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July 13 2011

06:03

Newshappen-Sammlung für 13.07.

// Die Kollegen von “Inside Racing” haben ein schönes, aber auch durchaus schweres Quiz online, bei dem man Eintrittskarten für das Formel Eins Rennen am Nürburgring gewinnen kann. Ich hab mich mal durch die Fragen gescannt und müsste schon tief in meine Bibliothek abtauchen, um da alles zu beantworten. Aber es sind spannende Fragen und der Preis ist ja auch nicht schlecht. (Don)

// Noch mal zum elendigen Streit ums Mapping. Man hat sich am Wochenende darauf geeinigt, dass man mit den Mapping-Einstellungen fährt, die man das gesamte Jahr hatte. Allerdings ist es weiterhin verboten, das Mapping zwischen Quali und Rennen zu verändern. Angeblich hat Red Bull vor allem in der Quali ein sehr aggressives Mapping genutzt, was nun weg fällt. Wie die Sache dann 2012 geregelt wird, ist noch nicht raus, aber der “hot blown diffusor” sollte dann Geschichte sein. (Don)

// Noch mal Mapping: Die spanische Zeitung “Marca” hat berichtet, dass Vettel angeblich bisher mit einem experimentellen Mapping unterwegs war, dass nur er fahren durfte. Daher würde sich auch erklären, warum Webber in diesem Jahr hinter ihm lag und er erst in Silverstone schneller war. Ich halte das ehrlich gesagt für ein Märchen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass man da eh schon extreme Mapping derartig weiter treiben kann, dass Vettel plötzlich 4 Zehntel schneller ist. Der Abstand von Webber liegt wohl eher an den Pirelli-Reifen. (Don)

// Seit Sonntag kursieren Gerüchte, dass Ron Dennis wieder die Führung von McLaren übernehmen könnte. PitPass hat diese Meldungen schon komplett auseinander genommen. Dennis taucht zwar wieder öfter an der Box auf, aber wird kaum seinen alten Posten übernehmen wollen. (Don)

// Mark Hughes von der BBC hat eine schöne Analyse, warum Ferrari plötzlich wieder da ist. (Don)

// Silly Season “Fakten”: Es gibt zwei Cockpits, an denen die Transfergerüchte hängen: Red Bull und Ferrari. Die Italiener könnten an Button interessiert sein, aber auch an Mark Webber, dessen Ansehen bei Red Bull gerade im freien Fall ist. Massa betont derweil, dass er einen Vertrag für 2012, was eigentlich ein sicheres Zeichen dafür ist, dass er sich auch nicht sicher ist. Hamilton hat einen Vertrag von McLaren vorliegen, aber nicht unterschrieben, während Red Bull eine Verpflichtung des Briten eine Absage erteilt. Eine weitere Figur, die man beobachten sollte, ist Kamui Kobayashi. Dass der Japaner Talent hat, ist ja mittlerweile einigen aufgefallen, auch wenn er gerne mal neben der Strecke unterwegs ist. Kamui hat noch keinen Vertrag für 2012 und das Gerücht geht rum, dass McLaren ihn gerne nehmen würde, sollten Hamilton oder Button gehen wollen. Auch bei Toro Rosso sind beide Fahrer noch ohne Vertrag, hier geht es dann wohl eher darum, wer von beiden für Ricciardo Platz machen muss, wenn der von HRT kommt und nicht direkt ins zweite Red Bull Cockpit gesetzt wird. Gesetzt für 2012 sind im Moment wohl: Barrichello und Maldonado bei Williams, Rosberg und Schumacher bei Mercedes, Alonso bei Ferrari, Vettel bei Red Bull und Perez bei Sauber. Bei allen anderen Fahrern steht noch ein dickes Fragezeichen. (Don)

// Greg Biffle hat ab sofort einen neuen Crew Chief. Greg Erwin ist raus, Matt Puccia übernimmt. Puccia ist seit 2004 bei Roush und kommt aus dem R&D Department. Bei Biffle läuft es dieses Jahr nur sehr zäh. Der sonst sichere Chase-Kandidat liegt nur auf Platz 14 in der Meisterschaft. Eigentlich ist für einen Crew Chief Wechsel schon etwas spät, da ja nur noch wenige Rennen bis zum Chase ausstehen. (Don)

// Penske Racing – das Entwicklungs- und (fast) exklusive Einsatzteam für den LMP2-Porsche RS Spyder zwischen 2005 und 2008 – a

July 06 2011

05:54

Newshappen-Sammlung für 06.07.

// Williams arbeitet weiter an einem Comeback. Nachdem man das gesamte technische und aerodynamische Führungspersonal ausgewechselt hat, ist nun der Motor dran. Ab 2012 fährt man wieder mit Renault-Power, baut aber das Getriebe weiter selber. Die Entscheidung, Cosworth zu verlassen, stand schon im letzten Winter zur Debatte, da kam man aber nicht aus dem laufenden Vertrag raus. Dem britischen Motor sagt man nach, dass es ihm etwas an Leistung fehlt, vor allem das Drehmoment soll schlechter sein. Da bei den eingefrorenen Motorenregeln jede minimale Verbesserung Gold wert ist, macht der Wechsel durchaus Sinn. Allerdings hat der neue Deal auch einen anderen Hintergrund. Offenbar will sich Williams schon für 2014 aufstellen, wenn die neuen Motoren kommen. Cosworth beliefert damit nur noch HRT und Virgin und die Gerüchte besagen, dass man keinen V6-Turbo bauen wird. (Don)

// Virgin-Marussia hat die Woche einen Deal mit McLaren bekannt gegeben. Man wird deren Windtunnel und die Simulatoren nutzen können. Auch eine weitere technische Beratung durch McLaren, so sehr es die Regeln zulassen, ist geplant, die wird aber nicht so weit gehen, wie McLaren mit Force India zusammenarbeiten. Dort liefern McLaren und Mercedes quasi die gesamte Technik. Des Weiteren hat Virgin die F1-Abteilung des ehemaligen Chef-Designers Nick Wirth gekauft, dessen reine CFD-Konstruktionen zwar nicht gezündet haben, aber auch nicht so schlecht war. Offenbar will man mit dem Kauf die Zukunft absichern. Interessant sind die Investionen nicht nur wegen der Zusammenarbeit mit McLaren, sondern auch, weil das Geld nicht von Richard Branson, sondern von Marussia kommt. Die Russen wollen offenbar ihre Investition in die F1 erweitern. (Don)

// Neuigkeiten gibt es auch von HRT. Dort hat ein Investor namens Thesan Capital die Mehrheit von José Carrabante übernommen, dem der Laden bisher gehörte. Hinter Thesan steckt die japanische Nomura Holding, die die Investmentgesellschaft kontrolliert. Thesan hat sich eigentlich auf das “Leverage” Business eingestellt. Man kauft marode Firmen zu kleinen Preisen auf und schaut dann, ob sie sanierungsfähig sind, oder doch Heuschrecken-artig ausgeschlachtet werden. Etwas undurchsichtig ist, was Thesan jetzt eigentlich mit dem Rennstall will. Eine Sponsorfläche für die aufgekauften Firmen, darunter eine Pizza-Kette? Man darf nicht vergessen, dass das Team nur auf dem Papier spanisch ist. Vorbereitet werden die Wagen in den Räumen von Colin Kolles, dem Teammanager, dem man nachsagt, dass er die Chassis auch besitzt, nachdem er sie von Dallara abgekauft hat, weil Carrabante kein Geld mehr hatte. (Don)

// Noch mal HRT, wo nun ab diesem Wochenende Daniel Ricciardo fahren soll. Wen er ersetzt, ist nicht klar, aber die Möglichkeit ist besteht, dass Liuzzi mal wieder dran glauben muss. Karthikeyan wäre eigentlich der logische Kandidat, aber der bringt die Sponsorgelder von Tata mit. Red Bull wird dafür bezahlen, dass man Ricciardo unterbringt, was Karthikeyan wieder in Bedrängnis bringen könnte. Das Red Bull Ricciardo bei HRT “parkt” dürfte einerseits Buemi und Alguersuari bei Toro Rosso entlasten, zeitgleich wird aber auch klar, dass man Ricciardo testet um zu sehen, was er drauf hat. Nur zur Info: Ein gewisser Alonso wurde von Briatore auch mal bei Minardi eingesetzt um zu lernen. Bei Red Bull hält man sich damit alle Türen offen. Man kann 2012 wieder Mark Webber einsetzen, man kann, wie damals bei Vettel, das Risiko einer Verpflichtung eingehen. Webber, der seit Wochen in den Medien sagt, wie gerne er weiter für Red Bull fahren würde, hätte außer Ferrari kaum Optionen bei einem Top Team. Angeblich war er schon in Maranello, angeblich hat Ferrari kein Interesse. Man darf aber nicht vergessen, dass Webber seit Jahren bei Red Bull ist und die Technologie der Wagen bestens kennt. Er würde Informationen mit bringen, die Ferrari durchaus interessieren könnten. (Don)

// Team Lotus hat einen neuen “Sponsor”. Das Logo des Herstellers Caterham wird ab dem GP in Silverstone auf den Autos kleben. Der Deal ist in sofern kein richtiger Sponsordeal, weil Caterham seit ein paar Monaten Tony Fernandes gehört. (Don)

// Die FIA hat den Einsatz der V6-Turbos ab 2014 abgesegnet. Die Höchstdrehzahl wird 15.000 U/min betragen, was den Autos hoffentlich auch mal wieder einen etwas besseren Klang gibt. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass 1.6 Liter Motörchen gut klingen, V6 hin oder her. (Don)

// Porsche wird ab 2014 wieder bei den 24H von Le Mans antreten. Der Schritt war seit einigen Wochen erwartet worden, da man wohl schon angefangen hat, Personal zu rekrutieren. Porsche hat nicht gesagt, mit was für einem Motor man in Le Mans antreten wird, aber die Vermutung liegt nahe, dass es ein Benziner/Hybrid sein wird. Das Audi-Engagement steht deswegen nicht zwangsläufig auf der Kippe, da der VW-Konzern offenbar schauen wird, welches Reglement (Diesel/Hybrid) von der FIA und dem ACO in Zukunft bevorzugt wird. Hinter dem dann doch recht kostenintensiven Einsatz (angeblich hat Audi die Entwicklung des R18 nebst Einsatz über 80 Millionen Euro gekostet) steckt wohl Ferdinand Piech, der beide Marken in der Serie sehen möchte. (Don)

// Ebenso interessante, wie traurige Zahlen gibt es von IRL zu berichten. “The Daily Planet” gibt an, dass das Rennen in Iowa, das ja nun wirklich zu den besseren der Saison gehörte, gerade mal 500.000 Zuschauer auf Versus verfolgten. Das sind Zahlen, die Eurosport in Deutschland mit der Le Mans Serie erreicht. Versus hat eine technische Reichweite von 80.000.000 Millionen Zuschauern, was das Debakel noch deutlicher macht. (Don)

// Die 24H von Spa werfen immer mehr ihre Schatten voraus. Marc VDS hat nun angekündigt bei dem Rennen nicht wie zu erst gemeldet 2 Ford GT3 an den Start zu bringen, sondern ersetzt einen Ford GT3 durch einen BMW Z4 GT3. Pilotiert wird das Auto von Bas Leinders, Marc Hennerici und Maxim Martin. Als offizielen Grund gibt man die Leistungsfähigkeit des Wagens an, inoffiziell soll es aber wohl auch bei Marc VDS wohl zu Problemen mit den Ersatzteilen kommen, da Matech seit seiner Pleite wohl auch kaum mehr Ersatzteile liefern kann/will/darf. (Flo aus N)

// Nach 2005 kehr die IndyCar Series 2012 wieder auf den Auto Club Speedway in Fontana zurück. Zur Erinnerung: dies ist genau jende Strecke auf der Gil de Ferran mit seinem Penske damals noch unter CART-Banner den bis heute gültigen “closed-course record” von sage und schreibe 388,454 km/h hält. Allerdings heist es für uns wohl sehr lange wach bleiben oder früh austehen, denn das Rennen, welches im Herbst über die Bühne gehen soll, soll ein Nachtrennen werden. Dies bedeutet auch die Rückkehr der ISC, welche die meisten Tracks der Nascar inne hält, denn in diesem Jahr fährt man auf keiner der Strecken. (Flo aus N)

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June 29 2011

06:22

Newshappen-Sammlung für 29.06.

// Ein geradezu bizarr kompliziertes Puzzle über die Hintergründe und den momentanen Stand der Übernahmeschlacht in der Formel Eins liefert Joe Saward. In einen ziemlich langen und verworrenen Artikel versucht er die Frontlinien zu zeichnen, die bis weit in die Politik reichen. Im Grunde beschreibt er, dass Bernie Ecclestone gerade an allen Fronten sein Netzwerk aktiviert und diverse Leute in diverse, wichtige Positionen bringt. Zum einen wäre da Max Mosley, bekanntermaßen ein alter Kampfgefährte von Ecclestone, der sich in den letzten Wochen mal wieder häufiger in die aktuelle F1-Politik eingemischt hat. Saward spekuliert, dass Mosley eventuell wieder als FIA-Präsident kandieren könnte, da Jean Todt gerade an den meisten Fronten eine schlechte Figur macht und die FIA mit seinen Entscheidungen für Bahrain und den Weltmotor in Bedrängnis gebracht hat. Die zweite Eben betrifft Ferrari und vor allem Luca di Montezemolo, der im Moment der Hauptgegenspieler von Ecclestone zu sein scheint. Saward gräbt das seit Wochen kursierende Gerücht aus, dass Flavio Briatore die sportliche Leitung von Ferrari übernehmen könnte, sollte Montezemolo tatsächlich den Versuch starten in die Politik zu gehen. Offenbar gibt es tatsächlich im Moment viel Bewegung im Hause Ferrari, dazu kommt, dass der sportliche Erfolg ja auch nicht vorhanden ist. Vieles, was Saward schreibt, ist pure Spekulation und teilweise undenkbar. Mosley ist nach seiner Nummer mit den Damen politisch verbrannt, für Briatore gilt das ebenso. Hintergrund des langen Textes ist, dass es das Gerücht gibt, etliche Streckenbetreiber zur – Achtung – IRL überlaufen wollen. Das ist, gelinde gesagt Quatsch, interessant ist es aber doch, weil die Karte mit den Strecken nur von Ecclestone gespielt werden kann. Ein weiteres besagt nämlich, dass die Strecken Verträge über eine Firma mit Ecclestone haben, die nicht zur CVC gehört. Mit anderen Worten: a) Die Vermutung vieler, dass Eccelstone die Grundpfeiler der F1 an sich und nicht an die CVC gebunden hat, schält sich zumindest ein wenig heraus und b) Sommerloch. (Don)

// Williams hat zwei neue Leute für das technische Department eingekauft. Interessant ist dabei die Verpflichtung von Mark Gillan. Der war lange bei Jaguar und Red Bull und gilt als ausgewiesener Fahrwerks- und Aeroexperte. Nummer Zwei ist Jason Somerville. Der war schon mal bei Williams, bevor er zu Toyota und danach zu Renault ging. Damit holt nach der umstrittenen Verpflichtung von Mike “Copyshop” Coughlin zwei weitere, sehr gute Experten ins Team. Das Problem ist nur: Während Coughlin schon jetzt am 2012er Wagen basteln kann, kommt Somerville erst Ende August und Gillan sogar erst im Oktober. [Quelle: PR Meldung Williams] (Don)

// Die Dauerbaustelle DRS wird man wieder von der FIA bearbeitet. Es bleibt zwar, auf geeigneten Strecken, bei zwei DRS-Zonen, jedoch soll ein Fahrer den DRS-Vorteil nur noch in der ersten Zone ausnutzen können, wenn denn der Überholvorgang erfolgreich war. Beschlossen ist allerdings noch nichts. (Don)

// Sommerzeit = Silly Season. Es geht vor allem um zwei Plätze: den bei Red Bull und den bei Ferrari. Die Italiener bestehen darauf, dass Massa auch 2012 fährt, ich habe allerdings mitbekommen, dass zwei englischsprachige Piloten in Maranello waren. Da muss man nicht lange raten, wer das sein könnte. Nummer Eins ist Jenson Button, Nummer Zwei war wohl Webber, dem Ferrari aber eine Absage erteilt hat. Der Australier hat klar verkündet, dass er gerne bei Red Bull bleiben würde, doch die zieren sich, den Vertrag zu verlängern. Denn, so die Gerüchteküche, Red Bull ist an einem McLaren-Fahrer dran. Das könnten sowohl Hamilton als auch Button sein, wobei McLaren gerade mehrfach verkündet hat, dass man beide Piloten gerne behalten würde. (Don)

// Aus zwei mach eins: Angeblich steht eines der beiden Rennen in Spanien vor dem Aus. Und überraschenderweise handelt es sich nicht um den Stadt-GP von Valencia. Stattdessen könnte es sein, dass die Königsklasse heuer zum vorübergehend letzten Mal in Barcelona an den Start gegangen ist. Zwei spanische Radiostationen sollen am Wochenende verkündet haben, dass die Valencia-Veranstalter einen neuen Vertrag mit Bernie Ecclestone unterschrieben haben, der bis ins Jahr 2021 reicht. Bedingungen für den offenbar finanziell lukrativen Deal: Man möchte ganz offiziell den “Grand Prix von Spanien” austragen, das einzige F1-Rennen im Lande sein, und bereits im Mai an den Start gehen. Bestätigt ist die Meldung zur Stunde noch nicht. (Vorsicht)

// In der NASCAR geht das Gerücht um, dass Carl Edwards einen vierten Wagen bei Joe Gibbs übernehmen könnte. Carl und Kyle in einem Team? Viel Spaß, Joe Gibbs. Derweil werden Hendrick Motorsport und Dale Earnhardt jr. den gemeinsamen Vertrag wohl verlängern. Die Aufwärtstendenz von Junior mit Steve Letarte ist klar zu sehen, ein Sieg in diesem Jahr eigentlich überfällig. (Don)

// Die Kollegen von motorsport-total.com melden unter Berufung auf Motorsport aktuell, dass Katherine Legge bald in der IndyCar Serie für Sam Schmidt starten könnte. Angeblich sind heuer bis zu sieben Rennen möglich, ganz besonderes Augenmerk legen Legge und das Team aber auf das Finale in Las Vegas. Ob die Britin, die 2012 dann eine volle Saison bestreiten möchte, dabei ein zweites Auto des Teams pilotieren wird, ist noch unbekannt – wegen angeblicher finanzieller Probleme bei Sam Schmidt scheint es aber auch denkbar, dass sie den Stammpiloten Alex Tagliani ersetzen könnte. (Vorsicht)

// Die Superleague Formula hat verkündet, dass der Deutsche Max Wissel beim kommenden Rennen in Zolder wieder mit von der Partie sein wird. Interessant: Sein vom spanischen Team des ehemaligen Formel 1 Fahrers Emilio DeVillota eingesetztes Auto wird in den Farben von Südkorea unterwegs sein. Damit sind für das kommende Rennen immerhin 15 statt bisher 14 Autos gemeldet. Die Südkorea-Connection ist aber auch deswegen spannend, weil die Superleague Formula ebenfalls vergangene Woche bekannt gegeben hat, dass das geplante Rennen im russischen Smolensk nicht stattfinden wird, weil der Kurs keine Grande 2 Lizenz der FIA erhalten hat. Seither sucht man fieberhaft nach einer Ersatz-Rennstrecke. Denn weniger als die geplanten acht Rennen pro Saison will man nicht fahren –  auch deswegen, weil die Teams mit einem fixen Preisgeld-Betrag kalkulieren möchten. Ein Lauf auf der so wenig genutzten Formel 1 Bahn in Yeongam wäre also durchaus eine Möglichkeit – ist im Moment aber natürlich noch reine Spekulation. (Vorsicht)

// Auch eine andere Serie muss ihren Kalender ändern: Das geplante Event der AutoGP in Bukarest wird nicht stattfinden – offiziell wurde auch hier die fehlende Grade 2 Lizenz der Strecke als Grund genannt. Man könnte aber auch spekulieren, dass irgendjemand in der AutoGP-Organisation oder beim Management der Strecke festgestellt hat, dass sich der Aufbau des Stadtkurses für ein Standalone-Event der bisher noch wenig breitenwirksamen Formelserie wohl kaum finanziell lohnen kann. Auch die AutoGP plant, das nun abgesagt Rennen zu ersetzen. Nicht wurde aber keine konkreten Kandidaten genannt. (Vorsicht)

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June 22 2011

05:34

Newshappen-Sammlung für 22.06.

