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November 02 2013

04:00

Super GT: Vorschau Round 8 Motegi GT 250km

Showdown in Motegi: Das mit 250km kürzeste Rennen der diesjährigen Super-GT-Saison verspricht sehr viel Spannung. Während in der GT300 noch fünf Mannschaften eine Chance auf den Titel haben, duellieren sich in der GT500 ganze acht Teams um die Krone des japanischen Motorsports.

Super GT Motegi 2012 GT500 StartEine spannende, vor allem aber sehr abwechslungsreiche Saison der japanischen Super GT biegt auf die Zielgeraden ein. Eine Saison, die sehr viele spannende Duelle sah. Eine Saison, die mit dem Chaos-Rennen im Sportsland Sugo eine der kuriosesten Momente ihrer Geschichte sah. Eine Saison, die in der GT500, mit Ausnahme der beiden Siegen in Fuji von Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430) zu jedem Rennen andere Sieger sah. Eine Saison, welche die Renaissance der JAF-GT300-Boliden sah, die in den letzten beiden Jahren den europäischen GT3-Maschinen unterlegen waren. Eine Saison, die den ersten Sieg eines Hybrid-Wagens (apr Panasonic Prius GT) in der Geschichte der Super GT sah. Aber auch eine Saison, welche das letzte Jahr für die aktuelle Generation der GT500-Boliden darstellt. Ganz in Rente werden der Honda HSV-010 GT, der Lexus SC430 sowie der Nissan GT-R nach Motegi aber noch nicht geschickt, schließlich steht vom 22-24. November noch der traditionelle, nicht zur Meisterschaft zählende JAF GP Fuji Sprint Cup zusammen mit der Super Formula auf dem Programm.

Weltweit ist der Twin Ring Motegi eine einzigartige Rennstrecke, da er anders als die Strecken in den USA einen separaten Oval- sowie Straßenkurs enthält, ohne dabei Kompromisse bei der Streckenführung einzugehen. Gebaut wurde der gesamte Komplex 1997 von Honda, mit dem Ziel, die CART  nach Japan zu holen und das eigene Wissen im Bereich des amerikanischen Open-Wheel-Sports zu erweitern. Trotz der zwei „Zwillingsstrecken“ ist es allerdings nicht möglich, gleichzeitig zwei Rennen auszutragen, da sich der 4,8km lange Straßenkurs die Boxengasse wie auch Haupttribüne mit dem 2,493km langen Super Speedway teilt. Zusätzlich werden beide Kurse jeweils in einem jeweils anderem Uhrzeigersinn gefahren. Neben der CART und später der IndyCar fuhr 1998 auch der NASCAR Sprint Cup (damals noch Winston Cup) ein Einladungsrennen auf dem Oval. Das Coca-Cola 500 gewann damals Mike Skinner für Richard Childress Racing. In die NASCAR-Geschichte ging das Rennen allerdings aufgrund der Tatsache ein, dass es zum einen das erste (und einzige) Oval-Rennen der NASCAR in Japan war, und zum anderen, weil Dale Earnhardt sr. sowie sein Sohn Dale Earnhardt jr. das erste Mal zusammen in einem Rennen fuhren. Dass letzte Oval-Rennen der IndyCar fand 2010 statt. Nach dem Tohoku-Erdbeben vom 11. März 2011 wurde der Super Speedway leider sehr stark beschädigt. Da die IndyCar bereits davor beschlossen hatte, nach 2011 aus wirtschaftlichen Gründen vorerst keine Rennen mehr im Land der aufgehenden Sonne auszutragen, beschloss der Streckenbetreiber, das Oval nicht zu reparieren. Das letzte IndyCar-Rennen fand deshalb erstmals auf dem Straßenkurs statt, welches Scott Dixon für Chip Ganassi Racing gewann. In Europa ist der Kurs insbesondere durch den dort seit 2004 jährlich ausgetragenen JaSuper GT Suzuka Motul Autech GT-Rpan-Grand-Prix der MotoGP bekannt.

Der Straßenkurs des Twin Ring Motegi fällt für japanische Verhältnisse aufgrund seines flachen Höhenprofils eher untypisch aus. Zudem besitzt die Strecke mit seinen 14 Kurven einen Stop-and-Go-Charakter mit lediglich einer leichten Erhöhung in der Haarnadelkurve sowie kurzen Geraden. Überholmanöver sind deshalb schwierig. Interessant ist die Tatsache, dass der Straßenkurs zwei Unterführungen besitzt, mit der ersten auf der kleinen Geraden zwischen Kurve 4 und 5. An dieser Stelle verlassen die Fahrer quasi unter Turn 3 des Ovals den inneren Teil der Anlage; auf der Geraden nach Kurve 11 (zwischen Turn 1 und 2 des Ovals) gelangen sie durch die zweite Unterführung – das Ganze wirkt wie die Unterführung nach der Degner vor der Haarnadel in Suzuka – wieder in den inneren Teil hinein. Dies ist nur aufgrund der Einzigartigkeit der kompletten Anlage möglich, und stellt somit gleichzeitig die Besonderheit der Strecke dar.

Im folgendem eine Onboard-Runde mit Ryo Michigami im Rockstar Dome NSX aus dem Jahr 2009:

Unglücklicherweise sorgt aber genau diese Einzigartigkeit der Strecke für einige Probleme für die Zuschauer vor Ort. Zum einen sitzen sie beispielsweise auf der Haupttribüne zu weit von der Start- und Zielgeraden entfernt, zudem blockiert das Oval die Sicht auf einige Kurven der Strecke, weshalb viele größere Monitore zum Verfolgen des Geschehens benötigt werden. Abseits der Haupttribünen sind die Sitze auf wenige Stellen im inneren Teil des Ovals sowie der Gegengerade des Straßenkurses limitiert. Zu allem Übel besitzt die Strecke keine besonders gute Infrastruktur. Motegi (Tochigi-Präfektur) selbst ist mit lediglich 16.403 Einwohnern (Stand 2005) und einer Gesamtfläche von 172,71km² eine relativ kleine Stadt. Zwar ist die Strecke mit dem Auto nur rund 6km von der Innenstadt entfernt, dennoch sind die Übernachtungsmöglichkeiten, abgesehen von einem Hotel direkt an der Strecke, quasi inexistent. Zusätzlich besitzt die Anlage lediglich zwei zweispurige Straßenzufahrten, was bei Großveranstaltungen mitunter für regelmäßige Verkehrsstaus sorgt. Die Anfahrt mit dem Zug gestaltet sich ebenfalls als schwierig, weil die zwei großen, regionalen Zuggesellschaften JR East sowie Tobu Railway den Bahnhof in Motegi nicht direkt anfahren. Pläne für eine Schnelltrasse für den Shinkansen gibt es ebenfalls nicht.

Wie bereits eingangs erwähnt ist das Rennen mit einer Distanz von lediglich 250km das kürzeste im aktuellen Kalender. Gespickt mit den wenigen und schwer zu bewerkstelligen Überholmöglichkeiten ist eine gute Startposition als Ausgangsposition verpflichtend. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als das Rennen bei strömenden Regen ausgetragen wurde, soll es am Wochenende jedoch bei kühlen Temperaturen zwischen 18-21 Grad trocken bleiben.

GT500

Super GT Fuji 2013 Zent Cerumo SC430Mit Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430, 58 Punkte), Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430, 54 Punkte), Naoki Yamamoto / Frédéric Makowiecki (Weider Modulo HSV-010, 52 Punkte), Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi (Keihin HSV-010, 52 Punkte), Masataka Yanagida / Ronnie Quinatrelli (Motul Autech GT-R, 47 Punkte), Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R, 46 Punkte) sowie Daisuke Ito / Andrea Caldarelli (KeePer Tom’s SC430, 42 Punkte) und Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura (Denso Kobelco SC430, 41 Punkte) haben insgesamt noch acht (!) Teams die Möglichkeit auf den GT500-Titel. Wobei die vier ernstgenannten die realistischeren Anwärter sind, während sich Chancen der vier zuletzt genannten auf rein mathematischer Natur bewegen. Insbesondere Ito / Caldarelli sowie Wakisaka / Ishiura müssten bei einem gleichzeitigen Sieg auf großes Pech der sechs anderen Teams hoffen. Einen Siegertipp abzugeben gestaltet sich erneut schwierig. Keines der drei Modelle scheint allzu große Vor- oder Nachteile auf dem für japanische Rennstrecken so untypisch flachen Stop-and-Go-Kurs des Twin Ring Motegi zu haben. Blickt man auf die letzten drei Jahre zurück, gewann Lexus zweimal sowie Nissan einmal. Seit seinem Debüt im Jahr 2010 ist der Honda HSV-010 GT nach Jahren der Dominanz des NSX auf Hondas Haus- und Teststrecke hingegen noch sieglos. Entsprechend dem Reglement sind alle Teams zudem ohne Gewichts-Handicap unterwegs. Super GT Suzuka 2013 Weider Modulo HSV-010

Im letzten Jahr gewannen im strömenden Regen Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430), weshalb sie auch diese Saison als die Hauptfavoriten auf den Sieg gelten. Zudem scheint die Cerumo-Truppe, trotz dass man beim vergangenen Rennen in Autopolis den Sieg kurz vor Schluss nach langer Führung an die Markenkollegen von Petronas Tom’s verlor, das derzeitig beste Paket zu besitzen. Der Grund für den starken Einbruch der Rundenzeiten in der Schlussphase in Autopolis lag am Pick-Up der Reifen. Autopolis zählt für das schwarze Gold zu der anspruchsvollsten Strecke im Kalender, weshalb der Verschleiß extrem hoch ist. Aufgrund der kühlen Temperaturen nahmen die Reifen zudem verstärkt Pick-Up auf (ein Problem mit dem unter anderem die Michelin-Pneus sehr zu kämpfen haben), wodurch das Handling der Fahrzeuge sehr zum untersteuern neigte. Petronas Tom’s hatte mit diesem Phänomen gerechnet und entsprechend das Setup auf Untersteuern ausgelegt. Der Gamble ging auf, wodurch man zum Rennende die schnellsten Rundenzeiten in den Asphalt brannte, und dem Zent Cerumo SC430 den sicher geglaubten Sieg wegschnappte.

Im folgendem habe ich, getreu dem manchmal aber glücklicherweise nicht immer richtigen Motto „Zahlen sagen mehr als Worte“,  eine detaillierte wie auch praktische Tabelle erstellt, die darstellt, wie sich je nach Endplatzierung die Punktestände verändern und wie die jeweiligen Teams ins Ziel kommen müssen, um die Meisterschaft zu gewinnen.

GT500-Meisterschaftskampf Motegi 2013:

Rang

Fahrer

Aktueller Punktestand

Platz 1  

Platz 2

Platz 3

Platz 4

Platz 5

Platz 6

Platz 7

Platz 8

Platz 9

Platz 10

Platz  11

1 Yuji Tachikawa Kohei Hirate 58 78 73 69 66 64 63 62 61 60 59 58 2 Kazuki Nakajima
J. Rossiter 54 74 69 65 62 60 59 58 57 56 55 54 3 Naoki Yamamoto
Frédérick Makowiecki 52 72 67 63 60 58 57 56 55 54 53 52 4 Koudai Tsukagoshi  Toshihiro Kaneishi 52 72 67 63 60 58 57 56 55 54 53 52 5 Masataka Yanagida
Ronnie Quintarelli 47 67 62 58 55 53 52 51 50 49 48 47 6 Tsugio Matsuda
Joao Paulo de Oliveira 46 66 61 57 54 52 51 50 49 48 47 46 7 Daisuke Ito
Andrea Cardarelli 42 62 57 53 50 48 47 46 45 44 43 42 8 Juichi Wakisaka Hiroaki Ishiura 41 61 56 52 49 47 46 45 44 43 42 41

Die Kursiven Zahlen bedeuten, dass bei dieser Platzierung keine Chance mehr auf den Titel besteht.

 

GT300

Super GT Malaysia 2013 Mugen CR-Z GTEs ist fast so, als hätte im Vorfeld das GT300-Feld meine Vorschau zum letzten Rennen in Autopolis gelesen. Denn in dieser schrieb ich unter anderem, dass bei einem möglichen Patzer von Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT) sowie bei einem gleichzeitigen Sieg von Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW) der Meisterschaftskampf fürs Finale in Motegi sehr eng werden würde. Und letztlich geschah es auch so: Mit dem Gewichts-Handicap sowie der abermals geänderten Balance of Performance kämpfend erlangten Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama lediglich den achten Rang und damit zwei magere Pünktchen. Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka obsiegten derweil zum zweiten Mal hintereinander und robbten auf acht Punkte an das Hybrid-Duo von Team Mugen heran. Dass der Mugen CR-Z GT (wie auch ARTA CR-Z GT) sowie der Subaru BRZ R&D Sport (Tetsuya Yamano / Kota Sasaki) mit der neuen BoP zu kämpfen hatten, war unübersehbar. Dem „Trial-and-Error-Prinzip“ bewusst (laut eigener Aussage sei es schwer die Wagen entsprechend der FIA-GT3-Maschinen einzustufen) schraubte die GTA dementsprechend für das Finale in Motegi einen Schritt zurück, und verändert die Balance of Performance der genannten Boliden auf einen ähnlich Stand wie bereits zu Saisonlauf 6 auf dem Fuji Speedway. Konkret bedeutet dies, dass die Luftmengenbegrenzer wieder leicht größer geworden sind. Wie gehabt stellte die GTA den Teams drei verschiedene Luftmengenbregenzer-Größen je nach Mindestgewicht der Fahrzeuge zur Auswahl. Mugen wie auch ARTA entschlossen sich mit einem Mindestgewicht von 1150kg sowie dem dazugehörigen Luftmengenbegrenzer mit einer Größe von 29,1mm an den Start zu gehen. Interessanterweise ist dies die gleiche Größe wie zuvor in Autopolis, allerdings ist der Wagen nun 50kg leichter. Diese Entscheidung könnte mit dem Hybrid-System des Wagens zusammenhängen. Subaru entschloss sich hingegen für ein Mindestgewicht von 1100kg sowie der dazugehörigen Luftmengenbegrenzer-Größe von 41,4mm. In Autopolis fiel der Begrenzer bei der gleichen Gewichtmenge mit 40,6 mm leicht kleiner aus.Super GT Autopolis 2013 GSR Hatsunemiku BMW

