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September 24 2013

07:00

NASCAR: Analyse New Hampshire September 2013

In seinem 500. Rennen holte sich Matt Kenseth seinen bereits siebten Saisonsieg und kam wie im letzten Rennen auf dem Chicagoland Speedway vor seinem Teamkollegen Kyle Busch ins Ziel. Jimmie Johnson wahrt sich unterdessen seine Meisterschaftschancen mit einem vierten Platz hinter Greg Biffle.

Sylvania 300Passend zu seinem 500. Rennen im NASCAR Sprint Cup beschenkte sich Matt Kenseth selbst mit seinem zweiten Erfolg im zweiten Rennen des Chase. Abermals Zweiter wurde Kyle Busch, was Joe Gibbs Racing als erstes Team überhaupt einen aufeinander folgenden Doppelsieg im Chase verschafft. Auf Platz drei kam Greg Biffle ins Ziel, der sich damit noch geringe Chancen auf die Meisterschaft wahrt. Mehr Hoffnungen auf den Titel darf sich hingegen “Mister Five Time” Jimmie Johnson machen, der mit seiner Ankunft auf dem vierten Platz die Lücke zu Kenseth nicht all zu groß werden ließ. Für Kasey Kahne ist hingegen die Jagd um den Titel nach einem Einschlag in die Mauer abrupt beendet.

Für den Start sicherte sich der kurzfristig in den Chase gerutschte Ryan Newman die beste Position. Neben ihm in Reihe eins startete Kasey Kahne. Nachdem der Start in das 300 Runden lange Rennen auf dem New Hampshire Motor Speedway freigeben wurde, setzte sich Kahne zügig an die Spitze und sollte diese Position für die ersten 35 Runden behalten. Der Pole-Sitter Ryan Newman kam hingegen nicht richtig vom Fleck und wurde bis auf Platz vier zurück gereicht. Vor ihm sortierten sich Jeff Gordon und Martin Truex Jr. ein. Es dauerte bis zum Umlauf Nummer 30, bis es zur ersten Gelbphase kam. Diese wurde vom in der #35 fahrenden Josh Wise ausgelöst, der sich durch einen Kontakt mit der #51 von McDowell in Kurve vier drehte. Bei den folgenden Boxenstopps war Jeff Gordon wieder mal in Problemen, als er seine Box verließ und David Ragan gerade in seine einbiegen wollte, was zu einer leichten Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen führte.

Beim Restart in Runde 35 ging Kasey Kahne vom ersten Platz ins Rennen, konnte diesen aber nicht verteidigen und musste seine Spitzenposition an Martin Truex Jr. abgeben. Doch bevor das Feld überhaupt wieder richtig in Fahrt gekommen war, entschied Juan Pablo Montoya in Runde 37 mal wieder die Brechstange auszupacken, was zur nächsten Caution führte. Montoya versuchte, in Kurve vier an seinen (Noch-)Teamkollegen Jamie McMurray vorbei zu gehen und schickte diesen dabei in einen Dreher. Kevin Swindell in der #30 von Swan Racing konnte der stehenden #1 von McMurray nicht mehr ausweichen und fuhr auf den Ganassi-Chevrolet auf. Es dauerte bis zur Runde 47, bis das Rennen mit Truex in Front wieder aufgenommen werden konnte.

Abermals sollte es nur wenige Runden unter grün weiter gehen, denn nur fünf Umläufe nach dem Restart versagte der linke Hinterreifen am Auto von Bobby Labonte. Durch den darauf folgenden Dreher musste erneut die gelbe Flagge geschwenkt werden. Beim Restart führte Martin Truex Jr. das Feld erneut zur ersten Kurve. Hinter ihm verlor Jimmie Johnson einige Position, da die #56 das Feld vor der grünen Flagge stark eingebremst hatte und damit für den berühmten Ziehharmonikaeffekt sorgte. Ungeachtet dessen drehte Truex an der Spitze weiter seine Kreise. Weiter hinten zeigte sich langsam Matt Kenseth, der bereits bis auf die dritte Position vor fuhr. In Runde 109 begannen schließlich die ersten Boxenstopps unter grün mit Denny Hamlin. Bei ihm ging es auch gleich mal ordentlich schief, da er die weiße Linie seiner Box überfuhr und zurück geschoben werden musste. Auch für Joey Logano lief der Stopp alles andere als perfekt, da er 3,4 Sekunden verlor.

Dadurch, dass die meisten Piloten ihre Crew aufsuchten, konnte Dale Earnhardt Jr. für immerhin knapp 15 Runden die Führung übernehmen, ehe auch er an die Box kam. Dadurch konnte Truex sich erneut in Führung setzen, die er allerdings bald wieder abgeben musste. In Runde 153 konnte sich Kenseth, nachdem er vorher stetig auf Truex aufholte, in Kurve zwei den ersten Platz schnappen. Der lange Lauf unter grün wurde schließlich in Runde 165 durch Debris in Kurve vier unterbrochen. Bei den Boxenstopps begannen nun die ersten Spielchen: Die Führenden Kenseth und Truex holten sich vier neue Reifen, wohingegen sich die meisten anderen Piloten für nur zwei neue Pneus entschieden. Dies sorgte dafür, dass das Rennen in Runde 170 mit Jeff Gordon und Brian Vickers in Front wieder aufgenommen wurde.

Es dauerte 30 Umläufe bis es erneut zu einer Gelbphase kam und wieder war es Debris. Diesmal waren allerdings keine Reifen- oder Fahrzeugteile, sondern ein aufgerissenes Banner an der Betonmauer schuld. Bei den Boxenstopps unter gelb stand zum wiederholten Male Jeff Gordon im Mittelpunkt. Er parkte zu weit vorne in seiner Box ein und musste zurück geschoben werden. Das kostete ihn nicht nur wertvolle Sekunden, sondern auch viele Position. Beim Restart 95 Runden vor Schluss standen andere Piloten ganz vorne: Clint Bowyer und Marcos Ambrose waren während der Gelbphase nicht an der Box und konnten sich damit in die erste Reihe schieben. Durch ihre alten Reifen wurde sie allerdings recht schnell wieder nach hinten durchgereicht und Matt Kenseth konnte an der Spitze wieder die Pace setzen.

55 Runden vor dem Ende kam es zur sechsten Caution des Abends, die kurz nach dem Boxenstopp von Clint Bowyer durch einen Motorplatzer beim Ford mit der #38 von David Gilliland ausgelöst wurde. Beim Restart kam Martin Truex Jr. nicht vom Fleck und wurde von Kyle Busch und Jimmie Johnson überholt, die sich nun hinter dem Leader Kenseth befanden. Kurz nach dem die grüne Flagge geschwenkt wurde, setzte Kasey Kahne seine letzten Titelhoffnungen wortwörtlich in die Mauer. 48 Runden vor Schluss drehte sich die #5 bei der Ausfahrt aus Turn vier in die innere Mauer und Kahne musste sein Auto verlassen. Dies war auch die siebte und letzte Caution des Rennens. Beim Restart setzte sich Matt Kenseth durch und Kyle Busch behauptete Platz zwei. Greg Biffle wusste, was die Stunde geschlagen hatte, und setzte ein riskantes Manöver eingangs Turn drei an. Weil er spät bremste, konnte er sich unter anderem an Jimmie Johnson vorbei setzen und Platz drei behaupten. Hinter ihm sortierte sich schließlich die #48 ein. Diese Reihenfolge blieb in den letzten 40 Runden unverändert und so konnte Matt Kenseth seinen zweiten Sieg im zweiten Chase-Rennen bzw. seinen siebten Saisonsieg einfahren. Kyle Busch wurde abermals Zweiter und Jimmie Johnson verlor weitere Punkte auf die #20.

Doch was heißt das jetzt für den Chase? Matt Kenseth führt nun mit bereits 14 Punkten Vorsprung die Meisterschaftwertung vor Kyle Busch an. Dieser wiederum wird mit vier Punkten Abstand von Jimmie Johnson gefolgt. Danach kommt lange nichts. Erst mit 36 Zählern Rückstand auf Kenseth taucht auf Platz vier Carl Edwards auf, dem sein Teamkollege Greg Biffle folgt. Ab Edwards drängelt sich alles dicht an dicht bis zum auf Platz zehn liegenden Clint Bowyer, dem bereits 48 Punkte auf die Spitze fehlen. Auf den letzten drei Plätzen des Chase befinden sich Dale Earnhardt Jr., Joey Logano und Kasey Kahne. Diese Piloten haben bereits einen Rückstand von 62, 69 bzw. 71 Punkten auf den Führenden und werden in den Kampf um den Titel voraussichtlich nicht mehr eingreifen können. Generell scheint es dieses Jahr ein Dreikampf zwischen Matt Kenseth, Kyle Busch und Jimmie Johnson um den Gewinn der Meisterschaft zu werden. Ob Matt Kenseth auch das dritte Rennen des Chase gewinnen kann, werden wir sehen, wenn die NASCAR diese Woche Station in Dover macht.

Zum Abschluss gibt es nun wie gewohnt noch die Punktestände der Fahrer- und Owner-Wertung sowie das Rennergebnis in der Übersicht.

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September 20 2013

07:00

NASCAR: Vorschau New Hampshire September 2013

Nach dem unfreiwilligen Nachtrennen von Chicagoland geht es diese Woche weiter auf dem New Hampshire Motor Speedway in Loudon. Als Meisterschaftsführender reist Matt Kenseth nach Neuengland. Für Dale Earnhardt Jr. und Joey Logano ist hingegen der Chase schon gelaufen, bevor er überhaupt begonnen hat.

sylvania_300_10New Hampshire Motor Speedway, waren wir dort nicht erst? Stimmt! Vor gut zwei Monaten gewann hier Brian Vickers das Camping World RV Sales 301. Dieses Wochenende steht das Sylvania 300 auf dem eine Meile langen Oval in Loudon auf dem Programmplan. Die Strecke ist vor allem bekannt für ihre Lage mitten in der Natur und die sehr geringe Kurvenüberhöhung von maximal 7°. Das Vorjahresrennen konnte Denny Hamlin für sich entscheiden, der dieses Jahr aber höchstwahrscheinlich nicht um den Sieg mitfahren wird. Diesen werden voraussichtlich andere Fahrer wie zum Beispiel Clint Bowyer, Jimmie Johnson, Ryan Newman und Kurt Busch unter sich ausmachen, die hier jeweils bereits zwei Mal gewinnen konnten.

Wie auch letzte Woche dreht sich wieder mal alles um den Chase. Es kam zwar kein weiterer Fahrer hinzu, allerdings sorgte das erste Rennen der Playoff-Runde bereits für einige Turbulenzen in der Gesamtwertung. Fangen wir zuerst mit den positiven Dingen an: Matt Kenseth konnte durch seinen bereits sechsten Saisonsieg die Führungsposition in der Tabelle behalten. Ihm folgt sein Teamkollegen Kyle Busch mit acht Punkten Rückstand. Weitere drei Punkte dahinter befindet sich der große Favorit auf den Titel, Jimmie Johnson, der sich wiederum vier Punkte vor Kevin Harvick platziert. Mit acht Punkten Rückstand auf Harvick beginnt das Mittelfeld mit Edwards, Kurt Busch, Gordon, Newman, Bowyer, Kahne und Biffle. Die beiden Letztgenannten befinden sich bereits 31 Punkte hinter der Spitze. Diese Ausgangsposition für die verbleibenden neun Rennen um die NASCAR-Trophäe scheint schon nicht optimal zu sein, doch es gibt Fahrer, denen erging es in Joilet noch schlechter: Joey Logano und Dale Earnhardt Jr. mussten das Rennen auf dem Chicagoland Speedway aufgrund von Motorschäden aufgeben und fallen damit weit in der Gesamtwertung zurück. Mit nun 52 respektive 53 Punkten Rückstand auf Matt Kenseth sind jegliche Meisterschaftschancen, sofern sie je vorhanden waren, bereits verflogen.

Doch genug über den Chase gesprochen, kommen wir zurück zum Sylvania 300 und werfen wir erstmal einen Blick auf die Entry List. Insgesamt haben sich 43 Teams für das Wochenende in Loudon gemeldet. Das heißt, dass sich jedes Team bereits vor dem Qualifying für das Rennen qualifiziert hat. In den Fahrzeugbesetzungen hat sich wenig verändert, so findet sich im in der #30 von Swan Racing dieses Wochenende Kevin Swindell wieder, im JTG-Toyota mit der #47 sitzt in Loudon Bobby Labonte und Michael McDowell übernimmt die #51 von Justin Allgaier. Die #95 von Leavine wird dieses Mal von Scott Riggs und der Ford von Phil Parsons Racing mit der #98 von Johnny Sauter pilotiert.

