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February 07 2014

07:33

GT Sport: 12 Stunden Rennen Bathurst 2014

Am Wochenende findet das alljährliche 12-Stunden-Rennen in Bathurst statt. Die Starterliste kann sich sehen lassen.

Equity-One Motorsport, Audi R8 LMSDie 12 Stunden von Bathurst gibt es schon ein wenig länger. In den 90ern fanden die ersten Rennen statt, doch Ende der 90er wurde das Rennen wieder eingestellt. 2007 entschloss man sich zu einer Neuauflage, aber erst seit 2011 sind auch aktuelle GT3 zugelassen. Und mit den GT3 kamen dann auch die Deutschen. Seitdem die GT3 fahren, haben ausschließlich Fahrer aus Deutschland das Rennen gewonnen, den Australiern blieben maximal Klassensiege. Das wird sich vermutlich dieses Jahr nicht ändern, denn in der GT3 sieht es nach einer Auseinandersetzung zwischen Mercedes und Audi aus.

Um den Sieg kämpfen die Fahrzeuge der Class A, allesamt aktuelle GT3-Fahrzeuge. In der Class B GT3 dürfen nur Fahrzeuge der GT3-Kategorie aus den Jahren 2011 und 2010 starten. Die sind also etwas langsamer als der Rest. In der Class B starten vor allem Porsche-Cup-Fahrzeuge.

Bei Audi hat man dieses Jahr offenbar beschlossen, dem Kundensport noch mehr Vorrang zu geben. In Daytona lieferte man mit dem Flying Lizard Team einen halben Werkseinsatz ab und schrammte nur knapp an einem Sieg vorbei. In Bathurst hat man 2011 und 2012 gewonnen, letztes Jahr musste man sich allerdings dem Erebus Motorsport SLS mit Schneider, Roloff und Jäger beugen. In diesem Jahr hat Audi nachgelegt.

Gleich vier Audi R8 LMS treten gegen drei SLS, vier F458, einen Nissan GT-R und einen Gallardo an. Allerdings hat man dieses Jahr die Toppiloten etwas anders auf die Fahrzeuge verteilt. Phoenix hat nominell eine der stärksten Besetzungen im Audi-Lager, da man mit Rahel Frey, René Rast und Laurens Vanthoor antritt. Der zweifache Bathurst-Sieger Christopher Mies sitzt im Wagen des “Marc Cini”-Teams, in dem Teambesitzer Cini neben Mark Eddy ins Lenkrad greifen wird. Die beiden waren im letzten Jahr immerhin Fünfter in Bathurst, mit dem Deutschen könnte es noch etwas weiter nach vorne gehen.

Im R8, der von United Autosports eingesetzt wird, sitzen Mark Petterson, Eric Lux und Markus Winkelhock. Petterson ist seit Jahren erfolgreich in der Grand-Am und etlichen GT-Serien unterwegs, Lux kennt man als Pilot bei Greaves Motorsport in der LMP2. Also ein durchaus schlagkräftiges Team. Im letzten R8 vom Rod Salmon Team sitzen Jason Bright, Warren Luff und Rod Salmon selber. Bright und Luff kennt man aus der V8 Supercars, Salmon ist zwar der “Herrenfahrer” in der Besetzung, war im letzten Jahr aber Dritter in der australischen GT-Meisterschaft.

Antreten werden die Audi vor allem gegen den SLS von Erebus, der mal wieder sehr gut besetzt ist. Vorjahressieger Bernd Schneider wird zusammen mit Maro Engel und Nico Bastian versuchen, erneut als Erster die Zielflagge zu sehen. Der zweite Erebus SLS wird von Will Davison, Jack LeBrocq und Greg Crick pilotiert. Davison kommt aus der V8 Supercars, LeBrocq hat ebenfalls schon Einsätze in dieser Serie hinter sich. Crick ist seit 20 Jahren in diversen GT-Serien in Australien unterwegs. Aber der dritte SLS sollte derjenige sein, der vermutlich nach dem Vorjahressiegern die größten Chancen hat. HTP Motorsport setzt Harold Primat, Thomas Jaeger und Maximilian Buhk ins Auto. Die dürften am Ende, so die Technik mitspielt, ganz weit vorne zu erwarten sein.

Aber man sollte die Armada der Ferrari 458 nicht unterschätzen. Da wäre zum Beispiel der Wagen von “Clearwater Racing”. Die Fahrernamen mögen nicht allen etwas sagen, aber das sind alles Vollprofis. Mok Weng Sun zum Beispiel ist der amtierende Meister der Asia GT, Craig Baird kennt der eine oder andere noch aus der V8 Supercarserie – und er ist der aktuelle Meister des australischen Porsche Supercup. Den Iren Matt Griffin kennt man aus diversen Einsätzen in Le Mans, Daytona, und so nebenbei hat er im letzten Jahr die ELMS GT Meisterschaft gewonnen. Man hat auch einen vierten Fahrer, Hiroshi Hamaguachi, den ich nicht einschätzen kann. Vermutlich wird der nur wenig zum Einsatz kommen.

Klarer Favorit bei den Ferrari sollte aber der Wagen von AF Corse sein, der mit Steve Wyatt, Michele Rugolo, Marco Cioci dementsprechend besetzt ist. Durchaus gut besetzt ist auch der F458 von Maranello Motorsport mit Peter Edwards, John Bowe, Craig Lowndes und Mika Salo.

Es dürfte also recht eng werden in Bathurst und heiß dazu. Die Temperaturen sollen tagsüber bis zu 34 Grad betragen, was die Piloten erneut vor eine große Belastungsprobe stellen wird. Los geht es um 20:15 Uhr deutscher Zeit.

Einen Livestream findet man hier. Radio Le Mans sorgt für den Kommentar.

Die gesamte Entrylist gibt es hier.

(Bild: Audi Motorsport)

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October 21 2013

06:25

DTM: Analyse Hockenheim II 2013 – Regenglück

Jede Menge Regen sorgte für ein interessantes Rennen, dass aber über die gesamte Zeit von BMW dominiert wurde. Nur ein Mercedes sorgte dafür, dass BMW das Podium nicht komplett belegen konnte.

Motorsports / DTM 10. race HockenheimSchon in der Qualifikation zeigte sich, dass der Sieg nur über einen BMW führen würde. Spengler, Werner, Priaulx und Glock machten Q4 in dieser Reihenfolge unter sich aus. Molina lag im besten Audi auf P5, der beste Mercedes war mit Robert Wickens gar erst auf P13 zu finden. Das sah also nach einer eindeutigen Sache für die Münchner aus, die ja immerhin noch die Möglichkeit hatten, den Markentitel zu verteidigen. Aber am Renntag schüttete es wie aus Eimern. Die Strecke stand teilweise unter Wasser, aber die Rennkommissare entschlossen sich dennoch für einen regulären Start.

Bruno Spengler konnte seine Pole nutzen und genoss die gischtfreie Sicht nach vorne. Dahinter wurde es dann erwartungsgemäß eng. Glock kam nur schleppend los und musste unter anderem Farfus passieren lassen, der von P10 kam. Auf der Anfahrt zu Kurve 2 wurde es dann eng und ausgerechnet zwei BMW gerieten aneinander. Glock hatte innen zu spät gebremst und schoss dabei dann Farfus ab, der wiederum fast Rockenfeller mit ins Verderben riss. Für Farfus war das Rennen dann mehr oder weniger gelaufen. Der Sieger des letzten Rennens konnte zwar weiterfahren, spielte im Rennen aber keine Rolle mehr. Auch für Rocky ging danach nicht mehr viel nach vorne, weil seine Spurstange einen Schlag bekommen hatte und der Wagen nur noch bedingt gut lief. Timo Glock hatte dagegen viel Glück. Zum einen blieb sein BMW unbeschädigt, zum anderen konnte er sich in dem Trubel wieder auf P4 schieben. Ein paar Runden später lag er dann hinter Spengler und Werner, den er im ersten Drittel des Rennens dann auch noch überholen konnte, auf P3.

Vorne tat sich nicht viel, dafür passierte im Mittelfeld umso mehr. Es gab jede Menge Positionsverschiebungen und Überholmanöver, die nicht immer ohne Materialaustausch vonstatten gingen. Die Rennleitung blieb aber, im Gegensatz zu früheren Jahren, entspannt und ließ die Fahrer gewähren. Nur wenn es zu arg wurde, wie in dem Fall, als Juncadella dem vor ihm liegenden Ekström abschoss, griff man ein.

Die heimlichen Hauptdarsteller des Rennens waren aber die Regenreifen. Offensichtlich hatten die Teams aufgrund der niedrigen Temperaturen unterschiedliche Ansichten, was den Reifendruck anging. Einige gingen mit einem etwas höheren Druck ins Rennen, was die Reifen zwar schnell auf Temperatur brachte, dafür aber die Stintlänge verkürzte. Andere, unter anderem auch das Team von Timo Glock, entschieden sich für etwas weniger Luft in den Reifen. So dauerte es ein paar Runden, bis Glock richtig in Schwung kam, dafür hielten seine Reifen dann erstaunlich lange.

Ein Verlierer des Luft-Pokers war Bruno Spengler, der wegen abbauender Reifen früher an die Box kommen musste. Gegen Ende seines Stints nahm ihm Glock richtig viel Zeit ab und reduzierte den Abstand von sechs auf zwei Sekunden. Spengler kam rein, fiel dadurch ins Mittelfeld zurück und verlor dort etwas Zeit. Gleichzeitig konnte Glock vorne weiter seine guten Rundenzeiten beibehalten und dementsprechend seinen Vorsprung ausbauen. Dabei war die Idee eines frühen Stopps gar nicht mal so schlecht, wenn man denn den richtigen Reifendruck finden konnte.

Ungemach drohte allerdings aus dem Mercedes-Lager. Die Stuttgarter waren im Regen teilweise etwas besser aufgestellt, auch wenn keiner der Toppiloten vorne eingreifen konnte. Dafür lieferte etwas überraschend Roberto Mehri ein sensationelles Rennen ab. Vom letzten Platz gestartet erwischte man ihn auch noch bei einem Frühstart. Weil aber in den ersten Runden noch viel Wasser auf der Piste stand und die Rundenzeiten dementsprechend schlecht waren, verlor Mehri bei seiner Durchfahrtsstrafe nicht allzu viel Zeit. Er startete dann eine furiose Aufholjagd, wobei die Strategie seines Teams vorsah, dass Mehri einfach alles aus den Regenreifen rausholen sollte. Zwei etwas frühere Stopps, eine grandiose Fahrt und einige sehenswerte Überholmanöver später fand sich Mehri in Reichweite der Podiumsplätze.

Dass es am Ende nicht für den Sieg reichte, lag an den etwas früheren Stopps und daran, dass der zweite kurze Stint vor dem letzten Reifenwechsel nicht gut lief. Auch hier war der Reifendruck Schuld. Zwar kam Glock bei seinem letzten Stopp hinter Mehri auf die Strecke, dafür hatte er aber nagelneue Regenreifen. Nachdem diese nach zwei Runden auf Temperatur waren, ging Timo Glock relativ einfach an Roberto Mehri vorbei und fuhr einen Vorsprung raus, der bis ins Ziel reichen sollte.

Dass Glock am Ende gewinnen konnte, war etwas überraschend, aber in den letzten Rennen konnte man den Aufwärtstrend des Deutschen schon beobachten. Interessant war seine Aussage nach dem Rennen, dass er mit seinem Ingenieur endlich mal was ausprobieren konnte. Da klingt durch, was in der DTM wegen der fehlenden Trainingszeit Normalität ist. Die Teams haben ein Grundsetup, an dem der Fahrer meist nicht mehr allzu viel verändern kann. Offenbar hat BMW für die letzten Rennen MTEK freie Hand gegeben, Glock bestätigte, dass er seit drei Rennen mit dem Wagen besser klarkommt.

Der Sieg von Glock bedeutete auch, dass BMW den Markentitel verteidigen konnte. Und das recht deutlich mit 369 zu 347 Punkten vor Audi. In der Teammeisterschaft konnte sich Phoenix durchsetzen, weil Miguel Molina sein bestes Resultat des Jahres holte und RBM mit Farfus und Hand keinen einzigen Punkt holen konnten.

Alle Meisterschaftsstände gibt es hier.

Das war es dann mit der DTM für 2013, die eine gute Saison abgeliefert hat. Sieht man mal von der Farce vom Norisring ab und vergisst man die teilweise unterirdischen Vorberichte der ARD, hat die DTM in diesem Jahr durchaus etwas an Profil gewonnen. Für Audi hat sich der Umstieg auf den RS5 gelohnt, BMW zeigte erneut eine starke Leistung. Mercedes wird froh sein, dass die Saison vorbei ist. In der Markenwertung fehlen Mercedes knapp 100 Punkte auf BMW, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass man nur mit sechs Wagen unterwegs war.

Wie üblich macht die DTM nun eine lange Pause. Erst am 04. Mai 2014 wird es mit dem ersten Rennen in Hockenheim weitergehen.

DTM_Finale_2013 00003 DTM_Finale_2013 00002 DTM_Finale_2013 00001
DTM-Start 22 Timo Glock (D), BMW Team MTEK, BMW M3 DTM 4 Roberto Merhi (E), HWA, DTM Mercedes AMG C-Coupé 3 Gary Paffett (GB), HWA, DTM Mercedes AMG C-Coupé

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October 16 2013

06:47

DTM: Vorschau Hockenheim II 2013 – Der Krönungslauf

Auch wenn mit Mike Rockenfeller der Meister schon feststeht, es gibt noch ein paar Wertungen, die für die Hersteller und Teams sehr wichtig sind.

P90133391_highResTraditionell findet das letzte Rennen der DTM-Saison in Hockenheim statt. Nachdem sich die ITR auch von allen Experimenten in Sachen “kurzer Strecke” verabschiedet hat, kann man sich wieder auf die gesamte Strecke von Hockenheim freuen. Mike Rockenfeller wird versuchen, seine Meisterschaft mit einem Sieg zu krönen, aber leicht wird das nicht. Immerhin erlebte er beim Auftaktrennen im Mai in Hockenheim sein schlechtestes Saisonergebnis. Dazu kommt, dass es in der Meisterschaft noch Begehrlichkeiten anderer Teams gibt. Auch wenn der Fahrertitel weg ist, für die Hersteller und zwei Teams geht es noch um alles.

Ein Blick auf die Punktestände offenbart Folgendes:

Teamwertung
Team Phoenix (Audi) 151 Punkte
Team RBM (BMW) 148 Punkte
Team AMG (Mercedes) 141 Punkte

Schaut man sich die Punkteverteilung genau an, sieht man, dass bei Phoenix 142 der 151 Punkte von Mike Rockenfeller kommen. Teamkollege Miguel Molina hat eine extrem schwache Saison, wird aber im Finale auf jeden Fall gebracht. Bei RBM fahren Hand und Farfus, auch hier hat Farfus mit 116 Punkten den Löwenanteil besorgt. Hand hatte einzelne gute Ergebnisse und sich in dieser Saison auch deutlich verbessert, aber seine Form ist weiter eher schwankend. Wirklich gute Chancen hat AMG, die ja mit Vietoris und Wickens unterwegs sind. Beide Fahrer teilen sich die Punkteausbeute brüderlich, und auch wenn die Saison für Mercedes dieses Jahr eher zum Vergessen war, bei der Teammeisterschaft haben sie in Hockenheim sehr gute Chance, wenn Vietoris und Wickens in die Top 5 kommen.

Auch bei den Herstellern ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Audi 325 Punkte
BMW 317 Punkte
Mercedes 239 Punkte

Mercedes ist raus aus der Entscheidung, aber BMW hat gute Chancen, wenigstens einen Titel aus dem letzten Jahr zu verteidigen. Dieser Titel ist für die Hersteller durchaus wichtig, denn damit kann man sehr gut Werbung machen, selbst wenn man den Fahrertitel nicht gewonnen hat. Wie in der Formel Eins gilt intern der Herstellertitel mindestens genauso viel, wenn nicht mehr.