// Mit sofortiger Wirkung hat die FIA das “Engine Mappingverboten. Gemeint ist, dass der Motor auch dann auf hohen Drehzahlen läuft, wenn der Fahrer vom Gas geht. Durch die Auspuffgase wird der Unterboden, bzw. der Diffusor angeblasen, was wiederum für mehr Abtrieb sorgt. “Engine Mapping” heißt es deswegen, weil die Teams/Hersteller die Mappingeinstellungen der ECU beeinflussen, um diesen Effekt zu erreichen. Wenn man den Gerüchten so glauben mag, profitierte vor allem Red Bull von der neuen Ideen. Man hat das wohl in der Quali eingesetzt, nicht aber im Rennen, was dann auch den oft nicht erklärbaren Rundenzeiteneinbruch des Teams erklären könnte. Im Rennen verzichtet man wohl auf den Effekt, weil die Motoren leiden und man mehr Sprit verbraucht. Renault gab mal 10% an, was immerhin rund 10 bis 15kg wären, die man mehr mitschleppen müsste, was keiner freiwillig macht. Ab England sind dann auch die “heiss”, also per Auspuff angeblasenen Diffusor verboten. (Don)

// Argentinien und Mexiko überlegen offenbar den Bau von Formel 1 tauglichen Strecken. In Mexiko wurde kürzlich Charlie Whiting bei der Besichtigung des Autodromo Hermanos Rodriguez gesichtet. Angeblich soll er dort gewesen sein, um den Besitzern mitzuteilen, welche Änderungen an der Strecke nötig wären, um die begehrte Grade 1 Lizenz der FIA zu erhalten, die die Austragung von Formel 1 Rennen erlaubt. In Mexiko steigt derzeit wieder das Interesse an der Formel 1, weil mit Sergio Pérez erstmals seit Jahren wieder ein Mexikaner in der Königsklasse unterwegs ist – und mit Esteban Gutierrez ein weiterer vor der Türe steht. Auch Sauber-Sponsor Telmex würde gewiss gerne ein Heimrennen sehen. In Argentinien wurde derweil die Design-Firma Populous (für die neue Arena-Sektion in Silverstone verantwortlich) mit dem Bau einer völlig neuen Strecke nahe Buenos Aires beauftragt, die ebenfalls Grade 1-tauglich sein soll. Angeblich ist die Formel 1 aber nicht das primäre Ziel der Streckenbetreiber – die Bahn soll vielmehr der Entwicklung des argentinischen Motorsports dienen. (Vorsicht)

// Am Wochenende berichtete die “Sunday Times”, dass die BBC gedenkt ihren Vertrag mit der F1 2013 nicht mehr zu verlängern. Die BBC muss rund 60 Millionen Pfund einsparen und eine Saison kostet den Sender dem Vernehmen nach rund 50 Millionen Euro. Die Gerüchte, dass die BBC ihre Übertragung einschränkt und das “Post Race Forum” streicht, gibt es schon länger, aber von einem Ausstieg war bisher nicht die Rede. Man darf nicht vergessen, dass die “Sunday Times” zu News Corp. gehört, die ja gerade versuchen, Bernie Ecclestone die F1 aus den Händen zu winden. Ein Angriff auf wichtige Partner der F1 kommt da nur gelegen. In England heißt es, dass die Argumente in der “Times” nicht substantiell seien und vermutlich zum vor sich hingärenden Bieterwettstreit gehören. (Sorry, keine Links, da die “Times” eine Paywall hat.) (Don)

// James Allen berichtet, dass McLaren gerade Jenson Button umgarnt. Dessen Vertrag läuft eigentlich erst Ende 2012 aus, aber im Moment sind frühzeitige Verlängerungen ja gerade “in” (Siehe Ferrari/Alonso). Button wird im Moment allerdings auch als heisser Kandidat für den zweiten Platz bei Red Bull gehandelt, sollte man den Vertrag mit Webber nicht verlängern wollen. Bei Ferrari soll Button ebenfalls schon gesichtet worden sein. (Don)

// Auf der Seite des Motorsport-Journalisten Gordon Kirby ist ein umfangreicher Bericht zum geplanten Austin Grand Prix 2011 erschienen, der auf einem Interview mit dessen Planer und Veranstalter Tavo Hellmund beruht. Offenbar gibt es dort das eine oder andere Problem mit dem Zeitplan. Es ist mittlerweile auch davon die Rede, dass man a la Korea im ersten Jahr nur eine halbfertige Anlage zusammenbekommt – und, dass der Termin vielleicht an das Saisonende 2011 verschoben werden könnte. Joe Saward spekuliert derweil, dass Red Bull mit dem in der NASCAR ab 2012 gesparten Geld Titelsponsor der US Grand Prix werden könnte. (Vorsicht)

// Fast täglich gibt es momentan neue Gerüchte um den IndyCar Kalender 2012. In der Kurzfassung:
- Nach den unbefriedigenden Besucherzahl steht Milwaukee wohl zumindest auf der Kippe – ausgeschlossen ist eine Rückkehr aber nicht.
- Es gibt offenbar wieder Verhandlungen mit der NASCAR-eigenen Streckenfirma ISC. Dabei geht es wohl um eine Rückkehr von Chicagoland, aber auch um einen Lauf in Phoenix. Möglich ist, dass die IndyCar dafür auch wieder ein Rennen in Fontana “schlucken” muss.
- Auch in Watkins Glen bemüht man sich darum, wieder einen Lauf der IndyCar Series austragen zu dürfen – allerdings nicht um jeden Preis, es get wohl um Konzessionen bei der Antrittsgebühr.
- In Milwaukee war auch die Rede davon, dass man bald in Road America fahren könnte. IndyCar CEO Randy Bernard hatte kürzlich ein Treffen mit Streckenverantwortlichen, dass vielversprechend verlaufen sein soll.
-  In fernerer Zukunft möchte Randy Bernard gerne 22 bis 24 Läufe pro Saison austragen. Um das finanziell möglich zu machen, müssten allerdings die TV-Quoten endlich steigen (wonach es im Moment allerdings nicht gerade aussieht).
- Zu diesen neuen Rennen könnte dann auch ein Straßenrennen in Fort Lauderdale, Florida zählen, wo es offenbar erste Gespräche mit der IndyCar gibt. Das IndyCar Rennen wäre, sofern aus dem Event etwas wird, in ein dreitägiges Rennwochenende mit mehreren anderen Serien eingebunden, mit dem sich Fort Lauderdale zum “amerikanischen Monte Carlo” machen möchte.
- Der Kalender 2011 soll Anfang September fertig sein.
(Vorsicht)

// Einen mittelschweren Schock hatte die NASCAR gestern zu verkraften. Red Bull zieht den Stecker aus ihrem NASCAR Team und schiebt das Geld lieber wohl in Richtung anderer Sportarten, darunter Motorrad. Man schließt das Team zum Ende des Jahres, lässt es Manager Pat Fry aber offen, einen neuen Inhaber/Sponsor zu finden. Was angesichts der arg angespannten wirtschaftlichen Lage in den USA wohl nicht leicht zu schaffen sein wird. Das Team hat sich den vier Jahren seiner Existenz jetzt auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ein Sieg von Bian Vickers war drin, mehr aber auch nicht. Auch die Verpflichtung von Kasey Kahne brachte nicht den Durchbruch. Nun ist 2011 also Schluss und die NASCAR verliert einen nicht unwichtigen Sponsor und zwei Wagen. (Don)

// Tony Stewart holt laut Gerüchten wohl das nach, was er schon vor zwei Jahren machen wollte: Er schafft seinen ehemaligen Crew Chief Greg Zipadelli zu Stewart/Haas, der bei Joe Gibbs im Moment nicht so recht glücklich wird, weil Joey Logano nicht vom Fleck kommt. Berichtet zumindest Jayski (runterscrollen), der solche Dinge selten ohne Grund in die Welt setzt. (Don)

//Das Race of Champions 2011 wird nun doch nicht in Frankfurt stattfinden. Wegen des Abstieges der Eintracht Frankfurt in die zweite Liga wird das Stadion nun für den Fußballbetrieb gebraucht. Die Veranstalter müssen sich daher um einen neuen Austragungsort umsehen. Wer bereits eine Karte gekauft hat, kann aber jetzt den Kaufpreis zurückverlangen. Die Tickets behalten aber wohl auch am neuen Austragungsort ihre Gültigkeit. Einzig: Wo der sein wird, steht noch in den Sternen. (Vorsicht)

// Die Absagen für das kommende LMS Rennen in Imola häufen sich. Jetzt hat auch noch Quifel ASM abgesagt. Die Entrylist sieht auch noch einen AMR Aston Martin am Start, aber die werden auch nicht da sein. Ehrlich gesagt wüsste ich nach dem desaströsen Auftritt in Le Mans nicht, wie die mehr als 4 Runden in Imola schaffen wollen. Audi hat Bernhard/Fässler und Kristensen/McNish gemeldet. (Don)

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June 11 2011

04:03

Vorschau: IndyCar Firestone Twin 275s

Die IndyCar probiert was Neues diesen Sommer – und es ist nicht Coke bei drei Grad. Stattdessen schneidet man das 550km-Renen in Texas in zwei Teile. Das verspricht Spektakel und Unwegbarkeiten, birgt aber auch Gefahren.

Wäre es ein normales Rennen in Texas, dann würde ich jetzt über die spannende Rad-and-Rad Duelle schreiben, die auf dem ultraschnellen Speedway in Fort Worth traditionell zu erwarten sind. Ich würde vermutlich auch wieder auf die Gefahren hinweisen, die damit in Verbindung stehen – und zur Debatte stellen, ob die IndyCar dieses künstliche Zusatzrisiko wirklich braucht. Das alles könnte man auch in diesem Jahr schrieben – 2011 gibt es aber ein noch größeres Thema, das diese Fragen überschattet. Die IndyCar testet in Texas nämlich ein neues Format: Statt einem längeren Rennen wird es zwei kurze geben, die direkt aufeinander folgen. Die Startaufstellung für Lauf 2 wird nach dem ersten Durchgang ausgelost. Allemal ein interessantes Experment. Der Modus wirft aber auch einige Fragen auf.

So überraschend die Idee klingen mag, ein IndyCar Rennen in zwei Teile zu schneiden – ganz neu ist der Einfall nicht. In den späten 1960er und in den 1970er-Jahren gab es insgesamt 17 sogenannte “Doubleheader”. Zunächst setzte die USAC den Modus vor allem für Rundkurse ein, etwas später und vor allem in frühen CART-Zeiten fanden die Veranstaltungen auf Ovalen statt. Dann gerieten sie in Vergesseneheit – bis IndyCar CEO Randy Bernard in der vergangenen Saison das Runder übernahm. Der neue Chef sucht fieberhaft nach “Pillar”-Veranstaltungen, die die Serie neben dem Indy 500 tragen könnten. Dabei ist er auch zu Experimenten bereit. Die “IndyCar Word Championships” im Herbst in Las Vegas sind so ein Versuch. Und das Twin-Rennen in der Nacht auf Sonntag eben auch.

Und so soll der Renntag ablaufen: Um 19:45 Uhr Ortszeit (das ist 2:45 Uhr CEST) ist Start des ersten Rennens, die Grid ergibt sich aus den Ergebnissen der Qualifikation (siehe unten). Dieser Lauf soll 275 Kilometer (= 114 Runden) lang sein – für den Rennsieger gibt es die halbe Punktezahl eines normalen Rennens. Danach haben die Teams dann Zeit für allfällige Reparaturen – während die Zusher auf andere Weise unterhalten werden. Denn dann erfolgt in umgekehter Reihenfolge des Zieleinlaufs die Verlosung der Startplätze für den zweiten Durchgang, der ebenfalls über 275 Kilometer geht. Start des zweiten Rennens ist dann um 21:45 Uhr Ortszeit (4:45 Uhr CEST). Auch hier wird die halbe Punktezahl eines “normalen” Laufes vergeben.

Das Format verspricht sicherlich Spannung. Dass die Zuseher gleich zweimal in den Genuss eines Zieleinlaufes kommen, ist sicherlich ein großes Plus. Und die umgekehrte Startreihenfolge im zeiten Lauf sorgt gewiss  für zusätzliche Würze – immerhin kann der Sieger dann durchaus auch aus der letzten Reihe ins Rennen gehen müssen.

Ob es diese Zusatz-Spannung aber ausgerechnet in Texas gebraucht hätte, ist dann wieder eine ganz andere Frage. Die Verlosung könnte dafür sorgen, dass ein Meisterschaftskandidat an der Spitze des Feldes in den zweiten Lauf geht, und der andere ganz hinten – so richtig fair ist das nicht. Außerdem hat die Strecke auch ohne Gimmicks in den vergangenen Jahren immer äußerst spannende Läufe mit zahlreichen, teils rundenlangen Rad-an-Rad Duellen ermöglicht. Und die sind im Grunde auch dann schon gefährlich genug, wenn sie zwischen den Top-Autos stattfinden, und nicht an der Spitze des Feldes langsamere Wagen “lauern”.

Die Qualifikation

Eine erste – kleine – Überraschung gab es schon bei der Qualifikation am Freitagabend: Zum zweiten Mal in Folge nach dem Indy 500 steht Alex Tagliani auf der Pole. Das Auto von Sam Schmidt Motorsports scheint im Training weiter ganz hervorragend zu gehen – ob sie diesen Speed auch im Rennen halten können, ist weniger klar. Der Rennverlauf in Indianapolis lässt eher vermuten, dass man den Kanadier vielleicht in der vorderen Mitte des Feldes wiederfinden wird.

Dahinter lauern Dario Franchitti und Will Power. Die beiden Meisterschaftsanwärter liegen damit deutlich vor ihren Teamkollegen, die sich allesamt rund um Platz zehn wiederfinden (Dixon: 7, Briscoe 9, Castroneves 13). Vierter ist Takuma Sato, der seinen Aufwärtstrend aus den vergangenen Zeittrainings auch hier fortsetzen konnte – entsprechend strahlte Sato dann auch im Interview nach der Quali. Bleibt zu hoffen, dass es der Japaner auch einmal ins Ziel schafft. Fast schon sensationell: Platz fünf ging an Ed Carpenter im Auto von Sarah Fisher Racing – die Kombination aus dem gereiften Ovalspezialisten und dem engagierten Team scheint weiter Früchte zu tragen. Auf Rang sechs bestätigt Tony Kanaan die gute Forum vom KV Racing.

Sonst noch interessant: Rookie Wade Cunningham aus Neuseeland steht bei seinem allerersten Auftritt auf Rang acht, Danica Patrick auf zehn. Indy 500 Fast-Sieger JR Hildebrand auf Rang 11, Newman/Haas mit Servia und Hinchcliffe auf 14 und 15. Das Ganassi-Farmteam mit Kimball und Rahal auf 17 und 20. Paul Tracy geht bei einem seiner vermutlich letzten Ovalauftritte von 21 ins Rennen; Simona de Silvestro hatte im Training noch einige Probleme, und startet nur vom vorletzten Rang 29.

Ungemach

Hinter den Kulissen gärt es nach dem etwas merkwürdigen Indy 500 gleich an einigen Stellen ein wenig.

Zunächst brachte die kanadische Globe and Mail im Internet einen Artikel, in dem sie einen anonymen IndyCar-Fahrer mit der Vermutung zitierte, JR Hildbrand sei beim Indy 500 mit einem illegalen Auto unterwegs gewesen. (mehr dazu in den Newshappen) Mittlerweile wurde der Artikel von der Zeitung wieder gelöscht. Beweise gibt es für diese schwerwiegenden Vorwürfe freilich nicht. Das Thema ist aber deshalb keineswegs von Tisch, wie Nate Ryan für den Internetauftritt der USA Today berichtet.

Und als ob das nicht ungut genug wäre, hatte JR Hildebrand in der vergangenen Woche gleich nochmal kräftig Pech: Bei einem Sponsorevent verletzte sich der Amerikaner am Knie, und muss nun mit einer Schiene ins Rennen gehen. Gerüchte sprechen davon, dass er sich wohl das Krezband gerissen hat. Eine Operation dieser Verletzung wird auf lange Sicht wohl notwendig sein, im Interview mit Versus meinte Hildebrand aber, dass er das vielleicht erst nach dem Ende der Saison erledigen wird.

Neben Hidebrand schaffte es noch ein weiterer Pilot auf eher kontroversielle Weise ins Rampenlicht: Graham Rahal verlinkte auf seinem Twitter-Account die (mittlerweile gelöschte) Globe and Mail-Story über Hildebrands angeblich illegales Indy 500-Auto – und brach damit offenbar ein Tabu in der IndyCar Community. Aufgebrachte Twitter-Antworten waren die Folge. Im oben verlinkten USA-Today Artikel äußert sich Rahal zu dieser Causa. Er greift dabei Hildebrand nicht persönlich an – die Vorwürfe, Panther Racing könnte geschummelt haben, nimmt er aber nicht vom Tisch.

Das ist aber noch nicht alles: Im Interview mit Versus kritisierte Rahal dann auch noch sein eigenes Team. Das Auto sei im Qualifikationstrimm einfach zu langsam. Außerdem könne er nicht ganz verstehen, wieso sein Wagen zwei km/h langsamer sei, als jene der Teamkollegen Franchitti und Dixon. An sich eine berechtigte Frage – ob es beim Team allerdings gut ankommt, wenn man sie im TV-Interview statt bei internen Besprechungen aufbringt, ist dann aber wieder fraglich.

Schließlich gibt es noch Neuigkeiten zum Rennen in Motegi. Das soll trotz Erdbeben-Schäden an der Strecke zum geplanten Termin stattfinden – allerdings nicht auf dem Oval, sondern auf der Rundstrecke. Grund: Das Oval ist stärker beschädigt, und eine Reparatur würde zu viele Ressourcen von deutlich wichtigeren Wiederaufbau-Vorhaben in der Region abzweigen.

Dieser im Grunde eingängliche Umstand ist wiederum bei Danica Patrick auf wenig Verständnis gestoßen. Weil durch die Änderung nur noch sieben Ovalrennen im Kalender stehen (im vergleich zu zehn Rundstrecken), fürchtet sie, dass sich die Serien zu stark von ihren Oval-Wurzeln entfernt. Dass man in motegi nicht im Oval fahre, sei “enttäuschend“, so wie auch der gesamte Rennplan für 2011. Offene Kritik dieser Art ist im US-Sport eher selten – man darf also vermuten, dass Patrick damit ein konkretes Ziel verfolgt. Womöglich möchte sie den Kalender für 2012 in eine oval-lastigere Richtung bewegen – oder sich einfach eine praktische Ausrede für den Abschied in Richtung NASCAR zurechtlegen.