Mit Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT, 70 Punkte), Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW, 62 Punkte), Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS, 60 Punkte) sowie Hironori Takeuchi / Takeshi Tsuchiya (Okinawa-IMP SLS, 56 Punkte) und Tetsuya Yamano / Kota Sasaki (Subaru BRZ R&D Sport, 55 Punkte) haben insgesamt noch fünf Teams die Chance auf die GT300-Meisterschaft. Einen Siegertipp abzugeben ist ebenfalls schwierig, da ohne direkte Vergleichswerte nicht einzuschätzen ist, in wie fern sich die erneuten BoP-Änderungen auf den Mugen CR-Z sowie den Subaru BRZ R&D Sport auswirken. Ein großes Fragezeichen steht auch hinter der Performance der beiden Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Nach Aussagen von Jono Lester, der solch einen GT3-Renner der Stuttgarter für das Petronas Synthium Team in der Super Taikyu pilotiert, kommt die Streckencharakteristik des Twin Ring Motegi nicht nur seinem persönlichen Fahrstil, sondern auch nicht unbedingt dem Wagen entgegen. Wendige Strecken mit schnelleren Kurven wie Suzuka oder Okayama würden dem Wagen nach Aussage des Neuseeländers, der nach eigener Angabe an einem Cockpit für 2014 in der Super GT arbeitet, eher entgegenkommen. Entsprechend dem Reglement sind auch in der GT300 alle Fahrzeuge ohne Gewichts-Handicap unterwegs, mit der Ausnahme des Mach GoGoGo Syaken GT-R (Tetsuji Tamanaka / Junichiro Yamashita). Der Grund: Aufgrund des Wechsels des ursprünglich eingesetzten Ferrari 458 GT3 auf den Nissan GT-R Nismo GT3 verzichtete das Team auf einen Start in Sugo. Laut Reglement dürfen aber nur dann alle Zusatzballaste aus den Autos entfernt werden, sofern man auch an allen vorangegangenen Saisonrennen teilnahm. Dementsprechend muss der Mach GoGoGo Syaken GT3 mit der Regelung für das vorletzte Saisonrennen (Gewichts-Handicap = Punktestand) und somit mit einem popeligen Kilogramm an Zusatzgewicht an den Start gehen.

Im folgendem habe ich ebenfalls eine detaillierte wie auch praktische Tabelle zum GT300-Meisterschaftskampf erstellt, die anschaulich darstellt, auf welchen Platzierungen die Teams ins Ziel kommen müssen, um den Titel zu gewinnen. Sollte der Mugen CR-Z GT beispielsweise Erster oder Zweiter werden, ist es egal wo die direkte Konkurrenz landet.

GT300-Meisterschaftskampf Motegi 2013:

Rang

Fahrer

Aktueller Punktestand

Platz 1

Platz 2

Platz 3

Platz 4

Platz 5

Platz 6

Platz 7

Platz 8

Platz 9

Platz 10

Platz 11

1 Hideki Mutoh        Yuki Nakayama 70 90 85 81 78 76 75 74 73 72 71 70 2 Nobuteru Taniguchi Tatsuya Kataoka 62 82 77 73 70 68 67 66 65 64 63 62 3 Katsuyuki Hiranaka
Björn Wirdheim 60 80 75 71 68 66 65 64 63 62 61 60 4 Hironori Takeuchi Takeshi Tsuchiya 56 76 71 67 64 62 61 60 59 58 57 56 5 Tetsuya Yamano Kota Sasaki 55 75 70 66 63 61 60 59 58 57 56 55

Die Kursiven Zahlen bedeuten, dass bei dieser Platzierung keine Chance mehr auf den Titel besteht.

 

Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZIm Vorfeld des Wochenendes gab Tetsuya Yamano bekannt, dass er am Ende der Saison seine Super-GT-Karriere beenden wird. Yamano möchte allerdings dem Motorsport erhalten bleiben. Seinen Rücktritt begründet der 48-Jährige damit, dass er seinen Platz bei Subaru als Nummer-Eins-Fahrer für jüngere Fahrer freimachen möchte. Yamano ist in der Super GT seit 1999 (damals noch JGTC) unterwegs und gewann drei GT300-Meisterschaften (2005, 2006 und 2007). Ein vierter Titelgewinn könnte, wenngleich es auch für ihn und Kota Sasaki sehr schwierig wird, da sie nicht nur gewinnen, sondern auch auf das Pech der direkten Konkurrenz hoffen müssen, am Wochenende folgen. Es wäre der Erste mit Subaru, für die er seit 2007 am Steuer sitzt.

TV-Zeiten Motegi

An der TV-Situation hat sich nichts geändert, weshalb man sich erneut der mehr oder weniger beliebten Graualternative im Internet bedienen muss. Der japanische Sender J Sports 3 überträgt die Qualifikation am Samstag ab 5:50 Uhr deutscher Zeit live. Früh aufstehenden ist am Sonntag angesagt, denn J Sports 4 geht ab 5:00 Uhr auf Sendung. Der Rennstart erfolgt eine halbe Stunde später um 5:30 Uhr.

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August 10 2013

19:40

Super Formula: Premierensieg für Nakajima in Motegi

Der Titelverteidiger ist zurück: Am vergangenen Sonntag meldete sich Kazuki Nakajima mit seinem allerersten Sieg auf dem Twin Ring Motegi eindrucksvoll in Meisterschaftskampf zurück. In einem für Motegi typisch statischen, zu Beginn aber sehr wilden Rennen, verdrängte Nakajima seinen Teamkollegen André Lotterer sowie den Franzosen Loic Duval auf die weiteren Podiumsplätze.

Super Formula Motegi 2013 StartDen Grundstein für seinen Erfolg legte Kazuki Nakajma bereits in der Qualifikation am Samstag. Diese wurde, anders als bei den bisherigen Rennen in diesem Jahr, nicht im normalerweise üblichen, dreiteiligen KO-Format ausgetragen. Stattdessen gab es eine einzige, 20-minütige Session mit allen Fahrern. Die acht schnellsten Fahrer qualifizierten sich dabei für das anschließende Einzelzeitfahren. In diesem „Special Stage“ genannten zweiten Teil brannte Kazuki Nakajima mit 1:32.839 eine Fabelzeit in den Asphalt. Da das Überholen aufgrund der Streckencharakteristik des Twin Ring Motegi nur schwer möglich ist, war die erste Pole-Position des Jahres für den Titelverteidiger Gold wert. Loic Duval positionierte seinen gelben Boliden auf dem zweiten Rang. Joao Paulo de Oliveira fuhr die drittschnellste Zeit und ließ damit Yuji Kunimoto sowie André Lotterer auf den Plätzen Vier und Fünf hinter sich.

Für Kunimoto war es nach Fuji (Startplatz Zwei) erneut ein hervorragendes Qualifying. Ähnlich dem Lauf auf dem Fuji Speedway konnte der Cerumo-Pilot im Rennen allerdings nicht ganz den Speed seiner direkten Konkurrenten mitgehen. Am Ende reichte es dennoch für einen für ihn sowie das Team guten sechsten Platz. Aufgrund der wenigen Überholmöglichen war bereits im Vorfeld war klar, dass Kazuki Nakajima das Startduell gegen Duval gewinnen müsse, um seine Chancen auf den Rennsieg zu wahren. Bereits im ersten Freien Training kristallisierte sich nämlich heraus, dass erneut die Top-Favoriten (Lotterer, Duval sowie JP de Oliveira) den Ton angeben würden. In der morgendlichen Trainingseinheit am Sonntag hatten die Fahrer jedoch mit veränderten Streckenbedingungen zu kämpfen. Nakajima verriet im Sieger-Interview nach dem Rennen beispielsweise, dass er mit der Balance seines Wagens überhaupt nicht zufrieden war und einige wichtige Änderungen vorgenommen wurden. Ähnliche Aussagen trafen auch André Lotterer sowie Loic Duval. Joao Paulo de Oliveira hatte hingegen mit anderen Problemen zu kämpfen: Aufgrund eines technischen Defekts musste der Brasilianer relativ früh seinen Impul-Boliden abstellen, womit ihm wertvolle Trainingszeit verloren ging.

Super Formula Motegi 2013Eine wilde Startphase des 52-Runden-Rennens war vorprogrammiert, als pünktlich beim Kommando zum Anlassen der Motoren — angesagt durch den ehemaligen, schwedischen Formel-1-Fahrer Stefan Johansson — sich der Himmel über dem „Zwillingsring“ öffnete und es leicht zu regnen anfing. Da zu diesem Zeitpunkt keine Reifenwechsel auf dem Grid erlaubt waren, konnte kein Team das Risiko eingehen, um eventuell mit Intermediate-Reifen zu starten. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt auch klar, dass wenn die Regenintensität nicht zunehmen würde, die Strecke bei 32 Grad Asphalttemperatur nur minimal nass und relativ schnell wieder abtrocknen würde. Für die Fahrer bedeutete dies eine wilde wie auch rutschige Anfangsphase auf Slicks – eine Aufgabe die sie bereits im letzten Jahr am Fuji Speedway sowie vor wenigen Monaten in Autopolis bewältigt hatten. Bei solchen Bedingungen glänzen insbesondere André Lotterer sowie Loic Duval heraus. Duval war es beispielsweise, der trotz des Regens beim zweiten Saisonrennen in Autopolis auf Slicks startete und nach wenigen Runden das Feld anführte, weil seine Konkurrenten wieder von den Intermediates auf die Trockenreifen umrüsten mussten.Super Formula Motegi 2013 Andre Lotterer 2

Einen besonders guten Start legte André Lotterer hin. Der Champion von 2011 krallte sich bereits in der ersten Kurve Yuji Kunimoto und legte sich anschließend Joao Paulo de Oliveira sowie Loic Duval zurecht. Letzteren überholte der Duisburger gleich in der dritten Kurve, als Duval aufgrund des Regens leicht ins Rutschen geriet. Die Chance nutzt auch Joao Paulo de Oliveira. Sein Triumph über den Franzosen hielt allerdings nur kurz an, als dieser nach der ersten Unterführung konterte. Dahinter entbrannte ein Zweikampf zwischen dem Meisterschaftsdritten Naoki Yamamoto sowie Takuya Izawa. Yamamoto konnte zwar vor Izawa bleiben, kam allerdngs bei der Anfahrt auf die drittletzte Kurve leicht ins Rutschen, weshalb der Vize-Champion des vergangenen Jahres innen durchschlüpfte. Yamamoto gab allerdings nicht auf und blies direkt bei der Anfahrt auf die vorletzte Kurve zum Angriff, wo es zur Berührung zwischen den Beiden kam. Das Ende vom Lied: Izawa rutschte mit einem verbogenen Heckflügel ins Kiesbett während Naoki Yamamoto trotz Beschädigung weiterfahren konnte. Am Ende reichte es für den Mugen-Fahrer lediglich für den achten und damit letzten Punkterang. Für Takuya Izawa war es nach Autopolis hingegen der zweite, unverschuldete Ausfall in diesem Jahr. Die Kollision zwischen den Beiden kann als Rennunfall abgestempelt werden. Izawa ließ innen eine kleine Lücke offen, in die Yamamoto trotz dass er dahinter war leicht hineinstich. Hinzu kam die nasse Fahrbahn. Für Izawa ist es jedoch besonders ärgerlich. Denn mit dem zweiten „Nuller“ in diesem Jahr rücken seine Meisterschaftsambitionen weiter in die Ferne. Für Yamamoto war es nach dem vierten Platz in Suzuka sowie zwei dritten Plätzen in Autopolis und Fuji das schlechteste Resultat in dieser Saison.

Während vorne André Lotterer den Führenden Kazuki Nakajima jagte, ereignete sich in der vierten Runde im hinteren Feld eine erneute Karambolage. Beim Anbremsen auf die erste Unterführung verlor Koki Saga die Kontrolle über seinen Boliden, wodurch er mit Hironobu Yasuda kollidierte. Ähnlich dem Yamamoto/Izawa-Vorfall konnte Saga trotz Beschädigung weiterfahren, während für Yasuda das Rennen im Kiesbett endete. Auch bei diesem Zwischenfall kann von einem Rennunfall gesprochen werden. Besonders ärgerlich: Saga hatte zu diesem Zeitpunkt ganze sieben Positionen gut gemacht, was für ihn und sein Hinterbänkler-Team zu einem der besten Ergebnisse hätte münden können. Einen weiteren Zwischenfall gab es zwischen dem zweiten Mugen-Piloten Takashi Kobayashi und Kohei Hirate, bei dem sich Hirate im Getümmel der Startphase den Frontflügel leicht beschädigte und anschließend im zwölften Umlauf letztlich austauschen ließ.

