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February 29 2012

18:12

NASCAR – Analyse Daytona 500

Ein gutes, wenn auch recht unfallträchtiges erstes Rennen lieferte die NASCAR am Montagabend in Daytona ab. Wegen Regens musste das Rennen auf diesen Termin gelegt werden. Am Ende gewann nicht ganz überraschend ein Ford. 

Die NASCAR entschied sich am Sonntag auf Grund von Dauerregen das Rennen auf Montagmittag zu verlegen. Montag früh merkte man auf Grund der immer noch schlechten Wetterverhältnisse jedoch schnell, dass auch dieser Termin nicht zu halten sein würde und verschon das Rennen auf den Abend.

Dafür sprach neben der besseren Wettervorhersage noch ein weiterer Grund: Zur US-Primetime versprachen sich die Verantwortlichen auch deutlich bessere Quoten. Für FOX und die NASCAR war der Lauf eine Art Testballon – denn die Idee, manche Rennen des Sprint-Cup (à la “Mondy Night Football”) am Montagabend zu fahren ist keineswegs neu. Daytona sollte den Verantwortlichen nun endgütlig zeigen, welche Quoten Wochentags erreicht werden können.

Das Ergebnis fällt laut ersten Overnight-Ratings zwiespältig aus. Auf der positiven Seite: Man hatte mehr Zuseher als beim Pothole-Debakel 2010. Nicht so gut: Es waren auch weniger als 2011. Außerdem zeigen die Ratings einen deutlichen Anstieg nach Montoyas spektakulärem Unfall – mit einem “normalen” Rennen wäre man also vielleicht etwas schlechter gelegen. Ob die Zahlen nun Anlass sind, über weitere Montags-Rennen nachzudenken, liegt im Auge des Betrachters: Es ist sicher ein anständiges Ergebnis, mit dem man das beste aus einer widrigen Situation herausgeholt hat. Einen klar ersichtlichen Vorteil gibt es gegenüber dem Sonntag aber nicht. Und den bräuchte man, um ein Montags-Rennen zu rechtfertigen, das wohl mit einem deutlich Minus an Zuschauern an der Strecke auskommen müsste.

Einen dicken Silberstreif gibt es allerdings für die NASCAR: Die Nationwide-Serie auf ESPN hat mit Danica Patrick auf der Pole Zuschauerrekorde für Kabel gebrochen, und 4,4 Mio. Zuseher erreicht. Das Rating von 3.3 liegt etwa deutlich über jenem Wert, den die IndyCar-Serie bei ihren Übertragungen am Network-Sender ABC erzielt. Selbst das Indy 500 aus dem vergangenen Jahr hatte mit einem Rating von 4.0 nicht sehr viel mehr Zuseher.

Das Rennen:

Um 19.00 Uhr amerikanischer Zeit ging es dann endlich los in Daytona und Darell Walltrip eröffnete die Saison mit seinem bekanntem “Boogity, Boogity, Boogity, let’s go racing boys!”, welches er aus aktuellem Anlass mit einem “and Danica” vervollständigte. Die Fahrer schafften es sich auch eine ganze Runde zusammenreißen, bis es das erste Mal krachte. Sadler schob Johnson auf der Start- und Zielgeraden leicht an, der daraufhin hart in die Mauer einschlug und anschließend einen harten Treffer von einem weiteren Fahrzeug einstecken musste. Die übliche Kettenreaktion folgte. Insgesamt beschädigte der Unfall die Fahrzeuge von Johnson, Patrick, Bayne und Kurt Busch so schwer, dass das Rennen für sie entweder komplett vorbei war, oder sie so viele Runden Rückstand nach Reperaturen hatten, dass ein Sieg oder viele Punkte unmöglich waren. Johnson hat damit im Übrigen wieder einen Grund mehr, die Superspeedwayrennen zu hassen. Kyle Bush kommentierte den Unfall hingegen relativ amüsant über Funk: “Seriously, we sit around 36 hours and then we wreck on lap 1.”.

Nachdem Restart sah man vorne Kenseth und Biffle, wo sie auch den ganzen Abend bleiben sollten. Generell wurde den gesamten Abend viel 2-wide gefahren, wobei dies meistens erst hinter den Top 5 der Fall war. In Runde 13 gab es dann die nächste Gelphase, als Ryan Newman sich auf Grund eines Reifenplatzers drehte. In dieser kamen  alle an die Box. Nachdem Restart gab es lange Zeit vorne ein großes Pack und dahinter ein kleineres Pack mit unter anderem Montoya, McMurray, Labonte, Gilliland und Harvick, die sich so versuchten aus dem Gröbsten rauszuahalten.

Um Runde 57 folgten dann Green-Flag Pitstops, aus denen Jeff Burton als Führender hervorging. Tony Stewart verpasst die Boxeneinfahrt, ein größerer Schaden entstand daraus allerdings für ihn nicht. Kurz nach den Pitstops gab es die nächste Gelbphase wegen Debris auf der Strecke. Bei Kenseth zeigte sich zu dem Zeitpunkt, dass er massive Kühlungsprobleme hatte. Das Wasser sprühte geradezu aus seinem Auto, als er an der Box war. Er verlor zwar dadurch das Pack, konnte aber in der Lead Lap bleiben. Zu diesem Zeitpunkt waren vorne Burton, Biffle, Logano, Bowyer und ein starker Ambrose zu finden.

Bis Runde 81 lief das Rennen unter grün, dann platzte Jeff Gordon auf der Outside-Lane der Motor, er konnte dies zum Glück rechtzeitig mit der Hand anzeigen, so das es zu keiner Kollision mit anderen Fahrzeugen kam. Gordon sagte danach, dass alle Temperaturmesser im grünen Bereich gewesen seien, er also keine Ahnung habe, warum sich der Motor verabschiedete. Nach den nächsten Boxenstops ging es dann weiter.

Zu diesem Zeitpunkt schossen sich Hamlin und Kenseth nach vorne. Allgemein war auch beim 500 das zu beobachten, was sich schon in den Gatorade Duels und dem Budweiser Shootout angedeutet hatte: Die 2-Car-Tangos funktionierten begrenzt für eine bestimmte Zeit so um die 1- 1 1/2 Runden um sich im Pack nach vorne zu arbeiten, vom Pack weg fahren konnte man allerdings nicht. Polestitter Carl Edwards meldete in Runde 107, als vorne angefangen wurde Single-file zu fahren, Benzindruckprobleme. Seine Chancen auf einen Sieg waren damit auch dahin. Man dachte eigentlich, dass es in der Nacht weniger Temperaturprobleme geben würde, aber Bowyer meldete sich in Runde 117 und sagte, dass er sein Auto nicht mehr kühl bekommen würde. Allgemein sagten die Fahrer, dass es gut möglich war, das Auto im Rennen zu kühlen, wenn man es jedoch einmal übertrieben hatte, war es sehr schwer, den Normalzustand wiederherzustellen.

In Runde 127 dachten alle Bowyer’s Motor sei kaputt, aber in Wirklichkeit hatte er keinen Sprit mehr und wurde bei der Boxengasseneinfahrt durch 2 Autos geblockt. Die Folge war eine weitere Gelbphase, da sein Auto einfach ausrollte. Jeff Burton musste hierbei in die geschlossene Boxewngasse fahren und stoppen, da er sonst auch ausgerollt wäre. Nach den Boxenstops wurde es dann zunehmend aggressiver und temperamentvoller. Das hintere Pack hatte sich aufgelöst und Montoya. McMurray und Harvick mischten jetzt auch vorne mit. Ganz vorne war die Ford-Armada aus Kenseth und Biffle, dahinter Hamlin, Earnhardt Jr. und Logano.

