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March 29 2011

06:39

NASCAR: Analyse Fontana 2011

Wer am Sonntagabend seinen Stream in Erwartung eines Kyle Busch-Sieges frühzeitig ausgeschaltet hatte, dem entging der wohl spannendste Dreikampf seit einigen Jahren. An dessen Ende triumphierte Kevin Harvick, der wie aus dem Nichts erschien und den beiden Streithähnen Jimmie Johnson und dem dominierenden Busch-Bruder die Führung abluchste.

So unwahrscheinlich dürfte ein früher Ausschaltzeitpunkt bei manchem Fan gar nicht gewesen sein, denn das Rennen auf dem Auto Club Speedway in Fontana entpuppte sich zunächst wie erwartet als ganz übler Langweiler. Die 200 Runden wurden überwiegend in langen Grünphasen abgespult und nur durch vier Cautions unterbrochen, dabei zog sich das Feld wie immer sehr schnell sehr stark auseinander. Action gab es eigentlich immer nur während der ersten zehn Runden nach einem Restart, wo es auf den vielen unterschiedlichen Linien, die man auf dem 2-Meilen-Oval wählen kann, teilweise zu viert oder fünft nebeneinander zur Sache ging. Diese Tatsache sorgte dann für ein überraschend spannendes Finale, weil die letzte Gelbphase sehr spät im Rennen kam.

Zu Beginn des Wochenendes überraschte mich zunächst Juan Pablo Montoya, als er sich im Qualifying die sechste Pole-Position seiner Karriere holte. Die zuletzt stark schwankenden Leistungen setzte der Kolumbianer aber gleich fort, denn im Rennen war er seine Führung nach sechs Runden an Denny Hamlin los, konnte zum Schluss mit einem mäßigen Auto aber immerhin noch Platz 10 ins Ziel retten. In Runde 20 war dann Kyle Buschs Sturmlauf in Richtung Front beendet, nachdem er seinem Teamkollegen die Spitzenposition abjagen konnte.

Nun kam Fontana so richtig schön in seinen gewohnten Rhythmus und bescherte allen eine richtig lange Grünphase inkl. zweier Runden von green flag pitstops, die erst in Runde 75 ein Ende nahm, als unsichtbares debris die NASCAR-Offiziellen zum Handeln zwang. Vermutlich waren damit die ganzen überrundeten Fahrzeuge gemeint, die den etwas mehr als zehn in der Führungsrunde verbliebenen Fahrern zu sehr im Weg rumstanden. Tony Stewart gelangte in der Folge weiterer Boxenstopps an wertvolle track position, da er sich als einziger Fahrer im Vorderfeld gegen ein Nachfassen von Benzin und Reifen entschied. In Runde 80 führte er somit den Restart vor seinem Teamkollegen Ryan Newman an, der ebenfalls wieder ein starkes Rennen fuhr und am Ende mit einem Top5-Resultat den zweiten Platz in der Meisterschaftswertung erringen sollte.

In der folgenden Grünphase bekam Denny Hamlin erste ernsthafte Probleme mit seinem Motor und setzte damit die Leidensstrecke der Toyota-Aggregate bei Joe Gibbs Racing fort. Über mehrere Runden war die Crew per Funk mit dem Lokalisieren und Lösen des Problems beschäftigt, ehe man in Runde 124 endgültig die Segel streichen musste. An dieser Stelle hatte Kyle Busch nun quasi freie Fahrt, da sein – zu diesem Zeitpunkt einziger – ernsthafter Konkurrent das Feld verlassen hatte. Busch hatte unterdessen innerhalb von 13 Runden nach dem Restart die Führung von Tony Stewart zurückerobert. Für Stewart wurde es dann auch sehr bald recht eng mit dem Spritfenster, nachdem er ja zuvor auf einen Boxenstopp verzichtet hatte. David Gilliland erlöste Smoke schließlich in Runde 103, indem er seinen Ford in der Mauer abstellte und somit die ersehnte Gelbphase auslöste.

Nach dem Restart in Umlauf 108 führte Kyle Busch das Feld in eine weitere, sehr lange Grünphase mit ebenfalls wieder mehreren green flag pitstops über schlussendlich 64 Runden, bis Andy Lally mit einem Dreher in Runde 172 die finale Phase des Rennens einläutete. Beim Restart machte sich dann auch der Grund für die bisherige Dominanz von Busch in Fontana bemerkbar: Sein Team stellte ihm ein – in fast allen Hinsichten – perfektes Back-Up-Auto hin, nachdem Busch den Unterboden seines Einsatz-Toyotas zuvor im Freien Training bei einem Ausflug über den Rasen beschädigte. Nur eines ließ die #18-B vermissen: ausreichend Speed auf den short runs, welche es aber am Sonntag auch selten gab. Die Verfolger-Meute bestehend aus Tony Stewart, Jimmie Johnson, Kevin Harvick und Clint Bowyer konnte zunächst in den ersten zehn Runden nach dem Restart an Kyle Busch dranbleiben. Johnson gelangte sogar in Überholreichweite, musste Busch dann aber im Übergang zum long run wieder ziehen lassen.

Was Kyle Busch also nach seiner langen Führungsfahrt nun auf dem Weg zur schwarz-weiß-karierten Flagge nicht benötigte, war noch eine weitere Caution vor seinem großen Finale. Dieser Wunsch blieb ihm jedoch verwehrt, weil Bobby Labonte in Runde 186 ebenfalls ein Date mit der Mauer hatte. Labontes Wagen fing beim Zurückrollen in die Garage Feuer und musste eingangs der Boxengasse gelöscht und abtransportiert werden. Dadurch war es den Teams länger nicht möglich, einen finalen Pitstop zu absolvieren, der einige Strategiemöglichkeiten bezüglich der Anzahl der Reifen geboten hätte. Vier Runden später und damit zehn Umläufe vor dem Ende der regulären Renndistanz waren die Aufräumarbeiten dann endlich beendet, doch niemand aus der Spitzengruppe wollte nun für ein Finale über acht Runden seine track position opfern.

Jimmie Johnson startete direkt neben Kyle Busch und benötigte in einem extrem spannenden Kampf tatsächlich bis zur vorletzten Runde, um Busch die Führung während seiner short run-Schwäche abzunehmen. Wie aus dem Nichts tauchte dann aber plötzlich Kevin Harvick im Rückspiegel der beiden Kontrahenten auf, nachdem er sich getreu dem Motto „Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte!“ vom hinteren Ende der Top5 an Busch und Johnson herangepirscht hatte. Innerhalb von knapp zwei Runden überholte Harvick erst einen übersteuernden Busch und schließlich in der letzten Kurve auf der Außenbahn Johnson, der die hohe Linie wegen dortiger Handling-Probleme nicht blocken konnte. Dem Überholmanöver ging auf der Gegengerade eine eigentlich klassische Shorttrack-Action voraus, denn Harvick setzte sich letztendlich nach einem bump-and-run gegen Johnson durch.

