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January 01 2014

08:00

Best of 2013 – Yankee

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Super GT JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013 Day 2 GT500 Start2013 war ein Auf und Ab. Ein Jahr mit vielen gemischten Gefühlen. Wir haben gejubelt, gelacht, getrauert. Auf die schönen, unterhaltsamen Momente folgten die Stunden der Trauer, die Stunden des Schmerzes. Auch 2013 forderte der Motorsport erneut seine Opfer – Fahrer, Streckenposten, Zuschauer – die viel zu früh von uns gegangen sind. Zu früh bei einer Tätigkeit die sie liebten auszuführen. Mit Schock erinnere ich mich noch an den Moment, als Allan Simonsens Tod bei den 24 Stunden von Le Mans verkündet wurde.

Ich operierte damals die ersten beiden Rennstunden in unserem Live-Ticker, hatte dementsprechend die unliebsame Aufgabe über jene Schockmeldung zu berichten. Simonsens plötzliches Ableben war der zunächst traurige Höhepunkt einer Motorsport-Saison, die bereits im Februar beim NASCAR Nationwide Series-Rennen nur knapp an einer Katastrophe vorbeischrammte. 2013 steht im Zeichen von Allan Simonsen, Sam Edwards, Wolf Silvester, Janina Depping wie auch ihrer Beifahrerin, Jason Leffler, Maria de Vilotta sowie vielen weiteren, die viel zu früh von uns gegangen sind. Überschattet wurden die letzten Tage dieses emotional hügeligen Jahres mit der schockierten Meldung über Michael Schumachers schweren Ski-Unfall, der zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels (Stand: Montag, 30.12.2013) um sein Leben kämpft. Ich hoffe inständig, dass Schumacher die Kraft und das Glück hat, dieses eine „letzte Rennen“ um sein Leben zu gewinnen.

Den richten Übergang zum eigentlichen Hauptteil dieses Artikels ist nach diesem Einstieg nur schwierig. Trotz der Trauer gab es sie doch noch, die schönen Momente im Motorsport-Jahr 2013. Momente die uns erinnern, warum wir die ganze PS-Hatz und Kreisfahrerei eigentlich schauen und lieben. Momente die uns erinnern, weshalb wir früh am Morgen respektive spät in der Nacht uns vor den Fernseher oder Stream setzen, um Rennen von aller Welt zu verfolgen.

Bestes Rennen
Das Rennen der Super GT im Sportsland Sugo. Zugegeben, ich bin da natürlich etwas voreingenommen. Doch auch so wäre meine Wahl nach Japan gefallen. Das Rennen auf der malerischen Naturrennstrecke nahe Sendai bot nahezu alles, was man sich als Motorsport- / Sportwagen-Fan wünschen konnte. Viele Zweikämpfe in beiden Klassen, Überholmanöver, Spannung, wechselhafte Witterungsbedingungen und eine höchst kuriose Szene. Tatort Rainbow-Corner in Runde 70: Im erbarmungslosen aber stets fairen Zweikampf versuchen bei Nieselregen sich der Führende Yuji Tachikawa (außen) sowie Juichi Wakisaka (innen) am Evangelion-McLaren vorbei zu quetschen. Dabei berührt Wakisaka den lila McLaren leicht, der wiederum den Zent Cerumo-Lexus von Tachikawa touchiert. Tachikawa dreht sich ins Kies, während von hinten die beiden Honda mit Takashi Kogure und Frédéric Makowiecki ein 3-wide-Manöver auf der Geraden mit Wakisaka in der Mitte aufmachen. Dabei kommen Makowiecki sowie Kogure, jeweils von außen, dem Denso Kobelco SC430 von Wakisaka zu nahe. Makowiecki berührt den Lexus, schießt quer rüber und trifft Kogure. Vier der Top-Favoriten auf den Rennsieg waren eliminiert; Wakisaka schleppte sich mit einem Schaden noch auf Position Vier ins Ziel. Am Ende fuhr das ARTA-Team von Aguri Suzuki einen Doppelsieg in der GT500 wie auch GT300 ein. Sugo wie es leibt und lebt. Viel Action sowie ein denkwürdiger Moment, der schon jetzt in die Geschichte der Super GT eingeht.

Andere, denkwürdige Rennen waren jenes der Super Formula, ebenfalls im Sportsland Sugo, der Grand Prix von Long Beach der IndyCar (Takuma Sato gewinnt als erster Japaner ein IndyCar-Rennen) sowie der Saisonauftakt der Super GT in Okayama und das Finale der Super Formula in Suzuka.

Bestes Finish
Meine Kollegen Don und Thomas haben mir schon meine Wahl für die „weiteren Plätze“ mit jenen Zieleinläufen der IndyCar in den Straßen von Sao Paulo sowie dem Indy-Lights-Finish in Indianapolis abgenommen. Meine persönliche Nummer Eins fällt aber erneut nach Japan, wenn ich auch persönlich in einer kleinen Zwickmühle stecke. Das Duell in den letzten Runden mitsamt Foto-Finish von André Lotterer und Loic Duval (0.041 Sekunden!) in der Super Formula im Sportsland Sugo war außergewöhnlich. Vorausgehend war ein spektakuläres Rennen, das wohl auch aufgrund von vier Safety-Car-Phasen stets spannend blieb. Meine Wahl fällt jedoch auf das Finale der Super Formula in Suzuka, speziell auf den zweiten Lauf. Die Ausgangslage war eindeutig: Naoki Yamamoto musste mindestens den dritten Platz erreichen, um bei Punktegleichheit den Titel vor dem aufgrund seines WEC-Engagements bei Audi nicht am Rennen teilnehmenden André Lotterer zu gewinnen. Vorausgegangen war ein Start-Ziel-Sieg Yamamotos im strömenden Regen in Lauf Eins. Der Regen spielte auch im zweiten Durchgang eine wichtige Rolle, als sich zum Ende hin wieder der Himmel über der legendären Grand-Prix-Strecke öffnete. Es folgte ein Finish, das in Punkto Dramatik jenem der Formel Eins in Brasilien 2008 in nichts nachstand.

Bester Fahrer
Die Wahl könnte so einfach sein: Sebastian Vettel dominierte die diesjährige Formel-Eins-Saison spätestens ab der Halbzeit nahezu fehlerlos. Dies erfordert Respekt und Anerkennung. Ermöglicht wurde dieser Erfolg vor allem aber auch durch den technisch absolut überlegenen Red-Bull-Boliden. Freilich muss solch ein Gefährt erst fehlerlos pilotiert werden. Doch auch wegen der Überlegenheit konnte Vettel seiner Konkurrenz nicht einmal den Hauch einer Chance lassen. Die Wahl könnte so einfach sein… Ist sie aber nicht, weshalb ich mich für „Mr. Sixpack“ Jimmie Johnson entscheide. In acht Jahren sechs Mal den NASCAR Sprint Cup bei 36 Rennen im Jahr zu gewinnen ist eine unglaubliche Leistung. Oder anders ausgedrückt: der schiere Wahnsinn. Johnsons Erfolg kam nicht von ungefähr und gewiss nicht von ihm alleine. Es ist das komplette Team rund um Crew-Chief Chad Knaus, die das Jahr über mehr als 100% gaben und zusammen mit Johnson stets Top-Resultate einfuhren.

Ebenfalls erwähnen möchte ich André Lotterer, der vielleicht etwas untergegangen vom Trubel anderer Fahrer erneut eine bärenstarke Saison fuhr, trotz hervorragender Leistungen aber aufgrund von ein bisschen Pech sein persönliches „Triple“ (24 Stunden von Le Mans, WEC, Super Formula) nicht erzielte. Im gleichen Atemzug muss man seinen Audi-Kollegen Loic Duval erwähnen, dem es zusammen mit Tom Kristensen und Allan McNish erstmals gelang beim Langstrecken-Klassiker an der Sarthe zu obsiegen sowie Team LeMans in der Super Formula mit dem Erfolg im Sportsland Sugo nach Jahren wieder auf die Erfolgsspur zu manövrieren. Die Ehrenerwähnung geht an Allan McNish, der erst kürzlich als frisch gekürter Weltmeister seine aktive Rennfahrerkarriere beendete. Der symphytische Schotte zählt zu den Größen des Motorsports, den wir hoffentlich schon bald als TV-Kommentator begrüßen dürfen. Sein Vater erzählte einst, dass er bei seiner Geburt nicht sicher war, ob Allan ein echter McNish sei. „Doch als ich seine Eier sah, da wusste ich, dass er ein echter McNish ist.“ Vielen Dank für die tollen und unterhaltsamen Jahre, Allan!

Bestes Team
Red Bull Racing, weil die lassen die Eier nicht im Pool hängen. Sagt der Vettel.

Wenn ich nun sarkastisch klingen wollte, hätte ich Michael Waltrip Racing benannt. Kein Team hat besser (lies: schlechter) beschissen als diese Truppe. Da dreht sich einer, da wird ein anderer geparkt. Und am Ende gibt es vor allem einen Dummen: Matrix Truex jr. Das Ergebnis vom Versuch ihn ungewollt mit irgendwelchen Team-Ordern in den Chase zu holen: Punkte weg. Sponsor und damit auch Job weg. Glücklicherweise fand er bei Furniture Row ein neues Cockpit.

Die ernstgemeinte Antwort fällt auf das Team rund um Jimmie Johnson und Chad Knaus bei Hendrick Motorsports. Weshalb habe ich bereits in der Kategorie zuvor erwähnt. Die Ehrenerwähnung geht an Team Cerumo in der Super GT, weil man trotz unverschuldeten Pech (u.a. in Sepang, Sugo und Suzuka) nicht aufgab und doch noch die Meisterschaft in der GT500 gewann.

Überholmanöver des Jahres
Der Dreikampf zwischen Ronnie Quintarelli, Takashi Kogure und Koudai Tsukakoshi in der Super GT zum Saisonauftakt in Okayama fünf Runden vor Schluss um den Sieg. Sollte der Timestamp nicht funktionieren, einfach bis Minute 9:30 vorspulen:

Feinde / Duell des Jahres
Sebastian Vettel und Mark Webber konnten sich noch nie so wirklich leiden. Das aber sowieso schon angespannte Team-Verhältnis wurde noch weiter belastet, als der Deutsche in der so genannten „Multi-21-Affäre“ sich nicht an die Team-Order hielt und Webber den Sieg strittig machte. Mehr als Zoff und lange Gesichter gab es bei Red Bull jedoch nicht. Ganz im Gegenteil zwischen den beiden Streithähnen Joey Logano und Denny Hamlin. Dieser Zoff endete, ausgehend von harten, kritisierenden Worten Hamlins nach dem Frühlingsrennen in Bristol, in einem schweren Unfall in Fontana, bei dem weder Hamlin noch Logano nachgeben wollten. Hamlin verletzte sich dabei schwer, so dass er für einen Großteil der Saison pausieren musste. Einen zumindest aus fahrerischen Sicht tröstenden Abschluss hatte diese „verlorene“ Saison für Denny Hamlin aber doch noch: Wieder einigermaßen genesen gewann er das Finale in Homestead-Miami.

Kostenpunkt des Jahres
Hier fällt meine Wahl eindeutig auf den kuriosen, in einem großen Blechhaufen endenden Start der American Le Mans Series in Baltimore. Glücklicherweise wurde niemand dabei verletzt.

Enttäuschung des Jahres
Enttäuschungen gab dieses Jahr so einige. Aus Motorsport-technischer Sicht ist mir allerdings besonders die Problematik zwischen Japan und Südkorea im Gedächtnis geblieben. Sowohl Super GT wie auch Super Formula haben versucht ein Einladungsrennen respektive einen Meisterschaftslauf im koreanischen Nachbarsstaat auszutragen. Ohne Erfolg. Die Absagen beider Serien kamen zwar kurzfristig und überraschend, gingen jedoch einer langen und öffentlich zumindest erfolgreich suggerierten Vorarbeit heraus. Offiziell sprachen GTA und JRP jeweils von „diversen Gründen“. Nach entsprechender Recherche konnte ich allerdings einige der genauen Streitpunkte benennen, über die ich in meiner

November 22 2013

20:26

Vorschau JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013

Der JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup bildet auch in diesem Jahr wieder den großen, traditionellen Jahresabschluss des japanischen Motorsports. Zusammen mit den Fans versammeln sich die beiden größten und wichtigsten Serien Super GT und Super Formula zum prestigereichen Kampf in fünf knackigen Sprintrennen. Für die aktuellen GT500- und Super-Formula-Boliden wird es zudem der letzte Renneinsatz sein, ehe sie ins Museum wandern. Im Rahmenprogramm ebenfalls wieder dabei sind der Netz Vitz Cup, die japanische Formel 4 sowie der prominent-besetzte Legend Cup.

JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013 LogoDer JAF Grand Prix ist eine Veranstaltung mit langer Tradition. Ursprünglich JAP Grand Prix genannt, wurde er das erste Mal 1969 von der Japan Automobile Federation als wichtigstes Formel-Rennen, neben dem japanischen Grand Prix der Formel 1, ausgetragen. In den Jahren 1971 und 1973 setzte die Veranstaltung aus. Im Anschluss wanderte bis 1986 der JAF Grand Prix als Meisterschaftslauf in die Formula 2000, Formula 2 sowie Formula Pacific. Nach einer erneut kleinen Pause wurde die Veranstaltung zuletzt von 1988 bis 1990 Rahmen der All Japan Sports Prototype Championship ausgetragen. Es sollte 20 Jahre dauern, bis die Traditionsveranstaltung unter einem neuen Konzept und Namen wiederbelebt werden sollte.

Unter dem Namen JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup wird seit 2010 auf dem Fuji Speedway das Event als großer, gemeinsamer Saisonabschluss und Nicht-Meisterschaftslauf der beiden höchsten und wichtigsten nationalen Rennserien, der Super GT sowie Super Formula, ausgetragen und entsprechend zelebriert. Für Fans und Fahrer ein Schmankerl zugleich, denn nicht nur werden insgesamt fünf Sprintrennen über jeweils 100km von beiden Serien ausgetragen, auch abseits der Strecke gibt es mit zahlreichen Aktivitäten und kleineren Veranstaltungen viel zu entdecken. Und damit die Motoren auf der Strecke auch wirklich nie ruhen, sind im Rahmenprogramm der Netz Vitz Cup, die vom Konzept her sehr interessante Japanese Formula 4 sowie der in diesem Jahr zum nunmehr vierten Mal ausgetragene Good Smile Legend Cup, in dem sich die Altherren und Legenden des japanischen Motorsports ihr Stelldichein geben, unterwegs. Des Weiteren findet der so genannte „Ost gegen West-Kampf“ statt. Alle Fahrer (auch die der Rahmenrennen sowie des Legend Cup) werden je nach Heimatstadt (alle ausländischen Fahrer jeweils nach Entscheidung der Organisatoren) entweder Team Ost oder Team West zugeteilt. Mit ihren jeweiligen Ergebnissen sammeln sie Punkte. Die Fans an der Strecke können in diesen kleinen Wettbewerb ebenfalls eingreifen, indem sie sich Fan-Artikel wie beispielsweise eines der beiden hochwertigen Handtücher – ich würde wirklich gerne so ein Handtuch haben! – kaufen, oder im Gourmet-Bereich entsprechende Spezialitäten aus allen Ecken des Inselstaates essen. Es mag für Außenstehende zwar nach nichts besonderem klingen, es sorgt aber für einen gewissen Zusammenhalt und Fan-Gruppierungen, ähnlich den All-Star-Matches in der MLB und anderen Profiligen. Weitere Aktivitäten sind unter anderem eine Ausstellung alter Super-Formula-Fahrzeuge (Formula Nippon) und Boliden aus JGTC-Tagen.

JAFGPGT500Race2StartFür die Teams und Fahrer stehen aber natürlich die Rennaktivitäten im Vordergrund. Neben viel Prestige gibt es auch Geld sowie den Titel des JAF-Grand-Prix-Gewinners (Super GT) respektive des Fuji-Sprint-Cup-Siegers (Super Formula) zu gewinnen. Beide Titel sind mit viel Prestige verbunden, schließlich verkörpern sie den Gesamtsieg aller Motorsportaktivitäten Japans. Überreicht wird der Preis im Übrigen von Akihiro Ota,  dem Minister für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus. Der Fuji Speedway benötigt zwar keine große Vorstellung mehr, die obligatorische Streckenvorstellung soll an dieser Stelle aber natürlich nicht fehlen. Der Kurs ist durch die Formel 1 in den 70er Jahren, insbesondere aber durch die beiden Grand Prix’ in den Jahren 2007 und 2008, bekannt. Die Strecke wurde extra für die Rückkehr der Königsklasse von Hermann Tielke umgebaut und an die Sicherheitsstandards angepasst. Im Gegensatz zu anderen Strecken, hat er die Strecke mit der längsten Geraden im kompletten Kalender beider Rennserien aber nicht „vertielkt“, wenn auch die Abstinenz einiger Kiesbetten sowie die nahezu fast vollständige Eliminierung des „Bankings“ in einigen Bereichen der Strecke sehr bedauerlich ist. Der Kurs selbst liegt in der Shizuoka-Präfektur nahe der Stadt Oyama, direkt am Fuße des Fuji-san, sprich man hat nicht nur von der Rennstrecke einen malerischen Blick auf das wohl bekannteste Wahrzeichen des Landes. Der Fuji Speedway hat nach der Neueröffnung im Jahr 2005 eine Gesamtlänge von 4.563 km und insgesamt 16 Kurven, wobei nicht alle einen Namen tragen. Nicht nur wegen der langen Start- und Zielgeraden (1,5km) gilt der Kurs als flink, dennoch beinhaltet er zum Ende hin auch noch einige technisch anspruchsvolle mittelschnelle wie auch langsame Kurven. Die Super GT und Super Formula fährt die auch von der F1 genutzten Variante, sprich mit der S-Kurve nach der Dunlop-Kurve und somit nicht die GT-Variante, die die Kurven 10 und 11 auslassen würde. Im folgendem eine Onboard-Runde mit André Lotterer aus dem Jahr 2009:

 

Super GT

JAFGPGT500Race1StartAnders als üblich werden beide Super-GT-Klassen getrennt voneinander fahren, woraus sich jeweils vier 100km-kurze Sprintrennen (22 Runden) ergeben. Des Weiteren erfolgt der Start nicht wie innerhalb der Meisterschaft fliegend, sondern stehend, was für einige Fahrer durchaus eine nette Abwechslung und Herausforderung darstellen wird. Beide Fahrer eines Wagens treten getrennt voneinander an. Für einige Piloten stellt der JAF Grand Prix eine Doppelbelastung dar, da sie sowohl in Japans höchster Sportwagen- wie auch Formel-Serie antreten. Wie ich einem kurzen Gespräch im vergangenen Jahr mit mit Joao Paulo de Oliveira erfahren habe, ist der ständige Wechsel zwischen den beiden Fahrzeugen am Wochenende eine anstrengende Herausforderungen, schließlich benötigt es einige Zeit, bis man sich an den jeweils anderen Boliden wieder gewöhnt hat. Gerade aber diese Herausforderung, so der Brasilianer, stellt allerdings den besonderen Reiz für die Fahrer dar. Und wann hat man schon die Möglichkeiten, einen Sport- sowie Formel-Wagen am gleichen Wochenende zu pilotierSuper GT Motegi 2013 Zent Cerumo SC430en?

Weil GT500 und GT300 getrennt fahren, spielt der Überrundungsverkehr selbstredend keine Rolle. Aufgrund der kurzen Renndistanz muss zudem nicht allzu stark auf den Reifenverschleiß geachtet werden; Boxenstopps sind ebenfalls nicht vorgeschrieben, das Gewichts-Handicap gibt es auch nicht. Entsprechend dessen dürften erneut die auf der langen Zielgeraden etwas schnelleren Lexus-Teams im Vorteil sein, allen voran natürlich die frisch gekürten GT500-Champions Yuji Tachikawa und Kohei Hirate im Zent Cerumo SC430 (gewannen das Sommerrennen in Fuji) sowie Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430), die im 500km-Rennen in Fuji im Frühjahr dieses Jahres triumphierten. Einen klaren Favoriten auszumalen ist selbstredend schwierig, zumal die kurze Renndauer die Fahrer vor eine andere Herausforderung stellt. Die Qualifikation spielt, trotz der guten Überholmöglichkeiten, eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig kann der Wagen entsprechend des jeweils fahrenden Piloten abgestimmt werden. Bei den regulären Saisonläufen muss aufgrund des Fahrerwechsels ein Kompromiss beim Setup gefunden werden. Da beide Fahrer beim JAF Grand Prix jedoch getrennt voneinander antreten, wird jeder Pilot mit einem jeweils an ihn angepasstes Setup fahren. Im Idealfall gewinnen beide Fahrer ihren jeweiligen Sprint, denn der Gesamtsieger wird aus der addierten Punktezahl beider Läufe gekürt.

Der diesjährige JAF Grand Prix Fuji Sprint steht unter dem Motto „Das Finale“. Ein Motto mit gleich zwei Bedeutungen. Zum einen ist es „Das Finale“ der japanischen Motorsportsaison. Zum anderen ist es aber auch „Das Finale“ der aktuellen GT500- sowie Super-Formula-Boliden. Wie bekannt wandern die Fahrzeuge nach diesem Wochenende ins Museum und werden im kommenden Jahr durch die neue Generation ersetzt. Im Falle der Super GT bedeutet dies die bereits im August im Suzuka vorgestellten GT500-Boliden auf Basis des technischen DTM-Reglements. Entsprechend hoch ist selbstredend die Motivation aller Beteiligten, mit „ihrem“ Fahrzeug sowie mit „ihrer“ Marke den allerletzten Sieg der noch aktuellen GT500-Generation einzufahren.

JAFGPGT300Race2StartIn den vergangenen Jahren lieferten GT500 sowie GT300 jeweils sehr spannende, bis zur Schlussrunde unterhaltsame Rennen ab. In diesem Jahr könnte es in der GT300 sogar noch enger zugehen, da die GTA erstmals für die FIA-GT3-Boliden nicht die BoP des Weltmotorsportverbandes nutzen wird, sondern jene der Blancepain Endurance Series. Die Idee der anderen Balance of Performance warf GTA-Vorstand Masaki Bandoh zuvor auf einer Pressekonferenz zum finalen Saisonlauf in Motegi in den Raum. Der JAF Grand Prix stellte eine ideale Plattform als Test unter Rennbedingungen dar. Bereits im vergangenen Jahr stufte die GTA zu Testzwecken die GT3-Boliden nach eigenem Gusto ein, kehrte zum Saisonstart 2013 aber dennoch wieder zur BoP der FIA zurück. Hintergrund des erneuten Testens einer anderen Balance of Performance sind die Beschwerden der einzelnen GT3-Teams, welche die Unterschiede bei der Einstufung zu groß finden und sich entsprechend benachteiligt fühlen. Dies betrifft selbstredend lediglich den Unterschied der einzelnen GT3-Maschinen. Die Balance of Performance der Boliden nach JAF-GT300-Reglement (Subaru BRZ, Honda CR-Z GT, Toyota Prius GT) ist noch mal ein anderes paar Schuh. Hier nahm die GTA keine weiteren Änderungen vor, weshalb die drei genannten Modelle mit der gleichen Einstufung wie zum Saisonfinale in MSuper GT Motegi 2013 Mugen CR-Z GTotegi unterwegs sein werden.

Von der Balance-of-Performance-Änderung betroffen sind folgende 2013er-Modelle: Audi R8 LMS ultra, Mercedes-Benz SLS AMG GT3, Aston Martin V12 Vantage GT3, McLaren MP4-12 C sowie der Nissan GT-R Nismo GT3. Das Gesamtgewicht der „Silberpfeile“ sowie des McLaren erhöhen sich jeweils um 5kg. Letzterer erhält hingegen noch eine leichte Erhöhung der „Boost Pressure“, was dem Wagen zu Gute kommen sollte. Der lila Evangelion-McLaren lief entgegen der Hoffnung von Cars Tokai Dream28 nicht sonderlich gut. Die Gründe hierfür liegen nicht nur an der BoP, sondern auch am Hersteller des Fahrzeuges selbst: McLaren. Wie Takuya Yura, der als Präsident von Mooncraft für viele Jahre den Shiden, einen modifizierten Daytona-Prototypen, zusammen mit Cars Tokai Dream28 sowie dem Evangelion Racing Team in der GT300 einsetzte, erklärte, dass McLaren kein entsprechendes Engine-Mapping für den Einsatz in der Super GT bereitstellte. Als man mit dem Wagen beim Gastspiel der GT300 bei der Asian Le Mans Series auf dem Fuji Speedway antrat, erzielte das Fahrer-Duo Kazuho Takahashi / Hiroki Katoh im ersten Training auf Anhieb die Bestzeit. Grund hierfür soll laut Takuya Yura die andere Benzinmischung der Asian Le Mans Series gewesen sein, die besser zum Engine-Mapping des Wagens passend würde. Aus Budget-Gründen wird man allerdings auch im kommenden Jahr weiterhin den McLaren MP4-12 C einsetzen.

Zent Audi R8 LMS ultraIm Kontrast stehen der Aston Martin V12 Vantage GT3 sowie Nissan GT-R Nismo GT3, deren Maximalgewicht um jeweils 10kg erhöht wurde. Der größte Profiteur der neuen BES-BoP könnte hingegen der verbleibende Audi R8 LMS ultra von Hitotsuyama Racing sein. Akihiro Tsuzuki sowie Richard Lyons kämpften aufgrund der unvorteilhaften FIA-BoP mit absolut stumpfen Waffen gegen die Konkurrenz. Hinzu kamen technische Probleme und viel Pech. Der Frust bei einem der bekanntesten Privatteams Japans scheint so tief zu sitzen, dass man die Pläne fürs kommende Jahr derzeit unkommentiert lässt. Vorstellbar wäre beispielsweise der Verkauf des GT3-Renners aus Ingolstadt, womit Audi nicht mehr in der GT300 vertreten wäre. Einen großen Einfluss auf die Entscheidung könnten die beiden Sprintrennen am Samstag und Sonntag geben. Zwar bekommt der R8 LMS ultra mickrige 5kg aufs Gesamtgewicht addiert, gleichzeitig wird aber auch der Luftmengenbegrenzer von ursprünglich 44mm (FIA-BoP) um fünf Millimeter auf 49mm (BES-BoP) vergrößert. Der dadurch gewonnene Leistungsgewinn sollte dementsprechend spürbar hoch ausfallen.

Extra für den JAF Grand Prix kehr die Dijon Wako’s Endless Z06R GT3 Corvette mit Masaki Tanaka und Keiichi Inoue von Dijon Racing zurück. Zusätzlich schickt Nissan respektive Nismo mit dem Nissan Nismo Global Team einen weiteren GT3-Boliden ins Feld. Der Nismo Athlete GT-R GT3 wird von den GT-Academy-Gewinenrn Alex Burncombe und Lucas Ordonez pilotiert. Letzterer nahm bereits als dritter Fahrer für Nissans Nachwuchsteam NDDP Racing bei den 1000km in Suzuka teil. Eine Änderung gibt es hingegen bei JLOC zu vermelden: Der La Seine Lamborghini GT3 wird am Wochenende nicht antreten. Stattdessen wird das Fahrerduo Hideki Yamauchi / Hiroki Yoshimoto den MonePA Lamborghini GT3 pilotieren. JLOC ist beim JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013 somit mit nur zwei anstatt drei Autos am Start.JAFGPGT300Race1Start

Einen Siegertipp in der GT300 abzugeben ist wie zuvor bei der GT500 ähnlich schwierig. Aufgrund der bisherigen Performance sollten die reinrassigen GT300-Boliden, allen voran die neuen Champions Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT) gefolgt von ihrem Schwesterwagen (ARTA CR-Z GT) sowie dem apr Panasonic Prius GT und dem Subaru BRZ R&D Sport den Ton angeben. Auf den Toyota Prius sollte man ein besonderes Auge werfen. Technische Probleme ausgeklammert, sollten Morio Nitta / Koki Saga auf jeden Fall um die Siege mitkämpfen können, schließlich gewann besagtes Duo den 500km-Lauf am Fuße des Fuji-san. Apropos „Das Finale“: Wie angekündigt wird Tetsuya Yamano am Wochenende sein letztes Rennen für Subaru und aller Voraussicht nach auch in der Super GT bestreiten.

 

Super Formula

Super Formula Fuji 2013 StartWie bereits erwähnt ist der JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013 auch das letzte Rennen für den aktuellen Super-Formula-Boliden der Firma Swift Engineering. Vor zwei Wochen krönte sich Naoki Yamamoto in einem spektakulären Finale in Suzuka zum neuen Champion Japans höchster Formel-Serie. Als amtierender Meister wird er natürlich versuchen, den Prestige-reichen Fuji Sprint Cup für sich zu entscheiden. Damit würde er sich in eine Liste namhafter Fahrer einreihen. In den letzten drei Jahren wurde der ebenfalls 100km lange (22 Runden) Sprint von vier unterschiedlichen Piloten gewonnen: André Lotterer, Joao Paulo de Oliveira sowie Takuya Izawa. Zwar triumphierte 2012 André Lotterer, aufgrund eines nicht Regel-konformen Unterbodens wurde der Deutsche jedoch aus der Wertung genommen, wodurch der ursprünglich zweitplatzierte Takuya Izawa aufrückte.

Ähnlich der Sprintrennen der Super GT, sind auch in der Super Formula keine Boxenstopps vorgeschrieben. Aufgrund der kurzen Distanz muss auf Benzinverbrauch sowie Reifenverschleiß nicht sonderlich geachtet werden, gleichzeitig erhält jedoch die Qualifikation eine noch höhere Gewichtung – trotz der vorhandenen Überholmöglichen auf dem Fuji Speedway. Beim Meisterschaftslauf der Super Formula am Fuße des heiligen Berges triumphierte André Lotterer, gefolgt von Kohei Hirate sowie Naoki Yamamoto. Nachdem Lotterer aufgrund des Terminkonflikts mit der WEC in China nicht am Finale in Suzuka teilnehmen konnte, klettert er am Wochenende wieder in das Cockpit seines Tom’s-Boliden. Gleiches gilt für Loic Duval, der vor zwei Wochen noch von Andrea Caldarelli ersetzt wurde. Gemessen der bisherigen Saisonleistung sollten sie zusammen mit Naoki Yamamoto die Favoriten auf den Sieg stellen. Ebenfalls heiße Sieganwärter sind der letztjährige Sieger Takuya Izawa sowie das Impul-Duo Joao Paulo de Oliveira und Tsugio Matsuda. Mit von der Partie ist außerdem erneut Takuma Sato. Wer letztlich auch gewinnen mag: Es ist „Das Finale“ für den SF13 (ursprünglich FN09) genannten Wagen von Swift Engineering, ehe im nächsten Jahr der neue Dallara SF14 eingesetzt wird.

 

Good Smile Legend Cup

Good Smile Legend Cup CarUmso älter, umso besser. Was für einen feinen Wein gilt, zählt auch für die Legenden des japanischen Motorsports. Bereits zum vierten Mal unterwegs, werden die 23 Altherren garantiert auch in diesem Jahr wieder für einiges an Unterhaltung bieten. Für 2013 haben sich die Veranstalter einiges einfallen lassen. Neu ist unter anderem der Name: Ursprünglich Eneos Sustina Legend Cup genannt, fungiert Figuren-Hersteller Good Smile als Titelsponsor, die unter anderem auch in den Einsatz des GSR Hatsunemiku BMW in der Super GT mit einem eigenem Team (in Kooperation mit der Studie AG sowie der Mannschaft von Ukyo Katayama) involviert sind. Eine weitere Neuerung ist die Partnerschaft mit dem Gazoo Racing 86/BRZ Cup. Dahinter verbirgt sich ein kleiner Serienpokal mit Toyota GT86 sowie Subaru BRZ Einheitswagen, der häufig im Rahmenprogramm der Super GT wie auch Super Formula in dieser Saison unterwegs war. Diese Kooperation bedeutet auch, dass die Legenden des japanischen Motorsports (unter anderem Aguri Suzuki, Keiichi Tsuchiya, Takahashi Kunimutsu, Masahiki Kondo, Nobuhide Tachi und noch viele mehr) sich erstmals den Wagen mit den (teils) regulären Starten des Pokals teilen.

Die Entry-Liste und Fahrerzuweisungen haben es in sich: Ukyo Katayama wird sich beispielsweise einen Toyota GT86 mit Nobuteru Taniguchi teilen, der zum Vergnügen – Taniguchi fährt und driftet quasi alles auf vier Reifen – im Markenpokal unterwegs ist. Dazu gesellen sich gleich vier Vater-Sohn-Gespänne bestehend aus Kazuyoshi Hoshino / Kazuki Hoshino, Satoru Nakajima / Kazuki Nakajima sowie Haruhito Yanagida / Masataka Yanagida und Motoharu Kurosawa / Tsubasa Kurosawa. Die Rennlänge beträgt zehn Runden (drei Runden mehr als 2012), wobei der Fahrer einmal gewechselt werden muss. Koichi Iwaki wie auch Masanori Sekiya taten sich zudem mit den beiden Damen Hakko Megumi und Nanami Tsukamoto zusammen.  Aufstehen lohnt sich!

 

TV-Zeiten JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013

An der derzeitigen TV-Situation hat sich wenig überraschend nichts geändert. Wer den großen Jahresabschluss des japanischen Motorsports sehen möchte, muss somit erneut auf die mehr oder weniger beliebte Graualternative zurückgreifen. Zudem ist früh aufstehen angesagt: Am Samstag geht der japanische Fernsehsender J Sports 4 um 3:30 Uhr deutscher Zeit auf Sendung, weshalb man aller Voraussicht nach erstmals auch die Qualifikation der Super Formula live übertragen wird. Der Sonntag beginnt hingegen noch früher: Bereits um 3 Uhr deutscher Zeit geht J Sports 4 auf Sendung, passend zum 25 Minuten später erfolgenden Start des Legenden-Rennen. Letztes Jahr fiel der Samstag aufgrund heftiger Regenfälle sprichwörtlich ins Wasser. Dieses Jahr sollte es besser werden: Bei Sonne und kühlen 15-17 Grad. Eine Analyse zum JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013 wird es aller Voraussicht nach aufgrund zeitlicher Gründe leider nicht geben. Über die Winterpause verteilt plane ich jedoch mit ein, zwei Artikeln zur Super GT sowie Super Formula.

Im folgendem eine praktische Übersicht, was wann genau zu sehen ist:

Samstag

3:55 Uhr bis 4:20 Uhr – Super Formula (Qualifikation, 25 Minuten)
6:05 Uhr bis 6:50 Uhr – Super GT GT300 (Rennen 1, 22 Runden)
7:35 Uhr bis 8:15 Uhr – Super GT GT500 (Rennen 1, 22 Runden)

Sonntag

3:25 Uhr bis 4:00 Uhr – Good Smile Legend Cup (Rennen, 10 Runden)
4:45 Uhr bis 5:25 Uhr – Super Formula (Rennen,  Runden)
6:05 Uhr bis 6:50 Uhr – Super GT GT300 (Rennen 2, 22 Runden)
7:35 Uhr bis 8:15 Uhr – Super GT GT500 (Rennen 2, 22 Runden)
8:35 Uhr bis 9:10 Uhr – Große Abschlusszeremonie, Kürung Gewinner „Ost gegen West“

Copyright Photos: GT Association, Japan Race Promotion, Gazoo Racing, Hitotsuyama Racing

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November 02 2013

04:00

Super GT: Vorschau Round 8 Motegi GT 250km

Showdown in Motegi: Das mit 250km kürzeste Rennen der diesjährigen Super-GT-Saison verspricht sehr viel Spannung. Während in der GT300 noch fünf Mannschaften eine Chance auf den Titel haben, duellieren sich in der GT500 ganze acht Teams um die Krone des japanischen Motorsports.

Super GT Motegi 2012 GT500 StartEine spannende, vor allem aber sehr abwechslungsreiche Saison der japanischen Super GT biegt auf die Zielgeraden ein. Eine Saison, die sehr viele spannende Duelle sah. Eine Saison, die mit dem Chaos-Rennen im Sportsland Sugo eine der kuriosesten Momente ihrer Geschichte sah. Eine Saison, die in der GT500, mit Ausnahme der beiden Siegen in Fuji von Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430) zu jedem Rennen andere Sieger sah. Eine Saison, welche die Renaissance der JAF-GT300-Boliden sah, die in den letzten beiden Jahren den europäischen GT3-Maschinen unterlegen waren. Eine Saison, die den ersten Sieg eines Hybrid-Wagens (apr Panasonic Prius GT) in der Geschichte der Super GT sah. Aber auch eine Saison, welche das letzte Jahr für die aktuelle Generation der GT500-Boliden darstellt. Ganz in Rente werden der Honda HSV-010 GT, der Lexus SC430 sowie der Nissan GT-R nach Motegi aber noch nicht geschickt, schließlich steht vom 22-24. November noch der traditionelle, nicht zur Meisterschaft zählende JAF GP Fuji Sprint Cup zusammen mit der Super Formula auf dem Programm.

Weltweit ist der Twin Ring Motegi eine einzigartige Rennstrecke, da er anders als die Strecken in den USA einen separaten Oval- sowie Straßenkurs enthält, ohne dabei Kompromisse bei der Streckenführung einzugehen. Gebaut wurde der gesamte Komplex 1997 von Honda, mit dem Ziel, die CART  nach Japan zu holen und das eigene Wissen im Bereich des amerikanischen Open-Wheel-Sports zu erweitern. Trotz der zwei „Zwillingsstrecken“ ist es allerdings nicht möglich, gleichzeitig zwei Rennen auszutragen, da sich der 4,8km lange Straßenkurs die Boxengasse wie auch Haupttribüne mit dem 2,493km langen Super Speedway teilt. Zusätzlich werden beide Kurse jeweils in einem jeweils anderem Uhrzeigersinn gefahren. Neben der CART und später der IndyCar fuhr 1998 auch der NASCAR Sprint Cup (damals noch Winston Cup) ein Einladungsrennen auf dem Oval. Das Coca-Cola 500 gewann damals Mike Skinner für Richard Childress Racing. In die NASCAR-Geschichte ging das Rennen allerdings aufgrund der Tatsache ein, dass es zum einen das erste (und einzige) Oval-Rennen der NASCAR in Japan war, und zum anderen, weil Dale Earnhardt sr. sowie sein Sohn Dale Earnhardt jr. das erste Mal zusammen in einem Rennen fuhren. Dass letzte Oval-Rennen der IndyCar fand 2010 statt. Nach dem Tohoku-Erdbeben vom 11. März 2011 wurde der Super Speedway leider sehr stark beschädigt. Da die IndyCar bereits davor beschlossen hatte, nach 2011 aus wirtschaftlichen Gründen vorerst keine Rennen mehr im Land der aufgehenden Sonne auszutragen, beschloss der Streckenbetreiber, das Oval nicht zu reparieren. Das letzte IndyCar-Rennen fand deshalb erstmals auf dem Straßenkurs statt, welches Scott Dixon für Chip Ganassi Racing gewann. In Europa ist der Kurs insbesondere durch den dort seit 2004 jährlich ausgetragenen JaSuper GT Suzuka Motul Autech GT-Rpan-Grand-Prix der MotoGP bekannt.

Der Straßenkurs des Twin Ring Motegi fällt für japanische Verhältnisse aufgrund seines flachen Höhenprofils eher untypisch aus. Zudem besitzt die Strecke mit seinen 14 Kurven einen Stop-and-Go-Charakter mit lediglich einer leichten Erhöhung in der Haarnadelkurve sowie kurzen Geraden. Überholmanöver sind deshalb schwierig. Interessant ist die Tatsache, dass der Straßenkurs zwei Unterführungen besitzt, mit der ersten auf der kleinen Geraden zwischen Kurve 4 und 5. An dieser Stelle verlassen die Fahrer quasi unter Turn 3 des Ovals den inneren Teil der Anlage; auf der Geraden nach Kurve 11 (zwischen Turn 1 und 2 des Ovals) gelangen sie durch die zweite Unterführung – das Ganze wirkt wie die Unterführung nach der Degner vor der Haarnadel in Suzuka – wieder in den inneren Teil hinein. Dies ist nur aufgrund der Einzigartigkeit der kompletten Anlage möglich, und stellt somit gleichzeitig die Besonderheit der Strecke dar.

Im folgendem eine Onboard-Runde mit Ryo Michigami im Rockstar Dome NSX aus dem Jahr 2009:

Unglücklicherweise sorgt aber genau diese Einzigartigkeit der Strecke für einige Probleme für die Zuschauer vor Ort. Zum einen sitzen sie beispielsweise auf der Haupttribüne zu weit von der Start- und Zielgeraden entfernt, zudem blockiert das Oval die Sicht auf einige Kurven der Strecke, weshalb viele größere Monitore zum Verfolgen des Geschehens benötigt werden. Abseits der Haupttribünen sind die Sitze auf wenige Stellen im inneren Teil des Ovals sowie der Gegengerade des Straßenkurses limitiert. Zu allem Übel besitzt die Strecke keine besonders gute Infrastruktur. Motegi (Tochigi-Präfektur) selbst ist mit lediglich 16.403 Einwohnern (Stand 2005) und einer Gesamtfläche von 172,71km² eine relativ kleine Stadt. Zwar ist die Strecke mit dem Auto nur rund 6km von der Innenstadt entfernt, dennoch sind die Übernachtungsmöglichkeiten, abgesehen von einem Hotel direkt an der Strecke, quasi inexistent. Zusätzlich besitzt die Anlage lediglich zwei zweispurige Straßenzufahrten, was bei Großveranstaltungen mitunter für regelmäßige Verkehrsstaus sorgt. Die Anfahrt mit dem Zug gestaltet sich ebenfalls als schwierig, weil die zwei großen, regionalen Zuggesellschaften JR East sowie Tobu Railway den Bahnhof in Motegi nicht direkt anfahren. Pläne für eine Schnelltrasse für den Shinkansen gibt es ebenfalls nicht.

Wie bereits eingangs erwähnt ist das Rennen mit einer Distanz von lediglich 250km das kürzeste im aktuellen Kalender. Gespickt mit den wenigen und schwer zu bewerkstelligen Überholmöglichkeiten ist eine gute Startposition als Ausgangsposition verpflichtend. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als das Rennen bei strömenden Regen ausgetragen wurde, soll es am Wochenende jedoch bei kühlen Temperaturen zwischen 18-21 Grad trocken bleiben.

GT500

Super GT Fuji 2013 Zent Cerumo SC430Mit Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430, 58 Punkte), Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430, 54 Punkte), Naoki Yamamoto / Frédéric Makowiecki (Weider Modulo HSV-010, 52 Punkte), Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi (Keihin HSV-010, 52 Punkte), Masataka Yanagida / Ronnie Quinatrelli (Motul Autech GT-R, 47 Punkte), Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R, 46 Punkte) sowie Daisuke Ito / Andrea Caldarelli (KeePer Tom’s SC430, 42 Punkte) und Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura (Denso Kobelco SC430, 41 Punkte) haben insgesamt noch acht (!) Teams die Möglichkeit auf den GT500-Titel. Wobei die vier ernstgenannten die realistischeren Anwärter sind, während sich Chancen der vier zuletzt genannten auf rein mathematischer Natur bewegen. Insbesondere Ito / Caldarelli sowie Wakisaka / Ishiura müssten bei einem gleichzeitigen Sieg auf großes Pech der sechs anderen Teams hoffen. Einen Siegertipp abzugeben gestaltet sich erneut schwierig. Keines der drei Modelle scheint allzu große Vor- oder Nachteile auf dem für japanische Rennstrecken so untypisch flachen Stop-and-Go-Kurs des Twin Ring Motegi zu haben. Blickt man auf die letzten drei Jahre zurück, gewann Lexus zweimal sowie Nissan einmal. Seit seinem Debüt im Jahr 2010 ist der Honda HSV-010 GT nach Jahren der Dominanz des NSX auf Hondas Haus- und Teststrecke hingegen noch sieglos. Entsprechend dem Reglement sind alle Teams zudem ohne Gewichts-Handicap unterwegs. Super GT Suzuka 2013 Weider Modulo HSV-010

Im letzten Jahr gewannen im strömenden Regen Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430), weshalb sie auch diese Saison als die Hauptfavoriten auf den Sieg gelten. Zudem scheint die Cerumo-Truppe, trotz dass man beim vergangenen Rennen in Autopolis den Sieg kurz vor Schluss nach langer Führung an die Markenkollegen von Petronas Tom’s verlor, das derzeitig beste Paket zu besitzen. Der Grund für den starken Einbruch der Rundenzeiten in der Schlussphase in Autopolis lag am Pick-Up der Reifen. Autopolis zählt für das schwarze Gold zu der anspruchsvollsten Strecke im Kalender, weshalb der Verschleiß extrem hoch ist. Aufgrund der kühlen Temperaturen nahmen die Reifen zudem verstärkt Pick-Up auf (ein Problem mit dem unter anderem die Michelin-Pneus sehr zu kämpfen haben), wodurch das Handling der Fahrzeuge sehr zum untersteuern neigte. Petronas Tom’s hatte mit diesem Phänomen gerechnet und entsprechend das Setup auf Untersteuern ausgelegt. Der Gamble ging auf, wodurch man zum Rennende die schnellsten Rundenzeiten in den Asphalt brannte, und dem Zent Cerumo SC430 den sicher geglaubten Sieg wegschnappte.

Im folgendem habe ich, getreu dem manchmal aber glücklicherweise nicht immer richtigen Motto „Zahlen sagen mehr als Worte“,  eine detaillierte wie auch praktische Tabelle erstellt, die darstellt, wie sich je nach Endplatzierung die Punktestände verändern und wie die jeweiligen Teams ins Ziel kommen müssen, um die Meisterschaft zu gewinnen.

GT500-Meisterschaftskampf Motegi 2013:

Rang

Fahrer

Aktueller Punktestand

Platz 1  

Platz 2

Platz 3

Platz 4

Platz 5

Platz 6

Platz 7

Platz 8

Platz 9

Platz 10

Platz  11

1 Yuji Tachikawa Kohei Hirate 58 78 73 69 66 64 63 62 61 60 59 58 2 Kazuki Nakajima
J. Rossiter 54 74 69 65 62 60 59 58 57 56 55 54 3 Naoki Yamamoto
Frédérick Makowiecki 52 72 67 63 60 58 57 56 55 54 53 52 4 Koudai Tsukagoshi  Toshihiro Kaneishi 52 72 67 63 60 58 57 56 55 54 53 52 5 Masataka Yanagida
Ronnie Quintarelli 47 67 62 58 55 53 52 51 50 49 48 47 6 Tsugio Matsuda
Joao Paulo de Oliveira 46 66 61 57 54 52 51 50 49 48 47 46 7 Daisuke Ito
Andrea Cardarelli 42 62 57 53 50 48 47 46 45 44 43 42 8 Juichi Wakisaka Hiroaki Ishiura 41 61 56 52 49 47 46 45 44 43 42 41

Die Kursiven Zahlen bedeuten, dass bei dieser Platzierung keine Chance mehr auf den Titel besteht.

 

GT300

Super GT Malaysia 2013 Mugen CR-Z GTEs ist fast so, als hätte im Vorfeld das GT300-Feld meine Vorschau zum letzten Rennen in Autopolis gelesen. Denn in dieser schrieb ich unter anderem, dass bei einem möglichen Patzer von Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT) sowie bei einem gleichzeitigen Sieg von Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW) der Meisterschaftskampf fürs Finale in Motegi sehr eng werden würde. Und letztlich geschah es auch so: Mit dem Gewichts-Handicap sowie der abermals geänderten Balance of Performance kämpfend erlangten Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama lediglich den achten Rang und damit zwei magere Pünktchen. Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka obsiegten derweil zum zweiten Mal hintereinander und robbten auf acht Punkte an das Hybrid-Duo von Team Mugen heran. Dass der Mugen CR-Z GT (wie auch ARTA CR-Z GT) sowie der Subaru BRZ R&D Sport (Tetsuya Yamano / Kota Sasaki) mit der neuen BoP zu kämpfen hatten, war unübersehbar. Dem „Trial-and-Error-Prinzip“ bewusst (laut eigener Aussage sei es schwer die Wagen entsprechend der FIA-GT3-Maschinen einzustufen) schraubte die GTA dementsprechend für das Finale in Motegi einen Schritt zurück, und verändert die Balance of Performance der genannten Boliden auf einen ähnlich Stand wie bereits zu Saisonlauf 6 auf dem Fuji Speedway. Konkret bedeutet dies, dass die Luftmengenbegrenzer wieder leicht größer geworden sind. Wie gehabt stellte die GTA den Teams drei verschiedene Luftmengenbregenzer-Größen je nach Mindestgewicht der Fahrzeuge zur Auswahl. Mugen wie auch ARTA entschlossen sich mit einem Mindestgewicht von 1150kg sowie dem dazugehörigen Luftmengenbegrenzer mit einer Größe von 29,1mm an den Start zu gehen. Interessanterweise ist dies die gleiche Größe wie zuvor in Autopolis, allerdings ist der Wagen nun 50kg leichter. Diese Entscheidung könnte mit dem Hybrid-System des Wagens zusammenhängen. Subaru entschloss sich hingegen für ein Mindestgewicht von 1100kg sowie der dazugehörigen Luftmengenbegrenzer-Größe von 41,4mm. In Autopolis fiel der Begrenzer bei der gleichen Gewichtmenge mit 40,6 mm leicht kleiner aus.Super GT Autopolis 2013 GSR Hatsunemiku BMW

Mit Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT, 70 Punkte), Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW, 62 Punkte), Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS, 60 Punkte) sowie Hironori Takeuchi / Takeshi Tsuchiya (Okinawa-IMP SLS, 56 Punkte) und Tetsuya Yamano / Kota Sasaki (Subaru BRZ R&D Sport, 55 Punkte) haben insgesamt noch fünf Teams die Chance auf die GT300-Meisterschaft. Einen Siegertipp abzugeben ist ebenfalls schwierig, da ohne direkte Vergleichswerte nicht einzuschätzen ist, in wie fern sich die erneuten BoP-Änderungen auf den Mugen CR-Z sowie den Subaru BRZ R&D Sport auswirken. Ein großes Fragezeichen steht auch hinter der Performance der beiden Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Nach Aussagen von Jono Lester, der solch einen GT3-Renner der Stuttgarter für das Petronas Synthium Team in der Super Taikyu pilotiert, kommt die Streckencharakteristik des Twin Ring Motegi nicht nur seinem persönlichen Fahrstil, sondern auch nicht unbedingt dem Wagen entgegen. Wendige Strecken mit schnelleren Kurven wie Suzuka oder Okayama würden dem Wagen nach Aussage des Neuseeländers, der nach eigener Angabe an einem Cockpit für 2014 in der Super GT arbeitet, eher entgegenkommen. Entsprechend dem Reglement sind auch in der GT300 alle Fahrzeuge ohne Gewichts-Handicap unterwegs, mit der Ausnahme des Mach GoGoGo Syaken GT-R (Tetsuji Tamanaka / Junichiro Yamashita). Der Grund: Aufgrund des Wechsels des ursprünglich eingesetzten Ferrari 458 GT3 auf den Nissan GT-R Nismo GT3 verzichtete das Team auf einen Start in Sugo. Laut Reglement dürfen aber nur dann alle Zusatzballaste aus den Autos entfernt werden, sofern man auch an allen vorangegangenen Saisonrennen teilnahm. Dementsprechend muss der Mach GoGoGo Syaken GT3 mit der Regelung für das vorletzte Saisonrennen (Gewichts-Handicap = Punktestand) und somit mit einem popeligen Kilogramm an Zusatzgewicht an den Start gehen.

