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September 28 2013

04:00

Super Formula: Vorschau Round 6 Sugo

Nach einer knapp zweimonatigen Zwangspause begibt sich die Super Formula an diesem Wochenende im Sportsland Sugo in ihre vorletzte Saisonstation. André Lotterer kann am Sonntag vorzeitig die Meisterschaft gewinnen; Takuma Sato steigt in das zweite Cockpit bei Mugen.

Super Formula Sugo 2012 StartDas Unmögliche möglich machen. Vor dem Saisonstart hatte eigentlich keiner so richtig daran geglaubt, dass André Lotterer zwei Rennen vor Saisonschluss der Hauptanwärter auf den Titel sein würde. Selbst Lotterer gab sich zu Beginn des Jahres eher vorsichtig, sprach lediglich davon so viele Punkte wie möglich sammeln zu wollen. Der Hintergrund: Wie auch Loic Duval konnte der deutsche Audi-Werksfahrer aufgrund seines WEC-Engagements nicht am Saisonstart teilnehmen. Da sich auch das Super-Formula-Finale in Suzuka mit dem China-Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft überschneidet, werden sowohl Lotterer wie auch Duval nicht in Suzuka antreten. Weil der Saisonabschluss in diesem Jahr erneut in zwei Sprintrennen aufgeteilt ist, entgehen ihnen somit 18 mögliche Punkte – jeweils 8 für den Rennsieg + jeweils ein weiterer Punkt für die Pole-Positionen.Super Formula Fuji 2013 Andre Lotterer Kazuki Nakajima

Der zweite Titelgewinn für Lotterer nach 2011 (damals noch unter dem Namen Formula Nippon) scheint somit denkbar schwer, gar unmöglich. Gleich zu seinem persönlichen Saisonstart beim zweiten Rennen in Autopolis bewies der Duisburger allerdings erneut seine Klasse, als er neben der Pole-Position auch den Rennsieg einfuhr. Das Unmögliche möglich machen. Dies erscheint nach der Absage des Rennens in Inje (Korea) für den zweifachen Le-Mans-Sieger in noch weitere Ferne gerückt zu sein, schließlich entgingen ihm so etwaige Punkte, mit denen er sich weiter von der direkten Konkurrenz hätte absetzen können. Diese stellte sich im bisherigen Saisonverlauf häufiger selbst das Bein, weshalb zum sowieso sehr konstanten Speed Lotterers auch noch das gewisse Quäntchen Glück hinzukam. Der Deutsche führt in der Meisterschaft derzeit mit 29 Punkten vor Loic Duval (20 Punkte), der aufgrund des Audi-Engagements chancenlos auf den Titel ist. Der erste direkte Konkurrent ist Naoki Yamamoto mit 18 Zählern. Zwar schaffte der Mugen-Pilot bislang noch nicht den Schritt in die Mitte des Podests, beendete dafür aber alle Rennen in den Punkten. Die erste Enttäuschung geschah zuletzt auf dem Twin Ring Motegi, als Yamamoto in eine Kollision mit Takuya Izawa verwickelt war und lediglich einen Zähler mit nach Hause nahm. Letzterer schien nach seinem Sieg beim Auftakt in Suzuka als einer der Hauptanwärter auf den Titel. So wirklich hold wollte das Glück mit dem letztjährigen Vize-Champion allerdings nicht sein. In Autopolis blieb er nach einer Kollision wie auch in Motegi punktlos; in Fuji erreichte er lediglich einen etwas enttäuschenden fünften Rang. Dementsprechend findet sich Izawa nur auf dem sechsten Tabellenplatz (15 Punkte) mit 14 Zählern Rückstand auf Lotterer wieder.

Ebenfalls enttäuschend verlief die bisherige Saison für den Titelverteidiger Kazuki Nakajima. In Suzuka kam er mit Platz Fünf nicht so wirklich in Schwung. In Autopolis blieb er nach der Kollision mit Takashi Kogure sowie Takuya Izawa punktlos; in Fuji staubte er lediglich ein mageres Pünktchen ab. Erst auf dem Twin Ring Motegi bewies Nakajima seine alten Qualitäten und sicherte sich neben der Pole-Position auch seinen ersten Saisonsieg. Dank dem Pech der direkten Konkurrenz (Ausfall Izawa, Joao Paulo de Oliveira kam nicht in Fahrt, Defekthexe schlug erneut bei Tsugio Matsuda zu) katapultierte dieser Triumph ihn auf den dritten Tabellenrang (16 Punkte), punktgleich mit dem Brasilianer Joao Paulo de Oliveira. Mathematisch gesehen haben noch ganze acht Fahrer eine Chance auf die Meisterschaft. Realistisch betrachtet darf vor Sugo aber wohl der „Cut“ nach Takuya Izawa, mitunter auch erst nach Tsugio Matsuda (Platz Sieben, 12 Punkte) gemacht werden. Letzterer müsste bei einem möglichen Sieg in Sugo auf das Pech der Anderen hoffen, um sich in eine entsprechende Position für das Saisonfinale zu manövrieren.

Super Formula Suzuka 2013 Takuya IzawaDas Sportsland Sugo liegt einer sehr gebirgigen Gegend in der Miyagi-Präfektur, keine 40 Kilometer von der Stadt Sendai entfernt, jene Gegend, die im März 2011 vom schrecklichen Erdbeben am schwersten getroffen wurde. Neben viel hübscher, grüner Landschaften schwirren in der Gegend auch viele Käfer umher. Das Besondere am Standort ist allerdings, dass das Wetter binnen Sekunden sprichwörtlich umschlagen kann. Sonne, Regen, teilweise sogar Nebel, anschließend wieder Sonne und Regen sind selbst im Sommer möglich. Dies stellt die Teams und Fahrer selbstredend vor eine besondere Herausforderung. International eher unbekannt, obwohl zwischen 1988 und 2003 die Superbike-Weltmeisterschaft in Sugo fuhr, ist der 3,737 km lange Kurs eine kleine Achterbahnfahrt – im wahrsten Sinne des Wortes. So ist die Start- und Zielgerade nicht eben, sondern führt zunächst bergauf. Die Steigung wird dabei, anders als bei anderen Strecken, gut von den TV-Kameras eingefangen. Die Gegengerade führt hingegen wieder bergab. Die spannendste der insgesamt zwölf Kurven stellt die langgezogene 110R dar, die direkt wieder auf Start/Ziel führt und gerne auch als Mutkurve bezeichnet werden darf. Side-by-Side-Duelle sind hier zwar möglich, erfordern aber höchste Konzentration beider Fahrer, damit der Wagen auf der äußeren Linie nicht in den Kies und die Reifenstapel rutscht. Die Charakteristik der Strecke gilt als besonders anspruchsvoll fürs Material, insbesondere der Motor sowie die Bremsen werden stark belastet. Das Sportsland Sugo lässt sich somit als eine „typisch japanische“ Rennstrecke bezeichnen. Wunderschön in die Natur eingebettet, mit vielen schwungvollen Kurven sowie Steigungen.

Im folgendem eine Onboard-Runde mit Daisuke Nakajima mit dem Mugen CR-Z GT aus der GT300-Klasse der Super GT vom letzten Jahr, da es leider kein entsprechendes Super-Formula-On-Board-Material gibt:

Im letzten Jahr reüssierte Takuya Izawa im strömenden Regen vor Koudai Tsukakoshi und Loic Duval. Tsukakoshi wechselte zu Beginn des Jahres zurück zu seinem alten Team HP Real Racing, für das er auch in der Super GT antritt. Seine Chancen auf eine Wiederholung des Podiums sind, zumindest im trockenen, deshalb eher gering. Zwar holt Tsukakoshi das Maximum aus dem Wagen heraus. Die Mittel von HP Real Racing sind jedoch deutlich limitierter als jene von Petronas Team Tom’s, Lenovo Team Impul oder Docomo Team Dandelion Racing, weshalb der 26-jährige Japaner maximal um die letzten Punkteränge kämpfen kann. Anders als im vergangenen Jahr soll sich die Region um Sendai laut der aktuellen Wetterberichte an diesem Wochenende für die Jahreszeit ungewöhnlich warm präsentieren. Bei rund 24 Grad besteht lediglich eine geringe Chance auf vereinzelte, isolierte Regenschauer. Dass dies nicht viel zu bedeuten hat, musste unter anderem die Super GT im Juli dieses Jahres erfahren, als sich die Wetterfront zum Rennende schlagartig änderte und füSuper Formula Autopolis 2013 Joao Paulo de Oliveirar ein wenig Chaos auf der Strecke sorgte.

Das Hauptaugenmerk wird selbstredend auf der Zuspitzung des Titelkampfes liegen. Wird André Lotterer das Unmögliche möglich machen und sich zum zweiten Mal vorzeitig die Super-Formula-Krone aufsetzen? Neben einem Sieg (am besten auch noch mit dem Bonuspunkt für Pole-Position) benötigt der Duisburger das entsprechende Quäntchen Glück und Patzer der Konkurrenz. Versimpelt ausgedrückt benötigt Lotterer mindestens 19 Punkte Vorsprung nach dem Rennen in Sugo auf seine Kontrahenten. Dann wäre er trotz Nicht-Teilnahme am Finale in Suzuka uneinholbar. An dieser Stelle könnten nun mehrere Szenarien durchgerechnet werden, was aber den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Selbst wenn Lotterer nicht die benötigen 19 Punkte herausfahren würde (bei 18 Punkten könnte es noch zum Punktgleichstand in Suzuka kommen, wodurch der Direktvergleich bei den Anzahl der Siegen, zweiten Plätzen usw. herangezogen würde), müssen die anderen Fahrer auf den entsprechenden Positionen beim Finale ins Ziel kommen. Mit anderen Worten: Trotz der Nicht-Teilnahme in Suzuka kann André Lotterer am 10. November zum neuen Super-Formula-Meister und somit dem ersten Champion unter dem neuen Seriennamen gekürt werden. Ob dies im Sinne der JRP ist, einen Champion zu küren der nicht vor Ort ist, sei mal dahingestellt. Subjektiv gesehen hätte es Lotterer auf jeden Fall verdient, schließlich ist er dieses Jahr der wohl kompletteste und vor allem auch konstanteste Pilot im Feld. Persönlich gesehen hoffe ich, dass die Meisterschaftsentscheidung nach Suzuka vertagt wird, einfach um die entsprechende Spannung beim Saisonfinale zu haben.

Super Formula Sugo 2012 Takuma SatoWeitere mediale Aufmerksamkeit wird Takuma Sato erhalten, der nach seinem Gaststart beim Saisonstart erneut ins zweite Cockpit an der Seite von Naoki Yamamoto bei Mugen klettern wird. Sato gewann dieses Jahr als erster Japaner überhaupt ein Rennen der amerikanischen IndyCar Series beim Prestige-Rennen in Long Beach und feierte just in Sugo letztes Jahr sein Super-Formula-Debüt. Sato wird außerdem am Finale in Suzuka sowie am JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup Mitte November teilnehmen.

TV-Zeiten Sugo

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nichts geändert, womit erneut auf die mehr oder weniger beliebte Graualternative zurückgegriffen werden muss. Der japanische Sender J Sports 3 überträgt ab 7:30 Uhr deutscher Zeit live. Der Start zum 68-Runden-Rennen erfolgt eine halbe Stunde später um 8:00 Uhr.

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July 27 2013

03:30

Super GT: Vorschau Round 4 Sugo GT 300km

Hitzeschlacht die Zweite? Der japanische Hochsommer hat die Super GT zu dieser Jahreszeit mit Temperaturen über 30 Grad normalerweise fest im Griff. Für das diesjährige Wochenende im Sportsland Sugo sind allerdings Regen- und Gewitterschauer vorhergesagt. 

Super GT Sugo 2012 Eneos Sustina SC430Über die von den deutschen Medien so hochgejubelte Hitzeschlacht beim DTM-Rennen am Norisring (schlappe 27 Grad) konnte die japanische Delegation um GTA-Vorstand Masaaki Bandoh vor zwei Wochen wohl nur lächeln, als man sich mit Vertretern der ITR und Grand-Am zu weiteren Zukunftsgesprächen sowie einer Pressekonferenz – außer der Gründung eines sich halbjährig treffenden „Steering Commitee“ gab es keine nennenswerten Neuigkeiten – traf. Letztlich kam Bandoh direkt aus Japan, wo der Hochsommer zu den Paradedisziplinen im bald sicherlich auch schon olympischen Sport des „kühl bleiben“ gehört. Ein paar Worte darüber habe ich bereits in meiner Super-Formula-Vorschau zum Rennen auf dem Fuji Speedway verloren. Zusätzlich hatte die Super GT erst im Juni ihre erste Hitzeschlacht des Jahres überstanden: Bei über 34 Grad und extremer Schwüle in Sepang, Malaysia. Ganz so extrem wird es mit bis zu rund 30 schwülen Grad im Sportsland Sugo an diesem Wochenende glücklicherweise nicht werden. Für eine große Unbekannte könnten allerdings die von den Meteorologen vorausgesagten Regen und Gewitter sorgen. Der Freitag, an dem alle Teams mit dem Aufbau beschäftigt sind, fiel jedenfalls schon teilweise ins Wasser. Und auch für Samstag und Sonntag sehen die Vorhersagen nicht besser aus.

Super GT Sugo 2012 GT500 StartDas Sportsland Sugo liegt einer sehr gebirgigen Gegend in der Miyagi-Präfektur, keine 40 Kilometer von der Stadt Sendai entfernt, jene Gegend, die im März 2011 vom schrecklichen Erdbeben am schwersten getroffen wurde. Neben viel hübscher, grüner Landschaften schwirren in der Gegend auch viele Käfer umher. Das Besondere am Standort ist allerdings, dass das Wetter binnen von Sekunden sprichwörtlich umschlagen kann. Sonne, Regen, teilweise sogar Nebel, anschließend wieder Sonne und Regen sind selbst im Sommer möglich. Dies stellt die Teams und Fahrer selbstredend vor eine besondere Herausforderung. Blieb es letztes Jahr komplett sonnig und sehr heiß, könnte das Wetter laut der Vorhersage an diesem Wochenende sich stets verändern, was für zusätzliche Würze auf der sowieso schon anspruchsvollen Strecke sorgen würde. International eher unbekannt, obwohl zwischen 1988 und 2003 die Superbike-Weltmeisterschaft in Sugo fuhr, ist der 3,737km lange Kurs eine kleine Achterbahnfahrt – im wahrsten Sinne des Wortes. So ist die Start- und Zielgerade nicht eben, sondern führt zunächst bergauf. Die Steigung wird dabei, anders als bei anderen Strecken, gut von den TV-Kameras eingefangen. Die Gegengerade führt hingegen wieder bergab. Die spannendste der insgesamt 12 Kurven stellt die langgezogene 110R dar, die direkt wieder auf Start/Ziel führt und gerne auch als Mutkurve bezeichnet werden darf. Side-by-Side-Duelle sind hier zwar möglich, erfordern aber höchste Konzentration beider Fahrer, damit der Wagen auf der äußeren Linie nicht ins Kies und die Reifenstapel rutscht. Die Charakteristik der Strecke gilt als besonders anspruchvoll fürs Material, insbesondere der Motor sowie die Bremsen werden stark belastet.

Einige der geschichtsträchtigsten Manöver in der gesamten Super-GT-Geschichte geschahen im Sportsland Sugo. Beispielsweise das legendäre 3-Wide-Duell auf der Zielgeraden zwischen Juichi Wakisaka, Ryo Michigami und Daisuke Ito im Jahr 2007. Oder aber auch das Foto-Finish zwischen Koudai Tsukakoshi und Takashi Kogure in der Debüt-Saison des Honda HSV-010 GT 2010, als Tsukakoshi auf den letzten Metern noch an Kogure vorbeizog. Mit einem Abstand von 0,025 Sekunden war dies auch gleichzeitig das engste Super-GT-Finish aller Zeiten.

Im folgendem, als Streckenvorstellung, noch eine Onboard-Runde mit Daisuke Nakajima im Honda CR-Z GT, der just auf dieser Strecke im vergangenen Jahr in der Super GT sein GT300-Debüt feierte:

 

GT500

Super GT Fuji 2013 Zent Cerumo SC430Einen echten Favoriten auf den Rennsieg auszumachen ist schwierig, zumal die vorausgesagten, unterschiedlichen Witterungsbedingungen das gesamte Klassement auf den Kopf stellen können. Sollte es regnen, würden insbesondere die Yokohama-, Dunlop- aber auch Michelin-bereiften Wagen im Vorteil sein. Darunter würde unter anderem auch Michel Krumm / Hironobu Yasuda (D’station Advan GT-R) fallen, die mit den Pneus von Yokohama unterwegs sind. Selbst bei trockenen Bedingungen ist die Favoritenrolle allerdings nur schwer zu vergeben. Ein Blick in die Geschichtsbücher verrät, dass Toyota / Lexus mit neun Siegen in den vergangenen 19 Sugo-Rennen die erfolgreichste Marke ist. Die meisten Erfolge führen allerdings auf den Toyota Supra zurück. Seit der Einführung des Lexus SC430 im Jahr 2006 war man lediglich zweimal, darunter im vergangenen Jahr der Eneos Sustina SC430, siegreich. Grund hierfür dürfte die Streckencharakteristik sein, die mit ihren mittelschnellen sowie schnellen Kurven nicht ganz dem Wagen von Toyotas Luxusmarke entgegen kommt. Erhöhte Aufmerksamkeit werden neben dem Vorjahressieger Eneos Sustina SC430 (Kazuya Oshima / Yuji Kunimoto) insbesondere der Zent Cerumo SC430 (Yuji Tachikawa / Kohei Hirate) erhalten. Bereits vor der Saison als wohl das stärkste Lexus-Team gehandelt, erlebte das Duo in Malaysia einen Rückschlag, als man mit guten Chancen auf den Sieg in einen Unfall verwickelt war und am Ende wieder punktlos nach Japan zurückkehrte. Mit lediglich 46kg Zusatzballast im Wagen zählt der Zent Cerumo SC430 zudem zu den leichtesten der Top-Autos. Trotz der Pleite in Malaysia befinden sich Tachikawa / Hirate mit 12 Punkte Rückstand auf die derzeitigen Tabellenführer Takuya Izawa / Takashi Kogure (Raybrig HSV-010) zudem noch in sehr guter Schlagdistanz.

Eine Podiumsplatzierung ist für die Fuji-Sieger Kazuki Nakajima / James Rossiter (Petronas Tom’s SC430) absolute Pflicht, um die Meisterschaftschancen, die man mit dem Sieg beim 500km-Rennen auf dem Fuji Speedway erlangte, noch intakt zu halten. Mit 40kg Gewichts-Handicap gelten zumindest die Chancen auf dem Papier gut, allerdings fehlte es dem Duo sowohl in Okayama wie auch Malaysia schlichtweg am berühmt berüchtigten Speed. Mit einem achten Platz zum Saisonauftakt sowie einem sechsten und letztlich zweiten Rang in Fuji respektive Malaysia lässt sich hingegen ein Aufwärtstrend des auch bereits im letzten Jahr zweistärksten Lexus-Duos Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura (Denso Kobelco SC430) feststellen. Mit gerade mal neun Punkten Rückstand auf die Tabellenführer ist man derzeit auch das bestplatzierte Lexus-Team im Klassement. Fraglich ist allerdings, ob dem Denso Kobelco SC430 der Sprung auf die Mitte des Podests in Sugo gelingt. Denn das Gewicht scheint auf der Berg- und Talfahrt eine größere Rolle als auf anderen Strecken des Kalenders zu spielen. Dass schwarze Lexus-Schaf könnten hingegen Daisuke Ito / Andrea Caldarelli (KeePer Tom’s SC430) sein, nachdem sie in Malaysia nach einer tollen Fahrt ihre Top-5-Platzierung aufgrund einer unverschuldeten Kollision mit dem Ghost-in-the-Shell-Porsche in der allerletzten Runde aufgeben mussten. Bei regnerischen Bedingungen könnte dank der Yokohama-Reifen hingegen der WedsSport Advan SC430 (Seiji Ara / Andre Couto) auf den vorderen Platzierungen auftauchen.

Super GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-RFür Nissan ist das Sportsland Sugo der Nemesis in Streckenform. Es sollte bis 2009 dauern, bis die Marke aus Yokohama zum allerersten Mal in der JGTC- / Super-GT-Geschichte auf dem rund 200km von Tokyo entfernten Kurs siegreich war. Und trotz dass die Streckencharakteristik dem GT-R mit seinen schnittigen Bremsen entgegenkommt, folgte 2011 lediglich ein weiterer Sieg. Der damalige Sieg von Masataka Yanagida / Ronnie Quintarelli leitete den Weg zur späteren Titelgewinn im gleichen Jahr für das Duo im S Road Mola GT-R ein. Auch im vergangenen Jahr initiierten sie mit dem dritten Rang in Sugo ihr Comeback in der Titelverteidigung nach einem eher schwachen Saisonstart ein. Eine Wiederholung des Erfolgs von 2011 der nun Werkspiloten im Motul Autech GT-R wäre nötig, um den suboptimalen Saisonstart (22 Punkte Rückstand auf Izawa / Kogure) wettzumachen. Andernfalls würde die Chance auf den Titelhattrick in weite Ferne rücken. Mit 26kg Gewichts-Handicap gehört der rote Motul Autech GT-R zudem zu den leichtesten Fahrzeugen im Feld. Eine Podiumsplatzierung haben auch Satoshi Motoyama / Yuhi Sekiguchi (Reito Mola GT-R) dringend nötig. In wie fern die Mola-Truppe trotz der lediglich 16-Zusatzkilos eine Rolle spielen wird, ist allerdings schwer zu prognostizieren. In Malaysia war jedenfalls ein Aufwärtstrend zu erkennen. Zwei vermeidbare Kollisionen von Yuhi Sekiguchi zerstörten allerdings eine mögliche Top-5-Platzierung. Durch das Pech des KeePer Tom’s SC430 in der allerletzten Runde reichte es am Ende allerdings immerhin noch zu einem ordentlichen sechsten Rang. Die Sepang-Sieger Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R) werden es am Wochenende mit 62kg Zusatzballast hingegen schwer haben. Mit Tabellenrang Zwei heißt die Devise für die Impul-Truppe so viele Punkte wie möglich zum Saisonhighlight, dem Pokka Sapporo 1000km in Suzuka nächsten Monat, mitzunehmen. Wie bereits erwähnt wird das Duo Michael Krumm / Hironobu Yasuda (D’station Advan GT-R) hingegen auf ein verregnetes Rennen hoffen müssen, um den Vorteil der Yokohama-Regenreifen auszuspielen.Super GT Malaysia 2013 Raybrig HSV-010

Ein ähnliches schweres Los wie Matsuda / de Oliveira werden auch Takuya Izawa / Takashi Kogure (Raybrig HSV-010) haben. Zwar beträgt der Abstand des Duos auf die Fahrer des Calsonic-Nissan geraden mal vier Pünktchen, mit 70kg Gewichts-Handicap sollte eine Podestplatzierung am Sonntag aus eigener Kraft allerdings nur schwer zu erreichen sein. Die Hauptfavoriten im Honda-Lager sind somit der Keihin HSV-010 (Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi) sowie der Weider Modulo HSV-010 (Naoki Yamaoto / Frédéric Makowiecki). Erstere gewannen im Debütjahr des HSV-010 GT 2010 und errangen heuer den Silberrang in Okayama. Letztere warfen den aussichtsreichen Sieg beim letzten Rennen in Malaysia beim Boxenstopp weg, als der Motor nicht mehr ansprang. Unklar ist, ob Weider Modulo Dome Racing ihren Wagen mit dem am vergangenen Wochenende bei den offiziellen Testfahrten in Suzuka (mehr zu den Testfahrten in der Vorschau zum Pokka Sapporo 1000km nächsten Monat) erprobten, seitlichen Auspuff ausstatten wird. Nahezu alle Honda-Boliden sind mit unterschiedlichen Auspuffausstattungen unterwegs. Bislang setzte man beim Weider Modulo HSV-010 auf die hintere Konfiguration am Heck. Neu, wenn auch bislang nur auf den Top-Autos montiert, sind außerdem die erstmals bei den Tests in Suzuka eingesetzten, aerodynamischeren Außenspiegel, die Nissan und Lexus bereits seit dem vergangenen Jahr nutzen. Sollte es regnen, könnte der Epson HSV-010 (Ryo Michigami / Daisuke Nakajima) dank der guten Regenreifen von Dunlop für eine Überraschung sorgen.

GT300

Super GT Fuji 2013 Mugen CR-ZDie Suche nach den Favoriten gestaltet sich in der GT300 sogar noch schwieriger als in der GT500. Vielmehr müsste die Frage lauten: Wie schnell werden die JAF-GT300-Autos (Mugen CR-Z GT, ARTA CR-Z GT, Panasonic apr Prius GT sowie der Subaru BRZ R&D Sport) sein. Nach der Dominanz der „Hybrid-Gang“ in den vergangenen zwei Rennen, hat die GTA eingeschritten und die Air Restrictors aller vier genannten Boliden verkleinert. In wie fern dies die Performance der Fahrzeuge verändert, wird sich am Wochenende herausstellen. Das Eingreifen könnte allerdings für eine bessere Chancen-Gleichheit sorgen, nachdem insbesondere die beiden Honda CR-Z im vergangenen Rennen in einer eigenen Liga fuhren. Aufgrund der Streckencharakteristik sollten die Hybrid-Boliden aber auch auf der Berg- und Talfahrt des Sportsland Sugo im Vorteil sein – sofern die Defekthexe nicht wieder zuschlägt. Besonders anfällig scheint hierbei der Panasonic apr Prius GT (Morio Nitta / Koki Saga) zu sein, nachdem der Wagen ohne Vortrieb bereits relativ früh in Okayama wie auch Sepang ausfiel. Mit 40kg hat der Toyota Prius allerdings die gleiche Menge an Zusatzgewicht wie der ARTA CR-Z GT (Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi) an Bord. Das direkte Duell zwischen den Gewinnern der letzten beiden Rennen sollte somit sehr interessant werden.

Im Nachteil könnte hingegen der dritte, bislang sieglose aber mit zwei zweiten Plätzen in Folge auf Tabellenrang Zwei in der Meisterschaft liegende Mugen CR-Z GT (Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama) sein. Mit lediglich zwei Punkten Rückstand auf die Tabellenführer Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainder Dixcel SLS) schleppen sie ganze 68kg Zusatzballast mit sich herum, die sich trotz Hybrid-Power als Nachteil auswirken sollten. Nach zwei Pole-Positions in den ersten beiden Rennen fehlte es dem Subaru BRZ R&D Sport (Tetsuya Yamano / Kota Sasaki) am entscheidenden Schritt in den eigentlichen Rennen. In Malaysia hätte das Duo beinahe den Bronzerang erreicht, wurde aber am Ende, auch bedingt durch einen Dreher, noch auf den vierten Platz verdrängt. Die flüssige Berg- und Talfahrt von Sugo liegt dem wendigen Subaru BRZ, weshalb man den Wagen, trotz der leichten Einbremsung durch den kleineren Air Restrictor, auch im Rennen aufSuper GT Sugo 2012 S Road NDDP GT-R der Rechnung haben sollte.

Zuwachs gibt es bei den GT3-Maschinen. Ursprünglich setzte apr als Zweitwagen einen Audi R8 LMS ultra ein. Wohl auch aufgrund der ungünstigen FIA-Balance-of-Performance-Einstufung des Wagens (die GT3-Boliden werden in der Super GT auf Basis der FIA-BoP eingestuft. Ist keine vorhanden, stuft die GTA nach eigenem Ermessen ein), erwarb das Team den Nissan Nismo GT-R GT3 von Bonds Racing, die bereits in Malaysia nicht mehr teilnahmen und aller Wahrscheinlichkeit auch den Rest der Saison aussetzen werden. Zur Erinnerung: Bonds Racing ist das ehemalige Team Kraft, die Anfang des Jahres aus finanziellen Gründen aus der GT500 in die GT300-Klasse wechselten. Mit dem Auto kommt gleichzeitig auch der Hauptsponsor „OGT!“, womit der Wagen offiziell Iwasaki OGT Racing GT-R heißt. Die Fahrerpaarung setzt sich aus dem Yuki Iwasaki, der auch bereits den Iwasaki apr R8 LMS pilotierte, sowie dem Igor Sushko zusammen. Letzterer saß bereits bei Bonds Racing am Steuer des Nissan Nismo GT-R GT3, ersetzte aber bereits in Malaysia den ursprünglich zweiten Fahrer des Iwasaki apr R8 LMS, Fairuz Fauzy. Dass Interessante am Chassis-Wechsel und Sponsoring ist das verbaute ADAS-System. Seit 2012 von „OGT!“ und Freescale entwickelt, zeichnet ADAS Daten wie die Fahrzeuggeschwindigkeit, Drehzahl oder den Lenkwinkel auf. Zusätzlich sammelt ADAS Daten über den Puls und die Anstrengung des Fahrers wie beispielsweise die nötige Muskelkraft oder gar wie stark er schwitzt. Zudem sind zwei kleine 360°-Kameras auf beiden Seiten des Fahrzeuges montiert. Die gesammelten Daten werden für Forschungszwecke für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sowie der Medizin verwendet. Das ganze System besitzt ein Totalgewicht von 8kg. Des Weiteren verkündete apr, dass man beim 1000-km-Rennen in Suzuka Kenji Kobayashi als dritten Fahrer einsetzen wird.

Im letzten Jahr gewann in Sugo erstmals der S Road NDDP GT-R. Mit viel Pech sowie lediglich einem zehnten Platz lief es für die neue Fahrerpaarung Kazuki Hoshino / Daiki Sasaki in dieser Saison hingegen noch nicht sonderlich gut. Da 2012 in Sugo aber insbesondere die Autos mit dem geringsten Zusatzballast im Vorteil waren, und die Strecke dem Wagen eigentlich liegen sollte, könnte das Wochenende zu einer Art Befreiungsschlag für Nissans Nachwuchsteam werden. Ähnliches gilt für die Porsche-Fraktion, insbesondere die Titelverteidiger Kyosuke Mineo / Naoki Yokomizo (Endless Taisan 911), die lediglich ein mageres Püntkchen aus den ersten drei Rennen nahmen. Ähnlich NDDP Racing kam zum nicht ganz überzeugenden Speed auch noch viel Pech bei der Taisan-Mannschaft hinzu. Mit gerade mal zwei Zählern in der Meisterschaftswertung lief es für die Vize-Champions Masami Kageyama / Tomonobu Fujii im Hankook Porsche nicht viel besser.

Super GT Okayama 2013 Gainer Dixcel SLSTrotz dass der flüssige Streckenverlauf dem Mercedes-Benz SLS GT3 sehr zu Gute kommt, sollte es für die aktuellen Tabellenführer Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS) mit ihren 72kg Zusatzballast schwierig werden, den dritten Rang vom vergangenen Rennen zu wiederholen. Stattdessen könnten die anderen Silberpfeile, etwa das Schwesterauto Gainer Rn-Sports Dixcel SLS (Tetsuya Tanaka / Masayuki Ueda) oder aber der Greentec SLS AMG GT3 (Hisashi Wada / Masaki Jyonai) sowie der Okinawa-IMP SLS (Hironori Takeuchi / Takeshi Tsuchiya) in die vorderen Positionen rasen. Ebenfalls schnell sollten erneut der MonePa Lamborghini GT3 (Manabu Orido / Takayuki Aoki) sowie der La Seine Lamborghini GT3 (Hideki Yamauchi / Hiroki Yoshimoto) sein. Letzterer warf in Sepang aufgrund eines nicht festgezogenen Reifens nach dem Boxenstopp ein gutes Punkteergebnis weg. Selbstredend gehört zu den Autos, die man immer auf der Rechnung für die vorderen Positionen haben muss, auch der GSR Hatsunemiku BMW (Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka). Nicht in Sugo am Start ist der Mach GoGoGo Syaken Ferrari 458 GT3 (Tetsuji Tamanaka / Junichiro Yamashita). Team Mach hatte sich aufgrund der chancenlosen FIA-BoP-Einstufung des Ferrari 458 GT3 dazu entschlossen, den vierten Saisonlauf auszulassen und ab Suzuka ebenfalls einen Nissan Nismo GT-R GT3 einzusetzen. Gerüchten zufolge wird Team Mach mit weißen Ferrari im „Speed-Racer-Design“ jedoch beim Saisonstart der Asia Le Mans Series in Inje, Südkorea Anfang August antreten.

TV-Zeiten Sugo

An der derzeitigen TV-Situation hat sich wenig überraschend nichts geändert. Wer das vierte Saisonrennen der Super GT sehen möchte, muss erneut auf die mehr oder weniger beliebte Graualternative im Internet zurückgreifen. Der japanische TV-Sender J Sports 3 überträgt am Samstag ab 6:50 Uhr deutscher Zeit die Qualifikation live. Am Sonntag beginnt J Sports 4 die Übertragung ab 6:30 Uhr. Der Start zum 300-km-Rennen erfolgt eine halbe Stunde später um 7:00 Uhr deutscher Zeit.

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August 05 2012

17:24

Super GT: Durststrecke beendet – Lexus siegt in Sugo

Es waren Freudetränen, die Kazuya Oshima kurz nach dem Rennen über die Wangen liefen: Zusammen mit seinem Teamkollegen Daisuke Ito beendete er nicht nur seit 2006 Lexus’ Durststrecke im Sportsland Sugo, sondern gewann auch das erste Rennen seit acht Jahren für Team LeMans Eneos. In der GT300 feierte Nissans Nachwuchs-Team NDDP Racing mit ihrem GT-R GT3 ihren ersten Saisonsieg.

Vor dem Rennen äußerte sich Maasaki Bandoh auf einer Pressekonferenz zum aktuellen Stand der Super-GT-DTM-Kooperation. Der GTA-Präsident bestätigte dabei die Aussagen Hans-Werner Aufrechts gegenüber Motorsport-Total, ohne aber, im Gegensatz zu Herrn Aufrecht, die Verhandlungen als nahezu abgeschlossen zu bezeichnen. Stattdessen betonte er erneut, dass man sich ein japanisches Chassis für die hiesigen GT500-Maschinen wünscht. Zum Thema Honda, die nach Angaben von Herrn Aufrecht mit ihrem neuen Mittelmotor-NSX ab 2014 eine Karenzzeit von drei Jahren erhalten und per BoP eingestuft werden sollen, geschweige zur weiterhin noch sehr strittigen Motorenfrage, äußerte sich Bandoh hingegen nicht.

Stattdessen betonte er erneut, dass die Kooperation mit der DTM in erster Linie der Senkung der hohen GT500-Kosten dienen soll, indem man beispielsweise Einheitsteile übernimmt. Positiver Nebeneffekt wäre natürlich ein etwaiges, größeres Starterfeld, wenn die drei deutschen Hersteller, wobei hier insbesondere BMW zu erwähnen ist, in der Super GT an den Start gehen würden. Wie bereits schon häufiger erwähnt, würde der Kauf des deutschen Einheits-Chassis – was natürlich im Sinn der ITR läge – die verzwickte Produktionskette, in der viele hiesige Hersteller eingebunden sind, sprengen, was nie dem Sinne der GTA entsprach. Stattdessen soll, so Bandoh auf einer Pressekonferenz im Mai in Fuji, die Identität der Super GT beibehalten und die japanische Ingenieurskunst weiter gefördert werden. Dass es eine Kooperation zwischen Super GT und DTM geben wird, ist prinzipiell eine beschlossene Sache. Letztlich bleibt aber weiterhin die Frage im Raum, in welchem Umfang sie geschehen wird. Im Zuge dessen bestätigte der GTA-Präsident außerdem, dass insbesondere Nissan Interesse an einem DTM-Einsatz bekundete.

Deutlich konkreter (und schneller) verlaufen hingegen die Gespräche mit dem ACO. Hierbei geht es um die Starterlaubnis von JAF-GT300-Boliden in der GTC- bzw. GTE-Klasse in der Asia Le Mans Series. Ein gemeinsames Statement von GTA und ACO soll am 19. August im Rahmen des 1000-km-Rennens in Suzuka getroffen werden. Die GTA erhofft sich dadurch eine erhöhte Anzahl an GT300-Fahrzeugen, die dem JAF-Reglement entsprechen. Hierfür wird ein „mother chassis“ gebaut, was dem Prinzip der Japanese Formula 4 nicht ganz unähnlich ist und bereits 2013 zum Einsatz kommen soll. Anstatt sich einen GT3 zu kaufen, können interessierte Teams entweder einen vollwertigen Wagen erwerben, oder einzelne Teile wie beispielsweise das Getriebe von anderen Herstellern übernehmen, und haben dennoch den Freiraum, ihre Ingeneure am Wagen entwickeln zu lassen. Das „mother chassis“, so die offizielle Bezeichnung, soll sowohl für Front- und Heckantriebler aber auch Wagen mit Mittelmotoren angeboten werden. Der Toyota GT86, der noch bis Dezember sein (Test)-Debüt auf der Rennstrecke feiern soll, wird bereits auf dem „mother chassis“ basieren. Sollte der ACO die JAF-GT300-Wagen in der Asia Le Mans Series zulassen, so könnten Teams neben der Super GT auch an dieser Serie teilnehmen und hätten damit eine weitere Einsatzmöglichkeit für ihre Autos, womit man sich Interesse weiterer Teams aus dem asiatischen Raum erhofft.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die GTA zwar über die schiere Flut an GT3-Maschinen in der GT300 glücklich ist, dennoch mangelt es der Klasse an reinen, japanischen Autos. Das Problem: Derzeit ist es zu schwer und zu teuer, einen Wagen nach JAF-GT300-Reglement zu bauen, zudem scheinen die Autos den GT3s unterlegen zu sein. Vom Subaru BRZ existiert derzeit beispielsweise lediglich ein einziges Exemplar (die GTA würde einen zweiten BRZ aber nur zu gerne begrüßen); zusammen mit dem Toyota Prius und dem Honda CR-Z sind gerade einmal drei reine JAF-GT300-Boliden in der Klasse unterwegs. Der Evangelion Shiden oder Arta Garaiya sind Exoten, die auf dem alten Reglement basieren und selbstredend einzigartig sind. Das (günstige) Konzept könnte aufgehen, vor allem auch im Hinblick auf nicht hiesige Teams. Eine Kooperation mit der Asia Le Mans Series könnte besonders im letzteren Fall ein entscheidendes Kriterium für einige Teams sein, die beispielsweise in der Asia GT unterwegs sind und so auf die GT300 respektive einen JAF-GT300-Wagen umzusatteln könnten. In wie fern die Kooperation dem ACO sowie dem Startfeld in den GT-Klassen der Asia Le Mans Series helfen würde, steht natürlich in den Sternen. Überhaupt ist noch nicht einmal bekannt, ob und in welchem Umfang die Asia Le Mans Series starten wird. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass das Asien-Abenteuer des ACO scheitern würde…

Das „mother chassis“ sowie die Zukunft der GT300 ist ein spannendes Thema, welches allerdings den Rahmen unserer Vor- und Rennberichte sprengen würde, weshalb wir das Ganze im Winter noch mal aufgreifen werden.

 

GT500

Dass Lexus ein großer Favorit auf den Rennsieg vom vergangenen Sonntag in Sugo werden würde, zeichnete sich bereits im ersten Freien Training ab, als das Duo Ito und Oshima im Eneos SC430 die Tagesbestzeit fuhren. Davon auszugehen war allerdings nicht, letztlich gilt Sugo als Paradestrecke für den in den Kurven deutlich schnelleren Honda HSV-010. Auch Nissans GT-R wird mit seinen schnittigeren Bremsen ein größerer Vorteil auf Strecken wie Sugo zugesprochen. Zudem gewann Lexus seit 2006 kein Rennen auf der Strecke nahe der Stadt Sendai. Nach dem Überraschungssieg zum Saisonauftakt in Okayama, dessen technisch anspruchsvoller Kurs dem von Sugo nicht unähnlich ist, musste man allerdings mit Lexus rechnen – und so kam es auch. Nach der Bestzeit im Freien Training fuhren Oshima und Ito in der Qualifikation auch auf Pole Position. Dahinter positionierten sich zwar der Motul Autech GT-R (Satoshi Motoyama / Michael Krumm) sowie der Calsonic Impul GT-R (Joao Paulo de Oliveira / Tsugio Matsuda), dahinter reihte sich allerdings eine ganze Lexus-Armada auf. Erst von Startplatz 8 fuhr mit dem Keihin HSV-010 (Toshihiro Kaneishi / Koudai Tsukakoshi) der erste Honda los.

Der Start verlief chaotisch. Joao Paulo de Oliveira erwischte einen wahren Raketenstart und katapultierte sich sofort rechts an Daisuke Ito im Eneos Sustina SC430 vorbei, während Satoshi Motoyama von links ebenfalls einen Angriff wagte. JP de Oliveira verschätzt sich bei seinem Angriff allerdings und erwischte beim einlenken kurz vor der ersten Kurve mit seinem Heck den vorderen, rechten Teil des Eneos SC430. Dadurch verlor der Brasilianer die Kontrolle über seinen Calsonic Impul GT-R und schoss wie eine Pinball-Kugel auf seinen Markenkollegen Motoyama zu. Das Ergebnis: Beide Fahrzeuge krachten in den Reifenstapel, während am Eneos SC430 vorne rechts ein kleines Teil flatterte, was sich nach ein paar Runden aber von alleine löste und auch keine Behinderung oder dergleichen darstellte. Für den Calsonic Impul GT-R war das Rennen sofort beendet, während Motoyama noch versuchte seinen Motul Autech GT-R humpelnd zur Box zurückzubringen, nach einer Kurve aber sichtlich frustriert abstellte. Für ihn war es das erste Rennen nach den 24 Stunden von Le Mans, wo er als tragischer Held noch versuchte, unter Anweisungen eines Mechanikers, den Delta Wing im Strecken-Aus zu reparieren, nachdem Kazuki Nakajima ihn bei einem Überrundungsversuch unglücklich übersah und in die Streckenbegrenzung schickte.

Der Startunfall sorgte dafür, dass zwei aussichtsreiche Siegkandidaten vorzeitig ausschieden, was ein wenig Spannung aus dem Rennen nahm. Für Lexus war der Weg zum ersten Sieg seit 2006 in Sugo somit frei. Die Frage war lediglich: Welcher Wagen wird es schaffen? Für kurze Zeit wirkte es so, als ob die Titelverteidiger Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida im S Road Mola GT-R ebenfalls ein Wörtchen um den Sieg mitreden konnten, insbesondere als Quintarelli in der 22. Runde in einem ansehnlichen Manöver am Petronas Tom’s SC430 sowie dem KeePer Kraft SC430 gleichzeitig auf der Zielgeraden vorbeizog. Der Italiener nutzte dabei geschickt den dichten GT300-Überrundungsverkehr aus, als Loic Duval und Andrea Caldarelli hinter Daisuke Nakajima im Mugen CR-Z GT zögerten. Überhaupt stellte das Durchkommen durch den Überrundungsverkehr ein entscheidendes Schlüsselelement dar. So dauerte es keine fünf Runden, bis die Führungsspitze die ersten GT300-Boliden überrundete; nach neun Runden schob man sich an den führenden Fahrzeugen in der Klasse vorbei. Daisuke Ito im Eneos Sustina SC430 setzte den Verkehr zu seinem Vorteil ein, um ein paar Sekunden Vorsprung auf seine Konkurrenten herauszufahren. Zum Ende seines Stints machte sich der aggressivere Fahrstil allerdings bemerkbar, als Quintarelli mit großen Schritten auf ihn aufholte und ihm nach wenigen Runden letztlich am Heck klebte. Zum gleichen Zeitpunkt erhöhte auch Loic Duval die Pace. Der Franzose profitierte dabei vom Zweikampf der beiden Führenden. Zwar wirkte Quintarelli in den Kurven ein wenig schneller, Daisuke Ito konnte aber die Power seines Motors von der langgezogenen 110R auf die Start-/Zielgeraden ausnutzen und den Nissan in Schach halten.

Just als Ito in Runde 38 in die Box ging, griff Duval mit mehr Schwung aus der 110R-Kurve kommend nach dem S Road Mola GT-R. Quintarelli verteidigte innen, doch Duval zog mit einem beeindruckenden und sehr mutigen, starken Überholmanöver außen in Kurve 1 am Titelverteidiger vorbei. Duval konnte sich zwar gleich zwei Wagenlängen von Ronnie Quintarelli absetzen, der Überrundungsverkehr ließ den Nissan-Piloten aber wieder herankommen. In Runde 40 kamen beide Fahrer in die Box, wechselten alle vier Reifen, tankten auf und übergaben das Cockpit an ihre Teamkollegen. Die Tom’s-Crew war dabei ein wenig schneller als die Truppe von Mola, weshalb Kazuki Nakajima sogar wenige Meter vor Kazuya Oshima, der zwei Runden zuvor den Eneos Sustina SC430 übernahm, auf die Strecke zurückkam. Der Ex-F1-Fahrer hatte mit seinen kalten Reifen gegen seinen Markenkollegen selbstredend natürlich keine Chance und musste diesen nach zwei Kurven wieder passieren lassen. Während Oshima kontrolliert und nach eigener Aussage Reifen-schonend einige Sekunden Vorsprung auf den Petronas Tom’s SC430 herausfuhr, entbrannte um Position 4 ein Zweikampf zwischen dem Zent Cerumo SC430 (Yuji Tachikawa / Koudai Tsukakoshi) sowie dem Denso Kobelco SC430 (Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura), welches Wakisaka mit zwei Sekunden Vorsprung für sich entschied. Beide Fahrzeuge gewannen jeweils die ersten beiden Läufe und waren dementsprechend mit 76kg sowie 60kg Zusatzgewicht, zusammen mit dem Raybrig HSV-010 (70kg), die schwersten Boliden im Feld.

Bis zu den letzten Runden blieb es an der Spitze ruhig. Spannend wurde es hingegen wenige Runden vor Schluss, als Kazuki Nakajima mit großen Schritten auf Kazuya Oshima aufholte. Es scheint, als habe der Tom’s-Fahrer seine Bridgestone-Pneus deutlich besser eingeteilt. Sechs Runden vor Schluss betrug der Abstand zwischen beiden Lexus-Fahrern nur noch knappe 1,3 Sekunden. Weitere drei Runden später klebte Nakajima förmlich am Heck des Eneos Sustina SC430. Erinnerungen an die letzten Runden zum Saisonstart in Okayama wurden wach, als sich der Zent Cerumo SC430 mit dem Raybrig HSV-010 bekriegte und die Führung sich mehrmals wechselte. Oshima nutzte den dichten Überrundungsverkehr aber perfekt aus, um Nakajima an den etwaigen Überholstellen keinen Vorteil zu verschaffen. In einem spektakulären Schlusssport rettete er den Eneos Sustina SC430 mit gerade einmal 0,626 Sekunden Vorsprung vor Kazuki Nakajima im Petronas Tom’s SC430 über die Ziellinie – das erste Podium des Teams seit 2010! Dritter wurde der S Road Mola GT-R mit Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida, die damit einen Sechsfach-Erfolg von Lexus verhinderten. Auf den Plätzen 4-6 kamen nämlich der Denso Kobelco SC430 (Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura) sowie der Zent Cerumo SC430 (Yuji Tachikawa / Koudai Tsukakoshi) und der KeePer Kraft SC430 (Yuji Kunimoto / Andrea Caldarelli) ins Ziel. Letzterer hatte einen guten Start, verlor nach dem Überholmanöver des S Road Mola GT-R in der 22. Runde aber deutlich an Boden.

Erst auf Position 7 taucht mit dem Weider HSV-010 (Takashi Kogure / Carlo Van Dam) – den Siegern vom letzten Lauf in Malaysia – der erste Honda-Wagen mit 55 Sekunden Rückstand auf. Honda war in Sugo im Niemandsland, was sogar dazu führte, dass selbst die TV-Kameras die HSV-010s nur sehr selten im Bild hatten. Da im Sportsland Sugo die Fahrzeuge mit dem geringsten Zusatzgewicht spürbar im Vorteil waren, ging ich während dem Rennen zunächst vom zu hohen Zusatzballast der einzelnen der Hondas aus – 52kg für den Weider HSV-010, ganze 70kg für den Raybrig HSV-010 und immerhin noch 40kg für den Keihin HSV-010. Laut eigener Aussage war aber nicht der Erfolgsballast das Problem – dies habe man ohne weitere Probleme im Griff –, sondern ein ständiges Untersteuern am Scheitelpunkt der Kurven, welches man über das Wochenende partout nicht in den Griff bekam. Dieses Problem sorgte insbesondere im zweiten Sektor für einen essentiellen Geschwindigkeits-Nachteil gegenüber der Konkurrenz. Schwacher Trost: Koudai Tsukakoshi (Keihin HSV-010) fuhr mit 1:17.257 die schnellste Runde des Rennens. Ähnlich Lexus hatte auch Honda ein Update für ihren Motor am Start, das den Reibungsverlust minderte sowie den Drehmomentverlauf erhöhte. Lexus scheint auf der anderen Seite wiederum die ursprünglichere, geringere Kurvengeschwindigkeit mit ihrem Motoren-Update ausgebessert zu haben. Nach eigener Aussage wurde insbesondere das Drehmoment im niedrigen Geschwindigkeitsbereich verbessert. Auffallend war außerdem, dass Team Petronas Tom’s von 18-Zoll- auf 17-Zoll-Reifen umstieg. Wie gut letztlich Nissan war, lässt sich aufgrund des Startunfalls der zwei schnellsten Fahrzeuge der Marke nur schwer sagen. Geht es nach den Trainings sowie der Qualifikation, hätte man aber mit drei von vier Fahrzeugen um den Sieg bzw. das Podium kämpfen können.

Letztlich war es aber erneut Lexus, denen ein Überraschungssieg gelungen ist. Mit einem stark verbesserten SC430, der scheinbar auf jedem Typus von Kurs im derzeitigen Kalender flink ist, hat sich Toyotas Luxusmarke zum Titelfavoriten gemausert. In der Meisterschaft führen nach wie vor mit 44 Punkten Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) vor Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura (Denso Kobelco SC430), die 38 Zähler auf dem Konto haben und damit punktgleich mit dem Duo Takuya Izawa / Naoki Yamamoto (Raybrig HSV-010) sind. Nach dem emotionalen Sieg von Daisuke Ito und Kazuya Oshima (Eneos Sustina SC430) sind diese mit insgesamt 32 Punkten auf Rang 4 aufgestiegen, zwei Punkte vor Takashi Kogure / Carlo van Dam) im Weider HSV-010.

 

aaRennergebnis GT500 Sugo

aaFahrer-Wertung GT500

aaTeam-Wertung GT500

 

GT300

Der eigentliche Star des vergangenen Wochenendes war die GT300. Getreu dem Fan-Motto „Du  kommst wegen der GT500, bleibst aber wegen der GT300“, entbrannte bis kurz vor Schluss ein wahres Feuerwerk, das mehrere Überholmanöver und viele, packende Zweikämpfe sah. Auch in der GT300 waren insbesondere die Fahrzeuge mit dem geringsten Erfolgsballast im Vorteil, obwohl auf der Pole Position mit dem Hankook Porsche (Masami Kageyama / Tomonobu Fujii) ein alter Bekannter stand. Neben ihm in der Startaufstellung stand aber überraschend der MonePa Lamborghini GT3 (Manabu Orido / Takayuki Aoki) sowie dahinter der apr Hasepro Prius GT (Morio Nitta / Koki Saga). Die Top 5 wurden mit dem mit 66kg Zusatzgewicht belasteten Endless Taisan 911 (Kyosuke Moneo / Naoko Yokomizo) sowie dem Green Tec & Leon SLS (Hironori Takeuchi / Haruki Kurosawa) komplettiert. Ein starkes Debüt lieferte Team Mugen mit dem Honda CR-Z, dem direkten Hybrid-Gegner des Prius ab – Hideki Mutoh und Daisuke Nakajima qualifizierten den Wagen auf Startplatz 9.

Der Start verlief im Gegensatz zu dem der GT500 ruhig, auch weil aufgrund der zwei verunfallten Nissan GT-Rs in der ersten Kurve die gelbe Flagge geschwenkt wurde. Pech hingegen gleich nach dem Start für den P8 gestarteten triple a vantage GT3 (Hiroki Yoshimoto / Kazuki Hoshino): Aufgrund eines Kupplungdefekts musste Startfahrer Kazuki Hoshino den neuen Aston Martin Vantage GT3 nach nur zwei Runden wieder in der Box abstellen. Dadurch rückte der CR-Z sowie der Evangelion Apple Shiden (Kazuho Takahashi / Hiroki Katoh) um jeweils eine Position auf, wobei Katoh sich im Getümmel der ersten Runde an Hideki Mutoh vorbeischieben konnte. In den ersten Runden fuhren die Top9 der GT300 in weniger als drei Sekunden wie an der Perlenschnur hintereinander her. Morio Nitta im Toyota Prius übte dabei verstärkt Druck auf Takayuki Aoki im MonePa Lamborghini GT3 aus, konnte nach mehrmaligen Versuchen aber nicht das finale Überholmanöver setzen. In Runde 17 stach Hiroki Katoh im Evangelion Shiden etwas ungestüm im Angriff auf den JLOC Lamborghini GT3 (Kouji Yamanishi / Hideki Yamauchi) in eine nur kaum vorhandene Lücke hinein, und beförderte diesen mit einem Schlag nahe des linken Hinterrads ins Kies. Bei lediglich lokaler, gelber Flagge bargen die Streckenposten zwar den Lamborghini, nach einem etwas längeren Reparaturstopp kam der Wagen am Ende aber lediglich auf Position 19 mit 15 Runden Rückstand ins Ziel. Für den Evangelion Shiden, der für die Aktion verwarnt wurde, war das Rennen eine Runde später aufgrund eines irreparablen Schadens an der vorderen, rechten Radaufhängung beendet. Auch für ihn wäre ein Top10-Ergebnis möglich gewesen, zumal Sugo in der Vergangenheit dem Wagen immer gut lag. Bedingt durch den Zusammenstoß rückte der direkt dahinter fahrende Hideki Mutoh im Mugen CR-Z GT auf Position 7 vor, verlor wegen seines Ausweichmanövers aber einige, wenige Sekunden auf die Top6 der GT300.

Zu diesem Zeitpunkt ging abseits der Kameras der Position 6 gestartete und spätere Sieger, der S Road NDDP GT-R (Yuhi Sekiguchi / Katsumasa Chiyo), am SLS vorbei. Um Runde 20 musste Morio Nitta aufgrund eines zu hohen Reifenverschleißes im apr Hasepro Prius GT vom führenden Hankook Porsche und MonePa Lamborghini GT3 abreißen. Als erster der Spitzengruppe entschloss sich apr den Prius in der 28. Runde zum Service in die Box zu holen, wohl auch weil kurz zuvor quasi spielerisch der Endless Taisan 911 sowie der S Road NDDP GT-R an Morio Nitta vorbeizogen. Neben vier frischen Pneus und der obligatorischen Tankauffüllung übernahm auch Koki Saga das Steuer des Hybrid-Boliden. Derweil jagte Chiyo den Endless Taisan 911 mit Naoki Yokomizo am Steuer. Unter Druck des einzigen japanischen Wagens nach FIA-GT3-Reglement begann Yokomizo in der 34. Runde einen Fehler, rutschte ins Kies und verlor dadurch nicht nur den dritten Platz, sondern auch wertvolle Sekunden. In Runde 40 steuerte der MonePa Lamborghini GT3 seine Crew an, eine Runde später folgte der Hankook Porsche. Dank einer gewagten Strategie übernahm der MonePa Lamborghini GT3 allerdings die Position des Hankook Porsche, da man nur zwei Reifen wechselte, um die etwas längere Stoppzeit bedingt durch das längere Nachtanken zu kompensieren. Eine Strategie die am Ende aufging: Mit knapp einer Sekunde Abstand kam der MonePa Lamborghini GT3 vor dem Hankook Porsche auf Position 3 ins Ziel. Die letzten Runden waren hierbei besonders spannend, weil Tomonobu Fujii mit vier frischen Reifen etwas schneller als Manabu Orido im Lamborghini fuhr, der zum Ende des Rennens zudem noch mit einem kleinen Getriebeproblem zu kämpfen hatte. Eine ähnliche Strategie verfolgte auch NDDP Racing, als sie in der 42. Runde den S Road NDDP GT-R mit ebenfalls nur zwei neuen Reifen abfertigten – und so sogar noch vor dem Lamborghini sowie dem Hankook Porsche wieder auf die Strecke kamen.

Bedingt durch seinen früheren Stopp übernahm zu diesem Zeitpunkt der Toyota Prius die Führung. Drama dann in der Mugen-Box. Als in der 45. Runder der CR-Z GT zum Service kam, klemmte zunächst die Radmutter beim linken Vorderrad, anschließend sprang der Motor nicht mehr an. Zwar konnte das Team den Wagen nach zurückschieben in die Garage wieder neu anlassen, dadurch verlor man allerdings ganze drei Runden. Am Ende blieb somit nur noch der 16. Platz, anstatt einem sehr realistischen Top10-Ergebnis, übrig. Dennoch hat Hondas Hybrid-Wagen bei seinem Debüt überzeugt. Man darf hierbei auch nicht vergessen, dass sie keine drei Wochen vor dem Rennen erst den ersten Shakedown hatten. In den folgenden Runden entfachte Yuhi Sekiguchi ein wahres Feuerwerk: Mit lediglich zwei frischen Reifen holte er in großen Schritten auf dem zu diesem Zeitpunkt auf Position 2 fahrenden Green Tec & Leon SLS auf, bis er ihn schließlich im 55. Umlauf in einem hübsch anzusehenden, klassischen Ausbremsmanöver überholte. Im Hintergrund entfachte derweil ein Kampf zwischen dem GSR Hatsunemiku BMW (Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka), der ganze 62kg Zusatzballast mit sich rumschleppte, von P15 ins Rennen ging und wenige Wochen vor dem Rennen das 2012er-Z4-Update von BMW erhielt. In dem Zweikampf überholte der Endless Taisan 911 Kataoka im BMW, dieser brachte den Porsche durch eine Berührung am Heck aber leicht ins straucheln, um in einem Konter wieder vorbeizuziehen. Gegen etwas härtere Duelle hat die Rennleitung zwar nichts, für diese Aktion wurde Kataoka allerdings verwarnt. Wenig Runden später knackte der Endless Taisan 911 den BMW abseits der Kameras jedoch dann endgültig.

Vorne holte derweil mit Siebenmeilenstiefeln der S Road NDDP GT-R auf den führenden Toyota Prius auf. Acht Runden vor Schluss überholte Sekiguchi Koki Saga im Prius, der immer mehr mit den stärker abbauenden Reifen zu kämpfen hatte, was aufgrund des frühen Boxenstopps des Prius nicht weiter verwunderlich war. Während Yuhi Sekiguchi pro Runde mehrere Sekunden Vorsprung herausholte, legte Koki Saga im apr Hasepro Prius GT den Rückwärtsgang ein. Wie eine Schar von Fliegen holte die Konkurrenz in der Schlussphase Runde pro Runde auf den Hybrid-Wagen auf. Saga verteidigte sich zwar absolut ansehnlich, um zumindest noch das Podium zu retten, letztlich war es aber ein Kampf mit stumpfen Waffen. In einem Dreikampf zwischen dem Endless Taisan 911, dem GSR Hatsunemiku BMW sowie dem Gainer Dixcel R8 LMS, von dem man am Wochenende nicht viel gesehen hat, ging es für den Prius sogar noch weiter zurück. In einem packenden 3-wide-Manöver bremst Tatsuya Kataoka im Hatsunemiku BMW Z4 Koki Saga im Prius aus, verlor dabei allerdings an Schwung. Katsuyuki Hiranaka im Gainer Dixcel R8 LMS nutzte die Situation gekonnt aus und zog an beiden Fahrzeugen vorbei, nachdem bereits vor dem Angriff des BMW der Endless Taisan 911 den Prius überholte.

Am Ende gewann verdient der S Road NDDP GT-R mit 31 Sekunden vor dem Green Tec & Leon SLS, der überraschend 2. wurde. Für Nissans Nachwuchs-Team war aufgrund des sehr guten Grund-Speeds der Sieg in Sugo nach einigen Pleiten, Pech und Pannen zum Beginn der Saison längst überflüssig, während Hironori Takeuchi und Haruki Kurosawa im Green Tec & Leon SLS von ihren lediglich 12kg Erfolgsballast profitierten. Zudem baute das Team extra für den Lauf in Sugo die Klimaanlage aus – die Fahrer werden es ihnen bei 31 Grad Außentemperatur gedankt haben… – um ganze 25kg einzusparen. Mit dem dritten Platz des MonePa Lamborghini GT3 war vor dem Rennwochenende ebenfalls nicht zu rechnen, wobei auch hier der noch komplett fehlende Erfolgsballast geholfen haben sollte. Hinzu kam eine gewagte, aber funktionierte Strategie mit lediglich zwei frischen Reifen beim Boxenstopp. Dass sich Manabu Orido am Ende noch gegen den Hankook Porsche, der 4. wurde, mit leichten Getriebeproblemen wehren musste, spricht zudem noch für die fahrerische Leistung der zwei Japaner.

In der Meisterschaft führen mit 39 Punkten weiterhin Kyosuke Mineo / Naoki Yokomizo (Endless Taisan 911), vier Punkte dahinter teilen sich Nobuteru Taniguch / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW) sowie Tetsuya Tanaka / Katsuyuki Hiranaka (Gainer Dixcel R8 LMS) mit jeweils 36 Punkten die Plätze 2 und 3. Mit insgesamt 35 Punkten folgen auf Platz 4 Masami Kageyama / Tomonobu Fujii (Hankook Porsche). Nach ihrem Debüt-Sieg – für Katsumasa Chiyo war es der erste GT-Sieg überhaupt – folgen auf dem fünften Platz bereits Yuhi Sekiguchi / Katsumasa Chiyo mit insgesamt 28 Punkten.

An Spannung mangelt es in der Meisterschaft in beiden Klassen somit auf jeden Fall nicht. Als nächstes steht am 19. August das Saison-Highlight an: Das Pokka GT Summer Special, den 1000km von Suzuka. Mehr zu diesem Klassiker, der in diesem Jahr seit 2009 endlich wieder über die volle Distanz ausgetragen wird, gibt’s unserer ausführlichen Vorschau in der Woche vor dem Rennen.

 

aaRennergebnis GT300 Sugo

aaFahrer-Wertung GT300

aaTeam-Wertung GT300

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July 29 2012

04:40

Super GT: Live-Ticker Round 4 Sugo

Kein Honda oder Nissan. Stattdessen ist es der Eneos Sustina Lexus SC430, der überraschend von der GT500-Pole-Position ins heutige 300-km-Rennen auf der wunderschönen Naturrennstrecke von Sugo geht. Daisuke Ito brannte eine beeindruckende Zeit von 1:14.978 Minuten auf den Asphalt, so dass sogar der von Position 2 startende Michael Krumm (zusammen mit Satoshi Motoyama) im Motul Autech GT-R leicht überrascht sich ein grinsendes Kopfschütteln nicht verkneifen konnte. Die erste Startreihe in der GT300 bildet der favorisierte Hankook Porsche zusammen mit dem Underdog der Qualifikation, dem MonePa Lamborghini GT3. Der Toyota Prius startet erstmals von 3; Hideki Mutoh und Daisuke Nakajima stellten beim Debüt den Honda CR-Z auf eine starke neunte Startposition. Wie üblich bieten wir auch zum vierten Saisonlauf der Super GT unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker an.


Der Live-Ticker aktualisiert sich alle 60 Sekunden automatisch und zeigt die letzten 45 Tweets an. Da das Plugin leider keine automatische Archiv-Funktion besitzt, werde ich nach dem Rennen alle Tweets manuell in diesen Beitrag einfügen, so dass alle Interessierten auch im Nachhinein noch Zugriff auf den Live-Ticker zum nachlesen haben. Die komplette Startaufstellung ista hier ersichtlich; der Rennstart erfolgt um 7 Uhr deutscher Zeit.

+++ Update: 9:30 Uhr — Der Live-Ticker ist nun zum nachlesen archiviert! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! +++

Racingblog: Damit bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit und wünsche einen schönen Sonntag! Das nächste SGT-Rennen ist am 19. August, 1000km von Suzuka
3 minutes ago

Racingblog: … den Startunfall aber zwei mögliche Siegesanwärter und damit eventuell etwas an Spannung. Enttäuscht hat Sugo erneut aber wieder nicht.
5 minutes ago

Racingblog: Wir haben ein spannendes, vor allem action-reiches Rennen in der GT300 gesehen. GT500 war spannend zur Mitte und Schluss, verlor durch…
6 minutes ago

Racingblog: Da ich ausnahmsweise das Twitter-Limit pro Stunde erreicht habe, kurz ein paar Zeilen zum #SuperGT Rennen über den normalen Account.

RacingblogLive: Der Sieg des NDDP Nissan in der GT300 ist sehr erfreulich, auch wenn es ein japanischer GT3 ist, dafür aber auch der einzige.
39 seconds ago

RacingblogLive: Oshima lässt die Freudentränen fließen. Zurecht.
23 seconds ago

RacingblogLive: Honda ging komplett unter, obwohl die Strecke dem Wagen hätte liegen müssen, selbst mit Gewicht. Das wird für Stirnfalten bis Suzuka sorgen.

RacingblogLive: Honda ging komplett unter, obwohl die Strecke dem Wagen hätte liegen müssen, selbst mit Gewicht. Das wird für Stirnfalten bis Suzuka sorgen.
10 seconds ago

RacingblogLive: Für Nissan und insbesondere die Titelverteidiger wäre es zwar ein Pflichtsieg gewesen, P3 ist aber eine gute Schadensbegrenzung.
in 4 seconds

RacingblogLive: Für Lexus ist es außerdem der erste Sieg seit 2006 in Sugo!
29 seconds ago

RacingblogLive: Die Sensation ist somit perfekt: Lexus gewinnt das dritte von vier Rennen. Und erneut auf einer für den Wagen untypischen Strecke.
8 seconds ago

RacingblogLive: GT300 Top 5: NDDP GT-R, SLS, MonePa Lambo, Hankook, Endless Taisan 911.
28 seconds ago

RacingblogLive: Eneos, Petronas, S Road GT-R, Denso, Zent SC430 (GT500 Top 5).
11 seconds ago

RacingblogLive: 4 Lexus in den Top 5.
31 seconds ago

RacingblogLive: Noch mal ein super Finale.
49 seconds ago

RacingblogLive: 110R, Oshima bleibt vorne und GEWINNT!!!!
0 seconds ago

RacingblogLive: Wie kommen beide durch den Verkehr? Vorteil Oshima.
15 seconds ago

RacingblogLive: Letzte Runde, Nakajima an Oshima dran!!!
27 seconds ago

RacingblogLive: SCHÖNES 3-WIDE MANÖVER!! Kataoka bremst den Prius etwas aus, überholt ihn, verliert die Position aber an den Gainer R8, der 2 Plätze gut.
40 seconds ago

RacingblogLive: Wir bleiben in der GT300: Der Prius ist mittlerweile auf P6 und gerät nun in Bedrängnis des Hatsunemiku Z4 und des Gainer R8. Dreikampf!
42 seconds ago

RacingblogLive: Kurzer Blick in die GT300: Der NDDP GT-R hat nun knapp 25 Sekunden Vorsprung auf den SLS. Wahnsinn.
35 seconds ago

RacingblogLive: Oshima will sich den Sieg nicht nehmen lassen: Er vergrößert den Vorsprung auf nun knapp 2 Sekunden.
30 seconds ago

RacingblogLive: Schlüsselfaktor Verkehr. Man kann es nicht oft genug sagen.
35 seconds ago

RacingblogLive: Nakajima hat in der letzten Runde eben gut 0,5 Sekunden auf Oshima verloren, weil er schlechter durch den Verkehr kam.
50 seconds ago

RacingblogLive: Nakajima hat Oshima knapp eine Sekunde abgenommen, noch 1,3 Sekunden. 6 Runden noch zu fahren.
15 seconds ago

RacingblogLive: Die japanischen Kommentatoren scherzen gerade um den GT300-Kampf ab P7-P9, weil 3 dt. Sportwagen dort kämpfen (Porsche, BMW, Audi).
52 seconds ago

RacingblogLive: Für Nakajima / Duval wäre es übrigens das erste Podium der Saison, Ito / Oshima wurden in Sepang 3ter.
1 minute ago

RacingblogLive: Nakajima ist nun knapp 2,5 Sekunden hinter Oshima. Ob sich beide Lexus-Wagen noch mal kurz vor Schluss bekriegen werden?
1 second ago

RacingblogLive: JETZT! Jetzt hat Orido Koki Saga überholt. 8 Runden vor Schluss.
23 seconds ago

RacingblogLive: Eneos und Tom’s SC430 sprengen das GT300-Duell um P3 leicht, aber alles geht gut.
13 seconds ago

RacingblogLive: L71: Starkes Duell zwischen dem Prius und dem MonePa Lambo. Koki Saga macht sich seeehr breit, um P3 zu halten.
33 seconds ago

RacingblogLive: Heeey, wir haben einen Honda-Kampf um P7 für ein paar Sekunden im Bild gehabt. Der Weider macht Druck auf den Raybrig.
17 seconds ago

RacingblogLive: L70: Kampf um P7 zwischen dem Hatsunemiku BMW und dem Endless Taisan 911. Kataoka verteidigt sich mit allen Mitteln.
14 seconds ago

RacingblogLive: Pardon, 12 Runden…
3 seconds ago

RacingblogLive: Es wäre demnach auch nicht weiter verwunderlich, wenn es für Koki Saga sogar noch auf P4 oder P5 gehen würde. Noch 20 Runden.
34 seconds ago

RacingblogLive: Überraschend kommt das nicht, schließlich kam der Prius bereits in Runde 31 zum Stopp, der SLS hat deutlich frischere Reifen.
21 seconds ago

RacingblogLive: Starkes Manöver des SLS in Turn 1, schiebt sich auf P2 vor.
in 1 second

RacingblogLive: L67: Der Prius erät nun auch in Bedrängnis des SLS.
23 seconds ago

RacingblogLive: L65: Dreher des BRZ. Kommt im Kampf mit dem Hatsunemiku Z4 leicht in den Dreck und verliert das Heck. Fährt aber wieder.
in 7 seconds

RacingblogLive: Und da geht er auch schon vorbei, musste nicht mal bis zu T1 warten. Könnte das heute der längst überfällige Sieg des NDDP GT-R werden?
25 seconds ago

RacingblogLive: L62: Der NDDP GT-R ist nun am Prius dran. Ich bezweifel, dass sich Saga lange gegen Sekiguchi wehren wird können.
in 4 seconds

RacingblogLive: L60: Tachikawa im Zent SC430 macht nun Druck auf Wakisaka im SC430, kann zu diesem Zeitpunkt etwas schneller. Es geht um P4.
29 seconds ago

RacingblogLive: Und noch eine Korrektur, Jessas Maria: Der Raybrig ist auf P7, nicht auf P10. Da waren die Finger schneller als die Gedanken…
12 seconds ago

RacingblogLive: L59: Der NDDP Nissan GT-R GT3 holt langsam auf den Prius auf.
40 seconds ago

RacingblogLive: Ich muss mich korrigieren: Der erste HSV-010 ist der Raybrig HSV-010 auf P10, mit knapp 50 Sekunden Rückstand.
23 seconds ago

RacingblogLive: L56: Kampf zwischen dem Hatsunemiku Z4 und dem Endless 911. Letzterer geht zwar vorbei, der Z4 berührt ihn in T1 aber und kontert damit.
1 second ago

RacingblogLive: Wo sind eigentlich die Hondas in der GT500? Der erste findet (Keihin HSV-010) findet sich erst auf P7 (!) wieder. Katastrophenrennen.
32 seconds ago

RacingblogLive: Kampf um P6 in der GT300: Subaru BRZ gegen den ARTA Garaiya. Der BRZ ging in der Quali gar nicht, im Rennen läuft es deutlich besser.
23 seconds ago

RacingblogLive: Ja wahnsinn. Sekiguchi im NDDP GT-R macht mal eben in zwei Runden (Runde 54 und 55) 2 Sekunden auf den SLS gut und überholt ihn für P2.

RacingblogLive: Vorne führt derweil der Eneos Sustina SC430 8 Sekunden vorm Tom’s Petronas SC430.
1 minute ago

RacingblogLive: L52: In der GT500 macht nun Wakisaka Druck auf Yanagida, nur noch 0,7 Sekunden zurück. Es geht um P3. Quintarelli sieht das nicht gerne.
2 minutes ago

RacingblogLive: L51: Der CR-Z ist wieder unterwegs. Scheinbar sprang der Wagen beim anlassen nicht mehr an, deshalb wurde er kurz zurückgeschoben.
3 minutes ago

RacingblogLive: Den Boxenstopp des SLS hat J Sports leider verpasst (wohl aufgrund anderer Aktivitäten auf der Strecke).
5 minutes ago

RacingblogLive: AUf P2 ist der SLS (!), auf 3 der NDDP GT-R, auf 4 der Lamvo, auf 5 der GT-R. BRZ derzeit auf 6. Endless 911 auf 9, Gainer R8 auf 10.
5 minutes ago

RacingblogLive: Die große Überraschung nach 49 Runden: DER PRIUS FÜHRT!!! Durch den früheren Stopp fuhr er ohne Verkehr und führt nun die GT300 an!
6 minutes ago

RacingblogLive: Derweil war in Runde 46 der NDDP GT-R in der Box, kommt hinter dem SLS wieder raus.
7 minutes ago

RacingblogLive: Nach 1:30 Min. hat der Mechaniker es geschafft, Nakajima konnte aber nicht losfahren. Licht ging nicht an, sprang der Wagen nicht mehr an?
8 minutes ago

RacingblogLive: Stopp dauert schon über eine Minute, die Radmutter will sich noch immer nicht festziehen.
10 minutes ago

RacingblogLive: Oh nein, vorne links beim Reifenwechsel klemmt’s! Das kostet Zeit.
10 minutes ago

RacingblogLive: Runde 45: Der CR-Z kommt beim Debüt in die Box. Daisuke Nakajima wird von Hideki Mutoh übernehmen. Man fuhr 14 Runden länger als der Prius.
11 minutes ago

RacingblogLive: Zumindest Stopp-bereinigt, derzeit führt nämlich noch der NDDP Nissan vor dem CR-Z, beide müssen aber noch zum Service. (Runde 44).
13 minutes ago

RacingblogLive: Der MonePa Lamborghini profitiert vom früheren Stopp und zieht am Hankook Porsche vorbei und führt damit die GT300 an!
14 minutes ago

RacingblogLive: Der MonePa Lambo GT3 kam in Runde 40 ebenfalls in die Box. Eine Runde später folgt der Hankook und Endless Taisan Porsche.
16 minutes ago

RacingblogLive: Nakajima kommt zwar vor dem Eneos SC430 wieder raus, hat aber keine Chance mit den kalten Reifen — Oshima geht wieder vorbei.
17 minutes ago

RacingblogLive: Die Tom’s Crew war mal deutlich schneller als die Mola-Crew.
18 minutes ago

RacingblogLive: Duval und Quintarelli kommen nun beide in die Box, am Ende der 39ten Runde. Nakajima und Yanagida übernehmen.
19 minutes ago

RacingblogLive: Duval will Wakisaka, der eben aus der Box kam, überrunden. Doch der macht keinen Platz, Quintarelli klebt nun wieder hinter dem Franzosen.
20 minutes ago

RacingblogLive: L39: Zent Cerumso SC430 in der Box. Reifen, Benzin und Tachikawa übernimmt.
20 minutes ago

RacingblogLive: Duval kann gleich zwei, drei Wagenlängen zwischen sich und Quintarelli legen.
21 minutes ago

RacingblogLive: Es übernehmen jeweils Oshima und Wakisaka in beiden Autos.
21 minutes ago

RacingblogLive: Denso SC430 ebenfalls in der Box.
22 minutes ago

RacingblogLive: Ja Wahnsinn!! Ito geht in Runde 38 in die Box und Duval zieht außen (!) in Kurve 1 an Quintarelli vorbei. Duval führt.
22 minutes ago

RacingblogLive: Lebensmüde sind sie ja überhaupt nicht: L37 und ein Sicherheitsfahrzeug fährt einfach mal so auf der Strecke, als die führenden vorbeirasen
22 minutes ago

RacingblogLive: Ooooooh, in der 110R steht der ARTA HSV-010 in der Streckenbegrenzung. Was ist denn da passiert?
25 minutes ago

RacingblogLive: Runde 34 war das.
26 minutes ago

RacingblogLive: ENDLESS TAISAN 911 WAR IM KIES!! Hat ordentlich Zeit verloren, NDDP GT-R nun vorbei.
27 minutes ago

RacingblogLive: Quintarelli ist nun an Ito dran (Runde 33). Angriff nur eine Frage der Zeit. Abstand: Unter 0,5 Sekunden.
28 minutes ago

RacingblogLive: NDDP GT-R nun im Diffusor des Endless 911. Top 4 der GT300 nicht mal 2 Sekunden voneinander entfernt.
30 minutes ago

RacingblogLive: L31: Der Prius kommt als erster der Top-Gruppe der GT300 in die Box.
30 minutes ago

RacingblogLive: Aktuelle Temperaturen: 31 Grad Außentemperatur, 42 Grad Asphalttemperatur.
31 minutes ago

RacingblogLive: L31: Angriff von Duval auf den KeePer Kraft SC430 — und vorbei! Mit mehr Schwung aus der 110R und schön in T1 vorbeigeschoben.
31 minutes ago

RacingblogLive: Zuvor ging schon der Endless Taisan 911 vorbei, allerdings unbeobachtet von den Kameras.
32 minutes ago

RacingblogLive: Runde 29 Kurve 1: Der NDDP GT-R geht am Prius in einem schönen Ausbremsmanöver vorbei.
33 minutes ago

RacingblogLive: Quintarelli macht nun ordentlich Druck auf Daisuke Ito. Nur noch 1,9 Sekunden in Runde 29 zurück.
34 minutes ago

RacingblogLive: Quintarelli macht mit 1:18er Zeiten nun etwas Druck auf den führenden Eneos SC430, hat den KeePer Kraft und Tom’s nun etwas abgeschüttelt
37 minutes ago

RacingblogLive: Unbeobachtet von den Kameras ging der NDDP Nissan GT-R am SLS vorbei, kämpft nun um P4 mit dem Endless Taisan 911.
38 minutes ago

RacingblogLive: Es wirkt übrigens wie in der Vorschau vermutet, dass die etwas leichteren Fahrzeuge an diesem Wochenende klar im Vorteil sind.
40 minutes ago

RacingblogLive: Staark. Die Wiederholung klärt auf: Beim Überrunden des CR-Z in der 110R holt Ronnie mehr Schwung und zieht im 3-Wide bei Start/Ziel vorbei.
42 minutes ago

RacingblogLive: Riecht nach Ausnutzen des Verkehrs. Runde 22.
43 minutes ago

RacingblogLive: QUINTARELLI GEHT AN BEIDEN LEXUS VORBEI!!! Ja was ist denn da passiert? Ich fordere eine sofortige Wiederholung!
43 minutes ago

RacingblogLive: L21: Kampf um P5 in der GT300, der NDDP GT-R gegen den SLS. Der SLS hält sich mit nur 12kg Handicap sehr gut in den Top 5.
44 minutes ago

RacingblogLive: Überholen in Sugo ist schwer, was die Zweikämpfe aber nicht minder spannend macht. Schlüsselfaktor ist auch den Verkehr auszunutzen.
46 minutes ago

RacingblogLive: L19 von 81: Eneos Sustina führt nun knapp 4 Sekunden vor seinen noch immer kämpfenden Markenkollegen.
47 minutes ago

RacingblogLive: Der CR-Z rutscht damit auf P7 vor, hat aber nun um knapp 7 Sekunden den Anschluss verloren. GT300 Top 6 innerhalb 2 (!) Sekunden.
48 minutes ago

RacingblogLive: Der Unfall geschah in Runde 17, in Runde 18 kommt der Shiden nun in die Box.
49 minutes ago

RacingblogLive: In Kurve 2 sticht der Shiden in eine nicht wirklich offene Lücke hinein und schießt den JLOC LAMBO GT3 ab. Lambo steht im Keis, Shiden fährt
49 minutes ago

RacingblogLive: OOOH GT300 CRASH!!
50 minutes ago

RacingblogLive: Duval kann deutlich schneller als Caldarelli, von hinten kommt nun auch Quintarelli im S Road Mola GT-R angeflogen.
50 minutes ago

RacingblogLive: Der Honda CR-Z ist übrigens weiterhin auf P9, wurde allerdings vom Evangelion Shiden überholt, der von P10 kam.
51 minutes ago

RacingblogLive: Daisuke Ito im Eneos SC430 kann sich nun von seinen zwei Markenkollegen etwas absetzen, kommt wohl auch besser durch den Verkehr (Runde 15).
52 minutes ago

RacingblogLive: Der Keihin auf P7 hat 16 Sekunden Rückstand.
53 minutes ago

RacingblogLive: Auf P5 hat Ito im Eneos SC430 knapp 5 Sekunden Vorsprung. Erster Honda (Keihin HSV-010) erst auf 7! Auf der eigentlichen Paradestrecke..
53 minutes ago

RacingblogLive: Der Eneos Sustina SC430 hat das flatternde Teil vorne rechts verloren. Es stammte vermutlich vom Oliveira-Nissan.
54 minutes ago

RacingblogLive: Wie schön ist es bitte den Prius in den Top 3 mit der Pace des Leaders zu sehen? Sollte der GT300 im Allgemeinen auch gut tun.
55 minutes ago

RacingblogLive: L12: GT300 Top5: Hankook, MonaPa Lambo GT3, Prius, Endless 911, GreenTec SLS.
56 minutes ago

RacingblogLive: L11 Top5 GT500: Eneos, KeePer Kraft, Petronas SC430, S Road Mola GT-R, Zent Cerumo SC430. 4 Lexus in den Top 5! In Sugo!
57 minutes ago

RacingblogLive: L10: Dreher des GT300-Lexus, Sieger in Sugo im letzten Jahr. Wendet und fährt weiter.
58 minutes ago

RacingblogLive: Die führenden GT500 kommen nun in Runde 9 ins Feld der führenden GT300. Das ging flott.
60 minutes ago

RacingblogLive: Das GT300-Feld ist in Runde 8 noch sehr schön dicht beieinander. Die Top 9 fahren quasi in einer langen Perlenschnur, schön anzusehen.
1 hour ago

RacingblogLive: Gut durch den Verkehr kommen wird heute eines der Schlüsselelemente für die GT500-Fahrer.
1 hour ago

RacingblogLive: Derweil ist der Ikamusume Ferrari im Kies. Auflösung folgt, hoffentlich.
1 hour ago

RacingblogLive: Angriff des Prius in Turn 1 gegen den Lambo!!! Side side, aber der Lambo behauptet sich im Duell eine Kurve weiter! Stark!
1 hour ago

RacingblogLive: Nach nur 5 Runden fangen die GT500 an die hinteren GT300 zu überrunden.
1 hour ago

RacingblogLive: Auch wenn die Kamera von hinten nicht viel aussagt, so wirkte es, als hätte Oliveira zu Ito rübergezogen und den Crash ausgelöst…
1 hour ago

RacingblogLive: Nun wieder Wiederholung vom Start…
1 hour ago

RacingblogLive: Top 3 GT500: Eneos, KeePer Kraft, Petronas SC430. Dahinter der S Road Mola GT-R mit Quintarelli.
1 hour ago

RacingblogLive: In der GT300 sind der Hankook Porsche, der Lambo und der Prius in einem Dreikampf. Der Prius kann scheinbar schneller, in T1 ist aber gelb.
1 hour ago

RacingblogLive: Motoyama stellt nun doch ab und läuft zur Box zurück. Wie bitter ist das? 2 Siegesanwärter raus, 2 Nissan raus. Unglücklich und vermeidbar
1 hour ago

RacingblogLive: Oliveira hatte einen wahren Raketenstart berührte beim überholen aber den Eneos und flog wie ein Pinball direkt auf Motoyama zu.
1 hour ago

RacingblogLive: Nun führen 3 Lexus in der GT500, wobei der Eneos nach der Berührung mit JP Oliveira vorne rechts leicht beschädigt ist.
1 hour ago

RacingblogLive: Motoyama kann sich befreien, Oliveira steckt fest, Schaden dürfte wohl zu groß sein.
1 hour ago

RacingblogLive: Start der GT300. Hankook Porsche bleibt vor dem Lambo, danach gleich der Prius.
1 hour ago

RacingblogLive: CRASH VON BEIDEN NISSAN!!!! OLIVEIRA UND MOTOYAMA IM REIFENSTAPEL IN KURVE 1!!!!!!!
1 hour ago

RacingblogLive: AHHHHHHHHH!!!!
1 hour ago

RacingblogLive: START DER GT500!!!!!!!
1 hour ago

RacingblogLive: Fahrer formieren sich nun nebenbeinander in der 110R.
1 hour ago

RacingblogLive: 1. Reihe GT500: Eneoes SC430 / Motul Autech GT-R. 1. Reihe GT300: Hankook Porsche / ManePa Lambo GT3. Die Lexus-Pole war eine Überraschung.
1 hour ago

RacingblogLive: Die Formation Lap beginnt, der Start wird wie immer fliegend erfolgen. Interessant wird zu beobachten sein, wie gut der Eneos SC430 ist.
1 hour ago

RacingblogLive: Und da fangen sie an zu brummen, die 40 Fahrzeuge. Die Tribünen sind übrigens gut gefüllt — schön zu sehen.
1 hour ago

RacingblogLive: Laut Wetterbericht v. gestern könnte es in knapp einer Stunde vereinzelte Schauer geben, auch wenn der Himmel derzeit nicht danach ausschaut
1 hour ago

RacingblogLive: Die Nationalhymne wird jetzt von einer älteren Dame im Kimono gesungen, im Anschluss werden die Motoren gestartet.
1 hour ago

RacingblogLive: Einen wunderschönen Guten Morgen. Wie angekündigt bieten wir auf zu Lauf 4 der diesjährigen #supergt Saison aus dem Sportsland Sugo!

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July 28 2012

13:44

Super GT: Vorschau Round 4 Sugo

Zwei Wochen nach der Formula Nippon kehrt auch die Super GT aus ihrer Sommer- und Le-Mans-Pause zurück. Rennen 4 der Meisterschaft findet im Sportsland Sugo statt, einer von Yamaha Motor betriebenen, wunderschönen Naturrennstrecke, auf der es in der nahen Vergangenheit immer zu packenden Zweikämpfen kam. Gleichzeitig dient der Lauf auch als Generalprobe für das am 19. August stattfindende 1000-km-Rennen in Suzuka. Nach drei erfolgslosen Rennen sollte Nissan das Zepter in der GT500 an sich reißen, um nicht noch mehr Boden in der Meisterschaft zu verlieren, während in der GT300 der Toyota Prius Hybrid-Zuwachs aus dem Hause Honda erhält.

Bevor wir uns allerdings mit dem Rennen beschäftigen, muss leider erneut das mir persönlich schon etwas leidige Thema der DTM-/Super-GT-Kooperation aufgegriffen werden. Leidig deshalb, weil sich diesbezüglich seit Anfang des Jahres nichts getan hat, außer das von jeweils der deutschen wie auch japanischen Seite keine allzu konkreten Aussagen kommen. Stattdessen befinden sich die Gespräche respektive die offiziellen Informationen, die seitens der ITR bzw. der GTA bekannt gegeben werden, in einem scheinbar endlosen Kreis.

Grund für die erneute Aufnahme des Themas ist ein aktuelles Interview mit Hans-Werner Aufrecht, indem allerdings nichts Neues bekannt gegeben wurde, was er nicht schon im April dieses Jahres verkündete. Ich werde die Thematik (und die Probleme dahinter) nicht erneut erläutern, dies habe ich schließlich schon an mehreren Stellen getan. In wie fern eine Kooperation, die scheinbar noch viele Baustellen besitzt – größter Streitpunkt scheint nach wie vor die Motorenfrage zu sein –, bereits unter Dach und Fach sein kann, obwohl man noch keinen Vertrag unterschrieben hat, sich aber sehr sicher ist, dass dies sicherlich bald geschehen wird, bleibt fraglich und jedem selbst überlassen. Abwarten, Tee trinken – die 5 Euro ins Phrasenschwein nicht vergessen! – und auf neue Infos seitens der GTA warten, eventuell sogar schon an diesem Wochenende. Denn bislang hat die GTA auf ihren Pressekonferenzen lediglich, grob zusammengefasst, verkündet, dass zwar nach wie vor Interesse an einer Kooperation bestehe, dabei aber weder die Identität der Super GT noch die japanischen Ingenieurskunst verloren gehen dürfte. Mit anderen Worten: Die japanischen Hersteller und Teilezulieferer, die allesamt mit einer großen Produktionskette verbunden sind, dürfen nicht missachtet oder benachteiligt werden. Im Falle eines Einheitschassis wäre man etwa bei Dome (vom engl. [dəʊm], jap. Dōmu) in Kyoto ( [kjo:to] ) sicherlich nicht sonderlich erfreut. Dass es in irgendeiner Form zur Kooperation kommen wird, steht nach meiner bescheidenen Meinung außer Frage. Lediglich über den Umfang schwebt ein großes Mysterium.

Wie bereits erwähnt liegt das Sportsland Sugo in einer sehr gebirgigen Gegend in der Miyagi-Präfektur, keine 40 Kilometer von der Stadt Sendai entfernt, jene Gegend, die im März 2011 vom schrecklichen Erdbeben am schwersten getroffen wurde. Dementsprechend traurig war der Anblick für alle Beteiligten, die sich in den letzten Tagen gen Sugo begaben und an den einst bewohnten Flächen vorbeifuhren. Bereits im letzten Jahr spendete die Super GT einen Großteil ihrer Einnahmen den Opfern der Naturkatastrophe, auch in diesem Jahr möchte man ein erneutes Zeichen setzen und diese schlimme Zeit hinter sich lassen, stattdessen den Fans und Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Charakteristik der Naturstrecke von Sugo sollte dabei helfen. International eher unbekannt, obwohl zwischen 1988 und 2003 die Superbike-Weltmeisterschaft in Sugo fuhr, ist der 3,737km lange Kurs eine kleine Achterbahnfahrt – im wahrsten Sinne des Wortes. So ist die Start- und Zielgerade nicht eben, sondern führt zunächst bergauf. Die Steigung wird dabei, anders als bei anderen Strecken, gut von den TV-Kameras eingefangen. Die Gegengerade führt hingegen wieder bergab. Die spannendste der insgesamt 12 Kurven stellt die langgezogene 110R dar, die direkt wieder auf Start/Ziel führt und gerne auch als Mutkurve bezeichnet werden darf. Side-by-Side-Duelle sind hier zwar möglich, erfordern aber höchste Konzentration beider Fahrer, damit der Wagen auf der äußeren Linie nicht ins Kies und die Reifenstapel rutscht. Sugo ist auch jener Ort, an dem eines der geschichtsträchtigsten 3-Wide-Manöver der Super GT geschah. Und wie sollte es auch anders sein, leitete dies die 110R ein:

Im folgendem außerdem eine Onboard-Runde mit dem Evangelion Shiden (GT300) aus dem Jahr 2010:

 

Der technisch anspruchsvolle Kurs mit seinen mittelschnellen bis schnellen Kurven liegt insbesondere dem Honda HSV-010, aber auch dem Nissan GT-R. Nachdem der Weider Honda HSV-010 wie auch im letzten Jahr siegreich aus Malaysia zurückkehrt, liegt es nun an Nissan, sich im vierten Lauf den ersten Sieg des Jahres zu sichern. Andernfalls könnte bereits zur Halbzeit die Titelverteidigung für die Marke, aber auch für das Duo Yanagida / Quintarelli in weitere Ferne rücken, die bereits im letzten Jahr in Sugo ihren S Road Mola GT-R (Startplatz 6 am Sonntag) in die Mitte des Podiums stellten und damit einen wichtigen Schritt gen Meisterschaft tätigten. Bis 2008 war Nissan bislang in Sugo sieglos, konnte aber mit dem Update des GT-R in den letzten Jahren sich zwei Siege sowie drei Pole Positions sichern. Am stärksten in diesem Jahr einzuschätzen sind insbesondere Satoshi Motoyama und Michael Krumm im Motul Autech GT-R (Startplatz 2 am Sonntag), die in den letzten drei Rennen positiv auf sich aufmerksam machten, aber durch kleinere Probleme wie entweder zu stark abbauenden Reifen oder das nicht auf Temperatur bringen jener Pneus sich quasi selbst ausbremsten. Für alle drei Nissans herrscht damit sicherlich eine Art von Siegpflicht, während der D’Stadion Advan GT-R nach zwei schwachen Rennen in Okayama und Fuji sowie einem Reifenschaden in Sepang noch null Zähler auf dem Konto hat. Zusammen mit dem Epson HSV-010 von Nakajima Racing sind beide Fahrzeuge die einzigen, die noch ohne Gewichts-Handicap in der GT500 an den Start gehen.

Mit 70kg Zusatzballast ist der Raybrig HSV-010 das derzeit am schwersten beladende Fahrzeug. In wie fern das Duo Takuya Izawa und Naoki Yamamoto um den Sieg in Sugo mitreden können, bleibt fraglich, letztlich sollten die 70kg in den Kurven etwas hinderlich sein. Am Sonntag gehen sie von Position 10 ins Rennen. Prognosen in der Super GT sind allerdings immer ein relativ schwieriges Thema, nichts desto trotz sollte bei den Honda-Fahrzeugen insbesondere auf den Weider HSV-010 (Startplatz 11) aber auch den Keihin HSV-010 (Startplatz 8) ein Augenmerk gelegt werden. Der Keihin ist mit 40kg Ballast 12kg leichter als die Fahrerpaarung Kogure / van Dam, was einen kleinen Vorteil bedeuten sollte. Generell fällt nach der Qualifikation auf, dass die Fahrzeuge mit weniger Zusatzballast einen leichten Vorteil, insbesondere auf eine Runde, besitzen. In wie fern sich das auf das 300km lange Rennen auswirkt, wird sich zeigen.

Seit 2006 ist Lexus sieglos in Sugo. Normalerweise sollte es Toyotas Edelmarke, dessen SC430 in den Kurven langsamer als etwa der HSV-010 ist, auch in diesem Jahr schwer haben. Tatsächlich scheinen die Updates zu Beginn des Jahres dem zweitältesten Wagen nach dem GT-R im GT500-Feld aber sehr geholfen haben. In Okayama sicherten sich Yuji Tachikawa und Kohei Hirate im Zent Cerumo SC430 (Startplatz 7 am Sonntag) in einem packenden Duell den Sieg, auf einer Strecke, die wie auch Sugo dem SC430 normalerweise nicht liegt. Einen Monat später in Fuji gewann schließlich der Denso Kobelco SC430 (Startplatz 9 am Sonntag) mit Juichi Wakisaka und Hiroaki Ishiura, womit Lexus mit bislang zwei Siegen die derzeit siegreichste Marke in diesem Jahr ist. Auf beide Fahrzeuge sollte auch in Sugo geachtet werden, zumal Lexus auch in Malaysia nicht nur die Plätze 2-4 hinter dem siegreichen Weider Honda HSV-010 belegte, sondern durchaus Chancen auf den Sieg hatte. Die Chancen für das Rennen stehen zudem nicht schlecht, denn der bisherige Dominator des Wochenendes stammt aus dem eigenem Werk. In Sepang noch 3. gewesen, werden Daisuke Ito und Kazuya Oshima am Sonntag im Eneos Sustina SC430 (24kg Gewichts-Handicap) von der Pole Position ins Rennen gehen. Auffallend sind die vielen, kleineren Updates, insbesondere die neuen, flacheren und aerodynamischen Außenspiegel, die sowohl Lexus als auch Nissan wie bereits in Fuji auch dieses Mal verwendet. Zudem wurden einige Veränderungen an den Motorhauben wie am hinteren Teil der Fahrzeuge vorgenommen. Zu viele, kleinere Detailänderungen, die teilweise auch nur in Vergleichbildern zu erkennen sind, aber allesamt letztes Wochenende an zwei verregneten Testtagen in Suzuka getestet wurden.

Die große News in der GT300 ist der erstmalige Renneinsatz des neuen Honda CR-Z, einem Hybrid-Wagen, der damit in direkter Konkurrenz mit dem Toyota Prius steht. Der Serienbeitritt zu Rennen 4 in Sugo war von Honda zu Beginn des Jahres verkündet worden. Als verantwortliches Team zeichnet sich das bekannte und in der Vergangenheit erfolgreiche Team Mugen aus, die neben Hideki Mutoh, der bis zum letzten Jahr noch für ARTA in der GT500 fuhr, auch Kazuki Nakajimas jüngeren Bruder Daisuke Nakajima verpflichteten, der für Nakajima Racing in der Formula Nippon unterwegs ist und an diesem Wochenende sein Super-GT-Debüt feiert. Als einen sogenannten Mittelmotor hat Mugen den HR28TT (2.8L V6 Twin turbo) verbaut, dessen Entwicklung auf dem J35Z, Hondas LMP2-Motor, basiert. Der Hybrid-Antrieb generiert 35kW (50kW maximal) und wurde mit dem Hintergedanken zu einem möglichen, zukünftigen Einsatz in der GT500 in Zusammenarbeit von Honda und Zytek entwickelt. Als Reifenzulieferer wählte Mugen Bridgestone aus. Anders als etwa die Pneus des ARTA Garaiya (GT300) ähneln die Reifen von der Größe her jenen in der GT500. Des Weiteren scheint die aerodynamische Verarbeitung des Hecks sehr vom HSV-010 inspiriert worden zu sein. Interessanterweise ist das Hybrid-System des CR-Z knapp um die Hälfte leichter als das des Prius. So wiegt das System des CR-Z 57kg, während Toyotas Pendant 105kg auf die Waage bringt. Der Air Restrictor ist der nach der BoP-Einstufung der GTA beim Prius hingegen ein wenig größer.

Für Honda heißt beim ersten Einsatz sowieso nicht, die Muskeln spielen zu lassen, sondern das Rennen unbeschadet zu beenden. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Hideki Mutoh aber bereits in der Qualifikation, als er in der Super Lap (Einzelzeitfahren der Top 10 aus der regulären Qualifikation) den CR-Z auf Position 9 stellte; der Prius qualifizierte sich auf Position 3. Die Pole Position in der GT300 sicherte sich der Hankook Porsche, was nicht sonderlich überraschend ist, da der Wagen bereits im Vorfeld eine Favoritenrolle zugesprochen wurde. Neben ihm in Startreihe eins gesellt sich zum ersten Mal der bislang punktlose (und damit ohne Gewichts-Handicap ausgestattete) MonePa Lamborghini GT3. Erfreulich ist außerdem der fünfte Startplatz des GreenTec & Leon SLS. Die Favoriten auf den Rennsieg neben dem Hankook Porsche sind aber weiterhin die alten Bekannten wie etwa der Endless Taisan 911 (Startplatz 4 und mit ganzen 66kg Zusatzballast auch gleichzeitig der schwerste GT300 im Feld) oder aber auch der triple A Vantage GT3 (Startplatz 8). Der neue GT3-Aston-Martin hatte bereits in Fuji und Malaysia eine gute Figur gemacht. Trotz der eher schlechten Qualifikation auf P14 sowie P15, sollte man den Gainer R8 sowie den Hatsunemiku BMW Z4, der in der Sommerpause das 2012er Update von BMW spendiert bekam, nicht abschneiden. Nobuteru Taniguchi und Tatsuya Kataoka haben in Malaysia, bedingt durch eine sehr gewagte Strategie, den mit 62kg vollgeladenen Z4 bis auf Position 2 geprügelt, als ihnen in der letzten Runde unglücklich das Benzin ausging. Gepokert und doch verloren, aber dafür für Stirnfalten bei der Konkurrenz gesorgt. Ein Auge sollte man auch auf den Evangelion Shiden werfen, der in der Vergangenheit in Sugo immer eine relativ gute Figur machte und am Sonntag von Position 10 ins Rennen gehen wird.

Nicht am Rennen teilnehmen werden der Racerbook Audi R8 LMS (Michael Kim / Hideto Yasuoka) sowie der R’Qs Vemac 350R (Hisashi Wada / Masaki Jyonai). Aufgrund der etwas kleineren Boxenanlage in Sugo, konnten sich erstmals in dieser Saison lediglich 38 der 40 gemeldeten Fahrzeuge fürs Rennen qualifizieren (die Top 12 des vorangegangenen Jahres sind automatisch qualifiziert). Für Kim und Yausoka ist es besonders bitter, da diese aufgrund des Auslösens einer roten Flagge ihre Zeit gestrichen bekamen, während der Vermac aufgrund technischer Probleme erst gar nicht in die Qualifikation eingriff. Aus gleichem Grund wie der Racerbook Audi R8 wurden auch dem Iwasaki Moda Kuroco apr R8 alle Zeiten gestrichen. Weil der Wagen wie auch der Verity Bomex Lambo RG3 (ebenfalls aufgrund eines technischen Problems in der Garage geblieben) aber automatisch qualifiziert war, hieß es für beide Teams noch mal Glück im Unglück. Kuriosum am Rande: Aufgrund eines kleinen Asphalt-Aufbruches musste die Qualifikation für ein paar Minuten unterbrochen werden.

TV-Zeiten

Wie diesen Zeilen zu entnehmen ist, fand die Qualifikation bereits heute früh statt. Das komplette Ergebnis ist auf der aoffiziellen Webseite einsehbar. Das Rennen wird wie immer ausschließlich auf J Sports 4 ab 6:30 Uhr deutscher Zeit übertragen, weshalb man sich erneut der unbeliebten Graualternative bedienen muss. Der Rennstart ist für 7 Uhr deutscher Zeit vorgesehen; unseren exklusiven Live-Ticker starten wir gegen 6:40 auf @RacingblogLive sowie in einem separaten Eintrag hier auf der Webseite.

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Schweinderl