Die letzten zehn Runden des Rennens haben für die zähen anderen 190 Umläufe absolut entschädigt und ich finde, dass wir da am Sonntag eines der besten Finishes sein einigen Jahren gesehen haben. Wann gab es das auf einem Nicht-Superspeedway zuletzt, dass gleich drei Fahrer bis in die letzte Kurve um Alles oder Nichts kämpfen. Absoluter Wahnsinn! Wer es verpasst haben sollte, der kann es sich im unten verlinkten Video noch einmal ansehen. Bis das Video startet, dauert es anscheinend ein wenig, aber die Wartezeit lohnt sich definitiv!

Mit seinem Sieg in Fontana drehte Kevin Harvick übrigens die Reihenfolge vom letzten Frühjahrsrennen um, denn 2010 musste er sich Jimmie Johnson geschlagen geben. Nun kehrt er mit seinem ersten Saison-Erfolg unter die Top12 in der Meisterschaft zurück, deren Führung nach einem soliden Top10-Resultat jetzt Carl Edwards vor Ryan Newman und Kurt Busch innehat.

Während Denny Hamlin nach seinen Motorproblemen wieder einen Rückschlag hinnehmen musste und in der Fahrer-Wertung jenseits der Top20 unterwegs ist, konnten wenigstens Clint Bowyer und Brian Vickers mit Top10-Resultaten einige Punkte in der Meisterschaft gutmachen. Auch Jeff Burton hielt sich auf Platz 15 mit Ausnahme einer Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse einigermaßen schadlos und sammelte ebenso wie sein direkt dahinter platzierter Teamkollege Paul Menard wichtige Punkte. Besonders enttäuscht haben am Sonntag Kurt Busch (17.), Jeff Gordon (18.), David Reutimann (19.) und Mark Martin (20.) sowie erneut Jamie McMurray (23.) und Joey Logano (25.), bei denen immer noch nichts zusammenläuft.

Wirklich vorentscheidend war in Fontana aber nur der Kampf um die nun zur Anwendung kommende 2011er-Version der Top35 in der Owner-Wertung und ein damit einhergehendes automatisches Startrecht in Martinsville: In der nächsten Woche müssen die #09 von Phoenix Racing, die #21 der Wood Brothers (war durch eine Übernahme alter Owner-Points zwar für die ersten fünf Rennen qualifiziert, hat aber mit Trevor Bayne einen Rookie am Steuer) und überraschenderweise die #32 von Frank Stoddard sowie die #13 von Germain Racing nicht durch die Qualifikationsmühle.

Ihre Plätze in den Top35 haben verloren oder sind erneut nicht dabei: #71 TRG Motorsports (Andy Lally), #36 Tommy Baldwin Racing und zwei der drei Autos von Front Row Motorsports mit der #37 und der #38, bei denen ich vermute, dass in ein paar Rennen das punktschlechteste Team zusperren wird. So ein Plan war immerhin schon vor Beginn der Saison diskutiert worden. Die Abstände sind aber nach wie vor knapp, so trennen Platz 35 und Rang 36 nur sechs Zähler und damit sechs Ränge in Martinsville.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können aPunkteständen bei den Fahrern</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">in der Owner-Wertung. In der nächsten Woche geht es auf den Shorttrack von Martinsville, wo seit einigen Jahren ausschließlich Jimmie Johnson sowie der Lokalmatador Denny Hamlin gewonnen haben.

2011_Auto_Club_Jimmie_Johnson_Fred_Savage_Christian_Slater 2011_Auto_Club_Jeff_Gordon_high_fives_fans 2011_Auto_Club_NSCS_Sugar_Ray_Leonard_green_flag 2011_Auto_Club_NSCS_race_start 2011_Auto_Club_NSCS_Denny_Hamlin_leads 2011_Auto_Club_NSCS_Kyle_Busch_races_Tony_Stewart 2011_Auto_Club_NSCS_Kyle_Busch_on_track 2011_Auto_Club_NSCS_Jimmie_Johnson_Kyle_Busch_Kevin_Harvick 2011_Auto_Club_NSCS_Kevin_Harvick_passes_Jimmie_Johnson 2011_Auto_Club_NSCS_Kevin_Harvick_beats_Jimmie_Johnson 2011_Auto_Club_NSCS_Kevin_Harvick_Victory_Lane 2011_Auto_Club_NSCS_Kevin_Harvick_Gil_Martin_champagne

March 25 2011

07:15

NASCAR: Vorschau Fontana 2011

An diesem Wochenende steht das fünfte Saisonrennen auf dem Auto Club Speedway in Fontana, Kalifornien auf dem Plan. Normalerweise ist das kein großer Grund zum Jubeln, doch am Sonntag entscheidet sich vorerst der Kampf um die sicheren Startplätze, denn eine Woche später in Martinsville greifen dann die aktuellen Top35 der Owner-Wertung.

Zu Fontana sei nur kurz etwas gesagt: Das 2-Meilen-Intermediate-Oval ist nicht gerade dafür bekannt, spannende Rennen zu generieren. Deshalb hat man bei der NASCAR kurzerhand (wenn man die sehr traditionellen Entscheidungswege dort denn so nennen kann) einen Saisonlauf aus dem Programm geschmissen und fährt nur noch einmal im Jahr auf dem adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zu beachten ist dabei, dass bis einschließlich Samstag aufgrund der in den USA bereits erfolgten Sommerzeitumstellung nur fünf Stunden Zeitunterschied zu Deutschland besteht. In der Nacht von Samstag auf Sonntag stellen wir dann ebenfalls die Uhren um und erweitern diese Verzögerung wieder auf sechs Stunden. Konkret heißt das: Das Rennen am Sonntag beginnt wie gewohnt erst um 21 Uhr, alles andere eine Stunde früher als normal! Die Zeiten sind schon angepasst…

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 25.03.
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
00:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED

Samstag, 26.03.
18:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
19:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
20:50 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED (TV um 21 Uhr!)
22:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Royal Purple 300), ESPN

Sonntag, 27.03.
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Auto Club 400), FOX

June 11 2010

06:15

NASCAR: Vorschau Michigan Juni 2010

Saisonrennen Nummer 15 findet auf dem Michigan International Speedway statt. Da die Ford-Dominanz auf den Intermediate-Ovalen beendet ist, werden Nachfolger gesucht. Joe Gibbs Racing und Hendrick Motorsports sind da eigentlich die logische Wahl.

