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May 21 2013

05:14

24H Rennen: Kurzanalyse Nürburgring 2013

Ein wirkliches 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war es dieses Jahr ja nicht, aber es gab viel Abwechslung an der Spitze. Der Regen spielte beim Ausgang eine entscheidende Rolle.

Aston Martin Nuerburgring 2013Zunächst sei kurz vermerkt, dass dies nur eine Kurzanalyse der Spitzengruppe ist. Eine genauere Betrachtung des Rennens folgt in den nächsten Tagen, wenn Flo und Gok vom Ring zurück sind und Zeit haben, ihre Geschichte zu schreiben. Daher bitte ich um Nachsicht, wenn ich nicht in die Klassen einsteige.
Bei bestem Wetter startete am Sonntag pünktlich um 17.00 Uhr das diesjährige 24H-Rennen am Nürburgring. Die Top40 Quali hatte schon ein paar Überraschungen parat gehalten. Dass die Audis schnell sein würden, hatte man erwartet, dass aber der Aston Martin mit der #007 um ein Haar die Pole erobert hätte, war dann schon eine kleine Überraschung. Ebenso erstaunlich war die eher schwache Performance der beiden Manthey Porsche, die mit Werksfahrern erstklassig besetzt waren. Doch beide Ergebnisse hatten mit dem Wetter zu tun.

Schon beim Start war klar, dass es irgendwann im Laufe der Nacht regnen würde. Einige Vorhersagen sprachen sogar von einem Unwetter mit Hagel und Gewitter, das jedoch ausblieb. Aston Martin Pilot Pedro Lamy zeigte sich beim Start schon recht skeptisch. Man sei im Trockenen schnell, im Nassen jedoch nicht. Man habe keine Abstimmung gefunden, die für Regen wirklich geeignet sei. Auch die Audi-Mannschaft schaute eher sorgenvoll zum Himmel. Der R18 mit seinem Mittelmotor ist im Regen eher schwierig zu fahren, wie alle Piloten einmütig durchblicken ließen. Entspannte Gesichter sah man bei Porsche, denn die eher mauen Rundenzeiten basierten auf einer Mischabstimmung, die der alte Nordschleifen-Fuchs Olaf Manthey ausgetüftelt hatte.

In den ersten, trockenen Stunden, nahm das Rennen den Verlauf aus der Top40 Qualifikation. Frank Stippler fuhr im Stuck-Audi sensationelle Zeiten, konnte sich aber nicht vom Aston Martin absetzen. Auch die #3, der Audi R8 mit Biela, Joens, Ludwig, Rusinov von Phoenix, klemmte sich an die Spitzengruppe. Der Aston übernahm dann die Führung und fuhr sich einen kleinen Vorsprung heraus. Doch schon nach einer knappen Stunde konnte man sehen, dass der Vorsprung auch bitter nötig war. Die R8 konnten mindestens eine Runde länger draußen bleiben, was sich im Verlauf des Rennens summiert hätte, denn ein Stopp kostet am Ring locker zwei Minuten.

Die beiden Werks-Porsche hatten zunächst das Nachsehen und verloren schon in den ersten Stunden massig viel Zeit. Weder hatten sie die Rundenzeiten, noch konnten sie über die Stintlänge etwas ausrichten. Wer geglaubt hatte, dass Manthey mal wieder hübsch geblufft hatte, sah sich zunächst enttäuscht.

Richtig miserabel lief es dagegen für die beiden Schubert BMW Z4. Gleich in den ersten Runden kam es zu einem unglücklichen Zwischenfall, als Uwe Alzen seiner Teamkollegin Claudia Hürtgen in einer Intervention-Zone, die hinter einer Kuppe lag, ins Heck krachte. Beide schafften es an die Box, doch die #19 konnte nicht mehr repariert werden. Pech vor allem für Augusto Farfus, der auf dem Wagen gemeldet war, und extra aus Brands Hatch an den Ring geflogen war. Der zweite Schubert BMW stand auch lange, und ging mit knapp zwei Runden Rückstand wieder auf die Strecke.

Das Bild an der Spitze änderte sich in den ersten Stunden kaum. Die Audi hetzten den Aston, die SLS hielten sich zurück, gleichzeitig den Abstand unter Kontrolle, während die Manthey Wagen weiter zurückfielen und gar mit einer Überrundung rechnen mussten.

Die Rettung kam dann so gegen 21.00 Uhr, als die ersten Regentropfen fielen. Die Situation war, wie meist am Ring, undurchsichtig. Zunächst war es auf der Döttinger Höhe und bei Start/Ziel nass, der Rest der Strecke blieb trocken. Das führte zu kniffligen Entscheidungen in Sachen Slicks vs. Regenreifen. Der Aston Martin erwischte es dann perfekt. Gerade, als es richtig anfing zu schütten, kam er an die Box und nahm sich Regenreifen. Fast gleichzeitig fuhren die Manthey Porsche auf Slicks weiter, ebenso einige R18. Nachdem sich das Wechselchaos gelichtet hatte, sah man den Aston immer noch vor den Audi und den ersten SLS.

Nachdem die Porsche dann endlich an der Box waren, ging es allerdings zur Sache. Die Mischabstimmung machte sich nun bezahlt und beide Wagen schnitten im Gleichschritt durchs Feld. Innerhalb einer knappen Stunde reduzierten sie ihren Rückstand von knapp 7 Minuten auf unter 10 Sekunden auf den Aston. Die Audi vielen hingegen zurück und mussten beide Rowe und den Black Falcon SLS mit Schneider, Bleekemolen, Edwards, Thiim passieren lassen. Noch noch weiter hinten nahten die beiden Marc VDS BMW Z4, die man bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht richtig auf dem Schirm hatte. Die lagen ebenfalls gut eine Runde zurück, hatten aber wohl auch auf eine Regenabstimmung gesetzt.

Die Strategie von Olaf Manthey wäre auch beinahe aufgegangen, wenn der Regen nicht so stark geworden wäre. Die Fahrer berichteten von massivem Aquaplaning auf der Döttinger Höhe, dazu kam Nebel im Bereich Pflanzgarten. Das führte dann um 22.42 Uhr zu einer roten Flagge und der Unterbrechung des Rennens. Die Rennleitung hatte zu dem ein Einsehen mit vielen kleinen Teams, die ihren Wagen im Regen an etlichen Leitplanken onduliert hatten, und hob die Parc Fermé Bestimmungen auf. Man konnte also an den Autos arbeiten, was aber den Vorteil von Manthey zunichte machte. Aus dem SLS-Lager hörte man dann gegen Ende des Rennens, dass die veränderte Abstimmung einiges gebracht habe.

Die Unterbrechung dauerte dann sehr lange. Der Regen fiel kräftig und der Rennleiter wollte die Piloten zu Recht nicht gefährden. Selbst nach Sonnenaufgang stand die Strecke noch mächtig unter Wasser, so dass der Restart erst am Montagmorgen um 08.20 Uhr erfolgte. Immerhin blieben so noch etwas mehr als acht Stunden Rennzeit.

Der Restart erfolgte immer noch unter schlechten Bedingungen und sah zunächst die Audi vorne. Der Aston fiel mit schlechten Rundenzeiten schnell zurück, aber auch die R8 konnten die Spitze nicht für sich beanspruchen. Beide Rowe SLS und der Black Falcon mit Bernd Schneider schoben sich nachdrücklich an die Spitze. Vor allem der Mercedes von Black Falcon setzte sich im Verlauf des Vormittags mit guten Rundenzeiten von beiden Markenkollegen ab.

Die beiden Manthey Porsche konnten ihre Dominanz vom Vorabend nicht mehr zeigen. Das lag sicher daran, dass die Konkurrenz in Sachen Abstimmung über Nacht nachgezogen hatte, aber auch an der BoP, die die Porsche offenbar weiter einbremst. Es ist bezeichnend, dass der beste Porsche auf P7 ins Ziel kam und aus der SP7 stammte (Manthey). Im Rennen wurden die Porsche teilweise von kleineren Problemen geplagt. So brachen beim “Frikadelli Porsche” zwei Stoßdämpfer, der “Dicke” von Manthey hatte ebenfalls kleinere Probleme.