Im folgendem habe ich ebenfalls eine detaillierte wie auch praktische Tabelle zum GT300-Meisterschaftskampf erstellt, die anschaulich darstellt, auf welchen Platzierungen die Teams ins Ziel kommen müssen, um den Titel zu gewinnen. Sollte der Mugen CR-Z GT beispielsweise Erster oder Zweiter werden, ist es egal wo die direkte Konkurrenz landet.

GT300-Meisterschaftskampf Motegi 2013:

Rang

Fahrer

Aktueller Punktestand

Platz 1

Platz 2

Platz 3

Platz 4

Platz 5

Platz 6

Platz 7

Platz 8

Platz 9

Platz 10

Platz 11

1 Hideki Mutoh        Yuki Nakayama 70 90 85 81 78 76 75 74 73 72 71 70 2 Nobuteru Taniguchi Tatsuya Kataoka 62 82 77 73 70 68 67 66 65 64 63 62 3 Katsuyuki Hiranaka
Björn Wirdheim 60 80 75 71 68 66 65 64 63 62 61 60 4 Hironori Takeuchi Takeshi Tsuchiya 56 76 71 67 64 62 61 60 59 58 57 56 5 Tetsuya Yamano Kota Sasaki 55 75 70 66 63 61 60 59 58 57 56 55

Die Kursiven Zahlen bedeuten, dass bei dieser Platzierung keine Chance mehr auf den Titel besteht.

 

Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZIm Vorfeld des Wochenendes gab Tetsuya Yamano bekannt, dass er am Ende der Saison seine Super-GT-Karriere beenden wird. Yamano möchte allerdings dem Motorsport erhalten bleiben. Seinen Rücktritt begründet der 48-Jährige damit, dass er seinen Platz bei Subaru als Nummer-Eins-Fahrer für jüngere Fahrer freimachen möchte. Yamano ist in der Super GT seit 1999 (damals noch JGTC) unterwegs und gewann drei GT300-Meisterschaften (2005, 2006 und 2007). Ein vierter Titelgewinn könnte, wenngleich es auch für ihn und Kota Sasaki sehr schwierig wird, da sie nicht nur gewinnen, sondern auch auf das Pech der direkten Konkurrenz hoffen müssen, am Wochenende folgen. Es wäre der Erste mit Subaru, für die er seit 2007 am Steuer sitzt.

TV-Zeiten Motegi

An der TV-Situation hat sich nichts geändert, weshalb man sich erneut der mehr oder weniger beliebten Graualternative im Internet bedienen muss. Der japanische Sender J Sports 3 überträgt die Qualifikation am Samstag ab 5:50 Uhr deutscher Zeit live. Früh aufstehenden ist am Sonntag angesagt, denn J Sports 4 geht ab 5:00 Uhr auf Sendung. Der Rennstart erfolgt eine halbe Stunde später um 5:30 Uhr.

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October 05 2013

03:00

Super GT: Vorschau Round 7 Autopolis

Die Super GT biegt auf die Zielgerade: Auf dem wunderschönen, in die Natur eingebetteten Autopolis Circuit im Nationalpark Aso Kujiyu in Kyūshū steigt das vorletzte Saisonrennen. Die reduzierten Gewichts-Handicaps sowie die sehr geringen Punkteabstände aber auch die Wettervorhersage erhöhen die Spannung im Meisterschaftskampf.

Super GT Autopoli 2012 GridWährend sich der Meisterschaftskampf in beiden Klassen zuspitzt, sind Toyota (Lexus), Honda sowie Nissan damit beschäftigt, die neuen GT500-Wagen auf Basis des technischen DTM-Reglements für 2014 vorzubereiten. Im September waren beispielsweise Nissan sowie Lexus in Suzuka wie auch auf dem Fuji Speedway unterwegs. Um ein entsprechend großes Spektrum an Fahrer-Feedback zu erhalten, wurden entsprechend mehrere Pilote aus den jeweiligen Fahrerkadern für die Testfahrten beauftragt. In Fuji saß beispielsweise Seiji Ara am Steuer des Lexus LF-CC (einen genauen Fahrzeugnamen gab der Hersteller bislang noch immer nicht bekannt), der im Gegensatz zum Test in Suzuka erstmals mit Yokohama-Pneus bereift wurde. Wohl auch aus dem Grund, weil Seiji Aras WedsSport Advan SC430 mit den Gummis von Yokohama unterwegs ist und so ein direkter Vergleich mit dem aktuellen Boliden gezogen werden kann. Zum anderen aber wohl auch, um die entsprechenden Reifen der jeweiligen Hersteller zu testen, schließlich sind auch im nächsten Jahr erneut mehrere Fabrikate erlaubt.

Super GT Nissan GT-R Nismo GT500 Fuji Speedway 2014 TestEin ähnliches Programm fuhr auch Nissan. Für die Marke aus Yokohama saß erstmals Tsugio Matsuda (Calsonic Impul GT-R) am Steuer des neuen GT-R GT500. Anstatt Michelin-Reifen erprobte Nissan erstmals Bridgestone-Pneus, mit denen Matsuda in der aktuellen Saison unterwegs ist. Neben Reifentests montierte Nissan erstmals auch das „Low-Drag-Aero-Kit“, welches sich unter anderem durch eine leicht veränderte Front sowie einen flacheren Heckflüge auszeichnet. Jene Konfiguration soll bei den Rennen auf dem Fuji Speedway eingesetzt werden. Es ist davon auszugehen, dass die anderen beiden Hersteller solch ein Aero-Paket in naher Zukunft ebenfalls testen werden. Wie schnell die neuen GT500-Autos letztlich auf der Highspeed-Bahn nahe des bekanntesten Wahrzeichens Japans sein werden, ist derzeit noch ungewiss. Aufgrund des erhöhten Luftwiderstandes der neuen Boliden, wird mit einer Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h gerechnet. Zum Vergleich: Die derzeitigen GT500-Wagen donnern die die 1,5km lange Start- und Zielgerade mit rund 290 km/h herunter. Ganz reibungslos verlief der Test für Nissan jedoch nicht: Ein Feuer stoppte die Aktivitäten frühzeitig. Fahrer und Wagen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden.

Vergangene Woche verkündete die GTA, dass DRS in der kommenden Saison verboten ist. Zwar seien die technischen Voraussetzungen seitens der JAF (Japanese Automobile Federation) hierfür geschaffen, derzeit hegt die GTA aber keine Pläne für den so genannten „DTM-Klappflügel“. Bleibt zu hoffen, dass dieser auch niemals nötig sein wird. Im Zuge dessen gab man auch eine Änderung bei der Verteilung des Gewichts-Handicaps bekannt. Wie bekannt werden die neuen Fahrzeuge 100kg leichter als die derzeitigen GT500-Maschinen sein. Zwar belaufen sich die maximalen Zusatzgewichte weiterhin auf 100kg, allerdings teilen sich diese nun auf 50kg Zusatzgewichte die direkt im Sitzbereich des Fahrers montiert werden müssen (dies ist auch im aktuellen Reglement so) sowie auf 50kg für einen so genannten „Fuel Flow Restrictor“ auf. Bisweilen durften die restlichen 50kg frei im Wagen verteilt werden. Dies fällt mit der Einführung des „Fuel Flow Restrictors“ 2014 hingegen weg. Das Mindestgewicht der neuen GT500-Boliden beläuft sich somit auf 1000kg + bis zu 100kg Gewichts-Handicap (2013 Mindestgewicht: 1100kg + bis zu 100kg Gewichts-Handicap). Ob es eine Änderung an der Vergabe der Zusatzgewichte geben wird, ist derzeit nicht bekannt. Davon ist allerdings nicht auszugehen, da sich das derzeitige System bewährt hat. Zur Erinnerung: Die Zusatzkilos werden durch die eingefahrenen Punkte errechnet, die mit Zwei multipliziert werden. Hat ein Fahrer-Duo beispielsweise 20 Punkte auf dem Konto, erhalten Sie 40kg Ballast in den Wagen. Nahmen beide Fahrer an allen bisherigen Rennen teil, ist das Gewichts-Handicap beim vorletzten Saisonrennen gleich den eingefahrenen Punkten, sprich 20 Punkte wären dann auch 20kg. Für das letzte Saisonrennen wird, sofern beide Fahrer auch allen bisherigen Läufen teilnahmen, der Erfolgsballast hingegen komplett aus dem Wagen genommen. Sollten beide Piloten jeweils eine unterschiedliche Anzahl an gefahrenen Rennen haben, beispielsweise weil ein Fahrer ausfiel oder aufgrund zu vieler Strafpunkte für ein Rennen gesperrt wurde (passierte 2012 Daiki Sasaki, weshalb er in Autopolis von Yuhi Sekiguchi im NDDP GT-R GT3 ersetzt wurde), entscheidet die geringere Anzahl an gefahrenen Rennen. Das Gewichts-Handicap errechnet sich hingegen aus der entsprechend höheren Punktzahl. Davon betroffen war im vergangenen Jahr auch der Petronas Tom’s SC430, als Kazuki Nakajimas damaliger Teamkollege Loic Duval aufgrund des WEC-Rennens in Spa Franchorchamps nicht in Fuji teilnahm und von Richard Lyons ersetzt wurde. Dieses Jahr ist allerdings kein Team davon betroffen.

Autopolis ist eine RennstrecSuper GT Autopolis 2012 GT500 Podiumke nahe der Kleinstadt Kamitsue (Ōita-Präfektur in Kyūshū), direkt im Nationalpark von Aso Kujiyu. Kamitsue liegt rund 30km nordöstlich von Kumamoto und ist mit 1258 Einwohnern (Stand 2003) relativ klein, was sich wie auch beim Twin Ring Motegi in einer schlechten örtlichen Infrastruktur widerspiegelt. Um die Strecke herum sowie in Kamitsue gibt es nur wenige Hotels, weshalb die Besucher sich auf längere An- und Abfahrten einstellen müssen. Die Situation hatte sich nach der Eröffnung der Strecke 1990 zwar ein wenig gebessert. Das Ziel, die Formel 1 nach Autopolis zu holen, ist den Streckenbetreibern allerdings nie geglückt, obwohl man sogar in den Jahren 1990 und 1991 die Wagen von Benetton als Sponsor verzierte. Als bisher einzige, international sehr große Rennserie fuhr die FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft 1991 als finalen Saisonlauf ein 430km-Rennen in Autopolis, das Michael Schumacher und Karl Wendlinger in einem Mercedes-Benz C291 gewannen.

Seitdem machte die Strecke viele finanzielle Krisen durch, bis sie letztlich 2005 von Kawasaki gekauft wurde. Neben der Super Formula sind seit 2003 jährlich auch die Super GT (abgesehen von 2010) sowie der D1 Grand Prix, die Super Taikyu und die MJF Superbike in Autopolis unterwegs. Die Strecke ähnelt wie viele der japanischen Kurse einer kleinen Achterbahnfahrt, schön eingebettet in die Natur mit einem hübschen Ausblick. 19 Kurven ergeben auf 4,673km bei einer Renndistanz von 300km 65 technisch anspruchsvolle Runden. Da die Strecke im Hochland der Insel Kyūshū angesiedelt ist, ist die Luft relativ dünn, zudem besitzt die Berg- und Talfahrt Höhenunterschiede von bis zu 52 Metern. Während der erste Teil des Kurses quasi bergab führt, geht es im zweiten Teil wieder etwas hinauf. Die Strecke gilt zudem als sehr reifenmordend.

Aufgrund fehlender Super-Formula-Onboard-Aufnahmen in Autopolis folgt eine Cockpit-Aufnahme von Satoshi Motoyama im Nissan GT-R aus dem Jahr 2009:

Für zusätzliche Spannung könnte das Wetter sorgen. Laut der aktuellen Vorhersage könnten nämlich sowohl Qualifikation wie auch Rennen von mitunter starken Regenschauern geplagt werden. Dies dürften die Auswirkungen des Taifuns Fitow (Quedan) sein, der auf dem Weg nach China am Samstagnachmittag Teile von Okinawa treffen soll. Bereits im letzten Jahr sorgte der Regen für zusätzliche Würze im Rennen, während die Super Formula Anfang Juni dieses Jahres neben vereinzelten Regenschauern noch mit dichten Nebel zu kämpfen hatte.

GT500

Super GT Suzuka 2013 Weider Modulo HSV-0102012 entschied sich die GT500-Meisterschaft in Autopolis: In der letzten Runde kämpften sich Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli (damals noch für Mola) am Epson HSV-010 von Nakajima Racing vorbei. Das Überholmanöver brachte ihnen auf den letzten Metern nicht nur den entsprechenden Rennsieg, sondern auch den benötigten Vorsprung auf die Rivalen Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) aus dem Lexus-Lager. Yanagida und Quintarelli verteidigten erfolgreich ihren GT500-Titel, weshalb als Belohnung in diesem Jahr die Beförderung zur Werksmannschaft Nismo folgte. Dieses Wochenende werden wir hingegen keine vorzeitigte Titelentscheidung sehen. Hierfür sind die Punkteabstände zu gering und die Liste der sich noch im Titelrennen befindlichen Piloten zu lang. Mathematisch gesehen habe noch ganze zwölf (!) Fahrerpaarungen eine Chance auf die Meisterschaft. Realistisch betrachtet darf der „Cut“ aber wohl bereits nach Position Acht (Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura, Denso Kobelco SC430) getätigt werden. Hierbei würde man allerdings insbesondere Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi (Reito Mola GT-R, 20 Punkte)) unrecht tun, schließlich zeigten sie, abgesehen von einem Setup-Fehlgriff in Fuji) in den letzten drei Rennen sowie den offiziellen Testfahrten einen hervorragenden Speed. Wie bereits schon häufiger an dieser Stelle geschrieben, mangelte es dem Altmeister sowie dem Rookie lediglich an Rennglück, der den Sprung auf die Mitte des Podiums verhinderte. In der Tabelle liegt das Duo mit 26 Punkten Rückstand derzeit auf Position Zwölf. Satoshi Motoyama hält mit insgesamt vier Siegen jedoch den derzeitigen Rekord aller aktiven Piloten in Autopolis; sein Teamkollege Yuhi Sekiguchi erzielte 2012 die Pole-Position in der GT300. Ein Sieg würde das Duo in den Titelkampf zurückbefördern.

Super GT Fuji 2013 Zent Cerumo SC430Aufgrund der vielen wendigen Kurven sowie Höhenunterschieden ist auf dem Autopolis Circuit Power gefragt. Power an denen es allen drei Marken nicht mangelt. Tatsächlich sind sich Lexus, Nissan sowie Honda relativ ausgeglichen, wenn auch letztere seit der Einführung des HSV-010 GT bislang weder eine Pole-Position noch einen Sieg einfahren konnten. Die Hauptfavoriten auf den Sieg am Sonntag sind gleichzeitig auch die vier Bestplatzierten in der Tabelle. Diese führt derzeit das Honda-Duo Naoki Yamamoto / Frédéric Makowiecki (Weider Modulo HSV-010) sowie das Nissan-Gespann Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R) jeweils mit 46 Zählern punktgleich an. Gefolgt werden sie von den Titelverteidigern Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli (Motul Autech GT-R, 44 Punkte) sowie Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430, 43 Punkte). Letztere erlebten bislang eine Saison voller Aufs und Abs, mit dem ersten Saisonsieg beim vergangenen Rennen auf dem Fuji Speedway. Auf den roten Cerumo-Lexus muss am Wochenende ein besonderes Auge geworfen werden, besonders weil Yuji Tachikawa den Rekord mit insgesamt vier Pole-Positions im Autopolis hält. Zusätzlich gelang es Toyotas Edelmarke seit 2009 dreimal hintereinander den ersten Startplatz in der Qualifikation zu ergattern. Ein besonderes Auge muss man bei dieser Konstellation selbstredend auf die amtierenden Champions Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli legen. Das Duo erlebte wie auch die Cerumo-Jungs ein Auf und Ab – ihrem ersten Saisonsieg rasen sie bislang noch hinterher. Interessant: Am Freitag erglänzte der rote Motul Autech GT-R mit einem neuen Front-Fender, der an jenen des BMW M3 in der DTM erinnert. Es ist allerdings unklar, ob Nismo diesen auch am Wochenende verwenden wird. Auf Meisterschaftsrang Fünf liegen derzeit Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi (Keihin HSV-010, 41 Punkte), die zuletzt in Fuji mit Platz Zwei ihr bestes Saisonergebnis aus Okayama (ebenfalls Platz Zwei) bestätigten. Autopolis liegt Tsukakoshi, was er unter anderem mit seinem Sieg in der Super Formula (damals noch Formula Nippon) im vergangenen Jahr bewies. Der Keihin-Honda verdrängte zudem die lange Zeit führenden Takuya Izawa / Takashi Kogure (Raybrig HSV-010, 37 Punkte) auf Tabellenrang Sieben, noch einen Platz hinter das Lexus-Gespann Daisuke Ito / Andrea Caldarelli (KeePer Tom’s SC430, 40 Punkte).

Super GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-RDie geringen Punkteabstände bedeuten gleichzeitig, dass die Zusatzgewichte bei den Hauptfavoriten nahezu identisch sind. Ein gutes Ergebnis in den Top-3 ist für alle Meisterschaftsanwärter somit Pflicht, zumal für das letzte Saisonrennen auf dem Twin Ring Motegi alle Ballaste entfernt werden. Einen Favoriten für den Rennsieg zu bestimmen ist hingegen schwer. Besonders wenn man den drohenden Regen hinzurechnet, der das Klassement durcheinanderwürfeln könnte. Zwar gibt es aus der laufenden Saison kaum brauchbare Vergleichswerte, in den vergangenen Jahren erwiesen sich auf nasser Bahn aber insbesondere die Reifen von Yokohama (WedsSport SC430, D’station Advan SC430) sowie deren Pendants von Dunlop (Epson HSV-010) als besonders vorteilhaft. Wie es letztlich auch kommen wird: Weil die Super GT eine Team- und keine Herstellermeisterschaft ist, muss mit keiner „Marken-Order“ zum Positionshalten oder Platztausch gefürchtet werden.

 

GT300

Super GT Malaysia 2013 Mugen CR-Z GTAuch spannend aber nicht ganz so knapp präsentiert sich die GT300-Klasse in diesem Jahr. Zwar haben aus mathematischer Sicht noch ganze acht Fahrerpaarungen die Chance auf die GT300-Krone, allerdings scheint der Vorsprung des Mugen-Gespanns Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT) mit ganzen 68 Punkten zu groß. Erst mit 16 Zählern Rückstand folgen auf Position Zwei Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS, 52 Punkte), gefolgt von Tetsuya Yamano / Kota Sasaki (Subaru BRZ R&D Sport, 51 Punkte). Der Vorsprung des Mugen CR-Z GT auf den Gainer Dixcel SLS erhöhte sich vor rund zwei Wochen, als zehn Super-GT-Teams (Pacific Direction Racing schrieb sich in letzter Sekunde als ursprünglich elftes SGT-Team in die GTC-Klasse um) als eigenständige Klasse beim Gastspiel der Asian Le Mans Series auf dem Fuji Speedway antraten. Den Klassensieg errang der Hybrid-Honda mit Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama vor dem Gainer-Gespann Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim und dem Subaru-BRZ-Duo Testuya Yamano / Kota Sasaki. Mit anderen Worten: Die Top-3 der GT300-Tabelle erzielten beim Gastspiel das Podium. Der ARTA CR-Z GT (Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi) schied hingegen nach einem technischen Defekt aus. Ein gutes Abschneiden beim Asian-Le-Mans-Series-Lauf war deshalb Pflicht, weil die besten zehn Super-GT-Teams Punkte für die GT300-Meisterschaft sammeln konnten. Der Sieg stellte den ersten Triumph für Team Mugen mit ihrem weißen Hybrid-Boliden dar, nachdem der Schwesterwagen von ARTA bereits in Sepang und Sugo reüssierte. Der Pansonic apr Prius GT nahm am Rennen hingegen nicht teil.Super GT Okayama 2013 Gainer Dixcel SLS

Interessant war der zweite Saisonlauf der Asian Le Mans Series aus zweierlei Gründen: Zum einen fuhren die Super-GT-Boliden ohne ihre Gewichts-Handicaps (aber selbstredend mit der aktuellen Balance of Performance), zum anderen versenkten sie nahezu das komplette, reguläre Starterfeld in der GTE und GTC-Klasse. So errangen Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama nicht nur den Klassensieg, sondern belegten mit gerade Mal zwei Runden Rückstand auch Gesamtrang Drei (hinter den beiden LMP2-Boliden von KCMG und OAK Racing), gefolgt von ihren Konkurrenten aus dem Hause Gainer und Subaru R&D Sport. Ein Grund hierfür war unter anderem, dass die GT300-Autos mit ihren jeweiligen Reifen aus der Super GT unterwegs waren, während die GTE und GTC der Asian Le Mans Series auf Einheitspneus von Michelin setzt. Die Demonstration der GT300-Teams war dennoch eine Klasse für sich. Ganz nebenbei bemerkt sorgte man mit vielen Positionskämpfen noch für die beste Show. Wohl aber auch wegen der Stärke der Boliden auf Basis des JAF-GT300-Reglements, schraubte die GTA für Autopolis erneut an der Balance of Performance des Honda CR-Z GT sowie des Subaru BRZ GT300. Der Toyota Prius blieb dabei unangetastet, wohl auch weil der Hybrid-Renner erst zwei Rennen in diesem Jahr beendete (beide Male in Fuji, jeweils mit einem Sieg sowie einem zweiten Platz) und ansonsten auch nicht einen ähnlich dominanten Speed wie die Hybrid-Kollegen aus dem Hause Honda aufweist.

Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZDemnach hat die GTA erneut die Luftmengenbegrenzer verkleinert. Interessanterweise haben sich Mugen wie auch ARTA dazu entschlossen, das Mindestgewicht des CR-Z GT um 100kg auf 1200kg anzuheben, um so mit einem größeren Luftmengenbegrenzer (29,1mm) zu fahren. Beim ursprünglichen Mindestgewicht von 1100kg wäre der Begrenzer mit 28,5mm kleiner ausgefallen. Der Grund hierfür könnte am Hybrid-System liegen. Der Luftmengenbegrenzer des Subaru wurde hingegen von 41,4mm auf 40,6mm (Mindestgewicht 1100kg) verkleinert. In wie fern sich die neusten BoP-Änderungen auf die Performance der zwei genannten Fahrzeuge auswirken, wird sich erst am Wochenende zeigen. Bereits in meiner <b>Vorschau zum Pokka Sapporo 1000km in Suzuka</b></a> habe ich geschrieben, dass die Stimmen im Fahrerlager bezüglich der Verkleinerung der Luftmengenbegrenzer zweigeteilt seien. Während einige Beteiligten aus dem GT3-Lager lieber weitere Zusatzkilos in den reinen GT300-Maschinen sehen würden, warfen andere die Idee über eine Änderung der Schmierung in den Raum.<a href=" http:="" rel='\"attachment'>Super GT Fuji 2013 GSR Hatsunemiku BMW

Fest steht jedoch, dass ohne ein schlechtes Ergebnis oder gar einen Ausfall von Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT), die anderen Titelanwärter Hironori Takeuchi / Takeshi Tsuchiya (Okinawa-IMP SLS, 45 Punkte), Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW, 42 Punkte) sowie Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi (ARTA CR-Z GT, 40 Punkte) nur noch theoretische Chancen auf den Titel haben. Insbesondere die beiden zuletzt genannten Duos müssten in Autopolis gewinnen oder zumindest das Podium erreichen, um, bei einem gleichzeitigen Ausfall der Tabellenführer, ihre Chancen zu wahren. Eine weitere BoP-Meldung gibt es im GT3-Lager zu vermelden. So hat die FIA, deren Balance of Performance die Super GT für die Autos nach FIA-GT3-Reglement benutzt, die maximale „Boost-Pressure“ des Nissan Nismo GT-R GT3 von 2,00 auf 2,05 Bar erhöht. Absolut unzufrieden mit der Einstufung des 2013er Modells des Porsche 911 GT3 R sind hingegen die Titelverteidiger bei Taisan Ken Endless (Endless Taisan Porsche) weshalb man für die verbleibenden Saisonrennen zurück auf das Modell vom letzten Jahr wechselt. Kyosuke Mineo / Naoki Yokomizo konnten die ganze Saison über keinen Fuß fassen (derzeit Tabellenrang 12 mit 21 Punkten), weshalb es interessant zu beobachten wird, ob man mit dem letztjährigen Modell, mit dem man immerhin die Meisterschaft gewann, eventuell sogar aufs Podium fahren kann. Dies ist nicht der erste Fahrzeugwechsel in diesem Jahr. Bereits nach dem dritten Saisonlauf in Malaysia sah Team Mach den Ferrari 458 GT3 von der FIA-BoP benachteiligt, weshalb man seit Suzuka ebenfalls einen Nissan Nismo GT-R GT3 einsetzt. Auch apr stellte aufgrund der unvorteilhaften BoP ihren Audi R8 LMS ultra in die Garage und erwarben ebenfalls den liebevoll „Godzilla“ genannten GT3-Renner von Nissan.

TV-Zeiten

An der TV-Situation hat sich nichts geändert, weshalb man sich erneut der mehr oder weniger beliebten Graualternative bedienen muss. Der japanische Sender J Sports 3 überträgt die Qualifikation am Samstag ab 6:50 Uhr deutscher Zeit live. Am Rennsonntag geht J Sports 4 ab 6:30 Uhr auf Sendung. Der Rennstart erfolgt eine halbe Stunde später um 7:00 Uhr.

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September 28 2013

04:00

Super Formula: Vorschau Round 6 Sugo

Nach einer knapp zweimonatigen Zwangspause begibt sich die Super Formula an diesem Wochenende im Sportsland Sugo in ihre vorletzte Saisonstation. André Lotterer kann am Sonntag vorzeitig die Meisterschaft gewinnen; Takuma Sato steigt in das zweite Cockpit bei Mugen.

Super Formula Sugo 2012 StartDas Unmögliche möglich machen. Vor dem Saisonstart hatte eigentlich keiner so richtig daran geglaubt, dass André Lotterer zwei Rennen vor Saisonschluss der Hauptanwärter auf den Titel sein würde. Selbst Lotterer gab sich zu Beginn des Jahres eher vorsichtig, sprach lediglich davon so viele Punkte wie möglich sammeln zu wollen. Der Hintergrund: Wie auch Loic Duval konnte der deutsche Audi-Werksfahrer aufgrund seines WEC-Engagements nicht am Saisonstart teilnehmen. Da sich auch das Super-Formula-Finale in Suzuka mit dem China-Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft überschneidet, werden sowohl Lotterer wie auch Duval nicht in Suzuka antreten. Weil der Saisonabschluss in diesem Jahr erneut in zwei Sprintrennen aufgeteilt ist, entgehen ihnen somit 18 mögliche Punkte – jeweils 8 für den Rennsieg + jeweils ein weiterer Punkt für die Pole-Positionen.Super Formula Fuji 2013 Andre Lotterer Kazuki Nakajima

Der zweite Titelgewinn für Lotterer nach 2011 (damals noch unter dem Namen Formula Nippon) scheint somit denkbar schwer, gar unmöglich. Gleich zu seinem persönlichen Saisonstart beim zweiten Rennen in Autopolis bewies der Duisburger allerdings erneut seine Klasse, als er neben der Pole-Position auch den Rennsieg einfuhr. Das Unmögliche möglich machen. Dies erscheint nach der Absage des Rennens in Inje (Korea) für den zweifachen Le-Mans-Sieger in noch weitere Ferne gerückt zu sein, schließlich entgingen ihm so etwaige Punkte, mit denen er sich weiter von der direkten Konkurrenz hätte absetzen können. Diese stellte sich im bisherigen Saisonverlauf häufiger selbst das Bein, weshalb zum sowieso sehr konstanten Speed Lotterers auch noch das gewisse Quäntchen Glück hinzukam. Der Deutsche führt in der Meisterschaft derzeit mit 29 Punkten vor Loic Duval (20 Punkte), der aufgrund des Audi-Engagements chancenlos auf den Titel ist. Der erste direkte Konkurrent ist Naoki Yamamoto mit 18 Zählern. Zwar schaffte der Mugen-Pilot bislang noch nicht den Schritt in die Mitte des Podests, beendete dafür aber alle Rennen in den Punkten. Die erste Enttäuschung geschah zuletzt auf dem Twin Ring Motegi, als Yamamoto in eine Kollision mit Takuya Izawa verwickelt war und lediglich einen Zähler mit nach Hause nahm. Letzterer schien nach seinem Sieg beim Auftakt in Suzuka als einer der Hauptanwärter auf den Titel. So wirklich hold wollte das Glück mit dem letztjährigen Vize-Champion allerdings nicht sein. In Autopolis blieb er nach einer Kollision wie auch in Motegi punktlos; in Fuji erreichte er lediglich einen etwas enttäuschenden fünften Rang. Dementsprechend findet sich Izawa nur auf dem sechsten Tabellenplatz (15 Punkte) mit 14 Zählern Rückstand auf Lotterer wieder.

Ebenfalls enttäuschend verlief die bisherige Saison für den Titelverteidiger Kazuki Nakajima. In Suzuka kam er mit Platz Fünf nicht so wirklich in Schwung. In Autopolis blieb er nach der Kollision mit Takashi Kogure sowie Takuya Izawa punktlos; in Fuji staubte er lediglich ein mageres Pünktchen ab. Erst auf dem Twin Ring Motegi bewies Nakajima seine alten Qualitäten und sicherte sich neben der Pole-Position auch seinen ersten Saisonsieg. Dank dem Pech der direkten Konkurrenz (Ausfall Izawa, Joao Paulo de Oliveira kam nicht in Fahrt, Defekthexe schlug erneut bei Tsugio Matsuda zu) katapultierte dieser Triumph ihn auf den dritten Tabellenrang (16 Punkte), punktgleich mit dem Brasilianer Joao Paulo de Oliveira. Mathematisch gesehen haben noch ganze acht Fahrer eine Chance auf die Meisterschaft. Realistisch betrachtet darf vor Sugo aber wohl der „Cut“ nach Takuya Izawa, mitunter auch erst nach Tsugio Matsuda (Platz Sieben, 12 Punkte) gemacht werden. Letzterer müsste bei einem möglichen Sieg in Sugo auf das Pech der Anderen hoffen, um sich in eine entsprechende Position für das Saisonfinale zu manövrieren.

Super Formula Suzuka 2013 Takuya IzawaDas Sportsland Sugo liegt einer sehr gebirgigen Gegend in der Miyagi-Präfektur, keine 40 Kilometer von der Stadt Sendai entfernt, jene Gegend, die im März 2011 vom schrecklichen Erdbeben am schwersten getroffen wurde. Neben viel hübscher, grüner Landschaften schwirren in der Gegend auch viele Käfer umher. Das Besondere am Standort ist allerdings, dass das Wetter binnen Sekunden sprichwörtlich umschlagen kann. Sonne, Regen, teilweise sogar Nebel, anschließend wieder Sonne und Regen sind selbst im Sommer möglich. Dies stellt die Teams und Fahrer selbstredend vor eine besondere Herausforderung. International eher unbekannt, obwohl zwischen 1988 und 2003 die Superbike-Weltmeisterschaft in Sugo fuhr, ist der 3,737 km lange Kurs eine kleine Achterbahnfahrt – im wahrsten Sinne des Wortes. So ist die Start- und Zielgerade nicht eben, sondern führt zunächst bergauf. Die Steigung wird dabei, anders als bei anderen Strecken, gut von den TV-Kameras eingefangen. Die Gegengerade führt hingegen wieder bergab. Die spannendste der insgesamt zwölf Kurven stellt die langgezogene 110R dar, die direkt wieder auf Start/Ziel führt und gerne auch als Mutkurve bezeichnet werden darf. Side-by-Side-Duelle sind hier zwar möglich, erfordern aber höchste Konzentration beider Fahrer, damit der Wagen auf der äußeren Linie nicht in den Kies und die Reifenstapel rutscht. Die Charakteristik der Strecke gilt als besonders anspruchsvoll fürs Material, insbesondere der Motor sowie die Bremsen werden stark belastet. Das Sportsland Sugo lässt sich somit als eine „typisch japanische“ Rennstrecke bezeichnen. Wunderschön in die Natur eingebettet, mit vielen schwungvollen Kurven sowie Steigungen.

Im folgendem eine Onboard-Runde mit Daisuke Nakajima mit dem Mugen CR-Z GT aus der GT300-Klasse der Super GT vom letzten Jahr, da es leider kein entsprechendes Super-Formula-On-Board-Material gibt:

Im letzten Jahr reüssierte Takuya Izawa im strömenden Regen vor Koudai Tsukakoshi und Loic Duval. Tsukakoshi wechselte zu Beginn des Jahres zurück zu seinem alten Team HP Real Racing, für das er auch in der Super GT antritt. Seine Chancen auf eine Wiederholung des Podiums sind, zumindest im trockenen, deshalb eher gering. Zwar holt Tsukakoshi das Maximum aus dem Wagen heraus. Die Mittel von HP Real Racing sind jedoch deutlich limitierter als jene von Petronas Team Tom’s, Lenovo Team Impul oder Docomo Team Dandelion Racing, weshalb der 26-jährige Japaner maximal um die letzten Punkteränge kämpfen kann. Anders als im vergangenen Jahr soll sich die Region um Sendai laut der aktuellen Wetterberichte an diesem Wochenende für die Jahreszeit ungewöhnlich warm präsentieren. Bei rund 24 Grad besteht lediglich eine geringe Chance auf vereinzelte, isolierte Regenschauer. Dass dies nicht viel zu bedeuten hat, musste unter anderem die Super GT im Juli dieses Jahres erfahren, als sich die Wetterfront zum Rennende schlagartig änderte und füSuper Formula Autopolis 2013 Joao Paulo de Oliveirar ein wenig Chaos auf der Strecke sorgte.

Das Hauptaugenmerk wird selbstredend auf der Zuspitzung des Titelkampfes liegen. Wird André Lotterer das Unmögliche möglich machen und sich zum zweiten Mal vorzeitig die Super-Formula-Krone aufsetzen? Neben einem Sieg (am besten auch noch mit dem Bonuspunkt für Pole-Position) benötigt der Duisburger das entsprechende Quäntchen Glück und Patzer der Konkurrenz. Versimpelt ausgedrückt benötigt Lotterer mindestens 19 Punkte Vorsprung nach dem Rennen in Sugo auf seine Kontrahenten. Dann wäre er trotz Nicht-Teilnahme am Finale in Suzuka uneinholbar. An dieser Stelle könnten nun mehrere Szenarien durchgerechnet werden, was aber den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Selbst wenn Lotterer nicht die benötigen 19 Punkte herausfahren würde (bei 18 Punkten könnte es noch zum Punktgleichstand in Suzuka kommen, wodurch der Direktvergleich bei den Anzahl der Siegen, zweiten Plätzen usw. herangezogen würde), müssen die anderen Fahrer auf den entsprechenden Positionen beim Finale ins Ziel kommen. Mit anderen Worten: Trotz der Nicht-Teilnahme in Suzuka kann André Lotterer am 10. November zum neuen Super-Formula-Meister und somit dem ersten Champion unter dem neuen Seriennamen gekürt werden. Ob dies im Sinne der JRP ist, einen Champion zu küren der nicht vor Ort ist, sei mal dahingestellt. Subjektiv gesehen hätte es Lotterer auf jeden Fall verdient, schließlich ist er dieses Jahr der wohl kompletteste und vor allem auch konstanteste Pilot im Feld. Persönlich gesehen hoffe ich, dass die Meisterschaftsentscheidung nach Suzuka vertagt wird, einfach um die entsprechende Spannung beim Saisonfinale zu haben.

Super Formula Sugo 2012 Takuma SatoWeitere mediale Aufmerksamkeit wird Takuma Sato erhalten, der nach seinem Gaststart beim Saisonstart erneut ins zweite Cockpit an der Seite von Naoki Yamamoto bei Mugen klettern wird. Sato gewann dieses Jahr als erster Japaner überhaupt ein Rennen der amerikanischen IndyCar Series beim Prestige-Rennen in Long Beach und feierte just in Sugo letztes Jahr sein Super-Formula-Debüt. Sato wird außerdem am Finale in Suzuka sowie am JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup Mitte November teilnehmen.

TV-Zeiten Sugo

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nichts geändert, womit erneut auf die mehr oder weniger beliebte Graualternative zurückgegriffen werden muss. Der japanische Sender J Sports 3 überträgt ab 7:30 Uhr deutscher Zeit live. Der Start zum 68-Runden-Rennen erfolgt eine halbe Stunde später um 8:00 Uhr.

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September 21 2013

06:01

WEC/ALMS: Vorschau Austin 2013

Für die WEC und ALMS steht der letzten Doubleheader in der Geschichte auf dem Programm. In Austin wird man die unterschiedlichen BoP-Einstellungen gut beobachten können.

AUTO - WEC 6 HOURS OF SAN PAULO 2013Die WEC ist zwar noch mitten in ihrer Saison, aber schon ist klar, dass sowohl der Fahrer- als auch der Konstrukteurstitel wieder nach Ingolstadt gehen wird. Dennoch ist das Rennen auch in der LMP1 nicht ohne Spannung, denn bisher konnte man vom leicht renovierten Toyota nur wenig sehen. Der fiel in Interlagos ja leider nach wenigen Runden aus und so konnte man die eventuellen Verbesserungen bei den Japanern nur erahnen. Klar ist, dass man dem Motor etwas mehr PS verliehen hat, aber in Sao Paulo waren die Audi dennoch deutlich schneller. Das wird in Austin, vor allem in den ersten Passagen des Kurses, nicht anders sein. Aber der Kurs verfügt auch über einen engen Schlussteil, in dem der Toyota eventuell leichte Vorteile haben könnte, da er seinen Hybridantrieb ja schon bei niedrigen Geschwindigkeiten nutzen kann.

Aber ungeachtet des eventuell niedrigeren Verbrauchs des Toyotas wäre alles andere als ein Sieg der Audi eine Überraschung. Das Rennen in Interlagos zeigte zwar, dass auch Audi schon mal Fehler an der Box macht, aber es müsste schon sehr viel zusammenkommen, damit Toyota am Ende ganz oben auf dem Podest stehen kann. Das gilt selbstverständlich auch für den Rebellion. Dort hofft man einfach darauf, dass eines drei Top-Teams mal wieder in größere Probleme kommt.

LMP2

Nachdem dem dann doch eher zähen Rennen in Sao Paulo sollte es in Austin hoffentlich wieder etwas enger zugehen. Das Delta-ADR Team (G-Drive) scheint auch für Austin gut gerüstet zu sein, aber ich denke, dass vor allem der OAK mit der #24 (Pla, Heinermeier-Hanson, A. Brundle) in Texas stärker einzuschätzen ist. Auch den zweiten OAK mit der Startnummer 35 und Baguette, Gonzales, Plowman am Steuer sollte man nicht unterschätzen. In Interlagos lagen beide Wagen im Rennen lange gleichauf und hatten Chancen auf den Sieg. Ebenfalls Siegchancen hat die Pecom-Mannschaft mit Companc, Minassian und Kaffer am Lenkrad. Diese vier Teams werden den Sieg wohl unter sich ausmachen. Die Lotus haben, nachdem sie in Le Mans eigentlich sehr gut unterwegs waren, an Schwung verloren. Mag in Brasilien an der Strecke gelegen haben, aber der große Sprung ist ihnen bisher nicht gelungen. Keine Chancen auf den Sieg dürfte der Greaves-Wagen haben, der mit Zügel und Chris Dyson ganz gut besetzt ist, aber der dritte Fahrer, der noch nicht bekannt ist, wird wohl eher aus der Abteilung “Paydriver” kommen. Und dann wäre da noch der dritte OAK, das “Art-Car”, das mit Nicolet, Maris, Merlin auch nur schwach besetzt ist.

GTE-Pro

Hier gibt es wieder die übliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Porsche, den beiden Ferrari und den drei Aston Martin. In Brasilien lieferten sich AF Corse und AMR einen regelrechte Schlacht um die erste Position. Im Ziel lag der F458 nur 1,4 Sekunden vor dem Aston. Ein ähnliches Rennen dürfte die Kategorie auch in Austin bieten und am Wochenende sollten die Porsche wieder ein Wort mitreden können. In Sao Paulo war man nicht so flott unterwegs, dazu kamen ein paar Nicklichkeiten im Feld, die zu Drehern führten. Der Vorteil des 991 von Manthey liegt allerdings nicht auf der Kurz-, sondern auf der Langstrecke. Und die Sechs-Stunden-Rennen scheinen tatsächlich etwas zu kurz für den Porsche zu sein, um seinen Verbrauchsvorteil ausspielen zu können. Aber Manthey Racing und Porsche werden nicht geschlafen haben und es wäre schön, wenn man einen echten Dreikampf um die Spitze sehen könnte.

GTE-Am

Auch hier starten die üblichen Verdächtigen und es wäre ein Wunder, wenn die Aston Martin nicht gewinnen würden. Die letztjährigen Modelle sind um einiges schneller als der Rest des Feldes. Der Labre-Corvette merkt man ihr Alter an, die Ferrari von AF Corse haben wie immer das Problem, dass ein schwächerer Fahrer mit an Bord ist. Neben Matt Griffin und Marco Cioci fährt in Austin Jack Gerber den F458. Die Porsche haben weiter das Problem, dass sie zu langsam auf den Geraden sind, also sollte Aston Martin das Rennen gewinnen können.

Wie üblich fährt die WEC sechs Stunden, das Rennen geht um 18:00 Uhr deutscher Zeit los und wird wie üblich gestreamt.

ALMS

Bei der ALMS gibt es in der LMP1 einen Neuzugang. Na ja, neu ist vielleicht etwas übertrieben. Aber Panoz hat den neuen Delta-Wing DWC12 in Austin dabei; das ist die Version mit dem Deckel auf dem Cockpit, die sich “Coupé” nennt. Neben den aerodynamischen Vorteilen bringt der Deckel auch mehr Sicherheit. Man muss jetzt nicht mehr den Atem anhalten, wenn sich das Ding überschlägt. Wie der Fahrer allerdings rauskommen soll, wenn der Wagen auf dem Dach liegt, ist mir ein Rätsel. Hoffen wir einfach, dass wir das nicht sehen müssen. Pilotiert wird auch das neue Auto von Kathrine Legge und Andy Meyrick. Vorne dürfte alles klar sein. Muscle Milk hat die Meisterschaft eh schon in der Tasche und der Dyson ist mit der schwachen Burgess/McMurry-Mannschaft besetzt. Da gibt es durchaus Chancen für einen LMP2, aufs Treppchen zu kommen.

Dort balgen sich weiterhin die beiden Wagen von Extrem Motorsport und Level 5 um die Plätze. Die HPD-Meisterschaft ist noch lange nicht entschieden, da kann es noch deutliche Veränderungen geben.

Deutlich mehr los dürfte wie immer in der GT-Klasse. Corvette, Viper, BMW heißen hier die Favoriten, eventuell noch der Risi F438 mit Malucelli und Beretta. Die Porsche dürften chancenlos sein. Interessant ist die Klasse aber vor allem, weil man sie direkt mit dem WEC vergleichen kann. Die ALMS hat ja eigene BoP-Einstellungen, dementsprechend sind die Corvette und die Viper in der US-Serie deutlich flotter unterwegs. Ich bin sehr gespannt auf die Rundenzeiten der Fahrzeuge, auch auf jene des Z4. Was die Pläne von BMW angeht, kann man leider wenig sagen. Ob der Z4 nächstes Jahr noch mal auftaucht, ist noch nicht sicher. Zum einen wegen des Regelchaos in der USCR, zum anderen weiß BMW noch nicht, ob man mit dem Z4 überhaupt weitermachen möchte. Da spielen Marketinggründe im Hintergrund eine Rolle.

PC und GTC spare ich mir jetzt mal, da bitte wie üblich den Spotterguide nutzen.

Das Rennen der ALMS ist am Samstagabend circa 22:00 Uhr und geht über etwas mehr als zwei Stunden.

AsiaLMS

Auch die asiatische Variante der Le Mans Serie ist am Wochenende unterwegs. Man fährt in Fuji und das Feld besteht aus sage und schreibe zwei OAK LMP1 und einem GTE Ferrari. Wird eng auf dem Podium. Dennoch ist das Rennen durchaus interessant, denn um das Feld etwas aufzuhübschen hat man elf Fahrzeuge aus der Super-GT-Klasse GT 300 eingeladen. Wir haben uns darüber und über die möglichen Performance-Unterschiede zwischen den GT300 und den GT3 der FIA im Podcast ausführlich unterhalten.

Das Rennen der AsiaLMS geht um 07:00 Uhr am Sonntag los.

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September 14 2013

20:55

Super GT: Erster Saisonsieg für den Zent Cerumo SC430 in Fuji

Die Pechsträhne ist gebrochen: Am vergangenen Wochenende fuhren Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) auf dem Fuji Speedway ihren ersten Saisonsieg ein. Mit der Rückmeldung im Meisterschaftskampf verwies das Lexus-Duo das Honda-Gespann Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi (Keihin HSV-010) sowie die Markenkollegen Daisuke Ito / Andrea Caldarelli (KeePer Tom’s SC430) auf die verbleibenden Podiumsplätze. In der GT300 obsiegten erstmals in diesem Jahr Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW).

Super GT Fuji 2013 Starting GridVor der Saison sprach ich Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) zu einen der Hauptfavoriten auf den diesjährigen Titelgewinn. Trotz des eigentlich vorhandenen Speeds wollten die Vize-Champions aus der vergangenen Saison aber nicht in Fahrt kommen. Zu viel Pech verfolgte das Lexus-Gespann; aussichtsreiche Rennen wurden durch unschuldige Missgeschicke weggeworfen. Die Bilanz: 23 Punkte nach fünf Rennen. In Malaysia, Sugo und auch beim vergangenen 1000km-Rennen in Suzuka blieben Tachikawa / Hirate punktlos. Besonders bitter dürfte der Ausfall in Sugo gewesen sein, als man auf Siegkurs in die kuriose Vier-Wagen-Karambolage kurz vor Schluss verwickelt war. Das etwaige Podium in Suzuka wurde hingegen durch die unglücklich gefallende Safety-Car-Phase vernichtet, als man unerlaubterweise in die Box kommen musste und letztlich mehrere Runden verlor. Mit drei Nullrunden in Folge schien die Meisterschaft in weiter Ferne. Doch wo sonst als auf Toyotas Haus- und Teststrecke am Fuße Fuji-san könne der Befreiungsschlag des roten Lexus gelingen?

GT500

Super GT Fuji 2013 GT500 StartYuji Tachikawa machte seinem Spitznamen „Fuji-Meister“ aller Ehren und stellte den Zent Cerumo SC430 mit 1:32.548 auf die Pole-Position. Am Sonntag folgte mit dem ersten Saisonsieg dann auch der langersehnte Befreiungsschlag aus der Misere der letzten Rennen. Einfach hatte es die Cerumo-Mannschaft jedoch nicht. Trotz einer sehr warmen Außentemperatur von 29 Grad zeigte sich die Gegend um das kleine Städtchen Oyama erneut von der regnerischen wie auch schwülen Seite. Der Freitag fiel bereits ins Wasser, und auch Sonntagfrüh entluden sich die Wolken über dem Fuji Speedway. Zwar war die Strecke bis zum Rennstart um 14 Uhr Ortszeit bereits wieder abgetrocknet. Alle Beteiligten waren sich jedoch einig, dass es während des Rennens noch mal nass werden würde. Die Frage war lediglich: Wann und wie stark?

