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October 30 2013

23:48

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 31.10.2013

Der wöchentliche Podcast des Racingblog-Teams. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Heute sind wir mal etwas kürzer. Zum einen ist der Krankenstand im Team hoch, zum anderen sind ja viele Serien schon im Winterschlaf. Wir haben aber dennoch viele Themen in der Formel Eins gefunden, inkl. des sehr volatilen Fahrermarktes. Die NASCAR und deren spannendes Finish im Chase wird von uns beleuchtet und dann berichtet Thomas von der V8 Supercars, wo die Meisterschaft ebenfalls extrem eng ist. Zum Schluss folgt noch ein Blick auf die WTCC und die Rahmenrennen der Formel Eins (GP2, GP3, PSC).

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Dauer: ca. 80 Minuten

00:00:00 F1
00:30:00 NASCAR
00:46:00 V8 Supercars
00:59:00 WTCC

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September 20 2013

17:06

WTCC: Vorschau Suzuka und die WTCC hier im Blog

In den Kommentaren zum vorletzten Artikel tauchte die Frage auf, warum die WTCC hier im Blog scheinbar so schlecht wegkommt. Da mein Receiver sich spontan dagegen entschied, die Rennen aus Sonoma aufzunehmen, möchte ich anstelle der Analyse zum Sonoma-Rennen ein paar Sätze dazu schreiben, im Anschluss folgt dann die Vorschau auf Suzuka.

FIA WTCC Shanghai, China 02-04 November 2012Es mag durchaus sein, dass die WTCC teilweise im Podcast und den Artikeln etwas zu schlecht wegkommt. Aber leider macht es die Rennserie einem manchmal wirklich nicht leicht. Ich mag sie sehr gerne, ansonsten würde ich auch nicht einige Stunden jedes Jahr für die Berichterstattung der Serie im Blog “opfern”. Die Grundidee der WTCC gefällt mir sehr gut, relativ seriennah aussehende Fahrzeuge, die eine Weltmeisterschaft auf fünf Kontinenten ausfahren.

Die Ausführung ist nur leider in den letzten Jahren mangelhaft. Da wäre zunächst die Situation rund um die Werke in der WTCC. Dort gibt es im nächsten Jahr die Aussicht auf einen guten Zweikampf oder, sollte Lada sich fangen, sogar Dreikampf. Allerdings ist es grausam, dass die Hondas dieses Jahr gegen die Chevrolets ziemlich untergehen. Ich hatte auch mit der Fahrerpaarung ziemlich große Hoffnungen in das Honda-Team gesteckt, doch das, was bisher gezeigt wurde, ist einfach viel zu wenig für eines von nur zwei werksunterstützten Teams in einer Serie, in der man potentiell jede Menge erfahrenes Personal einkaufen kann.

Klar werden die Chevrolets von RML noch weiterentwickelt, aber die haben natürlich nicht die Ressourcen, die ein Weltkonzern wie Honda in ein Werksprogramm stecken kann. Sollte Honda nicht bereit sein, genügend Geld in die Hand zu nehmen, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, was sie in der WTCC suchen. Mit Arena-Motorsport/Ford hatte man ein deutlich warnendes Beispiel, was passiert, wenn man sich nicht genügend zu der Serie “committed.”

Natürlich kommt im nächsten Jahr das neue Reglement. Aber das wusste man Ende 2012/Anfang 2013 noch nicht. Eigentlich hätte dieses Auto die Basis für zwei Jahre sein sollen. Ich bin mir nicht sicher, ob man den Entwicklungsrückstand, den man gegenüber Chevrolet hat, bis zum nächsten Jahr aufgeholt hätte. Andererseits zeigt der große Vorsprung der Chevrolets auf den meisten Strecken, welch gute Arbeit die Werkstruppe in den anderen Jahren geleistet hat.

Genau hier liegt jedoch der Knackpunkt. Wenn über Jahre hinweg eine Marke eine Serie so dominiert, dass von 20 bis 24 Rennen teilweise nicht mal mehr vier von anderen Marken gewonnen werden, dann hat diese Serie ein riesengroßes Problem. Die WTCC hat es einfach jahrelang nicht geschafft, nach dem Ausstieg von Alfa Romeo, BMW und Seat vernünftig strukturierte und erfolgreiche Werkseinsätze in der Serie zu produzieren. Der Lada-Einsatz ist meiner Meinung nach immer noch ein nicht wirklich ernst gemeintes Engagement. Der Honda-Einsatz ist zunächst einmal nicht wirklich erfolgreich.

Honda hat allerdings die Konstrukteurswertung gewonnen, in der nur Honda und Lada gemeldet waren. Da würden sich selbst DTM-Marketingabteilungen schwer tun, das als echten Erfolg zu verkaufen. Ich setze große Hoffnungen in den Werkseinsatz von Citröen nächstes Jahr, doch in diesem liegt wiederrum auch ein großes Risiko. Sollte Citröen, speziell mit der Fahrerpaarung Loeb/Muller, auch nur ein halbwegs vernünftiges Auto bauen, besteht die Gefahr einer neuen dominanten Marke.

Und diese könnte dominanter sein denn je. Die Frage ist, ob Honda es schafft, ein konkurrenzfähiges Auto im Vergleich zu den Citröen zu bauen. Sollte ihnen das nicht gelingen, könnte das ein ganz trauriges Jahr werden. Der Chevrolet und der Seat werden wohl an die Regeln angepasst werden, allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass sie mit den Werksautos mithalten können. Die BMW sehen wir eventuell nächstes Jahr überhaupt nicht wieder.

Das gleiche Schicksal könnte uns auch bei Lada drohen. Man hat für dieses Jahr ein neues Auto konstruiert, das nicht besonders gut funktioniert, und auch allgemein läuft die Saison für Lada bisher einfach katastrophal. Ob man für nächstes Jahr erneut ein völlig neues Fahrzeug konzipiert, erscheint mir äußerst fraglich.

Aber nicht nur bei den Herstellern hat die WTCC ein Problem, nein, auch bei der Rennlänge. Die zwei Rennen, die nur so zwischen 20 und 30 Minuten dauern, sind einfach zu kurz. Man sollte zumindest, da man ja auch viel auf Stadtkursen unterwegs ist, die Regel einführen, dass man die Runden hinter dem Safetycar einfach nicht mitzählt. Dass der von anderen Seiten oft gemachte Vorschlag, die Rennen zu verlängern, aufgegriffen wird, ist eher unwahrscheinlich, da Eurosport, die ja die WTCC komplett über Tochtergesellschaften vermarkten, sicherlich sein Veto einlegen würde.

Die kurzen “Rennhäppchen” passen teilweise jetzt schon kaum in das prall gefüllte Wochenendprogramm von Eurosport, was unter anderem dazu führt, dass teilweise die Quali gar nicht live und die Rennen auf Eurosport 2 versendet werden. Eurosport 2 ist immer noch ein Sender, den nicht jeder empfängt. Dadurch, dass Eurosport sich die Startzeiten auch immer so ins Programm legt, wie es gerade ins Schema passt, kommen auch keine einheitlichen Startzeiten für die WTCC-Rennen bei raus (zum Beispiel die beiden Rennen in der Europa-Saison starten immer um 14 und 16 Uhr).

Was ich hingegen (meistens) sehr gut finde, ist die Linie der Rennleitung, die oft das richtige Maß findet, was fair ist und was nicht. Ebenfalls positiv sehe ich den Kalender. Dadurch, dass man auf so vielen Kontinenten fährt und aus Kostengründen per Schiff reist, zerschießt man sich zwar den Kalender und hat lange Pausen drin, aber wenn man sich den Rennkalender anschaut, hat man wirklich das Gefühl, dass hier eine Weltmeisterschaft (bis auf Australien, das ich gerne mit einem Stadtkurs im Kalender sehen würde) unterwegs ist.

Dass man so viel reißt und auch mal unbekanntere Strecken ausprobiert, birgt allerdings auch ein größeres Risiko in sich. Das “Neuland”, das man teilweise betritt, führt zu liegenbleibenden Streckensicherungsfahrzeugen, zu mutigen Streckenposten, nicht funktionierenden Ampeln etc. Das sieht teilweise in diesen Situationen alles andere als professionell aus, eine Professionalität die man von einer Weltmeisterschaft eigentlich erwarten würde.

Das sind ein paar kurze Gedanken von mir zum Gesamtstand der WTCC. Das aktuelle Renngeschehen bringt uns diese Woche mit Suzuka eine tolle Strecke mit begeisterten Fans. Man hat sich dieses Jahr entgegen erster anders lautender Meldungen wieder dazu entschieden, die kurze Variante zu fahren. Zuerst mal das Wichtigste: Yvan Müller wird unter normalen Umständen Meister, wir werden wohl den ersten Weltmeister des Motorsportjahres 2013 dieses Wochenende küren. Auch wenn er ein streitbarer Charakter ist, er hat es auf alle Fälle leistungsmäßig mehr als verdient.

Eine große Neuerung der Asia Tour, die dieses Wochenende beginnt, ist die Eurosport Asia Trophy, eine Meisterschaft innerhalb der WTCC, die ähnlich wie die Young Driver’s Trophy nur unter bestimmten Fahrern ausgetragen wird. In Suzuka werden sich zunächst neun Piloten um die Punkte streiten, ob diese alle bis inklusive Macao dabei sind, wird man sehen müssen.

Eine der prominenten Neubesetzungen ist dabei sicherlich Hiroki Yoshimoto, der für Nika Racing an den Start gehen wird. Nykjaer ist dafür raus, was auch wieder zeigt, dass Erfolg nicht alles ist, sondern man eben auch ein finanzielles Polster braucht. Yoshimoto wird den Wagen in Suzuka und Macao pilotieren, jedoch nicht in China, weil sich das Rennwochenende mit der SuperGT überschneidet, in der Yoshimoto auch aktiv ist.

Die zweite bekannte Neubesetzung ist Masaki Kano für Franz Engstler, weil dieser leider erkrankt ist. Masaki Kano fuhr bisher jedes Rennenwochenende der WTCC in Suzuka und ist auch in der SuperGT aktiv. Die weiteren Teilnehmer der Eurosport Asia Trophy sind Takuya Izawa, Yukinori Taniguchi, Jerónimo Badaraco, Filipe Clemente de Souza, Ng Kin Veng, Henry Ho Wai Kun und Mak Ka Lok. Ansonsten hält die

September 06 2013

17:56

WTCC: Vorschau Sonoma 2013

Die WTCC erwacht aus ihrer zweiten Sommerpause. Die Autos wurden von Süd- nach Nordamerika verschifft und man fährt zum zweiten Mal auf dem uns allen wohlbekannten Kurs von Sonoma.

FIA WTCC Sonoma, USA 21-23 September 2012Die WTCC entscheidet sich in Sonoma – warum auch immer – dazu, die längste Streckenkofiguration mit 4 Kilometern zu fahren. Das bedeutet, man fährt sowohl die Schleife als auch die Haarnadel. Selbst die WTCC kann sich also nicht dem klassischen amerikanischen Motto “bigger, better, longer” entziehen. 2 x 13 Runden werden am Wochenende absolviert und Yvan Muller hat tatsächlich schon am viertletzten Rennwochenende die Chance, die Weltmeisterschaft für sich zu entscheiden.

Sämtliche Konstellation hier aufzulisten, würde etwas den Rahmen des Artikels und vermutlich auch meine mathematischen Fähigkeiten sprengen, deswegen nur so viel: Müller sollte nach Möglichkeit beide Rennen gewinnen und muss auf ein durchschnittliches Ergebnis seiner beiden härtesten Konkurrenten Tarquini und Nykjaer hoffen. Wir könnten also die erste Titelentscheidung des Jahres schon dieses Wochenende erleben.

Defintiv entschieden wird wohl der Konstrukteursmeistertitel, da die Honda nur vor den Lada ins Ziel kommen müssen. Wer sich jetzt fragt, was denn mit BMW und Séat ist: Die hatten sich Anfang des Jahres aus Kostengründen nicht in die Konstrukteurswertung eingeschrieben. Die Konstrukteursmeisterschaft der WTCC kann also getrost von sich behaupten, die am härtesten umkämpfte Krone im weltweiten Motorsportzirkus zu sein…

Bevor ich zu dem Üblichen wie Übertragungszeiten, Gewichten und der Entrylist komme, noch etwas zum Reglement der 2014er Saison: Man hat sich etwas ganz tolles ausgedacht, es wird nämlich vermutlich zwei Klassen geben. Der dumpfe Aufschlag, den ihr grad vernommen habt, war der Kopf des Autors auf der Schreibtischplatte. Von allen Möglichkeiten wie Gewichtsregulierung etc. hat man ernsthaft vor, das Feld in zwei Klassen zu spalten – in einem 13-Runden-Rennen. Merkt da eigentlich einer noch was?

Natürlich werden 2013 niemals genügend neue Autos zur Verfügung stehen, um damit ein Feld zu füllen und auch eine Balance of Performance jedweder Art wäre alles andere als eine elegante Lösung gewesen, aber ein Split des Feldes ist nochmal eine Stufe dämlicher. Die BMW-Teams sind sich unterdessen sehr aunsicher</a>, ob es sich überhaupt lohnt, Geld in die Weiterentwicklung der Autos zu investieren, wenn 2015 endgültig nur noch die Autos nach neuem Reglement erlaubt sind. Es kann folglich sein, dass wir 2014 gar keine BMW mehr in der WTCC mehr sehen.</p> <p>Die <a http: href=" http:="" title="\">Entrylist hält zwei Änderungen bereit: Tom Boardman ist wieder dabei, nachdem er das Südamerikarennen wegen eines Unfallschadens verpasste und Freddy Barth darf nach einem Rennenwochenende Pause wieder ins Lenkrad greifen. López, der Barths Auto ja in Argentinien pilotierte, wird derweil mit Citröen in Verbindung gebracht und hat auch schon für die Franzosen getestet. Die angekündigte Rückkehr der Ford ist vom Tisch, weil sich ein Einsatz der ab 2014 reglementtechnisch veralteten Autos für nur noch vier Rennen nicht lohnt.

Die Gewichte für dieses Wochenende halten nicht viele Veränderungen bereit. Die Honda dürfen 10 Kilogramm zu- und die Séats 10 Kilogramm ausladen. Eurosport 2 überträgt am Samstag um 23:00 Uhr live die Qualifikation und am Sonntag um 17:30 Uhr das Warm-up auf Eurosport 2. Die beiden Rennen gibt es um 20:30 Uhr auf Eurosport 1 und um 23:00 Uhr auf Eurosport 2 live.

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July 02 2013

06:28

WTCC: Analyse Porto 2013

Die WTCC entschied sich nachdem Debakel vom Moscow Raceway dieses Wochenende nochmal einen draufzusetzen und man leistete sich sowohl organistorisch als auch von Seiten der Fahrer einige Fehltritte. 

Muller_Race1_Prt_25Der ganze Spaß begann schon nach dem Qualifying, als bekannt wurde, dass die Transponder in den Fahrzeugen von Tarquini und Oriola wohl nicht richtig funktionierten und deswegen langsamere Zeiten als die tatsächlich erzielten Rundenzeiten aufgezeichnet hatten. Am bittersten traf die nachträgliche Korrektur der Zeiten Tom Coronel, der von Platz 10 auf Platz 11 zurückversetzt wurde und somit im 2. Rennen nicht von der Pole starten würde. Coronel war so sauer, dass er aus Protest das Warm-up am Sonntagmorgen ausließ und zwischendurch auch einen Rennverzicht nicht ausschließen wollte. Coronel war aber weniger wegen der Versetzung an sich erbost, sondern darüber, dass das Team erst am späten Samstagabend darüber informiert wurde, was normalerweise schneller geschehen muss.

