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February 15 2014

14:32

August 08 2012

14:59

VLN: Analyse 6H ADAC Ruhr Pokal

Beim Saisonhöheunkt über 6 Stunden konnte sich ein Mercedes vor 2 Audis durchsetzen, während vor allem ein Team mal wieder einen Tiefschlag einstecken musste.

Das die SLS auf der Nordschleife recht flott unterwegs sind, ist seit letztem Jahr kein Geheimnis mehr, allerdings war die Art und Weise, wie man den Sieg beim Höhepunkt der VLN Saison einfahren ist, doch bemerkenswert. So konnte Thomas Jäger, welcher Alexander Roloff und Jan Seyfarth unterstützte, gleich am Samstag mit einer 8:07 ein Ausrufezeichen setzen und die Pole für das Rennen herausfahren. Am Start konnte man dann auch seine Position behaupten und sich den Angriffen der 3 Audis und des Nadelstreifen GT3R erwehren. Wer nun aber glaubt, dass das Trio Roloff, Jäger und Seyfarth einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg einfuhr, der hat Unrecht, denn obwohl man die Führung nur kurz hergab, war es ein enges Rennen, welches keine Fehler verzieh und man auch das nötige Quäntchen Glück auf der Seite haben musste. So entstand der Vorsprung von 55 Sekunden nicht durch ein paar schnelle Runden, in der man mal eben schneller als der Raeder Audi, welcher den 2. Platz belegte, sondern dadurch, dass man Sekunde um Sekunde erkämpfte.

Dies war aber alles andere als leicht, denn auf jenem Audi fuhren mit Frank Biela, Thomas Mutsch und Christian Hohenadel 3 absolute Könner ihres Fach und das der Audi alles andere als langsam ist, hat man schon oft erleben müssen. Um so höher ist daher die Leistung des Teams anzurechnen, dass man diesen Raeder R8 mit gut 1 Minute in Schach halten konnte und auch den 2. R8 von Phoenix Racing mit Luca Ludwig, Christopher Haase und Christer Jöns auf den 3. Platz verweisen konnte. Einen großen Anteil daran hatte auch Alexander Roloff, welcher erneut durch sehr schnelle Rundenzeiten auf sich aufmerksam machte und den Werksfahrern in nichts mehr nachsteht. Im Gegenteil, denn 2 Läufe zuvor konnte er sogar Marc Lieb 2 Runden lang hinter sich halten und den Sieg sichern. Allerdings brauchte man etwas Glück bzw. konnte man Pech zum Beispiel in Form von Reifenschäden gar nicht gebrauchen und hätten jeder Zeit den Triumph zerstören können.

So erwischte es den schnellsten R8 mit Basseng, Rast und Stippler gleich in den ersten Runden, wodurch das Trio in die Box kommen musste und das Rennen erst mit knapp 1 Runde Rückstand wieder aufnehmen konnte. Mit den schnellsten Rundenzeiten und einer 8:11 als absolut schnellster Runde zeigte man dann, dass es sicher ein heiser Kampf mit dem SLS geworden wäre. Aber da es wieder einige Unfälle und Zwischenfälle ohne Einschläge, wie Berührungen und Rempeleien gab, gab es wieder jede Menge Kaltverformungen und somit viele kleine Carbonteile, welche auf der Strecke lagen und für einige Reifenschäden sorgten. So erwischte es Frikadelli Racing GT3 R gleich 2 mal, oder auch der Nadelstreifen GT3 R welche somit viel Zeit verloren haben.

Gerade Manthey hatte ein Wochenende zum vergessen: So begann alles mit einer tollen Nachricht, wonach Timo Bernhard sein Comeback geben würde und in den ersten Runden nachdem Stopp, als Dumas das Steuer an ihm übergab, merkte man ihm seine lange Pause kaum an. Allerdings fand sich das Auto dann gegen Ende des 10. Umlaufes nicht mehr auf dem Zeitentabelle. Der Grund war ein Motorschaden und somit das Aus für das Auto. Zum Glück erwischte es das Auto nicht so schlimm wie das Schwesterfahrzeug aus der SP7: Nachdem der Eigenau GT3 Porsche, auf Basis eines 911 Cups mit breiterem Bodykit und 4l Motor bereits beim 24H Rennen nach ein paar Runden ausschied und beim 5. Lauf einen Totalschaden erlitt, als man in dem heftigen Unfall in der Fuchsröhre bei Tempo 250 involviert war, beschloss man einen 2012er RSR zu ordern, welcher laut Listenpreis fast 600.000€ inkl. MwSt. kostet.

Um diesen neuen RSR auf die Nordschleife abzustimmen, führte man vor dem Wochenende Test und Abstimmungsarbeiten auf der Nordschleife mit Romain Dumas am Steuer durch und da geschah das unglaubliche: Der Wagen fing Feuer und brannte vollständig aus. Dumas konnte sich zwar noch aus dem Auto befreien, wodurch ihm nichts passierte, aber nach dem Eigenbau GT3, ist dies nach nur einem Renneinsatz der 2. Totalschaden für Georg Weiß und Olaf Manthey. Hoffentlich ist der Wagen gut versichert bzw. Porsche zeigt sich kulant, denn gute 900.000€ Schaden innerhalb von nicht mal 2 Rennen ist auch für Georg Weiß alles andere als ein Pappenstiel. Es wäre schade, wenn der Auftritt beim 6. Lauf der einzige mit einem 2012er RSR gewesen wäre, denn ist er doch ne willkommene Abwechslung unter den ganzen 911 Cup Porsche und umgebauten Cups aus der SP7, welche oft auf das GT3 R Bodykit setzen.

Um noch mal auf den Sieger in Form des SLS zurück zu kommen: Oft wird ja viel über die BoP bzw. die damit verbundene Einstufungen geredet und (wie ich es hier betreibe) geschrieben. Allerdings dürfte die starke Performance des SLS hier nicht aufgrund der Einstufung zustande kommen, denn der Audi mit Marc Basseng war sogar nen Ticken schneller, sondern an der sehr guten Mannschaft von Rowe und den Dunlops, welche mittlerweile bei allen Wetterlagen sehr gut funktionieren. So waren bis Ende letzten Jahres die Dunlops ja bei Leibe nicht schlecht, aber wenn es kühler wurde, hatten die Teams und Fahrer, insbesondere die BMW oft Probleme die Reifen auf die Temperatur zu bekommen, wo sie ihren maximalen Grip aufbauen. Dunlop und auch BMW hat sich diesem Problem angenommen und hat so nun für den Z4 nicht nur sehr gute Regenreifen, sondern auch sehr gute Slicks welche überall gut funktionieren. Auch scheinen sie recht robust zu sein, denn im Vergleich zur Konkurrenz hat man hier recht wenige Reifenschäden. Von dieser Arbeit profitiert natürlich dann auch ein Team wie Rowe, wenn also der Wissentransfer im Hause Dunlop stattfindet, denn obwohl die Autos verschieden sind, haben sie gewisse Gemeinsamkeiten. So haben beide den Motor vor dem Fahrer und relativ weit in der Mitte des Autos platziert, sie verfügen über viel Abtrieb und zumindest in der VLN über ein ähnliches Gewicht (1300 vs. 1340kg).

