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August 20 2010

06:39

NASCAR: Vorschau Bristol August 2010

Am Wochenende ist Short-Track-Action in Bristol angesagt, wo die Strecke ihr hundertstes Cup-Rennen feiern darf. Bei noch drei Rennen bis zum Chase ist der Kampf um die Top12 in diesem Jahr zwar bereits größtenteils gelaufen, doch Bristol ist auch mal für einen „big one“ gut.

99 Cup-Rennen wurden auf dem a

August 17 2010

13:40

NASCAR: Analyse Michigan August 2010

Kevin Harvick und Richard Childress Racing bewiesen am Sonntag, dass Siege in diesem Jahr nicht nur auf „restrictor plate“-Ovalen möglich sind und qualifizierten sich nach dem dritten Erfolg 2010 endgültig für den Chase. Die #29 mauserte sich auf dem Michigan International Speedway vom konstanten Team zum ernsthaften Herausforderer auf den Sprint-Cup-Titel.

<img title=" victory="" width="300" />Früh im Rennen sah es zunächst eher danach aus, als würde Greg Biffle der Mann sein, den es zu schlagen gilt. Im Ford mit der #16 bestimmte er die erste Rennhälfte nach Belieben und gab seinem, nach dem Flugzeugabsturz erstmals wieder anwesenden, Teambesitzer Jack Roush allen Grund zur Freude. Die drei erfolgreicheren Teams von Roush-Fenway Racing, #16, #17 (Matt Kenseth) und #99 (Carl Edwards) untermauerten dann mit einem geschlossenen Top5-Auftritt, dass ihr Hersteller den Anschluss an die Spitze wieder gefunden hat – auch auf den Intermediate-Ovalen, wo man vor 1-2 Jahren noch der Klassenprimus war. Selbst David Ragan im kontinuierlich schwächelnden Ford mit der #6 legte mit einem elften Platz sein zweitbestes Saisonresultat nach Rang 6 in Talladega auf den Asphalt.

Ganz im Gegensatz dazu steht momentan die Leistung im Team von Hendrick Motorsports. Zwar konnte Jimmie Johnson noch in der ersten Runde die Führung von Kasey Kahne übernehmen, die #48 war den Spitzenplatz aber schon nach 15 Runden wieder los. Kahne führte trotz seiner Pole Position allerdings keinen einzigen Umlauf und ging somit ohne Bonuspunkte aus. Bei Johnson herrscht momentan das Problem vor, dass der Wagen zu Beginn des Rennens vernünftig abgestimmt ist, ihm das Handling aber im Rennverlauf zunehmend entgleitet. Merkwürdig, dass dieses erfolgreiche Gespann aus Jimmie Johnson und Chad Knaus auf einmal unersichtlich so grobe Schwächen zeigt. Mehr als Platz 12 war dann in der Folge auch nicht für Johnson drin und damit war er noch der beste Hendrick Pilot.

Dale Earnhardt Jr erlebte ein mittelmäßiges Rennen und wurde unauffällig 19ter, ohne sich in Scharmützel verstricken zu lassen. Das gelang Teamkollege Jeff Gordon nicht, obwohl er durchaus eine Chance auf ein gutes Resultat besaß. Nach drei Vierteln des Rennens hatte Gordon die #24 aus den 30ern auf Position drei nach vorne gefahren, geriet bei einem Restart aber mit Jeff Burton aneinander und schlitzte sich den linken Vorderreifen auf. Mehr als Platz 27 am Ende der Führungsrunde war in der Folge mit onduliertem Auto nicht drin. Einen Rang dahinter kam Mark Martin ins Ziel, der in Watkins Glen noch von Clint Bowyers Pech profitieren konnte, um wieder in die Top12 der Meisterschaft zu gelangen. Martin setzte die #5 schon in der vierten Runde kurz in die Mauer und klagte im gesamten Rennen über ein schlechtes Handling. Die Chase-Position hat er damit wieder an Bowyer verloren, der in Michigan 13ter wurde.