Zum Schluss trat Coronel dann aber doch noch zu Rennen 1 an. Jenes hatte unabhängig von seinem Ergebnis auch noch eine ganz spezielle Note. In Runde 10 des Rennens fuhr ein Streckensicherheitsfahrzeug auf die Strecke, um das liegengebliebene Fahrzeug von Tarquini zu bergen. Vor der Kurve hinter der das Streckensicherheitsfahrzeug fuhr, wurden nur weiße Flaggen geschwenkt, dahinter gelbe. Doch da war es dann auch zu spät. Mehrere Fahrzeuge fuhren durch die Kurve auf das Sicherheitsfahrzeug zu und hätte innen gut vorbei kommen können, wenn sie a) alle verlangsamt hätten und b) Vallente nicht Engstler angeschoben hätte, der so in das Heck des Sicherheitsfahrzeugs geschoben wurde. Engstler konnte das Auto zwar noch zur Box zurückschleppen, es war nach dem Unfall aber so zerstört, dass an ein Beenden des Rennens nicht mehr zu denken war. Dem Streckensicherungsfahrzeug passierte so gut wie nichts und es kam auch niemand körperlich zu Schaden. Dennoch muss man sich für solche Situationen dringend eine sichere Variante einfallen lassen.

Zu guter Letzt, um das Drama im letzten Rennen abzuschließen, spielte man bei der Siegerehrung für den Hersteller einfach gefühlt alle Nationalhymnen gleichzeitig, so dass die Richtige nicht mehr herauszuhören war. Diese konnte man allerdings auch erraten, denn es war die von Chevrolet, gewonnen hatte nämlich Yvan Muller, der damit seine schon sehr deutliche Meisterschaftsführung noch weiter festigte. Doch auch die anderen Chevrolet-Piloten waren erwartungsgemäß gut unterwegs, denn hinter Muller kamen Chilton, Nykjaer und Oriola ins Ziel. Erst dahinter folgte der erste Seat von Huff und, man höre und staune, der Lada von Thompson. Der Lada von Thompson ging allgemein gut dieses Wochenende, Kozlovskiy konnte im Schwesterfahrzeug mal wieder nicht überzeugen. Die Top 10 komplettierten Coronel, d’Aste, Monteiro und “Der Marc” Basseng.

Das zweite Rennen war leider sehr unspektakulär und ziemlich öde. James Nash gewann vor Rob Huff und Nykjaer. Dieser sicherte sich mit seinen zwei dritten Plätzen übrigens den zweiten Platz in der Gesamtwertung, was für das Ein-Wagen-Team ein klasse Zwischenergebnis ist. Oriola, Basseng und wieder Thompson belegten die Plätze 4 bis 6. Coronel wurde hinter Muller mit genügend Wut im Bauch 8., hatte sich nach den beiden Rennen aber auch merklich beruhigt. Chilton und Bennani komplettierten die Top 10.

Für die Honda war es bis auf Platz 9 für Monteiro im ersten Rennen ein verlorenes Wochenende. Da sollten speziell bei den Asienrennen dringend wieder bessere Leistungen herumkommen. Die BMW sind alt und die Seat wären ohne Münnich Racing nachdem Abgang von Oriola eigentlich nicht mehr bemerkenswert. Dafür hat man bei Lada anscheinend was gefunden, wenn auch keinen vernünftigen zweiten Fahrer. Chevrolet erscheint leider stark und unbezwingbar wie eh und je.

Ein Lob noch an Eurosport, das man mal wieder Winter und Adorf zusammen kommentieren ließ, bitte mehr davon. Die WTCC-Autos befinden sich jetzt gerade auf Schiffen Richtung Argentinien, wo es in einem Monat weiter geht.

Boardman_Race1_Prt_3 Thompson_Race2_Prt_1 Start_Race2_Prt_14 Start_Race1_Prt_2 Ng_Race1_Prt_1 Coronel_Race1_Prt_18 Michelisz_Race1_Prt_7 Muller_Race1_Prt_9 Muller_Race1_Prt_25

Coronel_Race1_Prt_18 Michelisz_Race1_Prt_7 Muller_Race1_Prt_9 Muller_Race1_Prt_25 Ng_Race1_Prt_1 Start_Race1_Prt_2 Start_Race2_Prt_14 Thompson_Race2_Prt_1 Boardman_Race1_Prt_3

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June 28 2013

06:15

WTCC: Vorschau Porto und der Einstieg von Citröen

Die WTCC fährt dieses Wochenende in Porto, doch das ganze Fahrerlager redet nur über den Einstieg von Citröen.

FIA WTCC Shanghai, China 02-04 November 2012Nach jahrelangen Gerüchten wurde es diese Woche endlich offiziell gemacht: Citröen steigt ab 2014 werksseitig in die WTCC ein. Einer der Einsatzfahrer wird Sebastian Loeb sein. Das Einsatzfahrzeug wurde noch nicht genannt und es wird wohl nicht wie von uns im Podcast vermutet der DS3 sein. Eventuell tritt man dann mit dem C3 an, dem man aber ein sehr umfassendes Facelifting verpassen müsste, um ihn zu einem halbwegs passabel aussehenden Rennwagen zu machen.

Ich muss ehrlicherweise sagen, dass mich der Einstieg zwar nicht überrascht, aber zumindest verwundert, angesichts der finanziell eher schlechten Lage des PSA-Konzerns, zu dem unter anderem Peugeot und Citröen gehören. Die WTCC ist sicherlich keine besonders teure Rennserie, für ein Werksengagement muss man dennoch einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag auf den Tisch packen. Allerdings hofft Citröen wohl, Abu Dhabi wieder als Sponsor gewinnen zu können, vielleicht hat RedBull ja auch noch ein bisschen Geld aus dem Marketingetat über. Im Rallysport möchte man aber auch weiterhin aktiv bleiben.

Mit Loeb hat man natürlich grundsätzlich einen guten Fahrer gewinnen können, aber auch er muss sich zunächst einmal in der WTCC beweisen, auch deswegen, weil er bisher in seiner Karriere mit S-2000-Autos auf normalen Rundstrecken noch keine Erfahrung sammeln konnte. Der zweite Werksfahrer wurde noch nicht benannt, Citröen hat nur mitgeteilt, dass man wie Honda mit zwei Autos antreten möchte. Auch über eventuelle Kundensportmöglichkeiten sagte man nichts. Immerhin konnte man schon bekannt geben, dass man den WRC-Motor einsetzen wird. Für eine so lang planbare Ankündigung waren es dann doch leider, nüchtern betrachtet, recht wenig Informationen.

Aber natürlich ist es sehr erfreulich, dass Citröen ab 2014 kommt. Damit hat man immerhin wieder zwei drei Werksteams, da nicht damit zu rechnen ist, dass sich Seat, auch in Anbetracht der nicht mehr so langen Zeit bis zum Saisonstart 2014, dazu hinreißen lässt, wieder werksseitig einzusteigen. Wie das mit den “ganzen” alten Autos ab 2014 so wird, die dann ja eigentlich nicht mehr in das Reglement passen, wird sehr spannend. Ich vermute, man bastelt irgendein wenig durchdachtes Übergangsreglement mit mindestens 453 Sollbruchstellen, schustert sich eine Gewichtsverteilung aus der Hölle zusammen und am Ende meckern zu Recht alle. Das ist bei der WTCC dann übrigens ausnahmsweise mal kein Zeichen dafür, dass man es gut gemacht hat.

Aber zurück zu diesem Wochenende. Man fährt auf dem Stadtkurs von Porto, das bedeutet bei der WTCC normalerweise einige Gelbphasen, aber ganz muntere Rennen. Mehr als sonst wird an diesem Wochenende auf die Chevrolet zu achten sein, da Youngstar Pepe Oriola mit dem Tuenti Team von Seat zu Chevrolet wechselt. Tuenti kriegt dabei Unterstützung von RML. Ich verspreche mir ehrlich gesagt eine ganze Menge von dem Wechsel und traue Oriola im Verlauf der Saison durchaus noch einige Rennsiege zu.

Eurosport erfreut uns dieses Wochenende mit folgeden Übertragungszeiten: Um 16:00 Uhr am Samstag das Qualfying live (!) auf Eurosport 2. Am Sonntag auf Eurosport 1 live um 12:00 Uhr Rennen 1 und um 17:45 (!) Rennen 2.

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June 27 2013

13:52

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 27.06.2013

Der wöchentliche Podcast von Racingblog-Team. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Zwei Hauptthemen gibt es heute. Das ist zum einen ausführliche Analyse der 24 Stunden von Le Mans, in der wir auch auf die Sicherheitsprobleme auf der Strecke eingehen. Dann folgt die F1 und das Urteil gegen Mercedes/Pirelli von letzter Woche. Wir schauen zu dem kurz auf die NASCAR und blicken auf die anderen Rennen, die am kommenden Wochenende starten werden.

Kurze technische Mitteilung: Ich musste die Aufnahmequalität etwas reduzieren, weil wir diesen Monat an die Grenze unserer Hostingpakets für den Podcast stoßen.

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Dauer: ca. 120 Minuten

00:00:00 Le Mans
00:36:00 Unfall Allan Simonsen
01:17:00 F1
01:37:00 NASCAR
01:44:00 WTCC

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May 20 2013

14:22

WTCC: Analyse Salzburgring 2013

Am Ende standen am Salzburgring wie zu erwarten war in beiden Rennen Chevroletpiloten ganz oben. Doch der große Spaß begann schon im Qualifying.

Nash_Race2_Aut46Dort passierte nämlich etwas, was selbst in der WTCC eher selten vorkommt. Man befahl 14 Fahrern nach der Quali wegen verschiedener Sachen (hauptsächlich Aufhalten von anderen Fahrern) sich vor der Rennleitung zu erklären. Die illustere Liste las sich so: Rob Huff, Gabriele Tarquini, Norbert Michelisz, Mikhail Kozlovskiy, Alex MacDowall, Yvan Muller, James Nash, Tom Coronel, Tiago Monteiro, Hugo Valente, Tom Chilton, Stefano D’Aste, Pepe Oriola und Darry O’Young. Ich vermute mal einfach, dass die anderen (mehrheitlich) BMW-Piloten einfach grundsätzlich zu langsam sind, um jemanden gewollt aufzuhalten.

Am Ende bestraft wurden (Name + Anzahl der versetzten Startplätze): Valente (+5), Chilton (+12), Muller (+12), Monteiro (+12), Tarquini (+24), Coronel (+15) Michelisz (+12), Huff (+10), Oriola (+16), MacDowall (+8), D’Aste (+5) und O’Young (+5). Zusätzlich gab es für alle noch Geldstrafen. Aber die Party war noch nicht vorbei. Später wurden dann auch noch alle Honda’s an das Ende des Feldes strafversetzt, weil der Heckflügel ein paar Millimeter außerhalb der Reglementbegrenzungen lag.Mal abgesehen davon, dass man mit der Strafenorgie den Samstag sportlich komplett wertlos gemacht hat, sollte man sich überlegen, ob eine Strafversetzung von 12 Piloten wegen Aufhaltens anderer Fahrer wirklich sinnvoll ist oder man sich damit nicht eher ziemlich lächerlich macht.

Das ziemlich durchgewürfelte Grid, was sich daraus für Lauf 1 ergab, resultierte in einem guten Rennen, entspann sich dann aber zumindest vorne recht schnell wieder und zwar zu Gunsten der Chevrolets. Am Ende hieß es ganz vorne Nykjaer, Nash und Muller. Dahinter kam der eine sehr starke Saison fahrende Bennani ins Ziel, gefolgt von einem weiteren Chevrolet von MacDowall. Danach folgte Freddy Barth, der kämpfte wie ein Löwe um die anderen Fahrzeuge hinter sich zu halten. Allgemein fiel auf, dass die BMW’s in den langsamen Passagen ganz gut gingen aber auf den Geraden und in der Fahrerlagerkurve ihren Gegnern hoffnungslos unterlegen waren, weil einfach der Top Speed fehlt.

Ganz im Gegensatz zu den meisten Chevrolets, die mit erwarteter Leichtigkeit trotz der Strafen ihre zahlreichen Gegner überholen konnten, so auch Chilton, der hinter Barth ins Ziel kam. Auf Platz 8 kam mit Rob Huff endlich der erste Seat ins Ziel, die an diesem Wochenende nicht viel zu melden hatten. James Thompson komplettierte zusammen mit Tom Coronel die Top 10. Erfreulich für die Ladamannschaft, dass sie zum zweiten mal Punkte holen konnten. Weniger erfreulich war zu sehen, dass beide Autos  dank der ganzen Strafversetzungen viel weiter vorne starteten als es das ursprüngliche Qualiergebnis hergab und es für beide doch recht schnell nach hinten ging. Da fehlt einfach jede Menge Speed.

Speed fehlte auch den Hondas. Auch wenn sie von ganz hinten starten mussten, hatte ich zumindest mit den Werkshondas in den Punkten gerechnet. Am Ende standen jedoch für die 3 Hondafahrzeuge nur die Plätze 12-14. Da lief es im zweiten Rennen auch dank wesentlich besser Startplätze für die Honda’s schon besser. Michelisz konnte immerhin aufs Podium fahren, dahinter kam Monteiro auf 4 und Tarquini auf Platz 8 ins Ziel. Dennoch hatte man auch im 2. Rennen keine gute Performance was natürlich auch an den 40 kg Zuladung lag, die dem Fahrzeug wohl absolut nicht gut tuen, speziell natürlich auf Strecken mit schnellen Kurven wie dem Salzburgring.

Gewonnen wurde das zweite Rennen von Nash, der aber wohl noch vom bärenstarken Muller abgefangen worden wäre, wenn das Rennen nur etwas länger gewesen wäre. Nykjaer und MacDowall komplettierten die “4 aus 6″ Chevrolets in den Top 6. Oriola, der leider aus der Spitzengruppe etwas unsanft rausgerempelt wurde und Huff konnten immerhin auf den Plätzen 7 und 9 ein bisschen was für die Seat’s retten, während Tom Coronel den letzten Punkt holte.

Alles in allem kann man aus dem Rennwochenende mitnehmen, dass mit dieser Gewichtsverteilung die Chevrolets wie erwartet praktisch nicht schlagbar sind, da muss sich unbedingt was ändern. Aber ich könnte auch genau so gut gegen eine Wand reden. Das wäre vielleicht sogar effektiver. Das Gewichtsreglement frustriert trotz dem weksseitigem Ausstieg von Chevrolet immer mehr. Weiter geht es in 3 Wochen in Moskau.

Nash_Race2_Aut46 Start_Race1_Aut12 Start_Race1_Aut20 Thompson_Race1_Aut8 Ambience_Aut_24 Kozlovskiy _Race2_Aut2 MacDowall _Race2_Aut7 Monteiro_Race2_Aut3 OYoung_Race1_Aut9

 

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May 16 2013

06:52

WTCC: Kurzvorschau Salzburgring 2013

Die WTCC gastiert dieses Wochenende am Salzburgring. Letztes Jahr war das Event zumindest aus Sicht der Veranstalter sehr erfolgreich. Die Rennen waren leider nur unterdurchschnittlich.

Start Race2 Aut 5 300x199 WTCC: Kurzvorschau Salzburgring 2013Das die Chevrolets letztes Jahr am Salzburgring nicht 2 vollkommen überlegene Siege eingefahren haben, lag einzig und allein an den Reifen. In der schnellen Fahrerlagerkurve flogen damals Chevrolet- und Seatfahrzeuge reihenweise mit Reifenschäden ab. Die angegebenen Gründe gingen damals von Konstruktionsfehler bis zu massiver Überschreitung der empfohlenen Reifendruckgrenzen von Yokohoma. Effektiv dürfte es eine Mischung aus beidem gewesen sein.

