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August 08 2012

14:59

VLN: Analyse 6H ADAC Ruhr Pokal

Beim Saisonhöheunkt über 6 Stunden konnte sich ein Mercedes vor 2 Audis durchsetzen, während vor allem ein Team mal wieder einen Tiefschlag einstecken musste.

Das die SLS auf der Nordschleife recht flott unterwegs sind, ist seit letztem Jahr kein Geheimnis mehr, allerdings war die Art und Weise, wie man den Sieg beim Höhepunkt der VLN Saison einfahren ist, doch bemerkenswert. So konnte Thomas Jäger, welcher Alexander Roloff und Jan Seyfarth unterstützte, gleich am Samstag mit einer 8:07 ein Ausrufezeichen setzen und die Pole für das Rennen herausfahren. Am Start konnte man dann auch seine Position behaupten und sich den Angriffen der 3 Audis und des Nadelstreifen GT3R erwehren. Wer nun aber glaubt, dass das Trio Roloff, Jäger und Seyfarth einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg einfuhr, der hat Unrecht, denn obwohl man die Führung nur kurz hergab, war es ein enges Rennen, welches keine Fehler verzieh und man auch das nötige Quäntchen Glück auf der Seite haben musste. So entstand der Vorsprung von 55 Sekunden nicht durch ein paar schnelle Runden, in der man mal eben schneller als der Raeder Audi, welcher den 2. Platz belegte, sondern dadurch, dass man Sekunde um Sekunde erkämpfte.

Dies war aber alles andere als leicht, denn auf jenem Audi fuhren mit Frank Biela, Thomas Mutsch und Christian Hohenadel 3 absolute Könner ihres Fach und das der Audi alles andere als langsam ist, hat man schon oft erleben müssen. Um so höher ist daher die Leistung des Teams anzurechnen, dass man diesen Raeder R8 mit gut 1 Minute in Schach halten konnte und auch den 2. R8 von Phoenix Racing mit Luca Ludwig, Christopher Haase und Christer Jöns auf den 3. Platz verweisen konnte. Einen großen Anteil daran hatte auch Alexander Roloff, welcher erneut durch sehr schnelle Rundenzeiten auf sich aufmerksam machte und den Werksfahrern in nichts mehr nachsteht. Im Gegenteil, denn 2 Läufe zuvor konnte er sogar Marc Lieb 2 Runden lang hinter sich halten und den Sieg sichern. Allerdings brauchte man etwas Glück bzw. konnte man Pech zum Beispiel in Form von Reifenschäden gar nicht gebrauchen und hätten jeder Zeit den Triumph zerstören können.

So erwischte es den schnellsten R8 mit Basseng, Rast und Stippler gleich in den ersten Runden, wodurch das Trio in die Box kommen musste und das Rennen erst mit knapp 1 Runde Rückstand wieder aufnehmen konnte. Mit den schnellsten Rundenzeiten und einer 8:11 als absolut schnellster Runde zeigte man dann, dass es sicher ein heiser Kampf mit dem SLS geworden wäre. Aber da es wieder einige Unfälle und Zwischenfälle ohne Einschläge, wie Berührungen und Rempeleien gab, gab es wieder jede Menge Kaltverformungen und somit viele kleine Carbonteile, welche auf der Strecke lagen und für einige Reifenschäden sorgten. So erwischte es Frikadelli Racing GT3 R gleich 2 mal, oder auch der Nadelstreifen GT3 R welche somit viel Zeit verloren haben.

Gerade Manthey hatte ein Wochenende zum vergessen: So begann alles mit einer tollen Nachricht, wonach Timo Bernhard sein Comeback geben würde und in den ersten Runden nachdem Stopp, als Dumas das Steuer an ihm übergab, merkte man ihm seine lange Pause kaum an. Allerdings fand sich das Auto dann gegen Ende des 10. Umlaufes nicht mehr auf dem Zeitentabelle. Der Grund war ein Motorschaden und somit das Aus für das Auto. Zum Glück erwischte es das Auto nicht so schlimm wie das Schwesterfahrzeug aus der SP7: Nachdem der Eigenau GT3 Porsche, auf Basis eines 911 Cups mit breiterem Bodykit und 4l Motor bereits beim 24H Rennen nach ein paar Runden ausschied und beim 5. Lauf einen Totalschaden erlitt, als man in dem heftigen Unfall in der Fuchsröhre bei Tempo 250 involviert war, beschloss man einen 2012er RSR zu ordern, welcher laut Listenpreis fast 600.000€ inkl. MwSt. kostet.

Um diesen neuen RSR auf die Nordschleife abzustimmen, führte man vor dem Wochenende Test und Abstimmungsarbeiten auf der Nordschleife mit Romain Dumas am Steuer durch und da geschah das unglaubliche: Der Wagen fing Feuer und brannte vollständig aus. Dumas konnte sich zwar noch aus dem Auto befreien, wodurch ihm nichts passierte, aber nach dem Eigenbau GT3, ist dies nach nur einem Renneinsatz der 2. Totalschaden für Georg Weiß und Olaf Manthey. Hoffentlich ist der Wagen gut versichert bzw. Porsche zeigt sich kulant, denn gute 900.000€ Schaden innerhalb von nicht mal 2 Rennen ist auch für Georg Weiß alles andere als ein Pappenstiel. Es wäre schade, wenn der Auftritt beim 6. Lauf der einzige mit einem 2012er RSR gewesen wäre, denn ist er doch ne willkommene Abwechslung unter den ganzen 911 Cup Porsche und umgebauten Cups aus der SP7, welche oft auf das GT3 R Bodykit setzen.

