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February 27 2014

07:00

February 26 2014

07:00

December 11 2013

07:00

Ferner liefen: Die Newshappen 11.12.2013

Wir fassen die Nachrichten der letzten Tage zusammen, vor allem aus Serien, die sonst eher weniger beachtet werden.

// Wie gestern schon berichtet gibt es eine einige Änderungen am sportlichen Reglement der Formel Eins. (Die technische Seite beleuchten wir ausführlich im Januar). Immerhin haben die Teams abgelehnt, dass zwei Boxenstopps pro Rennen vorgeschrieben werden sollen. Dafür will man ab 2015 eine Budgetbegrenzung einführen. Das wollte man zwar schon in den letzten fünf Jahren, aber getan hat sich bekanntlich nichts. Das Abkommen, das es im Rahmen der mittlerweile auch eingegangenen FOTA mal gab, war das Papier nicht wert, auf dem es stand. Martin Whitmarsh ist dementsprechend skeptisch, was die Umsetzung angeht. (DD)

// Ansonsten ist es ruhig in der F1. In Sachen Piloten gibt es bisher keine Neuigkeiten von Sauber, Force India oder Caterham. Vermutlich wird es bei einigen Teams bis Ende Januar dauern, bis sie ihre Fahrer zusammen haben. Aber nicht nur in der F1 ist es mittlerweile schwer geworden, ein bezahltes Cockpit zu erlangen. In anderen Serien sieht es genau so aus, wie der Ex-F1-Pilot Christian Klien in einem Interview auf seiner Homepage klarstellt. (Die Schriftgröße könnte er mal ändern.) (DD)

hi_10504_ab2a// Ein paar News aus der BTCC: Die meisten werden es mitbekommen haben, aber für alle, die es dennoch verpasst haben, hier die News des Jahres: Honda tritt 2014 mit einem Civic-Kombi in der Meisterschaft an. Das ist, wenn ich richtig informiert bin, der erste Kombi seit dem legendären Volvo 850, der immerhin so schnell war, dass er um die Meisterschaft mitfahren konnte. Mutig ist die Entscheidung von Honda schon und man darf davon ausgehen, dass der Antrieb, einen Kombi einzusetzen, eher aus dem Bereich Marketing kommt. Aber was solls, sieht gut aus und dürfte, außer in Oulton Park, auch gutgehen. (DD)

// Dave Newsham wechselt zu AmD, die 2014 einen alten Ford Focus von Motorbase einsetzen werden. (DD)

// United Motorsport, bisher nur in der britischen GT-Meisterschaft unterwegs, will 2014 mit zweiToyota Avensis für James Cole (im Vorjahr Tony Gilham Racing) und Newcommer Glynn Geddie in der BTCC antreten. (DD, SF)

// Drittes Autos bei KX Momentum/Tripple Eight: aMarc Hynes</a> wird 2014 einen weiteren MG pilotieren und damit Teamkollege von Jason Plato und Sam Tordoff. Hynes ist ehemaliger britischer F3-Champion und war in den letzten Jahren vor allem im operativen Bereich des Motorsports aktiv – u.a. ist er Teil des Managements vom Marussia F1 Team. (SF)</p> <p>// Überhaupt wird es eng auf der Strecke. Die TOCA rechnet mit einem Starterfeld von <a href=" http:="">bis zu 32 Wagen. Damit sind alle Startlizenzen der neu eingeführten TBL (TOCA BTCC Licence) vergeben. Für die Teams, die im Besitz einer Lizenz sind, bedeutet das, einen garantierten Startplatz bis 2016. Abzuwarten bleibt, ob auch immer 32 Starter antreten werden. Das Auslassen eines Rennens wird man sich aber gut überlegen, da sonst der Entzug der Lizenz drohen kann. Damit wird auch gleichzeitig der eigentliche Hintergrund klarer: Man möchte weniger Hop-On-Hop-Off-Teams, die in den letzten Jahren immer mal wieder – auch kurzfristig – auf Rennteilnahmen verzichtet haben. So kann man dann gegenüber Sponsoren und Zuschauern volle Startfelder garantieren. Vergeben wurden die 32 TBLs vorrangig an bereits bestehende Teams, die in der letzten Saison an mehr als 50 Prozent der Meisterschaft teilgenommen haben. Weitere Lizenzen gingen dann an Teams, die im Besitz mindestens eines NGTC-Autos sind. Weitere Informationen über die neue TBL ahier</a>. (DD, SF)</p> <p>// Die BTCC hat auch die Regeln für die <a href=" http:="">Boost-Level geändert. Zwar bleibt es beim Performancequerschnitt von allen Wagen einer Marke, dafür werden die Schritte, mit denen der Turboboost erhöht werden kann, verkleinert. (DD)

// Zur GT bzw. WEC: Hexis ist pleite. Vor zwei Jahren gewann man noch die GT1-Weltmeisterschaft, jetzt hat man keinen Käufer mehr gefunden und musste die Werkstatt schließen. Der ehemalige Teammanager Philippe Dumas wechselt zu OAK und übernimmt da ebenfalls die Rolle des Teammanangers. (DD)

// Oreca baut für 2015 ein neues LMP2-Coupé. Der Oreca 03 muss also noch ein paar Monate durchhalten, aber das Paket stimmt bei Oreca ja. Im Moment baut man den neuen Rebellion R-One für die LMP1 und ist damit ausgelastet. Man wird aber sicher die Erfahrungen aus dem R-One-Projekt in das neue Chassis übertragen. (DD)

// Die chinesische KCMG-Mannschaft macht ernst. Man wird 2014 die komplette WEC-Saison fahren und plant auch einen Start in der ELMS und der AsiaLMS. Eingesetzt wird weiterhin das OAK-Chassis (Morgan) mit dem Motor von Nissan. Man sollte das Team durchaus ernst nehmen. In seiner ersten Saison konnte das Team durchaus gute Ergebnisse einfahren und auch bei den 24 Stunden von Le Mans hielt man sich wacker. (DD)

// Der ACO bzw. die FIA haben die BoP-Regeln für die WEC veröffentlicht. Heißen jetzt auch nicht mehr “BoP”, sondern “Equivalence of Technology” (EoT). Warum auch immer…. jedenfalls sind die neuen Regeln schon lustig. Denn erstens verlässt man sich auf die Angaben der Hersteller und zweitens wird es erst nach dem 24h-Rennen eine Anpassung geben. Da das ganze etwas komplexer ist, gehen wir in einem Extra-Artikel noch mal die EoT ein, wenn die WEC in die Saison startet. (DD)

// Die IMSA bastelt weiter an den Daytona-Prototypen herum. Bei den Tests im November platzten sowohl beim Spirit of Daytona als auch beim Action Press Team ein Hinterreifen, was dazu führte, dass die DPs in die Luft aufstiegen und sich überschlugen. Continental hat nun einen neuen Hinterreifen mit verstärkten Seitenwänden entwickelt. Erschreckend ist jedoch die Tatsache, dass die DPs offenbar sehr empfindlich sind, was die Luftführung angeht. Laut “racer.com” generieren die DPs nun 60% mehr Abtrieb und die kommen zum größten Teil durch den Diffusor. Wenn aber dort der Luftstrom abreisst, zum Beispiel weil ein Reifen platzt und der Wagen auf einer Seite aufliegt, dann fehlt der Abtrieb plötzlich und damit auch die Seitenführung. Es fehlt schlicht und ergreifend mechanischer Grip und weiterer Abtrieb, der wie bei den P1- und P2-Wagen durch eine Finne generiert wird, wenn der Wagen sich seitlich stellt und Unterluft bekommen kann. Ebenfalls fehlen die großen Luftauslässe über den Vorderreifen. Es scheint weiter keine gute Idee zu sein, die DPs mit aller Macht auf das Level der LMP2-Wagen zu bringen, zumal die immer noch schneller sind. (DD)

// Zum Abschluss noch etwas aus der NASCAR: Ein schöner Überblick über ein paar Paint-Schemes aus diesem Jahr. (DD)

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August 31 2011

17:57

BTCC/WTCC: Vorschau Knockhill & Valencia

Mal wieder ein Doppelheader der beiden Tourenwagenserien und damit auch ein schöner Vergleich der Leistungsdichte in beiden Serien.

