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March 23 2011

06:41

Ferner liefen: Die Newshappen

# Oha! Bernie Ecclestone ist beim Saisonauftakt in Melbourne nicht dabei, sondern fährt nach New York, um mit Bürgermeister Michael Bloomberg über die Austragung eines Rennens in Staten Island zu verhandeln. Wie schon Anfang Februar berichtet, gibt es dort wohl Überlegungen, eine permanente Rennstrecke in einem ehemaligen Industriegebiet zu errichten. Ecclestones Abwesenheit wird bei den Organisatoren des australischen Grand Prix sicher für zusätzliche Nervosität sorgen – das Rennen gilt als gefährdet, weil die Regierung des Bundesstaates Victoria die finanzielle Unterstützung streichen will. Organisator Ron Walker hat sich gegenüber Autosport allerdings sicher gezeigt, dass der Lauf sogar über den derzeit laufenden Vertrag bis 2015 hinaus ein fixer Bestandteil des F1-Kalenders bleiben wird. (Vorsicht)

# Karun Chandhok wird nach seinem Abschied von HRT auch beim Grand Prix von Australien auf der Rennstrecke zu sehen sein. Der indische Publikumsfavorit hat eine Rolle als Test- und Ersatzfahrer beim Team Lotus ergattert. Er wird in dieser Funktion auch in einigen freien Trainings zum Einsatz kommen – darunter auch das erste Freie Training zum Saisonauftakt 2011 am kommenden Wochenende. Chandhok war zwar während der Wintersaison schon mehrfach in Teamkleidung von Lotus in Erscheinung getreten, die Verpflichtung kommt trotzdem einigermaßen überraschend. Denn im Grund hatte das Team auch zuvor mit dem “offiziellen dritten Fahrer” Luiz Razia und den beiden Testfahrern Davide Valsecchi und Ricardo Teixeira schon mehr als genug Cockpit-Personal. (Vorsicht)

# Das französische ORECA-Team, bisher eher auf Sport- und Tourenwagen spezialisiert, überlegt einen Einsatz in der IndyCar Series ab 2012. Konkret geht es darum, dass das Team eines der Aero-Kits für die kommende Saison konstruieren könnte, die dann ein Team oder ein anderer Hersteller als eigene Konstruktion branden würde. Ein Einsatz als eigenständige IndyCar-Mannschaft scheint dagegen nicht geplant zu sein. Randy Bernard wäre an einem weiteren Hersteller offenbar sehr interessiert, ein Treffen hat bereits stattgefunden. (Vorsicht)

# Randy Bernard ist weiter auf der Suche nach vermarktbaren Stars, die zum Saisonfinale in Las Vegas um das Preisgeld von 5 Millionen Dollar fahren sollen. Neben Altstars wie Mark Blundell und Vierrad-Amateuren wie Motocrosser James Stewart ist nun ein ganz besonders großer Name im Gespräch: Alex Zanardi. Der zweimalige CART-Champion dürfte die Anfrage von Bernard zwar anfangs nicht wirklich ernst genommen zu haben, scheint nun aber doch eine Teilnahme zu überlegen. Unklar ist noch, ob der nach seinem schweren Crash am Lausitzring auf beiden Seiten Unterschenkel-Amputierte Italiener das auch darf – einige Sicherheitsfragen, etwas das schnelle Aussteigen im Brandfall scheinen doch Bedenken aufkommen zu lassen. Außerdem hat Kollege Dario Franchitti Zweifel daran, ob Zanardi mit seinen kräftig trainierten Oberarmen noch ins Cockpit passt. Andererseits: Dass das alles nicht zwangsweise ein Hindernis sein muss, und vor allem, dass er es immer noch kann – das hat er ja in der WTCC mehrfach gezeigt. (Vorsicht)

# Und damit noch einige Kurzmeldungen aus der IndyCar Series – mehr dazu gibt es morgen in der Saisonvorschau:
- Tony Kanaan hat die Cockpit-Suche doch noch erfolgreich abgeschlossen, und wird 2011 ganzjährig bei KV Racing starten.
- Bei Dale Coyne wird vermutlich Sebastian Bourdais auf den Rundkursen zu Einsatz kommen, zusätzlich das gesamte Jahr über der britische Rookie James Jakes, der zuletzt in GP2 und GP3 unterwegs war. (Auf der Entry List (Achtung, .pdf) für St. Petersburg stehen beide, die Laufzeit der Verträge ist noch nicht offiziell bestätigt)
- Besagter Entry List ist auch zu entnehmen, dass Oriol Servia für Newman/Haas starten wird. James Hinchcliffe hat es dagegen wohl trotz guter Leistungen bei den Tests nicht geschafft, die nötigen Gelder zu sammeln.
- Paul Tracy ist noch nicht so weit, und wird beim Saisonauftakt in St. Petersburg daher allenfalls als Zuschauer dabei sein. Allerdings wurde in der vergangenen Woche bekannt, dass der Kanadier beim Indy 500 für Deyer & Reinbold an den Start gehen wird. Zusätzlich arbeiten beide Seiten daran, Sponsoren für weitere Starts zu finden.
- Dan Wheldon wird in St. Pete ebenfalls nicht dabei sein, und würde auch im Laufe der Saison nur dann an den Start gehen, wenn er ein Team findet, dass seinen Anforderungen genügt.
- Die schon angekündigte “Lucky Dog”-Regel wird nach Protesten der Fans 2011 doch nicht zum Einsatz kommen.
- Die Strecke in Motegi ist nach dem schweren Erdbeben in Japan nur leicht beschädigt, zum Glück sind alle Mitarbeiter unverletzt geblieben. Ob das geplante IndyCar Rennen im Herbst stattfinden wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden – die Verantwortlichen haben derzeit begreiflicherweise ganz andere Sorgen.
(Vorsicht)

# Der Promoter der Le Mans Series, Patrick Peter, hat a

January 14 2011

09:30

TV Rechte 2011: Was wird wo gezeigt?

Wer in diesem Jahr viel Motorsport sehen möchte, der kommt um eine gute Internetleitung nicht herum. Die Zahl der Streams steigt, einige Serien sind ohne Rechner überhaupt nicht mehr zu sehen.

Es gibt auch 2011 viel Motorsport im Fernsehen zu sehen, aber einige Serien bekommt man weiterhin nur um Netz. Das gilt vor allem für die US-Serien, wobei sich die Lage etwas entspannt. Denn so wie es im Moment ausssieht, wird die ALMS ab 2011 ihre Rennen komplett live auf der eigenen Webseite zeigen. Düster sieht es aber weiterhin bei der NASCAR aus. Die NASCAR selber würde gerne die Rennen, vor allem für das internationale Publikum, gerne im Netz zeigen. ESPN und TNT ziehen schon mit aber FOX stellt sich quer. Der Grund: FOX ist der einzige Sender, der nicht allein per Kabel übertragen wird, sondern auch über die sogenannten “Affiliates” vertrieben wird. Und denen will FOX nicht die Zuschauer und damit die regionalen Werbeeinnahmen wegnehmen. Die NASCAR steckt da in einer Zwickmühle. Zum einen ist FOX, zusammen mit Speed, einer der wichtigsten Partner, andererseits laufen die Verträge noch bis Ende 2015 und so lange will man wohl nicht warten, bis man im Netz präsent ist. Das gilt auch für die sportlich zwar gute, ansonsten aber vor sich hinschwächelnde GrandAm Serie. Warum man die nicht per SpeedTV im Netz zeigt, ist nicht nachvollziehbar.

Ohne Rechner geht in diesem Jahr immer weniger. Die Streams werden mehr und laufen teilweise parallel zu den TV-Übertragungen. Einige Serien bieten sogar einen “On-Demand” Service an, aber das ist eher noch selten. Grundsätzlich ist die Tendenz aber zu erkennen, dass man das Netz als Verbreitungsplattform nicht ignorieren kann. Die Menge und die Qualität der Streams nimmt zu, es gibt immer weniger Serien, die völlig darauf verzichten. Dazu kommt, dass man Geo-IP-Blocking mittlerweile relativ einfach umgehen kann.

Verwunderlich ist aber weiterhin, dass MotorsTV das Internet komplett ignoriert. Die Webseite war schon immer eine Baustelle, der Youtube Kanal beitet nur Fitzel des Programms. Nachdem Kabel Deutschland den Sender aus dem Programmangebot genommen hat, sieht es mit der Verbreitung nicht so doll aus. Zwar ist Motors in England relativ stark, aber es würde Sinn machen, wenn man ein kostenpflichtes Abo-Modell für einen Stream anbieten würde. Warum da bei MotorsTV in dieser Richtung nichts passiert, ist mir ein Rätsel. Für die von MotorsTV übertragenden Serien dürfte die Netzrechte nicht allzu teuer sein, zudem hätte man die Chance sich vor allem für internationale Serien als zuverlässiger Verbreiter zu etablieren.

Interessant ist aber auch, dass die meisten Serien ihr internationales Potential bisher brach liegen lassen. Die Grand Am hatte ich erwähnt, aber auch teilweise hochklassig besetzte europäische Serien gehören dazu. Gemeint sind unter anderem die BTCC und die britische F3. Vor allem letztere ist gerade dabei eine, eine Chance zu verpassen. Die letzten Meister haben es allesamt in die F1 geschafft, die Qualität der Rennen ist enorm, die Konkurrenz hoch, dazu kommt der klassische britische Touch der Serie. Vermarktet wird sie mittlerweile von SRO, die ja auch die FIA GT organisieren, und die wohl auch für die weitere internationalisierung der britischen F3 zuständig sind. Im Moment gibt es nicht mal eine Liveübertragung der Rennen irgendwo im Fernsehen, MotorsTV strahlt eine Zusammenfassung mit ein bis zwei Wochen Verspätung aus. Das kann es ja nun nicht sein, wenn man gegen die F3 Euro usw. antreten möchte. Ein Stream wäre hier besonders dringend zu empfehlen.

Die folgende Übersicht hat noch ein paar Lücken, ich ergänze den Eintrag, sobald ich die Infos habe.

Formelserien
F1 – sky/RTL
sky hat den Vertrag mit der F1 nach viel Hin und Her um ein Jahr verlängert. Grund für die kurze Vertragslaufzeit: Bei RTL laufen die Rechte Ende 2011 aus, beide Sender müssen dann neuverhandeln. sky erhofft sich, dass man Exklusivpartner bei HD/3D werden wird, plus weitere Kameraperspektiven usw.

GP2 – sky
Weiter bei sky.

GP3 – Euro?
Lief 2010 auf Eurosport, habe aber keine Antwort, ob das auch 2011 so sein wird.

Formel Renault 3.5 – Euro
Sollte weiter auf Euro laufen.

Auto GP – Euro
Neu bei Eurosport, weil sie im Rahmen der WTCC die F2 ersetzt.

