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July 14 2011

11:42

WTCC: Vorschau Donington Park 2011

Die offenen Chevrolet Cruze Meisterschaften gehen weiter. Dieses Wochenende kann die Konkurrenz sich das Heck der Chevy in Donington anschauen.

Donington ist für gute Tourenwagenrennen bekannt. Die Abstecher der BTCC sind ja meist immer recht unterhaltsam, so auch in diesem Jahr. Da ist der direkte Vergleich mit der WTCC ja durchaus mal interessant, auch wenn es vorne vermutlich nicht so eng wird, wie in der britischen Serie. Doch die FIA hat mit den Gewichten gespielt und das könnte die Sache interessanter machen. Das Chevorlet das Maximalgewicht aufgebrummt bekommt, ist klar, aber die FIA hat den BMW weiter 10 kg Ballast rausgenommen und beim Volvo sind es es sage und schreibe 60kg. Nach dem das Polestar Team in den letzten Rennen mit Maximalgewicht unterwegs war, sind es jetzt nur 1130kg. Da der Volvo in Porto schon nicht so schlecht aussah, werden die 60kg in Donington einiges bewirken.

Es wäre ja auch mal nett, wenn sich vorne noch eine andere Marke zeigen würde, als nur Chevrolet. Aber auch Gabriele Tarquini rechnet sich wieder etwas mehr Chancen aus. Dem Seat-Motor fehlte es bisher ein wenig an Leistung, da hat man aber offenbar nachgelegt, was gerade auf dem leicht hügeligen Kurs in England sicher nicht schlecht ist. Tarquini ist immer eine Marke, auf die man achten muss, vielleicht schafft er ja wie in Zolder eine Überraschung.

Doch im Grunde eht es vermutlich wieder einfach nur darum, wer von den drei Cruze-Piloten bei den Rennen die Nase vorne haben wird. Und so richtig entspannt ist die Stimmung im Chevrolet-Lager nicht. Yvan Muller beklagte sich nach dem Rennen in Porto, dass das Überholmanöver von Rob Huff nicht ganz legal gewesen sei. Der hatte eine Schikane auslassen müssen, dass allerdings auch nur deswegen, weil Muller ihn beim Überholvorgang sanft angeschoben hatte. Rob Huff wiederum möchte gerne seine “Underdog” Image los werden. Er gilt als schneller, aber auch fehleranfälliger Pilot, dem schon mal die Nerven fehlen. Bisher hat er eine tadellose Saison hingelegt, aber sein Vorsprung in der WM ist noch nicht so groß, dass man davon sprechen könnte, er sei dominant. Aber immerhin lässt Chevrolet seine Fahrer frei fahren, was ja auch eine nette Sache ist.

In der Wertung der freien Teams sieht es dagegen etwas enger aus. Dort führt Norbert Michelisz die Fahrerwertung an, was ein wenig überraschend ist, hatte man doch dem Engstler-Team gute Chancen ausgerechnet. Doch bei Franz Engstler läuft es im Moment nicht so rund, was auch mit dem etwas schwierig zu fahrenden BMW-Motor zu tun haben soll, dessen Leistungsentwicklung eher im digitalen Bereich liegt. Entweder ist der Turbo an, oder aus. BMW hat nachgebessert, was die letzten Rennen auch gezeigt haben, aber dann ist da halt noch das alte Chassis, aus dem man nicht mehr viel rausholen kann. Die Zeit der BMW neigt sich langsam zu Ende und man darf gespannt sein, ob BMW sich noch mal die Mühe macht, ein neues Chassis für die Kundenteams zu homologieren. Immerhin liegt Poulsen in der Wertung aber P2, nur 5 Punkte zurück, da ist also noch alles drin.

In England gibt es dann auch ein Wiedersehen mit Colin Turkington, der für das Wiechers Team an den Start gehen wird.

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July 04 2011

12:15

WTCC: Analyse Porto 2011

Das befürchtete Schlachtfest auf den Strassen von Porto blieb aus, dafür lieferte die WTCC einen spannenden Kampf an der Spitze ab. Doch leider bestand der nur aus drei blauen Chevrolet.

Die FIA hat in diesem Jahr ein echtes Problem mit der WTCC. Das Chevrolet noch mitmacht ist der einzige Grund, warum die Serie nicht komplett von den Independents beherrscht wird. Was sicher den Sport nicht schlechter machen würde, aber das Prädikat “Weltmeisterschaft” ist halt eigentlich für etwas anderes gedacht, wenn es nach der FIA geht. So kann Chevrolet seine drei Fahrer quasi nach Belieben siegen lassen. In diesem Jahr hat es erst einen Sieg eines Piloten gegeben, der nicht in einem Cruze gesessen hat: Tarquini in Zolder. In der Serie mehren sich die Stimmen, dass man die Chevrolets ein wenig einbremsen sollte, doch warum sollte man das machen? RML kann schließlich auch nichts dafür, dass BMW und Seat der Serie den Rücken gekehrt haben. Und so kann sich Chevrolet auch erlauben, seine drei Piloten von der Leine zu lassen, was immerhin zu spannenden Rennen führt.

Im Grunde muss man über beide Rennen nicht viel sagen. Rennen 1 sah wie üblich alle drei Cruze vorne, wobei Alain Menü überraschte und die Konkurrenz im Griff hatte. Das lag aber auch daran, dass Rob Huff und Yvan Muller über die gesamten 11 Runden in einen engen Zweikampf verzahnt waren, der immer fair aber hart geführt wurde. Aber egal, wie oft Huff auch bei Muller anklopfte, er kam nicht vorbei. Was auch an seinem Zusatzgewicht lag, denn Ausgangs der Kurven verschaffte sich Muller immer genau die paar Meter Vorsprung, die ihm den zweiten Platz sicherte.

Obwohl beide also in einem Kampf verwickelt waren, gelang es weder Tiago Monteiro, noch Gabriele Tarquini dran zu bleiben. Das lag teilweise auch daran, dass sich die Seat-Fahrer auch nicht immer über die Plätze einig waren, aber vor allem konnte man sehen, dass dem neuen Seat-Motor einfach noch der Dampf fehlt.

Auf der anderen Seite hört man immer wieder, dass Chevrolet das komplette Potential des Cruze gar nicht ausschöpft. Wer mit Maximalgewicht und auf dem engen Kurs in Porto die anderen Wagen in 11 Runden um etliche Sekunden distanziert, obwohl man im Zweikampf steckt, muss noch Reserven haben. Die konnte man auch ansatzweise im zweiten Rennen sehen, als Huff dem nun wirklich nicht langsamen Muller im letzten Drittel des Rennens einen 3 Sekunden Vorsprung wegnahm und seinerseits dann wieder 1.5 Sekunden auf den Ex-Meister rausholte. Es scheint so, als die Cruze dem Rest des Feldes massiv überlegen sind, dies aber nicht immer so zeigen, wie sie könnten.

Dabei läuft es immerhin für BMW und Volvo langsam etwas besser. Die Schweden, die im nächsten Jahr angeblich zwei weitere Autos an den Start bringen wollen, haben beim Bau des 1.6 Liter Motors offenbar ganze Arbeit geleistet, jedenfalls tauchte Dahlgren im ersten Rennen relativ weit vorne auf. In Rennen 2 versemmelte er den Start. Die Kunden-BMW kommen auch etwas besser in Schwung. Das alte 320er Chassis ist zwar nicht mehr wirklich aktuell, aber beim Motor gibt es mittlerweile Verbesserungen. Die Fahrer beklagen sich schon fast das gesame Jahr über Probleme bei der Leistungsentwicklung. Der Turbo setzt zu kräftig ein, was zu Problemen am Scheitelpunkt der Kurve führt. Das konnte man in Rennen 2 sehr schön bei Stefano D’Aste sehen, der den BMW lange auf P1 halten konnte. Aber Ausgangs der engen Kurven stand er ein ums andere Mal ziemlich quer. Die schlagartige Leistung fordert auch die Hinterreifen stärker, was gegen Ende des Rennens auch nicht gerade förderlich ist.

Das Chevrolet beide Titel holen wird, steht außer Zweifel. Spannend wird nur sein, ob es Rob Huff gelingen wird, seine sehr gute Form auch über das restliche Jahr zu halten. Bisher war der Brite fast fehlerlos, was man von ihm in den letzten Jahren nicht so oft gesehen hat. Muller drückt mit seiner Erfahrung, aber kann die in dieser Saison nicht so gut zur Geltung bringen, wie sonst. Huff führt im Moment mit 29 Punkten, was in der WM ziemlich wenig ist, kann man doch einem guten Wochenende bis zu 50 Punkte erreichen. Bei noch 12 ausstehenden Läufen an sechs Rennwochenenden kann sich also noch eine Menge tun. Und da Chevrolet offenbar keine Präferenzen bei den Fahrer setzt, bleibt zumindest diese Entscheidung spannend.

Am Rande vermerkt: 140.000 Menschen sollen am Wochenende in Porto an der Strecke gewesen sein. Daher überlegt man wohl das Rennen auch 2012 wieder in den Kalender zu hieven und nicht erst wieder 2013.
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June 19 2011

10:26

BTCC – WTCC – DTM Liveblog

Mal wieder ein voller Tourenwagentag mit der BTCC, WTCC und der DTM. Wir versuchen die teilweise parallel laufende Rennen im Liveblog unter zu bringen.

BTCC
Die Herren sind in Croft unterwegs, wo es fast das gesamte Wochenende geregnet hat. Dementsprechend ist die Qualifikation sehr turbulent verlaufen und sah am Ende etwas überraschend Jason Plato auf P1. Dahinter folgen Neal, Collard, McDowell, Jordan, Nash, Shedden, Chilton, Jackson, O’Neill, Austin, Boardman, Foster, Newsham, Onslow-Cole. Cole fährt ab diesem Wochenende wieder für das Team AON, also für Ford. Den VW Golf hat Shaun Hollamby übernommen. Es dürften drei interessante Rennen in Croft werden, auch wenn die Strecke nicht gerade zu den Besten im Kalender gehört. Aber Regen und die BTCC passen ja immer gut zusammen.

WTCC
Die WTCC ist in Brünn unterwegs und offenbar tut sich was an der Spitze. Volvo ist zum ersten Mal mit dem neuen 1.6 Liter Motor angetreten und hat dann gleich mal in Q1 die Bestzeit hingelegt. Zwar konnten die Cruze Piloten die Sache in Q2 wieder gerade rücken, aber Dahlgren prügelte den Volvo immerhin auf P5. Offenbar geht der Volvo schon beim ersten Einsatz auf der eher anspruchsvollen Strecke richtig gut, was gut für die Meisterschaft sein sollte. Auch BMW machte mit Tom Coronell eine gute Figur, während es für Seat noch nicht so richtig läuft. Tarquini hat zwar jetzt auch den 1.6 Liter Benziner im Wagen, doch hier kann man keine Leistungsexplosion sehen.

DTM
Wenn ich Lust und Zeit habe, schaue ich auch mal bei der DTM rein. Die Quali war nicht so schlecht, das gesamte Feld in Q1 lag innerhalb von 0,6 Sekunden. Vielleicht taugt das Rennen ja was.

BTCC – WTCC – DTM Liveblog

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June 03 2011

16:50

BTTC / WTCC: Vorschau Oulton Park / Budapest

Beide Tourenwagenserien sind an diese Wochenende auf durchaus spannenden Strecken unterwegs. Während die Weltmeisterschaft in Budapest Halt macht, versuchen die Briten Oulton Park zu bezwingen.

Nach einer vierwöchigen Pause fährt die BTCC ihr nächstes Rennen. Die Traditionsstrecke in Oulton Park steht auf dem Programm. Der Kurs liegt im Norden Englands, genauer in Cheshire, mitten in einer Parklandschaft des gleichnamigen Gebäudes und gehört zu britischen Traditionsstrecken. Anders, als die vielen Flugplatzkurse wie Silverstone oder Snetterton, hatte man hier in die hügelige Landschaft einen Kurs gezimmert, der sehr anspruchsvoll ist. Das liegt zum einen an den nicht in jeder Ecke üppig bemessenen Auslaufzonen, zum anderen an der Streckenführung, die dank etlicher blinder Kurven einiges abverlangt. Weil es in Oulton Park aber sowohl schnelle, als auch langsame Passagen gibt, ist es nicht leicht, einen Favoriten auszumachen. Zu dem hat die BTCC mal wieder an der “BoP” Schraube gedreht.

Dieses Mal war es nur eine leichte Änderung, die es aber in sich haben könnte. Den NGTC wurde der Ladedruck um 0,05 Bar reduziert, dafür haben die S2000 mit Frontantrieb 25 Kilo Gewicht verloren, die BMW allerdings nur 10 kg. Die dürfen aber wieder an der Getriebeübersetzung des ersten Gangs rum fummeln, der von der TOCA festgelegt worden war, nach dem die BMW immer so gut gestartet waren.

Die TOCA hat zum Start der Saison versprochen, dass sie sich um Chancengleichheit bemühen werden, allerdings ist der Ärger bei den NGTC Team schon recht groß. Gerade in Oulton Park sind 25 Kilo weniger ein echter Gewinn, also wird man die Cruze wieder vorne mitmischen sehen. Jason Platos Chancen auf die Meisterschaft sind nach den ersten Rennen nicht sonderlich gut, aber man kennt Plato, der ja niemals aufgibt und der seine Fahrweise im Fall eines Rückstand auch auf “robust” umstellen kann.

Mein Tipp bleiben aber die Honda Civic, die in diesem Jahr einen bärenstarken Eindruck machen. Matt Neal hat im Moment 12 Punkten Vorsprung auf Mat Jackson im Airwaves Focus. Nun bedeutet dies in der BTCC nicht viel. Ein kleiner Rempler und gerade in Oulton Park kann die Sache erledigt sein und die Meisterschaftsführung ist Vergangenheit. Schöne wäre es, wenn die 2011er Focus mal so langsam in Schwung kommen. Man hat den Eindruck, dass die Freigabe von Onslow-Cole keine so gute Idee war, der den Golf wiederum langsam nach vorne bringt.

Die Rennen starten wie immer am Sonntag, allerdings geht es erst im 13.00 Uhr los.

WTCC – Budapest

Die WM ist an diesem Wochenende auf ungewohntem Geläuf unterwegs. Der Hungaroring stand, so weit ich mich erinnern kann, noch nie auf dem Programm, also erlebt man eine Premiere. Die Strecke sollte den Tourenwagen eigentlich was besser liegen, als den Formel Eins. Sie ist breit genug für zwei Wagen, die Möglichkeit, sich mal anlehnen zu können, bietet eventuell Überholmöglichkeiten, wo sonst keine sind.

Auf der anderen Seite: In der WM herrscht gerade etwas Langeweile, in Sachen Markenvielfalt an der Spitze. Die Cruze scheinen fast unschlagbar, auch wenn Tarquini das Kunststück in Zolder gelang. Immerhin probiert Seat an diesem Wochenende mal den neuen 1.6 Liter Turbomotor aus, den man als Testballon in den Wagen von Michael Nykjær verpflanzt hat. Doch viel sollte man nicht erwarten und es wäre ein Wunder, wenn irgendjemand die Chevrolet schlagen könnte.

Immerhin scheint man im Team Menu, Hoff und Muller von der Leine zu lassen, wenn man sich das Rennen aus Monza so anschaut. Offenbar rechnet man auch bei Chevrolet nicht damit, dass man gefährdet ist und so liefern sich die drei Piloten einen herzhaften Kampf um die Führung in der WM. Das könnte dann aber leider auch das einzige Highlight am Wochenende sein.

May 12 2011

16:02

WTCC: Vorschau Monza 2011

Die Tourenwagenweltmeisterschaft macht am Wochenende in Monza Station, einer Strecke, die quasi für die Tourenwagen gebaut wurde.

Monza ist eine reine Hochgeschwindigkeitsorgie. Das gilt für alle Serien, natürlich auch für die WTCC, die in den letzten Jahren dort immer wieder spektakuläre Rennen gezeigt hat. Die von der FIA mittels “BoP” und Ballastgewichte möglichst auf gleiche Leistung getrimmten Wagen werden in Monza sehr eng zusammen bleiben. Die Frage wird sein, ob jemand das Werksteam von Chevrolet wird schlagen können. In Zolder gelang das Tarquini in seinem Seat, allerdings begünstigt durch den “reverse Grid”, der den Italiener an die Spitze brachte. In Monza könnte die Sache für die Cruze allerdings wieder etwas enger werden, denn Seat hat nun auch den 1.6 Liter Turbomotor im Gepäck.

Man hat bei den Testfahrten heute geprüft, wie sich der neue Motor schlägt, und angeblich sollen die recht positiv ausgefallen sein. Der neue 1.6 Liter Motor bringt gegenüber dem Diesel zwar einen leichten Nachteil in Sachen Drehmoment aus den Kurven heraus, hat aber deutlich mehr Leistung, was vor allem in Monza extrem wichtig ist. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man alle Wagen mit dem neuen Motor ausgestattet werden, ein Umbau wird nicht so ganz trivial sein, da der Diesel-Motor ja doch etwas schwerer ist. Eingetragen sind alle Seat auch noch mit dem alten Motor.

Auch Volvo arbeitet an einem neuen Aggregat, ebenfalls einen 1.6 Liter FIA-Motor. Auch hier ist es nicht sicher, ob die Schweden den in Monza einsetzen werden, allerdings hat Volvo ja weniger zu verlieren als Seat. Mit dem alten Motor wird man hinterher fahren, ein mutiger Einsatz könnte sich also lohnen. Es gibt allerdings auch Meldungen, die von einem Einsatz ab Brno sprechen.

Auch bei Chevrolet gibt es Neuigkeiten, die allerdings nur mit der Datenübertragung zu tun haben. Laut Pressemitteilung hat man ein System entwickelt, mit dem die Fahrer nun auch Livedaten aus den Boxen empfangen können. Als hätte man bei den Rennen nicht schon genug zu tun, aber die Geraden in Monza sind ja lang, da kann man ja etwas an den Knöpfen rumspielen.

BMW hat, trotz neuem Motor, in diesem Jahr schlecht ausgesehen. Ich weiß nicht, was sich BMW eigentlich davon verspricht zwar einen neuen Motor zu bringen, wenn die Privatteams aber weiterhin keine Chance gegen Chevrolet haben. Selbst die alten Seat laufen besser. Nun ist der BMW zumindest in Sachen Aerodynamik auf der Höhe der Zeit und viele Beobachter erwarten, dass vor allem Tom Coronel in Monza zumindest in die Top 5 fahren kann.