Die BTTC Saison hat bisher durchaus Anlass zur Freude gegeben. Es gab einige spektakuläre Rennen, andere waren etwas müde. Aber in der Meisterschaft gibt es doch einige Überraschungen. Die befürchtete Dominanz des Honda-Teams ist ausgeblieben, auch weil die TOCA die NGTC-Turbos in im Laufe des Jahres immer wieder eingebremst hat. Nicht zu letzt auch deswegen, weil Chevrolet, bzw. Jason Plato mehrfach deutliche Worte gefunden hat. Man will das RML-Team mit Sicherheit nicht verlieren, also ist man ihnen etwas entgegen gekommen. Profitiert hat davon aber komischerweise nur Chevrolet. Die ebenfalls mit altem S2000-Motor fahrenden BMW sind in diesem Jahr chancenlos. Das wird sich in Schottland auch nicht ändern.

Die 1974 eröffnete Strecke von Knockhill ist ein echtes Unikat. Nur rund 2km lang, bietet sich doch mehr Abwechslung, als mancher Kurs, der in den letzten Jahren in den Boden betoniert wurde. Das liegt zum einen daran, dass man Knockhill schön die sanften Hügel Schottlands eingebettet hat, zum anderen daran, dass es die wenigen Kurven auch stark in sich haben. Turn 1 ist ein perfekter Platz um abzufliegen, die Schikane spektakulär und die letzte Haarnadel immer wieder für ein gewagtes Bremsmanöver gut. Man braucht in Knockhil eher ein kompaktes Autos, aber vor allem eins, was Leistung hat, sonst wird man auf der Bergaufgeraden gnadenlos stehen gelassen.

Die Turbos sollten wegen ihres besseren Drehmoments in Knockhill also einen leichten Vorteil haben, was für die Honda und die Focus von Airwaves spricht. Mat Jackson startet, etwas überraschend, als Führender der Meisterschaft ins Wochenende, was allerdings auch mit dem eher katastrophalen letzten Wochenende von Matt Neal zu tun hat. Der wird die drei Rennen am Wochenende auch mit einem starken Handicap bestreiten müssen, denn er hat sich vor drei Wochen bei einem Sportunfall die rechte Hand gebrochen. Der zweite Honda-Pilot, Gordon Shedden, gibt auch aus diesem Grund sehr zuversichtlich, was seine Meisterschaftschancen angeht. Aber man sollte auch einen angeschlagenen Matt Neal nicht unterschätzen.

Jason Plato wird den Rennen mit gemischten Gefühlen entgegen sehen, denn sein Cruze ist für den teilweise engen Kurs einfach nicht so gut gerüstet. Er wird auf Regen hoffen, was den Leistungsvorteil der Turbos etwas einbremst. Und Regen ist zu der Jahreszeit in Schottland ja eher die Regel, denn die Ausnahme.

Nur noch geringe Chancen auf die Meisterschaft hat James Nash mit seinem betagten Vectra des Triple8 Team. Das hat in den letzten Rennen immer wieder geschwächelt, vermutlich, weil die Leistungsreduzierung des NGTC-Motors den aerodynamisch nun auch nicht mehr vollkommen neuen Wagen eher getroffen hat, als die Honda und Ford.

Es dürften drei spannende Rennen werden, die wir wie immer für jene, die itv4 nicht sehen können auf unserem @racingbloglive Twitteraccount live kommentieren werden.

WTCC – Valencia

Die offenen Chevrolet Cruze Meisterschaften gehen in die nächste Runde. Die Meisterschaft entwickelt sich zu einem Duell zwischen Rob Huff und Altmeister Yvan Muller, der sich gerne einen weiteren Meisterschaftspokal in den Schrank stellen würde. Und in den letzten Rennen sah auch alles danach aus, dass ihm dies wieder gelingen wird. Huff scheint ein kleines Formtief zu haben, jedenfalls gelang es ihm nicht mehr an Muller vorbei zu kommen und er musste sich mit P2 begnügen. Nur noch Aussenseiterchancen hat Alain Menu, der zwar noch in Reichweite liegt, aber vermutlich darauf hofft, dass seine Kollegen mal Probleme haben oder sich ins Gehege kommen.

Chevrolet baut in Valencia in alle drei Wagen einen neuen Motor ein. Die FIA erlaubt einen straffreien Motorwechsel pro Jahr, der allerdings bis Valencia stattfinden muss. Da die Motoren verplombt sind, kann man sich den Verschleiss nicht richtig anschauen. Und diese Gelegenheit ergreift das RML-Team nun. Ein neuer Motor bedeutet zwar auch wieder etwas mehr Leistung, aber das Risiko, dass etwas schief geht, ist natürlich auch da. Dennoch werden die Cruze auch in Spanien wieder das Maß der Dinge sein.

Volvo sah in den letzten Rennen besser aus, was auch am niedrigen Startgewicht des C30 lag. Doch die FIA hat den Schweden nun 10 Zusatzkilo aufgebrummt, und man darf gespannt sein, wie sich der Volvo damit schlägt. Aber ein deutliches Lebenszeichen von Robert Dahlgren wäre auch mal schön.

Die BMW scheinen ihren Motorprobleme auch in den Griff bekommen zu haben. Der Sieg von Franz Engstler in Oschersleben war ein deutliches Lebenszeichen und es steht zu hoffen, dass BMW auch in Valencia wieder vorne mit dabei ist. Allerdings wird Engstler mit Zusatzgewicht unterwegs sein. Dazu kommt, dass die fahrerisch nicht uninteressante Strecke den BMW in den letzten Jahren nie so recht gepasst hat.

Quasi das “Dark horse” dürfte in Spanien Gabriele Tarquini im Seat sein. Spanischer Wagen in Spanien halt. Der neue Seat-Motor konnte bisher nicht sonderlich überzeugen, auch wenn ein klarer Aufwärtstrend zu sehen ist. In Oschersleben ging vieles schief, das wird Seat nicht zweimal passieren. Und Tarquini ist immer für einen Sieg gut, wenn denn sein Material stimmt.

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August 01 2011

14:43

WTCC: Engstler schafft die Überraschung

Die offenen Chevrolet-Meisterschaften gingen zwar auch in Oschersleben weiter, aber nicht ganz so, wie man es erwartet hatte.

Es ist klar, dass in der WTCC nur ein Chevy-Pilot Meister werden kann, doch immerhin ist die Meisterschaft weiter spannend, da Yvan Muller und Rob Huff eng zusammen liegen. Nachdem der Brite die erste Saisonhälfte dominiert hatte und Muller in Porto regelrecht düpierte, sie die Sache nun anders aus. Jetzt ist es Muller, der offenbar seine alte Form wieder gefunden hat und Rob Huff hinter sich lässt. Richtig spannend ist es auch in der Independent Wertung, wo BMW Pilot Norbert Michelisz nach zwei miserablen Wochenende den einstmals großzügigen Punktevorsprung aufgebraucht hat. Das er die Führung nicht ganz abgeben musste war reines Glück. Doch BMW hatte am Wochenende durchaus Grund zur Freude.

In Lauf 1 sah die WTCC-Welt noch aus wie immer. Muller und Huff fochten ihr Duell an der Spitze aus, wobei der amtierende Weltmeister zum dritten Mal hintereinander die Nase vorne hatte. Huff mühte sich bei klatschnassen Bedingungen zwar ab, Muller machte aber mal wieder keinen Fehler. Lustig war es aber dahinter. Robert Dahlgren hatte es geschafft, den Volvo C30 für den ersten Lauf auf P2 zu stellen, doch beim Start (der dritte Start – die beiden ersten hatte man abgewunken) verlor der Schwede einige Plätze und wurde dann auch noch zur Seite geschoben. Dahlgren fiel zurück, kämpfte sich aber in einem ansehnlichem Rennen zurück. Immerhin zeigte der C30 mal wieder sein Potential. Auf der Geraden geht der Wagen schon mal gut, in den Kurven fehlt etwas.

Auch im Mittelfeld ging es gut zur Sache, vor allem zwischen den Independent Piloten. Die BMW mischten in Kampf um die vorderen Plätze deutlich besser mit, als in den Rennen zuvor. Das lag einerseits an einem leicht verbesserten Motor, hatte aber auch etwas damit zu tun, dass die FIA die BMW vor dem Rennen in Oschersleben um 10kg erleichert hatte. Das machte sich dann doch deutlich bemerkbar, auch wenn Gabriele Tarquini im ersten Rennen “Best of rest” war.

