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December 06 2011

06:59

Formel Eins: Rückblick 2011 – Teams

Der erste Teil des Saisonrückblicks das Jahres 2011 dreht sich um die Teams. Was haben sie falsch, was richtig gemacht?

So eine Saison ist für die Teams mittlerweile recht lang geworden. Die in die Länge gezogene Saison bedeutet, dass man, abgesehen von der dreiwöchtigen Zwangspause im August, von Februar bis Ende November unterwegs ist. Dazu kommen die intensiven Arbeitswochen im Winter, in denen am neuen Wagen gearbeitet wird. Eine richtig lange Pause gibt es nicht mehr, durch die Kostenbeschränkung und Testverbote ist es nicht leicht, verlorenen Boden wieder gut zu machen. Das mussten 2011 gleich einige Team erleben, die einen miserablen Start in die Saison hatten. Aber es gab auch Überraschungen, vor allem im Mittelfeld, wo mir vor allem ein Rennstall aufgefallen ist. Schwer lief die Saison für die drei “neuen” Teams, die nicht wirklich vom Fleck kamen.

Red Bull

Was soll man sagen: Beide WM-Titel, Rekorde bei den Pole Postionen und den schnellsten Runden. Da hat man offenbar alles richtig gemacht. Das Konzept des RB7 ist nicht neu, aber Adrian Newey hat vor allem im Heck einiges zum Vorjahr verändert. Das führte zu Beginn der Saison allerdings zu Problemen, denn das KERS funktionierte nicht. Das enge Heck ließ das KERS überhitzen, so dass die Fahrer das System zunächst nur am Start nutzen konnten. Da aber gerade zum Start der Saison die Konkurrenz weit abgeschlagen war, konnte Red Bull den Fehler ungestraft begehen. Grosse Schwachpunkte gab es im Team nicht. Die Technik spielte, bis auf den mysteriösen Reifenplatzer in Abu Dhabi, immer mit, die Strategie funkionierte auch meist gut, zum Mal man bei Vettel eh kaum was falsch machen konnte. Größter Schwachpunkt bei Red Bull war ausgerechnet Mark Webber. Warum er in diesem Jahr nicht Schritt halten konnte, ist weiter unklar. Vielleicht lag es an den Pirelli-Reifen, vielleicht daran, dass der RB7 ganz auf den Stil von Vettel zugeschnitten war. Webber wird das Fahren nicht verlernt haben, man darf gespannt sein, wie es für ihn 2012 laufen wird. Aber auch mit den kleinen Problemen verdient sich Red Bull die Topwertung.

10 von 10 Punkten

McLaren

McLaren warete zu Beginn der Saison mit einer Überraschung auf, in dem sie L-förmige Seitenkästen an ihren Wagen geschraubt hatten. Mit dieser aerodynamischen Lösung standen sie exklusiv da, allerdings machte die auch massiv Probleme. Bei den Tests hatte der Wagen auf der Hinterachse keinen Grip, die Technik spielte auch nicht mit. Jenson Button erwähnte später in der Saison, dass man die erste volle Renndistanz in Australien fuhr, wo man einen völlig ungetesteten Unterboden einsezte. Es dauerte bis in den Mai, bis man die Probleme halbwegs im Griff hatte. Dazu kam ein Lewis Hamilton, der etwas von der Rolle war. Seine Verhalten auf der Strecke brachte ihm eine Dauerkarte bei den Kommissaren ein, dazu die Privatfehde mit Felippe Massa. Nur Jenson Button und das Entwicklungsteam schienen dann noch zu funktionieren. Immerhin gelang es den Briten, dass man den Abstand zu Red Bull bei einigen Rennen im Herbst auf “Null” setzen konnte, was auf zumindest für 2012 hoffen lässt. Auch der zweite Platz in der WM-Wertung ist nach dem schlechten Start ein respektables Ergebnis. Vermutlich wäre auch nicht mehr drin gewesen, wenn der Wagen ab Australien funktioniert hätte, dafür war Red Bull einfach zu stark. Aber die WM wäre sicher spannender gewesen.

7 von 10 Punkten

Ferrari

Schon bei der Präsentation des diesjährigen Ferrari dachte ich “Hmm, das sieht sehr konservativ aus. Ich hatte noch damit gerechnet, dass man zu den Tests die “echte” Aerodynamik zeigen würde, aber da passierte bekanntermaßen nicht mehr viel. Was sich auch über die gesamte Saison nicht ändern sollte. Der konservative Ansatz erlaubte wenig Verbesserungen, dazu kamen die Probleme mit dem Windkanal, der falsche Daten lieferte. Ferrari schmiss den Verantwortlichen Chef-Designer Aldo Costa dann im Sommer auch raus. Die Hauptprobleme des Ferrari lagen im Bereich des Unterbodens, der Luftführung und des Hecks. Nur in dem Rennen, in dem der heiß angeblasene Diffusor verboten wurde, konnte Ferrari einen Sieg erringen. Dazu kamen auch Probleme mit den Pirelli. Bei der Konstruktion der Aufhängung hatte man sich vertan, weil man wohl dachte, dass die Pirelli schneller abbauen würden. Zwar führte die Reifenschonung des F150 zu ein paar Vorteilen bei der Strategie, sobald die Medium oder harten Reifen auf dem Wagen waren, ging aber nichts mehr, weil die Temperatur der Reifen in den Keller fiel. Ferrari gelang es anders als McLaren nicht, die Probleme zu lösen. Dafür hätte man ein neues Chassis bauen müssen, samt neuen FIA-Chrashtest usw. Eine Seuchensaison, dazu ein Massa weit ab seiner Möglichkeiten. Nur Alonso schien wie immer die Konstante zu sein. 2012 wird man mehr bieten müssen. Ich schliesse mich der Bewertung von Luca di Montezemolo über sein Team an.

5 von 10 Punkten

Mercedes GP

Im Grunde hat sich Mercedes GP nicht vom Fleck bewegt. Im Gegenteil – rein Punktemäßig war 2011 ein Rückschritt. 2010 holte man 214 Punkte, 2011 nur 165. In der Quali und im Rennen war man weiterhin rund 1.5 Sekunden von Red Bull weg, gegen Ende der Saison war es teiweise etwas weniger. Der W02 funktionierte hinten und vorne nicht richtig, außer bei der Höchstgeschwindigkeit. Wie Ferrari hatte man Probleme, Temperatur in die Reifen zu bekommen, auch der Abtrieb am Heck stimmte nicht. Dass Ross Brawn in zwei aufeinanderfolgenden Jahren so daneben lag, war schon eine Überraschung. Ein Grund für die mangelnde Performance und die Weiterentwicklung war wohl das knappe Budget, dass Mercedes zur Verfügung stellt. Erst ab Mitte der Saison schien man gewillt zu sein, den Geldhahn weiter aufzudrehen, allerdings nicht mehr für die 2011er Saison. Die Fahrer lieferten meist solide Ergebnisse ab und holten die Plätze 5 bis 8. Mehr war einfach nicht drin. Die Probleme von Mercedes sind nicht leicht zu identifizieren, immerhin hat man mit Aldo Costa jemanden an Bord geholt, der zusammen mit Ross Brawn bei Ferrari sehr erfolgreich war.

5 von 10 Punkten

Renault

Die Franzosen warteten zunächst mit einem interessanten Konzept auf. Der nach vorne verlegte Auspuff schien eine geradezu sensationelle Lösung zu sein, weil er erlaubte, dass man mit den Auspuffgasen den Unterboden zusätzlich anströmen konnte, um mehr Abtrieb zu erhalten. Zumindest in der Theorie klang das gut, in der Praxis führte es dazu, dass der Wagen vor allem auf langsamen Kursen nicht konkurrenzfähig war. Trotz eines deftigen “Mapping Overruns”, fehlte dem Chassis einfach der Abtrieb im Heck. Hinzu kam der Unfall von Kubica, der dem Team moralisch schwer geschadet hat. Aber auch mit Kubica wäre man wohl nicht weiter gekommen. Der Auspuff funktionierte nicht, ihn wieder nach hinten zu verlegen ging auch nicht, weil man dafür das Chassis hätte umbauen müssen. Weil man deswegen nicht weiter entwickeln konnte, fiel Renault immer weiter zurück. In der ersten Saisonhälfte, bis zum GP von Deutschland, holte man 66 WM Punkte, danach nur noch 7 Punkte. Die Entlassung von Heidfeld war ebenfalls keine gute Entscheidung. Auch wenn der Deutsche in der Quali die bekannten Schwächten zeigte, war im Rennen immer eine Bank. Senna konnte da nicht mithalten. 2012 ändert man den Namen in “Lotus” und hat Räikkönen an Bord. Es wird aber schwer für Renault/Lotus. Denn während die anderen Teams das Konzept der 2011er Wagen weiter entwickeln und über viele Daten verfügen, muss Lotus komplett von vorne anfangen.

3 von 10 Punkten

Force India

Die Inder sind für mich die Überraschung des Jahres. 2010 verlor man fast die gesamte Aero-Abteilung an Sauber und Team Lotus und man musste 2011 von vorne anfangen. Der Wagen war keine Sensation und tat sich vor allem in der Saisonhälfte sehr schwer. Doch ab dem GP in Deutschland ging es massiv aufwärts. Offenbar hatte neue Design-Team eine paar Lösungen gefunden und war in der Lage, verlorenen Boden gut zu machen. Auch die Formsteigerung von Adian Sutil spielte sicher eine Rolle. Am Ende war man in der Lage, Renault locker hinter sich zu lassen und Mercedes konnte man das ein oder andere Mal ärgern. Für ein Privatteam ist das eine erstaunliche Leistung und es ist fast ein wenig schade, dass Force India nicht schon zum Start der Saison so gut drauf war. Durch den Einsteig des Investors “Sahara” kommt auch viel Geld ins Team, man darf gespannt sein, was Force India 2012 leisten kann.

7 von 10 Punkten

Sauber

Im Gegensatz zu Force India, hat mich das Team von Peter Sauber in diesem Jahr enttäuscht. Der Entwurf vom hoch gehandelten Nachwuchsdesigner James Key war zu konservativ, dazu kam eine strategische Fehlentscheidung. Im Mai verließ sich Peter Sauber auf die Aussage der FIA, dass der “hot blown diffusor” verboten würde. Sauber entschied, den Wagen nicht umzubauen, am Ende entschied sich die FIA aber anders. Die Saison von Sauber war damit gelaufen, das Geld, später in der Saison den Wagen noch umzubauen, wollte man nicht einsetzen. James Key gelang es immerhin, den Wagen in den letzten Rennen so schnell zu bekommen, dass man in der WM-Wertung noch knapp vor Toro Rosso bleiben konnte, aber Force India musste man sich klar geschlagen geben. Kobayashi hatte zudem eine zähe Saison, während Sergio Perez mich eher positiv überrascht hat. Aber im Grunde ist Sauber weit hinter den Erwartungen geblieben.

4 von 10 Punkten

Toro Rosso

Der “arme Bruder” von Red Bull überraschte bei den Tests im Winter, mit einem eigenartig gestalteten, zweiteiligen Unterboden. Doch das Konzept funktionierte nicht sonderlich gut, da grundsätzlich nicht genug Abtrieb aufgebaut wurde. Das führte immerhin dazu, dass man auch die Reifen die schonte, was der Strategie half. Die meisten Punkte konnte man erringen, weil man einmal weniger Rennen stoppte und dennoch auf den Long Runs konkurrenzfähig war. Zur Mitte der Saison schien sich das Blatt zu wenden und vor allem Jamie Alguersuari konnte einige gute Ergebnisse einfahren. Es folgte ein kleines Tief, dann ein fast mysteriöser Aufschwung, bei viele gerüchteten, Red Bull habe die Daten-Tore aufgemacht. Weil man die letzten beiden Rennen versemmelte, reichte es dann nicht für Platz sieben in der WM. Verdient wäre es durchaus gewesen, Toro Rosso legte keine schlechtere Saison als Sauber hin. Vor allem, weil das Team kaum Erfahrung mit dem Bau eigener Chassis hat, war die Saison durchaus erfolgreich. Für 2012 hat man mehr Ingenieure eingestellt, vielleicht kommt ja dann der Schritt nach vorne.

5 von 10 Punkten

Williams

Was für eine schreckliche Saison. Noch nie hat das Williams-Team derartig schlecht abgeschnitten. Der 9 Platz in der WM ist für das Traditionsteam eine Katastrophe, nicht nur aus PR-Gründen. Die Gründe für das schlechte Anschneiden sind vielfältig. Klar, man hat sich bei der Konstruktion des neuen Wagen ebenso verhauen, wie Renault. Die Idee, dass Heck so flach wie möglich zu machen, damit es besonders gut angeströmt wird, funktionierte nur in der Theorie. Rubens Barrichello beschwerte sich schon bei den Tests, dass der Wagen unfahrbar sei. Dazu kamen die schweren Managementmängel. Sam Michael war nicht nur Chef-Entwickler, sondern leitete auch Teile der Firma und war defacto Teamchef. Die Überlastung konnte nicht gut gehen, der komplette Neuaufbau des Management folgte dann. Nicht wenige geben dem Williams Geschäftsführer Adam Parr eine große Mitschuld, da dieser sich angeblich zu wenig um die Team-Entwicklung kümmert und die Verantwortung wegschieben würde. Man hat mit Mike Coughlan zwar einen sehr talentierten Chef-Entwickler geholt, weil aber Sam Michael und Patrick Head nicht mehr im Team sind, fehlt ein erfahrener Team Chef. Das macht die Aussichten für 2012 nicht gerade besser. Was mich ebenfalls stört, und ein Zeichen für schlechtes Management ist: Die Fahrerfrage. Maldonado ist ein Pay-Driver, wenn auch einer der besseren Sorte. Das man Barrichello nicht mehr haben will, war spätestens dann klar, als der von Maldonado öfter geschlagen wurde. Dennoch ist es dem Team nicht gelungen schon Mitte 2011 einen Ersatz zu präsentieren. Jetzt wartet man wohl auf die Freigabe von Sutil, was für die Designer schlecht ist, weil die Sitzanpassung wichtig für die Weiterentwicklung ist.

0 von 10 Punkten

Team Lotus

Den neuen Wagen stellte man mit viel Pomp und Krach vor, aber am Ende war man doch wieder enttäuscht. Tony Fernandes hatte sich vorgenommen, sein Team 2011 zumindest regelmäßiger in Q2 zu bringen, aber davon war man weit, weit entfernt. Die Entwurf von Mike Gascoyne war ein Fehlschlag und obwohl man Renault statt Cosworth im Heck hatte, konnte man nicht auf Mittefeld aufschliessen. Das Team ist komplett neu aufgebaut und existiert gerade mal zwei Jahre, aber mit dem Geld, was man zur Verfügung hat, und dem Rahmenbedingen, die Tony Fernandes geschaffen hat, hätte mehr drin sein müssen. Dem Lotus fehlte es in allen Bereichen: Abtrieb, Topspeed, Reifen. Zwar gelang es Gascoyne gegen Saisonende etwas näher an hintere Mittelfeld zu rücken, was ein gutes Zeichen ist, aber richtig überzeugend war das noch nicht. Auch bei Lotus hat man Veränderungen in der Managementstruktur vorgenommen. So muss Dieter Gass, ein Vertrauter von Mike Gascoyne noch aus Toyota-Tagen, gehen. Angeblich hat Fernandes auch Gascoyne ein Ultimatum gestellt: Entweder, man ist 2012 im Mittelfeld, oder man sucht sich einen neuen Designer. Mit Mike Smith hat man da auch schon einen Mann in den eigenen Reihen. Eine weiterer Schwachpunkt bei Lotus ist Jarno Trulli. Warum Fernandes an ihm auch nach dieser schlechten Saison festhält, ist allen ein Rätsel. Kovalainen ist sicher kein schlechter Mann, könnte aber vielleicht noch besser werden, wenn er mehr Konkurrenz im Team hätte. Ein Romain Grosjean wäre meiner Meinung nach der genau der Richtige. Im Moment schaut es aber so aus, als ob Daniel Ricciardo von Red Bull bei Lotus/Caterham geparkt wird.