An diesem Wochenende steht der Michigan International Speedway auf dem Programm, der eine ähnliche Streckenführung wie der jüngere Zwilling in Kalifornien bietet. Das Oval ist zwei Meilen lang und weist mit 18° Banking noch einmal vier Grad mehr auf als der Auto Club Speedway. Dieser kleine Unterschied bei der Kurvenüberhöhung sorgt dann auch dafür, dass bei den Michigan-Rennen weniger Langweile herrscht als in Fontana. Das Oval bietet den Fahrern gleich mehrere verschiedene Fahrlinien: Oben an der Mauer, unten an der weißen Linie und dann noch ein bis zwei weitere „grooves“ in der Mitte der Piste. All das lässt sich auch beliebig miteinander kombinieren, je nachdem in welchem Abschnitt der Turns der Wagen „loose“ oder „tight“ reagiert.

Zumindest bei den Restarts wird es ähnlich wie in Pocono für einige Runden ordentlich zur Sache gehen – Überholmanöver sind also möglich. Bei langen Grünphasen zieht sich das Feld dann aber meist schnell auseinander. Bekannt ist die Strecke auch für Benzinkrimis, wie Brian Vickers‘ und Dale Earnhardt Jrs Siege in den letzten beiden Jahren beweisen. Könnte also durchaus spannend werden, wenn unklar ist, wann und ob die letzte Caution nach einem dieser langen Abschnitte unter Grün kommt. Einen Vorteil haben die Rennen auf dem Michigan International Speedway gegenüber Fontana aber noch: Sie dauern statt 500 Meilen nur deren 400! In Kalifornien hat man aber bereits reagiert und das Chase-Rennen um 100 Meilen verkürzt, um unsere Nerven zu schonen.

Eigentlich ist die Strecke in Brooklyn, Michigan nahe dem Autozentrum Detroit ja Ford-Territorium, doch seit einem Jahr schwächelt die Truppe nun schon auf allen Streckentypen. Auf den Intermediate-Ovalen ist man nur noch ein Schatten seiner selbst, doch der neue FR9-Motor soll Abhilfe schaffen, wenn er ab dem Juli-Rennen von allen Ford-Teams ausschließlich gefahren wird. Viel mehr PS hat das neue Aggregat aber vermutlich nicht, selbst Matt Kenseth spricht nur von kleineren Fortschritten. Wichtiger ist heutzutage auch eher eine effiziente Kühlung, die es erlaubt mit mehr „tape“ auf dem Kühlergrill zu fahren. Dadurch kann man auf den großen, langen Strecken deutlich mehr „downforce“ erzeugen und den Speed nicht aus der Leistung, sondern aus der Aerodynamik ziehen. Ein weiterer realistischer Ansatzpunkt für Optimierung ist das Gewicht der Wagen, welches mit neuen Materialien seit Einführung des CoT schon um einige Kilo gesenkt werden konnte. Leider finde ich keinen entsprechenden Link der das bestätigt, es wurde jedoch bei einer der letzten TV-Übertragungen erwähnt.

Das Ende der Ford-Dominanz auf den Intermediate-Ovalen bietet Platz für andere Teams

Werfen wir also einen Blick auf die einzelnen Fahrer, die sich am Wochenende Chancen auf einen Erfolg ausmalen dürfen. Die Liste der bisherigen noch aktiven Sieger sieht weiterhin Bill Elliott vorne, der in den 80er-Jahren sieben Mal gewinnen konnte. Zwar tritt er mit an diesem Wochenende mit der #21 der Wood Brothers an, doch ein Sieg wäre mehr als eine Überraschung. Direkt dahinter folgt Mark Martin, der vier seiner fünf Erfolge in den 90er-Jahren bei Jack Roush erzielte. Der fünfte Sieg stammt aus dem Vorjahres-Juni-Rennen, was Martin also am Sonntag zum Titelverteidiger macht. Bobby Labonte konnte ebenfalls in den 90ern drei Erfolge für Joe Gibbs feiern, doch muss er momentan eher darauf achten, nicht aus den Top35 zu fallen. Mehrere Rennen musste er mangels Sponsorengeldern nun schon vorzeitig abbrechen und die Übersicht weiter unten in diesem Artikel zeigt, wie heikel die Situation zu werden droht.

Jeff Gordon, Matt Kenseth, Kurt Busch, Ryan Newman, Greg Biffle und Carl Edwards haben mittlerweile schon jeweils zwei Siege auf dem Konto, während Tony Stewart, Kasey Kahne, Dale Earnhardt Jr und Brian Vickers ihre Fahrt in die „victory lane“ bisher nicht wiederholen konnten. Schaut man die Liste noch einmal in Ruhe durch, so kann man gleich einige interessante Tatsachen feststellen: Weder Jimmie Johnson, noch die beiden Joe-Gibbs-Piloten Denny Hamlin und Kyle Busch tauchen unter den bisherigen Siegern auf. Am Wochenende dürfte es also ziemlich spannend werden, wer den in Michigan von Ford freigemachten Platz an der Spitze einnehmen wird. Bei Hendrick Motorsports kommt man ja seit der Spoiler-Umstellung nicht mehr so richtig gut zurecht, aber ob Gibbs auch an diesem Wochenende wieder auftrumpfen kann, bleibt abzuwarten. Die jüngere Geschichte der Strecke sagt zwar klar „Nein!“, in dieser Saison haben sich die Kräfte jedoch eindeutig verschoben, sodass ein Sieg von Hamlin und Busch möglich erscheint.

Ein weiterer Kandidat für die Top5 ist für mich Tony Stewart, der langsam wieder zu seiner alten Form zurückfindet. Tabellenführer Kevin Harvick und der Rest der Childress-Mannschaft fährt fast unter Garantie wieder geschlossen in die Top10, alleine Harvick hat dies 2010 in zehn von 14 Rennen geschafft – ähnlich konstant war in diesem Jahr erstaunlicherweise nur Kyle Busch (9 von 14), der Meisterschaftszweite. Nicht ausgeschlossen sind auch gute Resultate der Penske-Truppe, sogar Sam Hornish Jr fuhr 2009 einmal in die Top5 und mit Kurt Busch muss man bekanntlich immer rechnen. Bei Michael Waltrip Racing kam es in diesem Jahr schon mehrfach zu einigen sehr guten Ausreißern nach oben, die sollte man für die Zukunft auf dem Zettel haben. Bei Earnhardt-Ganassi Racing hängt wie immer alles von der Tagesform und dem „tough luck“ ab, mal schauen.

Front Row Motorsports hat sich in Pocono selbst ein Ei gelegt / Glück für Robby Gordon

Zum Schluss noch die aktuellen Meisterschaftsstände bei den Fahrern und den Ownern: Ryan Newman hat sich nach Pocono aus den Top12 verabschiedet, den letzten Chase-Platz bekleidet nun Clint Bowyer. Tony Stewart konnte von seinem dritten Rang am letzten Wochenende profitieren und hat nun bis auf ein winziges Pünktchen zum Chase aufgeschlossen; eine geradezu perfekte Ausgangssituation für den so bekannten, sensationellen Smoke-Sommer. Hinter Truex auf Platz 15 folgt Dale Earnhardt Jr, der mit 87 Punkten Rückstand auf Rang 12 noch alle Chancen auf den Chase besitzt. Danach tauchen Joey Logano (-101), Jamie McMurray (-110), David Reutimann (-146) und Juan Pablo Montoya (-173) in der Tabelle auf, die haben allerdings schon mehr als 100 Zähler Rückstand auf die Meisterschaftsentscheidung.