Ansonsten gibt es im Moment wenig News aus der Serie, deren Zukunft nicht so sicher ist, wie es noch vor zwei Jahren aussah. Bisher ist kein neuer Hersteller in Sicht, die Namen, die immer wieder aufpoppen, verschwinden auch schnell wieder. Die Japaner haben gerade andere nachvollziehbarerweise Probleme, Volvo denkt zumindest darüber nach, einen weiteren Wagen einzusetzen. Seat und BMW werden bei ihrem bisherigen Engagement bleiben. Es gibt Gerüchte, dass Ford den Focus in die WTCC bringen möchte, bestätigt ist das aber nicht.

Vielleicht sollte die FIA auch mal etwas am Rennformat ändern. Die beiden Monza-Rennen werden über je 9 Runden gehen, was ein Witz ist. Immerhin passen sie so in die Werbepausen bei den GT-Rennen am Wochenende.

April 25 2011

12:51

WTCC: Analyse Zolder 2011

Wie man erwartet hatte, waren die Cruze in Zolder zumindest im ersten Rennen nicht zu schlagen. Überhaupt könnte das eine langweilige Saison werden.

Die Chevrolet Cruze sind weiter nicht zu schlagen. Was auch nicht weiter verwunderlich ist, stellt RML Mannschaft die einzigen ernst zunehmenden Werkswagen. Im ersten Rennen in Zolder konnte man die Dominanz der Cruze deutlich sehen. Am Start bliebt Rob Huff vorne und musste nicht mal gegen Alain Menu verteidigen, weil der wiederum mit Gabriele Tarquini zu kämpfen hatte, der die Nase seines Seat mal kurz zwischen die beiden Chevys setzte. Menu kam im vollen Drift aus der ersten Kurve, konnte aber sowohl den Wagen halten, als auch Tarquini auf Distanz. Weiter hinten gab es die üblichen Liebesbekundungen in Form von Lackaustausch, aber erstaunlicherweise blieben alle Wagen auf der Strecke. Das änderte sich allerdings in Runde 3.

Freddy Barth verlor seinen Seat ohne Einwirkung von Außen nach der Kanaalbocht. Der dahinter fahrende Tom Coronel wusste auch nicht so recht, in welche Richtung der Seat nun abflog und entschied sich für den Weg durch den Kies. Doch Ausgangs wartete ein kleiner Hubbel, der den BMW des Niederländers unsanft auf die Strecke zurück warf. Dort drehte er sich dann und stand auf der Strecke. Der heran fliegende Franz Engstler konnte dann nicht mehr ausweichen und hobelte die rechte Vorderradaufhängung ab. Das war gleich zweifaches Pech für Coronel. Keine Punkte im ersten Rennen und für das zweite Rennen war sein Wagen so zerstört, dass er nicht antreten konnte. Ein schwerer Rückschlag für seine Ambitionen in Sachen Independt Trophy.

Die Aufräumarbeiten dauerten etwas, als es dann endlich wieder los ging klemmte sich Yvan Muller direkt hinter Tarquini und versuchte den Seat-Piloten zu überholen, um das Podium komplett mit den Cruze zu besetzen. Ausgangs der ersten Schikane setzte er sich innen neben den Ex-Meister und ließ ihm auf der Anfahrt zur zweiten Schikane keine Chance. Er versuchte sich dann im Verlauf des Rennens auch an Alain Menu, konnte aber beim Markenkollegen nicht die Brechstange raus holen. Das “blaue” Podium war damit aber gesichert.

Spannend wurde es noch in der Independent Trophy, wo sich Norbert Michelisz nach dem leichten Chaos in P6 wieder fand. Allerdings klemmte der zweite Engstler Pilot Poulsen hinter ihm und machte machte Druck. Michelisz, dessen Heck beim Start schon mächtig onduliert wurde, saß zum ersten Mal in einem BMW und hatte noch so seine Probleme. Ausgangs der Jochen-Rind-Boocht stand sein Wagen etwas quer und Poulsen nutzte seine Chance sofort.

Danach tat sich dann leider nicht mehr in den Top Ten. Rob Huff rollte bequem zu seinem Sieg, Menu verteidigte P2 gegen Muller. Die beiden Seat-Fahrer Tarquini und Monteiro kam mit deutlichen Respektabstand auf P4 und P5 an, dahinter, auch mit großem Abstand, die beiden BMW.

Rennen 2

Eigentlich stand Freddy Barth für das zweiten Rennen auf Pole, aber da der Schweizer seinen Seat in Rennen Eins zerlegt hatte, konnte er den zweiten Lauf nicht starten und musste seine Sachen packen. Franz Engstler konnte auch nicht starten, also hatte Gabriele Tarquini P1. Doch dahinter folgte dann schon die Cruze Truppe in der Reihenfolge Huff, Menu, Muller. Es folgten Poulsen, Monteiro und Dahlgren im Volvo.

Tarquini machte den Seat am Start mächtig breit, die drei Cruze waren sich auch absolut nicht einig, ordneten sich aber dann doch irgendwie ein. Poulsen erfreute sich seines fünften Platzes nur kurz, weil Monteiro ihn in der Anfahrt zur zweiten Schikane ins Aus schickte. Vorne entwickelte sich ein heftiges Duell. Huff drückte auf Tarquini, Muller zackte hinter Menu hin und her, aber an den Positionen änderte sich nichts. Das dann doch sehr enge Duell der beiden Cruze Piloten gefiel Chevy wohl nicht, also pfiff man Muller erst mal zurück, damit man sich Tarquini vorknöpfen konnte. Muller fiel jedoch bald mit einem Schaden am Motor zurück und musste das Rennen aufgeben.

Huff erhöhte jetzt den Druck auf den Seat, aber der Italiener packte alle Tricks aus, um den Cruze hinter sich zu halten. Doch Ausgangs der ersten Schikane machte Tarquini einen kleinen Fehler und Huff setzte sich daneben. Tarquini holte, wie bei ihm üblich in der Situation, den Knüppel raus, und drückte Huff einmal aufs Gras, dann berührten sich beide in der Anbremszone und Huff rodelte quer durch die Schikane. Dabei verbog er sich offensichtlich etwas am Wagen. Er fiel auf P8 zurück, fuhr aber weiter und kam am Ende sogar auf P6.

Damit war Tarquini schon mal zwei Chevys los, blieb nur noch Alain Menu übrig, der seine Angriffe aber nur halbherzig ansetzte. Das lag zum einen daran, dass sich hinter ihm mittlerweile Tiago Monteiro eingefunden hatte, zum anderen dachte er auch den Punktestand. Da Muller raus war und Huff weit zurücklag, ging es Menu am Ende nur um die Punkte. Er überließ Gabriele Tarquini dann den Sieg im zweiten Rennen.

Das könnte der letzte Sieg eines Diesels in der WTCC gewesen sein. Laut der in Zolder kursierenden Gerüchte ist der neue Benziner-Turbo von Seat jetzt fertig und soll schon beim nächsten Rennen in Monza eingesetzt werden.

Insgesamt zwei sehr unterschiedliche Rennen, der reverse Grid für Lauf 2 tat da seine gute Wirkung, weil vorne eben mal nicht die Cruze standen. Dennoch gilt in der Meisterschaft, das nur ein Chevy Pilot Meister werden wird, was der Serie nicht gerade hilft.

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April 22 2011

19:35

WTCC: Vorschau Zolder 2011

Nach einer längeren Pause startet die WTCC ihre Europasaison in Zolder. Aber große Überraschungen darf man an der Spitze wohl nicht erwarten.

Ich war schon ein wenig überrascht, wie schlecht das Feld in Curitiba aufgestellt war. Das Prädikat “Weltmeisterschaft” finde ich im Moment für die Serie etwas übertrieben. Im Grunde sind es die “Offenen Chevrolet Meisterschaften”, denn nach dem Rückzug von BMW und Seat gibt es für die Cruze keine richtige Konkurrenz mehr. Nun startet die Chevy-Mannschaft in Zolder aber mit etwas mehr Gewicht im Auto, da könnten zumindest die “Sunred” Seat vorne etwas besser mitmischen. Gespannt bin ich auch, ob die BMW Teams in der langen Pause etwas am Wagen gefunden haben. In der BTCC konnte Rob Collard am letzten Wochenende immerhin etwas weiter vorne landen, das sollte den BMWs von Engstler und den Coronell auch gelinden. Aber ich rechne nicht damit, dass es vorne wirklich eng wird.

Die Strecke in Zolder ist bekannt, ebenso die Probleme, die man da haben kann. Die sehr enge Start/Zielgeraden ist immer wieder für einen Crash gut, ebenso die erste Linkskurve. Die alte Schikane hinter den Boxen hat man ja umgebaut, so richtig glücklich ist damit aber auch keiner. Immerhin ist sie langsamer, was vor allem für die Anfahrt auf die zweite Schikane besser ist. Aber ihr Ausgang ist jetzt auch nicht so gestaltet, dass man großartig Fehler machen kann, deswegen sieht man in der Passage auch relativ wenig Überholmanöver. Überhaupt ist das Überholen in Zolder so eine Sache, es geht eigentlich nur dann richtig gut, wenn man die Brechstange rausholt und der Vordermann ein wenig mitspielt.

Die Strecke sollte den Cruze liegen, die sich erstaunlich agil auf Kursen zeigen, die enge Kurven haben. Der Seat hätte da eigentlich einen Vorteil, aber schon im letzten Jahr konnte man sehen, dass der Leon da nicht mehr mithalten kann. Das könnte in Belgien den BMWs in die Hände spielen, die hier gut aussehenden sollten, auch wenn es im Prinzip nur Engstler und Coronell sind, die konkrete Chancen haben.

Während der Kampf um die “Weltmeister-Krone” vorne etwas langweilig ist, sieht es dagegen in der Independent-Wertung um so enger aus. Da das halbe Feld um die Trophy fährt, kann man eigentlich getrost den Kampf um P1 vergessen und sich in die Untiefen des Mittelfelds werfen. Hier sieht das Starterfeld richtig eng aus, denn mit Fredy Barth, Kristian Poulsen, Franz Engstler und Michel Nykjaer sind einige Spitzenpiloten unterwegs, die die Trophy gerne nach Hause holen würden.

Einen Blick wert ist sicher auch der Volvo C30, der sich in Curitiba ordentlich geschlagen hat. Wie man sehen konnte, fehlt dem Volvo noch der Speed auf der Geraden, aber Robert Dahlgren lobte den Wagen nach dem Rennen in Sachen Fahrverhalten. Ich glaube zwar nicht, dass Volvo in Zolder weit vorne zu finden sein wird, aber die Strecke eignet sich hervorragend für die Schweden den Wagen weiter abzustimmen, da man in Zolder so ziemlich alle Streckenteile vorfindet, auf die man im Laufe des Jahres noch treffen wird.

Das Wetter wird am Wochenende keine große Rolle spielen, es wird warm und trocken sein.

April 20 2011

06:00

Ferner liefen: Die Newshappen

#Formel 1: Sehr interessantes läuft im Moment hinter den Kulissen ab, so es denn stimmen sollte. Die Formel 1 gehört im Moment mehrheitlich der Delta Topco, welche eine Kombination von vielen verschiedenen Firmen hauptsächlich von Bernie Ecclestone ist. Delta Topco wiederrum gehört zu 70% den CVC Capital Partners, zu 20% JPMorgan und zu 10% Ecclestone selbst beziehungsweise seiner Familie . CVC hält also einen Großteil der Anteile an der Formel 1, wenn man so mag. Dies ist etwas vereinfacht dargestellt, denn ohne Ecclestone läuft nichts, da seine zahllosen Firmen verschiedene Rechte (Namen, TV, Vermarktung, etc…) halten. Wer mehr zu den extrem komplizierten Besitzverhältnissen wissen mag, kann gerne in diesem wunderbarem alten Artikel von Don mehr erfahren: http://www.racingblog.de/2008/12/07/formel-eins-das-finanzmonster-ein-blick-hinter-die-kulissen/ .

Es gibt einen Blog auf Sky News von Mark Kleinman ( http://blogs.news.sky.com/kleinman/Post:ba1e6a4b-b146-4edc-ae17-1bdcdcbeb360 ), der dort im Grunde folgendes schreibt: Die News Corp, eines der mächtigsten Medienunternehmen der Welt, denkt eventuell darüber nach, die Anteile von CVC an Delta Topco zu kaufen, was wohl faktisch einer Übernahme der Formel 1 durch die News Corp gleich kommen würde. Kurz zur News Corp: Dieser gehören unter anderem FOX, The Sun, The Times, Wall Street Journal und viele viele andere bedeutende (inter)nationale Zeitungen und TV-Sender. Das wichtigste ist jedoch, dass der News Corp auch unter anderem Sky Deutschland, Sky GB und Sky Italy gehören. Anmerkung: Vielen Dank an dogfood, der in den Kommentaren auf folgendes hinweist: “Kleine Ergänzung: News Corp gehört nicht BSkyB (Sky UK). Sie besitzen nur 39% und befinden sich gerade in fortgeschrittenen Übernahmegespräche (inkl. kartellrechtlichen Gesprächen). Das ist insofern etwas mehr als ein Detail, weil diese Übernahme News Corp zirka 8 bis 10 Milliarden Euro kosten dürfte und damit den Bewegungsspielraum der News Corp hinsichtlich einer möglichen Übernahme der F1 weiter verkleinert. Umgekehrt macht es deutlich, dass der Versuch BSkyB- *und* F1-Übernahme stemmen zu wollen, ein sehr aggressives/expanisionistisches Vorgehen wäre.”

Dies sind landestechnisch gesehen die absoluten Formel 1 Kernmärkte. Was eine Übernahme der Delta Tepco von der News Corp auf die Tv-Rechte für einen Einfluss haben würde, kann sich vermutlich jeder denken, auf alle Fälle wäre es vermutlich mit der breiten Free-Tv Präsenz der Formel 1 erstmal vorbei.

Aber selbst die News Corp mit ihren massiven Finanzreserven kann eine Übernahme der Formel 1 wohl nicht alleine stemmen, deswegen sondiert man wohl gerade Partner. Gesprochen hat man mit dem reichsten Mann der Welt, Carlos Slim. Diesem gehört unter anderem Telmex, die Sauber hauptsächlich sponsoren. Allerdings befinden sich die Pläne der News Corp, so es sie denn gibt in einem sehr frühen Stadium, es hat noch keine Kontakte zwischen der CVC und der News Corp gegeben. Unklar ist desweiteren ob und ab wann die Anteile von CVC an Delta Topco überhaupt zum Verkauf stehen und Ecclestone selbst schließt einen Verkauf innerhalb der nächsten 2 Jahre wohl aus, aber was heißt schon unverkäuflich in der heutigen Zeit? (Chaos)

#Le Mans: Am Ostersonntag steht auf dem Circuit de la Sarthe der Testtag an, den der ACO nach dreijähriger Pause wiederbelebt hat. 56 Fahrzeuge sind dafür gemeldet</a>, ebenso viele wie für das Rennen, doch es gibt einige Unterschiede. Audi und Peugeot sind aber mit je drei Werks-Fahrzeugen genauso aufgestellt wie in sechs Wochen zum 24 Stunden-Rennen. Lola wird <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">neue Aero-Teile an die Rebellion-Coupés montieren. Highcroft und Quifel lassen den Test aus, stattdessen ist das Reserveteam von Kronos Racing auf der Liste, die mit Vanina Ickx an der Spitze des Lineups noch auf einen freiwerdenden Platz für das Rennen hoffen. Keine Chancen auf einen Rennstart 2011 hat das Team MIK Corse, die Italiener bringen ihren neuen Hybrid-Zytek trotzdem an die Strecke. Aus der LMP2 lassen TDS und Strakka die Testmöglichkeit aus, aus der GTE-Pro u.a. die US-Teams Corvette Racing und Flying Lizard, die noch am vergangenen Wochenende in Long Beach um den Sieg fuhren. JMW verzichtet auf eine weitere Möglichkeit, den neuen F458 besser kennenzulernen. Robertson Racing, bringt beide Ford GT nach Le Mans, obwohl bisher nur einen einen festen Platz im Rennen hat, und auch Young Driver AMR testet seinen Vantage V8, während man in Paderborn weiter darauf hofft, nachrücken zu können. Wie üblich bei solchen Tests vor großen Rennen werden die Teams nicht ihr ganzes Potential zeigen, aber vielleicht wird der Test doch einige aufschlussreiche Informationen bringen. Viele Teams testen außerdem zurzeit auf anderen Strecken, so hat etwa Jetalliance erstmals den GT2-Lotus Evora auf die Strecke gebracht</a>, während AF Corse und Aston Martin in Spa a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">unterwegs sind, wo Anfang Mai auch der nächste ILMC-Lauf stattfinden wird, das letzte Rennen vor den 24h. (Stefan)

#WTCC: Die Rennserie plant wohl die Aufstockung des Kalenders auf 14 Rennen. Hinzukommen sollen Rennen in den USA, Russland und eventuell noch eine weitere Veranstaltung in Asien. (Chaos)

#GP2: Kurz vor dem Saisonstart testet die Serie nochmal in Barcelona. Am ersten Testtag war Davide Valsechhi vom Team Air Asia der schnellste Pilot auf der Strecke. Ganz knapp dahinter lag Luca Filippi, der ja für Supernova an den Start geht. 3. wurde Charles Pic. Saisonstart der GP2 ist zum Europaauftakt der Formel 1 in der Türkei am 7./8. Mai . (Chaos)

#Gp3: Auch hier wurde kurz vor Saisonstart nochmal getestet. Erster wurde Nigel Melker von Mücke Motorsport, Alexander Sims und Nico Muller wurden 2. und 3. Auch die GP3 beginnt am F1-Europaauftakt ihre neue Saison. (Chaos)

#Indycar: Pippa Mann, Fünfte der letzten Indylightssaison wird für Conquestracing das Indy 500 bestreiten, nun ja zumindest versucht sie sich zu qualifizieren. Sie konnte beim Indylightsrennen letztes Jahr sogar die Poleposition erringen, allerdings weiß ich nicht, ob es besonders schlau ist, jemanden im höchst anspruchsvollem Indy 500 sein Debut feiern zu lassen, aber den Themenkomplex “Fahrer-Erfahrung-Sicherheit” sieht man ja im Moment eher lasch bei den Indycars. (Chaos)

#NASCAR: Greg Biffle hat für 3 weitere Jahre bei Roush-Fenway-Racing unterschrieben. (Chaos)

#RoC: Das “Race of Champions” wird auch 2011 in Deutschland stattfinden, und zwar vom 3.-4. Dezember in der Commerzbankarena in Frankfurt. Am Grundkonzept wird sich wohl nichts ändern. (Chaos)

