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February 07 2014

07:33

GT Sport: 12 Stunden Rennen Bathurst 2014

Am Wochenende findet das alljährliche 12-Stunden-Rennen in Bathurst statt. Die Starterliste kann sich sehen lassen.

Equity-One Motorsport, Audi R8 LMSDie 12 Stunden von Bathurst gibt es schon ein wenig länger. In den 90ern fanden die ersten Rennen statt, doch Ende der 90er wurde das Rennen wieder eingestellt. 2007 entschloss man sich zu einer Neuauflage, aber erst seit 2011 sind auch aktuelle GT3 zugelassen. Und mit den GT3 kamen dann auch die Deutschen. Seitdem die GT3 fahren, haben ausschließlich Fahrer aus Deutschland das Rennen gewonnen, den Australiern blieben maximal Klassensiege. Das wird sich vermutlich dieses Jahr nicht ändern, denn in der GT3 sieht es nach einer Auseinandersetzung zwischen Mercedes und Audi aus.

Um den Sieg kämpfen die Fahrzeuge der Class A, allesamt aktuelle GT3-Fahrzeuge. In der Class B GT3 dürfen nur Fahrzeuge der GT3-Kategorie aus den Jahren 2011 und 2010 starten. Die sind also etwas langsamer als der Rest. In der Class B starten vor allem Porsche-Cup-Fahrzeuge.

Bei Audi hat man dieses Jahr offenbar beschlossen, dem Kundensport noch mehr Vorrang zu geben. In Daytona lieferte man mit dem Flying Lizard Team einen halben Werkseinsatz ab und schrammte nur knapp an einem Sieg vorbei. In Bathurst hat man 2011 und 2012 gewonnen, letztes Jahr musste man sich allerdings dem Erebus Motorsport SLS mit Schneider, Roloff und Jäger beugen. In diesem Jahr hat Audi nachgelegt.

Gleich vier Audi R8 LMS treten gegen drei SLS, vier F458, einen Nissan GT-R und einen Gallardo an. Allerdings hat man dieses Jahr die Toppiloten etwas anders auf die Fahrzeuge verteilt. Phoenix hat nominell eine der stärksten Besetzungen im Audi-Lager, da man mit Rahel Frey, René Rast und Laurens Vanthoor antritt. Der zweifache Bathurst-Sieger Christopher Mies sitzt im Wagen des “Marc Cini”-Teams, in dem Teambesitzer Cini neben Mark Eddy ins Lenkrad greifen wird. Die beiden waren im letzten Jahr immerhin Fünfter in Bathurst, mit dem Deutschen könnte es noch etwas weiter nach vorne gehen.

Im R8, der von United Autosports eingesetzt wird, sitzen Mark Petterson, Eric Lux und Markus Winkelhock. Petterson ist seit Jahren erfolgreich in der Grand-Am und etlichen GT-Serien unterwegs, Lux kennt man als Pilot bei Greaves Motorsport in der LMP2. Also ein durchaus schlagkräftiges Team. Im letzten R8 vom Rod Salmon Team sitzen Jason Bright, Warren Luff und Rod Salmon selber. Bright und Luff kennt man aus der V8 Supercars, Salmon ist zwar der “Herrenfahrer” in der Besetzung, war im letzten Jahr aber Dritter in der australischen GT-Meisterschaft.

Antreten werden die Audi vor allem gegen den SLS von Erebus, der mal wieder sehr gut besetzt ist. Vorjahressieger Bernd Schneider wird zusammen mit Maro Engel und Nico Bastian versuchen, erneut als Erster die Zielflagge zu sehen. Der zweite Erebus SLS wird von Will Davison, Jack LeBrocq und Greg Crick pilotiert. Davison kommt aus der V8 Supercars, LeBrocq hat ebenfalls schon Einsätze in dieser Serie hinter sich. Crick ist seit 20 Jahren in diversen GT-Serien in Australien unterwegs. Aber der dritte SLS sollte derjenige sein, der vermutlich nach dem Vorjahressiegern die größten Chancen hat. HTP Motorsport setzt Harold Primat, Thomas Jaeger und Maximilian Buhk ins Auto. Die dürften am Ende, so die Technik mitspielt, ganz weit vorne zu erwarten sein.

Aber man sollte die Armada der Ferrari 458 nicht unterschätzen. Da wäre zum Beispiel der Wagen von “Clearwater Racing”. Die Fahrernamen mögen nicht allen etwas sagen, aber das sind alles Vollprofis. Mok Weng Sun zum Beispiel ist der amtierende Meister der Asia GT, Craig Baird kennt der eine oder andere noch aus der V8 Supercarserie – und er ist der aktuelle Meister des australischen Porsche Supercup. Den Iren Matt Griffin kennt man aus diversen Einsätzen in Le Mans, Daytona, und so nebenbei hat er im letzten Jahr die ELMS GT Meisterschaft gewonnen. Man hat auch einen vierten Fahrer, Hiroshi Hamaguachi, den ich nicht einschätzen kann. Vermutlich wird der nur wenig zum Einsatz kommen.

Klarer Favorit bei den Ferrari sollte aber der Wagen von AF Corse sein, der mit Steve Wyatt, Michele Rugolo, Marco Cioci dementsprechend besetzt ist. Durchaus gut besetzt ist auch der F458 von Maranello Motorsport mit Peter Edwards, John Bowe, Craig Lowndes und Mika Salo.

Es dürfte also recht eng werden in Bathurst und heiß dazu. Die Temperaturen sollen tagsüber bis zu 34 Grad betragen, was die Piloten erneut vor eine große Belastungsprobe stellen wird. Los geht es um 20:15 Uhr deutscher Zeit.

Einen Livestream findet man hier. Radio Le Mans sorgt für den Kommentar.

Die gesamte Entrylist gibt es hier.

(Bild: Audi Motorsport)

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July 26 2013

11:11

24H von Spa: Audi, BMW oder Mercedes

Als letztes großes europäisches 24 Stunden Rennen steht an diesem Wochenende der Lauf in Spa auf dem Programm.

Blancpain Endurance Series 2013 24H SpaSeit 2011 wird das Rennen im Rahmen der Blancpain-Serie ausgetragen und hat damit wieder etwas mehr Schwung bekommen. Der Lack war etwas ab beim Rennen, besonders Ende der 90er Jahre, aber seit der Jahrtausendwende haben die 24H von Spa, die immerhin das erste Mal 1924 ausgetragen wurden, wieder an Schwung gewonnen. Das GT3-Regelement der Blancpain Serie sorgt für ein knallvolles Starterfeld mit fast 70 Fahrzeugen. Dementsprechend eng geht es in der Boxengasse zu. Im Rennen selber gibt es drei Klassen: Den Pro-Cup, den Pro-Am-Cup und die Gentleman Trophy. Im Pro-Cup können die Teams komplett auf Profis setzen, es gibt da keine Einschränkung in den Kategorien. Anders sieht es im Pro-Am-Cup aus.

Hier sehen die Fahrerpaarungen wie folgt aus:
Platinum / Platinum / Bronze / Bronze
Platinum / Gold /Silver /Bronze
Gold / Gold / Bronze / Bronze
Silver / Silver / Silver / Bronze

In der Gentlemans Trophy dürfen nur “Silver” und “Bronze” Fahrer an den Start gehen.