Momentan streiten sich also noch ca. 16 Fahrer um den Einzug in den Chase nach 26 Rennen. Zwölf Mal haben sie noch die Gelegenheit, nötige Punkte zu sammeln. Vielleicht erleben wir ja noch einige große Comebacks im Verlauf der Saison. Im Chase konnte Denny Hamlin sich mit dem vierten Saisonsieg auf Platz 3 hochschieben, Jeff Gordon verlor dagegen drei Plätze in den Punkten. In der Owner-Wertung hat sich in der letzten Woche viel getan. Zunächst war Robby Gordon nach der taktischen Umstrukturierungs-Meisterleistung von Front Row Motorsports aus den Top35 geflogen. Dann konnte die Vertretung Ted Musgrave den Toyota mit der #7 in Pocono nicht qualifizieren, was für Gordon bedeutete, dass er wertvolle Punkte für die Rückkehr in die Top35 verlor.

Allerdings nahm sich das Front-Row-Team mit der Nummer #38, welches momentan Travis Kvapil am Steuer vertritt, selbst aus dem Rennen. Illegale Reifenventile in Pocono führten gestern zu einer empfindlichen Strafe: 150 Punkte wurden in Fahrer- und Owner-Wertung abgezogen, zusätzlich wurden Crew Chief Steve Lane (+100.000 US-Dollar Strafe), Car Chief Richard Bourgeois und Reifenspezialist Michael Harrold bis zum Chase gesperrt. Damit steht Robby Gordon nun wieder in den Top35 und das sogar mit einem Polster von 66 Punkten. Travis Kvapil muss nun sogar eher nach hinten schauen, wo 21 Punkte weiter schon die #26 von Latitude 43 Motorsports wartet. David Stremme hat für das kleine Team in letzter Zeit beträchtlich Punkte aufgeholt. Gut nur, dass Kvapil bei der durchschnittlichen Zielankunft die Top-Position bei Front Row Motorsports einnimmt.

Das zweite von sechs Rennen auf TNT steht ebenfalls am Sonntagabend ab 18 Uhr mit Vorberichten auf dem Programm, mit dem Rennstart kann gegen 19:15 Uhr gerechnet werden. Der offizielle RaceBuddy-Stream ist wieder über nascar.com erreichbar. Das Qualifying wird am Freitagabend ab 21:30 Uhr auf SPEED übertragen. Ebenfalls in Michigan sind die Trucks am Start, deren Rennen am Samstagabend um 19:30 Uhr nach der Cup-Happy-Hour auf SPEED gesendet wird. Die Nationwide Series ist am Wochenende auf dem Kentucky Speedway mit den fünf Doppelstartern Joey Logano, Brad Keselowski, Carl Edwards, Joe Nemechek und Paul Menard unterwegs. Die Übertragung auf ESPN beginnt in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 1:30 Uhr, wer also eine kurze Pause vom Rennen in Le Mans einlegen will, der bekommt ordentlich Programm geboten.

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March 18 2010

22:10

NASCAR: Vorschau Bristol März 2010

Mit dem fünften Saisonrennen ist der erste große Meilenstein der neuen NASCAR-Saison erreicht – nach dem Daytona 500 natürlich – denn in Bristol kommen das letzte Mal in diesem Jahr die Owner Points der vergangenen Saison zur Anwendung; und es ist eng in den aktuellen Top35!

Zum ersten Mal 2010 ist es „short track time“ und dazu noch in Bristol, dem Kolosseum mit progressivem Banking zwischen 24 und 30°. Eine Woche Pause haben wir hinter uns, welche auf NASCAR-Seite gut genutzt wurde: 24 Teams fanden sich in Talladega ein, um den neuen Spoiler unter Drafting-Bedingungen zu testen. Außerdem war das gleichzeitig auch ein Goodyear-Reifentest für das Dega-Rennen im April. NASCAR brachte gleich ein paar neue „restrictor plates“ mit, die zum ersten Mal Löcher aufwiesen, die größer als ein Inch (2,54 cm) waren. Das provozierte in Kombination mit dem Spoiler Geschwindigkeiten von bis zu 213mph, was den Offiziellen dann doch ein wenig zu schnell war. Die letztendliche Größe der vier Durchlässe wird jetzt 31/32 Inch betragen (gut für mittlere 190er mph) und außerdem wurde der Spoiler um knapp 5cm verkleinert, sowie die höheren Kanten an den Seiten beseitigt. Ob dieses Design endgültig ist, kann man aber nicht genau sagen, da in der nächsten Woche noch die abschließenden Tests in Charlotte anstehen, zu denen über 50 Cup-Autos erwartet werden. Die notwendigen Veränderungen an den von den Teams selbst mitgebrachten provisorischen Spoilern wurden übrigens ganz fach- und NASCAR-gerecht mit der Stichsäge durchgeführt. Außerdem wird die Finne auf der linken Seite des Kofferraumdeckels, die wir schon aus Daytona kennen, genauso wie der Spoiler ab Martinsville auf allen Strecken zum Einsatz kommen. Das knapp 9 cm hohe Teil verringert den Unterdruck über dem Heck der Autos bei einem Dreher und soll ein Abheben der Wagen verhindern.

Keselowski und Edwards müssen unter NASCAR-Aufsicht noch einmal zusammenkommen

Das größte Thema der vergangenen Wochen dürfte aber wohl die Fehde zwischen Carl Edwards und Brad Keselowski gewesen sein. Dass Edwards nach seinem Revanchefoul an „Crashalotski“ (Twitter-Zitat von Denny Hamlin) nur für drei Rennen auf Bewährung unterwegs ist, hat viele unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Tatsache ist, dass es früher für kleinere Scharmützel mal gut und gerne eine Bewährung bis zum Ende der Saison setzte. NASCAR scheint da also konsequent die neue Richtlinie beizubehalten, die man zu Beginn des Jahres bekannt gab. Das ist auf der einen Seite sicherlich erfreulich und konsequent, da die Fahrer wissen woran sie sind. Auf der anderen Seite war das Manöver natürlich höchst gefährlich und absolut unnötig, das müsste gerade ein frischgebackener Vater Carl Edwards wissen. Es hätte durchaus gereicht, Kegelowski nach dem Rennen in der Auslaufrunde umzudrehen, das wäre Warnung genug gewesen. Interessant ist, dass beide neben dem Cup-Rennen natürlich auch im Nationwide-Rennen an den Start gehen. Vorher treffen sich die beiden Duellanten aber in Begleitung ihrer Owner unter NASCAR-Beobachtung zu einem Meeting. Die Gemüter sollten sich abgekühlt haben, doch trotzdem bleibt es spannend…