In den letzten Rennen schien BMW auch deutlich zugelegt zu haben, denn Farfus war immer vorne zu sehen. Dazu kommt, dass er das Auftaktrennen gewonnen hat, die Strecke liegt ihm also. Nicht vergessen sollte man auch, dass Dirk Werner im BMW im Mai den zweiten Platz belegen konnte. Es spricht also durchaus einiges für die Münchner, die in diesem Rennen auch den M3 verabschieden. Nächstes Jahr nimmt man das M4 Coupé als Silhouette.

Für Audi hat sich der Umstieg vom A4 auf den A5 auf jeden Fall gelohnt, wie man nach dem zweiten Titel innerhalb von drei Jahren sieht, nachdem man im letzten Jahr mit dem A4 etwas unterging. Mercedes wird sich das genau angeschaut haben, aber für die Marke ist es nicht so leicht, eine andere Silhouette zu bringen. Die E-Klasse ist zu groß, die neue C-Klasse kommt erst im Laufe des Jahres 2014. Man wird also vermutlich noch ein weiteres Jahr mit der “alten” C-Klasse unterwegs sein.

Überhaupt war Mercedes in diesem Jahr sehr schwach. Zwei Siege (Paffett, Red Bull Ring, und Wickens, Nürburgring) sind einfach zu wenig für den Anspruch der Marke. Die Idee, zwei Wagen weniger einzusetzen, damit man sich mehr auf die sechs Teams konzentrieren kann, ist nicht aufgegangen. Dabei hat man mit Paffett, Wickens und Vietoris drei sehr gute Fahrer unter Vertrag, denen man durchaus mehr zutrauen kann.

Hockenheim wird also noch einige spannende Momente bieten und das Wetter könnte auch eine Rolle spielen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es nicht klar, ob es regnen wird, das könnte dem Rennen die zusätzliche Würze geben. Wie immer überträgt die ARD das Rennen.

Ein Blick auf 2014. Der Kalender für das nächste Jahr wird einige Änderungen bringen. Zandvoort wird rausfallen, vermutlich auch Brands Hatch. Obwohl die Rennen gut besucht waren. Aber die DTM hätte gerne, dass man den Traditionskurs umbaut, damit mehr Überholmanöver stattfinden können, was Dr. Palmer, der Streckenbesitzer, bisher kategorisch ablehnt. Sicher ist, dass die DTM wieder in China startet, hinzu sollen der Hungaroring und Barcelona kommen.

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September 29 2013

17:12

DTM: Analyse Zandvoort 2013 – Rocky rockt

Viel Spannung und viel Taktik bestimmten das vermutlich letzte Rennen der DTM in Zandvoort. Und am Ende sah man einen Sieger, der doch verloren hat.

Motorsports / DTM: german touring cars championship 2013, 9. race at ZandvoortAlles richtig gemacht, und doch verloren. Augusto Farfus und BMW waren in den holländischen Dünen nicht zu schlagen. Doch der Sieg half dem Brasilianer am Ende nicht, denn Mike Rockenfeller war ebenfalls gut unterwegs und konnte mit einem zweiten Platz seinen ersten DTM-Titel sichern. Dabei hatte das Rennen für Rocky auf den ersten Blick gar nicht mal so gut angefangen. Von P3 aus gestartet sah es für einen Moment so aus, als habe Rockenfeller einen Frühstart hingelegt. Er schoss als erster los, schien sogar für einen Moment noch mal auf die Bremse zu gehen um nicht los zu fahren bevor die Lichter ausgingen. Aber die Kameras lösten das Rätsel dann doch auf. Rockenfeller war einfach sensationell gut gestartet und praktisch perfekt losgefahren. Ob das allerdings so geplant war?

Die DTM-Piloten halten das Auto am Start unter Vorspannung. Das heißt, sie legen den ersten Gang ein, drehen den Motor auf ca. 6000 U/min hoch, lassen die Kupplung am Druckpunkt schleifen und stehen auf der Bremse. Es kann passieren, dass die Kupplung in dem Moment auch mal schneller nachgibt, als man das gewohnt ist. Das würde das kurze Zucken von Rockenfeller am Start erklären. Vielleicht war es aber auch einfach ein perfekter Start. Die Rennkommissare sahen jedenfalls kein Vergehen.

Vorne stürmte Farfus weg, Marco Wittmann, der die Pole geholt hatte, versuchte Rockefeller abzublocken. Doch der war auf den weichen Reifen unterwegs und ließ den Nachwuchspiloten schnell hinter sich. Danach holte der Audi-Mann Runde um Runde auf Farfus auf und hing ihm am Ende des ersten Stints im Getriebe. Vorbei kam Rocky aber nicht, er machte es sich hinter Farfus gemütlich und setzte den Brasilianer unter Druck. Mehr musste er auch nicht machen, der zweite Platz reichte für die Meisterschaft. BMW entschied sich, etwas überraschend, Farfus an die Box zu holen. Überraschend deswegen, weil Farfus ja vor Rockenfeller lag und ihn ein wenig aufhielt. Das gab Wittmann die Möglichkeit wieder etwas aufzuholen, was wiederum Rockenfeller unter Druck setzen konnte. Zudem war BMW klar, dass man gebrauchte harte Reifen aufziehen musste, da man den letzten neuen Satz für den letzten Wechsel aufsparen wollte. Farfus kam eine Runde vor Rocky an die Box, der wiederum versuchte eine schnelle Runde hinzulegen. Das reichte aber nicht, um Farfus unter Druck zu setzen.

Die Phoenix-Mannschaft hatte Farfus auch nicht im Blick, sondern Wittmann, der Rockenfeller den zweiten Platz hätte streitig machen können. Die dadurch etwas defensivere Strategie führte dazu, dass man Farfus ziehen ließ. Was auch daran lag, dass Rockenfeller im zweiten Stint nicht so gut mit seinen Reifen klar kam. BMW nutzte die Gelegenheit, und holte Wittmann wieder etwas näher ran, aber trotz der Reifenprobleme von Rockenfeller konnte Wittmann nicht profitieren. Im Gegenteil – er verlor Zeit und hatte plötzlich Timo Scheider im Kreuz.

Es hing also alles vom letzten Boxenstopp ab. Farfus war durch, sein Abstand war eh zu groß. Aber zwischen Rockenfeller, Wittmann und Scheider wurde es beim letzten Stopp sehr eng. Rockenfeller kam zuerst, dann Wittman, der aber hinter Rocky auf die Strecke kam. Als letzter kam Scheider an die Box und konnte etwas überraschend vor den beiden Kampfhähnen um P2 auf die Strecke kommen. Was dann dazu führte, dass sein Team ihm innerhalb einer Runde mehrfach mitteilte, dass da hinter ihm ein “schnellerer Audi” auf der Strecke sei. Die Nervosität war offenbar sehr groß bei Audi, sonst hätte man sich knapp 17 Runden vor Schluss sich mit dem “Überholmanöver” auch etwas Zeit lassen können. Denn Wittmann konnte Rockenfeller nicht unter Druck setzen. Scheider fügte sich dann, ließ Rocky vor und schirmte ihn nach hinten ab. Allerdings galt auch hier, dass Wittmann nicht die Mittel hatte, um beide Audi unter Druck zu setzen.

Eng wurde es dann noch einmal wenige Runden vor Schluss, als Jamie Green in einem merkwürdigen Manöver Dirk Werner abschoss. Der Audi stellte sich beim Anbremsen quer, was an den Bodenwellen in der Anbremszone gelegen haben könnte. Werner steckte im Kies fest und ein übereifriger Streckenposten löste von Außen auch noch den Feuerlöscher aus. Was die Bergung des Fahrzeugs verzögerte und man gleichzeitig den hustenden Werner auch noch abtransportieren wollte. In der letzten Runde ging es dann noch mal mit Renntempo los, vorne änderte sich nichts mehr. Nur Ekström schnitt auf weichen Reifen durchs Feld, kassierte zwei Audi-Kollegen und in der vorletzten Kurve auch noch Marco Wittmann. Aber da waren Rennen und Meisterschaft sowieso erledigt.

NAch dem Rennen kartete BMW Motorsportchef Jens Marquardt etwas unschön nach, als er meinte, dass man den Start und die Situation zwischen Green und Werner noch untersuchen würde. Mag ja sein, dass man noch berechtigte Bedenken wegen es Starts hatte, aber eine, wenn auch aus BMW-Sicht, vorläufige Gratulation wäre sicher auch eine faire Geste gewesen.

Mike Rockenfeller ist ein verdienter DTM-Meister, er hat sich den Titel redlich verdient. Nicht nur, weil er in jedem Rennen Punkte holen konnte, er war auch der einzige, der sich permanent vorne halten konnten. Während seine Konkurrenten mit technischen Problemen zu kämpfen hatten, oder mit unregelmäßigen Rennergebnissen haderten, blieben das Phoenix-Team und Rockenfeller besonnen, ruhig und vor allem an der Spitze. Selbst wenn es mal in der Quali nicht so gut lief, wie am Nürburgring, gelang dem Team über die Strategie und die sehr gute Rennperformance von Rockenfeller ein vordere Platzierung oder sogar einen Sieg.

Für Rockenfeller ist die Meisterschaft etwas ganz Besonderes. Nach seinem Horror-Crash 2011 in Le Mans, als er mit über 300 km/h in die Leitplanken einschlug und monatelang mit den Folgen zu kämpfen hatte, erholte er sich 2012 wieder und legte 2013 eine fanstastiche Saison hin. Egal ob Spengler, Farfus, Vietoris oder Paffett – er konnte sie mit seiner Konstanz in Schach halten und am Ende auch vor dem letzten Rennen schon die Meisterschaft für sich entscheiden.

Das letzte Rennen in Hockenheim ist allerdings kein Showlauf. In Sachen Team- und Herstellerwertung ist die Sache noch sehr offen. In der Teamwertung sieht es so aus:

Audi Sport Team Phoenix – 151 Punkte
BMW-Team-RBM – 148 Punkte
STIHL / AMG Mercedes – 141 Punkte

Hersteller
Audi – 325 Punkte
BMW – 317 Punkte
Mercedes 239 Punkte

Start 22 Timo Glock (D), BMW Team MTEK, BMW M3 DTM dtm_2013-09-29-023 dtm_2013-09-29-024 dtm_2013-09-29-027 dtm_2013-09-29-029 dtm_2013-09-29-030 dtm_2013-09-29-031 dtm_2013-09-29-032 19 Mike Rockenfeller (D), Audi Sport Team Phoenix, Audi RS 5 DTM

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May 21 2013

05:14

24H Rennen: Kurzanalyse Nürburgring 2013

Ein wirkliches 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war es dieses Jahr ja nicht, aber es gab viel Abwechslung an der Spitze. Der Regen spielte beim Ausgang eine entscheidende Rolle.

Aston Martin Nuerburgring 2013Zunächst sei kurz vermerkt, dass dies nur eine Kurzanalyse der Spitzengruppe ist. Eine genauere Betrachtung des Rennens folgt in den nächsten Tagen, wenn Flo und Gok vom Ring zurück sind und Zeit haben, ihre Geschichte zu schreiben. Daher bitte ich um Nachsicht, wenn ich nicht in die Klassen einsteige.
Bei bestem Wetter startete am Sonntag pünktlich um 17.00 Uhr das diesjährige 24H-Rennen am Nürburgring. Die Top40 Quali hatte schon ein paar Überraschungen parat gehalten. Dass die Audis schnell sein würden, hatte man erwartet, dass aber der Aston Martin mit der #007 um ein Haar die Pole erobert hätte, war dann schon eine kleine Überraschung. Ebenso erstaunlich war die eher schwache Performance der beiden Manthey Porsche, die mit Werksfahrern erstklassig besetzt waren. Doch beide Ergebnisse hatten mit dem Wetter zu tun.

Schon beim Start war klar, dass es irgendwann im Laufe der Nacht regnen würde. Einige Vorhersagen sprachen sogar von einem Unwetter mit Hagel und Gewitter, das jedoch ausblieb. Aston Martin Pilot Pedro Lamy zeigte sich beim Start schon recht skeptisch. Man sei im Trockenen schnell, im Nassen jedoch nicht. Man habe keine Abstimmung gefunden, die für Regen wirklich geeignet sei. Auch die Audi-Mannschaft schaute eher sorgenvoll zum Himmel. Der R18 mit seinem Mittelmotor ist im Regen eher schwierig zu fahren, wie alle Piloten einmütig durchblicken ließen. Entspannte Gesichter sah man bei Porsche, denn die eher mauen Rundenzeiten basierten auf einer Mischabstimmung, die der alte Nordschleifen-Fuchs Olaf Manthey ausgetüftelt hatte.

In den ersten, trockenen Stunden, nahm das Rennen den Verlauf aus der Top40 Qualifikation. Frank Stippler fuhr im Stuck-Audi sensationelle Zeiten, konnte sich aber nicht vom Aston Martin absetzen. Auch die #3, der Audi R8 mit Biela, Joens, Ludwig, Rusinov von Phoenix, klemmte sich an die Spitzengruppe. Der Aston übernahm dann die Führung und fuhr sich einen kleinen Vorsprung heraus. Doch schon nach einer knappen Stunde konnte man sehen, dass der Vorsprung auch bitter nötig war. Die R8 konnten mindestens eine Runde länger draußen bleiben, was sich im Verlauf des Rennens summiert hätte, denn ein Stopp kostet am Ring locker zwei Minuten.

Die beiden Werks-Porsche hatten zunächst das Nachsehen und verloren schon in den ersten Stunden massig viel Zeit. Weder hatten sie die Rundenzeiten, noch konnten sie über die Stintlänge etwas ausrichten. Wer geglaubt hatte, dass Manthey mal wieder hübsch geblufft hatte, sah sich zunächst enttäuscht.

Richtig miserabel lief es dagegen für die beiden Schubert BMW Z4. Gleich in den ersten Runden kam es zu einem unglücklichen Zwischenfall, als Uwe Alzen seiner Teamkollegin Claudia Hürtgen in einer Intervention-Zone, die hinter einer Kuppe lag, ins Heck krachte. Beide schafften es an die Box, doch die #19 konnte nicht mehr repariert werden. Pech vor allem für Augusto Farfus, der auf dem Wagen gemeldet war, und extra aus Brands Hatch an den Ring geflogen war. Der zweite Schubert BMW stand auch lange, und ging mit knapp zwei Runden Rückstand wieder auf die Strecke.

Das Bild an der Spitze änderte sich in den ersten Stunden kaum. Die Audi hetzten den Aston, die SLS hielten sich zurück, gleichzeitig den Abstand unter Kontrolle, während die Manthey Wagen weiter zurückfielen und gar mit einer Überrundung rechnen mussten.

Die Rettung kam dann so gegen 21.00 Uhr, als die ersten Regentropfen fielen. Die Situation war, wie meist am Ring, undurchsichtig. Zunächst war es auf der Döttinger Höhe und bei Start/Ziel nass, der Rest der Strecke blieb trocken. Das führte zu kniffligen Entscheidungen in Sachen Slicks vs. Regenreifen. Der Aston Martin erwischte es dann perfekt. Gerade, als es richtig anfing zu schütten, kam er an die Box und nahm sich Regenreifen. Fast gleichzeitig fuhren die Manthey Porsche auf Slicks weiter, ebenso einige R18. Nachdem sich das Wechselchaos gelichtet hatte, sah man den Aston immer noch vor den Audi und den ersten SLS.

Nachdem die Porsche dann endlich an der Box waren, ging es allerdings zur Sache. Die Mischabstimmung machte sich nun bezahlt und beide Wagen schnitten im Gleichschritt durchs Feld. Innerhalb einer knappen Stunde reduzierten sie ihren Rückstand von knapp 7 Minuten auf unter 10 Sekunden auf den Aston. Die Audi vielen hingegen zurück und mussten beide Rowe und den Black Falcon SLS mit Schneider, Bleekemolen, Edwards, Thiim passieren lassen. Noch noch weiter hinten nahten die beiden Marc VDS BMW Z4, die man bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht richtig auf dem Schirm hatte. Die lagen ebenfalls gut eine Runde zurück, hatten aber wohl auch auf eine Regenabstimmung gesetzt.

