Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

September 06 2013

17:56

WTCC: Vorschau Sonoma 2013

Die WTCC erwacht aus ihrer zweiten Sommerpause. Die Autos wurden von Süd- nach Nordamerika verschifft und man fährt zum zweiten Mal auf dem uns allen wohlbekannten Kurs von Sonoma.

FIA WTCC Sonoma, USA 21-23 September 2012Die WTCC entscheidet sich in Sonoma – warum auch immer – dazu, die längste Streckenkofiguration mit 4 Kilometern zu fahren. Das bedeutet, man fährt sowohl die Schleife als auch die Haarnadel. Selbst die WTCC kann sich also nicht dem klassischen amerikanischen Motto “bigger, better, longer” entziehen. 2 x 13 Runden werden am Wochenende absolviert und Yvan Muller hat tatsächlich schon am viertletzten Rennwochenende die Chance, die Weltmeisterschaft für sich zu entscheiden.

Sämtliche Konstellation hier aufzulisten, würde etwas den Rahmen des Artikels und vermutlich auch meine mathematischen Fähigkeiten sprengen, deswegen nur so viel: Müller sollte nach Möglichkeit beide Rennen gewinnen und muss auf ein durchschnittliches Ergebnis seiner beiden härtesten Konkurrenten Tarquini und Nykjaer hoffen. Wir könnten also die erste Titelentscheidung des Jahres schon dieses Wochenende erleben.

Defintiv entschieden wird wohl der Konstrukteursmeistertitel, da die Honda nur vor den Lada ins Ziel kommen müssen. Wer sich jetzt fragt, was denn mit BMW und Séat ist: Die hatten sich Anfang des Jahres aus Kostengründen nicht in die Konstrukteurswertung eingeschrieben. Die Konstrukteursmeisterschaft der WTCC kann also getrost von sich behaupten, die am härtesten umkämpfte Krone im weltweiten Motorsportzirkus zu sein…

Bevor ich zu dem Üblichen wie Übertragungszeiten, Gewichten und der Entrylist komme, noch etwas zum Reglement der 2014er Saison: Man hat sich etwas ganz tolles ausgedacht, es wird nämlich vermutlich zwei Klassen geben. Der dumpfe Aufschlag, den ihr grad vernommen habt, war der Kopf des Autors auf der Schreibtischplatte. Von allen Möglichkeiten wie Gewichtsregulierung etc. hat man ernsthaft vor, das Feld in zwei Klassen zu spalten – in einem 13-Runden-Rennen. Merkt da eigentlich einer noch was?

Natürlich werden 2013 niemals genügend neue Autos zur Verfügung stehen, um damit ein Feld zu füllen und auch eine Balance of Performance jedweder Art wäre alles andere als eine elegante Lösung gewesen, aber ein Split des Feldes ist nochmal eine Stufe dämlicher. Die BMW-Teams sind sich unterdessen sehr aunsicher</a>, ob es sich überhaupt lohnt, Geld in die Weiterentwicklung der Autos zu investieren, wenn 2015 endgültig nur noch die Autos nach neuem Reglement erlaubt sind. Es kann folglich sein, dass wir 2014 gar keine BMW mehr in der WTCC mehr sehen.</p> <p>Die <a http: href=" http:="" title="\">Entrylist hält zwei Änderungen bereit: Tom Boardman ist wieder dabei, nachdem er das Südamerikarennen wegen eines Unfallschadens verpasste und Freddy Barth darf nach einem Rennenwochenende Pause wieder ins Lenkrad greifen. López, der Barths Auto ja in Argentinien pilotierte, wird derweil mit Citröen in Verbindung gebracht und hat auch schon für die Franzosen getestet. Die angekündigte Rückkehr der Ford ist vom Tisch, weil sich ein Einsatz der ab 2014 reglementtechnisch veralteten Autos für nur noch vier Rennen nicht lohnt.

Die Gewichte für dieses Wochenende halten nicht viele Veränderungen bereit. Die Honda dürfen 10 Kilogramm zu- und die Séats 10 Kilogramm ausladen. Eurosport 2 überträgt am Samstag um 23:00 Uhr live die Qualifikation und am Sonntag um 17:30 Uhr das Warm-up auf Eurosport 2. Die beiden Rennen gibt es um 20:30 Uhr auf Eurosport 1 und um 23:00 Uhr auf Eurosport 2 live.