#Nissan hat angekündigt</a>, eine Rennversion des Elektroautos LEAF zu konstruieren. Der Wagen soll heute auf der New York Motor Show der Öffentlichkeit präsentiert werden. Noch sollen damit allerdings keine Rennen bestritten werden, die Schaffung einer eigenen Rennserie hält Nissan jedoch für möglich. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der NISMO-LEAF irgendwann in den kommenden Jahren im a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">EV Cup, der dieses Jahr startet, einen Platz finden wird. (Stefan)

March 23 2011

06:41

Ferner liefen: Die Newshappen

# Oha! Bernie Ecclestone ist beim Saisonauftakt in Melbourne nicht dabei, sondern fährt nach New York, um mit Bürgermeister Michael Bloomberg über die Austragung eines Rennens in Staten Island zu verhandeln. Wie schon Anfang Februar berichtet, gibt es dort wohl Überlegungen, eine permanente Rennstrecke in einem ehemaligen Industriegebiet zu errichten. Ecclestones Abwesenheit wird bei den Organisatoren des australischen Grand Prix sicher für zusätzliche Nervosität sorgen – das Rennen gilt als gefährdet, weil die Regierung des Bundesstaates Victoria die finanzielle Unterstützung streichen will. Organisator Ron Walker hat sich gegenüber Autosport allerdings sicher gezeigt, dass der Lauf sogar über den derzeit laufenden Vertrag bis 2015 hinaus ein fixer Bestandteil des F1-Kalenders bleiben wird. (Vorsicht)

# Karun Chandhok wird nach seinem Abschied von HRT auch beim Grand Prix von Australien auf der Rennstrecke zu sehen sein. Der indische Publikumsfavorit hat eine Rolle als Test- und Ersatzfahrer beim Team Lotus ergattert. Er wird in dieser Funktion auch in einigen freien Trainings zum Einsatz kommen – darunter auch das erste Freie Training zum Saisonauftakt 2011 am kommenden Wochenende. Chandhok war zwar während der Wintersaison schon mehrfach in Teamkleidung von Lotus in Erscheinung getreten, die Verpflichtung kommt trotzdem einigermaßen überraschend. Denn im Grund hatte das Team auch zuvor mit dem “offiziellen dritten Fahrer” Luiz Razia und den beiden Testfahrern Davide Valsecchi und Ricardo Teixeira schon mehr als genug Cockpit-Personal. (Vorsicht)

# Das französische ORECA-Team, bisher eher auf Sport- und Tourenwagen spezialisiert, überlegt einen Einsatz in der IndyCar Series ab 2012. Konkret geht es darum, dass das Team eines der Aero-Kits für die kommende Saison konstruieren könnte, die dann ein Team oder ein anderer Hersteller als eigene Konstruktion branden würde. Ein Einsatz als eigenständige IndyCar-Mannschaft scheint dagegen nicht geplant zu sein. Randy Bernard wäre an einem weiteren Hersteller offenbar sehr interessiert, ein Treffen hat bereits stattgefunden. (Vorsicht)

# Randy Bernard ist weiter auf der Suche nach vermarktbaren Stars, die zum Saisonfinale in Las Vegas um das Preisgeld von 5 Millionen Dollar fahren sollen. Neben Altstars wie Mark Blundell und Vierrad-Amateuren wie Motocrosser James Stewart ist nun ein ganz besonders großer Name im Gespräch: Alex Zanardi. Der zweimalige CART-Champion dürfte die Anfrage von Bernard zwar anfangs nicht wirklich ernst genommen zu haben, scheint nun aber doch eine Teilnahme zu überlegen. Unklar ist noch, ob der nach seinem schweren Crash am Lausitzring auf beiden Seiten Unterschenkel-Amputierte Italiener das auch darf – einige Sicherheitsfragen, etwas das schnelle Aussteigen im Brandfall scheinen doch Bedenken aufkommen zu lassen. Außerdem hat Kollege Dario Franchitti Zweifel daran, ob Zanardi mit seinen kräftig trainierten Oberarmen noch ins Cockpit passt. Andererseits: Dass das alles nicht zwangsweise ein Hindernis sein muss, und vor allem, dass er es immer noch kann – das hat er ja in der WTCC mehrfach gezeigt. (Vorsicht)

# Und damit noch einige Kurzmeldungen aus der IndyCar Series – mehr dazu gibt es morgen in der Saisonvorschau:
- Tony Kanaan hat die Cockpit-Suche doch noch erfolgreich abgeschlossen, und wird 2011 ganzjährig bei KV Racing starten.
- Bei Dale Coyne wird vermutlich Sebastian Bourdais auf den Rundkursen zu Einsatz kommen, zusätzlich das gesamte Jahr über der britische Rookie James Jakes, der zuletzt in GP2 und GP3 unterwegs war. (Auf der Entry List (Achtung, .pdf) für St. Petersburg stehen beide, die Laufzeit der Verträge ist noch nicht offiziell bestätigt)
- Besagter Entry List ist auch zu entnehmen, dass Oriol Servia für Newman/Haas starten wird. James Hinchcliffe hat es dagegen wohl trotz guter Leistungen bei den Tests nicht geschafft, die nötigen Gelder zu sammeln.
- Paul Tracy ist noch nicht so weit, und wird beim Saisonauftakt in St. Petersburg daher allenfalls als Zuschauer dabei sein. Allerdings wurde in der vergangenen Woche bekannt, dass der Kanadier beim Indy 500 für Deyer & Reinbold an den Start gehen wird. Zusätzlich arbeiten beide Seiten daran, Sponsoren für weitere Starts zu finden.
- Dan Wheldon wird in St. Pete ebenfalls nicht dabei sein, und würde auch im Laufe der Saison nur dann an den Start gehen, wenn er ein Team findet, dass seinen Anforderungen genügt.
- Die schon angekündigte “Lucky Dog”-Regel wird nach Protesten der Fans 2011 doch nicht zum Einsatz kommen.
- Die Strecke in Motegi ist nach dem schweren Erdbeben in Japan nur leicht beschädigt, zum Glück sind alle Mitarbeiter unverletzt geblieben. Ob das geplante IndyCar Rennen im Herbst stattfinden wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden – die Verantwortlichen haben derzeit begreiflicherweise ganz andere Sorgen.
(Vorsicht)

# Der Promoter der Le Mans Series, Patrick Peter, hat a

March 22 2011

18:08

Wochenend-Rückblick: WTCC und GP2 Asia

Hochspannung gab es am Wochenende noch nicht – weder beim Saisonauftakt der WTCC in Curitiba noch beim GP2 Asia-Finale in Imola. Ein bisschen Action boten die Rennen aber doch. Und ein paar interessante Details sind uns auch aufgefallen.
Autoren: Chaos (WTCC), Vorsicht (GP2 Asia).

Die WTCC wartete mit 2 unterschiedlichen Rennen in Curitiba auf. Die Chevroletdominanz scheint auf den ersten Blick erdrückend zu sein, doch es gibt zumindest eine kleine Hoffnung, dass zumindest Tom Coronel dem etwas entgegenzusetzen hat.

Das erste Rennen war nicht besonders spektakulär. Vorne fuhr Huff vor Mueller und einem sehr stark fahrendem Bueno den Chevrolettripleerfolg ungefährdet nach Hause. Das Rennen lebte zumindest vor dem Fernsehbildschrim vom Zweikampf zwischen Poulsen und Tom Coronel. Die beiden lieferten sich rundenlang ein hartes aber faires Duell, welches schließlich Coronel, der sich von Platz 8 nach vorne gekämpft hatte, für sich entscheiden konnte. Zwischendurch bewies Poulsen beeindruckende Carcontrol-Fähigkeiten, als er auf der Geraden den BMW in die Wiese warf und einfach voll auf dem Gas stehen bleibend das Auto wieder leicht querstehend auf die Straße zurückbewegte.

 

Menu kam nach verhauenem Qualifying mit Platz 11 immerhin noch auf 6 ins Ziel. Erschreckend schon in Rennen 1, die Schwäche der Séats. Man wusste bei Sunred zwar, dass man nicht besonders gut aufgestellt sein würde, aber dass man ausgerechnet auf einer der Paradestrecken dann mit der “Speerspitze” Tarquini und Nykjaer nur auf 7 und 8 kommt, ist bedenklich. Franz Engstler fuhr einen guten 9. Platz heraus, Bennani mit einem sehr respektablen Platz 10. Monteiro kam nur auf dem undankbaren 11. Platz ins Ziel, dahinter fuhr Dahlgren mit dem Volvo auf Platz 12. Oriola wurde bester Rookie auf Platz 13.  Komplettes Endergebnis hier:a

March 17 2011

17:00

WTCC: Kleine Saison- und Curitibavorschau

So langsam erwacht der Motorsport aus seinem Winterschlaf. Das letzte Wochenende war das einzige ruhige für die nächsten 7 Monate. Auch die WTCC beginnt ihre Saison dieses Wochenende im brasilianischen Curitiba. Doch zunächst ein “paar” Worte zur Saison 2011.

Regeländerungen:

Die wohl wichtigste Änderung ist die Einführung des 1,6 Liter Turbomotors oder auch 1.6 litre turbocharged ‘World’ engine getauft. Dieser wurde schon letztes Jahr in der WRC eingesetzt. Er bereitete zumindest den Chevrolets mit ihrem Frontantireb zunächst einiges Kopfzerbrechen. Die Chevrolettruppe muss eine Balance finden, zwischen frühstmöglichem Einsatz des Turbos und der Reduzierung des erhöhten Reifenverschleiß durch das zusätzliche Drehmoment. Bei Chevrolet war man sich dieses Problems bewusst und testete schon seit September letzten Jahres mit dem neuen Motor, um Wagen und Motor so gut wie möglich aufeinander abzustimmen. Mittlerweile ist man aber ziemlich zuversichtlich, das Problem in den Griff zu bekommen.

Der zweite Hersteller, der mit dem neuen Motor fährt ist BMW. Da die Fahrzeuge jedoch einen Heckantrieb besitzen, sollte der Reifenverschleiß nicht so problematisch werden. Seat und Volvo werden später in der Saison den neuen Motor einführen.

Desweiteren hat man (endlich) das doch manchmal einem sehr unfaire vorkommene Reversegrid überarbeitet. Die Startaufstellung der ersten 10 Autos richtet sich im zweiten Rennen nach den Platzierungen im ersten Qualfying. Das ist jetzt auch keine Königslösung. Einerseits erlangt dadurch das Qualifying eine um einiges höhere Bedeutung, da jetzt das Qualifying komplett über die Startaufstellungen für beide Rennen entscheidet. Andereseits hat man jetzt, wenn man das Qualifying versiebt im Prinzip so richtig verloren. Wenn man es durch eine gute Leistung im ersten Rennen noch schafft in die Top 8 zu kommen, wurde das nachdem alten Sytem noch belohnt. Im neuen System muss man, wenn man es in dem Qualfying nicht in die Top 10 geschafft wieder vom gleichen Startplatz wie im ersten Rennen starten und sich somit nochmal durchs halbe Feld kämpfen. Das bringt zwar mehr Spektakel, aber man kommt nicht 2 Mal unfallfrei an einem Wochenende durch das halbe WTCC Feld. Dennoch finde ich das neue System besser als das alte und es wertet das bisher doch eher halbherzig beachtete Qualifying auf.

Die WTCC präsentiert außerdem Mal wieder eine neue Meisterschaft, die auf den klangvollen Namen “Jay-Ten-Trophy” hört. Diese ersetzt die Rookiewertung. Um dort gewertet zu werden, muss man lediglich ein Vorjahresauto fahren. Die Punkteverteilung ist gleich wie in der Privatfahrerwertung. Der Privatfahrerwertung hat man wohl endlich einen Namen gegeben, sie heißt jetzt “Yokohama-Trophy”.

Teams und Fahrer:

Chevrolet-Werksteam: Die Meistertruppe vom letzten Jahr tritt mit einem unverändertem Aufgebot an Fahrern an, Menu, Huff und Muller. Natürlich ein sehr starkes und erfahrenes Fahrerlineup, zusammen mit dem Fakt, dass sie das einzige Werksteam sind, muss man dieses Jahr natürlich wieder im Titelkampf mit ihnen rechnen. Am Cruze und am Motor wurde schon seit Septermber letzten Jahres konsequent gearbeitet. Desweiteren wird Chevrolet werksseitig einen 4. Chevrolet von “Race to Race” einsetzen, wenn Carlos Bueno (mehrfacher brasilianischer Touremwagenchampion) das Geld dafür aufbringen kann, in Curitiba ist er aber definitv dabei.

Bamboo-Engineering: Die Truppe aus England geht mit 2 Lacetti’s an den Start. Als Fahrer konnte man Darryl O’Young behalten, neu im Team ist hingegen Yukinori Taniguchi. Beides jetzt nicht die super Punktegaranten, die auch gerne Mal Autos wegwerfen. Allerdings bringen sie ordentlich Geld in die Kassen des Teams.

Sunred Engineerig: stellt unter leicht unterschiedlichen Teamnamen 6 Wagen mit Tarquini, Barth, Nykjaer, Monteiro, Oriola , und Dudukalo als Fahrer (Monteiro und Tarquini dürfen keine Punkte in der Privatfahrerwertung sammeln). Die letzten beiden nie gehört? Dudukalo fuhr letztes Jahr im Séat Léon Eurocup (1 Sieg) schon für Sunred Engineering, steigt also quasi “eine Klasse auf”. Und Oriola? Die WTCC ist ja eher dafür bekannt, nicht den jüngsten Altersdurchschnitt zu haben. Er drückt ihn zumindest, den Oriola ist 16 (!) Jahre alt. Ob man einen jungen Fahrer so schnell in die höchste Klasse stecken sollte, sei mal dahin gestellt. Er fuhr letztes Jahr ebenfalls im im Séat Léon Eurocup mit durchaus respektablen Ergebnissen (3 Siege, Gesamtvierter). Die große Frage im Kampf gegen die Chevrolets und BMW’s wird sein, wie stark der alte Séatmotor im Vergleich zum neuen 1,6 Liter Turbomotor ist und wie man nachdem Wechsel zur Mitte der Saison mit dem neuen Motor klar kommt. Barth und Nykjaer sollte man für die Privatfahrerwertung im Auge behalten.

Zengo Motorsport: tritt mit nur einem Fahrer an, nämlich Norbert Michelisz, der letztes Jahr durchaus respektable Ergebnisse erzielen konnte (Gesamtneunter, 1 Sieg in Macau). Letztes Jahr fuhr man noch Séat, dieses Jahr wechselt man zu BMW. Michelisz wird definitiv ein Wörtchen um die Privatfahrerwertung mitreden.

Team Engstler: Das sympathische Team geht wieder mit 2 Wagen, natürlich BMW’s an den Start, gefahren von Franz Engstler und Kristian Poulsen. Desweiteren wird man natürlich wieder auf einigen Strecken Pay-Drivern den Einsatz ermöglichen und um die Privatfahrerwertung kämpfen.

Deteam KK Motorsport: Das bisher unbekannte Team aus Hongkong tritt mit dem mir bisher ebenfalls unbekanntem Fahrer Marchy Lee an. Dieser hat in Asien schon so ziemlich alles gefahren, was vier Räder hat, für das Team wird es ein BMW.

Roal Motorsport: Das Team kehrt nach einem Jahr Abwesenheit in die WTCC zurück und das einerseits mit einem BMW und andererseits mit Tom Coronel. Ein ganz heißer Anwärter auf den Privatfahrertitel würde man meinen, jedoch darf er keine Punkte in der Privatfahrerwertung sammeln. Mal schauen, wie es für ihn in der Meisterschaft läuft, ein Tipp ist er aber auf jeden Fall wert, zu Mal, wenn man sich die restlichen BMW-Fahrer anschaut.

Proteam Racing: stellt 3 BMW’s für Villa, der aus der GP2 kommt, Fabiani, der doch leicht überraschend ein Vollzeitcockpit bekommen hat und Bennani, der von Wiechers-Sport kommt. Fabiani muss sich allerdings zunächst mit einem Vorjahres BMW begnügen.

Polestar Volvo: soll Vorarbeit für einen Werkseinsatz leisten und bringt endlich Vollzeit einen Volvo C30 in die WTCC gefahren vom erfahrenen schwedischen Tourenwagenfahrer Robert Dahlgren.

Wiechers Sport: tritt leider nur noch mit einem BMW an, gefahren von Urs Sonderegger, der vorher manchmal im Séat Léon Eurocup unterwegs war.

Curitiba:

Eigentlich wollte man das erste Saisonrennen in Interlagos austragen, aber auf Grund von Umbauarbeiten an der Strecke hat man sich schließlich doch nochmal für das Autódromo Internacional de Curitiba entschieden. Die Strecke lässt gute Rennen zu, fordert mit ihrem engen Infield und den langen Geraden Fahrern und Autos ziemlich viel ab. Außerdem gehen die ersten Kurven bei der WTCC selten ohne Kollision über die Bühne. Desweiteren regnet es dort gerne Mal, auch das ist dieses Wochenende möglich. Traditionell sind hier die Séats wegen der langen Geraden stark, allerdings kann sich das durch den neuen Motor, den die BMW`’s und Chevrolets benutzen, ändern. Eine Einschätzung abzugeben ist sehr schwer, ich tippe mal auf eine starke Chevrolet-Performance, wegen der geleisteten Vorarbeit. Hier die Gewichte für Curitiba:
1170 kilo – BMW 320 TC
1170 kilo – SEAT León TDI
1155 kilo – BMW 320si
1150 kilo – Chevrolet Cruze 1.6T
1150 kilo – Volvo C30 2.0
1140 kilo – Chevrolet Lacetti 2.0

Auf Grund der Zeitverschiebung finden die Rennen abends unserer Zeit statt.