In Rennen zwei stand Franz Engstler auf der Pole, verlor seinen Spitzenplatz aber schon beim Start an Michelisz, der aus der zweiten Reihe nach vorne stürmte. Engstler konnte immerhin P2 halten, kam aber auch nicht näher an den Ungarn heran. Dahinter pflügten die Cruze durchs Feld, aber bei weitem nicht so leicht, wie bei den anderen Rennen der Saison. Das lag sicher auch an der Strecke, die wenig Überholmöglichkeiten bietet.

Während die BMW Independents vorne ihren Kampf ausfochten, hatten Huff und Muller ihr eigenes Rennen. Tief im Mittelfeld gestartet, hatten beide Probleme sich an den BMW und Seat vorbei zu schieben. Dabei war Huff zunächst der aggressivere und versuchte einen Wagen zwischen sich und Muller zu bringen. Das lief derartig schief, dass Muller einen missglückten Überholversuch von Huff an Monteiro ausnutzen konnte, um an beiden vorbei zu gehen. Huff blieb sogar noch etliche Runden hinter dem Seat hängen, bevor er doch wieder zu Muller aufschliessen konnte.

Vorne warf Michelisz seinen fast sicheren Sieg zur Halbzeit weg, als er sich dreht und später von Coronel in einen Reifenstapel geschickt wurde. Der Punktverlust sollte sich rächen, auch wenn sein direkter Konkurrenz Poulsen schon beim Start abgeschossen wurde. V

Vorne wurde es zeitweise dann wieder eng, nachdem Alain Menu seinen Cruze endlich hinter Engstler positioniert hatte. Doch erstaunlicherweise konnte der BMW den Abstand zu Menu konstant halten. Das ist, auch für die weitere Saison, eine gute Sache.

Engstler gewann sein erstes Rennen in der WTCC im zarten Alter von 50 Jahren. Ein schöner Erfolg vor der hemischen Kulissen. Durch den Ausfall von Michelisz und Poulson ist es in der Indepentwertung auch wieder richtig eng. Da liegen gleich vier Piloten noch gleichauf.

Alle Wertungen gibt es bei der WTCC.

WTCC_Oschersleben_2011_9 WTCC_Oschersleben_2011_10 WTCC_Oschersleben_2011_8 WTCC_Oschersleben_2011_7 WTCC_Oschersleben_2011_6 WTCC_Oschersleben_2011_5 WTCC_Oschersleben_2011_4 WTCC_Oschersleben_2011_3 WTCC_Oschersleben_2011_2 WTCC_Oschersleben_2011_1

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July 29 2011

11:45

WTCC: Vorschau Oschersleben 2011

Die Tourenwagen WM macht Station in Deutschland und fährt auf dem verwinkelten Kurs von Oschersleben. Überraschungen darf man nicht erwarten.

Auch in Oschersleben werden die Chevrolet Cruze wieder den Ton angeben. Zwar hat die FIA mal wieder an den Gewichten gespielt, aber große Änderungen sollten man nicht erwarten. Sieger der erneuten Jonglage mit den Bleigewichten ist in dieser BMW. Die fahren nun mit 1170kg Gesamtgewicht herum, was 20 Kilo weniger sind, als sie schon hatten. Auf dem engen Kurs in Oschersleben sollte diese Erleichertung den BMWs einiges bringen. Für das Team Engstler ist der Auftritt natürlich ein Heimspiel und nach den guten Ergebnissen in den letzten Rennen, wird man vermutlich versuchen, wieder ein Top 5 Ergebnis zu erzielen. Aber auch Tom Coronels BMW hat ein wenig an Gewicht verloren.

Ob die leichte Gewichtsveränderunge aber dafür sorgen wird, dass die BMW die Cruze unter Druck setzten können? Die BMW gehen in Oschersleben normalerweise gut, aber eine wirkliche Überraschung wird ihnen kaum gelingen können. Dem Cruze sollte die Strecke ebenfalls recht gut liegen, da der Wagen enge Strecken durchaus gerne mag.

Bleibt als dritte Mannschaft noch die von Seat. Deren neuer 1.6 Liter Motor hat sich zumindest schon mal als recht potent erwiesen, so dass man die BMW einigermaßen unter Kontrolle hatte. Tarquini zeigte sich recht angetan bisher, auch wenn er immer noch einen Leistungsmangel beklagt. Grundproblem des Leon ist aber, dass das Chassis einfach zu alt ist. Ein neues ist aber nicht in Sicht, da Seat ja offiziell ja nicht mehr in der WM mitmacht.

Volvo muss 10 kg mehr draufpacken, aber der C30 hat sich bisher als recht starkes Fahrzeug gezeigt. Der Motor hat offenbar genug Leistung, es fehlt aber noch an der Feinabstimmung. Die Schweden halten sich mit Informationen über die Fahrbeitkeit des Motors zurück, was eine Einschätzung schwer macht. Aber man kann die Fortschritte des Teams deutlich sehen und die Formkurve zeigt nach oben.

Spannung wird man am Wochenende wohl nur vom Kampf zwischen Yvan Muller und Rob Huff erwarten können. Die Stimmung zwischen beiden ist schon leicht gereizt, Chevy lässt seine Fahrer aber weiterhin frei fahren. Noch führt Huff in der WM mit knappen 15 Punkten, was der Sache weiter etwas Zündstoff gibt.

Falls es untergegangen sein sollte: Ford kommt 2012 mmit einem Werksteam wieder in die Tourenwagenmeisterschaft. Man wird 2 Fahrer einsetzen, davon vermutlich einen aus BTCC, was Tom Chilton sein dürfte. Der Einstieg eines weiteren Herstellers wird die Serie deutlich aufwerten, aber noch mal so ein Jahr wie dieses hätte die WTCC vermutlich nicht überlebt.

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July 18 2011

08:04

WTCC: Analyse Donington Park 2011

Kurz gab es im zweiten Rennen die Chance, dass endlich mal wieder ein anderer Wagen, als der Cruze gewinnen könnte. Doch die Hoffnung währte nicht lange.

Langweilig war es nicht in Donington. Man kann der Chevy Crew nicht nachsagen, dass sie ihre Fahrer an der kurzen Leine halten. Dazu gab es packende Kämpfe im Mittelfeld und die WTCC zeigte auf britischen Boden, dass man auch nach den englischen Regeln unterwegs sein kann. Jedenfalls waren beide Rennen sehr amüsant und die WM ist dann auch wieder richtig spannend geworden, da Yvan Muller einen sehr seltenen Doppelsieg einfahren konnte. Das zeigte aber auch einmal mehr, dass die Cruze dem Rest des Felden um Meilen überlegen sind. Vor allem im zweiten Rennen wurde das deutlich.

Im ersten Rennen standen die Cruze auf den ersten Plätzen, was den Ausgang des Rennens dann ziemlich klar machte. Muller gelang ein guter Start, Rob Huff kam etwas zäher weg, und so suchte Alain Menu seine Chance vor der Old Hairpin. Doch er konnte sich nicht durchsetzen und Huff klemmte sich hinter Muller. Beide lieferten sich ein hartes und sehr faires Duell, das sehenswert war. Sie schenkten sich nichts und fuhren auf absolut gleichem Niveau. Doch Huff gelang das entscheidende Überholmanöver nicht, da Muller komplett fehlerfrei unterwegs war. Menu konnte das Tempo seiner Kollegen nicht halten und fiel leicht zurück. Zudem musste er sich zeitweise mit Tarquini auseinandersetzen, was ebenfalls Zeit kostete.

Weiter hinten balgten sich die BMW- und Seat-Piloten um die Plätze, was nicht immer ohne Kontakt blieb. Die BMW waren auf dem recht fließenden Kurs von Donington sehr gut aufgestellt und konnten mit den Seat locker mithalten. Tom Coronel gelang im ersten Runden das Kunststück “Best of the rest” hinter den drei Cruze zu werden. Dagegen sah Lokalmatatodor Colin Turkington nicht so gut aus. Zwar hatte er den Wiechers-BMW in der Quali weit vorne platzieren können, doch im Rennen lehnte er sich ein paar Mal zu oft bei den Konkurrenten an und kam am Ende nur auf P10.

