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June 22 2013

09:00

Super GT: Calsonic Impul GT-R triumphiert in Malaysia

Drei Rennen, drei verschiedene Sieger: Am vergangenen Wochenende triumphierten erstmals in dieser Saison Tsugio Matsuda und Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R) in Sepang, Malaysia. Doppelerfolg hingegen für Honda in der GT300: Erstmals gewann der ARTA CR-Z GT (Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi) vor dem Schwesterwagen Mugen CR-Z GT. Es ist der zweite Sieg eines Hybrid-Boliden in der Super GT.

Super GT Malaysia 2013 Winners OliveiraMatsudaKobayashiTakagiVorzeitig zum Geburtstag zu gratulieren, bringt bekanntlich Unglück. Nicht so im Falle von Tsugio Matsuda, der am vergangenen Dienstag 34 Jahre alt wurde. Hierfür gab es nicht nur für ihn, sondern auch seinen Teamkollegen Joao Paulo de Oliveira und Team-Chef Kazuyoshi Hoshino (beide haben jeweils im Juli Geburtstag) eine große Geburtstagstorte. Die schien trotz Aberglaube Glück gebracht zu haben, denn der blaue Nissan münzte die Pole-Position in den ersten Saisonsieg von Nissan und damit auch von Impul um. In der GT300 durfte sich Honda hingegen über einen Doppelerfolg freuen. Fast schon in einer eigenen Liga duellierten sich die beiden CR-Z GTs von ARTA und Mugen. Am Ende triumphierten Shinichi Takagi und Takashi Kobayashi im roten ARTA CR-Z vor den Markenkollegen Hideki Mutoh und Yuhki Nakayama im weißen Mugen CR-Z GT. Es war der erste Sieg für den Hybrid-Boliden von Honda und der Zweite für einen Hybrid-Wagen in der Super GT nach dem Erfolg des Panasonic apr Prius GT (Toyota Prius) beim 500km-Rennen in Fuji.

 

GT500

Super GT Malaysia 2013 GT500 StartBei schwülen 34 Grad Außentemperatur (gefühlte 39 Grad), über 60 Grad Innentemperatur in den Autos und 42 Grad Asphalttemperatur wurde das dritte Saisonrennen der Super GT um 16 Uhr Ortszeit auf dem Grand-Prix-Kurs in Sepang, Malaysia, gestartet. Startfahrer Tsugio Matsuda konnte die Pole-Position mit seinem Calsonic Impul GT-R behaupten. Dahinter sortierten sich Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) sowie Andrea Caldarelli (KeePer Tom’s SC430) ein, die zur großen Überraschung in der Qualifikation schneller als die Honda waren. Dies war unter anderem einem Fahrfehler von Naoki Yamamoto (Weider Modulo HSV-010) geschuldet, der eine mögliche Bestzeit mit einem Fahrfehler ins Kiesbett warf. Einen Raketenstart legte Yuhi Sekiguchi (Reito Mola GT-R) von der sechsten auf die vierte Position hin. Trotz des guten Starts konnte sich Matsuda allerdings nicht von Hirate absetzen. Der Lexus-Pilot erhöhte stattdessen den Druck, konnte stellenweise sogar etwas schneller als der blaue Nissan und blieb dementsprechend an seinem HeckSuper GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-R.

Der Speed des Zent Cerumo SC430 kam überraschend, zumal man Toyotas Edelmarke aufgrund der Streckencharakteristik und sowie der bisherigen, fehlenden Erfolge in Malaysia, keine Favoritenrolle zusprach. In der vierten Runde verlor Kohei Hirate beim Anbremsen auf die letzte Kurve leicht die Balance seines Wagens, wodurch er milde das Heck von Matsuda touchierte, der sich wiederum im „side-by-side“-Duell gegen den Lexus auf der Zielgeraden behauptete. Im Hintergrund überholte indessen Yuhi Sekiguchi Andrea Caldarelli im KeePer Tom’s SC430. Sekiguchis Nissan ging in der Anfangsphase deutlich schneller als die Boliden der Konkurrenz, weshalb er nach nur wenigen Runden auf die beiden führenden aufschloss. Im sechsten Umlauf kam es jedoch zur Kollision zwischen Sekiguchi und Hirate, als letzterer den Bogen zur Gegengeraden von außen anfuhr, dabei den sich aber bereits innen befindenden Sekiguchi übersah. Das Resultat: Hirate wurde am Radkasten hinten rechts getroffen, drehte sich und fiel bis auf Position 12 zurück. Auch Yuhi Sekiguchi musste einbüßen. Zwar war keine allzu deutliche, sichtbare Beschädigung an der Front des schwarzen Mola Reito GT-R zu erkennen, der GT500-Rookie fiel aufgrund von Balance-Problemen zunächst aber vom dritten auf den fünften Rang zurück. Weiter vorwärts ging es für das Team auch im späteren Rennen nicht, zumal Sekiguchi vor seinem Boxenstopp auch noch von Ronnie Quintarelli (Motul Autech GT-R) eingangs Start/Ziel getroffen und umgedreht wurde. Die Schuld für die Kollision in der 22. Runde sahen die Rennkommissare beim Italiener: Im Duell mit dem Raybrig HSV-010 (Takuya Izawa / Takashi Kogure) verlor Quintarelli beim dicht Auffahren in der letzten Kurve die Balance und rutschte über die Vorderachse in den sich außen befindenden Reito Mola GT-R von Yuhi Sekiguchi. Der Motul Autech GT-R bekam aufgrund des vermeidbaren Unfalls eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Trotz der zwei Kollisionen beendeten Sekiguchi und sein Teamkollege Satoshi Motoyama das Rennen auf dem sechsten Platz. Für die Titelverteidiger Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida lief es an diesem Wochenende hingegen nicht ganz so gut. Am Ende überquerten sie im Motul Autech GT-R die Ziellinie auf dem neunten Rang, von dem sie auch ins Rennen gingen.

Doch zurück zu Kohei Hirate, denn das Pech ging für den Lexus-Fahrer weiter. In der neunten Runde platzte ihm aufgrund der Kollision mit dem Reito Mola GT-R der rechte Hinterreifen. Mit einem zerstörten, hinteren rechten Teil seines Wagens schleppte sich Hirate zurück an die Box. Am Ende sollte es für ihn und seinen Teamkollegen Yuji Tachikawa lediglich für den 14. und damit vorletzten Platz reichen. Ein bitteres Ende für die Cerumo-Truppe, zumal man das einzige Lexus-Team war, das dem Calsonic Impul GT-R Paroli bieten konnte. Je nach Rennverlauf wäre ein etwaiger Sieg nicht ausgeschlossen gewesen. Besonders bitter: Durch das schlechte Ergebnis in Malaysia rutschten die Vize-Champions vom zweiten auf den nunmehr vierten Rang in der Meisterschaft ab.

Super GT Malaysia 2013 Denso Kobelco SC430Mit dem Zent Cerumo SC430 sowie dem Reito Mola GT-R aus dem Weg begann die Verfolgungsjagd von Naoki Yamamoto (Weider Modulo HSV-010). Ebenfalls in der neuten Runde krallte er sich Andrea Caldarelli und verkleinerte peu à peu den Abstand zu Tsugio Matsuda. Letzterer beklagte sich zu diesem Zeitpunkt im Rennen über Untersteuern, weshalb er nicht ganz den Speed des Weider-Honda gehen konnte. In der 14. Runde kam es bereits zur Attacke von Yamamoto, doch Matsuda rettete sich durch den GT300-Überrundungsverkehr. Wohl auch ausgehend vom Untersteuern öffnete der Nissan-Pilot in der Kurve, in der Markenkollege Sekiguchi mit Kohei Hirate kollidierte, die Lücke für Yamamoto. Der Honda-Fahrer nutzte diese Einladung gnadenlos aus und vollendete den Führungswechsel eingangs der Start- und Zielgeraden. Die Michelin-Reifen des Weider Modulo HSV-010, die bei sehr heißen Temperaturen auf die Distanz erneut besser als ihre Pendants von Bridgestone zu funktionieren schienen, dürften wohl auch ein Vorteil für Naoki Yamamoto gewesen sein, denn er setzte sich binnen weniger Runden vom Calsonic Impul GT-R ab. Matsuda musste sich stattdessen nach hinten orientieren, wo sich der KeePer Tom’s SC430 näherte. Andrea Caldarelli, der auf den harten Bridgestone-Pneus startete, hatte nämlich noch genügend Reserven übrig. Bis zu den Boxenstopps konnte sich Tsugio Matsuda allerdings auf Rang 2 behaupten.

Die Stopps wurden in Runde 21 von Toshihiro Kanieshi (Keihin HSV-010) eröffnet, der den Wagen an seinen Teamkollegen Koudai Tsukakoshi übergab. Vier Runden später taten es ihm der Motul Autech GT-R sowie der KeePer Kraft SC430 gleich, ehe eine weitere Runde später der Raybrig HSV-010, der Denso Kobelco SC430 sowie der zum diesem Zeitpunkt zweitplatzierte Calsonic Impul GT-R ihre Mannschaften ansteuerten. Zur großen Überraschung war die Outlap von Daisuke Ito (KeePer Tom’s SC430) nicht sonderlich gut, weshalb sowohl Markenkollege Juichi Wakisaka (Denso Kobelco SC430) als auch Takashi Kogure (Raybrig HSV-010) sowie selbstverständlich der sowieso schon vor den Boxenstopps davor liegende Joao Paulo de Oliveira (Calsonic Impul GT-R) vor ihm auf die Strecke zurückkehrten. Zu einer der besten Szenen des Rennens gehörte unter anderem der direkt nach den Stopps folgende Zweikampf zwischen Takashi Kogure und Daisuke Ito, den Kogure nach mehreren Kurven schlussendlich für sich entschied. Mit einem respektablen Abstand von rund zehn Sekunden steuerte Naoki Yamamoto seinen Weider-Honda im 27. Umlauf zum Service. Dort kam es zum Drama: Nach dem schnellen Stopp mitsamt Fahrerwechsel auf den Franzosen Frédéric Makowiecki sprang der Motor des Weider Modulo HSV-010 nicht mehr an – erst beim dritten Startversuch heulte das Aggregat wieder auf. Mit einer Stoppzeit von ganzen 55 Sekunden verlor das Team somit nicht nur die Führung, sondern fiel bis auf Position 7 hinter den Motul Autech GT-R zurück, der kurz darauf allerdings die zuvor angesprochene Durchfahrtsstrafe erhielt.Super GT Malaysia 2013 Raybrig HSV-010

Das Timing für den Stopp des Calsonic Impul GT-R hätte perfekter nicht sein können. Wieder in Führung liegend hatte Joao Paulo de Oliveira einige freie Runden, die es ihm ermöglichten, ohne dichten GT300-Überrundungsverkehr einen kleinen Abstand herauszufahren und dabei die Reifen nicht allzu zu sehr zu beanspruchen. Verfolgt wurde er von Juichi Wakisaka (Denso Kobelco SC430), Daisuke Ito (KeePer Kraft SC430) sowie Takashi Kogure (Raybrig HSV-010) und Koudai Tsukakoshi (Keihin HSV-010). Allesamt konnten allerdings nicht mit dem Speed des Brasilianers mithalten. Im Hintergrund dauerte es hingegen nicht lange, bis Frédéric Makowiecki seine Aufholjagd startete. Mit den Michelin-Reifen auf optimaler Betriebstemperatur biss sich der Franzose nicht nur durchs Feld, sondern brannte dabei mit 1:58.207 auch die schnellste Runde des Rennens in den Asphalt. Selbst die sich ablösende Klarsichtfolie auf seiner Frontschutzscheibe hielt den Honda-Piloten nicht auf. Makowieckis wahnsinnige Aufholjagd kam jedoch zu einem abrupten Ende, als er sich 14 Runden vor Schluss die Zähne am KeePer Tom’s SC430 von Daisuke Ito ausbiss. In den verbleibenden Runden griff Ito ganz tief in die Trickkiste, um den spürbar schnelleren Weider Modulo HSV-010 hinter sich zu halten. Vorne kontrollierte Joao Paulo de Oliveira hingegen mit rund drei Sekunden Vorsprung zu Juichi Wakisaka das Rennen. Drama dann in der letzten Runde: Abseits der Kameras kollidierte Daisuke Ito bei der Überrundung von Hisao Shigeta (Ghost in the Shell Porsche), wodurch der KeePer Tom’s SC430 in den Kies rutschte. Zu allem Übel zog sich Ito dabei auch noch einen Reifen- und Aufhängungsschaden hinten links zu. Im Schleichtempo rettete er den Wagen über die Ziellinie, wurde aufgrund der Kollision wie auch dem Ritt durchs Kiesbett und den entstandenen Schaden bis auf zehnten und damit letzten Punkterang zurückgereicht. Ein weiteres, sehr gutes Rennen des Teams, das am Ende leider unbelohnt blieb. Daisuke Ito stellte den KeePer Tom’s SC430 sichtlich enttäuscht direkt nach der Zieldurchfahrt an der Boxenmauer ab und musste wegen Erschöpfung sogar über diese gezogen werden. Hisao Shigeta (Ghost in the Shell Porsche) wurde für die Kollision im Anschluss an das Rennen schuldig gesprochen und erhielt eine nachträgliche Zeitstrafe von 30 Sekunden. Profiteure davon waren unter anderem der Weider Modulo HSV-010 und der Keihin HSV-010, die sich so auf Position 4 respektive 5 vorschoben.