Das „Food City 500“ ist das mittlerweile 99te Cup-Rennen auf dem Bristol Motor Speedway, Ausgabe 100 folgt dann im Herbst kurz vor dem Chase. Wer ein wenig mehr über die Strecke und ihre Geschichte erfahren möchte, dem empfehle ich eine meiner Vorschauen aus dem letzten Jahr. Vielleicht wäre es für die Zukunft was, eine FAQ für die NASCAR-Strecken anzulegen, damit diese gesammelten Informationen über die Speedways nicht mit der Zeit untergehen und ich nicht immer zitieren muss. :o) In diesem Jahr kann man aber möglicherweise die legendäre Serie streichen, denn es sind noch Tickets für das Rennen am Sonntag zu haben; eigentlich eine Seltenheit in Bristol. Außerdem hat man die SAFER-Barrier in beiden Kurvenausgängen in die Geraden hinein verlängert. Bei der Neuasphaltierung für 2007 wurde der Apron verkleinert und die Strecke verbreitert. Nach Ansicht vieler ist die Betonpiste damit zu breit geworden und die Rennaction habe nachgelassen. Die erweiterten SAFER-Walls machen die Strecke damit nun wieder schmaler und als netten Nebeneffekt auch sicherer. Mal schauen, ob es da wieder mehr Zusammenstöße deswegen gibt.

Kyle Busch kommt nach zwei Siegen 2009 langsam in die Nähe seines Bruders und Jeff Gordon

Kommen wir zur obligatorischen Liste der bisherigen Sieger:

1. Jeff Gordon, Kurt Busch (je 5)
2. Kyle Busch (3)
3. Mark Martin, Matt Kenseth, Carl Edwards (je 2)
4. Tony Stewart, Dale Earnhardt Jr., Kevin Harvick, Jeff Burton, Elliott Sadler (je 1)

Vor allem ein Name fehlt auf dieser Liste: Jimmie Johnson. Der Dauermeister konnte in Bristol bisher noch nicht gewinnen, ebenso in Michigan, Sonoma, Chicagoland, Watkins Glen und Homestead. Im Gegensatz dazu konnte Jeff Gordon bereits fünf Mal in die Victory Lane fahren und die Hendrick-Fahrer muss man immer auf dem Radar haben. Dieses Mal trifft das sogar besonders auf Dale Earnhardt Jr. zu, auch wenn das jetzt erstmal fies klingt. Junior ist in Bristol seit 2002 nur drei Mal nicht in die Top11 gefahren, da könnte also was gehen. Für Tony Stewart ist diese Strecke nicht die erste Wahl, für die Top10 sollte es aber reichen. Ein ähnliches Ergebnis muss Ryan Newman (29.) anpeilen, um den Anschluss an die Spitze nicht total zu verlieren. Ein weiteres Ass im Chevy-Ärmel ist Juan Pablo Montoya, der in Atlanta zeigte wie gut sein Auto funktioniert, wenn es denn funktioniert. In Bristol steht ein neunter Platz im Frühjahrsrennen 2009 für Montoya in den Büchern und eigentlich braucht er noch ein richtig gutes Top5-Resultat, um von Platz 21 weiter nach vorne zu rutschen. Ich bin jedenfalls gespannt darauf, was er an diesem Wochenende zu leisten im Stande ist.

Der Saisonstart wurde eindeutig von Chevrolet dominiert und überraschenderweise waren das die Chevys von Richard Childress Racing, die zwar keinen Sieg einfuhren, aber mit großer Konstanz punkteten. Kevin Harvick spülte das an den ersten Platz in der Meisterschaftstabelle und auch Clint Bowyer (5.) und Jeff Burton (6.) sind auf Chase-Kurs. Nun verlief das Rennen in Atlanta aber nicht ganz nach den Wünschen von RCR, nur Harvick kam knapp in die Top10. Ganz sicher kann das kein generelles Problem auf den Intermediate Ovalen sein, da man in Las Vegas eine Woche zuvor noch geschlossen in die Top11 fuhr. Bristol ist eine Strecke, wo man bis 2009 richtig gut aussah, immer landete mindestens ein Wagen in den Top5. Unvergessen ist sicherlich das Frühjahrsrennen 2008, wo RCR die ersten drei Plätze belegte. Dieser Shorttrack ist also das Pflaster, wo ich die drei Fahrer am ehesten wieder zurück an der Spitze erwarte. Leider kennen wir die allgemeine Shorttrack-Performance 2010 noch nicht, was eine Prognose schwieriger macht.

Toyota und Ford konnten in dieser Saison noch kein Rennen gewinnen / Scott Speed im Aufwind

Ganz klar im Aufwind ist Penske Racing, was man vor allem Kurt Busch zu verdanken hat, aber auch Brad Keselowski und Sam Hornish Jr. waren in Atlanta über weite Strecken in den Top10 unterwegs. Die fünf Bristol-Siege von Busch machen ihn zu einem Top-Anwärter auf den Sieg. Keselowski war dagegen noch nie im Cup auf dem Bristol Motor Speedway unterwegs. Das war dann klein aber fein das Dodge-Camp…

Kyle Busch gewann 2007 noch in Diensten von HMS das erste CoT-Rennen, sowie – dann im Toyota – beide Meisterschaftsläufe des Vorjahres, was ihn zu einem ernsthaften Siegkandidaten macht. Dazu müssen die Toyotas aber endlich in Form kommen, denn zusammen mit Ford ist man 2010 bisher sieglos geblieben. Da habe ich wenn es denn klappt auch noch ein paar ganz außergewöhnliche Kandidaten auf der Uhr: Wer ist derzeit bester Toyota in der Gesamtwertung? Richtig, Scott Speed! Wait, what? Ja, genau der Scott Speed, welcher Ende letzten Jahres nicht den Einzug in die Top35 schaffte, liegt jetzt auf einem Platz für den Chase. Ob er am Ende der Saison auch dort ist, wage ich mal zu bezweifeln, aber immerhin ist er konstant auf Top20-Kurs. Noch ein kleiner Geheimtipp für das Wochenende gefällig: Marcos Ambrose! Schlecht in die Saison gestartet, dann mit zwei Top15-Resultaten auf sich aufmerksam gemacht. Im letzten Jahr belegte er außerdem die Plätze 10 und 3 in Bristol, also aufgepasst. Schwer enttäuschen tut dagegen weiterhin Denny Hamlin, vor der Saison als Meisterschaftsanwärter verschrien, gurkt er nun zwischen Platz 17 und 29 herum. Vielleicht ist das auf seine Knieprobleme zurückzuführen.

