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September 02 2010

06:26

Formelserien: GP2/3 fast entschieden, Vorschau

In der GP3 fährt Esteban Gutierrez weiter seinem Meistertitel entgegen, in der GP2 konnte sein Landsmann Sergio Pérez ein wenig aufholen. Und am Wochenende stehen schon wieder vier hochrangige Serien auf dem Programm – zwei davon in Deutschland.

Ein wirklich bizarres Rennen in der GP3, eine sehr spektakulärer Sprintlauf der GP2, Siege der jeweiligen Meisterschaftsverfolger und leider wieder ein schwerer Unfall waren die Resultate der F1-Rahmenrennen vom Wochenende. Sergio Pérez und Robert Wickens konnten die Meisterschaften zwar jeweils knapp offen halten, de facto können Pastor Maldonado und Esteban Gutiérrez aber schonmal überlegen, in welchem Design sie ihre neuen Visitenkarten als jeweilige Meister gestalten wollen. Auch am kommenden Wochenende steht wieder viel Formelaction auf dem Programm, zwei Serien fahren sogar in Deutschland.


GP2

Am Samstag sah alles noch perfekt aus für Meisterschaftsleader Pastor Maldonado: Nach dem Ausfall des komfortabel führenden Jérôme D’Ambrosio konnte der Venezoelander seinen sechsten Sieg in Folge in einem Hauptrennen der GP2 feiern. Meisterschaftskonkurrent Sergio Pérez bekam wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Box ein Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Er konnte sich zwar mit einer starken Fahrt noch auf Rang 7 retten – verlor aber wieder eine Menge Punkte an Maldonado.

Keine Punkte gab es auch für den Meitschaftsdritten Dani Clos, der allerdings unter ziemlich unschönen Umständen ausschied. Der Spanier kollidierte am Start mit Sam Bird und stieg auf. Beim Aufprall auf den Boden zog er sich leider eine Rückenverletzung zu, so dass er am Sonntag nicht starten konnte. Zum Glück sind die Verletzungen wohl leicht, Clos wird dem Vernehmen nach schon in zwei Wochen in Monza wieder im Cockpit sitzen. Dennoch setzt sich damit eine ziemlich unschöne Serie von Rückenverletzungen in GP2 und GP3 fort, die bisher schon Simon Trummer, Jules Bianchi und Ho-Pin Tung erwischt hatte.

Wenig zufrieden war Maldonado sicher mit dem Ergebnis von Sonntag. Da endete sein Rennen nämlich bereits in Runde eins nach einem Ausrutscher in Les Combes im Kiesbett. Zu allem Überfluss konnte sich Sergio Pérez auch noch mit einer makellosen Fahrt den Sieg sichern, und den Rückstand in der Meisterschaft auf 27 Punkte verkürzen. Bei noch zwei verbeleibenden Rennwochenenden, an denen insgesamt maximal 40 Punkte vergeben werden, ist damit nomiell noch alles offen. Sehr wahrscheinlich scheint es aber nicht, dass Pérez ihn noch schlagen kann.

Die Überraschung des Wochenendes war die Performance der beiden Comeback-Fahrer Romain Grosjean und Álvaro Parente. Besonders letzterer konnte mit einem zweiten und einem dritten Platz überzeugen, aber auch Grosjean zeigte mit Platz drei am Samstag und Rang sechs am Sonntag eine ansprechende Leistung. Die Performance der beiden lässt aber auch ein paar Fragen hinsichtlich der Qualität des aktuellen GP2-Feldes aufkommen.

GP3

Mit einem wirklich kuriosen Sieg schaffte es Robert Wickens beim Samstagsrennen der GP3 die Meisterschaft noch bis zum Finalwochenende offen zu halten: Als es etwa 10 Minuten vor Ende des Rennens zu Regnen begann, fuhr der Kanadier nicht zum Reifenwechsel in die Box, sondern versuchte im strömenden Regen mit Trockenreifen sein Glück. Vorhersehbarerweise endete der Versuch schon vor La Source in der Boxenmauer – und mit ihm drehten sich auch einige andere Fahrer, die ebenfalls mit Slicks ihr Glück versucht hatten. Folge: Einsatz des Safety Cars. Und hinter dem Safety-Car in Führung: Robert Wickens, der nach dem Ausrutscher seinen Wagen wieder in Stand setzen konnte.