Super GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-R GT500 WinnerDas jubelnde Duo in der Mitte des GT500-Podests war am Ende somit Tsugio Matsuda und Joao Paulo Oliveira, die gleichzeitig auch ihren ersten Sieg seit dem Sommer-Rennen in Fuji im letzten Jahr feierten. Für Nissan war es nicht nur der erste Saisonsieg, sondern auch der erste Sieg in Malaysia seit 2010. Damals gewannen Tsugio Matsuda und Ronnie Quintarelli, ebenfalls im Calsonic Impul GT-R. Bei aller Freude über den Sieg verhielten sich Joao Paulo de Oliveira und Tsugio Matsuda in der anschließenden Siegerpressekonferenz allerdings bescheiden: Der Wagen habe noch nicht die richtige Balance sowie den gewünschten Speed. Beides sind Baustellen, an denen man noch hart weiterarbeiten müsse. Matsuda gestand außerdem, dass der Weider Modulo HSV-010 etwas schneller an diesem Wochenende war. Eine Aussage, die sich so unterschreiben lässt. Ohne das Problem beim Boxenstopp, als der Motor nicht mehr sofort ansprang, hätte Weider Modulo Dome Racing vermutlich den dritten Erfolg in Folge in Malaysia gefeiert. Am Ende reichte es, auch dank der hervorragenden Aufholjagd von Frédéric Makowiecki, lediglich für den vierten Rang. Mit den Positionen 3 (Raybrig HSV-010), 4 (Weider Modulo HSV-010) und 5 (Keihin HSV-010) bestätigte Honda erneut die diesjährig bessere Form des Wagens. Durch den dritten Platz konnten Takuya Izawa und Takashi Kogure ihre Tabellenführung mit wertvollen Zählern zudem weiter ausbauen. Der zweite Platz von Hiroaki Ishiura und Juichi Wakisaka (Denso Kobelco SC430) entspricht der Voraussage. Sepang und der Lexus SC430, das hat in den vergangenen Jahren einfach nicht passen wollen. Bei einem anderen Rennverlauf wären allerdings wohl mehr Fahrzeuge von Toyotas Edelmarke in den Top 5 aufgetaucht. Größter Verlierer des vergangenen Sonntags dürften wohl Kohei Hirate und Yuji Tachikawa (Zent Cerumo SC430) gewesen sein. Zusammen mit dem Weider-Honda waren sie die einzigen, welche die Pace von Tsugio Matsuda und Joao Paulo de Oliveira mitgehen konnten.Super GT Malaysia 2013 GT500 Podium

Ähnliches gilt für Andrea Caldarelli und Daisuke Ito im KeePer Tom’s SC430. Nachdem das Duo in Fuji ein Auto fürs Podium hatte, allerdings in der Qualifikation durch technische Probleme eingebremst wurde, wurde erneut ein sehr gutes Rennen durch Pech (in diesem Falle die Kollision mit dem Ghost in the Shell Porsche aus der GT300 in der letzten Runde) nicht belohnt. Ein mögliches Top-5-Ergebnis warfen auch die Titelverteidiger Masataka Yanagida und Ronnie Quintarelli weg. Ohne die Durchfahrtsstrafe wäre ein Top-5-Ergebnis für den Motul Autech GT-R, der am gesamten Wochenende allerdings auch nicht wirklich in die Pötte kommen wollte, durchaus realistisch gewesen. Besonders bitter: Nach dem dritten Platz in Okayama sowie dem Ausfall in Fuji ergatterte man in Sepang nun lediglich ein mageres Pünktchen. In der Tabelle befinden sich die amtierenden Champions somit nur auf Position 9 mit bereits 22 Punkten Rückstand auf Izawa / Kogure wieder. Allerdings sollte es auch im letzten Jahr bis zum 1000km-Rennen in Suzuka dauern, bis man nach ähnlichen Startproblemen die Wende in der Meisterschaft einleitete. Ein schwieriges Wochenende erlebten erneut auch Michael Krumm und Hironobu Yasuda (D’station Advan GT-R). Noch im Rahmen der 24 Stunden am Nürburgring äußerte Michael Krumm gegenüber meinem Kollegen Flo, der so freundlich war und eine kurze Frage zur Super GT einwarf, dass die Yokohama-Reifen bei besonders heißen Temperaturen besser funktionieren sollten. Nach anfänglich guten Zeiten in den freien Trainings konnte das Team allerdings nicht den Anschluss an die Konkurrenz halten – im Rennen reichte es lediglich für den 13. Rang. Das Team hat laut Michael Krumm dennoch nicht die Motivation verloren und arbeitet bereits fieberhaft für das nächste Rennen im Sportsland Sugo.

Die Meisterschaft führen nach drei Rennen somit weiterhin Takuya Izawa / Takashi Kogure (35 Punkte) an. Neuer Zweiter sind nach Sepang nun Tsugio Matsuda / Joao Paulo de Oliveira (31 Punkte), gefolgt von Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura (26 Punkte). Durch den Ausfall büßten Kohei Hirate / Yuji Tachikawa (23 Punkte) wertvolle Zähler ein, womit sie vom ursprünglich zweiten nun auf den vierten Tabellenrang abrutschten. Die Top-5 komplettieren Koudai Tsukakoshi / Toshihiro Kaneishi (21 Punkte).

Das nächste Super-GT-Rennen findet am 28.7.2013 im Sportsland Sugo statt. Im letzten Jahr gewannen überraschend Kazuya Oshima / Daisuke Ito im Eneos Sustina SC430. Überraschend deshalb, weil ähnlich Sepang die schöne Naturbahn im Sportsland Sugo charakteristisch eher den Nissan und Honda liegt. Für Überraschungen und genügend Renn-Action ist die Super GT aber schließlich immer gut.

aRennergebnis Malaysia GT500
aAktueller Fahrer-Meisterschaftsstand GT500
aAktueller Team-Meisterschaftsstand GT500

 

GT300

Super GT Malaysia 2013 GT300 StartIm Gegensatz zur GT500 verlief das Rennen der „kleinen“ GT300 deutlich ruhiger. Dies dürfte wohl auch der erneuten Dominanz der Hybrid-Fahrzeuge geschuldet sein. Anders als noch im April beim 500km-Rennen in Fuji waren es allerdings nur die beiden Honda CR-Z, welche die Pace angaben. Fuji-Sieger Morio Nitta und Koki Saga (Panasonic apr Prius GT) mussten nach Problemen in der Qualifikation vom 14. Rang ins Rennen gehen. Ob das Duo den Toyota Prius ähnlich Fuji erneut durchs Feld zumindest innerhalb die Top-5 hätten manövrieren können, blieb unbeantwortet. Wie bereits zum Saisonstart in Okayama schied der Wagen nämlich aufgrund von Antriebsproblemen in der neunten Runde aus.

Die GT300-Pole-Position sicherten sich erstmals in dieser Saison Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi (ARTA CR-Z GT) vor den Hybrid-Kollegen Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT). Takagi und Kobayashi schlugen somit die Qualifikationsdominanz des Subaru BRZ R&D Sport. Testuya Yamano und Kota Sasaki hatten sogar die Chance auf den Hattrick. Sasaki hatte jedoch in seiner schnellen Runde, die für die Pole-Position gut war, einen kleinen Fehler. Am Ende mussten sich die Subaru-Jungs somit mit dem dritten Startplatz begnügen, wodurch die komplette Top-3 in der Hand der Autos nach JAF-GT300-Reglement war.Super GT Malaysia 2013 ARTA CR-Z GT

Das Startduell gewann Shinichi Takagi (ARTA CR-Z GT) hauchdünn vor dem gut gestarteten Hideki Mutoh (Mugen CR-Z GT). Kota Sasaki musste seinen dritten Platz gleich in der ersten Kurve an den von Position 5 kommenden Manabu Orido (MonePa Lamborghini GT3) abgeben, der gleichzeitig auch am schlecht gestarteten Naoki Yokomizo (Endless Taisan Porsche) vorbeizog. Trotz des guten vierten Startplatzes erlebten die Titelverteidiger von Endless Taisan nach Okayama (Platz 10) und Fuji (Platz 20 nach einem Reifenschaden) erneut ein Wochenende zum Vergessen. Komplett an den Kameras vorbei verloren sie gleich in der Startphase den Anschluss an die Spitzengruppe. Kein Speed, keine gute Balance im Auto. Das Resultat: Rang 11, womit man nur knapp die Punkte verpasste. Die Titelverteidigung scheint mit lediglich einem mageren Pünktchen (und 35 Zählern Rückstand auf die Spitze) schon jetzt fast unmöglich. Komplett den Kopf in den Sand stecken wird das Team allerdings nicht. Das Gewichts-Handicap-System der Super GT funktioniert gut, so dass solche Abstände – auch wenn Gevatter Glück hier und da ein bisschen mitspielen muss – noch aufzuholen sind. Lediglich ein Punkt auf dem Konto bedeutet nämlich, dass der Endless Taisan Porsche nur 2kg an Zusatzgewicht mit sich herumschleppt. Für die beiden kommenden Rennen in Sugo und Suzuka ist das sicherlich kein zu unterschätzender Vorteil, sofern die allgemeine Performance des Wagens mitspielt. Aufgrund der längeren Distanz werden für das 1000km-Rennen in Suzuka zudem mehr Punkte verteilt. Ein Sieg auf der legendären Rennstrecke, bei gleichzeitigen Patzern der Konkurrenz könnte somit die entscheidende Wende bringen. Ein gutes Ergebnis in Sugo gilt hierfür allerdings als Voraussetzung. Ähnliches gilt für die Markenkollegen Masaki Kageyama / Tomonobu Fujii im Hankook Porsche. Die Vize-Champions erlebten einen ähnlichen Saisonstart wie die Taisan-Truppe (Rang 8 in Okayama, Platz 16 in Fuji). In Sepang schrieb der Hankook Porsche zudem ebenfalls einen Nuller, nachdem man in Runde 7 das Rennen aufgrund des Ausfalls der Servolenkung aufgab.

Super GT Malaysia 2013 Mugen CR-Z GTKomplett wie am Schnürchen lief es hingegen für den ARTA CR-Z GT sowie den Mugen CR-Z GT. Nachdem Shinichi Takagi die Angriffe von Hideki Mutoh in der Anfangsphase abwehren konnte, fuhr der erfahrene GT300-Pilot einen kleinen Abstand zum Hybrid-Marken-Kollegen heraus. Dahinter war es deutlich abwechslungsreicher. Nach einer komplett verkorksten Qualifikation gingen Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW) mit einer sehr aggressiven Strategie von Position 16 ins Rennen. Ziel war es, mit weniger Benzin einen kurzen, ersten Stint zu fahren und dabei so viele Autos wie möglich zu überholen. Die Theorie ging auf: Bereits nach 13 Runden befand sich Tatsuya Kataoka  auf dem elften Rang. Weit vor den ersten GT300-Stoppern übergab Kataoka anschließend an seinen Teamkollegen Nobuteru Taniguchi, der nun mit deutlich mehr Benzin an Bord sowie einer intelligenten wie auch ruhigen Fahrweise bei anfangs freier Fahrt den BMW Z4 auf einen der Startposition entsprechend sehr guten sechsten Platz manövrierte. Ähnliches versuchte das Team bereits im letzten Jahr. Damals blieb der bunte GSR Hatsunemiku BMW allerdings ohne Benzin in der letzten Runde auf Position 2 liegend stehen.Super GT Malaysia 2013 Gainer Dixcel SLS

Die eigentlichen Boxenstopps wurden überraschenderweise bereits im 23. Umlauf von Hideki Mutoh eröffnet. Aufgrund des Hybrid-Antriebs sind der Honda CR-Z wie auch der Toyota Prius besonders sparsam beim Benzinverbrauch. Allerdings wechselte die Mugen-Crew lediglich die Hinterreifen des CR-Z. Ziel war es, den nun im Wagen sitzenden Yuhki Nakayama mit zwei frischen Reifen und weiterhin freier Fahrt an der Box am ARTA CR-Z GT vorbeizuschieben. Die ARTA-Crew reagierte dementsprechend und holte Shinichi Takagi bereits eine Runde später ebenfalls zum Service. Wie auch die Markenkollegen wechselte das Team von Aguri Suzuki gleichfalls nur die Hinterreifen. Allerdings dauerte der Stopp ganze acht Sekunden länger, weshalb der Mugen CR-Z GT die Führung übernahm. Ebenfalls an der Box überholte der Subaru BRZ R&D Sport den MonePa Lamborghini GT3 und eroberte somit den dritten Rang zurück. Ein weiterer Profiteur der Boxenstopps waren Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS), die von Platz 7 ins Rennen starteten. Der SLS GT3 wird als der aktuell sparsamste FIA-GT3-Wagen in der Super GT gehandelt. Dies bestätigte Team Gainer nach der Demonstration in Okayama erneut, als man als eines der letzten Fahrzeuge zum Service abbog. Beim Boxenstopp schoben sich die derzeitigen Tabellenführer zwischen den Subaru BRZ sowie den MonePA Lamborghini GT3 auf Rang 4, der wiederrum eine deutlich längere Tankszeit als die anderen GT3-Maschinen aufweist.