4 von 10 Punkten

HRT

Ach, was soll man über das kleine Team schon sagen. Mit wechselnden Besitzern, Fahrern und Sponsoren, ohne Geld und einem Chassis, dass von 2009 stammt und schon damals kein Geniestreich von Dallara war. Das erstaunliche ist, dass HRT trotz all dieser Beschränkungen nicht komplettes Schlusslicht ist. Colin Kolles, der gelernte Zahnarzt, führt das Team aus seiner Werkstatt nahe München und macht das wirklich gut. Das man bei derartig schwierigen Begleitumständen kaum in der Lage ist, einen Schritt nach vorne zu machen, ist kein Wunder. Eigentlich sollte der 2012 kommen. Man hatte Geoff Willis als Berater verpflichtet, der sprang dann aber im Herbst wieder ab. Ob und wie man ein neues Chassis entwickelt, ist nicht bekannt, aber eigentlich muss man, denn mit dem fünfmal umgebauten Dallara-Deriverat wird man wohl nicht mehr weit kommen. Zu den Fahrern kann man wenig sagen (dazu mehr im zweiten Teil), ausser, dass Liuzzi einen guten Job gemacht hat.

3 von 10 Punkten

Virgin

Am Gesichtsausdruck von Timo Glock konnte man immer schön sehen, wie es mit Virgin lief: Gar nicht. Der zweite, komplett per CFD entwickelte Wagen, war zu Beginn der Saison so langsam, dass man für einen Momant überlegte, das letztjährige Chassis einzusetzen. Schon nach den Tests war klar, dass man die Saison vergessen konnte und noch vor dem Start der Saison machte Gerüchte die Runde, dass man auf die Dienste von Nick Wirth verzichten würde. Im Mai folgte dann auch die Trennung, die CFD-Abteilung der Firma von Wirth kaufte man allerdings auf. Dazu kam, dass das Team zusätzlich mit massiven Technik-Problemen zu kämpfen hatte. So konnte das nichts werden. Bitter ist allerdings, dass man sich zum zweiten Mal hintereinander sogar HRT in der Teamwertung geschlagen geben musste. 2012 soll alles besser werden. Der merkwürdige russische Autohersteller Marussia pumpt, von woher auch immer, viel Geld ins Team, dazu kommt eine sehr weitgehende technische Partnerschaft mit McLaren. Wie auch immer: Es kann nur besser werden.

0 von 10 Punkten

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September 14 2011

06:13

Ferner liefen: Die Newshappen für 14.09.2011

// Sam Michael, noch technischer Direktor bei Williams, wechselt zu McLaren und übernimmt dort die Rolle des “Sporting Director”. Es bestand kein Zweifel, dass Michael eine neue Rolle in der F1 finden würde, die letzten Gerüchte besagten allerdings, dass er zu Force India wechseln würde. Bei McLaren wird er direkt mit Martin Whitmarsh zusammen arbeiten und für die Verbesserung der Teamstrukturen verantwortlich sein. (Don)

// Beim Team Lotus stehen Veränderungen an. James Allen vermeldet, dass Tony Fernandes eine Einigung mit der “Group Lotus” erzielt hat und die Rechte an “Team Lotus” an diese abgeben wird. Sein Team wird zwar die Lackierung behalten, im nächsten Jahr aber vermutlich “Caterham F1″ heißen. Auch “Malaysian F1″ ist noch im Gespräch. Joe Saward ist derweil allerdings der Meinung, dass der Deal noch nicht durch ist und die ganze “Group Lotus” Sache sowieso scheitern könnte. Dem Team werden seit vielen Monaten finanzielle Probleme nachgesagt. Klar ist nur, dass Jarno Trulli ein weiteres Jahr für Fernandes fahren wird. Das zweite Cockpit könnte an Romain Grosjean gehen, den Renault gerne in der F1 sehen würde. (Don)

// HRT hat Jörg Zander als neuen Designer verpflichtet. Zander hat bisher für eine ganze Reihe von Teams gearbeitet, darunter BAR-Honda, Williams und BMW. Interessant ist Wechsel in so fern, weil Geoff Willis bisher allein für das Design des 2012er HRT verantwortlich war, offiziell aber nur “Berater” ist. Es scheint so, als würde Willis eine Menge Leute einstellen, die zu vor schon mit ihm bei BAR gearbeitet haben. (Don)

// Felipe Massas Zukunft bei Ferrari scheint in Gefahr. Für 2012 ist sein Vertrag beim italienischen Team noch sicher – das wurde auch vergangene Woche noch einmal bestätigt. Darüber hinaus hat Ferrari aber im Nachwuchsbereich gleich mehrere heiße Eisen im Feuer. So werden in der kommenden Woche Sauber-Pilot Sergio Pérez (2012 noch bei den Schweizern unter Vertrag) und Jules Bianchi (der zuletzt in der GP2 etwas besser in Fahrt kam) einen Ferrari F60 aus dem Jahr 2009 testen. Beide Fahrer sind Teilnehmer der “Ferrari Driver Academy” – die ironischerweise gegründet wurde, als man 2009 nach Massas schwerem Unfall bemerkte, dass keine schnellen Piloten zu finden waren, um den Brasilianer kurzfristig zu ersetzen. (Vorsicht)

// Strakka Racing steigt in die LMP1 der FIA World Endurance Championship (WEC) auf. Man wird einen Honda Performance Development HPD ARX-03a LMP1 einsetzen, der aus dem Designfabrik von Nick Wirth stammt. Als Fahrer werden Nick Leventis, Jonny Kane und Danny Watts eingesetzt. (PR-Meldung, Bilder) (Don)

// Der Kalender für die WEC hätte</a> eigentlich im Rahmen des Silverstone-Rennens verkündet werden sollen; doch das Organisationsteam verhandelt noch über diverse Termine, der Kalender ist noch lange nicht fertig gestellt, so die Stimmen am letzten Wochenende. Unter anderem sei ein 12h-Rennen in Bahrain im Gespräch, auch Montreal und Brasilien seien Möglichkeiten. Bis zum ILMC-Saisonfinale Anfang November in Zhuhai wird es noch a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">dauern, und die LMS wird ihren Saisonplan wohl erst danach fertig basteln können, um Überschneidungen zu vermeiden. Mit um die 30 full-season entries rechnet der ACO mittlerweile für die WEC, hinzukommen könnten noch jeweils lokale Teams. (Stefan)

// Japanische IndyCar Fans werden am Wochenende ein bekanntes Gesicht mehr zu sehen bekommen. Nach Hideki Mutoh, dessen Engagement beim “Final Indy Japan 300″ in Motegi schon in der vergangenen Woche verkündet wurde, gab nun auch Formel Nippon-Champion (und Super GT Fahrer) Joao Paulo de Oliveira bekannt, dass er beim vorläufig letzten IndyCar Rennen auf japanischem Boden starten wird. Er bekommt den Conquest-Wagen von Sebastian Saavedra, der nicht nach Japan reist. (Vorsicht)

// “It’s alive!” Die totgeglaubte 5 Millionen Challenge der IndyCar Serie beim Finale in Las Vegas wird doch stattfinden. Allerdings unter etwas anderen Vorzeichen, als ursprünglich geplant. Statt fünf bekannter Fahrer aus anderen Serien wird nur Indy 500 Sieger Dan Wheldon an den Start gehen. Und der hat einen anstrengenden Arbeitstag vor sich. Er muss das Rennen nämlich von der letzten Position aus in Angriff nehmen. Gewinnt Wheldon, winken ihm 2,5 Millionen Dollar. Weitere 2,5 Millionen gehen in diesem Fall an einen zufällig ausgewählten Fan. Wheldon wird, wie schon beim Indy 500,unter der Flagge von Bryan Herta Autosport an den Start gehen – das Auto wird aber von Sam Schmidt Motorsports betreut. (Vorsicht)

// Die MotoGP kehrt 2013 nach Argentinien zurück. Und das könnte auch für den Vierrad-Motorsport nicht ohne Folgen bleiben. Denn als Austragungsort ist nicht Buenos Aires, sondern das Autódromo Termas de Rio Hondo geplant – eine Strecke, die bisher nur von kleineren argentinischen Serien befahren wurde. Zuletzt war sie in den Nachrichten, als die WTCC überlegte, dort ein Rennen zu bestreiten. Das Vorhaben scheiterte damals an den Kosten für den den nötigen Umbau. Für die Moto GP wird der Kurs nun ohnehin modifiziert – und könnte damit auch für internationale Serien interessant werden. (Vorsicht)

// Nicht so toll sieht es dagegen für die Superleague Formula aus. Die Homepage der Serie wurde schon seit geraumer Zeit nicht mehr aktualisiert. Auch die sonst eifrig genutzten social media Kanäle schweigen. Der noch sechs Rennen umfassende Kalender für die laufende Saison ist schon verdächtig lange als “unbestätigt” geführt. Als nächstes Rennen wird dort ein Lauf in Brasilien angegeben. Und der soll schon in vier Wochen stattfinden – die SLF müsste also bald beginnen, Equipment und Personal auf die Reise vorzubereiten. Ein für Ende August geplanter Test in Navarra wurde offenbar abgesagt. Wir bleiben dran. (Vorsicht)

//Das Delta Wing-Entwicklerteam hat mal wieder eine Pressemitteilung</a> rausgehauen: man liege im Zeitplan und der Wagen werde noch dieses Jahr auf die Strecke gehen. Das Monocoque ist wohl bereits  fertig konstruiert und entspricht voll den LMP1-Standards. So ganz nach Plan schein es allerdings nicht alles zu laufen, denn letzte Woche machte eine a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Meldung die Runde, dass Highcroft Racing, die den Wagen einsetzen sollen, alles Personal bis auf zwei Mitarbeiter entlassen hätten… (Stefan)

// Paul Drayson arbeitet mit Lola weiter an einem Elektro-Sportwagen. Im Rahmen des LMS-Wochenendes im heimisches Silverstone wurde eine Reihe weiterer Partner a

July 21 2011

15:48

Formel Eins: Vorschau Deutschland GP 2011

Die Formel Eins macht Station in Deutschland und der Nürburgring wird sich vermutlich das gesamte Wochenende von seiner besten Seite zeigen: Mit Regen.

Nach dem Rennen in England fällt eine Einschätzung der momentanen Leistungsverhältnisse nicht leicht. Die gemischten Wetterverhältnisse in Silverstone, die kleinen Fehler bei den Boxenstopps und die Änderungen am Mapping machte das Rennen sehr einzigartig. Mittlerweile ist die Formel Eins wieder zu den Mapping-Einstellungen aus der Zeit vor Valencia zurückgekehrt, allerdings mit der Einschränkung, dass man das Mapping im Parc Fermé nach der Quali nicht mehr verändern darf. Im Grunde profitieren von der Entscheidung fast alle Spitzenteams. Red Bull sowieso, aber vor allem McLaren hat durch einen kompromisslosen Umbau auf den hot blown diffusor in diesem Jahr viel gewonnen. Nur bei Ferrari ist man sich nicht so sicher.

Nach dem Sieg in Silverstone ist man bei Ferrari zwar einigermaßen erleichtert, euphorisch ist man aber nicht. Die veränderten Mapping-Einstellungen in Silverstone könnten den Ferrari geholfen haben, aber gleichzeitig hatten die Italiener auch jede Menge neuer Teile am Auto. Aus Maranello hört man, dass man in Sachen Abtrieb offenbar einiges gefunden hat, nachdem man den Fehler, der aus falschen Windkanaldaten resultierte, behoben hat. Gleichzeitig hat man mal wieder umstrukturiert und Pat Fry an die Stelle von Aldo Costa gesetzt, der das Team in dieser Woche endgültig verlassen hat. Wie ernst es Ferrari damit ist, die Strukturen neu auszurichten und gleichzeitig Ruhe ins Team zu bekommen, verdeutlicht die Aussage von Luca di Montezemolo aus dieser Woche, dass man auch 2012 mit Massa als zweiten Fahrer antreten wird. Es wird interessant zu sehen sein, wie Ferrari auf dem eher mittelschnellen Kurs des Nürburgrings klar kommen wird. Es fehlen hier zwar, bis auf das Schumacher-S, die schnellen Passagen, aber wenn der F150 hier gut geht, sollte er auch auf den kommenden Kursen ein Gegner sein.

Red Bull ist aber weiter das Team, dass die Nase vorn hat. Nach dem mittelgroßen Eklat in Silverstone, wo man gegen Ende des Rennens Mark Webber per Team Order einbremste, hat sich die Lage wieder beruhigt. Dietrich Mateschitz selber hat verkündet, dass man mit Webber noch ein weiteres Jahr unterwegs sein wird. Das nicht nur, weil Webber gute Leistungen erbringt, sondern auch, weil man keinen gleichwertigen Ersatz findet. Das Markt an guten Fahrer ist ziemlich leer gefegt. Ohne Zweifel sollte Vettel beim seinem Heim GP der erste Sieganwärter sein.

McLaren wird nach dem schwachen Auftritt in Silverstone am Ring besser aufgestellt sein, das wieder erlaubte Mapping sollte auch helfen. Dennoch ist der Wagen weiterhin eine Baustelle und man hat gegenüber Ferrari sogar an Boden verloren. Es fällt schwer dafür einen Grund auszumachen, der Wagen ist einfach generell zu langsam. Probleme gibt es auch im Team, vor allem um Lewis Hamilton herum. Der beklagte sich bei seinem Team nach Silverstone über ein “Burnout” und durfte erst einmal in den Urlaub fahren. Generell gibt es Stimmen, die sich darüber beklagen, dass Hamilton sich zu viel um seine Promi-Freunde und zu wenig um andere Sachen kümmert. Ob das so stimmt, ist dann wieder eine andere Sache, aber die Unruhe um beide Fahrer in Sachen Vertragsverlängerung tut dem Team mit Sicherheit nicht gut.

Derlei Probleme hat Mercedes nicht, dafür ist der MGP02 kein großer Wurf von Ross Brawn und alle Änderungen haben bisher den Abstand nur konservieren, aber wenig verkürzen können. Mittlerweile hat man fast das gesamte Auspuffsystem verändert, ebenso die Anströmung des Diffusor. Auffällig ist aber, dass der Wagen immer noch mehr Kühlauslässe hat, als die Konkurrenz. Das ist nicht gut für die Luftführung und kostet Anpressdruck. Sollte es am Wochenende allerdings wie erwartet nass sein, dass dürfte man wieder einen sehr starken Schumacher sehen, dem diese Verhältnisse offenbar entgegen kommen. Erstaunlicherweise sieht man im Regen, dass Schumacher, so er denn keinen Fehler macht, vom Speed her zur Spitze gehört. Es wäre ihm und dem Team zu wünschen, dass es am Ring richtig gut läuft.

Bei Renault wird man angesichts des aufgehobenen Mapping-Verbots erleichtert sein. Man hat in Silverstone gesehen, dass der Wagen schwer unter dem Verbot litt, daher sollte es am Ring deutlich besser laufen. Unzufrieden ist man bei den Franzosen dennoch, da die Saison nicht sonderlich gut läuft. Petrov macht seine Sache ordentlich, Heidfeld eigentlich auch, wäre da nicht seine leidige Quali-Schwäche, die ihm bessere Positionen versperrt. Offen spricht Eric Boullier davon, dass man auf eine Rückkehr von Robert Kubica hofft und diesen auch bei nächster Gelegenheit wieder in den Wagen setzen möchte.

Williams bastelt weiter am verkorksten FW33 und dürfte am Ring nicht auffällig werden. Gleiches gilt für Sauber, die in Sachen Entwicklung im Moment stehen geblieben sind. Toro Rosso hat sich verbessert, allerdings auch nur deswegen, weil man im Rennen mit anderen Strategien unterwegs ist.

Neuigkeiten gibt es von Lotus. Dort setzt Jarno Trulli am Wochenende überraschend aus, und wird durch Karun Chandok ersetzt. Der Inder, sicher einer der sympathischsten Fahrer im Feld, darf dann auch mal wieder ein Rennen fahren. Gleichzeitig hat Team Lotus aber klar gemacht, dass man mit Trulli auch über einen Einsatz im Jahr 2012 verhandelt. Dabei hatte man eher damit gerechnet, dass sich Lotus für 2012 einen jüngeren Fahrer holt.

Am Ring gibt es dieses Mal nur eine DRS-Zone, die die lange Gerade betrifft. Gemessen wird vor Turn 10, aktiviert wird der Heckflügel dann direkt nach Turn 11 bis zur Schikane. Je nach Wetter wird man vermutlich wieder einen abwechslungsreichen Grand Prix sehen und wenn es die in der Eifel üblichen Mischverhältnisse gibt, dürfte es richtig lustig werden.