Super Formula Motegi 2013 Ryo HirakawaAn der Spitze jagte Lotterer hingegen weiterhin seinen Teamkollegen Kazuki Nakajima. Der Deutsche schien mit den feuchten Streckenbedingungen deutlich besser zurechtzukommen, während Nakajima sichtliche Mühen hatte, den Abstand nicht unter eine Sekunde fallen zu lassen. Loic Duval befand sich direkt hinter den beiden Tom’s-Fahrzeugen, während Joao Paulo de Oliveira relativ früh bereits nicht den Speed der Top-3 gehen und diese dementsprechend ziehen lassen musste. So schnell der wenige Regen auch kam, so schnell verschwand er auch wieder. Ab der zehnten Runde war die Strecke zudem komplett abgetrocknet, wodurch sich Nakajima erstmals etwas von Lotterer absetzte. Eine ausgezeichnete Anfangsphase legte Rookie Ryo Hirakawa hin. Der letztjährige japanische Formel-3-Meister war nach seinem 13. Startplatz in der Qualifikation sichtlich enttäuscht, katapultierte sich in den ersten Runden aber bereits auf die siebte Position. Auf dieser sollte er das Rennen dann auch letztlich beenden. Damit bestätigte Hirakawa sein bisher bestes Saisonergebnis (ebenfalls Rang Sieben in Autopolis). Gleichzeitig bedeutet dies, dass er, abgesehen von Fuji, bei bisher jedem Rennen in dieser Saison punkten konnte. Das große Talent des 19-jährigen Japaners scheint auch im Ausland bereits Anklang gefunden zu haben. IndyCar-Teambesitzer Dale Coyne bestätigte vor kurzem, dass es Pläne gäbe, Hirakawa einen IndyCar-Test am 21. August in Sonoma zu ermöglichen. Tatsächlich könnte Hirakawa sogar schon eine Woche später, am 25. August, sein USA-Renndebüt auf der kalifornischen Rennstrecke geben. Eigentlich war an jenem Wochenende das Super-Formula-Rennen in Inje, Südkorea geplant. Da dieses aber bekanntlich abgesagt wurde (

August 03 2013

11:00

Super Formula: Vorschau Round 4 Motegi

An diesem Wochenende findet der vierte Saisonlauf der japanischen Super Formula auf dem Twin Ring Motegi statt. Die letzte Woche verkündete Absage des Auslandsrennens in Inje, Korea, lässt das Renngeschehen allerdings ein wenig in den Hintergrund rücken. Ich habe in den letzten Tagen intensiv Recherche betrieben, um die möglichen Gründe hierfür zu erörtern.

Super Formula Motegi 2012 StartEs lässt sich aus der Pressemitteilung der Japan Race Promotion (JRP), den Verantwortlichen für die Super Formula, herauslesen, dass die Absage des sich seit 2011 in Planung befindlichen Auslandsrennens auf der neuen Strecke in Inje, Südkorea, schwer fiel. Ursprünglich als fünfter Meisterschaftslauf am 25. August geplant, flog das Rennen nur knapp einen Monat vor der Durchführung aus dem Kalender. In der Pressemitteilung erklärt die JRP, dass die Durchführung des Events aufgrund mehrerer organisatorischer Änderungen sehr schwer geworden wäre. Der erst letzte Woche getätigte organisatorische Wandel sorgte letztlich für den Wunsch seitens des Inje Speedium, das Rennen abzusagen. Ein Wunsch, den die JRP in Betracht aller Beteiligten, Fans und Sponsoren schweren Herzens annahm. Ich habe in den letzten Tagen intensiv Recherche betrieben, um die möglichen Gründe für diese Absage zu finden sowie diese zu erörtern. Mit dem Thema allein könnte man mehrere Artikel füllen, weshalb ich mich im folgendem, um nicht den Rahmen zu sprengen, auf das Wesentliche konzentriere.

Einer der Hauptgründe ist das große Durcheinander sowie Interessenkonflikt zwischen dem koreanischen Automobilverband KAA, dem Inje Speedium (nebst dessen Interessenvertretern wie unter anderem der Korea Research Foundation, KRF) und den Organisatoren des koreanischen Formel-1-Grand-Prix und somit auch den Betreibern der GP-Strecke in Yeongnam. Letztere vertreten die Meinung, dass der Betrieb von zwei Strecken mit internationalen Rennveranstaltungen eine horrende Kostenverschwendung sei. Die Angst, die sich wohl hinter dieser Aussage versteckt, ist aller Wahrscheinlichkeit mit dem etwaigen Verlust des Formel-1-Rennens verbunden. Würde sich die „Königsklasse“ aus Yeongnam entfernen, würde dies den Interessenwert der Strecke am internationalen Markt senken. Wobei man sich hierbei selbstredend die Frage stellen darf, ob der Kurs fernab der städtischen Zivilisation in irgendeiner „Sumpfgegend“ in der „irgendwann“ eine kleine Stadt mitsamt Hochhäusern entstehen sollte, jemals irgendeinen Stellenwert im internationalen Motorsport hatte. Die Super GT wollte dieses Jahr Anfang Mai ein Einladungsrennen in Yeongnam austragen, das aufgrund von Unstimmigkeiten mit den koreanischen Organisatoren ebenfalls kurzfristig abgesagt wurde. Auf der Pressekonferenz am vergangenen Sonntag im Sportsland Sugo hat Masaaki Bandoh (Chairman der GTA) allerdings verkündet, 2014 ein Rennen in Südkorea (sowie eines in Thailand) auszutragen. Der Standort stehe allerdings noch nicht fest und soll zu einem späteren Zeitpunkt benannt werden. Selbstredend wirft dies natürlich die Möglichkeit eines Gastspiels auf dem nicht nur fahrerisch interessanteren, sondern auch von der Infrastruktur besser liegenden Kurs in Inje auf.

Innerhalb dieses InteressenkonSuper Formula Fuji 2013 Joao Paulo de Oliveiraflikts wird den Verantwortlichen des Inje Speedium kein anständiges Marketing sowie Management vorgeworfen. Erkennbar ist dies an der Fehlkalkulation mit der Buchung des koreanischen Multitalents und Idols Jang Keun-suk, der als Marketinginstrument für die Eröffnung der Strecke beim Rennen der japanischen Super Taikyu Series fungierte. Der Schauspieler, Sänger und Model bekam für sein Konzert im Rahmen des Events sowie weiteren PR-Aktivitäten eine Milliarde Won (rund 670.000 Euro). Eine Investition, die sich nicht auszahlte. Obwohl keine offiziellen Zahlen veröffentlicht wurden, lässt sich an den Bildern und Aufnahmen erkennen, dass die Besucher am ersten Rennwochenende des Inje Speedium per Handschlag begrüßt werden konnten. Man wirft dem Management respektive Marketing des Inje Speedium daher Unwirtschaftlichkeit vor; es sei sprichwörtlich Geld aus dem Fenster geworfen worden. Dadurch erhärtete sich nicht nur die Anspannung zwischen den Verantwortlichen, sondern warf das Inje Speedium zusätzlich in ein wirtschaftliches Problem.

Ein weiteres Problem stellt die Baustelle rund um die Anlage dar. Zwar ist der eigentliche Kurs fertiggestellt, der Anlage fehlt es aber noch an der nötigen Infrastruktur. Das moderne Hotel für private sowie geschäftliche Gäste ist beispielsweise noch nicht komplett fertiggestellt. Reservierungen sind momentan etwa nur telefonisch möglich. Zudem besteht noch kein Netz für die TV-Kameras und somit TV-Übertragungen, wodurch das Super-Formula-Rennen nicht hätte ins japanische Fernsehen übertragen werden können. Des Weiteren benötigt die Strecke die noch immer zugesagte „Grade 2“-Lizenz der FIA. Diese wird mindestens benötigt, um ein Rennen der Super Formula auszutragen. Zwar wurde diese Lizenz der JPR bereits im Vorfeld „praktisch“ zugesagt, die entsprechende Genehmigung respektive die Unterzeichnung seitens der FIA sowie des koreanischen Automobilverbandes stehen jedoch weiterhin noch aus.Super Formula Fuji 2013 Kazuki Nakajima Kohei Hirate

Man kann den Betreibern des Inje Speedium sowie der JRP nicht vorwerfen, die Planungen für das Rennen überstürzt vorgenommen zu haben. Wie bereits eingangs erwähnt, befanden sich beide Parteien seit 2011 in vielen Gesprächen. Bei Präsentationen, unter anderem auf der “Osaka Auto Messe”, bewarben die Koreaner das Rennen in Japan. Zusätzlich erwarb das Strecken-eigene Rennteam ein FN09-Chassis, um mit einem koreanischen Fahrer beim Heimspiel einen Gastauftritt in Japans wichtigster und höchster Formel-Serien zu geben. Freilich lediglich als PR-Stunt. Denn die „gecasteten“ Fahrer hatten allesamt keine Formel-Erfahrung (beim „Casting“ saßen sie erstmals in einem Formel-3-Wagen) und wären in dem nochmals schnelleren Super-Formula-Boliden absolut chancenlos gewesen. Nach außen hin wirkte das Rennen somit als sicher. Tatsächlich gab es intern aber bereits vor der Eröffnung mitsamt dem Gastspiel der Super Taikyu viele organisatorische Wandlungen. Japanische Insider berichten, dass die JRP einen starken „Systemwechsel“ mit der Umbenennung der Strecke von Inje Autopia in Inje Speedium verzeichnete.

Der von Alan Wilson (u.a. Barber Motorsports Park, USA) entworfene und schön in die Natur eingebettete Kurs besitzt ein hübsches wie auch flüssiges Layout mitsamt einiger Höhenunterschiede. Es wäre schade, wenn der Kurs so kurz nach seiner Eröffnung zur Geisterstrecke im internationalen Motorsport mutieren würde. Es bleibt somit zu hoffen, dass die angesprochenen Konflikte beseitigt werden können. Ob es die Super Formula im kommenden Jahr allerdings noch mal in Inje probieren wird, ist fraglich. In der Pressemitteilung erklärte die JRP lediglich, dass die Austragung zukünftiger, internationaler Rennen erst diskutiert werden muss. Nicht vergessen darf man dabei aber, dass es das feste Ziel der Serie war, nach dem Namenswechsel von Formula Nippon in Super Formula im asiatischen Raum zu expandieren. Für dieses Jahr ist Japans höchste Formelserie jedoch in einer Zwickmühle. Denn nach der Absage des Korea-Rennens finden heuer lediglich sechs der sieben geplanten Meisterschaftsläufe statt. Ob es ein kurzfristiges Ersatzrennen geben wird, hielt die JRP in ihrer Pressemitteilung ebenfalls offen. Für den Lauf in Inje wurde der zweite Termin am Twin Ring Motegi in diesem Jahr gestrichen. Und an just diesem Ort trägt die Super Formula am Sonntag ihr viertes Saisonrennen aus. Eventuell verkündet die JRP dann auch die Entscheidung über ein mögliches, kurzfristig eingeschobenes Ersatzrennen. Ein Blick auf den Terminkalender des Twin Ring Motegi offenbart jedenfalls, dass die Strecke am Wochenende des 25. August zumindest frei wäre.

Super Formula Motegi 2012Weltweit ist der Twin Ring Motegi eine einzigartige Rennstrecke, da er anders als die Strecken in den USA einen separaten Oval- sowie Straßenkurs enthält, ohne dabei Kompromisse bei der Streckenführung einzugehen. Gebaut wurde der gesamte Komplex 1997 von Honda, mit dem Ziel, die CART nach Japan zu holen und das eigene Wissen im Bereich des amerikanischen Open-Wheel-Sports zu erweitern. Trotz der zwei „Zwillingsstrecken“ ist es allerdings nicht möglich, gleichzeitig zwei Rennen auszutragen, da sich der 4,8 km lange Straßenkurs die Boxengasse wie auch Haupttribüne mit dem 2,493 km langen Super Speedway teilt. Zusätzlich werden beide Kurse jeweils in anderer Richtung gefahren. Neben der CART und später der IndyCar fuhr 1998 auch der NASCAR Sprint Cup (damals noch Winston Cup) ein Einladungsrennen auf dem Oval. Das Coca-Cola 500 gewann damals Mike Skinner für Richard Childress Racing. In die NASCAR-Geschichte ging das Rennen allerdings aufgrund der Tatsache ein, dass es zum einen das erste (und einzige) Oval-Rennen der NASCAR in Japan war und zum anderen, weil Dale Earnhardt sowie sein Sohn Dale Earnhardt jr. das erste Mal zusammen in einem Rennen fuhren. Dass letzte Oval-Rennen der IndyCar fand 2010 statt. Beim Tohoku-Erdbeben vom 11. März 2011 wurde der Super Speedway leider sehr stark beschädigt. Da die IndyCar bereits davor beschlossen hatte, nach 2011 aus wirtschaftlichen Gründen vorerst keine Rennen mehr im Land der aufgehenden Sonne auszutragen, beschloss der Streckenbetreiber, das Oval nicht zu reparieren. Das letzte IndyCar-Rennen fand deshalb erstmals auf dem Straßenkurs statt, welches Scott Dixon für Chip Ganassi Racing gewann. In Europa ist der Kurs insbesondere durch den dort seit 2004 jährlich ausgetragenen Japan Grand Prix der MotoGP bekannt.

Der Straßenkurs des Twin Ring Motegi fällt für japanische Verhältnisse aufgrund seines flachen Höhenprofils eher untypisch aus. Zudem besitzt die Strecke mit ihren 14 Kurven einen Stop-and-Go-Charakter mit lediglich einer leichten Erhöhung in der Haarnadelkurve. Interessant ist die Tatsache, dass der Straßenkurs zwei Unterführungen besitzt, mit der ersten auf der kleinen Geraden zwischen Kurve 4 und 5. An dieser Stelle verlassen die Fahrer quasi unter Turn 3 des Ovals den inneren Teil der Anlage; auf der Geraden nach Kurve 11 (zwischen Turn 1 und 2 des Ovals) gelangen sie durch die zweite Unterführung – das Ganze wirkt wie die Unterführung nach der Degner vor der Haarnadel in Suzuka – wieder in den inneren Teil hinein. Dies ist nur aufgrund der Einzigartigkeit der kompletten Anlage möglich und stellt somit gleichzeitig die Besonderheit der Strecke dar.