F2- MotorsTV, Stream
Die F2 wandert zu MotorsTV, wird alle Rennen aber auch als Livestream auf der eigenen Webseite anbieten. Ob es auch On-Demand sein wird, ist nicht bekannt. Ob sich Serienorganisator Dr. Jonathan Palmer damit einen Gefallen getan, bleibt abzuwarten. Hauptgrund für seinen Rückzug aus der WTCC sind wohl die unregelmäßigen Startzeiten der Serie, die Europosrt immer wieder dem Programm anpasst und vor allem im Sommer wild zwischen allen Sendern hin und her schiebt.

F3 Euro – n-tv
Bleibt bei n-tv, die letztes Jahr einen guten Job gemacht haben.

SLF – Stream
Hier bleibt es beim Stream auf der Webseite.

Tourenwagen
WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird die Startzeiten wieder dem Programm anpassen.

BTCC – itv4
Bleibt die nächsten Jahre auch dort, einen legalen Stream gibt es nicht. Wobei man abwarten muss, ob itv4 eventuell auf der Webseite was zeigt. Das könnte man mit einem britischen VPN dann sehen.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Ob Sport 1 die GT1-Übertragung fortsetzt ist mir nicht bekannt. Kann auch sein, dass es zu Sport1+ weiter geschoben wird. Die Streams laufen aber weiter, von daher ist es egal. Die GT3-EM wird außerdem live auf MotorsTV gesendet. Ob die dreistündigen Rennen der neuen GT Endurance Series von FIA und SRO im TV zu sehen sein werden, oder ob es wie bei den beiden anderen internationalen GT-Serien auch hier einen Stream geben wird, ist noch unbekannt.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 an der ADAC GT ein weiteres Jahr fest.

VLN – ??
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – sky/Euro
sky überträgt die Serie auch 2011. Sollte auch bei Eurosport zu sehen sein.

Porsche Cup – ??
Sport1, Motorvision?

Scirocco Cup – ??
Sport 1? Motorvision? Auf jeden Fall hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das dieses Jahr wieder da sein sollte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt)
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt. Muss man auch abwarten, wie sich das bei MotorsTV entwickelt. Ohne eigenen Stream macht das bei denen langsam keinen Sinn mehr.

Prototypen
LMS – Euro
Vermutlich gibt es wieder die zerstückelte Berichterstattung auf Europsort. Einen Livestream scheint es auch in diesem Jahr nicht zu geben, was mir immer noch ein Rätsel ist. Bleibt Radio Le Mans.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden bei Eurosport.

USA
NASCAR – ??
ServusTV verhandelt mit der NASCAR über eine Verlängerung der Rechte. Es bleibt aber bei der Zusammenfassung am Montag. Gerüchteweise könnte das Daytona 500 live bei Servus laufen, weil die Amis das als Paket verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das stimmt, liegt aber bei unter 10%.

ALMS – Stream?
Es herrscht immer noch eine leichte Verwirrung darüber, ob die ALMS nun alle ihre Rennen live über die eigene Webseite streamt oder doch “nur” on-demand. Wenn es stimmt, wäre das natürlich toll. Das Angebot auf espn3.com soll nur ein Zusatz für die Amis sein. Die Rennen laufen in den USA nur noch teilweise live, der Rest zeitversetzt und zurechtgestutzt oder gar in dem 2010 erprobten “Doku-Drama”-Format, aber immer über ABC/ESPN. SpeedTV ist raus. Über die internationale Verbreitung hat man noch nichts gesagt. Laut Midweek Motorsport ist Radio Le Mans auch noch in Verhandlungen, allerdings ist man ziemlich sicher, dass man wieder dabei ist.

GrandAm – ??
Da wird man auf einen Stream von SpeedTV zurückgreifen müssen.

IRL – Stream
Die IRL streamt auch in diesem Jahr fast alle Rennen. Ausgenommen ist das Indy 500, das muss man sich woanders “besorgen”.

November 17 2010

07:42

Ferner liefen: Die Newshappen

# Mal wieder Chaos bei HRT. Seit Monaten wurde gemunkelt, dass das Deutsch-Spanische Team einen Deal mit Toyota abschließt. Die sitzen immer noch auf zwei fahrbereiten Chassis, die man angeblich über das Jahr auch weiter entwickelt hat. Diese Chassis sollten die Basis für das nächstjährige Auto von HRT werden. Leicht verschnupft hat Toyota den Deal aber am Montag aufgekündigt. Grund: HRT ist wohl seinen finanziellen Pflichten nicht nach gekommen. Für das Team ist das ein schwerer Schlag, denn man besitzt weder einen eigenen Fertigung, noch einen Designabteilung. Geoff Willis fungiert nur als Berater, die technische Unterstützung kommt aus der Werkstatt von Colin Kolles in Deutschland. Aus der hohlen Hand wird man kein Chassis zaubern können, um noch jetzt rechtzeitig einen Wagen für 2011 fertig zu bekommen, ist es eigentlich schon zu spät. Auf Twitter kursierte das Gerücht, dass die Chancen für einen Einsatz der HRT in 2011 50:50 stünden. Eine Lösung für HRT wäre wohl nur Lola, die angeblich zumindest Entwürfe haben, mit denen man ein Chassis bauen könnte. Karun Chandock schaut sich, nach eigenem Bekunden, nach einem anderen Team um. Don

# Sebastian Vettel befindet sich immer noch auf einer ausgedehnten Feiertour, die aber Freitag schon wieder zu Ende ist, denn dann gehen die Pirelli-Tests in Abu Dhabi los. Am Montag war er im Red Bull Sender “Servus TV” zusammen mit Christian Horner, Adrian Newey und Mark Webber zu Gast. Letzter sah immer noch nicht wirklich glücklich aus, erwähnte aber, dass es noch am Sonntag zwischen ihm und Vettel ein klärendes Gespräch gegeben habe. Auffallend war auch, wie oft Newey und Horner erwähnten, wie wichtig die Leistung von Webber in diesem Jahr gewesen sei. Nach dem Pirelli Test ist im übrigen für dieses Jahr wirklich Schluss mit dem Fahrbetrieb. Die nächsten Tests gibt es erst wieder im Februar. Don

# Adrian Sutil rechnet damit, dass er 2011 bei Force India blieben wird. Offenbar hat Renault zumindest ihm abgesagt. Unklar ist, wer das zweite Cockpit bei den Indern besetzen wird. Luizzi hat sich nicht zwingend empfohlen, dazu kommt, dass Mercedes gerne Paul di Resta oder Gary Paffett unterbringen würde. Nick Heidfeld werden aber ebenfalls Chancen zugerechnet, dafür hat er einfach zu viel Erfahrung. Völlig unklar ist, was nun Nico Hülkenberg macht. Der ist seinen Sitz bei Williams bekanntermaßen los, und viele Möglichkeiten hat er nicht mehr. Sein Manager Willi Weber spricht angeblich mit “vier Teams”, wer das ist, kann man sich denken. Eine Variante wäre, dass man versucht Hülki Lotus (also dem diesjärigen Lotus) unterzubringen. Da gilt Trulli als gesetzt, Kovalainen ist noch nicht bestätigt. Don

# Vielleicht steht aber auch anderswo noch eine Überraschung ins Haus: Formel Renault 3.5-Meister Mikhail Aleshin hat sich anlässlich seines Auftritts bei den Young Driver Tests am Dienstag in Abu Dhabi ziemlich selbstbewusst gegeben. Angeblich ist der Russe nah dran, ein Renncockpit für die kommenden Saison zu ergattern. Verliert am Ende Vitaly Petrov trotz starker Leistung beim letzten Saisonrennen seinen Platz bei Renault ausgerechnet an einen anderen Russen – oder möchte Marussia einen Landsmann zum neuen Partner Virgin Racing lotsen? Vorsicht

# Dale Earnhardt jr. ist ja so bisschen der FC Köln unter den NASCAR Piloten. Beliebt, aber leider erfolglos. Am Talent mag es liegen, aber vermutlich auch am Crew Chief. Junior und Lance McGrew, ein Hendrick Eigengewächs aus der zweiten Reihe, kommen nicht wirklich gut miteinander aus, dazu kommt, dass manche Calls von McGrew nicht wirklich gut waren. Man rechnet schon länger damit, dass Rick Hendrick seinem Fahrer noch eine letzte Chance und damit einen neuen Crew Chief geben möchte. Darüber soll aber, so Twittergerüchte, erst im Dezember entschieden werden. Don

# In Daytona hat man mittlerweile die neue Asphaltdecke fertig, und Goodyear hat die ersten Tests für Dezember angekündigt. Don

# In der VLN wird es tatsächlich ein 12 Stunden Rennen geben. Der MSC Ruhrblitz Bochum, der die Sache veranstaltet, hat den Termin am 10. September 2011 bestätigt. Don

# In der WTCC gibt es schon einen Meister. Am grünen Tisch hat Chevrolet gegen BMW gewonnen, denen die Punkte aus Okayama aberkannt wurden. Hintergrund ist der Einsatz eines sequentiellen Getriebes im BMW, das angeblich so von der FIA nie homologiert worden ist. Ich gehe morgen in der Macau Vorschau darauf genauer ein. Das “Glückwunsch, Yvan Muller”, geht mir noch etwas schwer von den Lippen. Don

# Am Sonntagvormittag gibts an F1-Wochenende auch künftig zweimal was zu sehen (sofern denn jemand überträgt) – der Porsche Supercup hat seinen Vertrag mit der Formel 1 bis 2013 verlängert. Vorsicht

# Flying Lizard, die in diesem Jahr, sagen wir mal, geschäftliche Probleme hatten, wollen 2011 wieder mit zwei Wagen in der ALMS antreten. Don

# In der IRL hat Justin Wilson bei Dreyer & Reinbold verlängert. Gleichzeitig mehren sich Gerüchte, die Graham Rahal in einem dritten Wagen bei Ganassi sehen, aber da gibt es noch nichts Konkretes. Don

# Derzeit leider noch auf der Straße sitzt Tony Kanaan. In der vergangenen Woche wurde der Brasilianer mit einem NASCAR Truck-Cockpit im Team von Kyle Busch in Verbindung gebracht – wo man gerüchteweise übrigens auch mit Dan Wheldon verhandeln soll. Aber auch eine Verpflichtung für Gil de Ferrans Indycar-Team scheint im Raum zu stehen – sofern Kanaan in Brasilien die nötigen Sponsorgelder auftreiben kann.  Vorsicht

# Das Saisonfinale der Indycars könnte nach langem Hin und Her nun doch in Las Vegas stattfinden. In diese Richtung deutet zumindest die Tatsache, dass Penske und Ganassi am vergangenen Dienstag dort Reifentests für Firestone durchgeführt haben. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus, als Datum für das Rennen wird der 16. Oktober kolportiertVorsicht

# Auch das zwischenzeitlich abgesagte Rennen in Edmonton könnte möglicherweise nun doch stattfinden. Meldungen sprechen davon, dass Promoterfirma  ”Octane” an einem Deal arbeitet, demnach nicht nun die IRL 2011 in die kanadische Stadt zurückkehrt, sondern ab 2012 auch die NASCAR Nationwide dort fährt. Vorsicht

November 02 2010

19:10

VLN: Analyse 35. DMV Münsterlandpokal

Als am Samstag der letzte Lauf zur VLN über 4 Stunden anstand, war die Meisterschaft zwar so gut wie entschieden. Das sogenannte Schinkenrennen versprach trotzdem einiges an Spannung, an der das Wetter nicht ganz unschuldig sein würde. Besondere Aufmerksamkeit verdienten natürlich die zahlreichen Comebacker – und die zukünftigen Meister von Bonk Motorsport.

