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February 13 2014

16:57

WEC: Starterliste Le Mans und WEC 2014

Heute haben ACO und FIA die Starterliste für die WEC Saison 2014 und das Rennen in Le Mans bekannt gegeben. Grosse Überraschungen gibt es nicht.

24 HEURES DU MANS 2013Von der Saison 2014 versprichen sich FIA und ACO sehr viel, denn immerhin kommt mit Porsche eine legendäre Marke zurück nach Le Mans. Dies alleine sollte der Serie in diesem Jahr für deutlich mehr Schwung sorgen, denn während Toyota das Engagement in den letzten Jahren nicht mit dem Budget ausstatten konnte, wie das bei Audi der Fall ist, liegt die Messlatte bei Porsche deutlich höher. Die Entrylist in der LMP1 ist durchaus interessant, vor allem weil es einen Neueinsteiger gibt.

Ein Blick auf die Starterliste in der WEC (pdf) zeigt, dass die Hersteller paarweise antreten. Zwei Audi, zwei Porsche und Toyota geht im zwei Wagen in die Saison. Dazu kommen zwei der brandneuen Rebellion R-One und als kleine Überraschung Lotus T-129 von Kolles. Der Wagen fuhr im letzten Jahr unter den Regeln der LMP2, man hatte aber schon angekündigt, dass man eine Kategorie aufsteigen wird. Es dürfte also auch einen interessanten Kampf in der LMP1-L geben, der “Privat” Kategorie der WEC.

Für Le Mans gibt es nur einen weiteren Audi R18 e-tron zu vermelden. Porsche und Toyota belassen es bei zwei Prototypen. Ebenfalls in Le Mans: Der Delta-Wing von Nissan, der jetzt unter dem Namen Zeod RC antritt.

AUTO - WEC 6 HOURS OF AUSTIN 2013Die LMP2 ist in der WEC das Starterfeld etwas dünner. Strakka kehrt mit einem Dome Chassis zurück, aus Delta-ADR wird in diesem Jahr aus Sponsorgründen “Millenium Racing”, man verbleibt aber mit beiden Fahrzeugen in der LMP2 erhalten. Auch das im letzten Jahr so oft erfolgreiche G-Drive Racing Team wird wieder um Siege fahren. Interessant ist, dass das russische SMP Team gleich Oreca-Nissan einsetzt, dazu kommt noch der chinesische KCMG Oreca.

Nicht an den Start gehen in diesem Jahr Pecom und Greaves, letztere starten allerdings in der ELMS (Dazu weiter unten etwas mehr).

In Le Mans wird das Starterfeld in der LMP2 aber deutlich größer sein. Zu den genannten WEC Teilnehmern kommen noch folgende Nennenung:
Sebastian Loeb Racing (Oreca)
OAK Racing Asia (Ligier/Oak, Sieger Asia LMS)
Race Performance (Oreca)
Signatech Alpine (Alpine/Oak)
Jota (Zytek)
Greaves (Zytek)
Morand (Morgan)
Thieret TDS (Ligier)
Murphy Prototypes (Oreca)

Auf der Liste der Nachrücker finden sich der zweite Signatech, ein Labre Morgan-Judd, die Teams von Caterham (Zytek, mit Chris Dyson), Pegasus Racing und, etwas überraschend, das Boutsen Ginion Team.

AUTO - WEC 6 HOURS OF SAN PAULO 2013In der GTE-Pro gibt es keine Überraschungen. In der WEC und in Le Mans sind die üblichen Verdächtigen unterwegs. In der WEC wird man zwei Porsche, zwei Aston Martin, zwei Ferrari von AF Corse und einen weiteren F458 von RAM Racing sehen. In Le Mans wird das Starterfeld um die beiden neuen Corvette C7, die beiden Viper und einen weiteren Aston Martin erweitert. Also alles wie immer.

Auch in der GTE-AM gibt es wenig Neuigkeiten. Aston Martin geht wieder mit zwei Wagen an den Start, dazu zwei F458 von AF Corse, dazu jeweils einer von RAM Racing und einer von 8Star Motorsports. Abgerundet wird das Starterfeld von zwei Porsche RSR von Proton und Prospeed.

Deutlich größer wird das Starterfeld in Le Mans. Man hatte schon damit gerechnet, dass der ACO das Feld zugunsten der GTE-AM Kategorie ausweiten wird, was auch geschehen ist. Gleich acht Ferrari F458 (siehe Screenshots) gehen an den Start, allein drei von AF Corse. Dazu kommen vier Aston Martin, drei wie übliche von AMR, ein weiterer von Craft Racing aus der AsiaLMS. Die restlichen drei Porsche kommen von Proton, Matmut und Dempsey Racing.

In der AM-Klasse gibt es häufiger Nachrücker, die Liste besteht aus den Ferrari von JMW, Risi und Taisan. Dazu die zweiten Porsche von Proton und Matmut.

Etwas überraschend ist es schon, dass die LMP2 in der WEC etwas dünner besetzt ist. Eigentlich hatte ich mit mehr Nennungen in der WEC gerechnet. Aber die meisten bekannten P2 Teams haben sich für einen Start in der ELMS entschieden.

Bei europäischen Ableger der Serie wird es dieses Jahr richtig eng auf der Strecke, denn immerhin haben 41 Teams ihre Teilnahme angekündigt. Allein 13 LMP2 sollten für ordentlich Betrieb auf der Strecke sorgen. Hier kann man gesamte Entrylist der ELMS 2014 anschauen. Wir gehen die Listen noch vor dem ersten Rennen genauer durch.

Für die ELMS bedeutet dies eine massive Aufwertung, nach dem man ja in den letzten Jahren mit so kleinen Starterfeldern zu kämpfen hatte, dass man die Serie während der Saison abbrechen musste.

Kritik an der Ausweitung des GTE-Am Feldes in Le Mans gibt es aber auch schon. Ausgerechnet in einem Jahr noch mehr “Amateure” auf die Bahn zu lassen, wenn sieben Werksprototypen um den Sieg kämpfen, wird als riskant empfunden. Allerdings gehen in der AM-Kategorie mittlerweile auch nicht mehr reine “Gentleman” Fahrer an den Start, wie das noch vor Jahren der Fall war. Die Geschwindigkeitsunterschiede auf den langen Geraden sind nur zwischen den LMP1 und den GT-Fahrzeugen wirklich groß. Man muss zudem abwarten, wie sich das neue auf Verbrauch getrimmte Regelement auf die Rundenzeiten in Le Mans vor allem in der Nacht auswirken wird. Ein reines Sprintrennen wie in den letzten Jahren wird es vermutlich nicht geben.

Le Mans 2014 LMP1 Le Mans 2014 P2_1 LeMans 2014 P2_2 Le Mans 2014 GTE Pro Le Mans 2014 GTEAm_1 Le Mans 2014 GTEAm_2 Le Mans 2014 Reserve AM Le Mans 2014 Reserve P2

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January 14 2014

07:35

Newshappen: Ausgabe vom 13.01.2014

// Traurige Nachrichten gibt es aus der Formel Eins. Der Vater von Jenson Button, John Button, ist heute im Alter von 70 Jahren verstorben. John Button war selber lange aktiver Motorsportler, bis er dann die Karriere seines Sohnes unterstützt hat. Er war bei jedem F1-Rennen anwesend, hielt sich aber meist aus dem aktuellen Geschehen um seinen Sohn heraus. Unser Beileid gilt der gesamten Familie Button, der wir alle Kraft für diesen schweren Moment wünschen.

// Keine neuen Nachrichten gibt es von Michael Schumacher. Weder über die Familie noch über die Ärzte wurden Neuigkeiten preisgegeben. Sein Zustand soll weiter stabil, aber kritisch sein. Wie schon mehrfach erwähnt werden die Ärzte diesen Zustand so lange kommunizieren, bis Schumacher aufgewacht ist. Wann dies der Fall sein kann man nicht sagen. Das künstliche Koma kann noch zwei oder mehr Wochen andauern, je nach dem wie schwer die Verletzungen an seinem Hirn sind und ob weitere Operationen erforderlich sind. Ex Formel Eins Doktor Gary Hartstein erwähnt auch, dass es Monate dauern kann, bis man letztlich etwas genaues über die Tragweite der Verletzungen machen kann. Wir drücken weiter die Daumen und hoffen, dass Schumacher bald wieder auf den Beinen ist!

// In der Formel Eins gibt es gerade hinter den Kulissen ein massives Stühlerücken bei den Ingenieuren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass im Winter mal ein paar das Team wechseln, vor allem wenn sie aus der zweiten oder dritten Reihe stammen. Ein Teamwwechsel bedeutet meist auch eine bessere Position und mehr Geld. Aber das Ausmaß in diesem Jahr ist schon ungewöhnlich hoch. Praktisch kein Team wurde von Personalwechseln verschont, richtig schlimm hat es Lotus erwischt, die nach James Allison im letzten Jahr weitere wichtige Entwickler an die Konkurrenz verloren haben. Joe Saward hat eine Übersicht, wer da jetzt bei wem arbeitet. Dazu passt die heutige Meldung von Williams. Die haben sich Ingenieure von Mercedes, Force India und Lotus geschnappt.

// Max Chilton wurde von Marussia für 2014 bestätigt. Damit ist er dann die erste “Nummer Zwei” bei Marussia, dem das überhaupt gelingt. Das wird zum einen am Geld von seinem Vater liegen, zum anderen hat er sehr ansprechende Leistungen gegen Ende der Saison gezeigt. Bisher hatte Jules Bianchi ihn zwar immer Griff, aber die Abstände waren meist nicht allzu groß.

// Die meisten haben es ja schon mitbekommen, aber hier noch mal die Startliste mit allen Startnummern der Fahrer für die Saison 2014. Praktisch, jetzt muss man sich nur einmal die Startnummern merken. Wie groß die allerdings auf den Fahrzeugen angebracht werden sollen, ist bisher nicht bekannt.

// Lotus wird den ersten Test in Jerez Ende Januar auslassen. Das ist schon ein massiver Rückschlag, denn in diesem Jahr wird man jeden Testkilometer benötigen. Lotus sagt, dass der Test nichts “Entwicklungskonzept” passt. Was eine hübsche Umschreibung für “Wir sind nicht fertig und wissen auch noch nicht wann” ist. Angeblich hat man Probleme mit der in diesem Jahr noch komplizierter gewordenen Verkabelung, bzw. deren Isolierung. Lotus geht auch davon aus, dass man nicht das einzige Team sein wird, dass den ersten Test nicht mitmacht. Im Plan sind aber weiter: McLaren, Ferrari, Mercedes, Sauber und Caterham.

// Sergej Sirotkin wird 2014 in der WSbR 3.5 Liter für Fortec antreten. Eine Superlizenz bekommt er aber auch erst dann, wenn die Ergebnisse stimmen. Zwar ist er schon eine Saison in der Serie unterwegs gewesen, aber vermutlich ist es besser so, als wenn man ihn sofort in einen F1 gesetzt hätte.

// Es gibt einen Neuzugang in der WEC. Nissan hat angekündigt, dass man 2015 eine komplette Saison in der LMP1 bestreiten wird. Man wird also gegen die Hersteller Audi, Porsche und vermutlich Toyota antreten. Ebenfalls noch im Gespräch ist ein Aufstieg von Mazda, die in diesem Jahr mit ihrem Diesel in der USCC antreten. Dazu kommen die Gerüchte um Ferrari, denen man ebenfalls nachsagt, dass sie an der WEC Interesse haben. Die neue LMP1 und Le Mans könnte damit eine neue Blüte erleben und so umkämpft sein wie kaum in ihrer Geschichte.

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January 03 2014

14:32

Best of 2013 – Gok

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

24h-Rennen Nuerburgring Nordschleife

Ein Motorsportjahr mit viel Licht und Schatten hat sein Ende gefunden. Im Endeffekt werden wohl die schweren Unfälle und die daraus entstandenen Folgen im Gedächtnis bleiben, doch es gab auch viele schöne Momente 2013. Da wäre z.B. die Rückkehr von Manthey nach Le Mans zu nennen oder der Gewinn der DTM von Mike Rockenfeller. Auch dieses Jahr möchte ich in meinem Best of Momente herausstellen, die noch nicht allen Lesern des Blogs bekannt sind, aber trotzdem für mich zum Motorsportjahr 2013 gehören.

Bestes Rennen
Mein Favorit in dieser Kategorie ist das Saisonfinale der ADAC GT Masters in Hockenheim. Sicherlich gab es Rennen mit mehr Überholmanövern, doch an Dramatik konnte man das Rennen kaum überbieten. Dabei halfen auch die Kollision des Meisterschaftsführenden und der Motorplatzer des SLS von Buhk und Götz. Auch ist das Rennen im meiner Auflistung ganz vorne, da ich selbst bei dem Rennen vor Ort und sogar direkt neben der Callaway Box untergebracht war und somit alle Emotionen des Teams mitnehmen konnte. Für mich eines der Motorsporthighlights 2013.

Bestes Finish
Da muss ich wohl mal ein bisschen den Motorsportbereich wechseln und in die MotoGP rüberschauen. Was sich dort Marc Marquez und Jorge Lorenzo für einen Kampf in den letzten Runden geliefert haben, war für mich unbegreiflich. Einfach anschauen und genießen.

Ansonsten kann ich mich den anderen anschließen und das Finish der Indy Lights beim Freedom 100 empfehlen.

Auch sehr sehenswert war der Kampf um Platz 2 bei dem GP2-Rennen am Nürburgring.

Bester Fahrer
Für mich ganz klar Bernd Schneider. Es wird wohl in der Geschichte der Sportwagenrennen kaum einen Fahrer gegeben haben, der so viele Rennen gewonnen hat. 24 Stunden von Dubai, 12 Stunden von Bathurst, 24-Stunden-Rennen Nürburgring, 24-Stunden-Rennen Spa-Francorchamps, 1000-Kilometer-Rennen Nürburgring und die 12 Stunden von Abu Dhabi. Zwei dieser Rennen hat er sogar mit Sean Edwards gewonnen, der dieses Jahr leider viel zu früh von uns gegangen ist.

Auch konnte Bernd Schneider sich noch einen 2. Platz in der Blancpain Endurance Series sichern, obwohl er nur die letzten zwei Rennen bestritten hat. Außerdem wurde er noch für sein Lebenswerk von Mercedes-AMG ausgezeichnet

Bestes Team
Für mich gibt es in dieser Kategorie mehrere Anwärter aus dem Langstreckensport. Zum einen wäre da Manthey, die einen Klassensieg bei den 24h von Le Mans eingefahren haben und auch bei den 24h am Nürburgring wahrscheinlich auf dem Podium gewesen wären, wenn man das Rennen nicht unterbrochen hätte. Leider enttäuschte man etwas in der WEC, was allerdings auch an dem noch nicht fertig entwickelten 991 GTE lag.

Auch sehr gute Arbeit hat Black Falcon geleistet. Immerhin ein Sieg bei einem 24-Stunden-Rennen und zwei bei 12-Stunden-Rennen.

Doch am überzeugendsten war Audi Motorsport bzw. Joest Racing. Während man die letzten Jahre nie den Speed der Mitbewerber mitgehen konnte, hat man dieses Jahr Toyota vernichtet in der WEC. Auch bei den 24 Stunden von Le Mans konnte man deutlich das Tempo vorgeben und einen niemals gefährdeten Sieg nach Hause fahren.

Überholmanöver des Jahres

Für mich ganz klar das Überholmanöver von Edoardo Mortara an Renger van der Zande in der Häuserschlucht von Macao. Das ganze ist zwei Runden vor Schluss passiert und war einfach nur der reine Wahnsinn. (Erstes von den beiden Überholmanövern)

Feinde/Duell des Jahres
Hier muss ich wieder meinen Kollegen folgen und Webber vs. Vettel sowie Logano vs. Hamlin nennen. Unglücklicherweise hat es bei Logano vs. Hamlin ja ein böses Ende genommen. Bei Vettel und Webber war es wohl das letzte Mal in Webbers Formel-1-Karriere, dass er im Mittelpunkt stand.

Kostenpunkt des Jahres
Das war wohl der Start für alle GT3-Teams, die aufgrund der BoP dieses Jahr keine Chancen in ihren Serien hatten. Hier wären z.B. Grasser Racing in der GT Masters und WRT Audi beim 24 Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps zu nennen.

