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January 01 2014

08:00

Best of 2013 – Yankee

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Super GT JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013 Day 2 GT500 Start2013 war ein Auf und Ab. Ein Jahr mit vielen gemischten Gefühlen. Wir haben gejubelt, gelacht, getrauert. Auf die schönen, unterhaltsamen Momente folgten die Stunden der Trauer, die Stunden des Schmerzes. Auch 2013 forderte der Motorsport erneut seine Opfer – Fahrer, Streckenposten, Zuschauer – die viel zu früh von uns gegangen sind. Zu früh bei einer Tätigkeit die sie liebten auszuführen. Mit Schock erinnere ich mich noch an den Moment, als Allan Simonsens Tod bei den 24 Stunden von Le Mans verkündet wurde.

Ich operierte damals die ersten beiden Rennstunden in unserem Live-Ticker, hatte dementsprechend die unliebsame Aufgabe über jene Schockmeldung zu berichten. Simonsens plötzliches Ableben war der zunächst traurige Höhepunkt einer Motorsport-Saison, die bereits im Februar beim NASCAR Nationwide Series-Rennen nur knapp an einer Katastrophe vorbeischrammte. 2013 steht im Zeichen von Allan Simonsen, Sam Edwards, Wolf Silvester, Janina Depping wie auch ihrer Beifahrerin, Jason Leffler, Maria de Vilotta sowie vielen weiteren, die viel zu früh von uns gegangen sind. Überschattet wurden die letzten Tage dieses emotional hügeligen Jahres mit der schockierten Meldung über Michael Schumachers schweren Ski-Unfall, der zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels (Stand: Montag, 30.12.2013) um sein Leben kämpft. Ich hoffe inständig, dass Schumacher die Kraft und das Glück hat, dieses eine „letzte Rennen“ um sein Leben zu gewinnen.

Den richten Übergang zum eigentlichen Hauptteil dieses Artikels ist nach diesem Einstieg nur schwierig. Trotz der Trauer gab es sie doch noch, die schönen Momente im Motorsport-Jahr 2013. Momente die uns erinnern, warum wir die ganze PS-Hatz und Kreisfahrerei eigentlich schauen und lieben. Momente die uns erinnern, weshalb wir früh am Morgen respektive spät in der Nacht uns vor den Fernseher oder Stream setzen, um Rennen von aller Welt zu verfolgen.

Bestes Rennen
Das Rennen der Super GT im Sportsland Sugo. Zugegeben, ich bin da natürlich etwas voreingenommen. Doch auch so wäre meine Wahl nach Japan gefallen. Das Rennen auf der malerischen Naturrennstrecke nahe Sendai bot nahezu alles, was man sich als Motorsport- / Sportwagen-Fan wünschen konnte. Viele Zweikämpfe in beiden Klassen, Überholmanöver, Spannung, wechselhafte Witterungsbedingungen und eine höchst kuriose Szene. Tatort Rainbow-Corner in Runde 70: Im erbarmungslosen aber stets fairen Zweikampf versuchen bei Nieselregen sich der Führende Yuji Tachikawa (außen) sowie Juichi Wakisaka (innen) am Evangelion-McLaren vorbei zu quetschen. Dabei berührt Wakisaka den lila McLaren leicht, der wiederum den Zent Cerumo-Lexus von Tachikawa touchiert. Tachikawa dreht sich ins Kies, während von hinten die beiden Honda mit Takashi Kogure und Frédéric Makowiecki ein 3-wide-Manöver auf der Geraden mit Wakisaka in der Mitte aufmachen. Dabei kommen Makowiecki sowie Kogure, jeweils von außen, dem Denso Kobelco SC430 von Wakisaka zu nahe. Makowiecki berührt den Lexus, schießt quer rüber und trifft Kogure. Vier der Top-Favoriten auf den Rennsieg waren eliminiert; Wakisaka schleppte sich mit einem Schaden noch auf Position Vier ins Ziel. Am Ende fuhr das ARTA-Team von Aguri Suzuki einen Doppelsieg in der GT500 wie auch GT300 ein. Sugo wie es leibt und lebt. Viel Action sowie ein denkwürdiger Moment, der schon jetzt in die Geschichte der Super GT eingeht.

Andere, denkwürdige Rennen waren jenes der Super Formula, ebenfalls im Sportsland Sugo, der Grand Prix von Long Beach der IndyCar (Takuma Sato gewinnt als erster Japaner ein IndyCar-Rennen) sowie der Saisonauftakt der Super GT in Okayama und das Finale der Super Formula in Suzuka.

Bestes Finish
Meine Kollegen Don und Thomas haben mir schon meine Wahl für die „weiteren Plätze“ mit jenen Zieleinläufen der IndyCar in den Straßen von Sao Paulo sowie dem Indy-Lights-Finish in Indianapolis abgenommen. Meine persönliche Nummer Eins fällt aber erneut nach Japan, wenn ich auch persönlich in einer kleinen Zwickmühle stecke. Das Duell in den letzten Runden mitsamt Foto-Finish von André Lotterer und Loic Duval (0.041 Sekunden!) in der Super Formula im Sportsland Sugo war außergewöhnlich. Vorausgehend war ein spektakuläres Rennen, das wohl auch aufgrund von vier Safety-Car-Phasen stets spannend blieb. Meine Wahl fällt jedoch auf das Finale der Super Formula in Suzuka, speziell auf den zweiten Lauf. Die Ausgangslage war eindeutig: Naoki Yamamoto musste mindestens den dritten Platz erreichen, um bei Punktegleichheit den Titel vor dem aufgrund seines WEC-Engagements bei Audi nicht am Rennen teilnehmenden André Lotterer zu gewinnen. Vorausgegangen war ein Start-Ziel-Sieg Yamamotos im strömenden Regen in Lauf Eins. Der Regen spielte auch im zweiten Durchgang eine wichtige Rolle, als sich zum Ende hin wieder der Himmel über der legendären Grand-Prix-Strecke öffnete. Es folgte ein Finish, das in Punkto Dramatik jenem der Formel Eins in Brasilien 2008 in nichts nachstand.

Bester Fahrer
Die Wahl könnte so einfach sein: Sebastian Vettel dominierte die diesjährige Formel-Eins-Saison spätestens ab der Halbzeit nahezu fehlerlos. Dies erfordert Respekt und Anerkennung. Ermöglicht wurde dieser Erfolg vor allem aber auch durch den technisch absolut überlegenen Red-Bull-Boliden. Freilich muss solch ein Gefährt erst fehlerlos pilotiert werden. Doch auch wegen der Überlegenheit konnte Vettel seiner Konkurrenz nicht einmal den Hauch einer Chance lassen. Die Wahl könnte so einfach sein… Ist sie aber nicht, weshalb ich mich für „Mr. Sixpack“ Jimmie Johnson entscheide. In acht Jahren sechs Mal den NASCAR Sprint Cup bei 36 Rennen im Jahr zu gewinnen ist eine unglaubliche Leistung. Oder anders ausgedrückt: der schiere Wahnsinn. Johnsons Erfolg kam nicht von ungefähr und gewiss nicht von ihm alleine. Es ist das komplette Team rund um Crew-Chief Chad Knaus, die das Jahr über mehr als 100% gaben und zusammen mit Johnson stets Top-Resultate einfuhren.

Ebenfalls erwähnen möchte ich André Lotterer, der vielleicht etwas untergegangen vom Trubel anderer Fahrer erneut eine bärenstarke Saison fuhr, trotz hervorragender Leistungen aber aufgrund von ein bisschen Pech sein persönliches „Triple“ (24 Stunden von Le Mans, WEC, Super Formula) nicht erzielte. Im gleichen Atemzug muss man seinen Audi-Kollegen Loic Duval erwähnen, dem es zusammen mit Tom Kristensen und Allan McNish erstmals gelang beim Langstrecken-Klassiker an der Sarthe zu obsiegen sowie Team LeMans in der Super Formula mit dem Erfolg im Sportsland Sugo nach Jahren wieder auf die Erfolgsspur zu manövrieren. Die Ehrenerwähnung geht an Allan McNish, der erst kürzlich als frisch gekürter Weltmeister seine aktive Rennfahrerkarriere beendete. Der symphytische Schotte zählt zu den Größen des Motorsports, den wir hoffentlich schon bald als TV-Kommentator begrüßen dürfen. Sein Vater erzählte einst, dass er bei seiner Geburt nicht sicher war, ob Allan ein echter McNish sei. „Doch als ich seine Eier sah, da wusste ich, dass er ein echter McNish ist.“ Vielen Dank für die tollen und unterhaltsamen Jahre, Allan!

Bestes Team
Red Bull Racing, weil die lassen die Eier nicht im Pool hängen. Sagt der Vettel.

Wenn ich nun sarkastisch klingen wollte, hätte ich Michael Waltrip Racing benannt. Kein Team hat besser (lies: schlechter) beschissen als diese Truppe. Da dreht sich einer, da wird ein anderer geparkt. Und am Ende gibt es vor allem einen Dummen: Matrix Truex jr. Das Ergebnis vom Versuch ihn ungewollt mit irgendwelchen Team-Ordern in den Chase zu holen: Punkte weg. Sponsor und damit auch Job weg. Glücklicherweise fand er bei Furniture Row ein neues Cockpit.

Die ernstgemeinte Antwort fällt auf das Team rund um Jimmie Johnson und Chad Knaus bei Hendrick Motorsports. Weshalb habe ich bereits in der Kategorie zuvor erwähnt. Die Ehrenerwähnung geht an Team Cerumo in der Super GT, weil man trotz unverschuldeten Pech (u.a. in Sepang, Sugo und Suzuka) nicht aufgab und doch noch die Meisterschaft in der GT500 gewann.

Überholmanöver des Jahres
Der Dreikampf zwischen Ronnie Quintarelli, Takashi Kogure und Koudai Tsukakoshi in der Super GT zum Saisonauftakt in Okayama fünf Runden vor Schluss um den Sieg. Sollte der Timestamp nicht funktionieren, einfach bis Minute 9:30 vorspulen:

Feinde / Duell des Jahres
Sebastian Vettel und Mark Webber konnten sich noch nie so wirklich leiden. Das aber sowieso schon angespannte Team-Verhältnis wurde noch weiter belastet, als der Deutsche in der so genannten „Multi-21-Affäre“ sich nicht an die Team-Order hielt und Webber den Sieg strittig machte. Mehr als Zoff und lange Gesichter gab es bei Red Bull jedoch nicht. Ganz im Gegenteil zwischen den beiden Streithähnen Joey Logano und Denny Hamlin. Dieser Zoff endete, ausgehend von harten, kritisierenden Worten Hamlins nach dem Frühlingsrennen in Bristol, in einem schweren Unfall in Fontana, bei dem weder Hamlin noch Logano nachgeben wollten. Hamlin verletzte sich dabei schwer, so dass er für einen Großteil der Saison pausieren musste. Einen zumindest aus fahrerischen Sicht tröstenden Abschluss hatte diese „verlorene“ Saison für Denny Hamlin aber doch noch: Wieder einigermaßen genesen gewann er das Finale in Homestead-Miami.

Kostenpunkt des Jahres
Hier fällt meine Wahl eindeutig auf den kuriosen, in einem großen Blechhaufen endenden Start der American Le Mans Series in Baltimore. Glücklicherweise wurde niemand dabei verletzt.

Enttäuschung des Jahres
Enttäuschungen gab dieses Jahr so einige. Aus Motorsport-technischer Sicht ist mir allerdings besonders die Problematik zwischen Japan und Südkorea im Gedächtnis geblieben. Sowohl Super GT wie auch Super Formula haben versucht ein Einladungsrennen respektive einen Meisterschaftslauf im koreanischen Nachbarsstaat auszutragen. Ohne Erfolg. Die Absagen beider Serien kamen zwar kurzfristig und überraschend, gingen jedoch einer langen und öffentlich zumindest erfolgreich suggerierten Vorarbeit heraus. Offiziell sprachen GTA und JRP jeweils von „diversen Gründen“. Nach entsprechender Recherche konnte ich allerdings einige der genauen Streitpunkte benennen, über die ich in meiner

November 16 2013

19:29

Super Formula: Yamamoto gewinnt Titel im Suzuka-Thriller

Besser hätte es nicht einmal Hitchcock schreiben können: Das Finale der japanischen Super Formula in Suzuka bot alles an Dramatik, was sich der geneigte Motorsport-Fan nur hätte wünschen können: Regen, viele Zweikämpfe und eine Titelentscheidung, die bis zur letzten Sekunde spannend war. Am Ende gelang Naoki Yamamoto die Sensation: Er gewann die Meisterschaft in Japans höchster Formel-Serie.

Super Formula Suzuka 2013 Naoki Yamamoto ChampionAnders als bei seinem Suzuka-Triumph in der Super GT im August dieses Jahres flossen Naoki Yamamoto vergangenen Sonntag nicht die Freudentränen unkontrolliert über die Wangen. Mussten sie aber auch nicht, denn auch so war sofort jedem klar, wie sehr er sich über den bislang größten Erfolg seiner noch jungen Karriere freute. Dem erst 25-jährigen Japaner gelang vergangenen Sonntag die Sensation: er ist der neue Super-Formula-Champion. Die Prämisse zum Showdown auf dem legendären Suzuka Circuit war spannend und ungewohnt zugleich: Weil Tabellenführer André Lotterer aufgrund einer Terminüberschneidung mit der WEC in China nicht in Suzuka starten konnte, kämpfte Naoki Yamamoto quasi in einer Art Fernduell gegen den 13 Punkte betragenen Vorsprung des Deutschen.

Hierfür hatte der Rookie des Jahres 2010 gleich zwei Sprintrennen über jeweils 20 sowie 28 Runden Zeit. Den ersten immens wichtigen Schritt ging Yamamoto allerdings bereits am Samstag. In der wichtigen Qualifikation sicherte er sich mit einem neuen Rundenrekord die Pole-Position für beide Läufe, was ihm jeweils einen Bonuspunkt einbrachte. Damit schrumpfte der Vorsprung Lotterers auf elf Zähler. Aufgrund des wie auch bereits in den vergangenen beiden Jahren veränderten Rennformats fürs Finale, wurden die erreichbaren Punkte selbstredend halbiert. Um den Sieg jedoch etwas stärker zu belohnen, gab es für jenen drei Bonuspunkte, womit der jeweilige Sieger ganze acht Zähler erhielt. Die beiden Pole-Positions im Sack musste Naoki Yamamoto in den beiden Läufen somit mindestens einmal gewinnen sowie den dritten Platz erreichen. Und genau dies tat der Mugen-Pilot auch: Im strömenden Regen gewann er Lauf Eins; im packenden Herzschlagfinale des zweiten Laufes erzielte er den Bronzerang. Damit zog er zwar Punktgleich (37 Zähler) mit André Lotterer, gewann gemäß des Reglements jedoch die Meisterschaft.

Super Formula Suzuka 2013 Naoki Yamamoto Team MugenDer Hintergrund: Anders als in europäischen oder amerikanischen Rennserien wie beispielsweise der Formel Eins, IndyCar oder WTCC, zählt in der Super Formula bei Punktgleichstand nicht die Anzahl der errungenen Siege. Dies ist ein Punkt, den ich in meiner Vorschau zunächst unterschlagen hatte, mich im Laufe des Rennwochenendes jedoch wieder erinnerte. Stattdessen zählt in solch einer „Tie-Breaker-Situation“ die höchste Anzahl an errungenen Punkten an einem Rennwochenende. Dies umschließt selbstredend auch den Bonuspunkt für die Pole-Position. Weil das Finale, trotz der Aufteilung in zwei Sprintläufe, in der Akkumulation als ein einziges Rennen zählt (offiziell als Round 7), ist die maximale Punkteausbeutung für einen Fahrer (18 Punkte), im Vergleich zu den anderen Meisterschaftsläufen (maximal 11 Punkte inklusive Bonuspunkt für die Pole-Position), deutlich höher. Im Direktvergleich schlug Naoki Yamamoto mit seinen 13 erzielten Zählern somit André Lotterer, dessen Maximalausbeute vom dritten Saisonrennen auf dem Fuji Speedway lediglich elf Punkte betrug. Entsprechend enttäuscht dürfte der extra aus China angeflogene Lotterer (das WEC-Rennen fand bereits am Samstag statt) gewesen sein, schließlich verlor er bereits 2004 im Tie-Breaker gegen den Nordiren Richard Lyons die Meisterschaft. Damals allerdings noch unter einem anderen RegleSuper Formula Suzuka 2013 Naoki Yamamoto Celebrationment.

André Lotterer fuhr mit gleich zwei Siegen in Autopolis sowie Fuji eine starke Saison. Konstant schnell und nahezu fehlerlos nagte lediglich die nicht ganz so starke Qualifying-Performance an seinem Gesamtbild. Ein Umstand, der sich durch das komplette Petronas Team Tom’s zog, schließlich musste auch Kazuki Nakajima in den Qualifikationen Federn lassen, was ihm im Sportsland Sugo auch letztlich aus dem Titelkampf eliminierte. Nichtsdestotrotz darf André Lotterer als der „kompletteste“ Fahrer der gesamten Saison bezeichnet werden. Dass es am Ende nicht ganz zum Titel reichte war wohl auch seiner zweimaligen Nichtteilnahme geschuldet. Denn bereits zum Saisonstart musste Ersatzmann (und Super-GT-Pilot an der Seite von Kazuki Nakajima) James Rossiter für den durch sein WEC-Engagement verhinderten Audi-Werksfahrer ins Cockpit steigen. Ähnlich erging es auch Loic Duval, der beide Male von Andrea Caldarelli ersetzt wurde, und mathematisch ebenfalls noch Chancen auf den Titel gehabt hätte. So aber blieb Naoki Yamamoto der einzig verbliebende Fahrer im Titelrennen. 13 Punkte Rückstand, zwei Sprintläufe und viel Drama. Das Super-Formula-Saisonfinale erinnerte an jenes der Formel Eins 2008, und übertraf an Spannung sogar jenes aus dem vergangenen Jahr sowie der Debütsaison der einst Formula Nippon genannten Rennserie im Jahr 1996. Damals eroberte Ralf Schumacher im strömenden Regen am Fuji Speedway die Krone des japanischen Formel-Sports, obwohl er aufgrund eines Unfalls ausfiel. Doch Schumacher behielt Glück im Unglück: Kazuyoshi Hoshino schied in Führung liegend aufgrund eines technischen Defekts aus; Schumachers Teamkollege Naoki Hattori erlaubte sich im Zweikampf einen immensen Fehler – und beendete seine Titelträume im Kies. Ein bisschen Glück hatte Naoki Yamamoto am vergangenen Wochenende ebenfalls. Doch auch dieses gewisse Quäntchen Fortüne zählt bekanntlich zum Sport dazu.

 

Rennen 1

Super Formula Suzuka 2013 Race 1 StartAus der vor dem Rennwochenende ausgesprochenen Wetterprognose von lediglich vereinzelt kleineren Regenschauern zum ersten Sprintrennen, wurde am Samstagabend eine 90%ige Wahrscheinlichkeit auf zumindest einen nassen Lauf. Und pünktlich wie der japanische Eisenbahnverkehr goss es fünf Minuten vor Rennbeginn strömend auf den Suzuka Circuit hinunter. Bei Bedingungen in denen die Formel Eins wohl den Start komplett verzögern würde, verzichtete die Super Formula sogar auf einen etwaigen Safety-Car-Start. Naoki Yamamoto kam am besten vom Fleck und holte einige Meter Vorsprung vor Takashi Kogure heraus, der seinen Teamkollegen Daisuke Nakajima überholte. Dahinter krachte es: Ausgehend einer kleinen Berührung mit Tsugio Matsuda rutschte Yuji Kunimoto auf das Gras an der Innenseite von Kurve Eins. Dort verlor er die Kontrolle über seinen Boliden und rutschte dabei kollidierend mit Kazuki Nakajima auf die Strecke zurück. Dies löste eine Kettenreaktion im hinteren Feld aus, wo Andrea Caldarelli mit Koudai Tsukakoshi zusammenprallte. Für alle vier Fahrer war das Rennen damit in der ersten Kurve beendet. Da die Streckenposten die Wracks schnell bargen, konnte das Rennen ohne eine Safety-Car-Unterbrechung fortgesetzt werden.Super Formula Suzuka 2013 Takuya Izawa Ryo Hirakawa

Noch in der ersten Runde fuhr Naoki Yamamoto einen kleinen Vorsprung auf Takashi Kogure heraus, verlor beim Anbremsen auf die letzte Schikane vor Start/Ziel jedoch die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Mugen-Pilot verhinderte zwar einen Dreher, musste allerdings Kogure ziehen lassen. Letzterer hatte aber erneut das Pech an seinen Sohlen kleben und steuerte bereits eine Runde später die Box aufgrund eines technischen Defekts an der Benzinversorgung an. Damit war der Weg für Naoki Yamamoto offen. Die Schrecksekunde aus der ersten Runde verdaut legte der junge Japaner ein Mordstempo vor. Mit einer schnellen Runde nach der anderen vergrößerte er seinen Vorsprung auf Daisuke Nakjima sowie Joao Paulo de Oliveira nach zehn Runden auf bereits 7,4 Sekunden. Derweil werkelten die Mechaniker bei Nakajima Racing am Boliden von Takashi Kogure, der im neunten Umlauf nicht nur das Rennen erneut aufnahm, drei Runden später sogar die bis dahin schnellste Runde in den Asphalt brannte. Ohne den technischen Defekt wäre es somit wohl zu einem hitzigen Duell zwischen ihm und Naoki Yamamoto gekommen. Während Yamamoto an der Spitze zur Halbzeit etwas an Fahrt herausnahm, kämpfte sich im Hintergrund dessen Teamkollege Takuma Sato durchs Feld. Etwas unbeobachtet von den Kameras büßte der IndyCar-Pilot am Start gleich mehrere Positionen ein, erkämpfte sich am Ende jedoch einen respektablen neunten Platz.

Super Formula Suzuka 2013 Ryo HirakawaEin wahres Feuerwerk feuerte Rookie Ryo Hirakawa ab. Von Startplatz Elf aus kommend schwamm das junge Talent mit seinem gelben Boliden über den Suzuka Circuit auf den sechsten Rang. Höhepunkt dieser Glanzfahrt dürfte unweigerlich das mehrere Runden andauernde Duell gegen Takuya Izawa gewesen sein. Der Vize-Champ von 2012 griff tief in die Trickkiste, um sich vor Hirakawa zu halten. In der zwölften Runde zog Ryo Hirakawa zwar mit Hilfe des Overtake-Buttons in der Löffelkuve an Izawa vorbei, überschoss jene jedoch. Da allerdings auch Izawa leicht ins Aus rutschte, nutzte Hirakawa die Gelegenheit und beschleunigte den Dandelion-Fahrer neben der Strecke aus. Die Rennleitung hatte nichts zu bemängeln, weshalb Hirakawa die Position behalten durfte. Er setzte sich nicht nur gleich mehrere Sekunden von seinem Kontrahenten ab, in Runde 17 fuhr er mit 1:54.078 zudem die schnellste Zeit des Rennens. Damit unterstrich Ryo Hirakawa erneut sein Talent. Für Takuya Izawa ging es hingegen weiter nach hinten. Profitierend von dem Zweikampf schlossen James Rossiter sowie Hironobu Yasuda auf, die ebenfalls am mit seinem Wagen sowie den Bedingungen kämpfenden Izawa vorbei gingen – am Ende wurde er enttäuschender Zehnter.Super Formula Suzuka 2013 Race 1 Podium

Nach 20 Runden gab es auf dem Podium gleich zwei Premieren zu feiern: Zum einen gewann Naoki Yamamoto sein allererstes Super-Formula-Rennen, zum anderen bejubelte Daisuke Nakajima mit Rang Zwei seine erste Podiumsplatzierung. Der Bronzerang ging an Joao Paulo de Oliveira, der hinterher von einem sehr instabilen Wagen sprach. Bereits vor der Ausfahrt aufs Grid ließ Naoki Yamamoto eine kleine Setup-Änderung vornehmen, die sich rückblickend betrachtend als goldrichtig herausstellte.