In Runde 158 gab es dann die nächste Gelphase wegen eines Reifenschadens von David Stremme, was sehr schade war, da das Auto erst 2,5 Wochen vor dem 500 auf die Beine beziehungsweise Räder gestellt werden konnte. Bei den letzten Boxenstops kam es dann zu der wohl einprägsamsten Szene des Rennens. Juan Pablo Montoya war nach seinem letzten Boxenstop auf dem Weg zum Pack als ihm kurz vor einem Track-Blower wohl das Differential kaputt ging. Die Folge war, dass er mit dem Auto unkontrollierbar in das Heck des Track-Blowers krachte. Dabei traf er natürlich die hinten angebrachte Turbine mit Tank. Es gab einen großen Feuerball, Kerosin floss die Strecke herunter entzündete sich, das Feuer konnte jedoch nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Etwas ernsthaftes ist zum Glück weder der Besatzung des Track-Blowers noch Montoya passiert. Aber die Bilder waren schon erschreckend und spektakulär zu gleich.

Wegen des Feuers stoppte man die Autos erstmal auf der Backstretch und unterbrach das Rennen. Brad Keselowski wurde irgendwann so langweilig, dass er woher auch immer sein Handy holte, anfing zu twittern und Fotos zu schießen. Die NASCAR begrüßte im Nachhinein die Aktion, solang dabei keine Gefahr entsteht. Zunächst gab es Zweifel ob die Strecke das Feuer unbeschadet überstanden hatte, nach knapp 2 Stunden Pause konnte es dann aber doch weiter gehen.

Der Restart erfolgt in Runde 163, vorne waren Kenseth, Biffle, Earnhardt Jr., dahinter Harvick und Logano. Es wurde nun zunehmend unruhiger, teilweise wurde versucht eine Dritte Linie aufzumachen, doch das gelang nicht, da schon die zweite, obere Linie etwas schlechter als die Untere funtktionierte.

In Runde 172 kamen sich dann Ambrose, Mears und Almirola ins Gehege, was zu einer weiteren Gelbphase führte. Nachdem Restart in Runde 181 führte Kenseth vor Biffle, Earnhardt Jr, Hamlin und Harvick. Wenige Runden später folgte der nächste Big One, nachdem McMurray durch einen Reifenschaden das Auto verlor. Involviert waren: McMurray, Stewart, Almirola, Smith, Edwards, Kahne und Keselowski, der scherzhaft nachdem Unfall im Interview gefragt wurde, ob sein Auto oder sein Telefon mehr Schaden genommen hätte (es war das Auto).

Beim Restart in Runde 193 wurde klar, dass Biffle und Kenseth weiter zusammenarbeiten würden, als Kenseth hochzog, um Biffle “einzusammeln”. Doch nach 3 Runden war der Spaß wieder vorbei, es gab nämlich noch einen letzten Big One, weil Stewart von Stenhouse umgedreht wurde. Dieser war zuvor leicht von Logano berührt worden. Resultat waren Schäden an den Wagen von: Blaney, Kyle Busch, Stewart, Reutimann, Stenhouse, Newman und Gilliland. Dieser letzte Big One führte zu einem Green-White-Checkered- Finish. Beim Restart sammelte Kenseth wieder Biffle ein, welcher ihn pushte und vor Earnhardt “beschützte”, der leider von Hamlin nicht wirklich gepushed wurde. Er konnte vor der Ziellinie aber noch Biffle überholen, der sich ganz klar in den Dienst des Teams stellte, als er Kenseth nicht angriff, sondern bis zum Ende pushte.

Daytona bestätigte seinen Ruf, sich nach der Neusasphaltierung als Fordstrecke zu entwickeln. Ganz starke Leistung des Roush-Teams, während Hendrick-Motorsports mal wieder auf den Superspeedways bis auf Junior, der ein gutes Rennen ablieferte ordentlich unter ging. Für Stewart-Hass Racing lief es auf Grund der Unfälle, in die alle 3 Fahrzeuge unschuldig verwickelt wurde auch sehr schlecht, das gleiche gilt wie so oft auf den Superspeedways für Earnhardt-Ganassi-Racing, die ansonsten wohl gut unterwegs gewesen wären. Herauszuheben aus den Top 10 sind noch Paul Menard mit einem sehr starkem 6. Platz und Mark Martin auf Platz 10. Das vollständige Endergebnis gibt es http://www.jayski.com/stats/2012/pdfs/01daytona2012results.pdf .

Allgemein war es ein ganz gutes Rennen mit einem verdientem Sieger und trotz des Montagabendtermins mit beeindruckender Zuschauerzahl an der Strecke. Matt Kenseth fuhr die ganze Zeit, bis auf eine kurze Phase wegen seines Kühlproblems vorne mit, ebenso Biffle und Earnhardt Jr. Das Packracing ist zurück in Daytona in einem begrenzten Mix mit den 2-Car-Tangos, auch wenn die obere Linie am Montag leider nicht so gut funktionierte. Wer wissen möchte, wie sehr gutes Pack-Racing mit 2-Car-Trains aussieht, sollte sich das Nationwiderennen anschauen.

Im deutschen TV: 

Reichlich Verwirrung gab es rund um die deutschsprachige TV-Übertragung im Vorfeld des Rennens: Motorvisison TV hat vergangene Woche überraschend angekündigt, das Daytona 500, den gesamten Chase, und einige “Highlights” der laufenden Saison live “und exklusiv” zu übertragen. Als Kommentatoren wurden Lenz Leberkern und Jacques Schulz vorgestellt, wobei letzterer als Experte fungieren sollte.

Nach der Verschiebung des Rennens auf Montagnacht trat dann auch noch Servus TV auf den Plan, und kündigte an, das Daytona 500 ebenfalls live zu übertragen. Dabei scheint der Red Bull-Sender allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben, denn wenig später musste man zurückrudern: Man habe gerade bemerkt, dass man das Rennen doch nicht live zeigen könne. Eine etwas peinliche Vorstellung, die aber immerhin duch das Versprechen “es wieder gutzumachen” entschärft wurde. Welche Umstände die kommunikative Fehlleistung ausgelöst haben, ist unklar.

Das Fazit zur ersten Motorvision-Übertragung bietet Plus- und Minuspunkte. Loben muss man die Bildqualität, und die Beharrlichkeit, mit der man auch nach zwei Verschiebungen die Übertragung durchgezogen hat. Auch der Einsatz des Kommentatorenduos ist nicht zu bemängeln, immerhin musste man am Ende mehr als sechs Stunden ein nicht stattfindendes Rennen kommentieren (vier Stunden am Sonntag, und dann nochmal zwei Stunden Rot-Phase am Montag). Mit sicher geringer Vorbereitungszeit eine nicht ganz einfache Aufgabe. Nett war auch der interaktive Ansatz der Sendung, der zu einer teils fast familiären Atmosphäre führte. Manchmal aber auch zur angespannten Esstisch-Stimmung bei etwas weiter entfernteren Verwandten. Auch die ehrliche und effiziente Facebook-Kommunikation des Senders mit den Fans ist zu begrüßen.