Es ist nicht davon auszugehen, dass sich das Reifendilemma dieses Jahr wiederholen wird. Nur zu hoffen ist jedoch, dass man diesmal mehr auf die Sicherheit der Fahrer und Streckenposten achtet und bei Bedarf nicht ganz so sparsam wie letztes Jahr mit dem Safetycar umgeht.

Ich sehe die Chevrolets dieses Wochenende wieder ganz weit vorne landen. Das liegt außer den Erfahrungen aus dem vergangen Jahr auch an der Gewichteverteilung. Die Chevrolets bleiben bei der maximalen Zuladung, die Hondas kriegen 10 kg mehr, die Seat’s ebenfalls und die BMW’s sogar 20 kg, was effektiv daraus hinausläuft, dass alle Fahrzeuge langsamer werden, weil sie mehr Zusatzgewicht auf einer schnellen Strecke wie dem Salzburgring haben außer den Chevrolets. Die Gewichteverteilung macht mal wieder einen brillianten Job.

Eurosport überträgt leider wegen diversen anderen Sportevents mit reduziertem Aufwand am Samstag: Nämlich gar nicht. Dafür laufen am Sonntag um 8.30 Uhr eine Qualiaufzeichung, ab 8.45 Uhr das Warm-up, das erste Rennen um 12:30 Uhr und das zweite Rennen um 13:30 Uhr auf Eurosport 1.

 WTCC: Kurzvorschau Salzburgring 2013

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March 28 2013

17:07

WTCC: Analyse Monza 2013

Das WTCC-Wochenende bot einige Überraschungen. Die Honda waren langsamer als erwartet, dafür fuhren die RML Chevrolet alles in Grund und Boden. Und zu einem Debüt der Lada-Fahrzeuge kam es erst gar nicht.


Podium Race2 Ita 8 300x200 WTCC: Analyse Monza 2013Es regnete das gesamte Wochenende über in Monza. Letzte Woche hatte es wohl sogar noch geschneit, also hatte man ziemliches Glück, dass man überhaupt fahren konnte. Der Regen forderte allerdings auch seine Opfer. Im Qualifying schafften es die beiden Lada-Fahrzeuge, miteinander zu kollidieren und sich unreparierbar zu beschädigen. Dudakalo dachte wohl, dass die Lada Bremsfallschirme haben, zumindest verfehlte er den Bremspunkt der ersten Schikane um gefühlte 200 Meter und torpedierte seinen Teamkollegen Thompson, der gerade in jene einbog. Resultat waren zwei zerstörte Lada und es könnte sein, dass Dudukalo seinen Job durch die ganze Aktion verloren hat. Das war natürlich der denkbar ungünstigste Start in die Saison, aber überraschenderweise sah der Lada, was die Zeiten bis dahin anging, gar nicht so schlecht aus.

Doch die alles dominierenden Fahrzeuge waren die Chevrolet von RML. Yvan Muller holte die Pole und siegte überlegen in beiden Rennen. Tom Chilton wurde Zweiter und Fünfter. Die Chevrolet von RML waren auf der Geraden einfach viel zu schnell, speziell Muller zeigt auch in Rennen 2 eine überragende Performance und das alles unter weiterhin widrigen Bedingungen und mit kaputten Scheibenwischern. Aber auch für die anderen Chevrolet lief es zumindest in jeweils einem Rennen ziemlich gut: MacDowall wurde in Rennen 1 Dritter, Nash Siebenter und in Rennen 2 erkämpfte sich Nykjaer den zweiten Platz und Nash wurde erneut Siebenter. Die Chevrolet hatten schon immer einen guten Topspeed, dennoch war ihre Performance überraschend gut. Wie gut die Fahrzeuge allerdings wirklich sind, wird mal wohl erst nach dem Hungaro- und Slovakiaring sehen, wo es nicht nur auf Topspeed ankommt. Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Chevrolets mit 40 kg Ballast rumfahren und trotzdem so überlegen sind.

Bei Topspeed kommen wir zu den Honda, die traditionell ja nicht die schnellsten auf der Geraden sind. Ob das für ein grundsätzlich sportlich angelegtes Fahrzeug wie den Civic marketingteschnisch günstig ist, sei mal dahingestellt. Die beste Rundenzeit von Tarquini war eine Sekunde langsamer als die von Muller. Das ist trotz Regen schon eine Menge Holz, aber Monza ist auch eine spezielle Strecke. Effektiv sprangen für Tarquini die Plätze 4 und 3 heraus, für Monteiro die Plätze 5 und 8. Das sind sicherlich keine schlechten Ergebnisse, dennoch hätte ich speziell nach den Rennen im letzten Jahr gedacht, dass sie näher am Topspeed der Chevrolet dran sind. Aber abwarten wie das Auto auf Strecken geht, wo es nicht nur auf den Motor ankommt. Das einzige Kundenfahrzeug mit Michelisz schaffte es immerhin im ersten Rennen auf Platz 8.

Für die SEAT lief es dank Münnich Motorsport ganz gut. Man scheint das Auto zu verstehen und so sprang am Ende für Marc Basseng im 2. Rennen ein 4. Platz heraus, während im ersten Rob Huff den SEAT auf die 6. Postion und im Zweiten auf den 10. Platz fahren konnte. Den beiden guten Ergebnissen ging dabei jeweils eine fantastische Aufholjagd von Huff voraus. Dieser war im Qualifying gleich mit Barth kollidiert und musste somit von hinten das Feld aufrollen. Die Aufholjagd war jedoch leider kaum im Bild zu sehen. Einziger SEAT-Lichtblick ansonsten war Pepe Oriola, der im zweiten Rennen die schnellste Rennrunde fahren konnte und auf Platz 6 ins Ziel kam.

Die BMW waren enttäuschend. Mehr als Platz 9 und 10 von Coronel und Barth und Platz 9 von d’Aste im zweiten Rennen war nicht drin. Dabei war es ein Wunder, dass das Auto von d’Aste bis zum zweiten Rennen wieder aufgebaut werden konnte, da er es im ersten doch sehr ordentlich in die Leitplanken gelegt hatte. Den BMW fehlen zwischen 1,5 und 2 Sekunden pro Runde auf die Chevrolet von RML. Das ist eine Menge Holz, aber was will man ohne Support von BMW seit Jahren auch erwarten.

Ein Wort noch zu den deutschen Kommentatoren: Normalerweise bin ich ein Fan des Kommentars auf Eurosport, da dort auch die Probleme der Serie teilweise sehr deutlich herausgestellt werden und das obwohl ESP ja sehr stark in der Serie involviert ist. Das permanente “Basseng-Watching”, speziell von Menzel, mit einigen Aussagen weit weg von jeglicher Objektivität, nervte dann am Sonntag aber schon sehr stark. Auch wenn er mit Basseng gut befreundet sein wird, muss man das, wenn man ein Rennen kommentiert, weitgehend ablegen können. Das nächste Rennen ist am ersten Aprilwochenende in Marrakesch

MacDowall Race1 Ita 9 150x150 WTCC: Analyse Monza 2013 Nykjaer Race2 Ita 11 150x150 WTCC: Analyse Monza 2013 OYoung Race2 Ita 16 150x150 WTCC: Analyse Monza 2013 Podium Race2 Ita 8 150x150 WTCC: Analyse Monza 2013 Start Race2 Ita 5 150x150 WTCC: Analyse Monza 2013 Basseng Race1 Ita 19 150x150 WTCC: Analyse Monza 2013 Thompson Ita 91 150x150 WTCC: Analyse Monza 2013 Tarquini Race1 Ita 10 150x150 WTCC: Analyse Monza 2013 Start Race2 Ita 9 150x150 WTCC: Analyse Monza 2013

 WTCC: Analyse Monza 2013

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March 22 2013

17:03

WTCC: Saisonvorschau 2013

Die WTCC startet dieses Wochenende in ihre neue Saison. Und es ist wohl das x-te Übergangsjahr in Folge, bevor nächstes Jahr das neue Reglement kommt. Immerhin hat man dieses Jahr zwei neue “Vollzeithersteller” in der Serie, dafür hat sich jedoch Ford zurückgezogen. 

Kalender und Regeländerungen:

Doch zunächst zu ein paar allgemeine Sachen, allen voran der Kalender der diesjährigen WTCC-Saison:

1.  23/24 März  Monza  Autodromo di Monza 2.  6/7 April  Marrakesch  Circuit de Marrakech 3.  27/28 April  Slovakei  Slovakia Ring 4.  04/05 Mai  Budapest  Hungaroring 5.  18/19 Mai  Salzburg  Salzburgring 6.  8/9 Juni  Moskau  Moscow Raceway 7.  29/30 Juni  Porto  Circuito da Boavista 8.  TBA (3/4 August ? )  TBA  TBA 9.  TBA (24/25 August ? )  TBA  TBA 10.  7/8 September  Sonoma  Sonoma Raceway 11.  21/22 September  Suzuka  Suzuka East Circuit 12.  02/03 November  Shanghai  Shanghai International Circuit 13.  16/17 November  Macao  Circuito da Guia

Das ist, voller Stolz präsentiert, der komplette Kalender der WTCC-Saion 2013. Der komplette Kalender? Nein, natürlich nicht. Man kämpfte monatelang um einen vollständigen Kalender, nur damit er am Ende doch auseinander flog.

Die Saison startet dieses Wochenende in Monza. Ursprünglich sollte es einen Saisonstart in Barcelona geben, wofür Valencia aus dem Kalender flog. Das Rennwochenende war aber so kurzfristig (?!) wohl nicht realisierbar, deswegen fährt man dort erst ab nächstem Jahr. Dann aber ganz sicher, wirklich! Nach Monza geht es direkt weiter nach Marrakesch, das zwischendurch auch mal aus dem Kalender geflogen war, jetzt aber gesichert zu sein scheint.

Danach absolviert man die beiden sehr beliebten Auftritte in der Slovakei und in Ungarn und kehrt nach der erfolgreichen Uraufführung in der letzten Saison nach Salzburg zurück, um sich danach wieder gen Osten auf zu machen, wo die WTCC das erste Mal in Moskau gastiert. Die Europasaison endet im Moment in Porto. Die sinnlosen Reisekilometer kann sich jetzt jeder selber auf seiner virtuellen Europakarte ausmalen. (Kleiner Tipp: Würde man nur Salzburg und Moskau tauschen würde man schon eine Menge Reisekilometer sparen, ganz abgesehen von der Idee erst in Moskau zu fahren und sich dann nach Westen vorzuarbeiten) Aber vermutlich muss der Kalender so geschrieben werden, da es ansonsten zu Kollisionen mit anderen Rennserien oder Events kommt.

Nach Porto folgen zwei TBAs im Kalender. Das erste war Curitiba, das zweite TBA wurde zusammen mit der Streichung von Curitiba aus dem Kalender hinzugefügt. Anbei folgt ein kurzer Auszug des historischen Kampfes von Curitiba ums Überleben im WTCC-Kalender:

- Irgendwann vor Dezember 2012: Ein erster Kalenderentwurf enthält Curitiba.
- Anfang Dezember 2012: Curitiba fliegt auf einer Vollversammlung der FIA in Istanbul aus dem Kalender.
- Mitte Dezember 2012: Nach Verhandlungen zwischen Eurosport Events und Brazil’s National Sporting Authority kehrt Curitiba zurück in den Kalender.
- Anfang März: Nach einer Sitzung des Automobil-Weltrates der FIA in Genf wird Curitiba wieder gestrichen.
- to be continued

Die Termine, die in Klammern hinter den beiden TBAs stehen, sind die Ersatztermine, die von offizieller Seite genannt wurden, falls man den Rennkalender kurzfristig ändern muss. Das war allerdings weit vor der Streichung von Curitiba. Die beiden Termine deuten auf einen früheren Beginn der Amerikasaison hin. Theoretisch wären hier eine Rückkehr von Curitiba und ein Rennen in Argentinien, wie schon letztes Jahr denkbar oder zwei weitere Rennen in den USA. Diese Variante ist jedoch eher unwahrscheinlich.

Erhoffenswerter ist eine Verschiebung beider Termine in den Juli und eine Erweiterung der Europasaison um zwei Rennen. Deutschland, Frankreich und England schreien förmlich nach Rennen, da diese drei für den Motorsport und die Automobilindustrie total unwichtigen Länder mal wieder keine Berücksichtigung im WTCC-Kalender gefunden haben. Ob sich das im vollen Motorsportsommer in Europa so einfach realisieren lässt, bleibt abzuwarten.

Die dritte und nicht unwahrscheinliche Möglichkeit ist, dass man einen oder beide TBAs ersatzlos wegfallen lässt und so wieder zwei Monate Sommerpause einbaut. Sollte man jedoch Ersatztermine finden, würde der Kalender bis auf die sechs Wochen Pause zwischen Suzuka und Shanghai (die Pause betrug im letzten Jahr zwei Wochen) sogar datenmäßig vernünftig aussehen. Vielleicht wurde hier jedoch einem Wunsch der Teams entsprochen, die Autos während der Überseesaison nochmal zurück in die Shops bringen zu können, allerdings würde dies auch jede Menge zusätzliche Reisekilometer und Kosten bedeuten, über die sich die Teams ja ebenfalls beschweren.

Was auch immer die zwei TBAs sein oder auch nicht sein werden, darauf folgt auf alle Fälle das Rennen am Sonoma Raceway, bevor es weiter nach Suzuka geht. In Suzuka wird man wohl endlich den Grand Prix Kurs fahren. Nach Japan geht es auf nach China, wo die letzten beiden Rennen in Shanghai und Macao stattfinden. Sollten die beiden TBAs tatsächlich durch Rennen ersetzt werden, hätte man den umfangreichsten Kalender aller Zeiten in der WTCC mit 13 Rennen – sollten beide wegfallen, hätte man ein Rennen weniger als letztes Jahr.

Die Fahrzeuge werden dieses Jahr alle mit dem gleichen Basisgewicht von 1150 kg an den Start gehen. Das soll die “Gewichtsverteilung des Grauens” fairer machen. Aber die WTCC wäre nicht die WTCC, wenn wirklich alle Fahrzeuge mit dem gleichen Gewicht an den Start gehen würden. Die BMW sind aus der Steinzeit so alt, dass sie dieses Minimungewicht nur unter größten Mühen, wenn überhaupt erreichen. Sollten sie Gewicht herausnehmen dürfen im Laufe der Saison, dürfte das wohl praktisch unmöglich für sie sein. Großartige Regeländerungen gibt es ansonsten nicht, aber da wird es nächstes Jahr den großen Knall geben, zumindest möchte man dann ein neues Reglement mit Hybridfahrzeugen, Karosserieänderungen und einem neuen Rennformat einführen. Dieser Fakt macht die WTCC-Saison 2013 allerdings auch (wieder) zu einem Übergangsjahr.

Hersteller, Teams und Fahrer:

CHEVROLET: Nachdem klar war, dass Chevrolet sich zurückziehen würde, stand im Winter lange die Frage im Raum, was denn RML in der Saison 2013 machen wird. Schlussendlich wurde das Geheimnis gelüftet: Man wird zwei private Chevrolet Cruze einsetzen, gefahren von Tom Chilton, der von Ford kommt, und dem mehrfachen Meister Yvan Muller. Nur zwei weitere Teams setzen ansonsten noch Chevrolets ein, nämlich bamboo-engineering mit MacDowall und Nash, die man nicht unterschätzen sollte, und Nika Racing, die für Michael Nykjaer ein Fahrzeug stellen. Nika Racing, da war doch was? Richtig, dahinter steckt Chevrolet Motorsport Schweden, also ein halber Werkseinsatz. Ein Auge sollte man sowohl auf die RML-Fahrzeuge, als auch auf Nika Racing werfen, die könnten den Hondas gefährlich werden.