Der Start verlief absolut reibungslos: Startfahrer Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) setzte sich gegenüber seinem Markenkollegen Andrea Caldarelli (KeePer Tom’s SC430) sowie den beiden Honda von Naoki Yamamoto (Weider HSV-010) und Takuya Izawa (Raybrig HSV-010) durch. Mit dem Reito Mola GT-R (Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi) tümmelte sich der erste Nissan erst auf Position Sieben. Die Startposition des Nissan-Duos war enttäuschend, da man mit 32kg Gewichs-Handicap nicht nur eines der leichtesten Fahrzeuge war, sondern auch weil Motoyama und Sekiguchi bei den offiziellen Testfahrten auf dem Fuji Speedway die Bestzeit markierten. Sugo und Suzuka, wenn auch aufgrund von Pech und eigenen Missgeschicken ohne die entsprechenden Ergebnisse, bildeten einen Aufwärtstrend für das Team dar. In Fuji schien man für anderen Bedingungen nicht das entsprechende Setup gefunden zu haben. Im Rennen sollte es, bis zu einem Fehltritt alSuper GT Fuji 2013 Zent Cerumo SC430lerdings etwas besser laufen.

Kohei Hirate wollte nichts dem Zufall überlassen und trat gleich von der ersten Rennsekunde die Flucht nach vorne an. Bereits im zweiten Umlauf brannte er mit 1:34.633 die schnellste Rennrunde in den Asphalt und verschaffte sich so einen kleinen Puffer gegenüber dem KeePer Tom’s SC430. Dahinter hatte Suzuka-Sieger Naoki Yamamoto sichtlich Mühe den Speed der beiden Lexus zu gehen. Stattdessen musste er sich gegen seinen Markenkollegen Takuya Izawa wehren. Von dem Duell profitieren James Rossiter (Petronas Tom’s SC430) sowie Yuji Kunimoto (Eneos Sustina SC430) wie auch Yuhi Sekugichi (Reito Mola GT-R), die auf die beiden Honda sofort aufschlossen. In der neunten Runde zog Takuya Izawa letztlich klassisch aus dem Windschatten heraus an Naoki Yamamoto vorbei, dessen Pace wohl stark von den 80kg-Zusatzgewichten beeinflusst wurde. Noch in der gleichen Runde nutzte James Rossiter den GT300-Überrundungsvekehr aus, um ebenfalls am Weider-Honda vorbeizugehen. Bereits einen Umlauf später zogen auch der Reito Mola GT-R wie auch der Eneos Sustina SC430 in einem absolut sehenswerten 3-wide-Manöver am mit stumpfen Waffen kämpfenden Yamamoto vorbei. Bis zur 13. Runde sollte der Weider Modulo HSV-010 bis auf den zehnten Platz abrutschen.

Als sich das Rennen nach der turbulenten Anfangsphase in einen Rhythmus fuhr, sorgte der Abflug von Ryo Michigami (Epson HSV-010) in der 20. Runde für eine Schrecksekunde. Über die Zielgerade donnernd platzte Michigami der rechte Hinterreifen, wodurch er die Kontrolle über seinen Honda verlor und mit der Fahrerseite in die innere Streckenbegrenzung knallte. Erinnerungen an den fürchterlichen Unfall von Tim Bergmeister im letzten Jahr wurden wach. Anders als 2012 platzte Michigamis Dunlop-Reifen allerdings effektvoll, wodurch er den Wagen noch ein paar Meter gerade halten und somit ein bisschen an Geschwindigkeit abbauen konnte. Der Aufprall selbst geschah wenige Meter nach der Bergmeister-Stelle und war, insbesondere auch wegen des günstigeren Winkels, weniger schlimm als jener des deutschen Porsche-Piloten. Ryo Michigami konnte aus eigener Kraft aussteigen und blieb glücklicherweise unverletzt. Aufgrund der Bergung des Fahrzeuges sowie den vielen Karosserie und Reifenteilen (die allesamt von der eigentlichen „Reifenexplosion“ stammten) entschloss sich die Rennleitung folgerichtig das Safety-Car auf die Strecke zu schicken.

Super GT Fuji 2013 KeePer Tom's SC430„Nicht schon wieder!“, erklärte Yuji Tachikawa im Sieger-Interview. In dem Moment gingen Tachikawa wohl die Erinnerungen aus Suzuka durch den Kopf, als man auf Podiumskurs liegend von der unglücklich gefallenen Safety-Car-Phase getroffen wurde und unerlaubterweise zum Service in die geschlossene Boxengasse kam. Die Regel in der Super GT besagt nämlich, dass während der Safety-Car-Phase erst dann ein Boxenstopp ausgeführt werden darf, wenn das Feld auf der Start- und Zielgeraden sortiert wurde. Am vergangenen Wochenende hielten sich alle Teams an diese Regel. Der Abstand des Zent Cerumo SC430 war dennoch dahin. Die Gelbphase sorgte für einiges an Bewegung im Klassement. Kondo Racing pokerte auf Regen und entschloss sich ihren D’station Advan GT-R (Hironobu Yasuda / Michael Krumm) draußen zu lassen, während die restlichen Boliden zum Service abbogen. Dort erledigte Mola den schnellsten Stopp (nahezu alle wechselten lediglich zwei Reifen) und schob den Reito Mola GT-R mit dem nun am Steuer sitzenden Satoshi Motoyama vor den Zent Cerumo SC430. Ebenfalls einen flinken Stopp erledigte die Mannschaft des Keihin HSV-010 (Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi), wodurch Tsukakoshi auf Rang Vier gespült wurde.

Da sich einige GT300-Teams nicht zum Stopp entschlossen, war trotz der ursprünglichen Sortierung das vordere Feld bunt gemischt. Hironobu Yasuda konnte deshalb ungefährdet mit bereits einigen Sekunden Vorsprung starten, während Motoyama, Tachikawa sowie Tsukakoshi erst wenige Sekunden später zusammen mit der GT300-Spitzengruppe im 24. Umlauf aufs Gaspedal drückten. Yuji Tachkiawa versuchte dies zu seinem Vorteil zu nutzen, verlor beim angesetzten Überholmanöver allerdings am Exe Aston Martin (Masaki Kano / Hideto Yasuoka) aus der GT300 an Schwung, wodurch er von Koudai Tsukakoshi sowie Andrea Caldarelli (KeePer Tom’s SC430) aufgeschlupft und zunächst auf Platz Fünf verdrängt wurde. Pech direkt nach der Gelbphase hatte der Raybrig HSV-010, der aufgrund eines Kühlerschadens rückwärts in die Box geschoben wurde. Probleme gab es auch bei Kazuki Nakajima (Petronas Tom’s SC430), als dieser kurz nach dem Neustart von Markenkollege Juichi Wakisaka (Denso Kobelco SC430) getroffen und umgedreht wurde. Letzterer bekam hierfür eine Durchfahrtstrafe aufgebrummt. Einen weiteren Ausfall gab es im 36. Umlauf zu vermelden, nachdem sich Seiji Ara (WedsSport Advan SC430) bei einer Kollision mit einem GT300-Boliden die linke Vorderradaufhängung brach.Super GT Fuji 2013 Keihin HSV-010

Der Poker von Kondo Racing schien zunächst aufzugehen, als in Runde 31 tatsächlich einige wenige Regentropfen vom Himmel fielen. Ein Blick auf die Rundenzeiten, die rund zwei bis vier Sekunden langsamer als die direkte Konkurrenz waren, offenbarten jedoch, dass die gewagte Strategie nur dann aufgehen würde, wenn es auch in wenigen Minuten stärker anfangen würde zu regnen. Der große Regen blieb allerdings aus, stattdessen konnten die Fahrer auf der nun leicht rutschigen Fahrbahn weiterhin mit dem Slick-Reifen hantieren. Dies nutzte insbesondere Yuji Tachikawa zu seinem Vorteil, als er in Runde 35 an Andrea Caldarelli im KeePer Tom’s SC430 vorbeizog und die Verfolgung von Koudai Tsukakoshi aufnahm. Zwei Runden später bat die Rennleitung Satoshi Motoyama (Reito Mola GT-R) zur Durchfahrtsstrafe, weil dieser beim Neustart zu früh beschleunigt hatte. Dadurch fiel der Japaner auf den zehnten Rang zurück, konnte sich in einem absolut sehenswerten Schlussspurt noch bis auf den siebten Platz nach vorne arbeiten. Besonders eindrucksvoll war Motoyamas Duell gegen Masataka Yanagida (Motul Autech GT-R), in dem beide durch mehrere Kurven nebeneinander fuhren.

Bei nun wieder abtrockender Strecke schrumpfte Hironobu Yasudas Vorsprung rundenweise um mehrere Sekunden. Als der Keihin HSV-010 sowie der Zent Cerumo SC430 letztlich im Rückspiegel des D’station Advan GT-R auftauchten, entschloss sich Kondo Racing ihren Schützling im 42. Umlauf zum Boxenstopp reinzuholen. Just als Yasuda abbog, versuchte Tsukakoshi rechts am Nissan vorbeizugehen, zog in letzter Sekunde aber noch mal zurück, um eine mögliche Kollision zu vermeiden. Dies nutzte wiederum Yuji Tachikawa aus und zog auf der Zielgeraden direkt neben Tsukakoshis Honda, der durch das vorangegangene Manöver etwas an Schwung verlor und dem mit einer besseren Höchstgeschwindigkeit ausgelegten Lexus nichts entgegensetzen konnte. Dadurch übernahm der Zent Cerumo SC430 erneut die Führung. Tsukakoshi ließ sich allerdings nicht abschütteln und blieb direkt am roten Lexus dran. Als in Runde 49 es erneut leicht zu regnen abfing, umrundeten beide Fahrer den Fuji Speedway mit einem Abstand von lediglich 0,8 Sekunden. Trotz der anfänglichen Attacken Tsukakoshis behielt Yuji Tachikawa die Ruhe, erhöhte in den letzten Runden den Abstand auf 2,8 Sekunden und überquerte letztlich als Erster die Ziellinie. Für Lexus war es nach dem Premierensieg von Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430), ebenfalls auf dem Fuji Speedway, der zweite Sieg in dieser Saison.

Für Kohei Hirate, der in das RennSuper GT Fuji 2013 Zent Cerumo SC430 2en mit der Einstellung ging, dass man schließlich nichts zu verlieren hätte, war es der fünfte GT500-Sieg. Für seinen Teamkollegen Yuji Tachikawa war es hingegen der nunmehr 15. Erfolg, wodurch er in der Statistik der meisten GT500-Siege mit Satoshi Motoyama gleichzog. Das Pech sowie der Frust der letzten Rennen schien bei der Champagnerdusche auf dem Podium wie vergessen. Der sechste Saisonlauf auf dem Fuji Speedway war die letzte, minimale Chance für die Cerumo-Mannschaft, um doch noch eine Chance auf die Meisterschaft zu haben. Diese wusste man zu nutzen, wohl auch durch das geringe Gewichts-Handicap von 46kg. Dass dies aber kein automatischer Garant für den Erfolg ist, bewiesen erneut Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi im Reito Mola GT-R (32kg Gewichts-Handicap). Nach einer leicht verkorksten Qualifikation (P7) arbeitete man sich im Rennen sowie durch die hervorragende Leistung der eigenen Crew beim Boxenstopp nach vorne, patzten anschließend aber erneut mit einem Frühstart Motoyamas nach der Gelbphase. Statt einem möglichen Podium oder gar Sieg blieb am Ende lediglich der siebte Gesamtrang. Eigene Missgeschicke (Unfall in Sugo) sowie Pech (SC-Phase in Suzuka) hangelten sich auch für Team Mola durch die letzten Rennen. Und anders als Tachikawa / Hirate gelang es  Motoyama / Sekiguchi nicht, sich am Fuße des bekanntesten Wahrzeichens Japans aus dieser Misere zu befreien. Am Ende bleibt somit lediglich erneut die Bestätigung, dass der Speed vorhanden ist, der letzte Schritt bei der Umsetzung der Ergebnisse aber noch immer fehlt.

Überhaupt war Nissan, abgesehen von der Poker-Strategie des D’station Advan GT-R sowie dem Reito Mola GT-R, am vergangenen Wochenende im Nirgendwo. Hauptschuldiger hierfür dürften die hohen Zusatzgewichte von Masataka Yanagida / Ronnie Quinatrelli (Motul Autrech GT-R, 84kg) sowie Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R, 82kg) gewesen sein. Anders als die Champions aus den vergangenen zwei Jahren kämpften sich Matsuda / Oliveira trotz der vierzehnten Startposition im Rennen bis auf den sechsten Rang nach vorne. Sichtlich glücklich lobte deshalb der Brasilianer Joao Paulo de Oliveira die Leistung des gesamten Teams, deren Aufholjagd von den Kameras leider nahezu undokumentiert blieb. Ebenfalls unbeobachtet war die Jagd von Frédéric Makowiecki, der nach der Safety-Car-Phase den Weider Modulo HSV-010 von seinem Teamkollegen übernahm und trotz des ersten, schlechten Stints den Honda mit einer starken Leistung auf den Platz Fünf pilotierte. Auch Yamamoto / Makowiecki hatten in Fuji mit ganzen 80 zusätzlichen Kilogrammen zu kämpfen. Der fünfte Platz bedeutet für die Suzuka-Sieger gleichzeitig die geteilte Führung in der Meisterschaft (46 Punkte) mit Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira. Gerade einmal zwei Punkte dahinter auf Position Drei befinde sich nun Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli. Mit ihrem ersten Saisonsieg schoben sich Yuji Tachikawa / Kohei Hirate mit nun 43 Zählern auf den vierten Rang, lediglich zwei Punkte vor Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi. Mit dem Ausfall fielen die einstigen Tabellenführer Takuya Izawa / Takashi Kogure auf den siebten Tabellenrang, den sie sich punktgleich mit Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura teilen. Neue Sechstplatzierte sind nach dem Bronzerang in Fuji derweil Daisuke Ito / Andrea Caldarelli (40 Punkte).

Super GT Fuji 2013 GT500 PodiumMathematisch gesehen haben in den letzten beiden Saisonrennen noch zwölf Teams die Chance auf den GT500-Titel. Realistisch gesehen sollte die Entscheidung jedoch unter den Top-7 respektive Top-8 fallen. Die geringen Punkteabstände versprechen für die letzten beiden Saisonrennen in Autopolis sowie am Twin Ring Motegi sehr viel an Spannung. Für die vorletzte Station wird das Gewichts-Handicap aller Fahrzeuge an den jeweiligen Punktestand angepasst (in den restlichen Saisonrennen entsprechen die Zusatzgewichte dem doppelten des jeweiligen Punktestandes); fürs Finale werden die Zusatzkilos sogar ganz heraus genommen.

August 24 2013

18:01

Super GT: Weider Modulo HSV-010 gewinnt Suzuka-Klassiker

Es waren Freudentränen, die Honda-Fahrer Naoki Yamamoto nach dem Überqueren der Ziellinie am vergangenen Wochenende in Suzuka über die Wangen liefen. Zusammen mit seinem Teamkollegen Frédéric Makowiecki gewann er nicht nur das 42. International Pokka Sapporo 1000km in Suzuka. Für das Weider Modulo HSV-010-Duo war es zudem der erste Sieg in der Super GT überhaupt. In der GT300 gab es ebenfalls eine Premiere zu feiern: Erstmals gewann der Subaru BRZ R&D Sport (Tetsuya Yamano / Kota Sasaki / Takuto Iguchi).

Super GT Suzuka 2013 Naoki Yamamoto Frederic MakowieckiBei 34 Grad Strecken- und 47 Grad Außentemperatur präsentierte sich der japanische Hochsommer am vergangenen Sonntag erneut von seiner wärmsten Seite. Bei rund 70 Grad in den Fahrzeugen wurde von Mensch und Maschine bei der 42. Ausgabe des 1000km-Klassikers in Suzuka alles abverlangt. Nach spannenden 5 Stunden und 55 Minuten überquerte der Weider Modulo HSV-010 (Naoki Yamamoto / Frédéric Makowiecki) erstmals als Sieger die Ziellinie in dieser Saison. Die Honda-Truppe von Dome Racing verdrängte damit die Titelverteidiger Masataka Yanagida (Motul Autech GT-R) sowie die Sieger des 500km-Laufs in Fuji, Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430), auf die weiteren Podestplätze. Als Makowiecki den seit 2010 in der Super GT aktiven Naoki Yamamoto in die Arme nahm, konnte dieser sich nicht mehr halten. Es war wohl eine Mischung aus Freude und dem Abfallen aller Last. Nach viel Pech und teilweise eigenen Fehlern sprangen Yamamoto und Makowiecki ausgerechnet beim so prestigereichen Rennen in Suzuka auf die Mitte des Podests. Für beide war es der allererste Sieg in der Super GT überhaupt – und für Yamamoto der bislang wohl größte Erfolg seiner noch jungen Karriere.

GT500

Super GT Suzuka 2013 GT500 Start 2Einfach machte es die direkte Konkurrenz dem Dome-Duo natürlich nicht. Pünktlich um 12:30 Uhr Ortszeit sprang die Startampel auf Grün. Die lange Distanz im Hinterkopf wagte keiner der Startpiloten in Kurve 1 ein waghalsiges Manöver. Pole-Setter Ronnie Quintarelli (Motul Autech GT-R) bog verfolgt von Naoki Yamamoto (Weider Modulo HSV-010) sowie Kazuki Nakajima (Petronas Tom’s SC430) in die erste Kurve ein. Yamamoto konnte auf den ersten Kilometern nicht ganz den Speed des Titelverteidigers im Werks-Nissan gehen. Stattdessen musste sich der Honda-Pilot gegen den drängelnden Nakajima wehren. Letzterer überholte den Weider Modulo HSV-010 in einem starken Überraschungsmanöver in der Schikane, wodurch der spätere Sieger zunächst auf die dritte Position zurückfiel. In der Pressekonferenz nach dem Rennen sprach Yamamoto davon, dass er den ersten Stint zunächst ruhig angehen wollte. Zwar wurde er durch Nakajimas Überholmanöver in der allerersten Runde überrascht. Im Gegensatz zu anderen Rennen behielt er allerdings die Ruhe und versuchte nicht sofort zu kontern. Dabei gestand Yamamoto eine eigene Schwäche von ihm ein, die bereits in Vergangenheit für so manch vergebene Chance sorgte. Stattdessen versuchte der 25-jährige Japaner die Pace seines Landsmannes zu halten. Befand sich die Top-3 in den ersten Runden noch in einem Abstand von gerade mal einer Sekunde, gelang es Ronnie Quintarelli mit einigen schnellsten Rennrunden sich kurze Zeit später rund 2,5 Sekunden von seinen Verfolgern zu lösen.

Bedingt durch den ersten GT300-Überrundgsverkehr gelang es Naoki Yamamoto, die kleine Lücke zum Petronas Tom’s SC430 zu schließen. Im zwölften Umlauf verlor Nakjima bei der Überrundung des S Road NDDP GT-R in der Spoon-Kurve etwas an Schwung. Yamamoto nutzte dies gnadenlos aus und zog neben die Beiden. Zu dritt nebeneinander schossen die drei Boliden auf die 130R zu, wo Nakajima aufgrund des etwas stärkeren Toyota-Motors die Nase vorn hielt. Bereits eine Runde später krallte sich Yamamoto jedoch erneut in der Spoon-Kurve die zweite Position von Kazuki Nakajima zurück. In den anschließenden Runden gelang es dem Weider-Honda den Abstand zum Motul Autech GT-R stetig zu verkleinern. In der 20. von 173 Runden befanden sich die beiden Fahrzeuge in einem direkten Kampf, den Yamamoto keine drei Runden später außen in der Schikane für sich entschied. Quintarelli hatte zu diesem Zeitpunkt mit dem überraschenderweise schnellen Abbau seiner Michelin-Reifen zu kämpfen. Komplett von der Pace (knapp drei Sekunden langsamer als die direkte Konkurrenz) der ersten Runden entfernt, wurde der rote Nissan wenige Umläufe später auch von Kazuki Nakajima sowie Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) überholt. Auf Position Vier liegend entschloss sich Nismo aufgrund des hohen Reifenverschleiß den ersten Boxenstopp in die 30. Runde vorzuziehen. Beim Fahrerwechsel auf Masataka Yanagida wurden dem Motul Autech GT-R interessanterweise nur frische Super GT Suzuka 2013 GT500 StartVorderreifen aufgezogen.

Sechs Runden zuvor ereignete sich die erste Schrecksekunde des Rennens, als Takuya Izawa im Raybrig HSV-010 der linke Hinterreifen kurz vor der 130R platzte. Erinnerungen an den Abflug von Koudai Tsukakoshi im vergangenen Jahr wurden wach, als seinem Keihin HSV-010 just beim Einbiegen in diese schnelle Kurve ebenfalls das linke Hinterrad an Luft verlor und er unkontrolliert heftig in die innere Streckenbegrenzung abflog. Tsukakoshi blieb damals glücklicherweise unverletzt. Ein Abflug blieb Izawa erspart, denn der Schaden ereignete sich noch wenige Meter vor der 130R, so dass er den Wagen langsam aber sicher zurück an die Box pilotieren und beim Notstopp an Takashi Kogure übergeben konnte. Es war der einzige Moment, an dem das Team am vergangenen Wochenende aufgefallen ist. Wohl größtenteils durch das hohe Gewichts-Handicap von 70kg bedingt, schafften Takuya Izawa / Takashi Kogure nur knapp den Einzug ins zweite Qualifikationssegment. Im Rennen hielten sich Tabellenführer im Mittelfeld auf. Trotz des Reifenschadens sowie einer Durchfahrtsstrafe aufgrund „gefährlichen Fahrens“ konnte das Duo mit einer Runde Rückstand schlussendlich dem zehnten Platz und damit letzten Punkterang ins Ziel zu retten. Mit lediglich zwei erzielten Meisterschaftszählern (ab einer Distanz von 700km werden mehr Punkte vergeben) verloren die Auftaktsieger von Okayama zwar die Tabellenführung, befinden sich aber noch immer in direkter Schlagdistanz. Ähnlich schwierig hatten es ihre direkten Konkurrenten im Denso Kobelco SC430 (Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura). Mit 68 zusätzlichen Kilogramm an Bord gelang dem Lexus-Duo mit Startposition Zehn nicht einmal der Sprung in den zweiten Qualifikationsteil. Und auch im Rennen blieben die bis Suzuka Meisterschaftszweiten blass. Ebenfalls mit einer Runde Rückstand beendeten Wakisaka / Ishiura das Rennen auf dem neunten Rang. Hiroaki Ishiura sorgte zudem in der 144. Runde für eine Schrecksekunde, als er den Deno Kobelco SC430 in die Schaumstoffbegrenzung in Kurve 1 feuerte. Nahezu unbeschädigt nahm er das Rennen nach wenigen Sekunden wieder auf, verlor dabei aber eine Position.

Fünf Umläufe nach dem vorgezogenen Boxenstopp des Motul Autech GT-R fuhr Kazuki Nakajima zum Service, um den Petronas Tom’s SC430 mit vier frischen Pneus an seinen Teamkollegen James Rossiter zu übergeben. Naoki Yamamoto tat dies seinem Landsmann bereits eine Runde später gleich. Nachdem das restliche GT500-Feld ebenfalls ihre ersten Stopps mitsamt Fahrerwechsel (von der GTA wurden in diesem Jahr extra für das 1000km-Rennen insgesamt vier Fahrerwechsel vorgeschrieben, weshalb keiner der Piloten einen Doppel-Stint fuhr) vollführten, brannte Frédéric Makowiecki einige schnelle Runden in den Asphalt, um den Abstand zu den direkten Verfolgern zu erhöhen. Masataka Yanagida kam in seinem ersten Stint hingegen überhaupt nicht in Fahrt, und duellierte sich auf Position Sechs liegend mit dem KeePer Tom’s SC430 (Daisuke Ito / Andrea Caldarelli). Große Aufruhr entstand, als in Runde 67 der linke Hinterreifen des Crystal Croco Lamborghini GT3 (Kouji Yamanishi / Shinya Hosokawa / Yuya Sakamoto) auf der Gegengeraden platze. Zu allem Übel fing der Lamborghini aus der GT300-Klasse zudem Feuer. Shinya Hosokawa reagierte jedoch perfekt und steuerte eine der so genannten „Fire Stations“ kurz nach der 130R an, wodurch der Brand schnell gelöscht wurde. Aufgrund der vielen auf der Ideallinie liegenden Teile sowie dem verlorenen Öl des Lamborghini entschloss die Rennleitung, das Rennen per Safety-Car zu neutralisieren. Diese Safety-Car-Phase sollte letztlich einen großen Einfluss auf den weiteren Rennverlauf nehmen.

Der größte Profiteur war der Motul AutSuper GT Suzuka Motul Autech GT-Rech GT-R, der just eine Runde zuvor zum zweiten Stopp hereinkam. Andere Teams waren hingegen weniger glücklich und mussten ihre Fahrer direkt zu Beginn der Safety-Car-Phase zum Service rufen. Wohl aus Angst ohne Benzin auf der Strecke liegen zu bleiben, traten der Reito Mola GT-R (Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi), Zent Cerumo SC430 (Yuji Tachikawa / Kohei Hirate) sowie der D’station Advan GT-R (Hironobu Yasuda / Michael Krumm) gezwungener Maße den Stopp an. Der Reito Mola GT-R schlüpfte in letzter Sekunde noch bevor die Boxenampel auf Rot umschwing durch, während die restlichen Stopper zusammen mit einigen GT300-Fahrzeugen an der Boxenausfahrt parken mussten. Der Grund: In der Super GT wird in einer Safety-Car-Phase das Feld in zwei Reihen, jeweils eine für die GT500 und GT300, gestoppt. Nach kurzer Standzeit werden die beiden Klassen nacheiner wieder hinter dem Safety-Car losgelassen. Der Vorteil: Beim Neustart stehen sich GT500 und GT300 nicht gegenseitig im Weg. Der gesamte Prozess dauert nur wenige Minuten und erleichtert die lästige wie auch fummelige Sortierungsarbeit anderer Rennserien wie beispielsweise der Grand-Am enorm. Zugegeben: Da Safety-Car-Phasen in Japan deutlich spärlicher (manchmal sogar zu spärlich) eingesetzt werden, wäre diese eigentlich gute Lösung für Rennserien in den USA vermutlich unbrauchbar. Damit auch keine Fahrzeuge dazwischen rutschen, wird die Boxengasse sowie letztlich die Boxenausfahrt gesperrt. Boxenstopps in der Safety-Car-Phase vor der Sortierung auf der Start- und Zielgeraden sind laut Reglement somit uSuper GT Suzuka 2013 Weider Modulo HSV-010ntersagt.

Die stoppenden Teams traf es somit gleich doppelt bitter: Nicht nur, dass sie eine Runde an der roten Ampel verloren, wenige Runden nach dem Neustart erhielten alle „illegalen“ Stopper eine 90-sekündige Stop-and-Go-Strafe aufgebrummt. Dies zerstörte das Rennen so mancher schneller GT300-Boliden wie auch dem Reito Mola GT-R und Zent Cerumo SC430 in der GT500. Yuji Tachikawa / Kohei Hirate hatten den nötigen Speed für die Top-5 und hätten womöglich auch um einen Podestplatz gekämpft, während Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi im Reito Mola GT-R nach einer verkorksten Qualifikation (Startplatz Neun) sich in den ersten 67 Runden in die Top-5 fuhren. Während das Lexus-Duo aufgrund des Wartens an der Boxenausfahrt sowie der anschließenden Stop-and-Go-Strafe gleich zwei Runden verloren, entging der Reito Mola GT-R dem Rundenrückstand aufgrund des rechtzeitigen Verlassens der Boxenstraße (bevor die Ampel auf Rot umsprang) nur knapp. Zwar übernahm man so die Führung vor den Markenkollegen im Motul Autech GT-R. Der Platz an der Sonne währte aufgrund der wenige Runden später verhängten Stop-and-Go-Strafe nicht lange. Für Mola war diese Strafe besonders bitter, schließlich galt man aufgrund der exzellenten Performance während der offiziellen Tests sowie nach der ersten Trainingseinheit als einer der Top-Favoriten auf den Sieg. Am Ende erreichten Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi den achten Gesamtrang.

Die Meinung der betroffenen Fahrer war entsprechend bitter. Hiroki Yoshimoto (La Seine Lamborghini GT3) bezeichnete die Bestrafung beispielsweise als, höflich ausgedrückt, „merkwürdig“. Fairerweise muss man an dieser Stelle jedoch einwenden, dass ich mich an kein Rennen der Super GT erinnern kann, in dem eine Safety-Car-Phase so unglücklich wie vergangenen Sonntag fiel. Eventuell wäre es sinniger, die Boxengasse nicht zu schließen. Dies könnte allerdings zu einer etwaigen Vorteilnahme führen, wenn Fahrzeuge zum Service kommen, während das restliche Feld auf der Zielgeraden steht und auf die Weiterfahrt wartet. Zum Neustart in Runde in 73 ereignete sich zudem das Kuriosum, dass alle ab Position Vier liegenden GT500-Boliden zusammen mit der GT300 starten mussten. Dadurch entstand gleich zum Neustart ein Abstand von rund 20 Sekunden zum Fünftplatzierten. Damit trat das Problem ein, was durch das Anhalten auf der Zielgeraden normalerweise eigentlich vermieden wird.

Probleme gab es auch beim D’station Advan GT-R, dessen linkes Vorderrad beim Boxenstopp nicht richtig befestigt wurde und entsprechend herumeierte. Zwar gelang Hironobu Yasuda das Kunststück den Nissan mit allen vier Rädern zur Box zu manövrieren, dort schoben die Mechaniker den Boliden zu weiteren Reparaturarbeiten aber zunächst in die Garage. Zwar nahm man in der 82. Runde das Rennen erneut wieder auf. Im 119. Umlauf war das Rennen für die sympathische dann allerdings komplett beendet, als Michael Krumm aufgrund von Bremsversagen in der Haarnadel abflog. Der Deutsche blieb glücklicherweise unverletzt und fuhr den D’station Advan GT-R auch aus eigener Kraft wieder zurück an die Box.

Super GT Suzuka 2013 Petronas Tom's SC430Die Top-3 beim Neustart war somit der Reito Mola GT-R, Motul Autech GT-R sowie Weider HSV-010. Nachdem der Mola-Nissan seine 90-Sekunden-Strafe antrat, übernahm Ronnie Quintarelli erneut die Führung. Anders als bei den ersten beiden Stints konnte der Italiener diese Führung von zehn Sekunden auch bis zum nächsten Stopp in Runde 103 halten. Direkt nach dem Stopp rutschte der nun hinter dem Steuer des Werks-Nissan sitzende Masataka Yanagida aufgrund einer Berührung mit einer GT300-Überrundung leicht ins Gras, wodurch er zwei wertvolle Sekunden auf den eine Runde später stoppenden Weider Modulo HSV-010 verlor. Frédéric Makowiecki nutzt diese Gelegenheit und erhöhte den Druck auf den Motul Autech GT-R, unter anderem mit der schnellsten Runde des Rennens: 1:54.886. Nach der Aufholjagd des Franzosen gelang ihm schließlich im 116. Umlauf das Sieg-entscheidende Überholmanöver in der Löffelkurve, als Masataka Yanagida die Tür innen ein paar Zentimeter zu weit offen ließ. Während Makowiecki den Vorsprung zu Yanagida erhöhte, entbrannte ein spannender Vierkampf um den Bronzerang zwischen dem Calsonic Impul GT-R (Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira), WedsSport Advan GT-R (Seiji Ara / Andre Couto) – beide Teams fuhren ein bis zu diesem Zeitpunkt eher unauffälliges Rennen – sowie Petronas Tom’s SC430 (Kazuki Nakajima / James Rossiter) und KeePer Tom’s SC430 (Daisuke Ito / Andrea Caldarelli).

Ursprünglich ebenfalls in diesen Kampf involviert war der Keihin HSV-010 (Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi). Da Tsukakoshi beim Überrunden allerdings eine gelbe Flagge missachtete, zwang ihn die Rennleitung einmal langsam durch die Boxengasse zu tuckern. James Rossiter erhöhte zu diesem Zeitpunkt den Druck auf Seiji Ara, der sich als alter Hase allerdings nicht von billigen Lichthupen-Psycho-Spielchen beeindrucken ließ. Als Ara in der 132. Runde in den S-Kurven außen am Hankook Porsche der GT300 vorbeiziehen wollte, rutschte er auf die schmutzige Außenbahn sowie letztlich in die Wiese neben der Strecke. Dies ermöglichte Rossiter am Le-Mans-Sieger von 2004 vorbeizuziehen. Wenige Runden später verlor Seiji Ara dann auch noch den fünften Platz an den KeePer Tom’s SC430. Mit der sechsten Endplatzierung erreicht der WedsSport Advan SC430 dennoch das bisher beste Saisonergebnis, worüber sich das Team, welches normalerweise eher im hinteren Teil des Feldes zu finden ist, sichtlich freute.Super GT Suzuka Weider Modulo HSV-010 2

In der 139. respektive 140. Rennrunde absolvierten der Weider Modulo HSV-010 sowie Motul Autech GT-R ihre letzten Boxenstopps. An der Reihenfolge sollte sich allerdings nichts mehr ändern. Zwar gelang es Ronnie Quintarelli gelegentlich den Abstand auf Naoki Yamamoto zu verringern. Letzterer hatte auf die Attacken des Italieners jedoch jeweils die passende Antwort parat. Zu einem direkten Duell kam es hingegen um den Bronzerang. Tsugio Matsuda übergab den Calsonic Impul GT-R an seinen Teamkollegen Joao Paulo de Oliveira im 140. Umlauf – James Rossiter tat ihm dies eine Runde später gleich. Aufgrund von Problemen beim Losfahren verlor Kazuki Nakajima jedoch wertvolle Sekunden auf den Brasilianer. Nichts desto trotz gelang dem amtierende Super-Formula-Champion den Abstand für einen entsprechenden Showdown in den letzten zehn Runden zu verringern. Joao Paulo de Oliveira wusste sich zu verteidigen, hatte zudem das Glück, dass Nakajima den besseren Top-Speed des Lexus auf der Gegengeraden nicht ausnutzen konnte, weil kurz vor Schluss der Ghost in the Shell-Porsche nach einem Dreher in der 130R strandete. Wohl unter dem Druck von Nakajima verbremste sich Joao Paulo de Oliveira im vorletzten Umlauf in der Spoon-Corner, wodruch der Petronas Tom’s SC430 innen vorbeischlüpfte. Für Nakajima / Rosstiter war es somit das zweitbeste Saisonergebnis nach dem Sieg im Frühjahr in Fuji. Gleichzeitig waren alle drei Marken auf dem GT500-Podium vertreten.

Der Sieg des Weider Modulo HSV-010 kam nicht überraschend, schließlich zählte ich das Duo Yamamoto / Makowiecki bereits in meiner a<strong>ausführlichen Vorschau</strong></a> zu den absoluten Favoriten. Wie eingangs erwähnt ist der Triumph eine Art Genugtuung. Eigentlich seit Saisonstart (abgesehen von Fuji) hatte Dome Racing ein Sieg-fähiges oder zumindest Top-5-fähiges Auto. Weshalb es mit den Siegen in unter anderem Sepang und Sugo nicht klappte lag unter anderem an Pech sowie eigenen Fehlern. Der Sieg beim 42. International Pokka Sapporo 1000km in Suzuka ist deshalb nicht nur absolut verdient, sondern auch eine Bestätigung der bisherigen Performance. Gleichzeitig mauserte man sich so zu einem der heißesten Titelkandidaten. In der Meisterschaft führt mit 42 Punkten nun das amtierende Champion-Duo Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli. Vergangenen Sonntag fehlten am Ende 14,8 Sekunden auf den Sieg, feiern durfte man bei Nismo trotzdem, schließlich bedeutet dieser zweite Platz nicht nur das beste Saisonergebnis sondern auch die aktuelle Tabellenführung. Es ist fast schon eine Art Déjà-vu. Wie im letzten Jahr verlief die erste Saisonhälfte aufgrund von Pech und eigenen Fehlern für die Titelverteidiger alles als optimal. Die Wende kam, wenn auch glücklich, in Sugo; die Tabellenführung – wie bereits vergangene Saison – in Suzuka. Zwar zählt der Motul Autech GT-R mit 84kg nun zu den schwersten Autos im Feld, bereits im übernächsten Rennen werden die Zusatzgewichte allerdings halbiert. Fürs Finale werden sie zudem komplett aus den Autos genommen.</p> <p><a href=" http:="" rel='\"attachment'>Super GT Suzuka 2013 GT500 PodiumDes Weiteren hat das Suzuka-Ergebnis die GT500-Tabelle noch enger heranrücken lassen. Mit nur einem Püntkchen Rückstand auf ihre Markenkollegen befinden sich nun Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R, 41 Punkte) auf dem zweiten Platz. Einen weiteren Punkt dahinter (40 Punkte) liegen die Premierensieger Naoki Yamamoto / Frédéric Makowiecki (Weider Modulo HSV-010). Die einsteigen Spitzenreiter Takuya Izawa / Takashi Kogure (Raybrig HSV-010) besitzen nach dem schwachen Suzuka-Wochenende mit insgesamt 37 Zählern ebenfalls nur fünf Punkte Rückstand auf Yanagida / Quintarelli. Ähnliches gilt für Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura (Denso Kobelco SC430) die Punktgleich mit Izawa / Kogure auf Rang Fünf liegen, drei Punkte vor Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430, 34 Punkte). Für Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) scheint der Meisterschaftszug hingegen bereits abgefahren zu sein. Mit 19 Punkten Rückstand auf Position 11 liegend sind zwar alle mathematischen Chancen noch gegeben, hierfür müsste es allerdings ein ähnliches Chaos-Rennen wie im Sportsland Sugo geben. Immerhin zählt der rote Lexus mit 46kg Gewichts-Handicap zu den leichtesten Boliden für das nächste Rennen am 8. September auf dem Fuji Speedway.

<strong>GT500-Rennergebnis</strong></a><br /> a<a href=" http:="" target="\"> GT500-Meisterschaftsstand

 

GT300

Super GT Suzuka 2013 GT300 StartDie große Frage vor dem Wochenende war, wie schwer es sich die Hybrid-Gang mit der neuen BoP sowie dem Gewichts-Handicap tun wird. Bereits in der Qualifikation zeichnete sich ab, dass die beiden Honda CR-Z unter normalen Umständen nicht um den Sieg mitkämpfen würden. So belegte der Mugen CR-Z GT (Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama) als schwerster Wagen mit ganzen 98kg lediglich den 14. Startplatz. Besser verlief es für das mit 80kg nur minimal leichtere Schwesterauto ARTA CR-Z GT (Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi / Tomoki Nojiri), die die vergangenen beiden Läufe in Sepang und Sugo gewannen und in den 1000km-Klassiker in Suzuka von Position Acht aus ins Rennen gingen. Ein absolut rabenschwarzes Wochenende erlebte hingegen erneut der Panasonic apr Prius GT (Morio Nitta / Koki Saga / Yuichi Nakayama). Mit 40 zusätzlichen Kilogramm an Bord reichte es im Qualifying nur für den 19. Rang. Sonntagfrüh im Warm-up gesellte sich zum fehlenden Speed auch noch erneute Motorprobleme hinzu, die sich allesamt durchs Rennen zogen. Der Sonntag endete für das Team nach mehreren Notstopps sowie einem eigens verschuldeten Dreher auf dem 15. Rang. Die 20 Runden Rückstand geben allerdings zu erkennen, dass die große Achillesverse des Toyota Prius weiterhin die Standfestigkeit ist. Dies ist deshalb enttäuschend, da der Wagen unter genau den gleichen Problemen im letzten Jahr litt. Nach dem allerersten Sieg auf dem Fuji Speedway schien es, als habe apr den Hybrid-Renner endlich in den Griff bekommen. Gleich in Sepang kam aber die erneute Ernüchterung. Zudem erscheint es, dass der Prius auf den meisten Strecken nicht den gleichen Speed wie die beiden Hybrid-Konkurrenten aus dem Hause Honda aufweist.

Von der neuen BoP für die Autos nach JAF-GT300-Reglement (ich berichte hierüber bereits ausführlich in meiner a<strong>Vorschau</strong></a>) nahezu unbeeindruckt raste der Subaru BRZ R&D Sport (Testuya Yamano / Kota Sasaki / Takuto Iguchi) zur bereits vierten Pole-Position in diesem Jahr. Mit einer 2:01.481 brannte Testuya Yamano im ersten Qualifikations-Segement auch gleichzeitig noch einen neuen GT300-Rundenrekord an einem Rennwochenende auf den Asphalt des Suzuka Circuit – gerade einmal rund 4,6 Sekunden langsamster als der schlechteste GT500. Nach der Qualifkation scherzten die Subaru-Jungs noch, schließlich habe ihnen die Pole-Position in den vergangenen Rennen bisher kein Glück gebracht. Im Fahrerlager war man sich allerdings einig, dass wenn man diesen Speed auch im Rennen gehen würde, R&D Sport sich lediglich selbst schlagen kann. Und so wäre es rund 30 Runden vor Schluss auch fast gekommen.<em> </em></p> <p><em><a href=" http:="" rel='\"attachment'>Super GT Suzuka 2013 GT300 Start 2Den Start entschied Kota Sasaki für sich. Noch beeindruckender: Bereits in der ersten Runde hatte der blaue Boxer einen Vorsprung von rund 3,5 Sekunden auf den zweitplatzierten S Road NDDP GT-R (Kazuki Hoshino / Daiki Sasaki / Lucas Ordonez). Keine zwei Umläufe später vergrößerte Sasaki die Lücke auf ganze 7,5 Sekunden. In diesem Prozess fuhr zusätzlich die absolute schnellste GT300-Rennrunde: 2:02.206. Selbst als Sasaki Tempo aus dem BRZ nahm, umrundete er die Grand-Prix-Strecke 1-3 Sekunden schneller als die direkte Konkurrenz. So kam es, dass er den Wagen in der 30. Runde mit einem Abstand von 47 Sekunden an den extra für den Langstreckenklassiker zugestoßenen Takuto Iguchi übergab. Der Abstand war allerdings auch bitter nötig, denn der Verbrauch des Subaru BRZ R&D Sport ist sehr hoch, weshalb der Wagen deutlich länger beim Nachtanken als die GT300-Konkurrenz oder gar die beiden Hybrid-Honda verbringt. Auch Takuto Iguchi setzte den Speed von Kota Sasaki fort, und umrundete den Suzuka Circuit in 2:04-2:05er Regionen. Die Dominanz des blauen Boxers erinnerte an jene des triple a Vantage GT3 Aston Martin im vergangenen Jahr, als dieser in nur wenigen Runden von der letzten Position mit Leichtigkeit an die Spitze fuhr und den Platz an der Sonne bis zum Rennende nicht mehr abgab. Ironischerweise fing der Bolide just nach der Zieldurchfahrt Feuer, wodurch er der alten, ungeschriebenen Regel des perfekten Rennwagens folgte: Hübsch, schnell und fällt erst nach der Zieldurchfahrt auseinander. Einziger Unterschied: Der Aston Martin wurde durch die FIA-GT3-BoP eingestuft, der Subaru BRZ R&D Sport ist jedoch ein reiner GT300-Renner. Letztlich geschah dies, was Daiki Sasaki bei den vorausgegangenen Testfahrten auf dem Fuji Speedway bestätigte: Die neue Balance-of-Performance-Änderungen helfen den GT3-Teams noch nicht. Zwar bestätigte Tetsuya Yamano, dass sich der blaue Boxer nach den jüngsten Veränderungen etwas nervöser anfühlt und ein bisschen langsamer wurde als noch in Sugo oder gar den Tests Anfang Juli in Suzuka. Ein Blick auf die Performance der beiden vollgepackten Honda CR-Z GT suggeriert allerdings, dass insbesondere ein höheres Gewicht die Performance der GT300-Boliden beeinflusst. Sasaki kommentierte etwas zynisch, dass man wohl erst dann eine sehr gute Chance haben wird, wenn die GT300-Fahrzeuge 100kg draufgepackt bekommen würden. Dies würde selbstredend aber dazu führen, dass diese bei entsprechenden Erfolgsballasten aber womöglich komplett chancenlos bleiben würden. Stattdessen muss die GTA weiterhin an der BoP feilen. Keine einfache Aufgabe, dessen Schwierigkeit man häufiger (auch auf einer Pressekonferenz vor dem Rennen, wenn auch im Hinblick auf die BoP der Hybrid-Fahrzeuge bezogen) betonte.

Super GT Suzuka 2013 GSR Hatsunemiku BMWZum zweitschnellsten Verfolger des Subaru BRZ R&D Sport mutierte während des Rennens der GSR Hatsunemiku BMW (Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka / Jörg Müller). Nach einer verkorksten Qualifikation musste der bunte BMW Z4 lediglich von Platz 17 ins Rennen gehen. Im Gegensatz zur Konkurrenz verfolgte das BMW-Kundenteam allerdings eine sehr interessante, komplett andere Strategie. Mit weniger Benzin gestartet fuhr Tatsuya Kataoka bereits im 23. Umlauf, sprich sieben Runden vor dem Subaru BRZ sowie über zehn Umläufe vor der restlichen Top-5 zum Service. Dort übergab er erstmals an Jörg Müller, der seine ersten Super-GT-Rennkilometer mit absoluter Bravour bewältigte. Dadurch bedingt gelang es den findigen Strategen den Itasha-BMW nicht nur auf Position Zwei zu hieven. Zusätzlich hatte Jörg Müller für den Großteil seines Stints freie Fahrt, was im Kampf ums Podium eine entscheidende Rolle spielte. Selbstredend sprang der GSR Hatsunemiku BMW mit seiner „out of sequence“-Strategie ein bisschen durchs Klassement – jeweils nach den Stopps reihte sich das Team auf Position Sechs ein, übernahm nach den anderen Stoppern aber erneut den Silberrang – entging so aber der unglücklich gefallenen Safety-Car-Phase in Runde 68. Wie bereits im GT500-Teil erwähnt, platzte dem Crystal Croco Lamborghini GT3 (Kouji Yamanishi / Shinya Hosokawa / Yuya Sakamoto) zu diesem Zeitpunkt auf der Gegengeraden der linke Hinterreifen. Die „Explosion“ sorgte für eine Beschädigung an der hinteren Verkleidung sowie am Auspuff, weshalb der Lamborhini unglücklicherweise Feuer fing. Aufgrund des verteilten Öls sowie den vielen Teilen auf der Strecke entschloss sich die Rennleitung das Rennen mittels dem Safety-Car zu neutralisieren. Ähnlich der GT500 fiel diese Safety-Car-Phase genau in den Zeitpunkt des zweiten Boxenstopps für viele Teams, weshalb diese ihre Fahrzeuge zum Service hereinholten. Nicht hiervon betroffen waren unter anderem der Subaru BRZ R&D Sport sowie der GSR Hatsunemiku BMW, die ihren zweiten Tankstopp bereits im 65. Respektive 53. Umlauf vollführten.Super GT Suzuka 2013 Okinawa-IMP SLS

Weniger Glück hatten neben dem Ghost in the Shell-Porsche (Shogo Mitsuyama / Yu Yokomaku / Yuya Sakamoto), EVA RT Test-01Apple MP4-12 (Kazuho Takahashi / Hiroki Katoh / Carlo Van Dam), MachGoGoGo Syaken GT-R (Tetsuji Tamanaka / Junichiro Yamashita / Naofumi Omoto), Greentec SLS AMG GT3 (Hisashi Wada / Masaki Jyonai), Panasonic apr Prius GT (Morio Nitta / Koki Saga / Yuichi Nakayama), auch der La Seine Lamborghini GT3 (Hideki Yamauchi / Hiroki Yoshimoto) sowie der S Road NDDP GT-R (Kazuki Hoshino / Daiki Sasaki / Lucaz Ordonez). Alle genannten Fahrzeuge erhielten wegen Nicht-Einhaltens der bereits im GT500-Teil diskutierten Safety-Car-Boxenstoppregel eine 90-sekündige Stop-and-Go-Strafe aufgebrummt. Für die beiden zuletzt genannten Wagen kam die Strafe allerdings besonders bitter. Der La Seine Lamborghini musste aufgrund eines technischen Defekts in der Qualifikation das Rennen von der 23. und damit letzten Position ins Rennen gehen, schaffte es aber dank der hervorragenden Fahrt von Hiroki Yoshimoto und Hideki Yamauchi bis in die Top-10, während der S Road NDDP GT-R seit Beginn des Rennens in den Top-5 mit Podiumskurs fuhr. Beide Fahrzeuge wurden somit unter Wert geschlagen, da man neben der Strafe auch noch eine weitere Runde an der geschlossenen Boxenausfahrt verlor. Den 1000km-Klassiker beendete Nissans Nachwuchs-Team sowie Lucas Ordonez sein Super-GT-Debüt auf dem neunten Rang. Der La Seine Lamborghini GT3 fiel aufgrund eines späteren Getriebeschadens hingegen aus.

Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZDer große Abstand des Subaru BRZ R&D Sport von knapp eineinhalb Minuten auf den GSR Hatsunemiku BMW war aufgrund der Safety-Car-Phase natürlich dahin. Doch auch nach dem Neustart in Runde 73 war gegen den blauen Boxer kein Kraut gewachsen. Das Subaru-Trio fuhr erneut einen Abstand von rund einer Minute auf den bunten BMW heraus, bis keine 30 Runden vor Schluss das große Drama seinen Lauf nahm. Schlagartig stiegen die Rundenzeiten BRZ auf 2:09 bis 2:10 Minuten an. Ausgehend von einer leichten Berührung mit einem GT500-Wagen in der Anfangsphase des Rennens, war die rechte Seite der Diffusor-Verkleidung des Subaru BRZ R&D Sport beschädigt. Dies beeinträchtigte nicht nur die Aerodynamik: Die beschädigte Verkleidung schliff auch am rechten Hinterreifen. Die direkten Verfolger, bestehend aus Nobuteru Taniguchi im GSR Hatsunemiku BMW sowie dem Okinawa-IMP SLS (Hironori Takeuchi / Takeshi Tsuchiya / Naoya Gamou) sowie dem Leon SLS (Haruki Kurosawa / Tsubasa Kurosawa / Akihiko Nakaya), erhöhten dementsprechend ihre Pace.  Tanguchi bewies erneut seine fahrerischen Qualitäten und setzte die Subaru-Mannschaft mit einigen schnellen Rundenzeiten gehörig unter Druck, als der Abstand zwischen den beiden Fahrzeugen von Runde zu Runde jeweils um drei bis fünf Sekunden sank.Super GT Suzuka 2013 Leon SLS

Im 154. Umlauf entschied sich R&D Sport zum Notstopp. Neben einem kurzen Splash & Dash zog man Kota Sasaki vier frische Pneus auf. Gleichzeitig riss ein Mechaniker das beschädigte Teil der Diffusor-Verkleidung ab. Trotz der geringen Stoppzeit von 28 Sekunden zog Taniguchi an Sasaki vorbei, als dieser wieder auf die Strecke zurückzog. Der Notstopp sowie die vier frischen Pneus waren jedoch die richtige Entscheidung: Wie frisch geölt knüpfte Kota Sasaki an die Rundenzeiten vor der Beschädigung an. In einem spannenden Schlussspurt schloss er bereits fünf Runden später an den BMW von Nobuteru Tanguchi auf. Trotz vieler Griffe in die Trickkiste gelang Sasaki letztlich entscheidende Überholmanöver in der Hairpin, als er sich neben den GSR Hatsunemiku BMW, neben ihm gen Löffelkurve raste und dort letztlich erneut die Führung übernahm. Den Platz an der Sonne gab der Subaru-Pilot bis zum Ende auch nicht mehr ab. Drama ereilte sich hingegen bei Pacific Direction Racing, als sich deren Ghost in the Shell-Porsche sechs Runden vor Schluss, glücklicherweise ohne Einschlag, in der 130R drehte. Noch schlimmer traf es den Iwasaki OGT Racing GT-R (Yuki Iwasaki / Igor Sushko / Yuichi Nakayama), der zwei Runden vor Schluss einen Motorschaden erlitt. Vorausgehend war ein weiterer, technischer Defekt, der dem Team bereits im 42. Umlauf mehrere Runden Rückstand aufbrummte.

Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZ 2Am Ende obsiegte jedoch erstmals seit seiner Einführung im vergangenen Jahr der Subaru BRZ R&D Sport. Der GSR Hatsunemiku BMW bestätigte mit Rang Zwei das bisher beste Saisonergebnis aus Okayama während der Okinawa-IMP SLS den Bronzerang erreichte. Die Freude auf dem Podium aller Fahrer-Trios war entsprechend hoch. Die Party-Stimmung verblasste allerdings, als wenige Stunden nach dem Rennen der GSR Hatsunemiku aufgrund einer „restrictor violation“ aus der Wertung genommen wurde. Nach Angaben der GTA ging der Motor des Wagens entsprechend der FIA-GT3-Richtlinien bei der Restrictor-Inspektion nach dem Rennen nicht wie vorgeschrieben von alleine aus, was die Disqualifikation nach sich führte. In seinem privaten Blog erklärte Nobuteru Taniguchi, dass das Problem am Restrictor wohl auf den Schaden an der Air Box zurückzuführen sei, den man sich im Verlauf des Rennens zugezogen habe. Bereits in den letzten Runden habe er Probleme am Motor bemerkt, der unter anderem merkwürdige Geräusche von sich gab. Nach den Angaben von Taniguchi soll sich wohl ein Teil des Restrictors „abgepellt“ haben, was letztlich für das Problem sorgte. Selbstredend war er sowie das ganze Team nach der Disqualifikation enttäuscht, wenn auch die Bestätigung bleibt, dass man ein sehr starkes Rennen mit einer sehr guten Performance fuhr. Leider unbelohnt. Und so musste auch Jörg Müller, der ein absolut fehlerfreies Super-GT-Debüt hatte, mit leeren Händen wieder nach Deutschland fliegen. Die Disqualifikation des BMW hatte zur Folge, dass der Okinawa IMP-SLS sowie der Leon SLS auf den Silber- respektive Bronzerang aufrückten. Der Speed des zuletzt genannten Boliden kommt zudem nicht sehr überraschend, nachdem man bereits bei den letzten Testfahrten auf dem Fuji Speedway eine Bestmarke setzte. Des Weiteren betonten die Fahrer, dass das Team mit dem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 nun deutlich Super GT Suzuka 2013 Kota Sasaki Takuto Iguchi Tetsuya Yamanobesser zurechtkommen würde.

In der GT300-Wertung führen mit 57 Punkten weiterhin Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT). In Suzuka fuhr das Duo trotz der schlechten Qualifikation sowie den 98kg Gewichts-Handicap an Bord klang und heimlich auf den fünften Rang, womit man wohl auch das gegenwärtige Maximum aus dem Wagen herausholte. Eine Leistung, die nach dem Qualifikations-Samstag nicht wirklich vorauszusehen war. Der ARTA CR-Z musste den Langstreckenklassiker hingegen nach einem Antriebsproblem in der 33. Runde vorzeitig beenden. Der Ausfall ließ das Duo Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi (40 Punkte) mit 17 Punkte Rückstand auf die Führenden auf Platz Fünf abrutschen. Neue zweitplatzierte sind nach dem Triumph beim 42. International Pokka Sapporo 1000km mit 44 Punkten Tetsuya Yamana / Kota Sasaki (Subaru BRZ R&D Sport). Mit insgesamt 42 Zählern befinden sich direkt dahinter Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS), welche in Suzuka den sechsten Platz erreichten. Das SLS-Duo liegt dementsprechend punktglich mit den Markenkollegen Hironori Takeuchi / Takeshi Tsuchiya (Okinawa-IMP SLS), die neue Vierte sind.

aGT300-Rennergebnis</a></strong><br /> <strong> aa<a href=" http:="" target="\">GT300-Meisterschaftsstand

Super GT Suzuka 2013 FireworksDas nächste Super-GT-Rennen findet am 9. September auf dem Fuji Speedway statt. Im letzten Jahr demonstrierten Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira im Calsonic Impul GT-R, dass die Lexus mit entsprechend Gewichts-Handicap an Bord auf der eigenen Heimstrecke nicht unschlagbar sind. Es ist zudem das letzte Rennen mit vollem Gewichts-Handicap, bevor beim vorletzten Lauf in Autopolis die Zusatzgewichte halbiert und für das Finale in Motegi sogar komplett entfernt werden.

Copyright Photos: GT Association & Suzuka Circuit

Super GT Suzuka 2013 GT500 Winners Naoki Yamamoto Frederic Makowiecki Super GT Suzuka 2013 GT500 Podium Super GT Suzuka 2013 GT500 Podium 2 Super GT Suzuka Motul Autech GT-R Super GT Suzuka 2013 Weider Modulo HSV-010 Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZ Super GT Suzuka 2013 Starting Grid 3 Super GT Suzuka 2013 Starting Grid 2 Super GT Suzuka 2013 Starting Grid 1 Super GT Suzuka 2013 Petronas Tom's SC430 Super GT Suzuka 2013 Okinawa-IMP SLS Super GT Suzuka 2013 Naoki Yamamoto Frederic Makowiecki Super GT Suzuka 2013 Leon SLS Super GT Suzuka 2013 Kota Sasaki Takuto Iguchi Tetsuya Yamano Super GT Suzuka 2013 GT500 and GT300 Winners Super GT Suzuka 2013 GT300 Winners Takuto Iguchi Tetsuya Yamano Kota Sasaki Super GT Suzuka 2013 GT300 Podium Super GT Suzuka Weider Modulo HSV-010 2 Super GT Suzuka 2013 Subaru BRZ 2

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August 17 2013

02:00

Super GT: Vorschau Rd. 5 Pokka Sapporo 1000km Suzuka

Saisonhöhepunkt in der der Super GT: Das International Pokka Sapporo 1000km auf dem legendären Suzuka Circuit ist nach den 1000km am Nürburgring das zweittraditionsreichste 1000km-Rennen auf dieser Welt. Gleichzeitig ist es nach dem Grand Prix der Formel 1 das legendärste und prestigereichste Rennen in Japan. Im Vorfeld des Langstreckenklassikers sorgte die erstmalige Präsentation der neuen 2014er GT500-Boliden auf Basis des technischen DTM-Reglements für viel Aufsehen.

Super GT Suzuka 2012 GT500 StartDie Geschichte des Rennens, das in diesem Jahr bereits zum 42. Mal stattfindet (die 1000km am Nürburgring werden in diesem Jahr zum 45. Mal ausgetragen), geht weit zurück. Drei Jahre nach dem ersten Formel-1-Grandprix in Japan fand 1966 erstmals der Langstreckenklassiker – damals noch über 500km – auf dem Suzuka Circuit statt. Seitdem änderten die Organisatoren die Distanz, abgesehen von zwei Ausnahmen über jeweils 12 Stunden in den Jahren 1967 sowie 1969, auf die heute bekannten 1000km.

Während das Rennen bis 1982 noch ohne Meisterschaftsintegrierung stattfand, wurde es im folgenden Jahr Teil der All Japan Sports Prototype Championship, einer inländischen Serie in der hauptsächlich Fahrzeuge der legendären Gruppe C sowie IMSA GTP Prototypen fuhren. Nachdem die Japanese Automobile Federation (JAF) die JSPC Ende 1992 auflöste und im darauffolgenden Jahr die JGTC (die sich bekanntlich 2005 in die heutige Super GT umbenannte) gründete, wanderte bereits 1992 das 1000km-Rennen zur der sich in ihrem letzten Jahr befindlichen Sportwagen-Weltmeisterschaft (WSC) über. Nachdem das Rennen 1993 dann einmalig Teil des JGTC-Kalenders war, wanderte es 1994 zur BPR Global GT Series, dem Vorgänger der 1997 gegründeten FIA GT. Die Abkürzung BPR stand für die Nachnamen der Seriengründer: Jürgen Barth, Patrick Peter und dem Weltmeister im GT-Serien gründen, Stéphane Ratel. Lediglich in den Jahren 1996 sowie 1997 waren die 1000-Kilometer in die FIA-GT-Meisterschaft integriert. In den darauffolgenden Jahren fand der Langstreckenklassiker hingegen wie in den Anfangsjahren als unabhängiges Event statt, an denen hauptsächlich die Teams der JGTC teilnahmen. Zwar waren die GT500- sowie GT300-Boliden in den Jahren zuvor als Gaststarter ebenfalls startberechtigt, was allerdings nur wenige Teams auch tatsächlich nutzten. 2006 fand das Internatonal Pokka 1000km im Kalender der Super GT endlich seine neue Heimat. Als Gegenmaßnahme der hohen Kosten, insbesondere im Zuge der Weltwirtschaftskrise, reduzierte man die Renndistanz im Jahr 2009 zunächst auf unbestimmte Zeit auf 700km. Nach der verheerenden Naturkatastrophe im März 2011 wurde das Rennen entsprechend der Umstände auf 500km gekürzt. Im letzten Jahr feierte die volle Distanz über 1000km jedoch glücklicherweise wieder ihre Rückkehr.Super GT Suzuka 2011 GT500 Start

Den Rekord mit den meisten Siegen hält Kunimitsu Takahashi inne, der den Langstreckenklassiker insgesamt vier Mal (1973, 1984, 1985, 1989) gewann. Takahashi mag international zwar nicht so bekannt wie Satoru Nakajima, Aguri Suzuki oder Kazuyoshi Hoshino sein, dennoch ist auch er eine Legende des japanischen Motorsports. Oftmals gerne als der „Vater des Drifts“ bezeichnet, nahm er 1977 am Japan-Grand-Prix der Formel 1 teil. Bei seinem lediglich einzigen F1-Rennen übernahm er das Steuer des gleichen Tyrells, den ein Jahr zuvor Kazuyoshi Hoshino pilotierte, und erreichte den neunten Platz. Takahashis Karriere begann zunächst aber im Motorradrennsport, wo er 1961 in Hockenheim auf einer 250cc-Maschine von Honda als erster Japaner ein Grand-Prix-Rennen gewann. Es sollten noch drei weitere Siege folgen, ehe er sich 1962 beim Isle of Man TT schwer verletzte und 1965 in den Automobil-Rennsport wechselte. Neben seiner Karriere in der Japanese Formula 3000 nahm Kunimitsu Takahashi zwischen 1986 und 1996 achtmal an den 24 Stunden von Le Mans teil. Den größten Erfolg erreichte er dort 1995, als er in einem Honda NSX die GT2-Klasse gewann. Von 1993 bis 2007 war Takahashi außerdem der Vorsitzende der GTA und damit direkter Vorgänger von Masaaki Bandoh. Aus deutscher Sicht gewannen erst drei Piloten das International Pokka 1000km in Suzuka: 1997 Marcel Tiemann zusammen mit Alessandro Nannini im Mercedes-Benz CLK-GTR, 1998 Bernd Schneider zusammen mit Mark Webber im Mercedes-Benz CLK LM sowie 2007 André Lotterer zusammen mit Juichi Wakisaka und Oliver Jarvis. Der aktuelle Name des Pokka Sapporo 1000km in Suzuka setzt sich übrigen aus dem derzeitigen Sponsoring des Unternehmens Pokka Sapporo zusammen. Ursprünglich getrennt, fusionierte der Lebensmittelhersteller Pokka mit dem Getränkehersteller Sapporo im Januar dieses Jahres, weshalb sich auch das Sponsoring und demzufolge der Name des Rennens änderte.

Der Suzuka Circuit selbst benötigt keine große Einführung. Zusammen mit dem Fuji Speedway stellt die Strecke, die 2012 ihren 50. Geburtstag feierte, den international bekanntesten Kurs Japans dar. Viele Fans und Fahrer bezeichnen die 5,807 km lange Strecke als eine der besten Rennstrecken der Welt. Die außergewöhnliche und einmalige Form einer 8 sowie die insgesamt 17 Kurven mit Namen wie Degner (benannt in Ehren nach dem 1983 verstorbenen Motorrad-Rennfahrer Ernst Degner, der just an dieser Stelle 1963 einen schlimmen Feuerunfall erlitt), Spoon, Dunlop aber auch Hairpin sowie natürlich die schnelle 130R entzücken Fans sowie Fahrer gleichermaßen. Jene 130R ist es allerdings auch, die nicht nur als schnelle und gefährliche (Mut-)Kurve gilt, sondern über die Jahre auch mehrmals aufgrund schwerer Unfälle aus

July 27 2013

03:30

Super GT: Vorschau Round 4 Sugo GT 300km

Hitzeschlacht die Zweite? Der japanische Hochsommer hat die Super GT zu dieser Jahreszeit mit Temperaturen über 30 Grad normalerweise fest im Griff. Für das diesjährige Wochenende im Sportsland Sugo sind allerdings Regen- und Gewitterschauer vorhergesagt. 

Super GT Sugo 2012 Eneos Sustina SC430Über die von den deutschen Medien so hochgejubelte Hitzeschlacht beim DTM-Rennen am Norisring (schlappe 27 Grad) konnte die japanische Delegation um GTA-Vorstand Masaaki Bandoh vor zwei Wochen wohl nur lächeln, als man sich mit Vertretern der ITR und Grand-Am zu weiteren Zukunftsgesprächen sowie einer Pressekonferenz – außer der Gründung eines sich halbjährig treffenden „Steering Commitee“ gab es keine nennenswerten Neuigkeiten – traf. Letztlich kam Bandoh direkt aus Japan, wo der Hochsommer zu den Paradedisziplinen im bald sicherlich auch schon olympischen Sport des „kühl bleiben“ gehört. Ein paar Worte darüber habe ich bereits in meiner Super-Formula-Vorschau zum Rennen auf dem Fuji Speedway verloren. Zusätzlich hatte die Super GT erst im Juni ihre erste Hitzeschlacht des Jahres überstanden: Bei über 34 Grad und extremer Schwüle in Sepang, Malaysia. Ganz so extrem wird es mit bis zu rund 30 schwülen Grad im Sportsland Sugo an diesem Wochenende glücklicherweise nicht werden. Für eine große Unbekannte könnten allerdings die von den Meteorologen vorausgesagten Regen und Gewitter sorgen. Der Freitag, an dem alle Teams mit dem Aufbau beschäftigt sind, fiel jedenfalls schon teilweise ins Wasser. Und auch für Samstag und Sonntag sehen die Vorhersagen nicht besser aus.

Super GT Sugo 2012 GT500 StartDas Sportsland Sugo liegt einer sehr gebirgigen Gegend in der Miyagi-Präfektur, keine 40 Kilometer von der Stadt Sendai entfernt, jene Gegend, die im März 2011 vom schrecklichen Erdbeben am schwersten getroffen wurde. Neben viel hübscher, grüner Landschaften schwirren in der Gegend auch viele Käfer umher. Das Besondere am Standort ist allerdings, dass das Wetter binnen von Sekunden sprichwörtlich umschlagen kann. Sonne, Regen, teilweise sogar Nebel, anschließend wieder Sonne und Regen sind selbst im Sommer möglich. Dies stellt die Teams und Fahrer selbstredend vor eine besondere Herausforderung. Blieb es letztes Jahr komplett sonnig und sehr heiß, könnte das Wetter laut der Vorhersage an diesem Wochenende sich stets verändern, was für zusätzliche Würze auf der sowieso schon anspruchsvollen Strecke sorgen würde. International eher unbekannt, obwohl zwischen 1988 und 2003 die Superbike-Weltmeisterschaft in Sugo fuhr, ist der 3,737km lange Kurs eine kleine Achterbahnfahrt – im wahrsten Sinne des Wortes. So ist die Start- und Zielgerade nicht eben, sondern führt zunächst bergauf. Die Steigung wird dabei, anders als bei anderen Strecken, gut von den TV-Kameras eingefangen. Die Gegengerade führt hingegen wieder bergab. Die spannendste der insgesamt 12 Kurven stellt die langgezogene 110R dar, die direkt wieder auf Start/Ziel führt und gerne auch als Mutkurve bezeichnet werden darf. Side-by-Side-Duelle sind hier zwar möglich, erfordern aber höchste Konzentration beider Fahrer, damit der Wagen auf der äußeren Linie nicht ins Kies und die Reifenstapel rutscht. Die Charakteristik der Strecke gilt als besonders anspruchvoll fürs Material, insbesondere der Motor sowie die Bremsen werden stark belastet.

Einige der geschichtsträchtigsten Manöver in der gesamten Super-GT-Geschichte geschahen im Sportsland Sugo. Beispielsweise das legendäre 3-Wide-Duell auf der Zielgeraden zwischen Juichi Wakisaka, Ryo Michigami und Daisuke Ito im Jahr 2007. Oder aber auch das Foto-Finish zwischen Koudai Tsukakoshi und Takashi Kogure in der Debüt-Saison des Honda HSV-010 GT 2010, als Tsukakoshi auf den letzten Metern noch an Kogure vorbeizog. Mit einem Abstand von 0,025 Sekunden war dies auch gleichzeitig das engste Super-GT-Finish aller Zeiten.

Im folgendem, als Streckenvorstellung, noch eine Onboard-Runde mit Daisuke Nakajima im Honda CR-Z GT, der just auf dieser Strecke im vergangenen Jahr in der Super GT sein GT300-Debüt feierte:

 

GT500

Super GT Fuji 2013 Zent Cerumo SC430Einen echten Favoriten auf den Rennsieg auszumachen ist schwierig, zumal die vorausgesagten, unterschiedlichen Witterungsbedingungen das gesamte Klassement auf den Kopf stellen können. Sollte es regnen, würden insbesondere die Yokohama-, Dunlop- aber auch Michelin-bereiften Wagen im Vorteil sein. Darunter würde unter anderem auch Michel Krumm / Hironobu Yasuda (D’station Advan GT-R) fallen, die mit den Pneus von Yokohama unterwegs sind. Selbst bei trockenen Bedingungen ist die Favoritenrolle allerdings nur schwer zu vergeben. Ein Blick in die Geschichtsbücher verrät, dass Toyota / Lexus mit neun Siegen in den vergangenen 19 Sugo-Rennen die erfolgreichste Marke ist. Die meisten Erfolge führen allerdings auf den Toyota Supra zurück. Seit der Einführung des Lexus SC430 im Jahr 2006 war man lediglich zweimal, darunter im vergangenen Jahr der Eneos Sustina SC430, siegreich. Grund hierfür dürfte die Streckencharakteristik sein, die mit ihren mittelschnellen sowie schnellen Kurven nicht ganz dem Wagen von Toyotas Luxusmarke entgegen kommt. Erhöhte Aufmerksamkeit werden neben dem Vorjahressieger Eneos Sustina SC430 (Kazuya Oshima / Yuji Kunimoto) insbesondere der Zent Cerumo SC430 (Yuji Tachikawa / Kohei Hirate) erhalten. Bereits vor der Saison als wohl das stärkste Lexus-Team gehandelt, erlebte das Duo in Malaysia einen Rückschlag, als man mit guten Chancen auf den Sieg in einen Unfall verwickelt war und am Ende wieder punktlos nach Japan zurückkehrte. Mit lediglich 46kg Zusatzballast im Wagen zählt der Zent Cerumo SC430 zudem zu den leichtesten der Top-Autos. Trotz der Pleite in Malaysia befinden sich Tachikawa / Hirate mit 12 Punkte Rückstand auf die derzeitigen Tabellenführer Takuya Izawa / Takashi Kogure (Raybrig HSV-010) zudem noch in sehr guter Schlagdistanz.

Eine Podiumsplatzierung ist für die Fuji-Sieger Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430) absolute Pflicht, um die Meisterschaftschancen, die man mit dem Sieg beim 500km-Rennen auf dem Fuji Speedway erlangte, noch intakt zu halten. Mit 40kg Gewichts-Handicap gelten zumindest die Chancen auf dem Papier gut, allerdings fehlte es dem Duo sowohl in Okayama wie auch Malaysia schlichtweg am berühmt berüchtigten Speed. Mit einem achten Platz zum Saisonauftakt sowie einem sechsten und letztlich zweiten Rang in Fuji respektive Malaysia lässt sich hingegen ein Aufwärtstrend des auch bereits im letzten Jahr zweistärksten Lexus-Duos Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura (Denso Kobelco SC430) feststellen. Mit gerade mal neun Punkten Rückstand auf die Tabellenführer ist man derzeit auch das bestplatzierte Lexus-Team im Klassement. Fraglich ist allerdings, ob dem Denso Kobelco SC430 der Sprung auf die Mitte des Podests in Sugo gelingt. Denn das Gewicht scheint auf der Berg- und Talfahrt eine größere Rolle als auf anderen Strecken des Kalenders zu spielen. Dass schwarze Lexus-Schaf könnten hingegen Daisuke Ito / Andrea Caldarelli (KeePer Tom’s SC430) sein, nachdem sie in Malaysia nach einer tollen Fahrt ihre Top-5-Platzierung aufgrund einer unverschuldeten Kollision mit dem Ghost-in-the-Shell-Porsche in der allerletzten Runde aufgeben mussten. Bei regnerischen Bedingungen könnte dank der Yokohama-Reifen hingegen der WedsSport Advan SC430 (Seiji Ara / Andre Couto) auf den vorderen Platzierungen auftauchen.

Super GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-RFür Nissan ist das Sportsland Sugo der Nemesis in Streckenform. Es sollte bis 2009 dauern, bis die Marke aus Yokohama zum allerersten Mal in der JGTC- / Super-GT-Geschichte auf dem rund 200km von Tokyo entfernten Kurs siegreich war. Und trotz dass die Streckencharakteristik dem GT-R mit seinen schnittigen Bremsen entgegenkommt, folgte 2011 lediglich ein weiterer Sieg. Der damalige Sieg von Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli leitete den Weg zur späteren Titelgewinn im gleichen Jahr für das Duo im S Road Mola GT-R ein. Auch im vergangenen Jahr initiierten sie mit dem dritten Rang in Sugo ihr Comeback in der Titelverteidigung nach einem eher schwachen Saisonstart ein. Eine Wiederholung des Erfolgs von 2011 der nun Werkspiloten im Motul Autech GT-R wäre nötig, um den suboptimalen Saisonstart (22 Punkte Rückstand auf Izawa / Kogure) wettzumachen. Andernfalls würde die Chance auf den Titelhattrick in weite Ferne rücken. Mit 26kg Gewichts-Handicap gehört der rote Motul Autech GT-R zudem zu den leichtesten Fahrzeugen im Feld. Eine Podiumsplatzierung haben auch Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi (Reito Mola GT-R) dringend nötig. In wie fern die Mola-Truppe trotz der lediglich 16-Zusatzkilos eine Rolle spielen wird, ist allerdings schwer zu prognostizieren. In Malaysia war jedenfalls ein Aufwärtstrend zu erkennen. Zwei vermeidbare Kollisionen von Yuhi Sekiguchi zerstörten allerdings eine mögliche Top-5-Platzierung. Durch das Pech des KeePer Tom’s SC430 in der allerletzten Runde reichte es am Ende allerdings immerhin noch zu einem ordentlichen sechsten Rang. Die Sepang-Sieger Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R) werden es am Wochenende mit 62kg Zusatzballast hingegen schwer haben. Mit Tabellenrang Zwei heißt die Devise für die Impul-Truppe so viele Punkte wie möglich zum Saisonhighlight, dem Pokka Sapporo 1000km in Suzuka nächsten Monat, mitzunehmen. Wie bereits erwähnt wird das Duo Michael Krumm / Hironobu Yasuda (D’station Advan GT-R) hingegen auf ein verregnetes Rennen hoffen müssen, um den Vorteil der Yokohama-Regenreifen auszuspielen.Super GT Malaysia 2013 Raybrig HSV-010

Ein ähnliches schweres Los wie Matsuda / de Oliveira werden auch Takuya Izawa / Takashi Kogure (Raybrig HSV-010) haben. Zwar beträgt der Abstand des Duos auf die Fahrer des Calsonic-Nissan geraden mal vier Pünktchen, mit 70kg Gewichts-Handicap sollte eine Podestplatzierung am Sonntag aus eigener Kraft allerdings nur schwer zu erreichen sein. Die Hauptfavoriten im Honda-Lager sind somit der Keihin HSV-010 (Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi) sowie der Weider Modulo HSV-010 (Naoki Yamaoto / Frédéric Makowiecki). Erstere gewannen im Debütjahr des HSV-010 GT 2010 und errangen heuer den Silberrang in Okayama. Letztere warfen den aussichtsreichen Sieg beim letzten Rennen in Malaysia beim Boxenstopp weg, als der Motor nicht mehr ansprang. Unklar ist, ob Weider Modulo Dome Racing ihren Wagen mit dem am vergangenen Wochenende bei den offiziellen Testfahrten in Suzuka (mehr zu den Testfahrten in der Vorschau zum Pokka Sapporo 1000km nächsten Monat) erprobten, seitlichen Auspuff ausstatten wird. Nahezu alle Honda-Boliden sind mit unterschiedlichen Auspuffausstattungen unterwegs. Bislang setzte man beim Weider Modulo HSV-010 auf die hintere Konfiguration am Heck. Neu, wenn auch bislang nur auf den Top-Autos montiert, sind außerdem die erstmals bei den Tests in Suzuka eingesetzten, aerodynamischeren Außenspiegel, die Nissan und Lexus bereits seit dem vergangenen Jahr nutzen. Sollte es regnen, könnte der Epson HSV-010 (Ryo Michigami / Daisuke Nakajima) dank der guten Regenreifen von Dunlop für eine Überraschung sorgen.

GT300

Super GT Fuji 2013 Mugen CR-ZDie Suche nach den Favoriten gestaltet sich in der GT300 sogar noch schwieriger als in der GT500. Vielmehr müsste die Frage lauten: Wie schnell werden die JAF-GT300-Autos (Mugen CR-Z GT, ARTA CR-Z GT, Panasonic apr Prius GT sowie der Subaru BRZ R&D Sport) sein. Nach der Dominanz der „Hybrid-Gang“ in den vergangenen zwei Rennen, hat die GTA eingeschritten und die Air Restrictors aller vier genannten Boliden verkleinert. In wie fern dies die Performance der Fahrzeuge verändert, wird sich am Wochenende herausstellen. Das Eingreifen könnte allerdings für eine bessere Chancen-Gleichheit sorgen, nachdem insbesondere die beiden Honda CR-Z im vergangenen Rennen in einer eigenen Liga fuhren. Aufgrund der Streckencharakteristik sollten die Hybrid-Boliden aber auch auf der Berg- und Talfahrt des Sportsland Sugo im Vorteil sein – sofern die Defekthexe nicht wieder zuschlägt. Besonders anfällig scheint hierbei der Panasonic apr Prius GT (Morio Nitta / Koki Saga) zu sein, nachdem der Wagen ohne Vortrieb bereits relativ früh in Okayama wie auch Sepang ausfiel. Mit 40kg hat der Toyota Prius allerdings die gleiche Menge an Zusatzgewicht wie der ARTA CR-Z GT (Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi) an Bord. Das direkte Duell zwischen den Gewinnern der letzten beiden Rennen sollte somit sehr interessant werden.

Im Nachteil könnte hingegen der dritte, bislang sieglose aber mit zwei zweiten Plätzen in Folge auf Tabellenrang Zwei in der Meisterschaft liegende Mugen CR-Z GT (Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama) sein. Mit lediglich zwei Punkten Rückstand auf die Tabellenführer Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainder Dixcel SLS) schleppen sie ganze 68kg Zusatzballast mit sich herum, die sich trotz Hybrid-Power als Nachteil auswirken sollten. Nach zwei Pole-Positions in den ersten beiden Rennen fehlte es dem Subaru BRZ R&D Sport (Tetsuya Yamano / Kota Sasaki) am entscheidenden Schritt in den eigentlichen Rennen. In Malaysia hätte das Duo beinahe den Bronzerang erreicht, wurde aber am Ende, auch bedingt durch einen Dreher, noch auf den vierten Platz verdrängt. Die flüssige Berg- und Talfahrt von Sugo liegt dem wendigen Subaru BRZ, weshalb man den Wagen, trotz der leichten Einbremsung durch den kleineren Air Restrictor, auch im Rennen aufSuper GT Sugo 2012 S Road NDDP GT-R der Rechnung haben sollte.

Zuwachs gibt es bei den GT3-Maschinen. Ursprünglich setzte apr als Zweitwagen einen Audi R8 LMS ultra ein. Wohl auch aufgrund der ungünstigen FIA-Balance-of-Performance-Einstufung des Wagens (die GT3-Boliden werden in der Super GT auf Basis der FIA-BoP eingestuft. Ist keine vorhanden, stuft die GTA nach eigenem Ermessen ein), erwarb das Team den Nissan Nismo GT-R GT3 von Bonds Racing, die bereits in Malaysia nicht mehr teilnahmen und aller Wahrscheinlichkeit auch den Rest der Saison aussetzen werden. Zur Erinnerung: Bonds Racing ist das ehemalige Team Kraft, die Anfang des Jahres aus finanziellen Gründen aus der GT500 in die GT300-Klasse wechselten. Mit dem Auto kommt gleichzeitig auch der Hauptsponsor „OGT!“, womit der Wagen offiziell Iwasaki OGT Racing GT-R heißt. Die Fahrerpaarung setzt sich aus dem Yuki Iwasaki, der auch bereits den Iwasaki apr R8 LMS pilotierte, sowie dem Igor Sushko zusammen. Letzterer saß bereits bei Bonds Racing am Steuer des Nissan Nismo GT-R GT3, ersetzte aber bereits in Malaysia den ursprünglich zweiten Fahrer des Iwasaki apr R8 LMS, Fairuz Fauzy. Dass Interessante am Chassis-Wechsel und Sponsoring ist das verbaute ADAS-System. Seit 2012 von „OGT!“ und Freescale entwickelt, zeichnet ADAS Daten wie die Fahrzeuggeschwindigkeit, Drehzahl oder den Lenkwinkel auf. Zusätzlich sammelt ADAS Daten über den Puls und die Anstrengung des Fahrers wie beispielsweise die nötige Muskelkraft oder gar wie stark er schwitzt. Zudem sind zwei kleine 360°-Kameras auf beiden Seiten des Fahrzeuges montiert. Die gesammelten Daten werden für Forschungszwecke für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sowie der Medizin verwendet. Das ganze System besitzt ein Totalgewicht von 8kg. Des Weiteren verkündete apr, dass man beim 1000-km-Rennen in Suzuka Kenji Kobayashi als dritten Fahrer einsetzen wird.

Im letzten Jahr gewann in Sugo erstmals der S Road NDDP GT-R. Mit viel Pech sowie lediglich einem zehnten Platz lief es für die neue Fahrerpaarung Kazuki Hoshino / Daiki Sasaki in dieser Saison hingegen noch nicht sonderlich gut. Da 2012 in Sugo aber insbesondere die Autos mit dem geringsten Zusatzballast im Vorteil waren, und die Strecke dem Wagen eigentlich liegen sollte, könnte das Wochenende zu einer Art Befreiungsschlag für Nissans Nachwuchsteam werden. Ähnliches gilt für die Porsche-Fraktion, insbesondere die Titelverteidiger Kyosuke Mineo / Naoki Yokomizo (Endless Taisan 911), die lediglich ein mageres Püntkchen aus den ersten drei Rennen nahmen. Ähnlich NDDP Racing kam zum nicht ganz überzeugenden Speed auch noch viel Pech bei der Taisan-Mannschaft hinzu. Mit gerade mal zwei Zählern in der Meisterschaftswertung lief es für die Vize-Champions Masami Kageyama / Tomonobu Fujii im Hankook Porsche nicht viel besser.

Super GT Okayama 2013 Gainer Dixcel SLSTrotz dass der flüssige Streckenverlauf dem Mercedes-Benz SLS GT3 sehr zu Gute kommt, sollte es für die aktuellen Tabellenführer Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS) mit ihren 72kg Zusatzballast schwierig werden, den dritten Rang vom vergangenen Rennen zu wiederholen. Stattdessen könnten die anderen Silberpfeile, etwa das Schwesterauto Gainer Rn-Sports Dixcel SLS (Tetsuya Tanaka / Masayuki Ueda) oder aber der Greentec SLS AMG GT3 (Hisashi Wada / Masaki Jyonai) sowie der Okinawa-IMP SLS (Hironori Takeuchi / Takeshi Tsuchiya) in die vorderen Positionen rasen. Ebenfalls schnell sollten erneut der MonePa Lamborghini GT3 (Manabu Orido / Takayuki Aoki) sowie der La Seine Lamborghini GT3 (Hideki Yamauchi / Hiroki Yoshimoto) sein. Letzterer warf in Sepang aufgrund eines nicht festgezogenen Reifens nach dem Boxenstopp ein gutes Punkteergebnis weg. Selbstredend gehört zu den Autos, die man immer auf der Rechnung für die vorderen Positionen haben muss, auch der GSR Hatsunemiku BMW (Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka). Nicht in Sugo am Start ist der Mach GoGoGo Syaken Ferrari 458 GT3 (Tetsuji Tamanaka / Junichiro Yamashita). Team Mach hatte sich aufgrund der chancenlosen FIA-BoP-Einstufung des Ferrari 458 GT3 dazu entschlossen, den vierten Saisonlauf auszulassen und ab Suzuka ebenfalls einen Nissan Nismo GT-R GT3 einzusetzen. Gerüchten zufolge wird Team Mach mit weißen Ferrari im „Speed-Racer-Design“ jedoch beim Saisonstart der Asia Le Mans Series in Inje, Südkorea Anfang August antreten.

TV-Zeiten Sugo

An der derzeitigen TV-Situation hat sich wenig überraschend nichts geändert. Wer das vierte Saisonrennen der Super GT sehen möchte, muss erneut auf die mehr oder weniger beliebte Graualternative im Internet zurückgreifen. Der japanische TV-Sender J Sports 3 überträgt am Samstag ab 6:50 Uhr deutscher Zeit die Qualifikation live. Am Sonntag beginnt J Sports 4 die Übertragung ab 6:30 Uhr. Der Start zum 300-km-Rennen erfolgt eine halbe Stunde später um 7:00 Uhr deutscher Zeit.

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July 13 2013

04:00

Super Formula: Vorschau Round 3 Fuji

Die Regenzeit ist vorbei und der schwüle Hochsommer hat Japan fest im Griff. Mensch und Maschine werden somit beim dritten Saisonlauf der japanischen Super Formula auf dem Fuji Speedway gefordert werden. Bereits im Vorfeld hat der erste Shakedown des neuen SF14-Boliden für kommendes Jahr für Aufsehen gesorgt.

Super Formula Fuji 2011 Kazuki NakajimaDer japanische Hochsommer ist schwül, erstickend, erdrückend und einfach nur heiß. Temperaturen um die 30-39 Grad sind Alltag. So heiß und unerträglich es manchmal aber auch sein mag, der japanische Sommer bringt auch viele schöne Bilder. Beispielsweise die gern gesehenen Feuerwerke, oder aber die vielen größeren sowie kleineren Sommerfeste in den Städten, zu denen so manche Japanerin auch gerne einen modischen Yukata anzieht. Es hilft bei der Ablenkung und gleichzeitigen Abkühlung von der Hitze. Für die Räumlichkeiten, etwa bei der Arbeit oder gar zu Hause, zählt eine Klimaanlage aber noch immer zu den wichtigsten Überlebensutensilien des japanischen Sommers. Diese fehlt den Piloten der Super Formula selbstredend, wenn auch die Frischluftzufuhr bei einem Monoposti ohne dem fehlenden Dach immerhin ein bisschen gewährleistet ist.

Über 30 Grad waren es auch am MittSuper Formula SF14 Fuji Shakedownwoch, als die Super Formula erstmals den neuen Wagen von Dallara für nächstes Jahr vorstellte. Jeweils ein Modell des SF14 mit Toyota und Honda Motoren standen zum Premieren-Shakedown bereit. Die Ehre der beiden ersten Testfahrer erhielten der letztjährige Champion Kazuki Nakajima (Toyota) sowie Vizemeister Takuya Izawa (Honda). Der Shakedown war für die Fans öffentlich zugänglich, weshalb sich ein paar auf der Haupttribüne des Fuji Speedway versammelten, um die ersten Runden von Nakajima und Izawa im neuen SF14 zu bewundern. Der erste Eindruck war durchaus positiv, auch wenn sich beide erst an das Fahrverhalten des neuen Boliden gewöhnen mussten. Grund hierfür sind vor allem die neuen 2,0l 4-Zylinder Reihen-Turbo-Motoren, die ab der kommenden Saison zum Einsatz kommen werden. Das Beschleunigungsverhalten sei laut Takuya Izawa beispielsweise komplett anderes. Ganz frei von Problemen war der Shakedown nicht: Am Mittwochvormittag konnte zunächst nur Nakajima die ersten Runden drehen, bei denen er zweimal aufgrund von Elektronik- und Getriebeproblemen stehenblieb. Die ersten Kinderkrankheiten wurden allerdings zum Nachmittag hin ausgebessert, wodurch beide Fahrer genügend Runden abspulten. Zwar spielen Zeiten bei einem Shakedown keine große Rolle, dennoch bestätigte Kazuki Nakajima am Donnerstag mit 1:24.778 (Top-Speed 304.397 km/h), dass der neue Bolide von Dallara schneller als das Vorgängermodell von Swift Engineering ist. Zum Vergleich: 2012 fuhr Nakajima in Fuji im Qualifying mit 1:25.907 die schnellste Rundenzeit.

Es war der Wunsch der JRP (Japan Race Promotion) an Dallara, den Wagen flinker und schneller zu machen. Hierfür wurde unter anderem das Gewicht um ganze 60kg auf 650kg reduziert. Auffallend sind der aggressive Heckflügel sowie die kleine Finne. Interessantes Detail am Rande: Tsugio Matsuda, der die Testfahren am Donnerstag besucht hatte, fiel auf, dass ein paar Runden ohne den oberen Flap des Heckflügels getätigt wurden. Der SF14 besitzt eine Gesamtlänge von 5268mm sowie eine Breite von 1900mm respektive eine Höhe von 950mm. Der Radstand beträgt 3165mm. Die Bremsen sind wie auch beim aktuellen Wagen aus Carbon; das Getriebe ist ein 6-Gang-Schaltwhippen-System von Ricardo und Zytek. Der Motor für das eigens von Toyota und Honda entwickelte System-E, ein KERS-ähnliches Hybrid-System, welches in der Zukunft unter anderem den derzeitigen Overtake-Button ersetzen soll, beim Shakedown aber noch nicht montiert war, wird im übrigen ebenfalls von Zytek entwickelt. Auch 2014 werden die Einheitsreifen von Bridgestone verwendet werden. Dallara entwickelte den Wagen entsprechend der FIA-Sicherheitsrichtlinien aus dem Jahr 2010. Wie bereits erwähnt werden ab dem kommenden Jahr 2,0l 4-Zylinder Turbo-Reihen-Motoren von Toyota und Honda in der Super Formula zum Einsatz kommen. Dies entspricht dem gleichen Motorenreglement, welches auch die Super GT ab 2014 nutzen wird. Die Aggregate besitzen eine Direkteinspritzung und liefern eine Leistung von 550 PS und 2000cc. Das Gesamtgewicht beträgt 85kg. Offizielles Videomaterial gibt es seitens der JRP leider noch nicht. Die japanischen Kollegen von AutoSport Web haben jedoch ein kleines Video in der Boxengasse aufgenommen, in dem man auch einen ersten Eindruck vom Sound der neuen Turbo-Aggregate erhält.

Wie bereits häufiger erwähnt, ist der aktuelle Super-Formula-Bolide der nach meiner bescheidenen Meinung nach derzeit hübscheste Formel-Wagen. Einen Schönheitspreis wird der SF14 von Dallara sicherlich nicht bekommen. Hässlich ist das neue „Baby“ der Super Formula allerdings auch nicht geworden. Bereits während der Konzeptphase hatte Dallara ihre Erfahrungen in der GP2, Formel 3 oder IndyCar nicht verschwiegen. Entsprechend ist das Resultat: Eine Mischung aus GP2 sowie des derzeitigen Super-Formula-Wagens von Swift Engineering. So Einzigartig wie der FN09 ist der SF14 gewiss nicht. Doch das ist wohl auch das Einzige, was ich persönlich an Dallaras Kreation zu kritisieren habe. Sollte der Wagen allerdings das halten, was die Italiener versprechen, dann sind dies Kritikpunkte, mit denen ich mehr als gut leben kann. Um alle etwaigen Kinderkrankheiten und dergleichen zu beseitigen, wird die JRP und Dallara den Wagen in den kommenden Monaten weiterhin ausführlich testen. Die Termine hierfür sind: Twin Ring Motegi (31.07-01.08.13), Suzuka Circuit (11.09-12.09.13), Sportsland Sugo (30.09-01.10.13), Suzuka Circuit (07.11-08.11.13). Über Neuigkeiten von den Testfahrten werde ich selbstverständlich in den entsprechenden Artikeln berichten.

Bei all dem Wirbel um den neuen Wagen darf natürlich nicht vergessen werden, dass an diesem Wochenende der dritte Saisonlauf am Fuße des Fuji stattfindet. Wer meine Berichterstattung über die beiden wichtigsten und größten japanischen Rennserien Super GT sowie Super Formula verfolgt, dürfte mit der direkt am bekanntesten Wahrzeichen Nippons gelegenen Haus- und Teststrecke von Totoyta vertraut sein. Dennoch die an dieser Stelle obligatorische Streckenvorstellung.

Super Formula Fuji 2012 Loic DuvalDer Fuji Speedway ist durch die Formel 1 in den 70er Jahren, insbesondere aber durch die beiden Grand Prix in den Jahren 2007 und 2008, bekannt. Der Kurs wurde extra für die Rückkehr der Königsklasse von Herman Tielke umgebaut und an die Sicherheitsstandards angepasst. Im Gegensatz zu anderen Strecken, hat er die Strecke mit der längsten Geraden (1,5km) im kompletten Super-Formula-Kalender aber nicht „vertielkt“, wenn auch die Abstinenz einiger Kiesbetten sowie die nahezu fast vollständige Eliminierung des „Bankings“ in einigen Bereichen der Strecke sehr bedauerlich ist. Der Kurs selbst liegt in der Shizuoka-Präfektur, nahe des kleinen Städtchens Oyama und nicht weit von der Großstadt Fuji-chi (übersetzt einfach nur Fuji oder Fuji City) direkt am Fuße des Fuji-san, sprich man hat nicht nur von der Rennstrecke einen malerischen Blick auf das bekannteste Naturwahrzeichen des Landes. Doch wie artikuliert man eigentlich denn Ort des Geschehens? Ich habe im letzten Jahr, auch im Rahmen der WEC, auf einer deutschen Sportwagen-Seite häufiger vom Rennen „in Oyama […]“ gelesen. Dass kann verwirren, wie ich anhand von einigen Kommentaren sah, die sich verwundert darüber äußerten, lediglich Okayama zu kennen. Fährt man denn nun in Fuji, oder in Oyama? Oyama als Austragungsort respektive Austragungsstadt zu wählen ist irreführend, auch wenn das kleine Städtchen nur wenige Autominuten vom Fuji Speedway entfernt liegt. In Japan selbst spricht man lediglich vom Rennen „in Fuji“, was letztlich wohl auch die richtige Wortwahl ist. Oyama ist relativ unbekannt, weshalb von denen in der Umgebung liegenden Städten die Großstadt Fuji-shi, von der man ebenfalls einen wunderschönen Blick auf den Fuji-san hat, am ehesten nennt. Oyama selbst taucht bei einem Blick in die Wikipedia sowie in die Postanschrift des Fuji Speedway auf. Die Japaner lieben es zudem, Wörter abzukürzen, oder neue Komposita als Abkürzung zweier Wörter zu bilden. Der Fuji selbst gilt bei den Japanern als heiliger Ort. Und weil der Kurs direkt am Fuße dieses heiligen Ortes liegt, wird entweder vom Rennen auf dem Fuji Speedway, oder in der Abkürzung vom Rennen in Fuji gesprochen. Denn letztlich betrachtet man den Kurs als Teil eines Ganzen, als Teil von Fuji. Als Teil von Stadt (Fuji-shi), Land (Fuji-san, der heilige Berg, der gleichzeitig auch ein Vulkan ist, aber auch als Teil der über den Ortschaften stehenden Shizuoka-Präfektur) sowie Fluss (Fujikawa, der Fluss von der Präfektur Yamanashi bis nach Shizuoka fließt). Kompliziert? Vielleicht. Unnötig in der Erklärung? Bleibt jedem selbst überlassen. Wikipedia-Recherche/-Forschung/-Wissen ist halt schneller…

Die Strecke hat nach der Neueröffnung im Jahr 2005 eine Gesamtlänge von 4.563 km und insgesamt 16 Kurven. Nicht alle dieser Kurven tragen hingegen einen Namen. Nicht nur aufgrund der langen Start- und Zielgeraden, auf der Spitzengeschwindigkeiten von rund 300 km/h erreicht werden, gilt der Kurs als flink. Die Strecke beinhaltet zum Ende hin auch einige mittelschnelle und langsame Kurven. Die Super Formula fährt die auch von der Super GT genutzten Variante, sprich mit der S-Kurve nach der Dunlop-Kurve. Aufgrund fehelendem Super-Formula-Onboard-Material Im folgendem eine Onboard-Runde aus der Super GT mit André Lotterer aus dem Jahr 2009:

Die Höchstgeschwindigkeit ist einer der Schlüssel zum Erfolg in Fuji. Den Toyota-Aggregaten wird deshalb ein kleiner Vorteil gegenüber den Honda-Motoren nachgesagt. Tatsächlich waren seit 2010  lediglich Toyota-Maschinen siegreich. Der Dominator der letzten Jahre war dabei André Lotterer, der nach seinen Siegen in 2011 sowie 2012 in diesem Jahr nach dem Hattrick greift. Die Chancen des Duisburgers stehen gut. Seine gute Form bewies er unter anderem beim letzten Lauf in Autopolis Anfang Juni, als er bei schwierigen Bedingungen den mit einer besseren Strategie unterwegs gewesenen Loic Duval überrumpelte und sich nach der Pole-Position so auch den Rennsieg sicherte. Lotterers Stärke war deshalb überraschend, da er, wie auch Duval, den Saisonstart in Suzuka aufgrund des Audi-Engagements in der WEC auslassen musste. Im letzten Jahr war Lotterer zudem beim nicht zur Meisterschaft gehörenden JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup siegreich, wurde am Ende aber nachträglich aufgrund eines zu schmalen Unterbodens disqualifiziert. Den Sieg erbte damals Takuya Izawa, der auch den Auftakt zur diesjährigen Saison in Suzuka gewann.