Im TV

Nach der eher mäßigen Leistung von ABC beim Indy 500 kommt in Texas wieder Versus zum Zug. Die Kommentatoren Bob Jenkins und Jon Beekhuis werden dabei von einem spezillen Gast unterstützt: Indy 500 Sieger Dan Wheldon saß bereits zum Qualifying mit in der Kabine, und wird auch beim Rennen als Experte fungieren. Die Übertragung beginnt laut Zeitplan um 1:30 CEST. Um etwas vom Rennen sehen zu können, wird auch diesmal wieder etwas Internet-Recherche nötig sein. Einen offziellen TV-Anbieter im deutschsprachigen Raum gibt es nicht.

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June 08 2011

05:53

Ferner liefen: Die Newshappen

# Findet er nun statt, oder doch nicht? Der Grand Prix von Bahrain steht weiter im Fokus der Aufmerksamkeit. Nachdem die FIA Freitag nach dem Meeting des World Council verkündete, dass das Rennen stattfindet, rudert man jetzt offenbar an allen Fronten wieder zurück. Bernie Ecclestone wird in verschiedenen Medien mit der Aussage zitiert, dass man das Rennen in Bahrain lieber als letzten Lauf planen sollte und schafft sich und der FIA damit eine sperrangelweit offene Hintertür. Dabei war es Ecclestone selber, der in der Woche vor dem Meeting angedeutet hatte, dass man indischen Grand Prix verschieben wolle, um Platz für Bahrain zu schaffen. Doch hinter den Kulissen gärt es offenbar. Max Mosley, zwar nicht mehr FIA-Chef, aber immer noch ein wichtige Persönlichkeit innerhalb der FIA, meinte in der BBC, dass man in Bahrain auf gar keinen Fall starten dürfe und plauderte aus, dass die Zustimmung für einen möglichen Start sowieso nur über die Teams zu haben sein. Doch die FOTA ließ sich sage und schreibe vier Tage Zeit, eine Position zu finden, und verkündete recht schmallippig, dass man zwar gerne fahren würde, aber nicht am 30.10. Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass etliche Sponsoren angekündigt haben, dass man seine Logos nicht gerne auf den Wagen und an der Strecke sehen möchte, sollte sich die Lage in Bahrain nicht grundsätzlich ändern. Wie man sieht – da ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen und es sieht so aus, als würde die FIA und Ecclestone nach einer Möglichkeit suchen, den GP von Bahrain absagen zu können. Das hätte man wirklich einfacher haben können, in dem man das Rennen sofort auf den Dezembertermin geschoben hätte. (Don)

# Jean Todt hat klar gestellt, dass es auch 2012 bei 20 Rennen pro Jahr bleiben wird. Im momentanen Entwurf des F1-Kalenders stehen aber 21 Rennen, wobei der GP Türkei mit einem “tbc” versehen ist. Doch so einfach ist die Sache wohl nicht, denn wie James Allen berichtet, lockt Ecclestone die Teams damit, dass mehr Rennen auch mehr Geld bedeuten. Eine der Hauptsäulen der Einnahmen in der F1 sind die Garantiesummen, die die Veranstalter vorab zahlen müssen, damit der ganze Zirkus überhaupt anreist. Bei den europäischen Rennen halten sich die Summen in Grenzen (zwischen 10 und 20 Millionen Dollar), aber vor allem bei den neuen Überseerennen sieht die Sache anders aus. Gerüchte besagen, dass Korea sich den Spaß bis zu 40 Millionen Dollar kosten lässt, wo von 20 Millionen bei den Teams landen. Ein weiterer GP bringt einem Team also bis zu 2 Millionen Dollar, was gerade für die kleinen Teams keine geringe Summe ist. (Don)

# Kimi Räikkönen wusste bei seinen beiden Auftritten in der NASCAR durchaus zu überzeugen, aber es ist nicht sicher, was er nun macht. Kyle Busch, der ihm die Autos gestellt hatte, weiß es im Moment auch nicht, würde sich aber freuen, wenn der Finne sich für die NASCAR entscheiden würde. Von seiten der NASCAR hört man, dass man großes Interesse an Räikkönen hat. (Don)

# Zum Thema Kyle Busch vs. Richard Childress gibt es auch Neuigkeiten. Bekanntermaßen hatte der 65jährige Childress am Samstag nach dem Truckrennen, wo Busch nach der Zieldurchfahrt mal wieder einem seiner Fahrer ins Auto gefahren war, Kyle Busch in den Schwitzkasten genommen und ihm laut Augenzeugen mehrfach ins Gesicht geschlagen. Solche Aktionen bestraft die NASCAR normalerweise mit heftigen Strafen, doch Childress kommt mit 150.000 Dollar davon. Er steht dann bis Ende des Jahres unter Bewährung. Die relativ geringe Strafe werten Beobachter als eine Art “Das musste ja mal so kommen” Aussage der NASCAR. (Don)

# Bei Stewart-Haas-Racing läuft es gerade nicht gut. Tony Stewart und Ryan Newman wären zwar im Moment für den Chase qualifiziert, aber vor allem Stewart hat bisher in diesem Jahr nur ein Top 5 Ergebnis einfahren können. Jetzt hat man sich von Bobby Hutchens getrennt, dem bisherigen “Director of competition”. Ihm folgt nun Matt Borland. Offenbar ist Stewart unzufrieden, was die Teamorganisation angeht. (Don)

# Sam Hornish jr. darf mal wieder eine Runde im Sprint Cup mitmachen. Er ersetzt bei Furniture Row am Wochenende in Pocono Travis Kvapil, da der parallel in Texas bei den Trucks an den Start geht. (Don)

# Um es gleich zu Beginnn zu sagen: Es handelt sich beim Folgenden um völlig unbewiesene Spekulationen. Fix ist: Die kanadische Globe and Mail hatte am Montag kurzzeitig eine ziemlich merkwürdige Story auf ihrer Homepage, die nur wenige Stunden nach Erscheinen wieder gelöscht wurde. Diese dreht sich um Kommentare eines namentlich nicht genannten IndyCar Fahrers zu JR Hildebrands Fahrt beim Indy 500. Demnach gehe im IndyCar Paddock das Gerücht um, bei Panther Racing habe man unerlaubterweise einen größeren Tank zur Verfügung gehabt – es herrsche jedenfalls allgemeines Erstaunen, wie es Rookie Hildebrand fertig gebracht habe, schneller und gleichzeitig spritsparender zu fahren, als der darin bekannt gute Dario Franchitti. Auch ein Ingenieur aus der Serie wird mit ähnlichen Vermutungen zitiert. Möglich sei das alles, weil die INDYCAR die Autos nicht standardmäßig nach allen Rennen kontrolliert, sondern lediglich Stichproben nehme.
Wie gesagt: Diese Vorwürfe sind völlig unbewiesen – und die Zeitung wird den Artikel sicher auch nicht grundlos gelöscht haben. Interessant ist die Causa aber aus einem anderen Grund: Graham Rahal hat den Artikel via Twitter verlinkt – und dafür ziemlich verständnislose Reaktionen von Fans geerntet. Man darf gespannt sein, ob man vielleicht in diesem Zusammenhang noch einmal von der Geschichte hören wird. (Vorsicht)

# Und dann hat die IndyCar Series in dieser Woche noch einen weiteren dicken Fang (sorry) gemacht: Als Grand Marshalls für die “Twin 275s” konnten Dan und Don Evans gewonnen werden. Die beiden sind konsequenterweise Zwillinge und stammen aus Dallas. Einem breiteren Publikum (sorry) sind die beiden durch ihre Teilname an der Reality Show “The Biggest Loser” bekannt. Wie indycar.com stolz meldet, hatte Dan zum Finale der Show 130 Pfund abgenommen, Don 124. (Vorsicht)

# Eine ziemlich überraschende Ankündigung gibt es aus der BTCC zu vermelden. Tom Onslow-Cole, im Winter im Unfrieden vom Ford Focus Team AON geschieden, fährt ab sofort wieder für seine alte Truppe. Team AON wird daher ab Croft drei Wagen einsetzen. Damit steht AmD Milltek ohne Fahrer da. Der Golf machte zwar nicht den kräftigsten Eindruck in der Saison, doch es war eine klare Aufwärtstendenz festzustellen. (Don)

# Weil es heute ja schon los geht, hier der Zeitplan für die 24H von Le Mans:

Mittwoch
16.00 bis 20.00 Uhr – Training 24H Le Mans
22.00 bis 24.00 Uhr – Quali 1 24H Le Mans

Donnerstag
19.00 bis 21.00 Uhr – Quali 2 24H Le Mans
22.00 bis 24.00 Uhr – Quali 3 24H Le Mans

Samstag
ab 14.15 Uhr – Startaufstellung 24H Le Mans
15.00 Uhr – Start 24H Le Mans

# Am Schluss noch etwas in eigener Sache. Wir haben zwei neue Dinge auf der Seite. Oben rechts, mal als Versuch, ist der neue +1 Button von Google (Erklärung). Ebenfalls neu ist der Flattr Button. Damit kann man ein wenig helfen, die Hostingkosten des Blogs ein wenig mitzutragen. Wie genau Flattr funktioniert, steht hier. Wir freuen uns über jeden Klick :)

flattr this!

June 01 2011

06:57

Ferner liefen: Die Newshappen

// Die Formel 1 Saison 2011 könnte länger werden als ursprünglich geplant. Der Grand Prix von Bahrain könnte nämlich den ursprünglich geplanten Platz des indischen Grand Prix am 30. Oktober einnahmen, sofern die FIA zum Schluss kommt, dass die politische Lage im Land die Austragung eines Rennens erlaubt. Das wäre durchaus denkbar, denn heute, Mittwoch sollten die während der Proteste eingeführten Notstandsgesetze wieder aufgehoben werden. Zumindest offiziell, denn auch danach wird man den offiziellen Druck gegen Proteste nicht lösen. Der Indische Grand Prix könnte in Folge dessen an das Ende der Saison verschoben werden. Das bisher letzte Rennen ist der GP von Brasilien am 27. November – weil aber neue Grand Prix wegen der Unwegbarkeiten bei Einreise und Zoll immer im zweiwöchigen Abstand vom vorherigen Rennen stattfinden, wäre der erste mögliche Termin also der 11. Dezember. Angeblich sollen die Organisatoren in Indien darüber ganz froh sein, weil die Arbeiten an der Strecke wohl doch nicht ganz so schnell vorangehen wie erwartet. Nicht begeistert sind dagegen die Teams, deren Mitarbeiter im Dezember die einzige Chance haben, sich ein wenig Freizeit abseits der Formel 1 zu gönnen. (Vorsicht)

// Sergio Perez und Vitaly Petrov haben nach ihren Unfällen in Monaco das Krankenhaus verlassen, und sich beide zuversichtlich, in Montreal wieder antreten zu können. Petrov hat zwar noch Schmerzen in den Beinen, ist sich aber “sicher“, in Montreal wieder antreten zu können. Nicht ganz so sicher ist die Angelegenheit bei Sergio Perez. Er selbst spricht davon, zwar noch Muskelschmerzen in den Beinen und im Nacken zu haben und sich an den Unfall nicht genau erinnern zu können – er ist aber ebenfalls “ziemlich sicher“, eine Rennfreigabe für Kanada zu erhalten. (Vorsicht)

// Renault stellt Nick Heidfeld die Rute ins Fenster. Man sei mit den Leistungen des Deutschen, vor allem im Qualifying, nicht zufrieden – das sagte Renault Teamchef Eric Boullier gegenüber autosport.com. Momentan ist aber davon auszugehen, dass diese Aussagen eher Heidfelds Motivation dienen sollen. Ihnen fehlt nämlich das Drohpotenzial – Renault fehlen nämlich schlichtweg Piloten, mit denen man Heidfeld einigermaßen gleichwertig ersetzen könnte. (Vorsicht)

// Die GP2 Asia Serie könnte nach vier zunehmend enttäuschenden Saisons vor dem Aus stehen. Offenbar ist man bei Teams und Organisatoren unzufrieden – auch, weil die Serie das ursprüngliche Ziel, nämlich asiatische Fahrer an die Formel 1 heranzuführen, verfehlt hat. Als Ersatz will man die “große” GP2 Serie um einige Überseerennen im Rahmen der F1 erweitern. Debattiert wird etwa über ein Rennen in Bahrain (sofern dort noch gefahren wird), in Abu Dhabi oder auch in Singapur. Zu viele zusätzliche Läufe soll es aber nicht geben, da sonst das Sponsorbudget für GP2-Piloten zu hoch würde. (Vorsicht)

// Wilde Gerüchte um Penske. Wie eine italienische Motorsportseite unter Berufung auf Gerüchte berichtet, sollen sich Roger Penske und Hendrick Motorsports auf eine Zusammenarbeit in der kommenden Saison geeinigt haben. Demnach wollen die beiden Teams 2012 gemeinsam mit Chevrolet in der IndyCar Serie antreten – und sollen außerdem daran interessiert sein, Simona de Silvestro als Fahrerin zu engagieren. (Vorsicht)

// Die geplanten Rennen der Superleague Formula und der GT3 EM im russischen Smolensk könnten vor der Absage stehen. Das behauptet zumindest eine russische News-Seite die einen Verantwortlichen der Rennstrecke mit den Worten zitiert, dass leider für beide Veranstaltungen ein Sponsor abgesprungen sei. Die Strecke könne sich die beiden Rennen daher nicht mehr leisten. Für die ohnehin etwas chaotisch wirkende Superleague Formula mag das nicht so überraschen – mehr dazu morgen in der Saisonvorschau zur Serie, sofern ich es bis dahin geschafft habe, mir ein kohärentes Bild zu veschaffen. Dass auch die GT3 dort nicht fahren soll, erstaunt aber doch etwas. Die französische AUTOhebdo vermeldet dazu, dass die Organisatoren die von der FIA geforderten Umbauten an der Strecke nicht vorgenommen haben. Und beim abgesprungenen “Sponsor” soll es sich demnach um öffentliche Gelder der Region Smolensk handeln, die nicht eingetroffen sind. Die Absage hat mittlerweile auch die GT3 offiziell bestätigt. Man will sich um einen anderen Austragungsort für einen Ersatzlauf umsehen. Das letzte Wort ist aber trotzdem noch nicht gesprochen, die Superleague Formula behauptet auf ihrer Facebook-Seite, es sei lediglich das Datum um eine Woche nach vorne verlegt worden. Vielleicht wird es sich bei dem Rennen dann aber, wie schon 2010 in Beijing, um ein “Einladungsrennen” ohne Sanktus der FIA und ohne Punkte handeln. (Vorsicht)

May 11 2011

11:05

Ferner liefen: Die Newshappen

// Michael Schumacher hat mal wieder einen zähen Start in die Saison. Sein Rennen in der Türkei war geprägt von schlechten Entscheidungen, ruppiger Fahrweise und einer Klatsche in der Qualifikation, als er 1 Sekunde gegenüber Rosberg verlor. Nach der Quali war Schumacher ratlos, später stellte sich heraus, dass er in Turn 1 etwas von der Linie gerutscht war. So ein Fehler passiert jedem mal, aber es fällt doch auf, dass Schumachers Fehlerquote sehr hoch ist. Vorbei die Zeit, in der er fehlerlos seine Runden zog und schon ein leichter Slide Ausgangs einer Kurve für hoch gezogene Augenbrauen sorgte. In den britischen Medien, die traditionell schlecht auf Schumacher zu sprechen ist, sieht man die “Götterdämmerung” eingeleitet. Joe Saward schriebt “In the end one gets no choice as an F1 driver. You have to face up to the realities that you cannot beat age. Some go on deluding themselves that they could still do it and blame others for pushing them out. Others are smarter and get on with their lives. ” Und auch James Allen meint: “He probably accepts that due to his age and time out of racing he’s a few tenths slower than Rosberg, but the Mercedes could turn out to be a contender this year and you can always tell when a driver gets a sniff that there may be a chance to do something special. Schumacher needs a podium at the least to make the comeback worthwhile, to give it some real justification.”
Nach dem Rennen in der Türkei wirkte Schumacher niedergeschlagen und fast deprimiert. Er sprach davon, dass ihm momentan der Spaß am Fahren fehlen würde, was angesichts seiner momentane Chancenlosigkeit auch nicht weiter verwundert. Gleichzeitig werden Gerüchte laut, dass man bei Mercedes schon für die Zukunft plant. Paul di Resta oder Nico Hülkenberg stehen als Nachwuchstalente bereit, nachdem Rosberg in den letzten 18 Monaten gezeigt hat, dass er der Teamleader sein kann. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht. Don

// Pitpass hat sich die Unternehmensverhältnisse der Formel Eins noch mal genau angeschaut und ist auf ein Unternehmen namens “Delta Prefco” gestossen. Der Autor stochert etwas im Nebel herum, vermutet aber, dass es sich um eine Schlüsselgesellschaft handelt, die außerhalb der normalen Beteiligungen der CVC steht. Die Vermutung, dass die CVC im Prinzip nur eine leere Hülle in den Händen hält und Bernie die Rechte an der F1 über diverse weitere Firmen verteilt hat, wird auch von Pitpass geteilt. Don

// Pirelli hat die Reifenmischungen für die nächsten Rennen bekannt gegeben und die sind teilweise etwas schon interessant:
GP Spanien -Hard/Soft
GP Monaco -Soft/Super soft
GP Kanada -Soft/Super soft
GP Europa -Medium/Super soft
GB England- Hard/Soft

Vor allem die Mischungen für Kanada und Valencia sind etwas überraschend. In Kanada geht der Asphalt zwar relativ schonend mit den Reifen um, allerdings kann es auch sehr heiß werden, dazu kommen die hohen Geschwindigkeiten und die Beschleunigung aus den langsamen Ecken. Auch die “Super Soft” in Valencia sind eine mutige Wahl und dürfte bei großer Hitze zu einem interessanten Rennverlauf führen. Don

// Das Circuit of the Americas in Austin hat auf Facebook aktuelle Luftfotos von der Anlage veröffentlicht. Sehr viel ist darauf zwar, ehrlich gesagt, nicht zu sehen. Zumindest bestätigen die Bilder aber, dass die Arbeit wohl weiterhin voranschreitet – was ja schon mehr ist, als manche im Vorfeld vermutet hatten. Immerhin ist bis zum ersten Formel 1 Rennen in Texas ja auch noch mehr als ein Jahr Zeit. (Vorsicht)

// Die IndyCar Series hat erste Modelle der Autos für 2012 vorgestellt. Gezeigt wurde eine Dallara-Variante für die Road Courses und eine für die Ovale. Auffällig ist bei beiden Wagen der Auffahrschutz hinter den Hinterrädern, bei der Ovalversion sogar durch eine völlige Verkleidung gelöst. Sicherheitstechnisch ist das auf alle Fälle sehr sinnvoll, optisch muss man sich daran aber erstmal gewöhnen. Oder auch nicht. Denn bis zum kommenden Jahr könnte sich ohnehin noch einiges ändern: Die vorgestellten Wagen sind nicht fertige Modelle für 2012, sondern sollen nur verdeutlichen, wie die Wagen in etwa aussehen könnten – einen Windkanal haben diese Autos bisher zum Beispiel nicht gesehen. Außerdem bleibt Dallara ja nicht der einzige Aero-Kit Hersteller. Die Modelle von Lotus, Chevrolet, Honda und – möglicherweise – Oreca könnten also auch wesentlich anders aussehen. Wehrmutstropfen: Wegen der hohen Kosten für die zusätzlichen Teile sieht es derzeit so aus, als würden die alternativen Aero-Kits erst 2013 oder frühestens Mitte 2012 einsteigen können. (Vorsicht)