Um noch mal auf den Sieger in Form des SLS zurück zu kommen: Oft wird ja viel über die BoP bzw. die damit verbundene Einstufungen geredet und (wie ich es hier betreibe) geschrieben. Allerdings dürfte die starke Performance des SLS hier nicht aufgrund der Einstufung zustande kommen, denn der Audi mit Marc Basseng war sogar nen Ticken schneller, sondern an der sehr guten Mannschaft von Rowe und den Dunlops, welche mittlerweile bei allen Wetterlagen sehr gut funktionieren. So waren bis Ende letzten Jahres die Dunlops ja bei Leibe nicht schlecht, aber wenn es kühler wurde, hatten die Teams und Fahrer, insbesondere die BMW oft Probleme die Reifen auf die Temperatur zu bekommen, wo sie ihren maximalen Grip aufbauen. Dunlop und auch BMW hat sich diesem Problem angenommen und hat so nun für den Z4 nicht nur sehr gute Regenreifen, sondern auch sehr gute Slicks welche überall gut funktionieren. Auch scheinen sie recht robust zu sein, denn im Vergleich zur Konkurrenz hat man hier recht wenige Reifenschäden. Von dieser Arbeit profitiert natürlich dann auch ein Team wie Rowe, wenn also der Wissentransfer im Hause Dunlop stattfindet, denn obwohl die Autos verschieden sind, haben sie gewisse Gemeinsamkeiten. So haben beide den Motor vor dem Fahrer und relativ weit in der Mitte des Autos platziert, sie verfügen über viel Abtrieb und zumindest in der VLN über ein ähnliches Gewicht (1300 vs. 1340kg).

Der einzige Z4 GT3, welcher von Schuberth Motorsport eingesetzt wurde, konnte sich leider nicht platzieren, denn nach 24 Umläufen musste das Team um Claudia Hürtgen das Rennen aufgeben. Das Auto, war aber nicht nur in Sachen Motorensound wieder ein Ohrenschmaus, denn diesmal gabs auch was fürs Auge: Schuberth hat den Z4 zum einen als Homage an den BMW M1, zum anderen aber auch vor dem Hintergrund der finanziellen Situation mit einer „Sag ja zum Ring“ Beklebung foliert.
Ihr Debüt auf der Nordschleife gaben Klaus Bachler und Michael Christensen in einem 911 GT3 von Manthey. Sie teilten sich das Steuer mit Frank Kräling und Marco Schelp und erreichten dabei den 2. Platz in der Klasse SP7. Den Sieg konnte sich erneut Kremer Racing mit gut 3 Minuten Vorsprung sichern, obwohl beide auf Anhieb mit recht flott Zeiten zu überzeugen wussten. Zur Spitze fehlten aber trotzdem fast 7 Sekunden, denn der schnellste Umlauf des Kremer Porsche brachte eine 8:29 als Ergebnis hervor.

Im Kampf um die Meisterschaft scheint eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein, denn das Team von TKS, also Elmar Jurek und Jannik Olivo hat die Klasse Cup3 mit 2 Runden Vorsprung gewonnen und hat nun unter Berücksichtigung eines Streichresultates 57,71 Punkte, was bei 6 Läufen einen Schnitt von exakt 9,618333333333 Punkten entspricht. Sollten die beiden aus den verbleibenden 3 Rennen noch 2 ähnliche Ergbnisse wie bisher einfahren, so wird kaum ein Team oder Fahrer in der Lage sein die beiden abzufangen, denn dafür haben die anderen momentan nicht genügend Punkte bzw. schon teilweiße 3 Streichergenisse eingefahren, wobei nur 2 rausfallen, was gleichbedeutend mit dem Aus im Kampf um die Meisterschaft ist, denn dafür haben Olivo/Jurek bisher zu viele Punkte gesammelt. Mehr dazu gibts aber in der nächsten Vorschau, wenn man 25.08 der 8. Lauf über 4 Stunden stattfindet. Den kompletten Stand in der Meisterschaft gibts hier

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October 07 2011

16:16

Blancpain Endurance Series: Vorschau Silverstone

Am Wochenende beschliesßt die neue GT3-Serie auf einer historischen Strecke ihre 1. Saison: In Silverstone findet der letzte Lauf über 3 Stunden statt.

Als man die Blancpain Endurance Series vorstellte, war das Ziel eine Langstreckenserie für GT-Wagen unter dem Dach der SRO zu installieren, da die GT1-WM und die GT3-EM Sprintrennen über je 1 Stunde sind. Dass es aber für den Sport auf der Strecke nicht schädlich ist, über längere Distanzen zu fahren, konnte auch die neu geschaffene Serie schon in ihrer Debütsaison unter Beweiß stellen. So konnte bei keinem 3 Stunden Rennen kein Team einen Vorsprung von mehr als 1 Minute rausfahren und auch in der Meisterschaft ist noch nichts entschieden, obwohl der Spitzenreiter mit satten 21,5 Punkten Vorsprung die Tabelle anführt.