November 08 2013

22:48

Super Formula: Vorschau Round 7 Suzuka

Das Saisonfinale der Super Formula ist ein ungewöhnliches Fernduell: Während Tabellenführer André Lotterer für Audi in der WEC in Shanghai antritt, versucht der verbleibende Titelkandidat Naoki Yamamoto, ihm in Suzuka die Meisterschaft streitig zu machen.

Super Formula Suzuka 2013 GridSolch eine Ausgangslage hatte sich der zweifache Le-Mans-Sieger André Lotterer wohl zu Beginn des Jahres nicht ausgerechnet: Obwohl er aufgrund seines Engagements bei Audi in der Langstrecken-Weltmeisterschaft nicht am Saisonauftakt wie auch am Finale in Suzuka teilnehmen konnte, führt er mit insgesamt 37 Punkten unangefochten die Meisterschaft an. „Für mich heißt es einfach nur, viele Punkte zu sammeln“, erklärte er nach seinem Sieg Anfang Juni in Autopolis. Und dies tat der Duisburger auch: Neben dem Sieg in Kyūshū gewann er auch auf dem Fuji Speedway; in Motegi sowie im Sportsland Sugo eroberte er jeweils den zweiten Rang. Von den Patzern der direkten Konkurrenz profitierend ist Lotterer 2013 somit nicht nur der schnellste Pilot, sondern vor allem auch der konstanteste gewesen.

Zu viele Fehler erlaubten sich seine Rivalen. So gewann der letztjährige Vize-Champion Takuya Izawa zwar den Auftakt in Suzuka, schrieb im weiteren Saisonverlauf allerdings gleich drei Nullrunden – allesamt ausgelöst durch eigene Fehler oder unglückliche Kollisionen wie zuletzt in Sugo mit Takashi Kogure. Nicht besser verlief es für den Titelverteidiger Kazuki Nakajima, der lediglich in Motegi obsiegte und ansonsten mit zwei Nullrunden sowie einem fünften Platz zum Auftakt und einem schwachen achten Rang am Fuße des Fuji enttäuschte. Es war nicht unbedingt sein Jahr, auch wenn es mit gleich zwei Erfolgen in der Super GT deutlich besser für den ehemaligen Formel-1-Piloten lief. Ähnlich holprig war es für Joao Paulo de Oliveira. Der Champion von 2010 wurde vor der Saison zurecht als heißer Titelkandidat gehandelt, schaffte es in diesem Jahr bislang allerdings noch nicht aufs Podest. Ähnlich Nakajima wurden die Titelhoffnungen des Brasilianers endgültig begraben, als er aufgrund eines glücklicherweise glimpflich ausgegangenen Unfalls mit Rookie Ryo Hirakawa ausfiel.

Super Formula Sugo 2013 Loic Duval Andre LottererÜberhaupt dürfte das vergangene Rennen im Sportsland Sugo zu einem der besten, wenn nicht sogar zu dem besten in Japans höchster Formel-Serie gekürt werden. Zerfleddert durch vier Safety-Car-Phasen duellierten sich die beiden Audi-Kollegen André Lotterer und Loic Duval, der in diesem Jahr erstmals die 24 Stunden von Le Mans gewann, bis zur letzten Sekunde. Am Ende trennten die beiden lediglich 0,041 Sekunden – das knappste Finish der Super Formula. Für Duval (Champion 2009) war es der erste Sieg seit 2010, für Team LeMans sogar der Erste seit 2003. Wie auch Lotterer ist der Franzose an diesem Woche im Dienste von Audi in China unterwegs, weshalb er trotz sieben Punkten Rückstand nicht mehr in die Meisterschaft eingreifen kann. Ersetzt wird er wie schon zum Saisonauftakt vom Italiener Andrea Caldarelli; bei Petronas Tom’s steigt James Rossiter ins Cockpit. Der Brite ersetzte Lotterer bereits zum Saisonstart und ist ansonsten mit Kazuki Nakajima für Petronas Tom’s in der Super GT unterwegs. Rossiters Hauptaufgabe wird es sein, so viele Punkte wie möglich für die Team-Wertung zu ergattern. In dieser führt Petronas Tom’s (51 Punkte) nämlich mit 15 Zählern vor Kygnus Sunoco LeMans (36 Punkte). Entsprechend hoch dürfte demnach auch der Druck auf Ryo Hirakawa und Andrea Caldarelli sein.Super Formula Suzuka 2013 Takuya Izawa

Der Suzuka Circuit selbst benötigt keine große Einführung. Zusammen mit dem Fuji Speedway stellt die Strecke, die bereits im Frühjahr dieses Jahres ihren 50. Geburtstag feierte, den international bekanntesten Kurs Japans dar. Viele Fans und Fahrer bezeichnen die 5,807 km lange Strecke als eine der besten Rennstrecken der Welt. Die außergewöhnliche und einmalige Form einer Acht sowie die insgesamt 17 Kurven mit Namen wie Degner (benannt zu Ehren des 1983 verstorbenen Motorrad-Rennfahrer Ernst Degner, der just an dieser Stelle 1963 einen schlimmen Feuerunfall erlitt), Spoon, Dunlop aber auch Hairpin und natürlich die schnelle 130R entzücken Fans und Fahrer gleichermaßen. Jene 130R ist es allerdings auch, die nicht nur als schnelle und gefährliche (Mut-)Kurve gilt, sondern über die Jahre auch mehrmals aufgrund schwerer Unfälle aus

October 14 2013

14:18

Formel Eins: Analyse GP Japan 2013

Endlich gab es zumindest im Rennen mal wieder etwas Abwechslung an der Spitze, auch wenn der Sieger am Ende mal wieder Sebastian Vettel hieß. Aber leicht wurde ihm der Sieg nicht gemacht.

2013 Japanese Grand Prix - SundayWer hätte gedacht, dass man das vor einem Jahr hätte schreiben können, aber man muss Romain Grosjean dankbar sein. Sein exzellenter Start in Japan war es, der dem Rennen die nötige Würze gab. Seine Führung sorgte auch für interessante Einblicke in die Strategie von Red Bull und von Lotus, denn beide Teams wandten einige Tricks an, um die Führung zu sichern, bzw. zu behalten. Auch weiter hinten gab es einiges zu sehen. Massa hatte keine Lust mehr auf Stallorder, Räikkönen wühlte sich mal wieder durchs Feld und Nico Hülkenberg hätte die Top Teams mal wieder fast düpiert. Nur für Mercedes lief es extrem schlecht, da half dann auch keine Strategie mehr.

Der Start war der Schlüssel zum ersten Teil des Rennens. Romain Grosjean zwang mit der Eroberung des ersten Platzes Red Bull dazu, die Strategie zu splitten und neu zu justieren. Erstaunlich war nicht nur der Start, so gut kommt man einmal im Jahr von Startlinie. Erstaunlich war auch, dass Grosjean die Führung behaupten konnte. Lotus setzte in Japan zum ersten Mal den um 10 cm verlängerten E21 (E21LWB) ein, der sich zumindest für den Franzosen als Volltreffer erwies. Er schaffte es locker, den hinter ihm drängelnden Mark Webber in Schach zu halten. Interessant auch, dass Vettel seinerseits nicht an Webber vorbei kam. Beiden Fahrern wurde nach wenigen Runden per Funk mitgeteilt, dass man den Abstand auf zwei Sekunden vergrößern sollte, um die Reifen zu schonen. Es hatte sich in den Trainingsession herausgestellt, dass die “Medium” in Suzuka nur wenige Runden würden halten können.

Während vorne Grosjean, Webber und Vettel ihre Runden zogen, vergrößerte sich der Abstand Rosberg auf P4 immer weiter. Mercedes konnte nicht mal ansatzweise das Tempo halten und Rosberg musste seine Reifen schon früh schonen. Das wäre Hamilton nicht anders ergangen, wenn Vettel ihm am Start den Reifen nicht aufgeschlitzt hätte. Zwar wäre der Brite auf P3 gekommen, ob er aber dort lange hätte bleiben können, darf bezweifelt werden. Interessant wäre die Konstellation allerdings gewesen, weil er damit Vettel aufgehalten hätte, was im weiteren Rennverlauf zu einer Strategie hätte führen müssen.

Red Bull entschied sich dafür, Mark Webber früh reinzuholen. Man versuchte den Undercut an Grosjean, der zunächst draußen geblieben war. Vettel ließ man dagegen draußen, was im Nachhinein wie ein Vorteil aussieht. Der war zu diesem Zeitpunkt aber nicht ersichtlich, Red Bull spielte nur die Optionen aus, die man mit zwei Wagen an der Spitze hatte. Es war logisch, dass man Webber an die Spitze bringen wollte, bekanntermaßen funktioniert der RB9 besser, wenn er in “clean air” unterwegs ist. Gleichzeitig setzte man Lotus unter Druck, die Grosjean vermutlich länger hätten fahren lassen. Eine Zwei-Stopp-Strategie machte für Grosjean durchaus Sinn. Lotus reagierte aber wie gewünscht und holte Grosjean ebenfalls rein, weil man die Gefahr des Undercut sehen konnte und wusste, dass man vermutlich nicht mehr am Red Bull vorbeikommen würde.

Vettel draußen zu lassen war nicht ohne Risiko, denn so richtig klar war es nicht, wie die Medium reagieren würden, wenn man sie gegen eines Stints noch mal voll belasten musste. Auf der anderen Seite öffnete sich Red Bull damit jede Menge Optionen. Man hätte beide Fahrer sowohl auf eine Zwei- als auch auf eine Dreistoppstrategie setzen können, entschied sich aber dann dafür, Webber auf die Jagd zu schicken.

Das war dann besonders im zweiten Stint klar, als Vettel mit den “Hard” 23 Runden unterwegs war. Die Frage ist, warum man Webber nicht ebenfalls draußen gelassen hat. Der Schlüssel dazu liegt aber im frühen ersten Stopp, der zwei weitere lange Stints erschwerte, wenn man um den Sieg fahren wollte. Zu dem kam der Umstand, dass Webber noch einen frischen Satz Medium auf Lager hatte. Doch dafür hätte Webber nach seinem letzten Stopp vor Grosjean rauskommen müssen, was dem Australier nicht gelang. Vettel hatte durch seine zwei längeren Stints etwas Zeit gewonnen, was ihm am Ende dann reichte. Aber es war dieses Mal nur wenige Sekunden, die Dominanz von Red Bull war in Suzuka zumindest gegenüber Lotus nicht so groß wie sonst.

Hat Red Bull also mal wieder Mark Webber geopfert? Ja und Nein. Der Versuch mit dem Undercut nach dem ersten Stopp war richtig, aber er kam etwas zu früh. Nur zwei weitere Runden hätten Webber mehr Spielraum in der Strategie gebracht.

Dahinter ging es mal wieder bunt zu. Weil Rosberg den Laden ein wenig aufgehalten hatte, konnten sich im Mittelfeld kaum größere Lücken bilden und man blieb eng beieinander. Als Rosberg wegen der überflüssigen Durchfahrtsstrafe (Unsafe Release) zurückfiel war es Hülkenberg, das Feld zusammenzuhalten. Hinter ihm stauten sich beide Ferrari und Räikkönen, der wegen des Verkehrs nicht vorankam. Bei Ferrari lieferten sich Massa und Alonso einen hübschen Zweikampf. Der Brasilianer ignorierte die nur minimal verschlüsselte Aufforderung Alonso doch bitte Platz zu machen und blieb auch nach dem ersten Boxenstopp vor dem Ex-Weltmeister, der erst zwei Runden nach Massa kam. Im zweiten Stint schaffte Alonso dann nach etlichen Anläufen dann das Überholmanöver, hatte aber durchaus Zeit verloren. Am Endergebnis hat das Duell aber nichts geändert, Ferrari war insgesamt mal wieder zu langsam. Massa versaute ein besseres Ergebnis dann mit einer Durchfahrsstrafe wegen einer Geschwindigkeitsübertretung in der Box.

Sauber konnte Nico Hülkenberg lange auf P4 halten, allerdings nahten von hinten dann Alonso und Räikkönen. Der Deutsche war auf einer etwas unorthodoxen Strategie unterwegs. In Runde 10 war er zum ersten Mal drin, dann wieder in Runde 29. Den Rest des Rennens musste er dann mit seinen Reifen klarkommen. Alonso kam eine Runde später, Räikkönen erst in Runde 31. Aber der Sauber verbraucht seine Hinterreifen schneller, als der Ferrari und der Lotus, so dass “The Hulk” beide passieren lassen musste. Erwähnenswert ist auch das Rennen seines Teamkollegen Esteban Gutierrez. Der verpasste zwar den Einzug in Q3 und startete nur von P14, kam aber hinter Hülkenberg auf P7 ins Ziel. Sauber hatte den Mexikaner schon in Runde 9 reingeholt, aber wie bei Hülkenberg auf eine Drei-Stopp-Strategie verzichtet. Sein letzter Stopp kam in Runde 30 und es ist schon eine bemerkenswerte Leistung, dass er den Sauber vor Rosberg, Button und Massa ins Ziel bringen konnte. Selbst wenn man die Strafen von Rosberg und Massa abzieht, wäre Guiterrez immer noch auf P9 eingelaufen, was ebenfalls durchaus beachtenswert ist.

Richtig schlecht läuft es weiterhin für Force India und Toro Rosso. Beide Teams kämpfen mit den Reifen, besonders Force India, bei denen gar nicht mehr zusammengeht. Wenn man bedenkt, dass das Team vor der Änderung der Reifen genau an der Stelle war, an der jetzt Sauber ist, bekommt man eine Ahnung, wie sehr die Reifen das Gleichgewicht in der F1 verändern.

Der WM-Titel für Vettel ist nur Formsache, er muss in Indien besser als P5 ins Ziel kommen, das war es dann schon. Die Team-WM ist noch nicht entschieden, aber ebenfalls so gut wie klar.

Jenson in action Sergio in action F1_Japan_2013 00009 F1 Grand Prix of Japan - Practice F1 Grand Prix of Japan - Qualifying F1 Grand Prix of Japan - Race F1 Grand Prix of Japan - Race F1 Grand Prix of Japan - Race F1_Japan_2013 00016 F1_Japan_2013 00017 GP Spanien 2013 GP Spanien 2013 Motor Racing - Formula One World Championship - Japanese Grand Prix - Race Day - Suzuka, Japan Motor Racing - Formula One World Championship - Japanese Grand Prix - Race Day - Suzuka, Japan Motor Racing - Formula One World Championship - Japanese Grand Prix - Qualifying Day - Suzuka, Japan

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October 05 2013

03:00

Super GT: Vorschau Round 7 Autopolis

Die Super GT biegt auf die Zielgerade: Auf dem wunderschönen, in die Natur eingebetteten Autopolis Circuit im Nationalpark Aso Kujiyu in Kyūshū steigt das vorletzte Saisonrennen. Die reduzierten Gewichts-Handicaps sowie die sehr geringen Punkteabstände aber auch die Wettervorhersage erhöhen die Spannung im Meisterschaftskampf.

Super GT Autopoli 2012 GridWährend sich der Meisterschaftskampf in beiden Klassen zuspitzt, sind Toyota (Lexus), Honda sowie Nissan damit beschäftigt, die neuen GT500-Wagen auf Basis des technischen DTM-Reglements für 2014 vorzubereiten. Im September waren beispielsweise Nissan sowie Lexus in Suzuka wie auch auf dem Fuji Speedway unterwegs. Um ein entsprechend großes Spektrum an Fahrer-Feedback zu erhalten, wurden entsprechend mehrere Pilote aus den jeweiligen Fahrerkadern für die Testfahrten beauftragt. In Fuji saß beispielsweise Seiji Ara am Steuer des Lexus LF-CC (einen genauen Fahrzeugnamen gab der Hersteller bislang noch immer nicht bekannt), der im Gegensatz zum Test in Suzuka erstmals mit Yokohama-Pneus bereift wurde. Wohl auch aus dem Grund, weil Seiji Aras WedsSport Advan SC430 mit den Gummis von Yokohama unterwegs ist und so ein direkter Vergleich mit dem aktuellen Boliden gezogen werden kann. Zum anderen aber wohl auch, um die entsprechenden Reifen der jeweiligen Hersteller zu testen, schließlich sind auch im nächsten Jahr erneut mehrere Fabrikate erlaubt.

Super GT Nissan GT-R Nismo GT500 Fuji Speedway 2014 TestEin ähnliches Programm fuhr auch Nissan. Für die Marke aus Yokohama saß erstmals Tsugio Matsuda (Calsonic Impul GT-R) am Steuer des neuen GT-R GT500. Anstatt Michelin-Reifen erprobte Nissan erstmals Bridgestone-Pneus, mit denen Matsuda in der aktuellen Saison unterwegs ist. Neben Reifentests montierte Nissan erstmals auch das „Low-Drag-Aero-Kit“, welches sich unter anderem durch eine leicht veränderte Front sowie einen flacheren Heckflüge auszeichnet. Jene Konfiguration soll bei den Rennen auf dem Fuji Speedway eingesetzt werden. Es ist davon auszugehen, dass die anderen beiden Hersteller solch ein Aero-Paket in naher Zukunft ebenfalls testen werden. Wie schnell die neuen GT500-Autos letztlich auf der Highspeed-Bahn nahe des bekanntesten Wahrzeichens Japans sein werden, ist derzeit noch ungewiss. Aufgrund des erhöhten Luftwiderstandes der neuen Boliden, wird mit einer Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h gerechnet. Zum Vergleich: Die derzeitigen GT500-Wagen donnern die die 1,5km lange Start- und Zielgerade mit rund 290 km/h herunter. Ganz reibungslos verlief der Test für Nissan jedoch nicht: Ein Feuer stoppte die Aktivitäten frühzeitig. Fahrer und Wagen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden.

Vergangene Woche verkündete die GTA, dass DRS in der kommenden Saison verboten ist. Zwar seien die technischen Voraussetzungen seitens der JAF (Japanese Automobile Federation) hierfür geschaffen, derzeit hegt die GTA aber keine Pläne für den so genannten „DTM-Klappflügel“. Bleibt zu hoffen, dass dieser auch niemals nötig sein wird. Im Zuge dessen gab man auch eine Änderung bei der Verteilung des Gewichts-Handicaps bekannt. Wie bekannt werden die neuen Fahrzeuge 100kg leichter als die derzeitigen GT500-Maschinen sein. Zwar belaufen sich die maximalen Zusatzgewichte weiterhin auf 100kg, allerdings teilen sich diese nun auf 50kg Zusatzgewichte die direkt im Sitzbereich des Fahrers montiert werden müssen (dies ist auch im aktuellen Reglement so) sowie auf 50kg für einen so genannten „Fuel Flow Restrictor“ auf. Bisweilen durften die restlichen 50kg frei im Wagen verteilt werden. Dies fällt mit der Einführung des „Fuel Flow Restrictors“ 2014 hingegen weg. Das Mindestgewicht der neuen GT500-Boliden beläuft sich somit auf 1000kg + bis zu 100kg Gewichts-Handicap (2013 Mindestgewicht: 1100kg + bis zu 100kg Gewichts-Handicap). Ob es eine Änderung an der Vergabe der Zusatzgewichte geben wird, ist derzeit nicht bekannt. Davon ist allerdings nicht auszugehen, da sich das derzeitige System bewährt hat. Zur Erinnerung: Die Zusatzkilos werden durch die eingefahrenen Punkte errechnet, die mit Zwei multipliziert werden. Hat ein Fahrer-Duo beispielsweise 20 Punkte auf dem Konto, erhalten Sie 40kg Ballast in den Wagen. Nahmen beide Fahrer an allen bisherigen Rennen teil, ist das Gewichts-Handicap beim vorletzten Saisonrennen gleich den eingefahrenen Punkten, sprich 20 Punkte wären dann auch 20kg. Für das letzte Saisonrennen wird, sofern beide Fahrer auch allen bisherigen Läufen teilnahmen, der Erfolgsballast hingegen komplett aus dem Wagen genommen. Sollten beide Piloten jeweils eine unterschiedliche Anzahl an gefahrenen Rennen haben, beispielsweise weil ein Fahrer ausfiel oder aufgrund zu vieler Strafpunkte für ein Rennen gesperrt wurde (passierte 2012 Daiki Sasaki, weshalb er in Autopolis von Yuhi Sekiguchi im NDDP GT-R GT3 ersetzt wurde), entscheidet die geringere Anzahl an gefahrenen Rennen. Das Gewichts-Handicap errechnet sich hingegen aus der entsprechend höheren Punktzahl. Davon betroffen war im vergangenen Jahr auch der Petronas Tom’s SC430, als Kazuki Nakajimas damaliger Teamkollege Loic Duval aufgrund des WEC-Rennens in Spa Franchorchamps nicht in Fuji teilnahm und von Richard Lyons ersetzt wurde. Dieses Jahr ist allerdings kein Team davon betroffen.

Autopolis ist eine RennstrecSuper GT Autopolis 2012 GT500 Podiumke nahe der Kleinstadt Kamitsue (Ōita-Präfektur in Kyūshū), direkt im Nationalpark von Aso Kujiyu. Kamitsue liegt rund 30km nordöstlich von Kumamoto und ist mit 1258 Einwohnern (Stand 2003) relativ klein, was sich wie auch beim Twin Ring Motegi in einer schlechten örtlichen Infrastruktur widerspiegelt. Um die Strecke herum sowie in Kamitsue gibt es nur wenige Hotels, weshalb die Besucher sich auf längere An- und Abfahrten einstellen müssen. Die Situation hatte sich nach der Eröffnung der Strecke 1990 zwar ein wenig gebessert. Das Ziel, die Formel 1 nach Autopolis zu holen, ist den Streckenbetreibern allerdings nie geglückt, obwohl man sogar in den Jahren 1990 und 1991 die Wagen von Benetton als Sponsor verzierte. Als bisher einzige, international sehr große Rennserie fuhr die FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft 1991 als finalen Saisonlauf ein 430km-Rennen in Autopolis, das Michael Schumacher und Karl Wendlinger in einem Mercedes-Benz C291 gewannen.

Seitdem machte die Strecke viele finanzielle Krisen durch, bis sie letztlich 2005 von Kawasaki gekauft wurde. Neben der Super Formula sind seit 2003 jährlich auch die Super GT (abgesehen von 2010) sowie der D1 Grand Prix, die Super Taikyu und die MJF Superbike in Autopolis unterwegs. Die Strecke ähnelt wie viele der japanischen Kurse einer kleinen Achterbahnfahrt, schön eingebettet in die Natur mit einem hübschen Ausblick. 19 Kurven ergeben auf 4,673km bei einer Renndistanz von 300km 65 technisch anspruchsvolle Runden. Da die Strecke im Hochland der Insel Kyūshū angesiedelt ist, ist die Luft relativ dünn, zudem besitzt die Berg- und Talfahrt Höhenunterschiede von bis zu 52 Metern. Während der erste Teil des Kurses quasi bergab führt, geht es im zweiten Teil wieder etwas hinauf. Die Strecke gilt zudem als sehr reifenmordend.

Aufgrund fehlender Super-Formula-Onboard-Aufnahmen in Autopolis folgt eine Cockpit-Aufnahme von Satoshi Motoyama im Nissan GT-R aus dem Jahr 2009:

Für zusätzliche Spannung könnte das Wetter sorgen. Laut der aktuellen Vorhersage könnten nämlich sowohl Qualifikation wie auch Rennen von mitunter starken Regenschauern geplagt werden. Dies dürften die Auswirkungen des Taifuns Fitow (Quedan) sein, der auf dem Weg nach China am Samstagnachmittag Teile von Okinawa treffen soll. Bereits im letzten Jahr sorgte der Regen für zusätzliche Würze im Rennen, während die Super Formula Anfang Juni dieses Jahres neben vereinzelten Regenschauern noch mit dichten Nebel zu kämpfen hatte.

