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November 16 2011

11:52

ILMC: Rückblick Saisonfinale in Zhuhai / Ausblick auf die WEC 2012

Peugeot siegt, Ferrari sichert sich die GT-Titel und der Kalender für die WEC 2012 wurde bekanntgegeben.

Die Anfangsphase des Finallaufs im chinesischen Zhuhai war noch vielversprechend: zwar hatten sich die beiden Werks-Peugeots die erste Startreihe gesichert, doch konnten sich die beiden Audi R18 in den ersten Runden erst zwischen und dann sogar vor diese kämpfen. Doch das Feuerwerk der Ingolstädter hielt nicht lange an, im Laufe der ersten Rennhälfte übernahmen die Peugeots mit sinkenden Temperaturen wieder das Kommando. Auch unterschiedliche Strategien änderten nichts mehr daran, dass es am Ende einen französischen Doppelsieg gab und Peugeot seine Serie perfekt machte: Siege in allen ILMC-Läufen – außer Le Mans.

Dass die beiden Werks-Diesel-Prototypen sehr eng beieinander liegen, zeigt ein Blick auf die schnellsten Runden: Nur 31 Tausendstel fehlten Timo Bernhard auf die Bestzeit von Sebastien Bourdais, doch hatte der Audi-Pilot seine Bestzeit in Runde 5 gefahren, als es die Streckentemperatur noch bei ca. 30 Grad lag. Auch beim Topspeed lag der Unterschied lediglich bei 1,5 km/h zugunsten der beiden 908. Doch die Franzosen hatten für die kühleren Temperaturen, die den Großteil des Rennens ausmachten, das bessere Setup und so siegten am Ende Sebastien Bourdais und Anthony Davdison nach fehlerfreier Fahrt vor Franck Montagny und Stephane Sarrazin.

Für Bernhard und Le Mans-Sieger Fässler blieb dennoch nur Rang 3 mit einer Runde Rückstand – Kristensen/McNish waren nach einem Zusammenstoß mit dem Rebellion-Lola-Toyota ausgeschieden, der allerdings weiterfahren konnte und als Vierter ins Ziel kam. Auch die Mannschaft der Tokai University schaffte es mit dem neuen Abgas-Abwärme-Hybrid ins Ziel, wenn auch mit 62 Runden Rückstand.

In der GTE-Pro-Klasse, der einzigen mit noch offenem Titel, dominierte BMW: die beiden M3 GT führten alle bis auf 6 Runden Farfus/Müller siegten vor Priaulx/Alzen. Und doch reichte es nicht zur Meisterschaft: zwar wurden Fisichella/Bruni im AF Corse-Ferrari nur Letzte mit 40 Runden Rückstand auf die BMWs, doch sie erreichten das Ziel und kassierten wegen der geringen Teilnehmerzahl in der Klasse die wenigen nötigen Punkte, um den Team-Titel zu sichern. Auch der Hersteller-Titel geht nach Italien, sogar noch etwas deutlicher, denn Luxury Racing sammelte mit dem dritten Rang von Ortelli/Makowiecki noch einige Zähler.

Damit hat BMW trotz des Werks-Engagements in beiden ILMC-Jahren den Titel verpasst – doch es gibt anscheinend noch etwas Hoffnung: sollte sich ein neues Einsatzteam als Ersatz für Schnitzer, die zur DTM abwandern, finden, könnten die BMW M3 laut SpeedTV-Journalist aJohn Dagys auch im kommenden Jahr in der WEC am Start stehen.

Die GTE-Am gewann der einzige Porsche im Feld, Lietz/Road/Ried für Proton Competition, um eine Runde vor der Larbre-Corvette, in der mit nur zwei Wagen besetzten LMP2 führte der Signatech-Nissan von Ordonez/Vernay/Mailleux vom Start bis ins Ziel.

Mika Häkkinens Debüt auf der Langstrecke verlief wenig erfolgreich: zwar konnte er in seinem Start-Stint die Führung in der GTC-Klasse übernehmen, doch hielt der Mercedes SLS AMG nicht lange durch und so ging der Sieg am Ende an den Audi von Mortara/O’Young/Imperatori.

Bemerkenswert: die GT3-Fahrzeuge konnten sowohl bei den Rundenzeiten – zumindest in der Quali – als auch beim Topspeed mit den GTE-Fahrzeugen mitzuhalten; auch was die Renn-Rundenzeiten angeht fehlte nicht viel. Umso trauriger ist es, dass ACO, SRO und FIA es nicht geschafft haben, eine gemeinsame GT-Formel zu entwickeln, die sowohl in Le Mans als auch in den zahlreichen nationalen Meisterschaften eingesetzt werden könnte…

Fortschritte gibt es dagegen vom Organisationskomitee der neuen World Endurance Championship zu vermelden. Neben einem aneuen Logo wurde auch der Kalender für die erste Saison der neuen WM wie erwartet veröffentlicht. Zwar war vieles schon im Vorfeld vermutet und gerüchtelt worden, doch herrscht nun Gewissheit.