Super Formula Suzuka 2013 Tsugio Matsuda 2In Autopolis lief es für den Dandelion-Fahrer hingegen nicht sonderlich gut. Mit den schwierigen halbnassen sowie nebeligen Bedingungen kämpfend, fand sein Rennen ein frühes Ende, als Titelverteidiger Kazuki Nakajima in einem etwas unüberlegten Manöver nicht nur ihn, sondern in einer Kettenreaktion auch sich selbst sowie unter anderem Takashi Kogure aus dem Rennen nahm. Der Unfall hatte einen direkten Einfluss auf die Meisterschaft, denn sowohl der zu diesem Zeitpunkt Tabellen-führende Takuya Izawa sowie der dritte der Meisterschaft, Takashi Kogure, gingen in Autopolis leer aus. Dadurch entstand das Kuriosum, dass derzeit Tsugio Matsuda (12 Punkte) mit seinem zweiten Platz in Suzuka sowie einem fünften Rang in Autopolis die Meisterschaft anführt. Einen Punkt dahinter befindet sich nach dem perfekten Autopolis-Wochenende bereits André Lotterer. Der Deutsche dürfte allerdings nur sehr unwahrscheinliche Chancen auf den Titel haben. Denn neben dem verpassten Saisonstart wird er, wie auch Loic Duval, den Saisonabschluss in Suzuka aufgrund ihres WEC-Engagements auslassen müssen. Da das Finale wie auch im letzten Jahr bekanntlich aus zwei Sprintrennen besteht, gehen beiden somit viele wertvolle Meisterschaftspunkte verloren. Punktgleich mit Lotterer auf Rang 3 und 4 befindet sich derzeit Takuya Izawa und Naoki Yamamoto. Letzterer ist mit dem vierten Platz in Suzuka sowie dem Bronzerang in Autopolis deutlich besser als noch letztes Jahr in die Saison gestartet. Einen etwas suboptimalen Saisonstart hatten hingegen Joao Paulo de Oliveira (Position 6 mit 6 Punkten) sowie Kazuki Nakajima (Platz 8 mit 3 Punkten). Insbesondere Nakjima hat einen Sieg auf dem Fuji Speedway bitter nötig, um nicht den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren. Sollte der ehemalige Formel-1-Pilot zu seiner alten Form zurückfinden, zählt er zusammen mit seinem Teamkollegen Lotterer, mit er sich im letzten Jahr auf Slick-Reifen ein sehenswertes und stets faires Duell auf dem halb-nassen, halb-trockenen Fuji Speedway lieferte, sowie Joao Paulo de Oliviera, Tsugio Matsuda, Takuya Izawa und Loic Duval zu den Hauptfavoriten auf den Sieg am Sonntag. Letzterer gewann auf Toyotas Haus- und Teststrecke übrigens zuletzt im Jahr 2009.Super Formula Fuji 2012 Yuji Kunimoto

Zu den schwarzen Schafen gehört unter anderem Takashi Kogure. Dem Nakajima-Racing-Piloten wäre ohne die technischen Probleme beim Saisonauftakt in Suzuka fast die Sensation geglückt, weshalb auf ihn ein besonderes Auge geworfen werden muss. Kogure wirkt in diesem Jahr wie ausgewechselt, weshalb er trotz des Nullers in Autopolis nach wie vor zu den Geheimfavoriten auf den Titel zählt. Für zumindest einen Podestplatz dürfte auch Naoki Yamamoto gut sein, der das Momentum aus dem vierten Platz aus Suzuka sowie dem dritten Rang in Autopolis nach Fuji mitnimmt. Ebenfalls im Auge behalten muss man Ryo Hirakawa. Der von den japanischen Medien schon als neues Supertalent gefeierte Rookie beendete die ersten beiden Rennen auf dem achten respektive siebten Platz. Er fiel nicht nur bei den offiziellen Testfahrten zu Beginn des Jahres positiv auf, sondern pilotiert auch jenen Wagen, mit dem Kazuya Oshima im vergangenen Jahr in Fuji Dritter wurde. Mit Mischbedingungen wie 2012 ist in diesem Jahr bei über sehr schwülen 32 Grad Außentemperatur hingegen nicht zu rechnen – laut aktueller Wetterprognose gibt es nur sehr minimale Chancen auf vereinzelte, kleinere Regenschauer. Insgesamt 55 Runden (250.965km) stehen auf dem Programm.

TV-Zeiten Fuji

An der aktuellen TV-Situation hat sich selbstredend nichts verändert. Wer das Rennen sehen möchte, muss erneut auf die mehr oder weniger beliebte Graualternative im Internet zurückgreifen. J Sports 3 überträgt am Sonntagmorgen ab 7 Uhr deutscher Zeit live. Der Rennstart erfolgt bereits 15 Minuten später um 7:15 Uhr.

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June 22 2013

09:00

Super GT: Calsonic Impul GT-R triumphiert in Malaysia

Drei Rennen, drei verschiedene Sieger: Am vergangenen Wochenende triumphierten erstmals in dieser Saison Tsugio Matsuda und Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R) in Sepang, Malaysia. Doppelerfolg hingegen für Honda in der GT300: Erstmals gewann der ARTA CR-Z GT (Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi) vor dem Schwesterwagen Mugen CR-Z GT. Es ist der zweite Sieg eines Hybrid-Boliden in der Super GT.

Super GT Malaysia 2013 Winners OliveiraMatsudaKobayashiTakagiVorzeitig zum Geburtstag zu gratulieren, bringt bekanntlich Unglück. Nicht so im Falle von Tsugio Matsuda, der am vergangenen Dienstag 34 Jahre alt wurde. Hierfür gab es nicht nur für ihn, sondern auch seinen Teamkollegen Joao Paulo de Oliveira und Team-Chef Kazuyoshi Hoshino (beide haben jeweils im Juli Geburtstag) eine große Geburtstagstorte. Die schien trotz Aberglaube Glück gebracht zu haben, denn der blaue Nissan münzte die Pole-Position in den ersten Saisonsieg von Nissan und damit auch von Impul um. In der GT300 durfte sich Honda hingegen über einen Doppelerfolg freuen. Fast schon in einer eigenen Liga duellierten sich die beiden CR-Z GTs von ARTA und Mugen. Am Ende triumphierten Shinichi Takagi und Takashi Kobayashi im roten ARTA CR-Z vor den Markenkollegen Hideki Mutoh und Yuhki Nakayama im weißen Mugen CR-Z GT. Es war der erste Sieg für den Hybrid-Boliden von Honda und der Zweite für einen Hybrid-Wagen in der Super GT nach dem Erfolg des Panasonic apr Prius GT (Toyota Prius) beim 500km-Rennen in Fuji.

 

GT500

Super GT Malaysia 2013 GT500 StartBei schwülen 34 Grad Außentemperatur (gefühlte 39 Grad), über 60 Grad Innentemperatur in den Autos und 42 Grad Asphalttemperatur wurde das dritte Saisonrennen der Super GT um 16 Uhr Ortszeit auf dem Grand-Prix-Kurs in Sepang, Malaysia, gestartet. Startfahrer Tsugio Matsuda konnte die Pole-Position mit seinem Calsonic Impul GT-R behaupten. Dahinter sortierten sich Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) sowie Andrea Caldarelli (KeePer Tom’s SC430) ein, die zur großen Überraschung in der Qualifikation schneller als die Honda waren. Dies war unter anderem einem Fahrfehler von Naoki Yamamoto (Weider Modulo HSV-010) geschuldet, der eine mögliche Bestzeit mit einem Fahrfehler ins Kiesbett warf. Einen Raketenstart legte Yuhi Sekiguchi (Reito Mola GT-R) von der sechsten auf die vierte Position hin. Trotz des guten Starts konnte sich Matsuda allerdings nicht von Hirate absetzen. Der Lexus-Pilot erhöhte stattdessen den Druck, konnte stellenweise sogar etwas schneller als der blaue Nissan und blieb dementsprechend an seinem HeckSuper GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-R.

Der Speed des Zent Cerumo SC430 kam überraschend, zumal man Toyotas Edelmarke aufgrund der Streckencharakteristik und sowie der bisherigen, fehlenden Erfolge in Malaysia, keine Favoritenrolle zusprach. In der vierten Runde verlor Kohei Hirate beim Anbremsen auf die letzte Kurve leicht die Balance seines Wagens, wodurch er milde das Heck von Matsuda touchierte, der sich wiederum im „side-by-side“-Duell gegen den Lexus auf der Zielgeraden behauptete. Im Hintergrund überholte indessen Yuhi Sekiguchi Andrea Caldarelli im KeePer Tom’s SC430. Sekiguchis Nissan ging in der Anfangsphase deutlich schneller als die Boliden der Konkurrenz, weshalb er nach nur wenigen Runden auf die beiden führenden aufschloss. Im sechsten Umlauf kam es jedoch zur Kollision zwischen Sekiguchi und Hirate, als letzterer den Bogen zur Gegengeraden von außen anfuhr, dabei den sich aber bereits innen befindenden Sekiguchi übersah. Das Resultat: Hirate wurde am Radkasten hinten rechts getroffen, drehte sich und fiel bis auf Position 12 zurück. Auch Yuhi Sekiguchi musste einbüßen. Zwar war keine allzu deutliche, sichtbare Beschädigung an der Front des schwarzen Mola Reito GT-R zu erkennen, der GT500-Rookie fiel aufgrund von Balance-Problemen zunächst aber vom dritten auf den fünften Rang zurück. Weiter vorwärts ging es für das Team auch im späteren Rennen nicht, zumal Sekiguchi vor seinem Boxenstopp auch noch von Ronnie Quintarelli (Motul Autech GT-R) eingangs Start/Ziel getroffen und umgedreht wurde. Die Schuld für die Kollision in der 22. Runde sahen die Rennkommissare beim Italiener: Im Duell mit dem Raybrig HSV-010 (Takuya Izawa / Takashi Kogure) verlor Quintarelli beim dicht Auffahren in der letzten Kurve die Balance und rutschte über die Vorderachse in den sich außen befindenden Reito Mola GT-R von Yuhi Sekiguchi. Der Motul Autech GT-R bekam aufgrund des vermeidbaren Unfalls eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Trotz der zwei Kollisionen beendeten Sekiguchi und sein Teamkollege Satoshi Motoyama das Rennen auf dem sechsten Platz. Für die Titelverteidiger Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida lief es an diesem Wochenende hingegen nicht ganz so gut. Am Ende überquerten sie im Motul Autech GT-R die Ziellinie auf dem neunten Rang, von dem sie auch ins Rennen gingen.

Doch zurück zu Kohei Hirate, denn das Pech ging für den Lexus-Fahrer weiter. In der neunten Runde platzte ihm aufgrund der Kollision mit dem Reito Mola GT-R der rechte Hinterreifen. Mit einem zerstörten, hinteren rechten Teil seines Wagens schleppte sich Hirate zurück an die Box. Am Ende sollte es für ihn und seinen Teamkollegen Yuji Tachikawa lediglich für den 14. und damit vorletzten Platz reichen. Ein bitteres Ende für die Cerumo-Truppe, zumal man das einzige Lexus-Team war, das dem Calsonic Impul GT-R Paroli bieten konnte. Je nach Rennverlauf wäre ein etwaiger Sieg nicht ausgeschlossen gewesen. Besonders bitter: Durch das schlechte Ergebnis in Malaysia rutschten die Vize-Champions vom zweiten auf den nunmehr vierten Rang in der Meisterschaft ab.

Super GT Malaysia 2013 Denso Kobelco SC430Mit dem Zent Cerumo SC430 sowie dem Reito Mola GT-R aus dem Weg begann die Verfolgungsjagd von Naoki Yamamoto (Weider Modulo HSV-010). Ebenfalls in der neuten Runde krallte er sich Andrea Caldarelli und verkleinerte peu à peu den Abstand zu Tsugio Matsuda. Letzterer beklagte sich zu diesem Zeitpunkt im Rennen über Untersteuern, weshalb er nicht ganz den Speed des Weider-Honda gehen konnte. In der 14. Runde kam es bereits zur Attacke von Yamamoto, doch Matsuda rettete sich durch den GT300-Überrundungsverkehr. Wohl auch ausgehend vom Untersteuern öffnete der Nissan-Pilot in der Kurve, in der Markenkollege Sekiguchi mit Kohei Hirate kollidierte, die Lücke für Yamamoto. Der Honda-Fahrer nutzte diese Einladung gnadenlos aus und vollendete den Führungswechsel eingangs der Start- und Zielgeraden. Die Michelin-Reifen des Weider Modulo HSV-010, die bei sehr heißen Temperaturen auf die Distanz erneut besser als ihre Pendants von Bridgestone zu funktionieren schienen, dürften wohl auch ein Vorteil für Naoki Yamamoto gewesen sein, denn er setzte sich binnen weniger Runden vom Calsonic Impul GT-R ab. Matsuda musste sich stattdessen nach hinten orientieren, wo sich der KeePer Tom’s SC430 näherte. Andrea Caldarelli, der auf den harten Bridgestone-Pneus startete, hatte nämlich noch genügend Reserven übrig. Bis zu den Boxenstopps konnte sich Tsugio Matsuda allerdings auf Rang 2 behaupten.

Die Stopps wurden in Runde 21 von Toshihiro Kanieshi (Keihin HSV-010) eröffnet, der den Wagen an seinen Teamkollegen Koudai Tsukakoshi übergab. Vier Runden später taten es ihm der Motul Autech GT-R sowie der KeePer Kraft SC430 gleich, ehe eine weitere Runde später der Raybrig HSV-010, der Denso Kobelco SC430 sowie der zum diesem Zeitpunkt zweitplatzierte Calsonic Impul GT-R ihre Mannschaften ansteuerten. Zur großen Überraschung war die Outlap von Daisuke Ito (KeePer Tom’s SC430) nicht sonderlich gut, weshalb sowohl Markenkollege Juichi Wakisaka (Denso Kobelco SC430) als auch Takashi Kogure (Raybrig HSV-010) sowie selbstverständlich der sowieso schon vor den Boxenstopps davor liegende Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R) vor ihm auf die Strecke zurückkehrten. Zu einer der besten Szenen des Rennens gehörte unter anderem der direkt nach den Stopps folgende Zweikampf zwischen Takashi Kogure und Daisuke Ito, den Kogure nach mehreren Kurven schlussendlich für sich entschied. Mit einem respektablen Abstand von rund zehn Sekunden steuerte Naoki Yamamoto seinen Weider-Honda im 27. Umlauf zum Service. Dort kam es zum Drama: Nach dem schnellen Stopp mitsamt Fahrerwechsel auf den Franzosen Frédéric Makowiecki sprang der Motor des Weider Modulo HSV-010 nicht mehr an – erst beim dritten Startversuch heulte das Aggregat wieder auf. Mit einer Stoppzeit von ganzen 55 Sekunden verlor das Team somit nicht nur die Führung, sondern fiel bis auf Position 7 hinter den Motul Autech GT-R zurück, der kurz darauf allerdings die zuvor angesprochene Durchfahrtsstrafe erhielt.Super GT Malaysia 2013 Raybrig HSV-010

Das Timing für den Stopp des Calsonic Impul GT-R hätte perfekter nicht sein können. Wieder in Führung liegend hatte Joao Paulo de Oliveira einige freie Runden, die es ihm ermöglichten, ohne dichten GT300-Überrundungsverkehr einen kleinen Abstand herauszufahren und dabei die Reifen nicht allzu zu sehr zu beanspruchen. Verfolgt wurde er von Juichi Wakisaka (Denso Kobelco SC430), Daisuke Ito (KeePer Kraft SC430) sowie Takashi Kogure (Raybrig HSV-010) und Koudai Tsukakoshi (Keihin HSV-010). Allesamt konnten allerdings nicht mit dem Speed des Brasilianers mithalten. Im Hintergrund dauerte es hingegen nicht lange, bis Frédéric Makowiecki seine Aufholjagd startete. Mit den Michelin-Reifen auf optimaler Betriebstemperatur biss sich der Franzose nicht nur durchs Feld, sondern brannte dabei mit 1:58.207 auch die schnellste Runde des Rennens in den Asphalt. Selbst die sich ablösende Klarsichtfolie auf seiner Frontschutzscheibe hielt den Honda-Piloten nicht auf. Makowieckis wahnsinnige Aufholjagd kam jedoch zu einem abrupten Ende, als er sich 14 Runden vor Schluss die Zähne am KeePer Tom’s SC430 von Daisuke Ito ausbiss. In den verbleibenden Runden griff Ito ganz tief in die Trickkiste, um den spürbar schnelleren Weider Modulo HSV-010 hinter sich zu halten. Vorne kontrollierte Joao Paulo de Oliveira hingegen mit rund drei Sekunden Vorsprung zu Juichi Wakisaka das Rennen. Drama dann in der letzten Runde: Abseits der Kameras kollidierte Daisuke Ito bei der Überrundung von Hisao Shigeta (Ghost in the Shell Porsche), wodurch der KeePer Tom’s SC430 in den Kies rutschte. Zu allem Übel zog sich Ito dabei auch noch einen Reifen- und Aufhängungsschaden hinten links zu. Im Schleichtempo rettete er den Wagen über die Ziellinie, wurde aufgrund der Kollision wie auch dem Ritt durchs Kiesbett und den entstandenen Schaden bis auf zehnten und damit letzten Punkterang zurückgereicht. Ein weiteres, sehr gutes Rennen des Teams, das am Ende leider unbelohnt blieb. Daisuke Ito stellte den KeePer Tom’s SC430 sichtlich enttäuscht direkt nach der Zieldurchfahrt an der Boxenmauer ab und musste wegen Erschöpfung sogar über diese gezogen werden. Hisao Shigeta (Ghost in the Shell Porsche) wurde für die Kollision im Anschluss an das Rennen schuldig gesprochen und erhielt eine nachträgliche Zeitstrafe von 30 Sekunden. Profiteure davon waren unter anderem der Weider Modulo HSV-010 und der Keihin HSV-010, die sich so auf Position 4 respektive 5 vorschoben.

Super GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-R GT500 WinnerDas jubelnde Duo in der Mitte des GT500-Podests war am Ende somit Tsugio Matsuda und Joao Paulo Oliveira, die gleichzeitig auch ihren ersten Sieg seit dem Sommer-Rennen in Fuji im letzten Jahr feierten. Für Nissan war es nicht nur der erste Saisonsieg, sondern auch der erste Sieg in Malaysia seit 2010. Damals gewannen Tsugio Matsuda und Ronnie Quintarelli, ebenfalls im Calsonic Impul GT-R. Bei aller Freude über den Sieg verhielten sich Joao Paulo de Oliveira und Tsugio Matsuda in der anschließenden Siegerpressekonferenz allerdings bescheiden: Der Wagen habe noch nicht die richtige Balance sowie den gewünschten Speed. Beides sind Baustellen, an denen man noch hart weiterarbeiten müsse. Matsuda gestand außerdem, dass der Weider Modulo HSV-010 etwas schneller an diesem Wochenende war. Eine Aussage, die sich so unterschreiben lässt. Ohne das Problem beim Boxenstopp, als der Motor nicht mehr sofort ansprang, hätte Weider Modulo Dome Racing vermutlich den dritten Erfolg in Folge in Malaysia gefeiert. Am Ende reichte es, auch dank der hervorragenden Aufholjagd von Frédéric Makowiecki, lediglich für den vierten Rang. Mit den Positionen 3 (Raybrig HSV-010), 4 (Weider Modulo HSV-010) und 5 (Keihin HSV-010) bestätigte Honda erneut die diesjährig bessere Form des Wagens. Durch den dritten Platz konnten Takuya Izawa und Takashi Kogure ihre Tabellenführung mit wertvollen Zählern zudem weiter ausbauen. Der zweite Platz von Hiroaki Ishiura und Juichi Wakisaka (Denso Kobelco SC430) entspricht der Voraussage. Sepang und der Lexus SC430, das hat in den vergangenen Jahren einfach nicht passen wollen. Bei einem anderen Rennverlauf wären allerdings wohl mehr Fahrzeuge von Toyotas Edelmarke in den Top 5 aufgetaucht. Größter Verlierer des vergangenen Sonntags dürften wohl Kohei Hirate und Yuji Tachikawa (Zent Cerumo SC430) gewesen sein. Zusammen mit dem Weider-Honda waren sie die einzigen, welche die Pace von Tsugio Matsuda und Joao Paulo de Oliveira mitgehen konnten.Super GT Malaysia 2013 GT500 Podium

Ähnliches gilt für Andrea Caldarelli und Daisuke Ito im KeePer Tom’s SC430. Nachdem das Duo in Fuji ein Auto fürs Podium hatte, allerdings in der Qualifikation durch technische Probleme eingebremst wurde, wurde erneut ein sehr gutes Rennen durch Pech (in diesem Falle die Kollision mit dem Ghost in the Shell Porsche aus der GT300 in der letzten Runde) nicht belohnt. Ein mögliches Top-5-Ergebnis warfen auch die Titelverteidiger Masataka Yanagida und Ronnie Quintarelli weg. Ohne die Durchfahrtsstrafe wäre ein Top-5-Ergebnis für den Motul Autech GT-R, der am gesamten Wochenende allerdings auch nicht wirklich in die Pötte kommen wollte, durchaus realistisch gewesen. Besonders bitter: Nach dem dritten Platz in Okayama sowie dem Ausfall in Fuji ergatterte man in Sepang nun lediglich ein mageres Pünktchen. In der Tabelle befinden sich die amtierenden Champions somit nur auf Position 9 mit bereits 22 Punkten Rückstand auf Izawa / Kogure wieder. Allerdings sollte es auch im letzten Jahr bis zum 1000km-Rennen in Suzuka dauern, bis man nach ähnlichen Startproblemen die Wende in der Meisterschaft einleitete. Ein schwieriges Wochenende erlebten erneut auch Michael Krumm und Hironobu Yasuda (D’station Advan GT-R). Noch im Rahmen der 24 Stunden am Nürburgring äußerte Michael Krumm gegenüber meinem Kollegen Flo, der so freundlich war und eine kurze Frage zur Super GT einwarf, dass die Yokohama-Reifen bei besonders heißen Temperaturen besser funktionieren sollten. Nach anfänglich guten Zeiten in den freien Trainings konnte das Team allerdings nicht den Anschluss an die Konkurrenz halten – im Rennen reichte es lediglich für den 13. Rang. Das Team hat laut Michael Krumm dennoch nicht die Motivation verloren und arbeitet bereits fieberhaft für das nächste Rennen im Sportsland Sugo.

Die Meisterschaft führen nach drei Rennen somit weiterhin Takuya Izawa / Takashi Kogure (35 Punkte) an. Neuer Zweiter sind nach Sepang nun Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira (31 Punkte), gefolgt von Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura (26 Punkte). Durch den Ausfall büßten Kohei Hirate / Yuji Tachikawa (23 Punkte) wertvolle Zähler ein, womit sie vom ursprünglich zweiten nun auf den vierten Tabellenrang abrutschten. Die Top-5 komplettieren Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi (21 Punkte).

Das nächste Super-GT-Rennen findet am 28.7.2013 im Sportsland Sugo statt. Im letzten Jahr gewannen überraschend Kazuya Oshima / Daisuke Ito im Eneos Sustina SC430. Überraschend deshalb, weil ähnlich Sepang die schöne Naturbahn im Sportsland Sugo charakteristisch eher den Nissan und Honda liegt. Für Überraschungen und genügend Renn-Action ist die Super GT aber schließlich immer gut.

aRennergebnis Malaysia GT500
aAktueller Fahrer-Meisterschaftsstand GT500
aAktueller Team-Meisterschaftsstand GT500

 

GT300

Super GT Malaysia 2013 GT300 StartIm Gegensatz zur GT500 verlief das Rennen der „kleinen“ GT300 deutlich ruhiger. Dies dürfte wohl auch der erneuten Dominanz der Hybrid-Fahrzeuge geschuldet sein. Anders als noch im April beim 500km-Rennen in Fuji waren es allerdings nur die beiden Honda CR-Z, welche die Pace angaben. Fuji-Sieger Morio Nitta und Koki Saga (Panasonic apr Prius GT) mussten nach Problemen in der Qualifikation vom 14. Rang ins Rennen gehen. Ob das Duo den Toyota Prius ähnlich Fuji erneut durchs Feld zumindest innerhalb die Top-5 hätten manövrieren können, blieb unbeantwortet. Wie bereits zum Saisonstart in Okayama schied der Wagen nämlich aufgrund von Antriebsproblemen in der neunten Runde aus.

Die GT300-Pole-Position sicherten sich erstmals in dieser Saison Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi (ARTA CR-Z GT) vor den Hybrid-Kollegen Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT). Takagi und Kobayashi schlugen somit die Qualifikationsdominanz des Subaru BRZ R&D Sport. Testuya Yamano und Kota Sasaki hatten sogar die Chance auf den Hattrick. Sasaki hatte jedoch in seiner schnellen Runde, die für die Pole-Position gut war, einen kleinen Fehler. Am Ende mussten sich die Subaru-Jungs somit mit dem dritten Startplatz begnügen, wodurch die komplette Top-3 in der Hand der Autos nach JAF-GT300-Reglement war.Super GT Malaysia 2013 ARTA CR-Z GT

Das Startduell gewann Shinichi Takagi (ARTA CR-Z GT) hauchdünn vor dem gut gestarteten Hideki Mutoh (Mugen CR-Z GT). Kota Sasaki musste seinen dritten Platz gleich in der ersten Kurve an den von Position 5 kommenden Manabu Orido (MonePa Lamborghini GT3) abgeben, der gleichzeitig auch am schlecht gestarteten Naoki Yokomizo (Endless Taisan Porsche) vorbeizog. Trotz des guten vierten Startplatzes erlebten die Titelverteidiger von Endless Taisan nach Okayama (Platz 10) und Fuji (Platz 20 nach einem Reifenschaden) erneut ein Wochenende zum Vergessen. Komplett an den Kameras vorbei verloren sie gleich in der Startphase den Anschluss an die Spitzengruppe. Kein Speed, keine gute Balance im Auto. Das Resultat: Rang 11, womit man nur knapp die Punkte verpasste. Die Titelverteidigung scheint mit lediglich einem mageren Pünktchen (und 35 Zählern Rückstand auf die Spitze) schon jetzt fast unmöglich. Komplett den Kopf in den Sand stecken wird das Team allerdings nicht. Das Gewichts-Handicap-System der Super GT funktioniert gut, so dass solche Abstände – auch wenn Gevatter Glück hier und da ein bisschen mitspielen muss – noch aufzuholen sind. Lediglich ein Punkt auf dem Konto bedeutet nämlich, dass der Endless Taisan Porsche nur 2kg an Zusatzgewicht mit sich herumschleppt. Für die beiden kommenden Rennen in Sugo und Suzuka ist das sicherlich kein zu unterschätzender Vorteil, sofern die allgemeine Performance des Wagens mitspielt. Aufgrund der längeren Distanz werden für das 1000km-Rennen in Suzuka zudem mehr Punkte verteilt. Ein Sieg auf der legendären Rennstrecke, bei gleichzeitigen Patzern der Konkurrenz könnte somit die entscheidende Wende bringen. Ein gutes Ergebnis in Sugo gilt hierfür allerdings als Voraussetzung. Ähnliches gilt für die Markenkollegen Masaki Kageyama / Tomonobu Fujii im Hankook Porsche. Die Vize-Champions erlebten einen ähnlichen Saisonstart wie die Taisan-Truppe (Rang 8 in Okayama, Platz 16 in Fuji). In Sepang schrieb der Hankook Porsche zudem ebenfalls einen Nuller, nachdem man in Runde 7 das Rennen aufgrund des Ausfalls der Servolenkung aufgab.

Super GT Malaysia 2013 Mugen CR-Z GTKomplett wie am Schnürchen lief es hingegen für den ARTA CR-Z GT sowie den Mugen CR-Z GT. Nachdem Shinichi Takagi die Angriffe von Hideki Mutoh in der Anfangsphase abwehren konnte, fuhr der erfahrene GT300-Pilot einen kleinen Abstand zum Hybrid-Marken-Kollegen heraus. Dahinter war es deutlich abwechslungsreicher. Nach einer komplett verkorksten Qualifikation gingen Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW) mit einer sehr aggressiven Strategie von Position 16 ins Rennen. Ziel war es, mit weniger Benzin einen kurzen, ersten Stint zu fahren und dabei so viele Autos wie möglich zu überholen. Die Theorie ging auf: Bereits nach 13 Runden befand sich Tatsuya Kataoka  auf dem elften Rang. Weit vor den ersten GT300-Stoppern übergab Kataoka anschließend an seinen Teamkollegen Nobuteru Taniguchi, der nun mit deutlich mehr Benzin an Bord sowie einer intelligenten wie auch ruhigen Fahrweise bei anfangs freier Fahrt den BMW Z4 auf einen der Startposition entsprechend sehr guten sechsten Platz manövrierte. Ähnliches versuchte das Team bereits im letzten Jahr. Damals blieb der bunte GSR Hatsunemiku BMW allerdings ohne Benzin in der letzten Runde auf Position 2 liegend stehen.Super GT Malaysia 2013 Gainer Dixcel SLS

Die eigentlichen Boxenstopps wurden überraschenderweise bereits im 23. Umlauf von Hideki Mutoh eröffnet. Aufgrund des Hybrid-Antriebs sind der Honda CR-Z wie auch der Toyota Prius besonders sparsam beim Benzinverbrauch. Allerdings wechselte die Mugen-Crew lediglich die Hinterreifen des CR-Z. Ziel war es, den nun im Wagen sitzenden Yuhki Nakayama mit zwei frischen Reifen und weiterhin freier Fahrt an der Box am ARTA CR-Z GT vorbeizuschieben. Die ARTA-Crew reagierte dementsprechend und holte Shinichi Takagi bereits eine Runde später ebenfalls zum Service. Wie auch die Markenkollegen wechselte das Team von Aguri Suzuki gleichfalls nur die Hinterreifen. Allerdings dauerte der Stopp ganze acht Sekunden länger, weshalb der Mugen CR-Z GT die Führung übernahm. Ebenfalls an der Box überholte der Subaru BRZ R&D Sport den MonePa Lamborghini GT3 und eroberte somit den dritten Rang zurück. Ein weiterer Profiteur der Boxenstopps waren Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS), die von Platz 7 ins Rennen starteten. Der SLS GT3 wird als der aktuell sparsamste FIA-GT3-Wagen in der Super GT gehandelt. Dies bestätigte Team Gainer nach der Demonstration in Okayama erneut, als man als eines der letzten Fahrzeuge zum Service abbog. Beim Boxenstopp schoben sich die derzeitigen Tabellenführer zwischen den Subaru BRZ sowie den MonePA Lamborghini GT3 auf Rang 4, der wiederrum eine deutlich längere Tankszeit als die anderen GT3-Maschinen aufweist.

Eine Schrecksekunde gab es in Runde 31, als Hiroki Yoshimoto (La Seine Lamborghini GT3) seinen rechten Vorderreifen auf der Gegengeraden verlor, nachdem beim kurz zuvor durchgeführten Boxenstopp die Radmuttern nicht richtig befestigt befestigt wurden. Glücklicherweise bemerkte Yoshimoto das Missgeschick schnell genug und befand sich bereits auf langsamer Fahrt, als sich der Reifen endgültig löste. An der Spitze hatte Yuhki Nakayama hingegen einen viersekündigen Vorsprung herausgefahren. Zehn Runden später hatte allerdings Takashi Kobayashi, der später im Interview zugab, eigentlich erst kurz vor Schluss angreifen zu wollen, um so seine Reifen besser zu schonen, den Abstand zum Mugen CR-Z GT komplett zugefahren. Zwei Runden später setzte er erfolgreich seinen Angriff, womit der ARTA CR-Z wieder in Führung ging. Direkt im Anschluss fuhr Takashi Kobayashi einen minimalen Abstand von zwei Sekunden heraus, den er auch bis zum Ende nicht mehr abgab.

Super GT Malaysia 2013 ARTA CR-Z GT GT300  WinnerHinter den beiden Honda-Hybrid-Boliden wurde es zum Ende hin noch mal deutlich spannender, als Katsuyuki Hiranaka (Gainer Dixcel SLS) den Abstand rundenweise auf Tetsuya Yamano im Subaru BRZ R&D Sport verringerte. Wohl auch den Druck von hinten spürend, verschätzte sich Yamano beim Überrunden des Mach GoGoGo Syaken Ferrari 458 (Tetsuji Tamanaka / Junichiro Yamashita), wodurch er sich in der letzten Kurve drehte, womit der Gainer Dixcel SLS problemlos die dritte Position übernahm. Yamano musste sich anschließend weiter nach hinten orientieren, weil Takayuki Aoki im MonePa Lamborghini GT3 ebenfalls vom Missgeschick des Subaru-Piloten profitierte. Ein spannendes Duell zwischen den beiden entbrannte, das Tetsuya Yamano letztlich für sich entschied. Takayuki Aoki hatte hingegen mit seinem nicht funktionierenden Cool-Suit zu kämpfen.Super GT Malaysia 2013 GT300 Podium

Am Ende waren es somit Shinichi Takagi und Takashi Kobayashi, die Honda den ersten Sieg des CR-Z GT in der Super GT bescherten. Für Kobayashi war es sogar der erste Sieg überhaupt in der Serie, während Takagki sich über seinen insgesamt 13. GT300-Sieg freuen durfte. Große Freude bei ARTA somit, die außerdem den ersten Sieg des Teams seit Fuji 2009 bejubelten. Das Podium komplettierten Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT) sowie Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS). Das Ergebnis ist überraschend, da die Charakteristik der Strecke eigentlich für die GT3- und gegen die GT300-Boliden sprach. Allerdings gab es im Vorfeld Unklarheiten über die tatsächliche Stärke des Honda CR-Z GT, zumal es der erste Auftritt des Wagens auf dem Grand-Prix-Kurs in Sepang war. 2012 konnte der Panasonic apr Prius GT zudem nicht mit dem Hybrid-Antrieb aufgrund der starken Im- und Exportbestimmungen für Lithium-Ion-Batterien starten — das Problem wurde dieses Jahr glücklicherweise behoben. Welcher der beiden CR-Z GT nun schneller war, lässt sich nicht eindeutig klären. Wie bereits in der Vorschau erwähnt, war der ARTA CR-Z GT aufgrund der zwei punktlosen Auftaktrennen ohne zusätzliche Gewichte unterwegs. Der Mugen CR-Z GT hatte hingegen ganze 38kg mehr an Bord. Dadurch entstand letztlich ein Vorteil, den Shinichi Takagi sowie Takashi Kobayashi für sich nutzen konnten.

Super GT Malaysia 2013 Race QueensMit Platz 4 erreichten Tetsuya Yamano / Kota Sasaki im Subaru BRZ R&D Sport ihr bislang bestes Saisonergebnis. Zwar gelang es Subaru respektive R&D Sport noch nicht, an die Performance in der Qualifikation (zwei Pole-Positions in Folge) anzuknüpfen, der vierte Platz in Sepang scheint aber einen Aufwärtstrend darzustellen. Auch in Sugo sollte man mit dem Wagen, in Qualifikation wie auch Rennen, rechnen. Etwas überraschend von der eigentlichen Pace entfernt waren am vergangenen Wochenende Kazuki Hoshino / Daiki Sasaki (S Road NDDP GT-R). Überraschend schaffte man in der Qualifikation auf Position 17 nicht den Sprung ins zweite Segment. Am Sonntag lief es hingegen ein bisschen besser. Mit Platz 10 eroberte man wenigstens das erste Saisonpünktchen, nachdem man in den ersten beiden Rennen jeweils vorzeitig ausschied.

Nach einem eher suboptimalen Fuji-Wochenende eroberten Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS) wichtige Punkte gen Meisterschaft. Diese wird von ihnen nach wie vor mit nun 36 Punkten angeführt. Die Luft oben wird allerdings dünner. Nach zwei starken Rennen sind Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (34 Punkte) den Sternkriegern mit lediglich zwei Pünktchen Abstand nämlich sehr dicht auf den Fersen. Dahinter befinden sich Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka (22 Punkte), Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi (20 Punkte) sowie Morio Nitta / Koki Saga (20 Punkte). Von einem Zweikampf ist in der GT300 aber noch lange keine Rede, zumal sowohl der Gainer Dixcel SLS als auch der Mugen CR-Z mit 72kg respektive 68kg beim nächsten Rennen im Sportsland Sugo die absolut schwersten Autos sein werden. Es wird interessant zu beobachten sein, ob die Hybrid-GT300-Gang ein weiteres Kapitel aufschlagen kann oder ob die GT3-Maschinen zurückschlagen werden. Im letzten Jahr gewann in Sugo der S Road NDDP GT-R vor dem Green Tec & Leon SLS sowie dem MonePA Lamborghini GT3 – allesamt Fahrzeuge, die vom Gewichts-Handicap profitierten und zum damaligen Zeitpunkt zu den leichtesten Fahrzeugen im Feld gehörten.

Rennergebnis Malaysia GT300
Aktueller Fahrer-Meisterschaftsstand GT300
Aktueller Team-Meisterschaftsstand GT300

Super GT Malaysia 2013 Grid Super GT Malaysia 2013 Grid 2 Super GT Malaysia 2013 Race Queens Super GT Malaysia 2013 GT500 Start Super GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-R Super GT Malaysia 2013 Denso Kobelco SC430 Super GT Malaysia 2013 Raybrig HSV-010 Super GT Malaysia 2013 GT500 Podium Super GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-R GT500 Winner Super GT Malaysia 2013 GT300 Start Super GT Malaysia 2013 ARTA CR-Z GT Super GT Malaysia 2013 Mugen CR-Z GT Super GT Malaysia 2013 Gainer Dixcel SLS Super GT Malaysia 2013 ARTA CR-Z GT GT300  Winner Super GT Malaysia 2013 GT300 Podium Super GT Malaysia 2013 Winners OliveiraMatsudaKobayashiTakagi

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June 15 2013

04:00

Super GT: Vorschau Round 3 Sepang (Malaysia)

Bereits zum zwölften Mal gastiert die Super GT auf dem Grand-Prix-Kurs in Sepang, Malaysia. Es ist auch in diesem Jahr das einzige Auslandsrennen der Serie, nachdem das für Mai geplante Einladungsrennen in Südkorea abgesagt wurde. Aufgrund der heißen Temperaturen sowie der hohen Luftfeuchtigkeit zählt das Rennen zu den anspruchsvollsten Stationen für Mensch und Maschine im Kalender.

Super GT Malaysia 2012 GT500 StartNachdem das ursprünglich für Mai geplante Einladungsrennen in Südkorea auf der Grand-Prix-Strecke in Yeongnam aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen der GTA sowie dem koreanischer Promoter abgesagt wurde, blieben die Super-GT-Motoren im Mai still. Für die Fahrer und Teams blieb somit allerdings genügend Zeit, um sich auf die heißen sowie schwülen Temperaturen in Malaysia einzustellen. Denn auch an diesem Wochenende werden in Sepang wieder Temperaturen um die 35 Grad erwartet. Von monsunartigen Wolkenbrüchen sollte die Super GT hingegen verschont bleiben.

Die Super GT gastiert in Malaysia bereits seit 2001. Zunächst als Einladungsrennen, mutierte der Lauf auf dem Grand-Prix-Kurs in Sepang bereits ein Jahr später zum Meisterschaftslauf. Nach Adam Ries würde dies entsprechend insgesamt dreizehn Rennen in Malaysia ergeben. 2003 wurde das Rennen allerdings aufgrund der SARS-Gefahr ersatzweise auf dem Fuji Speedway ausgetragen – unter dem mehr oder weniger ironisch klingenden Namen „Malaysian JGTC in Fuji Speedway“. Das Einladungsrennen im Jahr 2001 gewannen in der GT500 Juichi Wakisaka / Hideki Noda (Esso Ultra Supra). Für Toyota war es bislang der einzige Erfolg in Sepang. Den GT300-Triumph erlangten hingegen Yuji Ide / Masataka Yanagida (Unisia Jecs Sylvia). Die ersten Meisterschaftssiege feierten ein Jahr später hingegen Tsugio Matsuda / Ralph Firman (Mobil 1 NSX) in der GT500 respektive Haruhiko Matsumoto / Nobuteru Taniguchi (Matsumoto Kiyoshi Amemiya RX7 asparagus) in der GT300.

Der Sepang International Circuit erfordert aufgrund des Bekanntheitsgrades durch die Formel 1 wie auch MotoGP wohl keine Einführung, zumal die Super GT die gleiche Konfiguration fährt: 15 Kurven auf insgesamt 5,543km. In meinen Augen zählt sie zu den besseren Strecken des deutschen Architekten Hermann Tielke. Der Kurs selbst ist mit 22 Metern untypisch breit, weshalb die GT500-Fahrer, die bei den Überrundungen ohne Zeit zu verlieren eher härter ans Werk gehen, etwas mehr Platz als auf den japanischen Strecken haben werden. Zudem besitzt die Strecke zwei lange Geraden, die mit zwei Haarnadelkurven voneinander getrennt werden. Aufgrund der vielen engen Kurven sind die Fahrzeuge mit einem schnellen Kurvenfahrverhalten im Vorteil. Im folgendem eine Onboard-Aufnahme von Takuya Izawa im Raybrig HSV-010 aus dem Jahr 2010, um einen Eindruck der Super GT auf dem Kurs zu bekommen:

Wie auch bereits in den Jahren zuvor ist mit einem großen Besucheransturm zu rechnen, Laut der Tourismusbehörde in Kuala Lumpur ist die Super GT zudem ein Magnet für viele ausländische Besucher aus dem Rest Asiens. Selbst in Japan, zum Lauf in Fuji Ende April, haben die Promoter sowie die GTA selbst nochmals ordentlich die Werbetrommel für das als „Super GT International Series Malaysia“ genannte Event gerührt. Zu rechnen ist erneut mit etwas über 70.000 Besuchern am gesamten Wochenende (Ticketpreise ab umgerechnet, günstigen 25 Euro), die neben der Super GT auch den Asia Cup sowie einem Toyota-GT-86-Prominentenrennen ein umfassendes Rahmenprogramm abseits des Renngeschehens bekommen. Am Samstagabend wird es zudem mehrere Konzerte von in Malaysia sowie Asien bekannte DJs und Bands geben, zu denen alle Ticketbesitzer kostenlos Eintritt haben. Bereits im Vorfeld fand in Sepang und Umgebung ein großes Casting für malaysische Race Queens statt. Die Gewinnerin war unter anderem beim 500km-Lauf in Fuji als Promoterin zu gast.

GT500

Super GT Okayama 2013 Raybrig HSV-010 2Aufgrund der Streckencharakteristik sollte der Sieg in der GT500 lediglich über Honda oder Nissan gehen. Der Weider Modulo HSV-010 war in den letzten beiden Jahren (damals noch mit Takashi Kogure) siegreich. Interessant war im letzten Jahr, dass ausgerechnet die hohe Kurvengeschwindigkeit, eigentlich die Paradedisziplin des Boliden, als Achillesverse galt. Die Fahrer beklagten sich am Scheitelpunkt der Kurven über wahlweise Unter- wie auch Übersteuern. Dennoch gelang es Takashi Kogure und Carlo van Dam den Sieg in Malaysia einzufahren. Selbstredend spielte hierbei der Faktor Kogure auch eine Rolle. Für Honda sollte es jedoch der einzige Sieg der Saison bleiben. 2013 wirkt die Marke deutlich besser aufgestellt. Man erzielte einen Doppelsieg beim Auftakt in Okayama und konnte scheinbar die Probleme aus dem letzten Jahr beseitigen. Dass der beste Honda in Fuji hingegen lediglich auf Position 8 ins Ziel kam, war aufgrund der Streckencharakteristik nicht weiter verwunderlich. Zudem hatten die Teams überraschenderweise keine Aerodynamik-Updates installiert. Stattdessen nahm man einige Verbesserungen für das Rennen in Sepang vor. Neben neuen Luftauslassöffnungen auf der Motorhaube ist besondere der neue Swan-Neck-Heckflügel auffallend, der unter anderem auch in der DTM sowie bei Le-Mans-Prototypen anwendung findet. Dieser neue Heckflügel konnte im Fahrerlager am Freitag allerdings lediglich am Weider Modulo HSV-010, dem Epson HSV-010 sowie dem Raybrig HSV-010 gesichtet werden. Es ist wohl deshalb auszugehen, dass lediglich diese drei Boliden mit dem Update unterwegs sein werden. Der Weider Modulo HSV-010 ist zudem der einzige Honda, der den einzelnen, hinteren Auspuff verwendet.

Die Hauptfavoriten auf den GT500-Sieg dürfte somit Honda sein. Hierbei sei insbesondere der Raybrig HSV-010 (Takuya Izawa / Takashi Kogure) erwähnt. Das Duo, welches derzeit auch die Meisterschaft anführt, gewann bereits den Saisonauftakt in Okayama. Des Weiteren darf der Faktor Kogure in Malaysia nicht unterschlagen werden. Stören könnten die 48kg an Gewichts-Handicap. In wie fern der Zusatzballast allerdings eine Auswirkung auf den Wagen haben wird, wird sich erst frühestens zur Qualifikation zeigen. Ebenfalls auf der Rechnung ist selbstverständlich der Weider Modulo HSV-010 (Naoki Yamamoto / Frédéric Makowiecki), zumal der Wagen mit 14kg an Zusatzgewicht zu einem der leichteren Fahrzeugen gehört und zudem mit Michelin-Reifen unterwegs ist. Diese funktionieren unter sehr heißen Bedingungen besonders gut. Ähnliches gilt für den Keihin HSV-010 (Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi). In Okayama sicherte sich das Duo den Silberrang, in Fuji schied man hingegen nach einem Unfall aus. Mit 30kg Zusatzballast bewegt sich der Keihin-Honda im Gewichtsmittelfeld.Super GT Okayama 2013 Motul Autech GT-R

Hondas größter Gegner sollte am Sonntag Nissan werden. Der GT-R war zwischen 2007 und 2010 gleich dreimal hintereinander erfolgreich, zudem ist der Wagen aufgrund seiner schnittigen Bremsen nahezu auf Augenhöhe mit Honda. Gleichzeitig besitzt der GT-R einen höheren Top-Speed als die Honda. So waren es Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli (Motul Autech GT-R), die bis zu ihrem Ausfall als einzige mit den Lexus-Boliden in Fuji mithalten konnten. Mit 22kg Gewichts-Handicap zählt der Werks-Nissan zu den leichteren Wagen im Feld. Wie auch der Weider Modulo HSV-010 ist der Motul Autech GT-R mit Michelin-Pneus ausgestattet, die einen entscheidenden Vorteil in Malaysia bieten sollten. Im letzten Jahr blieben die Nissan in Malaysia jedoch überraschend glanzlos. Bester Wagen der Marke wurde der Calsonic Impul GT-R (Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira) auf Platz 5. Das Duo holte 2010 den letzten Sieg in Malaysia für die Marke aus Yokohama. Wie auch der Motul Autech GT-R bekommt der Calsonic-Nissan 22 zusätzliche Kilogramm aufgeladen. Das so genannte schwarze Schaf könnten Michael Krumm / Hironobu Yasuda (D’station Advan GT-R) sein. Zwar funktionieren die Trockenreifen von Yokohama nicht ganz so gut wie jene aus dem Hause Bridgestone und Michelin. Allerdings könnten die heißen Temperaturen den Unterschied ausmachen. Bereits letzte Saison war, unter anderem in Suzuka, als das Team den dritten Platz einfuhr, erkennbar, dass die Yokohama-Pneus bei besonders heißen Temperaturen deutlich besser funktionieren. Diese Hoffnung hat auch Michael Krumm, wie er meinem Kollegen Flo bei den 24 Stunden am Nürburgring verriet, der freundlicherweise eine Frage zur Super GT einwarf. Ein Vergleich mit dem letztjährigen Sepang-Lauf ist leider nicht möglich, da der D’station Advan GT-R bereits in der Anfangsphase aufgrund eines Reifenschadens ausfiel.

Super GT Okayama 2013 Zent Cerumo SC430Die große Unbekannte wird an diesem Wochenende Lexus sein. Die Streckencharakteristik passt nicht zum SC430, der noch in Fuji aufgrund seines deutlich höheren Top-Speeds das Feld dominierte. Wie bereits erwähnt gelang Toyota respektive Lexus lediglich beim Einladungsrennen 2001 (damals mit dem Toyota Supra) der einzige Erfolg in Malaysia. Seitdem fährt man dem Sieg hinterher. 2012 belegte die Marke immerhin die Position 2 bis 4, was genauso wie der Sieg zum Saisonauftakt Okayama, einer ebenfalls für den Boliden untypische Strecke, überraschend war. Eine Aussage für die Performance von Toyotas Edelmarke zu treffen ist deshalb schwierig. Das wohl derzeit stärkste Lexus-Duo, Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) – im letzten Jahr belegten sie in Sepang den zweiten Rang –, dürfte es aufgrund der 46kg an Zusatzballst eher schwierig haben. Ähnliches gilt für Sieger des 500km-Rennens in Fuji: Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430), die 40 zusätzliche Kilogramm mit sich herumschleppen. Nicht nur aufgrund des malaysischen Hauptsponsors Petronas möchte das Team ein besonders gutes Rennen abliefern, sondern auch um die Leistung aus Fuji zu bestätigen. Immerhin ist man hinter Izawa / Kogure sowie Tachikawa / Hirate auf Position 3 in der Meisterschaft. Ein besonderes Augenmerk sollte jedoch auf den Eneos Sustina SC430 (Yuji Kunimoto / Kazuya Oshima) gerichtet werden. In Fuji fuhr das Duo ihren orangenen Lexus beeindruckend nach Problemen in der Qualifikation von nahezu ganz hinten auf den dritten Rang. In Malaysia hat man 30kg Gewichts-Handicap an Bord.