Unterdessen gibt es natürlich auch wieder ein paar Neuigkeiten zu vermelden. Zu allererst: Juan Pablo Montoya wird nächstes Jahr nicht mehr in der NASCAR fahren! Er wechselt wieder zurück zu den IndyCars, allerdings zu Penske. Er tritt damit in direkter Konkurrenz zu seinem ehemaligen Arbeitgeber Chip Ganassi an. Ohne Montoya geht es also in die nächste Saison, an deren Terminplan mit Hochdruck gearbeitet wird. Ich fasse mal kurz zusammen, welche Gerüchte aktuell über den Kalender für das nächste Jahr durch das Fahrerlager schwirren:
- Homestead könnte seinen Platz als finales Rennen der Saison verlieren, als Ersatz ist Phoenix vorgesehen.
- Sonoma könnte in den Chase aufrücken.
- Road America könnte zum Sprint-Cup-Kalender hinzu stoßen.
- Dover könnte durch das Rennen in Elkhart Lake sein Rennen im Frühjahr verlieren.
- Darlington bekommt vielleicht das Southern 500 am Labor Day wieder zurück.
Wie ihr merkt, ist das alles noch sehr theoretisch. Ich zumindest würde es begrüßen, den Sprint Cup endlich auch in Elkhart Lake zu sehen. Auch von der Verschiebung von Sonoma in den Chase bin ich sehr angetan und erst Recht davon, das Southern 500 wieder am Labor Day abzuhalten. Hingegen wäre die Verschiebung von Homestead und der Ausfall eines Dover-Rennens aus meiner Schicht schade, da die Rennen in Phoenix nie von großer Spannung geprägt waren und ich Dover als Strecke einfach sehr ansprechend finde. Ende September sollten wir schlauer sein, wenn voraussichtlich der Kalender für die nächste Saison veröffentlicht wird.

Doch nicht nur der Sprint Cup machte in den letzten Tage Schlagzeilen, auch in der Nationwide Series gibt es eine Neuigkeit zu vermelden: Der Titelsponsor “Nationwide Mutual Insurance Company” wird sich nach der Saison 2014 zurückziehen und sein Marketing-Programm auf den Sprint Cup konzentrieren. Wie die bisherige Nationwide und ehemalige Busch Series ab 2015 heißen wird, ist bis jetzt noch unklar, doch unser Racingblog-Experte Flo aus N hat bereits einen passenden Namen parat: “The Nascar Heluva Good Sour Cream Dips and Quaker State Series, presented by Crown Royal and powered by Big Machine Records”. Ob sich dieser Name durchsetzen würde, ist fraglich, aber zumindest steht er vielen anderen Namen amerikanischer Sportevents in Nichts nach. Man erinnere sich nur an die Bezeichnung des diesjährigen Brickyard 400.

Das waren aber noch nicht alle News, die es in den letzten Tagen zu vermelden gab. Am Donnerstag ließ NAPA, der Sponsor der #56 von Michael Waltrip Racing, eine Bombe platzen. NAPA wird zum Saisonende die Zusammenarbeit mit MWR beenden. Grund für diese Entscheidung sind die Vorkommnisse von Richmond. Folgende Meldung wurde von NAPA über die eigene Facebook-Seite veröffentlicht: ”After thorough consideration, NAPA has made the difficult decision to end its sponsorship arrangement with Michael Waltrip Racing effective December 31, 2013. NAPA believes in fair play and does not condone actions such as those that led to the penalties assessed by NASCAR. We remain supportive of the millions of NASCAR fans and will evaluate our future position in motorsports.”

Zum Abschluss gibt es nun wie gewohnt noch die aktuellen Stände der Fahrer- und Owner-Wertung. Das Rennen des Sprint Cups in Loudon auf dem New Hampshire wird diese Woche auf ESPN übertragen. Für die deutschen Zuschauer ist zudem auch wieder MotorvisionTV live dabei, wie auch in den letzten verbleibenden Rennen der Saison. In der folgenden Auflistung seht ihr, wie sich der TV-Zeitplan für das kommende Wochenende gestaltet:

Freitag, 20.09.2013
18:00 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 1
21:30 Uhr Sprint Cup Qualifying, Fox Sports 1

Samstag, 21.09.2013
15:00 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 2
17:00 Uhr Sprint Cup Final Practice, Fox Sports 2
18:00 Uhr Whelen Modified Rennen, Fox Sports 2

Sonntag, 22.09.2013
01:30 Uhr Nationwide Rennen (Kentucky 300, Kentucky), ESPN News (Green Flag: 01:46 Uhr)
18:00 Uhr K&N Pro Rennen (Greenville), Fox Sports 1
20:00 Uhr Sprint Cup Rennen (Sylvania 300), ESPN & MotorvisionTV (Green Flag: 20:15 Uhr)

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July 16 2013

18:24

NASCAR: Analyse New Hampshire Juli 2013

Das Rennen in New Hampshire war definitiv besser als erwartet, was zum einen an den diversen Zwistigkeiten auf der Strecke lag. Zum anderen verfolgte Tony Stewart eine mehr als gewagte Benzinstrategie, welche den Weg für einen Außenseitersieg ebnete. So fuhr schließlich der Teilzeitpilot Brian Vickers in die Victory-Lane.

Brian_Vickers_Loudon_Lobster_Victory_Lane_71413_NSCSWer hätte schon damit gerechnet, dass Brian Vickers am Sonntag in die Victory-Lane fährt? *räusper* Ich, denn der (noch) Teilzeitfahrer von Michael Waltrip Racing stand in der Vorschau als Dark-Horse auf meiner Favoritenliste. Auf den Shorttracks muss man ganz einfach mit Vickers rechnen, welcher in der Schlussphase eine sehr überzeugende Vorstellung bot. In Martinsville und Bristol lieferte er bei seinen Gasteinsätzen stets gute Resultate ab. Spätestens mit diesem Erfolg hat Brian sich für einen Vollzeiteinsatz im nächsten Jahr empfohlen, wenn Mark Martin das Cockpit der #55 abgeben wird. Diese Übernahme kann als nahezu sicher angesehen werden, immerhin äußerte sich Teamchef Michael Waltrip zuletzt schon entsprechend. Im Folgenden wollen wir uns anschauen, warum Brian das Rennen gewonnen hat und zusätzlich die kleinen Privatfehden des NASCAR-Wochenendes beleuchten.

Die 300 und eine Meile schlugen schon extrem früh eine turbulente Richtung ein, weil bei Joey Logano bereits in Runde 5 ein Reifen explodierte. Weil das natürlich nicht aufgrund von erhöhtem Verschleiß geschehen sein konnte, muss wohl ein Materialfehler vermutet werden. Diese Caution sollte auch nicht die einzige bleiben, im Verlauf des Rennens kam es insgesamt zu deren zwölf. In Umlauf 15 bekam Marcos Ambrose von Kevin Harvick die Quittung für sein angeblich zu hartes Racing, was in der Folge auch den unschuldig verwickelten Piloten Casey Mears und AJ Allmendinger ondulierte Autos bescherte. So richtig die feine englische Art war das Revanchemanöver von Harvick dann irgendwie auch nicht: Sich erst aufregen, dass zu früh zu hart gefahren wird und dann direkt mal Unbeteiligten den ganzen Tag ruinieren.

Auch nach der anfänglichen Aufregung hatte das Rennen überhaupt keine Chance, in einen vernünftigen Rhythmus zu kommen, weil NASCAR ständig wegen Debris die gelbe Flagge herausholte. Bis weit in das letzte Renndrittel hinein folgte spätestens nach 50 Runden die jeweils nächste Caution. Zwischenzeitlich platzte bei Denny Hamlin zum x-ten Mal in den letzten paar Rennen zu allem Überfluss wieder ein Reifen, was seine eh schon sehr geringen Chase-Ambitionen nun endgültig zu begraben droht.

Durch die vielen Gelbphasen wechselte bei den Boxenstopps aufgrund unterschiedlicher Reifenstrategien auch gerne mal die Führung, obwohl es mit insgesamt nur 10 Wechseln unter lediglich sechs Fahrer doch recht übersichtlich blieb. Kurt Busch (102), Tony Stewart (84), Kyle Busch (53), Matt Kenseth (33), Brian Vickers (16) und Brad Keselowski (14) teilten die 302 Runden (aufgrund einer Green-White-Checkered-Verlängerung) unter sich auf. Wer vorne liegend an der Box die falsche Strategie verfolgte, dem drohte entweder der Verlust von äußerst wichtiger Track-Position oder ein konkurrenzloses Fahrzeug auf alten Reifen, mit dem sich die Spitzenposition nicht verteidigen ließ.

Das beste Beispiel für die erste Variante lieferte Kurt Busch ab, der über das konstanteste Auto im Feld verfügte und endlich die langersehnten Früchte in Form eines Sieges einholen wollte, nachdem er in den letzten Rennen schon durch die Bank weg an der Spitze des Feldes zu sehen war. Das Team der #78 traf zu Beginn des letzten Renndrittels die falsche Entscheidung und nahm im Gegensatz zum Rest der nur einseitig neu bereiften Meute gleich vier frische Pneus mit auf die Reise. Das Resultat: Kurt verschwand im Mittelfeld, wo mit harten Bandagen gekämpft wurde.

Nicht mal 20 Runden später kam es dann für ihn zu einem klassischen Rennunfall mit Beteiligung von Matt Kenseth und einem laut Kyle Busch nicht ganz unschuldigen Ryan Newman. Das ist jetzt noch nett formuliert, denn während Kurt anschließend keine Schuldzuweisungen unternehmen wollte, wich dessen jüngerer Bruder auf Beleidigungen aus. Da Newman bereits zurückfeuerte, sollte man ihn und die Busch-Brüder in den nächsten Wochen genau im Auge behalten.

Probleme mit kaltverformtem Blech bekam später auch Danica Patrick, welche am Sonntag gleich zwei Gelbphasen auslöste. Erst drehte sie sich ohne Fremdbeteiligung in Turn 2 und anschließend räumte Danica ausgerechnet Ricky Stenhouse Jr sowie Travis Kvapil ab. Der Vollständigkeit der Vorfälle halber: Die vorletzte Caution kam gut 40 Runden vor Schluss unter Beteiligung von Jeff Gordon und Paul Menard zu Stande. Beide Piloten konnten das Rennen jedoch anschließend noch in der Führungsrunde beenden.

So viel zu den diversen Scharmützeln auf der Strecke. Schauen wir uns nun noch an, warum Brian Vickers das Rennen gewinnen konnte: Nachdem Kurt Busch aus der Entscheidung gefallen war, übernahm vorne Tony Stewart das Kommando, verzichtete jedoch im Nachgang des Führungswechsels auf weitere Tankstopps. Bei mehr als 90 noch zu fahrenden Runden stellte dies aufgrund des wesentlich kleineren Benzinfensters eine nicht haltbare Strategie dar. Smoke probierte es trotzdem und kam zu jedermanns Erstaunen tatsächlich 301 Runden weit. Dumm nur, dass drei Umläufe vor Schluss noch etwas Debris auf der Strecke gefunden wurde und das Rennen auf – für Stewart unhaltbare – 302 Runden verlängert wurde.

Die engsten Verfolger von Tony Stewart lauteten Brian Vickers und Kyle Busch, welche jeweils in den beiden Cautions nach dem Stewart-Stopp noch einmal zum Nachfassen kamen und trotzdem ihre Track-Position halten konnte. Warum man bei der #14 nicht auch einen Tankstopp einlegte, fragte sich wohl jeder Beobachter. Dass es ging, machten Vickers und Busch doch vor. Für diese beiden Piloten war somit schon während des finalen Stints die Bahn nach vorne frei. Vickers überholte einen benzinsparenden Stewart in Umlauf 287, während Kyle ein bisschen Pech mit der Abstimmung des Autos hatte. Die #18 war lediglich auf den Short-Runs extrem überzeugend, sobald aber das Rennen nach einem Restart ein paar Runden lief, war Busch machtlos. Dass er die sehr späte Caution nicht besser nutzen konnte, kam dann allerdings doch sehr überraschend.