Der einzige Z4 GT3, welcher von Schuberth Motorsport eingesetzt wurde, konnte sich leider nicht platzieren, denn nach 24 Umläufen musste das Team um Claudia Hürtgen das Rennen aufgeben. Das Auto, war aber nicht nur in Sachen Motorensound wieder ein Ohrenschmaus, denn diesmal gabs auch was fürs Auge: Schuberth hat den Z4 zum einen als Homage an den BMW M1, zum anderen aber auch vor dem Hintergrund der finanziellen Situation mit einer „Sag ja zum Ring“ Beklebung foliert.
Ihr Debüt auf der Nordschleife gaben Klaus Bachler und Michael Christensen in einem 911 GT3 von Manthey. Sie teilten sich das Steuer mit Frank Kräling und Marco Schelp und erreichten dabei den 2. Platz in der Klasse SP7. Den Sieg konnte sich erneut Kremer Racing mit gut 3 Minuten Vorsprung sichern, obwohl beide auf Anhieb mit recht flott Zeiten zu überzeugen wussten. Zur Spitze fehlten aber trotzdem fast 7 Sekunden, denn der schnellste Umlauf des Kremer Porsche brachte eine 8:29 als Ergebnis hervor.

Im Kampf um die Meisterschaft scheint eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein, denn das Team von TKS, also Elmar Jurek und Jannik Olivo hat die Klasse Cup3 mit 2 Runden Vorsprung gewonnen und hat nun unter Berücksichtigung eines Streichresultates 57,71 Punkte, was bei 6 Läufen einen Schnitt von exakt 9,618333333333 Punkten entspricht. Sollten die beiden aus den verbleibenden 3 Rennen noch 2 ähnliche Ergbnisse wie bisher einfahren, so wird kaum ein Team oder Fahrer in der Lage sein die beiden abzufangen, denn dafür haben die anderen momentan nicht genügend Punkte bzw. schon teilweiße 3 Streichergenisse eingefahren, wobei nur 2 rausfallen, was gleichbedeutend mit dem Aus im Kampf um die Meisterschaft ist, denn dafür haben Olivo/Jurek bisher zu viele Punkte gesammelt. Mehr dazu gibts aber in der nächsten Vorschau, wenn man 25.08 der 8. Lauf über 4 Stunden stattfindet. Den kompletten Stand in der Meisterschaft gibts hier

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August 03 2012

15:12

VLN: Vorschau 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen

Am Samstag statet mit dem 6H Rennen der 7. Lauf zur VLN und der Höhepunkt der Saison, welcher die heiße Phase im Kampf um die Meisterschaft einläutet. Dazu gibt Timo Bernhard sein Comeback.

Es war im März dieses Jahres, als Audi in Sebring die beiden neuen R18 getestet hat. Dabei erlitt der Wagen von Timo Bernhard eingangs der schnellen letzten Kurve mit dem Namen Sunset-Bend einen technischen Defekt und Timo verlor die Kontrolle über den Wagen, was einen heftigen Einschlag in die Begrenzungsmauer zur Folge hatte. Die Folgen sind bekannt: mehrere Verletzungen, unter anderem an der Halswirbelsäule und eine Auszeit, die bis jetzt dauerte, waren die Folge. Nach dem sich Timo Anfang Juli vollständig von den Folgen erholt hatte, konnte er mit dem spezifischen Training beginnen, so dass er nun sein lang erwartetes Comeback in einem Rennwagen geben kann. Sein Comeback wird er an der Seite seines langjährigen Teamkollegen, von Penkse, Audi und Manthey geben, nämlich Romain Dumas und Joch Krumbach auf dem Nadelstreifen Porsche von Manthey.

Ein leichtes Unterfangen hat er sich dabei nicht ausgesucht, denn die Konkurrenz ist hart, die Strecke berüchtigt und über 6 Stunden kann viel passieren, zumal wohl wechselhafte Bedingungen vorausgesagt wurden und was wechselhaft in der Eifel bedeutet, dürfte bekannt sein.
Ein Auto, welches bei solchen Verhältnissen in Profihänden schon immer sehr gut war und dies bei den 24H von Spa auch wieder eindrucksvoll unter Beweiß gestellt hat, ist der R8 lms. Hatte man bei trockenen Bedingungen nicht ganz das Tempo der Z4 mitgehen können, so war man im Regen und bei abtrocknenden Verhältnissen quasi unschlagbar. Dazu hat man den Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzieren können, was in Verbindung mit dem 120 Liter Tank dafür sorgen könnte, dass man bei nassen Bedingungen Stints von 10 Runden fahren könnte. Bei den 24H schaffte man dies 1 mal und da die Variante der VLN gut 1 km kürzer ist sollte das also für 10er Stints reichen – wenn es regnet. Dazu haben Marc Basseng und Frank Stippler beim letzten Lauf einen neuen Rundenrekord über 29 Runden aufgestellt, was sie natürlich dann zu den Topfavoriten für Samstag macht.

Unterstützung erhalten sie hierbei von Christopher Haase. Im 2. Phoenix R8 lms mit der #5 starten dann Luca Ludwig und Rene Rast, während die gewohnte Besatzung rund um Frank Biela im Raeder R8 die Audis komplettiert. Am meisten Konkurrenz sollten sie dabei – neben dem Manthey GT3 R vom Rowe-SLS erhalten, welcher vor 2 Läufen knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt ist und beim letzten Lauf trotz Reifenschaden auf den 3. Platz mit ebenfalls 29 Runden nach vorne gefahren. Hierbei erhalten Jan Seyfarth und Alexander Roloff Unterstützung von Mercedes-Fahrer Thomas Jäger. Für Überraschungen könnten die beiden McLaren von Dörr und Gemballa Racing, letztere erhalten nun nach der Auflösung des Vertrages mit Zaakspeed nun Unterstützung von Frikadelli Racing. Bei Gemballa werden Pedro Lamy und Tom Coronel Stammfahrer Sascha Bert unter die Arme greifen, während bei Dörr Motorsport, welche zuletzt erstmalig Führungskilometer sammeln konnten, wieder Arno Klasen, Kai Riemer, Henri Moser und Rudi Adams als Fahrer parat stehen.

Vor allem in der Anfangsphase sollte man hier durchaus für Furore sorgen können, denn mittlerweile wurde das Auto entsprechend weiterentwickelt bzw. hat nun auch McLaren dafür gesorgt, dass das Auto nun in den meisten Gt3 Serien und Strecken mit der Spitze mithalten kann. Dazu konnte man nun die weicheren Federn und Dämpfer sowie mehr Federweg verbauen, was vor allem auf der Nordschleife immens wichtig ist, denn nichts in schlimmer als ein Auto, welches auf den Wellen und Sprüngen permanent aufsetzt und durchschlägt oder unruhig auf der Hinterachse liegt. Ob das aber für das komplette Rennen reicht, wird man abwarten müssen, denn ein Wunder an Zuverlässigkeit war und ist der Wagen bei Leibe nicht und so sind Ausfälle technischer Natur immer noch eher die Regel als die Ausnahme.

Ausfälle und insbesondere Ausfälle technischer Natur, sollten bei den Piloten und Teams, welche noch Chancen auf den Sieg der Meisterschaft haben, denn kaum ein Team hat bislang kein Streichresultat verbuchen müssen. Die jenigen, welche vielleicht noch kein Streichresultat zu Buche stehen haben, wären Norbert Bermes und Marcel Belka von Mathol Racing, welche im 3. Lauf 8,75 Punkte erreichten. Sollten es aber Teams und Piloten, welche in Klassen mit hohen Starterzahlen starten, wie der V6 oder Cup3 allerdings Piloten mit 8 sehr hohen Ergebnissen in die Wertung schaffen, wird man bei Mathol dieses Ergebnis aber als Streichresultat werten müssen, denn bei 15-20 Starter in den entsprechenden Klassen kann man als Sieger oder 2. doch nen Tick mehr Punkte hinter dem Komma holen als in der SP10.