Die Strategie von Olaf Manthey wäre auch beinahe aufgegangen, wenn der Regen nicht so stark geworden wäre. Die Fahrer berichteten von massivem Aquaplaning auf der Döttinger Höhe, dazu kam Nebel im Bereich Pflanzgarten. Das führte dann um 22.42 Uhr zu einer roten Flagge und der Unterbrechung des Rennens. Die Rennleitung hatte zu dem ein Einsehen mit vielen kleinen Teams, die ihren Wagen im Regen an etlichen Leitplanken onduliert hatten, und hob die Parc Fermé Bestimmungen auf. Man konnte also an den Autos arbeiten, was aber den Vorteil von Manthey zunichte machte. Aus dem SLS-Lager hörte man dann gegen Ende des Rennens, dass die veränderte Abstimmung einiges gebracht habe.

Die Unterbrechung dauerte dann sehr lange. Der Regen fiel kräftig und der Rennleiter wollte die Piloten zu Recht nicht gefährden. Selbst nach Sonnenaufgang stand die Strecke noch mächtig unter Wasser, so dass der Restart erst am Montagmorgen um 08.20 Uhr erfolgte. Immerhin blieben so noch etwas mehr als acht Stunden Rennzeit.

Der Restart erfolgte immer noch unter schlechten Bedingungen und sah zunächst die Audi vorne. Der Aston fiel mit schlechten Rundenzeiten schnell zurück, aber auch die R8 konnten die Spitze nicht für sich beanspruchen. Beide Rowe SLS und der Black Falcon mit Bernd Schneider schoben sich nachdrücklich an die Spitze. Vor allem der Mercedes von Black Falcon setzte sich im Verlauf des Vormittags mit guten Rundenzeiten von beiden Markenkollegen ab.

Die beiden Manthey Porsche konnten ihre Dominanz vom Vorabend nicht mehr zeigen. Das lag sicher daran, dass die Konkurrenz in Sachen Abstimmung über Nacht nachgezogen hatte, aber auch an der BoP, die die Porsche offenbar weiter einbremst. Es ist bezeichnend, dass der beste Porsche auf P7 ins Ziel kam und aus der SP7 stammte (Manthey). Im Rennen wurden die Porsche teilweise von kleineren Problemen geplagt. So brachen beim “Frikadelli Porsche” zwei Stoßdämpfer, der “Dicke” von Manthey hatte ebenfalls kleinere Probleme.

Besser lief es am Vormittag für die verbliebenen BMW. Der Schubert-BMW mit Adorf, Hürtgen, Klingmann, Tomczyk holte eine Runde Rückstand auf und brannte sehr gute Rundenzeiten in den Asphalt. Noch besser lief es für den Marc VDS Z4 mit Martin, Piccini, Buurman, Göransson. Vor allem Maxime Martine zauberte Zeiten, die der Konkurrenz den Atem raubten. Sowohl am späten Abend als auch am Vormittag und Nachmittag war man teilweise 40 Sekunden schneller, als der Rest. Das wurde am Nachmittag zwar weniger, aber rund 15 Sekunden pro Runde reichten dem Team um beide Rowe SLS abzufangen. Wäre das Rennen durch die Nacht gegangen, der Z4 wäre nur schwer zu schlagen gewesen. So sah BMW das Rennen mit einem lachenden und weinenden Auge, denn am Ende fehlten nur 2.39min auf den siegreichen SLS von Black Falcon.

Die Dominanz der SLS, die am späten Sonntagabend mit dem einsetzenden Regen begann, war schon sehr beeindruckend. Der SLS war auf der Geraden das schnellste Auto und schien auch in den technisch anspruchsvollen Passagen kaum Schwächen zu haben. Weder die Reifen noch der Verbrauch spielten eine Rolle. Bernd Schneider hat zusammen mit seinem Team nun auch zum ersten Mal das 24H-Rennen gewonnen.

Ergebnis gesamt (pdf)
Ergebnis nach Klassen (pdf)

TV-Übertragung

Sport1 machte mit Hans-Peter Kohl und Eric Engesser einen sehr guten Job. Kohl war jederzeit auf der Höhe des Geschehens und warf auch einen Blick in die kleinen Klassen. Schade ist weiterhin, dass Sport1 nicht den Zweitsender Sport 1+ weiter nutzt. Der wurde nur von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr am Sonntag eingesetzt. Um 20.00, nach nur drei Stunden, war Schluss mit der Übertragung, die erst wieder am nächsten Morgen einsetzte. Und auch am Sonntag unterbrach man für 2 Stunden, um eine Aufzeichnung zu zeigen, ohne Sport1+ einzusetzen. Das ist ein wenig schade, auf der anderen Seite bot man einen 24H Livestream an und mit Radio Le Mans wurde man auch gut versorgt.

Vielleicht würde Sport1 ja mehr zeigen, wenn man nach Einbruch der Dunkelheit mehr Bilder senden könnte. Aber bekanntermaßen dürfen die Helikopter, die auch als Relaisstation für die Onboard und stationären Kameras auf der Nordschleife dienen, nach 22.00 Uhr nicht fliegen. Man müsste ein Glasfaserkabel und die dazu nötige Technik mit Verteilern und Verstärkern um die Nordschleife legen, was angesichts der Topografie des Rings keine leichte Sache ist. Und Geld hat man dafür auch nicht, der Ring soll ja verkauft werden.

SAVE_THE_RING_blackDer Verkauf des Nürburgrings stand auch oft im Fokus der Berichterstattung von Sport1. Die Redaktion und die Journalisten vor Ort waren offenbar klar gegen einen Verkauf und stellten jedem Fahrer und Teamchef die dementsprechenden Fragen. Die Stimmung war dementsprechend gegen einen Verkauf, auch wenn sich einige Teamchefs und Fahrer sehr diplomatisch äußerten. Sport1 servierte das Thema so oft, dass man gar nicht anders konnte, als es es wahrzunehmen.

Ein Wort noch zum Schluss. Ich war von Anfang an skeptisch, was die Verlegung des Starts auf den Sonntag angeht. Was sollte das bringen, denn die meisten Fans mussten wegen der Arbeit und weiten Rückfahrt sowieso am Montagmittag los. Die leer gefegten Zeltplätze gegen Mittag sprachen dann auch Bände. Das Pfingstwochenende zu nutzen ist sicher eine gute Idee gewesen, aber man hätte das Rennen besser Samstag starten sollen. Das wäre vor allem den Fans entgegen gekommen.
Am Ende steht aber wieder ein schönes 24H-Rennen, das dann eher ein 14H-Rennen war. Aber das tat der Stimmung offenbar keinen Abbruch. Immerhin konnte man so mal eine Nacht schlafen, was der Party-Stimmung nach dem Rennen sicher zu Gute kam. Besonders positiv ist, dass das Rennen trotz des schlechten Wetters von wirklich schweren Unfällen verschont wurde. Freuen wir uns also auf das nächste Jahr.

Michael Ammermueller / Frank Stippler / Ferdinand Stuck / Johannes Stuck (Phoenix Racing, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 4) Laurens Vanthoor / Edward Sandstroem / Christopher Mies / Christopher Haase (Belgian Audi Club Team WRT, Audi R8 LMS ultra, Frank Biela / Christer Joens / Luca Ludwig / Roman Rusinov (G-Drive Racing by Phoenix, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 3), 41. ADAC Zurich 24h- Georg Weiss / Oliver Kainz / Michael Jacobs / Jochen Krumbach (Wochenspiegel Team Manthey, Porsche 911 GT3 RSR, Startnummer 12)Georg Weiss / Oliver Kainz / Michael Jacobs / Jochen Krumbach (Wochenspiegel Team Manthey, Porsche 911 GT3 RSR, Startnummer 12) Bernd Schneider / Jeroen Bleekemolen / Sean Edwards / Nicki Thiim (Black Falcon, Mercedes-Benz SLS GT3, Startnummer 9) Richard Westbrook / Emmanuel Collard / Mike Stursberg / Hans Guido Riegel (Haribo Racing Team, Porsche 911 GT3 R, Startnummer 8), Michael Ammermueller / Frank Stippler / Ferdinand Stuck / Johannes Stuck (Phoenix Racing, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 4) Klaus Graf / Thomas Jaeger / Jan Seyffarth / Nico Bastian (ROWE Racing, Mercedes-Benz SLS GT3, Startnummer 22) Darren Turner / Stefan Muecke / Allan Simonsen / Pedro Lamy (Aston Martin Racing, Aston Martin Vantage GT3, Startnummer 7), Marc Lieb / Roman Dumas / Lucas Luhr / Timo Bernhard (Manthey Racing, Porsche 911 GT3 RSR Wolf Henzler / Peter Dumbreck / Martin Ragginger / Sebastian Asch (Falken Motorsport, Porsche 911 GT3 R Darren Turner / Stefan Muecke / Allan Simonsen / Pedro Lamy (Aston Martin Racing, Aston Martin Vantage GT3 24h-Rennen Nuerburgring Nordschleife Nissan BMW Z4 VLN Mercedes SLS VLN Porsche GT3 VLN Audi R8 VLN

Bilder: ADAC Nordrhein

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September 28 2011

14:33

VLN: Analyse 8. Saisonlauf + Kampf um die Meisterschaft

Der 8. Lauf zur VLN am Samstag war sicherlich der bisher schnellste Lauf in dieser Saison, was zum einen am sehr schönen Wetter lag, zum anderen aber auch, dass diesmal vergleichsweiße wenig Unfälle passiert sind.

Als Lucas Luhr am um kurz nach 16.00 Uhr die Ziellinie überquerte, standen 28 Runden bzw. ein Schnitt von fast 170 km/h fest, während die schnellste Rennrunde von Rene Rast im Haribo Porsche mit fast 178 km/h absolviert wurde. Neben den perfekten äußeren Bedingungen, trug aber sicher auch der Kampf an der Spitze dazu bei, dass sich dieser Lauf zu einem sehr schnellen entwickelte. So konnte sich der Phoenix Audi mit Frank Stippler die Pole ergattern und diese auch in die Kurve mitnehmen, allerdings war an einen Alleingang an der Spitze gar nicht zu denken, denn da hatte vor allem ein wohl kurzfristig verpflichteter Debütant auf dem Haribo Porsche etwas dagegen, welcher Tags zuvor noch die Freien Training der F1 kommentierte: Rene Rast fuhr zum ersten mal in einem Rennen einen GT3 R auf der Nordschleife und wie!


So konnte er sich bereits auf der ersten Runde auf Platz 2, vor seinem Teamkollegen Lucas Luhr schieben und dachte nicht im Traum daran nun auf ankommen zu fahren. Nein, eingangs Mercedes Arena holte er sich Frank Stippler im Audi und führte nun das Trio an, welches wie entfesselt um den Kurs jagte – permanente Rundenzeiten zwischen 8:13 und 8:20 waren die Folge, und Rene Rast hat dabei dann im 3. Umlauf auch noch die schnellste Runde des Tages in den Asphalt gebrannt: 8:13 ist bei seinem ersten Rennen auf diesem Wagen schon eine Hausnummer! Bis zum 6. Umlauf flogen die 3 Spitzenreiter Stoßstange an Stoßstange über den Kurs, bis Rene Rast etwas früher an die Box kam um nachzutanken.

So übernahm Frank Stippler knapp vor Lucas Luhr die Führung, jedoch hielt diese 2 Runden lang, als dann beide Wagen zu ihren 1. geplanten Stopps an die Box mussten. Hierbei übernahmen Arno Klasen(Manthey) bzw. Christopher Haase (Phoenix R8) die Wagen. Leider konnten an dieser Hatz 2 Wagen nicht teilnehmen, welche sicher aus dem Drei einen Fünfkampf hätten manch können. Zum einen konnte der Mamerow SLS nicht starten, weil man im Training einen stärkeren Unfall hatte und das Auto dadurch zu stark beschädigt war. Selbiges galt auch für den 2. R8 von Phoenix, mit Marc Basseng und Christopher Mies am Steuer. So konnte man im Audi nicht auf die Einführungsrunde gehen und startete daher aus der Box und man durfte eine Aufholjagd des Duos hoffen, welche dann aber nicht passieren sollte.

Nach 9 Runden kam das freiwillige Aus des Wagens, denn die Beschädigungen waren doch stärker und es drohte die Benzinleitung zu reisen, was einen Totalbrand des Wagens zur Folge haben hätte können. So entschied man sich daher aus Sicherheitsgründen den Wagen zurückzuziehen und nichts zu riskieren.
Dadurch dass Rene Rast etwas früher an die Box gekommen ist, musste er auch nicht so viel tanken , was weniger Standzeit bedeutete und er somit mit gut 30 Sekunden Vorsprung wieder die Führung übernehmen konnte und diese bis zur 13. Runde sukszessive auf knapp über 40 Sekunden ausbauen, bevor dann Hans Guido Riegel das Steuer übernahm und somit klar war, dass man diese Tempo nicht halten wird können.

In der Cup3 führte derweil des mir leider nicht bekannten Fahrers mit dem Pseudonym „Rennsemmel“ vor Karl Brinker, welcher die 4 Stunden alleine (!) durchfuhr und dem Duo Elmar Jurek und Jannik Olivo. In der V5, führte derweil das Black Falcon Junior Trio. Das lag zum einen, dass sie konstant die schnellsten Zeiten fuhren, zum anderen auch, dass Mario Merten und Wolf Sylvester nach ihrem Wechsel aus der SP3 zur V5 hier nicht am Start waren. Man hat sich bei den Titelverteidigern entschieden einen BMW 325i in der Klasse darunter, nämlich der V4 einzusetzen um somit Lars Heisel und Markus Schmickler die Punkte streitig zu machen. Diese konnten anfangs auch schneller fahren und führten zu diesem Zeitpunkt die Klasse vor Landgraf und Fübrich an, während Bonk Motorsport auf Platz 3 rangierte, aber immer näher ran kommen konnte. In der SP3T führten derweil auch die Favoriten, nämlich der VW Scirocco mit Emin Akata, Maik Rosenberg und Kristian Krognes, welche auch das schnellste Auto hatten und fast 15 Sekunden pro Runde schneller waren als die Konkurrenten. Somit konnten sie ihre Klasse gewinnen, ebenso wie Black Falcon in der V5. Eine Überaschung gab es allerdings in der SP10/GT4. Dort fiel das klar favorisierte Auto von Mathol Racing mit Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Nilsson Rickard nach 9 Umläufen aus, und somit den Weg für Henry Walkenhorst und Rainer Kathan im BMW frei machte.

An der Spitze des Feldes entwickelte sich nun ein Zweikampf, bei welchem Christopher Haase den Vorsprung auf Arno Klasen bzw. dann auf Lucas Luhr stetig auf fast 40 Sekunden ausbauen konnte, denn der R8 LMS war an diesem Tag den Manthey Porsche vom Speed auf jeden Fall ebenbürtig und Haase fuhr richtig stark, denn es ist schon beachtlich, den Vorsprung ausbauen zu können, wenn der Gegner in Form von Arno Klasen Zeiten von bis zu 8:20 fahren konnte und es schien, als hätte der Audi leichte Vorteile, denn nachdem man 2 Runden vor dem Porsche zum Splash and Dash gekommen ist, hat man nur gute 30 Sekunden Rückstand auf den Porsche und dieser kamm dann auch kurz vor Schluss rein und bei einem Zeitverlust von 50-60 Sekunden wäre der R8 in Führung gewessen. Hätte daher, da es Phoenix bzw. Frank Stippler mal wieder schaffte sich selbst ein Bein zu stellen.

Als nämlich der Porsche aus der Box auf die Strecke fuhr, war er nämlich immer noch in Front, da der Audi unterwegs einen Einschlag bzw. eine Feindberührung hatte und auf der linken Seite stärker onduliert war. Dies schlug sich auch in den Zeiten nieder, denn so fuhr man auf einmal 1-2 Minuten pro Runde langsamer als vorher. Bei noch gut 2 Runden, die zu fahren waren, schaffte man es aber noch am Ende mit gut 2:30 min Rückstand auf Lucas Luhr auf Platz 2 ins Ziel zu kommen, während Mike Stursberg, welcher das Steuer dann von Hans Guido Riegel übernahm mit gut 5 Minuten Rückstand ins Ziel rollte. 1 Min dahinter fand sich dann auch der Porsche mit Sabine Schmitz ein, während Pinta Racing endlich mal das Ziel sah und dabei gleich Platz 5 belegen konnte, nachdem man schon so oft in der Saison ausgeschieden war.

