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February 27 2014

07:00

February 26 2014

07:00

February 05 2014

11:20

Newshappen: Ausgabe vom 05.02.2014

Mal wieder eine Runde News aus den letzten Wochen mit vielen Links

// Zunächst mal zu Michael Schumacher. Letzte Woche gab es die Meldung, dass die Ärzte damit beginnen, das induzierte Koma langsam aufzuheben. Bedeutet: Die Medikamente, die Schumacher in einem künstlichen Schlaf gehalten haben, werden langsam reduziert. Was darauf hinweist, dass die Blutungen und Häamtome im Gehirn abgeschwollen, bzw. verschwunden sind und die Schädeldecke geschlossen wurde. Schumacher soll auf die ersten Reizen positiv reagiert haben. Diese Reize werden sehr basal sein. Es geht um Schmerzreaktionen, also reagiert das vegetative Nervensystem auf Schlüsselreize, wie einen Stich mit einer Nadel. Der nächste Schritt wird sein, dass man die künstliche Beatmung abstellt, was ein echter Fortschritt wäre. Es geht um kleine Schritte, die sich über Wochen hinziehen können. Über Spätfolgen kann man zu diesem Zeitpunkt immer noch nichts sagen. Wir drücken Michael Schumacher weiter die Daumen!

// Bei Renault arbeitet man im Moment rund um die Uhr daran, die Probleme mit dem V6-Turbo abzustellen. Bisher klingt es eher so, als ob das allerdings keine leichte Aufgabe ist. Rob White, Deputy Managing Director von Renault, war immerhin so ehrlich, die Probleme klar zu benennen: “…we had problems with a sub-system within the Energy Store that did not directly concern either the battery nor the operation of the battery – it is an electronic part that was in the same housing as the Energy Store. We subsequently had problems with turbocharger and boost control systems with knock-on effects on the associated engine management systems, subsequently provoking mechanical failures.” Das klingt nicht wirklich gut. Elektrische Probleme wären zu verschmerzen und vermutlich per Software zu klären. Mechanische Probleme deuten auf ein viel größeres und tieferliegendes Problem hin. Ob das in den wenigen Tagen bis zum Bahrain-Test zu klären ist? Vermutlich nur, wenn man zunächst die Leistung reduziert. Die Testzeiten in Bahrain werden interessant sein.

// Ross Brawn hat McLaren und der Rest der Welt das “Gone Fishing” Schild gezeigt. Und zwar wortwörtlich. Er bereitet sich auf dieses Jahr auf seine Lieblingsbeschäftigung vor, dem Fischen. Eine Rückkehr hält er zunächst für ausgeschlossen. McLaren hat sich mittlerweile auch den von Lotus unverständlicherweise entlassenen Eric Boullier geschnappt und diesen als “Racing Director” eingestellt. Kann gut sein, dass er unter Ron Dennis, der nicht mehr zu allen Rennen reisen will, der verantwortliche Chef bei McLaren an der Strecke wird.

// Audi hat die Fahrerbesetzungen für die WEC bekannt gegeben. Für Alan McNish rutscht Lucas di Grassi ins Team. Die Chancen, dass Kristensen Sieg Nummer 9 in Le Mans einfahren kann, sind damit unserer Meinung nach erheblich gestiegen, denn mit Loic Duval hat man ja nun keinen schlechten Partner an Bord. In der #2 sitzen wie immer Fässler, Tréluyer, Lotterer. In der #3 werden Bonnanomi, Olli Jarvis und Albuquerque in Steuer greifen. Auch gut: Wir können schon jetzt die Ankündigung hier machen, dass wir auch 2014 wieder in Le Mans vor Ort sein werden um die Schlacht zwischen Porsche, Toyota und Audi live zu berichten.

// Auf der anderen Seite des Atlantik tut man sich in Sachen Prototypen noch etwas schwer, wie wir hier berichtet haben. Nicht völlig überraschend kommt die Ankündigung der IMSA, dass man die BoP zwischen den DP und den LMP2 für Sebring überarbeiten wird. Die DPs bekommen den vollen Diffusor (in Daytona fuhr man die letzte Spezifikation nicht), die LMP2 sollen mit dem “Low Downforce Kit” aus Le Mans an den Start gehen. Wir reden hier über rund 300 bis 400 Pfund mehr Abtrieb für die DPs und mindestens 200 Pfund weniger für die P2. Schon in Daytona lamentierten die DP-Teams, dass man in Sebring quasi chancenlos sei. Obwohl die DPs in Daytona 1.5 Sekunden schneller waren. Das Spiel geht also weiter, wobei das Problem ist, dass die “LMP2 Lobby” mit Greg Pickett (Muscle Milk), Extreme Sport und Oak relativ klein ist. Immerhin stemmt man sich gegen Ford, Chevrolet, Chip Ganassi, Michael Shank und andere.

// In der NASCAR geht es vor dem Start in die Saison auch zur Sache. Die Änderungen am Chase haben wir hier dokumentiert. Kurzgefasst: Es gibt ein Shootout von vier Fahrern im letzten Rennen, der Gewinner hat den Titel, egal wie oft er vorher gewonnen hat. Gleichzeitig hat die NASCAR den Strafenkatalog endlich mal transparent gemacht. Es gibt nun sieben Stufen im Strafensystem, wobei die erste nur eine Verwarnung ohne Konsequenzen is. Neu ist: Man verliert bei der höchsten Stufe der Strafe einen Sieg, was wichtig für den “Race for the Chase” sein kann.

// Geradezu sensationelle Neuigkeiten gibt es aus der BTCC zu berichten. Unsere allerliebste Tourenwagenserie erfährt eine massive Aufwertung durch die Rückkehr des Ex-Meisters Fabrizio Giovanardi, der einen Ford Focus für das Airwaves Team pilotieren wird. Von den allgemein bekannten wie beliebten “Hotshots, die gerne mal anklopfen” wären dann 2014 am Start: Jason Plato (MG), Matt Neal (Honda), Gordon Sheddon (Honda), Colin Turkington (BMW) [Alles Ex-Meister der BTCC], Andrew Jordan (Honda) [Meister 2013] und eben Giovanardi. Dazu kommen die ebenfalls nicht gerade zurückhaltenden Piloten wie Rob Austin (Audi), Tom Onslow-Cole (Ford), Dave Newsham (Toyota), Mat Jackson (Ford) oder Rob Collard (BMW). Man sollte seinen Popcorn-Vorrat frühzeitig anlegen.

// Und am Schluss: The return of Podcast. Ab dem 20.02. wird es wieder den Podcast geben. Zunächst mit kleineren Pausen, ab dem Start der F1-Saison dann in der üblichen Sequenz. Wir werden dieses Jahr ein paar Änderungen vornehmen. Es wird weniger um Rennberichte gehen, mehr um Hintergründe, Analysen und sonstige Auffälligkeiten. Wir versuchen uns auch auf 60 Minuten zu beschränken. Ehrlich. [Insert hier: Gelächter]

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December 30 2013

07:00

Best of 2013 – Sebastian

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönlichen Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Wie wohl vielen andere auch, wird mir das Motorsportjahr 2013 mit gemischten Gefühlen in Erinnerung bleiben. Tollen Rennen standen schlimme Unfälle mit tragischem Ausgang gegenüber. Und gut anzusehender Sport wird zunehmend überschattet von politischen Entscheidungen und dem steigenden finanziellen Druck mit dem viele Teams in verschiedensten Serien zu kämpfen haben. Die Formel 1 ist hier nur das prominenteste Beispiel.

Bestes Rennen
Um hierzu eine Entscheidung fällen zu können, urteile ich einfach mal höchst parteiisch und rein subjektiv. Meine beiden besten Rennen 2013 waren die BTCC-Läufe in Knockhill und das Saisonfinale in Brands Hatch. Und das nicht, weil es in der an Spannung ja ohnehin nicht gerade armen BTCC-Saison bei diesen beiden Rennen besonders unterhaltsam zuging, sondern ganz einfach, weil das meine ersten beiden BTCC-Rennen waren, die ich vor Ort live besuchen konnte.

Kurz gefasst: Es waren tolle Tage mit Motorsport zum Anfassen in entspannter Atmosphäre. Insbesondere Knockhill war hier eine ganz besondere Erfahrung. Im Paddock geht man auf Tuchfühlung mit Fahrern und Teams und die knackig kurze Strecke bietet viele tolle Stellen, um echtes Racing vom Streckenrand aus zu erleben. So eine Atmosphäre kenne ich eigentlich sonst nur aus der VLN – und da ist das in der Form eigentlich auch schon ein paar Jahre her.

Brands Hatch im Oktober lebte dann vor allem davon, dass hier die Meisterschaftsentscheidung in einem spannenden Finish fiel – und vom Regen, der am Rennsonntag keine einzige Pause einlegte. Meine Schuhe waren abends so aufgeweicht und verschlammt, dass ich sie direkt entsorgen konnte. Mit welchem Herz die britischen Fans aber trotz des miesen Wetters dabei sind und ohne ein einziges Dach zum Unterstellen an der Strecke ausharren, ist bemerkenswert und Racing pur.

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Bestes Finish
Hier muss ich irgendwie an die letzten Runden der V8 Supercars in Pukekohe denken. Mark Winterbottom folgte Jamie Whincup wie ein Schatten und man konnte kaum erwarten, wann der Ford-Pilot den finalen Angriff setzen würde. Dass die Sache dann in einer Kollision endete ist zwar nicht so schön – insgesamt ist dieser klassische Kampf Fahrer gegen Fahrer aber ein Beispiel dafür, was die Faszination Motorsport ausmacht. Und die mit einer riesigen Begeisterung begleitenden australischen Kommentatoren verliehen der ganzen Situation noch das i-Tüpfelchen.

Vielleicht also nicht wirklich das allerbeste Finish, das es im letzten Jahr gab. Für mich aber in schöner Erinnerung.

Bester Fahrer
hi_10468_7785In dieser Kategorie bleibe ich meinem Steckenpferd BTCC treu. Auch wenn die Leistungen so mancher Fahrer im letzten Jahr beeindruckend waren – Sebastian Vettel, Jimmie Johnson, Yvan Muller oder Mike Rockenfeller wären hier u.a. zu nennen – gebührt der Titel „Bester Fahrer“ doch dem BTCC-Champion Andrew Jordan. Die Werksmannschaften von Honda und MG und so arrivierte Namen wie Matt Neal, Gordon Shedden, Jason Plato und Colin Turkington hat der Eurotech-Pilot in die Schranken gewiesen und ist definitiv ein verdienter Meister. Keiner kann den BTCC-Honda Civic auf eine Runde so schnell um einen Kurs prügeln wie der Engländer und das, was ihm in den letzten Jahren oft fehlte, zeigte er in der zurückliegenden Saison mit Bravour: Eine eindrucksvolle Konstanz gepaart mit intelligenter Fahrweise über die gesamte Saison hinweg.

Bestes Team
Hier komme ich nicht um Red Bull herum. Vettels Leistung in der zweiten Saisonhälfte war sicherlich makellos, aber ohne die Weiterentwicklung, die Red Bull über die Sommerpause am RB9 betrieben hat, wäre die Titelverteidigung nicht so leicht möglich gewesen. Was auch immer da entwickelt wurde und ob es nun legal war oder nicht (Stichwort versteckte Traktionskontrolle?) hat den Ausschlag gegeben. Und neben Vettels fehlerfrier Leistung agierte auch das Team meist makellos und höchst professionell. Einzig getrübt haben die teaminterne Querelen zwischen den Fahrern und die vergleichsweise durchwachsene Leistung von Mark Webber. Ob der Australier aber nun teamintern tatsächlich benachteiligt wurde, lässt sich nicht sagen und daher ist Red Bull das Team des Jahres.

Feinde/Duell des Jahres
Kimi gegen Lotus, Lotus gegen Kimi. Das Jahr hatte mit dem Auftaktsieg beim Australien GP so verheißungsvoll angefangen – am Ende war es dann eine zerrüttete Ehe die in der Scheidung zwei Rennen vor Saisonende mündete.

Szene des Jahres
Der Moment als Matias Ekströms Vater seinem Sohn nach dessen Sieg an der Nürnberger Noris eine Flasche Wasser in den Overall goss. Ob nun aus freudigem Überschwang, wie die einen sagen, oder mit absichtlichem Kalkül, wie die anderen sagen – diese Szene läutete eine der bizarrsten Diskussionen ein, die ich im Motorsport erlebt habe. Klar, Reglement ist Reglement und da steht drin, dass nach der Zieldurchfahrt Parc Ferme-Bestimmung herrscht und am Auto und am Fahrer bis zur Waage nichts manipuliert werden darf. Aber die Art und Weise wie hier im Einzelnen um möglicherweise nachträglich hinzugefügtes Gewicht argumentiert und gestritten wurde war (leider) mal wieder so typisch unrühmlich für die DTM und hat unterm Strich dem Sport nur geschadet. Und die im Nachhinein am grünen Tisch getroffene Entscheidung, Ekström zu disqualifizieren aber auch keinen neuen Sieger zu küren, setze dem Fass noch die Krone auf. Das traurigste daran: Das Norisring-Rennen war bis dato eines der besten, das ich seit langem in der DTM gesehen hatte.

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Schönster Moment des Jahres
Als mir beim Betreten des Paddock in Knockhill Jason Plato mit Kaffee, Kippe und Handy am Ohr entgegenkam.

 

 

 

Überraschung des Jahres
Hier fällt mir doch noch was Positives zur DTM ein. Mal ehrlich, mit einem Champion Mike Rockenfeller hatte man vor der Saison nicht wirklich gerechnet, oder? Dabei ist für mich nicht nur überraschend, dass der sympathische Audi-Pilot den Titel holen konnte, sondern auch in welch cooler und souveräner Art und Weise. Und das alles rund zwei Jahre nach seinem schweren Le Mans-Unfall. Toll gemacht, Rocky!

Weitere positive Überraschung aus der DTM, die ich nicht unerwähnt lassen möchte: Timo Glock, der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten super eingefunden hat und seine Debütsaison mit einem Sieg krönen konnte. Da haben wir schon ganz andere ehemalige F1-Piloten in der DTM erleben dürfen, die sich deutlich schlechter verkauft haben …

Enttäuschung des Jahres
Da war leider so einiges. McLaren, die Mercedes-Performance in der DTM, die ARD-Berichterstattung über die DTM, das Hick Hack um den Nürburgring, das Fehlen so mancher angekündigter Autos in der BTCC usw.

Aber für mich ganz persönlich war es leider Le Mans. Nicht etwa weil das Rennen schlecht war, sondern wegen dem Tod von Allan Simonsen. Ich hatte mich riesig auf das Le Mans-Wochenende gefreut, auf das verheißungsvolle Duell Audi gegen Toyota, auf die neue Ausgabe des größten Autorennens der Welt. Mit dem Tod von Alan Simonsen war um 18:00 Uhr dann schlagartig die Luft raus. Wie kann man Leitplanken direkt vor einen Baum stellen?! An so einer Stelle, bei so einem Rennen?!

Langweiligstes Rennen
Leider viele Rennen in F1 und DTM.

Racecontrol-Moment des Jahres
Eindeutig der Geländewagen, der beim GP von Südkorea auf einmal über die Gegengerade „bretterte“.

Spruch des Jahres
Sebastian Vettel nach dem Singapur GP über die Dominanz von Red Bull:

„Wenn andere die Eier in den Pool hängen lassen am frühen Freitag, arbeiten wir immer noch hart für ein starkes Rennen.“

Und vielleicht noch besser Nico Rosbergs Reaktion darauf:

“Er sollte sich weniger Gedanken machen über meine Eier und mehr auf sich selbst gucken.”

Glückspilz des Jahres
Fahrer und Streckenmarschall bei diesem Rennen zur Ferrari Challenge in Suzuka. Beide kamen mit dem Leben davon, was angesichts der Bilder mehr als ein Wunder ist.

Wünsche für 2014
Ich wünsche mir vor allem, dass die Formel 1 von den Regeländerungen profitiert und wir am Ende von 2014 noch immer elf Teams beisammen haben.
Ähnliches lässt sich auch für die WTCC wünschen.
Ansonsten hoffe ich auf viele spannende Rennen ohne verletzte oder gar tote Fahrer, Streckenmarschalls und Zuschauer.

 

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December 14 2013

14:15

V8 Supercars: Analyse Sydney 500

Jamie Whincup ist der alte und neue Champion der V8 Supercars. Mit zwei blitzsauberen Rennen sicherte er sich in Sydney seinen insgesamt schon fünften Titel und stellte sich damit auf eine Stufe mit Mark Skaife und Dick Johnson.

Sydney 500 2013 LogoDass die Meisterschaft nur über ihn entschieden werden konnte, machte Whincup bereits im Top-Ten-Shootout deutlich, als er sich seine 13. (!) Pole Position in diesem Jahr holte und sich damit vor Mark Winterbottom (FPR) setzte. Sein Red-Bull-Teamkollege Craig Lowndes, der als ärgster Konkurrent Whincups mit 20 Punkten angereist war, schaffte nur die zehntbeste Zeit, was ihm im Rennen noch teuer zu stehen kommen sollte.

Rennen 1

Am Start machte allerdings erstmal ein Mann auf sich aufmerksam, den man vorne eigentlich weniger erwarten würde. Jonathon Webb (Tekno), der von Platz vier gestartet war, setzte sich mit einem tollen Manöver in Turn 1 in Führung. Dabei profitierte er allerdings auch davon, dass sich sowohl Whincup als auch Winterbottom beim Anbremsen etwas verschätzten und so die Tür für Webb weit offen ließen. Winterbottom wurde dabei sogar bis auf die vierte Position zurückgereicht.

Webb konnte sich nur früh über die Führung freuen, denn bereits in der dritten Runde ging Whincup, der das eindeutig schnellste Auto im Feld hatte, an ihm vorbei.

Für Whincups Titelkonkurrenten Winterbottom und Lowndes lief es nach dem Start weniger gut. Winterbottom hing auf Platz vier hinter Fabian Coulthard (BJR) fest, während Lowndes ein paar Position weiter hinten nicht an Tony D’Alberto (TDR) vorbei kam. Daraufhin entschied man sich sowohl bei FPR als auch bei Red Bull bereits nach fünf bzw. sechs Runden zum ersten von zwei Pflichtstops rein zu kommen.

In Runde zwölf sorgte Scott McLaughlin (GRM) für die erste Caution, nachdem er mit einem Getriebeschaden liegen blieb. Nun kam auch der Rest des Feldes an die Box.