Nach dem 6 Stunden Rennen wird man dann aber wohl mehr erkennen können, denn denn dürften wohl einige Teams mit 2 oder gar 3 schlechten Ergebnissen aus dem Kampf um die Meisterschaft rutschen. Zu sehen gibt’s das alles ab 12.00 Uhr, wenn dann die 3 Gruppen auf die Reise über 6 hoffentlich 6 Stunden gehen und alles ohne Unfälle oder Rote Flaggen bleibt.

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September 28 2011

14:33

VLN: Analyse 8. Saisonlauf + Kampf um die Meisterschaft

Der 8. Lauf zur VLN am Samstag war sicherlich der bisher schnellste Lauf in dieser Saison, was zum einen am sehr schönen Wetter lag, zum anderen aber auch, dass diesmal vergleichsweiße wenig Unfälle passiert sind.

Als Lucas Luhr am um kurz nach 16.00 Uhr die Ziellinie überquerte, standen 28 Runden bzw. ein Schnitt von fast 170 km/h fest, während die schnellste Rennrunde von Rene Rast im Haribo Porsche mit fast 178 km/h absolviert wurde. Neben den perfekten äußeren Bedingungen, trug aber sicher auch der Kampf an der Spitze dazu bei, dass sich dieser Lauf zu einem sehr schnellen entwickelte. So konnte sich der Phoenix Audi mit Frank Stippler die Pole ergattern und diese auch in die Kurve mitnehmen, allerdings war an einen Alleingang an der Spitze gar nicht zu denken, denn da hatte vor allem ein wohl kurzfristig verpflichteter Debütant auf dem Haribo Porsche etwas dagegen, welcher Tags zuvor noch die Freien Training der F1 kommentierte: Rene Rast fuhr zum ersten mal in einem Rennen einen GT3 R auf der Nordschleife und wie!


So konnte er sich bereits auf der ersten Runde auf Platz 2, vor seinem Teamkollegen Lucas Luhr schieben und dachte nicht im Traum daran nun auf ankommen zu fahren. Nein, eingangs Mercedes Arena holte er sich Frank Stippler im Audi und führte nun das Trio an, welches wie entfesselt um den Kurs jagte – permanente Rundenzeiten zwischen 8:13 und 8:20 waren die Folge, und Rene Rast hat dabei dann im 3. Umlauf auch noch die schnellste Runde des Tages in den Asphalt gebrannt: 8:13 ist bei seinem ersten Rennen auf diesem Wagen schon eine Hausnummer! Bis zum 6. Umlauf flogen die 3 Spitzenreiter Stoßstange an Stoßstange über den Kurs, bis Rene Rast etwas früher an die Box kam um nachzutanken.

So übernahm Frank Stippler knapp vor Lucas Luhr die Führung, jedoch hielt diese 2 Runden lang, als dann beide Wagen zu ihren 1. geplanten Stopps an die Box mussten. Hierbei übernahmen Arno Klasen(Manthey) bzw. Christopher Haase (Phoenix R8) die Wagen. Leider konnten an dieser Hatz 2 Wagen nicht teilnehmen, welche sicher aus dem Drei einen Fünfkampf hätten manch können. Zum einen konnte der Mamerow SLS nicht starten, weil man im Training einen stärkeren Unfall hatte und das Auto dadurch zu stark beschädigt war. Selbiges galt auch für den 2. R8 von Phoenix, mit Marc Basseng und Christopher Mies am Steuer. So konnte man im Audi nicht auf die Einführungsrunde gehen und startete daher aus der Box und man durfte eine Aufholjagd des Duos hoffen, welche dann aber nicht passieren sollte.

Nach 9 Runden kam das freiwillige Aus des Wagens, denn die Beschädigungen waren doch stärker und es drohte die Benzinleitung zu reisen, was einen Totalbrand des Wagens zur Folge haben hätte können. So entschied man sich daher aus Sicherheitsgründen den Wagen zurückzuziehen und nichts zu riskieren.
Dadurch dass Rene Rast etwas früher an die Box gekommen ist, musste er auch nicht so viel tanken , was weniger Standzeit bedeutete und er somit mit gut 30 Sekunden Vorsprung wieder die Führung übernehmen konnte und diese bis zur 13. Runde sukszessive auf knapp über 40 Sekunden ausbauen, bevor dann Hans Guido Riegel das Steuer übernahm und somit klar war, dass man diese Tempo nicht halten wird können.

In der Cup3 führte derweil des mir leider nicht bekannten Fahrers mit dem Pseudonym „Rennsemmel“ vor Karl Brinker, welcher die 4 Stunden alleine (!) durchfuhr und dem Duo Elmar Jurek und Jannik Olivo. In der V5, führte derweil das Black Falcon Junior Trio. Das lag zum einen, dass sie konstant die schnellsten Zeiten fuhren, zum anderen auch, dass Mario Merten und Wolf Sylvester nach ihrem Wechsel aus der SP3 zur V5 hier nicht am Start waren. Man hat sich bei den Titelverteidigern entschieden einen BMW 325i in der Klasse darunter, nämlich der V4 einzusetzen um somit Lars Heisel und Markus Schmickler die Punkte streitig zu machen. Diese konnten anfangs auch schneller fahren und führten zu diesem Zeitpunkt die Klasse vor Landgraf und Fübrich an, während Bonk Motorsport auf Platz 3 rangierte, aber immer näher ran kommen konnte. In der SP3T führten derweil auch die Favoriten, nämlich der VW Scirocco mit Emin Akata, Maik Rosenberg und Kristian Krognes, welche auch das schnellste Auto hatten und fast 15 Sekunden pro Runde schneller waren als die Konkurrenten. Somit konnten sie ihre Klasse gewinnen, ebenso wie Black Falcon in der V5. Eine Überaschung gab es allerdings in der SP10/GT4. Dort fiel das klar favorisierte Auto von Mathol Racing mit Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Nilsson Rickard nach 9 Umläufen aus, und somit den Weg für Henry Walkenhorst und Rainer Kathan im BMW frei machte.

An der Spitze des Feldes entwickelte sich nun ein Zweikampf, bei welchem Christopher Haase den Vorsprung auf Arno Klasen bzw. dann auf Lucas Luhr stetig auf fast 40 Sekunden ausbauen konnte, denn der R8 LMS war an diesem Tag den Manthey Porsche vom Speed auf jeden Fall ebenbürtig und Haase fuhr richtig stark, denn es ist schon beachtlich, den Vorsprung ausbauen zu können, wenn der Gegner in Form von Arno Klasen Zeiten von bis zu 8:20 fahren konnte und es schien, als hätte der Audi leichte Vorteile, denn nachdem man 2 Runden vor dem Porsche zum Splash and Dash gekommen ist, hat man nur gute 30 Sekunden Rückstand auf den Porsche und dieser kamm dann auch kurz vor Schluss rein und bei einem Zeitverlust von 50-60 Sekunden wäre der R8 in Führung gewessen. Hätte daher, da es Phoenix bzw. Frank Stippler mal wieder schaffte sich selbst ein Bein zu stellen.

