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October 15 2010

06:31

NASCAR: Vorschau Charlotte Oktober 2010

Das letzte Nachtrennen der Saison in Charlotte beschließt gleichzeitig auch die erste Hälfte des Chase. Am vergangenen Wochenende sorgte das turbulente Rennen in Fontana für die erste große Zäsur in den Playoffs, nachdem zuvor eigentlich fast alle zwölf Fahrer Chancen auf die Meisterschaft besaßen. Jetzt sind nur noch vier Piloten innerhalb von 100 Punkten.

Zum letzten Mal in diesem Jahr heißt es im Sprint Cup „night racing“, denn das „Bank of America 500“ beschließt die Serie der Samstagnachtrennen für 2010. Gefahren wird auf dem Charlotte Motor Speedway, bis vor kurzem noch bekannt als „Lowe’s Motor Speedway“. Die US-Baumarktkette, welche noch regelmäßig auf dem Auto von Jimmie Johnson vertreten ist, verlängerte einen 10-Jahres-Vertrag mit dem Speedway nicht weiter. Charlotte ist ein 1,5-Meilen-Oval und ähnlich aufgebaut wie seine Schwestern in Atlanta und Texas. Mehr zur Strecke selbst und ihrer Geschichte im hier verlinkten Extra-Artikel. Bekannt ist der Speedway für das längste Rennen des Jahres, das Coca-Cola 600 Ende Mai. Doch auch in Charlotte wird zweimal pro Saison gefahren, stellt die Stadt doch die Heimat der meisten NASCAR-Teams dar.

Auf dem Charlotte Motor Speedway sind für gewöhnlich gute Rennen zu erwarten und die Preisgelder sind auch nicht von schlechten Eltern. Die Siegerprämie bewegt sich zwischen 300.000 und 500.000 US-Dollar, je nachdem ob es das 500- oder das 600-Meilen-Rennen ist. Das letztplatzierte Team erhält selbst im Herbst noch mehr als 60.000 US-Dollar, weswegen die Entry-Listen regelmäßig gut gefüllt sind. Eine Anfahrt ist wegen der nahegelegenen Shops für die meisten Teilzeitteams auch äußerst günstig. In diesem Jahr versuchen sich 50 Autos für 43 Startplätze zu qualifizieren, das Team von Brads Bruder Brian Keselowski meldete sich wegen dieses Massenauflaufs auch schon wieder ab.

Mit dabei sind jetzt unter anderem ein zweites Auto von Whitney Motorsports mit der #81, dass Scott Riggs neben der #46 mit Michael McDowell am Steuer pilotieren wird. Weil McDowell einige voll finanzierte Rennen hat, wird er in diesen einen Chevrolet fahren, der mit besseren Komponenten ausgestattet ist, als der sonst übliche Dodge des Teams. Neu am Start ist ein Auto von Robert Richardson, dessen Sohn das Daytona 500 in diesem Jahr bestritt. Die #23 ist nicht finanziert („Pink and Blue for Two“ ist eine Stiftung) und wird von Johnny Sauter in der Qualifikationsmühle pilotiert.

Nachdem ich Bobby Labonte in der #09 (Landon Cassill) und in der #71 (Andy Lally) vermisst hatte, tauchte er im Team seines Bruders wieder auf. Terry Labonte gehört die Hälfte von Stavola Labonte Racing und in diesem Jahr fährt die Mannschaft drei Rennen, bevor 2011 eine Vollzeitsaison geplant ist. Eigentlich sollte Terry diese Einsätze bestreiten und es ist nicht bekannt, warum Bobby (nur in Charlotte) übernimmt. Vermutlich konnte er kein Sponsorengeld für ein komplettes Rennen auftreiben und Terry bot ihm das von Gander Mountain finanzierte Cockpit an. Eigentlich egal, denn beide Labonte-Brüder besitzen ein „champion’s provisional“ (Terry: 1984, 1996 / Bobby: 2000) welches aktueller ist als das von Bill Elliott (1988) in der #21 der Wood Brothers. Interessant ist, dass die #10 in dieser Saison von Richard Childress Racing vorbereitet wird, damit die sich schon mal ordentlich auf das vierte Team mit Paul Menard im kommenden Jahr einschießen können.

Letzte interessante Geschichte in der Meldeliste ist Robby Gordon Motorsports: Teamchef Gordon meldete zwei Autos für Charlotte an, wobei die fest-qualifizierte #7 von Kevin Conway pilotiert werden sollte. Gordon hätte hinter dem Steuer der #07 gesessen, in der er 2010 schon einige Rennen bestritten hat. Offenbar realisierte Robby aber das Punkte-Malheur, in dem er derzeit steckt: Nur noch 25 Punkte trennen ihn von Front Row Motorsports’ #38, die David Gilliland in Charlotte fahren wird.