Eine Schrecksekunde gab es in Runde 31, als Hiroki Yoshimoto (La Seine Lamborghini GT3) seinen rechten Vorderreifen auf der Gegengeraden verlor, nachdem beim kurz zuvor durchgeführten Boxenstopp die Radmuttern nicht richtig befestigt befestigt wurden. Glücklicherweise bemerkte Yoshimoto das Missgeschick schnell genug und befand sich bereits auf langsamer Fahrt, als sich der Reifen endgültig löste. An der Spitze hatte Yuhki Nakayama hingegen einen viersekündigen Vorsprung herausgefahren. Zehn Runden später hatte allerdings Takashi Kobayashi, der später im Interview zugab, eigentlich erst kurz vor Schluss angreifen zu wollen, um so seine Reifen besser zu schonen, den Abstand zum Mugen CR-Z GT komplett zugefahren. Zwei Runden später setzte er erfolgreich seinen Angriff, womit der ARTA CR-Z wieder in Führung ging. Direkt im Anschluss fuhr Takashi Kobayashi einen minimalen Abstand von zwei Sekunden heraus, den er auch bis zum Ende nicht mehr abgab.

Super GT Malaysia 2013 ARTA CR-Z GT GT300  WinnerHinter den beiden Honda-Hybrid-Boliden wurde es zum Ende hin noch mal deutlich spannender, als Katsuyuki Hiranaka (Gainer Dixcel SLS) den Abstand rundenweise auf Tetsuya Yamano im Subaru BRZ R&D Sport verringerte. Wohl auch den Druck von hinten spürend, verschätzte sich Yamano beim Überrunden des Mach GoGoGo Syaken Ferrari 458 (Tetsuji Tamanaka / Junichiro Yamashita), wodurch er sich in der letzten Kurve drehte, womit der Gainer Dixcel SLS problemlos die dritte Position übernahm. Yamano musste sich anschließend weiter nach hinten orientieren, weil Takayuki Aoki im MonePa Lamborghini GT3 ebenfalls vom Missgeschick des Subaru-Piloten profitierte. Ein spannendes Duell zwischen den beiden entbrannte, das Tetsuya Yamano letztlich für sich entschied. Takayuki Aoki hatte hingegen mit seinem nicht funktionierenden Cool-Suit zu kämpfen.Super GT Malaysia 2013 GT300 Podium

Am Ende waren es somit Shinichi Takagi und Takashi Kobayashi, die Honda den ersten Sieg des CR-Z GT in der Super GT bescherten. Für Kobayashi war es sogar der erste Sieg überhaupt in der Serie, während Takagki sich über seinen insgesamt 13. GT300-Sieg freuen durfte. Große Freude bei ARTA somit, die außerdem den ersten Sieg des Teams seit Fuji 2009 bejubelten. Das Podium komplettierten Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (Mugen CR-Z GT) sowie Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS). Das Ergebnis ist überraschend, da die Charakteristik der Strecke eigentlich für die GT3- und gegen die GT300-Boliden sprach. Allerdings gab es im Vorfeld Unklarheiten über die tatsächliche Stärke des Honda CR-Z GT, zumal es der erste Auftritt des Wagens auf dem Grand-Prix-Kurs in Sepang war. 2012 konnte der Panasonic apr Prius GT zudem nicht mit dem Hybrid-Antrieb aufgrund der starken Im- und Exportbestimmungen für Lithium-Ion-Batterien starten — das Problem wurde dieses Jahr glücklicherweise behoben. Welcher der beiden CR-Z GT nun schneller war, lässt sich nicht eindeutig klären. Wie bereits in der Vorschau erwähnt, war der ARTA CR-Z GT aufgrund der zwei punktlosen Auftaktrennen ohne zusätzliche Gewichte unterwegs. Der Mugen CR-Z GT hatte hingegen ganze 38kg mehr an Bord. Dadurch entstand letztlich ein Vorteil, den Shinichi Takagi sowie Takashi Kobayashi für sich nutzen konnten.

Super GT Malaysia 2013 Race QueensMit Platz 4 erreichten Tetsuya Yamano / Kota Sasaki im Subaru BRZ R&D Sport ihr bislang bestes Saisonergebnis. Zwar gelang es Subaru respektive R&D Sport noch nicht, an die Performance in der Qualifikation (zwei Pole-Positions in Folge) anzuknüpfen, der vierte Platz in Sepang scheint aber einen Aufwärtstrend darzustellen. Auch in Sugo sollte man mit dem Wagen, in Qualifikation wie auch Rennen, rechnen. Etwas überraschend von der eigentlichen Pace entfernt waren am vergangenen Wochenende Kazuki Hoshino / Daiki Sasaki (S Road NDDP GT-R). Überraschend schaffte man in der Qualifikation auf Position 17 nicht den Sprung ins zweite Segment. Am Sonntag lief es hingegen ein bisschen besser. Mit Platz 10 eroberte man wenigstens das erste Saisonpünktchen, nachdem man in den ersten beiden Rennen jeweils vorzeitig ausschied.

Nach einem eher suboptimalen Fuji-Wochenende eroberten Katsuyuki Hiranaka / Björn Wirdheim (Gainer Dixcel SLS) wichtige Punkte gen Meisterschaft. Diese wird von ihnen nach wie vor mit nun 36 Punkten angeführt. Die Luft oben wird allerdings dünner. Nach zwei starken Rennen sind Hideki Mutoh / Yuhki Nakayama (34 Punkte) den Sternkriegern mit lediglich zwei Pünktchen Abstand nämlich sehr dicht auf den Fersen. Dahinter befinden sich Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka (22 Punkte), Shinichi Takagi / Takashi Kobayashi (20 Punkte) sowie Morio Nitta / Koki Saga (20 Punkte). Von einem Zweikampf ist in der GT300 aber noch lange keine Rede, zumal sowohl der Gainer Dixcel SLS als auch der Mugen CR-Z mit 72kg respektive 68kg beim nächsten Rennen im Sportsland Sugo die absolut schwersten Autos sein werden. Es wird interessant zu beobachten sein, ob die Hybrid-GT300-Gang ein weiteres Kapitel aufschlagen kann oder ob die GT3-Maschinen zurückschlagen werden. Im letzten Jahr gewann in Sugo der S Road NDDP GT-R vor dem Green Tec & Leon SLS sowie dem MonePA Lamborghini GT3 – allesamt Fahrzeuge, die vom Gewichts-Handicap profitierten und zum damaligen Zeitpunkt zu den leichtesten Fahrzeugen im Feld gehörten.

Rennergebnis Malaysia GT300
Aktueller Fahrer-Meisterschaftsstand GT300
Aktueller Team-Meisterschaftsstand GT300

Super GT Malaysia 2013 Grid Super GT Malaysia 2013 Grid 2 Super GT Malaysia 2013 Race Queens Super GT Malaysia 2013 GT500 Start Super GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-R Super GT Malaysia 2013 Denso Kobelco SC430 Super GT Malaysia 2013 Raybrig HSV-010 Super GT Malaysia 2013 GT500 Podium Super GT Malaysia 2013 Calsonic Impul GT-R GT500 Winner Super GT Malaysia 2013 GT300 Start Super GT Malaysia 2013 ARTA CR-Z GT Super GT Malaysia 2013 Mugen CR-Z GT Super GT Malaysia 2013 Gainer Dixcel SLS Super GT Malaysia 2013 ARTA CR-Z GT GT300  Winner Super GT Malaysia 2013 GT300 Podium Super GT Malaysia 2013 Winners OliveiraMatsudaKobayashiTakagi

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August 05 2012

17:24

Super GT: Durststrecke beendet – Lexus siegt in Sugo

Es waren Freudetränen, die Kazuya Oshima kurz nach dem Rennen über die Wangen liefen: Zusammen mit seinem Teamkollegen Daisuke Ito beendete er nicht nur seit 2006 Lexus’ Durststrecke im Sportsland Sugo, sondern gewann auch das erste Rennen seit acht Jahren für Team LeMans Eneos. In der GT300 feierte Nissans Nachwuchs-Team NDDP Racing mit ihrem GT-R GT3 ihren ersten Saisonsieg.

Vor dem Rennen äußerte sich Maasaki Bandoh auf einer Pressekonferenz zum aktuellen Stand der Super-GT-DTM-Kooperation. Der GTA-Präsident bestätigte dabei die Aussagen Hans-Werner Aufrechts gegenüber Motorsport-Total, ohne aber, im Gegensatz zu Herrn Aufrecht, die Verhandlungen als nahezu abgeschlossen zu bezeichnen. Stattdessen betonte er erneut, dass man sich ein japanisches Chassis für die hiesigen GT500-Maschinen wünscht. Zum Thema Honda, die nach Angaben von Herrn Aufrecht mit ihrem neuen Mittelmotor-NSX ab 2014 eine Karenzzeit von drei Jahren erhalten und per BoP eingestuft werden sollen, geschweige zur weiterhin noch sehr strittigen Motorenfrage, äußerte sich Bandoh hingegen nicht.

Stattdessen betonte er erneut, dass die Kooperation mit der DTM in erster Linie der Senkung der hohen GT500-Kosten dienen soll, indem man beispielsweise Einheitsteile übernimmt. Positiver Nebeneffekt wäre natürlich ein etwaiges, größeres Starterfeld, wenn die drei deutschen Hersteller, wobei hier insbesondere BMW zu erwähnen ist, in der Super GT an den Start gehen würden. Wie bereits schon häufiger erwähnt, würde der Kauf des deutschen Einheits-Chassis – was natürlich im Sinn der ITR läge – die verzwickte Produktionskette, in der viele hiesige Hersteller eingebunden sind, sprengen, was nie dem Sinne der GTA entsprach. Stattdessen soll, so Bandoh auf einer Pressekonferenz im Mai in Fuji, die Identität der Super GT beibehalten und die japanische Ingenieurskunst weiter gefördert werden. Dass es eine Kooperation zwischen Super GT und DTM geben wird, ist prinzipiell eine beschlossene Sache. Letztlich bleibt aber weiterhin die Frage im Raum, in welchem Umfang sie geschehen wird. Im Zuge dessen bestätigte der GTA-Präsident außerdem, dass insbesondere Nissan Interesse an einem DTM-Einsatz bekundete.

Deutlich konkreter (und schneller) verlaufen hingegen die Gespräche mit dem ACO. Hierbei geht es um die Starterlaubnis von JAF-GT300-Boliden in der GTC- bzw. GTE-Klasse in der Asia Le Mans Series. Ein gemeinsames Statement von GTA und ACO soll am 19. August im Rahmen des 1000-km-Rennens in Suzuka getroffen werden. Die GTA erhofft sich dadurch eine erhöhte Anzahl an GT300-Fahrzeugen, die dem JAF-Reglement entsprechen. Hierfür wird ein „mother chassis“ gebaut, was dem Prinzip der Japanese Formula 4 nicht ganz unähnlich ist und bereits 2013 zum Einsatz kommen soll. Anstatt sich einen GT3 zu kaufen, können interessierte Teams entweder einen vollwertigen Wagen erwerben, oder einzelne Teile wie beispielsweise das Getriebe von anderen Herstellern übernehmen, und haben dennoch den Freiraum, ihre Ingeneure am Wagen entwickeln zu lassen. Das „mother chassis“, so die offizielle Bezeichnung, soll sowohl für Front- und Heckantriebler aber auch Wagen mit Mittelmotoren angeboten werden. Der Toyota GT86, der noch bis Dezember sein (Test)-Debüt auf der Rennstrecke feiern soll, wird bereits auf dem „mother chassis“ basieren. Sollte der ACO die JAF-GT300-Wagen in der Asia Le Mans Series zulassen, so könnten Teams neben der Super GT auch an dieser Serie teilnehmen und hätten damit eine weitere Einsatzmöglichkeit für ihre Autos, womit man sich Interesse weiterer Teams aus dem asiatischen Raum erhofft.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die GTA zwar über die schiere Flut an GT3-Maschinen in der GT300 glücklich ist, dennoch mangelt es der Klasse an reinen, japanischen Autos. Das Problem: Derzeit ist es zu schwer und zu teuer, einen Wagen nach JAF-GT300-Reglement zu bauen, zudem scheinen die Autos den GT3s unterlegen zu sein. Vom Subaru BRZ existiert derzeit beispielsweise lediglich ein einziges Exemplar (die GTA würde einen zweiten BRZ aber nur zu gerne begrüßen); zusammen mit dem Toyota Prius und dem Honda CR-Z sind gerade einmal drei reine JAF-GT300-Boliden in der Klasse unterwegs. Der Evangelion Shiden oder Arta Garaiya sind Exoten, die auf dem alten Reglement basieren und selbstredend einzigartig sind. Das (günstige) Konzept könnte aufgehen, vor allem auch im Hinblick auf nicht hiesige Teams. Eine Kooperation mit der Asia Le Mans Series könnte besonders im letzteren Fall ein entscheidendes Kriterium für einige Teams sein, die beispielsweise in der Asia GT unterwegs sind und so auf die GT300 respektive einen JAF-GT300-Wagen umzusatteln könnten. In wie fern die Kooperation dem ACO sowie dem Startfeld in den GT-Klassen der Asia Le Mans Series helfen würde, steht natürlich in den Sternen. Überhaupt ist noch nicht einmal bekannt, ob und in welchem Umfang die Asia Le Mans Series starten wird. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass das Asien-Abenteuer des ACO scheitern würde…

Das „mother chassis“ sowie die Zukunft der GT300 ist ein spannendes Thema, welches allerdings den Rahmen unserer Vor- und Rennberichte sprengen würde, weshalb wir das Ganze im Winter noch mal aufgreifen werden.