March 09 2011

09:03

Ferner liefen: Die Newshappen

// Steht das nächste neue Formel 1-Rennen vor der Türe? Angeblich soll Kroatien an der Austragung eines Grand Prix interessiert sein. Wie mehrere kroatische Nachrichtenseiten berichten, gibt es Pläne für die Errichtung einer 250 Millionen Euro teuren Anlage nahe der Hauptstadt Zagreb. Private Investoren stehen angeblich schon bereit. Offenbar sind die Planungen sogar schon in einem eher vorgerückten Stadium – es existiert bereits ein Streckenplan von Hermann Tilke. Dieser Grundriss sieht der geplanten Anlage in Austin, Texas ziemlich ähnlich. Allerdings würde diese Strecke in die andere Richtung (also rechtsherum) führen – und somit über reichlich schnelle Kurven und ein paar interessante Passagen verfügen. Überholmöglichkeiten scheinen dagegen etwas dünn gesäht. Ein paar Jahre wird es bis zum ersten kroatischen Grand Prix aber in jedem Fall noch dauern – Joe Saward meldet, dass die Anlage im Idealfall 2014 fertiggestellt sein könnte. (Vorsicht)

// Das FIA World Motor Sport Council ist am Dienstag wieder einmal zusammengetreten, und hat dabei einige kleine Änderungen beschlossen, die bereits in der kommenden F1-Saison in Kraft treten werden. So wird in den Freitagstrainings 2011 eine zusätzliche Reifenmischung zum Einsatz kommen, um Pirelli mehr Möglichkeit zu geben, Weiterentwicklungen auch während der Saison zu testen. Außerdem gibt es kleinere Änderungen bei den Safety Car Regeln: Das Geschwindigkeitslimit gilt ab jetzt in den ersten beiden Runden nach dem Einsatz des Safety Cars, und nicht mehr nur in der ersten; Die Ampel an der Boxenausfahrt bleibt während der gesamten SC-Phase auf grün geschalten. Außerdem wurde eine “Circuit Commission” ins Leben gerufen, die gemeinsam mit Rennstreckenbetreibern an der Schaffung von Überholmöglichkeiten arbeiten soll. (Vorsicht)

// Vitantonio Liuzzi hat sich gegenüber autosport.com sehr zuversichtlich gezeigt, 2011 bei HRT unterzukommen. Bestätigt ist er dort zwar noch nicht, er scheint aber wohl fix damit zu rechnen, dass es bald so weit sein wird. Interesant: Offenbar hätte man sich dann bei HRT entschieden, auf einen besser zahlenden Fahrer zu verzichten, und dafür den passablen Entwickler Liuzzi anzustellen. Ob man sich das auch wirklich finanziell leisten kann, bleibt abzuwarten. Vor kurzem hat auch Christian Klien sein Interesse an dem Cockpit bekundet. Und das Team hatte verlauten lassen, man werde mit der Fahrerentscheidung “notfalls” auch bis zum Vorabend des GP von Melbourne warten – was ja ein wenig nach Versteigerung des Cockpits klang. (Vorsicht)

// Die Entscheidung um einen Ersatztermin für den vorläufig abgesagten Grand Prix von Bahrain ist vertagt. Die FIA möchte den Veranstaltern bis 1. Mai Zeit geben, die Entwicklung der Lage zu sondieren. (Vorsicht)

// Eine Mischung auf bitteren und überraschenden Meldungen gibt es aus der IndyCar Series. Bitter: Firestone hat bekannt gegeben, dass man die Serie mit Ende des Jahres verlassen wird. Damit bleiben nur wenige Monate Zeit, einen neuen Reifenpartner für 2012 zu finden. Realistischerweise sollte die Entscheidung sogar möglichst noch früher fallen, um dem neuen Hersteller die Möglichkeit zu geben, Reifen zu produzieren, die auch bei den hohen Ovalgeschwindigkeiten noch sicher sind. Der Aussteig von Firestone bedeutet auch Probleme für die Indy Lights, die sich nun einen neuen Titelsponsor suchen müssen. Randy Bernard hat bereits erste Gespräche mit den möglichen Kandidaten Goodyear, Michelin, Hoosier und Avon aufgenommen. (Vorsicht)

// Überraschend: Die IndyCar Serie rechnet offenbar für 2011 mit einem besonders vollen Fahrerfeld, und hat daher die Maximalteilnehmerzahl bei Rennen auf 26 begrenzt. Grund für diese Annahme ist der neue Wagen, der 2012 eingeführt wird. Der alte Dallara wird somit nicht mehr gebraucht und die Nachfrage sollte gegen Ende der Saison deutlich sinken – was den Wagen auch für kleinere Börsen erschwinglich machen könnte. Effekt: Der Samstag wird wieder spannender werden, denn 24 der 26 Plätze werden nach dem Zeiten im Qualifying ausgefahren. Zusätzlich wird es zwei “Provisionals” geben, die nach einem festgelegten Kriterienkatalog, der sich an bisherigen Erfolgen der Fahrer orientiert vergeben werden. Damit soll verhindert werden, dass etwa aktuelle Meister oder Indy 500-Sieger wegen eines Defektes oder Ausrutschers im Qualifying nicht an den Start gehen dürfen. Ausnahmen von der neuen Regel sind das Indy 500 mit seinen 33 Startern und das Finale in Las Vegas, wo man ja mit fünf zusätzlichen All-Star-Fahrern antreten will (und das Feld daher auf 30 Autos ausweitet). (Vorsicht)

// Noch sind allerdings einige Cockpits unbesetzt. So soll Conquest gerüchteweise mit dem Gedanken spielen, heuer zwei Autos einzusetzen.  Das eine der beiden Autos soll dabei die gesamte Saison lag von Sebastian Saavedra pilotiert werden, das andere gerüchteweise auf den Rundstrecken von Paul Tracy und auf den Ovalen von Pippa Mann. Newsman/Haas arbeitet derweil weiter mit Hochdruck daran, Sponsoren für Vollzeiteinsätze von Oriol Seriva und James Hinchcliffe zu finden – die beiden werden jedenfalls in dieser Woche wieder für das Team testen. (Vorsicht)

// Das WTCC-Rennen in Marrakesch wurde wegen finanzieller Probleme des Veranstalters abgesagt. Bei 12 WTCC-Rennen soll es angeblich aber trotzdem bleiben – zumindest rechnet man beim der Partnerserie AutoGP damit, dass innerhalb des kommenden Monats ein Ersatzrennen “in Zentraleuropa” zum gleichen Termin verkündet wird. Schon besetzt sind am fraglichen Wochenende der Red Bull Ring (DTM), Assen (SLF) und Silverstone (GT1). (Vorsicht)

// Bei den Indy Lights ist derweil endgültig der Einsatz des Argentiniers Esteban Guerrieri, der WSbR-Überraschung von 2010 bestätigt worden. (Vorsicht)

// Eurosport wird auch die Imola-Rennen der GP2-Asia übertragen. Allerdings (zumindest laut aktuellem Programmplan) nicht live, sondern in halbstündigen Zusammenfassungen am Sonntagmorgen (Hauptrennen) und Sonntagabend (Sprint). (Vorsicht)

March 06 2011

08:00

Die WTCC – Hintergründe und Diskussionspunkte

Zum Start dieser Artikelreihe: In ein paar Wochen geht die Rennsaison wieder richtig los. Und damit für uns Fans auch der Stress: Jedes Jahr kommen neue Klassen dazu. Andere Rennformeln sterben aus, oder werden wiederbelebt. Findige Organisatoren mogeln, wie etwa bei der F2, ein wenig bei den Bezeichnungen. Kurz: Auch der größte Petrolhead kann schon mal den Überblick verlieren.
Daher die Idee zu dieser Artikelserie: Hier soll es um die Hintergründe der wichtigsten Rennklassen gehen. Dazu gehören ein paar “historische” Daten – aber auch die Eckpunte zur aktuellen Position in der Motorsportwelt, etwa zur Präsentation in der Medien oder der Vermarktung. Und dann will ich auch noch die wichtigsten Streitfragen beleuchten, mit die mir zur Serie im Gedächtnis sind – Meinungsaustausch in den Kommentaren ist sehr erwünscht. Den Anfang macht heute die WTCC.

Die Anfänge:
1963 wurde die European Touring Car Challenge im Auftrag der FIA ins Leben gerufen. Der Rennkalender bestand unter anderem aus den Traditionsstrecken Nürburgring, Zandvoort, Zolder und Brands Hatch. Das Starterfeld setzte sich aus wahnwitzigen 9 Klassen zusammen, nach Hubraum geordnet. Trotzdem gab es nur einen Gesamtsieger. Dies führte am Ende der ersten Saison zu der kuriosen Situation , dass gleich 5 Fahrer gleich viele Punkte hatten. Die Serie gewann relativ schnell an Popularität und mehr Hersteller und Fahrzeuge kamen hinzu.
In den 70er Jahren wurde die Serie in European Touring Car Championship umbenannt – und hatte wegen der Ölkrisen mit kleineren Starterfeldern zu kämpfen.

Die 80er und 90er:
Anfang der 80er feilte man massiv am Regelwerk, was effektiv den Tod der Serie bedeuten sollte. Es gab nur noch 4 Klassen, die Kosten explodierten und die Rennsieger waren mit Ford, Toyota und BMW immer die Gleichen. 1988 wurde sie Serie eingestellt, nicht jedoch ohne vorher 1987 unter dem Namen World Touring Championship die internationale Expansion zu versuchen. Diese endete jedoch in einem ziemlichen Disaster. Auf Grund der hohen 60.000 $ Meisterschaftsstartgeld gab es nur 15 Fahrzeuge, die um die Punkte fuhren. Dies sollte für lange Zeit die einzige Saison der WTCC bleiben.
Die Idee von einer Tourenwagenweltmeisterswchaft lebte aber natürlich weiter. Von 1993-1995 wurden Einzelevents, die so genannten Touring Car World Cups ausgetragen, jedoch nur auf jeweils einer Strecke pro Jahr und zwar in Monza, Donington und Le Castellet. Die Bestrebungen für eine Tourenwagenweltmeisterschaft wurden immer konkreter und schließlich wurde 1995 die International Touring Car Championship (=ITC) ins Leben gerufen. Diese war im Prinzip eine “Internationalisierung der DTM”, in der die Kosten explodiert waren. Man brauchte also einen “Grund” so hohe Summen auszugeben, folglich gründete man die ITC. Die Rennen wurden mit gleichen Fahrzeugen und Fahrern ausgetragen, die Veranstaltungen im Deutschland brachten Punkte für die DTM, jene im Ausland für die ITC. Als die Verantwortlichen merkten, dass dieses Konzept (besonders im Bezug aufs Marketing) “überraschenderweise” nicht ganz aufging, strich man die DTM-Saison 1996 und es gab nur noch die ITC. Diese bot sehr spannende Rennen, da fast alle Marken gleich stark waren. Auch das Fahrerfeld liest sich beeindruckend: Alten DTM-Hasen wie Hans-Joachim Stuck oder Klaus Ludwig und ehemalige Formel 1-Piloten wie JJ Lehto oder Aguri Suzuki. Außerdem junge Talente vom Schlage eines Juan-Pablo Montoya, Jan Magnussen oder Alex Wurz – vielleicht eines der wenigen Jahre in jüngerer Zeit, in denen der Weg Richtung Formel 1 über eine Tourenwagenklasse geführt hat. Allerdings waren die Eintrittspreise enorm hoch. Desweiteren ging das Wettrüsten auch in der ITC weiter, welche zum damaligen Zeitpunkt wohl weiter entwickelte Autos als die Formel 1 hatte. Die Kosten explodierten in astronomische Höhen. Schließlich war auf für die ITC nach 1996 Schluss.

2000 und heute:
2000 wurde die Italian Superturismo Championship von der FIA zum European Supertouring Cup umbenannt, auch wenn ein Großteil der Rennen noch in Italien und mit italienischen Fahrern stattfand. 2002 folgte die nächste Namensänderung in European Touring Car Championship (ETCC). Hier tritt Eurosport das erste Mal auf den Plan. Diese übertrugen alle Rennen der ETCC live. 2004 wurde von der FIA beschlossen, die ETCC in die World Touring Car Championship umzuwandeln. Diese weitere Internationalisierung war vorher durch außereuropäische Gehversuche der ETCC vorbereitet worden.
2005 wurde die WTCC schließlich das zweite Mal (nach 1987) ausgetragen. Wieder dabei war Eurosport, die die WTCC auch heute noch mitvermarkten und somit mehr als “nur ein TV-Partner” sind, mehr dazu im weiteren Verlauf des Artikels. Die Rennen wurden damals noch zusammen mit der FIA-GT ausgetragen. 2006 wollte Eurosport, die auch diese Serie live übertrugen, die FIA-GT dazu bringen ihre Rennen um 1 Stunde auf 120 Minuten Rennzeit zu verkürzen. Dies lehnte jedoch die SRO, Organisator der FIA-GT ab. Somit gingen FIA-GT und WTCC ab 2006 getrennte Wege. 5 Hersteller waren in der ersten Saison entweder werksseitig oder auf Kundenbasis dabei: SEAT, BMW, Ford, Alfa Romeo und Chevrolet. 2006 stieg Alfa Romeo werksseitig etwas überraschend aus der WTCC aus und lieferte nur noch technische Unterstützung für Privatteams. Um weiterhin wohl etwas präsenter in der Serie zu bleiben, überwies man das Startgeld an die FIA, womit man in der normalen Fahrerwertung fuhr, und nicht in der Independents Trophy. Erwartet worden war hingegen der Ausstieg von Ford nach einer schlechten Saison 2005.

In den folgenden Jahren gab es kurze Gastspiele von Lada und Honda, die jedoch in keinem großen Engagement mündeten. 2010 stieg dann SEAT werksseitig aus, blieb der Serie aber durch umfrangreiche Betreuung der Privatteams erhalten. Auch BMW begann den schrittweisen Rückzug und war 2010 nur noch mit zwei Werks-Autos dabei. Die Privatteams konnten den Verlust an Fahrzeugen aber in Grenzen halten, so dass man im Durchschnitt immer noch mit mindestens 20 Autos antrat.
2011 wird man mit Volvo immerhin einen weiteren Hersteller in die Serie bekommen, und zwar in Form eines 1-Wagen-Teams. Volvo wird eventuell 2012 komplett werksseitig einsteigen. Auch Subaru denkt wohl über einen Einstieg nach, genau so wie Ford, Honda und – über den Umweg einer argentinischen Niederlassung – Toyota.

Vermarktung:
Die Vermarktung und Organisation der WTCC liegt bei der KSO, Kigema Sport Organisation. Diese war von der FIA schon dazu beauftragt worden die ETCC zu vermarkten, den Schritt der KSO nun auch die Vermarktung der WTCC zu übergeben, erscheint logisch. Noch nachvollziehbarer wird der Schritt, wenn man sich die Besitzverhältnisse an der KSO anschaut. Diese gehört zu 60% nämlich Eurosport. Die KSO an sich wiederrum ist eine Tochterfirma SRW Events Ltd (Super Racing Weekend Events), an der der TV-Sender ebenfalls Anteile hält. Als Eursosport 2003 dort einstieg wurde ein Eurosportmann Vorsitzender von SRW Events.
Wie groß das Gewicht des Senders für die Serie ist, zweigt auch das gelegentliche Verschieben der Startzeiten – manchmal sogar kurzfristig , um sie an das aktuelle Liveprogramm anzupassen. Immerhin wird die WTCC so weltweit in 160 Ländern übertragen.
Es ist schon interessant zu sehen, dass die FIA sich so extrem auf einen Partner eingelassen hat. Man ist schon sehr von Eurosport abhängig. Sollten diese sich entscheiden auszusteigen, steht man plötzlich nicht nur ohne TV-Sender, sondern auch ohne Hauptsponsor und Marketingpartner dar. Derzeit scheint das allerdings unwahrscheinlich – wie kürzlich bei allesaußersport.de zu lesen war, verdient Eurosport mit der WTCC nämlich immer noch gutes Geld.

Diskussionspunkte:
Eurosport: Ein so starker Partner bringt natürlich auch Probleme mit sich. Eurosport möchte aus Programmplanungsgründen die WTCC Rennen möglichst gut zwischen anderen Livevents einbinden. Deshalb gibt es kaum einheitliche Startzeiten oder diese werden kurzerhand verschoben. Dies macht es dem Fan nicht gerade einfacher die Serie zu verfolgen. Auch das Abschieben einiger weniger Rennen zu Eurosport 2 ist zumindest in Deutschland alles andere als erfreulich, da nicht jeder das Programm empfängt. Immerhin dieses Problem ist aber großteils auf Deutschland begrenzt, da nur in Eurosport nur hierzulande Free-TV ist. In allen anderen Staaten ist auch “Eurosport 1″ Pay-TV und in diesen Paketen ist meistens Eurosport 2 mit drin. Über die Gefahren eines Ausstiegs von Eurosport hab ich oben schon geschrieben.

Die Rennlänge: Grundsätzlich ist die Idee von 2 kurzen Sprintrennen ja ganz nett. Allerdings möchte dabei nicht wirkliches Rennfeeling aufkommen, weil zum Beispiel keine Strategie erforderlich ist.Die Rennen haben öfters eher “Destructionsprint”-Charakter, was aber auch durchaus ansehbar ist. Da die WTCC es nicht lassen kann auf Strecken wie Marrakesh und Macao zu fahren ist es auch gut möglich, dass 2/3 des Rennens hinter dem Safetycar stattfinden. Es kommt bei Tourenwagenrennen aber so oder so gerne mal zu Safetycarphasen, deshalb wäre schon viel gewonnen, wenn die angesetzte Distanz kopmplett als Rennrunden gefahren wird und Safetycarrunden nicht ab der dritten als Rennrunden zählen würden. Dass die Rennen nicht länger sind liegt aber vermutlich auch an Eurosport, weil sie so viele Liverechte haben, dass die Wochenenden im Programm immer vollkomen überladen sind.

Reglement: Ganz heikles Thema für die Serie. Oft wurden Entscheidungen, wie der Ladedruck der Seats von Rennen zu Rennen auf Grund von Beschwerden der Hersteller geändert. Dies tut weder der Serie noch ihrer Glaubwürdigkeit gut. Aber die Krone setzte man sich selber 2010 auf, als man die Meisterschaft am grünen Tisch entschied. Eine Meisterschaft nicht auf der Rennstrecke zu entscheiden, ist ein absolutes no-go. Wenn man weitere Hersteller in dier Serie locken will, die man dringend braucht, sollte man dort eine konsequente und fanfreundliche Linie einschlagen.

Nur 1 vollständiges Werksteam: Mit Chevrolet ist nur noch ein vollständiges Werksteam in der Serie vertreten. Das ist auf lange Sicht einfach zu wenig, man kann das Feld nicht nur mit Privatfahrern auffüllen. Auch Konkurrenz zu den Chevrolets wäre angebracht, die diese auf Dauer die Serie wohl doch dominieren würden, deswegen braucht man dringend einen Gegner. Außerdem schaden vollere Startferfelder einer Serie nie.