Ansonsten hat die F3 Open noch in Spa gezeigt, wie man durch das Auslösen einer Safety-Car-Phase das halbe Starterfeld in einen Crash verwickelt. Der Schaden dürfte ähnlich hoch sein wie bei der ALMS. (ab Min 1:45)

Unnötigste Kollision des Jahres
Für das, was Leimer beim GP2-Rennen in Singapur gemacht hat, musste ich einfach eine eigene Rubrik aufmachen. Er hat anscheinend vergessen, dass es ein extra Paddock für die Rahmenrennen gibt und fährt deshalb Alexander Rossi in sein Auto.

Überraschung des Jahres
Dass die Leute in Russland doch die DTM kennen und man nicht vor komplett leeren Zuschauerrängen gefahren ist. Jetzt ist schon ein zweites Rennen in Sotchi im Gespräch. Vielleicht kriegen wir ja einen russischen statt amerikanischen Ableger…

Enttäuschung des Jahres
Der McLaren MP4-12C GT3 war wohl die Enttäuschung des Jahres für mich und hätte auch beim Kostenpunkt des Jahres mitmachen können. Der Wagen schafft kaum ein Sprintrennen ohne technische Probleme und so kam es auch, dass Sebastian Loeb Racing keine Chance in der FIA GT hatte. Auch in den anderen Serien war der Wagen ähnlich schlecht. U.a. fiel Dörr Motorsport beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring in der ersten Runde aus. Ähnlich ernüchternd ging es für andere Teams bei den 24 Stunden von Spa zu.

Langweiligstes Rennen des Jahres
Wohl fast jedes Rennen in der zweiten Hälfte der Formel-1-Saison. Ansonsten kann ich mich noch an einige schlechte 1,5-Meilen-Rennen der NASCAR (nicht) erinnern.

Racecontrol-Moment des Jahres
Der Racecontrol-Moment des Jahres kommt für mich von der FIA GT. Um die Strecke in Baku zu säubern, hatte man sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Wasser überschüttet. Dieses fror und den Zeitplan konnte man vergessen. Insgesamt war das Rennwochenende ein einziger Racecontrol-Moment. Am Freitag musste man z.B. noch einen Baum aus der Boxeneinfahrt wegschaffen. Die Rennen liefen immerhin relativ problemlos.

Spruch des Jahres
Button: “This year’s car is the best we’ve ever made”. Wohl selten hat sich Button so sehr geirrt. Gut war auch Lauda: “I’ve bet €50 with Marko we will escape penalty for secret test.” Das sollte wohl zeigen das er sich sicher ist, aber bei mir hat es eher für das Gegenteil gesorgt.

Glückspilz des Jahres
Auch hier ist meine Entscheidung auf eine Szene aus der MotoGP gefallen. Gerade als die Streckenposten das Motorrad von Cal Crutchlow bergen wollen, kommt die MotoGP-Maschine von Marc Marquez angeflogen. Glücklicherweise kommen die Streckenposten noch schnell genug weg.

Wünsche für 2014
Dass wir ein ruhiges Jahr haben, was Verletzte und Tote angeht. Mehr kann man sich eigentlich nach 2013 nicht wünschen. Sekundär wäre dann noch eine spannendes Debütjahr der USCC.

Ich möchte mich nochmal bei allen Leuten hier im Blog bedanken. Ohne die anderen Autoren, die Leser und die Aktiven im Chat wäre das hier alles nicht möglich und ich könnte auch nicht über mein Hobby schreiben. Allerdings will ich auch den Vorschlag von Yankee unterstützen, dass die Kommentarfunktion mehr genutzt werden sollte. Dabei kann man gute Diskussionen über Rennen führen, die sonst im Chat untergehen würden.

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January 01 2014

08:00

Best of 2013 – Yankee

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Super GT JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013 Day 2 GT500 Start2013 war ein Auf und Ab. Ein Jahr mit vielen gemischten Gefühlen. Wir haben gejubelt, gelacht, getrauert. Auf die schönen, unterhaltsamen Momente folgten die Stunden der Trauer, die Stunden des Schmerzes. Auch 2013 forderte der Motorsport erneut seine Opfer – Fahrer, Streckenposten, Zuschauer – die viel zu früh von uns gegangen sind. Zu früh bei einer Tätigkeit die sie liebten auszuführen. Mit Schock erinnere ich mich noch an den Moment, als Allan Simonsens Tod bei den 24 Stunden von Le Mans verkündet wurde.

Ich operierte damals die ersten beiden Rennstunden in unserem Live-Ticker, hatte dementsprechend die unliebsame Aufgabe über jene Schockmeldung zu berichten. Simonsens plötzliches Ableben war der zunächst traurige Höhepunkt einer Motorsport-Saison, die bereits im Februar beim NASCAR Nationwide Series-Rennen nur knapp an einer Katastrophe vorbeischrammte. 2013 steht im Zeichen von Allan Simonsen, Sam Edwards, Wolf Silvester, Janina Depping wie auch ihrer Beifahrerin, Jason Leffler, Maria de Vilotta sowie vielen weiteren, die viel zu früh von uns gegangen sind. Überschattet wurden die letzten Tage dieses emotional hügeligen Jahres mit der schockierten Meldung über Michael Schumachers schweren Ski-Unfall, der zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels (Stand: Montag, 30.12.2013) um sein Leben kämpft. Ich hoffe inständig, dass Schumacher die Kraft und das Glück hat, dieses eine „letzte Rennen“ um sein Leben zu gewinnen.

Den richten Übergang zum eigentlichen Hauptteil dieses Artikels ist nach diesem Einstieg nur schwierig. Trotz der Trauer gab es sie doch noch, die schönen Momente im Motorsport-Jahr 2013. Momente die uns erinnern, warum wir die ganze PS-Hatz und Kreisfahrerei eigentlich schauen und lieben. Momente die uns erinnern, weshalb wir früh am Morgen respektive spät in der Nacht uns vor den Fernseher oder Stream setzen, um Rennen von aller Welt zu verfolgen.

Bestes Rennen
Das Rennen der Super GT im Sportsland Sugo. Zugegeben, ich bin da natürlich etwas voreingenommen. Doch auch so wäre meine Wahl nach Japan gefallen. Das Rennen auf der malerischen Naturrennstrecke nahe Sendai bot nahezu alles, was man sich als Motorsport- / Sportwagen-Fan wünschen konnte. Viele Zweikämpfe in beiden Klassen, Überholmanöver, Spannung, wechselhafte Witterungsbedingungen und eine höchst kuriose Szene. Tatort Rainbow-Corner in Runde 70: Im erbarmungslosen aber stets fairen Zweikampf versuchen bei Nieselregen sich der Führende Yuji Tachikawa (außen) sowie Juichi Wakisaka (innen) am Evangelion-McLaren vorbei zu quetschen. Dabei berührt Wakisaka den lila McLaren leicht, der wiederum den Zent Cerumo-Lexus von Tachikawa touchiert. Tachikawa dreht sich ins Kies, während von hinten die beiden Honda mit Takashi Kogure und Frédéric Makowiecki ein 3-wide-Manöver auf der Geraden mit Wakisaka in der Mitte aufmachen. Dabei kommen Makowiecki sowie Kogure, jeweils von außen, dem Denso Kobelco SC430 von Wakisaka zu nahe. Makowiecki berührt den Lexus, schießt quer rüber und trifft Kogure. Vier der Top-Favoriten auf den Rennsieg waren eliminiert; Wakisaka schleppte sich mit einem Schaden noch auf Position Vier ins Ziel. Am Ende fuhr das ARTA-Team von Aguri Suzuki einen Doppelsieg in der GT500 wie auch GT300 ein. Sugo wie es leibt und lebt. Viel Action sowie ein denkwürdiger Moment, der schon jetzt in die Geschichte der Super GT eingeht.

Andere, denkwürdige Rennen waren jenes der Super Formula, ebenfalls im Sportsland Sugo, der Grand Prix von Long Beach der IndyCar (Takuma Sato gewinnt als erster Japaner ein IndyCar-Rennen) sowie der Saisonauftakt der Super GT in Okayama und das Finale der Super Formula in Suzuka.

Bestes Finish
Meine Kollegen Don und Thomas haben mir schon meine Wahl für die „weiteren Plätze“ mit jenen Zieleinläufen der IndyCar in den Straßen von Sao Paulo sowie dem Indy-Lights-Finish in Indianapolis abgenommen. Meine persönliche Nummer Eins fällt aber erneut nach Japan, wenn ich auch persönlich in einer kleinen Zwickmühle stecke. Das Duell in den letzten Runden mitsamt Foto-Finish von André Lotterer und Loic Duval (0.041 Sekunden!) in der Super Formula im Sportsland Sugo war außergewöhnlich. Vorausgehend war ein spektakuläres Rennen, das wohl auch aufgrund von vier Safety-Car-Phasen stets spannend blieb. Meine Wahl fällt jedoch auf das Finale der Super Formula in Suzuka, speziell auf den zweiten Lauf. Die Ausgangslage war eindeutig: Naoki Yamamoto musste mindestens den dritten Platz erreichen, um bei Punktegleichheit den Titel vor dem aufgrund seines WEC-Engagements bei Audi nicht am Rennen teilnehmenden André Lotterer zu gewinnen. Vorausgegangen war ein Start-Ziel-Sieg Yamamotos im strömenden Regen in Lauf Eins. Der Regen spielte auch im zweiten Durchgang eine wichtige Rolle, als sich zum Ende hin wieder der Himmel über der legendären Grand-Prix-Strecke öffnete. Es folgte ein Finish, das in Punkto Dramatik jenem der Formel Eins in Brasilien 2008 in nichts nachstand.

Bester Fahrer
Die Wahl könnte so einfach sein: Sebastian Vettel dominierte die diesjährige Formel-Eins-Saison spätestens ab der Halbzeit nahezu fehlerlos. Dies erfordert Respekt und Anerkennung. Ermöglicht wurde dieser Erfolg vor allem aber auch durch den technisch absolut überlegenen Red-Bull-Boliden. Freilich muss solch ein Gefährt erst fehlerlos pilotiert werden. Doch auch wegen der Überlegenheit konnte Vettel seiner Konkurrenz nicht einmal den Hauch einer Chance lassen. Die Wahl könnte so einfach sein… Ist sie aber nicht, weshalb ich mich für „Mr. Sixpack“ Jimmie Johnson entscheide. In acht Jahren sechs Mal den NASCAR Sprint Cup bei 36 Rennen im Jahr zu gewinnen ist eine unglaubliche Leistung. Oder anders ausgedrückt: der schiere Wahnsinn. Johnsons Erfolg kam nicht von ungefähr und gewiss nicht von ihm alleine. Es ist das komplette Team rund um Crew-Chief Chad Knaus, die das Jahr über mehr als 100% gaben und zusammen mit Johnson stets Top-Resultate einfuhren.

Ebenfalls erwähnen möchte ich André Lotterer, der vielleicht etwas untergegangen vom Trubel anderer Fahrer erneut eine bärenstarke Saison fuhr, trotz hervorragender Leistungen aber aufgrund von ein bisschen Pech sein persönliches „Triple“ (24 Stunden von Le Mans, WEC, Super Formula) nicht erzielte. Im gleichen Atemzug muss man seinen Audi-Kollegen Loic Duval erwähnen, dem es zusammen mit Tom Kristensen und Allan McNish erstmals gelang beim Langstrecken-Klassiker an der Sarthe zu obsiegen sowie Team LeMans in der Super Formula mit dem Erfolg im Sportsland Sugo nach Jahren wieder auf die Erfolgsspur zu manövrieren. Die Ehrenerwähnung geht an Allan McNish, der erst kürzlich als frisch gekürter Weltmeister seine aktive Rennfahrerkarriere beendete. Der symphytische Schotte zählt zu den Größen des Motorsports, den wir hoffentlich schon bald als TV-Kommentator begrüßen dürfen. Sein Vater erzählte einst, dass er bei seiner Geburt nicht sicher war, ob Allan ein echter McNish sei. „Doch als ich seine Eier sah, da wusste ich, dass er ein echter McNish ist.“ Vielen Dank für die tollen und unterhaltsamen Jahre, Allan!

Bestes Team
Red Bull Racing, weil die lassen die Eier nicht im Pool hängen. Sagt der Vettel.

Wenn ich nun sarkastisch klingen wollte, hätte ich Michael Waltrip Racing benannt. Kein Team hat besser (lies: schlechter) beschissen als diese Truppe. Da dreht sich einer, da wird ein anderer geparkt. Und am Ende gibt es vor allem einen Dummen: Matrix Truex jr. Das Ergebnis vom Versuch ihn ungewollt mit irgendwelchen Team-Ordern in den Chase zu holen: Punkte weg. Sponsor und damit auch Job weg. Glücklicherweise fand er bei Furniture Row ein neues Cockpit.

Die ernstgemeinte Antwort fällt auf das Team rund um Jimmie Johnson und Chad Knaus bei Hendrick Motorsports. Weshalb habe ich bereits in der Kategorie zuvor erwähnt. Die Ehrenerwähnung geht an Team Cerumo in der Super GT, weil man trotz unverschuldeten Pech (u.a. in Sepang, Sugo und Suzuka) nicht aufgab und doch noch die Meisterschaft in der GT500 gewann.

Überholmanöver des Jahres
Der Dreikampf zwischen Ronnie Quintarelli, Takashi Kogure und Koudai Tsukakoshi in der Super GT zum Saisonauftakt in Okayama fünf Runden vor Schluss um den Sieg. Sollte der Timestamp nicht funktionieren, einfach bis Minute 9:30 vorspulen:

Feinde / Duell des Jahres
Sebastian Vettel und Mark Webber konnten sich noch nie so wirklich leiden. Das aber sowieso schon angespannte Team-Verhältnis wurde noch weiter belastet, als der Deutsche in der so genannten „Multi-21-Affäre“ sich nicht an die Team-Order hielt und Webber den Sieg strittig machte. Mehr als Zoff und lange Gesichter gab es bei Red Bull jedoch nicht. Ganz im Gegenteil zwischen den beiden Streithähnen Joey Logano und Denny Hamlin. Dieser Zoff endete, ausgehend von harten, kritisierenden Worten Hamlins nach dem Frühlingsrennen in Bristol, in einem schweren Unfall in Fontana, bei dem weder Hamlin noch Logano nachgeben wollten. Hamlin verletzte sich dabei schwer, so dass er für einen Großteil der Saison pausieren musste. Einen zumindest aus fahrerischen Sicht tröstenden Abschluss hatte diese „verlorene“ Saison für Denny Hamlin aber doch noch: Wieder einigermaßen genesen gewann er das Finale in Homestead-Miami.

Kostenpunkt des Jahres
Hier fällt meine Wahl eindeutig auf den kuriosen, in einem großen Blechhaufen endenden Start der American Le Mans Series in Baltimore. Glücklicherweise wurde niemand dabei verletzt.

Enttäuschung des Jahres
Enttäuschungen gab dieses Jahr so einige. Aus Motorsport-technischer Sicht ist mir allerdings besonders die Problematik zwischen Japan und Südkorea im Gedächtnis geblieben. Sowohl Super GT wie auch Super Formula haben versucht ein Einladungsrennen respektive einen Meisterschaftslauf im koreanischen Nachbarsstaat auszutragen. Ohne Erfolg. Die Absagen beider Serien kamen zwar kurzfristig und überraschend, gingen jedoch einer langen und öffentlich zumindest erfolgreich suggerierten Vorarbeit heraus. Offiziell sprachen GTA und JRP jeweils von „diversen Gründen“. Nach entsprechender Recherche konnte ich allerdings einige der genauen Streitpunkte benennen, über die ich in meiner

December 31 2013

09:00

Best of 2013 – Rainer

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Es war ein Motorsportjahr mit Höhen und Tiefen, in dem sich einige Serien sogar fast komplett aus meinem Blickfeld verabschiedet haben. Von der WTCC habe keine Minute gesehen und von der WEC auch nur ein paar Stunden Le Mans. Die BTCC ist aus Zeitgründen leider zu kurz gekommen und auf einige Rennen der Formel 1 und des Sprint Cups habe ich freiwillig verzichtet. Nur die IndyCar Series habe ich komplett gesehen und so beziehen sich viele Antworten halt auf diese Serie.

Bestes Rennen

Auch ohne das besondere Augenmerk auf die IndyCar kann die Antwort nur “Indianapolis 500″ lauten. Das Rennen stellte neue Rekorde in der Durchschnittsgeschwindigkeit (301,644 km/h) und Führungswechsel (68) auf. Mit Tony Kanaan gab es einen würdigen Sieger, für den sich wirklich jeder gefreut hat, und keinen schweren Unfall. Nur das Finish unter Gelb trübte das sonst perfekte Bild.