Acht Rennen in acht Staaten auf drei Kontinenten wird der WEC-Tross – der nach Einschätzung von John Dagys 30-35 Full-Season-Entries umfassen könnte – aufsuchen. Das heißt zunächst erstmal: es wird keine zwei Rennen in den USA geben, nur Sebring wird als Auftaktrennen im März Teil der Serie. Das Petit Le Mans bleibt außen vor.

Vor dem Hintergrund, dass das Feld aus ILMC und ALMS dort bereits in diesem Jahr zu groß war, und dass die ALMS nicht auf die Challenge-Klassen verzichten kann und will, ist diese Entscheidung allerdings meiner Meinung nach nicht einmal die schlechteste. Außerdem gab es schon für Sebring Streit wegen der GTC-Kategorie, nur widerwillig haben die WEC-Offiziellen deren Teilnahme für 2012 gebilligt. Und: auch Sebring könnte für 2013 als WEC-Lauf aauf der Kippe stehen, denn die Organisatoren möchten gemeinsame Läufe vermeiden, um alle WM-Rennen nach gleichen Regeln austragen zu können.

Problematisch ist dagegen die Terminkollision des Petit Le Mans mit dem WEC-Lauf in Bahrain. Zu der Idee, einen FIA-sanktionierten WM-Lauf ausgerechnet in Bahrain zu veranstalten, muss wohl nicht mehr viel gesagt werden und ich bin mir noch nicht sicher, dass das Rennen tatsächlich über die Bühne gehen wird. Als Gradmesser darf man wohl abwarten, ob das Formel 1-Rennen auf der Wüsteninsel stattfindet oder erneut abgesagt wird.

Zu den weiteren WEC-Läufen: nach dem Auftakt in Sebring gibt es eine anderthalbmonatige Pause bis zum 6h-Lauf in Spa, der wie gewohnt als letztes Rennen vor Le Mans Anfang Mai stattfindet. Anfang Juni folgt der Le Mans-Testtag, zwei Wochen später am 16. und 17.6. das große Rennen in seiner 80. Ausgabe. Die Europa-Saison endet danach früh, Ende August, in Silverstone.

Damit hat die WEC sich zwei wichtige und traditionsreiche Läufe gesichert – ob die LMS auch an einem anderen Termin noch in Spa und/oder Silverstone antritt, bleibt abzuwarten. In England stünden mit Donington oder dem neuen Snetterton 300-Kurs Alternativen zur Verfügung; der Spa-Einzugsbereich könnte auch mit einem Lauf am Nürburgring abgedeckt werden. Klar ist nur eins: die LMS wird in Brünn fahren, dieser Termin ist bereits bestätigt. Ich würde außerdem davon ausgehen, dass auch Le Castellet wieder im Kalender sein wird; auch ein Rennen in Italien würde für die LMS Sinn machen, da die Weltmeisterschaft diesen Markt auslässt.

Derweil überquert die WEC den Atlantik und wird in Interlagos antreten, der anscheinend einzigen Option in Südamerika. Danach geht es zum Toyota- und Nissan-Heimrennen auf dem Fuji Circuit – ein Lauf der schon einmal für die Asian Le Mans Series geplant war, aber abgesagt wurde. Dieses wird, wie das skeptisch zu betrachtende Bahrain-Rennen, über sechs Stunden gehen, auch wenn es zuvor Gerüchte über ein 12h-Rennen in Bahrain gab.

Schließlich soll das Saisonfinale am 11. November in China stattfinden. Dabei ist noch nicht entschieden, ob das 6h-Rennen wieder in Zhuhai oder auf dem Formel 1-Kurs von Shanghai ausgetragen wird. Ich würde, was die Strecke angeht, Shanghai bevorzugen; doch den Stimmen vom vergangenen Wochenende nach zu urteilen haben die Organisatoren in Zhuhai ein schönes Event mit toller Atmosphäre auf die Beine gestellt, u.a. mit einer Fahrerparade durch die Stadt, wie in Le Mans. Trotzdem fanden wenige Chinesen den Weg auf die Tribünen – doch ich bezweifle, dass es in Shanghai deutlich mehr wären.

Das sind also die Voraussetzungen für 2012. Bleibt zu hoffen, dass die Titelentscheidungen zumindest in einigen Klassen spannender werden als in der gerade zuende gegangenen Saison. Der erste wichtige Termin, den sich Sportwagen-Fans im Kalender anstreichen sollten, ist der 2. Februar: dann nämlich wird das WEC-Feld sowie die restlichen Teilnehmer der 24h von Le Mans verkündet.