Besser lief es am Vormittag für die verbliebenen BMW. Der Schubert-BMW mit Adorf, Hürtgen, Klingmann, Tomczyk holte eine Runde Rückstand auf und brannte sehr gute Rundenzeiten in den Asphalt. Noch besser lief es für den Marc VDS Z4 mit Martin, Piccini, Buurman, Göransson. Vor allem Maxime Martine zauberte Zeiten, die der Konkurrenz den Atem raubten. Sowohl am späten Abend als auch am Vormittag und Nachmittag war man teilweise 40 Sekunden schneller, als der Rest. Das wurde am Nachmittag zwar weniger, aber rund 15 Sekunden pro Runde reichten dem Team um beide Rowe SLS abzufangen. Wäre das Rennen durch die Nacht gegangen, der Z4 wäre nur schwer zu schlagen gewesen. So sah BMW das Rennen mit einem lachenden und weinenden Auge, denn am Ende fehlten nur 2.39min auf den siegreichen SLS von Black Falcon.

Die Dominanz der SLS, die am späten Sonntagabend mit dem einsetzenden Regen begann, war schon sehr beeindruckend. Der SLS war auf der Geraden das schnellste Auto und schien auch in den technisch anspruchsvollen Passagen kaum Schwächen zu haben. Weder die Reifen noch der Verbrauch spielten eine Rolle. Bernd Schneider hat zusammen mit seinem Team nun auch zum ersten Mal das 24H-Rennen gewonnen.

Ergebnis gesamt (pdf)
Ergebnis nach Klassen (pdf)

TV-Übertragung

Sport1 machte mit Hans-Peter Kohl und Eric Engesser einen sehr guten Job. Kohl war jederzeit auf der Höhe des Geschehens und warf auch einen Blick in die kleinen Klassen. Schade ist weiterhin, dass Sport1 nicht den Zweitsender Sport 1+ weiter nutzt. Der wurde nur von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr am Sonntag eingesetzt. Um 20.00, nach nur drei Stunden, war Schluss mit der Übertragung, die erst wieder am nächsten Morgen einsetzte. Und auch am Sonntag unterbrach man für 2 Stunden, um eine Aufzeichnung zu zeigen, ohne Sport1+ einzusetzen. Das ist ein wenig schade, auf der anderen Seite bot man einen 24H Livestream an und mit Radio Le Mans wurde man auch gut versorgt.

Vielleicht würde Sport1 ja mehr zeigen, wenn man nach Einbruch der Dunkelheit mehr Bilder senden könnte. Aber bekanntermaßen dürfen die Helikopter, die auch als Relaisstation für die Onboard und stationären Kameras auf der Nordschleife dienen, nach 22.00 Uhr nicht fliegen. Man müsste ein Glasfaserkabel und die dazu nötige Technik mit Verteilern und Verstärkern um die Nordschleife legen, was angesichts der Topografie des Rings keine leichte Sache ist. Und Geld hat man dafür auch nicht, der Ring soll ja verkauft werden.

SAVE_THE_RING_blackDer Verkauf des Nürburgrings stand auch oft im Fokus der Berichterstattung von Sport1. Die Redaktion und die Journalisten vor Ort waren offenbar klar gegen einen Verkauf und stellten jedem Fahrer und Teamchef die dementsprechenden Fragen. Die Stimmung war dementsprechend gegen einen Verkauf, auch wenn sich einige Teamchefs und Fahrer sehr diplomatisch äußerten. Sport1 servierte das Thema so oft, dass man gar nicht anders konnte, als es es wahrzunehmen.

Ein Wort noch zum Schluss. Ich war von Anfang an skeptisch, was die Verlegung des Starts auf den Sonntag angeht. Was sollte das bringen, denn die meisten Fans mussten wegen der Arbeit und weiten Rückfahrt sowieso am Montagmittag los. Die leer gefegten Zeltplätze gegen Mittag sprachen dann auch Bände. Das Pfingstwochenende zu nutzen ist sicher eine gute Idee gewesen, aber man hätte das Rennen besser Samstag starten sollen. Das wäre vor allem den Fans entgegen gekommen.
Am Ende steht aber wieder ein schönes 24H-Rennen, das dann eher ein 14H-Rennen war. Aber das tat der Stimmung offenbar keinen Abbruch. Immerhin konnte man so mal eine Nacht schlafen, was der Party-Stimmung nach dem Rennen sicher zu Gute kam. Besonders positiv ist, dass das Rennen trotz des schlechten Wetters von wirklich schweren Unfällen verschont wurde. Freuen wir uns also auf das nächste Jahr.

Michael Ammermueller / Frank Stippler / Ferdinand Stuck / Johannes Stuck (Phoenix Racing, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 4) Laurens Vanthoor / Edward Sandstroem / Christopher Mies / Christopher Haase (Belgian Audi Club Team WRT, Audi R8 LMS ultra, Frank Biela / Christer Joens / Luca Ludwig / Roman Rusinov (G-Drive Racing by Phoenix, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 3), 41. ADAC Zurich 24h- Georg Weiss / Oliver Kainz / Michael Jacobs / Jochen Krumbach (Wochenspiegel Team Manthey, Porsche 911 GT3 RSR, Startnummer 12)Georg Weiss / Oliver Kainz / Michael Jacobs / Jochen Krumbach (Wochenspiegel Team Manthey, Porsche 911 GT3 RSR, Startnummer 12) Bernd Schneider / Jeroen Bleekemolen / Sean Edwards / Nicki Thiim (Black Falcon, Mercedes-Benz SLS GT3, Startnummer 9) Richard Westbrook / Emmanuel Collard / Mike Stursberg / Hans Guido Riegel (Haribo Racing Team, Porsche 911 GT3 R, Startnummer 8), Michael Ammermueller / Frank Stippler / Ferdinand Stuck / Johannes Stuck (Phoenix Racing, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 4) Klaus Graf / Thomas Jaeger / Jan Seyffarth / Nico Bastian (ROWE Racing, Mercedes-Benz SLS GT3, Startnummer 22) Darren Turner / Stefan Muecke / Allan Simonsen / Pedro Lamy (Aston Martin Racing, Aston Martin Vantage GT3, Startnummer 7), Marc Lieb / Roman Dumas / Lucas Luhr / Timo Bernhard (Manthey Racing, Porsche 911 GT3 RSR Wolf Henzler / Peter Dumbreck / Martin Ragginger / Sebastian Asch (Falken Motorsport, Porsche 911 GT3 R Darren Turner / Stefan Muecke / Allan Simonsen / Pedro Lamy (Aston Martin Racing, Aston Martin Vantage GT3 24h-Rennen Nuerburgring Nordschleife Nissan BMW Z4 VLN Mercedes SLS VLN Porsche GT3 VLN Audi R8 VLN

Bilder: ADAC Nordrhein

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September 30 2011

11:15

GT Masters: Vorschau Saisonfinale

Am Samstag und Sonntag starten in Hockenheim die beiden letzten Läufe zur diesjährigen Saison der GT Masters und rein rechnerisch haben noch 4 Wagen Chancen auf den Titel.

Zum einen sind dies natürlich die Tabellenführer Dino Lunardi und Alex Margaritis im Alpina BMW, Die Stuck Brüder mit 28 Punkten Rückstand auf die Spitzenreiter, sowie sowie Christopher Mies mit 31 Punkten und Luca Ludwig mit 42 Punkten Rückstand und somit nur extremen Außenseiterchancen auf den Titel, während sein Teamkollege der ersten 8. Läufe etwas besser da steht, denn bei 25 Punkten, welche der 1. eines Rennens erhält haben die Spitzenreiter ein kleines Polster, welches aber schnell aufgebraucht sein kann, gerade gegen die Stuck Brüder – wenn die keinen Ausrutscher haben, denn den werden sie sich nicht leisten dürfen, denn sonst kann der Titel schon nach dem 1. Lauf entschieden sein.

Grund dafür ist die Streckencharakteristik, welche dem Lamborghini der Stucks recht gut liegen sollte. Die Mischung aus schnellen Kurven wie der Nordkurve, oder der schnellen rechts nach der Haarnadel, in Verbindung mit den langsamen Kurven wie der Hairpin am Ende der Geraden sowie im Motodrom sollte dem Wagen sehr entgegenkommen, denn dieser war sowohl auf langsamen Kursen wie Oschersleben, als auch auf schnellen wie Zolder siegreich. Ein weiterer Punkt, welche zumindest in Sachen Speed für die Stucks spricht, sind die Ergebnisse des letzten Jahres. Damals konnten Albert von TuT und Peter Kox einen 1. und einen 2. Rang erreichen. Vom reinen Speed her, werden sie wohl sicher vorne zu finden sein, allerdings wird ihnen das alleine nichts nützen, und das Team wird auf einen Ausrutscher der Spitzenreiter hoffen müssen und Schützenhilfe kann im Kampf um die Meisterschaft ja bekanntlich auch nicht schaden und die könnnten sie auch bekommen, nämlich von ihrem Teamkollegen. So dürften Albert von TuT sowie sein Kollege Philip Geipel durchaus in der Lage sein, den Teamkollegen zu helfen, da sie natürlich über das gleiche Material verfügen und Albert von TuT im hier letzten Jahr sehr stark gefahren ist.