// Die Superleague Formula hat knapp einen Monat vor dem geplanten Saisonstart noch einmal kräftig umgebaut. Statt der bisher geplanten umfangreichen Europa-Saison wird es im Sommer nur zwei Rennen geben: Anfang Juni in Assen und Mitte Juli in Zolder. Danach bewegt man sich an die Grenzen des Kontinents und fährt Anfang September im russischen Smolensk (wo übrigens nur wenige Wochen zuvor auch die GT3 Europe Station macht). Ende September steht dann wieder ein Rennen in Beijing auf dem Programm, vermutlich wird es sich wie in der vergangenen Saison um einen Stadtkurs handeln. Danach folgen zwei Brasilien-Rennen in Curitiba und auf dem weitgehend unbekannten Kurs von Goiania. Dort ist Mitte der 80er-Jahre die Motorrad-WM gefahren – seither war nicht mehr viel los, jetzt wird die Piste allerdings gerade modernisiert. Im November gibt es ein Rennen im mittleren Osten. Der Ort dafür ist bislang unbestätigt, Gerüchte sprechen aber davon, dass es sich um Katar handeln soll. Als achtes und letztes Rennen steht Taupo in Neuseeland auf dem Plan.
Die Gründe für die massiven Änderungen im Kalender liegen wohl darin, dass man sich nach drei eher erfolglosen Saisons nun neu ausrichten muss. Zum einen ist der Superleague Hauptsponsor Sonangol abhanden gekommen. Der angolanische Ölkonzern plant wohl nun größer, und möchte sich in der F1 engagieren. Außerdem könnte es auch sein, dass man auf ein völlig anderes Konzept setzen wird: Von Fußballclubs ist in der aktuellen Pressemeldung nämlich nicht mehr die Rede, stattdessen wird die Saison 2011 als “World Cup” angekündigt, die Rennen heißen nun “Grand Prix”. Man könnte also spekulieren, dass sich die Serie in Richtung des A1GP-Konzeptes mit Nationalteams entwickeln möchte. Konkrete Informationen dazu stehen allerdings noch aus, genauso wie zu möglichen Fahrern. (Vorsicht)

// Kyle Busch und Kevin Harvick haben für ihre Slapstick-Einlage nach dem Rennen in Darlington von der NASCAR eine “Strafe” kassiert. Beide müssen 25.000 Dollar zahlen und stehen für vier Rennen unter Beobachtung. Wenn man bedenkt, dass die NASCAR selbst bei minimalen und kleinsten technischen Unregelmäßigkeiten sofort Strafen in einer Höhe von 100.000 Dollar und mehr verlangt und zusätzlich Teammitglieder für Monate gesperrt werden, kann man in dem Fall nur sagen, dass man solche Aktionen offenbar gerne sieht. Zu Mal man Montoya und Newman überhaupt nicht bestrafen hat. Offenbar möchte man vor dem TV-Publikum ein paar Fehden aufbauen und die Quoten nach oben zu treiben. Don

May 04 2011

06:48

Ferner liefen: Die Newshappen

# Seit gestern Nachmittag überschlagen sich die Meldungen über einen möglichen Verkauf der F1 an ein Konsortium bestehend aus der News Corp. (Murdoch) und EXOR, der Investmentgesellschaft der Familie Agnelli (Fiat). Das Thema ist derartig komplex, dass ich da heute einen eigenen Eintrag zu schreiben werde. Ich muss dafür einfach erst einmal die Fakten sortieren und mit ein paar Kollegen aus England sprechen.

# Bei Williams gibt es spektakuläre Veränderungen. Der bisherige Team Director und Williams Ur-Gestein Sam Michael verlässt das Team ebenso wie der Chef der Aerodynamik, Jon Tomlinson. Beide bleiben zwar bis zum Ende des Jahres in ihrem Positionen, werden Williams aber dann verlassen. Das ist schon mal die erste Bombe. Die zweite ist jedoch, dass Williams ausgerechnet Mike Coughlan reaktiviert hat. Genau den Coughlan, der 2007 zusammen mit Nigel Stepney in die “Spygate” Sache zwischen Ferrari und McLaren verwickelt war. Stepney hatte Coughlan Material über den aktuellen Ferrari angeboten, dass dieser dann annahm. Am Ende kostete McLaren die Sache schlappe 100 Millionen Dollar Strafe und Ron Dennis nahm später seinen Hut. Coughlan ist allerdings kein schlechter Mann. Er ist erfahren und hat bei McLaren gute Arbeit geleistet. Ob es allerdings eine gute Idee ist jemanden ins Team zu holen, der in der F1 völlig verbrannt ist und zudem seit 4 Jahren an keinem Wagen mehr gearbeitet hat, ist dann eine andere Sache.

Gleichzeitig wird mit der Umbesetzung dann auch klar, dass bei Williams die Probleme tiefer gehen. Zum einen scheint man wenig Hoffnung zu haben, dass man den FW33 noch so hin biegen kann, dass er vernünftig läuft, zum anderen scheint kein Vertrauen mehr in die eigene Entwicklungsabteilung zu haben. Williams steht vor einem kompletten Neuanfang, was aber wohl nötig war. Ob Coughlan den doch sehr erfahrenen Sam Michael ersetzen kann, halte ich für fraglich. Michael selber wird vermutlich bald bei einem anderen Team auftauchen.

Das klingt alles nach einer klassisch rationalen Entscheidung á la Williams, aber hinter den Kulissen brodelt es wohl im Team. Im Zentrum der Kritik steht der Geschäftsführer Adam Parr, dem hinter den Kulissen zur Last gelegt wird, dass er sich zu wenig um den Sport und die damit verbundenen Strukturen kümmert. Der Misserfolg in diesem Jahr geht zwar zu Lasten von Sam Michael, der aber offenbar das Team mehr oder weniger alleine führen muss. Parr hat sich gestern noch eine verbale Ohrfeige von Patrick Head eingefangen, da Parr gesagt habe, dass Head Endes des Jahres aus “Altersgründen” ebenfalls seinen Posten bei Williams aufgeben wird. Head hat scharf zurück geschossen und gesagt “”He wasn’t in a position to make that statement. My plans are not in the public domain and they will only be when I make my own statement later in the year.” (Don)

# Die FIA hat, wie von Bernie Ecclestone gewünscht, den Veranstaltern in Bahrain vier Wochen Gnadenfrist gegeben, bis über die Zukunft des Grand Prix in diesem Jahr entschieden wird. Aber auch mit den weiteren vier Wochen wird sich in Bahrain so schnell nichts ändern. Das Land schrammt weiter knapp am Bürgerkrieg herum. (Don)

# Die Silly Season geht in diesem Jahr besonders früh los, was aber damit zu tun hat, dass wohl bei entlichen Top Teams Veränderungen anstehen. Bei Red Bull wird wohl Mark Webber gehen, dem eine Rückkehr zu Williams nach gesagt wird, wo er Rubens Barrichello ersetzen könnte. Ferrari hat laut den divesen Twitter-Gerüchten bei Nico Rosberg angeklopft, nach dem die gewünschte Neubesetzung mit Robert Kubica nicht stattfinden kann. Massa wiederum wird mit Sauber in Verbindung gebracht, während Renault die Fühler nach Kobayashi ausgestreckt haben soll. Als gesetzt für die Saison 2012 gelten im Moment nur Alonso bei Ferrari, Vettel bei Red Bull sowie Hamilton und Button bei McLaren. Alle anderen Plätze sind wohl zu haben. (Don)

# Martin Truex ist sauer auf seine Crew, und verlangt <öffentlich nach einer Neubesetzung. Verschiedene Fehler seiner Pit-Crew haben ihm in den letzten Rennen einige Plätze gekostet. (Don)

# Nur 30.000 Besucher verloren sich am Sonntag im weiten Rund des Motordroms in Hockenheim. Das ist absoluter Minusrekord. Natürlich hat das nichts mit der Serie zu tun, in diesem Fall soll es das schöne Wetter (!), die Osterferien und der Feiertag gewesen sein, der die Menschen von der DTM ablenkt hat. Das lasse ich dann mal so stehen. Klar ist aber, dass im nächsten mehr los sein wird, dafür werden schon die BMW-Fans sorgen. (Via Mikes Blog) (Don)

# Buddy Rice, 2004 Sieger des Indy 500, wird laut speed.com in diesem Jahr für das Panther Team neben JR Hildebrand an den Start gehen. (Don)

April 27 2011

06:16

Ferner liefen: Die Newshappen

// Bis zum 1.Mai sollte sich eigentlich entscheiden, ob das Bahrain GP nun abgesagt wird, oder doch nur auf das Saisonende verschoben wird. Doch in Bahrain hat sich die Lage weiterhin nicht wirklich beruhigt. Zwar gibt es kaum noch gewalttätige Demonstrationen, aber es scheint nicht so, dass die regierende Königsfamilie die Sache im Griff hat. Kronprinz Salman bin Hamad Al-Khailfa hat auch seine Teilnahme an der Hochzeit von Prince William am Wochenende abgesagt, was nicht dafür spricht, dass die Lage entspannt ist. Eine komplette Absage wäre möglich und ich halte sie für sehr wahrscheinlich. Das gilt auch für einen GP in Bahrain in 2012. Gleichzeitig macht sich Bernie Ecclestone auch Sorgen um das Rennen in Japan. Auch dort hat sich die Lage nicht entspannt, das Land kämpft mit den Folgen des Erdbebens. Es gilt im Moment noch als sicher, dass der GP von Japan stattfinden wird, allerdings wird man vermutlich vor ziemlich leeren Rängen fahren müssen. (Don)

// In Indien geht der Bau der Rennstrecke dafür gut voran. Man ist wohl ziemlich weit fortgeschritten, eine Drama wie in Süd-Korea wird es nicht geben. Mittlerweile hat man auch schon einen Namen für die Strecke gefunden: “Buddh International Circuit“. Trotz des fehlenden “a”: Der Name orientiert sich an “Buddha” und soll “innere Ruhe” und “Frieden” symbolisieren. In den englischen Foren gibt es selbstverständlich schon die ersten “butt / buddh” Witze. (Don)

// Luca di Montezemolo hat sich mal wieder zu Wort gemeldet. Diesmal nicht um seinem Team zu sagen, dass es sich mehr anstrengen soll, sondern mit seiner alten Forderung nach einem dritten Wagen. Seiner Meinung nach würde es mehr Sinn machen, wenn die Top Teams einen dritten Wagen starten lassen, als irgendwelchen Hinterbänklern ein Startrecht zu geben. Gemeint sind wohl HRT und Virgin. Montezemolo hat sich schon mehrfach negativ über die neuen Teams geäußert, was ihm nicht viel Freunde eingebracht hat. (Don)

// Der Grand Prix der Türkei könnte in dieser Saison zum letzten Mal stattfinden. Was gerüchteweise schon länger im Raum steht, hat nun auch der Vorsitzende der städtischen Handeskammer von Istanbul, Murat Yalçintaş via Twitter bestätigt. Grund sollen nicht die miserablen Besucherzahlen, sondern überzogene finanzielle Forderungen von Bernie Ecclestone sein, der wohl in Zukunft das doppelte des bisher bezahlten Antrittsgeldes verlangt. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen: Momentan laufen noch Verhandlungen, und die Aussagen von Herrn Yalçintaş klingen ein wenig nach Verhandlungstaktik. Immerhin würde sich Ecclestone mit einer Absagen auch ins eigene Fleisch schneiden: Er ist nämlich auch Besitzer der Strecke, deren einzige große Einnahmequelle das aus öffentlichen Geldern geförderte F1-Rennen ist. (Vorsicht)

// In Indien scheint man derweil Überlegungen über die Errichtung einer zweiten indischen Grand Prix Strecke anzustellen. Die Tageszeitung Times of India berichtet, dass die Regierung des Bundesstaates Goa an der Südwestküste des Landes erwägt, eine F1-taugliche Bahn in Küstennähe zu errichten. Konkrete Planungen oder Gespräche mit Bernie Ecclestone scheint es aber vorerst noch nicht zu geben. (Vorsicht)

// In Abu Dhabi schreiten derweil die Planungen voran, die Strecke noch bis zum Rennen im Herbst überholfreundlicher zu gestalten – zum Teil mit Mitteln, die für die Formel 1 etwas ungewohnt erscheinen. Autosport will erfahren haben, welche Änderungen dort genau geplant sind: Zum einen soll die Strecke im Bereich der Schikane und Haarnadel vor der langen Gerade deutlich verbreitert werden, so dass dort mehrere Linien gefahren werden können. Das gleiche will man auch in der Schikane am Ende der Gerade erreichen – dort will man die Strecke allerdings nicht verbreitern, sondern den zweiten Teil der Schikane überhöhen. Schließlich sollen auch noch die Kurven 13 und 14 (zwei 90-Grad Kurven, die auf die zweite Gerade folgen) in eine schnelle Linkskurve umgewandelt werden. (Vorsicht)

// Wer schon mal das Vergnügen hatte, die VIP Hospitality der F1 zu besuchen, der darf sich nun über die folgende Meldung wundern. Die in der “Beta Holding” des F1 Imperiums verankerte Hospitality macht jedes Jahr ein kräftiges Minus. Das ist dann doch eine Überraschung, immerhin kosten die Tickets den geneigten Konsumenten zwischen 2000 und 3500 Euro für ein Wochenende. Dafür bekommt man einen Platz über den Boxen, einen Besuch der Boxengasse, freies Essen und Schampus, aber damit hat es sich dann auch schon. Ins Fahrerlager kommt man mit dem Ticket nicht, die kosten extra und können nur von den Teams und der FIA erworben werden. Im Grunde zahlt man halt 3000 Euro für einen etwas besseren Sitzplatz und einen Timingscreen. Natürlich ist der Aufwand der betrieben wird, nicht gerade klein, aber jetzt auch nicht so groß, dass man vor Ehrfurcht erstarrt. Ein Grund für die Probleme sind wohl ausgerechnet die Sponsoren, die ihre Kunden/Freunde/Geldgeber mit Hospitality Tickets versorgen können. Damit bleibt weniger Platz für die richtig zahlenden Kunden. Nicht dass das alles ein wirkliches Problem wäre, die Verluste sind mit rund 200 Millionen Dollar seit 2006 aber schon im Bereich “Bemerkenswert”. (Don)

// Von der STCC gibt es ja leider kaum Bilder, aber ein paar Onboard-Aufnahmen vom letzten Wochenende sind bei You Tube aufgetaucht. Beim Rennen am Jyllandsringen verunglückte der mehrfache Meister Serie, Richard Göransson, schwer. Was genau passiert ist, weiß man nicht, offenbar ist irgendetwas an seinem BMW gebrochen und er schlug hart in einer Böschung auf. Resultat: eine verletzte Wirbelsäule und drei Monate Pause.

// NASCAR-Pilot und -Teambesitzer Michael Waltrip tobt sich seit letztem Jahr auch gerne mal bei den Sportwagen aus, etwa bei den 24h von Spa 2010 oder in Le Mans dieses Jahr. Nun denkt Waltrip darüber nach, ermutigt von Co-Owner Robert Kauffman, der schon länger GT-Rennen bestreitet, auch mit seinem Team in diesen Bereich zu expandieren. ALMS, Grand-Am und sogar ILMC seien Möglichkeiten, die man sich anschaut; mit ALMS-Chef Atherton habe er in Sebring gesprochen, die Grand-Am liege vor allem wegen der NASCAR-Verbindung und den 24h von Daytona nahe. (Stefan)

//Aston Martin-Pilot Adrian Fernandez hat via Twitter verlautbart, dass er bei den 6h von Laguna Seca sowie beim Petit Le Mans fahren wird. Da die Briten eh schon laut angedacht hatten, in der zweiten Saisonhälfte einige ALMS-Rennen zu bestreiten, scheint es nun, dass man sich zumindest für diese beiden schon festgelegt hat. Weitere seien möglich, sagt Fernandez weiter. Mit dem bisher schwächelnden AMR-ONE kann man auch jeden Kilometer gut gebrauchen. (Stefan)

// Jemand Lust darauf, nach Le Mans zu fahren? Das könnte durchaus passieren, wenn man Zeit hat, sich mit Design auskennt und eine gute Idee hat. Dunlop sucht in Zusammenarbeit mit dem JMV Team jemanden, der einen Ferrari 458 eine neue Lackierung verpasst. Der Gewinner bekommt 1000 Euro und eine VIP Einladung zum 24H Rennen in Le Mans. Angesichts der dortigen Hotel Preise zum Event lohnt es sich eventuell seine Kreativität freien Lauf zu lassen, zu dem sind VIP Tickets für Le Mans extrem rar. (Via Probefahrer) (Don)

April 06 2011

06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

// Auf Betreiben der Europäischen Union soll in den nächsten Jahren eine Elektro-Formel 1 astrebt </a>außerdem eine Änderung des Abkommens über die <strong>kommerziellen Rechte an der Formel 1</strong> an. Vor 10 Jahren wurden diese – noch unter Max Mosely – für 100 Jahre an Bernie Ecclestones SLEC verkauft und an dem Vertrag ist nichts zu rütteln. Dennoch möchte sich der aktuelle Vorsitzende um einen faireren Deal für die FIA bemühen, da sich die Zeiten geändert hätten und die Kosten gestiegen seien. Das soll im Zuge der anstehenden Erarbeitung eines neuen Concorde Agreement geschehen, das Verteilung der Gelder zwischen Ecclestone/CVC, FIA und den Teams regelt. Todt möchte sich aber schon im Vorfeld ruhig und sachlich mit Ecclestone auseinandersetzen. Ob er dabei Erfolg haben kann, wird sich zeigen. Einen detaillierteren Einblick in dieses und andere Themen bietet James Allen, der letzte Woche an einem Interview mit Todt beteiligt war, a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">in seinem Blog(Stefan)

// James Hinchcliffe wird ab dem kommenden Wochenende in der IndyCar Series für Newman/Haas an den Start gehen. Nach zäher Sponsorsuche ist der Kanadier beim Finanzdienstleister Sprott Inc. fündig geworden. Der Vertrag mit Newman/Haas erstreckt sich über alle “Nordamerika-Rennen”, in der Praxis dürfte das die gesamte Saison außer Sao Paulo und, sofern man dort fährt, Motegi sein. (Vorsicht)

// Das Indy500 wirfte bereits seine Schatten voraus und es gibt einen weiteren Starter für den Höhepunkt im Kalender der Indy Car Series. Der in Indy immer sehr schnelle Bruno Junqueira wird für Aj Foyt einen 2. Dallara neben Stammfahrer Vitor Meira pilotieren. Außerdem wird Jay Howard dort einen Wagen von Sam Schmidt Motorsports fahren. (Flo aus N)

// Und auch Paul Tracy hat einen Deal für weitere 5 Rennen im Peto. So wird er in Long Beach, Texas, Sonoma, Edmonton und Toronto einen Dallara des Teams von Jay Penkse Luzco Dragon Racing pilotieren. Das Team welches in der Off-season in Persona von Gil de Ferran, seines Zeichen ehemaliger Miteigentümer seit 2010 seinen Rücktritt aufgrund von Sponsorenmangel angekündigt hatte, kann somit wieder Rennen bestreiten und man hofft auf weitere Gelder um wenn möglich noch weitere Einsätze fahren zu können. (Flo aus N)

// Ana Beatriz wird bisher unbestätigten Twitter-Gerüchten zufolge nach ihrem Handgelenksbruch aus St. Petersburg wohl doch das Rennen im Barber Motorsports Park verpassen. Stattdessen wird Simon Pagenaud, bekannt aus Champ Car und ALMS, am Steuer ihres Dreyer & Reinbold Wagens Platz nehmen. Teamkollege Justin Wilson, der sich in St. Pete ebenfalls das Handgelenk gebrochen hatte, wird dagegen mit einer Schiene an den Start gehen. (Vorsicht)