Um den Gesamtsieg wird also nur im Pro-Cup gefahren. Auch wenn es in der Blancpain offiziell keine Werksteams gibt, die Hersteller unterstützen die Teams doch sehr stark. Audi hat sich dieses Jahr vorgenommen das Rennen zum dritten Mal in Folge zu gewinnen und schickt das “Belgian Audi Club Team WRT” vor, die vier R8 LMS Ultra einsetzen. Dabei sind drei Fahrzeuge hochklassig besetzt:

#1 Ortelli, Vanthoor, Rast
#2 Stippler, Mies, Lotterer
#13 Sandstörm, Ekström, Fässler

Dazu kommt noch ein Wagen von Phoenix

#6 Primat, Jarvis, Haase

Ganz ohne Konkurrenz sind die Audi aber natürlich nicht. Zu vorderst ist der BMW Z4 von Marc VDS Racing mit der Startnummer #3 zu nennen, der mit Leinders, Buurman, Martine erstklassig besetzt ist und in diesem Jahr schon gewinnen konnte. Der zweite Z4 (#4) ist mit Paltalla, Moser, Catsburg nicht ganz so gut aufgestellt.

Auch nicht vergessen sollte man die drei Mercedes SLS.

Fortec Motorsport #62 Webb, Wendlinger
HTP Gravity Charouz #84 Buhk, Götz, Schneider
Rowe Racing #127 Seyffahrt, Arnold, Graf

Im freien Training waren die SLS schon mal die schnellsten auf der Strecke, was man aber nicht überbewerten sollte.

Nicht vergessen sollte man Manthey Racing, die alledings mit einem 997 GT3 R an den Start gehen. Die Mannschaft aus Lieb, Lietz und Pillet ist jeden Falls stark genug für einen Sieg. Beim Auto bin ich mir da nicht so sicher, dem 997 fehlt es vor allem gegenüber dem SLS und den R8 an Leistung.

Der Rest des Feldes füllt sich mit einigen McLaren MP4-12C und weiteren Porsche. Aston Martin setzt nur einen Wagen ein (#100), der mit Baguette, Turner, Campbell-Water auch sehr gut besetzt ist. Aber die Chancen stehen wohl eher schlecht. Ebenfalls mit dabei ist der Nissan GT-R (#23) der mit Luhr, Kane und Dumbreck ebenfalls klasse belegt ist. Nur ist der Nissan in dieser Saison einfach zu langsam.

Den Pro-Am-Cup spare ich mir an der Stelle mal, das Feld ist da so eng zusammen, dass man gleich ein Dutzend Favoriten nennen könnte. Ein Blick in die vom Veranstalter leider nicht aktuell gehaltene Entry-List schafft einen ungefähren Überblick.

Das Rennen startet am Samstag um 16.30 Uhr, also relativ spät. Vom Wetter erwartet man auch in Belgien das heißeste Wochenende des Jahres, dazu sind Gewitter jederzeit möglich. Einfach sind die Bedingungen, gerade für die Amateure in Spa also nicht, was die Ausfallquote drastisch erhöhen könnte.

Der vermutliche wichtigste Faktor im Rennen wird sein, wie man durch den Verkehr kommt. 70 Fahrzeuge sind auch auf den sieben Kilometer von Spa nicht zu verachten und es gibt ja ein paar Stellen, wo das Überholen eher schwierig ist.

Es gibt zwei Livestreams fürs Wochendende:
http://www.blancpain-endurance-series.com/pages/live
http://www.youtube.com/user/gt1world/featured
(Kann sein, dass der YouTube Stream geo-geblockt ist)

Das Liveiming gibt es unterhalb des Streams auf der Blancpain-Seite.

Radio Le Mans ist mit John Hindhaugh ebenfalls vor Ort und berichtet rund um die Uhr live.

Blancpain Endurance Series 201324H Spa Blancpain Endurance Series 2013
24H Spa Blancpain Endurance Series 201324H Spa Blancpain Endurance Series 201324H Spa Blancpain Endurance Series 2013
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24H Spa Blancpain Endurance Series 2013
24H Spa

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June 18 2013

21:16

Racingblog Podcast: 24H von Le Mans 2013

Unser Podcast zu den 24H von Le Mans 2013. Im Stream, im Download und bei iTunes.

In unserem Spezial Podcast gibt es nur ein Thema: Le Mans. Wir gehen die Klassen durch, besprechen die Chancen aller Teilnehmer und Fahrzeuge. In der LMP1 beschäftigen wir uns zusätzlich mit der Strategie und verraten, wie die Audi R18 sich gegen die Toyota durchsetzen könnten. Viel Spaß mit unserer Analyse!

Download (MP3, 88 MB)
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Here is the Music Player. You need to installl flash player to show this cool thing!

Dauer: ca. 120 Minuten

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September 10 2011

15:49

SUPER GT: Round 6 Fuji 250 km (Live-Blog, Sonntag 06:30 Uhr)

Endspurt in der SUPER GT: In den verbleibenden drei Saisonrennen spitzt sich der Kampf um die Meisterschaft zu. Nun geht es bereits das zweite Mal nach Fuji, jenen Ort, an dem die diesjährige Saison nach der Verschiebung des Okayama-Rennens gestartet wurde. Für die Titelaspiranten heißt es wichtige Punkte sammeln, für die Lexus-Teams ist es hingegen wohl die letzte Chance, in den Titelkampf einzugreifen. Rennstart: diesen Sonntag  gegen 07:00 Uhr deutscher Zeit. Wir bloggen live ab 6:30 Uhr.

Quasi im Vorgebirge des Vulkans Fuji-san gelegen, erwartet uns ein wahrer Showdown, sowohl in der GT500 wie auch in der GT300. Es ist das letzte Rennen bevor die Gewicht-Handicaps reduziert (Autopolis) und anschließend sogar komplett entfernt werden (Motegi). Für die Meisterschaftsaspiranten heißt es somit, das aufgrund der Naturkatastrophe vom März von 400 km auf 250 km reduzierte Rennen, taktisch anzugehen. Fahrzeuge wie der aktuell in der Meisterschaft führende S Road MOLA GT-R, der mit 100 kg an Zusatzballast unterwegs sein wird, werden somit einen spürbaren Nachteil gegenüber den leichteren Fahrzeugen haben. Sofern es trocken bleibt.

Interessant dürfte das Abschneiden der Lexus-Fahrzeuge werden, die bereits im April in den Trainingseinheiten ein hohes Tempo vorgaben und auch im verregneten Rennen sich mit den Nissans um den Sieg duellierten, in der restlichen Saison allerdings stark abfielen und bislang noch keinen einzigen Sieg zu verzeichnen haben. Dies könnte sich am morgigen Sonntag allerdings ändern, denn neben dem Gewichtsvorteil kommt die Streckencharakteristik dem SC430 sehr entgegen. Kein wunder, schließlich ist Fuji auch die Heimstrecke für Toyota/Lexus. Ein Sieg ist somit Pflicht, um überhaupt noch in den Titelkampf eingreifen zu können. Der erste Schritt ist immerhin bereits getan: Sowohl im Training wie auch in der Qualifikation dominierten die Lexus-Fahrzeuge, vorangehend der DENSO SARD SC430, der von Hiroaki Ishiura in der SUPER LAP (dem diesmal eingesetzten Einzelzeitfahren nach dem ersten Qualfiikations-Segment) mit 1:34.411 auf die Pole Position gestellt wurde. Dahinter eine wahre Lexus-Armada: ZENT CERUMO SC430 (1:34.525), ENEOS SUSTINA SC430 (1:34.688), D’STATION KeePer SC430 (1:34.708) sowie PETRONAS TOM’S SC430 (1:34.745) komplettieren die Top 5. Erst auf der sechsten Position steht der erste Honda (ARTA HSV-010), dahinter der 100kg schwere S Road MOLA GT-R, dicht gefolgt vom stärksten Meisterschaftskonkurrenten und amtierenden Champion, dem Weider HSV-010. Letzterer ging aus dem regnerischen aber dadurch auch umso spannenderen 500-km-Rennen von Suzuka siegreich hervor. Takashi Kogure und Loic Duval sind somit nur noch 12 Punkte hinter Masataka Yanagida und Ronnie Quintarelli.

