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September 06 2013

07:00

NASCAR: Vorschau Richmond September 2013

Es ist angerichtet: Das letzte Rennen vor dem Chase auf dem Richmond International Raceway steht an. Einige Piloten konnten ihr Ticket für die Playoffs der NASCAR bereits letzte Woche lösen, aber um die letzten Plätze verspricht es noch ein spannender Kampf zu werden.

fed_autoparts_400_rir_cNun ist es also soweit. Das letzte Rennen steht an, bevor es in den Chase geht. Einige Piloten haben ihren Platz in den Playoffs bereits sicher, doch ab der achten Position in der Meisterschaftstabelle wird es spannend. Doch bevor ich genauer auf den Kampf um die letzten Chase-Plätze eingehe, schauen wir uns erstmal die Strecke an. Der Richmond International Raceway wurde und 1946 eröffnet und seit 1958 durchgängig von der höhsten NASCAR-Liga besucht. 1988 wurde die Strecke in das heute bekannte, 0,75 Meilen kurze D-Oval umgebaut. Richmond weist ein moderates Banking von 14° in den Kurven auf. Die Start-/Zielgerade ist mit 8° und die Gegengerade mit 2° überhöht. Wie auf allen Short-Tracks gilt es auch hier, besonders schonend mit den Bremsen umzugehen und vielleicht auch mal einen kleinen “bump and run” zu setzen. Die meisten Siege unter den aktiven Fahrer hat mit vier Erfolgen Kyle Busch, der bis jetzt aber noch nie das September-Rennen gewinnen konnte. Letztes Jahr sicherte sich Clint Bowyer den Sieg im Federated Auto Parts 400. Traditionell wird es durch die Lage direkt vor dem Chase ein spannendes Rennen werden, denn auch dieses Jahr haben noch einige Piloten die Chance, in die finale Phase der Meisterschaft zu gelangen.

Werfen wir zuerst einen Blick auf die bereits sicher im Chase stehenden Piloten: Trotz seiner Pechsträhne führt Jimmie Johnson die Meisterschaft mit 837 Punkten an. 28 Punkte dahinter befindet sich der aktuelle Vizemeister Clint Bowyer. Weitere 14 Punkte hinter Bowyer sind punktgleich Kevin Harvick und Carl Edwards zu finden. Kyle Busch ist anders als letzte Saison bereits für den Chase qualifiziert. Mit vier Siegen besitzt er zusätzlich auch eine ausgezeichnete Ausgangssituation für die Meisterschafts-Playoffs. Nur Matt Kenseth als aktuell Sechstplatzierter konnte mehr Siege einfahren als Johnson und Busch, fünf an der Zahl. Er ist zudem auch mit 55 Punkten Vorsprung auf Platz elf der letzte Pilot, der den Chase-Einzug bereits über die Punkte erreicht hat. Doch noch ein weiterer Fahrer ist bereits sicher dabei und dieser findet sich aktuell auf Position zwölf wieder. Kasey Kahne hat mit bereits zwei Siegen mehr Erfolge in dieser Saison erzielt als seine direkten Konkurrenten um die letzten Chase-Plätze. Die einzige Frage, die sich noch stellt, ist, ob er es über eine Wildcard oder über die Punkte unter die letzten Zwölf schafft. Aktuell befindet sich Kahne zehn Punkte hinter dem zehnten Platz.