Mit der Beurteilung des Renngeschehens taten sich Leberkern und Schulz gelegentlich ein wenig schwerer. Das mag mit der geringen Vorbereitungszeit und auch der späten Stunde zu tun haben – während der zweistünden Rotphase war den beiden die Belastung doch ein wenig anzumerken. Für zukünftige Übertragungen würde man sich aber vielleicht ein wenig mehr Detailinformationen erhoffen. Aber gut – bis zur nächsten Übertragung dürften ja nun ausreichend Zeit für Vorbereitungen bleiben.

Die Initiative von Motorvision ist für deutsche Fans jedenfalls sehr zu begrüßen – gerade vor dem Hintergrund, dass das NASCAR 2012 deutlich aggressiver gegen inoffizielle Internet-Streams vorzugehen scheint.

( Der Artikel entstand in Zusammenarbeit zwischen Chaos und Vorsicht, Bilder folgen. )

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July 13 2011

06:03

Newshappen-Sammlung für 13.07.

// Die Kollegen von “Inside Racing” haben ein schönes, aber auch durchaus schweres Quiz online, bei dem man Eintrittskarten für das Formel Eins Rennen am Nürburgring gewinnen kann. Ich hab mich mal durch die Fragen gescannt und müsste schon tief in meine Bibliothek abtauchen, um da alles zu beantworten. Aber es sind spannende Fragen und der Preis ist ja auch nicht schlecht. (Don)

// Noch mal zum elendigen Streit ums Mapping. Man hat sich am Wochenende darauf geeinigt, dass man mit den Mapping-Einstellungen fährt, die man das gesamte Jahr hatte. Allerdings ist es weiterhin verboten, das Mapping zwischen Quali und Rennen zu verändern. Angeblich hat Red Bull vor allem in der Quali ein sehr aggressives Mapping genutzt, was nun weg fällt. Wie die Sache dann 2012 geregelt wird, ist noch nicht raus, aber der “hot blown diffusor” sollte dann Geschichte sein. (Don)

// Noch mal Mapping: Die spanische Zeitung “Marca” hat berichtet, dass Vettel angeblich bisher mit einem experimentellen Mapping unterwegs war, dass nur er fahren durfte. Daher würde sich auch erklären, warum Webber in diesem Jahr hinter ihm lag und er erst in Silverstone schneller war. Ich halte das ehrlich gesagt für ein Märchen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass man da eh schon extreme Mapping derartig weiter treiben kann, dass Vettel plötzlich 4 Zehntel schneller ist. Der Abstand von Webber liegt wohl eher an den Pirelli-Reifen. (Don)

// Seit Sonntag kursieren Gerüchte, dass Ron Dennis wieder die Führung von McLaren übernehmen könnte. PitPass hat diese Meldungen schon komplett auseinander genommen. Dennis taucht zwar wieder öfter an der Box auf, aber wird kaum seinen alten Posten übernehmen wollen. (Don)

// Mark Hughes von der BBC hat eine schöne Analyse, warum Ferrari plötzlich wieder da ist. (Don)

// Silly Season “Fakten”: Es gibt zwei Cockpits, an denen die Transfergerüchte hängen: Red Bull und Ferrari. Die Italiener könnten an Button interessiert sein, aber auch an Mark Webber, dessen Ansehen bei Red Bull gerade im freien Fall ist. Massa betont derweil, dass er einen Vertrag für 2012, was eigentlich ein sicheres Zeichen dafür ist, dass er sich auch nicht sicher ist. Hamilton hat einen Vertrag von McLaren vorliegen, aber nicht unterschrieben, während Red Bull eine Verpflichtung des Briten eine Absage erteilt. Eine weitere Figur, die man beobachten sollte, ist Kamui Kobayashi. Dass der Japaner Talent hat, ist ja mittlerweile einigen aufgefallen, auch wenn er gerne mal neben der Strecke unterwegs ist. Kamui hat noch keinen Vertrag für 2012 und das Gerücht geht rum, dass McLaren ihn gerne nehmen würde, sollten Hamilton oder Button gehen wollen. Auch bei Toro Rosso sind beide Fahrer noch ohne Vertrag, hier geht es dann wohl eher darum, wer von beiden für Ricciardo Platz machen muss, wenn der von HRT kommt und nicht direkt ins zweite Red Bull Cockpit gesetzt wird. Gesetzt für 2012 sind im Moment wohl: Barrichello und Maldonado bei Williams, Rosberg und Schumacher bei Mercedes, Alonso bei Ferrari, Vettel bei Red Bull und Perez bei Sauber. Bei allen anderen Fahrern steht noch ein dickes Fragezeichen. (Don)

// Greg Biffle hat ab sofort einen neuen Crew Chief. Greg Erwin ist raus, Matt Puccia übernimmt. Puccia ist seit 2004 bei Roush und kommt aus dem R&D Department. Bei Biffle läuft es dieses Jahr nur sehr zäh. Der sonst sichere Chase-Kandidat liegt nur auf Platz 14 in der Meisterschaft. Eigentlich ist für einen Crew Chief Wechsel schon etwas spät, da ja nur noch wenige Rennen bis zum Chase ausstehen. (Don)

// Penske Racing – das Entwicklungs- und (fast) exklusive Einsatzteam für den LMP2-Porsche RS Spyder zwischen 2005 und 2008 – a

June 07 2010

13:20

NASCAR: Analyse Pocono I 2010

Pocono wurde mal wieder seinem Ruf gerecht und lieferte ein dramatisch langweiliges Rennen ab, dass am Ende auch mit einem GWC nicht mehr zu retten war.

Ehrlich gesagt – mir fällt zum Rennen in Pocono wenig ein. 43 Wagen starteten, erst führte Clint Bowyer, dann Danny Hamlin, der am Ende auch gewann. Dazwischen passierte tatsächlich nichts. Überhaupt nichts. Man hätte nach dem Start auch ein gutes Buch lesen, das Katzenklo sauber machen oder einen längeren, knapp 4 Stündigen Spaziergang machen können, ohne das man groß was verpasst hätte, um dann den GWC zu sehen, dessen großer Aufreger ein völlig überflüssiges Manöver von AJ Allmendinger war.

Immerhin – das langweilige Rennen ließ einem die Zeit, mal ein wenig durchs Feld zu schauen. So sieht es zum Beispiel bei Ford weiter duster aus. Im Rennen spielten die Fords keine Rolle, am Ende eleminierte Allmendinger dann auch auch Kahne und Biffle, die einigermaßen gut lagen. Warum Ford dieses Jahr so schlecht unterwegs ist, kann man nur schwer sagen. Bei Roush rätselt man selber über die mangelnde Performance, und schiebt die Schuld ein wenig Richtung Motor, der etwas zu schwach zu sein. Ford experimentiert aber gerade mit einem neuen Antrieb, der die Lage verbessern soll. Aber das alleine kann es nicht sein. Dodge gilt auch nicht gerade als PS-Wunder und dennoch konnte Kurt Busch die letzten Rennen gewinnen. Offenbar ist man beim Chassis in einer Sackgasse gelandet, aus der man nicht raus kommt. Die Meisterschaft muss man zwar nicht abschreiben, aber gut sieht es in diesem Jahr nicht aus. Vielleicht gibt es aber über den Sommer noch den turnaround.