Kurz nach dem darauf folgenden Restart kam es dann zu der Szene, die die Meisterschaft fast schon entscheiden sollte. Lowndes ging in Turn 9 zunächst an Winterbottom vorbei, wurde von dem aber bereits in der nächsten Kurve in die Reifenstapel geschoben. Lowndes konnte zwar weiterfahren, zog sich aber beim Einschlag in die Reifen Beschädingungen am Kotflügel hinten links, sowie am Tankstutzen zu, was dazu führte, dass beim nächsten Pitstop beim Tanken ein Teil des Benzins danebenfloss, und man Lowndes so zur Sicherheit noch ein drittes Mal reinholen musste.

Das Safety Car kam dann bereits in Runde 18 das zweite Mal auf die Strecke, nachdem sich Tim Blanchard (DJR) nach Kontakt mit Shane van Gisbergen (Tekno) im Reifenstapel von Turn 1 wieder fand.

Jamie Whincup ließ sich von all dem nicht beirren und führte auch nach dem zweiten Restart vor Webb und Coulthard das Rennen an. Lowndes lag trotz seines Scharmützels mit Winterbottom noch auf dem vierten Rang, und damit drei Plätze vor Frosty.

Der Mann des Rennens bislang war allerdings Garth Tander (HRT), der in der Qualifikation einen Unfall hatte und deshalb vom letzten Platz gestartet war. Bis zur Rennhalbzeit hatte er sich bis auf Platz acht vorgearbeitet, als ihn leider Probleme an der Bremse heimsuchten. In zwei aufeinanderfolgenden Runden verbremste er sich in Turn 1 und fiel wieder bis auf Rang 21 zurück. Am Ende des Tages reichte es für den Champion von 2007 noch für Platz 14.

Whincup hatte sich unterdessen über 7 Sekunden vom Feld abgesetzt und sollte auch nach der zweiten Phase der Boxenstopps und einer weiteren Safety-Car-Phase (Maro Engel war in Runde 57 mit einem technischen Defekt liegengeblieben) die Nase vorn haben.

In Runde 63 schlug dann das Karma bei Winterbottom zu, der nicht nur nach der Aktion gegen Lowndes straffrei blieb, sondern auch nachdem er sich nach seinem zweiten Stop partout nicht von Whincup überrunden lassen wollte. Tony D’Alberto hatte die Mauer touchiert und kollidierte anschließend mit Winterbottom, der dauraufhin ebenfalls in die Mauer knallte. Winterbottoms Wagen wurde dabei so stark beschädigt, dass er ausscheiden musste. Tony D’Alberto wurde am Ende immerhin noch Sechster.

Fast zeitgleich kam es auch zu einem Crash in Turn 2 als James Moffat (Nissan) sehr optimistischer Versuch an Scott Pye (LDM) vorbeizugehen schiefging und so die letzte Caution des Tages auslöste.

Nach dem Restart waren noch acht Runden zu fahren und dementsprechend hitzig ging es dann im Feld zu. Erst überholte Jason Bright (BJR) Will Davison (FPR) und sicherte sich Position fünf, in der letzten Runde packte dann van Gisbergen im Kampf um Platz drei die Brechstange gegen Coulthard aus und drückte ihn kurzerhand in die Reifenstapel. Den dritten Platz durfte van Gisbergen zwar behalten, doch die Rennleitung zog ihm nach dem Rennen 75 Meisterschaftspunkte ab. Für Coulthard, der sich noch auf Rang 19 ins Ziel schleppen konnte, ein schwacher Trost.

Das Rennen gewann von all dem unbeeindruckt Jamie Whincup vor Jonathon Webb und Shane van Gisbergen. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Jason Bright und Will Davison. Michael Caruso wurde im besten Nissan Siebter, Tim Slade im besten Mercedes Achter.

Highlights Rennen 1

Ergebnis Rennen 1

 

Rennen 2

Shane van Gisbergen startete im zweiten Rennen von ganz vorne, Jason Bright neben ihm von Platz zwei. Dahinter folgten Jamie Whincup, Mark Winterbottom und Will Davison. Craig Lowndes musste sich mit Startplatz neun begnügen. Um die Meisterschaft doch noch für sich zu entscheiden musste Lowndes mindestens Fünfter werden, gleichzeitig aber auf einen Ausfall Whincups hoffen.

Beim Start kam Winterbottom am besten weg und konnte sich auf die zweite Position hinter van Gisbergen setzen. Lowndes konnte ebenso zwei Positionen gutmachen, als sich Tander, D’Alberto und Webb in Turn 1 zu nahe kamen. Jamie Whincup, der nach seinem Sieg in Rennen 1 die Meisterschaft so gut wie sicher hatte, verlor dagegen einen Platz.

Bei Red Bull entschied man sich beide Fahrer bereits nach sieben bzw. acht Runden das erste Mal an die Box zu holen und sie einen langen mittleren Stint fahren zu lassen. Ganz anders als die Spitze um van Gisbergen und Bright, die erst nach 20 Runden das erste Mal an die Box fuhren.

In Runde 33, kurz nachdem das Feld ihre ersten Pflichtstops absolviert hatten, sorgte James Moffat für die erste von zwei Cautions, als er seinen Nissan mit einem kaputten Gtriebe auf der Strecke abstellte.

Dies nutzten einige dann für ihren zweiten Stop, unter anderem auch die beiden Red Bulls. Doch als Lowndes an die Box kam, unterlief seiner Crew ein Missgeschick als man ihm zunächst die Reifen für Whincup aufzog und Lowndes von Platz vier auf Platz elf zurückfiel.

Beim Restart in Runde 37 führte van Gisbergen, der als einer von wenigen nicht die Box aufgesucht hatte, das Feld vor Will Davison und Rick Kelly (Nissan) an.

Nachdem van Gisbergen in Runde 51 seinen zweiten Pflichtstop hinter sich hatte, fand er sich hinter Whincup wieder, der allerdings mit zehn Runden älteren Reifen unterwegs war. Doch bevor van Gisbergen entscheidend angreifen konnte, kam (zu seinem Glück) erneut das Safety Car auf die Strecke. Diesmal stand Blanchard in der Auslaufzone von Turn 1. Er war nach einem Bremsversagen Dean Fiore (LDM) ins Heck gekracht und musste sein Rennen beenden. Fiore, der nach dem Aufprall von Blanchard auch noch in die Reifenstapel flog, konnte erstaunlicherweise weiterfahren. Er fuhr zwar direkt an die Box, jedoch nur zum Nachtanken und für vier neue Reifen, und nicht zur Reparatur.

Nach dem Restart konnte van Gisbergen dann endlich den Vorteil seiner frischeren Reifen nutzen und überholte innerhalb weniger Runden erst Whincup und später auch David Reynolds (Rod Nash Racing) und den bis dahin in Führung liegenden Bright. Während sich van Gisbergen absetzte, lieferte sich Whincup einen ebenso wilden wie riskanten Kampf mit Bright und Reynolds um die zweite Position. Denn Lowndes lag zu diesem Zeitpunkt als Fünfter direkt hinter diesem Trio, was ihm bei einem Ausfall Whincups zum Titelgewinn reichen würde.

Doch so weit kam es dann doch nicht. Shane van Gisbergen gewann das Rennen souverän vor Jason Bright, Jamie Whincup und David Reynolds. Craig Lowndes, der als einziger jedes Rennen über die volle Distanz absolvierte, wurde wie bereits erwähnt Fünfter, vor Mark Winterbottom und Will Davison.

Tim Slade kam auf Platz elf ins Ziel und war damit erneut bester Mercedes. Für Nissan lief es dieses Mal nicht ganz so gut, Todd Kelly schaffte es als bester von ihnen auf Platz 17.

Highlights Rennen 2

Ergebnis Rennen 2

Fazit

Jamie Whincup gewinnt also zum dritten Mal hintereinander, und zum insgesamt fünften Mal insgesamt, die Meisterschaft der V8 Supercars. Insgesamt gesehen geht auch dieser Titelgewinn verdientermaßen an den Mann aus Melbourne, was auch folgende Zahlen belegen: In insgesamt 36 Rennen in diesem Jahr holte Whincup nicht nur elf Siege, sondern auch insgesamt 21 Podestplätze und 13 Pole Positions. Zwar stehen auch drei DNFs zu Buche, doch weder Lowndes noch Will Davison und Mark Winterbottom waren in der Lage diese Chancen zu nutzen.

Zusammen mit Ian Geoghegan, Dick Johnson und Mark Skaife ist Jamie Whincup mit fünf ATCC-/V8-Supercar-Titeln Rekordchampion, und wenn man bedenkt, dass er gerade einmal 30 Jahre alt ist, werden wohl noch einige Titel folgen.

Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wie immer die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

Das wars dann auch mit der V8-Saison 2013. Bedanken möchte ich mich noch bei allen Lesern, und den ganzen “Freaks”, die sich an den Wochenenden des Nachts oder am frühen Morgen vor einen Stream ihrer Wahl gesetzt haben, um sich die Rennen anzuschauen.

Im nächsten Jahr gehts dann zu erst weiter mit dem Pre-Season-Test am 15. Februar im Sydney Motorsport Park (Eastern Creek), ehe am 1. März das erste Saisonrennen in Adelaide stattfindet.

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December 11 2013

07:00

Ferner liefen: Die Newshappen 11.12.2013

Wir fassen die Nachrichten der letzten Tage zusammen, vor allem aus Serien, die sonst eher weniger beachtet werden.

// Wie gestern schon berichtet gibt es eine einige Änderungen am sportlichen Reglement der Formel Eins. (Die technische Seite beleuchten wir ausführlich im Januar). Immerhin haben die Teams abgelehnt, dass zwei Boxenstopps pro Rennen vorgeschrieben werden sollen. Dafür will man ab 2015 eine Budgetbegrenzung einführen. Das wollte man zwar schon in den letzten fünf Jahren, aber getan hat sich bekanntlich nichts. Das Abkommen, das es im Rahmen der mittlerweile auch eingegangenen FOTA mal gab, war das Papier nicht wert, auf dem es stand. Martin Whitmarsh ist dementsprechend skeptisch, was die Umsetzung angeht. (DD)

// Ansonsten ist es ruhig in der F1. In Sachen Piloten gibt es bisher keine Neuigkeiten von Sauber, Force India oder Caterham. Vermutlich wird es bei einigen Teams bis Ende Januar dauern, bis sie ihre Fahrer zusammen haben. Aber nicht nur in der F1 ist es mittlerweile schwer geworden, ein bezahltes Cockpit zu erlangen. In anderen Serien sieht es genau so aus, wie der Ex-F1-Pilot Christian Klien in einem Interview auf seiner Homepage klarstellt. (Die Schriftgröße könnte er mal ändern.) (DD)

hi_10504_ab2a// Ein paar News aus der BTCC: Die meisten werden es mitbekommen haben, aber für alle, die es dennoch verpasst haben, hier die News des Jahres: Honda tritt 2014 mit einem Civic-Kombi in der Meisterschaft an. Das ist, wenn ich richtig informiert bin, der erste Kombi seit dem legendären Volvo 850, der immerhin so schnell war, dass er um die Meisterschaft mitfahren konnte. Mutig ist die Entscheidung von Honda schon und man darf davon ausgehen, dass der Antrieb, einen Kombi einzusetzen, eher aus dem Bereich Marketing kommt. Aber was solls, sieht gut aus und dürfte, außer in Oulton Park, auch gutgehen. (DD)

// Dave Newsham wechselt zu AmD, die 2014 einen alten Ford Focus von Motorbase einsetzen werden. (DD)

// United Motorsport, bisher nur in der britischen GT-Meisterschaft unterwegs, will 2014 mit zweiToyota Avensis für James Cole (im Vorjahr Tony Gilham Racing) und Newcommer Glynn Geddie in der BTCC antreten. (DD, SF)

// Drittes Autos bei KX Momentum/Tripple Eight: aMarc Hynes</a> wird 2014 einen weiteren MG pilotieren und damit Teamkollege von Jason Plato und Sam Tordoff. Hynes ist ehemaliger britischer F3-Champion und war in den letzten Jahren vor allem im operativen Bereich des Motorsports aktiv – u.a. ist er Teil des Managements vom Marussia F1 Team. (SF)</p> <p>// Überhaupt wird es eng auf der Strecke. Die TOCA rechnet mit einem Starterfeld von <a href=" http:="">bis zu 32 Wagen. Damit sind alle Startlizenzen der neu eingeführten TBL (TOCA BTCC Licence) vergeben. Für die Teams, die im Besitz einer Lizenz sind, bedeutet das, einen garantierten Startplatz bis 2016. Abzuwarten bleibt, ob auch immer 32 Starter antreten werden. Das Auslassen eines Rennens wird man sich aber gut überlegen, da sonst der Entzug der Lizenz drohen kann. Damit wird auch gleichzeitig der eigentliche Hintergrund klarer: Man möchte weniger Hop-On-Hop-Off-Teams, die in den letzten Jahren immer mal wieder – auch kurzfristig – auf Rennteilnahmen verzichtet haben. So kann man dann gegenüber Sponsoren und Zuschauern volle Startfelder garantieren. Vergeben wurden die 32 TBLs vorrangig an bereits bestehende Teams, die in der letzten Saison an mehr als 50 Prozent der Meisterschaft teilgenommen haben. Weitere Lizenzen gingen dann an Teams, die im Besitz mindestens eines NGTC-Autos sind. Weitere Informationen über die neue TBL ahier</a>. (DD, SF)</p> <p>// Die BTCC hat auch die Regeln für die <a href=" http:="">Boost-Level geändert. Zwar bleibt es beim Performancequerschnitt von allen Wagen einer Marke, dafür werden die Schritte, mit denen der Turboboost erhöht werden kann, verkleinert. (DD)

// Zur GT bzw. WEC: Hexis ist pleite. Vor zwei Jahren gewann man noch die GT1-Weltmeisterschaft, jetzt hat man keinen Käufer mehr gefunden und musste die Werkstatt schließen. Der ehemalige Teammanager Philippe Dumas wechselt zu OAK und übernimmt da ebenfalls die Rolle des Teammanangers. (DD)

// Oreca baut für 2015 ein neues LMP2-Coupé. Der Oreca 03 muss also noch ein paar Monate durchhalten, aber das Paket stimmt bei Oreca ja. Im Moment baut man den neuen Rebellion R-One für die LMP1 und ist damit ausgelastet. Man wird aber sicher die Erfahrungen aus dem R-One-Projekt in das neue Chassis übertragen. (DD)

// Die chinesische KCMG-Mannschaft macht ernst. Man wird 2014 die komplette WEC-Saison fahren und plant auch einen Start in der ELMS und der AsiaLMS. Eingesetzt wird weiterhin das OAK-Chassis (Morgan) mit dem Motor von Nissan. Man sollte das Team durchaus ernst nehmen. In seiner ersten Saison konnte das Team durchaus gute Ergebnisse einfahren und auch bei den 24 Stunden von Le Mans hielt man sich wacker. (DD)

// Der ACO bzw. die FIA haben die BoP-Regeln für die WEC veröffentlicht. Heißen jetzt auch nicht mehr “BoP”, sondern “Equivalence of Technology” (EoT). Warum auch immer…. jedenfalls sind die neuen Regeln schon lustig. Denn erstens verlässt man sich auf die Angaben der Hersteller und zweitens wird es erst nach dem 24h-Rennen eine Anpassung geben. Da das ganze etwas komplexer ist, gehen wir in einem Extra-Artikel noch mal die EoT ein, wenn die WEC in die Saison startet. (DD)

// Die IMSA bastelt weiter an den Daytona-Prototypen herum. Bei den Tests im November platzten sowohl beim Spirit of Daytona als auch beim Action Press Team ein Hinterreifen, was dazu führte, dass die DPs in die Luft aufstiegen und sich überschlugen. Continental hat nun einen neuen Hinterreifen mit verstärkten Seitenwänden entwickelt. Erschreckend ist jedoch die Tatsache, dass die DPs offenbar sehr empfindlich sind, was die Luftführung angeht. Laut “racer.com” generieren die DPs nun 60% mehr Abtrieb und die kommen zum größten Teil durch den Diffusor. Wenn aber dort der Luftstrom abreisst, zum Beispiel weil ein Reifen platzt und der Wagen auf einer Seite aufliegt, dann fehlt der Abtrieb plötzlich und damit auch die Seitenführung. Es fehlt schlicht und ergreifend mechanischer Grip und weiterer Abtrieb, der wie bei den P1- und P2-Wagen durch eine Finne generiert wird, wenn der Wagen sich seitlich stellt und Unterluft bekommen kann. Ebenfalls fehlen die großen Luftauslässe über den Vorderreifen. Es scheint weiter keine gute Idee zu sein, die DPs mit aller Macht auf das Level der LMP2-Wagen zu bringen, zumal die immer noch schneller sind. (DD)

// Zum Abschluss noch etwas aus der NASCAR: Ein schöner Überblick über ein paar Paint-Schemes aus diesem Jahr. (DD)

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December 06 2013

07:00

V8 Supercars: Vorschau Sydney 500

Seit 2009 findet das Saisonfinale der V8 Supercars in Sydney statt. Der Homebush Street Circuit im Olympic Park ist in diesem Jahr zudem der Schauplatz einer der engsten Titelentscheidungen der letzten Jahre: Vor den letzten beiden Saisonrennen, bei denen man maximal noch 300 Punkte einfahren kann, liegen die beiden Titelkontrahenten Jamie Whincup und Craig Lowndes von Red Bull Racing gerade einmal 20 Punkte auseinander.

Sydney 500 2013 LogoRein rechnerisch sind auch noch Mark Winterbottom und Will Davison von FPR mit im Meisterschaftsrennen dabei. Doch angesichts 124 (Winterbottom) und 223 (W.Davison) Zählern Rückstand müsste schon einiges an Glück für die Ford-Truppe zusammenkommen. Ein Blick in die Statistik könnte ihnen allerdings Hoffnung geben: In den acht Rennen seit 2009 gab es insgesamt sieben verschiedene Sieger, einzig Lowndes konnte beim Sydney 500 bereits zwei Rennen gewinnen (2011, 2012). Ähnlich ausgeglichen sieht es auch bei den Herstellern aus: Vier Holden-Siege stehen ebenso viele für Ford gegenüber. Zudem gehört der Homebush Street Circuit zu den wenigen Strecken, auf denen Jamie Whincup noch nicht erfolgreich war. Der Ausgang der Rennen ist also mindestens ebenso offen, wie in der Meisterschaft.