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(Bilder: Audi, ACO)

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November 11 2011

17:00

ILMC: Vorschau Saisonfinale in Zhuhai

Zum vermutlich letzten Mal wird der Kampf Audi vs. Peugeot als Duell ausgetragen, bevor 2012 Toyota dazustößt.

23 ILMC-Entries und sechs Gaststarter, aufgeteilt in sechs Klassen – wirklich überzeugend ist die Teilnehmerliste für das letzte ILMC-Rennen (des Jahres wie auch überhaupt) nicht. Die gemeinsamen Läufe mit der LMS in Europa bzw. der ALMS in Amerika konnten spektakulärere Starterfelder aufweisen – im Falle des Petit Le Mans sogar ein etwas überdimensioniertes. Für den einzigen Asien-Auftritt der Serie besteht dieses Problem nicht, auch das ist ein Grund warum die ursprünglich geplante Asian Le Mans Series nie wirklich zustande gekommen ist. Stattdessen gab es nun zwei ILMC-Rennen in Zhuhai, ab 2012 sollen es dann ein oder zwei WEC-Rennen in Asien sein. Die FIA-WM im nächsten Jahr sollte eine etwas größere Teilnehmerzahl für die gesamte Saison und damit auch die Asien-Rennen anlocken, die für die Werke so immens wichtig, für Privatiers jedoch kaum lohnenswert sind.

Apropos World Endurance Championship: am Samstagmittag wird es eine Pressekonferenz zur neuen WM geben. Vor allem die Bekanntgabe des Kalenders wird mit Spannung erwartet, vielleicht auch weitere Details zum sportlichen oder technischen Reglement, nachdem vor allem zu letzterem in den vergangenen Wochen einzelne Punkte nach und nach ans Licht kamen, wie wir in den Newshappen berichtet haben.

Daneben gilt es natürlich noch ein Rennen zu fahren. Doch die Strecke von Zhuhai ist nicht gerade eine der besseren auf der Welt, nicht einmal eine der besseren in China. In dem großen Land wurden in den letzten Jahren einige deutlich spannendere Strecken errichtet als der Stop&Go-Kurs, der 1996 als Chinas erste permanente Rennstrecke eröffnet wurde. Insofern ist Zhuhai natürlich „geschichtlich“ bedeutsam, aber das Layout ist vor allem für den Zuschauer unspektakulär: auf dem topfebenen Gelände reiht sich eine Haarnadel an die nächste, fast alle Kurven haben einen sehr engen Radius – einzige die letzte Kurve führt die Fahrer mit etwas mehr Schwung auf die knapp 800m lange Start-Ziel-Gerade führt.

Das Überholen ist trotz dieses Layouts mit vielen mittellangen Geraden und langsamen Kurven nicht einfach, wie sich auch im letzten Jahr in der Schlussphase zeigte, als ein Audi nach einem späten Boxenstopp rundenlang hinter einem überrundeten Peugeot feststeckte und so die Chance verlor, Jagd auf den führenden Peugeot zu machen. Audi hat inzwischen das Titelsponsoring für die Strecke übernommen – vielleicht bringt das den Ingolstädtern ja dieses Jahr Glück, nachdem es gerade daran ja mehrfach mangelte in dieser Saison.

Damit zur LMP1-Klasse: Auf der Stop&Go-Strecke von Imola, die von allen ILMC-Kursen noch am ehesten mit Zhuhai vergleichbar ist, bekam Audi im Laufe des Rennens Probleme mit den Bremsen – dort war es im Hochsommer allerdings auch ungleich heißer und Audi sollte die Probleme inzwischen so oder so behoben haben. Etwas stärker würde ich trotzdem Peugeot einschätzen, was sie auch mit recht klaren Bestzeiten in beiden Freitags-Trainings untermauert haben. Die Franzosen haben seit dem doppelten Titelgewinn beim Petit Le Mans – sowohl Team- als auch Herstellerwertung sind bereits zu ihren Gunsten entschieden – neue Teile und neue Fahrer getestet.

Neue Fahrer sind von Nöten, weil mit Alexander Wurz ein Abgang bereits bekannt ist, und gerüchteweise könnte auch Pedro Lamy wackeln. Mit Jean-Karl Vernay, Lucas di Grassi und Bertrand Baguette haben schon einige frische Nachwuchs-Piloten den 908 ausprobieren dürfen, eine Entscheidung über den Kader wird aber wohl noch auf sich warten lassen. In Zhuhai werden zunächst einmal Bourdais/Davdison und Montagny/Sarrazin um den Sieg fahren. Welche neuen Teile im Rennen zum Einsatz kommen, soll nach den Tests und freien Trainings entschieden werden.