Auf den ersten Blick schlecht lief es für Volvo, die ich eigentlich weiter vorne erwartet hatte. Immerhin hatte die FIA den C30 gleich um 60 Kilo erleichert. Doch die schwedische Truppe hatte in der Quali Pech und musste vom letzten Platz aus starten. Dass der Volvo allerdings richtig gut geht, zeigte Dahlgren im Rennen. Er kämpfte sich in nur einer Runde in die Top Ten, nahm dann allerdings das Heck eines BMW ins Visier und flog mit dem Wagen richtiggehend über die Strecke. Erstaunlicherweise lief der Wagen weiter und Dahlgren wurde am noch Achter.

In Rennen zwei standen die Cruze auf den Plätzen 8, 9 und 10, während vorne eine Phalanx von BMW nach der ersten Runde die ersten vier Plätze belegten. Allerdings waren sich die BMW nicht wirklich einig, aber das ist auch kein Wunder, immerhin sind es Konkurrenzteams. In einem zeitweise turbulenten Rennen lagen Tom Coronel, Javier Villa, Franz Engstler und Colin Turkington vorne, dahinter versuchten drei Seat (Michel Nykjaer, Tiago Monteiro und Gabriele Tarquini) zu dritt durch die Kurven zu kommen, was natürlich nicht gut ging, aber immerhin kam Tarquini durch, der ganz offenbar auf einer Misson war und sich Turkington zur Brust nahm, in dem er den Briten einfach umdrehte. Was ihm nach dem Rennen eine seiner unzähligen Verwarnungen einbrachte.

Die engen Zweikämpfe vorne erlaubten es den Cruze durchs Feld zu pflügen, wobei Muller und Huff im Tandem unterwegs waren. Mit spielerischer Leichtigkeit passierten sie Tarquini und die sich balgenden BMW, wo mittlerweile Franz Engstler die Nase vorne hatte. Doch selbst einen kleinen Vorsprung konnte den BMW nicht halten, nach einer halben Runde waren Muller und Huff vorbei. Allerdings gab es ein wenig Ärger im Chevy-Lager, da Muller auf seiner Aufholjagd den Kollegen Huff zur Seite geschoben hatte. Ein reiner Rennunfall, dennoch bekam Muller nach dem Rennen eine Strafe. Im nächsten Rennen werden ihm drei Plätze in der Quali abgezogen. Wird ihn vermutlich nicht wirklich treffen.

Die beiden Cruze wiederholten ihren hübschen Kampf aus dem ersten Rennen, ohne dass sich an der Reihenfolge etwas änderte. Immerhin gelang Franz Engstler seinen BMW auf P3 zu halten, was ein schöner Erfolg für den Privatier ist.

Das nächste Rennen ist in 14 Tagen in Oschersleben.

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July 14 2011

11:42

WTCC: Vorschau Donington Park 2011

Die offenen Chevrolet Cruze Meisterschaften gehen weiter. Dieses Wochenende kann die Konkurrenz sich das Heck der Chevy in Donington anschauen.

Donington ist für gute Tourenwagenrennen bekannt. Die Abstecher der BTCC sind ja meist immer recht unterhaltsam, so auch in diesem Jahr. Da ist der direkte Vergleich mit der WTCC ja durchaus mal interessant, auch wenn es vorne vermutlich nicht so eng wird, wie in der britischen Serie. Doch die FIA hat mit den Gewichten gespielt und das könnte die Sache interessanter machen. Das Chevorlet das Maximalgewicht aufgebrummt bekommt, ist klar, aber die FIA hat den BMW weiter 10 kg Ballast rausgenommen und beim Volvo sind es es sage und schreibe 60kg. Nach dem das Polestar Team in den letzten Rennen mit Maximalgewicht unterwegs war, sind es jetzt nur 1130kg. Da der Volvo in Porto schon nicht so schlecht aussah, werden die 60kg in Donington einiges bewirken.

Es wäre ja auch mal nett, wenn sich vorne noch eine andere Marke zeigen würde, als nur Chevrolet. Aber auch Gabriele Tarquini rechnet sich wieder etwas mehr Chancen aus. Dem Seat-Motor fehlte es bisher ein wenig an Leistung, da hat man aber offenbar nachgelegt, was gerade auf dem leicht hügeligen Kurs in England sicher nicht schlecht ist. Tarquini ist immer eine Marke, auf die man achten muss, vielleicht schafft er ja wie in Zolder eine Überraschung.

Doch im Grunde eht es vermutlich wieder einfach nur darum, wer von den drei Cruze-Piloten bei den Rennen die Nase vorne haben wird. Und so richtig entspannt ist die Stimmung im Chevrolet-Lager nicht. Yvan Muller beklagte sich nach dem Rennen in Porto, dass das Überholmanöver von Rob Huff nicht ganz legal gewesen sei. Der hatte eine Schikane auslassen müssen, dass allerdings auch nur deswegen, weil Muller ihn beim Überholvorgang sanft angeschoben hatte. Rob Huff wiederum möchte gerne seine “Underdog” Image los werden. Er gilt als schneller, aber auch fehleranfälliger Pilot, dem schon mal die Nerven fehlen. Bisher hat er eine tadellose Saison hingelegt, aber sein Vorsprung in der WM ist noch nicht so groß, dass man davon sprechen könnte, er sei dominant. Aber immerhin lässt Chevrolet seine Fahrer frei fahren, was ja auch eine nette Sache ist.

In der Wertung der freien Teams sieht es dagegen etwas enger aus. Dort führt Norbert Michelisz die Fahrerwertung an, was ein wenig überraschend ist, hatte man doch dem Engstler-Team gute Chancen ausgerechnet. Doch bei Franz Engstler läuft es im Moment nicht so rund, was auch mit dem etwas schwierig zu fahrenden BMW-Motor zu tun haben soll, dessen Leistungsentwicklung eher im digitalen Bereich liegt. Entweder ist der Turbo an, oder aus. BMW hat nachgebessert, was die letzten Rennen auch gezeigt haben, aber dann ist da halt noch das alte Chassis, aus dem man nicht mehr viel rausholen kann. Die Zeit der BMW neigt sich langsam zu Ende und man darf gespannt sein, ob BMW sich noch mal die Mühe macht, ein neues Chassis für die Kundenteams zu homologieren. Immerhin liegt Poulsen in der Wertung aber P2, nur 5 Punkte zurück, da ist also noch alles drin.

In England gibt es dann auch ein Wiedersehen mit Colin Turkington, der für das Wiechers Team an den Start gehen wird.

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July 04 2011

12:15

WTCC: Analyse Porto 2011

Das befürchtete Schlachtfest auf den Strassen von Porto blieb aus, dafür lieferte die WTCC einen spannenden Kampf an der Spitze ab. Doch leider bestand der nur aus drei blauen Chevrolet.

Die FIA hat in diesem Jahr ein echtes Problem mit der WTCC. Das Chevrolet noch mitmacht ist der einzige Grund, warum die Serie nicht komplett von den Independents beherrscht wird. Was sicher den Sport nicht schlechter machen würde, aber das Prädikat “Weltmeisterschaft” ist halt eigentlich für etwas anderes gedacht, wenn es nach der FIA geht. So kann Chevrolet seine drei Fahrer quasi nach Belieben siegen lassen. In diesem Jahr hat es erst einen Sieg eines Piloten gegeben, der nicht in einem Cruze gesessen hat: Tarquini in Zolder. In der Serie mehren sich die Stimmen, dass man die Chevrolets ein wenig einbremsen sollte, doch warum sollte man das machen? RML kann schließlich auch nichts dafür, dass BMW und Seat der Serie den Rücken gekehrt haben. Und so kann sich Chevrolet auch erlauben, seine drei Piloten von der Leine zu lassen, was immerhin zu spannenden Rennen führt.