Somit konnte Arno Klasen seinen 25. Gesamtsieg feiern und zog damit an Edgar Dören vorbei und befindet sich nun auf Platz 4, der ewigen Bestenliste, welche von Jürgen Alzen, Olaf Manthey und dem ehemaligen Teamkollegen von Olaf Manthey, Ullrich Richter (welcher leider vor gut 10 Jahren beim 6H Rennen tödlich verunglückte) mit je 28 Siegen angeführt wird.

Nachdem in der V5 und in der SP3T die Entscheidungen recht klar und schnell ausgingen, ging es in den Klassen Cup3 und V4 hoch her. In der V4 konnte sich gegen Ende das Duo der Titelverteidiger an den BMW von Heisel und Schmickler ranpirschen und schluss endlich sogar überholen, nachdem die Runden vorher ein beinharter Zweikampf vorausgegangen war. Am Ende waren es gerade einmal 10 Sekunden, die Mario Merten und Wolf Sylvester Vorsprung hatten. Ähnlich knapp ging es in der Cup3 zu. Nachdem Peter Jürgen und sein Kollege „Rennsemmel“ das Tempo nicht ganz halten konnten, wurden sie von Elmar Jurek und Jannik Oliva kassiert, welche sich aber knapp mit 40 Sekunden Rückstand auf Platz 2 zufrieden geben mussten, denn Karl Brinker, führ Mintgen Motorsport fahrend tat wirklich fabelhaftes:

Als einziger Pilot, sas er die kompletten 4 Stunden ohne Pause am Steuer und gewann die Klasse vor den 2 Titelanwärtern, welche aber dennoch aufgrund der Klassenstärke ordentlich punkten konnten. Die SP5, also die Spevials bis 3L Hubraum konnten aber ebenfalls von einem Mitstreiter um die Meisterschaft gewonnen werden, nämlich von Thomas Kappeler, Thomas Gerling und Harald Hennes, welche dann auch die Tabelle nach Addition bisherigen 8 Ergebnisse anführen, was dann wie folgt aussieht:

Pos. Fahrer |Gesamt |1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 1. Thomas Gerling, Thomas Kappeler, Harald Gerling |70,95 |9,29 |9,44 |8,50 |8,13 |9,00 |9,17 |8,13 |9,29 4. Mario Merten, Wolf Sylvester |70,37 |7,50 |9,06 |8,33 |9,64 |9,38 |8,21 |8,75 |9,50 6. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth |66,77 |9,62 |9,69 |9,67 |8,93 |0,00 |9,64 |9,58 |9,64 9. Lars Heisel, Markus Schmickler |65,58 |0,00 |9,55 |9,44 |9,58 |9,44 |9,55 |9,62 |8,50 11. Dominik Brinkmann, Stephan Epp |64,20 |0,00 |9,42 |9,32 |9,35 |9,76 |9,38 |8,70 |8,27 19. Wolfgang Weber, Norbert Bermes, Nilsson Rickard |62,13 |9,29 |9,29 |9,00 |9,38 |7,00 |9,00 |9,17 |0,00 24. Elmar Jurek, Jannik Olivo |57,86 |0,00 |9,81 |9,77 |9,78 |9,29 |9,79 |0,00 |9,42 26. Maik Rosenberg |57,71 |9,69 |9,77 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72 27. Christian Krognes |56,63 |9,06 |9,32 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72


Das sind natürlich nicht alle Fahrer, ich habe hier diejenigen herausgepickt, welche noch reelle Chancen auf die Meisterschaft haben. Allerdings ist die Tabelle in dieser Form noch nicht sehr aussagekräftig, daher habe ich das bisher schwächste Ergebnis rot markiert, und nun eine Tabelle erstellt, in der 1 von 2 Streichergebnissen berücksichtig ist, sowie eine Tabelle mit 2 Streichergebnissen und die jeweils die zugehörigen Schnitte, welche man dann mit dem Schnitt von Mario Merten und Wolf Sylvester, welcher 9,6 Punkte war aus dem letzten Jahr vergleichen kann:

Pos. Fahrer Punkte mit 1. Streichergebnis Schnitt 1. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth 66,77 9,54 4. Lars Heisel, Markus Schmickler 65,68 9,38 6. Dominik Brinkmann, Stephan Epp 64,20 9,17 8. Mario Merten, Wolf Sylvester 62,87 8,98 10. Thomas Kappeler, Harald Hennes, Thomas Gerling 62,82 8,95 13. Norbert Bermes, Wolfgang Weber, Nilsson Rickard 62,13 8,88 16. Elmar Jurek, Jannik Olivo 57,86 8,27 18. Maik Rosenberg 57,71 8,24 19. Christian Krognes 56,63 8,09


Hier ergibts sich schon ein etwas anderes Bild als vorhin und zeigt auf, wie kompliziert die Situation in der Meisterschaft ist und es daher wohl bis zum letzten Umlauf des letzten Rennens spannend bleiben wird, denn hier haben das Trio von Black Falcon, bzw das Duo aus der V4, nämlich Lars Heisel und Markus Schmickler die Besten Karten, wenn sie ihren Punkteschnitt halten können.
Dafür sind noch mind. ein 1. und 2. Platz in der V4, bzw. 2 1. Plätze in der V5 für das Black Falcon Trio her müssen. Gar nicht so gut sieht es dagegen für Mario Merten und Wolf Sylvester aus, denen hier zusätzlich zu den 7,50 Punkten aus dem 1. Lauf auch noch die Ergebnisse aus den Läufen 3 und 6 zu schaffen machen, weil hier die Mitkonkurrenten fast 1,5 Punkte mehr holen konnten. Probleme anderer Art, hat dahingegen das Trio von Mathol Racing im Kampf um die Meisterschaft: Aufgrund der niedrigen Starterzahlen kommt man selbst bei Siegen kaum über 9,29 Punkte hinaus, wohingegen andere Teams bis 9,81 Punkte gut machen können.

Allerdings sollte man hier bedenken, dass bei Maik Rosenberg, Christian Krognes sowie Elmar Jurek und Jannik Olivo noch ein 2. Salto Nullo in den Ergebnissen steht und dementsprechend den Schnitt nach unten zieht. Allerdings können diese Herren den Titel noch aus eigener Kraft holen, denn sollten diese Fahrer aber ihren Schnitt aus den besten 6 Rennen (also 2 Streichergebnisse eingerechnet) halten können, indem sie jeweils in den letzten Läufen 2 mal ihre Klasse gewinnen, dann wären sie kaum einzuholen, denn hier würden Jurrek/Olivo auf 9,64 Punkte im Schnitt kommen, während Maik Rosenberg auf 9,62 und Christian Krognes auf 9,44 kommt, was insbesondere für den Fall, dass Jurek/Olivo 2 mal die Klasse gewinnen würden dafür sorgen würde, dass das Black Falcon Trio in arge Nöte kommt.

Denn gesetzt diesen Fall, dass die beiden aus der Cup Klasse oder Maik Rosenberg ihre Schnitt halten, müssten die 3 in jedem Rennen 9,64 Punkte holen, was einen Patt mit jeweils 77,12 Punkten ergeben würde. Somit können sogar die Anzahl der Starter in der eigenen Klasse das Zünglein an der Wagge sein, welche dafür sorgen können, ob man das benötigte eine halbe Zehntel nach dem Komma noch bekommt oder nicht.

Christian Krognes dürfte mit seinen 9,44 aber eher kaum Chancen haben, zumal er oft auch mit Maik Rosenberg auf einem Auto sitzt, was bedeutet, dass sie die gleichen Punkte jeweils erhalten. Die nächste Chance dafür wäre am 15. Oktober, wenn der vorletzte Lauf über die Bühne geht.

Ich hoffe ich konnte die Situation im Kampf um die Meisterschaft etwas erklären bzw. verständlich machen. Wenn mir das nicht gelungen ist, bitte ich um Hinweiße in den Kommentaren.

vln-2011-09-24-001 vln-2011-09-24-005 vln-2011-09-24-006 vln-2011-09-24-009 vln-2011-09-24-012 vln-2011-09-24-014 vln-2011-09-24-016 vln-2011-09-24-017 vln-2011-09-24-019 vln-2011-09-24-021 vln-2011-09-24-023 vln-2011-09-24-025 vln-2011-09-24-026 vln-2011-09-24-027 vln-2011-09-24-028

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June 10 2011

15:29

VLN: Vorschau 51. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen

Wer gerne Langstreckensport verfolgt, kann dies an diesen Wochende sage und schreibe 27 Stunden lang am Stück tun, denn bevor um 15.00 Uhr in Le Mans die grüne Flagge fällt, startet um 12.00 Uhr bereits die VLN zu ihrem 5. Lauf in dieser Saison über die gewohnte Distanz von 4 Stunden.

Dass eben an diesem Wochenede auch die 24H von Le Mans stattfinden und es der letzte Lauf vor den 24H vom Nübrugring ist, hat sich natürlich auch in den Starterzahlen niedergeschlagen und so schrumpft die Klasse der SP9 von bis zu 27 Wagen auf magere 4 Wagen an diesem Samstag zusammen, was die Sache aber nicht minder spannend macht, denn das eröffnet Teams und Piloten die Chance auf das Podest zu fahren, welche dies im bisherigen Saisonverlauf noch nicht tun konnten. Zu aller erst kann man hier Audi nennen, welche bis dato die einzige der 4 großen Werke sind, welche noch keinen Gesamtsieg einfahren konnten.

Die Saison begann für die 4 Ringe alles andere als optimal. Beim ersten Rennen stand lediglich ein 8. Gesamtplatz mit fast 1 Runde Rückstand für den besten Phoenix R8 LMS zu gute, welche man zwar im folgenden Lauf etwas verbessern konnte und 2 Positionen weiter vorne ins Ziel kam, aber dies war nicht der Anspruch für Audi. Zum einen fuhr man nicht mit allen 4 Wagen, sondern in dieser Zeit oft mit 1 oder 2 Top besetzten Wagen und zum anderen hatte man wohl auch Probleme mit der Fahrzeug-Spezifikation.

Die VLN legt die Air Restriktoren, die max. erlaubte Motorleistung und den Tankinhalt nämlich anhand des Mindestgewichts fest. Das bedeutet also weniger Gewicht => kleiner Restriktor und weniger Leistung, während im Umkehrschluss bei höherem Gewicht einem Auto mehr Leistung zusteht. In den ersten 2 Läufen ist man mit einem kleineren Restriktor und 1300 kg gefahren, was immerhin 25-50 kg weniger sind als 2010. In der letzten Saison konnte man mit dieser Einstufung zwar kein Rennen gewinnen, war aber mehrmals oft kurz davor und man konnte das Tempo was. z.b Manthey vorlegte auch halten.

Offensichtlich hatte man damit aber Probleme und so entschied man sich den 3. Lauf über 6 Stunden auszulassen und währenddessen zu testen um dann wieder mit der “alten” Einstufung, nämlich mit 1350 kg an den Start zu gehen. Und siehe da, es half. So schrammte man nur knapp am Sieg vorbei, denn die beiden Porsche ihnen vor der Nase wegschnappten, weil sie 1 Stopp weniger benötigten, aber man fuhr im Hause Audi mit 8:16 die bis dato schnellste Rennrunde der 2011er Saison und belegte eben knapp hinter den 2 Porsche geschlossen die Positionen 3-6 mit allen 4 Werkswagen.

Immerhin scheint man damit auf dem richtigen Weg und bringt daher am Samstag nur 1 R8 LMS, eingesetzt von Phoenix mit den DTM-Piloten Timo Scheider und Matthias Eckström an den Start um den 1. Sieg seit 2009 zu erkämpfen.

Konkurrenz werden sie dabei von einem Mercedes SLS GT3 von Horn Motorsport bekommen. Zu Beginn der Saison konnte David Horn und der sehr schnelle und erfahrene Sascha Bert gleich mal auftrumpfen und aufzeigen was mit dem SLS möglich zu sein scheint, als man den 2. Platz bei den GT3 Wagen als bisher bestes Saisonergebnis holen konnte. Beim 2 Lauf trat kann nicht an und beim 3. Lauf musste man schon nach 11 Runden die Segel streichen. Das ist zu wenig für dieses Team, welche beim 24H Rennen sehr prominente Unterstützung in Form von Peugeot-Werksfahrer Stephane Sarrazin erhalten werden.

Ein weiteres sehr sympathisches Team, welches allerdings dieses Jahr vom Pech des öfteren verfolgt wird ist das bekannte Frikadelli Racing Team von Sabine Schmtiz und Klaus Abbelen.
Nachdem man im 1. Lauf bester Porsche mit einem 5. Gesamtrang wurde, musste man bei den folgenden 3 Läufen jeweils vorzeitig das Segel aufgrund von Defekten oder Unfällen wie beim letzten Lauf streichen. Für das Team, welches am Samstag auf Niclas Kentenich verzichten muss, wäre ein Podestplatz daher Ideal um sich noch eine extra Portion Selbstvertrauen für den Saisonhöhepunkt zu holen.

Komplettiert wird die SP9 durch einen Porsche 911 CupS von Car Collection, welcher von Christopher Zöchling, Peter Schmidt und Marcel Blumer.

Auf eine wahre Flut von 911 Cup, können sich die Fans von Porsche allerdings am Samstag freuen, denn obwohl die topbesetzten Manthey Porsche nicht am Start sind, sind viele 911 Cup vor Ort um den Lauf als Test für den Porsche World Cup zu Nutzen, bei welchem 160 Porsche Mannschaften aus aller Welt erwartet werden.

So werden unter anderem Nicolas Armindo, Rene Rast, Norbert Siedler, Stefan Rosina, Jakub Giermmaziak, William Langhorne (USA), Gregory Ross aus Australien und ein Matthias Lauda hinter das Steuer ihres 911 Cup klettern um zum einen die Nordschleife kennen zu lernen und sich mit den absoluten Nordschleifenspezialisten zu duellieren. Darauf bin ich echt gespannt, wie sich die Fahrer des Porsche Carrera SuperCup gegen die sehr schnellen und erfahrenen Teams aus der VLN schlagen könnnen.

Zu aller erst wäre da der Cup aus dem Hause Manthey mit Frank Kräling, Wolfgang Kohler und Christian Menzel welche den 1. und 4. Lauf zur VLN in der CUP-Klasse gewinnen konnten, zu nennen. Zum anderen werden auch Hans Guido Riegel und vor allem Jochen Krumbach ihren 911 Cup, ebenfalls aus dem Hause Manthey wieder sehr flott um den Kurs steuern.

Ebenfalls schon immer sehr flott unterwegs ist der 911 Cup mit Martin Ragginger und Thomas Messer, obwohl es heuer noch zu keinem Sieg in ihrer Klasse gereicht hat,war man immer sehr schnell und konstant vorne mit von der Musik.
Geschlagen wurden sie dabei 2 mal von dem schon angesprochenen Trio und 2 mal von den vermeintlichen Platzhirschen in der Cup-Klasse, dem Duo Kai Riemer und Rodney Forbes.

Diese 2 schafften es nicht nur 2 mal die Cup-Klasse zu gewinnen, sondern können auch regelmäßig die großen Jungs richtig dolle ärgern wie man schön beim 6H Rennen sehen konnte, als sie es schafften über einen längeren Zeitraum zur Mitte des Rennen das Feld anzuführen. Möglich wurde dies durch eine sehr schnelle Fahrt der Piloten, einer fehlerlosen Crew und perfekter Taktik. So werden die 2 sicher auch mit einem Auge auf die Gesamtwertung bei diesem Lauf schielen und ein Platz auf dem Podest sollte möglich sein.

Selbiges gilt auch für die Busch-Twins Marc und Dennis aus der SP7. Nachdem man letztes Jahr noch in der Cup-Klasse unterwegs war, entschied man sich in die SP7 aufzusteigen und dort ihr Können unter Beweis zu stellen. Dort konnte man von Anfang an zeigen was man drauf hat, obwohl es gegen den RSR von Manthey und den GT3 MR WTM-Porsche nicht immer langte. Aber mit Zeiten von knapp über 8:20 ist man am Samstag sicher sofort zur Stelle, sollte einer aus der SP9 patzen.