So werden sich zwar viele Augen auf Greg Franchi richten, welcher die Meisterschaft dank seines Sieges bei den 24H von Spa mit 21,5 Punkten Vorsprung anführt. Da beim Saisonhöhepunkte der Serie 2×25 Punkte vergeben wurden, konnte er sich mit Timo Scheider und Matthias Eckström satte 46,5 Zähler sichern, während seine schärfsten Verfolger in der Meisterschaft, das Trio von Auto Orlando hier leer ausging. Allerdings konnte das Team in den anderen 3 Rennen über 3 Stunden sehr gut Punkten und dabei mit einem 1,2 und 3. Platz immer am Podium stehen, während der WRT Audi von Greg Franchi und seinen Kollegen nur einen 3. Platz als bestes Ergebnis vorzuweissen hat.

Somit brauchen AutoOrlando fast einen Ausfall des Konkurrenten, was aber bei einer Rennlänge von 3 Stunden durchaus passieren kann, während man selber zum Siegen verdammt ist um die Chance aufrecht zu erhalten. Selbiges gilt auch für das Schwesterauto von Greg Franchi, dem 2. WRT Audi. So liegen Stephane Ortelli, Bert Longin und DTM-Pilot Filipe Albuquerque ihrerseits nur 2 Punkte hinter dem Porsche aus Italien, sodass sie ebenfalls siegen müssen, und auf einen max. 10 Platz des Schwesterauto in der Pro Klasse hoffen müssen. Eigentlich wäre sowas fast aussichtslos, aber wie schon oben erwähnt, kann bei einem Rennen über 3 Stunden vieles passieren und es gibt so einige Wagen, welche da durchaus sofort zur Stelle sind.

Schützenhilfe könnten die Audis dabei aber ausgerechnet aus Italien erhalten, in Form des F458 Ferrari. Nachdem man zu Beginn der Saison wohl Probleme hatte die nötige Leistung aus dem komplett neuen 4,5l V8 zu holen, konnte man dies sowohl in der GTE-Version, als auch in der GT3 aufholen und so das bisherige Manko des zu geringen Topspeeds ausgleichen. Dies konnte man unter anderen auch in den letzten 2 Wochenenden des GT-Masters sehen, als der Ferrari von Farnbacher mit zu den schnellsten Wagen im Felde war und dabei auch einen Lauf gewinnen konnte. So würde ich das Trio von Vita4One mit Frank Kechele, Nico Verdonk und Matteo Bobbi am stärksten einschätzen, während der Teameigner und Pilot Michael Bartels diesmal in der Pro/Am Kategorie antritt.

Zum anderen wäre da der Z4 GT3 von Marc VDS zu nennen, denn die Z4 konnten beim GT3-EM Rennen im 2. Rennen die ersten beiden Plätze erobern und bei im 1. Rennen konnten die BMW Wagen geschlossen die Plätze 4-7 erobern. Die von der ILMC/LMS und der F1 bekannte Strecke dürften dem Wagen also demnach sehr gut liegen, zumal Maxime Martin, Bas Leinders und Markus Paltalla aus Finnland das letzte Rennen, welches unter Flutlicht in Magny Cours ausgefahren wurde, mit guten 10 Sekunden Vorsprung gewinnen konnten. Das wird aber nicht der einzige BMW von VDS sein, denn auf der Nennliste taucht noch ein weiteres bayerisches Gefähr auf, allerdings nicht ein weiterer Z4, sondern der siegreiche Wagen aus der heurigen GT Masters Saison, der Alpina B6 GT3. Dieser wird dabei von Dylan Derdaele sowie Dino Lunardi und Alexandros Margaritis gesteuert und begeht somit sein Debüt in dieser Serie.

Ebenfalls sehr gut funktionierte dort der GT3 Aston Martin von Hexis Aston Martin, sodass man auf die beiden Wagen aufpassen sollte, nicht nur wegen des Heimrennens für die Marke, zumal das eines der letzten Rennen überhaupt für diesen Wagens ist, und man daher wohl besonders motiviert ist, den Dienstälteste GT3-Wagen nach fast 7 Jahren Dienstzeit (2005-2011) gebührend zu verabschieden, bevor 2012 dann der Nachfolger in Form des Vantage GT3 aufschlägt. Seit Spa gibt es aber auch noch einen weiteren GT3-Wagen auf dieser Welt, welcher nun seinen 3. Einsatz in jeder Serie haben wird und dabei wieder der Verbesserung und Weiterentwicklung dienen wird: Die Rede ist natürlich vom McLaren GT3 welcher in der Pro-Wertung von Alvaro Parente sowie Oliver Turvey und Danny Watts gesteuert wird.

Für eine dicke Überaschung sollte womöglich noch der brandneue GT3 Nissan bieten, denn die GT3 Version des GT-R feierte erst in Magny Cours ihr Renndebüt und konnte dabei das 1. Rennen gleich komplett durchfahren und dabei gleich den 8. Gesamtrang holen. An den Fahrern wird es sicher nicht scheitern, denn auch hier fahren wieder keine geringeren als Peter Dumbreck und Richard Westbrook.

In der Pro-AM Wertung geht es dagegen deutlich enger zu, denn hier führen die 3 Franzosen von SOFREV, nämlich Franck Morel, Jean-Luc Beaubelique und Ludovic Badey nur 5,5 Punkte vor den 2.platzierten Niek Hommerson und Louis Machiels, welche aber die Unterstützung von keinem geringeren als Michael Bartels erhalten. Das Team aus Frankreich trat zwar beim 1. Lauf nicht an, konnte aber dann jedes Rennen in der Klasse samt den 24H von Spa mit doppelten Punkten für sich entscheiden, sodas nun seit Magny Cours die Führung von Vita4One auf sie übergegangen ist. Somit dürfte die Spannung über das ganze Rennen noch anhalten, wenn die Titel in der Pro und der Pro/Am Klasse ab Sonntag 12.15 Uhr britischer Zeit ausgefahren werden.