Als nämlich der Porsche aus der Box auf die Strecke fuhr, war er nämlich immer noch in Front, da der Audi unterwegs einen Einschlag bzw. eine Feindberührung hatte und auf der linken Seite stärker onduliert war. Dies schlug sich auch in den Zeiten nieder, denn so fuhr man auf einmal 1-2 Minuten pro Runde langsamer als vorher. Bei noch gut 2 Runden, die zu fahren waren, schaffte man es aber noch am Ende mit gut 2:30 min Rückstand auf Lucas Luhr auf Platz 2 ins Ziel zu kommen, während Mike Stursberg, welcher das Steuer dann von Hans Guido Riegel übernahm mit gut 5 Minuten Rückstand ins Ziel rollte. 1 Min dahinter fand sich dann auch der Porsche mit Sabine Schmitz ein, während Pinta Racing endlich mal das Ziel sah und dabei gleich Platz 5 belegen konnte, nachdem man schon so oft in der Saison ausgeschieden war.

Somit konnte Arno Klasen seinen 25. Gesamtsieg feiern und zog damit an Edgar Dören vorbei und befindet sich nun auf Platz 4, der ewigen Bestenliste, welche von Jürgen Alzen, Olaf Manthey und dem ehemaligen Teamkollegen von Olaf Manthey, Ullrich Richter (welcher leider vor gut 10 Jahren beim 6H Rennen tödlich verunglückte) mit je 28 Siegen angeführt wird.

Nachdem in der V5 und in der SP3T die Entscheidungen recht klar und schnell ausgingen, ging es in den Klassen Cup3 und V4 hoch her. In der V4 konnte sich gegen Ende das Duo der Titelverteidiger an den BMW von Heisel und Schmickler ranpirschen und schluss endlich sogar überholen, nachdem die Runden vorher ein beinharter Zweikampf vorausgegangen war. Am Ende waren es gerade einmal 10 Sekunden, die Mario Merten und Wolf Sylvester Vorsprung hatten. Ähnlich knapp ging es in der Cup3 zu. Nachdem Peter Jürgen und sein Kollege „Rennsemmel“ das Tempo nicht ganz halten konnten, wurden sie von Elmar Jurek und Jannik Oliva kassiert, welche sich aber knapp mit 40 Sekunden Rückstand auf Platz 2 zufrieden geben mussten, denn Karl Brinker, führ Mintgen Motorsport fahrend tat wirklich fabelhaftes:

Als einziger Pilot, sas er die kompletten 4 Stunden ohne Pause am Steuer und gewann die Klasse vor den 2 Titelanwärtern, welche aber dennoch aufgrund der Klassenstärke ordentlich punkten konnten. Die SP5, also die Spevials bis 3L Hubraum konnten aber ebenfalls von einem Mitstreiter um die Meisterschaft gewonnen werden, nämlich von Thomas Kappeler, Thomas Gerling und Harald Hennes, welche dann auch die Tabelle nach Addition bisherigen 8 Ergebnisse anführen, was dann wie folgt aussieht:

Pos. Fahrer |Gesamt |1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 1. Thomas Gerling, Thomas Kappeler, Harald Gerling |70,95 |9,29 |9,44 |8,50 |8,13 |9,00 |9,17 |8,13 |9,29 4. Mario Merten, Wolf Sylvester |70,37 |7,50 |9,06 |8,33 |9,64 |9,38 |8,21 |8,75 |9,50 6. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth |66,77 |9,62 |9,69 |9,67 |8,93 |0,00 |9,64 |9,58 |9,64 9. Lars Heisel, Markus Schmickler |65,58 |0,00 |9,55 |9,44 |9,58 |9,44 |9,55 |9,62 |8,50 11. Dominik Brinkmann, Stephan Epp |64,20 |0,00 |9,42 |9,32 |9,35 |9,76 |9,38 |8,70 |8,27 19. Wolfgang Weber, Norbert Bermes, Nilsson Rickard |62,13 |9,29 |9,29 |9,00 |9,38 |7,00 |9,00 |9,17 |0,00 24. Elmar Jurek, Jannik Olivo |57,86 |0,00 |9,81 |9,77 |9,78 |9,29 |9,79 |0,00 |9,42 26. Maik Rosenberg |57,71 |9,69 |9,77 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72 27. Christian Krognes |56,63 |9,06 |9,32 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72


Das sind natürlich nicht alle Fahrer, ich habe hier diejenigen herausgepickt, welche noch reelle Chancen auf die Meisterschaft haben. Allerdings ist die Tabelle in dieser Form noch nicht sehr aussagekräftig, daher habe ich das bisher schwächste Ergebnis rot markiert, und nun eine Tabelle erstellt, in der 1 von 2 Streichergebnissen berücksichtig ist, sowie eine Tabelle mit 2 Streichergebnissen und die jeweils die zugehörigen Schnitte, welche man dann mit dem Schnitt von Mario Merten und Wolf Sylvester, welcher 9,6 Punkte war aus dem letzten Jahr vergleichen kann:

Pos. Fahrer Punkte mit 1. Streichergebnis Schnitt 1. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth 66,77 9,54 4. Lars Heisel, Markus Schmickler 65,68 9,38 6. Dominik Brinkmann, Stephan Epp 64,20 9,17 8. Mario Merten, Wolf Sylvester 62,87 8,98 10. Thomas Kappeler, Harald Hennes, Thomas Gerling 62,82 8,95 13. Norbert Bermes, Wolfgang Weber, Nilsson Rickard 62,13 8,88 16. Elmar Jurek, Jannik Olivo 57,86 8,27 18. Maik Rosenberg 57,71 8,24 19. Christian Krognes 56,63 8,09


Hier ergibts sich schon ein etwas anderes Bild als vorhin und zeigt auf, wie kompliziert die Situation in der Meisterschaft ist und es daher wohl bis zum letzten Umlauf des letzten Rennens spannend bleiben wird, denn hier haben das Trio von Black Falcon, bzw das Duo aus der V4, nämlich Lars Heisel und Markus Schmickler die Besten Karten, wenn sie ihren Punkteschnitt halten können.
Dafür sind noch mind. ein 1. und 2. Platz in der V4, bzw. 2 1. Plätze in der V5 für das Black Falcon Trio her müssen. Gar nicht so gut sieht es dagegen für Mario Merten und Wolf Sylvester aus, denen hier zusätzlich zu den 7,50 Punkten aus dem 1. Lauf auch noch die Ergebnisse aus den Läufen 3 und 6 zu schaffen machen, weil hier die Mitkonkurrenten fast 1,5 Punkte mehr holen konnten. Probleme anderer Art, hat dahingegen das Trio von Mathol Racing im Kampf um die Meisterschaft: Aufgrund der niedrigen Starterzahlen kommt man selbst bei Siegen kaum über 9,29 Punkte hinaus, wohingegen andere Teams bis 9,81 Punkte gut machen können.

Allerdings sollte man hier bedenken, dass bei Maik Rosenberg, Christian Krognes sowie Elmar Jurek und Jannik Olivo noch ein 2. Salto Nullo in den Ergebnissen steht und dementsprechend den Schnitt nach unten zieht. Allerdings können diese Herren den Titel noch aus eigener Kraft holen, denn sollten diese Fahrer aber ihren Schnitt aus den besten 6 Rennen (also 2 Streichergebnisse eingerechnet) halten können, indem sie jeweils in den letzten Läufen 2 mal ihre Klasse gewinnen, dann wären sie kaum einzuholen, denn hier würden Jurrek/Olivo auf 9,64 Punkte im Schnitt kommen, während Maik Rosenberg auf 9,62 und Christian Krognes auf 9,44 kommt, was insbesondere für den Fall, dass Jurek/Olivo 2 mal die Klasse gewinnen würden dafür sorgen würde, dass das Black Falcon Trio in arge Nöte kommt.