Audi hat beide Titel verloren, wird aber natürlich versuchen, mit Bernhard/Fässler und Kristensen/McNish einen Sieg zum Saisonabschluss zu holen. Der R18 TDI ist näher am Peugeot dran als alle anderen Audi-Prototypen zuvor, und doch haben die Franzosen über die kürzeren Distanzen fast immer die Nase vorn behalten. Dass Audi am ersten Testtag in Zhuhai eine Session mit schnellerer Rundenzeit abschloss, hat rein gar nichts zu bedeuten.

Benziner-Konkurrenz kommt von Aston Martin Racing mit dem Lola-Coupé und Meyrick/Mücke/Primat. Für die Prodrive-AMR-Truppe dürfte es der letzte LMP-Einsatz auf absehbare Zeit werden. Es gab zwar die Ankündigung, dass man auch 2012 auf jeden Fall Sportwagenrennen auf internationalem Level betreiben werden, jedoch wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um ein werksseitiges Engagement in der GTE-Pro handelt.

Ein Rebellion und zwei Oak-Pescarolo werden sich mit dem Aston Martin um die Plätze streiten, wofür sie allerdings vor allem die mechanischen Probleme minimieren müssten; außerdem ist als Gaststarter wieder einmal die Tokai University dabei. Das Uni-Team setzt immer noch den alten Courage-Oreca LC70 ein, diesmal allerdings mit Hybrid-Antrieb. Das von den Forschern der Universität entwickelte System basiert allerdings nicht auf der Rückgewinnung kinetischer Energie, sondern wandelt die Abwärme der Abgase um!

Die interessanteste Klasse neben der LMP1 ist die GTE-Pro. Dort treten zwar auch nur sieben Fahrzeuge von drei Herstellern an, doch hier ist die Titelentscheidung noch nicht endgültig gefallen: noch hat BMW eine Chance, AF Corse den Team-Titel abzujagen, und auch in der Hersteller-Wertung gibt es für die Bayern noch eine rechnerische Chance.

Doch da in der Klasse nur so wenige Fahrzeuge antreten, von denen zwei Lotus Evora sind, die wohl kaum um den Sieg kämpfen werden, wird es schwierig, den Ferrari die zwei Zähler streitig zu machen, die sie für die Titel-Sicherung brauchen. Ein Ausfall des AF Corse-Ferrari – oder für einen Umschwung in der Marken-Wertung auch noch der beiden Luxuxy Racing-F458 – wäre nötig für BMW. Und das ist zwar in einem 6h-Rennen nicht unmöglich, aber der F458 lief über diese Distanz in den letzten Rennen doch recht zuverlässig. Schneller waren am Freitag aber zumindest immer die beiden BMW.

Fisichella/Bruni werden für AF Corse am Steuer sitzen, Beltoise/Farnbacher/Firman und Makowiecki/Ortelli für Luxury Racing, die am Ende des Debütjahres in der ILMC nach wie vor auf ihren Durchbruch warten. Farfus/J. Müller und Priaulx/Alzen stehen ihnen auf BMW-Seite gegenüber, für die es das vorerst letzte internationale Sportwagen-Rennen sein dürfte, zumindest werksseitig wird sich BMW 2012 auf die DTM konzentrieren. Es gäbe natürlich die Möglichkeit, den M3 GT2 dann von Privat-Teams in der GTE-Am einsetzen zu lassen, falls BMW daran Interesse hätte…

Porsche hat keine Autos am Start, da ihre Teams nur jeweils für die LMS oder die ALMS eingeschrieben waren, nicht für die ILMC; und auch auf eine weitere Show-Fahrt des Hybrid-911ers haben die Stuttgarter verzichtet. Man kann allerdings davon ausgehen, dass Porsche es sich kaum nehmen lassen wird, 2012 an der neuen WM teilzunehmen, doch auch dafür muss sich ein Team finden, dass den (finanziellen) Aufwand stemmen kann und will.

Die LMP2 ist mit zwei Fahrzeugen kaum der Erwähnung wert, der Signatech-Nissan (Mailleux/Ordonez/Vernay) wird sich mit dem Oak-Pescarolo (Da Rocha/Lafargue) um den Sieg streiten. Signatech ist bereits Meister und der dritte ILMC-Teilnehmer, Scott Tucker, hat sich die Anreise mit seinem Level 5-Team darum gleich gespart. In der Formula Le Mans – zukünftig LMP Challenge – ist gar nur ein Fahrzeug am Start.