// Im Rahmen des LMS-Saisonauftaktes auf dem Circuit Paul Ricard hat das Team Hope Racing seinen Oreca SwissHyTech-Hybrid-Prototypen enthüllt</a>. Damit möchte die Schweizer Mannschaft den Rest der <strong>ILMC</strong>-Saison inklusive der 24 Stunden von Le Mans, bestreiten, nachdem man das erste Rennen in Sebring verpasst hat, weil der Wagen noch nicht rennfertig war. Den vom Schweizer Tuner Lehmann gebauten Vierzylinder-Turbomotor unterstützt ein Schwungrad von der am Silverstone Circuit ansässigen Firma Flybrid. Die haben ein solches mechanisches KERS-System bereits für Williams und Porsche entwickelt, doch die neuen a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Regularien des ACO erlauben ein deutlich stärkeres System, das auch nicht nur auf Knopfdruck aktiviert wird, sondern automatisch bei jedem Beschleunigen. Mit 60.000 Umdrehungen wird das Schwungrad daher um 50% mehr beansprucht werden als das Williams-System, 500 kJ pro Beschleunigungsphase dürfen so freigesetzt werden im Gegensatz zu 400 kJ pro Runde in der F1. Nach einem Rollout in Le Castellet wird der LMP1-Bolide Ende April am Testtag in Le Mans teilnehmen, dort den Boxengassen-Test absolvieren, und sein Renndebüt bei den 1000km von Spa am 7. Mai geben. (Stefan)

// Audi hat heute per Pressemitteilung verkündet, dass sie die 24 Stunden-Rennen auf der Nordschleife und in Spa mit vollwertigen Werksteams bestreiten werden. Nach dem Scheitern der werksunterstützten Einsätze 2010 werden in diesem Jahr je zwei R8 LMS werden auf dem Nürburgring von ABT Sportsline (Ekström/Scheider/Werner und Jöns/Ludwig/Mies) und Phoenix Racing (Basseng/Fässler/Rockenfeller und Haase/Hennerici/Winkelhock sowie in beiden Wagen Frank Stippler) eingesetzt. Phoenix wird auch Spa mit zwei Wagen bestreiten, die Paarungen werden Basseng/Haase/Stippler und Fässler/Piccini/Rockenfeller lauten. Das Team W Racing aus der belgischen GT-Meisterschaft wird “im Auftrag von Audi” zwei weitere Fahrzeuge betreuen, hier werden u.a. Mattias Ekström und Timo Scheider am Steuer sitzen. (Stefan)

March 30 2011

06:51

Ferner liefen: Die Newshappen

// Ist Kimi Räikkönen auf dem Weg in die NASCAR? Eine finnische Zeitung will erfahren haben, dass Räikkönen zusammen mit Foster Gilette ein Team in der Truck-Serie unter dem Namen ICE1 einsetzen möchte. Angedachter Start ist schon im Sommer. Der Manager von Räikkönen bestätigt via Bloomberg nur, dass es Gespräche gibt, aber keinen festen Deal. Seine Aussage klingt so, als ob Räikkönen bei der NASCAR angeklopft hat, und man nun auf brauchbare Reaktionen wartet. Ich bin da skeptisch, vor allem was die Meldung mit Foster Gilette angeht. Die Gilette Familie hat sich gerade in der NASCAR böse die Finger verbrannt und um ein Haar hätte man das Team von Richard Petty in den Abgrund gezogen. Petty gelang die Rettung seines Teams erst im Winter in letzter Sekunde und mit Hilfe der NASCAR, die hinter den Kulissen dem “King” unter die Arme griff. Seitdem hört man den Namen Gilette in der NASCAR nicht mehr so gerne. (@nascarinsider I hope Foster Gillett’s truck team doesn’t expect to buy anything on credit from #NASCAR vendors. #CashUpFront #BouncedChecks). Räikkönen ist der Umzug in die USA zuzutrauen, zu mal seine WRC Karriere nicht so zwingend gut läuft und er in diesem Jahr in einem selbstfinanzierten Wagen sitzt. Für die NASCAR wäre ein Einsatz eines ehemaligen F1 Weltmeisters PR-technisch Gold wert, weil man mit einem Räikkönen im Sprint Cup den europäischen Markt neu angehen könnte. (Don)

// Sauber hat zwar in Australien ein tolles Rennen gefahren, aber bei der technischen Abnahme fielen beide Fahrzeuge durch und wurden disqualifiziert. Mittlerweile ist auch klar, was genau passiert ist. Der obere Flap, auf dem “Sauber” steht, hat einen bestimmten Radius, in dem er gebogen sein muss. Der beträgt 100mm und bei Sauber wurde dieses Limit um 5mm überschritten. James Key stellte klar, dass diese minimale Abweichung keinen Vorteil bringen würde und Sauber wird aber gegen die Disqualifikation keine Berufung einlegen. Es war auch nicht davon auszugehen, dass die FIA hier ein Auge zudrückt, da man die Regel sonst gleich vergessen kann. Offenbar lag der Fehler in der Fertigung, wo man nicht exakt überprüft hatte, ob der Flügel richtig gebaut ist. Ich dachte zwar, dass solche Teile in einer Form gefertigt werden, deren Fehlertolerenz gleich Null ist, aber offenbar ist das nicht der Fall. (Don)

// Ganz offiziell ist es noch nicht, aber Adam Cooper berichtet, dass die FIA schon die DRS-Zone für Sepang und China festgelegt hat. Offenbar wird das in beiden Fällen die Start/Zielgerade sein und die Zone wird naturgemäß wegen der längeren Geraden auch länger sein. Gerade in Sepang könnte sich damit eine neue Überholmöglichkeit auftun. Derweil hatte Williams in Melbourne Probleme am DRS von Barrichello. Dort war offenbar die Programmierung falsch, jedenfalls konnte der Brasilianer seinen Heckflügel nicht nutzen. Immerhin gelang es der FIA den Fehler noch während des Rennens zu beseitigen. (Don)

// Das neue Farbsystem von Pirelli (Rot: Supersoft, Gelb: Soft, Weiß: Medium, Silber: Hart, Orange: Regen) ist nicht so deutlich, wie man sich das wünschen würde. Wobei es weniger um die Farbe, als um die Markierung geht. Bridgestone hatte einen grünen Kreis auf der Innenseite, in den USA hat Firestone die weichen Reifen mit einem deutlichen roten Kreis auf beiden Flanken markiert. Bei Pirelli ist aber nur das Logo in der jeweiligen Farbe. In der Theorie sollte bei einem sich schnell drehenden Rad die Farbe verschwimmen und als Kreis sichtbar sein, in der Praxis ist die Markierung zu klein und verschwimmt. Dazu verblasst das Logo durch den Bremsstaub. Es haben sich wohl Fahrer, Teams, Zuschauer und vor allem die TV-Stationen beschwert und laut autosport.com verspricht Pirelli sich was neues einfallen zu lassen. Kleiner Tipp: So ein deutlicher Kreis ist schon super. (Don)

// Ein Info-Nugget aus der Kategorie “kurios” gibt es von HRT: Auto Motor und Sport meldet, dass Teamchef Colin Kolles persönlich Teile mit einem Gesamtgewicht von 55 Kilo in seinem Privat-Gepäck nach Australien transportieren musste. Das war der Fluggesellschaft aber zu schwer, weswegen er das Gewicht auf mehrere Mitreisende (!) aufteilen musste. Außerdem ist man wohl mit einer umlackierten Nase aus dem Vorjahr angetreten, weil die neue den Crashtest nicht bestanden hat. (Vorsicht)

// Joe Gibbs Racing hat in diesem Jahr erheblich Probleme mit den Motoren. Nach einem weiteren Motorschaden von Hamlin in Fontana, versucht man der Sache weiter auf den Grund zu gehen, aber bisher ist man ratlos. Über den Winter hat man versucht den Verbrauch zu senken, weil Hamlin im letzten Jahr den Titel verloren hatte, als man im Gegensatz zu Chevy früher tanken musste. Eine Verbrauchsreduzierung kann man auf verschiedene Arten erreichen, bei einem Vergaser geht das aber am leichtesten, wenn man das Gemisch abmagert. Das kann dann aber zu Problemen mit den Ventilen führen. Man hat den Motor zu Toyota geschickt. (Via ESPN) (Don)

// Tomas Scheckter wird das Indy 500 als vierter Fahrer bei KV Racing absolvieren. Damit ist neben Paul Tracy, der für Deryer & Reinbold starten wird, ein zweiter Routinier aus früheren Zeiten zumindest beim wichtigsten Rennen der Saison mit von der Partie. Weitere Einsätze des Südafrikaners sind derzeit nicht geplant. Anders sieht es bei Paul Tracy aus, der via Twitter verkündet hat, dass er wohl auch bei einigen weiteren Rennen mit von der Partie sein wird. (Vorsicht)

// Paul Truswell hat mal wieder einen lesenswerten Blogeintrag über die veränderten Strategien in Le Mans geschrieben. (Don)

// Wie erwartet wurde der Saisonstart der SUPER GT am 03. April in Okayama in Anbetracht der schweren Naturkatastrophe sowie der noch immer kritischen Lage im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi auf den 22. Mai verschoben. Ursprünglich sollte das 300km-Rennen am 03. April ausgetragen werden. Der zweite Lauf am 01. Mai in Fuji steht ebenfalls noch zur Diskussion. Eine Entscheidung möchte man spätestens Mitte April verkünden, ob die aktuellen Umstände es erlauben, das 400km-Rennen auszutragen. Gleichzeitig sprach die GTA (GT Association) ihr Mitgefühl mit den Opfern der schwersten Naturkatastrophe Japans aus und sicherte ihre vollste Unterstützung zu. In den kommenden Monaten sollen Konzepte erarbeitet werden, wie die SUPER GT sowie die japansiche Motorsportindustrie helfen können. Als erster Schritt erklärt man die diesjährigen Rennen zu “Eastern Japan Great Earthquake Relief Events” und wird einen Teil der Einnahmen spenden. (Yankee)

March 23 2011

06:41

Ferner liefen: Die Newshappen

# Oha! Bernie Ecclestone ist beim Saisonauftakt in Melbourne nicht dabei, sondern fährt nach New York, um mit Bürgermeister Michael Bloomberg über die Austragung eines Rennens in Staten Island zu verhandeln. Wie schon Anfang Februar berichtet, gibt es dort wohl Überlegungen, eine permanente Rennstrecke in einem ehemaligen Industriegebiet zu errichten. Ecclestones Abwesenheit wird bei den Organisatoren des australischen Grand Prix sicher für zusätzliche Nervosität sorgen – das Rennen gilt als gefährdet, weil die Regierung des Bundesstaates Victoria die finanzielle Unterstützung streichen will. Organisator Ron Walker hat sich gegenüber Autosport allerdings sicher gezeigt, dass der Lauf sogar über den derzeit laufenden Vertrag bis 2015 hinaus ein fixer Bestandteil des F1-Kalenders bleiben wird. (Vorsicht)

# Karun Chandhok wird nach seinem Abschied von HRT auch beim Grand Prix von Australien auf der Rennstrecke zu sehen sein. Der indische Publikumsfavorit hat eine Rolle als Test- und Ersatzfahrer beim Team Lotus ergattert. Er wird in dieser Funktion auch in einigen freien Trainings zum Einsatz kommen – darunter auch das erste Freie Training zum Saisonauftakt 2011 am kommenden Wochenende. Chandhok war zwar während der Wintersaison schon mehrfach in Teamkleidung von Lotus in Erscheinung getreten, die Verpflichtung kommt trotzdem einigermaßen überraschend. Denn im Grund hatte das Team auch zuvor mit dem “offiziellen dritten Fahrer” Luiz Razia und den beiden Testfahrern Davide Valsecchi und Ricardo Teixeira schon mehr als genug Cockpit-Personal. (Vorsicht)

# Das französische ORECA-Team, bisher eher auf Sport- und Tourenwagen spezialisiert, überlegt einen Einsatz in der IndyCar Series ab 2012. Konkret geht es darum, dass das Team eines der Aero-Kits für die kommende Saison konstruieren könnte, die dann ein Team oder ein anderer Hersteller als eigene Konstruktion branden würde. Ein Einsatz als eigenständige IndyCar-Mannschaft scheint dagegen nicht geplant zu sein. Randy Bernard wäre an einem weiteren Hersteller offenbar sehr interessiert, ein Treffen hat bereits stattgefunden. (Vorsicht)

# Randy Bernard ist weiter auf der Suche nach vermarktbaren Stars, die zum Saisonfinale in Las Vegas um das Preisgeld von 5 Millionen Dollar fahren sollen. Neben Altstars wie Mark Blundell und Vierrad-Amateuren wie Motocrosser James Stewart ist nun ein ganz besonders großer Name im Gespräch: Alex Zanardi. Der zweimalige CART-Champion dürfte die Anfrage von Bernard zwar anfangs nicht wirklich ernst genommen zu haben, scheint nun aber doch eine Teilnahme zu überlegen. Unklar ist noch, ob der nach seinem schweren Crash am Lausitzring auf beiden Seiten Unterschenkel-Amputierte Italiener das auch darf – einige Sicherheitsfragen, etwas das schnelle Aussteigen im Brandfall scheinen doch Bedenken aufkommen zu lassen. Außerdem hat Kollege Dario Franchitti Zweifel daran, ob Zanardi mit seinen kräftig trainierten Oberarmen noch ins Cockpit passt. Andererseits: Dass das alles nicht zwangsweise ein Hindernis sein muss, und vor allem, dass er es immer noch kann – das hat er ja in der WTCC mehrfach gezeigt. (Vorsicht)

# Und damit noch einige Kurzmeldungen aus der IndyCar Series – mehr dazu gibt es morgen in der Saisonvorschau:
- Tony Kanaan hat die Cockpit-Suche doch noch erfolgreich abgeschlossen, und wird 2011 ganzjährig bei KV Racing starten.
- Bei Dale Coyne wird vermutlich Sebastian Bourdais auf den Rundkursen zu Einsatz kommen, zusätzlich das gesamte Jahr über der britische Rookie James Jakes, der zuletzt in GP2 und GP3 unterwegs war. (Auf der Entry List (Achtung, .pdf) für St. Petersburg stehen beide, die Laufzeit der Verträge ist noch nicht offiziell bestätigt)
- Besagter Entry List ist auch zu entnehmen, dass Oriol Servia für Newman/Haas starten wird. James Hinchcliffe hat es dagegen wohl trotz guter Leistungen bei den Tests nicht geschafft, die nötigen Gelder zu sammeln.
- Paul Tracy ist noch nicht so weit, und wird beim Saisonauftakt in St. Petersburg daher allenfalls als Zuschauer dabei sein. Allerdings wurde in der vergangenen Woche bekannt, dass der Kanadier beim Indy 500 für Deyer & Reinbold an den Start gehen wird. Zusätzlich arbeiten beide Seiten daran, Sponsoren für weitere Starts zu finden.
- Dan Wheldon wird in St. Pete ebenfalls nicht dabei sein, und würde auch im Laufe der Saison nur dann an den Start gehen, wenn er ein Team findet, dass seinen Anforderungen genügt.
- Die schon angekündigte “Lucky Dog”-Regel wird nach Protesten der Fans 2011 doch nicht zum Einsatz kommen.
- Die Strecke in Motegi ist nach dem schweren Erdbeben in Japan nur leicht beschädigt, zum Glück sind alle Mitarbeiter unverletzt geblieben. Ob das geplante IndyCar Rennen im Herbst stattfinden wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden – die Verantwortlichen haben derzeit begreiflicherweise ganz andere Sorgen.
(Vorsicht)

# Der Promoter der Le Mans Series, Patrick Peter, hat a

March 16 2011

07:23

Ferner liefen: Die Newshappen

// Das schreckliche Erdbeben in Japan hat auch Auswirkungen auf den Motorsport. Die Dorna hat den geplanten MotoGP Lauf, der am 24.4 in Motegi stattfinden sollte, erst mal auf den 2. Oktober geschoben. Das ist angesichts der Ereignisse und der Dinge, die da gerade zusätzlich passieren, sicher die beste Entscheidung. Motegi ist beim Erdbeben schwer getroffen worden, die Strecke liegt zwischen Tokio und Sendai und hat wohl einige Schäden erlitten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Hotels in der Umgebung teilweise wohl auch zerstört oder beschädigt wurden. Ob das alles bis zum Herbst wieder soweit hergerichtet ist, dass man Lust auf Motorsport hat, ist dann wieder eine andere Frage. In diesem Zusammenhang muss man dann auch die Formel Eins erwähnen, deren Rennen ebenfalls im Oktober statt finden wird. Die fahren allerdings in Suzuka, was deutlich weiter südlich unterhalb von Tokio liegt und wo es keine Schäden durch das Erdbeben gegeben hat. Dennoch wird man abwarten müssen, wie sich die Situation in Japan in den nächsten Tagen entwickeln wird. Die japanische Super GT hat ihren Test abgesagt, will aber den Saisonstart in der ersten Aprilwoche bisher durchziehen. Was aber angesichts der Probleme bisher auch noch auf wackeligen Beinen steht. [Danke an Yankee für die Info]. (Don)

// Sorgen gibt es auch um Bahrain. Dort hat der König einen dreimonatigen Ausnahmezustand verhängt und es weiterhin blutige Demonstrationen. Es sieht zumindest im Moment nicht danach aus, als würde sich die Lage beruhigen. Die FIA würde gerne auf dem nächsten World Council Meeting am 1.Mai einen Ausweichtermin benennen, aber das wird wohl nach Lage der Dinge etwas knapp. Ich glaube kaum, dass wir 2011 ein Rennen in Bahrain sehen werden, zu mal die Teams jetzt schon angesichts des engen Zeitplans am Ende der Saison stöhnen. (Don)

// Ein Blick auf die gefahrenen Kilometer bei den Wintertests offenbart erstaunliches. Ferrari ist gut dabei, um McLaren muss man sich ernsthafte Sorgen machen:

1. Scuderia Ferrari, 6985km
2. Red Bull Racing, 6129km
3. Sauber, 5914km
4. Mercedes, 5778km
5. Toro Rosso, 5352km
6. Renault, 5031km
7. Williams, 4985km
8. Force India, 4127km
9. Lotus, 4084km
10. Virgin, 3709km
11. McLaren, 3603km

Da kommen zwar noch mal 1116km drauf, die McLaren mit dem alten Wagen unterwegs war, aber selbst Virgin, die ebenfalls spät präsentiert haben und die massive technische Probleme hatten, ist weiter gekommen. Der neue McLaren scheint von diversen Kinderkrankheiten geplagt zu sein, dazu kommt, dass man die komplizierte Aerodynamik noch nicht komplett verstanden hat. Das dürfte ein zäher Auftakt für die Briten werden. (Don)

// Neues von Robert Kubica. Der Pole ist weiter in einer italienischen Klinik und hat eine weitere Operation am Ellbogen über sich ergehen lassen müssen. Die Meldungen über die Fortschritte in seiner Reha sind spärlich bis nicht existent, was aber hoffentlich nur daran liegt, dass er etwas aus dem Fokus der Nachrichten gerutscht ist. (Don)

// Kurz gefasst, weil es schon rund ging: Vitantonio Liuzzi wird sich mit den Startplätzen 20 bis 24 anfreunden, denn er hat bei HRT unterschrieben. Die hatten zwar bei den Tests ein neues Auto dabei, konnten aber nicht fahren, weil etliche Teile angeblich im Zoll fest hingen. Und Sebastian Vettel hat bei Red Bull bis 2014 verlängert. Wobei die Frage interessant sein dürfte, ob er eine Ausstiegsklausel im Vertrag hat, wenn es bei Red Bull nicht laufen sollte. (Don)