Diese Ausrutscher waren aber vor allem in der 2. Hälfte der Saison allerdings kaum vorhanden und so war man als einziges Team neben Chr. Mies in der Lage seit dem Doppelnuller vom Nürburgring immer zu punkten, wobei man mit 81 Punkten weit erfolgreicher als eben der junge Mies mit seinen 54 Zählern. An der fahrerischen Klasse der 2 Piloten sollte es auch nicht scheitern, denn dafür haben die 2 zu viel Erfahrung. Die große Frage ist aber eher: “Wie gut geht das Auto auf der Strecke ?” Letztes Jahr spielte der Alpina zwar kaum eine Rolle, aber man hat den Wagen im Winter ja stark verbessert und weiterentwickelt, sodass wohl erst die Zeittrainings Aufschluss darüber geben werden.

Eher schlecht als recht erging es letztes Jahr den R8 LMS Teams, welche maximal 2 sechste Plätze erreichen konnten, nachdem sich die ABT Wagen einmal selber eliminiert haben. Zum anderen funktioniert der Wagen in den langsameren Ecken nicht so gut wie zum Beispiel die Porsche oder der Lamborghini, wofür man aber wieder in den schnellen Kurven seine Vorteile hat, wie man z.b beim 24H Spa schön sehen konnte. Man wird zwar sicher versuchen zur Stelle zu sein, sollten die Stucks oder Lunardi/Margaritis einen Fehler machen, allerdings werden beide Piloten wohl mind. 1 Sieg und einen 2. oder 3. Platz holen müssen, was doch angesichts der Leistungsdichte und des Streckencharakters, welcher dem R8 eher nicht entgegenkommen dürfte, fast unmöglich machen dürfte.

Dazu kommt, das auch andere Teams vorne an der Spitze mitmischen wollen und auch werden, welche zwar nichts mit der Meisterschaft zu tun haben, aber ein schnelles Auto besitzen, wie zum Beispiel A-workx mit ihrem 911 GT3 R und Sebastian Asch und Michael Ammermüller. Dieses Team, welches am Eurospeedway gewinnen konnte, war nach der Neueinstufung der Porsche (50kg weniger Gewicht) das beste Fulltime Porsche Team der Saison und konnte immer vorne mitmischen. Ein Sieg und ein 3. Platz im Vorjahr, allerdings für Mühlner Motorsport unterstreicht auch die Fähigkeiten des Porsche auf diesem Kurs.

Ebenfalls auf dem aufsteigenden Ast ist das Farnbacher ESET Team mit seinem F458 GT3. Nachdem man zu Anfangs der Saison nicht so richtig auf Touren kommen konnte, da der Wagen bzw. der Motor zu wenig Leistung entfaltete, hat man bei Ferrari bzw. bei Michelotto wohl die nötigen PS aus dem 4,5 Liter V8 herausholen können um den Wagen auf den nötigen Topspeed zu bringen, welchen man natürlich fürs überholen braucht. Dass der Wagen auf schnellen Kursen wie in Assen sehr gut läuft, war augenscheinlich, als Niclas Kentenich und Dominik Farnbacher bei feucht-nassen Verhältnissen des ersten Sieg des Ferrari einfahren konnten. Allerdings wird an diesem Wochenende nicht Dominik Farnbacher neben Niclas am Steuer sitzen, sondern sein jüngerer Bruder Mario Farnbacher, da der große Bruder am Samstag das PLM fahren wird.

Dank der engen Leistungsdichte und des großen Starterfeldes wird man auch nicht die 20% kürzere Variante fahren müssen um 20% mehr Spannung zu erzeugen, denn dank satten 40 Startern (36 Fulltime + 4 Gaststarter) wird es auch so richtig eng werden und unter den Gaststartern ist auch ein komplett neues Team: Lambda Performance wird 2 Ford GT an den Start bringen. “Lambda wer?” wird sich wohl der ein oder andere fragen und um dies zu erklären muss ich etwas ausholen: Es war vor gut einem Jahr, als Matech Competitions, erklärte nicht mehr am aktiven Rennsport teilnehmen zu wollen. Dadurch blieb nur Matech Concepts über, also jene Firma, welche die Ford GT nach GT1 und GT3 Reglement entwickelt hatte und auch einen GTE Ford auf Kiel legen wollte bzw. dies auch zu einem Teil schon getan hat. Allerdings blieb diese Firma nach dem Tod des Inhabers Marin Bartek nicht mehr lange bestehen und man musste schlussendlich im Frühjahr Insolvenz anmelden. Nun hat das vor kurzem erst neu formierte Team von Lambda, bei welchem wohl ein großere Hersteller/Betreiber von Toiletten dahinter stellen soll, die Homologationsnummern des GT1 und GT3 Ford von Matech übernommen und plant wohl im Winter dieses Jahres den GTE-Ford fertig zu entwickeln und das 1. mal fahren zu lassen.

So werden die 2 Ford GT von Thomas Mutsch und Nicki Thiim pilotiert, welche schon auf dem VW Golf beim 24H Rennen fuhren und für Thomas Mutsch ist das auch der 1. Einsatz in einem Ford GT seit gut einem Jahr, als er das letzte mal in San Luis am Steuer des GT1 sas. Der 2. Ford wird indes von Achim Winter und Alex Müller gesteuert und man darf wirklich gespannt sein, was das Team und ihre Wagen bei ihrem 1. Auftritt gleich leisten können, denn eine Bereicherung sind sie auf jeden Fall und man will die Wagen auch im nächsten Jahr einsetzen.

Dies dürften im nächsten Jahr aber wohl nicht die einzigen neuen Wagen sein, denn neben Dörr Motorsport hat auch Gemballa bei McLaren 2 GT3 Wagen geordert und will diese an den Start bringen, sodass man davon ausgehen darf, dass die Anzahl der Starter wohl kaum geringer werden wird.

Die Rennen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils ab 12.00 Uhr und Kabel 1 wird wie immer ab 11.45 Uhr Live berichten.

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July 06 2011

15:40

ADAC GT Masters: Vorschau Nürburgring 2011

Die GT Masters macht Halt am Nürburgring und die wirklich spannende Frage in diesem Jahr wird sein, ob die Serie schon an die Zuschauerzahlen der DTM ran kommt.

Das GT Master hat in diesem Jahr einen großen Sprung gemacht in Sachen Popularität. Am Sachsenring waren immerhin knapp 45.000 Zuschauer, am Ring dürften es etwas mehr werden. Die kommen allerdings nicht allein wegen der GT Masters, sondern auch, weil der Truck Grand Prix stattfindet. Man muss dem ADAC lassen, dass man immer wieder sehr gute Pakete zusammenschnürt. Am Sachsenring die FIA GT, nun die Trucks. Das schafft gegenüber der DTM einen eindeutigen Mehrwert, deren Rahmenprogramm ja mehr der weniger vom VW-Konzern getragen wird. Auch ansonsten tut sich aber einiges in der Serie, denn am Ring werden sage und schreibe 40 Wagen an den Start gehen.

Während bei der DTM gerade mal 18 Wagen um die Ecken fahren, sieht das Feld bei den GT Masters also deutlich hübscher aus. Allerdings – Masse ist nicht gleich Klasse. Bekanntermaßen ist das Hinterfeld der Serie besonders dicht, während sich vorne die “üblichen Verdächtigen” rumtreiben. Es gibt am Ring ein paar Neuzugänge. Da wäre zum Beispiel eine Dodge Viper vom Grasser Racing Team aus Österreich, gesteuert von Gottfried Grasser und Peter Eber. Chancen auf vordere Plätze hat man mit der betagten Viper allerdings kaum. Neu dabei ist auch das schwedische WestCoast Racing Team, das dem ein oder anderen aus dem Tourenwagenbereich bekannt sein könnte. Die setzen auf einen BMW Z4 und planen auch weitere Einsätze in der Serie.