Überhaupt war das 40th International Pokka GT Summer Special ein absolut sehenswertes Rennen, mit vielen Positionskämpfen und allen drei GT500-Marken, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten Chancen auf den Sieg hatten. Bemerkenswert war erneut die Performance von Benoit Treluyer, der wie auch bereits beim Saisonstart seinen MOTUL AUTECH GT-R übers Wasser trug und zum richtigen Zeitpunkt mit den Intermediate-Reifen der Konkurrenz entflog. Ähnlich dem PETRONAS-Team vertraute MOTUL allerdings einer Wettervorhersage, dass der Regen zum Ende des Rennens erneut zunehmen wird, weshalb man beim letzten Boxenstop auf die Regenreifen setzte. Der Regenguss blieb allerdings aus, weshalb man den mit Trockenreifen ausgestateten Fahrzeugen zum Opfer fiel. Besonders tragisch hat es dabei Andre Lotterer sowie seinen Teamkollegen Kazuki Nakajima getroffen, die für kurze Zeit sogar auf Position 1 unterwegs waren, mit den Regenreifen aber ebenfalls durchgereicht wurden. Ein Zusammenstoß mit dem CALSONIC IMPUL GT-R von Joao Paulo Lima de Oliveira beendeten zudem jegliche Restfunken an Hoffnung auf eine Top-Position — am Ende wurde man nur Sechster.

Bei all den Showdown-Gesprächen in der GT500 fällt die kleinere GT300 ein wenig ab. Mit unrecht, denn auch hier spitzt sich der Meisterschaftskampf zu. Der JIMGAINER DIXCEL DUNLOP 458 Ferrari führt ebenfalls mit nur 12 Punkten vor — Überraschung, Überraschung! — dem HATSUNEMIKU GOODSMILE BMW. Dahinter mit lediglich 14 Punkten Rückstand auf die Ferrari-Mannschaft liegt mit dem #33 HANKOOK PORSCHE der Sieger des ersten Fuji-Rennens. Erst auf Position Vier folgt die erste japanische Marke (COROLLA Axio apr GT), dahinter der R&D SPORT LEGACY B4, vor der Saison als Geheimfavorit gehandelt, erneut aber hinter den Erwartungen zurückblieb. Das Momentum des Suzuka-Gewinns scheinen Tetsuya Yamano sowie sein Teamkollege Kota Sasaki in ihrem Subaru allerdings nicht mitnehmen zu können — morgen gehen sie lediglich vom 15. Startplatz ins Rennens. Auf der Pole steht hingegen der HATSUNEMIKU GOODSMILE BMW (1:43.416), gefolgt vom Verity TAISAN Porsche (1:43.858) und dem EVANGELION RT TEST TYPE-01 Apple Shiden (1:44.180). Erst auf Position sechs sprengt der mit dem ARTA Garaiya der erste japanische Wagen die Kette der europäischen GT300-Flotte, was erneut die Power der nicht-japanischen Marken auf einer solch schnellen Strecke wie Fuji unterstreicht. Der 100kg schwere JIMGAINER DIXCEL DUNLOP 458 wird von Position 11 ins Rennen gehen, der #33 HANKOOK PORSCHE von Position 13. Für das BMW-Projekt um Ukyō Katayama sieht es zumindest auf dem Papier gut aus, nach Malaysia den zweiten Saisonsieg einzuholen und eventuell sogar die Führung in der Meisterschaft zu übernehmen. Gutes Omen: Bereits in Malaysia gewann man das Rennen von der Pole Position. Interessant wird dennoch zu beobachten sein, ob die japanischen Marken mit weniger Zusatzgewicht sich vor die europäischen Fahrzeuge schieben können, um die eigenen Meisterschaftschancen intakt zu halten, oder ob die “Gaijin-Marken” (als Gaijin bezeichnet man einen Ausländer) den Ballast mit ihrer Power kompensieren können. Im Falle des Z4 (90kg Zusatzgewicht) scheint dies zumindest in der Qualifikation bereits funktioniert zu haben.

Spannend wird das sechste Saisonrennen auf jeden Fall. Etwas uneinig sind sich im Moment noch die Meteorologen — die Wetterberichte sprechen von einem sonnigen, aber windigen Rennen, mit der Gefahr von Gewitterstürmen. Da Fuji in einem Regenloch liegt, kann das Rennen kurzerhand komplett umschwingen und im wahrsten Sinne des Wortes “absaufen”. Denn wenn es in Fuji regnet, dann richtig.

Wie bereits zum 40th International Pokka GT Summer Special aus Suzuka werden wir über das Rennen live berichten. Zeitgleich mit der Übertragung von J sports Plus um 06:30 Uhr starten wir unter diesem Artikel unseren Live-Blog; der Rennstart erfolgt aller Wahrscheinlichkeit 30 Minuten später (auf entsprechende Stream-Hinweise bitte im Chat achten!).

 

SUPER GT Round 6 Fuji 250 km Live-Blog

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March 24 2011

06:24

IndyCar Series: Saisonstart in St. Petersburg

Eine teils chaotische, teils erfreuliche Off-Season geht endlich zu Ende – am Sonntagabend kehrt die IndyCar Series zurück auf die Strecke. Das dürfte spannend werden, denn seit dem Finale 2010 hat sich einiges getan.

Eine stille Winterpause sieht anders aus: Die IndyCar Series bedachte seit der Meisterschaftsentscheidung in Homestead Fans und Medien mit einem steten Fluss an Neuigkeiten, wie das sonst sogar während der laufenden Saison ungewöhnlich ist. CEO Randy Bernard hat bewiesen, dass er weiß, wie man mit der zuletzt eher unscheinbaren Monoposto-Serie Aufsehen erregt. Ob seine Ideen auch auf der Rennstrecke funktionieren, das muss sich allerdings noch beweisen. Immerhin: Zum Saisonstart stehen 25 Fahrer bereit, die meisten davon werden wohl das ganze Jahr lang dabei sein. Ein paar alte Stars haben es in die Serie zurückgeschafft, wenn auch zum Teil in letzter Minute. Zusammen mit einigen interessanten Rookies bescheren sie der IndyCar Series das wahrscheinlich stärkste Starterfeld seit CART-Zeiten.

Spannende Zeiten also auch für Fans, daher eine kurze Zusammenfassung der Meldungen aus dem Winter – für alle, die in der Off-Season nicht ganz so aktiv waren wie Randy Bernard. Eine Vorschau auf das Rennen in St. Petersburg folgt dann weiter unten.

Neue Hersteller

Auch, wenn sich die Nachricht eher auf die kommende Saison bezieht, als auf die aktuelle: Die wichtigste Meldung des Winters war wohl die Rückkehr von Chevrolet in die IndyCar Series. Der US-Hersteller wird dabei 2012 nicht nur Motoren liefern, sondern auch selbst eines jener Aero-Kits anbieten, mit denen die Teams das Standard-Chassis von Dallara erweitern können. Gleiches hat auch Lotus angekündigt, die ab kommendem Jahr als dritter Hersteller in der Serie aktiv sein werden. Richtig gelesen: Der in malaysischer Hand befindliche Sportwagenhersteller hat angekündigt, nicht nur ein Aero-Kit zu liefern, sondern auch einen Motor. Woher der kommen soll, wurde bisher allerdings nicht enthüllt. Als vierter Hersteller könnte auch noch das französische ORECA-Team dazukommen. Dort will man sich allerdings mit der Fertigung von Aero-Kits bescheiden.