Im Grunde muss man über beide Rennen nicht viel sagen. Rennen 1 sah wie üblich alle drei Cruze vorne, wobei Alain Menü überraschte und die Konkurrenz im Griff hatte. Das lag aber auch daran, dass Rob Huff und Yvan Muller über die gesamten 11 Runden in einen engen Zweikampf verzahnt waren, der immer fair aber hart geführt wurde. Aber egal, wie oft Huff auch bei Muller anklopfte, er kam nicht vorbei. Was auch an seinem Zusatzgewicht lag, denn Ausgangs der Kurven verschaffte sich Muller immer genau die paar Meter Vorsprung, die ihm den zweiten Platz sicherte.

Obwohl beide also in einem Kampf verwickelt waren, gelang es weder Tiago Monteiro, noch Gabriele Tarquini dran zu bleiben. Das lag teilweise auch daran, dass sich die Seat-Fahrer auch nicht immer über die Plätze einig waren, aber vor allem konnte man sehen, dass dem neuen Seat-Motor einfach noch der Dampf fehlt.

Auf der anderen Seite hört man immer wieder, dass Chevrolet das komplette Potential des Cruze gar nicht ausschöpft. Wer mit Maximalgewicht und auf dem engen Kurs in Porto die anderen Wagen in 11 Runden um etliche Sekunden distanziert, obwohl man im Zweikampf steckt, muss noch Reserven haben. Die konnte man auch ansatzweise im zweiten Rennen sehen, als Huff dem nun wirklich nicht langsamen Muller im letzten Drittel des Rennens einen 3 Sekunden Vorsprung wegnahm und seinerseits dann wieder 1.5 Sekunden auf den Ex-Meister rausholte. Es scheint so, als die Cruze dem Rest des Feldes massiv überlegen sind, dies aber nicht immer so zeigen, wie sie könnten.

Dabei läuft es immerhin für BMW und Volvo langsam etwas besser. Die Schweden, die im nächsten Jahr angeblich zwei weitere Autos an den Start bringen wollen, haben beim Bau des 1.6 Liter Motors offenbar ganze Arbeit geleistet, jedenfalls tauchte Dahlgren im ersten Rennen relativ weit vorne auf. In Rennen 2 versemmelte er den Start. Die Kunden-BMW kommen auch etwas besser in Schwung. Das alte 320er Chassis ist zwar nicht mehr wirklich aktuell, aber beim Motor gibt es mittlerweile Verbesserungen. Die Fahrer beklagen sich schon fast das gesame Jahr über Probleme bei der Leistungsentwicklung. Der Turbo setzt zu kräftig ein, was zu Problemen am Scheitelpunkt der Kurve führt. Das konnte man in Rennen 2 sehr schön bei Stefano D’Aste sehen, der den BMW lange auf P1 halten konnte. Aber Ausgangs der engen Kurven stand er ein ums andere Mal ziemlich quer. Die schlagartige Leistung fordert auch die Hinterreifen stärker, was gegen Ende des Rennens auch nicht gerade förderlich ist.

Das Chevrolet beide Titel holen wird, steht außer Zweifel. Spannend wird nur sein, ob es Rob Huff gelingen wird, seine sehr gute Form auch über das restliche Jahr zu halten. Bisher war der Brite fast fehlerlos, was man von ihm in den letzten Jahren nicht so oft gesehen hat. Muller drückt mit seiner Erfahrung, aber kann die in dieser Saison nicht so gut zur Geltung bringen, wie sonst. Huff führt im Moment mit 29 Punkten, was in der WM ziemlich wenig ist, kann man doch einem guten Wochenende bis zu 50 Punkte erreichen. Bei noch 12 ausstehenden Läufen an sechs Rennwochenenden kann sich also noch eine Menge tun. Und da Chevrolet offenbar keine Präferenzen bei den Fahrer setzt, bleibt zumindest diese Entscheidung spannend.

Am Rande vermerkt: 140.000 Menschen sollen am Wochenende in Porto an der Strecke gewesen sein. Daher überlegt man wohl das Rennen auch 2012 wieder in den Kalender zu hieven und nicht erst wieder 2013.
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June 19 2011

10:26

BTCC – WTCC – DTM Liveblog

Mal wieder ein voller Tourenwagentag mit der BTCC, WTCC und der DTM. Wir versuchen die teilweise parallel laufende Rennen im Liveblog unter zu bringen.

BTCC
Die Herren sind in Croft unterwegs, wo es fast das gesamte Wochenende geregnet hat. Dementsprechend ist die Qualifikation sehr turbulent verlaufen und sah am Ende etwas überraschend Jason Plato auf P1. Dahinter folgen Neal, Collard, McDowell, Jordan, Nash, Shedden, Chilton, Jackson, O’Neill, Austin, Boardman, Foster, Newsham, Onslow-Cole. Cole fährt ab diesem Wochenende wieder für das Team AON, also für Ford. Den VW Golf hat Shaun Hollamby übernommen. Es dürften drei interessante Rennen in Croft werden, auch wenn die Strecke nicht gerade zu den Besten im Kalender gehört. Aber Regen und die BTCC passen ja immer gut zusammen.

WTCC
Die WTCC ist in Brünn unterwegs und offenbar tut sich was an der Spitze. Volvo ist zum ersten Mal mit dem neuen 1.6 Liter Motor angetreten und hat dann gleich mal in Q1 die Bestzeit hingelegt. Zwar konnten die Cruze Piloten die Sache in Q2 wieder gerade rücken, aber Dahlgren prügelte den Volvo immerhin auf P5. Offenbar geht der Volvo schon beim ersten Einsatz auf der eher anspruchsvollen Strecke richtig gut, was gut für die Meisterschaft sein sollte. Auch BMW machte mit Tom Coronell eine gute Figur, während es für Seat noch nicht so richtig läuft. Tarquini hat zwar jetzt auch den 1.6 Liter Benziner im Wagen, doch hier kann man keine Leistungsexplosion sehen.

DTM
Wenn ich Lust und Zeit habe, schaue ich auch mal bei der DTM rein. Die Quali war nicht so schlecht, das gesamte Feld in Q1 lag innerhalb von 0,6 Sekunden. Vielleicht taugt das Rennen ja was.

BTCC – WTCC – DTM Liveblog

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May 12 2011

16:02

WTCC: Vorschau Monza 2011

Die Tourenwagenweltmeisterschaft macht am Wochenende in Monza Station, einer Strecke, die quasi für die Tourenwagen gebaut wurde.

Monza ist eine reine Hochgeschwindigkeitsorgie. Das gilt für alle Serien, natürlich auch für die WTCC, die in den letzten Jahren dort immer wieder spektakuläre Rennen gezeigt hat. Die von der FIA mittels “BoP” und Ballastgewichte möglichst auf gleiche Leistung getrimmten Wagen werden in Monza sehr eng zusammen bleiben. Die Frage wird sein, ob jemand das Werksteam von Chevrolet wird schlagen können. In Zolder gelang das Tarquini in seinem Seat, allerdings begünstigt durch den “reverse Grid”, der den Italiener an die Spitze brachte. In Monza könnte die Sache für die Cruze allerdings wieder etwas enger werden, denn Seat hat nun auch den 1.6 Liter Turbomotor im Gepäck.

Man hat bei den Testfahrten heute geprüft, wie sich der neue Motor schlägt, und angeblich sollen die recht positiv ausgefallen sein. Der neue 1.6 Liter Motor bringt gegenüber dem Diesel zwar einen leichten Nachteil in Sachen Drehmoment aus den Kurven heraus, hat aber deutlich mehr Leistung, was vor allem in Monza extrem wichtig ist. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man alle Wagen mit dem neuen Motor ausgestattet werden, ein Umbau wird nicht so ganz trivial sein, da der Diesel-Motor ja doch etwas schwerer ist. Eingetragen sind alle Seat auch noch mit dem alten Motor.

Auch Volvo arbeitet an einem neuen Aggregat, ebenfalls einen 1.6 Liter FIA-Motor. Auch hier ist es nicht sicher, ob die Schweden den in Monza einsetzen werden, allerdings hat Volvo ja weniger zu verlieren als Seat. Mit dem alten Motor wird man hinterher fahren, ein mutiger Einsatz könnte sich also lohnen. Es gibt allerdings auch Meldungen, die von einem Einsatz ab Brno sprechen.