Kommen wir zu den Piloten, die noch zittern müssen. Der heimliche Punktesammler Dale Earnhardt Jr. ist auf Platz sieben liegend so gut wie durch. Mit 37 Punkten Vorsprung auf Platz elf muss schon einiges schief gehen, damit er noch aus dem Chase fällt. Gefährlicher wird die Lage für die Piloten ab dem achten Platz. Hier macht der aktuell starke Joey Logano den Anfang, der 16 Punkte Vorsprung inne hat. Hinter ihm platziert sich Greg Biffle mit 14 Punkten Vorsprung. Geradeso drin ist auch noch Kurt Busch. Doch er hat es bedeutend schwerer als die beiden Fahrer vor ihm, denn er steht bis jetzt noch ohne Sieg da und muss in Richmond zumindest ein gutes Ergebnis einfahren. Gleiches gilt auch für den auf Rang elf liegenden Jeff Gordon, der ebenfalls noch keinen Erfolg diese Saison vorweisen kann. Mit sechs Punkten Rückstand auf Kurt Busch scheint ein Sieg für ihn dieses Wochenende fast Pflicht zu sein. Den Erfolg, den Gordon braucht, hat Martin Truex Jr. sich bereits in Sonoma gesichert. Diesem verdankt er jetzt seine Wildcard, die er mit fünf Punkten Vorsprung vor dem ebenfalls bereits ein Mal siegreichen Ryan Newman hält. Beide Fahrer befinden sich bereits 15 bzw. 20 Punkte hinter dem zehnten Platz. Hinter Ryan Newman finden wir auf Platz 15 endlich den Vorjahresmeister Brad Keselowski. Für ihn gilt das Gleiche wie für Kurt und Jeff: Er muss in Richmond endlich seinen ersten Saisonsieg einfahren. Falls er dies schaffen sollte, könnte er bei einem schlechten Ergebnis von Truex und Newman doch noch das Ticket zur Titelverteidigung lösen. Dafür braucht es aber viel Glück, doch dieses scheint er diese Saison nicht zu haben. Wem das jetzt noch nicht genug “Wie-komme-ich-in-den-Chase-Theorie” war, der kann sich gerne bei den Kollegen von jayski noch alle möglichen Kombination anschauen, mit denen ein Fahrer im bzw. aus dem Chase wäre.

Genug über den Chase geredet, kommen wir nun wieder zum aktuellen Rennen zurück. In den 44 gemeldeten Cockpits für dieses Wochenende hat sich erstaunlich wenig getan. Mike Bliss sitzt wieder mal im Toyota mit der Startnummer 19, im Ford mit der #32 Timmy Hill, im Chevrolet mit der #40 Landon Cassill und ebenfalls in einem Chevy, allerdings mit der #51, sitzt Ryan Truex. In der #47 ersetzt AJ Allmendinger Bobby Labonte. Die Leavine Family ist ebenfalls wieder mit dabei, diesmal aber nicht mit Scott Speed, sondern mit Reed Sorenson. Dieser ist zudem ein potentieller Kandidat für das Cockpit der #95 in der nächsten Saison. Sorenson absolvierte bis jetzt bereits 15 Sprint-Cup-Rennen und konnte schon eine Pole einfahren.

In dieser Woche wurden auf den Fahrermarkt erneut einige Gerüchte gestreut und Neuigkeiten bekannt gegeben. Das wichtigste mal kurz zusammengefasst: Jeff Burton wird nächstes Jahr trotz gültigen Vertrags nicht mehr in der #31 von Richard Childress Racing sitzen. Als Grund für diese Entscheidung werden zu geringe Sponsorengelder für die kommende Saison genannt, die nicht erlauben, ein viertes Auto an den Start zu bringen. Somit ist es durchaus plausibel, dass Ryan Newman nächstes Jahr in der #31 sitzen könnte, sofern er zu RCR wechselt. Wohin die Reise für Burton geht, ist noch ungewiss. Juan Pablo Montoya hingegen wurde unter der Woche in Denver bei Furniture Row Racing gesichtet. Aktuell gibt es aber noch keine Informationen, ob wir Juan nächstes Jahr in der #78 als Ersatz für Kurt Busch sehen oder nicht. Schließlich soll es ja auch noch ein Angebot aus der IndyCar von Andretti Autosport geben.