Bei Hendrick muss man diese Abstimmungsprobleme bis zum Chase dringend wieder in den Griff kriegen, sonst kann Jimmie Johnson sich seinen fünften Titel in Folge abschminken. Jeff Gordon steht ebenso wie die #48 wohl ziemlich sicher in den Playoffs, aber Mark Martin muss nun in den drei verbleibenden Rennen noch kämpfen.

Die zweite Hälfte des Rennens war spannender als die erste / Viel Bewegung am Rennende

Biffles dominante Phase wurde kurz vor Rennhalbzeit durch Tony Stewart unterbrochen, der nach einer Folge von „green flag stops“ die Führung aber schon in Runde 111 wieder an den späteren Sieger Kevin Harvick abgeben musste. Dass Harvick aber nicht die fünf Bonuspunkte für die meisten Führungsrunden einkassieren konnte, lang dann an der für Michigan durchaus turbulenten Schlussphase.

Bis hierher langweilte sich das Rennen so dahin, was wieder einmal zeigte, dass die 500 Meilen (hier „nur“ 400 Meilen) teilweise deutlich zu lang sind. Zwar wird so eine Langstreckenatmosphäre erzeugt, wobei es darum geht, sich bis zum Ende schadfrei zu halten. Allerdings nimmt eine 150-ründige Kaugummistrecke in den ersten drei Vierteln des Rennens auch die Spannung aus dem Cup. Wo ich gerade bei „schadfrei“ bin: Kurt Busch gelang das nicht, oder besser gesagt seinem Motor. Der ging nämlich schon in Runde 32 hoch und verursachte die erste Gelbphase. In der Meisterschaft verlor Busch dadurch ganze sechs Ränge hat aber noch 215 Punkte Vorsprung auf Platz 13, was in drei Rennen wohl fast unmöglich zu verlieren sein dürfte.

Drei Gelbphasen zwischen Runde 148 und 172 sorgten dann für eine Menge verschiedener Strategien: Einige Teams setzten auf vier neue Reifen, einige nahmen nur zwei Gummi und die ganz mutigen versuchten sich nur mit einer neuen Tankfüllung. Dadurch lagen zwischenzeitlich Elliott Sadler, Martin Truex Jr und auch David Ragan in Führung, bevor Tony Stewart gefolgt von Kevin Harvick und Denny Hamlin die entscheidende Phase des Rennens durch den letzten Restart des Tages einläutete. Da weniger als 30 Runden zu fahren sein würden, waren auch die Benzinfenster alle geschlossen und die Plätze endgültig für den Schlusskampf bezogen.

Denny Hamlin nahm eine Menge Fahrt auf und überholte nacheinander Harvick und Stewart, um in Runde 178 die Führung zu übernehmen. Dabei schob die #29 sich gleich mit am bisherigen „leader“ vorbei. Nur elf Umläufe später und damit auch elf Runden vor dem Ende des Rennens gelang dann Kevin Harvick das entscheidende Überholmanöver, um sich den Sieg zu sichern. Denny Hamlin und Crew Chief Mike Ford begründeten diesen Verlust an Performance später mit Elektrik-Problemen, die der #11 schon länger in dieser Saison zu schaffen machten. Da Hamlin unter anderem auch die Kühlventilatoren für die Reifen abschalten musste, hatte er mit steigenden Temperaturen und schwindendem Grip zu kämpfen. Ob er das Rennen ohne diese Probleme allerdings gewonnen hätte, darüber sei man sich nicht so sicher – aab 2011 für drei Jahre</a> in jeweils 20 Rennen + Budweiser Shootout und All-Star-Rennen sponsoren. Ein aa<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Bild des neuen Autos gibt es hier.

In NASCAR-USA stehen heute Abend gleich mehrere Pressekonferenzen an:
- Um 16 Uhr soll laut Gerüchten der Wechsel von Budweiser zu RCRs #29 und Kevin Harvick verkündet werden.
- Bei Richard Petty Motorsports wird um 19 Uhr mit der Ankündigung mindestens einer Fahrer-/Sponsor-Paarung für 2011 gerechnet. Wahrscheinlich ist der Wechsel von Marcos Ambrose in die #9 mit Geldern von Stanley Tools. AJ Allmendinger nimmt möglicherweise erneut in der #43 Platz und erhält sein Sponsoring von Best Buy, wenn der Vertrag mit dem Geldgeber denn verlängert wird.
- Der Texas Motor Speedway gibt seine Termine für 2011 bekannt, ein Nachtrennen ist wahrscheinlich.
- Am Mittwoch veröffentlicht NASCAR den Cup-Kalender für 2011, die neuesten Spekulationen und Tatsachen wurden ja immer fleißig von uns getwittert.

