könnte den Beginn der IndyCar Saison 2012 verpassen. Und zwar nicht wegen der üblichen finanziellen Probleme, sondern aus einem deutlich banaleren Grund: Das Team schafft es vermutlich nicht, rechtzeitig zum Saisonstart einen Motor von einem der drei Hersteller zu bekommen. Hintergrund: Der Preis, den die Teams für die Motoren zahlen, liegt deutlich unter den wahren Herstellungskosten. Daher hatte man sich in der vergangenen Saison geeinigt, dass keiner der Hersteller mehr als eine bestimmte Quote des Feldes beliefern muss. Honda und Chevrolet sind bereits “voll” – und bei Lotus schafft man es nicht alle übrigen Teams zu beliefern. Honda wäre nun zwar grundsätzlich bereit, einen weitere Motor zu verkaufen, kann aber wegen der vielen Motorschäden bei den Testfahrten erst frühestens zum Indy 500 liefern. Einziger Hoffnungsschimmer: Rahal Lanigan Racing hat bei Honda Motoren für mehr als nur ein Auto bestellt – aber bislang mit Takuma Sato nur einen Fahrer. Möglich also, dass SFR auf diesem Wege doch noch an ein Aggregat gelangt. (Vorsicht)

// Einige der übrigen Teams testen derweil in Alabama das neue Auto. Bei speedtv.com gibt es dazu ein paar hübsche Fotos. (Vorsicht)

// Zwar bereits ein paar Tage alt, waren die 140 Zeichen via Twitter nicht ausreichend, um das komplette GT500-Aufgebot von Lexus/Toyota niederzuschreiben. Wie bereits seit einigen Wochen bekannt, hat André Lotterer seinen vorzeitigen Abschied aus der japanischen Super GT verkündet, um dieses Jahr für Audi in der WEC und natürlich den 24 Stunden von Le Mans anzutreten. Über ein mögliches, weiteres Engagement für Team Petronas Tom’s in der Formel Nippon wurde hingegen noch kein Wort verloren. Gut möglich, dass Tom’s in diesem Jahr lediglich mit Vizemeister Kazuki Nakajima an den Start gehen wird. In der GT500 nimmt neben Nakajima der langzeitige Honda-Pilot und Meister von 2010, Loic Duval Platz.
Große Änderung auch bei bei Team Sard, die nicht nur mit Kobelco einen neuen Hauptsponsor haben, sondern anstelle von Takuto Iguchi mit der Fahrerpaarung Juici Wakisaka und Hiroaki Ishiura 2012 an den Start gehen werden. Wakisaka wechselt Marken-intern von Team Kraft, die mit Yuji Kunimoto und Andrea Caldarelli ihren Lexus SC430 besetzen. Caldarelli fuhr im letzten Jahr für Team Kondo in der Formel Nippon. Ex-Kraft-Pilot Andre Couto wechselt hingegen zu Wedsports Bandoh an die Seite von Seiji Ara.

Im nachfolgenden die diesjährigen GT500-Lexus-Piloten im Überblick:

Team LeMans Eneos
Daisuke Ito / Kazuya Oshima

Team Wedsports Bandoh
Seiji Ara / Andre Couto

Team KeePer Kraft
Yuji Kunimoto / Andrea Caldarelli

Team Petronas Tom’s
Kazuki Nakajima / Loic Duval

Team Cent Zerumo
Yuji Tachikawa / Kohei Hirate

Team Sard
Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura
(Yankee)

// Nissan wird ihr GT500-Lineup hingegen am 26. Februar um 8 Uhr deutscher Zeit ausschließlich via Internet-Stream vorstellen. Michael Krumm, der bereits ein paar Testkilometer für Nissan abgespult hat, wird als 99,9%-sicherer Nachfolger von Benoit Treluyer gehandelt, der ebenfalls für Audi in diesem Jahr in der WEC und den 24 Stunden von Le Mans antritt.  (Yankee)

// Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Suzuka Circuits wird die Formel Nippon am 3. März ein 10-Runden-Show-Rennen mit allen Fahrern der kommenden Saison austragen. Interessant an diesem offiziell als Round 0 benannten Rennen, ist die Teilnahme von Takuma Sato, der nicht nur von Honda, sondern natürlich auch der Formel Nippon kräftig beworben wird. Sato wird neben seinem Engagement in der IndyCar heuer auch ein paar Formel-Nippon-Rennen bestreiten. Honda hat bislang allerdings noch nicht verkündet, um welche Rennen es sich hierbei handelt. Ein kleiner Abgleich der diesjährigen Kalender beider Serien zeigt aber, dass Sato an folgenden Rennen teilnehmen könnte: Fuji (14-15. Juli), Sugo (22-23.  September), Suzuka (3-4. November). Zusätzlich wäre auch ein Einsatz beim JAF GP Fuji Sprint Cup vom 16-18. November denkbar. An allen weiteren Terminen, insbesondere zum Start der Formel-Nippon-Saison, ist Sato bereits in der IndyCar unterwegs. (Yankee)

// Analog zu den Testfahrten am 5. und 6. März in Suzuka, hat die Formel Nippon sowie die Japan Race Promotion (JRP) zwei weitere, offizielle Testtage für den 20. sowie 21. März in Fuji angekündigt. Großen Wert legt man dabei auf den Hinweis, dass Takuma Sato lediglich am 5. März für Honda in die Testfahrten eingreifen wird. (Yankee)

// Fuji die Zweite: Eigentlich sollte vergangene Woche ein offizieller GT300-Test zum Vergleich der JAF- und FIA-GT3-Fahrzeuge in Fuji stattfinden. Der Testtag wurde allerdings aufgrund heftiger Schneefälle abgesagt. Da für die GTA der Vergleich sowie eine etwaige Einstufung der Fahrzeuge essentiell ist, sucht man bereits fieberhaft nach einem neuen Termin, möglicherweise auch auf einer anderen Strecke. Da Fuji aufgrund seiner Streckencharakteristik sowie der langen Start-/Zielgeraden allerdings prädestiniert für solch einen Test ist, wäre es nicht weiter verwunderlich, wenn der Test wie ursprünglich geplant schlußendlich auch dort stattfinden wird. (Yankee)

// Die ehemalige Porsche-Speerspitze Alex Job Racing steigt aus der GTC-Klasse der ALMS wieder in die “große” GT-Kategorie auf, und zwar mit einem Lotus Evora GTE und Unterstützung vom Werk in England sowie von Sponsor WilliamRast. Pilotieren werden den Wagen Stammpilot Bill Sweedler und IndyCar-Mann Townsend Bell, allerdings erst ab dem zweiten Lauf in Long Beach, Sebring lässt das Team aus unbekannten Gründen aus. Das im Sommer 2011 angekündigte “Lotus Sport USA”-Programm von Ian Dawson scheint sich dagegen nicht zu materialisieren, John Dagys mutmaßt allerdings, dass dessen zuletzt mehr oder weniger gescheitertes Projekt namens Libra Racing mit einem Ford-Motor in die ALMS-LMP2 einsteigen könnte. (Stefan)

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August 03 2011

06:47

Newshappen vom 03.08.2011

// Relativ hohe Wellen schlug die Ankündigung in England, dass die BBC ihre Übertragungen der F1 mehr oder weniger Ende dieses Jahr einstellt. Stattdessen springt sky Sport ein, die, wie in Deutschland, alle Trainings, Qualis und Rennen live zeigen. 10 Rennen wird auch die BBC zeigen, den Rest gibt es in England als leicht gekürzte Aufzeichnung am Abend. Dabei übernimmt die BBC den Kommentar von sky, die vermutlich wieder auf Coulthard/Brundle setzen werden. Die Ankündigung kam überraschend, auch wenn es seit Wochen Gerüchte gab und hat die britischen F1-Fans auf die Barrikaden gebracht. Muss man in Deutschland nun ähnliches befürchten? Die Antwort lautet: Nein. RTL verdient mit der F1 gutes Geld, es ist eher die Frage, ob sky den Ende 2011 auslaufen Vertrag verlängern wird. Die Situation in England ist zudem besonders. Die BBC muss viel Geld sparen, die 50 Millionen Dollar, die eine Saison F1 allein an Rechten gekostet hat, kommen da gerade recht. Zu den 50 Millionen kommen ja auch noch die Ausgaben für die Übertragung, die beim “Dreamteam” der BBC nicht gerade wenig sind. Eng könnte es dann allerdings an der Streaming-Front werden. Bisher liessen sich die Übertragungen der BBC relativ leicht ansehen, das ist mit dem Wechsel zu sky nun vorbei. Don

// Laut der “Süddeutschen Zeitung” ist Flavio Briatore auch in den Bestechungsskandal um Ecclestone und Gribkowsky verwickelt. Briatore, seit etlichen Jahren ein enger Geschäftspartner von Bernie, soll in den Fall verwickelt sein. Wie genau wird aber nicht verraten. Mehr als “Flavio war auch dabei… hört man so aus der Staatsanwaltschaft” hat die SZ auch nicht. Also eher nichts. Es verdichtet sich allerdings das Bild, dass das Geld deswegen geflossen ist, damit die CVC den Zuschlag bekommt. Ob Ecclestone nun erpresst wurde den Deal so zu machen, oder ob er das so wollte ist halt die große Frage. Don

// Der Renault zeigt sich in Ungarn zwar nicht von seiner schnellen Seite, aber immerhin sorgte er mit seinem Brand und der merkwürdigen Explosion im Seitenkasten für einiges Stirnrunzeln. Und böse Witze über Heidfeld, der schneller aus dem Auto war, als er fahren kann. Sagen jedenfalls gemeine Menschen, zu denen wir hier nicht gehören. Zurück zum Thema: Was genau da explodiert ist, weiß man immer noch nicht, aber Scarbs hat ein paar Verdächtige gefunden. Don

// Noch mehr Technik. Gordon Mccabe über Diffusor und wie sie arbeiten. Er verlinkt auch auf die sehr interessante Arbeit zweier Studenten mit dem Titel “Ground Effect Areodynamics Of Race Cars“(pdf). Don

// Noch viel mehr Daten gibt es jede Woche im Blog F1 Data Junkie. Don

// Der Mann, über den im Moment in der NASCAR am meisten gesprochen wird, ist weder Dale Junior, noch der frisch gebackene Indy-Sieger Paul Menard. Es ist Carl Edwards und seine seit Monaten anstehende Entscheidung, ob er jetzt bei Roush bleibt, oder zu Joe Gibbs wechselt. Angeblich will man dort sogar entweder einen vierten Wagen bereit halten. Den soll Logano bekommen, während “Home Depot” in Zukunft auch Edwards setzen soll. Grosses Sommertheater also, allerdings lähmt die Entscheidung den gesamten Fahrermarkt, weil Roush ja Edwards mit irgendjemanden ersetzen müsste. Don

// Schöne Zusammenfassung über den Stand der Dinge in den USA was die Prototypen und GT-Klassen angeht. Don