RCR sieht weiter stark aus, aber es fehlt noch der allerletzte Schritt, um wirklich dauerhaft vorne zu bleiben. Die Mannschaftsleistung ist aber durchaus ansehlich, denn alle drei RCR Piloten landete mal wieder in den Top 10. Vor allem zur Mitte des Rennens dominierte Clint Bowyer in Pocono, später hat man sich aber offensichtlich mit der Abstimmung vertan. Childress sieht aber dennoch nach einem Team aus, dass man für die Meisterschaft ganz weit oben auf der Liste haben sollte.

JGR dagegen hat mit Denny Hamlin einen echten Meisterschaftskandidaten. Bisher fiel es ja immer etwas schwer Hamlin in den Kreis der Favoriten aufzunehmen, aber nach Siegen in Pocono, Darlington, Texas und Martinsville hat sowohl das Team als auch Hamlin gezeigt, dass man auf allen Strecken gut unterwegs ist. Natürlich muss man die Saison 2008 im Sinn haben, als Kyle Busch bis zum August alles in Grund und Boden gefahren hat, um dann im Chase total unterzugehen. Aber JGR wird aus den Fehlern gelernt haben und man fährt ja nicht zum ersten Mal um die Meisterschaft.

Bei Hendrick hängt man im Moment etwas durch. Johnson konnte einen fünften Platz retten, war aber nie in der Lage die Führenden anzugreifen. Selbiges gilt für Jeff Gordon und den seit Wochen in einer Krise steckenden Mark Martin. Die Probleme starteten für Hendrick mit der Einführung des neuen Spoilers, den man offenbar nicht so im Griff hat wie RCR oder JGR. Ganz übel sieht es für Dale Earnhardt jr. aus. In der Quali gelang ihm ein kleiner Achtungserfolg, nur um dann im Rennen, wie schon mittlerweile gewohnt, sukzessive zurück zu fallen. Es gelingt weder ihm noch seinem Team den Wagen über die Distanz anzupassen. Dazu kommt, dass die Stimmung zwischen ihm und seinem Crew Chief weiter nicht die Beste ist. Offenbar kommt man nicht wirklich miteinander klar und findet keine gemeinsame Ebene, bzw. redet aneinander vorbei. Das der Wagen und der Fahrer den Speed hat, weiß man, aber warum man den nicht über eine Renndistanz umsetzen kann, ist ein Rätsel. Viele sehen den Fehler auch bei Junior, der nicht in der Verfassung sei zu gewinnen. Zu verkrampft, zu sehr mit sich und den Fehlern des Teams beschäftigt. Klar ist, dass ihm im Moment der Biss fehlt und er mehr lamentiert als fährt. Vielleicht hilft ja ein weiterer Crew Chief Wechseln, aber wen sollte Rick Hendrick nehmen?

Soweit ein schneller Blick durchs Feld. Das Rennen in Pocono lieferte nur am Ende einen richtigen Aufreger, denn in der letzten Runde des GWC, blockte AJ Allmendinger auf der Gegengerade seinen Teamkollegen Kasey Kahne und schob ihn ungalant in die Wiese. Die Folge war ein mehr als unschöner Unfall.

Allmendinger entschuldigte sich nach dem Rennen, aber das hilft dann auch keinem mehr. Das Manöver war mehr als dämlich, zumal es nur um eine Position ging und sein Teamkollege auch noch deutlich schneller war. Freunde hat er sich damit nicht gemacht.

Damit vergessen wir das Rennen dann auch schnell und verdrängen, dass man in 6 Wochen hier schon wieder unterwegs ist. Nächste Woche geht es dann in Michigan weiter.

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May 03 2010

13:28

NASCAR: Analyse Richmond Mai 2010

Nach dem wohl besten NASCAR Rennen seit etlichen Zeiten in Talladega ließen es die Piloten in Richmond deutlich ruhiger angehen.

Richmond ist eigentlich ein kein richtiger Shorttrack. Einerseits ist es zu schnell, andererseits gibt es zu viel Platz. Das führt normalerweise dazu, dass man auf der Strecke packende Rennen sieht, die allerdings unter etlichen Unterbrechungen leiden. Doch Samstagabend drohte der Lauf zu einem echten Langweiler zu werden. Schuld daran war Kyle Busch, dessen Wagen derartig überlegen war, dass er bis zur 140 Runde, also nicht mal bis zur Halbzeit, bis auf die Top 10 alle überrundet hatte. Als er dann anfing, auch die zu kassieren, zog die NASCAR die Notbremse.

Das geschah, wie sollte es anders sein, in Form einer Caution wegen Debris. Von dem oder den Gegenständen auf der Fahrbahn sah mal allerdings nicht wirklich etwas. Aber die NASCAR wollte ein “soft reset” dank “wave around” des Rennens, damit die Zuschauer nicht vollends einschlafen. Rund 15 Runden, nach dem alle unter Grün an der Box waren, schmiss man die Caution. Das kleine Häuflein der Führenden 9 Wagen fuhr an die Box, alles was nur eine Runde Rückstand hatte, (bis Platz 25) blieb draussen und nahm den “wave around” dankbar an. Rund 12 Runden nach dem Restart gab es erneut eine Debris Caution (dies mal war es eine harmlose, kleine Plastikflasche) und nun fuhren alle an die Box. So war das Feld wieder auf einem Level und das Rennen konnte ab Runde 176 dann auch weiter gehen.

Die “wave around” sind nicht unumstritten. Die NASCAR argumentiert, dass man a) so mehr Spannung schafft und b) den Teams die Möglichkeit gibt, Änderungen am Fahrzeug vorzunehmen. Ob das sportlich ist? Bei einem Langstreckenrennen, das auf einem Short Track ausgetragen wird, ist das zumindest eine gute Möglichkeit, zu mal sich so viel nicht ändert.

Nach zweiten Restart übernahm eh wieder Kyle Busch das Kommando, verfolgt von Jeff Gordon und zwischenzeitlich Jeff Burton. Doch wirklich ran kamen die beiden erst, als Busch an seinem Wagen etwas verstellen ließ, was nicht so ganz passte. Der dominierende Mann des Wochenendes fiel mal wieder zurück und als sein Wagen auch noch Rauchzeichen von sich gab, schien das Ende besiegelt. Um so mehr freute sich Jeff Gordon, der in diesem Jahr mit sehr viel Biss unterwegs ist und sich offenbar viel vorgenommen hat. Bisher brachten ihn seine Ambitionen aber nur auf Platz 2, am Sieg schrammte er immer wieder vorbei. Dabei liegt sein letzter Sieg auch schon mehr als ein Jahr zurück, als er im Frühjahr 2009 in Texas gewinnen konnte.

Hendrick sah in Richmond, mal abgesehen von Jeff Gordon, nicht gut aus. Jimmie Johnson gondelte um Platz 10 rum während Mark Martin und Dale Earnhardt völlig von der Rolle waren. Beide waren nie zu sehen, nur Junior wurde kurz gezeigt, als ihm zu allem Überfluss nach einer leichten Berührung auch noch sein linker Hinterreifen um die Ohren flog. Da Junior und Martin die Setups gemeinsam festlegen, scheint da irgendwas mächtig schief gelaufen zu sein. Damit waren sie allerdings nicht alleine. Die Hendrick Filiale von Tony Stewart bastelte auch während des gesamten Rennens an der Abstimmung, nur Ryan Newman klebte am Ende der Top 10.