Man wird das Rennen wie gewohnt über den Stream auf der Homepage der BES sehen können, oder aber auch wahrscheinlich hier im Racingblog, wenn der Feed wieder eingebunden wird.

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September 28 2011

14:33

VLN: Analyse 8. Saisonlauf + Kampf um die Meisterschaft

Der 8. Lauf zur VLN am Samstag war sicherlich der bisher schnellste Lauf in dieser Saison, was zum einen am sehr schönen Wetter lag, zum anderen aber auch, dass diesmal vergleichsweiße wenig Unfälle passiert sind.

Als Lucas Luhr am um kurz nach 16.00 Uhr die Ziellinie überquerte, standen 28 Runden bzw. ein Schnitt von fast 170 km/h fest, während die schnellste Rennrunde von Rene Rast im Haribo Porsche mit fast 178 km/h absolviert wurde. Neben den perfekten äußeren Bedingungen, trug aber sicher auch der Kampf an der Spitze dazu bei, dass sich dieser Lauf zu einem sehr schnellen entwickelte. So konnte sich der Phoenix Audi mit Frank Stippler die Pole ergattern und diese auch in die Kurve mitnehmen, allerdings war an einen Alleingang an der Spitze gar nicht zu denken, denn da hatte vor allem ein wohl kurzfristig verpflichteter Debütant auf dem Haribo Porsche etwas dagegen, welcher Tags zuvor noch die Freien Training der F1 kommentierte: Rene Rast fuhr zum ersten mal in einem Rennen einen GT3 R auf der Nordschleife und wie!


So konnte er sich bereits auf der ersten Runde auf Platz 2, vor seinem Teamkollegen Lucas Luhr schieben und dachte nicht im Traum daran nun auf ankommen zu fahren. Nein, eingangs Mercedes Arena holte er sich Frank Stippler im Audi und führte nun das Trio an, welches wie entfesselt um den Kurs jagte – permanente Rundenzeiten zwischen 8:13 und 8:20 waren die Folge, und Rene Rast hat dabei dann im 3. Umlauf auch noch die schnellste Runde des Tages in den Asphalt gebrannt: 8:13 ist bei seinem ersten Rennen auf diesem Wagen schon eine Hausnummer! Bis zum 6. Umlauf flogen die 3 Spitzenreiter Stoßstange an Stoßstange über den Kurs, bis Rene Rast etwas früher an die Box kam um nachzutanken.

So übernahm Frank Stippler knapp vor Lucas Luhr die Führung, jedoch hielt diese 2 Runden lang, als dann beide Wagen zu ihren 1. geplanten Stopps an die Box mussten. Hierbei übernahmen Arno Klasen(Manthey) bzw. Christopher Haase (Phoenix R8) die Wagen. Leider konnten an dieser Hatz 2 Wagen nicht teilnehmen, welche sicher aus dem Drei einen Fünfkampf hätten manch können. Zum einen konnte der Mamerow SLS nicht starten, weil man im Training einen stärkeren Unfall hatte und das Auto dadurch zu stark beschädigt war. Selbiges galt auch für den 2. R8 von Phoenix, mit Marc Basseng und Christopher Mies am Steuer. So konnte man im Audi nicht auf die Einführungsrunde gehen und startete daher aus der Box und man durfte eine Aufholjagd des Duos hoffen, welche dann aber nicht passieren sollte.

Nach 9 Runden kam das freiwillige Aus des Wagens, denn die Beschädigungen waren doch stärker und es drohte die Benzinleitung zu reisen, was einen Totalbrand des Wagens zur Folge haben hätte können. So entschied man sich daher aus Sicherheitsgründen den Wagen zurückzuziehen und nichts zu riskieren.
Dadurch dass Rene Rast etwas früher an die Box gekommen ist, musste er auch nicht so viel tanken , was weniger Standzeit bedeutete und er somit mit gut 30 Sekunden Vorsprung wieder die Führung übernehmen konnte und diese bis zur 13. Runde sukszessive auf knapp über 40 Sekunden ausbauen, bevor dann Hans Guido Riegel das Steuer übernahm und somit klar war, dass man diese Tempo nicht halten wird können.

In der Cup3 führte derweil des mir leider nicht bekannten Fahrers mit dem Pseudonym „Rennsemmel“ vor Karl Brinker, welcher die 4 Stunden alleine (!) durchfuhr und dem Duo Elmar Jurek und Jannik Olivo. In der V5, führte derweil das Black Falcon Junior Trio. Das lag zum einen, dass sie konstant die schnellsten Zeiten fuhren, zum anderen auch, dass Mario Merten und Wolf Sylvester nach ihrem Wechsel aus der SP3 zur V5 hier nicht am Start waren. Man hat sich bei den Titelverteidigern entschieden einen BMW 325i in der Klasse darunter, nämlich der V4 einzusetzen um somit Lars Heisel und Markus Schmickler die Punkte streitig zu machen. Diese konnten anfangs auch schneller fahren und führten zu diesem Zeitpunkt die Klasse vor Landgraf und Fübrich an, während Bonk Motorsport auf Platz 3 rangierte, aber immer näher ran kommen konnte. In der SP3T führten derweil auch die Favoriten, nämlich der VW Scirocco mit Emin Akata, Maik Rosenberg und Kristian Krognes, welche auch das schnellste Auto hatten und fast 15 Sekunden pro Runde schneller waren als die Konkurrenten. Somit konnten sie ihre Klasse gewinnen, ebenso wie Black Falcon in der V5. Eine Überaschung gab es allerdings in der SP10/GT4. Dort fiel das klar favorisierte Auto von Mathol Racing mit Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Nilsson Rickard nach 9 Umläufen aus, und somit den Weg für Henry Walkenhorst und Rainer Kathan im BMW frei machte.