So gewann schließlich Brian Vickers das Rennen, allerdings war das kein zufälliger Glücksgriff. In jeder Woche hat die #55 das Potenzial, am Ende ganz oben zu stehen und Vickers agierte den gesamten Nachmittag über souverän und fuhr den Sieg unter hohem Druck von z. B. Kyle Busch heraus, speziell als plötzlich eine Verlängerung anstand. Von daher: Hut ab! Hinter Vickers und Busch klassifizierten sich Jeff Burton, Brad Keselowski und Aric Almirola. Vor allem Burton und Almirola können ein solch gutes Ergebnis für ihre eigene Motivation sicherlich gut gebrauchen. Die Top10 komplettierten unterdessen Jimmie Johnson, Kevin Harvick, Carl Edwards, Matt Kenseth sowie Jeff Gordon.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Am nächsten Wochenende macht der Sprint Cup seine zweite und letzte Pause für dieses Jahr. Zeit also, vor dem Brickyard 400 in Indianapolis und dem nahenden Chase noch einmal durchzuschnaufen.

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September 27 2011

10:22

NASCAR: Analyse New Hampshire September 2011

Tony Stewart gibt sich derzeit größte Mühe, meine Vorhersagen bezüglich des Chase von vor einer Woche zu unterminieren. In New Hampshire gewann Smoke auch das zweite Playoff-Rennen und mauserte sich damit innerhalb von zwei Wochen zum derzeit größten Favoriten auf den Titel. Die üblichen Verdächtigen blieben dagegen farblos.

Zwei Rennen ist der Chase nun alt und beide Saisonläufe entschied am Ende Tony Stewart für sich, womit er auch sofort an die Tabellenspitze vorrückte, um dort Kevin Harvick abzulösen. Zwar gilt zu beachten, dass sowohl der Playoff-Auftakt in Chicagoland als auch das Rennen vom Sonntag in New Hampshire aufgrund der wiederholten Spritpoker keine klassischen Fälle waren, Smoke aber auch ohne die Fuel-Mileage mindestens innerhalb der Top5 ins Ziel gefunden hätte. Seine Erfolge kann und darf die Benzinstrategie damit keinesfalls abwerten! Überraschend kamen sie trotzdem, denn Stewart betreffend, schrieb ich in der Vorschau für Chicagoland und den Chase folgende Worte nieder:

Newmans Teamchef Tony Stewart lieferte wirklich eine ungewöhnliche Regular-Season ab, denn für gewöhnlich gewinnt Smoke in der Sommerperiode normalerweise mindestens ein Rennen. In diesem Jahr hat es leider nicht ganz gereicht und auch die wenigen Top5-Ergebnisse (3) lassen eher für ein Übergangsjahr sprechen. Bei Stewart könnte ich mir vorstellen, dass er seinen NASCAR-Zenit bereits überschritten hat und sich fortan eher auf sein Dasein als Owner konzentrieren sollte, vielleicht liegt aber auch hier die störende Ablenkung. Ausschließen sollte man aber bekanntlich nichts…

Doch nicht nur mich traf dieser plötzliche Aufschwung unerwartet, auch die US-Kollegen konnten bisher keine vernünftige Erklärung dafür finden. Auch Stewart selbst hat wohl nicht mit einer solchen Performance gerechnet, jedenfalls betonte er dies im Siegerinterview. Letzteres brachte dann auch zusätzlichen Diskussionsstoff, da Smoke in einem Nebensatz erwähnte, dass die Leistung des Teams wieder stimmen würde, nachdem man Anfang der Woche überflüssigen Ballast („dropped some dead weight“) von Bord geworfen hätte. Was Tony Stewart damit meinte, blieb er auch in der anschließenden Pressekonferenz in gewohnt „liebenswürdiger“ Art den nachfragenden Journalisten schuldig. Immerhin konnte man ihm entlocken, dass niemand Stewart-Haas Racing verlassen hätte.

Keiner weiß nichts Genaues oder so, würde ich mal behaupten. Falls jemand über das ein oder andere spitze Ohr in den USA verfügt, wäre ich über eine Aufklärung sehr erfreut. Immerhin mutet es schon komisch an, wenn Stewart erst seinen sonst so erfolgreichen Sommer auslässt, nur um dann im Chase wie aus heiterem Himmel die Konkurrenz zu bügeln. Die Qualifikation war ja nun nicht unbedingt so sicher, da konnte man keinesfalls von trockenen Tüchern sprechen. Daher dürfte man an dieser Stelle eine taktische Spielerei ausschließen. Was ist/war dieses „dead weight“? Doch ganz sicher keine halbvolle Burger-King-Tüte im Cockpit der #14, die Smoke nach dem Frühstück dort vergessen hat…

Um nun noch mal kurz ins Reich der Spekulationen vorzudringen: Jeff Gordon monierte nach dem Rennen etwas den Benzinverbrauch, während die Leistung des Motors nach wie vor spitzenmäßig sei. Interessant ist an dieser Stelle, dass Stewart-Haas Racing seine Aggregate von Hendrick Motorsports least (und auch die Chassis dort vorproduziert werden), wobei ich nicht weiß, inwiefern da nun Änderungen und sonstige Tuning-Maßnahmen im Nachhinein möglich sind. Wer Stewart kennt, der weiß, dass der Teambesitzer solche Äußerungen nicht mal eben nebenbei macht und dann im Nachhinein bedächtig schweigt. Vermutlich hat man bei SHR etwas Entscheidendes gefunden, nur was, das bleibt zu beantworten!

Jedenfalls ging die Benzinrechnung von Tony Stewart mehr als auf und der Grundstein dafür wurde in der dritten und letzten (!) Gelbphase in Runde 173 von 300 (!) gelegt. Das Rennen blieb über weite Strecke relativ ruhig, was Unterbrechungen anging und so musste man die wenigen Cautions ganz klar dafür nutzen, wichtige Track-Position zu gewinnen. Wer dieses Mal unter Gelb vier Reifen aufziehen ließ, der war paradoxerweise klar im Nachteil. Zum einen verlor er viele Platzierungen und dann erwies sich das Renngeschehen als zu gedrängt, um ernsthaft Positionen unter Grün gut zu machen. Die perfekte Formel lautete somit, während der Cautions die Track-Positionen mit einer Zwei-Reifen-Strategie zu holen, um bei den Boxenstopps unter grüner Flagge auch die linke Fahrzeugseite neu zu bestücken.

Um zu verstehen, warum Jeff Gordon die Meute nach der letzten Gelbphase wieder auf Rennspeed führte, müssen wir zunächst eine Caution weiter in die Vergangenheit schauen und finden dabei folgende Ausgangsposition vor: Dreher von Landon Cassill gegen Ende der Green-Flag-Pitstops, einzig Gordon und David Ragan waren noch nicht zum Tanken gekommen und haben somit fast dem gesamten Rest des Feldes mehr als eine Runde Rückstand aufgebrummt. Der #24 war es nun möglich, vier neue Reifen und Benzin zu fassen, ohne eine Top3-Platzierung zu verlieren, während sich die anderen Fahrer per Wavearound zurückrundeten.

Gute 15 Runden später löste dann Carl Edwards (8.) die angesprochene letzte Caution aus, indem er ausgerechnet seinen Teamkollegen und ebenfalls Chase-Teilnehmer Matt Kenseth (6.) in einen Dreher schickte. Immerhin konnten die beiden Piloten von Roush-Fenway Racing am Ende noch Top10-Resultate verbuchen. An dieser Stelle verzichteten Jeff Gordon und acht andere Mitstreiter auf einen Tankstopp, wobei sich lediglich Gordon mit einem letzten Boxenaufenthalt sicher sein konnte, über die Distanz zu kommen. Zurück also zum Anfang der Analyse und dem Restart mit Jeff Gordon in Führung:

Während sich von außerhalb der Top10 die Piloten mit neueren Reifen langsam aber sicher in der folgenden langen Grünphase wieder nach vorne kämpften, hatte Gordon das Rennen im Prinzip in der Tasche. Ein weiterer Tankstopp sollte ihm eigentlich genügen, so war die einhellige Meinung. Die letzten Green-Flag-Pitstops folgten für einige Fahrer nur sehr knapp im Rahmen des Benzinfensters, was wieder für etliche Ausroller in den finalen Rennrunden sorgte. Ausgerechnet für Gordon ging der Boxenstopp aber mächtig schief, denn in der Anfahrt auf seine Pitcrew riss die Benzinversorgung ab. Der Chevy musste erst mächtig rödeln, bis er wieder in Gang kam und zu allem Überfluss stellte sich auch noch heraus, dass nicht genügend Benzin aus der Spritkanne in den Tank geflossen war. Gordon war damit früh zum Sparen verdammt und musste die Konkurrenz ziehen lassen. Immerhin rettete er noch einen halbwegs versöhnlichen vierten Rang ins Ziel.

Die Boxenstopp-Phase zog sich über gute 25 Runden hinweg und an deren Ende war plötzlich wieder Kasey Kahne in Führung, dicht gefolgt von Clint Bowyer, welcher wirklich gefühlt aus der tiefsten Versenkung auftauchte. Wo Bowyer die Zeit und Positionen gutgemacht hat, würde ich nur zu gerne wissen. Kahne war jedenfalls kein Gegner für den Überraschungsmann, der sich auf dem besten Weg zum Rennsieg befand, aber ebenso wie Jeff Gordon den kürzeren Halm zog. Im Gewusel der – mit leerem Tank ausrollenden – Gegner, geriet auch Vorjahressieger Bowyer ins Stocken und wurde prompt zwei Runden vor Schluss vom heraneilenden Tony Stewart geschnappt, welcher 2010 im Chase-Rennen von New Hampshire noch in der gleichen Situation das Nachsehen hinter Ersterem hatte.

Verkehrte Welt also, was man vor allem bei der Betrachtung der Ergebnisse der übrigen Chaser feststellen kann:

- Jimmie Johnson war so ein Beispiel des missglückten Versuchs, mit frischen Reifen Boden zu gewinnen. Der sonst so allmächtige Chad Knaus und sein Erfüllungsgehilfe am Steuer der #48 waren sich dabei auch ungewohnt uneinig, da wurde über den Boxenfunk schon mal etwas schärfer gepöbelt. Johnson war akustisch-ersichtlich derart angefressen, dass er Knaus in seinen eigenen Zuständigkeitsbereich verwies. Doch auch seine selbst angepriesenen Fahrkünste konnten das Rennen nicht mehr retten, denn nach der letzten Gelbphase (mit Four-Tire-Stop) ging er auf Position 19 wieder ins Rennen und konnte in den folgenden gut 100 Runden nur fünf Ränge zurückholen. Dann stieß er auf Kyle Busch!

Im Kampf um Platz 13 gingen die beiden eigentlichen Titelfavoriten sehr hart miteinander ins Gericht und drehten sich beinahe in die Mauer. Während Kyle Busch noch mit Glück davonkam und später Rang 11 sichern konnte, hatte Johnson härter zu knabbern. Der Dauermeister ruinierte sich das Handling seines Chevrolets und musste am Ende abgeschlagen mit Rang 18 Vorlieb nehmen. Die ungewohnt schlechte Leistung in den ersten beiden Chase-Rennen katapultierte ihn auf Platz 10 der Playoffs zurück. Busch ist immerhin Sechster, jedoch liegen beide Piloten nur drei Zähler auseinander und mehr dürfen es auf keinen Fall werden!

Bei Johnson fällt übrigens deutlich auf, dass die Stimmung im Team sofort ruiniert ist, falls mal die Leistung nicht stimmt. Da kann man ihm nur wünschen, dass er nicht noch in ein richtiges Tief absackt und sich dieser Effekt multipliziert. Das könnte auch so eine Situation sein, welche die so erfolgreiche Fahrer-Crew-Chief-Kombination Jimmie Johnson / Chad Knaus eines Tages sprengt.

- Noch mehr Pech hatten Dale Earnhardt Jr. (17.), Ryan Newman (25.) und Denny Hamlin (29.), welche eigentlich mit einem Top10-Resultat gerechnet hatten. Junior war, wie er später bestätigte, auf „Red-Bull-Kurs“ unterwegs und wurde vermutlich Opfer eines übertriebenen Radsturzes! Ein Reifenschaden folgte dem anderen, doch glücklicherweise traten beide zu halbwegs günstigen Zeitpunkten (knapp vor dem letzten Boxenstopp und in der finalen Rennrunde) auf, sodass Earnhardt nicht noch mehr wertvolle Plätze verlor.