Auch sollte man die 2 Lexus LFA von Gazoo Racing nicht vergessen, denn das Team konnte die beiden LFA im Winter deutlich weiterentwickeln und gehören nun zu den schnellsten in ihrer Klasse mit Zeiten von ~8:25. Ob sie aber noch schneller gehen können, kann ich leider nicht beurteilen.
Selbiges gilt für den TT-RS von Audi welcher hier mit kaum geringeren Leuten wie Christian Hohenadel, Martin Tomcyk und Miguel Molina in der SP4T sicher auch nach vorne schielt und sich mit dem Ford Focus der FH Köln um den Klassensieg streiten wird. Vom Speed her sollte der Audi klar die Nase vorne haben, aber man muss 4 Stunden erstmal ohne Fehler und Defekt absolvieren ;-)

Während in den großen Klassen einige Starter fehlen, ist dies in den kleineren Klassen wo um den Kampf in der VLN Meisterschaft gekämpft kaum der Fall. Es treten in der SP3T zwar die 2 TTS von Raeder und Schjaerin Motorsport nicht an, was sich der den VW Scirocco mit Maik Rosenberg, Christian Krognes und Emin Akata freuen wird, sind dies doch die 2 Hauptkonkurrenten bisher gewesen, welche die Zeiten des VW mitgehen konnten.

In der V6 Klasse werden wieder Sean Paul Breslin, Oleg Volin und Leisen Phlipp versuchen Punkte zu machen und den Abstand auf ihre Kollegen im Kampf um die Meisterschaft zu verkürzen, da Tim Scheerbarth, Carsten Knechtges und Manuel Metzger nach 3 Siegen zu Beginn und einem 2. Platz beim letzten Lauf die Tabelle souverän anführen. Geschlagen wurden sie beim letzte male nur ganz knapp von Mario Merten und Wolf Sylvester von Bonk Motorsport, welche nach zu wenig Startern in ihrer SP3 gezwungen waren in eine andere Klasse zu wechseln, wollte man mit dem Ausgang der Meisterschaft noch etwas zu tun haben.

So entschloss man sich in die V5 zu den direkten Konkurrenten zu wechseln und konnte ihnen dort gleich die Punkte stehlen.

Ähnlich eng wird es in der wieder stark besetzten Renaul Clio Cup Klasse zugehen, da hier wieder alle Teams, also FLEPPER Motorsport, Schläppi Race-Tec (Sieger beim 1.Lauf), die Gronecks sowie die Sieger des letzten Laufes Elmar Jurek und Janek Olivo wieder starten und wieder viele Punkte abräumen können.

Verfolgen kann man das Rennen wie immer per Live Radio mit Patrick Simon und Lars Gutsche sowie über das Live Timing der VLN und den dazugehörigen Ticker. Die die an der Nordschleife sind, haben die Möglichkeit das Fan-TV per DVB-T zu empfangen und wer einen Stream findet, soll den bitte nicht für sich behalten sondern andere darauf aufmerksam machen ;-)

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May 13 2011

15:28

VLN: Vorschau 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Tophy

Am Samstag startet mit dem 3. von 5 VLN Rennen vor dem 24H Rennen gleich einer der beiden Höhepunkte der VLN-Saison, denn es steht das erste von insgesamt 2 6h Rennen der VLN an. Gewöhnlich gehen die Rennen über max. 4 Stunden, jedoch machte man seit Jahren mit dem 6 Stunden ADAC-Ruhr Pokal-Rennen eine Ausnahme, welche mit 6 Stunden in der Regel den Höhepunkt der VLN-Saison markierte.

Im vergangenen Jahr war jenes einzige 6 Stunden Rennen fest in der Porsche-Hand, denn von den ersten 13 Wagen, welche das Ziel erreichten hatten 12 Autos die Zahl 911 im Namen stehen. Dabei dominierte vor allem ein Team: Manthey. Die Truppe um Olaf Manthey schaffte es das Podium komplett für sich alleine zu besetzen und dabei die Nordschleife ganze 42 mal zu umrunden, was unter dem Strich eine Distanz von sage und schreibe 1023,5 km bedeutete – Noch nie in der Geschichte der Nordschleife wurde vorher von Tourenwagen oder GT-Wagen innerhalb eines 6h-Rennen die 1000km geknackt. Damals gewann der Haribo-Porsche vor dem grün gelben “Dicken” und dem Nadelstreifen Wodka-Porsche GT3 R, welche allesamt über 1 Runde Vorsprung vor dem 4. Platzierten hatten.


So erstaunlich jene Dominanz im letzten Jahr war, ein 3-Fach Sieg für das Team Manthey erscheint in diesem Jahr allerdings etwas unrealistisch, wenn man sich die Konkurrenz ansieht. So ist auf dem Haribo Porsche nicht mehr der sehr schnelle Lance David Arnold Teamkollege von Christian Menzel (welcher hier auch noch Doppelstart fährt!), sondern Mike Stursberg und der Nadelstreifen GT3 R geht mit dem sehr schnellen Jochen Krumbach und Phillip Wlazik ins Rennen.

Konkurrenz werden sie hier vor allem vom Gewinner des letzten Laufes, dem Mamerow-SLS mit Armin Hahne und Chris Mamerow bekommen, welche für das Rennen Unterstützung von Pierre Kaffer erhalten. Konkurrenz werden sie auch vom SLS von ROWE Racing mit der #15 erhalten, wo sich Thomas Jäher, Alexander Roloff und Roland Rehfeld am Steuer abwechseln werden und vor allem auch von Horn Motorsport, welche wieder mit David Horn und dem sehr schnellen Sascha Bert an den Start gehen werden. Es fehlen aber die Top-Besetzten SLS GT3 von Black Falcon, welche bei den 2 letzten Läufen in der VLN noch am Start waren, so dass man “nur” auf 5 Sternenkrieger kommt.

Der einzige Nicht-Porsche unter den besten 13 im letzten Jahr, war ein BMW Z4 GT3, eingesetzt von Dörr Motorsport welche mit Platz 7 den totalen Porsche Triumph verhindern konnten. Dass ein solcher Triumph nicht nochmal geschieht, dafür sorgen an diesem Wochenende gleich 5 Wagen aus München. So wird Schuberth Motorsport sein 2011-Debüt in der VLN mit dem kräftig überarbeiteten Z4 GT3 feiern und dabei versuchen mit den Trio’s Marco Hartung, Jörg Viebahn und dem aus den USA bekannten Tommy Milner (#16) sowie dem rein norwegischen Trio Anders Burchardt/ Nils Tonrud/ Stian Sorlie im Rahmen ihrer Möglichkeiten vorne mitzumischen. Ein 3. Z4 mit Claudia Hürtgen findet sich leider Stand Mittwochabend nicht in der Liste wieder.

Teamchef Rainer Dörr, welcher wieder seinen Z4 GT3 mit der gewohnten Besatzung ins Rennen schickt, hat nach dem letzten Lauf schon mal angedeutet, dass man mit dem Z4 bei BMW wohl einen sehr guten Schritt in die richtige Richtung gemacht hat und man mit dem komplett erneuerten Auto sicher noch Zeit finden wird. Unter anderem hat man mehr Leistung, eine deutlich veränderte Aero welche an dem neuen großen Heckflügel erkennbar ist. Der Z4 hat bei der GT3-EM in Portimao mit 2 Laufsiegen schon mal aufgezeigt dass man hier ein sehr flottes Auto entwickeln konnte.

Die beiden anderen Gesamtsiegfähigen BMW stellen die 2 M3 GT2 von AC Schnitzer dar, welche am Samstag ihren planmäßig letzten Auftritt vor den 24H haben werden mit den 2 bekannten Trios Jörg Müller/Augusto Farfus/Pedro Lamy sowie das “Dirk-Auto” mit Dirk Adorf, Dirk Müller und “Dirk” Priaulx dar.

In der gleichen Klasse, der E1-XP findet sich auch der Ferrari P4/5 Competizione wieder, nachdem man den letzten Lauf zu Gunsten von Testfahren ausgelassen hat wieder. Man wollte lauf Facebook Kommentaren hier Erfahrungen sammeln und eine neue Einstufung austesten, welche auf mehr Gewicht, dafür aber einem größeren Air Restriktor setzen würde. Anscheinend hat man sich aber für die letztmals benutzte ursprüngliche Variante entschieden, denn in der BoP Tabelle taucht man nach wie vor mit 2 x 28,6mm und 1200 kg Gewicht auf.

Ein weiterer Ferrari, und da muss man den Jungs von Farnbacher für ihre Ausdauer echt ein Kompliment aussprechen, ist der F458 von Farnbacher Racing. Nach RCN-Lauf, LM-Test, VLN-Lauf mit Unfall, 1000km von Spa steht nun der fünfte Ausdauer Einsatz innerhalb von 5 Wochen für das Team an! Unterstützt werden Dominik “Dominator” Farnbacher und Marco Seefried hier von Jaime Melo, seines Zeichens Ferrari-Werksfahrer. Vor allem für Dominik Farnbacher wir das ein stressiger Samstag werden, denn er wird zuerst beim GT Masters am Sachsenring starten und dann vermutlich per Heli zum Ring transportiert um dort dann in das Geschehen einzugreifen.

Neben den Gesamtsiegfähigen SLS von Black Falcon, dem Lambo von Stuck³ und dem Hybrid-Porsche glänzen auch die R8 LMS von ABT und Phoenix durch Abwesenheit in der Nennliste. So werden zwar 2 R8 LMS von Audi Race Expierence an die Strecke rollen, welche mit jeweils einem Profi (wie hier Marco Werner und Florian Gruber) und Amateuren besetzt sind. Die Leitung dieses Projekts, hat seit kurzem ein alter Bekannter von Porsche und Eurosport-Zeiten inne: Manfred Jantke.

Ein Porsche fehlt hier allerdings bis jetzt: Der “Dicke” von Manthey mit Marc Lieb, Arno Klasen sowie Timo Bernhard. Dies liegt allerdings nicht daran, dass man nicht startet, sondern die Klasse gewechselt hat. Man startet nun wie 2009 in der SP7 mit dem 911 GT3 RSR in der gleichen Klasse wie der WTM, welche allerdings keinen RSR fahren. Aber anscheinend war man seitens der TK nicht so begeistert von der Idee und hat veranlasst, dass alle Air Restriktoren für Wagen der SP7 um 0,5mm kleiner werden und der Tankinhalt auf 105 Liter gesenkt wird.
Ob das alles nur gemacht wird, um im Hause Manthey einem Vergleich in der SP9 aus dem Weg zu gehen, oder ob man ernsthaft überlegt wieder in die SP7 zu gehen, ist leider nicht bekannt. Seitens der VLN wurde die max. erlaubte Leistung der Motoren, welche auf einer Tabelle in Abhängigkeit vom Gewicht und Hubraum ermittelt wird, erneut auf offiziell knapp unter 500 PS für die Porsche gesenkt. Etwas verwirrend sind jedoch die damit einhergehenden Einstufungsvarianten, denn so ist es möglich denn GT3 R mit 1250 kg und einmal mit 1300 kg, mehr Leistung sowie 110 Liter Tank starten zu lassen. Dies zieht sich mittlerweile durch mehrere Klassen und Fahrzeuge, denn so kann man auch den BMW M3 GT2 in 2 verschiedenen Einstufungen starten lassen. Eine Regelung welche nicht gerade für mehr Klarheit in der BoP sorgt wie ich finde.

Der Verzicht von Nennungen von SP9-Teams könnte Möglichkeiten für Teams eröffnen, welche bisher zwar schnell waren, aber nicht ohne Probleme über die Distanz gekommen sind. Allen voran wäre dies der Frikadelli Porsche rund um Sabine Schmitz sowie der Pinta-Porsche, welcher beim letzten Lauf leider technische Probleme hatte und somit nur wenige Runden fahren konnte. Ein anderes Auto, welches vom Speed her sicher auch vorne mitmischen könnte, wenn es denn will ist der VW Golf24H welcher seit seinem ersten Auftritt nur noch als “Übergolf” bezeichnet wird. Grund sind Szenen wie diese, als Peter Terting Wolfgang Kaufmann von Kremer Racing im Karussel außen (!!!) überholte :

Daher hat man auch seitens der Technischen Kommission reagiert und den Air Restriktor für den 2,51l Turbo auf 42,3mm und das Gewicht auf 1300 kg heraufgesetzt. Gesteuert wird der Wagen von Thomas Mutsch, Frederik Ekblom sowie Franck Mailleux.

In der SP3T werden sich hingegen wieder der Audi TT von Raeder Motorsport sowie die beiden von LMS Engineering eingesetzten VW Scirocoo um sehr wichtige Punkte für die Meisterschaft duellieren. Ein weiterer sehr prominent besetzter Scirocco wird in der SP11 für alternative Kraftstoffe genannt. Pilotiert wird dieser Wagen von Carlos Sainz, Peter Wyss ,Dr. Ulrich Hackenberg und Mark Blundell. Anscheinend hat man noch keinen 2. Golf zur Hand und möchte jenen Piloten Rennpraxis sammeln lassen, denn jene Piloten werden auf den insgesamt 3 Golf24 vermutet.

Etwas stärker ist wieder die zuletzt sehr schmal besetzte SP3 besetzt. So werden immerhin 8 Wagen versuche Mario Merten und Wolf Sylvester den Klassensieg streitig zu machen, während jene versuchen werden die Klasse zu gewinnen um ordentlich punkten zu können. Auch gut Punkten wollen, wird das Trio von Black Falcon aus der V5 Klasse wollen, denn nachdem mal 2 mal die Klasse gewinnen konnte, werden nun auch Tim Scheerbath Manuel Matzger und Carsten Knechtges versuchen die Klasse ein 3. mal zu gewinnen um im Kampf um die Meisterschaft weiter tatkräftig vorne mitmischen zu können.

Auch sehr knapp dürfte es im Kampf um den Sieg um die Renault Clio Cup Klasse hergehen, wo mehrere Wagen das Potential zu siegen haben wie die Wagen Flepper Racing, Schläppi RaceTec oder der Clio Cup von Olivo Jannik und Elmar Jurek. Vll. gewinnt hier aber auch ein anderer Wagen ?

Den Besuchern vor Ort wird also definitiv was geboten, wenn das Rennen eine halbe Stunde früher, um 11:30 gestartet wird und über 6 Stunden geht. Daher verschiebt sich auch der Beginn des Zeittrainings auf 8:05. Wer in der Nähe der Eifel wohnt, kann das Fan-TV über DVB-T empfangen. Für alle anderen wird vermutlich wieder das Live Radio mit Olli Martini und Lars Gutsche sowie der Live Ticker und das Live Timing herhalten müssen.

April 06 2011

15:04

VLN: Analyse 58. ADAC Westfalenfahrt

Als am Samstag um Punkt 12.00 Uhr die grüne Flagge den Beginn der neuen Saison markierte, waren viele Fragezeichen in der Luft. Einige konnten beantwortet werden, einige nicht und vermutlich ist während des Rennens das ein oder andere Fragezeichen hinzugekommen.

Bereits der frühe Morgen an jenem Samstag machte allen Teilnehmern, Streckenposten und Fans klar warum die Eifel unberechenbar bleibt und mit nichts zu vergleichen ist, denn es gab einen kürzeren aber doch stärkeren Regenschauer welcher dazu führen sollte, dass vor allem gegen Ende des Zeittrainings viel Betrieb herrschte da die Strecke immer mehr abtrocknete und somit Stück für Stück immer schneller wurde. Aber nicht jeder kam mit diesen Bedingungen am besten zu Recht und für das ein oder andere Team war somit schon vor dem Start das 1. Rennen gelaufen. Andere schafften es keinen Abflug zu produzieren, fanden sich aber nur im Mittelfeld wieder und andere konnten stark auftrumpfen. Für ein spannendes Rennen war also gesorgt.