540 total views, 68 views today

The post WTCC: Vorschau Sonoma 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

June 28 2013

06:15

WTCC: Vorschau Porto und der Einstieg von Citröen

Die WTCC fährt dieses Wochenende in Porto, doch das ganze Fahrerlager redet nur über den Einstieg von Citröen.

FIA WTCC Shanghai, China 02-04 November 2012Nach jahrelangen Gerüchten wurde es diese Woche endlich offiziell gemacht: Citröen steigt ab 2014 werksseitig in die WTCC ein. Einer der Einsatzfahrer wird Sebastian Loeb sein. Das Einsatzfahrzeug wurde noch nicht genannt und es wird wohl nicht wie von uns im Podcast vermutet der DS3 sein. Eventuell tritt man dann mit dem C3 an, dem man aber ein sehr umfassendes Facelifting verpassen müsste, um ihn zu einem halbwegs passabel aussehenden Rennwagen zu machen.

Ich muss ehrlicherweise sagen, dass mich der Einstieg zwar nicht überrascht, aber zumindest verwundert, angesichts der finanziell eher schlechten Lage des PSA-Konzerns, zu dem unter anderem Peugeot und Citröen gehören. Die WTCC ist sicherlich keine besonders teure Rennserie, für ein Werksengagement muss man dennoch einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag auf den Tisch packen. Allerdings hofft Citröen wohl, Abu Dhabi wieder als Sponsor gewinnen zu können, vielleicht hat RedBull ja auch noch ein bisschen Geld aus dem Marketingetat über. Im Rallysport möchte man aber auch weiterhin aktiv bleiben.

Mit Loeb hat man natürlich grundsätzlich einen guten Fahrer gewinnen können, aber auch er muss sich zunächst einmal in der WTCC beweisen, auch deswegen, weil er bisher in seiner Karriere mit S-2000-Autos auf normalen Rundstrecken noch keine Erfahrung sammeln konnte. Der zweite Werksfahrer wurde noch nicht benannt, Citröen hat nur mitgeteilt, dass man wie Honda mit zwei Autos antreten möchte. Auch über eventuelle Kundensportmöglichkeiten sagte man nichts. Immerhin konnte man schon bekannt geben, dass man den WRC-Motor einsetzen wird. Für eine so lang planbare Ankündigung waren es dann doch leider, nüchtern betrachtet, recht wenig Informationen.

Aber natürlich ist es sehr erfreulich, dass Citröen ab 2014 kommt. Damit hat man immerhin wieder zwei drei Werksteams, da nicht damit zu rechnen ist, dass sich Seat, auch in Anbetracht der nicht mehr so langen Zeit bis zum Saisonstart 2014, dazu hinreißen lässt, wieder werksseitig einzusteigen. Wie das mit den “ganzen” alten Autos ab 2014 so wird, die dann ja eigentlich nicht mehr in das Reglement passen, wird sehr spannend. Ich vermute, man bastelt irgendein wenig durchdachtes Übergangsreglement mit mindestens 453 Sollbruchstellen, schustert sich eine Gewichtsverteilung aus der Hölle zusammen und am Ende meckern zu Recht alle. Das ist bei der WTCC dann übrigens ausnahmsweise mal kein Zeichen dafür, dass man es gut gemacht hat.

Aber zurück zu diesem Wochenende. Man fährt auf dem Stadtkurs von Porto, das bedeutet bei der WTCC normalerweise einige Gelbphasen, aber ganz muntere Rennen. Mehr als sonst wird an diesem Wochenende auf die Chevrolet zu achten sein, da Youngstar Pepe Oriola mit dem Tuenti Team von Seat zu Chevrolet wechselt. Tuenti kriegt dabei Unterstützung von RML. Ich verspreche mir ehrlich gesagt eine ganze Menge von dem Wechsel und traue Oriola im Verlauf der Saison durchaus noch einige Rennsiege zu.

