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July 10 2013

13:00

V8 Supercars: Analyse Sucrogen Townsville 400

Sucrogen-Townsville-400Etwas mehr als 146.000 Zuschauer sahen am Samstag und Sonntag in Townsville zwei sehr von Taktik geprägte Rennen, die einen kleinen Vorgeschmack auf die Langstreckenrennen in Sandown, Bathurst und Surfer’s Paradise gaben.

Das lag zum einen an den erstmals seit Adelaide wieder zugelassenen Tankstopps, vor allem aber an den zwei unterschiedlichen Reifenmischungen, die Dunlop mit an die Strecke brachte.

Die Teams mussten in jedem Rennen beide Mischungen nutzen, und so ermöglichten sich ihnen zwei Taktiken:
Zu erst auf den harten Reifen starten, um dann die zweite Rennhälfte oder das letzte Drittel auf den pro Runde über eine Sekunde schnelleren weicheren Reifen zu bestreiten. Oder aber man startete zunächst auf Weich, um dem Feld möglichst weit zu enteilen, und dann so spät wie möglich auf die harte Mischung zu wechseln.

Beide Taktiken wurden dann auch angewendet, jedoch mit unterschiedlichem Erfolg. Einige wie Dean Fiore im zweiten Rennen, wechselten (aufgrund einer Gelbphase) zu früh auf weich, was zur Folge hatte, dass man gegen Ende des Rennen noch einmal an die Box musste, um sich Benzin und mindestens zwei neue Reifen zu holen. Für Fiore war das Ergebnis ein 24.Platz – gestartet war er von 25.

Rennen 1

Dass es auch anders ging, konnte man am Beispiel des Red-Bull-Teams im ersten Rennen am Samstag sehen. Sowohl Whincup als auch Lowndes versemmelten die Qualifikation, und starteten von den Plätzen zwölf (Lowndes) und 16 (Whincup). Doch ihre Crew hatte offenbar einen Plan, denn kurz vor Rennstart entschied man bei Lowndes die weichere Mischung aufzuziehen, während man Whincup auf hart starten ließ.

Mit dem Ergebnis, dass Lowndes von Beginn an der Schnellste im Feld war, und rundenlang Zeiten hinknallte, die teilweise über eine Sekunde schneller waren, als die der Konkurrenz. So hatte er sich innerhalb von neun Runden von Position Zwölf auf Eins, vorbei an Polesitter van Gisbergen (Tekno), nach vorne gearbeitet. An Whincup hingegen wurde deutlich, was sich im Grunde das ganze Wochenende lang zeigte: Speziell die Holden hatten Schwierigkeiten die harten Reifen auf Temperatur zu bringen, waren damit jedoch nicht alleine. Auch der von Platz zwei gestartete Will Davison (FPR) hatte anfangs sichtlich zu kämpfen und fiel ein paar Plätze zurück.

Während Lowndes sich also nach neun Runden schon an der Spitze absetzte, steckte Whincup zu diesem Zeitpunkt im Mittelfeld fest und konnte erst nachdem er nach 31 Runden auf die weichere Mischung wechselte, Boden gut machen. Um den Sieg konnte er selbstverständlich nicht kämpfen, und so wurde er am Ende immerhin noch Siebter.

Lowndes widerum, der eine Runde nach Whincup an die Box kam, hatte sich unterdessen über 15 Sekunden von seinen Verfolgern Will Davison, Coulthard und Winterbottom abgesetzt, war nun aber auch der einzige, der mit harten Reifen unterwegs war.

Will Davison war anschließend der schnellste der Lowndes-Jäger und holte, genau wie Lowndes zuvor, über eine Sekunde pro Runde auf den Red-Bull-Piloten auf. Dabei spielte Davison auch eine Penalty von van Gisbergen in die Karten, der sich bei der Rennleitung eine Drive-Through abholen musste, da seine Pitcrew den Wagen noch betankte, als dieser schon wieder mit allen Reifen Bodenkontakt hatte. So sprang für ihn schließlich nur Rang 17 heraus.

Nach 58 Runden, fast 30 Runden nach den ersten Pitstops, hatte Will Davison Lowndes schließlich eingeholt und machte dann auch kurzen Prozess. In Turn 13 ging er an ihm vorbei, und tat danach nur noch das was er tun musste: Lowndes hinter sich lassen, ohne die Reifen noch weiter zu beanspruchen. Dies sollte ihm dann auch gelingen und er gewann das Rennen vor seinem Teamkollegen Winterbottom, der genau wie Coulthard (BJR) auf Platz drei, noch an Lowndes vorbeiziehen konnte. Jason Bright (BJR) machte die Top fünf komplett.