Bestes Finish

Ich kann mich nur meinen Kollegen Thomas und Don anschließen. Ganz oben auf diese Liste gehören einfach das Finish der Indy Lights in Indianapolis und das der IndyCar Series in Sao Paulo.

Überholmanöver des Jahres

Ich habe mich nicht für ein einzelnes, sondern für eine Serie von sechs Übermanövern in drei Runden entschieden. Bei den Duals der IndyCar Series in Detroit war an beiden Tagen eigentlich Mike Conway der schnellste Fahrer. Nach einem Boxenstopp unter Gelb lag er beim Restart in Runde 37 nur auf Platz 8, in Runde 40 aber schon wieder an der Spitze des Feldes. Leider ist in den Highlights nur eines dieser Manöver zu finden.

Bester Fahrer

Als erste fielen mir natürlich die Meister der großen Serien ein und sicherlich hätten es Sebastian Vettel, Jimmy Johnson, Yvan Muller oder Scott Dixon verdient hier alleine oben zu stehen. Ich bin aber eher Fan von Fahrern, die mit unterlegenem Material noch herausragende Ergebnisse erzielen können. In der Formel 1 war es Nico Hülkenberg, im Sprint Cup Kurt Busch und in der IndyCar Series Justin Wilson. Mit seinem kleinen Team von Dale Coyne und ständig wechselnder Teamkolleggen konnte er in der Meisterschaft bis zum vorletzten Rennen mit den großen Teams von Ganassi, Penske oder Andretti mithalten. Deshalb ist Justin Wilson mein Fahrer des Jahres.

Bestes Team

Das Red Bull Racing bzw. Hendrick Motorsports der IndyCar Series war wieder einmal Chip Ganassi Racing. Die fünf Meisterschaften in den letzten sechs Jahren zeigen schon die Qualität des Teams. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Jahr aber, dass sie nach einem schlechten Saisonstart zum dominierenden Team der zweiten Saisonhälfte wurden.

Feinde/Duell des Jahres

Die Rivalität von Chip Ganassi Racing und Penske Racing ist legendär. Scott Dixon und Will Power haben in diesem Jahr aber einen neuen Höhepunkt erreicht. Es fing in Sonoma an, als im Zweikampf um den Rennsieg, Dixon beim Boxenstopp einen Mechaniker von Will Power umfuhr. Der Höhepunkt war der Unfall in Baltimore, als Power Dixon beim Restart in die Mauer drückte. Zum Glück hatte diese Fehde keinen Einfluss auf die Entscheidung in der Meisterschaft.

Szene des Jahres

Ich schließe mich hier Thomas an. Das lange Ausharren im Auto und der komplizierte Ausstieg nach einer guten Stunde von James Hinchcliffe im Baber Motorsport Park sind nicht toppen.

Kostenpunkt des Jahres

Der Kostenpunkt des Jahres ist für mich kein Punkt, sondern eine Gerade, genauer die Start-Ziel-Gerade in Baltimore. Beim Rennen der ALMS hatte sich fast das gesamte GTE-Feld schon beim Rennstart in der improvisierten Schikane verabschiedet. Die Fahrer der IndyCar Series wollten sich natürlich nicht lumpen lassen und produzierten bei fünf Restarts eine Menge Carbonschrott in und vor Kurve 1. Bei Dallara ist man sehr traurig darüber, dass Baltimore für 2014 aus dem Kalender gefallen ist.

Schönster Moment des Jahres

Ganz besonders habe ich mich über die Siege von Tony Kanaan in Indianapolis und der “Oldies” in Le Mans gefreut. Noch emotionaler war aber der Sieg von Takuma Sato in Long Beach für mich. Ausgerechnet der kleine Japaner konnte dem Team von AJ Foyt, das in den letzten Jahren nur hinterher fuhr, einen Sieg schenken. Das es der erste Sieg für einen Japaner überhaupt und dann auch noch bei einem der Saisonhöhepunkte war, setzte dem Ganzen nur noch die Haube auf.

Überraschung des Jahres

Auch in dieser Kategorie hätte Takuma Sato gewinnen können. Ich entscheide mich aber für Dale Coyne Racing, die über die ganze Saison mit Justin Wilson überraschen konnten. Dazu kam dann noch ein sensationelles Wochenende von Mike Conway in Detroit mit Sieg und Platz 3.

Enttäuschung des Jahres

Besonders “meine” Teams haben in diesem Jahr enttäuscht. Über McLaren brauche ich nichts mehr zu schreiben. Jeder weiß, wie schlecht die Saison war. Aber auch bei Penske Racing lief eine Menge schief. Im Sprint Cup waren Joey Loganos Leistungen in Ordnung, aber Brad Keselowski konnte sich als Meister nicht für den Chase qualifizieren und Sam Hornish jr. hat den Titel in der Nationwide Series verpasst. In der IndyCar Series fuhr Will Power lange hinterher und kam erst in der zweiten Saisonhälfte besser in Schwung und mit Helio Castroneves hat man schon wieder den Titel an den letzten beiden Wochenenden verspielt.

Langweiligstes Rennen

Stellvertretend für eine größere Zahl an langweiligen Rennen im Sprint Cup Jahr wähle ich das zweite Rennen in Talladega aus. Im Vergleich zu vielen anderen Rennen war es zwar in Ordnung, aber gerade bei Talladega im Chase erwartet man einfach mehr. Die letzten Runden im Single-File und das Finish unter Gelb waren nur noch der i-Punkt der Enttäuschung.

Spruch des Jahres

„Beaux needs to be fired. He was a complete idiot today.“
So fasste Scott Dixon seine Meinung zu Rennleiter Beaux Barfield nach dem Grand Prix of Baltimore zusammen. Ich hätte es verstanden, wenn sich die Aussage auf die improvisierte Schikane auf der Start-Ziel-Geraden bezogen hätte. Das Festhalten an den Double-File-Restart, trotz mehrfachen Unfällen in Kurve 1, hätte die Aussage verdient gehabt. Auch die Drive-Through-Penalty für Will Power, der schon einige Runden Rückstand nach dem Unfall hatte, war mehr als lächerlich. Scott Dixon war aber sauer darüber, dass sein beschädigter Dallara nicht wieder an die Box gebracht wurde. Dass ein Auto, das nicht aus eigener Kraft zur Box kommt, nicht dahin abgeschleppt wird, ist aber in fast allen Serien der Weld üblich und sicher nicht die Schuld der Rennleitung.

Racecontrol-Moment des Jahres

Und noch einmal kommt der Grand Prix of Baltimore zu seinem Recht. Eigentlich war es ja nicht ein Moment, sondern direkt ein komplettes Wochenende, das in den Sand gesetzt wurde.

Glückspilz des Jahres

Den Titel teilen sich für mich die beiden alten Schotten, die ihre Kariere kürzlich beenden konnten. Bei Dario Franchitti hört sich das etwas seltsam an, da er seine Kariere auf Rat der Ärzte beenden musste. Er hatte aber in seinen dreißig Rennsportjahren so viele schwere Unfälle, der in Baltimore war ja nur der letzte potentiell tödliche den er überlebt hat, und auch ernsthafte Verletzungen, so dass ein fast gesundes Karierende ein kleines Wunder ist. Auch Allan McNish kann mindestens zweimal im Jahr Geburtstag feiern, wenn ich zum Beispiel nur an den Unfall 2011 in Le Mans denke. Umso schöner ist es, dass er als Le Mans Sieger und Weltmeister abtreten kann. Hoffentlich bleiben beide zum Beispiel am Mikrofon oder in Teams eingebunden dem Rennsport erhalten.

Wünsche für 2014

Ich kann mich nur den Wünschen meiner Kollegen anschließen: weniger Unfälle, weniger Verletzte, weniger Tote
Ein kleiner Sonderwunsch wären mehr Zuschauer für die IndyCar Serie. Trotz guter Rennen und einer spannenden Saison befanden sich Quoten in de USA weiter auf Talfahrt.

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December 29 2013

07:10

Best of 2013 – Don

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Es war ein abwechslungsreiches Motorsport mit einigen Highlight, einigen Enttäuschungen und leider auch vielen Unfällen von denen einige tragisch ausgingen. 2013 sah in vielen Serien die Dominanz einer Marke oder eines Fahrers. In der Formel Eins war es Red Bull, in der WTCC Yvan Muller und in der WEC war Audi kaum nur ausnahmsweise zu schlagen. Dafür boten die IndyCar, die BTCC und die SuperGT wirklich tolle Rennen voller Spannung und mit einigen “Last Minute” Entscheidungen um den Titel.

Bestes Rennen
Das muss in diesem Jahr für mich Le Mans gewesen sein. Es war mein erster Besuch beim 24H Rennen und ich war überrascht, wie sehr sich dieses Rennen von allen anderen unterscheidet. Ich war mehrfach bei 24H Rennen, aber Le Mans ist wirklich etwas ganz besonderes. Die Atmosphäre, die Kulisse, die Geschichte – all das bietet einen ganz besonderen Hintergrund für ein Rennen, das 2013 an der Spitze nicht mal sonderlich spannend war. Leider verunglückte gleich in den ersten Runden Alan Simonsen tödlich, was einen Schatten über die restlichen Stunde legte. Niemals werde ich die letzten Minuten der Radio Le Mans Übertragung vergessen, in der alle Moderatoren erschöpft und erschüttert über das Rennen und den Unfall sprachen.

Bestes Finish
Da bleibt wohl in diesem Jahr wirklich nur das Indy Lights Rennen aus Indianapolis, das der Kollege Thomas schon verlinkt hatte.. So was habe ich auch noch nicht gesehen. Auf einem guten zweiten Platz: Das Rennen der IndyCar aus Sao Paulo

Bester Fahrer
Da gibt es gleich mehrere Kandidaten, die Frage kämen. Sebastian Vettel ist natürlich ein Kandidat, aber wegen der technischen Überlegenheit von Red Bull schafft er es nicht auf meinen persönlichen Platz Eins. Dann wäre da noch Yvan Muller. Kaum jemand hat die Tourenwagenszene in den letzten Jahren derartig beherrscht, wie er. Kaum jemand hat diese Mischung aus Fahrkunst und Durchsetzungsvermögen. Aber auch hier gilt: Der RML Chevy war einfach zu überlegen. Ein weiterer Kandidat ist Jimmie Johnson. Der sechste Titel nach einer Pause von zwei Jahre ist schon allein ein mehr als bemerkenswerte Sache. Wenn man bedenkt, dass Johnson über die gesamte Saison fast immer an der Spitze der Meisterschaft stand, und das bei 36 Rennen, wird klar, wie gut Johnson ist.

Aber am Ende habe ich mich für jemanden ganz anderen entschieden: Alan McNish. Er wäre vielleicht nicht auf meiner Liste ganz vorne gelandet, wenn er nicht zurückgetreten wäre. Aber er gehört dieses Jahr dorthin. Seine Leistungen in der WEC waren immer phänomenal. Jedes Mal, wenn er sich ins Auto setzte, rutschte man auf seinem Stuhl einen Stück nach vorne und dachte “Jetzt geht es los”. Sein kompromissloser Fahrstil, sein Ehrgeiz und sein Speed sind eine Sache. Seine Freundlichkeit und sein Humor hob ihn aber von anderen Fahrern ab. Das er nun seine Karriere beendet ist ein großer Verlust für den gesamten Motorsport, nicht nur für die WEC.

Bestes Team
Eigentlich müsste der Sieger Red Bull heißen. Oder das gesamte Team der #48 um Chad Knaus. Auch Manthey sollte man nicht vergessen, die Porsche gleich beim ersten Auftritt in Le Mans zum Sieg in der GTE verholfen haben. Aber ich habe mich, nach reiflicher Überlegung, dann doch für ein Team entschieden und diese Entscheidung wird vielleicht einige überraschen. Mein bestes Team ist: Team Phoenix aus der DTM. Dafür gibt es einige Gründe. Phoenix stand nach dem Wechsel von Opel zu Audi bisher immer im Schatten von Abt, die die Titel einfahren konnten. Sie haben sich kontinuierlich verbessert, haben mit Mike Rockenfeller einen hervorrangenden Fahrer bekommen und sind in diesem Jahr in der DTM kaum zu schlagen gewesen. Sie haben sich gegen HWA, Abt und BMW durchgesetzt und das in einer Serie, die durch ihre Einheitstechnik bestimmt wird. Ein weiterer Grund: In der DTM gehen die Teams immer etwas unter, da nur die Marke zählt. Etwas, was wir auf dieser Seite immer kritisiert haben und auch weiter kritisieren werden. Daher tut es der DTM und dem Sport auch mal gut, wenn ein Team wie Phoenix das “Beste Team” 2013 ist.

Überholmanöver des Jahres
Auch hier gab es ja so einige. Und etliche Fahrer mit “balls of steel”, aber eins ist mir in besonderer Erinnerung geblieben. Romain Grosjean wie er in Ungarn nach Turn 8 außen an Massa vorbeigehen konnte. Gut, die Rennleitung hat ihn bestraft, weil er mit allen vier Rädern über der weißen Linie war. Aber dennoch – das war schon bemerkenswert mutig.

Feinde/Duell des Jahres
Es war ja ein erstaunlich harmonisches Jahr, selbst in der NASCAR. Also bleibt da tatsächlich nur die “Multi 21″ Affäre zwischen Vettel und Webber übrig, wo der Deutsche mal sein nicht so nettes Gesicht gezeigt hat.

Kostenpunkt des Jahres
Ganz eindeutig der Start zum ALMS Rennen in Baltimore, als sich fast das gesamte GTE Feld gegenseitig elemenierte.

Überraschung des Jahres
Eher der Überraschungsmann des Jahres: Andrew Jordan, der mit dem Pirtek-Team seines Vaters den Titel in der BTCC holen konnte. Und das gegen die Dauersieger Matt Neal, Gordon Shedden und Jason Plato.

Enttäuschung des Jahres
Die WTCC. Insgesamt. Langweile in der WM, die ultrakurzen Rennen auf teilweise langweiligen Strecken. Keine Ahnung, was die FIA da mit der Serie macht, aber es muss was passieren.

Langweiligstes Rennen
Da muss man so einige F1 Rennen anführen, vor allem in der letzten Saisonhälfte. Zwar gab es immer schöne Zweikämpfe im Mittelfeld, aber wirkliche Spannung wollte einfach nicht mehr aufkommen. Ich hoffe sehr, dass sich das nächstes Jahr verändert.

Den Vogel hat allerdings die WEC abgeschossen, auf wenn sie nichts dafür konnte. Aber das “Rennen” in Fuji, dass vor lauter Regen gar nicht erst starten konnte, war eine Enttäuschung. Dafür ist man dann um vier morgens aufgestanden…

Racecontrol-Moment des Jahres
Das war dann wohl der Moment, in dem die DTM ihre Quali in Moskau abbrechen musste, weil Putin den Luftraum hatte sperren lassen. Knapp gefolgt vom F1 Training in den USA, als man feststellte, dass der Rettungs-Heli nicht da war. Und auch keiner kam.

Spruch des Jahres
“Ich habe zu niemandem mehr Kontakt. Nur Kimi Räikkönen ruft mich manchmal zu seltsamen Uhrzeiten an, wenn er betrunken ist.” Eddie Irvine.

Glückspilz des Jahres
Dieser Fahrer eines bis zum Platzen getunten Honda Insight, der bei einer Hochgeschwindikeitsfahrt die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Und nur leicht verletzt geborgen wurde.

Wünsche für 2014
Eigentlich nur einen: Dass wir keine tödlichen Unfälle erleben müssen.

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December 20 2013

15:00

Racingblog Podcast: Rückblick 2013

Der wöchentliche Podcast des Racingblog-Teams. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Der Abschlusspodcast des Jahres 2013 – Wir reden in großer Runde über das, was uns in diesem beschäftigt, geärgert oder auch gestört hat.

Download (MP3, 62 MB)
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Here is the Music Player. You need to installl flash player to show this cool thing!

Dauer: ca. 135 Minuten

00:00:00 F1
00:44:00 NASCAR
01:10:00 WEC
01:36:00 Wir gedenken der verstorbenen Rennfahrer
01:50:00 IndyCar
01:58:00 USCC

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December 18 2013

06:51

Ferner liefen: Die Newshappen vom 18-12-2013

Ein Blick in die Nachrichten der vergangenen Tage, vor allem was die Formel Eins und die WEC betrifft, denn da hat sich einiges getan.