 

GT500

Dass Lexus ein großer Favorit auf den Rennsieg vom vergangenen Sonntag in Sugo werden würde, zeichnete sich bereits im ersten Freien Training ab, als das Duo Ito und Oshima im Eneos SC430 die Tagesbestzeit fuhren. Davon auszugehen war allerdings nicht, letztlich gilt Sugo als Paradestrecke für den in den Kurven deutlich schnelleren Honda HSV-010. Auch Nissans GT-R wird mit seinen schnittigeren Bremsen ein größerer Vorteil auf Strecken wie Sugo zugesprochen. Zudem gewann Lexus seit 2006 kein Rennen auf der Strecke nahe der Stadt Sendai. Nach dem Überraschungssieg zum Saisonauftakt in Okayama, dessen technisch anspruchsvoller Kurs dem von Sugo nicht unähnlich ist, musste man allerdings mit Lexus rechnen – und so kam es auch. Nach der Bestzeit im Freien Training fuhren Oshima und Ito in der Qualifikation auch auf Pole Position. Dahinter positionierten sich zwar der Motul Autech GT-R (Satoshi Motoyama / Michael Krumm) sowie der Calsonic Impul GT-R (Joao Paulo de Oliveira / Tsugio Matsuda), dahinter reihte sich allerdings eine ganze Lexus-Armada auf. Erst von Startplatz 8 fuhr mit dem Keihin HSV-010 (Toshihiro Kaneishi / Koudai Tsukakoshi) der erste Honda los.

Der Start verlief chaotisch. Joao Paulo de Oliveira erwischte einen wahren Raketenstart und katapultierte sich sofort rechts an Daisuke Ito im Eneos Sustina SC430 vorbei, während Satoshi Motoyama von links ebenfalls einen Angriff wagte. JP de Oliveira verschätzt sich bei seinem Angriff allerdings und erwischte beim einlenken kurz vor der ersten Kurve mit seinem Heck den vorderen, rechten Teil des Eneos SC430. Dadurch verlor der Brasilianer die Kontrolle über seinen Calsonic Impul GT-R und schoss wie eine Pinball-Kugel auf seinen Markenkollegen Motoyama zu. Das Ergebnis: Beide Fahrzeuge krachten in den Reifenstapel, während am Eneos SC430 vorne rechts ein kleines Teil flatterte, was sich nach ein paar Runden aber von alleine löste und auch keine Behinderung oder dergleichen darstellte. Für den Calsonic Impul GT-R war das Rennen sofort beendet, während Motoyama noch versuchte seinen Motul Autech GT-R humpelnd zur Box zurückzubringen, nach einer Kurve aber sichtlich frustriert abstellte. Für ihn war es das erste Rennen nach den 24 Stunden von Le Mans, wo er als tragischer Held noch versuchte, unter Anweisungen eines Mechanikers, den Delta Wing im Strecken-Aus zu reparieren, nachdem Kazuki Nakajima ihn bei einem Überrundungsversuch unglücklich übersah und in die Streckenbegrenzung schickte.

Der Startunfall sorgte dafür, dass zwei aussichtsreiche Siegkandidaten vorzeitig ausschieden, was ein wenig Spannung aus dem Rennen nahm. Für Lexus war der Weg zum ersten Sieg seit 2006 in Sugo somit frei. Die Frage war lediglich: Welcher Wagen wird es schaffen? Für kurze Zeit wirkte es so, als ob die Titelverteidiger Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida im S Road Mola GT-R ebenfalls ein Wörtchen um den Sieg mitreden konnten, insbesondere als Quintarelli in der 22. Runde in einem ansehnlichen Manöver am Petronas Tom’s SC430 sowie dem KeePer Kraft SC430 gleichzeitig auf der Zielgeraden vorbeizog. Der Italiener nutzte dabei geschickt den dichten GT300-Überrundungsverkehr aus, als Loic Duval und Andrea Caldarelli hinter Daisuke Nakajima im Mugen CR-Z GT zögerten. Überhaupt stellte das Durchkommen durch den Überrundungsverkehr ein entscheidendes Schlüsselelement dar. So dauerte es keine fünf Runden, bis die Führungsspitze die ersten GT300-Boliden überrundete; nach neun Runden schob man sich an den führenden Fahrzeugen in der Klasse vorbei. Daisuke Ito im Eneos Sustina SC430 setzte den Verkehr zu seinem Vorteil ein, um ein paar Sekunden Vorsprung auf seine Konkurrenten herauszufahren. Zum Ende seines Stints machte sich der aggressivere Fahrstil allerdings bemerkbar, als Quintarelli mit großen Schritten auf ihn aufholte und ihm nach wenigen Runden letztlich am Heck klebte. Zum gleichen Zeitpunkt erhöhte auch Loic Duval die Pace. Der Franzose profitierte dabei vom Zweikampf der beiden Führenden. Zwar wirkte Quintarelli in den Kurven ein wenig schneller, Daisuke Ito konnte aber die Power seines Motors von der langgezogenen 110R auf die Start-/Zielgeraden ausnutzen und den Nissan in Schach halten.

Just als Ito in Runde 38 in die Box ging, griff Duval mit mehr Schwung aus der 110R-Kurve kommend nach dem S Road Mola GT-R. Quintarelli verteidigte innen, doch Duval zog mit einem beeindruckenden und sehr mutigen, starken Überholmanöver außen in Kurve 1 am Titelverteidiger vorbei. Duval konnte sich zwar gleich zwei Wagenlängen von Ronnie Quintarelli absetzen, der Überrundungsverkehr ließ den Nissan-Piloten aber wieder herankommen. In Runde 40 kamen beide Fahrer in die Box, wechselten alle vier Reifen, tankten auf und übergaben das Cockpit an ihre Teamkollegen. Die Tom’s-Crew war dabei ein wenig schneller als die Truppe von Mola, weshalb Kazuki Nakajima sogar wenige Meter vor Kazuya Oshima, der zwei Runden zuvor den Eneos Sustina SC430 übernahm, auf die Strecke zurückkam. Der Ex-F1-Fahrer hatte mit seinen kalten Reifen gegen seinen Markenkollegen selbstredend natürlich keine Chance und musste diesen nach zwei Kurven wieder passieren lassen. Während Oshima kontrolliert und nach eigener Aussage Reifen-schonend einige Sekunden Vorsprung auf den Petronas Tom’s SC430 herausfuhr, entbrannte um Position 4 ein Zweikampf zwischen dem Zent Cerumo SC430 (Yuji Tachikawa / Koudai Tsukakoshi) sowie dem Denso Kobelco SC430 (Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura), welches Wakisaka mit zwei Sekunden Vorsprung für sich entschied. Beide Fahrzeuge gewannen jeweils die ersten beiden Läufe und waren dementsprechend mit 76kg sowie 60kg Zusatzgewicht, zusammen mit dem Raybrig HSV-010 (70kg), die schwersten Boliden im Feld.

Bis zu den letzten Runden blieb es an der Spitze ruhig. Spannend wurde es hingegen wenige Runden vor Schluss, als Kazuki Nakajima mit großen Schritten auf Kazuya Oshima aufholte. Es scheint, als habe der Tom’s-Fahrer seine Bridgestone-Pneus deutlich besser eingeteilt. Sechs Runden vor Schluss betrug der Abstand zwischen beiden Lexus-Fahrern nur noch knappe 1,3 Sekunden. Weitere drei Runden später klebte Nakajima förmlich am Heck des Eneos Sustina SC430. Erinnerungen an die letzten Runden zum Saisonstart in Okayama wurden wach, als sich der Zent Cerumo SC430 mit dem Raybrig HSV-010 bekriegte und die Führung sich mehrmals wechselte. Oshima nutzte den dichten Überrundungsverkehr aber perfekt aus, um Nakajima an den etwaigen Überholstellen keinen Vorteil zu verschaffen. In einem spektakulären Schlusssport rettete er den Eneos Sustina SC430 mit gerade einmal 0,626 Sekunden Vorsprung vor Kazuki Nakajima im Petronas Tom’s SC430 über die Ziellinie – das erste Podium des Teams seit 2010! Dritter wurde der S Road Mola GT-R mit Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida, die damit einen Sechsfach-Erfolg von Lexus verhinderten. Auf den Plätzen 4-6 kamen nämlich der Denso Kobelco SC430 (Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura) sowie der Zent Cerumo SC430 (Yuji Tachikawa / Koudai Tsukakoshi) und der KeePer Kraft SC430 (Yuji Kunimoto / Andrea Caldarelli) ins Ziel. Letzterer hatte einen guten Start, verlor nach dem Überholmanöver des S Road Mola GT-R in der 22. Runde aber deutlich an Boden.

Erst auf Position 7 taucht mit dem Weider HSV-010 (Takashi Kogure / Carlo Van Dam) – den Siegern vom letzten Lauf in Malaysia – der erste Honda-Wagen mit 55 Sekunden Rückstand auf. Honda war in Sugo im Niemandsland, was sogar dazu führte, dass selbst die TV-Kameras die HSV-010s nur sehr selten im Bild hatten. Da im Sportsland Sugo die Fahrzeuge mit dem geringsten Zusatzgewicht spürbar im Vorteil waren, ging ich während dem Rennen zunächst vom zu hohen Zusatzballast der einzelnen der Hondas aus – 52kg für den Weider HSV-010, ganze 70kg für den Raybrig HSV-010 und immerhin noch 40kg für den Keihin HSV-010. Laut eigener Aussage war aber nicht der Erfolgsballast das Problem – dies habe man ohne weitere Probleme im Griff –, sondern ein ständiges Untersteuern am Scheitelpunkt der Kurven, welches man über das Wochenende partout nicht in den Griff bekam. Dieses Problem sorgte insbesondere im zweiten Sektor für einen essentiellen Geschwindigkeits-Nachteil gegenüber der Konkurrenz. Schwacher Trost: Koudai Tsukakoshi (Keihin HSV-010) fuhr mit 1:17.257 die schnellste Runde des Rennens. Ähnlich Lexus hatte auch Honda ein Update für ihren Motor am Start, das den Reibungsverlust minderte sowie den Drehmomentverlauf erhöhte. Lexus scheint auf der anderen Seite wiederum die ursprünglichere, geringere Kurvengeschwindigkeit mit ihrem Motoren-Update ausgebessert zu haben. Nach eigener Aussage wurde insbesondere das Drehmoment im niedrigen Geschwindigkeitsbereich verbessert. Auffallend war außerdem, dass Team Petronas Tom’s von 18-Zoll- auf 17-Zoll-Reifen umstieg. Wie gut letztlich Nissan war, lässt sich aufgrund des Startunfalls der zwei schnellsten Fahrzeuge der Marke nur schwer sagen. Geht es nach den Trainings sowie der Qualifikation, hätte man aber mit drei von vier Fahrzeugen um den Sieg bzw. das Podium kämpfen können.

Letztlich war es aber erneut Lexus, denen ein Überraschungssieg gelungen ist. Mit einem stark verbesserten SC430, der scheinbar auf jedem Typus von Kurs im derzeitigen Kalender flink ist, hat sich Toyotas Luxusmarke zum Titelfavoriten gemausert. In der Meisterschaft führen nach wie vor mit 44 Punkten Yuji Tachikawa / Kohei Hirate (Zent Cerumo SC430) vor Juichi Wakisaka / Hiroaki Ishiura (Denso Kobelco SC430), die 38 Zähler auf dem Konto haben und damit punktgleich mit dem Duo Takuya Izawa / Naoki Yamamoto (Raybrig HSV-010) sind. Nach dem emotionalen Sieg von Daisuke Ito und Kazuya Oshima (Eneos Sustina SC430) sind diese mit insgesamt 32 Punkten auf Rang 4 aufgestiegen, zwei Punkte vor Takashi Kogure / Carlo van Dam) im Weider HSV-010.