Doch der prominesteste Neuzugang düfte der Haribo-Porsche aus dem Manthey Team sein. Dort sitzen mit Jochen Krumbach und Philipp Wlazik zwei keine der breiten Masse bekannten Fahrer am Steuer, aber der Einsatz eines Manthey Porsche mit einem prominenten Sponsor dürfte die Veranstalter freuen. Vielleicht ist es Testballon von Manthey/Porsche für 2012, vielleicht nur ein “one off” für das Rennen am Ring. Die bekannten Farben dürften bei den Fans jedenfalls gut ankommen.

Vorne dürften allerdings andere Kandidaten den Ton angeben. In der Meisterschaft führt im Moment der BMW Alpina B6 vom Team Engstler mit Dino Lunardi und Alexandros Margaritis, dem man wirklich mal einen großen Erfolg gönnt. Aber dahinter lauern noch andere und vor allem auf die Kombi Ludwig/Mies sollte man am Ring ein Auge haben. Deren Abt-Audi sollte auf der kurzen Strecke gut gehen, auch wenn die Kurzanbindung nicht gerade für den R8 geschaffen wurde. Dann gibt es da noch die Reiter-Lambos mit den Stuck-Brüdern und den Champions von Thurn und Taxis sowie Philipp Geipel. Doch deren Saison lief bisher alles andere als gut.

Die SLS sehe ich am Ring nicht so richtig vorne. Weder Heico noch Black Flacon scheinen im Moment, trotz hochkarätiger Besetzung in der Lage zu sein, ein Rennen aus eigener Kraft zu kontrollieren. Wie in der VLN leidet der SLS wohl noch etwas unter seinem Gewicht und einer ungünstigen Verteilung des selbigen.

Leichten Ärger um den SLS gibt es im übrigen im Hintergrund. Das Problem sind die Flügeltüren, die zwar schön aussehen, aber eben auch gefährlich sind, wenn der Wagen auf dem Dach liegt. Eigentlich müssen die Türen mit Sprengladungen versehen sein, die man von außen auslösen kann, damit die Streckenposten und der Arzt an den Fahrer kommt. Die Sprengladungen sind auch da, aber inoffiziell heißt es weiter, dass sie nicht aktiviert sind, da man Angst hat, Erschütterungen oder Rempler könnten den Mechanismus während des Rennens auslösen. Einige Teams sehen, nicht ganz zu Unrecht, hier ein Sicherheitsproblem, die SLS-Teams weisen daraufhin, dass die FIA alles abgesegnet hat und Sprengladungen immer aktiv sind. Überprüfen lässt sich das nur schwer, man kann ja nicht vor dem Start verlangen, dass man probeweise eine Tür absprengt.

Erstaunlicherweise fährt die GT Masters am Ring nur die Sprint-Variante. Also Haug-Haken und dann die Abkürzung auf den hinteren Teil der Strecke. Das sieht dann in den Kameras besser aus, weil die Tribünen voller sind, erfahrungsgemäß ist es für die Fans aber teilweise dann schwierig einen brauchbaren Parkplatz in der Nähe zu finden, was bei der langen Schleife kein Problem darstellt. Wie üblich überträgt Kabel Eins die Rennen.

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May 13 2011

15:28

VLN: Vorschau 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Tophy

Am Samstag startet mit dem 3. von 5 VLN Rennen vor dem 24H Rennen gleich einer der beiden Höhepunkte der VLN-Saison, denn es steht das erste von insgesamt 2 6h Rennen der VLN an. Gewöhnlich gehen die Rennen über max. 4 Stunden, jedoch machte man seit Jahren mit dem 6 Stunden ADAC-Ruhr Pokal-Rennen eine Ausnahme, welche mit 6 Stunden in der Regel den Höhepunkt der VLN-Saison markierte.

Im vergangenen Jahr war jenes einzige 6 Stunden Rennen fest in der Porsche-Hand, denn von den ersten 13 Wagen, welche das Ziel erreichten hatten 12 Autos die Zahl 911 im Namen stehen. Dabei dominierte vor allem ein Team: Manthey. Die Truppe um Olaf Manthey schaffte es das Podium komplett für sich alleine zu besetzen und dabei die Nordschleife ganze 42 mal zu umrunden, was unter dem Strich eine Distanz von sage und schreibe 1023,5 km bedeutete – Noch nie in der Geschichte der Nordschleife wurde vorher von Tourenwagen oder GT-Wagen innerhalb eines 6h-Rennen die 1000km geknackt. Damals gewann der Haribo-Porsche vor dem grün gelben “Dicken” und dem Nadelstreifen Wodka-Porsche GT3 R, welche allesamt über 1 Runde Vorsprung vor dem 4. Platzierten hatten.


So erstaunlich jene Dominanz im letzten Jahr war, ein 3-Fach Sieg für das Team Manthey erscheint in diesem Jahr allerdings etwas unrealistisch, wenn man sich die Konkurrenz ansieht. So ist auf dem Haribo Porsche nicht mehr der sehr schnelle Lance David Arnold Teamkollege von Christian Menzel (welcher hier auch noch Doppelstart fährt!), sondern Mike Stursberg und der Nadelstreifen GT3 R geht mit dem sehr schnellen Jochen Krumbach und Phillip Wlazik ins Rennen.

Konkurrenz werden sie hier vor allem vom Gewinner des letzten Laufes, dem Mamerow-SLS mit Armin Hahne und Chris Mamerow bekommen, welche für das Rennen Unterstützung von Pierre Kaffer erhalten. Konkurrenz werden sie auch vom SLS von ROWE Racing mit der #15 erhalten, wo sich Thomas Jäher, Alexander Roloff und Roland Rehfeld am Steuer abwechseln werden und vor allem auch von Horn Motorsport, welche wieder mit David Horn und dem sehr schnellen Sascha Bert an den Start gehen werden. Es fehlen aber die Top-Besetzten SLS GT3 von Black Falcon, welche bei den 2 letzten Läufen in der VLN noch am Start waren, so dass man “nur” auf 5 Sternenkrieger kommt.

Der einzige Nicht-Porsche unter den besten 13 im letzten Jahr, war ein BMW Z4 GT3, eingesetzt von Dörr Motorsport welche mit Platz 7 den totalen Porsche Triumph verhindern konnten. Dass ein solcher Triumph nicht nochmal geschieht, dafür sorgen an diesem Wochenende gleich 5 Wagen aus München. So wird Schuberth Motorsport sein 2011-Debüt in der VLN mit dem kräftig überarbeiteten Z4 GT3 feiern und dabei versuchen mit den Trio’s Marco Hartung, Jörg Viebahn und dem aus den USA bekannten Tommy Milner (#16) sowie dem rein norwegischen Trio Anders Burchardt/ Nils Tonrud/ Stian Sorlie im Rahmen ihrer Möglichkeiten vorne mitzumischen. Ein 3. Z4 mit Claudia Hürtgen findet sich leider Stand Mittwochabend nicht in der Liste wieder.

Teamchef Rainer Dörr, welcher wieder seinen Z4 GT3 mit der gewohnten Besatzung ins Rennen schickt, hat nach dem letzten Lauf schon mal angedeutet, dass man mit dem Z4 bei BMW wohl einen sehr guten Schritt in die richtige Richtung gemacht hat und man mit dem komplett erneuerten Auto sicher noch Zeit finden wird. Unter anderem hat man mehr Leistung, eine deutlich veränderte Aero welche an dem neuen großen Heckflügel erkennbar ist. Der Z4 hat bei der GT3-EM in Portimao mit 2 Laufsiegen schon mal aufgezeigt dass man hier ein sehr flottes Auto entwickeln konnte.

Die beiden anderen Gesamtsiegfähigen BMW stellen die 2 M3 GT2 von AC Schnitzer dar, welche am Samstag ihren planmäßig letzten Auftritt vor den 24H haben werden mit den 2 bekannten Trios Jörg Müller/Augusto Farfus/Pedro Lamy sowie das “Dirk-Auto” mit Dirk Adorf, Dirk Müller und “Dirk” Priaulx dar.

In der gleichen Klasse, der E1-XP findet sich auch der Ferrari P4/5 Competizione wieder, nachdem man den letzten Lauf zu Gunsten von Testfahren ausgelassen hat wieder. Man wollte lauf Facebook Kommentaren hier Erfahrungen sammeln und eine neue Einstufung austesten, welche auf mehr Gewicht, dafür aber einem größeren Air Restriktor setzen würde. Anscheinend hat man sich aber für die letztmals benutzte ursprüngliche Variante entschieden, denn in der BoP Tabelle taucht man nach wie vor mit 2 x 28,6mm und 1200 kg Gewicht auf.