Die GTE-Am wartet wenigstens mit einer interessanten Überraschung auf: Olivier Beretta wird Patrick Bornhauser und Julien Canal am Steuer der Corvette des Larbre-Teams unterstützen, das auch bereits den Titel in seiner Klasse seit dem Petit Le Mans sicher hat. Die Kooperation zwischen Larbre und Corvette könnte im nächsten Jahr bestärkt werden, vor allem wenn sich GM werksseitig weiter auf die ALMS konzentriert, gleichzeitig aber auch in der WEC präsent sein will.

Für CRS Racing wird es das letzte Rennen als Einsatzteam sein, im kommenden Jahr will sich Andy Kirkaldys Mannschaft ganz darauf konzentrieren, die GT3-Variante des McLaren MP4-12C weiterzuentwickeln und für Kunden aufzubauen. Auch für Gulf Racing Middle East ist es der vorerst letzte GT-Einsatz, da die arabische Mannschaft im kommenden Jahr die LMP2 der WEC mit zwei Lola-Coupés auffüllen wird.

Zu den Siegfavoriten gehören allerdings neben der Larbre-Corvette vor allem der Proton-Porsche mit u.a. Richard Lietz am Steuer und die beiden Ferrari F430 von Krohn und AF Corse. Die beiden GTE-Pro-Lotus scheinen sich trotz angeblich weiterer Entwicklunsgfortschritte eher auf dem Niveau der GTC zu bewegen, nach den Trainingszeiten zu urteilen.

Wieder dabei ist wie im letzten Jahr auch die GTC-Klasse für Fahrzeuge nach GT3-Reglement als Feldfüller und weil Audi und Mercedes auch gern ihre Straßen-Sportwagen dem wichtigen neuen Markt präsentieren möchten. Drei Audi R8 LMS werden hier einem Mercedes SLS AMG gegenüberstehen, doch der hat eine der interessantesten Fahrerkombinationen des gesamten Feldes: mit Mika Häkkinen gibt ein Formel 1-Doppelweltmeister sein Endurance-Debüt; ob daraus im nächsten Jahr mehr wird oder nicht, wird man abwarten müssen. Das Cockpit mit ihm teilen werden sich VLN-Ass Lance David Arnold und der chinesische Ex-DTM-Mann Cong Fu Cheng.

Mit Edoardo Mortara, Darryl O’Young und Carlo van Dam stehen dem auch auf Audi-Seiten einige bekannte Namen gegenüber, hinzu kommt mit Florian Gruber noch ein deutscher VLN- und GT Masters-Pilot; diese sind allerdings mit schwer einschätzbaren asiatischen Piloten durchmischt, sodass es kaum vorherzusagen ist, ob sie gegen das namhafte Mercedes-Trio über die Distanz bestehen können.

Das 6h-Rennen startet am Sonntagmorgen um 4 Uhr deutscher Zeit und wird in voller Länger live auf lemans.org sowie auf den Webseiten von Audi und Peugeot gestreamt. Für den normalsterblichen Zuschauer sollte auch die Eurosport-Übertragung der Schlussphase auf 8:30 Uhr ausreichen, zumal ja wie beschrieben die Meisterschaftsentscheidungen gefallen sind. Auch das Live-Timing sowie weitere Infos finden sich auf den Webseiten des ACO zur ILMC. Als europäischer Fan kann man sich nur wünschen, dass das WEC-Organisationskomitee für die Asien-Läufe im nächsten Jahr über Rennen in der Dämmerung bzw. in die Dunkelheit hinein nachdenkt, wie sie auch in den USA oder teilweise auch schon in Europa veranstaltet wurden…

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November 09 2010

17:46

ILMC: Rückblick 1000km von Zhuhai

Peugeot hat den ersten International Le Mans Cup mit einer beinahe blitzsauberen Bilanz gewonnen. Auch in Zhuhai konnte Audi nichts gegen die Franzosen ausrichten, auch wenn man selten so nah dran war.

Außer der Pole Position in Silverstone, die überraschend Allan McNish holte, hat Peugeot im drei Rennen umfassenden ILMC alles abgeräumt. Diesmal jedoch hatte Audi eine reelle Chance auf den Sieg in einem Rennen, das von der Reifentaktik dominiert war. Beide Teams versuchten, Doppelstints mit den Michelins zu fahren, doch dies gelang nicht konstant. So hatte Peugeot in der Anfangsphase des 1000km-Rennens einen Vorteil, in den mittleren Stunden jedoch bevorteilte die zunehmende Gummimenge auf der Bahn (am Samstag hatte es geregnet, der Gummi aus der Trainings war entsprechend weggewaschen) dann Audi, die die Führung übernahmen und schnellere Zeiten fuhren.

