Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

November 01 2013

08:00

NASCAR: Vorschau Texas November 2013

Kopf an Kopf liegend gehen Matt Kenseth und Jimmie Johnson in den drittletzten Lauf der Saison des NASCAR Sprint Cups, auf einem der schnellsten Intermediate-Ovale des Kalenders. Jeff Gordon, Kevin Harvick und Kyle Busch brauchen einen Sieg, wenn sie noch ein Wörtchen um den Titel mitreden wollen.

aaatexas500_13Drei Rennen noch, dann steht der Meister fest! 33 Rennen wurden bereits mehr oder weniger erfolgreich absolviert und trotzdem gehen Matt Kenseth und Jimmie Johnson mit der gleichen Punktezahl auf dem Konto als Führende nach Texas. Der Texas Motor Speedway in Fort Worth gilt als eines der schnellsten Intermediate-Ovale der Saison, weist er doch starke Ähnlichkeiten zu den Speedways in Atlanta und Charlotte auf. Wie diese beiden Strecken besitzt auch das 1995 erbaute Oval eine Kurvenüberhöhung von 24°. Die meisten Siege mit deren drei konnten hier Carl Edwards und Jimmie Johnson einfahren. Von den fünf verbleibenden Meisterschaftsanwärtern scheint hier also Johnson die Nase vorn zu haben, aber Kenseth zeigt sich diese Saison besonders stark auf auf den Intermediate-Ovalen und ist auch hier definitiv ein Siegkandidat. Doch auch auf Kyle Busch sollte man achten, denn die #18 konnte bereits das Frühlingsrennen für sich entscheiden. Stellt sich noch die Frage nach Jeff Gordon und Kevin Harvick. Gordon konnte in Texas bereits ein Mal gewinnen und durch den lang ersehnten Sieg in Martinsville sollte er dieses Wochenende mit einer guten Portion Extra-Motivation an den Start gehen. Kevin Harvick wusste hier bis jetzt nicht wirklich zu überzeugen und wird es in Texas wohl am schwersten haben. 

Doch um den Sieg im AAA Texas 500 werden nicht nur unsere fünf Meisterkandidaten mitreden, es gibt durchaus noch weitere Piloten, die auf dieser Strecke zu beachten sind. Als erstes ist hier der schon weiter oben erwähnte Carl Edwards zu nennen, der in Texas bereits drei Mal in die Victory Lane einfahren konnte, zuletzt im Herbst 2008. Aber auch auf Denny Hamlin sollte man ein Auge haben, denn er gewann beide Rennen in der Saison 2010 und hat beim letzten Rennen in Martinsville einen kleinen Aufwärtstrend erkennen lassen. Auch immer vorn dabei in Texas ist Greg Biffle, der hinter Kenseth und Johnson die beste Durchschnittsplatzierung auf dieser Strecke vorweisen kann und das Frühjahrsrennen 2012 für sich entschied. Im weiteren Kreis befinden sich noch Dale Earnhardt Jr., Clint Bowyer, Martin Truex Jr. und Kurt Busch, die hier fast immer vorn dabei sind, aber – mit Ausnahme von Kurt Busch – noch nie gewonnen haben. Aber wer weiß, vielleicht schafft ja auch Juan Pablo Montoya kurz vor seinem NASCAR-Ende noch seinen ersten Oval-Sieg?

Beim Blick auf die Entry List für das AAA Texas 500 fallen folgende Änderungen auf: Die Wood Brothers nehmen mit der #21 und Trevor Bayne mal wieder teil, während in der #30 von Swan Racing Parker Kligerman sein Cup-Debüt feiert. In der #32 nimmt diese Woche Timmy Hill Platz und Austin Dillon ist nach seinem Start in der #14 in Talladega auch wieder dabei, allerdings dieses Mal in der #33. Alle gemeldeten Fahrer dürfen auch das Rennen unter die Räder nehmen, da nur 43 Teams gemeldet wurden.

In den letzten Tagen haben sich auch wieder einige Neuigkeiten und Gerüchte angesammelt, die ich hier mal kurz erläutern werde:

- Die NASCAR möchte das Qualifying wieder spannender gestalten und dabei mehrere Autos gleichzeitig auf der Strecke haben. Aktuell ist ein Qualifying-Format geplant, wie es bereits auf den Rundkursen seit dieser Saison eingesetzt wird, wo die Fahrzeuge in kleinen Gruppen mit einigen Sekunden Abstand untereinander auf die Strecke geschickt werden. Auf den Superspeedways in Daytona und Talladega soll hingegen eine “drafting session” mit einer Dauer von 45 bis 60 Minuten abgehalten werden, um den Pole-Sitter zu ermitteln. Ob es zu diesem Qualifying-Format kommt, wird aber erst in den nächsten Wochen oder Monaten entschieden.

- Wie ESPNs Allen Bestwick erfahren haben will, wird Ken Shrader sich vom Sprint Cup zurückziehen und dieses Jahr in Homestead sein letztes Rennen absolvieren.

- Michael McDowell wird nächstes Jahr die #95 für Leavine Family Racing fahren, wie das Team am Montag bekannt gab. Außerdem möchte man versuchen, eine komplette Sprint-Cup-Saison zu fahren und ausgewählte Rennen der Nationwide Series zu absolvieren. McDowell wird sein Debüt in der #95 beim nächstjährigen Daytona 500 geben.

Die Vorschau beenden wie immer die aktuellen Stände der Fahrer- und Owner-Wertung und die Auflistung der TV-Zeiten für das Rennwochenende:

Freitag, 01.11.2013
17:30 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 1
19:00 Uhr Nationwide Practice, Fox Sports 1
20:00 Uhr Truck Qualifying, Fox Sports 1
21:30 Uhr Sprint Cup Qualifying, ESPN2
23:00 Uhr Nationwide Final Practice, Fox Sports 2

Samstag, 02.11.2013
01:30 Uhr Trucks Rennen (Winstar World Casino 300), Fox Sports 1 (Green Flag: 01:49)
16:00 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 2
17:00 Uhr Nationwide Qualifying, Fox Sports 2
19:00 Uhr Sprint Cup Final Practice, Fox Sports 2
20:30 Uhr Nationwide Rennen (O’Reilly Auto Parts Challenge), ESPN2 (Green Flag: 20:47 Uhr)

Sonntag, 03.11.2013
20:00 Uhr Sprint Cup Rennen (AAA Texas 500), ESPN & MotorvisionTV (Green Flag: 21:16 Uhr)

302 total views, 290 views today

The post NASCAR: Vorschau Texas November 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 30 2013

23:48

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 31.10.2013

Der wöchentliche Podcast des Racingblog-Teams. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Heute sind wir mal etwas kürzer. Zum einen ist der Krankenstand im Team hoch, zum anderen sind ja viele Serien schon im Winterschlaf. Wir haben aber dennoch viele Themen in der Formel Eins gefunden, inkl. des sehr volatilen Fahrermarktes. Die NASCAR und deren spannendes Finish im Chase wird von uns beleuchtet und dann berichtet Thomas von der V8 Supercars, wo die Meisterschaft ebenfalls extrem eng ist. Zum Schluss folgt noch ein Blick auf die WTCC und die Rahmenrennen der Formel Eins (GP2, GP3, PSC).

Download (MP3, 38 MB)
iTunes
RSS-Feed

Here is the Music Player. You need to installl flash player to show this cool thing!

Dauer: ca. 80 Minuten

00:00:00 F1
00:30:00 NASCAR
00:46:00 V8 Supercars
00:59:00 WTCC

52 total views, 52 views today

The post Racingblog Podcast: Ausgabe vom 31.10.2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 29 2013

08:00

NASCAR: Analyse Martinsville Oktober 2013

Mit 17 Cautions sorgte das Rennen auf dem Short-Track in Martinsville für ordentlich Kleinholz und Reibereien. Jimmie Johnson kam nicht über Platz fünf hinaus und verlor in der Meisterschaft überraschend Punkte gegenüber Matt Kenseth, der als Zweiter hinter dem strahlenden Sieger Jeff Gordon ins Ziel kam.

Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By KrogerVor dem Start in das Rennen des Sprint Cups am Sonntag ging es bereits heiß her: Am Vortag im Truck-Rennen wurde Kevin Harvick von seinem Richard-Childress-Teamkollegen Ty Dillon gedreht und lieferte sich anschließend mit diesem einige Scharmützel. Dem setzte er am Ende noch mit folgender Aussage die Krone auf: “Exactly the reason why I’m leaving RCR, because you’ve got those kids coming up and they’ve got no respect for what they do in this sport and they’ve had everything fed to them with a spoon.” Das hat gesessen! Das sein Boss Richard Childress darüber nicht gerade erfreut war, überrascht wenig. Es wurde sogar schon über einen vorzeitigen Wechsel zu Stewart Haas Racing in die #14 spekuliert, doch das war schnell wieder vom Tisch. Am Sonntag entschuldigte sich Harvick für seine Aussagen und wird auch noch für den Rest der Saison in der #29 von RCR verweilen.

Die Pole auf der kürzesten Strecke des Jahres sicherte sich Denny Hamlin vor Jimmie Johnson. In Reihe zwei starteten Kyle Busch und der überraschend starke Matt Kenseth, der hier eigentlich nie wirklich zurechtkam. Ebenfalls bemerkenswert: David Ragan ging im Ford mit der #34 von Front Row aus Reihe vier auf die 500 Runden. Beim Rennstart konnte Denny Hamlin die Spitze noch behaupten, doch schon in der dritten Runde setzte sich der Favorit Jimmy Johnson in Front und auch Kyle Busch und Matt Kenseth gingen an der #11 vorbei. Als Hamlin sich gerade wieder einsortiert hatte, kam auch schon die erste gelbe Flagge. In Runde sieben traf Carl Edwards eingangs Kurve drei die #31 von Jeff Burton und schickte diesen in einen Dreher. Hinter dem querstehenden Burton kam es zu einigen Auffahrunfällen, in denen der Chevrolet mit der #7 von Dave Blaney so stark beschädigt wurde, dass er in die Garage musste.

Nach dem Restart war Jimmie Johnson zunächst wieder an der Spitze, doch die Toyotas von Joe Gibbs konnten ein hohes Tempo gehen und so setzte sich Kyle Busch in Runde 25 an Johnson vorbei und übernahm die Führung. Sein Teamkollege Matt Kenseth tat es ihm gleich und ging ebenfalls an der #48 vorbei und machte klar, das mit ihm zu rechnen war. Wenig später setzte sich Kenseth sogar an die Spitze und sammelte seine ersten Führungsrunden in diesem Rennen. Kenseth konnte rundenlang in Ruhe Lead Laps sammeln, ehe Carl Edwards in Umlauf 88 erneut für Aufsehen sorgte. Zum wiederholten Male schickte er ein Fahrzeug in Kurve drei in einen Dreher, dieses Mal war der Leidtragende Travis Kvapil, der sein Auto glücklicherweise noch aus der Mauer halten konnte. An der Box konnte Kenseth seine Führung verteidigen und Jeff Gordon holte sich den zweiten Platz von Jimmie Johnson. Den Spitzenplatz musste die #20 beim Restart in Runde 94 aber sofort wieder an die #48 abgeben und auch Juan Pablo Montoya schlüpfte mit durch.