Die einfachste Lösung war ein Wechsel zwischen Gordon und Conway. Daraus folgt, dass Conway nicht fest-qualifiziert ist und vermutlich im Einzelzeitfahren gnadenlos unten durchfallen wird. Robby Gordon fährt das Auto mit der #07 eigentlich lieber selbst, um bei einem optimistischen Qualifikationsrun inklusive Totalschaden wenigstens die Schuld bei sich suchen zu können. Was mich wundert ist, dass Conway und Hauptsponsor ExtenZe bei Front Row Motorsports eine Klausel im Vertrag hatten, welche besagte, dass er in einem fest-qualifizierten Auto eingesetzt werden musste. Bei Robby Gordon Motorsports scheint das nicht der Fall zu sein, merkwürdig…

Nach diesem Ausblick auf das sehr volle Starterfeld im „go or go home“-Bereich nun die Übersicht bezüglich der Chase-Fahrer, die vorne im Feld um den Titel kämpfen. Fontana sorgte für eine Art Zäsur in der Meisterschaftsentscheidung, weil dort sechs der zwölf Playoff-Piloten herbe Rückschläge erlitten. In der Folge bedeutet dies, dass sich nur noch vier Fahrer an der Tabellenspitze innerhalb von 100 Punkten befinden. Nach einer sehr offenen Situation hat sich die Meisterschaft in nur einer Woche schon in gewisser Weise vorentschieden – zumindest was die fast verlorenen Chancen einiger Piloten angeht. Dieses Ereignis möchte ich – nun schon eine Woche früher als geplant – zum Anlass nehmen, um die verbleibenden Chancen der Chase-Fahrer und ihre Charlotte-Statistik aufzuzeigen. Das passt eigentlich auch ganz gut, denn nach der Durchsicht der letzten Ergebnisse stellt sich die Benennung eines Favoriten doch schwerer dar als gedacht:

1. Jimmie Johnson, #48, Hendrick Motorsports (5673 Punkte)
Der Dauermeister packte in den ersten vier Chase-Rennen richtig einen aus und zog nach einem 25. Platz im Eröffnungsevent von New Hampshire nach. Die letzten drei Resultate lauten 1, 2 und 3, damit setzte Johnson sich an die Spitze der Tabelle. In Charlotte konnte er schon sechs Siege einfahren, den letzen im vergangenen Playoff-Lauf 2009. Zwischen 2003 und 2006 kam Johnson nie schlechter als in den Top3 ins Ziel, doch danach zeigen sich auffällige Schwächen in der Statistik: Seit 2007 konnte er in sieben Rennen nur drei Top10-Ergebnisse einfahren. Da Jimmie im Chase immer stark ist, könnte ein Sieg drin sein. Wenn es nicht klappt, bleibt ja immer noch Martinsville in der nächsten Woche und da ist Johnson gemeinsam mit Denny Hamlin seit Herbst 2006 ungeschlagen.

2. Denny Hamlin, #11, Joe Gibbs Racing (-36)
Hamlins Chase-Ergebnisse sind jetzt nicht so schlecht gewesen: 2/9/12/8 sprechen für nette Rennen, doch eine Meisterschaft gewinnt man damit nicht. Jimmie Johnson macht vor, welche Resultate dafür kommen müssen; die Top5 sind regelmäßig Pflicht. Nach dem Sieg im Richmond zum Abschluss der „regular season“ scheint Hamlin ein wenig zu straucheln, wenn auch auf hohem Niveau. Seine Charlotte-Statistik ist desolat, nur drei Mal in zehn Rennen fuhr er in die Top10. Er hat kein einziges Top5-Resultat auf diesem Intermediate-Oval und die achten und neunten Plätze waren alle vor 2008. Für ihn gilt es deshalb ganz besonders, das Augenmerk auf Martinsville zu richten. Dort muss er gewinnen, wenn er eine Chance auf den Titel haben will.

3. Kevin Harvick, #29, Richard Childress Racing (-54)
Harvick ist der Meister der „regular season“ und würde auch nach der alten Punktewertung ohne Chase noch die Fahrerwertung anführen: 231 Punkte läge er vor Jeff Gordon, da hätte ihm die Konstanz wohl schon den Titel eingebracht. Das Chase-System verlangt aber in den letzten zehn Rennen Konstanz auf sehr hohem Niveau und das gelingt Harvick auch nicht immer. Er führt die Top10-Liste in diesem Jahr zwar mit 20 vor Jimmie Johnsons 17 an, doch beide Fahrer haben gleichviele Top5s und Johnson fuhr noch einmal drei Siege mehr als Harvick ein. Seine Chase-Ergebnisse (5/15/3/7) zeigen, dass er ebenfalls auf hohem Niveau zu langsam ist. Die Playoffs scheinen einfach wie für Johnson gemacht, obwohl Harvick natürlich super unterwegs ist und immerhin auch drei Saisonrennen gewinnen konnte. Auch für ihn ist Charlotte allerdings kein gutes Pflaster: 2001 debütierte er für den verstorbenen Dale Earnhardt Sr und holte gleich mal einen zweiten und achten Platz in seiner ersten Saison. Danach gelang ihm in 17(!) weiteren Charlotte-Rennen nur noch ein(!!!) weiteres Top10-Resultat. Seine starke Strecke ist in diesem Chase Talladega, denn zwei „restrictor plate“-Rennen gewann Harvick 2010 schon und nur Top5-Ergebnisse in Serie bringen ihn noch an Johnson vorbei.