Bleibt also noch das Ford-Lager, wo ich vor allem an Matt Kenseth (2.) und Greg Biffle (3.) glaube, die 2010 bisher ganz ordentlich unterwegs waren und auch in Bristol Top5-Ergebnisse vorweisen können. Dazu kommen als Anwärter für die Top5 Kasey Kahne und „concrete“-Carl Edwards, der wie Kenseth hier schon zwei Mal in der Victory-Lane stand. Das große „dark horse“ dürfte Paul Menard sein: In dieser Saison stark unterwegs (13/18/17/5), was sich durch einen neunten Platz in der Meisterschaft ausdrückt. In Bristol ist er zwar noch nicht groß in Erscheinung getreten, aber bei den Ergebnissen muss man wieder mit Menard rechnen. Ebenso würde ich mir wünschen, dass AJ Allmendinger seinen jüngsten Aufwärtstrend weiter fortsetzen kann.

Der Kampf um die Top35 spitzt sich zu und nach Bristol gelten die neuen Owner Points

Das Beste kommt nun wie immer ganz zum Schluss: Der Kampf um die Top35 findet in Bristol einen vorläufigen Höhepunkt. Nach diesem Rennen werden dann endlich die neuen Owner Points für die Startplatzvergabe herangezogen. Grundsätzlich gibt es hier wenige Überraschungen, aber die Abstände sind nach wie vor ziemlich eng. Scott Speed und Bobby Labonte sind die großen Gewinner, denn sie können vermutlich neu in die Top35 aufsteigen. Ebenso konnte sich Furniture Row Racing vielversprechend platzieren und wird wohl das garantierte Startrecht behalten, das ehemals der #07 von RCR gehörte. David Gillilands #38 von Front Row Motorsports könnte mit 318 Punkten (+42) knapp durch sein, sicher drin sind allerdings erst alle ab Platz 19. Akut gefährdet sind derzeit Brad Keselowski (Vielleicht gibt ihm das mal zu denken, seine Fahrweise ein wenig mehr auf das Ankommen zu ändern.) und Robby Gordon. Hier also die aktuellen Top35 an der Grenze:

32. David Gilliland (#38), 318 Punkte (+42)
33. Brad Keselowski (#12), 295 Punkte (+19)
34. Travis Kvapil (#34), 286 Punkte (+10)
35. Mike Bliss (#36), 276 Punkte
———————————————————-
36. Kevin Conway (#37), 276 Punkte
37. Boris Said (#26), 252 Punkte (-24)
38. Robby Gordon (#7), 249 Punkte (-27)
39. Max Papis (#13), 247 Punkte (-29)

Dahinter kommen dann schon die Wood Brothers, die erst zwei Rennen bestritten haben und in Bristol nicht dabei sind, sowie die Start&Park-Teams. Mal schauen, was Max Papis am Sonntag reißen kann, ihm wäre ein Top35-Platz sicherlich zu wünschen. Zwei Änderungen ergeben sich noch für das Rennen: Zum einen wird Boris Said durch David Stremme ersetzt, da er noch nie in Bristol gefahren ist. Hier wird es interessant werden, denn dann kann man die Stärke des Latitude43-Teams ein wenig besser einschätzen. Said ist ja bisher total hinterher gefahren, obwohl man technische Unterstützung von Roush-Fenway Racing erhält. Nun werden wir sehen, ob es nicht vielleicht doch an Boris Said liegt, der ja doch eher die road courses als sein Zuhause ansieht. Zum anderen wird Michael Waltrip am Steuer der #55 von Phil Parsons und Randy Humphrey sitzen, um das Team vor seinem Talladega-Auftritt schon einmal kennen zu lernen. Bristol wird vermutlich ein Start&Park-Auftritt, während NAPA in Talladega als Sponsor mit an Bord ist.

In dieser Saison haben wir zwar einheitliche Startzeiten, aber trotzdem bleiben wir nicht unbeeinflusst von der Umstellung auf die Sommerzeit: Die Amerikaner haben das Umstellen der Uhren bereits am vergangenen Sonntag hinter sich gebracht und wir müssen noch bis zum Sonntag nach Bristol warten. Somit brauchen wir momentan nur fünf Stunden zurückrechnen, um auf die Ostküstenzeit zu kommen. Das gilt auch in der nächste Woche für Martinsville mit Ausnahme des Cup-Rennens am Sonntag. Somit startet das Cup-Rennen in Bristol schon um ca. 18:15 Uhr, die Vorberichterstattung auf ABC beginnt um 17 Uhr. Das Qualifying findet am Freitag ab 20:30 Uhr statt und wird auf SPEED übertragen. Die Nationwide Series ist am Samstagabend dran und ABC geht um 19 Uhr auf Sendung. Die Trucks machen eine Woche Pause, bevor sie in Martinsville wieder mit von der Partie sind.

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March 05 2010

09:08

NASCAR: Vorschau Atlanta März 2010

Diese Woche steht Saisonrennen Nummer 4 in Atlanta an, bevor die NASCAR in ihr erstes freies Rennwochenende geht. Nach zwei Erfolgen des nun alleinigen 1,5-Meilen-Oval-Rekordsiegers Jimmie Johnson wird ausgerechnet wieder auf einem Intermediate-Oval gefahren.

Nach einem zweiwöchigen Ausflug in den Westen der USA kehrt die NASCAR nun wieder ins Herz ihrer Geschichte zurück: die Südstaaten. Nun folgen in vier Wochen drei Rennen in Georgia (Atlanta), Tennessee (Bristol) und Virginia (Martinsville), wobei nach dem Rennen in dieser Woche das erste freie Rennwochenende für alle nationalen NASCAR-Serien folgt. Damit geht es in der Saison 2010 nach dem Daytona 500 schon auf die nächste große Entscheidung zu: der Kampf um die begehrten Plätze in den Top35, die nach dem fünften Rennen in Bristol wieder jede Woche aktualisiert werden. Dazu aber später mehr! Zunächst ein paar Worte zur Strecke, wobei ich der Einfachheit halber einen Absatz aus der letzten Herbst-Vorschau zitieren möchte; für die Neueinsteiger also hier ein kleiner Überblick über die 50-jährige Geschichte des Atlanta Motor Speedways, die alten Hasen können ruhig darüber hinweg lesen:

1960 wurde die Strecke in Hampton, Georgia eröffnet und liegt 30km südlich der Hauptstadt Atlanta. Die Baukosten beliefen sich damals auf 1,8 Mio. US-$, durch die Inflation ist eine solche Summe heutzutage ein Schnäppchen. Zu Beginn war die Strecke exakt 1,5 Meilen lang und glich mehr einem D-shaped-Oval, was sich dann 1997 änderte. Speedway Motorsports Inc nahm größere Umbauarbeiten vor, um Atlanta an ihre Strecken in Charlotte und Texas anzupassen. Seitdem ist das Oval 1,54 Meilen lang, besitzt mit 24° exakt das gleiche Banking wie die Schwesterstrecken und verfügt nun ebenfalls über die charakteristischen Linksknicks auf der Start-Ziel-Geraden. Gemeinsam mit Texas und Charlotte ist Atlanta auch eine der schnellsten Nicht-restrictor-plate-Strecken, was der Rundendurchschnitt im Qualifying beweist: Mark Martin holte im März [2009] die Pole mit einem Speed von 187.044mph, was im Schnitt 299,270km/h bedeutet. Die Einfahrtsgeschwindigkeit in die beiden Kurven liegt bei über 200mph!