 

aaRennergebnis GT500 Sugo

aaFahrer-Wertung GT500

aaTeam-Wertung GT500

 

GT300

Der eigentliche Star des vergangenen Wochenendes war die GT300. Getreu dem Fan-Motto „Du  kommst wegen der GT500, bleibst aber wegen der GT300“, entbrannte bis kurz vor Schluss ein wahres Feuerwerk, das mehrere Überholmanöver und viele, packende Zweikämpfe sah. Auch in der GT300 waren insbesondere die Fahrzeuge mit dem geringsten Erfolgsballast im Vorteil, obwohl auf der Pole Position mit dem Hankook Porsche (Masami Kageyama / Tomonobu Fujii) ein alter Bekannter stand. Neben ihm in der Startaufstellung stand aber überraschend der MonePa Lamborghini GT3 (Manabu Orido / Takayuki Aoki) sowie dahinter der apr Hasepro Prius GT (Morio Nitta / Koki Saga). Die Top 5 wurden mit dem mit 66kg Zusatzgewicht belasteten Endless Taisan 911 (Kyosuke Moneo / Naoko Yokomizo) sowie dem Green Tec & Leon SLS (Hironori Takeuchi / Haruki Kurosawa) komplettiert. Ein starkes Debüt lieferte Team Mugen mit dem Honda CR-Z, dem direkten Hybrid-Gegner des Prius ab – Hideki Mutoh und Daisuke Nakajima qualifizierten den Wagen auf Startplatz 9.

Der Start verlief im Gegensatz zu dem der GT500 ruhig, auch weil aufgrund der zwei verunfallten Nissan GT-Rs in der ersten Kurve die gelbe Flagge geschwenkt wurde. Pech hingegen gleich nach dem Start für den P8 gestarteten triple a vantage GT3 (Hiroki Yoshimoto / Kazuki Hoshino): Aufgrund eines Kupplungdefekts musste Startfahrer Kazuki Hoshino den neuen Aston Martin Vantage GT3 nach nur zwei Runden wieder in der Box abstellen. Dadurch rückte der CR-Z sowie der Evangelion Apple Shiden (Kazuho Takahashi / Hiroki Katoh) um jeweils eine Position auf, wobei Katoh sich im Getümmel der ersten Runde an Hideki Mutoh vorbeischieben konnte. In den ersten Runden fuhren die Top9 der GT300 in weniger als drei Sekunden wie an der Perlenschnur hintereinander her. Morio Nitta im Toyota Prius übte dabei verstärkt Druck auf Takayuki Aoki im MonePa Lamborghini GT3 aus, konnte nach mehrmaligen Versuchen aber nicht das finale Überholmanöver setzen. In Runde 17 stach Hiroki Katoh im Evangelion Shiden etwas ungestüm im Angriff auf den JLOC Lamborghini GT3 (Kouji Yamanishi / Hideki Yamauchi) in eine nur kaum vorhandene Lücke hinein, und beförderte diesen mit einem Schlag nahe des linken Hinterrads ins Kies. Bei lediglich lokaler, gelber Flagge bargen die Streckenposten zwar den Lamborghini, nach einem etwas längeren Reparaturstopp kam der Wagen am Ende aber lediglich auf Position 19 mit 15 Runden Rückstand ins Ziel. Für den Evangelion Shiden, der für die Aktion verwarnt wurde, war das Rennen eine Runde später aufgrund eines irreparablen Schadens an der vorderen, rechten Radaufhängung beendet. Auch für ihn wäre ein Top10-Ergebnis möglich gewesen, zumal Sugo in der Vergangenheit dem Wagen immer gut lag. Bedingt durch den Zusammenstoß rückte der direkt dahinter fahrende Hideki Mutoh im Mugen CR-Z GT auf Position 7 vor, verlor wegen seines Ausweichmanövers aber einige, wenige Sekunden auf die Top6 der GT300.

Zu diesem Zeitpunkt ging abseits der Kameras der Position 6 gestartete und spätere Sieger, der S Road NDDP GT-R (Yuhi Sekiguchi / Katsumasa Chiyo), am SLS vorbei. Um Runde 20 musste Morio Nitta aufgrund eines zu hohen Reifenverschleißes im apr Hasepro Prius GT vom führenden Hankook Porsche und MonePa Lamborghini GT3 abreißen. Als erster der Spitzengruppe entschloss sich apr den Prius in der 28. Runde zum Service in die Box zu holen, wohl auch weil kurz zuvor quasi spielerisch der Endless Taisan 911 sowie der S Road NDDP GT-R an Morio Nitta vorbeizogen. Neben vier frischen Pneus und der obligatorischen Tankauffüllung übernahm auch Koki Saga das Steuer des Hybrid-Boliden. Derweil jagte Chiyo den Endless Taisan 911 mit Naoki Yokomizo am Steuer. Unter Druck des einzigen japanischen Wagens nach FIA-GT3-Reglement begann Yokomizo in der 34. Runde einen Fehler, rutschte ins Kies und verlor dadurch nicht nur den dritten Platz, sondern auch wertvolle Sekunden. In Runde 40 steuerte der MonePa Lamborghini GT3 seine Crew an, eine Runde später folgte der Hankook Porsche. Dank einer gewagten Strategie übernahm der MonePa Lamborghini GT3 allerdings die Position des Hankook Porsche, da man nur zwei Reifen wechselte, um die etwas längere Stoppzeit bedingt durch das längere Nachtanken zu kompensieren. Eine Strategie die am Ende aufging: Mit knapp einer Sekunde Abstand kam der MonePa Lamborghini GT3 vor dem Hankook Porsche auf Position 3 ins Ziel. Die letzten Runden waren hierbei besonders spannend, weil Tomonobu Fujii mit vier frischen Reifen etwas schneller als Manabu Orido im Lamborghini fuhr, der zum Ende des Rennens zudem noch mit einem kleinen Getriebeproblem zu kämpfen hatte. Eine ähnliche Strategie verfolgte auch NDDP Racing, als sie in der 42. Runde den S Road NDDP GT-R mit ebenfalls nur zwei neuen Reifen abfertigten – und so sogar noch vor dem Lamborghini sowie dem Hankook Porsche wieder auf die Strecke kamen.

Bedingt durch seinen früheren Stopp übernahm zu diesem Zeitpunkt der Toyota Prius die Führung. Drama dann in der Mugen-Box. Als in der 45. Runder der CR-Z GT zum Service kam, klemmte zunächst die Radmutter beim linken Vorderrad, anschließend sprang der Motor nicht mehr an. Zwar konnte das Team den Wagen nach zurückschieben in die Garage wieder neu anlassen, dadurch verlor man allerdings ganze drei Runden. Am Ende blieb somit nur noch der 16. Platz, anstatt einem sehr realistischen Top10-Ergebnis, übrig. Dennoch hat Hondas Hybrid-Wagen bei seinem Debüt überzeugt. Man darf hierbei auch nicht vergessen, dass sie keine drei Wochen vor dem Rennen erst den ersten Shakedown hatten. In den folgenden Runden entfachte Yuhi Sekiguchi ein wahres Feuerwerk: Mit lediglich zwei frischen Reifen holte er in großen Schritten auf dem zu diesem Zeitpunkt auf Position 2 fahrenden Green Tec & Leon SLS auf, bis er ihn schließlich im 55. Umlauf in einem hübsch anzusehenden, klassischen Ausbremsmanöver überholte. Im Hintergrund entfachte derweil ein Kampf zwischen dem GSR Hatsunemiku BMW (Nobuteru Taniguchi / Tatsuya Kataoka), der ganze 62kg Zusatzballast mit sich rumschleppte, von P15 ins Rennen ging und wenige Wochen vor dem Rennen das 2012er-Z4-Update von BMW erhielt. In dem Zweikampf überholte der Endless Taisan 911 Kataoka im BMW, dieser brachte den Porsche durch eine Berührung am Heck aber leicht ins straucheln, um in einem Konter wieder vorbeizuziehen. Gegen etwas härtere Duelle hat die Rennleitung zwar nichts, für diese Aktion wurde Kataoka allerdings verwarnt. Wenig Runden später knackte der Endless Taisan 911 den BMW abseits der Kameras jedoch dann endgültig.

Vorne holte derweil mit Siebenmeilenstiefeln der S Road NDDP GT-R auf den führenden Toyota Prius auf. Acht Runden vor Schluss überholte Sekiguchi Koki Saga im Prius, der immer mehr mit den stärker abbauenden Reifen zu kämpfen hatte, was aufgrund des frühen Boxenstopps des Prius nicht weiter verwunderlich war. Während Yuhi Sekiguchi pro Runde mehrere Sekunden Vorsprung herausholte, legte Koki Saga im apr Hasepro Prius GT den Rückwärtsgang ein. Wie eine Schar von Fliegen holte die Konkurrenz in der Schlussphase Runde pro Runde auf den Hybrid-Wagen auf. Saga verteidigte sich zwar absolut ansehnlich, um zumindest noch das Podium zu retten, letztlich war es aber ein Kampf mit stumpfen Waffen. In einem Dreikampf zwischen dem Endless Taisan 911, dem GSR Hatsunemiku BMW sowie dem Gainer Dixcel R8 LMS, von dem man am Wochenende nicht viel gesehen hat, ging es für den Prius sogar noch weiter zurück. In einem packenden 3-wide-Manöver bremst Tatsuya Kataoka im Hatsunemiku BMW Z4 Koki Saga im Prius aus, verlor dabei allerdings an Schwung. Katsuyuki Hiranaka im Gainer Dixcel R8 LMS nutzte die Situation gekonnt aus und zog an beiden Fahrzeugen vorbei, nachdem bereits vor dem Angriff des BMW der Endless Taisan 911 den Prius überholte.

Am Ende gewann verdient der S Road NDDP GT-R mit 31 Sekunden vor dem Green Tec & Leon SLS, der überraschend 2. wurde. Für Nissans Nachwuchs-Team war aufgrund des sehr guten Grund-Speeds der Sieg in Sugo nach einigen Pleiten, Pech und Pannen zum Beginn der Saison längst überflüssig, während Hironori Takeuchi und Haruki Kurosawa im Green Tec & Leon SLS von ihren lediglich 12kg Erfolgsballast profitierten. Zudem baute das Team extra für den Lauf in Sugo die Klimaanlage aus – die Fahrer werden es ihnen bei 31 Grad Außentemperatur gedankt haben… – um ganze 25kg einzusparen. Mit dem dritten Platz des MonePa Lamborghini GT3 war vor dem Rennwochenende ebenfalls nicht zu rechnen, wobei auch hier der noch komplett fehlende Erfolgsballast geholfen haben sollte. Hinzu kam eine gewagte, aber funktionierte Strategie mit lediglich zwei frischen Reifen beim Boxenstopp. Dass sich Manabu Orido am Ende noch gegen den Hankook Porsche, der 4. wurde, mit leichten Getriebeproblemen wehren musste, spricht zudem noch für die fahrerische Leistung der zwei Japaner.

In der Meisterschaft führen mit 39 Punkten weiterhin Kyosuke Mineo / Naoki Yokomizo (Endless Taisan 911), vier Punkte dahinter teilen sich Nobuteru Taniguch / Tatsuya Kataoka (GSR Hatsunemiku BMW) sowie Tetsuya Tanaka / Katsuyuki Hiranaka (Gainer Dixcel R8 LMS) mit jeweils 36 Punkten die Plätze 2 und 3. Mit insgesamt 35 Punkten folgen auf Platz 4 Masami Kageyama / Tomonobu Fujii (Hankook Porsche). Nach ihrem Debüt-Sieg – für Katsumasa Chiyo war es der erste GT-Sieg überhaupt – folgen auf dem fünften Platz bereits Yuhi Sekiguchi / Katsumasa Chiyo mit insgesamt 28 Punkten.

An Spannung mangelt es in der Meisterschaft in beiden Klassen somit auf jeden Fall nicht. Als nächstes steht am 19. August das Saison-Highlight an: Das Pokka GT Summer Special, den 1000km von Suzuka. Mehr zu diesem Klassiker, der in diesem Jahr seit 2009 endlich wieder über die volle Distanz ausgetragen wird, gibt’s unserer ausführlichen Vorschau in der Woche vor dem Rennen.

 

aaRennergebnis GT300 Sugo

aaFahrer-Wertung GT300

aaTeam-Wertung GT300

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July 29 2012

04:40

Super GT: Live-Ticker Round 4 Sugo

Kein Honda oder Nissan. Stattdessen ist es der Eneos Sustina Lexus SC430, der überraschend von der GT500-Pole-Position ins heutige 300-km-Rennen auf der wunderschönen Naturrennstrecke von Sugo geht. Daisuke Ito brannte eine beeindruckende Zeit von 1:14.978 Minuten auf den Asphalt, so dass sogar der von Position 2 startende Michael Krumm (zusammen mit Satoshi Motoyama) im Motul Autech GT-R leicht überrascht sich ein grinsendes Kopfschütteln nicht verkneifen konnte. Die erste Startreihe in der GT300 bildet der favorisierte Hankook Porsche zusammen mit dem Underdog der Qualifikation, dem MonePa Lamborghini GT3. Der Toyota Prius startet erstmals von 3; Hideki Mutoh und Daisuke Nakajima stellten beim Debüt den Honda CR-Z auf eine starke neunte Startposition. Wie üblich bieten wir auch zum vierten Saisonlauf der Super GT unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker an.