Teams und Fahrer 2011

Gleich vorneweg eine kurze Entschuldigung: Die IndyCar Serie bietet leider zur Stunde noch keine Fotos aus St. Petersburg an. Bei den Bildern unten handelt es sich daher um Aufnahmen vom Test am Barber Motorsports Park in der vergangenen Woche. Dort waren leider nicht alle Teams und Piloten anwesend, von manchen gibt es also leider keine Bilder. Auch bei den Lackierungen könnte es also noch Änderungen geben. Die IndyCar Serie veröffentlicht normalerweise vor Rennstart einen Spotter’s Guide auf indycar.com. Den werde ich nachreichen, sobald bzw. sofern er verfügbar wird.

Penske

Die Mannschaft unter der Leitung von “Captain” Roger Penske wird wohl auch 2011 zu den Favoriten im Starterfeld zählen. Das haben auch die Ergebnisse der Testfahrten in Alabama noch einmal unterstrichen. Bei den Piloten hat sich nichts verändert, auch in diesem Jahr greifen Helio Castroneves, Will Power und Ryan Briscoe ins Lenkrad. Abseits der Ovale ist wohl Power der schnellste aus diesem Dreiergespann, als besserer Allrounder könnte sich aber einmal mehr Castroneves erweisen. Ryan Briscoe hat in der vergangenen Saison nicht so wirklich überzeugt, und wird in diesem Jahr etwas kräftiger aus Gaspedal treten müssen, wenn er sich die Gunst des Captains erhalten will.

Ganassi

Das zweite Top-Team der IndyCar Series hat sich über den Winter verdoppelt. Neben dem bisherigen Fahrergespann Dario Franchitti und Scott Dixon (die wieder in den klassischen, links abgebildeten Target-Farben starten), treten 2011 auch Graham Rahal und Charlie Kimball für Ganassi an, die jeweils von anderen Sponsoren unterstützt werden. Weil Target aber keine Konkurrenz im gleichen Team wollte, musste man bei Ganassi zu einem etwas ungewöhnlichen Trick greifen – und einfach ein zweites Team eröffnen. Offiziell wird man zwar nicht müde, die Unabhängigkeit der beiden Teams voneinander zu betonen. Inoffiziell darf man aber wohl schon davon ausgehen, dass sich die Verantwortlichen der beiden Teams gelegentlich mal über den Wag laufen werden. Und dabei wohl nicht nur über Baseball reden. Bei den Test hatte man noch ein paar Probleme, bei den Rennen darf man aber auch in diesem Jahr die Mannschaft vorne erwarten. Fahrerisch sind von Franchitti und Dixon wohl auch in dieser Saison wieder konstant gute bis sehr gute Ergebnisse zu erwarten. Auch Rahal hat in der Vergangenheit (vor allem 2009 bei Newman/Haas) schon Talent bewiesen. Inwieweit auch Charlie Kimball mithalten kann, muss sich noch weisen.

Andretti Autosport

Einige Überraschungen bot über den Winter die traditionell dritte Kraft der IndyCar Series. Erst wurde Tony Kanaan freigestellt (und ihm “erlaubt, mit anderen Teams zu verhandeln”) – vermutlich deshalb, weil man sich sein hohes Gehalt nicht mehr leisten konnte. Und dann tritt man 2011 doch wieder mit vier Fahrern an: Marco Andretti und Danica Patrick waren ohnehin schon gesetzt, Ryan Hunter-Reay konnte auch genügend Sponsoren auftreiben, um sich im Team zu halten. Keiner der drei hat bisher das Talent gezeigt, konstant um Siege oder gar Meisterschaften mitzufahren. Aber: Alle sind solide Piloten, und auf ihre Art wichtig für die Serie. Erstaunlich ist dagegen die Verpflichtung des beim Indy 500 schwer verunglückten (aber mittlerweile wohl wieder genesenen) Mike Conway. Der Brite hat zwar in diversen Juniorserien gute Leistungen gezeigt, in der IndyCar Series konnte er allerdings bislang (außer beim schicksalsvollen Indy 500) nicht wirklich überzeugen. Und seit seinem Unfall fehlt ihm überhaupt jegliche Erfahrung im Auto. Ein erfolgreiches Comeback wäre ihm zu vergönnen – bis es soweit ist, muss man aber vermutlich noch ein paar Rennen Geduld haben. Abzuwarten bleibt außerdem, ob es das Team nach einer sehr mäßigen Saison 2010 wieder schafft, an alte Stärken anzuknüpfen.

KV Racing

Mit drei Piloten geht das Team von Kevin Kalkhoven und Jimmy Vasser an den Start. Zur bisherigen Stammmanschaft mit EJ Viso und Takuma Sato ist in letzter Sekunde noch ein weiterer großer Name gestoßen. Der bei Andretti entlassene Tony Kanaan hat es am Wochenende vor dem Saisonstart geschafft, ausreichend Sponsoren für eine volle Saison im Teams zu sammeln. Das könnte sich für beide als gutes Geschäft erweisen: KV wird von der Erfahrung des Tony Kanaan (vor allem in Fragen der Abstimmung) gewiss profitieren, der Brasilianer bekommt von KV Racing ein in seinem Speed womöglich unterschätztes Autos zu Verfügung gestellt. Das mag zwar in dieser Saison noch nicht für Siege reichen – wenn Sato und Viso aber ihr Temperament diesmal etwas öfter in Zaum halten können, als im vergangenen Jahr, dann könnte das Team durchaus einen Sprung nach vorne machen.

Dreyer & Reinbold

Ein weiteres Team aus dem Bereich “solides Mittelfeld”, das sich 2011 nach oben entwicklen könnte. Justin Wilson ist ein Pilot, der gewiss immer wieder einmal für eine Überraschung gut ist – ganz besonders auf den Rundkursen. Außerdem hat man sich mit Ana Beatriz verstärkt. Die Brasilianerin bringt einige Sponsoren an Bord, und konnte auch bei ihren Einsätzen in der vergangenen Saison durchaus Potenzial beweisen. Sie könnte sich also als gute Mischung aus Pay-Driver und solider Pilotin herausstellen. Beim Indy 500 wird außerdem Haudegen Paul Tracy für Dreyer & Reinbold an den Start gehen. Weitere Einsätze sind in Planung, aber bisher nicht fix. Beim Saisonstart ist der Kanadier jedenfalls nicht dabei.

Dale Coyne Racing

Eine faustdicke Überraschung gibt es beim ewig unterfinanzierten Traditionsteam: Champ-Car Dominator (und Toro-Rosso Mittelfeldpilot) Sebastian Bourdais kehrt in den US-Rennsport zurück. Allerdings nicht für die ganze Saison: Der Franzose wird aus Sponsormangel und wegen Terminkollisionen mit seinen Sportwagen-Projekten bei den Oval-Rennen nicht antreten. Dass Bourdais mit den amerikanischen Open Wheelern und hemdsärmeligen Stadt- und Rundkursen gut zurecht kommt, hat er bewiesen. Unklar ist dagegen, ob die Autos von Dale Coyne gut genug sind, um ein ernsthafter Kandidat auf die Mario Andretti Rundstrecken-Trophy zu sein. Ebenfalls unerwartet ist der zweiten Pilot: James Jakes, bisher bekannt aus GP2 und GP3 hat wohl einen zahlungskräftigen Sponsor gefunden, und wird die gesamte Saison mit dabei sein.