Zum Schluss nun wie gewohnt noch die Stände der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entrylist für das Federated Auto Parts 400 auf dem Richmond International Raceway. Das Rennen wird live auf ABC und auch wieder bei MotorvisionTV übertragen. Letztere werden die verbleibenden Rennen bis zum Finale allesamt live zeigen. Die TV-Zeiten für dieses Wochenenden gestalten sich folgendermaßen:

Freitag 06.09.2013
15:00 Uhr Nationwide Practice, Fox Sports 1
18:00 Uhr Sprint Cup Practice, ESPN2
20:30 Uhr Sprint Cup Final Practice, ESPN2
22:00 Uhr Nationwide Qualifying, ESPN2
23:30 Uhr Sprint Cup Qualifying, ESPN2

Samstag 07.09.2013
01:30 Uhr Nationwide Rennen (Virginia 529 College Savings 250), ESPN2 (Green Flag: 01:45 Uhr)
18:00 Uhr Trucks Practice (Iowa), Fox Sports 2

Sonntag 08.09.2013
01:30 Uhr Sprint Cup Rennen (Federated Auto Parts 400), ABC (Green Flag 01:44 Uhr)
18:30 Uhr Trucks Qualifying (Iowa), Fox Sports 1
20:00 Uhr Trucks Rennen (Iowa, Fan Appreciation 200 Presented by New Holland), Fox Sports 1 (Green Flag: 20:17 Uhr)

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November 10 2011

15:53

Formel Eins: Vorschau GP Abu Dhabi

In Abu Dhabi steht mal wieder ein Nachtrennen auf dem Programm. Und die Frage, wer die Red Bull schlagen kann

Zum dritten Mal wird das Rennen auf dem neu gebauten Kurs in Abu Dhabi ausgetragen und bisher hat es dort nur einen Sieger gegeben: Sebastian Vettel. Dem Red Bull scheint der Kurs mit seinen sehr langen Geraden offenbar gut zu liegen, also ist Vettel auch in diesem Jahr der Top-Favorit. Es dürfte schwer werden, den Deutschen zu schlagen, zu mal die anderen Teams auch nicht gerade mit wenig Problemen unterwegs sind. Ferrari hat das Jahr abgehakt und testet nur noch Material für 2012, bei McLaren hat Hamilton die Saison schon geistig beendet. Die Luft ist überall ein wenig raus, daher sollte man in den letzten zwei Rennen nicht mehr mit großen Überraschungen rechnen. Also wird es wieder Red Bull werden?

Vermutlich ja, aber man sollte McLaren nicht vergessen. Deren Formschwankungen im letzten Halbjahr stimmen einem zwar nicht gerade hoffnungsvoll, aber auch das Rennen in Indien hat gezeigt, dass die Briten zumindest dran sind. Für McLaren spricht auch die Reifenwahl, da Pirelli Soft/Medium mit bringt. Diese Mischungen hat man zu letzt in Japan gesehen, wo es für Red Bull nicht wirklich gut lief. Die hohen Temperaturen um die 30 Grad und die langen Geraden könnten ebenfalls für McLaren sprechen.

Von Ferrari sollte man, ebenso wie von Mercedes, nicht viel erwarten. Ferrari hat angekündigt, dass man mal wieder einen neuen Frontflügel ausprobieren wird, bei Mercedes wird die interessante Frage sein, ob Schumacher weiter auf Rosberg aufholen kann. Der Abstand in der WM beträgt gerade mal 5 Punkte, es wäre also noch möglich, dass Schumacher an Rosberg vorbei zieht. Ob das realistisch ist, muss man sehen, aber die Performance des Ex-Meisters war in den letzten Rennen extrem gut.

Wirklich spannend ist es noch in Mittelfeld, wo es um Platz 6 in der Konstrukteurs-WM geht. Hier liegt Force India mit 51 Punkten auf Platz 6, dahinter liegen Sauber und Toro Rosso mit 41 Punkten gleichauf. Dabei geht es vor allem um eins: Geld. Denn je weiter man vorne liegt, desto mehr Geld bekommt man aus den TV-Rechten usw. Auch die Transportkosten werden dementsprechend übernommen. Für alle drei Team geht es hier also um sehr viel und man sollte am Wochenende ein Auge auf sie haben. Zu mal die Zweikampfe im Mittelfeld sowieso richtig gut sind, wie man schon in Indien gesehen hat.

Die Strecke in Abu Dhabi ist zwar recht hübsch, aber die ersten beiden Rennen waren jetzt nicht gerade dramatisch spannend. Abu Dhabi gilt, zumindest bei der F1, als eine Strecke, auf der man nur schwer überholen kann, wie Fernando Alonso letztes Jahr deutlich gezeigt hat. Erstaunlicherweise sehen die Rennen der GP2 immer etwas anders aus, denn hier wird recht viel überholt und die Wagen liegen enger zusammen.