Denn gesetzt diesen Fall, dass die beiden aus der Cup Klasse oder Maik Rosenberg ihre Schnitt halten, müssten die 3 in jedem Rennen 9,64 Punkte holen, was einen Patt mit jeweils 77,12 Punkten ergeben würde. Somit können sogar die Anzahl der Starter in der eigenen Klasse das Zünglein an der Wagge sein, welche dafür sorgen können, ob man das benötigte eine halbe Zehntel nach dem Komma noch bekommt oder nicht.

Christian Krognes dürfte mit seinen 9,44 aber eher kaum Chancen haben, zumal er oft auch mit Maik Rosenberg auf einem Auto sitzt, was bedeutet, dass sie die gleichen Punkte jeweils erhalten. Die nächste Chance dafür wäre am 15. Oktober, wenn der vorletzte Lauf über die Bühne geht.

Ich hoffe ich konnte die Situation im Kampf um die Meisterschaft etwas erklären bzw. verständlich machen. Wenn mir das nicht gelungen ist, bitte ich um Hinweiße in den Kommentaren.

vln-2011-09-24-001 vln-2011-09-24-005 vln-2011-09-24-006 vln-2011-09-24-009 vln-2011-09-24-012 vln-2011-09-24-014 vln-2011-09-24-016 vln-2011-09-24-017 vln-2011-09-24-019 vln-2011-09-24-021 vln-2011-09-24-023 vln-2011-09-24-025 vln-2011-09-24-026 vln-2011-09-24-027 vln-2011-09-24-028

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July 29 2011

15:30

VLN: Vorschau 34. RCM DMV Grenzlandrennen

Nach dem 24H Rennen beginnt nun mit dem 6. Lauf die 2. Halbzeit in der VLN. Aber obwohl die 24H vom Ring vorbei sind und daher einige Teams wie Schnitzer oder ABT Sportsline wohl eher nicht mehr auftauchen werden kommen wieder knapp 160 Wagen an den Start.

Dies ist um so erstaunlicher, da doch einige Teams an diesem Wochenende in Spa beim traditionellen 24H Rennen antreten werden. So werden zwar die Wagen vom Haribo Team Manthey oder der SLS von Black Falcon u.a mit Thomas Jäger nicht am Start sein, allerdings gibt dass auch nach dem Ende der 24H wieder Teams die Chancen, welche keine Werksteams sind. Ferner wird auch der Kampf um die Meisterschaft nun in die entscheidende Phase gehen und Fehler sollten sich die favorisierten Teams dabei nicht erlauben, denn sonst können die Gegner davon ziehen.
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Ein Blick auf die Tabelle lässt erahnen, dass bei Leide noch keine Vorentscheidung gefallen ist und vermutlich so schnell auch nicht fallen wird, denn zu dicht sind die Spitzenfahrer und Teams beieinander und ich möchte die Situation mal etwas genauer darstellen:

So führen zur Halbzeit die 3 Fahrer des Kappeler m³ aus der SP5 Klasse Thomas Kappeler, Harald Hennes und Thomas Gerling mit 44,36 Punkten (9,29/9,44/8,50/8,13/9,00) nur 0,4 Punkte vor Mathol Racing mit ihrem Aston Martin aus der SP10 Klasse mit Norbert Bermes, Rickard Nilsson und Chef-Pilot Wolfgang Weber (2 x 9,29/9,00/9,38/7,00) . Nur 0,05 Punkte wiederum dahinter rangieren die Titelverteidiger aus dem Vorjahr, nämlich Mario Merten und Wolf Sylvester mit 7,50 und 9,06 Punkten aus der SP3, bevor man in die V5 zu den direkten Konkurrenzen von Black Falcon wechselte um dort mehr Punkte zu ergattern, da die SP3 nach der Auslagerung der Clio Cups heuer Zahlenmäßig sehr schwach besetzt ist und dementsprechend wenig Punkte abwirft.

Auf dem geteilten 15. Rang folgen dann die 2 Fahrer welche wohl mit die besten Karten bisher haben/hatten, nämlich Elmar Jurek und Jannik Olivo mit 38,56 Punkten. Der Grund, warum sie aber sehr gute Karten haben sind aber die sehr guten Einzelergebnisse, als man die Clio Cup Klasse 3 mal in Folge gewinnen konnte und beim letzten Lauf 2. wurde und dabei jeweils zwischen 9,29 und 9,81 Punkte ergattern konnte. So hat man zwar bisher nur 4 Ergebnisse stehen, was den Rückstand ausmacht, allerdings zählen zur Meisterschaft die besten 8 Ergebnisse, bei 10 Läufen pro Jahr.

Dies ist auch der Grund, warum es so schwer ist einen Favoriten vorher zu sagen und dazu führt, dass jetzt noch hinten liegende Piloten am Ende dann ganz vorne stehen können. Ein weiteres Beispiel gefällig ?
Dahinter liegen nämlich Lars Heisel und Markus Schmickler mit 4 Ergebnissen, welche immer zwischen 9,44 und 9,58 Punkten liegen. Selbiges gilt auch für die 3 Piloten dahinter, nämlich Carsten Knechtges, Manuel Metzger und Tim Scheerbarth aus der stark umkämpften V5. Diese Klasse konnte man beim 24H Rennen souverän gewinnen und mit dem Wagen sogar auf Platz 31 im Gesamt Klassement wieder zu finden war. Aber am Samstag wird man sich wieder vor allem mit den 2 schon angesprochenen Piloten von Bonk Motorsport um die Krone und die Punkte in der Klasse kämpfen. Mit 8,93 und vor allem 9,62, 9,67 und 9,69 Punkten hat sicher schon mal kein schlechtes Fundament gelegt.

Selbiges gilt für die 2 Clio Cup Piloten Dominik Brinkmann und Stephan Epp. Sie rangieren ebenfalls mit 4 sehr guten Ergebnissen knapp dahinter.
Wie sehr sich das unter Umständen dann aber schon wieder verschieben kann, zeigt ein Blick auf die Anzahl der Starter in den entsprechenden Klassen:
So sind in der SP10 der bis Samstag führenden von Mathol Racing nur 5 Wagen genannt, da u.a der Eifelblitz m³ GT4 nicht am Start ist, was für den ersten 3 Plätze dann 9,00; 7,00 bzw. nur noch 5,00 Punkte ergibt.
In der SP5 von Kappeler mit ihrem m³ sind 6 Wagen genannt, was dann 9,17; 7,50 und 5,83 Punkte ergeben würde. Man sieht hier also, dass für die beiden Teams Siege quasi Pflicht sind, da die anderen Podiumsplätze zu wenig Punkte abwerfen.

Etwas anders sieht es dahin gegen in der V5 mit 15 Startern aus: Dort können Bonk und Black Falcon für die ersten 3 Plätze dann 9,67; 9,00 und 8,33 Punkte ergattern. Noch besser sieht es hingegen in der wieder mal am stärksten besetzten Klasse, der Clio Cup mit satten 23 Startern aus. Dort sind somit 9,78, 9,35 und für den 3. immer noch 8,93 Punkte zu holen. Allerdings ist die Konkurrenz hier besonders groß, denn hier können neben den schon angesprochenen Piloten auch die Mannen von Flepper Motorsport oder Schläppi Race-Tec gewinnen, so dass spannende Zweikämpfe bis zur letzten Runde garantiert sein dürften.