4. Jeff Gordon, #24, Hendrick Motorsports (-85)
Gordon ist der letzte Pilot im Chase innerhalb von 100 Punkten hinter Tabellenführer Jimmie Johnson und versucht gerade, die Meisterschaft ohne einen einzigen Saisonsieg zu gewinnen. Klappen könnte das, dann müssen aber auch mindestens Top3s konstant kommen. Bisher erreichte er die Plätze 6, 11, 5 und 9 – ich weiß, dass ist wieder Jammern auf hohem Niveau. In Charlotte könnte er seinen Rückstand weiter verringern, denn die Statistik zeigt seit 2007 nur einen bösen Ausreißer mit Platz 41. Die anderen sechs Resultate waren fünf Top10s, darunter drei Top5s und ein Sieg.

5. Tony Stewart, #14, Stewart-Haas Racing (-107)
Stewart machte in Fontana mit seinem Sieg gleich fünf Positionen gut und brachte sich damit zurück ins Meisterschaftsgeschehen. Für Tony ist der Titel noch nicht Geschichte, auch wenn er bereits knapp mehr als 100 Punkte hinter Jimmie Johnson liegt. Das Problem ist nur, dass er seine Ausrutscher in diesem Chase schon verbraten hat, was die Plätze 24/21/4/1 zeigen. Immerhin ist ein Aufwärtstrend zu finden und vielleicht kann Stewart die Leistung der letzten beiden Rennen jetzt ja konstant weiter abrufen. Seine letzten beiden Top10-Resultate in Charlotte stammen allerdings aus 2007 und davor gelang ihm das zuletzt 2004. Falls es in Charlotte nicht klappen sollte, bleibt dem „restrictor plate“-Spezialisten Stewart immer noch Talladega.

6. Kurt Busch, #2, Penske Racing (-140)
Den größten Sprung am Wochenende könnte Kurt Busch machen, denn er gewann das Coca-Cola 600 in diesem Jahr und eine Woche zuvor auch schon das All-Star Rennen. Gelingt ihm ein Sieg im 500-Meilen-Rennen in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dann holt er zudem das Triple, welches noch keinem anderen Fahrer gelang. Seine 140 Punkte Rückstand könnte er mit einer Fahrt in die „victory lane“ natürlich prima dezimieren und nach den Plätzen 13, 4, 13 und 21 benötigt er auch einen Sieg, um Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Seit 2006 stehen allerdings nur drei Top10-Resultate auf dem Charlotte-Konto von Kurt Busch, die letzten vier Ergebnisse lauten aber: 3/34/10/1! Busch braucht also diesen Sieg, bei einem weiteren Ergebnis außerhalb der Top10 ist der Zug für ihn abgefahren. Der Charlotte Motor Speedway ist die letzte starke Strecke von Kurt.

7. Carl Edwards, #99, Roush-Fenway Racing (-162)
Der Fast-Ausfall nach Motorproblemen in Fontana könnte Edwards die letzten Chancen auf die Meisterschaft gekostet haben. Für alle Fahrer in der zweiten Playoff-Tabellenhälfte gilt ab sofort: Rennsiege einfahren, was es koste, sonst ist es definitiv vorbei. Edwards‘ Chase-Ergebnisse lauten Platz 11, 5, 6 und 34, was zeigt, dass ihn der technische Defekt echt eine Menge gekostet hat. Dazu kommt, dass Carl keine Bonuspunkte für einen Sieg in der „regular season“ mit in den Chase genommen hat. Elf Charlotte-Rennen brachten Edwards bisher sieben Top10-Ergebnisse, davon waren vier sogar Top5s. Er muss am Wochenende also gewinnen, um dabei zu bleiben und zwei Mal ist er 2010 ja schon knapp an der „victory lane“ vorbeigesegelt.

8. Jeff Burton, #31, Richard Childress Racing (-177)
Burton sehe ich nicht mehr als Meister in diesem Jahr. Er kann zwar ebenso konstant fahren wie seine Teamkollegen, doch echte Top-Ergebnisse sind bei ihm selten geworden. Der Chase brachte folgende Resultate ein: 15/2/18/23. Daran sieht man, wo Burton steht: An einem guten Tag fährt er in die Top5/Top10 und ansonsten ist von ihm nichts zu sehen. Die Playoffs verlangen aber an solchen Tagen einen Sieg und ansonsten Top10s, da dürfte der Zug abgefahren sein. In Charlotte ist seine Statistik gemischt: Seit 2006 ist er in neun Rennen fünf Mal in die Top6 gefahren und vier Mal nicht besser als Vierzehnter geworden. Dabei steht ein Sieg aus dem Chase-Rennen 2008 für Burton in den Büchern.