Vielleicht ist in diesem Jahr etwas mehr Abwechslung zu erwarten. Die FIA hat zwei DRS-Zonen angekündigt was dem Rennen helfen sollte. Ebenso die Unterschiede in den Zeiten zwischen den “Medium” und “Soft” Reifen, die ca. 1.5 Sekunden betragen. Im Laufe eines Rennwochenendes, wenn die Strecke Gummi bekommt, sinkt der Abstand auf ca. 1 Sekunde, was aber immer noch mehr als genug ist. Es dürfte also zu einigen Verschiebungen auf der Strecke kommen, vor allem im engen Mittelfeld, wo die Abstände auch im Rennen sehr klein bleiben. Die falsche Strategie kann hier entscheidend sein.

Fakten Abu Dhabi:

Länge: 5.5 Kilometer
Topspeed: 320 km/h (mit DRS), 307 km/h (ohne DRS)
Vollgasanteil: 60% (Hoch)
Verbrauch: 151 Kilo (Normal)
Verbrauch/Runde: 2.75 kg pro Runde (Normal)
Zeitverlust: 0.4 Sekunden/Runde (pro 10 kg Benzin)
Bremsverbrauch: Medium, 16% pro Runde
Zeitverlust beim Boxenstopp: 21 Sekunden

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September 22 2011

05:58

Formel Eins: Vorschau Singapur 2011

In Singapur kann Sebastian Vettel schon Weltmeister werden, aber dafür müsste es schon richtig gut laufen. Und McLaren hat bekannt gegeben, dass man angreifen möchte. Und das Racingblog ist in diesem Jahr live vor Ort.

Das Rennen in Singapur gehört mit Sicherheit zu den spektakulärsten Rennen der Saison. Das Nachtrennen liefert zwar nicht immer den allerbesten Sport, aber die Bilder der TV-Kameras sind geradezu sensationell. Man fragt sich, warum nicht noch mehr Länder so ein Rennen anbieten. Aber die Strecke im Stadtstaat Singapur ist auch nicht ohne. Die Straßen haben massive Bodenwellen, Auslaufzonen gibt es nicht und schnell ist es auch noch. Singapur ist eine Herausforderung der besonderen Art, Immerhin quetschen sich auf knapp 5km Streckenlänge 23 Kurven und der Topspeed beträgt auf der langen Geraden knapp 300 km/h. Mehr wird es nicht, weil man für den restlichen Kurs alles an Abtrieb braucht, was man finden kann. Was wieder den Red Bull gefallen dürfte.

Die Österreicher gehen dementsprechend gelassen ins Rennen. Nachdem man auf den beiden nominal schwächsten Kursen für den RB7 jeweils die Siege holen konnte, dürfte Singapur eher wieder eine Strecke für Vettel und Webber sein. Man hat beide WM-Titel so gut wie sicher, jetzt geht wohl noch darum, den in diesem Jahr schwächelnden Mark Webber auf Platz 2 der Wertung zu bugsieren, damit der Durchmarsch komplett ist. Ist der Red Bull Sieg also nur eine Formsache?

Nicht so ganz, denn Singapur hat so seine Eigenarten. Zum einen ist es das längste Rennen der Saison, die 2-Stunden-Grenze rasierte man in der Vergangenheit oft nur knapp. Zum anderen gibt es keine Strecke, die das Material härter belastet. Das liegt vor allem an den Temperaturen, die auch Abends noch bei knapp 30 Grad liegen. Die Hitze setzt vor allem den in diesem Jahr sehr kompakt gebauten Heckabteilungen der Wagen zu. Nicht nur der Motor leidet, auch das KERS will anständig gekühlt werden. Da die Luft in Singapur zu dem sehr feucht ist, erschwert das die Kühlung weiter. Red Bull hatte in diesem Jahr mehrfach mit einem überhitzen KERS zu tun, aber die Bremsen macht hier und da Sorgen. Das gilt auch für McLaren.