GT500

Super GT Suzuka 2013 Weider Modulo HSV-0102012 entschied sich die GT500-Meisterschaft in Autopolis: In der letzten Runde kämpften sich Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli (damals noch für Mola) am Epson HSV-010 von Nakajima Racing vorbei. Das Überholmanöver brachte ihnen auf den letzten Metern nicht nur den entsprechenden Rennsieg, sondern auch den benötigten Vorsprung auf die Rivalen Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) aus dem Lexus-Lager. Yanagida und Quintarelli verteidigten erfolgreich ihren GT500-Titel, weshalb als Belohnung in diesem Jahr die Beförderung zur Werksmannschaft Nismo folgte. Dieses Wochenende werden wir hingegen keine vorzeitigte Titelentscheidung sehen. Hierfür sind die Punkteabstände zu gering und die Liste der sich noch im Titelrennen befindlichen Piloten zu lang. Mathematisch gesehen habe noch ganze zwölf (!) Fahrerpaarungen eine Chance auf die Meisterschaft. Realistisch betrachtet darf der „Cut“ aber wohl bereits nach Position Acht (Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura, Denso Kobelco SC430) getätigt werden. Hierbei würde man allerdings insbesondere Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi (Reito Mola GT-R, 20 Punkte)) unrecht tun, schließlich zeigten sie, abgesehen von einem Setup-Fehlgriff in Fuji) in den letzten drei Rennen sowie den offiziellen Testfahrten einen hervorragenden Speed. Wie bereits schon häufiger an dieser Stelle geschrieben, mangelte es dem Altmeister sowie dem Rookie lediglich an Rennglück, der den Sprung auf die Mitte des Podiums verhinderte. In der Tabelle liegt das Duo mit 26 Punkten Rückstand derzeit auf Position Zwölf. Satoshi Motoyama hält mit insgesamt vier Siegen jedoch den derzeitigen Rekord aller aktiven Piloten in Autopolis; sein Teamkollege Yuhi Sekiguchi erzielte 2012 die Pole-Position in der GT300. Ein Sieg würde das Duo in den Titelkampf zurückbefördern.

Super GT Fuji 2013 Zent Cerumo SC430Aufgrund der vielen wendigen Kurven sowie Höhenunterschieden ist auf dem Autopolis Circuit Power gefragt. Power an denen es allen drei Marken nicht mangelt. Tatsächlich sind sich Lexus, Nissan sowie Honda relativ ausgeglichen, wenn auch letztere seit der Einführung des HSV-010 GT bislang weder eine Pole-Position noch einen Sieg einfahren konnten. Die Hauptfavoriten auf den Sieg am Sonntag sind gleichzeitig auch die vier Bestplatzierten in der Tabelle. Diese führt derzeit das Honda-Duo Naoki Yamamoto / Frédéric Makowiecki (Weider Modulo HSV-010) sowie das Nissan-Gespann Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R) jeweils mit 46 Zählern punktgleich an. Gefolgt werden sie von den Titelverteidigern Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli (Motul Autech GT-R, 44 Punkte) sowie Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430, 43 Punkte). Letztere erlebten bislang eine Saison voller Aufs und Abs, mit dem ersten Saisonsieg beim vergangenen Rennen auf dem Fuji Speedway. Auf den roten Cerumo-Lexus muss am Wochenende ein besonderes Auge geworfen werden, besonders weil Yuji Tachikawa den Rekord mit insgesamt vier Pole-Positions im Autopolis hält. Zusätzlich gelang es Toyotas Edelmarke seit 2009 dreimal hintereinander den ersten Startplatz in der Qualifikation zu ergattern. Ein besonderes Auge muss man bei dieser Konstellation selbstredend auf die amtierenden Champions Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli legen. Das Duo erlebte wie auch die Cerumo-Jungs ein Auf und Ab – ihrem ersten Saisonsieg rasen sie bislang noch hinterher. Interessant: Am Freitag erglänzte der rote Motul Autech GT-R mit einem neuen Front-Fender, der an jenen des BMW M3 in der DTM erinnert. Es ist allerdings unklar, ob Nismo diesen auch am Wochenende verwenden wird. Auf Meisterschaftsrang Fünf liegen derzeit Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi (Keihin HSV-010, 41 Punkte), die zuletzt in Fuji mit Platz Zwei ihr bestes Saisonergebnis aus Okayama (ebenfalls Platz Zwei) bestätigten. Autopolis liegt Tsukakoshi, was er unter anderem mit seinem Sieg in der Super Formula (damals noch Formula Nippon) im vergangenen Jahr bewies. Der Keihin-Honda verdrängte zudem die lange Zeit führenden Takuya Izawa / Takashi Kogure (Raybrig HSV-010, 37 Punkte) auf Tabellenrang Sieben, noch einen Platz hinter das Lexus-Gespann Daisuke Ito / Andrea Caldarelli (KeePer Tom’s SC430, 40 Punkte).

Super GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-RDie geringen Punkteabstände bedeuten gleichzeitig, dass die Zusatzgewichte bei den Hauptfavoriten nahezu identisch sind. Ein gutes Ergebnis in den Top-3 ist für alle Meisterschaftsanwärter somit Pflicht, zumal für das letzte Saisonrennen auf dem Twin Ring Motegi alle Ballaste entfernt werden. Einen Favoriten für den Rennsieg zu bestimmen ist hingegen schwer. Besonders wenn man den drohenden Regen hinzurechnet, der das Klassement durcheinanderwürfeln könnte. Zwar gibt es aus der laufenden Saison kaum brauchbare Vergleichswerte, in den vergangenen Jahren erwiesen sich auf nasser Bahn aber insbesondere die Reifen von Yokohama (WedsSport SC430, D’station Advan SC430) sowie deren Pendants von Dunlop (Epson HSV-010) als besonders vorteilhaft. Wie es letztlich auch kommen wird: Weil die Super GT eine Team- und keine Herstellermeisterschaft ist, muss mit keiner „Marken-Order“ zum Positionshalten oder Platztausch gefürchtet werden.

 

GT300

Super GT Malaysia 2013 Mugen CR-Z GTAuch spannend aber nicht ganz so knapp präsentiert sich die GT300-Klasse in diesem Jahr. Zwar haben aus mathematischer Sicht noch ganze acht Fahrerpaarungen die Chance auf die GT300-Krone, allerdings scheint der Vorsprung des Mugen-Gespanns Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT) mit ganzen 68 Punkten zu groß. Erst mit 16 Zählern Rückstand folgen auf Position Zwei Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS, 52 Punkte), gefolgt von Tetsuya Yamano / Kota Sasaki (Subaru BRZ R&D Sport, 51 Punkte). Der Vorsprung des Mugen CR-Z GT auf den Gainer Dixcel SLS erhöhte sich vor rund zwei Wochen, als zehn Super-GT-Teams (Pacific Direction Racing schrieb sich in letzter Sekunde als ursprünglich elftes SGT-Team in die GTC-Klasse um) als eigenständige Klasse beim Gastspiel der Asian Le Mans Series auf dem Fuji Speedway antraten. Den Klassensieg errang der Hybrid-Honda mit Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama vor dem Gainer-Gespann Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim und dem Subaru-BRZ-Duo Testuya Yamano / Kota Sasaki. Mit anderen Worten: Die Top-3 der GT300-Tabelle erzielten beim Gastspiel das Podium. Der ARTA CR-Z GT (Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi) schied hingegen nach einem technischen Defekt aus. Ein gutes Abschneiden beim Asian-Le-Mans-Series-Lauf war deshalb Pflicht, weil die besten zehn Super-GT-Teams Punkte für die GT300-Meisterschaft sammeln konnten. Der Sieg stellte den ersten Triumph für Team Mugen mit ihrem weißen Hybrid-Boliden dar, nachdem der Schwesterwagen von ARTA bereits in Sepang und Sugo reüssierte. Der Pansonic apr Prius GT nahm am Rennen hingegen nicht teil.Super GT Okayama 2013 Gainer Dixcel SLS

Interessant war der zweite Saisonlauf der Asian Le Mans Series aus zweierlei Gründen: Zum einen fuhren die Super-GT-Boliden ohne ihre Gewichts-Handicaps (aber selbstredend mit der aktuellen Balance of Performance), zum anderen versenkten sie nahezu das komplette, reguläre Starterfeld in der GTE und GTC-Klasse. So errangen Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama nicht nur den Klassensieg, sondern belegten mit gerade Mal zwei Runden Rückstand auch Gesamtrang Drei (hinter den beiden LMP2-Boliden von KCMG und OAK Racing), gefolgt von ihren Konkurrenten aus dem Hause Gainer und Subaru R&D Sport. Ein Grund hierfür war unter anderem, dass die GT300-Autos mit ihren jeweiligen Reifen aus der Super GT unterwegs waren, während die GTE und GTC der Asian Le Mans Series auf Einheitspneus von Michelin setzt. Die Demonstration der GT300-Teams war dennoch eine Klasse für sich. Ganz nebenbei bemerkt sorgte man mit vielen Positionskämpfen noch für die beste Show. Wohl aber auch wegen der Stärke der Boliden auf Basis des JAF-GT300-Reglements, schraubte die GTA für Autopolis erneut an der Balance of Performance des Honda CR-Z GT sowie des Subaru BRZ GT300. Der Toyota Prius blieb dabei unangetastet, wohl auch weil der Hybrid-Renner erst zwei Rennen in diesem Jahr beendete (beide Male in Fuji, jeweils mit einem Sieg sowie einem zweiten Platz) und ansonsten auch nicht einen ähnlich dominanten Speed wie die Hybrid-Kollegen aus dem Hause Honda aufweist.

Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZDemnach hat die GTA erneut die Luftmengenbegrenzer verkleinert. Interessanterweise haben sich Mugen wie auch ARTA dazu entschlossen, das Mindestgewicht des CR-Z GT um 100kg auf 1200kg anzuheben, um so mit einem größeren Luftmengenbegrenzer (29,1mm) zu fahren. Beim ursprünglichen Mindestgewicht von 1100kg wäre der Begrenzer mit 28,5mm kleiner ausgefallen. Der Grund hierfür könnte am Hybrid-System liegen. Der Luftmengenbegrenzer des Subaru wurde hingegen von 41,4mm auf 40,6mm (Mindestgewicht 1100kg) verkleinert. In wie fern sich die neusten BoP-Änderungen auf die Performance der zwei genannten Fahrzeuge auswirken, wird sich erst am Wochenende zeigen. Bereits in meiner <b>Vorschau zum Pokka Sapporo 1000km in Suzuka</b></a> habe ich geschrieben, dass die Stimmen im Fahrerlager bezüglich der Verkleinerung der Luftmengenbegrenzer zweigeteilt seien. Während einige Beteiligten aus dem GT3-Lager lieber weitere Zusatzkilos in den reinen GT300-Maschinen sehen würden, warfen andere die Idee über eine Änderung der Schmierung in den Raum.<a href=" http:="" rel='\"attachment'>Super GT Fuji 2013 GSR Hatsunemiku BMW

Fest steht jedoch, dass ohne ein schlechtes Ergebnis oder gar einen Ausfall von Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT), die anderen Titelanwärter Hironori Takeuchi / Takeshi Tsuchiya (Okinawa-IMP SLS, 45 Punkte), Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW, 42 Punkte) sowie Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi (ARTA CR-Z GT, 40 Punkte) nur noch theoretische Chancen auf den Titel haben. Insbesondere die beiden zuletzt genannten Duos müssten in Autopolis gewinnen oder zumindest das Podium erreichen, um, bei einem gleichzeitigen Ausfall der Tabellenführer, ihre Chancen zu wahren. Eine weitere BoP-Meldung gibt es im GT3-Lager zu vermelden. So hat die FIA, deren Balance of Performance die Super GT für die Autos nach FIA-GT3-Reglement benutzt, die maximale „Boost-Pressure“ des Nissan Nismo GT-R GT3 von 2,00 auf 2,05 Bar erhöht. Absolut unzufrieden mit der Einstufung des 2013er Modells des Porsche 911 GT3 R sind hingegen die Titelverteidiger bei Taisan Ken Endless (Endless Taisan Porsche) weshalb man für die verbleibenden Saisonrennen zurück auf das Modell vom letzten Jahr wechselt. Kyosuke Mineo / Naoki Yokomizo konnten die ganze Saison über keinen Fuß fassen (derzeit Tabellenrang 12 mit 21 Punkten), weshalb es interessant zu beobachten wird, ob man mit dem letztjährigen Modell, mit dem man immerhin die Meisterschaft gewann, eventuell sogar aufs Podium fahren kann. Dies ist nicht der erste Fahrzeugwechsel in diesem Jahr. Bereits nach dem dritten Saisonlauf in Malaysia sah Team Mach den Ferrari 458 GT3 von der FIA-BoP benachteiligt, weshalb man seit Suzuka ebenfalls einen Nissan Nismo GT-R GT3 einsetzt. Auch apr stellte aufgrund der unvorteilhaften BoP ihren Audi R8 LMS ultra in die Garage und erwarben ebenfalls den liebevoll „Godzilla“ genannten GT3-Renner von Nissan.

TV-Zeiten

An der TV-Situation hat sich nichts geändert, weshalb man sich erneut der mehr oder weniger beliebten Graualternative bedienen muss. Der japanische Sender J Sports 3 überträgt die Qualifikation am Samstag ab 6:50 Uhr deutscher Zeit live. Am Rennsonntag geht J Sports 4 ab 6:30 Uhr auf Sendung. Der Rennstart erfolgt eine halbe Stunde später um 7:00 Uhr.

Copyright Photos: GT Association

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September 28 2013

04:00

Super Formula: Vorschau Round 6 Sugo

Nach einer knapp zweimonatigen Zwangspause begibt sich die Super Formula an diesem Wochenende im Sportsland Sugo in ihre vorletzte Saisonstation. André Lotterer kann am Sonntag vorzeitig die Meisterschaft gewinnen; Takuma Sato steigt in das zweite Cockpit bei Mugen.

Super Formula Sugo 2012 StartDas Unmögliche möglich machen. Vor dem Saisonstart hatte eigentlich keiner so richtig daran geglaubt, dass André Lotterer zwei Rennen vor Saisonschluss der Hauptanwärter auf den Titel sein würde. Selbst Lotterer gab sich zu Beginn des Jahres eher vorsichtig, sprach lediglich davon so viele Punkte wie möglich sammeln zu wollen. Der Hintergrund: Wie auch Loic Duval konnte der deutsche Audi-Werksfahrer aufgrund seines WEC-Engagements nicht am Saisonstart teilnehmen. Da sich auch das Super-Formula-Finale in Suzuka mit dem China-Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft überschneidet, werden sowohl Lotterer wie auch Duval nicht in Suzuka antreten. Weil der Saisonabschluss in diesem Jahr erneut in zwei Sprintrennen aufgeteilt ist, entgehen ihnen somit 18 mögliche Punkte – jeweils 8 für den Rennsieg + jeweils ein weiterer Punkt für die Pole-Positionen.Super Formula Fuji 2013 Andre Lotterer Kazuki Nakajima

Der zweite Titelgewinn für Lotterer nach 2011 (damals noch unter dem Namen Formula Nippon) scheint somit denkbar schwer, gar unmöglich. Gleich zu seinem persönlichen Saisonstart beim zweiten Rennen in Autopolis bewies der Duisburger allerdings erneut seine Klasse, als er neben der Pole-Position auch den Rennsieg einfuhr. Das Unmögliche möglich machen. Dies erscheint nach der Absage des Rennens in Inje (Korea) für den zweifachen Le-Mans-Sieger in noch weitere Ferne gerückt zu sein, schließlich entgingen ihm so etwaige Punkte, mit denen er sich weiter von der direkten Konkurrenz hätte absetzen können. Diese stellte sich im bisherigen Saisonverlauf häufiger selbst das Bein, weshalb zum sowieso sehr konstanten Speed Lotterers auch noch das gewisse Quäntchen Glück hinzukam. Der Deutsche führt in der Meisterschaft derzeit mit 29 Punkten vor Loic Duval (20 Punkte), der aufgrund des Audi-Engagements chancenlos auf den Titel ist. Der erste direkte Konkurrent ist Naoki Yamamoto mit 18 Zählern. Zwar schaffte der Mugen-Pilot bislang noch nicht den Schritt in die Mitte des Podests, beendete dafür aber alle Rennen in den Punkten. Die erste Enttäuschung geschah zuletzt auf dem Twin Ring Motegi, als Yamamoto in eine Kollision mit Takuya Izawa verwickelt war und lediglich einen Zähler mit nach Hause nahm. Letzterer schien nach seinem Sieg beim Auftakt in Suzuka als einer der Hauptanwärter auf den Titel. So wirklich hold wollte das Glück mit dem letztjährigen Vize-Champion allerdings nicht sein. In Autopolis blieb er nach einer Kollision wie auch in Motegi punktlos; in Fuji erreichte er lediglich einen etwas enttäuschenden fünften Rang. Dementsprechend findet sich Izawa nur auf dem sechsten Tabellenplatz (15 Punkte) mit 14 Zählern Rückstand auf Lotterer wieder.

Ebenfalls enttäuschend verlief die bisherige Saison für den Titelverteidiger Kazuki Nakajima. In Suzuka kam er mit Platz Fünf nicht so wirklich in Schwung. In Autopolis blieb er nach der Kollision mit Takashi Kogure sowie Takuya Izawa punktlos; in Fuji staubte er lediglich ein mageres Pünktchen ab. Erst auf dem Twin Ring Motegi bewies Nakajima seine alten Qualitäten und sicherte sich neben der Pole-Position auch seinen ersten Saisonsieg. Dank dem Pech der direkten Konkurrenz (Ausfall Izawa, Joao Paulo de Oliveira kam nicht in Fahrt, Defekthexe schlug erneut bei Tsugio Matsuda zu) katapultierte dieser Triumph ihn auf den dritten Tabellenrang (16 Punkte), punktgleich mit dem Brasilianer Joao Paulo de Oliveira. Mathematisch gesehen haben noch ganze acht Fahrer eine Chance auf die Meisterschaft. Realistisch betrachtet darf vor Sugo aber wohl der „Cut“ nach Takuya Izawa, mitunter auch erst nach Tsugio Matsuda (Platz Sieben, 12 Punkte) gemacht werden. Letzterer müsste bei einem möglichen Sieg in Sugo auf das Pech der Anderen hoffen, um sich in eine entsprechende Position für das Saisonfinale zu manövrieren.

Super Formula Suzuka 2013 Takuya IzawaDas Sportsland Sugo liegt einer sehr gebirgigen Gegend in der Miyagi-Präfektur, keine 40 Kilometer von der Stadt Sendai entfernt, jene Gegend, die im März 2011 vom schrecklichen Erdbeben am schwersten getroffen wurde. Neben viel hübscher, grüner Landschaften schwirren in der Gegend auch viele Käfer umher. Das Besondere am Standort ist allerdings, dass das Wetter binnen Sekunden sprichwörtlich umschlagen kann. Sonne, Regen, teilweise sogar Nebel, anschließend wieder Sonne und Regen sind selbst im Sommer möglich. Dies stellt die Teams und Fahrer selbstredend vor eine besondere Herausforderung. International eher unbekannt, obwohl zwischen 1988 und 2003 die Superbike-Weltmeisterschaft in Sugo fuhr, ist der 3,737 km lange Kurs eine kleine Achterbahnfahrt – im wahrsten Sinne des Wortes. So ist die Start- und Zielgerade nicht eben, sondern führt zunächst bergauf. Die Steigung wird dabei, anders als bei anderen Strecken, gut von den TV-Kameras eingefangen. Die Gegengerade führt hingegen wieder bergab. Die spannendste der insgesamt zwölf Kurven stellt die langgezogene 110R dar, die direkt wieder auf Start/Ziel führt und gerne auch als Mutkurve bezeichnet werden darf. Side-by-Side-Duelle sind hier zwar möglich, erfordern aber höchste Konzentration beider Fahrer, damit der Wagen auf der äußeren Linie nicht in den Kies und die Reifenstapel rutscht. Die Charakteristik der Strecke gilt als besonders anspruchsvoll fürs Material, insbesondere der Motor sowie die Bremsen werden stark belastet. Das Sportsland Sugo lässt sich somit als eine „typisch japanische“ Rennstrecke bezeichnen. Wunderschön in die Natur eingebettet, mit vielen schwungvollen Kurven sowie Steigungen.

Im folgendem eine Onboard-Runde mit Daisuke Nakajima mit dem Mugen CR-Z GT aus der GT300-Klasse der Super GT vom letzten Jahr, da es leider kein entsprechendes Super-Formula-On-Board-Material gibt:

Im letzten Jahr reüssierte Takuya Izawa im strömenden Regen vor Koudai Tsukakoshi und Loic Duval. Tsukakoshi wechselte zu Beginn des Jahres zurück zu seinem alten Team HP Real Racing, für das er auch in der Super GT antritt. Seine Chancen auf eine Wiederholung des Podiums sind, zumindest im trockenen, deshalb eher gering. Zwar holt Tsukakoshi das Maximum aus dem Wagen heraus. Die Mittel von HP Real Racing sind jedoch deutlich limitierter als jene von Petronas Team Tom’s, Lenovo Team Impul oder Docomo Team Dandelion Racing, weshalb der 26-jährige Japaner maximal um die letzten Punkteränge kämpfen kann. Anders als im vergangenen Jahr soll sich die Region um Sendai laut der aktuellen Wetterberichte an diesem Wochenende für die Jahreszeit ungewöhnlich warm präsentieren. Bei rund 24 Grad besteht lediglich eine geringe Chance auf vereinzelte, isolierte Regenschauer. Dass dies nicht viel zu bedeuten hat, musste unter anderem die Super GT im Juli dieses Jahres erfahren, als sich die Wetterfront zum Rennende schlagartig änderte und füSuper Formula Autopolis 2013 Joao Paulo de Oliveirar ein wenig Chaos auf der Strecke sorgte.

Das Hauptaugenmerk wird selbstredend auf der Zuspitzung des Titelkampfes liegen. Wird André Lotterer das Unmögliche möglich machen und sich zum zweiten Mal vorzeitig die Super-Formula-Krone aufsetzen? Neben einem Sieg (am besten auch noch mit dem Bonuspunkt für Pole-Position) benötigt der Duisburger das entsprechende Quäntchen Glück und Patzer der Konkurrenz. Versimpelt ausgedrückt benötigt Lotterer mindestens 19 Punkte Vorsprung nach dem Rennen in Sugo auf seine Kontrahenten. Dann wäre er trotz Nicht-Teilnahme am Finale in Suzuka uneinholbar. An dieser Stelle könnten nun mehrere Szenarien durchgerechnet werden, was aber den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Selbst wenn Lotterer nicht die benötigen 19 Punkte herausfahren würde (bei 18 Punkten könnte es noch zum Punktgleichstand in Suzuka kommen, wodurch der Direktvergleich bei den Anzahl der Siegen, zweiten Plätzen usw. herangezogen würde), müssen die anderen Fahrer auf den entsprechenden Positionen beim Finale ins Ziel kommen. Mit anderen Worten: Trotz der Nicht-Teilnahme in Suzuka kann André Lotterer am 10. November zum neuen Super-Formula-Meister und somit dem ersten Champion unter dem neuen Seriennamen gekürt werden. Ob dies im Sinne der JRP ist, einen Champion zu küren der nicht vor Ort ist, sei mal dahingestellt. Subjektiv gesehen hätte es Lotterer auf jeden Fall verdient, schließlich ist er dieses Jahr der wohl kompletteste und vor allem auch konstanteste Pilot im Feld. Persönlich gesehen hoffe ich, dass die Meisterschaftsentscheidung nach Suzuka vertagt wird, einfach um die entsprechende Spannung beim Saisonfinale zu haben.

Super Formula Sugo 2012 Takuma SatoWeitere mediale Aufmerksamkeit wird Takuma Sato erhalten, der nach seinem Gaststart beim Saisonstart erneut ins zweite Cockpit an der Seite von Naoki Yamamoto bei Mugen klettern wird. Sato gewann dieses Jahr als erster Japaner überhaupt ein Rennen der amerikanischen IndyCar Series beim Prestige-Rennen in Long Beach und feierte just in Sugo letztes Jahr sein Super-Formula-Debüt. Sato wird außerdem am Finale in Suzuka sowie am JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup Mitte November teilnehmen.

TV-Zeiten Sugo

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nichts geändert, womit erneut auf die mehr oder weniger beliebte Graualternative zurückgegriffen werden muss. Der japanische Sender J Sports 3 überträgt ab 7:30 Uhr deutscher Zeit live. Der Start zum 68-Runden-Rennen erfolgt eine halbe Stunde später um 8:00 Uhr.