Als es dann vier Runden vor Schluss hieß, das Saftey Car werde wieder in die Box fahren, verlangsamte Wickens – immer noch mit den Slicks und mit einer ziemlich demolierten Frontpartie unterwegs – in der letzten Runde so stark, dass er es schaffte, erst nach Ablauf des 30 Minuten-Limits für das Rennen die Sart-Ziellinie zu überqueren. Nach dem Rennen arumentierte er bei dem Stewards damit, dass es mit den Trockenreifen einfach nicht sicher gewesen sei, schneller in Richtung Ziel zu fahren. Eine offensichtliche “Not”lüge, die die Rennleitung allerdings gewähren ließ – Wickens durfte den Sieg behalten.

Das Karma schlug allerdings schnell zurück: Am Sonntag landete Wickens nach einer Kollision in der ersten Runde neben der Strecke, und fuhr am Ende einen wenig beeindruckenden (und vor allem punktelosen) elften Rang ein. Allerdings: Auch Esteban Gutiérrez konnte sich im von einsetzendem Regen und Reifenwechseln geprägten Rennen nicht nicht in die Punkteränge schieben, und endete – denkbar knapp daneben – auf Platz sieben. Am besten taktierte Adrien Tambay. Der Franzose, der ohne Reifenwechsel durchfuhr, konnte schließlich vier Zehntel Vorsprung auf Alexander Rossi ins Ziel retten – auf jener Strecke, an der er sich im vergangenen Jahr beim Fußball spielen schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte.

Wickens hat damit vor den letzten beiden Rennen in Monza 18 Punkte Rückstand in der Meisterschaft. Anders ausgedrückt: Schon ein siebter Platz im Hauptrennen, ein fünfter Platz im Sonntaglauf, die Poleposition am Samstag oder zwei schnellste Runden würden Gutiérrez reichen, um im folgenden Jahr “GP3 Champion” im Briefkopf führen zu dürfen.

Superleague Formula

Nach einer längeren Sommerpause kehrt die Superleague Formula erstmals nach dem schweren Unfall von Chris van der Drift auf die Strecke zurück. Der unverantwortlichen Entscheidung im Brands Hatch zu fahren folgt am Wochenende in gewisser Weise der gegenteilige Fehler: Der Adria Raceway wirkt schon bei Tourenwagenrennen wie eine etwas vergrößerte Kartbahn, und ich kann mir selbst bei der sonst so kampferprobten SLF fast nicht vorstellen, wo man mit den breiten Formelwagen auf dieser Strecke überholen will.

Immerhin: Die Sicherheit ist dort wohl gewährleistet – und das ist ja auch schon was. Chris van der Drift hat mittlerweile der Homepage der SLF ein Video-Interview gegeben. Er wirkt – vermutlich wegen der Schmerzmittel – noch ein wenig groggy, und es ist nicht schön, ihm dabei zuzhören, wie er seine ganzen Verletzungen aufzählt. Wenn man im Vorspann des Interviews aber nochmal Bilder vom völlig zerstörten Auto sieht, ist es doch sehr erleichternd, zu sehen, dass es ihm zumindest so geht, wie es ihm geht.

Weniger toll: Weil sein Management offensichtlich entgegen entsprechender Vereinbarungen keine Versicherung für Van der Drift abgeschlossen hatte, sitzt dieser nun auf den Rechnungen für seine medizinische Behandlung. Weiter verschärft wird diese Tatsache dadurch, dass es wohl auch die Superleague Formula bisher verabsäumt haben soll, ihm Preisgeld für bisherige Erfolge zu überweisen. (Was, nebenbei erwähnt, kein besonders gutes Zeichen für die finanzielle Gesundheit der Serie wäre). Abhilfe soll nun durch ein Benefiz-Kartrennen geschaffen werden, an dem sich nach derzeitigem Stand Mark Webber, Daniel Ricciardo, Brendon Hartly und Fairuz Fauzy beteiligen werden. Weitere Informationen auf der Facebook-Seite des Events.