An der Spitze des Feldes entwickelte sich nun ein Zweikampf, bei welchem Christopher Haase den Vorsprung auf Arno Klasen bzw. dann auf Lucas Luhr stetig auf fast 40 Sekunden ausbauen konnte, denn der R8 LMS war an diesem Tag den Manthey Porsche vom Speed auf jeden Fall ebenbürtig und Haase fuhr richtig stark, denn es ist schon beachtlich, den Vorsprung ausbauen zu können, wenn der Gegner in Form von Arno Klasen Zeiten von bis zu 8:20 fahren konnte und es schien, als hätte der Audi leichte Vorteile, denn nachdem man 2 Runden vor dem Porsche zum Splash and Dash gekommen ist, hat man nur gute 30 Sekunden Rückstand auf den Porsche und dieser kamm dann auch kurz vor Schluss rein und bei einem Zeitverlust von 50-60 Sekunden wäre der R8 in Führung gewessen. Hätte daher, da es Phoenix bzw. Frank Stippler mal wieder schaffte sich selbst ein Bein zu stellen.

Als nämlich der Porsche aus der Box auf die Strecke fuhr, war er nämlich immer noch in Front, da der Audi unterwegs einen Einschlag bzw. eine Feindberührung hatte und auf der linken Seite stärker onduliert war. Dies schlug sich auch in den Zeiten nieder, denn so fuhr man auf einmal 1-2 Minuten pro Runde langsamer als vorher. Bei noch gut 2 Runden, die zu fahren waren, schaffte man es aber noch am Ende mit gut 2:30 min Rückstand auf Lucas Luhr auf Platz 2 ins Ziel zu kommen, während Mike Stursberg, welcher das Steuer dann von Hans Guido Riegel übernahm mit gut 5 Minuten Rückstand ins Ziel rollte. 1 Min dahinter fand sich dann auch der Porsche mit Sabine Schmitz ein, während Pinta Racing endlich mal das Ziel sah und dabei gleich Platz 5 belegen konnte, nachdem man schon so oft in der Saison ausgeschieden war.

Somit konnte Arno Klasen seinen 25. Gesamtsieg feiern und zog damit an Edgar Dören vorbei und befindet sich nun auf Platz 4, der ewigen Bestenliste, welche von Jürgen Alzen, Olaf Manthey und dem ehemaligen Teamkollegen von Olaf Manthey, Ullrich Richter (welcher leider vor gut 10 Jahren beim 6H Rennen tödlich verunglückte) mit je 28 Siegen angeführt wird.

Nachdem in der V5 und in der SP3T die Entscheidungen recht klar und schnell ausgingen, ging es in den Klassen Cup3 und V4 hoch her. In der V4 konnte sich gegen Ende das Duo der Titelverteidiger an den BMW von Heisel und Schmickler ranpirschen und schluss endlich sogar überholen, nachdem die Runden vorher ein beinharter Zweikampf vorausgegangen war. Am Ende waren es gerade einmal 10 Sekunden, die Mario Merten und Wolf Sylvester Vorsprung hatten. Ähnlich knapp ging es in der Cup3 zu. Nachdem Peter Jürgen und sein Kollege „Rennsemmel“ das Tempo nicht ganz halten konnten, wurden sie von Elmar Jurek und Jannik Oliva kassiert, welche sich aber knapp mit 40 Sekunden Rückstand auf Platz 2 zufrieden geben mussten, denn Karl Brinker, führ Mintgen Motorsport fahrend tat wirklich fabelhaftes:

Als einziger Pilot, sas er die kompletten 4 Stunden ohne Pause am Steuer und gewann die Klasse vor den 2 Titelanwärtern, welche aber dennoch aufgrund der Klassenstärke ordentlich punkten konnten. Die SP5, also die Spevials bis 3L Hubraum konnten aber ebenfalls von einem Mitstreiter um die Meisterschaft gewonnen werden, nämlich von Thomas Kappeler, Thomas Gerling und Harald Hennes, welche dann auch die Tabelle nach Addition bisherigen 8 Ergebnisse anführen, was dann wie folgt aussieht:

Pos. Fahrer |Gesamt |1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 1. Thomas Gerling, Thomas Kappeler, Harald Gerling |70,95 |9,29 |9,44 |8,50 |8,13 |9,00 |9,17 |8,13 |9,29 4. Mario Merten, Wolf Sylvester |70,37 |7,50 |9,06 |8,33 |9,64 |9,38 |8,21 |8,75 |9,50 6. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth |66,77 |9,62 |9,69 |9,67 |8,93 |0,00 |9,64 |9,58 |9,64 9. Lars Heisel, Markus Schmickler |65,58 |0,00 |9,55 |9,44 |9,58 |9,44 |9,55 |9,62 |8,50 11. Dominik Brinkmann, Stephan Epp |64,20 |0,00 |9,42 |9,32 |9,35 |9,76 |9,38 |8,70 |8,27 19. Wolfgang Weber, Norbert Bermes, Nilsson Rickard |62,13 |9,29 |9,29 |9,00 |9,38 |7,00 |9,00 |9,17 |0,00 24. Elmar Jurek, Jannik Olivo |57,86 |0,00 |9,81 |9,77 |9,78 |9,29 |9,79 |0,00 |9,42 26. Maik Rosenberg |57,71 |9,69 |9,77 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72 27. Christian Krognes |56,63 |9,06 |9,32 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72