NASCAR hat nach dem Michigan-Rennen 16 Cup-Motoren konfisziert und wird diese für eigene Leistungstests nach Charlotte bringen, jedes Team ist von dieser Maßnahme betroffen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass alles gemäß dem Reglement abläuft. Außerdem werden somit größere Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Teams und Herstellern für die Offiziellen ersichtlich. Die Resultate werden vermutlich nicht veröffentlicht, NASCAR ist da ja bekanntlich immer sehr geheimniskrämerisch. Aber was so durchsickert, kann man ja nie wissen. Die Motoren von Earnhardt-Childress Technologies a

August 13 2010

06:38

NASCAR: Vorschau Michigan August 2010

Das zweite Saisonrennen auf dem Michigan International Speedway ist das letzte Tag-Rennen im Endspurt des „Race to the Chase“, bevor in den nächsten Wochen nur noch unter Flutlicht gefahren wird. Nach Bowyers Schwierigkeiten in Watkins Glen ist der Kampf um den letzten Chase-Rang wieder enger geworden: Vier Fahrer haben noch gute Chancen auf Platz 12.

Der a

August 02 2010

15:37

NASCAR: Analyse Pocono August 2010

Das zweite Saisonrennen in Pocono drohte ein weiterer Langweiler zu werden, doch nach 120 Runden sorgten turbulente Restarts und vereinzelte Regentropfen für Spannung. Dazu kam dann der Unfall von Elliott Sadler, welcher das Sicherheitsdefizit der Rennstrecke auf brutale Weise deutlich machte.

Dass der NASCAR am Sonntag kein weiterer Fahrer verloren ging, lag definitiv nicht an den Sicherheitsvorkehrungen des Pocono Raceway. Elliott Sadler kann sich beim R&D-Center der NASCAR für das 2007 eingeführte CoT bedanken und auch Dr. Robert Hubbert einen Brief schreiben – seines Zeichens Erfinder des HANS-Device. Vor nicht ganz zehn Jahren wäre dieser Unfall von Sadler vermutlich sein letzter gewesen. Nach seinem Sieg im Truckrennen am Samstag musste er einen ganz bösen Einschlag in eine Autobahnleitplanke (!!!) samt dahinterliegendem Erdwall einstecken, der ihn frontal von geschätzt ca. 200 km/h auf -50 km/h zurückbeschleunigte, seinen Motor herausriss, den Wagen mit der Nummer #19 bis zur A-Säule komplett zerstörte und auf die Strecke zurückwarf.

AJ Allmendinger traf das Auto von Sadler als die meisten Fahrer nach einem Crash von Kurt Busch vom Gas gingen und in der Rauchwolke ein Rückstau entstand. Busch wurde wiederum von Jimmie Johnson angeschoben und drehte sich über das Gras im Pocono-Infield. Dabei verfehlte er nur knapp die Einschlagstelle von Sadler und rauschte an einer Service-Zufahrt vorbei, um seitlich in der Fortsetzung besagter Leitplanke einzuschlagen. Auch Kurt war nach dem Unfall kurz benommen, wie die Onboard-Bilder zeigten. Elliott Sadler konnte sich aus eigener Kraft unter schmerzverzerrtem Gesicht aus dem Wrack befreien und legte sich, die Hände ins Gesicht haltend, auf den Asphalt direkt neben die zerstörte #19, während die ersten Helfer eintrafen – ein grauenvoller Anblick, der einem das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Zuletzt gesehen habe ich so schockierende Aufnahmen 2007 bei einem Frontalcrash von David Reutimann im alten Cup-Auto. Nach dem Einschlag in die SAFER-Barrier war Reutimann tatsächlich kurzzeitig bewusstlos und lehnte mit dem Helm gegen das Lenkrad. Er bekam ähnlich wie Sadler von dem harten Ruck in die Anschnallgurte „den Wind aus sich herausgeschlagen“! (Idiom im Original: „He got the wind knocked out of him.“)