Nach der Pause von mehr als einem Monat noch eine schnelle Erinnerung an der Meisterschaftsstand: Es führt der AC Milan (Fahrer: Yelmer Buurman, 436 Punkte) nur unglaubliche zwei Zähler vor Tottenham Hotspur (Craig Dolby, 461) und dem RSC Anderlecht (Davide Rigon, 427). Damit ist in der Meisterschaft natürlich noch alles völlig offen, insbesondere, wenn man bedenkt, dass immerhin noch fünf Veranstaltungen am Programms stehen.

Wer die Rennen sehen will, muss nach aktuellem Stand wohl wieder ins Internet ausweichen, da die SLF immer noch keinen Sender gefunden hat, der sie in Deutschland überträgt. Immerhin: Das Internet-Broadcast ist äußerst professionell produziert, der Stream läuft flüssig, und die Kommentatoren (meist Ben Edwards) wissen, wovon sie sprechen.

WSbR

Eine noch längere Pause hat die World Series by Renault hinter sich: Fast zwei Monate sind seit dem letzten Auftritt der Serie in Budapest vergangen. Am kommenden Wochenende wird man erstmals am Hockenheimring an den Start gehen – bisherige Gastspiele in Deutschland haben ja am Nürburgring stattgefunden.

Eine kleine Erinnerung an den Meisterschaftsstand: Mikhail Aleshin führt drei Runden vor Schluss mit 97 Punkten vor Red Bull Junior Daniel Ricciardo (86) und Sten Pentus (69). Auch da ist also noch alles völlig offen.

Beide Rennen werden, wie gewohnt, live auf Eurosport übertragen. Lauf eins am Samstag um 14:00 auf Eurosport Intl., Rennen zwei am Sonntag ebenfalls um 14:00 auf ESP 2.

Formel 2

Nur ein Monat Pause hat sie die Formel 2 gegönnt, die am Wochenende im Rahmen des WTCC-Rennens in Oschersleben zum vorletzten Mal in dieser Saison an den Start geht.

Eines ist in der Serie jetzt schon klar: Die Meistschaft geht nach Großbritannien. Unklar: An wen. Nur vier Punkte trennen Jolyon Palmer (221) und Dean Stoneman (217), der drittplatzierte Philipp Eng liegt bereits 99 Punkte dahinter.

Erfahrungsgemäß sind Formelrennen in Oschersleben zwar meist nicht der wahre Bringer – dafür ist die Strecke einfach zu schmal. Die Auftritte der Formel 2 im Vorjahr waren allerdings gar nicht so mal so übel – mal sehen, ob sich das Einschalten auch an diesem Wochenende wieder lohnt.

Zu überprüfen am Samstag um 11:30 Uhr auf ESP 2 und am Sonntag um 13:45 Uhr auf Eurosport Intl.

F3 Euroserie

Zum drittletzten Mal in diesem Jahr geht die F3 Euroserie am Wochenende im Rahmen der DTM in Brands Hatch an den Start. Und so manch einer mag froh drüber sein, dass die Saison bald zu Ende ist. Der Mangel an Startern, und, viel schlimmer, vielversprechenden Talenten hat die einst so stolze Serie in dieser Saison ein wenig aus dem Interesse driften lassen.

Um ganz kurz auch über den Sport zu sprechen: Eduardo Mortara führt mit 77 Punkten vor Marko Wittmann (55) und Alexander Sims (44). Ganze 17 Punkte werden pro Wochenende vergeben, folglich haben alle drei noch realistische Chancen auf den Gewinn des Meistertitels.