March 02 2011

07:56

Ferner liefen: Die Newshappen

// Red Bull hat einen umfangreichen Sponsorenvertrag mit Infiniti unterzeichnet. Die Nobel-Tochter des Nissan-Konzerns wird 2011 und 2012 mit großflächigen Sponsorenaufklebern auf den Autos und den Overalls des Teams vertreten sein. Wegen der engen geschäftlichen Verbindung zwischen Nissan und Renault waren im Vorfeld einige Beobachter davon ausgegangen, dass auch Red Bulls Renault-Motor ab 2012 als “Infiniti” gebrandet sein könnte. Dem ist aber nicht so, die Autos werden auch künftig Red Bull-Renault heißen. Gewinner dieses Deals ist ganz klar Red Bull: Der Wagen trägt weiterhin den Namen des Getränkeherstellers, man bekommt aber zusätzlich Sponsorgelder von Infiniti, die man sonst selbst  hätte zahlen müssen. Außerdem soll es eine technische Zusammenarbeit geben: Beim östereichischen Team hofft man von Nissans Elektronik Know-how zu profitieren, um bei der KERS-Entwicklung mithalten zu können. Was sich Renault/Nissan von dem Deal erwarten ist dagegen weniger klar. (Vorsicht)

// Der vorläufig abgesagte Bahrain-GP könnte schon früher als gedacht nachgeholt werden. Bernie Ecclestone hat gegenüber Autosport angedeutet, dass er derzeit daran denke, das Rennen in der eigentlich als Sommerpause gedachten Zeit Mitte August auszutragen. Das könnte für Mensch und Material zu einer echten Belastungsprobe werden, denn zu dieser Jahreszeit liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen in Bahrain bei 39°C. Ecclestone hält dieses Problem aber offenbar für überwindbar, und appelliert (gewissermaßen) an den Idealismus der Teams: “I think the teams are sensible enough even to race in Bahrain in the summer break, and despite high temperatures, because this is the way we can support the country.” Eine endgültige Entscheidung soll es spätestens bis zum Saisonstart geben. (Vorsicht)

// Mercedes hat sich die restlichen Anteile am eigenen Team gesichert. Bisher gehörten noch 24.9% Ross Brawn und Nick Fry, doch diese Anteile wurden jetzt von Mercedes und deren Partner Aabar Investments PJS übernommen. Mercedes hält jetzt 60%, Aabar 40% des Teams. Die staatliche Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi hält ebenfalls rund 9% am Daimler Konzern. Wie viel Geld in Kassen von Brawn und Fry geflossen sind, ist nicht bekannt. Don

// Timo Glock wird die Testfahrten in Barcelona versäumen. Der Virgin Pilot musste sich am Montag den Bliddarm entfernen lassen, und wird daher in den nächsten paar Tagen etwas leiser treten. Für Australien sollte er aber wieder voll einsatzfähig sein, wie dem Twitter-Feed des Teams zu entnehmen ist. (Vorsicht)

// Außerdem gab es in dieser Woche noch eine ganze Menge lesenwerter Interviews mit führenden Motorsport-Persönlichkeiten. Bernie Ecclestone hat mit dem Spiegel seine Ansichten zum Verhältnis zwischen Sport und Politik, zu Michael Schumachers Comeback verraten. Außerdem hat er dabei seine Idee für ein Medaillensystem in der Formel 1 wieder aufgewärmt – und vorgeschlagen, Strecken künstlich zu überfluten, um die Rennen spannender zu machen. Max Mosley hat in einem halbstündigen Radio-Interview mit der BBC erstaunlich offen über seinen Sexskandal und den Schutz der Privatsphäre gesprochen – hier zum Nachhören. Und Randy Bernard hat dem hauseigenen Internetauftritt indycar.com ein stellenweise recht selbstkritisches Interview über sein erstes Jahr als INDYCAR-Chef gegeben. (Vorsicht)

// Opel wird 2012 nicht in die DTM einsteigen. Das meldet motorsport-total.com unter Berufung auf einen Artikel im Fachmagazin “Sponsors”. Angeblich fehlt es an Fachpersonal für den Aufbau eines Teams, außerdem wäre wohl auch die Zeit schon zu knapp. Spekuliert wird nun über einen Einstieg 2013. Ob die Chancen dafür allerdings angesichts dieser Meldungen besonders gut stehen, darf bezweifelt werden. (Vorsicht)

// Jules Bianchi muss noch einmal um seinen Meistertitel in der GP2 Asia zittern. Nach dem Ausfall der beiden Bahrain-Runden haben die Veranstalter kurzfristig ein weiteres Renn-Wochenende in Imola anberaumt, das vom 18.-20. März stattfinden soll. Damit stellt sich zwar endgültig die Frage, was an der Serie noch “Asia” sein soll – weil das Equipment aber offenbar schon wieder von Bahrain nach Europa transportiert wurde ist es aber verständlich, dass man nicht wieder alles nach Asien transportieren möchte. Etwas befremdlicher ist da schon die Auswahl des Austragungsortes Imola. Die nach dem Umbau wieder deutlich schnellere Strecke scheint für die GP2 doch etwas riskant. Immerhin besteht die Möglichkeit, vor Start/Ziel die Schikane zu nutzen, die auch von der Superbike WM verwendet wird. Ob die GP2 das auch macht, war bisher nicht in Erfahrung zu bringen. (Vorsicht)

// Die IndyCar Serie bleibt in den Schlagzeilen. Nach der Ankündigung, beim Saisonfinale fünf Piloten aus anderen Serien um ein Preisgeld von fünf Millionen Dollar fahren zu lassen wird nun eifrig über mögliche Kandidaten diskutiert. A.J. Allmendinger hat kürzlich sein Interesse bekundet. Der ehemalige Indy 500 Sieger Juan-Pablo Montoya scheint dagegen wenig Lust auf eine Open-Wheel Rückkehr zu haben. Ehemalige IndyCar-Piloten werden insgesamt nur in Ausnahmefällen antreten dürfen – und zwar dann, wenn sie von einem dafür zuständigen Komitee als “Legenden” anerkannt werden. Piloten wie Tomas Scheckter, Paul Tracy oder Bertrand Baguette dürfen also nicht auf den Jackpot hoffen. Einen sehr lesenswerten, aber auch furchtbar ausführlichen Artikel zum Thema hat Marshall Pruett vom speedtv.com verfasst. (Vorsicht)

// Und dann gibt es auch noch schlechte Neuigkeiten aus der IndyCar Series: Tony Kanaan wird in der kommenden Saison doch nicht für de Ferran Racing an den Start gehen. Der Meister von 2004 hat es nicht geschafft, genügend Sponsorengeld aufzutreiben. Damit steht nicht nur Kanaans sportliche Zukunft in Frage – auch das Team musste Ende vergangene Woche (zumindest vorübergehend) seine Pforten schließen. (Vorsicht)

// Sam Schmidt, Besitzer des Sam Schmidt Racing Teams hat Teile des FAZZT-Teams erworben. Bisher sind nur die Umrisse des Deals bekannt, es sieht aber wohl, zumindest auf längere Sicht, nach einer Fusion der beiden Mannschaftten aus. Fix scheint, dass Alex Tagliani wie geplant die volle Saison für FAZZT bestreitet. Ebenfalls unangetastet von der Fusion dürften die Schmidt-Einsätze Wade Cunninghams in Texas, Kentucky und Las Vegas, sowie von Townsend Bell und Jay Howard beim Indy 500 bleiben. Möglich scheint allerdings, dass sich aus der Zusammenarbeit der beiden Teams zusätzliche Cockpits oder zumindest weitere Einsatzmöglichkeiten für die Teilzeitpiloten ergeben. (Vorsicht)

// Der Meister der AutoGP-Serie 2011 darf sich auf eine Testfahrt in einem GP2 Auto freuen. Außerdem hat die Serie in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass man plant, eine U21-Wertung für Nachwuchspiloten einzurichten. Der Sieger dieser Wertung bekommt ebenfalls einen GP2 Test. Das deutet auf eine Zweifach-Strategie der Serienorganisatoren hin: Einerseits plant man wohl verdiente und erfahrene Piloten vom Stile eines Giorgio Pantano oder Romain Grosjean gegen Paydriver vom Schlage des “businessman” Giuseppe Cipriani antreten zu lassen. Andererseits soll sich die AutoGP aber wohl auch als ernstzunehmende Jugendserie profilieren. Die aktuellen Fahrerverpflichtungen aus der vergangenen Woche: Die beiden Italiener Fabio Onidi (23) und Fabrizio Crestani (23) bei Lazarus, und der 18-jährige Niederländer Daniel De Jong bei MP Motorsports. (Vorsicht)

// In der GP3-Series gibt es derzeit auch laufend neue Meldungen zu Fahrerverpflichtungen: Manor Racing wird 2011 mit Istanbul-Sieger 2010 Rio Haryanto und Adrain Quaife-Hobbs weitermachen. Das dritte Cockpit bekommt der Finne Matias Laine, der bisher mit mittelmäßigem Erfolg in der Formel Renault 2.0 und der F3 Euroseries angetreten ist. Jenzer holt den Russen Maxim Zimin aus der Formula Abarth. Arden Racing hat bekannt gegeben, dass neben den schon bekannten Mitch Evans und Simon Trummer der Brite Lewis Williamson für die Truppe an den Start gehen wird. Für Tech 1 fahren der Rumäne Doru Sechelariu und der Finne Aaro Vainio, während die amerikanische Zukunftshoffnung Conor Daly von Carlin Racing verpflichtet wurde. (Vorsicht)

// In der Formel Renault 3.5 hat derweil US-Talent Jake Rosenzweig für die kommende Saison beim Mofaz-Team unterschrieben. (Vorsicht)

// Und schließlich hat auch noch die Formel 2 Organisation verlautbart, dass der Russe Max Snegirev 2011 in der Serie an den Start gehen wird. (Vorsicht)

// Die WTCC plant wieder einmal an einem Rennen in den USA, und möchte zu diesem Zweck mit der amerikanischen USTCC kooperieren. Schon 2012 soll es so weit sein. Wie ernst diese Bemühungen nach dem Scheitern anderer WTCC-Projekte wie etwa den Rennen in Russland und Argentinien, und den bisher nie zustande gekommenen Läufen in den USA, der Absage des Mexiko-Rennens im vergangenen Jahr und dem angeblich drohenden Pleitegeier über der Marokko-Veranstaltung 2011 zu nehmen sind, darf freilich hinterfragt werden. (Vorsicht)

// Der neue Aston Martin LMP1 wurde gestern vorgestellt und er sieht… merkwürdig aus. Erinnert mich, Gulf-Lackierung hin oder her, an ein Bügelbrett. Don

// Die Kollegen von “Mulsanne Corner” wollen erfahren haben, dass es bei den Testfahrten mit dem neuen Peugeot LMP1 einen heftigen Unfall gegeben haben soll. Angeblich soll das 908 sogar abgehoben haben. Von Peugeot gibt es zu diesem Thema natürlich keine Stellungnahme. Don

// Der zumindest auf der Rennstrecke allseits beliebte Lord Dryson hat gegenüber “SpeedTV” ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert, was seine Zukunft angeht. Man wird beim EVCUP starten, einer neuen, auf rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge ausgerichtete Serie, die im Sommer in Silverstone startet. Dryson wird dort zusammen mit seinem Langzeitpilot Jonny Cocker an den Start gehen. Eine weitere Teilnahme in der ALMS wird es in diesem Jahr nicht geben. Schade, wir werden seine Lordschaft vermissen. Don

// Zum Thema “Rennen ohne Motorlärm” gab es die Woche auch einen schönen Text von Le Mans Urgestein Paul Truswell. Don

// Erste Bilder des neuen Lola B11/40 LMP2 sind jetzt aufgetaucht. Don

February 23 2011

07:07

Ferner liefen: Die Newshappen

# Der Formel 1 Lauf in Barcelona könnte im Jahr 2012 zum letzten Mal stattfinden. Zwar geht der Vertrag der Rennstrecke mit der FOM noch bis 2016 – der katalanische Regierungspräsident Artur Mas hat allerdings gegenüber der Tageszeitung El País erklärt, dass die Finanzierung nur noch für die nächsten zwei Rennen gesichert sei. Damit steht neben dem Lauf in Valencia, der angeblich Probleme hat, der Formel 1 die Startgelder zu überweisen auch das zweite Rennen in Spanien auf der Kippe. (Vorsicht)

# Das Finale der IndyCar Saison 2011 wird am 16. Oktober am Las Vegas Motor Speedway stattfinden. Das haben die Veranstalter, wie allgemein erwartet, auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend bekanntgegeben. Überraschend ist dagegen das Konzept für das 200 Runden-Rennen: Die INDYCAR schreibt nämlich ein Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar aus, das ausbezahlt wird, sofern ein Fahrer aus einer anderen Serie den Lauf gewinnen sollte. Welche Piloten man für dieses All-Star Konzept gewinnen will, ist allerdings ungewiss. Der Sprint Cup fährt am 15. Oktober in Charlotte ein Chase-Rennen. Es scheint also eher unwahrscheinlich, dass sich einer der großen NASCAR-Stars den Start in Las Vegas antut. Immerhin sollten zum Finale 2011 etwas mehr Fans vor Ort sein: Denn die ersten 80.000 Besitzer eines beliebigen IndyCar Tickets für 2011, die sich bei den Organisatoren melden erhalten gratis Eintritt zum Rennen in Las Vegas. (Vorsicht)

# Jules Bianchi hat die Meisterkrone in der GP2 Asia errungen. Das scheint im Moment zumindest sehr wahrscheinlich. Denn mit der Absage/Verschiebung des Formel 1-Rennens in Bahrain ist nun klar, dass dort auch die GP2 Asia nicht fahren wird. Weil der mäßig üppige Kalender dieser Serie nur drei Veranstaltungen umfasst, wäre der Franzose nach nur einem Lauf in Abu Dhabi Champion 2011. Ganz fix ist das aber bisher noch nicht: Eine Ersatzveranstaltung für zumindest eines der beiden Wochenenden steht nämlich noch im Raum – die GP2 Asia hält sich zur Zeit noch bedeckt. (Vorsicht)

# Die WTCC nähert sich langsam dem Start der neuen Saison, und das Fahrerfeld beginnt Formen anzunehmen. Team Engstler hat schon vor einiger Zeit die Verpflichtung von Kristian Poulsen, Marchy Lee und Engstler selbst bekannt gegeben, diese Woche waren Sunred und Proteam dran. Sunred wird 2011 mit sechs Wagen starten: Wieder dabei ist Gabriele Tarquini, der sich mit dem russischen Rennfahrer Aleksei Dudukalo die Sponsorenunterstützung von Lukoil teilen wird. Tiago Monteiro, Michel Nykjaer und Pepe Oriola werden in den Farben von Sunred Engineering antreten, Fredy Barth für SEAT Swiss Racing. Der Marokkaner Mehdi Bennani greift für Proteam ins Lenkrad, wo Fabio Fabiani und GP2-Veteran Javier Villa seine Teamkollegen sein werden. Eine Auflistung aller schon bekannten Fahrer (Stand Montag 21. 2.) gibt es in der provisorischen Entry-List bei den Kollegen von touringcartimes.com (Vorsicht)

# Neuigkeiten gibt es auch zu den Strecken: In Suzuka wird die WTCC, wie aus der Streckengrafik auf fiawtcc.com hervorgeht, auf der Kurzanbindung antreten. Das ist einerseits sinnvoll, denn die gesamte Strecke wäre für die Tourenwagen vielleicht wirklich etwas zu lang gewesen. Andererseits besteht der aktuelle Entwurf nur noch aus den Esses und der Zielgeraden. Das ist einerseits mit etwa 2 Kilometern dann etwas gar kurz, und verspricht auch nur wenige offensichtliche Überholmöglichkeiten. Aber da gelten bei den Tourenwagen ja ohnehin andere Gesetze – ob es die richtige Entscheidung war, wird wohl erst das Rennen im Oktober zeigen. Ganz andere Probleme gibt es in Marokko – dort könnte nämlich das ganze Rennen wegen “finanzieller Probleme” vor der kurzfristigen Absage stehen. (Vorsicht)

# Und damit nochmal zur IndyCar Series, wo sich auch das Transferkarussell weiterhin fleißig dreht: So soll Simon Pagenaud, 2007 sehr ordentlich in der ChampCar Serie unterwegs, und im vergangenen Jahr für den ALMS-Erfolg des Highcroft Teams mitverantwortlich über einen Vollzeit-Vertrag für 2011 verhandeln. Wie er speedtv.com verraten hat, ist er mit mehreren Teams in verheißungsvollen Gesprächen. Um welche Mannschaften es sich dabei genau handelt, wollte er allerdings nicht verraten. Nur soviel: Highcroft, denen man für 2012 ebenfalls IndyCar-Ambitionen nachsagt ist nicht darunter. (Vorsicht)

# Twitter-Gerüchte sprechen außerdem davon, dass Oriol Servia bei Newman-Haas untergekommen sein soll. (Vorsicht)

# Und Sam Schmidt Racing hat bestätigt, dass man 2011 in Texas, Kentucky und Las Vegas mit dem neuseeländischen Indy Lights Veteran (und Meister 2005) Wade Cunningham an den Start gehen wird. (Vorsicht)

# Die amerikanische Tochter des deutschen DHL Konzerns wird zukünftig Hauptsponsor von Ryan Hunter Reays Auto. Zusätzlich wird man als Nebensponsor von Mike Conway auftreten. (Flo aus N)

# Das Indy 500 wirft seine Schatten voraus. Im kommenden Jahr werden sie allerdings etwas kürzer sein. Denn die IndyCar Series gab bekannt dass man die Startzeit um eine Stunde von Ein auf Zwölf Uhr vorverlegen will. (Flo aus N)

# Auch in der DTM werden im kommenden Jahr einige Cockpits neu besetzt: Audi hat in der vergangenen Woche die Verpflichtungen von Formel 3 Euroseries-Meister Edoardo Mortara, des ehemaligen GP2 und A1GP Piloten Felipe Albuquerque (zuletzt in der italienischen GT Meisterschaft unterwegs) und der schweizer Formula Master und GT1-Pilotin Rahel Frey bekanntgegeben. (Vorsicht)

# Die GP3 Series ist seit gestern ebenfalls um einen Fahrer reicher: Der erst sechzehnjährige Neuseeländer Mitch Evans wird in der kommenden Saison ein Auto des Arden Teams pilotieren. (Vorsicht)

# Gute Neuigkeiten für GT1-Fans: Die Sportwagenserie wird auch im kommenden Jahr wieder live auf Sport 1 zu sehen sein – zumindest dann, wenn man der Programmvorschau auf der Homepage des Senders glauben schenken darf. (Vorsicht)