Am Rande des Grand Prix gibt es auch eine Demo der “Save the Ring” Organisation. Viele Infos dazu findet man bei Facebook und bei Mike Frison, den ich der Einfachheithalber mal zitiere:

Treffpunkt ist die Gemeindehalle in Nürburg (neben Getränke Schmitz in der Nähe vom Hotel Tiergarten) und der Protestmarsch setzt sich um 11:45 Uhr in Bewegung.

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July 06 2011

05:54

Newshappen-Sammlung für 06.07.

// Williams arbeitet weiter an einem Comeback. Nachdem man das gesamte technische und aerodynamische Führungspersonal ausgewechselt hat, ist nun der Motor dran. Ab 2012 fährt man wieder mit Renault-Power, baut aber das Getriebe weiter selber. Die Entscheidung, Cosworth zu verlassen, stand schon im letzten Winter zur Debatte, da kam man aber nicht aus dem laufenden Vertrag raus. Dem britischen Motor sagt man nach, dass es ihm etwas an Leistung fehlt, vor allem das Drehmoment soll schlechter sein. Da bei den eingefrorenen Motorenregeln jede minimale Verbesserung Gold wert ist, macht der Wechsel durchaus Sinn. Allerdings hat der neue Deal auch einen anderen Hintergrund. Offenbar will sich Williams schon für 2014 aufstellen, wenn die neuen Motoren kommen. Cosworth beliefert damit nur noch HRT und Virgin und die Gerüchte besagen, dass man keinen V6-Turbo bauen wird. (Don)

// Virgin-Marussia hat die Woche einen Deal mit McLaren bekannt gegeben. Man wird deren Windtunnel und die Simulatoren nutzen können. Auch eine weitere technische Beratung durch McLaren, so sehr es die Regeln zulassen, ist geplant, die wird aber nicht so weit gehen, wie McLaren mit Force India zusammenarbeiten. Dort liefern McLaren und Mercedes quasi die gesamte Technik. Des Weiteren hat Virgin die F1-Abteilung des ehemaligen Chef-Designers Nick Wirth gekauft, dessen reine CFD-Konstruktionen zwar nicht gezündet haben, aber auch nicht so schlecht war. Offenbar will man mit dem Kauf die Zukunft absichern. Interessant sind die Investionen nicht nur wegen der Zusammenarbeit mit McLaren, sondern auch, weil das Geld nicht von Richard Branson, sondern von Marussia kommt. Die Russen wollen offenbar ihre Investition in die F1 erweitern. (Don)

// Neuigkeiten gibt es auch von HRT. Dort hat ein Investor namens Thesan Capital die Mehrheit von José Carrabante übernommen, dem der Laden bisher gehörte. Hinter Thesan steckt die japanische Nomura Holding, die die Investmentgesellschaft kontrolliert. Thesan hat sich eigentlich auf das “Leverage” Business eingestellt. Man kauft marode Firmen zu kleinen Preisen auf und schaut dann, ob sie sanierungsfähig sind, oder doch Heuschrecken-artig ausgeschlachtet werden. Etwas undurchsichtig ist, was Thesan jetzt eigentlich mit dem Rennstall will. Eine Sponsorfläche für die aufgekauften Firmen, darunter eine Pizza-Kette? Man darf nicht vergessen, dass das Team nur auf dem Papier spanisch ist. Vorbereitet werden die Wagen in den Räumen von Colin Kolles, dem Teammanager, dem man nachsagt, dass er die Chassis auch besitzt, nachdem er sie von Dallara abgekauft hat, weil Carrabante kein Geld mehr hatte. (Don)

// Noch mal HRT, wo nun ab diesem Wochenende Daniel Ricciardo fahren soll. Wen er ersetzt, ist nicht klar, aber die Möglichkeit ist besteht, dass Liuzzi mal wieder dran glauben muss. Karthikeyan wäre eigentlich der logische Kandidat, aber der bringt die Sponsorgelder von Tata mit. Red Bull wird dafür bezahlen, dass man Ricciardo unterbringt, was Karthikeyan wieder in Bedrängnis bringen könnte. Das Red Bull Ricciardo bei HRT “parkt” dürfte einerseits Buemi und Alguersuari bei Toro Rosso entlasten, zeitgleich wird aber auch klar, dass man Ricciardo testet um zu sehen, was er drauf hat. Nur zur Info: Ein gewisser Alonso wurde von Briatore auch mal bei Minardi eingesetzt um zu lernen. Bei Red Bull hält man sich damit alle Türen offen. Man kann 2012 wieder Mark Webber einsetzen, man kann, wie damals bei Vettel, das Risiko einer Verpflichtung eingehen. Webber, der seit Wochen in den Medien sagt, wie gerne er weiter für Red Bull fahren würde, hätte außer Ferrari kaum Optionen bei einem Top Team. Angeblich war er schon in Maranello, angeblich hat Ferrari kein Interesse. Man darf aber nicht vergessen, dass Webber seit Jahren bei Red Bull ist und die Technologie der Wagen bestens kennt. Er würde Informationen mit bringen, die Ferrari durchaus interessieren könnten. (Don)

// Team Lotus hat einen neuen “Sponsor”. Das Logo des Herstellers Caterham wird ab dem GP in Silverstone auf den Autos kleben. Der Deal ist in sofern kein richtiger Sponsordeal, weil Caterham seit ein paar Monaten Tony Fernandes gehört. (Don)

// Die FIA hat den Einsatz der V6-Turbos ab 2014 abgesegnet. Die Höchstdrehzahl wird 15.000 U/min betragen, was den Autos hoffentlich auch mal wieder einen etwas besseren Klang gibt. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass 1.6 Liter Motörchen gut klingen, V6 hin oder her. (Don)

// Porsche wird ab 2014 wieder bei den 24H von Le Mans antreten. Der Schritt war seit einigen Wochen erwartet worden, da man wohl schon angefangen hat, Personal zu rekrutieren. Porsche hat nicht gesagt, mit was für einem Motor man in Le Mans antreten wird, aber die Vermutung liegt nahe, dass es ein Benziner/Hybrid sein wird. Das Audi-Engagement steht deswegen nicht zwangsläufig auf der Kippe, da der VW-Konzern offenbar schauen wird, welches Reglement (Diesel/Hybrid) von der FIA und dem ACO in Zukunft bevorzugt wird. Hinter dem dann doch recht kostenintensiven Einsatz (angeblich hat Audi die Entwicklung des R18 nebst Einsatz über 80 Millionen Euro gekostet) steckt wohl Ferdinand Piech, der beide Marken in der Serie sehen möchte. (Don)

// Ebenso interessante, wie traurige Zahlen gibt es von IRL zu berichten. “The Daily Planet” gibt an, dass das Rennen in Iowa, das ja nun wirklich zu den besseren der Saison gehörte, gerade mal 500.000 Zuschauer auf Versus verfolgten. Das sind Zahlen, die Eurosport in Deutschland mit der Le Mans Serie erreicht. Versus hat eine technische Reichweite von 80.000.000 Millionen Zuschauern, was das Debakel noch deutlicher macht. (Don)

// Die 24H von Spa werfen immer mehr ihre Schatten voraus. Marc VDS hat nun angekündigt bei dem Rennen nicht wie zu erst gemeldet 2 Ford GT3 an den Start zu bringen, sondern ersetzt einen Ford GT3 durch einen BMW Z4 GT3. Pilotiert wird das Auto von Bas Leinders, Marc Hennerici und Maxim Martin. Als offizielen Grund gibt man die Leistungsfähigkeit des Wagens an, inoffiziell soll es aber wohl auch bei Marc VDS wohl zu Problemen mit den Ersatzteilen kommen, da Matech seit seiner Pleite wohl auch kaum mehr Ersatzteile liefern kann/will/darf. (Flo aus N)

// Nach 2005 kehr die IndyCar Series 2012 wieder auf den Auto Club Speedway in Fontana zurück. Zur Erinnerung: dies ist genau jende Strecke auf der Gil de Ferran mit seinem Penske damals noch unter CART-Banner den bis heute gültigen “closed-course record” von sage und schreibe 388,454 km/h hält. Allerdings heist es für uns wohl sehr lange wach bleiben oder früh austehen, denn das Rennen, welches im Herbst über die Bühne gehen soll, soll ein Nachtrennen werden. Dies bedeutet auch die Rückkehr der ISC, welche die meisten Tracks der Nascar inne hält, denn in diesem Jahr fährt man auf keiner der Strecken. (Flo aus N)

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June 09 2011

14:24

Formel Eins: Vorschau GP Kanada 2011

Die Rennen in Kanada gehörten in den letzten Jahren schon immer zu den Besten im Kalender. Mit zwei DRS-Zonen und den Pirelli Reifen wird das in diesem Jahr nicht anders sein.

Neben dem kleinen Rennen in Le Mans, gibt es auch noch ein Formel Eins Rennen in Kanada. Die Strecke in Montreal ist bekannt. Sie besteht mehr oder weniger aus langen Geraden und einigen Schikanen, die allerdings sehr eng sind. Dazu kommt, dass bei der Planung der Strecke das Wort “Auslaufzone” irgendwie vergessen hat. Die Wagen erreichen zwar mehrfach die 300 km/h Grenze, müssen dabei aber zwischen zwei Mauern durchpfeilen. Dass das schon mal schlecht ausgehen kann, hat man 2007 gesehen, als Robert Kubica seinen BMW an einer, mittlerweile entfernten, Mauer in seine Kohlefaserbestandteile zerlegt. Mit einer überholfreudigeren Formel Eins in diesem Jahr, wird die Sache nicht leichter. Dazu kommt, dass es an der Spitze in diesem Jahr wieder eng werden könnte.

Natürlich gelten die Red Bull und Sebastian Vettel als Favoriten in Kanada und wer soll sie schlagen? Mark Webber ist es vermutlich nicht. Zwar geht es etwas aufwärts mit seinen Leistungen, aber er kommt noch immer nicht so wirklich mit den Pirelli Reifen klar. Die Konkurrenz wird wohl eher aus dem Lager McLaren kommen, wo man sich in Kanada sehr viel ausrechnet. Der Wagen ist schnell und so lange keine schnellen Kurven im Weg sind, kann man den Vorteil der Mercedes-Motoren besser ausspielen.

Denn der Red Bull RB7 generiert so viel Abtrieb, dass er eine schlechte Höchstgeschwindigkeit, was sich in Kanada selten wirklich gut ist. Aber gleichzeitig bietet der Abtrieb selbst in den engen Schikanen durchaus einen Vorteil. Zum einen kann man einen Tick später bremsen, zum anderen kommt man aus der Kurve einfach besser raus und hat so beim rausbeschleunigen genau den kleinen Vorteil, der reicht, um selbst mit einem Geschwindigkeitsnachteil auf der Geraden vorne zu bleiben.

McLaren sieht hier einen Vorteil, vor allem im Rennen. Ihr Wagen ist etwas schneller auf der Geraden, dazu kommen die beiden DRS Zonen, mit denen die FIA in Kanada experimentiert. [Wo die sein werden trage ich nach]. Man vermutet, dass man damit in der Lage sein sollte, Red Bull besser unter Druck zu setzen. Ich bin da noch etwas skeptisch. Red Bull war in Australien schnell, sie werden es auch in Kanada sein.

Ferrari hat Kanada schon abgeschrieben. Der Wagen passt hinten und vorne nicht, man bemüht sich gerade dem F150 etwas mehr Abtrieb beizubringen. Das bedeutet zwar, dass man in Sachen Topspeed vorne mit dabei sein wird, aber die reicht halt nicht aus, um Rennen zu gewinnen. Bei den Italienern ist die Stimmung etwas gedrückt und nach der Ablösung von Aldo Costa steht man zu dem vor größeren Umstrukturierungen. Offiziell hat man den WM-Titel nicht abgeschrieben, dafür ist die Saison auch noch zu lang, aber die Chancen sind doch sehr schmal geworden und man kann nur hoffen, dass man den Wagen so gut hinbekommt, dass man wieder um Siege fahren kann. Immerhin schleppt man etliche Updates mit über den Atlantik, mal sehen, was sie wieder bringen.

Davon weit entfernt scheint Mercedes, deren Form in diesem Jahr sehr wechselhaft war. In Spanien lief es eigentlich nicht schlecht, da hatte man auch wenig Pech, dass es für ein besseres Resultat nicht reichte. Aber der Abstand in der Qualifikation liegt weiterhin bei rund einer Sekunde und wird sich in den letzten zwei Wochen auch nicht reduziert haben. Der Anspruch von Mercedes muss der sein, dass man zumindest mit den Ferrari auf Augenhöhe liegt, was in Kanada durchaus der Fall sein könnte. Interessant wird auch sein, ob Schumacher seine in den letzten zwei Rennen ansteigende Form in Kanada wird bestätigen können.

Die Wundertüte des Jahres kommt aus dem Hause Renault. Mal geht der Wagen wie die Hölle, mal versinkt er im tiefen Mittelfeld. Eric Boullier ließ in einen Interview nach dem Rennen in Monaco durchblicken, dass er vor allem mit den Quali-Leistungen von Nick Heidfeld alles andere als zufrieden ist. Wenn ein Teamchef in der Presse sagt, dass sich ein Fahrer steigern muss, kann man sich vorstellen, wie Stimmung im Team ist. Die Rennpace von Heidfeld stimmt immer noch, aber seine Quali-Schwäche ist weiter vorhanden. Petrov fährt ihm zwar nicht um die Ohren, aber allein, dass man zeitgleich ist, passt Renault nicht, die durch Kubica gewohnt sind, dass der Nummer Eins Fahrer immer ein paar Zehntel schneller ist (und sein sollte). Derweil gibt es auch mal wieder Gerüchte, dass Renault in finanziellen Schwierigkeiten steckt.

Da Group Lotus den Gerichtsstreit mit Team Lotus verloren hat und den Namen “Lotus” nur als Sponsor, nicht aber für das Chassis verwenden darf, ist die gesamte Idee eines “Lotus Team”, dass Proton und Lotus-Autos verkaufen soll, hinfällig. Gleichzeitig gibt es unbestätigte Gerüchte, dass das Team Renault F1 (den Motorenhersteller) jede Menge Geld schuldet. Die Situation scheint also nicht gerade schön.

Zumal von hinten weitere Team drängen. Vor allem Sauber, deren Wagen bisher auf den schnellen Geraden immer ganz vorne war, sieht nach einem Team aus, dass nun regelmäßig in die Top 10 fahren kann. Sergio Perez ist nach seinem heftigen Abflug in Monaco wieder auf den Beinen, Kobayashi sollte die Strecke in Kanada auch besser liegen. Von den Schweizern kann also einiges erwarten und ich wäre nicht überrascht, sie am Ende sehr weit vorne zu finden.

Einen Aufwärtstrend gibt es auch von Toro Rosso zu vermelden, die besser wieder etwas aussehen. Beim Nachwuchsteam von Red Bull hat man neben dem eher schwachen Saisonstart vor allem mit dem Problem zu kämpfen, dass man gerne Daniel Riccardo ins Team heben würde. Dafür müsste man entweder Alguersuari oder Buemi aussetzen lassen, was nicht leicht ist, denn beide liefern keine schlechte Rennen ab. Dem Spanier fehlen allerdings bisher WM-Punkte, was sich als Argument für Red Bull herausstellen könnte. Ein Zeichen, dass Ricciardo demnächst in einem Rennen zu sehen könnte, ist die Ankündigung von Toro Rosso, dass man den Australier für Buemi im ersten freien Training einsetzen wird.

Den Rest des Feldes lasse ich mal weg, da wird man eh nicht viel Überraschungen erleben.

Deutlich interessanter als das Hinterfeld ist die Situation um den Bahrain GP. Vor einer Woche beschloss die FIA, dass das Rennen stattfinden soll, sogar ein Termin wurde genannt. Sofort brach ein Sturm der Entrüstung los, Fahrer wie Mark Webber machten deutlich, dass sie von der Entscheidung nichts halten würden. Dann feuerte Max Mosley aus dem Hinterhalt, als er meinte, dass die FIA ohne die Team gar nichts beschliessen könne. Dienstag räusperte sich die FOTA und meinte, man wolle zwar grundsätzlich fahren, aber nicht am 30.10., also bekleckerte man sich auch nicht gerade mit Ruhm. Mittwoch meinte Bernie Ecclestone zu jedem, der ihn darauf ansprach, dass der GP in Bahrain sowieso nicht stattfinden würde. Die Kehrtwendung geht wohl darauf zurück, dass etliche Sponsoren wohl meinten, dass sie auf gar keinen Fall in Bahrain an der Strecke oder auf einem Wagen zu sein wollen. Darunter gehörte wohl auch CNN, die auf dem Lotus werben und vermutlich nicht glücklich sind, wenn ihr Logo in Bahrain in einem F1 Rennen zu sehen ist, während draussen Anderson Cooper mal wieder Verletzte versorgt.