Eurosport erfreut uns dieses Wochenende mit folgeden Übertragungszeiten: Um 16:00 Uhr am Samstag das Qualfying live (!) auf Eurosport 2. Am Sonntag auf Eurosport 1 live um 12:00 Uhr Rennen 1 und um 17:45 (!) Rennen 2.

2,316 total views, 224 views today

The post WTCC: Vorschau Porto und der Einstieg von Citröen appeared first on Racingblog.

flattr this!

May 16 2013

06:52

WTCC: Kurzvorschau Salzburgring 2013

Die WTCC gastiert dieses Wochenende am Salzburgring. Letztes Jahr war das Event zumindest aus Sicht der Veranstalter sehr erfolgreich. Die Rennen waren leider nur unterdurchschnittlich.

Start Race2 Aut 5 300x199 WTCC: Kurzvorschau Salzburgring 2013Das die Chevrolets letztes Jahr am Salzburgring nicht 2 vollkommen überlegene Siege eingefahren haben, lag einzig und allein an den Reifen. In der schnellen Fahrerlagerkurve flogen damals Chevrolet- und Seatfahrzeuge reihenweise mit Reifenschäden ab. Die angegebenen Gründe gingen damals von Konstruktionsfehler bis zu massiver Überschreitung der empfohlenen Reifendruckgrenzen von Yokohoma. Effektiv dürfte es eine Mischung aus beidem gewesen sein.

Es ist nicht davon auszugehen, dass sich das Reifendilemma dieses Jahr wiederholen wird. Nur zu hoffen ist jedoch, dass man diesmal mehr auf die Sicherheit der Fahrer und Streckenposten achtet und bei Bedarf nicht ganz so sparsam wie letztes Jahr mit dem Safetycar umgeht.

Ich sehe die Chevrolets dieses Wochenende wieder ganz weit vorne landen. Das liegt außer den Erfahrungen aus dem vergangen Jahr auch an der Gewichteverteilung. Die Chevrolets bleiben bei der maximalen Zuladung, die Hondas kriegen 10 kg mehr, die Seat’s ebenfalls und die BMW’s sogar 20 kg, was effektiv daraus hinausläuft, dass alle Fahrzeuge langsamer werden, weil sie mehr Zusatzgewicht auf einer schnellen Strecke wie dem Salzburgring haben außer den Chevrolets. Die Gewichteverteilung macht mal wieder einen brillianten Job.

Eurosport überträgt leider wegen diversen anderen Sportevents mit reduziertem Aufwand am Samstag: Nämlich gar nicht. Dafür laufen am Sonntag um 8.30 Uhr eine Qualiaufzeichung, ab 8.45 Uhr das Warm-up, das erste Rennen um 12:30 Uhr und das zweite Rennen um 13:30 Uhr auf Eurosport 1.

 WTCC: Kurzvorschau Salzburgring 2013

The post WTCC: Kurzvorschau Salzburgring 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

March 22 2013

17:03

WTCC: Saisonvorschau 2013

Die WTCC startet dieses Wochenende in ihre neue Saison. Und es ist wohl das x-te Übergangsjahr in Folge, bevor nächstes Jahr das neue Reglement kommt. Immerhin hat man dieses Jahr zwei neue “Vollzeithersteller” in der Serie, dafür hat sich jedoch Ford zurückgezogen. 

Kalender und Regeländerungen:

Doch zunächst zu ein paar allgemeine Sachen, allen voran der Kalender der diesjährigen WTCC-Saison:

1.  23/24 März  Monza  Autodromo di Monza 2.  6/7 April  Marrakesch  Circuit de Marrakech 3.  27/28 April  Slovakei  Slovakia Ring 4.  04/05 Mai  Budapest  Hungaroring 5.  18/19 Mai  Salzburg  Salzburgring 6.  8/9 Juni  Moskau  Moscow Raceway 7.  29/30 Juni  Porto  Circuito da Boavista 8.  TBA (3/4 August ? )  TBA  TBA 9.  TBA (24/25 August ? )  TBA  TBA 10.  7/8 September  Sonoma  Sonoma Raceway 11.  21/22 September  Suzuka  Suzuka East Circuit 12.  02/03 November  Shanghai  Shanghai International Circuit 13.  16/17 November  Macao  Circuito da Guia

Das ist, voller Stolz präsentiert, der komplette Kalender der WTCC-Saion 2013. Der komplette Kalender? Nein, natürlich nicht. Man kämpfte monatelang um einen vollständigen Kalender, nur damit er am Ende doch auseinander flog.