Nicht so stark davon betroffen ist Ferrari, die im letzten Jahr auch gewinnen konnten. Ob der F150 die Strecke in diesem Jahr liegen wird ist schwer zu sagen, nach dem man in Ungarn aber nicht so gut aussah, ist die Chance, dass Ferrari eher nach hinten als nach vorne schauen muss, dann doch größer. Für Ferrari spricht aber die Tatsache, dass Pirelli die Mischungen “Soft” und “Supersoft” mit nach Asien genommen hat. Beide Reifentypen liegen dem Ferrari, ebenso die hohen Temperaturen, die dafür sorgen, dass die Italiener auch die Vorderreifen schneller aufwärmen können. Da die Boxenstopps in Singapur wegen der eckigen An- und Abfahrt elend lange dauern, könnte man eine Ein-Stopp-Strategie gehen. Ob das geht, wird sich am Freitag zeigen, wenn man Zeitunterschied zwischen beiden Mischungen sehen wird.

Nach den letzten zwei guten Rennen von Mercedes, dürfte es Singapur wieder etwas zäher werden. Auch Mercedes kämpfte in diesem Jahr mit thermischen Problemen und man muss bei einigen eine Abdeckung nutzen, die ein paar Abluftkanäle enthielt. Der sehr lange Radstand der MGP 02 dürfte auch Probleme bereiten, dazu kommt, dass man in Sachen Reifenverschleiß nicht gerade in der Oberliga mitspielt. Interessant wird sein, ob Schumacher seine gute Form behalten kann und wie er sich gegen Rosberg durchsetzt.

Ein Auge muss in Singapur auf Sauber und Toro Rosso haben. Beide gehen extrem sanft mit den Reifen um, beiden schmecken die angebotenen Mischungen sehr gut. Mit Sicherheit gehen beide Team auf eine Ein-Stopp-Strategie, also sollte man Buemi, Alguesuari, Kobayashi und Perez im Blick haben. Allen vieren traue ich zu, dass sie P6 erreichen können. Vorausgesetzt, man bleibt nicht an einer der zahlreichen Ecken hängen.

Force India ist auch so ein Team, dass recht vorne landen könnte. Allerdings bin ich mir nicht so ganz sicher, ob sie mit einem Stopp durch kommen. Der Wagen verbraucht etwas mehr Reifen auf die Distanz, auf der anderen Seite ist das Überholen in Singapur auch nicht so leicht. Die Ergebnisse der Inder waren in diesem Jahr gut, aber sehr konsistent man liegt in der WM nur knapp vor Sauber und Toro Rosso. Da kündigt sich auf jeden Fall ein spannender Kampf um die WM-Plätze an, die ja bares Geld wert sind. Nebenbei bemerkt: An dem Gerücht, dass Adrian Sutil zu Williams wechseln könnte, ist wohl nichts dran.

Bei Williams zeichnete sich zuletzt ein leichter Aufwärtstrend ab, aber ob sich der Singapur fortsetzen lässt? Ich bin da sehr skeptisch, zumal im Team im Moment durch die vielen Wechsel auch relativ viel Unruhe ist. Lotus, Virgin und HRT werden wie immer nicht zu sehen sein, wobei man Lotus schon im Auge behalten muss, denn die waren in den letzten Qualis schon etwas dichter an Q2 dran als sonst. Tony Fernandes hat im übrigen angekündigt, dass sein Team im nächsten “liefern” muss. Damit meint er keine Siege, aber Punkte sollen es schon werden.

Singapur ist in diesem auch deswegen ein besonderer Grand Prix, weil das Racingblog vor Ort sein wird. Irgendwie muss ja dafür sorgen, dass das Rennen in Singapur jedes Jahr ein neues Highlight hat. Spaß beiseite – das hängt natürlich mit der Kooperation mit Shell zusammen. Wir werden in Singapur ziemlich tief in die Motorentechnik einsteigen und über all diese Dinge gibt es natürlich ausführliche Berichte hier im Blog.