Der Live-Ticker aktualisiert sich alle 60 Sekunden automatisch und zeigt die letzten 45 Tweets an. Da das Plugin leider keine automatische Archiv-Funktion besitzt, werde ich nach dem Rennen alle Tweets manuell in diesen Beitrag einfügen, so dass alle Interessierten auch im Nachhinein noch Zugriff auf den Live-Ticker zum nachlesen haben. Die komplette Startaufstellung ista hier ersichtlich; der Rennstart erfolgt um 7 Uhr deutscher Zeit.

+++ Update: 9:30 Uhr — Der Live-Ticker ist nun zum nachlesen archiviert! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! +++

Racingblog: Damit bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit und wünsche einen schönen Sonntag! Das nächste SGT-Rennen ist am 19. August, 1000km von Suzuka
3 minutes ago

Racingblog: … den Startunfall aber zwei mögliche Siegesanwärter und damit eventuell etwas an Spannung. Enttäuscht hat Sugo erneut aber wieder nicht.
5 minutes ago

Racingblog: Wir haben ein spannendes, vor allem action-reiches Rennen in der GT300 gesehen. GT500 war spannend zur Mitte und Schluss, verlor durch…
6 minutes ago

Racingblog: Da ich ausnahmsweise das Twitter-Limit pro Stunde erreicht habe, kurz ein paar Zeilen zum #SuperGT Rennen über den normalen Account.

RacingblogLive: Der Sieg des NDDP Nissan in der GT300 ist sehr erfreulich, auch wenn es ein japanischer GT3 ist, dafür aber auch der einzige.
39 seconds ago

RacingblogLive: Oshima lässt die Freudentränen fließen. Zurecht.
23 seconds ago

RacingblogLive: Honda ging komplett unter, obwohl die Strecke dem Wagen hätte liegen müssen, selbst mit Gewicht. Das wird für Stirnfalten bis Suzuka sorgen.

RacingblogLive: Honda ging komplett unter, obwohl die Strecke dem Wagen hätte liegen müssen, selbst mit Gewicht. Das wird für Stirnfalten bis Suzuka sorgen.
10 seconds ago

RacingblogLive: Für Nissan und insbesondere die Titelverteidiger wäre es zwar ein Pflichtsieg gewesen, P3 ist aber eine gute Schadensbegrenzung.
in 4 seconds

RacingblogLive: Für Lexus ist es außerdem der erste Sieg seit 2006 in Sugo!
29 seconds ago

RacingblogLive: Die Sensation ist somit perfekt: Lexus gewinnt das dritte von vier Rennen. Und erneut auf einer für den Wagen untypischen Strecke.
8 seconds ago

RacingblogLive: GT300 Top 5: NDDP GT-R, SLS, MonePa Lambo, Hankook, Endless Taisan 911.
28 seconds ago

RacingblogLive: Eneos, Petronas, S Road GT-R, Denso, Zent SC430 (GT500 Top 5).
11 seconds ago

RacingblogLive: 4 Lexus in den Top 5.
31 seconds ago

RacingblogLive: Noch mal ein super Finale.
49 seconds ago

RacingblogLive: 110R, Oshima bleibt vorne und GEWINNT!!!!
0 seconds ago

RacingblogLive: Wie kommen beide durch den Verkehr? Vorteil Oshima.
15 seconds ago

RacingblogLive: Letzte Runde, Nakajima an Oshima dran!!!
27 seconds ago

RacingblogLive: SCHÖNES 3-WIDE MANÖVER!! Kataoka bremst den Prius etwas aus, überholt ihn, verliert die Position aber an den Gainer R8, der 2 Plätze gut.
40 seconds ago

RacingblogLive: Wir bleiben in der GT300: Der Prius ist mittlerweile auf P6 und gerät nun in Bedrängnis des Hatsunemiku Z4 und des Gainer R8. Dreikampf!
42 seconds ago

RacingblogLive: Kurzer Blick in die GT300: Der NDDP GT-R hat nun knapp 25 Sekunden Vorsprung auf den SLS. Wahnsinn.
35 seconds ago

RacingblogLive: Oshima will sich den Sieg nicht nehmen lassen: Er vergrößert den Vorsprung auf nun knapp 2 Sekunden.
30 seconds ago

RacingblogLive: Schlüsselfaktor Verkehr. Man kann es nicht oft genug sagen.
35 seconds ago

RacingblogLive: Nakajima hat in der letzten Runde eben gut 0,5 Sekunden auf Oshima verloren, weil er schlechter durch den Verkehr kam.
50 seconds ago

RacingblogLive: Nakajima hat Oshima knapp eine Sekunde abgenommen, noch 1,3 Sekunden. 6 Runden noch zu fahren.
15 seconds ago

RacingblogLive: Die japanischen Kommentatoren scherzen gerade um den GT300-Kampf ab P7-P9, weil 3 dt. Sportwagen dort kämpfen (Porsche, BMW, Audi).
52 seconds ago

RacingblogLive: Für Nakajima / Duval wäre es übrigens das erste Podium der Saison, Ito / Oshima wurden in Sepang 3ter.
1 minute ago

RacingblogLive: Nakajima ist nun knapp 2,5 Sekunden hinter Oshima. Ob sich beide Lexus-Wagen noch mal kurz vor Schluss bekriegen werden?
1 second ago

RacingblogLive: JETZT! Jetzt hat Orido Koki Saga überholt. 8 Runden vor Schluss.
23 seconds ago

RacingblogLive: Eneos und Tom’s SC430 sprengen das GT300-Duell um P3 leicht, aber alles geht gut.
13 seconds ago

RacingblogLive: L71: Starkes Duell zwischen dem Prius und dem MonePa Lambo. Koki Saga macht sich seeehr breit, um P3 zu halten.
33 seconds ago

RacingblogLive: Heeey, wir haben einen Honda-Kampf um P7 für ein paar Sekunden im Bild gehabt. Der Weider macht Druck auf den Raybrig.
17 seconds ago

RacingblogLive: L70: Kampf um P7 zwischen dem Hatsunemiku BMW und dem Endless Taisan 911. Kataoka verteidigt sich mit allen Mitteln.
14 seconds ago

RacingblogLive: Pardon, 12 Runden…
3 seconds ago

RacingblogLive: Es wäre demnach auch nicht weiter verwunderlich, wenn es für Koki Saga sogar noch auf P4 oder P5 gehen würde. Noch 20 Runden.
34 seconds ago

RacingblogLive: Überraschend kommt das nicht, schließlich kam der Prius bereits in Runde 31 zum Stopp, der SLS hat deutlich frischere Reifen.
21 seconds ago

RacingblogLive: Starkes Manöver des SLS in Turn 1, schiebt sich auf P2 vor.
in 1 second

RacingblogLive: L67: Der Prius erät nun auch in Bedrängnis des SLS.
23 seconds ago

RacingblogLive: L65: Dreher des BRZ. Kommt im Kampf mit dem Hatsunemiku Z4 leicht in den Dreck und verliert das Heck. Fährt aber wieder.
in 7 seconds

RacingblogLive: Und da geht er auch schon vorbei, musste nicht mal bis zu T1 warten. Könnte das heute der längst überfällige Sieg des NDDP GT-R werden?
25 seconds ago

RacingblogLive: L62: Der NDDP GT-R ist nun am Prius dran. Ich bezweifel, dass sich Saga lange gegen Sekiguchi wehren wird können.
in 4 seconds

RacingblogLive: L60: Tachikawa im Zent SC430 macht nun Druck auf Wakisaka im SC430, kann zu diesem Zeitpunkt etwas schneller. Es geht um P4.
29 seconds ago

RacingblogLive: Und noch eine Korrektur, Jessas Maria: Der Raybrig ist auf P7, nicht auf P10. Da waren die Finger schneller als die Gedanken…
12 seconds ago

RacingblogLive: L59: Der NDDP Nissan GT-R GT3 holt langsam auf den Prius auf.
40 seconds ago

RacingblogLive: Ich muss mich korrigieren: Der erste HSV-010 ist der Raybrig HSV-010 auf P10, mit knapp 50 Sekunden Rückstand.
23 seconds ago

RacingblogLive: L56: Kampf zwischen dem Hatsunemiku Z4 und dem Endless 911. Letzterer geht zwar vorbei, der Z4 berührt ihn in T1 aber und kontert damit.
1 second ago

RacingblogLive: Wo sind eigentlich die Hondas in der GT500? Der erste findet (Keihin HSV-010) findet sich erst auf P7 (!) wieder. Katastrophenrennen.
32 seconds ago

RacingblogLive: Kampf um P6 in der GT300: Subaru BRZ gegen den ARTA Garaiya. Der BRZ ging in der Quali gar nicht, im Rennen läuft es deutlich besser.
23 seconds ago

RacingblogLive: Ja wahnsinn. Sekiguchi im NDDP GT-R macht mal eben in zwei Runden (Runde 54 und 55) 2 Sekunden auf den SLS gut und überholt ihn für P2.

RacingblogLive: Vorne führt derweil der Eneos Sustina SC430 8 Sekunden vorm Tom’s Petronas SC430.
1 minute ago

RacingblogLive: L52: In der GT500 macht nun Wakisaka Druck auf Yanagida, nur noch 0,7 Sekunden zurück. Es geht um P3. Quintarelli sieht das nicht gerne.
2 minutes ago

RacingblogLive: L51: Der CR-Z ist wieder unterwegs. Scheinbar sprang der Wagen beim anlassen nicht mehr an, deshalb wurde er kurz zurückgeschoben.
3 minutes ago

RacingblogLive: Den Boxenstopp des SLS hat J Sports leider verpasst (wohl aufgrund anderer Aktivitäten auf der Strecke).
5 minutes ago

RacingblogLive: AUf P2 ist der SLS (!), auf 3 der NDDP GT-R, auf 4 der Lamvo, auf 5 der GT-R. BRZ derzeit auf 6. Endless 911 auf 9, Gainer R8 auf 10.
5 minutes ago

RacingblogLive: Die große Überraschung nach 49 Runden: DER PRIUS FÜHRT!!! Durch den früheren Stopp fuhr er ohne Verkehr und führt nun die GT300 an!
6 minutes ago

RacingblogLive: Derweil war in Runde 46 der NDDP GT-R in der Box, kommt hinter dem SLS wieder raus.
7 minutes ago

RacingblogLive: Nach 1:30 Min. hat der Mechaniker es geschafft, Nakajima konnte aber nicht losfahren. Licht ging nicht an, sprang der Wagen nicht mehr an?
8 minutes ago

RacingblogLive: Stopp dauert schon über eine Minute, die Radmutter will sich noch immer nicht festziehen.
10 minutes ago

RacingblogLive: Oh nein, vorne links beim Reifenwechsel klemmt’s! Das kostet Zeit.
10 minutes ago

RacingblogLive: Runde 45: Der CR-Z kommt beim Debüt in die Box. Daisuke Nakajima wird von Hideki Mutoh übernehmen. Man fuhr 14 Runden länger als der Prius.
11 minutes ago

RacingblogLive: Zumindest Stopp-bereinigt, derzeit führt nämlich noch der NDDP Nissan vor dem CR-Z, beide müssen aber noch zum Service. (Runde 44).
13 minutes ago

RacingblogLive: Der MonePa Lamborghini profitiert vom früheren Stopp und zieht am Hankook Porsche vorbei und führt damit die GT300 an!
14 minutes ago

RacingblogLive: Der MonePa Lambo GT3 kam in Runde 40 ebenfalls in die Box. Eine Runde später folgt der Hankook und Endless Taisan Porsche.
16 minutes ago

RacingblogLive: Nakajima kommt zwar vor dem Eneos SC430 wieder raus, hat aber keine Chance mit den kalten Reifen — Oshima geht wieder vorbei.
17 minutes ago

RacingblogLive: Die Tom’s Crew war mal deutlich schneller als die Mola-Crew.
18 minutes ago

RacingblogLive: Duval und Quintarelli kommen nun beide in die Box, am Ende der 39ten Runde. Nakajima und Yanagida übernehmen.
19 minutes ago

RacingblogLive: Duval will Wakisaka, der eben aus der Box kam, überrunden. Doch der macht keinen Platz, Quintarelli klebt nun wieder hinter dem Franzosen.
20 minutes ago

RacingblogLive: L39: Zent Cerumso SC430 in der Box. Reifen, Benzin und Tachikawa übernimmt.
20 minutes ago

RacingblogLive: Duval kann gleich zwei, drei Wagenlängen zwischen sich und Quintarelli legen.
21 minutes ago

RacingblogLive: Es übernehmen jeweils Oshima und Wakisaka in beiden Autos.
21 minutes ago

RacingblogLive: Denso SC430 ebenfalls in der Box.
22 minutes ago

RacingblogLive: Ja Wahnsinn!! Ito geht in Runde 38 in die Box und Duval zieht außen (!) in Kurve 1 an Quintarelli vorbei. Duval führt.
22 minutes ago

RacingblogLive: Lebensmüde sind sie ja überhaupt nicht: L37 und ein Sicherheitsfahrzeug fährt einfach mal so auf der Strecke, als die führenden vorbeirasen
22 minutes ago