Die Saison startet dieses Wochenende in Monza. Ursprünglich sollte es einen Saisonstart in Barcelona geben, wofür Valencia aus dem Kalender flog. Das Rennwochenende war aber so kurzfristig (?!) wohl nicht realisierbar, deswegen fährt man dort erst ab nächstem Jahr. Dann aber ganz sicher, wirklich! Nach Monza geht es direkt weiter nach Marrakesch, das zwischendurch auch mal aus dem Kalender geflogen war, jetzt aber gesichert zu sein scheint.

Danach absolviert man die beiden sehr beliebten Auftritte in der Slovakei und in Ungarn und kehrt nach der erfolgreichen Uraufführung in der letzten Saison nach Salzburg zurück, um sich danach wieder gen Osten auf zu machen, wo die WTCC das erste Mal in Moskau gastiert. Die Europasaison endet im Moment in Porto. Die sinnlosen Reisekilometer kann sich jetzt jeder selber auf seiner virtuellen Europakarte ausmalen. (Kleiner Tipp: Würde man nur Salzburg und Moskau tauschen würde man schon eine Menge Reisekilometer sparen, ganz abgesehen von der Idee erst in Moskau zu fahren und sich dann nach Westen vorzuarbeiten) Aber vermutlich muss der Kalender so geschrieben werden, da es ansonsten zu Kollisionen mit anderen Rennserien oder Events kommt.

Nach Porto folgen zwei TBAs im Kalender. Das erste war Curitiba, das zweite TBA wurde zusammen mit der Streichung von Curitiba aus dem Kalender hinzugefügt. Anbei folgt ein kurzer Auszug des historischen Kampfes von Curitiba ums Überleben im WTCC-Kalender:

- Irgendwann vor Dezember 2012: Ein erster Kalenderentwurf enthält Curitiba.
- Anfang Dezember 2012: Curitiba fliegt auf einer Vollversammlung der FIA in Istanbul aus dem Kalender.
- Mitte Dezember 2012: Nach Verhandlungen zwischen Eurosport Events und Brazil’s National Sporting Authority kehrt Curitiba zurück in den Kalender.
- Anfang März: Nach einer Sitzung des Automobil-Weltrates der FIA in Genf wird Curitiba wieder gestrichen.
- to be continued

Die Termine, die in Klammern hinter den beiden TBAs stehen, sind die Ersatztermine, die von offizieller Seite genannt wurden, falls man den Rennkalender kurzfristig ändern muss. Das war allerdings weit vor der Streichung von Curitiba. Die beiden Termine deuten auf einen früheren Beginn der Amerikasaison hin. Theoretisch wären hier eine Rückkehr von Curitiba und ein Rennen in Argentinien, wie schon letztes Jahr denkbar oder zwei weitere Rennen in den USA. Diese Variante ist jedoch eher unwahrscheinlich.

Erhoffenswerter ist eine Verschiebung beider Termine in den Juli und eine Erweiterung der Europasaison um zwei Rennen. Deutschland, Frankreich und England schreien förmlich nach Rennen, da diese drei für den Motorsport und die Automobilindustrie total unwichtigen Länder mal wieder keine Berücksichtigung im WTCC-Kalender gefunden haben. Ob sich das im vollen Motorsportsommer in Europa so einfach realisieren lässt, bleibt abzuwarten.

Die dritte und nicht unwahrscheinliche Möglichkeit ist, dass man einen oder beide TBAs ersatzlos wegfallen lässt und so wieder zwei Monate Sommerpause einbaut. Sollte man jedoch Ersatztermine finden, würde der Kalender bis auf die sechs Wochen Pause zwischen Suzuka und Shanghai (die Pause betrug im letzten Jahr zwei Wochen) sogar datenmäßig vernünftig aussehen. Vielleicht wurde hier jedoch einem Wunsch der Teams entsprochen, die Autos während der Überseesaison nochmal zurück in die Shops bringen zu können, allerdings würde dies auch jede Menge zusätzliche Reisekilometer und Kosten bedeuten, über die sich die Teams ja ebenfalls beschweren.