//Viel Neues auch in dieser Woche wieder bei den IndyCars:
-  Firestone hat seine Entscheidung, die Serie Ende 2011 zu verlassen revidiert, und bleibt nun bis 2013 alleiniger Reifenausrüster. Das wird allerdings nicht ganz billig: Angeblich hat sicher der Preis für die Teams von 280.000 auf über 500.000 Dollar fast verdoppelt. Außerdem wird man die Sponsoringaktivitäten zurückfahren. Die Indy Lights müssen sich zudem schon für die Saison 2012 einen neuen Hauptsponsor und Reifenausrüster suchen.
- Zwei Regeländerungen sorgen für Aufsehen: Einerseits hat die IndyCar beschlossen, bei Restarts länger zu warten, bis die gründe Flagge gezeigt wird. Weit auseinander gezogene Felder wird es bei den Restarts 2012 also nicht mehr geben. So weit, so populär. Weniger toll ist bei den Fans die Idee angekommen, die Lucky Dog Regel aus der NASCAR zu übernehmen. Nach heftigen Protesten denkt Randy Bernard wohl daran, sie nun doch nicht einzufühen.
- Gleichfalls unerfreut haben viele Fans auf die Ankündigung reagiert, dass es ab diesem Jahr keine Gratis-Livestreams von den Trainings, Qualifyings und Rennen geben wird.  Angeblich hat Neo-Rechteinhaber NBC/Comcast (die über den Winter Versus gekauft haben) darauf gedrängt, weil die TV-Quoten zu niedrig sind. Für Interessierte aus jenen europäischen Ländern, in denen nun gar keine Möglichkeit mehr besteht, die Rennen legal live zu verfolgen, denkt man aber angeblich darüber nach, Rennwiederholungen als (Pay-?)Streams anzubieten.
- Etwas kurios war eine andere Ankündigung – wenn auch auf die eher furchterregende Art. Dem Vernehmen nach denkt die INDYCAR ernsthaft daran, AMA Supercross-Fahrer James Stewart beim Finalrennen in Vegas in eines der fünf All-Start-Autos zu setzen. Rennerfahrung auf vier Rädern hat der Herr bisher zwar nicht, aber immerhin “plenty of laps in shifter karts”. Insgesamt haben sich angeblich bereits etwa 15 Manager aus der Formel 1, NASCAR, AMA Supercross und aus Rally Serien bei Bernard gemeldet.
- Der Kolumbianer Sebastian Saavedra wurde nach mehreren offenbar nur inoffiziellen Verkündigungen nun endgültig und “offiziell” als Fahrer des Conquest-Teams für die gesamte kommende Saison bestätigt.
- Ebenfalls die ganze Saison lang wird ein Auto des AFS Racing Teams an den Start gehen – Fahrer gibt es allerdings bisher keinen.
- Das gegenteilige Problem, nämlich kein Cockpit, haben nach wie vor Tony Kanaan, Paul Tracy und Dan Wheldon.  Bernard hat sich gegenüber Nate Ryan aber optimistisch gezeigt, dass beim Saisonstart in zwei Wochen trotzdem alle drei dabei sein werden.
-
Beim Open Test am Barber Motorsports Park am Montag und Dienstag hatte Helio Castroneves die Nase vorn, dahinter Will Power, Scott Dixon und Ryan Briscoe. Bei aller Vorsicht kann man also annehmen, dass Penske und Ganassi auch in dieser Saison wieder an der Spitze des Feldes zu finden sein werden. Anlaufschwierigkeiten gab es noch beim Ganassi-”Farmteam”, Graham Rahal fuhr nur die 14. schnellste Zeit, Charlie Kimball landete gar nur auf Rang 20. Positive Überraschung war die starke Vorstellung der beiden Newman/Haas von Oriol Servia und James Hinchcliffe auf den Rängen fünf und sieben. Servia hat allen Anzeichen nach zu urteilen bereits einen Vertrag für die gesamte Saison (offiziell unbestätigt), Hichcliffe sucht wohl noch nach Sponsoren. Die vollständige kumulierte Zeitenliste aller fünf Trainingssessions ist hier zu finden (Achtung, .pdf).
(Vorsicht)

// Die BTCC testet im Moment in Snetterton, allerdings sind nicht alle Teams vor Ort. Dennoch sind die Zeiten für den ein oder anderen vielleicht interessant. (Don)

// Die Superleague Formula hat einen generalüberholten, aber immer noch “provisorischen” Kalender für die Saison 2011 vorgestellt. Der neue Rennplan ist noch internationaler als bisher bekannten Versionen – dafür fängt die Saison aber erst Ende Mai, also ziemlich spät, an. Der ursprünglich geplante Saisonauftakt in Monza entfällt genauso wie das zweite Rennen in Portimao. Letzteres wird aber durch einen Lauf in Estoril ersetzt. Danach folgen die schon bisher geplanten Termine in Assen, Navarra, Magny-Cours, Zolder und Donington. Dann verabschiedet sich die Serie aus Mitteleuropa. Und von nun an ist alles neu: Die beiden geplanten Termine in China (Ordos und Beijing) entfallen, stattdessen fährt man Anfang September in Smolensk (Russland). Es folgt ein China-Rennen auf einer bisher noch unbekannten Strecke. Nächste Station ist Brasilien, wo die SLF Anfang Oktober in Curitiba und im gleichen Monat auf einer zweiten, bisher aber ebenfalls noch unbekannten Bahn an den Start geht. Die beiden letzten Saisonrennen sollen im Mittleren Osten und in Neuseeland stattfinden. Völlig bestätigt sind bisher nur jene Rennen, für die auch eine Strecke bekannt ist. Die anderen Austragungsorte könnten sich in den kommenden Wochen auch noch ändern. In Tabellenform heißt das also:

29. Mai: Estoril
5. Juni: Assen
3. Juli: Navarra
10. Juli: Magny-Cours
17. Juli: Zolder
7. August: Donington
11. September: Smolensk
25. September: China
9. Oktober: Curitiba
16. Oktober: Brasilien II
13. November: Mittlerer Osten
27. November: Neuseeland
(Vorsicht)

// Mike Rockenfeller ist von Audi befördert worden. Er darf 2011 in der DTM in einem Neuwagen Platz nehmen. (Don)

March 09 2011

09:03

Ferner liefen: Die Newshappen

// Steht das nächste neue Formel 1-Rennen vor der Türe? Angeblich soll Kroatien an der Austragung eines Grand Prix interessiert sein. Wie mehrere kroatische Nachrichtenseiten berichten, gibt es Pläne für die Errichtung einer 250 Millionen Euro teuren Anlage nahe der Hauptstadt Zagreb. Private Investoren stehen angeblich schon bereit. Offenbar sind die Planungen sogar schon in einem eher vorgerückten Stadium – es existiert bereits ein Streckenplan von Hermann Tilke. Dieser Grundriss sieht der geplanten Anlage in Austin, Texas ziemlich ähnlich. Allerdings würde diese Strecke in die andere Richtung (also rechtsherum) führen – und somit über reichlich schnelle Kurven und ein paar interessante Passagen verfügen. Überholmöglichkeiten scheinen dagegen etwas dünn gesäht. Ein paar Jahre wird es bis zum ersten kroatischen Grand Prix aber in jedem Fall noch dauern – Joe Saward meldet, dass die Anlage im Idealfall 2014 fertiggestellt sein könnte. (Vorsicht)

// Das FIA World Motor Sport Council ist am Dienstag wieder einmal zusammengetreten, und hat dabei einige kleine Änderungen beschlossen, die bereits in der kommenden F1-Saison in Kraft treten werden. So wird in den Freitagstrainings 2011 eine zusätzliche Reifenmischung zum Einsatz kommen, um Pirelli mehr Möglichkeit zu geben, Weiterentwicklungen auch während der Saison zu testen. Außerdem gibt es kleinere Änderungen bei den Safety Car Regeln: Das Geschwindigkeitslimit gilt ab jetzt in den ersten beiden Runden nach dem Einsatz des Safety Cars, und nicht mehr nur in der ersten; Die Ampel an der Boxenausfahrt bleibt während der gesamten SC-Phase auf grün geschalten. Außerdem wurde eine “Circuit Commission” ins Leben gerufen, die gemeinsam mit Rennstreckenbetreibern an der Schaffung von Überholmöglichkeiten arbeiten soll. (Vorsicht)

// Vitantonio Liuzzi hat sich gegenüber autosport.com sehr zuversichtlich gezeigt, 2011 bei HRT unterzukommen. Bestätigt ist er dort zwar noch nicht, er scheint aber wohl fix damit zu rechnen, dass es bald so weit sein wird. Interesant: Offenbar hätte man sich dann bei HRT entschieden, auf einen besser zahlenden Fahrer zu verzichten, und dafür den passablen Entwickler Liuzzi anzustellen. Ob man sich das auch wirklich finanziell leisten kann, bleibt abzuwarten. Vor kurzem hat auch Christian Klien sein Interesse an dem Cockpit bekundet. Und das Team hatte verlauten lassen, man werde mit der Fahrerentscheidung “notfalls” auch bis zum Vorabend des GP von Melbourne warten – was ja ein wenig nach Versteigerung des Cockpits klang. (Vorsicht)

// Die Entscheidung um einen Ersatztermin für den vorläufig abgesagten Grand Prix von Bahrain ist vertagt. Die FIA möchte den Veranstaltern bis 1. Mai Zeit geben, die Entwicklung der Lage zu sondieren. (Vorsicht)

// Eine Mischung auf bitteren und überraschenden Meldungen gibt es aus der IndyCar Series. Bitter: Firestone hat bekannt gegeben, dass man die Serie mit Ende des Jahres verlassen wird. Damit bleiben nur wenige Monate Zeit, einen neuen Reifenpartner für 2012 zu finden. Realistischerweise sollte die Entscheidung sogar möglichst noch früher fallen, um dem neuen Hersteller die Möglichkeit zu geben, Reifen zu produzieren, die auch bei den hohen Ovalgeschwindigkeiten noch sicher sind. Der Aussteig von Firestone bedeutet auch Probleme für die Indy Lights, die sich nun einen neuen Titelsponsor suchen müssen. Randy Bernard hat bereits erste Gespräche mit den möglichen Kandidaten Goodyear, Michelin, Hoosier und Avon aufgenommen. (Vorsicht)

// Überraschend: Die IndyCar Serie rechnet offenbar für 2011 mit einem besonders vollen Fahrerfeld, und hat daher die Maximalteilnehmerzahl bei Rennen auf 26 begrenzt. Grund für diese Annahme ist der neue Wagen, der 2012 eingeführt wird. Der alte Dallara wird somit nicht mehr gebraucht und die Nachfrage sollte gegen Ende der Saison deutlich sinken – was den Wagen auch für kleinere Börsen erschwinglich machen könnte. Effekt: Der Samstag wird wieder spannender werden, denn 24 der 26 Plätze werden nach dem Zeiten im Qualifying ausgefahren. Zusätzlich wird es zwei “Provisionals” geben, die nach einem festgelegten Kriterienkatalog, der sich an bisherigen Erfolgen der Fahrer orientiert vergeben werden. Damit soll verhindert werden, dass etwa aktuelle Meister oder Indy 500-Sieger wegen eines Defektes oder Ausrutschers im Qualifying nicht an den Start gehen dürfen. Ausnahmen von der neuen Regel sind das Indy 500 mit seinen 33 Startern und das Finale in Las Vegas, wo man ja mit fünf zusätzlichen All-Star-Fahrern antreten will (und das Feld daher auf 30 Autos ausweitet). (Vorsicht)

// Noch sind allerdings einige Cockpits unbesetzt. So soll Conquest gerüchteweise mit dem Gedanken spielen, heuer zwei Autos einzusetzen.  Das eine der beiden Autos soll dabei die gesamte Saison lag von Sebastian Saavedra pilotiert werden, das andere gerüchteweise auf den Rundstrecken von Paul Tracy und auf den Ovalen von Pippa Mann. Newsman/Haas arbeitet derweil weiter mit Hochdruck daran, Sponsoren für Vollzeiteinsätze von Oriol Seriva und James Hinchcliffe zu finden – die beiden werden jedenfalls in dieser Woche wieder für das Team testen. (Vorsicht)

// Das WTCC-Rennen in Marrakesch wurde wegen finanzieller Probleme des Veranstalters abgesagt. Bei 12 WTCC-Rennen soll es angeblich aber trotzdem bleiben – zumindest rechnet man beim der Partnerserie AutoGP damit, dass innerhalb des kommenden Monats ein Ersatzrennen “in Zentraleuropa” zum gleichen Termin verkündet wird. Schon besetzt sind am fraglichen Wochenende der Red Bull Ring (DTM), Assen (SLF) und Silverstone (GT1). (Vorsicht)

// Bei den Indy Lights ist derweil endgültig der Einsatz des Argentiniers Esteban Guerrieri, der WSbR-Überraschung von 2010 bestätigt worden. (Vorsicht)

// Eurosport wird auch die Imola-Rennen der GP2-Asia übertragen. Allerdings (zumindest laut aktuellem Programmplan) nicht live, sondern in halbstündigen Zusammenfassungen am Sonntagmorgen (Hauptrennen) und Sonntagabend (Sprint). (Vorsicht)

March 02 2011

07:56

Ferner liefen: Die Newshappen

// Red Bull hat einen umfangreichen Sponsorenvertrag mit Infiniti unterzeichnet. Die Nobel-Tochter des Nissan-Konzerns wird 2011 und 2012 mit großflächigen Sponsorenaufklebern auf den Autos und den Overalls des Teams vertreten sein. Wegen der engen geschäftlichen Verbindung zwischen Nissan und Renault waren im Vorfeld einige Beobachter davon ausgegangen, dass auch Red Bulls Renault-Motor ab 2012 als “Infiniti” gebrandet sein könnte. Dem ist aber nicht so, die Autos werden auch künftig Red Bull-Renault heißen. Gewinner dieses Deals ist ganz klar Red Bull: Der Wagen trägt weiterhin den Namen des Getränkeherstellers, man bekommt aber zusätzlich Sponsorgelder von Infiniti, die man sonst selbst  hätte zahlen müssen. Außerdem soll es eine technische Zusammenarbeit geben: Beim östereichischen Team hofft man von Nissans Elektronik Know-how zu profitieren, um bei der KERS-Entwicklung mithalten zu können. Was sich Renault/Nissan von dem Deal erwarten ist dagegen weniger klar. (Vorsicht)

// Der vorläufig abgesagte Bahrain-GP könnte schon früher als gedacht nachgeholt werden. Bernie Ecclestone hat gegenüber Autosport angedeutet, dass er derzeit daran denke, das Rennen in der eigentlich als Sommerpause gedachten Zeit Mitte August auszutragen. Das könnte für Mensch und Material zu einer echten Belastungsprobe werden, denn zu dieser Jahreszeit liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen in Bahrain bei 39°C. Ecclestone hält dieses Problem aber offenbar für überwindbar, und appelliert (gewissermaßen) an den Idealismus der Teams: “I think the teams are sensible enough even to race in Bahrain in the summer break, and despite high temperatures, because this is the way we can support the country.” Eine endgültige Entscheidung soll es spätestens bis zum Saisonstart geben. (Vorsicht)

// Mercedes hat sich die restlichen Anteile am eigenen Team gesichert. Bisher gehörten noch 24.9% Ross Brawn und Nick Fry, doch diese Anteile wurden jetzt von Mercedes und deren Partner Aabar Investments PJS übernommen. Mercedes hält jetzt 60%, Aabar 40% des Teams. Die staatliche Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi hält ebenfalls rund 9% am Daimler Konzern. Wie viel Geld in Kassen von Brawn und Fry geflossen sind, ist nicht bekannt. Don

// Timo Glock wird die Testfahrten in Barcelona versäumen. Der Virgin Pilot musste sich am Montag den Bliddarm entfernen lassen, und wird daher in den nächsten paar Tagen etwas leiser treten. Für Australien sollte er aber wieder voll einsatzfähig sein, wie dem Twitter-Feed des Teams zu entnehmen ist. (Vorsicht)

// Außerdem gab es in dieser Woche noch eine ganze Menge lesenwerter Interviews mit führenden Motorsport-Persönlichkeiten. Bernie Ecclestone hat mit dem Spiegel seine Ansichten zum Verhältnis zwischen Sport und Politik, zu Michael Schumachers Comeback verraten. Außerdem hat er dabei seine Idee für ein Medaillensystem in der Formel 1 wieder aufgewärmt – und vorgeschlagen, Strecken künstlich zu überfluten, um die Rennen spannender zu machen. Max Mosley hat in einem halbstündigen Radio-Interview mit der BBC erstaunlich offen über seinen Sexskandal und den Schutz der Privatsphäre gesprochen – hier zum Nachhören. Und Randy Bernard hat dem hauseigenen Internetauftritt indycar.com ein stellenweise recht selbstkritisches Interview über sein erstes Jahr als INDYCAR-Chef gegeben. (Vorsicht)

// Opel wird 2012 nicht in die DTM einsteigen. Das meldet motorsport-total.com unter Berufung auf einen Artikel im Fachmagazin “Sponsors”. Angeblich fehlt es an Fachpersonal für den Aufbau eines Teams, außerdem wäre wohl auch die Zeit schon zu knapp. Spekuliert wird nun über einen Einstieg 2013. Ob die Chancen dafür allerdings angesichts dieser Meldungen besonders gut stehen, darf bezweifelt werden. (Vorsicht)

// Jules Bianchi muss noch einmal um seinen Meistertitel in der GP2 Asia zittern. Nach dem Ausfall der beiden Bahrain-Runden haben die Veranstalter kurzfristig ein weiteres Renn-Wochenende in Imola anberaumt, das vom 18.-20. März stattfinden soll. Damit stellt sich zwar endgültig die Frage, was an der Serie noch “Asia” sein soll – weil das Equipment aber offenbar schon wieder von Bahrain nach Europa transportiert wurde ist es aber verständlich, dass man nicht wieder alles nach Asien transportieren möchte. Etwas befremdlicher ist da schon die Auswahl des Austragungsortes Imola. Die nach dem Umbau wieder deutlich schnellere Strecke scheint für die GP2 doch etwas riskant. Immerhin besteht die Möglichkeit, vor Start/Ziel die Schikane zu nutzen, die auch von der Superbike WM verwendet wird. Ob die GP2 das auch macht, war bisher nicht in Erfahrung zu bringen. (Vorsicht)

// Die IndyCar Serie bleibt in den Schlagzeilen. Nach der Ankündigung, beim Saisonfinale fünf Piloten aus anderen Serien um ein Preisgeld von fünf Millionen Dollar fahren zu lassen wird nun eifrig über mögliche Kandidaten diskutiert. A.J. Allmendinger hat kürzlich sein Interesse bekundet. Der ehemalige Indy 500 Sieger Juan-Pablo Montoya scheint dagegen wenig Lust auf eine Open-Wheel Rückkehr zu haben. Ehemalige IndyCar-Piloten werden insgesamt nur in Ausnahmefällen antreten dürfen – und zwar dann, wenn sie von einem dafür zuständigen Komitee als “Legenden” anerkannt werden. Piloten wie Tomas Scheckter, Paul Tracy oder Bertrand Baguette dürfen also nicht auf den Jackpot hoffen. Einen sehr lesenswerten, aber auch furchtbar ausführlichen Artikel zum Thema hat Marshall Pruett vom speedtv.com verfasst. (Vorsicht)

// Und dann gibt es auch noch schlechte Neuigkeiten aus der IndyCar Series: Tony Kanaan wird in der kommenden Saison doch nicht für de Ferran Racing an den Start gehen. Der Meister von 2004 hat es nicht geschafft, genügend Sponsorengeld aufzutreiben. Damit steht nicht nur Kanaans sportliche Zukunft in Frage – auch das Team musste Ende vergangene Woche (zumindest vorübergehend) seine Pforten schließen. (Vorsicht)