GT300

Super GT Fuji 2013 apr Prius GTNachdem in der GT300 in Fuji Ende April erstmals mit dem apr Prius GT (Morio Nitta / Koki Saga) ein Hybrid-Wagen gewinnen konnte, sollten die Autos nach JAF-GT300-Reglement in Sepang eher im Nachteil sein. Zwar haben, insbesondere die drei Hybrid-Renner von Toyota und Honda, auf der Geraden ordentlich Tempo, besitzen allerdings eine geringere Kurvengeschwindigkeit als die europäischen, FIA-GT3-Maschinen. Die 40kg Zusatzballast im Toyota Prius sowie 38kg im Mugen CR-Z GT (Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama) sollten zudem ebenfalls nicht sonderlich hilfreich sein. Eine Platzierung in den Top 10, auch weil Sepang zwei lange Geraden besitzt, halte ich dennoch für realistisch. Profitieren könnte der ARTA CR-Z GT (Shinchi Takagi / Takashi Kobayashi), da man in den ersten beiden Saisonrennen aufgrund von technischen Problemen keine Punkte einfahren konnte und dementsprechend kein Gewichts-Handicap erhält. Erfreulich: Alle drei Hybrid-Boliden können dieses Jahr mit ihrem Hybrid-Antrieb in Malaysia an den Start gehen. Im letzten Jahr verbaten es die strengen Im- und Exportbestimmungen bei Lithium-Ionen-Batterien, dass der Toyota Prius (zu dem Zeitpunkt einziger Hybrid-Wagen in der Serie, der Honda CR-Z gab sein Debüt erst in Sugo) ohne dessen Hybrid-Antrieb fahren musste.Super GT Malaysia 2012 Hankook Porsche

Für eine angenehme Überraschung könnte hingegen der Subaru BRZ R&D Sport (Tetsuya Yamano / Kota Sasaki) sorgen. Der Wagen besitzt eine hohe Kurvengeschwindigkeit sowie guten Top-Speed auf den Geraden. Weshalb Subaru die beiden Pole-Positions aus den ersten beiden Saisonrennen bislang in noch kein besseres Rennergebnis ummünzen konnte, ist eher den technischen Kinderkrankheiten des neuen BRZ wie auch den äußerlichen Umständen geschuldet. In Fuji mussten Tetsuya Yamano sowie Kota Sasaki bereits nach wenigen Runden aufgeben, in Okayama arbeitete der Michelin-Reifen hingegen nicht so wie erwartet. Da die Pneus des französischen Herstellers beim BRZ, im Gegensatz zu denen der GT300-Konkurrenz, auf jenen der GT500-Klasse basiert, könnten die heißen Bedingungen am Wochenende in Subarus Hände spielen. Der Vorteil liegt dennoch bei den europäischen Wagen. Hierbei seien insbesondere der Hankook Porsche (Masami Kageyama / Tomonobu Fujii) – gewannen in Malaysia 2012 – sowie die Titelverteidiger Kyosuke Mineo / Naoki Yokomizo (Endless Taisan Porsche) erwähnt. Für beide Teams lief es in dieser Saison noch nicht ganz so rund. Der Hankook Porsche erreichte lediglich in Okayama mit Rang 8 die Punkte. Für die Titelverteidiger lief es mit einem zehnten Platz zum Saisonstart sowie einem Reifenschaden in Fuji sogar noch schlechter. Das Ergebnis: Ein mageres Pünktchen für die GT300-Champions. Sepang könnte deshalb die Wende für die beiden Porsche sein. Mit 6kg (Hankook Porsche) sowie 2kg (Endless Taisan Porsche) an Zusatzgewicht zählen die beiden Fahrzeuge zudem zu den leichtesten im Feld.

Super GT Fuji 2013 GSR Hatsunemiku BMW Z4Ebenfalls zu den Favoriten zählt der GSR Hatsunemiku BMW (Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka). 2011 noch als erster die Ziellinie überquert, legte der dreifache Sepang-Gewinner Nobuteru Taniguchi im vergangenen Jahr eine beeindrucke Aufholjagd von ganz hinten hin. Die Mühe, die im zweiten Rang geendet hätte, blieb allerdings unbelohnt, als ihm in der letzten Runde das Benzin ausging – das Team hatte beim Boxenstopp mit Risiko zu knapp kalkuliert. Der bunte Itasha-BMW (Itasha bedeutet, dass ein Wagen im Manga/Anime-Look gestaltet ist) besitzt nach dem zweiten Platz in Fuji sowie dem neunten Rang zum Saisonauftakt 34 zusätzliche Kilogramm. Ein großes Fragezeichen steht hingegen hinter den derzeitigen Tabellenführern Katsuyaka Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS). Mit 50kg Gewichts-Handicap ist der schwarze Mercedes-Bomber mit Abstand  das schwerste Fahrzeug im Feld. In Okayama noch souverän, auch dank der hervorragend funktionierenden Dunlop-Reifen, gewonnen, taten sich Hiranaka und Wirdheim auf dem Fuji Speedway hingegen schwer. Dank einer guten Strategie erreichte man am Ende unauffällig immerhin noch den sechsten Platz. Ebenfalls im Kampf um die Top-Positionen auftauchen sollten die Lamborghini Gallardo GT3, insbesondere der La Seine Lamborghini GT3 (Hideki Yamauchi / Hiroki Yoshimoto  sowie der MonePa Lamborghini GT3 (Manabu Orido / Takayuki Aoki). Letztere hatten in den vergangenen beiden Rennen jeweils großes Pech, weshalb man trotz des guten Speeds punktlos blieb.

Nicht in Sepang dabei ist der OGT Bonds Racing GT-R (Igor Sushko / Yuji Ide). Der Russe Sushko wird allerdings einmalig Fairuz Fauzy im Iwasaki apr R8 ersetzen. Sushko kennt den Audi R8 aus seiner bisherigen Rennkarriere, weshalb ihm die Umstellung vom Nissan Nismo GT-R GT3 leicht fallen sollte. Der Austausch ist für Fauzy allerdings besonders bitter, denn Malaysia wäre sein Heimrennen gewesen.

TV-Zeiten Sepang Super GT Malaysia 2012 Grid

Aufgrund der Hitze werden Qualifikation und Rennen erst am Nachmittag ausgetragen. Für Deutschland bedeutet dies, dass man dieses Mal nicht ganz so früh aufstehen muss. J Sports 1 beginnt die Übertragung der Qualifikation am Samstag um 10:20 Uhr deutscher Zeit. Am Sonntag geht J Sports 3 um 9:30 Uhr auf Sendung; der Rennstart erfolgt eine halbe Stunde später um 10 Uhr. Dies entspricht 16 Uhr Ortszeit respektive 17 Uhr japanischer Zeit. Da sich an der TV-Situation wenig überraschend nichts geändert hat, muss zum Schauen erneut die Graualternative im Internet herangezogen werden.

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August 19 2012

03:10

Super GT: Live-Ticker Round 5 International Pokka 1000km Suzuka

Die 1000km von Suzuka, das International Pokka 1000km, ist nicht nur eines der prestigeträchtigsten und legendärsten Rennen Japans, sondern gleichzeitig auch der absolute Saisonhöhepunkt der Super GT. Seit 2009 wurde das Rennen auf 700km und im letzten Jahr in Folge der schlimmenden Naturkatastrophe auf 500km verkürzt. In diesem Jahr feiert die komplette Distanz hingegen wieder ihre Rückkehr — und wie zu allen Läufen der Super GT, bieten wir auch zum füften Meisterschaftslauf unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker an.

In meiner ausführlichen Vorschau sprach ich noch davon, dass Nissan in Suzuka unbedingt gewinnen sollte, wenn der Meisterschaftszug nicht vorzeitig abfahren soll. Einen ersten Schritt in diese Richtung gingen in der Qualifikation bereits Masataka Yanagida und sein Teamkollege Ronnie Quintarelli, als sie ihren S Road Reito Mola GT-R mit 1:51.554 auf die Pole Position stellten. Die restlichen Plätze unter den besten Fünf teilen sich Lexus und Nissan auf: Ebenfalls aus Startreihe eins startend ist der Denso Kobelco SC430 (1:51.875), dahinter gesellen sich der Sieger aus Sugo, der Eneos Sustina SC430 (1:51.951), der Motul Autech GT-R (1:51.975) sowie der Calsonic Impul GT-R (1:52.337). Honda befand sich in der Qualifikation erneut im Niemandsland, lediglich der Keihin HSV-010 schaffte es ins dritte Segment. Das Duo Kaneishi/Tsukakoshi geht von Position 6 ins Rennen. Die Qualifikation der GT300 endete mit einer kleinen Überraschung: Nachdem der triple a vantage GT3 aufgrund einer zu hohen Spritmenge im Tank alle Zeiten gestrichen bekam, startet Hondas Hybrid-Wagen, der CR-Z von Team Mugen, von der Pole Position (2:02.130). Die Top 5 werden vom S Road NDDP GT-R (2:02.885), dem GSR Hatsunemiku BMW (2:02.987) sowie dem Subaru BRZ (2:03.175) und dem MonePa Lamborghini GT3 (2:03.287) komplettiert. Das Rennen über 1000km (175 Runden) verspricht einiges an Spannung, zumal die Temperaturen über 30 Grad die Strecke in ein Dampfbad verwandeln werden. Den Link zum Live-Ticker gibt’s nach dem Sprung.Da die Einbidung unseres neuen Live-Ticker-Systems innerhalb die Artikel leider noch nicht möglich ist, muss zunächst noch die Untersteite angesteuert werden. Nach dem Rennen werde ich den Live-Ticker zusätzlich hier aber noch erneut zum nachlesen archivieren.

aLive-Ticker

aQualifikations-Ergebnis GT500

aQualifikations-Ergebnis GT300

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August 17 2012

19:26

Super GT: Vorschau Round 5 International Pokka 1000km (Suzuka)

Neben dem Grand Prix der Formel 1 und sogar noch vor den Suzuka 8 Hours, sind die 1000km von Suzuka, das International Pokka 1000km, wohl das legendärste und prestigeträchtigste Rennen Japans. Gleichzeitig stellt es den Saisonhöhepunkt der Super GT dar. Nachdem die Renndistanz seit 2009 häufiger gesenkt wurde, findet es in diesem Jahr erstmals wieder über die komplette Distanz von 1000km statt.

Die Geschichte des Rennens, das in diesem Jahr bereits zum 41. Mal stattfindet, geht weit zurück: Drei Jahre nach dem ersten Formel-1-Grandprix in Japan, fand 1966 erstmals der Langstrecken-Klassiker – damals noch über 500km – auf dem Suzuka Circuit statt. Seitdem änderten die Organisatoren die Distanz, abgesehen von zwei Ausnahmen über jeweils 12 Stunden in den Jahren 1967 sowie 1969 – auf die heute bekannten 1000km.

Während das Rennen bis 1982 noch ohne Meisterschaftsintegrierung stattfand, wurde es im folgenden Jahr Teil der All Japan Sports Prototype Championship, einer inländischen Serie in der hauptsächlich Fahrzeuge der legendären Gruppe C sowie IMSA GTP Prototypen fuhren. Nachdem die Japanese Automobile Federation (JAF) die JSPC Ende 1992 auflöste und im darauffolgenden Jahr die JGTC (die sich bekanntlich 2005 in die heutige Super GT umbenannte) gründete, wanderte bereits 1992 das 1000km-Rennen zur der sich in ihrem letzten Jahr befindlichen Sportwagen-Weltmeisterschaft (WSC) über. Nachdem das Rennen 1993 dann einmalig Teil des JGTC-Kalenders war, wanderte es 1994 zur BPR Global GT Series, dem Vorgänger der 1997 gegründeten FIA GT. Die Abkürzung BPR stand übrigens für die Nachnamen der Seriengründer: Jürgen Barth, Patrick Peter und dem Weltmeister im GT-Serien gründen, Stéphane Ratel. Lediglich in den Jahren 1996 sowie 1997 waren die 1000-Kilometer in die FIA-GT-Meisterschaft integriert. In den darauffolgenden Jahren fand der Langstreckenklassiker hingegen wie in den Anfangsjahren als eigenständiges Event statt, an denen hauptsächlich die Teams der JGTC teilnahmen. Zwar waren die GT500- sowie GT300-Boliden in den Jahren zuvor als Gaststarter ebenfalls startberechtigt, was allerdings nur wenige Teams auch tatsächlich nutzten. 2006 fand das Internatonal Pokka 1000km im Kalender der Super GT endlich sein neues zu Hause. Als Gegenmaßnahme der hohen Kosten, insbesondere im Zuge der Weltwirtschaftskrise, reduzierte man die Renndistanz im Jahr 2009 zunächst auf unbestimmte Zeit auf 700km. Nach der verheerenden Naturkatastrophe im März 2011, wurde das Rennen auf 500km gekürzt. Es ist daher umso erfreulich, dass die 1000km in diesem Jahr wieder ihr Comeback feiern!

Den Rekord mit den meisten Siegen hält Kunimitsu Takahashi inne, der den Langstrecken-Klassiker insgesamt vier Mal (1973, 1984, 1985, 1989) gewann. Takahashi mag international zwar nicht so bekannt wie Satoru Nakajima, Aguri Suzuki oder Kazuyoshi Hoshino sein, dennoch ist auch er eine Legende des japanischen Motorsports. Oftmals gerne als der „Vater des Drifts“ bezeichnet, nahm er 1977 am Japan-Grand-Prix der Formel 1 teil. Bei seinem lediglich einzigen F1-Rennen übernahm er das Steuer des gleichen Tyrells, den ein Jahr zuvor Kazuyoshi Hoshino pilotierte, und erreichte den neunten Platz. Takahashis Karriere begann zunächst aber im Motorradrennsport, wo er 1961 in Hockenheim auf einer 250cc-Maschine von Honda als erster Japaner ein Grand-Prix-Rennen gewann. Es sollten noch drei weitere Siege folgen, ehe er sich 1962 beim Isle of Man TT schwer verletzte und 1965 in den Automobil-Rennsport wechselte. Neben seiner Karriere in der Japanese Formula 3000 nahm Kunimitsu Takahashi zwischen 1986 und 1996 achtmal an den 24 Stunden von Le Mans teil. Den größten Erfolg erreichte er dort 1995, als er in einem Honda NSX die GT2-Klasse gewann. Von 1993 bis 2007 war Takahashi außerdem der Vorsitzende der GTA und damit direkter Vorgänger von Masaaki Bandoh. Aus deutscher Sicht gewannen erst drei Piloten das International Pokka 1000km in Suzuka: 1997 Marcel Tiemann zusammen mit Alessandro Nannini im Mercedes-Benz CLK-GTR, 1998 Bernd Schneider zusammen mit Mark Webber im Mercedes-Benz CLK LM sowie 2007 André Lotterer zusammen mit Juichi Wakisaka und Oliver Jarvis.

Der Suzuka Circuit selbst benötigt keine große Einführung. Zusammen mit dem Fuji Speedway stellt die Strecke, die bereits im Frühjahr dieses Jahres ihren 50. Geburtstag feierte, den international bekanntesten Kurs Japans dar. Viele Fans und Fahrer bezeichnen die 5,807 km lange Strecke als eine der besten Rennstrecken der Welt. Die außergewöhnliche und einmalige Form einer 8 sowie die insgesamt 17 Kurven mit Namen wie Degner (benannt in Ehren nach dem 1983 verstorbenen Motorrad-Rennfahrer Ernst Degner, der just an dieser Stelle 1963 einen schlimmen Feuerunfall erlitt), Spoon, Dunlop aber auch Hairpin und natürlich die schnelle 130R entzücken Fans sowie Fahrer gleichermaßen. Jene 130R ist es allerdings auch, die nicht nur als schnelle und gefährliche (Mut-)Kurve gilt, sondern über die Jahre auch mehrmals aufgrund schwerer Unfälle aus aSicherheitsgründen umgebaut wurde. Während die Kurve mit der vergrößerten, asphaltierten Auslaufzone für Autorennen sicherer wurde, verstarb beim MotoGP-Japan-Grand-Prix Daiijiro Kato, als er aufgrund eines technischen Defekts in der 130R die Kontrolle über seine Maschine verlor. Es war das letzte Suzuka-Rennen der Motorrad-Weltmeisterschaft, ehe man aus Gründen der Sicherheit auf den deutlich langsameren und für Motorräder wohl auch sicheren Straßenkurs des Twin Ring Motegi wechselte.

Suzuka ist auch jener Ort, an dem die NASCAR 1996 sowie 1997 jeweils ihre beiden NASCAR Thunder 100-Einladungsrennen auf dem 2,3km langen Ostkurs austrug, auf dem auch die WTCC seit 2011 unterwegs ist. Während das Rennen 1997 aufgrund des erstmaligen Einsatzes von Regenreifen in die NASCAR Sprint Cup-Geschichte einging, verstarb im Jahr zuvor Pace-Car-Fahrer Elmo Langley auf tragische Weise, als er in den S-Kurven während einer Evaluierungsrunde einen Herzinfarkt erlitt.

Wie eine Super-GT-Runde auf dem Suzuka Circuit aussieht, soll folgende Onboard-Aufnahme von Takashi Kogure im Weider HSV-010 aus dem Jahr 2010 verdeutlichen:

 

 

GT500

Die Marke der Stunde ist derzeit Lexus. Drei von vier Siegen, zwei dazu auf Strecken, die dem SC430 ursprünglich eigentlich nicht liegen sollten. Obwohl die Statistik auf eine nahezu unschlagbare Übermacht schließen lässt, hatten die Piloten von Toyotas Edelmarke für ihre Erfolge, abgesehen von Sugo, zu kämpfen. Dennoch gelten auch in Suzuka insbesondere der Zent Cerumo SC430 (mit 88kg Gewichts-Handicap der schwerste Wagen im Feld) aber auch der Denso Kobelco SC430 (76kg) zu den absoluten Favoriten. Insbesondere nach dem starken Auftritt in Sepang und dem Sieg in Sugo, darf aber auch der Eneos Sustina SC430 (64kg) nicht vergessen werden, genauso wie der Petronas Tom’s SC430 (58kg). Letzter erreichte in Sugo nach langer Durststrecke das erste Podium seit 2010, während es für den Eneos Sustina SC430 der erste Sieg seit 2006 war. Beide Fahrzeuge machten an den zwei offiziellen Testtagen Ende Juli in Suzuka ebenfalls eine gute Figur (zweit- und drittschnellste Zeit hinter dem S Road Mola GT-R), wenn auch der Regen genauso wie das Ausprobieren von neuen Teilen keinen direkten Aufschluss über die tatsächliche Stärke gaben. In wie fern die Zusatzgewichte, welche die Top-Lexus-Wagen mit sich tragen, einen Einfluss auf die Performance haben werden, wird sich spätestens in der Qualifikation zeigen.

Im letzten Jahr war Nissan mit fünf von acht Siegen die dominierende Marke in der Super GT. Heuer stehen sie, trotz einiger guten Chancen, mit noch null Siegen hingegen etwas abgeschlagen hinter Lexus und Honda im Klassement. Zurückzuführen ist dies allerdings nicht auf eine mögliche, schlechte Performance des Wagens, sondern eher auf eigene Fehler und das nicht vorhandene Rennglück. In Okayama war laut Michael Krumm (Motul Autech GT-R) beispielsweise die Reifentemperatur ein großes Problem, die während des Rennens nicht das Betriebsfenster erreichte, welches benötigt wurde. Gleichzeitig schlichen sich bei Quintarelli/Yanagida (S Road Mola GT-R) sowie Oliveira/Matsuda) Reifenschäden, Fahrfehler und Kollisionen ein, mit dem wohl gröbsten, unglücklichsten Fehler in Sugo, als Joao Paulo de Oliveira nach einem guten Start zu früh die Spur wechselte, den Eneos Sustina SC430 traf und dabei Markenkollegen Satoshi Motoyama im Motul Autech GT-R sowie sich selbst ins Aus riss. Dies war eines der Rennen, die Nissan hätte gewinnen können. So steht bislang „lediglich“ ein guter, dritter Platz in Fuji von Krumm/Motoyama als bestes Resultat auf dem Papier. Aufgrund der fehlenden Erfolge gehören alle vier Nissan GT-Rs aber immerhin zu den leichtesten GT500-Boliden im Feld, auch wenn alle Fahrer-Duos die fehlenden Kilos wohl sicherlich gegen wertvolle Meisterschaftspunkte eintauschen würden. Nicht nur weil es bei einer Distanz von über 700km ein paar Punkte extra vergeben werden (der Sieger erhält beispielsweise 25 anstatt der üblichen 20 Zähler), ist der Sieg für eines der Nissan-Fahrzeuge Pflicht. Suzuka leitet auch die zweite Hälfte der Meisterschaft ein. Wenn man nicht weiter Boden verlieren und um den Titel noch kämpfen möchte, muss ein Sieg her, der in Suzuka aufgrund der Prestige und der leicht höheren Punktzahl sogar noch wertvoller ist. Interessant wird zu beobachten sein, in wie fern Nissan die bereits im Juli getesteten, neuen Teile an diesem Wochenende einsetzen wird. Auffallend war an den Testtagen eine schwarze Montur auf der Motorhaube des S Road Mola GT-R, die laut Nismos Team-Chef Kunihiko Kakimoto als Gegenmaßnahme für die Hitze gedacht sei. Hintergrund sei derer, dass insbesondere durch die der Vergrößerung der Lüftungsgitter zu den Sommerrennen auf insgesamt 25mm, die Montur die Hitze effektiver vom Kühler ausfließen lassen soll.

Überhaupt wird die Hitze eine zentrale Rolle spielen. Fürs Wochenende sind über 30 Grad vorhergesagt, was zu Temperaturen über 60 Grad in den Autos führen wird. Nissan war die erste Marke, die trotz eines minimalen PS-Verlustes auf eine Klimaanlage setzte. Honda zog ihnen in diesem Jahr gleich, lediglich Lexus verzichtet derzeit noch auf die bessere Alternative zu den Cool-Pads in den Rennanzügen der Fahrer. Es ist auch davon auszugehen, dass sie nicht extra für Suzuka nachgerüstet haben. Die Fahrer werden es ihnen sicherlich danken… Ein großes Fragezeichen steht nach Sugo hinter Honda. In Okayama und Fuji noch um den Sieg gekämpft, gelang es dem Duo Kogure/van Dam den Erfolg aus dem letzten Jahr in Sepang zu wiederholen. In Sugo ist die Marke hingegen im Niemandsland verschwunden. Im Rennen spielten die HSV-010s überhaupt keine Rolle. Erst auf Position 7 kam mit dem Weider HSV-010 der erste Wagen ins Ziel. Die schnellste Rennrunde von Koudai Tsukakoshi (Keihin HSV-010) konnte da nicht drüber hinwegtäuschen, dass man in ernsten Problemen war. Grund hierfür soll laut eigener Aussage ein mysteriöses Übersteuern am Scheitelpunkt der Kurven, insbesondere in denen des zweiten Sektors, gewesen sein. Dadurch war man nicht nur in den Kurven langsam, sondern hatte auch nicht genügend Schwung beim beschleunigen und folglich eine geringere Höchstgeschwindigkeit. Bei den beiden offiziellen Testtagen in Fuji am 8. und 9. August testete Honda neue Seitenspiegel, die direkt an der Finne auf dem Kotflügel montiert sind. Die Fahrer mussten sich an die neuen, so genannten „Fender Mirros“ erst noch gewöhnen, außerdem seien wohl keine signifikanten Unterschiede der Neuentwicklung, die speziell für Suzuka getestet wurde, bemerkbar gewesen. Ersten Fotos aus dem Fahrerlager zufolge, hat man die neuen „Fender Mirrors“ an diesem Wochenende wohl auch nicht dabei, oder nicht an allen HSV-010s montiert.

Besonders interessant war Suzuka in der Vergangenheit immer deshalb, weil alle drei GT500-Marken in jedem der drei Sektoren unterschiedlich stark waren, was zu einer sehr gesunden und spannenden Ausgeglichenheit führte. Einen Sieger zu tippen ist deshalb unmöglich. Im letzten Jahr gewannen Kakashi Kogure und Loic Duval im Weider HSV-010 vor Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida im S Road Mola GT-R ein unglaublich spannendes, vom Regen aufgemischtes und mit einigen Zwischenfällen ausgestattetes Rennen. Zwar waren es „nur“ 500km, für mich persönlich war es trotzdem, serienübergreifend, dass beste Rennen des Jahres. Der Regen sollte in diesem Jahr keine Rolle spielen, auch wenn über die gesamte Renndistanz von gut sechs Stunden hier und da die geringe Möglichkeit auf vereinzelte Tropfen besteht. Aufgrund der heißen Temperaturen sowie der hohen Luftfeuchtigkeit sollten etwaige, kurze Niederschläge aber keine Probleme bereiten. Alle GT500-Teams setzen in diesem Jahr übrigens keinen dritten Gastfahrer ein.

 

aEntry List GT500 (mit Gewichtsangaben)

 

GT300

Bei dem intensiven Kampf um die GT500-Krone kann die GT300 durchaus untergehen, wenn auch die „kleinere“ der beiden Klassen in Sugo das deutlich bessere Rennen ablieferte. Alle Augen sind nach dem Sieg des NDDP GT-R GT3 natürlich auf Nissans Nachwuchs-Team gerichtet. Die Charakteristik des Suzuka Circuits passt in der Theorie zum einzigen, japanischen GT3-Boliden im Feld. Zusätzlich zählt der Wagen des Duos Yuhi Sekiguchi / Katsumasa Chiyo zu einem der Effizientesten im Spritverbrauch, was man durchaus nicht von allen GT3-Fahrzeugen behaupten kann. Unterstützung bekommt das Team in Form des Gaststarters Daiki Sasaki, der seit 2010 in der Japanese Formula 3 unterwegs ist. Einige, wenn auch nicht alle, GT300-Teams setzen bei den 1000km auf Unterstützung in Form eines dritten Fahrers. Der bekannteste dürfte dabei Richard Lyons sein, der Akihiro Tsuzuki und die Schweizerin Cyndie Allemann im Zent Audi R8 LMS unterstützen wird. Lyons fuhr in diesem Jahr bereits in Fuji als Ersatz für Loic Duval, der aufgrund einer Terminkollision für Audi in Spa unterwegs war. Im Jahr 2004 gewann Lyons zudem die Meisterschaft in der GT500. Eine bessere Unterstützung hätte sich Hitotsuyama Racing nicht holen können.

Ein weiterer Bekannter in der Super-GT-Szene gibt an diesem Wochenende ebenfalls sein Comeback. Akihiko Nakaya wird das Duo Hironori Takeuchi / Haruki Kurosawa im Green Tec & Leon SLS unterstützen, der in Sugo zweiter wurde. In wie fern sich Nakaya, der in der Vergangenheit unter anderem mit einem Mitsubishi FTO unterwegs war, sich auf den SLS in solch einer kurzen Zeit einstimmen wird können, bleibt abzuwarten. Es ist dennoch schön sein Gesicht wieder im Fahrerlager zu sehen. Im Gegensatz zu Team Mugen, die keinen dritten Fahrer als Unterstützung für Daisuke Nakajima und Hideki Mutoh im CR-Z GT engagiert haben, werden Morio Nitta und Koki Saga im Hybrid-Prius von Yuichi Nakayama, ebenfalls einem japanischen Formel-3-Youngster, unterstützt. Ähnlich Team Mugen setzen auch einige weitere Teams lediglich auf ihre beiden Stammpiloten, die prominentsten davon dürften wohl beide BMW Z4s, aber auch der Hankook Porsche, der Endless Taisan 911 sowie der Subaru BRZ sein. Letzterer ist an diesem Wochenende erstmals mit dem so genannten „front-side exhaust“ ausgestattet. Ein System, welches auch Lexus und Nissan in der GT500 in diesem Jahr eingeführt haben.

Im letzten Jahr gewann Subaru ein packendes Rennen mit dem Legacy B4, weshalb die Erwartungen an den neuen BRZ in diesem Jahr natürlich enorm sind. Der im Gegensatz zu ein paar GT3-Konkurrenten etwas bessere Spritverbrauch des nach JAF-GT300-Reglment gebauten Wagens spricht auf dem Papier für das Team. Überhaupt werden den japanischen Wagen einige Chancen zugesprochen, wenn auch die Hauptfavoriten unter anderem der Hankook Porsche, natürlich der Endless Taisan 911, aber auch der Gainer Dixcel R8 LMS sowie der Hatsunemiku Z4 sind. Letzterer startete in Sugo erstmals mit dem 2012er Update von BMW, was ihm nach FIA-BoP-Einstufung aber gleich noch mal 30kg mehr an regulärem Gewicht einbrachte. Zusätzlich ist der Wagen mit 70kg Gewichts-Handicap zusammen mit dem Gainer Dixcel R8 LMS der zweitschwerste Wagen im Feld. Lediglich der Endless Taisan 911 hat noch mal acht Kilo mehr an Bord. Der effiziente Spritverbrauch spricht hingegen für den Z4.

 

aEntry List GT300 (mit Gewichtsangaben)

 

News & TV-Zeiten

Ende letzter Woche hatte die GTA den aprovisorischen Kalender – Freigabe der FIA steht noch aus – für die Saison 2013 veröffentlicht. Die größte Änderung stellt selbstverständlich das Einladungsrennen auf dem Korean International Circuit dar, auf dem auch die Formel 1 seit 2010 unterwegs ist. Angesetzt ist das Rennen zwischen dem Lauf in Fuji und Sepang (Malaysia) am 19. Mai 2013. Ansonsten bleibt der Ablauf im Kalender gleich: Eröffnet wird die Saison am 7. April 2013 in Okayama. Anschließend geht es wie auch in diesem Jahr in der Golden Week nach Fuji, wo das Rennen am Montag (!), den 29. April 2013 ausgetragen wird. Das Rennen ist dieses Mal auf den „showa no hi“ angesetzt, dem Feiertag zu Ehren des 1989 verstorbenen Kaisers Hirohito Showa. Er war der direkte Vorgänger des derzeit amtierenden Kaisers Akihito. Man hat sich wohl den Montag ausgesucht, weil die Feiertage zweigeteilt auf drei respektive vier aneinander folgende Tage sind, wobei davon auszugehen ist, dass die Dichte der meisten, reisenden Bürger um den 3. Mai stark zunehmen wird, was geringere Zuschauerzahlen zufolge hätte. Des Weiteren muss natürlich den Teams genügend Zeit eingeräumt werden, mögliche Schäden etc. zu reparieren, bevor die Autos nach Südkorea verschifft werden. Nach Südkorea geht die Reise weiter nach Sepang, Malaysia. Es folgen Sugo, Suzuka, erneut Fuji, Autopolis und das Finale am Twin Ring Motegi. Der große, mittlerweile traditionelle JAF Grand Prix als Saisonabschluss, zusammen mit der Formula Nippon (Super Formula ab 2013), findet zwei Wochen nach Motegi vom 15. bis zum 17. November 2013 statt. Änderungen sind aufgrund der provisorischen Natur des Kalenders natürlich jederzeit möglich.

Des Weiteren gab die GTA bekannt, dass sie am Rennsonntag um 9:55 Uhr Ortszeit eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem ACO halten, in der die Pläne für eine Kooperation mit der Asia Le Mans Series für 2013 bekannt gegeben werden (Zulassung der JAF-GT300-Fahrzeuge in der GTE- und / oder GTC-Klasse, wir berichteten). Hierfür sind unter anderem Rémy Brourad (Global Development Director) sowie Daniel Perdrix (International Technical Delegate) vom ACO vor Ort. Da in der Ankündigung lediglich von einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ACO die Rede ist, ist davon auszugehen, dass es derzeit wohl keine weiteren Informationen zur Kooperation mit der DTM gibt.

In der TV-Landschaft hat sich selbstredend natürlich weiterhin nichts geändert, weshalb erneut auf die unbeliebte Graualternative zurückgegriffen werden muss. J Sports 3 überträgt am Samstag die vollständige Qualifikation im Knock-Out-Format ab 6:50 Uhr deutscher Zeit. Die Qualifikation sowie das Freie Training sind zudem ebenfalls im offiziellen allerdings wie gehabt geoblockten Live-Stream auf der Seite des japanischen Anbieters Nico Nico Douga (kostenlose Registrierung erforderlich) sehbar. Am Sonntag beginnt J Sports 4 die Übertragung um 5 Uhr deutscher Zeit. Der Start zum 1000km langen Rennen (173 Runden) erfolgt eine halbe Stunde später um 5:30 Uhr. Wie zu jedem Rennen, sollte die Technik nicht verrückt spielen, bieten wir selbstverständlich auch zum International Pokka 1000km unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker an. Aufstehen lohnt sich!

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August 12 2012

15:03

Formula Nippon: Joao Paulo de Oliveira meldet sich mit Sieg in Motegi im Meisterschaftskampf zurück

In einem eher statischen Rennen setzte Joao Paulo de Oliviera auf dem Twin Ring Motegi genau den Pflichtsieg um, der vor dem vergangenen Wochenende von ihm verlangt wurde, während die Glanzfahrt seines Teamkollegen Tsugio Matsuda in einem dramatischen Finale hingegen nicht belohnt wurde. Der Meisterschaftskampf spitzt sich derweil weiter zu: In den zwei verbleibenden Rennen haben noch fünf Fahrer Chancen auf den Titel.

Fast schon spannender als das eigentliche Rennen war die langersehnte Ankündigung der JRP zum neuen Seriennamen, den die Formula Nippon ab 2013 tragen wird. Wie angekündigt ließ JRP-Präsident Hiroshi Shirai zusammen mit Fahrervertreter Tsugio Matsuda um 9:50 Uhr Ortszeit die Katze aus dem Sack: Ab 2013 heißt die Rennserie Japanese Championship Super Formula (offizielle Abkürzung SF), wobei das Japanese Championship lediglich zur Langfassung des Namens gehört, ähnlich dem alten Namen: All-Japan Championship Formula Nippon.

Während der geneigte Westler beim neuen Seriennamen sich womöglich an die Superleague Formula erinnert fühlt, ist die minder erfolgreiche Formel-Serie mit der „bahnbrechenden“ und offensichtlich wohlüberlegten Idee Fußball-Mannschaften als Sponsoren der Teams dienen zu lassen, im Land der aufgehenden Sonne selbstredend absolut unbekannt. Oder anders ausgedrückt: Während in Europa eventuell um die 1% der gesamten Bevölkerung den Namen schon mal gehört haben könnten, sind es in Japan vermutlich 0,1% der Bevölkerung. Stattdessen ist der neue Serienname natürlich eine Anlehnung an die Super GT, schließlich schlägt die Formula Nippon / Super Formula mit der Expandierung im asiatischen Raum einen ähnlichen Weg wie die japanische Sportwagen-Serie ein. Ziel ist es, so Hiroshi Shirai, auf Augenhöhe mit der Formel-1-Weltmeisterschaft und der IZOD IndyCar Series im asiatischen Raum zu gelangen, und neben der höchsten, japanischen Formel-Serie auch die höchste Formel-Serie Asiens zu werden. Während die Formel 1 eventuell etwas zu ambitioniert klingt, ist das Greifen nach der IndyCar durchaus realistischer. Natürlich heißt die Expandierung nicht, dass man die eigenen Wurzeln verlassen werde. Man ist und bleibt eine japanische Rennserie, die, ähnlich der Super GT, internationaler im asiatischen Raum agieren möchte, was letztlich auch der Hauptgrund für den Namenswechsel ist. Nach den Regularien des Weltmotorsport-Verbandes FIA darf eine Rennserie, die in mehr als drei Ländern unterwegs ist, nicht mehr als reine, nationale Meisterschaften gelten und muss von der FIA autorisiert werden. Aus diesem Grund hatte sich 2005 auch die JGTC in Super GT umbenannt.

Der Namenswechsel für ab dem 1. Januar 2013 bedeutet bislang allerdings noch, dass Raider nun Twix heißt, denn Änderungen im für das kommende Jahr bereits veröffentlichten, provisorischen Rennkalender – die Genehmigung durch die FIA steht noch aus – gibt es keine. Wie in diesem Jahr wird die Saison in Suzuka eröffnet. Im Anschluss geht es nach Motegi, Autopolis, Fuji, erneut Motegi, Sugo und zum großen Finale wieder nach Suzuka. 2013 kann deshalb wohl als Übergangsjahr bezeichnet werden, wohl auch damit sich die japanischen Fans an den neuen Namen gewöhnen und die JRP die Werbetrommel einmal kräftig umrühren kann. Die großen Änderungen sollen 2014 kommen. Zum einem in Form eines neuen Einheitswagens, der mit sehr großer Wahrscheinlichkeit vom italienischen Hersteller Dallara – entgegen der Angaben der Kollegen aus der schreibenden Zunft, die meine Aussagen paraphrasiert haben, steht eine offizielle Bestätigung seitens der JRP sowie Dallara noch aus! –, zum anderen mit dem (hoffentlich) ersten Auslandsrennen. Realistischster Kandidat hierfür ist die F1-Strecke in Südkorea, wo die Super GT im kommenden Jahr ein Einladungsrennen bestreiten wird. Der Erfolg des Events wird vermutlich ausschlaggebend für die weitere Planung seitens der Japan Race Promotion sein. Weitere Standorte für die Zukunft sind unter anderem Malaysia und China. Es ist ein ambitioniertes Vorhaben der Formula Nippon, die nach 12 Jahren einen weiteren Schritt in ihrer langen Historie seit 1973 (damals noch Japanese Formula 2) einleiten wird. Ein Schritt, den wir hoffentlich mit Genuss verfolgen dürfen.

Selbstverständlich stand am vergangenen Sonntag auch noch ein 53-Runden langes Rennen auf dem Twin Ring Motegi an. Ein Rennen, dass den Fahrern mit rund 35 Grad Außentemperatur alles abverlangte. Wer nach der Zieldurchfahrt in die verschwitzten und erschöpften Gesichter blickte, erkannte sofort, wie konditionell anstrengend Motorsport doch ist. Die ersten beiden Startreihen waren komplett in der Hand von Impul und Tom’s. Joao Paulo de Oliveira ging von der Pole Position ins Rennen, dahinter sein Teamkollege Tsugio Matsuda, gefolgt von Kazuki Nakajima und André Lotterer. Loic Duval komplettierte die Top 6, während Takuya Izawa mit P9 einen eher suboptimalen Startplatz hatte. Auch der Fast-Sensationssieger von Fuji, Kazuya Oshima, erwischte mit P10 eine eher schlechte Qualifikation, die nicht sein fahrerisches Können oder die Leistung von Team LeMans widerspiegelte. Am Start überholte der leicht besser wegkommende Tsugio Matsuda seinen Teamkollegen de Oliveira, musste sich aber bereits nach einer Kurve wegen leichten Übersteuerns dem Brasilianer aber wieder geschlagen geben. Ironischerweise war genau dieses Manöver der einzige Zeitpunkt im gesamten Rennen, an dem der Champion von 2010 in Bedrängnis geriet. Einen absoluten Raketenstart legte hingegen Koudai Tsukakoshi hin. Wohl wissend, dass ein Podiumsplatz für den immer enger werdenden Meisterschaftskampf essentiell ist, katapultierte sich der Docomo-Fahrer von Startplatz 5 noch vor der ersten Kurve auf P3 vor. Titelverteidiger André Lotterer hatte beim Start zwar mit durchdrehenden Hinterreifen zu kämpfen und verlor deshalb die Position an Tsukakoshi, krallte sich im Gegenzug aber seinen Teamkollegen Kazuki Nakajima.

Bei Tsukakoshis Vorstoß riss sich der Japaner noch in der ersten Kurve einen kleinen Teil seines Frontflügels am hinteren, linken Ende des Wagens von Tsugio Matsuda ab. Trotz der spürbaren, fehlenden Downforce verteidigte er sich sehr intelligent und mit allen Mitteln bis zum ersten Boxenstopp gegenüber Lotterer (und später Nakajima), was ihm nicht nur viel Lob von der japanischen Presse, sondern auch den Fans einbrachte – zurecht! Ebenfalls noch in der ersten Runde, beim Anbremsen auf Kurve 2, verschätzte sich Koki Saga und krachte in das Heck von Ryo Orime. Beide Fahrer segelten ins Kies, und mussten das Rennen aufgeben. Vorne kontrollierte hingegen Joao Paulo de Oliviera das Rennen und setzte sich von seinen Verfolgern ab. Trotz schnellerer Rundenzeiten konnte der Brasilianer seine Reifen schonen und etwas Benzin sparen. Hinter seinem Teamkollegen Matsuda versuchte André Lotterer, erfolglos, an Koudai Tsukakoshi vorbeizukommen, hinter dem sich ein kleiner Zug mit Nakajima, Duval und den ebenfalls sehr gut gestarteten Takuya Izawa bildete. In der fünften Runde schlich Naoki Yamamoto mit Getriebeproblemen langsam um den Kurs, nachdem bereits kurz nach dem Start der Funk bei ihm ausfiel. Es war kein gutes Wochenende für den Mugen-Fahrer, der bereits in der Qualifikation sich über Probleme beklagte und seinen FN09 nur auf Position 13 qualifizierte. Nach einer längeren Reparaturphase kam Yamamoto mit 18 Runden Rückstand zwar wieder zurück auf die Strecke, wurde am Ende aber nicht mehr in die Liste der gewerteten Piloten (bis Runde 46) aufgenommen. Vielmehr ging es in den letzten Runden wohl darum, Daten zu sammeln und zu schauen, ob der Wagen wieder ordnungsgemäß läuft.

Vorne blieb es derweil hingegen ruhig. De Oliveira setzte sich mit Rundenzeiten zwischen 1:38 sowie 1:39 Minuten von der Konkurrenz ab, während der Abstand zwischen Tsukakoshi und Lotterer stets schwankte. Stellenweise wirkte es so, als ob Tsukakoshi etwas schneller könnte (oder Lotterer mit Absicht etwas langsamer machte), während der Deutsche kurz vor den Boxenstopps sich hingegen wieder bis an den Diffusor des Docomo-Piloten heranrobbte. Im hinteren Feld entwickelte sich hingegen ein Dreikampf um P12 zwischen Toshihiro Kaneishi, Daisuke Nakajima und Yuji Kunimoto. Trotz dass das Überholen mit Formel-Fahrzeugen auf dem Twin Ring Motegi eher zu den schwierigeren Disziplinen gehört, war dieser Dreikampf recht ansehnlich. Würde man anstatt Kampf allerdings „beschnuppern“ schreiben, so wäre dies sicherlich ebenfalls nicht falsch.

In Runde 19 eröffnete Kazuya Oshima die Reihe an Boxenstopps. Ärgerlich: Bei einer schnellen Stoppzeit von lediglich 15 Sekunden würgte Oshima beim losfahren seinen Wagen ab, wodurch er wertvolle Sekunden verlor und letztlich auch aus den Top 10 flog. Passend zu seinem eher schlechten Wochenende und dem Fehler beim Boxenstopp, versagten zehn Runden vor Schluss die Bremsen an seinem Wagen, weshalb er vor der Überführung (zwei Kurven vor Start und Ziel) ins Kies abflog. Glücklicherweise schlug er nirgendwo an und konnte den Wagen langsam gen Box retten. Zwar sind Brems- und Reifenverschleiß in Motegi immer ein besonderes Thema, am vergangenen Wochenende spielten sie bei 35 Außen- und über 52 Grad Asphalttemperatur aber nochmals eine größere Rolle. Alle Fahrer gingen deshalb auf Nummer sicher und wechselten beim Stopp alle vier Reifen. Nachdem in Runde 20 Yuji Kunimoto seine Crew ansteuerte, folgte im 21. Umlauf Takuya Izawa (16,6 Sekunden Stoppzeit). Direkt eine Runde nach ihm folgte Titelverteidiger André Lotterer, der zu diesem Zeitpunkt erneut im Diffusor von Tsukakoshi klebte und kein vorbeikommen sah. Zwar dauerte der Stopp des Duisburgers mit 17,1 Sekunden etwas länger, dennoch kam er vor Izawa wieder auf die Strecke zurück. Ein entscheidender Faktor, denn nun hatte Lotterer für kurze Zeit freie Bahn. Die Entscheidung von ihm und Team Petronas Tom’s war goldrichtig: Zwei Runden später bog Koudai Tsukakoshi zum Service ab. Trotz dass seine Standzeit mit 16,1 Sekunden genau eine Sekunde schneller als die des Deutschen war, überholte Lotterer ihn aufgrund einer deutlich schnelleren In- und Outlap am Boxenausgang. Wie zu erwarten setzte sich Lotterer im Anschluss direkt vom Japaner ab, der selbstredend noch immer mit der geringeren Downforce aufgrund seines beschädigten Frontflügels zu kämpfen hatte.

Erstaunlich schnell war die Standzeit des Franzosen Loic Duval, der im 24. Umlauf in die Box kam und nach nur 13,6 Sekunden wieder seine Crew verließ. Die schnelle Standzeit blieb allerdings unbelohnt, denn kurz vor der Ausfahrt wurde der Champion von 2009 von Takuya Izawa überholt, der ein starkes Rennen fuhr und seine Pace nach seinem Boxenstopp nochmals erhöhen konnte. Izawas Ziel war der Meisterschaftsführende Kazuki Nakajima, der eine Runde später zum Service abbog und insgesamt 15,8 Sekunden stand. Spannend wurde es dann am Boxenausgang, als Nakajima knapp vor Izawa blieb und sich trotz kalter Reifen gegenüber seinem Landsmann behaupten konnte. Für Nakajima war dies insbesondere deshalb wichtig, weil er sich nach nur wenigen Runden wieder etwas von Izawa absetzen und Druck auf Tsukakoshi ausüben konnte, der womöglich ein Déjà-vu erlebte. Anstatt Lotterer war es nun nämlich der zweite Tom’s-Wagen, der groß in seinem Rückspiegel auftauchte. Trotz aller Bemühungen seitens Nakajimas sollte es bis zum Rennende allerdings kein vorbeikommen des ehemaligen F1-Piloten an Tsukakoshi geben. In der 26. respektive der 27. Runde schlossen Matsuda und de Oliveira die Boxenstopps der Spitzenreiter ab. Auffallend war der längere Stopp von Matsuda, der das gesamte Rennen über langsamer als de Oliveira war, und trotzdem ein paar Liter mehr an Benzin nachfüllen musste.

In Runde 34 machte der Rookie Hironobu Yasuda mit der schnellsten Rennrunde von 1:38.168 auf sich aufmerksam. Es war sein Versuch, noch in die Punkteränge zu gelangen, nachdem er trotz der guten, achten Startposition im Rennen etwas zurückfiel und am Ende mit Kohei Hirate sich um den letzten Punkt stritt. Die Mühen des Kondo-Racing-Piloten blieben allerdings unverdient: Am Ende musste er sich mit weniger als einer Sekunde Abstand Hirate geschlagen geben. Abgesehen vom Kampf um Position 4 zwischen Tsukakoshi und Nakajima war dies das spannendste Duell in der Schlussphase. Zwar machte Lotterer pro Runde ein bisschen Zeit auf Matsuda gut, der Abstand war allerdings zu groß, um ihn unter normalen Umständen noch zu attackieren.

Drei Runden vor Schluss nahm dann das Drama um Tsugio Matsuda seinen Lauf, als er pro Runde mehrere Sekunden verlor und von André Lotterer spielend überholt wurde. Anfangs gingen die japanischen Kommentatoren aufgrund des seltsamen Klangs des Motors von einem Zündungsproblem aus. Wie im aLive-Ticker geschrieben, wirkte es in einer zweiten Theorie, nach erneuten, genaueren hinhören, auf mich allerdings so, als würde Matsuda die Gänge nicht mehr entsprechend einlegen können. Meine Theorie, die kurze Zeit auch später vom J-Sports-Boxenreporter eingeworfen wurde, stellte sich nach Bestätigung seitens Impuls letztlich als richtig heraus. Tsugio Matsuda litt kurz vor Schluss unter einem ähnlichem Getriebeproblem wie Naoki Yamamoto. Zwar versuchte der Japaner, der in diesem Jahr nach dreijähriger Abstinenz sein Comeback feierte, noch mit allen Mitteln (unter anderem mit Zuhilfenahme des Overtake-Buttons) den dritten Platz zu verteidigen, kämpfte letztlich aber mit stumpfen Waffen und musste sich der Konkurrenz geschlagen geben. Am Ende rutschte er sogar bis auf den siebten Platz herab. Sichtlich frustriert stellte er nach Rennende seinen Boliden im Notausgang ab. Es wäre Matsudas bestes Resultat nach seinem Comeback geworden, das am Ende leider unbelohnt blieb. Was bleibt ist aber die Gewissheit, dass er von Rennen zu Rennen immer besser in Schuss kommt.

Für Team Impul wurde es statt dem angepeilten Doppelerfolg somit „lediglich“ der Sieg von Joao Paulo de Oliveira. Team-Besitzer und Legende des japanischen Motorsports Kazuyoshi Hoshino konnte sich trotzdem glücklich schätzen, schließlich meldete sich sein Fahrer durch den dominanten Sieg wieder im Meisterschaftskampf zurück. Und welch Ironie, dass dies just in Motegi geschah, wo Joao Paulo de Oliveira im Jahr 2010 seinen bisher letzten Formula-Nippon-Sieg feierte. Lotterer und Tsukakoshi erbten den zweiten respektive den dritten Platz. Nakajima wurde Vierter; Takuya Izawa fuhr nach einem starken Rennen auf den fünften Platz.