Deutlich besser erging es Juan Pablo Montoya. Der zeigte auf einem Kurs, den er laut eigener Aussage nun wirklich nicht mag, ein gutes Rennen. Von seinem schlechten Startplatz (19) arbeitete er sich bald nach vorne und fuhr die meiste Zeit zwischen Platz 10 und 5 rum.

Das Rennen plätscherte also so vor sich hin, aber natürlich gab es gegen Ende mal wieder zwei Caution, die das Feld zusammenführten. Immerhin “richtige” Caution, denn beides Mal hatte Sam Hornish seinen Wagen abgelegt. Den ersten Restart in Runde 385 konnte Jeff Gordon noch für sich entscheiden und er zog auch flott weg. Doch hinter ihm braute sich das Unheil in Form von Kyle Busch zusammen, der wieder auf den rechten Pfad der Abstimmung gefunden hatte und nun nach vorne drückte. Beim zweiten in Runde 396 hatte Kyle dann Position zwei inne, und er ließ Gordon keine Chance. Er drückte sich in einem harten, aber fairen Manöver vorbei und fuhr dann entspannt zum verdienten Sieg.

Kein wahnsinng gutes Rennen, aber zeitweilig war es recht unterhaltsam, weil sich im Mittelfeld viel bewegte. Vorne blieb es, bis auf den letzten Restart langweilig. Also nicht gerade ein Klassiker, den man mitten in der Nacht gesehen hat. Nächste Woche gibt es wieder ein Samstagnachrennen, diesmal steht Darlington auf dem Programm.

Sonstige Fahrer:
- Carl Edwards blieb, wie die gesamte Roush-Truppe, in Richmond sehr blass. Platz 5 klingt am Ende besser als sein Rennen
- RCR brachte alle Wagen in die Top 12. Harvick (3), Burton (4), Bowyer (12)
- Marcus Ambrose fuhr mal ein Rennen zu Ende und landere prompt auf Platz 9, sein bisher bestes Ergebnis
- Joey Logano kam nicht so richtig in Tritt und landete auf Platz 16.
- Hinter ihm lag AJ Allmendinger, der damit bester Petty Motorsport Pilot war.
- In der Meisterschaft führt wieder Kevin Harvick mit 10 Punkten vor Johnson. Junior ist aus dem Top 12 rausgefallen, liegt aber nur 4 Punkte hinter Bowyer. Montoyas Mission “Punkte sammeln” zahlt sich langsam aus, der liegt auf Platz 18, nur noch 104 Punkte von einem Platz im Chase entfernt.

Ein Wort noch zum Truckrennen in Kansas, das auch nur so mtttel gut war. Eine Unterbrechung wegen eines Gewitters (samt Hagel) half dem Rennen auch nicht gerade, aber dieses Manöver der beiden Fahrer Hornaday (#33) und Sauter (#13) wird wohl in die Geschichte eingehen.

Und am Ende gewann Johnny Sauter auch noch das Rennen. Den Titel “Save des Jahres” dürften beide sicher haben.

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April 16 2010

10:15

NASCAR: Vorschau Texas April 2010 / Kahne zu Hendrick

Noch eine Woche bis zum „game changer“ in Talladega, doch an diesem Wochenende geht es für Cup und Nationwide Series in Texas zur Sache. Diese Strecke ist dafür bekannt, das Seriensieger nicht die Regel sind, sondern eher die Ausnahme. Beste Garantie für Spannung also?

Bevor es mit der Analyse der bisherigen Stärkeverteilung 2010 losgeht, habe ich wie immer eine kleine Übersicht über die Geschichte der Strecke vorbereitet, die aus der November-Vorschau 2009 stammt. Dazu noch eine Ergänzung, die ganz kurz erklärt, wie und wann der Texas Motor Speedway zu seinem zweiten Saisonrennen gekommen ist. Am Ende des Artikels werde ich dann auf den bereits rasenden Zug aufspringen und auch mal ein wenig bezüglich des Wechsels von Kasey Kahne zu Hendrick Motorsports spekulieren. Nicht zu ausführlich, aber genug um aufzuzeigen, was denn nun schon konkret ist und was eben noch nicht. Hier nun aber zunächst die versprochene Übersicht:

Der Texas Motor Speedway ist ein 1,5-Meilen-Oval in derselben Form wie Atlanta oder Charlotte und wird deshalb auch als deren Schwesterstrecke bezeichnet. Alle drei Ovale haben ein Banking von 24° und die charakteristische, doppelt geknickte Start/Ziel-Gerade, jedoch ist Texas ca. 35 Jahre jünger als seine Schwestern. Weitere Besonderheiten des Speedways sind zum einen das besonders hohe Preisgeld, [...]. Da der Topf gut gefüllt ist, bekommen natürlich auch die „start & park“-Entries ein größeres Stück vom Kuchen als sonst, was einen Start sehr attraktiv macht. Die Rennen in Texas bieten dem Sieger eine halbe Million Dollar und das ist das drittgrößte Preisgeld nach dem Daytona 500 (1,5 Mio $) und dem All-Star-Rennen (1 Mio. $), noch vor Klassikern wie Indy oder dem Coca-Cola 600, die nur knapp weniger als die halbe Million Dollar zu bieten haben. Zum anderen ist die Zuschauerkapazität mit 191.122 Plätzen nach dem Indianapolis Motor Speedway (mind. 257.325) die zweitgrößte in der NASCAR, noch vor den beiden Superspeedways (Talladega: 175.000, Daytona: 167.785) und dem Lowe’s Motor Speedway (167.000).

Seit 1997 gastiert der Cup auf dem Texas Motor Speedway und seit 2005 gibt es auch ein zweites Saisonrennen. Damals bekamen Texas und Phoenix jeweils einen Termin von Rockingham und Darlington zugesprochen, eine der kontroversesten Kalenderanpassungen der NASCAR-Geschichte. Rockingham war dann gar nicht mehr im Renngeschehen vertreten und die „Lady in Black“ verlor ihr traditionelles Labor-Day-Rennen, das Southern 500. Zwar hat seit dem letzten Jahr das einzig verbliebene Darlington-Rennen wieder die legendäre Bezeichnung, findet nun aber am Muttertag statt. Der Texas Motor Speedway ist seit 2005 also auch im Chase vertreten, wo 2009 Kurt Busch das Rennen gewann. Da dieser Sieg sein erster Erfolg in Texas war, setzte er seinen Namen neu auf die Liste der bisherigen noch aktiven Sieger, welche immer noch von Carl Edwards angeführt wird:

1. Carl Edwards (3)
2. Jeff Burton (2)
3. Mark Martin, Dale Earnhardt Jr, Matt Kenseth, Ryan Newman, Elliott Sadler, Greg Biffle, Kasey Kahne, Jeff Gordon, Tony Stewart, Jimmie Johnson und Kurt Busch (je 1)

Alle Hersteller außer Toyota waren auf dem Texas Motor Speedway bereits erfolgreich und in der jüngeren Vergangenheit sogar äußerst ausgeglichen. Ford kann auf 9, Chevrolet auf 6 und Dodge auf 3 Siege zurückblicken. Der kleine Überhang zugunsten von Ford und Chevy stammt aus den Jahren vor 2001. Dodge startete erst in dem Jahr gemeinsam mit Ray Evernham, Chip Ganassi, Richard Petty und Bill Davis ein Comeback nach dem Ausstieg der Automarke aus dem Cup im Jahr 1985. Schon zwei Jahre später gelang Ryan Newman damals noch in einem Penske der erste Dodge-Erfolg in Texas seit dem Comeback. Generell fällt auf, dass die Rennen auf dem TMS in der Regel selten Wiederholungstäter in Bezug auf Fahrten in die Victory Lane sehen. Jeff Burton war der erste, der es nach 10(!) Jahren schaffte, seinen Sieg im Frühjahrsrennen zu wiederholen und Carl Edwards ist der einzige Pilot, der beide Texas-Rennen eines Jahres für sich entscheiden konnte.