Newman/Haas Racing

In 50%-Stärke startet die Mannschaft von Newman/Haas in St. Petersburg in die Saison. Ursprünglich hatte man gehofft, Oriol Servia und James Hinchcliffe zu verpflichten – schließlich hat es aber nur Servia geschafft, die nötigen Sponsorgelder aufzutreiben. Das ist schade, denn beim Test in Alabama waren beide sehr gut unterwegs. Hinchcliffe hofft nun, bis zu einem der kommenden Rennen ausreichend Gelder zu finden, um doch noch in die Serie einsteigen zu können. Immerhin hat Newman/Haas mit Oriol Servia aber einen erfahrenen und meist schnellen Piloten verpflichtet, mit dem man hoffen kann, das Abschneiden vom vergangenen Jahr (als der Pilot Hideki Mutoh hieß) vergessen zu machen.

Der Rest

Fans von Simona de Silvestro dürfen sich auch in dieser Saison auf ein dauerhaftes Antreten der Schweizerin freuen. Einziger Wehrmutstropfen: Ihr Sponsor, “Nuclear Clean Air Energy”, ein Projekt, das für “sauberen” Atomstrom werben soll, dürfte sich momentan nicht an der Spitze seiner Popularität befinden. Alex Tagliani und das FAZZT-Team sind auch wieder mit dabei – allerdings nach Kauf durch Sam Schmidt unter dem Namen von dessen Team “Sam Schmidt Motorsports”. Sebastian Saavedra wird die gesamte Saison bei Conquest Racing bestreiten, Raphael Matos hat in letzter Minute einen Deal mit dem neuen AFS Racing zustande gebracht. Vitor Meira bleibt bei Foyt. Und JR Hildebrand bei Panther Racing vervollständigt ein starkes und wieder etwas US-lastigeres IndyCar Feld. Sarah Fisher Racing wollte eigentlich die gesamte Saison mit Ed Carpenter bestreiten, musste sich nach einen Crash beim Testen aber für dieses Wochenende zurückziehen. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft bald wieder dabei sein kann.

Nicht dabei sind beim Saisonstart der schon erwähnte Paul Tracy – und Dan Wheldon, der sich im Streit von Panther Racing getrennt hat. Der Brite scheint bei der Suche nach einem neuen Cockpit keine große Eile an den Tag zu legen, und wird nach eigener Aussage nur dann wieder in die Serie einsteigen, wenn er ein Angebot von einem konkurrenzfähigen Team bekommt.

Der Kalender

Nach dem Saisonstart am kommenden Wochenende geht es im Zwei-Wochen Takt mit Rennen am Barber Motorsports Park, in Long Beach und dem Brasilien-Lauf in Sao Paulo weiter.

Ohne vorheriger Übung auf einem Oval beginnt dann der Monat Mai, und damit die Vorbereitung auf das Indy 500 am 29.5.

Zwei Wochen später gibt es die erste Kalender-Neuerung – und die ist durchaus als Experiment zu bezeichnen. In Texas wird es nämlich zwei Rennen geben, die am selben Tag stattfinden werden. Die Punkte dafür werden ganz einfach geteilt, die Startaufstellung für das zweite Rennen wird ausgelost. Das kann spektakuläres Rennen geben – aber auch ebenso spektakulär in die Hose gehen. Es ist sicher nicht schlecht, frischen Wind in die Serie zu bringen. Ob man das aber unbedingt auf die High-Speed Oval in Texas machen muss, ist eine andere Frage.

Nur eine Woche danach feiert Milwaukee die Rückkehr in den IndyCar Kalender – ein Ort der Tradition aber auch der kleineren Geschwindigkeiten und nicht immer wahnsinnig spannenden Rennen. Danach folgt Iowa, bevor es im Rahmen der Kanada-Tournee wieder auf die Rundkurse geht. Zuerst startet die Serie in Toronto, zwei Wochen später auf dem völlig umgebauten Flugplatzkurs in Edmonton.

Wieder zurück in den USA folgt der Klassiker von Mid-Ohio. Dann steht wieder eine “Premiere” auf dem Programm: Das erste größere Open-Wheel-Rennen auf dem New Hampshire Motor Speedway in Loudon seit mehreren Jahren. Besonderheit: Damit die Teams nicht umbauen müssen, wird auch dort in Road-Konfiguration fahren.

Es folgt eine weitere Premiere: Das erste Rennen auf dem neuen Stadtkurs in Baltimore. Dort hatte man wohl über den Winter finanzielle Anlaufschwierigkeiten. Nach aktuellem Stand wird die Strecke aber rechtzeitig fertig.

Für die letzten drei Rennen der Saison folgen dann wieder Ovale. Zunächst plant man, in Motegi zum vorerst letzten Japan-Auftritt der Serie anzutreten. Dass man dort ab 2012 nicht mehr antreten wird, haben INDYCAR und Motegi-Betreiber schon vor einiger Zeit bekannt gegeben. Ob man sich nach Erbeben und Tsunami heuer wirklich noch einmal auf die Reise macht, darüber gibt es im Moment noch keinen Beschluss.

Als vorletztes Rennen der Saison steht Kentucky auf dem Programm, wo es in letzter Zeit immer spannende Rad-an-Rad Duelle gegeben hat.

Schließlich folgt das Finale am baulich recht ähnlichen Oval in Las Vegas, für das sich Randy Bernard allerdings einen besondere Dreh einfallen hat lassen: Bei der Veranstaltung mit dem bescheidenen Titel “IndyCar World Championship” werden neben den regulären IndyCar Piloten noch fünf weitere Fahrer aus anderen Serien antreten. Sollte einer dieser fünf das Rennen gewinnen, winkt ein Preisgeld in der Höhe von 5 Millionen Dollar. Im Sommer soll ein Komitee entscheiden, welche Fahrer antreten dürfen. Bis dahin gibt es nur Spekulationen – etwa um den ehemaligen F1 und CART Piloten Mark Blundell, den Motocross Star James Stewart oder möglicherweise sogar Alex Zanardi.

Neue Regeln

Mit dem Ziel, eine bessere Show zu liefern, wurden in der Winterpause außerdem einige neue Regeln beschlossen: Commitment Cone, Double-File Restart, Einführung einer “Lucky Dog”-ähnlichen Regel, eine Höchst-Teilnehmerzahl von 26 Autos.

Oder auch nicht: Denn nach heftigen Beschwerden zahlreicher Fans wurden “Lucky Dog” und das 26-Starter Limit wieder gestrichen. Ausnahme: Auf Kursen, in denen die Pitlane nicht lang genug ist, etwa in Mid Ohio, wird es weiterhin eine Beschränkung des Startfeldes geben.

Geblieben ist die neue Regelung für Restarts: Die werden ab sofort in Double File absolviert. Außerdem wird die grüne Flagge deutlich später fallen als bisher. Die Autos werden also beim Überqueren der Zielflagge wieder näher beieinander liegen. Das sieht spektakulärer aus, ist bei den Teambesitzern aber nicht besonders beliebt, weil es auch zu einer Häufung an teurem Schrott führen könnte.