Ryan Newman wurde übrigens ebenfalls von einem explodierenden Pneu überrascht, hatte aber weniger Glück mit dem Timing und verlor eine ganze Runde. Denny Hamlin konnte sich dieses Mal anders als in Chicagoland um einen Reifenplatzer drücken, lief jedoch trocken und kann seine Meisterschaftschancen mit 66 Punkten Rückstand nun wohl schon begraben…

- Mann des Rennens hinter Stewart war wieder einmal Brad Keselowski, der am Ende noch einen ausrollenden Greg Biffle (3.) einholen konnte, um sich Platz 2 in New Hampshire zu sichern. Damit verbesserte er sein Top5-Ergebnis aus der letzten Woche noch einmal und hielt seine Serie somit aufrecht. In der Meisterschaft rangiert der Überraschungspilot der Saison nun sogar schon auf Platz 3, mit nur 11 Punkten Rückstand auf Tony Stewart. Mal angenommen, Keselowski hätte sich über die Top10 in den Chase gefahren, dann wäre er dank der neun Bonuspunkte derzeit sogar Zweiter. Mal schauen, wie es in Dover weitergeht, vielleicht ist der große Triumph für ihn am Ende gar nicht so unwahrscheinlich bei dieser Performance.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

September 23 2011

06:14

NASCAR: Vorschau New Hampshire September 2011

An diesem Wochenende steht Chase-Rennen #2 in New Hampshire auf dem Programm, wo es im Juli schon etwas drunter und drüber ging. Der Quasi-Shorttrack ist in den Playoffs natürlich sehr kritisch, weil rustikale Manöver vorprogrammiert sind. Wer sich am Ende schadlos hält, könnte seine Position im Chase aber angemessen verbessern.

Die Juli-Ausgabe auf dem adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

In New Hampshire sind außer dem Sprint Cup noch die Trucks vor Ort, allerdings ist das TV-Programm etwas dürftig. So werden zum Beispiel keine Sessions der Truck-Series übertragen, nur das Rennen selbst ist wie gewohnt auf SPEED zu sehen und aus diesem Grund habe ich die entsprechenden Daten auch ausgelassen. Den Cup trifft es nicht besser, denn das erste Practice am Samstag fällt ebenfalls unten durch.

Das Wochenende steht allgemein unter keinem guten Stern, denn wieder einmal droht das Wetter zuzuschlagen. Nachdem bereits in den letzten zwei Monaten drei Rennen um mindestens einen Tag verschoben werden mussten, könnte auch New Hampshire dasselbe Schicksal erleiden. Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt am gesamten Wochenende momentan im Mittel 50%, allerdings sind bis zum Sonntag ja noch einige Tage, an denen das korrigiert werden könnte. Für den Chase wäre eine weitere Verschiebung äußerst ungünstig, da man mittags an einem Montag sicherlich kaum Zuschauer vor die Bildschirme locken dürfte. Zwar ist das beim zweiten Chase-Rennen noch keine Katastrophe, dennoch verschwindet der Titelkampf so langsam aber sicher aus der öffentlichen Wahrnehmung.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 23.09.
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, ESPN2
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN2

Samstag, 24.09.
15:40 Uhr, Sprint Cup Series Practice, nicht im TV
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
21:00 Uhr, Truck Series Rennen (F.W. Webb 175), SPEED

Sonntag, 25.09.
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Sylvania 300), ESPN / RaceBuddy auf NASCAR.com

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July 19 2011

10:12

NASCAR: Analyse New Hampshire Juli 2011

Das Rennen in New Hampshire am Sonntag war ungefähr so durchsichtig wie eine Scheibe aus Milchglas, denn viele unterschiedliche Strategien brachten viele verschiedene Fahrer in die Reichweite eines Sieges. Letztendlich holte sich aber Pole-Mann Ryan Newman den Erfolg, während Tony Stewart dahinter das Team-Ergebnis für Stewart-Haas Racing perfekt machte.

Ich muss gestehen, dass ich am Sonntag im Laufe des Rennens zunehmend Probleme dabei bekam, den Durchblick bei den ganzen unterschiedlichen Reifen- und Benzinstrategien zu behalten. Es gab eine Menge Durcheinander und optischen bis logischen Nebel, aus welchem zum Schluss wieder derselbe Ryan Newman auftauchte, der das Rennen schon in Führung begonnen hatte. Im Grunde genommen hätte aber auch mal eben ein ganz anderer Pilot den Sieg holen können, bedenkt man, dass sich insgesamt 14 Fahrer erfolgreich um die Führung gekloppt haben. Zwar führte Newman 119 von 301 Runden und damit fast die Hälfte der Renndistanz, doch auch Kurt Busch (66), Tony Stewart (48) sowie Jimmie Johnson und Jeff Gordon (19) waren lange Zeit mit vorne bei der Musik dabei.

Alle anderen genannten Piloten, mit Ausnahme von Stewart, hatten jedoch auf ihre Weise das ein oder andere Pech, was am Ende Ryan Newman den Sieg zuspielte. Wenn ich versuchen würde, das ganze Geschehen hier jetzt zusammenzufassen, dann säße ich vermutlich rechtzeitig zum Start vom nächsten Rennen in Indianapolis in zwei Wochen noch hier. So viele Fahrer auf verschiedenen Strategien hat man in letzter Zeit selten gesehen. Letztlich erwies sich aber die alternierende Reihe 2-4-2-4-… in puncto Reifenwechsel als die erfolgreichste Methode, um viel Track-Position zu gewinnen. Das merkten schnell auch andere Piloten, weshalb es im Verlauf des Rennens immer schwieriger wurde, die Plätze an der Spitze des Feldes zu halten. Einige wetteten ganz ungeniert und nahmen zeitweilig auch mal gar keine neuen Reifen mit zurück auf die Strecke.

Zusätzlich kam bei der verworrenen Boxenstoppabfolge zwangsläufig auch das Thema Benzinverbrauch auf den Tisch, wobei zum Schluss aber diejenigen Teams zu den Opfern eines leeren Tanks gehörten, die sich eigentlich eines Durchkommens ganz sicher waren. Zehn Gelbphasen boten den Mannschaften genügend Unterbrechungen, um alle taktischen Spiele voll auszukosten. Ausgelöst wurden die Cautions zu je einem Drittel aus folgenden Gründen: Debris, Reifenschäden (vorzugsweise rechts vorne) und ordentlich Fender-Banging nicht nur im Mittelfeld.

Insgesamt fiel auf, dass teilweise gut gerempelt wurde, was gleich einigen Fahrern wieder neue Freunde eingebracht haben dürfte. So hatten sich unter anderem AJ Allmendinger und Denny Hamlin sowie Juan Pablo Montoya und Jimmie Johnson ganz besonders lieb. Etwas unangenehmer war allerdings ein Red-Bull-interner Lackaustausch zwischen Kasey Kahne und Brian Vickers, welcher letzteren das Rennen gekostet hat, während sein Teamkollege immerhin einen tollen sechsten Platz einfahren konnte.

Oft kam es wie erwähnt auch zu Reifenplatzern, deren Ursache vermutlich zu heiß gewordene Bremsscheiben gewesen sein dürften. In New Hampshire werden die Bremsen analog zu Martinsville verhältnismäßig stark belastet und bedürfen einer zusätzlichen Kühlung. Wer es nun mehrere Runden lang auf der Bremse etwas übertrieben hatte, um Platzierungen aufzuholen, den erwartete ein plötzlicher Knall mit Abstecher in die Mauer als logische Folge. Die (im Vergleich zur Lauffläche) dünnen Seitenwände der Pneus hielten den hohen Temperaturen der glühenden Bremsscheiben anscheinend nicht lange genug stand. An diesem Punkt gehe ich einfach mal mit den Ausführungen der TNT-Kommentatoren d’accord, welche zumindest nicht auf ein Versagen des Reifenherstellers verwiesen, dafür aber deutlich dichter an der Strecke saßen als ich!

Schauen wir uns nun mal an, warum Ryan Newman gewonnen hat und nicht die Konkurrenz, die zum Teil böse vom Pech verfolgt war:

Kurt Busch, der Mann mit den zweitmeisten Führungsrunden fiel dem Spritverbrauch zum Opfer. Er ging in Gelbphase 8 von 10 bei noch 85 verbleibenden Runden und einem Spritfenster von 70-74 Umläufen zum letzten Mal an die Tankstelle. Eigentlich hätte man sich selbst ausrechnen können, dass dieses Zahlenspiel nicht aufgehen konnte, doch die Dodges verfügen laut TNT-Expertenkommentar angeblich über die beste Fuel-Mileage im Feld. Hin oder her, zwei weitere Cautions brachten Busch dann letztlich knapp an den Rand seines Spritfensters, welches aber ausgerechnet in der letzten Runde hinter ihm zufiel. Immerhin rettete er ausrollend noch knapp ein Top10-Resultat.

Genauso erwischte es auch Juan Pablo Montoya, der zwar sein Spritfenster in Caution #9 75 Runden vor Schluss recht gut füllen konnte, aber trotzdem am Ende ohne Sprit ausrollte. Die letzte Gelbphase hätte sein Benzinfenster eigentlich schließen sollen und bei Earnhardt-Ganassi Racing ist man sich immer noch nicht so sicher, ob vielleicht weniger Sprit in den Tank geflossen sein könnte als zunächst vermutet. Montoya hatte leider weniger Glück im Unglück als Kurt Busch und wurde letztendlich bis auf Rang 30 durchgereicht.

Das war ein absolutes Alptraumergebnis für die Mannschaft der #42 und entfernte die mehr als knappen Chase-Hoffnungen noch ein bisschen mehr aus greifbarer Reichweite. In den nächsten drei Rennen auf den flachen Ovalen von Indianapolis, Pocono und dem Rundkurs in Watkins Glen werden vermutlich die Playoff-Qualifikationswürfel für Montoya fallen. Die Nummer am Sonntag war zumindest nichts, vor allem nicht nach den vollmundigen Aussagen von Fahrer und Crew Chief, man hätte ein super Shortrun-Auto, mit welchem man um den Sieg würde mitkämpfen können und sogar bei ausgedehnten Longruns wäre sicher noch ein Top10-Ergebnis drin. Teamkollege Jamie McMurray ging übrigens ebenfalls das Benzin aus…

Ein noch viel viel schlimmeres Schicksal mussten Kyle Busch und Brad Keselowski erdulden. Beide Piloten wurden das Opfer eines Reifenschadens, der einen unsanften Einschlag in die Mauer zur Folge hatte. Die notwendigen Reparaturarbeiten ließen beide Fahrer massiv an Runden und Positionen verlieren. Busch flog schon früh in Runde 60 aus dem Rennen und konnte später schadensbegrenzend gerade einmal Platz 36 holen, während Keselowski kurz vor Halbzeit in Umlauf 144 in die Mauer abbog und am Ende Rang 35 holte. Kyle Busch ist durch dieses de-facto-DNF jedenfalls seine Meisterschaftsführung los und rutschte gleich um vier Plätze auf Position 5 ab. Keselowskis Wildcard-Chancen hat sein Unfall natürlich auch nicht gerade beflügelt.

Für alle Piloten, welche das Rennen in der Führungsrunde beenden konnten, war Platz 25 das am schlechtesten mögliche Ergebnis. Hier eine Auswahl der dort platzierten Piloten:

- Greg Biffle gab in der letzten Gelbphase einen zweiten Platz auf, weil der Sprit wohl nicht gereicht hätte und wurde letztendlich nur 18. Insgesamt kamen alle Roush-Fords wie erwartet vergleichsweise schlecht weg und ausgerechnet Marcos Ambrose (9.) musste die Ehre des Herstellers retten. Der zweitbeste Ford war sein Teamkollege AJ Allmendinger (12.) noch vor dem ersten Roush-Fenway-Fahrer Carl Edwards auf Platz 13.

- Mark Martin hatte den ganzen Nachmittag alle Hände voll damit zu tun, nicht den Anschluss an die Führungsrunde zu verlieren. Er lief in einem farblosen Rennen nur auf Platz 22 ein, nachdem ihm ein Reifen platzte und er vermutlich die Probleme vom Teamkollegen geerbt hatte.

- Jeff Gordon erwischt es nämlich auch ganz übel, als sich plötzlich alle Druck- und Temperaturanzeigen im Cockpit ins Bodenlose verabschiedeten. Eine neue Batterie musste her, doch weil die Lichtmaschine auch diese nicht ordnungsgemäß auflud, musste er die Bremskühlung vorsichtshalber deaktivieren. Das löste vermutlich seinen Reifenschaden in den Schlussrunden aus, der ihm nur Rang 11 einbrachte, obwohl das Auto deutlich mehr hergab.