Hendrick Motorsports rangiert 2010 bisher vor Roush-Fenway Racing und RCR

Da stellt sich natürlich die Frage, wer denn am Wochenende weit vorne zu erwarten ist. Ganz sicher wieder die üblichen Verdächtigen, die ich heute mal Team für Team bewerten möchte:

- Hendrick Motorsports: Jimmie Johnson es hat mit Ausnahme von Daytona, wo ihn seltenerweise mal der Defektteufel erwischt hat, nur in Atlanta nicht in die Top10 geschafft. Wenn ein Rennen beim Meisterschaftsführenden mal nicht optimal läuft, dann wird er eben Neunter wie in Martinsville. Im letzten Jahr kostete Johnson ein früher Unfall im Texas-Chase-Rennen fast die Meisterschaft und seit drei Jahren hat er hier auch immer ein schlechtes Rennen pro Saison gehabt. Trotzdem ist er einer der ganz großen Kandidaten für einen Sieg. Jeff Gordon hat auch eine ordentliche Texas-Statistik (ein Top5-Ergebnis pro Jahr) und die vergangenen beiden Rennen in Martinsville und Phoenix, die er fast gewonnen hätte, dürften ihm vielleicht den letzten fehlenden Biss zurückgegeben haben. Mark Martin gelang nach drei eher schlechten Rennen wieder der Anschluss an die Chase-Plätze, auf die er nun nach seinem vierten Rang in Phoenix als Meisterschaftsdreizehnter Jagd macht. Im letzten Jahr zeigte der GrandDaddy.com schon, was er bei HMS in Texas reißen kann: Platz 4 und 6 stehen aus 2009 für ihn zu Buche. Er hat eine gute Chance auf die Top5, die Top10 sind aber realistischer. Bleibt noch Dale Earnhardt Jr, der in Texas seit 2006 nicht mehr in die Top10 gefahren ist, in seinen stärkeren frühen Jahren aber immerhin 2000 gleich sein erstes Rennen auf der Strecke gewonnen hat. Ein Top10-Resultat sollte das Höchste der Gefühle sein, mehr hat er 2010 auch noch nicht gezeigt, trotzdem liegt er derzeit auf Platz 10 in der Meisterschaft.

Dazu noch schnell das Kundenteam von Stewart-Haas Racing: Tony Stewart steuert derzeit ein wenig schwammig durch die Saison, ein Top10-Resultat sollte aber möglich sein. Bei Ryan Newman wird man außerdem sehen, was wirklich hinter dem Sieg in Phoenix steckt. Die Tendenz über die Saison 2010 gesehen ist ja zumindest einmal da: 34/36/18/17/16/4/1, also auch hier mögliches Top10-Material.

- Roush-Fenway Racing: Die einstigen Könige der Intermediate-Ovale haben auf diesem Streckentyp doch arg nachgelassen, zumindest was die Siege angeht. Für Top-Resultate sind die drei Fords von Matt Kenseth, Greg Biffle und Carl Edwards nach wie vor zu haben und sie sind momentan auch ziemlich solide im Chase platziert. Nach David Ragan muss man dann schon etwa intensiver graben und suchen, denn mehr als Platz 28 in der Meisterschaft ist derzeit nicht drin. Jack Roush grollt vermutlich immer noch, dass er Ende 2009 an Ragans Stelle Jamie McMurray hat gehen lassen. Carl Edwards hat in Texas zwar schon drei Siege auf dem Konto, wenn er aber nicht gewinnt, dann fährt er auch nicht in die Top10; schon ein wenig eigenartig. Besser schätze ich da schon Matt Kenseth ein, der seit 2007 nur zweimal nicht in den Top5 zu finden war und das sind dann zwei neunte Plätze 2008 gewesen. Ein ähnliches Ergebnis fährt er wohl auch bei diesem Rennen ein, wenn man bedenkt, dass Kenseth 2010 nur in Martinsville nicht unter den besten Zehn ankam. Bleibt noch Greg Biffle, den ich einen kleinen Tick schlechter einschätze als Matt Kenseth: Nur in Phoenix nicht in die Top10 gefahren, aber eben mit ein wenig schlechteren Ergebnissen als sein Teamkollege in diesem Jahr.

- Richard Childress Racing: RCR sehe ich nach dem tollen Start in die Saison nun nur noch hinter Roush-Fenway Racing. Jeff Burton war bisher über die Jahre gesehen am konstantesten in Texas unterwegs und gewann auch das Debütrennen des Speedways 1997, sowie eine weitere Ausgabe 2007. Ein Top10-Resultat ist fast schon sicher, ob es für die Top5 reicht muss man nach den Practices entscheiden. Bei Bowyer und Harvick sehe ich das ganz ähnlich und obwohl RCR im Vergleich zu den ersten vier Saisonrennen ein wenig nachgelassen hat, bestehen gute Chancen die derzeitigen Chase-Platzierungen mit einem guten Resultat an diesem Wochenende zu festigen.

- Joe Gibbs Racing: Joey Logano und Kyle Busch haben es in Phoenix mit Top10-Resultaten geschafft, unter die zwölf besten Fahrer in der Meisterschaft aufzusteigen. Denny Hamlin verlor in der letzten Woche ja leider früh den Anschluss, zum einen wegen einer kleinen Rempelei zu Rennbeginn, zum anderen wegen seines frisch operierten Knies. Dadurch fiel er in der Meisterschaft von Platz 15 auf die 18. Ich schätze alle drei Fahrer momentan in etwa gleich stark ein: Top10-Ergebnisse sind absolut machbar, vor allem bei Joey Logano freut es mich sehr, wie gut er sich 2010 entwickelt hat. Bei Denny Hamlin wären mit einem 100%ig-fitten Knie sicher auch die Top5 machbar.

Auch einige weitere Fahrer stechen derzeit als Favoriten aus ihren Teams heraus

Zu diesen vier momentanen Top-Teams, die auch alle geschlossen die Chase-Positionen besetzen, kommen dann noch ein paar Einzelstreiter, die deutlicher aus ihren Teams hervorstechen: Kurt Busch gewann das bisher letzte Texas-Rennen im Herbst 2009 und im Frühjahr fuhr er auf Platz 8. Da er in der Saison 2010 bis jetzt nur ziemlich schwankende Resultate eingefahren hat, sehe ich die Top10 als höchste Position der Gefühle an. Paul Menard, der in diesem Jahr leistungstechnisch die Führung bei Richard Petty Motorsports übernommen hat, fiel nach Platz 29 in Phoenix aus den Top12 der Meisterschaft. Seine bisherigen Resultate in Texas ähneln seiner Saisonstatistik 2010, ergo kann man sagen, dass an diesem Wochenende wieder ein gutes Ergebnis für Menard drin sein sollte.