Die Strecke

Hinzu kommt, dass Homebush ein Straßenkurs ist, auf denen es immer wieder mal zu Safety-Car-Phasen und Zwischenfällen aller Art kommen kann. Wie zum Beispiel im letzten Jahr als Shane van Gisbergen (damals im Stone-Brothers-Ford) sich kurz nach dem Start sein Auto beschädigte und anschließend noch das Medical Car auf die Hörner nahm. Unvergessen auch das Regenchaos von 2010, als nach einem Wolkenbruch kurz vor Rennende dazu führte, dass so gut wie jeder mindestens einmal in die Mauer rutschte.

Zur Strecke an sich lässt sich wenig sagen. Zehn Kurven, meist 90-Grad-Kehren, verteilen sich auf 3,5 Homebush_Street_Circuit_(Sydney,_Australia)_track_map.svgKilometer. Hinzu kommen enge Schikanen wie die “Gold Chicane” (Turn 2-4), die einige Fahrer als eine der wenigen Überholmöglichkeiten interpretieren. Zumeist mit mäßigem Erfolg.

Der Rundenrekord von 1:28.3839 stammt aus dem Jahr 2011 und wurde von Craig Lowndes aufgestellt.

Hier kann man eine Runde mit Jamie Whincup mitfahren:

 

Rennformat / TV- bzw. Live-Stream Zeiten

Wie auch in Townsville und Adelaide findet jeweils am Samstag und am Sonntag ein Rennen über 74 Runden statt. Dabei wird am Samstag erst um 17 Uhr Ortszeit gestartet, was nicht nur dazu führt dass das Rennen in der Abenddämmerung endet, sondern auch zum für uns Europäer angenehmen Nebeneffekt für das Rennen erst um 7 Uhr aufstehen zu müssen. Am Sonntag muss man dagegen wieder um 5 Uhr aus dem Bett kriechen.

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Motors TV.

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November 30 2013

14:30

V8 Supercars: Analyse Phillip Island

Die großen Gewinner des Wochenendes waren Jamie Whincup und Craig Lowndes. Im Gegensatz zu ihren Rivalen von FPR konnten sie jeweils ein Rennen gewinnen und sich so vor dem Saisonfinale in Sydney fast schon vorentscheidend von Mark Winterbottom und Will Davison absetzen.

sfx105928Doch dass das FPR-Duo nach Phillip Island nur noch theoretische Titelchancen hat, lag nicht unbedingt am fehlendnm Speed, wie man an Mark Winterbottom sehen konnte, der in zwei der drei Rennen von der Pole Position startete. Vielmehr spielte auch Pech eine Rolle, denn sowohl Winterbottom als auch Will Davison waren in Kollisionen verwickelt, die sie weit zurückwarfen. Umso bitterer war es, dass Red Bull Racing am Wochenende einfach eine überragende Form an den Tag legten. Zwar schafften es weder Whincup noch Lowndes, in einem der Rennen von ganz vorne zu starten, doch wenn man bedenkt wie die beiden anschließend durch das Feld pflügten, konnte man darüber fast schon froh sein.

Rennen 1

Mark Winterbottom holte sich vor dem Sprint Race also seine erste Pole des Wochenendes und startete somit vor Craig Lowndes und Garth Tander (HRT). Alex Davison (Charlie Schwerkolt Racing) startete etwas überraschend von Position vier, sein Bruder Will hingegen musste sich mit Startplatz zehn begnügen, Jamie Whincup gar mit Platz 13.

Lowndes erwischte einen besseren Start als Winterbottom und konnte sofort die Führung übernehmen, einen Umlauf später ging auch Tander an Frosty vorbei. Weiter hinten hatten sich Will Davison und Jamie Whincup unterdessen auf die Plätze acht und neun vorgearbeitet.

Davison konnte sich jedoch nur kurz darüber freuen. Im Kampf um Platz sieben wurde er von Shane van Gisbergen (Tekno) umgedreht und fiel weit zurück. Am Ende reichte es nur für Rang 17.

Kurz darauf gab es die erste von zwei Cautions, als David Reynolds (Rod Nash Racing) ein Reifen platzte und einige Teile auf der Strecke verteilt wurden.

Alex Premat (GRM) ereilte beim Restart in Runde zehn dasselbe Schicksal, und er kam in der schnellen Linkskurve von Turn 3 von der Strecke ab. Premat konnte auf der Wiese und dem Kiesbett kaum abbremsen und als er in Turn 4 wieder zurück auf die Strecke rutschte, knallte er mit dem Heck voran in die Fahrertür von James Courtney (HRT). Als die TV-Bilder die völlig zerstörte rechte Seite seines Autos und die eingedrückte Fahrertür zeigten, befürchtete man fast schon wieder das Schlimmste. Doch in der Onboard konnte man sehen, wie Courtney bereits versuchte, sich aus dem Wrack zu befreien, was ihm schließlich mit Hilfe von Premat gelang, der als erster zu Courtney geeilt war.

Beide Autos wurden beim Unfall so schwer beschädigt, dass man sie für den Rest des Wochenendes nicht mehr einsetzen konnte. Viel wichtiger ist jedoch, dass beide Fahrer keine schweren Verletzungen davontrugen. Courtney zog sich zwar einen Schienbeinbruch und einen Muskelriss im Oberschenkel zu, befindet sich aber bereits auf dem Weg der Besserung. In Sydney wird er von Nick Percat ersetzt, der bei den Endurance-Rennen Co-Driver von Tander war. Alex Premat blieb unverletzt.

In Runde 14, der letzten vor der Halbzeit, wurde das Rennen wieder freigegeben und es wurde wieder hektisch. Lowndes und Winterbottom, die sich im Chaos der letzten Runden etwas unbemerkt an die Spitze gearbeitet hatten, kollidierten beim Kampf um die Führung in der letzten Kurve und kamen von der Strecke ab. Der lachende Dritte war in diesem Fall Tander, der die erste Hälfte somit als Erster beendete vor Alex Davison und Fabian Coulthard (BJR). Frosty rettete sich noch auf Platz fünf, während Lowndes bis auf Platz 14 zurückfiel.

Beim Start zur zweiten Hälfte konnte sich Tander sofort vom Rest des Feldes absetzen, wobei er von dem Duell von Alex Davison und Coulthard profitierte, die sich rundenlang um die zweite Position stritten.

Auf Rang vier machte sich van Gisbergen breit und versuchte Winterbottom und Whincup hinter sich zu halten, was ihm aber nicht lange gelingen sollte. Als Winterbottom, der deutlich schneller war als der Neuseeländer, endlich an ihm vorbei war, konnte die Dreiergruppe deutlich auf Alex Davison und Coulthard aufholen.

Vier Runden vor Schluss kämpften somit gleich fünf Fahrer um Platz zwei. Doch dem einzigen, dem das wirklich half, war Tander, der einem ungefährdeten Sieg entgegenfuhr.

Dafür wurde es unter den Verfolgern nochmal chaotisch. Erst konnte Coulthard Platz zwei von Alex Davison erobern und in der letzten Runde konnte Whincup an Winterbottom vorbeigehen und sich so den vierten Platz sichern.

Noch viel enger ging es allerdings dahinter zu. Lowndes überholte auf der Ziellinie Chaz Mostert (DJR) und wurde somit Achter. Die beiden trennten am Ende 33 Zehntausendstel einer Sekunde.

Highlights Rennen 1

Ergebnis Rennen 1

Rennen 2

Das zweite Rennen sah die beiden BJR-Holden von Coulthard und Bright in Startreihe eins, dahinter folgten Winterbottom, Whincup und Mostert. Lowndes startete das Rennen von Rang acht, Will Davison nur von 13.

Whincup und Mostert erwischten einen grandiosen Start und gingen zusammen mit Coulthard und Winterbottom zu viert nebeneinander in die erste Kurve. Als sich van Gisbergen auch noch dazu gesellen wollte, war Winterbottom der Leidtragende und wurde weit nach außen gedrückt, wodurch er mehrere Plätze verlor.

Während Whincup sich anschließend immer weiter von seinen Verfolgern absetzen konnte, machte sein Teamkollege Lowndes Position um Position gut. Als in Runde 14 aufgrund eines Motorschadens bei Michael Caruso das Safety Car auf die Strecke musste, war Lowndes bereits Zweiter.

Nach dem Restart in Runde 17 machte er dann auch mit Whincup kurzen Prozess und eroberte Platz eins, den er bis zum Fallen der Zielflagge behalten sollte.

Van Gisbergen wurde Dritter, gefolgt von Mostert und Coulthard. Für Winterbottom reichte es noch zu Rang sieben, womit er einen Platz vor Will Davison lag.

Highlights Rennen 2

Ergebnis Rennen 2

Rennen 3

Im letzten Rennen des Wochenendes startete erneut Mark Winterbottom von ganz vorne und teilte sich die erste Startreihe mit Lowndes. Dahinter folgte das BJR-Duo Bright und Coulthard, dann Jamie Whincup. Will Davison erwischte abermals ein bescheidenes Qualifying und musst das Rennen von Platz 10 in Angriff nehmen.

Whincup und Lowndes kamen beim Start wieder am besten weg und hatten sich am Ende der ersten Runde bereits auf die Plätze eins und zwei geschoben. Lowndes konnte sich aber nur kurz vor Winterbottom behaupten und musste Platz zwei schnell wieder hergeben.

In Runde elf gab es die erste von zwei Cautions, als Lee Holdsworth (Erebus) einen Reifen verlor und seinen Wagen neben der Strecke abstellen musste. Jonathon Webb (Tekno) konnte dem Reifen nicht ausweichen und katapultierte ihn in Richtung der Zuschauer, wo er glücklicherweise niemanden traf.

Nach der anschließenden Safety-Car-Phase wurde das Rennen in Runde 15 wieder freigegeben, der nächste Zwischenfall ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Im Kampf um Platz sieben kamen sich Moffat (Nissan), Reynolds und Mostert etwas zu nahe. James Moffat verbremste sich in Turn 4 und schob Reynolds in Mostert hinein. Der widerum drehte sich und stand nun quer in der Haarnadel, wo ihm Russell Ingall (Walkinshaw Racing) nicht mehr ausweichen konnte. Für Mostert und Ingall war das Rennen vorbei.

Nach dem zweiten Restart in Runde 18 passierte nicht mehr viel, und das letzte Rennen endete mit einem Sieg für Jamie Whincup, der vor Winterbottom und Lowndes gewann. Bright und Coulthard komplettierten die Top fünf, Will Davison wurde Sechster. Ein gutes Rennen erwischten ebenfalls James Moffat und Rick Kelly, die ihre Nissan auf den Plätzen sieben und acht nach Hause brachten.

Highlights Rennen 3

Ergebnis Rennen 3

Entschieden wird die Meisterschaft also in den letzten beiden Saisonrennen im Sydney Olympic Park am 7. und 8. Dezember. Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wie immer die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

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November 20 2013

07:00

V8 Supercars: Vorschau Phillip Island 360

Der Kampf um die Meisterschaft bei den V8 Supercars ist wohl einer der spannendsten in ihrer Geschichte. Vor der vorletzten Saisonstation in Phillip Island, und damit fünf Rennen vor Schluss, trennen die beiden Führenden der Gesamtwertung lediglich sechs Punkte.

sfx105928Den Titel können, realistisch betrachtet, noch insgesamt vier Fahrer gewinnen: Craig Lowndes (RBR), mit 2549 Punkten Meisterschaftsführender vor seinem Teamkollegen Jamie Whincup (2543), sowie die beiden FPR-Piloten Mark Winterbottom (2461) und Will Davison (2428). Fabian Coulthard (BJR), der momentan Platz fünf innehat, hat bereits 396 Punkte Rückstand auf Lowndes und bestenfalls noch theoretische Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft. Gleiches gilt für Garth Tander (HRT), Shane van Gisbergen (Tekno) und Jason Bright (BJR). Für Spannung ist auf Phillip Island also allemal gesorgt.

Die Strecke

Der Phillip Island Grand Prix Circuit liegt im Süden der gleichnamigen Insel, die ungefähr 140 Kilometer südlich von Melbourne liegt. In seiner heutigen Form besteht der Kurs seit 1956, wurde in seiner Geschichte jedoch mehrmals für Modernisierungsarbeiten geschlossen. Zuletzt von 1978 bis 1989.

Im vergangenen Winter wurden nochmal etwa 3 Millionen Dollar investiert, um der Strecke eine neue, griffigere Asphaltdecke zu verpassen. Ein Bild davon, wie gut dieser neue Asphalt funktioniert, konnte sich im Oktober der MotoGP-Zirkus machen. Die neue Oberfläche erlaubte zwar schnellere Rundenzeiten als noch 2012, strapazierte aber die Reifen so sehr, dass sich die Organisatoren dazu gezwungen sahen, das Moto2-Rennen um die Hälfte zu verkürzen und in der MotoGP einen Pflichtboxenstopp bei etwa Rennhälfte einzulegen.

Damit dies nicht auch bei den V8 Supercars passiert, absolvierte Nick Percat einen Reifentest in einem COTF-Prototyp von Holden. Dabei unterbot Percat den bisherigen Rundenrekord von 1:33.27 (2012 aufgestellt von Lowndes) um über eine Sekunde.1024px-Phillip_Island_Grand_Prix_Circuit.svg

Der Phillip Island Circuit ist etwa 4,5 Kilometer lang vor allem geprägt durch die vielen Höhenunterschiede und schnellen Kurven. Zudem ist er, wohl weil er auch von der MotoGP und der Superbike-WM genutzt wird, der einzige Kurs in Australien im “europäischen Stil”, denn er bietet im Vergleich zu den anderen Strecken des Landes weite Auslaufzonen mit Kiesbetten.

Hier kann man mal eine Runde mit Jamie Whincup mitfahren:

Rennformat

Erstmals seit dem Winton 360 und zum letzten Mal in dieser Saison wird am kommenden Wochenende das 60/60-Supersprint-Format angewandt: Zuerst wird am Samstag ein Rennen über zweimal 14 Runden gefahren, am Sonntag folgen dann zwei weitere Rennen über je 23 Runden.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Motors TV.

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October 30 2013

14:30

V8 Supercars: Analyse Gold Coast 600

Craig Lowndes und Warren Luff holten sich am vergangenen Wochenende in Surfers Paradise den Enduro Cup 2013. Nach vier Rennen, in denen sie einen Sieg und drei Podestplätze einfuhren, konnten sie diese Wertung für sich entscheiden.

732979-pirtek-enduro-cupGleichzeitig übernahm Lowndes die Führung in der Gesamtwertung, wo er nun acht Punkte vor Teamkollege Whincup liegt. Dieser erlebte beim Gold Coast 600 ein ziemlich bescheidenes Wochenende: Im ersten Rennen musste sein Co-Driver Paul Dumbrell ihr Auto nach einer Kollision mit Greg Murphy abstellen, im zweiten Rennen reichte es immerhin noch zu einem vierten Platz. Doch auch für ihre Rivalen von FPR lief es nicht besser. Weder am Samstag noch am Sonntag erweckten sie den Eindruck um Siege mitfahren zu können, und am Ende war ein dritter Platz von Mark Winterbottom und Steven Richards in Lauf 1 das beste Ergebnis des Wochenendes. Allerdings ist die Meisterschaft, bei fünf ausstehenden Rennen, in denen man noch bis zu 600 Punkte sammeln kann, offener denn je.

Rennen 1

Vor dem Qualifying zum ersten Rennen schien schon festzustehen, wer am Wochenende den Ton angeben würde, denn in allen vier Trainings standen entweder Whincup oder Dumbrell ganz vorne. Doch als es in der Qualifikation das erste Mal ernst wurde, unterlief Whincup ein Fahrfehler: Er traf in Turn 3 die Streckenbegrenzung und verteilte so Trümmerteile auf der Strecke, woraufhin die Rennleitung die Session unterbrach. Whincup wurde als Auslöser der roten Flagge seine beste Zeit gestrichen. Zudem durfte er nicht mehr an den letzten Minuten der Qualifikation teilnehmen. So musste er das Rennen von Platz 25 aus in Angriff nehmen.

Im anschließenden Top-10-Shootout setzte sich Lowndes auf die Pole Position, vor den HRT von Courtney/Murphy und Tander/Percat. Auf den vierten Startplatz schaffte es etwas überraschend Tony D’Alberto (TDR).

Beim Rennstart erwischte Tander den besten Start und setzte sich vor Lowndes’ Co-Driver Luff an die Spitze. Kurz darauf verlor Luff auch den zweiten Platz an Murphy.

In Runde 13 musste das Safety Car das erste Mal auf die Strecke, nachdem Scott McLaughlin (GRM) mit Elektronikproblemen liegengeblieben war. McLaughlin gelang es wenig später den Wagen wieder zu starten und an die Box zu bringen. Die Caution nutzten dann einige für ihre ersten Pitstops, unter anderem beide HRT und D’Alberto. Luff blieb hingegen draußen und lag beim Restart vor den Nissan von Caruso, Reindler und Douglas.

Doch der nächste Zwischenfall ließ nicht lange auf sich warten: In Runde 19 wurde Murphy von Dumbrell unsanft in die Reifenstapel befördert. Während Murphy mit seinem zerstörten Auto direkt an die Box musste, konnte Dumbrell zunächst noch einige Runden weiterfahren. Einige Umläufe später musste Dumbrell dann doch aufgeben und er stellte seinen Wagen am Boxenausgang ab, was die nächste Gelbphase zur Folge hatte. Die Auräumarbeiten dauerten diesmal etwas länger, sodass das Rennen erst neun Runden später wieder freigegeben werden konnte.

Ein richtiger Rennfluss wollte sich allerdings auch weiterhin nicht einstellen. Denn kurz nachdem das komplette Feld mindestens einmal in der Box war, und sich das Klassement einigermaßen bereinigt hatte, blieb Jack Perkins, der inzwischen für McLaughlin übernommen hatte, stehen. Erneut streikte die Elektronik am Holden und das Safety Car sammelte das Feld erneut ein. McLaughlin und Perkins beendeten das Rennen mit zehn Runden Rückstand auf Rang 22.

Nach dem Restart in Runde 43 lagen mit Reindler (Co-Driver von Rick Kelly) und Gaunt (Co-Driver von Caruso) inzwischen zwei Nissan an der Spitze, die zu diesem Zeitpunkt allerdings einen Pitstop weniger hatten als der drittplatzierte Luff.

Kurze Zeit später, nach wieder einmal nur elf Runden unter Grün, kollidierte Will Davison (FPR) mit seinem Bruder Alex (Charlie Schwerkolt Racing) und es hieß ein letztes Mal: Caution.

Bei HRT holte man nun Percat, der bei den ersten Pitstops für Tander ins Auto gestiegen war, für einen weiteren Fahrerwechsel an die Box. Doch nachdem Tander wieder ins Cockpit gestiegen war, startete der Wagen nicht. Als man endlich wieder auf die Strecke zurück konnte hatte man mehrere Runden verloren und die Chancen auf einen Sieg waren dahin.