Viele aktive Fahrer haben in Atlanta bereits mehrfach gewonnen, die Veteranen voran

50 Jahre Atlanta Motor Speedway bedeutet bei zwei jährlichen Rennen auch, dass dort im letzten Jahr das hundertste Rennen gefahren wurde und die Liste der bisherigen Sieger eine sehr lange ist. Deshalb beschränke ich mich mal auf die aktiven Piloten, bei denen Kurt Busch und Kasey Kahne seit dem letzten Jahr ein Top-Resultat mehr auf dem Konto haben:

1. Bobby Labonte (6)
2. Bill Elliott (5)
3. Jeff Gordon (4)
4. Jimmie Johnson, Carl Edwards (je 3)
5. Kurt Busch, Kasey Kahne, Tony Stewart, Mark Martin (je 2)
6. Kyle Busch, Dale Earnhardt Jr., Kevin Harvick (je 1)

Der Trend scheint in Atlanta also durchaus in Richtung der Seriensieger zu gehen, wobei man Bobby Labonte und Bill Elliott als Sieger im Frühjahrsrennen 2010 aber fast schon ausschließen kann. TRG Motorsports befindet sich erst in der zweiten Saison und scheint momentan höchstens für ein Top20-Ergebnis gut zu sein. Deren Sponsor fügte nun allerdings auch das Atlanta-Rennen zu seinem Förderungsplan hinzu, also besteht für die Zukunft zumindest die Hoffnung, dass man mit einer soliden Finanzierung nach höheren Aufgaben streben kann. Die Wood Brothers dagegen bestreiten mit Bill Elliott nur noch Teilzeitsaisons und der Altmeister geht die Rennen nach dem „just for fun“-Prinzip an. Die Ergebnisse lassen sich trotz Unterstützung von Roush-Fenway Racing mit denen von TRG Motorsports vergleichen.

Ein Blick über die bisherigen Ergebnisse der Teams sieht RCR und Hendrick vorne

Bessere Chancen auf einen Sieg haben dagegen so ziemlich alle anderen Fahrer auf dieser Liste, allen voran natürlich Jimmie Johnson (35/1/1), Jeff Gordon (26/20/3) und Mark Martin (12/4/4). Dale Earnhardt Jr. als dritter Hendrick-Fahrer im Bunde muss sich wohl noch steigern, lieferte in seinen letzten Rennen (2/32/16) aber schon bessere Resultate als 2009 ab. Im Durchschnitt bedeutet das schon sieben Plätze besser, wobei natürlich der zweite Rang von Daytona die Statistik schönt. Die Hendrick-Partner von Stewart-Haas Racing scheinen langsam aufzutauen: Tony Stewart fuhr in Las Vegas das zweite Top10-Ergebnis für seinen Rennstall ein und in Atlanta ist ihm nun durchaus ein Top5-Resultat zuzutrauen. Auch bei Ryan Newman geht es endlich aufwärts, zumindest von der Tendenz (34/36/18). Letzteres Resultat brachte ihn näher in Richtung der Top35, auch wenn natürlich nach der Saison 2009 die Chase-Plätze das Ziel sein müssen.

Weiter geht es bei der zweiten großen und endlich wiedererstarkten Chevrolet-Fraktion: Richard Childress Racing, deren zwei Fahrer Kevin Harvick (7/2/2) und Clint Bowyer (4/8/8) weiterhin die Meisterschaftstabelle anführen. Auch Jeff Burton (11/3/11) befindet sich derzeit auf einem Chase-Platz und so merkt man doch deutlich, wie sehr im letzten Jahr das vierte Team um Casey Mears den kompletten Rennstall ausgebremst hatte. Das lag wohl nicht so sehr an Mears, eher daran, dass vier Teams einfach eine Menge mehr an Ressourcen erfordern. RCR konnte das nicht bieten und so zogen sich letztendlich alle Mannschaften gegenseitig runter und verpassten den Chase komplett. Statt drei Top-Teams vier in der Mittelmäßigkeit. Zur letzten konkurrenzfähigen Chevy-Mannschaft: Earnhardt-Ganassi Racing muss dringend wieder zur alten Form zurückfinden. Nach einem tollen Saisonauftakt in Daytona ist das Team vollkommen in der Versenkung verschwunden. Juan Pablo Montoya (10/37/37) war dabei noch nicht einmal Schuld an seinen schlechten Resultaten. Nach einem Motorschaden wurde er zuletzt vom Teamkollegen Jamie McMurray (1/17/34) abgeräumt.

Ford folgt Chevrolet direkt auf dem Fuße, erst dahinter stehen Toyota und Dodge

Der zweitstärkste Hersteller scheint derzeit Ford zu sein, die mit Matt Kenseth (8/7/5), Greg Biffle (3/10/10) und Carl Edwards (9/13/12) gleich drei ihrer Fahrer in den Top12 haben. David Ragan (16/23/23) befindet sich weit dahinter auf Platz 20 und es sieht wieder nur nach einer durchschnittlichen Saison für den jungen Fahrer aus. Ich bin gespannt wie lange Jack Roush sich das anschaut, obwohl man auch sagen muss, dass der Sponsor UPS viel in Ragan investiert hat. Vom zweiten großen Ford-Camp Richard Petty Motorsports ist bisher nichts zu sehen, deren bester Fahrer ist derzeit erstaunlicherweise Paul Menard (13/18/17). Mit drei für ihn achtbaren Top20-Resultaten ist er 2010 ordentlich unterwegs. Die anderen drei Piloten befinden sich außerhalb der Top20 und lediglich Kasey Kahne (30/34/9) konnte endlich ein Top10-Ergebnis holen. Für AJ Allmendinger (32/25/25) und Elliott Sadler (24/24/27) sieht es momentan ganz düster aus und RPM ist somit wohl die Negativüberraschung unter den Teams in diesem Jahr; zumindest bisher.