Die FIA hat sich gerade bis auf die Knochen blamiert. Der geleakte Report von einem Besuch in Bahrain, ist ein Witz. Wenn man ihn liest merkt man schon, dass man sich von den Behörden hat einwickeln lassen. Statt eine unabhängige Menschenrechts-Gruppe wie “Reporter ohne Grenzen” mit auf die Reise zu nehmen, schickt man den Vizepräsidenten der FIA, dem ich nichts Böses unterstellen möchte, aber der vermutlich nicht wirklich die geeignete Person für so einen Auftrag ist. Die FIA sollte schleunigst versuchen, sich aus dem PR-Desaster zu winden. Ein klares Wort von Jean Todt wär da die richtige Reaktion. Der ist in Le Mans, verweigert aber wohl sämtliche Fragen zu dem Thema zu beantworten.

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March 27 2011

21:00

Formel Eins: Analyse GP Australien 2011

Sebastian Vettel startet in die neue Saison, wie er die alte beendet hat: Mit einem Sieg. Seine Dominanz in Australien war überragend, aber das galt nur seinen Red Bull. Beide Sauber wurden nach dem Rennen disqualifiziert.

Das erste Rennen einer neuen Saison ist immer etwas Besonderes, auch wenn es nicht gerade zu den besten Läufen gehört. So war es auch in Australien, denn an der Spitze gab es nicht mal am Start die Frage, wer auf den ersten Platz liegt. Sebastian Vettel kam direkt gut weg und während sich hinter ihm der Verkehr staute. Im Grunde kam Vettel nur einmal kurz unter Druck, als Hamilton hinter ihm nach 10 Runden leicht aufholte, und die Lücke auf 2.5 Sekunden schließen konnte. Doch nach den ersten Stopps hatte Vettel schnell seinen 10 Sekunden Vorsprung, den er bis zum Schluss verwaltete. Das bemerkenswerte an Vettels Start war aber der Umstand, dass Red Bull KERS schon am Freitag ausgebaute hatte, weil das System Probleme machte. Vettel hatte seine Pole und sein Rennen also ohne KERS gewonnen, was ja immerhin bis zu 3 Zehntel pro Runde bringen kann. Für Red Bull lief es aber nicht nur gut, denn Mark Webber kämpfte mit einem Wagen, der bei weiten nicht so gut ging. Richtig Ärger gab es für Sauber nach dem Rennen.

Bei der technischen Kontrolle stellten die Kommissare fest, dass etwas mit beiden Heckflügeln nicht stimmte. Das obere flache Segment muss eine möglichst flache und gerade Fläche haben, die nicht mehr als 100mm abweichen darf. Grund dafür ist, dass man jegliche Version eines F-Schacht verbieten möchte. Ist der Flügel nach innen gebogen, kann man diesen Effekt vor hervorrufen. Gemessen wird die Abmessung mit einem Ball-ähnlichen Gerät. Offenbar war die Abweichung außerhalb der Toleranz, wie groß wurde allerdings nicht gesagt. Sauber schleppte noch drei weitere Heckflügel Versionen zur Abnahme, die dann alle in Ordnung waren. Das half aber nichts, der siebte Platz von Perez wurde ebenso aberkannt, wie der achte von Kobayashi. Das ist bedauerlich, denn Sauber zeigte ein erstaunlich gutes Rennen. Der C30 lief richtig gut, dazu ging er offenbar sehr sanft mit den Reifen um. Während die Konkurrenz meist dreimal an die Box kam, stoppte Perez nur einmal. Kobayashi war auf einer Zwei-Stopp-Strategie, die ihm hinter Perez warf.

Interessant ist dabei ein Blick auf die Rundenzeiten (pdf). Perez kam in Runde 23 rein und nahm dann die harte Mischung. Seine Rundenzeiten pendelten zunächst um die 1.31, mit leerer werdenden Tank fielen die Zeiten auf 1.30. Schaut man sich dagegen die Zeiten von Alonso, der dreimal stoppte, sehen die Zeiten von Sauber noch besser aus. Alonso stoppte das zweite Mal in Runde 27 und fuhr dann bis in Runde 42. In der Zeit Schaffte er tiefe 1.30er Zeiten. Nach dem dritten Stopp fielen die Zeiten auf Mitte 1.29 min. Das sind zwar Zeiten die teilweise bis zu einer Sekunde schneller waren, als die von Perez, aber durch den Stopp verliert man rund 20 Sekunden, also war Perez am Ende nicht viel langsamer. Das ist ein erstaunliches Ergebnis, und selbst wenn Sauber die beiden Plätze aus Australien verlieren sollte, mit denen muss in den ersten Wochen der Saison rechnen. Sauber hat noch nicht endgültig entschieden, ob man gegen die Disqualifikation Protest einlegen wird.

Die zweite positive Überraschung kam von McLaren. Die Briten hatten den MP4-26 in den letzten Wochen noch umgebaut und einen neuen Unterboden plus eine neue, nicht so komplizierte Auspuffanlage eingebaut. Das hat sich ausgezahlt, denn McLaren war wenigstens ansatzweise in der Lage, vorne mitzumischen. Die Ferrari hatte man locker im Griff, was man vor allem sah, als Button gegen Massa kämpfte. Die gute Leistung von McLaren ist zumindest ein Hoffnungsschimmer für die kommenden Rennen.

Ferrari kämpfte, aber der Wagen war einfach zu langsam. Sowohl Massa als auch Alonso prügelten den F150 um den Kurs, aber es half nichts. Man kam nicht richtig nach vorne, nur am Ende gelang es Alonso fast noch Petrov zu schnappen, der mit zwei Stopps unterwegs war und das letzte in Runde 36 stoppte. Seine Reifen waren also etwas älter, als die von Alonso und der Ferrari konnte aufschließen. Allerdings kontrollierte Petrov den Abstand einigermaßen und stoppte so den Vorwärtsdrang des Spaniers, der sich am Ende mit Platz vier begnügen musste. Massa wurde nur siebter. Ferrari zeigte sich angesichts des dann doch großen Rückstand überrascht und einigermaßen ratlos. Man geht aber davon aus, dass die Sache in Malaysia anders aussehen wird, da dem F150 die schnellen Kurven in Australien gefehlt haben.

Das Alonso nicht an Petrov ran kam, unterstreicht den guten Eindruck, den Renault im Winter hinterlassen hat. Der Russe fuhr ein sehr sauberes, unauffälliges aber schnelles Rennen. Er hielt sich auch aus allen Zweikämpfen heraus und fuhr sein eigenes Rennen, das ihm am Ende auf Platz 3 spülte. Das war aber kein Glück, sondern sauber selbst erfahren. Und selten hat man einen Fahrer so glücklich auf dem Podium gesehen. Seinen Pokal hielt er selbst noch eine Stunde nach dem Rennen bei den Interviews in der Hand. Miserabel lief es dagegen bei Nick Heidfeld. In der Quali blieb er auf Platz 18 hängen, katapultierte sich aber mit einem guten Start auf 12. Im Gedränge bekam er allerdings einen Schlag auf die rechte Seite, was seinen Seitenkasten die Motorabdeckung beschädigte. Die empfindliche Aerodynamik quittierte dies mit schlechten Rundenzeiten und Heidfeld blieb weiter unter den Möglichkeiten, die der Renault bietet.

Noch schlechter lief es für Mercedes. Schumacher kam gut weg und lag hinter Rosberg, als er einem Toro Rosso einen Schlag auf das rechte Hinterrad bekam. Der Pirelli gab daraufhin auf, offenbar war auch die Aufhängung beschädigt, so dass er in die Box fuhr. Rosberg kam auch nur bis Runde 25, als ihn ein ziemlich übermotivierter Rubens Barrichello abschoss. Das Manöver sah schon komisch aus und passte so gar nicht zu dem erfahrenen Barrichello, der sich zu dem Zeitpunkt mit Boxenstopp schon auf Platz acht vorgefahren hatte. Nach dem Rennen gab der Brasilianer zu Protokoll, dass er Rosberg gar nicht überholen wollte, dieser einfach zu früh gebremst hätte. Das könnte dann schon die Ausrede des Jahres gewesen sein, denn Barrichello traf Rosberg mitten am Scheitelpunkt. Da Maldonado mit einem nicht näher beschriebenen technischen Problem ausgefallen war, musste Williams ohne Punkte abreisen. Aber die Performance des Williams war zumindest nicht schlecht.

Weiter hinten blieb man eng zusammen. Force India zeigte eine sehr gute Rennpace, vor allem di Resta sah in einem ersten Rennen nicht schlecht aus. Er blieb an Sutil dran und ließ diesen sogar zweimal passieren, weil man unterschiedliche Strategien gewählt hatte. Dank der der Disqualifikation der Sauber rutschte man sogar auf Platz neun und zehn vor, eventuell geht es sogar noch einen Platz nach vorne. Denn nach dem Rennen zeigten Fernsehbilder, das Sebastian Buemi bei seinem Überholmanöver an Sutil mit allen vier Rädern die Strecke verlassen hatte. Das passierte nach Turn 4 auf dem Parkplatz und die FIA-Regeln sind da sehr eindeutig: Wer die mit allen vier Rädern hinter der gelben Linie ist, verschafft sich einen Vorteil. Vettel passierte zwar ähnliches als er Button überholte, aber er rutschte an der gleichen Stelle über die Linie, als er an Button schon vorbei war. Force India hat gegen Buemi Protest eingelegt, zur Stunde gab es da keine Entscheidung.

Am Ende war es also Vettel, der locker und verdient gewinnen konnte, denn er hat am Wochenende bis auf die schnellste Runde alle Tabellen angeführt. Warum es bei Mark Webber nicht lief, bleibt ein Rätsel. Adrian Newey meinte nach dem Rennen, man habe bei Webber eine zu große, einseitige Abnutzung der Reifen festgestellt, was auf eine falsche Abstimmung hinweist. Aber was genau los war, wusste Webber, der komplett frustriert war, auch nicht sagen. Er habe alles gegeben, der Abstand sei einfach nicht normal, er habe nicht mal die Ferrari halten können. Angesichts der totalen Dominanz von Vettel und dem Umstand, dass Webber im Rennen auf Augenhöhe seine Rundenzeiten drehen kann, wird wohl irgendwas am Wagen falsch gewesen sein.

Überrascht hat mich im Rennen, wie oft Red Bull, McLaren und Ferrari stoppen mussten. Gerade von Ferrari hatte ich nach den Tests erwartet, dass sie weniger Probleme mit den Reifen haben, aber das war nicht der Fall. Bei Red Bull sah es auch nicht so gut aus. Vettel klagte schon nach 10 Runden über nachlassende Hinterreifen und er hatte nicht mal KERS an Bord. Vielleicht war der Reifenverschleiß ein Grund, warum Red Bull das System aus dem Wagen verbannt hat. Der hohe Verschleiß der drei Top Teams dürfte vor allem beim nächsten Rennen in Malaysia interessant werden. Doch ist der Asphalt aggressiver und die Temperaturen dürften auch 15 Grad höher sein. Da Pirelli die gleichen Mischungen nach Malaysia bringt, kann man sich vermutlich jetzt schon auf eine Boxenstopporgie freuen. Man wird aber abwarten müssen, ob zum Beispiel Ferrari die Reifen bei hohen Temperaturen besser schont als Red Bull.

Ein paar Worte noch zur Übertragung von sky. Ich habe die Vorberichterstattung nicht komplett gesehen, aber die Nachberichterstattung war eine Katastrophe. Ein wenig Schumacher, ein wenig Rosberg, ein wenig Sutil dazu drei Worte von Hülkenberg und Norbert Haug. Fertig war die Laube. sky beklagt sich, dass man keine neuen Zuschauer mit der Formel Eins anlocken kann aber wenn man die Nachberichterstattung sieht, dann fragt man sich, warum jemand 35 Euro dafür im Monat ausgeben sollte. Kaum Interviews, keine wirkliche Analyse und außer Haug hatte man niemanden exklusiv im Interview. Was vermutlich daran liegt, dass sky nur mit zwei eigenen Kameras nach Australien geflogen ist. Dagegen feuerte die BBC mal wieder aus allen Rohren und hatte die übliche Besetzung am Start, die wie gewohnt gut und selbstsicher unterwegs war. sky wirkte dagegen wie ein Fan, der hinter dem Zaun seine Stars bewundert. Die eigentliche Kommentierung des Rennens durch Schulz/Surer war wie immer sehr gut, da gab es nichts auszusetzen. Aber sky kann sich nicht alleine auf diese beiden Zugpferde verlassen und den Rest vernachlässigen. So gewinnt man keine Kunden.

GP_Aus_GP_2011_15 GP_Aus_GP_2011_1 GP_Aus_GP_2011_2 GP AUSTRALIA F1/2011 GP_Aus_GP_2011_4 GP_Aus_GP_2011_5 FORMULA 1 / QANTAS AUSTRALIAN GRAND PRIX Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Australia Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Australia Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Australia Australian F1 Grand Prix - Practice Australian F1 Grand Prix - Practice Australian F1 Grand Prix - Qualifying Australian F1 Grand Prix - Practice Australian F1 Grand Prix - Practice GP_Aus_GP_2011_16 GP_Aus_GP_2011_17 GP_Aus_GP_2011_18 GP_Aus_GP_2011_19 GP_Aus_GP_2011_20 GP_Aus_GP_2011_21 GP_Aus_GP_2011_22 GP_Aus_GP_2011_23 GP_Aus_GP_2011_24 aus-f1-2011-chart

Bilder: FerrariF1, SauberF1, Renault, Team Lotus, McLaren, Red Bull/Gepa, STR/Gepa, Virgin, HRT, Williams, Mercedes, Force India

March 23 2011

06:41

Ferner liefen: Die Newshappen

# Oha! Bernie Ecclestone ist beim Saisonauftakt in Melbourne nicht dabei, sondern fährt nach New York, um mit Bürgermeister Michael Bloomberg über die Austragung eines Rennens in Staten Island zu verhandeln. Wie schon Anfang Februar berichtet, gibt es dort wohl Überlegungen, eine permanente Rennstrecke in einem ehemaligen Industriegebiet zu errichten. Ecclestones Abwesenheit wird bei den Organisatoren des australischen Grand Prix sicher für zusätzliche Nervosität sorgen – das Rennen gilt als gefährdet, weil die Regierung des Bundesstaates Victoria die finanzielle Unterstützung streichen will. Organisator Ron Walker hat sich gegenüber Autosport allerdings sicher gezeigt, dass der Lauf sogar über den derzeit laufenden Vertrag bis 2015 hinaus ein fixer Bestandteil des F1-Kalenders bleiben wird. (Vorsicht)

# Karun Chandhok wird nach seinem Abschied von HRT auch beim Grand Prix von Australien auf der Rennstrecke zu sehen sein. Der indische Publikumsfavorit hat eine Rolle als Test- und Ersatzfahrer beim Team Lotus ergattert. Er wird in dieser Funktion auch in einigen freien Trainings zum Einsatz kommen – darunter auch das erste Freie Training zum Saisonauftakt 2011 am kommenden Wochenende. Chandhok war zwar während der Wintersaison schon mehrfach in Teamkleidung von Lotus in Erscheinung getreten, die Verpflichtung kommt trotzdem einigermaßen überraschend. Denn im Grund hatte das Team auch zuvor mit dem “offiziellen dritten Fahrer” Luiz Razia und den beiden Testfahrern Davide Valsecchi und Ricardo Teixeira schon mehr als genug Cockpit-Personal. (Vorsicht)

# Das französische ORECA-Team, bisher eher auf Sport- und Tourenwagen spezialisiert, überlegt einen Einsatz in der IndyCar Series ab 2012. Konkret geht es darum, dass das Team eines der Aero-Kits für die kommende Saison konstruieren könnte, die dann ein Team oder ein anderer Hersteller als eigene Konstruktion branden würde. Ein Einsatz als eigenständige IndyCar-Mannschaft scheint dagegen nicht geplant zu sein. Randy Bernard wäre an einem weiteren Hersteller offenbar sehr interessiert, ein Treffen hat bereits stattgefunden. (Vorsicht)