Als das Zeittraining vorüber war, befürchtete man schon einen glatten Durchmarsch für die Porsche-Armada, denn unter den besten 7 befanden sich gleich 6 Porsche 911 GT3 R.
Die Pole hatte “der Dicke” mit der Startnummer #114 und der Besatzung Arno Klasen/Lucas Luhr/Marc Lieb mit einer Zeit von 8:11,149.  Dahinter der 1. Comebacker: Nämlich Mühlner Motorsport, wo Jörg Bergmeister aufzeigte, warum er den Titel in der ALMS geholt hat als er den Porsche nur 1 Sekunde hinter Marc Lieb auf den 2. Startplatz stellte. Auf P3 folgte dann der Wodka-Porsche vom Team Manthey mit der Besatzung Armin Hahne/Marc Gindof/Jochen Krumbach, bevor auf P4 der erste Nicht-Porsche folgte, nämlich der Audi R8 LMS von Phoenix mit der Startnummer #99 und der Besatzung Frank Stippler/Marc Basseng – Striezel Stuck hatte sich ja leider an der Hand verletzt, und muss sein Comeback daher auf das Jahr 2011 verschieben.

Auf den weiteren Plätzen folgte dann der WTM Porsche, gefolgt vom Haribo-Porsche (auf welchem Patrick Long sein Debüt auf der Nordschleife feierte) und dem Firkadelli Früh Kölsch-Porsche, pilotiert von Sabine Schmitz/Klaus Abbelen/Niclas Kentenich. Auf P8 folgte dann die MAOM-Corvette mit dem FIA GT3-EM Champion Christian Hohenadel und Lace David Arnold die sich damit noch knapp vor den beiden SLS AMG GT3 von Mamerow Racing und Black Falcon platzieren konnten. Auf P11 folgte dann der beste BMW Z4 GT3 von Schuberth Motorsport.
Scheid Motorsport landete auf den 46. Platz und war damit genau ein Platz hinter dem Aston Martin V8 Vantage von Mathol Racing in der SP10 Kategorie.

Die Schalls landeten auf den ersten Startplatz der H-Gruppe, und zeigten mit einer 9:10, dass man auch damit noch sehr flott unterwegs sein kann. Sie waren damit noch vor dem BMW M1 von den Heinrichs, die den 2. Startplatz und der H-Gruppe belegten.
Marc Lieb zeigte unterdessen noch auf, dass man auch mit einem SP7 Porsche noch vorne mitmischen kann, und stellte das Auto auf Gesamtstartplatz P19 für das Team Spanno, in welchem auch sein Vater am Steuer sitzt. Genau eine Position davor: Der 911 Cup vom Team Fanrbacher welcher von Dominik Farnbacher (2. Platz beim diesjährigen 24H-Rennen im Ferrari F430 GT2 !), Horst und Mario Farnbacher pilotiert wurde.

Als dann etwas verfrüht um kurz vor 13.00 Uhr die 1 Startgruppe ins Rennen geschickt wurde, entwickelte sich sofort ein sehenswerter Kampf um die Spitzenposition.
Arno Klasen hatte zwar den Start vor Jörg Bergmeister und Armin Hahne gewonnen, jedoch war ersichtlich dass Jörg Bergmeister heiß auf eine gute Platzierung war und drückte daher von der 1. Kurve weg. So ging es mehrmals Rad an Rad über die GP-Strecke wobei sich Arno Klasen noch vor Jörg Bergmeister behaupten konnte, während der Rest realtiv unverändert auch mit auf die Nordschleife abbog.

In der 2. Startgruppe gewann der Audi TT RS den Start erwartungsgemäß deutlich, nachdem er sich mit einer 8:36 auf Gesamtstartplatz 12 schieben konnte und noch im Verlauf des Rennens für Furore sorgen sollte.
In der letzten Startgruppe setzte sich sofort der BMW M1 an die Spitze, da er einfach mehr Leistung als der Rest hat und somit auch als erster auf die Nordschleife abbog während der Mercedes Benz 190 EVO II auf Platz 2 liegend dicht hinter ihm war.

Ein paar Minuten später kam dann auch schon die 1. Startgruppe wieder auf Start und Ziel zurück und es führte der Mühlner Porsche mit einem entfesselnd fahrenden Jörg Bergmeister knapp von dem “Dicken” und Armin Hahne, während der Wochenspiegel-Porsche mit Oliver Kainz den R8 von Frank Stippler überholen konnte.

Leider war das Comeback von Scheid Motorsport ganz und gar nicht vom Glück erfasst, denn der M3 GT4 musste schon nach 1. Runde mit Reifenschaden in die Box geschoben werden, wo er länger repariert werden musste da auch andere Teile in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Jedoch war er dabei nicht der einzige. Denn auch die MAON Corvette hatte Probleme, und Lance David Arnold kam ebenfalls nach 1 Runde an die Box, konnte aber nach einer guten Minute mit neuen Reifen wieder los fahren.

Währenddessen hatte nun auch Frank Stippler seine Reifen auf Temperatur gebracht und drückte massiv auf Oliver Kainz, welchen er zu Beginn der 3. Runde auch dann überholen konnte, und sofort nach dem zweiten Arno Klasen griff, der seine Position aber noch verteidigen konnte obwohl Frank Stippler alles versuchte, auch öfters mal auf dem Gras war und sein Auto nur mit Müh und Not abfangen konnte.
Mit gut 1 Sekunde Vorsprung führte Jörg Bergmeister das Feld an, während die anderen Wagen innerhalb von 1,5 sek um die Positionen kämpften.

Als das Feld dann nach Runde Nr. 4 von Jörg Bergmeister auf Start und Ziel zurück geführt worden ist, trennten den 1. und den 6. des Renen nur 3 Sekunden, wobei Frank Stippler Arno Klasen überholen konnte und beim anbremsen der 1. Kurve Jörg Bergmeister überholen wollte, welcher aber bis zur Nordschleife seine Position mit aller Kraft verteidigen konnte. Die beiden SLS AMG GT3 folgten mit gut 8. Sekunden Rückstand auf den Plätzen, während die MAOM Corvette nochmals an die Box musste und das Rennen gelaufen schien.
Unterdessen war der Audi TT RS welcher als SP4T Auto in der 2. Startgruppe starten musste und somit ein Handicap von guten 2 Minuten hatte auf Position 13 schon vorgefahren!

Generell sollte die 5. Runde eine sehr turbulente Runde werden, da der Scheid M3 endlich wieder auf die Strecke gehen konnte und somit wichtige Kilometer sammeln konnte. An einen Klassensieg und somit einen Schinken, welcher jeder Klassensieger erhält war somit aber nicht mehr zu denken, jedoch zählte von nun an der Olympische Gedanke wie bei so vielen in der VLN, welche das Herz dieser Serie bilden.
Ebenfalls in Runde Nr.5 hatten die führenden in der Meisterschaft, Mario Merten und Wolf Sylvester einen etwas heftigeren Abflug im Bereich Brünnchen, was den Ausfall bedeutete. Die Mannschaft konnte aber nun trotz des Ausfalles zweimal jubeln, denn zum einen war der Fahrer Mario Merten ok, zum anderen bedeutete der Ausfall dass ein Ausschluss aus der Meisterschaft nun unmöglich war und das Team nun der Meister der VLN Saison 2010 war. Hier nochmals Glückwunsch an das beste und beständigste Team dieser Saison.

Am Ende der 6. Runde versuchte es Frank Stippler immer noch irgendwie an Jörg Bergmeister vorbeizukommen, jedoch sollte es ihm auch diesmal nicht gelingen, obwohl beide im Abstand von nur 0,3 Sekunden über Start und Ziel flogen.
Währenddessen kommt der Haribo-Porsche mit Richard Westbrook bereits am Anfang der 6. Runde in die Box, nachdem man mit diesem Auto anscheinend keinen Grip finden konnte und beständig an Zeit verlor. Nach dem Stopp fand man sich auf P. 17 mit mehreren Minuten Abstand zur Spitze wieder, während der Farnbacher Cup 911 auf P11 im Gesamtklassement lag und somit 2. in der Cup-Klasse war, welche die Busch-Brüder anführten.
Nachdem die beiden SLS AMG GT3 in der 5. Runde nicht ganz den Speed der Spitze gehen konnten/wollten, konnte sich die #739 Bernd Schneider/Chris Mamerow wieder bis auf 8 Sekunden an die Spitze ranrobben, während Arno Klasen etwas Boden verlor und das Tempo vorne nicht ganz mitgehen konnte.

Nachdem Frank Stippler und Jörg Bergmeister rundenlang im Abstand von ein paar Zentimeter über den Ring flogen, konnte sich der Fahrer der #99 in der ersten Kurve dem Haug-Haken außen an dem Mühlner-Porsche vorbeipressen und er konnte diese Position auch bis zum Ende der Runde halten, wo dann die ersten planmäßigen Boxenstopps anstanden.

Somit kamen zu Beginn der 8. Runde alles Top-Fahrzeuge an die Box um die Fahrer zu wechseln und Sprit zu tanken. Hier kam die #99 mit Marc Basseng am schnellsten raus, da man weniger Sprit tankte und dafür beim planmäßigen 2. oder 3. Stop länger brauchen würde. Im Mühlner-Porsche welcher nun auf Platz 2 lag, übernahm Tim Bergmeister das Steuer und die #114 (Der Dicke) wurde nun von Lucas Luhr pilotiert, während in der MAOM Corvette nun Christian Hohenadel Platz nahm, während der Mercedes mit der #738 Haase/Jäger sehr lange in der Box blieb und sich somit aus dem Kampf um die Spitzenpositionen verabschiedete und es sollte nicht besser werden. Nachdem man nach dem langen Boxenstopp wieder auf die Strecke zurück konnte, fiel das Auto sofort mit einer sehr langsamen Fahrweiße auf und es war klar, dass man hier einen größeren technischen Defekt hatte, welcher das Aus für den Mercedes bedeutete.