Bis zur Runde 140 dauerte es, bis es erneut zu einer Gelbphase kam. Erneut war es der Eingang zu Kurve drei, aber dieses Mal war Carl Edwards nicht schuld. Bobby Labonte in der #47 räumte die #83 von David Reutimann ab und löste damit die dritte Caution des Abends aus. Beim Restart setzte sich erneut Johnson vor Gordon und Montoya durch. Lange durften die Piloten aber nicht Gas geben, da bereits knapp 20 Runden später Kyle Larson für die nächste Unterbrechung sorgte. Ihm platze sein Chevrolet-Motor, was einen Dreher kurz vor dem Boxeneingang zur Folge hatte. Die Führungsgruppe suchte erneut die Boxencrews auf und Dale Earnhardt Jr. war der große Profiteur, der sich auf Platz zwei schieben konnte. In Umlauf 181 nahmen die Fahrer das Rennen wieder auf, aber nur für eine Runde. Dann kam es in Kurve eins zu einer Kettenreaktion, bei der die Autos von Kasey Kahne und Martin Truex Jr. stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ebenfalls trugen die Fahrzeuge von Denny Hamlin, Aric Almirola und Ken Schrader einige Schäden davon.

Nachdem die grüne Flagge erneut geschwenkt wurde, dauerte es nicht lange, bis diese wieder durch eine gelbe Variante ersetzt wurde. In Runde 204 kam Kurt Busch in seiner #78, beim Versuch Jamie McMurray zu überholen, zu hoch und drehte sich nach innen ab. Dort konnte Mark Martin nicht mehr ausweichen und schlug in die Seite von der #78 ein. Erneut ein glückloses Rennen für die #14. Die Führenden Jimmie Johnson und Matt Kenseth entschlossen sich dazu, draußen zu bleiben, während der Rest des Feldes an die Box kam. Nach dem Restart konnte Matt Kenseth die Führung zum wiederholten Male übernehmen, ehe Travis Kvapil in der #93 sich ausgangs Kurve vier drehte und damit die siebte Caution auslöste. Bis auf Dale Earnhardt Jr. und Kurt Busch entschlossen sich alle Fahrer dazu, ihrer Pitcrew fernzubleiben. Zum Fahren kam man aber auch nach dem Schwenken der grünen Flagge nicht so richtig, da in Runde 229 die bereits achte Gelbphase des Rennens ausgelöst wurde. Dieses Mal wurde David Reutimann von Martin Truex Jr. in Kurve drei umgedreht. Bei dieser Gelbphase trennten sich schließlich die Wege von Jimmie Johnson und Matt Kenseth, denn während die #48 sich frische Reifen holte, blieb die #20 draußen. Damit fiel Johnson auf Platz 16 zurück, während Kenseth die Führung behielt. Diese musste Kenseth allerdings kurz nach dem Restart an Clint Bowyer abgeben.

Nach der achten Caution gab es endlich wieder eine längere Grünphase zu bestauen, in der Matt Kenseth und Juan Pablo Montoya auf ihren alten Reifen einige Positionen verloren. Montoya fand sich einige Runden nach dem Restart sogar auf Platz 27 wieder, mit einer Runde Rückstand. Clint Bowyer konnte sich hingegen besser auf seinen über 100 Runden alten Pneus halten und musste sich lediglich Jeff Gordon geschlagen geben, ehe in Runde 284 die neunte Gelbphase des Rennens durch die #95 von Reed Sorenson ausgelöst wurde, als dieser in Kurve drei ausrollte. An der Box setzte sich Gordon erneut durch und Johnson konnte sich bereits wieder auf Platz zwei vorschieben. Die nächste Unterbrechung ließ erneut nicht lange auf sich warten. Diese wurde in Runde 299 durch ein Teil in Kurve eins ausgelöst, das sich von der #88 gelöst hatte. Matt Kenseth nutzte die Caution auf Platz 15 liegend für einen erneuten Boxenstopp. Viel Zeit, um sich nach vorne zu arbeiten, hatte er nicht, da bereits fünf Runden nach dem Restart die gelbe Flagge erneut in der Luft wedelte. Die #40 von Landon Cassill wurde in Kurve drei von Kasey Kahne umgedreht und Kenseth besuchte anschließend erneut seine Crew, um sich vier frische Reifen abzuholen.

Erneut konnte er diese aber nicht nutzen, da die folgende Grünphase nur drei Runden hielt, denn dann gerieten Kevin Harvick und Ryan Newman bei der Anfahrt auf Kurve eins aneinander und Newman verabschiedete sich rückwärts in die Mauer. Und nun ratet mal, wie lange es bis zu nächsten Caution dauerte: Genau, ganze zwei Runden brauchte es, bis zum 13. Mal die gelbe Flagge geschwenkt wurde. Juan Pablo Montoya machte in der der Anfahrt zu Kurve eins ein 3-wide mit Marcos Ambrose und Martin Truex Jr. auf, bei dem die #56 schließlich in die Mauer geschickt wurde. Jimmie Johnson holte sich frische Reifen und fiel auf Platz 20 zurück, sieben Positionen hinter Kenseth. Nach der grünen Flagge dauerte es erneut nur wenige Runden bis zur nächsten Gelbphase. Dieses Mal war die Ursache ein abgefallener Kühlergrill eines Fords, der mitten auf der Start-/Zielgerade lag. Die beiden Führenden Jeff Gordon und Kyle Busch suchten ihre Pitcrew auf und Pole-Sitter Denny Hamlin konnte die Spitze übernehmen.

Man wollte es kaum glauben, als es danach mal mehrere Runden unter grün weiter ging. Während dieser Phase gerieten Kevin Harvick und Jimmie Johnson etwas aneinander und Danica Patrick machte in den Top Ten auf sich aufmerksam. Ganze 20 Umläufe schaffte es das Feld, unter grün zu absolvieren, bevor Cole Whitt in der #30 die nächste Caution durch einen Reifenplatzer mit nachfolgendem Dreher und Mauereinschlag in Kurve drei auslöste. In der Box konnte sich Denny Hamlin gegen seinen Teamkollegen Matt Kenseth durchsetzen. Die Führung sicherte sich Elliot Sadler in der #55, der nicht an der Box war. Die Spitzenpostion war er sofort nach dem Restart wieder an Kenseth los. Die #20 führte das Feld bis zur nächsten Gelbphase in Runde 380 an. Denn dann drehte sich J.J. Yeley in Kurve drei, nachdem er sich zuvor mit Ricky Stenhouse Jr. angelegt hatte. Die Führenden blieben draußen und so konnte die #20 weiterhin Führungsrunden abspulen.

Ganze 30 Runden währte die folgende Grünphase, dann verirrte sich ein Teil in den Eingang von Kurve eins und löste 86 Runden vor Schluss die 17. und letzte Caution des Abends aus. Alle Fahrer suchten ihre Box für den finalen Stopp auf und Matt Kenseth konnte erneut die Führung behaupten. Nach dem Restart entwickelte sich ein spannender Kampf um den Sieg zwischen Matt Kenseth und Jeff Gordon. Gordon konnte sich 21 Runden vor Schluss die Spitze schnappen und gab diese nicht wieder her und sicherte sich damit seinen lang ersehnten ersten Saisonsieg. Matt Kenseth setzte sich hauchdünn gegen Clint Bowyer durch und ist nun in der Meisterschaft punktgleich mit Jimmie Johnson, der nur auf Platz fünf ins Ziel kam. Danica Patrick belegte nach einem starken Rennen Platz 17.

Für Jeff Gordon war der Sieg immens wichtig, denn er gibt ihm noch eine kleine Restchance auf den Titel. Es dürfte allerdings fast unmöglich werden, die bereits 27 Punkte Rückstand auf das Duo Matt Kenseth und Jimmie Johnson innerhalb der letzten drei Rennen aufzuholen. Ähnliche Restchancen wie Gordon besitzen auch noch Kevin Harvick und Kyle Busch, die 28 respektive 36 Punkte Rückstand auf die Führenden der Meisterschaft haben. Es läuft alles auf ein Duell zwischen Jimmie Johnson und Matt Kenseth um den NASCAR-Titel hinaus, bei dem Kenseth vielleicht sogar als hauchdünner Favorit ins Rennen geht. Denn als nächstes steht mit dem Texas Motor Speedway ein Intermediate-Oval auf dem Programm, auf denen Kenseth so gut wie immer ein Siegkandidat ist.

Alle die inzwischen den Überblick verloren haben, dürfen sich über folgende Links die aktuellen Stände der Fahrer- und Owner-Wertung zu Gemüte führen.

Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By Kroger

60 total views, 54 views today

The post NASCAR: Analyse Martinsville Oktober 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 25 2013

07:00

NASCAR: Vorschau Martinsville Oktober 2013

Inzwischen sollten alle Patienten mit dem “Talladega-Finish-Syndrom” von ihrem Arzt behandelt und wieder zu Hause angekommen sein. Somit ist jetzt alles angerichtet für die siebte Ausgabe im Meisterschaftsduell zwischen Jimmie Johnson und Matt Kenseth auf dem Martinsville Speedway.

GHRS 500_checker rec_SM 500_4-3-13Mit nur 0,526 Meilen Länge stellt der Martinsville Speedway in Virginia die kürzeste Strecke im Kalender des Sprint Cups da. Zur kurzen Streckendistanz gesellt sich noch eine magere Kurvenüberhöhung von 12° und schon ist alles bereit für einige “bump ‘n’ run”-Action. Sein Material schonen und sich aus brenzligen Situationen raushalten, das schaffen traditionell Denny Hamlin und Jimmie Johnson hier am besten. Da Hamlin diese Saison allerdings nicht wirklich in Vollbesitz seiner Kräfte ist, bleibt eigentlich nur Johnson als großer Favorit für den Sieg übrig. Sein Meisterschaftsrivale Matt Kenseth hat hingegen nie wirklich in Martinsville auf sich aufmerksam machen können. Doch besonders nach dem letzten Rennen in Talladega muss er versuchen, den Abstand auf Johnson in der Meisterschaft möglichst gering zu halten, was schwer genug sein sollte. Denn Johnson konnte bereits das Frühjahrsrennen gewinnen und sicherte sich zudem in den letzten neun Herbstrennen fünfmal den Sieg.