Aus Mangel an Super-Formula-Onboard-Material im folgendem eine Onboard-Runde mit Ryo Michigami im Rockstar Dome NSX (Super GT) aus dem Jahr 2009:

Unglücklicherweise sorgt aber genau diese Einzigartigkeit der Strecke für einige Probleme für die Zuschauer vor Ort. Zum einen sitzen sie beispielsweise auf der Haupttribüne zu weit von der Start- und Zielgeraden entfernt, zudem blockiert das Oval die Sicht auf einige Kurven der Strecke, weshalb viele größere Monitore zum Verfolgen des Geschehens benötigt werden. Abseits der Haupttribünen sind die Sitze auf wenige Stellen im inneren Teil des Ovals und an der Gegengeraden des Straßenkurses limitiert. Zu allem Übel besitzt die Strecke keine besonders gute Infrastruktur. Motegi (Tochigi-Präfektur) selbst ist mit lediglich 16.403 Einwohnern (Stand 2005) und einer Gesamtfläche von 172,71km² eine relativ kleine Stadt. Zwar ist die Strecke mit dem Auto nur rund 6 km von der Innenstadt entfernt, dennoch sind die Übernachtungsmöglichkeiten, abgesehen von einem Hotel direkt an der Strecke, quasi inexistent. Des Weiteren besitzt die Strecke lediglich zwei zweispurige Straßenzufahrten, was bei Großveranstaltungen für regelmäßige Verkehrsstaus sorgt. Die Anfahrt mit dem Zug gestaltet sich ebenfalls schwierig, weil die zwei großen regionalen Zuggesellschaften JR East und Tobu Railway den Bahnhof in Motegi nicht direkt anfahren. Pläne für eine Schnelltrasse für den Shinkansen gibt es ebenfalls nicht.

Super Formula Autopolis 2013 Naoki YamamotoAuch an diesem Wochenende jagt das Super-Formula-Feld erneut André Lotterer. Der Duisburger gewann die beiden letzten Rennen in Autopolis und Fuji und führt trotz der Nicht-Teilnahme beim Saisonstart in Suzuka die Meisterschaft mit 21 Punkten an. Grund hierfür ist unter anderem das schlechte Abschneiden der direkten Meisterschaftskonkurrenten. Suzuka-Sieger Takuya Izawa sah in Autopolis wegen eines von Kazuki Nakajima ausgelösten Unfalls nicht die Zielflagge. In Fuji wurde der letztjährige Vizemeister zudem nur Fünfter. Dementsprechend verlor Izawa (15 Punkte) auch den zweiten Rang in der Tabelle an Naoki Yamamoto, dessen Formkurve seit Saisonstart mit einem vierten und zwei dritten Plätzen weiter nach oben zeigt. Mit 17 Zählern ist der Mugen-Fahrer somit der derzeit ärgste Verfolger von Lotterer. Letzterer sicherte sich beim letzten Rennen mit dem dritten Sieg in Folge auf dem Fuji Speedway den Hattrick. Schlechtes Omen für die Konkurrenz: Auch auf dem Twin Ring Motegi ist der Deutsche verdammt flink unterwegs. Im letzten Jahr triumphierte Lotterer dort bereits zum vierten Mal. Lotterer und Motegi, das passt einfach. Schließlich klettere er just an diesem Ort 2004 das allererste Mal auf die Mitte des Podiums in der damals noch JGTC genannten Super GT.

Lotterers ärgster Konkurrent könnte am Wochenende Joao Paulo de Oliveira werden. Der Brasilianer vergab seine sehr guten Siegchancen in Fuji aufgrund eines Frühstartes mitsamt darauffolgender Durchfahrsstrafe, manövrierte seinen Impul-Boliden aber in einer absolut sehenswerten Aufholjagd noch auf den sechsten Platz. Im vergangenen Jahr duellierte sich JP de Oliveira mit Lotterer bis in die letzte Runde, den Zweikampf entschied der Deutsche letztlich mit 0,6 Sekunden Vorsprung für sich. Beim zweiten Motegi-Auftritt im Sommer hatte der Brasilianer hingegen die Nase vorn. Der Sieg brachte ihn damals zurück in den Meisterschaftskampf. Ein ähnliches Ergebnis muss der Brasilianer auch am Sonntag erzielen, wenn er am Ende des Jahres im Titelkampf noch ein Wörtchen mitreden möchte. Aufgrund seines suboptimalen Saisonstarts liegt Joao Paulo de Oliveira mit 11 Punkten derzeit nur auf dem sechsten Gesamtrang. Ähnliches gilt auch für Kazuki Nakajima. Nach drei katastrophalen Saisonrennen (Fünfter in Suzuka, Ausfall in Autopolis, Achter in Fuji) befindet sich der Titelverteidiger aus dem Hause Petronas Tom’s mit fünf mageren Pünktchen nur auf dem neunten Rang. Ein Sieg ist für den Japaner deshalb absolute Pflicht.

Super Formula Fuji 2013 Koudai Tsukakoshi Ryo Hirakawa Hideki MutohEin weiterer Favorit auf den Rennsieg am Sonntag ist Loic Duval. Der Franzose gewann dank einer sehr gewagten Strategie fast das durch Nebel kurz vor Schluss abgebrochene Rennen. Auf dem Fuji Speedway war der diesjährige Sieger der 24 Stunden von Le Mans ebenfalls auf Siegeskurs, erhielt aufgrund einer Unachtsamkeit einer seiner Mechaniker beim Boxenstopp allerdings eine Durchfahrtsstrafe, die ihn auf den vierten Platz zurückwarf. In der Hektik beim Reifenwechsel hatte der Mechaniker nicht wie von den Regeln gefordert den gewechselten Reifen flach auf den Boden gelegt, sondern ihn beim Hinlegen zu stark auf den Boden geworfen, wodurch er wieder vom Boden absprang. Duvals derzeitige Leistung ist jedoch mit jener aus seinem Meisterschaftsjahr 2009 zu vergleichen. Ausgebremst wurde der Franzose in den letzten beiden Rennen (in Suzuka nahm wie er Lotterer aufgrund seines WEC-Engagements bei Audi nicht teil) lediglich durch Pech. In der Tabelle liegt Duval mit 14 Zählern derzeit auf dem vierten Rang. Wie auch André Lotterer wird Loic Duval beim letzten Saisonlauf in Suzuka (bestehend aus zwei Sprintrennen) aufgrund eines WEC-Rennens jedoch fehlen, weshalb es für ihn dieses Jahr lediglich um mögliche Rennsiege und Punkte für das Team geht. Lotterer könnte mit seiner aktuellen Dominanz (und Pech der Konkurrenz) hingegen das Unmögliche doch noch möglich machen. Die Chancen hierfür sind allerdings sehr gering, denn Lotterer würde hierfür mindestens 16 Punkte Vorsprung nach dem vorletzten Rennen im Sportsland Sugo benötigen. Sollte es keinen Ersatz für das abgesagte Korea-Rennen geben, schwinden diese geringen Chancen sogar noch mehr.

Kein gutes Rennen in Fuji erlebte Ryo Hirakawa. Mit Position 11 erreichte der talentierte Rookie  erstmals nicht in die Punkteränge in diesem Jahr. Pech hatten hingegen Tsugio Matsuda sowie Takashi Kogure. Letzterer war in den Startunfall zwischen Koki Saga und Richard Bradley verwickelt, weshalb er mit seinem ondulierten Boliden lediglich den 14. Platz erreichte. Kogure startete stark in die Saison, wurde danach aber vom Pech verfolgt. Ähnliches gilt für Tsugio Matsuda, dessen sehr gewagte Strategie beim vergangenen Rennen nicht aufging. Die durch den Startunfall ausgelöste Safety-Car-Phase nutzte Matsuda zum vorzeitigen Reifenwechsel sowie Nachfüllen des Tankinhalts. Nachdem das restliche Feld nach Rennhalbzeit zum Service abbog, fand sich der Champion von 2007 und 2008 in der Führung wieder. Mit stark abgefahrenen Reifen sowie dem Versuch so viel Benzin wie nur möglich zu sparen, musste er jedoch Lotterer passieren lassen. Drei Runden vor Schluss ging ihm komfortable auf Position Zwei liegend dann letztlich doch noch das Benzin aus. Tsugio Matsuda ist alledings auch in Motegi ein weiterer Kandidat auf die Top-Positionen.

Super Formula Motegi 2011 Takuya IzawaEin wichtiger Schlüsselfaktor wird die Qualifikation am Samstag sein. Das Überholen ist auf dem Twin Ring Motegi nur schwer möglich, weshalb eine gute Startposition ausschlaggebend ist. Anders als bei den bisherigen Saisonläufen wird das Qualifying aber nicht im dreiteiligen KO-Format ausgetragen. Stattdessen gibt es eine einzige, 20-minütige Session mit allen Fahrern. Die acht schnellsten Fahrer qualifizieren sich dabei für das anschließende Einzelzeitfahren, Special Stage genannt. Bei Temperaturen von bis zu 30 Grad (gefühlt eher 33 bis 35 dank der Schwüle) beträgt die Regenwahrscheinlichkeit lediglich 20%.

TV-Zeiten Motegi

An der derzeitigen TV-Situation hat sich wenig überraschend nichts geändert. Wer das Rennen außerhalb Japans sehen möchte, muss erneut auf die mehr oder weniger beliebte Graualternative zurückgreifen. J Sports 3 geht um 7:30 Uhr deutscher Zeit auf Sendung. Der Start zum 52-Runden-Rennen erfolgt um 8:15 Uhr.

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August 12 2012

15:03

Formula Nippon: Joao Paulo de Oliveira meldet sich mit Sieg in Motegi im Meisterschaftskampf zurück

In einem eher statischen Rennen setzte Joao Paulo de Oliviera auf dem Twin Ring Motegi genau den Pflichtsieg um, der vor dem vergangenen Wochenende von ihm verlangt wurde, während die Glanzfahrt seines Teamkollegen Tsugio Matsuda in einem dramatischen Finale hingegen nicht belohnt wurde. Der Meisterschaftskampf spitzt sich derweil weiter zu: In den zwei verbleibenden Rennen haben noch fünf Fahrer Chancen auf den Titel.

Fast schon spannender als das eigentliche Rennen war die langersehnte Ankündigung der JRP zum neuen Seriennamen, den die Formula Nippon ab 2013 tragen wird. Wie angekündigt ließ JRP-Präsident Hiroshi Shirai zusammen mit Fahrervertreter Tsugio Matsuda um 9:50 Uhr Ortszeit die Katze aus dem Sack: Ab 2013 heißt die Rennserie Japanese Championship Super Formula (offizielle Abkürzung SF), wobei das Japanese Championship lediglich zur Langfassung des Namens gehört, ähnlich dem alten Namen: All-Japan Championship Formula Nippon.

Während der geneigte Westler beim neuen Seriennamen sich womöglich an die Superleague Formula erinnert fühlt, ist die minder erfolgreiche Formel-Serie mit der „bahnbrechenden“ und offensichtlich wohlüberlegten Idee Fußball-Mannschaften als Sponsoren der Teams dienen zu lassen, im Land der aufgehenden Sonne selbstredend absolut unbekannt. Oder anders ausgedrückt: Während in Europa eventuell um die 1% der gesamten Bevölkerung den Namen schon mal gehört haben könnten, sind es in Japan vermutlich 0,1% der Bevölkerung. Stattdessen ist der neue Serienname natürlich eine Anlehnung an die Super GT, schließlich schlägt die Formula Nippon / Super Formula mit der Expandierung im asiatischen Raum einen ähnlichen Weg wie die japanische Sportwagen-Serie ein. Ziel ist es, so Hiroshi Shirai, auf Augenhöhe mit der Formel-1-Weltmeisterschaft und der IZOD IndyCar Series im asiatischen Raum zu gelangen, und neben der höchsten, japanischen Formel-Serie auch die höchste Formel-Serie Asiens zu werden. Während die Formel 1 eventuell etwas zu ambitioniert klingt, ist das Greifen nach der IndyCar durchaus realistischer. Natürlich heißt die Expandierung nicht, dass man die eigenen Wurzeln verlassen werde. Man ist und bleibt eine japanische Rennserie, die, ähnlich der Super GT, internationaler im asiatischen Raum agieren möchte, was letztlich auch der Hauptgrund für den Namenswechsel ist. Nach den Regularien des Weltmotorsport-Verbandes FIA darf eine Rennserie, die in mehr als drei Ländern unterwegs ist, nicht mehr als reine, nationale Meisterschaften gelten und muss von der FIA autorisiert werden. Aus diesem Grund hatte sich 2005 auch die JGTC in Super GT umbenannt.

Der Namenswechsel für ab dem 1. Januar 2013 bedeutet bislang allerdings noch, dass Raider nun Twix heißt, denn Änderungen im für das kommende Jahr bereits veröffentlichten, provisorischen Rennkalender – die Genehmigung durch die FIA steht noch aus – gibt es keine. Wie in diesem Jahr wird die Saison in Suzuka eröffnet. Im Anschluss geht es nach Motegi, Autopolis, Fuji, erneut Motegi, Sugo und zum großen Finale wieder nach Suzuka. 2013 kann deshalb wohl als Übergangsjahr bezeichnet werden, wohl auch damit sich die japanischen Fans an den neuen Namen gewöhnen und die JRP die Werbetrommel einmal kräftig umrühren kann. Die großen Änderungen sollen 2014 kommen. Zum einem in Form eines neuen Einheitswagens, der mit sehr großer Wahrscheinlichkeit vom italienischen Hersteller Dallara – entgegen der Angaben der Kollegen aus der schreibenden Zunft, die meine Aussagen paraphrasiert haben, steht eine offizielle Bestätigung seitens der JRP sowie Dallara noch aus! –, zum anderen mit dem (hoffentlich) ersten Auslandsrennen. Realistischster Kandidat hierfür ist die F1-Strecke in Südkorea, wo die Super GT im kommenden Jahr ein Einladungsrennen bestreiten wird. Der Erfolg des Events wird vermutlich ausschlaggebend für die weitere Planung seitens der Japan Race Promotion sein. Weitere Standorte für die Zukunft sind unter anderem Malaysia und China. Es ist ein ambitioniertes Vorhaben der Formula Nippon, die nach 12 Jahren einen weiteren Schritt in ihrer langen Historie seit 1973 (damals noch Japanese Formula 2) einleiten wird. Ein Schritt, den wir hoffentlich mit Genuss verfolgen dürfen.