# Randy Bernard ist weiter auf der Suche nach vermarktbaren Stars, die zum Saisonfinale in Las Vegas um das Preisgeld von 5 Millionen Dollar fahren sollen. Neben Altstars wie Mark Blundell und Vierrad-Amateuren wie Motocrosser James Stewart ist nun ein ganz besonders großer Name im Gespräch: Alex Zanardi. Der zweimalige CART-Champion dürfte die Anfrage von Bernard zwar anfangs nicht wirklich ernst genommen zu haben, scheint nun aber doch eine Teilnahme zu überlegen. Unklar ist noch, ob der nach seinem schweren Crash am Lausitzring auf beiden Seiten Unterschenkel-Amputierte Italiener das auch darf – einige Sicherheitsfragen, etwas das schnelle Aussteigen im Brandfall scheinen doch Bedenken aufkommen zu lassen. Außerdem hat Kollege Dario Franchitti Zweifel daran, ob Zanardi mit seinen kräftig trainierten Oberarmen noch ins Cockpit passt. Andererseits: Dass das alles nicht zwangsweise ein Hindernis sein muss, und vor allem, dass er es immer noch kann – das hat er ja in der WTCC mehrfach gezeigt. (Vorsicht)

# Und damit noch einige Kurzmeldungen aus der IndyCar Series – mehr dazu gibt es morgen in der Saisonvorschau:
- Tony Kanaan hat die Cockpit-Suche doch noch erfolgreich abgeschlossen, und wird 2011 ganzjährig bei KV Racing starten.
- Bei Dale Coyne wird vermutlich Sebastian Bourdais auf den Rundkursen zu Einsatz kommen, zusätzlich das gesamte Jahr über der britische Rookie James Jakes, der zuletzt in GP2 und GP3 unterwegs war. (Auf der Entry List (Achtung, .pdf) für St. Petersburg stehen beide, die Laufzeit der Verträge ist noch nicht offiziell bestätigt)
- Besagter Entry List ist auch zu entnehmen, dass Oriol Servia für Newman/Haas starten wird. James Hinchcliffe hat es dagegen wohl trotz guter Leistungen bei den Tests nicht geschafft, die nötigen Gelder zu sammeln.
- Paul Tracy ist noch nicht so weit, und wird beim Saisonauftakt in St. Petersburg daher allenfalls als Zuschauer dabei sein. Allerdings wurde in der vergangenen Woche bekannt, dass der Kanadier beim Indy 500 für Deyer & Reinbold an den Start gehen wird. Zusätzlich arbeiten beide Seiten daran, Sponsoren für weitere Starts zu finden.
- Dan Wheldon wird in St. Pete ebenfalls nicht dabei sein, und würde auch im Laufe der Saison nur dann an den Start gehen, wenn er ein Team findet, dass seinen Anforderungen genügt.
- Die schon angekündigte “Lucky Dog”-Regel wird nach Protesten der Fans 2011 doch nicht zum Einsatz kommen.
- Die Strecke in Motegi ist nach dem schweren Erdbeben in Japan nur leicht beschädigt, zum Glück sind alle Mitarbeiter unverletzt geblieben. Ob das geplante IndyCar Rennen im Herbst stattfinden wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden – die Verantwortlichen haben derzeit begreiflicherweise ganz andere Sorgen.
(Vorsicht)

# Der Promoter der Le Mans Series, Patrick Peter, hat a

March 21 2011

06:58

Formel Eins: Vorschau 2011 – Die Teams

Es geht, mit ein wenig Verspätung, wieder los. Der ausgefallene Grand Prix von Bahrain war für einige Teams offenbar Gold wert, denn bei den Tests sah nicht alle gut aus.

Es gibt viel neues in diesem Jahr. Der bewegliche Frontflügel ist weg, dafür kann man den Heckflügel jetzt in bestimmten Situationen flacher stellen. Doch die wichtigste Änderung betrifft wohl den Diffusor. Der darf nur noch einfach und nicht doppelt gebaut sein, was die Konstruktion des gesamten Hecks verändert. Dazu kommen die neuen Reifen von Pirelli, die auf Wunsch der FIA eine völlig neue Mischungen anliefern. Während die Bridgestone auch mal ein ganzes Rennen durch gehalten haben, zerbröseln die Pirelli schon nach wenigen Runden. Das wird die Strategie aller Teams in diesem Jahr komplett ändern, aber dazu dann am Donnerstag in der Vorschau mehr. Heute geht es erstmal um die Form der Teams, die ich so sortiert habe, wie ich sie im Moment zum Saisonstart sehe.

Eins noch vorweg: Während es vorne schon eng ist, kann man im Mittelfeld kaum sagen, wer da die Nase vorne hat. Im Grunde wird es bis in den Mai dauern, bis man einen einigermaßen sicheren Überblick haben wird. Das Problem ist auch, dass sich die Rangfolge wegen der neuen Reifen praktisch in jedem Rennen ändern kann. Keiner weiß, wie die Pirelli auf den verschiedenen Asphaltsorten und Temperaturen reagieren werden. Kann sein, dass Williams plötzlich in China in den Top 3 ist, um beim nächsten Rennen in der Versenkung zu verschwinden. Es geht nicht mehr nur um die reine Geschwindigkeit, sondern auch darum, wie gut man mit den Reifen umgeht. Ein “langsames”, konservativ gebautes Auto kann auf einer Renndistanz einen viel schnelleren Wagen schlagen, weil die Reifen nicht so schnell abbauen. Deswegen ist die folgende Vorschau eher ein Blick in die Kristallkugel.

1. Red Bull
Die Österreicher muss man auch in diesem Jahr ganz vorne sehen. Der RB7 machte bei den Tests einen sehr guten Eindruck. Und zwar nicht nur, was die Pace angeht, sondern auch was die Stabilität der Rundenzeiten betrifft. Denn die dürfte in diesem Jahr extrem wichtig sein. Der neue Red Bull ist wohl kein “Reifenfresser” was den Strategen 2011 viel Freiheiten gibt. Die Longruns sahen sehr gut aus, und zwar bei Webber wie Vettel, was ja auch nicht unwichtig ist. Ein paar Sorgen macht aber wohl die Kühlung. Die extrem kleinen und scharf eingezogenen Seitenkästen bergen die für Renault typischen kleinen Kühler, doch bisher waren die Temperaturen bei den Tests nicht sehr hoch. Es gibt also zumindest ein kleines Fragezeichen, aber der Grundspeed des Red Bull ist über den Winter nicht verschwunden.

2. Ferrari
Der 150° Italia ist keine Schönheit, das gesamte Design wirkt, verglichen mit anderen Wagen, sehr konservativ. Den Fehler, dass man Ferrari zu schnell einschätzt, begeht man schnell, weil man die Italiener ja immer vorne sieht. Bemerkenswert war allerdings die Zuverlässigkeit des neuen Wagen und die sehr konstanten Zeiten bei den Longruns. Auch der “Drop off”, also der Zeitenverlust gegen Ende eines Stints, ist wie bei Red Bull überschaubar. Ferrari hat sich, wie letztes Jahr, für ein Basis-Design entschieden, dass man updaten kann. Allerdings will man nicht, wie 2010, eine B-Variante bauen müssen. Ob das gelingt, bleibt mal abzuwarten. Mir fehlen bei Ferrari etwas die schnellen Zeiten bei den Tests, auch wenn sie meist in den Top 5 unterwegs waren. Den Italienern traue ich zu dem zu, dass sie das “sand bagging”, also das bewusste zurückhalten der eigenen Leistung, sehr weit getrieben haben.

3. Renault
Mit Robert Kubica hätte ich Renault auf Augenhöhe mit Red Bull gesetzt. Den Renault Designer ist ein guter Wurf gelungen, und das nicht nur wegen des Auspuffs, der vorne gerichtet ist. Der ganze Wagen macht einen sehr stabilen und guten Eindruck, bei den ersten Tests im Februar war man sofort vorne dabei. Nun ist Kubica, mit dessen Input man den Wagen entwickelt hat, nicht da und auch wenn Heidfeld laut Eric Boullier sehr ähnliche Vorstellungen von einem Wagen hat, wie der Pole, ist Renault doch etwas schlechter dran. Dennoch hat man mal wieder ein Auto, dass zumindest für ein paar Podien gut ist und Heidfeld ist ein Fahrer, dem das gelingen könnte. Renault ist in diesem Jahr für mich das “dark horse” schlechthin, und das nicht nur wegen der Farbe.

4. Mercedes
Mercedes und Ross Brawn stehen unter Druck. Noch so eine Saison wie 2010 kann man sich nicht erlauben, aber der Abstand zur Spitze ist nicht so leicht zu verringern. Brawn hat sich für eine nicht ungefährliche Strategie entschieden. Erst testete man ein Basis-Chassis um eine Grundabstimmung zu finden, dann klebte man die Updates auf den Wagen. Das hat in letzten Jahr schon nicht so richtig geklappt. Der Wagen wurde erst dann besser, als man nicht mehr weiterentwickelte und die Fahrer ihre Abstimmung finden ließ. So hatten Schumacher und Rosberg fiel damit zu tun, die Updates auf den Wagen anzupassen. Kein Wunder, dass beide Piloten auch vorsichtig sind. Im schlimmsten Fall sieht man sich rund 0,7 Sekunden hinter Red Bull, was auch mein Eindruck war. Grundsätzlich habe ich aber das Gefühl, dass Mercedes zum Start der Saison besser da steht, als im letzten Jahr. Interessant dürfte sein, wie der W02 mit dem doch sehr kurzen Radstand klar kommt. Der Abstand nach vorne ist aber geringer, ein Podium sollte drin sein, wenn die Quali-Ergebnisse stimmen.

5. McLaren
Die Briten haben das mit Abstand aggressivste Design in diesem Jahr. Nase, die L-förmigen Lufteinlässe, ein komplett neues Auspuffsystem. Dazu hat man bei den Tests einen neuen Unterboden angeschleppt und einiges am Frontflügel ausprobiert. Man wird den Eindruck nicht los, dass der McLaren eine Baustelle ist. Aber eine durchaus schnelle. Das neue aerodynamische Konzept scheint durchaus zu passen, man muss es halt erst einmal komplett verstehen. Und dafür fehlte wohl die Zeit. Völlig unverständlich finde ich in diesem Zusammenhang auch die Entscheidung, dass man erst den alten Wagen mit dem Pirellis getestet hat. McLaren hat so von allen Top-Teams am wenigsten Kilometer gefahren, was sich zu Beginn der Saison rächen wird. Das Team hat die Erfahrung und die Ressourcen den Wagen an die Spitze zu bekommen, aber ich habe die Vermutung, dass man die ersten Rennen kaum eine Chance haben wird. Das könnte dann auch die WM-Chancen schmälern, allerdings ist die WM ja sehr lang und man hat im letzten Jahr bei Ferrari gesehen, was ein Zwischenspurt bringen kann.

6. Williams
Williams überrascht dieses Jahr mit einem Wagen, der ein sehr extrem gebautes Heck hat. Kein anderes Team, auch nicht der hinten sehr eng gebaute Red Bull, sind derartig knapp gebaut, wie der FW33. Die eigenartige Bauweise sorgt dafür, dass Heckflügel und vor allem der Diffusor ungestört angeströmt werden und damit mehr Abtrieb generiert. Das Team kämpfte bei den Tests zwar mit einem sehr bockigen, unruhig liegenden Wagen, zeigte aber auch hervorragende Zeiten. Bei Williams muss man allerdings immer etwas vorsichtig sein, da sie die Eigenart haben, bei den Tests schon mal etwas leichter als der Rest unterwegs zu sein. Das ist angesichts der klammen Finanzen nachvollziehbar, macht die Einschätzung des Teams aber nicht leichter. Barrichello zeigte sich zufrieden, aber nicht euphorisch. Ein weiteres Problem für Williams in der Konstrukteurs-WM dürfte der Einsatz des unerfahrenen Pastor Maldonado sein. Ob der direkt mithalten kann, möchte ich mal bezweifeln. Dennoch – wenn der FW33 ein Volltreffer ist, wird man Williams öfter in Q3 sehen. Ein Podium wird allerdings schwer werden.

7. Sauber
Nach dem Übergangsjahr 2010 muss Sauber in diesem Jahr einen Schritt nach vorne machen. Mit James Key hat man einen vielversprechenden Designer geholt, der allerdings dann auch dementsprechen unter Druck steht. Der C30 ist unspektakulär und hat einige Elemente, gerade im Bereich der Front, die an die letzten beiden Force India erinnern, wo Key ja vorher gearbeitet hat. Der Wagen wirkt konservativ, eher eine Basis für die kommenden Weiterentwicklungen im Jahr 2011. Klar, Sauber wird nicht um Siege fahren, aber der Schritt in die Top Ten sollte regelmäßig passieren. Und das wird dieses Jahr sehr schwer werden. Der C30 zeigte sich in den Tests unauffällig, aber schnell. Key ist bekannt dafür, dass seine Wagen einen guten Topspeed haben, dafür mangelt es schon mal an Abtrieb. Das Problem scheint dieses Jahr nicht da zu sein, die Zeiten der Longruns in Barcelona sahen gut aus. Dazu kommt, dass Kobayashi sicher wieder für Aufsehen sorgen wird, aber auch Perez in den Tests gezeigt hat, dass er vielleicht besser ist, als man vermutet.

8. Toro Rosso
Beim zweiten Red Bull Team muss man sehr wachsam sein. Die Idee mit dem quasi geteilten Chassis ist interessant und man zeigte sich bei den Tests sehr zufrieden. Im Grunde liegen Williams, Sauber und Toro Rosso so eng beieinander, dass die Unterschiede sich, wie im letzten Jahr, wohl nur im Tausendstel-Bereich werden messen lassen. Problematisch ist bei Toro Rosso in diesem Jahr wohl nicht das Chassis, sondern eher der interne Druck. Sebastian Buemi muss zeigen, dass er in den letzten zwei Jahren was gelernt, auch Jaime Alguersuari steht unter Druck. Denn als Ersatzfahrer hat man Überflieger Daniel Ricciardo im Team, der an einigem Freitagen unterwegs sein wird. Franz Tost hat schon vor der Saison klar gemacht, dass beide Einsatzfahrer jederzeit gegen Ricciardo ausgetauscht werden können. Ich bin kein Freund dieses Systems, da es mehr Unruhe ins Team bringt und die Fahrer zu mehr Risiken zwingt. Bei Renault hat man gesehen, dass die “hire und fire” Menatalität von Briatore dem Team nicht geholfen hat.

9. Force India
Das Team von Vijay Mallya leidet immer noch unter der erzwungenen Umstrukturierung des Design- und Aeroabteilung. Das merkt man dem neuen Wagen wohl auch an, auf den ersten Blick nicht viel anders, als das Modell des Jahres 2010 aussieht. Doch man hat schon einiges geändert und der Wagen wirkt insgesamt kompakter. Die Frage wird nur sein, ob das neue, sehr junge kaum eingespielte Entwicklungsteam mit dem Tempo mithalten kann, in dem die anderen Teams entwickeln werden. Klar, man wird sich im Mittelfeld aufhalten, aber ich sehe in diesem Jahr nicht, dass Force India der Sprung in Q3 oft gelingen wird. Ich habe eher die Befürchtung, dass man sich mehr nach hinten wird orientieren müssen, denn da drückt Lotus. Weit vorne wird man weder Sutil noch di Resta sehen. Und ob der Schotte das Zeug für die F1 hat, muss er auch erst noch zeigen. Bei den Tests machte er keinen sehr schnellen Eindruck.

10. Lotus
Von all den neuen Teams hat Team Lotus mit Sicherheit den größten Schritt gemacht. Der neue T128 sieht nicht nur gut aus, sondern war auf Anhieb auch schon schnell. Probleme machen wohl ein sehr nervöses Heck und ein damit verbundener hoher Reifenverschleiss. Das könnte sich gerade dann als Nachteil erweisen, wenn Lotus mal mit viel Glück an den Punkten kratzen wird. In der Quali wird man versuchen Q2 zu erreichen, aber der Abstand nach vorne ist doch noch so groß, dass man dafür die Hilfe der anderen Teams brauchen wird. Dennoch wird Lotus in diesem Jahr nicht mit den anderen “neuen” hinten rum kurven, sondern durchaus im hinteren Mittelfeld mit Force India kämpfen.