Was auch immer die zwei TBAs sein oder auch nicht sein werden, darauf folgt auf alle Fälle das Rennen am Sonoma Raceway, bevor es weiter nach Suzuka geht. In Suzuka wird man wohl endlich den Grand Prix Kurs fahren. Nach Japan geht es auf nach China, wo die letzten beiden Rennen in Shanghai und Macao stattfinden. Sollten die beiden TBAs tatsächlich durch Rennen ersetzt werden, hätte man den umfangreichsten Kalender aller Zeiten in der WTCC mit 13 Rennen – sollten beide wegfallen, hätte man ein Rennen weniger als letztes Jahr.

Die Fahrzeuge werden dieses Jahr alle mit dem gleichen Basisgewicht von 1150 kg an den Start gehen. Das soll die “Gewichtsverteilung des Grauens” fairer machen. Aber die WTCC wäre nicht die WTCC, wenn wirklich alle Fahrzeuge mit dem gleichen Gewicht an den Start gehen würden. Die BMW sind aus der Steinzeit so alt, dass sie dieses Minimungewicht nur unter größten Mühen, wenn überhaupt erreichen. Sollten sie Gewicht herausnehmen dürfen im Laufe der Saison, dürfte das wohl praktisch unmöglich für sie sein. Großartige Regeländerungen gibt es ansonsten nicht, aber da wird es nächstes Jahr den großen Knall geben, zumindest möchte man dann ein neues Reglement mit Hybridfahrzeugen, Karosserieänderungen und einem neuen Rennformat einführen. Dieser Fakt macht die WTCC-Saison 2013 allerdings auch (wieder) zu einem Übergangsjahr.

Hersteller, Teams und Fahrer:

CHEVROLET: Nachdem klar war, dass Chevrolet sich zurückziehen würde, stand im Winter lange die Frage im Raum, was denn RML in der Saison 2013 machen wird. Schlussendlich wurde das Geheimnis gelüftet: Man wird zwei private Chevrolet Cruze einsetzen, gefahren von Tom Chilton, der von Ford kommt, und dem mehrfachen Meister Yvan Muller. Nur zwei weitere Teams setzen ansonsten noch Chevrolets ein, nämlich bamboo-engineering mit MacDowall und Nash, die man nicht unterschätzen sollte, und Nika Racing, die für Michael Nykjaer ein Fahrzeug stellen. Nika Racing, da war doch was? Richtig, dahinter steckt Chevrolet Motorsport Schweden, also ein halber Werkseinsatz. Ein Auge sollte man sowohl auf die RML-Fahrzeuge, als auch auf Nika Racing werfen, die könnten den Hondas gefährlich werden.

HONDA: Der ganz klare WM-Favorit für dieses Jahr ist natürlich Honda. Die fuhren beim Testen schon Kreise um die Konkurrenten und haben mit Tarquini und Monteiro auch die beiden besten SEAT-Fahrer vom letzten Jahr im Werksteam und mit Zengo Motorsport und Michelisz ein nicht zu unterschätzendes Kundensportteam. Das Honda-Werksteam tritt übrigens in der extrem schicken rot-grün-weißen Castol-Traditionslackierung an, optisch werden die Autos sicherlich das Highlight dieses Jahr. Müsste ich auf einen Weltmeister tippen, würde ich Tarquini nehmen.

SEAT: Die SEAT sind das große Sorgenkind. Bekommen immer noch ein paar Updates, aber um sich wirklich von den BMW abzusetzen, reicht es dann doch nicht, und für ganz vorne schon gar nicht. Dann hat man noch seine beiden stärksten Fahrer abgeben müssen und stünde jetzt sehr schwach dar… …wenn nicht Münnich Motorsport mit drei Fahrzeugen eingestiegen wäre, auf die ich sehr gespannt bin. Ich glaube nicht, dass es permanent für ganz vorne reicht, aber mit den Fahrern Huff, Basseng und Münnich sollten Siege möglich sein. Oriola, Monje und Boardman sitzen alle in 1-Wagen-SEAT-Teams, vor allem auf Oriola sollte man achten.