Da ich vor Ort wohl eher internetlos sein werde und zum Zeitpunkt, wenn dieser Artikel erscheint, schon im Flieger Richtung Singapur sitze, wird wie gewohnt Chaos das F1-Ruder übernehmen. Ich werde eventuell Bilder und kurze Infos per Twitter beisteuern, wenn es denn geht. Freue mich sehr auf die Gelegenheit, auch wenn der Aufenthalt kurz sein wird. Donnerstag geht es in den Flieger, Freitag komme ich wegen der Zeitverschiebung an, Montag geht es wieder zurück und die Zeitzonen sorgen dafür, dass sich erst Dienstagvormittag wieder da bin.

Singapur Infos:

Aerodynamik Setup: Höchster Abtrieb
Vollgasanteil: 43% (Niedrig)
Spritladung: 185 kg (Sehr hoch)
Verbrauch: 2.5 kg/Runde (Hoch)
Sprit/Rundenzeit: Bei 10kg Sprit pro Runde 0,35 Sek.
Bremsenanteil: 21% (Normal)
Bremsverbrauch: Sehr hoch
Zeitverlust beim Boxenstopp: 26 Sekunden (Sehr hoch)
DRS-Zone: Messpunkt Ausgangs T3, Aktivierung Ausgangs T5

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April 30 2010

08:00

NASCAR: Vorschau Richmond April/Mai 2010

Nach dem Rennen auf dem Superspeedway von Talladega wird es nun wieder Zeit für Shorttrack-Action. An diesem Wochenende sind der Cup und die Nationwide Series auf dem 0,75-Meilen-langen Richmond International Raceway in Virginia zu Gast; die Trucks fahren in Kansas.

Der Shorttrack in Richmond, Virginia ist wieder eine Strecke mit ganz viel Tradition, denn zum einen ist der Cup hier fast seit Anbeginn seiner Geschichte mit zwei jährlichen Rennen vertreten und zum anderen liegt der Speedway inmitten des NASCAR-Kernmarktes – den Südstaaten. Nach der Superspeedway-Lotterie erwartet uns an diesem Wochenende wohl wieder ein überschaubareres Rennen, welches über eine Distanz von 300 Meilen gehen wird. Das „Crown Royal Presents the Heath Calhoun 400“ trägt seinen Namen wegen der Anzahl der zu fahrenden Runden, welche bei 0,75 Meilen Streckenlänge eben 400 beträgt. Der lange Name rührt von einem Gewinnspiel des Hauptsponsors her, der das April-Rennen regelmäßig nach dem Gewinner benennt. Traditionell finden beide Richmond-Rennen in den USA immer am Samstagabend statt, was für uns wiederum bedeutet, dass wir eine Nachtschicht einlegen müssen. Zunächst ein Überblick über den Richmond International Raceway und seine Geschichte, zitiert aus einer früheren Vorschau:

Seit 1953 fährt der Cup nun schon in Richmond, damals allerdings noch auf einer Halbmeile. 1988 erfolgte dann ein größerer Umbau, der dem Shorttrack die heutige Streckenlänge von 0,75 Meilen (1,21km) in einer D-Form verpasste. 1991 kam schließlich die Flutlichtanlage hinzu, welche seit 1998 auch beim Frühlingsrennen eingesetzt wird. 14° beträgt die Kurvenüberhöhung in den vier Turns und die geschwungene Start/Zielgerade weist immerhin noch 8° auf. Die Backstraight muss dagegen mit 2° auskommen. Eine beeindruckende Statistik betrifft die Zuschauerzahl an der Strecke: Bis zum September 2008, als ein Hurricane das Rennen um einen Tag verzögerte, war der Richmond International Raceway sage und schreibe 32 Meisterschaftsläufe am Stück ausverkauft.