- Probleme gab es bei allen Mitgliedern von Hendrick Motorsports, so hatte zum Beispiel Jimmie Johnson erst etwas Feindkontakt mit Juan Pablo Montoya sowie Bobby Labonte und leistete sich sogar noch einen Dreher, während Dale Earnhardt Jr bei seinem letzten Boxenstopp in Gelbphase #10 eine Tire-Violation samt Rückversetzung ans Ende des Feldes über sich ergehen lassen musste. Junior konnte Platz 33 zwar noch in ein Top15-Resultat ummünzen, doch Johnson hatte wieder einmal mehr Glück und Erfolg. Sogar für die Top5 reichte es am Ende für den Dauermeister!

In der Meisterschaft hat sich in den Top5 alles gedreht was nur ging: Dort führt nach dem etwas chaotischen Rennen in New Hampshire nun wieder Carl Edwards vor Jimmie Johnson (-7), Kurt Busch (-11), Kevin Harvick (-15), Kyle Busch (-20) und Matt Kenseth (-26). Dahinter hat Jeff Gordon schon einen größeren Abstand von 65 Punkten. Der Erfolg von Ryan Newman brachte nun alle Fahrer, welche sich derzeit in den provisorischen Playoffs befinden in den Genuss eines Saisonsieges mit Ausnahme von Dale Earnhardt Jr (9.).

Auf Tony Stewart (11.) sollte man in den nächsten drei Rennen ganz besonders achten, denn ähnlich wie Montoya kommt er in Indianapolis, Pocono und Watkins Glen extrem gut zurecht. Ein Sieg brächte ihn vermutlich auch ohne Wildcard in den Chase, da ihn zurzeit nicht ein einziger Punkt von den Playoff-Positionen trennt. Er liegt eigentlich punktgleich mit Denny Hamlin auf Platz 10. Zwischen Kenseth und Earnhardt liegen noch Jeff Gordon und Ryan Newman auf den Rängen 7 und 8. Eine Wildcard beansprucht derzeit übrigens nach wie vor David Ragan (13.), der sich direkt hinter dem bisher sieglosen Clint Bowyer (12.) befindet.

Ganz allgemein fällt in diesem Jahr weiterhin die enge Leistungsdichte stark auf. Bisher konnte noch kein Pilot mit einer überzeugenden Performance punktetechnisch dem Rest des Feldes enteilen. Nach der ersten Hälfte der Saison gibt es sozusagen noch keinen wirklich heißen Anwärter auf den Sprint-Cup-Titel 2011 – auch wenn die derzeitigen Top5 wohl die wahrscheinlichsten Kandidaten auf einen Chase-Sieg sein dürften.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

July 15 2011

06:21

NASCAR: Vorschau New Hampshire Juli 2011

Im letzten Jahr war New Hampshire noch der Startschuss für das Race to the Chase, doch mit dem überarbeiteten 2011er-Kalender sind wir um die gleiche Zeit schon weiter im Rennen um die besten Plätze in den Playoffs. Acht Rennen verbleiben den Piloten ab diesem Wochenende noch, um die Teilnehmer der Titeljagd auszufahren.

Am Wochenende besuchen die beiden höchsten Rennklassen der NASCAR zum ersten Mal in diesem Jahr den adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Der Sprint Cup wird in New Hampshire von der Nationwide Series unterstützt und beide Ligen bieten sowohl Freitag als auch Samstag jede Menge Programm für den Couch-Potato. Dazu kommt, dass nach einigen Nachtrennen endlich wieder früher losgefahren wird, damit wir dann auch mal etwas mehr Schlaf bekommen. Zusätzlich sind die Trucks in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Iowa für all jene Fans unterwegs, die trotzdem nicht genug von den Flutlichtrennen bekommen können. Ich habe unten mal nur das Rennen aufgelistet, Trainings und Qualifying werden eh nicht übertragen.

Achso, bevor ich es vergesse: Nach New Hampshire geht der Sprint Cup in sein letztes Off-Weekend für dieses Jahr und zwar weit früher als sonst. Zwar gab es vor dem Indianapolis-Ausflug schon länger ein freies Wochenende, doch im alten Kalender bot NASCAR den Teams auch nach Bristol kurz vor dem Ende des Race to the Chase noch eine Pause an. Das heißt dann, dass der Cup seine zweite Saisonhälfte fast vollständig in 17 Wochen am Stück durchzieht. Ganz schön heftig… Wer trotzdem nicht auf NASCAR verzichten kann oder will, holt sich am besten seine Dosis Racing in Nashville ab, denn dort sind Nationwide Series und die Trucks unterwegs – selbstverständlich nachts!

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 15.07.
16:30 Uhr, Nationwide Series Practice, nicht im TV
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
19:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED

Samstag, 16.07.
15:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
16:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
17:45 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (New England 200), ESPN
02:00 Uhr, Truck Series Rennen (Coca-Cola 200 presented by Hy-Vee), SPEED

Sonntag, 17.07.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Lenox Industrial Tools 301), TNT / NASCAR.com RaceBuddy

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March 24 2011

06:24

IndyCar Series: Saisonstart in St. Petersburg

Eine teils chaotische, teils erfreuliche Off-Season geht endlich zu Ende – am Sonntagabend kehrt die IndyCar Series zurück auf die Strecke. Das dürfte spannend werden, denn seit dem Finale 2010 hat sich einiges getan.

Eine stille Winterpause sieht anders aus: Die IndyCar Series bedachte seit der Meisterschaftsentscheidung in Homestead Fans und Medien mit einem steten Fluss an Neuigkeiten, wie das sonst sogar während der laufenden Saison ungewöhnlich ist. CEO Randy Bernard hat bewiesen, dass er weiß, wie man mit der zuletzt eher unscheinbaren Monoposto-Serie Aufsehen erregt. Ob seine Ideen auch auf der Rennstrecke funktionieren, das muss sich allerdings noch beweisen. Immerhin: Zum Saisonstart stehen 25 Fahrer bereit, die meisten davon werden wohl das ganze Jahr lang dabei sein. Ein paar alte Stars haben es in die Serie zurückgeschafft, wenn auch zum Teil in letzter Minute. Zusammen mit einigen interessanten Rookies bescheren sie der IndyCar Series das wahrscheinlich stärkste Starterfeld seit CART-Zeiten.

Spannende Zeiten also auch für Fans, daher eine kurze Zusammenfassung der Meldungen aus dem Winter – für alle, die in der Off-Season nicht ganz so aktiv waren wie Randy Bernard. Eine Vorschau auf das Rennen in St. Petersburg folgt dann weiter unten.

Neue Hersteller

Auch, wenn sich die Nachricht eher auf die kommende Saison bezieht, als auf die aktuelle: Die wichtigste Meldung des Winters war wohl die Rückkehr von Chevrolet in die IndyCar Series. Der US-Hersteller wird dabei 2012 nicht nur Motoren liefern, sondern auch selbst eines jener Aero-Kits anbieten, mit denen die Teams das Standard-Chassis von Dallara erweitern können. Gleiches hat auch Lotus angekündigt, die ab kommendem Jahr als dritter Hersteller in der Serie aktiv sein werden. Richtig gelesen: Der in malaysischer Hand befindliche Sportwagenhersteller hat angekündigt, nicht nur ein Aero-Kit zu liefern, sondern auch einen Motor. Woher der kommen soll, wurde bisher allerdings nicht enthüllt. Als vierter Hersteller könnte auch noch das französische ORECA-Team dazukommen. Dort will man sich allerdings mit der Fertigung von Aero-Kits bescheiden.

Teams und Fahrer 2011

Gleich vorneweg eine kurze Entschuldigung: Die IndyCar Serie bietet leider zur Stunde noch keine Fotos aus St. Petersburg an. Bei den Bildern unten handelt es sich daher um Aufnahmen vom Test am Barber Motorsports Park in der vergangenen Woche. Dort waren leider nicht alle Teams und Piloten anwesend, von manchen gibt es also leider keine Bilder. Auch bei den Lackierungen könnte es also noch Änderungen geben. Die IndyCar Serie veröffentlicht normalerweise vor Rennstart einen Spotter’s Guide auf indycar.com. Den werde ich nachreichen, sobald bzw. sofern er verfügbar wird.

Penske

Die Mannschaft unter der Leitung von “Captain” Roger Penske wird wohl auch 2011 zu den Favoriten im Starterfeld zählen. Das haben auch die Ergebnisse der Testfahrten in Alabama noch einmal unterstrichen. Bei den Piloten hat sich nichts verändert, auch in diesem Jahr greifen Helio Castroneves, Will Power und Ryan Briscoe ins Lenkrad. Abseits der Ovale ist wohl Power der schnellste aus diesem Dreiergespann, als besserer Allrounder könnte sich aber einmal mehr Castroneves erweisen. Ryan Briscoe hat in der vergangenen Saison nicht so wirklich überzeugt, und wird in diesem Jahr etwas kräftiger aus Gaspedal treten müssen, wenn er sich die Gunst des Captains erhalten will.

Ganassi

Das zweite Top-Team der IndyCar Series hat sich über den Winter verdoppelt. Neben dem bisherigen Fahrergespann Dario Franchitti und Scott Dixon (die wieder in den klassischen, links abgebildeten Target-Farben starten), treten 2011 auch Graham Rahal und Charlie Kimball für Ganassi an, die jeweils von anderen Sponsoren unterstützt werden. Weil Target aber keine Konkurrenz im gleichen Team wollte, musste man bei Ganassi zu einem etwas ungewöhnlichen Trick greifen – und einfach ein zweites Team eröffnen. Offiziell wird man zwar nicht müde, die Unabhängigkeit der beiden Teams voneinander zu betonen. Inoffiziell darf man aber wohl schon davon ausgehen, dass sich die Verantwortlichen der beiden Teams gelegentlich mal über den Wag laufen werden. Und dabei wohl nicht nur über Baseball reden. Bei den Test hatte man noch ein paar Probleme, bei den Rennen darf man aber auch in diesem Jahr die Mannschaft vorne erwarten. Fahrerisch sind von Franchitti und Dixon wohl auch in dieser Saison wieder konstant gute bis sehr gute Ergebnisse zu erwarten. Auch Rahal hat in der Vergangenheit (vor allem 2009 bei Newman/Haas) schon Talent bewiesen. Inwieweit auch Charlie Kimball mithalten kann, muss sich noch weisen.

Andretti Autosport

Einige Überraschungen bot über den Winter die traditionell dritte Kraft der IndyCar Series. Erst wurde Tony Kanaan freigestellt (und ihm “erlaubt, mit anderen Teams zu verhandeln”) – vermutlich deshalb, weil man sich sein hohes Gehalt nicht mehr leisten konnte. Und dann tritt man 2011 doch wieder mit vier Fahrern an: Marco Andretti und Danica Patrick waren ohnehin schon gesetzt, Ryan Hunter-Reay konnte auch genügend Sponsoren auftreiben, um sich im Team zu halten. Keiner der drei hat bisher das Talent gezeigt, konstant um Siege oder gar Meisterschaften mitzufahren. Aber: Alle sind solide Piloten, und auf ihre Art wichtig für die Serie. Erstaunlich ist dagegen die Verpflichtung des beim Indy 500 schwer verunglückten (aber mittlerweile wohl wieder genesenen) Mike Conway. Der Brite hat zwar in diversen Juniorserien gute Leistungen gezeigt, in der IndyCar Series konnte er allerdings bislang (außer beim schicksalsvollen Indy 500) nicht wirklich überzeugen. Und seit seinem Unfall fehlt ihm überhaupt jegliche Erfahrung im Auto. Ein erfolgreiches Comeback wäre ihm zu vergönnen – bis es soweit ist, muss man aber vermutlich noch ein paar Rennen Geduld haben. Abzuwarten bleibt außerdem, ob es das Team nach einer sehr mäßigen Saison 2010 wieder schafft, an alte Stärken anzuknüpfen.

KV Racing

Mit drei Piloten geht das Team von Kevin Kalkhoven und Jimmy Vasser an den Start. Zur bisherigen Stammmanschaft mit EJ Viso und Takuma Sato ist in letzter Sekunde noch ein weiterer großer Name gestoßen. Der bei Andretti entlassene Tony Kanaan hat es am Wochenende vor dem Saisonstart geschafft, ausreichend Sponsoren für eine volle Saison im Teams zu sammeln. Das könnte sich für beide als gutes Geschäft erweisen: KV wird von der Erfahrung des Tony Kanaan (vor allem in Fragen der Abstimmung) gewiss profitieren, der Brasilianer bekommt von KV Racing ein in seinem Speed womöglich unterschätztes Autos zu Verfügung gestellt. Das mag zwar in dieser Saison noch nicht für Siege reichen – wenn Sato und Viso aber ihr Temperament diesmal etwas öfter in Zaum halten können, als im vergangenen Jahr, dann könnte das Team durchaus einen Sprung nach vorne machen.