11. Marussia Virgin
Man hatte sich bei Virgin viel vorgenommen, zu mal man mit dem Geld von Marussia auch mehr Spielraum hat. Das Ergebnis ist alledings mehr als enttäuschend. Der Virgin MVR-02 fuhr bei den Tests nur hinterher und quälte die Fahrer zu dem mit jeder Menge Kinderkrankheiten. Teilweise kam man nur auf Installationsrunden, und das den ganzen Tag. Die Idee, den Wagen komplett per CFD zu entwickeln, zahlt sich auch im zweiten Jahr nicht aus, die Probleme des Wagens sind in allen Bereichen mehr als deutlich. Das bedeutet, dass Virgin in diesem Jahr wieder regelmäßig die letzten Plätze belegen wird. Ohne das Geld aus Russland hätte ich noch geschrieben, dass sie ein Wackelkandidat sind, aber man wird die Saison wohl überstehen.

12. HRT
Kein Geld, kein vernünftiges Auto. Was bei HRT zählt, ist der Sportsgeist. Der HRT 111 ist nur eine Weiterentwicklung des Dallara-Chassis, das im letzten Jahr schon teilweise so langsam war, dass ein GP2 Chassis mit dem Cosworth vielleicht besser gewesen wäre. Der erfahrerne Designer Goeff Willis hat sich dem HRT angenommen und vermutlich im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten sein Bestes gegeben. Ich ziehe jetzt schon den Hut vor Colin Kolles, der es irgendwie schafft, dass das Team doch weiter existiert. Ob man die gesamte Saison überleben wird? Schwer zu sagen, es blickt kaum einer durch, wo das Geld für HRT überhaupt herkommt. Die Besetzung in diesem Jahr ist auch eher als exotisch zu beschreiben. Narain Karthikeyan ist nicht unerfahren, aber langsam. Vitantonio Liuzzi wird ihn regelmäßig schlagen, aber selbst wenn der Italiener all seine schlechten Eigenschaften ablegt wird er mit dem HRT nichts reißen können.

Fazit:
Die Vorschau ist nur eine Momentaufnahme. Die Saison ist lang, da wird sich viel ändern. Aber grundsätzlich kann man schon sehen, dass das Feld in drei Teile zerfällt. Die schnellsten, also Red Bull, Ferrari, Renault, Mercedes und McLaren, dann das kompakte Mittelfeld und am Ende kurven Virgin und HRT rum. Daran wird sich grundsätzlich auch nichts ändern. Ich glaube kaum, dass Sauber oder Toro Rosso der Sprung unter die ersten fünf gelingen wird, ebenso wenig wird ein Top Team im Nirvana der Mittelklasse versinken. Die Klassen sind also besetzt, die Frage wird nur sein, wer am Ende vorne sein wird. Da traue ich einigen Teams durchaus eine Überraschung zu. Es wird in diesem Jahr nicht leicht sein, den Konstrukteurstitel zu gewinnen und das Team, dass den Fahrer-Weltmeister stellt, wird nicht zwingend auch Team-Weltmeister werden.

February 10 2011

17:18

Formel Eins: Jerez Test Tag 1

Vier Tage werden die Teams in Jerez testen. Und neben Renault scheint ein weiteres Team Probleme zu haben.

Robert Kubica geht es weiter besser. Heute konnte er die Intensivstation verlassen, allerdings nur kurz, denn am Freitag soll er ein weiteres Mal operiert werden. Dabei werden das Bein, der Ellbogen und die Schulter in Angriff genommen. Seiner Hand geht es wohl gut, laut Klinik kann er alle fünf Finger leicht bewegen. Wenn alles gut läuft, wird er in 10 Tagen das Hospital verlassen können und per Hubschrauber in eine Klinik transportiert, in der seine weiteren Verletzungen versorgt werden. Die guten Nachrichten erlauben Renault auch sich darauf zu konzentrieren, wer der Ersatzmann von Kubica werden soll. Die besten Chancen hat wohl Nick Heidfeld.

Der Deutsche wird am Samstag und eventuell am Sonntag zusammen mit Bruno Senna testen. Schon nach dem Test könnte eine Entscheidung fallen. Laut den Gerüchten aus Jerez scheint Heidfeld so gut wie sicher den Platz zu bekommen. Sollte er beim Test am Wochenende nicht komplett aus dem Rahmen fallen und zu langsam sein, oder ihm der Wagen komplett nicht liegt, wird er wohl offiziell das Cockpit besetzen, bis Kubica zurückkommt. Senna werden aber durchaus Chancen eingeräumt, Heidfeld noch einen Strich durch die Rechnung zu machen. Dafür müsste er allerdings deutlich schneller als Heidfeld sein, was keiner erwartet. Für Renault ist es wichtig, dass man schnell eine Entscheidung trifft. In vier Wochen ist Saisonstart und bis dahin wird der Ersatzpilot wenig Zeit haben, den Wagen auf seine Bedürfnisse abzustimmen, dazu muss der R31 noch weiter entwickelt werden. Es gibt also viel zu tun.

Aber nicht nur Renault hat Probleme, sondern offenbar auch Mercedes. Die Zeiten aus Valencia waren schon eher mittelmäßig, am ersten Tag in Jerez sah es nicht besser aus. Rosberg musste den Wagen zwischendurch abstellen, kam aber wieder schnell zurück. Größere Sorgenfalten dürfte der Blick auf die Rundenzeiten verursachen. Autosport postete heute Rundezeiten aus den Longruns, und die sahen nicht gut aus. Im Schnitt war man 1.5 bis 2 Sekunden langsamer als Mark Webber, der ebenfalls auf einem Long-Run unterwegs war. Natürlich kann man nicht wissen, ob der Tank des Mercedes voll war, aber aus dem Mercedes Lager sickerte inoffiziell durch, dass man mit dem Speed nicht ganz zufrieden sei. Der Wagen liegt besser und ist hat keine Probleme mit den Reifen, aber es fehlt wohl einfach Speed. Es kann natürlich auch sein, Ross Brawn komplett mauert und noch was aus dem Köcher zieht, aber im Grunde ist das seine Sache nicht.

Die eher bescheidenen Zeiten müssen nicht bedeuten, dass der W02 grundsätzlich zu langsam ist. Es kann auch daran liegen, dass man noch nicht das beste Setup gefunden hat. Eine kleine Änderung, und schon kann die Sache anders aussehen. Man wird die Woche und den Test in Barcelona abwarten müssen, aber sagen wir mal so – andere Teams scheinen weniger Probleme zu haben. Das gilt im übrigen nicht für Williams. Der neue Wagen hat noch Kinderkrankheiten, heute war der Heckflügel samt seiner komplizierten Aufhängung. Die war wohl defekt und nicht leicht zu reparieren, was das Team fast den gesamten Testtag gekostet hat. Obwohl der FW33 nicht langsam ist, scheint die sehr extreme Herangehensweise in Sachen Heck doch noch etliche Probleme zu verursachen.

Massa war heute am schnellsten, Webber hatte allerdings etwas Abstand. Dennoch fällt es auch, dass die beiden Teams mal wieder vorne liegen. Dazu kommt, dass beide absolut keine Probleme mit der Technik hatten. Ferrari hatte zu dem heute die Lacher auf ihrer Seite. Unverständlicherweise hatte man sich eine Klage von Ford eingefangen, die in der Benennung des Ferrari F150 eine Markenrechtsverletzung sehen wollten, da sie einen Pick Up anbieten, der ebenfalls F150 heißt. Man antwortete mit einer amüsanten Presseerklärung, um klar zu stellen, dass man weder einen Pick Up baut, noch vor hat, den Formel Eins in Serienproduktion zu geben.

“On the subject of the name of the new Ferrari Formula 1 car, the Maranello company wishes to point out that it has sent a letter of reply to Ford, underlining the fact that the F150 designation (used as the abbreviated version of the complete name, which is Ferrari F150th Italia) never has, nor ever will be used as the name of a commercially available product – indeed there will definitely not be a production run of single-seaters.”

Zu dem soll der Wagen schon immer den Namen “F150th Italia” getragen haben, “F150″ sei nur eine Verkürzung gewesen. Netter Konter, auf eine selten dämliche Aktion von Ford.

Die anderen Teams, vor allem Force India, Virgin und McLaren hatten heute ihre Wagen zum ersten Mal auf der Strecke. Force India beließ es mehr oder weniger bei Systemtests und kam erst gegen Ende der Session auf gute Zeiten, Glock im Virgin testete ebenfalls erst einmal vorsichtig. Für McLaren lief der Test wohl gut, immerhin kann man schon recht früh auf rechte gute Zeiten. Spekuliert wurde sehr viel darüber, wo der Auspuff am MP4-28 denn nun sitzt. Im Moment vermutet man, dass der Auslass im T-Träger unter dem Cockpit sitzt, also dort, wo die Luft unter dem Auto geteilt wird. Komplett bestätigt ist aber noch nicht.

Morgen geht es dann weiter in Jerez und die Zeiten von Mercedes wird man sich sehr genau ansehen.

1 Massa Ferrari 1m20.709s
2 Perez Sauber 1m21.483s +0.774
3 Webber Red Bull 1m21.522s +0.813
4 Ricciardo Toro Rosso 1m21.755s +1.046
5 Hamilton McLaren 1m21.914s +1.205
6 Alguersuari Toro Rosso 1m22.689s +1.980
7 Sutil Force India 1m23.472s +2.763
8 Petrov Renault 1m23.504s +2.795
9 Rosberg Mercedes 1m23.963s +3.254
10 Trulli Lotus 1m24.458s +3.749
11 Glock Virgin 1m25.086s +4.377
12 Maldonado Williams 1m34.968s

Interessant ist, was Team Lotus so an Infos raus rückt. Die geben einen detaillierten Überblick über einen Testtag:

0900 – 0902: Run 1, Installation lap
0902 – 0946: System / temperature checks / bleed brakes
0946 – 0957: Run 2, 7 laps
0957 – 1026: General setup changes / brake blanking increased
1026 – 1048: Run 3, 13 laps – successful DRS tests
1048 – 1102: 2nd increase of brake blanking
1102 – 1114: Run 4, 7 laps
1114 – 1203: Ride height / camber changes
1203 – 1216: Run 5, 7 laps
1216 – 1259: Ride height / camber changes
1259 – 1313: Run 6, 8 laps
1313 – 1400: Lunch
1400 – 1632: System changes / fault rectification
1632 – 1638: Run 7, 4 laps
1638 – 1647: Ride height change
1647 – 1659: Run 8, 7 laps

F1 Testing in Jerez - Previews 2011 Formula One Testing F1 Testing in Jerez - Previews F1 Testing in Jerez - Previews 182048_10150149017193465_292309963464_8104103_5808790_n 180321_10150149017238465_292309963464_8104104_6848848_n 168029_10150148944803465_292309963464_8103024_660045_n Formula One World Championship Formula One World Championship Formula One World Championship 110096tst 110116tst

Bilder: Ferrari, Team Lotus, Red Bull, Force India
Kleine Anmerkung: Sauber und McLaren haben bisher nicht ein Foto von den Tests veröffentlicht. Weder McLaren noch Sauber haben auf meine Anfragen reagiert. Ich suche gerade nach einer Lösung auf anderem Weg an Bilder zu kommen.

February 02 2011

17:34

Formel Eins: Test Valencia Tag 2 – Interview Sam Michael

Viel Arbeit heute für die Teams bei den Testfahrten, aber wenig neue Erkenntnisse. Lotus griff heute ebenfalls ein, kam aber nicht weit.

Testfahrten zu analysieren ist immer ein wenig, als würde man in die Glaskugel schauen. Es gibt derartig viele Variablen zu beachten, dass es fast unmöglich ist zu sagen, ob ein Team mit dem neuen Chassis richtig liegt. Jedes Team hat ein unterschiedliches Testprogramm, das unterschiedliche Systeme einsetzt. Mal legt man Wert auf die Aerodynamik, also ob die auch das macht, was wie am Computer gezeigt hat, mal sind es Versuche, mit Aufhängung und den Reifen zu spielen. Dazu kommt in diesem Jahr auch die Wiedereinführung des KERS-System und der verstellbare Heckflügel. Daher sollte man die Zeiten aus Valencia mit Vorsicht geniessen.

Dazu gibt es heute ein Interview mit Sam Michael von Williams.

Lotus hat seinen TL 128 heute das erste Mal eingesetzt, allerdings gab es Probleme mit der Servolenkung, so dass man nicht wirklich gute Zeiten liefern konnte. Man beließ es bei Funktions- und Aerodynamiktests und beendete den Nachmittag etwas früher als geplant. Ungewöhnlich sind solche Probleme beim ersten Einsatz eines Wagens nicht. Mercedes musste über Nacht die Hydraulik umbauen, die gestern Probleme gemacht hatte. Aber dafür sind solche Tests ja da.

Völlig problemlos lief es wieder für Red Bull und Ferrari, die auch wieder mit Abstand die schnellsten Zeiten der neuen Wagen setzen konnten. Am Nachmittag stieg Mark Webber in den RB7, kam aber kaum zum fahren, weil er wohl kleinere Probleme mit seiner Sitzposition im Wagen hatte.

Kleine Probleme gab es auch bei Williams, vor allem machte auf Twitter das unbestätigte Gerücht die Runde, dass Rubens Barrichello mit dem neuen FW33 ganz und gar nicht zufrieden sei. Sam Michael gab sich allerdings zufrieden (Siehe Interview weiter unten). Etwas überraschend war, dass Pastor Maldonado auf Anhieb die Zeiten von Barrichello bis auf 2 Zehntel erreichen konnte, aber hier ist dann auch die Frage, wie voll der Tank war.

Auch in Schwung kam Rosberg im Mercedes. Zum einen scheinen die Zeiten auf Anhieb schon mal in Ordnung zu sein, zum anderen hatte man keine Probleme. Zwar blieb der Deutsche einmal während der Session stehen, das war aber geplant, weil man den Tank trocken gefahren hatte.

Nach dem das Rätsel um die neue Auspuffanlage von Renault halbwegs geklärt ist, ist jetzt die Frage, wer so ein System noch haben könnte. Red Bull so angeblich eine Variante in petto haben, ebenso McLaren. Ross Brawn meinte gegenüber Autosport aber, dass der neue Auspuff kein “must have” in dieser Saison ist. Sein Nutzen sei eingeschränkt, die Probleme mit der Ableitung der Hitze dafür um so größer. Man müsse für diese Lösung größere Seitenkästen bauen, was wieder die Aerodynamik stört. Das hängt vermutlich aber auch davon, wie kompakt der Motor gebaut ist. Sowohl der Mercedes, als auch der Renault Motor haben einen Zylinderwinkel von 90°, aber die Größe der Kühler und Nebenaggregate ist wohl etwas unterschiedlich. Daher wird es auch nicht leicht die Idee von Renault zu kopieren. Zumindest für jene Teams, die keinen Renault-Motor haben.

Einen richtigen “Game Changer” scheint es also bisher nicht zu geben, auch wenn sich die Philosophien in Sachen Design teilweise doch deutlich unterscheiden. Man darf aber auch nicht vergessen, dass zum Saisonstart in knapp 5 Wochen alle Teams ein großes Update bringen werden. Eventuell wird man die auch schon zum Start der Testwoche in Bahrain ein paar Tage vorher sehen. Da die Wagen dann nicht mehr zurückgehen, wird es den Teams nicht leicht fallen, noch etwas aus dem Hut zu zaubern.

1 Alonso Ferrari 1m13.307s
2 Vettel Red Bull 1m13.614s +0.307
3 Di Resta Force India 1m13.844s +0.537
4 Hamilton McLaren 1m14.353s +1.046
5 Kubica Renault 1m14.412s +1.105
6 Karthikeyan HRT 1m14.472s +1.165
7 Rosberg Mercedes 1m14.645s +1.338
8 Glock Virgin 1m15.408s +2.101
9 Barrichello Williams 1m16.023s +2.716
10 Perez Sauber 1m16.198s +2.891
11 Maldonado Williams 1m16.266s +2.959
12 Buemi Toro Rosso 1m16.359s +3.052
13 Alguersuari Toro Rosso 1m16.474s +3.167
14 Webber Red Bull 1m17.365s +4.058
15 Kovalainen Lotus 1m20.649s +7.342

Nachfolgend noch ein Interview mit Sam Michael von Williams. Das “Interview” stammt von Williams selber. Die Teams haben schon im letzten Jahr angefangen, eigene Interviews der Presse zur Verfügung zu stellen. Manche sind belanglos, das hier fand ich ganz interessant. Da ich heute in der Bahn saß, habe ich es mal übersetzt, das wird aber eine Ausnahme bleiben. In Zukunft stelle ich die dann im Original ein.