Auch die F3-Führung hat, nachdem die Teams gedroht hatten, in die britische F3 abzuwandern, wohl langsam bemerkt, dass irgendetwas nicht ganz rund läuft. Daher wurden vor ein paar Tagen einige Änderungen für 2011 vorgestellt, die Don in den Newshappen ja auch schon ein wenig erläutert hat.

Laut der Pressemeldung, die im gewohnten, bescheidenen Stil gehalten ist, weiß des “richtungsweisende” Konzept unter anderem durch die folgenden Punke zu “überzeugen”: Künftig soll es 30 statt bisher 20 Rennen geben, denn an jedem der geplanten zehn Rennwochenenden werden drei statt zwei Läufe stattfinden. Man will sich zwar weiterhin vornehmlich im Umfeld der DTM-Rennen aufhalten, der Hinweis, dass der Kalender erst nach Bekanntgabe der F1-Termine 2010 veröffentlicht wird, lässt aber vermuten, dass vielleicht auch wieder eine Veranstaltung im Rahmen der Königsklasse geplant sein könnte. Auch sonst plant man “weitere Formel-1-Test- und Rennstrecken” zu besuchen, erwähnt sind Spa, Silverstone und Le Castellet.

Das allein klingt ja noch nicht unbedingt nach Sparmaßnahmen. Weiter ist aber auch erwähnt, dass die Technik auf aktuellem Stand eingefroren wird, und künftig nur noch “vier Personen pro Fahrzeug” in den Teams tätig sein sollen.

Außerdem will man eine “noch asführlichere Berichterstattung im Free-TV generieren”. Ob die potentiellen TV-Partner allerdings wirklich von der Aussicht auf drei Rennen pro Wochenende besonders begeistert sein werden, bleibt wohl abzuwarten.

Am kommenden Wochenende jedenfalls wird wieder n-tv mit Liveübertragungen zur Stelle sein, und zwar diesmal am Samstag und Sonntag um jeweils um 11:50 Uhr.

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July 28 2010

16:24

Formelserien: GP2/GP3-Analyse & das kommende Wochenende

Naja. So richtig toll waren die F1-Rahmenrennen in Hockenheim ja nicht – auch, wenn es gelegentlich doch ein wenig Action gab. Am kommenden Wochenende könnte wieder mehr los sein: Das Programm verspricht jedenfalls ordentlich Action. Zum Teil leider auf Kosten der Sicherheit.

Die GP2 bot in Hockenheim ein eher maues erstes, und ein etwas spannenderes zweites Rennen. Am Ende waren aber in beiden Läufen doch wieder die beiden Meisterschaftsleader vorn: Pastor Maldonado konnte mit einem ungefährdeten Sieg am Sonntag seine Führung ausbauen. Sergio Pérez zeigte am Sonntag mit einem etwas kampfbetonterem Sieg, was in ihm steckt. Bei der GP3  trat dagegen wiedermal ein alter Bekannter in Erscheiung: Robert Wickens gewannt Lauf eins, bevor Tabellenführer Gutierrez am Sonntag wieder die gewohnte Hackordnung zementierte. Am Wochenende fahren beide Serien schon wieder im Rahmen der Formel 1 – und außerdem noch die F2 in Brünn, und die Superleague Formula auf dem GP-Kurs von Brands Hatch.

GP2

Eine interessante Mischung uns jungen und älteren Talenten konnte sich beim GP2 Lauf in Hockenheim in Szene setzen. Auf Seiten der Altstars: Pastor Maldonado, der den ersten Lauf fast nach Belieben dominierte, und seine Tabellenführung ausbauen konnte. Außerdem Romain Grosjean. Der Franzose konnte beim Gasteinsatz als Ersatz für Jerome D’Ambrosio zwar keine Punkte holen, nach einem durchwachsenen Samstag konnte er sich aber immerhin von Ende des Feldes bis auf Rang sieben vorfahren. Sehr sehenswert – bis er dann kurz vor Schluss in eine von beiden Fahrern vermeidbare Kollision mit Maldonado verwickelt wurde, die beider Rennen beendete. Dafür konnte ein weiterer “Alter” endlich wieder jubeln: Nach langer Durststrecke reichte es beim Deutschland-GP für Adrian Zaugg zu einem Podium.