9. Kyle Busch, #18, Joe Gibbs Racing (-187)
Kyle Busch war gut im Chase unterwegs, bevor das Pech zuschlug. Platz 9 in New Hampshire und Rang 6 in Dover folgten eine Fehde mit David Reutimann und ein Motorschaden. Die letzten beiden Rennen beendete er dementsprechend außerhalb der Top20. Busch selbst gab in einem Interview nach seinem Ausfall in Fontana ja schon alle Meisterschaftshoffnungen auf, da kann man gar nicht groß was schönreden jetzt. Charlotte könnte allerdings noch einmal ein Top-Resultat für Kyle bringen, denn seit Ende 2006 ist er ein guter Tipp für die Top5: Nur ein Rennen beendete er nicht in den Top8, dabei erreichte er drei Mal den dritten Platz. Mit ein wenig Biss könnte ein Sieg am Wochenende drin sein.

10. Greg Biffle, #16, Roush-Fenway Racing (-215)
11. Matt Kenseth, #17, Roush-Fenway Racing (-241)
12. Clint Bowyer, #33, Richard Childress Racing (-247)
Die letzten drei Chase-Fahrer kann ich gemeinsam bewerten, denn sie haben bei über 200 Punkten Rückstand keine Chance mehr auf die Meisterschaft. Biffle meldete sich zwar noch kurz mit einem Sieg in Kansas zurück, musste aber nach einem Motorschaden in Fontana alle Hoffnungen begraben. In Charlotte sind die Top10 für ihn realistisch, das gelang ihm aber zuletzt 2008. Kenseth kam nie ernsthaft im Chase an und holte bisher nur ein Top10-Resultat in den letzten vier Rennen. Die Charlotte-Statistik sagt ebenfalls die Top10 voraus, falls es denn jetzt besser läuft als zuletzt: In vier der letzten fünf Charlotte-Rennen schaffte Kenseth derartige Platzierungen. Bowyer darf sich bei seinem Team bedanken, deren knapp ausgelegte Toleranz bei Abmessungen ihm 150 Punkte Strafabzug einbrachte. Ohne diesen Fauxpas wäre er derzeit Fünfter in der Meisterschaft mit nur 97 Punkten Rückstand auf Jimmie Johnson, schade eigentlich. Seine Ergebnisse waren mit 1/25/15/2 auch recht gut, einen Ausrutscher hätte Bowyer aber schon gehabt. Die letzten beiden Charlotte-Rennen beendete er als Sechster und Siebter.

Außerhalb des Chase kommen noch einige Fahrer ebenfalls für gute Ergebnisse in Frage: Allem voran denke ich da an Kasey Kahne. Zuletzt kam er ja oft jenseits der Top30 ins Ziel und hatte sein Jahr bei Richard Petty Motorsports vor seinem Wechsel zu Red Bull Racing und Hendrick Motorsports wohl schon vorzeitig an den Nagel gehängt. In Fontana kam er allerdings mit einem starken vierten Platz zurück an die Spitze. Seine Charlotte-Statistik macht ihn zum Mitfavoriten auf den Sieg, denn seit 2006 beendete er nur ein Rennen nicht in den Top12. 2006 gewann er beide Saisonrennen und konnte außerdem 2008 beim Coca-Cola 600 in die „victory lane“ fahren. Abseits der Siege, mit Ausnahme seines zwölften Platzes im diesjährigen 600-Meilen-Rennen und dem einen Ausrutscher 2007 waren die anderen Platzierungen 8/2/3/7.

Joey Logano bewegt sich derzeit nahe den Top10 und konnte in seinen bisher drei Charlotte-Rennen die Ergebnisse 9/5/13 holen. Ein weiteres Top-Resultat sollte möglich sein, zumal Kyle Busch ja gezeigt hat, dass der Joe-Gibbs-Toyota in Charlotte gut geht.

Ähnliche Ergebnisse seit 2008 haben in Charlotte bisher Ryan Newman, Mark Martin und Jamie McMurray eingefahren: Newmans letzte drei Charlotte-Ergebnisse nach zwei 21. Plätzen 2008 waren 2/11/9, ein Top10-Resultat ist also durchaus drin für Stewarts Teamkollegen. Martin ist nach Rang 6 in Fontana wieder in Lage, Spitzenergebnisse einzufahren. Charlotte brachte ihm zwei Top10s seit 2008; Wiederholung nicht ausgeschlossen! McMurray ist in den letzten Charlotte-Rennen so ein wenig Hop-oder-Top gefahren: Zwei Top5-Resultaten stehen drei Ergebnisse schlechter als Platz 21 gegenüber.