Das sind natürlich nicht alle Fahrer, ich habe hier diejenigen herausgepickt, welche noch reelle Chancen auf die Meisterschaft haben. Allerdings ist die Tabelle in dieser Form noch nicht sehr aussagekräftig, daher habe ich das bisher schwächste Ergebnis rot markiert, und nun eine Tabelle erstellt, in der 1 von 2 Streichergebnissen berücksichtig ist, sowie eine Tabelle mit 2 Streichergebnissen und die jeweils die zugehörigen Schnitte, welche man dann mit dem Schnitt von Mario Merten und Wolf Sylvester, welcher 9,6 Punkte war aus dem letzten Jahr vergleichen kann:

Pos. Fahrer Punkte mit 1. Streichergebnis Schnitt 1. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth 66,77 9,54 4. Lars Heisel, Markus Schmickler 65,68 9,38 6. Dominik Brinkmann, Stephan Epp 64,20 9,17 8. Mario Merten, Wolf Sylvester 62,87 8,98 10. Thomas Kappeler, Harald Hennes, Thomas Gerling 62,82 8,95 13. Norbert Bermes, Wolfgang Weber, Nilsson Rickard 62,13 8,88 16. Elmar Jurek, Jannik Olivo 57,86 8,27 18. Maik Rosenberg 57,71 8,24 19. Christian Krognes 56,63 8,09


Hier ergibts sich schon ein etwas anderes Bild als vorhin und zeigt auf, wie kompliziert die Situation in der Meisterschaft ist und es daher wohl bis zum letzten Umlauf des letzten Rennens spannend bleiben wird, denn hier haben das Trio von Black Falcon, bzw das Duo aus der V4, nämlich Lars Heisel und Markus Schmickler die Besten Karten, wenn sie ihren Punkteschnitt halten können.
Dafür sind noch mind. ein 1. und 2. Platz in der V4, bzw. 2 1. Plätze in der V5 für das Black Falcon Trio her müssen. Gar nicht so gut sieht es dagegen für Mario Merten und Wolf Sylvester aus, denen hier zusätzlich zu den 7,50 Punkten aus dem 1. Lauf auch noch die Ergebnisse aus den Läufen 3 und 6 zu schaffen machen, weil hier die Mitkonkurrenten fast 1,5 Punkte mehr holen konnten. Probleme anderer Art, hat dahingegen das Trio von Mathol Racing im Kampf um die Meisterschaft: Aufgrund der niedrigen Starterzahlen kommt man selbst bei Siegen kaum über 9,29 Punkte hinaus, wohingegen andere Teams bis 9,81 Punkte gut machen können.

Allerdings sollte man hier bedenken, dass bei Maik Rosenberg, Christian Krognes sowie Elmar Jurek und Jannik Olivo noch ein 2. Salto Nullo in den Ergebnissen steht und dementsprechend den Schnitt nach unten zieht. Allerdings können diese Herren den Titel noch aus eigener Kraft holen, denn sollten diese Fahrer aber ihren Schnitt aus den besten 6 Rennen (also 2 Streichergebnisse eingerechnet) halten können, indem sie jeweils in den letzten Läufen 2 mal ihre Klasse gewinnen, dann wären sie kaum einzuholen, denn hier würden Jurrek/Olivo auf 9,64 Punkte im Schnitt kommen, während Maik Rosenberg auf 9,62 und Christian Krognes auf 9,44 kommt, was insbesondere für den Fall, dass Jurek/Olivo 2 mal die Klasse gewinnen würden dafür sorgen würde, dass das Black Falcon Trio in arge Nöte kommt.

Denn gesetzt diesen Fall, dass die beiden aus der Cup Klasse oder Maik Rosenberg ihre Schnitt halten, müssten die 3 in jedem Rennen 9,64 Punkte holen, was einen Patt mit jeweils 77,12 Punkten ergeben würde. Somit können sogar die Anzahl der Starter in der eigenen Klasse das Zünglein an der Wagge sein, welche dafür sorgen können, ob man das benötigte eine halbe Zehntel nach dem Komma noch bekommt oder nicht.

Christian Krognes dürfte mit seinen 9,44 aber eher kaum Chancen haben, zumal er oft auch mit Maik Rosenberg auf einem Auto sitzt, was bedeutet, dass sie die gleichen Punkte jeweils erhalten. Die nächste Chance dafür wäre am 15. Oktober, wenn der vorletzte Lauf über die Bühne geht.

Ich hoffe ich konnte die Situation im Kampf um die Meisterschaft etwas erklären bzw. verständlich machen. Wenn mir das nicht gelungen ist, bitte ich um Hinweiße in den Kommentaren.

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August 19 2011

06:00

GT3-EM: Vorschau Slovakiaring

Eine echte Premiere erlebt an diesem Wochenende die GT3-EM, denn sie fährt hier ihren vorletzten Lauf auf dem neu erbauten 5,9 km langen Slovakiaring.