Ein weiterer Ferrari, und da muss man den Jungs von Farnbacher für ihre Ausdauer echt ein Kompliment aussprechen, ist der F458 von Farnbacher Racing. Nach RCN-Lauf, LM-Test, VLN-Lauf mit Unfall, 1000km von Spa steht nun der fünfte Ausdauer Einsatz innerhalb von 5 Wochen für das Team an! Unterstützt werden Dominik “Dominator” Farnbacher und Marco Seefried hier von Jaime Melo, seines Zeichens Ferrari-Werksfahrer. Vor allem für Dominik Farnbacher wir das ein stressiger Samstag werden, denn er wird zuerst beim GT Masters am Sachsenring starten und dann vermutlich per Heli zum Ring transportiert um dort dann in das Geschehen einzugreifen.

Neben den Gesamtsiegfähigen SLS von Black Falcon, dem Lambo von Stuck³ und dem Hybrid-Porsche glänzen auch die R8 LMS von ABT und Phoenix durch Abwesenheit in der Nennliste. So werden zwar 2 R8 LMS von Audi Race Expierence an die Strecke rollen, welche mit jeweils einem Profi (wie hier Marco Werner und Florian Gruber) und Amateuren besetzt sind. Die Leitung dieses Projekts, hat seit kurzem ein alter Bekannter von Porsche und Eurosport-Zeiten inne: Manfred Jantke.

Ein Porsche fehlt hier allerdings bis jetzt: Der “Dicke” von Manthey mit Marc Lieb, Arno Klasen sowie Timo Bernhard. Dies liegt allerdings nicht daran, dass man nicht startet, sondern die Klasse gewechselt hat. Man startet nun wie 2009 in der SP7 mit dem 911 GT3 RSR in der gleichen Klasse wie der WTM, welche allerdings keinen RSR fahren. Aber anscheinend war man seitens der TK nicht so begeistert von der Idee und hat veranlasst, dass alle Air Restriktoren für Wagen der SP7 um 0,5mm kleiner werden und der Tankinhalt auf 105 Liter gesenkt wird.
Ob das alles nur gemacht wird, um im Hause Manthey einem Vergleich in der SP9 aus dem Weg zu gehen, oder ob man ernsthaft überlegt wieder in die SP7 zu gehen, ist leider nicht bekannt. Seitens der VLN wurde die max. erlaubte Leistung der Motoren, welche auf einer Tabelle in Abhängigkeit vom Gewicht und Hubraum ermittelt wird, erneut auf offiziell knapp unter 500 PS für die Porsche gesenkt. Etwas verwirrend sind jedoch die damit einhergehenden Einstufungsvarianten, denn so ist es möglich denn GT3 R mit 1250 kg und einmal mit 1300 kg, mehr Leistung sowie 110 Liter Tank starten zu lassen. Dies zieht sich mittlerweile durch mehrere Klassen und Fahrzeuge, denn so kann man auch den BMW M3 GT2 in 2 verschiedenen Einstufungen starten lassen. Eine Regelung welche nicht gerade für mehr Klarheit in der BoP sorgt wie ich finde.

Der Verzicht von Nennungen von SP9-Teams könnte Möglichkeiten für Teams eröffnen, welche bisher zwar schnell waren, aber nicht ohne Probleme über die Distanz gekommen sind. Allen voran wäre dies der Frikadelli Porsche rund um Sabine Schmitz sowie der Pinta-Porsche, welcher beim letzten Lauf leider technische Probleme hatte und somit nur wenige Runden fahren konnte. Ein anderes Auto, welches vom Speed her sicher auch vorne mitmischen könnte, wenn es denn will ist der VW Golf24H welcher seit seinem ersten Auftritt nur noch als “Übergolf” bezeichnet wird. Grund sind Szenen wie diese, als Peter Terting Wolfgang Kaufmann von Kremer Racing im Karussel außen (!!!) überholte :

Daher hat man auch seitens der Technischen Kommission reagiert und den Air Restriktor für den 2,51l Turbo auf 42,3mm und das Gewicht auf 1300 kg heraufgesetzt. Gesteuert wird der Wagen von Thomas Mutsch, Frederik Ekblom sowie Franck Mailleux.

In der SP3T werden sich hingegen wieder der Audi TT von Raeder Motorsport sowie die beiden von LMS Engineering eingesetzten VW Scirocoo um sehr wichtige Punkte für die Meisterschaft duellieren. Ein weiterer sehr prominent besetzter Scirocco wird in der SP11 für alternative Kraftstoffe genannt. Pilotiert wird dieser Wagen von Carlos Sainz, Peter Wyss ,Dr. Ulrich Hackenberg und Mark Blundell. Anscheinend hat man noch keinen 2. Golf zur Hand und möchte jenen Piloten Rennpraxis sammeln lassen, denn jene Piloten werden auf den insgesamt 3 Golf24 vermutet.

Etwas stärker ist wieder die zuletzt sehr schmal besetzte SP3 besetzt. So werden immerhin 8 Wagen versuche Mario Merten und Wolf Sylvester den Klassensieg streitig zu machen, während jene versuchen werden die Klasse zu gewinnen um ordentlich punkten zu können. Auch gut Punkten wollen, wird das Trio von Black Falcon aus der V5 Klasse wollen, denn nachdem mal 2 mal die Klasse gewinnen konnte, werden nun auch Tim Scheerbath Manuel Matzger und Carsten Knechtges versuchen die Klasse ein 3. mal zu gewinnen um im Kampf um die Meisterschaft weiter tatkräftig vorne mitmischen zu können.

Auch sehr knapp dürfte es im Kampf um den Sieg um die Renault Clio Cup Klasse hergehen, wo mehrere Wagen das Potential zu siegen haben wie die Wagen Flepper Racing, Schläppi RaceTec oder der Clio Cup von Olivo Jannik und Elmar Jurek. Vll. gewinnt hier aber auch ein anderer Wagen ?

Den Besuchern vor Ort wird also definitiv was geboten, wenn das Rennen eine halbe Stunde früher, um 11:30 gestartet wird und über 6 Stunden geht. Daher verschiebt sich auch der Beginn des Zeittrainings auf 8:05. Wer in der Nähe der Eifel wohnt, kann das Fan-TV über DVB-T empfangen. Für alle anderen wird vermutlich wieder das Live Radio mit Olli Martini und Lars Gutsche sowie der Live Ticker und das Live Timing herhalten müssen.

May 12 2011

06:00

GT1-WM & ADAC GT Masters: Vorschau Sachsenring

Deutschlands großes GT-Event steht an diesem Wochenende an, die zahlreichen heimischen Fahrer und Teams in beiden Rennserien werden sich bemühen, auf dem Sachsenring gute Ergebnisse zu erzielen.

Passenderweise kommt reist auch ein deutsches Team als Meisterschaftsführender der GT1-Weltmeisterschaft nach Hohenstein-Ernstthal: Markus Winkelhock und Marc Basseng liegen nach den zwei Siegen in Zolder und zwei siebten Plätzen in Portimao (mit Erfolgsballast) mit 57 Punkten klar vorn und dürfen nun auch wieder leicht an den Start gehen. Teamkollegen Dominik Schwager und Nicky Pastorelli hatten ihr erstes brauchbares Wochenende der Saison, mit den Plätzen 5 und 4.

Auf dem zweiten Meisterschaftsrang liegen Michael Krumm und Lucas Luhr im JR Motorsports-Nissan. Die beiden haben auf der Berg- und Talbahn in der Algarve abgeräumt und nach dem zweiten Platz im Quali-Rennen dann das Hauptrennen gewonnen. Entsprechend werden sie schwer beladen ins Qualifikationsrennen am Sachsenring gehen und wohl kaum den Rückstand auf Winkelhock und Basseng weiter aufholen können, auch wenn der Nissan an sich auf der charakteristisch ähnlichen Strecke wieder gut liegen könnte. Das untermauerten auch Dumbreck/Westbrook, die Rennen 1 gewannen und i zweiten Lauf mit Reifenschaden ausschieden.

Punktgleich auf Rang 2 liegt ein weiteres deutsches Team, der Young Driver-Aston Martin mit Stefan Mücke und Darren Turner. Die beiden schafften es in Abu Dhabi und Zolder, nach Ausfällen in den Quali-Rennen jeweils noch sicher in die Punkte zu fahren. In Portimao überstanden sie erstmals auch den ersten Lauf und holten von der besseren Ausgangsposition den zweiten Platz im Championship Race am Sonntag. Rechnet man die beiden Ausfälle heraus, sind die beiden neben Winkelhock/Basseng das konstanteste Duo.