// Noch eine Meldung auf der US-Medienszene, die über Umwege auch die IndyCar Series betrifft: Versus, der Sender, der noch einige Jahre lang den Großteil der IndyCar-Rennen übertragen wird, soll ab Anfang Jänner 2012 in “NBC Sports Network” umbenannt werden. Eine Überraschung das nicht. Im Gegenteil waren Beobachter nach dem Kauf von NBC durch Versus-Mutter Comcast im Februar eigentlich davon ausgegangen, dass dieser Schritt schon im Herbst des laufenden Jahres stattfinden könnte. Schon seit einiger Zeit etwa hat Versus keine eigene Homepage mehr, sondern ist unter der Internetadresse nbcsports.com erreichbar. Ziel ist es, aus Versus und NBC eine Art Gegenstück zur Partnerschaft zwischen den Disney-Töchtern ABC und ESPN zu schaffen. So hat NBC bei Erwerb der Rechte für die Olympischen Spiele 2014-2020 vor ein paar Wochen angekündigt, alle Events “auf einem NBC-Kanal” oder im Internet live zu übertragen. Es liegt nahe, dass einiges davon auf dem neu geschaffenen Sender laufen wird.
Das alles sollte dazu beitragen, das Profil des Senders zu heben – was natürlich auch den IndyCars nur gut tun kann, gerade in einer Zeit, in der die Serie unter niedrigen Einschaltquoten leidet. Vorsicht

// Die Superleague Formula muss ihre geplantes Finale im neuseeländischen Taupo absagen. Sponsoren, die das Rennen eigentlich unterstützen wollten sind nun abgesprungen – angeblich, weil man in Folge des schweren Erdbebens, das den Inselstaat im Februar heimgesucht hat, das Geld in wichtigere Projekte stecken will. Die Begründung erscheint sehr verständlich. Angesichts der Tatsache, dass das Neuseeland-Rennen aber erst deutlich nach dem Erdbeben erstmals im Kalender aufgeschienen ist, darf man sich dennoch fragen, ob es sich dabei um die ganze Wahrheit handelt. Bitter ist die Meldung gewiss auch für das SLF-Team Neuseelands, dessen (zum Teil nur in der Heimat tätige) Sponsoren sicher sehr gerne ein Rennen in Taupo gesehen hätten. Bisher gibt es noch keine offizielle Meldung der SLF zum Thema. Es ist aber davon auszugehen, dass man auf der Suche nach einem neuen Austragungsort ist: Nicht nur wegen des öffentlichen Ansehens der Serie, sondern vermutlich auch auf Verlangen der Teams. So hatte sich vor Saisonbeginn etwa schon GU-Racing aus der Serie zurückgezogen, als der Kalender von zwölf auf acht Läufe verkürzt wurde. Grund damals: Der Rückgang im zu erwartenden Preisgeld.
Was mögliche Ausweich-Strecken betrifft, ist noch nichts bekannt. Der Lauf davor findet aber (angeblich) Anfang November in Seoul statt, die Läufe davor in China. Man darf also davon ausgehen, dass die Serie auch den Saisonabschluss gerne im asiatisch-ozeanischen Raum halten möchte. Vorsicht

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April 20 2011

06:00

Ferner liefen: Die Newshappen

#Formel 1: Sehr interessantes läuft im Moment hinter den Kulissen ab, so es denn stimmen sollte. Die Formel 1 gehört im Moment mehrheitlich der Delta Topco, welche eine Kombination von vielen verschiedenen Firmen hauptsächlich von Bernie Ecclestone ist. Delta Topco wiederrum gehört zu 70% den CVC Capital Partners, zu 20% JPMorgan und zu 10% Ecclestone selbst beziehungsweise seiner Familie . CVC hält also einen Großteil der Anteile an der Formel 1, wenn man so mag. Dies ist etwas vereinfacht dargestellt, denn ohne Ecclestone läuft nichts, da seine zahllosen Firmen verschiedene Rechte (Namen, TV, Vermarktung, etc…) halten. Wer mehr zu den extrem komplizierten Besitzverhältnissen wissen mag, kann gerne in diesem wunderbarem alten Artikel von Don mehr erfahren: http://www.racingblog.de/2008/12/07/formel-eins-das-finanzmonster-ein-blick-hinter-die-kulissen/ .

Es gibt einen Blog auf Sky News von Mark Kleinman ( http://blogs.news.sky.com/kleinman/Post:ba1e6a4b-b146-4edc-ae17-1bdcdcbeb360 ), der dort im Grunde folgendes schreibt: Die News Corp, eines der mächtigsten Medienunternehmen der Welt, denkt eventuell darüber nach, die Anteile von CVC an Delta Topco zu kaufen, was wohl faktisch einer Übernahme der Formel 1 durch die News Corp gleich kommen würde. Kurz zur News Corp: Dieser gehören unter anderem FOX, The Sun, The Times, Wall Street Journal und viele viele andere bedeutende (inter)nationale Zeitungen und TV-Sender. Das wichtigste ist jedoch, dass der News Corp auch unter anderem Sky Deutschland, Sky GB und Sky Italy gehören. Anmerkung: Vielen Dank an dogfood, der in den Kommentaren auf folgendes hinweist: “Kleine Ergänzung: News Corp gehört nicht BSkyB (Sky UK). Sie besitzen nur 39% und befinden sich gerade in fortgeschrittenen Übernahmegespräche (inkl. kartellrechtlichen Gesprächen). Das ist insofern etwas mehr als ein Detail, weil diese Übernahme News Corp zirka 8 bis 10 Milliarden Euro kosten dürfte und damit den Bewegungsspielraum der News Corp hinsichtlich einer möglichen Übernahme der F1 weiter verkleinert. Umgekehrt macht es deutlich, dass der Versuch BSkyB- *und* F1-Übernahme stemmen zu wollen, ein sehr aggressives/expanisionistisches Vorgehen wäre.”

Dies sind landestechnisch gesehen die absoluten Formel 1 Kernmärkte. Was eine Übernahme der Delta Tepco von der News Corp auf die Tv-Rechte für einen Einfluss haben würde, kann sich vermutlich jeder denken, auf alle Fälle wäre es vermutlich mit der breiten Free-Tv Präsenz der Formel 1 erstmal vorbei.

Aber selbst die News Corp mit ihren massiven Finanzreserven kann eine Übernahme der Formel 1 wohl nicht alleine stemmen, deswegen sondiert man wohl gerade Partner. Gesprochen hat man mit dem reichsten Mann der Welt, Carlos Slim. Diesem gehört unter anderem Telmex, die Sauber hauptsächlich sponsoren. Allerdings befinden sich die Pläne der News Corp, so es sie denn gibt in einem sehr frühen Stadium, es hat noch keine Kontakte zwischen der CVC und der News Corp gegeben. Unklar ist desweiteren ob und ab wann die Anteile von CVC an Delta Topco überhaupt zum Verkauf stehen und Ecclestone selbst schließt einen Verkauf innerhalb der nächsten 2 Jahre wohl aus, aber was heißt schon unverkäuflich in der heutigen Zeit? (Chaos)

#Le Mans: Am Ostersonntag steht auf dem Circuit de la Sarthe der Testtag an, den der ACO nach dreijähriger Pause wiederbelebt hat. 56 Fahrzeuge sind dafür gemeldet</a>, ebenso viele wie für das Rennen, doch es gibt einige Unterschiede. Audi und Peugeot sind aber mit je drei Werks-Fahrzeugen genauso aufgestellt wie in sechs Wochen zum 24 Stunden-Rennen. Lola wird <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">neue Aero-Teile an die Rebellion-Coupés montieren. Highcroft und Quifel lassen den Test aus, stattdessen ist das Reserveteam von Kronos Racing auf der Liste, die mit Vanina Ickx an der Spitze des Lineups noch auf einen freiwerdenden Platz für das Rennen hoffen. Keine Chancen auf einen Rennstart 2011 hat das Team MIK Corse, die Italiener bringen ihren neuen Hybrid-Zytek trotzdem an die Strecke. Aus der LMP2 lassen TDS und Strakka die Testmöglichkeit aus, aus der GTE-Pro u.a. die US-Teams Corvette Racing und Flying Lizard, die noch am vergangenen Wochenende in Long Beach um den Sieg fuhren. JMW verzichtet auf eine weitere Möglichkeit, den neuen F458 besser kennenzulernen. Robertson Racing, bringt beide Ford GT nach Le Mans, obwohl bisher nur einen einen festen Platz im Rennen hat, und auch Young Driver AMR testet seinen Vantage V8, während man in Paderborn weiter darauf hofft, nachrücken zu können. Wie üblich bei solchen Tests vor großen Rennen werden die Teams nicht ihr ganzes Potential zeigen, aber vielleicht wird der Test doch einige aufschlussreiche Informationen bringen. Viele Teams testen außerdem zurzeit auf anderen Strecken, so hat etwa Jetalliance erstmals den GT2-Lotus Evora auf die Strecke gebracht</a>, während AF Corse und Aston Martin in Spa a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">unterwegs sind, wo Anfang Mai auch der nächste ILMC-Lauf stattfinden wird, das letzte Rennen vor den 24h. (Stefan)

#WTCC: Die Rennserie plant wohl die Aufstockung des Kalenders auf 14 Rennen. Hinzukommen sollen Rennen in den USA, Russland und eventuell noch eine weitere Veranstaltung in Asien. (Chaos)

#GP2: Kurz vor dem Saisonstart testet die Serie nochmal in Barcelona. Am ersten Testtag war Davide Valsechhi vom Team Air Asia der schnellste Pilot auf der Strecke. Ganz knapp dahinter lag Luca Filippi, der ja für Supernova an den Start geht. 3. wurde Charles Pic. Saisonstart der GP2 ist zum Europaauftakt der Formel 1 in der Türkei am 7./8. Mai . (Chaos)

#Gp3: Auch hier wurde kurz vor Saisonstart nochmal getestet. Erster wurde Nigel Melker von Mücke Motorsport, Alexander Sims und Nico Muller wurden 2. und 3. Auch die GP3 beginnt am F1-Europaauftakt ihre neue Saison. (Chaos)

#Indycar: Pippa Mann, Fünfte der letzten Indylightssaison wird für Conquestracing das Indy 500 bestreiten, nun ja zumindest versucht sie sich zu qualifizieren. Sie konnte beim Indylightsrennen letztes Jahr sogar die Poleposition erringen, allerdings weiß ich nicht, ob es besonders schlau ist, jemanden im höchst anspruchsvollem Indy 500 sein Debut feiern zu lassen, aber den Themenkomplex “Fahrer-Erfahrung-Sicherheit” sieht man ja im Moment eher lasch bei den Indycars. (Chaos)

#NASCAR: Greg Biffle hat für 3 weitere Jahre bei Roush-Fenway-Racing unterschrieben. (Chaos)

#RoC: Das “Race of Champions” wird auch 2011 in Deutschland stattfinden, und zwar vom 3.-4. Dezember in der Commerzbankarena in Frankfurt. Am Grundkonzept wird sich wohl nichts ändern. (Chaos)

#Nissan hat angekündigt</a>, eine Rennversion des Elektroautos LEAF zu konstruieren. Der Wagen soll heute auf der New York Motor Show der Öffentlichkeit präsentiert werden. Noch sollen damit allerdings keine Rennen bestritten werden, die Schaffung einer eigenen Rennserie hält Nissan jedoch für möglich. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der NISMO-LEAF irgendwann in den kommenden Jahren im a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">EV Cup, der dieses Jahr startet, einen Platz finden wird. (Stefan)

March 27 2011

21:00

Formel Eins: Analyse GP Australien 2011

Sebastian Vettel startet in die neue Saison, wie er die alte beendet hat: Mit einem Sieg. Seine Dominanz in Australien war überragend, aber das galt nur seinen Red Bull. Beide Sauber wurden nach dem Rennen disqualifiziert.