Durch das Getriebeproblem von Tsugio Matsuda ist der zweimalige Champion endgültig aus dem Titelkampf ausgeschieden. Zwar hatte er vor dem Rennen auch nur noch mathematische Chancen, der zweite Platz hätte ihn aber in eine deutlich bessere Position für die letzten beiden Läufe in Sugo und Suzuka gespült. Zudem hätte er den Titelkampf noch ein bisschen mehr durchgewühlt. Aber auch so bleibt die diesjährige Saison eine der spannendsten der letzten Jahre. Kazuki Nakajima führt noch immer mit 34 Punkten die Tabelle an. Bereits einen Punkt hinter ihm ist sein Teamkollege und Titelverteidiger André Lotterer (33 Punkte), der wiederum vier Punkte Vorsprung von Koudai Tsukakoshi (29 Punkte) hat. Einen Punkt dahinter auf Position 4 ist bereits Joao Paulo de Oliveira (28 Punkte). Mit seinen 21 Punkten mag Takuya Izawa auf Position 5 zwar womöglich nur noch rein mathematische Chancen haben, die aber alles andere als fehlerfreie Saison der Konkurrenz hat allerdings bewiesen, dass dieses Jahr wohl alles möglich ist. Hierfür muss er beim nächsten Rennen am 23. September im Sportsland Sugo aber mindestens aufs Podium fahren.

Abschied nimmt das Fahrerlager von Yuhki Nakayama, der sein zweimaliges Gastspiel bei HP Real Racing in der Formula Nippon mit einem 15. Platz in Fuji und einem 14. Platz in Motegi relativ unbeachtet aber ordentlich beendete. Nakayama wird sich jetzt auf die verbleibenden Saisonrennen in der Super GT für Nakajima Racing konzentrieren. Das Fahrerfeld wird trotzdem nicht schrumpfen, denn bereits in Sugo wird der derzeit bei den Fans beliebteste, japanische Rennfahrer Takuma Sato seinen offiziellen Einstand in der Formula Nippon an der Seite von Naoki Yamamoto bei Team Mugen geben. Sato überzeugte mit schnellen Rundenzeiten bereits vor der Saison am ersten, offiziellen Testtag in Suzuka und kämpfte zusammen mit André Lotterer und JP de Oliveira um den Sieg beim verregneten Show-Rennen im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Suzuka Circuits.

 

aaErgebnis Round 5 Twin Ring Motegi

aaAktueller Meisterschaftsstand

fn1205_005 fn1205_012 fn1205_014 fn1205_027 fn1205_028 fn1205_036 fn1205_053 fn1205_059 fn1205_070 fn1205_072 fn1205_084 fn1205_085 fn1205_088 fn1205_092 fn1205_095 fn1205_097 fn1205_098 fn1205_103 fn1205_113 fn1205_115 fn1205_140 fn1205_161 fn1205_176 fn1205_181 fn1205_196 fn1205_197 fn1205_203 fn1205_204 fn1205_205 fn1205_207 fn1205_213 fn1205_215 fn1205_219 fn1205_220

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August 05 2012

17:24

Super GT: Durststrecke beendet – Lexus siegt in Sugo

Es waren Freudetränen, die Kazuya Oshima kurz nach dem Rennen über die Wangen liefen: Zusammen mit seinem Teamkollegen Daisuke Ito beendete er nicht nur seit 2006 Lexus’ Durststrecke im Sportsland Sugo, sondern gewann auch das erste Rennen seit acht Jahren für Team LeMans Eneos. In der GT300 feierte Nissans Nachwuchs-Team NDDP Racing mit ihrem GT-R GT3 ihren ersten Saisonsieg.

Vor dem Rennen äußerte sich Maasaki Bandoh auf einer Pressekonferenz zum aktuellen Stand der Super-GT-DTM-Kooperation. Der GTA-Präsident bestätigte dabei die Aussagen Hans-Werner Aufrechts gegenüber Motorsport-Total, ohne aber, im Gegensatz zu Herrn Aufrecht, die Verhandlungen als nahezu abgeschlossen zu bezeichnen. Stattdessen betonte er erneut, dass man sich ein japanisches Chassis für die hiesigen GT500-Maschinen wünscht. Zum Thema Honda, die nach Angaben von Herrn Aufrecht mit ihrem neuen Mittelmotor-NSX ab 2014 eine Karenzzeit von drei Jahren erhalten und per BoP eingestuft werden sollen, geschweige zur weiterhin noch sehr strittigen Motorenfrage, äußerte sich Bandoh hingegen nicht.

Stattdessen betonte er erneut, dass die Kooperation mit der DTM in erster Linie der Senkung der hohen GT500-Kosten dienen soll, indem man beispielsweise Einheitsteile übernimmt. Positiver Nebeneffekt wäre natürlich ein etwaiges, größeres Starterfeld, wenn die drei deutschen Hersteller, wobei hier insbesondere BMW zu erwähnen ist, in der Super GT an den Start gehen würden. Wie bereits schon häufiger erwähnt, würde der Kauf des deutschen Einheits-Chassis – was natürlich im Sinn der ITR läge – die verzwickte Produktionskette, in der viele hiesige Hersteller eingebunden sind, sprengen, was nie dem Sinne der GTA entsprach. Stattdessen soll, so Bandoh auf einer Pressekonferenz im Mai in Fuji, die Identität der Super GT beibehalten und die japanische Ingenieurskunst weiter gefördert werden. Dass es eine Kooperation zwischen Super GT und DTM geben wird, ist prinzipiell eine beschlossene Sache. Letztlich bleibt aber weiterhin die Frage im Raum, in welchem Umfang sie geschehen wird. Im Zuge dessen bestätigte der GTA-Präsident außerdem, dass insbesondere Nissan Interesse an einem DTM-Einsatz bekundete.

Deutlich konkreter (und schneller) verlaufen hingegen die Gespräche mit dem ACO. Hierbei geht es um die Starterlaubnis von JAF-GT300-Boliden in der GTC- bzw. GTE-Klasse in der Asia Le Mans Series. Ein gemeinsames Statement von GTA und ACO soll am 19. August im Rahmen des 1000-km-Rennens in Suzuka getroffen werden. Die GTA erhofft sich dadurch eine erhöhte Anzahl an GT300-Fahrzeugen, die dem JAF-Reglement entsprechen. Hierfür wird ein „mother chassis“ gebaut, was dem Prinzip der Japanese Formula 4 nicht ganz unähnlich ist und bereits 2013 zum Einsatz kommen soll. Anstatt sich einen GT3 zu kaufen, können interessierte Teams entweder einen vollwertigen Wagen erwerben, oder einzelne Teile wie beispielsweise das Getriebe von anderen Herstellern übernehmen, und haben dennoch den Freiraum, ihre Ingeneure am Wagen entwickeln zu lassen. Das „mother chassis“, so die offizielle Bezeichnung, soll sowohl für Front- und Heckantriebler aber auch Wagen mit Mittelmotoren angeboten werden. Der Toyota GT86, der noch bis Dezember sein (Test)-Debüt auf der Rennstrecke feiern soll, wird bereits auf dem „mother chassis“ basieren. Sollte der ACO die JAF-GT300-Wagen in der Asia Le Mans Series zulassen, so könnten Teams neben der Super GT auch an dieser Serie teilnehmen und hätten damit eine weitere Einsatzmöglichkeit für ihre Autos, womit man sich Interesse weiterer Teams aus dem asiatischen Raum erhofft.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die GTA zwar über die schiere Flut an GT3-Maschinen in der GT300 glücklich ist, dennoch mangelt es der Klasse an reinen, japanischen Autos. Das Problem: Derzeit ist es zu schwer und zu teuer, einen Wagen nach JAF-GT300-Reglement zu bauen, zudem scheinen die Autos den GT3s unterlegen zu sein. Vom Subaru BRZ existiert derzeit beispielsweise lediglich ein einziges Exemplar (die GTA würde einen zweiten BRZ aber nur zu gerne begrüßen); zusammen mit dem Toyota Prius und dem Honda CR-Z sind gerade einmal drei reine JAF-GT300-Boliden in der Klasse unterwegs. Der Evangelion Shiden oder Arta Garaiya sind Exoten, die auf dem alten Reglement basieren und selbstredend einzigartig sind. Das (günstige) Konzept könnte aufgehen, vor allem auch im Hinblick auf nicht hiesige Teams. Eine Kooperation mit der Asia Le Mans Series könnte besonders im letzteren Fall ein entscheidendes Kriterium für einige Teams sein, die beispielsweise in der Asia GT unterwegs sind und so auf die GT300 respektive einen JAF-GT300-Wagen umzusatteln könnten. In wie fern die Kooperation dem ACO sowie dem Startfeld in den GT-Klassen der Asia Le Mans Series helfen würde, steht natürlich in den Sternen. Überhaupt ist noch nicht einmal bekannt, ob und in welchem Umfang die Asia Le Mans Series starten wird. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass das Asien-Abenteuer des ACO scheitern würde…

Das „mother chassis“ sowie die Zukunft der GT300 ist ein spannendes Thema, welches allerdings den Rahmen unserer Vor- und Rennberichte sprengen würde, weshalb wir das Ganze im Winter noch mal aufgreifen werden.

 

GT500

Dass Lexus ein großer Favorit auf den Rennsieg vom vergangenen Sonntag in Sugo werden würde, zeichnete sich bereits im ersten Freien Training ab, als das Duo Ito und Oshima im Eneos SC430 die Tagesbestzeit fuhren. Davon auszugehen war allerdings nicht, letztlich gilt Sugo als Paradestrecke für den in den Kurven deutlich schnelleren Honda HSV-010. Auch Nissans GT-R wird mit seinen schnittigeren Bremsen ein größerer Vorteil auf Strecken wie Sugo zugesprochen. Zudem gewann Lexus seit 2006 kein Rennen auf der Strecke nahe der Stadt Sendai. Nach dem Überraschungssieg zum Saisonauftakt in Okayama, dessen technisch anspruchsvoller Kurs dem von Sugo nicht unähnlich ist, musste man allerdings mit Lexus rechnen – und so kam es auch. Nach der Bestzeit im Freien Training fuhren Oshima und Ito in der Qualifikation auch auf Pole Position. Dahinter positionierten sich zwar der Motul Autech GT-R (Satoshi Motoyama / Michael Krumm) sowie der Calsonic Impul GT-R (Joao Paulo de Oliveira / Tsugio Matsuda), dahinter reihte sich allerdings eine ganze Lexus-Armada auf. Erst von Startplatz 8 fuhr mit dem Keihin HSV-010 (Toshihiro Kaneishi / Koudai Tsukakoshi) der erste Honda los.

Der Start verlief chaotisch. Joao Paulo de Oliveira erwischte einen wahren Raketenstart und katapultierte sich sofort rechts an Daisuke Ito im Eneos Sustina SC430 vorbei, während Satoshi Motoyama von links ebenfalls einen Angriff wagte. JP de Oliveira verschätzt sich bei seinem Angriff allerdings und erwischte beim einlenken kurz vor der ersten Kurve mit seinem Heck den vorderen, rechten Teil des Eneos SC430. Dadurch verlor der Brasilianer die Kontrolle über seinen Calsonic Impul GT-R und schoss wie eine Pinball-Kugel auf seinen Markenkollegen Motoyama zu. Das Ergebnis: Beide Fahrzeuge krachten in den Reifenstapel, während am Eneos SC430 vorne rechts ein kleines Teil flatterte, was sich nach ein paar Runden aber von alleine löste und auch keine Behinderung oder dergleichen darstellte. Für den Calsonic Impul GT-R war das Rennen sofort beendet, während Motoyama noch versuchte seinen Motul Autech GT-R humpelnd zur Box zurückzubringen, nach einer Kurve aber sichtlich frustriert abstellte. Für ihn war es das erste Rennen nach den 24 Stunden von Le Mans, wo er als tragischer Held noch versuchte, unter Anweisungen eines Mechanikers, den Delta Wing im Strecken-Aus zu reparieren, nachdem Kazuki Nakajima ihn bei einem Überrundungsversuch unglücklich übersah und in die Streckenbegrenzung schickte.

Der Startunfall sorgte dafür, dass zwei aussichtsreiche Siegkandidaten vorzeitig ausschieden, was ein wenig Spannung aus dem Rennen nahm. Für Lexus war der Weg zum ersten Sieg seit 2006 in Sugo somit frei. Die Frage war lediglich: Welcher Wagen wird es schaffen? Für kurze Zeit wirkte es so, als ob die Titelverteidiger Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida im S Road Mola GT-R ebenfalls ein Wörtchen um den Sieg mitreden konnten, insbesondere als Quintarelli in der 22. Runde in einem ansehnlichen Manöver am Petronas Tom’s SC430 sowie dem KeePer Kraft SC430 gleichzeitig auf der Zielgeraden vorbeizog. Der Italiener nutzte dabei geschickt den dichten GT300-Überrundungsverkehr aus, als Loic Duval und Andrea Caldarelli hinter Daisuke Nakajima im Mugen CR-Z GT zögerten. Überhaupt stellte das Durchkommen durch den Überrundungsverkehr ein entscheidendes Schlüsselelement dar. So dauerte es keine fünf Runden, bis die Führungsspitze die ersten GT300-Boliden überrundete; nach neun Runden schob man sich an den führenden Fahrzeugen in der Klasse vorbei. Daisuke Ito im Eneos Sustina SC430 setzte den Verkehr zu seinem Vorteil ein, um ein paar Sekunden Vorsprung auf seine Konkurrenten herauszufahren. Zum Ende seines Stints machte sich der aggressivere Fahrstil allerdings bemerkbar, als Quintarelli mit großen Schritten auf ihn aufholte und ihm nach wenigen Runden letztlich am Heck klebte. Zum gleichen Zeitpunkt erhöhte auch Loic Duval die Pace. Der Franzose profitierte dabei vom Zweikampf der beiden Führenden. Zwar wirkte Quintarelli in den Kurven ein wenig schneller, Daisuke Ito konnte aber die Power seines Motors von der langgezogenen 110R auf die Start-/Zielgeraden ausnutzen und den Nissan in Schach halten.

Just als Ito in Runde 38 in die Box ging, griff Duval mit mehr Schwung aus der 110R-Kurve kommend nach dem S Road Mola GT-R. Quintarelli verteidigte innen, doch Duval zog mit einem beeindruckenden und sehr mutigen, starken Überholmanöver außen in Kurve 1 am Titelverteidiger vorbei. Duval konnte sich zwar gleich zwei Wagenlängen von Ronnie Quintarelli absetzen, der Überrundungsverkehr ließ den Nissan-Piloten aber wieder herankommen. In Runde 40 kamen beide Fahrer in die Box, wechselten alle vier Reifen, tankten auf und übergaben das Cockpit an ihre Teamkollegen. Die Tom’s-Crew war dabei ein wenig schneller als die Truppe von Mola, weshalb Kazuki Nakajima sogar wenige Meter vor Kazuya Oshima, der zwei Runden zuvor den Eneos Sustina SC430 übernahm, auf die Strecke zurückkam. Der Ex-F1-Fahrer hatte mit seinen kalten Reifen gegen seinen Markenkollegen selbstredend natürlich keine Chance und musste diesen nach zwei Kurven wieder passieren lassen. Während Oshima kontrolliert und nach eigener Aussage Reifen-schonend einige Sekunden Vorsprung auf den Petronas Tom’s SC430 herausfuhr, entbrannte um Position 4 ein Zweikampf zwischen dem Zent Cerumo SC430 (Yuji Tachikawa / Koudai Tsukakoshi) sowie dem Denso Kobelco SC430 (Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura), welches Wakisaka mit zwei Sekunden Vorsprung für sich entschied. Beide Fahrzeuge gewannen jeweils die ersten beiden Läufe und waren dementsprechend mit 76kg sowie 60kg Zusatzgewicht, zusammen mit dem Raybrig HSV-010 (70kg), die schwersten Boliden im Feld.

Bis zu den letzten Runden blieb es an der Spitze ruhig. Spannend wurde es hingegen wenige Runden vor Schluss, als Kazuki Nakajima mit großen Schritten auf Kazuya Oshima aufholte. Es scheint, als habe der Tom’s-Fahrer seine Bridgestone-Pneus deutlich besser eingeteilt. Sechs Runden vor Schluss betrug der Abstand zwischen beiden Lexus-Fahrern nur noch knappe 1,3 Sekunden. Weitere drei Runden später klebte Nakajima förmlich am Heck des Eneos Sustina SC430. Erinnerungen an die letzten Runden zum Saisonstart in Okayama wurden wach, als sich der Zent Cerumo SC430 mit dem Raybrig HSV-010 bekriegte und die Führung sich mehrmals wechselte. Oshima nutzte den dichten Überrundungsverkehr aber perfekt aus, um Nakajima an den etwaigen Überholstellen keinen Vorteil zu verschaffen. In einem spektakulären Schlusssport rettete er den Eneos Sustina SC430 mit gerade einmal 0,626 Sekunden Vorsprung vor Kazuki Nakajima im Petronas Tom’s SC430 über die Ziellinie – das erste Podium des Teams seit 2010! Dritter wurde der S Road Mola GT-R mit Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida, die damit einen Sechsfach-Erfolg von Lexus verhinderten. Auf den Plätzen 4-6 kamen nämlich der Denso Kobelco SC430 (Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura) sowie der Zent Cerumo SC430 (Yuji Tachikawa / Koudai Tsukakoshi) und der KeePer Kraft SC430 (Yuji Kunimoto / Andrea Caldarelli) ins Ziel. Letzterer hatte einen guten Start, verlor nach dem Überholmanöver des S Road Mola GT-R in der 22. Runde aber deutlich an Boden.

Erst auf Position 7 taucht mit dem Weider HSV-010 (Takashi Kogure / Carlo Van Dam) – den Siegern vom letzten Lauf in Malaysia – der erste Honda-Wagen mit 55 Sekunden Rückstand auf. Honda war in Sugo im Niemandsland, was sogar dazu führte, dass selbst die TV-Kameras die HSV-010s nur sehr selten im Bild hatten. Da im Sportsland Sugo die Fahrzeuge mit dem geringsten Zusatzgewicht spürbar im Vorteil waren, ging ich während dem Rennen zunächst vom zu hohen Zusatzballast der einzelnen der Hondas aus – 52kg für den Weider HSV-010, ganze 70kg für den Raybrig HSV-010 und immerhin noch 40kg für den Keihin HSV-010. Laut eigener Aussage war aber nicht der Erfolgsballast das Problem – dies habe man ohne weitere Probleme im Griff –, sondern ein ständiges Untersteuern am Scheitelpunkt der Kurven, welches man über das Wochenende partout nicht in den Griff bekam. Dieses Problem sorgte insbesondere im zweiten Sektor für einen essentiellen Geschwindigkeits-Nachteil gegenüber der Konkurrenz. Schwacher Trost: Koudai Tsukakoshi (Keihin HSV-010) fuhr mit 1:17.257 die schnellste Runde des Rennens. Ähnlich Lexus hatte auch Honda ein Update für ihren Motor am Start, das den Reibungsverlust minderte sowie den Drehmomentverlauf erhöhte. Lexus scheint auf der anderen Seite wiederum die ursprünglichere, geringere Kurvengeschwindigkeit mit ihrem Motoren-Update ausgebessert zu haben. Nach eigener Aussage wurde insbesondere das Drehmoment im niedrigen Geschwindigkeitsbereich verbessert. Auffallend war außerdem, dass Team Petronas Tom’s von 18-Zoll- auf 17-Zoll-Reifen umstieg. Wie gut letztlich Nissan war, lässt sich aufgrund des Startunfalls der zwei schnellsten Fahrzeuge der Marke nur schwer sagen. Geht es nach den Trainings sowie der Qualifikation, hätte man aber mit drei von vier Fahrzeugen um den Sieg bzw. das Podium kämpfen können.

Letztlich war es aber erneut Lexus, denen ein Überraschungssieg gelungen ist. Mit einem stark verbesserten SC430, der scheinbar auf jedem Typus von Kurs im derzeitigen Kalender flink ist, hat sich Toyotas Luxusmarke zum Titelfavoriten gemausert. In der Meisterschaft führen nach wie vor mit 44 Punkten Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) vor Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura (Denso Kobelco SC430), die 38 Zähler auf dem Konto haben und damit punktgleich mit dem Duo Takuya Izawa / Naoki Yamamoto (Raybrig HSV-010) sind. Nach dem emotionalen Sieg von Daisuke Ito und Kazuya Oshima (Eneos Sustina SC430) sind diese mit insgesamt 32 Punkten auf Rang 4 aufgestiegen, zwei Punkte vor Takashi Kogure / Carlo van Dam) im Weider HSV-010.

 

aaRennergebnis GT500 Sugo

aaFahrer-Wertung GT500

aaTeam-Wertung GT500

 

GT300

Der eigentliche Star des vergangenen Wochenendes war die GT300. Getreu dem Fan-Motto „Du  kommst wegen der GT500, bleibst aber wegen der GT300“, entbrannte bis kurz vor Schluss ein wahres Feuerwerk, das mehrere Überholmanöver und viele, packende Zweikämpfe sah. Auch in der GT300 waren insbesondere die Fahrzeuge mit dem geringsten Erfolgsballast im Vorteil, obwohl auf der Pole Position mit dem Hankook Porsche (Masami Kageyama / Tomonobu Fujii) ein alter Bekannter stand. Neben ihm in der Startaufstellung stand aber überraschend der MonePa Lamborghini GT3 (Manabu Orido / Takayuki Aoki) sowie dahinter der apr Hasepro Prius GT (Morio Nitta / Koki Saga). Die Top 5 wurden mit dem mit 66kg Zusatzgewicht belasteten Endless Taisan 911 (Kyosuke Moneo / Naoko Yokomizo) sowie dem Green Tec & Leon SLS (Hironori Takeuchi / Haruki Kurosawa) komplettiert. Ein starkes Debüt lieferte Team Mugen mit dem Honda CR-Z, dem direkten Hybrid-Gegner des Prius ab – Hideki Mutoh und Daisuke Nakajima qualifizierten den Wagen auf Startplatz 9.

Der Start verlief im Gegensatz zu dem der GT500 ruhig, auch weil aufgrund der zwei verunfallten Nissan GT-Rs in der ersten Kurve die gelbe Flagge geschwenkt wurde. Pech hingegen gleich nach dem Start für den P8 gestarteten triple a vantage GT3 (Hiroki Yoshimoto / Kazuki Hoshino): Aufgrund eines Kupplungdefekts musste Startfahrer Kazuki Hoshino den neuen Aston Martin Vantage GT3 nach nur zwei Runden wieder in der Box abstellen. Dadurch rückte der CR-Z sowie der Evangelion Apple Shiden (Kazuho Takahashi / Hiroki Katoh) um jeweils eine Position auf, wobei Katoh sich im Getümmel der ersten Runde an Hideki Mutoh vorbeischieben konnte. In den ersten Runden fuhren die Top9 der GT300 in weniger als drei Sekunden wie an der Perlenschnur hintereinander her. Morio Nitta im Toyota Prius übte dabei verstärkt Druck auf Takayuki Aoki im MonePa Lamborghini GT3 aus, konnte nach mehrmaligen Versuchen aber nicht das finale Überholmanöver setzen. In Runde 17 stach Hiroki Katoh im Evangelion Shiden etwas ungestüm im Angriff auf den JLOC Lamborghini GT3 (Kouji Yamanishi / Hideki Yamauchi) in eine nur kaum vorhandene Lücke hinein, und beförderte diesen mit einem Schlag nahe des linken Hinterrads ins Kies. Bei lediglich lokaler, gelber Flagge bargen die Streckenposten zwar den Lamborghini, nach einem etwas längeren Reparaturstopp kam der Wagen am Ende aber lediglich auf Position 19 mit 15 Runden Rückstand ins Ziel. Für den Evangelion Shiden, der für die Aktion verwarnt wurde, war das Rennen eine Runde später aufgrund eines irreparablen Schadens an der vorderen, rechten Radaufhängung beendet. Auch für ihn wäre ein Top10-Ergebnis möglich gewesen, zumal Sugo in der Vergangenheit dem Wagen immer gut lag. Bedingt durch den Zusammenstoß rückte der direkt dahinter fahrende Hideki Mutoh im Mugen CR-Z GT auf Position 7 vor, verlor wegen seines Ausweichmanövers aber einige, wenige Sekunden auf die Top6 der GT300.

Zu diesem Zeitpunkt ging abseits der Kameras der Position 6 gestartete und spätere Sieger, der S Road NDDP GT-R (Yuhi Sekiguchi / Katsumasa Chiyo), am SLS vorbei. Um Runde 20 musste Morio Nitta aufgrund eines zu hohen Reifenverschleißes im apr Hasepro Prius GT vom führenden Hankook Porsche und MonePa Lamborghini GT3 abreißen. Als erster der Spitzengruppe entschloss sich apr den Prius in der 28. Runde zum Service in die Box zu holen, wohl auch weil kurz zuvor quasi spielerisch der Endless Taisan 911 sowie der S Road NDDP GT-R an Morio Nitta vorbeizogen. Neben vier frischen Pneus und der obligatorischen Tankauffüllung übernahm auch Koki Saga das Steuer des Hybrid-Boliden. Derweil jagte Chiyo den Endless Taisan 911 mit Naoki Yokomizo am Steuer. Unter Druck des einzigen japanischen Wagens nach FIA-GT3-Reglement begann Yokomizo in der 34. Runde einen Fehler, rutschte ins Kies und verlor dadurch nicht nur den dritten Platz, sondern auch wertvolle Sekunden. In Runde 40 steuerte der MonePa Lamborghini GT3 seine Crew an, eine Runde später folgte der Hankook Porsche. Dank einer gewagten Strategie übernahm der MonePa Lamborghini GT3 allerdings die Position des Hankook Porsche, da man nur zwei Reifen wechselte, um die etwas längere Stoppzeit bedingt durch das längere Nachtanken zu kompensieren. Eine Strategie die am Ende aufging: Mit knapp einer Sekunde Abstand kam der MonePa Lamborghini GT3 vor dem Hankook Porsche auf Position 3 ins Ziel. Die letzten Runden waren hierbei besonders spannend, weil Tomonobu Fujii mit vier frischen Reifen etwas schneller als Manabu Orido im Lamborghini fuhr, der zum Ende des Rennens zudem noch mit einem kleinen Getriebeproblem zu kämpfen hatte. Eine ähnliche Strategie verfolgte auch NDDP Racing, als sie in der 42. Runde den S Road NDDP GT-R mit ebenfalls nur zwei neuen Reifen abfertigten – und so sogar noch vor dem Lamborghini sowie dem Hankook Porsche wieder auf die Strecke kamen.

Bedingt durch seinen früheren Stopp übernahm zu diesem Zeitpunkt der Toyota Prius die Führung. Drama dann in der Mugen-Box. Als in der 45. Runder der CR-Z GT zum Service kam, klemmte zunächst die Radmutter beim linken Vorderrad, anschließend sprang der Motor nicht mehr an. Zwar konnte das Team den Wagen nach zurückschieben in die Garage wieder neu anlassen, dadurch verlor man allerdings ganze drei Runden. Am Ende blieb somit nur noch der 16. Platz, anstatt einem sehr realistischen Top10-Ergebnis, übrig. Dennoch hat Hondas Hybrid-Wagen bei seinem Debüt überzeugt. Man darf hierbei auch nicht vergessen, dass sie keine drei Wochen vor dem Rennen erst den ersten Shakedown hatten. In den folgenden Runden entfachte Yuhi Sekiguchi ein wahres Feuerwerk: Mit lediglich zwei frischen Reifen holte er in großen Schritten auf dem zu diesem Zeitpunkt auf Position 2 fahrenden Green Tec & Leon SLS auf, bis er ihn schließlich im 55. Umlauf in einem hübsch anzusehenden, klassischen Ausbremsmanöver überholte. Im Hintergrund entfachte derweil ein Kampf zwischen dem GSR Hatsunemiku BMW (Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka), der ganze 62kg Zusatzballast mit sich rumschleppte, von P15 ins Rennen ging und wenige Wochen vor dem Rennen das 2012er-Z4-Update von BMW erhielt. In dem Zweikampf überholte der Endless Taisan 911 Kataoka im BMW, dieser brachte den Porsche durch eine Berührung am Heck aber leicht ins straucheln, um in einem Konter wieder vorbeizuziehen. Gegen etwas härtere Duelle hat die Rennleitung zwar nichts, für diese Aktion wurde Kataoka allerdings verwarnt. Wenig Runden später knackte der Endless Taisan 911 den BMW abseits der Kameras jedoch dann endgültig.

Vorne holte derweil mit Siebenmeilenstiefeln der S Road NDDP GT-R auf den führenden Toyota Prius auf. Acht Runden vor Schluss überholte Sekiguchi Koki Saga im Prius, der immer mehr mit den stärker abbauenden Reifen zu kämpfen hatte, was aufgrund des frühen Boxenstopps des Prius nicht weiter verwunderlich war. Während Yuhi Sekiguchi pro Runde mehrere Sekunden Vorsprung herausholte, legte Koki Saga im apr Hasepro Prius GT den Rückwärtsgang ein. Wie eine Schar von Fliegen holte die Konkurrenz in der Schlussphase Runde pro Runde auf den Hybrid-Wagen auf. Saga verteidigte sich zwar absolut ansehnlich, um zumindest noch das Podium zu retten, letztlich war es aber ein Kampf mit stumpfen Waffen. In einem Dreikampf zwischen dem Endless Taisan 911, dem GSR Hatsunemiku BMW sowie dem Gainer Dixcel R8 LMS, von dem man am Wochenende nicht viel gesehen hat, ging es für den Prius sogar noch weiter zurück. In einem packenden 3-wide-Manöver bremst Tatsuya Kataoka im Hatsunemiku BMW Z4 Koki Saga im Prius aus, verlor dabei allerdings an Schwung. Katsuyuki Hiranaka im Gainer Dixcel R8 LMS nutzte die Situation gekonnt aus und zog an beiden Fahrzeugen vorbei, nachdem bereits vor dem Angriff des BMW der Endless Taisan 911 den Prius überholte.

Am Ende gewann verdient der S Road NDDP GT-R mit 31 Sekunden vor dem Green Tec & Leon SLS, der überraschend 2. wurde. Für Nissans Nachwuchs-Team war aufgrund des sehr guten Grund-Speeds der Sieg in Sugo nach einigen Pleiten, Pech und Pannen zum Beginn der Saison längst überflüssig, während Hironori Takeuchi und Haruki Kurosawa im Green Tec & Leon SLS von ihren lediglich 12kg Erfolgsballast profitierten. Zudem baute das Team extra für den Lauf in Sugo die Klimaanlage aus – die Fahrer werden es ihnen bei 31 Grad Außentemperatur gedankt haben… – um ganze 25kg einzusparen. Mit dem dritten Platz des MonePa Lamborghini GT3 war vor dem Rennwochenende ebenfalls nicht zu rechnen, wobei auch hier der noch komplett fehlende Erfolgsballast geholfen haben sollte. Hinzu kam eine gewagte, aber funktionierte Strategie mit lediglich zwei frischen Reifen beim Boxenstopp. Dass sich Manabu Orido am Ende noch gegen den Hankook Porsche, der 4. wurde, mit leichten Getriebeproblemen wehren musste, spricht zudem noch für die fahrerische Leistung der zwei Japaner.

In der Meisterschaft führen mit 39 Punkten weiterhin Kyosuke Mineo / Naoki Yokomizo (Endless Taisan 911), vier Punkte dahinter teilen sich Nobuteru Taniguch / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW) sowie Tetsuya Tanaka / Katsuyuki Hiranaka (Gainer Dixcel R8 LMS) mit jeweils 36 Punkten die Plätze 2 und 3. Mit insgesamt 35 Punkten folgen auf Platz 4 Masami Kageyama / Tomonobu Fujii (Hankook Porsche). Nach ihrem Debüt-Sieg – für Katsumasa Chiyo war es der erste GT-Sieg überhaupt – folgen auf dem fünften Platz bereits Yuhi Sekiguchi / Katsumasa Chiyo mit insgesamt 28 Punkten.

An Spannung mangelt es in der Meisterschaft in beiden Klassen somit auf jeden Fall nicht. Als nächstes steht am 19. August das Saison-Highlight an: Das Pokka GT Summer Special, den 1000km von Suzuka. Mehr zu diesem Klassiker, der in diesem Jahr seit 2009 endlich wieder über die volle Distanz ausgetragen wird, gibt’s unserer ausführlichen Vorschau in der Woche vor dem Rennen.

 

aaRennergebnis GT300 Sugo

aaFahrer-Wertung GT300

aaTeam-Wertung GT300

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flattr this!

04:30

RacingblogLIVE – Formula Nippon: Round 5 Motegi

Der Kampf um die Meisterschaft spitzt sich weiter zu: In der Vorschau noch darüber spekuliert, dass Joao Paulo de Oliveira mindestens das Podium, am besten einen Sieg in Motegi erzielen muss, um seine Meisterschaftschancen intakt zu halten, sicherte sich der Brasilianer mit 1:34.588 in der Qualifikation die Pole Position. Lediglich 0.004 Sekunden langsamer war überraschenderweise sein Teamkollege Tsugio Matsuda (1:34.592), der damit sein bisher bestes Quali-Resultat in diesem Jahr erzielte. Der aktuelle Tabellenführer Kazuki Nakajima fuhr mit 1:34.600 nicht unswesentlich langsamer auf Startposition 3; hinter ihm platzierte sich André Lotterer (1:34.712), der im ersten Freien Training noch die bislang schnellste Zeit des Wochenendes fuhr. Die Top 5 wurden von Koudai Tsukakoshi (1:34.722) komplettiert — dem einzigen Honda-Piloten, der es ins dritte Segment der Qualifikation schaffte. Insbesondere Lotterer und Tsukakoshi werden für das 51-Runden-Rennen wohl eine aggresivere Strategie wählen, um das Podium zu erreichen.

Wie angekündigt bieten wir auch zum fünften Saisonlauf der Formula Nippon unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker an. Zum ersten Mal sogar mit unserem brandneuen, eigens für das Racingblog entwickelten Live-Ticker-System, das uns den nötigen Freiraum gibt, in aller Ausführlichkeit live zu berichten, ohne auf Zeichenbegrenzungen und Co. zu achten. Da das Einfügen des Tickers in einen bestehenden Artikel noch nicht ganz funktioniert, läuft der Live-Ticker derzeit noch ausschließlich über eine aUnterseite, die allerdings auch bequem von unterwegs mit dem Smartphone angesteuert werden kann sowie eine Übersicht aller bestehenden Live-Ticker inklusive Archiv bietet. Dies erlaubt uns eine deutlich höhere Flexibilität, insbesondere bei Großereignisen wie den 24 Stunden von Le Mans. Das Archiv des Live-Tickers werde aufgrund der noch fehlenden Einbettungs-Funktion noch per Hand ich nach dem Rennen in diesen Artikel einfügen; zum live lesen klickt ihr bitte auf den entsprechenden Link nach dem Sprung:

+++ Update: 9:15 Uhr — Der Live-Ticker ist nun zum nachlesen auch zusätzlich in diesem Artikel archiviert! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! +++

 

 

aQualifikations-Ergebnis 

aLive-Ticker

 

RacingblogLIVE
08:55

Das nächste und vorletzte Formula-Nippon-Rennen der Saison findet am 29. September im Sportsland Sugo statt. Ich hoffe euch auch dann wieder begrüßen zu dürfen. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit sowie einen schönen Sonntag!

RacingblogLIVE
08:53

Wir haben zwar ein relatives statisches Rennen gesehen, das trotzdem seine Geschichten und Dramen schrieb. JP de Oliveira gewann verdient, während der Meisterschaftskampf sich wie vermutet weiter verdichtete.

RacingblogLIVE
08:50

Nach einer dominierenden Saison von Andre Lotterer im letzten Jahr kann man sich heuer im Spannung in der Meisterschaft nicht beklagen. Die Entscheidung wird erst im letzten Rennen, in Suzuka fallen.

RacingblogLIVE
08:49

Der aktuelle Meisterschaftsstand: Nakajima 34 Punkte, Lotterer 33 Punkte, Tsukakoshi 29 Punkte, Oliveira 28 Punkte, Izawa 21 Punkte.

RacingblogLIVE
08:47

JP de Oliveira spricht von seinem guten Start, bei dem er besonders auf seinen Teamkollegen Tsugio Matsuda achten musste. Als er allerdings vorne blieb, konnte er sich auf seine Pace konzentrieren und Reifen schonen.

RacingblogLIVE
08:46

So, nun gibt’s das, was die Formel 1 sich aus der Formula Nippon abgeschaut hat: Das Sieger-Interview direkt vom Podium.

RacingblogLIVE
08:46

Im Hintergrund macht sich übrigens die Japanische Formel 3 bereit, die das letzte Rennen des Tages bestreiten werden. Im Rahmenprogramm fuhr außerdem der CR-Z Cup sowie die J GP-2 und J GP-3, die Teil der Japanese Superbikes sind.

RacingblogLIVE
08:44

Es ist windig auf dem Podium. Erkennt man nicht nur an den sich leicht hebenden Röcken der hübschen Damen, die die Pokale und Awards bringen, sondern auch den umkippten Preisgeld-Schildchen.

RacingblogLIVE
08:42

Den J Sports Award gibt’s für de Oliveira.

RacingblogLIVE
08:40

Okay, das war eine verkürzte Version der brasilianischen Hymne…

RacingblogLIVE
08:40

Nun aber erst einmal die Siegerehrung. Und die brasilianische Hymne. Für JP de Oliveira ist es übrigens der erste Sieg in dieser Saison und auch der erste Sieg seit seiner Meisterschaftssaison 2010!

RacingblogLIVE
08:39

Bei Matsuda wirkte es auch so, als hätte er die Gänge beim hochschalten nicht sofort reinbekommen. Näheres dazu, dann hoffentlich mit einer Aufklärung seitens Team Impul, in meiner Analyse des Rennens nächste Woche.

RacingblogLIVE
08:37

J Sports 3 zeigt nun die Highlights des Rennens, schön mit passender, instrumentaler Rockmusik unterlegt. So wie es sein soll. Von wegen “Weltuntergang und Co.” vom himmlischen Sender…

RacingblogLIVE
08:36

JP de Oliveira ist fix und fertig. Zeigt nur wie anstrengend das Rennen trotz der bequemen Führung für (Hitze und anstrengender Kurs) für ihn war.

RacingblogLIVE
08:34

Sichtlicht enttäuscht und gefrustet stellt Matsuda seinen Wagen im Notausgang ab. Sehr, sehr bitter. Aus dem Meisterschaftskampf ist er damit quasi raus, auch wenn es vor dem Rennen eigentlich nur noch rein mathematische Chancen waren. Eine so gute Fahrt aber unbelohnt zu beenden ist sehr bitter. Schade, schade.

RacingblogLIVE
08:32

Matsuda ist sogar auf P7 noch zurückgerutscht, noch hinter Loic Duval.

RacingblogLIVE
08:31

Puh, was für drei letzte, dramatische Runden…

RacingblogLIVE
08:31

Derweil geht JP de Oliveira über die ZIellinie und gewinnt!!! Lotterer wird zweiter, Tsukakoshi dritter, Nakajima vierter.

RacingblogLIVE
08:30

Aber keine Chance, beide gehen zwei Kurven später vorbei.

RacingblogLIVE
08:29

Tsukakoshi und Nakajima nun an Matsuda heran. Matsuda drückt den Overtake-Button und verteidigt sich mit allen Mitteln. Wow!!

RacingblogLIVE
08:28

Für mich klang es auch eher nach Fehlzündungen.

RacingblogLIVE
08:27

Fehlzündungen oder bekommt er die Gänge nicht richtig rein? Schwer zu sagen. Tsukakoshi und Nakajima kommen ebenfalls nun von hinten angeschossen. Gegen die wird er sich auch nicht wehren können.

RacingblogLIVE
08:26

Motorenprobleme bei Matsuda. Der japanische Kommentar vermeldet Fehlzündungen. Meine Güte, drei Runden vor Schluss. Man sollte wirklich nie den Tag vor dem Abend loben…

RacingblogLIVE
08:25

Ja was ist denn da passiert? Plötzlich ist Lotterer an Matsuda vorbei!!!

RacingblogLIVE
08:25

HUUUUUUCH!!!

RacingblogLIVE
08:25

Ein sehr kontrolliertes Rennen von Joao Paulo de Oliveira, der bis auf den Start eigentlich zu keiner Zeit in Bedrängnis geriet, seine Führung zu verlieren. Matsuda bestätigte auch im Rennen die sehr gute Pace aus der Qualifikation. Dies ist ebenfalls ein Indiz dafür, wie gut der Champion von 2007 sowie 2008 in seiner Comeback-Saison mit dem Wagen zurecht kommt.

RacingblogLIVE
08:20

Noch 5 Runden!

RacingblogLIVE
08:19

Ich bin ehrlich und möchte da auch keine künstliche Spannung herbeireden: Die Abstände beim besagten Dreikampf sind zwar nicht hoch, aber ich sehe da keinen Angriff von Hirate oder Yasuda. Realistischer ist da schon ein Angriff von Nakajima auf Tsukakoshi. Der Abstand bewegt sich weiterhin bei 0,9 Sekunden.

RacingblogLIVE
08:17

Oshima ist übrigens vor der zweiten Unterführung ins Kies gerutscht, sprich eine Kurve vor der Boxengasseneinfahrt.

RacingblogLIVE
08:16

Was ich vor dem Oshima-Zwischenfall eigentlich schreiben wollte: Das Duell Tsukakoshi-Nakajima ist derzeit das Spannendste auf der Strecke. Dahinter haben wir auf P7 noch einen kleinen Dreikampf zwischen Duval, Hirate und Yasuda. Letzterer hat sich mit einigen flotten Runden an die Beiden herangerobbt.

RacingblogLIVE
08:15

Der Boxenreporter (unser Funker vom Dienst) unterstützt die Bremsproblem-Theorie. Die Bremsen sind aufgrund des Stop-and-Go-Charakters des Twin Ring Motegi ein großes Thema, insbesondere bei solch heißen Temperaturen wie heute.

RacingblogLIVE
08:14

Oshima biegt nun vorwärts in die Box ein. Sehr bitter für ihn und Team LeMans. Vor einer Woche in Sugo noch einen emotionalen Super-GT-Sieg gefeiert und vor rund drei Wochen in Fuji fast den Sensationssieg geschafft.

RacingblogLIVE
08:13

Am baggern war Kazuya Oshima, der sich nun zehn Runden vor Schluss mit sehr langsamer Fahrt wieder in die Box bewegt. Die Kommentatoren tippen auf Bremsprobleme.

RacingblogLIVE
08:12

OOOOH da ist jemand im Kies unterwegs.

RacingblogLIVE
08:11

Kazuki Nakajima übt nun stärker Druck auf Koudai Tsukakoshi aus. Abstand der beiden 11 Runden vor Schluss: 0.766 Sekunden. Ich glaube Tsukakoshi erlebt gerade ein Deja-Vu….

RacingblogLIVE
08:10

Noch 12 Runden. De Oliveira ist derzeit der einzige Fahrer, der konstant hohe 1:38er Zeiten fahren kann, der Rest der Spitzengruppe bewegt sich um 1:39er-Bereich.

RacingblogLIVE
08:09

So spannend die Meisterschaft auch glücklicherweise weiterhin ist, so statisch ist leider das aktuelle Rennen, was allerdings abzusehen war.

RacingblogLIVE
08:08

Das derzeitige Ergebnis würde den Meisterschaftskampf übrigens weiterhin stark zuspitzen. JP de Oliveira macht genau das, von dem ich in meiner Vorschau sprach, während Matsuda mit P2 auch einige Punkte gut machen würde. Nakajima täte, aus seinem Interesse, gut daran, Tsukakoshi zu überholen, der sich wiederum über P4 (den beschädigten Frontflügel nicht vergessen) nicht sonderlich beklagen würde.

RacingblogLIVE
08:05

Runde 37: Naoki Yamamoto kommt nach seinem Antriebproblems zu Beginn des Rennens wieder zurück. Hier geht es wohl eher nur um Daten sammeln und zu testen, ob alles wieder funktioniert.

RacingblogLIVE
08:04

Tsukakoshi muss man an dieser Stelle mal loben: Trotz beschädigten Frontflügel hat er sich lange vor Lotterer gehalten und verteidigt sich nun, bislang erfolgreich, gegenüber Kazuki Nakajima.

RacingblogLIVE
08:03

Blicken wir mal wieder auf die Spitzengruppe: Lotterer holt in winzigen Schritten ein wenig auf Matsuda auf, während es zwischen Tsukakoshi und Nakajima Schwankungen im Abstand zwischen 0,9 bis 1,1 Sekunden gibt.

RacingblogLIVE
08:01

Runde 34: Kogure doch auf 14 zurückgefallen nach seiner Durchfahrtsstrafe, da hatte sich der japanische Kommentator vorhin leicht verrechnet. Kogure ist nun im Duell mit seinem Teamkollegen Daisuke Nakajima.

RacingblogLIVE
07:59

Runde 32: Hrionobu Yasuda denkt sich: Mal das Gaspedal durchdrücken. Neue schnellste Runde des Kondo Racing-Piloten: 1:38.168

RacingblogLIVE
07:58

Runde 32: Matsuda ist 7,5 Sekunden hinter de Oliveira zurück, Lotterer 14,759, Tsukakoshi und Nakajima 21,5 respektive 22,3, Izawa 25 Sekunden.

RacingblogLIVE
07:57

Kogure kommt nach seiner Durchfahrtsstrafe auf Position 11 wieder auf die Strecke zurück.

RacingblogLIVE
07:56

Oooooh, Durchfahrtsstrafe für Takashi Kogure. Er hat das Speed Limit in der Boxengasse überschritten. Bitter.

RacingblogLIVE
07:54

Daisuke Nakajima fällt hinter Kazuya Oshima zurück.

RacingblogLIVE
07:54

Runde 30: Yasuda steuert seine Crew an. Wow das dauert, 18,0 Sekunden beträgt die Standzeit. Und das obwohl er weniger Benzin als die Stopper vor ihm benötigt. Daisuke Nakajima war ebenfalls drinnen.

RacingblogLIVE
07:53

Hirate kommt auf P10 wieder heraus, vor Takashi Kogure. Yasuda und Daisuke Nakajima sollte er nach deren Stopps aber wieder automatisch überholen.

RacingblogLIVE
07:52

Runde 29: Hirate kommt zum Service. Die Kameras schwenken leider weg, sah aber nach 4 Reifen aus. Niemand ist wohl so verrückt und wechselt nur 2 Reifen bei dieser Hitze und dem hohen Verschleiß.

RacingblogLIVE
07:52

Kazuki Nakajima erhöht derweil den Druck auf Tsukakoshi.

RacingblogLIVE
07:51

Runde 28: Stopp unbereinigt führt derzeit Hirate vor Yasuka, de Oliveira, Daisuke Nakajima, Matsuda und Lotterer. Hirate, Yasuda und Nakajima der Jüngere müssen selbstverständlich in den kommenden Runden zum Service.

RacingblogLIVE
07:50

Auffallend war bei den Stopps die längere Standzeit von beiden Tom’s-Fahrern sowie Matsuda, im Vergleich zu etwa Duval oder Tsukakoshi. Ein Hinweis auf einen höheren Spritverbrauch respektive etwas mehr Benzinsparen bei Duval und Tsukakoshi? Im Falle von Duval hat es allerdings nichts gebracht: Er ist hinter Izawa auf P7 zurückgefallen.

RacingblogLIVE
07:49

De Oliveira kommt mit einer halben Geraden Vorsprung vor Matsuda wieder raus.

RacingblogLIVE
07:48

4 neue Reifen, Benzin. Standzeit: 15,6 Sekunden. Wow.

RacingblogLIVE
07:48

Runde 27: Nun kommt auch Oliveira in die Box.

RacingblogLIVE
07:47

Runde 26: Wie angekündigt kommt Tsugio Matsuda in die Box. 4 Reifen und Benzin, 16,4 Sekunden.

RacingblogLIVE
07:46

Izawa nun natürlich mit den wärmeren Reifen als Nakajima, sieht aber nicht danach aus, als ob er ihn angreifen könnte.

RacingblogLIVE
07:46

Nakajima steht 15,8 Sekunden, Benzin und 4 Reifen. Er kommt vor Izawa wieder raus! Das war wichtig für Nakajima!

RacingblogLIVE
07:45

Bei Impul macht man sich laut dem Boxenreporter auch bereit, nächste Runde kommt wohl Matsuda.

RacingblogLIVE
07:45

Runde 25: Kazuki Nakajima kommt zum Service.

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07:44

Aiaiaiai, aber Duval fällt hinter Izawa zurück. Das ist nun überraschend. Izawa mit einer schnellen und konstanten Pace.

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07:44

Für Duval geht es gegen Nakajima. Auch er bekommt Benzin und vier neue Reifen. 13,6 Sekunden… WOW! Das ist schnell!

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07:43

Runde 24: Duval kommt in die Box.