Eine starke Leistung zeigten zudem Garth Tander (HRT), der von Platz 15 auf acht nach vorne fahren konnte, sowie Rookie Chaz Mostert (DJR-Ford; von 14 auf 10). Rick Kelly schaffte es im besten Nissan auf Position 12, während der erste Mercedes in Gestalt von Maro Engel als 19. das Ziel sah. Seine beiden Teamkollegen Slade und Holdsworth schieden aus.

Highlights Rennen 1

Ergebnis Rennen 1

Rennen 2

Auch die Qualifikation für das zweite Rennen sah nicht viel besser für Red Bull aus. Zwar startete Lowndes immerhin von Platz fünf, Whincup hingegen kam nicht über Startplatz 15 hinaus. An der Spitze gab zunächst Ford den Ton an. Winterbottom startete von der Pole; David Reynolds (Rod Nash Racing) schaffte die drittschnellste Zeit. Getrennt wurde das Ford-Duo von McLaughlin im GRM-Holden.

Reynolds verabschiedete sich jedoch schon früh aus dem Rennen, als er nach fünf Runden mit einer defekten Zündspule die Box aufsuchen musste. Das Rennen beendete er mit zehn Runden Rückstand als 26. und Letzter. Hinter ihm landeten nur Maro Engel, der sich bei einer Startkollision die Radaufhängung brach, sowie dessen Teamkollege Holdsworth.

Letzterer löste in Runde acht auch noch eine Caution aus, als er seine E-Klasse ohne Öldruck vor Turn 11 abstellte. Holdsworth scheint 2013 einfach “die Seuche” zu haben, anders sind die vielen Defekte, die ihn dieses Jahr bisher ereilt haben fast nicht mehr zu erklären.

Die Gelbphase nutzte dann fast das komplette Feld (übrigens geschlossen auf harten Reifen gestartet) für Pitstops, lediglich die FPR-Ford und die beiden GRM-Holden blieben draußen.

In Runde 14 wurde das Rennen wieder freigegeben, wobei der Restart ohne Zwischenfälle von statten ging. Nach einigen Runden begannen die Fahrer, die auf harten Reifen draußen blieben, zurückzufallen. Allen voran Winterbottom, der innerhalb von fünf Runden von Platz eins auf vier zurückfiel.

Ganz anders war dagegen die Performance der Piloten, die nun auf der weichen Mischung unterwegs waren. Zum einen wäre da natürlich Tander (HRT), der die Führung von Winterbottom übernommen hatte und nun dem Feld enteilte. Er gehörte mit Tony D’Alberto (TDR), zwischenzeitlich sogar Zweiter, zu den schnellsten Fahrern.

Und zum anderen wäre da Shane van Gisbergen. Der Neuseeländer war an der Startkollision mit Maro Engel beteiligt und wurde bei dieser Aktion auch noch umgedreht, sodass er dem gesamten Feld hinterher jagen musste. Sein Team ließ ihn früh an die Box kommen, um weiche Reifen aufzuziehen und durch die kurz darauf folgende Safety-Car-Phase hatte er seinen Rückstand natürlich wieder wettgemacht. Dreizehn Runden später war er bereits Siebter, am Ende schaffte er sogar noch einen beeindruckenden dritten Platz.

Ab Runde 39 suchten dann diejenigen die Box auf, die in der Gelbphase das erste Mal stoppten, um noch einmal Sprit nachzufassen und sich neue Hinterreifen aufziehen zu lassen. Zu den ersten gehörten die HRT-Fahrer Tander und Courtney, die so kurzweise ihre Plätze an der Spitze an D’Alberto, Lowndes und Pye (LDM) abgaben, was jedoch nicht weiter tragisch sein sollte. Denn alle drei mussten noch einmal zum Nachtanken an die Box.

Nach 70 Runden hieß der Sieger Garth Tander und James Courtney auf Platz zwei machte den HRT-Doppelsieg perfekt. Für Tander und HRT war es der erste Sieg seit Bathurst 2011, was für ein Quasi-Werksteam eigentlich schon viel zu lange her ist. Dritter wurde, wie bereits erwähnt, van Gisbergen. Ihm folgten Mark Winterbottom und ein überglücklicher Russel Ingall (Walkinshaw) in seinem 226. Rennen auf den Rängen vier und fünf.

Starker Sechster wurde Tony D’Alberto, vor Craig Lowndes und Tim Slade im besten Mercedes. Für Whincup lief auch in diesem Rennen nicht viel zusammen, und so musste er sich mit Position elf zufrieden geben. Generell muss man sagen, dass es für Red Bull ein sehr bescheidenes Wochenende war, und es selten ein Wochenende gab an dem sie einen so schwachen Eindruck hinterließen wie in Townsville.