Selbstverständlich stand am vergangenen Sonntag auch noch ein 53-Runden langes Rennen auf dem Twin Ring Motegi an. Ein Rennen, dass den Fahrern mit rund 35 Grad Außentemperatur alles abverlangte. Wer nach der Zieldurchfahrt in die verschwitzten und erschöpften Gesichter blickte, erkannte sofort, wie konditionell anstrengend Motorsport doch ist. Die ersten beiden Startreihen waren komplett in der Hand von Impul und Tom’s. Joao Paulo de Oliveira ging von der Pole Position ins Rennen, dahinter sein Teamkollege Tsugio Matsuda, gefolgt von Kazuki Nakajima und André Lotterer. Loic Duval komplettierte die Top 6, während Takuya Izawa mit P9 einen eher suboptimalen Startplatz hatte. Auch der Fast-Sensationssieger von Fuji, Kazuya Oshima, erwischte mit P10 eine eher schlechte Qualifikation, die nicht sein fahrerisches Können oder die Leistung von Team LeMans widerspiegelte. Am Start überholte der leicht besser wegkommende Tsugio Matsuda seinen Teamkollegen de Oliveira, musste sich aber bereits nach einer Kurve wegen leichten Übersteuerns dem Brasilianer aber wieder geschlagen geben. Ironischerweise war genau dieses Manöver der einzige Zeitpunkt im gesamten Rennen, an dem der Champion von 2010 in Bedrängnis geriet. Einen absoluten Raketenstart legte hingegen Koudai Tsukakoshi hin. Wohl wissend, dass ein Podiumsplatz für den immer enger werdenden Meisterschaftskampf essentiell ist, katapultierte sich der Docomo-Fahrer von Startplatz 5 noch vor der ersten Kurve auf P3 vor. Titelverteidiger André Lotterer hatte beim Start zwar mit durchdrehenden Hinterreifen zu kämpfen und verlor deshalb die Position an Tsukakoshi, krallte sich im Gegenzug aber seinen Teamkollegen Kazuki Nakajima.

Bei Tsukakoshis Vorstoß riss sich der Japaner noch in der ersten Kurve einen kleinen Teil seines Frontflügels am hinteren, linken Ende des Wagens von Tsugio Matsuda ab. Trotz der spürbaren, fehlenden Downforce verteidigte er sich sehr intelligent und mit allen Mitteln bis zum ersten Boxenstopp gegenüber Lotterer (und später Nakajima), was ihm nicht nur viel Lob von der japanischen Presse, sondern auch den Fans einbrachte – zurecht! Ebenfalls noch in der ersten Runde, beim Anbremsen auf Kurve 2, verschätzte sich Koki Saga und krachte in das Heck von Ryo Orime. Beide Fahrer segelten ins Kies, und mussten das Rennen aufgeben. Vorne kontrollierte hingegen Joao Paulo de Oliviera das Rennen und setzte sich von seinen Verfolgern ab. Trotz schnellerer Rundenzeiten konnte der Brasilianer seine Reifen schonen und etwas Benzin sparen. Hinter seinem Teamkollegen Matsuda versuchte André Lotterer, erfolglos, an Koudai Tsukakoshi vorbeizukommen, hinter dem sich ein kleiner Zug mit Nakajima, Duval und den ebenfalls sehr gut gestarteten Takuya Izawa bildete. In der fünften Runde schlich Naoki Yamamoto mit Getriebeproblemen langsam um den Kurs, nachdem bereits kurz nach dem Start der Funk bei ihm ausfiel. Es war kein gutes Wochenende für den Mugen-Fahrer, der bereits in der Qualifikation sich über Probleme beklagte und seinen FN09 nur auf Position 13 qualifizierte. Nach einer längeren Reparaturphase kam Yamamoto mit 18 Runden Rückstand zwar wieder zurück auf die Strecke, wurde am Ende aber nicht mehr in die Liste der gewerteten Piloten (bis Runde 46) aufgenommen. Vielmehr ging es in den letzten Runden wohl darum, Daten zu sammeln und zu schauen, ob der Wagen wieder ordnungsgemäß läuft.

Vorne blieb es derweil hingegen ruhig. De Oliveira setzte sich mit Rundenzeiten zwischen 1:38 sowie 1:39 Minuten von der Konkurrenz ab, während der Abstand zwischen Tsukakoshi und Lotterer stets schwankte. Stellenweise wirkte es so, als ob Tsukakoshi etwas schneller könnte (oder Lotterer mit Absicht etwas langsamer machte), während der Deutsche kurz vor den Boxenstopps sich hingegen wieder bis an den Diffusor des Docomo-Piloten heranrobbte. Im hinteren Feld entwickelte sich hingegen ein Dreikampf um P12 zwischen Toshihiro Kaneishi, Daisuke Nakajima und Yuji Kunimoto. Trotz dass das Überholen mit Formel-Fahrzeugen auf dem Twin Ring Motegi eher zu den schwierigeren Disziplinen gehört, war dieser Dreikampf recht ansehnlich. Würde man anstatt Kampf allerdings „beschnuppern“ schreiben, so wäre dies sicherlich ebenfalls nicht falsch.

In Runde 19 eröffnete Kazuya Oshima die Reihe an Boxenstopps. Ärgerlich: Bei einer schnellen Stoppzeit von lediglich 15 Sekunden würgte Oshima beim losfahren seinen Wagen ab, wodurch er wertvolle Sekunden verlor und letztlich auch aus den Top 10 flog. Passend zu seinem eher schlechten Wochenende und dem Fehler beim Boxenstopp, versagten zehn Runden vor Schluss die Bremsen an seinem Wagen, weshalb er vor der Überführung (zwei Kurven vor Start und Ziel) ins Kies abflog. Glücklicherweise schlug er nirgendwo an und konnte den Wagen langsam gen Box retten. Zwar sind Brems- und Reifenverschleiß in Motegi immer ein besonderes Thema, am vergangenen Wochenende spielten sie bei 35 Außen- und über 52 Grad Asphalttemperatur aber nochmals eine größere Rolle. Alle Fahrer gingen deshalb auf Nummer sicher und wechselten beim Stopp alle vier Reifen. Nachdem in Runde 20 Yuji Kunimoto seine Crew ansteuerte, folgte im 21. Umlauf Takuya Izawa (16,6 Sekunden Stoppzeit). Direkt eine Runde nach ihm folgte Titelverteidiger André Lotterer, der zu diesem Zeitpunkt erneut im Diffusor von Tsukakoshi klebte und kein vorbeikommen sah. Zwar dauerte der Stopp des Duisburgers mit 17,1 Sekunden etwas länger, dennoch kam er vor Izawa wieder auf die Strecke zurück. Ein entscheidender Faktor, denn nun hatte Lotterer für kurze Zeit freie Bahn. Die Entscheidung von ihm und Team Petronas Tom’s war goldrichtig: Zwei Runden später bog Koudai Tsukakoshi zum Service ab. Trotz dass seine Standzeit mit 16,1 Sekunden genau eine Sekunde schneller als die des Deutschen war, überholte Lotterer ihn aufgrund einer deutlich schnelleren In- und Outlap am Boxenausgang. Wie zu erwarten setzte sich Lotterer im Anschluss direkt vom Japaner ab, der selbstredend noch immer mit der geringeren Downforce aufgrund seines beschädigten Frontflügels zu kämpfen hatte.

Erstaunlich schnell war die Standzeit des Franzosen Loic Duval, der im 24. Umlauf in die Box kam und nach nur 13,6 Sekunden wieder seine Crew verließ. Die schnelle Standzeit blieb allerdings unbelohnt, denn kurz vor der Ausfahrt wurde der Champion von 2009 von Takuya Izawa überholt, der ein starkes Rennen fuhr und seine Pace nach seinem Boxenstopp nochmals erhöhen konnte. Izawas Ziel war der Meisterschaftsführende Kazuki Nakajima, der eine Runde später zum Service abbog und insgesamt 15,8 Sekunden stand. Spannend wurde es dann am Boxenausgang, als Nakajima knapp vor Izawa blieb und sich trotz kalter Reifen gegenüber seinem Landsmann behaupten konnte. Für Nakajima war dies insbesondere deshalb wichtig, weil er sich nach nur wenigen Runden wieder etwas von Izawa absetzen und Druck auf Tsukakoshi ausüben konnte, der womöglich ein Déjà-vu erlebte. Anstatt Lotterer war es nun nämlich der zweite Tom’s-Wagen, der groß in seinem Rückspiegel auftauchte. Trotz aller Bemühungen seitens Nakajimas sollte es bis zum Rennende allerdings kein vorbeikommen des ehemaligen F1-Piloten an Tsukakoshi geben. In der 26. respektive der 27. Runde schlossen Matsuda und de Oliveira die Boxenstopps der Spitzenreiter ab. Auffallend war der längere Stopp von Matsuda, der das gesamte Rennen über langsamer als de Oliveira war, und trotzdem ein paar Liter mehr an Benzin nachfüllen musste.

In Runde 34 machte der Rookie Hironobu Yasuda mit der schnellsten Rennrunde von 1:38.168 auf sich aufmerksam. Es war sein Versuch, noch in die Punkteränge zu gelangen, nachdem er trotz der guten, achten Startposition im Rennen etwas zurückfiel und am Ende mit Kohei Hirate sich um den letzten Punkt stritt. Die Mühen des Kondo-Racing-Piloten blieben allerdings unverdient: Am Ende musste er sich mit weniger als einer Sekunde Abstand Hirate geschlagen geben. Abgesehen vom Kampf um Position 4 zwischen Tsukakoshi und Nakajima war dies das spannendste Duell in der Schlussphase. Zwar machte Lotterer pro Runde ein bisschen Zeit auf Matsuda gut, der Abstand war allerdings zu groß, um ihn unter normalen Umständen noch zu attackieren.

Drei Runden vor Schluss nahm dann das Drama um Tsugio Matsuda seinen Lauf, als er pro Runde mehrere Sekunden verlor und von André Lotterer spielend überholt wurde. Anfangs gingen die japanischen Kommentatoren aufgrund des seltsamen Klangs des Motors von einem Zündungsproblem aus. Wie im aLive-Ticker geschrieben, wirkte es in einer zweiten Theorie, nach erneuten, genaueren hinhören, auf mich allerdings so, als würde Matsuda die Gänge nicht mehr entsprechend einlegen können. Meine Theorie, die kurze Zeit auch später vom J-Sports-Boxenreporter eingeworfen wurde, stellte sich nach Bestätigung seitens Impuls letztlich als richtig heraus. Tsugio Matsuda litt kurz vor Schluss unter einem ähnlichem Getriebeproblem wie Naoki Yamamoto. Zwar versuchte der Japaner, der in diesem Jahr nach dreijähriger Abstinenz sein Comeback feierte, noch mit allen Mitteln (unter anderem mit Zuhilfenahme des Overtake-Buttons) den dritten Platz zu verteidigen, kämpfte letztlich aber mit stumpfen Waffen und musste sich der Konkurrenz geschlagen geben. Am Ende rutschte er sogar bis auf den siebten Platz herab. Sichtlich frustriert stellte er nach Rennende seinen Boliden im Notausgang ab. Es wäre Matsudas bestes Resultat nach seinem Comeback geworden, das am Ende leider unbelohnt blieb. Was bleibt ist aber die Gewissheit, dass er von Rennen zu Rennen immer besser in Schuss kommt.

Für Team Impul wurde es statt dem angepeilten Doppelerfolg somit „lediglich“ der Sieg von Joao Paulo de Oliveira. Team-Besitzer und Legende des japanischen Motorsports Kazuyoshi Hoshino konnte sich trotzdem glücklich schätzen, schließlich meldete sich sein Fahrer durch den dominanten Sieg wieder im Meisterschaftskampf zurück. Und welch Ironie, dass dies just in Motegi geschah, wo Joao Paulo de Oliveira im Jahr 2010 seinen bisher letzten Formula-Nippon-Sieg feierte. Lotterer und Tsukakoshi erbten den zweiten respektive den dritten Platz. Nakajima wurde Vierter; Takuya Izawa fuhr nach einem starken Rennen auf den fünften Platz.

Durch das Getriebeproblem von Tsugio Matsuda ist der zweimalige Champion endgültig aus dem Titelkampf ausgeschieden. Zwar hatte er vor dem Rennen auch nur noch mathematische Chancen, der zweite Platz hätte ihn aber in eine deutlich bessere Position für die letzten beiden Läufe in Sugo und Suzuka gespült. Zudem hätte er den Titelkampf noch ein bisschen mehr durchgewühlt. Aber auch so bleibt die diesjährige Saison eine der spannendsten der letzten Jahre. Kazuki Nakajima führt noch immer mit 34 Punkten die Tabelle an. Bereits einen Punkt hinter ihm ist sein Teamkollege und Titelverteidiger André Lotterer (33 Punkte), der wiederum vier Punkte Vorsprung von Koudai Tsukakoshi (29 Punkte) hat. Einen Punkt dahinter auf Position 4 ist bereits Joao Paulo de Oliveira (28 Punkte). Mit seinen 21 Punkten mag Takuya Izawa auf Position 5 zwar womöglich nur noch rein mathematische Chancen haben, die aber alles andere als fehlerfreie Saison der Konkurrenz hat allerdings bewiesen, dass dieses Jahr wohl alles möglich ist. Hierfür muss er beim nächsten Rennen am 23. September im Sportsland Sugo aber mindestens aufs Podium fahren.

Abschied nimmt das Fahrerlager von Yuhki Nakayama, der sein zweimaliges Gastspiel bei HP Real Racing in der Formula Nippon mit einem 15. Platz in Fuji und einem 14. Platz in Motegi relativ unbeachtet aber ordentlich beendete. Nakayama wird sich jetzt auf die verbleibenden Saisonrennen in der Super GT für Nakajima Racing konzentrieren. Das Fahrerfeld wird trotzdem nicht schrumpfen, denn bereits in Sugo wird der derzeit bei den Fans beliebteste, japanische Rennfahrer Takuma Sato seinen offiziellen Einstand in der Formula Nippon an der Seite von Naoki Yamamoto bei Team Mugen geben. Sato überzeugte mit schnellen Rundenzeiten bereits vor der Saison am ersten, offiziellen Testtag in Suzuka und kämpfte zusammen mit André Lotterer und JP de Oliveira um den Sieg beim verregneten Show-Rennen im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Suzuka Circuits.