HONDA: Der ganz klare WM-Favorit für dieses Jahr ist natürlich Honda. Die fuhren beim Testen schon Kreise um die Konkurrenten und haben mit Tarquini und Monteiro auch die beiden besten SEAT-Fahrer vom letzten Jahr im Werksteam und mit Zengo Motorsport und Michelisz ein nicht zu unterschätzendes Kundensportteam. Das Honda-Werksteam tritt übrigens in der extrem schicken rot-grün-weißen Castol-Traditionslackierung an, optisch werden die Autos sicherlich das Highlight dieses Jahr. Müsste ich auf einen Weltmeister tippen, würde ich Tarquini nehmen.

SEAT: Die SEAT sind das große Sorgenkind. Bekommen immer noch ein paar Updates, aber um sich wirklich von den BMW abzusetzen, reicht es dann doch nicht, und für ganz vorne schon gar nicht. Dann hat man noch seine beiden stärksten Fahrer abgeben müssen und stünde jetzt sehr schwach dar… …wenn nicht Münnich Motorsport mit drei Fahrzeugen eingestiegen wäre, auf die ich sehr gespannt bin. Ich glaube nicht, dass es permanent für ganz vorne reicht, aber mit den Fahrern Huff, Basseng und Münnich sollten Siege möglich sein. Oriola, Monje und Boardman sitzen alle in 1-Wagen-SEAT-Teams, vor allem auf Oriola sollte man achten.

BMW: Es gibt wieder eine ganze Armada an BMW. Aussichtsreister BMW ist, speziell nach dem Wechsel von Zengo Motorsport zu Honda, Tom Coronel von ROAL Motorsport. Das Auto kann sicherlich auch um ein paar Siege mitfahren. Das Team Engstler ist erfreulicherweise auch wieder dabei, genauso wie der Neuling ANOME, die einen BMW von Zengo-Motorsport gekauft haben und mit dem Trophée Andros Champion Jean-Philippe Dayraut an den Start gehen und versuchen wollen die ganze Saison zu bestreiten. Den Rest der fahrerisch bekannten BMW-Armada gibt es ahier.

LADA: Der zweite Werkseinsatz nach Honda. Gefahren werden die beiden Lada von der guten Paarung Thompson und Dudukalo. Ich habe meine Skepsis gegenüber dem Lada-Engagement schon oft geäußert und dass sie nur in Magny-Cours und nicht zusammen mit den anderen Teams getestet haben, schmälert diese nicht gerade. Ich bezweifel ernsthaft, dass sie um Siege mitfahren können und im engen Mittelfeld könnten selbst Punkte schwer werden.

FORD: Es wird in diesem Jahr leider keine Ford mehr geben. Nach den teilweise desaströsen Ergebnissen letztes Jahr hat Ford den Stecker gezogen.

TV-Übertragung:

Nicht viel Neues an dieser Stelle. Eurosport beziehungsweise Eurosport 2 werden wieder das Warm-Up, Qualifying (teilweise) und beide Rennen live übertragen. Die Übertragungszeiten werden wohl wieder so variieren, wie sie Eurosport am besten in ihren am Wochenende mit Livesport überfüllten Programmplan passen. Dafür bitte jedes Wochenende, so auch dieses, unsere TV-Termine beachten. Kommentiert werden die Rennen wieder von Dirk Adorf, Uwe Winter und Christian Menzel.

Dieses Wochenende: 

Zu Monza als Strecke muss man nicht viel sagen. Es ist ein reines Hochgeschwindigkeitsrennen, Honda ist Favorit. Ich würde ja auch Chevrolet mit Nika Racing und RML in einer guten Position sehen, wenn nicht das Gewichtsreglement der WTCC dem Sieger des letzten Jahres 40 zusätzliche Kilo ins Auto packen würde. Aber vielleicht reicht es ja im zweiten Rennen.

 

 WTCC: Saisonvorschau 2013

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March 08 2012

16:52

WTCC: Saisonvorschau 2012

Die WTCC startet dieses Wochenende schon in ihre neue Saison. Nach den offenen Chevyopen letztes Jahr sieht es dieses Jahr leider nicht viel besser aus. Das Positive ist aber, dass wieder mehr Werke in die Serie drängen.

Kalender und Regeländerungen:

Doch zunächst zu ein paar allgemeinen Sachen. Allem vorran der Kalender der diesjährigen WTCC-Saison:

1.  10/11 März  Monza  Autodromo di Monza 2.  31 März/01 April  Valencia Circuit Ricardo Tormo 3.  14/15 April  Marrakesch  Circuit de Marrakech 4.  28/29 April  Slovakei  Slovakia Ring 5.  05/06 Mai  Budapest  Hungaroring 6.  19/20 Mai  Salzburg  Salzburgring 7.  02/03 Juni  Estoril  Circuito do Estoril 8.  21/22 Juli  Curitiba  Autódromo Internacional de Curitiba 9.  22/23 September  Sonoma  Infineon Raceway 10.  20/21 Oktober  Suzuka  Suzuka East Circuit 11.  03/04 November  Shanghai  Shanghai International Circuit 12.  16/18 November  Macao  Circuito da Guia

12 Rennen auf 5 Kontinenten wird man bestreiten, 6 davon in Europa. Eine gute und ansprechende Mischung für eine Weltmeisterschaft, auch wenn es gerne 2 Rennen mehr seien dürften. Das Problem ist, dass die WTCC dann in Logistikprobleme kommt, da einem natürlich nicht die Transportmöglichkeiten der Formel 1 zur Verfügung stehen. So sieht der Kalender rein von Daten her leider etwas komisch aus mit 8 Rennen in 5 Monaten und die restlichen 4 Rennen in 4 Monaten. Die großen logistisch bedingten Pausen am Ende des Kalenders lassen das Ganze immer ein bisschen zäh und zusammenhangslos wirken.

Starten wird man die Saison in Monza dieses Wochenende, danach bringt man den Spanienbesuch hinter sich, den jede Serie macht. Die gute Nachricht ist man fährt nicht in Barcelona sondern in Valencia, und dort auch nicht auf dem unsäglichen Stadtkurs, obwohl der vielleicht für Tourenwagenrennen gar nicht so schlimm wäre, sondern die Strecke, wo auch die MotoGP ihre Rennen absolviert. Das Motorland Aragón hätte mir zwar besser gefallen, aber Hauptsache man sieht mal nicht Barcelona. Danach geht man nach Marrakesch und da muss man fragen: Warum?. Der letzte Marrakesch Auftritt war sowohl mit der damaligen Begleitserie Formel 2, als auch mit den Tourenwagen ein mittelschweres Desaster, da die Streckenposten ewig brauchten, um verunfallte Fahrzeuge von der Strecke zu kriegen. Bei der kurzen Rennlänge der WTCC laufen dann ganz schnell Großteile des Rennens unter gelb ab. Zu der Verteidigung der Streckenposten muss man sagen, dass die WTCC-Piloten bei ihrem letzten Auftritt auf dem Stadtkurs auch echt Schrott am laufenden Band produziert haben. Aber dann war da auch unter anderem noch, die nicht funktionierende Ampelanlage…

Nach Marrakesch wollte man eigentlich nach Argentinien, blos dieses Rennen kam nicht zu Stande. weswegen man den Slovakia Ring als Ersatzstrecke gewählt hat. Danach geht man auf den immer noch als Micky-Maus-Kurs verschrienen Hugaroring, obwohl die Rennen dort eigentlich nie so schlecht sind. Der Salzburgring und Estoril bilden den Abschluss des Europateils des Kalenders. Sehr schade ist das Fehlens eines Rennens in Deutschland, ebenso wie es kein Rennen in Frankreich und England gibt. Nach Estoril setzt man über nach Brasilien und fährt in Curitiba und danach und das ist sehr erfreulich in Sonoma. Somit hat man es geschafft einen Nordamerikaauftritt auf einer nicht uninteressanten Strecke zu organisieren. Man verlässt Amerika dann Richtung Asien, fährt in Suzuka und in Shanghai. Dort zum Glück auf der Grand-Prix-Strecke und nicht auf der Kartbahn, auch wenn leider wieder kaum Zuschauer da sein werden. Den Abschluss der Saison bildet wie jedes Jahr das Destruction-Derby in Macao.

Zur neuen Saison gibt es auch einige Regeländerungen, hier die Wichtigsten: Die Rennen sind jetzt wenigstens 10 Kilometer länger (60 Kilometer). Dies ist nur zu begrüßen, auch wenn 75 oder gar 100 Kilometer vielleicht ein vernünftigerer Ansatz wären. Es gibt jetzt Punkte fürs Qualifing und zwar 5 für den Bestplatzierten, 4 für den Zweitplatzierten und so weiter, ist keine große Änderung, wertet das Qualifying aber nochmals auf. Außerdem kommen nun 12 statt 10 Fahrern in Q2. Die Startaufstellung für Rennen 2 bestimmt sich nun nich tmehr nach der umgekehrten Reihenfolge von Q1 sondern nach der von Q2. Es können nur noch Wagen Q2 erreichen, die in der Meisterschaft eingetragen sind, also Meisterschaftspunkte sammeln. Desweiteren verteilt die WTCC weiterhin Karten, nun gilt: Wer 2 statt 3 Mal wegen fahrerischen Vergehen auf der Strecke bestraft wird, muss beim nächsten Rennen 10 Plätze nach hinten. Ursprünglich hieß es, dass man nur noch einen Motor für die ganze Saison verwenden darf, dies wurde jedoch vermutlich auf Bestreben von Ford und Seat dahin geändert, dass man bis zum Hungaroring seinen Motor strafenfrei wechseln darf. Zuletzt wird es ab diesem Jahr auch in der WTCC wie in der Formel 1 einen “Fahrersteward” geben.

Die Hersteller:

Chervrolet: Nachdem nicht unüberraschend erfolgreichem Jahr 2011 kehrt Chevrolet auch 2011 wieder werksseitig zurück in die Serie. Zwischen den Zeilen hat man in Interviews immer wieder herausgehört, dass man den großen Erfolg, den man hat natürlich begrüße, aber aus Marketinggründen einige andere Werke doch wünschenswert wären, ansonsten könnte man darüber nachdenken, sein Engagement etwas zurückzufahren. Weitere Werke werden wohl kommen, weswegen Chevrolet sich wohl entschied, auch dieses Jahr mit 3 Autos anzutreten. Es gab sogar Gerüchte, dass man ein 4. Auto für Alex MacDowall einsetzen könnte, letzendlich blieb man jedoch bei 3 Wagen. Von Seiten der FIA hat man sich gedacht, dass man um die Chevrolets etwas einzubremsen ihr Mindestgewicht um 30kg erhöht, was eine ganze Menge ist. Später hat FIA da nochmal drüber geschaut. und lediglich 10kg raufgepackt. Ob das reicht, wird man sehen müssen. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat sich technisch wenig getan, die Werkschevrolets werden mit neuen Aufhängungen und einem leicht überabeitetem Motor an den Start gehen. Desweiteren verschwindet die Landesflagge des jeweiligen Fahrers vom Dach und die Lackierung wurde etwas überabreitet, so dass die Autos jetzt etwas schnittiger wirken.

Seat: Weiterhin unterstützt Seat nur, allerdings mehr als im letzten Jahr. Man hat sich im Winter vor allem auf das eine große Problem konzentriert: Den Motor. Dieser wird jetzt nicht bei dem mit Seat eng verbundenem SunRed-Team gebaut, sondern bei Seat selbst. Damit will man einen Flop wie das verspätete Auftauchen des neuen Motors letztes Jahr, der dann nichtmal mehr besonders konkurrenzfähig war, vermeiden. Der neue Motor soll bei den Testfahrten wohl erstaunlich gut und zuverlässig gelaufen sein. Eventuell will sich Seat ab 2013 wieder komplett werksseitig engagieren, sicher ist man sich da aber noch nicht.

BMW: Kaum neues aus dem Hause BMW, sogar eher schlechte Nachrichten. War der BMW 320 zu seiner Blütezeit vor 3-5 Jahren in vielen Rennserien einsetzbar und DAS Kundenauto, ist dies heute nicht mehr so. Einige Serien verabschieden sich vom S2000 Reglement und verlangen Fahrzeuge auf GT-3 Basis, weswegen BMW viel Energie in den Z4 setzt. Dennoch möchte man die Kundenteams, die den 320 TC einsetzen, natürlich bestmöglich betreuen. Die Eindrücke des ebenfalls leicht überarbeitetem Motors bei den Tests waren wohl eher so mittelmäßig, es dürfte ein schweres Jahr für die BMW-Teams werden.

Honda: Sehr erfreuliches gibt es von Honda zu berichten. Überraschend gaben die Japaner bekannt, dass man werksseitig mit dem JAS Motorsportteam ab 2013 mit 2 Honda-Civic in die WTCC einsteigen wird. Geplant ist im Moment sogar schon als Gasstarter bei den Asienrennen zum Ende der Saison anzutreten. Für das WTCC-Programm wird man natürlich einen neuen 1,6l-Turbomotor nach dem neuen Reglement entwickeln. Ein ganz wichtiger Schritt für die WTCC, die in Asien ziemlich beliebt ist und somit endlich mit Sicherheit einen weiteren namhaften Hersteller bekommt.

Ford: Ford steigt dieses Jahr erfreulicherweise auf privater Ebene in die WTCC ein. Mit Hilfe von Mountune Racing hat man einen Motor nach aktuellem Reglement konstruiert und finanziert, der vom Einsatzteam Aon Motorsport ausgiebig getestet und für gut befunden wurde. Im Vergleich zur BTCC Version des Ford Focus hat man dem Auto ein neues Bodywork und eine neue Aufhängung verpasst, mit dem Verlauf der Tests war man sehr zufrieden. Vielleicht findert Ford ja soviel Spaß an der WTCC, dass man sich für einem Werkseinsatz entscheidet…

Lada: TMS wird als privates Team dieses Jahr mit starker Unterstützung von Lada 2 Rennwochenenden bestreiten, jenes am Hungaroring und das in Estoril. Eingesetzt wird der neue LADA Granta Sport, der ab April ausgiebig getestet werden soll. Allerdings hat man momentan ziemliche Probleme bei der Entwicklung, die FIA lehnte unter anderem einen Antrag zur Verbreiterung des Radstandes ab. Sollten die beiden Rennen gut laufen, denkt man wohl über ein werksseitiges 3-Jahres-Engagement nach. Entsprechende Vorverträge mit Fahrer James Thompson sind anscheinend geschlossen.

Volvo: Die schlechtesten Nachrichten diesen Winter kamen doch etwas überraschend von Volvo. Diese ziehen nämlich ihre Unterstützung für das Einsatzteam Polestar komplett zurück. Dies ist nach einer doch recht vielversprechenden Saison 2011, die man ja komplett bestritt ziemlich merkwürdig. Grund dafür ist laut Volvo schlicht und ergreifend der, dass man das falsche Auto für die WTCC gebaut hat. Der C30 ist nicht mehr das Auto, welches Volvo promotet sehen möchte, statt dessen setzt man auf den S60, den es aber nicht in einer S2000 Version gibt. Diesen möchte man in Rennserien im skandinavischen Raum einsetzen. Insgesamt mehr als schade das Ganze.