Ähnlich schlecht lief es für Nissan, die es erneut nicht in die Top Ten schafften. Den ersten Nissan im Ranking fand man mit James Moffat erst an 14. Stelle.

Die Highlights zum zweiten Rennen liegen bisher leider noch nicht vor, sollten aber früher oder später hier auftauchen.

Ergebnis Rennen 2

Weiter geht es bei den V8 Supercars am Wochenende vom 26.-28. Juli in Ipswich. Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wieder die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

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July 03 2013

13:00

V8 Supercars: Vorschau Sucrogen Townsville 400

Townsville ist am kommenden Wochenende die nächste Station im V8 Supercars-Kalender und für die meisten Fahrer einer der Highlights des Jahres. Auf dem Stadtkurs im Nordosten Australiens finden die Rennen 20 und 21 der laufenden Saison statt.

Sucrogen-Townsville-400Im vergangenen Jahr hatte es den Anschein, als ob Ford die Nase vorne haben würde. So konnten sich zwar Mark Winterbottom (FPR) und David Reynolds (Rod Nash Racing) die Pole Positions für die beiden Rennen sichern. Jedoch schafften es beide nicht diese auch in Siege umzumünzen, und so entschied Jamie Whincup gleich beide Läufe für sich, und holte sich somit auch den Gesamtsieg des Wochenendes. Dass sich ein Doppelsieg des Meisterschaftsführenden nicht wiederholt, hoffen sowohl sein Teamkollege Craig Lowndes als auch die beiden Ford-Piloten Winterbottom und Will Davison. Und auch Shane van Gisbergen von Tekno und Fabian Coulthard (BJR) malen sich einige Chancen aus, vor allem um ihren Rückstand in der Meisterschaft wieder wett zu machen. Und auch Russell Ingall von Walkinshaw Racing würde sich über einen Sieg freuen, schließlich bestreitet der Haudegen in Townsville sein 226. Rennen und wird somit zum Rekordstarter der V8 Supercars.

Die Strecke

Wie bereits erwähnt ist der Townsville Street Circuit ein Stadtkurs und noch nicht lange im V8-Supercar-Programm zu finden. Die Premiere fand im Jahr 2009 statt und wurde von Jamie Whincup gewonnen. “Von wem auch sonst?” möchte man fragen, denn schließlich stand Whincup in fünf der bisher acht auf dem Kurs ausgetragenen Rennen am Ende ganz oben auf dem Podium.

800px-Townsville_(Australia)_street_circuit_track_map.svg

Grafik von Wikipedia Commons – Autor: Will Pittenger

Die Strecke in Townsville hat insgesamt 13 Kurven, verteilt auf rund 2,8 Kilometer, und erinnert in seiner Charakteristik stark an den Adelaide Street Circuit oder den Grand-Prix-Kurs im Albert Park in Melbourne. Circa 70 Prozent der Strecke bestehen aus öffentlichen Straßen, was sich auch im Streckenlayout zeigt: Enge 90-Grad-Kurven und Spitzkehren wechseln sich ab mit lang gezogenen schnellen Kurven und “Esses”.

Turn 1 ist ein schneller Rechtsknick und wirkt wie eine Kopie von Turn 8 in Adelaide und wird noch mit 240km/h durchfahren, ehe man für Turn 2 auf 70km/h runterbremsen muss. Danach folgt eine kurze Gerade und mit Turn 3 erneut ein langsamer Rechtsknick. Beide Stellen laden durchaus zum Überholen ein.

Eine weitere Schlüsselstelle und eine gute Überholmöglichkeit findet sich in Turn 11: Nachdem die Fahrer zuvor wieder auf über 200km/h beschleunigt haben, müssen sie diese Spitzkehre mit rund 70km/h nehmen, was zu einigen wagemutigen Manövern führen kann. Zudem wird an dieser Stelle die Strecke etwas breiter, was den Fahrern bei Überholversuchen zu Gute kommen kann.

Zur Veranschaulichung kann man hier eine Runde mit James Moffat mitfahren. Der Ausschnitt stammt aus einem der Rennen der Saison 2011.

Rennformat

Gefahren werden auch dieses Jahr wieder zwei Läufe, einer am Samstag und einer am Sonntag über jeweils 72 Runden. Hierbei sind erstmals seit Adelaide auch wieder Tankstopps erlaubt, was bei vielen Fahrern für Erleichterung sorgt, da sie den Teams wieder mehr Spielraum für verschiedene Taktiken lassen. Zumal auf einem Stadtkurs auch noch vermehrt mit mehreren Safety-Car-Phasen zu rechnen ist.

Die genauen Startzeiten von den Rennen in Townsville könnt ihr wie immer unserem TV-Planer entnehmen.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Premiersports.

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