Während wir die ganze Zeit nur über Johnson und Kenseth als Meisterschaftskandidaten sprechen, stellt sich die Frage, ob vielleicht noch ein anderer Pilot der lachende Dritte sein kann? Um es kurz zu machen: Höchstwahrscheinlich nicht. Aktuell führt Jimmie Johnson die Meisterschaft mit vier Punkten Vorsprung vor Matt Kenseth an und danach kommt eine gefühlte Ewigkeit nichts. Erst 26 Zähler hinter Johnson finden sich Kyle Busch und Kevin Harvick wieder. Kyle hatte seine Meisterschaftschancen in Kansas sprichwörtlich in Rauch aufgelöst. Und 26 Punkte auf Johnson aufzuholen, dürfte selbst für ihn ein Ding der Unmöglichkeit sein, sofern die #48 keinen Defekt erleidet. Doch selbst wenn die #48 Federn lässt, ist immer noch Kenseth in Lauerstellung. Es müsste schon ein Wunder geschehen, wenn Busch oder Harvick noch eine reale Chance auf den Titel haben sollen. Zusätzlich zur #18 und #29 kann man auch dem dreizehnten Chaser Jeff Gordon noch gewisse Restchancen auf den Titel einräumen. Mit bereits 34 Punkten Rückstand auf Johnson ist das aber eher eine mathematische statt echten Chance. Alle die hinter Gordon kommen, besitzen definitiv keine Möglichkeit mehr auf die Meisterschaft, da Dale Earnhardt Jr. auf Platz sechs hinter Gordon bereits 52 Punkte Rückstand auf den Führenden hat. Hinter ihm reihen sich Greg Biffle, Clint Bowyer, Kurt Busch, Carl Edwards, Ryan Newman, Joey Logano und der glücklose Kasey Kahne ein. Bester Nicht-Chaser ist Jamie McMurray mit 919 Punkten.

Beim Blick auf die 43 Fahrer umfassende Entry List fallen folgende Änderungen ins Auge: Der Toyota von Swan Racing mit der #30 wird dieses Mal von Cole Whitt pilotiert. Im Ford mit der #32 nimmt Martinsville-Spezialist Ken Shrader Platz. Aric Almirola wird dieses Wochenende hingegen nicht wie gewohnt in der #43, sondern – als Ehrung für den ab 2014 Hall of Famer Maurice Petty  – in der #41 an den Start gehen. Kyle Larson tritt nach seinem fulminanten Debüt in Charlotte zum zweiten Mal im Phoenix-Chevy mit der #51 an. Die #55 von MWR wird ab diesem Rennen für den Rest der Saison von Elliot Sadler übernommen, da bei Brian Vickers vor knapp zwei Wochen ein kleines Blutgerinnsel in der rechten Wade gefunden wurde. Auch wieder dabei ist das kleine Team der Leavine-Family mit der #95 und Reed Sorenson am Steuer.

Unter der Woche gab es zwei wichtige Neuigkeiten, die ich hier mal kurz zusammenfassen werde:

- Um das Racing auf Intermediate-Ovalen wieder enger zu gestalten, untersucht die NASCAR aktuell Optionen, um dies für die Saison 2014 umzusetzen. Nach den Testfahrten vom 14. Oktober in Charlotte wurde unter der Woche die Aerodynamik der Autos im Windkanal genauer untersucht. Für die nächste Saison ist bisher angedacht, die minimale Fahrzeughöhe aus den Regeln zu streichen und vielleicht die Spoiler an den Autos etwas zu vergrößern.

- Todd Parrot, der am Mitte Oktober durch den NASCAR-Drogentest gefallen war, wurde als Crew Chief der #43 von Richard Petty Motorsports entlassen. Als Übergangslösung wird Greg Ebert sein Amt übernehmen, während Parrot an dem “road to recovery program” der NASCAR teilnimmt.

Zum Abschluss gibt es nun wie gewohnt noch die aktuellen Tabellen der Fahrer- und Owner-Wertung. Das Goody’s Headache Relief Shot 500 auf dem Martinsville Speedway wird auf ESPN und bei MotorvisionTV zu sehen sein. Anbei noch die genauen TV-Zeiten für das kommende Wochenende:

Freitag, 25.10.2013
15:00 Uhr Trucks Practice, Fox Sports 1
16:30 Uhr Trucks Final Practice, Fox Sports 1
18:00 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 1
21:30 Uhr Sprint Cup Qualifying, Fox Sports 1
23:00 Uhr Trucks Qualifying, Fox Sports 2

Samstag, 26.10.2013
18:00 Uhr Sprint Cup Final Practice, Fox Sports 1
19:30 Uhr Trucks Rennen (Kroger 200), Fox Sports 1 (Green Flag: 19:46 Uhr)

Sonntag, 27.10.2013
18:00 Uhr Sprint Cup Rennen (Goody’s Headache Relief Shot 500), ESPN & MotorvsionTV (Green Flag: 18:43 Uhr)

6 total views, no views today

The post NASCAR: Vorschau Martinsville Oktober 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 23 2013

22:10

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 24.10.2013

Der wöchentliche Podcast des Racingblog-Teams. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Wir sind im heutigen Podcast zu zweit, was Flo die Gelegenheit gegeben hat, ein paar Einblicke in verschiedene technische Bereiche zu geben. Wir starten mit einem kurzen Update zum tödlichen Unfall von Sean Edwards und gehen dann zur IndyCar, die am letzten Wochenende eine Ausfallorgie zu beklagen hatte. Die NASCAR und das etwas merkwürdige Rennen aus Talladega folgen, dann verabschieden wir uns mit etwas schwerem Herzen von der ALMS. Flo gibt zum letzten Lauf der VLN einen Überblick, es folgen die F1, die WEC und noch ein wenig DTM.

Download (MP3, 48 MB)
iTunes
RSS-Feed

Here is the Music Player. You need to installl flash player to show this cool thing!

Dauer: ca. 101 Minuten

00:00:00 IndyCar
00:20:00 NASCAR
00:31:00 ALMS
00:49:00 VLN
01:00:00 F1
01:25:00 WEC/DTM

64 total views, 64 views today

The post Racingblog Podcast: Ausgabe vom 24.10.2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 22 2013

19:23

NASCAR: Analyse Talladega Oktober 2013

Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe von „Sie sind gefahren“! In den Hauptrollen: Jimmie Johnson, Dale Earnhardt Jr, Matt Kenseth und der Sieger Jamie McMurray. Als Showstealer die beiden Foreigner: Marcos Ambrose und Juan Pablo Montoya! Es konnte leider nicht erscheinen: das Finish. Kleiner Gastauftritt von: die Caution.

NSCS_Talladega_PostRace2_102013Das Rennen am Sonntag, welches nicht nur ich als großen Punktemixer angekündigt habe, verhielt sich letztendlich völlig überraschend entgegen aller bekannten Restrictor-Plate-Erwartungen. Das war natürlich zum einen sehr enttäuschend, weil ein wirklich spannendes Finish fehlte. Zum anderen muss man aber froh sein, dass es so gesittet zugegangen ist und niemand verletzt wurde. Die meist latente Risiko bei dieser Art von Racing scheint aber einige Ordner im Trioval nicht wirklich beindruckt zu haben. Auch wenn es leider immer mal wieder vorkommt, dass Autos in den Fangzäunen landen, nutzte das Personal diese Sicherheitseinrichtung vereinzelt als Rückenlehne – unfassbar! Wie schnell die Gefahr dann eben doch real werden kann, zeigte sich in der letzten Caution, die eigentlich niemand wollte.

Insgesamt gab es auf dem Talladega Superspeedway nur magere drei Cautions, wobei man gehofft hatte, dass die NASCAR-Offiziellen dann doch bitte etwas Debris irgendwo auf der Strecke entdecken würden, um die Schlagzahl des Rennens zu erhöhen. Gelbphase #1 kam sehr früh, als dem Start-&-Parker Tony Raines schon in Runde 4 der Motor hochging. Kurz vor Halbzeit schoss dann Marcos Ambrose bei einem Spurwechsel den völlig unschuldigen Juan Pablo Montoya ab und löste damit Unterbrechung #2 aus. Das war es im Prinzip, ansonsten zeigten die Cup-Stars, warum sie in der ersten Liga mitfahren und brachten zahlreiche Three-Wide- sowie einige haarige Four-Wide-Situationen sehr gekonnt ohne Zwischenfälle hinter sich. Das Racing an sich war also trotzdem schön anzusehen.

Die meiste Zeit zeigten sich Jimmie Johnson und Dale Earnhardt Jr an der Spitze des Feldes, zu Anfang immer mal wieder begleitet durch Matt Kenseth, der aber später zu sehr mit dem Handling seines Wagens haderte und schließlich die Top20 verließ. Doch auch der direkte Titelkonkurrent Johnson war gegen Ende nicht zur Stelle, weil er sich bei den letzten Green-Flag-Pitstops fast im Alleingang aus dem Draft löste und seine Boxenmannschaft ansteuerte. Damit fiel er bis zum Cycle-Through natürlich ohne Hilfe weiter ins Hinterfeld zurück. Lediglich Earnhardt konnte wirklich große Ansprüche auf eine Fahrt in die Victory-Lane geltend machen, wurde aber in seinem Vorwärtsdrang – ebenso wie die Erwartungen aller Fans – durch die letzte Caution jäh eingebremst.

Hinter Jamie McMurray und Dale Earnhardt Jr nahmen Austin Dillon und Ricky Stenhouse Jr die letzte Runde in Angriff, wobei sich das Feld an dieser Stelle schon seit einigen Runden im Single-File-Modus befand, um ein letztes Mal durchzuatmen. Stenhouse wollte auf der Gegengerade eine zweite Linie öffnen, wurde aber von Dillon geblockt, welcher sich danach in einen wilden Dreher verabschiedete. Nachdem er den Wagen bei 200 mph wieder in Fahrtrichtung gedreht hatte, krachte ihm Casey Mears so stark von hinten auf das Auto, dass die #14 förmlich in die Luft katapultiert wurde. Zum Glück flog Dillon weder in den Fangzaun, noch überschlug er sich komplett oder wurde von weiteren Fahrzeugen kassiert – ein glimpflicher Ausgang also.

Die NASCAR war leider so nervös auf dem Caution-Knopf, dass sie mit der recht bald ausgelösten Gelbphase ein wirklich spannendes Finish zerstörte. Warum die gelbe Flagge geschwenkt werden musste, war auch im Nachgang nicht ersichtlich: Austin Dillon konnte mit dem eigentlich komplett zerstörten Auto sogar noch mehr als die halbe Runde zu Ende bringen und musste anschließend nicht einmal ins Care-Center, weil er die #14 aus eigener Kraft bis in die Garage pilotierte. Ansonsten standen auch keine Wagen auf der Gegengerade rum, bis zu welcher die Spitze nach einem Finish unter grüner Flagge ohnehin verlangsamt hätte. Als die Caution kam, befand sich niemand in unmittelbarer Gefahr, eine klare Fehlentscheidung also. Andererseits muss man natürlich sagen, dass wenn etwas passiert wäre und niemand eingegriffen hätte, wieder alle laut aufgeschrien hätten.