Bleibt noch Juan Pablo Montoya, der in Phoenix mit einem fünften Rang wieder an gewohnte Leistungen anknüpfen konnte. Es muss halt nur mal laufen für den Kolumbianer. Im letztjährigen Frühjahrrennen gelang ihm Platz 7, im Herbst musste er allerdings die Segel streichen und verlor mit nach einem Ausfall jegliche Restchancen in der Meisterschaft. Möglicherweise ist dieses Thema in diesem Jahr schon zu dieser frühen Zeit abgehakt: Ich habe bei Jayski eine Statistik gesehen, die sich mit historischen Rückständen auf die Chase-Platzierungen im Anfangsteil der Saison beschäftigt. Darin war nach einem Phoenix-Rennen die größte Differenz, die jemals bis zum Cut aufgeholt wurde, nur 104 Punkte. Montoya hat nach Phoenix noch 132 Punkte Rückstand auf Platz 12 und das garantiert Spannung, wenn das Auto denn hält. Den Link kann ich gerne nachreichen, wenn ich fündig werde, momentan versteckt er sich allerdings vor mir.

Die Meisterschaftsläufe auf dem Texas Motor Speedway zählen zu den Westküsten-Rennen und beginnen daher in diesem Jahr um 21 Uhr. Der Rennstart ist ja immer einen Tick später und sollte so gegen 21:15 Uhr anstehen. FOX überträgt allerdings schon ab 20 Uhr. Das Qualifying findet wie gewohnt am Freitagabend statt und SPEED geht um 22:30 Uhr dafür auf Sendung. Die Nationwide Series ist am Samstagabend ab 21 Uhr (Rennstart eine Stunde später) auf ESPN2 zu sehen. Die Trucks pausieren bis in den Mai.

Kasey Kahne wechselt ab 2012 zu Hendrick Motorsports

Was ist denn bisher fix? Mark Martin hört Ende 2011 auf, zumindest mit seiner Vollzeitkarriere. Einzelne Rennen oder auch eine Teilzeit-Saison hat er bisher nicht ausgeschlossen. Damit ist für Kasey Kahne der Wagen mit der #5 ab 2012 frei. Das hat Rick Hendrick ihm ebenso zugesichert, wie die Tatsache, dass Hendrick sich höchstpersönlich um ein Cockpit für Kahne für das nächste Jahr kümmern wird, wo man derzeit keine Kapazitäten frei hat. Eine Entscheidung diesbezüglich soll innerhalb der nächsten drei Monate fallen, klar ist nur, dass er 2011 in einem Chevrolet unterwegs sein wird. Nachlesen kann man das hier.

Alles andere ist derzeit rein spekulativ: Dass Kasey Kahne schon seit längerem über einen Wechsel nachdenkt, ist bekannt. Die dramatische Umstrukturierung der Besitzverhältnisse in seinem bisherigen Team von Ray Evernham zu einer Kombination aus George Gillett Jr, Richard Petty und Doug Yates, sowie der Wechsel von Dodge zu Ford, sind dem 30-jährigen wohl ziemlich sauer aufgestoßen. Das unstabile Arbeitsumfeld führte dann jetzt auch zu einer massiven Unterperformance fast aller RPM-Teams 2010, womit ein Weggang Kahnes beschlossene Sache war.

Welche Möglichkeiten hat er nun für 2011? Die offensichtlichste Lösung für dieses Übergangsjahr dürfte ein drittes Team bei Stewart-Haas Racing darstellen, Tony hat ja schon öfter damit kokettiert zu expandieren. Rick Hendrick dürfte sicherlich schon ein großzügiges Angebot an Smoke in der Hinterhand haben, um sein Kundenteam von diesem Plan zu überzeugen. Als Sponsor kommt wieder Budweiser in Frage, die Kasey Kahne nun schon seit drei Jahren begleiten und auch ziemlich zufrieden mit ihrem Werbeträger sind. Zudem hat Hendrick schon eine Vergangenheit mit dem Bierbrauer, der in den 90er-Jahren auf der #25 zu sehen war. Aber was passiert mit diesem dritten Stewart-Haas-Team dann 2012? Dazu gibt es schon die Theorie, dass Danica Patrick dann nach zwei Teilzeit-Jahren in der Nationwide Series in den Cup gehievt werden könnte. Und weil Mark Martin ja so ungern ganz aufhört, könnte er sich das Cockpit bei SHR mit Danica teilen, um den Wagen zumindest in den Top35 zu halten, sollte es Patrick nicht alleine schaffen. So hätten im Prinzip alle das, was sie wollen.

Eine Alternative dazu wäre, JR Motorsport ab dem nächsten Jahr im Cup starten zu lassen. Das ist zwar bisher generell nicht vorgesehen, aber Rick Hendrick hat Anteile am Nationwide-Team von Dale Earnhardt Jr und könnte da sicher eine Menge Einfluss ausüben. Das könnte sich auch so darstellen, dass Hendrick quasi die (einjährige) Cup-Operation von JR Motorsports komplett unter seine Fittiche nimmt. Die Ressourcen für ein inoffizielles fünftes Team unter einem anderen Banner wären jedenfalls vorhanden, denn schon in den letzten beiden Jahren stellte Hendrick Motorsports ein fünftes Auto für Brad Keselowski in jeweils sieben Saisonrennen zur Verfügung. Warten wir also erstmal maximal 90 Tage ab…

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March 29 2010

22:20

NASCAR: Analyse Martinsville März 2010

Erst wurde das Rennen verschoben und dann gab es das beste Finale seit langem auf einem Short Track.

Die NASCAR Verantwortlichen werden sich ärgern. Erst schwemmt der Regen die Übertragung auf den ungeliebten Montag und dann folgt auch noch eines der besten Short-Track Finishes seit einiger Zeit. In Zeiten, in denen die Quoten weiter fallen, wären die letzten Runden in Martinsville genau das, was die Serie gebrauchen könnte. Nur hat es eben kaum einer gesehen, weil die meisten Fans Montagmittags eben arbeiten müssen. Dabei plätscherte das Rennen lange so vor sich hin, geprägt von einigen Führungswechseln, aber den immer gleichen Protagonisten in den Top 10.

Weil schon die Quali ins Wasser gefallen war, stand Kevin Harvick auf der Pole. Und die nutzte er auch gleich in den ersten Runden aus. Er hatte schon das Truckrennen am Samstag dominiert und in den ersten Runden sah es wieder an einer Harvick-Show aus. Doch dann brach plötzlich und ohne Einwirkung eines Gegners etwas an der Hinterachse und die Sache war gelaufen. Er kam zwar noch einmal mit rund 100 Runden Rückstand raus, aber die Führung in der Meisterschaft ist er dennoch los.

Kurt Busch übernahm die Spitze und hielt sich dort, mit kleinen Unterbrechungen auch lange. Ansonsten tat sich vorne nicht allzu viel. Das übliche “beatin’ & bangin’” im Mittelfeld führte zu ein paar harmlosen Drehern und sorgte während des Rennens für einige Unterhaltung. Zu den wenigen Fahrern, die sich nach vorne arbeiten konnten, gehörte Juan Pablo Montoya. Zeitweise prügelte er seinen Chevy durchs Feld und überholte zwei, drei Fahrer pro Runde. Doch die ruppige Fahrweise führte dann auch zu Problemen. Der rechte Vorderreifen, in Martinsville eh ein kleines Problem, mochte die harte Fahrweise des Kolumbianers nicht und explodierte. Montoya landete heftig in der Mauer und damit war sein Rennen auch gegessen. Für ihn bedeutet der erneute Ausfall, dass es schon jetzt tatsächlich eng werden könnte mit dem Chase. Er liegt 170 Punkte hinter dem letzten Platz im Chase. Das lässt sich aufholen, aber viele Ausfälle kann er sich nicht mehr leisten.