Audi WEC Test// Starten wollen wir mit einer Verneigung: Alan McNish hat gestern seinen Rücktritt vom Motorsport bekanntgegeben. Das kommt einerseits etwas überraschend, andererseits kann man McNish verstehen. Mit knapp 44 Jahren hat der Schotte eine Grenze für den Motorsport erreicht. Auch wenn er den jüngeren Kollegen immer noch mal um die Ohren fahren kann – ein so gutes wie erfolgreiches Jahr 2013 wäre wohl kaum zu wiederholen. Le Mans Sieger und WEC-Champion – besser kann es kaum laufen. Seine waghalsigen Manöver werden alle Motorsportfreunde auf der Welt allerdings vermissen. Kaum ein Fahrer konnte einen LMP1 derartig aggressiv um den Kurs prügeln, wie Alan McNish. Bleibt zu hoffen, dass wir ihn und seinen schottischen Akzent so oft wie möglich bei Radio Le Mans hören werden.

// Die FIA hat offenbar gerade Spaß daran, die Regeln noch komplexer zu machen. Nach der Einführung der doppelten Punkte für das letzte Saisonrennen gibt es jetzt ein Punktesystem für die Fahrer und der Vergehen. Wer in einer Saison 12 Punkte sammelt, darf ein Rennen aussetzen. Nicht bekannt ist, welche Punkte für welche Vergehen vergeben werden. Schwierig an der Sache ist zu dem das System der FIA bei jedem Rennen andere Rennkommissare einzusetzen. (DD)

// Die FIA hat auch klar gestellt, wie das im nächsten Jahr mit den Strafen für die Teams aussieht, wenn ein Bauteil kaputt geht. Bekanntermaßen dürfen im nächsten Jahr nur noch fünf Motoren und drei Getriebe ausgetauscht werden. Doch beim Motor wird die Sache kompliziert (was auch sonst), denn die Regel besagt nun folgendes:

“For the purposes of this Article 28.4 the power unit will be deemed to comprise six separate elements, the engine (ICE), the motor generator unit – kinetic (MGU – K), the motor generator unit – heat (MGU – H), the energy store (ES), turbocharger (TC) and control electronics (CE). Each driver will therefore be permitted to use five of each of the above six components during a Championship season and any combination of them may be fitted to a car at any one time.”

Auch wenn der gesamte Motor nicht hinüber ist, reicht schon der sechsmalige Austausch eines der genannten Bauteile für eine +10 bei der nächsten Startaufstellung. Und die Strafen sind dann noch mal so komplex, dass ich mir nicht so richtig sicher bin, was genau die FIA da meint:

“Replacement of a complete power unit: The driver concerned must start the race from the pit lane
The first time a 6th of any of the elements is used: Ten grid place penalty
The first time a 6th of any of the remaining elements is used: Five grid place penalty
The first time a 7th of any of the elements is used: Ten grid place penalty
The first time a 7th of any of the remaining elements is used, and so on: Five grid place penalty”

Wir überlegen jetzt mal über den Winter, wie die FIA das gemeint haben könnte und wünschen RTL jetzt schon viel Spaß das zu erklären. Den ganzen Spaß kann man in diesem PDF nachlesen. (DD)

// Neues vom Fahrermarkt: Sutil hat bekanntlich bei Sauber unterschrieben, Perez bei Force India. Bleibt die Frage, was Paul di Resta macht. Caterham wäre die letzte Variante, aber die Frage ist, ob er dafür Geld genug hat und ob er sich das antun möchte. Die IndyCar (siehe weiter unten) scheint kein Thema zu sein, bleibt vermutlich nur die DTM, in der Mercedes 2014 etwas besser ausschauen möchte. (DD)

// Auch wenn bei Sutil nun bei Sauber ist, die Zukunft des Teams ist immer noch nicht gesichert. Der ominöse Deal mit den russischen Investoren scheint nicht so zu laufen, wie man dachte. Jedenfalls wird berichtet, dass neue Käufer in Hinwil aufgetaucht sind, die sich auf Vermittlung von Kimi Räikkönen eingefunden haben. Bleibt die Frage: Wen kennt Kimi, der ein F1-Team kaufen möchte? (DD)

// Noch zwei Analysen, die ganz interessant sind. Zum einen erklärt Craig Scarborough wie die Arbeit im Windkanal und per CFD von der FIA reduziert werden soll. Das man einen Windkanal überprüfen kann mag ja sein, aber wie will die FIA die Nutzung von 30 Teraflops kontrollieren? Vor allem, wenn ich mir als Team Serverfarmen anmieten kann? Die zweite Analyse betrifft die Crashtest der FIA.

Audi R18 e-tron quattro// Zur WEC und damit zu Audi, die ihren neuen Einsatzwagen für 2014 vorgestellt haben. Die offizielle Präsentation ist am heutigen Mittwoch, findet aber nur intern statt. Die Änderungen am Wagen sind durchaus groß, wie die Kollegen von Mulsanne Corner schreiben. Allerdings darf man sich nicht täuschen lassen. Das ist nicht der Wagen, den wir im April in Silverstone sehen werden. Zum einen was die Lage des Auspuff angeht, zum anderen werden weitere aerodynamische Feinheiten hin zu kommen. (DD)

// Porsche hat bisher den Wagen noch nicht ohne Tarnung gezeigt und auch hier kann davon ausgehen, dass das Endprodukt noch etwas anders aussehen wird. Immerhin hat der Wagen jetzt einen Namen: Porsche 919hybrid. Auch die Fahrer sind nun bekannt. Neben Mark Webber, Neel Jani, Timo Bernhard und Romain Dumas werden Marc Lieb und Brandon Hartley für Porsche an den Start gehen. (DD)

// In Bahrain hatte Porsche auch bekannt gegeben, dass man 2014 das GTE-Programm weiterlaufen lassen wird und Kundenteams mit dem RSR bestücken möchte. Passend dazu kommt jetzt die Meldung, dass man 51 % am Team von Olaf Manthey erworben hat. Das geschah auch auf Wunsch von Manthey selber, wie die Autosport berichtet. (DD)

// Die Gerüchte, dass Ferrari eventuell nach Le Mans zurückkehren könnte, gibt es schon seit ein paar Jahren. Neue Nahrung haben sie die Tage gefunden, als Luca di Montezemolo befand, die LMP1 sei durchaus interessant, auch für den Einsatz des neuen V6-Turbom, den man für die F1 baut. Die WEC ist für Ferrari allein aus Marketinggründen durchaus interessant. Gegen Porsche zu fahren (und zu gewinnen) wäre sicherlich reizvoll, aber auch Audi wildert mit dem R8 und Lamborghini im Revier von Ferrari. Vermutlich wird man sich die Saison 2014 genau anschauen, ein Einsatz vor 2016 scheint aber nicht Frage zu kommen. Würde man 2015 einsteigen wollen, müsste man spätestens Mitte 2014 mit den Tests beginnen. Angesichts der Belastung durch die F1 scheint das aber unrealistisch. Ferrari hatte den letzten Auftritt als Werksteam 1973 in Le Mans. (DD)

// Paul Truswell hat bei Wirth Research vorbei geschaut und einen interessanten Bericht geschrieben. (DD)

// Die IndyCar befindet sich noch in ihrem langem Winterschlaf, aber es gibt ein paar Neuigkeiten auf dem Fahrermarkt. Nach dem Dario Franchitti seine Karriere beenden musste, hat Chip Ganassi dringend Ersatz gesucht. Nachfolger in der #10 wird nun Tony Kanaan, der eh schon als Fahrer gesetzt war, allerdings die #8 mit anderen Sponsoren fahren solle. Auf Wunsch von Franchitti und des Sponsors wechselt Kanaan nun dieses Auto. Die #8 wird dafür von Ryan Bricoe pilotiert, der damit wieder ein festes Cockpit in der IndyCar hat. (DD)

// Mit Vita4One Racing hat sich ein weiteres Team für das 12h Rennen in Bathurst angemeldet. Auch wurde diese Woche die Entry List veröffentlich und es werden über 20 GT3 Fahrzeuge das Rennen in Angriff nehmen. Dadrunter sind auch Teams wie Rotek Racing, Phoenix Racing und NISMO. (MA)

// Craft Racing wird auch nächstes Jahr mindestens 1 Aston Martin Vantage GT3 in der GTC der AsLMS an den Start bringen. Zudem gibt es auch Pläne einen LMP2 oder zumindest LMP3/CN zu kaufen und auch in der AsLMS einzusetzen. Zudem wird man in Le Mans mit einem geleasten Aston Martin Vantage V8 GTE(-AM) staren. Dies berichtet sportscar365.com. (MA)

// Am Wochenende hat der Bentley Continental GT3 sein Debüt in Abu Dhabi gegeben. Immerhin ein 4. Platz ist bei den Gulf 12 Hours herausgekommen und auch technische Probleme gab es verhältnismäßig wenige. Auch aufgrund dieses Erfolges gibt es nun Pläne bei Bentley nächstes Jahr in der Werkfahrer ab 2014 freuen. Er wird das GTE Programm unterstützen und wahrscheinlich für Manthey Racing in der TUSC starten.

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December 09 2013

18:20

Formel Eins: Neue Regeln für 2014

Die FIA hat ein paar neue Regeln beschlossen, die durchaus interessant sind. Zum einen sollen die Startnummern eine größere Rolle spielen, zum anderen aber auch das letzte Rennen des Jahres.

2013 Japanese Grand Prix - FridayStartnummern sind in der Formel Eins zum einen Problem geworden. Zum einen sind sie so klein geworden, dass man sie nicht mehr erkennen kann. Grund dafür ist, dass die Teams lieber den Sponsoren Platz machen wollen. Zum anderen ist das System der FIA, dass seit Mitte der 90er Jahre gilt, auch nicht sonderlich attraktiv. Seit der Zeit werden die Startnummern nach der Position in der Konstrukteurs-WM jedes Jahr neu vergeben. Das ist in vielen anderen Serien anders. In der NASCAR halten die Teams die Startnummern, die Fahrer werden mit den Nummern identifiziert (Dale Earnhardts “3″ zum Beispiel). Auch in der MotoGP ist das so. Die FIA geht in der Formel Eins nun den Weg der MotoGP. Die Fahrer können sich zum Start der Saison 2014 eine eigene Startnummer auswählen und behalten diese für ihre gesamte Karriere in der Serie. Die “1″ bleibt für den Weltmeister reserviert, er muss diese aber nicht wählen, wenn er sie nicht will. Sollte mehr als ein Fahrer eine Nummer haben wollen (Die “7″ dürfte beliebt sein) bekommt sie der Fahrer, der in diesem Jahr die höhere Punktzahl erlangt hat. Eine interessante Änderung, die vor allem gut für das Merchandising ist und die Fahrer leichter erkennbar macht, weil sie ihre Nummer auch nach einem Teamwechsel behalten. Weiterhin hat die FIA mal wieder eine Änderung des Punktesystems beschlossen, über die man sich wieder streiten kann.

Denn schon ab 2014 gilt die Regel, dass die Punkte im letzten Rennen doppelt zählen. Statt 25 Punkte, bekommt der Sieger also 50 Punkte, das Verdopplung gilt auch für die Teamwertung. Offensichtlich möchte die FIA damit das letzte Rennen aufwerten, denn da geht es oft noch um einige Plätze in der WM. So hätte Ferrari beim letzten Rennen in Brasilien bei doppelten Punkten Mercedes noch Platz 2 in der Teamwertung entreißen können. Auch einige WM-Entscheidungen wären anders ausgefallen. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von der Entscheidung halten soll. Einerseits erhöht es die Spannung, vor allem im Mittelfeld, wo man eng zusammenliegt. Auf der anderen Seite entwertet es ein wenig die Leistung aus der restlichen Saison. Man kann nun mit drei Siegen 100 Punkte machen und damit die WM auf den Kopf stellen.

Ebenfalls neu ist eine “5-Sekunden-Strafe” die für kleinere Vergehen eingesetzt werden soll. Die FIA hat aber nicht spezifiziert welche das sein sollen und wie sie ausgesprochen werden. Möglich ist, dass diese auch nach einem Rennen verhangen werden können.

Für 2015 möchte die FIA eine Kostendeckelung einführen, auch hier fehlen die Informationen, wie man das machen möchte.

Und: Vom 17.12 bis 19.12 wird es einen Reifentest in Bahrain geben. Es können mit den 2013er Fahrzeugen die 2014er Pirelli Reifen getestet werden. Eingeladen waren alle, zugesagt haben Red Bull Racing, Mercedes, Ferrari, McLaren, Force India und Toro Rosso.

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December 02 2013

07:25

WEC: Analyse Bahrain 2013 – Überraschung zum Schluss

Dass Toyota in Bahrain schnell sein würde, hatte man vorher erwartet. Dass die Audi aber kaum eine Chance hatten, war überraschend. Dennoch war das Rennen in der LMP1 und in allen anderen Klassen sehr spannend.

AUTO - WEC 6 HOURS OF BAHRAIN 2013Schon in der Qualifikation zeigte Toyota eine überraschend starke Form. Waren die TS030 zu Beginn der Saison auch auf eine schnelle Runde den Audi R18 unterlegen, lagen sie in Bahrain vorne. Zwar war der Vorsprung der Japaner nur hauchdünn und betrug wenige Zehntel, aber dennoch ist es Toyota gelungen, während der Saison einen deutlichen Rückstand aufzuholen. In Spa lag man mit der schnellsten Runde in der Quali noch 1,4 Sekunden hinter den Audi. Le Mans lasse ich wegen der Besonderheiten der Strecke weg. In Interlagos betrug der Rückstand nur noch 0,7 Sekunden, in Austin waren es wieder 1,7 Sekunden, in Fuji aber nur noch 0,3 Zehntel. In China stand man auf der Pole (Vorsprung 0,5 Sekunden) und in Bahrain knapp 1 Zehntel. Ähnlich haben sich die Rundenzeiten im Rennen geändert. Die Entwicklung ist erstaunlich und wenn man sich die Boxenstopps anschaut, stellt man fest, dass Toyota auch hier aufholen konnte.

Zu Beginn des Jahres konnte man feststellen, dass Audi die Taktik geändert hatte. Statt auf den Mix Verbrauch/Speed zu setzen, überraschte Audi mit deutlich schnelleren Rundenzeiten. Schuld daran war der angeblasene Diffusor, der mehr Abtrieb brachte. Man vermutet, dass der überarbeitete R18 cirka 20 % mehr Abtrieb erzeugt, was aber auch bedeutet, dass man 20 % mehr Leistung abrufen musste, was sich wieder auf den Verbrauch niederschlägt. Toyota war genau den umgekehrten Weg gegangen. Man hatte den aerodynamisch überarbeiteten Wagen zwar schneller bekommen, gleichzeitig aber auch den Verbrauch reduziert. Am Ende reichte das nicht, Audi hatte das deutlich bessere Paket, wie man dann spätestens in Le Mans sehen konnte.

Toyota gelang aber das Kunststück, über die Saison den Spieß umzudrehen. Das ist doppelt erstaunlich, hatte man doch nach Le Mans das Programm reduziert und sowohl in Interlagos als auch in Austin nur einen Wagen an den Start gebracht. Aber offenbar hatte man weiter an Motor und Auto gearbeitet. Dabei gelang Toyota gleich zweierlei: Zum einen machte man den Wagen schneller, zum anderen konnte man gleichzeitig den Verbrauch anpassen. Sichtbar wurde dies zum ersten Mal in China, in Bahrain wiederholte sich das Spiel. Zwischen Audi und Toyota lag bei den Boxenstopps selten mehr als eine Runde, die Standzeit war ebenfalls gleich und die Toyota waren auf der Strecke etwas schneller. Der Vorsprung war allerdings minimal, vielleicht ein paar Zehntel pro Runde. Doch in sechs Stunden summiert sich der Abstand.

In Bahrain spielte sich an der Spitze Ähnliches wie in China ab. Die Toyota gingen in Führung und setzten sich im Verlauf der ersten Stunden rund 30 Sekunden ab. Dann stagnierte der Vorsprung. Ob die Toyota sich etwas zurückhielten oder ob Audi im Verlauf des Rennens an Speed zulegen konnte, ist schwer zu sagen, da die Rundenzeiten wegen der Überrundungen stark schwankten. Ein weiterer Grund mag im Ausfall des Toyota mit #7 nach rund zwei Stunden gewesen sein. Vermutlich lag ein Motorschaden vor, was Toyota dazu gebracht haben könnte, die #8 soweit einzubremsen, dass man den Vorsprung halten konnte.

Auch bei Audi gab es Probleme. Die neuen Weltmeister McNish, Kristensen und Duval kamen nicht ins Ziel, weil beim Audi mit der #2 das Getriebe versagte. Hinzu kam dann noch eine Durchfahrtsstrafe für die #1, weil man unter Gelb überholt hatte. Damit war der Toyota am Ende sicher in Front und die Japaner konnten zumindest den letzten Sieg in diesem Jahr für sich verbuchen.