Auch bei Chevrolet gibt es Neuigkeiten, die allerdings nur mit der Datenübertragung zu tun haben. Laut Pressemitteilung hat man ein System entwickelt, mit dem die Fahrer nun auch Livedaten aus den Boxen empfangen können. Als hätte man bei den Rennen nicht schon genug zu tun, aber die Geraden in Monza sind ja lang, da kann man ja etwas an den Knöpfen rumspielen.

BMW hat, trotz neuem Motor, in diesem Jahr schlecht ausgesehen. Ich weiß nicht, was sich BMW eigentlich davon verspricht zwar einen neuen Motor zu bringen, wenn die Privatteams aber weiterhin keine Chance gegen Chevrolet haben. Selbst die alten Seat laufen besser. Nun ist der BMW zumindest in Sachen Aerodynamik auf der Höhe der Zeit und viele Beobachter erwarten, dass vor allem Tom Coronel in Monza zumindest in die Top 5 fahren kann.

Ansonsten gibt es im Moment wenig News aus der Serie, deren Zukunft nicht so sicher ist, wie es noch vor zwei Jahren aussah. Bisher ist kein neuer Hersteller in Sicht, die Namen, die immer wieder aufpoppen, verschwinden auch schnell wieder. Die Japaner haben gerade andere nachvollziehbarerweise Probleme, Volvo denkt zumindest darüber nach, einen weiteren Wagen einzusetzen. Seat und BMW werden bei ihrem bisherigen Engagement bleiben. Es gibt Gerüchte, dass Ford den Focus in die WTCC bringen möchte, bestätigt ist das aber nicht.

Vielleicht sollte die FIA auch mal etwas am Rennformat ändern. Die beiden Monza-Rennen werden über je 9 Runden gehen, was ein Witz ist. Immerhin passen sie so in die Werbepausen bei den GT-Rennen am Wochenende.

April 25 2011

12:51

WTCC: Analyse Zolder 2011

Wie man erwartet hatte, waren die Cruze in Zolder zumindest im ersten Rennen nicht zu schlagen. Überhaupt könnte das eine langweilige Saison werden.

Die Chevrolet Cruze sind weiter nicht zu schlagen. Was auch nicht weiter verwunderlich ist, stellt RML Mannschaft die einzigen ernst zunehmenden Werkswagen. Im ersten Rennen in Zolder konnte man die Dominanz der Cruze deutlich sehen. Am Start bliebt Rob Huff vorne und musste nicht mal gegen Alain Menu verteidigen, weil der wiederum mit Gabriele Tarquini zu kämpfen hatte, der die Nase seines Seat mal kurz zwischen die beiden Chevys setzte. Menu kam im vollen Drift aus der ersten Kurve, konnte aber sowohl den Wagen halten, als auch Tarquini auf Distanz. Weiter hinten gab es die üblichen Liebesbekundungen in Form von Lackaustausch, aber erstaunlicherweise blieben alle Wagen auf der Strecke. Das änderte sich allerdings in Runde 3.

Freddy Barth verlor seinen Seat ohne Einwirkung von Außen nach der Kanaalbocht. Der dahinter fahrende Tom Coronel wusste auch nicht so recht, in welche Richtung der Seat nun abflog und entschied sich für den Weg durch den Kies. Doch Ausgangs wartete ein kleiner Hubbel, der den BMW des Niederländers unsanft auf die Strecke zurück warf. Dort drehte er sich dann und stand auf der Strecke. Der heran fliegende Franz Engstler konnte dann nicht mehr ausweichen und hobelte die rechte Vorderradaufhängung ab. Das war gleich zweifaches Pech für Coronel. Keine Punkte im ersten Rennen und für das zweite Rennen war sein Wagen so zerstört, dass er nicht antreten konnte. Ein schwerer Rückschlag für seine Ambitionen in Sachen Independt Trophy.

Die Aufräumarbeiten dauerten etwas, als es dann endlich wieder los ging klemmte sich Yvan Muller direkt hinter Tarquini und versuchte den Seat-Piloten zu überholen, um das Podium komplett mit den Cruze zu besetzen. Ausgangs der ersten Schikane setzte er sich innen neben den Ex-Meister und ließ ihm auf der Anfahrt zur zweiten Schikane keine Chance. Er versuchte sich dann im Verlauf des Rennens auch an Alain Menu, konnte aber beim Markenkollegen nicht die Brechstange raus holen. Das “blaue” Podium war damit aber gesichert.

Spannend wurde es noch in der Independent Trophy, wo sich Norbert Michelisz nach dem leichten Chaos in P6 wieder fand. Allerdings klemmte der zweite Engstler Pilot Poulsen hinter ihm und machte machte Druck. Michelisz, dessen Heck beim Start schon mächtig onduliert wurde, saß zum ersten Mal in einem BMW und hatte noch so seine Probleme. Ausgangs der Jochen-Rind-Boocht stand sein Wagen etwas quer und Poulsen nutzte seine Chance sofort.

Danach tat sich dann leider nicht mehr in den Top Ten. Rob Huff rollte bequem zu seinem Sieg, Menu verteidigte P2 gegen Muller. Die beiden Seat-Fahrer Tarquini und Monteiro kam mit deutlichen Respektabstand auf P4 und P5 an, dahinter, auch mit großem Abstand, die beiden BMW.

Rennen 2

Eigentlich stand Freddy Barth für das zweiten Rennen auf Pole, aber da der Schweizer seinen Seat in Rennen Eins zerlegt hatte, konnte er den zweiten Lauf nicht starten und musste seine Sachen packen. Franz Engstler konnte auch nicht starten, also hatte Gabriele Tarquini P1. Doch dahinter folgte dann schon die Cruze Truppe in der Reihenfolge Huff, Menu, Muller. Es folgten Poulsen, Monteiro und Dahlgren im Volvo.

Tarquini machte den Seat am Start mächtig breit, die drei Cruze waren sich auch absolut nicht einig, ordneten sich aber dann doch irgendwie ein. Poulsen erfreute sich seines fünften Platzes nur kurz, weil Monteiro ihn in der Anfahrt zur zweiten Schikane ins Aus schickte. Vorne entwickelte sich ein heftiges Duell. Huff drückte auf Tarquini, Muller zackte hinter Menu hin und her, aber an den Positionen änderte sich nichts. Das dann doch sehr enge Duell der beiden Cruze Piloten gefiel Chevy wohl nicht, also pfiff man Muller erst mal zurück, damit man sich Tarquini vorknöpfen konnte. Muller fiel jedoch bald mit einem Schaden am Motor zurück und musste das Rennen aufgeben.

Huff erhöhte jetzt den Druck auf den Seat, aber der Italiener packte alle Tricks aus, um den Cruze hinter sich zu halten. Doch Ausgangs der ersten Schikane machte Tarquini einen kleinen Fehler und Huff setzte sich daneben. Tarquini holte, wie bei ihm üblich in der Situation, den Knüppel raus, und drückte Huff einmal aufs Gras, dann berührten sich beide in der Anbremszone und Huff rodelte quer durch die Schikane. Dabei verbog er sich offensichtlich etwas am Wagen. Er fiel auf P8 zurück, fuhr aber weiter und kam am Ende sogar auf P6.

Damit war Tarquini schon mal zwei Chevys los, blieb nur noch Alain Menu übrig, der seine Angriffe aber nur halbherzig ansetzte. Das lag zum einen daran, dass sich hinter ihm mittlerweile Tiago Monteiro eingefunden hatte, zum anderen dachte er auch den Punktestand. Da Muller raus war und Huff weit zurücklag, ging es Menu am Ende nur um die Punkte. Er überließ Gabriele Tarquini dann den Sieg im zweiten Rennen.

Das könnte der letzte Sieg eines Diesels in der WTCC gewesen sein. Laut der in Zolder kursierenden Gerüchte ist der neue Benziner-Turbo von Seat jetzt fertig und soll schon beim nächsten Rennen in Monza eingesetzt werden.

Insgesamt zwei sehr unterschiedliche Rennen, der reverse Grid für Lauf 2 tat da seine gute Wirkung, weil vorne eben mal nicht die Cruze standen. Dennoch gilt in der Meisterschaft, das nur ein Chevy Pilot Meister werden wird, was der Serie nicht gerade hilft.

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April 22 2011

19:35

WTCC: Vorschau Zolder 2011

Nach einer längeren Pause startet die WTCC ihre Europasaison in Zolder. Aber große Überraschungen darf man an der Spitze wohl nicht erwarten.