In der Schlussphase des Rennens waren beide etwa gleichauf, nur hatten sich die Boxenstopp-Rhythmen aufgrund der Reifenproblematik verschoben. Elf Runden vor Schluss musste so der führende Peugeot von Montagny und Sarrazin einen letzten Splash&Dash-Stop einlegen, um es über die Distanz zu schaffen. Gut 15 Sekunden stand der Wagen, bevor er auf die Strecke zurückkam – einige Sekunden vor der von Tom Kristensen gesteuerten #7.

Es hätte ein äußerst spannendes Finale werden können, nicht um den Cup, aber um den Rennsieg. Jedoch lag noch der zweiten Peugeot von Sebastièn Bourdais – nach einem Zusammenstoß mit dem #88-Porsche mit Rundenrückstand – zwischen den beiden Führenden. Blaue Flaggen werden in den Le Mans-Serien in dem Fall nicht gezeigt. Entsprechend gab sich Bourdais Mühe, Kristensen hinter sich zu halten, um seinem Teamgefährten Luft zu verschaffen. Wie sportlich man das nun in einer Situation, in der die Meisterschaft schon gesichert ist, findet, sei jedem selbst überlassen.

Jedenfalls machte der Franzose erst fünf Runden vor der Zielflagge in Turn 1 für den Audi Platz. Die verbleibende Distanz reichte jedoch zu dem Zeitpunkt nicht mehr aus, um die vier bis fünf Sekunden Rückstand auf Sarrazin aufzuholen. Und selbst wenn Kristensen mehr Zeit für die Jagd gehabt hätte: in der Schlussphase waren beide etwa gleich schnell, Überholen wäre also enorm schwieriges Unterfangen geworden. Doch dazu kam es schlussendlich nicht, Sarrazin und Montagny siegten mit 4,8 Sekunden Vorsprung, weitere 45 Sekunden zurück vervollständigten Rinaldo Capello und Romain Dumas das Podium.

Spannend war es auch in der GT2, obwohl der Schnitzer-BMW das klar stärkste Auto in China war. Jedoch forderten über die 1000km-Distanz mehrere Teams die Bayern heraus: anfangs mussten sich Müller und Werner mit den Ferraris von CRS und AF Corse duellieren, später dann war der #77 Felbermayr Proton-Porsche von Richard Lietz und Marc Lieb engster Verfolger. Jedoch schlug man diesen am Ende mit einer knappen halben Minuten Vorsprung.

Auf die Herstellerwertung hatte das Ergebnis keine Auswirkungen mehr, denn BMW lag bereits zu weit zurück und Porsche verlor die Chance auf den Gesamtsieg, als der Prospeed-911er mit defekter Kupplung in die Garage geschoben wurde. Die (weniger bedeutsame) Teamwertung sicherte sich Felbermayr Proton mit dem zweiten Rang.

Beeindrucken konnten die Stuttgarter jedoch vor allem mit dem 911 GT3 Hybrid. Davon abgesehen, dass der Wagen auch aufgrund des größeren Tanks mit weniger Tankstopps durch das Rennen kam, war er auch zeitweise um die zwei Sekunden pro Runde schneller, die schnellste Runde liegt mit 1’34:8 sieben Zehntel unter der schnellsten Zeit eines regulären GT2-Wagens (nämlich des AF Corse-Ferrari). Durch diese beiden Vorteile zusammen konnten Bergmeister und Long drei Runden Vorsprung vor dem BMW herausfahren. Die Strecke in Zhuhai ist mit den vielen engen Kehren und entprechend vielen harten Brems- und Beschleunigungsmanövern allerdings auch wie gemacht für ein Energierückgewinnungssystem.

In der „Gast“-Klasse GTC siegte nach Ausfall des United Autosports-Audi R8 eine halbe Stunde vor Schluss das Schwesterauto von KK Performance, gesteuert von Marchy Lee, Alex Yoong und Matthew Marsh, 20 Runden vor dem Aston Martin vom Team Hong Kong Racing.

Im Umfeld des letzten Saisonlaufs der Le Mans-Sportwagen gab es einige weitere Ankündigungen und Neuigkeiten. Mehr dazu am Mittwoch in den „Ferner liefen“-News.

November 05 2010

17:30

ILMC: Asian Le Mans Series in Zhuhai

Die Le Mans-Sportwagen feiern an diesem Wochenende ihren Saisonabschluss, und gleichzeitig das Finale der ersten Ausgabe des International Le Mans Cup, mit einem 1000km-Rennen im chinesischen Zhuhai.