Es gibt einige Gerüchte, die darauf anspielen, dass Audi nicht mehr alles gezeigt haben könnte. Das halte ich für nicht stichhaltig. Es gibt keinen Grund, warum Audi sich am Ende dieser Saison zurückhalten sollte. Motoren und Chassis werden 2014 nicht mehr eingesetzt, die ganze BoP kommt mit den neuen Regeln erst mit dem Test in Le Mans Anfang Juni 2014. Warum sollte Audi am Ende der Saison mit einem Auslaufmodell nicht mehr alles zeigen?

Der Schlüssel für die Auferstehung der Toyota könnte auch in den Michelin-Reifen liegen. Toyota verzichtete in China und Bahrain auf Doppelstints, was man im letzten Jahr noch problemlos machen konnte. Audi versuchte es in Bahrain gegen Ende des Rennens mit einem Doppelstint, verlor aber dann gegen Ende des Stint sehr viel Zeit (rund zwei Sekunden pro Runde). Toyota gelang es über die gesamte Stintlänge, das Maximum aus den Reifen herauszuholen.

Da zwei Spitzenfahrzeuge weg waren, hätte eigentlich Rebellion auf P3 vorrücken können. Aber die Schweizer hatten in Bahrain Pech. Der Toyotamotor verabschiedete sich mit einem ziemlichen Schlag und einem mittelgroßen Feuer.

LMP2

Die Meisterschaft stand in der LMP2 noch zur Entscheidung aus, aber die G-Drive-Mannschaft hatte nur noch theoretische Chancen auf den Titel. Bei OAK ging man das Rennen nach einem turbulenten Start sehr ruhig an und hielt die Wagen im Bereich der Top 5. Vorne war zunächst der G-Drive-Wagen mit Rusinov/Martin/Conway an der Spitze, aber dann stürmte der Pecom Oreca von hinten an und übernahm die Führung. Weit konnte sich die Mannschaft von Perez Companc aber nie absetzen, der Vorsprung betrug selten mehr als 20 Sekunden. Um Platz drei kämpften im Verlauf des Rennens der Greaves-Zytek und die beiden OAK, die im Verlauf des Rennens das Tempo erhöhten. Da der OAK mit Baguette, Gonzales und Plowman nur in Reichweite des G-Drive bleiben musste, übertrieb man es auch nicht mit dem Druck nach vorne. Wie schnell man in Probleme kommen kann, musste dann Pecom erleben. Knapp 90 Minuten vor dem Ende flog der Wagen am Ende Geraden ohne Bremsen ab. Dank der großen Auslaufzonen passierte nichts, der Wagen konnte sich sogar an die Box zurückschleppen und das Rennen beenden.

Am Ende konnte der G-Drive Wagen zwar gewinnen, aber der Sieg reichte nicht, um sich die Meisterschaft zu sichern. Wegen der vielen Ausfälle in der P1 landete man sogar auf P3 der Gesamtwertung. Auf Platz zwei in der Klasse landete der OAK mit Brundle, Heinemeier-Hanson und Pla. Dritter wurde der Greaves mit Wirdheim, Reip und Lancester. Die beiden Lotus erwischten ein rabenschwarzes Wochenende. Die #31 flog schon in der ersten Kurve raus, die #32 kam nur fünf Runden weit.

GTE-Pro

Die besten Chancen auf den Meistertitel in der GTE-Pro hatte Aston Martin mit der Paarung Mücke/Turner. In der Fahrer-WM führten beide mit fünf Punkten vor den AF-Corse Piloten Bruni/Fisichella. Die italienische Ferrari-Mannschaft entschloss sich vor dem Rennen dazu, beide Fahrer auf zwei Wagen zu verteilen, um die WM-Chancen zu vergrößern. In der Konstrukteursmeisterschaft sah die Sache noch klarer aus, denn da betrug der Vorsprung von Aston Martin 17,5 Punkte.

In der Qualifikation hatten jedoch die Porsche die Nase vorn. Das Werksteam war in Bahrain mit dem neuen 2014er RSR angereist, der vor allem im Bereich Abtrieb überarbeitet wurde. Meint: Der neue 911er hat etwas weniger Abtrieb, um das leidige Problem mit dem Topspeed in den Griff zu bekommen. Das funktionierte in der Quali schon mal gut, im Rennen konnte der RSR auch vorne mithalten. Hier zeigte sich aber ein Problem mit dem Reifenverschleiß, der immer noch etwas über den Werten liegt, die man gerne hätte. Im ersten Drittel eines Stint funktioniert der Wagen gut, danach bauen die Reifen dann zu schnell ab und man verliert Zeit.

Im Rennen fielen Stefan Mücke und Darren Turner schon früh zurück, während der Ferrari mit Bruni/Vilander sich mit dem Porsche von Bergmeister/Pilet um den ersten Platz prügelte. Der zweite Porsche mit Lieb/Lietz fiel schon nach wenigen Runden zurück, weil er von einem LMP2-Lotus abgeschossen wurde. Während des Rennens konnte sich die AF Corse Mannschaft langsam gegenüber dem Porsche durchsetzen und man übernahm die Führung. Der Vorsprung betrug aber selten mehr als 30 Sekunden auf den neuen RSR.

Von Aston Martin sah man im Rennen nur wenig. Die Führung für Bruni war keine gute Nachricht für Mücke/Turner, die auch nicht in der Lage waren, die beiden Führenden unter Druck zu setzen. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Nach knapp dreieinhalb Stunden rollte der Aston nur noch langsam um den Kurs und schaffte es gerade so in die Box. Dort konnte man dann nur noch den Exitus des Antriebs feststellen. In der letzten Stunde des Rennens fiel dann auch noch der zweite Aston mit Lamy/Senna/Stanaway ebenfalls mit einem technischen Defekt aus. Jetzt blieb den Briten nur noch die Hoffnung, dass die Ferrari ein ähnliches Problem ereilen würde. Doch die F458 liefen wie ein Uhrwerk. Das Rennen und damit die Weltmeisterschaft gewannen Vilander/Bruni. Ärgerlich ist das für Fisichella, dem wegen der Umbesetzung die Weltmeisterschaft verwehrt blieb. AF Corse holte auch den Konstrukteurstitel in der GTE-Pro. Eine große Enttäuschung für das Aston Martin Team, die das Jahr (auch dank der gefühlt 23432 Ausnahmegenehmigungen der FIA) oft dominiert hatten.

GTE-Am

Hoffnungen hatten die Briten auch in der Amateur-Wertung. In der Markenwertung führte man vor dem Rennen mit fünf Punkten vor dem 8Start Team, bei den Fahrern waren es Altmeister Campbell-Water und Stuart Hall, die mit fünf Punkten vor dem Porsche Duo Vernay/Narac lagen. Weitere vier Punkte dahinter lagen die 8Star-Piloten Aguas und Potolicchio. Im Rennen setzte sich der “Dänen-Bomber” mit Nygaard, Poulsen und Thiim sofort an die Spitze. Die Aston-Mannschaft gab ein Tempo vor, dem die Konkurrenz nicht folgen konnte. Nygaard und Poulsen haben das Jahr eigentlich komplett dominiert. Doch der Unfall in Le Mans, bei dem Teamgefährte Allan Simonsen ums Leben kam, und der Ausfall in Interlagos zerstörten die WM-Chancen. Campbell-Water und Hall konnten dem Tempo der Dänen nicht folgen, zudem gab es Probleme mit der Elektronik in der zweiten Stunde des Rennens, die den Aston gleich um zwei Runden zurückwarfen.

Hinter den Dänen kämpften der IMSA-Porsche und der 8Star-Ferrari um die Plätze und dabei ging es teilweise um Zehntelsekunden. Über die folgenden Stunden entwickelte ein zäh geführter Kampf zwischen beiden Teams. In der vierten Stunde ereilte die IMSA-Mannschaft dann das Schicksal in Form eines sehr langen Boxenstopps, der die WM-Chancen zunichte machte. Damit rückten Campbell-Water und Hall einen Platz nach vorne, was sich am Ende als wichtige Entscheidung herausstellen sollte.

An der Spitze versuchte das 8Star-Team alles, aber der Ferrari war gegen den Aston Martin der Dänen chancenlos. Nachdem man sich eine Runde Rückstand eingehandelt hatte, konnte nur noch ein Defekt den Aston stoppen, doch das Rennglück blieb bei den Briten. Nach sechs Stunden gewannen Nygaard/Poulsen/Thiim verdient vor Aguas/Potolicchio. Der zweite Aston kam auf Platz 5 und so retteten Campbell-Water und Hall ihre Meisterschaft mit nur einem einzigen Punkt. Immerhin konnte 8Star Motorsport aber die Teamwertung für sich entscheiden.

Es war ein gutes Abschlussrennen der WEC in Bahrain, das viel Spannung bot. Und ein würdiger Abschluss für die LMP1-Fahrzeuge und deren Motoren, die wir so ja nicht mehr wiedersehen werden. Gut war auch die Entscheidung der FIA, den Saisonabschluss in Bahrain und nicht in China fahren zu lassen. Die Strecke passt den Prototypen, das halbe Nachtrennen lieferte auch schöne Bilder. Die Serie verabschiedet sich nun in eine lange Winterpause, denn es wird erst wieder im April weitergehen. Zwischendurch gibt es aber traditionell Ende Januar die Einladungsliste des ACO für Le Mans zu vermelden. Wie man hört, wollen Audi, Toyota und Porsche in Le Mans mit jeweils drei Wagen an den Start gehen. Das wären neun Fahrzeuge, die um den Sieg kämpfen könnten – man darf sich jetzt schon ein wenig freuen.

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November 29 2013

13:51

WEC – Vorschau Bahrain

AUTO - WEC 6 HOURS OF SHANGHAI 2013Wüstensonne und Flutlicht zum Abschluss der zweiten WEC-Saison. Schon morgen, am Samstag, um 13 Uhr startet die Langstrecken-WM in Bahrain in das letzte 6h-Rennen 2013. Die Strecke ist aus der Formel 1 bekannt, die politischen Querelen im Königreich sind längst vergessen. Gefahren wird die altbekannte Grand-Prix-Variante. Das letzte Rennen bietet auch die Gelegenheit, sich durch den Wust an Weltmeisterschaften, Trophies und Cups zu kämpfen, der nach diesem Wochenende verteilt werden soll. Zehn Titel werden insgesamt vergeben, einige davon sind bereits in festen Händen.

Allen voran die Fahrer-WM (für LMP-Piloten), die sich Allan McNish, Tom Kristensen und Loic Duval verdient in Shanghai sicherten (wenn auch „nur“ mit einem dritten Rang). Auch den Hersteller-Titel der LMPs hat Audi danke der schwachen ersten Saisonhälfte von Toyota längst sicher. Doch inzwischen ist der TS030 mindestens gleichauf mit dem R18 (zumindest sofern Audi nach gewonnenen Titeln noch alles zeigt, was der Wagen hergibt). Der Kurs in der Wüste von Bahrain dürfte dem Toyota sehr gut liegen, da er in den zahlreichen langsamen Kurven einen Vorteil mit seinem Heck-Hybridantrieb hat. An den Fahrerbesetzungen der Werksteams ändert sich für das Saisonfinale nichts, außer dass im Toyota mit der #7 Kazuki Nakajima hinzustößt. Das weckt Hoffnung auf ein weiteres hochklassiges Duell.

Rebellion Racing – mangels Konkurrenz längst Gewinner der LMP1-Privatiers-Trophy – wird dahinter mit Belicchi/Beche/Prost einsam seine Runden drehen – traurig, denn es wird vermutlich das letzte Rennen für einen LMP1 aus dem Hause Lola sein. Die Firma ist bekanntlich insolvent und die Sportwagen-Sparte konnte nicht gerettet werden. Zwar hat die kanadische Firma Multimatic die Urheberrechte an den Lola-Chassis erworben, doch über einen neuen LMP1 nach dem 2014er Reglement ist bislang nichts bekannt. Rebellion wird im kommenden Jahr mit Oreca-Boliden antreten.

Ihr einziger privater Konkurrent war in der ersten Saisonhälfte Strakka. Die Briten um den Unternehmer Nick Leventis werden zum kommenden Jahr eine aPartnerschaft mit Dome</a> eingehen – allerdings in der LMP2. Somit gehen der Top-Klasse zwei weitere potentielle Starter verloren; von potentiellen Privatier-Teams, die an den bislang bekannten Chassis Interesse zeigen, ist bislang leider nichts bekannt.</p> <p><span>Weiter wachsen wird wohl stattdessen die LMP2, hier stehen neue Teams und Fahrzeuge in den Startlöchern. In den letzten Jahren hat sich auch gezeigt, wie schnell man in dieser Klasse Fuß fassen und vorn mitfahren kann, wenn man ein gutes Team zusammenstellt: So kämpft die G-Drive-Mannschaft um Roman Rusinov regelmäßig mit den Etablierten wie OAK und Pecom um Siege. In der </span><b>LMP2-Team-Trophy</b><span> jedoch ist G-Drive wegen der Disqualifikation in Le Mans trotz dreier Siege so weit zurück, dass sie nur noch eine rein mathematische Chance haben. Tatsächlich werden die beiden OAK-Boliden die Meisterschaft unter sich ausfahren, wobei die #35 (Baguette/Gonzalez/Plowman) 13 Zähler vor der #24 (Pla/Brundle/Heinemeier-Hansson) liegt. Letztere hielt ich lange für die stärkere Fahrerkombo, doch gerade Bertrand Baguette hat sich sehr gemacht: Er und Plowman sind regelmäßig ähnlich schnell wie Pla und Brundle in der #24. In der <strong>LMP2 Drivers Trophy</strong> ist der Stand ähnlich wie bei den Teams, nur ist hier der Abstand zwischen den OAK-Wagen um zwei Zähler größer.</span></p> <p>Der <b>World Endurance Cup for GT Drivers</b> ist noch hart umkämpft: Darren Turner und Stephan Mücke (Aston Martin) stehen bei 125,5 Punkten, Giancarlo Fisichella und Gianmaria Bruni (Ferrari) bei 120. Marc Lieb und Richard Lietz (Porsche) haben mit 110 schon deutlich geringere Chancen. Das Ferrari-Team AF Corse wählt allerdings eine andere Taktik als die Konkurrenz und teilt sein Top-Duo: Bruni teilt sich die #51 mit Vilander, Fisichella wechselt in die #71 von Kamui Kobayashi. Wieviel das bringt, wird das Rennen zeigen, die beiden neuen Kombinationen sind jeweils nicht so stark, wie Bruni/Fisichella zusammen.</p> <p>Die <b>GTE Pro-Teams Trophy</b> – die keine echte Teamwertung, sondern eine „Auto-Wertung“ ist – sieht entsprechend aus, auch wenn hier etwas anders gezählt wird: „Gast-Autos“ können keine Punkte sammeln und werden beim Ergebnis für diese Wertung rausgerechnet, während deren Fahrer sehr wohl die Punkte für ihre Platzierung bekommen. Somit steht es hier 128,5:120:113 bei gleicher Reihenfolge. Änderungen an der Balance of Performance gab es nicht, obwohl die Aston Martin in Shanghai doch wieder überlegen waren. Neu ist allerdings der Porsche, der in Bahrain am Start stehen wird: Manthey muss mit der 2014er-Variante des 911 RSR antreten, die allerdings äußerlich keine großen Neuerungen bietet.</p> <p>Mit dem Doppelsieg und der Pole in Shanghai hat Aston Martin Racing in der GTE-Pro die Spitze in der <b>Hersteller-Wertung der GTs</b> erobert, und zwar deutlich: 17,5 Punkte beträgt der Vorsprung auf Ferrari. Läuft das Rennen nicht besonders schlecht für die Briten, dürfte ihnen dieser Titel nicht mehr zu nehmen sein. Ein Doppelsieg für Ferrari wäre mindestens Pflicht, um wieder vorbeizuziehen, doch selbst dann würden ihnen noch anderthalb Zähler auf Aston Martin fehlen, wenn diese die Ränge 3 und 4 einfahren. In diese Wertung fließen allerdings die jeweils besten zwei Fahrzeuge einer Marke ein, egal ob Pro oder Am.</p> <p>Bleibt noch die GTE-Am, in der es für Aston Martin in beiden Wertungen wieder gut aussieht: In der <b>GTE-Am Teams-Trophy</b> liegt die #96 von AMR vorn (diesmal am Start mit Campbell-Walter/Hall/Goethe); nur fünf bzw. neun Zähler Rückstand haben jedoch der 8Star-Ferrari und der IMSA Performance-Porsche. In der <b>GTE-Am Drivers-Trophy</b> liegen Campbell-Walter/Hall dagegen um fünf Zähler vor dem IMSA-Duo Vernay/Narac und neun vor den 8Star-Piloten Potolicchio/Aguas. Hier ist also noch viel Feuer drin für das letzte Saisonrennen.</p> <p><b>MotorsTV</b> überträgt ab 12:35 Uhr live, ebenso wird es den gewohnten <b>Livestream</b> geben, der wie das Live Timing auf <a href=" http:="" target="\">live.fiawec.com zu finden sein wird. Den Spotter Guide gibt es hier</a>. Außerdem überträgt, wie immer, a<a href=" http:="" target="\">Radio Le Mans alle Sessions live und hält sie auch als Podcasts verfügbar. Eurosport zeigt eine Zusammenfassung am Abend, Eurosport 2 hat die Schlussphase ab 18 Uhr live.