Das erste Rennen einer neuen Saison ist immer etwas Besonderes, auch wenn es nicht gerade zu den besten Läufen gehört. So war es auch in Australien, denn an der Spitze gab es nicht mal am Start die Frage, wer auf den ersten Platz liegt. Sebastian Vettel kam direkt gut weg und während sich hinter ihm der Verkehr staute. Im Grunde kam Vettel nur einmal kurz unter Druck, als Hamilton hinter ihm nach 10 Runden leicht aufholte, und die Lücke auf 2.5 Sekunden schließen konnte. Doch nach den ersten Stopps hatte Vettel schnell seinen 10 Sekunden Vorsprung, den er bis zum Schluss verwaltete. Das bemerkenswerte an Vettels Start war aber der Umstand, dass Red Bull KERS schon am Freitag ausgebaute hatte, weil das System Probleme machte. Vettel hatte seine Pole und sein Rennen also ohne KERS gewonnen, was ja immerhin bis zu 3 Zehntel pro Runde bringen kann. Für Red Bull lief es aber nicht nur gut, denn Mark Webber kämpfte mit einem Wagen, der bei weiten nicht so gut ging. Richtig Ärger gab es für Sauber nach dem Rennen.

Bei der technischen Kontrolle stellten die Kommissare fest, dass etwas mit beiden Heckflügeln nicht stimmte. Das obere flache Segment muss eine möglichst flache und gerade Fläche haben, die nicht mehr als 100mm abweichen darf. Grund dafür ist, dass man jegliche Version eines F-Schacht verbieten möchte. Ist der Flügel nach innen gebogen, kann man diesen Effekt vor hervorrufen. Gemessen wird die Abmessung mit einem Ball-ähnlichen Gerät. Offenbar war die Abweichung außerhalb der Toleranz, wie groß wurde allerdings nicht gesagt. Sauber schleppte noch drei weitere Heckflügel Versionen zur Abnahme, die dann alle in Ordnung waren. Das half aber nichts, der siebte Platz von Perez wurde ebenso aberkannt, wie der achte von Kobayashi. Das ist bedauerlich, denn Sauber zeigte ein erstaunlich gutes Rennen. Der C30 lief richtig gut, dazu ging er offenbar sehr sanft mit den Reifen um. Während die Konkurrenz meist dreimal an die Box kam, stoppte Perez nur einmal. Kobayashi war auf einer Zwei-Stopp-Strategie, die ihm hinter Perez warf.

Interessant ist dabei ein Blick auf die Rundenzeiten (pdf). Perez kam in Runde 23 rein und nahm dann die harte Mischung. Seine Rundenzeiten pendelten zunächst um die 1.31, mit leerer werdenden Tank fielen die Zeiten auf 1.30. Schaut man sich dagegen die Zeiten von Alonso, der dreimal stoppte, sehen die Zeiten von Sauber noch besser aus. Alonso stoppte das zweite Mal in Runde 27 und fuhr dann bis in Runde 42. In der Zeit Schaffte er tiefe 1.30er Zeiten. Nach dem dritten Stopp fielen die Zeiten auf Mitte 1.29 min. Das sind zwar Zeiten die teilweise bis zu einer Sekunde schneller waren, als die von Perez, aber durch den Stopp verliert man rund 20 Sekunden, also war Perez am Ende nicht viel langsamer. Das ist ein erstaunliches Ergebnis, und selbst wenn Sauber die beiden Plätze aus Australien verlieren sollte, mit denen muss in den ersten Wochen der Saison rechnen. Sauber hat noch nicht endgültig entschieden, ob man gegen die Disqualifikation Protest einlegen wird.

Die zweite positive Überraschung kam von McLaren. Die Briten hatten den MP4-26 in den letzten Wochen noch umgebaut und einen neuen Unterboden plus eine neue, nicht so komplizierte Auspuffanlage eingebaut. Das hat sich ausgezahlt, denn McLaren war wenigstens ansatzweise in der Lage, vorne mitzumischen. Die Ferrari hatte man locker im Griff, was man vor allem sah, als Button gegen Massa kämpfte. Die gute Leistung von McLaren ist zumindest ein Hoffnungsschimmer für die kommenden Rennen.

Ferrari kämpfte, aber der Wagen war einfach zu langsam. Sowohl Massa als auch Alonso prügelten den F150 um den Kurs, aber es half nichts. Man kam nicht richtig nach vorne, nur am Ende gelang es Alonso fast noch Petrov zu schnappen, der mit zwei Stopps unterwegs war und das letzte in Runde 36 stoppte. Seine Reifen waren also etwas älter, als die von Alonso und der Ferrari konnte aufschließen. Allerdings kontrollierte Petrov den Abstand einigermaßen und stoppte so den Vorwärtsdrang des Spaniers, der sich am Ende mit Platz vier begnügen musste. Massa wurde nur siebter. Ferrari zeigte sich angesichts des dann doch großen Rückstand überrascht und einigermaßen ratlos. Man geht aber davon aus, dass die Sache in Malaysia anders aussehen wird, da dem F150 die schnellen Kurven in Australien gefehlt haben.

Das Alonso nicht an Petrov ran kam, unterstreicht den guten Eindruck, den Renault im Winter hinterlassen hat. Der Russe fuhr ein sehr sauberes, unauffälliges aber schnelles Rennen. Er hielt sich auch aus allen Zweikämpfen heraus und fuhr sein eigenes Rennen, das ihm am Ende auf Platz 3 spülte. Das war aber kein Glück, sondern sauber selbst erfahren. Und selten hat man einen Fahrer so glücklich auf dem Podium gesehen. Seinen Pokal hielt er selbst noch eine Stunde nach dem Rennen bei den Interviews in der Hand. Miserabel lief es dagegen bei Nick Heidfeld. In der Quali blieb er auf Platz 18 hängen, katapultierte sich aber mit einem guten Start auf 12. Im Gedränge bekam er allerdings einen Schlag auf die rechte Seite, was seinen Seitenkasten die Motorabdeckung beschädigte. Die empfindliche Aerodynamik quittierte dies mit schlechten Rundenzeiten und Heidfeld blieb weiter unter den Möglichkeiten, die der Renault bietet.

Noch schlechter lief es für Mercedes. Schumacher kam gut weg und lag hinter Rosberg, als er einem Toro Rosso einen Schlag auf das rechte Hinterrad bekam. Der Pirelli gab daraufhin auf, offenbar war auch die Aufhängung beschädigt, so dass er in die Box fuhr. Rosberg kam auch nur bis Runde 25, als ihn ein ziemlich übermotivierter Rubens Barrichello abschoss. Das Manöver sah schon komisch aus und passte so gar nicht zu dem erfahrenen Barrichello, der sich zu dem Zeitpunkt mit Boxenstopp schon auf Platz acht vorgefahren hatte. Nach dem Rennen gab der Brasilianer zu Protokoll, dass er Rosberg gar nicht überholen wollte, dieser einfach zu früh gebremst hätte. Das könnte dann schon die Ausrede des Jahres gewesen sein, denn Barrichello traf Rosberg mitten am Scheitelpunkt. Da Maldonado mit einem nicht näher beschriebenen technischen Problem ausgefallen war, musste Williams ohne Punkte abreisen. Aber die Performance des Williams war zumindest nicht schlecht.

Weiter hinten blieb man eng zusammen. Force India zeigte eine sehr gute Rennpace, vor allem di Resta sah in einem ersten Rennen nicht schlecht aus. Er blieb an Sutil dran und ließ diesen sogar zweimal passieren, weil man unterschiedliche Strategien gewählt hatte. Dank der der Disqualifikation der Sauber rutschte man sogar auf Platz neun und zehn vor, eventuell geht es sogar noch einen Platz nach vorne. Denn nach dem Rennen zeigten Fernsehbilder, das Sebastian Buemi bei seinem Überholmanöver an Sutil mit allen vier Rädern die Strecke verlassen hatte. Das passierte nach Turn 4 auf dem Parkplatz und die FIA-Regeln sind da sehr eindeutig: Wer die mit allen vier Rädern hinter der gelben Linie ist, verschafft sich einen Vorteil. Vettel passierte zwar ähnliches als er Button überholte, aber er rutschte an der gleichen Stelle über die Linie, als er an Button schon vorbei war. Force India hat gegen Buemi Protest eingelegt, zur Stunde gab es da keine Entscheidung.

Am Ende war es also Vettel, der locker und verdient gewinnen konnte, denn er hat am Wochenende bis auf die schnellste Runde alle Tabellen angeführt. Warum es bei Mark Webber nicht lief, bleibt ein Rätsel. Adrian Newey meinte nach dem Rennen, man habe bei Webber eine zu große, einseitige Abnutzung der Reifen festgestellt, was auf eine falsche Abstimmung hinweist. Aber was genau los war, wusste Webber, der komplett frustriert war, auch nicht sagen. Er habe alles gegeben, der Abstand sei einfach nicht normal, er habe nicht mal die Ferrari halten können. Angesichts der totalen Dominanz von Vettel und dem Umstand, dass Webber im Rennen auf Augenhöhe seine Rundenzeiten drehen kann, wird wohl irgendwas am Wagen falsch gewesen sein.

Überrascht hat mich im Rennen, wie oft Red Bull, McLaren und Ferrari stoppen mussten. Gerade von Ferrari hatte ich nach den Tests erwartet, dass sie weniger Probleme mit den Reifen haben, aber das war nicht der Fall. Bei Red Bull sah es auch nicht so gut aus. Vettel klagte schon nach 10 Runden über nachlassende Hinterreifen und er hatte nicht mal KERS an Bord. Vielleicht war der Reifenverschleiß ein Grund, warum Red Bull das System aus dem Wagen verbannt hat. Der hohe Verschleiß der drei Top Teams dürfte vor allem beim nächsten Rennen in Malaysia interessant werden. Doch ist der Asphalt aggressiver und die Temperaturen dürften auch 15 Grad höher sein. Da Pirelli die gleichen Mischungen nach Malaysia bringt, kann man sich vermutlich jetzt schon auf eine Boxenstopporgie freuen. Man wird aber abwarten müssen, ob zum Beispiel Ferrari die Reifen bei hohen Temperaturen besser schont als Red Bull.

Ein paar Worte noch zur Übertragung von sky. Ich habe die Vorberichterstattung nicht komplett gesehen, aber die Nachberichterstattung war eine Katastrophe. Ein wenig Schumacher, ein wenig Rosberg, ein wenig Sutil dazu drei Worte von Hülkenberg und Norbert Haug. Fertig war die Laube. sky beklagt sich, dass man keine neuen Zuschauer mit der Formel Eins anlocken kann aber wenn man die Nachberichterstattung sieht, dann fragt man sich, warum jemand 35 Euro dafür im Monat ausgeben sollte. Kaum Interviews, keine wirkliche Analyse und außer Haug hatte man niemanden exklusiv im Interview. Was vermutlich daran liegt, dass sky nur mit zwei eigenen Kameras nach Australien geflogen ist. Dagegen feuerte die BBC mal wieder aus allen Rohren und hatte die übliche Besetzung am Start, die wie gewohnt gut und selbstsicher unterwegs war. sky wirkte dagegen wie ein Fan, der hinter dem Zaun seine Stars bewundert. Die eigentliche Kommentierung des Rennens durch Schulz/Surer war wie immer sehr gut, da gab es nichts auszusetzen. Aber sky kann sich nicht alleine auf diese beiden Zugpferde verlassen und den Rest vernachlässigen. So gewinnt man keine Kunden.