So richtig zum Feiern zumute ist einem aber nicht, wenn man sich mit dem anstehenden Rennwochenende befasst. Weder ist der Zhuhai International Circuit eine besonders interessante – oder gar charismatische – Rennstrecke, noch ist die Teilnehmerliste besonders voll. 23 Fahrzeuge stehen auf der Entry List. Zwischenzeitlich kursierten zwar auch mal die Zahlen 24 und 27, aber in den Ergebnislisten der ersten beiden Trainings stehen nun auch jeweils nur 23 Namen, von denen aber noch nicht einmal alle die Strecke gesehen haben. Das sind jedenfalls nur etwa halb so viele, wie bei den beiden vorangegangenen ILMC-Läufen und für eine Sportwagen-Serie mit vier Klassen schon wenig.

Vier Klassen? Nein, stimmt auch nicht. Um überhaupt auf über 20 Fahrzeuge zu kommen, musste man auf ganze sieben (!) Klassen aufstocken. Und in dreien davon fährt gar jeweils nur ein Fahrzeug! Am Ende des Tages werden – um es mal ganz überspitzt darzustellen – nur neun der 23 Teilnehmer nicht von sich behaupten können, auf dem Podium gestanden zu haben. Beim Petit Le Mans gab es zwar auch sechs Klassen, jedoch waren diese deutlich besser besetzt und ergaben sich aus der Ausnahmesituation der diesjährigen ALMS-Struktur.

Natürlich ist es auch begrüßenswert, dass der ACO Flexibilität zeigt, um ein ansprechendes Feld zu bieten, einige lokale Teams aufzunehmen und den auch die Hybrid-Porsche unterzubringen, ohne ihn in die GT2 zu packen, in die er beim aktuellen Reglement nicht gehört. Trotzdem sind sieben Klassen bei so wenigen Startern eine sehr starke Verwässerung des sportlichen Werts und wenn man Ausdauerrennen nach Le Mans-Art und -Reglement langfristig in Asien etablieren möchte (was bisher ja mehrfach schiefgegangen ist), dann muss man für nächstes Jahr mehr „ernsthafte“ ILMC-Teilnehmer rekrutieren.

Aber in diesem Jahr liegt das Augenmerk in dieser neuen Meisterschaft noch allein auf der LMP1 und der GT2 und die beiden Klassen sind mit sechs bzw. acht Teilnehmern auch entsprechend passabel besetzt. Und damit zum sportlichen Teil.

Wieder einmal heißt es Peugeot gegen Audi. Jeder Hersteller hat zwei seiner Fahrzeuge zu ihrem letzten Aufgalopp mitgebracht, aber der Kampf wird sich wohl nur auf den Rennsieg beschränken, denn der Gesamtsieg in der Herstellerwertung der der drei Rennen umfassenden ILMC ist Peugeot nach zwei Doppelsiegen nicht mehr zu nehmen.

Sebastièn Bourdais und Simon Pagenaud waren in den ersten beiden Trainingseinheiten, von denen eine sprichwörtlich nasser war als die andere, die Schnellsten, einmal sechs Zehntel, einmal vier Hundertstel vor Tom Kristensen und Allan McNish. Am Samstag soll es ebenfalls regnen, die Vorhersage für den Rennsonntag ist aber bisher trocken. Peugeot dürfte aber wohl wieder Favorit sein, der 908 ist einfach ein zu gutes Auto, das der R15 (auch in der plus-Variante) so gut wie nie aus eigener Kraft schlagen konnte (was den Speed angeht). Ob der Zhuhai Circuit einem der beiden Konkurrenten entgegenkommt, ist schwer zu sagen, denn weder der Peugeot noch der Audi sind für eine solche Strecke mit vielen langsamen Ecken konstruiert worden. Abstimmungsdaten fehlen entsprechend auch.

Drayson Racing (als einziges privates Prototypen-Team, das die ganze ILMC bestreitet, auch um Lord Drayson „grüne“ Botschaft weiter zu verbreiten) und eine Mannschaft der Tokay University sind die weiteren LMP1-Starter, wobei der Courage-Oreca von letzteren bisher noch keine Runde gedreht hat.

Die GT2 ist mit acht Startern am stärksten besetzt und hier ist auch der Kampf um die ILMC-Krone noch offen. Die Team-Wertung kann man vernachlässigen, da beim Petit Le Mans die entsprechenden US-Teams von Porsche (Flying Lizard), Ferrari (Risi) und BMW (Rahal-Letterman) am Start waren und nun wieder, wie in Silverstone, die europäischen Teams Felbermayr Proton, AF Corse und Schnitzer. Die Italiener liegen jedenfalls in der Konstrukteurswertung mit 81 Punkten nur neun Zähler vor den Schwaben. Bei 25 Punkten für den Klassensieg ist hier noch alles offen. BMW mit 44 Punkten ist allerdings schon zu weit zurück.