Wie gesagt, das ein Interview, dass von Williams direkt kommt, nicht von mir oder einer Agentur.

Auf welche Bereiche des Wagens hat sich das Team gestern konzentriert?
Wir haben ein paar mechanische Basistests und mit der Aerodynamik gemacht, um zu sehen, ob der Wagen auch das macht, was er sollte. Alles hat gut funktioniert und alle Daten waren korrekt.

Also ein erfolgreicher Tag?
Es war ein guter, weil wir einiges geschafft haben. Bis auf ein Problem mit dem KERS, war alles am Wagen in Ordnung. Wir planen jetzt einfach Kilometer abzuspulen und die neuen System anzuprobieren.

Wo lag das Problem beim KERS?
Wir hatten Probleme mit der “Motor Generator Unit” (MGU) am Morgen, das hat uns zweieinhalb Stunden gekostet. Wie wussten aber wo das Problem lag, also haben wir das System abgeklemmt und sind ohne am Nachmittag gefahren. Es gab keinerlei Probleme mit den Temperaturen oder mit anderen Systemen. Insgesamt haben wir 78 Runden geschafft, was angesichts der verlorenen Zeit nicht schlecht war.

Das Team nutzt dieses Jahre eine Akku-Version von KERS. Wie wurde es entwickelt?
Es gibt drei Hauptbestandteile bei KERS. Der Akku ist von Williams entwickelt und gebaut worden, aber die Akku-Zellen besorgen wir uns woanders. Das ist für eine Firma wie die unsrige etwas günstiger. Das zweite Teil ist MGU und die dazu gehörigen Elektronik, die ebenfalls bei uns entwickelt wurde. Die Mechanik kommt von Cosworth.

Es gibt ein Menge Interesse bezüglich des Hecks des FW33. Wie lautet die Philosophie hinter dem Design?
Die größten Änderungen gibt es beim Getriebe und dem Differential. Die Idee war, wie bei anderen Teams, einen möglichst störungsfreien Luftfluss zum Heckflügel zu haben. Wir haben den oberen Querlenker und die Spurstange höher gelegt und ein Z-förmiges Layout der Aufhängung gewählt, wie man es aus der Zeit Mitte der 90er kennt. Das wird uns für ein Pull-Rod System entschieden haben war bei unserem Design eine einfache Entscheidung, weil dadurch im Heck mehr Platz ist. Wir haben das kleinste und kompakteste Getriebe gebaut, mit sehr extremen Antriebswellen. All diese Entscheidungen sind im März 2010 gefallen und wir haben hart auf dem Prüfstand gearbeitet, damit wir die nötige Verlässlichkeit haben.

Wie schnell arbeitet der neue, klappbare Heckflügel und wie funktioniert er?
Es gibt ein Hydrauliksystem, es dauert nur ein paar Millisekunden um ihn zu aktivieren. Wenn der Fahrer den Knopf loslässt oder auf die Bremse tritt, geht der Flügel wieder in seinen alten Zustand zurück. Wir haben mit den Fahrern im Simulator ausprobiert, dass der Fahrer den Knopf immer gedrückt halten muss und der Flügel erst zurück kommt, wenn die Bremse berührt wird, aber es gibt Situationen, in denen man den Heckflügel wieder oben haben möchte, ohne dass man die Bremse berührt.

Wie arbeiten die neuen Pirelli Reifen?
Das ist noch etwas schwer zu beantworten. Es gibt eine sichtbare Abnutzung, aber wie erwarten kein großes Graining. Wie haben noch nicht die beste Abstimmung gefunden, also nutzen wir die Reifen nicht komplett. Aber die Medium-Mischung wirkt bei den hiesigen Bedingungen sehr stabil.

Rubens hat sich besorgt über die Anzahl der Knöpfe am Lenkrad gezeigt.
Man hat dieses Jahr ziemlich gut zu tun, vor allem durch die Wiedereinführung von KERS. Das haben wir schon im Simulator gesehen. Die Belastung der Fahrer ist ist etwas, was wir uns ansehen müssen.

Hat man das Design des Lenkrads verändert?
Nicht wirklich. Man hat einige Knöpfe verlegt, damit der Fahrer andere System, wie den Heckflügel, leichter bedienen zu können. Wenn man aus einer Kurve kommt, muss man den Knopf leicht erreichen können. Ansonsten ähnelt das Layout dem aus dem letzten Jahr.

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Bilder: Team Lotus, Mercedes GP, Ferrari

January 31 2011

05:23

Formel Eins: Lotus TL128 Bilder

Team Lotus hat den neuen Wagen heute in aller Frühe vorgestellt. Das Design sieht viel versprechend aus, auch wenn man auf den Bildern nicht allzu viel erkennen kann.

Leider hat das Team Lotus keinen richtigen Aussand von Bildern gemacht, sondern nur ein pdf raus gegeben. Die Bilder dort sind nicht gerade sehr aussagekräftig, aber besseres Material gibt es nicht. Bemerkenswert ist die Seite mit dem Optionen fürs Farbdesign.

Aufgefallen sind mir die Seitenkästen des RB6 aus dem letzten Jahr und das am Mercedes GP W01 angelehnte Design der Lufthutze, die sehr flach geworden ist. Wenn man genau hinschaut, ist es eine blanke Kopie. Das Gascoyne die Seitenkästen so flach halten kann, weißt daraufhin, dass man kein KERS verwenden wird. Dabei dachte ich, dass der Deal mit Renault auch KERS beinhalten würde. Auch der TL128 trägt die Nase sehr hoch und lässt sie spät abknicken. Insgesamt ein schönes Auto, offenbar hat sich Mike Gascoyne ein paar Ideen von Kollegen geliehen. Von den wenigen Bildern her gesehen, wirkt der TL128 tatsächlich etwas filligraner als der am Freitag vorgestellte Ferrari F150.

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January 26 2011

07:49

Ferner liefen: Die Newshappen

// Die Tage des Australischen Grand Prix in Melbourne könnten gezählt sein. Zumindest wenn es nach Bürgermeister Robert Doyle geht, der am Wochenende in einer Kolumne in der Herald Sun über die hohen Kosten der Veranstaltung geklagt hat. In den 1990er-Jahren habe das Event dem Image der Stadt sehr geholfen.  Nach mehr als 15 Jahren habe sich der Werbewert aber etwas überlebt – die stetig steigenden Zuschusskosten von mittlerweile 70 Millionen australischen Dollar seinen für die Steuerzahler daher nicht mehr tragbar. Ob es sich dabei nun um Verhandlungstaktik handelt, oder um eine ernst gemeinte Ankündigung: In unmittelbarer Gefahr ist das Rennen noch nicht. Den bestehenden Vertrag mit Bernie Ecclestone will die Stadt nämlich auf jeden Fall erfüllen – und der läuft immerhin noch bis 2015. (Vorsicht)

// Bei Force India ist man sich wohl immer noch nicht ganz im Klaren darüber, wer in der kommenden Saison das zweite Auto neben Adrian Sutil pilotieren wird. Autosport (Print-Edition) hat in der vergangenen Woche als fix gemeldet, dass Paul di Resta diese Position übernehmen wird – Joe Saward will derweil aber “verlässlichen Quellen” im Team erfahren haben, dass man noch immer keinen Weg gefunden habe, Vitantonio Liuzzi loszuwerden. Der Italiener scheint nämlich einen erstaunlich wasserfesten Kontrakt für die kommende Saison zu besitzen, und Teameigner Vijay Mallya ist wohl nicht gewillt, den Italiener aus diesem Vertrag herauszukaufen. Jon Noble von Autosport bleibt trotzdem dabei – und kündigt für heute, gegen 4 Uhr Nachmittags eine entsprechende Verlautbarung an. Nachtrag, 26.1., 16:20: Nun ist es offiziell: Paul Di Resta wird das zweite Cockpit neben Sutil erhalten, Hülkenberg wurde als Testfahrer engagiert. (Vorsicht)

// Bei Team Lotus verhandelt man derweil mit Karun Chandhok über ein Engagement als Testfahrer. Ziel des Inders wäre es, 2011 die Abläufe im Team zu lernen, und in der folgenden Saisons dann ein Stammcockpit  zu ergattern. Noch ist allerdings, wie auch Chandhok selbst einräumt, nichts unterschrieben. Bei der Group Lotus, dem ehemaligen Team von Renault, hat man sich derweil für 2011 die testfahrerische Expertise von Fairuz Fauzy gesichert. Pikant: Der Malaysier stand im vergangenen Jahr noch in Diensten der Intimfeinde vom Team Lotus. (Vorsicht)

// Neben dieser Tätigkeit wird Fauzy auch in der GP2 und GP2 Asia an den Start gehen. Und zwar erstaunlicherweise nicht für das mit Lotus verbandelte Team von ART, sondern bei Super Nova Racing(Vorsicht)

//F2 Meister Dean Stoneman wird in der kommenden Saison leider nicht auf der Strecke zu sehen sein. Der Brite, der eigentlich in der Formel Renault 3.5 an den Start gehen sollte, ist an Hodenkrebs erkrankt, und muss daher erstmal aussetzen. Wie man hört wurde die Erkrankung in einem frühen Stadium entdeckt, so dass es um die Heilungschancen wohl ganz gut bestellt ist. Wir wünschen jedenfalls alles Gute, und hoffen, ihn schon bald wieder auf der Rennstrecke zu sehen! (Vorsicht)

// Zwei weitere Namen aus der GP2. Joylon Palmer, Sohn des Ex-F1 Fahrer Jonathan Palmer hat bei Arden angedockt. Er überspringt die GP3 und versucht sein Glück direkt in der GP2. Ebenfalls in der GP2, dafür aber mit einem bekannteren Namen ausgestattet, ist Romain Grosjean. Der von Renault fast verheizte Nachwuchspilot hat im letzten Jahr in der AutoGP alles in Grund und Boden gefahren und versucht sich jetzt erneut am GP2 Titel, dieses Mal mit DAMS. Seinen ersten Versuch hatte er ja abbrechen müssen, weil er zu Renault gelotst wurde, die Nelson Piquet jr. raus geschmissen hatten.Don

// Seit Dezember schon fix, und jetzt auch offiziell bestätigt: Simona de Silvestro wird auch 2011 eine volle Saison in der IndyCar Series bestreiten. Am Montag hat das HVM-Team den neuen Sponsor “Entergy” (einen Stromanbieter, der sich auf Nuklearenergie spezialisiert hat und neun Kernkraftwerke betreibt) vorgestellt. Noch nicht ganz am Ziel ist derweil James Hinchcliffe – allerdings hat der Kanadier in der vergangenen Woche zum wiederholten Male für Newman/Haas Racing getestet. Und dort wiederum scheint man mit den Leistungen des Teilzeit-TV-Kommentators ziemlich zufrieden zu sein. Fehlt für einen Renneinsatz also nur noch ein passender Sponsorendeal – der derzeit aber wohl noch nicht in trockenen Tüchern ist. (Vorsicht)

// In der Nationwide Serie werden ab 2011 die Punkte anders verteilt. Da sich die Fahrer beim Einschreiben in die Saison entscheiden mussten, in welcher Serie sie punkten wollen, war eine Anpassung nötig geworden. Die Sache wird nicht unkompliziert. Punkte bekommen nur die Fahrer, die sich für die NW gemeldet haben. Fahrer aus dem Sprint Cup, die dort auch Meister werden wollen und das entsprechende Häkchen gesetzt haben, gehen leer aus. Liegen drei Cup-Fahrer auf den ersten Plätzen, bekommt der erste NW-Pilot aber trotzdem nur die Punkte für Platz 4. Die Owner Wertung bleibt jedoch unangetastet, die Cup-Fahrer können also für die Besitzer voll punkten und diesen Titel einfahren. Die NASCAR will so den Nachwuchs stärker fördern, ohne die Sponsoren zu vertreiben. Bedeutet im Umkehr im übrigen auch, dass NW-Fahrer keine Punkte mehr im Cup bekommen. Don

// Der Leiter von Fox Sports hat angemerkt, dass die Rennen der NASCAR durchaus etwas kürzer sein könnten. Alles in allem schwebt ihm ein 4 Stunden Fenster vor. 40 Minuten Vorberichte, 3 Stunden Rennen, 20 Minuten Nachberichte. Die Startzeit der Rennen ist im Moment in den USA am Sonntag um 13.00 Uhr, damit wäre man um 17.00 Uhr fertig. So würde man auch der NFL aus dem Weg gehen, wenn das Rennen mal wieder länger dauert. Allerdings – die wenigsten Rennen kratzen an der vier Stunden Grenze, wenn alles glatt läuft. Meist ist die NASCAR in 180 bzw. 210 Minuten fertig. Dazu kommen die “rain outs”, die man nicht einkalkulieren kann. In den USA wertet man die Aussage von Fox schon mal als Versuch der NASCAR klar zu machen, dass sich bei den Quoten was ändern muss, die seit Jahren langsam aber sicher absinken. Don

// Die Testfahrten der NASCAR letzte Woche in Daytona haben wenig Neuigkeiten erbracht. Die Zeiten kann man getrost vergessen, weil kaum in größeren Paketen gefahren wurde. Die Fahrer haben schon neue Spitznamen für die Strecke “Daydega” oder “Tellatona”. Nach der Neuasphaltierung sind wie befürchtet alle Bumps weg, die Splitter bewegten sich kaum einen Millimeter. Das wird dazu führen, dass man statt zu zweit, zu dritt nebeneinander fahren kann, was auf der engen Strecke sicher spaßig wird. Ein “Big One” ist vorprogrammiert, wie viele Fahrer zu Recht kritisierten. Auffallend ist auch der sehr dunkle Asphalt, der viel Hitze speichert. Die Reifen haben zwar beim Test gehalten, aber wie das im Rennen sein wird, ist eine andere Geschichte. Nicht asphaltiert wurde im übrigen das Infield, was bei den 24H von Daytona am Wochenende sicher zu Problemen führen wird.Don

// Aus der LMS gibt es zwei Meldungen: Zum einen wird Audi mit der 2010er Mannschaft wieder antreten, zum anderen hat BMW zwei M3 GT2 für die ILMC bestätigt. Don

// Porsche hat bestätigt, dass man im Kundenauftrag (also VW) an einem Vierzylinder arbeitet. Die möglichen Konsequenzen aus der Geschichte sind klar, die Gerüchte brauchten dann auch nur ca. 1 Nanosekunde. Offenbar baut man den Motor auch mit Blick auf die Formel Eins. Weswegen sonst sollte Porsche für einen Konzern an einem Vierzylinder basteln, in dem es nun wahrlich nicht an kleinen Vierzylindern mangelt. Don

January 06 2011

08:26

Formel Eins: Die Präsentationen

Normalerweise drängen sich im Januar die Termine der Teams, die ihre neuen Wagen vorstellen. Doch in diesem Jahr scheint man sich das zu sparen.

Offensichtlich hat sich die FOTA abgesprochen und es wird keine großen Einzelpräsentationen geben. Stattdessen werden die meisten ihre Wagen entweder in Valencia oder eine Woche später in Jerez der Öffentlichkeit zeigen. Schade, die Präsentationen haben die Vorfreude immer etwas gesteigert. Im Moment sieht die Liste also noch leer aus:

Red Bull RB7
Ferrari Project 662 – Ende Januar
McLaren MP4-26
Mercedes W02
Renault R31 – Ende Januar
Williams FW33
Force India VJM04
Sauber C30 – 31.01. 11.15h, Valencia
Scuderia Toro Rosso STR6 – 01.02, Valencia
Team Lotus-Renault T128
HRT F111
Virgin Racing

Tests
01.02. – 03.02 Valencia
10.02. – 13.02 Jerez
18.02. – 21.02. Barcelona
03.03. – 06.03. Bahrain

November 10 2010

14:06

Formel Eins: Team Lotus und Group Lotus

Ein geradezu bizarr verschränkter Rechtsstreit zwischen zwei Firmen, die beide den Namen Lotus tragen, findet gerade hinter den Kulissen der Formel Eins statt. Was steckt dahinter?