Währenddessen hat sich in Runde 8 Marc Lieb im SP7 Porsche von Spanno nun schon auf P. 3 nach vorne gearbeitet, da der Wagen noch nicht an der Box war. Im nächsten Umlauf war es dann aber so weit: Marc Lieb musste das Steuer aus der Hand geben, worauf im Laufe des Rennens das Auto dann sukzessive nach hinten durchgereicht wurde, da die anderen beiden Fahrer natürlich seinen Speed bei weitem nicht gehen konnten.
Der Audi TT RS ist hingegen auf P.12 und überrascht weiter sehr starken Rundenzeiten von ~8:36, wofür man den Fahrer Christopher Mies, Marc Hennerici und Christopher Breuer echt ein Lob aussprechen muss.

Nachdem in der 9. Runde nur das Überholmanöver von Lucas Luhr gegen Tim Bergmeister war, worauf “der Dicke” nun auf P2, 35 sek. hinter dem R8 lag, sollte es in der 10. Runde doch deutlich turbulenter zu gehen.
Auf einmal kam die Meldung, dass ein Fahrer oder der Teamchef von den Autos mit den Startnummern #112 (Wodka 911 GT3R);#107(Frikadelli);#180;#88 (Haribo Porsche);110 (WTM);708 zur Rennleitung mussten.
Dies deutet normal auf eine Strafe hin und so kam es dann auch wenig später auch. Die #88; #112; #110 erhielten eine Stop & Go Strafe wegen Überholen unter gelber Flagge.

Dies ist absolut zu begrüßen, denn in dieser Saison hat es schon oft Berichte und Kommentare von Fahrer und Streckenposten gegeben, dass gelbe Flaggen und vor allem doppelt gelb geschwenkte Flaggen unzureichend beachtet wurden. Gelb doppelt geschwenkt bedeutet Gefahr, Überholverbot und der Fahrer muss zum anhalten bereit sein und nicht ausgangs der Fuchsröhre mit vollem Tempo im Parralelflug nur ein paar Meter an dem zu bergenden Auto vorbeidonnern.

Da dies oft nicht beachtet wurde, haben sich Fahrer (welche sich an die Flaggen halten und damit oft Zeit verlieren auf die Fahrer, welche sich nicht an die Flaggen hielten) und eben auch Streckenposten immer wieder dafür ausgesprochen dass hier härter durchgegriffen wird.
Die Rennleitung hat daher vor dem Start alle Fahrer informiert dass man nun genauer hinsehen und gegebenenfalls strafen würden. Und das tat man dann eben auch. Und so viel sei gesagt: Es sollten nicht die letzten Strafen sein…
Leider sickerte dann auch die Meldung durch, dass der Mühlner-Porsche, der vorhin noch so stark war, in langsamer Fahrt im Bereich Brünnchen gesichtet wurde, und im Bereich Schwalbenschwanz Flammen aus dem Auto schlugen. Dies war für das Team leider das Aus, nachdem man die Anfangsphase so mitbestimmen konnte.

Nach 13 gefahrenen Runden konnte Lucas Luhr den Abstand auf Marc Basseng etwas reduzieren und war nur noch 28 Sekunden hinter dem Audi, während sich der SLS AMG GT3 #739 langsam aber sich auf den 3. Platz nach vorne arbeiten konnte. Gleichzeitig hatten die anderen Autos (WTM, Wodka Porsche, Haribo Porsche) aufgrund der Strafen deutlich an Boden verloren, und mussten nun fast 3 Minuten Rückstand aufholen.
Zu Beginn der 15. Runde eröffnete dann Marc Basseng den Reigen der nächsten Boxenstopps, während die #114 eine Runde länger fahren konnte. Für Marc Basseng übernahm wieder Frank Stippler.
Jedoch entwickelte sich für #99 eine Hiobsbotschaft, denn auch hier wurde ein Mitglied des Teams zur Rennleitung beordert und man musste davon ausgehen dass bald eine Strafe fällig werden würde.
Eine Runde später kamen dann auch die anderen Autos an die Box und bei der #114 übernahm nun Marc Lieb das Steuer des 911 GT3 R und es war somit klar, dass der Audi R8 auf Marc Lieb Zeit verlieren würde, denn Marc gilt nicht umsonst als schnellster Mann der Nordschleife und diesen Ruf sollte er gerecht werden.
Auf Platz 3 lag immer noch der SLS AMG GT3, wo nun Chirs Mamerow das Steuer übernahm, während sich die MOAM Corvette wieder auf Platz 4 vorfahren konnte, nachdem man Rundenlang die schnellsten Rundenzeiten fahren konnte und nur noch gute 50 sek. hinter dem Mercedes lag.

In der SP10 war der BMW von Scheid derweil auf dem 6. Platz und man konnte nun mit Dirk Adorf nun ohne Probleme seine Runden abspulen, jedoch hatte man durch die lange Reparatur-Phase 2 Runden verloren, so dass ein Sieg in der Klasse natürlich nicht möglich war. Jedoch hat man gezeigt dass man die Zeiten der Spitze absolut gehen kann und man somit sicher weiter vorne landen hätte können.

In der H2 Klasse war der Schall Mercedes derweil auf Platz 2 mit 6:20 Minuten Rückstand auf den BMW M3 von Werner Breuer und Udo Förster. Jedoch war hatte der BMW bald einen Technischen Defekt und verlor fast 2 Runden und man konnte sich somit an die Spitze der Klasse setzen und diese dann auch mit 1 Runde Vorsprung für sich entscheiden.

Erwartungsgemäß konnte Marc Lieb nun auch auf den Audi aufholen, indem er eine 8:14er Zeit nach der anderen raushaute und bis zu 5 Sekunden pro Runde schneller war als der Audi und so überaschte es nicht, dass er gegen Ende der 21 Runde am Heck das Audi klebte.
Nur kam er nicht dazu den Audi zu überholen, da dieser in die Box abbog und seinen letzten Pflichtboxenstopp absolvierte und auf Platz 2 mit guten 2 Minuten Rückstand auf Marc Lieb auf die Strecke zurückkehrte, während der Mercedes SLS AMG GT3 ebenfalls in der Box war und 2 min hinter dem Audi war.
Nun begann aber das Unheil für die Audi Mannschaft. Just als man aus der Boxengasse raus fuhr, begann es auf Start und Ziel sowie in anderen Bereichen wie dem Hatzenbach zu regnen, nachdem die Wolken immer wieder mal dunkler, mal wieder heller wurden.
Für den führenden Porsche kam dies natürlich gelegen, da er in der nächsten Runde eh zum Boxenstopp musste und somit auf Regenreifen wechselte.
Es kam auch der Mercedes sofort zum Reifenwechseln herein, nur der Audi R8 blieb draussen da man auf ein bladiges Ende des Regen hoffte und man somit vll. noch eine Chance auf den Sieg haben würde.
Jedoch eierte Marc Basseng so sehr über den Kurs, dass er eine gute Minute auf die anderen Autos verlor und dann trotzdem an die Box kommen musste um auf Regenreifen zu wechseln, da der Regen stärker wurde.
Nachdem auch der Mercedes anfangs Probleme mit den wechselden Bedingungen hatte und auch Zeit verlor, war der Weg frei für den Porsche.
Jedoch kam sogleich das nächste Ungemach für den Audi R8, da nun die Meldung kam dass die #99 eine Stop & Go Strafe erhält, da auch dieses Auto die Flaggen missachtet hat und somit folgerichtig nochmals reinkommen darf.
Nachdem der Audi dann gegen Ende der 25. Runde die Strafe angetreten hat, war Marc Lieb über 4:40 vorne weg und fuhr einen ungefährdeten Sieg nach Hause, währenddessen Chris Mamerow von der Strafe profitierte und nur noch 6 Sekunden hinter dem Audi war und den 2. Platz erobern wollte und als wäre das nicht genug, fuhr die Corvette im der noch die schnellsten Rundenzeiten und war eine gute Minute hinter den beiden Wagen und man rechnete sich noch Chancen auf das Podest aus.
Mittlerweile haben aber alle Teams auf Regenreifen gewechselt, da es nun fast überall stärker regnet und sich auch die Rundenzeiten der Topautos in einem Bereich von 10 Minuten bewegt haben.

Natürlich lagen vor allem dem Audi TT RS diese Verhältnisse und kann konnte von Pos. 14 noch auf Pos. 12 nach vorne lagen, da man aufgrund des Forderradantriebes im Regen natürlich deutliche Vorteile gegenüber den heckgetriebenen Fahrzeugen der Spitzengruppe hat.

Zu Beginn der 26. und vorletzten machte es sich Marc Lieb vorne gemütlich und fuhr mittlere 10:00er Zeiten, da sein Vorsprung groß genug war, während Chris Mamerow alles versuchte den R8 noch zu kriegen es aber auch in der 27. und letzten Runde nicht schaffte. und auch die MOAM-Corvette konnte nicht mehr eingreifen.

Es gewann somit die #114 mit 4 min Vorsprung vor dem Audi R8 LMS welcher den SLS AMG GT3 mit Chris Mamerow auf Platz 3 verwies und 40 sek. dahinter erreichte die Corvette mit Christian Hohenadel das Ziel, welche mit Platz 4 nach einer tollen Aufholjagd durchaus zufrieden sein kann und einmal mehr zeigte, dass mit diesem Auto in Zukunft sehr wohl zu rechnen sein wird und man Olaf Manthey das Leben durchaus deutlich ungemütlicher machen kann, denn man konnte mehrere Runden (bis Marc Lieb im Porsche das Steuer übernahm) die schnellsten Zeiten fahren.
Platz 5 ging an den Haribo-Porsche, welche auch ein mehr als durchwachsenes Rennen mit 4 Stopps und einer Durchfahrtsstrafe erlebten und daher mit dem Rang auch zufrieden sein können.
In der V5 konnte sich Black Falcon mit Leisen/Böhm/Knechtges den 3. Platz sichern und somit wenigstens den Divisions-Titel in der VLN Serienwagen Klasse holen, nachdem man für das letzte Rennen in eben jene Klasse zurückgewechselt ist.
Der Scheid M3 erreichte schlussendlich mit 3 Runden Rückstand auf Platz 6 in der Klasse das Ziel, welche von Mathol Racing mit einen Doppelsieg und 1 Runde Vorsprung auf die Konkurrenz deutlich gewonnen wurde.
Vielleicht werden einige den Illbruck Porsche nicht wieder gefunden haben. Dies liegt daran, dass er im Training in einem heftigen Unfall mit 2 anderen Fahrzeugen verwickelt war. Dem Fahrer ist anscheinend nichts schlimmes passiert, jedoch ist das Auto ein einziger Totalschaden und ein Start war somit leider ausgeschlossen und das Training musste daher nach 2 Runden unterbrochen werden. Schade um das Team und man kann nur hoffen dass man dieses Team auch 2011 am Ring sehen wird.

Die VLN verabschiedet sich somit in die Winterpause, ist aber trotzdem noch zweimal aktiv. Zum einen wird es einen größeren Stand auf der Essen Motorshow geben. Zum anderen findet am 11.12.2010 im Dorinth Hotel die Siegerehrung der Jahressieger statt, bevor es im Frühjahr des nächsten Jahres wieder mit den Test und Einstellfahrten weitergeht.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal

October 29 2010

16:53

VLN: Vorschau 35. DMV Münsterlandpokal

Am Samstag startet die VLN in ihr letztes Rennen, das so genannte Schinkenrennen,  bevor auch sie in den Winter verabschiedet wird. Obwohl der Kampf um die Meisterschaft seit dem letzten Lauf so gut wie entschieden ist, wird dieses Rennen einige bedeutende Comebacks erleben.