GP_Aus_GP_2011_15 GP_Aus_GP_2011_1 GP_Aus_GP_2011_2 GP AUSTRALIA F1/2011 GP_Aus_GP_2011_4 GP_Aus_GP_2011_5 FORMULA 1 / QANTAS AUSTRALIAN GRAND PRIX Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Australia Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Australia Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Australia Australian F1 Grand Prix - Practice Australian F1 Grand Prix - Practice Australian F1 Grand Prix - Qualifying Australian F1 Grand Prix - Practice Australian F1 Grand Prix - Practice GP_Aus_GP_2011_16 GP_Aus_GP_2011_17 GP_Aus_GP_2011_18 GP_Aus_GP_2011_19 GP_Aus_GP_2011_20 GP_Aus_GP_2011_21 GP_Aus_GP_2011_22 GP_Aus_GP_2011_23 GP_Aus_GP_2011_24 aus-f1-2011-chart

Bilder: FerrariF1, SauberF1, Renault, Team Lotus, McLaren, Red Bull/Gepa, STR/Gepa, Virgin, HRT, Williams, Mercedes, Force India

January 14 2011

09:30

TV Rechte 2011: Was wird wo gezeigt?

Wer in diesem Jahr viel Motorsport sehen möchte, der kommt um eine gute Internetleitung nicht herum. Die Zahl der Streams steigt, einige Serien sind ohne Rechner überhaupt nicht mehr zu sehen.

Es gibt auch 2011 viel Motorsport im Fernsehen zu sehen, aber einige Serien bekommt man weiterhin nur um Netz. Das gilt vor allem für die US-Serien, wobei sich die Lage etwas entspannt. Denn so wie es im Moment ausssieht, wird die ALMS ab 2011 ihre Rennen komplett live auf der eigenen Webseite zeigen. Düster sieht es aber weiterhin bei der NASCAR aus. Die NASCAR selber würde gerne die Rennen, vor allem für das internationale Publikum, gerne im Netz zeigen. ESPN und TNT ziehen schon mit aber FOX stellt sich quer. Der Grund: FOX ist der einzige Sender, der nicht allein per Kabel übertragen wird, sondern auch über die sogenannten “Affiliates” vertrieben wird. Und denen will FOX nicht die Zuschauer und damit die regionalen Werbeeinnahmen wegnehmen. Die NASCAR steckt da in einer Zwickmühle. Zum einen ist FOX, zusammen mit Speed, einer der wichtigsten Partner, andererseits laufen die Verträge noch bis Ende 2015 und so lange will man wohl nicht warten, bis man im Netz präsent ist. Das gilt auch für die sportlich zwar gute, ansonsten aber vor sich hinschwächelnde GrandAm Serie. Warum man die nicht per SpeedTV im Netz zeigt, ist nicht nachvollziehbar.

Ohne Rechner geht in diesem Jahr immer weniger. Die Streams werden mehr und laufen teilweise parallel zu den TV-Übertragungen. Einige Serien bieten sogar einen “On-Demand” Service an, aber das ist eher noch selten. Grundsätzlich ist die Tendenz aber zu erkennen, dass man das Netz als Verbreitungsplattform nicht ignorieren kann. Die Menge und die Qualität der Streams nimmt zu, es gibt immer weniger Serien, die völlig darauf verzichten. Dazu kommt, dass man Geo-IP-Blocking mittlerweile relativ einfach umgehen kann.

Verwunderlich ist aber weiterhin, dass MotorsTV das Internet komplett ignoriert. Die Webseite war schon immer eine Baustelle, der Youtube Kanal beitet nur Fitzel des Programms. Nachdem Kabel Deutschland den Sender aus dem Programmangebot genommen hat, sieht es mit der Verbreitung nicht so doll aus. Zwar ist Motors in England relativ stark, aber es würde Sinn machen, wenn man ein kostenpflichtes Abo-Modell für einen Stream anbieten würde. Warum da bei MotorsTV in dieser Richtung nichts passiert, ist mir ein Rätsel. Für die von MotorsTV übertragenden Serien dürfte die Netzrechte nicht allzu teuer sein, zudem hätte man die Chance sich vor allem für internationale Serien als zuverlässiger Verbreiter zu etablieren.

Interessant ist aber auch, dass die meisten Serien ihr internationales Potential bisher brach liegen lassen. Die Grand Am hatte ich erwähnt, aber auch teilweise hochklassig besetzte europäische Serien gehören dazu. Gemeint sind unter anderem die BTCC und die britische F3. Vor allem letztere ist gerade dabei eine, eine Chance zu verpassen. Die letzten Meister haben es allesamt in die F1 geschafft, die Qualität der Rennen ist enorm, die Konkurrenz hoch, dazu kommt der klassische britische Touch der Serie. Vermarktet wird sie mittlerweile von SRO, die ja auch die FIA GT organisieren, und die wohl auch für die weitere internationalisierung der britischen F3 zuständig sind. Im Moment gibt es nicht mal eine Liveübertragung der Rennen irgendwo im Fernsehen, MotorsTV strahlt eine Zusammenfassung mit ein bis zwei Wochen Verspätung aus. Das kann es ja nun nicht sein, wenn man gegen die F3 Euro usw. antreten möchte. Ein Stream wäre hier besonders dringend zu empfehlen.

Die folgende Übersicht hat noch ein paar Lücken, ich ergänze den Eintrag, sobald ich die Infos habe.

Formelserien
F1 – sky/RTL
sky hat den Vertrag mit der F1 nach viel Hin und Her um ein Jahr verlängert. Grund für die kurze Vertragslaufzeit: Bei RTL laufen die Rechte Ende 2011 aus, beide Sender müssen dann neuverhandeln. sky erhofft sich, dass man Exklusivpartner bei HD/3D werden wird, plus weitere Kameraperspektiven usw.

GP2 – sky
Weiter bei sky.

GP3 – Euro?
Lief 2010 auf Eurosport, habe aber keine Antwort, ob das auch 2011 so sein wird.

Formel Renault 3.5 – Euro
Sollte weiter auf Euro laufen.

Auto GP – Euro
Neu bei Eurosport, weil sie im Rahmen der WTCC die F2 ersetzt.

F2- MotorsTV, Stream
Die F2 wandert zu MotorsTV, wird alle Rennen aber auch als Livestream auf der eigenen Webseite anbieten. Ob es auch On-Demand sein wird, ist nicht bekannt. Ob sich Serienorganisator Dr. Jonathan Palmer damit einen Gefallen getan, bleibt abzuwarten. Hauptgrund für seinen Rückzug aus der WTCC sind wohl die unregelmäßigen Startzeiten der Serie, die Europosrt immer wieder dem Programm anpasst und vor allem im Sommer wild zwischen allen Sendern hin und her schiebt.

F3 Euro – n-tv
Bleibt bei n-tv, die letztes Jahr einen guten Job gemacht haben.

SLF – Stream
Hier bleibt es beim Stream auf der Webseite.

Tourenwagen
WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird die Startzeiten wieder dem Programm anpassen.

BTCC – itv4
Bleibt die nächsten Jahre auch dort, einen legalen Stream gibt es nicht. Wobei man abwarten muss, ob itv4 eventuell auf der Webseite was zeigt. Das könnte man mit einem britischen VPN dann sehen.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Ob Sport 1 die GT1-Übertragung fortsetzt ist mir nicht bekannt. Kann auch sein, dass es zu Sport1+ weiter geschoben wird. Die Streams laufen aber weiter, von daher ist es egal. Die GT3-EM wird außerdem live auf MotorsTV gesendet. Ob die dreistündigen Rennen der neuen GT Endurance Series von FIA und SRO im TV zu sehen sein werden, oder ob es wie bei den beiden anderen internationalen GT-Serien auch hier einen Stream geben wird, ist noch unbekannt.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 an der ADAC GT ein weiteres Jahr fest.

VLN – ??
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – sky/Euro
sky überträgt die Serie auch 2011. Sollte auch bei Eurosport zu sehen sein.

Porsche Cup – ??
Sport1, Motorvision?

Scirocco Cup – ??
Sport 1? Motorvision? Auf jeden Fall hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das dieses Jahr wieder da sein sollte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt)
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt. Muss man auch abwarten, wie sich das bei MotorsTV entwickelt. Ohne eigenen Stream macht das bei denen langsam keinen Sinn mehr.

Prototypen
LMS – Euro
Vermutlich gibt es wieder die zerstückelte Berichterstattung auf Europsort. Einen Livestream scheint es auch in diesem Jahr nicht zu geben, was mir immer noch ein Rätsel ist. Bleibt Radio Le Mans.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden bei Eurosport.

USA
NASCAR – ??
ServusTV verhandelt mit der NASCAR über eine Verlängerung der Rechte. Es bleibt aber bei der Zusammenfassung am Montag. Gerüchteweise könnte das Daytona 500 live bei Servus laufen, weil die Amis das als Paket verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das stimmt, liegt aber bei unter 10%.

ALMS – Stream?
Es herrscht immer noch eine leichte Verwirrung darüber, ob die ALMS nun alle ihre Rennen live über die eigene Webseite streamt oder doch “nur” on-demand. Wenn es stimmt, wäre das natürlich toll. Das Angebot auf espn3.com soll nur ein Zusatz für die Amis sein. Die Rennen laufen in den USA nur noch teilweise live, der Rest zeitversetzt und zurechtgestutzt oder gar in dem 2010 erprobten “Doku-Drama”-Format, aber immer über ABC/ESPN. SpeedTV ist raus. Über die internationale Verbreitung hat man noch nichts gesagt. Laut Midweek Motorsport ist Radio Le Mans auch noch in Verhandlungen, allerdings ist man ziemlich sicher, dass man wieder dabei ist.

GrandAm – ??
Da wird man auf einen Stream von SpeedTV zurückgreifen müssen.

IRL – Stream
Die IRL streamt auch in diesem Jahr fast alle Rennen. Ausgenommen ist das Indy 500, das muss man sich woanders “besorgen”.

January 12 2011

11:03

Ferner liefen: Die Newshappen

// Das spanische HRT-Team hat einen seiner beiden Fahrer für 2011 vorgestellt – und damit eine mittlere Überraschung geliefert. Narain Kartikeyan, zuletzt 2005 für Jordan unterwegs, wird 2011 ein Auto des spanischen Teams pilotieren. Nach dem Ende seiner ersten F1-Karriere war der finanzkräftig von Tata-Konzern unterstütze Inder unter anderem in der A1GP und der LeMans-Serie, bei den NASCAR-Trucks sowie in der Superleague Formula unterwegs – wobei er, vielleicht mit Ausnahme der Trucks, in keiner dieser Serien so wirklich überzeugen konnte. Andererseits hat er in den frühen 2000er-Jahren in diversen Juniorklassen recht anständige Leistungen gezeigt – man darf also gespannt sein. Sofern sich übrigens sonst noch jemand immer schon gefragt hat, wie man den Namen richtig ausspricht – hier ein Hörbeispiel. Das Verhältnis des anderen F1-Inders, Karun Chandhok, zu seinem früheren Arbeitgeber ist dagegen wohl endgültig demoliert. HRT behauptet, Chandhoks Sponsoren hätten dem Team nur zwei von acht vereinbarten Millionen überwiesen und überlegt angeblich sogar eine Klage. Der zweite HRT-Sitz bleibt somit vorläufig unbesetzt – Colin Kolles hat lediglich verlautbart, dass Bruno Senna das Team verlassen wird. Gerüchten zufolge zanken sich um den Platz GP2-Asia Meister Davide Valsecchi, der Malaysier Fairuz Fauzy und, sofern Force Indian ihn wirklich fallen lässt, Vitantonio Liuzzi. (Vorsicht)