# Und die Superleague Formula hat in der vergangenen Woche verlauten lassen, dass man im Laufe der kommenden Tage die (Renn-)Teams für die kommenden Saison bekannt geben will. Angeblich haben 14 Mannschaften Interesse gezeigt. Da die SLF aber mit maximal 20 Autos an den Start gehen will, und jedes Team zumindest zwei Autos einsetzen muss, werden wohl einige außen vor bleiben. Interessanter als diese Ankündigung war aber eine Bemerkung von Serienchef Robin Webb am Rande der Pressemeldung, wonach die SLF “fünf Überseerennen auf vier verschiedenen Kontinenten” abhalten will. Geht man davon aus, dass zwei dieser Veranstaltungen in China stattfinden werden, bleiben noch drei weitere Austragungsorte übrig. Eines davon soll, wie berichtet, angeblich in Taupo, Neuseeland stattfinden. Über die Austragungsorte der anderen beiden Läufe gibt es bisher noch nicht einmal Gerüchte. Daher setze ich selbst eines in die Welt: Ein Lauf in Südamerika, wo ja gleich mehrere in der Serie vertretene (Fußball)-Teams herkommen würde sich gewiss anbieten. (Vorsicht)

# Auch in “Ferner liefen” noch unter “ferner liefen”: Der Inder Armaan Ebrahim wird auch in der kommenden Saison wieder in der Formel 2 antreten. Viel interessanter ist das schon die (meines Wissens nach) erste Onboard-Runde vom neuen Snetterton 300 Circuit, die vor ein paar Tagen ebenfalls auf der Homepage der Serie gepostet wurde. (Vorsicht)

# Verdächtig ruhig ist es in den vergangenen Wochen um die angeblich geplante A10 World Series geworden. Die verheißungsvollen aber inhaltsarmen Updates auf der Serienhomepage sind schon vor einigen Wochen verstummt, seither gab es keine neuen Meldungen mehr. Die Fanseite A10 GPGrid will nun immerhin von angeblichen Insidern ein Update bekommen haben: Die Pläne für die Serie sind demnach ungebrochen, die Verhandlungen rund um die Hinterlassenschaften der A1GP ziehen sich aber stärker als geplant in die Länge. (Vorsicht)

January 19 2011

10:46

Ferner liefen: Die Newshappen

// Zu Beginn etwas in eigener Sache. Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir bei der Wahl zum “Sportbloggerbeitrag des Jahres 2010” den ersten Platz belegt haben. Das ist, angesichts der sehr guten Konkurrenz und dem Umstand, dass wir als einziges “Nicht Fußballblog” nominiert waren, dann doch eine schöne Überraschung. Der Dank geht an die Community und Leser des Blogs für die ganzen Stimmen, die für uns abgeben wurden, und an Trainer Baade für die gesamte Aktion. Das wir die Abstimmung gewinnen konnten zeigt auch, dass wir mit unserem Anspruch an die Berichterstattung und Qualität der Beiträge richtig liegen. Und da machen wir natürlich weiter :) Don

// Lotus Renault (alt) und Lotus Renault (neu) treffen sich nächste Woche vor Gericht in London, um zu klären, wer sich denn nun Lotus nennen darf. Ich vermute mal schwer, dass es keine befriedigende Entscheidung geben wird, da beide einen Rechtsanspruch haben. Lotus (alt) weil sie die Namensrechte am F1 Team haben, Lotus (neu) weil sie die Namensrechte an Straßenwagen halten. Das wird so oder so Tränen geben am Ende. Gleichzeitig hat Lotus (neu) Probleme mit der neuen schwarz/goldenen Lackierung. Die soll an das alte Team erinnern, aber der Name des Sponsors ist halt auch noch im Sinn. Da es die Marke noch gibt, könnte sich Lotus-Renault dem Vorwurf aussetzen, dass sie heimlich Werbung machen. Die Problematik hatten wir 2010 schon mal, als man Ferrari vorwarf, dass diese mit dem Barcode von Marlboro durch die Gegend fahren. Und die Lackierung von Renault ist ja noch deutlicher. Schwer zu sagen, wie das ausgehen wird, aber so vom Bauchgefühl her könnte Renault Ärger bekommen. Don

// Der geplante GP in Rom ist abgesagt. Bernie Ecclestone hat den Veranstaltern gesagt, dass es dort kein Rennen geben wird. Nachvollziehbar, der Kalender ist eh voll, mit Russland und den USA kommen zwei weitere Strecken und schon jetzt ist klar, dass vermutlich die Türkei, Spa oder Australien dafür über die Klinge springen werden müssen. Don

// Fairuz Fauzy, bisher Testfahrer bei Lotus, hat einen neuen Vertrag. Bei Lotus. Also Lotus-Renault (neu). [Ich muss mir dringend was überlegen, wie ich die beiden Teams sprachlich auseinander halte, das gibt sonst noch ein Unglück. Vielleicht mache ich es so, wie britische Presse, die das Lotus in "Lotus Renault" konsequent schlabbert, obwohl mittlerweile mehr Lotus als Renault im Team ist.] Don

// Kleine Änderung im GP3-Kalender. Zur allgemeinen Überrschung wird die Juniorenserie wohl aller Voraussicht nach auch in Monaco an den Start gehen. Eine letztgültige Bestätigung dieses Rennens steht allerdings noch aus. (Vorsicht)

// Mixed Messages aus der Superleague Formula: Serienorganisator Robin Webb hat in einem Interview (Video ist Niederländisch, Interview aber auf Englisch) mit einem niederländischen TV-Sender zugeben müssen, dass erst vier Termine auf dem Kalender für 2011 wirklich fix sind. So ist unter anderem das Deutschland-Rennen auf dem Nürburgring aus dem Kalender gefolgen, weil am geplanten Renntag schon die WSbR dort unterwegs ist – Ersatz könnte ein Lauf in Magny-Cours sein. Auch eine Veranstaltung in Brünn ist offenbar angedacht. Immerhin: Eine Verkleinerung des Kalenders steht deshalb offenbar nicht im Raum, Webb rechnet weiter mit zwölf Rennen. Außerdem angekündigt: Neue Fußballclubs (insgesamt 20 Autos) und bekannte Fahrer. (Vorsicht)

// Und gleich weiter mit etwas dubiosen Formelserien: Die geplante A10 World Series hat entgegen ihrer Ankündigung auf Twitter am Mittwoch doch keine Pressekonferenz abgehalten. Stattdessen gab es auf der Homepage nur ein paar kryptische Hinweise. Bis jetzt bekannt: Ein Bild vom Motor, den Kenner als Judd GV 5 (aus der LMS) erkannt haben wollen. Außerdem wurde im Laufe der Woche auf der Homepage enthüllt, dass die Serie 10 Rennwochenenden mit je zwei Rennen auf Strecken rund um den Globus abhalten will. Genannt werden als Austragungsorte allerdings keine konkreten Länder oder gar Strecken, sondern nur Kontinente – was die Glaubwürdigkeit der neuen Rennklasse nicht wirklich erhöhrt. Angeblicher Hintergrund des erratischen Verhaltens sind die anhaltenden Gerichtsstreitigkeiten um die Schulden der A1GP, deren Chassis und Konzept die A10WS verwenden möchte. Gerüchten zufolge wollten der Verantwortlichen die Serie vergangene Woche auf der Autosport International Show vorstellen, mussten die Ankündigung dann aber aus rechtlichen Gründen wieder absagen. Für heute waren weitere Neuigkeiten rund um das Rennformat angekündigt, bis zur endgültigen Vorstellung der Serie sollen nun aber noch ein paar Wochen vergehen. Bis dahin ist wohl eine gehörige Portion Skepsis durchaus angebracht. (Vorsicht)

// Zurück auf etwas sichererem Grund gibt es bei der IndyCar Series weiter einige Fahrerspekulationen, diesmal um zwei alte Bekannte. Einerseits soll Katherine Legge an einem Vertrag über einige Renneinsätze in der kommenden Saison verhandeln, dem Vernahmen nach mit HVM. Andererseits ist wohl Andretti Autosport grade damit beschäftigt, ein Sponsorenpaket für Formel 2 Meister 2009 und Virgin-Tester 2010 Andy Soucek zusammenzustellen. Außerdem könnte James Rossiter auf den Straßenkursen einen dritten Lotus (neben Sato und Viso) pilotieren. Milka Duno werden wir dafür womöglich nicht wiedersehen: Renndirektor Brian Barnhard soll zwar auf Intervention von Dale Coyne Dunos Startverbot für 2011 in ein Startverbot auf Straßenkursen umgewandelt haben. Duno selbst scheint aber das Interesse zu fehlen: Die Venezoelanerin dürfte sich derzeit eher in Richtung ARCA orientieren. (Vorsicht)

// Nach eher schlechten Zeiten in Sachen festes Cockpit hat James “Catweazle” Thompson endlich mal wieder einen Vertrag für eine Saison. Volvo hat ihn für ein Jahr in der STCC verpflichtet. Warum Volvo den in England überaus beliebten Thompson in der STCC einsetzt und den sicher nicht schlechten, aber unbekannten Robert Dahlgren in der BTCC, ist dann auch einer dieser Fragen, bei denen man sich am Kopf kratzt. So wird man auf das Duell Plato/Thompson verzichten müssen. Bekommt aber in der STCC das nicht minder interessante Duell Rydell/Thompson serviert. Der Alt-Meister aus Schweden wird 2011 von Chevrolet eingesetzt. Könnte sich 2011 also lohnen, mal die Suche nach einem Stream der STCC zu starten. Don

// In der WTCC haben sich Franz Engstler und Kristian Poulsen entschlossen, die neue Saison gemeinsam anzugehen. Die Anschaffung der neuen, 1.6 Liter Motoren dürfte für die Independents auch nicht gerade billig werden. Don

// Viele News aus den Le Mans-Serien momentan, was daran liegt, dass heute die Frist für ILMC-Entries und Bewerbungen für die 24h endet. Ausgezahlt hat sich die starke Performance der letzten Jahre in der ALMS und in Le Mans für den Honda-Sport-Ableger HPD. Das britische Team Ray Mallock Ltd., in den letzten Jahren stets mit Lola-Chassis unterwegs, wechselt für den Versuch, seinen Titel in der LMS-LMP2 zu verteidigen, als zweites europäisches Team neben Strakka auf das weiterentwickelte HPD ARX-01d-Chassis, nachdem man den dazugehörigen Motor ja bereits 2010 nutzte. Das Fahrertrio aus Ex-Stig Ben Collins, Tommy Erdos und Mike Newton bleibt unverändert. Stefan

// Pegasus Racing wird in der LMS ebenfalls einen Honda-Motor einsetzen, und zwar in einem Courage LC75-Chassis (das ja der Urahn des HPD ARX01 ist). Hinzu kommt ein Fahrzeug in der Formula Le Mans-Klasse, außerdem hat man für den kommenden Montag News bezüglich eines elektrischen Zero Emission-Prototypen (!) angekündigt, der angeblich in Zusammenarbeit mit einigen großen Unternehmen entwickelt werde. Stefan

// Außerdem hat Nick Wirth erklärt, dass seine Firma den bewährten ARX01 unter dem Buchstaben ‘e’ für die LMP1 aufgerüstet hat. Noch hat sich allerdings offiziell kein Team zum Einsatz dieses Fahrzeuges bekannt. Möglicherweise könnte Highcroft Racing den Einsatz des Wagens in der ALMS planen. Das Team von Duncan Dayton arbeitet noch daran, das nötige Geld für die Fortsetzung seines Engagements dort zusammenzutragen, hat jedoch via Twitter angekündigt, dass man bald große Neuigkeiten verkünden möchte. Deren Vorjahres-Pilot David Brabham ist allerdings nach eigener Auskunft bisher ohne Job für 2011. Stefan

// Das Einzelstück-Chassis des französischen Herstellers Norma, das Pegasus Racing 2009 vereinzelt fuhr, wird dieses Jahr vom französischen Team Extrême Limite eingesetzt. Dieses versuchte sich bisher in der VdeV-Serie, in der auch überwiegend Norma-Prototypen eingesetzt werden. Der M200P, der das erste Fahrzeug war, dass nach dem neuen LMP2-Reglement für 2011 gebaut wurde, wird mit dem neuen Judd-Motor ausgerüstet werden, Fahrer bei der ersten Testsession wird Fabien Rosier sein, der 2009 bereits ein Rennen für DAMS in der Formula Le Mans erfolgreich bestritt. Stefan

// Das belgische Team Kronos hat sich um einen Startplatz für die 24h von Le Mans beworben, und zwar mit dem private Lola-Aston Martin-LMP1, 2010 von Signature Plus auf die Rennstrecke gebracht. Kronos war im vergangenen Jahrzehnt in diversen Rallye-Mesiterschaften unterwegs, nachdem sie 1999 und 2000 die 24h von Spa gewannen. Vanina Ickx soll wieder am Steuer des Wagens sitzen. Allerdings wird man wohl in keiner der dazugehörigen Serie antreten. Stefan

// Das neugeformte italienische Familienteam Rangoni Motorsport wird in der LMP1-Klasse der LMS einen Zytek 09SH an den Start bringen, der im Laufe der Saison auch mit der Zytek-Hybridtechnologie ausgerüstet werden soll, was sich auch vorteilhaft auf die Le Mans-Bewerbung auswirken könnte. Zytek präsentierte seine Hybrid-Technik als erstes Team 2009 in der ALMS, als Corsa Motorsport den Wagen bei drei Läufen mit Johnny Mowlem und Stefan Johansson am Steuer einsetzte. Trotz Handlingsproblemen reichte es dabei zu drei Zielankünften einschließlich eines dritten Ranges. Stefan

// Nissan kehrt mit einem V8 nach Le Mans zurück. Man wird einen 4.5 Liter V8 ohne sonstigen Schnickschnack für die LMP2 liefern. Auf der Webseite der LMS gibt es einen kurzen Text auf französisch zum Thema. Interessant ist allerdings der angegebene Preis des Motors: Nissan will 75.000 Euro pro Motor haben, eine Revision wird nach 6000km fällig. Wenn man bedenkt, dass ein Chassis von der Stange gerne in Richtung 150.000 Euro geht, kann man sich ausrechnen, dass mit allem Zusatzkrempel (Reifen, Mechaniker, Ersatzteile usw.) ein Einsatz bei den 24H nicht mehr unter 500.000 Euro zu haben ist. Lustigerweise habe ich die Tage eine Doku über das 82er 24H Stunden Rennen gesehen. Dort bezifferte der Teamchef von Cooke Racing den Einsatz eines (damals) neuen Gruppe C Lola T610 und eines Porsche 935 K3 auf rund 750.000 Dollar. Der Wechselkurs DM/Dollar stand 82 bei ca. 2.40 DM, also locker umgerechnet 1.20 Euro, was dann damals also umgerechnet 900.000 Euro gewesen wären. Offensichtlich ist der ACO mit seiner rigiden Preispolitik für die LMP2 auf einem guten Weg. Don

// In der NASCAR gibt es Überlegungen, dass man das verwirrende Punktesystem ändert. Statt dreistelliger Punkte, soll es 43 Punkte für den Sieger geben, dann jeweils einen Punkt weniger für die folgenden Plätze. Bonuspunkte soll es weiterhin geben. Damit will man den Kampf an der Spitze und vor allem um die 12 Chaseplätze spannender gestalten. Platz 11 und 12 im Chase sollten angeblich ab dieser Saison an die Fahrer gehen, die zwar Rennen gewonnen haben, aber nicht im Chase platziert sind. Die NASCAR wird sich mit dem neuen System, sollte es denn kommen, nicht gerade beliebt machen. Die SEHR in ihre Statistik verliebten Amis werden Zeter und Mordio schreien, weil damit dann (ähnlich wie in der Formel Eins) alle Punkte-Statistiken für die Zukunft hinüber sind. Don

// Dave Blaney fährt für Tommy Baldwin Racing (TBR) die gesamte Cup-Saison 2011. Dürfte aber oft ein Start ‘n Park Einsatz werden.

//Eben frisch reingekommen und deshalb nur kurz gemeldet: ServusTv hat wohl die NASCAR-TVRechte im gleichen Umfang wie 2010 erworben. Das heißt 45 Minuten lange Zusammenfassungen der Rennen plus eine Saisonvorschau und einen Jahresrückblick. Auch wieder geben wird es erfreulicherweise die selbstproduzierten Sondersendungen an den rennfreien Wochenenden. Der Sendeplatz bleibt wohl auch der Gleiche, also Montags gegen 23.00 Uhr. Chaos

January 14 2011

09:30

TV Rechte 2011: Was wird wo gezeigt?

Wer in diesem Jahr viel Motorsport sehen möchte, der kommt um eine gute Internetleitung nicht herum. Die Zahl der Streams steigt, einige Serien sind ohne Rechner überhaupt nicht mehr zu sehen.

Es gibt auch 2011 viel Motorsport im Fernsehen zu sehen, aber einige Serien bekommt man weiterhin nur um Netz. Das gilt vor allem für die US-Serien, wobei sich die Lage etwas entspannt. Denn so wie es im Moment ausssieht, wird die ALMS ab 2011 ihre Rennen komplett live auf der eigenen Webseite zeigen. Düster sieht es aber weiterhin bei der NASCAR aus. Die NASCAR selber würde gerne die Rennen, vor allem für das internationale Publikum, gerne im Netz zeigen. ESPN und TNT ziehen schon mit aber FOX stellt sich quer. Der Grund: FOX ist der einzige Sender, der nicht allein per Kabel übertragen wird, sondern auch über die sogenannten “Affiliates” vertrieben wird. Und denen will FOX nicht die Zuschauer und damit die regionalen Werbeeinnahmen wegnehmen. Die NASCAR steckt da in einer Zwickmühle. Zum einen ist FOX, zusammen mit Speed, einer der wichtigsten Partner, andererseits laufen die Verträge noch bis Ende 2015 und so lange will man wohl nicht warten, bis man im Netz präsent ist. Das gilt auch für die sportlich zwar gute, ansonsten aber vor sich hinschwächelnde GrandAm Serie. Warum man die nicht per SpeedTV im Netz zeigt, ist nicht nachvollziehbar.

Ohne Rechner geht in diesem Jahr immer weniger. Die Streams werden mehr und laufen teilweise parallel zu den TV-Übertragungen. Einige Serien bieten sogar einen “On-Demand” Service an, aber das ist eher noch selten. Grundsätzlich ist die Tendenz aber zu erkennen, dass man das Netz als Verbreitungsplattform nicht ignorieren kann. Die Menge und die Qualität der Streams nimmt zu, es gibt immer weniger Serien, die völlig darauf verzichten. Dazu kommt, dass man Geo-IP-Blocking mittlerweile relativ einfach umgehen kann.