RacingblogLive: Ooooooh, in der 110R steht der ARTA HSV-010 in der Streckenbegrenzung. Was ist denn da passiert?
25 minutes ago

RacingblogLive: Runde 34 war das.
26 minutes ago

RacingblogLive: ENDLESS TAISAN 911 WAR IM KIES!! Hat ordentlich Zeit verloren, NDDP GT-R nun vorbei.
27 minutes ago

RacingblogLive: Quintarelli ist nun an Ito dran (Runde 33). Angriff nur eine Frage der Zeit. Abstand: Unter 0,5 Sekunden.
28 minutes ago

RacingblogLive: NDDP GT-R nun im Diffusor des Endless 911. Top 4 der GT300 nicht mal 2 Sekunden voneinander entfernt.
30 minutes ago

RacingblogLive: L31: Der Prius kommt als erster der Top-Gruppe der GT300 in die Box.
30 minutes ago

RacingblogLive: Aktuelle Temperaturen: 31 Grad Außentemperatur, 42 Grad Asphalttemperatur.
31 minutes ago

RacingblogLive: L31: Angriff von Duval auf den KeePer Kraft SC430 — und vorbei! Mit mehr Schwung aus der 110R und schön in T1 vorbeigeschoben.
31 minutes ago

RacingblogLive: Zuvor ging schon der Endless Taisan 911 vorbei, allerdings unbeobachtet von den Kameras.
32 minutes ago

RacingblogLive: Runde 29 Kurve 1: Der NDDP GT-R geht am Prius in einem schönen Ausbremsmanöver vorbei.
33 minutes ago

RacingblogLive: Quintarelli macht nun ordentlich Druck auf Daisuke Ito. Nur noch 1,9 Sekunden in Runde 29 zurück.
34 minutes ago

RacingblogLive: Quintarelli macht mit 1:18er Zeiten nun etwas Druck auf den führenden Eneos SC430, hat den KeePer Kraft und Tom’s nun etwas abgeschüttelt
37 minutes ago

RacingblogLive: Unbeobachtet von den Kameras ging der NDDP Nissan GT-R am SLS vorbei, kämpft nun um P4 mit dem Endless Taisan 911.
38 minutes ago

RacingblogLive: Es wirkt übrigens wie in der Vorschau vermutet, dass die etwas leichteren Fahrzeuge an diesem Wochenende klar im Vorteil sind.
40 minutes ago

RacingblogLive: Staark. Die Wiederholung klärt auf: Beim Überrunden des CR-Z in der 110R holt Ronnie mehr Schwung und zieht im 3-Wide bei Start/Ziel vorbei.
42 minutes ago

RacingblogLive: Riecht nach Ausnutzen des Verkehrs. Runde 22.
43 minutes ago

RacingblogLive: QUINTARELLI GEHT AN BEIDEN LEXUS VORBEI!!! Ja was ist denn da passiert? Ich fordere eine sofortige Wiederholung!
43 minutes ago

RacingblogLive: L21: Kampf um P5 in der GT300, der NDDP GT-R gegen den SLS. Der SLS hält sich mit nur 12kg Handicap sehr gut in den Top 5.
44 minutes ago

RacingblogLive: Überholen in Sugo ist schwer, was die Zweikämpfe aber nicht minder spannend macht. Schlüsselfaktor ist auch den Verkehr auszunutzen.
46 minutes ago

RacingblogLive: L19 von 81: Eneos Sustina führt nun knapp 4 Sekunden vor seinen noch immer kämpfenden Markenkollegen.
47 minutes ago

RacingblogLive: Der CR-Z rutscht damit auf P7 vor, hat aber nun um knapp 7 Sekunden den Anschluss verloren. GT300 Top 6 innerhalb 2 (!) Sekunden.
48 minutes ago

RacingblogLive: Der Unfall geschah in Runde 17, in Runde 18 kommt der Shiden nun in die Box.
49 minutes ago

RacingblogLive: In Kurve 2 sticht der Shiden in eine nicht wirklich offene Lücke hinein und schießt den JLOC LAMBO GT3 ab. Lambo steht im Keis, Shiden fährt
49 minutes ago

RacingblogLive: OOOH GT300 CRASH!!
50 minutes ago

RacingblogLive: Duval kann deutlich schneller als Caldarelli, von hinten kommt nun auch Quintarelli im S Road Mola GT-R angeflogen.
50 minutes ago

RacingblogLive: Der Honda CR-Z ist übrigens weiterhin auf P9, wurde allerdings vom Evangelion Shiden überholt, der von P10 kam.
51 minutes ago

RacingblogLive: Daisuke Ito im Eneos SC430 kann sich nun von seinen zwei Markenkollegen etwas absetzen, kommt wohl auch besser durch den Verkehr (Runde 15).
52 minutes ago

RacingblogLive: Der Keihin auf P7 hat 16 Sekunden Rückstand.
53 minutes ago

RacingblogLive: Auf P5 hat Ito im Eneos SC430 knapp 5 Sekunden Vorsprung. Erster Honda (Keihin HSV-010) erst auf 7! Auf der eigentlichen Paradestrecke..
53 minutes ago

RacingblogLive: Der Eneos Sustina SC430 hat das flatternde Teil vorne rechts verloren. Es stammte vermutlich vom Oliveira-Nissan.
54 minutes ago

RacingblogLive: Wie schön ist es bitte den Prius in den Top 3 mit der Pace des Leaders zu sehen? Sollte der GT300 im Allgemeinen auch gut tun.
55 minutes ago

RacingblogLive: L12: GT300 Top5: Hankook, MonaPa Lambo GT3, Prius, Endless 911, GreenTec SLS.
56 minutes ago

RacingblogLive: L11 Top5 GT500: Eneos, KeePer Kraft, Petronas SC430, S Road Mola GT-R, Zent Cerumo SC430. 4 Lexus in den Top 5! In Sugo!
57 minutes ago

RacingblogLive: L10: Dreher des GT300-Lexus, Sieger in Sugo im letzten Jahr. Wendet und fährt weiter.
58 minutes ago

RacingblogLive: Die führenden GT500 kommen nun in Runde 9 ins Feld der führenden GT300. Das ging flott.
60 minutes ago

RacingblogLive: Das GT300-Feld ist in Runde 8 noch sehr schön dicht beieinander. Die Top 9 fahren quasi in einer langen Perlenschnur, schön anzusehen.
1 hour ago

RacingblogLive: Gut durch den Verkehr kommen wird heute eines der Schlüsselelemente für die GT500-Fahrer.
1 hour ago

RacingblogLive: Derweil ist der Ikamusume Ferrari im Kies. Auflösung folgt, hoffentlich.
1 hour ago

RacingblogLive: Angriff des Prius in Turn 1 gegen den Lambo!!! Side side, aber der Lambo behauptet sich im Duell eine Kurve weiter! Stark!
1 hour ago

RacingblogLive: Nach nur 5 Runden fangen die GT500 an die hinteren GT300 zu überrunden.
1 hour ago

RacingblogLive: Auch wenn die Kamera von hinten nicht viel aussagt, so wirkte es, als hätte Oliveira zu Ito rübergezogen und den Crash ausgelöst…
1 hour ago

RacingblogLive: Nun wieder Wiederholung vom Start…
1 hour ago

RacingblogLive: Top 3 GT500: Eneos, KeePer Kraft, Petronas SC430. Dahinter der S Road Mola GT-R mit Quintarelli.
1 hour ago

RacingblogLive: In der GT300 sind der Hankook Porsche, der Lambo und der Prius in einem Dreikampf. Der Prius kann scheinbar schneller, in T1 ist aber gelb.
1 hour ago

RacingblogLive: Motoyama stellt nun doch ab und läuft zur Box zurück. Wie bitter ist das? 2 Siegesanwärter raus, 2 Nissan raus. Unglücklich und vermeidbar
1 hour ago

RacingblogLive: Oliveira hatte einen wahren Raketenstart berührte beim überholen aber den Eneos und flog wie ein Pinball direkt auf Motoyama zu.
1 hour ago

RacingblogLive: Nun führen 3 Lexus in der GT500, wobei der Eneos nach der Berührung mit JP Oliveira vorne rechts leicht beschädigt ist.
1 hour ago

RacingblogLive: Motoyama kann sich befreien, Oliveira steckt fest, Schaden dürfte wohl zu groß sein.
1 hour ago

RacingblogLive: Start der GT300. Hankook Porsche bleibt vor dem Lambo, danach gleich der Prius.
1 hour ago

RacingblogLive: CRASH VON BEIDEN NISSAN!!!! OLIVEIRA UND MOTOYAMA IM REIFENSTAPEL IN KURVE 1!!!!!!!
1 hour ago

RacingblogLive: AHHHHHHHHH!!!!
1 hour ago

RacingblogLive: START DER GT500!!!!!!!
1 hour ago

RacingblogLive: Fahrer formieren sich nun nebenbeinander in der 110R.
1 hour ago

RacingblogLive: 1. Reihe GT500: Eneoes SC430 / Motul Autech GT-R. 1. Reihe GT300: Hankook Porsche / ManePa Lambo GT3. Die Lexus-Pole war eine Überraschung.
1 hour ago

RacingblogLive: Die Formation Lap beginnt, der Start wird wie immer fliegend erfolgen. Interessant wird zu beobachten sein, wie gut der Eneos SC430 ist.
1 hour ago

RacingblogLive: Und da fangen sie an zu brummen, die 40 Fahrzeuge. Die Tribünen sind übrigens gut gefüllt — schön zu sehen.
1 hour ago

RacingblogLive: Laut Wetterbericht v. gestern könnte es in knapp einer Stunde vereinzelte Schauer geben, auch wenn der Himmel derzeit nicht danach ausschaut
1 hour ago

RacingblogLive: Die Nationalhymne wird jetzt von einer älteren Dame im Kimono gesungen, im Anschluss werden die Motoren gestartet.
1 hour ago

RacingblogLive: Einen wunderschönen Guten Morgen. Wie angekündigt bieten wir auf zu Lauf 4 der diesjährigen #supergt Saison aus dem Sportsland Sugo!

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July 28 2012

13:44

Super GT: Vorschau Round 4 Sugo

Zwei Wochen nach der Formula Nippon kehrt auch die Super GT aus ihrer Sommer- und Le-Mans-Pause zurück. Rennen 4 der Meisterschaft findet im Sportsland Sugo statt, einer von Yamaha Motor betriebenen, wunderschönen Naturrennstrecke, auf der es in der nahen Vergangenheit immer zu packenden Zweikämpfen kam. Gleichzeitig dient der Lauf auch als Generalprobe für das am 19. August stattfindende 1000-km-Rennen in Suzuka. Nach drei erfolgslosen Rennen sollte Nissan das Zepter in der GT500 an sich reißen, um nicht noch mehr Boden in der Meisterschaft zu verlieren, während in der GT300 der Toyota Prius Hybrid-Zuwachs aus dem Hause Honda erhält.

Bevor wir uns allerdings mit dem Rennen beschäftigen, muss leider erneut das mir persönlich schon etwas leidige Thema der DTM-/Super-GT-Kooperation aufgegriffen werden. Leidig deshalb, weil sich diesbezüglich seit Anfang des Jahres nichts getan hat, außer das von jeweils der deutschen wie auch japanischen Seite keine allzu konkreten Aussagen kommen. Stattdessen befinden sich die Gespräche respektive die offiziellen Informationen, die seitens der ITR bzw. der GTA bekannt gegeben werden, in einem scheinbar endlosen Kreis.

Grund für die erneute Aufnahme des Themas ist ein aktuelles Interview mit Hans-Werner Aufrecht, indem allerdings nichts Neues bekannt gegeben wurde, was er nicht schon im April dieses Jahres verkündete. Ich werde die Thematik (und die Probleme dahinter) nicht erneut erläutern, dies habe ich schließlich schon an mehreren Stellen getan. In wie fern eine Kooperation, die scheinbar noch viele Baustellen besitzt – größter Streitpunkt scheint nach wie vor die Motorenfrage zu sein –, bereits unter Dach und Fach sein kann, obwohl man noch keinen Vertrag unterschrieben hat, sich aber sehr sicher ist, dass dies sicherlich bald geschehen wird, bleibt fraglich und jedem selbst überlassen. Abwarten, Tee trinken – die 5 Euro ins Phrasenschwein nicht vergessen! – und auf neue Infos seitens der GTA warten, eventuell sogar schon an diesem Wochenende. Denn bislang hat die GTA auf ihren Pressekonferenzen lediglich, grob zusammengefasst, verkündet, dass zwar nach wie vor Interesse an einer Kooperation bestehe, dabei aber weder die Identität der Super GT noch die japanischen Ingenieurskunst verloren gehen dürfte. Mit anderen Worten: Die japanischen Hersteller und Teilezulieferer, die allesamt mit einer großen Produktionskette verbunden sind, dürfen nicht missachtet oder benachteiligt werden. Im Falle eines Einheitschassis wäre man etwa bei Dome (vom engl. [dəʊm], jap. Dōmu) in Kyoto ( [kjo:to] ) sicherlich nicht sonderlich erfreut. Dass es in irgendeiner Form zur Kooperation kommen wird, steht nach meiner bescheidenen Meinung außer Frage. Lediglich über den Umfang schwebt ein großes Mysterium.