Am besten kamen damit wie man auf dem Bild vom Start links sehen kann, die BMW M3 GT2 von AC Schnitzer. So konnte sich die #43 mit Andy Priaulx/Dirk Müller und Dirk Werner am Steuer die Pole mit einer Zeit von 8:39 vor dem Schwesterauto mit #43 und der Besatzung Augusto Farfus/Jörg Müller und Nordschleifen-veteran Uwe Alzen sichern. Auf Platz 3 folgte mit geringem Abstand der 1. Wagen der SLS-Meute mit der Startnummer #2 und der Besatzung Kenneth Heyer/ Jan Seyfarth/Thomas Jäger sowie Jeroen Bleekemolen vom Team Black Falcon. Auf Platz 4 folgte dann der beste Porsche von Manthey, dies war aber nicht einer der beiden favorisierten GT3 R, sondern der WTM aus der SP7, gefolgt vom sympathischen Team von Sabine Schmitz welche sich mit Niclas Kentenich am Steuer abwechselte. Unterstützt wurden die 2 dabei noch überraschend von Marc Basseng. Manthey kam anscheinend im Zeittraining generell nicht so mit den Bedingungen zu recht oder wollte damit nicht so zurechtkommen, was ich aber weniger nachvollziehen kann, denn auf den Startplätzen 7 und 8 landeten zum einen etwas überraschend der Porsche 911 aus der SP7 mit den Busch-Zwillingen am Steuer welche sich knapp vor dem Falken-Porsche von Jörg Bergmeister durchsetzen konnten.

Komplettiert wurden die ersten 10 Startplätze von Chris Mamerow im SLS GT3, und dem besten Audi, eingesetzt von Phoenix Racing mit Ja-Olaf Brunstedt/Marc Hennerici und Frank Stippler während Manuel Lauck als 11. gerade noch so in die Top 10 verpasste.
Auf Platz 12 landete der 2. Audi R8 LMS u.a mit Marc Bronzel und Christopher Haase am Steuer. Die große Frage war natürlich wo die beiden favorisierten Manthey lagen: So lag der Haribo Porsche auf Platz 13 während der “Dicke” nur von Platz 17 ins Rennen ging. Dass dies aber nur eine Momentaufnahme war, zeigten dann aber schon die ersten Runden…

So blieb schon in der Einführungsrunde der Porsche der Busch-Zwillinge stehen und das Rennen war daher für die 2 schon vor dem Start gelaufen. Beim Start konnten sich unter mittlerweile nun trockenen Bedingungen die führenden BMW mit Uwe Alzen und Andy Priaulx durchsetzen während Thomas Jäger gleich versuchte den 2. BMW anzugreifen dabei aber einen weiten Weg gehen musste und dabei noch von Oliver Kainz im WTM-Porsche attackiert und überholt wurde. Den größten Sprung in der Startrunde machte aber Manuel Lauck im Pinta Porsche welcher auf P5 liegend aus der 1. Kurve zurück kehrte und dicht im Auspuff des vor ihm liegenden Mercedes hing. Dieser konnte sich aber Manuel Lauck noch vom Leibe halten indem er Oli Kainz beim anbremsen der 1. Schikane überholte und sich dieser nun den Angriffen von Manuel Lauck ausgesetzt war. Unterdessen hat sich Timo Bernhard in der 1. Runde schon auf P7 nach vorne gearbeitet und in der Mercedes Arena sich auch noch Niclas Kentennich im Frikadelli Porsche geschnappt und dabei 11 Plätze gut gemacht während der Haribo Porsche auf P9 gezeigt wurde, dicht gefolgt vom Nadelstreifen/Wodka Porsche aus dem Hause Manthey.
Für Jörg Bergmeister und Peter Dumbreck im Falken Porsche war aber schon nach der 1. Runde das Rennen de facto zu Ende als man in die Box rollte und erst Minuten später wieder zurück auf die Strecke konnte. Jedoch folgte eine nicht enden wollende Serie von Kurzrunden und weiteren unplanmäßigen Boxenstopps aufgrund massiver Probleme mit dem Wagen so dass der Tag für das Team schon sehr früh im Rennen hinüber war.

Dass die anderen Porsche aber noch lange nicht genug hatten wurde auch in den darauf folgenden Runden mehr als deutlich. So holte sich Manuel Lauck zu Beginn der 3. Runde Andy Priaulx – welcher dann zugleich auch noch von Thomas Jäger in der Mercedes Arena kassiert wurde, und wollte sofort den führenden BMW mit Uwe Alzen am Steuer auf P2 verweisen. Dieser konnte sich jedoch noch gegen Manuel Lauck beweisen und die Führung bis eingangs Hatzenbach verteidigen als sich diese der entfesselnd fahrende Manuel Lauck holte.
Da die gesamten Top innerhalb von ein paar Sekunden lagen gab es somit immer schöne Zweikämpfe, von denen man als auswärtiger leider nichts sehen konnte. Es gibt zwar das Fan-TV der VLN, welches aber nur per DVB-T rund um den Ring zu sehen ist. Alle anderen wie ich hatten leider keine Chance auf bewegte Bilder zu kommen, denn der angebliche Justin Stream hielt auch nicht das was er versprach. Man kann daher nur hoffen dass die VLN auf dieses Problem reagiert und hoffentlich bald einen eigenen Online-Stream anbietet.

Aber nun zurück zum Rennen: So lag gegen Ende der 4. Runde Manuel Lauck knapp vor Uwe Alzen und vor Timo Bernhard welcher Thomas Jäger im SLS auf P4 verweisen konnte. In jeder Runde kam auch bereits der Mamerow-Mercedes an die Box da man anscheinend über das Fahrverhalten nicht ganz so glücklich war nach kleine Veränderungen welche man alle während des Stopps tätigen konnte war dieser aber wieder im Rennen und es wäre sehr spannend gewesen was passieren würde, würde z.b während des Rennen Regen einsetzen, da der SLS ja nun off-sequenze war da das Pit-Window für den 1. Stopp in der Regel zwischen Runde 7 und Runde 9 liegt.
Unterdessen konnte sich Duncan Huisman auf P38 im Gesamtklassement und auf P1 in seiner Klasse SP10 im Eifelblitz für Scheid Motorsport verbessern und die Klasse souverän anführen während der Ferrari P4/5 von James Glickenhaus konstante Runden um die 8:45 drehen konnte und auf Platz 20 rangierte.
Die Titelverteidiger Mario Merten und Wolf Sylvester lagen zu diesem Zeitpunkt auf P1 in der Klasse SP3 und Platz 64 Gesamt während die Gebrüder Schall auf Platz 54 mit ihrem Mercedes E190 lagen.

In der sehr stark besetzen SP3T lange zu diesem Zeitpunkt Maik Rosenberg und Peter Terting im VW Scirocco vor dem bekannten Trio von Raeder Motorsport welche wieder auf ihren Audi TT S vertrauten. Auf Platz folgte ihnen der 2. Scirocco mit wenigen Sekunden Abstand und Emin Akata am Steuer.
In der SP4T lag der Ford Focus der FH Köln vorne da der einzige verbliebene Konkurrent in der Klasse schon raus war während es in der SP5 deutlich enger zuging.
Dort führte die #210 von Kappeler wenig überraschend die Klasse an, jedoch dicht gefolgt von dem BMW M3 vom MSC Rhön e.V und dem 130 mit Udo Schauland/Koritz Kröner/Lars Gerdau.
Der Dörr Z4 aus der SP6 führte seine Klasse dort schon mit guten 75 Sekunden Vorsprung an, nachdem das neu aufgebaute Auto nach einem schweren Unfall am Ende der letzten Saison die Speerspitze bildete, da die Upgrade-Kits für den Z4 GT3 noch nicht fertig geworden sind.

Kommen wir nun noch zur am stärksten besetzten Klasse, nämlich der Renault Clio Cup welche 20 Wagen an den Start brachte welche zu diesem Zeitpunkt vom Clio von Schläppi Racing knapp vor den Renault Clio von Tim und Dirk Gronck sowie vor Flepper Racing.

In der Zwischenzeit konnten sich die ersten 4 bis zum Beginn der 7. Runde der bis dahin kaum veränderten Topgruppe um knappe 5 Sekunden vor den Verfolgern absetzen, während erst ab Position 7 mit Oli Kainz eine etwas größere Lücke von 16 Sekunden entstand. Überraschenderweise kam der letztjährige mehrfache Laufsieger Christian Menzel im Haribo Porsche nicht weiter nach vorne und hatte auf P8 fast 30 Sekunden Rückstand auf die Spitze welche in der nächsten Runde mit den Boxenstopps beginnen würde nachdem am Ende der 7. Runde bereits Christopher Haase im Audi R8 und Thomas Jäger im Mercedes an die Box kamen.

Nur wie bereits erkannt, habe ich vorhin gerade den Konjunktiv benutzt, denn anscheinend haben sich 2 ganz heiße Sieganwärter bei der Benzinmenge verpokert. So rollte der Dicke von Manthey mit Timo Bernhard im Bereich Schwalbenschwanz aus, während der führende Manuel Lauck kurz vor der Boxeneinfahrt in der Hohenrain-Schikane für mehrere Minuten stehen blieb. Anscheinend hat ihm dann jemand etwas Spirt in den Tank gefüllt, aber der Kampf und den Gesamtsieg des 1. Wertungslaufes war damit natürlich gelaufen. So kamen bis auf Uwe Alzen und den 2 angesprochenen Porsche alle anderen Wagen aus der Topgruppe zu ihrem 1. Stopp und konnten nachher in unveränderter Reihenfolge wieder auf die Strecke gehen während Uwe Alzen erst gegen Ende der 9. Runde die Box ansteuerte.
Von nun an führte der Mercedes SLS von Armins Hahne, welcher das Steuer von Chris Mamerow übernommen hatte mit 1:11 Min, da man ja schon nach 4 Runden zum Service kam und daher deutlich weniger Standzeit hatte während der Rest kaum unverändert folgte wobei sich die beiden BMW und der Mercedes von Black Falcon etwas absetzen konnten nachdem sich der Black Falcon SLS Platz 2 knapp vor dem BMW mit der #42 sichern konnte.

Zu diesem Zeitpunkt kam dann auch Mika Salo im bis dahin auf Platz 17 vorgerückten Ferrari P4/5 an die Box während man vorher doch konstante Zeiten um die 8:40 ein erstaunlich gutes Tempo vorlegen konnte, denn dies war sowohl für Mika Salo als auch für den Wagen der 1. Einsatz in der Grünen Hölle. Da kann man dem Team nur gratulieren. Leider wehrte die Freude nicht lange, denn in der darauf folgenden Runde wurde der Wagen in langsamer Fahrt im Bereich Steilstrecke/Karussel gesehen und als der Wagen an die Box rollte fing der Wagen leider etwas Feuer. Man kann nur hoffen dass der Wagen keine größeren Schäden davon getragen hat und möglichst bald wieder auf der Nordschleife zu sehen sein wird, denn dass dieser Wagen Potential hat, hat er schon mal bewiesen.

An der Spitze steuerte dann in der 13. Runde der Mamerow SLS zum 2. Mal (diesmal allerdings planmäßig) die Box an womit nun der Black Falcon Mercedes vor den beiden BMW in unveränderter Reihenfolge das Feld anführte, dies währte aber auch nur bis zum Ende der 15. Runde, denn dann steuerte der Mercedes die Box zum 2. Stopp des Tages an, wo nun Jan Seyfarth das Steuer von Kenneth Heyer übernommen hat während die BMW nun ihre schnellsten Runden mit ~8:25 drehten.
Unterdessen konnte sich aber ein anderes Auto still und leise langsam aber sicher nach vorne arbeiten: Der Horn SLS mit David Horn und Sascha Bert am Steuer konnte sich bis auf P4 zu diesem Zeitpunkt nach vorne fahren. Ebenfalls sehr gut lag der Frikadelli Porsche, aber leider hat man den 2. Stopp verpatzt und gute 2 Minuten auf die Konkurrenten verloren, jedoch stand am Ende immer noch ein sehr guter 5. Platz zu Buche nachdem nun Marc Basseng das Steuer übernommen hatte.

Gegen Ende der 17. Runde bog dann auch der bis dahin 3. platzierte BMW #43 an die Box zum 2. Stopp des Tages ab, während die #42 wieder eine Runde länger draußen bleiben konnte und somit erst gegen Ende der 18. Ende an die Box fuhr.
Zu dieser Zeit konnte auch der Eifelblitz von Scheid Motorsport immer noch seine Führung in der Klasse der SP10 halten und man muss hier Duncan Huisman mal ein riesen Lob aussprechen, denn er fuhr das gesamte Rennen alleine und ohne Fehler. Respekt.

Leider hat es für Scheid und Duncan Huisman nicht ganz zum Sieg in der SP10 gereicht, denn der größtenteils 2. Platzierte Aston Martin von Mathol Racing startete am Ende in Person von Wolfgang Weber noch eine beachtenswerte Aufholjagd und der Vilshofener kassierte kurz vor Ende noch den Eifelblitz um sich den Sieg in der Klasse SP10 zu sichern.
In den anderen Klassen wie der SP5, lag weiterhin der M3 von Kappeler unangefochten vorne, welcher Schluss endlich auf mit 2 Runden Vorsprung seine Klasse mehr als deutlich gewinnen würde.
In der SP6 hat sich derweil nach wenigen Runden der Porsche 911 von Bonk vor dem Z4 von Dörr geschoben. Jedoch hielt diese Führung nicht lange und man schied bereits nach wenigen Runden aus und machte somit den Weg für Dörr zum Klassensieg frei, aber auch diese schafften es nicht und auch hier kam das Aus mehr als vorzeitig so dass ein Trio aus Frankreich in ihrem BMW M3 die Klasse der Specials bis 3500 ccm gewinnen konnte.
Zu guter Letzt noch ein Blick in die am stärksten besetzte Klasse, die Renault Clio Cup: Dort führte zu diesem Zeitpunkt noch die #655 von den Gronecks knapp vor der #667 von Schläppi, konnte diese Führung aber nur noch 1 Runde lang halten da man dann in der darauf folgenden Runde einen technischen Defekt hatte und das Rennen vorzeitig beenden musste. Somit war der Weg für Schläppi zum Sieg in der Cup-Klasse frei.

Nicht anders erging es auch zu diesem Zeitpunkt des Rennens den Jungs von Raeder Motorsport. Man konnte zwar seine Klasse die SP3T knapp gegen die 2 VW Sciroccos anführen aber kurz vor Ende schlug auch hier das Pech zu und man schied nach 24 Umläufen aus was den Weg für Maik Rosenberg und Peter Terting in ihrem VW Scirocco frei machte, während ihre Teamkollegen Emin Akata Christian Krognes mit 1 Runde Rückstand auf Platz 2 ins Ziel kamen.
Und auch die Aussichtsreich in der Cup2, der 911 Cup-Klasse liegenden Piloten von Manthey u.a mit Christopher Mies am Steuer hatten kein Glück und mussten nach 23 Runden die Segel vorzeitig streichen wodurch der 911 Cup um Wolfgang Kohler, Frank Kräling und Christian Menzel den Klassensieg holen konnte.

Die letztjährigen Meister von Bonk Motorsport konnten sich zwar den Sieg in der SP3 Klasse sichern, da aber nur 2 Wagen im Ziel gewertet wurden, ist die Punkteausbeute dementsprechend Mager und man wird sich im Team der letztjährigen Meister sicher die Frage stellen ob und in welche Klasse man möglicherweise wechseln wird um eine Chance zur Titelverteidigung zu haben.

Zurück nun an die Spitze: Nach 21 absolvierten Umläufen lag hier der SLS von Armin Hahne noch gute 27 Sekunden vor dem BMW mit der #42 und gute 70 Sekunden vor dem BMW mit #43 und Dirk Werner am Steuer. Auf P4 lag der Black Falcon Mercedes mit Kenneth Heyer am Steuer, welcher aber in die Box abbog um zu stoppen, nachdem die BMW mehr und mehr Zeit auf beide SLS gutmachen konnten.

Gegen Ende der 22. Runde bahnte sind dann die Entscheidung des Rennens an: Armin Hahne kam im Mamerow SLS auf P1 liegend planmäßig an die Box. Dort stellte man dann aber fest dass der Wagen massive Bremsprobleme hatte und keinen richtigen Bremsdruck mehr aufbauen konnte. Man ging daher auf Nummer sicher und beließ den Wagen in der Box was natürlich dazu führt dass die beiden Werks-BMW nun gute 2 bzw. 1 Minute Vorsprung auf den SLS von Black Falcon hatten.