Der zweite Young Driver-Wagen mit Tomas Enge und Alex Müller hatte ein katastrophales Wochenende mit zwei Ausfällen. Entsprechend dürften sie aber am Sachsenring mit leichtem Auto stark sein, denn Strecken wie diese, mit mittelschnellen Kurven und Höhenunterschieden, scheinen den Aston Martin DBR9 und den Nissan GT-R recht gut zu liegen, wobei die Nissan wegen der bisher wenig erfolgreichen Saison untergewichtig unterwegs waren.

MarcVDS wird an diesem Wochenende wieder mit seiner Stammbesetzung unterwegs sein, nachdem Frederic Makowiecki am vergangenen Wochenende für Luxury Racing einen Ferrari beim ILMC-Lauf in Spa gefahren hat und durch Yann Clairay vertreten wurde. Clairay und Martin errangen im ersten Lauf Rang 6, Teamkollegen Bas Leinders und Marc Hennerici (der letzte Deutsche im Feld) dasselbe Ergebnis im Hauptrennen.

Das größere Problem für MarcVDS und deren Satellitenteam Belgian Racing ist aber, dass Matech, die den Ford GT für die GT1 entwickelt haben, diese Woche Konkurs angemeldet haben, nachdem vor einigen Wochen Firmengründer Martin Bartek verstorben ist. Es soll zuvor schon finanziell nicht gut um Matech gestanden haben. Damit könnte es eng werden, was Ersatzteile oder gar neue Chassis für MarcVDS und Belgian Racing angeht, Leinders und Co. müssen also, wie er selbst Twitter sagt, vorsichtig mit ihren Autos umgehen, was in den ersten Saisonrennen nicht sonderlich gut gelungen ist. Auch was Weiterentwicklungen des Wagens angeht, sieht es vorerst düster aus, bis sich hoffentlich ein Investor findet.

Nach einem schwachen Wochenende in der Algarve könnte auch das „Boxenstopp-Wunder“-Team Hexis AMR mit leichten DBR9s wieder zuschlagen. Piccione/Düsseldorp liegen noch sehr aussichtsreich auf Rang 4 in der Meisterschaft, Hohenadel/Piccini nur knapp dahinter auf Rang 6. Und – wie bereits gesagt – die von Hermann Tilke in die heutige Form gebrachte Erzgebirgs-Achterbahn zwischen Zwickau und Chemnitz könnte den Aston Martins liegen.

Hexis führt auch nach wie vor die Team-Wertung an, die noch enger ist als die Fahrer-Meisterschaft: mit 73 Punkten liegen die Franzosen nur einen Zähler vor All-Inkl.com Münnich Motorsport und JR Motorsports, 68 Punkte hat Young Driver AMR auf dem Konto, erst danach klafft eine größere Lücke.

In der Algarve bot das 18 Fahrzeuge umfassende GT1-Feld spannende Rennen, bleibt zu hoffen, dass es wieder ähnlich interessant wird. So lassen sich hoffentlich auch mehr Zuschauer anlocken als das im vergangenen Jahr am Nürburgring der Fall war. Allzu viele hochkarätige Rennveranstaltungen können ja am Sachsenring neben der MotoGP wegen der Lärm-Beschränkungen leider nicht ausgetragen werden.

Das Qualifying findet am Samstag um 9:10 Uhr statt, die beiden einstündigen Rennen starten am Samstag und Sonntag jeweils um 14:15 Uhr. Dies alles wird wie üblich auf gt1world.com live gestreamt und hinterher on demand verfügbar sein.

Das ist auch dringend nötig, denn Sport1 zeigt laut aktuellem Programm-Stand nicht eine Minute live, weder auf im Free-TV, noch auf Sport1+, da anscheinend auf beiden Kanälen die MotoGP laufen soll (bitte vorsichtshalber nochmal selbst am Samstag nachsehen, ob sich da noch etwas dran geändert hat!). Am Samstag gibt es eine Aufzeichnung des Qualifikationsrennens auf Sport1+ um 18:20 Uhr sowie eine halbstündige Zusammenfassung am späten Abend um 23:25 Uhr auf Sport1. Auch am Sonntag wird das Hauptrennen nur aufgezeichnet um 18:20 Uhr auf Sport1+ gezeigt, auf dem freien Sender erst am Dienstag um 15:00 Uhr.

ADAC GT Masters

Im Rahmenprogramm treten die Serien des ADAC Masters-Programms an, allen voran die in diesem Jahr so grandios besetzte GT Masters-Serie. In dem über 40 Fahrzeuge starken Feld ist es in diesem Jahr extrem schwer, gute Ergebnisse einzufahren. Mindestens ebenso schwer ist es aber auch, vorauszusagen, wer zu den Favoriten gehören können, gerade mit der dann noch hinzukommenden Balance of Performance und den Erfolgsgewichten.

So werden Dino Lunardi und Alexandros Margaritis im Engstler-BMW M6 nach den Rängen 1 und 3 viel Gewicht mit sich herumschleppen, ebenso Jöns/Klingmann im Abt-Audi nach den Plätzen 2 und 3 und die Stuck-Brüder nach dem Sieg im zweiten Lauf. Dieser Ballast fällt natürlich auf einer Bahn mit vielen Höhenunterschieden – Achtung Wortwitz – besonders ins Gewicht.

Die Teams und Fahrerduos, die am Rande des Erzgebirges potentiell etwas reißen könnten, sind kaum zu zählen, so viele prominente Namen der deutschen Tourenwagen- und GT-Szene sind am Start. Auch der Saisonauftakt der GT3-EM am vergangenen Wochenende in Portimao gibt eher wenig Aufschlüsse, denn dort dominierten in Lauf 1 die BMW Z4, die in der deutschen GT3-Serie leider komplett fehlen, vor drei Mercedes SLS AMG, die sehr wohl dabei sind und von denen sicherlich der eine oder andere um die Podiumsplätze kämpfen wird.

Lauf 2 ging knapp an den belgischen WRT-Audi R8, hier kamen allerdings erstmals die „Strafzeiten“ für die Podiumsplatzierten des vorangegangenen Rennens zum Einsatz, die sich noch heftiger dadurch auswirkten, dass die Stopps während einer Safety Car-Phase abliefen, die ausgerechnet wegen eines Unfalls des Siegers aus dem ersten lauf ausgerufen werden musste. Glücklicherweise haben sich die GT Masters-Organisatoren gegen diese Regel entschieden, auch wenn Erfolgsballast (in meinen Augen) kaum besser ist.

Interessant wird am zweiten GT Masters-Wochenende aber die Frage sein: können sich einige Teams, die in Oschersleben noch Probleme hatten, in Richtung Spitze vorarbeiten?

So kamen zum Beispiel Niclas Kentenich und Dominik Farnbacher im einzigen Ferrari F458 noch nicht wirklich gut von der Stelle, erreichten nur die Ränge 20 und 11. Mühlner Motorsport hatte mit seinen beiden Porsche 911 ein wirklich katastrophales Wochenende, die Enttäuschung war beim in Spa stationierten Team groß. Und auch die prominente Kombo aus Heinz-Harald Frentzen und Sven Hannawald (der ja 2010 einer der besten Amateure war) auf der Callaway-Corvette erreichte nicht wirklich viel.

Wieder dabei ist auch der vom Crash in Monza genesene Albert von Thurn und Taxis. Der Vorjahresmeister dürfte es aber in dem großen Feld auch nicht einfach haben, mit seinem neuen Teamkollegen Philipp Geipel seinen Platz zu finden. Ob die beiden sofort um vordere Platzierungen mitfahren können, wird sich zeigen müssen. Der Prinz war auch in Portimao schon wieder am Start, erreichte dort mit Nikolaus Mayr-Melnhof im zweiten Lauf Rang 4 nach Ausfall im Samstagsrennen.

Der ADAC hat in dieser Woche auch wieder kräftig an der BoP geschraubt, um stärkere Autos einzubremsen, sodass auch die zuletzt schwächeren Chancen haben. So ist die Viper 20kg leichter, die Porsche 997 R gar um 25kg, der Lamborghini LP600+ 5kg schwerer, die Mercedes SLS AMG um 15kg; die Audi bekommen einen um 0,5mm größeren Restriktor. Diese ganzen Änderungen erschweren das Erkennen einen Kräfteverhältnisses weiter.