Dreyer & Reinbold

Ein weiteres Team aus dem Bereich “solides Mittelfeld”, das sich 2011 nach oben entwicklen könnte. Justin Wilson ist ein Pilot, der gewiss immer wieder einmal für eine Überraschung gut ist – ganz besonders auf den Rundkursen. Außerdem hat man sich mit Ana Beatriz verstärkt. Die Brasilianerin bringt einige Sponsoren an Bord, und konnte auch bei ihren Einsätzen in der vergangenen Saison durchaus Potenzial beweisen. Sie könnte sich also als gute Mischung aus Pay-Driver und solider Pilotin herausstellen. Beim Indy 500 wird außerdem Haudegen Paul Tracy für Dreyer & Reinbold an den Start gehen. Weitere Einsätze sind in Planung, aber bisher nicht fix. Beim Saisonstart ist der Kanadier jedenfalls nicht dabei.

Dale Coyne Racing

Eine faustdicke Überraschung gibt es beim ewig unterfinanzierten Traditionsteam: Champ-Car Dominator (und Toro-Rosso Mittelfeldpilot) Sebastian Bourdais kehrt in den US-Rennsport zurück. Allerdings nicht für die ganze Saison: Der Franzose wird aus Sponsormangel und wegen Terminkollisionen mit seinen Sportwagen-Projekten bei den Oval-Rennen nicht antreten. Dass Bourdais mit den amerikanischen Open Wheelern und hemdsärmeligen Stadt- und Rundkursen gut zurecht kommt, hat er bewiesen. Unklar ist dagegen, ob die Autos von Dale Coyne gut genug sind, um ein ernsthafter Kandidat auf die Mario Andretti Rundstrecken-Trophy zu sein. Ebenfalls unerwartet ist der zweiten Pilot: James Jakes, bisher bekannt aus GP2 und GP3 hat wohl einen zahlungskräftigen Sponsor gefunden, und wird die gesamte Saison mit dabei sein.

Newman/Haas Racing

In 50%-Stärke startet die Mannschaft von Newman/Haas in St. Petersburg in die Saison. Ursprünglich hatte man gehofft, Oriol Servia und James Hinchcliffe zu verpflichten – schließlich hat es aber nur Servia geschafft, die nötigen Sponsorgelder aufzutreiben. Das ist schade, denn beim Test in Alabama waren beide sehr gut unterwegs. Hinchcliffe hofft nun, bis zu einem der kommenden Rennen ausreichend Gelder zu finden, um doch noch in die Serie einsteigen zu können. Immerhin hat Newman/Haas mit Oriol Servia aber einen erfahrenen und meist schnellen Piloten verpflichtet, mit dem man hoffen kann, das Abschneiden vom vergangenen Jahr (als der Pilot Hideki Mutoh hieß) vergessen zu machen.

Der Rest

Fans von Simona de Silvestro dürfen sich auch in dieser Saison auf ein dauerhaftes Antreten der Schweizerin freuen. Einziger Wehrmutstropfen: Ihr Sponsor, “Nuclear Clean Air Energy”, ein Projekt, das für “sauberen” Atomstrom werben soll, dürfte sich momentan nicht an der Spitze seiner Popularität befinden. Alex Tagliani und das FAZZT-Team sind auch wieder mit dabei – allerdings nach Kauf durch Sam Schmidt unter dem Namen von dessen Team “Sam Schmidt Motorsports”. Sebastian Saavedra wird die gesamte Saison bei Conquest Racing bestreiten, Raphael Matos hat in letzter Minute einen Deal mit dem neuen AFS Racing zustande gebracht. Vitor Meira bleibt bei Foyt. Und JR Hildebrand bei Panther Racing vervollständigt ein starkes und wieder etwas US-lastigeres IndyCar Feld. Sarah Fisher Racing wollte eigentlich die gesamte Saison mit Ed Carpenter bestreiten, musste sich nach einen Crash beim Testen aber für dieses Wochenende zurückziehen. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft bald wieder dabei sein kann.

Nicht dabei sind beim Saisonstart der schon erwähnte Paul Tracy – und Dan Wheldon, der sich im Streit von Panther Racing getrennt hat. Der Brite scheint bei der Suche nach einem neuen Cockpit keine große Eile an den Tag zu legen, und wird nach eigener Aussage nur dann wieder in die Serie einsteigen, wenn er ein Angebot von einem konkurrenzfähigen Team bekommt.

Der Kalender

Nach dem Saisonstart am kommenden Wochenende geht es im Zwei-Wochen Takt mit Rennen am Barber Motorsports Park, in Long Beach und dem Brasilien-Lauf in Sao Paulo weiter.

Ohne vorheriger Übung auf einem Oval beginnt dann der Monat Mai, und damit die Vorbereitung auf das Indy 500 am 29.5.

Zwei Wochen später gibt es die erste Kalender-Neuerung – und die ist durchaus als Experiment zu bezeichnen. In Texas wird es nämlich zwei Rennen geben, die am selben Tag stattfinden werden. Die Punkte dafür werden ganz einfach geteilt, die Startaufstellung für das zweite Rennen wird ausgelost. Das kann spektakuläres Rennen geben – aber auch ebenso spektakulär in die Hose gehen. Es ist sicher nicht schlecht, frischen Wind in die Serie zu bringen. Ob man das aber unbedingt auf die High-Speed Oval in Texas machen muss, ist eine andere Frage.

Nur eine Woche danach feiert Milwaukee die Rückkehr in den IndyCar Kalender – ein Ort der Tradition aber auch der kleineren Geschwindigkeiten und nicht immer wahnsinnig spannenden Rennen. Danach folgt Iowa, bevor es im Rahmen der Kanada-Tournee wieder auf die Rundkurse geht. Zuerst startet die Serie in Toronto, zwei Wochen später auf dem völlig umgebauten Flugplatzkurs in Edmonton.

Wieder zurück in den USA folgt der Klassiker von Mid-Ohio. Dann steht wieder eine “Premiere” auf dem Programm: Das erste größere Open-Wheel-Rennen auf dem New Hampshire Motor Speedway in Loudon seit mehreren Jahren. Besonderheit: Damit die Teams nicht umbauen müssen, wird auch dort in Road-Konfiguration fahren.

Es folgt eine weitere Premiere: Das erste Rennen auf dem neuen Stadtkurs in Baltimore. Dort hatte man wohl über den Winter finanzielle Anlaufschwierigkeiten. Nach aktuellem Stand wird die Strecke aber rechtzeitig fertig.

Für die letzten drei Rennen der Saison folgen dann wieder Ovale. Zunächst plant man, in Motegi zum vorerst letzten Japan-Auftritt der Serie anzutreten. Dass man dort ab 2012 nicht mehr antreten wird, haben INDYCAR und Motegi-Betreiber schon vor einiger Zeit bekannt gegeben. Ob man sich nach Erbeben und Tsunami heuer wirklich noch einmal auf die Reise macht, darüber gibt es im Moment noch keinen Beschluss.

Als vorletztes Rennen der Saison steht Kentucky auf dem Programm, wo es in letzter Zeit immer spannende Rad-an-Rad Duelle gegeben hat.

Schließlich folgt das Finale am baulich recht ähnlichen Oval in Las Vegas, für das sich Randy Bernard allerdings einen besondere Dreh einfallen hat lassen: Bei der Veranstaltung mit dem bescheidenen Titel “IndyCar World Championship” werden neben den regulären IndyCar Piloten noch fünf weitere Fahrer aus anderen Serien antreten. Sollte einer dieser fünf das Rennen gewinnen, winkt ein Preisgeld in der Höhe von 5 Millionen Dollar. Im Sommer soll ein Komitee entscheiden, welche Fahrer antreten dürfen. Bis dahin gibt es nur Spekulationen – etwa um den ehemaligen F1 und CART Piloten Mark Blundell, den Motocross Star James Stewart oder möglicherweise sogar Alex Zanardi.

Neue Regeln

Mit dem Ziel, eine bessere Show zu liefern, wurden in der Winterpause außerdem einige neue Regeln beschlossen: Commitment Cone, Double-File Restart, Einführung einer “Lucky Dog”-ähnlichen Regel, eine Höchst-Teilnehmerzahl von 26 Autos.

Oder auch nicht: Denn nach heftigen Beschwerden zahlreicher Fans wurden “Lucky Dog” und das 26-Starter Limit wieder gestrichen. Ausnahme: Auf Kursen, in denen die Pitlane nicht lang genug ist, etwa in Mid Ohio, wird es weiterhin eine Beschränkung des Startfeldes geben.

Geblieben ist die neue Regelung für Restarts: Die werden ab sofort in Double File absolviert. Außerdem wird die grüne Flagge deutlich später fallen als bisher. Die Autos werden also beim Überqueren der Zielflagge wieder näher beieinander liegen. Das sieht spektakulärer aus, ist bei den Teambesitzern aber nicht besonders beliebt, weil es auch zu einer Häufung an teurem Schrott führen könnte.

Vorschau: St. Petersburg

Wie das ganze in der Praxis funktioniert, werden wir am Wochenende in St. Petersburg sehen. Die IndyCar Series gastiert dort schon zum siebten, zählt man ein Champ Car Rennen 2003 dazu sogar schon zum achten Mal. Der Kurs liegt einigermaßen pittoresk in der 250.000 Einwohner-Stadt am Golf von Mexiko. Die Kursführung ist aber leider auch ziemlich eng. Die Rennen sind daher nicht immer wahnsinnig spannend. Mit etwas Glück und ein bisschen Regen wird das ganze allerdings schon wieder interessanter – so etwa 2008, als Graham Rahal das zweite Rennen nach der Wiedervereinigung von IRL und Champ Car Series gewann. Im vergangenen Jahr war es dann doch etwas zu viel des Guten, so dass der Lauf wegen Überflutungen auf den Montag verschoben werden musste. Gewonnen hat dann Will Power – der vierte Penske-Sieg in sechs Jahren. Heuer soll es aktuellen Wetterberichten zufolge trocken bleiben.

Zum Kurs selbst: Nach der Start/Zielgerade, die über eine für das Rennen stillgelegte Landebahn führt, geht es in eine recht enge Rechtskurve, wo in der Vergangenheit die meisten Überholmanöver stattgefunden haben. Es folgt eine kürzere Gerade, an deren Ende eine 90 Grad-Kurve auf die Fahrer wartet. Überholversuche gibt es dort immer wieder, gelungene Überholmanöver eher selten. Gelbphasen dafür wieder ziemlich häufig. Nach einem kurzen, ziemlich eckigen Intermezzo geht es entlang der Promenade in zwei schnelle Linkskurven und eine schnelle Schikane. Diese Passage ist landschaftlich besonders schön am Meeresufer gelegen – merkwürdig, dass dort nie Kameras postiert sind, die das entsprechend einfangen. Überholmanöver sind dort nicht zu empfehlen, und Fehler auch nicht – denn die Wand ist ziemlich nah. Über eine langgezogene, mittelschnelle Kehre geht es dann wieder zurück auf Start und Ziel. Wer sich hier einen Fehler erlaubt, läuft Gefahr, überholt zu werden. Die Versuchung für hinterherfahrende Piloten, beim Vordermann in NASCAR-Manier “anzuklopfen” scheint ziemlich groß zu sein. Helio Castroneves hat das am Ende einer SC-Phase vor ein paar Jahren mit Scott Dixon erfolgreich praktiziert. Ein aktuelles Onboard-Video hat die IndyCar Series zwar noch nicht veröffentlicht. Die Kursführung hat sich aber seit 2009 meines Wissens nach nicht verändert, so dass ich hier einfach die Onboard-Vorschau vom letzten Jahr, begleitet von Ryan Briscoe, poste.

Leider auch neu: Kein Stream

Alles in allem also gute Voraussetzungen für eine spannende Saison. Für Fans im deutschen Sprachraum hat die Sache aber leider einen Haken: Die Serie wird auch heuer (nach derzeitigem Stand) auf keinem Sender übertragen. Und auch den offiziellen Internet-Stream, der zwar nicht besonders gut, 2010 aber trotzdem oft die einzige Rettung war, gibt es auf Geheiß des amerikanischen Rechteinhabers Comcast/NBC (den neuen Versus-Besitzern) heuer nicht mehr.