 

aaErgebnis Round 5 Twin Ring Motegi

aaAktueller Meisterschaftsstand

fn1205_005 fn1205_012 fn1205_014 fn1205_027 fn1205_028 fn1205_036 fn1205_053 fn1205_059 fn1205_070 fn1205_072 fn1205_084 fn1205_085 fn1205_088 fn1205_092 fn1205_095 fn1205_097 fn1205_098 fn1205_103 fn1205_113 fn1205_115 fn1205_140 fn1205_161 fn1205_176 fn1205_181 fn1205_196 fn1205_197 fn1205_203 fn1205_204 fn1205_205 fn1205_207 fn1205_213 fn1205_215 fn1205_219 fn1205_220

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August 05 2012

04:30

RacingblogLIVE – Formula Nippon: Round 5 Motegi

Der Kampf um die Meisterschaft spitzt sich weiter zu: In der Vorschau noch darüber spekuliert, dass Joao Paulo de Oliveira mindestens das Podium, am besten einen Sieg in Motegi erzielen muss, um seine Meisterschaftschancen intakt zu halten, sicherte sich der Brasilianer mit 1:34.588 in der Qualifikation die Pole Position. Lediglich 0.004 Sekunden langsamer war überraschenderweise sein Teamkollege Tsugio Matsuda (1:34.592), der damit sein bisher bestes Quali-Resultat in diesem Jahr erzielte. Der aktuelle Tabellenführer Kazuki Nakajima fuhr mit 1:34.600 nicht unswesentlich langsamer auf Startposition 3; hinter ihm platzierte sich André Lotterer (1:34.712), der im ersten Freien Training noch die bislang schnellste Zeit des Wochenendes fuhr. Die Top 5 wurden von Koudai Tsukakoshi (1:34.722) komplettiert — dem einzigen Honda-Piloten, der es ins dritte Segment der Qualifikation schaffte. Insbesondere Lotterer und Tsukakoshi werden für das 51-Runden-Rennen wohl eine aggresivere Strategie wählen, um das Podium zu erreichen.

Wie angekündigt bieten wir auch zum fünften Saisonlauf der Formula Nippon unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker an. Zum ersten Mal sogar mit unserem brandneuen, eigens für das Racingblog entwickelten Live-Ticker-System, das uns den nötigen Freiraum gibt, in aller Ausführlichkeit live zu berichten, ohne auf Zeichenbegrenzungen und Co. zu achten. Da das Einfügen des Tickers in einen bestehenden Artikel noch nicht ganz funktioniert, läuft der Live-Ticker derzeit noch ausschließlich über eine aUnterseite, die allerdings auch bequem von unterwegs mit dem Smartphone angesteuert werden kann sowie eine Übersicht aller bestehenden Live-Ticker inklusive Archiv bietet. Dies erlaubt uns eine deutlich höhere Flexibilität, insbesondere bei Großereignisen wie den 24 Stunden von Le Mans. Das Archiv des Live-Tickers werde aufgrund der noch fehlenden Einbettungs-Funktion noch per Hand ich nach dem Rennen in diesen Artikel einfügen; zum live lesen klickt ihr bitte auf den entsprechenden Link nach dem Sprung:

+++ Update: 9:15 Uhr — Der Live-Ticker ist nun zum nachlesen auch zusätzlich in diesem Artikel archiviert! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! +++

 

 

aQualifikations-Ergebnis 

aLive-Ticker

 

RacingblogLIVE
08:55

Das nächste und vorletzte Formula-Nippon-Rennen der Saison findet am 29. September im Sportsland Sugo statt. Ich hoffe euch auch dann wieder begrüßen zu dürfen. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit sowie einen schönen Sonntag!

RacingblogLIVE
08:53

Wir haben zwar ein relatives statisches Rennen gesehen, das trotzdem seine Geschichten und Dramen schrieb. JP de Oliveira gewann verdient, während der Meisterschaftskampf sich wie vermutet weiter verdichtete.

RacingblogLIVE
08:50

Nach einer dominierenden Saison von Andre Lotterer im letzten Jahr kann man sich heuer im Spannung in der Meisterschaft nicht beklagen. Die Entscheidung wird erst im letzten Rennen, in Suzuka fallen.

RacingblogLIVE
08:49

Der aktuelle Meisterschaftsstand: Nakajima 34 Punkte, Lotterer 33 Punkte, Tsukakoshi 29 Punkte, Oliveira 28 Punkte, Izawa 21 Punkte.

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08:47

JP de Oliveira spricht von seinem guten Start, bei dem er besonders auf seinen Teamkollegen Tsugio Matsuda achten musste. Als er allerdings vorne blieb, konnte er sich auf seine Pace konzentrieren und Reifen schonen.

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08:46

So, nun gibt’s das, was die Formel 1 sich aus der Formula Nippon abgeschaut hat: Das Sieger-Interview direkt vom Podium.

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08:46

Im Hintergrund macht sich übrigens die Japanische Formel 3 bereit, die das letzte Rennen des Tages bestreiten werden. Im Rahmenprogramm fuhr außerdem der CR-Z Cup sowie die J GP-2 und J GP-3, die Teil der Japanese Superbikes sind.

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08:44

Es ist windig auf dem Podium. Erkennt man nicht nur an den sich leicht hebenden Röcken der hübschen Damen, die die Pokale und Awards bringen, sondern auch den umkippten Preisgeld-Schildchen.

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08:42

Den J Sports Award gibt’s für de Oliveira.

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08:40

Okay, das war eine verkürzte Version der brasilianischen Hymne…

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08:40

Nun aber erst einmal die Siegerehrung. Und die brasilianische Hymne. Für JP de Oliveira ist es übrigens der erste Sieg in dieser Saison und auch der erste Sieg seit seiner Meisterschaftssaison 2010!

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08:39

Bei Matsuda wirkte es auch so, als hätte er die Gänge beim hochschalten nicht sofort reinbekommen. Näheres dazu, dann hoffentlich mit einer Aufklärung seitens Team Impul, in meiner Analyse des Rennens nächste Woche.

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08:37

J Sports 3 zeigt nun die Highlights des Rennens, schön mit passender, instrumentaler Rockmusik unterlegt. So wie es sein soll. Von wegen “Weltuntergang und Co.” vom himmlischen Sender…

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08:36

JP de Oliveira ist fix und fertig. Zeigt nur wie anstrengend das Rennen trotz der bequemen Führung für (Hitze und anstrengender Kurs) für ihn war.

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08:34

Sichtlicht enttäuscht und gefrustet stellt Matsuda seinen Wagen im Notausgang ab. Sehr, sehr bitter. Aus dem Meisterschaftskampf ist er damit quasi raus, auch wenn es vor dem Rennen eigentlich nur noch rein mathematische Chancen waren. Eine so gute Fahrt aber unbelohnt zu beenden ist sehr bitter. Schade, schade.

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08:32

Matsuda ist sogar auf P7 noch zurückgerutscht, noch hinter Loic Duval.

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08:31

Puh, was für drei letzte, dramatische Runden…

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08:31

Derweil geht JP de Oliveira über die ZIellinie und gewinnt!!! Lotterer wird zweiter, Tsukakoshi dritter, Nakajima vierter.

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08:30

Aber keine Chance, beide gehen zwei Kurven später vorbei.

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08:29

Tsukakoshi und Nakajima nun an Matsuda heran. Matsuda drückt den Overtake-Button und verteidigt sich mit allen Mitteln. Wow!!

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08:28

Für mich klang es auch eher nach Fehlzündungen.

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08:27

Fehlzündungen oder bekommt er die Gänge nicht richtig rein? Schwer zu sagen. Tsukakoshi und Nakajima kommen ebenfalls nun von hinten angeschossen. Gegen die wird er sich auch nicht wehren können.

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08:26

Motorenprobleme bei Matsuda. Der japanische Kommentar vermeldet Fehlzündungen. Meine Güte, drei Runden vor Schluss. Man sollte wirklich nie den Tag vor dem Abend loben…

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08:25

Ja was ist denn da passiert? Plötzlich ist Lotterer an Matsuda vorbei!!!

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08:25

HUUUUUUCH!!!

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08:25

Ein sehr kontrolliertes Rennen von Joao Paulo de Oliveira, der bis auf den Start eigentlich zu keiner Zeit in Bedrängnis geriet, seine Führung zu verlieren. Matsuda bestätigte auch im Rennen die sehr gute Pace aus der Qualifikation. Dies ist ebenfalls ein Indiz dafür, wie gut der Champion von 2007 sowie 2008 in seiner Comeback-Saison mit dem Wagen zurecht kommt.

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08:20

Noch 5 Runden!

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08:19

Ich bin ehrlich und möchte da auch keine künstliche Spannung herbeireden: Die Abstände beim besagten Dreikampf sind zwar nicht hoch, aber ich sehe da keinen Angriff von Hirate oder Yasuda. Realistischer ist da schon ein Angriff von Nakajima auf Tsukakoshi. Der Abstand bewegt sich weiterhin bei 0,9 Sekunden.

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08:17

Oshima ist übrigens vor der zweiten Unterführung ins Kies gerutscht, sprich eine Kurve vor der Boxengasseneinfahrt.

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08:16

Was ich vor dem Oshima-Zwischenfall eigentlich schreiben wollte: Das Duell Tsukakoshi-Nakajima ist derzeit das Spannendste auf der Strecke. Dahinter haben wir auf P7 noch einen kleinen Dreikampf zwischen Duval, Hirate und Yasuda. Letzterer hat sich mit einigen flotten Runden an die Beiden herangerobbt.

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08:15

Der Boxenreporter (unser Funker vom Dienst) unterstützt die Bremsproblem-Theorie. Die Bremsen sind aufgrund des Stop-and-Go-Charakters des Twin Ring Motegi ein großes Thema, insbesondere bei solch heißen Temperaturen wie heute.

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08:14

Oshima biegt nun vorwärts in die Box ein. Sehr bitter für ihn und Team LeMans. Vor einer Woche in Sugo noch einen emotionalen Super-GT-Sieg gefeiert und vor rund drei Wochen in Fuji fast den Sensationssieg geschafft.

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08:13

Am baggern war Kazuya Oshima, der sich nun zehn Runden vor Schluss mit sehr langsamer Fahrt wieder in die Box bewegt. Die Kommentatoren tippen auf Bremsprobleme.

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08:12

OOOOH da ist jemand im Kies unterwegs.

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08:11

Kazuki Nakajima übt nun stärker Druck auf Koudai Tsukakoshi aus. Abstand der beiden 11 Runden vor Schluss: 0.766 Sekunden. Ich glaube Tsukakoshi erlebt gerade ein Deja-Vu….

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08:10

Noch 12 Runden. De Oliveira ist derzeit der einzige Fahrer, der konstant hohe 1:38er Zeiten fahren kann, der Rest der Spitzengruppe bewegt sich um 1:39er-Bereich.

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08:09

So spannend die Meisterschaft auch glücklicherweise weiterhin ist, so statisch ist leider das aktuelle Rennen, was allerdings abzusehen war.

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08:08

Das derzeitige Ergebnis würde den Meisterschaftskampf übrigens weiterhin stark zuspitzen. JP de Oliveira macht genau das, von dem ich in meiner Vorschau sprach, während Matsuda mit P2 auch einige Punkte gut machen würde. Nakajima täte, aus seinem Interesse, gut daran, Tsukakoshi zu überholen, der sich wiederum über P4 (den beschädigten Frontflügel nicht vergessen) nicht sonderlich beklagen würde.

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08:05

Runde 37: Naoki Yamamoto kommt nach seinem Antriebproblems zu Beginn des Rennens wieder zurück. Hier geht es wohl eher nur um Daten sammeln und zu testen, ob alles wieder funktioniert.

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08:04

Tsukakoshi muss man an dieser Stelle mal loben: Trotz beschädigten Frontflügel hat er sich lange vor Lotterer gehalten und verteidigt sich nun, bislang erfolgreich, gegenüber Kazuki Nakajima.

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08:03

Blicken wir mal wieder auf die Spitzengruppe: Lotterer holt in winzigen Schritten ein wenig auf Matsuda auf, während es zwischen Tsukakoshi und Nakajima Schwankungen im Abstand zwischen 0,9 bis 1,1 Sekunden gibt.

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08:01

Runde 34: Kogure doch auf 14 zurückgefallen nach seiner Durchfahrtsstrafe, da hatte sich der japanische Kommentator vorhin leicht verrechnet. Kogure ist nun im Duell mit seinem Teamkollegen Daisuke Nakajima.

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07:59

Runde 32: Hrionobu Yasuda denkt sich: Mal das Gaspedal durchdrücken. Neue schnellste Runde des Kondo Racing-Piloten: 1:38.168

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07:58

Runde 32: Matsuda ist 7,5 Sekunden hinter de Oliveira zurück, Lotterer 14,759, Tsukakoshi und Nakajima 21,5 respektive 22,3, Izawa 25 Sekunden.

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07:57

Kogure kommt nach seiner Durchfahrtsstrafe auf Position 11 wieder auf die Strecke zurück.

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07:56

Oooooh, Durchfahrtsstrafe für Takashi Kogure. Er hat das Speed Limit in der Boxengasse überschritten. Bitter.

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07:54

Daisuke Nakajima fällt hinter Kazuya Oshima zurück.

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07:54

Runde 30: Yasuda steuert seine Crew an. Wow das dauert, 18,0 Sekunden beträgt die Standzeit. Und das obwohl er weniger Benzin als die Stopper vor ihm benötigt. Daisuke Nakajima war ebenfalls drinnen.

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07:53

Hirate kommt auf P10 wieder heraus, vor Takashi Kogure. Yasuda und Daisuke Nakajima sollte er nach deren Stopps aber wieder automatisch überholen.

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07:52

Runde 29: Hirate kommt zum Service. Die Kameras schwenken leider weg, sah aber nach 4 Reifen aus. Niemand ist wohl so verrückt und wechselt nur 2 Reifen bei dieser Hitze und dem hohen Verschleiß.

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07:52

Kazuki Nakajima erhöht derweil den Druck auf Tsukakoshi.