// Sky hat offiziell bekannt gegeben, dass man die Formel 1 im kommenden Jahr erstmals in nativem HD ausstrahlen wird – die FOM hat mittlerweise bestätigt, dass das Signal auch für andere TV-Sender, etwa die BBC, in diesem Format vorliegen wird. Einzige Ausnahme: Die Onbaord-Bilder blieben weiterhin in SD. Außerdem bestätigt: Die GP2 und der Porsche Supercup werden auch 2011 im Rahmenprogramm der F1 auf sky ausgestrahlt. (Vorsicht)

// Neuigkeiten auch bei der BBC. Dort wurde Kommentator Jonathan Legard nach zwei etwas farblosen Jahren gegangen, den Job wird sein bisheriger Co Martin Brundle übernehmen. Der wiederum bekommt als neuen “Colour Commentator” David Coulthard an die Seite gestellt. Wieso man das Risiko eingeht, zwei GP-Piloten in die Kabine zu lassen, anstatt auf den bewährten und vielgelobten David Croft zu setzen, ist nicht ganz klar. Immerhin: Für den legendären Gridwalk bleibt Brundle dem Vernehmen nach trotz Doppelbelastung erhalten. (Vorsicht)

// Reb Bull Formel 1-Tester und Freitagsfahrer Daniel Ricciardo wird auch 2011 einen kleinen Nebenjob haben. Der Australier wird auch in der kommenden Saison neben seinen Verpflichtungen in der Königsklasse in der Formel Renault 3.5 an den Start gehen, in der er heuer Vizemeister wurde. Eine kleine Frage bleibt allerdings offen: Zwei Rennwochenenden der WSbR überschneiden sich mit den F1-Rennen in China und Japan. Wird Ricciardo diese Rennen einfach auslassen, oder müssen sich RBR und Toro Rosso für diese beiden Läufe einen anderen Ersatzfahrer suchen? (Vorsicht)

// Eine Stunde weniger Däumchendrehen und Figurenzeichnen im kommenen Jahr: Die NASCAR hat auch vielfachen Fan-Wunsch das verbleibende Rennen am Auto Club Speedway in Fontana von 500 auf 400 Meilen verkürzt. (Vorsicht)

// Die Indycars sind gestern mit einer “State of INDYCAR“-Veranstaltung ins neue Jahr gestartet. Dabei wurden einige kleinere Änderungen beschlossen, die die Serie 2011 attraktiver machen sollen:

/ Die bedeutendste Änderung ist wohl, dass die Serie endgültig den Namen “IRL” begräbt. Stattdessen gibt es jetzt eine etwas unübersichtliche Menge von Bezeichnungen.
- Die gesamte Gruppe und die Sporthoheit über die Rennserie und ihre Nachwuchsserien, also das, was bisher noch IRL geheißen hat, läuft ab jetzt unter der Bezeichnung INDYCAR. In Anlehnung an die NASCAR wird auch hier der ganze Name in Großbuchstaben gehalten, obwohl es sich im Falle der INDYCAR nicht um ein Akronym handelt – und die Verantwortlichen zum Glück auch nicht der Marketingversuchung erlegen sind, eines zu erfinden.
- Die Haupserie, die von der INDYCAR geleitet wird heißt IZOD IndyCar Series.
- Außerdem veranstaltet die INDYCAR noch die Firestone Indy Lights und die sonstige “Mazda Road to Indy” aus US F2000 und der Star Mazda Serie.

/ Auch sportlich hat man ein paar Dinge “an die Erwartungen der Fans angepasst”:
- Auf Ovalen wir es schon ab 2011 Double File Restarts geben. Mutigerweise also erstmals beim Indy 500. Außerdem sollen die Restarts auf allen Strecken näher an die Start- und Ziellinie herangeführt werden. Beschleunigende und sich auseinanderziehende Felder schon in den letzten Kurven unter gelb soll es damit auf Rundestrecken und Ovalen nicht mehr geben.
- Der Modus für die Auswahl der Boxengassenplätze wird geändert: Statt wie bisher das bestplatzierte Team in der Meisterschaft hat nun der Gewinner des letzten Qualifyings das Recht, als erster den Platz zu wählen.
- Die IndyCar Serie bekommt einen “commitment cone” – auch, wenn man ihn nicht so nennen will oder darf: Bisher musste man in die Box fahren, sobald man sich die Bremsspur im inneren Streckenbereich eines Ovals eingereiht hatte. Nun darf man diese, etwa wenn es eine Caution gibt, wieder verlassen, bis man tatsächlich die Zone erreicht, ab der das Speedlimit gilt.

/ Schließlich gibt es auch noch ein paar technische und organisatorische Neuerungen:
- Das Motorenreglement für 2012 wurde auch noch einmal leicht geändert: Statt 2.4 Liter Turbos sind nun 2.2 Liter vorgesehen.
- Außerdem hat der 2012-Verantwortliche Tony Cotman bekannt gegeben, dass er für übernächstes Jahr mit mindestens vier verschiedenen Aero-Kits rechnet. Neben Dallara, Chevrolet und Lotus wird es also wohl mindestens noch einen weiteren Hersteller geben.
- Die Rettung des Rennens in Edmonton wurde offiziell bestätigt.
- ABC wird im kommenden Jahr neben dem Indy 500 auch den Saisonauftakt in St. Petersburg, die Klassiker von Milwaukee und Loudon und das Saisonfinale (vermutlich in Las Vegas) übertragen.
- Die Indy Lights kehren ins TV zurück, und werden als Re-Live auf Versus übertragen.
- Und das Indy 500 erhält das selbstbewusste Prädikat “The Most Important Race in History”.
(Vorsicht)

// Der kommenden Winter könnte wieder spannender werden. Glaubt man (bisher völlig unbestätigten) Gerüchten, könnte sich nämlich aus den Trümmern der A1GP-Serie eine neue “A10 World Series” erheben. Diese neue Serie würde, sofern sich die Gerüchte nicht als völlige Ente erweisen (was keineswegs ausgeschlossen ist) V10-Motoren verwenden (also wohl nicht die Ferrari V8er), und erstmals in der Wintersaison 2011/12 zehn Rennwochenenden an internationalen Rennstrecken rund um den Erdball veranstalten. Das Nationenkonzept bliebe dabei erhalten. Anders als bisher wäre diese Serie allerdings nicht mehr in die Führung der Teams involviert, sondern würde die Plätze als Franchises verkaufen. Eine Website gibt es schon. Dort befindet sich ein Countdown, der darauf hindeutet, dass wir am 13.1. um 11:30Uhr etwas schlauer sein sollten. Ach ja: A1GP-Pleitier Tony Teixiera soll angeblich nicht mehr in die Geschäfte der Serie involviert sein, stattdessen ist die Homepage auf die britische Firma “Teamcraft Motorsport” regisitriert, die bisher als Team in der alten A1GP und in der britischen F3 in Erscheinung getreten ist. (Vorsicht)

// Die IMSA hat heute ihre Interpretation des neuen ACO-Reglements bekanntgegeben, das für die 2011er ALMS-Saison maßgeblich sein wird. Die bedeutendsten Neuerungen: Man übernimmt das technische Reglement, die Balance of Performance-Artikel der Franzosen ebenso wie die Fahrerkategorisierung für die Klassen LMP2, LMPC und GTC. Die im letzten Jahr zusammengezogenen Prototypen-Kategorien LMP1 und LMP2 werden entsprechend auch wieder separiert, es bleibt zu hoffen, dass beide Klassen ansprechend besetzt sein werden. (Stefan)

// Langsam aber sicher füllt sich die ALMS-Entry List, mit dem neuen Team Signature aus Florida (hat nichts mit dem französischen Signature Plus zu tun!) hat sich endlich ein Abnehmer für das noch in Entwicklung befindliche Riley-LMP2-Chassis gefunden, man wird aber wohl erst ab dem dritten Rennen in Lime Rock dabei sein. Das Team um Amateurfahrer Matt Tarleton könnte sich auch vorstellen, 2012 an der ILMC teilzunehmen. (Stefan)

// In der europäischen LMS wird das neue französische Team Extrême Limite mit dem Norma-Chassis antreten, das Pegasus Racing im vergangenen Jahr halbwegs erfolgreich eingesetzt hat. (Stefan)

// Nick Wirth berichtet, dass es neben Strakka in diesem Jahr noch ein weiteres Team geben wird, das den weiterentwickelten HPD-LMP2-Boliden in der LMS einsetzen wird und dass seine Firma außerdem an einem LMP1-Coupé für 2012 arbeitet, wobei die Honda-Partnerschaft für dieses angeblich fast in trockenen Tüchern ist. (Stefan)

November 15 2010

07:12

Formel Eins: Analyse Abu Dhabi GP 2010

Es war kein sonderlich spannendes Rennen, aber es lebte davon, dass Ferrari sich komplett verzockte und McLaren zwei der drei Titelanwärter in die Suppe spuckte.

Im Grunde war die Sache ja nach den Rennen in Korea und Brasilien klar. Red Bull hat den schnellsten Wagen, dahinter kommt der Ferrari mit Alonso. Wenn alles normal laufen würde, müsste die Frage also nur lauten, ob Vettel seinen Kollegen Webber vorbei lassen würde, wenn es um den Titel geht. Aber niemand hatte damit gerechnet, dass die McLaren plötzlich wieder vorne dabei sein würden. Die Briten hatten sich im Titelkampf schon im September verheddert, als damit anfingen, den F-Schacht und den Heckflügel zu verändern. Und ausgerechnet in Abu Dhabi hatte man die Probleme plötzlich im Griff. Dazu kam, dass Mark Webber das gesamte Wochenende nicht in Schwung kam. Und all das spielte Sebastian Vettel in Hände, der einfach mal wieder das machte, was er am Besten kann: Vorne liegen. Doch sein Speed hätte ihm auch nicht geholfen, wenn Ferrari nicht einen fürchterlichen Strategiefehler begangen hatte.

Das Problem von Ferrari fing schon am Start an, als Button auf der vermeintlich schmutzigen Seite einen phänomenalen Start hin legte, und einen zurecht vorsichtigen Alonso auf Platz 4 schob. Damit lag Alonso aber immer noch bequem auf Meisterschaftskurs, zu mal Webber hinter ihm lag. Wäre das Rennen so ausgegangen, hätte er den WM mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen. Doch dann verlor Ferrari die Geduld und den Überblick. Rosberg und Petrov nutzten die Safety Car Phase, um die harten Reifen aufzuziehen. Bei Mercedes war das eine logische Entscheidung, da man mit dem weichen Reifen am gesamten Wochenende nicht klar kam. Selbiges galt für Renault, die Kubica beim Start auf “Hart” gesetzt hatten. Die Rundenzeiten von Rosberg und Kubica waren allerdings nicht sonderlich gut, sie stellten noch keine Gefahr dar.

Anders sah es Ferrari wohl bei der Entscheidung von Webber, sehr früh die harten Reifen zu nehmen. Man befürchtete, dass die weichen Reifen einbrechen würden und man Webber würde passieren lassen müssen. Das der nach seinen Stopp schnell Alguersuari schnappte und sich auf dem Weg Richtung Petrov und Rosberg machte, schien die Überlegung nur zu unterstützen. Doch dabei verpasste man wohl, sich die Abstände anzuschauen, denn man hatte nur 16 Sekunden Vorsprung auf Rosberg und 19 auf Petrov. Es war klar, dass Alonso hinter beiden landen würde. Die Befrüchtung war, dass die weichen Reifen noch weiter einbrechen würden und auch Webber vorbeiziehen könnte.