Es war der letzte Lauf im vergangenen Jahr, als eine Ära zu Ende ging. Da fand nämlich der bis heute letzte VLN-Auftritt von Scheid Motorsport mit seinem legendären blauen BMW M3 GTR-S – auch als “Eifelblitz” bekannt – statt. Seither fuhr der blaue BMW, der für Scheid Motorsport 2008 beim 24H Rennen den 6. Rang erreichte und ein Publikumsliebling war leider kein Rennen mehr. Der Grund: Das Auto war aufgrund der starken Beschränkungen der ehemals Gesamtsieg-fähigen Klasse SP7 nicht mehr in der Lage, konkurrenzfähig um den Sieg mitzufahren – der Aufwand hat sich für das Team damit nicht mehr gelohnt.

Außerdem war man vermutlich auch aufgrund der Politik der VLN sauer. Die hatte zuvor die SP9 mit ihren GT3 Autos zur alleinigen Spitzenklasse gemacht. Somit war man bemüht für dieses Jahr einen BMW Z4 GT3 an den Start zu bringen. Da es aber finanziell eben nicht so rosig um das Team bestellt war, war man auf Hilfe von BMW Motorsport angewiesen, die aber bislang wenig Interesse an einem Einsatz des Z4 unter günstigeren Konditionen für Scheid hatten. Aber als ein Rennen nach dem anderen verging und man es nicht einmal schaffte für das 24H Rennen ein Auto zu bekommen, stand zu befürchten, dass es um das symphatische Team geschehen war, dem es einfach nicht gelingen sollte, das Auto zu bekommen.

Dies hat sich nun aber geändert, und Scheid Motorsport kann wieder mit einem Auto in der VLN starten. Man hat von BMW einen BMW M3 GT4 bekommen, welcher an diesem Wochenende von Dirk Adorf und Dirk Werner pilotiert werden wird. Dieses Auto ist zwar nicht fähig, im Gesamtklassement ganz vorne mitzufahren. Aber man sollte auf jeden Fall in der Lage sein, die Klasse SP 10 zu gewinnen – vor allem da man aufgrund der geänderten Einstufungen nun nur noch 1380 kg Gewicht haben muss. Sie werden dort vor allem mit der Corvette von Dieselspeed, dem Aston Martin von Mathol Racing und dem Porsche 911 mit der Startnummer #79 kämpfen.
Man kann ihnen nur die Daumen drücken – und hoffen, dass das Team 2011 wieder ein Auto an den Start bringt, mit dem man ganz vorne mitmischen kann.

Das zweite sehr bedeutende Comeback hätte Hans-Joachim “Striezel” Stuck gefeiert. Dieser ist beim 5. Lauf der VLN, gegen Ende des Rennen extrem hart im Bereich Schwedenkreuz abgeflogen (Tempo ca. 270 km/h). Dabei erlitt er eine Gehirnerschütterung und mehrere geprellte Rippen. Er bekam zwar Startverbot, es sah aber damals so aus, als würde er bald wieder ins Volant greifen können.
Am 07. August kam dann leider eine andere Nachricht: Striezel musste seinen Start beim Scirocco Cup am Nürburgring absagen, und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Dort stellten die Ärzte dann ein Hämatom im Kopf fest – eine OP war somit unausweichlich. Dieses Hämatom kam vermutlich von seinem schweren Unfall und sollte dann dafür sorgen, dass er länger ausfallen würde. Zum Glück hat er das alles aber gut überstanden, und konnte dann bald aus der Klinik entlassen werden – jedoch hat sich das Startverbot für ihn deutlich in die Länge gezogen und er wollte kein Risiko eingehen, da er mit seinen 59 Jahren auch nicht mehr der jüngste ist. Nun wäre es auch wieder soweit gewessen, dass er den Audi R8 LMS mit der Startnummer #99 zusammen mit Marc Basseng und Frank Stippler fahren hätte können, doch Freitag Mittag sickerte die Meldung durch dass der Routinier doch nicht starten wird. “Striezel” Stuck hat sich leider an der Hand verletzt als er sein Gepäck in das Auto lud und dabei unglücklich ausrutschte. Somit wird er erst 2011 wieder in der VLN am Start sein und vielleicht kann er sich endlich einen lang gehegten Traum erfüllen – nämlich einen Start beim 24H Rennen auf der Nordschleife mit seinen beiden Söhnen Ferdinand und Johannes Stuck.

Da ja aller guten Dinge drei sind, kommt auch die Familie Schall mit Ralf und Anreas Schall zurück an die Strecke und zwar mit einer ganz besonderen Geschichte:
Beim 4. Lauf diesen Jahres hatte Andreas Schall mit seinem Opel Astra DTM aus dem Jahre 2003 einen sehr heftigen Abflug im Bereich Tiergarten – der schnellsten Ecke auf der gesamten Strecke. Andreas Schall musste zwar ins Krankenhaus gebracht werden, konnte dies aber bald verlassen, da anscheinend mehrere Schutzengel unterwegs waren, und er sich nicht schwer verletzte hatte. Aber: Das Auto war komplett im Eimer und man musste sich auf die Suche nach Ersatz machen. Lange Zeit schien es so, als ob die Saison überhaupt vorzeitig beendet wäre, aber jetzt hat man aber doch einen Wagen gefunden.

Und dessen Geschichte reicht bis in das Jahr 1998 zurück. Man erinnere sich: Als jüngst  der SLS AMG GT3 sein erstes Rennen gewonnen hatte, war das der erste Mercedes-Sieg seit dem 6H Rennen aus dem Jahre 1998 – und das Siegerauto von diesem Lauf kommt jetzt zurück.
Damals gewannen die Gebrüder Schall mit einem Mercedes Benz 190 Evo II jenes Rennen und fuhren damit bis zum 25. Oktober 2003.
An jenem Tag beförderte Andreas Schall (nachdem er dreieinhalb Stunden ununterbrochen am Steuer war) das Auto in die Leitplanken – das vorläufige Ende dieses Wagens, den seither viele Fans schwer vermissen.
Da vor allem Andreas Schall meinte, dass dieses Auto nicht so enden sollte, entschloss man sich, den Wagen für dieses Rennen wieder vorzubereiten und ihm somit einen gebührendem Abschied zu verschaffen. Man wird damit in der SP4 starten und alte Erinnerungen hochleben lassen, als dieses Auto über den Ring flog.

Es wäre sehr schön, dieses Auto auch 2011 am Ring zu sehen. Die Chancen stehen aber schlecht – die Schalls betreiben ein Autohaus für Mercedes  und werden daher vermutlich das nächste Jahr mit einem SLS AMG GT3 in Angriff nehmen.

Da aber drei Comebacks noch immer zu wenig sind, kommt nun auch noch ein viertes und sehr prominent besetztes Team hinzu: Das belgische Team Mühlner Motorsport (bekannt aus dem ADAC GT Masters) wird nach einem Jahr Abstinenz ebenfalls am Rennen teilnehmen. Einsatzfahrzeug ist ein Porsche 911 GT3 R, der von niemand geringerem als Tim Bergmeister und dessen Bruder Jörg, dem Gewinner der ALMS GT-2 Wertung, pilotiert werden wird.
In der aktuellen Saison hat man die VLN, in der man seit 2002 einige Erfolge wie 2007 den Titel in der Cup-Klasse geholt hatte, sonst ja ausgelassen. Dieser einmalige Einsatz dient nun dazu, das Team  für 2011 vorzubereiten. Da will man nämlich neben dem GT Masters auch die komplette VLN-Saison bestreiten.

Man sollte auch nicht den Gesamtsieg aus dem Jahre 1998 vergessen, als man mit Dirk Adorf und Heinz Josef Bermes den Meistertitel gewinnen konnte. Man darf also gespannt sein was das Team am Samstag erreichen kann.
Bleibt zu hoffen, dass sowohl der Mühlner als auch der Illbruck Porsche den GT3 R von Manthey Paroli bieten können – und aufzeigen, dass auch sie sehr gut mit den Porsche umzugehen wissen. Vor allem dem Illbruck Porsche traue ich einiges zu, sofern die in der Lage sind, die Performance zu wiederholen, die Manuel Illbruck und vor allem Michael Lauck beim letzten Lauf zeigten.

Das sehr hochkarätig besetzte Starterfeld wird neben Jörg Bergmeister wird auch sein Teamkollege aus der ALMS, Patrick Long ergänzen. Und zwar in der #88 dem Haribo GT3 R neben Richard Westbrook und Christian Menzel. Patrick Long war zwar eine Zeit lang nicht auf der Nordschleife unterwegs, aber er ist es ja aus Amerika gewohnt auf unsicheren, schnellen und naturbelassenen Bahnen wie Mosport oder der Road Atlanta zu fahren.
Die #114 wird hingegen wieder von Lucas Luhr, Arno Klasen und dem vermutlich schnellsten Piloten in einem Porsche, Marc Lieb gesteuert.

Dieser wird einen Doppelstart mit dem Porsche 911 GT3 mit der Startnummer #173 von Spanno-Renntechnik fahren. Auf dem ersten Blick kling das ungewöhnlich, bei genauerem Betrachten ergibt sich aber ein sehr schönes Bild, denn auf diesem Auto fährt auch sein Vater Hans-Peter Lieb und Marc wird somit mit seinem Vater das Rennen bestreiten.
Der ebenfalls sehr beliebte Wochenspiegel Porsche wird diesmal von Georg Weiß und Oliver Kainz pilotiert, da Peter Paul Pietsch und Michael Jacobs keine Zeit haben.
Ein weitere Porsche 911 GT3 R, wird von Martin Ragginger und Dirk Schoymann pilotiert, was neben dem Wodka GT3 R mit Hahne/Krumbach/Gindorf 5(!!!) Porsche 911 von Manthey Racing in der SP9 ausmacht, da der Haribo Cup-S auch von Manthey betreut wird.

Doch nun genug mit der Porsche Armada, denn es gibt noch jede Menge weiter gute Autos. So bringt Callaway die Corvette in der GT3 Spezifikation mit Lance David Arnold und Christion Hohenadel an den Start, nachdem man beim Debüt beim vorletzten Lauf Platz 3 und sensationell Startplatz 1 ergattern konnte.
Auch der von mir schon angesprochene Audi R8 LMS mit Stuck/Stippler/Basseng sollte vom Speed her in der Lage sein, vorne gut mitzureden. Wenn man sich ein gutes Ergebnis nicht selbst zunichte macht, wie man es schon oft in dieser Saison geschafft hat.
Ebenfalls sollte man auch ein Auge auf den BMW Z4 von Schubert Motorsport werfen, denn dieser ist mit den Nordschleifen Veteranen Claudia Hürtgen, Jörg Viebahn und dem Chef-Instruktor vom Hungaroring, Casaba Walter auch sehr stark besetzt.