// Sam Schmidt, Besitzer des Sam Schmidt Racing Teams hat Teile des FAZZT-Teams erworben. Bisher sind nur die Umrisse des Deals bekannt, es sieht aber wohl, zumindest auf längere Sicht, nach einer Fusion der beiden Mannschaftten aus. Fix scheint, dass Alex Tagliani wie geplant die volle Saison für FAZZT bestreitet. Ebenfalls unangetastet von der Fusion dürften die Schmidt-Einsätze Wade Cunninghams in Texas, Kentucky und Las Vegas, sowie von Townsend Bell und Jay Howard beim Indy 500 bleiben. Möglich scheint allerdings, dass sich aus der Zusammenarbeit der beiden Teams zusätzliche Cockpits oder zumindest weitere Einsatzmöglichkeiten für die Teilzeitpiloten ergeben. (Vorsicht)

// Der Meister der AutoGP-Serie 2011 darf sich auf eine Testfahrt in einem GP2 Auto freuen. Außerdem hat die Serie in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass man plant, eine U21-Wertung für Nachwuchspiloten einzurichten. Der Sieger dieser Wertung bekommt ebenfalls einen GP2 Test. Das deutet auf eine Zweifach-Strategie der Serienorganisatoren hin: Einerseits plant man wohl verdiente und erfahrene Piloten vom Stile eines Giorgio Pantano oder Romain Grosjean gegen Paydriver vom Schlage des “businessman” Giuseppe Cipriani antreten zu lassen. Andererseits soll sich die AutoGP aber wohl auch als ernstzunehmende Jugendserie profilieren. Die aktuellen Fahrerverpflichtungen aus der vergangenen Woche: Die beiden Italiener Fabio Onidi (23) und Fabrizio Crestani (23) bei Lazarus, und der 18-jährige Niederländer Daniel De Jong bei MP Motorsports. (Vorsicht)

// In der GP3-Series gibt es derzeit auch laufend neue Meldungen zu Fahrerverpflichtungen: Manor Racing wird 2011 mit Istanbul-Sieger 2010 Rio Haryanto und Adrain Quaife-Hobbs weitermachen. Das dritte Cockpit bekommt der Finne Matias Laine, der bisher mit mittelmäßigem Erfolg in der Formel Renault 2.0 und der F3 Euroseries angetreten ist. Jenzer holt den Russen Maxim Zimin aus der Formula Abarth. Arden Racing hat bekannt gegeben, dass neben den schon bekannten Mitch Evans und Simon Trummer der Brite Lewis Williamson für die Truppe an den Start gehen wird. Für Tech 1 fahren der Rumäne Doru Sechelariu und der Finne Aaro Vainio, während die amerikanische Zukunftshoffnung Conor Daly von Carlin Racing verpflichtet wurde. (Vorsicht)

// In der Formel Renault 3.5 hat derweil US-Talent Jake Rosenzweig für die kommende Saison beim Mofaz-Team unterschrieben. (Vorsicht)

// Und schließlich hat auch noch die Formel 2 Organisation verlautbart, dass der Russe Max Snegirev 2011 in der Serie an den Start gehen wird. (Vorsicht)

// Die WTCC plant wieder einmal an einem Rennen in den USA, und möchte zu diesem Zweck mit der amerikanischen USTCC kooperieren. Schon 2012 soll es so weit sein. Wie ernst diese Bemühungen nach dem Scheitern anderer WTCC-Projekte wie etwa den Rennen in Russland und Argentinien, und den bisher nie zustande gekommenen Läufen in den USA, der Absage des Mexiko-Rennens im vergangenen Jahr und dem angeblich drohenden Pleitegeier über der Marokko-Veranstaltung 2011 zu nehmen sind, darf freilich hinterfragt werden. (Vorsicht)

// Der neue Aston Martin LMP1 wurde gestern vorgestellt und er sieht… merkwürdig aus. Erinnert mich, Gulf-Lackierung hin oder her, an ein Bügelbrett. Don

// Die Kollegen von “Mulsanne Corner” wollen erfahren haben, dass es bei den Testfahrten mit dem neuen Peugeot LMP1 einen heftigen Unfall gegeben haben soll. Angeblich soll das 908 sogar abgehoben haben. Von Peugeot gibt es zu diesem Thema natürlich keine Stellungnahme. Don

// Der zumindest auf der Rennstrecke allseits beliebte Lord Dryson hat gegenüber “SpeedTV” ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert, was seine Zukunft angeht. Man wird beim EVCUP starten, einer neuen, auf rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge ausgerichtete Serie, die im Sommer in Silverstone startet. Dryson wird dort zusammen mit seinem Langzeitpilot Jonny Cocker an den Start gehen. Eine weitere Teilnahme in der ALMS wird es in diesem Jahr nicht geben. Schade, wir werden seine Lordschaft vermissen. Don

// Zum Thema “Rennen ohne Motorlärm” gab es die Woche auch einen schönen Text von Le Mans Urgestein Paul Truswell. Don

// Erste Bilder des neuen Lola B11/40 LMP2 sind jetzt aufgetaucht. Don

February 23 2011

07:07

Ferner liefen: Die Newshappen

# Der Formel 1 Lauf in Barcelona könnte im Jahr 2012 zum letzten Mal stattfinden. Zwar geht der Vertrag der Rennstrecke mit der FOM noch bis 2016 – der katalanische Regierungspräsident Artur Mas hat allerdings gegenüber der Tageszeitung El País erklärt, dass die Finanzierung nur noch für die nächsten zwei Rennen gesichert sei. Damit steht neben dem Lauf in Valencia, der angeblich Probleme hat, der Formel 1 die Startgelder zu überweisen auch das zweite Rennen in Spanien auf der Kippe. (Vorsicht)

# Das Finale der IndyCar Saison 2011 wird am 16. Oktober am Las Vegas Motor Speedway stattfinden. Das haben die Veranstalter, wie allgemein erwartet, auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend bekanntgegeben. Überraschend ist dagegen das Konzept für das 200 Runden-Rennen: Die INDYCAR schreibt nämlich ein Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar aus, das ausbezahlt wird, sofern ein Fahrer aus einer anderen Serie den Lauf gewinnen sollte. Welche Piloten man für dieses All-Star Konzept gewinnen will, ist allerdings ungewiss. Der Sprint Cup fährt am 15. Oktober in Charlotte ein Chase-Rennen. Es scheint also eher unwahrscheinlich, dass sich einer der großen NASCAR-Stars den Start in Las Vegas antut. Immerhin sollten zum Finale 2011 etwas mehr Fans vor Ort sein: Denn die ersten 80.000 Besitzer eines beliebigen IndyCar Tickets für 2011, die sich bei den Organisatoren melden erhalten gratis Eintritt zum Rennen in Las Vegas. (Vorsicht)

# Jules Bianchi hat die Meisterkrone in der GP2 Asia errungen. Das scheint im Moment zumindest sehr wahrscheinlich. Denn mit der Absage/Verschiebung des Formel 1-Rennens in Bahrain ist nun klar, dass dort auch die GP2 Asia nicht fahren wird. Weil der mäßig üppige Kalender dieser Serie nur drei Veranstaltungen umfasst, wäre der Franzose nach nur einem Lauf in Abu Dhabi Champion 2011. Ganz fix ist das aber bisher noch nicht: Eine Ersatzveranstaltung für zumindest eines der beiden Wochenenden steht nämlich noch im Raum – die GP2 Asia hält sich zur Zeit noch bedeckt. (Vorsicht)

# Die WTCC nähert sich langsam dem Start der neuen Saison, und das Fahrerfeld beginnt Formen anzunehmen. Team Engstler hat schon vor einiger Zeit die Verpflichtung von Kristian Poulsen, Marchy Lee und Engstler selbst bekannt gegeben, diese Woche waren Sunred und Proteam dran. Sunred wird 2011 mit sechs Wagen starten: Wieder dabei ist Gabriele Tarquini, der sich mit dem russischen Rennfahrer Aleksei Dudukalo die Sponsorenunterstützung von Lukoil teilen wird. Tiago Monteiro, Michel Nykjaer und Pepe Oriola werden in den Farben von Sunred Engineering antreten, Fredy Barth für SEAT Swiss Racing. Der Marokkaner Mehdi Bennani greift für Proteam ins Lenkrad, wo Fabio Fabiani und GP2-Veteran Javier Villa seine Teamkollegen sein werden. Eine Auflistung aller schon bekannten Fahrer (Stand Montag 21. 2.) gibt es in der provisorischen Entry-List bei den Kollegen von touringcartimes.com (Vorsicht)

# Neuigkeiten gibt es auch zu den Strecken: In Suzuka wird die WTCC, wie aus der Streckengrafik auf fiawtcc.com hervorgeht, auf der Kurzanbindung antreten. Das ist einerseits sinnvoll, denn die gesamte Strecke wäre für die Tourenwagen vielleicht wirklich etwas zu lang gewesen. Andererseits besteht der aktuelle Entwurf nur noch aus den Esses und der Zielgeraden. Das ist einerseits mit etwa 2 Kilometern dann etwas gar kurz, und verspricht auch nur wenige offensichtliche Überholmöglichkeiten. Aber da gelten bei den Tourenwagen ja ohnehin andere Gesetze – ob es die richtige Entscheidung war, wird wohl erst das Rennen im Oktober zeigen. Ganz andere Probleme gibt es in Marokko – dort könnte nämlich das ganze Rennen wegen “finanzieller Probleme” vor der kurzfristigen Absage stehen. (Vorsicht)

# Und damit nochmal zur IndyCar Series, wo sich auch das Transferkarussell weiterhin fleißig dreht: So soll Simon Pagenaud, 2007 sehr ordentlich in der ChampCar Serie unterwegs, und im vergangenen Jahr für den ALMS-Erfolg des Highcroft Teams mitverantwortlich über einen Vollzeit-Vertrag für 2011 verhandeln. Wie er speedtv.com verraten hat, ist er mit mehreren Teams in verheißungsvollen Gesprächen. Um welche Mannschaften es sich dabei genau handelt, wollte er allerdings nicht verraten. Nur soviel: Highcroft, denen man für 2012 ebenfalls IndyCar-Ambitionen nachsagt ist nicht darunter. (Vorsicht)

# Twitter-Gerüchte sprechen außerdem davon, dass Oriol Servia bei Newman-Haas untergekommen sein soll. (Vorsicht)

# Und Sam Schmidt Racing hat bestätigt, dass man 2011 in Texas, Kentucky und Las Vegas mit dem neuseeländischen Indy Lights Veteran (und Meister 2005) Wade Cunningham an den Start gehen wird. (Vorsicht)

# Die amerikanische Tochter des deutschen DHL Konzerns wird zukünftig Hauptsponsor von Ryan Hunter Reays Auto. Zusätzlich wird man als Nebensponsor von Mike Conway auftreten. (Flo aus N)

# Das Indy 500 wirft seine Schatten voraus. Im kommenden Jahr werden sie allerdings etwas kürzer sein. Denn die IndyCar Series gab bekannt dass man die Startzeit um eine Stunde von Ein auf Zwölf Uhr vorverlegen will. (Flo aus N)

# Auch in der DTM werden im kommenden Jahr einige Cockpits neu besetzt: Audi hat in der vergangenen Woche die Verpflichtungen von Formel 3 Euroseries-Meister Edoardo Mortara, des ehemaligen GP2 und A1GP Piloten Felipe Albuquerque (zuletzt in der italienischen GT Meisterschaft unterwegs) und der schweizer Formula Master und GT1-Pilotin Rahel Frey bekanntgegeben. (Vorsicht)

# Die GP3 Series ist seit gestern ebenfalls um einen Fahrer reicher: Der erst sechzehnjährige Neuseeländer Mitch Evans wird in der kommenden Saison ein Auto des Arden Teams pilotieren. (Vorsicht)

# Gute Neuigkeiten für GT1-Fans: Die Sportwagenserie wird auch im kommenden Jahr wieder live auf Sport 1 zu sehen sein – zumindest dann, wenn man der Programmvorschau auf der Homepage des Senders glauben schenken darf. (Vorsicht)

# Und die Superleague Formula hat in der vergangenen Woche verlauten lassen, dass man im Laufe der kommenden Tage die (Renn-)Teams für die kommenden Saison bekannt geben will. Angeblich haben 14 Mannschaften Interesse gezeigt. Da die SLF aber mit maximal 20 Autos an den Start gehen will, und jedes Team zumindest zwei Autos einsetzen muss, werden wohl einige außen vor bleiben. Interessanter als diese Ankündigung war aber eine Bemerkung von Serienchef Robin Webb am Rande der Pressemeldung, wonach die SLF “fünf Überseerennen auf vier verschiedenen Kontinenten” abhalten will. Geht man davon aus, dass zwei dieser Veranstaltungen in China stattfinden werden, bleiben noch drei weitere Austragungsorte übrig. Eines davon soll, wie berichtet, angeblich in Taupo, Neuseeland stattfinden. Über die Austragungsorte der anderen beiden Läufe gibt es bisher noch nicht einmal Gerüchte. Daher setze ich selbst eines in die Welt: Ein Lauf in Südamerika, wo ja gleich mehrere in der Serie vertretene (Fußball)-Teams herkommen würde sich gewiss anbieten. (Vorsicht)

# Auch in “Ferner liefen” noch unter “ferner liefen”: Der Inder Armaan Ebrahim wird auch in der kommenden Saison wieder in der Formel 2 antreten. Viel interessanter ist das schon die (meines Wissens nach) erste Onboard-Runde vom neuen Snetterton 300 Circuit, die vor ein paar Tagen ebenfalls auf der Homepage der Serie gepostet wurde. (Vorsicht)

# Verdächtig ruhig ist es in den vergangenen Wochen um die angeblich geplante A10 World Series geworden. Die verheißungsvollen aber inhaltsarmen Updates auf der Serienhomepage sind schon vor einigen Wochen verstummt, seither gab es keine neuen Meldungen mehr. Die Fanseite A10 GPGrid will nun immerhin von angeblichen Insidern ein Update bekommen haben: Die Pläne für die Serie sind demnach ungebrochen, die Verhandlungen rund um die Hinterlassenschaften der A1GP ziehen sich aber stärker als geplant in die Länge. (Vorsicht)

February 09 2011

13:01

Ferner liefen: Die Newshappen

// Robert Kubica geht es wohl besser, aber es stehen noch etliche Operationen an. Sein gebrochener Ellbogen und die Schulterfraktur sind bisher nur stabilisiert, nicht operiert worden. Auch am Bein wird es wohl noch mindestens eine OP geben. Dennoch spricht die Klinik davon, dass er, ein guter Heilungsverlauf vorausgesetzt, das Hospital in rund drei Wochen verlassen kann. Das bedeutet nicht, dass er winkend aus der Tür kommt, nur das seine Erstversorgung abgeschlossen ist. Danach wird er vermutlich in eine Klinik verlegt, sich um seine weiteren Verletzungen und die Reha kümmern. Allgemein geht man weiterhin davon aus, dass sein Heilungsprozess rund ein Jahr dauern wird. Wenn es richtig gut läuft, könnte es auch schneller gehen, aber die Saison ist für Kubica auf jeden Fall gelaufen. Bei Renault ist derweil die Suche nach einem Ersatzmann im vollen Gang. Auf der Shortlist stehen Heidfeld, Senna und Liuzzi. Mehr dazu heute Abend in einem eigenen Artikel. (Don)

// Mittlerweile weiß man auch mehr, was den Unfallhergang angeht. Im Netz ist eine Animation aufgetaucht, die ein mögliches Szenario zeigt:

// Der ACO hat heute die Einladungen für die 24 Stunden von Le Mans sowie die Entries für die zweite ILMC-Saison bekannt gegeben. Vieles war bekannt, so wird es z.B. an der Spitze der LMP1 wohl wieder ein Kampf zwischen den drei Werks-Audi und vier Peugeots (3x Werk, 1x Oreca) geben, Aston Martin versucht mit zwei neuen Fahrzeugen dagegen anzukommen. Neben je zwei Rebellion-Lola-Toyota und OAK-Pescarolo-Judd ist nach dem Rückkauf des Teams auch Henri Pescarolos eigene Mannschaft wieder mit von der Partie. Hope Polevision und Quifel steigen ebenso in die LMP1 auf wie Highcroft Racing, von denen bisher wenig zur Sason 2011 zu hören war, David Brabham ist auch bereits wieder als Fahrer benannt. Drayson Racing hat keine Bewerbung eingereicht. Enttäuschend ist außerdem, dass mit Hope Polevision nur ein einziges Hybrid-Fahrzeug bestätigt ist.

In der LMP2 finden sich neben den beiden HPD-Teams Strakka und RML vor allem Oreca-Chassis (4 an der Zahl: 2x SignaTech-Nissan, Race Performance und Oreca selbst). AF Corse-Ableger Pecom und das US-Team Level 5 treten mit Lola-Coupes an, OAK Racing die bekannten zwei Pescarolo-Judd und Greaves (ehemals Bruichladdich) einen Zytek-Nissan. Neben Nissan ist BMW zweiter neuer Motorenlieferant, Pecom und Race Performance haben sich für die Bayern entschieden. Mit Extreme Limite (Norma), Kronos (Kunden-Aston Martin-Lola), Rangoni (Zytek-Hybrid), Boutsen Energy und Pegasus Racing stehen einige interessante Teams auf der Reserveliste der Prototypen.

Die GTE-Pro ist mit 18 Fahrzeugen die größte Klasse und sehr stark besetzt. Neben 6 Ferrari 458 (2x AF Corse, 2x Luxury Racing, JMW, Farnbacher) und 5 Porsche 997 (2x Felbermayr Proton, Prospeed, IMSA, Flying Lizard) werden je zwei Lotus Evora, BMW und Corvette dabei sein sowie der Jota-Aston Martin Vantage. Ein sehr hochklassiges Feld, aber so ist es ja auch gedacht mit der neuen Aufteilung in Pro und Am. Einzige “Überraschung” ist Luxury Racing  aus der GT Open, über deren Bewerbung nicht viel zu hören war. Die in der ALMS trotz Werksunterstützung mäßig erfolgreichen Jaguar fehlen, auch auf der Reserveliste, kein gutes Zeichen für das Projekt. Auch der Hybrid-P0rsche 911, den einige als 56. Teilnehmer vermuteten, auch wenn das Reglement keine GT2-Hybrid-Fahrzeuge vorsieht, ist nicht dabei.

Zehn GTE-Am-Fahrzeuge vervollständigen das Feld, darunter vier Ferrari F430 (Krohn, AF Corse, CRS, JMB) und drei Vorjahres-Porsche (Larbre, Flying Lizard, Felbermayr Proton). Hinzu kommen eine Corvette von Larbre, ein Robertson Ford GT und ein Gulf Middle East Aston Martin Vantage. Das Team Young Driver AMR hat es nur auf die Ersatzliste geschafft, ebenso die drittplatzierten des Vorjahres, BMW Scuderia Italia. FS66 hat seine Bewerbung gestern zurückgezogen, man hat wohl mitbekommen, dass man nicht ausgewählt werden würde.