Ursprünglich hätte diese Lauf allerdings dort nicht stattfinden sollen, sondern auf der Strecke im russischen Smolensk. Diese Strecke, welche im Westen Russlands gelegen ist hätte ein gemeinsames Rennwochenende aus der Superleague Formula und eben jener GT3-EM bekommen, hätten die Veranstalter nach offiziellen Statements, die Strecke rechtzeitig fertig gestellt. Inoffiziell dürften wohl aber vor allem auch die hohen Transportkosten eine Rolle gespielt haben, so dass eben beide Serien ihren jeweiligen Auftritt dort abgesagt haben. Die Superleague hat keinen Ersatz gefunden, während die SRO auf dem ebenfalls kürzlich erbauten Slovakiaring aufmerksam wurde und dort nun ihre Rennen austragen wird. Offziell will man es wohl 2012 nochmals versuchen, ob daraus dann etwas wird steht allerdings in den Sternen.

Der Slovakiaring wurde von 2008 bis 2009 erbaut und war bisher nicht in bekannten GT oder Formel-Serien vertreten, dies kann sich aber unter Umständen in den nächsten Jahren ändern, obwohl die Kapazitäten mit bis 10.000 Zusehern etwas dürftig ausfallen, aber für GT3-EM und Superleague Formula dürfte es wohl (leider locker) reichen, obwohl beide gute Rennen liefern, welche auf bis zu 6 verschiedenen Varianten ausgetragen werden können.

Die GT3-EM geht hierbei gleich in die vollen und fährt nicht eine der kürzeren Varianten, sondern mit fast 6 km gleich die längste Möglichkeit. Eine Runde beginnt auf der knapp 900m langen Start-Ziel Geraden, welche in einer mittelschnellen 90 Grad rechts mündet und wohl eine gute Überholmöglichkeit bieten dürfte. Dann geht es wieder auf eine Gerade und eine sehr schnelle Rechts, welche nochmals von einer 180 Grad Rechtskurve gefolgt wird, welche aber wieder langsamer zu durchfahren sein dürfte. Nun beginnt das Infield der Strecke mit zwei leichten schnelleren Knicken nach links und rechts, welche kurz darauf vor einer weiteren mittelschnellen 180 Grad Rechtskurve gefolgt wird. Nun folgen 4 Linkskurven, wobei die erste wieder ein Knick ist und direkt in eine sehr enge Haarnadel mündet. Von dort geht es nach einer kurzen Geraden durch eine schnellere Links auf eine weitere langsame Haarnadel zu.

Diese Stelle dürfte wohl für Ausbremsmanöver ideal geeignet sein, aber man muss aufpassen, denn direkt nach der Haarnadel folgt eine weitere sehr enge Rechtskurve, welche den Gegnern Möglichkeiten zum kontern geben kann, wenn man mehr Schwung aus der Kurve mitnehmen kann, denn nun geht es auf die 2. längste Gerade, nämlich der Gegengeraden. Diese mündet dann in eine mittelschnelle Rechtskurve, welche aber auf dem ersten Blick wohl 2 Scheitelpunkte haben dürfte, denn sie bis zum Scheitel enger wird und dann sich immer mehr öffnet. Somit dürften hier mehrere Linien möglich sein um entweder direkt den vor einem fahrenden zu überholen, oder sich in Position zu bringen um den Gegner dann am Ende der dann folgenden Start-Ziel Geraden überholen zu können. Einen schönen Überblick über die Rennstrecke findet man hier: http://www.slovakiaring.sk/parametre-okruhu-de-DE/

Die dies natürlich eine komplett neue Strecke ist und Vergleiche somit fehlen, macht es dass einem natürlich schwer irgendwelche Favoriten herauszufinden, aber ich werde es mal versuchen.
Da der Kurs über einige schnelle und mittelschnelle Kurven und weniger über sehr lange Geraden mit größeren Höhenunterschieden, dürfte dies vor allem den Wagen mit mehr Downforce zu gute kommen.

An 1. Stelle möchte ich dabei die Z4 GT3 nennen, welche sowohl in Portimao als auch in Silverstone, also Strecken mit einer ähnlichen Charakteristik sehr gut abschneiden konnten und in Spa mit den vielen schnellen und mittelschnellen Kurven ging das Auto auch nach der Neueinstufung immer noch sehr gut und konnte dabei den 2. Platz erreichen. So werden an diesem Wochenende wieder 4 Z4 von Schuberth und Faster Racing mit den bekannten 4 starken Besatzungen an den Start gehen. Ganz oben würde ich dabei vor allem das Duo Claudia Hürtgen und Csaba Walter sowie ihre Teamkollegen Edward Sandström und Abdulaziz Al Faisal welche momentan den 3. Platz der Meisterschaft belegen. Beide Teams haben zu dem den Vorteil in Paul Ricard beim letzten Lauf nicht unter den Top3 gewessen zu sein, wodurch sie in R1 keine extra Sekunden an der Box stehen bleiben müssen.

Selbiges gilt auch für die beiden niederländischen Duos Hoevert Vos und
Jeroen den Boer sowie für Nick Catsburg und Harrie Kolen in ihren Faster Z4 GT3, welche die Plätze 5 und 8 in der Meisterschaft belegen.