Dabei offenbarte ein Blick auf die Rundenzeiten, dass Alonso gar nicht so schlecht unterwegs war. Die Top 4 fuhren mehr oder weniger zeitgleich, teilweise brachen die Zeiten in die 1.46er Region ein. Doch weiter hinten kam man auch nicht wirklich voran. Statt in dem Fall mal zu warten, was die vor ihm fahrenden machen und wie sich die Zeiten in den nächsten zwei Runden entwickeln würden, reagierte man hektisch und holte Alonso rein, der danach wie erwartet stecken blieb. Das man an Petrov nicht vorbei kam, war sicher etwas überraschend, auch wenn man vorher sehen konnte, dass der Renault nicht der langsamste war. Und selbst wenn man Petrov geschnappt hätte, wäre da immer noch Rosberg gewesen, dessen Wagen nun mit Sicherheit auf der Geraden nicht leicht zu überholen war.

Was Ferrari auch nicht beachtet hatte, und in diesem Jahr immer wieder vorgekommen ist, war die Entwicklung der Reifen im Rennen. Wenn 24 Wagen mit Super Soft unterwegs sind und jede Menge frisches Gummi legen, hat es sich oft gezeigt, dass die Reifen bei weiten nicht so schnell einbrechen, wie in den Einzelruns im Training. Aber das ist für Ferrari sicher schwer einzuschätzen gewesen. Dennoch hätte man sich nicht auf das Spiel des frühen Stopps einlassen sollen, zu mal man Massa auch als “Testballon” hätte nehmen können. So lange die Abstände nach vorne nicht zu groß und nach hinten nicht zu knapp wurden, war ein Stopp komplett unnötig.

Das ausgerechnet dem erfahrensten Team in der Formel Eins so ein Fehler unterläuft, ist sicher ungewöhnlich, zumal man ja auch einen Vorsprung von 7 Punkten verwalten konnte. Das Webber, der am Wochenende klar langsamer als Vettel und Alonso war, eine andere Strategie versuchen würde, ist logisch, dass Ferrari nicht die beiden McLaren und Vettel im Blick hatte, ist nicht nachvollziehbar.

Natürlich kann sich Vettel auch bei überraschend starken McLaren für seinen ersten WM-Titel bedanken. Ohne deren plötzlichen Energieanfall im letzten Rennen des Jahres, hätte die Reihenfolge am Start Vettel-Alonso-Webber gelautet. Doch McLaren wirbelte die ganze Sache durcheinander und verursachte offenbar bei Ferrari eine nachhaltige Verwirrung.

Die zweite Frage vom Wochenende lautete: Was war mit Webber los? In keinem Moment konnte er die Zeiten von Vettel halten, seine Quali Performance war eine der schlechtesten des Jahres, nur in Singapur (5.) und Bahrain (6.) war er schlechter. Man kann lange spekulieren, warum Webber so mies drauf war. Ein Grund könnte der Motor gewesen sein, der das kurze Rennen in Korea und das in Brasilien auf dem Buckel hatte, doch Webber war zumindest auf der Geraden 2 km/h schneller, als sein Teamkollege. Dennoch kann es sein, dass dem Motor etwas “Dampf” fehlte, während des von Vettel vielleicht etwas besser ging. Aber sind reine Spekulationen. Tatsache ist auch, dass Webber seit dem Rennen in Singapur nicht mehr schneller als Vettel war. Die WM hat er nicht in Abu Dhabi verloren, sondern in all den Rennen, in denen er langsamer als Vettel war (Japan, Brasilien). Dazu sein überflüssiger Unfall aus Korea, wo er hinter Alonso zumindest Zweiter werden können. Allein die beiden Siege machen 14 Punkte aus, Webber wäre Weltmeister, weil er mehr Siege als Vettel gehabt hätte. Aber Webber war nicht dazu in der Lage, Vettel schlagen zu können.

Und natürlich ist Vettel ein würdiger Weltmeister, auch wenn er erst am letzten Tag der WM die Führung übernommen hat. Er hat die meisten Poles, er hat (zusammen mit Alonso) die meisten Siege, was will man mehr. Er war die dominierende Person in diesem Jahr, er hat viel Pech gehabt (Bahrain, Australien, Korea), viel Blödsinn gebaut (Türkei, Spa) und vermutlich damit so jedes Hoch und Tief durchlaufen, dass ein Fahrer in einer Saison haben kann. Er hat sich nicht, bzw. nur selten, aus der Ruhe bringen lassen, er hat Rückschläge weggesteckt und ist bei Siegen nicht abgehoben. Im Gegensatz zu Webber hat er nicht sein Team angegriffen, wenn es mal nicht so gut gelaufen ist. Letzters mag sicher auch daran liegen, dass es Red Bull schon nicht unangenehm ist, dass das eigene “Ziehkind” Weltmeister geworden ist. Es war seine Saison, er hat am Ende auch das Glück gehabt, dass ihm in vielen Rennen gefehlt hat. Und es ist gut, dass Alonso nicht mit weniger als sieben Punkten Weltmeister geworden ist. Die Sache aus Hockenheim hätte Ferrari sicher nicht gestört, aber die Fans dafür um so mehr.

Man muss kein Hellseher sein, um zu sagen, dass der Titel kein Einzelexemplar sein könnte. Ähnlich wie Hamilton und Alonso hat er jede Menge Talent und Willen, um weitere Titel zu erreichen. Das wird allerdings nicht leicht werden, denn wenn im nächsten Jahr Mercedes mal den Anschluss finden sollte, dass kommt mit Rosberg noch ein Fahrer, der das Zeug hat, ganz vorne mit dabei zu sein. Aber Vettel hat das Zeug zu einem ganz großen Fahrer zu reifen, er hat schon alle Anlagen dazu. Man darf sich auf jeden Fall schon auf die Saison 2011 und den Versuch seiner Titelverteidigung freuen. Leicht wird es mit Sicherheit nicht.

Was im Rennen sonst noch war:

- Sehr gutes Rennen von Petrov, der schon eine gute Quali hatte. Das Ergebnis dürfte es Renault-GenII-Lotus, oder wie man im nächsten Jahr heißen wird, schwer machen, den Russen zu ersetzen. Dennoch hat mich seine Leistung in diesem Jahr aber nicht überzeugt. Mehr dazu dann im großen F1 Rückblick, der im Dezember folgt.

- Versöhnliches Ende für Mercedes, die Rosberg auf Platz 4 hieven konnte. Schumacher hatte bei seinem, selbstverschuldeten, Chrash eine Menge Glück. Seine Saison hörte also so auf, wie sie begonnen hat: Miserabel.

- Ein Lob auch an Jamie Alguersuari, der fast das gesamte Rennen Felippe Massa in Schach halten konnte und Toro Rosso 2 Punkte holen konnte.

- Force India konnte Williams nicht mehr den sechsten Platz in der WM abspenstig machen, und das obwohl Williams in Abu Dhabi erwartungsgemäß schlecht war.

- Richard Branson hatte mit Tony Fernades zum Start der Saison gewettet, dass sein Virgin Team die Konkurrenz von Lotus schlagen würde. Wetteinsatz: Der Verlierer muss als “Stewardess” auf einem Flug des anderen arbeiten. Branson hat verloren, also muss er bei Air Asia antreten. Fernandes hat ihm schon mal eine Uniform überreicht. Der Flug soll ab London statt finden und die Plätze werden bei Ebay versteigert. Der Erlös soll einem guten Zweck zugeführt werden.

- Abschied nehmen heisst es von Bridgestone, die in den 14 Jahren, in denen sie in der F1 waren, fantastische Arbeit geleistet haben. Vor allem, seit dem sie Alleinausstatter waren. Die PR-Abteilung hat zum Abschluss aufgelistet, wo man in der “All-Time” F1-Wertung steht:

F1 Grand Prix win statistics by tyre company
1 Goodyear 368 wins
2 Bridgestone 175 wins
3 Michelin 102 wins
4 Dunlop 83 wins
5 Firestone 49 wins
6 Pirelli 42 wins
7 Continental 10 wins
7 Englebert 10 wins

- sky hat sich gestern auch recht emotional verabschiedet. Es ist noch nicht klar, ob man die Rechte nun wirklich nicht verlängert, allerdings sprachen die Gesichter von Tanja Bauer und vor allem Jacques Schulz schon Bände. Schulz sah richtig gehend erschüttert aus. Es gab keinen Hinweis, dass man sich 2011 wiedersehen würde, Lauterbach verabschiedete sich mit einem “Bis bald”. Es gibt keinerlei Neuigkeiten in Sachen sky und F1. Letzter Stand ist, dass sky die Verlängerung weiterhin prüft. Man will wohl abschätzen, wie viele Kunden man verlieren würde, wenn die F1 nicht mehr auftaucht. Das man vor dem Ende der Saison nicht dazu in der Lage war, diese Zahlen zu erheben, spricht nicht gerade für eine mögliche Verlängerung. Den besten Zeitpunkt für die Verkündigung hat man in Abu Dhabi jedenfalls verpasst.
F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Race F1_Abu_Dhabi_2010_1 F1_Abu_Dhabi_2010_2 2010 Abu Dhabi Grand Prix 2010 Abu Dhabi Grand Prix F1_Abu_Dhabi_2010_5 F1_Abu_Dhabi_2010_6 F1_Abu_Dhabi_2010_7 F1_Abu_Dhabi_2010_8 F1_Abu_Dhabi_2010_9 F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Qualifying F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Qualifying F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Qualifying F1_Abu_Dhabi_2010_13 F1_Abu_Dhabi_2010_14 F1_Abu_Dhabi_2010_15 F1_Abu_Dhabi_2010_16 Formula One World Championship Formula One World Championship F1_Abu_Dhabi_2010_19 F1_Abu_Dhabi_2010_20 F1_Abu_Dhabi_2010_21 F1_Abu_Dhabi_2010_22 F1_Abu_Dhabi_2010_23 F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Race F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Race F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Race F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Race F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Race F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Race F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Race F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Race F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Race F1 Grand Prix of Abu Dhabi - Race
Bilder: Red Bull/Getty, Lotus, VirginF1, HispaniaF1, Ferrari, Mercedes, Toro Rosso/Getty, Renault, Williams

September 28 2010

15:30

TV-Rechte: Keine Formel 1 mehr auf sky?

Erst war es nur ein Gerücht, mittlerweile hat sky es offiziell bestätigt. Man überlegt, die Formel Eins aus dem Programm zu nehmen.

Seit Anfang des Jahres macht das Gerücht die Runde, dass sky seine langjährige Berichterstattung über die Formel Eins zum Jahresende einstellt, da der Vertrag mit Ecclestone Ende 2010 ausläuft. Die Gründe dafür sind vielfältig. Der Sender ist weiterhin hochdefizitär und muss an allen Ecken und Enden sparen. Bernie Ecclestone verkauft die Rechte über die FOM aber nicht zum Schleuderpreis, schon gar nicht, wenn mit Vettel, Schumacher, Mercedes und den anderen Deutschen jede Menge Siegesanwärter unterwegs unterwegs. 2007, bei der letzten Runden der TV-Rechte, hat die FOM angeblich zähneknirschend einer Einfrierung der Lizenzgelder zugestimmt, das wird 2010 aber anders sein. Nicht nur wegen Vettel, sondern auch, weil Ecclestone die Einnahmeausfälle bei den Veranstaltern (Kanada, Spa, England, Deutschland) kompensieren muss. Bisher war es quasi undenkbar, dass sky die F1-Rechte aufgibt. Immerhin galt die F1 als zweites Standbein des Senders, die, rechnet man DF1 hinzu, seit fast 20 15 Jahren von allen Rennstrecken live berichten. sky-Vorstandsmitglied Carsten Schmidt hat nun aber bestätigt, dass die F1 auf dem “Prüfstand” stehen würde.