Ich war schon ein wenig überrascht, wie schlecht das Feld in Curitiba aufgestellt war. Das Prädikat “Weltmeisterschaft” finde ich im Moment für die Serie etwas übertrieben. Im Grunde sind es die “Offenen Chevrolet Meisterschaften”, denn nach dem Rückzug von BMW und Seat gibt es für die Cruze keine richtige Konkurrenz mehr. Nun startet die Chevy-Mannschaft in Zolder aber mit etwas mehr Gewicht im Auto, da könnten zumindest die “Sunred” Seat vorne etwas besser mitmischen. Gespannt bin ich auch, ob die BMW Teams in der langen Pause etwas am Wagen gefunden haben. In der BTCC konnte Rob Collard am letzten Wochenende immerhin etwas weiter vorne landen, das sollte den BMWs von Engstler und den Coronell auch gelinden. Aber ich rechne nicht damit, dass es vorne wirklich eng wird.

Die Strecke in Zolder ist bekannt, ebenso die Probleme, die man da haben kann. Die sehr enge Start/Zielgeraden ist immer wieder für einen Crash gut, ebenso die erste Linkskurve. Die alte Schikane hinter den Boxen hat man ja umgebaut, so richtig glücklich ist damit aber auch keiner. Immerhin ist sie langsamer, was vor allem für die Anfahrt auf die zweite Schikane besser ist. Aber ihr Ausgang ist jetzt auch nicht so gestaltet, dass man großartig Fehler machen kann, deswegen sieht man in der Passage auch relativ wenig Überholmanöver. Überhaupt ist das Überholen in Zolder so eine Sache, es geht eigentlich nur dann richtig gut, wenn man die Brechstange rausholt und der Vordermann ein wenig mitspielt.

Die Strecke sollte den Cruze liegen, die sich erstaunlich agil auf Kursen zeigen, die enge Kurven haben. Der Seat hätte da eigentlich einen Vorteil, aber schon im letzten Jahr konnte man sehen, dass der Leon da nicht mehr mithalten kann. Das könnte in Belgien den BMWs in die Hände spielen, die hier gut aussehenden sollten, auch wenn es im Prinzip nur Engstler und Coronell sind, die konkrete Chancen haben.

Während der Kampf um die “Weltmeister-Krone” vorne etwas langweilig ist, sieht es dagegen in der Independent-Wertung um so enger aus. Da das halbe Feld um die Trophy fährt, kann man eigentlich getrost den Kampf um P1 vergessen und sich in die Untiefen des Mittelfelds werfen. Hier sieht das Starterfeld richtig eng aus, denn mit Fredy Barth, Kristian Poulsen, Franz Engstler und Michel Nykjaer sind einige Spitzenpiloten unterwegs, die die Trophy gerne nach Hause holen würden.

Einen Blick wert ist sicher auch der Volvo C30, der sich in Curitiba ordentlich geschlagen hat. Wie man sehen konnte, fehlt dem Volvo noch der Speed auf der Geraden, aber Robert Dahlgren lobte den Wagen nach dem Rennen in Sachen Fahrverhalten. Ich glaube zwar nicht, dass Volvo in Zolder weit vorne zu finden sein wird, aber die Strecke eignet sich hervorragend für die Schweden den Wagen weiter abzustimmen, da man in Zolder so ziemlich alle Streckenteile vorfindet, auf die man im Laufe des Jahres noch treffen wird.

Das Wetter wird am Wochenende keine große Rolle spielen, es wird warm und trocken sein.

July 16 2010

06:53

WTCC: Vorschau Brands Hatch 2010

Nach den beiden guten Rennen in Portimao steht der nächste spektakuläre Kurs auf dem Programm. In Brands Hatch hat bisher immer spannende Rennen gegeben.

Die Strecke in England ist bekannt, auch dafür, dass der Sicherheitsstandard nicht mehr auf dem neusten Stand ist. Man ist flott unterwegs und ein Abflug resultiert meist in einem Totalausfall. Was bei den Tourenwagen meist glimpflich abgeht, hat bekanntermaßen im letzten Jahr zu tragischen Tod von Henry Surtees beim Formel 2 Rennen geführt. Dennoch fährt man weiterhin auch die große Schleife, obwohl auch der Speed der Tourenwagen zu gelegt hat. BMW wird vermutlich in Brands Hatch nur Schadensbegrenzung betreiben können, denn man hat dem 320si 20kg Gewicht drauf gepackt.

Somit fahren die Seat, der Cruze und der BMW mit jeweils 40kg Mehrgewicht rum. Den Seats scheint das nichts auszumachen, die Chevy kommen ebenfalls mit dem Gewicht gut klar, aber für die BMW wird es in Brands Hatch schwer werden, vorne mitzumischen. Dafür startet Volvo wie im letzten Jahr mit einem C30 Eco, den Robert Dahlgren pilotieren wird. Es gibt das Gerücht, das Volvo 2010 endgültig den Sprung von der schwedischen Meisterschaft zur WTCC macht, bestätigt ist aber noch nicht. Schön wäre es ja, wenn man noch eine weitere Marke dabei hätte.

Nach dem Verlauf der bisherigen Saison wird ein Sieg wohl wieder nur über die Seat gehen. Zumindest in Lauf 1 sollte ein Seat um den Sieg kämpfen können, nach den bisherigen guten Leistungen von Tiago Monteiro und Gabriele Tarquini könnten es sogar zwei Leon sein, die man erst mal niederringen muss. Ich bin immer noch überrascht, dass Chevy mit dem Cruze nicht deutlicher in der Lage ist, die Seat unter Druck zu setzen. Man kommt einfach nicht an die Spanier heran, obwohl diese ja offiziell keine Werksunterstützung mehr haben. Chevrolet startet mit drei Werkswagen, die Daten werden ausgetauscht, aber den Sprung ganz nach vorne schafft man nicht. Hier müsste die FIA mal wieder in Sachen “Balance of performace” einschreiten, aber bei diesem heiklen Thema tut man sich ja erfahrungsgemäß schwer.

Völlig unverständlich ist da auch die Einstufung des Volvo C30, den man ebenfall 40kg Ballast ins Auto wirft. Die Regeln besagen, dass man neue Fahrzeuge erst einmal belastet um dann (nach drei Rennen) zu sehen, wie viel man wieder aus dem Wagen nimmt. So lockt man keine neuen Hersteller an. Das Gewichtsproblem gilt ja auch für die “Independent Trophy”, doch die wissen sich mittlerweile zu helfen. Reihenweise entstauben die Teams alte Modelle, wie den Chevrolet Lancetti, den alten 320si oder den Seat mit Benzinmotor, weil die 20kg weniger Ballast als bei der Einstufung mit sich führen. Das ganze System entwickelt sich zu einer echten Farce. Wenn man mit einem alten Wagen schneller unterwegs ist als mit einem Neuwagen, in dessen Kauf und Entwicklung die kleinen Teams viel Geld investiert hat, dann kann was nicht stimmen. Die Sinnlosigkeit der Einschätzungen, die angeblich damit zusammenhängt, dass die Seat-Teams bei einer Änderung mit einem sofortigen Rückzug drohen, kann man eigentlich nicht besser beschreiben, als mit dem Einsatz eines vergleichsweise steinalten Fahrzeugs.

Das Übel liegt weiterhin bei den Diesel, die von der FIA nicht genügend eingebremst werden. Immer, wenn man denkt, die Seat müssten aber jetzt mal an ihrer Leistungsgrenze sein, packen sie den Hammer aus und lassen alles und jeden hinter sich stehen. Der Witz ist, dass Seat die Leistung des Leon offiziell mit 284 PS (Chevy 278 PS, BMW 275 PS) angibt, das Drehmoment aber bei satten 450 Nm (Chevy 267 Nm, BMW 242 Nm) liegt. Und doch fahren alle drei mit dem gleichem Gewicht. Da die anderen Hersteller nicht auf den Diesel-Zug aufgesprungen sind, ergibt sich ein Ungleichgewicht, dass keiner mehr lösen kann. Immerhin kommt 2011 ja der Weltmotor (4 Zylinder, 1.6 Liter Turbo) und der Diesel ist endlich Geschichte.