(Bildquelle: WEC)

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November 28 2013

15:56

Formel Eins: Ross Brawn verlässt Mercedes

Das Mercedes AMG F1 Team hat heute bekannt gegeben, dass Ross Brawn das Team verlassen wird. Die Frage ist: Warum eigentlich?

778188664-11481027112013Die Gerüchte gab es seit Anfang des Jahres, jetzt ist es dann dann soweit: Ross Brawn verlässt das Mercedes-Team, ihm folgen Paddy Lowe und Toto Wolff nach. Während Lowe sich um die technischen Belange des Teams kümmern soll, wird Wolff die Geschäftsseite übernehmen und vermutlich weiterhin der erste Ansprechpartner für die Medien sein. Überraschend kommt die Meldung nicht, dafür wurde in den letzten Wochen zu viel auch von Seiten Mercedes über einen möglichen Wechsel an der Spitze gesprochen. Aber warum Brawn das Team verlässt, ist nicht so ganz klar.

Sein Abgang hängt vermutlich mit der massiven Umstrukturierung des Teams aus dem letzten Jahr zusammen. Schon Mitte 2012 sorgte die Erfolglosigkeit des Teams für Sorgenfalten im Mercedes-Vorstand. Das Engagement in der Formel Eins ist im Konzern nicht unumstritten, da die hohen Kosten sich zusammen mit den mangelnden Erfolgen schwer verkaufen lassen. Man muss dabei allerdings zwischen Mercedes AMG High Performance Powertrains und dem Mercedes AMG F1 Team unterscheiden. Während die Motorenschmiede in Brixworth Geld einbringt, kostet der Einsatz des Teams einen dreistelligen Millionenbetrag. Offizielle Budgetzahlen gibt es zwar nicht, aber man kann sich die Summen ausrechnen. John Booth, Teamchef von Marussia, nannte 70 Millionen Dollar als Budget für sein Team pro Saison. Bei Red Bull werden knapp 300 Millionen genannt, wobei hier ein Teil zu Red Bull Technologies fließt, die nicht nur das F1-Team beliefern. 200 bis 240 Millionen Dollar scheint eine im Moment realistischen Summe für ein F1-Team zu sein, wenn es an der Spitze mitfahren möchte.

Mitte 2012 stand man bei Mercedes vor der Frage, ob man die Anteile an Team wieder abstößt oder ob man noch mal richtig versucht: Mehr Geld, mehr und vor allem neue Leute. Man entschloss sich dazu anzugreifen, ließ sich aber für einen Ausstieg die Hintertür offen, indem man die Marke AMG in den Teamnamen aufnahm.

Man holte Niki Lauda, der wohl schon länger im Hintergrund als Berater fungierte. Der sollte die Strukturen des Teams durchleuchten und schauen, wo es in der Bürokratie klemmt. Gleichzeitig angelte sich Ross Brawn Lewis Hamilton. Tatsächlich war es Brawn, der Hamilton überzeugen konnte McLaren zu verlassen. Im letzten Herbst ging es dann Schlag auf Schlag: Toto Wolff wechselte von Williams zu Mercedes und kaufte sich ins Team ein. Gleichzeitig setzte man Norbert Haug vor die Tür, der bisher zusammen mit Ross Brawn das Team geleitet hatte. Seine Stelle teilten sich (mehr oder weniger) zunächst Wolff und Lauda. Schon damals gab es Gerüchte, dass Mercedes gerne Lauda als Teamchef sehen würde.

Interessant wurde es dann, als Mercedes Paddy Lowe von McLaren abwarb. Lowe war bei den Briten als Technischen Direktor ein Stellvertreter von Martin Whitmarsh. Seine Position bei Mercedes war völlig unklar. Überhaupt hatte das Team eine etwas überfrachtete Managementstruktur, die vor dem Abgang von Brawn so aussah:

Vorsitzender des Aufsichtsrats – Niki Lauda
Teamchef – Ross Brawn
Motorsportdirektor (Business) – Toto Wolff
Berater Bereich Business – Nick Fry
Geschäftsführer Bereich Technik – Paddy Lowe
Technischer Direktor – Bob Bell
Chefdesigner/Technologiedirektor – Geoff Willis
Ingenieurdirektor – Aldo Costa
Chefaerodynamiker – Mike Elliott

Es gibt also einen Geschäftsführer im Bereich Technik, einen Technischen Direktor und einen Technologiedirektor. Dazu kam, dass Ross Brawn sich für alle diese Bereiche ebenfalls als Chef sah. Mercedes wollte wiederum die Zuständigkeiten anders verteilen, was Brawn wiederum als Entmachtung betrachtete. Immerhin war es “sein” Team, auch wenn er 2009 75% von BrawnGP an Mercedes verkauft hatte. Die neue Managementstruktur sieht dann wohl so aus, dass Lowe der Teamchef für die technischen Belange wird, während Wolff die Geschäftsseite übernimmt. Lowe wird das Team also auch bei allen Verhandlungen in Sachen Technik (neue Regeln usw.) gegenüber der FIA vertreten, ein Alleinherrscher wie Brawn es war, wird er aber nicht. Er muss sich zum einen mit Lauda auseinandersetzen, zum anderen wird auch Bob Bell eine größere Rolle spielen.

Ross Brawn verlässt also Mercedes, weil er dort hätte Kompetenzen abgeben müssen, vor allem im Bereich der technischen Entwicklung. Ob es klug ist, Brawn gehen zu lassen, ist schwer zu sagen. 2010 und 2011 hat Brawn keine gute Autos entwickelt, das 2012er Auto stammte mehr oder weniger aus der Hand von Goeff Willis, während Aldo Costa das Entwicklungsteam für das 2014er Auto leitet.

Brawns Fähigkeiten liegen aber nicht nur in der Entwicklung, sondern auch im politischen Bereich, der in der F1 ja nicht ganz unwichtig ist. Den Part wird in Zukunft dann wohl Lauda übernehmen.

Was Ross Brawn in Zukunft machen wird, ist ungewiss. Es ist unwahrscheinlich, dass Mercedes Brawn einfach so gehen lässt und er am 1. Januar 2014 bei einem anderen Team sitzt. Immerhin hat er das Wissen über alle Details des 2014er Chassis und Motors im Kopf. Vermutlich bekommt er eine üppige Abfindung, die mit der Auflage verbunden ist, im nächsten Jahr mal Urlaub zu machen.

Die Gerüchteküche bringt den Briten mit Williams, Ferrari und McLaren bzw. Honda in Verbindung. McLaren scheint unwahrscheinlich, da Martin Whitmarsh trotz des katastrophalen Jahres fest im Sattel sitzt. Williams hat Interesse bekundet, aber auch schon gesagt, das man kein Geld hat, um Brawn zu bezahlen. Bei Ferrari sieht die Sache anders aus. Stefano Domenicali sagte neulich sinngemäß, dass es eine Ehre wäre, für Ross Brawn Platz zu machen.

Ich bin gespannt, wie es mit Mercedes im nächsten Jahr weitergeht. Paddy Lowe ist ein sehr erfahrener Mann, der in der gleichen Liga wie Brawn spielt. Es ist von außen auch schwer zu sagen, wie viel Anteil Ross Brawn am diesjährigen Erfolg des Teams hatte. Er hat sich jedenfalls einen guten Zeitpunkt für seinen Weggang ausgesucht. Sollte der 2014er Mercedes zu langsam sein, wird die Presse sagen “Das kommt davon, dass ihr Brawn vertrieben habt”. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass wir Ross Brawn spätestens 2015 wiedersehen werden.

Bild: Mercedes AMG F1

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November 27 2013

20:48

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 28.11.2013

Der wöchentliche Podcast des Racingblog-Teams. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Unseren letzten regulären Podcast in diesem Jahr beschließen wir mit der F1, den V8 Supercars, die noch bis Dezember unterwegs sind, und dem letzten Rennen der WEC.

Wir abschieden uns damit in diesem Jahr. Es wird noch einen Sonder-Podcast im Dezember geben, wo wir in großer Runde auf die Motorsportsaison 2013 zurückblicken. Der erste Podcast im Jahr 2014 wird voraussichtliche Ende Januar erscheinen.

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Dauer: ca. 60 Minuten

00:00:00 F1
00:35:00 V8 Supercars
00:54:00 WEC

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November 21 2013

10:41

Formel Eins: Vorschau GP Brasilien 2013

Das letzte Rennen einer gefühlt etwas zu langen Saison steht auf dem Programm und damit auch der Abschied vom V8-Motor und den bisherigen Boliden. Denn 2014 wird alles anders.

Bildschirmfoto 2013-11-21 um 11.30.23.pngNatürlich wird Sebastian Vettel auch in Brasilien den Sieg anvisieren, aber die Strecke lag dem Red Bull in der Vergangenheit nicht immer wirklich gut. Im letzten Jahr fuhr Vettel allerdings wegen der Weltmeisterschaft ein einer verhaltenes Rennen, das ja beinahe schon in Kurve 4 zu Ende gewesen wäre. Dieses Jahr ist er von allem Druck befreit und kann sich ganz auf Sieg Nummero Neun konzentrieren. Lotus wird es dem Deutschen allerdings nicht leicht machen. Grosjean befindet sich gerade in einer guten Phase und der Lotus passte auf den bisherigen Strecken meist gut. In Austin gelang es Vettel nicht einen großen Abstand heraus zu fahren, was allerdings auch daran lag, dass Vettel seine Reifen schonte.

Die Betrachtung der Form schenke ich mir mal für das letzte Rennen, die Lage ist eh klar. Die einzige Entscheidung, die noch aussteht, ist jene um den zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM zwischen Mercedes und Ferrari. 15 Punkte beträgt der Vorsprung der Deutschen und damit ist die Sache mehr oder weniger entschieden. Natürlich – beide Mercedes können ausfallen, Alonso kann auf Platz 2 fahren und damit die zähe Saison von Ferrari noch etwas besser aussehen lassen. Aber wahrscheinlich ist das Szenario nicht.

Wobei – Sao Paulo ist ja bekannt für Rennen, die einen eher kuriosen Verlauf nehmen. Mal wechseln die Bedingungen in der Quali, mal regnet es mal mehr, mal weniger stark im Rennen. Ein “normales” Rennen in Interlagos ist eher selten zu finden. Und auch am Wochenende droht wieder eine gewisse Lotterie. Die notorisch unzuverlässige Wettervorhersage tippt auf 33 Grad und leichte Regenschauer. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt (am Donnerstag) bei 40%. Genauso gut kann man sagen “Eventuell oder auch nicht. Oder so”.

Pirelli hat für Sao Paulo die Mischungen “Hart” und “Medium” im Angebot. Angesichts der hohen Temperaturen scheint das verständlich, aber in Austin hatte man sich damit vertan. Da Interlagos die Reifen deutlich weniger belastet als die Strecke in Austin, kann man davon ausgehen, dass es einige mit einem Stopp versuchen werden. Vor allem jene, die ab Platz 11 starten könnten es mit den harten Reifen versuchen. Ein langer erster Stint, danach dann die “Medium” voll ausquetschen. Das könnte durchaus funktionieren, wenn man denn den Anschluss nach vorne nicht verliert.

Auf der anderen Seite dauert der Boxenstopp in Interlagos wegen der kurzen Anfahrt kaum 20 Sekunden. Im letzten Jahr, als man auch “Hard” und “Medium” dabei hatte, ergaben die Simulationen, dass man mit einer Zwei-Stopp-Strategie schneller unterwegs sein könnte. Aber – da ist halt das unberechenbare Wetter – ein Regenschauer, und man kann die Strategie über den Haufen werfen. Das einzige, was dann zählt, ist die Rückmeldung vom Fahrer, wann die Intermediates oder Slicks angesagt sind.

Es wäre ein netter Abschluss der Saison, wenn das Wetter ein wenig mitspielen würde. Zu oft haben wir in diesem Jahr langweilige Rennen an der Spitze gesehen, zu oft war die einzige Frage, ob der Red Bull nicht dann doch mal ein technisches Problem hat.

Die Motorhersteller werden ebenfalls mit Spannung auf der Rennen schauen. Es ist der letzte Auftritt der V8-Motoren in der Formel Eins, dass man sie eines Tages wiedersehen wird, ist eher unwahrscheinlich. Renault hat dieses Jahr deutlich dominiert, aber vielleicht gelingt es ja Mercedes oder Ferrari den letzten Sieg eines V8 zu holen.

Wie üblich heißt es am Ende einer Saison auch Abschied nehmen. In diesem Fall von der Traditionsmarke Cosworth, die ja bisher den Motor für Marussia liefert. Ab 2014 setzen die Russen auf Ferrari-Power, Cosworth hatte aber sowieso schon früh klar gemacht, dass man keinen neuen Motor für das neue Reglement bauen möchte. Die Rückkehr von Cosworth war auch nicht unbedingt ein Erfolgsprojekt. Nicht einen einzigen Sieg konnte die Marke für sich verbuchen, am Ende war ein günstiger Motorenlieferant für die Einsteigerteams, die allerdings schnell das Weite suchten. Der Motor war standfest, aber hatte zu wenig Drehmoment und galt als schwerer zu fahren, als die Motoren der Konkurrenz.

Von welchen Fahrern man Abschied nehmen muss, ist noch ungewiss. Caterham hat seine Fahrer noch nicht bestätigt, bei Marussia ist nur Bianchoi sicher. Ob di Resta, Hülkenberg, Sutil, Kovalainen usw. im nächsten Jahr bei welchem Team fahren werden, ist unklar. Gut möglich, dass sich manche Entscheidung wie im letzten Jahr bis in den Februar hinzieht.

Wir wünschen jeden Falls viel Spaß beim letzten Rennen F1 Rennen der Saison, dass dank der Zeitverschiebung zur besten Sendezeit im Fernsehen laufen wird. Natürlich begleiten wir die Serie auch im Winter weiter. News wird es geben, ebenso unsere Analyse, wer dieses Jahr gut und wer schlecht unterwegs war. Und Ende Januar gehen die Testfahrten schon wieder los. Langweilig wird es also nicht.

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November 13 2013

23:54

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 14.11.2013

Der wöchentliche Podcast des Racingblog-Teams. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Nach einer Woche Pause kommt wieder eine Ausgabe unseres Podcast. Der etwas unübersichtliche Fahrermarkt der F1 beschäftigt uns, ebenso feiern wir Jimmie Johnson schon mal als Meister. Dann gibt es News aus der WEC, Tim berichtet vom extrem spannenden Finale der Super Formula, bevor wir uns mit einem Blick auf das Rennen in Macau dann um die wahnsinnigen Momente des Motorsports kümmern.

Kleine Ankündigung: Nächste Woche fällt der Podcast leider auch aus, die Woche danach sind wir aber wieder da.

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Dauer: ca. 90 Minuten

00:00:00 F1
00:37:00 NASCAR
00:54:00 WEC
01:00:00 Super Formula
01:13:00 WTCC

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November 11 2013

07:13

WEC: Analyse 6H Shanghai 2013 – Toyota macht Druck

Toyota überraschte, Audi zitterte, es brannte bei Labre und in der GTE Pro gewann der Sieger mit weniger als eine Sekunde Vorsprung. Doch die größten Gewinner der WEC kamen nur auf Platz 3.

2013-6-Heures-de-Shanghai-6-HEURES-DU-SHANGHAI-02113012-232Audi hatte vor dem Start in Shanghai Zweifel, was den Sieg anging, denn die Strecke passt dem R18 nicht so gut. Zum einen hat sie etliche sehr langsame Ecken und da Audi sein Hybrid-System erst ab 120 km/h nutzen darf, hatte Toyota schon mal einen Vorsprung. Zum anderen machte man sich um die Reifen Sorgen. Der R18 verbraucht die Michelin-Reifen etwas schneller als der TS030, also muss man sie häufiger wechseln, was wiederum 25 Sekunden mehr Zeit an der Box kostet. Das es schwierig werden würde, war den Ingolstädtern also vorher klar, überrascht war man aber doch, wie schnell die Toyota waren.