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07:51

Runde 28: Stopp unbereinigt führt derzeit Hirate vor Yasuka, de Oliveira, Daisuke Nakajima, Matsuda und Lotterer. Hirate, Yasuda und Nakajima der Jüngere müssen selbstverständlich in den kommenden Runden zum Service.

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07:50

Auffallend war bei den Stopps die längere Standzeit von beiden Tom’s-Fahrern sowie Matsuda, im Vergleich zu etwa Duval oder Tsukakoshi. Ein Hinweis auf einen höheren Spritverbrauch respektive etwas mehr Benzinsparen bei Duval und Tsukakoshi? Im Falle von Duval hat es allerdings nichts gebracht: Er ist hinter Izawa auf P7 zurückgefallen.

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07:49

De Oliveira kommt mit einer halben Geraden Vorsprung vor Matsuda wieder raus.

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07:48

4 neue Reifen, Benzin. Standzeit: 15,6 Sekunden. Wow.

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07:48

Runde 27: Nun kommt auch Oliveira in die Box.

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07:47

Runde 26: Wie angekündigt kommt Tsugio Matsuda in die Box. 4 Reifen und Benzin, 16,4 Sekunden.

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07:46

Izawa nun natürlich mit den wärmeren Reifen als Nakajima, sieht aber nicht danach aus, als ob er ihn angreifen könnte.

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07:46

Nakajima steht 15,8 Sekunden, Benzin und 4 Reifen. Er kommt vor Izawa wieder raus! Das war wichtig für Nakajima!

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07:45

Bei Impul macht man sich laut dem Boxenreporter auch bereit, nächste Runde kommt wohl Matsuda.

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07:45

Runde 25: Kazuki Nakajima kommt zum Service.

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07:44

Aiaiaiai, aber Duval fällt hinter Izawa zurück. Das ist nun überraschend. Izawa mit einer schnellen und konstanten Pace.

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07:44

Für Duval geht es gegen Nakajima. Auch er bekommt Benzin und vier neue Reifen. 13,6 Sekunden… WOW! Das ist schnell!

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07:43

Runde 24: Duval kommt in die Box.

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07:43

Lotterer kommt von hinten angeschossen… UND ZIEHT VORBEI! Trotz langsameren Stopp hatte Lotterer eine deutlich schneller In- und Outlap als Tsukakoshi, was nicht sonderlich überraschend ist, war er in den letzten Runden doch deutlich schneller als der Docomo-Fahrer. Er sollte sich nun von Tsukakoshi deutlich absetzen können.

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07:42

Benzin, 4 Pneus. 16,1 Sekunden, 1 Sekunde schneller als Lotterer.

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07:42

Runde 23: Tsukakoshi kommt in die Box. Jetzt wird es spannend…

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07:41

De Oliveira weiterhin stark: Bis auf wenige Ausnahmen fährt er konstant 1:39er Zeiten.

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07:41

Langsamer Stopp: 17,1 Sekunden. Er kommt vor Izawa wieder raus.

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07:40

Und Bingo! Lotterer kommt in der 22. Runde in die Box. Damit versuchen sie ihn wohl an Tsukakoshi vorbeizuschieben.

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07:40

Bei Tom’s steht die Crew auch bereit. Kommt Lotterer oder Nakajima? Würde spontan auf den Deutschen tippen.

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07:39

Deutlich schneller als der Stopp von Kunimoto: 16,6 Sekunden.

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07:39

Auch für ihn gibt es neben Benzin vier frische Pneus.

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07:38

Und da kommt Izawa auch schon (Runde 21).

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07:38

Bei Dandelion steht man derzeit auch für Izawa bereit, vermeldet der Boxenreporter (der Mann mit der schnellen Stimme am Funk!)

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07:37

Runde 20: Der nächste Stopper, Kunimoto. Wechselt alle 4 Reifen und wird natürlich aufgetankt. 19,6 Sekunden.

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07:37

Oshima ist dieses Wochenende, im Gegensatz zum Fuji-Rennen, komplett von der Pace. Bleibt zu hoffen, dass es für ihn und das Team in Sugo wieder besser läuft.

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07:36

Runde 19: Wir haben den ersten Stopper: Kazuya Oshima kommt in die Box… UND WÜRGT AB! Herje… Dabei wirkte der Boxenstopp so schnell mit knapp 15 Sekunden.

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07:34

Lotterer klebt nun förmlich im Diffusor von Tsukakoshi.

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07:34

Runde 18: Oliveira nun 4,4 Sekunden vor Matsuda, Tsukakoshi und Lotterer jeweils rund 14 Sekunden hinter dem Brasilianer.

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07:32

Lap 17: Nun wird es richtig, richtig spannend zwischen Tsukakoshi und Lottere — Abstand auf 0,9 Sekunden geschrumpft. Lotterer hat derzeit deutlich mehr Downforce als Tsukakoshi.

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07:29

Runde 15: Lotterer robbt sich ieder an Tsukakoshi heran. 1,360 Sekunden der Abstand nun.

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07:27

Wenn die Sonne nicht eben zu stark geblendet hat, hat Kazuki Nakajima bereits zweimal seinen Overtake-Button gedrückt.

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07:26

Kaum spricht man vom Teufel, findet Tsukakoshi wieder seine Pace: Abstand in Runde 13 wieder auf 2,1 Sekunden angewachsen. Waren wohl einfach zwei schlechte Runden von ihm.

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07:24

Lotterer konnte sich nun auch ein wenig von Nakajima absetzen, der knapp 2 Sekunden hinter dem Titelverteidiger ist.

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07:23

Tsukakoshis Pace steigt etwas an, scheint ihn der Frontflügel nun doch etwas zu stark zu behindern? Lotterer robbt sich Runde für Runde an ihn heran. Abstand in Runde 12 nur noch 1,792 Sekunden!

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07:22

Runde 11: Tsukakoshi auf 3 knapp 8,5 Sekunden hinter de Oliveira, Lotterer auf 4 10,4 Sekunden.

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07:21

Die Rundenzeiten von de Oliveira sind angestiegen. Bis Runde 6 fuhr er noch 1:38er Zeiten, mittlerweile sind diese aber auf 1:39 angestiegen. Das ist ungefähr genauso schnell wie Matsuda, sprich sein Vordrang ist etwas gestoppt. Abstand in Runde 11: 3.447 Sekunden.

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07:20

Besagtes dreier Päärchen befindet sich aber dafür, jetzt in Runde 10, in einer Art Dreikampf. Wobei Kampf noch etwas nett ausgedrückt ist, sie beschnuppern sich eher.

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07:19

Ich hatte mich übrigens vorhin verschaut (schlechte Augen in der Früh…): Hinter Kaneishi und dem jüngeren Nakajima war natürlich Kunimoto, Hirate ist derzeit auf 8 und verteidigt sich gegen Takashi Kogure.

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07:17

Der leicht beschädigte Frontflügel scheint Tsukakoshi nicht allzu stark zu behindern. Er findet sich 6 Sekunden hinter de Oliveira.

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07:15

Runde 7: Oliveira gibt weiterhin Gas: Abstand zu Matsuda mittlerweile auf 3 Sekunden angewachsen, Lotterer 10 Sekunden zurück.

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07:15

Um Platz 12 entbrennt in Runde 6 derweil ein Kampf zwischen Toshihiro Kaneishi und Daisuke Nakajima. Dahinter ist gleich Kohei Hirate auf 14.

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07:13

Die japanischen Kommentatoren hören ein Motorproblem heraus, nachdem es sich auch anhört.

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07:12

Naoki Yamamoto ist langsam unterwegs.

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07:12

Runde 5: Matsuda ist 2 Sekunden hinter de Oliveira, Tsukakoshi 4 und Lotterer 6. Hinter dem Duisurger staut es sich ein bisschen mit Nakajima, Duval und Izawa.

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07:11

Es wirkt ein bisschen so als könnte Lotterer nicht die Pace von Tsukakoshi gehen, der wiederum etwas Zeit auf die beiden Impul-Fahrzeuge verliert.

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07:10

Ahhh, kaum gemeckert, schon folgt die Aufklärung: Orime wurde von Saga beim Anbremsen auf die zweite Kurve am Heck getroffen.

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07:09

Beide Fahrzeuge stehen auch noch immer im Aus und werden gerade abgeschleppt.

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07:08

Leider wird bei der Wiederholung von J Sports 3 nicht der Unfall von Orime und Saga gezeigt, sah aber so aus, als hätte Orime seinen Dreher ins Kiesbett alleine verursacht. Saga wurde anschließend etwas blockiert.

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07:07

Oh, Tsukakoshi hat eine leichte Beschädigung vom Frontflügel. Vorne rechts (von uns aus gesehen links) fehlt ein kleines Stück. Seine Pace scheint es derzeit aber nicht zu beeinflussen.

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07:06

Die Top 6 nach der ersten Runde: Oliveira, Matsuda, Tsukakoshi, Lotterer, Nakajima, Duval.

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07:05

Pardon, das mit Matsuda hatte ich falsch gesehen und mich auf den japanischen Kommentar verlassen, der Matsuda ebenfalls in Front gesehen hat. Oliveira konnte sich aber doch noch mal verteidigen und führt das Rennen an.

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07:05

Was für ein Raketenstart von Koudai Tsukakoshi, von 5 auf 3. Lotterer hat zwar Nakajima überholt, bleibt allerdings auf 4.

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07:04

Und Unfall im Hintergrund. Müsste Orime mit Saga gewesen sein.

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07:03

Sehr guter Start von Tsukakosh!!!! ZIeht gleich auf 3 vor, Matsuda überholt JP de Oliveira.

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07:03

START!!!!!!!!!

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07:03

Fahrzeuge stellen sich nach der Einführungsrunde wieder auf. In wenigen Sekunden geht es los!

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07:00

Insgesamt stehen übrigens 52 Runden auf dem Programm.

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06:59

Die Motoren wurden angelassen

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06:57

Die Nationalhymne wird jetzt von einem Orchester gespielt.

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06:56

Und damit zum Rennen. JP de Oliveira steht auf Pole, Tsugio Matsuda komplettiert die erste Reihe. Dahinter Kazuki Nakajima, Andr� Lotterer, Koudai Tsukakoshi und Loic Duval. Tsukakoshi war der einzige von Honda belieferte Fahrer, der Q3 gestern erreichte. Das zweite Freie Training fand unter feuchten Bedingungen statt, jetzt scheint wie zu erwarten war die Sonne. Ich habe noch keine genauen Temperaturen, aber es sollten um die 35 Grad sein.

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06:55

Ziel der Formula Nippon ist es, mit dem neuen Namen die Serie auf einen ähnlichen Level wie die Formel 1 (naja…) sowie die Izod IndyCar Series (schon realistischer) in Asien zu heben.

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06:51

Die große News des Tages: Die JRP gab den neuen Namen der Formula Nippon bekannt, den die Serie ab 2013 tragen wird. Der neue Name lautet: Super Formula. Damit folgt die Formula Nippon der Super GT, die sich 2005 von der JGTC (Japanese GT Champonship) in Super GT umbenannte. Der komplette, japanische Titel der Formula Nippon ab 2013 lautet Japanese Championship Super Formula. Derzeit trägt sie den vollen Titel All-Japan Formula Nippon.

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06:49

Einen wunderschönen Guten Morgen zum fünften Saisonlauf der Formula Nippon aus Motegi. Dieses Mal mit unserem schicken neuen Live-Ticker, der in kürzester Zeit von zwei flinken Programmieren respektive Designern für uns erstellt wurde. Er ist noch nicht ganz fertig, aber ich habe die Ehre, sozusagen den Shakedown durchzuführen. Der Ticker aktualisiert sich alle 30 Sekunden selbst.

 

flattr this!

August 04 2012

04:00

Formula Nippon: Vorschau Round 5 Motegi

Für manch einen kaum zu glauben, an diesem Wochenende bestreitet die Formula Nippon aber bereits ihr drittletztes Saisonrennen. Bevor es Ende September und Anfang November nach Sugo respektive Suzuka geht, ist Japans höchste Formel-Serie an diesem Wochenende bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr auf dem Twin Ring Motegi unterwegs. Neben der erwarteten Zuspitzung im Meisterschaftskampf wird am Sonntag außerdem der neue Name, den die Serie ab 2013 tragen wird, präsentiert.

Eigentlich schon zum dritten Saisonrennen in Autopolis geplant, hat sich die JRP (Japan Race Promotion) etwas mehr Zeit bei der Sichtung der Namensvorschläge gelassen. Wie bereits über die letzten Monate häufiger berichtet, schnürte man um den neuen Seriennamen ein Gewinnspiel, an dem alle mit einem gültigen Führerschein derzeit in Japan residierenden Bürger teilnehmen konnten. Neben VIP-Tickets für die kommende Saison gibt es als Sonderpreis zudem entweder einen Honda CR-Z type α oder einen Toyota 86 grade G zu gewinnen. Während der neue Serienname nach langer Anmeldeprozedur und weiteren, rechtlichen Abwicklungen diesen Sonntag auf einer Pressekonferenz um 9:50 Uhr Ortszeit präsentiert wird, sollen die Gewinner des Gewinnspiels im Rahmen des JAF Grand Prix (16. bis 18. November) verkündet werden.

Grund für die Namensänderung ist die zukünftige Ausrichtung der Serie. Ähnlich der Super GT will die Formula Nippon ebenfalls gen Asien expandieren. Über ein Rennen auf der F1-Strecke in Südkorea wurde bereits Ende 2011 spekuliert, vor dem diesjährigen Saisonbeginn bestätigte JRP-Präsident Hiroshi Shirai zwar diese Pläne, machte sie aber auch unter anderem von der wirtschaftlichen Lage abhängig. Rennen in Malaysia und China seien ebenfalls möglich, fallen selbstredend aber unter die gleichen Entscheidungskriterien. Sollte die Formula Nippon, was anbetracht des Vorhabens sowie den Visionen seitens der JRP wünschenswert wäre, in mindestens drei verschiedenen Ländern fahren, so kann sie laut FIA-Regularien nicht mehr als nationale Rennserie auftreten. Aus diesem Grund musste sich beispielsweise auch die JGTC 2005 in Super GT umbenennen. Für die Formula Nippon selbst bricht zwölf Jahre nach ihrer „Gründung“ (die eigentliche Geschichte geht bis zum ursprünglichen Namen, All-Japan Formula 2000, ins Jahr 1973 zurück) somit ein neues Zeitalter an. Ein Zeitalter, in dem man nicht mehr nur noch Japans höchste, sondern gleichzeitig auch Asiens höchste Formel-Serie werden möchte. Aus diesem Grund verabschiedet sich die Serie 2014 auch vom aktuellen FN09-Wagen.