Verwunderlich ist aber weiterhin, dass MotorsTV das Internet komplett ignoriert. Die Webseite war schon immer eine Baustelle, der Youtube Kanal beitet nur Fitzel des Programms. Nachdem Kabel Deutschland den Sender aus dem Programmangebot genommen hat, sieht es mit der Verbreitung nicht so doll aus. Zwar ist Motors in England relativ stark, aber es würde Sinn machen, wenn man ein kostenpflichtes Abo-Modell für einen Stream anbieten würde. Warum da bei MotorsTV in dieser Richtung nichts passiert, ist mir ein Rätsel. Für die von MotorsTV übertragenden Serien dürfte die Netzrechte nicht allzu teuer sein, zudem hätte man die Chance sich vor allem für internationale Serien als zuverlässiger Verbreiter zu etablieren.

Interessant ist aber auch, dass die meisten Serien ihr internationales Potential bisher brach liegen lassen. Die Grand Am hatte ich erwähnt, aber auch teilweise hochklassig besetzte europäische Serien gehören dazu. Gemeint sind unter anderem die BTCC und die britische F3. Vor allem letztere ist gerade dabei eine, eine Chance zu verpassen. Die letzten Meister haben es allesamt in die F1 geschafft, die Qualität der Rennen ist enorm, die Konkurrenz hoch, dazu kommt der klassische britische Touch der Serie. Vermarktet wird sie mittlerweile von SRO, die ja auch die FIA GT organisieren, und die wohl auch für die weitere internationalisierung der britischen F3 zuständig sind. Im Moment gibt es nicht mal eine Liveübertragung der Rennen irgendwo im Fernsehen, MotorsTV strahlt eine Zusammenfassung mit ein bis zwei Wochen Verspätung aus. Das kann es ja nun nicht sein, wenn man gegen die F3 Euro usw. antreten möchte. Ein Stream wäre hier besonders dringend zu empfehlen.

Die folgende Übersicht hat noch ein paar Lücken, ich ergänze den Eintrag, sobald ich die Infos habe.

Formelserien
F1 – sky/RTL
sky hat den Vertrag mit der F1 nach viel Hin und Her um ein Jahr verlängert. Grund für die kurze Vertragslaufzeit: Bei RTL laufen die Rechte Ende 2011 aus, beide Sender müssen dann neuverhandeln. sky erhofft sich, dass man Exklusivpartner bei HD/3D werden wird, plus weitere Kameraperspektiven usw.

GP2 – sky
Weiter bei sky.

GP3 – Euro?
Lief 2010 auf Eurosport, habe aber keine Antwort, ob das auch 2011 so sein wird.

Formel Renault 3.5 – Euro
Sollte weiter auf Euro laufen.

Auto GP – Euro
Neu bei Eurosport, weil sie im Rahmen der WTCC die F2 ersetzt.

F2- MotorsTV, Stream
Die F2 wandert zu MotorsTV, wird alle Rennen aber auch als Livestream auf der eigenen Webseite anbieten. Ob es auch On-Demand sein wird, ist nicht bekannt. Ob sich Serienorganisator Dr. Jonathan Palmer damit einen Gefallen getan, bleibt abzuwarten. Hauptgrund für seinen Rückzug aus der WTCC sind wohl die unregelmäßigen Startzeiten der Serie, die Europosrt immer wieder dem Programm anpasst und vor allem im Sommer wild zwischen allen Sendern hin und her schiebt.

F3 Euro – n-tv
Bleibt bei n-tv, die letztes Jahr einen guten Job gemacht haben.

SLF – Stream
Hier bleibt es beim Stream auf der Webseite.

Tourenwagen
WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird die Startzeiten wieder dem Programm anpassen.

BTCC – itv4
Bleibt die nächsten Jahre auch dort, einen legalen Stream gibt es nicht. Wobei man abwarten muss, ob itv4 eventuell auf der Webseite was zeigt. Das könnte man mit einem britischen VPN dann sehen.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Ob Sport 1 die GT1-Übertragung fortsetzt ist mir nicht bekannt. Kann auch sein, dass es zu Sport1+ weiter geschoben wird. Die Streams laufen aber weiter, von daher ist es egal. Die GT3-EM wird außerdem live auf MotorsTV gesendet. Ob die dreistündigen Rennen der neuen GT Endurance Series von FIA und SRO im TV zu sehen sein werden, oder ob es wie bei den beiden anderen internationalen GT-Serien auch hier einen Stream geben wird, ist noch unbekannt.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 an der ADAC GT ein weiteres Jahr fest.

VLN – ??
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – sky/Euro
sky überträgt die Serie auch 2011. Sollte auch bei Eurosport zu sehen sein.

Porsche Cup – ??
Sport1, Motorvision?

Scirocco Cup – ??
Sport 1? Motorvision? Auf jeden Fall hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das dieses Jahr wieder da sein sollte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt)
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt. Muss man auch abwarten, wie sich das bei MotorsTV entwickelt. Ohne eigenen Stream macht das bei denen langsam keinen Sinn mehr.

Prototypen
LMS – Euro
Vermutlich gibt es wieder die zerstückelte Berichterstattung auf Europsort. Einen Livestream scheint es auch in diesem Jahr nicht zu geben, was mir immer noch ein Rätsel ist. Bleibt Radio Le Mans.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden bei Eurosport.

USA
NASCAR – ??
ServusTV verhandelt mit der NASCAR über eine Verlängerung der Rechte. Es bleibt aber bei der Zusammenfassung am Montag. Gerüchteweise könnte das Daytona 500 live bei Servus laufen, weil die Amis das als Paket verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das stimmt, liegt aber bei unter 10%.

ALMS – Stream?
Es herrscht immer noch eine leichte Verwirrung darüber, ob die ALMS nun alle ihre Rennen live über die eigene Webseite streamt oder doch “nur” on-demand. Wenn es stimmt, wäre das natürlich toll. Das Angebot auf espn3.com soll nur ein Zusatz für die Amis sein. Die Rennen laufen in den USA nur noch teilweise live, der Rest zeitversetzt und zurechtgestutzt oder gar in dem 2010 erprobten “Doku-Drama”-Format, aber immer über ABC/ESPN. SpeedTV ist raus. Über die internationale Verbreitung hat man noch nichts gesagt. Laut Midweek Motorsport ist Radio Le Mans auch noch in Verhandlungen, allerdings ist man ziemlich sicher, dass man wieder dabei ist.

GrandAm – ??
Da wird man auf einen Stream von SpeedTV zurückgreifen müssen.

IRL – Stream
Die IRL streamt auch in diesem Jahr fast alle Rennen. Ausgenommen ist das Indy 500, das muss man sich woanders “besorgen”.

January 09 2011

09:14

Tourenwagen 2010: Spannung, Not & Elend

Die Tourenwagensaison 2010 wird nicht gerade bei vielen blendender Erinnerung bleiben. Schon gar nicht bei BMW, die den WM-Titel vor dem Sportgericht verloren haben.

BTCC und WTCC hatten nicht gerade ihr bestes Jahr. So viel kann man schon am Anfang eines Saisonrückblicks feststellen, aber die Gründe, warum sich beide Serien im Moment nicht gerade in Höchstform befinden, fallen sehr unterschiedlich aus. Bei der BTCC sind die Probleme offensichtlich: Mit Chevrolet hat man nur ein Werksteam, dessen finanzielle Mittel ausreichend vorhanden ist und somit fehlt ein wenig die Konkurrenz. Honda hat zwar ein Semi-Werksprogramm, steckt aber, verglichen mit Chevy Europe, wenig Geld rein. Ähnliches gilt für Ford, die das Team Aon vorgeschickt haben, um den neuen gasbetriebenen Turbomotor aus zu testen. Ein richtiger Werkseinsatz ist das auch nicht, aber immerhin ein Lichtblick. Die BTCC Saison 2010 blieb auch nur bis zum Ende spannend, weil sich Chevrolet ein paar Fehler erlaubte und die Veranstalter Ford an der langen Leinen ließen. Und weil Team Dynamics die Hondas richtig gut in Schwung bekam.

Für Ray Mallock Ltd., die die Chevrolet an den Start gebracht haben, war der Einsatz in der BTCC eigentlich nur ein “Abfallprodukt”, allerdings ein mit einem Hintergedanken. Man setzt sowieso die drei Cruze in der WTCC, und da der Wagen zu Beginn der Saison neu war, auf der anderen Seite aber die Testzeit begrenzt ist, konnte man die Daten aus der BTCC gut gebrauchen. Auf der anderen Seite war schon zum Start der Saison klar, dass alles andere als der Titel in der BTCC eine herbe Enttäuschung gewesen wäre. Denn man setzte ja nicht nur mit der WTCC baugleiche Wagen ein, man hatte mit Jason Plato auch einen der besten britischen Fahrer engagiert. Aber es ging dann doch eine Menge schief. Der Motor litt unter Kinderkrankheiten, besonders die Elektronik spielte gerne mal verrückt. Auch rächte sich ein wenig der Umstand, dass man mit Michael McDowell zwar einen hochtalentierten, aber eben auch sehr unerfahrenen Piloten neben Plato gesetzt hatte. Dem oblag die gesamte Verantwortung und man machte sich in der Teamwertung das Leben selber ein wenig schwer.

Dennoch hat sich der verlängerte Testeinsatz des Cruze in der BTCC gelohnt. Das merkte man vor allem nach den Tests in Brands Hatch im Juli. Offenbar fand man damals etwas wichtiges bei der Abstimmung des Fahrwerks, denn sowohl bei Plato, als auch bei den drei WTCC-Wagen lief es nach den Tests deutlich besser. So hatte sich der Einsatz der zwei Cruze auf der britischen Insel durchaus gelohnt. Zwar konnte Plato den Titel erst am letzten Rennwochenende gewinnen, aber zumindest gab es beide Titel für RML.

Ford tat sich zunächst schwer, was angesichts des neuen S2000 Motors, der mit Gas befeuert wurde, auch nicht weiter verwunderlich war. Weil die BTCC Ford beim Motor lange freie Hand gab, konnte man den schweren Focus einigermaßen gut vorne platzieren. Irgendwann wurde es der Konkurrenz aber zu dumm. Nachdem die Focus in Snetterton und Silverstone auf den Geraden quasi nach Belieben die Konkurrenz überholten, musste die BTCC schließlich eingreifen und bremste die Ford etwas ein. Das Ergebnis konnte man bei den folgenden Rennen dann gut erkennen. Da der Focus lieber geradeaus als um die Ecke fahren, waren sie im Titelkampf dann auch eher Außenseiter. Das hatte sich das Team teilweise auch selber zu zuschreiben, denn man setzte komplett auf Tom Chilton, wobei der hierzulande eher unbekannte Tom Onslow-Cole in der Meisterschaft zeitweise mehr Chancen hatte. Dennoch pfiff ihn sein Team ein paar Mal zurück, um Chilton nach vorne zu schieben.

Team Dynamics, dass offizielle Honda Team in England, war zu Beginn der Saison als Hauptkonkurrent von Chevrolet ausgemacht worden und sah mit Matt Neal und Gordon Shedden in der Saison auch gut aus. Schwachpunkt des kantigen Civic war aber der Motor, der einfach zu wenig Leistung hatte. Erst in Silverstone kam das neue Aggregat, was ein wenig zu spät war. Vier Siege waren das Ergebnis, aber die ebenfalls auftrumpfenden Chevrolet konnte man nicht mehr abfangen. Dennoch keine schlechte Saison für beide Piloten.

BMW war in diesem Jahr chancenlos. Der überalterte 320si, den das Airwaves Team ohne Unterstützung aus München weiter entwickelt hatte, kam nur zu Beginn der Saison zu zwei Siegen und auch nur, weil es in Rennen 3 den Reverse Grid gab. Immerhin waren die BMW noch gut genug um oft unter den ersten Fünf und sorgten für spannende Positionskämpfe.

Das tat auch der Rest des Feldes, aber um die Siege konnten die meist privaten Teams nicht mitfahren. Nur dem Pirtek Team gelangen zwei Siege mit Andrew Jordan, der einen Vetra mit dem neuen NGTC Motor einsetze. Immerhin, kann man sagen, aber es zeigt eben auch, dass der Abstand zwischen dem Mittelfeld und der Spitze nicht so groß ist, wie in anderen Serien. Es gab viele spannende Rennen, vor allem im Mittelfeld und die alte englische Tourenwagentradition erlebte ein weiteres Jahr. Grandiose Rennen gab es einige (Donnigton, Thruxton) aber auch ein paar langweilige Läufe. Dennoch waren die BTCC-Rennen immer ein Highlight und zeigten der Konkurrenz, wie guter Motorsport funktionieren kann.

Ihre Krise hat die BTCC aber noch nicht überwunden. Chevrolet wird auch 2011 wieder dabei sein, ebenso Ford und Honda, aber dahinter tut sich wenig. Interessant ist aber die Ankündigung von STR (Special Tuning UK) die in der kommenden Saison gleich vier Seats einsetzten wollen. Die werden aber nach dem S2000 Reglement eingesetzt und in diesem Jahr waren die Seat eher chancenlos.

Ab 2011 wird die BTCC auf ein gemischtes Reglement setzten. Die Spitze wird schon nach dem neuen NGTC Reglement mit dem Weltmotor unterwegs sein, der Rest wird wohl weiter die S2000 Wagen einsetzen. Man kann jetzt schon davon ausgehen, dass die Balance of Power Diskussionen lange anhalten werden. Dazu dann aber mehr, wenn die Saison los geht.

WTCC 2010

Die FIA Tourenwagenweltmeisterschaft hat mich dieses Jahr etwas enttäuscht. Schuld daran waren mal wieder die Rangeleien um die “Balance of Performance”, die mehr oder weniger hinter den Kulissen permanent betrieben wurden. BMW und Chevrolet war die Einstufung der Seats meist zu lasch, Seat, die ja in diesem Jahr nur als “Quasi” Werksteam unterwegs waren, wehrten sich meist erfolgreich in dem sie mit Rückzug drohten. Die Veranstalter sahen sich in der Zwickmühle und handelten teilweise kopflos. Mal wurde der Ladedruck der Seat-Diesel runter gesetzt, dann wieder hoch. Es wurden die Gewichte verändert, die Einstufungen dafür auch und man traf sich mehr hinter den Kulissen, als das Rennen gefahren wurden. Und wenn einer nicht gewinnen konnte, war es natürlich die Einstufung schuld.

Natürlich ist es normal, dass man in einer Weltmeisterschaft hinter den Kulissen rangelt. Das war schon immer so, aber die Art und Weise, wie es in diesem Jahr in der WTCC ablief, erinnert dann schon teilweise an eine Slapsick-Komödie. Jeder trickst, jeder versuchte die Offiziellen zu beeinflussen und nebenbei wurden ein paar Rennen gefahren. Trauriger Höhepunkt war dann die Affäre von Okayama. BMW war ja in diesem Jahr immer noch mit der normalen H-Schaltung unterwegs. Grund: Mit einem sequentiellen Getriebe wurde der 320si nie homologiert. Man griff tief in die Trickkiste und argumentierte, dass der Zanardi ja auch mit einem sequentiellen Getriebe all die Jahre gefahren sei, dementsprechend könne man ja jetzt wohl auch damit fahren. Vielleicht wären die Bayern mit dem Trick auch durch gekommen, wenn sie ihn zu Beginn der Saison ausprobiert hätten, aber im vorletzten Rennen war es doch etwas sehr dreist und offensichtlich. Am Ende verloren sie nicht nur die Punkte, sondern da durch auch die WM.

Diese, für die WTCC in Sachen PR, nicht gerade positive Sache war symptomatisch für die gesamte Saison. Die Offiziellen wirkten teilweise hilflos im Spiel der Hersteller und wankten von Entscheidung zu Entscheidung, die nicht immer nachvollziehbar waren. Ein schönes Beispiel für die teilweise grotesken Momente des Jahres war das “Rennen” im Marrakesch. Ein Kurs, der gerade mal so eben den FIA-Richtlinien entsprach, eine Ampelanlage, die nicht funktionierte, völlig überforderte Streckenposten, chrashfreundliche Piloten und eine Rennleitung, die teilweise offenbar nicht wusste was sie tun sollte, sorgten für die lächerlichste Veranstaltung, die je den Namen “Weltmeisterschaft” getragen hat.

Aber es war ja nicht alles schlecht. Wenn man die Politik ausblenden konnte, waren die Rennen zeitweise sehr ansehnlich. Die Rennen in Zolder (mit Abstrichen), Portimao, Brands Hatch, Oschersleben und Valencia boten richtig guten Motorsport und zeigten, dass die WTCC nicht komplett tot war. Zumindest in der Phase schien die FIA endlich eine vernünftige BoP gefunden zu haben.

Das Chevrolet mit dem brandneuen Cruze die Meisterschaft gewinnen konnte, war am Ende aber doch etwas überraschend. Es ist schon eine kleine Kunst in einer so engen Serie mit einem neuen Auto direkt an der Spitze zu lande, auch wenn man sich zunächst etwas schwer getan hat. Dennoch hatte ich eher die Seat auf der Rechnung, aber ein Tarquini gegen die Cruze war dann doch zu wenig. Wirklich fasziniert hat mich die Leistung von BMW, die aus dem alten 320si immer noch genug Leistung raus quetschen konnten, damit Farfus und Andy Priaulx Chancen auf den Titel hatten. Diese Leistung fand ich doch schon sehr beachtenswert und fünf Siege für Priaulx machen das mehr als deutlich. Vergessen sollte man auch nicht die private BMW-Truppe um das Team Avira, die zunächst in der Independent-Wertung mit Colin Turkington in einem BMW unterwegs waren. Auf Grund der besseren Einstufung in Sachen Gewicht und dank der sehr guten Leistung des letztjährigen BTCC-Meisters war man so schnell, dass die FIA Avira schleunigst aus der Wertung nahm.

Sportlich also durchaus eine abwechslungsreiche Saison, politisch betrachtet ein kleines Desaster. Da die Diesel 2011 endgültig kastriert werden, bzw. verschwinden, bleibt zumindest die Hoffnung, dass man sich etwas weniger streiten wird.

DTM 2010
Ich hatte die DTM nach den, mal wieder, lächerlichen Entscheidungen der Rennleitung in Oschersleben, aus der Berichterstattung hier im Blog genommen. Das wird sich auch 2011 nicht ändern, es sei denn, die Serie überrascht mit einer komplett neuen Einstellung.