Im Verlauf des Rennens wechselten sich Kurt Busch, Denny Hamlin und Jeff Burton an der Spitze ab. Zwischenzeitlich mischte auch Mark Martin mit, der während zwei Gelbphasen mal das Risiko mit nur zwei neuen Reifen gegangen war, was ihn nach vorne spülte. Er sah im letzten Drittel des Rennens sehr stark aus, doch weil er nach einem Boxenstopp zu früh los fuhr und einen Luftschlauch mit riss, wurde er ans Ende des Feldes gesetzt. Kurt Busch hatte ebenfalls Pech, weil sich ein Rad gelöst hatte, und er unter Grün an die Box musste. Danach war sein Rennen ebenfalls vorbei.

Wie üblich auf einem Short Track spitze sich das Rennen gegen Ende zu. Jeff Burton und Denny Hamlin lieferten sich einen packenden und sauberen Zweikampf und die Führung wechselte teilweise im Rundentakt. Man überstand die üblichen Unterbrechungen in den letzten Runden und Hamlin konnte sich 12 Runden vor Schluss endlich absetzen. Doch dann folgte eine erneute Unterbrechung, weil dem unglücklichen Jeff Burton ein Reifen platze.

Vorne lagen Hamlin und Kyle Busch und man freute sich schon auf einen Zweikampf, da bogen beide JGR Piloten zum Reifenwechsel in die Box ab! Und sie waren die einzigen Fahrer der Top Ten, die neue Reifen fassten. Eine unfassbare Fehlentscheidung, die Kommentatoren bei FOX waren geradezu entsetzt, mir fiel die Kinnlade runter und man konnte das “What the fuck…” aus den USA quasi laut hören. Denn nach dem Burton weg war, gab es kein Team, dass ansatzweise den Speed der JGR gehen konnte. Es war ein völlig überflüssiger Stopp, der Busch und Hamlin auf Platz 9 und 10 zurück warf.

Vorne lag, vermutlich selbst etwas überrascht, Jeff Gordon, der zwar im Rennen immer in den Top 10 war, aber im letzten Drittel des Rennens nie wirklich in den Spitzenkampf eingreifen konnte. Der Restart erfolgte 5 Runden vor Schluss und wer sollte Gordon das Rennen noch streitig machen?

Hamlin und Bush bohrten sich mit den neuen Reifen durch das Feld und Hamlin lag zwei Runden vor Ende des Rennens auf Platz vier, aber ohne Chance Jeff Gordon noch einholen zu können, da der Alt-Meister ein paar Wagenlängen in Führung lag. In der vorletzten Runde und in Turn 3 gerieten aber Kyle Busch und Paul Menard aneinander. Letzter schickte Busch in die Mauer, der dann quer auf der Strecke stand. Knapp 100 Meter vor der weißen Flagge warf die NASCAR die Caution und es ging in die Verlängerung. Gordon, der wie der sichere Sieger aussah, musste also noch mal ran.

Beim letzten Restart startete Jeff Gordon auf der unteren Linie, Ryan Newman neben ihm außen, Matt Kenseth hinter Gordon und neben ihm Hamlin. Eine denkbar ungünstige Situation, denn auf der Außenlinie war das Überholen schwer. Aber wie es so bei einem GWC ist – es wurde eng. Newman und Gordon blockierten beide Linien, doch Kenseth gab unten Gordon einen Schubser, der dazu führte, dass Gordon Newman weg drängte. Kenseth drängelte sich unten rein, Hamlin tobte durch die Lücke hinter Gordon. Auf der Gegengerade zog Kenseth an Gordon vorbei, doch Eingangs Turn 3 war Kenseth etwas zu flott und rutschte vor Gordons Nase. Der stupste den Ford-Piloten auf die Außenlinie und plözlich tat sich auf der unteren Linie eine riesige Lücke auf. Hamlin schlüpfte durch und gegen seine vier neuen Reifen hatte niemand mehr eine Chance. Und weil Gordon und Kenseth sich gegenseitig behinderten, zog auch noch Joey Logano vorbei. Ein unfassbares Finish, eine letzte Runde, wie man sie selten sieht. Der Boxenstopp der JGR Mannschaft dürfte zwar somit im Preisausschreiben um die dämlichste Entscheidung des Jahres keine Rolle mehr spielen, aber vergessen wird man das so schnell auch nicht.

Selbst nach dem Rennen machte Hamlin noch einen total überraschten Eindruck, während Gordon mit seinem Schicksal haderte. Verständlich, die NASCAR hätte auch warten und die Caution erst dann geben können, nachdem Gordon die weiße Flagge gesehen hätte. Dann wäre ihm die Overtime erspart geblieben und das Rennen wäre unter Gelb beendet worden. Aber die NASCAR will ja unbedingt die GWC.

Andere Fahrer:

- Kasey Kahne kam nur auf Platz 17 ins Ziel und war frustriert. Die Zeichen mehren sich, dass er Ende des Jahres samt seines Sponsors Budweiser das Team verlässt. Gerüchte besagen, dass er mit dem Bierbrauer bei RCR andocken will.

- Junior hatte ein durchwachsenes Rennen. Wegen einer schlechten Pitstoppansage fiel er kurz zurück, kämpfte sich aber wieder nach vorne. Er fuhr das gesamte Rennen zwischen Platz 10 und 15, am Ende wurde er auch 15. Nach allem, was man so hört, ist die Stimmung zwischen ihm und seinem Crew Chief Lance McGrew nicht die allerbeste. Die beiden giften sich während des Rennens ziemlich an. FOX, bzw. Darell Waltrip, spielten die teilweise harten Worten zwar runter, aber man wird das Gefühl nicht los, dass die Kommunikation und das Vertrauen zwischen beiden nicht sonderlich gut ist.

- Jimmie Johnson blieb blass, aber hielt sich im gesamten Rennen in den Top Ten. Er wurde neunter und übernahm die Führung in der Meisterschaft. Man unkt schon, dass er dort bis Ende November auch bleiben wird.

- Tony Stewart sah nur in der ersten Stunde des Rennens gut aus, dann fiel er zurück und man verhedderte sich heillos mit der Abstimmung. Platz 26 wurde es am Ende.

- Brad Keselowski wurde 12. Carl Edwards war nie zu sehen, wurde am Ende aber irgendwie achter.

- Drei weitere interessante Ergebnisse: Martin Truex jr. hatte eine gutes Rennen und kam auf Platz 5 ins Ziel. Brian Vickers kam auf die sechs und der in diesem Jahr sehr erstaunliche Paul Menard wurde 14. Der “Bezahlfahrer” (seine Vater ist der Sponsor des Teams) hat ein so gutes Jahr, dass die Roush-Fahrer angefangen haben, seine Abstimmungswerte zu kopieren. Im Moment liegt er mit Platz 11 noch stramm auf Chase-Kurs.

Nächste Woche macht der Sprint Cup Pause, nach Ostern geht es in Phoenix weiter.

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