Die ILMC-Teilnehmerliste ist 26 Fahrzeugen auch überraschend groß. Zwei Audi, drei Peugeot (1x Oreca) und ein Aston Martin sowie der Rebellion-Toyota dürften um die Spitze kämpfen. Porsche-Entries fehlen in der GTE-Pro komplett, hier verzichtet man auf die Teamwertung und konentriert sich auf den Hersteller-Pokal, es treten in Europa die bekannten LMS-Teams und in den USA die ALMS-Teams an. BMW, Lotus und Ferrari dagegen setzen Fahrzeuge in der kompletten ILMC-Saison ein. Die komplette Liste gibt es hier (Stefan)

// Katherine Legge steht wohl wirklich vor eine Rückkehr in die IndyCar Series. Wie die Speedweek vermeldet, steht die Britin derzeit mit drei verschiedenen Teams in Verhandlungen über ein Cockpit für 2011. Ob sie allerdings auch beim Saisonauftakt in St. Petersburg schon im Auto sitzen wird, ist noch ungewiss – die Zeit könnte wohl etwas knapp werden. Die Audi hat derweil schon Ersatz gefunden: In der DTM wird in der kommenden Saison die Schweizerin Rahel Frey (im vergangenen Jahr in der GT1 WM unterwegs) an den Start gehen. (Vorsicht)

// Das IndyCar-Rennen im kanadischen Edmonton könnte in der kommenden Saison etwas spannender werden. Nachdem wegen Finanzierungsproblemen lange unklar war, ob der Lauf überhaupt würde stattfinden können, haben die Verantwortlichen gestern das Layout des “neuen” Flugplatzkurses bekannt gegeben – und das scheint auf den ersten Blick etwas mehr Überholmöglichkeiten zu bieten, als die alte Streckenführung.  Der etwas eckige Mittelteil bleibt, rundherum führt aber jetzt nicht mehr eine Kombination schneller Kurven, sondern ein paar lange Geraden, die in zwei Spitzkehren münden. Wolli aus dem Chat hat die Veränderungen grafisch aufwändig aufbearbeitet – herzlichen Dank dafür! (Vorsicht)

// KC Racing fährt eine weitere Saison mit EJ Viso und Takuma Sato. Die fielen im letzten Jahr vor allem dadurch auf, dass sie reihenweise Chassis zerlegten. Immerhin – wenn Sato fuhr, dann war er schnell. Bei Dallara wird man sich jedenfalls freuen und die Ersatzteillagerbestände auffrischen. (Don)

// Die vor allem bei den Fahrern und deren Frauen allseits beliebte Milka Duno hat zwar ein Auge auf die ARCA Serie geworfen, wird den IRL Fans aber wohl doch erhalten bleiben. Dale Coyne überlegt, die Dame mit ihren Sponsorengeldern im Oval starten zu lassen. Damit will er dann die Rundkurseinsätze eines gewissen Sebastian Bourdais finanzieren. Kein schlechter Schachzug, denn Bourdais ist durchaus in der Lage den Andretti-Cup der IRL zu gewinnen. (Don)

// Auch die Superleague Formula scheint langsam wieder aus dem weihnachtlichen Winterschlaf zu erwachen. Am Dienstag wurde auf der Facebook-Seite der Rennserie eine überarbeitete Version des Kalenders präsentiert. Wie schon vor ein paar Wochen berichtet, ist der Nürburgring aus dem Kalender geflogen, Ersatz ist ein Lauf in Magny-Cours. Überraschender ist, dass die beiden China-Rennen in Ordos und Beijing, die in einer früheren Version des Kalenders schon als fix eingezeichnet waren plötzlich nicht mehr aufscheinen. Stattdessen gibt es nach den sieben Europa-Läufen jetzt fünf Termine, die lapidar als “Non-European” bezeichnet werden. Zumindest für Ordos könnte es noch Hoffnung geben – dort fährt ja auch die GT1-WM. Allerdings ist das Datum der ersten Nicht-Europa-Runde mit dem 11. September angegeben – die GT1 fährt eine Woche früher auf dem neuen Kurs in der inneren Mongolei. Das zweite außereuropäische Rennen ist jetzt mit dem Datum 9. Oktober versehen, was gegen eine Wiederholung des Beijing-Laufes vom vergangenen Jahr spricht. Der war nämlich im alten Kalender für den 18. September geplant. Vielleicht gibt es aber trotzdem ein zweites China-Rennen – immerhin war aus DTM-Kreisen kürzlich zu hören, dass man statt im November in Shanghai im Oktober in Chongqing fahren will. Die Daten könnten einigermaßen zusammenpassen (die Rennserien allerdings nicht so wirklich). Neuseeländischen Meldungen zufolge könnte das Finale dann im November in Taupo stattfinden, wo ja auch die A1GP ein paar Rennen gefahren ist. (Vorsicht)

February 02 2011

07:25

Ferner liefen: Die Newshappen

// Gibt es neben dem geplanten Rennen in Austin bald einen zweiten Grand Prix in den USA? Joe Saward will jedenfalls gehört haben, dass Bernie Ecclestone über ein Rennen im New Yorker Stadtteil Staten Island verhandelt. Dabei würde es sich allerdings keineswegs um ein Stadtrennen handeln – und auch die Skyline von Manhattan wäre nicht im Hintergrund zu sehen. Im Gespräch ist nämlich die Errichtung einer neuen Rennstrecke in einem ehemaligen Industriegebiet nahe der Grenze zum Bundesstaat New Jersey. Ganz neu ist die Idee nicht: Die NASCAR-eigene Rennstrecken-Gesellschaft ISC ist vor ein paar Jahren mit dem Plan, dort ein Oval zu bauen gescheitert. (Vorsicht)

// Gute Nachrichten für Cineasten: Eine Dokumentation über Ayrton Senna hat beim prestigeträchtigen Sundance Festival nicht nur hervorragende Kritiken eingefahren, sondern auch den Publikumspreis in der Kategorie “Internationale Dokumentation” gewonnen. Damit steigen die Chancen, dass der in der britischen Motorsport-Blogosphere schon seit einigen Monaten sehnsüchtig erwartete Film auch hierzulande in die Kinos kommt. Am Rande des Sundance Festivals werden nämlich viele Verträge über den internationalen Vertrieb unabhängiger Filme geschlossen. Allerdings: Zur Stunde ist noch nichts über einen solchen Deal bekannt. (Vorsicht)

// Und gleich nochwas aus dem Bereich des Showbusiness: Die Regisseure Ridley und Tony Scott planen eine TV-Serie, die im Rennfahrermillieu der 1950er-Jahre spielen soll. Außer, dass es vor allem um die 24 Stunden von LeMans gehen soll, ist über den Inhalt noch nicht viel bekannt – stilistisch will man sich an der großartigen Werbeagentur-Serie “Mad Men” orientieren. (Vorsicht)

// Die GP2 Asia wird wohl auch in diesem Jahr wieder live auf Eurosport 2 zu sehen sein. Das geht zumindest aus der kürzlich veröffentlichten Programmvorschau hervor. Allerdings: Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht. Und solange die noch aussteht, kann sich die Eurosport-Planung auch sehr schnell wieder ändern – wie leidgeprüfte Motorsportfans auch im vergangenen Jahr erfahren mussten, als die Superleague Formula nur wenige Tage vor Saisonstart aus dem Programm flog. (Vorsicht)

// Bei der ersten Übertragung wird man übrigens auch die Fahrkünste von Oliver Turvey und Julian Leal bewundern können. Die beiden haben in der vergangenen Woche Deals mit Ocean Racing bzw. Rapax bekannt gegeben. Diese Verträge gelten zunächst nur für die GP2 Asia – ob und wo man Turvey und Leal auch in der Hauptserie sehen wird, bleibt abzuwarten. (Vorsicht)

// Überraschende Entwicklungen in der IndyCar Series: Mike Conway wird die gesamte Saison 2011 bei Andretti Autosport bestreiten. Eigentlich hatten Experten in den verganenen Tagen eher mit einer Verpflichtung von Andy Soucek oder Adam Carroll gerechnet. Wie der Deal mit dem Briten, der seit seinem schweren Crash in Indy 2010 nicht mehr auf der Strecke war zustande gekommen ist, ist noch nicht ganz klar. Eine Bestätigung seitens Andretti Autosport liegt zwar mittlerweile vor – Details zu Conways Sponsorpaket wird das Team aber erst “zu einem späteren Zeitpunkt” bekannt geben. Außerdem hat am Montag Sebastain Bourdias für das Team von Dale Coyne getestet – und war gleich mal wieder der schnellste aller anwesenden Tester. Noch scheint nichts fix zu sein, aber Aussagen von Bourdias und dem Team klingen nach sehr ernsthaften gemeinsamen Planungen für 2011. Allerdings hat Dale Coyne mittlerweile in einem Interview festgestellt, dass es sich allenfalls um eine Verpflichtung für die Road Course-Rennen handeln könnte. Die Oval-Läufe überschneiden sich nämlich zum Teil zeitlich mit Bourdais’ ILMC-Verpflichtungen. (Vorsicht)

// Die IndyCar Series könnte bald ein Rennen in Houston fahren. Berichten zufolge bemüht sich die Verwaltung der texanischen Weltraumstadt darum, die wiedervereinigte Rennserie auf jenen Stadtkurs im Reliant Park zurückzuholen, auf dem schon zwischen 1998 und 2006 sechsmal die CART bzw. Champ Car Series Station gemacht hatte. IndyCar-CEO Randy Bernard war am Wochenende vor Ort, um sich ein Bild von den Verhältnissen zu machen, äußerte sich aber eher abwartend. (Vorsicht)

// Etwas weiter fortgeschritten scheinen die Pläne für ein zweites Brasilien-Rennen ab dem Jahr 2012. Die brasilianische Zeitung Correio do Povo berichtet (Übersetzung) jedenfalls auf ihrem Internetauftritt in ziemlich sicheren Worten davon, dass am Dienstag IndyCar-Verhandler Tony Cotman die Stadt Porto Alegre besuchen würden, um nähere Details zum Rennen zu verlautbaren. Der Lauf ist übrigens nicht als rein brasilianische Veranstaltung geplant, sondern soll auch Fans aus den Nachbarländern Uruguay und Argentinien anziehen. Als Sponsor ist die südamierikanische Freihandelszone Mercosur im Gespräch. (Vorsicht)

// Indy Lights Champion JK Vernay unternimmt erste Schritte auf dem Weg in die IndyCar Series. Am Montag hat der Franzose in Sebring für Conquest Racing getestet – ob er mit dem Team auch in konkreten Verhandlungen um ein Renncockpit steht, ist derzeit noch nicht bekannt. Informationen über den Ausgang des Tests gibt es leider ebenfalls nicht. (Vorsicht)

// Die DTM hat die Beschwerden der Fans gehört, und möchte ausnahmsweise auch mal reagieren – im kommenden Jahr wird es wahrscheinlich kein Finalrennen in Shanghai mehr geben. Stattdessen plant man, am 6. November (!) ein Rennen am Hockenheimring auszurichten (wo man vermutlich schon eifrig Rollsplitt bestellt). Ein China-Rennen will die ITR trotzdem im Kalender behalten. Man überlegt derzeit wohl, einen Stadtkurs in der Millionenmetropole Chongqing zu errichten. (Vorsicht)

// Haben wir den Scherz nicht verstanden, oder ist es bittere Realität? Midweek Motorsport hat Mitte vergangener Woche via Twitter “exklusiv” gemeldet, Renault wolle sich Ende 2011 aus der Formel Renault 3.5 zurückziehen. Die Meldung ist auch bis dato “exklusiv” geblieben, und wurde von keiner weiteren renommierten Quelle übernommen. Sollte sie trotzdem stimmen, wäre das wohl das Ende der aufstrebenden Nachwuchsserie – auch, wenn findige Wortspieler auf Twitter vermuten, die Serie würde 2012 als “Lotus World Series” oder als “Formula 3.5” weitermachen. (Vorsicht)

January 26 2011

07:49

Ferner liefen: Die Newshappen

// Die Tage des Australischen Grand Prix in Melbourne könnten gezählt sein. Zumindest wenn es nach Bürgermeister Robert Doyle geht, der am Wochenende in einer Kolumne in der Herald Sun über die hohen Kosten der Veranstaltung geklagt hat. In den 1990er-Jahren habe das Event dem Image der Stadt sehr geholfen.  Nach mehr als 15 Jahren habe sich der Werbewert aber etwas überlebt – die stetig steigenden Zuschusskosten von mittlerweile 70 Millionen australischen Dollar seinen für die Steuerzahler daher nicht mehr tragbar. Ob es sich dabei nun um Verhandlungstaktik handelt, oder um eine ernst gemeinte Ankündigung: In unmittelbarer Gefahr ist das Rennen noch nicht. Den bestehenden Vertrag mit Bernie Ecclestone will die Stadt nämlich auf jeden Fall erfüllen – und der läuft immerhin noch bis 2015. (Vorsicht)

// Bei Force India ist man sich wohl immer noch nicht ganz im Klaren darüber, wer in der kommenden Saison das zweite Auto neben Adrian Sutil pilotieren wird. Autosport (Print-Edition) hat in der vergangenen Woche als fix gemeldet, dass Paul di Resta diese Position übernehmen wird – Joe Saward will derweil aber “verlässlichen Quellen” im Team erfahren haben, dass man noch immer keinen Weg gefunden habe, Vitantonio Liuzzi loszuwerden. Der Italiener scheint nämlich einen erstaunlich wasserfesten Kontrakt für die kommende Saison zu besitzen, und Teameigner Vijay Mallya ist wohl nicht gewillt, den Italiener aus diesem Vertrag herauszukaufen. Jon Noble von Autosport bleibt trotzdem dabei – und kündigt für heute, gegen 4 Uhr Nachmittags eine entsprechende Verlautbarung an. Nachtrag, 26.1., 16:20: Nun ist es offiziell: Paul Di Resta wird das zweite Cockpit neben Sutil erhalten, Hülkenberg wurde als Testfahrer engagiert. (Vorsicht)

// Bei Team Lotus verhandelt man derweil mit Karun Chandhok über ein Engagement als Testfahrer. Ziel des Inders wäre es, 2011 die Abläufe im Team zu lernen, und in der folgenden Saisons dann ein Stammcockpit  zu ergattern. Noch ist allerdings, wie auch Chandhok selbst einräumt, nichts unterschrieben. Bei der Group Lotus, dem ehemaligen Team von Renault, hat man sich derweil für 2011 die testfahrerische Expertise von Fairuz Fauzy gesichert. Pikant: Der Malaysier stand im vergangenen Jahr noch in Diensten der Intimfeinde vom Team Lotus. (Vorsicht)

// Neben dieser Tätigkeit wird Fauzy auch in der GP2 und GP2 Asia an den Start gehen. Und zwar erstaunlicherweise nicht für das mit Lotus verbandelte Team von ART, sondern bei Super Nova Racing(Vorsicht)

//F2 Meister Dean Stoneman wird in der kommenden Saison leider nicht auf der Strecke zu sehen sein. Der Brite, der eigentlich in der Formel Renault 3.5 an den Start gehen sollte, ist an Hodenkrebs erkrankt, und muss daher erstmal aussetzen. Wie man hört wurde die Erkrankung in einem frühen Stadium entdeckt, so dass es um die Heilungschancen wohl ganz gut bestellt ist. Wir wünschen jedenfalls alles Gute, und hoffen, ihn schon bald wieder auf der Rennstrecke zu sehen! (Vorsicht)

// Zwei weitere Namen aus der GP2. Joylon Palmer, Sohn des Ex-F1 Fahrer Jonathan Palmer hat bei Arden angedockt. Er überspringt die GP3 und versucht sein Glück direkt in der GP2. Ebenfalls in der GP2, dafür aber mit einem bekannteren Namen ausgestattet, ist Romain Grosjean. Der von Renault fast verheizte Nachwuchspilot hat im letzten Jahr in der AutoGP alles in Grund und Boden gefahren und versucht sich jetzt erneut am GP2 Titel, dieses Mal mit DAMS. Seinen ersten Versuch hatte er ja abbrechen müssen, weil er zu Renault gelotst wurde, die Nelson Piquet jr. raus geschmissen hatten.Don

// Seit Dezember schon fix, und jetzt auch offiziell bestätigt: Simona de Silvestro wird auch 2011 eine volle Saison in der IndyCar Series bestreiten. Am Montag hat das HVM-Team den neuen Sponsor “Entergy” (einen Stromanbieter, der sich auf Nuklearenergie spezialisiert hat und neun Kernkraftwerke betreibt) vorgestellt. Noch nicht ganz am Ziel ist derweil James Hinchcliffe – allerdings hat der Kanadier in der vergangenen Woche zum wiederholten Male für Newman/Haas Racing getestet. Und dort wiederum scheint man mit den Leistungen des Teilzeit-TV-Kommentators ziemlich zufrieden zu sein. Fehlt für einen Renneinsatz also nur noch ein passender Sponsorendeal – der derzeit aber wohl noch nicht in trockenen Tüchern ist. (Vorsicht)

// In der Nationwide Serie werden ab 2011 die Punkte anders verteilt. Da sich die Fahrer beim Einschreiben in die Saison entscheiden mussten, in welcher Serie sie punkten wollen, war eine Anpassung nötig geworden. Die Sache wird nicht unkompliziert. Punkte bekommen nur die Fahrer, die sich für die NW gemeldet haben. Fahrer aus dem Sprint Cup, die dort auch Meister werden wollen und das entsprechende Häkchen gesetzt haben, gehen leer aus. Liegen drei Cup-Fahrer auf den ersten Plätzen, bekommt der erste NW-Pilot aber trotzdem nur die Punkte für Platz 4. Die Owner Wertung bleibt jedoch unangetastet, die Cup-Fahrer können also für die Besitzer voll punkten und diesen Titel einfahren. Die NASCAR will so den Nachwuchs stärker fördern, ohne die Sponsoren zu vertreiben. Bedeutet im Umkehr im übrigen auch, dass NW-Fahrer keine Punkte mehr im Cup bekommen. Don

// Der Leiter von Fox Sports hat angemerkt, dass die Rennen der NASCAR durchaus etwas kürzer sein könnten. Alles in allem schwebt ihm ein 4 Stunden Fenster vor. 40 Minuten Vorberichte, 3 Stunden Rennen, 20 Minuten Nachberichte. Die Startzeit der Rennen ist im Moment in den USA am Sonntag um 13.00 Uhr, damit wäre man um 17.00 Uhr fertig. So würde man auch der NFL aus dem Weg gehen, wenn das Rennen mal wieder länger dauert. Allerdings – die wenigsten Rennen kratzen an der vier Stunden Grenze, wenn alles glatt läuft. Meist ist die NASCAR in 180 bzw. 210 Minuten fertig. Dazu kommen die “rain outs”, die man nicht einkalkulieren kann. In den USA wertet man die Aussage von Fox schon mal als Versuch der NASCAR klar zu machen, dass sich bei den Quoten was ändern muss, die seit Jahren langsam aber sicher absinken. Don

// Die Testfahrten der NASCAR letzte Woche in Daytona haben wenig Neuigkeiten erbracht. Die Zeiten kann man getrost vergessen, weil kaum in größeren Paketen gefahren wurde. Die Fahrer haben schon neue Spitznamen für die Strecke “Daydega” oder “Tellatona”. Nach der Neuasphaltierung sind wie befürchtet alle Bumps weg, die Splitter bewegten sich kaum einen Millimeter. Das wird dazu führen, dass man statt zu zweit, zu dritt nebeneinander fahren kann, was auf der engen Strecke sicher spaßig wird. Ein “Big One” ist vorprogrammiert, wie viele Fahrer zu Recht kritisierten. Auffallend ist auch der sehr dunkle Asphalt, der viel Hitze speichert. Die Reifen haben zwar beim Test gehalten, aber wie das im Rennen sein wird, ist eine andere Geschichte. Nicht asphaltiert wurde im übrigen das Infield, was bei den 24H von Daytona am Wochenende sicher zu Problemen führen wird.Don

// Aus der LMS gibt es zwei Meldungen: Zum einen wird Audi mit der 2010er Mannschaft wieder antreten, zum anderen hat BMW zwei M3 GT2 für die ILMC bestätigt. Don

// Porsche hat bestätigt, dass man im Kundenauftrag (also VW) an einem Vierzylinder arbeitet. Die möglichen Konsequenzen aus der Geschichte sind klar, die Gerüchte brauchten dann auch nur ca. 1 Nanosekunde. Offenbar baut man den Motor auch mit Blick auf die Formel Eins. Weswegen sonst sollte Porsche für einen Konzern an einem Vierzylinder basteln, in dem es nun wahrlich nicht an kleinen Vierzylindern mangelt. Don

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