Damit ich nicht falsch verstanden werde: Es geht mir nicht um die Technik, die Teams oder die Fahrer. Man kann das technische Reglement und vor allem die aus dem Ruder gelaufene Aerodynamik kritisieren, aber von reinen technischen Standpunkt ausgesehen, ist die DTM hochklassig. Die Wagen sind kompliziert und stellen hohe Anforderungen an die Fahrer, die Motoren sind exzellent und halten auch durch. Die Teams leisten Schwerstarbeit, die Qualität der Fahrer ist hoch, wie man auch beim NASCAR Ausflug von Ekström, oder dem Einsatz von Scheider in Le Mans sehen konnte. Aber das alles hilft ja nicht, wenn die Regeln teilweise nur noch Kopfschütteln auslösen und eine Rennleitung dabei ist, jedes Überholmanöver zu bestrafen. Das bremst die Fahrer ein, die sich nichts mehr trauen, und tötet jede Spannung.

Bleibt zu hoffen, dass 2012 neben BMW vielleicht noch ein weiterer Hersteller (Opel?, Toyota?) in die Serie kommt. Oder das geplante Globalisierung über die SuperGT und die mysteriöse Rennserie im Rahmen der NASCAR etwas mehr Schwung auch nach Deutschland bringen wird.

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December 30 2010

07:01

Best of 2010: Teil Eins

In diesem Jahr gibt es mal etwas Neues. Alle Mitglieder des Autorenteams haben eine Liste erstellt, in der sie die Saison und ihre persönlichen Highlights raustellen. Die fallen natürlich, je nach Schwerpunkt, etwas unterschiedlich aus.

Bestes Rennen
Das ist immer etwas schwer, denn es waren ja nicht gerade wenige Rennen, die man sehen konnte. Die F1 lieferte einige richtig gute Rennen ab, die ALMS oder die BTCC aber auch. Mein persönliches Highlight in diesem, wie auch in den vergangenen Jahren, waren die 24H von Le Mans, die vor allem in der GT2 bis weit in den Morgen extrem spannend war und wo Porsche, Corvette und Ferrari Stoßstange an Stoßstange um den Sieg kämpften. Vergessen sollte man auch nicht die 24H am Ring, wo es nach einer Ausfallorgie mit dem BMW einen überraschenden Sieger gab.

Auf der Kurzstrecke dürfte das F1 Rennen in Kanada das Beste gewesen sein.

Die BTCC bietet ja fast in jedem Rennen ziemliche Spannung, aber die letzte Runde des dritten Rennens in Croft war dann doch recht eindrucksvoll.



Bestes Finish
Dank der “GWC-Regel” in der NASCAR kommt das beste Finish eindeutig auch aus der Serie. Diesmal aber aus der Truckserie, wo Kyle Busch in irgendwie den Sieg holen konnte.

Bester Fahrer
Ich bin geneigt, Jimmie Johnson den Titel zu geben, denn fünfmal Meister in der NASCAR zu werden, ist schon eine Sache für sich. Wäre da nicht die Schwäche der NASCAR-Piloten mit den Rechtskurven und wenn ein Wagen mehr als vier Gänge hat. Aber in der F1 haben die Piloten zu viele individuelle Fehler gemacht, im Tourenwagenbereich ist mir keiner groß aufgefallen, Jason Plato hat zwar gute Rennen gezeigt, aber für den “Besten Fahrer” reicht es dann doch nicht. Daher bleibt es am Ende doch bei Jimmie Johnson, dessen Ruf schon jetzt langsam in Richtung “legendär” gehen dürfte.

Bestes Team
Es gab kein Team, dass in diesem Jahr nicht einen schwachen Moment hatte. Aber immerhin gab es eine Organisation, die zumindest in den USA fast alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab: Chip Ganassi. Franchitti ist IRL-Champion, die GrandAm hat er auch gewonnen, dazu die Daytona 500 und das Indy 500. Mehr Erfolg kann man nicht haben.

Überholmanöver des Jahres
Hamilton vs. Button beim GPm Türkei. War auch einer der besten Zweikämpfe des Jahres in der F1.

Freunde des Jahres
Ob sie jetzt Freunde sind, kann ich nicht sagen, aber nachdem Simona di Silvestro in XXX ihrem brennenden Wagen nur leicht angekokelt entsteigen konnte, schrieb ihr Tony Kanaan per Twitter “Welcome to the torch club”. Wenn das mal nicht der Beginn einer wundervollen Freundschaft ist.

Feinde/Duell des Jahres
Der zähe Kampf zwischen Audi und Peugeot gehört sicher zu den besten Duellen, die man seit Jahren erlebt hat. Auch wenn die Franzosen in diesem Jahr deutlich schneller waren, am Ende scheiterten sie dramatisch an ihrer Technik. Selten so mit einem Team mitgelitten, wie in diesem Jahr.
Das schönste kurzzeitige Duell lieferten sich wohl Jeff Gordon und Jeff Burton in Texas.

Szene des Jahres
Die Szene des Jahres stammt aus der Türkei und ist die Kollision zwischen Webber und Vettel. Das sagt so ziemlich alles über die Saison 2011 aus.

Kostenpunkt des Jahres
Der F-Schacht. Grandiose Idee von McLaren, zwang aber alle Teams dazu, ihre Wagen aufwendig nachzurüsten. Das billigste wäre ein neues Chassis gewesen, aber dann hätte man den FIA-Chrashtest nachholen müssen, der Zeit in Anspruch nimmt. Also bastelten alle irgendwie darum herum, sägten Löcher ins Chassis und zwangen die Fahrer einhändig um den Kurs zu fahren. Überflüssig, gefährlich und teuer.

Knapp dahinter: Die Entscheidung von Peugeot statt der bewährten Stahlkolben für Le Mans welche aus Titan zu nehmen. Und zwar in allen eingesetzten Motoren.

Platz drei: Kimi Räikkönen in der WRC.

Schönster Moment des Jahres
Der heulende Sebastian Vettel nach der Zieldurchfahrt in Abu Dhabi.

Überraschung des Jahres
Der fünfte Titel Johnson, der sehr starke Danny Hamlin, ein auftrumpfender Jenson Button und Audi, denen der Sieg in Le Mans in die Schoss fiel.

Enttäuschung des Jahres
In Sachen Rennen waren das sicher die Rennen der DTM. Die Serie produziert meist Langweiler (Ausnahme Oschersleben, Zandvoort) und wenn es mal zur Sache gehen könnte, dann greift die Rennleitung mit vllig absurden Strafen ein (Oschersleben). Nicht weit dahinter liegt in diesem Jahr allerdings die WTCC, die mittels nicht mehr nachvollziehbaren Strafen und Gewichtssystemen fast jede Form von Motorsport unterbunden hat. Das der WM-Titel am grünen Tisch entschieden wurde, war da nur konsequent, auch wenn ich ihn Chevrolet gönne, weil sie ihn verdient haben.

Langweiligstes Rennen
Auch da gab es eine schöne Auswahl. Weit vorne stehen, wie jedes Jahr, die Rennen der NASCAR in Pocono, die dieses Jahr auch noch durch den Wahnsinns-Unfall von Reutimann auffielen. Danach folgt aber schon der Saisonauftakt der Formel Eins in Bahrain. Natürlich dürfen die meisten DTM-Rennen hier nicht fehlen, aber von beeindruckender Ödnis war dann das Rennen am Norisring.

Racecontrol-Moment des Jahres
Da bleibt ja nur die “Alonso is faster than you” Nummer von Ferrari aus Hockenheim. Dass die DTM Überholmanöver mit weniger als einem halben Meter Abstand per se nicht so gerne sieht, ist mittlerweile ja bekannt.

Glückspilz des Jahres
Chris van der Drift – Brand Hatch

Die Streckenposten bei Seat Rennen

Marcel Thiemann, dem es zwar deutlich besser geht, aber der immer schwer unter dem Unfall leidet, wie er in einem Blogpost geschrieben hat.

Spruch des Jahres
“Jedes Mal, wenn die denken, die hätten mich an den Eiern, stellen sie fest, dass ihre Hände dafür gar nicht groß genug sind.”
Bernie Ecclestone

Wünsche für 2011
Keine schweren Unfälle, viele schöne Rennen.

December 08 2010

07:20

Ferner liefen: Die Newshappen

# Update: Die Group Lotus um den malaysischen Hersteller Proton hat wie erwartet Anteile an Renault gekauft. Das Team soll unter dem Namen “Lotus Renault F1″ und mit der zu sehenden Lackierung 2011 an den Start gehen. In der FIA Startliste ist das diesjährige Team “Lotus Racing” von Tony Fernandes allerdings weiter gemeldet. Auch Fernandes hatte angekündigt, dass er 2011 mit der an die “John Player Special” Lackierung der späten 70er und 80er Jahre des alten Lotus Team an den Start gehen zu wollen. Allerdings steht Fernandes mittlerweile auch in seiner Heimat unter Druck, den Namen fallen zu lassen. Angeblich steht steht in England noch ein Gerichtsentscheid aus, ob die Group Lotus den Namen überhaupt in die Formel 1 tragen darf, da die Rechte Formel Eins bekanntlich bei David Hunt liegen, der sie wiederum an Tony Fernandes verpachtet/verkauft hat. Der Namensstreit dürfte sich noch bis zum Start der Saison hinziehen. Angesicht der engen, finanziellen Verpflechtungen von Fernandes in Malaysia, gehe ich aber davon aus, dass er am Ende sein Team umbenennen wird.

# Mark Webber hat berichtet, dass seit dem Rennen in Suzuka mit einer gebrochenen Schulter gefahren ist. Davon habe er seinem Team auch nichts erzählt. Es ist mir ein kleines Rätsel, wie man mit einer solchen Verletzung überhaupt noch fahren kann und noch mehr, dass es niemanden aufgefallen sein soll. Teamchef Christian Horner zeigte sich “enttäuscht”, dass Webber ihm nicht die Wahrheit gesagt. Das ist nachvollziehbar, immerhin handelte es sich nicht gerade um eine Kleinigkeit. Die Vermutung liegt nahe, dass Webber nichts sagen wollte, weil er Angst hatte, das Team würde dann Vettel bevorzugen. Auf die Idee, dass Red Bull sich für seine Situation etwas einfallen lassen würde, scheint er nicht gekommen zu sein. Das ist schon erstaunlich, und zwar auch deswegen, weil es etwas über die Distanz aussagt, die beide Seiten zu einander haben. Eine gute Voraussetzung für 2011 ist das nicht. (Don)

# Renault hat nach einem verloren Rechtsstreit mit der Familie Piquet offenbar die Geldbörse aufgemacht. Die Piquets hatten das Team nach dem Rauswurf im letzten Jahr verklagt und nun vor einem britischen Gericht Recht bekommen. Renault hat sich entschuldigt und wird wohl eine erkleckliche Menge Schadensersatz zahlen. Piquet jr. hat auch verlauten lassen, dass er nicht mehr in die F1 zurückkehren wird, sondern sein Glück in der NASCAR Truckserie versuchen wird. Dort hatte er in diesem Jahr ein paar sporadische, aber durchaus erfolgreiche Auftritte. Im Moment sucht er ein Team um eine komplette Saison bestreiten zu können. (Don)

# Bernie Ecclestone ist schon ein harter Hund mit einer Menge Selbstironie. Statt die Blessuren des Überfalls hinter einer dicken Sonnenbrille zu verstecken, hat er sich für eine Uhrenmarke ablichten lassen. Unter seinem deformierten Gesicht ist der Satz zu lesen: “Was Menschen für eine Hublot machen”. Etwas überraschend hat Bernie auch den Manager David Campbell für seinen Ein-Mann-Betrieb namens Formel Eins engagiert. Der soll in Zukunft über die zu Ecclestone gehörende Firma “Allsport” für die Werbung, das Sponsoring und die Vermarktung der VIP Bereiche an der Strecke zuständig sein. Campbell hat sich in England einen Namen gemacht, weil er defizitären Millenium Dome in ein profitables Geschäft verwandelt hat. (Don)

# BMW hat sein Motorsportprogramm für 2011 bekannt gemacht. Im Grunde gab es keine großen Überraschungen, außer vielleicht, dass man die WTCC als Werksteam verlässt und die ALMS bevorzugt. Das klingt auf den ersten Blick merkwürdig, weil die ALMS nun nicht gerade große Aufmerksamkeit garantiert, während die WTCC immerhin weltweit unterwegs ist. Aber Ausstieg aus der Tourenwagenweltmeisterschaft kommt nicht gerade unerwartet. Die FIA hatte mit dem Urteil von Okayama den Münchnern die Serie nicht gerade schmackhaft gemacht und man wird auch abwarten müssen, was “Ausstieg” wirklich bedeutet. Man wird den neuen Motor wohl kaum ausschließlich den Independent Teams anbieten wollen. Kann sein, dass sich über den Winter vielleicht eine Art “verdecktes” Werksteam mit Ravaglia oder Engstler ergibt. Sicher ist, dass man die 24H am Ring fahren wird und beim Showrennen der DTM in München zum ersten Mal den DTM Wagen zeigt. In der ALMS ersetzt im übrigen Dirk Werner den etwas glücklos agierenden Tommy Milner. Falls es untergegangen ist: Mario Theissen nimmt ebenfalls seinen Abschied. Ab dem 1.1.2011 wird von Jens Marquardt ersetzt, der vorher Chef von Toyota Motorsport in Köln war. Der Wechsel ist schon etwas überraschend, auch die Neubesetzung mit dem zumindest in seiner Toyota-Zeit in Sachen Tourenwagen eher unerfahrenen Marquardt. Auf der anderen Seite holt man sich jemanden, der dank seiner Formel Eins Erfahrung jede Menge Kontakte mitbringt. Was Theissen macht ist nicht bekannt, würde mich aber wundern, wenn er lange von der Bildfläche verschwinden würde. (Don)

# Die WTCC überdenkt die Idee, den Saisonstart in Curitiba stattfinden zu lassen. Offenbar ist Interlagos im Gespräch, was mit Sicherheit eine bessere Alternative wäre. (Don)

# In der australischen V8 Supercars Serie hat James Courtney den mehrfachen Meister Jamie Whincup mit dem Gewinn der diesjährigen Meisterschaft entthront. (Don)

# Der Lausitzring bleibt drei weitere Jahre im Kalender der DTM. (Don)

# Beim ADAC GT Masters haben sich für 2011 schon jetzt 31 Teams angemeldet, darunter sechs (!) neue AMG SLS GT3. Gut, da werden viele nur mit einem Wagen starten, aber nur so zum Vergleich: In der DTM gehen 2011 wohl wieder 18 Wagen an den Start. (Don)

# Das US Pendant zum ADAC, der AAA, greift wieder tief ins Geldsäckel. Man sponsort nicht nur das Penske Team in der IRL, sondern taucht auch wieder in der NASCAR auf. Man wird bei vier Rennen Hauptsponsor von Kurt Busch, der im nächsten Jahr von “Miller Light” auf “Shell” umsteigt. (Don)

# Jeff Gordon hat eines seiner neuen Paint Schemes für 2011 vorgestellt. Dupont verabschiedet sich ja bekanntermaßen, also musste man sich was anderes einfallen lassen. Ein Sponsor ist wohl “Drive to end hunger”, was angesichts der üppigen Fast Food Werbungen im Rahmen der NASCAR ein klitzekleines bisschen zynisch wirken könnte. Das interessante ist aber nicht nur die neue (recht gelungene) Lackierung, sondern vor allem der auf den Fotos fehlende Splitter des Chevys. Bisher gab mit der neuen Front nur ein paar Tests und ein inoffizielles Foto von Montoya. Das die neue Front auf offiziellen Fotos von Hendrick auftaucht, deutet wohl darauf hin, dass der ungeliebte Splitter komplett verschwinden wird. [Fotos weiter unten] (Don)

# Da kann er hinterher fahren, wie er will, es ändert nichts. Dale Earnhardt jr. hat zum achten Mal in Folge den Publikumspreis als “Beliebtester Fahrer der NASCAR” gewonnen. Leider verrät man nicht, in welcher Reihenfolge der Rest eingelaufen ist, aber erstaunlicherweise findet sich unter den restlichen neun auch Kyle Busch. (Don)

#Scott Speed hat von Red Bull offiziell seine Entlassungspapiere bekommen. Nach der Verpflichtung von Kasey Kahne und dem OK der Ärzte für Brian Vickers, war das erwartet worden. Speed, der im Cup eine eher flache Lernkurve gezeigt hat, ist als “Free Agent” unterwegs und wird vermutlich nur bei einem der “Start & Park” Teams unterkommen. (Don)

# Audi wird den neuen R18 am Freitag der Öffentlichkeit vorstellen. Ein Diesel soll es sein, man tippt auf ein geschlossenes Coupé. An dem Tag wird Audi auch das weitere Motorsportprogramm bekannt geben. Viel Überraschungen dürfte es aber nicht geben, man wird die DTM und Le Mans im Auge haben. Eine gesamte Saison in der ALMS ist auch eher unwahrscheinlich, man konzentriert sich wohl auf den ILMC. (Don)

# Etwas untergangen ist das für viele Fans überraschende Comeback von Toyota in der Le Mans Serie. Man wird einen LMP1 Motor bauen, der in einem Lola-Rebellion (Twitter Meldung) seine Arbeit verrichten soll. Natürlich wiegelt Toyota die Gerüchte ab, dass dies nur die Vorstufe für ein komplettes Comeback ist. Aber die Dementis sind nicht wirklich glaubhaft. Immerhin gab es eine “Blitzmeldung” der Toyota PR-Leute zu dem Thema. Der Motor ist im übrigen schon längst fertig und hat Ende Oktober die ersten Tests hinter sich gebracht. (Don)

# Am Dienstag machte ein aeinzusetzen</a>. Bisher war die Mannschaft, die zwar anscheinend über keine funktionsfähige Website, aber eine <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Facebook-Fanseite und einen Twitter-Account</a> verfügt, in britischen Tourenwagen-Serien kleineren Formats unterwegs. 2009 und 2010 legte man eine Pause ein, um den großen Sprung auf die internationale Bühne vorzubereiten. Als wichtigsten Sponsor hat Woodard bisher das umweltfreundliche Mode-Label a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Dirtball Fashion präsentiert. Fahrer sucht man noch, auf Fahrzeugseite wird sich das Team wohl zwischen Lola und Riley entscheiden. Letztere suchen noch einen Abnehmer für ihren LMP2-Boliden, um endlich ein voll funktionsfähiges Fahrzeug aufbauen und testen zu können. (Stefan)

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