Die Teams und Fahrer:

Man wird bei jedem Rennen weit über 20 Fahrer am Start haben, was ein sehr ansehnliches Starterfeld ist. Hier ein Überblick über die Teams und Fahrer:

Chevrolet-Werksteam: Die Meistertruppe vom letzten Jahr tritt mit einem unverändertem Aufgebot an Fahrern an, Menu, Huff und Muller. Viel muss man zu dem Team nicht sagen, sehr starkes Line-up an Fahrern, wohl den besten Wagen, hier fahren die Titelaspiranten und es muss eigentlich erwartet werden, das am Ende des Jahres diese Autos am Ende des Jahres in der Meisterschaft auf den Plätzen 1, 2 und 3 landen. In welcher Reihenfolge muss sich noch herraus stellen.

Chevrolet Team Schweden: Sowas wie ein vierter veralteter Werkswagen, den Chevrolet hier einsetzt, allerdings keinesfalls die ganze Saison. Fahrer Rickard Rydell wird einen 2011-er Chevrolet-Werkswagen bekommen. Rydell und das Chevrolet Team Schweden kommen aus der STCC, dort sind sie Titelverteidiger. Das Team möchte mal schauen was in Monza so geht und dann eventuell die Rennen, die nicht mit der STCC kollidieren ebenfalls fahren (Rydell kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Bamboo-Engineering: Mit neuen Wagen und neuer Fahrerpaarung geht Bamboo-Engineering in die Saison. Man wird 2 neue Kunden-Chevrolet-Cruz mit den neuesten Updates fahren. Als Fahrer hat man Pasquale Di Sabatino und Alex MacDowall gewinnen können. Nie von den beiden gehört?  Pasquale Di Sabatino kommt aus dem Formelsport, ist letzte Saison AutoGP gefahren und wurde dort sehr unauffälliger Gesamtzwölfter. Wesentlich erfolgsversprechender klingt da schon Alex MacDowall, der aus der BTCC kommt und dort für Chevrolet fuhr. Er konnte dort einige Podien erreichen, auf ihn wird zu achten sein.

Sunred-Engineerig: Auch Sunred-Engineering ist natürlich wieder dabei. Als Fahrer hat man Andrea Barlesi und Fernando Monje verpflichtet. Andrea Barlesi gewann vorletztes Jahr immerhin die Formla Le Mans und fuhr letztes Jahr in der LMS. Fernando Monje kommt aus den Formel 3 Open, wo er letztes Jahr 15. in der Gesamtwertung wurde. Das ist jetzt nicht das beste Lineup. Einsatzfahrzeug ist ein neuer Seat-Léon mit dem neuem Motor.

Tuenti Racing Team: Das Tuenti Racing Team ist das Schwesterteam von Sunred. Fahrer sind Tiago Monteiro und Pepe Oriola. Oriola fuhr letztes Jahr eine mittelprächtige Debutsaison und wurde 18. in der Gesamtwertung, aber der Junge ist ja auch erst 17. Über Routinier Monteiro muss man keine Worte mehr verlieren, bei einem günstigem Rennen ist vielleicht ein Sieg für das Team mit ihren Seats drin (Monteiro kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Lukoil Racing Team: Das eng mti Seat zusammenarbeitende Lukoil Racing Team ist jenes Seat-Team, welches am siegfähigsten aussieht. Fahrer sind Gabriele Tarquini und Aleksei Dudukalo. Lukoil ist eine russische Ölfirma, die viel Geld investiert und deshalb auch viel Support von Seat bekommt. Dieses Jahr möchte man richtig angreifen, es gibt sogar Gerüchte, dass man nächstes Jahr das Werksteam von Seat werden könnte. Dudokalo lieferte eine schwache erste Saison ab und holte letztes Jahr nur 4. Punkte, während Routinier Tarquini natürlich immer für gute Rennen zu haben ist (Tarquini kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Zengo Motorsport: Die Truppe ist auch dieses Jahr wieder dabei. Man hat es sogar geschafft, ein zweites Auto zu finanzieren. Neben Norbert Michelisz wird Gábor Wéber einen der beiden BMW 320 TC pilotieren. Michelisz wurde starker 9. letztes Jahr, während Wéber mit ganz ansprechenden Ergebnissen aus dem Seat Leon Supercopa kommt.

Team Engstler: Das sympathische Team geht wieder mit 2 Wagen, natürlich BMW’s an den Start, gefahren von Franz Engstler und Charles Kaki Ng. Ng kommt aus dem Tourenwagensport in Asien und fährt nun seine erste volle WTCC-Saison, über Engstler sollte alles bekannt sein. Vielleicht schafft man es wieder, die großen Blauen zu ärgern und ein oder zwei Siege einzufahren, ansonsten geht es um die Privatfahrerwertung.

Roal Motorsport: Wieder wird man bei Roal Motorsport auf 2 BMW 320 TC setzen. Am Steuer werden Tom Coronel und Alberto Cerqui sitzen. Tom Coronel wird wohl neben der Engstler der BMW-Fahrer sein, der am ehesten mal für einen Sieg gut ist. Alberto Cerqui ist allerdings nicht zu unterschätzen, er steigt als Meister der italienischen Superstars Series auf. Dort fuhr er auch schon für das Roal-Team (Coronel kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Proteam-Racing: Das Team setzt leider nur noch 2 Autos statt 3 wie letzte Saison ein. Mehdi Bennani bekommt wieder eines der Cockpits, er wurde letzte Saison 16. den zweiten BMW bekommt Isaac Tutumlu. Jener hat ein paar Einsätze in der Superstars Series und dem Porsche Super Cup hinter sich, die Ergebnisse des Spaniers waren jedoch eher unspektakulär.

Wiechers-Sport: Auch Wiechers-Sport wird man in der WTCC sehen. Man tritt mit einem BMW an, diesmal wieder pilotiert von Stefano D’Aste. D’Aste ist sicherlich besser als das “Experiment” Urs Sonderegger, bei dem Weichers-Sport ja schon Mitte der letztes Saison die Reißleine zog.

Team-Aon: Die beiden Fords dieses Jahr werden von Team Aon eingesetzt. Das Team kommt aus der BTCC und bringt auch gleich 2 britische Fahrer mit, nämlich Tom Chilton und James Nash. Die beiden sind echte Topfahrer, waren beide Privatchampions in der BTCC. Auf das Team wird man achten müssen. James Nash ist ein heißer Anwärter für den Titel in der Privatfahrerwertung (Chilton kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Special Tuning Racing: Das Team wird 2 Seats einsetzen und kommt ebenfalls aus der BTCC. Fahrer werden  Tom Boardman und Darryl O’Young sein. Tom Boardman ist Miteigentümer des Teams, und konnte in der BTCC gute Ergebnisse abliefern. O’Young wurde 14. in der letzten Saison und hat die 12h von Bathurst in diesem Jahr gewonnen, man sollte ihn also nicht unterschätzen.

TV-Übertragung:

Nicht viel Neues an dieser Stelle. Eurosport beziehungsweise Eurosport 2 werden wieder das Qualifying (teilweise) und beide Rennen live übertragen. Die Übertragungszeiten werden wohl wieder so variieren, wie sie Eurosport am besten in ihren am Wochenende mit Livesport befülltem Programmplan passen. Dafür bitte jedes Wochenende unsere Tv-Termine beachten. Kommentiert werden die Rennen wieder von Dirk Adorf und Uwe Winter, neu stößt Christian Menzel hinzu, der sich mit Dirk Adorf abwechseln wird.

Dieses Wochendende: 

Etwas untypisch für die WTCC beginnt die Saison dieses Jahr nicht in Übersee, sondern in Europa auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza. Bei der Starterliste gibt es zwei kleine Besonderheiten: Fernando Monje wird für Sunred noch nicht am Start seien, da er für das Team in der ETCC antritt, dafür fährt Rickard Rydell für das Chevrolet Team Schweden einen Einsatz, der als Test für ein eventuell weiterführendes Engagement herhalten soll (s.o.).

Zu Monza an sich als Strecke muss man nicht viel sagen. Es ist ein reines Hochgeschwindigkeitsrennen, bei der WTCC mit ihren 60 Kilometern Renndistanz ist das ein eher kurzers Vergnügen. Es wird alles von den Motoren abhängen, vorallem davon wie gut der Seat und Ford-Motor ist. Letztes Jahr hat Rob Huff beide Rennen gewonnen, die Blauen sind aber auch dieses Wochenende auf alle Fälle Favourit. Es sollen angenehm-sonnige 15 Grad werden.

 

 

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March 05 2012

11:30

TV Rechte 2012: Wer zeigt was?

Die Motorsport Saison 2012 beginnt langsam wieder Fahrt aufzunehmen, und daher gibt es wie die letzten Jahr schon eine Vorschau vom Racingblog, wo es welche Rennserie zu sehen gibt.

Auch 2012 gibt es wieder einiges an Motorsport im Fernsehen zu sehen, bei den übertragenden Sendern hat sich nicht viel geändert. Die Situation der Internet-Streams ist dagegen in Bewegung. So gibt es dieses Jahr wohl zum ersten mal die V8 Supercars Live als Stream ohne “Geoblock” in Deutschland zu sehen. Bei den zwei größten Motorsportserien der Welt sieht es leider anders aus. Bei der Formel1 gibt es wie die letzten Jahre schon keinen offiziellen Stream, sondern nur ein Livetiming für registrierte User der Internet Seite. Auch bei der NASCAR sieht es nicht besser aus. Dort besitzt der Turner-Konzern sämtliche Internet Rechte für 2012. Und der machte bisher keine Anstalten, Rennen im Internet zu streamen (abgesehen von den Rennen auf TNT, die es dann im Racebuddy aus 10 verschieden Perspektiven gibt). Hoffen kann man allerdings auf das nächste Jahr: Anfang Februar hat die NASCAR die gesamten Online Rechte samt Livestreaming-Möglichkeiten ab 2013 von Turner zurückgekauft.

Insgesamt lässt sich allerdings feststellen, dass immer mehr Serien ihr Produkt auch übers Internet via offiziellen Livestreams und Interviews verbreiten. Zum Beispiel die oben erwähnte V8 Supercars oder die BTCC. Andere Serien übertragen sogar teilweise die ganzen Racedays samt Rahmenserien im Internet, etwa die ADAC GT Wochenende (abgesehen von den “Hauptrennen” der GT Masters) und die FFSA GT (Französische GT3 Meisterschaft). Als interessant lässt sich zudem sehen, dass vor allem der ACO wohl gemerkt hat, welche Möglichkeiten das Internet bietet. So wurden letztes Jahr die ALMS (American Le Mans Series) und die WEC (World Endurance Championship) komplett live gestreamt. Manche Dinge werden sich wohl nie ändern, und so gibt es auch dieses Jahr wieder keinen (legalen) Stream von MotorsTV – schade, da mal dieses Jahr einige interessante Serien überträgt.

Die folgende Übersicht ist nach den vorhanden Infos vom 4. März , wird allerdings im Laufe der Saison erweitert bzw geupdate wenn es neue Informationen gibt. Kleiner Hinweis: Eurosport zeigt sein Programm sowohl live, als auch on demand über den Eurosportplayer.

Eine generelle Übersicht der Streams haben wir auch zusammen gestellt.

Formelserien

F1 – sky/RTL
Sky hat den Vertrag wie schon letztes Jahr wieder um 1 Jahr verlängert, und zeigt alle Trainings, Qualifikationen und Rennen. Die Vorberichte und Nachberichte für die Rennen wird aus dem Sky Sport News Studio kommen. Zudem sind Jacques Schulz , Marc Surer und Tanja Bauer vor Ort. sky HD Kunden, die ein iPad haben, können die F1 wohl auch live über die skyGo Applikation schauen.
Bei RTL wird die Übertragung so ähnlich aussehen wie schon die letzten Jahre. Das heißt: FP3, Qualifikation, Rennen.
Die Freitags-Trainings wird es nach aktuellem Informationsstand nicht im Free TV geben, da Sport 1 aus der Übertragung aussteigt.

GP2 – sky
Alle Rennen der GP2 Meisterschaft werden live auf Sky übetragen

GP3 – Euro(2)
Die Rennen der GP3 werden wie letztes Jahr schon auf Eurosport (2) live oder mit delay gezeigt.

Formel Renault 3.5 – Euro(2)
Auch die Formel Renault 3.5 gibt es wieder auf Eurosport (2) live oder As-live zu sehen.

Auto GP World Series – Euro(2)
Eurosport (2) überträgt dieses Jahr alle Rennen der AutoGP live.

F2- MotorsTV, Stream
Die Formel 2 gibt es auch dieses Jahr wieder Live auf MotorTV. Zudem sollte es einen offiziellen Stream auf formulatwo.com geben.

F3 Euro – n-tv (?)
Bis jetzt gibt es keine Infos ob n-tv auch dieses Jahr wieder die Formel 3 Euro Series überträgt. Allerdings darf man darauf hoffen, nachdem der Sender die letzten Jahre sogar die Formel 3 Rennen aus Macao gezeigt hat. Sollte n-tv einsteigen, werden die Rennen auch auf deren Homepage gestreamt.

European F3 Open – MotorsTV / Stream (?)
Alle Rennen gibt es wohl Live oder Re-Live auf MotorsTV. Im vergangenen Jahr hat man die Läufe außerdem im Stream unter www.livestream.com/f3open gezeigt.

US-Racing

NASCAR Sprint Cup – Motorvision/ServusTV 
11 Rennen (Daytona+Chase) werden dieses Jahr live auf Motorvision gezeigt. Zudem überlegt man, weitere ausgewählte Rennen live zeigen. Von den restlichen Rennen wird es ausführliche Zusammenfassungen geben.
ServusTV zeigt dieses Jahr auch wieder den Sprint Cup als Zusammenfassung immer Montags gegen 23 Uhr. Zudem plant man wohl einige Rennen live zu übertragen, hierbei dürfte es sich wohl um Nachtrennen handeln. Bestätigt ist das aber noch nicht.

NASCAR Nationwide Series – MotorsTV
MotorsTV plant dieses Jahr alle Rennen live oder As-Live zuzeigen.

Indycar
Die Indycar Series wird es wahrscheinlich auch 2012 nicht im Deutschen Fernsehen geben. Auch die Chancen auf ein Livestream sind eher gering.

Tourenwagen

WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird alle Rennen + Qualifying auf Eurosport und Eurosport2 (live) zeigen.

BTCC – itv4
Die BTCC wird dieses Jahr samt kompletten Raceday wieder auf ITV4 gezeigt. Zudem gibt es einen legalen Stream, der allerdings mit “Geoblock” versehen ist.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Die SRO Serien werden wie letztes Jahr schon komplett im Internet übertragen und danach VoD gestellt. Inwiefern es eine Übertragung der GT1 WM bei Sport1(+) gibt, steht noch nicht fest. Allerdings ist noch nichts im TV Plan von Sport1 eingetragen, sodass man von einer Nicht-Übertragung ausgehen muss. Den Stream findet man auf der jeweiligen Homepage der Serien.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 weiter an der ADAC GT Masters fest, die Rennen werden jetzt allerdings um 12:15 erst gestartet. Ob die Rahmenrennen (so wie 2011) wieder via Internet-Stream versendet werden, ist derzeit noch ungewiss.

VLN – Sport1 (Zusammenfassungen)
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – Sky/Euro2
Sky überträgt die Serie auch 2012. Sollte auch bei Eurosport(2) zu sehen sein.

Porsche Cup – Sport1(+)?
Sport1(+) dürfte wohl wieder die Rennen des Porsche Carrera Cup zeigen. Zudem sollte es einen Livestream geben.

Scirocco Cup – MotorsTV/Sport1(+)
Läuft auf MotorsTV. Auch auf Sport1(+) eventuell zu sehen. Außerdem hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das auch dieses Jahr wieder da sein könnte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt) / Livestream
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt, der Rest mit delay (1 Tag – 1 Woche). Zudem gibt es einen Livestream unter www.v8supercars.com.au, auf dem auch einige der Rahmenrennen zu sehen sind.