Der Weg war somit für die 2 BMW frei und man fuhr dann weiter Zeiten von 8:30 und musste gegen Ende des Rennen nur noch zu einem kurzen Splash and Dash (was bei einer solchen Strategie aber normal ist, denn mit 2 Stopps kommt man in der VLN kaum durch) kurz vor Schluss in der 26 bzw. 27 Runde reinkommen. Da auch dies ohne Probleme vonstattenging konnte man einen verdienten Gesamtsieg feiern. Auf Platz 3 und 4 landeten die SLS GT3 von Black Falcon bzw. der schon vorhin angesprochene Horn SLS bevor auf Platz 5 der beste Porsche in Form des Frikadelli Racing Teams landete, welcher von Niclas Kentenich, Marc Basseng und “Speedbee” Sabine Schmitz gesteuert wurde.
Schade dass dieses Team den letzten Stopp etwas vermasselt hatte und dabei gute 2 Minuten verloren hat, denn sonst wäre noch Platz im Endresultat möglich gewesen.
Auf Platz 6 landete dann der Haribo Porsche von Christian Menzel, Mike Stursberg und Hans Guido Riegel.

Während der besten Audi R8, eingesetzt von Phoenix Racing nicht über Platz 8 hinauskam
Fairerweise muss man aber auch sagen dass der R8 nie vorne aufgetaucht ist und auch nicht den Eindruck erweckte als könnte er um die Top5 kämpfen. Aber man hat sich noch sehr achtbar geschlagen denn anfangs sah es ja noch schlechter für das Team um Mike Bronzel aus.
Die Top 10 werden noch vom WTM Manthey Porsche aus der SP7 und dem vor allem am Anfang so stark angasenden Pinta Porsche GT3 R um Manuel Lauck und Michael Illbruck komplettiert welche nach ihrem Missgeschick keine Chance mehr nach ganz vorne hatten.

Das komplette Gesamtklassement kann man hier und nach Klassen aufgeteilt hier nachlesen.
In der Meisterschaftstabelle führt nun Schläppi Racing vor dem VW Scirocco von Peter Terting und Maik Rosenberg und dem SLS AMG GT3 von Black Falcon welcher ja seine SP9 gewinnen konnte.

Wer jetzt aber meinen könnte das BMW die stärkste Marke 2011 am Ring wäre, der sollte aufpassen, denn die schnellste Runde fuhr ein Mercedes SLS von Black Falcon, aber auch “nur” mit 8:24 während die BMW M3 GT2 8:25 hinlegten. Die schnellsten Zeiten aus dem letzten Jahr, wurden jedoch von Manthey mit dem GT3 R gefahren und zwar im Bereich von 8:11 im Rennen. Man darf also davon ausgehen dass bis zum 24H Rennen noch weiter massives sandbagging betrieben wird um nicht per BoP eingebremst zu werden.
Dies wird auch ein Grund gewesen sein warum am Anfang alle Top-Wagen so eng beieinander waren, denn keiner musste ans Limit gehen und die wahre Performance wird man vermutlich erst bei jenem 24H Rennen sehen. Daher wird es sehr schwer sein treffsichere Prognosen über die Wagen zu erstellen, auch wenn man nun die max. Leistung der Wagen in der BoP niedergeschrieben hat und zumindest bei Porsche den Air Restriktor verkleinert hat. Man darf nicht vergessen dass Manthey letztes Jahr mit offiziellen 490 Pferden in der Lage war Zeiten von 8:11-8:14 im Renntrimm oder 8:07 im Quali zu fahren und die Teams werden in Sachen Entwicklung sicher nicht geschlafen haben.

Das nächste Rennen wird am 30.04 wieder über 4 Stunden gehen; hoffentlich auch mit bewegten Bildern über das Internet.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt

November 26 2010

11:00

GT1-WM: Vorschau Interlagos

Der Endspurt in der Debutsaison der FIA GT1-Weltmeisterschaft steht an, mit zwei Südamerika-Rennen an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden.

Alle anderen großen internationalen Rennserien haben sich mittlerweile in die Winterpause verabschiedet, sodass die GT1-WM zum Ende ihrer ersten Saison die ganze Aufmerksamkeit der Fans haben sollte. Beide Rennen sollten sich wegen der tollen Strecken auch durchaus anzuschauen lohnen. Doch bevor es Anfang Dezember nach San Luis zum aufregenden Potrero de los Funes geht, ist das brasilianische Interlagos an der Reihe, ebenfalls eine beliebte Bahn. Im Senna-S können schließlich sogar Formel 1-Boliden überholen, es dürften also an diesem Wochenende zwei spektakuläre Rennen bevorstehen.

Um den Meistertitel wird es allerdings nur dann noch einmal spannend, wenn die GT1-Dominatoren der letzten Jahre, Michael Bartels und Andrea Bertolini in ihrem Vitaphone-Maserati MC12, in Brasilien wenig bis gar nicht punkten. Denn auch bei 66 maximal noch einzufahrenden Punkten sind 35 Punkte Vorsprung viel. Schließlich werden Seriensiege, und damit eine Aufholjagd, wie sie notwendig wäre, durch den Erfolgsballast stark erschwert.

Thomas Mutsch (Matech-Ford GT), Marc Hennerici (Phoenix-Corvette) und Frank Kechele (Reiter-Lamborghini) heißen die Verfolger. Insbesondere letzterer hat in dieser Saison sein Talent mehrfach bewiesen, weswegen er auch so weit oben in der Meisterschaft dabei ist, obwohl er an zwei Rennwochenenden ausgesetzt hat. Auch ein Teamgefährt Ricardo Zonta wird bei seinem Heimrennen entsprechend motiviert sein, er geht auch davon aus, dass die Traktion und Motorleistung seines Wagens besonders auf der langen Bergauf-Start/Ziel-Passage ihm und seinen Markenkollegen zum Vorteil gereicht. In der Teamwertung hat Reiter auch noch realistische Chancen auf den Titel, bei nur 18 Punkten Rückstand auf Vitaphone. Hier zählen selbstverständlich auch die zweiten Fahrzeuge der Teams, und bei Vitaphone sitz in diesem mit Enrique Bernoldi ein weiterer Lokalmatador.

Weitere Würze bekommt das Duell dieser beiden Teams dadurch, dass sowohl die #1, das Vitaphone-Topauto, als auch die #25 von Kechele/Zonta mit je 40kg Zusatzgewicht die schwersten Fahrzeuge im Feld sind, während die zweiten Wagen beider Teams mit Normalgewicht unterwegs sein werden – also ein Kampf auf Augenhöhe. Gut möglich aber, dass sich ganz vorne auch wieder andere Teams blicken lassen werden, etwa die Young Driver-Aston Martin, die Pilot Nygaard wegen der langgezogenen, schnellen Kurven im Vorteil sieht, die Sumo Power-Nissan und Matech-Ford GT. Denn letztere sind nach dem desaströsen Hauptrennen in Navarra wieder ohne Ballast unterwegs und haben noch Rang 3 der Teamwertung in Reichweite, während der mathematisch auch noch erreichbare Fahrertitel für Mutsch wohl eher unrealistisch ist.

Die Rennen starten am Samstag um 17:30 Uhr und Sonntag um 18 Uhr deutscher Zeit und sind auf Sport 1 oder, mit jeweils viertelstündiger Vor- und Nachberichterstattung, im Livestream auf der Homepage der Rennserie zu sehen.

October 15 2010

15:33

VLN: Vorschau 34. DMV 250-Meilen-Rennen

Die beiden letzten Rennen der VLN stehen im Oktober auf dem Plan. Es geht wie immer über die Nordschleife und wie immer ist das Rennen richtig lang. Ein Blick auf die Serie und die Protagonisten

Kurze Vorbemerkung: Die VLN? Im Racingblog? Aber sicher! Die Frage ist eher, warum sie es bisher nicht hier hin geschafft hat. Das hat natürlich etwas damit zu tun, dass man erst einmal einen Autor finden muss, der Lust dazu hat, an dieser Stelle über die VLN zu berichten. Den haben wir aber jetzt gefunden und für die meisten ist es ein alter Bekannter. “Flo aus N” ist aus dem Chat bekannt und dort auch, weil er Samstags immer mal wieder die VLN Rennen tickert. Dankenswerterweise übernimmt er erst einmal für die letzten beiden Rennen der VLN die Berichterstattung, bevor auch die VLN in den Winterschlaf fällt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wir die VLN auch 2011 weiter im Programm haben werden. Danke an Flo, dass er die Aufgabe übernommen hat! Don Dahlmann

Am Samstag den 16.10 geht die VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring) in das vorletzte Rennen der Saison, bevor am 30.10 das Finale steigt. In der Meisterschaftswertung führen 2 Rennen vor Schluss Alexander Böhm/Carsten Knechtges/Leisen Philipp vor Christoph Breuer/Elmar Deegener/Jürgen Wolfahrt, gefolgt von Elmar Jurek. In der besten Ausgangslage befindet sich aber das Duo mit dem Z4 von Bonk Motorsport auf den Plätzen 8 & 9 (Mario Merten und Sylvester Wolf).
Natürlich werden sich jetzt einige denken “hä, wie kann denn das sein?” und “die Fahrer kenne ich ja gar nicht, denn die letzten Rennen wurden von Fahrern wie Timo Bernhard, Lance David Arnold oder Lucas Luhr gewonnen?” Das stimmt auch, jedoch hat die VLN ein sehr einzigartiges Wertungssystem, welches ich mal näher darstellen möchte.

Die VLN ist in 4 Divisionen unterteilt welcher sich wiederum in unzählige Klassen teilen. Das ganze ist dann wie folgt aufgebaut:

Division VLN Serienwagen: Hier fahren Serienwagen, welche einen Überrolkäfig besitzen und einen Sicherheitstank, aber von der Leistung, dem Antriebsstrang und dem Fahrwerk sowie der Karrose dem Serienzustand sehr ähneln und nicht so viele Modifikationen erlaubt. Ziel ist es den Teams einen Einsatz mit möglichst geringen Kosten zu ermöglichen. Die Fahrzeuge selber werden dann nach dem Hubraum in die verschiedenen Klassen eingeteilt, was wie folgt aussieht:

VLN Serienwagen V1 bis 1600 ccm
VLN Serienwagen V2 über 1600 ccm bis 1800 ccm
VLN Serienwagen V3 über 1800 ccm bis 2000 ccm
VLN Serienwagen V4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Serienwagen V5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Serienwagen V6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Serienwagen V D (Diesel) bis 3500 ccm

Division VLN Specials: Dies sind Fahrzeuge welche umfassend modifiziert und umgebaut sind und sich schon optisch von den VLN Serienwagen unterscheiden. Dies umfasst Rennmotoren, Renngetriebe, eine stark veränderte Aerodynamik (Splitter, Heckflügel, Body-Kits, Spoiler). Jedoch darf man hier nicht alles verbauen und die Vorschriften sind für die einzelnen Klassen unterschiedlich. So ist es zum Beispiel nicht erlaubt dass in der Klasse SP7 der Heckflügel über den hintersten Punkt der Karroserie hinaus ragt oder dass man einen Air Restriktor oder Ladedruckbegrenzer einbauen muss.
Die Klassen selber unterteilen sich wie folgt:

VLN Specials 1 bis 1400 ccm
VLN Specials 2 über 1400 ccm bis 1750 ccm
VLN Specials 3 über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN Specials 4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Specials 5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Specials 6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Specials 7 über 3500 ccm bis 4000 ccm
VLN Specials 8 über 4000 ccm bis 6250 ccm
VLN Specials 9 Fahrzeuge mit FIA GT3 Homologierung
VLN Specials 10 Fahrzeuge mit FIA GT4 Homologierung
VLN Specials 11 Alternative Kraftstoffe
VLN Specials 12 Gas- und Hybridfahrzeuge

Daneben gibt es noch Klassen für Fahrzeuge mit Turbomotoren:

VLN Specials 2T bis 1600 ccm mit Turbolader
VLN Specials 3T über 1600 ccm bis 2000 ccm mit Turbolader
VLN Specials 4T über 2000 ccm bis 2500 ccm mit Turbolader
VLN Specials 8T über 2500 ccm bis 4000 ccm mit Turbolader

VLN-D1T (Diesel) über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN-D2T (Diesel) über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN-D3T (Diesel) über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN-D4T (Diesel) über 3000 ccm bis 6000 ccm

Daneben gibt es noch die Sonderklasse E1-XP in welcher Fahrzeuge zugelassen werden die nicht in eine der bestehenden Klassen untergebracht werden können/wollen. Der BMW M3 GT2 fuhr hier die ersten 3 Rennen oder auch der 911 GT3 R Hybrid, sowie der SLS GT3, da dieser noch keine FIA GT3 Homologierung besitzt.

Zusätzlich gibt es 2 Cup-Klassen (Cup-Division), welche zum einen für die Renault Clio Cup ist und die 2te Cup Klasse für die Porsche 911 Cup (Baujahr 2006-2009 sowie Baujahr 2004) gedacht ist.

Damit auch die historischen Fahrzeuge mit den Baujahren 1996 oder älter auch fahren können wie der BMW M1, gibt es noch die H-Division mit ihren Klassen welche sich auch nach dem Hubraum unterscheiden:

Klasse H1 bis 2000ccm
Klasse H2 über 2000 ccm bis 2500 ccm
Klasse H3 über 2500 ccm bis 3000 ccm
Klasse H4 über 3000 ccm bis 6250 ccm

Insgesamt starten somit immer zwischen 170 und 210 Wagen und in jeder Klasse können Klassensiege geholt werden und diese werden mit Punkten vergütet. Dies geschieht aber nicht nach einem gängigen festen Verfahren, sondern errechnet sich aus einer Formel welche die Punkte in Abhängigkeit des Starterfeldes in der Klasse errechnet die wie folgt lautet: 10*(Starter +0,5 – Platzierung)/Starter
Dadurch ergibt sich dann folgende Punkteverteilung:

Das heißt ein Sieg in einer zahlenmässig stark besetzen Klasse ist mehr wert als ein Sieg in einer weniger stark besetzten Klasse.
Da vor allem kleinere Klassen wie die SP3, SP3T oder die V-Klassen, die meisten Starter aufweisen, ergibt es sich dass eben die Sieger aus den kleineren Klassen die meisten Punkte einfahren können. Somit kann Manthey immer die SP9 und den Wertungslauf entscheiden, aber für den Gesamtsieg fahren in der SP9 zu wenig Autos rum um mehr Punkte durch den Sieg holen zu können.

Zu beachten ist jedoch eben auch, dass ein Team 2 Streichresultate hat und somit nur 8 Ergebnisse zählen, was dazu führt, dass Bonk Motorsport der Titel fast nicht mehr zu nehmen ist, wenn sie ihre Klasse die SP3 wieder gewinnen. Aus diesem Grund ist eben auch Black Falcon mit den momentan noch 1. der Gesamtwertung in diese Klasse gewechselt um ihnen dort die Punkte direkt streitig machen zu können.