Von daher freuen wir uns über den nicht unverdienten Sieg von Jamie McMurray, der vor einem starken – aber sicherlich sehr unglücklichen – Dale Earnhardt Jr unter gelb über die Ziellinie rollte. Nach Sichtung der Videoaufzeichnungen bestimmten die NASCAR-Offiziellen Ricky Stenhouse Jr, Paul Menard und Kyle Busch in die Top5 sowie David Ragan, David Gilliland, Martin Truex Jr, Ryan Newman und Clint Bowyer als Top10. Damit zeigte auch Front Row Motorsports wieder einmal, dass sie keinesfalls eine Eintagsfliege auf den Superspeedways sind.

Auch Danica Patrick war lange Zeit stark in den Top10 unterwegs, zerschoss sich aber mit einem komplett vergeigten letzten Green-Flag-Pitstop alle Chancen auf ein angemessenes Ergebnis. Nicht nur, dass sie mit einem extremen Geschwindigkeitsüberschuss durch die Boxengasse pflügte, sie verpasste anschließend auch noch ihren Pitstall und musste natürlich eine Durchfahrtsstrafe für das Speeding absitzen. Dass Patrick sich nicht gleich zwei Runden Rückstand einfing, war da schon ein kleines Wunder. Trotzdem war auf Rang 33 Endstation.

Noch erwähnenswert sind Brad Keselowski und Kasey Kahne, die ebenfalls früh eine Runde verloren, anschließend aber in einem Rennen innerhalb des Rennens an der Spitze um den Lucky-Dog kämpften. Leider vergeblich, da die ersehnte Gelbphase endlos auf sich warten ließ.

In der Meisterschaft drehte das Talladega-Rennen zwar die Tabellenführung, allerdings nur um wenige Zähler, da Jimmie Johnson (13.) nur sieben Plätze vor Matt Kenseth (20.) ins Ziel kam. Der Vorsprung von Johnson beträgt daher nur vier winzige Pünktchen. Aufgeholt haben mir ihren guten Resultaten auch Kyle Busch (-26) sowie Dale Earnhardt Jr (allerdings noch -52), die zwei bzw. drei Ränge aufrücken konnten.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Es folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Talladega Superspeedway on October 20, 2013 in Talladega, Alabama. 291422 NSCS_Talladega_Greenflag_102013 NSCS_Talladega_Race1_102013 NSCS_Talladega_Race2_102013 NSCS_Talladega_Race3_102013 NSCS_Talladega_Race4_102013 NSCS_Talladega_Race5_102013 NSCS_Talladega_PreRace_DanicaPatrick_102013 NSCS_Talladega_Race6_102013 291432 NSCS_Talladega_PostRace1_102013 NSCS_Talladega_PostRace2_102013 NSCS_Talladega_Race10_102013 NSCS_Talladega_Race9_102013

298 total views, 298 views today

The post NASCAR: Analyse Talladega Oktober 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 15 2013

11:24

NASCAR: Analyse Charlotte Oktober 2013 / Gedanken zur Aerodynamik / Status bei Michael Waltrip Racing

Da dominieren die Piloten von Hendrick Motorsports gemeinsam 313 von 334 Runden in Charlotte und am Ende gewinnt etwas überraschend Brad Keselowski. Bei nur vier Gelbphasen und einer Menge Green-Flag-Racing zeigte sich dieses Mal das große Problem des Sprint Cups vollumfänglich: die Clean- bzw. Dirty-Air beim Gen6!

NASCAR_NSCS_CMS_Brad_Keselowski_Win_BurnoutViel Spannung bot das letzte Nachtrennen der NASCAR-Saison nun wahrlich nicht auf, vor allem der zweiten Rennhälfte fehlten nahezu komplett die Cautions. Einige Gelbphasen hätten dem Rennen aber wirklich gut getan, wie man so schön sagt, denn mit der Hilfe von etwas Mystery-Debris wäre das Feld vermutlich nicht so weit auseinandergezogen worden. Zum Schluss befanden sich nur noch 13 Autos in der Führungsrunde, was man einer späten Caution zu verdanken hatte, sonst wären es maximal nur noch die Top10 gewesen. Das alles zeigte deutlich: Der Sprint Cup muss dringend die Aerodynamik des Gen6 überarbeiten! Doch darauf komme ich später im Artikel noch einmal zurück und werde ebenso auf die sich überschlagenden Ereignisse bei Michael Waltrip Racing eingehen. Zunächst lassen wir das Rennen vom Wochenende kurz Revue passieren:

325 Umläufe überbot man sich bei Hendrick Motorsports boxenstoppbereinigt an der Spitze des Feldes und ließ sich so sage und schreibe 313 von 334 möglichen Führungsrunden gutschreiben. Polesitter Jeff Gordon befand sich nur bis zur ersten Gelbphase in der Spitzenposition und übergab danach an Dale Earnhardt Jr, welcher allerdings mit Müll auf seinem Kühlergrill haderte und daraufhin Kasey Kahne passieren ließ. Weil Junior sein Debris an dessen Heck nicht abschütteln konnte, fiel er weiter zurück und probierte es schließlich erfolgreich bei Jimmie Johnson. Die so wichtige Track-Position war allerdings weg und weil die #88 später erneut etwas aufsammelte und ihr letztendlich in der Nacht das Handling abhandenkam, war im Jubiläumsrennen von Earnhardt leider nur Rang 15 drin.

An einer Fahrt in die Victory-Lane zeigten sich grundsätzlich Jimmie Johnson (130) und Kasey Kahne (138) am interessiertesten, die bis zur vierten, letzten und damit auch entscheidenden Caution in Runde 308 die meisten Umläufe in Führung verbracht hatten. Die Ausgangslage beim Auffinden des mysteriösen Debris präsentierte sich wie folgt: Johnson und Kahne verfolgt durch Kyle Busch und Matt Kenseth, die den Hendrick-Piloten als einzige Mitstreiter Konkurrenz bieten konnten. Dahinter lauerten Brad Keselowski und Jeff Gordon auf ihre Chance. Bei Kahne und Gordon versuchten es die Crew-Chiefs mit nur zwei neuen Reifen, was beide Fahrer vor Johnson, Kenseth, Busch und Keselowski in die erste Reihe für den Restart spülte.

Es folgte die einzig spannende Phase des Rennens – die Schlussphase über 23 Runden: Jimmie Johnson vergab seine Siegchance direkt beim Restart mit Übersteuern zwischen Turn 1 und 2. Zwar verlor er gleich einige Plätze, konnte sich aber bis zur karierten Flagge noch bis auf Rang 4 nach vorne arbeiten. Unterdessen fiel aber Jeff Gordon (7.) zurück, dem die nur zwei neuen Reifen weniger gut bekamen als seinem Teamkollegen an der Spitze. Sogar Kyle Busch (5.) und Kevin Harvick (6.) schoben sich noch an Gordon vorbei. Vorne lag plötzlich das Auto von Brad Keselowski wie ein Brett auf der Straße und so arbeitete sich der (nicht mehr lange) amtierende Champion zunächst nach fünf Runden an Matt Kenseth (3.) vorbei und fuhr anschließend Sturm auf Kasey Kahne, der zuvor noch vom Kampf um Position 2 profitieren konnte.

Mit seinen nur zwei neuen Reifen hatte Kasey Kahne (2.) aber schließlich keine Chance gegen den frischer bestückten Brad Keselowski, auch wenn sich beide Piloten rundenlang ein sehenswertes Duell lieferten. Neun Runden vor dem Ende war die Suppe dann ausgelöffelt und Keselowski das erste Mal in diesem Jahr in die Victory-Lane gefahren. Diesen Sieg hat Brad sich wirklich verdient, da er ihn auf der Rennstrecke erkämpfen konnte. Wie gut sein Penske-Ford in den Schlussrunden lag, zeigte seine Herkunft beim Restart. Innerhalb von nur 14 Runden fuhr er die blaue #2 von Rang 6 an die Spitze – eine beeindruckende Leistung! Dabei hatte er es auch im Rest des Rennens nicht einfach, da er von Startplatz 23 kam und bei einem Boxenstopp noch eine Strafe kassierte, weil er den Wagenheber eine Runde mit um die Strecke nahm.

Der Erfolg von Brad Keselowski war zudem der erste Sieg eines Nicht-Chase-Teilnehmers seit Kasey Kahne in Phoenix 2011. Weil die Playoff-Meute jedoch direkt hinter ihm einfuhr, ergab sich keine nennenswerte Verschiebung in der Meisterschaftstabelle. Diese ist aber am nächsten Wochenende in Talladega nahezu garantiert.

Vielleicht sollte ich unseren Debütanten Kyle Larson noch kurz erwähnen, der leider mit einem Motorschaden in Runde 247 ausschied. Larson konnte sich bis dahin allerdings exzellent verkaufen und hielt sich über weite Strecken der Nacht in den Top20 auf. Wenn er in Martinsville noch so ein gutes Resultat einfahren kann, muss ich meine Bedenken zu einem möglicherweise verfrühten Cup-Einsatz wohl zurückziehen.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Es folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Wie versprochen folgen nun noch einige Gedanken zum Thema Aerodynamik: Am Wochenende zeigte sich sehr deutlich, dass es derzeit nahezu unmöglich ist, den Führenden mit seinem Bonus der Clean-Air zu überholen. Erst wenn der Spitzenreiter selbst in die Dirty-Air der zu überrundenden Fahrzeuge gerät, bekommen die Verfolger wieder eine theoretische Chance. Das Problem ist dann nur, dass die Führung zu diesem Zeitpunkt bereits auf einige Sekunden angewachsen ist. Immerhin haben die NASCAR-Offiziellen dies erkannt und arbeiten derzeit fieberhaft an einer Verbesserung des Wettbewerbs auf der Strecke. Direkt nach dem Rennen in Charlotte fanden umfangreiche Testfahrten mit vielen Teams statt, bei denen insgesamt sieben Neuerungen evaluiert wurden.

Da die NASCAR sich häufig sehr bedeckt hält, was interne Prozesse angeht, gerieten bisher nur einige wenige Experimentierfelder an die Öffentlichkeit. So spielt man zurzeit mit veränderten Größen der Spoiler an Heck, Kofferraum und Dach. Nun ergibt sich allerdings ein Problem, denn natürlich produzieren diese Luftleitbleche eine Menge Dirty-Air, gleichzeitig sind sie aber äußerst wichtige Sicherheitsfeatures. So verhindern die Kofferraum- und Dachspoiler gemeinsam mit den Roof-Flaps, dass sich die Fahrzeuge bei einem Dreher jenseits von 150 mph plötzlich in die Luft erheben und überschlagen. Weiterhin stabilisieren sie gemeinsam mit dem Heckspoiler die Wagen in den Turns, damit die Autos diese Geschwindigkeiten überhaupt erst gefahrlos erreichen können.