Einen interessanten Kommentar zu BoP-Eingriffen hat übrigens GT4-Pilot Michael Mallock a

May 03 2011

15:49

VLN: Analyse 36. DMV 4-Stunden-Rennen

Wie in der Vorschau schon geschrieben, merkt man immer mehr dass man sich dem Saisonhöhepunkt, den 24H nähert. So tauchen immer mehr Wagen in der Nennliste auf und einige konnten gleich auf sich aufmerksam machen.

Das Zeittraining am Samstag vor dem Rennen gab schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das Rennen. So konnte sich Chris Mamerow in seinem SLS die Pole mit einer beachtlichen Zeit von 8:13.730 sichern. Auf den 2. Platz landete der Audi #25 von Christian Abt/Mies /Ludwig mit bereits 4 Sekunden Rückstand vor einem weiteren SLS von Heico Motorsport #(LC Arnold/Christopher Brück/Christian Frankenhout) und einem weiteren Audi vom Team Phoenix mit Fässler/Stippler und GT1 Fahrer Marc Basseng. Nur 3 Zehntel dahinter fand sich ein weiterer von insgesamt 9 SLS vom Team Black Falcon wieder.

Erst auf Platz 6 folgte der beste Porsche und das war weder der Pinta Porsche noch der Dicke, sondern der Haribo Porsche u.a mit Richard Westbrook am Steuer. Auf den weiteren Plätzen folgte “Der Dicke” von Manthey (Bernhard/Luhr/Dumas) während auf Platz 9 der beste Wagen aus der SP7 mit den Busch Zwillingen stand und die Top Ten vom WTM Porsche kompletiert wurden.

Die beiden BMW fanden sich nur auf den Plätzen 14 (#43 Adorf/Müller/Werner) und 16 (#42 Lamy/Müller/Farfus) wieder, während auch der Frikadelli Porsche sehr weit hinten von Platz 18 starten musste. Noch weiter hinten von Startplatz 19, musste der Audi R8 mit Christopher Haase starten, noch vor dem besten Cup-Porsche mit der Startnummer #100. Dicht dahinter folgte erst der überarbeitete Hybrid GT3 R mit Bergmeister/Long/Holzer während der Farnbacher Ferrari auf Platz 22 stand.
Der neue VW Golf 24H ging von Platz 29 ins Rennen, immerhin noch 6 Plätze vor dem Stuck³ Lambo. Anscheinend konnte oder wollte man bei den oben angesprochenen Wagen nicht schneller gehen, aber das Rennen ist mit 4 Stunden lang. Genug Gelegenheit also sich nach vorne zu arbeiten. Überraschend stark war aber der Beste der Wertungsgruppe H, der Porsche 911 993 RSR, dem Pacynski-Porsche.

Beim Start konnte sich Chris Mamerow relativ problemlos gegen seine Konkurrenten durchsetzen. Ganz schlecht sah hier Christopher Mies aus, als er innerhalb von wenigen Kurven zuerst von LD Arnold im Mercedes und Marc Bassneg im Schwesterauto überholt wurde. Der Rest kam auch ohne Probleme durch die ersten Kurven, sodass sie quasi unverändert auf die Nordschleife bogen.

In der 2. Startgruppe musste allerdings gleich zu Beginn, der schnellste Wagen der SP3T, der TT R von Raeder Motorsport an die Box biegen da man technische Probleme hatte. Man konnte zwar später das Rennen wieder aufnehmen, war aber schon ohne Chance auf einen Klassensieg. Noch schlimmer wurde es dann später, als man nach nur 6 Runden aufgeben musste. Ein schwarzer Tag für das Team, denn hier wären viele Punkte im Kampf um die Meisterschaft drin gewesen.

In der 3. Startgruppe konnte sich direkt der Pacynski Porsche gegen den Schall Mercedes und den BMW M1 durchsetzen. Dazwischen gesellte sich der BMW Mini vom Alpecin Schirra Motorring, welcher schnellster in der SP2T ist.

So kam nach der 3. Runde Chris Mamerow vor LD Arnold knappe 5 Sekunden vor Marc Basseng zurück. Manuel Lauck makierte den besten Porsche auf Platz 4 während Christopher Mies auf Platz 6 zurückfiel hinter Romain Dumas. Die beiden BMW, der Farnbacher Ferrari und der Hybrid-Porsche haben sich derweil auf die Platz 12 bis 15 nach vorne gearbeitet und zumindest bei BMW begann man nun damit sich nach vorne zu arbeiten. In der Renault Clio Cup führte derweil der Clio von Karl Brinker vor dem Clio mit der #676 und dem Clio Cup von Stefan Epp und Dominik Brinkmann (#681). Aber zumindest den bis dato führenden sollte die Führung nichts nützen, denn beide Renaul Clio Cup fielen relativ früh wegen eines Defekts bzw. Unfalls aus.

Die Clio Cup Klasse konnte dann von Olivo Jannik und Elmar Jurek in der #678 gewonnen werden. Sie waren am Samstag das konstanteste Team und konnten sich mit gleichmäßigen Zeiten an die Spitze setzen. Sie konnten sich somit mit gut 2 Minuten vor der #681 von Dominik Brinkmann und Epp Stefan durchsetzen, während die Groneck Twins nur 4. werden konnte. Ganz schlecht erwischte es aber die Jungs von Schläppi Racetex welche im ersten Lauf noch die Klasse gewinnen konnten, doch dieses Mal sie schieden bereits nach 12 Runden aus. Ähnlich erging es FLEPPER Racing welche auch nur 1 Runde später die Sachen packen konnten.

Ähnlich schlecht erwischte es bereits im 4. Umlauf den Ferrari F458 GT2 von Farnbacher Racing welcher einen stärkeren Schaden an der Front hatte, aber noch aus eigener Kraft an die Box konnte. Anscheinend ist man mit dem Hybriden aneinander geraten, der aber kaum einen Schaden davon trug. Man konnte den Wagen zwar reparieren und insgesamt 23 Runden abspulen, aber man erreichte nicht das Ziel da man auch hier kurz vor Ende einen technischen Defekt hatte. Als Bestzeit steht immerhin eine 8:25 zu Buche, was zwar 7 Sekunden langsamer wäre als die Bestzeit, aber auch hier gilt: Man weiß nicht wie schnell man wirklich hätte gehen können. Hoffentlich konnte man genug Informationen sammeln um den Wagen (mit dem man auch den LM-Test fuhr) schneller zu machen und die Großen zu ärgern. Das Potential scheint hier auf jeden Fall da zu sein!

Aber zurück zum Rennen und gegen Ende des 5. Umlaufes hat man sich bei Audi dazu entschieden Mies etwas früher rein zu holen, da er immer weiter Zeit auf die Spitze verloren hatte und kaum in seinen Rhythmus finden konnte. Dies ist in der VLN nicht schlimm, denn in der Regel muss man immer 3 Stopps machen, da man mit 2 Stopps um 2 Runden nicht ins Ziel kommt (es sei denn, man kann 10 Runden draussen bleiben). So hat Christian Abt das Steuer von ihm übernommen und war gleich flotter unterwegs, jedoch hat man sich erstmal im Mittelfeld des Feldes wiedergefunden. Besser erging es hier Marc Basseng welcher sich Platz 4 hinter Dumas holen konnte.

Er profitierte auch davon, dass der sehr schnelle Pinta Porsche mit Manuel Lauck wieder kein Glück hatte und auf einmal mit massiven Problemen zu kämpfen hatte. So musste er eine komplette Runde auf der GP Strecke fahren, bevor er vor der Kurzanbindung die Box ansteuern konnte. Die Probleme waren so massiv dass man das Rennen nicht mehr aufnehmen konnte und man somit raus war. Kaum besser erging es dem Frikadelli Porsche, welcher nach 13 Runden die Segel streichen musste.

Derweil konnte sich der famose VW Golf 24H auf Platz 21 mit Peter Terting am Steuer nach vorne arbeiten. Sein wahres Potential hat der Golf aber nicht aufgezeigt, denn er war gegen Ende des Rennens in der Lage, den Nadelstreifen-Wodka Porsche aus dem Hause Manthey Ausgangs Hatzenbach aus zu beschleunigen und sofort Vorsprung raus zu fahren! Dazu passt auch, dass der Golf bei Tests die 20832 Meter der Nordschleife ohne GP-Strecke in unter 7 Minuten bewältigen konnte. Dies wäre ohne Verkehr eine 8:08 auf der VLN Variante ohne Verkehr. Zum Vergleich: unter 7 Minuten fuhr bei der RCN bisher nur das Turbinchen, allerdings mit Verkehr. So steht zwar eine 8:37 als beste Zeit zu buche, man darf aber davon ausgehen dass hier massiv gemauert wurde, denn laut Augenzeugen hat der Golf stärkere Porsche reihenweise vor sich her gejagt; wenn er denn wollte, denn 30 Sekunden erscheinen nur aufgrund des Verkehr doch sehr viel. Man sollte diesen Wagen bei den 24H also auf jeden Fall vom Speed her auf der Rechnung haben.