Nachdem das Rennen wieder freigegeben wurde, beruhigte sich das Geschehen und es sollte auch bis zum Schluss keine Unterbrechung mehr geben. Lediglich Fabian Coulthard (BJR) sorgte knapp 20 Runden vor Fallen der Zielflagge für etwas Aufregung als er nach einem Fahrfehler in den Esses heftig über einen dieser unsäglichen Sausage Curbs räuberte und sich vorne rechts die Radaufhängung zerstörte (später mehr dazu). Für Coulthard und Co-Driver Youlden war das sehr bitter, denn ein Platz auf dem Podium wäre allemal drin gewesen.

Lowndes hatte somit nichts mehr zu befürchten und er gewann das Rennen vor van Gisbergen/Bleekemolen (Tekno) und Winterbottom/Richards, die nach Startplatz 14 immerhin noch Dritte wurden. Die Top fünf komplettierten D’Alberto/Reid und Ingall/Briscoe (Walkinshaw Racing).

Jonathon Webb und Marc Lieb zeigten erneut eine überzeugende Leistung und landeten, nachdem sie sich aus allen Scharmützeln heraushielten, auf Platz 10 – und das obwohl sie nur von Platz 22 gestartet waren.

Rick Kelly und Karl Reindler wurden im besten Nissan Elfte, direkt vor dem bestplatzierten Erebus-Mercedes von Holdsworth/Baird. Maro Engel und Steven Johnson hatten mit technischen Problemen zu kämpfen, für sie reichte es am Ende nur zu Platz 21.

Highlights Rennen 1

Ergebnisliste Rennen 1

 

Rennen 2

Am Sonntag schienen sich die Fahrer wohl etwas mehr am Riemen zu reißen, denn sie schafften es die 102 Runden auf dem Stadkurs mit nur zwei Cautions zu absolvieren. Vorher stand jedoch noch eine weitere Qualifikation an und die sorgte für eine recht ungewöhnliche Startaufstellung. David Reynolds (RNR) stand auf der Pole, neben ihm auf Startplatz zwei James Moffat (Nissan). Erst dahinter folgten die beiden Red Bull von Lowndes und Whincup, sowie Courtney im besten HRT.

Während bei Red Bull die Co-Driver Luff und Dumbrell und bei Nissan Taz Douglas anstatt Moffat zu erst randurften, entschied man sich bei RNR und bei HRT mit den Stammfahrern Reynolds und Courtney zu starten.

Letzterer kam beim Start mit am besten weg und schoss zunächst von Position fünf auf drei, einige Runden später rang er auch Luff nieder und nahm die Verfolgung von Reynolds auf. Douglas hingegen konnte von Beginn an das hohe Tempo an der Spitze nicht mitgehen und war schon nach einigen Runden aus den Top fünf verschwunden.

Auch Luff hatte Schwierigkeiten Reynolds und Courtney zu folgen und hielt rundenlang ein halbes Dutzend Autos hinter sich. Nach zehn Runden war er bereits auf die fünfte Position zurückgefallen und hatte nun Steve Owen (FPR) hinter sich. Der zeigte allerdings wenig Geduld und schob Luff ein paar Runden später in Turn 4 in die Reifenstapel. Luff fand sich nach dieser Aktion auf Rang elf wieder – glücklicherweise ohne größere Schäden am Auto.

In Runde 21 sorgte McLaughlin für die erste der zwei Gelbphasen, als sein Auto erneut mit Elektronikproblemen stehen blieb.

Nun kamen schon die ersten zu ihren Boxenstops; so auch Reynolds und Courtney, für die Dean Canto und Greg Murphy übernahmen.

Beim Restart, drei Runden später, lagen Dumbrell und Douglas vorne, beide bogen jedoch kurze Zeit später ebenfalls an die Box ab.

Nachdem das Klassement wieder bereinigt war und Canto und Murphy sich wieder an der Spitze eingefunden hatten, wurde deutlich dass Murphy der schnellere der beiden Piloten war. Zur Rennhalbzeit konnte Murphy dann endlich an Canto vorbeiziehen und schnell einige Sekunden zwischen sich und seinem Verfolger bringen. Was unter anderem auch daran lag, dass Murphy besser durch den Überrundungsverkehr kam.

Nach 64 Runden kam es dann zur zweiten und letzten Gelbphase: Kurz nachdem Murphy und Canto wieder von ihren Stammfahrern abgelöst wurden, kam es zu einer Kollision zwischen Shane van Gisbergen und Scott Pye (LDM). Pye fuhr gerade aus der Box, als von hinten Lowndes und van Gisbergen anflogen. Pye hatte wohl einen Moment zu lang in den Rückspiegel geschaut und touchierte einen Reifenstapel. Während Lowndes noch gerade so davon kam, konnte van Gisbergen nicht mehr ausweichen und krachte in Pyes Heck. Beide kamen zum Glück ohne Verletzungen davon, und auch der Tank an Pyes Auto wurde nicht beschädigt.

Nachdem die Wracks beseitigt wurden, wurde das Rennen in Runde 68 wieder freigegeben. Courtney und Reynolds gaben nun richtig Gas und lieferten sich rundenlang ein packendes Duell um die Führung.

Doch es dauerte nicht lange, da schlug das Pech erneut bei Courtney zu. Er erwischte in den Esses nicht die optimale und fuhr mit der rechten Seite über einen der oben bereits erwähnten Sausage Curbs. Die Folge war eine gebrochene Spurstange und das zweite DNF des Wochenendes.

Wenig später ereilte an der selben Stelle auch Moffat, dem auf der rechten Seite gleich beide Radaufhängungen brachen, ein ähnliches Schicksal. Zu diesem Zeitpunkt lag Moffat auf Rang sieben.

Reynolds hatte nun an der Spitze nichts mehr zu befürchten und gewann schließlich das Rennen vor Coulthard/Youlden und Ingall/Briscoe. Auf den Positionen vier und fünf landeten Whincup/Dumbrell und Holdsworth/Baird.

Nissan schaffte es mit R.Kelly/Reindler und Caruso/Gaunt gleich zwei Autos in den Top Ten zu platzieren.

Jonathon Webb und Marc Lieb dagegen erwischten keinen guten Tag und mussten sich am Ende mit Rang 17 zufrieden geben.

Highlights Rennen 2

Ergebnisliste Rennen 2

Bevor ich zum Ende komme, möchte ich an dieser Stelle noch ein paar Worte zu den Sausage Curbs loswerden:

Wie Randsteine idealerweise aussehen, sehen wir ja im Prinzip bei jedem Rennen der V8 Supercars oder der BTCC. Nicht zu flach, aber auch nicht allzu hoch, eben so dass man auch mal ordentlich darüberräubern kann.

In Surfers Paradise allerdings hat man sich für die Esses immer wieder neue Maßnahmen ausgedacht, damit die Fahrer in dieser Passage nicht zu sehr abkürzen, was ja auch völlig legitim ist. Lange probierte man es mit kleinen Reifenbündeln, wie man sie auch oben im Video aus Sydney sehen kann. In diesem Jahr kam man auf die (meiner Meinung nach) sehr bescheidene Idee die bereits mehrfach erwähnten Sausage Curbs neben die Randsteine zu montieren – und das auch noch im 90°-Winkel zur Fahrtrichtung. Das einzige was noch weniger Sinn gemacht hätte, wäre Ludwigteller a la Lausitzring in die Schikanen zu setzen…

Konsequenz: Verfehlte man (z.B. aufgrund eines Verbremsers) die Rennlinie und fuhr nun über einen dieser Randsteine, zerstörte man sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seine Radaufhängung (siehe Coulthard, Courtney und Moffat).

Wie und warum man ausgerechnet auf diese Lösung gekommen ist, ist mir schleierhaft. Auch bei den Fahrern stießen diese Curbs auf wenig Gegenliebe. Wie “gut” sie funktionieren, sieht man ja auch in Monza, wo man sie überall da angebracht hat, wo sie am wenigsten Sinn machen. Ich hoffe mal, dass man in Zukunft auf andere, bessere Ideen kommt.

Weiter geht es bei den V8 Supercars am Wochenende vom 22.-24. November mit dem Phillip Island 360. Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wieder die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

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October 23 2013

13:30

V8 Supercars: Vorschau Gold Coast 600

Das Finale des Enduro Cup steigt am kommenden Wochenende in Surfers Paradise an der australischen Ostküste. Obwohl Jamie Whincup und Paul Dumbrell (RBR) diese Wertung anführen, haben wohl Mark Winterbottom und Steven Richards (FPR) aktuell die beste Ausgangsposition sich am Ende die “Meisterschaft in der Meisterschaft” zu sichern.

732979-pirtek-enduro-cupAm ehesten wird dies deutlich, wenn man sich folgende Zahlen anschaut: In den letzten insgesamt zehn Rennen (seit dem Townsville 400) hatte Mark Winterbottom die stärkste Form aller Fahrer, holte 5 Podiumsplätze, darunter 2 Siege, und fiel kein einziges Mal aus. Zum Vergleich: Whincup gewann im selben Zeitraum zwar auch zweimal, schaffte aber nur 4 Podien und sah in zwei Rennen gar nicht erst das Ziel. Winterbottom sammelte so insgesamt beachtliche 1202 Punkte, das sind 202 mehr als Whincup. In der Gesamtwertung trennen die beiden nur noch 142 Punkte (Whincup 2423 pts, Winterbottom 2281 pts), wobei die beiden Konkurrenten natürlich noch von Craig Lowndes (RBR), der ebenfalls eine sehr konstante Saison fährt und mit zwei Podestplätzen in Sandown und Bathurst im Rücken, natürlich auch zum Favoritenkreis zählt.

Die Strecke

Der Surfers Paradise Street Circuit zählt zu den bekanntesten Rennstrecken Australiens, und dürfte einigen auch noch aus Indycar/IRL/ChampCar-Zeiten bekannt sein. Der Kurs war ursprünglich 4,8 Kilometer lang, wurde jedoch nachdem die Indycar sich wieder zurückzog auf knapp drei Kilometer gekürzt.1000px-Surfers_Paradise_Street_Circuit.svg

Anstatt nach den “Esses” nach Start-Ziel auf den Surfers Paradise Boulevard weiterzufahren, kürzt man nun über eine Haarnadel ab, die einen zum urprünglichen Turn 6 und zur Main Beach Parade führt. Anschließend folgen die zweiten “Esses” und einige für Stadtkurse typische 90-Grad-Kurven. Nach insgesamt 15 Kurven, die teilweise mit sehr hohen Randsteinen versehen sind, hat man wieder die Zielgerade erreicht.

Der Rundenrekord von 1:10.0851 wurde vor zwei Jahren von Will Davison (FPR) aufgestellt. Für die Pole Position reichte Jamie Whincup 2012 eine Zeit von 1:11.6478 (Rennen 1) bzw. 1:11.1077 (Rennen 2).

Hier eine Onboard Lap von Will Power, der sich im letzten Jahr das Cockpit mit Mark Winterbottom teilte:

Auch dieses Jahr werden wieder zwei Rennen zu jeweils 300 Kilometern ausgetragen, wobei es für einen Sieg je 150 Punkte gibt.

News

Anders als in den letzten beiden Rennen wird es diesmal keine Mindestanzahl an Boxenstopps geben. Stattdessen wird der Tankinhalt von 112 Liter auf 185 Liter angehoben.

Für eine kleine Überraschung sorgte außerdem Anfang dieser Woche Erebus-Mercedes, als sie verkündeten, dass beim Gold Coast 600 David Brabham Co-Driver von Tim Slade wird, und somit Andrew Thompson ersetzt. Brabham war zuletzt in der WEC und der ALMS aktiv. Am vergangenen Wochenende wurde er Gesamtdritter beim Petit Le Mans.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Motors TV.

Die genauen Startzeiten zum Rennen findet ihr wie gewohnt in unserem TV-Planer.

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October 20 2013

09:49

BTCC: Analyse Brands Hatch GP

Andrew Jordan ist der BTCC-Champion 2013. Am letzten Wochenende gingen die drei letzten BTCC-Rennen des Jahres über die regennasse Bühne des altehrwürdigen GP Circuits von Brands Hatch.

hi_10461_53ca34 bzw. 35 Punkte Vorsprung auf die Markenkollegen Neal und Shedden ließen die Sache vor dem Saisonfinale zunächst recht sicher für Jordan erscheinen. Ein bärenstark auftretender Jason Plato, der den von mir vor kurzem als „Schönwetterauto“ abgestempelten MG zu zwei souveränen Siegen im strömenden Regen navigierte und der erste Ausfall für Jordan in diesem Jahr, der ihn ausgerechnet im zweiten Rennen des Tages traf, in dem er den Sack eigentlich schon hätte zu machen können, ließen die ganze Situation dann doch noch mal äußerst spannend werden und die Meisterschaft bis zum letzten Rennen der Saison offen bleiben.

hi_10439_1ec1Doch gehen wir etwas chronologisch vor. Die Qualifying-Stärke, die die MG in den letzten Rennen gezeigt hatten, konnten Plato und Tordoff auch in Brands Hatch, das sich am Samstag noch in bestem sonnigen Herbstwetter zeigte, ausspielen und sich souverän Reihe eins sichern. Die weiteren Positionen der Meisterschaftsaspiranten: Andrew Jordan und Gordon Shedden qualifizierten sich direkt dahinter in Reihe zwei auf den Positionen drei und vier. Colin Turkington mit allerdings nur noch sehr theoretischen Meisterschaftschancen fuhr seinen BMW auf Startplatz sechs. Fehlte also nur noch Matt Neal. Aber für den Dynamics-Piloten lief so ziemlich alles schief. Ohnehin gehandicapt durch einen gebrochenen Finger (Karate-Training …), der zwei Operationen vor Brands Hatch erforderlich machte, zerstörte er seinen Honda bei einem heftigen Unfall im Qualifying ausgangs Paddock Hill Bend. Ergebnis: Ein kaputtes Fahrzeug, das den Mechanikern eine lange Nacht bereitete, und ein sichtlich durchgeschüttelter Matt Neal, der letztendlich nur von Startplatz 16 ins erste Rennen gehen konnte.

hi_10440_cd94Erwähnenswert ist abseits des Meisterschaftsgeschehens noch: Der fünfte Startplatz für den im Qualifying wieder einmal sehr starken Adam Morgan, Startplatz sieben für Tom Onslow-Cole als bester Ford und der großartige zehnte Platz für Jake Hill im zweiten Rob Austin-Audi, der hier in Brands Hatch zum ersten Mal in einem NGTC-Auto saß und zu seinem erst zweiten BTCC-Rennen antrat. Die Platzierung bedeutet nicht nur eine auf Anhieb bessere Leistung als sie Will Bratt als Full-Time-Kraft das ganze Jahr über im Audi gezeigt hatte, sondern auch einen Startplatz zwei Positionen besser als Teamchef Rob Austin.

hi_10459_cf4bTrotz des strömenden Regens, der über den gesamten Rennsontag anhalten sollte, ging Rennen eins relativ unspektakulär über die Bühne. Jason Plato setzte die Pole Position in einen Start-Ziel-Sieg um. Dahinter konnte sich Shedden an Tordoff vorbei arbeiten und sich den zweiten Platz sichern. Andrew Jordan ließ in einer eher defensiven Fahrt Tom Onslow-Cole passieren und kam auf Platz fünf ins Ziel. Punkte sichern ohne im Regen unnötiges Risiko einzugehen lautete seine Herangehensweise. Eine bärenstarke Fahrt zeigte dahinter Matt Neal, der sich mit gebrochenem Finger im gerade wieder aufgebauten Honda bis auf Platz sechs nach vorne arbeiten konnte. Für Colin Turkington waren die letzten Chancen auf die Meisterschaft dagegen bereits nach der ersten Kurve dahin. Ausgangs von Paddock Hill verabschiedete sich der Meister des Jahres 2009 in einen Dreher und wurde ausgerechnet von seinem Teamkollegen Nick Foster frontal auf die Hörner genommen. Turkingtons Ausfall bedeutete zugleich den zweiten Independent-Titel in Folge für Andrew Jordan. Angesichts des Kampfes um die Gesamtwertung war dieser Erfolg aber nur schmückendes Beiwerk für den Eurotech-Piloten.

hi_10452_c326Im zweiten Rennen kam dann das große Drama. Mit einer weiteren soliden Fahrt in die Punkteränge hätte Jordan schon alles klar machen können. Aber wie das meistens so ist, wenn man sich in der „danger zone“ (O-Ton Tim Harvey) im Mittelfeld aufhält und es auch noch in Strömen regnet, kommt ganz schnell alles ganz anders. Das Drama begann bereits am Start, als Jordan hinter Rob Collard auf Platz sieben zurückfiel. Zwischen dem vor ihm liegenden BMW und Verfolger Matt Neal dahinter eingeklemmt fand sich Jordan im dichten Verkehr wieder. In Runde zwei setzte dann Áron Smith hinter Matt Neal fahrend ausgangs Graham Hill Bend zu einem Doppelüberholmanöver der beiden Honda an. Jordan, der kein Risiko eingehen wollte, ließ den Ford von Smith passieren. Ungünstigerweise versuchte Smith dann vor Surtees auch noch den BMW von Collard zu überholen, was zu einer Kollison führte und den WSR-Piloten in einen Dreher brachte. Jordan versuchte dem unmittelbar vor ihm kreiselnden BMW auszuweichen, wurde dabei aber unglücklicherweise von Matt Neal am linken Hinterrad getroffen.

hi_10445_239fEine gebrochene Aufhängung und der erste Ausfall des Jahres waren die bittere Folge. Dass auch Matt Neal weit zurück fiel und letztendlich wegen eines Feuers im Motorraum die Zielflagge nicht sehen sollte, war sicherlich nur ein schwacher Trost, denn der Champion des Jahres 2011 war ohnehin aus dem Meisterschaftsrennen raus. Stattdessen brachte sich Jason Plato mit einem weiteren Sieg völlig überraschend zurück in den Kampf um die Meisterschaft. Damit hatte vor Brands Hatch sicherlich niemand gerechnet, aber der dreifache BTCC-Champion hatte mit nur noch 15 Punkten Rückstand auf einmal realistische Titelchancen (bestärkt dadurch, dass Jordan das dritte Rennen aus der letzten Startreihe in Angriff nehmen musste). Außerdem noch mit im Titelrennen war der amtierende Champion Gordon Shedden, der es nach einem brachialen Quersteher am Start im zweiten Rennen auf Platz sieben geschafft hatte. Der Schotte hatte vor Lauf drei 20 Punkte Rückstand und musste, um seinen Titel zu verteidigen, siegen, während Jordan keine Punkte holen durfte.