Superstar Serie – MotorsTV
Die interessante und gut besetzte italienische Serie läuft live auf MotorsTV.

International GT Open – MotorsTV
Die Rennen der Südeuropäisch geprägten Meisterschaft gibt es wieder auf MotorsTV und mit offiziellem Livestream (www.gtopen.tv) dieses Jahr zu sehen.

GT Sprint – MotorsTV
Die Rennen der GT Sprint (fährt zusammen mit der Superstars Serie) gibt es dieses Jahr wieder Live auf MotorsTV.

Ferrari Challenge Europa – MotorsTV
Live auf MotorsTV

Prototypen

WEC – Euro2
Eurosport(2) überträgt die Rennen wohl dieses Jahr wieder. In welchem Umfang die Rennen übertragen werden steht noch nicht fest. Zudem könnte es wieder einen Live Stream geben.

LMS – MotorsTV 
Die LMS läuft dieses Jahr auf MotorsTV, zudem soll es einen Livestream geben. Inwiefern Radio Le Mans von den Rennen berichtet, steht noch nicht fest.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden live bei Eurosport.

ALMS – MotorsTV
MotorsTV wird auch dieses Jahr wieder die meisten Rennen der ALMS live zeigen. Zudem gibt es die Rennen, die man nicht live zeigt As-Live. Auch wieder geplant: Ein guter Livestream auf der Homepage der Serie mit dem Kommentar der Jungs von Radio Le Mans.

GrandAm – MotorsTV
Die Rennen der GrandAm gibt es dieses Jahr auf MotorsTV fals Speed auch live überträgt. Ansonsten gibt es die Rennen mit delay.

Japan

Super GT
Die überaus interessante Super GT wird man leider auch dieses Jahr allenfalls über einen Stream aus den unendlichen Rändern des Internets verfolgen könnnen.

Formel Nippon
Auch die Formel Nippon wird es wohl nicht auf legalem Wege zu sehen geben.

Argentinien

Turismo Carretera / TRV6 / TC2000
Die höchste argentinische Rennklasse gibt es 2012 via (offenbar) offiziellem Stream auf justin.tv/tcarretera. Ebenfalls einen Livestream gibt es zur Silhouetten-Serie TRV6 (unter trv6.com.ar). Die Qualität beider Streamingangebote liegt allerdings, wie man so schön sagt, im Auge des Betrachters. Die vermutlich beste Tourenwagenserie Südamerikas, die TC2000, wird wird wohl leider auch weiterhin keinen offiziellen Stream bereitstellen.

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December 20 2011

09:57

WTCC: Das blaue Jahr

Die FIA-Weltmeisterschaft der Tourenwagen hatte 2011 kein gutes Jahr. Wenig Fahrzeuge, wenig Konkurrenz, wenig Abwechslung. Man darf sich bei Chevrolet aber dennoch bedanken.

Eigentlich kann man die WTCC in diesem Jahr in zwei Sätzen abhandeln: Chevrolet gewinnt, alle anderen fahren hinterher. Im Grunde stimmt das leider, aber wenn man ins Detail geht, stimmt das natürlich nicht mehr so ganz. Sicher, der Cruze war der Wagen, den man nicht schlagen konnte, aber er war auch der einzige Werkswagen, den man in der Serie hatte. Dennoch gelangen BMW und Seat immerhin ein paar Achtungserfolge, was man nicht vergessen sollte. Klar, das sind “Brotkrumen”, an denen man sich dieses Jahr festhalten musste. Klar ist auch, dass die WTCC in der Form nicht überleben kann. Es muss was passieren, und das tut es offenbar auch.

Viel falsch machen konnte der europäische Chevrolet-Ableger in diesem Jahr nicht. BMW ist weg, Seat ist weg, der Rest hat weder die Mittel, noch die Möglichkeiten, die RML in England haben, wo die Wagen ja aufgebaut und gewartet werden. Den größten Faux-Pas erlaubte man sich in Monza, als Menu und Muller sich ins Gehege kamen, und der Schweizer in Rennen 2 dann ganz von hinten starten durfte. Danach gab es harsche Worte von Teamchef Eric Nève und für die restliche Saison war dann Ruhe im Karton. Jedefalls schoss man sich nicht mehr gegenseitig ab.

Rob Huff sah in der ersten Hälfte der Saison wie ein sicherer Titelkandidat aus. Vor allem sein enorm starker Auftritt bei beiden Rennen in Porto waren bemerkenswert. Im zweiten Rennen holte er einen weiten Rückstand auf Yvan Muller auf und konnte diesen, in einem durchaus umstrittenen Manöver, dann auch überholen. Aber komischerweise war genau das Wochenende in Porto der Wendepunkt in der WM.

Im folgenden Rennen in Brünn drehte Muller den Spieß zum ersten Mal um, Huff schlug noch mal in Ungarn zurück. Doch danach wendete sich das Blatt komplett. Muller steigerte seine Leistung enorm und wehrte die vielen Angriffe von Huff weitesgehend ab. Der Brite schien wiederum nicht mehr an die Form anknüpfen zu können, die er noch zu Beginn der Saison hatte. Die Rennen waren, eben wegen der engen Auseinandersetzung zwischen Muller und Huff, dann doch teilweise sehr sehenswert. Es wurde im Zentimeterabstand gekämpft, manchmal mischte auch noch Alain Menu mit.

Muller dampfte den schmalen Vorsprung von Huff in den Rennen England, Deutschland und Spanien ein. Besonders in Valencia erlebte Huff kein gutes Wochenende, konnte sich aber mit besseren Ergebnissen in Japan wieder ranpirschen. In China lag Menu wieder besser. Das Finale in Macau war dann wirklich sehr, sehr spannend. Das Ergebnis ist bekannt, aber ich kann jedem empfehlen, sich vor allem das zweite Rennen anzuschauen. Was Huff und Muller da ablieferten war teilweise überirdisch gut.

Chevrolet gewann 21 der 24 Rennen in diesem Jahr, in Sachen Quali blieb die Bilanz sogar makellos. Huff und Muller gewannen je 8 Rennen, 5 Siege gingen an Alain Menu. Ansonsten konnten sich nur Tarquini (Zolder), Engstler (Oschersleben) und Coronel (China) in die Siegerlisten eintragen. Immerhin merkte man BMW an, dass sich vor allem ab Mitte der Saison doch noch etwas tat. Zu Beginn des Jahres beschwerten sich die Fahrer über einen mehr oder weniger unfahrbaren Motor, dessen Leistungsfenster etwas klein geraten war. Auch das Drehmoment passte noch nicht. BMW entwickelte weiter und ab Mitte der Saison wurde es dann besser. Der Sieg von Engstler im Regen von Oschersleben war kein Geschenk von Chevrolet, sondern selbst heraus gefahren. Selbiges gilt für Coronel.

Aber im Grunde war Chevy natürlich nicht zu schlagen. Das mag eine Saison ganz ok sein, zwei Jahre will man das aber nicht sehen. Und dennoch könnte 2012 wieder ein Chevy-Jahr werden. Zwar kommt mit Ford ein neuer Konkurrent, aber ob die aus dem Stand gegen den dann ausgereiften Cruze eine Chance haben? Wohl eher nicht. Interessant wäre dann eher der Volvo C30, aber die Schweden haben bisher nicht verlauten lassen, ob sie überhaupt weiter machen. Immerhin – ab 2013 will Seat wieder verstärkt eingreifen, zumindest wird das laut diskutiert und Seat hat wohl auch Lust dazu.

2012 wird ein schweres Jahr für die FIA und die WTCC. Die FIA wird versuchen, die Cruze mittels BoP einzubremsen, Chevrolet wird sich vermutlich nicht nur einmal mit einem Rückzugsgerücht wehren. Klar ist aber – die WTCC braucht mehr Konkurrenz, oder man muss die Independent dann so stark machen, dass sie vorne regelmäßig aufs Podium fahren können.

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December 15 2011

10:43

BTCC: Die Saison 2011

Eigentlich war es schon vor der Saison klar, wer in diesem Jahr Meister wird. Aber etliche Regeländerungen sorgten dann doch für eine Entscheidung, die erst im letzten Rennen fiel.

Die Saison 2011 sah in der BTCC eine ziemlich weitreichende Änderung, die allerdings auch für einige Verwirrung sorgen sollte. Die TOCA, die hinter der BTCC steht, hatte in den letzten Jahren eine eigene Nachfolgeklasse für die Fahrzeuge geplant, die nach dem S2000-Reglement der FIA auch in England unterwegs waren. Die Übernahme der S2000 hatte den Vorteil, dass die Hersteller ihre Wagen weltweit einsetzen konnten. Zwar hatte die FIA auch an den Regeln geschraubt und den 1.6 Liter Turbo/Weltmotor eingeführt, aber das reichte der BTCC. Wegen der hohen Kosten der S2000, die oft für dünn besetzte Starterfelde sorgte, entschloss man sich, eine eigene Formel einzuführen. Die NGTC hat ein eigenes Chassis, dass von der TOCA entwickelt wurde, und zum größtenteil ein Einheitschassis für die gesamte Serie ist. Beim Motor entschloss man sich auf einen eigenen 2-Liter-Turbomotor zu setzen. Und genau das führt zu Ärger, nicht nur in der BTCC.

Warum sich die BTCC für einen eigenen Motor entschieden hat, anstatt auf die vorhandenen FIA 1.6 Liter Maschinen zu setzen, ist den meisten immer noch ein Rätsel. Die Entwicklung eines Motors ist so ziemlich das teuerste, was man machen kann, der Griff in die Hersteller-Schublade wäre leichter gewesen. Auf der anderen Seite bietet die TOCA selber den Motor auch kleinen Teams an, und dies wohl zu einem kleinen Preis. So macht man sich natürlich auch von den Herstellern unabhängig. Die BTCC hat da schlechte Erfahrungen gemacht, daher vielleicht auch die Vorsicht. Doch in diesemJahr führte die Umstellung der Regeln zu einigem Chaos. Es gab reine NGTC, Wagen mit S2000 Chassis, aber NGTC-Motor und reine S2000 Teams. Die TOCA versprach, dass man alle Teilnehmer mittels BoP einleveln würde, aber das Unterfangen war schwerer, als gedacht.

In den ersten drei Rennen flogen die S2000/NGTC wie Honda und Ford der Konkurrenz davon. Meister Jason Plato, dessen Chevy 2010 noch das dominierende Auto war, betete nach jedem Rennen mantramäßig runter, dass es so nicht weiter gehen können, das sei ein Witz, ein schlechter dazu, er habe keine Lust mehr. Diese Aussage wiederholte er in Thruxton, Donington, Silverstone und Croft. Was immerhin dafür sorgte, dass die TOCA schrittweise den Ladedruck der gemischten NGTC Fahrzeuge runterdrehte, während der, der reinen NGTC teilweise unangetastet blieb. Das führte dann ab Mitte der Saison zum wundersamen Aufstieg von Frank Wrathall im Dynojet Toyota. Der Rookie ärgerte die Stars vorne mehrfach kräftig, vermutlich auch, weil die TOCA zeigen wollte, dass man mit einem NGTC auch gegen Chevy ankommt.

Ein weiterer Fahrer, der in diesem Jahr für eine Überraschung sorgte, war Mat Jackson im Airwaves Ford Focus. Airwaves Racing hatte von Ford die letztjährigen Focus ST Chassis gekauft und mit einem eigenen NGTC-Motor ausgestattet. Die Kombination funktionierte dann sogar besser, als die es “Quasi-” Werksteams AON von Ford. Die waren mit Chilton als Nummer Eins auf dem Papier gut aufgestellt, aber es ging wenig zusammen. Man war sogar so verzweifelt, dass man Tom Onslow-Cole zurück holte, den man Ende 2010 entlassen hatte. Aber auch das brachte nur wenig. AON war sicher einer der Enttäuschungen in diesem Jahr. Jackson hamsterte dagegen fleissig Punkte und lag zwischenzeitlich sogar mal in Führung. Doch dann kam das Wochenende in Knockhill, wo Jackson ohne Punkte blieb. So kurz vor dem Saisonende war das dass Ende der Titelträume.

Aber schon vor der Saison war klar, dass der Titel ziemlich sicher über Honda zu holen sein müsste. Chevrolet musste schon früh in der Saison feststellen, das man keinen Chance hatte, da konnte Jason Plato noch so laut schimpfen. Es war schon erstaunlich, dass er den Titel-Kampf so lange offen halten konnte. Im Prinzip verlor er den Titel erst beim letzten Rennen in Silverstone, aber gegen die Turbos hatte er keine Chance.

Erstaunlicher war dann schon, wie lange Honda um den Titel bangen musste. Gordon Shedden war Matt Neal in fast allen Rennen ebenbürtig und teilweise sogar besser. Das führte dann zu so kuriosen Unfällen wie in Oulton Park, als Matt Neal seinen Teamkollegen einfach abschoss und beide ins Aus rodelten. Papa Neal, der zufälligerweise auch der Teambesitzer ist, war dementsprechend sauer, der Filius geknickt. Danach ließ er es ruhiger angehen, was aber nicht unbedingt langsamer war. Insgesamt gewann er sieben von 30 Rennen. Bei Shedden waren es sechs Siege, somit hatte Honda auch die meisten Siege in der Saison 2011 eingefahren. Spannenderweise gelangen Jason Plato acht Siege, aber ein paar Ausfälle, vor allem der in Donington, schmälerten seine Titelchancen.

Man muss aber auch sagen, dass Team Dynamics, die die Honda Civic bauen, den Titel auch verdient haben. Sie sind das Wagnis mit dem NGTC-Motor eingegangen und haben, mit Honda im Rücken, viel investiert. Chevrolet hat das nicht gemacht, allerdings hatte RML auch jede Menge mit dem FIA-Motor für die WTCC zu tun, da blieb nur wenig Zeit und Geld für einen NGTC-Motor. Bisher ist auch nicht klar, was Chevrolet in der kommenden Saison machen wird. Honda hatte es leichter und sie haben ihren Vorteil auch genutzt. Das Mat Jackson so lange vorne mit dabei war, dass Plato dennoch mehr Siege holte, war sicher so nicht geplant, aber für die Fans hat es sich gelohnt.

Es war kein schlechtes Jahr für die BTCC, auch wenn die Rangelei hinter den Kulissen und die unterschiedlichen Einstellungen der Fahrzeuge keinen richtig fairen Vergleich zu lassen. Es wäre schöner gewesen, die TOCA hätten allen noch ein Jahr Zeit gegeben, um dann komplett umzustellen. Für 2012 erwartet die Fans ein weiteres Übergangsjahr. Immerhin sollen aber die NGTC offiziell bevorzugt werden. Mehr dazu dann im nächsten März, das erste Rennen 2012 steigt am 1.04.2012 in Brands Hatch-

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November 17 2011

17:03

WTCC: Macao Vorschau 2011

Nach dem Rennen in Shanghai auf der etwas besseren Kartbahn vor gefühlten 50 Zuschauern fährt die WTCC ihr letztes Rennen schon fast traditionell auf der verrückten Strecke im Spielerparadies Macao.

Zur Strecke muss man nicht viele Worte verlieren. Selbst für einen Stadkurs ist Macao sehr eng und schnell. Es gibt zwei, sofern man sie so nennen mag, Überholstellen. Eine nach der langen Geraden und eine vor der Haarnadel, dafür muss man aber schon sehr mutig sein und darauf hoffen, dass der Gegner mitspielt, sonst findet man sich schnell in den zahlreichen Reifenstapeln wieder. Hier gibt es eine Onboardrunde zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=xSI292N3AUU .