BMW: Es gibt wieder eine ganze Armada an BMW. Aussichtsreister BMW ist, speziell nach dem Wechsel von Zengo Motorsport zu Honda, Tom Coronel von ROAL Motorsport. Das Auto kann sicherlich auch um ein paar Siege mitfahren. Das Team Engstler ist erfreulicherweise auch wieder dabei, genauso wie der Neuling ANOME, die einen BMW von Zengo-Motorsport gekauft haben und mit dem Trophée Andros Champion Jean-Philippe Dayraut an den Start gehen und versuchen wollen die ganze Saison zu bestreiten. Den Rest der fahrerisch bekannten BMW-Armada gibt es ahier.

LADA: Der zweite Werkseinsatz nach Honda. Gefahren werden die beiden Lada von der guten Paarung Thompson und Dudukalo. Ich habe meine Skepsis gegenüber dem Lada-Engagement schon oft geäußert und dass sie nur in Magny-Cours und nicht zusammen mit den anderen Teams getestet haben, schmälert diese nicht gerade. Ich bezweifel ernsthaft, dass sie um Siege mitfahren können und im engen Mittelfeld könnten selbst Punkte schwer werden.

FORD: Es wird in diesem Jahr leider keine Ford mehr geben. Nach den teilweise desaströsen Ergebnissen letztes Jahr hat Ford den Stecker gezogen.

TV-Übertragung:

Nicht viel Neues an dieser Stelle. Eurosport beziehungsweise Eurosport 2 werden wieder das Warm-Up, Qualifying (teilweise) und beide Rennen live übertragen. Die Übertragungszeiten werden wohl wieder so variieren, wie sie Eurosport am besten in ihren am Wochenende mit Livesport überfüllten Programmplan passen. Dafür bitte jedes Wochenende, so auch dieses, unsere TV-Termine beachten. Kommentiert werden die Rennen wieder von Dirk Adorf, Uwe Winter und Christian Menzel.

Dieses Wochenende: 

Zu Monza als Strecke muss man nicht viel sagen. Es ist ein reines Hochgeschwindigkeitsrennen, Honda ist Favorit. Ich würde ja auch Chevrolet mit Nika Racing und RML in einer guten Position sehen, wenn nicht das Gewichtsreglement der WTCC dem Sieger des letzten Jahres 40 zusätzliche Kilo ins Auto packen würde. Aber vielleicht reicht es ja im zweiten Rennen.

 

 WTCC: Saisonvorschau 2013

The post WTCC: Saisonvorschau 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

November 17 2011

17:03

WTCC: Macao Vorschau 2011

Nach dem Rennen in Shanghai auf der etwas besseren Kartbahn vor gefühlten 50 Zuschauern fährt die WTCC ihr letztes Rennen schon fast traditionell auf der verrückten Strecke im Spielerparadies Macao.

Zur Strecke muss man nicht viele Worte verlieren. Selbst für einen Stadkurs ist Macao sehr eng und schnell. Es gibt zwei, sofern man sie so nennen mag, Überholstellen. Eine nach der langen Geraden und eine vor der Haarnadel, dafür muss man aber schon sehr mutig sein und darauf hoffen, dass der Gegner mitspielt, sonst findet man sich schnell in den zahlreichen Reifenstapeln wieder. Hier gibt es eine Onboardrunde zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=xSI292N3AUU .

Es kommt auf Grund der Streckencharakteristik immer wieder zu schweren Unfällen in Macao , leider auch mit Verletzten und Toten, 2005 verstarb ein französischer Motorradfahrer. Vorletztes Jahr brach sich Franz Engstler das Schlüsselbein und den Oberschenkelknochen. Es bleibt nur zu hoffen, dass wir dieses Wochenende von solch schlimmen Bildern und Nachrichten verschont bleiben. Deswegen gibt es auch immer wieder Diskussionen, ob Macao denn in der heutigen Zeit überhaupt noch zu verantworten sei.