Natürlich darf auch der Gewinner des letzten Laufes, der SLS AMG GT3 nicht fehlen. Beim 35. Münsterlandpokal sind wieder zwei Stück, je einer von Black Falcon mit den Siegern Christopher Haase/Thomas Jäger und von Mamerow Racing mit Chris Mamerow und Bernd Schneider im Einsatz.

Ein weiteres Highlight wird sicher auch der Nissan GT-R sein, welcher sein Debüt in der VLN feiert, und dabei von den Piloten Tobias Schulze/Michael Schulze sowie Eckhardt Holger sicher standesgemäß um den Ring pilotiert werden wird.

Da es aber in der Eifel um diese Jahreszeit gerne einmal regnet, könnten auch andere Autos sehr gut in der Lage sein, bei widrigen Bedingungen weit nach vorne zu fahren.
An erster Stelle sollte man hierbei natürlich auch die beiden BMW 330i von Live-Strip nennen, welche beim letzten Lauf zwischenzeitlich bis auf P9 und P10 im Gesamtklassement vorfahren konnten. Diese beiden Autos mit #221 und #220 werden wieder von Dennis Nägele/Christian Nägele sowie von Fabian Plentz/Tobias Neuser pilotiert.
Ein weiteres sehr bekanntes Auto aus der SP4T ist der schon oft erwähnte Audi TT RS welcher wieder von Marc Hennerici/Christopher Mies und Christoph Breuer pilotiert werden wird. Mit Platz 9 beim Debüt hat sich ja gleich mal gezeigt, dass das Konzept (Frontmotor und Vorderrandantrieb) bei Regen sehr gut funktioniert – teilweiße war man schneller unterwegs, als der SLS AMG GT3.

Bei den SP3T dürfte Raeder Motorsport nachdem verpatztem letzten Lauf auf Wiedergutmachung aus sein. Man wird versuchen, sich in dieser auch sehr hart umkämpften Klasse mit einem Sieg in die Winterpause zu verabschieden, nachdem es dieses Jahr wieder nichts mit dem erhofften Meistertitel geworden ist.
Jedoch werden vor allem die beiden Opel von Kissling und die Seat Leon Supercopa mit den Startnummer #331 und #332 etwas dagegen haben und ihnen den Sieg nicht einfach machen.

In der SP3 wird das Duo Mario Merten und Silvester Wolf sicher bestrebt sein, dieser grandiosen Saison, die man ja ziemlich sicher mit dem Titelgewinn abschließen wird, die Krone aufzusetzen und beim letzten Lauf auch die Klasse zu gewinnen.

Nachdem der Kampf um die Meisterschaft zu Gunsten von Bonk Motorsport so gut wie entschieden ist und nur ein Ausschluss aus der Wertung dies noch verhindern kann, ist Black Falcon in die Klasse VLN Serienwagen V5 zurückgewechselt um dort den Titel in der Serienwagen Klasse zu holen, nachdem man den Titel aus dem letzten Jahr nicht verteidigen konnte.

Eine Wetterprognose gibt es von mir für die Rennen wie immer nicht. Denn eine Prognose für die Eifel ist schlicht sehr schwierig. Es ist schon oft genug passiert, dass der Start noch trocken war und es trotz besten Vorhersagen schon im Bereich Breidscheid geregnet hat.
Daher wird es wieder sehr wichtig sein, die optimale Strategie parat zu haben und auf das Feedback der Fahrer zu vertrauen welche Reifen nun die richtigen sein könnten. Natürlich gehört wie immer eine Portion Glück dabei um im Zweifel die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Das Rennen wird diesmal eine halbe Stunde später gestartet, nämlich um 12:30 Uhr. Das Zeittraining geht von 09:00 Uhr bis 10:30 Uhr über die Bühne.

Tags: Motorsport VLN

October 19 2010

16:05

VLN: Analyse 34. DMV 250-Meilen-Rennen

Am Samstag ging der vorletzte Lauf der VLN über die Bühne und es gab gleich mehrere Fragen, auf die man sich eine Antwort erhofft hatte. Die wichtigste Frage war natürlich, ob es eine Entscheidung in der Meisterschaft geben wird, und wenn ja wer davon betroffen ist, da diesmal aufgrund des Wetters alles möglich schien.

Bereits das Zeittraining am Samstag startete unter äußert schwierigen Bedingungen. Es war kalt, nass, neblig und immer wieder kurz aufhellend. Also kurz um, bestes Eifelwetter was für einiges an Spannung sorgen würde, und so kam es auch. Unter den besten 10 Wagen im Zeittraining waren 1x Audi R8 LMS, 2x SLS AMG GT3, 3x BMW Z4 GT3 und 4x Porsche. Dazu kam, dass die Topgesetzten Porsche 911 GT3 R von Manthey nur von den Pos. 11(#88) und 12(#114) ins Rennen gingen. Die Pole holte Chirs Mamerow im SLS mit einer Zeit von 10:10.686 vor dem auftrumpfenden Illbruck Porsche.

Auf P19 folgte dann der Audi TT RS der sein Debüt feierte und sich dank Frontantrieb bei diesen Bedingungen sichtlich wohl fühlte und noch für Furore sorgen sollte. Die meiste Spannung herrschte aber in der SP3, in welcher die Führenden in der Meisterschaft von Black Falcon nur von Pos. 8 und Bonk Motorsport, welches die größten Chancen auf den Titel vor dem Rennen hatte nur von Pos. 9 ins Rennen gingen.
Der Audi TTS in der SP3T, der noch eine kleine Chance auf den Titel hatte, ging jedoch auch nur von Platz 4 in seiner Klasse ins Rennen und somit gingen am Start noch viele davon aus, dass heute keine Entscheidung fallen würde.

Pünktlich um kurz nach 12, ging so die 1. Startgruppe unter feuchten Bedingungen ins Rennen und die große Frage war natürlich, wie sich das Wetter entwickeln würde. Gleich nach dem Start setzten sich Chris Mamerow im SLS GT3 und Frank Stippler im Audi R8 LMS etwas ab und lieferten sich ein sehenswertes Duell. Wie zu erwarten gab es bei diesem Wetter viele Unfälle und so schied der Porsche 911 GT3 um Sabine Schmitz schon in Runde 2 aus, nachdem der Kühler nach einer Kollision kaputt war. In Runde 3, verabschiedete sich dann Audi TTS von Raeder Motorsport aus dem Kampf um die Meisterschaft als er in langsamer Fahrt an die Box rollte und erst 1 Runde später wieder in das Geschehen eingreifen konnte. Da er seine Klasse aber unbedingt gewinnen musste, um noch eine Chance zu haben, war der Traum von der Meisterschaft für das Trio Deegener/Wohlfahrt/Breuer damit vorzeitig geplatzt.

Nach 3 Runden führte somit der Audi R8 vor Chris Mamerow und Michael Illbruck, der eine sensationelle Performance im Illbruck Porsche ablieferte, genauso wie die beiden Live-Strip BMW 330i, die sich immer weiter nach vorne robbten und schon in Runde auf P19 und P20 waren. Dies ging bis in Runde 5 so weiter, aber dann kollidierte der SLS GT3 mit dem Audi R8 und brach sich die Aufhängung. Chris Mamerow konnte sich zwar noch an die Box retten, jedoch war der Schaden nicht mehr zu reparieren und das Rennen folglich für ihn und seinen Teamkollegen Bernd Schneider gelaufen. Der Audi R8 kam glimpflich davon und konnte somit die Führung übernehmen.
Position 2 übernahm somit der Illbruck Porsche mit Michael Illbruck am Steuer, der seinen Platz. aber bald an Lucas Luhr (#114) abgeben musste. Dicht dahinter war der einzig verbliebene SLS GT3 mit Thomas Jäger am Steuer, so dass die ersten 4 nur 2,1 sek. auseinander waren, während Dirk Adort auf Pos. 5 das Geschehen mit 4 sek. Abstand verfolgte.

Derweil führten in der SP3 der #714 Renault Clio vor Olivo/Jurek, ebenfalls im Clio Cup vor Böhm/Leisen/Knechtges die schon auf P3 vorgefahren waren, während Bonk Motorsport nur auf P5 war. Sollte da noch was gehen ?

In der 6. Runde gaben es sich die #114 mit Lucas Luhr und der Audi R8 mit Frank Stippler so richtig und es entbrannte ein sehenswerter Zweikampf, nachdem Lucas Luhr von Pos. 12 ins Rennen ging, mit dem besseren Ende für Lucas Luhr, welcher sich in der Mut-Links im Kesselchen (!!!) bei immer noch nassen Bedingungen vorbeidrücken konnte.

So kam es dann nach 7 Runden zu den ersten Boxenstopps und just in diesem Augenblick kamm bei Start und Ziel die Sonne raus, was natürlich das große Pokern um die Reifen losgehen ließ. Es kamen die #114, (Timo Bernhard übernahm für den Rest des Rennen), die #738 (Christopher Haase übernahm), die #104 (Manuel Lauck übernahm) und die #92 (Jörg Müller danach am Steuer) herein und wechselten alle nicht sondern blieben auf den Intermediates.

Gleich nach der Ausfahrt hatte Timo Bernhard aber große Probleme und konnte keinen Grip aufbauen, so dass er von Christopher Haase überholt werden konnte.
So ging es dann in Runde 8, während sich der Haribo Porsche wieder nach vorne kämpfen konnte und Richard Westbrook für Lance David Arnold auf P2 liegend das Auto übernahm, während der R8 mit Frank Stippler immer noch nicht herein kamm und erst in Runde 9 zum Service in die Box abbog und Marc Basseng das Volant übernehmen durfte.

In Runde 10 drehten aber die #114 mit Timo Bernhard richtig auf und fuhr mit 9:59,844 die schnellste Runde und war somit unter 10 min., während sich die #88 an den führenden SLS GT3 ransaugte und nur noch 8 sek. Rückstand hatte, da er eine 9:49,937 fahren konnte.

Als dann ab Runde 11 die Strecke leicht abtrocknete, war es auch um den führenden Christopher Hase geschehen und Richard Westbrook krallte sich P1, während Timo Bernhard nun richtig aufdrehte und eine 9:38 hinlegte und somit nur noch 1,7 sek. hinter der führenden #88 auf P3 war. Die eigentliche Überraschung waren die schon angesprochenen Live-Strip BMW aus der SP5 welche auf P9 und P10 lagen !

In Runde 12 ging dann der Reifenpoker in die nächste Runde, da es immer mehr aufhellte und die #88, #99 und die #114 an die Box kamen und auf Slicks wechselten, während der SLS GT3 und der Audi BMW Z4 GT3 mit Jörg Müller nicht abbogen und somit die Führung übernahmen, während sich der Illbruck Porsche immer noch auf den ausgezeichneten 4. Rang hielt.