Markenrechtsstreitigkeiten gehören zu den komplizierteren Dingen in der Welt. Je bekannter der Name, desto wertvoller ist dessen Vermarktung. Im Falle von Lotus ist die Sache auch nicht gerade leicht und in den letzten Tagen verkomplizierte sich die Sache noch weiter. Es wird viel hinter den Kulissen verhandelt, doch mittlerweile haben die PR-Spindoktoren ebenfalls eingegriffen, und es gibt ein paar Interviews mit den Beteiligten. Um das ganze Chaos zu verstehen, muss man erst einmal einen Blick weit in die Vergangenheit werfen. Colin Chapman hatte die Firma Lotus 1952 gegründet. Schon früh gab es eine “Lotus Group” und eine “Lotus Cars” Firma, wobei “Lotus Cars” klar für die Straßenfahrzeuge stand. Später gesellte sich “Team Lotus” hinzu, dass denn später so berühmt werden sollte und um dessen Namen man sich jetzt streitet.

Chapman trennte seine Firmen auf und schon in den 70er Jahren gab es im Grunde nur “Group Lotus”, die die Straßenwagen herstellte und “Team Lotus”, das Formel Eins Team. Nach dem viel zu frühen Tod von Chapman 1982 lief das auch zunächst so weiter, die Geschäfte wurden von Hazel Chapman und der Familie weiter geführt. 1986 verkaufte man die “Group Lotus” an GM, 1996 landeten die Rechte der Group und damit der Serienfertigung von Lotus Wagen bei der malayischen Proton Gruppe. Diese wird nun vom ehemaligen Ferrari Manager Dany Bahar geleitet.

Team Lotus existierte allerdings weiter und wurde (u.a.) von Peter Collins und Peter Wright geführt. 1994 war Team Lotus dann pleite und die Rechte an diesem existierenden Team wurden an David Hunt, dem jüngeren Bruder des Ex-Weltmeisters James Hunt, verkauft, der sich als Promotor und Sponsor-Vermarkter einen Namen gemacht hatte. Hunt gab die Rechte an Team Lotus für die Saison 1995 an das sensationell erfolglose Pacific Team weiter, dass auch unter dem Namen “Pacific PR 02 – Lotus” einen Wagen einsetzte, um dann am Ende der Saison die Formel Eins zu verlassen. So verschwand der Name Lotus endgültig aus der Formel Eins.

Es gibt also zwei “Lotus”. Einmal die “Group Lotus”, die für die Straßenwagen zuständig ist, und Proton gehört, und “Team Lotus”, dass David Hunt gehört. Als ein malayisches Konsortium 2009 beschloss sich bei der FIA um einen Platz in der Formel Eins zu bewerben, lag die Idee nahe, dies unter dem Namen “Lotus” zu machen. Das Problem war nur, dass man die Rechte an allem, was mit F1, dem Logo, Branding und der Historie des F1-Teams zu tun hatte, nicht besaß. Auf der anderen Seite saß David Hunt, der sich angeblich um drei Ecken ebenfalls um einen Platz in der F1 beworben hatte, aber von der FIA abgelehnt worden war, auf dem Namensrechten von “Team Lotus” mit denen er allerdings nichts anfangen konnte, sieht man mal vom immer noch erfolgreich laufenden Merchandising der historischen Lotus Sachen ab.

Als Tony Fernandes 2009 beschloss, in die F1 einzusteigen, dachte er wohl, er könne sich den Namen Lotus von der malayischen “Group Lotus” besorgen. Die gaben die Rechte auch weiter, nur musste Fernandes feststellen, dass er zwar den Namen “Lotus” benutzen konnte, nicht aber die alten Logos und das Branding. Also ging er zu David Hunt, der nach viel Hin und Her den Namen “Lotus Racing” (nicht “Team Lotus” !) für ein Jahr an Fernandes freigab. Immerhin durfte Fernandes das Logo und die Teamfarben übernehmen. Hilfreich war dabei wohl auch ein Besuch, den Fernandes der Familie Lotus abstattete, die wiederum auf David Hunt einwirkten, der Sache zuzustimmen. Im September 2010 verkündete Fernandes dann auch, dass man sich mit “Team Lotus” und Hunt einig geworden sei und man 2011 unter dem begehrten Namen “Team Lotus” fahren würde. Und ab da wird es kompliziert.

Offensichtlich wurde David Hunt von der öffentlichen Äußerung überrascht, jedenfalls dementierte er schnell die Aussage von Fernandes. Gleichzeitig wurde öffentlich, dass sich Proton und Hunt in diversen Rechtsstreitigkeiten verzahnt hatten. Proton, bzw. die “Group Lotus” versucht wohl durchzusetzen, dass “Lotus Racing” durch den Einsatz in diesem Jahr die rechtmäßigen Besitzer des Namen “Lotus” ist und David Hunt und “Team Lotus” damit den Zugriff auf den Namen verloren hat. Es gibt das Gerücht, dass es zwischen Fernandes und Hunt eine Art “Absichtserklärung” gibt, in der steht, dass Hunt die Rechte an Fernandes verkaufen wird, Hunt aber nun (aus welchen Gründen auch immer) kalte Füße bekommen hat und Fernandes nebst seinen Geldgebern (Proton) im Regen stehen lässt. Bzw. dass Fernandes Hunt versprochen hat, die Rechte nicht an Proton, die das Team mitfinanzieren, weiterzureichen, dieses Versprechen aber nicht halten kann, weswegen Hunt seine Zustimmung zurückgezogen hat. Das ist wohl die eine Seite.

Die andere Seite ist, dass es eine Art Dauerkonflikt zwischen dem Manager der “Group Lotus”, Dany Bahar, und Tony Fernandes gibt. Bahar hätte gerne die “Team Lotus” Rechte von Hunt, Fernandes will diese aber nicht weiter geben. Bahar würde gerne beide Rechte zusammenführen, um ähnlich wie Ferrari, mit den Rennsporterfolgen die Serienwagen zu vermarkten. Fernandes will die Rechte nicht aus der Hand geben, weil er dann quasi nur noch Angestellter in seinem eigenen Team wäre und abhängig von der “Group Lotus” wäre, die ihm die Rechte jederzeit entziehen könnten. Weswegen der Deal zwischen Hunt und Fernandes auf Eis liegt und die “Group Lotus” mit Schaum vor dem Mund zu diversen Gerichten läuft. Da man Fernandes nicht vor Gericht zerren kann (oder will) macht man es halt mit Hunt. Aber man hält sich eine weitere Hintertür auf und verkompliziert die Sache weiter.

Offensichtlich gibt es Verhandlungen zwischen der “Group Lotus” und Renault, die ja nur noch 25% des F1 Teams (nicht der Motorenschmiede!) halten. “Group Lotus” würde wohl gerne diese 25% erwerben, um dann den Namen “Lotus-Renault F1″ (oder was auch immer) einzusetzen. Dahinter stecken noch weitere Überlegungen seitens Dany Bahar, wie man bei Joe Saward nachlesen kann, die aber hier jetzt zu weit führen würden.

Theoretisch würde das dazu führen, dass es zwei “Lotus” Teams geben könnte. Einmal “Lotus-Renault” und dann “Team Lotus-Renault” denn Fernades hat ja gerade einen Motoren-Deal mit Renault für 2011 abgeschlossen. Dass würde aber nicht mit Proton gehen, die die Marke ja über das Straßenwagengeschäft vermarkten wollen. Die Idee von “Group Lotus” ist es also, die Marke “Team Lotus” wertlos zu machen, in dem man selbst ein “Lotus” Team gründet, auch wenn man dann weder das Logo, noch das Branding von Lotus einsetzen kann. Angeschmiert wären dann Fernandes, der sich einen neuen Namen für sein Team suchen müsste und David Hunt, der nicht verhindern kann, das Proton den Namen “Lotus” in der F1 einsetzt. Es sei denn, er hat genug Geld gegen den malayischen Staatsbetrieb Proton vorzugehen.

Wer mag, kann jetzt hier aussteigen, aber es wird leider noch komplizierter. Denn sowohl die “Group Lotus” als auch “Team Lotus” von Fernandes, haben den Namen “Lotus” mittlerweile in andere Serien sublizeniert. “Team Lotus” hat den Namen in die IRL lizenziert, “Group Lotus” hat wiederum in der GP2 einen Deal mit ART geschlossen, die 2011 unter dem Namen “ART-Lotus” auftreten möchten. Gleichzeitig will Tony Fernandes 2011 ein eigenes GP2 Team als “Team Lotus GP2″ aufmachen. Und dann ist da noch das defacto Nachwuchsteam von Renault “DAMS”. Genii, dem Hautanteilseigner von Renault, gehört aber auch die Managementfirma “Gravity”, die wiederum die DAMS und Renault-Piloten D’Ambrosio usw. unterstützt. Alles klar? Im Grunde gehören diese Sublizenzierungen und Minderheitsbeteilungen zu den Schachzügen, mit denen die jeweiligen Parteien versuchen, vor Gericht klar zu machen, dass man der einzig wahre “Lotus” Vertreter sei.

Das Ganze hat sich mittlerweile zu einer größeren Staatsaffäre in Malaysia entwickelt. Fernandes, dem ja Air Asia gehört, Dany Bahar von “Group Lotus” und der Proton Konzern, der Bahar unterstützt, sind derartig zerstritten, dass sich der ehemalige malayische Staatspräsident, Dr. Mahathir, als Vermittler eingeschaltet hat. Ausgang – ungewiss. In der schwersten Zwickmühle befindet sich dabei Tony Fernandes, der es sich nicht erlauben kann gegen einen Staatsbetrieb in Malaysia vorzugehen, weil seine anderen Geschäfte vermutlich oft vom Wohlwollen der Regierung abhängen.

Momentan sieht es aber so aus, als würde Fernandes verlieren. Renault würde dann zu Lotus-Renault, das “Lotus Racing” zu “1malaysia” oder “Malaysia F1″. Aber vielleicht kommt ja doch alles anders.

Quellen:
Interview mit David Hunt
GP2 Insider
Holzausgabe der aktuellen MSa
Eigene Recherchen

October 06 2010

06:49

Ferner liefen: Die Newshappen

ESPN F1 vermeldet, man habe aus verlässlichen Quallen erfahren, dass Jarno Trulli 2011 nicht mehr für Lotus an den Start gehen werde. Spezifische Gründe dafür werden zwar nicht genannt, wohl spekuliert die Website aber über möglichen Ersatz: Karun Chandhok, Vitaly Petrov und erstaunlicherweise auch Timo Glock sollen auf der Wunschliste des malaysisch-britischen Teams stehen. (Vorsicht)

Die Organisatoren des geplanten Formel 1 Laufs in Austin/Texas haben sich derweil gut in die Formel 1-Kultur eingelebt, und standesgemäß gleich mal ihren ersten Termin verpasst. Bis Ende September hätte man der FIA ein erstes Design des Kurses vorlegen sollen, bisher ist allerdings nichts derartiges geschehen. Hermann Tilke und die Verantwortlichen beschwichtigen allerdings: Das sei kein Problem und für einen neuen Kurs völlig normal. Allerdings scheint es in der Planung noch weitere Ungereimtheiten zu geben: Die örtlichen Behörden haben nämlich festgestellt, dass die Straße, die zum Gelände führt mit den 120.000 erwarteten Fans nicht zurecht kommen würde. Für einen Umbau wären zusätzliche 15 Millionen $ nötig, die derzeit nicht budgetiert sind – außerdem bezweifeln Experten, dass das bis 2012 beendet werden kann. Die Austin-Veranstalter sprechen derweil davon, dass man an “alternativen Verkehrskonzepten” arbeite. (Vorsicht)

Sauber hat Sergio Perez als neuen Einsatzfahrer für 2011 verpflichtet. Er bringt Telmex als Sponsor mit. Offenbar hat Carlos Slim, dem Telmex und Halb-Mittelamerika gehören, Peter Sauber ein Angebot gemacht, was der nicht ablehnen konnte. Slim wird seit Jahren mit der Formel Eins in Verbindung gebracht, gezeigt hat er sich bisher aber noch nicht richtig. Er finanziert auch ein Nachwuchsprogramm für Südamerikanische, vorzugsweise aber mexikanische Piloten, das dem von Red Bull durchaus ähnlich ist. Perez hat bei seinen Einsätzen in der britischen F3 schon für ein paar hochgezogene Augenbrauen gesorgt, vor allem, als er aus dem Stand raus 2007 mit 18 die “National Class” gewinnen konnte. Sein Einsatz in der GP2 in diesem Jahr brachte zwar “nur” Platz 2 und immerhin vier Siege. Wird man sehen müssen, wie er sich in der F1 schlägt. Für Sauber ist die Kombination Kobayashi/Perez nicht die glücklichste, vor allem was die Entwicklung des Chassis 2011 mit den neuen Pirelli Reifen angeht. Und Nick Heidfeld ist damit als Einsatzfahrer raus bei Sauber. Aber offenbar gibt es ja bei Lotus und Virgin jede Menge Bewegung (siehe oben) Don

Lotus hat mit Red Bull Technology seinen Deal über die Lieferung von Getriebe und Hydraulik für die kommende Saison abgeschlossen. Das macht Sinn, fährt man doch mit dem Renault Motor. Auf der anderen Seite: die Hydraulik und das Getriebe waren jetzt auch nicht zwingend die Stärken des Red Bull. Das soll aber mit dem sehr engen Heckdesign des RB6 zu tun haben, der den System zu wenig Wind zufächelt. Jedenfalls ist klar, dass Lotus keine Lust mehr hat, im Hinterfeld unterwegs zu sein. Don

Romain Grosjean ist zwar erst im fünften von zwölf Rennen der AutoGP in Italien eingestiegen, hat aber dennoch den Titel in der Serie gewonnen. Don

Giedo van der Garde könnte womöglich im kommenden Jahr in der Formel 1 zu fahren. Mit außergewöhnlichen Leistungen hat der aktuell Sechste der GP2-Meisterschaft 2010 zwar nicht beeindrucken können – trotzdem sollen einige Formel 1 Teams Interesse gezeigt haben. Konkret handelt es sich dabei angeblich um Lotus, Virgin, Force India und Williams. Völlig ohne Mitgift scheint es allerdings nicht zu gehen, und daher ist Van der Garde derzeit auch noch auf der Suche nach dem passenden Budget. (Vorsicht)

Schlechte Neuigkeiten für Tony Kanaan: Sein bisheriger Hauptsponsor 7-Eleven zieht sich zurück, und wird Andretti Autosport nur noch in einer kleineren Funktion auf Danica Patricks Wagen erhalten bleiben. Kanaan steht an und für sich auch für die kommende Saison bei Andretti unter Vertrag. Das Team hat ihm aber erlaubt, auch mit anderen Teams zu sprechen, solange nicht klar ist, ob sich für 2011 ausreichend finanzielle Unterstützung finden lässt. Überhaupt könnte sich Andretti Autosport massiv verkleinern – denn auch IZOD soll angeblich nicht mehr daran interessiert sein, Ryan Hunter-Reays Einsätze zu bezahlen. Und dann ist da auch noch die Unklarheit darüber, ob Danica Patrick samt Sponsoren wirklich 2011 nochmal zurückkommt. (Vorsicht)

Paul Tracy könnte anderslautenden Vermutungen zum Trotz vielleicht doch nochmal eine komplette Indycar-Saison absolvieren: Beim Rennen in Homestead hat er sich jedenfalls sehr positiv zu möglichen Zukunftsplänen geäußert, berichtet die News-Seite F1SA. (Vorsicht)

Formel 2 Meister Dean Stoneman bekommt eine Chance in der World Series by Renault. Der Brite wird beim Finale in Barcelona ein Auto des Junior Lotus Racing Teams (das, wenn ich das richtig überblicke, mit dem Lotus-F1-Team verbunden ist)  pilotieren. Für den eigentlichen Inhaber dieses Platzes, den Russen Daniil Move, ist die Saison damit vorzeitig vorbei. (Vorsicht)

Traurig, aber wahr. Die Reste von Pescarolo Sport werden am 15.10 in Le Mans versteigert. Angeblich hat Pescarolo selber wieder Geldgeber gefunden und denkt über ein Comeback nach. Don

Danica Patrick hat ihrem Nationwide Team, JR Motorsport, einen neuen Sponsor vermacht. Die Uhrenmarke Tissot, seit Ewigkeiten Sponsor im Rennsport, wird die restlichen sechs Rennen von Frau Patrick in diesem Jahr und vermutlich 13 Rennen in 2011 unterstützen. Don

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