Weiterhin zu beobachten sind David Reutimann und Paul Menard: Ersterer gewann das Coca-Cola 600 im letzten Jahr, allerdings nur weil es wegen Regens abgebrochen werden musste. In der diesjährigen Ausgabe wurde er aber Fünfter, was seine Stärke in Charlotte unterstreicht. Menard fiel in den letzten Saisonrennen durch gewagte Boxenstoppstrategien auf, die ihn weit nach vorne spülten. Die zwei Top10-Resultate in Dover und Kansas könnten in Charlotte erweitert werden, immerhin gelang ihm in Frühling schon Platz 8.

Juan Pablo Montoya verfügt über eine krasse Charlotte-Statistik: Im Coca-Cola 600 von 2009 kam er auf Rang 8 ins Ziel und das war bei weitem sein bestes Ergebnis auf diesem Intermediate-Oval. Danach kommt nämlich erstmal gar nichts, bevor ein 28. Platz aus seinem Debüt-Jahr 2007 zu Buche steht. Von seinen sieben Charlotte-Rennen musste er drei mit einem Unfall beenden und kam in nur einem ohne Rundenrückstand an. Da wird es am Wochenende interessant, ob er sich steigern kann.

Nach der Chase-Fahrer-Statistik für Charlotte folgen noch die TV-Ausstrahlungsdaten für den Rest des NASCAR-Wochenendes. Weil das Cup-Rennen in der Nacht von Samstag auf Sonntag ansteht, sind zum üblichen Erscheinungstermin des Artikels schon das erste Training und das Qualifying durch. Die Ergebnisse sind im vorstehenden Satz verlinkt. Ich bitte zu entschuldigen, dass die Auswirkungen der Sessions nicht in diese Vorschau eingeflossen sind, vor allem was den Teil über die „go or go homer“ betrifft. Leider kann ich die Vorschau nicht erst am Freitagmorgen schreiben.

In der Nationwide Series ist auch Danica Patrick wieder mit dabei und außerdem findet an diesem Wochenende der letzte Test unter Rennbedingungen mit dem neuen Auto statt, welches ab 2011 „full time“ eingesetzt werden wird. Da gab es auch zwei zusätzliche Trainingssitzungen am Mittwoch, hier sind alle Nationwide-Trainings auf Jayski.com verlinkt.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 15.10.
21:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
23:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, ESPN2
00:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, ESPN2
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Dollar General 300), ESPN2

Samstag, 16.10.
01:30 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Bank of America 500), ABC

June 22 2010

16:30

NASCAR: Analyse Sonoma 2010

Zwei actionreiche Rennen bot die NASCAR am Wochenende bei den ersten Ausflügen des Jahres auf Rundkursen. Dabei wiesen die Meisterschaftsläufe von Nationwide Series und Sprint Cup erstaunliche Parallelen auf und hatten auf ihre Art quasi jeweils einen „first time“-Sieger.

Zwei Rundkursspezialisten, die fast gewonnen hätten wäre das Pech nicht hinzu gekommen, Dreher teilweise fast im Minutentakt, eine Unterbrechung des Rennens wegen einer Massenkarambolage und am Ende einen Sieger, für den es auf eine bestimmte Art und Weise das erste Mal war. Damit könnten jetzt im Prinzip beide Rennen des Wochenendes gemeint sein, da sich große Teile der Action des Nationwide Rennens bei den Cup-Stars wiederholten. Am Samstag war es Carl Edwards, der das Rennen auf der Road America in Elkhart Lake, Wisconsin gewann und damit den ersten Sieg für Ford in diesem Jahr einstrich. Dabei hätte auch Jacques Villeneuve am Ende in der „victory lane“ landen können, wäre ihm nicht wenige Runden vor Schluss der Motor hochgegangen. Zuvor musste er sich auch mit einem eingedrückten Kotflügel inkl. „tire rub“ auseinandersetzen.

Die turbulente Schlussphase, welche fast keine Runde ohne einen Dreher auf der Strecke sah, wurde nach einer Massenkarambolage in Runde 30 von 50 eingeleitet. Da gleich neun Wagen in diesen Unfall verwickelt waren, dauerten die Aufräumarbeiten einige Zeit, was NASCAR zu einer halbstündigen Unterbrechung des Rennens zwang. Außer Edwards und Villeneuve konnten auch Paul Menard und Brendan Gaughan mit einer Menge Talent aufblitzen, deren „road course“-Talent war mir bisher unbekannt. Weil Brad Keselowski als Dritter abgewinkt wurde, konnte Edwards nicht sonderlich viele Punkte auf den Meisterschaftsführenden aufholen. Keselowskis Vorsprung beträgt nach dem Rennen in Wisconsin und vor dem in New Hampshire nun immer noch gewaltige 272 Punkte. Der Dritte Justin Allgaier konnte nach einem Schaden an der Antriebsachse nur einen 35. Platz ins Ziel bringen. Die Strecke selbst erhielt von den Beteiligten gute Noten.