Nach Kasey Kahnes Unfall im Juni gaben die Verantwortlichen des Pocono Raceway endlich aFahrerwertung</a> und die a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner Points ebenfalls von Jayski.com. Getan hat sich in den Top35 nichts, 199 Punkte Rückstand hat David Gilliland (#38) nun schon auf Bobby Labonte/Landon Cassill (#71). Bei den Fahrern gab es einige Verschiebungen in den Top12, wobei Jeff Burton mit zwei Rängen am meisten gewann, weil er und Kurt Busch die Positionen tauschten. Der Sieg von Greg Biffle (11.) bringt diesem einen Vorsprung von über 100 Punkten auf Platz 13, wo Mark Martin lauert, den zwölften Rang von Clint Bowyer einzunehmen. 34 Punkte trennen die beiden Piloten, da geht es noch um alles. Dale Earnhardt Jr hat mit 129 Zählern Rückstand auf Platz 12 jetzt eine Menge Arbeit in den verbleibenden fünf Rennen vor sich. Das zweite Rundkursrennen in Watkins Glen am kommenden Wochenende ist da vielleicht nicht der beste Platz.

June 11 2010

06:15

NASCAR: Vorschau Michigan Juni 2010

Saisonrennen Nummer 15 findet auf dem Michigan International Speedway statt. Da die Ford-Dominanz auf den Intermediate-Ovalen beendet ist, werden Nachfolger gesucht. Joe Gibbs Racing und Hendrick Motorsports sind da eigentlich die logische Wahl.

An diesem Wochenende steht der Michigan International Speedway auf dem Programm, der eine ähnliche Streckenführung wie der jüngere Zwilling in Kalifornien bietet. Das Oval ist zwei Meilen lang und weist mit 18° Banking noch einmal vier Grad mehr auf als der Auto Club Speedway. Dieser kleine Unterschied bei der Kurvenüberhöhung sorgt dann auch dafür, dass bei den Michigan-Rennen weniger Langweile herrscht als in Fontana. Das Oval bietet den Fahrern gleich mehrere verschiedene Fahrlinien: Oben an der Mauer, unten an der weißen Linie und dann noch ein bis zwei weitere „grooves“ in der Mitte der Piste. All das lässt sich auch beliebig miteinander kombinieren, je nachdem in welchem Abschnitt der Turns der Wagen „loose“ oder „tight“ reagiert.

Zumindest bei den Restarts wird es ähnlich wie in Pocono für einige Runden ordentlich zur Sache gehen – Überholmanöver sind also möglich. Bei langen Grünphasen zieht sich das Feld dann aber meist schnell auseinander. Bekannt ist die Strecke auch für Benzinkrimis, wie Brian Vickers‘ und Dale Earnhardt Jrs Siege in den letzten beiden Jahren beweisen. Könnte also durchaus spannend werden, wenn unklar ist, wann und ob die letzte Caution nach einem dieser langen Abschnitte unter Grün kommt. Einen Vorteil haben die Rennen auf dem Michigan International Speedway gegenüber Fontana aber noch: Sie dauern statt 500 Meilen nur deren 400! In Kalifornien hat man aber bereits reagiert und das Chase-Rennen um 100 Meilen verkürzt, um unsere Nerven zu schonen.