Wie bereits erwähnt liegt das Sportsland Sugo in einer sehr gebirgigen Gegend in der Miyagi-Präfektur, keine 40 Kilometer von der Stadt Sendai entfernt, jene Gegend, die im März 2011 vom schrecklichen Erdbeben am schwersten getroffen wurde. Dementsprechend traurig war der Anblick für alle Beteiligten, die sich in den letzten Tagen gen Sugo begaben und an den einst bewohnten Flächen vorbeifuhren. Bereits im letzten Jahr spendete die Super GT einen Großteil ihrer Einnahmen den Opfern der Naturkatastrophe, auch in diesem Jahr möchte man ein erneutes Zeichen setzen und diese schlimme Zeit hinter sich lassen, stattdessen den Fans und Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Charakteristik der Naturstrecke von Sugo sollte dabei helfen. International eher unbekannt, obwohl zwischen 1988 und 2003 die Superbike-Weltmeisterschaft in Sugo fuhr, ist der 3,737km lange Kurs eine kleine Achterbahnfahrt – im wahrsten Sinne des Wortes. So ist die Start- und Zielgerade nicht eben, sondern führt zunächst bergauf. Die Steigung wird dabei, anders als bei anderen Strecken, gut von den TV-Kameras eingefangen. Die Gegengerade führt hingegen wieder bergab. Die spannendste der insgesamt 12 Kurven stellt die langgezogene 110R dar, die direkt wieder auf Start/Ziel führt und gerne auch als Mutkurve bezeichnet werden darf. Side-by-Side-Duelle sind hier zwar möglich, erfordern aber höchste Konzentration beider Fahrer, damit der Wagen auf der äußeren Linie nicht ins Kies und die Reifenstapel rutscht. Sugo ist auch jener Ort, an dem eines der geschichtsträchtigsten 3-Wide-Manöver der Super GT geschah. Und wie sollte es auch anders sein, leitete dies die 110R ein:

Im folgendem außerdem eine Onboard-Runde mit dem Evangelion Shiden (GT300) aus dem Jahr 2010:

 

Der technisch anspruchsvolle Kurs mit seinen mittelschnellen bis schnellen Kurven liegt insbesondere dem Honda HSV-010, aber auch dem Nissan GT-R. Nachdem der Weider Honda HSV-010 wie auch im letzten Jahr siegreich aus Malaysia zurückkehrt, liegt es nun an Nissan, sich im vierten Lauf den ersten Sieg des Jahres zu sichern. Andernfalls könnte bereits zur Halbzeit die Titelverteidigung für die Marke, aber auch für das Duo Yanagida / Quintarelli in weitere Ferne rücken, die bereits im letzten Jahr in Sugo ihren S Road Mola GT-R (Startplatz 6 am Sonntag) in die Mitte des Podiums stellten und damit einen wichtigen Schritt gen Meisterschaft tätigten. Bis 2008 war Nissan bislang in Sugo sieglos, konnte aber mit dem Update des GT-R in den letzten Jahren sich zwei Siege sowie drei Pole Positions sichern. Am stärksten in diesem Jahr einzuschätzen sind insbesondere Satoshi Motoyama und Michael Krumm im Motul Autech GT-R (Startplatz 2 am Sonntag), die in den letzten drei Rennen positiv auf sich aufmerksam machten, aber durch kleinere Probleme wie entweder zu stark abbauenden Reifen oder das nicht auf Temperatur bringen jener Pneus sich quasi selbst ausbremsten. Für alle drei Nissans herrscht damit sicherlich eine Art von Siegpflicht, während der D’Stadion Advan GT-R nach zwei schwachen Rennen in Okayama und Fuji sowie einem Reifenschaden in Sepang noch null Zähler auf dem Konto hat. Zusammen mit dem Epson HSV-010 von Nakajima Racing sind beide Fahrzeuge die einzigen, die noch ohne Gewichts-Handicap in der GT500 an den Start gehen.

Mit 70kg Zusatzballast ist der Raybrig HSV-010 das derzeit am schwersten beladende Fahrzeug. In wie fern das Duo Takuya Izawa und Naoki Yamamoto um den Sieg in Sugo mitreden können, bleibt fraglich, letztlich sollten die 70kg in den Kurven etwas hinderlich sein. Am Sonntag gehen sie von Position 10 ins Rennen. Prognosen in der Super GT sind allerdings immer ein relativ schwieriges Thema, nichts desto trotz sollte bei den Honda-Fahrzeugen insbesondere auf den Weider HSV-010 (Startplatz 11) aber auch den Keihin HSV-010 (Startplatz 8) ein Augenmerk gelegt werden. Der Keihin ist mit 40kg Ballast 12kg leichter als die Fahrerpaarung Kogure / van Dam, was einen kleinen Vorteil bedeuten sollte. Generell fällt nach der Qualifikation auf, dass die Fahrzeuge mit weniger Zusatzballast einen leichten Vorteil, insbesondere auf eine Runde, besitzen. In wie fern sich das auf das 300km lange Rennen auswirkt, wird sich zeigen.

Seit 2006 ist Lexus sieglos in Sugo. Normalerweise sollte es Toyotas Edelmarke, dessen SC430 in den Kurven langsamer als etwa der HSV-010 ist, auch in diesem Jahr schwer haben. Tatsächlich scheinen die Updates zu Beginn des Jahres dem zweitältesten Wagen nach dem GT-R im GT500-Feld aber sehr geholfen haben. In Okayama sicherten sich Yuji Tachikawa und Kohei Hirate im Zent Cerumo SC430 (Startplatz 7 am Sonntag) in einem packenden Duell den Sieg, auf einer Strecke, die wie auch Sugo dem SC430 normalerweise nicht liegt. Einen Monat später in Fuji gewann schließlich der Denso Kobelco SC430 (Startplatz 9 am Sonntag) mit Juichi Wakisaka und Hiroaki Ishiura, womit Lexus mit bislang zwei Siegen die derzeit siegreichste Marke in diesem Jahr ist. Auf beide Fahrzeuge sollte auch in Sugo geachtet werden, zumal Lexus auch in Malaysia nicht nur die Plätze 2-4 hinter dem siegreichen Weider Honda HSV-010 belegte, sondern durchaus Chancen auf den Sieg hatte. Die Chancen für das Rennen stehen zudem nicht schlecht, denn der bisherige Dominator des Wochenendes stammt aus dem eigenem Werk. In Sepang noch 3. gewesen, werden Daisuke Ito und Kazuya Oshima am Sonntag im Eneos Sustina SC430 (24kg Gewichts-Handicap) von der Pole Position ins Rennen gehen. Auffallend sind die vielen, kleineren Updates, insbesondere die neuen, flacheren und aerodynamischen Außenspiegel, die sowohl Lexus als auch Nissan wie bereits in Fuji auch dieses Mal verwendet. Zudem wurden einige Veränderungen an den Motorhauben wie am hinteren Teil der Fahrzeuge vorgenommen. Zu viele, kleinere Detailänderungen, die teilweise auch nur in Vergleichbildern zu erkennen sind, aber allesamt letztes Wochenende an zwei verregneten Testtagen in Suzuka getestet wurden.

Die große News in der GT300 ist der erstmalige Renneinsatz des neuen Honda CR-Z, einem Hybrid-Wagen, der damit in direkter Konkurrenz mit dem Toyota Prius steht. Der Serienbeitritt zu Rennen 4 in Sugo war von Honda zu Beginn des Jahres verkündet worden. Als verantwortliches Team zeichnet sich das bekannte und in der Vergangenheit erfolgreiche Team Mugen aus, die neben Hideki Mutoh, der bis zum letzten Jahr noch für ARTA in der GT500 fuhr, auch Kazuki Nakajimas jüngeren Bruder Daisuke Nakajima verpflichteten, der für Nakajima Racing in der Formula Nippon unterwegs ist und an diesem Wochenende sein Super-GT-Debüt feiert. Als einen sogenannten Mittelmotor hat Mugen den HR28TT (2.8L V6 Twin turbo) verbaut, dessen Entwicklung auf dem J35Z, Hondas LMP2-Motor, basiert. Der Hybrid-Antrieb generiert 35kW (50kW maximal) und wurde mit dem Hintergedanken zu einem möglichen, zukünftigen Einsatz in der GT500 in Zusammenarbeit von Honda und Zytek entwickelt. Als Reifenzulieferer wählte Mugen Bridgestone aus. Anders als etwa die Pneus des ARTA Garaiya (GT300) ähneln die Reifen von der Größe her jenen in der GT500. Des Weiteren scheint die aerodynamische Verarbeitung des Hecks sehr vom HSV-010 inspiriert worden zu sein. Interessanterweise ist das Hybrid-System des CR-Z knapp um die Hälfte leichter als das des Prius. So wiegt das System des CR-Z 57kg, während Toyotas Pendant 105kg auf die Waage bringt. Der Air Restrictor ist der nach der BoP-Einstufung der GTA beim Prius hingegen ein wenig größer.

Für Honda heißt beim ersten Einsatz sowieso nicht, die Muskeln spielen zu lassen, sondern das Rennen unbeschadet zu beenden. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Hideki Mutoh aber bereits in der Qualifikation, als er in der Super Lap (Einzelzeitfahren der Top 10 aus der regulären Qualifikation) den CR-Z auf Position 9 stellte; der Prius qualifizierte sich auf Position 3. Die Pole Position in der GT300 sicherte sich der Hankook Porsche, was nicht sonderlich überraschend ist, da der Wagen bereits im Vorfeld eine Favoritenrolle zugesprochen wurde. Neben ihm in Startreihe eins gesellt sich zum ersten Mal der bislang punktlose (und damit ohne Gewichts-Handicap ausgestattete) MonePa Lamborghini GT3. Erfreulich ist außerdem der fünfte Startplatz des GreenTec & Leon SLS. Die Favoriten auf den Rennsieg neben dem Hankook Porsche sind aber weiterhin die alten Bekannten wie etwa der Endless Taisan 911 (Startplatz 4 und mit ganzen 66kg Zusatzballast auch gleichzeitig der schwerste GT300 im Feld) oder aber auch der triple A Vantage GT3 (Startplatz 8). Der neue GT3-Aston-Martin hatte bereits in Fuji und Malaysia eine gute Figur gemacht. Trotz der eher schlechten Qualifikation auf P14 sowie P15, sollte man den Gainer R8 sowie den Hatsunemiku BMW Z4, der in der Sommerpause das 2012er Update von BMW spendiert bekam, nicht abschneiden. Nobuteru Taniguchi und Tatsuya Kataoka haben in Malaysia, bedingt durch eine sehr gewagte Strategie, den mit 62kg vollgeladenen Z4 bis auf Position 2 geprügelt, als ihnen in der letzten Runde unglücklich das Benzin ausging. Gepokert und doch verloren, aber dafür für Stirnfalten bei der Konkurrenz gesorgt. Ein Auge sollte man auch auf den Evangelion Shiden werfen, der in der Vergangenheit in Sugo immer eine relativ gute Figur machte und am Sonntag von Position 10 ins Rennen gehen wird.

Nicht am Rennen teilnehmen werden der Racerbook Audi R8 LMS (Michael Kim / Hideto Yasuoka) sowie der R’Qs Vemac 350R (Hisashi Wada / Masaki Jyonai). Aufgrund der etwas kleineren Boxenanlage in Sugo, konnten sich erstmals in dieser Saison lediglich 38 der 40 gemeldeten Fahrzeuge fürs Rennen qualifizieren (die Top 12 des vorangegangenen Jahres sind automatisch qualifiziert). Für Kim und Yausoka ist es besonders bitter, da diese aufgrund des Auslösens einer roten Flagge ihre Zeit gestrichen bekamen, während der Vermac aufgrund technischer Probleme erst gar nicht in die Qualifikation eingriff. Aus gleichem Grund wie der Racerbook Audi R8 wurden auch dem Iwasaki Moda Kuroco apr R8 alle Zeiten gestrichen. Weil der Wagen wie auch der Verity Bomex Lambo RG3 (ebenfalls aufgrund eines technischen Problems in der Garage geblieben) aber automatisch qualifiziert war, hieß es für beide Teams noch mal Glück im Unglück. Kuriosum am Rande: Aufgrund eines kleinen Asphalt-Aufbruches musste die Qualifikation für ein paar Minuten unterbrochen werden.

TV-Zeiten

Wie diesen Zeilen zu entnehmen ist, fand die Qualifikation bereits heute früh statt. Das komplette Ergebnis ist auf der aoffiziellen Webseite einsehbar. Das Rennen wird wie immer ausschließlich auf J Sports 4 ab 6:30 Uhr deutscher Zeit übertragen, weshalb man sich erneut der unbeliebten Graualternative bedienen muss. Der Rennstart ist für 7 Uhr deutscher Zeit vorgesehen; unseren exklusiven Live-Ticker starten wir gegen 6:40 auf @RacingblogLive sowie in einem separaten Eintrag hier auf der Webseite.

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