Aus Seiten der Jungen ist zuallererst Sergio Pérez zu nennen: Rang zwei am Samstag und ein schön herausgefahrener Sieg am Sonntag sorgten in Summe dafür, dass der Mexikaner seinen Abstand auf Maldonado leicht verkürzen konnte. Außerdem noch Jules Bianchi, der endlich zwei passable – wenn auch noch nicht glühend schnelle – Läufe auf die Reihe brachte, und zweimal gute Punkte holen konnte.

Keine Zähler gab es zum Heimspiel wieder mal für Chrisian Vietoris. Schön langsam müssten in seiner Umgebung mal die Alarmglocken zu schrillen beginnen – denn von Talent her müsste der junge Deutsche deutlich weiter vorne mitfahren. Zu Beginn der Saison war er – zumindest in den Trainings – ja auch gut dabei. Seitdem scheint er aber leider ab- statt zugebaut zu haben.

In der Meisterschaft liegt nach Beginn der zweiten Saisonhälfte immer noch Pastor Maldonado recht deutlich in Front. Wobei: die 21 Punkte Führung mögen nach viel klingen – wenn er aber auch nur einmal einen ersten Lauf verhaut, während Pérez gewinnt, ist der Mexikaner wieder klar in Schlagdistanz. Dirket dahinter liegt Saisonüberraschung Dani Clos, für den in Sachen Schlagdistanz das gleiche gilt, wie für Pérez. Jules Bianchi hat es mittlerweile auf Rang 4 der Tabelle geschafft. Mit fast 30 Punkten Rückstand bräuchte er aber schon zwei schlechte Maldonado-Wochenenden, um aufzuschließen.

Diese Woche wurde übrigens das GP2-Auto für die kommende Saison wieder getestet – und zwar bereits mit den Pirelli Reifen, die 2011 nicht nur in der GP2, sondern auch in der Formel 1 zum Einsatz kommen sollen. Drei Bilder davon unten in der Gallerie.

GP3

Etwas chaotischer ging es – wie gewohnt – bei der GP3 zu. Zum Glück weniger gewohnt: Diesmal gab es zwei Verletzte. Fast untergegangen ist in der etwas uninformativen Eurosport-Übertragung der schwere Unfall von Simon Trummer. Der Schweizer hob über das Heck eines Konkurrenten – dem Vernehmen nach Roberto Mehri – ab, schlug in Folge hart ein, und zog sich dabei Wirbelbrüche zu. Nun wird er wohl das kommende Monat pausieren müssen, und somit zumindest in Ungarn nicht am Start sein können. Fast schon ein Glück, dass jetzt die lange Sommerpause folgt, in der er sich vielleicht ein wenig erholen kann.

Womöglich auch nicht in Ungarn dabei: James Jakes. Der Brite kollidierte so unglücklich mit dem US-Amerikaner Josf Newgarden, dass er sich dabei Bänder im rechten Arm verletzte. Ob er am kommenden Wochenende Rennen fahren darf, werde die Ärzte erst in den kommenden Tagen beschließen.

Zum Sportlichen: Am Samstag holte sich Robert Wickens, bekannt aus Film, Fernsehen, A1 GP und Formel 2 (vor allem, um nicht zu sagen “ausschließlich” aber den beiden letzteren), einen relativ ungefährdeten Sieg, der ihn in der Meitschaft wieder einigermaßen souverän auf den kurzfristig verlorenen zweiten Platz zurückholte. Am Sonntag siegte dann wieder Saisondominator Esteban Gutierrez – und zwar in fast noch souveränerer Weise.

Drei Runden vor Schluss der GP3-Premierensaison führt also der Mexikaner nun mit 64 Punkten vor dem zweitplatzierten Robert Wickens, der bereits einen veritablem Rückstand von 30 Punkten hat – und folglich die Hälfte aller noch ausstehenden Rennen bei gleichzeitigem Ausfall von Gutierrez gewinnen müsste, nur um auf die Tabellenführung aufzuschließen. Dahinter folgen Alexander Rossi (26) und der beste Deutschsprachige im Feld, der Schweizer Nico Müller (23).