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August 24 2013

18:01

Super GT: Weider Modulo HSV-010 gewinnt Suzuka-Klassiker

Es waren Freudentränen, die Honda-Fahrer Naoki Yamamoto nach dem Überqueren der Ziellinie am vergangenen Wochenende in Suzuka über die Wangen liefen. Zusammen mit seinem Teamkollegen Frédéric Makowiecki gewann er nicht nur das 42. International Pokka Sapporo 1000km in Suzuka. Für das Weider Modulo HSV-010-Duo war es zudem der erste Sieg in der Super GT überhaupt. In der GT300 gab es ebenfalls eine Premiere zu feiern: Erstmals gewann der Subaru BRZ R&D Sport (Tetsuya Yamano / Kota Sasaki / Takuto Iguchi).

Super GT Suzuka 2013 Naoki Yamamoto Frederic MakowieckiBei 34 Grad Strecken- und 47 Grad Außentemperatur präsentierte sich der japanische Hochsommer am vergangenen Sonntag erneut von seiner wärmsten Seite. Bei rund 70 Grad in den Fahrzeugen wurde von Mensch und Maschine bei der 42. Ausgabe des 1000km-Klassikers in Suzuka alles abverlangt. Nach spannenden 5 Stunden und 55 Minuten überquerte der Weider Modulo HSV-010 (Naoki Yamamoto / Frédéric Makowiecki) erstmals als Sieger die Ziellinie in dieser Saison. Die Honda-Truppe von Dome Racing verdrängte damit die Titelverteidiger Masataka Yanagida (Motul Autech GT-R) sowie die Sieger des 500km-Laufs in Fuji, Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430), auf die weiteren Podestplätze. Als Makowiecki den seit 2010 in der Super GT aktiven Naoki Yamamoto in die Arme nahm, konnte dieser sich nicht mehr halten. Es war wohl eine Mischung aus Freude und dem Abfallen aller Last. Nach viel Pech und teilweise eigenen Fehlern sprangen Yamamoto und Makowiecki ausgerechnet beim so prestigereichen Rennen in Suzuka auf die Mitte des Podests. Für beide war es der allererste Sieg in der Super GT überhaupt – und für Yamamoto der bislang wohl größte Erfolg seiner noch jungen Karriere.

GT500

Super GT Suzuka 2013 GT500 Start 2Einfach machte es die direkte Konkurrenz dem Dome-Duo natürlich nicht. Pünktlich um 12:30 Uhr Ortszeit sprang die Startampel auf Grün. Die lange Distanz im Hinterkopf wagte keiner der Startpiloten in Kurve 1 ein waghalsiges Manöver. Pole-Setter Ronnie Quintarelli (Motul Autech GT-R) bog verfolgt von Naoki Yamamoto (Weider Modulo HSV-010) sowie Kazuki Nakajima (Petronas Tom’s SC430) in die erste Kurve ein. Yamamoto konnte auf den ersten Kilometern nicht ganz den Speed des Titelverteidigers im Werks-Nissan gehen. Stattdessen musste sich der Honda-Pilot gegen den drängelnden Nakajima wehren. Letzterer überholte den Weider Modulo HSV-010 in einem starken Überraschungsmanöver in der Schikane, wodurch der spätere Sieger zunächst auf die dritte Position zurückfiel. In der Pressekonferenz nach dem Rennen sprach Yamamoto davon, dass er den ersten Stint zunächst ruhig angehen wollte. Zwar wurde er durch Nakajimas Überholmanöver in der allerersten Runde überrascht. Im Gegensatz zu anderen Rennen behielt er allerdings die Ruhe und versuchte nicht sofort zu kontern. Dabei gestand Yamamoto eine eigene Schwäche von ihm ein, die bereits in Vergangenheit für so manch vergebene Chance sorgte. Stattdessen versuchte der 25-jährige Japaner die Pace seines Landsmannes zu halten. Befand sich die Top-3 in den ersten Runden noch in einem Abstand von gerade mal einer Sekunde, gelang es Ronnie Quintarelli mit einigen schnellsten Rennrunden sich kurze Zeit später rund 2,5 Sekunden von seinen Verfolgern zu lösen.

Bedingt durch den ersten GT300-Überrundgsverkehr gelang es Naoki Yamamoto, die kleine Lücke zum Petronas Tom’s SC430 zu schließen. Im zwölften Umlauf verlor Nakjima bei der Überrundung des S Road NDDP GT-R in der Spoon-Kurve etwas an Schwung. Yamamoto nutzte dies gnadenlos aus und zog neben die Beiden. Zu dritt nebeneinander schossen die drei Boliden auf die 130R zu, wo Nakajima aufgrund des etwas stärkeren Toyota-Motors die Nase vorn hielt. Bereits eine Runde später krallte sich Yamamoto jedoch erneut in der Spoon-Kurve die zweite Position von Kazuki Nakajima zurück. In den anschließenden Runden gelang es dem Weider-Honda den Abstand zum Motul Autech GT-R stetig zu verkleinern. In der 20. von 173 Runden befanden sich die beiden Fahrzeuge in einem direkten Kampf, den Yamamoto keine drei Runden später außen in der Schikane für sich entschied. Quintarelli hatte zu diesem Zeitpunkt mit dem überraschenderweise schnellen Abbau seiner Michelin-Reifen zu kämpfen. Komplett von der Pace (knapp drei Sekunden langsamer als die direkte Konkurrenz) der ersten Runden entfernt, wurde der rote Nissan wenige Umläufe später auch von Kazuki Nakajima sowie Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) überholt. Auf Position Vier liegend entschloss sich Nismo aufgrund des hohen Reifenverschleiß den ersten Boxenstopp in die 30. Runde vorzuziehen. Beim Fahrerwechsel auf Masataka Yanagida wurden dem Motul Autech GT-R interessanterweise nur frische Super GT Suzuka 2013 GT500 StartVorderreifen aufgezogen.

Sechs Runden zuvor ereignete sich die erste Schrecksekunde des Rennens, als Takuya Izawa im Raybrig HSV-010 der linke Hinterreifen kurz vor der 130R platzte. Erinnerungen an den Abflug von Koudai Tsukakoshi im vergangenen Jahr wurden wach, als seinem Keihin HSV-010 just beim Einbiegen in diese schnelle Kurve ebenfalls das linke Hinterrad an Luft verlor und er unkontrolliert heftig in die innere Streckenbegrenzung abflog. Tsukakoshi blieb damals glücklicherweise unverletzt. Ein Abflug blieb Izawa erspart, denn der Schaden ereignete sich noch wenige Meter vor der 130R, so dass er den Wagen langsam aber sicher zurück an die Box pilotieren und beim Notstopp an Takashi Kogure übergeben konnte. Es war der einzige Moment, an dem das Team am vergangenen Wochenende aufgefallen ist. Wohl größtenteils durch das hohe Gewichts-Handicap von 70kg bedingt, schafften Takuya Izawa / Takashi Kogure nur knapp den Einzug ins zweite Qualifikationssegment. Im Rennen hielten sich Tabellenführer im Mittelfeld auf. Trotz des Reifenschadens sowie einer Durchfahrtsstrafe aufgrund „gefährlichen Fahrens“ konnte das Duo mit einer Runde Rückstand schlussendlich dem zehnten Platz und damit letzten Punkterang ins Ziel zu retten. Mit lediglich zwei erzielten Meisterschaftszählern (ab einer Distanz von 700km werden mehr Punkte vergeben) verloren die Auftaktsieger von Okayama zwar die Tabellenführung, befinden sich aber noch immer in direkter Schlagdistanz. Ähnlich schwierig hatten es ihre direkten Konkurrenten im Denso Kobelco SC430 (Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura). Mit 68 zusätzlichen Kilogramm an Bord gelang dem Lexus-Duo mit Startposition Zehn nicht einmal der Sprung in den zweiten Qualifikationsteil. Und auch im Rennen blieben die bis Suzuka Meisterschaftszweiten blass. Ebenfalls mit einer Runde Rückstand beendeten Wakisaka / Ishiura das Rennen auf dem neunten Rang. Hiroaki Ishiura sorgte zudem in der 144. Runde für eine Schrecksekunde, als er den Deno Kobelco SC430 in die Schaumstoffbegrenzung in Kurve 1 feuerte. Nahezu unbeschädigt nahm er das Rennen nach wenigen Sekunden wieder auf, verlor dabei aber eine Position.

Fünf Umläufe nach dem vorgezogenen Boxenstopp des Motul Autech GT-R fuhr Kazuki Nakajima zum Service, um den Petronas Tom’s SC430 mit vier frischen Pneus an seinen Teamkollegen James Rossiter zu übergeben. Naoki Yamamoto tat dies seinem Landsmann bereits eine Runde später gleich. Nachdem das restliche GT500-Feld ebenfalls ihre ersten Stopps mitsamt Fahrerwechsel (von der GTA wurden in diesem Jahr extra für das 1000km-Rennen insgesamt vier Fahrerwechsel vorgeschrieben, weshalb keiner der Piloten einen Doppel-Stint fuhr) vollführten, brannte Frédéric Makowiecki einige schnelle Runden in den Asphalt, um den Abstand zu den direkten Verfolgern zu erhöhen. Masataka Yanagida kam in seinem ersten Stint hingegen überhaupt nicht in Fahrt, und duellierte sich auf Position Sechs liegend mit dem KeePer Tom’s SC430 (Daisuke Ito / Andrea Caldarelli). Große Aufruhr entstand, als in Runde 67 der linke Hinterreifen des Crystal Croco Lamborghini GT3 (Kouji Yamanishi / Shinya Hosokawa / Yuya Sakamoto) auf der Gegengeraden platze. Zu allem Übel fing der Lamborghini aus der GT300-Klasse zudem Feuer. Shinya Hosokawa reagierte jedoch perfekt und steuerte eine der so genannten „Fire Stations“ kurz nach der 130R an, wodurch der Brand schnell gelöscht wurde. Aufgrund der vielen auf der Ideallinie liegenden Teile sowie dem verlorenen Öl des Lamborghini entschloss die Rennleitung, das Rennen per Safety-Car zu neutralisieren. Diese Safety-Car-Phase sollte letztlich einen großen Einfluss auf den weiteren Rennverlauf nehmen.

Der größte Profiteur war der Motul AutSuper GT Suzuka Motul Autech GT-Rech GT-R, der just eine Runde zuvor zum zweiten Stopp hereinkam. Andere Teams waren hingegen weniger glücklich und mussten ihre Fahrer direkt zu Beginn der Safety-Car-Phase zum Service rufen. Wohl aus Angst ohne Benzin auf der Strecke liegen zu bleiben, traten der Reito Mola GT-R (Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi), Zent Cerumo SC430 (Yuji Tachikawa / Kohei Hirate) sowie der D’station Advan GT-R (Hironobu Yasuda / Michael Krumm) gezwungener Maße den Stopp an. Der Reito Mola GT-R schlüpfte in letzter Sekunde noch bevor die Boxenampel auf Rot umschwing durch, während die restlichen Stopper zusammen mit einigen GT300-Fahrzeugen an der Boxenausfahrt parken mussten. Der Grund: In der Super GT wird in einer Safety-Car-Phase das Feld in zwei Reihen, jeweils eine für die GT500 und GT300, gestoppt. Nach kurzer Standzeit werden die beiden Klassen nacheiner wieder hinter dem Safety-Car losgelassen. Der Vorteil: Beim Neustart stehen sich GT500 und GT300 nicht gegenseitig im Weg. Der gesamte Prozess dauert nur wenige Minuten und erleichtert die lästige wie auch fummelige Sortierungsarbeit anderer Rennserien wie beispielsweise der Grand-Am enorm. Zugegeben: Da Safety-Car-Phasen in Japan deutlich spärlicher (manchmal sogar zu spärlich) eingesetzt werden, wäre diese eigentlich gute Lösung für Rennserien in den USA vermutlich unbrauchbar. Damit auch keine Fahrzeuge dazwischen rutschen, wird die Boxengasse sowie letztlich die Boxenausfahrt gesperrt. Boxenstopps in der Safety-Car-Phase vor der Sortierung auf der Start- und Zielgeraden sind laut Reglement somit uSuper GT Suzuka 2013 Weider Modulo HSV-010ntersagt.

Die stoppenden Teams traf es somit gleich doppelt bitter: Nicht nur, dass sie eine Runde an der roten Ampel verloren, wenige Runden nach dem Neustart erhielten alle „illegalen“ Stopper eine 90-sekündige Stop-and-Go-Strafe aufgebrummt. Dies zerstörte das Rennen so mancher schneller GT300-Boliden wie auch dem Reito Mola GT-R und Zent Cerumo SC430 in der GT500. Yuji Tachikawa / Kohei Hirate hatten den nötigen Speed für die Top-5 und hätten womöglich auch um einen Podestplatz gekämpft, während Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi im Reito Mola GT-R nach einer verkorksten Qualifikation (Startplatz Neun) sich in den ersten 67 Runden in die Top-5 fuhren. Während das Lexus-Duo aufgrund des Wartens an der Boxenausfahrt sowie der anschließenden Stop-and-Go-Strafe gleich zwei Runden verloren, entging der Reito Mola GT-R dem Rundenrückstand aufgrund des rechtzeitigen Verlassens der Boxenstraße (bevor die Ampel auf Rot umsprang) nur knapp. Zwar übernahm man so die Führung vor den Markenkollegen im Motul Autech GT-R. Der Platz an der Sonne währte aufgrund der wenige Runden später verhängten Stop-and-Go-Strafe nicht lange. Für Mola war diese Strafe besonders bitter, schließlich galt man aufgrund der exzellenten Performance während der offiziellen Tests sowie nach der ersten Trainingseinheit als einer der Top-Favoriten auf den Sieg. Am Ende erreichten Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi den achten Gesamtrang.

Die Meinung der betroffenen Fahrer war entsprechend bitter. Hiroki Yoshimoto (La Seine Lamborghini GT3) bezeichnete die Bestrafung beispielsweise als, höflich ausgedrückt, „merkwürdig“. Fairerweise muss man an dieser Stelle jedoch einwenden, dass ich mich an kein Rennen der Super GT erinnern kann, in dem eine Safety-Car-Phase so unglücklich wie vergangenen Sonntag fiel. Eventuell wäre es sinniger, die Boxengasse nicht zu schließen. Dies könnte allerdings zu einer etwaigen Vorteilnahme führen, wenn Fahrzeuge zum Service kommen, während das restliche Feld auf der Zielgeraden steht und auf die Weiterfahrt wartet. Zum Neustart in Runde in 73 ereignete sich zudem das Kuriosum, dass alle ab Position Vier liegenden GT500-Boliden zusammen mit der GT300 starten mussten. Dadurch entstand gleich zum Neustart ein Abstand von rund 20 Sekunden zum Fünftplatzierten. Damit trat das Problem ein, was durch das Anhalten auf der Zielgeraden normalerweise eigentlich vermieden wird.

Probleme gab es auch beim D’station Advan GT-R, dessen linkes Vorderrad beim Boxenstopp nicht richtig befestigt wurde und entsprechend herumeierte. Zwar gelang Hironobu Yasuda das Kunststück den Nissan mit allen vier Rädern zur Box zu manövrieren, dort schoben die Mechaniker den Boliden zu weiteren Reparaturarbeiten aber zunächst in die Garage. Zwar nahm man in der 82. Runde das Rennen erneut wieder auf. Im 119. Umlauf war das Rennen für die sympathische dann allerdings komplett beendet, als Michael Krumm aufgrund von Bremsversagen in der Haarnadel abflog. Der Deutsche blieb glücklicherweise unverletzt und fuhr den D’station Advan GT-R auch aus eigener Kraft wieder zurück an die Box.

Super GT Suzuka 2013 Petronas Tom's SC430Die Top-3 beim Neustart war somit der Reito Mola GT-R, Motul Autech GT-R sowie Weider HSV-010. Nachdem der Mola-Nissan seine 90-Sekunden-Strafe antrat, übernahm Ronnie Quintarelli erneut die Führung. Anders als bei den ersten beiden Stints konnte der Italiener diese Führung von zehn Sekunden auch bis zum nächsten Stopp in Runde 103 halten. Direkt nach dem Stopp rutschte der nun hinter dem Steuer des Werks-Nissan sitzende Masataka Yanagida aufgrund einer Berührung mit einer GT300-Überrundung leicht ins Gras, wodurch er zwei wertvolle Sekunden auf den eine Runde später stoppenden Weider Modulo HSV-010 verlor. Frédéric Makowiecki nutzt diese Gelegenheit und erhöhte den Druck auf den Motul Autech GT-R, unter anderem mit der schnellsten Runde des Rennens: 1:54.886. Nach der Aufholjagd des Franzosen gelang ihm schließlich im 116. Umlauf das Sieg-entscheidende Überholmanöver in der Löffelkurve, als Masataka Yanagida die Tür innen ein paar Zentimeter zu weit offen ließ. Während Makowiecki den Vorsprung zu Yanagida erhöhte, entbrannte ein spannender Vierkampf um den Bronzerang zwischen dem Calsonic Impul GT-R (Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira), WedsSport Advan GT-R (Seiji Ara / Andre Couto) – beide Teams fuhren ein bis zu diesem Zeitpunkt eher unauffälliges Rennen – sowie Petronas Tom’s SC430 (Kazuki Nakajima / James Rossiter) und KeePer Tom’s SC430 (Daisuke Ito / Andrea Caldarelli).

Ursprünglich ebenfalls in diesen Kampf involviert war der Keihin HSV-010 (Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi). Da Tsukakoshi beim Überrunden allerdings eine gelbe Flagge missachtete, zwang ihn die Rennleitung einmal langsam durch die Boxengasse zu tuckern. James Rossiter erhöhte zu diesem Zeitpunkt den Druck auf Seiji Ara, der sich als alter Hase allerdings nicht von billigen Lichthupen-Psycho-Spielchen beeindrucken ließ. Als Ara in der 132. Runde in den S-Kurven außen am Hankook Porsche der GT300 vorbeiziehen wollte, rutschte er auf die schmutzige Außenbahn sowie letztlich in die Wiese neben der Strecke. Dies ermöglichte Rossiter am Le-Mans-Sieger von 2004 vorbeizuziehen. Wenige Runden später verlor Seiji Ara dann auch noch den fünften Platz an den KeePer Tom’s SC430. Mit der sechsten Endplatzierung erreicht der WedsSport Advan SC430 dennoch das bisher beste Saisonergebnis, worüber sich das Team, welches normalerweise eher im hinteren Teil des Feldes zu finden ist, sichtlich freute.Super GT Suzuka Weider Modulo HSV-010 2

In der 139. respektive 140. Rennrunde absolvierten der Weider Modulo HSV-010 sowie Motul Autech GT-R ihre letzten Boxenstopps. An der Reihenfolge sollte sich allerdings nichts mehr ändern. Zwar gelang es Ronnie Quintarelli gelegentlich den Abstand auf Naoki Yamamoto zu verringern. Letzterer hatte auf die Attacken des Italieners jedoch jeweils die passende Antwort parat. Zu einem direkten Duell kam es hingegen um den Bronzerang. Tsugio Matsuda übergab den Calsonic Impul GT-R an seinen Teamkollegen Joao Paulo de Oliveira im 140. Umlauf – James Rossiter tat ihm dies eine Runde später gleich. Aufgrund von Problemen beim Losfahren verlor Kazuki Nakajima jedoch wertvolle Sekunden auf den Brasilianer. Nichts desto trotz gelang dem amtierende Super-Formula-Champion den Abstand für einen entsprechenden Showdown in den letzten zehn Runden zu verringern. Joao Paulo de Oliveira wusste sich zu verteidigen, hatte zudem das Glück, dass Nakajima den besseren Top-Speed des Lexus auf der Gegengeraden nicht ausnutzen konnte, weil kurz vor Schluss der Ghost in the Shell-Porsche nach einem Dreher in der 130R strandete. Wohl unter dem Druck von Nakajima verbremste sich Joao Paulo de Oliveira im vorletzten Umlauf in der Spoon-Corner, wodruch der Petronas Tom’s SC430 innen vorbeischlüpfte. Für Nakajima / Rosstiter war es somit das zweitbeste Saisonergebnis nach dem Sieg im Frühjahr in Fuji. Gleichzeitig waren alle drei Marken auf dem GT500-Podium vertreten.

Der Sieg des Weider Modulo HSV-010 kam nicht überraschend, schließlich zählte ich das Duo Yamamoto / Makowiecki bereits in meiner a<strong>ausführlichen Vorschau</strong></a> zu den absoluten Favoriten. Wie eingangs erwähnt ist der Triumph eine Art Genugtuung. Eigentlich seit Saisonstart (abgesehen von Fuji) hatte Dome Racing ein Sieg-fähiges oder zumindest Top-5-fähiges Auto. Weshalb es mit den Siegen in unter anderem Sepang und Sugo nicht klappte lag unter anderem an Pech sowie eigenen Fehlern. Der Sieg beim 42. International Pokka Sapporo 1000km in Suzuka ist deshalb nicht nur absolut verdient, sondern auch eine Bestätigung der bisherigen Performance. Gleichzeitig mauserte man sich so zu einem der heißesten Titelkandidaten. In der Meisterschaft führt mit 42 Punkten nun das amtierende Champion-Duo Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli. Vergangenen Sonntag fehlten am Ende 14,8 Sekunden auf den Sieg, feiern durfte man bei Nismo trotzdem, schließlich bedeutet dieser zweite Platz nicht nur das beste Saisonergebnis sondern auch die aktuelle Tabellenführung. Es ist fast schon eine Art Déjà-vu. Wie im letzten Jahr verlief die erste Saisonhälfte aufgrund von Pech und eigenen Fehlern für die Titelverteidiger alles als optimal. Die Wende kam, wenn auch glücklich, in Sugo; die Tabellenführung – wie bereits vergangene Saison – in Suzuka. Zwar zählt der Motul Autech GT-R mit 84kg nun zu den schwersten Autos im Feld, bereits im übernächsten Rennen werden die Zusatzgewichte allerdings halbiert. Fürs Finale werden sie zudem komplett aus den Autos genommen.</p> <p><a href=" http:="" rel='\"attachment'>Super GT Suzuka 2013 GT500 PodiumDes Weiteren hat das Suzuka-Ergebnis die GT500-Tabelle noch enger heranrücken lassen. Mit nur einem Püntkchen Rückstand auf ihre Markenkollegen befinden sich nun Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R, 41 Punkte) auf dem zweiten Platz. Einen weiteren Punkt dahinter (40 Punkte) liegen die Premierensieger Naoki Yamamoto / Frédéric Makowiecki (Weider Modulo HSV-010). Die einsteigen Spitzenreiter Takuya Izawa / Takashi Kogure (Raybrig HSV-010) besitzen nach dem schwachen Suzuka-Wochenende mit insgesamt 37 Zählern ebenfalls nur fünf Punkte Rückstand auf Yanagida / Quintarelli. Ähnliches gilt für Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura (Denso Kobelco SC430) die Punktgleich mit Izawa / Kogure auf Rang Fünf liegen, drei Punkte vor Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430, 34 Punkte). Für Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) scheint der Meisterschaftszug hingegen bereits abgefahren zu sein. Mit 19 Punkten Rückstand auf Position 11 liegend sind zwar alle mathematischen Chancen noch gegeben, hierfür müsste es allerdings ein ähnliches Chaos-Rennen wie im Sportsland Sugo geben. Immerhin zählt der rote Lexus mit 46kg Gewichts-Handicap zu den leichtesten Boliden für das nächste Rennen am 8. September auf dem Fuji Speedway.