Und weil diese ganze Situation noch nicht spannend genug war, zog BTCC-Direktor Alan Gow ausgerechnet Shedden auf die Pole Position für das dritte Rennen. Die Ausgangslage bot somit folgendes Bild: Shedden mit 20 Punkten Rückstand auf der Pole Position und mit der Mission zum Siegen. Plato mit 15 Punkten Rückstand auf Startplatz sieben und mit dem bisher großartig gehenden MG ebenfalls zum Siegen oder mindestens Platz zwei verpflichtet. Und Tabellenführer Jordan in der letzten Startreihe mit der Aufgabe, im Regen möglichst rasch nach vorne zu kommen und so viele Punkte zu retten wie möglich. Shedden wäre Meister gewesen, wenn er siegt und Jordan gleichzeitig keine Punkte holt. Plato wäre Meister gewesen, wenn er siegt und Jordan nicht über Rang zwölf hinaus kommt.

hi_10448_95cbDie ersten Rennrunden waren folglich vor allem davon bestimmt, zu schauen, auf welcher Position Jordan mittlerweile liegt. Und eines Meisters würdig arbeitete sich Jordan sukzessive durchs Feld, machte Position um Position gut und profitierte dabei auch von einigen Ausfällen und Ausrutschern. Bereits nach fünf Runden lag er so weit in den Punkterängen, dass der Titel so gut wie sicher schien. Letztendlich konnte er bis auf Rang neun vorfahren und kam damit sogar noch einen Platz vor Jason Plato ins Ziel, für den es in diesem Rennen mit vollem Zusatzballast überhaupt nicht lief.

hi_10465_0f43 An der Spitze siegte Shedden, auch wenn er sich zeitweise des bärenstarken Jack Goff im Gilham-Vauxhall erwehren musste, der mit Rang zwei sein bestes Saisonresultat einfuhr und dem Team von Tony Gilham somit noch ein Podium zum Saisonabschluss bescherte. Immerhin brachte der Sieg dem amtierenden Champion Shedden noch die Vizemeisterschaft ein – nur sieben Punkte hinter Jordan. Platz drei in der Meisterschaft ging an Jason Plato mit 17 Punkten Rückstand. Für Matt Neal, der bis zu seinem katastrophalen Wochenende in Rockingham weite Teile der Saison geführt hatte, reichte es letztendlich – auch wegen eines mageren 14. Platzes im dritten Rennen – nur zu Meisterschaftsrang vier. Dahinter schaffte Colin Turkington in der Debutsaison des neuen NGTC-BMW einen insgesamt respektablen fünften Platz in der Meisterschaft.

hi_10468_7785aHier alle Endstände des Jahres (pdf).</a></p> <p>a<a href=" http:="" target="\">Und hier alle Gesamtergebnisse des Wochenendes.

Brands Hatch war meiner Meinung nach ein würdiges Saisonfinale einer sehr interessanten BTCC-Saison, bei der es bis zum letzten Rennen spannend blieb. Und Andrew Jordan ist ein mehr als verdienter Champion des Jahres 2013. Nicht nur, dass sich der Youngster ohnehin zu einem der schnellsten und besten Piloten im Feld entwickelt hat und eine tolle Konstanz über den gesamten Saisonverlauf gezeigt hat; der Erfolg zeigt auch, dass ein professionell geführtes Privatteam in der Lage ist, den Titel zu holen. Der Erfolg des Eurotech-Teams rund um den Teamboss und ehemaligen BTCC- und Sportwagenpiloten Mike Jordan erinnert ein wenig an die Zeit, als das Halfors-/Dynamics Team mit den privat eingesetzten Honda Integra die Werksteams ärgern konnte und mit Matt Neal zwei Meisterschaften in den 2000er-Jahren einfuhr.

Was sonst noch war

Einige Dinge, die im Kampf um die Meisterschaft etwas untergingen, sollen nicht unerwähnt bleiben:
hi_10446_840bShaun Hollamby brachte den guten alten Golf des AmD-Tuning Teams zu einer letzten Ausfahrt nach Brands Hatch. Eigentlich hatte man sich ja einen der ehemaligen S2000-Civics zugelegt, um James Kaye noch den Kampf um den Titel in der Jack-Sears-Trophy zu ermöglichen. Eine Verletzung Kayes zur Mitte der Saison und die dominante Siegesserie von Lea Wood machten dem Plan aber einen Strich durch die Rechnung. Und so klemmte sich Teamboss Shaun Hollamby für das Finale noch mal selbst hinter das Steuer des VW. Und auch wenn der Golf über das gesamte Wochenende zu den langsamsten Autos im Feld gehörte, konnte Hollamby sich im ersten Rennen am Sonntag begünstigt durch glückliche Umstände den Sieg in der mit nur noch drei Autos besetzten Jack Sears Trophy holen. Die Konkurrenten Wood und Griffin waren im strömenden Regen in Dreher verstrickt und so gab es zum Abschied noch mal einen Pokal für den Golf. Die weiteren Siege des Tages sicherte sich dann standesgemäß Lea Wood, der bereits seit Rockingham als Meister in der Jack Sears Trophy feststeht. Wie es im nächsten Jahr mit der Trophy weitergeht, bleibt abzuwarten. Wood wird sicherlich in ein NGTC-Auto wechseln wollen und ob sich überhaupt noch genügend S2000-Autos finden, darf als fraglich gelten.

hi_10467_f0e6Die Leistung der Fords war am Brands-Hatch-Wochenende konstant gut. Tom Onslow-Cole sicherte sich im ersten Rennen den vierten Platz und die Teamkollegen Mat Jackson und Áron Smith kamen sowohl im zweiten als auch im dritten Rennen auf die Plätze drei beziehungsweise fünf. Zwar bleibt die Performance der Ford in diesem Jahr unterm Strich klar enttäuschend und deutlich hinter den Erwartungen des Teams zurück, Brands Hatch bedeutete aber immerhin einen halbwegs versöhnlichen Saisonabschluss. Hervorzuheben ist dabei außerdem Áron Smith, der sein Auto im freien Training – ähnlich wie Matt Neal im Qualifying – ausgangs Paddock Hill vehement in die Leitplanke warf und so heftig einschlug, dass es ihn aushebelte und auf die Seite warf. Auto kaputt und Fahrer ordentlich durchgeschüttelt waren neben einem Startplatz am Ende des Feldes die Ergebnisse. Gemessen daran war Smith‘ Leistung in den drei Rennen sehr respektabel.

Und 2014?

Zum Abschluss noch ein paar bestätigte Fahrer-Team-Fahrzeugkombinationen für die kommende Saison. Ein detaillierterer Bericht hierzu wird noch folgen:

- Team Dynamics hat kurz nach dem Saisonfinale bekannt gegeben, dass man für 2014 komplett neue Fahrzeuge entwickeln wird. Fest steht, dass es wieder Hondas sein werden und man weiterhin als Werksteam für die japanische Marke auftreten wird. Ein Modellwechsel ist allerdings gut möglich (Accord?). Im nächsten Monat will man konkretere Pläne vorstellen. Ob das neue Fahrzeug dann nur bei Dynamics zum Einsatz kommt oder man es auch dem Eurotech-Team zur Verfügung stellt, bleibt abzuwarten.

- Welch und Austin haben ihr Engagement in der BTCC 2014 bestätigt. Bei Welch wird man wohl außerdem einen komplett neuen Proton Persona aufbauen und will insgesamt zwei Wagen einsetzen. Austin hat bisher nur einen Audi A4 bestätigt, für den zweiten wird wohl wieder ein zahlungskräftiger Fahrer gesucht werden müssen.

- Neu im Feld sehen wir wahrscheinlich das Rotek-Team rund um US-Boy Rob Holland. Nachdem man die Ex-Arena Motorsport Ford Focus aus der WTCC gekauft hatte, diese aber dann doch nicht einsetzte, plant man für 2014 einen Einstieg in die BTCC mit zwei selbst entwickelten Audi A3. Unterstützung kommt hier von Tony Gilham, der ja irgendwie überall gerne mitmischt ;)

- Bereits beim letzten Mal erwähnt hatte ich, dass die Cicely-Mannschaft eine Mercedes A-Klasse für 2014 entwickelt. Bisher lauten die Pläne nur für ein Einwagen-Team mit Adam Morgan als Fahrer. Hier drücke ich sehr die Daumen, dass es mit der Fahrzeugentwicklung klappt, denn eine weitere Marke, noch dazu ein Mercedes, wäre eine tolle Bereicherung für die BTCC.

- Weitere Bereicherung werden wohl auch zwei Renault Megane bieten, die derzeit in der Entwicklung sind. Hier ist allerdings noch unklar, welches Team die Megane einsetzen wird. Das Projekt wurde vom Ingenieur Philip Morgan angestoßen, der die Autos bauen lassen möchte und sie einem Team für den Einsatz dann zur Verfügung stellt. Klingt alles noch etwas nebulös, aber wir werden sehen …

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October 11 2013

09:00

BTCC: Rückblick Rockingham und Silverstone und Vorschau auf das Finale in Brands Hatch

Die BTCC steht vor ihrem finalen Rennwochenende in Brands Hatch. Beste Chancen auf den Titel hat Honda-Pilot Andrew Jordan, der in der Meisterschaft recht komfortabel vor den Markenkollegen Matt Neal und Gordon Shedden führt.

hi_10325_a770Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass der Titel in diesem Jahr wieder an einen Honda-Piloten gehen wird. Die besten Nicht-Hondas in der Meisterschaft sind Colin Turkington auf Platz vier und Jason Plato auf Platz fünf, die aber mit 48 bzw. 49 Punkten Rückstand nur noch sehr theoretische Chancen haben dürften. Und auch für die Werkshonda von Neal und Shedden wird es schwer werden, ihren Markenkollegen im privat eingesetzten Honda des Pirtek-Teams noch abzufangen: 34 Punkte Vorsprung hat Jordan auf Neal und 35 auf Shedden. Mit einem Sieg im ersten Rennen, ohne dass Neal und Shedden das Podest erreichen, könnte Jordan schon alles klar machen. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass die beiden Dynamcis-Piloten als Meister der letzten beiden Jahre den Titel kampflos hergeben werden. Sie werden volle Attacke gehen, während Jordan wohl vor allem auf sicheres Ankommen und Punkte setzen wird. Und mit der Vorhersagbarkeit von BTCC-Rennen ist das ja ohnehin so eine Sache …

Die gute Ausgangslage vor dem Finale verdankt Jordan vor allem zwei überzeugenden Vorstellungen bei den beiden letzten Läufen in Rockingham und Silverstone. Gleichzeitig strauchelten die Konkurrenten und legten Nuller oder Platzierungen am Ende der Punkteränge hin – vor allem Matt Neal verlor in Rockingham so seine Führung in der Meisterschaft. Da die Analysen der beiden letzten Rennwochenenden aus Zeitgründen ausfallen mussten, starten wir also mal einen kleinen Rückblick:

Rückblick Rockingham

hi_10380_c154Vor Rockingham führte noch Matt Neal die Meisterschaft mit knappen sechs Punkten Vorsprung vor Andrew Jordan an. Dahinter lauerten mit einigem Abstand Shedden und Turkington. Jason Plato schien schon zu diesem Zeitpunkt nur noch theoretische Chancen zu haben. Gleichwohl sah das Qualifying in Rockingham zunächst ein Wiedererstarken der MG, die sich recht überlegen die erste Startreihe sichern konnten. Jordan kam auf Startplatz vier, gefolgt von Shedden auf Platz fünf. Neal konnte seinen mit vollem Ballast bepackten Honda dagegen nur für Startplatz sieben qualifizieren. Eine positive Überraschung war der dritte Startplatz von Rob Austin im Audi, der die gute Leistung aus Knockhill mit nach Rockingham nehmen konnte.

Alle Ambitionen der MG auf ein gutes Resultat hatten sich am Rennsonntag dann aber erledigt, als der Himmel seine Schleusen öffnete und sich die Strecke bei frischen 10 Grad Außentemperatur in bestem englischen Wetter präsentierte. Dass der MG ein „Schönwetterauto“ ist, das bei ungünstigen Streckenbedingungen schnell in Handlingprobleme gerät, hatte sich schon einige Male in der Saison gezeigt und sollte sich auch diesmal bestätigen. Jordan schnappte sich die drei vor ihm startenden Fahrzeuge (beide MG und Austins Audi) bereits am Start und kam als Führender aus der ersten Runde zurück.

hi_10323_0be3Ein Unfall im hinteren Teil des Feldes machte dann zunächst eine längere Safety-Car-Phase notwendig. Nach dem Restart in Runde sieben verabschiedete sich plötzlich Matt Neal auf der nassen Piste in einen Dreher und fiel ans Ende des Feldes zurück. Somit also der erste Vorteil für Jordan. Hinter dem Pirtek-Piloten konnte sich nach dem Restart Gordon Shedden zunächst an Jason Plato vorbei auf Rang zwei schieben, geriet gegen Ende des Rennens aber unter Druck von Mat Jackson und Rob Austin, die ihre Reifen auf optimale Betriebstemperaturen gebracht hatten und mit schellen Rundenzeiten von hinten kommend durch das Feld pflügten. Jackson war von Position zwölf gestartet, konnte sich in der ersten Runde bereits auf Rang sechs vorarbeiten und nach der Safety-Car-Phase weitere Positionen gutmachen. Austin hatte am Start mit Grip-Problemen zu kämpfen und fiel zunächst ans Ende der Top Ten; konnte dann aber Boden gutmachen und wurde im Laufe des Rennens immer schneller. Nachdem Jackson Shedden bereits in Runde 14 überholen konnte, schaffte der Audi-Pilot ein sehenswertes Manöver gegen den Schotten in der letzten Kurve der letzten Runde und sicherte sich somit den verbleibenden Platz auf dem Podium. Shedden blieb nur der vierte Rang, gefolgt von Plato und Turkington. Neal kam letztendlich nur auf Rang 14 ins Ziel und verlor somit erstmals die Führung in der Meisterschaft.

hi_10319_819fZum zweiten Rennen präsentierte sich Rockingham zwar nach wie vor kalt und windig, aber immerhin war es jetzt trocken. Rob Austin nutzte den nun vorhandenen Grip optimal und katapultierte sich beim Start dank Heckantrieb an die Spitze, wo er in der Folge ein mehr oder weniger einsames Rennen fuhr und völlig souverän seinen ersten BTCC-Sieg feiern konnte. Für den Publikumsliebling, der sein Auto in Eigenregie vorbereitet und einsetzt und immer mit viel Herzblut dabei ist, auf jeden Fall ein verdienter Erfolg und gleichzeitig der erste Audi-Sieg in der BTCC seit Frank Biela 1997.

hi_10334_c3d4Nicht so optimal lief es dagegen diesmal für Andrew Jordan, der sichtlich unter dem jetzt vollen Zusatzballast zu leiden hatte und im Laufe des Rennens bis auf Rang acht zurückfiel. Allerdings verabschiedete sich Matt Neal in Runde zehn in einem kuriosen – aber nicht zusammenhängenden – Doppelausritt mit Rob Collard aus dem Rennen und musste seinen Honda mit Fehlzündungen abstellen. Trotz eines mittelmäßigen achten Platzes bedeutete der Nuller von Neal den zweiten Vorteil für Andrew Jordan an diesem Wochenende. Gefährlicher wurden in diesem Rennen dagegen Shedden und Turkington, die das Podium hinter Rob Austin komplettierten und somit einige wichtige Zähler sammeln konnten. Shedden hatte in der ersten Rennhälfte noch mit sehr schnellen Rundenzeiten versucht, Jagd auf den führenden Audi zu machen, wurde dann aber wie fast alle frontangetriebenen Fahrzeuge zur Rennhalbzeit von stark abbauenden Reifen gebremst. Es zeigte sich, dass das Streckenlayout von Rockingham in Verbindung mit den niedrigen Außentemperaturen besonders reifenfressend für die Frontriebler ist.

hi_10332_8abbSehr erfreulich für Jordan war dann die Auslosung für die Startaufstellung des dritten Rennens, die ihn auf die Pole Position beförderte. Der erste Startplatz in Verbindung mit einem jetzt von Zusatzballast befreiten Auto bedeuteten somit den dritten Vorteil für den Pirtek-Piloten. Und diesen nutze er auch in bester Manier und sicherte sich seinen zweiten Sieg an diesem Tag. Spannend wurde die an sich souveräne Vorstellung Jordans nur noch mal gegen Rennende, als das Einbrechen der Fronttriebler auch vor ihm nicht Halt machte und er pro Runde eine ganze Sekunde auf den Zweitplatzierten Colin Turkington verlor. Letztendlich reichte es aber, auch dank eines Verbremsers, den Turkington in der letzten Runde hinlegte. Das Podium komplettierte diesmal Jason Plato, gefolgt vom erneut starken Mat Jackson und Gordon Shedden. Mat Neal schaffte es auf Rang sechs und fuhr damit seine einzige Top-Ten-Platzierung an diesem Wochenende ein.

In der Meisterschaft führte nach Rockingham also Andrew Jordan mit 30 Punkten Vorsprung vor Gordon Shedden und 33 Punkten vor Colin Turkington. Matt Neal war nach seinem katastrophalen Rennsonntag plötzlich nur noch vierter mit 34 Punkten Abstand zur Spitze. Gerade die Konstanz, die ihm im bisherigen Saisonverlauf die Meisterschaftsführung eingebracht hatte, war Neal diesmal abhanden gekommen und warf ihn in eine ungünstige Ausgangslage zurück.

hi_10340_a615Nicht vergessen werden darf übrigens noch, dass in Rockingham auch schon der erste Meister des Jahres gekürt werden konnte: Lea Wood sicherte sich mit drei weiteren Siegen an diesem Wochenende vorzeitig den Titel in der Jack Sears Trophy für die Fahrzeuge nach S2000-Reglement. Für den Vauxhall-Piloten sicherlich ein verdienter Erfolg und eine klare Empfehlung, sich nächstes Jahr in einem NGTC-Auto präsentieren zu dürfen.