Es kommt auf Grund der Streckencharakteristik immer wieder zu schweren Unfällen in Macao , leider auch mit Verletzten und Toten, 2005 verstarb ein französischer Motorradfahrer. Vorletztes Jahr brach sich Franz Engstler das Schlüsselbein und den Oberschenkelknochen. Es bleibt nur zu hoffen, dass wir dieses Wochenende von solch schlimmen Bildern und Nachrichten verschont bleiben. Deswegen gibt es auch immer wieder Diskussionen, ob Macao denn in der heutigen Zeit überhaupt noch zu verantworten sei.

Ach ja, wie man im Onboardvideo sieht, fahren natürlich auch Motorräder auf der Strecke, was in allen anderen Teilen dieser Welt auf Stadtkursen wohl strengstens verboten sein dürfte, nicht so in Macao. Desweiteren besitzt das Rennen ein supervolles Rahmenprogramm: einen GT3 Cup mit Lamborghinis, Audis, Ferraris, Porsches und Aston Martins. Desweiteren mehrere lokale Tourenwagenserien und eben die erwähnten Motorräder. Wer einen Stream findet, sollte auf alle Fälle mal reinschauen, außer es tut einem zu sehr weh, wenn die ganzen die schönen Autos auf der Strecke kaputt gefahren werden.

Die eigentlich Hauptattraktion sind die F3 Rennen, in denen Top-Nachwuchspiloten aus allen F3-Serien dieser Welt das Weltfinale ausfahren. Es ist ein sehr prestigeträchtiges Rennen, die Siegerliste liest sich sehr erlesen: Senna, Brabham, Michael und Ralf Schumacher, Coulthard, Jörg Müller und Sato. Eine vollständige Entrylist gibt es hier, das zweite Rennen wird live auf n-tv übertragen: http://www.formel3.de/ergebnisse/2011-11-20-s.pdf?PHPSESSID=8442ba2e5718bb673a6299f5b9ce5bb9 .

Zurück zur WTCC, die mal wieder mit ihren “berühmten” Gaststartern antritt. Damit das Safetycar auch schön viel Einsatzzeit bekommt und die europäischen Fans auch ja während der zahlreichen Runden unter gelb wieder dahin schlummern, sind es dieses Jahr gleich 9 Gaststarter: Kuo Io Keong, Felipe C. de Souza, Mak Ka Lok, André Couto, Joseph Rosa Merszei, Charles Kaki Ng, Gary Kwok, Philip Ma Ching Yeung und Lo Ka Chun. Jener Lo Ka Chun tritt in einem Peugeot 308 an. Woher er diesen Peugeot 308 hat, der vom Team 778 Autosport eingesetzt wird, ist indes nicht klar. Die WTCC-Peugeots, die mir bekannt sind, waren 407er in den Jahren 2005-2006. Falls jemand eine Erklärung für den Peugeot hat, damit gerne in die Kommentare. Die Gaststarter kommen bis auf den Kanadier Gary Kwok aus dem asiatischem Raum und fahren in den dortigen lokalen Serien, wie der CTCC ( Chinese Touring Car Championship ) und der SuperGT mal mehr und mal weniger erfolgreich.

Bei den Vollzeitfahrern gibt es derweil keine großen Überraschungen, außer dass Taniguchi von Bamboo-engineering nicht antreten wird. Das Auto wurde in Shanghai so schwer beschädigt, dass es dem Team aus logistischen Gründen nicht möglich war es zu reparieren, da die Teile aus Europa nicht schnell genug nach Asien kamen.

Spannend ist es zum Glück immer noch im Kampf um die Meisterschaft. Yvan Muller liegt 20 Punkte vor Rob Huff, doch wenn man so mag, ist Huff ein Macao-Spezialist. In den letzten 3 Jahren gewann er 3 von 6 Rennen, während Yvan Müller aber auch immerhin 3 Podestplätze zu Stande brachte. Allerdings ist in Macao auch immer ein Ausfall im Bereich des Möglichen, die Meisterschaft ist eigentlich trotz des doch etwas größeren Punkteabstandes dank der Lotteriequalität von Macao noch vollkommen offen.

Die Rennen finden dank der Zeitverschiebung zu sehr unfreundlichen Zeiten statt, nämlich um 4 und 5 Uhr morgens am Sonntag. Ob man wirklich aufstehen mag, um vermutlich viele Runden hinter dem Safetycar zu sehen, sei jetzt mal dahingestellt, aber Macao stellt eben auch eines der Highlightrennen im WTCC-Kalender dar und ist das letzte Mal, dass man die Autos in diesem Jahr auf der Strecke sieht.

 

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September 28 2011

06:25

Ferner liefen: Die Newshappen für 28.09.

// Der Formel 1 Grand Prix von Indien wird wie geplant stattfinden. Das haben die FIA, FOTA, Bernie Ecclestone und die Veranstalter in den vergangenen Tagen betont. Und zwar so oft und nachdrücklich, dass man sich durchaus fragen kann, ob diese Versicherungen der Wahrheit entsprechen. Grund für die aktuellen Probleme mit dem Termin ist offenbar nicht die Strecke selbst – die sieht zwar auf aktuellen Fotos auch noch recht unfertig aus, ist aber weiter als etwa der Kurs in Korea im vergangenen Jahr. Das Problem liegt vielmehr in der indischen Steuergesetzgebung, die Teams und möglicherweise Fahrer bei einem Antritt in Indien verpflichtet, Teile ihres Jahreseinkommens an den Staat abzuführen. Eine Ausnahme von dieser Regelung, mit der man offenbar gerechnet hatte, hat die Formel 1 nicht bekommen, weil die Königsklasse vom Staat Indien nicht als “Sport”, und das Rennen nicht als “Veranstaltung  von nationaler Wichtigkeit” anerkannt werden. Womöglich müssen die Teams zusätzlich auch noch Einfuhrzölle für in Indien verbrauchte, und daher nicht wieder ausgeführte Artikel (Reifen, Ölfilter, etc.) zahlen. Die Veranstalter haben zwar nun angeboten, die nötigen Schmiergelder zu bezahlen im Notfall für diese Kosten aufzukommen – FOTA Präsident Martin Whitmarsh sprach am Rande des Rennens in Singapur aber davon, dass noch nicht alle Probleme gelöst seien.

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Joe Saward hat ein paar neue Spekulationen zum zukünftigen Formel 1 Kalender. Angeblich wird es eher früher als später wieder ein Rennen in Mexiko geben. Außerdem plant Bernie Ecclestone immer noch einen zweiten Laufen in den USA. New York – oder jedenfalls ein Platz mit Blick auf die Skyline der Stadt soll der Austragungsort sein. Aktuell ist wohl ein Lauf direkt gegenüber, in Weehawken, New Jersey im Gespräch. (Vorsicht)

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Andretti Autosport wird in der kommenden IndyCar Saison mit Chevrolet Motoren antreten. Was schon lange gemunkelt wurde, haben die betroffenen Parteien in der vergangenen Woche nun auch offiziell bestätigt. Darüber hinausgehende Details wurden nicht veröffentlicht. Im Vorfeld war die Rede davon, dass ein Deal mit Chevy einer möglichen Verpflichtung von Dan Wheldon für 2012 im Wege stehen könnte. Der gilt nämlich als Honda-Mann, und wird nun vermutlich bei einem anderen Team untergebracht. (Vorsicht)

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Außerdem gibt es für die letzten beiden Saisonrennen in Kentucky und Las Vegas eine ganze Menge Fahrer-News aus der IndyCar Series. Grund dafür ist, dass das aktuelle Chassis nach der laufenden Saison unbrauchbar wird. Für die Teams sind die letzten beiden Rennen also eine gute Gelegenheit, kostengünstig junge Piloten zu testen, oder die eigenen Preisgeld-Chancen durch den Einsatz von Routiniers zu erhöhen. Für Las Vegas werden angeblich bis zu 35 Starter erwartet, was aus Sicherheitsgründen dann schon ein wenig bedenklich sein mag. Bisher bekannt:

- Bei Sam Schmidt Racing wird Dan Wheldon nun nicht erst in Las Vegas, sondern schon in Kentucky im Auto sitzen. Das sorgte bei Fans des Stammfahrers Alex Tagliani für Unmut, denn Wheldon wird nicht nur in dessen Wagen sitzen, sondern auch noch Taglianis Sponsoren übernehmen. Der Kanadier wird in Las Vegas trotzdem mit dabei sein – im Auto von Bryan Herta Autosport, das ursprünglich Wheldon pilotieren sollte.

- Bei Dreyer und Reinbold ersetzt Ovalspezialist Townsend Bell bei den letzten beiden Saisonrennen den verletzten Justin Wilson.

- Bei Conquest Racing wird in Kentucky Indy Lights Pilot Dillon Battistini am Steuer sitzen. Zuvor hatte in Japan Joao Paulo de Oliveira den Wagen pilotiert, nachdem Stammpilot Sebastian Saavedra offenbar das Geld ausgegangen war.

- Jay Howard wird in Las Vegas einen Wagen von Rahal Letterman Lanigan Racing pilotieren.

- Schließlich wird auch Tomas Scheckter in Las Vegas noch einmal in die Saison einsteigen – an der Seite von Ed Carpenter im Team von von Sarah Fischer Motorsport.
(Vorsicht)

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Die IndyCar Rennen 2012 in China (Tsigtao) sowie der zweite Lauf in Brasilien (Porto Alegre) sind bisher noch immer nicht offiziell bestätigt, scheinen aber zunehmend fix geplant. (Vorsicht)

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Das chinesische WTCC Rennen 2011 wird nun doch nicht auf den Guangdong International Circuit stattfinden. Wegen Unstimmigkeiten mit dem Promoter wird man stattdessen in Shanghai fahren. Ob der Grand Prix Kurs, oder der (kleinere) Tianma Circuit das Rennen austragen werden, muss noch endgültig geklärt werden.

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Das FIA World Motorsport Council hat bei seiner Sitzung in Singapur den WTCC Kalender für 2012 veröffentlicht: Demnach beginnt die Saison diesmal in Europa, das erste Rennen ist Mitte März in Monza. Wegen eines Laufes in Deutschland wird derzeit noch verhandelt, offenbar wird man aber wegen Problemen mit dem Veranstalter nicht mehr in Oschersleben fahren. In einer ersten Version des Kalenders war als Ersatz ein Lauf auf dem Salzburgring vorgesehen, dieser wurde nun aber wieder gestrichen – derzeit steht “Germany TBA” auf dem Plan. Der Hungaroring wird nach dem Erfolg in diesem Jahr auch 2012 wieder ein Rennen ausrichten, Marrakesch bekommt trotz der Probleme in diesem Jahr eine weitere Chance. Auch Porto steht wieder auf dem Plan – dort hat man sich offenbar entschieden, den bisherigen Zwei-Jahres-Rhythmus zu beenden. Ab Ende Juli folgen dann die Überseerennen – zunächst Curitiba, dann der Infineon Raceway. Schließlich stehen wieder Suzuka, Shanghai und Macao an.

11. März – Monza
01. April – Valencia
15. April – Donington
29. April – “Germany TBA” bzw. Salzburgring?
06. Mai – Budapest
20. Mai – Marrakesch
10. Juni – Porto
22. Juli – Curitiba
23. September – Sonoma
21. Oktober – Suzuka
04. November – Shanghai
18. November – Macao
(Vorsicht)

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Außerdem wird es 2012 wieder einmal eine Änderung im Qualifying Modus geben. Statt wie bisher zehn, werden nun zwölf Fahrer am Q2 teilnehmen. Den Reverse Grid wird es aber nur für die besten zehn geben. Um die Motivation für Taktikspielchen gering zu halten, werden für die besten fünf Positionen in Q2 außerdem Punkte vergeben – und zwar gar nicht wenige. Der Schellste bekommt üppige 5 Zähler, die folgenden Fahrer pro Position einen weniger. (Vorsicht)

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Auch die BTCC hat ihren Kalender veröffentlicht. Dort regiert allerdings auf den ersten Blick die Konstanz.

01. April – Brands Hatch Indy
29. April – Thruxton
10. Juni – Oulton Park
24 .Juni – Croft
12. August – Snetterton
26. August – Knockhill
23. September – Rockingham
7. Oktober – Silverstone
21. Oktober – Brands Hatch GP
noch ohne Datum: Donington
(Vorsicht) 

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August 31 2011

17:57

BTCC/WTCC: Vorschau Knockhill & Valencia

Mal wieder ein Doppelheader der beiden Tourenwagenserien und damit auch ein schöner Vergleich der Leistungsdichte in beiden Serien.

Die BTTC Saison hat bisher durchaus Anlass zur Freude gegeben. Es gab einige spektakuläre Rennen, andere waren etwas müde. Aber in der Meisterschaft gibt es doch einige Überraschungen. Die befürchtete Dominanz des Honda-Teams ist ausgeblieben, auch weil die TOCA die NGTC-Turbos in im Laufe des Jahres immer wieder eingebremst hat. Nicht zu letzt auch deswegen, weil Chevrolet, bzw. Jason Plato mehrfach deutliche Worte gefunden hat. Man will das RML-Team mit Sicherheit nicht verlieren, also ist man ihnen etwas entgegen gekommen. Profitiert hat davon aber komischerweise nur Chevrolet. Die ebenfalls mit altem S2000-Motor fahrenden BMW sind in diesem Jahr chancenlos. Das wird sich in Schottland auch nicht ändern.

Die 1974 eröffnete Strecke von Knockhill ist ein echtes Unikat. Nur rund 2km lang, bietet sich doch mehr Abwechslung, als mancher Kurs, der in den letzten Jahren in den Boden betoniert wurde. Das liegt zum einen daran, dass man Knockhill schön die sanften Hügel Schottlands eingebettet hat, zum anderen daran, dass es die wenigen Kurven auch stark in sich haben. Turn 1 ist ein perfekter Platz um abzufliegen, die Schikane spektakulär und die letzte Haarnadel immer wieder für ein gewagtes Bremsmanöver gut. Man braucht in Knockhil eher ein kompaktes Autos, aber vor allem eins, was Leistung hat, sonst wird man auf der Bergaufgeraden gnadenlos stehen gelassen.

Die Turbos sollten wegen ihres besseren Drehmoments in Knockhill also einen leichten Vorteil haben, was für die Honda und die Focus von Airwaves spricht. Mat Jackson startet, etwas überraschend, als Führender der Meisterschaft ins Wochenende, was allerdings auch mit dem eher katastrophalen letzten Wochenende von Matt Neal zu tun hat. Der wird die drei Rennen am Wochenende auch mit einem starken Handicap bestreiten müssen, denn er hat sich vor drei Wochen bei einem Sportunfall die rechte Hand gebrochen. Der zweite Honda-Pilot, Gordon Shedden, gibt auch aus diesem Grund sehr zuversichtlich, was seine Meisterschaftschancen angeht. Aber man sollte auch einen angeschlagenen Matt Neal nicht unterschätzen.

Jason Plato wird den Rennen mit gemischten Gefühlen entgegen sehen, denn sein Cruze ist für den teilweise engen Kurs einfach nicht so gut gerüstet. Er wird auf Regen hoffen, was den Leistungsvorteil der Turbos etwas einbremst. Und Regen ist zu der Jahreszeit in Schottland ja eher die Regel, denn die Ausnahme.

Nur noch geringe Chancen auf die Meisterschaft hat James Nash mit seinem betagten Vectra des Triple8 Team. Das hat in den letzten Rennen immer wieder geschwächelt, vermutlich, weil die Leistungsreduzierung des NGTC-Motors den aerodynamisch nun auch nicht mehr vollkommen neuen Wagen eher getroffen hat, als die Honda und Ford.