Eigentlich ist die Strecke in Brooklyn, Michigan nahe dem Autozentrum Detroit ja Ford-Territorium, doch seit einem Jahr schwächelt die Truppe nun schon auf allen Streckentypen. Auf den Intermediate-Ovalen ist man nur noch ein Schatten seiner selbst, doch der neue FR9-Motor soll Abhilfe schaffen, wenn er ab dem Juli-Rennen von allen Ford-Teams ausschließlich gefahren wird. Viel mehr PS hat das neue Aggregat aber vermutlich nicht, selbst Matt Kenseth spricht nur von kleineren Fortschritten. Wichtiger ist heutzutage auch eher eine effiziente Kühlung, die es erlaubt mit mehr „tape“ auf dem Kühlergrill zu fahren. Dadurch kann man auf den großen, langen Strecken deutlich mehr „downforce“ erzeugen und den Speed nicht aus der Leistung, sondern aus der Aerodynamik ziehen. Ein weiterer realistischer Ansatzpunkt für Optimierung ist das Gewicht der Wagen, welches mit neuen Materialien seit Einführung des CoT schon um einige Kilo gesenkt werden konnte. Leider finde ich keinen entsprechenden Link der das bestätigt, es wurde jedoch bei einer der letzten TV-Übertragungen erwähnt.

Das Ende der Ford-Dominanz auf den Intermediate-Ovalen bietet Platz für andere Teams

Werfen wir also einen Blick auf die einzelnen Fahrer, die sich am Wochenende Chancen auf einen Erfolg ausmalen dürfen. Die Liste der bisherigen noch aktiven Sieger sieht weiterhin Bill Elliott vorne, der in den 80er-Jahren sieben Mal gewinnen konnte. Zwar tritt er mit an diesem Wochenende mit der #21 der Wood Brothers an, doch ein Sieg wäre mehr als eine Überraschung. Direkt dahinter folgt Mark Martin, der vier seiner fünf Erfolge in den 90er-Jahren bei Jack Roush erzielte. Der fünfte Sieg stammt aus dem Vorjahres-Juni-Rennen, was Martin also am Sonntag zum Titelverteidiger macht. Bobby Labonte konnte ebenfalls in den 90ern drei Erfolge für Joe Gibbs feiern, doch muss er momentan eher darauf achten, nicht aus den Top35 zu fallen. Mehrere Rennen musste er mangels Sponsorengeldern nun schon vorzeitig abbrechen und die Übersicht weiter unten in diesem Artikel zeigt, wie heikel die Situation zu werden droht.

Jeff Gordon, Matt Kenseth, Kurt Busch, Ryan Newman, Greg Biffle und Carl Edwards haben mittlerweile schon jeweils zwei Siege auf dem Konto, während Tony Stewart, Kasey Kahne, Dale Earnhardt Jr und Brian Vickers ihre Fahrt in die „victory lane“ bisher nicht wiederholen konnten. Schaut man die Liste noch einmal in Ruhe durch, so kann man gleich einige interessante Tatsachen feststellen: Weder Jimmie Johnson, noch die beiden Joe-Gibbs-Piloten Denny Hamlin und Kyle Busch tauchen unter den bisherigen Siegern auf. Am Wochenende dürfte es also ziemlich spannend werden, wer den in Michigan von Ford freigemachten Platz an der Spitze einnehmen wird. Bei Hendrick Motorsports kommt man ja seit der Spoiler-Umstellung nicht mehr so richtig gut zurecht, aber ob Gibbs auch an diesem Wochenende wieder auftrumpfen kann, bleibt abzuwarten. Die jüngere Geschichte der Strecke sagt zwar klar „Nein!“, in dieser Saison haben sich die Kräfte jedoch eindeutig verschoben, sodass ein Sieg von Hamlin und Busch möglich erscheint.

Ein weiterer Kandidat für die Top5 ist für mich Tony Stewart, der langsam wieder zu seiner alten Form zurückfindet. Tabellenführer Kevin Harvick und der Rest der Childress-Mannschaft fährt fast unter Garantie wieder geschlossen in die Top10, alleine Harvick hat dies 2010 in zehn von 14 Rennen geschafft – ähnlich konstant war in diesem Jahr erstaunlicherweise nur Kyle Busch (9 von 14), der Meisterschaftszweite. Nicht ausgeschlossen sind auch gute Resultate der Penske-Truppe, sogar Sam Hornish Jr fuhr 2009 einmal in die Top5 und mit Kurt Busch muss man bekanntlich immer rechnen. Bei Michael Waltrip Racing kam es in diesem Jahr schon mehrfach zu einigen sehr guten Ausreißern nach oben, die sollte man für die Zukunft auf dem Zettel haben. Bei Earnhardt-Ganassi Racing hängt wie immer alles von der Tagesform und dem „tough luck“ ab, mal schauen.