Das Cup-Rennen kam nach einem vorsichtigen Start dann doch noch richtig in Schwung

Der Sonntag gehörte dann dem Sprint Cup in Sonoma, der auch nicht zu wenig Action bot. Auffällig war aber, dass sich im Gegensatz zum Nationwide Rennen weniger Fahrer mit Drehern von der Strecke verabschiedeten. Das Fahrermaterial in der ersten Liga wartete also mit deutlich mehr Können und Klasse auf. Allerdings gab es auch Ausnahmen, z.B. schob Jeff Gordon gleich drei Konkurrenten während des Rennens auf uncharmante Art und Weise von der Piste. Martin Truex Jr sinnt derweil auf Rache und kommentierte die Szene im Boxenfunk auch nicht gerade familienfreundlich. Auch Brad Keselowski machte sich hier im Chat wohl keine Freunde, als er Mattias Ekström abräumte und ihn womöglich ein Top10/Top15-Ergebnis kostete. Am besten fange ich mit der Analyse aber ganz am Anfang des Rennens an:

Polesitter Kasey Kahne überstand an der Spitze nach dem Start keine komplette Runde und wurde ziemlich schnell von Jimmie Johnson überholt. Johnson kristallisierte sich schnell als einer der beiden Fahrer heraus, die es zu schlagen galt. Der andere Pilot war Marcos Ambrose, der mit Bestzeiten in allen drei Trainingssitzungen auf sich aufmerksam machte. Nur im Qualifying beraubte er sich mit einem Fahrfehler eines besseren Startplatzes und musste vom sechsten Rang ins Rennen gehen. Die erste Caution lies nicht lange auf sich warten, denn nach elf Runden wurden einige Fahrer zu ungeduldig. Eine Kollision beendete das Rennen für Kyle Busch, zwar kam er nach aufwändigen Reparaturen noch einmal zurück auf die Strecke, doch mit Rundenrückstand war maximal Platz 39 drin. Einige Fahrer nutzten diese frühe Gelbphase für erste Abstimmungsarbeiten am Auto, unter anderem Juan Pablo Montoya und Jeff Burton. Die Führenden blieben geschlossen auf der Strecke.

Diese unterschiedlichen Entscheidungen sorgten dann schon für eine Aufteilung der Strategien, weil das Rennen in einen ordentlichen Fluss kam. Ab Runde 27 waren die ersten Stopps unter grüner Flagge angesagt, aber nicht weil das Benzin knapp wurde. Die Reifen verloren auf der Berg- und Talbahn von Sonoma einfach zu schnell an Grip, was einen frühen Wechsel vorteilhaft machte. Beim „cycle-through“ übernahm dann in Runde 35 Tony Stewart kurzzeitig die Führung, bevor er sie zwei Umläufe später an Mattias Ekström abgeben musste. Der Schwede hatte in der ersten Gelbphase nachgetankt und konnte nun einige Führungskilometer sammeln. Da seine Reifen recht schnell nachließen, war Ekström den Platz an der Sonne aber schon in Runde 43 wieder an Jimmie Johnson los.

Denny Hamlin hatte genau wie seine anderen Gibbs-Teamkollegen eine Menge Pech

Einen Umlauf später bekam Denny Hamlin ein mehr oder weniger schlimmes Problem: Weil die Halterungen der Motorhaube versagten, klappte diese gegen die Windschutzscheibe. Hamlin musste unter Anleitung seines Spotters die Runde beenden und im Blindflug die Boxengasse ansteuern, wo sein Team die Haube wieder befestigte. Damit war das Problem gelöst, aber sofort tat sich ein weiteres auf: Bei der Ausfahrt aus der Boxengasse war Hamlin zu schnell unterwegs und musste prompt noch eine Durchfahrtsstrafe absolvieren. Das alles brachte den Meisterschaftsanwärter so aus dem Konzept, dass am Ende nicht mehr als Platz 34 drin war. In der Punktetabelle kostete Busch und Hamlin das Sonoma-Rennen zwei Ränge, denn Konkurrent Jimmie Johnson konnte sich mit seinem späteren Sieg an beiden Fahrern vorbei auf Platz 2 hinter Kevin Harvick schieben.

Die lange Grünphase hielt derweil bis kurz nach Rennhalbzeit an und NASCAR kam der Dreher von Dave Blaney in Runde 58 vermutlich sehr gelegen, denn Johnson hatte sein Führungspolster mittlerweile auf 13 Sekunden ausbauen können. Der vierfache Meister war von seinem Crew Chief Chad Knaus aufgrund des großen Abstands angewiesen worden, die Reifen zu schonen und Benzin zu sparen, damit die #48 mit zwei Boxenstopps durchfahren könnte. Marcos Ambrose entschloss sich zwischenzeitlich anders und bog nur ein paar Runden zuvor mit einer Drei-Stopp-Strategie in die Boxengasse ab, wohl auch weil die neuen Reifen so gut funktionierten. Boris Said blieb während der Caution auf der Strecke und übernahm die Führung von Johnson, Ekström der weiterhin „out of sequence“ war, lag plötzlich auf Rang vier.