Auslöser für die neuerlichen Spekulationen ist ein Artikel in den Stuttgarter Nachrichten, den der Kollege dogfood von “allesaussersport” per Twitter ausgegraben hat. In diesem Artikel steht dann der Absatz:

Stattdessen droht ein Verlust im Angebot von Sky. Zum Saisonende enden die TV-Rechte an der Formel 1. “Uns bewegt die Frage: Womit legen wir im Neukundengeschäft zu?”, sagt Carsten Schmidt. Die Königsklasse des Motorsports zählt nicht dazu – auch deshalb, weil RTL mit seiner Formel-1-Berichterstattung eine (zu) starke Konkurrenz darstellt. “Die Formel 1 ist als Abo-Grund ein geringer”, sagt Schmidt, “deshalb steht sie bei uns auf dem Prüfstand.” Womöglich ist das erst der Anfang.

Die Aussage ist nicht neu, dass sie allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch einmal wiederholt wird, ist schon bemerkenswert. Denn immerhin befindet man sich gerade mit der FOM in Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung. Die erworbenen Pay-TV Rechte laufen Ende des Jahres aus und müssten erneuert werden. Schmidt betont, dass eine Weiterführung der Rechte aus betriebswirtschaftlichen Gründen uninteressant sei, weil man mit der F1 keine Neukunden mehr gewinnen könne. Langjährige Kunden des Senders kennen das Argument recht gut, es wurde auch benutzt, als man die NASCAR und die NFL-Rechte sang- und klanglos abgab. Wenn bei sky etwas auf dem Prüfstand steht, dann verschwindet es der Regel nach auch meist.

Im Moment gibt es laut meinen Informationen hinter den Kulissen viel Bewegung. sky ist angeblich nicht der einzige Bieter in Sachen Pay-TV-Rechte, sondern bietet gegen RTL, die die HD-Übertragung auf den HD+ Kanal teilweise auslagern könnten und einen weiteren alten Bekannten: Servus TV, bzw. Red Bull TV. Seit dem die Österreicher im Frühjahr die NASCAR ins Programm gehievt haben, wollen die Gerüchte nicht verstummen, dass Red Bull im Hintergrund an einem eigenen Sportsender arbeitet, der die vielfältigen und sehr breit gestreuten Sponsoringabenteuer in diversen Sportarten endlich auf eine gemeinsame Marketingplattform stellt. Im Printbereich hat das mit der “Speedweek” zwar nur semi-erfolgreich geklappt, ein Sender, der sich auf Konserven und ein paar Liveevents stützt, könnte aber besser laufen.

Ein mögliches, sehr spekulatives, Szenario könnte demnach so aussehen: Red Bull TV erwirbt die Rechte von der FOM, startet einen eigenen Sender, der dann aber ins Welt-Paket von sky eingespeist wird. Denn Servus kann die Rechte nicht ausstrahlen, weil sowohl der ORF, als auch RTL bis Ende 2011 auf den Free-TV Austrahlungsrechten sitzen. Es gibt ein paar Dinge, die für die Red Bull Variante sprechen:

1. In der Servus / Red Bull Redaktion sitzen jetzt schon große Teile der alten Premiere/sky Redaktion.
2. Die Übertragung der NASCAR auf dem Open Accsess Stream ist angeblich von Red Bull bezahlt.
3. Die eigenen Berichte von Servus aus den USA könnten ein Test sein, wie man eine F1 Übertragung auf die Reihe bekommt.
4. Jacques Schulz ist bei Servus öfter zu sehen und zu hören als bei sky.

Es gibt allerdings auch ein zwei Gründe, die gegen diese Variante sprechen:

1. Die Kosten. Auch Red Bull wird kaum Lust haben geschätzte 80 bis 100 Millionen Dollar für fünf Jahre F1 Pay-TV Rechte zu bezahlen, wenn es kein Finanzierungsmodell gibt. Dazu kommen die Produktionskosten, die Red Bull aber nicht weiter belasten, weil man eh einen Pressestab vor Ort hat.
2. Die Verbreitung. Macht nur Sinn, wenn man den Sender entweder über das sky-Weltpaket oder die Zusatzpakete der Kabelanbieter verkauft. Beide Varianten kosten aber a) Geld und b) ist die Frage, ob man für den Sender Platz in den engen Kabelnetzen findet. Ein Tausch Servus gegen Red Bull TV wäre aber möglich.

Natürlich kann das alles Quatsch sein und es gibt 2011 eben keine Pay-TV Übertragung mehr in Deutschland.

Das sky die Rechte fallen lassen könnte, ist nicht unwahrscheinlich. Verschiedene Quellen haben mir dafür folgende Gründe genannt:

1. Die FOM will keinen 3, sondern einen 5 Jahresvertrag abschliessen.
2. Man will sky dazu verpflichten zusätzlich die GP3 live zu senden, was die Produktionskosten für sky weiter erhöhen würde.
3. Der Preis der Rechte steigt deutlich.
4. HD soll extra kosten.

Angesichts der finanziell engen Lage bei sky und der Tatsache, dass dem Sender auch neue Verhandlungen bezüglich der Bundesliga in den nächsten zwei Jahren ins Haus stehen, kann man eine gewisse Vorsicht gegenüber einer langfristigen und teuren Bindung an die Formel 1 nachvollziehen. Auf der anderen Seite sendet sky ein veheerendes Signal an die Bestandskunden (“Ihr seid unwichtig”) und die Aktienmärkte, weil man zugibt, dass man nicht mal mehr das Geld hat, einen bisher wichtigen Bestandteil des Senders zu finanzieren. Die Argumentation von sky, die F1 würde keine Neukunden mehr bringen, mag in Teilen stimmen, aber der Sender müht sich auch nicht gerade damit ab, die F1 Übertragungen so zu gestalten, dass man unbedingt zu sky wechseln muss. Der “Silberpfeilkanal” ist kein Argument, die schwache Vor- und Nachberichterstattung ebenfalls nicht. Ein Argument für den Verbleib des F1 könnte HD sein, wenn Bernie, wie er angedeutet hat, denn 2011 endlich damit startet. Dafür müsste sky die HD-Rechte aber exklusiv haben, was wiederum Geld kostet.

Eine weitere Frage ist: Braucht die FOM sky und kann es sich Bernie leisten, auf die zusätzlichen Einnahmen zu verzichten? Das ist schwer zu beantworten, denn einerseits sind die Zuschauerzahlen bei sky nicht so groß, als dass sie für die Sponsoren eine brauchbare Reichweite darstellen. Die fehlenden, geschätzten 750.000 Zuschauer pro Rennen die sky hat, würden eh zum großen Teil dann bei RTL aufschlagen. Auf der anderen Seite spielen die Einnahmen durch den Verkauf der Pay-TV Rechte in Bernies Welt durchaus eine nicht zu unterschätzende Rolle. Das Fehlen einer mindestens zweistellige Millioneneinnahme lässt sich auch von Ecclestone nicht einfach so wegrechnen, zu mal die Teams aus dem TV-Einnahmetopf eine gehörige Portion abbekommen.

Man wird abwarten müssen, wie sich die Sache entwickelt, aber ich rechne angesicht der heutigen Aussagen nicht damit, dass da schnell eine Entscheidung fallen wird. Die für sky uninteressanten Bestandskunden können ja schon mal den Vertrag raussuchen.

May 06 2010

06:30

GP2/GP3: Saisonvorschau

Es ist das gewohnte Bild: Traditionell spät beginnt am kommenden Wochenende die GP2 Saison 2010. Ungewohnt: Erstmals wird in Spanien auch die neue GP3 Serie an den Start gehen.

Niko Hülkenberg, Vitaly Petrov, Kamui Kobayashi, Lucas di Grassi und Karun Chadhok: Ganze fünf Fahrer aus der GP2 Saison 2009 haben heuer den Sprung in die Königsklasse geschafft. Im kommenden Jahr werden es zwar mangels finanzschwacher neuer Teams vielleicht etwas weniger sein – der eine oder andere zukünftige F1-Pilot ist sicher aber auch diesmal dabei. Manche der Heißsporne haben schon jetzt Förderverträge mit Formel 1 Teams – andere stechen durch ihr Talent aus der Masser heraus. Aber auch in der neuen GP3 Saison gehen ein paar Junioren an den Start, von denen man wohl noch hören wird.

In der GP2 gibt es eigentlich immer einen Fahrer, der schon zu Jahresbeginn Topfavorit auf den Titel ist. 2006 hat es Lewis Hamilton geschafft, 2007 Timo Glock; 2008 scheiterte Bruno Senna nur knapp an Giorgio Pantano. Im vergangenen Jahr sprach alles für einen Zweikampf zwischen Romain Grosjean und Niko Hülkenberg – und den hätte es auch gegeben, wäre Grosjean nicht mitten in der Saison zum karrieremordenden Renault-Abenteuer abkommandiert worden. In dieser Saison heißt der große Favorit Jules Bianchi. Der Franzose lieferte 2009 eine Traumsaison in der Europäischen F3 ab, und wurde propt in den Förderkader von Ferrari aufgenommen. In der GP2 Asia zeigt er schnelle Runden und schöne Zweikämpfe. Wenn es darum ging, die Schnelligkeit in Resultate umzumünzen hatte er allerdings noch ein paar Schwächen. Wenn er die jetzt in den Griff bekommt, ist wohl diesmal er der Mann, den es zu schlagen gilt.

Wenn nicht, dann gibt es aber auch in dieser Saison ein paar Kandidaten, die dankend die Siege abstauben werden. Aus deutscher Sicht steht auf dieser Liste Christian Vietoris ganz oben. Der 21-jährige Gerolsteiner hat ein gutes Management im Rücken, und in der Vergangenheit ein paar sehr respektable Ergebnisse gezeigt. Restlos überzeugen konnte er bisher aber nicht – mal sehen, ob sich das mit wachsender Reife in diesem Jahr ändert. Gemischtes Programm gibt es im Kader der Mannschaft von DAMS, die diesmal unter dem Namen “Renault F1 Junior Team” an den Start geht. Über großes Talent verfügt sicher Jérôme d’Ambrosio – aber auch hier ist unklar, ob es wirklich für ganz vorne reicht. Sein Teamkollege ist in dieser Saison Ho-Pin Tung: Der Chinese mag zwar für internationale Sponsoren und eine Ausweitung des Publikumskreises sorgen. Dass er darüber hinaus auch konstant gute Ergebnisse einfahren kann, hat er bei seinen GP2 Auftritten seit 2007 bisher nicht unter Beweis stellen können.

Ein “Make or Break”-Jahr dürfte 2010 auch für eine Reihe weiterer Piloten werden: Das ist zuallererst Sergio Pérez. Für den Mexikaner sprechen seine Auftritte in der britischen Formel 3 im Jahr 2008, als er mit den Red Bull Junioren Brendon Hartley und Jaime Alguersuari um den Titel kämpfte. Seine Saison 2009 in der GP2 war dagegen verbesserungswürdig. Dann wären da noch Fabio Leimer und Josef Král: Die beiden haben im vergangenen Jahr noch in der International Formula Master um Siege gekämpft. Das alleine ist zwar wegen der geringen Leistungsdichte in der  maroden Juniorserie noch kein Qualitätsausweis – ihre Leistungen in der GP2 Asia waren aber teils recht ansehnlich. In Monaco wird uns wohl wieder Pastor Maldonado überraschen: Der Venezuelaner, der auch mit einem Stammplatz bei Sauber in Verbindung gebracht wird ist ein echter Spezialist für den Stadtkurs, hat dort schon zweimal gewonnen, und war einmal Zweiter. Wenn er sein reichhaltiges Sponsorenbudget rechtfertigen will, muss er 2010 aber auch auf anderen Rennstrecken seine Klasse aufblitzen lassen. Seine Leistungen bei den Testfahrten waren schon mal vielversprechend.