In der NASCAR ist Richmond für gute Shorttrack-Action bekannt, „bumping and banging“ soweit das Auge reicht. Besonders gut konnten das in der Vergangenheit Dale Earnhardt Jr. und Kyle Busch, die sich hier öfter in die Quere kamen. Liegt ein Fahrer in der letzten Runde vorne, bedeutet das nicht automatisch einen Sieg für ihn. Ein enger Zweikampf kann dann auch schon mal etwas hemdsärmelig geführt werden und das hängt hier besonders von der Aggressivität, sowie dem Ruf der Fahrer ab. Fährt ein Mark Martin hinter einem, dann kann man sich fast sicher sein, dass man keinen Schuppser bekommt, der einen die untere Linie kostet. Bei Kyle Busch oder Tony Stewart sollte man lieber schauen, dass man seinen Hintern möglichst weit von der Stoßstange des Verfolgers fernhält. Wie immer gilt die alte Shorttrack- und Superspeedway-Weisheit: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus!“

Richmond gehört wie alle Shorttracks zu den Strecken, die die Bremsen stark beanspruchen. Die Bremsscheiben kann man gerade in der Nacht fantastisch glühen sehen. Um die Renndistanz von 300 Meilen (483 km) bzw. 400 Runden heil zu überstehen, muss fürsorglich mit dem Material umgegangen werden. Das bedeutet, früh vom Gas zu gehen, stiefmütterlich zu bremsen und den Wagen mit dem Schwung durch die Kurve zu tragen. In Turn 2 und Turn 3 bekommt man mit alten Reifen dann schnell Probleme, da die Gegengerade nicht geschwungen ist und man in Turn 2 schnell an der äußeren Mauer ankommt. Der Kurveneingang von Turn 3 gestaltet sich oft etwas eckig und kann für Überholmanöver genutzt werden, wenn es einem gelingt, die „Nase unten reinzustecken“. Das Mitnehmen des Schwungs funktioniert gut bei der Einfahrt in Turn 1, hier kann man den Wagen wunderbar bis zum Scheitelpunkt rollen lassen. Für das Überholen ist es wichtig, aus Turn 4 möglichst viel Schwung mit auf die Zielgerade zu nehmen.

Ich persönlich mag die Strecke in Richmond sehr, sie strahlt irgendwie etwas Besonderes aus. Das ganze Ambiente des Nachtrennens ist wahnsinnig schön anzuschauen und die Strecke gibt mit ihrer Charakteristik auch einiges her; vor allem eben wegen dieser D-Form, welche die beiden Turns so individuell macht. Richmond ist so ein bisschen eine Mischung aus Bristol und Martinsville: Die Kurvengeschwindigkeiten sind halt höher als auf der flachen Büroklammer im selben Bundesstaat, die Bremsen sind aber ebenso wichtig. Vom Fahrgefühl kommt es wiederum Bristol näher, welches zwar schneller ist, aber einen ähnlichen Rhythmus erfordert. Für Spannung könnte sorgen, dass die Strecke in Virginia nicht unbedingt ein Freund der Seriensieger ist. Die Liste der bisherigen Sieger, die gleich von drei Fahrern angeführt wird, verdeutlicht das:

1.Dale Earnhardt Jr, Tony Stewart, Jimmie Johnson (je 3)
2.Jeff Gordon (2)
3. Mark Martin, Joe Nemechek, Kasey Kahne, Clint Bowyer, Jeff Burton, Matt Kenseth, Ryan Newman, Kevin Harvick, Kurt Busch, Kyle Busch und Denny Hamlin (je 1)

Auf den ersten Blick sieht das wieder gefährlich nach einer Hendrick-Dominanz aus, eigentlich sind aber nur Johnsons drei Siege sehr aktuell, er gewann unter anderem 2007 beide Saisonrennen in Richmond. Die Erfolge von Stewart, Dale Jr und Mark Martin liegen mehrere Jahre zurück, als alle auch bei anderen Teams unterwegs waren. Jeff Gordon zählt den Raceway auch nicht unbedingt zu seinen Favoriten, jedoch sind alle Hendricks normalerweise mindestens für die Top5 gut. Martin, Gordon und Stewart zähle ich deshalb trotzdem mit zu den Siegkandidaten. Kurz vor dem Chase 2009 prophezeite ich den lang überfälligen ersten Sieg des Lokalmatadors Denny Hamlin, der schon länger in der Luft lag. Wenn er weiterhin so fantastisch unterwegs ist wie jetzt, dann könnte er die Fahrt in die Victory Lane wiederholen. Hamlin hat sich im Gegensatz zu den ersten paar Saisonrennen massiv gesteigert und trotz einer Knieverletzung schon zwei Saisonsiege auf dem Konto. Vielleicht wird er doch noch eine große Gefahr für Johnson und seinen angestrebten fünften Titel in Folge.