Vorschau: St. Petersburg

Wie das ganze in der Praxis funktioniert, werden wir am Wochenende in St. Petersburg sehen. Die IndyCar Series gastiert dort schon zum siebten, zählt man ein Champ Car Rennen 2003 dazu sogar schon zum achten Mal. Der Kurs liegt einigermaßen pittoresk in der 250.000 Einwohner-Stadt am Golf von Mexiko. Die Kursführung ist aber leider auch ziemlich eng. Die Rennen sind daher nicht immer wahnsinnig spannend. Mit etwas Glück und ein bisschen Regen wird das ganze allerdings schon wieder interessanter – so etwa 2008, als Graham Rahal das zweite Rennen nach der Wiedervereinigung von IRL und Champ Car Series gewann. Im vergangenen Jahr war es dann doch etwas zu viel des Guten, so dass der Lauf wegen Überflutungen auf den Montag verschoben werden musste. Gewonnen hat dann Will Power – der vierte Penske-Sieg in sechs Jahren. Heuer soll es aktuellen Wetterberichten zufolge trocken bleiben.

Zum Kurs selbst: Nach der Start/Zielgerade, die über eine für das Rennen stillgelegte Landebahn führt, geht es in eine recht enge Rechtskurve, wo in der Vergangenheit die meisten Überholmanöver stattgefunden haben. Es folgt eine kürzere Gerade, an deren Ende eine 90 Grad-Kurve auf die Fahrer wartet. Überholversuche gibt es dort immer wieder, gelungene Überholmanöver eher selten. Gelbphasen dafür wieder ziemlich häufig. Nach einem kurzen, ziemlich eckigen Intermezzo geht es entlang der Promenade in zwei schnelle Linkskurven und eine schnelle Schikane. Diese Passage ist landschaftlich besonders schön am Meeresufer gelegen – merkwürdig, dass dort nie Kameras postiert sind, die das entsprechend einfangen. Überholmanöver sind dort nicht zu empfehlen, und Fehler auch nicht – denn die Wand ist ziemlich nah. Über eine langgezogene, mittelschnelle Kehre geht es dann wieder zurück auf Start und Ziel. Wer sich hier einen Fehler erlaubt, läuft Gefahr, überholt zu werden. Die Versuchung für hinterherfahrende Piloten, beim Vordermann in NASCAR-Manier “anzuklopfen” scheint ziemlich groß zu sein. Helio Castroneves hat das am Ende einer SC-Phase vor ein paar Jahren mit Scott Dixon erfolgreich praktiziert. Ein aktuelles Onboard-Video hat die IndyCar Series zwar noch nicht veröffentlicht. Die Kursführung hat sich aber seit 2009 meines Wissens nach nicht verändert, so dass ich hier einfach die Onboard-Vorschau vom letzten Jahr, begleitet von Ryan Briscoe, poste.

Leider auch neu: Kein Stream

Alles in allem also gute Voraussetzungen für eine spannende Saison. Für Fans im deutschen Sprachraum hat die Sache aber leider einen Haken: Die Serie wird auch heuer (nach derzeitigem Stand) auf keinem Sender übertragen. Und auch den offiziellen Internet-Stream, der zwar nicht besonders gut, 2010 aber trotzdem oft die einzige Rettung war, gibt es auf Geheiß des amerikanischen Rechteinhabers Comcast/NBC (den neuen Versus-Besitzern) heuer nicht mehr.

Für die USA ist das verständlich, denn die INDYCAR hatte offenbar nie die Rechte, ihre Rennen im Internet zu streamen. Versus hat das wohl bisher trotz schlechter Quoten geduldet. Weil aber die Fans offenbar immer in der Werbeunterbrechung den Stream angeschalten haben, hat man diese Praxis nun beendet.

Weniger verständlich ist dagegen, wieso man auch die Trainings und die nicht im TV übertragenen Qualifying-Sessions mehr zeigen will. Und völlig unverständlich ist, wieso man nicht gegen Gebühr einen Stream des von ESPN produzierten internationalen Feeds der Serie in jenen Ländern anbietet, wo die Rechte für die IndyCar Serie nicht verkauft wurden. Leider ist man im Moment derartig auf den Aufbau einer amerikanischen Fanbase konzentriert, dass man es noch nicht mal geschafft hat, eine Liste der internationalen Broadcaster auf die Homepage zu stellen. Stattdessen gibt es dort noch immer jene vom vergangenen Jahr. Wird man sich also wieder in den Untiefen des Internets umsehen müssen, wenn man das Rennen trotzdem sehen will.

27.03.2011 LIVE 18:30 Uhr IndyCar Series St. Petersburg ABC LIVEx 23:00 Uhrx Asian F BMWxxx Bud Shootout Practicex sky sport2x

October 08 2010

16:27

BTCC: Vorschau Finale Brands Hatch 2010

Die letzten drei Rennen der BTCC für dieses Jahr stehen auf dem Programm und man kann jetzt schon davon ausgehen, dass es eine spannende Sache werden wird.

Das Saisonfinale der BTCC verspricht ein echter Kracher zu werden. Gleich vier Fahrer auf drei unterschiedlichen Marken können noch Meister werden und wer die Serie kennt weiß, dass derartige Konstellationen schon immer für jede Menge Abwechslung gesorgt haben. Allerdings ist nicht jeder in der BTCC so richtig glücklich über die abgelaufene Saison, vor allem was die Einstufung der Ford Focus mit dem Gasangetrieben Turbomotor angeht. Die Veranstalter haben Ford lange viel Spielraum gegeben und erst als die Proteste aus dem Paddock überhand nahmen, bequemte man sich, die Focus einzubremsen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Ford aber schon längst in Reichweite der Meisterschaft und hatten die kleinen Rennställe, wie das BMW-Airwaves Team, weit hinter sich gelassen. Für die Serie ist Konstellation Ford vs. Honda vs. Chevy allerdings Gold wert, kämpfen doch die drei Werksteams gegeneinander.


Das es überhaupt so eine enge Saison geworden ist, war zu Beginn des Jahres nicht zu erwarten. Chevrolet tritt bekanntermaßen mit dem auch in der WTCC eingesetzten Cruze an und welches Team in der BTCC sollte da konkurrieren können? Es zeigte sich aber, dass die anderen auch nicht schlafen, vor allem das Team Dynamics, die das Honda Racing Team bilden, schaffte es, den 2009 noch etwas lahmen Civic das Siegen beizubringen. Das liegt sicher auch am genialen Fahrerduo Neal/Shedden, die sich beide gut ergänzen und in Sachen Speed in nichts nachstehen. Ford hatte man zumm Anfang der Saison nicht auf dem Schirm, aber nach ein paar Rennen etablierte sich (etwas überraschend) Tom Onslow-Cole in den Top 5. Er holte zwar erst spät die ersten Siege, sammelte aber fleissig Punkte. Ford würde in der Meisterschaft noch besser da stehen, hätte man schon frühzeitig auf Cole gesetzt, aber die Verantwortlichen wollten lieber den bekannteren Tom Chilton vorne sehen und pfiffen Cole zum Beispiel beim ersten Rennen in Brands Hatch zurück. Nun liegt Chilton aussichtslos in der Meisterschaft zurück und Cole hat wichtige Punkte verloren.