Ob die NASCAR das Überholproblem also mit einem Spoiler-Tweaking lösen kann, bleibt abzuwarten. Zusätzlich steht daher auch die umstrittene minimale Fahrzeughöhe auf dem Prüfstand, für deren Einhaltung vor und nach dem Rennen die Teams Unsummen in Form von Spezialdämpfern und -federn ausgeben. Ich sehe derweil schon die ersten Boxenstopps misslingen, weil der Wagenheber plötzlich nicht mehr unter das Auto passt, denn die Grundidee ist klar: Im Normalfall möchte man das Auto so tief wie möglich auf die Strecke drücken, damit man durch die überströmende Luft ein Maximum an Downforce generieren kann. Grundsätzlich ist eine Liberalisierung hier wünschenswert, um die Kosten zu drücken. Dass aber weniger Dirty-Air hinten austritt, ist unwahrscheinlich.

Weiterhin sind übrigens Testfahrten auf dem Texas Motor Speedway geplant, einem weiteren 1,5-Meilen-Oval und damit dem Kernproblem des Gen6. Hoffen wir, dass es den NASCAR-Offiziellen bis zum Beginn der nächsten Saison gelingt, den Wettbewerb auf der Strecke zu verbessern. Ich sehe bei der Aerodynamik leider wenig Handlungsspielraum und würde stattdessen lieber auf mehr Variabilität beim mechanischen Grip setzen – sprich den Reifenhersteller Goodyear in die Pflicht nehmen.

Drunter und drüber geht es derzeit auch bei Michael Waltrip Racing, wo die Verantwortlichen nach dem Wochenende reinen Tisch machen wollten und sich prompt mit weiteren Schwierigkeiten konfrontiert sahen: 2014 wird MWR nun nach dem Ausstieg von Sponsor NAPA an der #56 nur noch mit zwei Vollzeitautos an den Start gehen. Den zugehörigen Piloten Martin Truex Jr hatte man ja zuvor schon für Verhandlungen mit anderen Teams mehr oder weniger freigestellt, da der dritte Wagen nur noch auf Teilzeitbasis eingesetzt werden soll, u. a. mit Teamchef Michael Waltrip im Daytona 500. Truex besitzt unterdessen glücklicherweise eine gute Chance, bei Furniture Row Racing einzusteigen, die immer noch auf der Suche nach einem Ersatz für den scheidenden Kurt Busch sind.

Dann kam die Nachricht oder sagen wir besser Hiobsbotschaft, dass Brian Vickers mindestens bis zum Saisonende ausfällt, da bei einem medizinischen Check ein Blutgerinnsel in seiner rechten Wade gefunden wurde. Da die Ärzte ihn sofort auf blutverdünnende Medikamente setzten, darf er aufgrund des erhöhten Risikos bei einem etwaigen Unfall und dabei möglicherweise auftretenden Blutungen selbstverständlich kein Rennauto mehr bewegen.

Für Vickers ist dies unterdessen keine unbekannte Diagnose, da er schon 2010 ein halbes Jahr aufgrund von Blutgerinnseln in Lunge und Beinen aussetzen und sogar eine Herz-OP über sich ergehen lassen musste. Die gute Nachricht ist aber, dass die Ärzte nur von einem vergleichsweise kleinen Rückschlag ausgehen und für 2014 positiv gestimmt sind. In Talladega wird Michael Waltrip die #55 planmäßig pilotieren, die Bekanntgabe eines Ersatzmannes für den Rest des Jahres steht allerdings noch aus. An dieser Stelle wünschen wir Brian eine schnelle Genesung!

nascar_nscs_cms_goo_goo_dolls_concert_101213_1 NASCAR_NSCS_CMS_Goo_Goo_Dolls_Concert_101213_2 NASCAR_NSCS_CMS_101213_Gordon_Lead NASCAR_NSCS_CMS_Green_Flag_101213 NASCAR_NSCS_CMS_101213_Gordon NASCAR_NSCS_CMS_101213_Jimmie_johnson_Pit_Stop NASCAR_NSCS_CMS_101213 NASCAR_NSCS_CMS_101213_Hamlin NASCAR_NSCS_CMS_101213_Kyle_Busch NASCAR_NSCS_CMS_101213_Mark_Martin NASCAR_NSCS_CMS_101213_Matt_Kenseth NASCAR_NSCS_CMS_101213_Larson NASCAR_NSCS_CMS_101213_Keselowski_Burnout NASCAR_NSCS_CMS_Brad_Keselowski_Win_Burnout NASCAR_NSCS_CMS_Brad_Keselowski_Win

390 total views, 390 views today

The post NASCAR: Analyse Charlotte Oktober 2013 / Gedanken zur Aerodynamik / Status bei Michael Waltrip Racing appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 11 2013

05:15

NASCAR: Vorschau Charlotte Oktober 2013

Am Wochenende legen die NASCAR-Piloten den letzten Stein für die Halbzeit des diesjährigen Chase, wenn zudem das letzte Nachtrennen der Saison auf dem Charlotte Motor Speedway ausgetragen wird. Wir schauen in dieser Vorschau auf die Situation an der Tabellenspitze und beschäftigen uns auch kurz mit den Verfolgern.

boa500_10Unglaublich: Da ist man mal ein Wochenende in Italien und die NASCAR zieht ein wahnsinnig spannendes Rennen ab! Vielleicht sollte ich öfter verreisen, damit ihr mal unterhaltsame Sonntage verbringen könnt… ;o) Der Alternativvorschlag wäre, dass Goodyear weiterhin so „tolle“ Neuentwicklungen mit an die Strecke bringt wie diesen Multi-Zone-Tread-Reifen, der sein Pensum komplett erfüllt hat oder auch nicht – je nachdem aus welchem Blickwinkel man die ganze Sache betrachtet. Ob die neue Technologie an diesem Wochenende in Charlotte zum Einsatz kommen wird, ist mir leider nicht bekannt. Zumindest in Atlanta hat der Pneu eigentlich ganz gut bei nächtlichen Temperaturen funktioniert und viele verschiedene Strategien zugelassen, aber die Streckenbeläge sind halt schon wahnsinnig unterschiedlich.

Zunächst ein paar Eckdaten zum Charlotte Motor Speedway und dem Rennen am Wochenende: Zum letzten Mal in dieser Saison wird ein Nachtrennen ausgetragen und zwar auf der Strecke, welche direkt in der NASCAR-Hauptstadt liegt: 99,9% der Teams (alle außer Furniture Row Racing) operieren rund um das 1,5-Meilen-Intermediate-Oval mit 24 Grad Banking. Gemeinsam mit Atlanta und der noch recht jungen Strecke in Texas bildet Charlotte quasi die Speerspitze der Quad-Oval-Cookie-Cutter-Speedways. Das heißt, sie sehen sich so ähnlich, als wären sie mit einer Plätzchenform aus dem Kuchenteig gestanzt worden. Da zudem 50% aller Chase-Rennen auf 1,5-Meilern ausgetragen werden, muss man hier besonders fit sein, wenn der Pott anschließend das eigene Trophäenzimmer aufwerten soll.

Ein Name, der da spontan ins Bild ragt, ist definitiv Jimmie Johnson: Vom fünfmaligen Cup-Champion sagt man nämlich gerne, dass Charlotte sein Wohnzimmer sei und sechs Siege in ca. 10 Jahren sprechen da schon eine deutliche Sprache. Zudem gewann Johnson noch zwei Mal das All-Star-Rennen jeweils eine Woche vor dem Coca-Cola 600. In der Meisterschaft ist er trotz allem derzeit der konstanteste und kompletteste Fahrer, auch wenn er derzeit winzige drei Pünktchen hinter Tabellenführer Kenseth zu finden ist.

Matt Kenseth musste letzte Woche in Kansas einige Federn lassen und konnte mit einer Kevin-Harvick-Gedächtnis-Platzierung in Form von Rang 11 wertvolle Punkte im Titelkampf retten. Noch einmal darf ihm ein Ausrutscher außerhalb der Top10 aber nicht passieren, dafür macht Johnson derzeit zu wenig Fehler. Unterschätzen sollte man Kenseth aber niemals nicht, denn immerhin holte er fünf seiner sechs Saisonsiege auf eben jenen, so wichtigen 1,5-Meilen-Ovalen. Am Wochenende könnte sich pünktlich zur Halbzeit zeigen, ob Kenseth oder doch Johnson die besseren Karten für den Rest der Playoffs auf der Hand hat.

Dagegen hat Kyle Busch (-35) vorerst sein Blatt aus der Hand gegeben, nachdem er in Kansas ein wahres Desaster erlitt und mit einem eigentlich Chase-zerstörenden DNF nach Unfall ausschied. In der Meisterschaft kostete ihn dies wertvolle Plätze, denn er ist nun auf Rang 5 hinter Kevin Harvick (-25) und Jeff Gordon (-32) abgerutscht. Diese kleine aber feine Gruppe bildet derzeit das Verfolgerfeld der beiden Favoriten an der Spitze und kann sich jederzeit mit einer Fahrt in die Victory-Lane wieder vorne ins Spiel bringen. Das zeigte nicht zuletzt Harvick am letzten Wochenende mit seinem dritten Saisonerfolg.

Die Top13 teilen sich an dieser Stelle in zwei ungleichgroße Gruppen auf, denn für Greg Biffle (-44) auf Rang 6 ist es bis zur roten Chase-Laterne in Händen von Kasey Kahne (-83) ein fast genauso weiter Weg nach hinten wie nach vorne an die Spitze. Dazwischen warten mit Kurt Busch (-47), Dale Earnhardt Jr (-54), Clint Bowyer (-55), Joey Logano (-59), Carl Edwards (-60) und Ryan Newman (-73) nicht wenige Piloten immer noch auf ihren ersten Saisonsieg. Wo genau ihr nun schon die Linie ziehen wollt, ab welcher der Kampf um den Titel nahezu aussichtlos ist, bleibt komplett euch überlassen. Ich schreibe jedenfalls niemanden komplett ab, da mit Talladega und Martinsville noch zwei Kleinholzstrecken direkt aufeinander folgen.

Ich gebe aber gerne zu, dass für die genannten Verfolger vermutlich schon mehr als eine erste (oder weitere) Fahrt in die Victory-Lane des Jahres 2013 her muss. Schön wäre so ein Erlebnis sicher für Dale Earnhardt Jr, der an diesem Wochenende bereits sein Cup-Rennen #500 feiern wird und zuletzt recht starke Ergebnisse einfahren und sich viele Führungsrunden gutschreiben lassen konnte.