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07:43

Lotterer kommt von hinten angeschossen… UND ZIEHT VORBEI! Trotz langsameren Stopp hatte Lotterer eine deutlich schneller In- und Outlap als Tsukakoshi, was nicht sonderlich überraschend ist, war er in den letzten Runden doch deutlich schneller als der Docomo-Fahrer. Er sollte sich nun von Tsukakoshi deutlich absetzen können.

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07:42

Benzin, 4 Pneus. 16,1 Sekunden, 1 Sekunde schneller als Lotterer.

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07:42

Runde 23: Tsukakoshi kommt in die Box. Jetzt wird es spannend…

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07:41

De Oliveira weiterhin stark: Bis auf wenige Ausnahmen fährt er konstant 1:39er Zeiten.

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07:41

Langsamer Stopp: 17,1 Sekunden. Er kommt vor Izawa wieder raus.

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07:40

Und Bingo! Lotterer kommt in der 22. Runde in die Box. Damit versuchen sie ihn wohl an Tsukakoshi vorbeizuschieben.

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07:40

Bei Tom’s steht die Crew auch bereit. Kommt Lotterer oder Nakajima? Würde spontan auf den Deutschen tippen.

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07:39

Deutlich schneller als der Stopp von Kunimoto: 16,6 Sekunden.

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07:39

Auch für ihn gibt es neben Benzin vier frische Pneus.

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07:38

Und da kommt Izawa auch schon (Runde 21).

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07:38

Bei Dandelion steht man derzeit auch für Izawa bereit, vermeldet der Boxenreporter (der Mann mit der schnellen Stimme am Funk!)

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07:37

Runde 20: Der nächste Stopper, Kunimoto. Wechselt alle 4 Reifen und wird natürlich aufgetankt. 19,6 Sekunden.

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07:37

Oshima ist dieses Wochenende, im Gegensatz zum Fuji-Rennen, komplett von der Pace. Bleibt zu hoffen, dass es für ihn und das Team in Sugo wieder besser läuft.

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07:36

Runde 19: Wir haben den ersten Stopper: Kazuya Oshima kommt in die Box… UND WÜRGT AB! Herje… Dabei wirkte der Boxenstopp so schnell mit knapp 15 Sekunden.

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07:34

Lotterer klebt nun förmlich im Diffusor von Tsukakoshi.

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07:34

Runde 18: Oliveira nun 4,4 Sekunden vor Matsuda, Tsukakoshi und Lotterer jeweils rund 14 Sekunden hinter dem Brasilianer.

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07:32

Lap 17: Nun wird es richtig, richtig spannend zwischen Tsukakoshi und Lottere — Abstand auf 0,9 Sekunden geschrumpft. Lotterer hat derzeit deutlich mehr Downforce als Tsukakoshi.

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07:29

Runde 15: Lotterer robbt sich ieder an Tsukakoshi heran. 1,360 Sekunden der Abstand nun.

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07:27

Wenn die Sonne nicht eben zu stark geblendet hat, hat Kazuki Nakajima bereits zweimal seinen Overtake-Button gedrückt.

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07:26

Kaum spricht man vom Teufel, findet Tsukakoshi wieder seine Pace: Abstand in Runde 13 wieder auf 2,1 Sekunden angewachsen. Waren wohl einfach zwei schlechte Runden von ihm.

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07:24

Lotterer konnte sich nun auch ein wenig von Nakajima absetzen, der knapp 2 Sekunden hinter dem Titelverteidiger ist.

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07:23

Tsukakoshis Pace steigt etwas an, scheint ihn der Frontflügel nun doch etwas zu stark zu behindern? Lotterer robbt sich Runde für Runde an ihn heran. Abstand in Runde 12 nur noch 1,792 Sekunden!

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07:22

Runde 11: Tsukakoshi auf 3 knapp 8,5 Sekunden hinter de Oliveira, Lotterer auf 4 10,4 Sekunden.

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07:21

Die Rundenzeiten von de Oliveira sind angestiegen. Bis Runde 6 fuhr er noch 1:38er Zeiten, mittlerweile sind diese aber auf 1:39 angestiegen. Das ist ungefähr genauso schnell wie Matsuda, sprich sein Vordrang ist etwas gestoppt. Abstand in Runde 11: 3.447 Sekunden.

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07:20

Besagtes dreier Päärchen befindet sich aber dafür, jetzt in Runde 10, in einer Art Dreikampf. Wobei Kampf noch etwas nett ausgedrückt ist, sie beschnuppern sich eher.

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07:19

Ich hatte mich übrigens vorhin verschaut (schlechte Augen in der Früh…): Hinter Kaneishi und dem jüngeren Nakajima war natürlich Kunimoto, Hirate ist derzeit auf 8 und verteidigt sich gegen Takashi Kogure.

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07:17

Der leicht beschädigte Frontflügel scheint Tsukakoshi nicht allzu stark zu behindern. Er findet sich 6 Sekunden hinter de Oliveira.

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07:15

Runde 7: Oliveira gibt weiterhin Gas: Abstand zu Matsuda mittlerweile auf 3 Sekunden angewachsen, Lotterer 10 Sekunden zurück.

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07:15

Um Platz 12 entbrennt in Runde 6 derweil ein Kampf zwischen Toshihiro Kaneishi und Daisuke Nakajima. Dahinter ist gleich Kohei Hirate auf 14.

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07:13

Die japanischen Kommentatoren hören ein Motorproblem heraus, nachdem es sich auch anhört.

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07:12

Naoki Yamamoto ist langsam unterwegs.

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07:12

Runde 5: Matsuda ist 2 Sekunden hinter de Oliveira, Tsukakoshi 4 und Lotterer 6. Hinter dem Duisurger staut es sich ein bisschen mit Nakajima, Duval und Izawa.

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07:11

Es wirkt ein bisschen so als könnte Lotterer nicht die Pace von Tsukakoshi gehen, der wiederum etwas Zeit auf die beiden Impul-Fahrzeuge verliert.

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07:10

Ahhh, kaum gemeckert, schon folgt die Aufklärung: Orime wurde von Saga beim Anbremsen auf die zweite Kurve am Heck getroffen.

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07:09

Beide Fahrzeuge stehen auch noch immer im Aus und werden gerade abgeschleppt.

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07:08

Leider wird bei der Wiederholung von J Sports 3 nicht der Unfall von Orime und Saga gezeigt, sah aber so aus, als hätte Orime seinen Dreher ins Kiesbett alleine verursacht. Saga wurde anschließend etwas blockiert.

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07:07

Oh, Tsukakoshi hat eine leichte Beschädigung vom Frontflügel. Vorne rechts (von uns aus gesehen links) fehlt ein kleines Stück. Seine Pace scheint es derzeit aber nicht zu beeinflussen.

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07:06

Die Top 6 nach der ersten Runde: Oliveira, Matsuda, Tsukakoshi, Lotterer, Nakajima, Duval.

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07:05

Pardon, das mit Matsuda hatte ich falsch gesehen und mich auf den japanischen Kommentar verlassen, der Matsuda ebenfalls in Front gesehen hat. Oliveira konnte sich aber doch noch mal verteidigen und führt das Rennen an.

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07:05

Was für ein Raketenstart von Koudai Tsukakoshi, von 5 auf 3. Lotterer hat zwar Nakajima überholt, bleibt allerdings auf 4.

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07:04

Und Unfall im Hintergrund. Müsste Orime mit Saga gewesen sein.

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07:03

Sehr guter Start von Tsukakosh!!!! ZIeht gleich auf 3 vor, Matsuda überholt JP de Oliveira.

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07:03

START!!!!!!!!!

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07:03

Fahrzeuge stellen sich nach der Einführungsrunde wieder auf. In wenigen Sekunden geht es los!

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07:00

Insgesamt stehen übrigens 52 Runden auf dem Programm.

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06:59

Die Motoren wurden angelassen

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06:57

Die Nationalhymne wird jetzt von einem Orchester gespielt.

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06:56

Und damit zum Rennen. JP de Oliveira steht auf Pole, Tsugio Matsuda komplettiert die erste Reihe. Dahinter Kazuki Nakajima, Andr� Lotterer, Koudai Tsukakoshi und Loic Duval. Tsukakoshi war der einzige von Honda belieferte Fahrer, der Q3 gestern erreichte. Das zweite Freie Training fand unter feuchten Bedingungen statt, jetzt scheint wie zu erwarten war die Sonne. Ich habe noch keine genauen Temperaturen, aber es sollten um die 35 Grad sein.

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06:55

Ziel der Formula Nippon ist es, mit dem neuen Namen die Serie auf einen ähnlichen Level wie die Formel 1 (naja…) sowie die Izod IndyCar Series (schon realistischer) in Asien zu heben.

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06:51

Die große News des Tages: Die JRP gab den neuen Namen der Formula Nippon bekannt, den die Serie ab 2013 tragen wird. Der neue Name lautet: Super Formula. Damit folgt die Formula Nippon der Super GT, die sich 2005 von der JGTC (Japanese GT Champonship) in Super GT umbenannte. Der komplette, japanische Titel der Formula Nippon ab 2013 lautet Japanese Championship Super Formula. Derzeit trägt sie den vollen Titel All-Japan Formula Nippon.

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06:49

Einen wunderschönen Guten Morgen zum fünften Saisonlauf der Formula Nippon aus Motegi. Dieses Mal mit unserem schicken neuen Live-Ticker, der in kürzester Zeit von zwei flinken Programmieren respektive Designern für uns erstellt wurde. Er ist noch nicht ganz fertig, aber ich habe die Ehre, sozusagen den Shakedown durchzuführen. Der Ticker aktualisiert sich alle 30 Sekunden selbst.

 

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August 04 2012

04:00

Formula Nippon: Vorschau Round 5 Motegi

Für manch einen kaum zu glauben, an diesem Wochenende bestreitet die Formula Nippon aber bereits ihr drittletztes Saisonrennen. Bevor es Ende September und Anfang November nach Sugo respektive Suzuka geht, ist Japans höchste Formel-Serie an diesem Wochenende bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr auf dem Twin Ring Motegi unterwegs. Neben der erwarteten Zuspitzung im Meisterschaftskampf wird am Sonntag außerdem der neue Name, den die Serie ab 2013 tragen wird, präsentiert.

Eigentlich schon zum dritten Saisonrennen in Autopolis geplant, hat sich die JRP (Japan Race Promotion) etwas mehr Zeit bei der Sichtung der Namensvorschläge gelassen. Wie bereits über die letzten Monate häufiger berichtet, schnürte man um den neuen Seriennamen ein Gewinnspiel, an dem alle mit einem gültigen Führerschein derzeit in Japan residierenden Bürger teilnehmen konnten. Neben VIP-Tickets für die kommende Saison gibt es als Sonderpreis zudem entweder einen Honda CR-Z type α oder einen Toyota 86 grade G zu gewinnen. Während der neue Serienname nach langer Anmeldeprozedur und weiteren, rechtlichen Abwicklungen diesen Sonntag auf einer Pressekonferenz um 9:50 Uhr Ortszeit präsentiert wird, sollen die Gewinner des Gewinnspiels im Rahmen des JAF Grand Prix (16. bis 18. November) verkündet werden.

Grund für die Namensänderung ist die zukünftige Ausrichtung der Serie. Ähnlich der Super GT will die Formula Nippon ebenfalls gen Asien expandieren. Über ein Rennen auf der F1-Strecke in Südkorea wurde bereits Ende 2011 spekuliert, vor dem diesjährigen Saisonbeginn bestätigte JRP-Präsident Hiroshi Shirai zwar diese Pläne, machte sie aber auch unter anderem von der wirtschaftlichen Lage abhängig. Rennen in Malaysia und China seien ebenfalls möglich, fallen selbstredend aber unter die gleichen Entscheidungskriterien. Sollte die Formula Nippon, was anbetracht des Vorhabens sowie den Visionen seitens der JRP wünschenswert wäre, in mindestens drei verschiedenen Ländern fahren, so kann sie laut FIA-Regularien nicht mehr als nationale Rennserie auftreten. Aus diesem Grund musste sich beispielsweise auch die JGTC 2005 in Super GT umbenennen. Für die Formula Nippon selbst bricht zwölf Jahre nach ihrer „Gründung“ (die eigentliche Geschichte geht bis zum ursprünglichen Namen, All-Japan Formula 2000, ins Jahr 1973 zurück) somit ein neues Zeitalter an. Ein Zeitalter, in dem man nicht mehr nur noch Japans höchste, sondern gleichzeitig auch Asiens höchste Formel-Serie werden möchte. Aus diesem Grund verabschiedet sich die Serie 2014 auch vom aktuellen FN09-Wagen.

Wie passend zum vorangegangenen Lauf in Fuji bekannt wurde, wird der neue Bolide von Dallara gebaut werden. Diesbezüglich hatten sich die Team-Chefs zusammen mit den JRP-Vorsitzenden in einem bislang noch nicht näher kommentieren Meeting zur Abstimmung kurz nach dem Rennen in Fuji getroffen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass dem Design-Vorschlag von Dallara zugestimmt wurde. Bleibt zu hoffen, dass Dallara einen ähnlichen hübschen Wagen wie den FN09 von Swift bauen wird. Bislang ist lediglich bekannt, dass es neben einem neuen Bremssystem auch selbstredend eine neue Aerodynamik geben wird. Bezüglich der Motorenfrage gibt es hingegen keine neuen Informationen. Ursprünglich waren 2,0l Motoren mit Hybrid-Antrieb mitsamt System E, einem KERS-ähnlichen System, das sich seit einiger Zeit in der Entwicklung befindet und nicht zur Konzeption des FN09 passt, angedacht. Die gleichen Motoren wollten Honda und Toyota ab 2014 auch in der Super GT einsetzen. Wegen den Unklarheiten zur DTM-Super-GT-Kooperation wird sich diese Entscheidung aber wohl so lange hinauszögern, bis diesbezüglich Klarheit besteht.

Dies Alles ist aber natürlich noch Zukunftsmusik. Zwar wird der neue Serienname vor dem Rennen von Hiroshi Shirai und Tsugio Matsuda als Fahrervertreter der Presse präsentiert, das Hauptaugenmerk liegt aber selbstverständlich auf dem fünften Saisonlauf. Erneut geht es auf den Twin Ring Motegi, wo die Fahrer, anders als noch zum zweiten Saisonlauf im Mai, mit den heißen Sommertemperaturen um die 30-32 Grad (mitsamt relativ hoher Luftfeuchtigkeit) zu kämpfen haben werden. Vereinzelte, kleine Regengüsse sind zwar angekündigt, die Wahrscheinlichkeit ist aber geringer als noch vor knapp drei Wochen in Fuji. Die heißen Temperaturen erhöhen selbstredend auch den Materialverschleiß. Insbesondere die Bremsen müssen aufgrund der Stop-and-Go-Charakteristik der Strecke geschont werden, aber auch der Reifenverschleiß kann bei den hohen Asphalttemperaturen eine entscheidende Rolle spielen. Ein weiteres Schlüsselelement wird selbstredend auch die Qualifikation sein, da Überholen auf dem Twin Ring Motegi nicht zu den einfachsten Disziplinen gehört. Dies betrifft insbesondere André Lotterer, der in den letzten beiden Rennen jeweils keine guten Startplätze erzielte. Die Qualifikation wird wie bereits im Mai in der Special Stage, dem Einzelzeitfahren nach der regulären Qualifikation zur Festlegung Reihenfolge, ausgetragen.

Da ich bereits ausführlich über den Kurs und sein Umfeld in meiner Vorschau im Mai berichtet habe – und das Umschreiben der zwei Absätze folglich Irrsinnig und nicht dem Prinzip der „Nachhaltigkeit“ entsprechen würde – übernehme ich im folgendem besagte Beschreibung. Nach dem eingebetteten Video folgen noch ein paar Worte zum Rennen sowie der Ausstrahlungszeit.

Weltweit ist der Twin Ring Motegi eine einzigartige Rennstrecke, da er anders als die Strecken in den USA einen separaten Oval- sowie Straßenkurs enthält, ohne dabei Kompromisse bei der Streckenführung einzugehen. Gebaut wurde der gesamte Komplex 1997 von Honda, mit dem Ziel die CART  nach Japan zu holen und das eigene Wissen im Bereich des amerikanischen Open-Wheel-Sports zu erweitern. Trotz der zwei „Zwillingsstrecken“ ist es allerdings  nicht möglich, gleichzeitig zwei Rennen auszutragen, da sich der 4,8km lange Straßenkurs die Boxengasse wie auch Haupttribüne mit dem 2,493km langen Super Speedway teilt. Zusätzlich werden beide Kurse jeweils in einem jeweils anderem Uhrzeigersinn gefahren. Neben der CART und später der IndyCar fuhr 1998 auch der NASCAR Sprint Cup (damals noch Winston Cup) ein Einladungsrennen auf dem Oval. Das Coca-Cola 500 gewann damals Mike Skinner für Richard Childress Racing. In die NASCAR-Geschichte ging das Rennen allerdings aufgrund der Tatsache ein, dass es zum einen das erste (und einzige) Oval-Rennen der NASCAR in Japan war und zum anderen, weil Dale Earnhardt sr. sowie sein Sohn Dale Earnhardt jr. das erste Mal zusammen in einem Rennen fuhren. Das letzte Oval-Rennen der IndyCar fand 2010 statt. Nach dem Tohoku-Erdbeben vom 11. März 2011 wurde der Super Speedway leider sehr stark beschädigt. Da die IndyCar bereits davor beschlossen hatte, nach 2011 aus wirtschaftlichen Gründen vorerst keine Rennen mehr im Land der aufgehenden Sonne auszutragen, beschloss der Streckenbetreiber, das Oval nicht zu reparieren. Das letzte IndyCar-Rennen fand deshalb erstmals auf dem Straßenkurs statt, welches Scott Dixon für Chip Ganassi Racing gewann. In Europa ist der Kurs insbesondere durch den dort seit 2004 jährlich ausgetragenen Japan Grand Prix der MotoGP bekannt; die Super GT wird auch heuer ihr Saisonfinale in Motegi austragen. Kurze Randnotiz: Beim IndyCar-Auftritt 2011 auf dem Straßenkurs des Twin Ring Motegi erzielte Scott Dixon mit 1:38.391 die Pole Position. Zwar mag der Vergleich des alten Dallara-IndyCars mit dem FN09 der Formula Nippon unfair wirken, im gleichen Jahr erzielten bei beiden Auftritten im Juni und Oktober jeweils Joao Paulo de Oliveira sowie André Lotterer mit 1:35.012 respektive 1:32.989 die Pole Position.

Der Straßenkurs des Twin Ring Motegi fällt für japanische Verhältnisse aufgrund seines flachen Höhenprofils eher untypisch aus. Zudem besitzt die Strecke mit seinen 14 Kurven einen Stop-and-Go-Charakter mit lediglich einer leichten Erhöhung in der Haarnadelkurve. Interessant ist die Tatsache, dass der Straßenkurs zwei Unterführungen besitzt, mit der ersten auf der kleinen Geraden zwischen Kurve 4 und 5. An dieser Stelle verlassen die Fahrer quasi unter Turn 3 des Ovals den inneren Teil der Anlage; auf der Geraden nach Kurve 11 (zwischen Turn 1 und 2 des Ovals) gelangen sie durch die zweite Unterführung – das ganze wirkt wie die Unterführung nach der Degner vor der Haarnadel in Suzuka – wieder in den inneren Teil hinein. Dies ist nur aufgrund der Einzigartigkeit der kompletten Anlage möglich und stellt somit gleichzeitig die Besonderheit der Strecke dar. Im folgendem ein Onboard-Video von André Lotterer aus der Reihe „Driver’s Eye“ des japanischen Fernsehens:

Unglücklicherweise sorgt aber genau diese Einzigartigkeit der Strecke für einige Probleme für die Zuschauer vor Ort. Zum einen sitzen sie beispielsweise auf der Haupttribüne zu weit von der Start- und Zielgeraden entfernt, zudem blockiert das Oval die Sicht auf einige Kurven der Strecke, weshalb viele, größere Monitore zum Verfolgen des Geschehens benötigt werden. Abseits der Haupttribünen sind die Sitze auf wenige Stellen im inneren Teil des Ovals sowie der Gegengerade des Straßenkurses limitiert. Zu allem übel besitzt die Strecke keine besonders gute Infrastruktur. Motegi (Tochigi-Präfektur) selbst ist mit lediglich 16.403 Einwohnern (Stand 2005) und einer Gesamtfläche von 172,71km² eine relativ kleine Stadt. Zwar ist die Strecke mit dem Auto nur rund 6km von der Innenstadt entfernt, dennoch sind die Übernachtungsmöglichkeiten, abgesehen von einem Hotel direkt an der Strecke, quasi inexistent. Zu allem übel besitzt die Strecke lediglich zwei zweispurige Straßenzufahrten, was bei Großveranstaltungen mitunter für regelmäßige Verkehrsstaus sorgt. Die Anfahrt mit dem Zug gestaltet sich ebenfalls als schwierig, weil die zwei großen, regionalen Zuggesellschaften JR East sowie Tobu Railway den Bahnhof in Motegi nicht direkt anfahren. Pläne für eine Schnelltrasse für den Shinkansen gibt es ebenfalls nicht.

Nicht nur wegen seines beeindruckenden Rennens vor rund drei Wochen in Fuji ist André Lotterer der absolute Geheimfavorit auf den Sieg in Motegi. Der Duisburger gewann auch bereits im Mai den ersten Formula-Nippon-Auftritt in diesem Jahr in Motegi. Mit insgesamt vier Siegen ist Lotterer der Rekordhalter aller derzeitig amtierenden Formula-Nippon-Piloten auf der Strecke. Lotterer und der Twin Ring, das passt einfach, schließlich gewann er dort im Jahr 2004 auch sein erstes Super GT (damals noch JGTC) Rennen mit Nakajima Racing. Nach einem etwas holprigen Saisonstart in Suzuka und einem unglücklichen aber nichts desto trotz katastrophalen Wochenendes in Autopolis, hat sich der amtierende Champion auf vier Punkte an seinen Teamkollegen Kazuki Nakajima (29 Punkte) herangepirscht. Der Japaner gab zwei Runden vor Schluss in Fuji die Führung an André Lotterer ab, verlor aufgrund des Bonus-Punktes für die Pole Position aber nur einen Zähler in der Meisterschaft auf ihn – fleißig ernährt sich das Eichhörnchen. Nach einem dritten Platz im Mai-Rennen wittert der Tom’s-Pilot nach Suzuka seinen zweiten Saisonsieg, weiß aber, dass auch ein zweiter Platz auf Lotterers Paradestrecke gewiss kein Beinbruch wäre, sofern er wie in Fuji sich die Pole Position sichert. Zwei Punkte hinter Lotterer ist Autopolis-Gewinner Koudai Tsukakoshi (23 Punkte). Der Docomo-Dandelion-Fahrer, der in Tochigi-Präfektur aufgewachsen ist und somit ein Heimrennen hat, hatte in Fuji einen Nuller geschrieben, nachdem er zum Rennstart wertvolle Positionen verlor und ein unglückliches Händchen beim Regenreifenpoker bewies. Er sowie sein Teamkollege Takuya Izawa (17 Punkte) sind die heißesten Anwärter für einen Honda-Sieg auf deren eigener Strecke. Hinter beiden Fahrern steht nach wie vor allerdings ein großes Fragezeichen, da es abseits des Autopolis-Rennens (und stellenweise zum Saisonauftakt in Suzuka) es dem Team nicht gelang, den guten Quali-Speed auch ins Rennen zu übertragen.

In diesem Jahr etwas unauffallend wirkt Joao Paulo Oliveira (17 Punkte), und das obwohl der Brasilianer, abgesehen von seinem Ausfall in Autopolis, gute bis sehr gute Rennen ablieferte. Bestes Resultat war just im Mai in Motegi, als er sich nur André Lotterer geschlagen geben musste. Für de Oliveira wird es allerdings wichtig sein, mindestens aufs Podium, wenn nicht sogar zum Sieg zu fahren, wenn er seine mathematischen Meisterschaftschancen intakt halten möchte. Gleiches gilt auch für de Oliveiras Teamkollegen Tsugio Matsuda (13 Punkte) sowie Kazuya Oshima (15 Punkte). Letzterer hatte in Fuji unter schwierigen Mischbedingungen, verursacht durch Platzregen, fast einen Überraschungssieg gelandet, musste sich am Ende aber doch beiden Tom’s-Fahrern geschlagen geben. Oshima sollte nach dem letzten Sonntag erzielten, beeindruckenden ersten Sieg für Team Eneos LeMans in der Super GT seit neun Jahren besonders motiviert sein, dennoch ist davon auszugehen, dass er wie auch Matsuda um die Meisterschaft kein Wörtchen mehr mitreden werden. Hierfür waren, trotz einiger guter Rennen, die restlichen Ergebnisse in diesem Jahr etwas zu schwankend. Dennoch ist ein Aufwärtstrend beim Traditionsteam LeMans zu erkennen. Ähnliches gilt für Tsugio Matsuda, der nach drei Jahren in diesem Jahr sein Comeback in der Serie gab.

 

TV-Zeiten Motegi

Wie gehabt muss erneut aufgrund fehlender, internationaler TV-Partner, auf die nicht beliebte Graualternative zurückgegriffen werden. Die Qualifikation findet kurze Zeit nach Erscheinen dieses Artikels am Samstag statt. J Sports 3 geht am Sonntag um 6:30 Uhr deutscher Zeit auf Sendung; das Rennen startet 30 Minuten später um 7 Uhr, dieses Mal sogar unverschlüsselt im japanischen Fernsehen. Wie zu jedem Formula-Nippon-Rennen werden wir auch dieses Mal, sofern die Technik hoffentlich nicht streikt, unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker anbieten. Dieses Mal sogar zum allerersten Mal mit einem eigens für das Racingblog entwickelten Live-Ticker-System. Der Live-Ticker startet am Sonntag um 6:45 Uhr.

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July 29 2012

04:40

Super GT: Live-Ticker Round 4 Sugo

Kein Honda oder Nissan. Stattdessen ist es der Eneos Sustina Lexus SC430, der überraschend von der GT500-Pole-Position ins heutige 300-km-Rennen auf der wunderschönen Naturrennstrecke von Sugo geht. Daisuke Ito brannte eine beeindruckende Zeit von 1:14.978 Minuten auf den Asphalt, so dass sogar der von Position 2 startende Michael Krumm (zusammen mit Satoshi Motoyama) im Motul Autech GT-R leicht überrascht sich ein grinsendes Kopfschütteln nicht verkneifen konnte. Die erste Startreihe in der GT300 bildet der favorisierte Hankook Porsche zusammen mit dem Underdog der Qualifikation, dem MonePa Lamborghini GT3. Der Toyota Prius startet erstmals von 3; Hideki Mutoh und Daisuke Nakajima stellten beim Debüt den Honda CR-Z auf eine starke neunte Startposition. Wie üblich bieten wir auch zum vierten Saisonlauf der Super GT unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker an.


Der Live-Ticker aktualisiert sich alle 60 Sekunden automatisch und zeigt die letzten 45 Tweets an. Da das Plugin leider keine automatische Archiv-Funktion besitzt, werde ich nach dem Rennen alle Tweets manuell in diesen Beitrag einfügen, so dass alle Interessierten auch im Nachhinein noch Zugriff auf den Live-Ticker zum nachlesen haben. Die komplette Startaufstellung ista hier ersichtlich; der Rennstart erfolgt um 7 Uhr deutscher Zeit.

+++ Update: 9:30 Uhr — Der Live-Ticker ist nun zum nachlesen archiviert! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! +++

Racingblog: Damit bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit und wünsche einen schönen Sonntag! Das nächste SGT-Rennen ist am 19. August, 1000km von Suzuka
3 minutes ago

Racingblog: … den Startunfall aber zwei mögliche Siegesanwärter und damit eventuell etwas an Spannung. Enttäuscht hat Sugo erneut aber wieder nicht.
5 minutes ago

Racingblog: Wir haben ein spannendes, vor allem action-reiches Rennen in der GT300 gesehen. GT500 war spannend zur Mitte und Schluss, verlor durch…
6 minutes ago

Racingblog: Da ich ausnahmsweise das Twitter-Limit pro Stunde erreicht habe, kurz ein paar Zeilen zum #SuperGT Rennen über den normalen Account.

RacingblogLive: Der Sieg des NDDP Nissan in der GT300 ist sehr erfreulich, auch wenn es ein japanischer GT3 ist, dafür aber auch der einzige.
39 seconds ago

RacingblogLive: Oshima lässt die Freudentränen fließen. Zurecht.
23 seconds ago

RacingblogLive: Honda ging komplett unter, obwohl die Strecke dem Wagen hätte liegen müssen, selbst mit Gewicht. Das wird für Stirnfalten bis Suzuka sorgen.

RacingblogLive: Honda ging komplett unter, obwohl die Strecke dem Wagen hätte liegen müssen, selbst mit Gewicht. Das wird für Stirnfalten bis Suzuka sorgen.
10 seconds ago

RacingblogLive: Für Nissan und insbesondere die Titelverteidiger wäre es zwar ein Pflichtsieg gewesen, P3 ist aber eine gute Schadensbegrenzung.
in 4 seconds

RacingblogLive: Für Lexus ist es außerdem der erste Sieg seit 2006 in Sugo!
29 seconds ago

RacingblogLive: Die Sensation ist somit perfekt: Lexus gewinnt das dritte von vier Rennen. Und erneut auf einer für den Wagen untypischen Strecke.
8 seconds ago

RacingblogLive: GT300 Top 5: NDDP GT-R, SLS, MonePa Lambo, Hankook, Endless Taisan 911.
28 seconds ago

RacingblogLive: Eneos, Petronas, S Road GT-R, Denso, Zent SC430 (GT500 Top 5).
11 seconds ago

RacingblogLive: 4 Lexus in den Top 5.
31 seconds ago

RacingblogLive: Noch mal ein super Finale.
49 seconds ago

RacingblogLive: 110R, Oshima bleibt vorne und GEWINNT!!!!
0 seconds ago

RacingblogLive: Wie kommen beide durch den Verkehr? Vorteil Oshima.
15 seconds ago

RacingblogLive: Letzte Runde, Nakajima an Oshima dran!!!
27 seconds ago

RacingblogLive: SCHÖNES 3-WIDE MANÖVER!! Kataoka bremst den Prius etwas aus, überholt ihn, verliert die Position aber an den Gainer R8, der 2 Plätze gut.
40 seconds ago

RacingblogLive: Wir bleiben in der GT300: Der Prius ist mittlerweile auf P6 und gerät nun in Bedrängnis des Hatsunemiku Z4 und des Gainer R8. Dreikampf!
42 seconds ago

RacingblogLive: Kurzer Blick in die GT300: Der NDDP GT-R hat nun knapp 25 Sekunden Vorsprung auf den SLS. Wahnsinn.
35 seconds ago

RacingblogLive: Oshima will sich den Sieg nicht nehmen lassen: Er vergrößert den Vorsprung auf nun knapp 2 Sekunden.
30 seconds ago

RacingblogLive: Schlüsselfaktor Verkehr. Man kann es nicht oft genug sagen.
35 seconds ago

RacingblogLive: Nakajima hat in der letzten Runde eben gut 0,5 Sekunden auf Oshima verloren, weil er schlechter durch den Verkehr kam.
50 seconds ago

RacingblogLive: Nakajima hat Oshima knapp eine Sekunde abgenommen, noch 1,3 Sekunden. 6 Runden noch zu fahren.
15 seconds ago

RacingblogLive: Die japanischen Kommentatoren scherzen gerade um den GT300-Kampf ab P7-P9, weil 3 dt. Sportwagen dort kämpfen (Porsche, BMW, Audi).
52 seconds ago

RacingblogLive: Für Nakajima / Duval wäre es übrigens das erste Podium der Saison, Ito / Oshima wurden in Sepang 3ter.
1 minute ago

RacingblogLive: Nakajima ist nun knapp 2,5 Sekunden hinter Oshima. Ob sich beide Lexus-Wagen noch mal kurz vor Schluss bekriegen werden?
1 second ago

RacingblogLive: JETZT! Jetzt hat Orido Koki Saga überholt. 8 Runden vor Schluss.
23 seconds ago

RacingblogLive: Eneos und Tom’s SC430 sprengen das GT300-Duell um P3 leicht, aber alles geht gut.
13 seconds ago

RacingblogLive: L71: Starkes Duell zwischen dem Prius und dem MonePa Lambo. Koki Saga macht sich seeehr breit, um P3 zu halten.
33 seconds ago

RacingblogLive: Heeey, wir haben einen Honda-Kampf um P7 für ein paar Sekunden im Bild gehabt. Der Weider macht Druck auf den Raybrig.
17 seconds ago

RacingblogLive: L70: Kampf um P7 zwischen dem Hatsunemiku BMW und dem Endless Taisan 911. Kataoka verteidigt sich mit allen Mitteln.
14 seconds ago

RacingblogLive: Pardon, 12 Runden…
3 seconds ago

RacingblogLive: Es wäre demnach auch nicht weiter verwunderlich, wenn es für Koki Saga sogar noch auf P4 oder P5 gehen würde. Noch 20 Runden.
34 seconds ago

RacingblogLive: Überraschend kommt das nicht, schließlich kam der Prius bereits in Runde 31 zum Stopp, der SLS hat deutlich frischere Reifen.
21 seconds ago

RacingblogLive: Starkes Manöver des SLS in Turn 1, schiebt sich auf P2 vor.
in 1 second

RacingblogLive: L67: Der Prius erät nun auch in Bedrängnis des SLS.
23 seconds ago

RacingblogLive: L65: Dreher des BRZ. Kommt im Kampf mit dem Hatsunemiku Z4 leicht in den Dreck und verliert das Heck. Fährt aber wieder.
in 7 seconds

RacingblogLive: Und da geht er auch schon vorbei, musste nicht mal bis zu T1 warten. Könnte das heute der längst überfällige Sieg des NDDP GT-R werden?
25 seconds ago

RacingblogLive: L62: Der NDDP GT-R ist nun am Prius dran. Ich bezweifel, dass sich Saga lange gegen Sekiguchi wehren wird können.
in 4 seconds

RacingblogLive: L60: Tachikawa im Zent SC430 macht nun Druck auf Wakisaka im SC430, kann zu diesem Zeitpunkt etwas schneller. Es geht um P4.
29 seconds ago

RacingblogLive: Und noch eine Korrektur, Jessas Maria: Der Raybrig ist auf P7, nicht auf P10. Da waren die Finger schneller als die Gedanken…
12 seconds ago

RacingblogLive: L59: Der NDDP Nissan GT-R GT3 holt langsam auf den Prius auf.
40 seconds ago

RacingblogLive: Ich muss mich korrigieren: Der erste HSV-010 ist der Raybrig HSV-010 auf P10, mit knapp 50 Sekunden Rückstand.
23 seconds ago

RacingblogLive: L56: Kampf zwischen dem Hatsunemiku Z4 und dem Endless 911. Letzterer geht zwar vorbei, der Z4 berührt ihn in T1 aber und kontert damit.
1 second ago

RacingblogLive: Wo sind eigentlich die Hondas in der GT500? Der erste findet (Keihin HSV-010) findet sich erst auf P7 (!) wieder. Katastrophenrennen.
32 seconds ago

RacingblogLive: Kampf um P6 in der GT300: Subaru BRZ gegen den ARTA Garaiya. Der BRZ ging in der Quali gar nicht, im Rennen läuft es deutlich besser.
23 seconds ago

RacingblogLive: Ja wahnsinn. Sekiguchi im NDDP GT-R macht mal eben in zwei Runden (Runde 54 und 55) 2 Sekunden auf den SLS gut und überholt ihn für P2.

RacingblogLive: Vorne führt derweil der Eneos Sustina SC430 8 Sekunden vorm Tom’s Petronas SC430.
1 minute ago

RacingblogLive: L52: In der GT500 macht nun Wakisaka Druck auf Yanagida, nur noch 0,7 Sekunden zurück. Es geht um P3. Quintarelli sieht das nicht gerne.
2 minutes ago

RacingblogLive: L51: Der CR-Z ist wieder unterwegs. Scheinbar sprang der Wagen beim anlassen nicht mehr an, deshalb wurde er kurz zurückgeschoben.
3 minutes ago

RacingblogLive: Den Boxenstopp des SLS hat J Sports leider verpasst (wohl aufgrund anderer Aktivitäten auf der Strecke).
5 minutes ago

RacingblogLive: AUf P2 ist der SLS (!), auf 3 der NDDP GT-R, auf 4 der Lamvo, auf 5 der GT-R. BRZ derzeit auf 6. Endless 911 auf 9, Gainer R8 auf 10.
5 minutes ago

RacingblogLive: Die große Überraschung nach 49 Runden: DER PRIUS FÜHRT!!! Durch den früheren Stopp fuhr er ohne Verkehr und führt nun die GT300 an!
6 minutes ago

RacingblogLive: Derweil war in Runde 46 der NDDP GT-R in der Box, kommt hinter dem SLS wieder raus.
7 minutes ago

RacingblogLive: Nach 1:30 Min. hat der Mechaniker es geschafft, Nakajima konnte aber nicht losfahren. Licht ging nicht an, sprang der Wagen nicht mehr an?
8 minutes ago

RacingblogLive: Stopp dauert schon über eine Minute, die Radmutter will sich noch immer nicht festziehen.
10 minutes ago

RacingblogLive: Oh nein, vorne links beim Reifenwechsel klemmt’s! Das kostet Zeit.
10 minutes ago

RacingblogLive: Runde 45: Der CR-Z kommt beim Debüt in die Box. Daisuke Nakajima wird von Hideki Mutoh übernehmen. Man fuhr 14 Runden länger als der Prius.
11 minutes ago

RacingblogLive: Zumindest Stopp-bereinigt, derzeit führt nämlich noch der NDDP Nissan vor dem CR-Z, beide müssen aber noch zum Service. (Runde 44).
13 minutes ago

RacingblogLive: Der MonePa Lamborghini profitiert vom früheren Stopp und zieht am Hankook Porsche vorbei und führt damit die GT300 an!
14 minutes ago

RacingblogLive: Der MonePa Lambo GT3 kam in Runde 40 ebenfalls in die Box. Eine Runde später folgt der Hankook und Endless Taisan Porsche.
16 minutes ago

RacingblogLive: Nakajima kommt zwar vor dem Eneos SC430 wieder raus, hat aber keine Chance mit den kalten Reifen — Oshima geht wieder vorbei.
17 minutes ago

RacingblogLive: Die Tom’s Crew war mal deutlich schneller als die Mola-Crew.
18 minutes ago

RacingblogLive: Duval und Quintarelli kommen nun beide in die Box, am Ende der 39ten Runde. Nakajima und Yanagida übernehmen.
19 minutes ago

RacingblogLive: Duval will Wakisaka, der eben aus der Box kam, überrunden. Doch der macht keinen Platz, Quintarelli klebt nun wieder hinter dem Franzosen.
20 minutes ago

RacingblogLive: L39: Zent Cerumso SC430 in der Box. Reifen, Benzin und Tachikawa übernimmt.
20 minutes ago

RacingblogLive: Duval kann gleich zwei, drei Wagenlängen zwischen sich und Quintarelli legen.
21 minutes ago

RacingblogLive: Es übernehmen jeweils Oshima und Wakisaka in beiden Autos.
21 minutes ago

RacingblogLive: Denso SC430 ebenfalls in der Box.
22 minutes ago

RacingblogLive: Ja Wahnsinn!! Ito geht in Runde 38 in die Box und Duval zieht außen (!) in Kurve 1 an Quintarelli vorbei. Duval führt.
22 minutes ago

RacingblogLive: Lebensmüde sind sie ja überhaupt nicht: L37 und ein Sicherheitsfahrzeug fährt einfach mal so auf der Strecke, als die führenden vorbeirasen
22 minutes ago

RacingblogLive: Ooooooh, in der 110R steht der ARTA HSV-010 in der Streckenbegrenzung. Was ist denn da passiert?
25 minutes ago

RacingblogLive: Runde 34 war das.
26 minutes ago

RacingblogLive: ENDLESS TAISAN 911 WAR IM KIES!! Hat ordentlich Zeit verloren, NDDP GT-R nun vorbei.
27 minutes ago

RacingblogLive: Quintarelli ist nun an Ito dran (Runde 33). Angriff nur eine Frage der Zeit. Abstand: Unter 0,5 Sekunden.
28 minutes ago

RacingblogLive: NDDP GT-R nun im Diffusor des Endless 911. Top 4 der GT300 nicht mal 2 Sekunden voneinander entfernt.
30 minutes ago

RacingblogLive: L31: Der Prius kommt als erster der Top-Gruppe der GT300 in die Box.
30 minutes ago

RacingblogLive: Aktuelle Temperaturen: 31 Grad Außentemperatur, 42 Grad Asphalttemperatur.
31 minutes ago

RacingblogLive: L31: Angriff von Duval auf den KeePer Kraft SC430 — und vorbei! Mit mehr Schwung aus der 110R und schön in T1 vorbeigeschoben.
31 minutes ago

RacingblogLive: Zuvor ging schon der Endless Taisan 911 vorbei, allerdings unbeobachtet von den Kameras.
32 minutes ago

RacingblogLive: Runde 29 Kurve 1: Der NDDP GT-R geht am Prius in einem schönen Ausbremsmanöver vorbei.
33 minutes ago

RacingblogLive: Quintarelli macht nun ordentlich Druck auf Daisuke Ito. Nur noch 1,9 Sekunden in Runde 29 zurück.
34 minutes ago

RacingblogLive: Quintarelli macht mit 1:18er Zeiten nun etwas Druck auf den führenden Eneos SC430, hat den KeePer Kraft und Tom’s nun etwas abgeschüttelt
37 minutes ago

RacingblogLive: Unbeobachtet von den Kameras ging der NDDP Nissan GT-R am SLS vorbei, kämpft nun um P4 mit dem Endless Taisan 911.
38 minutes ago

RacingblogLive: Es wirkt übrigens wie in der Vorschau vermutet, dass die etwas leichteren Fahrzeuge an diesem Wochenende klar im Vorteil sind.
40 minutes ago

RacingblogLive: Staark. Die Wiederholung klärt auf: Beim Überrunden des CR-Z in der 110R holt Ronnie mehr Schwung und zieht im 3-Wide bei Start/Ziel vorbei.
42 minutes ago

RacingblogLive: Riecht nach Ausnutzen des Verkehrs. Runde 22.
43 minutes ago

RacingblogLive: QUINTARELLI GEHT AN BEIDEN LEXUS VORBEI!!! Ja was ist denn da passiert? Ich fordere eine sofortige Wiederholung!
43 minutes ago

RacingblogLive: L21: Kampf um P5 in der GT300, der NDDP GT-R gegen den SLS. Der SLS hält sich mit nur 12kg Handicap sehr gut in den Top 5.
44 minutes ago

RacingblogLive: Überholen in Sugo ist schwer, was die Zweikämpfe aber nicht minder spannend macht. Schlüsselfaktor ist auch den Verkehr auszunutzen.
46 minutes ago

RacingblogLive: L19 von 81: Eneos Sustina führt nun knapp 4 Sekunden vor seinen noch immer kämpfenden Markenkollegen.
47 minutes ago

RacingblogLive: Der CR-Z rutscht damit auf P7 vor, hat aber nun um knapp 7 Sekunden den Anschluss verloren. GT300 Top 6 innerhalb 2 (!) Sekunden.
48 minutes ago

RacingblogLive: Der Unfall geschah in Runde 17, in Runde 18 kommt der Shiden nun in die Box.
49 minutes ago

RacingblogLive: In Kurve 2 sticht der Shiden in eine nicht wirklich offene Lücke hinein und schießt den JLOC LAMBO GT3 ab. Lambo steht im Keis, Shiden fährt
49 minutes ago

RacingblogLive: OOOH GT300 CRASH!!
50 minutes ago

RacingblogLive: Duval kann deutlich schneller als Caldarelli, von hinten kommt nun auch Quintarelli im S Road Mola GT-R angeflogen.
50 minutes ago

RacingblogLive: Der Honda CR-Z ist übrigens weiterhin auf P9, wurde allerdings vom Evangelion Shiden überholt, der von P10 kam.
51 minutes ago

RacingblogLive: Daisuke Ito im Eneos SC430 kann sich nun von seinen zwei Markenkollegen etwas absetzen, kommt wohl auch besser durch den Verkehr (Runde 15).
52 minutes ago

RacingblogLive: Der Keihin auf P7 hat 16 Sekunden Rückstand.
53 minutes ago

RacingblogLive: Auf P5 hat Ito im Eneos SC430 knapp 5 Sekunden Vorsprung. Erster Honda (Keihin HSV-010) erst auf 7! Auf der eigentlichen Paradestrecke..
53 minutes ago

RacingblogLive: Der Eneos Sustina SC430 hat das flatternde Teil vorne rechts verloren. Es stammte vermutlich vom Oliveira-Nissan.
54 minutes ago

RacingblogLive: Wie schön ist es bitte den Prius in den Top 3 mit der Pace des Leaders zu sehen? Sollte der GT300 im Allgemeinen auch gut tun.
55 minutes ago

RacingblogLive: L12: GT300 Top5: Hankook, MonaPa Lambo GT3, Prius, Endless 911, GreenTec SLS.
56 minutes ago

RacingblogLive: L11 Top5 GT500: Eneos, KeePer Kraft, Petronas SC430, S Road Mola GT-R, Zent Cerumo SC430. 4 Lexus in den Top 5! In Sugo!
57 minutes ago

RacingblogLive: L10: Dreher des GT300-Lexus, Sieger in Sugo im letzten Jahr. Wendet und fährt weiter.
58 minutes ago

RacingblogLive: Die führenden GT500 kommen nun in Runde 9 ins Feld der führenden GT300. Das ging flott.
60 minutes ago

RacingblogLive: Das GT300-Feld ist in Runde 8 noch sehr schön dicht beieinander. Die Top 9 fahren quasi in einer langen Perlenschnur, schön anzusehen.
1 hour ago

RacingblogLive: Gut durch den Verkehr kommen wird heute eines der Schlüsselelemente für die GT500-Fahrer.
1 hour ago

RacingblogLive: Derweil ist der Ikamusume Ferrari im Kies. Auflösung folgt, hoffentlich.
1 hour ago

RacingblogLive: Angriff des Prius in Turn 1 gegen den Lambo!!! Side side, aber der Lambo behauptet sich im Duell eine Kurve weiter! Stark!
1 hour ago

RacingblogLive: Nach nur 5 Runden fangen die GT500 an die hinteren GT300 zu überrunden.
1 hour ago

RacingblogLive: Auch wenn die Kamera von hinten nicht viel aussagt, so wirkte es, als hätte Oliveira zu Ito rübergezogen und den Crash ausgelöst…
1 hour ago

RacingblogLive: Nun wieder Wiederholung vom Start…
1 hour ago

RacingblogLive: Top 3 GT500: Eneos, KeePer Kraft, Petronas SC430. Dahinter der S Road Mola GT-R mit Quintarelli.
1 hour ago

RacingblogLive: In der GT300 sind der Hankook Porsche, der Lambo und der Prius in einem Dreikampf. Der Prius kann scheinbar schneller, in T1 ist aber gelb.
1 hour ago

RacingblogLive: Motoyama stellt nun doch ab und läuft zur Box zurück. Wie bitter ist das? 2 Siegesanwärter raus, 2 Nissan raus. Unglücklich und vermeidbar
1 hour ago

RacingblogLive: Oliveira hatte einen wahren Raketenstart berührte beim überholen aber den Eneos und flog wie ein Pinball direkt auf Motoyama zu.
1 hour ago

RacingblogLive: Nun führen 3 Lexus in der GT500, wobei der Eneos nach der Berührung mit JP Oliveira vorne rechts leicht beschädigt ist.
1 hour ago

RacingblogLive: Motoyama kann sich befreien, Oliveira steckt fest, Schaden dürfte wohl zu groß sein.
1 hour ago

RacingblogLive: Start der GT300. Hankook Porsche bleibt vor dem Lambo, danach gleich der Prius.
1 hour ago

RacingblogLive: CRASH VON BEIDEN NISSAN!!!! OLIVEIRA UND MOTOYAMA IM REIFENSTAPEL IN KURVE 1!!!!!!!
1 hour ago

RacingblogLive: AHHHHHHHHH!!!!
1 hour ago

RacingblogLive: START DER GT500!!!!!!!
1 hour ago

RacingblogLive: Fahrer formieren sich nun nebenbeinander in der 110R.
1 hour ago

RacingblogLive: 1. Reihe GT500: Eneoes SC430 / Motul Autech GT-R. 1. Reihe GT300: Hankook Porsche / ManePa Lambo GT3. Die Lexus-Pole war eine Überraschung.
1 hour ago

RacingblogLive: Die Formation Lap beginnt, der Start wird wie immer fliegend erfolgen. Interessant wird zu beobachten sein, wie gut der Eneos SC430 ist.
1 hour ago

RacingblogLive: Und da fangen sie an zu brummen, die 40 Fahrzeuge. Die Tribünen sind übrigens gut gefüllt — schön zu sehen.
1 hour ago

RacingblogLive: Laut Wetterbericht v. gestern könnte es in knapp einer Stunde vereinzelte Schauer geben, auch wenn der Himmel derzeit nicht danach ausschaut
1 hour ago

RacingblogLive: Die Nationalhymne wird jetzt von einer älteren Dame im Kimono gesungen, im Anschluss werden die Motoren gestartet.
1 hour ago

RacingblogLive: Einen wunderschönen Guten Morgen. Wie angekündigt bieten wir auf zu Lauf 4 der diesjährigen #supergt Saison aus dem Sportsland Sugo!

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