Front Row Motorsports hat sich in Pocono selbst ein Ei gelegt / Glück für Robby Gordon

Zum Schluss noch die aktuellen Meisterschaftsstände bei den Fahrern und den Ownern: Ryan Newman hat sich nach Pocono aus den Top12 verabschiedet, den letzten Chase-Platz bekleidet nun Clint Bowyer. Tony Stewart konnte von seinem dritten Rang am letzten Wochenende profitieren und hat nun bis auf ein winziges Pünktchen zum Chase aufgeschlossen; eine geradezu perfekte Ausgangssituation für den so bekannten, sensationellen Smoke-Sommer. Hinter Truex auf Platz 15 folgt Dale Earnhardt Jr, der mit 87 Punkten Rückstand auf Rang 12 noch alle Chancen auf den Chase besitzt. Danach tauchen Joey Logano (-101), Jamie McMurray (-110), David Reutimann (-146) und Juan Pablo Montoya (-173) in der Tabelle auf, die haben allerdings schon mehr als 100 Zähler Rückstand auf die Meisterschaftsentscheidung.

Momentan streiten sich also noch ca. 16 Fahrer um den Einzug in den Chase nach 26 Rennen. Zwölf Mal haben sie noch die Gelegenheit, nötige Punkte zu sammeln. Vielleicht erleben wir ja noch einige große Comebacks im Verlauf der Saison. Im Chase konnte Denny Hamlin sich mit dem vierten Saisonsieg auf Platz 3 hochschieben, Jeff Gordon verlor dagegen drei Plätze in den Punkten. In der Owner-Wertung hat sich in der letzten Woche viel getan. Zunächst war Robby Gordon nach der taktischen Umstrukturierungs-Meisterleistung von Front Row Motorsports aus den Top35 geflogen. Dann konnte die Vertretung Ted Musgrave den Toyota mit der #7 in Pocono nicht qualifizieren, was für Gordon bedeutete, dass er wertvolle Punkte für die Rückkehr in die Top35 verlor.

Allerdings nahm sich das Front-Row-Team mit der Nummer #38, welches momentan Travis Kvapil am Steuer vertritt, selbst aus dem Rennen. Illegale Reifenventile in Pocono führten gestern zu einer empfindlichen Strafe: 150 Punkte wurden in Fahrer- und Owner-Wertung abgezogen, zusätzlich wurden Crew Chief Steve Lane (+100.000 US-Dollar Strafe), Car Chief Richard Bourgeois und Reifenspezialist Michael Harrold bis zum Chase gesperrt. Damit steht Robby Gordon nun wieder in den Top35 und das sogar mit einem Polster von 66 Punkten. Travis Kvapil muss nun sogar eher nach hinten schauen, wo 21 Punkte weiter schon die #26 von Latitude 43 Motorsports wartet. David Stremme hat für das kleine Team in letzter Zeit beträchtlich Punkte aufgeholt. Gut nur, dass Kvapil bei der durchschnittlichen Zielankunft die Top-Position bei Front Row Motorsports einnimmt.

Das zweite von sechs Rennen auf TNT steht ebenfalls am Sonntagabend ab 18 Uhr mit Vorberichten auf dem Programm, mit dem Rennstart kann gegen 19:15 Uhr gerechnet werden. Der offizielle RaceBuddy-Stream ist wieder über nascar.com erreichbar. Das Qualifying wird am Freitagabend ab 21:30 Uhr auf SPEED übertragen. Ebenfalls in Michigan sind die Trucks am Start, deren Rennen am Samstagabend um 19:30 Uhr nach der Cup-Happy-Hour auf SPEED gesendet wird. Die Nationwide Series ist am Wochenende auf dem Kentucky Speedway mit den fünf Doppelstartern Joey Logano, Brad Keselowski, Carl Edwards, Joe Nemechek und Paul Menard unterwegs. Die Übertragung auf ESPN beginnt in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 1:30 Uhr, wer also eine kurze Pause vom Rennen in Le Mans einlegen will, der bekommt ordentlich Programm geboten.

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