Fehlen noch Toyota und Dodge: Hätte man mir erzählt, dass zum Anfang der Saison Joey Logano (20/5/6) und David Reutimann (5/15/13) noch vor Kyle Busch (14/14/15) in der Punktetabelle stehen, hätte ich vermutlich einmal laut gelacht. Gut, es sind vielleicht erst drei Rennen gefahren, aber es kristallisiert sich schon wirklich deutlich heraus, mit wem derzeit zu rechnen ist! Dann kommt als viert-bester Toyota Scott Speed (19/11/22), der drei für ihn beachtliche Resultate eingefahren hat, gefolgt von seinem Teamkollegen Brian Vickers (15/12/31). Auf Toyota-Seite enttäuscht haben die anderen beiden Fahrer von Michael Waltrip Racing: Martin Truex Jr. (6/39/20) und Marcos Ambrose (41/35/14), der momentan mit der Qualifikation für die Top35 kämpft, nachdem er 2009 solide in den Top20 unterwegs war. Ich denke aber, dass er in den nächsten Rennen noch zulegen kann. Truex dagegen hat wohl Team- und CrewChief-Wechsel noch nicht so richtig verdaut, während ich bei Reutimann mit der bisher gebrachten Leistung wirklich gerechnet habe. Der Mann hat durchaus was auf dem Kasten, was auch DW gerne mal hervorhebt. Bleibt noch Denny Hamlin (17/29/19), das Schlusslicht bei Joe Gibbs Racing, wo derzeit verkehrte Welt an der Tagesordnung ist: Hamlin wurde vor der Saison als Geheimfavorit auf den Titel verschrien und vermutlich weiß wohl keiner, warum er derzeit den schlechtesten Saisonstart seiner Karriere hinter sich bringen muss.

Penske Racing verkauft sich 2010 auch eher unter Wert, lediglich Kurt Busch (23/5/35) ist einmal in die Top10 gefahren. Brad Keselowski (36/21/25) muss man wohl bis zum Ende der Saison Zeit geben, damit er die Rookie-Federn abwerfen kann und sich an das Team gewöhnt. Keselowski hat einfach noch nicht genug Erfahrung. Sam Hornish Jr. (37/16/28) haftet dagegen weiterhin das Pech an, obwohl ich den Eindruck habe, dass er mehr leisten kann und will. Ob das Penske-Problem jetzt an der generellen Unterversorgung seitens Dodge liegt, kann ich nicht beurteilen, da ich natürlich keinen direkten Einblick ins Team habe. Sollte sich die Situation aber nicht bessern, würde mich ein Herstellerwechsel zum Jahresende nicht überraschen.

Im Kampf um die Top35 wird langsam deutlich, wer einen garantierten Startplatz bekommt

Noch ein kurzer Blick auf den momentanen Stand in den Owner Points, wo es bis Platz 35 ein garantiertes Startrecht ab Martinsville zu verteilen gibt:

30. Bobby Labonte – 231 Punkte (+25)
31. David Gilliland – 228 Punkte (+22)
32. Ryan Newman – 225 Punkte (+19)
33. Marcos Ambrose  – 219 Punkte (+13)
34. Robby Gordon – 215 Punkte (+9)
35. Travis Kvapil – 213 Punkte (+7)
—————————————————-
36. Kevin Conway – 206 Punkte (-7)
37. Max Papis – 186 Punkte (-27)
38. Boris Said – 185 Punkte (-28)
39. Mike Bliss – 180 Punkte (-33)

Diese vier Kandidaten befinden sich derzeit außerhalb der Top35:
- Kevin Conway, der Rookie mit dem Vollzeitsponsor
- Max Papis, der notfalls auch ohne Sponsoring per „start&park“ in die Top35 kommen will
- Boris Said, der über das derzeit langsamste Auto im Feld verfügt
- Mike Bliss, der einen Teilzeitsponsor an Bord hat.

Alle anderen Fahrer/Teams nach Mike Bliss sind definitiv mit der „start&park“-Strategie unterwegs und liegen mindestens 42 Punkte weiter hinten. Alle Fahrer vor Bobby Labonte liegen nur knapp vor dem Cut, selbst Kasey Kahne auf Platz 23 hat nur ein Polster von 71 Punkten auf Kevin Conway. Ich vermute aber, dass sich die Owner Points an der Grenze so oder so ähnlich zementieren werden. Bobby Labonte und Scott Speed werden wohl einen garantierten Startplatz erhalten und Regan Smith kann seinen gekauften behalten. Robby Gordon liegt jedes Jahr ohnehin an der Obergrenze der Top35 und die drei Teams von Front Row Motorsports (Gilliland, Kvapil und Conway) werden sich um den letzten garantierten Platz streiten. Boris Saids Auto ist derzeit zu schlecht, um überhaupt mitzuhalten und Max Papis wird auch kämpfen müssen; vor allem dafür, mehr Erfahrung im Stockcar sammeln zu dürfen.

Aber wer gewinnt nun das Rennen auf dem Atlanta Motor Speedway?

Nach diesem Überblick über die aktuelle Stärkeverteilung der Teams im Cup, möchte ich zum Schluss die Siegkandidaten für das Rennen am Wochenende durchgehen. Mein Favorit ist dabei Kevin Harvick, der nach zwei zweiten Plätzen 2010 und zwei Top5-Ergebnissen in Atlanta 2009 wohl die besten Karten haben dürfte. Jimmie Johnson sollte man nach zwei Siegen auf Intermediate-Ovalen auch auf der Rechnung haben, außerdem hat er zurzeit „momentum“, wie die Amerikaner sagen. Jeff Gordon und Matt Kenseth erwarte ich in den Top5, ebenso haben Mark Martin, Greg Biffle und Carl Edwards gute Chancen auf ein Top5-Ergebnis. Clint Bowyer sollte locker in die Top10 fahren können und auch Tony Stewarts Zeit müsste langsam kommen. Kasey Kahne und Kurt Busch gewannen im letzten Jahr, mal schauen, wie sie 2010 in Atlanta unterwegs sein werden. Der erweiterte Kreis besteht aus Juan Pablo Montoya, dem nachgesagt wird, dass die Strecke zu seinen stärkeren zählt und Brian Vickers, der im letzten Jahr Platz 5 und Rang 7 belegt hat.

Das Rennen ist am Sonntagabend ab 18 Uhr auf FOX zu sehen, der Rennstart erfolgt gegen ca. 19:15 Uhr. Nach dem Rennen in Daytona ist es nun der zweite Termin, an dem wir uns über die neuen einheitlichen Startzeiten (die frühen) freuen dürfen. Noch eine Notiz zum Rennen in Bristol in zwei Wochen: Aufgrund der Sommerzeitumstellung in den USA wird die grüne Flagge schon um ca. 18:15 Uhr geschwenkt… und ich muss arbeiten! Das Qualifying findet in der Nacht von Freitag auf Samstag um Mitternacht auf SPEED statt, 46 Autos sind dafür gemeldet. Die Nationwide Series pausiert in dieser Woche, ist aber in Bristol wieder mit dabei. Die Trucks fahren allerdings in Atlanta und zwar am Samstagabend um 19:30 Uhr auf SPEED. In der nächsten Woche fährt dann keine der drei nationalen NASCAR-Serien, genug Zeit also, sich dem Start der Formel-1-Saison zu widmen.

News

Naja, das Schlagloch in Daytona ist repariert, Montoya und McMurray haben sich wieder lieb und Spoiler wird wohl ab Martinsville den Flügel ersetzen. Ist nicht viel passiert in dieser Woche…

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