Der Vorteil auf Seiten von Porsche ist allerdings, dass man drei Fahrzeuge am Start hat (zwei mal Felbermayr, einmal Prospeed), während nur nur zwei Ferrari dabei sind – einmal AF Corse und einmal CRS. Und mit dem Prospeed-Team ist nach dem starken zweiten Platz in Silverstone auch zu rechnen, zum Ende der schwierigen Debutsaison ist man endlich in der LMS angekommen.

Die Trainingsergebnisse waren bunt durchmischt, einzige Konstanten war jeweils der weit abgeschlagene Lamborghini vom Gulf Team First und der in der Box verbliebenen Jaguar. Einmal lagen Lieb/Lietz für Porsche vorn, das andere Mal Bruni/Vilander/Melo im Ferrari. Wie immer sei gesagt: es dürfte spannend werden!

Und dann sind da noch die vier weiteren Klassen: OAK Racing ist der einzige LMP2-Starter, Hope Polevision hat als einziges Formula Le Mans-Team die weite Reise auch sich genommen (mir liegt da ein „Warum auch immer…!?“ auf der Zunge). In der GT1 startet neben dem Larbre-Saleen, für den das vermutlich der letzte Auftritt nach langer und verdienter Karriere sein wird, noch der JLOC-Lamborghini Murcielago, der schon beim Petit Le Mans dabei sein wollte, aber nicht war. Für Larbre sitzt unter anderem übrigens Pedro Lamy am Steuer. Dass der Hybrid-Neunelfer dabei ist, und zwar in seiner eigenen „GT Experimental“-Klasse, ist (vor allem aus Marketinggründen für die Le Mans-Serien, aber natürlich auch für Porsche) gut und richtig. Das ALMS-Duo Jörg Bergmeister und Patrick Long übernimmt das Steuer dieses Wagens.

Und dann hat man noch eine GT Challenge-Klasse hinzugefügt, nach dem Vorbild der ALMS mit GT3-Fahrzeugen, allerdings ohne Porsches. Stattdessen sind ein Aston Martin DBRS9 des „Team Hong Kong Racing“ und drei Audi R8 LMS zu bestaunen, von denen einer von KK Racing, ebenfalls aus Hong Kong, eingesetzt wird und zwei von United Autosports stammen, die 2010 die europäische GT3-Meisterschaft mit diesen Fahrzeugen bestritten haben. Mit Danny Watts beschäftigt man auch einen amtierenden Le Mans-Champion. Und Alex Yoong im KK Performance-Audi ist dem Motorsport-begeisterten Europäer auch geläufig.

Bleibt die Frage, ob nicht auch Audi bei der Einführung dieser Klasse seine Finger im Spiel gehabt hat, da um seinen Straßensportwagen in Asien präsentieren zu können… Denn ansonsten fischt der ACO damit natürlich auch im Wasser der SRO/FIA-GT-Serien, zu denen man ja in letzter Zeit ein angespanntes Verhältnis hatte. Und ob man mittelfristig GT3s als vierte Klasse nach Le Mans holen und so den Konflikt weiter verschlimmern will, würde ich vorerst noch bezweifeln…

Gefahren wird auf dem Zhuhai International Circuit, quasi „um die Ecke“ von der ehemaligen portugiesischen Enklave Macau. Der Kurs wurde 1996 erbaut und war bis zur Errichtung der Formel 1-Strecke von Shanghai der einzige „große“ (internationale) Rennkurs in China. FIA GT und A1GP fuhren Rennen dort, Läufe der F1 und der ChampCar waren mal geplant, fanden aber nie statt.

Die Strecke besteht im Wesentlichen aus Geraden, die durch enge Kehren miteinander verbunden sind. Das was man gern Hermann Tilke vorwirft, wurde hier in Reinkultur praktiziert. Das sollte allerdings das Überrunden einfacher machen, wobei das bei nur 23 Fahrzeugen auf der Strecke bei diesem Lauf kein so großes Problem darstellen sollte wie bei anderen Rennen der Le Mans-Serien.

Die Strecke selbst ist kein allzu großes Einschalt-Argument. Ebenso das dünne Starterfeld. Die zu erwartenden Kämpfe zwischen Peugeot und Audi sowie Porsche, Ferrari und BMW dürften es allerdings sehr wohl sein. Außerdem wird aber die TV-Coverage dem Event angemessen sein, Eurosport überträgt die Schlussphase von 9 bis 11 am Sonntagmorgen live, Langschläfer und Langstrecken-Genießer verzichten aber darauf und schauen sich die Aufzeichnung des gesamten Rennens von 12 Uhr bis 18:30 Uhr auf MotorsTV an (sofern man den Sender empfängt, natürlich, was ja für viele nicht mehr gilt).

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