Die genaue Punkterverteilung bis zum letzten Platz sowie eine Übersicht über die Klassen gibt es hier zu a

May 18 2010

05:00

Analyse 24h Nürburgring – BMW überlebt das Wettrüsten

Audi war stark, Porsche war stärker, aber am Ende überdauerte einer der Werks-BMW die Konkurrenz in einem typischen Nordschleifen-Ausdauerrennen.

Balance of Performance ist ein schwieriges Thema. Verzichtet man darauf und lässt die Teams Autos nach ihren Möglichkeiten aufbauen, ärgern sich viele Fans über zu große Unterschiede und es wird zu viel Geld in immer weitere Detailverbesserungen verbraten. Versucht sich die Sporthoheit an einer Nivellierung, besteht immer die Gefahr, dass sie nicht korrekt ist.

Dass es mit dieser „BoP“ auch am Nürburgring Probleme gibt, ist nichts Neues. Selbst in der neuen GT1-WM, wo die nur sechs Fahrzeugtypen allesamt von heinz-Harald-Frentzen neutral Probe gefahren und dann eingestuft wurden, wurde hinterher gejammert und protestiert. Im Nordschleifen-Universum dienen die VLN-Läufe als Referenz und verkommen damit an der Spitze immer mehr zu einem großen Bluff: wer zeigt am wenigsten, was er wirklich kann? Und erst am entscheidenden Wochenende werden dann die Karten aufgedeckt.

So auch 2010: vier Audi R8 standen am Ende der teilweise durch enorm schlechtes Wetter beeinträchtigten Zeittrainings vorn, die #100 (von Edgar Mielke „das DTM-Auto“ getauft) auf der Pole, dann die Porsche von Manthey und Mamerow, wobei die #1 es nur auf Rang 7 schaffte. Der beste BMW, die #25 sollte auf Rang 8 starten, hier gab man sich schockiert, über den Vorsprung der Audi. Doch erst am Samstag um 15:00 sollte sich zeigen, wer wirklich das beste Pokerface hatte.

Denn bereits nach einer halben Runde auf der Grand Prix-Strecke hatte der #1 Manthey-Porsche die Führung erobert und lag nach einer vollen Nordschleifen-Runde mit einigen Sekunden Vorsprung vorn. Sowohl bei BMW als auch bei Audi staunte man nicht schlecht und musste seine Fahrer mit Vollgas die #1 jagen lassen. So gab es bereits ab der zweiten Runde haarsträubende Überrundungsmanöver, gern auch mal mit zwei Rädern im Gras. Schief ging es erst, als Dirk Werner im zweiten BMW versuchte, einen der Erdgas-Scirocco am Schwedenkreuz mit allen vier Rädern im Gras zu überholen: er schlitterte mit Vollgas geradeaus, kreuzte die Strecke und schlug in der Aremberg-Auslaufzone mit einem eleganten Hopser in die Leitplanken ein, zu seinem Glück hatte er es geschafft, das Auto noch so in die Kurve zu zwingen, dass er mehr seitwärts als frontal einschlug. Leider lösten die TV-Bilder den Anfang des Zwischenfalls nicht ganz auf, ob es hier also ein Missverständnis, ein Fehler des Sciroccos oder schlichtweg mangelnde Geduld Werners war, bleibt unklar.

Die gelb-grüne #1 blies derweil vornweg, überwiegend mit Rundenzeiten zwischen 08:30 und 08:50 Minuten, also nur wenig langsamer als in der Qualifikation. Man glaubte schon den sicheren Sieger zu sehen, wie auf schienen pilotierten Marc Lieb, Timo Bernhard, Romain Dumas und Marcel Tiemann den Porsche durch die Grüne Hölle, bis am späten Abend das Chaos dezent zuschlug: erst erwischte es den #98-Audi von Marc Basseng, etwa eine Stunde später innerhalb weniger Minuten – TV-Bilder von der Strecke gab es zu dem Zeitpunkt bereits nicht mehr – wurden sowohl die #1 als auch die #100 in Zwischenfälle mit langsameren Fahrzeugen verwickelt, die jeweils zu schweren Beschädigungen führten.

Plötzlich führte der Hybrid-Porsche, Geheimfavorit vieler, das Feld an. Dieser ebenfalls von Manthey eingesetzte Wagen konnte mit seinen zwei zusätzlichen durch Energierückgewinnung aufgeladenen Elektromotoren tatsächlich durchgehend 10 Runden pro Stint fahren. Die #99, einer der Phoenix-Audi, konnte als einziger mithalten, während der Nacht fuhren diese beiden einige Runden lang (bis zu einem zeitgleichen Boxenstop) im Abstand von wenigen Zehntelsekunden um die Nordschleife.

Doch auch diese beiden sollten das Ende des Rennens nicht erleben: ein Schaden an der Motoraufhängung setzte die #99 morgens um 8 Uhr außer Gefecht, der Hybrid-Porsche, fast wie der sichere Sieger erscheinend, rollte um kurz nach 13 Uhr, weniger als zwei Stunden vor der Zieleinfahrt, mit Motorproblemen im Streckenabschnitt Breitscheid aus – ein harter Schlag für das junge Team nach so langer Führung mit dem experimentellen Fahrzeug, Marco Holzer schien beim Interview in der Box den Tränen nahe. Und auch für Olaf Manthey war damit ein schwarzes Jahr (was die 24h-Rennen angeht) besiegelt: nur eines seiner fünf Fahrzeuge fuhr am Ende der 24 Stunden noch, ging also in die Wertung ein: der #88 Porsche GT3 Cup S, eigentlich das schwächste seiner Fahrzeuge, und auch der nur auf Rang 20. Keiner der GT3 R erreichte das Ziel.

Audi wurde ebenso hart getroffen: von den sieben werksunterstützten R8 LMS kamen zwei über die Distanz. Als Sieger der SP9/GT3-Klasse konnte man sich zwar feiern, aber dennoch war die bittere Enttäuschung im Vier-Ringe-Lager zu spüren. Sowohl Unfälle als auch technische Defekte trugen dazu bei, für 2011 dürfte man in Ingolstadt auf Wiedergutmachung aus sein.

Und so triumphierten am Ende diejenigen, mit denen zumindest nach den Zeittrainings und vor allem nach dem Rennstart kaum gerechnet hatte: BMW mit dem aus den Le Mans-Serien genommenen und entsprechend modifizierten M3 GT2. Eine grandiose fehlerlose Leistung der Piloten auf der #25, Pedro Lamy, Jörg Müller, Augusto Farfus und Uwe Alzen machte den Sieg möglich – von absoluter technischer Zuverlässigkeit kann dagegen keine Rede sein. Denn in den letzten etwa zwei Rennstunden verlor man nach und nach Gänge – zunächst soll es der vierte gewesen sein, dann weitere. Und das auf einer Rennstrecke mit flüssigen Kurven, auf denen gerade der dritte und der vierte Gang wichtig sind! Dennoch schafften es die Fahrer – im letzten Stint Uwe Alzen – den Wagen mit soliden Rundenzeiten ungefährdet über die Distanz zu bringen. Auch ein kurzes Benzinfeuer beim letzten Boxenstop, das von der Mannschaft trotz fortgeschrittener Rennzeit geistesgegenwärtig sofort gelöscht wurde, konnte daran nichts mehr ändern.

Dahinter die zweite große Überraschung: der ebenfalls sonst in der LMS-GT2 antretende Hankook-Farnbacher-Ferrari F430, auch ohne Probleme oder nennenswerte Fehler. Dieser erste Ferrari, der überhaupt bei einem 24h-Rennen auf der Nordschleife antrat, gewann damit auch seine Klasse SP7. Auf Rang 3 der beste Audi (#97 mit Rostek/Ludwig/Bronzel/Winkelhock), wobei besonders der kurzfristig ins Team geholte und in den letzten Jahren wenig erfolgsverwöhnte Markus Winkelhock sich über den Podestplatz freute.