<strong>GT500-Rennergebnis</strong></a><br /> a<a href=" http:="" target="\"> GT500-Meisterschaftsstand

 

GT300

Super GT Suzuka 2013 GT300 StartDie große Frage vor dem Wochenende war, wie schwer es sich die Hybrid-Gang mit der neuen BoP sowie dem Gewichts-Handicap tun wird. Bereits in der Qualifikation zeichnete sich ab, dass die beiden Honda CR-Z unter normalen Umständen nicht um den Sieg mitkämpfen würden. So belegte der Mugen CR-Z GT (Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama) als schwerster Wagen mit ganzen 98kg lediglich den 14. Startplatz. Besser verlief es für das mit 80kg nur minimal leichtere Schwesterauto ARTA CR-Z GT (Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi / Tomoki Nojiri), die die vergangenen beiden Läufe in Sepang und Sugo gewannen und in den 1000km-Klassiker in Suzuka von Position Acht aus ins Rennen gingen. Ein absolut rabenschwarzes Wochenende erlebte hingegen erneut der Panasonic apr Prius GT (Morio Nitta / Koki Saga / Yuichi Nakayama). Mit 40 zusätzlichen Kilogramm an Bord reichte es im Qualifying nur für den 19. Rang. Sonntagfrüh im Warm-up gesellte sich zum fehlenden Speed auch noch erneute Motorprobleme hinzu, die sich allesamt durchs Rennen zogen. Der Sonntag endete für das Team nach mehreren Notstopps sowie einem eigens verschuldeten Dreher auf dem 15. Rang. Die 20 Runden Rückstand geben allerdings zu erkennen, dass die große Achillesverse des Toyota Prius weiterhin die Standfestigkeit ist. Dies ist deshalb enttäuschend, da der Wagen unter genau den gleichen Problemen im letzten Jahr litt. Nach dem allerersten Sieg auf dem Fuji Speedway schien es, als habe apr den Hybrid-Renner endlich in den Griff bekommen. Gleich in Sepang kam aber die erneute Ernüchterung. Zudem erscheint es, dass der Prius auf den meisten Strecken nicht den gleichen Speed wie die beiden Hybrid-Konkurrenten aus dem Hause Honda aufweist.

Von der neuen BoP für die Autos nach JAF-GT300-Reglement (ich berichte hierüber bereits ausführlich in meiner a<strong>Vorschau</strong></a>) nahezu unbeeindruckt raste der Subaru BRZ R&D Sport (Testuya Yamano / Kota Sasaki / Takuto Iguchi) zur bereits vierten Pole-Position in diesem Jahr. Mit einer 2:01.481 brannte Testuya Yamano im ersten Qualifikations-Segement auch gleichzeitig noch einen neuen GT300-Rundenrekord an einem Rennwochenende auf den Asphalt des Suzuka Circuit – gerade einmal rund 4,6 Sekunden langsamster als der schlechteste GT500. Nach der Qualifkation scherzten die Subaru-Jungs noch, schließlich habe ihnen die Pole-Position in den vergangenen Rennen bisher kein Glück gebracht. Im Fahrerlager war man sich allerdings einig, dass wenn man diesen Speed auch im Rennen gehen würde, R&D Sport sich lediglich selbst schlagen kann. Und so wäre es rund 30 Runden vor Schluss auch fast gekommen.<em> </em></p> <p><em><a href=" http:="" rel='\"attachment'>Super GT Suzuka 2013 GT300 Start 2Den Start entschied Kota Sasaki für sich. Noch beeindruckender: Bereits in der ersten Runde hatte der blaue Boxer einen Vorsprung von rund 3,5 Sekunden auf den zweitplatzierten S Road NDDP GT-R (Kazuki Hoshino / Daiki Sasaki / Lucas Ordonez). Keine zwei Umläufe später vergrößerte Sasaki die Lücke auf ganze 7,5 Sekunden. In diesem Prozess fuhr zusätzlich die absolute schnellste GT300-Rennrunde: 2:02.206. Selbst als Sasaki Tempo aus dem BRZ nahm, umrundete er die Grand-Prix-Strecke 1-3 Sekunden schneller als die direkte Konkurrenz. So kam es, dass er den Wagen in der 30. Runde mit einem Abstand von 47 Sekunden an den extra für den Langstreckenklassiker zugestoßenen Takuto Iguchi übergab. Der Abstand war allerdings auch bitter nötig, denn der Verbrauch des Subaru BRZ R&D Sport ist sehr hoch, weshalb der Wagen deutlich länger beim Nachtanken als die GT300-Konkurrenz oder gar die beiden Hybrid-Honda verbringt. Auch Takuto Iguchi setzte den Speed von Kota Sasaki fort, und umrundete den Suzuka Circuit in 2:04-2:05er Regionen. Die Dominanz des blauen Boxers erinnerte an jene des triple a Vantage GT3 Aston Martin im vergangenen Jahr, als dieser in nur wenigen Runden von der letzten Position mit Leichtigkeit an die Spitze fuhr und den Platz an der Sonne bis zum Rennende nicht mehr abgab. Ironischerweise fing der Bolide just nach der Zieldurchfahrt Feuer, wodurch er der alten, ungeschriebenen Regel des perfekten Rennwagens folgte: Hübsch, schnell und fällt erst nach der Zieldurchfahrt auseinander. Einziger Unterschied: Der Aston Martin wurde durch die FIA-GT3-BoP eingestuft, der Subaru BRZ R&D Sport ist jedoch ein reiner GT300-Renner. Letztlich geschah dies, was Daiki Sasaki bei den vorausgegangenen Testfahrten auf dem Fuji Speedway bestätigte: Die neue Balance-of-Performance-Änderungen helfen den GT3-Teams noch nicht. Zwar bestätigte Tetsuya Yamano, dass sich der blaue Boxer nach den jüngsten Veränderungen etwas nervöser anfühlt und ein bisschen langsamer wurde als noch in Sugo oder gar den Tests Anfang Juli in Suzuka. Ein Blick auf die Performance der beiden vollgepackten Honda CR-Z GT suggeriert allerdings, dass insbesondere ein höheres Gewicht die Performance der GT300-Boliden beeinflusst. Sasaki kommentierte etwas zynisch, dass man wohl erst dann eine sehr gute Chance haben wird, wenn die GT300-Fahrzeuge 100kg draufgepackt bekommen würden. Dies würde selbstredend aber dazu führen, dass diese bei entsprechenden Erfolgsballasten aber womöglich komplett chancenlos bleiben würden. Stattdessen muss die GTA weiterhin an der BoP feilen. Keine einfache Aufgabe, dessen Schwierigkeit man häufiger (auch auf einer Pressekonferenz vor dem Rennen, wenn auch im Hinblick auf die BoP der Hybrid-Fahrzeuge bezogen) betonte.

Super GT Suzuka 2013 GSR Hatsunemiku BMWZum zweitschnellsten Verfolger des Subaru BRZ R&D Sport mutierte während des Rennens der GSR Hatsunemiku BMW (Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka / Jörg Müller). Nach einer verkorksten Qualifikation musste der bunte BMW Z4 lediglich von Platz 17 ins Rennen gehen. Im Gegensatz zur Konkurrenz verfolgte das BMW-Kundenteam allerdings eine sehr interessante, komplett andere Strategie. Mit weniger Benzin gestartet fuhr Tatsuya Kataoka bereits im 23. Umlauf, sprich sieben Runden vor dem Subaru BRZ sowie über zehn Umläufe vor der restlichen Top-5 zum Service. Dort übergab er erstmals an Jörg Müller, der seine ersten Super-GT-Rennkilometer mit absoluter Bravour bewältigte. Dadurch bedingt gelang es den findigen Strategen den Itasha-BMW nicht nur auf Position Zwei zu hieven. Zusätzlich hatte Jörg Müller für den Großteil seines Stints freie Fahrt, was im Kampf ums Podium eine entscheidende Rolle spielte. Selbstredend sprang der GSR Hatsunemiku BMW mit seiner „out of sequence“-Strategie ein bisschen durchs Klassement – jeweils nach den Stopps reihte sich das Team auf Position Sechs ein, übernahm nach den anderen Stoppern aber erneut den Silberrang – entging so aber der unglücklich gefallenen Safety-Car-Phase in Runde 68. Wie bereits im GT500-Teil erwähnt, platzte dem Crystal Croco Lamborghini GT3 (Kouji Yamanishi / Shinya Hosokawa / Yuya Sakamoto) zu diesem Zeitpunkt auf der Gegengeraden der linke Hinterreifen. Die „Explosion“ sorgte für eine Beschädigung an der hinteren Verkleidung sowie am Auspuff, weshalb der Lamborhini unglücklicherweise Feuer fing. Aufgrund des verteilten Öls sowie den vielen Teilen auf der Strecke entschloss sich die Rennleitung das Rennen mittels dem Safety-Car zu neutralisieren. Ähnlich der GT500 fiel diese Safety-Car-Phase genau in den Zeitpunkt des zweiten Boxenstopps für viele Teams, weshalb diese ihre Fahrzeuge zum Service hereinholten. Nicht hiervon betroffen waren unter anderem der Subaru BRZ R&D Sport sowie der GSR Hatsunemiku BMW, die ihren zweiten Tankstopp bereits im 65. Respektive 53. Umlauf vollführten.Super GT Suzuka 2013 Okinawa-IMP SLS

Weniger Glück hatten neben dem Ghost in the Shell-Porsche (Shogo Mitsuyama / Yu Yokomaku / Yuya Sakamoto), EVA RT Test-01Apple MP4-12 (Kazuho Takahashi / Hiroki Katoh / Carlo Van Dam), MachGoGoGo Syaken GT-R (Tetsuji Tamanaka / Junichiro Yamashita / Naofumi Omoto), Greentec SLS AMG GT3 (Hisashi Wada / Masaki Jyonai), Panasonic apr Prius GT (Morio Nitta / Koki Saga / Yuichi Nakayama), auch der La Seine Lamborghini GT3 (Hideki Yamauchi / Hiroki Yoshimoto) sowie der S Road NDDP GT-R (Kazuki Hoshino / Daiki Sasaki / Lucaz Ordonez). Alle genannten Fahrzeuge erhielten wegen Nicht-Einhaltens der bereits im GT500-Teil diskutierten Safety-Car-Boxenstoppregel eine 90-sekündige Stop-and-Go-Strafe aufgebrummt. Für die beiden zuletzt genannten Wagen kam die Strafe allerdings besonders bitter. Der La Seine Lamborghini musste aufgrund eines technischen Defekts in der Qualifikation das Rennen von der 23. und damit letzten Position ins Rennen gehen, schaffte es aber dank der hervorragenden Fahrt von Hiroki Yoshimoto und Hideki Yamauchi bis in die Top-10, während der S Road NDDP GT-R seit Beginn des Rennens in den Top-5 mit Podiumskurs fuhr. Beide Fahrzeuge wurden somit unter Wert geschlagen, da man neben der Strafe auch noch eine weitere Runde an der geschlossenen Boxenausfahrt verlor. Den 1000km-Klassiker beendete Nissans Nachwuchs-Team sowie Lucas Ordonez sein Super-GT-Debüt auf dem neunten Rang. Der La Seine Lamborghini GT3 fiel aufgrund eines späteren Getriebeschadens hingegen aus.

Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZDer große Abstand des Subaru BRZ R&D Sport von knapp eineinhalb Minuten auf den GSR Hatsunemiku BMW war aufgrund der Safety-Car-Phase natürlich dahin. Doch auch nach dem Neustart in Runde 73 war gegen den blauen Boxer kein Kraut gewachsen. Das Subaru-Trio fuhr erneut einen Abstand von rund einer Minute auf den bunten BMW heraus, bis keine 30 Runden vor Schluss das große Drama seinen Lauf nahm. Schlagartig stiegen die Rundenzeiten BRZ auf 2:09 bis 2:10 Minuten an. Ausgehend von einer leichten Berührung mit einem GT500-Wagen in der Anfangsphase des Rennens, war die rechte Seite der Diffusor-Verkleidung des Subaru BRZ R&D Sport beschädigt. Dies beeinträchtigte nicht nur die Aerodynamik: Die beschädigte Verkleidung schliff auch am rechten Hinterreifen. Die direkten Verfolger, bestehend aus Nobuteru Taniguchi im GSR Hatsunemiku BMW sowie dem Okinawa-IMP SLS (Hironori Takeuchi / Takeshi Tsuchiya / Naoya Gamou) sowie dem Leon SLS (Haruki Kurosawa / Tsubasa Kurosawa / Akihiko Nakaya), erhöhten dementsprechend ihre Pace.  Tanguchi bewies erneut seine fahrerischen Qualitäten und setzte die Subaru-Mannschaft mit einigen schnellen Rundenzeiten gehörig unter Druck, als der Abstand zwischen den beiden Fahrzeugen von Runde zu Runde jeweils um drei bis fünf Sekunden sank.Super GT Suzuka 2013 Leon SLS

Im 154. Umlauf entschied sich R&D Sport zum Notstopp. Neben einem kurzen Splash & Dash zog man Kota Sasaki vier frische Pneus auf. Gleichzeitig riss ein Mechaniker das beschädigte Teil der Diffusor-Verkleidung ab. Trotz der geringen Stoppzeit von 28 Sekunden zog Taniguchi an Sasaki vorbei, als dieser wieder auf die Strecke zurückzog. Der Notstopp sowie die vier frischen Pneus waren jedoch die richtige Entscheidung: Wie frisch geölt knüpfte Kota Sasaki an die Rundenzeiten vor der Beschädigung an. In einem spannenden Schlussspurt schloss er bereits fünf Runden später an den BMW von Nobuteru Tanguchi auf. Trotz vieler Griffe in die Trickkiste gelang Sasaki letztlich entscheidende Überholmanöver in der Hairpin, als er sich neben den GSR Hatsunemiku BMW, neben ihm gen Löffelkurve raste und dort letztlich erneut die Führung übernahm. Den Platz an der Sonne gab der Subaru-Pilot bis zum Ende auch nicht mehr ab. Drama ereilte sich hingegen bei Pacific Direction Racing, als sich deren Ghost in the Shell-Porsche sechs Runden vor Schluss, glücklicherweise ohne Einschlag, in der 130R drehte. Noch schlimmer traf es den Iwasaki OGT Racing GT-R (Yuki Iwasaki / Igor Sushko / Yuichi Nakayama), der zwei Runden vor Schluss einen Motorschaden erlitt. Vorausgehend war ein weiterer, technischer Defekt, der dem Team bereits im 42. Umlauf mehrere Runden Rückstand aufbrummte.

Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZ 2Am Ende obsiegte jedoch erstmals seit seiner Einführung im vergangenen Jahr der Subaru BRZ R&D Sport. Der GSR Hatsunemiku BMW bestätigte mit Rang Zwei das bisher beste Saisonergebnis aus Okayama während der Okinawa-IMP SLS den Bronzerang erreichte. Die Freude auf dem Podium aller Fahrer-Trios war entsprechend hoch. Die Party-Stimmung verblasste allerdings, als wenige Stunden nach dem Rennen der GSR Hatsunemiku aufgrund einer „restrictor violation“ aus der Wertung genommen wurde. Nach Angaben der GTA ging der Motor des Wagens entsprechend der FIA-GT3-Richtlinien bei der Restrictor-Inspektion nach dem Rennen nicht wie vorgeschrieben von alleine aus, was die Disqualifikation nach sich führte. In seinem privaten Blog erklärte Nobuteru Taniguchi, dass das Problem am Restrictor wohl auf den Schaden an der Air Box zurückzuführen sei, den man sich im Verlauf des Rennens zugezogen habe. Bereits in den letzten Runden habe er Probleme am Motor bemerkt, der unter anderem merkwürdige Geräusche von sich gab. Nach den Angaben von Taniguchi soll sich wohl ein Teil des Restrictors „abgepellt“ haben, was letztlich für das Problem sorgte. Selbstredend war er sowie das ganze Team nach der Disqualifikation enttäuscht, wenn auch die Bestätigung bleibt, dass man ein sehr starkes Rennen mit einer sehr guten Performance fuhr. Leider unbelohnt. Und so musste auch Jörg Müller, der ein absolut fehlerfreies Super-GT-Debüt hatte, mit leeren Händen wieder nach Deutschland fliegen. Die Disqualifikation des BMW hatte zur Folge, dass der Okinawa IMP-SLS sowie der Leon SLS auf den Silber- respektive Bronzerang aufrückten. Der Speed des zuletzt genannten Boliden kommt zudem nicht sehr überraschend, nachdem man bereits bei den letzten Testfahrten auf dem Fuji Speedway eine Bestmarke setzte. Des Weiteren betonten die Fahrer, dass das Team mit dem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 nun deutlich Super GT Suzuka 2013 Kota Sasaki Takuto Iguchi Tetsuya Yamanobesser zurechtkommen würde.

In der GT300-Wertung führen mit 57 Punkten weiterhin Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT). In Suzuka fuhr das Duo trotz der schlechten Qualifikation sowie den 98kg Gewichts-Handicap an Bord klang und heimlich auf den fünften Rang, womit man wohl auch das gegenwärtige Maximum aus dem Wagen herausholte. Eine Leistung, die nach dem Qualifikations-Samstag nicht wirklich vorauszusehen war. Der ARTA CR-Z musste den Langstreckenklassiker hingegen nach einem Antriebsproblem in der 33. Runde vorzeitig beenden. Der Ausfall ließ das Duo Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi (40 Punkte) mit 17 Punkte Rückstand auf die Führenden auf Platz Fünf abrutschen. Neue zweitplatzierte sind nach dem Triumph beim 42. International Pokka Sapporo 1000km mit 44 Punkten Tetsuya Yamana / Kota Sasaki (Subaru BRZ R&D Sport). Mit insgesamt 42 Zählern befinden sich direkt dahinter Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS), welche in Suzuka den sechsten Platz erreichten. Das SLS-Duo liegt dementsprechend punktglich mit den Markenkollegen Hironori Takeuchi / Takeshi Tsuchiya (Okinawa-IMP SLS), die neue Vierte sind.

aGT300-Rennergebnis</a></strong><br /> <strong> aa<a href=" http:="" target="\">GT300-Meisterschaftsstand

Super GT Suzuka 2013 FireworksDas nächste Super-GT-Rennen findet am 9. September auf dem Fuji Speedway statt. Im letzten Jahr demonstrierten Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira im Calsonic Impul GT-R, dass die Lexus mit entsprechend Gewichts-Handicap an Bord auf der eigenen Heimstrecke nicht unschlagbar sind. Es ist zudem das letzte Rennen mit vollem Gewichts-Handicap, bevor beim vorletzten Lauf in Autopolis die Zusatzgewichte halbiert und für das Finale in Motegi sogar komplett entfernt werden.

Copyright Photos: GT Association & Suzuka Circuit

Super GT Suzuka 2013 GT500 Winners Naoki Yamamoto Frederic Makowiecki Super GT Suzuka 2013 GT500 Podium Super GT Suzuka 2013 GT500 Podium 2 Super GT Suzuka Motul Autech GT-R Super GT Suzuka 2013 Weider Modulo HSV-010 Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZ Super GT Suzuka 2013 Starting Grid 3 Super GT Suzuka 2013 Starting Grid 2 Super GT Suzuka 2013 Starting Grid 1 Super GT Suzuka 2013 Petronas Tom's SC430 Super GT Suzuka 2013 Okinawa-IMP SLS Super GT Suzuka 2013 Naoki Yamamoto Frederic Makowiecki Super GT Suzuka 2013 Leon SLS Super GT Suzuka 2013 Kota Sasaki Takuto Iguchi Tetsuya Yamano Super GT Suzuka 2013 GT500 and GT300 Winners Super GT Suzuka 2013 GT300 Winners Takuto Iguchi Tetsuya Yamano Kota Sasaki Super GT Suzuka 2013 GT300 Podium Super GT Suzuka Weider Modulo HSV-010 2 Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZ 2

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August 17 2013

02:00

Super GT: Vorschau Rd. 5 Pokka Sapporo 1000km Suzuka

Saisonhöhepunkt in der der Super GT: Das International Pokka Sapporo 1000km auf dem legendären Suzuka Circuit ist nach den 1000km am Nürburgring das zweittraditionsreichste 1000km-Rennen auf dieser Welt. Gleichzeitig ist es nach dem Grand Prix der Formel 1 das legendärste und prestigereichste Rennen in Japan. Im Vorfeld des Langstreckenklassikers sorgte die erstmalige Präsentation der neuen 2014er GT500-Boliden auf Basis des technischen DTM-Reglements für viel Aufsehen.

Super GT Suzuka 2012 GT500 StartDie Geschichte des Rennens, das in diesem Jahr bereits zum 42. Mal stattfindet (die 1000km am Nürburgring werden in diesem Jahr zum 45. Mal ausgetragen), geht weit zurück. Drei Jahre nach dem ersten Formel-1-Grandprix in Japan fand 1966 erstmals der Langstreckenklassiker – damals noch über 500km – auf dem Suzuka Circuit statt. Seitdem änderten die Organisatoren die Distanz, abgesehen von zwei Ausnahmen über jeweils 12 Stunden in den Jahren 1967 sowie 1969, auf die heute bekannten 1000km.

Während das Rennen bis 1982 noch ohne Meisterschaftsintegrierung stattfand, wurde es im folgenden Jahr Teil der All Japan Sports Prototype Championship, einer inländischen Serie in der hauptsächlich Fahrzeuge der legendären Gruppe C sowie IMSA GTP Prototypen fuhren. Nachdem die Japanese Automobile Federation (JAF) die JSPC Ende 1992 auflöste und im darauffolgenden Jahr die JGTC (die sich bekanntlich 2005 in die heutige Super GT umbenannte) gründete, wanderte bereits 1992 das 1000km-Rennen zur der sich in ihrem letzten Jahr befindlichen Sportwagen-Weltmeisterschaft (WSC) über. Nachdem das Rennen 1993 dann einmalig Teil des JGTC-Kalenders war, wanderte es 1994 zur BPR Global GT Series, dem Vorgänger der 1997 gegründeten FIA GT. Die Abkürzung BPR stand für die Nachnamen der Seriengründer: Jürgen Barth, Patrick Peter und dem Weltmeister im GT-Serien gründen, Stéphane Ratel. Lediglich in den Jahren 1996 sowie 1997 waren die 1000-Kilometer in die FIA-GT-Meisterschaft integriert. In den darauffolgenden Jahren fand der Langstreckenklassiker hingegen wie in den Anfangsjahren als unabhängiges Event statt, an denen hauptsächlich die Teams der JGTC teilnahmen. Zwar waren die GT500- sowie GT300-Boliden in den Jahren zuvor als Gaststarter ebenfalls startberechtigt, was allerdings nur wenige Teams auch tatsächlich nutzten. 2006 fand das Internatonal Pokka 1000km im Kalender der Super GT endlich seine neue Heimat. Als Gegenmaßnahme der hohen Kosten, insbesondere im Zuge der Weltwirtschaftskrise, reduzierte man die Renndistanz im Jahr 2009 zunächst auf unbestimmte Zeit auf 700km. Nach der verheerenden Naturkatastrophe im März 2011 wurde das Rennen entsprechend der Umstände auf 500km gekürzt. Im letzten Jahr feierte die volle Distanz über 1000km jedoch glücklicherweise wieder ihre Rückkehr.Super GT Suzuka 2011 GT500 Start

Den Rekord mit den meisten Siegen hält Kunimitsu Takahashi inne, der den Langstreckenklassiker insgesamt vier Mal (1973, 1984, 1985, 1989) gewann. Takahashi mag international zwar nicht so bekannt wie Satoru Nakajima, Aguri Suzuki oder Kazuyoshi Hoshino sein, dennoch ist auch er eine Legende des japanischen Motorsports. Oftmals gerne als der „Vater des Drifts“ bezeichnet, nahm er 1977 am Japan-Grand-Prix der Formel 1 teil. Bei seinem lediglich einzigen F1-Rennen übernahm er das Steuer des gleichen Tyrells, den ein Jahr zuvor Kazuyoshi Hoshino pilotierte, und erreichte den neunten Platz. Takahashis Karriere begann zunächst aber im Motorradrennsport, wo er 1961 in Hockenheim auf einer 250cc-Maschine von Honda als erster Japaner ein Grand-Prix-Rennen gewann. Es sollten noch drei weitere Siege folgen, ehe er sich 1962 beim Isle of Man TT schwer verletzte und 1965 in den Automobil-Rennsport wechselte. Neben seiner Karriere in der Japanese Formula 3000 nahm Kunimitsu Takahashi zwischen 1986 und 1996 achtmal an den 24 Stunden von Le Mans teil. Den größten Erfolg erreichte er dort 1995, als er in einem Honda NSX die GT2-Klasse gewann. Von 1993 bis 2007 war Takahashi außerdem der Vorsitzende der GTA und damit direkter Vorgänger von Masaaki Bandoh. Aus deutscher Sicht gewannen erst drei Piloten das International Pokka 1000km in Suzuka: 1997 Marcel Tiemann zusammen mit Alessandro Nannini im Mercedes-Benz CLK-GTR, 1998 Bernd Schneider zusammen mit Mark Webber im Mercedes-Benz CLK LM sowie 2007 André Lotterer zusammen mit Juichi Wakisaka und Oliver Jarvis. Der aktuelle Name des Pokka Sapporo 1000km in Suzuka setzt sich übrigen aus dem derzeitigen Sponsoring des Unternehmens Pokka Sapporo zusammen. Ursprünglich getrennt, fusionierte der Lebensmittelhersteller Pokka mit dem Getränkehersteller Sapporo im Januar dieses Jahres, weshalb sich auch das Sponsoring und demzufolge der Name des Rennens änderte.