Für die USA ist das verständlich, denn die INDYCAR hatte offenbar nie die Rechte, ihre Rennen im Internet zu streamen. Versus hat das wohl bisher trotz schlechter Quoten geduldet. Weil aber die Fans offenbar immer in der Werbeunterbrechung den Stream angeschalten haben, hat man diese Praxis nun beendet.

Weniger verständlich ist dagegen, wieso man auch die Trainings und die nicht im TV übertragenen Qualifying-Sessions mehr zeigen will. Und völlig unverständlich ist, wieso man nicht gegen Gebühr einen Stream des von ESPN produzierten internationalen Feeds der Serie in jenen Ländern anbietet, wo die Rechte für die IndyCar Serie nicht verkauft wurden. Leider ist man im Moment derartig auf den Aufbau einer amerikanischen Fanbase konzentriert, dass man es noch nicht mal geschafft hat, eine Liste der internationalen Broadcaster auf die Homepage zu stellen. Stattdessen gibt es dort noch immer jene vom vergangenen Jahr. Wird man sich also wieder in den Untiefen des Internets umsehen müssen, wenn man das Rennen trotzdem sehen will.

27.03.2011 LIVE 18:30 Uhr IndyCar Series St. Petersburg ABC LIVEx 23:00 Uhrx Asian F BMWxxx Bud Shootout Practicex sky sport2x

September 21 2010

06:23

NASCAR: Analyse New Hampshire September 2010

Clint Bowyer gewann wie 2007 das erste Chase-Rennen, während einige Favoriten durchaus ins Schwitzen kamen und wertvolle Punkte liegen ließen. Da neun weitere Rennen folgen, kann aber natürlich noch viel passieren. Das zweite Saisonrennen in New Hampshire tat sich anfangs nicht als spannungsgeladen hervor, wurde dann aber zu einem handfesten Spritpoker.

Wie so viele Saisonrennen in diesem Jahr drohte auch der erste Chase-Termin in New Hampshire zunächst zu einem Langweiler zu verkommen. Satte 200 der 300 Runden hatten so gut wie nichts mit der Rennentscheidung zu tun, einzig und allein Clint Bowyer unterstrich, dass der Sieg wohl nur über ihn gehen würde. Nun muss ich sagen, dass es natürlich nicht immer und in jeder Runde Action am laufenden Band geben kann, doch in letzter Zeit verkümmert der Sprint Cup diesbezüglich etwas. Der Langstreckencharakter der Rennen der ersten NASCAR-Liga sticht deutlicher hervor denn je: Mehr als die Hälfte eines Rennens ist das Feld damit beschäftigt, sich extrem zurückzuhalten und sich bestenfalls gut für die Schlussphase zu positionieren.

Nach einem Langweiler in der ersten Rennhälfte, lieferte das Ende einen spannenden Spritpoker und machte das Leben vieler Chase-Teilnehmer erheblich schwerer. Die ersten 200 von 300 Runden sind – mal wieder – schnell erzählt: Brad Keselowski ist seine Führung nach zwei Runden an Tony Stewart losgeworden und konnte am Ende nur Platz 18 einfahren. Zwei kurze Gelbphasen im ersten Drittel sorgten dafür, dass Scott Speeds Rennen nach einem Einschlag in der Mauer beendet war und Marcos Ambrose und Paul Menard wertvolle Plätze nach einem Dreher aufgeben mussten. Für alle Involvierten endete der Tag jenseits von Position 28.

Clint Bowyer setzte sich unterdessen während Gelbphase 1 in Führung, als er nur zwei neue Reifen aufzog. Dort sollte er dann auch eine längere Zeit verweilen. Boxenstopps unter grüner Flagge brachten um Runde 100 herum keine signifikante Veränderung der Machtverhältnisse, die übliche Rotation der Führenden brachte Clint Bowyer am Ende erneut als „leader“ hervor. Es folgte eine dritte Gelbphase wegen Debris in Runde 147 und auch diesmal führte Bowyer das Feld zurück zur grünen Flagge, welche bis in Umlauf 206 anhielt. Dann platzte Mark Martin ein Reifen und die rennentscheidende Phase begann endlich nach zwei Dritteln des Rennens.

Alle Fahrer der Spitzengruppe kamen in Runde 208 zum Boxenstopp und es war klar, dass bei noch 92 zu fahrenden Runden das Spritfenster (75-80 Umläufe) nicht geschlossen werden konnte. Da es in der Folge jedoch noch zu vier weiteren Gelbphasen kam, wurde es für Pokerspieler nun reell, das Rennen auch ohne zusätzlichen Sprit beenden zu können. In den Top10 befanden sich beim Restart Clint Bowyer, Tony Stewart, Carl Edwards, Denny Hamlin, Jeff Gordon, Jeff Burton, Kurt Busch, Jimmie Johnson, Ryan Newman und Kyle Busch und damit fast ausnahmslos Chaser. Allgemein hatte man das Gefühl, es liefe für die Meisterschaftsfavoriten ein wenig zu sorglos und das sollte sich dann auch zwei Runden nach dem Schwenken der grünen Flagge ändern:

In Runde 213 drehte Carl Edwards den Meisterschaftsführenden Denny Hamlin um, weil er „loose“ wurde und die Strecke herauf rutschte. Über Funk ließ Edwards seinen Konkurrenten wissen, dass es ihm Leid täte und es keine Absicht gewesen wäre. Hamlin quittierte die Entschuldigung mit der Aussage, Edwards würde es selbst noch Leid tun. Sein gutes Abschneiden am Ende des Tages dürfte den kurzzeitigen Frust aber vergessen gemacht haben, denn von Platz 22 arbeitete Hamlin sich noch auf den zweiten Rang vor und hatte sogar eine Chance auf den Rennsieg. Kurz vor der ausgelösten Gelbphase schob sich Tony Stewart an Clint Bowyer vorbei in Führung und machte in der Folge auch nur noch zweimal kurz für Jamie McMurray Platz an der Spitze.

Die nächste Gelbphase wurde wieder nur wenige Runden nach dem Restart in Umlauf 221 ausgerufen, weil Jeff Burton Kurt Busch abräumte. Da Kyle Busch dahinter vom Gas ging, drehte ihn Jimmie Johnson um, was als Resultat allen drei Fahrern gute Platzierungen in den Top10 verwehrte. Lediglich Kyle Busch wurde am Ende Neunter und betrieb ebenso Schadensbegrenzung wie sein Bruder Kurt als 13. Johnson verpokerte sich beim anschließenden Boxenstopp, der alle Fahrer sicher ins Ziel bringen würde, welche sich denn auch für ein Nachfassen von Benzin entschieden. Johnson wollte zu viel und ließ zusätzlich vier neue Reifen aufziehen, was ihn ans Ende der Führungsrunde zurückwarf. Damit war die #48 aus der Entscheidung draußen und beendete das Rennen lediglich als schlechtester Chaser auf Platz 25.

Vorne entschieden sich Tony Stewart, Clint Bowyer und Jeff Burton dafür, auf einen Tankstopp zu verzichten, weil die hohe Frequenz der Cautions ein Durchfahren möglich machte. Einige Fahrer, wie z.B. Jamie McMurray und David Reutimann verließen die Box mit nur zwei neuen Reifen und befanden sich plötzlich in den Top5. Für beide Piloten sollte sich diese Entscheidung im Nachhinein auszahlen, McMurray nahm den dritten Platz mit und Reutimann wurde noch starker Siebter. In Runde 228 waren damit alle Zutaten für ein spannendes Finale im Topf gelandet und es stellte sich die Frage, ob Stewart, Bowyer und Burton würden durchfahren können.

Zwei weitere Gelbphasen brachten noch einmal die Möglichkeit, weiteren Sprit zu sparen. Zuerst räumte Brad Keselowski Matt Kenseth ab und bescherte dem Chase-Teilnehmer damit am Ende des Nachmittags Platz 23. Später erwischte es dann noch Joey Logano, der einem übersteuernden Kurt Busch zum Opfer fiel. 50 Runden vor Schluss stand der letzte Restart an, der die Führenden eine lange Zeit zittern ließ. Denn von hinten nahte mit riesigen Schritten Denny Hamlin heran und übte Druck auf Stewart und Bowyer aus, nachdem er zehn Runden vor Schluss den dritten Platz erobert hatte. Nacheinander ging nun erst Jeff Burton und dann dem Führenden Tony Stewart das Benzin in den letzten beiden Runden aus. Clint Bowyer blieb wie durch ein Wunder genug Sprit übrig, um das Rennen vor Hamlin zu gewinnen.

Wie knapp es war, zeigten aber seine „burnouts“ im Anschluss, bei denen ihm endgültig der Saft ausging. Alles in allem ist Clint Bowyer aber ein verdienter Sieger geworden, denn er konnte zuvor mehr als die Hälfte der Renndistanz anführen und sicherte sich somit auch fünf Bonuszähler in der Meisterschaft. Es war erst Bowyers insgesamt dritter Cup-Sieg, nachdem er 2007 schon einmal das Chase-Auftaktrennen gewinnen konnte und im folgenden Jahr in Richmond die „victory lane“ besuchte. Wenn sein erneuter Sieg ein gutes Omen sein sollte, dann beendet er 2010 vielleicht wieder auf einem tollen dritten Rang in der Meisterschaft.

Wo kamen die anderen Chase-Fahrer an?
- Denny Hamlin wurde Zweiter und hatte eine gute Chance, das Rennen zu gewinnen, wäre Bowyer ebenfalls der Sprit ausgegangen.
- Kevin Harvick (5.) hielt sich schadlos, fuhr wieder einmal in die Top5 und untermauerte damit seine unheimliche Konstanz in diesem Jahr.
- Jeff Gordon fuhr ebenfalls unauffällig auf Rang 6.
- Kyle Busch wurde nach dem Kontakt mit Jimmie Johnson Neunter.
- Carl Edwards kam auf Rang elf ins Ziel, Kurt Busch wurde Dreizehnter.
- Jeff Burton rollte ohne Benzin aus und wurde noch als 15. gewertet.
- Greg Biffle holte sich zwei Führungsrunden und beendete das Rennen als 17.
- Matt Kenseth, Tony Stewart und Jimmie Johnson belegten nach einem Unfall, dem verlorenen Spritpoker bzw. einer taktischen Fehlentscheidung an der Box geschlossen die Ränge 23-25.

Hier noch der Rest vom Schützenfest:
- Dale Earnhardt Jr. legte endlich mal wieder ein Super-Rennen hin und konnte nach einer unauffälligen Fahrt den vierten Platz belegen.
- Juan Pablo Montoya blieb ein gutes Ergebnis verwehrt, nachdem das Auto im Verlauf des Rennens zunehmend schwächer wurde. Mehr als Rang 16 war für den Kolumbianer nicht drin, zuvor hielt er sich mehrmals in den Top10 auf.
- Besser lief es dagegen für den Teamkollegen Jamie McMurray der einen dritten Platz einfuhr, nachdem er beim letzten Boxenstopp mit nur zwei neuen Reifen ordentlich „track position“ gewann.
- David Reutimann (7.), Ryan Newman (8.) und Sam Hornish Jr. (10.) waren die verbliebenen Nicht-Chase-Piloten in den Top10.
- Mark Martin erlebte einen „bescheidenen“ Tag und fand nach seinem Reifenplatzer nicht mehr ins Rennen zurück, sein Endergebnis ist ein enttäuschender 29. Platz.

In der Meisterschaft führt jetzt Denny Hamlin vor dem Rennsieger Clint Bowyer und Kevin Harvick. Am Ende der Top12 haben Greg Biffle, Jeff Burton, Tony Stewart und Matt Kenseth nun schon nach einem Rennen mehr als 100 Punkte Rückstand. Besonders für Stewart ist das bitter, immerhin hätte er fast gewonnen und stünde in dem Fall ganz woanders in der Tabelle. Da noch neun Rennen folgen, ist natürlich nicht alles verloren; es bleibt spannend.

Zu den Top35 der Owner-Wertung gab es auf der Mediaseite der NASCAR noch keine aktuelle grafische Übersicht, deswegen vorerst bei Jayski.com nachschauen. Interessant ist jetzt vor allem die Entwicklung bei Robby Gordon Motorsports zu verfolgen. Nachdem Front Row Motorsports und ich mich in der letzten Woche schon ganz sicher wiegten, tauschte Gordon einfach den Platz mit Kevin Conway. Angeblich weil Gordon für dieses Wochenende einen eigenen Sponsor für das Rennen gefunden hatte, nun war aber Speedfactory.tv auf seinem Toyota zu sehen gewesen und das ist im Prinzip Robby Gordons eigene Internet-TV-Show – ergo sein eigenes Geld. Ich vermute, dass Gordon bei der Performance von Conway kalte Füße bekommen hat und seinen Einsatz im nächsten Daytona 500 gefährdet sah.