Wie passend zum vorangegangenen Lauf in Fuji bekannt wurde, wird der neue Bolide von Dallara gebaut werden. Diesbezüglich hatten sich die Team-Chefs zusammen mit den JRP-Vorsitzenden in einem bislang noch nicht näher kommentieren Meeting zur Abstimmung kurz nach dem Rennen in Fuji getroffen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass dem Design-Vorschlag von Dallara zugestimmt wurde. Bleibt zu hoffen, dass Dallara einen ähnlichen hübschen Wagen wie den FN09 von Swift bauen wird. Bislang ist lediglich bekannt, dass es neben einem neuen Bremssystem auch selbstredend eine neue Aerodynamik geben wird. Bezüglich der Motorenfrage gibt es hingegen keine neuen Informationen. Ursprünglich waren 2,0l Motoren mit Hybrid-Antrieb mitsamt System E, einem KERS-ähnlichen System, das sich seit einiger Zeit in der Entwicklung befindet und nicht zur Konzeption des FN09 passt, angedacht. Die gleichen Motoren wollten Honda und Toyota ab 2014 auch in der Super GT einsetzen. Wegen den Unklarheiten zur DTM-Super-GT-Kooperation wird sich diese Entscheidung aber wohl so lange hinauszögern, bis diesbezüglich Klarheit besteht.

Dies Alles ist aber natürlich noch Zukunftsmusik. Zwar wird der neue Serienname vor dem Rennen von Hiroshi Shirai und Tsugio Matsuda als Fahrervertreter der Presse präsentiert, das Hauptaugenmerk liegt aber selbstverständlich auf dem fünften Saisonlauf. Erneut geht es auf den Twin Ring Motegi, wo die Fahrer, anders als noch zum zweiten Saisonlauf im Mai, mit den heißen Sommertemperaturen um die 30-32 Grad (mitsamt relativ hoher Luftfeuchtigkeit) zu kämpfen haben werden. Vereinzelte, kleine Regengüsse sind zwar angekündigt, die Wahrscheinlichkeit ist aber geringer als noch vor knapp drei Wochen in Fuji. Die heißen Temperaturen erhöhen selbstredend auch den Materialverschleiß. Insbesondere die Bremsen müssen aufgrund der Stop-and-Go-Charakteristik der Strecke geschont werden, aber auch der Reifenverschleiß kann bei den hohen Asphalttemperaturen eine entscheidende Rolle spielen. Ein weiteres Schlüsselelement wird selbstredend auch die Qualifikation sein, da Überholen auf dem Twin Ring Motegi nicht zu den einfachsten Disziplinen gehört. Dies betrifft insbesondere André Lotterer, der in den letzten beiden Rennen jeweils keine guten Startplätze erzielte. Die Qualifikation wird wie bereits im Mai in der Special Stage, dem Einzelzeitfahren nach der regulären Qualifikation zur Festlegung Reihenfolge, ausgetragen.

Da ich bereits ausführlich über den Kurs und sein Umfeld in meiner Vorschau im Mai berichtet habe – und das Umschreiben der zwei Absätze folglich Irrsinnig und nicht dem Prinzip der „Nachhaltigkeit“ entsprechen würde – übernehme ich im folgendem besagte Beschreibung. Nach dem eingebetteten Video folgen noch ein paar Worte zum Rennen sowie der Ausstrahlungszeit.

Weltweit ist der Twin Ring Motegi eine einzigartige Rennstrecke, da er anders als die Strecken in den USA einen separaten Oval- sowie Straßenkurs enthält, ohne dabei Kompromisse bei der Streckenführung einzugehen. Gebaut wurde der gesamte Komplex 1997 von Honda, mit dem Ziel die CART  nach Japan zu holen und das eigene Wissen im Bereich des amerikanischen Open-Wheel-Sports zu erweitern. Trotz der zwei „Zwillingsstrecken“ ist es allerdings  nicht möglich, gleichzeitig zwei Rennen auszutragen, da sich der 4,8km lange Straßenkurs die Boxengasse wie auch Haupttribüne mit dem 2,493km langen Super Speedway teilt. Zusätzlich werden beide Kurse jeweils in einem jeweils anderem Uhrzeigersinn gefahren. Neben der CART und später der IndyCar fuhr 1998 auch der NASCAR Sprint Cup (damals noch Winston Cup) ein Einladungsrennen auf dem Oval. Das Coca-Cola 500 gewann damals Mike Skinner für Richard Childress Racing. In die NASCAR-Geschichte ging das Rennen allerdings aufgrund der Tatsache ein, dass es zum einen das erste (und einzige) Oval-Rennen der NASCAR in Japan war und zum anderen, weil Dale Earnhardt sr. sowie sein Sohn Dale Earnhardt jr. das erste Mal zusammen in einem Rennen fuhren. Das letzte Oval-Rennen der IndyCar fand 2010 statt. Nach dem Tohoku-Erdbeben vom 11. März 2011 wurde der Super Speedway leider sehr stark beschädigt. Da die IndyCar bereits davor beschlossen hatte, nach 2011 aus wirtschaftlichen Gründen vorerst keine Rennen mehr im Land der aufgehenden Sonne auszutragen, beschloss der Streckenbetreiber, das Oval nicht zu reparieren. Das letzte IndyCar-Rennen fand deshalb erstmals auf dem Straßenkurs statt, welches Scott Dixon für Chip Ganassi Racing gewann. In Europa ist der Kurs insbesondere durch den dort seit 2004 jährlich ausgetragenen Japan Grand Prix der MotoGP bekannt; die Super GT wird auch heuer ihr Saisonfinale in Motegi austragen. Kurze Randnotiz: Beim IndyCar-Auftritt 2011 auf dem Straßenkurs des Twin Ring Motegi erzielte Scott Dixon mit 1:38.391 die Pole Position. Zwar mag der Vergleich des alten Dallara-IndyCars mit dem FN09 der Formula Nippon unfair wirken, im gleichen Jahr erzielten bei beiden Auftritten im Juni und Oktober jeweils Joao Paulo de Oliveira sowie André Lotterer mit 1:35.012 respektive 1:32.989 die Pole Position.

Der Straßenkurs des Twin Ring Motegi fällt für japanische Verhältnisse aufgrund seines flachen Höhenprofils eher untypisch aus. Zudem besitzt die Strecke mit seinen 14 Kurven einen Stop-and-Go-Charakter mit lediglich einer leichten Erhöhung in der Haarnadelkurve. Interessant ist die Tatsache, dass der Straßenkurs zwei Unterführungen besitzt, mit der ersten auf der kleinen Geraden zwischen Kurve 4 und 5. An dieser Stelle verlassen die Fahrer quasi unter Turn 3 des Ovals den inneren Teil der Anlage; auf der Geraden nach Kurve 11 (zwischen Turn 1 und 2 des Ovals) gelangen sie durch die zweite Unterführung – das ganze wirkt wie die Unterführung nach der Degner vor der Haarnadel in Suzuka – wieder in den inneren Teil hinein. Dies ist nur aufgrund der Einzigartigkeit der kompletten Anlage möglich und stellt somit gleichzeitig die Besonderheit der Strecke dar. Im folgendem ein Onboard-Video von André Lotterer aus der Reihe „Driver’s Eye“ des japanischen Fernsehens:

Unglücklicherweise sorgt aber genau diese Einzigartigkeit der Strecke für einige Probleme für die Zuschauer vor Ort. Zum einen sitzen sie beispielsweise auf der Haupttribüne zu weit von der Start- und Zielgeraden entfernt, zudem blockiert das Oval die Sicht auf einige Kurven der Strecke, weshalb viele, größere Monitore zum Verfolgen des Geschehens benötigt werden. Abseits der Haupttribünen sind die Sitze auf wenige Stellen im inneren Teil des Ovals sowie der Gegengerade des Straßenkurses limitiert. Zu allem übel besitzt die Strecke keine besonders gute Infrastruktur. Motegi (Tochigi-Präfektur) selbst ist mit lediglich 16.403 Einwohnern (Stand 2005) und einer Gesamtfläche von 172,71km² eine relativ kleine Stadt. Zwar ist die Strecke mit dem Auto nur rund 6km von der Innenstadt entfernt, dennoch sind die Übernachtungsmöglichkeiten, abgesehen von einem Hotel direkt an der Strecke, quasi inexistent. Zu allem übel besitzt die Strecke lediglich zwei zweispurige Straßenzufahrten, was bei Großveranstaltungen mitunter für regelmäßige Verkehrsstaus sorgt. Die Anfahrt mit dem Zug gestaltet sich ebenfalls als schwierig, weil die zwei großen, regionalen Zuggesellschaften JR East sowie Tobu Railway den Bahnhof in Motegi nicht direkt anfahren. Pläne für eine Schnelltrasse für den Shinkansen gibt es ebenfalls nicht.

Nicht nur wegen seines beeindruckenden Rennens vor rund drei Wochen in Fuji ist André Lotterer der absolute Geheimfavorit auf den Sieg in Motegi. Der Duisburger gewann auch bereits im Mai den ersten Formula-Nippon-Auftritt in diesem Jahr in Motegi. Mit insgesamt vier Siegen ist Lotterer der Rekordhalter aller derzeitig amtierenden Formula-Nippon-Piloten auf der Strecke. Lotterer und der Twin Ring, das passt einfach, schließlich gewann er dort im Jahr 2004 auch sein erstes Super GT (damals noch JGTC) Rennen mit Nakajima Racing. Nach einem etwas holprigen Saisonstart in Suzuka und einem unglücklichen aber nichts desto trotz katastrophalen Wochenendes in Autopolis, hat sich der amtierende Champion auf vier Punkte an seinen Teamkollegen Kazuki Nakajima (29 Punkte) herangepirscht. Der Japaner gab zwei Runden vor Schluss in Fuji die Führung an André Lotterer ab, verlor aufgrund des Bonus-Punktes für die Pole Position aber nur einen Zähler in der Meisterschaft auf ihn – fleißig ernährt sich das Eichhörnchen. Nach einem dritten Platz im Mai-Rennen wittert der Tom’s-Pilot nach Suzuka seinen zweiten Saisonsieg, weiß aber, dass auch ein zweiter Platz auf Lotterers Paradestrecke gewiss kein Beinbruch wäre, sofern er wie in Fuji sich die Pole Position sichert. Zwei Punkte hinter Lotterer ist Autopolis-Gewinner Koudai Tsukakoshi (23 Punkte). Der Docomo-Dandelion-Fahrer, der in Tochigi-Präfektur aufgewachsen ist und somit ein Heimrennen hat, hatte in Fuji einen Nuller geschrieben, nachdem er zum Rennstart wertvolle Positionen verlor und ein unglückliches Händchen beim Regenreifenpoker bewies. Er sowie sein Teamkollege Takuya Izawa (17 Punkte) sind die heißesten Anwärter für einen Honda-Sieg auf deren eigener Strecke. Hinter beiden Fahrern steht nach wie vor allerdings ein großes Fragezeichen, da es abseits des Autopolis-Rennens (und stellenweise zum Saisonauftakt in Suzuka) es dem Team nicht gelang, den guten Quali-Speed auch ins Rennen zu übertragen.

In diesem Jahr etwas unauffallend wirkt Joao Paulo Oliveira (17 Punkte), und das obwohl der Brasilianer, abgesehen von seinem Ausfall in Autopolis, gute bis sehr gute Rennen ablieferte. Bestes Resultat war just im Mai in Motegi, als er sich nur André Lotterer geschlagen geben musste. Für de Oliveira wird es allerdings wichtig sein, mindestens aufs Podium, wenn nicht sogar zum Sieg zu fahren, wenn er seine mathematischen Meisterschaftschancen intakt halten möchte. Gleiches gilt auch für de Oliveiras Teamkollegen Tsugio Matsuda (13 Punkte) sowie Kazuya Oshima (15 Punkte). Letzterer hatte in Fuji unter schwierigen Mischbedingungen, verursacht durch Platzregen, fast einen Überraschungssieg gelandet, musste sich am Ende aber doch beiden Tom’s-Fahrern geschlagen geben. Oshima sollte nach dem letzten Sonntag erzielten, beeindruckenden ersten Sieg für Team Eneos LeMans in der Super GT seit neun Jahren besonders motiviert sein, dennoch ist davon auszugehen, dass er wie auch Matsuda um die Meisterschaft kein Wörtchen mehr mitreden werden. Hierfür waren, trotz einiger guter Rennen, die restlichen Ergebnisse in diesem Jahr etwas zu schwankend. Dennoch ist ein Aufwärtstrend beim Traditionsteam LeMans zu erkennen. Ähnliches gilt für Tsugio Matsuda, der nach drei Jahren in diesem Jahr sein Comeback in der Serie gab.

 

TV-Zeiten Motegi

Wie gehabt muss erneut aufgrund fehlender, internationaler TV-Partner, auf die nicht beliebte Graualternative zurückgegriffen werden. Die Qualifikation findet kurze Zeit nach Erscheinen dieses Artikels am Samstag statt. J Sports 3 geht am Sonntag um 6:30 Uhr deutscher Zeit auf Sendung; das Rennen startet 30 Minuten später um 7 Uhr, dieses Mal sogar unverschlüsselt im japanischen Fernsehen. Wie zu jedem Formula-Nippon-Rennen werden wir auch dieses Mal, sofern die Technik hoffentlich nicht streikt, unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker anbieten. Dieses Mal sogar zum allerersten Mal mit einem eigens für das Racingblog entwickelten Live-Ticker-System. Der Live-Ticker startet am Sonntag um 6:45 Uhr.

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