Interessante und sehenswerte Autos gibt es aber nicht nur in der großen SP9, sondern auch in kleineren Klassen wie den BMW M1 in der H4, sondern auch den SLS GT 3 in der E1-XP, oder den neuen Audi TTRS welcher in der SP4T debütieren wird und natürlich der berühmte Opel Manta.
Aber ich fange mal mit den Favoriten auf den Gesamtsieg an, und das dürften vor allem die beiden top besetzten Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing sein. So werden Lance David Arnold/Christian Menzel/Richard Westbrook den Haribo Porsche mit der Startnummer #88 pilotieren, während “Der Dicke” #114 von Timo Bernhard/Lucas Luhr/Arno Klasen(welcher dieses Jahr einen großen Sprung gemacht hat) gesteuert wird.
Daneben gibt es weitere sehr gut besetzte 911 GT3 R, wie den Wochenspiegel Porsche oder den Wodka Porsche mit der starken Besetzung Arne Hahne/Jochen Krumbach/Marc Gindorf.
Frikadelli Racing tritt nicht mit dem GT3 Ran, genauso wie der 911 GT3 R von Mamerow welcher aufgrund diverser Streitigkeiten mit Porsche schon seit ein paar Rennen nicht mehr zum Einsatz kommt wobei Chris Mamerow wieder einen Platz gefunden hat. Dafür fährt das Team um Sabine Schmitz laut Nennliste mit dem betagten 911 GT3 RSR. Das verstehe ich nun aber ehrlich gesagt nicht so ganz…

So aber nun genug über die Porsche geschrieben, es gibt ja vorne noch jede Menge andere gute Autos.
So sollte man auf jeden Fall den Phoenix R8 #99 mit Frank Stippler und Marc Basseng im Auge behalten, welcher nach den der neuen BoP Einstufung durch die VLN 25 Kg ausladen darf, was eine höchst fragwürdige Entscheidung ist, wenn man bendenkt dass mit Einführung der GT3 die 8:30 min als max. Zeit ausgegeben wurden und der Audi im Zeittraining eine 8:09 gefahren ist. Ebenso wie die 3 Z4 GT3, wovon 2 von Schubert Motorsport und 1 von Dörr Motorsport eingesetzt werden. So sitzen auf der #92 keine geringeren als Jörg Müller und Dirk Adorf welche es sicher fliegen lassen werden. Auch sollte man den Dörr Z4 nicht vergessen, braucht sich die Besetzung Rudi Adams/Stefan Aust/Peter Posavac auch nicht gerade verstecken.

Kommen wir nun zum Mercedes SLS GT3 AMG, welcher ja schon beim letzten Lauf sein Debüt feierte und aufgrund fehlender GT3 Homologation in der E1-XP startet.
Ich hab ja schon angedeutet, dass Mamerow nicht mit dem 911 GT3 R startet, denn Mercedes setzt unter ihrem Banner einen von 2 SLS GT3 AMG mit der Startnummer 739 ein, welcher von Chris Mamerow und Bern Schneider gesteuert wird. Der 2. SLS AMG GT3 wird dagegen von Christopher Haase und Thomas Jäger mit der Startnummer 738 gesteuert welcher unter der Nennung von Black Falcon startet. Dort scheint man vor allem mit der Zuverlässigkeit des Audi R8 nicht zufrieden zu sein und überlegt wohl für nächstes Jahr auch auf den SLS GT3 AMG umzusteigen.
Verwunderlich ist der Einsatz von Mamerow auf dem SLS GT3 nicht, denn es gibt ja schon lange anhaltende Gerüchte dass man mit Porsche und ihrer Politik den Teams gegenüber höchst unzufrieden ist und man daher gerne wechseln würde. Mich würde es daher nicht wundern wenn das nicht der letzte Einsatz eines SLS GT3 für sie ist.

Es fehlen leider die beiden Vipers von Mintgen Vulkan (SP9) und von TITUS (SP12), welche sicher noch mehr Abwechslung gebracht hätten ebenso wie die MAOM Corvette mit Christian Hohenadel.

Auch sollte man immer ein Auge auf die Cup-Porsche werfen, denn diese liefern sich oft bis zum Schluss enge Kämpfe und wenn es etwas länger regnet und feucht bleibt sind diese Autos mit einem guten Piloten auch eine sehr Basis um die großen Autos ordentlich zu ärgern und das traue ich auch besonders dem Land Porsche mit der #672 und der Besetzung Dzikevic Andzej/Roland Botor zu und ich freue mich dass Land Motorsport seit geraumer Zeit wieder Rennen auf der Nordschleife fährt.

Ein weiteres Auto wird bei diesem Rennen seine Premiere feiern, nämlich der Audi TT RS, eingesetzt von Raeder Motorsport mit Chrsitoper Mies/Christoph Breuer/Marc Hennerici. Man darf gespannt sein was die Leute, welche damit in der SP4T starten alles erreichen können.

Aber eines der Highlight ist sicher auch der legendäre BMW M1 welcher von Achim und Peter Heinrich gesteuert wird und in der Klasse H4 startet und dabei aber immer noch sehr flott unterwegs ist, was ihre schnellste Runde aus dem letzten Rennen mit einer Zeit von 9:12.194 eindrucksvoll unterstreicht.

Zur Strecke noch kurz was:
Gefahren wird die Variante aus Nordschleife, Mercedes Arena und Kurzanbindung (DTM-Version), bevor es dann kurz vor der Zielkurve der GP-Strecke nach link auf die Norschleife geht.
Diese Variante ist ca. 23,8 km lang und damit gute 20 sek. langsamer als die lange Variante welche beim 24H Rennen befahren wird (“Hacker-Ecke”, Mühlenbachschleife), da mann dort den Platz der Mercedes Arena für das Fahrerlager braucht.
Die Rennen selber sind gewöhnlich über eine Distanz von 4 Stunden angesetzt auch wenn der Namen etwas anderes vermuten lässt, bis auf das ADAC Ruhr-Pokal-Rennen welches 6 Stunden dauert.

Gestartet werden die Rennen immer um 12:00 Uhr nach dem das Zeittraining von 8:30 Uhr bis 10:00 läuft.
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis punktematrix VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis

April 08 2010

20:28

NASCAR: Vorschau Phoenix April 2010

Nach den zwei echten Shorttracks in Bristol und Martinsville gastiert die NASCAR in dieser Woche auf dem sehr ungewöhnlichen Oval in Phoenix, Arizona. Jimmie Johnson konnte vor zwei Wochen nicht brillieren, steht nun aber an der Spitze der Punktetabelle und ist in Phoenix stark.

Warum schreibe ich „nach zwei ECHTEN Shorttracks“? Ganz einfach: Der Phoenix International Raceway ist exakt eine Meile lang und steht damit größentechnisch zwischen den echten Shorttracks Bristol, Martinsville (Halbmeiler) und Richmond (Dreiviertelmeile) auf der einen Seite und den schnellen Intermediate Ovalen mit typischerweise 1,5 Meilen Länge auf der anderen. Da die Grenze allerdings genau bei der Marke von einer Meile gezogen wird, ist Phoenix so ein Zwischending. Dann kommt natürlich noch das sehr spezielle Layout der Strecke dazu, die eine Einteilung noch einmal schwieriger gestaltet. Bleiben wir einfach dabei, dass das „(R)oval“ in Arizona eine ganz besondere Stellung innehat. Zur Geschichte des PIR hier ein Auszug aus einer früheren Vorschau, der auch die ungewöhnliche Form des Speedways erklärt:

Die Strecke ist mal wieder eine echte Rarität und hat seine außergewöhnliche Form den geologischen Gegebenheiten auf dem Grundstück zu verdanken. Weil man außer dem Oval noch eine Rundstrecke und einen Dragstrip mit auf das felsige und hügelige Gelände quetschen wollte, musste die Strecke ein wenig zurechtgebogen werden: So hat die Gegengerade außer ihrem Banking von 9° einen Knick, der als „dogleg“ bekannt ist. Die Turns haben ähnlich Pocono einen unterschiedlichen Charakter, Turn 1 und 2 sind mit 11° überhöht und enger als Turn 3 und 4, die dafür auch 2° weniger Banking aufweisen. Das Oval ist exakt eine Meile lang und fasst 76.800 Zuschauer, die zum Teil auf Naturtribünen ihren Platz findet. Rustikales Ambiente also und man erzählt sich außerdem die Geschichte, dass das Rennen ohne die freiwilligen Helfer nicht möglich wäre, die jeden Morgen auf den Tribünen die Klapperschlangen einsammeln; authentisches Wüstenfeeling.

1964 wurde der Raceway in Avondale, Arizona im Südwesten von Phoenix erbaut und in einer Sports-Illustrated-Umfrage wählten ihn 2007 12% aller NASCAR-Fahrer zu ihrer Lieblingsstrecke, was immerhin zu einem zweiten Platz gemeinsam mit dem Atlanta Motor Speedway hinter Bristol (18%) reichte. Eigentlich galt das Oval bis zum Jahr 2005 eher als Rennschauplatz der Open-Wheeler, allen voran den IndyCars und der Indy Racing League, doch die NASCAR-eigene International Speedway Corporation (ISC) entschied sich in besagtem Jahr für eine Neuausrichtung. Interessanterweise verfügte die Strecke bis zu diesem Zeitpunkt über die drittlängste IndyCar-Historie nach Indianapolis und Milwaukee. Die ISC kaufte den Phoenix International Raceway 1997 dann schließlich, doch Cup-Rennen fanden schon seit 1988 dort statt. Seit dem 2005er Kalender-Realignment verfügt das Oval gemeinsam mit Texas auch über ein zweites Saisonrennen, damals zu Ungunsten von Rockingham und Darlington.

Der externe Rundkurs war in den Parkplatz des Raceways integriert und führte von außen über die Fahrbahn des Ovals in das Innere der Anlage. Dieser Kurs wurde dann später durch eine integrierte Strecke im Infield ersetzt. Seit den letzten großen Umbauarbeiten 2002-03 gibt es einen Access-Tunnel unter Turn 4, womit auch die erwähnten bisherigen und einzigen Zufahrten ins Infield geschlossen werden konnten. Dadurch existiert auch der Dragstrip in seiner früheren Form nicht mehr.

Ein kleiner Rückblick auf Martinsville zeigt die aktuelle Stärkeverteilung im Cup

In Martinsville bestätigte sich wieder das ungeschriebene Gesetz, dass nur Denny Hamlin und Jimmie Johnson gewinnen dürfen. Wie ungewöhnlich stark sich dieser „Fluch“ durchsetzen konnte, war gegen Ende des Rennens zu sehen. Während Johnson blass blieb, aber trotzdem mit einem Top10-Ergebnis die Tabellenführung übernehmen konnte, führte Hamlin im Angesicht der zwei Tage später folgenden Knie-OP die meisten Runden. Dann folgte der taktische Fehlgriff des Jahrhunderts, der uns sicherlich alle mit offenem Mund vor dem Bildschirm zurückließ: Hamlin und Teamkollege Kyle Busch gingen tatsächlich in der letzten Gelbphase etwa 10 Runden vor Schluss an die Box und ließen neue Reifen aufziehen. Mit Hilfe des „Fluchs“, mehrerer Overdrive-Versuche und der kurzen Rivalität zwischen Matt Kenseth und Jeff Gordon konnte Hamlin den Sieg und die Serie allerdings doch noch retten. Ein unfassbar spannendes Finish, eines was wir seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen hatten.

Was war noch zu sehen? Ach ja, RCR ist wieder zurück. Wenn Jeff Burton, wie übrigens so vielen anderen auch, nicht der Reifen geplatzt wäre, stünde vermutlich ein Top5-Resultat für ihn zu Buche. Clint Bowyer landete immerhin auf Platz 7 und Kevin Harvick verlor die Führung in der Meisterschaft auch nur aufgrund von Bremsproblemen, die ihn 100 Runden zurückwarfen. Heimlich, still und leise ist Johnson in Martinsville also an die Spitze vorgerückt und hat dort die beiden Fords von Greg Biffle (-14) und Matt Kenseth (-16) im unmittelbaren Schlepptau. Die waren aber in Martinsville jenseits der Top10 unterwegs. Normalerweise fahren sie 2010 konstant vorne mit, aber für einen Ford-Sieg hat es bisher noch nicht gereicht. Das unterstreicht nun vor allem Richard Petty Motorsports, wo außer beim zurzeit sensationellen Paul Menard wirklich nichts vorwärts geht. Kasey Kahne hat beispielsweise schon ca. 100 Punkte Rückstand auf den Chase, in dem Menard momentan stehen würde.

Juan Pablo Montoya liegt nach vielen unverschuldeten Rückschlägen auf Platz 25 nun schon 171 Punkte hinter dem Chase. Aber wer weiß, wenn das Pech jetzt zuschlägt, dann hat er vielleicht gegen Ende der Saison mehr Glück. Doch das nützt ihm natürlich nichts, wenn die Chase-Qualifikation misslingt. Viele solche Totalausfälle darf er sich jedoch nicht mehr leisten. Wer ist derzeit noch vorne mit dabei? Nach Johnson, Biffle und Kenseth alle drei RCR-Fahrer, zu denen sich noch zwei Hendrick-Piloten gesellen: Jeff Gordon und überraschenderweise Dale Earnhardt Jr, für den es in diesem Jahr wieder besser läuft. Dann sind da noch Tony Stewart, der momentan eher mitfährt, sowie Kurt Busch, Paul Menard und Brian Vickers. Hinter Platz 12 lauern Carl Edwards, Mark Martin und die drei Fahrer von Joe Gibbs Racing. Denny Hamlin wird nach seiner Knie-OP versuchen, jedes Rennen zu bestreiten, hat aber Casey Mears als Ersatzmann zur Seite gestellt bekommen. Um die vollen Punkte zu bekommen, muss Hamlin jedes Rennen starten, kann aber falls das Knie zu stark anschwillt, jederzeit an Mears übergeben, der dann leer ausgeht.

In Phoenix geht der Sieg vermutlich nur über Hendrick Motorsports; RCR mit Chancen

Mit wem muss man nun in Phoenix rechnen? In allererster Linie natürlich wieder mit Dauermeister Johnson sowie allen weiteren Hendrick-Piloten, denn seit 2007 stand kein anderes Team in der Wüsten-Victory-Lane. Dann kann man noch weiter eingrenzen und getrost auf einen Chevrolet-Sieg tippen, denn seit 2003 hat nur ein Ford in Phoenix gewonnen und das war 2005! Toyota und Dodge suchen weiterhin nach der Einfahrt in die Victory Lane. Wenn man die momentane Kräfteverteilung 2010 anschaut, dann wird diese Phoenix-Statistik fast mit Sicherheit länger werden.

Anbei noch die Liste der bisherigen, noch aktiven Sieger:

1. Jimmie Johnson (4)
2. Mark Martin, Dale Earnhardt Jr, Jeff Burton und Kevin Harvick (je 2)
3. Tony Stewart, Matt Kenseth, Kurt Busch, Kyle Busch und Jeff Gordon (je 1)

Zu beachten ist, dass Mark Martins erster Sieg, beide Erfolge von Jeff Burton und Kurt Buschs Sieg in einem Ford zustande kamen. Tony Stewart gewann in einem Pontiac und Kyle Busch in einem Hendrick-Chevy.

Das zeigt also, dass der Sieg vermutlich nur über Hendrick und RCR geht. Die Top5-Kandidaten dahinter sollten sein: Kurt Busch, einer der Roush-Fords (vermutlich Greg Biffle oder Matt Kenseth) sowie eventuell Denny Hamlin, wenn er denn die OP gut wegstecken kann. Juan Pablo Montoya muss die Top10 erreichen, sonst wird es verdammt eng. Im letzten Phoenix-Rennen gelang ihm das zum ersten Mal dort. Dann habe ich noch drei Geheimtipps für die Top10: Martin Truex Jr schaffte das bereits in den letzten vier von fünf Phoenix-Ausgaben zwar in einem EGR-Chevy, doch sein MWR-Toyota war in Martinsville für die Top5 gut. Ebenso sehe ich David Reutimann da vorne, der im letzten Jahr beide Rennen in den Top10 beendete. Der Dritte im Bunde ist Marcos Ambrose mit den Plätzen 18, 14 und 11 in seinen bisherigen Anläufen in Phoenix. Alles in allem sollte man also am Wochenende auch auf Michael Waltrip Racing achten.

Wer das Rennen schauen will, der wird eine Nachtschicht einlegen müssen, denn Saisonrennen Nummer 7 startet in der Nacht von Samstag auf Sonntag um ca. 1:45 Uhr. FOX überträgt ab 1 Uhr. Alle anderen Termine laufen komplett am Freitag ab: Das Cup-Qualifying gibt es in der Nacht vor dem Rennen um 1 Uhr auf SPEED zu sehen und im Anschluss daran fährt die Nationwide Series ihr Rennen ab 3 Uhr auf ESPN2. Ungewöhnlich: Wegen des Nachttermins gibt es nach dem Cup-Qualifying keine Practice-Sessions mehr. Die einzigen beiden Trainingssitzungen finden davor statt, allerdings gelten keine „impound rules“. An den Wagen darf also trotzdem gearbeitet werden.

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