Dabei hatte Toyota den Start in Shanghai gar nicht geplant. Aber weil das Rennen in Fuji buchstäblich ins Wasser gefallen war und man sehen wollte, wo man mit den Entwicklungen nun steht, entschloss man sich kurzfristig für den Einsatz in China und hat vorsichtshalber auch gleich Bahrain noch mit auf die Startliste geschrieben.

In der Quali zeigten die Japaner schon mal, dass sie in Sachen Speed den Audi Paroli bieten konnten. Die Startaufstellung war hübsch durchgemischt, mit der #7 (Wurz/Lapierre) vor dem Audi mit der #1 (Lotterer/Treluyer/Fässler), dem zweiten Toyota #8 (Davidson/Buemi/Sarrazin) und der #2 von Audi mit McNish/Duval/Kristensen. Für letztere war die Ausgangssituation im Rennen komplett anders. Sie mussten den vierten Platz belegen, um sich den Weltmeistertitel zu sichern.

Dementsprechend ging es vorne auch los. Die #2 hielt sich aus allem raus, während die #8 in Führung ging und sich relativ leicht vom Audi mit #2 absetzte. Der musste nach ein paar Runden auch noch den zweiten Toyota passieren lassen und verlor an Boden.

Wer gedacht hatte, das Toyota hier nur ein Feuerwerk abbrennt, sah sich im Verlauf des Rennens, das ohne Unterbrechung blieb, getäuscht. Es zeigte sich, dass die Toyota das Tempo halten konnten und konsequent schneller waren als die Audi. Tatsächlich nahm man nach knapp zwei Stunden sogar etwas Speed raus, denn zu diesem Zeitpunkt hatte man die Audi kurz vor einer Überrundung. Dabei konnten die Toyota auf zwei Ebenen überraschen. Zum einen war man auf der Strecke schneller, zum anderen blieb man in der gleichen Stoppsequenz wie die Audi und man hat es geschafft, den Stopp genauso lang zu gestalten wie die Audi. Der Vorteil der Toyota lag nicht mal darin, dass sie die Michelin nur bei jedem zweiten Stopp wechseln konnten. Das ging aufgrund des sehr rauen Asphalt in China nicht. Toyota fuhr den großen Vorsprung also nur raus, weil man tatsächlich schneller war.

Doch das Glück war Audi mal wieder hold. Nach etwas mehr als der Hälfte des Rennens brach beim führenden Toyota mit #8 ein Teil der vorderen rechten Aufhängung, womit das Rennen beendet war. Die #7 stolperte über zwei schlechte Reifensätze. Nach vier Stunden musste Lapierre wegen eines schleichenden Plattfuss kurz nach seinem Stopp wieder an die Box. Beim letzten Stopp erwischte Alex Wurz einen nicht passenden Satz und er verlor sukzessive Zeit auf den drängelnden Fässler, der ihn dann 30 Minuten vor Schluss überholen konnte und dem Toyota auch noch 15 Sekunden in den letzten Runden abnahm. Die Enttäuschung bei Toyota war sichtlich groß, auf der anderen Seite hat man zum ersten Mal in diesem Jahr gezeigt, dass man schneller als der R18 war.

Am Ende jubelte also wieder Audi. Der Sieg war hart erkämpft und dementsprechend verdient. Noch ausgelassener feierten Alan McNish, Tom Kristensen und Loic Duval, die sich mit dem dritten Platz die Fahrer-WM sichern konnten. Es ist der erste WM-Titel für alle drei Fahrer und vor allem Kristensen und McNish haben sich diesen mehr als verdient. Schön, dass die „Alt-Herren-Riege“ gegen Ende ihrer Karriere noch mal einen solchen Titel holen konnte.

LMP2

In der kleinen Prototypklasse gab es eine erneute Auflage des Zweikampfes zwischen dem G-Drive Oreca und beiden OAK Wagen. Dieses Mal konnten sich die Dauersieger Rusinov/Martin/Conway aber nicht wie sonst mit ihrem G-Drive an die Spitze setzen und diese bis zum Ende halten. Der Oreca lief dieses Mal nicht so gut, stattdessen sah man sich durch den OAK mit Pla/Heinemeier-Hanson/Brundle an der Spitze unter Druck gesetzt. Immer in Schlagdistanz blieben Baguette/Gonzales/Plowman im zweiten OAK.

Es entwickelte sich ein zumindest auf dem Timingscreen spannendes Rennen, dass man allerdings in den TV-Bildern nur selten gezeigt bekam. Nach vier Stunden hatten sich Pla/Heinemeier-Hanson/Brundle gerade mal 17 Sekunden Vorsprung vor Rusinov/Martin/Conway herausgefahren. Die Entscheidung fiel dann im Verkehr und an der Box. Der G-Drive hatte am Ende etwas bessere Rundenzeiten und die etwas bessere Strategie, sodass man sich in der letzten Stunde dann absetzen und den Sieg für sich beanspruchen konnte. Auf P3 landete der zweite OAK mit Baguette/Gonzales/Plowman.

Der Rest des Feldes hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Die Pecom-Mannschaft fiel nach vier Stunden Rennzeit aus, was für lange Gesichter sorgte. Aber bei Pecom war die Stimmung am Wochenende eh nicht gut, nachdem das Team bekannt gegeben hatte, dass man 2014 auf die WEC verzichten muss. Zum einen sind es die Kosten, zum anderen hat Teambesitzer Luis Perez Companc die USCC als möglichen Ersatz im Auge.

Bei Greaves lief es mal wieder schleppend, während die Lotus doch etwas überraschend langsam waren. Hatte das Team zumindest in Austin noch eine ansteigende Form gezeigt, fiel man in China wieder weit zurück. Ein Wagen fiel nach der Hälfte des Rennens aus, der andere hatte am Schluss fünf Runden Rückstand.

In der Fahrer-WM sieht es nach einem Sieg für Baguette/Plowman/Gonzales aus, die 15 Punkte Vorsprung auf Pla/Heinermeier-Hanson/Brundle haben. Allerdings darf man sich beim letzten Rennen in Bahrain keinen Ausfall erlauben bzw. man muss auf P3 kommen, sollten die Teamkollegen das Rennen gewinnen. Die G-Drive Mannschaft Rusinov/Martin/Conway liegt 22,5 Punkte zurück. Da müssten beide OAK schon aufallen und sie das Rennen gewinnen, um die Meisterschaft noch zu holen. Schuld daran ist der Ausfall beim Rennen in Le Mans, der das Team viele Punkte gekostet hat.

GTE Pro

Und weiter ging es mit der Auseinandersetzung zwischen Ferrari und Aston Martin mit gelegentlicher Beteiligung von Porsche. Das Manthey-Team kämpfte in Shanghai mit dem Asphalt. Die Reifen des neuen 991 RSR waren so schnell hinüber, dass man nicht mal die geplante Stintlänge durchhalten konnte. Das warf die Manthey-Truppe zu Beginn dann etwas zurück, aber man hielt zumindest Kontakt zur Spitze.

Dort hatte sich zunächst der AF Corse Ferrari mit Kobayashi/Vilander die Spitze gesichert, aber denkbar knapp vor dem Aston Martin mit Turner/Mücke am Steuer. Dahinter folgten Fisichella/Bruni vor dem nächsten Aston mit Senna/Lamy/Stanaway. Erst danach folgten die Porsche mit den genannten Problemen.

Im Verlauf des Rennens änderte sich das Bild und die Aston schoben sich mehr und mehr nach vorne. Grund dafür war mal wieder auch der verkleinerte Tank der Ferrari, die in Sachen Stintlänge nicht so ganz mithalten konnten. Das spülte dann die Aston nach vorne, die sich im Verlauf der letzten Stunde ein packendes Duell um den Sieg lieferten. Im letzten Stint lagen Stefan Mücke und Bruno Senna innerhalb von einer Sekunde und dieser Abstand blieb auch bis zum Zieldurchlauf bestehen.

Schlechter lief es am Ende für beide AF Corse. Die Ferrari verloren bei kühler werdender Strecke immer mehr an Grip und sahen sich durch den Porsche mit Bergmeister/Pilet am Steuer unter Druck gesetzt. In einem sehenswerten Zweikampf bügelte die Porsche-Mannschaft dann die Ferrari nieder. Die kämpften allerdings wirklich mit stumpfen Waffen, da ihnen jeglicher Grip fehlte.

GTE Am

Der „Dänenbomber“ mit Nygaard/Poulsen/Thiim sah mal wieder wie der sichere Sieger aus, doch nach etwas mehr als der Hälfte des Rennens war dann plötzlich Feierabend. Die Elektronik streikte und Thiim musste den Wagen mitten auf der Strecke abstellen. Damit rutschte der Porsche mit Narac/Vernay/Paltalla an die ersten Stelle, der sich allerdings nicht vom 8Star Ferrari mit Potolicchio/Agus/Rigon absetzen konnten. Im Gegensatz zu den AF Corse in der Pro-Kategorie wurde der 8Star Ferrari aber im Verlaufe des Rennen besser. Die IMSA-Mannschaft kämpfte zudem mit kleineren technischen Problemen, sodass sich der Ferrari am Ende den Sieg holen konnte.

Doch die Glückspilze des Rennen kamen aus dem Labre-Team. Beim letzten Boxenstopp, ca. 50 Minuten vor Ende des Rennens, entzündete sich plötzlich die gesamte (!) Tankanlage. Ein sehr dramatisches Bild zeugt davon, wie groß das Feuer war. Im Fernsehen sah man davon nur das Ende, da hatten alle benachbarten Teams (Lotus, Aston, Porsche und andere) schon die Feuerlöscher gezückt und das Feuer erstickt. Die im Bild zu sehenden Mechaniker sind alle ok, niemand hat Verbrennungen oder Rauchvergiftungen erlitten, laut der FIA konnten alle untersuchten Teammitglieder das Streckenhospital nach einem kurzen Check wieder verlassen. Das zeigt auch, wie gut die feuerfesten Anzüge geworden sind. Und wie wichtig es ist, dass in einer Boxengasse alle einen tragen müssen.

Es war jetzt kein wirklich umwerfendes Rennen der WEC, aber es war aus strategischer Sicht durchaus spannend zu betrachten. Das letzte Rennen der Saison und damit auch der „alten“ LMP1 findet am 30.11. in Bahrain statt.

2013-6-Heures-de-Shanghai-6-HEURES-DU-SHANGHAI-02113811-401 2013-6-Heures-de-Shanghai-6-HEURES-DU-SHANGHAI-02113811-399 2013-6-Heures-de-Shanghai-6-HEURES-DU-SHANGHAI-02113811-308 2013-6-Heures-de-Shanghai-6-HEURES-DU-SHANGHAI-02113811-297 2013-6-Heures-de-Shanghai-6-HEURES-DU-SHANGHAI-02113811-258 2013-6-Heures-de-Shanghai-6-HEURES-DU-SHANGHAI-02113811-176 2013-6-Heures-de-Shanghai-6-HEURES-DU-SHANGHAI-02113811-159 2013-6-Heures-de-Shanghai-6-HEURES-DU-SHANGHAI-02113811-100 2013-6-Heures-de-Shanghai-6-HEURES-DU-SHANGHAI-02113811-092 2013-6-Heures-de-Shanghai-6-HEURES-DU-SHANGHAI-02113012-232

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November 07 2013

16:00

WEC: Vorschau 6h von Shanghai

AUTO - WEC 6 HOURS OF FUJI 2013Saisonendspurt für die World Endurance Championship: Nach dem leider ins Wasser gefallenen Rennen in Japan stehen noch zwei 6-Stunden-Läufe aus – zunächst am Samstag in Shanghai und schließlich Ende November in Bahrain. In Fuji wurden aufgrund des massiven Regens lediglich 16 Runden hinter dem Safety Car abgespult, trotzdem wurden für das Rennen – den Regeln entsprechend – halbe Punkte vergeben. Das hat dazu geführt, dass Kristensen/McNish/Duval ihren Vorsprung in der Fahrer-WM um 8,75 auf 40,75 Punkte ausbauen konnten. Damit ist ihnen die Meisterschaft kaum noch zu nehmen bei noch 52 zu vergebenden Zählern und der Konstanz der drei Fahrer kombiniert mit der Zuverlässigkeit des Audi R18 e-tron quattro.

Toyota hat in keiner der Wertungen noch Chancen, auch nicht rechnerisch. Dennoch treten die Köln-Japaner noch einmal mit zwei TS030 an: die Fuji-Sieger Wurz/Lapierre in der #7 und Davidson/Buemi/Sarrazin in der #8. Der Kurs in Shanghai dürfte dem Toyota zumindest bezüglich des gewählten Hybrid-Systems entgegenkommen: Es wird einige Male aus sehr engen Ecken herausbeschleunigt, wo der Audi seinen Front-Elektroantrieb erst ab 120 km/h zuschalten darf. Wie jedoch die Performance über eine Runde ist, ist schwer zu prognostizieren: Zwar fehlten den Toyota in Fuji in der Qualifikation keine zwei Zehntel auf den besten Audi, doch die entscheidende Renn-Performance ließ sich unter den Bedingungen nicht ablesen. In Austin hatte Toyota keinen schlechten Eindruck gemacht.

Die Strecke in Shanghai ist bekanntlich von Hermann Tilke konstruiert worden, sie ist eine typische Strecke aus seiner „mittleren Schaffensphase“, wenn ich das einmal so nennen darf: eine lange Gerade, enge Haarnadeln, eine schnelle Kurvenkombination und eine „Signature Corner“, in diesem Fall die berühmte Schneckenkurve nach Start-Ziel. Die asphaltierten Auslaufzonen wirken nirgends endloser als in Shanghai, die Tribünen sind massiv und selten voll. Athmosphäre und Umfeld sind meiner Meinung nach schlechter gelungen als das Streckenlayout selbst, das ich einigermaßen interessant und herausfordernd finde.

In der LMP2 gibt es wieder einige Siegkandidaten: Die #24 und #35 von Oak Racing (Plätze 3 und 1 in der Meisterschaft) und die Oreca-Nissans von Delta-ADR bzw. G-Drive Racing sowie Pecom Racing (Rang 2) können allesamt vorn landen. Die beiden Lotus weisen zwar schwankende Ergebnisse auf, schlagen sich jedoch deutlich besser, als ich zu Saisonbeginn zu prognostizieren gewagt hätte. Ein zweites Klassenpodium nach Austin wäre dem Team zu gönnen. Mit dem dritten Oak-Morgan-Nissan (Nicolet/Ihara/Cheng) und dem Greaves-Zytek-Nissan ist wohl eher nicht zu rechnen.

Nicht Neues in der GTE-Pro: je zweimal Aston Martin, Ferrari und Porsche am Start, mit den gewohnten Fahrer-Duos. Auch an der Balance of Performance wurde nicht wieder geschraubt, zunächst einmal muss sich die für Fuji geänderte Einstufung (5l kleinerer Tank für die Aston Martin) richtigerweise in einem Rennen behaupten. Am durch diverse andere Vorteile flotten Speed des Vantage V8 hat jedoch die Änderung der Tank-Größe nichts bewegt: In Fuji war Frederic Makowiecki in der Qualifikation eine halbe Sekunde schneller als der Rest. Zwar halte ich Makowiecki für einen der zurzeit besten GT-Fahrer, doch scheint mir der Aston Martin nach wie vor einen BoP-Vorteil zu genießen. Das Rennen in Shanghai wird jedoch mehr zeigen. Der Meisterschaftskampf ist noch spannend: In der Teamwertung liegen die #51 (AF Corse), die #92 (Manthey) und die #97 (AMR) nur 5,5 Punkte auseinander!

Die GTE-Am sind in allen Teams wieder bekannte Namen gemeldet. Diese Klasse wird jedoch erst recht von den Aston Martin dominiert: Vier Siege und drei zweite Plätze fuhren die beiden Wagen in den bisherigen sechs Läufen ein, vorn in der Meisterschaft liegt die #96 mit Campbell-Walter/Hall und diesmal auch Roald Goethe. Stärkste Gegner sind regelmäßig der 8Star-Ferrari und der IMSA Performance Matmut-Porsche, doch auch die Larbre-Corvettes könnten in China wieder etwas aus dem Schatten treten, da ihnen ein leicht vergrößerter Restriktor gewährt wird.