Rückblick Silverstone

hi_10387_040eAn sich war Silverstone eine optimale Station, um noch mal mehr Spannung in die Meisterschaft zu bringen: Gewohntermaßen kommt die Traditionsstrecke mit ihren schnellen Kurven und langen Geraden den Honda nicht gerade entgegen. Im Qualifying sicherten sich dann auch erneut die MG wie schon in Rockingham die erste Startreihe. Die Honda dagegen strauchelten tatsächlich: Matt Neal, der zusätzlich von einem gebrochenen Finger gehandicapt war, kam als bester Honda nur auf Startplatz neun. Andrew Jordan qualifizierte sich dahinter auf Rang zehn und für Gordon Shedden reichte es nur zu einem enttäuschenden 15. Platz. Besser lief es für BMW-Pilot Colin Turkington, der seine letzten Meisterschaftschancen wahren wollte und sich hinter den MG und dem starken Dave Newsham auf Startplatz vier qualifizierte.

hi_10373_d597Anders als in Rockingham konnten die MG diesmal bei strahlendem Sonnenschein ihre gute Qualifying-Leistung ins Rennen mitnehmen und fuhren einen recht überlegenen Doppelsieg ein. Nur beim Start kamen sich Plato und der etwas besser startende Tordoff leicht in die Quere, was es Colin Turkington kurzzeitig erlaubte, sich auf Position zwei vorzuschieben. Eine beeindruckende Fahrt zeigte von weiter hinten kommend Matt Neal, der im Laufe des Rennens Position um Position gutmachte und sich am Ende den dritten Platz sichern konnte. Dahinter platzierten sich Turkington, Collard und Jordan. Shedden schaffte es dagegen nur auf Platz 11, einen Platz vor Rockingham-Sieger Rob Austin. Matt Neal dürfte nach einigen in diesem Rennen gutgemachten Zählern also erst mal wieder Morgenluft gewittert haben.

hi_10406_ba56Aber bereits im zweiten Rennen drehte sich das Blatt wieder. Sollte Andrew Jordan tatsächlich Meister werden, wird man wohl zwangsläufig an diese Vorstellung zurückdenken müssen, die er im zweiten Silverstone-Rennen gezeigt hat – auch wenn es letztendlich nur der zweite Platz hinter einem mit dem Messer zwischen den Zähnen fahrenden Jason Plato werden sollte. Etwas überraschend wählte Jordan vor dem Rennen nämlich die weichere Reifenmischung. Ein Poker, der sich jedoch auszahlen sollte

Beim Start gelang es Colin Turkington diesmal erfolgreich, die MG auseinanderzudrängen und sich auf Platz zwei zu schieben. Ein Unfall zwischen Wrathall, Austin, Onslow-Cole, Bratt und Scott verursachte dann eine längere Safety-Car-Phase. Nach dem Restart in Runde sieben begann Jordan dann seine Reise durch das Feld: Zunächst schnappte er sich Matt Neal und konnte drei Runden später auch an Colin Turkington, der zwischenzeitlich wieder hinter Tordoff zurückgefallen war, vorbeigehen. Eine weitere Runde später war in einem sehenswerten Manöver dann auch Tordoff fällig und Jordan war auf einmal Zweiter. Während er sich in den nächsten Runden immer weiter an den führenden Plato ranrobbte, musste sich Konkurrent Neal des heftigen Drucks der hinter ihm fahrenden Jackson, Newsham und Shedden erwehren.

hi_10405_70a8Ab Runde 17 war Jordan dann an Plato dran und konnte ihn nach einigen erfolglosen Versuchen in Runde 20 erstmals überholen. Plato konterte jedoch unter Inkaufnahme einigen Lackaustauschs erfolgreich und in der Folge entwickelte sich ein sehenswerter Kampf zwischen beiden, zu dem sich gegen Rennende auch noch Aron Smith im Motorbase-Ford gesellte. Er hatte die gleiche Reifenstrategie wie Jordan gewählt und war in ähnlicher Manier durch das Feld gepflügt wie der Honda-Pilot. In dieser Dreiergruppe musste Jordan nun darauf achten, nicht noch von Smith überholt zu werden, während er weiterhin Attacken auf Plato setzte. Letztendlich konnte Plato seine Führung erfolgreich verteidigen und sicherte sich seinen insgesamt 80. BTCC-Sieg. Jordan und Smith komplettierten das Podium gefolgt von Sam Tordoff auf Platz vier. Die weiteren Meisterschaftsaspiranten Turkington, Neal und Shedden folgten auf den Rängen fünf, sechs und sieben. Auch wenn Jordan dieses Rennen nicht gewonnen hat, war die Vorstellung, die er hier zeigte, eindrucksvoll und taktisch klug zugleich und sicherte ihm ein gutes Punktepolster auf seine Konkurrenten in der Meisterschaft.

Um das Drehbuch im Meisterschaftskampf perfekt zu machen, wurde für das dritte Rennen des Tages dann Matt Neal auf die Pole Position gelost. Der Dynamics-Pilot und der ebenfalls noch Meisterschaftschencen habende Colin Turkington bildeten somit die erste Startreihe für das letzte Rennen des Tages. Beim Start konnte Turkington zunächst die Führung übernehmen und sah eine Weile wie der sichere Sieger aus. Neal geriet dagegen in den ersten Runden unter erheblichen Druck von Tordoff und kollidierte schließlich unnötigerweise mit dem MG-Piloten, als beide sich gegenseitig keinen Platz ließen. Tordoff drehte es von der Strecke und Neal verlor zwei Positionen an den dahinter pushenden Aron Smith und Teamkollege Shedden, der nach dem Start Andrew Jordan überholt hatte.

hi_10411_6521Im weiteren Rennverlauf konnte Shedden sich an Mat Jackson vorbei auf Rang zwei schieben und den führenden Turkington unter Druck setzen. Nachdem zur Rennmitte eine herrenlose Stoßstange auf Start-Ziel eine Safety-Car-Phase notwendig gemacht hatte, kam Turkington beim Restart schlecht weg und musste Shedden und Smith in Copse ziehen lassen. Einige Runden später schaffte es auch Matt Neal am BMW vorbei. Doch damit nicht genug für Turkington: Kurze Zeit später geriet er mit Mat Jackson in Copse aneinander und musste das Rennen mit gebrochener Aufhängung beenden – wichtige Punkte und die letzten realistischen Chancen im Meisterschaftskampf waren somit futsch. Es gewann also etwas überraschend Gordon Shedden vor dem erneut starken Aron Smith und Teamkollege Matt Neal. Andrew Jordan, der sich zeitweise des stark pushenden Jason Plato erwehren musste, betrieb mit einem fünften Platz Schadenbegrenzung gegenüber den besser platzierten Markenkollegen und reiste – auch ohne Sieg – als Favorit auf den Titel aus Silverstone ab.

Somit ergab sich also die eingangs geschilderte Ausgangslage in der Meisterschaft bevor am kommenden Wochenende der Meister in Brands Hatch gekürt wird. Gefahren wird auf dem 3,908 Kilometer langen GP-Circuit. Da die Wettervorhersagen very british sind, spare ich mir jetzt das Auspicken von Favoriten für die Siege. Nur so viel: Wenn es regnet, gehen die MG wieder unter. Und ein Auge sollte man auf Rob Austin haben, dessen Audi das Streckenlayout entgegen kommen dürfte.

Ansonsten kann man davon ausgegehen, dass Neal und Shedden nichts unversucht lassen werden, Jordan den Titel streitig zu machen, während Jordan wohl vor allem auf Sicherheit fahren wird. So gut die Chancen für den Pirtek-Piloten auch sein mögen, so schnell kann ein einziger Ausfall die ganze Situation schmerzhaft spannend werden lassen.

Wir dürfen uns auf jeden Fall auf ein spannendes Finale freuen!

 

Notiz am Rande

merc

Das Bild stammt vom Facebookprofil von Cicey-Racing (https://www.facebook.com/ciceleyracing)

Adam Morgan uns sein Cicely-Team haben angekündigt, für die nächste Saison eine selbst entwickelte NGTC-Version der Mercedes-Benz A-Klasse an den Start zu bringen. Wenn das tatsächlich klappt, wäre das mit einer weiteren Marke im Feld nicht nur eine Bereicherung für die BTCC, sondern auch ein weiterer deutlicher Pluspunkt für das NGTC-Reglement und die damit verbundenen Ambitionen. Ich drücke jedenfall die Daumen.

October 09 2013

13:00

V8 Supercars: Vorschau Bathurst 1000

bathurst-rbAm kommenden Wochenende werden wieder hunderttausende Motorsportfans aus ganz Australien nach Bathurst in New South Wales pilgern, denn auf dem dort gelegenen Mount Panorama Circuit steht der absolute Höhepunkt des australischen Motorsports auf dem Programm: “The Great Race”, das Bathurst 1000.

1960 wurde das Rennen das erste Mal ausgetragen. Damals ging es jedoch noch über eine Distanz von 500 Meilen (ca. 800km) und fand nicht in Bathurst, sondern auf Phillip Island statt. Erst 1963 zog man dann nach Bathurst um, da auf dem Phillip Island Circuit der Asphalt brüchig geworden war. Zehn Jahre später wurde in Australien das metrische System übernommen, und die Renndistanz auf 1000 Kilometer erhöht.

Die Historie

In den letzten 50 Jahren schrieb das Bathurst 1000 einige legendäre Geschichten und die bekannteste von ihnen spielte sich wohl im Jahre 1980 ab: Ein damals noch relativ unbekannter Dick Johnson führte mit seinem privat eingesetzten Ford Falcon ungefährdet das Rennen an und hatte sich in Runde 17 bereits einen Vorsprung von über 40 Sekunden herausgefahren. Ein anscheinend betrunkener Zuschauer (viele verdächdigen bis heute einen GM-Sympathisanten) hatte in der Zwischenzeit im Streckenabschnitt Quarry Corner (Turn 5 und 6) einen fast fußballgroßen Stein mit den Füßen aus dem Boden gelockert, der ihm “entglitt” und auf die Strecke rollte. Um den Stein von der Strecke zu holen, schickte die Rennleitung einen Truck auf die Strecke. Johnson fuhr rechts an dem Truck vorbei, traf dabei den Stein und knallte daraufhin links in die Betonwand. Sein Rennen war gelaufen, das Auto hinüber.

Johnson, der im anschließenden Interview mit den Nerven am Ende war, enthüllte dass er für die Teilnahme in Bathurst sein letztes Geld zusammengekratzt hatte, um es im elften Anlauf endlich zu gewinnen. Das Rennen war noch nicht beendet, da riefen Zuschauer beim übertragenen TV-Sender an, die Johnson unbedingt Geld spenden wollten, damit er sein Auto wieder aufbauen konnte. Mit der enormen Unterstützung von Fans und von Ford (die einen Großteil der entstandenen Kosten übernahmen) kam er 1981 zurück und gewann sowohl das Bathurst 1000, als auch den ATCC-Titel – die Legende Dick Johnson war geboren. Es folgten vier weitere Meisterschaftstitel (1982, 1984, 1988 und 1989), sowie zwei weitere Bathurst-Siege (1989 und 1994).

Den Stein hat Johnson übrigens bis heute aufbewahrt.

Legendär ist auch das Rennen 1992: In Runde 144 hatte es angefangen zu regnen, während Jim Richards (zusammen mit Mark Skaife) in seinem Nissan R32 Skyline GT-R das Rennen anführte. Richards, noch auf Slicks unterwegs, rutschte im Abschnitt Reid Park (Turn 7 und 8) auf nasser Fahrbahn geradeaus in die Wand und zerstörte dabei die Radaufhängung vorne links. Begleitet von dem Jubel von zahlreichen “Anti-Nissan-Fans” versuchte er nun, unter sintflutartigem Regen, die Box zu erreichen. Auf der Strecke war inzwischen das totale Chaos augebrochen und in Forrest’s Elbow (Turn 18 und 19) versperrten drei weitere verunfallte Fahrzeuge den Weg. Richards konnte weder bremsen noch ausweichen und knallte in die Unfallstelle – das Rennen wurde abgebrochen.

Die meisten Zuschauer dachten nun, dass der bisher zweitplatzierte Fan-Liebling Dick Johnson das Rennen gewonnen hätte. Dabei vergaßen sie jedoch, dass bei einem Abbruch die letzte vollständige Rennrunde als Ergebnis herangezogen wird. Und demnach waren Jim Richards und Mark Skaife die Sieger. Die Fans machten bei der anschließenden Siegerehrung ihrem Unmut Luft, pfiffen Richards und Skaife gnadenlos aus. Richards stellte sich daraufhin ans Mikrofon und beschimpfte vor laufenden Kameras die Menge als einen “Haufen A****löcher” (“You’re a pack of a**holes!”).

Hier das Video dazu:

Rekordsieger des Bathurst 1000 ist Peter Brock, der “King of the Mountain”, mit insgesamt neun Siegen (1972, 1975, 1978-1980, 1982–1984 und 1987). Brock verunglückte am 8. September 2006 auf der zweiten Etappe der Targa West Rally tödlich.

Von den momentan aktiven Fahrern ist Craig Lowndes der erfolgreichste. Er gewann das Bathurst 1000 fünfmal (1996, 2006-2008 und 2010).

Und auch einige Europäer tauchen in der Siegerliste auf: 1977 gewann Jacky Ickx (BEL) zusammen mit Allan Moffat auf einem Ford XC Falcon; 1998 waren Rickard Rydell (SWE) und Jim Richards in einem Volvo S40 erfolgreich. Und auch ein Deutscher konnte bereits ein Rennen am Mount Panorama gewinnen: 1985 siegte John Goss (AUS) gemeinsam mit Armin Hahne in einem Jaguar XJ-S.

Die Strecke

Der Mount Panorama Circuit wurde 1938 fertiggestellt, und ist im Prinzip eine öffentlich zugängliche Straße. Wenn nicht gerade Motorsportveranstaltungen stattfinden, kann man mit seinem eigenen Auto die Strecke kostenlos abfahren – mit maximal 60 Stundenkilometern.

Der Kurs ist 6,2 Kilometer lang und hat insgesamt 23 Kurven, die alle mit klangvollen Namen versehen sind.

Beispiel gefällig? Turn 1 nennt sich gleich mal Hell Corner und ist eine 90-Grad-Linkskurve. Ihren Namen verdankt die Kurve einem Baumstumpf, der früher am Kurvenscheitel stand und angeblich jeden Motorradfahrer, der ihn berührte dazu verdammte “nach einer Dummheit”, die ihn direkt in die Hölle bathurstschicken sollte, zu sterben. Nun ja…

Danach geht es die Mountain Straight hinauf zu Griffins Bend, einer mittelschnellen Rechts ohne Auslaufzone, wer sich dort verschätzt landet unweigerlich in der Mauer.

Hat man diese Passage hinter sich gelassen, landet man in The Cutting, einer Doppel-Linkskurve, die zuerst im vierten dann im zweiten Gang durchfahren wird und bergauf führt. Die Fahrbahn ist dort sehr eng, überholen eigentlich unmöglich.

Als nächstes geht es durch Reid Park, Frog Hollow und Sulman Park – einer Kombination aus schnellen Rechts- und Linkskurven, die zudem über einige Kuppen und Senken führen.

Nun hat man Brock’s Skyline erreicht und befindet sich am höchsten Punkt der Strecke. Es folgen The Esses und The Dipper. The Dipper ist eine Schikane, die stark abfällt und für mich ist sie eine der spektakulärsten Stellen in Bathurst.

Nach einem weiteren Kurvengeschlängel erreichen wir Forrest’s Elbow. Diese Linkskurve führt uns zur mit 1,3 Kilometern längsten Geraden der Strecke, auf der die V8 Supercars 300km/h erreichen.

Am Ende der Geraden wartet mit The Chase ein Rechtsknick, der mit Vollgas genommen wird und zudem in eine Senke führt (Wie man The Chase nicht durchfahren sollte, zeigte Fabian Coulthard 2010). Danach wird bis in den zweiten Gang heruntergebremst und es geht durch eine weitere Schikane.

Hat man diese hinter sich gelassen muss man nur noch durch Murray’s Corner und man befindet sich wieder auf der Start-Ziel-Geraden.

Den Rundenrekord hält Jamie Whincup mit einer Rundenzeit von 2:08.4651, aufgestellt im Jahr 2007. Im letzten Jahr holte sich Will Davison (FPR) mit einer 2:08.0693 die Pole Position.

Hier führt uns Rick Kelly zwei Runden über den Mount Panorama – einmal mit und einmal ohne Kommentar:

Kleine Randnotiz: Jenson Button drehte in Bathurst 2011 zu PR-Zwecken einige Runden in einem McLaren MP4-26 und erreichte eine Bestzeit von 1:48.88.

Ausblick

In diesem Jahr erwartet uns wieder ein Rennen über 161 Runden. Whincup brauchte dafür bei seinem Sieg im letzten Jahr etwas mehr als 6 1/4 Stunden.

Die Fahrer-Lineups dürften ja mittlerweile bekannt sein, wer sie sich nochmal in aller Ruhe zu Gemüte führen möchte, kann ja einen Blick in unser Forum werfen. Neu dabei, aber leider nur in Bathurst, sind Andy Priaulx und Mattias Ekström, die im dritten Auto von Triple Eight an den Start gehen werden (mit XBox-Lackierung). Während Ekström sein Debüt bei den V8 Supercars feiert, hat Priaulx schon zehn Einsätze vorzuweisen, drei davon in Bathurst.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Motors TV.

Die genauen Startzeiten zum Rennen, und auch einiger Rahmenrennen, findet ihr wie gewohnt in unserem TV-Planer.

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September 29 2013

06:00

V8 Supercars: Sandown-Review und News

Zuallererst möchte ich mich für die fehlende Analyse des Sandown 500 entschuldigen. Quasi pünktlich zum Rennstart schmierte mein Rechner ab und bis ich wieder alles beisammen hatte, waren schon über 100 Runden durch.

732979-pirtek-enduro-cupAber wenn die Technik streikt, kann man nunmal wenig machen. Dafür gibt es heute eine kurze Rückschau zum Sandown 500 und einige Neuigkeiten aus Australien, die sich in den letzten zwei Wochen angesammelt haben.

Pünktlich zum Auftakt des Enduro-Cups zeigte sich Red Bull Racing in Sandown zu alter Form erstarkt, und schaffte einen Doppelsieg: Jamie Whincup und Paul Dumbrell gewannen vor Craig Lowndes / Warren Luff und dem Ford-Duo Will Davison / Steve Owen

Doch nach einem Sieg für Whincup sah es zunächst gar nicht aus. Als Dumbrell zu seinem dritten und letzten Boxenstop reinkam, um Whincup das Steuer zu überlassen, drehten beim aufgebockten Commodore die Hinterreifen durch, was die Rennleitung mit einer Durchfahrtsstrafe ahndete. Nachdem Whincup diese abgesessen hatte fand er sich auf Platz 25 wieder und startete zu einer beeindruckenden Aufholjagd. Zehn Runden vor Schluss ging er an seinem bis dahin führenden Teamkollegen vorbei und fuhr einem am Ende ungefährdeten Sieg entgegen.