Alles andere als mindestens ein Seat Sieg am Wochenende wäre also eine Überraschung. Vom typisch britischem Wetter wird am Wochenende auch nicht viel sehen, im Moment liegt die Regenwahrscheinlichkeit bei null Prozent.

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July 14 2010

06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

// Obwohl Rubens Barrichello bei Williams hoch geschätzt wird und er bisher fast alle Punkte des Teams zusammen gefahren hat, ist der Vertrag für 2011 noch nicht fix. Die gesamte Führungsmannschaft von Williams redet seit Wochen davon, dass man ohne den Brasilianer nicht da sein würde, wo man jetzt ist, aber Barrichello selber hält sich bedeckt. Offenbar hat er ein Angebot von Williams, schaut aber vielleicht mit einem Auge zu Renault oder Force India, wo sich ja eventuell etwas tun könnte. Weiteres Problem für Williams: Ende des Jahres verabschieden sich die Sponsoren Air Asia und RBS. Vermutlich wird Barrichello bleiben, wenn die Finanzierung seines Vertrages steht.

// Ein weiter Mann, über den im Moment viel geredet wird, ist Kimi Räikkönen. Der Finne ist in der WRC zwar recht flott unterwegs, legt seinen Wagen aber mit schöner Regelmäßigkeit auch in der Botanik ab. Im Moment gibt es gleich drei Szenarien, die ihn als Hauptperson haben: 1. Er geht zu Renault. Es ist kein Geheimnis, das Renault die eher mauen Ergebnisse von Petrov kritisch beäugt und mit Kimi einen passenden Fahrer im Stall hätte. 2. Er geht zu Mercedes. Das Gerücht entstand die Tage, als durchsickerte, dass Norbert Haug vor ein paar Wochen bei Räikkönen zu Besuch war. Man relativierte den Besuch aber als “freundschaftlich”, was immer das heißen mag. Auf der anderen Seite müsste man dann Schumacher entlassen, was ja auch keiner glaubt. 3. Er geht zu Red Bull, Webber geht zu Renault. Nicht so unwahrscheinlich, wie es vielleicht im ersten Moment klingt. Die Probleme zwischen RB und Webber sind bekannt, Räikkönen fährt in der WRC dank des Sponsoring von Red Bull. Alle Szenarien haben nur einen Haken: Angeblich hat der Finne noch bis Ende 2011 einen Vertrag mit Ferrari, die ihm weiter sein Gehalt zahlen. Sollte er in die F1 zurückkehren wollen, wäre der Vertrag hinfällig

// Die FIA legt die Hürden ein 13. Team nach dem Desaster um USF1 offenbar sehr hoch. Wer auch immer den Zuschlag erhält, muss 19 Millionen Euro Sicherheitseinlage vorstrecken. Nach dem Motto: wer das hinbekommt, der kann auch eine Saison finanzieren. Dabei ist nicht mal klar, wer noch im Rennen ist, nachdem ART und Prodrive schon abgewunken haben. Selbst bei Euskadi soll das Geld eng werden. Bleibt Stefan GP und die mysteriöse “Cypher Group” aus den USA, die schon Jonathan Summerton als möglichen Fahrer bekannt gegeben haben. Die Ankündigung einer so hohen Sicherheitszahlung könnte darauf hindeuten, dass man es StefanGP und der Cypher Group schwer machen möchte.

// Dreyer & Reinbold-Racing hat gleich zwei weitere Piloten für das Auto des verunfallten Mike Conway engagiert. Am Wochenende wird Tomas Scheckter den Wagen durch Toronto pilotieren, Indy Lights Meister J.R. Hildebrand kommt dann in Mid-Ohio und Sonoma zu seiner Indycar-Premiere. Hildebrand ist dabei aber kein reiner Ersatz für Conway: Der Brite zielt derzeit auf ein Comeback am Infineon Raceway – sollte sich das tatsächlich ausgehen, wird D&RR dort einen zusätzlichen Wagen bereitstellen. Wer das Auto in der Zwischenzeit in Edmonton bekommt, ist noch unklar.

// Ein Cockpit hat endlich auch Graham Rahal gefunden – und zwar für sechs der verbleibenden acht Saisonrennen bei Newman/Haas. Los gehts bereits am kommenden Wochenende in Toronto, die anderen fünf Rennen sind Mid-Ohio, Sonoma, Motegi, Chicagoland und Homestead. Lediglich Edmonton und Kentucky werden voraussichtlich ohne Rahal auskommen müssen.

// Zumindest die Fans in Edmonton haben aber wohl im kommenden Jahr noch einmal Gelegenheit, den Youngster live bei der Arbeit zu sehen. Allgemein war damit gerechnet worden, dass der Lauf in der Hauptstadt der Provinz Alberta dem Sparstift zum Opfer fällt – immerhin hat die Stadt in den vergangenen Jahren mit dem Rennen Millionenverluste eingefahren. Jetzt hat sich aber wohl doch noch ein neuer Promotor gefunden – und zwar gleich für drei Jahre von 2011 bis 2013.

// Die Superleague Formula hat vom PR-Büro der Volksrepublik China wohl eine all-inclusive Reise geschenkt bekommen. Denn plötzlich sickert durch, dass die Fußball-Rennserie im Oktober dort zwei Rennen absolvieren möchte. Eine offizielle Pressemeldung gibt es noch nicht, aber auf der Homepage der Serie tauchen seit kurzem die zwei neuen Termine im Kalender auf. Der erste der beiden Läufe findet in Ordos, in der inneren Mongolei statt. Die Strecke dort soll im Juli fertig gestellt sein, ein Plan des “Ordos International Circuit” ist bereits verfügbar. Ziel der Regierung ist es, der bisher eher unbekannten aber durchaus wohlhabenden Region ein moderneres Image zu geben. Lokalkolorit bleibt trotzdem erhalten: Der Grundriss der Strecke ist einem durch die Steppe laufenden Pferd nachempfunden. Der Austragungsort des zweiten Rennens steht noch nicht fest, Gerüchte sprechen von einem Stadtkurs in Peking.

// Kalender-News gibt es auch aus der WTCC. Promoter Marcello Lotti hat gegenüber motorsport-total.de bestätigt, dass ein Rennen in Argentinien in der kommenden Saison wohl fix ist. Austragungsort des Laufes ist die ehemalige Formel 1-Strecke in Buenos Aires. Ob allerdings auch das F1-Layout, oder eine der unzähligen anderen Varianten gefahren wird, ist unklar. Die argentinische TC2000, in deren Rahmenprogramm man auftreten wird (bzw. die, wie Lotti versichert des Rahmenprogramm der WTCC darstellen wird) benützt in diesem Jahr die lange und ultraschnelle Variante 12. Beginnen wird die kommende Saison möglicherweise in Marrakesch – die marrokanischen Veranstalter haben sich wohl einen prominenteren Termin gewünscht. Außerdem vermutlich neu: Ein Rennen in China. Lotti hat dafür das neue Guandong International Circuit in der gleichnamigen Provinz – einem der chinesischen Wirtschaftsmotoren – im Auge. Problem: Unweit von der Strecke liegt auch die “Sonderverwaltungszone” Macau, traditioneller Ort des Saisonfinales, das Lotti unbedingt im Kalender halten will.

// Auch in dieser Saison tut sich in der WTCC weiterhin Einiges: So hat Volvo vergangene Woche bekannt gegeben, dass man bei den Rennen in Brands Hatch (also schon am kommenden Wochenende) und Okayama einen von Robert Dahlgren pilotierten c30 an den Start bringen wird. Das ganze soll ein Testlauf fpr 2011 werden – dann plant man nämlich die gesamte Saison zu bestreiten.

// Auch bei den Fahreren gibt es (neben Dahlgren) in Großbritannien zwei Neuzugänge: Tom Boardman wird einen Seat León pilotieren, der Brasilianer Cacá Bueno einen vierten Chevrolet Cruze. Bueno ist neben Leonel Pernía (bekannt durch den Start für Chevrolet in Monza) einer der beiden Piloten, die vermutlich im kommenden Jahr unter der Ägide von Honda Argentinien ganzjährig in der WTCC starten werden. Wieso der zunkünftige Konkurrent Chevrolet gleich beide Fahrer in diesem Jahr ans Steuer lässt, ist unklar.

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