Zuvor verlautbarten Conway und sein Sponsor ExtenZe ja noch vollmundig, dass der Rookie die Saison bei RGM beenden würde, aber man behauptete ja auch kurz vor der Trennung von Front Row Motorsports, dass an den „Trennungsgerüchten“ nichts dran sei. Mittlerweile kam dann auch ans Tageslicht, dass Conways Sponsor bei FRM wohl nicht mehr den vollen Betrag pro Rennen bezahlte, aber über die Hintergründe müssen sich jetzt die Gerichte streiten. Da Gordon auch in Dover mit Speedfactory.tv in seinem eigenen Auto sitzen wird, vermute ich, dass das Abenteuer Kevin Conway bei RGM beendet sein dürfte. Dass dies eine gute Entscheidung gewesen sein könnte, zeigte Robby Gordon indem er gleich mal ein paar Punkte auf die #38 von Front Row Motorsports gut machte. Der Abstand beträgt jetzt immerhin schon wieder 110 Punkte. Bill Jenkins’ #26 musste einen Schnitt hinnehmen, nachdem Fahrer Jeff Green die Qualifikation verpasste.

Kevin Conway und ExtenZe erscheinen mir derweil von Woche zu Woche suspekter. Ständig wird da irgendwas angekündigt, wo nichts dahinter steckt. Dann stimmen die Zahlungen angeblich nicht und die Leistungen des Fahrers erst recht nicht. Die Spannung bleibt also auch hier erhalten, bei den kleineren Storys im Starterfeld. Nächstes Wochenende geht es dann in Dover weiter…

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September 17 2010

06:15

NASCAR: Vorschau New Hampshire September 2010

Die letzten zehn Saisonrennen stehen ab diesem Wochenende an, was gleichbedeutend mit dem Beginn des „Chase for the Sprint Cup“ ist. Nur noch zwölf Fahrer haben ab sofort eine Chance auf die Meisterschaft, was vermutlich auch ohne Playoffs nicht anders aussähe. Der Chase führt die Top10 der Fahrerwertung aber ein ganzes Stück weiter zusammen.

Der Start der Meisterschaftsentscheidung erfolgt seit Beginn des „Chase for the Sprint Cup“ im Jahre 2004 traditionell auf dem New Hampshire Motor Speedway, ab dem nächsten Jahr ist damit jedoch Schluss. Im Zuge der Umstrukturierung des Cup-Kalenders erhält ab 2011 der Chicagoland Speedway diese Ehre und die Strecke in Loudon rutscht an die zweite Stelle im Chase. Zusätzlich wird der Short-Track aber auch ein Rennen in der IndyCar Series ausrichten, was meiner Meinung nach besser zur Strecke passt. Das mit 7° sehr geringe Banking des 1-Meilen-Ovals dürfte den abtriebstärkeren Open-Wheel-Fahrzeugen besser liegen als den NASCAR-Wagen mit ihren Holzreifen. Das bisher letzte IndyCar-New-Hampshire-Rennen gewann übrigens 1998 Tony Stewart, der 1996/97 auch Champion wurde.

Aber zurück zur NASCAR in New Hampshire: Der Start des Chase bedeutet, dass ab diesem Wochenende nur noch zwölf Fahrer eine Chance auf die Meisterschaft besitzen. Eine Extra-Vorschau zum Chase und dessen Regeln kommt noch heute Abend in einem separaten Artikel. In den kommenden zehn Wochen werde ich mich daher vor allem mit den Titelanwärtern beschäftigen und ihre Leistungen und Chancen in Analyse und Vorschau bevorzugt bewerten. Natürlich übergehe ich dabei den Rest des Feldes nicht, denn der fährt ja weiterhin mit – immerhin bekommt der Meisterschafts-Dreizehnte am Saisonende eine Million US-Dollar Preisgeld als speziellen Anreiz, sich nicht hängenzulassen. Die Fahrer außerhalb der Top12 haben jetzt nur noch ein Ziel: Rennsiege einfahren!

Der New Hampshire Motor Speedway ist so etwas wie der große Bruder von Martinsville, denn abgesehen von der doppelten Streckenlänge ist die Konfiguration durchaus ähnlich. Deswegen dürften meiner Meinung nach die Short-Track-Asse und Martinsville-Experten Denny Hamlin und Jimmie Johnson am Sonntag die besten Karten haben. Seit Oktober 2006 hat außer diesen beiden Fahrern kein anderer mehr in Martinsville gewonnen, was schon beeindruckend ist. Ihre New-Hampshire-Statistik ist zwar nicht ganz so unübertroffen, aber trotzdem ist im Durchschnitt keiner besser als Hamlin und Johnson in Loudon.

Hamlin ist in seiner Karriere im Nordosten der USA noch nie schlechter als auf Platz 15 ins Ziel gekommen. Falls die technischen Probleme bei Joe Gibbs Racing abgestellt worden sein sollten, worauf ja der Sieg im letzten Rennen in Richmond schließen lässt, dann wird Hamlin am Wochenende nicht viele Punkte liegenlassen oder sogar seine schmale Führung ausbauen können. Bei Jimmie Johnson sieht es noch ein wenig besser aus, denn der vierfache Champion kommt meistens erst im Chase so richtig in Fahrt. Das Frühsommer-Rennen in New Hampshire konnte er in diesem Jahr gewinnen und seit 2002(!) ist er nur ein einziges Mal auf dieser Strecke nicht in den Top15 ins Ziel gekommen. Top10-Ergebnisse fährt er in Loudon schon seit 2007 konstant ein.

Falls in diesem Top-Favoriten-Szenario alle Stricke reißen, stehen zum Beginn des Chase meist noch ein paar Teilnehmer bereit, die mit einem Sieg schwungvoll in die Playoffs starten wollen. 2007 gelang Clint Bowyer der erste Cup-Sieg beim Chase-Auftakt in New Hampshire, 2008 konnte Greg Biffle die ersten beiden Playoff-Rennen für sich entscheiden und 2009 war Mark Martin auf der Jagd nach seiner ersten Meisterschaft in die „victory lane“ gefahren. Für so einen Sieg dürften am ehesten Kurt Busch, Tony Stewart oder Jeff Gordon zu haben sein. Busch kam seit 2008 nie außerhalb der Top6 ins Ziel und gewann das erste Rennen dieser Serie sogar. Stewart hat ebenso wie Gordon schon seit 2006 bzw. 2005 kein Rennen schlechter als auf Platz 15 beendet. Die #14 fuhr dabei vier Mal in die Top5 und die #24 sogar fünf Mal.

Die übrigen Chase-Teilnehmer haben gute Chancen auf ein Top10-Resultat, was den Rückstand in der Meisterschaft in Grenzen halten sollte. Kevin Harvick könnte sein Top5-Ergebnis aus dem Frühsommer wiederholen, doch ich sehe eher Kyle Busch oder Greg Biffle in dieser Kragenweite. Für Carl Edwards, Jeff Burton, Matt Kenseth und Clint Bowyer lautet die Devise, nicht zu viele Punkte liegenzulassen.

Außerhalb des Chase lauern einige Fahrer, die ihre verkorkste Saison gerne mit einem Sieg wieder ins Lot bringen würden. Die beste Möglichkeit dazu dürften Juan Pablo Montoya, Joey Logano und Ryan Newman mitbringen: Montoya fuhr im letzten Chase-Rennen in New Hampshire auf Platz 3 und schied im Frühsommer nach einem Unfall aus. In den letzten fünf Saisonrennen fuhr er jedes Mal in die Top10, warum sollte es für ihn am Wochenende also nicht laufen? Logano feierte im vergangenen Jahr im Regen seinen ersten Cup-Sieg in New Hampshire und kam 2010 schon in den Top10 an. In Richmond legte er zuletzt einen vierten Platz hin, mal schauen, ob er vielleicht eine kleine Serie starten kann. Newman verpasste den Einzug in den Chase, konnte in den letzten Rennen aber immer im Bereich der Top10 ins Ziel fahren. Das Frühsommer-Rennen beendete er als Sechster.

Gute Ergebnisse hatten in New Hampshire bisher auch Mark Martin, AJ Allmendinger, Marcos Ambrose sowie David Reutimann. Martin steckte zuletzt sehr tief in einer Formkrise, aus der er sich bis zum Saisonende hoffentlich befreien kann. Allmendinger beendete das Rennen im Frühsommer auf Platz 10 und wurde in Richmond Achter, da könnte wieder ein Top10-Resultat kommen am Wochenende. Ambrose beeindruckte die NASCAR-Welt beim letzten Rennen in Richmond mit einem fünften Platz, zuvor kam er in Atlanta als Zehnter an. Seine bisherigen Platzierungen in New Hampshire lauten 23., 20. und 13. Wenn die Tendenz so weitergeht, ist ein Top10-Resultat möglich. Die letzten drei Platzierungen von Reutimann in Loudon sehen fast noch ein wenig besser aus, auch Platz 4, 12 und 15 zeigen ein mögliches Top-Resultat an.

An dieser Stelle kurz die Liste der bisherigen noch aktiven Sieger:
1. Jeff Burton (4)
2. Jeff Gordon, Kurt Busch, Jimmie Johnson (3)
3. Tony Stewart, Ryan Newman (2)
4. Kyle Busch, Denny Hamlin, Joey Logano, Kevin Harvick, Clint Bowyer, Greg Biffle, Mark Martin, Robby Gordon, Joe Nemechek (1)
Seit 2005 konnte in den letzten elf New-Hampshire-Rennen kein Fahrer seinen Sieg wiederholen. Die derzeitige Serie hält nach dem Sieg von Jimmie Johnson im Juni weiterhin an. Ich vermute aber, dass diese Serie an diesem Wochenende reißen wird.

Abschließend noch eine kleine Statistik seitens NASCAR, welche Chase-Fahrer in New Hampshire bisher wie erfolgreich waren. Auch hier zeigt sich eine klare Tendenz in Richtung Hamlin und Johnson. Falls die Media-Seite der NASCAR auch weiterhin solche Grafiken mit Zahlen zu den Playoff-Teilnehmern auf der jeweiligen Strecke anbietet, werde ich sie in die Vorschauen einbringen. Nach den Meisterschaftsständen folgen dann noch die Ausstrahlungsdaten für das Wochenende.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 17.09.
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, ESPN2
19:00 Uhr, Truck Series Final Practice, SPEED
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN2

Samstag, 18.09.
15:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
16:00 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
20:30 Uhr, Truck Series Rennen (TheRaceDayRaffleSeries.com 175), SPEED

Sonntag, 19.09.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Sylvania 300), ESPN

June 25 2010

06:30

NASCAR: Vorschau New Hampshire Juni 2010

In New Hampshire finden traditionell die rechnerischen Startschüsse für alles, was den Chase betrifft, statt: Im Juni beginnt dort das „race to the chase“, also die letzten zehn Rennen bis zu den eigentlichen Playoffs. Diese starten dann im September – ebenfalls in New Hampshire.

Am Samstag jährt sich meine Mitarbeit beim RacingBlog zum ersten Mal, deswegen möchte ich hier kurz die Chance nutzen und Euch allen für die Unterstützung danken: In erster Linie natürlich Don Dahlmann für sein Vertrauen und die Möglichkeit, welche er mir hier gegeben hat – aber auch der mittlerweile sehr stark besetzten „Redaktion“, die sich durch großartiges Teamwork auszeichnet. Mein Dank gilt selbstverständlich ebenfalls allen Lesern der Seite, welche regelmäßig solche Machwerke wie meinen 2.500-Wörter-Artikel zu Sonoma gerne lesen und mich mit Anregungen, Lob und Kritik versorgen. Dazu kommen die unzähligen wunderbaren, lustigen und informativen Unterhaltungen während und abseits aller möglichen Rennen in unserem Chat. Noch einmal: Vielen Dank und bleibt dabei! Wir haben hier eine der wenigen Communities aufgebaut, wo noch ein freundschaftliches Miteinander herrscht und Trolle bisher keine Chance haben! *auf-Holz-klopf* ;o)

Die Anzahl der Saisonrennen in New Hampshire ist schon längere Zeit umstritten

Nun zum Rennen in New Hampshire: Die „Magic Mile“ ist bei einer Länge von ziemlich genau einer Meile und einem Banking von 7° im Prinzip die große Schwester von Martinsville, hält aber nicht immer, was ihr Name verspricht. Der a  

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