Nicht so rosig sieht es derweil für Travis Kvapil aus, der am Dienstag von der Polizei wegen eines mutmaßlichen häuslichen Angriffs auf seine Frau verhaftet wurde. Zwar befindet Kvapil sich derzeit gegen Zahlung einer Kaution wieder auf freiem Fuß, aber ob BK Racing ihn in der Nacht von Samstag auf Sonntag in die #93 setzen wird, steht zur Stunde noch aus. Besonders pikant ist die Tatsache, dass sein Rennstall ungefähr zur Zeit des Vorfalls ein Bild der eigenen beiden Rennwagen auf Twitter postete, welche mit Schleifen versehen waren, die auf Brustkrebsvorsorge und die Prävention von häuslicher Gewalt aufmerksam machen sollten. Aua, ein blöderes Timing kann man dann auch nicht erwischen!

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und einen Zeitplan für das TV-Programm vom Rest-Wochenende. Die ersten Trainingssessions und das Cup-Qualifying sind aufgrund des Nachttermins schon am gestrigen Donnerstag über die Bühne gegangen.

Freitag, 11.10.
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, FOX Sports 2
22:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, FOX Sports 2
00:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, FOX Sports 2
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Dollar General 300), ESPN2 ab 1 Uhr

Samstag, 12.10.
01:30 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Bank of America 500), ABC / Motorvision TV ab 1 Uhr

464 total views, 452 views today

The post NASCAR: Vorschau Charlotte Oktober 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 09 2013

22:56

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 10.10.2013

Der wöchentliche Podcast des Racingblog-Teams. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Aaaaannnnd we are back ;) Leider musste der Podcast in den letzten beiden Wochen ausfallen. Schuld waren Urlaube, Krankheiten und dieses Dings, das man Arbeit nennt ;) Jetzt sind wir wieder da und haben gleich ein volles Programm. Wir schauen auf die Formel Eins in Korea und Japan, das amüsante Rennen der NASCAR in Kansas wird ebenfalls besprochen. Ernster wird es bei der IndyCar nach dem Horror-Unfall von Dario Franchitti in Houston. Wir fragen uns, ob es nicht bessere Lösungen als Fangzäune gibt. Das große Rennen der V8 Supercars in Bathurst steht danach auf dem Programm, am Schluss folgt ein Blick auf das Saisonfinale der BTCC.

Eine kleine Anmerkung: Ich hab mich bei der Anmoderation mit dem Datum vertan, also nicht wundern ;)

Download (MP3, 50 MB)
iTunes
RSS-Feed

Here is the Music Player. You need to installl flash player to show this cool thing!

Dauer: ca. 110 Minuten

00:00:00 F1
00:32:00 NASCAR
00:45:00 IndyCar
01:08:00 V8 Supercar
01:33:00 BTCC

84 total views, 84 views today

The post Racingblog Podcast: Ausgabe vom 10.10.2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 08 2013

05:44

NASCAR: Analyse Kansas Chase 2013 – Chrash, boom, bang

Eine regelrechte Caution-Orgie sorgte für ein interessantes Rennen der NASCAR. Und dann brannte auch noch ein Busch. Allerdings ein richtiger, nicht einer der Brüder.

Hollywood Casino 400Kalte Temperaturen, eine neue Asphaltdecke und mal wieder Reifenprobleme von Goodyear sorgten auf dem Oval in Kansas für einen sehr abwechselungsreichen Renntag, bei man allerdings ein wenig Geduld mitbringen musste. Denn 15 Cautions waren dann doch etwas viel für ein Rennen, auf der anderen Seite beschweren wir uns das halbe Jahr über langweilige 1,5-Meilen-Ovale, auf denen nichts los ist. Dann doch lieber etwas mehr Abwechslung, wobei einige Unfälle wirklich nicht schön aussahen. Der Spannung im Chase hat das Rennen ein wenig geholfen.

Schuld an den ganzen Cautions der NASCAR waren, glaubt man den Fahrern, zu einem großen Teil die Reifen. Goodyear hatte zum dritten Mal in diesem Jahr die sogenannten “Zone Tread”-Reifen für die linke Seite mit nach Kansas gebracht. Auf dem neuen, eher rutschigen Asphalt geben die Reifen etwas mehr Grip, was die Belastungen auf der rechten Seite etwas reduziert. Dadurch entstand aber wohl ein neues Problem, was sich meist ausgangs der Kurven zeigte. Sobald der Druck am Ausgang der Kurve auf die rechte Seite wieder etwas nachließ, neigten die Autos zum Übersteuern, was diverse Dreher verursachte. Praktisch jeder Fahrer hatte mindestens einen “close call”.

Aber ganz schuldlos waren die Fahrer auch nicht. Gleich in der ersten Runde erwischte es Danica Patrick, die in der ersten Kurve rechts abbog und ziemlich heftig in die Safer Wall einschlug. Der Wagen war komplett zerstört, der Tag für Danica damit gelaufen. Immerhin musste sie dann nicht weitere vier Stunden im Auto sitzen. So lange dauerte es nämlich, bis am Ende endlich der Sieger feststand.

An der Spitze ging es während des Rennens recht bunt zu. Zunächst konnte sich Pole-Sitter Kevin Harvick an die Spitze setzen, meist gefolgt von Dale Earnhardt Jr. und Jimmie Johnson. Nach einem Drittel des Rennens hatte sich der bisherige Dominator des Chase, Matt Kenseth, die Führung geschnappt, doch lange konnte er sich dort nicht festsetzen. In einer der vielen Caution handelte er sich eine Strafe wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Box ein. Von dem Desaster konnte er sich bis zum Schluss nicht erholen. Nach dem Rennen klagte er über einen schwer zu fahrenden Gibbs-Toyota.

Überhaupt war es nicht das Wochenende der Gibbs-Mannschaft. Hamlin blieb erneut hinter den Erwartungen zurück und Kyle Busch, immerhin aussichtsreich im Chase positioniert, haderte mit sich, dem Wagen, den Reifen und den Mitstreitern. Im Verlauf des Rennens gelang es ihm nicht wie gewohnt, in die Top 3 zu fahren, nach einem Restart gegen Mitte des Rennens versuchte er Montoya zu blocken, der ihn auf der unteren Linie überholen wollte. Montoya touchierte Busch, der sich in einen langen Dreher verabschiedete. Immerhin sammelte er im dichten Feld niemanden auf. Für seinen Ausfall sorgte er ein paar Runden später, als er in Turn 1 massiv in die Mauer einschlug. Der Toyota war vorne komplett platt, Busch selber konnte aber aussteigen. Nach dem Rennen gab er erst Montoya einen mit (“Den werden wir nicht vermissen”), dann Goodyear (“Schlechter Reifen”), bevor er schnell nach Hause flog.

Die kurioseste Caution kam dann in Runde 156, als plötzlich dichter Rauch über Turn 1 zog. Am Rande der Strecke brannte plötzlich eine Hecke und der Qualm vernebelte die Sicht. An eine Caution aus diesem Grund konnten sich die Veteranen auch nicht erinnern.

In der Schlussphase des Rennens hatte sich Noch-Meister Brad Keselowski an die Spitze gesetzt und behauptete diese problemlos. Doch dann machte das Team einen schwer zu verstehenden Fehler und ließ Keselowski zu lange draußen. Dies hatte zur Folge, dass ihm der Spirt ausging und er gerade noch so an die Box rollen konnte. Bis der Tank voll und der Motor wieder gestartet war, hatte der Penske-Mann zwei Runden verloren. Offensichtlich hatte man sich in Sachen Verbrauch verrechnet oder beim Stopp zuvor war weniger Sprit in den Tank geflossen, als man gedacht hat.

Kaum war Keselowski wieder im Rennen, zerlegte Brian Vickers seinen MWR-Toyta nachhaltig ausgangs Turn 2. Der Einschlag war heftig, der Wagen zerstört, aber auch Vickers konnte unverletzt aussteigen. Die schweren Unfälle glichen sich sehr. Ein Fahrzeug, allein, niemand rechts, links oder knapp dahinter, und doch rutschten die Autos plötzlich über die Hinterachse raus und waren nicht mehr zu kontrollieren. Ein “Save” war offenbar nicht mehr möglich, nachdem der Wagen einmal den Grip verloren hatte. Ob Goodyear die “Zone Tread”-Reifen in diesem Saison noch mal unverändert an den Start bringen wird, darf bezweifelt werden.

Die Endphase des Rennens verlief dann ruhig. Kevin Harvick gewann den letzten Restart, dahinter positionierte sich Kurt Busch, der wegen eines Unfalls im Training vom letzten Startplatz aus ins Rennen gegangen war. Hinter Busch kam Jeff Gordon ins Ziel, der allerdings nach dem Rennen einiges mit Busch zu diskutieren hatte. Man war im Rennen zwei Mal aneinander geraten, was man nach dem Rennen dann (friedlich) besprach.

Hinter Gordon lautete die Reihenfolge Logano, Edwards, Johnson. JJ musste in der letzten Runde seinen Motor abstellen, weil dieser wohl den Geist aufgegeben hatte. Es folgten Menard, Junior, Ambrose und Amirola. Matt Kenseth kam auf P11.

Im Chase hat sich Johnson an Kenseth ran gerobbt, dessen Vorsprung nur noch drei Punkte beträgt. Dahinter liegt nun Kevin Harvick, dem 25 Punkte auf Kenseth fehlen. Mehr Abstand haben schon Gordon (-32), Kyle Busch (-35) und Greg Biffle (-44). Die Chancen von Harvick, Gordon und Busch sind zwar noch intakt, aber wenn Kenseth und Johnson weiter so regelmäßig punkten, dürfte es schwer werden. Aber mit dem Rennen in Talladega folgt ja noch ein Lauf, der den Chase stark verändern kann. Am kommenden Samstag geht es erst einmal nach Charlotte zum Nachtrennen.

Stand Fahrer (pdf)
Stand Owner (pdf)

Hollywood Casino 400 Hollywood Casino 400 Hollywood Casino 400 Hollywood Casino 400 Hollywood Casino 400 Hollywood Casino 400 Hollywood Casino 400 Hollywood Casino 400 Hollywood Casino 400 Hollywood Casino 400 Hollywood Casino 400

300 total views, 290 views today

The post NASCAR: Analyse Kansas Chase 2013 – Chrash, boom, bang appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 04 2013

06:27

NASCAR Vorschau: Kansas 2013

Die NASCAR fährt dieses Wochenende in Kansas. Allein namensmäßig ist die Strecke natürlich prädestiniert für Matt “Mad Kansas” Kenseth, der das Rennen im Frühling gewann. 

Kansas SpeedwayDoch zunächst ein paar Worte zum Rennen in Dover. Es war eine zähe und teilweise langweilige Angelegenheit. Ein potentieller Spritpoker wurde gegen Ende durch eine recht fragwürdige Gelbphase verhindert und so stand nach dem Rennen wenig überraschend Jimmie Johnson als Sieger da. Hinter ihm kamen Earnhardt, Logano, Gordon, Harvick und Kenseth ins Ziel.