Der Suzuka Circuit selbst benötigt keine große Einführung. Zusammen mit dem Fuji Speedway stellt die Strecke, die 2012 ihren 50. Geburtstag feierte, den international bekanntesten Kurs Japans dar. Viele Fans und Fahrer bezeichnen die 5,807 km lange Strecke als eine der besten Rennstrecken der Welt. Die außergewöhnliche und einmalige Form einer 8 sowie die insgesamt 17 Kurven mit Namen wie Degner (benannt in Ehren nach dem 1983 verstorbenen Motorrad-Rennfahrer Ernst Degner, der just an dieser Stelle 1963 einen schlimmen Feuerunfall erlitt), Spoon, Dunlop aber auch Hairpin sowie natürlich die schnelle 130R entzücken Fans sowie Fahrer gleichermaßen. Jene 130R ist es allerdings auch, die nicht nur als schnelle und gefährliche (Mut-)Kurve gilt, sondern über die Jahre auch mehrmals aufgrund schwerer Unfälle aus

April 13 2013

19:00

Super Formula Saisonvorschau 2013

Die Formula Nippon heißt ab diesem Jahr Super Formula. Der Namenswechsel liegt der neuen Strategie zugrunde, in Asien zu expandieren. Der Saisonstart erfolgt dieses Wochenende in Suzuka. Oft kopiert, in der Qualität aber unerreicht, wird der Racingblog auch diesem Jahr wieder ausführlich über Japans wichtigste und höchste Formel-Serie berichten.

Super Formula Round 0 Suzuka 2013 Start 300x200 Super Formula Saisonvorschau 2013Böse Zungen könnten behaupten, dass durch den Namenswechsel von Formula Nippon auf Super Formula Raider nun einfach Twix heißen würde. Betrachtet man auch lediglich dieses Jahr, so könnte man dieser Aussage auch fast schon zustimmen. Allerdings eben auch nur fast. Denn hinter dem neuen Namen steckt die komplett neue Strategie der Serie. Ähnlich der Super GT möchte die JRP (Japan Race Promotion) mit ihrer Formel-Serie auf dem asiatischen Markt expandieren. Hierfür benötigt man nicht nur einen etwas „neutraleren“ Namen, sondern als FIA-sanktionierte Serie auch den Segen des Motorsport-Weltverbandes. Und genauer dieser untersagt, dass eine nationale Rennserie als solche ein Championat austrägt, wenn sie in mehr als zwei Ländern unterwegs ist. Durch die Expandierung erhofft man sich, einen ähnlichen Stellenwert wie die Formel 1 oder IndyCar in Asien zu erhalten.

Vom ursprünglich kompletten Namen „All-Japan Championship Formula Nippon“ taufte man sich somit in „Japanese Championship Super Formula“ um. Manch europäischem Motorsport-Fan mag sicherlich eine gewisse Namensähnlichkeit zur Superleague Formula auffallen, tatsächlich ist der Name allerdings an die Super GT, die populärste Rennserie in Japan angelehnt. Auch diese nannte sich 2005 aus genau den gleichen Gründen in den heute bekannten Namen um. Mit dem Namenswechsel endet die Ära der Formula Nippon, die 1996 als komplett neue Rennserie und Nachfolgeserie der japanischen Formel 3000 (Japanese Formula 3000) gegründet wurde . Die Vergangenheit der Rennserie geht selbstredend viel weiter, bis ins Jahr 1973, zurück, als Motoharu Kurosawa erster All-Japan-Formula-2000-Meister wurde. Jene Statistiken aus der Vergangenheit werden inoffiziell miteingerechnet, offiziell beschränkt sich die JRP hingegen auf die Ergebnisse seit 1996. Würde man beispielsweise den Rekordmeister aller Jahre bestimmen wollen, so müsste man, unter Einberechnung der kompletten Vergangenheit, die japanische Rennfahrerlegende Kazuyoshi Hoshino nennen. Der heutige Impul-Teamchef gewann, abgesehen vom Formula-Nippon-Zeitalter, unter jedem Reglement insgesamt sieben Meisterschaften (1975, 1977, 1978, 1987, 1990, 1993). An zweiter Stelle müsste eine weitere Legende genannt werden: Satoru Nakajima war insgesamt fünfmal erfolgreich (1981, 1982, 1984, 1985, 1986). Dem Vater von Kazuki und Daisuke Nakajima gelang zudem als einziger drei Titel hintereinander zu gewinnen. Beschränkt man sich hingegen lediglich auf das Zeitalter der Formula Nippon, sprich ab 1996, so würde die Wahl des Rekord-Champions auf Satoshi Motoyama fallen, der insgesamt viermal siegreich war (1998, 2001, 2003, 2005). Das Kunststück mehrere Titel hintereinander zu gewinnen gelang in dieser Zeit hingegen lediglich Tsugio Matsuda (2007 und 2008).

Super Formula Logo 300x199 Super Formula Saisonvorschau 2013Wie dem letztlich auch sei: Vom Wechsel von Formula Nippon auf Super Formula handelt es sich lediglich um einen Namenswechsel und nicht um eine komplette neue, respektive Nachfolgerserie! Das Ganze ist schon fast mit der der Namensänderung der Indy Racing League auf IndyCar Series zu vergleichen. Letzter Champion unter dem alten Namen wurde Kazuki Nakajima. Der Tom’s-Fahrer sicherte sich in seinem erst zweiten Jahr in der Serie in einem packenden wie auch unglaublich spannenden Finale den Titel. Der Sieger am Ende dieses Jahres darf sich hingegen nicht nur erster Super-Formula-Meister nennen, sondern auch der letzte Champion mit dem alten Wagen sein. Im nächsten Jahr wird die Super Formula nämlich den neuen Einheitswagen von Dallara einsetzen.

Die Wahl auf den italienischen Hersteller, der unter anderem auch die Chassis für die IZOD IndyCar Series und GP2 baut, wurde im letzten Jahr kurz vor dem Saisonfinale in Suzuka bekanntgegeben. Wie das japanische Magazin Auto Sport allerdings berichtete, fiel die Wahl des neuen Herstellers zunächst allerdings nicht auf die Italiener, sondern die JMIA (Japan Motor-Racing Industry Association), die unter anderem das Chassis für die Japanese Formula 4 herstellen. Nach Angaben des Magazins hat sich die JRP zunächst für die JMIA entschieden, da diese ein gutes Konzept, sogar ohne Anzahlung für die Entwicklungskosten, auf den Tisch legten. Ein sehr kritischer Kommentar, insbesondere gegenüber der Zukunft und Expandierungspläne der JRP, von Minoru Hayashi (Chairman der JMIA) im Juni 2012  auf der Webseite der JMIA, hat allerdings wiederum viele Mitglieder, die zuvor noch die JMIA unterstützen, verärgert. Zusammen mit den Team-Besitzern entschloss sich die JRP auf einer nicht-öffentlich zugänglichen Konferenz dann letztlich für Dallara. Super Formula Saisonvorschau 2013

Am 25. März 2013 präsentierte die Japan Race Promotion auf einer Pressekonferenz dann endlich die ersten Bilder des neuen Boliden. Auffallend ist, dass sich Dallara stark den Monoposti aus der Formel 1 oder GP2 orientiert. So besitzt der SF14 beispielsweise eine leicht gekrümmte Nase. Des Weiteren ist die Heckfinne auffallend, aber auch der aggressive Heckflügel. Zu gefallen wissen auch die geschwungenen Seitenkästen. Bereits im Vorfeld gab Dallara bekannt, dass man das Know-How aus den anderen Rennserien auf das klare Konzept der JRP übertragen möchte. Das Ergebnis wirkt, im Gegensatz zum FN09 – dem nach meiner bescheidenen Meinung nach derzeit hübschesten Formel-Wagen) von Swift Engineering (auch bekannt als Swift 017.n) nicht mehr ganz so einzigartig, aber dennoch hübsch. Genaue technische Details wollten Dallara und die JRP noch nicht verraten, außer das der Wagen 650kg schwer sein wird. Mit diesen sollte aber zum Shakedown des Wagens im Sommer zu rechnen sein. Nach den ersten Proberunden von Kazuki Nakajima und Takuya Izawa im Simulator in Italien soll der Wagen schneller als der aktuelle FN09 sein. Nakajima lobte zudem die Ansprechbarkeit des Boliden, dass er, zumindest im Simulator, sofort das Feedback spürte und seine Rundenzeiten systematisch verbessern konnte. Er könne es jedenfalls kaum noch erwarten, bis er endlich im fertigen Wagen sitzen kann.

 Super Formula Saisonvorschau 2013Durch die höhere Geschwindigkeit wird die Super Formula noch näher an den Speed der aktuellen Formel 1 heran. Zum Vergleich: 2012 betrug die 107%-Regel in der Qualifikation zum Großen Preis von Japan 1:38.471 Minuten. Im gleichen Jahr stellte die Formula Nippon in Suzuka einen neuen, Serien-internen Rundenrekord von 1:38.700 auf, der in diesem Jahr aufgrund neuer Einheitsreifen von Bridgestone von gleich sieben Fahrern in der Qualifikation gebrochen werden konnte. Den neuen Rundenrekord stellte Takuya Izawa mit einer 1:38.217 auf. Dadurch unterstreicht die Super Formula erneut, keine Nachwuchsserie, sondern etwas komplett Eigenständiges wie beispielsweise die IZOD IndyCar Series zu sein! Beim Motorenreglement wird die Super Formula erneut Hand in Hand mit der Super GT gehen. Die Aggregate von Toyota und Honda werden 2,0-Liter 4-Zylinder Turbo-Reihemotoren sein und insgesamt 550 PS sowie 700Nm-Drehmoment besitzen. 50 weitere PS werden durch das KERS-ähnliche „System E“ möglich sein, an dem Toyota und Honda seit einigen Jahren entwickeln. System E soll das derzeitige, fünfmal für jeweils fünf Sekunden aktivierbare Boost-System des aktuellen Wagens ersetzen.

All dies ist selbstredend Zukunftsmusik, von der wir in diesem Jahr aber sicherlich, spätestens zum Shakedown des neuen Wagens im Sommer, häufiger berichten werden.

 

Änderungen und der Rennkalender 2013

Eine große Änderung in diesem Jahr betrifft die Vereinheitlichung des Qualifikationssystems. 2012 wurde je nach Rennen zwischen einer Kombination aus regulärer Qualifikation sowie einem anschließenden Einzelzeitfahren der besten zehn Fahrer sowie  dem aus der Formel 1 bekannten Knock-Out-Format gewechselt. In diesem Jahr wird hingegen das Knock-Out-Format bei allen Rennen zum Einsatz kommen. Nach dem ersten, 20-minütigen Qualifikationssegment scheiden die Platzierungen von 15 bis 19 aus. Für das dritte Qualifikationssegment qualifizieren sich hingegen die acht besten Fahrer aus Q2. Beide Segmente sind jeweils sieben Minuten lang. Eine weitere Änderung betrifft den neuen Einheitsreifen von Bridgestone. Der japanische Hersteller hat für dieses Jahr eine neue Reifenmischung entwickelt, die mehr Grip besitzt und folglich schnellere Rundenzeiten zulässt. Die Folge: Bereits zur Qualifikation zum Saisonstart in Suzuka unterboten sieben Fahrer den erstSuper Formula 2013 Kazuki Nakajima 300x200 Super Formula Saisonvorschau 2013 im letzten Jahr aufgestellten Rundenrekord von 1:38.700. Am schnellsten auf den neuen Pneus war Takuya Izawa, der wie bereits erwähnt eine 1:38.217 auf den Asphalt brannte. Über die Lebensdauer der neuen Reifen steht hingegen noch ein großes Fragezeichen. Laut Angaben von Bridgestone sollen die Pneus nicht schneller als im letzten Jahr abbauen. Letztlich wird man aber wohl die ersten zwei Rennen abwarten müssen, um dies beurteilen zu können. Die Fahrer sind jedenfalls vom Grip-Gewinn begeistert.

Der diesjährige Rennkalender bietet ein ähnliches Bild wie im letzten Jahr. Passend zur neuen Strategie der Serie wird die Super Formula 2013 allerdings ihr Debüt in Südkorea feiern. Anders als die Super GT geht es allerdings nicht auf den Korea International Circuit in Yeongnam, sondern auf den komplett neuen Autopia Circuit in Inje. Die Veranstalter unterschrieben mit der JRP einen mehrjährigen Vertrag, welcher das Rennen zum festen Bestandteil des zukünftigen Super-Formula-Kalender werden lässt. Ziel der Veranstalter ist es, den Motorsport und dabei insbesondere Formel-Sport in Korea bekannter und populärer zu machen. Nach der Formel 1 wäre die Super Formula somit die zweite große Formel-Serie im Land. Für die Super Formula ist es nicht das erste Auslandsrennen: Bereits 2004 trug man einen Lauf auf dem Sepang Circuit in Malaysia aus. Damals gewann André Lotterer vor Naoki Hattori und Juichi Wakisaka.

Der Saisonstart erfolgt traditionell an diesem Wochenende in Suzuka. Anschließend begibt sich die Super Formula leider in eine fast zweimonatige Pause, wohl auch bedingt durch Terminkollisionen mit der Super GT. Erst am 2. Juni geht es in Autopolis (Kyushu) weiter. Es folgen der Fuji Speedway, der Twin Ring Motegi, der Autopia Circuit in Inje (Korea), ehe es am Ende der Saison ins Sportsland Sugo sowie zum erneuten Finale in Suzuka geht. Den großen, nicht zur Meisterschaft-gehörenden Saisonabschluss mit der Super GT wird beim JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup vom 15. bis 17. November auf dem Fuji Speedway zelebriert. Abgesehen von beiden Läufen in Suzuka beträgt die Renndistanz jeweils 250km. Zum Saisonstart wird man hingegen ganze 300km (oder 296,157km, wenn man es wirklich genau nimmt), sprich 51 Runden absolvieren – nur zwei Runden weniger als die Formel 1! Zum Saisonabschluss setzt man hingegen wieder auf das aus dem letzten Jahr bekannte „Zwei-Sprintrennen-Format“ über 20 respektive 28 Runden. Insbesondere das zweite Sprintrennen bot einiges an Spannung, da die Meisterschaftsführung mehrmals zwischen den fünf verbliebenen Titelkontrahenten wechselte.

Der Kalender für 2013:

13.04-14.04:   Suzuka Circuit
01.06-02.06:   Autopolis
13.07-14.07    Fuji Speedway
03.08-04.08:   Twin Ring Motegi
24.08-25.08:   Inje (Korea)
28.09-29.09:   Sportsland Sugo
09.11-10.11:   Suzuka Circuit
15.11-17.11:   JAF Grand Prix Fuji Speedway (gehört nicht zur Meisterschaft)

 

Teams und Fahrer 2013

 

Petronas Team Tom’s (Toyota)
#1 Kazuki Nakajima
#2 André Lotterer
#2* James Rossiter (ersetzt Lotterer beim ersten und letzten Rennen)

Super Formula 2012 Kazuki Nakajima 300x199 Super Formula Saisonvorschau 2013Im letzten Jahr konnte sich in einem packenden wie auch spannenden Saisonfinale Kazuki Nakajima den Titel sichern. So überlegen wie sein Teamkollege André Lotterer im Jahr 2011 war der Ex-Williams-F1-Pilot hingegen nicht: 2011 gewann Lotterer sechs von sieben Läufen. Ausgerechnet das Rennen in Autopolis gewann letztlich Nakajima, weil Lotterer aufgrund seines WEC-Engagements bei Audi nicht daran teilnehmen konnte. Von dieser Überlegenheit war 2012 nichts mehr zu spüren. Zwar war Nakajima beim Saisonauftakt in Suzuka siegreich. Es sollte allerdings bis zum allerletzten Lauf dauern, bis er sich erneut auf die Mitte des Podests stellen konnte. Grund hierfür war die schwindende Dominanz von Tom’s sowie die deutlich gestärkte Konkurrenz in Form von Tsukakoshi, Izawa sowie Joao Paulo de Oliveira. Lotterer selbst gewann im letzten Jahr immerhin zwei Läufe (Motegi im Frühjahr sowie Fuji), schrieb dafür aber auch zwei Nuller. Zwar gelang es Tom’s am Ende den Fahrermeister zu Stellen, die Team-Wertung musste man hingegen Docomo Team Dandelion Racing überlassen. Grund hierfür waren neben Fahrfehlern auch einige kleinere, technische Defekte. Auch die diesjährige Saison sollte für Petronas Team Tom’s nicht einfach werden: Bei beiden Testfahrten in Suzuka sowie auf dem Fuji Speedway bewegte man sich lediglich im Mittelfeld. Selbstredend gilt Kazuki Nakajima dennoch als heißer Titelanwärter. Sein Teamkollege André Lotterer sollte hingegen keine allzu realistischen Chancen auf den Titel haben. Aufgrund seines WEC-Engagements bei Audi wird der Duisburger sowohl beim Saisonstart wie auch beim Saisonfinale in Suzuka fehlen. Es ist dennoch erfreulich, dass der 2-fache Le-Mans-Sieger doch noch eine weitere Saison in seiner Wahlheimat Japan fahren wird, nachdem er sich Ende letzten Jahres darüber noch nicht ganz sicher war. Lotterers große Fanbase im Land der aufgehenden Sonne wird sich darüber freuen. Bei beiden Suzuka-Rennen wird Lotterer vom 29-jährigen Briten James Rossiter ersetzt, der bereits Testfahrten für Force India in der Formel 1 absolvierte und Teamkollege von Kazuki Nakajima bei Tom’s in der Super GT ist.

 

Kondo Racing (Toyota)
#3 Hironobu Yasuda

Super Formula 2012 Hironobu Yasuda 2 300x199 Super Formula Saisonvorschau 2013Team-Besitzer Masahiko Kondo (von mir auch gerne als „der Mann mit der besten Frisur im Fahrerlager” genannt) ist eine Art Multitalent. Der in Japan bekannte Sänger, Schauspieler und Komponist ging mit seinem Team erstmals im Jahr 2000 an den Start. Es sollte ganze acht Jahre dauern, bis Joao Paulo de Oliveria Masahiko Kondo in Fuji den bis dato einzigen Sieg des Teams spendierte. Mit insgesamt 44 Punkten in der Team-Wertung schob sich Kondo Racing 2008 vor namenhafte Mannschaften wie Impul. Kondo Racing ist ein stark antizipiertes Team, dessen Durchbruch seit der Saison 2008 vorausgesagt wird, nach dem Weggang von de Oliveira zu Impul aber dieser Erwartungshaltung etwas zurückblieb. Im letzten Jahr verpflichtete man den Rookie Hironobu Yasuda, der sich in Serien wie der japanischen Formel 3 bereits einen Namen machte und seit 2010 auch für Kondo Racing in der Super GT unterwegs ist. In diesem Jahr ist dort sein Teamkollege übrigens Michael Krumm. Yasuda blieb im letzten Jahr punktlos. Sein bestes Resultat war ein neunter Platz in Motegi sowie zum Saisonfinale in Suzuka, womit er nur knapp Meisterschaftspunkte verpasste. Während der Testfahrten in Suzuka machte der 29-jährige Japaner eine solide Figur.

 

Kygnus Sunoco Team LeMans (Toyota)

#7 Ryo Hirakawa
#8 Loic Duval
#8* Andrea Caldarelli (ersetzt Duval beim ersten und letzten Rennen)

Super Formula 2013 Ryo Hirakawa 300x200 Super Formula Saisonvorschau 2013Im letzten Jahr traten Team LeMans sowie deren Schwester-Team Kygnus Sonoco aufgrund vertraglicher Probleme noch getrennt an. In diesem Jahr ist das Team endlich vereint, was der Koordination sowie der Stärkung der Mannschaft sicherlich zu Gute kommen sollte. Nach einem Jahr Pause feierte im letzten Jahr der Champion von 2009, Loic Duval, seine Comeback bei Kygnus Sunoco. Bedingt durch seine Fähigkeiten sowie seinem Wissen gelang es dem Franzosen, genau die richtige und auch von mir prophezeite Entwicklungsarbeit zu leisten. Das Ergebnis: Ein dritter Platz in Autoplis sowie der zweite Rang beim Finale in Suzuka. Die Saison beendete Duval mit 25 Zählern auf Rang 6. Die Früchte dieser Aufbauarbeit sollte der Franzose auch in diesem Jahr ernten können. Wie auch Lotterer sind seine Meisterschaftschancen aber eher unrealistisch, denn auch er wird beim Auftakt sowie Finale aufgrund seines WEC-Engagements bei Audi fehlen. Bei diesen zwei Rennen wird er deshalb vom Italiener Andrea Caldarelli ersetzt, der relativ erfolglos und ohne Punkte 2011 bei Kondo Racing fuhr. Caldrelli ist außerdem für KeePer Tom’s in der Super GT unterwegs. Die komplette Medienaufmerksamkeit wird hingegen der von den japanischen Medien schon als neuer Superstar gefeierte Ryo Hirakawa bekommen. Der erst 19-jährige Japaner ist nicht nur der jüngste Starter im Feld, sondern blickt auch auf eine sehr erfolgreiche, vergangene Saison zurück. Hirakawa gewann neben der japanischen Formel 3 auch den Porsche Carrera Cup Japan und sicherte sich den Vizetitel in der Formula Challenge Japan. Gleich bei seinem ersten Einsatz während der Testfahrten in Suzuka machte der in Hiroshima geborene Japaner mit Gesamtrang 2 auf sich aufmerksam, weshalb ich Podiumsplätze in seiner Rookie-Saison für nicht unwahrscheinlich halte. Hirakawa ersetzt Kazuya Oshima, der im letzten Jahr fast das Rennen auf dem Fuji Speedway gewann.

 

HP Real Racing (Honda)

#10 Koudai Tsukakoshi
#11 Yuhki Nakayama

Super Formula 2013 Koudai Tsukakoshi 300x200 Super Formula Saisonvorschau 2013HP Real Racing ist ebenfalls ein sehr junges Team. 2007 ging man erstmals mit Teams in der Super GT sowie der japanischen Formel 3 an den Start, ehe man 2009 zusammen mit der Einführung des FN09 auch in der Formula Nippon mit Koudai Tsukakoshi am Steuer startete. Die Ergebnisse waren für ein neues Team solide, 2011 war hingegen ein Katastrophenjahr. Nachdem Tsukakoshi von Docomo Team Dandelion Racing abgeworben wurde, pokerte HP Real Racing mit dem jungen Talent Takashi Kobayashi, der 2010 die Japanese Formula 3 mit sechs Siegen gewann. Kobayashi blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück und wurde mit null Meisterschaftspunkten noch mitten in der Saison durch Hideki Mutoh ersetzt, der allerdings ebenfalls keine Punkte für das Team einfahren konnte. Tuskakoshis Super-GT-Teamkollegen Toshihiro Kaneishi gelangen im letzten Jahr zwei Meisterschaftszähler. In diesem Jahr kehrt Koudai Tsukakoshi hingegen wieder zu seinem alten Team zurück. Der Vizemeister vom letzten Jahr bringt nicht nur neue Erfahrung sowie gewonnenes Wissen von Docomo Team Dandelion Racing, sondern auch eine ordentliche Ladung Motivation mit. Tsukakoshi gelang in Autopolis letztes Jahr sein erster Karrieresieg in Japans höchster Formel-Serie; am Ende fehlten lediglich drei Zähler zum Titelgewinn. Beachten muss man allerdings, dass HP Real Racing nicht Docomo Team Dandelion Racing ist, weshalb Top-5-Resultate für 26-jährigen Japaner machbar, aber nicht einfach werden. Persönlich kann ich den Wechsel von Tsukakoshi nicht ganz nachvollziehen. Allerdings ist er für Real Racing an der Seite von Toshihiro Kaneishi auch in der Super GT unterwegs, was das Ganze zumindest etwas sinniger erscheinen lässt. In diesem Jahr wird HP Real Racing zudem erstmals dauerhaft einen zweiten Wagen einsetzen. Yuhki Nakayama sammelte bereites bei zwei Gastspielen in Fuji sowie Motegi im letzten Jahr erste Erfahrungen im Team sowie mit dem Boliden.