Angesichts der starken Leistung von Red Bull blieben W.Davison/S.Owen lediglich der dritte Rang, mit dem sie allerdings mehr als zufrieden sein konnten. Zum einen weil Owen bei einem zeitlich unglücklich gesetzten Boxenstop viel Zeit verlor, als er darauf warten musste, bis der andere FPR von Winterbottom/Richards abgefertigt worden war. Und zum anderen, weil man gegen Rennende mit einem Ölleck am Getriebe zu kämpfen hatte.

Auf einen sensationellen vierten Platz schafften es Lee Holdsworth und Craig Baird (Erebus-Mercedes), die so die im Vorfeld des Sandown 500 entstandene (und meiner Meinung nach lächerliche) Spritdiskussion um Mercedes und Nissan ad absurdum führten. Hinter ihnen komplettierten Courtney/Murphy (HRT) die Top fünf.

Todd Kelly und David Russell wurden im besten Nissan Elfte – und schnitten damit besser ab, als vorher befürchtet. Auf schnellen Strecken wie Sandown hat Nissan immer noch einige Nachteile, ein elfter Rang ist daher schon als ein Erfolg zu werten.

Kommen wir zum Schluss noch zu den Gaststartern aus “Übersee”: Ryan Briscoe landete mit Russell Ingall (Walkinshaw Racing) am Ende auf Position neun, Jeroen Bleekemolen / Shane van Gisbergen (Tekno) auf zwölf, gefolgt von Marc Lieb und Jonathon Webb (Tekno) auf 13.

Hier noch das Highlight-Video aus Sandown:

Das komplette Rennergebnis sowie die Fahrer- und Teamwertung findet man bei den Kollegen von V8Dailydump.

News

- Nach dem Rennwochenende in Sandown bestätigte Walkinshaw Racing, dass in der kommenden Saison Tim Slade (momentan bei Erebus unter Vertrag) der Nachfolger von Russell Ingall wird, der seine Karriere Ende dieses Jahres beendet.

- Der Kalender für die Saison 2014 wurde mittlerweile offiziell vorgestellt und beinhaltet drei größere Änderungen:
1. Das Rennwochenende in Austin/Texas fällt aufgrund einer Terminüberschneidung mit den X-Games aus, wird aber für 2015 zurückkehren. An die Stelle von Austin rückte der Sydney Motorsports Park, auf dem dieses Jahr die Pre-Season-Tests stattfanden.
2. Die 60/60-Sprints werden wieder abgeschafft und drei standardisierte Rennformate eingeführt: SuperSprint (zwei 100km-Rennen am Samstag, ein 200km-Rennen am Sonntag), SuperStreet (jeweils ein 250km-Rennen am Samstag und Sonntag) und der Enduro Cup.
3. Fünf Samstagsrennen sollen in der Abenddämmerung stattfinden. Welche genau, soll Anfang 2014 bekanntgegeben werden.
Den gesamten Kalender samt dazugehöriger Formate gibt es auf der V8-Supercar-Homepage.

- Desweiteren wurde bestätigt, dass das diesjährige Saisonfinale in Sydney in den Abendstunden (ab 17:10 Ortszeit) stattfinden wird (siehe Link oben).

- Kelly Racing bekommen mehr Unterstützung von Nismo. Dazu wird eigens ein Motor nach Japan geschickt, an dem sich die Nismo-Ingenieure austoben können.

- Mattias Ekstrom und Andy Priaulx werden in der kommenden Woche an zwei Testtagen die Möglichkeit bekommen, sich auf das Bathurst 1000 vorzubereiten.

Eine ausführliche Bathurst-Vorschau gibt es wie gewohnt in der Vorwoche des Rennwochenendes. Dann auch garantiert ohne Technik-Debakel.

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September 20 2013

17:06

WTCC: Vorschau Suzuka und die WTCC hier im Blog

In den Kommentaren zum vorletzten Artikel tauchte die Frage auf, warum die WTCC hier im Blog scheinbar so schlecht wegkommt. Da mein Receiver sich spontan dagegen entschied, die Rennen aus Sonoma aufzunehmen, möchte ich anstelle der Analyse zum Sonoma-Rennen ein paar Sätze dazu schreiben, im Anschluss folgt dann die Vorschau auf Suzuka.

FIA WTCC Shanghai, China 02-04 November 2012Es mag durchaus sein, dass die WTCC teilweise im Podcast und den Artikeln etwas zu schlecht wegkommt. Aber leider macht es die Rennserie einem manchmal wirklich nicht leicht. Ich mag sie sehr gerne, ansonsten würde ich auch nicht einige Stunden jedes Jahr für die Berichterstattung der Serie im Blog “opfern”. Die Grundidee der WTCC gefällt mir sehr gut, relativ seriennah aussehende Fahrzeuge, die eine Weltmeisterschaft auf fünf Kontinenten ausfahren.

Die Ausführung ist nur leider in den letzten Jahren mangelhaft. Da wäre zunächst die Situation rund um die Werke in der WTCC. Dort gibt es im nächsten Jahr die Aussicht auf einen guten Zweikampf oder, sollte Lada sich fangen, sogar Dreikampf. Allerdings ist es grausam, dass die Hondas dieses Jahr gegen die Chevrolets ziemlich untergehen. Ich hatte auch mit der Fahrerpaarung ziemlich große Hoffnungen in das Honda-Team gesteckt, doch das, was bisher gezeigt wurde, ist einfach viel zu wenig für eines von nur zwei werksunterstützten Teams in einer Serie, in der man potentiell jede Menge erfahrenes Personal einkaufen kann.

Klar werden die Chevrolets von RML noch weiterentwickelt, aber die haben natürlich nicht die Ressourcen, die ein Weltkonzern wie Honda in ein Werksprogramm stecken kann. Sollte Honda nicht bereit sein, genügend Geld in die Hand zu nehmen, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, was sie in der WTCC suchen. Mit Arena-Motorsport/Ford hatte man ein deutlich warnendes Beispiel, was passiert, wenn man sich nicht genügend zu der Serie “committed.”

Natürlich kommt im nächsten Jahr das neue Reglement. Aber das wusste man Ende 2012/Anfang 2013 noch nicht. Eigentlich hätte dieses Auto die Basis für zwei Jahre sein sollen. Ich bin mir nicht sicher, ob man den Entwicklungsrückstand, den man gegenüber Chevrolet hat, bis zum nächsten Jahr aufgeholt hätte. Andererseits zeigt der große Vorsprung der Chevrolets auf den meisten Strecken, welch gute Arbeit die Werkstruppe in den anderen Jahren geleistet hat.

Genau hier liegt jedoch der Knackpunkt. Wenn über Jahre hinweg eine Marke eine Serie so dominiert, dass von 20 bis 24 Rennen teilweise nicht mal mehr vier von anderen Marken gewonnen werden, dann hat diese Serie ein riesengroßes Problem. Die WTCC hat es einfach jahrelang nicht geschafft, nach dem Ausstieg von Alfa Romeo, BMW und Seat vernünftig strukturierte und erfolgreiche Werkseinsätze in der Serie zu produzieren. Der Lada-Einsatz ist meiner Meinung nach immer noch ein nicht wirklich ernst gemeintes Engagement. Der Honda-Einsatz ist zunächst einmal nicht wirklich erfolgreich.

Honda hat allerdings die Konstrukteurswertung gewonnen, in der nur Honda und Lada gemeldet waren. Da würden sich selbst DTM-Marketingabteilungen schwer tun, das als echten Erfolg zu verkaufen. Ich setze große Hoffnungen in den Werkseinsatz von Citröen nächstes Jahr, doch in diesem liegt wiederrum auch ein großes Risiko. Sollte Citröen, speziell mit der Fahrerpaarung Loeb/Muller, auch nur ein halbwegs vernünftiges Auto bauen, besteht die Gefahr einer neuen dominanten Marke.

Und diese könnte dominanter sein denn je. Die Frage ist, ob Honda es schafft, ein konkurrenzfähiges Auto im Vergleich zu den Citröen zu bauen. Sollte ihnen das nicht gelingen, könnte das ein ganz trauriges Jahr werden. Der Chevrolet und der Seat werden wohl an die Regeln angepasst werden, allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass sie mit den Werksautos mithalten können. Die BMW sehen wir eventuell nächstes Jahr überhaupt nicht wieder.

Das gleiche Schicksal könnte uns auch bei Lada drohen. Man hat für dieses Jahr ein neues Auto konstruiert, das nicht besonders gut funktioniert, und auch allgemein läuft die Saison für Lada bisher einfach katastrophal. Ob man für nächstes Jahr erneut ein völlig neues Fahrzeug konzipiert, erscheint mir äußerst fraglich.

Aber nicht nur bei den Herstellern hat die WTCC ein Problem, nein, auch bei der Rennlänge. Die zwei Rennen, die nur so zwischen 20 und 30 Minuten dauern, sind einfach zu kurz. Man sollte zumindest, da man ja auch viel auf Stadtkursen unterwegs ist, die Regel einführen, dass man die Runden hinter dem Safetycar einfach nicht mitzählt. Dass der von anderen Seiten oft gemachte Vorschlag, die Rennen zu verlängern, aufgegriffen wird, ist eher unwahrscheinlich, da Eurosport, die ja die WTCC komplett über Tochtergesellschaften vermarkten, sicherlich sein Veto einlegen würde.

Die kurzen “Rennhäppchen” passen teilweise jetzt schon kaum in das prall gefüllte Wochenendprogramm von Eurosport, was unter anderem dazu führt, dass teilweise die Quali gar nicht live und die Rennen auf Eurosport 2 versendet werden. Eurosport 2 ist immer noch ein Sender, den nicht jeder empfängt. Dadurch, dass Eurosport sich die Startzeiten auch immer so ins Programm legt, wie es gerade ins Schema passt, kommen auch keine einheitlichen Startzeiten für die WTCC-Rennen bei raus (zum Beispiel die beiden Rennen in der Europa-Saison starten immer um 14 und 16 Uhr).

Was ich hingegen (meistens) sehr gut finde, ist die Linie der Rennleitung, die oft das richtige Maß findet, was fair ist und was nicht. Ebenfalls positiv sehe ich den Kalender. Dadurch, dass man auf so vielen Kontinenten fährt und aus Kostengründen per Schiff reist, zerschießt man sich zwar den Kalender und hat lange Pausen drin, aber wenn man sich den Rennkalender anschaut, hat man wirklich das Gefühl, dass hier eine Weltmeisterschaft (bis auf Australien, das ich gerne mit einem Stadtkurs im Kalender sehen würde) unterwegs ist.

Dass man so viel reißt und auch mal unbekanntere Strecken ausprobiert, birgt allerdings auch ein größeres Risiko in sich. Das “Neuland”, das man teilweise betritt, führt zu liegenbleibenden Streckensicherungsfahrzeugen, zu mutigen Streckenposten, nicht funktionierenden Ampeln etc. Das sieht teilweise in diesen Situationen alles andere als professionell aus, eine Professionalität die man von einer Weltmeisterschaft eigentlich erwarten würde.

Das sind ein paar kurze Gedanken von mir zum Gesamtstand der WTCC. Das aktuelle Renngeschehen bringt uns diese Woche mit Suzuka eine tolle Strecke mit begeisterten Fans. Man hat sich dieses Jahr entgegen erster anders lautender Meldungen wieder dazu entschieden, die kurze Variante zu fahren. Zuerst mal das Wichtigste: Yvan Müller wird unter normalen Umständen Meister, wir werden wohl den ersten Weltmeister des Motorsportjahres 2013 dieses Wochenende küren. Auch wenn er ein streitbarer Charakter ist, er hat es auf alle Fälle leistungsmäßig mehr als verdient.

Eine große Neuerung der Asia Tour, die dieses Wochenende beginnt, ist die Eurosport Asia Trophy, eine Meisterschaft innerhalb der WTCC, die ähnlich wie die Young Driver’s Trophy nur unter bestimmten Fahrern ausgetragen wird. In Suzuka werden sich zunächst neun Piloten um die Punkte streiten, ob diese alle bis inklusive Macao dabei sind, wird man sehen müssen.

Eine der prominenten Neubesetzungen ist dabei sicherlich Hiroki Yoshimoto, der für Nika Racing an den Start gehen wird. Nykjaer ist dafür raus, was auch wieder zeigt, dass Erfolg nicht alles ist, sondern man eben auch ein finanzielles Polster braucht. Yoshimoto wird den Wagen in Suzuka und Macao pilotieren, jedoch nicht in China, weil sich das Rennwochenende mit der SuperGT überschneidet, in der Yoshimoto auch aktiv ist.

Die zweite bekannte Neubesetzung ist Masaki Kano für Franz Engstler, weil dieser leider erkrankt ist. Masaki Kano fuhr bisher jedes Rennenwochenende der WTCC in Suzuka und ist auch in der SuperGT aktiv. Die weiteren Teilnehmer der Eurosport Asia Trophy sind Takuya Izawa, Yukinori Taniguchi, Jerónimo Badaraco, Filipe Clemente de Souza, Ng Kin Veng, Henry Ho Wai Kun und Mak Ka Lok. Ansonsten hält die

September 14 2013

10:33

BTCC: Vorschau Rockingham

Morgen startet die BTCC zu ihrem drittletzten Rennwochenende auf dem Rockingham Motor Speedway. Und es ist im Kampf um die Meisterschaft schlichtweg spannend.

hi_9098_e982Matt Neal führt nach wie vor die Meisterschaft mit aktuell 293 Punkten an. Nur noch sechs Punkte dahinter lauert aber Markenkollege Andrew Jordan. 27 Punkte Rückstand hat auf Platz drei der amtierende Champion Gordon Shedden und „The man on the move“ Colin Turkington hat auf Platz vier mit 30 Punkten Rückstand ebenfalls noch beste Chancen, um in der Meisterschaft ein Wort mitzureden. Jason Plato ist seit seinem blassen Knockhill-Wochenende mit 54 Punkten Rückstand dagegen erst mal mehr oder weniger raus aus der Titelentscheidung. Aber man soll ja niemals nie sagen …

Die Ausgangslage an der Spitze der Tabelle ist also definitiv vielversprechend. Neal darf sich keinen Fehler erlauben und muss auf Konstanz setzen, um seinen Vorsprung zu verteidigen. Gleichzeitig darf er sich nicht von Jordan schlagen lassen. Ein einziger Fehler von Neal und/oder Jordan kann Shedden und Turkington näher an die Spitze bringen. Wir dürfen also gespannt sein, wer als Tabellenführer aus Rockingham abreist und ob nach dem Wochenende noch immer vier Fahrer als Meisterschaftskandidaten in Frage kommen. Ein einziges Nullresultat kann jedem der Favoriten ganz schnell einen Strich durch die Rechnung machen.

592px-Rockingham_Motor_Speedway_-_Road_course.svg

Wikipedia Commons, Author Will Pittenger

Rockingham ist die modernste aller britischen Rennstrecken (sieht man einmal von der Snetterton-Erweiterung ab). Wie vielleicht bekannt, wurde das Oval in Northhamptonshire einst ähnlich wie der Lausitzring für die Indy Car gebaut. Nach zwei Auftritten in den Jahhren 2001 und 2002 verabschiedete sich die Indy Car, die in dieser Zeit ihre Krisenjahre einläutete, dann aber wieder und ward fortan nicht mehr gesehen. Die BTCC fährt freilich nicht auf dem ungewöhnlich geformten 1,5 Meilen-Oval, sondern auf dem „International Super Sports Car Circuit“, den man der Strecke beim Bau des Ovals als Infield verpasste.

Dafür dass diese 3,12 Kilometer lange Streckenvariante der Infield-Circuit eines Ovals ist, ist sie meiner Meinung nach doch recht abwechslungsreich und herausfordernd. Spannend – und gewissermaßen eigentlich auch ganz schön gefährlich – ist unter anderem, dass man Turn 1 des Ovals komplett mitnimmt und hier mit dem Gasfuß am Bodenblech durch brettert. Dieser Umstand macht Rockingham auch recht selektiv. Dem kurvenreichen Infield steht das lange Vollgasstück über Start-Ziel, Turn 1 und die anschließende Gerade gegenüber. Topspeed, Bremsen und Handling sind hier die entscheidenden Faktoren und die Autos sind nicht gerade leicht abzustimmen.

Ich sehe Turkington mit dem BMW hier leicht im Vorteil. Zum einen befindet man sich bei West Surrey ja ohnehin auf dem aufsteigenden Ast und zum anderen schätze ich, dass man mittlerweile über eines der besten Fahrwerke im BTCC-Feld verfügt. Und geradeaus zählt der BMW ja sowieso nicht zu den langsamsten. Dazu kommt die gute Traktion des Fahrzeugs, die vor allem beim Herausbeschleunigen im Infield entscheidend sein kann.

Gleichwohl könnten hier auch die MG wieder mal ein ernsteres Wörtchen mitreden. Snetterton, wo der MG zuletzt tonangebend war, kommt der Charakteristik von Rockingham sehr nahe und im letzten Jahr sicherte sich Jason Plato im ersten Rennen bei trockenen Bedingungen einen überlegenen Sieg. Auch wenn der MG in Rockingham mal wieder vorne mitmischen sollte, dürfte das Eingreifen in die Meisterschaft wie oben beschrieben schwer bis unmöglich sein und nur über reihenweise Fehler der anderen führen.

hi_9096_c765Die Honda sind nie zu unterschätzen und werden auf jeden Fall vorne mitfahren. Letztes Jahr läutete Gordon Shedden hier in den beiden verregenten Rennen seine Fahrt zum Titel ein. Im Infield der Strecke werden Neal, Shedden und Jordan die Handling-Stärken des Civic ausspielen können – auf den Geraden könnte jedoch der fehlende Top Speed für Frust sorgen. Außerdem sollte beachtet werden, dass die drei Honda-Piloten als Erstplatzierte in der Meisterschaft die schwersten Autos im Feld sind und vor allem beim Herausbeschleunigen auf das lange Vollgasstück unter dem Zusatzgewicht leiden dürften.

 

Was war sonst noch?

Tom Onslow Cole (GBR) Volkswagen Passat CCDer fröhliche Cockpittausch geht auch vor Rockingham in eine neue Runde. Auslöser war erneut das Team von Tony Gilham. Erste Meldung war, dass Tom Onslow-Cole überraschenderweise nicht die letzten drei Rennen für das Team bestreitet. Als Grund wurde

September 11 2013

06:00

V8 Supercars: Vorschau Sandown 500

Die Endurance-Läufe der V8 Supercars sind traditionell die Saison-Highlights der V8 Supercars – für Fans und Fahrer gleichermaßen. So bieten die Rennen, einigen Nachwuchsfahrern (z.B. aus der Development Series) die Möglichkeit sich bei den “Großen” zu beweisen, genau so können aber auch Fahrer aus allen möglichen Serien dieser Welt einen Fuß in die V8-Szene setzen um vielleicht in naher Zukunft eine Festanstellung zu bekommen.