In der 13. Runde führte in der SP3 führte mittlerweile die #701 während der BMW des Black Falcon Teams auf Pos 5 lag und somit hinter dem Z4 von Bonk Motorsport welcher P4 hatte zurückgefallen war. Dies war auch jene Runde in welcher Marc Basseng einen kapitalen Abflug im Kesselchen fabrizierte, den er aber unbeschadet überstand. Dass dies nicht der einzige schwere Abflug war, zeigte der Parkplatz neben dem Kesselchen, da dort mittlerweile neben dem Audi auch noch 4 BMW standen. Jedoch wurden alle Fahrer als Ok gemeldet und so hat es keine schwereren Verletzungen gegeben.
Der führende SLS AMG GT3 drehte nun richtig auf und zeigte mit einer 9:24,565 auf Intermediates was möglich war.

Als dann in Runde 14 wieder Regen einsetzte konnten die Porsche #114 und #88 ihre Strategie völlig durch den Schornstein jagen, denn sie waren ja mit Slicks unterwegs und durften nun wieder auf Intermediates wechseln, nachdem Timo Bernhard in der vorherigen Runde eine glatte Minute verloren hatte. Noch schlimmer erwischte es allerdings den Illbruck Porsche mit dem sensationellen Manuel Lauck, welcher im Bereich Metzgesfeld in langsamer Fahrt gesichtet worden war, so dass er das Rennen abhacken konnte. In jener Runde bog auch der Audi TT RS in die Box ab und wechselte auf Regenreifen, nachdem er sich schon auf P15 vorgefahren hatte!
So bot sich zu Beginn der 15 Runde folgendes Bild:

1. #738 (Christopher Haase) 1 Stop
2. #88 (Richard Westbrook) +1:31,832 2 Stops
3. #92 (Jörg Müller) +1:49,832 1 Stop
4. #110 (Oliver Kainz) +3:05,280 1 Stop
5. #114 (Timo Bernhard) +3:15,281 3 Stops

Der beste Cup-Porsche war derweil auf P7 vorgefahren und der TT RS schon auf Position 9 im Gesamtklassement !

In der 15. Runde bog der SLS GT3 sofort in die Box ab um Regenreifen zu nehmen (Thomas Jäger nun wieder am Steuer), da es stärker regnete und die Zeiten weder über 10 min waren und auf P3 wieder ins Rennen zurückkehrte. Jedoch wurde bei diesem Stopp trotz laufendem Motor an dem Wagen gearbeitet, was laut Reglement verboten ist und in der Vergangenheit schon zu einigen saftigen Strafen durch die VLN geführt hat. Dass es aber dazu nicht kam, zeigt welchen Status die Werke haben.
Somit übernahm Mitte der Runde die #92 die Führung, nachdem er zuvor über 18 sek. Rückstand aufholen konnte und die #88 somit wieder auf 2 lag. Jedoch konnte er diese Position nicht lange halten, da bald ein technischer Defekt von der #88 in der Fuchsröhre vermeldet worden wurde.
Am Ende der Runde kam auch dann Jörg Müller an die Box um Regenreifen zu nehmen, was dafür sorgte dass der SLS GT3 AMG mit Thomas Jäger wieder die Führung übernahm, während Timo Bernhard nun eine 9:47,262 fuhr und somit auf 1:04 min rankam, gefolgt von Geord Weiss der nur 1 sek. dahinter war. Eine sehr beachtenswerte Leistung für den Wochenspiegel Porsche der ja nicht mit Profis besetzt ist. 40 sek, dahinter folgte dann Dirk Adorf in der #92.
Im Kampf um die Meisterscahft hatte sich in der SP3 inzwischen einiges getan, so konnte Bonk Motorsport Platz 2 übernehmen und war dicht am Führenden (7,2 sek. Abstand) der Klasse (Olivo Janek) dran, während Alex Böhm im Black Falcon BMW auf P4 war. Sollte Bonk nun P1 erringen, war der Titel so gut wie sicher.

In Runde 19 war es dann auch so weit und Bonk Motorsport mit dem Duo Wolf Silvester/ Mario Merten übernahm die Führung in der SP3 und der Titel war greifbar nahe, da Black Falcon ja unbedingt gewinnen musste.
Derweil konnte Timo Bernhard den Rückstand auf die #738 auf 40 sek. verkürzen, jedoch war klar dass Arno Klasen noch ans Steuer musste, da jeder gemeldete Fahrer auch fahren muss. Auf Pos. 3 lag derweil der Werks-Z4 mit Dirk Adorf am Steuer und mit 2 min Rückstand.

In Runde 20 blieb es an der Spitze zwar unverändert, jedoch konnte sich Black Falcon auf Pos. 3 in der SP3 schieben und es waren noch gute 25 min zu fahren, es war also noch alles möglich im Kampf um die Meisterschaft.
Auf P5 sind derweil die Gebrüder Busch im besten Cup-Porsche vorgefahren, wo sie sich auch bis zum Ende halten konnte, wohingegen der beste Live-Strip BMW auf P13 im Gesamtklassement ins Ziel rollte.

In Runde 21 wurde der Regen immer stärker und Timo Bernhard konnte den Abstand nochmals verkürzen und war nur noch 9sek. hinter Thomas Jäger auf P2. Auch die #92 hatte nochmals aufgeholt und war somit 90 sek. zurück und hatte Platz 3 sicher. In dieser Runde musste sich aber ein weiteres starkes Team verabschieden, nämlich die Corvette eingesetzt von Kissling welche im Bereich Fuchsröhre einen Technischen Defekt hatte und immer unter den Top 10 gelegen hatte.

In Runde 22 wurde das Rennen dann abgebrochen und es herrschte anfangs großes Rätselraten und Angst, ob nicht ein oder mehrere schlimme Unfälle passiert sind. Der Abbruch erfolgte allerdings nicht aufgrund eines Unfalles, sondern aufgrund von Hagel welcher im Bereich Hocheichen niederging und die Sicherheit massiv beeinträchtigte. Der Abbruch war somit bei guten 10 Minuten auf der Uhr absolut richtig und es wurde daher das Ergebnis aus Runde 21 gewertet. Der fällige Fahrerwechsel der #114 war somit auch hinfällig und man konnte Platz 2 behalten. Der TT RS erreicht am Schluss P8 und war in der Schlussphase sogar schneller als der SLS AMG GT3 unterwegs. Da kann man nur Hut ab sagen und allen Beteiligten gratulieren.

Nun aber zum wichtigsten: Dem Kampf um die Meisterschaft:

Nachdem Bonk Motorsport kurz zuvor die Führung in der SP3 übernommen hatte, war man in der Lage diese zu verteidigen und einen weiteren Sieg in der Klasse einzufahren. Da sie nun mit 77,52 Punkten über 1 Punkt mehr haben als Black Falcon, liegen sie uneinholbar in Front und haben den Titel damit gewonnen. Glückwunsch an das beste Team in dieser Saison.

Es gewinnt somit der SLS mit Thomas Jäger/Christopher Haase, vor dem GT3R mit Timo Bernhard/Arno Klasen/Lucas Luhr von Mahtey, sowie dem #92 Z4 GT3 von BMW mit Jörg Müller und Dirk Adorf. Die Top 5 komplettieren der Wochenspiegel Porsche und der 911 Cup von den Busch-Zwillingen. Auf P6 landete das 2. Auto von Black Falcon, der Audi R8 LMS mit Vater und Sohn Breslin, welche auch unaufällig aber solide nach vorne fahren konnte.

Hier
gibt es das komplette Endergbnis des 9. Laufes.

Der letzt Lauf, das sogenannte “Schinkenrennen” wird am 30.10 ausgetragen und man darf davon ausgehen dass der Abschluss der Saison sicher wieder sehr hochkarätig besetzt sein wird und sich auch ähnlich spannend entwickeln wird.
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 34. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 34. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 34. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 34. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 34. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 34. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 34. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 34. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 34. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 34. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 34. DMV 250-Meilen-Rennen

October 15 2010

15:33

VLN: Vorschau 34. DMV 250-Meilen-Rennen

Die beiden letzten Rennen der VLN stehen im Oktober auf dem Plan. Es geht wie immer über die Nordschleife und wie immer ist das Rennen richtig lang. Ein Blick auf die Serie und die Protagonisten

Kurze Vorbemerkung: Die VLN? Im Racingblog? Aber sicher! Die Frage ist eher, warum sie es bisher nicht hier hin geschafft hat. Das hat natürlich etwas damit zu tun, dass man erst einmal einen Autor finden muss, der Lust dazu hat, an dieser Stelle über die VLN zu berichten. Den haben wir aber jetzt gefunden und für die meisten ist es ein alter Bekannter. “Flo aus N” ist aus dem Chat bekannt und dort auch, weil er Samstags immer mal wieder die VLN Rennen tickert. Dankenswerterweise übernimmt er erst einmal für die letzten beiden Rennen der VLN die Berichterstattung, bevor auch die VLN in den Winterschlaf fällt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wir die VLN auch 2011 weiter im Programm haben werden. Danke an Flo, dass er die Aufgabe übernommen hat! Don Dahlmann

Am Samstag den 16.10 geht die VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring) in das vorletzte Rennen der Saison, bevor am 30.10 das Finale steigt. In der Meisterschaftswertung führen 2 Rennen vor Schluss Alexander Böhm/Carsten Knechtges/Leisen Philipp vor Christoph Breuer/Elmar Deegener/Jürgen Wolfahrt, gefolgt von Elmar Jurek. In der besten Ausgangslage befindet sich aber das Duo mit dem Z4 von Bonk Motorsport auf den Plätzen 8 & 9 (Mario Merten und Sylvester Wolf).
Natürlich werden sich jetzt einige denken “hä, wie kann denn das sein?” und “die Fahrer kenne ich ja gar nicht, denn die letzten Rennen wurden von Fahrern wie Timo Bernhard, Lance David Arnold oder Lucas Luhr gewonnen?” Das stimmt auch, jedoch hat die VLN ein sehr einzigartiges Wertungssystem, welches ich mal näher darstellen möchte.