Im Chase zeigt sich schon jetzt ein kleiner Bruch in der Punktetabelle zwischen Platz 3 und Platz 4. Während Kenseth, Johnson und Busch nur zwölf Punkte auseinander liegen, fehlen dem 4. (Harvick) schon 27 Punkte. Das ist natürlich nicht unaufholbar, aber schon ein gewisser Abstand. Sollte sich dieser Trend auch auf dem Kansas Speedway fortsetzen, kann man wohl davon ausgehen, dass die Drei den Titel unter sich ausmachen.

Die

Tags: NASCAR Rennen

September 27 2013

06:15

NASCAR: Vorschau Dover September 2013

Am Wochenende steht Chase-Rennen #3 auf dem Programm, wenn der Sprint Cup die „Monster Mile“ in Dover unsicher macht. Steht uns ein weiterer Sieg durch Matt Kenseth bevor oder können die anderen Playoff-Teilnehmer endlich zurückschlagen? Am ehesten kommen zumindest die direkten Verfolger von Kenseth in Betracht.

aaa_400Wow, wir sind in Woche Nr. 3 des Chase und zur Abwechslung ist zwischen zwei Rennen mal so gut wie gar nichts passiert, über das es großartig zu berichten lohnt. Auf der anderen Seite kommt die Verschnaufpause nach den Playoff-Wirren des gesamten Monats nicht nur den Beteiligten gerade recht. Unter der Woche gab es dafür aber ein paar Sponsorenankündigungen, zu denen ich allerdings später kommen werde. Zunächst wollen wir uns mal anschauen, was uns am Wochenende erwartet: Der Dover International Speedway ist schon eine gewaltige Anlage und das, obwohl die Strecke nur eine Meile in der Länge misst. Das Spektakuläre an dieser Betonbahn ist das aggressive Banking in Höhe von 24 Grad, welches Bristol schon ein wenig Konkurrenz macht. Nicht umsonst bezeichnet man die „Monster Mile“ in Dover auch gerne als große Schwester der „World’s Fastest Half-Mile“.

Das namensgebende Monster mit Namen „Miles“, welchem außerhalb des weiten Runds eine riesige Statue mit Original-CoT in der Hand gewidmet ist, schlägt jedoch gerne einmal zu und dann kann es mit den Meisterschaftsträumen auch ganz schnell zu Ende sein. Das schwächste Glied der NASCAR-Kette ist in Dover für gewöhnlich der Goodyear-Reifen, dem bei den abrupten Übergängen von 24 auf 9 Grad und vice versa enorme Beanspruchung widerfährt. Wer zu aggressive Sturzwerte ausprobiert, findet sich womöglich in den Händen von Miles wieder. Selbst im TV kann man schön sehen, wie es die Wagen bei den Transits geradezu aushebelt – so groß ist der Höhenunterschied zwischen Kurve und Gerade auf der Ideallinie. Besonders absurd wirkt das Banking bei der Betrachtung der Fußgängerbrücken. Hier ist man durchaus geneigt, seiner Wasserwaage das Vertrauen zu entziehen.

Wenn man Bristol als den Superspeedway der Shorttracks bezeichnet und Watkins Glen den Superspeedway der Rundkurse nennt, dann wird Rusty Wallace mir sicherlich zustimmen, wenn ich behaupte, dass Dover den Superspeedway unter den Mile-Ovals darstellt! Kleiner Wermutstropfen: Am Sonntag ist kein Wheelhopping zu erwarten… Aber die Chase-Teilnehmer werden mit Sicherheit auch ohne diesen Effekt, welcher sich für 110% aller Abflüge und Verbremser verantwortlich zeigt, eine gute Show bieten. In der Meisterschaft ist die Lage ja nach wie vor sehr gespannt – zumindest an der Spitze:

Dort konnte Matt Kenseth mit zwei Siegen schon einen Vorsprung von 14 Punkten auf seinen Teamkollegen mit dem Abo auf den zweiten Platz herausfahren. Hinter jenem Kyle Busch folgt direkt Jimmie Johnson mit vier winzigen Zählern Rückstand. Danach klafft mit 18 Punkten schon eine größere Lücke zu Carl Edwards, der seinerseits ein mächtiges Verfolgerfeld bestehend aus Greg Biffle, Kevin Harvick, Kurt Busch, Jeff Gordon, Ryan Newman und Clint Bowyer innerhalb von 12 Zählern anführt. Die Plätze 11 – 13 belegen die mittlerweile fast chancenlosen Pechvögel Dale Earnhardt Jr (-62), Joey Logano (-69) und Kasey Kahne (-71).

Am Wochenende sehe ich die Initiative vor allem bei den Spitzenreitern der Tabelle, denn die letzten acht Jahre konnten in Dover fast ausschließlich die Platzhirsche von Hendrick Motorsports (und Stewart-Haas Racing), Joe Gibbs Racing und Roush-Fenway Racing dominieren. Zwar fuhr auch Penske Racing 2011 und 2012 in die Chase-Victory-Lane, doch mit denen sind 2013 wohl keine Playoffs zu gewinnen.

Sollte der ohnehin schon sehr konstante Jimmie Johnson endgültig in Schwung kommen? Immerhin stammen 4 der letzten 16 Siege seit 2008 von ihm und bei dieser Statistik kann ihm keiner das Wasser reichen, zumal er bei insgesamt sieben Dover-Erfolgen inzwischen sogar mit Bobby Allison und Richard Petty gleichgezogen ist! Interessant wird es sein, ob Kyle Busch mal seinen Teamkollegen Matt Kenseth im Rennen schlagen kann, einer Top-Qualifier ist er ja. Busch gewann in den genannten Jahren übrigens zwei Mal, während Kenseth nur auf einen Uralt-Erfolg auf der „Monster Mile“ aus dem Jahr 2006 im Gen4 zurückblicken kann. Die große Unbekannte ist Carl Edwards, welcher trotz seinem Spitznamen „Concrete Carl“ auf der Betonbahn in Dover bisher erst einmal in die Victory-Lane konnte.

Dafür gibt es seit dieser Woche einige Bekannte mehr, denn bei Stewart-Haas Racing gab es einige Sponsoren-Wechsel für 2014 zu verkünden: Kevin Harvick hat neben den 21 Rennen von „Budweiser“ und deren 2 durch „Outback Steakhouse“ nun auch für 12 Rennen seinen mehr oder weniger persönlichen Geldgeber „Jimmy John’s“ mit an Bord. Die #4 ist somit fast komplett finanziert, wie auch alle anderen SHR-Autos. Stattdessen geht „Quicken Loans“ übrigens wie erwartet mit Ryan Newman zu Richard Childress Racing – ebenfalls für 12 Meisterschaftsläufe. Noch kurz zu SHR: Die Startnummer für Kurt Busch nimmt Formen an, er soll im nächsten Jahr die #41 fahren, was allerdings noch nicht offiziell bestätigt ist.

Unterdessen schwelen die Gerüchte auch um Martin Truex Jr weiter, der prinzipiell immer noch NAPA hinter sich stehen hat, nur eben nicht bei Michael Waltrip Racing. Man fragte sich die Woche, wo Truex im Zweifelsfall andocken könnte und da wurden dann Gibbs, RCR und EGR genannt. Hier ist meiner Meinung aber nach nichts dran, das klingt alles viel zu unseriös. Keines dieser Teams kommt für eine so kurzfristige Erweiterung auf vier Wagen in Frage.

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und einen Zeitplan für das TV-Programm vom Wochenende.

Freitag, 27.09.
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, FOX Sports 1
18:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, FOX Sports 1
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN2

Samstag, 28.09.
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, FOX Sports 2
18:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, FOX Sports 2
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, FOX Sports 2
21:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (5-hour ENERGY 200), ESPN2 / RaceBuddy / Motors TV
02:30 Uhr, Truck Series Rennen (Smith’s 350), FOX Sports 1

Sonntag, 29.09.
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (AAA 400), ESPN / Motorvision TV ab 19 Uhr

364 total views, 360 views today

The post NASCAR: Vorschau Dover September 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

September 24 2013

07:00

NASCAR: Analyse New Hampshire September 2013

In seinem 500. Rennen holte sich Matt Kenseth seinen bereits siebten Saisonsieg und kam wie im letzten Rennen auf dem Chicagoland Speedway vor seinem Teamkollegen Kyle Busch ins Ziel. Jimmie Johnson wahrt sich unterdessen seine Meisterschaftschancen mit einem vierten Platz hinter Greg Biffle.

Sylvania 300Passend zu seinem 500. Rennen im NASCAR Sprint Cup beschenkte sich Matt Kenseth selbst mit seinem zweiten Erfolg im zweiten Rennen des Chase. Abermals Zweiter wurde Kyle Busch, was Joe Gibbs Racing als erstes Team überhaupt einen aufeinander folgenden Doppelsieg im Chase verschafft. Auf Platz drei kam Greg Biffle ins Ziel, der sich damit noch geringe Chancen auf die Meisterschaft wahrt. Mehr Hoffnungen auf den Titel darf sich hingegen “Mister Five Time” Jimmie Johnson machen, der mit seiner Ankunft auf dem vierten Platz die Lücke zu Kenseth nicht all zu groß werden ließ. Für Kasey Kahne ist hingegen die Jagd um den Titel nach einem Einschlag in die Mauer abrupt beendet.

Für den Start sicherte sich der kurzfristig in den Chase gerutschte Ryan Newman die beste Position. Neben ihm in Reihe eins startete Kasey Kahne. Nachdem der Start in das 300 Runden lange Rennen auf dem New Hampshire Motor Speedway freigeben wurde, setzte sich Kahne zügig an die Spitze und sollte diese Position für die ersten 35 Runden behalten. Der Pole-Sitter Ryan Newman kam hingegen nicht richtig vom Fleck und wurde bis auf Platz vier zurück gereicht. Vor ihm sortierten sich Jeff Gordon und Martin Truex Jr. ein. Es dauerte bis zum Umlauf Nummer 30, bis es zur ersten Gelbphase kam. Diese wurde vom in der #35 fahrenden Josh Wise ausgelöst, der sich durch einen Kontakt mit der #51 von McDowell in Kurve vier drehte. Bei den folgenden Boxenstopps war Jeff Gordon wieder mal in Problemen, als er seine Box verließ und David Ragan gerade in seine einbiegen wollte, was zu einer leichten Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen führte.

Beim Restart in Runde 35 ging Kasey Kahne vom ersten Platz ins Rennen, konnte diesen aber nicht verteidigen und musste seine Spitzenposition an Martin Truex Jr. abgeben. Doch bevor das Feld überhaupt wieder richtig in Fahrt gekommen war, entschied Juan Pablo Montoya in Runde 37 mal wieder die Brechstange auszupacken, was zur nächsten Caution führte. Montoya versuchte, in Kurve vier an seinen (Noch-)Teamkollegen Jamie McMurray vorbei zu gehen und schickte diesen dabei in einen Dreher. Kevin Swindell in der #30 von Swan Racing konnte der stehenden #1 von McMurray nicht mehr ausweichen und fuhr auf den Ganassi-Chevrolet auf. Es dauerte bis zur Runde 47, bis das Rennen mit Truex in Front wieder aufgenommen werden konnte.