Sonst noch zu beachten: Giedo van der Garde, der im vergangenen Jahr mit drei Siegen einen sehr passablen Einstand hat; Marcus Ericcsson, der in der GP2 Asia zwar nicht überzeugt hat, sehrwohl aber bei seinem Formel 1 Test im Herbst; GP2 Asia Meister Davide Valsecchi; Der WBbR-Dritte Charles Pic. Und die beiden Briten Sam Bird und Oliver Turvey.

Insgesamt ist die Leistungsdichte in der GP2 also in diesem Jahr mal wieder ganz besonders hoch – wer sich in diesem Haifischbecken durchsetzen kann, der hat sich einen Platz in der Formel 1 redlich verdient. Organisatorisch hat sich bei der GP2 indes wenig geändert: Durango konnte sich die Teilnahme nicht mehr leisten, weshalb in Barcelona nur 24 Autos an den Start gehen werden. Die Serie fährt wieder im Rahmenprogramm aller europäischer Formel 1 Rennen, und darüber hinaus bei einer Stand Alone Veranstaltung in Portimão. Neu: Das letzte Rennen findet in diesem Jahr nicht mehr in Monza statt, sondern beim Formel 1 Grand Prix von Abu Dhabi – Ob es sportlichen Sinn macht, nach einer zweimonatigen Pause dort das Finale auszutragen, sei mal dahingestellt. Immerhin können die Autos dann gleich dort bleiben: Die GP2 Asia fährt ohnehin vermutlich wieder in den Emiraten und die Hauptserie braucht die Wagen nicht mehr. Denn 2011 wird die GP2 mit einem neuen Chassis an den Start gehen.

GP3

Auch unter den 30 Fahrern, die in der neu geschaffenen “dritten Liga”  an den Start gehen, sind einige Namen, die man schon mal wo gehört hat: US-Hoffnung Alexander Rossi und der Brite James Jakes waren im Winter schon in der GP2 Asia unterwegs – Rossi konnte dabei ein paar recht ansehnliche Rennen abliefern. Robert Wickens konnte vor drei Jahren in der A1GP zwei dritte Plätze und einen grandiosen Sieg im Regen von Easter Creek herausfahren, war im vergangenen Jahr in der Formel 2 aber etwas unkonstant unterwegs – zum Vizetitel hat es zwar trotzdem gericht, die Unterstützung von Red Bull ging allerdings verloren. In dieser Saison wird Wickens wohl endgültig beweisen müssen, was er kann.

Ebenfalls aus der Formel 2 in die GP3 ab/auf/umgestiegen sind Ferrari-Protegé Mirko Bortolotti und der Deutsche Tobias Hegewald. Sonst noch zu beachten: Der Mexikaner Esteban Guiterrez, der in der Formel 3 eher mittelmäßig unterwegs war, bei den letzten GP3 Tests mit drei von vier Session-Bestzeiten allerdings zu überzeugen wusste. Außerdem James Jakes und Renger van der Zande sowie die Formula Master Piloten Pål Varhaug aus Norwegen und Simon Trummer aus der Schweiz.

Etwas ungewohnt ist die Teamsstruktur in der GP3: Statt wie in anderen Klassen nur zwei Wagen setzt jedes Team hier gleich drei Boliden ein – wodurch sich die ungewöhnlich hohe Starterzahl von 30 Piloten erklärt. Altbekannt ist dagegen der Austragungsmodus: Zwei Rennen mit einer Maximaldauer von 30 Minuten (die maximale Renndistanz konnte ich leider nicht eruieren) am Samstag und Sonntag, die Startaufstellung für Rennen 2 wird durch einen Reverse Grid der ersten Acht aus Rennen 1 ermittelt. Wie bei der GP2 gibt es deswegen mehr Punkte für das erste Rennen – außerdem gibt es noch Zähler für die Pole Position sowie in beiden Rennen für die schnellste Runde. Wenn man der Serienhomepage glauben darf, dann verwendet die GP3 auch in dieser Saison das alte FIA Punktesystem mit 10 Zählern für den Sieger, 8 für den Zweiten, usw.

Die Läufe finden im Rahmen aller Europarennen der Formel 1 statt, in Monaco geht die GP3 allerdings nicht an den Start. Dafür begleitet sie die “große Schwester” GP2 im Juni nach Portimão.

Im TV

Die GP2 wird man im deutschen Sprachraum wie gewohnt über sky verfolgen können, die GP3 leider  nicht. Was eine Live-Übertragung der neuen Serie anbelangt, ist derzeit noch nichts bekannt – und mit zunehmend knapper werdender Zeit sieht die Sache immer düsterer aus. Ausführliche Zusammenfassungen der Rennwochenenden wird es allerdings auf Motors TV geben.

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March 12 2010

19:03

Formel Eins: Analyse Freitagstraining Bahrain 2010

Da fahren sie also wieder. Und wer gehofft hatte, dass man in den ersten Stunden der neuen Saison etwas über das Kräfteverhältnis erfahren würde, sah sich getäuscht.

3 Stunden freies Training haben vor allem gezeigt, dass nichts klar ist. Es gibt nicht den kleinsten Hinweis darauf, wer von den Top Teams einen Vorteil hat, wer vielleicht die entscheidenden paar Zehntel schneller sein kann und das auf möglichst vielen Runden. Statt aussagekräftiger Zeiten gab es heute erst einmal Rennsimulationen. Wobei einige Teams offenbar konsequent mit vollen Tanks unterwegs waren, während andere mehr für den zweiten Stint geübt haben und ein wenig leichter waren. Eigentlich ist das logisch, die schnelle Runde braucht man genau dreimal und das auch nur in der Quali, was soll man da auch stundenlang für üben. Dennoch hätte man sich etwas mehr Klarheit gewünscht. Und dann nervte heute morgen auch noch das Live-Timing der F1 Seite.
[Bilder folgen später]

Bernie Ecclestone hat der offiziellen Webseite der F1, formula1.com ein leichtes Redesign verpasst. Und aus unerklärlichen Gründen muss man sich nun für das Live-Timing noch einmal neu anmelden. Die alten Anmeldedaten kennt die Seite nicht mehr. Heute morgen streikte dann das Timing erst mal komplett, bis dann irgendwann wohl ging (Bei mir allerdings nicht, das war aber wohl ein anderes Problem).
Ich hatte gehofft, dass man auch mal das etwas altbackene Timing aufgeplustert hat. Aber nichts da. Man sieht zwar die Sektorenzeiten, aber es wird weiterhin immer nur die beste Rundenzeit angezeigt und nicht zusätzlich die letzte. OK – andere Rennserien haben gar nichts, aber für die “Königsklasse” könnte man doch ein bisschen mehr erwarten.

So hätte man vielleicht auch etwas leichter verfolgen können, wie die Longruns der einzelnen Fahrer verlaufen sind. Das konnte man sich ein wenig aus den Sektorenzeiten zusammenreimen, aber richtig klug wurde man trotzdem nicht. Die Rennsimulationen der Teams waren kaum zu durchschauen, was natürlich aber auch an den fehlenden Erfahrungswerten mit den Zeiten liegt. So wie man im letzten Jahr sehen konnte, wer wann mit welchen Sprit unterwegs war, weil man die Wagen einschätzen konnte, wird das vermutlich auch in diesem Jahr nach ein paar Rennen möglich sein. Im Moment kann man aber nur im Nebel stochern. Vielleicht ist Mercedes besser, als sie über den Winter getan haben. Vielleicht ist Ferrari eine Sekunde schneller als der Rest. Vielleicht ist Force India die Messlatte. Und die Sauber, die man nach dem Tests so ein wenig als “dark horse” auf der Rechnung hatte, waren nicht zu sehen. Aber das alles muss nichts heißen und vor der Quali wird man nichts sagen können.

Ein bisschen Sorgen darf man sich um Red Bull machen. Der Eindruck aus den Tests, dass der RB6 flott aber auch ein wenig anfällig ist, schien sich heute zu bestätigen. Mark Webber parkte den Wagen in der zweiten Session recht früh, weil man sich das Getriebe anschauen wollte, bei Vettel müssen wohl die Bremsen ausgetauscht werden.

Interessant war es die Fortschritte von Lotus und Virgin zu beobachten. Beiden Teams fehlen wohl so um die sechs Sekunden auf die Spitze, was schon ein enormer Unterschied ist. Ich hatte vor der Saison zwei bis drei Sekunden erwartet, aber diese Menge an Rückstand ist schon ernüchternd. Der Wagen von Virgin lief aber die gesamte Zeit gut und man spult viele Runden ab. Lotus hatte leichte Probleme, aber man Ende war man knapp eine Sekunde schneller als Virgin, hat also “nur” 5.5 Sekunden Rückstand.

HRT hat es geschafft, einen Wagen fertig zu bekommen und man konnte die ersten Runden fahren. Das Team hat keine Tests absolviert, also geht der Rückstand von 11 Sekunden eigentlich in Ordnung. Man wäre am liebsten gar nicht angetreten, tat es aber um keinen Ärger mit der FIA zu riskieren. Auf der anderen Seite: will man so tatsächlich im Rennen unterwegs sein? Heute kam die Diskussion auf, ob man nicht wieder die alte 107% Regel einführen sollte, die eine Qualifikation eines zu langsamen Wagens unterbindet. Allerdings – dafür müsste man die Regeln ändern und dies wäre dann von der Zustimmung aller Teams abhängig. Das wird also wohl eher nicht passieren. Ich hoffe auch sehr, dass alle drei Teams schnell auf weniger als drei Sekunden ran kommen.

Ein wenig Aufregung gibt es um ein neues Luftführungssystem von McLaren. Es gibt einen Einlass vor dem Cockpit, die Luft wird durch den Wagen geführt und an einer bestimmten Stelle auf der Höhe des Heckflügels ausgelassen. Das soll am Flügel weiteren Abtrieb erzeugen. Die Luftführung kann durch den Fahrer beeinflusst werden und ist rein mechanisch. So wie es verstanden habe, können Button und Hamilton mit dem Bein oder Knie bestimmen, wie die Luft geleitet wird. Vermutlich durch ein Loch oder etwas in der Art. Das ist, laut FIA, nicht illegal, weil es Teil des Chassis ist und keine elektrischen oder pneumatischen Systeme dran hängen. Was genau das System bringt, ist nicht bekannt. Marc Surer meinte auf sky, es sei eher für enge Kurse, weil man weniger Flügel fahren könne um so mehr Höchstgeschwindigkeit zu haben.

McLaren freut sich diebisch, weil die anderen Teams nicht so schnell nachziehen können. Da das System Teil des Monocoque ist, müssen alle Teams, die das System auch haben wollen, noch mal zum Crash-Test, weil die FIA Änderungen am Monocoque ohne neuen Test verbietet.

In Sachen Teamduells gab es auf den Longruns ein paar Beobachtungen. Alonso war meist ein bis zwei Zehntel schneller als Massa, Button fehlten doch dann schon drei bis vier. Das muss aber nichts heißen, weil man nicht weiß, wer mit welcher Spritmenge für den zweiten, vermutlich langen Stint übt. Wenn einer wie Button, der die Reifen eher schont, drei Runden später als Hamilton reinkommen kann, wird aus dem Nachteil ein Vorteil.

Aber wissen werden wir das alle erst morgen am Ende von Q3.

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