Die VLN ist in 4 Divisionen unterteilt welcher sich wiederum in unzählige Klassen teilen. Das ganze ist dann wie folgt aufgebaut:

Division VLN Serienwagen: Hier fahren Serienwagen, welche einen Überrolkäfig besitzen und einen Sicherheitstank, aber von der Leistung, dem Antriebsstrang und dem Fahrwerk sowie der Karrose dem Serienzustand sehr ähneln und nicht so viele Modifikationen erlaubt. Ziel ist es den Teams einen Einsatz mit möglichst geringen Kosten zu ermöglichen. Die Fahrzeuge selber werden dann nach dem Hubraum in die verschiedenen Klassen eingeteilt, was wie folgt aussieht:

VLN Serienwagen V1 bis 1600 ccm
VLN Serienwagen V2 über 1600 ccm bis 1800 ccm
VLN Serienwagen V3 über 1800 ccm bis 2000 ccm
VLN Serienwagen V4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Serienwagen V5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Serienwagen V6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Serienwagen V D (Diesel) bis 3500 ccm

Division VLN Specials: Dies sind Fahrzeuge welche umfassend modifiziert und umgebaut sind und sich schon optisch von den VLN Serienwagen unterscheiden. Dies umfasst Rennmotoren, Renngetriebe, eine stark veränderte Aerodynamik (Splitter, Heckflügel, Body-Kits, Spoiler). Jedoch darf man hier nicht alles verbauen und die Vorschriften sind für die einzelnen Klassen unterschiedlich. So ist es zum Beispiel nicht erlaubt dass in der Klasse SP7 der Heckflügel über den hintersten Punkt der Karroserie hinaus ragt oder dass man einen Air Restriktor oder Ladedruckbegrenzer einbauen muss.
Die Klassen selber unterteilen sich wie folgt:

VLN Specials 1 bis 1400 ccm
VLN Specials 2 über 1400 ccm bis 1750 ccm
VLN Specials 3 über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN Specials 4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Specials 5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Specials 6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Specials 7 über 3500 ccm bis 4000 ccm
VLN Specials 8 über 4000 ccm bis 6250 ccm
VLN Specials 9 Fahrzeuge mit FIA GT3 Homologierung
VLN Specials 10 Fahrzeuge mit FIA GT4 Homologierung
VLN Specials 11 Alternative Kraftstoffe
VLN Specials 12 Gas- und Hybridfahrzeuge

Daneben gibt es noch Klassen für Fahrzeuge mit Turbomotoren:

VLN Specials 2T bis 1600 ccm mit Turbolader
VLN Specials 3T über 1600 ccm bis 2000 ccm mit Turbolader
VLN Specials 4T über 2000 ccm bis 2500 ccm mit Turbolader
VLN Specials 8T über 2500 ccm bis 4000 ccm mit Turbolader

VLN-D1T (Diesel) über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN-D2T (Diesel) über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN-D3T (Diesel) über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN-D4T (Diesel) über 3000 ccm bis 6000 ccm

Daneben gibt es noch die Sonderklasse E1-XP in welcher Fahrzeuge zugelassen werden die nicht in eine der bestehenden Klassen untergebracht werden können/wollen. Der BMW M3 GT2 fuhr hier die ersten 3 Rennen oder auch der 911 GT3 R Hybrid, sowie der SLS GT3, da dieser noch keine FIA GT3 Homologierung besitzt.

Zusätzlich gibt es 2 Cup-Klassen (Cup-Division), welche zum einen für die Renault Clio Cup ist und die 2te Cup Klasse für die Porsche 911 Cup (Baujahr 2006-2009 sowie Baujahr 2004) gedacht ist.

Damit auch die historischen Fahrzeuge mit den Baujahren 1996 oder älter auch fahren können wie der BMW M1, gibt es noch die H-Division mit ihren Klassen welche sich auch nach dem Hubraum unterscheiden:

Klasse H1 bis 2000ccm
Klasse H2 über 2000 ccm bis 2500 ccm
Klasse H3 über 2500 ccm bis 3000 ccm
Klasse H4 über 3000 ccm bis 6250 ccm

Insgesamt starten somit immer zwischen 170 und 210 Wagen und in jeder Klasse können Klassensiege geholt werden und diese werden mit Punkten vergütet. Dies geschieht aber nicht nach einem gängigen festen Verfahren, sondern errechnet sich aus einer Formel welche die Punkte in Abhängigkeit des Starterfeldes in der Klasse errechnet die wie folgt lautet: 10*(Starter +0,5 – Platzierung)/Starter
Dadurch ergibt sich dann folgende Punkteverteilung:

Das heißt ein Sieg in einer zahlenmässig stark besetzen Klasse ist mehr wert als ein Sieg in einer weniger stark besetzten Klasse.
Da vor allem kleinere Klassen wie die SP3, SP3T oder die V-Klassen, die meisten Starter aufweisen, ergibt es sich dass eben die Sieger aus den kleineren Klassen die meisten Punkte einfahren können. Somit kann Manthey immer die SP9 und den Wertungslauf entscheiden, aber für den Gesamtsieg fahren in der SP9 zu wenig Autos rum um mehr Punkte durch den Sieg holen zu können.

Zu beachten ist jedoch eben auch, dass ein Team 2 Streichresultate hat und somit nur 8 Ergebnisse zählen, was dazu führt, dass Bonk Motorsport der Titel fast nicht mehr zu nehmen ist, wenn sie ihre Klasse die SP3 wieder gewinnen. Aus diesem Grund ist eben auch Black Falcon mit den momentan noch 1. der Gesamtwertung in diese Klasse gewechselt um ihnen dort die Punkte direkt streitig machen zu können.

Interessante und sehenswerte Autos gibt es aber nicht nur in der großen SP9, sondern auch in kleineren Klassen wie den BMW M1 in der H4, sondern auch den SLS GT 3 in der E1-XP, oder den neuen Audi TTRS welcher in der SP4T debütieren wird und natürlich der berühmte Opel Manta.
Aber ich fange mal mit den Favoriten auf den Gesamtsieg an, und das dürften vor allem die beiden top besetzten Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing sein. So werden Lance David Arnold/Christian Menzel/Richard Westbrook den Haribo Porsche mit der Startnummer #88 pilotieren, während “Der Dicke” #114 von Timo Bernhard/Lucas Luhr/Arno Klasen(welcher dieses Jahr einen großen Sprung gemacht hat) gesteuert wird.
Daneben gibt es weitere sehr gut besetzte 911 GT3 R, wie den Wochenspiegel Porsche oder den Wodka Porsche mit der starken Besetzung Arne Hahne/Jochen Krumbach/Marc Gindorf.
Frikadelli Racing tritt nicht mit dem GT3 Ran, genauso wie der 911 GT3 R von Mamerow welcher aufgrund diverser Streitigkeiten mit Porsche schon seit ein paar Rennen nicht mehr zum Einsatz kommt wobei Chris Mamerow wieder einen Platz gefunden hat. Dafür fährt das Team um Sabine Schmitz laut Nennliste mit dem betagten 911 GT3 RSR. Das verstehe ich nun aber ehrlich gesagt nicht so ganz…

So aber nun genug über die Porsche geschrieben, es gibt ja vorne noch jede Menge andere gute Autos.
So sollte man auf jeden Fall den Phoenix R8 #99 mit Frank Stippler und Marc Basseng im Auge behalten, welcher nach den der neuen BoP Einstufung durch die VLN 25 Kg ausladen darf, was eine höchst fragwürdige Entscheidung ist, wenn man bendenkt dass mit Einführung der GT3 die 8:30 min als max. Zeit ausgegeben wurden und der Audi im Zeittraining eine 8:09 gefahren ist. Ebenso wie die 3 Z4 GT3, wovon 2 von Schubert Motorsport und 1 von Dörr Motorsport eingesetzt werden. So sitzen auf der #92 keine geringeren als Jörg Müller und Dirk Adorf welche es sicher fliegen lassen werden. Auch sollte man den Dörr Z4 nicht vergessen, braucht sich die Besetzung Rudi Adams/Stefan Aust/Peter Posavac auch nicht gerade verstecken.

Kommen wir nun zum Mercedes SLS GT3 AMG, welcher ja schon beim letzten Lauf sein Debüt feierte und aufgrund fehlender GT3 Homologation in der E1-XP startet.
Ich hab ja schon angedeutet, dass Mamerow nicht mit dem 911 GT3 R startet, denn Mercedes setzt unter ihrem Banner einen von 2 SLS GT3 AMG mit der Startnummer 739 ein, welcher von Chris Mamerow und Bern Schneider gesteuert wird. Der 2. SLS AMG GT3 wird dagegen von Christopher Haase und Thomas Jäger mit der Startnummer 738 gesteuert welcher unter der Nennung von Black Falcon startet. Dort scheint man vor allem mit der Zuverlässigkeit des Audi R8 nicht zufrieden zu sein und überlegt wohl für nächstes Jahr auch auf den SLS GT3 AMG umzusteigen.
Verwunderlich ist der Einsatz von Mamerow auf dem SLS GT3 nicht, denn es gibt ja schon lange anhaltende Gerüchte dass man mit Porsche und ihrer Politik den Teams gegenüber höchst unzufrieden ist und man daher gerne wechseln würde. Mich würde es daher nicht wundern wenn das nicht der letzte Einsatz eines SLS GT3 für sie ist.

Es fehlen leider die beiden Vipers von Mintgen Vulkan (SP9) und von TITUS (SP12), welche sicher noch mehr Abwechslung gebracht hätten ebenso wie die MAOM Corvette mit Christian Hohenadel.

Auch sollte man immer ein Auge auf die Cup-Porsche werfen, denn diese liefern sich oft bis zum Schluss enge Kämpfe und wenn es etwas länger regnet und feucht bleibt sind diese Autos mit einem guten Piloten auch eine sehr Basis um die großen Autos ordentlich zu ärgern und das traue ich auch besonders dem Land Porsche mit der #672 und der Besetzung Dzikevic Andzej/Roland Botor zu und ich freue mich dass Land Motorsport seit geraumer Zeit wieder Rennen auf der Nordschleife fährt.

Ein weiteres Auto wird bei diesem Rennen seine Premiere feiern, nämlich der Audi TT RS, eingesetzt von Raeder Motorsport mit Chrsitoper Mies/Christoph Breuer/Marc Hennerici. Man darf gespannt sein was die Leute, welche damit in der SP4T starten alles erreichen können.

Aber eines der Highlight ist sicher auch der legendäre BMW M1 welcher von Achim und Peter Heinrich gesteuert wird und in der Klasse H4 startet und dabei aber immer noch sehr flott unterwegs ist, was ihre schnellste Runde aus dem letzten Rennen mit einer Zeit von 9:12.194 eindrucksvoll unterstreicht.

Zur Strecke noch kurz was:
Gefahren wird die Variante aus Nordschleife, Mercedes Arena und Kurzanbindung (DTM-Version), bevor es dann kurz vor der Zielkurve der GP-Strecke nach link auf die Norschleife geht.
Diese Variante ist ca. 23,8 km lang und damit gute 20 sek. langsamer als die lange Variante welche beim 24H Rennen befahren wird (“Hacker-Ecke”, Mühlenbachschleife), da mann dort den Platz der Mercedes Arena für das Fahrerlager braucht.
Die Rennen selber sind gewöhnlich über eine Distanz von 4 Stunden angesetzt auch wenn der Namen etwas anderes vermuten lässt, bis auf das ADAC Ruhr-Pokal-Rennen welches 6 Stunden dauert.

Gestartet werden die Rennen immer um 12:00 Uhr nach dem das Zeittraining von 8:30 Uhr bis 10:00 läuft.
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis punktematrix VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis

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