In die gleiche Kategorie dürfte wohl auch der F458 Italia fallen, welchem der Kurs genauso gut liegen dürfte wie den Kollegen mit ihren bayuwarischen Gefährten, was sicherlich auch die aktuellen führenden in der Meisterschaft Federico Leo und Francesco Castellacci von AF Corse hoffen werden. Beide treten auch in ihrem 1. Lauf ohne Strafzeiten an, was somit gute Chancen auf einen Podestplatz gleichkommen dürfte. Ihre Teamkollenge Daniel Brown und Glyn Geddie dürften ihnen dabei aber sicher nicht in die Quere kommen, ebenso wie die 2 Ferrari von Mtech Motorsport, mit dem Duo Jan Denis und Zdeno Mikulasko, welche ihr Heimspiel feiern dürfen.

Viel eher werden wohl die Audi R8 von Belgian Audi Club und Sainteloc Racing ein Wörtchen vorne mitreden wollen. Vor allem die zweitplatzierten in der Meischertschaft, Enzo Ide und Gregory Fanchi werden versuchen die Spitze zu übernehmen, denn es steht nach den Läufen auf dem Slovakiaring nur noch ein 1 Wochenende aus! Allerdings müssen die beiden im 1. Rennen 5 sek. länger in der Box stehen bleiben, da sie beim 2. Lauf in Paul Ricard den 3. Platz belegten. Als 2. stärksten Audi würde ich allerdings den Wagen von Sainteloc Racing einschätzen, welcher von keinem geringeren als dem 2. platzierten im ADAC GT Masters, Dino Lunardi und dem Franzosen
Jerome Demay gesteuert wird.

Weniger stark würde ich allerdings die Porsche einschätzen. Klar haben die GT3 R einen deutlichen Aufwärtstrend in Sachen Performance in den GT3 Serien zu verzeichnen und mit Paul von Splunteren und Maxime Soulet hat man im Hause Prospeed Competition auch ein starkes Duo, welche sogar den letzten Lauf in Paul Ricard gewinnen konnten, allerdings rächt sich dies nun in satten 15 Sekunden, welche man beim Stop länger brauchen muss und man somit kaum Chancen auf das Podest haben dürfte. Wenn für die beiden also etwas zu holen ist, dann eher in Lauf 2 am Sonntag.

Selbiges gilt auch für den aus der GT1-WM und Le Mans bekannten Maxime Martin und Gael Lesoudier auf ihrem LMP MOTORSPORT Aston Martin, allerdings müssen beide 10 Sekunden länger stehen bleiben. Der 2. Platz in Paul Ricard sei dank. Allerdings wird mit ihnen wohl vor allem am Sonntag zu rechnen sein, denn in Silverstone konnte man einen 2. und einen 3. Platz herausfahren.

Einen Wagen welchen mal immer auf der Rechnung haben sollte, ist aber der Gallardo LP600 von Reiter, da er wohl das beste Allround-GT3 Auto ist und es kaum Strecken gibt wo er nicht funktioniert. So wird man hier vor allem auf die Sieger der 1. Läufe von Paul Ricard und Navarra gespannt sein dürfen, nämlich auf Prinz Albert von Thurn und Taxis und dem Österreicher Nikolaus Mayr-Melnhof. Richtig, genau jener Pilot, welcher bei den 24H von Spa das Kunststück fertig schaffte den Gallardo in der Bus Stop bei der Anfahrt zu den Boxen auf den Seitenspiegel zu legen. Da das Auto danach allerdings komplett neu aufgebaut werden musste, konnte der Prinz beim letzten Lauf zum GT Masters nicht starten und er steigt somit erst am Samstag wieder ins Cockpit. Zu gute kommen den beiden schnellen, aber leider auch nicht immer ganz fehlerfreien Piloten ( was hier bei allerdings für Nikolaus Mayr-Melnhof gilt) dass man im 1. Rennen keine Strafsekunden hat und sich Prinz Albert in den letzten Jahren zu einem sehr guten GT3 Fahrer entwickelt hat.
Als Dark Horses würde ich vll. Noch die beiden andere Piloten von Reiter auf der Liste haben, denn Anton Kiaba und Stefan Rosina dürften bei ihrem Heimrennen besonders motiviert zu Werke gehen – aber hoffentlich nicht zu übermotiviert.

Das gilt natürlich für alle, besonders aber auch für die führenden in der Meisterschaft und solche, welche es noch werden wollen, denn nach diesem Wochenende steht nur noch das Saisonfinale 2 Monate später in Zandvoort auf dem Programm und Fehler darf man sich dabei kaum mehr leisten.
Zum Schluss noch, möchte ich die aktuelle Entry-List, verlinken, sowie der Hinweiß, dass das Rennen auf der offizielen Homepage gestreamt wird und auch wohl wieder bei racingblog.de zu sehen sein wird. Hoffentlich geht der Stream von Daily Motion aber ohne Probleme, denn es dürften spannende Rennen werden, welche am Samstag um 14.45 und Sonntag um 11.15 Uhr starten.

Unter Woche wurden derweil noch die Teams genannt, welche je 2 McLaren GT3 gekauft haben und dann ab 2012 einsetzen werden. Dies wären ASM Team, Andrew Tate, Apex Motorsport, Boutsen Energy Racing/Ginion GroupGulf Racing, J.A.S. Motorsport, Klaas Hummel, Leon Price, Von Ryan Racing und als deutsches Team Dörr Motorsport welche den Wagen wohl in der VLN und beim 24H Rennen vom Nürburgring einsetzen werden.

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