Said konnte die Führung exakt eine Runde lang verteidigen, bevor Marcos Ambrose zur Stelle war und von da an unwiderstehlich auf seinen ersten Cup-Sieg zufuhr. Nun begannen die lustigen fünf Minuten von Jeff Gordon: Zuerst legte er sich in Turn 7a mit Montoya an, was einen weiteren Konkurrenten auf der Außenbahn in einen Dreher zwang. Nur wenige Kurven weiter in Turn 11 räumte Gordon dann Martin Truex Jr ab, weil Ersterer in der Anfahrt der Haarnadelkurve einfach zu spät auf der Bremse war. Kurz danach in Runde 64 drehte sich Brad Keselowski von der Strecke und löste damit Gelbphase Nummer Vier aus. Beim folgenden Restart brach das totale Chaos aus, weil Boris Said einen Rückstau verursachte, der am Ende des Feldes einem Nebelunfall auf der A3 glich. Leider nahm diese Massenkarambolage auch den Rachsüchtigen Truex aus dem Rennen, der Jeff Gordon am liebsten noch vor New Hampshire ein weiteres Mal begegnet wäre.

Während der Aufräumarbeiten hatten die Gemüter ein wenig Zeit, um abzukühlen

Nach 20 Minuten Unterbrechung hatte das Streckenpersonal die Unfallstelle geräumt und gesäubert, sodass Marcos Ambrose in Runde 70 beim Restart das Feld anführen konnte. Schnell war Johnson auf Platz 2 zurück und das Favoritenduo fuhr gemeinsam an der Spitze Runde um Runde ab. Schon sieben Umläufe später begann eine neue Welle von „green flag stops“, die Montoya einleitete. Da noch ca. 30 Runden bis zum Ende des Rennens zu fahren waren, lag man somit nach einem Boxenstopps ab sofort im Benzinfenster, um bis zum Schluss durchzufahren. Auch Johnson und Ambrose nutzten diese Möglichkeit, was dann nacheinander Clint Bowyer und Elliott Sadler und Boris Said beim „cycle-through“ einige Führungsrunden bescherte. Robby Gordon, der spätere Zweitplatzierte, hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt schon still und heimlich in die Top5 gefahren.

Die Sonoma-Pechsträhne von Joe Gibbs Racing setzte dann Joey Logano im dritten JGR-Toyota fort. Montoya nahm den Rookie des Vorjahres aus dem Rennen und wünschte dessen Vater Tom über Funk einen fröhlichen Vatertag – auch nicht unbedingt eine nette Aktion. Loganos Rennen war damit genauso wie das seiner Teamkollegen gelaufen, am Ende kam er auf Rang 33 an. Die dadurch ausgelöste fünfte Caution war in Runde 88 beendet und Boris Said verlor seine Führung recht schnell wieder an Marcos Ambrose und Jimmie Johnson, während er sich selbst mit Brad Keselowski um Platz 3 prügelte. Keselowski fiel nach einigen Kontakten im Feld zurück und war in Runde 92 knapp außerhalb der Top10 bei Mattias Ekström angekommen. In den „Esses“ war der Schwede dann dran, „Bad Brad“ ließ dem Gaststarter keinen Platz und schickte ihn in einen Dreher, der ein gutes Resultat nach einem soliden Rennen leider verhinderte.

Im Finale musste sich Marcos Ambrose nur aufgrund eines Fehlers geschlagen geben

Zum Restart in Runde 95 waren dann die Plätze für den finalen Kampf in den letzten 15 Umläufen bezogen. Marcos Ambrose und Jimmie Johnson gingen als größte Favoriten gemeinsam in Führung, dahinter lauerten Robby Gordon, Greg Biffle und Boris Said. Bis Runde 103 ging alles gut, doch dann verwickelte Keselowski sich erneut in ein Scharmützel. Nach einer Kollision mit David Gilliland gelangten Flüssigkeiten auf die Strecke, welche NASCAR unter Gelb beseitigen wollte. Da niemand sicher war, ob es zu einer, zwei oder gar drei „green-white-checkered“-Verlängerungen kommen würde, begannen einige Fahrer damit, Benzin zu sparen. Für den Führenden Marcos Ambrose sollte sich das als fatal und rennentscheidend entpuppen. Bei der Überfahrt der Ziellinie schaltete er den Motor ab, um im Leerlauf den Wagen rollen zu lassen. Allerdings bekam er selbigen nicht mehr rechtzeitig für die Bergauf-Passage angeschaltet, was die #47 komplett zum Stillstand brachte.