 

Team Mugen (Honda)
#15* Takuma Sato (nur ausgewählte Rennen)
#15* Takashi Kobayashi (nur ausgewählte Rennen)
#16 Naoki Yamamoto

Super Formula 2013 Takuma Sato 300x200 Super Formula Saisonvorschau 2013Mugen ist Honda-Fans ein Begriff. Tatsächlich gehört das seit 2010 in der Super Formula befindliche Team, bis auf den Namen und die Nähe zur Honda-Familie aber nicht Mugen selbst, wohl auch weil es den Namen Mugen in seiner ursprünglichen Form nicht mehr gibt. Nach einem Steuerskandal im Jahr 2003 ging Mugen Konkurs und trägt seit 2004 den Namen M-Tec. Im Debütjahr ging das damalige Team Motul Mugen mit Yuji Ide an den Start, der allerdings nur einen Punkt erzielte. 2011 Jahr warb man den Nakajima-Racing-Fahrer Naoki Yamamoto ab, der auch gleich in der ersten Qualfikation des Jahres in Suzuka mit einer Fabelzeit die Pole Position einstrich, im Rennen allerdings leer ausging. Der zweite Höhepunkt war Yamamotos fünfter Platz in Autopolis; das Jahr beendete man mit lediglich fünf Punkten auf dem Konto. Im letzten Jahr lief es für Yamamoto etwas schlechter: Zwar überzeugte er bei den Testfahrten in Suzuka, konnte am Ende der Saison allerdings nur zwei siebte Plätze in Suzuka sowie Motegi vorweisen. Insbesondere an seiner Konstanz muss Yamamoto arbeiten. Besonders erfreulich für die japanischen Fans: Auch in diesem Jahr wird Takuma Sato vereinzelte Gastspiele in der Super Formula geben, das erste gleich zum Saisonstart in Suzuka. Bereits im letzten Jahr nahm der IndyCar-Fahrer an den letzten beiden Rennen sowie beim JAF Grand Prix teil und kam nach eigener Aussage von Rennen zu Rennen immer besser mit dem Auto zurecht. Dass diesjährigen Einladungsrennen, offiziell als Round 0 bezeichnet, im Rahmen des Suzuka Fan Appreciation Day, gewann Sato nach Abbruch, nachdem sechs Fahrzeuge sich ausgangs der 130R verkeilten und eine Massenkarambolage auslösten. An wie vielen Rennen Sato in diesem Jahr letztlich teilnehmen wird ist noch nicht bekannt. Vergleicht man die Termine mit dem IndyCar-Kalender, wären Einsätze beim Finale in Suzuka sowie dem JAF Grand Prix möglich. Eine Terminüberschneidung zum Rennen im Sportsland Sugo gibt es zwar nicht, zu diesem Zeitpunkt befindet sich die IndyCar-Saison in den USA allerdings im Endspurt. Über die möglichen Einsätze von Takashi Kobayashi, der den zweiten Honda CR-Z von ARTA in der GT300 der Super GT pilotiert, hat sich Team Mugen hingegen noch nicht geäußert.

 

KCMG (Toyota)
#18 Richard Bradley

Super Formula 2012 KCMG 300x199 Super Formula Saisonvorschau 2013KCMG ist das einzige Team der Super Formula, welches nicht seinen Sitz in Japan, sondern in Hong Kong hat. 2008 zum Zweck der Teilnahme an verschiedenen, asiatischen Motorsportserien gegründet, fand KCMG den Weg in die damals noch Formula Nippon genannte Serie. Katsuyaka Hiranaka, erfahrener Formula-Nippon-Fahrer, erzielt für das Team allerdings lediglich zwei siebte Plätze in Autopolis und Motegi. Als  2011 der Schweizer Alexandre Imperatori Hiranaka ersetzt, dieser aber lediglich 2,5 Punkte einstrich, war davon auszugehen, dass KCMG sich wieder aus der Formula Nippon zurückziehen würde. Nach einem anfänglichen Rätselraten tauchte das Team aber dennoch auf der Entry-List mit Ryo Orime auf. Orime beendete die Saison mit null Punkten auf dem vorletzten Platz, was auch der Unterlegenheit des Teams geschuldet ist. In diesem Jahr hat man den Briten mit malaysischer Rennlizenz Richard Bradley verpflichtet. Bradley beendete unter anderem die japanische Formel 3 auf Gesamtrang 4 und nahm an zwei Läufen der europäischen Formel 3 teil. Auch in diesem Jahr sollte man von KCMG nicht allzu viel erwarten.

 

Lenovo Team Impul (Toyota)
#19 Joao Paulo Lima de Olivera
#20 Tsugio Matsuda

Super Formula 2013 Joao Paulo de Oliveira 300x187 Super Formula Saisonvorschau 2013Die auffälligste Änderung bei Team Impul ist der neue Hauptsponsor sowie das veränderte Paintscheme des Wagens. Ansonsten tritt das Team von der japanischen Rennfahrerlegende Kazuyoshi Hoshino unverändert an. Joao Paulo Oliveira, der die Meisterschaft 2010 gewann und im letzten Jahr trotz Pech und einigen technischen Defekten noch Chancen auf den Titel im letzten Rennen hatte, setzte bereits bei den Testfahrten auf dem Fuji Speedway ein erstes Ausrufezeichen. Damit unterstrich der Brasilianer seine Titelambitionen. Im letzten Jahr feierte Tsugio Matsuda sein Comeback in der Serie. Kurioserweise war es das erste Jahr des Doppelmeisters von 2007 und 2008 im FN09, weshalb er sich übers Jahr verteilt erst an diesen gewöhnen musste. Zum Ende der Saison hin kam Matsuda aber immer besser in Fahrt, verpasste im strömenden Regen von Sugo aufgrund eines technischen Defekts sogar nur knapp das Podium. Die Möglichkeit zum Titelgewinn sah ich aufgrund seiner zu langen Pause im letzten Jahr noch nicht. In diesem Jahr gilt Matsuda hingegen, wie auch sein Teamkollege, als heißer Anwärter auf die Meisterschaft.

 

Nakajima Racing (Honda)

#31 Daisuke Nakajima
#32 Takashi Kogure

Super Formula 2013 Takashi Kogure 300x200 Super Formula Saisonvorschau 2013Nakajima Racing war neben Ryo Hirakawa die Überraschung bei den Tests in Suzuka. Zumindest in Form von Takashi Kogure. Der bei den japanischen Fans sehr beliebte Honda-Pilot mag zwar gerne über sein Ziel hinausschießen, wirkt in diesem Jahr aber wie ausgewechselt. Sein Sieg beim Saisonauftakt der Super GT am vergangenen Wochenende in Okayama unterstreicht dies. Kogure ist in Super Formula seit 2003 dabei, konnte trotz sieben Siegen und insgesamt 15 Pole Positions allerdings noch keinen Titel in ihr erringen. Zwar gilt das Team von Satoru Nakajima seit einigen Jahren nicht mehr zu den stärksten Mannschaften, Kogure könnte dieses Jahr dennoch für die eine kleine Überraschung sorgen. Eine etwaige Teilnahme am Titelkampf halte ich persönlich zwar für unwahrscheinlich, mögliche Podestplätze oder gar Siege hingegen für realistisch. Sein Teamkollege Daisuke Nakajima scheint, wenn man die Testergebnisse als Indikator herziehen möchte, genau dort weiterzumachen, wo er letztes Jahr aufgehört hat: im Mittelfeld. Im letzten Jahr war Kazukis jüngerer Brüder teilweise etwas schneller als Kogure. Sofern dieser aber seine bisherig gute Leistung konstant übers Jahr durchziehen kann, sollte das Team-interne Duell zu Gunsten von Takashi Kogure ausfallen.

 

P.MU/Cerumo Inging (Toyota)

#38 Kohei Hirate
#39 Yuji Kunimoto

Super Formula 2012 Yuji Kunimoto 300x199 Super Formula Saisonvorschau 2013Hinter dem auf den ersten Blick unaussprechlichen Namen verbirgt sich ein Zusammenschluss der beiden Teams Cerumo Inging und Motorsport. Im Gegensatz zur Super GT, wo Cerumo ein relativ erfolgreiches Team ist, fährt man dem Erfolg in der Super Formula hinterher. 2008 fusionierte Cerumo aufgrund von Sponsorenschwund mit dem sich seit 2006 in der Super Formula befindlichen Team Motorsport, die aus der japanischen Formel 3 aufgestiegen sind. Mit zwei Teams und drei Autos war das Debütjahr für dieses Joint-Venture gleichzeitig auch das Erfolgreichste, anschließend fiel man aufgrund finanzieller Probleme und fehlenden Sponsoren ab, was ebenfalls im Einsatz von lediglich einem Auto resultiere. 2012 setzte man erstmals wieder mit Kohei Hirate (fährt ebenfalls für Cerumo in der Super GT) sowie Yuji Kunimoto zwei Fahrzeuge ein. Kunimoto debütierte vorletztes Jahr als amtierender japanischer F3-Champion und hatte dementsprechend den Rummel der Presse um sich. Aufgrund des nicht konkurrenzfähigen Wagens blieben mögliche Achtungserfolge allerdings aus. Das Engagement von Kohei Hirate im letzten Jahr machte sich bezahlt: Durch sein Know-How und Wissen half er bei der Entwicklung des Wagens und beendete das Jahr mit acht Zählern auf Rand 9. Kunimoto erreichte hingegen nur zwei Pünktchen und musste sich mit Platz 13 begnügen. Teamchef in der Super Formula ist im übrigen Yuji Tachikawa, der zusammen mit Kohei Hirate den Zent Cerumo SC430 in der Super GT pilotiert.

 

Docomo Team Dandelion Racing (Honda)

#40 Takuya Izawa
#41 Hideki Mutoh

Super Formula 2013 Takuya Izawa 2 300x168 Super Formula Saisonvorschau 2013Es klingt fast wie die Geschichte des Aschenputtels: Seit 1999 in der Super Formula, belegte Docomo Team Dandelion Racing meist nur die letzten Plätze des Starterfelds. Es sollte bis zum Jahr 2002 dauern, als man den Nordiren Richard Lyons unter Vertrag nahm, der dem Team noch im selben Jahr die ersten Punkte bescherte und dabei half, den Wagen in die richtige Richtung zu entwickeln. Das Ergebnis: 2004 gewann Lyons mit Dandelion die Meisterschaft. Seitdem ist das Team nicht nur eines der bekanntesten in der Super Formula, es verhalf auch dem Telekommunikationsgiganten Docomo an Popularität zu gewinnen. Seit dem Meisterschaftsgewinn mit Lyons fährt das Team dem nächsten, großen Erfolg allerdings etwas hinterher. Erst die Verpflichtung von Loic Duval im Jahr 2010 brachte etwas Besserung. 2012 hätte das nächste, erfolgreiche Jahr für die Dandelion-Truppe werden können. Zwar verpassten sowohl Koudai Tsukakoshi wie auch Takuya Izawa mit drei Saisonsiegen nur knapp den Fahrertitel. Am Ende jubelte die Mannschaft dennoch, da man die Team-Wertung gewann. Dem Team sowie beiden Fahrern fehlte es am Ende letztlich ein wenig an Konstanz. Izawa, der seit 2009 bei Dandelion ist, gilt auch in diesem Jahr als Titelkandidat und wird beim Saisonstart, wie auch im letzten Jahr, von der Pole Position ins Rennen gehen. Izawas Teamkollege in diesem Jahr ist Hideki Mutoh. Der ehemalige IndyCar-Pilot fuhr bereits in den Jahren 2006 und 2011 in der Super Formula, konnte allerdings lediglich in seinem Debütjahr einen einziges Pünktchen ergattern.

 

Tochigi Le Beausset Motorsports (Toyota)
#62 Koki Saga

Super Formula 2012 Koki Saga 300x199 Super Formula Saisonvorschau 2013Le Beausset Motorsports ist ein sehr junges Team, das hauptsächlich in der japanischen Formel 3 unterwegs ist und erst 2011 mit einem Team in die Super Formula aufstieg. Dabei setzte man auf den bereits seit 2005 geförderten Koki Saga. Saga blieb 2011 punktlos und beendete sein Debütjahr auf dem 17. Platz. In seinen insgesamt sechs Jahren in der Japanese Formula 3 Series sowie einigen Ausflügen in die GT300 der Super GT, verbesserte er sich stets von Jahr zu Jahr, von anfangs Platz 13 bis zum Ende hin auf Position 4. Meisterschaftspunkte blieben allerdings auch im letzten Jahr aus, weshalb 2013 ebenfalls nicht sonderlich viel von ihm sowie Tochigi Le Beausset Motorsports, welches zusammen mit KCMG eher das Schlusslicht des Feldes bildet, erwarten sollte.

 

TV-Zeiten Suzuka

 
An der TV-Situation der Super Formula hat sich auch in diesem Jahr nichts geändert: Außerhalb Japans bleiben die Flachbildfernseher schwarz. In Japan überträgt der Pay-TV-Sender J Sports alle Rennen live; Zusammenfassungen sowie Highlights werden zusätzlich auf BS Fuji ausgestrahlt. Um an Live-Bilder zu kommen, muss sich daher wieder um die mehr oder weniger beliebte Graualternative bemüht werden. Bei der üblichen Quelle werden auch in diesem Jahr wieder alle Rennen live gezeigt. Los geht’s bereits am morgigen Sonntag. J Sports 1 überträgt ab 7 Uhr deutscher Zeit. Der Rennstart erfolgt eine halbe Stunde später um 7:30 Uhr — ideal  als Warm-up zum Großen Preis von China der Formel 1. Aufgrund der längeren Distanz wird sich das Rennende der Super Formula aber aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Start der Formel 1 überschneiden.

 Super Formula Saisonvorschau 2013

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August 19 2012

03:10

Super GT: Live-Ticker Round 5 International Pokka 1000km Suzuka

Die 1000km von Suzuka, das International Pokka 1000km, ist nicht nur eines der prestigeträchtigsten und legendärsten Rennen Japans, sondern gleichzeitig auch der absolute Saisonhöhepunkt der Super GT. Seit 2009 wurde das Rennen auf 700km und im letzten Jahr in Folge der schlimmenden Naturkatastrophe auf 500km verkürzt. In diesem Jahr feiert die komplette Distanz hingegen wieder ihre Rückkehr — und wie zu allen Läufen der Super GT, bieten wir auch zum füften Meisterschaftslauf unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker an.

In meiner ausführlichen Vorschau sprach ich noch davon, dass Nissan in Suzuka unbedingt gewinnen sollte, wenn der Meisterschaftszug nicht vorzeitig abfahren soll. Einen ersten Schritt in diese Richtung gingen in der Qualifikation bereits Masataka Yanagida und sein Teamkollege Ronnie Quintarelli, als sie ihren S Road Reito Mola GT-R mit 1:51.554 auf die Pole Position stellten. Die restlichen Plätze unter den besten Fünf teilen sich Lexus und Nissan auf: Ebenfalls aus Startreihe eins startend ist der Denso Kobelco SC430 (1:51.875), dahinter gesellen sich der Sieger aus Sugo, der Eneos Sustina SC430 (1:51.951), der Motul Autech GT-R (1:51.975) sowie der Calsonic Impul GT-R (1:52.337). Honda befand sich in der Qualifikation erneut im Niemandsland, lediglich der Keihin HSV-010 schaffte es ins dritte Segment. Das Duo Kaneishi/Tsukakoshi geht von Position 6 ins Rennen. Die Qualifikation der GT300 endete mit einer kleinen Überraschung: Nachdem der triple a vantage GT3 aufgrund einer zu hohen Spritmenge im Tank alle Zeiten gestrichen bekam, startet Hondas Hybrid-Wagen, der CR-Z von Team Mugen, von der Pole Position (2:02.130). Die Top 5 werden vom S Road NDDP GT-R (2:02.885), dem GSR Hatsunemiku BMW (2:02.987) sowie dem Subaru BRZ (2:03.175) und dem MonePa Lamborghini GT3 (2:03.287) komplettiert. Das Rennen über 1000km (175 Runden) verspricht einiges an Spannung, zumal die Temperaturen über 30 Grad die Strecke in ein Dampfbad verwandeln werden. Den Link zum Live-Ticker gibt’s nach dem Sprung.Da die Einbidung unseres neuen Live-Ticker-Systems innerhalb die Artikel leider noch nicht möglich ist, muss zunächst noch die Untersteite angesteuert werden. Nach dem Rennen werde ich den Live-Ticker zusätzlich hier aber noch erneut zum nachlesen archivieren.

aLive-Ticker

aQualifikations-Ergebnis GT500

aQualifikations-Ergebnis GT300

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August 17 2012

19:26

Super GT: Vorschau Round 5 International Pokka 1000km (Suzuka)

Neben dem Grand Prix der Formel 1 und sogar noch vor den Suzuka 8 Hours, sind die 1000km von Suzuka, das International Pokka 1000km, wohl das legendärste und prestigeträchtigste Rennen Japans. Gleichzeitig stellt es den Saisonhöhepunkt der Super GT dar. Nachdem die Renndistanz seit 2009 häufiger gesenkt wurde, findet es in diesem Jahr erstmals wieder über die komplette Distanz von 1000km statt.

Die Geschichte des Rennens, das in diesem Jahr bereits zum 41. Mal stattfindet, geht weit zurück: Drei Jahre nach dem ersten Formel-1-Grandprix in Japan, fand 1966 erstmals der Langstrecken-Klassiker – damals noch über 500km – auf dem Suzuka Circuit statt. Seitdem änderten die Organisatoren die Distanz, abgesehen von zwei Ausnahmen über jeweils 12 Stunden in den Jahren 1967 sowie 1969 – auf die heute bekannten 1000km.

Während das Rennen bis 1982 noch ohne Meisterschaftsintegrierung stattfand, wurde es im folgenden Jahr Teil der All Japan Sports Prototype Championship, einer inländischen Serie in der hauptsächlich Fahrzeuge der legendären Gruppe C sowie IMSA GTP Prototypen fuhren. Nachdem die Japanese Automobile Federation (JAF) die JSPC Ende 1992 auflöste und im darauffolgenden Jahr die JGTC (die sich bekanntlich 2005 in die heutige Super GT umbenannte) gründete, wanderte bereits 1992 das 1000km-Rennen zur der sich in ihrem letzten Jahr befindlichen Sportwagen-Weltmeisterschaft (WSC) über. Nachdem das Rennen 1993 dann einmalig Teil des JGTC-Kalenders war, wanderte es 1994 zur BPR Global GT Series, dem Vorgänger der 1997 gegründeten FIA GT. Die Abkürzung BPR stand übrigens für die Nachnamen der Seriengründer: Jürgen Barth, Patrick Peter und dem Weltmeister im GT-Serien gründen, Stéphane Ratel. Lediglich in den Jahren 1996 sowie 1997 waren die 1000-Kilometer in die FIA-GT-Meisterschaft integriert. In den darauffolgenden Jahren fand der Langstreckenklassiker hingegen wie in den Anfangsjahren als eigenständiges Event statt, an denen hauptsächlich die Teams der JGTC teilnahmen. Zwar waren die GT500- sowie GT300-Boliden in den Jahren zuvor als Gaststarter ebenfalls startberechtigt, was allerdings nur wenige Teams auch tatsächlich nutzten. 2006 fand das Internatonal Pokka 1000km im Kalender der Super GT endlich sein neues zu Hause. Als Gegenmaßnahme der hohen Kosten, insbesondere im Zuge der Weltwirtschaftskrise, reduzierte man die Renndistanz im Jahr 2009 zunächst auf unbestimmte Zeit auf 700km. Nach der verheerenden Naturkatastrophe im März 2011, wurde das Rennen auf 500km gekürzt. Es ist daher umso erfreulich, dass die 1000km in diesem Jahr wieder ihr Comeback feiern!

Den Rekord mit den meisten Siegen hält Kunimitsu Takahashi inne, der den Langstrecken-Klassiker insgesamt vier Mal (1973, 1984, 1985, 1989) gewann. Takahashi mag international zwar nicht so bekannt wie Satoru Nakajima, Aguri Suzuki oder Kazuyoshi Hoshino sein, dennoch ist auch er eine Legende des japanischen Motorsports. Oftmals gerne als der „Vater des Drifts“ bezeichnet, nahm er 1977 am Japan-Grand-Prix der Formel 1 teil. Bei seinem lediglich einzigen F1-Rennen übernahm er das Steuer des gleichen Tyrells, den ein Jahr zuvor Kazuyoshi Hoshino pilotierte, und erreichte den neunten Platz. Takahashis Karriere begann zunächst aber im Motorradrennsport, wo er 1961 in Hockenheim auf einer 250cc-Maschine von Honda als erster Japaner ein Grand-Prix-Rennen gewann. Es sollten noch drei weitere Siege folgen, ehe er sich 1962 beim Isle of Man TT schwer verletzte und 1965 in den Automobil-Rennsport wechselte. Neben seiner Karriere in der Japanese Formula 3000 nahm Kunimitsu Takahashi zwischen 1986 und 1996 achtmal an den 24 Stunden von Le Mans teil. Den größten Erfolg erreichte er dort 1995, als er in einem Honda NSX die GT2-Klasse gewann. Von 1993 bis 2007 war Takahashi außerdem der Vorsitzende der GTA und damit direkter Vorgänger von Masaaki Bandoh. Aus deutscher Sicht gewannen erst drei Piloten das International Pokka 1000km in Suzuka: 1997 Marcel Tiemann zusammen mit Alessandro Nannini im Mercedes-Benz CLK-GTR, 1998 Bernd Schneider zusammen mit Mark Webber im Mercedes-Benz CLK LM sowie 2007 André Lotterer zusammen mit Juichi Wakisaka und Oliver Jarvis.

Der Suzuka Circuit selbst benötigt keine große Einführung. Zusammen mit dem Fuji Speedway stellt die Strecke, die bereits im Frühjahr dieses Jahres ihren 50. Geburtstag feierte, den international bekanntesten Kurs Japans dar. Viele Fans und Fahrer bezeichnen die 5,807 km lange Strecke als eine der besten Rennstrecken der Welt. Die außergewöhnliche und einmalige Form einer 8 sowie die insgesamt 17 Kurven mit Namen wie Degner (benannt in Ehren nach dem 1983 verstorbenen Motorrad-Rennfahrer Ernst Degner, der just an dieser Stelle 1963 einen schlimmen Feuerunfall erlitt), Spoon, Dunlop aber auch Hairpin und natürlich die schnelle 130R entzücken Fans sowie Fahrer gleichermaßen. Jene 130R ist es allerdings auch, die nicht nur als schnelle und gefährliche (Mut-)Kurve gilt, sondern über die Jahre auch mehrmals aufgrund schwerer Unfälle aus aSicherheitsgründen umgebaut wurde. Während die Kurve mit der vergrößerten, asphaltierten Auslaufzone für Autorennen sicherer wurde, verstarb beim MotoGP-Japan-Grand-Prix Daiijiro Kato, als er aufgrund eines technischen Defekts in der 130R die Kontrolle über seine Maschine verlor. Es war das letzte Suzuka-Rennen der Motorrad-Weltmeisterschaft, ehe man aus Gründen der Sicherheit auf den deutlich langsameren und für Motorräder wohl auch sicheren Straßenkurs des Twin Ring Motegi wechselte.