Das Rennen startet am Samstag (!) um 4 Uhr morgens deutscher Zeit, die Schlussphase bis zur Zieldurchfahrt um 10 Uhr kann man sich also bei einem gemütlichen Samstagsfrühstück anschauen. MotorsTV scheint laut eigenem TV-Plan diesmal lediglich die ersten Minuten und die zweite Rennhälfte ab 7 Uhr zu übertragen überträgt wohl doch in voller Länge live, eine vollständige Begleitung in Bild und Ton gibt es also nur außerdem im Stream auf live.fiawec.com</a>. Eurosport überträgt zudem die letzten 90 Minuten ab 08:30 live. Live-Radio gibt es von allen Sessions wie gewohnt auf a<a href=" http:="" target="\">radiolemans.com.

Und das Wichtigste, die Wettervorhersage: milde Temperaturen und 0% Regenwahrscheinlichkeit.

(Foto: FIA WEC)

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Tags: WEC Rennen

October 29 2013

14:53

October 23 2013

22:10

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 24.10.2013

Der wöchentliche Podcast des Racingblog-Teams. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Wir sind im heutigen Podcast zu zweit, was Flo die Gelegenheit gegeben hat, ein paar Einblicke in verschiedene technische Bereiche zu geben. Wir starten mit einem kurzen Update zum tödlichen Unfall von Sean Edwards und gehen dann zur IndyCar, die am letzten Wochenende eine Ausfallorgie zu beklagen hatte. Die NASCAR und das etwas merkwürdige Rennen aus Talladega folgen, dann verabschieden wir uns mit etwas schwerem Herzen von der ALMS. Flo gibt zum letzten Lauf der VLN einen Überblick, es folgen die F1, die WEC und noch ein wenig DTM.

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Dauer: ca. 101 Minuten

00:00:00 IndyCar
00:20:00 NASCAR
00:31:00 ALMS
00:49:00 VLN
01:00:00 F1
01:25:00 WEC/DTM

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06:23

ALMS/WEC: Bericht Petit Le Mans / Wetterbericht Fuji 2013

Es war das letzte Rennen der ALMS – besonders denkwürdig war es nicht, jedoch auch kein schlechtes Langstreckenrennen. Vor dem Start wurde dem jüngst verstorbenen Sean Edwards gedacht; doch mit dem Fallen der grünen Flagge mussten seine Kollegen sich bald wieder auf die Erfüllung ihres Jobs konzentrieren. Die schöne und schwierige, aber auch nicht gerade sicherheitstechnisch vorbildliche Anlage und die in der ersten Rennhälfte wechselhaften Wetterbedingungen mit teils sehr feuchter Strecke sorgten für viele Ausrutscher und kleinere Zwischenfälle; größere Crashes blieben jedoch in diesem Jahr zum Glück aus.

In der LMP1 war es leider nicht so spannend, wie der Gaststart des Rebellion-Team erhoffen ließ. Denn die Schweizer Mannschaft mit den Fahrern Nick Heidfeld, Neel Jani und Nicolas Prost war deutlich stärker als die ALMS-Meister von Muscle Milk Racing mit Graf/Luhr/Dumas. Schon in der Qualifikation nahm Jani im Lola Lucas Luhr im HPD fast eine Sekunde ab und so begann auch das Rennen: Jani, der im kommenden Jahr den neuen Porsche-LMP1 pilotieren wird, startete und zig um mehrere Zehntel pro Runde davon. Dieses Kräfteverhältnis wurde auf den Kopf gestellt, als Jani beim Überrunden eines LMPC-Fahrzeugs in Turn 1 nach innen zog, dabei einen Porsche übersah und diesen berührte. Ein schwererer Crash konnte zwar glücklicherweise vermieden werden, doch Jani bekam eine Stop&Go-Penalty und musste auch an der eigenen Box noch für Reparaturen stoppen.

Etwa zwei Runden Rückstand handelte sich das Rebellion-Team so ein und es schien, als würde sich für das Rennen Spannung aus der Frage generieren, ob der schnellere Rebellion-Lola den Muscle Milk-HPD über die Distanz würde einholen können. Doch diese Spannung hielt nicht lange: gegen Rennhalbzeit kam der HPD an die Box und verließ diese auch nicht mehr, denn ein Überhitzungsproblem beendete das Rennen für das Team von Greg Pickett. Dyson Racing konnte bei Weitem nicht mit Rebellion mithalten und wurde mit 20 Runden Rückstand Klassen-zweiter und Gesamt-Elfter. Der Delta Wing schied ebenfalls gegen Rennmitte aus.

Beim Awards Dinner der ALMS konnte Muscle Milk Racing trotz des Ausfalls sämtliche Trophäen abräumen: Team-Champion, Luhr/Graf als Fahrer-Champions, die Michelin Green X-Challenge, den Fan Voting-Award und für den Chefingenieur gab es den Mechanic of the Year-Award. Pickett, der immer ein Fan der LMP1 war, wird 2014 wohl etwas widerwillig einen LMP2-Boliden in der USCC einsetzen, möglicherweise jedoch auch in die GT-Klasse expandieren. Ein IndyCar-Programm wird es nicht geben, nachdem er zwischenzeitlich seine Fühler in diese Richtung ausgestreckt hatte.

Deutlich spannender als in der LMP1 war es in der dicht besetzten GT-Klasse. Der Risi-Ferrari startete von Pole, doch zunächst führte die Viper von Goossens/Farnbacher/Dalziel vor der #4-Corvette, doch beide gerieten in den frühen Stunden des Rennens in Probleme: Dalziel rutsche in den Esses in die Reifenstapel und musste zu Reparaturen in die Box, Oliver Gavin hatte ebenfalls einen Ausrutscher ins Gras, doch es waren schließlich Elektrik-Probleme, die die Corvette zu Reparaturen ins Paddock zwangen. Die zweite Corvette hatte einen kleineren Zusammenstoß mit dem starken Risi-Ferrari und auch sonst kein problemloses Rennen.

So konnten sich und so konnten sich andere um den Klassensieg streiten. So stritten sich die beiden BMWs vor allem mit dem Falken Tire-Porsche und dem Risi-Ferrari um die Führung. Letzterer arbeitete sich bei einsetzender Dunkelheit eine kleine Führung heraus, dann jedoch flog Olivier Beretta in der schwierigen Doppelrechts Turn 6/7 beim Überrunden von der Strecke und schlug leicht in die Betonmauer ein. Der Schaden war zwar nicht allzu groß, ein Vorziehen des Boxenstopps war dennoch notwendig, weil auch ein Außenspiegel durch den Unfall verloren gegangen war.

Risi nutzte die Gelegenheit, um seinen schnellsten Mann, Matteo Malucelli, der sich in dieser Saison wirklich hervortat, wieder ans Steuer zu setzen. Eine letzte Gelbphase gab ihm die Chance, noch einmal ums Podium zu kämpfen. Ganz vorn lag – auch nach etwas Caution-Glück – Nick Tandy im Falken-Porsche, dahinter die beiden RLL-BMWs, auf P4 im Klassement, jedoch weiter hinten im Feld auf der Strecke Malucelli.

Während Tandy tatsächlich die Attacken von Dirk Müller abwehren und sich leicht von ihm absetzen konnte, holte Malucelli mehrere Zehntelsekunden pro Runde auf den zweiten BMW auf Rang 3 auf und konnte ihn schließlich in der letzten Runde auch noch überholen. Für mehr fehlte jedoch die Zeit und so kostete Olivier Berettas Ausrutscher das Team den verdienten Sieg. Dennoch konnte Risi das Comeback-Jahr mit dem Sieg in Virginia und diesem dritten Klassenrang erfolgreich abschließen.

Für das Falken Tire-Team war der Sieg enorm wichtig, denn in dieser Saison war für die Mannschaft nicht viel zu holen. Der dritte Platz bei den 12h von Sebring brachte mehr Punkte als die Ergebnisse in allen kürzeren Rennen der Saison zusammen. Der Sieg von Tandy/Henzler/Sellers bedeutete auch, dass Dirk Müller die Meisterschaft trotz des Schwachen Abschneidens der Corvettes knapp verpasste; dieser blieb für Jan Magnussen und Antonio Garcia reserviert, nachdem Corvette Racing sich den Team-Titel schon zuvor gesichert hatte.

Im LMP2-Duell Level 5 vs. Extreme Speed hatte je ein Fahrzeug jedes Teams Probleme, während sich die beiden anderen bis zum bitteren Ende um den Klassensieg und damit auch die Verteilung der Plätze auf dem Gesamt-Podium stritten. Tucker/Briscoe/Franchitti (Level 5) und Sharp/Lazzaro/Brabham (ESM) lieferten sich ein sehenswertes Duell. Vor allem Brabham, der leider keinen Stammplatz mehr in der ALMS gefunden hat, seit Highcroft Racing sich auf den Delta Wing konzentrierte, tat sich besonders hervor und konnte zeitweise die Führung für Scott Sharps ESM-Team erkämpfen. Dennoch triumphierten am Ende Scott Tucker, Marino Franchitti und der starke Ryan Briscoe, der am Ende den Sieg sicher nach Hause fuhr. Somit gehen auch hier alle Titel an ein Team: Level 5.

Ein spannendes Duell um die GTC-Führung lieferten in der späten Rennphase die von Pole gestarteten Spencer Pumpelly, Madison Snow und Nelson Canache Jr. mit dem TRG-Porsche, der jedoch 15 Runden vor Schluss liegen blieb und die letzte Caution auslöste. So verblieben nach neuneinhalb Stunden noch drei Fahrzeuge in der Führungsrunde, unter denen der Flying-Lizard-Porsche jedoch die Führung vor Dempsey/Lally/Foster behaupten konnte. Damit hat Flying Lizard sich den Team-Titel gesichert; in der Fahrerwertung konnten Canache/Pumpelly jedoch Jeroen Bleekemolen und Cooper MacNeil nicht mehr einholen, die mit Unterstützung von Sebastiaan Bleekemolen Vierte wurden.

In der LMPC gab Vicente Potolicchios 8Star-Team sein Debut: Grand Am-Veteran Oswaldo Negri und der 18jährige Newcomer Sean Rayhall beeindruckten sehr und führten zur Rennmitte auf Gesamtrang 5 ihre Klasse an. In der zweiten Rennhälfte jedoch legte Kyle Marcelli, der sich in der LMPC-Klasse schon des Öfteren hervorgetan hat, eine starke Performance hin und konnte den 8Star-Oreca-Chevrolet überholen. Dies sicherte ihm, Chris Cumming und Gaststar(ter) Stefan Johansson für das BAR1-Team den Sieg. Für die Meisterschaft reichte es jedoch nicht: Mike Guasch sicherte sich mit Klassenrang 5 den Fahrertitel, während der dritte Rang von Bennett/Wilkins/Kimber-Smith für Core Autosport den Team-Titel sicherte.

So endet die letzte ALMS-Saison mit vielen verdienten Titelträgern. Schon im Januar 2014 geht es mit dem Saisonauftakt der USCC in Daytona weiter, die Off-Season wird also für die ALMS-Teams kürzer als gewohnt, während die Grand Am-Teams längst Pause haben. Problematischer ist jedoch, dass erst neulich das technische Reglement der neuen Serie veröffentlicht wurde. Dieses (und auch den Kalender, der vor einigen Wochen endlich veröffentlicht wurde) hätten viele Teams für ihre Planungen gern früher gesehen; wenigstens betreffen jedoch die technischen Änderungen vorrangig die Daytona-Prototype-Teams und nicht die LMPs. Die DPs bekommen mehr PS und eine ausgefeiltere Aerodynamik – eine teure Investition für die Teams, die wohl teurerer ist, als ein kostengedeckeltes LMPs-Komplettpaket.

Die Fans dürften also gespannt abwarten, welche Teams im Januar mit welchen Autos in Daytona am Start stehen – und wie das Kräfteverhältnis zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen dann tatsächlich austariert worden ist. Der Countdown läuft.

(von: Stefan Tegethoff /Anmerkung: Leider hat die ALMS bisher keine Medien-Bilder zur Verfügung gestellt)

WEC

AUTO - WEC 6 HOURS OF FUJI 2013Es hatte sich schon angedeutet, dass das Rennen in Fuji unter erschwerten Bedingungen ablaufen würde. Ein Taifun hatte Japan im Griff, die dazu gehörigen Regenwolken trafen dann pünktlich zum Start des Rennens in Fuji ein. Um es kurz zu machen: Es gab kein Rennen. Zwar wurde das Rennen für eine halbe Runde (!) gestartet, nach wenigen Metern war aber schon klar, dass die Bedingungen mal wieder irregulär waren. Zweimal unterbrach man das “Rennen” mit einer roten Flagge, dazwischen legte man 16 Runden hinter dem Safety Car zurück. Nach der letzten Unterbrechung war dann endgültig Feierabend.

Das hatte einige kuriose Dinge zur Folge. Zum anderen hatte bis auf drei Teams keines einen der obligatorischen Fahrerwechsel vollzogen, zum anderen fehlte dann für alle Fahrer die Mindestfahrzeit. Die Kommissare beschlossen, dass die Regel wegen eines “Force Majeure” nicht zur Geltung kommt. Weil man nicht 70% des Rennens beendet hatte, gab es nur halbe Punkte für alle.

Obwohl das Rennen gar nicht erst richtig los ging, verlor Audi trotz der Pole am Ende den Sieg an Toyota. Schuld daran waren Motorprobleme an der #1, die das Team zu mehreren ungeplanten Boxenstopps zwang. So schwomm der Toyota mit Wurz/Lapierre/Nakajima ungefährdet zum Sieg, dahinter dann Kristensen/Duval/McNish und der Rebellion. Der zweite Toyota hatte auch Probleme und fiel weit zurück.

In der LMP2 gewannen Baguette/Gonzalez/Plowman von OAK-Racing, vor dem G-Drive Team (Rusinov/Martin/Conway) und Hiranaka/Ueda/Wirdheim im Greaves Wagen, der in Fuji unter dem Namen “Gainer” antrat. In der GTE Pro siegten Turner/Mucke/Makowiecki im Aston vor Bruni/Fisichella (Ferrari) und Bergmeister/Pilet (Porsche). Auch in der AM gewann der Aston mit Nygaard/Poulsen/Senna vor den Teamkollegen Hall/Campbell-Walter/Adam und dem Proton Porsche mit Ried/Roda/Ruberti.

Das verregnete Rennen von Fuji hat aber dennoch einige Auswirkungen auf die Meisterschaft. Den Markentitel konnte sich Audi schon mal sichern, auch in der Fahrer-WM wird man den Titel holen. Weil Lotterer/Treluyer/Fassler in der LMP1 aber vorletzte wurden, sammelten sie nur 0,25 Punkte ein und verloren damit weiter Boden auf Kristensen/Duval/McNish. Denen reicht nun schon ein vierter Platz in Shanghai um den WM-Titel zu sichern.

In der LMP2 konnten Baguette/Gonzalez/Plowman den Vorsprung vor der Pecom Mannschaft mit Perez Companc/Minassian/Kaffer etwas ausbauen. Man führt nun mit 114,5 Punkten, die Pecom-Fahrer kommen auf 103 Zähler. In Lauerstellung liegen noch Pla/Heinemeier Hansson/Brundle von OAK mit 96,5 Punkte. Allerdings müssten die Teamkollegen in den letzten zwei Rennen einen Komplettausfall haben, damit die zweite OAK Mannschaft noch mal rankommt.

Bei dem Teams führt OAK (114.5 Punkte), allerdings hier nur mit 5,5 Punkten Vorsprung vor dem Pecom Team.

In der PRO ist noch gar nichts entschieden. Bei den Teams führt AF Corse (108 Punkte) vor Porsche (105) und Aston Martin (102.5). Ähnlich sieht es in der Fahrerwertung aus. Bruni/Fisichella haben hier 108 Punkte, gefolgt von Lieb/Lietz mit 102. Auf P3 liegt das Duo Turner/Mücke mit 99,5 Punkten.

In der AM liegt bei den Team Aston Martin (108) vor dem IMSA Porsche (96) und dem 8Star Ferrari (93). Bei den Fahrern sind es Campall-Water/Hal (108) vor Vernay/Narac (93). Aguas/Potolicchio sind mit 85 Punkten schon abgeschlagen.

Weiter geht es mit der WEC am 09. November in Shanghai. Interessanterweise wird Toyota auch hier mit zwei Wagen antreten. Geplant war es nur beim Heimrennen beide Fahrzeuge einzusetzen. Vermutlich will Toyota sehen, wo man gegenüber Audi in Sachen Aerodynamik steht.

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