Eurosport 2 bringt am Wochenende – wie mittlerweile gewohnt – Lauf eins As-Live am Sonntag um 9:00Uhr, eine halbe Stunde später folgt dann die Liveübertragung des zweiten Rennens.

Formel 2

Nachdem es in Brands Hatch noch reichlich Spannung der völlig falschen Art gegeben hatte, kehrt die Formel 2 nun wieder auf einen weniger gefährlichen Kurs zurück. Im Rahmen der WTCC begeht man am kommenden Wochenende im tschechischen Brünn den Beginn des letzten Saisondrittels.

Und überraschenderweise wird es in der Meitschaft jetzt doch nochmal spannend. Denn Jolyon Palmer hat fast den gesamten Vorsprung auf seinen britischen Landsmann Dean Stoneman eingebüßt. 186 zu 181 steht es in der Tabelle, bei der Menge an noch zu erreichenden Punkten also quasi eine Pattsituation.

An dritter Stelle liegt nach dem Sieg in Brands Hatch nun wieder der Salzburger Phillip Eng, der allerdings mit 114 Punkten schon ein veritables Wunder brauchen würde, um die beiden in der Meitschaft noch einzuholen.

Rennen eins gibts am Samstag um 13:00Uhr live auf Eurosport Intl., Lauf zwei am Sontag um 15:45 ebenfalls live auf ESP2.

Superleague Formula

Da ist man gerade froh, dass die Formel 2 Rennen in Brands Hatch diesmal problemlos absolviert sind, da macht sich schon eine noch schnellere Serie bereit, dieses gefährliche Abenteuer zu begehen. Die Superleague Formula fährt am kommenden Wochenende erstmals auf dem GP Kurs der Strecke in der englischen Grafschaft Kent.

Nach einem glücklosen Wochenende für Craig Dolby und Tottenham Hotspur im belgischen Zolder ist in der Meisterschaft wieder alles offen – der AC Milan (Yelmer Buurman) hat sogar erstmals die Führung übernommen. Mit je etwa 40 Punkten Rückstand haben dahinter auch der RSC Anderlecht (Davide Rigon) und FC Basel (Max Wissel) noch sehr solide Siegchancen. Immerhin sind ja erst sechs von vermutlich 12 Rennen absolviert.

Zumindest der zehnte Saisonlauf, jener im innermongloischen Ordos, wurde mittlerweile auch mittels Pressemitteilung der SLF offiziell bestätigt. Das elfte Rennen hat zwar bereits einen Termin (eine Woche nach Ordos) und ein Austragungsland (ebenfalls China) – eine Strecke steht aber noch nicht fest. Klar ist dagegen: Das Saisonfinale findet Ende Oktober auf der brandneuen Strecke im spanischen Navarra statt.

Ein paar Neuigkeiten von der Fahrerfront gibt es auch noch: Franck Montagny wird in Brands Hatch wieder ins Cockpit des Girodins de Bordeaux-Wagens zurückkehren. Jaap van Lagens Gastspiel in diesem Auto in Zolder war also eher eine einmalige Geglegenheit – auf die Resultate kann der 33-jährige Niederländer, der zuletzt 2007 im Formelauto gesessen ist dennoch stolz sein. Andy Soucek wird – wie schon in Zolder – wieder am Steuer des Wagens von Sporting Lissabon sitzen, wo zuvor der Spanier Borja Garica gewerkt hatte. Ein 18. Auto wird es in England auch wieder geben: Olympique Lyonnais kehrt nach einem Aussetzer in Zolder wieder in die SLF zurück – allerdings nicht mehr mit Sébastien Bourdais am Steuern, sondern mit dessen Landsmann Franck Perera.

Zu sehen gibt es das alles wieder exklusiv (will heißen: ohne TV-Vertrag) im offiziellen Stream auf superleagueformula.com.

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