Ach ja, wie man im Onboardvideo sieht, fahren natürlich auch Motorräder auf der Strecke, was in allen anderen Teilen dieser Welt auf Stadtkursen wohl strengstens verboten sein dürfte, nicht so in Macao. Desweiteren besitzt das Rennen ein supervolles Rahmenprogramm: einen GT3 Cup mit Lamborghinis, Audis, Ferraris, Porsches und Aston Martins. Desweiteren mehrere lokale Tourenwagenserien und eben die erwähnten Motorräder. Wer einen Stream findet, sollte auf alle Fälle mal reinschauen, außer es tut einem zu sehr weh, wenn die ganzen die schönen Autos auf der Strecke kaputt gefahren werden.

Die eigentlich Hauptattraktion sind die F3 Rennen, in denen Top-Nachwuchspiloten aus allen F3-Serien dieser Welt das Weltfinale ausfahren. Es ist ein sehr prestigeträchtiges Rennen, die Siegerliste liest sich sehr erlesen: Senna, Brabham, Michael und Ralf Schumacher, Coulthard, Jörg Müller und Sato. Eine vollständige Entrylist gibt es hier, das zweite Rennen wird live auf n-tv übertragen: http://www.formel3.de/ergebnisse/2011-11-20-s.pdf?PHPSESSID=8442ba2e5718bb673a6299f5b9ce5bb9 .

Zurück zur WTCC, die mal wieder mit ihren “berühmten” Gaststartern antritt. Damit das Safetycar auch schön viel Einsatzzeit bekommt und die europäischen Fans auch ja während der zahlreichen Runden unter gelb wieder dahin schlummern, sind es dieses Jahr gleich 9 Gaststarter: Kuo Io Keong, Felipe C. de Souza, Mak Ka Lok, André Couto, Joseph Rosa Merszei, Charles Kaki Ng, Gary Kwok, Philip Ma Ching Yeung und Lo Ka Chun. Jener Lo Ka Chun tritt in einem Peugeot 308 an. Woher er diesen Peugeot 308 hat, der vom Team 778 Autosport eingesetzt wird, ist indes nicht klar. Die WTCC-Peugeots, die mir bekannt sind, waren 407er in den Jahren 2005-2006. Falls jemand eine Erklärung für den Peugeot hat, damit gerne in die Kommentare. Die Gaststarter kommen bis auf den Kanadier Gary Kwok aus dem asiatischem Raum und fahren in den dortigen lokalen Serien, wie der CTCC ( Chinese Touring Car Championship ) und der SuperGT mal mehr und mal weniger erfolgreich.

Bei den Vollzeitfahrern gibt es derweil keine großen Überraschungen, außer dass Taniguchi von Bamboo-engineering nicht antreten wird. Das Auto wurde in Shanghai so schwer beschädigt, dass es dem Team aus logistischen Gründen nicht möglich war es zu reparieren, da die Teile aus Europa nicht schnell genug nach Asien kamen.

Spannend ist es zum Glück immer noch im Kampf um die Meisterschaft. Yvan Muller liegt 20 Punkte vor Rob Huff, doch wenn man so mag, ist Huff ein Macao-Spezialist. In den letzten 3 Jahren gewann er 3 von 6 Rennen, während Yvan Müller aber auch immerhin 3 Podestplätze zu Stande brachte. Allerdings ist in Macao auch immer ein Ausfall im Bereich des Möglichen, die Meisterschaft ist eigentlich trotz des doch etwas größeren Punkteabstandes dank der Lotteriequalität von Macao noch vollkommen offen.

Die Rennen finden dank der Zeitverschiebung zu sehr unfreundlichen Zeiten statt, nämlich um 4 und 5 Uhr morgens am Sonntag. Ob man wirklich aufstehen mag, um vermutlich viele Runden hinter dem Safetycar zu sehen, sei jetzt mal dahingestellt, aber Macao stellt eben auch eines der Highlightrennen im WTCC-Kalender dar und ist das letzte Mal, dass man die Autos in diesem Jahr auf der Strecke sieht.

 

flattr this!

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl