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February 18 2014

06:30

March 29 2013

09:50

BTCC: Saisonvorschau 2013

Am kommenden Wochenende startet die britische Tourenwagenmeisterschaft in ihre 56. Saison. Ein Rekordstarterfeld von 32 eingeschriebenen Fahrzeugen und eine hohe Markenvielfalt mit 15 verschiedenen Fahrzeugmodellen von 11 Herstellern versprechen Tourenwagen-Action pur.

hi 9533 a888 300x200 BTCC: Saisonvorschau 2013Los geht es für die BTCC traditionsgemäß auf dem alterwürdigen Kurs von Brands Hatch. Champion Gordon Shedden und das Honda Team Dynamics möchten 2013 ihre drei Meistertitel in der Fahrer-, Team- und Herstellerwertung verteidigen. Auch wenn man im Rückblick auf 2012 eine leichte Honda-Dominanz konstatieren könnte, sah die Saison doch ein spannendes Finish zwischen Shedden, dessen Teamkollegen Mat Neal und MG-Speerspitze Jason Plato, das der Schotte erst im vorletzten Rennen für sich entscheiden konnte. Auch Andrew Jordan im privat eingesetzten Honda sowie BMW-Mann Rob Collard lagen lange Zeit weit vorne im Gesamtklassement und kämpften gleichzeitig um den Titel in der Independent-Wertung, die Jordan letztlich gewinnen konnte. Für 2013 haben die Verfolger ihre Fahrzeuge noch einmal gründlich überarbeitet oder – wie im Falle des 1er-BMW vom West Surrey Team – komplett neue Fahrzeuge entwickelt. Mit Colin Turkington kehrt außerdem der Meister des Jahres 2009 in die BTCC zurück. Die Weichen für eine spannende Saison scheinen also gestellt zu sein.

Was ist neu 2013?
Die wichtigste Neuerung für 2013 ist die Aufhebung der Angleichung von NGTC- und Super 2000-Fahrzeugen. Zur Erinnerung: Seit 2004 waren nach dem von der FIA sanktionierten Super 2000-Reglement aufgebaute Fahrzeuge in der BTCC startberechtigt. Aufgrund der immer mehr ausuferenden Kosten für die S2000er und um eine größere Markenvielfalt entstehen zu lassen, entschied sich die BTCC für 2010 ein neues technisches Reglement namens NGTC (Next GenerationTouring Car) einzuführen. Die drei letzten Saisons waren als Übergangsjahre gedacht, in denen versucht wurde, die vorhandenen S2000- und die neuen NGTC-Fahrzeuge von der Performance her anzupassen und so ein homogenes Starterfeld zu schaffen. In diesem Zeitraum sind nach und nach immer mehr Teams in das NGTC-Reglement gewechselt und haben entsprechende Fahrzeuge aufgebaut. 2012 gewann dann mit dem vom Team Dynamics entwickelten Honda Civic erstmals ein reines NGTC-Fahrzeug sowohl ein Rennen als auch letztendlich den Meistertitel.
2013 werden die alten Super 2000-Fahrzeuge zwar noch startberechtigt sein, durch eine Anhebung des Turboladedrucks bei den NGTC-Autos ist es jedoch wahrscheinlich, dass sie im Kampf um die vorderen Plätze keine Rolle mehr spielen werden. Dabei ist außerdem zu beachten, dass die Unterscheidung in NGTC und S2000 eigentlich nur noch für das Fahrzeug-Chassis gilt, denn mittlerweile verwenden alle S2000er einen 2 Liter-NGTC-Turbomotor, der dann aber mit weniger Ladedruck als bei den reinen NGTC-Autos auskommen muss.
Für die letzten Super 2000er gibt es ab dieser Saison eine eigene Wertung, die sogenannte Jack Sears Trophy – benannt nach dem ersten BTCC-Champion. Wer am Ende der Saison die meisten S2000-Siege eingefahren hat, sprich die besten Einzelresultate in einem Super 2000-Auto, gewinnt die Trophy.

Eine weitere Neuerung betrifft die Reifen. Dunlop bleibt zwar Alleinausrüster der Serie und stellt pro Fahrzeug insgesamt 12 (bzw. für den Saisonauftakt 16) neue Trockenreifen für ein Rennwochenende zur Verfügung;  ein Reifensatz ist ab dieser Saison jedoch eine weichere Reifenmischung – ein sogenannter Option-Tyre – und muss von jedem Fahrer in einem der drei Rennen pro Wochenende verwendet werden. Die Entscheidung, in welchem Rennen man den Option-Tyre fahren möchte, muss noch vor der Qualifikation festgelegt werden und wird bei dem entsprechenden Rennen für die Zuschauer kenntlich gemacht. Bis zur Startaufstellung eines Rennens bleibt es letztlich aber geheim, welche Reifenmischung gewählt wurde.
Welchen Effekt diese Regelung hat und ob sie die tatsächlichen Kräfteverhältnisse nicht zu stark verwässert, bleibt abzuwarten. Ebenso unklar ist bislang die Regelung für den Fall, dass das Rennen, in dem sich ein Fahrer für den Option-Tyre entschieden hat, als Wet-Race deklariert ist (werde hierfür das technische Reglement noch mal genauer studieren).
In diesem Zusammenhang ist auch neu, dass bei feuchten Bedingungen nun keine gemischten Bereifungen mehr erlaubt sind, also bspw. keine Slicks an der Vorderachse und Regenreifen an der Hinterachse.

Kalender und Rennformat
Nicht neues gibt es dagegen beim Kalender. Die Saison besteht aus denselben zehn Rennwochenenden wie in den letzten Jahren mit dem Saisonauftakt und -abschluss in Brands Hatch und der typischen Tournee über die wundervollen britischen Rennstrecken im Laufe des Jahres. Hier ein Überblick:

1. 31. März Brands Hatch (Indy Circuit) 2. 21. April Donington 3. 5. Mai Thruxton 4. 9. Juni Oulton Park 5. 23. Juni Croft 6. 4. August Snetterton 7. 25. August Knockhill 8. 15. September Rockingham 9. 29. September Silverstone 10. 13. Oktober Brands Hatch (GP Circuit)

Pro Veranstaltung werden wie gewohnt drei Sprintrennen gefahren, wodurch sich insgesamt 30 Saisonrennen ergeben. Gestartet wird jeweils stehend. Die Startaufstellung für Rennen 1 ergibt sich aus der Qualifikation am Samstag, die für Rennen 2 aus dem Ergebnis von Rennen 1 und die für Rennen 3 aus dem berühmten „Draw“. Hierbei wird ein Fahrer, der in Rennen 2 auf den Plätzen 6 bis 10 ins Ziel gekommen ist, gelost und auf die Pole gesetzt. Alle in Rennen 2 vor ihm platzierten Fahrer werden nun in umgekehrter Reihenfolge auf die nachfolgenden Startplätze gesetzt und alle nach ihm platzierten Fahrer bilden die restlichen Plätze der Startaufstellung. Das ist jetzt für jemanden, der das noch nicht gesehen hat, vielleicht etwas schwierig nachzuvollziehen, aber bevor ich mich jetzt in endlosen Beispielen verrenne, rate ich, sich das einfach mal anzuschauen, da es an sich sehr einfach ist.

Punkte für die Gesamtwertung gibt es pro Rennen für die ersten 15 Fahrer nach folgendem Schema:

1. 20 Punkte, 2. 17 Punkte, 3. 15 Punkte, 4. 13 Punkte, 5. 11 Pubkte, 6. 10 Punkte, 7. 9 Punkte, 8. 8 Punkte, 9. 7 Punkte, 10. 6 Punkte, 11. 5 Punkte, 12. 4 Punkte, 13. 3 Punkte, 14. 2 Punkte, 15. 1 Punkt

Zusätzlich gibt es jeweils einen Zusatzpunkt für die Pole-Position in Rennen 1 (also den schnellsten der Qualifikation), die schnellste Rennrunde pro Rennen und eine Führungsrunde pro Rennen.
Für die Independent-Wertung, in der eigentlich alle Fahrer bis auf Neal und Shedden vom Team Dynamics und Plato und Tordoff vom KX Momentum Racing starten, gilt die gleiche Punktewertung für jedes Rennen, allerdings werden hier keine Zusatzpunkte vergeben. Gleichzeitig sind natürlich alle Independent-Piloten auch für die Gesamtwertung punkteberechtigt.
Für die neu hinzugekommene Jack-Sears-Trophy für Super 2000-Fahrzeuge gibt es keine separate Punktewertung. Hier zählen nur die „Siege“ (im BTCC-Sprachgebrauch “cups”), die ein Fahrer erreicht. Wer am Ende der Saison die meisten “cups” und somit die besten Einzelresultate eines Super 2000-Autos eingefahren hat, gewinnt die Trophy.
Neben Punkten gibt es für die fünf besten Fahrer in einem Rennen auch noch ordentlich Gewicht ins Auto – quasi die negative Kehrseite des Erfolgs. Für Rennen 2 an einem Wochenende muss Zusatzgewicht auf Basis der Ergebnisse aus Rennen 1 eingeladen werden und für Rennen 3 auf Basis der Ergebnisse von Rennen 2. Dabei werden die ersten fünf Fahrer mit folgenden Gewichten belastet: 45 kg, 36 kg, 27 kg, 18 kg und 9 kg. Alle weiteren Plätze müssen nichts einladen. Dabei ist zu beachten, dass die Gewichtsregelung jeweils nur für das nächste Rennen gilt und sich nicht aufaddieren kann. Wer also Gewicht für einen Sieg eingeladen bekommt, muss dieses auch nur im nächsten Rennen fahren. Kommt er dort nicht in die Top-5, fährt er im folgenden Rennen wieder ohne Gewicht, kommt er dagegen bspw. auf Platz 4 ins Ziel, muss er im folgenden Rennen nur noch das Gewicht für Platz 4 mitschleppen. Für das Zeittraining und das erste Rennen eines Wochenendes gilt der Zusatzballast außerdem nicht auf Basis des vorangegangenen Rennergebnisses, sondern auf Grundlage der ersten fünf Positionen in der Meisterschaft.

Teams und Fahrer
Es folgt nun ein kleiner Durchgang durch das Feld der bisher eingeschriebenen Teams und Fahrer. Bei den Teamnamen ist jeweils der offizielle Entry-Name angegeben, in Klammern steht dann, sofern abweichend, der eigentliche Name des Teams. „Constructor“ und „Independent“ bezieht sich darauf, ob das Team Punkte im Kampf um die Herstellerwertung sammelt oder um die Independent-Titel fährt. Hinter dem eingesetzten Fahrzeugtyp ist vermerkt, ob es nach NGTC- oder Super 2000-Reglement aufgebaut ist. Hierbei ist zu beachten, dass alle S2000-Fahrzeuge auch einen NGTC-Motor benutzen. Einen kurzen tabellarischen Überblick über alle Entrys findet man außerdem hier.

Honda Yuasa Racing (Team Dynamics) – Constructor
Honda Civic (NGTC) – # 1Gordon Shedden, #2 Matt Neal
Wohl das Team, das es zu schlagen gilt. Es war schon beeindruckend und zugleich ein Zeugnis für die Professionalität des von Matt Neals Vater geführten Teams, wie man letztes Jahr auf Anhieb mit dem neu entwickelten Civic siegfähig war. Interessant war auch das teaminterne Duelle zwischen Shedden und Neal, das 2013 sicherlich seine Fortsetzung finden wird. Für einige überraschend war es am Ende der Saison dann der von allen im Team nur „Flash“ genannte sympathische Schotte, der den Meistertitel erringen konnte und nicht der dreifache Champion und Vorjahresmeister Matt Neal. Über den Winter hat man sich vor allem auf die Verbesserung des an sich schon sehr guten Autos in allen Bereichen konzentriert.

MG KX Momentum Racing (Triple 8 Race Engineering) – Constructor
MG6 GT (NGTC) – #88 Sam Tordoff, #99 Jason Plato
War der neue Civic vom Team Dynamics schon beeindruckend, so war die Performance des MG eine echte Sensation. Das Auto hatte man vor der letzten Saison in Windeseile zusammengeschraubt und ohne größere Tests zum ersten Rennwochenende gebracht, wo Jason Plato dann gleich eines der Rennen gewinnen konnte. Zwar zeigten sich im weiteren Saisonverlauf einige Unausgereiftheiten, die Plato letztendlich wohl auch den Titel gekostet haben dürften, jedoch war man bis zum vorletzten Saisonrennen mit im Kampf um die Meisterschaft – und das obwohl man 2012 eigentlich als Lernjahr mit dem neuen Auto deklariert hatte. Für 2013 wurde das Auto komplett überarbeitet. Der Fokus lag dabei vor allem auf dem Fahrwerk mit dem man im letzten Jahr besonders bei Regen einige Probleme hatte. Jason Platos Qualitäten als Fahrer sind über jeden Zweifel erhaben. Das Tourenwagen-Ass ist mit allen Wassern gewaschen und will 2013 zu seinem dritten BTCC-Titel greifen. Neu im Team ist der 23-jährige Sam Tordoff, der 2012 im britischen Porsche Cup Gesamtdritter wurde und Jason Plato in der von ihm betreuten Nachwuchssichtung „KX-Academy“ auffiel. Zu Tordoffs Qualitäten sagte Plato in gewohnt englischer Manier: „He ist going to be a pain in the arse.“

Pirtek Racing (Eurotech Racing) – Independent
Honda Civic (NGTC) – #55 Jeff Smith, #77 Andrew Jordan
Der Independendent-Meister von 2012 will in diesem Jahr endlich nach dem Gesamttitel greifen. Angesichts des Fortschritts aus dem vergangenen Jahr und dem immer schneller werdenden Andrew Jordan scheint auch eigentlich nichts dagegen zu sprechen. Die Autos kommen vom Team Dynamcis und Jordan hat letztes Jahr gezeigt, dass wenn alles glatt geht, er mindestens auf Augenhöhe mit Shedden und Neal mitfahren kann. Zweiter Fahrer im Team ist wieder Jeff Smith, dessen Leistung im Vergleich zu Jordan stark abfällt.

ebay Motors (West Surrey Racing Team) – Independent
BMW 125i M-Sport – #5 Rob Collard, #18 Nick Foster, #29 Colin Turkington
Hier dürfen wir gespannt sein. Nachdem man im letzten Jahr noch das betagte S2000-Chassis des aus der WTCC hinlänglich bekannten 320si mit einem NGTC-Motor eingesetzt hat, setzt man dieses Jahr auf ein reines NGTC-Fahrzeug. Basis hierfür ist die 1er-Reihe von BMW. Das Fahrzeug wurde in den letzten Monaten komplett neu entwickelt, sieht meiner Meinung nach einfach nur geil aus und rückte Anfang März erstmals zum Testen aus. Bei den Media-Day-Tests konnte man immerhin die zehntbeste Zeit erringen. Das Driver-Lineup hat sich im Vergleich zum letzten Jahr noch mal verbessert. Rob Collards Qualitäten als Tourenwagenfahrer sind zweifelsfrei bewiesen und mit Colin Turkington kehrt der Meister des Jahres 2009 zum Team zurück. Dritter Fahrer ist Nick Foster, den man eher als Gentleman-Driver ansehen kann, der aber ebenso in der Lage ist, regelmäßig in die Top10 zu fahren.

Airwaves Racing + Addison Lee Motorbase (Motorbase Performance) – Independent
Ford Focus ST Mk. III (NGTC) + Ford Focus ST Mk. II (S2000) – #7 Mat Jackson, #8 Árón Smith, #66 Liam Griffin, #4 tba
Mit neuem und altem Sponsor möchte die Ford-Speerspitze im Feld die tolle Performance des neu entwickelten NGTC-Focus weiter ausbauen. Das Auto debütierte im Laufe der vergangenen Saison in Snetterton und beeindruckte nicht nur durch sein martialisches Aussehen, sondern auch dadurch, dass es auf Anhieb schnell war. Dieses Jahr werden erstmals zwei Mk. III-Focus an den Start geschickt und von Routinier Mat Jackson und Youngster Aron Smith, der letztes Jahr beim Saisonfinale seinen ersten Sieg feiern konnte, pilotiert. Ein drittes NGTC-Auto könnte im Laufe der Saison für den zweiten Team-Entry antreten. Möglicher Fahrer hierfür ist Michael Caine. Vom ersten Rennen an wird außerdem Liam Griffin einen der alten S2000-Focus des Teams fahren und damit ins Rennen um die Jack Sears-Trophy gehen.

Dynojet Racing – Independent
Toyota Avensis (NGTC) – #11 Frank Wrathall
Dynojet und Frank Wrathall gehörten mit zu den ersten, die vor drei Jahren ein NGTC-Fahrzeug einsetzten und überraschten damals von Anfang an mit guten Resultaten in ihrem orangefarbenen Avensis. Seitdem zeigt die Lern- und Erfolgskurve stetig weiter nach oben und wurde letztes Jahr mit einem Sieg gekrönt. Für 2013 hat man mit der bisher gesammelten Erfahrung ein nagelneues Auto aufgebaut.

WIX Racing (Rob Austin Racing) – Independent
Audi A4 (NGTC) – #13 Rob Austin, #14 Will Bratt
Auch Rob Austin gehörte mit seinem eigenen Team zu den ersten, die ein NGTC-Auto an den Start gebracht haben. Mittlerweile geht man in die dritte Saison und möchte die guten Resultate, die man in den letzten Jahren schlaglichtartig immer wieder zeigte, endlich in Siege überführen. Die Chancen dafür stehen eigentlich nicht schlecht. Das Auto ist mittlerweile ausgereift und – noch wichtiger – endlich hat man einen Sponsor gefunden, wodurch die Saison für beide Autos erstmals  durchfinanziert zu sein scheint. Zweiter Stammfahrer ist Will Bratt, der bereits letztes Jahr bei einigen Rennen zum Einsatz kam.

Speedworks Motorsport – Independent
Toyota Avensis (NGTC) – #17 Dave Newsham, #48 Ollie Jackson
Ähnlich wie Dynojet besitzt auch Speedworks eine Menge Erfahrung mit dem NGTC-Toyota. Bislang verkaufte man sich aber meist unter Wert, da das Driver-Lineup in den letzten Jahren nicht zu den besten gehörte. 2012 waren Rookie Adam Morgan und Gentleman-Driver Tony Hughes die Stammpiloten. Morgan konnte immer mal wieder in die hinteren Top-10 fahren, aber Hughes ging regelmäßig unter. Wie gut das Auto tatsächlich ist, zeigte Paul O’Neil zur Saisonmitte, als er Hughes in einigen Rennen vertrat und in Knockhill das Podium nur knapp verfehlte. Mit Dave Newsham stößt dieses Jahr der Überraschungsmann des Vorjahres zum Team. Der Schotte hat seinen Speed mehrfach unter Beweis gestellt und konnte mit einem S2000-Vauxhall Vectra zwei Gesamtsiege einfahren. Hier darf man also gespannt sein. Zweiter Fahrer ist Ollie Jackson, der im Vorjahr noch im Golf von AmD-Tuning unterwegs war.

PPCGB.com/Kraftwerk Racing + RCIB Insurance Racing (Tony Gilham Racing) – Independent
VW CC (NGTC) + Vauxhall Insignia (NGTC) – #6 Tom Onslow-Cole, #22 Howard Fuller/Robb Holland, #20 James Cole, #31 Jack Goff
Einen kunterbunten Haufen gibt es dieses Jahr beim Team von Tony Gilham, das letztes Jahr noch unter dem Namen Team HARD antrat und vor allem mit einem pinkfarbenen Auto auffiel. Die Mannschaft, die zu Beginn der letzten Saison zunächst einen einzigen Honda Civic an den Start brachte, geht dieses Jahr gleich mit zwei Team-Entrys und vier Fahrzeugen in die Saison. Zum Einsatz kommen dabei zwei in Zusammenarbeit mit RML entwickelte Volkswagen CC und zwei Vauxhall Insignias, die man Thorney Motorsport zum Ende der letzten Saison abgekauft hat. Die beiden letzteren wurden komplett revidiert und werden von den Rookies James Cole und Jack Goff pilotiert. Für einen der VW konnte man Routinier Tom Onslow-Cole gewinnen, der letztes Jahr im West Surrey-BMW Gesamt-Sechster wurde. Ein Fragezeichen muss man aber dennoch machen, da die CC bislang noch niemand gesehen hat und das eine Auto, das man für Brands-Hatch einsetzen möchte, allerhöchstens auf den letzten Drücker und ohne Testkilometer fertig wird. Das zweite Auto ist ohnehin noch im Grundaufbau und wird erst im Laufe der Saison debütieren. Dieses soll dann abwechselnd von Howard Fuller und dem US-Amerikaner Robb Holland gefahren werden. Klingt also alles ein wenig nach rollendem Testlabor – vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass auch der Neuaufbau der Vauxhalls letzte Woche noch immer nicht abgeschlossen war. Immerhin hat man sich dagegen entschieden, auch noch den alten S2000-Civic, den man noch in der Garage stehen hat, einzusetzen.

Welch Motorsport – Independent
Proton Persona (NGTC) + Ford Focus Mk. II (S2000) – #10 Daniel Welch, #12 David Nye
Vermehrung gibt es auch bei Welch, das dieses Jahr statt einem zwei Autos an den Start bringen wird. Zum Einsatz kommt dabei aber nicht ein zweiter NGTC-Proton, sondern ein S2000-Ford Focus aus alten Motorbase-Beständen. Dieser wird vom 55-jährigen Rookie (!) David Nye gefahren, der damit in den Kampf um die Jack Sears-Trophy eingreifen möchte. Im Proton sitzt weiterhin Teamchef Dan Welch, der sich das Ziel gesetzt hat, regelmäßig in die vorderen Punkterängen zu fahren.

AmDTuning.com (Essex) – Independent
Volkswagen Golf (S2000)/Vauxhall Astra (NGTC) – #15 James Kaye
Das Team von Shaun Hollamby startet zunächst mit dem bekannten VW Golf in die Saison. Im Laufe des Jahres möchte man aber auf einen oder zwei Vauxhall Astra wechseln, die momentan nach NGTC-Reglement vom Team entwickelt werden. Nachdem Ollie Jackson das Team verlassen hat, sitzt dieses Jahr der 49-jährige James Kaye im Golf. Irgendwie ist auch noch der dritte ehemalige Motorbase-S2000-Ford Focus bei AmD gelandet (den ersten setzt Motorbase selbst für Liam Griffin ein, den zweiten hat Welch gekauft). Diesen möchte man gerne ebenfalls einsetzen, sobald jemand mit dem nötigen Kleingeld um die Ecke kommt. Alles etwas konfus also.

BTC Racing – Independent
Chevrolet Cruze (NGTC) – #28 Chris Stockton
Mit BTC kehrt ein Team zurück, das bis 2008 in der BTCC aktiv war und damals Lexus und Seats eingesetzt hat. Für 2013 hat man einen der NGTC-Chevrolet Cruze bekommen, die ursprünglich von RML für die Saison 2012 aufgebaut worden waren, dann aber wegen des Rückzugs aus der Meisterschaft nie zum Einsatz kamen. Interessant ist, dass die Basis für das Fahrzeug nicht die Saloon-Variante (Stufenheck) des Cruze ist, wie man sie auch aus der WTCC kennt, sondern der Hatchback (Fließheck).

Team Club 44 (IP Tech Race Engineering) – Independent
Chevrolet Cruze (NGTC), #44 Andy Neate, #tba
Andy Neate, der letztes Jahr noch Teamkollege von Jason Plato bei MG KX Momentum war, tritt dieses Jahr mit einem eigenen Team an. Zum Einsatz kommt dabei eine eigens entwickelte NGTC-Variante des Chevrolet Cruze, die anders als die Hatchback-Ausführung von BTC-Racing, auf dem Saloon-Model basiert. In Brands-Hatch wird man den neuen Chevy aber noch nicht sehen, da man das Auto frühestens für die zweite Saisonstation in Donington fertig bekommt. Neate, der von einem „long term project“ spricht, möchte das Auto nach schlechten Erfahrungen mit seinem MG aus dem Vorjahr nicht halbfertig an den Start bringen. Im Laufe der Saison soll zudem ein weiterer Cruze aufgebaut und eingesetzt werden.

Ciceley-Racing – Independent
Toyota Avensis – #33 Adam Morgan
Der von der BTCC zum besten Rookie des letzten Jahres gekürte Engländer bleibt zwar dem Auto treu, mit dem er letztes Jahr fuhr, wechselt aber von Speedworks zu seinem eigenen familiengeführten Team, das vorher im Ginetta Cup unterwegs war, wo Morgan 2011 auch den Meistertitel erringen konnte. Der zum Einsatz kommende Avensis ist ein ehemaliger Dynojet-Toyota. Bei den Tests letzte Woche beeindruckte Morgan mit sehr schnellen Zeiten.

Wheel Heaven/Houseman Racing (Wood Racing) – Independent
Vauxhall Vectra (S2000) – #43 Lea Wood
Der klassische Privatier fuhr zunächst einige Testfahrten für Speedworks in deren NGTC-Toyota, entschied sich dann aber doch dafür, eine weitere Saison im von seinem eigenen Team eingesetzten Vauxhall Vectra zu bestreiten. Damit setzt Wood den letzten verblieben S2000-Vectra im Feld ein. Sein Ziel ist ganz klar die Jack Sears Trophy, um dann im nächsten Jahr vielleicht auf ein NGTC-Auto zu wechseln.

Team BMR Restart – Independent
Seat Leon (S2000) – #39 Warren Scott
Das Team des ehemaligen Motorradrennfahrers Warren Scott steigt neu in die Serie ein und betrachtet die Saison mit einem S2000-Auto als Lernjahr, um dann im nächsten Jahr auf ein NGTC-Auto zu wechseln. Damit ist dieses Jahr immerhin noch einer der in den letzten Jahren so zahlreich vertretenen Leons aktiv.

M247 Racing (Finesse Motorsport/Tech-Speed Motorsport) – Independent
Chevrolet Cruze LT (S2000) – #90 Joe Girling
Hier sind die Teamstrukturen etwas unklar, da das Auto laut einigen Meldungen mal von dem aus der Britcar bekannten Team Finesse-Motorsport und mal von dem ehemaligen BTCC-Team Tech-Speed Motorsport eingesetzt wird. Zum Einsatz kommt jedenfalls ein alter S2000-Cruze von Tech-Speed, der zuletzt 2011 in der Meisterschaft gefahren wurde. Joe Girling möchte in den Kampf um die Jack Sears-Trophy einsteigen.

Vorschau Brands Hatch
Der Saisonauftakt findet am kommenden Wochenende in Brands Hatch statt. Über die Traditionsstrecke braucht man wohl nicht viel sagen – jede einzelne Kurve könnte hier abendfüllende Racing-Geschichten erzählen. Gefahren wird auf dem knapp zwei Kilometer kurzen Indy-Circuit, der – zumindest mit der BTCC – gewohntermaßen viel Spektakel verspricht. Einige Informationen zur Strecke findet man
hier. Im letzten Jahr siegte in Rennen 1 etwas überraschend Rob Collard mit dem betagten BMW 320si, nachdem sich – ebenfalls überraschend – Dave Newsham die Pole gesichert hatte. In Rennen 2 konnte Matt Neal im Honda den ersten Sieg für ein NGTC-Auto einfahren und in Rennen 3 siegte dann zur Verblüffung aller Jason Plato im gerade erst fertig gebauten MG.
Vor dem ersten Rennen einen klaren Favoriten zu benennen ist schwer, da erst mal die Performance der einzelnen Teams und Fahrer im Rennen beobachtet werden muss. Immer auf der Rechnung sollte man die Hondas, die MGs und die Motorbase-Fords haben, aber auch auf die BMWs von West Surrey und die Toyota von Speedworks und Dynojet sollte man ein Auge werfen. Bei den Testfahrten letzte Woche in Donington erreichte Andrew Jordan im Pirtek-Honda die schnellste Zeit, gefolgt von Jason Plato im MG und Gordon Shedden im Dynamics-Honda. Dahinter tauchten mit Adam Morgan und Dave Newsham bereits die ersten Toyota auf. Bester Ford war Aron Smith auf Position 8 und bester BMW Colin Turkington auf Position 10.

TV-Empfang
Stellt sich nach all der großen Vorrede nun nur noch die Frage: „Wie kann ich mir den ganzen Spaß denn angucken?“  Tja, hier wird es leider etwas kompliziert. In Großbritannien überträgt ITV 4 den gesamten Rennsontag im frei empfangbaren TV live. Wer eine Satellitenschüssel besitzt und diese zufällig auf 28.2° Ost ausgerichtet hat, ist klar im Vorteil, kann sich entspannt zurücklehnen und Tourenwagen-Action vom Feinsten genießen – sollte das übrigens jemand, der in meinem Umfeld wohnt, haben, wird er mein neuer bester Freund und ich bring zu jedem Rennen Kuchen mit ;).
Eine Alternative ist die ITV-Website, auf der der gesamte Rennsontag im Player gestreamt wird. Hier stellt sich aber das Problem, dass der ITV-Player für Leute außerhalb von UK mit einem Geoblock versehen ist. Dieser lässt sich allerdings auf verschiedene Weise umgehen. Halbwegs legal geht es aber nur in der Bezahlvariante. Google hilft hier weiter. Ansonsten bieten sich natürlich auch die diversen anderen hinlänglich bekannten Streamingdienste an.
Wer auf live verzichten kann, kann sich in den endlosen Weiten des Internets auch nach Downloads der Rennen umsehen. Live ist es jedoch schöner und man kommt in den großartigen Genuss von stundenlanger Rennaction, denn zwischen den einzelnen BTCC-Rennen findet das umfangreiche Rahmenprogramm, u.a. bestehend aus Porsche-Cup, Ginetta-Cup, Renault Clio-Cup und Formel Ford, statt.

So, das war mein erster Beitrag für den Racingblog. Ich hoffe, er hat gefallen. Über Feedback würde ich mich sehr freuen. Melde mich dann nächste Woche mit der Analyse aus Brands Hatch.

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 BTCC: Saisonvorschau 2013

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March 23 2013

09:00

IndyCar: Saisonvorschau 2013 und 1. Rennen in St. Petersburg

Nach einer langen Winterpause sind auch die IndyCars zurück zum Saisonauftakt in St. Petersburg. Mit Ryan Hunter-Reay muss nach sechs Jahren wieder ein US-Amerikaner seine Meisterschaft verteidigen.

stpete 08 IndyCar: Saisonvorschau 2013 und 1. Rennen in St. Petersburg

Champion Ryan Hunter-Reay in St. Petersburg
(C) Firestone Racing / Dennis Ashlock

Nachdem vor einem Jahr fast alles neu war, halten sich die Änderungen für diese Saison in Grenzen. Wenig überraschend hat sich Lotus als Motorenlieferant zurückgezogen, da kein Team die schwachen Motoren einsetzen wollte. Damit verbleiben nur noch Honda und Chevrolet als Motorenpartner in der IndyCar-Serie. Auf den Einsatz der geplanten Aero-Kits anderer Hersteller wird aus Kostengründen verzichtet. Die Teams beziehen also weiterhin alle Teile von Dallara.

Mit Rubens Barrichello und Ryan Briscoe haben zwei prominente Fahrer die Serie nicht ganz freiwillig verlassen. Mit AJ Allmendinger gibt es aber auch einen namhaften Zugang, mindestens für das Rennen im Barber Motorpark und das Indy 500. Aber der Reihe nach.


Teams, Fahrer

Andretti Autosport (Chevrolet)
Hier setzt man auf bewährte Kräfte. Neben Meister Ryan Hunter-Reay sind auch Marco Andretti und James Hinchcliff weiter dabei. In Zusammenarbeit mit HVM wird das Team um ein Auto, das von EJ Viso pilotiert wird, erweitert. Im Gegenzug mussten die Teilzeitfahrer Ana Beatriz und Sebastian Saavedra das Team verlassen.

Nach der hervorragenden letzten Saison von Ryan Hunter-Reay sind die Erwartungen natürlich sehr hoch. Es ist fraglich, ob man sich wieder gegen die beiden Überteams Penske Racing und Chip Ganassi Racing durchsetzten kann. Auch sollte Marco Andretti langsam mal konstant gute Ergebnisse abliefern, denn nur der Name wird ihm auf Dauer kein Cockpit sichern.

Team Penske (Chevrolet)
Aufgrund von Sponsorenmangel musste das dritte Vollzeit-Auto von Ryan Briscoe aufgegeben werden. Rückkehrer AJ Allmendinger wird aber mindestens bei zwei Rennen, Barber Motosports Park (07.04.) und Indy 500 (26.05.), in einem von IZOD gesponserten Wagen sitzen. Allmendinger fuhr 2004 und 2005 in der Champ Car World Series, bevor er in die NASCAR wechselte. Im letzten Sommer verlor er aufgrund eines Verstoßes gegen die Drogenrichtlinien sein Vollzeitcockpit bei Penske Racing.

Die beiden anderen Wagen werden weiterhin von Will Power und Helio Castroneves pilotiert.

Nach der Serie von Vizemeisterschaften ist auch in diesem Jahr Will Power einer der ganz großen Meisterschaftsanwärter. Helio Castroneves hatte in den letzten Jahren nicht die Konstanz für eine Meisterschaft, ist aber immer für Rennsiege gut.

Chip Ganassi Racing (Honda)
Bei Ganassi wurde das Junioren-Team auf ein Auto für Charlie Kimball reduziert. Graham Rahal ist in das Team seines Vaters gewechselt. Die beiden Top-Autos werden weiter von Dario Franchitti und Scott Dixon gefahren.
Nach einem etwas zäheren letzten Jahr wird man bei Chip Ganassi alles daran setzen, wieder die Nummer 1 zu werden. Die fahrerischen Qualitäten dafür haben Dario Franchitti und Scott Dixon natürlich.

KV Racing Technologie (Chevrolet)
Rubens Barichello ist zurück in seine brasilianische Heimat gewechselt und wird durch Simona de Silvestro ersetzt, die auch ihren Sponsor von HVM mitbringt. Ihr erfahrener Teamkollege wird Toni Kanaan sein.

Mit dem Veteran Toni Kanaan ist auf allen Strecken zu rechnen. Interessant wird es zu sehen, wie sich Simona de Silvestro nach dem verlorenen Lotus-Jahr schlagen wird. Auf Straßenkursen und permanenten Rennstrecken war sie 2011 schon häufig sehr schnell unterwegs.

Rahal Lettermann Lanigan Racing (Honda)
Das Team wird um einen Vollzeit-Wagen für James Jakes erweitert. Beim Indy 500 und evtl. weitere Ovalrennen wird ein weiteres Auto für Mike Conway eingesetzt. Takuma Sato wird durch Graham Rahal ersetzt.

In der Vergangenheit lief die Zusammenarbeit von Graham und seinem Vater Bobby Rahal nicht besonders erfolgreich ab. In den letzten Jahren hat Graham Rahal, unter anderem bei Chip Ganassi, aber viel gelernt und über genug Talent verfügt er auch. Zwischen Top-Resultaten und hinterem Mittelfeld ist bei dieser Kombination alles möglich.

Dale Coyne Racing (Honda)
Den abgewanderten James Jakes hat man durch Ana Beatriz ersetzt, die nun eine ganze Saison bestreiten darf. Im zweiten Auto ist Justin Wilson gesetzt.

Dragon Racing (Chevrolet)
Im Winter hat man sich, trotz eines laufenden Vertrags und Sponsorendeals, von Katherine Legge getrennt. Wahrscheinlich treffen sich die Parteien noch vor Gericht. Das freie Cockpit hat sich Sebastian Saavedra gesichert. Sein Teamkollege wird Sebastian Bourdais sein, der in seine zweite Vollzeit-Saison geht.

Ed Carpenter Racing (Chevrolet)
Der Stiefsohn von Tony George setzt weiterhin einen Dallara Chevrolet ein und fährt ihn auch selbst. Auf schnellen Ovalen ist er immer für eine Überraschung gut. Dies zeigte zuletzt sein Sieg beim Saisonabschluss in Fontana.

Panther Racing/ Panther Dreyer & Reinbold Racing (Chevrolet)
Für Panther Racing greift wieder JR Hildebrand ins Lenkrad. Die Kooperation von Dreyer & Reinbold Racing mit Panther Racing, die sich durch den Motorenwechsel von DRR zu Chevrolet vor dem Indy 500 ergeben hatte, wird auch in dieser Saison fortgesetzt. Der gemeinsame Wagen wird auch diese Saison von Oriol Servia pilotiert.

Barracuda Racing (Honda)
Bryan Herta Racing hat mit Barracuda, einem IT-Unternehmen, einen Namenssponsor gefunden. Der Fahrer ist weiterhin Alex Tagliani, mit dem man zumindest auf den schnellen Ovalen rechnen muss.

Sarah Fisher Hartmann Racing (Honda)
Beim kleinen Team von Sarah Fisher hat sich über den Winter wenig geändert. Weiterhin ist Josef Newgarden der Stammfahrer.

Schmidt Hamilton HP Motorsport/ Schmidt Peterson Motorsport (Honda)
Für Sam Schmidt gehen in dieser Saison zwei Franzosen an den Start. Simon Pagenaud, der weiterhin für Schmidt Hamilton HP Motorsport antreten wird, hat mit Tristan Vaultier einen neuen Teamkollegen bekommen. Dieser hat sich mit der Meisterschaft bei den Indy Lights im letzten Jahr für einen Platz bei den IndyCars empfohlen. Für das zweite Auto hat Sam Schmidt mit Ric Peterson einen neuen Partner gefunden.

AJ Foyt Enterprises
In seinem dritten IndyCar-Jahr tritt Takuma Sato für sein drittes Team an. Einzig den Honda-Triebwerken ist er treu geblieben. Für das Indy 500 ist geplant, für Chase Austin ein zweiten Auto eingesetzt.

Strecken, Rennen
Am Rennkalender hat sich nur wenig verändert. Das Rennen in Edmonton wird durch ein Ovalrennen auf dem Pocono Raceway ersetzt. Kurz vor dem Ende der Saison wird vor Fontana noch ein Straßenkurs in Houston eingeschoben. Die Rennen auf den drei großen Ovalen in Indy, Pocono und Fontana werden zur Triple Crown zusammengefasst. Sollte ein Fahrer zwei dieser Rennen gewinnen bekäme er 250.000 Dollar Extra-Preisgeld, bei drei Siegen sogar 1.000.000 Dollar.

Die Rennen auf den Stadtkursen in Detroit, Toronto und Houston werden als Double-Header ausgetragen. Dort wird dann, abweichend von der Tradition und den anderen Rennen, auch stehend gestartet. Insgesamt kommt man so auf 19 Saisonrennen:

  1. 24. März    Honda Grand Prix of St. Petersburg (Saint Petersburg)
  2. 7. April      Honda Indy Grand Prix of Alabama (Birmingham)
  3. 21. April    Toyota Grand Prix of Long Beach (Long Beach)
  4. 5. Mai         São Paulo Indy 300 (São Paulo)
  5. 26. Mai      Indianapolis 500 (Indianapolis)
  6. 1. Juni        Chevrolet Indy Dual in Detroit (Detroit)
  7. 2. Juni
  8. 8. Juni        Firestone 550 (Fort Worth)
  9. 15. Juni      Milwaukee IndyFest (West Allis)
  10. 23. Juni     Iowa Corn Indy 250 (Newton)
  11. 7. Juli         Pocono INDYCAR 400 (Pocono)
  12. 13. Juli       Honda Indy Toronto (Toronto)
  13. 14. Juli
  14. 4. August           Honda Indy 200 at Mid-Ohio (Lexington)
  15. 25. August        GoPro Indy Grand Prix of Sonoma (Sonoma)
  16. 1. September    Grand Prix of Baltimore (Baltimore)
  17. 5. Oktober         The Shell and Pennzoil Grand Prix of Houston (Houston)
  18. 6. Oktober
  19. 19. Oktober       MAVTV 500 (Fontana)

St. Petersburg
Die Strecke kombiniert eine Start- und Landebahn mit einem US-typischen Stadtkurs. Die lange Start-Ziel-Gerade mündet in eine recht enge Rechtskurve, wo in den letzten Jahren viele Überholmanöver stattfanden. Nach zwei flüssigen Kurven führt eine kurze Gerade in eine 90 Grad Rechtskurve, die zu einem, meist nicht funktionierenden, Überholversuch einlädt. Nach einem engen verwinkelten Bereich kommen die Fahrer auf eine lange Gerade, direkt am Meeresufer entlang, mit zwei schnellen Linkskurven und einer flüssigen Schikane. Eine doppelte Rechtskurve führt wieder auf die Start- und Zielgerade.

Von den acht IndyCar-Läufen in St. Peterburg haben Penske-Fahrer fünf gewonnen. Allein Helio Castroneves hat dort drei Siege, zuletzt auch im Vorjahr, zu Buche stehen. Entsprechend sind er und sein Teamkollege Will Power, auch nach den sehr guten Ergebnissen beim letzten Test auf dem Barber Motorsport Park, die ersten Sieganwärter. Neben Penske Racing muss man auch immer die Fahrer von Chip Ganassi und den amtierenden Meister Ryan Hunter-Reay auf der Rechnung haben. Besonders sollte man auch auf Simona de Silvestro achten, die in St. Petersburg 2011 einen hervorragenden vierten Platz belegte. Nach einem schwachen Jahr mit Lotus-Power dürfte sie im Chevrolet befeuerten KV Dallara wieder bessere Ergebnisse abliefern.

 IndyCar: Saisonvorschau 2013 und 1. Rennen in St. Petersburg

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March 08 2012

16:52

WTCC: Saisonvorschau 2012

Die WTCC startet dieses Wochenende schon in ihre neue Saison. Nach den offenen Chevyopen letztes Jahr sieht es dieses Jahr leider nicht viel besser aus. Das Positive ist aber, dass wieder mehr Werke in die Serie drängen.

Kalender und Regeländerungen:

Doch zunächst zu ein paar allgemeinen Sachen. Allem vorran der Kalender der diesjährigen WTCC-Saison:

1.  10/11 März  Monza  Autodromo di Monza 2.  31 März/01 April  Valencia Circuit Ricardo Tormo 3.  14/15 April  Marrakesch  Circuit de Marrakech 4.  28/29 April  Slovakei  Slovakia Ring 5.  05/06 Mai  Budapest  Hungaroring 6.  19/20 Mai  Salzburg  Salzburgring 7.  02/03 Juni  Estoril  Circuito do Estoril 8.  21/22 Juli  Curitiba  Autódromo Internacional de Curitiba 9.  22/23 September  Sonoma  Infineon Raceway 10.  20/21 Oktober  Suzuka  Suzuka East Circuit 11.  03/04 November  Shanghai  Shanghai International Circuit 12.  16/18 November  Macao  Circuito da Guia

12 Rennen auf 5 Kontinenten wird man bestreiten, 6 davon in Europa. Eine gute und ansprechende Mischung für eine Weltmeisterschaft, auch wenn es gerne 2 Rennen mehr seien dürften. Das Problem ist, dass die WTCC dann in Logistikprobleme kommt, da einem natürlich nicht die Transportmöglichkeiten der Formel 1 zur Verfügung stehen. So sieht der Kalender rein von Daten her leider etwas komisch aus mit 8 Rennen in 5 Monaten und die restlichen 4 Rennen in 4 Monaten. Die großen logistisch bedingten Pausen am Ende des Kalenders lassen das Ganze immer ein bisschen zäh und zusammenhangslos wirken.

Starten wird man die Saison in Monza dieses Wochenende, danach bringt man den Spanienbesuch hinter sich, den jede Serie macht. Die gute Nachricht ist man fährt nicht in Barcelona sondern in Valencia, und dort auch nicht auf dem unsäglichen Stadtkurs, obwohl der vielleicht für Tourenwagenrennen gar nicht so schlimm wäre, sondern die Strecke, wo auch die MotoGP ihre Rennen absolviert. Das Motorland Aragón hätte mir zwar besser gefallen, aber Hauptsache man sieht mal nicht Barcelona. Danach geht man nach Marrakesch und da muss man fragen: Warum?. Der letzte Marrakesch Auftritt war sowohl mit der damaligen Begleitserie Formel 2, als auch mit den Tourenwagen ein mittelschweres Desaster, da die Streckenposten ewig brauchten, um verunfallte Fahrzeuge von der Strecke zu kriegen. Bei der kurzen Rennlänge der WTCC laufen dann ganz schnell Großteile des Rennens unter gelb ab. Zu der Verteidigung der Streckenposten muss man sagen, dass die WTCC-Piloten bei ihrem letzten Auftritt auf dem Stadtkurs auch echt Schrott am laufenden Band produziert haben. Aber dann war da auch unter anderem noch, die nicht funktionierende Ampelanlage…

Nach Marrakesch wollte man eigentlich nach Argentinien, blos dieses Rennen kam nicht zu Stande. weswegen man den Slovakia Ring als Ersatzstrecke gewählt hat. Danach geht man auf den immer noch als Micky-Maus-Kurs verschrienen Hugaroring, obwohl die Rennen dort eigentlich nie so schlecht sind. Der Salzburgring und Estoril bilden den Abschluss des Europateils des Kalenders. Sehr schade ist das Fehlens eines Rennens in Deutschland, ebenso wie es kein Rennen in Frankreich und England gibt. Nach Estoril setzt man über nach Brasilien und fährt in Curitiba und danach und das ist sehr erfreulich in Sonoma. Somit hat man es geschafft einen Nordamerikaauftritt auf einer nicht uninteressanten Strecke zu organisieren. Man verlässt Amerika dann Richtung Asien, fährt in Suzuka und in Shanghai. Dort zum Glück auf der Grand-Prix-Strecke und nicht auf der Kartbahn, auch wenn leider wieder kaum Zuschauer da sein werden. Den Abschluss der Saison bildet wie jedes Jahr das Destruction-Derby in Macao.

Zur neuen Saison gibt es auch einige Regeländerungen, hier die Wichtigsten: Die Rennen sind jetzt wenigstens 10 Kilometer länger (60 Kilometer). Dies ist nur zu begrüßen, auch wenn 75 oder gar 100 Kilometer vielleicht ein vernünftigerer Ansatz wären. Es gibt jetzt Punkte fürs Qualifing und zwar 5 für den Bestplatzierten, 4 für den Zweitplatzierten und so weiter, ist keine große Änderung, wertet das Qualifying aber nochmals auf. Außerdem kommen nun 12 statt 10 Fahrern in Q2. Die Startaufstellung für Rennen 2 bestimmt sich nun nich tmehr nach der umgekehrten Reihenfolge von Q1 sondern nach der von Q2. Es können nur noch Wagen Q2 erreichen, die in der Meisterschaft eingetragen sind, also Meisterschaftspunkte sammeln. Desweiteren verteilt die WTCC weiterhin Karten, nun gilt: Wer 2 statt 3 Mal wegen fahrerischen Vergehen auf der Strecke bestraft wird, muss beim nächsten Rennen 10 Plätze nach hinten. Ursprünglich hieß es, dass man nur noch einen Motor für die ganze Saison verwenden darf, dies wurde jedoch vermutlich auf Bestreben von Ford und Seat dahin geändert, dass man bis zum Hungaroring seinen Motor strafenfrei wechseln darf. Zuletzt wird es ab diesem Jahr auch in der WTCC wie in der Formel 1 einen “Fahrersteward” geben.

Die Hersteller:

Chervrolet: Nachdem nicht unüberraschend erfolgreichem Jahr 2011 kehrt Chevrolet auch 2011 wieder werksseitig zurück in die Serie. Zwischen den Zeilen hat man in Interviews immer wieder herausgehört, dass man den großen Erfolg, den man hat natürlich begrüße, aber aus Marketinggründen einige andere Werke doch wünschenswert wären, ansonsten könnte man darüber nachdenken, sein Engagement etwas zurückzufahren. Weitere Werke werden wohl kommen, weswegen Chevrolet sich wohl entschied, auch dieses Jahr mit 3 Autos anzutreten. Es gab sogar Gerüchte, dass man ein 4. Auto für Alex MacDowall einsetzen könnte, letzendlich blieb man jedoch bei 3 Wagen. Von Seiten der FIA hat man sich gedacht, dass man um die Chevrolets etwas einzubremsen ihr Mindestgewicht um 30kg erhöht, was eine ganze Menge ist. Später hat FIA da nochmal drüber geschaut. und lediglich 10kg raufgepackt. Ob das reicht, wird man sehen müssen. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat sich technisch wenig getan, die Werkschevrolets werden mit neuen Aufhängungen und einem leicht überabeitetem Motor an den Start gehen. Desweiteren verschwindet die Landesflagge des jeweiligen Fahrers vom Dach und die Lackierung wurde etwas überabreitet, so dass die Autos jetzt etwas schnittiger wirken.

Seat: Weiterhin unterstützt Seat nur, allerdings mehr als im letzten Jahr. Man hat sich im Winter vor allem auf das eine große Problem konzentriert: Den Motor. Dieser wird jetzt nicht bei dem mit Seat eng verbundenem SunRed-Team gebaut, sondern bei Seat selbst. Damit will man einen Flop wie das verspätete Auftauchen des neuen Motors letztes Jahr, der dann nichtmal mehr besonders konkurrenzfähig war, vermeiden. Der neue Motor soll bei den Testfahrten wohl erstaunlich gut und zuverlässig gelaufen sein. Eventuell will sich Seat ab 2013 wieder komplett werksseitig engagieren, sicher ist man sich da aber noch nicht.

BMW: Kaum neues aus dem Hause BMW, sogar eher schlechte Nachrichten. War der BMW 320 zu seiner Blütezeit vor 3-5 Jahren in vielen Rennserien einsetzbar und DAS Kundenauto, ist dies heute nicht mehr so. Einige Serien verabschieden sich vom S2000 Reglement und verlangen Fahrzeuge auf GT-3 Basis, weswegen BMW viel Energie in den Z4 setzt. Dennoch möchte man die Kundenteams, die den 320 TC einsetzen, natürlich bestmöglich betreuen. Die Eindrücke des ebenfalls leicht überarbeitetem Motors bei den Tests waren wohl eher so mittelmäßig, es dürfte ein schweres Jahr für die BMW-Teams werden.

Honda: Sehr erfreuliches gibt es von Honda zu berichten. Überraschend gaben die Japaner bekannt, dass man werksseitig mit dem JAS Motorsportteam ab 2013 mit 2 Honda-Civic in die WTCC einsteigen wird. Geplant ist im Moment sogar schon als Gasstarter bei den Asienrennen zum Ende der Saison anzutreten. Für das WTCC-Programm wird man natürlich einen neuen 1,6l-Turbomotor nach dem neuen Reglement entwickeln. Ein ganz wichtiger Schritt für die WTCC, die in Asien ziemlich beliebt ist und somit endlich mit Sicherheit einen weiteren namhaften Hersteller bekommt.

Ford: Ford steigt dieses Jahr erfreulicherweise auf privater Ebene in die WTCC ein. Mit Hilfe von Mountune Racing hat man einen Motor nach aktuellem Reglement konstruiert und finanziert, der vom Einsatzteam Aon Motorsport ausgiebig getestet und für gut befunden wurde. Im Vergleich zur BTCC Version des Ford Focus hat man dem Auto ein neues Bodywork und eine neue Aufhängung verpasst, mit dem Verlauf der Tests war man sehr zufrieden. Vielleicht findert Ford ja soviel Spaß an der WTCC, dass man sich für einem Werkseinsatz entscheidet…

Lada: TMS wird als privates Team dieses Jahr mit starker Unterstützung von Lada 2 Rennwochenenden bestreiten, jenes am Hungaroring und das in Estoril. Eingesetzt wird der neue LADA Granta Sport, der ab April ausgiebig getestet werden soll. Allerdings hat man momentan ziemliche Probleme bei der Entwicklung, die FIA lehnte unter anderem einen Antrag zur Verbreiterung des Radstandes ab. Sollten die beiden Rennen gut laufen, denkt man wohl über ein werksseitiges 3-Jahres-Engagement nach. Entsprechende Vorverträge mit Fahrer James Thompson sind anscheinend geschlossen.

Volvo: Die schlechtesten Nachrichten diesen Winter kamen doch etwas überraschend von Volvo. Diese ziehen nämlich ihre Unterstützung für das Einsatzteam Polestar komplett zurück. Dies ist nach einer doch recht vielversprechenden Saison 2011, die man ja komplett bestritt ziemlich merkwürdig. Grund dafür ist laut Volvo schlicht und ergreifend der, dass man das falsche Auto für die WTCC gebaut hat. Der C30 ist nicht mehr das Auto, welches Volvo promotet sehen möchte, statt dessen setzt man auf den S60, den es aber nicht in einer S2000 Version gibt. Diesen möchte man in Rennserien im skandinavischen Raum einsetzen. Insgesamt mehr als schade das Ganze.

Die Teams und Fahrer:

Man wird bei jedem Rennen weit über 20 Fahrer am Start haben, was ein sehr ansehnliches Starterfeld ist. Hier ein Überblick über die Teams und Fahrer:

Chevrolet-Werksteam: Die Meistertruppe vom letzten Jahr tritt mit einem unverändertem Aufgebot an Fahrern an, Menu, Huff und Muller. Viel muss man zu dem Team nicht sagen, sehr starkes Line-up an Fahrern, wohl den besten Wagen, hier fahren die Titelaspiranten und es muss eigentlich erwartet werden, das am Ende des Jahres diese Autos am Ende des Jahres in der Meisterschaft auf den Plätzen 1, 2 und 3 landen. In welcher Reihenfolge muss sich noch herraus stellen.

Chevrolet Team Schweden: Sowas wie ein vierter veralteter Werkswagen, den Chevrolet hier einsetzt, allerdings keinesfalls die ganze Saison. Fahrer Rickard Rydell wird einen 2011-er Chevrolet-Werkswagen bekommen. Rydell und das Chevrolet Team Schweden kommen aus der STCC, dort sind sie Titelverteidiger. Das Team möchte mal schauen was in Monza so geht und dann eventuell die Rennen, die nicht mit der STCC kollidieren ebenfalls fahren (Rydell kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Bamboo-Engineering: Mit neuen Wagen und neuer Fahrerpaarung geht Bamboo-Engineering in die Saison. Man wird 2 neue Kunden-Chevrolet-Cruz mit den neuesten Updates fahren. Als Fahrer hat man Pasquale Di Sabatino und Alex MacDowall gewinnen können. Nie von den beiden gehört?  Pasquale Di Sabatino kommt aus dem Formelsport, ist letzte Saison AutoGP gefahren und wurde dort sehr unauffälliger Gesamtzwölfter. Wesentlich erfolgsversprechender klingt da schon Alex MacDowall, der aus der BTCC kommt und dort für Chevrolet fuhr. Er konnte dort einige Podien erreichen, auf ihn wird zu achten sein.

Sunred-Engineerig: Auch Sunred-Engineering ist natürlich wieder dabei. Als Fahrer hat man Andrea Barlesi und Fernando Monje verpflichtet. Andrea Barlesi gewann vorletztes Jahr immerhin die Formla Le Mans und fuhr letztes Jahr in der LMS. Fernando Monje kommt aus den Formel 3 Open, wo er letztes Jahr 15. in der Gesamtwertung wurde. Das ist jetzt nicht das beste Lineup. Einsatzfahrzeug ist ein neuer Seat-Léon mit dem neuem Motor.

Tuenti Racing Team: Das Tuenti Racing Team ist das Schwesterteam von Sunred. Fahrer sind Tiago Monteiro und Pepe Oriola. Oriola fuhr letztes Jahr eine mittelprächtige Debutsaison und wurde 18. in der Gesamtwertung, aber der Junge ist ja auch erst 17. Über Routinier Monteiro muss man keine Worte mehr verlieren, bei einem günstigem Rennen ist vielleicht ein Sieg für das Team mit ihren Seats drin (Monteiro kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Lukoil Racing Team: Das eng mti Seat zusammenarbeitende Lukoil Racing Team ist jenes Seat-Team, welches am siegfähigsten aussieht. Fahrer sind Gabriele Tarquini und Aleksei Dudukalo. Lukoil ist eine russische Ölfirma, die viel Geld investiert und deshalb auch viel Support von Seat bekommt. Dieses Jahr möchte man richtig angreifen, es gibt sogar Gerüchte, dass man nächstes Jahr das Werksteam von Seat werden könnte. Dudokalo lieferte eine schwache erste Saison ab und holte letztes Jahr nur 4. Punkte, während Routinier Tarquini natürlich immer für gute Rennen zu haben ist (Tarquini kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Zengo Motorsport: Die Truppe ist auch dieses Jahr wieder dabei. Man hat es sogar geschafft, ein zweites Auto zu finanzieren. Neben Norbert Michelisz wird Gábor Wéber einen der beiden BMW 320 TC pilotieren. Michelisz wurde starker 9. letztes Jahr, während Wéber mit ganz ansprechenden Ergebnissen aus dem Seat Leon Supercopa kommt.

Team Engstler: Das sympathische Team geht wieder mit 2 Wagen, natürlich BMW’s an den Start, gefahren von Franz Engstler und Charles Kaki Ng. Ng kommt aus dem Tourenwagensport in Asien und fährt nun seine erste volle WTCC-Saison, über Engstler sollte alles bekannt sein. Vielleicht schafft man es wieder, die großen Blauen zu ärgern und ein oder zwei Siege einzufahren, ansonsten geht es um die Privatfahrerwertung.

Roal Motorsport: Wieder wird man bei Roal Motorsport auf 2 BMW 320 TC setzen. Am Steuer werden Tom Coronel und Alberto Cerqui sitzen. Tom Coronel wird wohl neben der Engstler der BMW-Fahrer sein, der am ehesten mal für einen Sieg gut ist. Alberto Cerqui ist allerdings nicht zu unterschätzen, er steigt als Meister der italienischen Superstars Series auf. Dort fuhr er auch schon für das Roal-Team (Coronel kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Proteam-Racing: Das Team setzt leider nur noch 2 Autos statt 3 wie letzte Saison ein. Mehdi Bennani bekommt wieder eines der Cockpits, er wurde letzte Saison 16. den zweiten BMW bekommt Isaac Tutumlu. Jener hat ein paar Einsätze in der Superstars Series und dem Porsche Super Cup hinter sich, die Ergebnisse des Spaniers waren jedoch eher unspektakulär.

Wiechers-Sport: Auch Wiechers-Sport wird man in der WTCC sehen. Man tritt mit einem BMW an, diesmal wieder pilotiert von Stefano D’Aste. D’Aste ist sicherlich besser als das “Experiment” Urs Sonderegger, bei dem Weichers-Sport ja schon Mitte der letztes Saison die Reißleine zog.

Team-Aon: Die beiden Fords dieses Jahr werden von Team Aon eingesetzt. Das Team kommt aus der BTCC und bringt auch gleich 2 britische Fahrer mit, nämlich Tom Chilton und James Nash. Die beiden sind echte Topfahrer, waren beide Privatchampions in der BTCC. Auf das Team wird man achten müssen. James Nash ist ein heißer Anwärter für den Titel in der Privatfahrerwertung (Chilton kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Special Tuning Racing: Das Team wird 2 Seats einsetzen und kommt ebenfalls aus der BTCC. Fahrer werden  Tom Boardman und Darryl O’Young sein. Tom Boardman ist Miteigentümer des Teams, und konnte in der BTCC gute Ergebnisse abliefern. O’Young wurde 14. in der letzten Saison und hat die 12h von Bathurst in diesem Jahr gewonnen, man sollte ihn also nicht unterschätzen.

TV-Übertragung:

Nicht viel Neues an dieser Stelle. Eurosport beziehungsweise Eurosport 2 werden wieder das Qualifying (teilweise) und beide Rennen live übertragen. Die Übertragungszeiten werden wohl wieder so variieren, wie sie Eurosport am besten in ihren am Wochenende mit Livesport befülltem Programmplan passen. Dafür bitte jedes Wochenende unsere Tv-Termine beachten. Kommentiert werden die Rennen wieder von Dirk Adorf und Uwe Winter, neu stößt Christian Menzel hinzu, der sich mit Dirk Adorf abwechseln wird.

Dieses Wochendende: 

Etwas untypisch für die WTCC beginnt die Saison dieses Jahr nicht in Übersee, sondern in Europa auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza. Bei der Starterliste gibt es zwei kleine Besonderheiten: Fernando Monje wird für Sunred noch nicht am Start seien, da er für das Team in der ETCC antritt, dafür fährt Rickard Rydell für das Chevrolet Team Schweden einen Einsatz, der als Test für ein eventuell weiterführendes Engagement herhalten soll (s.o.).

Zu Monza an sich als Strecke muss man nicht viel sagen. Es ist ein reines Hochgeschwindigkeitsrennen, bei der WTCC mit ihren 60 Kilometern Renndistanz ist das ein eher kurzers Vergnügen. Es wird alles von den Motoren abhängen, vorallem davon wie gut der Seat und Ford-Motor ist. Letztes Jahr hat Rob Huff beide Rennen gewonnen, die Blauen sind aber auch dieses Wochenende auf alle Fälle Favourit. Es sollen angenehm-sonnige 15 Grad werden.

 

 

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April 22 2011

13:24

GT Masters: Saisonvorschau & Auftakt in Oschersleben

Wenn man Audi R8, Porsche 911, Mercedes SLS, Corvette Z06, Ferrari F430/458, Lamborghini LP600, Dodge Viper und BMW Alpina B6 hört oder liest, wird man vermutlich sofort denken man wäre auf der IAA in Frankfurt gelandet, es sei denn man befindet sich am Osterwochenende in Oschersleben beim Auftakt der ADAC GT Masters. Denn genau dort gehen all diese Wagen an den Start um die Titelverteidiger Prinz Albert von Thurn und Taxis und Peter Kox vom Thron zu stoßen.

Die Meisterschaft welche auf dem FIA GT3-Reglement beruht und 2007 ihre ersten Rennen austrug hat sich mittlerweile zu einer festen Größe im Deutschen und Europäischen GT-Sport entwickelt und wird auch seit 2010 Live auf Kabel 1 ausgestrahlt. Dies zeigt auch die Anzahl der Nennungen, welche es Stand Donnerstag auf satte 41 Stück bringt! So viele Wagen haben weder BES, noch GT1-WM oder die GT3-EM vorzuweisen.


Zur neuen Saison hat sich im GT Masters einiges getan, so kommen neue Wagen, neue Teams, neue Fahrer und auch neue Strecken in die Serie. So wird man in diesem Jahr im August erstmals auf dem Red Bull Ring antreten, welches der wiederaufgebaute A1-Ring ist, der in diesen Tagen endlich wieder zum Leben erweckt wird. Außerdem gibt es weitere Abstecher nach Zolder und Assen. Der konkrete Terminkalender sieht dann wie folgt aus:

23.04.- 25.04.2011 Oschersleben (D)
12.05.- 15.05.2011 Sachsenring (D)
10.06.- 12.06.2011 Zolder (B)
08.07.- 10.07.2011 Nürburgring (D)
12.08.- 14.08.2011 Red Bull Ring (A)
02.09.- 04.09.2011 EuroSpeedway (D)
16.09.- 18.09.2011 Assen (NL)
30.09.- 02.10.2011 Hockenheim (D)

Eine weitere Änderung betrifft die Übertragung von Kabel 1. So wird dieses Jahr nicht mehr Rainer Braun die Rennen kommentieren, sondern der aus der VLN und LMS bekannte Fahrer und Kommentator Patrick Simon. So fährt Patrick Simon nicht nur in der FLM in der LMS, sondern kommentiert auch mit Lars Gutsche regelmäßig die Rennen der VLN. Eine kleine Kostprobe gibt es hier

Da es in Laufe der Saison recht häufig vorkommen wird, dass Teams einzelne Rennen auf einmal auslassen werden oder die Fahrerbesatzung öfters ändert, ist diese Vorschau nur unter Vorsicht zu genießen und es kann durchaus sein dass sich einzelne Besetzungen noch sehr kurzfristig ändern.

Beginnen möchte ich die Vorschau mit den Wagen aus dem Hause Porsche

Die meisten Fabrikate bringt dieses Jahr Porsche an den Start. Ganze 10 GT3 R und 1 Cup S werden in Oschersleben an den Start gehen, wobei leider vor allem die 2 GT3 R von Mühlner Motorsport immer noch äußert fraglich sind, denn bisher wurde nur Frank Schmickler auf dem GT3 R mit der Startnummer #6 genannt. Es ist also gut möglich, dass eventuell nur 1 oder gar kein Porsche von Mühlner in der Startaufstellung zu finden ist.

Anders sieht es hingegen bei der vermutlichen Speerspitze der Zuffenhausener aus, nämlich dem Team von a-workx Akrapovic welche 2 GT3 R einsetzen und dabei auf der #10 die beiden Fahrer Sebastian Asch und Michael Ammermüller, welcher Freitagsfahrer bei Red Bull und 2010 Fahrer eines R8 LMS mit Kenneth Heyer war, einsetzen.
Ferner hat auch die Mannschaft von Alfried Heger, HegerSport die Nennung von 2 GT3 R abgegeben, aber man wird nicht hinter dem Einsatz stehen, auch wenn Heger vorne drauf steht. Die Einsätze wurden de facto von Attempto Racing übernommen, denn wenn ein Team rechtzeitig einen Wagen für die Gesamte Saison meldet, werden einem 2/3, also 10.000 € des Nenngeldes rückerstattet. Pilotiert werden die Wagen von Robert Lukas Stefan Wendt (#29), Jürgen Häring, Nicolas Armindo (#30).

Das Teams 9Elf Dutt wird aber vermutlich kaum in den Kampf um die Spitze eingreifen, denn hier konzentriert man sich anscheinend stark auf die Amateur-Wertung. So werden bei 9Elf Dutt die Fahrer Oliver Dutt, Oliver Strasser die #13 steuern während Peter Veen und Uwe Kleen sich am Steuer der Nummero #14 dem einzigen 911 Cup S abwechseln werden.
Selbiges gilt mehr oder weniger auch für das Team FACH AUTO Tech, welche zwar schon dieses Jahr bei den 24H von Dubai am Start waren, aber ihr Augenmerk hier in Richtung der hart umkämpften Amateur-Wertung mit den Duos Daniel Dobitsch, Swen Dolenc in der #15 und Otto Klohs, Jens Richter in der #16.

Komplettiert wird das Feld von Bleekemolen RacePlanet Racing wo sich beim 1. Rennen Ronald van de Laar und Michael Bleekemolen, der jüngere Bruder von Jeroen am Steuer des Porsche mit Nummer 26 abwechseln werden.

Mercedes SLS AMG GT3

An diesem Wochenende wird auch Mercedes mit dem SLS AMG GT3 sein Debüt in jener Serie geben und dabei werden gleich 8 “Sternenkrieger” versuchen, den Titel nach Stuttgart zu holen. für das größte Kontingent wird dabei Heico Motorsport verantwortlich zeichnen, denn sie werden gleich 4 Wagen vorbereiten.
So wird die Startnummer #34 von keinem geringeren als Lance David Arnold, welcher letztes Jahr u.a. den Haribo Porsche steuerte und Andreas Zuber gesteuert, während sich auf dem Schwesterauto mit der #33 der mittlerweile GT-Erfahrene und aus der Champ Car bekannte Andreas Wirth sowie Christiaan Frankenhout aus den Niederlanden abwechseln werden. Die #31 wird von Thomas Holzer und Carsten Tilke, Sohn von Herrman Tilke gesteuert, während der 4. Wagen von den Piloten Dominik Baumann und Harald Proczyk pilotiert werden.

Als 2. Team wird Black Falcon 2 Mercedes an den Start bringen. Das Team welches bisher vor allem in der VLN seine Runden dreht, feiert nun sein Debüt im GT Masters und was für eins. So wird die #21 von keinem geringeren als Jan Seyfarth sowie Oliver Mayer gesteuert und die #20 von seinem Teamkollegen aus der VLN, Kenneht Heyer und Robert Renauer.
Ein weiterer SLS wird von MS Racing, dem Sieger des Porsche Carrera Cup 2009 mit David Sigacev und Dominik Stoll für das Rennen am Osterwochenende gemeldet.

Als 8. SLS fehlt bisher noch der SLS von Mamerow Racing. Das Team, welches nach Unstimmigkeiten mit Porsche im Winter zu Mercedes gewechselt ist und in der VLN am Start ist, hat zwar einen SLS genannt, jedoch sind bisher (Stand: Donnerstagmittag) keine Fahrer zu finden. Vermutlich wird zwar Chris Mamerow einer der Piloten sein, dass aber auch er eben nicht in der Liste auftaucht dürfte allerdings kein gutes Zeichen sein.

Lamborghini

Natürlich darf auch das Fabrikat nicht fehlen, welches letztes Jahr den Meister stellen konnte und diesmal geht ein wahres Großaufgebot von LP600+ an den Start, nachdem Reiter Engineering dem Lambo über den Winter nochmals ein umfangreiches Update spendiert hat.
Zumindest 6 Lambo wurden gemeldet, ob aber auch wirklich alle 6 in Oschersleben am Start sind, hängt vor allem vom Gesundheitszustand von Prinz Albert von Thurn und Taxis ab. Dieser hat ja bekanntlich am letzten Wochenende mit seinem Lambo in Monza bei der Blancpain Endurance Series aufs heftigste abgeflogen wobei er sich anscheinend doch verletzt hat. Denn Albert von T&T wurde in Regensburg mit einer Halskrause gesichtet und es machen doch Gerüchte über eine Verletzung der Halswirbel die Runde. Ob dies dann auch wirklich stimmt, ist zurzeit noch unklar, allerdings gab es bisher auch kein Dementi zu den Gerüchten.

Klar ist bisher nur, dass Reiter zur Zeit kein weiteres Chassis in der neuesten Konfiguration zur Verfügung hat, weshalb man zur Zeit ein Chassis aus dem Jahre 2007 vorbereitet, sollte man sich entscheiden mit 4 Wagen (ob nun mit oder ohne den Prinzen) an den Start zu gehen. Sein Beifahrer für Oschersleben und den Rest der Saison ist allerdings nicht mehr Peter Kox, dieser teil sich die #24 mit Marc A. Hayek, dem Hauptsponsor im Team von Reiter.
So wird für die #1 der schnelle GT-Pilot Phillip Geipel als Co-Fahrer vom Titelverteidiger aus Regensburg genannt.

Die beiden anderen Besatzungen vor Reiter sind zum einen die Söhne von Hans Joachim Stuck, Ferdinand und Johannes Stuck in der #2 und man darf gespannt sein, wie schnell vor allem Ferdinand Stuck sein wird, denn Johannes Stuck hat ja schon u.a in der VLN und bei den 24H bewiesen, dass er ein schneller Mann ist. Diese Einsätze im GT Masters dürften vermutlich aber auch hauptsächlich zur Vorbereitung auf das 24H Rennen dienen, denn dort wird es ein Team Stuck³ geben, bei dem alle 3 Stucks am Steuer eines Lambos sitzen werden.
Im 4. Reiter Lambo mit der Startnummer #25 werden sich der erfahrene Frank Kechele und Tunku Hammam Sulong aus Malaysia abwechseln.

Aber Reiter wird nicht das einzige Team mit den Italienischen Sportwagen sein, denn dieses Jahr erhalten sie Unterstützung vom Team rhino`s Leipert Motorsport welche 2 LP600+ mit David Mengesdorf, Dennis Vollmair in der #11 und Oleg Petrishin aus Russland und Marcel Leipert am Steuer der #12 an den Start bringen werden. Es bleibt abzuwarten wie sich diese beiden Duos schlagen werden.

Corvette

Sicherlich hat Corvette mit für die meisten Schlagzeilen gesorgt, als man bekannt gab, wer der neue Teamkollege von Sven Hannawald sein wird, nachdem Thomas Jäger es eben nicht mehr ist. Denn der neue Teamkollege wird Heinz-Harald Frentzen sein. Heinz Harald Frentzen wird zwar nach den Richtlinien der SRO als A Fahrer eingestuft, jedoch darf bezweifelt werden wie gut er in der GT3-Vette wirklich sein wird. Zum einen hat er in den GT-Fahrzeugen nicht viel bzw. kaum Erfahrung, zum anderen kann ich mich noch gut an seine Einstufungsfahrten zur GT1-WM aus dem letzten Jahr erinnern, nach denen die Nissan komplett falsch eingestuft waren und nicht den Hauch einer Chance hatten.

Die 2. von 4 Corvetten wird von Daniel Keilwitz und Diego Alessi mit der Startnummer #28 pilotiert und dürfte unter Umständen für die eine oder andere Überraschung gut sein, wenn die Einstufung des Fahrzeuges passt. Die 3. Corvette mit der #18 wird von Sven Hannawalds letztjährigen Konkurrenten um die Amateur-Meisterschaft, Toni Sailer pilotiert. Ihm zur Seite stehen wird der Österreicher Phillip Eng, während die 4. Corvette des Teams Callaway Competion vom schweizerischen Duo Hans Hauser und Remo Lips gesteuert wird (#19).

Audi

Nachdem man im letzten Jahr nur knapp den Titel gegen Albert/Kox verloren hatte, sind man heuer wieder auf Revanche und will mit aller Gewalt den Titel holen – Ein anderer Schluss lassen die Fahrerpaarungen kaum zu. So wird die #3 vom letztjährigen Vize-Duo Christopher Mies und Luca Ludwig gesteuert. Das 2. Auto von ABT Sportsline wird hingegen vom bekannten Jens Klingmann und dem einzigen Neuzugang im Team, Christer Jöns von Black Falcon kommend gesteuert.

Aber auch das Team Rosberg ist ebenfalls sehr hochkarätig besetzt, denn so greifen am Steuer des Wagens mit der Startnummer #7 Andreas Simonsen und kein geringerer als GT Masters Champion Christopher Haase ins Volant und auch das Schwesterauto mit #8 wird sicher ein Wörtchen um den Titel mitreden wollen bzw. können denn hier wechseln sich Stefan Landmann und Porsche Supercup Seiger Rene Rast hinter dem Lenkrad ab.

Neben diesen 4 sehr hochkarätig besetzten Audi R8 LMS, bringt Prosperia Team Brinkmann auch noch einen privat eingesetzten R8 mit den beiden holländischen Piloten Danny van Dongen und Arjan van der Zwaan mit der #39 an den Start.

Die “Exoten”

Es ist ja nicht so, dass hier nur R8, GT3 R und SLS sowie Corvetten um den Titel fahren würden, nein es gibt auch andere Wägen mit durchaus ernstzunehmenden Chancen auf das Podium bzw. auf mögliche Siege.
Zuerst sei hier natürlich der brandneue Ferrari F458 GT3 vom Team Farnbacher Racing genannt. Das Team welches letztes Jahr überraschend die 2 2. Plätze bei den 24H vom Ring und in der LMGT2 in Le Mans gewinnen konnte, wird hier sicher nicht auf ankommen fahren, denn die Besatzung mit Dominik Farnbacher und Niclas Kentenich ist sehr stark. So fuhr Niclas schon früher sehr erfolgreich im GT Masters und ist auch heuer z.b in der VLN für das Team von Sabine Schmitz am Start, während Dominik Farnbacher zu den besten und schnellsten GT Piloten zu zählen ist.

Ein weiterer F458 GT3 tauch in der Liste unter der Nennung Oliver Mayer mit den Fahrern Maximilian Götz und Maximilian Mayer auf, während Kessel Racing einen älteren F430 GT3 Freddy Kremer und Detlef Schmitz unter der Startnummer 50 gemeldet hat. Man kann nur hoffen dass auch beide Ferrari am Samstag in der Startaufstellung auftauchen und nicht noch kurzfristig absagen.

Viele werden sich auch gefragt haben, mit welchen Fahrzeugen aus München heuer zu rechnen ist und die Antwort wird folgende sein: Keine Z4, dafür aber 2 B6 vom Team Engstler. So werden heuer vermutlich keine Z4 GT3 von Schubert an den Start gehen, dafür werden aber 2 weiterentwickelte Alpina B6 vom Team Engstler an den Start gehen. So wird die #40 von Florian Spengler und einem ehemaligen Piloten des 2008 OPC Race Camp, Alexander Plenagl gesteuert werden. Das 2. Auto wird hingegen von Dino Lunardi und einem ehemaligen Tourenwagen Piloten, denn viele vll. noch aus der DTM kennen, Alexandros Margaritis gesteuert, nachdem man ja Andreas Wirth in Richtung Mercedes verloren hat.

Zum Abschluss gibt es noch einen Wagen auf den ich mich persönlich recht freue, nämlich die Vulkan Viper von Mintgen Motorsport. Nachdem es gegen Ende des Jahres um das Team etwas ruhiger wurde, haben sie es geschafft eine GT3 Viper mit Heiko Hammel und keinem geringeren als Sascha Bert vorzubereiten.

Die Rennen am Ostersonntag und am Ostermontag werden wie schon angesprochen von Kabel 1 Live übertragen.

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February 05 2011

20:08

NASCAR: Saisonvorschau 2011

Die Saison 2011 der NASCAR steht vor der Tür und beginnt wie gewohnt mit dem wichtigsten Rennen des Jahres auf dem Daytona International Speedway. In diesem Artikel geht es zunächst nur um die Neuerungen im Reglement sowie die vielen Fahrer- und Sponsorenwechsel.

Nach der glücklicherweise kurzen Winterpause von nur zwei Monaten, in denen es ja aber auch noch die Testfahrten in Daytona zu bestaunen gab, beginnt in der nächsten Woche die neue Saison traditionell mit den Speedweeks in Daytona. Um auf dem aktuellsten Stand zu sein, gebe ich im folgenden einen Überblick zu den Änderungen im Reglement, den diesjährigen Fahrer- und Teamkombinationen (inkl. Sponsoren, für deren Nennung ich natürlich nicht bezahlt werde!) und dem neuen Rennkalender.

Neues Punktesystem und sonstige Änderungen

Große Veränderungen hatten sich im Laufe des letzten Jahres in der NASCAR angekündigt und in der letzten Woche gab Brian France dann die weitreichenden Umstrukturierungen des Reglements bekannt. Die schwerwiegendste ist wohl die Neuordnung des Punktesystems, die alle Traditionalisten und Die-Hard-Fans zu einem lauten Aufschrei gebracht haben dürfte. Dabei hätten sich die Tabellenendstände in den vergangenen Jahren im Vergleich zum bisherigen System gar nicht großartig geändert. Für die Statistiker steht nun aber die Zeit des Umrechnens an, ähnlich wie seit 2010 in der Formel 1. Das Gute an der generalüberholten Rechnung ist die Tatsache, dass wir Schreiberlinge es am Ende der Saison einfacher mit den Chase-Clinch- und Meisterschafts-Szenarien haben und das liegt an folgendem Prinzip:

Für den besten Piloten eines Rennens gibt es entsprechend der Anzahl der Starter nur noch 43 Punkte. Danach geht es in 1-Punkt-Schritten abwärts bis zum letzten Fahrer, der nur noch ein winziges Pünktchen bekommt. Dazu erhält der Sieger einen Bonus von drei Zähler und auch die bisherigen Extrazähler wurden leicht abgewandelt übernommen: Einen Punkt gibt es zu ergattern, falls man mindestens eine Runde des Rennens angeführt hat und außerdem wird auch der Fahrer mit den meisten Führungsrunden belohnt. Dieser darf sich ebenfalls ein Pünktchen anrechnen lassen. Deswegen kann man in Zukunft leicht ausrechnen, dass wenn ein Fahrer vor dem letzten Rennen in Homestead vier Punkte hinter Jimmie Johnson (:D) liegt, er auch ca. vier Plätze vor Johnson ankommen müsste, um selbst Meister zu werden. Der Umfang möglicher Punkteabzüge bei Strafen muss entsprechend der geringeren Zählervergabe noch angepasst werden. Eine gute Übersicht gab die NASCAR auf der eigenen Homepage heraus, da ist das simple System verständlich aufgelistet.

Dazu kommt 2011 eine Reformierung des Chase-Systems, welche aber nicht so bahnbrechend ausfiel, wie zunächst angenommen – Stichwort: Eliminationsverfahren. Alle Playoff-Teilnehmer haben auch weiterhin bis zum letzten Rennen eine Titelchance, sofern sie denn rechnerisch noch in Reichweite des Tabellenführers sind. Dafür ändert sich aber die Zusammensetzung des zwölfköpfigen Feldes: Obwohl die Anzahl der Fahrer dabei gleich bleibt, sind die Plätze 11 und 12 als Wildcard für Rennsieger reserviert. Die ersten zehn Ränge werden wie gewohnt vergeben und dann schaut NASCAR, welche beiden Fahrer zwischen Platz 11 und 20 die meisten Saisonsiege auf dem Konto haben. Bei Gleichstand zählt die Punktezahl und falls es keine weiteren Sieger gegeben hat, rücken Rang 11 und 12 wie bis Ende 2010 punktemäßig nach.

Somit wird das Chase-Feld immer aus zwölf Fahrern bestehen, erfolgreiche Piloten wie im letzten Jahr Jamie McMurray (3 Siege) und 2009 Kyle Busch (4 Siege) kommen trotzdem in den Genuss einer Meisterschaftschance, was einen Sieg natürlich enorm aufwertet. Da nur die Top20 berücksichtigt werden, bleibt Teilzeitstartern auch zukünftig der Zutritt verwehrt. Wegen des neuen Punktesystems ändert sich auch das Bonussystem im Chase: Zunächst werden alle zwölf Fahrer auf 2000 Zähler gesetzt, dann bekommen die zehn regulären Teilnehmer pro Saisonsieg in den ersten 26 Rennen jeweils drei Bonuspunkte. Die beiden Wildcard-Piloten erhalten diese allerdings nicht, denn ihre Belohnung für Rennsiege ist schon die Chase-Teilnahme an sich.

Weitere Änderungen im neuen Jahr hat Don in seinem Artikel letzte Woche schon besprochen, deshalb spare ich mir an dieser Stelle mal die zusätzlichen kleinen Details.

Fahrer und Teams

In der Silly Season und auch schon gegen Ende der abgelaufenen Saison haben sich einige Änderungen im Starterfeld für 2011 ergeben, die ich hier inklusive der aktuellen Paarungen bei den wichtigen Teams geordnet nach Hersteller auflisten möchte:

Chevrolet:

Hendrick Motorsports
- #5: Mark Martin ist in seinem letzten Jahr bei Rick Hendrick, bevor ihn Kasey Kahne ersetzen wird, Sponsoren sind die üblichen Kandidaten GoDaddy.com (21 Rennen), Carquest (8), Delphi (2) und neu Quaker State (4)
- #24: Jeff Gordon mit neuem Sponsor AARP Drive to End Hunger (22) neben DuPont (14), die ihr Programm etwas zurückgefahren haben und Pepsi (2)
- #48: Jimmie Johnson
- #88: Dale Earnhardt Jr.
Dazu kommt bei Hendrick Motorsports noch eine Rotation der Crew Chiefs bei drei von vier Teams. Die Meistermannschaft von Johnson wird unangetastet gelassen, zu ihm ins Tandem mit Steve Letarte zieht nun aber Earnhardt. Dessen ehemaligen Crew Chief Lance McGrew bekommt Mark Martin zugeteilt, welcher Alan Gustafson an Jeff Gordon abgeben muss. Don hat in einem Artikel 2010 schon die wichtigsten Veränderungen aufgezeigt, die sich aus dem Tausch ergeben.

Stewart-Haas Racing
- #14: Tony Stewart wird nicht mehr von Old Spice unterstützt, konnte dafür aber Mobil 1 (11) von Penske Racing gewinnen, den Hauptteil der Rennen bezahlt Office Depot (ca. 22), dazu kommt noch Burger King (2)
- #39: Ryan Newman mit den Sponsoren Army (15), Tornados (9) und WIX Filters (2), den Rest muss Gene Haas‘ Firma Haas Automation wohl wieder selbst stemmen

Richard Childress Racing
- #27: Paul Menard ist der einzige Neuzugang bei RCR, die in diesem Jahr erneut auf vier Wagen erweitern. Es bleibt abzuwarten, ob es dieses Mal klappt oder wieder so ein Fiasko wie 2009 folgt, als sich kein RCR-Fahrer für den Chase qualifizieren konnte. Bei Richard Petty Motorsports erschien ihm die Stabilität des Teams anscheinend zu heikel, sein Auto wird natürlich von Papas Baumarktkette Menards bezahlt und seine Owner-Punkte von der alten #98 bei RPM durfte er sogar mitbringen, ebenso wie seinen Crew Chief Slugger Labbe.
- #29: Kevin Harvick tritt 2011 mit einer ungewohnten Lackierung an, denn nach dem Abgang von Shell/Pennzoil zu Roger Penske konnte man Budweiser (22) von Richard Petty Motorsports gewinnen. Das bekannte Budweiser-Rot wird aber durch eine schwarze Lackierung ersetzt, die mich sehr an die alte #3 von Dale Earnhardt Sr. erinnert, der diesen Wagen ja damals vor Harvick gefahren ist. Jimmy John’s (6) übernimmt zusätzlich ein paar Einsätze, während acht Rennen bisher noch nicht bezahlt sind.
- #31: Jeff Burton
- #33: Clint Bowyer

Earnhardt-Ganassi Racing
- #1: Jamie McMurray hat einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben und bleibt vorerst bei EGR, Sponsoren sind wie bisher Bass Pro Shops und McDonald’s, dazu kommt für ein Rennen WIDIA
- #42: Juan Pablo Montoya steht kurz vor einer Verlängerung seines zum Jahresende auslaufenden Vertrages

Dazu kommen noch die kleinen Chevy-Teams:
Phoenix Racing: #09 Bill Elliott wechselt von den Wood Brothers für ca. 18 Rennen, das Team plant mit der kompletten Saison, Sponsor unbekannt
Robby Gordon Motorsports: #7 Robby Gordons Agenda für 2011 ist sehr undurchsichtig, er kündigte an, außer den ersten fünf Rennen nur die „spaßigen“ Events zu bestreiten (wohl Rundkurse). 16-20 Rennen sind im Gespräch und Speed Energy Drink soll die Einsätze bezahlen. Außerdem wechselt er mal wieder den Hersteller und kehrt zu Chevrolet zurück.
Tommy Baldwin Racing: #36 Dave Blaney soll hier mindestens 16 Rennen fahren, das Team hofft auf Sponsoren, um die komplette Saison in Angriff zu nehmen.
Whitney Motorsports: #46 JJ Yeley bestreitet für das unterfinanzierte Team eine volle Saison, dieses Mal in einem Chevy statt Dodge, Sponsor unbekannt. Ob wie 2010 auch zeitweilig ein zweites Auto (#81) an den Start gebracht wird, ist unklar.
Furniture Row Racing: #78 Regan Smith fährt eine weitere Saison im einzigen voll finanzierten Chevy-Ein-Wagen-Team, die Chassis kommen von RCR und Motoren ab 2011 von Earnhardt-Childress Racing Engines anstatt wie bisher von Hendrick. Die Boxenmannschaft stellt übrigens Stewart-Haas Racing.
Keyed Up Motorsports: #90 Scott Riggs bringt das Team nach einer längeren Pause wieder an Start, 2011 wird man in den ersten fünf Rennen versuchen, in die Top35 der Owner-Points vorzudringen. Sponsoren sind nicht bekannt, ebenso wenig die Zukunft ab Rennen Nr. 6

Unklar sind:
TRG Motorsports: Nach dem Weggang von Bobby Labonte und Teilzeitsponsor TaxSlayer (zu JR Motorsports in die Nationwide Series) ist die Zukunft des Sportwagen-Teams mit der #71 ungewiss.
Billy Stavola Racing: Das Team nahm 2010 an einigen Rennen mit den Labonte-Brüdern am Steuer teil. Die diesjährigen Pläne sind unbekannt.

Dodge:

Penske Racing
- #2: Brad Keselowski sitzt ab sofort in der blauen 2 mit Miller-Lite-Lackierung, nachdem sich Verizon wegen der Konkurrenz durch Sprint aus der NASCAR zurückgezogen hat
- #22: Kurt Busch fährt dafür mit neuem Sponsoring von Shell/Pennzoil, die das Team sensationellerweise von RCR abwerben konnte, und neuer Nummer
- #77: Steve Wallace ersetzt Sam Hornish Jr., welcher nach Verlust des Sponsors Mobil 1 an Stewart-Haas Racing nur noch ausgewählte Nationwide-Series-Rennen bestreiten wird. Dabei ist zunächst aber nur ein Einsatz beim Daytona 500 unter dem Banner von Rusty Wallace Racing in einem Toyota geplant. Das Team liste ich hier trotzdem mit auf, denn die Owner-Punkte stammen von der alten #77 von Roger Penske. Wallace ist also fest für das größte Rennen des Jahres qualifiziert und bekommt seinen Einsatz von 5-Hour-Energy sowie Aspen Dental bezahlt.

Damit fahren 2011 tatsächlich nur noch zwei Dodges im Sprint Cup!

Ford

Roush-Fenway Racing
- #6: David Ragans Vertrag geht noch bis Ende 2014, der Deal mit UPS gilt allerdings nur noch bis Jahresende. Wenn Ragan nicht bald eine ähnliche Leistung wie seine talentierteren drei Teamkollegen abliefert, könnte ich mir vorstellen, dass er zugunsten von Trevor Bayne gehen muss.
- #16: Greg Biffle
- #17: Matt Kenseth
- #99: Carl Edwards
Bei Roush gibt es diese Saison nichts neues, die Verträge von Biffle und Edwards laufen aber Ende 2011 aus.

Richard Petty Motorsports
- #9: Marcos Ambrose ist der Neuzugang bei RPM und wird von Stanley und NASCAR-Rückkehrer DeWalt gesponsort, die sich die Saison teilen werden
- #43: AJ Allmendinger fährt die legendäre Startnummer von Richard Petty und ist als Team-Leader ausgewiesen. Die Renneinsätze bezahlt u.a. wieder Best Buy (28), der Rest ist noch offen.
Das neue RPM mit nur noch zwei Autos unter der Führung seines Namensgebers Richard Petty bezieht die finanzielle Unterstützung nach dem überhasteten Ausstieg von George Gillett nun von der Medallion Financial Corp. und DGB Investments. Vom ehemaligen Team Ray Evernhams ist damit so gut wie nichts mehr übrig und der Meister-Crew-Chief fand zum Absprung Gilletts auch deutliche Worte. Hoffentlich hält dieses Gespann nun länger und zeigt sich stabiler als in den Jahre zuvor, wo spätestens alle 365 Tage irgendeine Umstrukturierung Unruhe in den Laden brachte.

Front Row Motorsports
- #34: Travis Kvapil
- #38: David Gilliland
Beide Piloten sind nach wie vor bei FRM unter Vertrag und haben sich im vergangenen Jahr für ein ziemlich unterfinanziertes Team einigermaßen ordentlich geschlagen. Immerhin steht man während der ersten fünf Saisonrennen sicher im Feld. Weil Besitzer Bob Jenkins mit seinen Fast-Food-Franchises nur zwei Teams aus eigener Tasche bezahlen kann, wird das dritte Auto nur noch zu einzelnen, extern finanzierten Rennen an den Start gebracht:
- #37: Robert Richardson Jr. wird vermutlich wie üblich das Daytona 500 mit Geldern von Mahindra Tractors bestreiten, weitere Superspeedway-Einsätze sind nicht ausgeschlossen

Dazu kommen noch die kleinen Ford-Teams:
Wood Brothers Racing: #21 Trevor Bayne, seines Zeichens neuer Roush-Nachwuchsfahrer und ernsthafter Anwärter auf David Ragans Cockpit, bestreitet mit Sponsoring von Motorcraft/Quick Lane mindestens 17 Einsätze (u.a. die ersten fünf Saisonrennen) und fährt dabei den Titel des „Rookie of the Year“ mangels Konkurrenten vermutlich mit sich selbst aus. Dabei ist er anfangs sogar fest qualifiziert, denn dankenswerterweise überlies Richard Petty Motorsports der Ford-Schwester (oder den Brüdern, je nachdem) die Owner-Punkte der eingestampften #19 von Elliott Sadler. Letzterer ist 2011 übrigens für Kevin Harvick Inc. Vollzeit in der Nationwide Series unterwegs.
Leavine Fenton Racing: #95 David Starr soll für dieses kleine, neue Team insgesamt sechs Rennen bestreiten. Auf dem Plan stehen dabei jeweils beide Termine in Texas und Charlotte, sowie Kentucky und Chicagoland, ein Sponsor ist bisher nicht bekannt

Unklar ist:
Latitude 43 Motorsports: Die Zukunft des Teams, welches im letzten Jahr den Ruf bekam, mit seinen Gehaltszahlungen an Fahrer eeetwas im Rückstand zu sein, ist ungewiss. Mal sehen, ob Bill Jenkins eine weitere unterfinanzierte Saison aus dem Hut zaubern kann.

Toyota

Joe Gibbs Racing
- #11: Denny Hamlin
- #18: Kyle Busch
- #20: Joey Logano
Bei Joe Gibbs Racing bleibt 2011 alles unverändert, auch die Tatsache, dass man sich beim Team sehr lange mit einer Erweiterung um ein viertes Team Zeit lässt. Eigentlich richtig, denn so ein Schritt will gut geplant sein.

Michael Waltrip Racing
- #00: David Reutimann konnte sich nach einer guten Saison zwei weitere Jahre bei MWR sichern, sein Sponsor Aaron’s (30) bleibt ebenfalls so lange, weitere Geldgeber sind TUMS (5) und Best Western (1)
- #56: Martin Truex Jr.
Außerdem wird Teamchef Michael Waltrip in einer schwarzen #15, zu Ehren des sich zum zehnten Mal jährenden Todestages von Dale Earnhardt Sr, das Daytona 500 in Angriff nehmen. Einen festen Platz im Starterfeld besitzt er zwar leider nicht, ist als sehr guter Restrictor-Plate-Racer aber sicherlich in der Lage, sich über die Gatorade Duels ins Rennen zu fahren.

Red Bull Racing
- #4: Kasey Kahne fährt in seinem Übergangsjahr mit einer neuen Nummer und seinem Crew Chief Kenny Francis, den er von RPM mitgebracht hat. Nur mal so am Rande: Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Francis im nächsten Jahr auch mit zu Hendrick Motorsports gehen wird. Immerhin arbeitet mit Lance McGrew der intern nur an vierter Stelle gesetzte Crew Chief an der #5. Kahne ersetzt Scott Speed, den Red Bull nach längerer schlechter Leistung leise, still und heimlich abserviert hat.
- #83: Brian Vickers ist wieder zurück

JTG Daugherty Racing
- #47: Bobby Labonte wechselte nach zwei Saisons in sehr unsteten Verhältnissen zum kleinen Schwester-Team von Michael Waltrip Racing und kann mit guter Finanzierung durch Little Debbie, Clorox, Kingsford Charcoal und Bush’s Baked Beans 2011 wieder ordentlich angreifen.

Dazu kommen noch die kleinen Toyota-Teams:
Germain Racing: #13 Casey Mears fährt in diesem Jahr an Stelle von Max Papis mit dem GEICO-Sponsoring, Papis hat dafür ein Fulltime-Cockpit bei den Trucks bekommen. Dabei ist für Mears aber, ähnlich wie schon 2010, nur die Hälfte der Saison bezahlt. Weitere Sponsoren werden gesucht, ansonsten wird vermutlich nach der Start-&-Park-Strategie verfahren. Zusätzlich sind einige weitere Einsätze mit einem zweiten Auto geplant: Todd Bodine pilotiert die #60 beim Daytona 500 und könnte ebenso wie Landon Cassill eventuell zu weiteren Starts kommen.
HP Racing: #66 Michael McDowell fährt 2011 für das ehemalige Prism Motorsports, die sich wohl nur umbenannt haben, weil man das bekannteste reine Start-&-Park-Team war und so schlecht an Sponsoren kommt. Zunächst ist nur ein Teilzeit-Einsatz geplant, u.a. beim Daytona 500, beiden Bristol-Rennen und den Rundstrecken.
NEMCO Motorsports:#87 Joe Nemechek wird vermutlich wieder als Start-&-Parker in Erscheinung treten, bisher ist aber lediglich ein Qualifikationsversuch beim Daytona 500 beschlossene Sache. Kevin Conway darf wegen seines fast kampflosen „Rookie of the Year“-Titels beim Budweiser Shootout antreten und sicherte sich dafür mit ExtenZe-Geldern einen Platz im zweiten Auto von Joe Nemechek mit der #97. Auch ein Start beim Daytona 500 ist geplant, möglicherweise ebenso weitere Rennen.

Unklar ist:
Gunselman Motorsports: Im letzten Jahr fuhr Landon Cassill zuletzt in der #64 und sollte das Auto auch in Daytona testen, dort tauchte man aber nie auf. Zukunft ungewiss…

Eine ziemlich gute, komplette Übersicht gibt es bei Jayski.com, da steht alles drin, was ich eventuell vergessen haben könnte. Abschließend zu diesem Thema auch ein Link zu den bisher noch inoffiziellen Top35 in der Owner-Wertung, die in den ersten fünf Rennen des Jahres ein garantiertes Startrecht besitzen.

Rennkalender 2011

Im Sommer des letzten Jahres gab die NASCAR den neuen Rennkalender für 2011 bekannt, der gleich einige Änderungen sah, was in dieser Serie ja eigentlich eine Besonderheit darstellt. So müssen in Zukunft z.B. der Auto Club Speedway und der Atlanta Motor Speedway auf ein Rennen verzichten, während der Kansas Speedway ein zweites Datum zugesprochen bekam. Neu im Cup-Kalender ist in diesem Jahr nach jahrelangem Streit vor Gericht und Besitzerwechsel der Kentucky Speedway.

Zu den Umstrukturierungen im Detail:
- Phoenix rückt ganz weit nach vorne und ist die neue Nummer 2 nach dem Daytona 500
- in Fontana, dem nun fünften Saisonrennen, werden die neuen Top35 der Owner-Wertung entschieden und das Rennen wird auf 400 Meilen verkürzt
- Atlanta im Frühjahr fällt weg
- das neue Kansas-Rennen kommt nun direkt nach dem Coca-Cola 600
- Daytona im Sommer und New Hampshire tauschen die Plätze und nehmen zwischen sich das neue Kentucky-Rennen auf
- In der Nähe war dort bisher Chicagoland, welches nun das erste Chase-Rennen austragen darf
- Dafür fällt das zweite Fontana-Rennen weg
- Martinsville und Talladega tauschen im Chase die Plätze

Den kompletten Kalender kann man über diesen Link auf der offiziellen NASCAR-Homepage nachschlagen. Ich habe ihn hier nicht mit aufgenommen, weil teilweise noch die genauen Startzeiten fehlen. Gerade zum Saisonende ab September plant NASCAR wegen der NFL-Konkurrenz eine Startzeit von 2 PM ET (also 20 Uhr MEZ), sowie das Saisonfinale gar erst um 3 PM ET (also 21 Uhr MEZ). Die anderen Termine werden vermutlich nach der letztjährigen Regel angesetzt, wobei natürlich zwei Mal im Jahr noch die verzögerte Sommer- und Winterzeitumstellung dazwischenfunkt. Das betrifft wohl, wenn ich mich nicht verrechnet habe, Bristol im März und Martinsville im Oktober, die dann in Deutschland jeweils eine Stunde früher zu sehen sind.

Damit sollte eigentlich ein guter Überblick zur neuen Saison gelungen sein. Naja, wie man es von mir kennt, ist es eigentlich schon fast ein Nachschlagewerk! :D

Auf eine Stärke-Prognose zum Saisonbeginn werde ich wie immer verzichten, einzelne Aspekte die mir wichtig waren, habe ich ja schon weiter oben bei den einzelnen Teams eingetragen. Meiner Erfahrung nach legt man sich mit sowas in der NASCAR meistens auf die Nase, zum Chase-Beginn erscheint mir ein derartiger Artikel sinnvoller.

Nun wünsche ich natürlich viel Spaß bei/mit/an der neuen NASCAR-Saison (eine Vorschau auf die Speedweeks kommt nächste Woche) und wie immer schließe ich dabei mit folgendem Satz ab: Möge uns der Stream-Gott gnädig sein!

May 06 2010

06:30

GP2/GP3: Saisonvorschau

Es ist das gewohnte Bild: Traditionell spät beginnt am kommenden Wochenende die GP2 Saison 2010. Ungewohnt: Erstmals wird in Spanien auch die neue GP3 Serie an den Start gehen.

Niko Hülkenberg, Vitaly Petrov, Kamui Kobayashi, Lucas di Grassi und Karun Chadhok: Ganze fünf Fahrer aus der GP2 Saison 2009 haben heuer den Sprung in die Königsklasse geschafft. Im kommenden Jahr werden es zwar mangels finanzschwacher neuer Teams vielleicht etwas weniger sein – der eine oder andere zukünftige F1-Pilot ist sicher aber auch diesmal dabei. Manche der Heißsporne haben schon jetzt Förderverträge mit Formel 1 Teams – andere stechen durch ihr Talent aus der Masser heraus. Aber auch in der neuen GP3 Saison gehen ein paar Junioren an den Start, von denen man wohl noch hören wird.

In der GP2 gibt es eigentlich immer einen Fahrer, der schon zu Jahresbeginn Topfavorit auf den Titel ist. 2006 hat es Lewis Hamilton geschafft, 2007 Timo Glock; 2008 scheiterte Bruno Senna nur knapp an Giorgio Pantano. Im vergangenen Jahr sprach alles für einen Zweikampf zwischen Romain Grosjean und Niko Hülkenberg – und den hätte es auch gegeben, wäre Grosjean nicht mitten in der Saison zum karrieremordenden Renault-Abenteuer abkommandiert worden. In dieser Saison heißt der große Favorit Jules Bianchi. Der Franzose lieferte 2009 eine Traumsaison in der Europäischen F3 ab, und wurde propt in den Förderkader von Ferrari aufgenommen. In der GP2 Asia zeigt er schnelle Runden und schöne Zweikämpfe. Wenn es darum ging, die Schnelligkeit in Resultate umzumünzen hatte er allerdings noch ein paar Schwächen. Wenn er die jetzt in den Griff bekommt, ist wohl diesmal er der Mann, den es zu schlagen gilt.

Wenn nicht, dann gibt es aber auch in dieser Saison ein paar Kandidaten, die dankend die Siege abstauben werden. Aus deutscher Sicht steht auf dieser Liste Christian Vietoris ganz oben. Der 21-jährige Gerolsteiner hat ein gutes Management im Rücken, und in der Vergangenheit ein paar sehr respektable Ergebnisse gezeigt. Restlos überzeugen konnte er bisher aber nicht – mal sehen, ob sich das mit wachsender Reife in diesem Jahr ändert. Gemischtes Programm gibt es im Kader der Mannschaft von DAMS, die diesmal unter dem Namen “Renault F1 Junior Team” an den Start geht. Über großes Talent verfügt sicher Jérôme d’Ambrosio – aber auch hier ist unklar, ob es wirklich für ganz vorne reicht. Sein Teamkollege ist in dieser Saison Ho-Pin Tung: Der Chinese mag zwar für internationale Sponsoren und eine Ausweitung des Publikumskreises sorgen. Dass er darüber hinaus auch konstant gute Ergebnisse einfahren kann, hat er bei seinen GP2 Auftritten seit 2007 bisher nicht unter Beweis stellen können.

Ein “Make or Break”-Jahr dürfte 2010 auch für eine Reihe weiterer Piloten werden: Das ist zuallererst Sergio Pérez. Für den Mexikaner sprechen seine Auftritte in der britischen Formel 3 im Jahr 2008, als er mit den Red Bull Junioren Brendon Hartley und Jaime Alguersuari um den Titel kämpfte. Seine Saison 2009 in der GP2 war dagegen verbesserungswürdig. Dann wären da noch Fabio Leimer und Josef Král: Die beiden haben im vergangenen Jahr noch in der International Formula Master um Siege gekämpft. Das alleine ist zwar wegen der geringen Leistungsdichte in der  maroden Juniorserie noch kein Qualitätsausweis – ihre Leistungen in der GP2 Asia waren aber teils recht ansehnlich. In Monaco wird uns wohl wieder Pastor Maldonado überraschen: Der Venezuelaner, der auch mit einem Stammplatz bei Sauber in Verbindung gebracht wird ist ein echter Spezialist für den Stadtkurs, hat dort schon zweimal gewonnen, und war einmal Zweiter. Wenn er sein reichhaltiges Sponsorenbudget rechtfertigen will, muss er 2010 aber auch auf anderen Rennstrecken seine Klasse aufblitzen lassen. Seine Leistungen bei den Testfahrten waren schon mal vielversprechend.

Sonst noch zu beachten: Giedo van der Garde, der im vergangenen Jahr mit drei Siegen einen sehr passablen Einstand hat; Marcus Ericcsson, der in der GP2 Asia zwar nicht überzeugt hat, sehrwohl aber bei seinem Formel 1 Test im Herbst; GP2 Asia Meister Davide Valsecchi; Der WBbR-Dritte Charles Pic. Und die beiden Briten Sam Bird und Oliver Turvey.

Insgesamt ist die Leistungsdichte in der GP2 also in diesem Jahr mal wieder ganz besonders hoch – wer sich in diesem Haifischbecken durchsetzen kann, der hat sich einen Platz in der Formel 1 redlich verdient. Organisatorisch hat sich bei der GP2 indes wenig geändert: Durango konnte sich die Teilnahme nicht mehr leisten, weshalb in Barcelona nur 24 Autos an den Start gehen werden. Die Serie fährt wieder im Rahmenprogramm aller europäischer Formel 1 Rennen, und darüber hinaus bei einer Stand Alone Veranstaltung in Portimão. Neu: Das letzte Rennen findet in diesem Jahr nicht mehr in Monza statt, sondern beim Formel 1 Grand Prix von Abu Dhabi – Ob es sportlichen Sinn macht, nach einer zweimonatigen Pause dort das Finale auszutragen, sei mal dahingestellt. Immerhin können die Autos dann gleich dort bleiben: Die GP2 Asia fährt ohnehin vermutlich wieder in den Emiraten und die Hauptserie braucht die Wagen nicht mehr. Denn 2011 wird die GP2 mit einem neuen Chassis an den Start gehen.

GP3

Auch unter den 30 Fahrern, die in der neu geschaffenen “dritten Liga”  an den Start gehen, sind einige Namen, die man schon mal wo gehört hat: US-Hoffnung Alexander Rossi und der Brite James Jakes waren im Winter schon in der GP2 Asia unterwegs – Rossi konnte dabei ein paar recht ansehnliche Rennen abliefern. Robert Wickens konnte vor drei Jahren in der A1GP zwei dritte Plätze und einen grandiosen Sieg im Regen von Easter Creek herausfahren, war im vergangenen Jahr in der Formel 2 aber etwas unkonstant unterwegs – zum Vizetitel hat es zwar trotzdem gericht, die Unterstützung von Red Bull ging allerdings verloren. In dieser Saison wird Wickens wohl endgültig beweisen müssen, was er kann.

Ebenfalls aus der Formel 2 in die GP3 ab/auf/umgestiegen sind Ferrari-Protegé Mirko Bortolotti und der Deutsche Tobias Hegewald. Sonst noch zu beachten: Der Mexikaner Esteban Guiterrez, der in der Formel 3 eher mittelmäßig unterwegs war, bei den letzten GP3 Tests mit drei von vier Session-Bestzeiten allerdings zu überzeugen wusste. Außerdem James Jakes und Renger van der Zande sowie die Formula Master Piloten Pål Varhaug aus Norwegen und Simon Trummer aus der Schweiz.

Etwas ungewohnt ist die Teamsstruktur in der GP3: Statt wie in anderen Klassen nur zwei Wagen setzt jedes Team hier gleich drei Boliden ein – wodurch sich die ungewöhnlich hohe Starterzahl von 30 Piloten erklärt. Altbekannt ist dagegen der Austragungsmodus: Zwei Rennen mit einer Maximaldauer von 30 Minuten (die maximale Renndistanz konnte ich leider nicht eruieren) am Samstag und Sonntag, die Startaufstellung für Rennen 2 wird durch einen Reverse Grid der ersten Acht aus Rennen 1 ermittelt. Wie bei der GP2 gibt es deswegen mehr Punkte für das erste Rennen – außerdem gibt es noch Zähler für die Pole Position sowie in beiden Rennen für die schnellste Runde. Wenn man der Serienhomepage glauben darf, dann verwendet die GP3 auch in dieser Saison das alte FIA Punktesystem mit 10 Zählern für den Sieger, 8 für den Zweiten, usw.

Die Läufe finden im Rahmen aller Europarennen der Formel 1 statt, in Monaco geht die GP3 allerdings nicht an den Start. Dafür begleitet sie die “große Schwester” GP2 im Juni nach Portimão.

Im TV

Die GP2 wird man im deutschen Sprachraum wie gewohnt über sky verfolgen können, die GP3 leider  nicht. Was eine Live-Übertragung der neuen Serie anbelangt, ist derzeit noch nichts bekannt – und mit zunehmend knapper werdender Zeit sieht die Sache immer düsterer aus. Ausführliche Zusammenfassungen der Rennwochenenden wird es allerdings auf Motors TV geben.

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