Suzuka ist auch jener Ort, an dem die NASCAR 1996 sowie 1997 jeweils ihre beiden NASCAR Thunder 100-Einladungsrennen auf dem 2,3km langen Ostkurs austrug, auf dem auch die WTCC seit 2011 unterwegs ist. Während das Rennen 1997 aufgrund des erstmaligen Einsatzes von Regenreifen in die NASCAR Sprint Cup-Geschichte einging, verstarb im Jahr zuvor Pace-Car-Fahrer Elmo Langley auf tragische Weise, als er in den S-Kurven während einer Evaluierungsrunde einen Herzinfarkt erlitt.

Wie eine Super-GT-Runde auf dem Suzuka Circuit aussieht, soll folgende Onboard-Aufnahme von Takashi Kogure im Weider HSV-010 aus dem Jahr 2010 verdeutlichen:

 

 

GT500

Die Marke der Stunde ist derzeit Lexus. Drei von vier Siegen, zwei dazu auf Strecken, die dem SC430 ursprünglich eigentlich nicht liegen sollten. Obwohl die Statistik auf eine nahezu unschlagbare Übermacht schließen lässt, hatten die Piloten von Toyotas Edelmarke für ihre Erfolge, abgesehen von Sugo, zu kämpfen. Dennoch gelten auch in Suzuka insbesondere der Zent Cerumo SC430 (mit 88kg Gewichts-Handicap der schwerste Wagen im Feld) aber auch der Denso Kobelco SC430 (76kg) zu den absoluten Favoriten. Insbesondere nach dem starken Auftritt in Sepang und dem Sieg in Sugo, darf aber auch der Eneos Sustina SC430 (64kg) nicht vergessen werden, genauso wie der Petronas Tom’s SC430 (58kg). Letzter erreichte in Sugo nach langer Durststrecke das erste Podium seit 2010, während es für den Eneos Sustina SC430 der erste Sieg seit 2006 war. Beide Fahrzeuge machten an den zwei offiziellen Testtagen Ende Juli in Suzuka ebenfalls eine gute Figur (zweit- und drittschnellste Zeit hinter dem S Road Mola GT-R), wenn auch der Regen genauso wie das Ausprobieren von neuen Teilen keinen direkten Aufschluss über die tatsächliche Stärke gaben. In wie fern die Zusatzgewichte, welche die Top-Lexus-Wagen mit sich tragen, einen Einfluss auf die Performance haben werden, wird sich spätestens in der Qualifikation zeigen.

Im letzten Jahr war Nissan mit fünf von acht Siegen die dominierende Marke in der Super GT. Heuer stehen sie, trotz einiger guten Chancen, mit noch null Siegen hingegen etwas abgeschlagen hinter Lexus und Honda im Klassement. Zurückzuführen ist dies allerdings nicht auf eine mögliche, schlechte Performance des Wagens, sondern eher auf eigene Fehler und das nicht vorhandene Rennglück. In Okayama war laut Michael Krumm (Motul Autech GT-R) beispielsweise die Reifentemperatur ein großes Problem, die während des Rennens nicht das Betriebsfenster erreichte, welches benötigt wurde. Gleichzeitig schlichen sich bei Quintarelli/Yanagida (S Road Mola GT-R) sowie Oliveira/Matsuda) Reifenschäden, Fahrfehler und Kollisionen ein, mit dem wohl gröbsten, unglücklichsten Fehler in Sugo, als Joao Paulo de Oliveira nach einem guten Start zu früh die Spur wechselte, den Eneos Sustina SC430 traf und dabei Markenkollegen Satoshi Motoyama im Motul Autech GT-R sowie sich selbst ins Aus riss. Dies war eines der Rennen, die Nissan hätte gewinnen können. So steht bislang „lediglich“ ein guter, dritter Platz in Fuji von Krumm/Motoyama als bestes Resultat auf dem Papier. Aufgrund der fehlenden Erfolge gehören alle vier Nissan GT-Rs aber immerhin zu den leichtesten GT500-Boliden im Feld, auch wenn alle Fahrer-Duos die fehlenden Kilos wohl sicherlich gegen wertvolle Meisterschaftspunkte eintauschen würden. Nicht nur weil es bei einer Distanz von über 700km ein paar Punkte extra vergeben werden (der Sieger erhält beispielsweise 25 anstatt der üblichen 20 Zähler), ist der Sieg für eines der Nissan-Fahrzeuge Pflicht. Suzuka leitet auch die zweite Hälfte der Meisterschaft ein. Wenn man nicht weiter Boden verlieren und um den Titel noch kämpfen möchte, muss ein Sieg her, der in Suzuka aufgrund der Prestige und der leicht höheren Punktzahl sogar noch wertvoller ist. Interessant wird zu beobachten sein, in wie fern Nissan die bereits im Juli getesteten, neuen Teile an diesem Wochenende einsetzen wird. Auffallend war an den Testtagen eine schwarze Montur auf der Motorhaube des S Road Mola GT-R, die laut Nismos Team-Chef Kunihiko Kakimoto als Gegenmaßnahme für die Hitze gedacht sei. Hintergrund sei derer, dass insbesondere durch die der Vergrößerung der Lüftungsgitter zu den Sommerrennen auf insgesamt 25mm, die Montur die Hitze effektiver vom Kühler ausfließen lassen soll.

Überhaupt wird die Hitze eine zentrale Rolle spielen. Fürs Wochenende sind über 30 Grad vorhergesagt, was zu Temperaturen über 60 Grad in den Autos führen wird. Nissan war die erste Marke, die trotz eines minimalen PS-Verlustes auf eine Klimaanlage setzte. Honda zog ihnen in diesem Jahr gleich, lediglich Lexus verzichtet derzeit noch auf die bessere Alternative zu den Cool-Pads in den Rennanzügen der Fahrer. Es ist auch davon auszugehen, dass sie nicht extra für Suzuka nachgerüstet haben. Die Fahrer werden es ihnen sicherlich danken… Ein großes Fragezeichen steht nach Sugo hinter Honda. In Okayama und Fuji noch um den Sieg gekämpft, gelang es dem Duo Kogure/van Dam den Erfolg aus dem letzten Jahr in Sepang zu wiederholen. In Sugo ist die Marke hingegen im Niemandsland verschwunden. Im Rennen spielten die HSV-010s überhaupt keine Rolle. Erst auf Position 7 kam mit dem Weider HSV-010 der erste Wagen ins Ziel. Die schnellste Rennrunde von Koudai Tsukakoshi (Keihin HSV-010) konnte da nicht drüber hinwegtäuschen, dass man in ernsten Problemen war. Grund hierfür soll laut eigener Aussage ein mysteriöses Übersteuern am Scheitelpunkt der Kurven, insbesondere in denen des zweiten Sektors, gewesen sein. Dadurch war man nicht nur in den Kurven langsam, sondern hatte auch nicht genügend Schwung beim beschleunigen und folglich eine geringere Höchstgeschwindigkeit. Bei den beiden offiziellen Testtagen in Fuji am 8. und 9. August testete Honda neue Seitenspiegel, die direkt an der Finne auf dem Kotflügel montiert sind. Die Fahrer mussten sich an die neuen, so genannten „Fender Mirros“ erst noch gewöhnen, außerdem seien wohl keine signifikanten Unterschiede der Neuentwicklung, die speziell für Suzuka getestet wurde, bemerkbar gewesen. Ersten Fotos aus dem Fahrerlager zufolge, hat man die neuen „Fender Mirrors“ an diesem Wochenende wohl auch nicht dabei, oder nicht an allen HSV-010s montiert.

Besonders interessant war Suzuka in der Vergangenheit immer deshalb, weil alle drei GT500-Marken in jedem der drei Sektoren unterschiedlich stark waren, was zu einer sehr gesunden und spannenden Ausgeglichenheit führte. Einen Sieger zu tippen ist deshalb unmöglich. Im letzten Jahr gewannen Kakashi Kogure und Loic Duval im Weider HSV-010 vor Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida im S Road Mola GT-R ein unglaublich spannendes, vom Regen aufgemischtes und mit einigen Zwischenfällen ausgestattetes Rennen. Zwar waren es „nur“ 500km, für mich persönlich war es trotzdem, serienübergreifend, dass beste Rennen des Jahres. Der Regen sollte in diesem Jahr keine Rolle spielen, auch wenn über die gesamte Renndistanz von gut sechs Stunden hier und da die geringe Möglichkeit auf vereinzelte Tropfen besteht. Aufgrund der heißen Temperaturen sowie der hohen Luftfeuchtigkeit sollten etwaige, kurze Niederschläge aber keine Probleme bereiten. Alle GT500-Teams setzen in diesem Jahr übrigens keinen dritten Gastfahrer ein.

 

aEntry List GT500 (mit Gewichtsangaben)

 

GT300

Bei dem intensiven Kampf um die GT500-Krone kann die GT300 durchaus untergehen, wenn auch die „kleinere“ der beiden Klassen in Sugo das deutlich bessere Rennen ablieferte. Alle Augen sind nach dem Sieg des NDDP GT-R GT3 natürlich auf Nissans Nachwuchs-Team gerichtet. Die Charakteristik des Suzuka Circuits passt in der Theorie zum einzigen, japanischen GT3-Boliden im Feld. Zusätzlich zählt der Wagen des Duos Yuhi Sekiguchi / Katsumasa Chiyo zu einem der Effizientesten im Spritverbrauch, was man durchaus nicht von allen GT3-Fahrzeugen behaupten kann. Unterstützung bekommt das Team in Form des Gaststarters Daiki Sasaki, der seit 2010 in der Japanese Formula 3 unterwegs ist. Einige, wenn auch nicht alle, GT300-Teams setzen bei den 1000km auf Unterstützung in Form eines dritten Fahrers. Der bekannteste dürfte dabei Richard Lyons sein, der Akihiro Tsuzuki und die Schweizerin Cyndie Allemann im Zent Audi R8 LMS unterstützen wird. Lyons fuhr in diesem Jahr bereits in Fuji als Ersatz für Loic Duval, der aufgrund einer Terminkollision für Audi in Spa unterwegs war. Im Jahr 2004 gewann Lyons zudem die Meisterschaft in der GT500. Eine bessere Unterstützung hätte sich Hitotsuyama Racing nicht holen können.

Ein weiterer Bekannter in der Super-GT-Szene gibt an diesem Wochenende ebenfalls sein Comeback. Akihiko Nakaya wird das Duo Hironori Takeuchi / Haruki Kurosawa im Green Tec & Leon SLS unterstützen, der in Sugo zweiter wurde. In wie fern sich Nakaya, der in der Vergangenheit unter anderem mit einem Mitsubishi FTO unterwegs war, sich auf den SLS in solch einer kurzen Zeit einstimmen wird können, bleibt abzuwarten. Es ist dennoch schön sein Gesicht wieder im Fahrerlager zu sehen. Im Gegensatz zu Team Mugen, die keinen dritten Fahrer als Unterstützung für Daisuke Nakajima und Hideki Mutoh im CR-Z GT engagiert haben, werden Morio Nitta und Koki Saga im Hybrid-Prius von Yuichi Nakayama, ebenfalls einem japanischen Formel-3-Youngster, unterstützt. Ähnlich Team Mugen setzen auch einige weitere Teams lediglich auf ihre beiden Stammpiloten, die prominentsten davon dürften wohl beide BMW Z4s, aber auch der Hankook Porsche, der Endless Taisan 911 sowie der Subaru BRZ sein. Letzterer ist an diesem Wochenende erstmals mit dem so genannten „front-side exhaust“ ausgestattet. Ein System, welches auch Lexus und Nissan in der GT500 in diesem Jahr eingeführt haben.

Im letzten Jahr gewann Subaru ein packendes Rennen mit dem Legacy B4, weshalb die Erwartungen an den neuen BRZ in diesem Jahr natürlich enorm sind. Der im Gegensatz zu ein paar GT3-Konkurrenten etwas bessere Spritverbrauch des nach JAF-GT300-Reglment gebauten Wagens spricht auf dem Papier für das Team. Überhaupt werden den japanischen Wagen einige Chancen zugesprochen, wenn auch die Hauptfavoriten unter anderem der Hankook Porsche, natürlich der Endless Taisan 911, aber auch der Gainer Dixcel R8 LMS sowie der Hatsunemiku Z4 sind. Letzterer startete in Sugo erstmals mit dem 2012er Update von BMW, was ihm nach FIA-BoP-Einstufung aber gleich noch mal 30kg mehr an regulärem Gewicht einbrachte. Zusätzlich ist der Wagen mit 70kg Gewichts-Handicap zusammen mit dem Gainer Dixcel R8 LMS der zweitschwerste Wagen im Feld. Lediglich der Endless Taisan 911 hat noch mal acht Kilo mehr an Bord. Der effiziente Spritverbrauch spricht hingegen für den Z4.

 

aEntry List GT300 (mit Gewichtsangaben)

 

News & TV-Zeiten

Ende letzter Woche hatte die GTA den aprovisorischen Kalender – Freigabe der FIA steht noch aus – für die Saison 2013 veröffentlicht. Die größte Änderung stellt selbstverständlich das Einladungsrennen auf dem Korean International Circuit dar, auf dem auch die Formel 1 seit 2010 unterwegs ist. Angesetzt ist das Rennen zwischen dem Lauf in Fuji und Sepang (Malaysia) am 19. Mai 2013. Ansonsten bleibt der Ablauf im Kalender gleich: Eröffnet wird die Saison am 7. April 2013 in Okayama. Anschließend geht es wie auch in diesem Jahr in der Golden Week nach Fuji, wo das Rennen am Montag (!), den 29. April 2013 ausgetragen wird. Das Rennen ist dieses Mal auf den „showa no hi“ angesetzt, dem Feiertag zu Ehren des 1989 verstorbenen Kaisers Hirohito Showa. Er war der direkte Vorgänger des derzeit amtierenden Kaisers Akihito. Man hat sich wohl den Montag ausgesucht, weil die Feiertage zweigeteilt auf drei respektive vier aneinander folgende Tage sind, wobei davon auszugehen ist, dass die Dichte der meisten, reisenden Bürger um den 3. Mai stark zunehmen wird, was geringere Zuschauerzahlen zufolge hätte. Des Weiteren muss natürlich den Teams genügend Zeit eingeräumt werden, mögliche Schäden etc. zu reparieren, bevor die Autos nach Südkorea verschifft werden. Nach Südkorea geht die Reise weiter nach Sepang, Malaysia. Es folgen Sugo, Suzuka, erneut Fuji, Autopolis und das Finale am Twin Ring Motegi. Der große, mittlerweile traditionelle JAF Grand Prix als Saisonabschluss, zusammen mit der Formula Nippon (Super Formula ab 2013), findet zwei Wochen nach Motegi vom 15. bis zum 17. November 2013 statt. Änderungen sind aufgrund der provisorischen Natur des Kalenders natürlich jederzeit möglich.

Des Weiteren gab die GTA bekannt, dass sie am Rennsonntag um 9:55 Uhr Ortszeit eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem ACO halten, in der die Pläne für eine Kooperation mit der Asia Le Mans Series für 2013 bekannt gegeben werden (Zulassung der JAF-GT300-Fahrzeuge in der GTE- und / oder GTC-Klasse, wir berichteten). Hierfür sind unter anderem Rémy Brourad (Global Development Director) sowie Daniel Perdrix (International Technical Delegate) vom ACO vor Ort. Da in der Ankündigung lediglich von einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ACO die Rede ist, ist davon auszugehen, dass es derzeit wohl keine weiteren Informationen zur Kooperation mit der DTM gibt.

In der TV-Landschaft hat sich selbstredend natürlich weiterhin nichts geändert, weshalb erneut auf die unbeliebte Graualternative zurückgegriffen werden muss. J Sports 3 überträgt am Samstag die vollständige Qualifikation im Knock-Out-Format ab 6:50 Uhr deutscher Zeit. Die Qualifikation sowie das Freie Training sind zudem ebenfalls im offiziellen allerdings wie gehabt geoblockten Live-Stream auf der Seite des japanischen Anbieters Nico Nico Douga (kostenlose Registrierung erforderlich) sehbar. Am Sonntag beginnt J Sports 4 die Übertragung um 5 Uhr deutscher Zeit. Der Start zum 1000km langen Rennen (173 Runden) erfolgt eine halbe Stunde später um 5:30 Uhr. Wie zu jedem Rennen, sollte die Technik nicht verrückt spielen, bieten wir selbstverständlich auch zum International Pokka 1000km unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker an. Aufstehen lohnt sich!

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February 22 2012

07:12

Ferner liefen: Die Newshappen für 22.02.2012

// Das lange Warten hat ein Ende: Die NASCAR wird wieder live im deutschen Fernsehen übertragen. Der exklusiv über das Basispaket von sky zu empfangende Spartensender Motorvision.TV wird nach Informationen von motorsport-total.de am kommenden Sonntag das Daytona 500 zeigen. Darüber hinaus plant man noch “mindestens 10 weitere” Rennen des NASCAR Sprint Cup live zu senden – welche Läufe das konkret sein werden, ist aktuell noch unklar. Zusätzlich zeigt der Sender zu jedem Rennen die schon bekannten einstündigen Zusammenfassungen. Der Deal dürfte eher kurzfristig zustande gekommen sein, denn in der Programmvorschau auf motorvision.tv ist das Daytona 500 zur Stunde noch nicht eingetragen – nähere Informationen zu möglichen Kommentatoren oder Experten gibt es ebenfalls noch nicht. Voraussichtliche Startzeit der Übertragung am kommenden Sonntag ist laut motorsport-total.de 19:00 Uhr MESZ. (Vorsicht)

// Sarah Fisher Racing könnte den Beginn der IndyCar Saison 2012 verpassen. Und zwar nicht wegen der üblichen finanziellen Probleme, sondern aus einem deutlich banaleren Grund: Das Team schafft es vermutlich nicht, rechtzeitig zum Saisonstart einen Motor von einem der drei Hersteller zu bekommen. Hintergrund: Der Preis, den die Teams für die Motoren zahlen, liegt deutlich unter den wahren Herstellungskosten. Daher hatte man sich in der vergangenen Saison geeinigt, dass keiner der Hersteller mehr als eine bestimmte Quote des Feldes beliefern muss. Honda und Chevrolet sind bereits “voll” – und bei Lotus schafft man es nicht alle übrigen Teams zu beliefern. Honda wäre nun zwar grundsätzlich bereit, einen weitere Motor zu verkaufen, kann aber wegen der vielen Motorschäden bei den Testfahrten erst frühestens zum Indy 500 liefern. Einziger Hoffnungsschimmer: Rahal Lanigan Racing hat bei Honda Motoren für mehr als nur ein Auto bestellt – aber bislang mit Takuma Sato nur einen Fahrer. Möglich also, dass SFR auf diesem Wege doch noch an ein Aggregat gelangt. (Vorsicht)

// Einige der übrigen Teams testen derweil in Alabama das neue Auto. Bei speedtv.com gibt es dazu ein paar hübsche Fotos. (Vorsicht)

// Zwar bereits ein paar Tage alt, waren die 140 Zeichen via Twitter nicht ausreichend, um das komplette GT500-Aufgebot von Lexus/Toyota niederzuschreiben. Wie bereits seit einigen Wochen bekannt, hat André Lotterer seinen vorzeitigen Abschied aus der japanischen Super GT verkündet, um dieses Jahr für Audi in der WEC und natürlich den 24 Stunden von Le Mans anzutreten. Über ein mögliches, weiteres Engagement für Team Petronas Tom’s in der Formel Nippon wurde hingegen noch kein Wort verloren. Gut möglich, dass Tom’s in diesem Jahr lediglich mit Vizemeister Kazuki Nakajima an den Start gehen wird. In der GT500 nimmt neben Nakajima der langzeitige Honda-Pilot und Meister von 2010, Loic Duval Platz.
Große Änderung auch bei bei Team Sard, die nicht nur mit Kobelco einen neuen Hauptsponsor haben, sondern anstelle von Takuto Iguchi mit der Fahrerpaarung Juici Wakisaka und Hiroaki Ishiura 2012 an den Start gehen werden. Wakisaka wechselt Marken-intern von Team Kraft, die mit Yuji Kunimoto und Andrea Caldarelli ihren Lexus SC430 besetzen. Caldarelli fuhr im letzten Jahr für Team Kondo in der Formel Nippon. Ex-Kraft-Pilot Andre Couto wechselt hingegen zu Wedsports Bandoh an die Seite von Seiji Ara.

Im nachfolgenden die diesjährigen GT500-Lexus-Piloten im Überblick:

Team LeMans Eneos
Daisuke Ito / Kazuya Oshima

Team Wedsports Bandoh
Seiji Ara / Andre Couto

Team KeePer Kraft
Yuji Kunimoto / Andrea Caldarelli

Team Petronas Tom’s
Kazuki Nakajima / Loic Duval

Team Cent Zerumo
Yuji Tachikawa / Kohei Hirate

Team Sard
Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura
(Yankee)

// Nissan wird ihr GT500-Lineup hingegen am 26. Februar um 8 Uhr deutscher Zeit ausschließlich via Internet-Stream vorstellen. Michael Krumm, der bereits ein paar Testkilometer für Nissan abgespult hat, wird als 99,9%-sicherer Nachfolger von Benoit Treluyer gehandelt, der ebenfalls für Audi in diesem Jahr in der WEC und den 24 Stunden von Le Mans antritt.  (Yankee)

// Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Suzuka Circuits wird die Formel Nippon am 3. März ein 10-Runden-Show-Rennen mit allen Fahrern der kommenden Saison austragen. Interessant an diesem offiziell als Round 0 benannten Rennen, ist die Teilnahme von Takuma Sato, der nicht nur von Honda, sondern natürlich auch der Formel Nippon kräftig beworben wird. Sato wird neben seinem Engagement in der IndyCar heuer auch ein paar Formel-Nippon-Rennen bestreiten. Honda hat bislang allerdings noch nicht verkündet, um welche Rennen es sich hierbei handelt. Ein kleiner Abgleich der diesjährigen Kalender beider Serien zeigt aber, dass Sato an folgenden Rennen teilnehmen könnte: Fuji (14-15. Juli), Sugo (22-23.  September), Suzuka (3-4. November). Zusätzlich wäre auch ein Einsatz beim JAF GP Fuji Sprint Cup vom 16-18. November denkbar. An allen weiteren Terminen, insbesondere zum Start der Formel-Nippon-Saison, ist Sato bereits in der IndyCar unterwegs. (Yankee)

// Analog zu den Testfahrten am 5. und 6. März in Suzuka, hat die Formel Nippon sowie die Japan Race Promotion (JRP) zwei weitere, offizielle Testtage für den 20. sowie 21. März in Fuji angekündigt. Großen Wert legt man dabei auf den Hinweis, dass Takuma Sato lediglich am 5. März für Honda in die Testfahrten eingreifen wird. (Yankee)

// Fuji die Zweite: Eigentlich sollte vergangene Woche ein offizieller GT300-Test zum Vergleich der JAF- und FIA-GT3-Fahrzeuge in Fuji stattfinden. Der Testtag wurde allerdings aufgrund heftiger Schneefälle abgesagt. Da für die GTA der Vergleich sowie eine etwaige Einstufung der Fahrzeuge essentiell ist, sucht man bereits fieberhaft nach einem neuen Termin, möglicherweise auch auf einer anderen Strecke. Da Fuji aufgrund seiner Streckencharakteristik sowie der langen Start-/Zielgeraden allerdings prädestiniert für solch einen Test ist, wäre es nicht weiter verwunderlich, wenn der Test wie ursprünglich geplant schlußendlich auch dort stattfinden wird. (Yankee)

// Die ehemalige Porsche-Speerspitze Alex Job Racing steigt aus der GTC-Klasse der ALMS wieder in die “große” GT-Kategorie auf, und zwar mit einem Lotus Evora GTE und Unterstützung vom Werk in England sowie von Sponsor WilliamRast. Pilotieren werden den Wagen Stammpilot Bill Sweedler und IndyCar-Mann Townsend Bell, allerdings erst ab dem zweiten Lauf in Long Beach, Sebring lässt das Team aus unbekannten Gründen aus. Das im Sommer 2011 angekündigte “Lotus Sport USA”-Programm von Ian Dawson scheint sich dagegen nicht zu materialisieren, John Dagys mutmaßt allerdings, dass dessen zuletzt mehr oder weniger gescheitertes Projekt namens Libra Racing mit einem Ford-Motor in die ALMS-LMP2 einsteigen könnte. (Stefan)

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