Den Erfolg perfekt machten für BMW die beiden Schubert-BMW Z4 mit den äußerst starken Rängen 4 und 9 (das Fahrzeug tritt immerhin erst seit 2010 in der GT3-Kategorie an) sowie die früh verunfallte #26, die sich nach der Reparatur tatsächlich noch wieder aus den tiefen dreistelligen Rängen zurück auf Platz 7 vorarbeitete. Und so ist 2010 auch das erste Jahr seit längerer Zeit, in dem die Gesamt-Top Ten nicht Porsche-dominiert waren: nur drei 997 GT3 schafften es unter die besten Zehn, aber vier BMW.

Bemerkenswert dahinter: der Falken-Nissan auf Rang 12, der straßenzugelassene Porsche GT3 RS auf Rang 13, der beste VW Scirocco auf 16 und der erste der Lexus auf 18. Einer der OPC Race Camp-Astra erreichte Rang 22, der vom Chef Ulrich Bez gesteuerte Aston Martin Rapide lief auf dem 34. Platz ein.

Und so ist wieder ein 24h-Rennen auf der Nordschleife überstanden. Nächstes Jahr dürfte es kaum weniger spannend werden: BMW wird seinen Sieg mit dem dann noch besser erprobten MR GT2 verteidigen wollen, Olaf Manthey wird ihn sich zurückholen wollen – hoffentlich auch wieder mit mindestens einem Hybrid-Fahrzeug, nachdem der Debütsieg nur knapp verloren ging. Audi muss die Schmach von 2010 wiedergutmachen, und auch möglicherweise wird mit Mercedes sogar der vierte deutsche Premium-Hersteller Fahrzeuge an den Start schicken, der SLS GT3 soll bis dahin rennfertig sein. Das Wettrüsten wird also weitergehen, und auch nächstes Jahr wird es wieder Streit um die Balance of Performance geben, soviel ist jetzt schon sicher.

Bis nächstes Jahr darf dann gern auch noch die Live-Coverage weiter verbessert werden, auch wenn man das Rennen in diesem Jahr doch schon recht gut verfolgen konnte. Aber: Timing und Ticker hakten häufig, der Stream sendete oft nur Bild einer auf die Start/Ziel-Gerade und die Boxenausfahrt ausgerichteten Standkamera und Sport 1 sendete den Großteil der angepriesenen 20 Stunden Berichterstattung bereits vor dem Start des Rennens. Klar, in diesem Jahr ging die Eishockey-WM vor, aber etwas mehr Berichterstattung in den telegenen Abendstunden als nur eine knappe Zusammenfassung und ein paar Interviews wären für nächstes Jahr doch wünschenswert. Mich (und einige andere) hat mal wieder Radio Le Mans über die Distanz gerettet – deren lockere und doch informative Berichterstattung macht einfach nur Spaß.

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Tags: Nordschleife

May 13 2010

16:22

Vorschau: 24h-Rennen Nürburgring

Mit dem 24 Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife steht an diesem Wochenende eines der Top-Events des deutschen, wenn nicht sogar des europäischen Motorsports an. Die Teilnehmerliste lässt auf ein grandioses Rennen hoffen, auf das aber schon vorher ein Schatten fällt.

Update: Das WIGE-Live-Timing gibt’s hier, danke an KyleBush666 im Chat!

Nachdem in den vergangenen Jahren der Grand Prix von Monaco, das Indianapolis 500 und die 24 Stunden auf dem Nürburgring meist auf ein und dasselbe Wochenende fielen, ist dieses Wochenende der Top-Events in diesem Jahr durch frühere Termine für das 24h-Rennen und Monte Carlo aufgesplittet – also: noch mehr Zeit sich mit den einzelnen Events zu befassen, auch wenn Start und Zieleinfahrt in der Grünen Hölle sich leider mit der Formel 1 überschneiden.

Getrübt wird die Vorfreude auf das Rennen aber von dem Tod Carl Friedrich „Leo“ Prinz zu Löwensteins beim letzten VLN-Lauf vor einigen Wochen. Bei über 200 Fahrzeugen auf der gefährlichen Nordschleife sollte man an diesem Wochenende die Daumen drücken, dass keiner der vielen Fahrer dabei zu Schaden kommt. Einen recht guten Kommentar (ich habe zumindest einen allein schon von der Wortwahl her schlechteren gelesen) gibt es in der aktuellen Ausgabe vom Racingjournal.

Aber zum Rennen, dem aufgrund der anspruchsvollen Strecke wohl härtesten Langstreckenrennen der Welt, das noch spannender werden könnte als die Vorjahresausgabe: Manthey Racing hat die vergangenen vier Ausgaben des Rennens mit seinem grün-gelben Porsche gewonnen und gehört auch in diesem Jahr wieder zu den Favoriten auf den Gesamtsieg. Fünf Neunelfer setzt der Porsche-Tuner ein (vier GT3 R, einen GT3 Cup S), vier davon in der Top-Klasse SP9 GT3 – in der #1 sitzt dabei wieder die siegreiche Pilotenkombination der vergangenen drei Jahre: Marc Lieb, Timo Bernhard, Romain Dumas und Marcel Tiemann. Zwei der weiteren Manthey-Autos werden von Haribo gesponsert, die ihre Rennsportaktivitäten damit wieder aufleben lassen – der jüngste Sohn der Süßwaren-Familie, Hans-Guido Riegel, wird dabei auch am Steuer des GT3 Cup S sitzen. Zum fünften Manthey-Porsche später mehr.

Die härteste Konkurrenz dürften die deutschen Marken Audi und BMW stellen: Audi bringt acht der mittlerweile gut erprobten R8 LMS gegen die Porsche-Armada. Bereits im vergangenen Jahr ließ die Jagd dieser damals neuen Fahrzeuge das Ausdauerrennen zu einem Sprintrennen mit Überlänge werden. Abt Sportsline (Abt/Collard/Luhr/Mies sowie Ekström/Scheider/Jarvis/Werner) , Phoenix Racing (Rostek/Ludwig/Bronzel, Basseng/Rockenfeller/Stippler/H.-J. Stuck und Biela/Fässler/Kaffer/Hennerici) und Black Falcon (Jöns/Breslin/J. Stuck/Heyer und Mehta/Breslin/Wilson) setzen sieben dieser Fahrzeuge mit Unterstützung von Audis Werks-Sportabteilung und Top-Fahrern aus DTM, LMS, GT Masters und Co. ein, das achte wird kurzfristig privat von Alexander Krebs in der seriennäheren Klasse SP8 eingesetzt, am Steuer sitzt dort unter anderem Ellen Lohr, die beim GT3-EM-Rennen in Silverstone im Laborghini Gallardo aber nicht hunderprozentig überzeugte.

Von BMW Motorsport werksseitig eingesetzt werden zwei M3 E92 mit den enorm starken Fahrerpaarungen J. Müller/Farfus/U. Alzen/Lamy und Werner/D. Müller/Priaulx/Adorf, von denen einige letzte Woche noch in Spa aktiv waren. Der Ford GT, mit dem Dirk Adorf im vergangenen Jahr in der Anfangsphase für Spektakel und Aufregung sorgte, ist leider nicht mehr dabei, auch sein letztjähriger Co-Pilot Hermann Tilke ist in diesem Jahr nicht am Start.