Da die NASCAR-Regeln besagen, dass ein Auto unter Gelb mit der Geschwindigkeit des Pace-Cars mithalten muss, um seine Platzierung zu behalten, war Ambrose durch seinen Stopp die Führung los. Er versuchte zwar, seinen alten Platz wieder einzunehmen, doch NASCAR pfiff den Australier zurück. Durch diesen blöden Zwischenfall konnte Ambrose also seinen ersten Sprint-Cup-Sieg knicken und Jimmie Johnson war an der Spitze Tür und Tor geöffnet, seinerseits seinen ersten Rundkurs-Erfolg einzufahren. Robby Gordon konnte nach dem Restart nicht mehr gegen Johnson auftrumpfen und gab sich zugunsten eines Sprunges in der Owner-Wertung mit dem zweiten Platz zufrieden. Ambrose kam nur auf einem für ihn enttäuschenden sechsten Platz an. Kevin Harvick (3.) und Kasey Kahne (4.) konnten sich in einem unauffälligem Rennen aus allen Reibereien heraushalten und ein Top5-Ergebnis nach Hause bringen. Jeff Gordon komplettierte die Top5.

Die Plätze 7 bis 10 gingen an Greg Biffle, Boris Said, Tony Stewart und Juan Pablo Montoya. Dale Earnhardt Jr erzielte ein für ihn gutes Rundkurs-Ergebnis und konnte mit Rang 11 einige Plätze in der Meisterschaftswertung gutmachen. Die beiden Gaststarter Jan Magnussen und Mattias Ekström kamen auf den Plätzen 12 und 21 ins Ziel und ohne die Verwicklung der #83 in einige Zwischenfälle wäre ein ähnliches Resultat wie das von Magnussen möglich gewesen. Auffällig ist auch, dass die Hersteller-Marken recht gleichmäßig verteilt in den Top10 zu finden sind. Eine Ausnahme bildet nur Dodge, deren bester Vertreter überraschenderweise nicht aus dem Penske-Lager kommt, das einen rabenschwarzen Tag erwischte. JJ Yeley im unterfinanzierten Whitney-Dodge kam auf Platz 26 ins Ziel, noch vor Kurt Busch und Co.

In der Meisterschaft haben sich Jimmie Johnson, Robby Gordon und die #26 verbessert

An der Verteilung der Chase-Plätze änderte sich eine Woche vor dem Start des „Race to the Chase“ nichts, nur die Reihenfolge wurde etwas durcheinander geworfen. Jimmie Johnson ist nach seinem Sieg wieder Zweiter und holte gleich vier Positionen auf. Da Kevin Harvick mit seinem dritten Platz einen sehr guten Punktetag hatte, konnte er seinen Vorsprung in der Meisterschaft ausbauen. Die Gibbs-Piloten fielen etwas zurück, sollten aber in New Hampshire wieder voll mit dabei sein. Mit Dale Earnhardt Jr, Clint Bowyer und Ryan Newman haben wohl nur noch drei Fahrer eine wirklich ernsthafte Chance, sich einen Platz im Chase zu sichern. Alle Fahrer ab Platz 16, wie z.B. Jamie McMurray, Joey Logano, Kasey Kahne, Martin Truex Jr und Juan Pablo Montoya liegen mehr als 100 Punkte hinter Rang 12 und besitzen nun höchstens noch Außenseiterchancen.

Viel bewegt hat sich dagegen in den Top35 der Owner-Wertung: Robby Gordon und Boris Said haben mit zwei hervorragenden Resultaten viel Boden gewonnen. Die #7 ist nun sogar an Bobby Labonte vorbeigezogen und hat mit 39 Punkten einen halbwegs soliden Stand. In New Hampshire wird Gordon allerdings nicht fahren und auch die Vertretung PJ Jones darf wegen Sponsorenmangel nur einen „start&park“-Einsatz durchführen, damit bleibt es also knapp für Robby Gordon. Die #26 wird nun wieder von David Stremme gefahren und steht kurz vor einem garantierten Startplatz. Boris Saids achter Platz in Sonoma brachte das Auto von Latitude 43 an Travis Kvapil vorbei. Außerdem mischen Bobby Labonte und Front Row Motorsports freudig mit: Die #71 liegt nur noch knapp in den Top35, während Kvapil schon 90 Punkte Rückstand aufzuholen hat.

Die Qualität des Rennens haben wir sicher nicht der Berichterstattung von TNT zu verdanken

Das Rennen war mal wieder eines der besseren in letzter Zeit und hatte es wirklich in sich. Zwar hatten viele der Dreher und Zwischenfälle nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun, aber um eine Aussage aus dem Chat sinngemäß zu zitieren: „Es ist doch auch mal schön, wenn sich die Siegesanwärter nicht reihenweise nacheinander verabschieden.“ Leider ist das nun aber doch ein Mal passiert und kostete dem „Sieger der Herzen“ Marcos Ambrose den großen Triumph, um es mit einer bekannten deutschen Floskel auszudrücken. Ambrose war im Nachhinein a  

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