Es ist schwer vorher zu sehen, wer in Brands Hatch die Nase vorne haben wird. Da man nur den Indy-Kurs fährt, fehlen die langen Geraden, was den Honda bevorzugen sollte. Der geht erwiesenermaßen in den engen Ecke richtig gut, also sollten Shedden und Neal einen kleinen Vorteil haben. Knockhill ist ein ähnlicher Kurs, auch hier waren die Honda gut unterwegs, allerdings konnte Plato im Cruze besser mithalten, als man das anfänglich dachte. Ein Teil der Strecke in Brands Hatch sollte dem Cruze mit seinem guten Abtrieb also liegen. Ford ist sicher nur ein Außenseite. Der Wagen geht gut auf der Geraden, in den Kurven plagt ihn noch ein mächtiges Untersteuern, dass man immer wieder sehen kann. Das hilft in Brands Hatch nun wirklich nicht, weil die meisten der wenigen Kurven auch noch nach außen hängen.

Wer kann also wie Meister werden?

Ein Blick auf den Stand der Meisterschaft:

1. Jason Plato – 224 Punkte
2. Matt Neal – 207 Punkte
3. Gordon Shedden – 203 Punkte
4. Tom Onslow-Cole – 200 Punkte

Verteilt werden die Punkte in allen drei Rennen wir folgt: 15, 12, 10, 8, 6, 5, 4, 3, 2, 1. Dazu gibt es jeweils einen Punkt für:

- Die Pole
- Die schnellste Runde im jeweiligen Rennen
- Eine Führungsrunde im jeweiligen Rennen

Ein perfektes Wochenende würde also 52 Punkte bringen, was aber noch keiner geschafft hat. Plato hat 17 Punkte Vorsprung, er könnte sich also in einem Rennen einen Totalausfall leisten, allerdings wäre das in Rennen 1 und 2 gleichbedeutend mit dem letzten Startplatz im folgenden Lauf. Da das Starterfeld in Brands Hatch riesig ist, und man kaum überholen kann, ist ein Ausfall also fast gleichbedeutend mit einem Verlust der Meisterschaft. Gewürzt wird das alles auch noch damit, dass Rennen 3 wie üblich im “reverse grid” ab Platz 6, 7, 8, 9 oder 10 statt findet (wird ausgelost).

Plato kann zwar etwas konservativer unterwegs sein, aber “vorsichtig fahren” und BTCC sind zwei Dinge, die ja nicht wirklich zusammen gehören. Dazu kommt, dass BMW auf der Strecke gut sein sollte, und auch die alten Honda Integra vom Team Tech-Speed Motorsport in den letzten Rennen gerne mal in den Top 5 unterwegs waren. Und auf der britischen Insel ist es den meisten relativ wurscht, ob da einer um die Meisterschaft fährt, oder nicht. Wenn er zu langsam ist und keinen Platz macht, wird halt mal angeklopft.

Die Kontrukteursmeisterschaft wird zwischen Honda (500 Punkte) und Ford (491) entschieden. Chevrolet ist schon raus, hier rächt sich ein wenig, dass man mit dem neunzehnjährigen Michael MacDowell einen unerfahrenen Nachwuchsmann verpflichtet hat, dem vor allem Rennerfahrung fehlt. Aber MacDowell hat gegen Ende der Saison hier und da gezeigt, dass er nicht der Schlechteste ist und 2011 dürfte man mehr von ihm erwarten können.

Voll wird es auf jeden Fall in Brand Hatch. Nicht nur werden viele Zuschauer erwartet, auch etliche Teams bringen einen zusätzlichen Fahrer mit. Die prominenteste Verpflichtung gelang dem Airwaves Team, die Ex-”The Stig” Ben Collins ins Auto setzen werden.

Entscheidend wird also schon sein, wer welchen Platz in der Quali erreicht. Der Spannung nicht abträglich wäre ein Ergebnis wie in Donington, wo alle vier Favoriten hintereinander standen. Die Quali wird in diesem Jahr auch erstmalig live am Samstag ab 16.00 Uhr auf der itv Sport Webseite gestreamt. Achtung: Um den Stream sehen zu können, braucht man eine britische IP! Die bekommt man unter anderem bei “Black VPN“. Ich hab noch einen Ref-Code – PEUNTZN – der, wenn er noch gültig ist, bringt einem 2 Monate einen kostenlosen Zugang, wenn denn ein Paket erwirbt. Meine Erfahrung mit denen ist recht gut, habe aber von anderen gehört, dass die Verbindung schon mal lahm sein soll.

Ansonsten werden die Rennen am Sonntag über die üblichen Quellen gestreamt. Ich freu mich jetzt schon auf das Finale, es wird sicher sehr spannend und ruppig. Leider muss man dann ja wieder ein halbes Jahr auf britischen Tourenwagensport verzichten.

March 16 2010

12:00

IRL: Analyse Rennen São Paulo 2010

Professionell war das nicht gerade, was die IRL da am Wochenende in São Paulo abgeliefert hat. Nach unzähligen Problemen gab es dann aber doch noch einen spannenden Saisonauftakt.

Selten hat man in einer gehobenen Motorsportklasse ein schlechter geplantes Rennen gesehen: Eine Strecke, deren Layout nicht viel mehr als ein Monat vor dem Rennen feststand, und die mehr Buckel hatte, als so mancher Motocross-Kurs. Eine Start-Zielgerade, die so rutschig war, dass die Fahrer dort nicht mit Vollgas gradeaus fahren konnten. Ein Furcht erregender Startcrash, den Marco Andretii nur mit viel Glück unversehrt überstand. Und dann wurde auch noch das Abwassersystem der Strecke von einem Gewitter augeknockt. Dass auch die Zeitnehmung und der offizielle Stream nur alle paar Minuten mal funktionierten, war dann schon fast nicht mehr überraschend. Am Ende war das alles aber fast wieder vergessen: Denn das Rennen belohnte schließlich jene, die vor dem Bildschirm ausgehalten hatten mit einem furiosen Finale.

Es gibt im Motorsport immer wieder mal Unwegbarkeiten, die man mit etwas Vorausblick verhindern könnte: Reifen, die mit einer Steilkurve nicht zurecht kommen zum Beispiel. Oder aufbrechender Asphalt. Oder verrückte Ex-Priester, die sich auf die Rennstrecke schleichen. Was die Indycar am Wochenende in Brasilien geboten, war aber eine ganz andere Liga. Man muss sich das mal vorstellen: Es gibt da im Sambadrom eine Gerade, die bewusst möglichst glatt gehalten ist, damit man im Karneval die bunt geschmückten Wagen drüberziehen kann. Vor dem Rennen gibt es Warnungen, die auf dieses Problem hinweisen. Und zwar nicht von irgendwem, sondern von Leuten, die es wissen müssten. Zum Beispiel von Antonia Pizzonia, der vor einigen Jahren auf dieser Gerade eine Demonstrationsfahrt für Williams machen wollte. Oder von der brasilianischen Stockcar-Serie, die ebenfalls mal über ein Rennen im Sambadrom nachgedacht hat. Die IRL ignoriert die Warnungen. Man ist sogar so sicher, dass das alles funktionieren wird, dass man auf die Freitagstrainings verzichtet, und das ganze Programm an Samstag und Sonntag abspulen will. Und dann wundert man sich, als die Fahrer dort ihre Autos dort nicht unter Kontrolle halten können.  Für die, die am Freitag nicht live dabei waren hier ein kleiner Ausschnitt vom Training:

Und das war noch nichtmal alles. Auch die restliche Strecke war in einem fragwürdigen, um nicht zu sagen teils gefährlichen Zustand. Auf die Bodenwellen habe ich ja schon hingewiesen – wer wissen will, das was das für einen Fahrer bedeutet, muss sich nur mal ansehen, wie die Hände von Will Power nach dem Rennen ausgesehen haben. Ein Glück, dass zumindest die Autos so stabil gebaut sind, dass man damit unter solchen Bedingungen fahren kann – ein F1-Wagen würde sich wahrscheinlich in der ersten Runde in seine Einzeilteile auflösen. Der würde dort aber sowieso nicht fahren (dürfen). Grund: Die völlig inadäquaten Auslaufzonen, vor allem nach der ultraschnellen Gegengeraden – immerhin die längste im ganzen Indycar-Kalender. Dass es dann auch noch zur Mitte des Rennens zu wie aus Eimern zu schütten begann, war schon fast wieder passend.