Auch recht unauffällig zwischen Platz 20 und Platz 30 bewegte sich in dieser Zeit der Lambo von Stuck³, wobei man hier davon ausgehen darf, dass der Wagen noch viele Kilometer brauchen wird, denn das ist schließlich der erste Lambo welcher seit langem auf der Nordschleife wieder unterwegs ist. So kam man mit einer Runde Rückstand und Platz 28 Gesamt ins Ziel wobei man hier eine 8:42 als beste Zeit zu Buche stehen hat. Aber wie gesagt hier gilt: lernen, lernen um das Auto zu verstehen, denn Reiter baut ja sehr konkurrenzfähige Autos wie man in den GT3 Meisterschaften sehen kann.

Gegen Ende des 6. Umlaufes standen dann die ersten Stopps an und es kamen Thomas Jäger auf Platz 5 und Basseng auf Platz 4 liegend rein. Und auch die BMW dachten sich, dass man nun nach vorne fahren könnte und fuhren somit locker flockig auf die Positionen 8 und 9 mit Zeiten um 8:25. Dabei hatte man aber noch die Möglichkeit die Position zu tauschen und einige Meter vorher auf die Bremse zu steigen. Man darf also auch hier davon ausgehen dass man nicht 100% gab.

Gegen Ende des 8. Umlaufes waren dann auch die letzten beim Stopp, wobei der BMW mit der #43 in der Lage war den Dicken von Manthey an der Box zu überholen und die Verfolgung von Armin Hahne aufzunehmen, welcher Chris Mamerow ablöste. Was allerdings bemerkenswert war, dass Oliver Kainz im WTM Porsche draussen bleiben konnte und erst gegen Ende des 9. Umlaufes an die Box gekommen ist. Man hat zwar als Starter in der SP7 kleinere Air Restriktoren, jedoch wäre hier sehr interessant zu wissen ob man bei Porsche es nicht geschafft hat den Verbrauch der GT3 R so hinzubekommen, dass man 9 Runden am Stück draussen bleiben könnte.

In der hart umkämpften SP3T führte derweil der VW Scirocco von Emin Akata (#302) vor dem Opel Astra OPC von Kissling Motorsport und dem Schwesterauto mit Peter Terting. Nachdem man sich hier bis Mitte des Rennens einen heiteren Kampf geliefert hat, war der VW von Maik Rosenberg in der Lage das Tempo zu verschärfen und das Rennen mit 2 Minuten Vorsprung auf Gesamtplatz 18 nach Hause zu fahren. 2. wurde der schon angesprochene VW mit Emin Akata und Christian Krognes. Das Podium komplettierte der Opel OPC Astra mit den Fritzsche Brüdern und Nicole Müllenmeister. Der VW Golf24H lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz 42 zurück, nur um dann wie schon angesprochen nach vorne zu pflügen.

In der 10 Runde führte derweil immer noch der Mercedes von Armin Hahne und Mamerow kanpp vor dem SLS von Heico Motorsport wo Christian Brück das Steuer von LD Arnold übernommen hatte und das Tempo hier nicht halten konnte/wollte/durfte wobei ich hier eher zu Ersterem tendieren würde. Auf jeden Fall konnten die beiden BMW im Formationsflug locker Zeit gut machen und sich den SLS schnappen und somit Platz 2 erobern. Die Jagd auf den führenden Hahne welcher gute 24 Sekunden Vorsprung hätte, war eröffnet. Zum gleichen Zeitpunkt schied auch der SLS mit der Nummer #2 von Black Falcon im Bereich Galgenkopf aus und der VW Golf konnte sich innerhalb von 3-4 Runden auf Platz 17 nach vorne arbeiten während der Hybride auf Platz 27 lag da man den 1. Stop vorzog , 4 Positionen hinter Pacynski Porsche, welcher bester der Wertungsgruppe H war und diese Gruppe auch gewinnen würde und das als Gesamt 36!

An der Spitze führt nun immer noch der SLS von Armin Hahne, vor dem BMW M3 von Dirk Müller/Adorf/Werner und dem Dicken welcher gute 20 Sekunden zurück war. Dies blieb auch so bis zum Ende des 16. Umlaufs, als alle 3 Wagen in die Box zu ihrem 2. planmäßigen Stopp kamen. Dort übernahm wieder Chris Mamerow von Armin Hahne sowie Lucas Luhr von Timo Bernhard und Dirk Adorf im BMW das Steuer. Der Porsche und der Mercedes wurden auch sehr schnell abgefertigt, aber bei BMW brauchte man gute 1:30 min länger als bei den anderen ohne das besondere Probleme zu sehen waren. Also entweder hatte man einen Fehler in der Elektronik oder beim Betanken, oder man hat einfach absichtlich etwas länger gewartet um sich etwas Rückstand einzufangen. Alles scheint hier möglich.

Auf jeden Fall lag er danach auf Platz 6 und konnte sich im Laufe des Rennen wieder bis auf Platz 3 vorfahren, hinter dem Mamerow SLS und dem Porsche mit Lucas Luhr am Steuer. Aber dies ging dann doch nicht so einfach, denn Dirk Adorf musste sich zum Schluss doch heftigen Angriffen vom SLS von Heico mit Christian Frankenhout erwehren welcher auch noch die schnellste Runde mit 8:18.9 drehte.
Es gewann somit der Mamerow SLS vom Start weg, 30 Sekunden vor dem Dicken von Manthey welche somit nach der Nullnummer im 1. Lauf ihr erstes Podium einfahren konnten. 5. wurde der 2. BMW mit Lamy/Müller/Farfus vor dem besten Audi von Phoenix Racing. mit Basseng/Stippler/Fässler. 7. wurde der beste Wagen aus der SP7, der WTM Porsche vor dem 2. Audi mit Abt/Mies/Ludwig, nachdem es ja am Anfang und in der Mitte des Rennen gar nicht gut aussah.

Überhaupt macht Audi bisher einen sehr zurückhaltenden Eindruck. Schon im 1. Rennen war man nicht vorne dabei, aber gut dort war man auch nicht mit den Besatzungen vom 2.Lauf angetreten, aber man machte auch hier nicht den Eindruck als könnte man hier immer vorne mithalten. Aber das alles kann entweder daran liegen, als dass man wirklich Probleme hat, oder man will sich keine zusätzlichen Restriktionen im Rahmen der BoP einfangen. Immerhin konnte man eine 8:21 zwischenzeitlich fahren. Was nun stimmt, dass kann man hier kaum beurteilen bzw. ich traue mir hier kein Urteil zu, denn wir werden die wahre Performance der Wagen vermutlich erst bei den 24H sehen.

Komplettiert wurden die Top10 vom Nadelstreifen-Porsche und dem 3. R8 LMS, eingesetzt von Phoenix Racing, während der Hybrid Porsche auf Rang 11 ins Ziel lief. Auch sehr erfreulich war, dass Jürgen Alzen beim Comeback mit seinem Cup S gleich beim ersten Rennen durchfahren konnte und somit Gesamtplatz 17 erreichen konnte. Immerhin 3 Positionen vor dem VW Golf24H welcher aber am Anfang gleich 3 mal in die Box kam, aber eben wie schon angesprochen sehr schnell zu gehen scheint.

In der SP3 konnte Bonk Motorsport zwar die Klasse gewinnen, da aber hier nur 2 Wagen gewertet wurden, gibt es hier nur sehr wenig Punkte für die Meisterschaft.
Dort führt nun das Duo Mike Rosenberg/Peter Terting kanpp vor dem neu formierten Black Falcon Trio von Carsten Knechtges/Tim Scheerbath und Manuel Metzger welcher wieder ihre Klasse, die V5 gewinnen konnten. Auf Platz3, knapp dahinter folgt dass das Trio vom WTM-Manthey welche auf wieder ihre Klasse, die SP7 gewinnen konnten.

Das nächste Rennen findet dann in 2 Wochen statt und bildet einen der Saisonhöhepunkte mit der 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy welche über 6 Stunden geht.
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 36. DMV 4-Stunden-Rennen

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