732979-pirtek-enduro-cupDie Saison startet mit den Endurance Races nun auch endlich in ihre entscheidende Phase, und wie üblich findet der Auftakt dazu in Sandown statt. Als besonderer Anreiz für die Fahrer wurde in diesem Jahr eine eigene kleine “Meisterschaft in der Meisterschaft” eingeführt: In dem “Pirtek Endurance Cup” getauften Wettbewerb wird die beste Fahrerpaarung aus den Rennen in Sandown, Bathurst und Surfers Paradise ermittelt. Natürlich fließen auch die im Endurance Cup gesammelten Punkte in die Gesamtwertung mit ein; ähnlich wie in der Indycar, wo anhand ihrer eingefahrenen Punktzahl ja unter anderem auch die besten Oval-, oder Rundkursfahrer gekührt werden.

Eine weitere Besonderheit der Endurance-Läufe sind die doppelt besetzten Autos, da in den Endurance-Läufen aufgrund der Renndauer Fahrerwechsel vorgeschrieben sind. Alle anderen Regeln sind im Grunde gleich; dass Reifenwechsel und Nachtanken natürlich wieder erlaubt sind, erklärt sich von selbst. Neu ist in diesem Jahr allerdings die Mindestanzahl an Boxenstops, die jeweils vor dem Rennwochenende festgelegt wird. So sind in Sandown mindestens 4 Stops vorgeschrieben.

Fuel Parity

Und damit wären wir auch schon beim aktuellen Geschehen der V8 Supercars angelangt. Denn der Hintergrund dieser etwas gewöhnungsbedürftigen Regelung ist die seit dem Winton 360 andauernde Benzindiskussion rund um Nissan und Holden. Zur Erinnerung: In Winton wurden zwei Nissan und ein Mercedes (unter Zustimmung aller Teamchefs) mit E70-Benzin (70% Ethanol zu 30% Superbenzin) anstatt des üblichen E85 (85% zu 15%) befüllt, mit dem Ziel den hohen Verbrauch bei oben genannten Herstellern einzudämmen. Obwohl diese Maßnahme nachweislich zu keinem Vorteil bezüglich der Motorleistung geführt hatte, wurden nach dem Winton-Wochenende stimmen laut, Nissan habe nur aufgrund des Sprits den Sprint vom Samstag gewinnen können.

Am vergangenen Wochenende meldete sich dann auch noch Simon McNamara zu Wort, seines Zeichens Motorsportchef bei Holden. Er forderte in einem Interview mit Speedcafe.com sogar, die Nissan komplett aus der Wertung des Sprintrennens zu streichen. Sogar von einem Boykott seitens Holden war die Rede, sollten Mercedes und Nissan bei den Endurance-Läufen mit dem E70-Treibstoff an den Start gehen dürfen.

Diese Aussagen stießen bei den Fans nicht unbedingt auf Zustimmung, und sogar aus dem Holden-Lager erntete McNamara wenig Verständnis. Holden würde nun als schlechter Verlierer dastehen, und McNamara habe einfach Angst um Holdens Vormachtstellung bei den V8 Supercars. Andere wiederum gaben ihm Recht, und forderten gleiches Recht für alle. Wenn Nissan und Mercedes Probleme mit hohem Benzinverbrauch haben, dann sollten sie eben zusehen wie sie selber damit fertig werden.

Fakt ist aber auch: McNamara hat als Holden-Motorsportchef natürlich auch einen gewissen Einfluss, schließlich sind 15 der 28 Wagen im Feld mit dem Löwen auf dem Grill unterwegs. Und da man wohl nicht riskieren wollte, dass in Sandown nun plötzlich das halbe Feld fehlt, hat man sich nun auf eine Mindestanzahl von Boxenstops geeinigt – “Balance of Performance – the Australian way” wenn man so will.

Die Fahrer-Lineups

Kommen wir nun aber wieder zu den wichtigen Dingen zurück, denn auch in diesem Jahr hat man es wieder geschafft einen bunte Mischung aus Fahrern für die Endurance-Rennen zusammenzutrommeln. Fahrer aus der Development Series, dem australischem Porsche Carrera Cup, der Indycar und aus der GT-Szene konnten als Verstärkung für die Teams gewonnen werden, und mit Marc Lieb ist auch in diesem Jahr ein weiterer bekannter deutscher Rennfahrer mit von der Partie. Für Lieb, der in diesem Jahr wieder Co-Driver von Jonathon Webb (Tekno) ist, ist es bereits die dritte Teilnahme “Down Under”.

Hier die gesamte Endurance-Entrylist auf einen Blick:

#1 Holden – Red Bull Racing (Triple 8) – Jamie Whincup / Paul Dumbrell
#888 Holden – Red Bull Racing (Triple 8)  – Craig Lowndes / Warren Luff

#2 Holden – Holden Racing Team (Walkinshaw) – Garth Tander / Nick Percat
#22 Holden – Holden Racing Team (Walkinshaw) – James Courtney / Greg Murphy
#66 Holden – Walkinshaw Racing – Russell Ingall / Ryan Briscoe

#14 Holden – Brad Jones Racing – Fabian Coulthard / Luke Youlden
#8 Holden – Brad Jones Racing – Jason Bright / Andrew Jones
#21 Holden – Brad Jones Racing – David Wall / Chris Pither

#33 Holden – Garry Rogers Motorsport – Scott McLaughlin / Jack Perkins
#34 Holden – Garry Rogers Motorsport – Alexandre Premat / Greg Ritter

#19 Holden – TEKNO Autosports – Jonathon Webb / Marc Lieb
#97 Holden – TEKNO Autosports – Shane Van Gisbergen / Jeroen Bleekemolen

#80 Holden – Lucas Dumbrell Motorsport – Scott Pye / Paul Morris
#88 Holden – Lucas Dumbrell Motorsport – Dean Fiore / Matt Halliday

#3 Holden – Tony D’Alberto Racing – Tony D’Alberto / Jonny Reid

#5 Ford – Ford Performance Racing – Mark Winterbottom / Steven Richards
#6 Ford – Ford Performance Racing – Will Davison / Steve Owen

#55 Ford – Rod Nash Racing – David Reynolds / Dean Canto
#18 Ford – Charlie Schwerkolt Racing – Alex Davison / John McIntyre

#12 Ford – Dick Johnson Racing – Chaz Mostert / Dale Wood
#17 Ford – Dick Johnson Racing – Tim Blanchard / Ash Walsh

#7 Nissan – Nissan Motorsport (Kelly Racing) – Todd Kelly / David Russell
#15 Nissan – Nissan Motorsport (Kelly Racing) – Rick Kelly / Karl Reindler
#36 Nissan – Nissan Motorsport (Kelly Racing) – Michael Caruso / Daniel Gaunt
#360 Nissan – Nissan Motorsport (Kelly Racing) – James Moffat / Taz Douglas

#9 Mercedes – Erebus Motorsport – Maro Engel / Steve Johnson
#4 Mercedes – Erebus Motorsport – Lee Holdsworth / Craig Baird
#47 Mercedes – Erebus Motorsport -Tim Slade / Andrew Thompson

Die Strecke

Fehlt für den ganzen Spaß eigentlich nur noch eine Strecke: Wie bereits erwähnt geht es am kommenden Wochenende auf den Sandown Raceway in Melbourne, der einigen vielleicht etwas geläufiger sein dürfte als beispielsweise die Kurse in Winton oder Ipswich.

Die Strecke, die 1962 eröffnet wurde, besitzt insgesamt 13 Kurven verteilt auf etwas mehr als drei Sandown_(Australia)_track_map.svgKilometer. Charakteristisch für Sandown sind die beiden langen Geraden nach Turn 1 und 4, enge 90°-Kehren, sowie die Bergaufpassage hin zu dem Kurvengeschlängel ab Turn 6. Desweiteren werden die Fahrer in den meisten Kurven wieder nur auf zwei Rädern unterwegs sein, da die Randsteine stellenweise sehr hoch sind. Was für die meisten Fahrer bekanntermaßen kein großes Hindernis darstellt.

Überholen sollte auf dem Sandown Raceway kein allzu großes Problem sein, bietet die Streckencharakteristik doch einige gute Möglichkeiten, z.B. Turn 1 und Turn 9. Und auch in Turn 11, kurz vor der Start-Ziel-Geraden, hat man schon einige mutige Manöver gesehen.

Hier kann man mal ein paar Runden mit Mark Winterbottom mitfahren, wenn auch nur auf der Stoßstange:

Rennformat

Am Samstag stehen zu erst zwei Qualifikationsläufe über jeweils 20 Runden an, in denen die Startreihenfolge für das Hauptrennen am Sonntag ausgefahren wird. Dort müssen dann insgesamt 500 Kilometer (161 Runden) zurückgelegt werden.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Premiersports.

Die genauen Startzeiten zu den Rennen, findet ihr wie gewohnt in unserem TV-Planer.

 

 

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September 06 2013

17:56

WTCC: Vorschau Sonoma 2013

Die WTCC erwacht aus ihrer zweiten Sommerpause. Die Autos wurden von Süd- nach Nordamerika verschifft und man fährt zum zweiten Mal auf dem uns allen wohlbekannten Kurs von Sonoma.

FIA WTCC Sonoma, USA 21-23 September 2012Die WTCC entscheidet sich in Sonoma – warum auch immer – dazu, die längste Streckenkofiguration mit 4 Kilometern zu fahren. Das bedeutet, man fährt sowohl die Schleife als auch die Haarnadel. Selbst die WTCC kann sich also nicht dem klassischen amerikanischen Motto “bigger, better, longer” entziehen. 2 x 13 Runden werden am Wochenende absolviert und Yvan Muller hat tatsächlich schon am viertletzten Rennwochenende die Chance, die Weltmeisterschaft für sich zu entscheiden.

Sämtliche Konstellation hier aufzulisten, würde etwas den Rahmen des Artikels und vermutlich auch meine mathematischen Fähigkeiten sprengen, deswegen nur so viel: Müller sollte nach Möglichkeit beide Rennen gewinnen und muss auf ein durchschnittliches Ergebnis seiner beiden härtesten Konkurrenten Tarquini und Nykjaer hoffen. Wir könnten also die erste Titelentscheidung des Jahres schon dieses Wochenende erleben.

Defintiv entschieden wird wohl der Konstrukteursmeistertitel, da die Honda nur vor den Lada ins Ziel kommen müssen. Wer sich jetzt fragt, was denn mit BMW und Séat ist: Die hatten sich Anfang des Jahres aus Kostengründen nicht in die Konstrukteurswertung eingeschrieben. Die Konstrukteursmeisterschaft der WTCC kann also getrost von sich behaupten, die am härtesten umkämpfte Krone im weltweiten Motorsportzirkus zu sein…

Bevor ich zu dem Üblichen wie Übertragungszeiten, Gewichten und der Entrylist komme, noch etwas zum Reglement der 2014er Saison: Man hat sich etwas ganz tolles ausgedacht, es wird nämlich vermutlich zwei Klassen geben. Der dumpfe Aufschlag, den ihr grad vernommen habt, war der Kopf des Autors auf der Schreibtischplatte. Von allen Möglichkeiten wie Gewichtsregulierung etc. hat man ernsthaft vor, das Feld in zwei Klassen zu spalten – in einem 13-Runden-Rennen. Merkt da eigentlich einer noch was?

Natürlich werden 2013 niemals genügend neue Autos zur Verfügung stehen, um damit ein Feld zu füllen und auch eine Balance of Performance jedweder Art wäre alles andere als eine elegante Lösung gewesen, aber ein Split des Feldes ist nochmal eine Stufe dämlicher. Die BMW-Teams sind sich unterdessen sehr aunsicher</a>, ob es sich überhaupt lohnt, Geld in die Weiterentwicklung der Autos zu investieren, wenn 2015 endgültig nur noch die Autos nach neuem Reglement erlaubt sind. Es kann folglich sein, dass wir 2014 gar keine BMW mehr in der WTCC mehr sehen.</p> <p>Die <a http: href=" http:="" title="\">Entrylist hält zwei Änderungen bereit: Tom Boardman ist wieder dabei, nachdem er das Südamerikarennen wegen eines Unfallschadens verpasste und Freddy Barth darf nach einem Rennenwochenende Pause wieder ins Lenkrad greifen. López, der Barths Auto ja in Argentinien pilotierte, wird derweil mit Citröen in Verbindung gebracht und hat auch schon für die Franzosen getestet. Die angekündigte Rückkehr der Ford ist vom Tisch, weil sich ein Einsatz der ab 2014 reglementtechnisch veralteten Autos für nur noch vier Rennen nicht lohnt.

Die Gewichte für dieses Wochenende halten nicht viele Veränderungen bereit. Die Honda dürfen 10 Kilogramm zu- und die Séats 10 Kilogramm ausladen. Eurosport 2 überträgt am Samstag um 23:00 Uhr live die Qualifikation und am Sonntag um 17:30 Uhr das Warm-up auf Eurosport 2. Die beiden Rennen gibt es um 20:30 Uhr auf Eurosport 1 und um 23:00 Uhr auf Eurosport 2 live.

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August 21 2013

14:00

BTCC: Vorschau Knockhill

Auf geht’s nach Schottland! Am kommenden Wochenende startet die BTCC in Knockhill zu ihren nächsten drei Rennen.

hi_8972_bae4Mit nur noch vier ausstehenden Events geht auf der schottischen Rennstrecke nicht nur die Meisterschaft allmählich in ihre heiße Phase – Knockhill ist auch sonst ein echtes Highlight im Kalender. Die Strecke gehört mit gerade einmal 2,003 Kilometern Länge zwar zu den kürzesten (nur der Indy-Crcuit von Brands Hatch ist noch kürzer), aber der Spruch „in der Kürze liegt die Würze“ passt geradezu perfekt auf Knockhill. Auf den gut zwei Kilometern bietet der Kurs eigentlich alles, was das Racer-Herz höher schlagen lässt: Es geht bergauf und bergab, über blinde Kuppen, durch schnelle und mittelschnelle Kurven.

Highlight der Strecke ist sicherlich die John R. Weir Chicane: Nach der schnellen bergab führenden Rechts-Links-Kombination nach Start-Ziel geht es zunächst durch den Scotsman Corner und anschließend durch den schnellen Rechtsknick Butcher’s recht steil bergauf in Richtung Schikane. Der Scheitelpunkt zum Einlenken befindet sich dabei direkt auf einer Kuppe und nachdem man den Linksknick der Schikane hinter sich gebracht hat, geht es direkt wieder rechts rum über einen hohen Randstein. Wer hier zum ersten Mal fährt, erlebt angesichts der nicht einsehbaren Scheitelpunkte und der spontanen Richtunsgänderung sicherlich eine große Überraschung. Wegen der recht hohen Randsteine sieht man hier auch reihenweise Fahrzeuge auf zwei Rädern in gesunder Schieflage durch die Schikane fahren. Für Fotografen ist die John R. Weir Chicane daher ein echter Hot Spot im BTCC-Kalender.

Nach der Schikane geht es durch die schnelle Clark’s Corner und über die Gegengerade in Richtung der auf Start-Ziel zurück führenden Real Radio Hairpin, die die beste Stelle zum Überholen in Knockhill ist.


Größere Kartenansicht

Favoriten für das Wochenende könnten die BMW sein, wobei ich mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen möchte. Im letzten Jahr gingen zwei Siege an Rob Collard im mittlerweile außer Dienst gestellten S2000-BMW. Allerdings sollte man das nicht als Anhaltspunkt dafür nehmen, dass die neuen NGTC-BMW genauso gut gehen. Vielmehr kommt Knockhill mit seiner Charakteristik den Strecken recht nahe, auf denen die BMW bisher gut aussahen. Aber ebenso gut könnten die Honda und MG den Ton angeben. Knockhill ist einfach schwer prognostizierbar und auch das unberechenbare schottische Wetter könnte dazu führen, dass sich alle Vorhersagen ohnehin erledigen.

Ein Auge sollte man auf jeden Fall auf Andrew Jordan und Gordon Shedden haben. Jordan wird alles daran setzen, weiter Boden auf Matt Neal in der Meisterschaft gutzumachen. Gleiches gilt für Shedden, der ebenfalls in Schlagdistanz zu Neal ist und als Schotte in Knockhill nicht nur sein Heimrennen bestreitet, sondern nebenbei auch noch in der Streckenverwaltung arbeitet.

News

Das fröhliche Wechselspiel in den Cockpits von Gilham Racing findet in Knockhill seine Fortsetzung. Knapp ein Jahr nach seinem letzten BTCC-Einsatz werden wir den sympathischen Paul O’Neil in einem der Vauuxhall Insignias des Teams sehen. An sich ein Deal, von dem beide Seiten profitieren: O’Neil, der sich in dieser Saison bisher als TV-Experte verdient gemacht hat, kann endlich mal wieder Rennen fahren und Gilham hat einen Fahrer im Vauxhall, der auf viel Rennerfahrung in der BTCC zurückblicken und interessantes Feedback zum Fahrzeug geben kann. Laut Gilham kann man sich auch eine längere Partnerschaft mit O’Neil vorstellen. Der Knockhill-Deal gilt aber erst mal nur für dieses Rennen.

Und auch im zweiten Insignia sehen wir ein neues Gesicht. Der 23 jährige Schotte Kieran Gallagaher wird am Wochenende sein BTCC-Debüt geben. Auch dieser Deal gilt zunächst nur für Knockhill. Raus aus den Insignias sind damit Rob Holland und Jack Goff. Holland wird dieses Jahr wohl kein BTCC-Rennen mehr bestreiten, plant aber einen Neueinstieg für die gesamte Saison 2014. Goff hingegen ist erst mal nur für Knockhill ohne Auto, wird aber die letzten drei Saisonstationen wieder dabei sein.

Und noch ein schottischer Youngster wird sein BTCC-Debüt am Wochenende feiern. Der gerade einmal 16 (!) Jahre alte Aiden Moffat wird in Knockhill und für den Rest der Saison den Chevrolet Cruze von M247-Racing pilotieren und damit Joe Girling ersetzen.

So, das war es mit der Vorschau. Morgen steig ich in ein Flugzeug nach Edinburgh und hoffe, euch dann ein paar persönliche Eindrücke aus Knockhill mitbringen zu können :)

 

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Schweinderl