Es dürften drei spannende Rennen werden, die wir wie immer für jene, die itv4 nicht sehen können auf unserem @racingbloglive Twitteraccount live kommentieren werden.

WTCC – Valencia

Die offenen Chevrolet Cruze Meisterschaften gehen in die nächste Runde. Die Meisterschaft entwickelt sich zu einem Duell zwischen Rob Huff und Altmeister Yvan Muller, der sich gerne einen weiteren Meisterschaftspokal in den Schrank stellen würde. Und in den letzten Rennen sah auch alles danach aus, dass ihm dies wieder gelingen wird. Huff scheint ein kleines Formtief zu haben, jedenfalls gelang es ihm nicht mehr an Muller vorbei zu kommen und er musste sich mit P2 begnügen. Nur noch Aussenseiterchancen hat Alain Menu, der zwar noch in Reichweite liegt, aber vermutlich darauf hofft, dass seine Kollegen mal Probleme haben oder sich ins Gehege kommen.

Chevrolet baut in Valencia in alle drei Wagen einen neuen Motor ein. Die FIA erlaubt einen straffreien Motorwechsel pro Jahr, der allerdings bis Valencia stattfinden muss. Da die Motoren verplombt sind, kann man sich den Verschleiss nicht richtig anschauen. Und diese Gelegenheit ergreift das RML-Team nun. Ein neuer Motor bedeutet zwar auch wieder etwas mehr Leistung, aber das Risiko, dass etwas schief geht, ist natürlich auch da. Dennoch werden die Cruze auch in Spanien wieder das Maß der Dinge sein.

Volvo sah in den letzten Rennen besser aus, was auch am niedrigen Startgewicht des C30 lag. Doch die FIA hat den Schweden nun 10 Zusatzkilo aufgebrummt, und man darf gespannt sein, wie sich der Volvo damit schlägt. Aber ein deutliches Lebenszeichen von Robert Dahlgren wäre auch mal schön.

Die BMW scheinen ihren Motorprobleme auch in den Griff bekommen zu haben. Der Sieg von Franz Engstler in Oschersleben war ein deutliches Lebenszeichen und es steht zu hoffen, dass BMW auch in Valencia wieder vorne mit dabei ist. Allerdings wird Engstler mit Zusatzgewicht unterwegs sein. Dazu kommt, dass die fahrerisch nicht uninteressante Strecke den BMW in den letzten Jahren nie so recht gepasst hat.

Quasi das “Dark horse” dürfte in Spanien Gabriele Tarquini im Seat sein. Spanischer Wagen in Spanien halt. Der neue Seat-Motor konnte bisher nicht sonderlich überzeugen, auch wenn ein klarer Aufwärtstrend zu sehen ist. In Oschersleben ging vieles schief, das wird Seat nicht zweimal passieren. Und Tarquini ist immer für einen Sieg gut, wenn denn sein Material stimmt.

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August 01 2011

14:43

WTCC: Engstler schafft die Überraschung

Die offenen Chevrolet-Meisterschaften gingen zwar auch in Oschersleben weiter, aber nicht ganz so, wie man es erwartet hatte.

Es ist klar, dass in der WTCC nur ein Chevy-Pilot Meister werden kann, doch immerhin ist die Meisterschaft weiter spannend, da Yvan Muller und Rob Huff eng zusammen liegen. Nachdem der Brite die erste Saisonhälfte dominiert hatte und Muller in Porto regelrecht düpierte, sie die Sache nun anders aus. Jetzt ist es Muller, der offenbar seine alte Form wieder gefunden hat und Rob Huff hinter sich lässt. Richtig spannend ist es auch in der Independent Wertung, wo BMW Pilot Norbert Michelisz nach zwei miserablen Wochenende den einstmals großzügigen Punktevorsprung aufgebraucht hat. Das er die Führung nicht ganz abgeben musste war reines Glück. Doch BMW hatte am Wochenende durchaus Grund zur Freude.

In Lauf 1 sah die WTCC-Welt noch aus wie immer. Muller und Huff fochten ihr Duell an der Spitze aus, wobei der amtierende Weltmeister zum dritten Mal hintereinander die Nase vorne hatte. Huff mühte sich bei klatschnassen Bedingungen zwar ab, Muller machte aber mal wieder keinen Fehler. Lustig war es aber dahinter. Robert Dahlgren hatte es geschafft, den Volvo C30 für den ersten Lauf auf P2 zu stellen, doch beim Start (der dritte Start – die beiden ersten hatte man abgewunken) verlor der Schwede einige Plätze und wurde dann auch noch zur Seite geschoben. Dahlgren fiel zurück, kämpfte sich aber in einem ansehnlichem Rennen zurück. Immerhin zeigte der C30 mal wieder sein Potential. Auf der Geraden geht der Wagen schon mal gut, in den Kurven fehlt etwas.

Auch im Mittelfeld ging es gut zur Sache, vor allem zwischen den Independent Piloten. Die BMW mischten in Kampf um die vorderen Plätze deutlich besser mit, als in den Rennen zuvor. Das lag einerseits an einem leicht verbesserten Motor, hatte aber auch etwas damit zu tun, dass die FIA die BMW vor dem Rennen in Oschersleben um 10kg erleichert hatte. Das machte sich dann doch deutlich bemerkbar, auch wenn Gabriele Tarquini im ersten Rennen “Best of rest” war.

In Rennen zwei stand Franz Engstler auf der Pole, verlor seinen Spitzenplatz aber schon beim Start an Michelisz, der aus der zweiten Reihe nach vorne stürmte. Engstler konnte immerhin P2 halten, kam aber auch nicht näher an den Ungarn heran. Dahinter pflügten die Cruze durchs Feld, aber bei weitem nicht so leicht, wie bei den anderen Rennen der Saison. Das lag sicher auch an der Strecke, die wenig Überholmöglichkeiten bietet.

Während die BMW Independents vorne ihren Kampf ausfochten, hatten Huff und Muller ihr eigenes Rennen. Tief im Mittelfeld gestartet, hatten beide Probleme sich an den BMW und Seat vorbei zu schieben. Dabei war Huff zunächst der aggressivere und versuchte einen Wagen zwischen sich und Muller zu bringen. Das lief derartig schief, dass Muller einen missglückten Überholversuch von Huff an Monteiro ausnutzen konnte, um an beiden vorbei zu gehen. Huff blieb sogar noch etliche Runden hinter dem Seat hängen, bevor er doch wieder zu Muller aufschliessen konnte.

Vorne warf Michelisz seinen fast sicheren Sieg zur Halbzeit weg, als er sich dreht und später von Coronel in einen Reifenstapel geschickt wurde. Der Punktverlust sollte sich rächen, auch wenn sein direkter Konkurrenz Poulsen schon beim Start abgeschossen wurde. V

Vorne wurde es zeitweise dann wieder eng, nachdem Alain Menu seinen Cruze endlich hinter Engstler positioniert hatte. Doch erstaunlicherweise konnte der BMW den Abstand zu Menu konstant halten. Das ist, auch für die weitere Saison, eine gute Sache.

Engstler gewann sein erstes Rennen in der WTCC im zarten Alter von 50 Jahren. Ein schöner Erfolg vor der hemischen Kulissen. Durch den Ausfall von Michelisz und Poulson ist es in der Indepentwertung auch wieder richtig eng. Da liegen gleich vier Piloten noch gleichauf.

Alle Wertungen gibt es bei der WTCC.

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July 29 2011

11:45

WTCC: Vorschau Oschersleben 2011

Die Tourenwagen WM macht Station in Deutschland und fährt auf dem verwinkelten Kurs von Oschersleben. Überraschungen darf man nicht erwarten.

Auch in Oschersleben werden die Chevrolet Cruze wieder den Ton angeben. Zwar hat die FIA mal wieder an den Gewichten gespielt, aber große Änderungen sollten man nicht erwarten. Sieger der erneuten Jonglage mit den Bleigewichten ist in dieser BMW. Die fahren nun mit 1170kg Gesamtgewicht herum, was 20 Kilo weniger sind, als sie schon hatten. Auf dem engen Kurs in Oschersleben sollte diese Erleichertung den BMWs einiges bringen. Für das Team Engstler ist der Auftritt natürlich ein Heimspiel und nach den guten Ergebnissen in den letzten Rennen, wird man vermutlich versuchen, wieder ein Top 5 Ergebnis zu erzielen. Aber auch Tom Coronels BMW hat ein wenig an Gewicht verloren.

Ob die leichte Gewichtsveränderunge aber dafür sorgen wird, dass die BMW die Cruze unter Druck setzten können? Die BMW gehen in Oschersleben normalerweise gut, aber eine wirkliche Überraschung wird ihnen kaum gelingen können. Dem Cruze sollte die Strecke ebenfalls recht gut liegen, da der Wagen enge Strecken durchaus gerne mag.

Bleibt als dritte Mannschaft noch die von Seat. Deren neuer 1.6 Liter Motor hat sich zumindest schon mal als recht potent erwiesen, so dass man die BMW einigermaßen unter Kontrolle hatte. Tarquini zeigte sich recht angetan bisher, auch wenn er immer noch einen Leistungsmangel beklagt. Grundproblem des Leon ist aber, dass das Chassis einfach zu alt ist. Ein neues ist aber nicht in Sicht, da Seat ja offiziell ja nicht mehr in der WM mitmacht.

Volvo muss 10 kg mehr draufpacken, aber der C30 hat sich bisher als recht starkes Fahrzeug gezeigt. Der Motor hat offenbar genug Leistung, es fehlt aber noch an der Feinabstimmung. Die Schweden halten sich mit Informationen über die Fahrbeitkeit des Motors zurück, was eine Einschätzung schwer macht. Aber man kann die Fortschritte des Teams deutlich sehen und die Formkurve zeigt nach oben.

Spannung wird man am Wochenende wohl nur vom Kampf zwischen Yvan Muller und Rob Huff erwarten können. Die Stimmung zwischen beiden ist schon leicht gereizt, Chevy lässt seine Fahrer aber weiterhin frei fahren. Noch führt Huff in der WM mit knappen 15 Punkten, was der Sache weiter etwas Zündstoff gibt.

Falls es untergegangen sein sollte: Ford kommt 2012 mmit einem Werksteam wieder in die Tourenwagenmeisterschaft. Man wird 2 Fahrer einsetzen, davon vermutlich einen aus BTCC, was Tom Chilton sein dürfte. Der Einstieg eines weiteren Herstellers wird die Serie deutlich aufwerten, aber noch mal so ein Jahr wie dieses hätte die WTCC vermutlich nicht überlebt.

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July 18 2011

08:04

WTCC: Analyse Donington Park 2011

Kurz gab es im zweiten Rennen die Chance, dass endlich mal wieder ein anderer Wagen, als der Cruze gewinnen könnte. Doch die Hoffnung währte nicht lange.

Langweilig war es nicht in Donington. Man kann der Chevy Crew nicht nachsagen, dass sie ihre Fahrer an der kurzen Leine halten. Dazu gab es packende Kämpfe im Mittelfeld und die WTCC zeigte auf britischen Boden, dass man auch nach den englischen Regeln unterwegs sein kann. Jedenfalls waren beide Rennen sehr amüsant und die WM ist dann auch wieder richtig spannend geworden, da Yvan Muller einen sehr seltenen Doppelsieg einfahren konnte. Das zeigte aber auch einmal mehr, dass die Cruze dem Rest des Felden um Meilen überlegen sind. Vor allem im zweiten Rennen wurde das deutlich.

Im ersten Rennen standen die Cruze auf den ersten Plätzen, was den Ausgang des Rennens dann ziemlich klar machte. Muller gelang ein guter Start, Rob Huff kam etwas zäher weg, und so suchte Alain Menu seine Chance vor der Old Hairpin. Doch er konnte sich nicht durchsetzen und Huff klemmte sich hinter Muller. Beide lieferten sich ein hartes und sehr faires Duell, das sehenswert war. Sie schenkten sich nichts und fuhren auf absolut gleichem Niveau. Doch Huff gelang das entscheidende Überholmanöver nicht, da Muller komplett fehlerfrei unterwegs war. Menu konnte das Tempo seiner Kollegen nicht halten und fiel leicht zurück. Zudem musste er sich zeitweise mit Tarquini auseinandersetzen, was ebenfalls Zeit kostete.

Weiter hinten balgten sich die BMW- und Seat-Piloten um die Plätze, was nicht immer ohne Kontakt blieb. Die BMW waren auf dem recht fließenden Kurs von Donington sehr gut aufgestellt und konnten mit den Seat locker mithalten. Tom Coronel gelang im ersten Runden das Kunststück “Best of the rest” hinter den drei Cruze zu werden. Dagegen sah Lokalmatatodor Colin Turkington nicht so gut aus. Zwar hatte er den Wiechers-BMW in der Quali weit vorne platzieren können, doch im Rennen lehnte er sich ein paar Mal zu oft bei den Konkurrenten an und kam am Ende nur auf P10.

Auf den ersten Blick schlecht lief es für Volvo, die ich eigentlich weiter vorne erwartet hatte. Immerhin hatte die FIA den C30 gleich um 60 Kilo erleichert. Doch die schwedische Truppe hatte in der Quali Pech und musste vom letzten Platz aus starten. Dass der Volvo allerdings richtig gut geht, zeigte Dahlgren im Rennen. Er kämpfte sich in nur einer Runde in die Top Ten, nahm dann allerdings das Heck eines BMW ins Visier und flog mit dem Wagen richtiggehend über die Strecke. Erstaunlicherweise lief der Wagen weiter und Dahlgren wurde am noch Achter.

In Rennen zwei standen die Cruze auf den Plätzen 8, 9 und 10, während vorne eine Phalanx von BMW nach der ersten Runde die ersten vier Plätze belegten. Allerdings waren sich die BMW nicht wirklich einig, aber das ist auch kein Wunder, immerhin sind es Konkurrenzteams. In einem zeitweise turbulenten Rennen lagen Tom Coronel, Javier Villa, Franz Engstler und Colin Turkington vorne, dahinter versuchten drei Seat (Michel Nykjaer, Tiago Monteiro und Gabriele Tarquini) zu dritt durch die Kurven zu kommen, was natürlich nicht gut ging, aber immerhin kam Tarquini durch, der ganz offenbar auf einer Misson war und sich Turkington zur Brust nahm, in dem er den Briten einfach umdrehte. Was ihm nach dem Rennen eine seiner unzähligen Verwarnungen einbrachte.

Die engen Zweikämpfe vorne erlaubten es den Cruze durchs Feld zu pflügen, wobei Muller und Huff im Tandem unterwegs waren. Mit spielerischer Leichtigkeit passierten sie Tarquini und die sich balgenden BMW, wo mittlerweile Franz Engstler die Nase vorne hatte. Doch selbst einen kleinen Vorsprung konnte den BMW nicht halten, nach einer halben Runde waren Muller und Huff vorbei. Allerdings gab es ein wenig Ärger im Chevy-Lager, da Muller auf seiner Aufholjagd den Kollegen Huff zur Seite geschoben hatte. Ein reiner Rennunfall, dennoch bekam Muller nach dem Rennen eine Strafe. Im nächsten Rennen werden ihm drei Plätze in der Quali abgezogen. Wird ihn vermutlich nicht wirklich treffen.

Die beiden Cruze wiederholten ihren hübschen Kampf aus dem ersten Rennen, ohne dass sich an der Reihenfolge etwas änderte. Immerhin gelang Franz Engstler seinen BMW auf P3 zu halten, was ein schöner Erfolg für den Privatier ist.

Das nächste Rennen ist in 14 Tagen in Oschersleben.

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