Aber der Reihe nach: Wegen der Probleme mit dem Bodenbelag im Sambadrom entschieden sich die IRL-Offiziellen, das Qualifying auf den Sonntagmorgen zu verschieben. In der Zwischenzeit versuchte man, den Boden dort  mit einer Schleifmaschine aufzurauen. Mit Erfolg: Sonntagvormittag war die Gerade zwar ziemlich staubig – aber immerhin problemlos passierbar. Im Rückblick stellt sich allerdings die Frage, wieso man das nicht gleich gemacht hat. Immerhin war schon Samstag Vormittag klar, dass es so nicht gehen kann.

Das Qualifying zeigte eine ganz spannende Mischung aus alt und neu. Alt: Auf der Pole landete Meister Dario Franchitti. Neu: Dahinter konnte völlig überraschend Alex Tagliani den Wagen des erst im Winter gegründeten Fazzt-Teams qualifizieren. Dritter wurde Justin Wilson im Dreyer & Reinbold Wagen, der vor dem besten Andretti-Piloten Ryan Hunter-Reay landete. Erst auf Platz fünf reihte sich mit Will Power der erste der drei Penske-Autos ein. Takuma Sato schaffte beim Debut Platz 10. Nur eine Position hinter dem ehemaligen F1-Piloten landete die starke Simona de Silvestro.

Das Rennen selbst begann dann gleich mit einem ordentlichen Schrecken: Sato hatte wohl noch die Leistung der F1-Bremsen im Hinterkopf, und kollidierte mit Helio Castroneves und Scott Dixon. Weitere Folge: Mario Moraes konnte vor der Unfallstelle nicht mehr rechtzeitig bremsen, stieg über das Heck von Marco Andrettis Dallara auf, und landete schließlich auf dessen Wagen. Und zwar so, dass zuerst der Reifen und dann die Kante des Unterbodens genau auf dessen Cockpit aufschlugen. Erst nach einigen Minuten gab es Entwarnung: Andretti war unverletzt geblieben. Nach der gelben Flagge folgte dann ein ganz munteres Rennen – bis gegen Rennhälfte ein Wolkenbruch die Strecke überflutete. Eine rote Flagge war die Folge. Glück im Unglück: Die Strecke trocknete schnell ab, das Rennen konnte bald weitergehen. Und was dann folgte, war ein 40 Minuten-Sprint um den Sieg, den man an Spannung erstmal überbieten muss. In Führung war zum Restart der glänzend auffahrende Ryan Hunter-Reay, gefolgt Ryan Briscoe und Will Power. Und Briscoe lieferte sich ein tolles Duell mit dem Andretti Autosport Piloten. Nach mehreren Führungswechseln rutschte er dann aber in einer Kurve geradeaus – und stecke prompt im Reifenstapel. Trotzdem wurde nichts aus Hunter Reays Siegambitionen: Will Power konnte ihm in den letzten Runden noch P1 entreißen – natürlich wieder nach einem äuߟerst sehenswerten Zweikampf.

Nicht viel schlauer ist man nach dem etwas chaotischen Rennen über das Kräfteverhältnis 2010. Die folgende Einschätzung ist also ohne Gewähr: Penske war wieder vorne dabei; Franchitti hat im ersten Teil des Rennens und in der Quali gezeigt, dass auch mit Ganassi zu rechnen ist. Aber ob Andretti Autosport wieder den Anschluss gefunden hat? Hunter Reay hatte ein tolles Rennen – in den letzten Runden konnte aber auch er nicht mehr mit Powers Penske mithalten. Tony Kanaan war auch ganz gut dabei, ganz vorne konnte aber auch er nicht mitfahren. Danica Patrick war überhaupt eher im Mittelfeld unterwegs, Marco Andretti in der Quali ebenfalls. Klarer wird man da wohl erst in ein, zwei Rennen sehen. Der wirkliche Härtetest folgt dann auf dem ersten Oval – beim fünften Rennen der Saison in Kansas. Alle anderen sind wohl trotz ein paar schöner Leistungen (Tagliani, Meira, Wheldon, Wilson) wieder nur Mittelfeld. Glanzlichter bei einzelnen Rennen sind aber natürlich nicht ausgeschlossen.

Das Fazit zum Premierenrennen in São Paulo fällt zwiespältig aus: Natürlich war das, was auf der Strecke geboten wurde klasse. Ein Rennen, das man Außenstehenden zeigen sollte, um sie für den Motorsport zu begeistern. Man würde sowas gern öfter sehen – auch in anderen Rennserien. Die Strecke von São Paulo hat bewiesen, was sie kann. Und ob man in diesem Jahr noch ein besser besuchtes IRL-Rennen oder begeisterungsfähigere Fans finden wird, ist zu bezweifen. Trotzdem, und so leid es mir tut: Ohne gravierende Umbauten darf man auf dieser Strecke nicht mehr fahren. Es war ja nicht nur die Sambadrom-Gerade, die Probleme machte – auch bei den Bodenwellen müsste man sich was einfallen lassen. Ganz zu schweigen von manchen Auslaufzonen. Wenn am Ende der langen Gegengeraden jemand in Probleme gerät, knallt er mit 300 in den Reifenstapel. Dieses Mal hatten alle Glück – den Auslauf dort muss man für kommende Jahre aber dringend vergrößern. Und auf die Probleme mit der Sambadrom-Geraden hätte man auch schneller reagieren können. Denn das nötige Equipment war ja offensichtlich vorhanden. Das Rennen war toll – aber am Rest sollte man dringend arbeiten.

Dazu gehört zum Beispiel auch die TV-Übertragung. Keine Frage: Das, was Versus TV liefert ist ein richtig gutes Produkt. Gut, dass man den Sender nach monatelangen Querelen jetzt auch wieder auf DirecTV sehen kann. Deren 18 Millionen Kunden des US-Pay-TV hatten in dieser Zeit nämlich keine Möglichkeit, die IRL im TV zu verfolgen. Für die Fans ist das unerfreulich – und für so manchen Sponsoren ein Dealbreaker. Nicht so gut ist, dass sich im deutschsprachigen Raum kein Sender mehr gefunden hat, der die IRL überträgt. Gut – dafür kann die IRL nichts. Aber dass es im Vergleich zum letzten Jahr auch keinen Pay-Stream auf der Serienhomepage mehr gibt – dafür können sie schon was. Es ist ja fein, dass man den Fans einen Gratis-Stream im Form der “Race Control” bietet. Aber dann soll der bitte auch funktionieren, und nicht das halbe Rennen lang streiken. So macht man sich nämlich bestimmt keine Freunde. Und wenn man schon dabei ist, könnte man vielleicht beim nächsten Mal auch Kamerapositionen wählen, bei denen die Zuseher eine faire Chance haben, den Rennverlauf zu verstehen. Denn so bleibt leider wieder nur der Weg ins halblegale Stream-Milieu – auch, wenn man eigentlich bereit wäre, der IRL für einen guten Stream auch einen fairen Preis zu überweisen.

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