Als weiteren Top5-Kandidaten sehe ich Kyle Busch, der in Richmond konstant ebensolche Platzierungen erreichte. Die drei Chevys von RCR erwarte ich mindestens in den Top10, ihre Konstanz ist bekannt auch wenn es zu Siegen meist nicht reicht. Kevin Harvicks Talladega-Erfolg könnte jedoch der Mannschaft zum Aufschwung verhelfen. Von den Roush-Fenway-Fords erwarte ich an diesem Wochenende nicht allzu viel, dafür ist Richmond einfach nicht das große Ford-Pflaster: Der letzte Ford-Sieg stammt aus dem Jahr 2005, als Kurt Busch noch für Jack Roush unterwegs war. Der letzte Erfolg im April-Rennen datiert gar aus dem Jahr 1999(!), wo Dale Jarrett eine Fahrt in die Victory Lane gelang; Toyota und Chevy sollte man also vorne erwarten. Juan Pablo Montoyas bestes Ergebnis auf dem Richmond International Raceway ist ein zehnter Platz aus dem letztjährigen Frühjahr. Außerdem habe ich noch Sam Hornish Jr auf meiner Beobachtungsliste, denn er konnte im letzten Jahr zwei Top10-Resultate für Roger Penske auf dem Oval einfahren – schon ziemlich erstaunlich.

In der Meisterschaft führt nach wie vor Jimmie Johnson vor dem Rest der NASCAR-Welt, sein Vorsprung ist allerdings nach seinem Talladega-Crash zusammengeschmolzen. Innerhalb von 100 Punkten verfolgen ihn Kevin Harvick (-26), Greg Biffle (-86) und Matt Kenseth (-99). Die beiden Fords werden am Wochenende vermutlich weiter zurückfallen. Die fünft und sechst platzierten Kyle Busch (-160) und Mark Martin (-169) haben eine gute Chance auf das Roush-Duo aufzuholen. Die Top12 komplettieren Kurt Busch (-177), Dale Earnhardt Jr (-181), Denny Hamlin (-185), Jeff Gordon (-193), Clint Bowyer (-237) und Jeff Burton (-241). Diese Chaser werden unmittelbar durch Carl Edwards, Tony Stewart und Martin Truex Jr gejagt, die weniger als 50 Punkte Rückstand auf Platz 12 haben. Joey Logano, Jamie McMurray und Ryan Newman liegen weniger als 100 Punkte hinter Jeff Burton, während Paul Menard und Juan Pablo Montoya die Top20 komplettieren.

Bei den Top35 in der Owner-Wertung ist Robby Gordon wieder drinnen, David Gilliland aber dafür draußen. Die Abstände sind verschwindend gering, da tut sich vermutlich jede Woche etwas. Dazu habe ich hier einen Link zur genauen Übersicht der garantierten Startplätze im hinteren Feld rausgesucht. Die offizielle Meisterschaftstabelle findet man außerdem hier.

Das Nachtrennen startet am Samstag in der Nacht auf Sonntag gemäß der neuen einheitlichen Startzeiten um ca. 1:45 Uhr, FOX überträgt ab 1 Uhr live von der Strecke. Die Nationwide Series fährt schon eine Nacht vorher auf ESPN2, welche ebenfalls um 1 Uhr auf Sendung gehen. Das Cup-Qualifying ist übrigens am Freitagabend ab 23:30 Uhr auf SPEED zu sehen. Generell finden alle Sessions außerhalb des Cup-Rennens am Freitag statt, da kann man schön den ganzen Abend schauen, sofern man denn Zeit hat. Dazu kommen am Sonntagabend ab 18:30 Uhr noch die Trucks auf SPEED, welche an diesem Wochenende in Kansas die IndyCars unterstützen; oder auch andersrum, da Will Power, Scott Dixon und Co ja schon einen Tag vorher fahren.

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