Weitere Teams, die eine Rolle im Kampf um die vorderen Platzierungen spielen könnten, sind Vulkan Racing-Mintgen Motorsport mit seiner Dodge Viper in der auf Kundensport-Einsätze ausgerichteten Competition Coupe-Variante (Riebensahm/Kohlhass/Brück) oder der private Mamerow-Porsche (Mamerow/Henzler/Hardt) sowie die zwei von Schubert Motorsport eingesetzten BMW Z4 GT3 (Hartung/Söderlund/Sandström/Öhlin) und (Hürtgen/Sorlie/Viebahn/Göransson). Natürlich ist das keine abgeschlossene Liste, die lässt sich schließlich bei so vielen Fahrzeuge mit starken Fahrerpaarungen kaum erstellen.

Wichtig in Bezug auf die SP9 GT3-Klasse ist noch, dass diese zur 2010 erstmals ausgetragenen Deutschen Meisterschaft in der GT3-Kategorie gezählt wird. Darum finden sich hier einige Teams und Fahrer wieder, die noch am vergangenen bei den GT Masters am Sachsenring anwesend waren, die übrigens zwei tolle Rennen ablieferte; Sieger waren in Lauf 1 Peter Kox und Albert von Thurn und Taxis (nach tollem Überholmanöver von Kox um Platz 1, außerdem unter Anwesenheit von Fürstin Gloria), in Lauf 2 Luca Ludwig und Christopher Mies im Audi R8, zum Held des Wochenendes erkor Rainer Braun aber den starken Sven Hannawald, der zwar die zuvor von Thomas Jäger gehaltene Führung nach dem Fahrerwechsel nicht halten könnte, aber einen starken zweiten Platz einfuhr.

Tolle Autos gibt es natürlich auch in den kleineren Klassen: in der SP8 etwa treten etwa einige Aston Martin an, unter anderem sitzt auch der CEO der britischen Sportwagenschmiede Ulrich Bez am Steuer der viertürigen Limousine Rapide. Aus Japan kommen u.a. zwei Lexus LF-A, am Steuer des einen sitzen unter anderem Audi-LMS-Pilot Andre Lotterer und Armin Hahne, sowie für die SP 7-Kategorie der Falken-Nissan mit Dumbreck/Schoysmann/Tanaka/Hoshino. Und auch die übrigen Klassen, in denen alles vom Mini bis zum Manta antritt, sind es natürlich, was was Flair des Rennens ausmacht.

Und was beim Nürburgring-24h-Rennen auch seit einigen Jahren eine Rolle spielt, sind alternative Antriebstechnologien. Das prominenteste Beispiel ist in diesem Jahr wohl der neue Hybrid-Porsche 911 GT3 R, der mit dem von Williams eigentlich für den Formel 1-Einsatz (und nun noch einmal weiter-)entwickelten Schwungrad-KERS ausgerüstet ist. Eingesetzt wird das Auto auch von Olaf Manthey und mit der starken Fahrerkombination Jörg Bergmeister, Richard Lietz, Marco Holzer und Martin Ragginger. Mit diesem Team und dem geringeren Spritverbrauch, ergo weniger Boxenstopps, könnte der Wagen durchaus eine Chance auf eine gute Platzierung haben, wenn die Technik das lange Rennen durchhält. Nico Hülkenberg hat den Wagen bereits vor einigen Wochen auf der Nordschleife Probe gefahren, er gab an, die sich immer wieder aufladenden 120 Bonus-kW 20-25 mal pro Runde eingesetzt zu haben.

Aber auch „weiter unten“ in der Starterliste gibt es spannende Innovationen: Heico Sportiv setzt einen mit E85-Ethanol betriebenen Volvo C30 ein, deren Ziel der erste Klassensieg eines Bioethanol-Fahrzeugs ist. Und Kris Nissens VW-Motorsport-Abteilung ist wieder mit drei Bio-Erdgas-befeuerten Scirocco vor Ort, zu den Fahrern gehören hier Vanina Ickx, Klaus Niedzwiez und Peter Terting.

Muss zur Nordschleife selbst noch irgendetwas gesagt werden? Hatzenbach, Flugplatz, Fuchsröhre, Karussell, Brünnchen, Pflanzgarten – die eingängigen Kurvennamen dürften den meisten Motorsport-Fans etwas sagen. Für alle Neulinge aber hier eine der vielen guten Streckengrafiken sowie – ganz interessant – das Höhenprofil der 21km-Bahn. Hinzu kommt natürlich noch die Grand Prix-Strecke, die ohne Mercedes-Arena, aber dafür mit Dunlop-Kehre gefahren wird (bei der VLN ist es genau andersherum). Eine Runde mit dem Manthey-Porsche sieht demnach so aus:

Empfehlenswert ist auch dieses Video, das die Mintgen-Viper im eine Runde andauernden Zweikampf gegen einer Porsche während eines VLN-Laufs im Jahr 2009 zeigt.

Das Wetter soll an den Trainingstagen deutlich kühler und nasser sein als am Samstag und Sonntag – sagt die Wettervorhersage. Ob man sich auf die in der Eifel verlassen kann, ist aber eine andere Frage. Die nächtlichen Temperaturen sollen auf bis zu 3° Celsius heruntergehen. Erst im Laufe des Sonntags – püntlich zum Ende der Eisheiligen – sollen die Werte in den zweistelligen Bereich klettern. Harte Bedingungen also für die Fahrer, aber auch für die Fans vor Ort, die sich trotzdem wieder in Hunderttausenden um die Strecke versammeln werden. Und auch die Reifen werden bei den nächtlichen Minimaltemperaturen nicht allzu viel Grip aufbauen, was auch heute beim Zeittraining relevant sein kann.

Die TV-Übertragung übernimmt Sport1: die erste wichtige Live-Schalte wird dabei die zum 1. Zeittraining am heutigen Abend um 22:30 Uhr sein, am Freitag gibt es um die gleiche Zeit Highlights vom Tage, am Samstag nach der Live-Übertragung der Seat Leon Supercopa und Vorberichten schließlich die Startphase ab 15 Uhr.  Vom Rennen selbst wird dann leider weniger gezeigt als von all dem Vorprogramm: lediglich zwei kurze Live-Schalten am Samstag Abend, die längste Live-Strecke dann am Sonntag von 7-11 Uhr und schließlich die Schlussphase ab 13 Uhr. Genaueres in den TV-Terminen.

Aber: es soll in diesem Jahr bei Sport1 und wohl auch auf der Homepage des Events einen Live-Stream vom gesamten Rennen geben. Dazu hier einfach mal die offizielle Mitteilung, da ich nicht 100%ig weiß, wie ich die verstehen soll:

Es wird eine – eigens für das Streaming eingesetzte – Live-Kamera geben, die direkt in der Boxengasse Bilder vom Geschehen rund um die Teams und den Boxenstops einfängt. Dazu gibt es Interviews und Stimmen direkt von den Akteuren. Als besondere Zugabe wird 24h-Rennen Teilnehmer Dirk Adorf als Experte zur Verfügung stehen und das Geschehen am Ring direkt von der Quelle kommentieren.

Wie das dann genau aussieht? Da heißt wohl die Devise: abwarten und ausprobieren, was genau dieser Stream für Bilder und Ton liefert. Außerdem wird auch Radio Le Mans wieder ausführlich vom Ring berichten. Und einen Ticker und ein spärliches Timing gibt es auf der offiziellen Seite des Rennens.

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Tags: Nordschleife
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