Abermals sollte es nur wenige Runden unter grün weiter gehen, denn nur fünf Umläufe nach dem Restart versagte der linke Hinterreifen am Auto von Bobby Labonte. Durch den darauf folgenden Dreher musste erneut die gelbe Flagge geschwenkt werden. Beim Restart führte Martin Truex Jr. das Feld erneut zur ersten Kurve. Hinter ihm verlor Jimmie Johnson einige Position, da die #56 das Feld vor der grünen Flagge stark eingebremst hatte und damit für den berühmten Ziehharmonikaeffekt sorgte. Ungeachtet dessen drehte Truex an der Spitze weiter seine Kreise. Weiter hinten zeigte sich langsam Matt Kenseth, der bereits bis auf die dritte Position vor fuhr. In Runde 109 begannen schließlich die ersten Boxenstopps unter grün mit Denny Hamlin. Bei ihm ging es auch gleich mal ordentlich schief, da er die weiße Linie seiner Box überfuhr und zurück geschoben werden musste. Auch für Joey Logano lief der Stopp alles andere als perfekt, da er 3,4 Sekunden verlor.

Dadurch, dass die meisten Piloten ihre Crew aufsuchten, konnte Dale Earnhardt Jr. für immerhin knapp 15 Runden die Führung übernehmen, ehe auch er an die Box kam. Dadurch konnte Truex sich erneut in Führung setzen, die er allerdings bald wieder abgeben musste. In Runde 153 konnte sich Kenseth, nachdem er vorher stetig auf Truex aufholte, in Kurve zwei den ersten Platz schnappen. Der lange Lauf unter grün wurde schließlich in Runde 165 durch Debris in Kurve vier unterbrochen. Bei den Boxenstopps begannen nun die ersten Spielchen: Die Führenden Kenseth und Truex holten sich vier neue Reifen, wohingegen sich die meisten anderen Piloten für nur zwei neue Pneus entschieden. Dies sorgte dafür, dass das Rennen in Runde 170 mit Jeff Gordon und Brian Vickers in Front wieder aufgenommen wurde.

Es dauerte 30 Umläufe bis es erneut zu einer Gelbphase kam und wieder war es Debris. Diesmal waren allerdings keine Reifen- oder Fahrzeugteile, sondern ein aufgerissenes Banner an der Betonmauer schuld. Bei den Boxenstopps unter gelb stand zum wiederholten Male Jeff Gordon im Mittelpunkt. Er parkte zu weit vorne in seiner Box ein und musste zurück geschoben werden. Das kostete ihn nicht nur wertvolle Sekunden, sondern auch viele Position. Beim Restart 95 Runden vor Schluss standen andere Piloten ganz vorne: Clint Bowyer und Marcos Ambrose waren während der Gelbphase nicht an der Box und konnten sich damit in die erste Reihe schieben. Durch ihre alten Reifen wurde sie allerdings recht schnell wieder nach hinten durchgereicht und Matt Kenseth konnte an der Spitze wieder die Pace setzen.

55 Runden vor dem Ende kam es zur sechsten Caution des Abends, die kurz nach dem Boxenstopp von Clint Bowyer durch einen Motorplatzer beim Ford mit der #38 von David Gilliland ausgelöst wurde. Beim Restart kam Martin Truex Jr. nicht vom Fleck und wurde von Kyle Busch und Jimmie Johnson überholt, die sich nun hinter dem Leader Kenseth befanden. Kurz nach dem die grüne Flagge geschwenkt wurde, setzte Kasey Kahne seine letzten Titelhoffnungen wortwörtlich in die Mauer. 48 Runden vor Schluss drehte sich die #5 bei der Ausfahrt aus Turn vier in die innere Mauer und Kahne musste sein Auto verlassen. Dies war auch die siebte und letzte Caution des Rennens. Beim Restart setzte sich Matt Kenseth durch und Kyle Busch behauptete Platz zwei. Greg Biffle wusste, was die Stunde geschlagen hatte, und setzte ein riskantes Manöver eingangs Turn drei an. Weil er spät bremste, konnte er sich unter anderem an Jimmie Johnson vorbei setzen und Platz drei behaupten. Hinter ihm sortierte sich schließlich die #48 ein. Diese Reihenfolge blieb in den letzten 40 Runden unverändert und so konnte Matt Kenseth seinen zweiten Sieg im zweiten Chase-Rennen bzw. seinen siebten Saisonsieg einfahren. Kyle Busch wurde abermals Zweiter und Jimmie Johnson verlor weitere Punkte auf die #20.

Doch was heißt das jetzt für den Chase? Matt Kenseth führt nun mit bereits 14 Punkten Vorsprung die Meisterschaftwertung vor Kyle Busch an. Dieser wiederum wird mit vier Punkten Abstand von Jimmie Johnson gefolgt. Danach kommt lange nichts. Erst mit 36 Zählern Rückstand auf Kenseth taucht auf Platz vier Carl Edwards auf, dem sein Teamkollege Greg Biffle folgt. Ab Edwards drängelt sich alles dicht an dicht bis zum auf Platz zehn liegenden Clint Bowyer, dem bereits 48 Punkte auf die Spitze fehlen. Auf den letzten drei Plätzen des Chase befinden sich Dale Earnhardt Jr., Joey Logano und Kasey Kahne. Diese Piloten haben bereits einen Rückstand von 62, 69 bzw. 71 Punkten auf den Führenden und werden in den Kampf um den Titel voraussichtlich nicht mehr eingreifen können. Generell scheint es dieses Jahr ein Dreikampf zwischen Matt Kenseth, Kyle Busch und Jimmie Johnson um den Gewinn der Meisterschaft zu werden. Ob Matt Kenseth auch das dritte Rennen des Chase gewinnen kann, werden wir sehen, wenn die NASCAR diese Woche Station in Dover macht.

Zum Abschluss gibt es nun wie gewohnt noch die Punktestände der Fahrer- und Owner-Wertung sowie das Rennergebnis in der Übersicht.

Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300

306 total views, 300 views today

The post NASCAR: Analyse New Hampshire September 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

September 20 2013

07:00

NASCAR: Vorschau New Hampshire September 2013

Nach dem unfreiwilligen Nachtrennen von Chicagoland geht es diese Woche weiter auf dem New Hampshire Motor Speedway in Loudon. Als Meisterschaftsführender reist Matt Kenseth nach Neuengland. Für Dale Earnhardt Jr. und Joey Logano ist hingegen der Chase schon gelaufen, bevor er überhaupt begonnen hat.

sylvania_300_10New Hampshire Motor Speedway, waren wir dort nicht erst? Stimmt! Vor gut zwei Monaten gewann hier Brian Vickers das Camping World RV Sales 301. Dieses Wochenende steht das Sylvania 300 auf dem eine Meile langen Oval in Loudon auf dem Programmplan. Die Strecke ist vor allem bekannt für ihre Lage mitten in der Natur und die sehr geringe Kurvenüberhöhung von maximal 7°. Das Vorjahresrennen konnte Denny Hamlin für sich entscheiden, der dieses Jahr aber höchstwahrscheinlich nicht um den Sieg mitfahren wird. Diesen werden voraussichtlich andere Fahrer wie zum Beispiel Clint Bowyer, Jimmie Johnson, Ryan Newman und Kurt Busch unter sich ausmachen, die hier jeweils bereits zwei Mal gewinnen konnten.

Wie auch letzte Woche dreht sich wieder mal alles um den Chase. Es kam zwar kein weiterer Fahrer hinzu, allerdings sorgte das erste Rennen der Playoff-Runde bereits für einige Turbulenzen in der Gesamtwertung. Fangen wir zuerst mit den positiven Dingen an: Matt Kenseth konnte durch seinen bereits sechsten Saisonsieg die Führungsposition in der Tabelle behalten. Ihm folgt sein Teamkollegen Kyle Busch mit acht Punkten Rückstand. Weitere drei Punkte dahinter befindet sich der große Favorit auf den Titel, Jimmie Johnson, der sich wiederum vier Punkte vor Kevin Harvick platziert. Mit acht Punkten Rückstand auf Harvick beginnt das Mittelfeld mit Edwards, Kurt Busch, Gordon, Newman, Bowyer, Kahne und Biffle. Die beiden Letztgenannten befinden sich bereits 31 Punkte hinter der Spitze. Diese Ausgangsposition für die verbleibenden neun Rennen um die NASCAR-Trophäe scheint schon nicht optimal zu sein, doch es gibt Fahrer, denen erging es in Joilet noch schlechter: Joey Logano und Dale Earnhardt Jr. mussten das Rennen auf dem Chicagoland Speedway aufgrund von Motorschäden aufgeben und fallen damit weit in der Gesamtwertung zurück. Mit nun 52 respektive 53 Punkten Rückstand auf Matt Kenseth sind jegliche Meisterschaftschancen, sofern sie je vorhanden waren, bereits verflogen.

Doch genug über den Chase gesprochen, kommen wir zurück zum Sylvania 300 und werfen wir erstmal einen Blick auf die Entry List. Insgesamt haben sich 43 Teams für das Wochenende in Loudon gemeldet. Das heißt, dass sich jedes Team bereits vor dem Qualifying für das Rennen qualifiziert hat. In den Fahrzeugbesetzungen hat sich wenig verändert, so findet sich im in der #30 von Swan Racing dieses Wochenende Kevin Swindell wieder, im JTG-Toyota mit der #47 sitzt in Loudon Bobby Labonte und Michael McDowell übernimmt die #51 von Justin Allgaier. Die #95 von Leavine wird dieses Mal von Scott Riggs und der Ford von Phil Parsons Racing mit der #98 von Johnny Sauter pilotiert.

Unterdessen gibt es natürlich auch wieder ein paar Neuigkeiten zu vermelden. Zu allererst: Juan Pablo Montoya wird nächstes Jahr nicht mehr in der NASCAR fahren! Er wechselt wieder zurück zu den IndyCars, allerdings zu Penske. Er tritt damit in direkter Konkurrenz zu seinem ehemaligen Arbeitgeber Chip Ganassi an. Ohne Montoya geht es also in die nächste Saison, an deren Terminplan mit Hochdruck gearbeitet wird. Ich fasse mal kurz zusammen, welche Gerüchte aktuell über den Kalender für das nächste Jahr durch das Fahrerlager schwirren:
- Homestead könnte seinen Platz als finales Rennen der Saison verlieren, als Ersatz ist Phoenix vorgesehen.
- Sonoma könnte in den Chase aufrücken.
- Road America könnte zum Sprint-Cup-Kalender hinzu stoßen.
- Dover könnte durch das Rennen in Elkhart Lake sein Rennen im Frühjahr verlieren.
- Darlington bekommt vielleicht das Southern 500 am Labor Day wieder zurück.
Wie ihr merkt, ist das alles noch sehr theoretisch. Ich zumindest würde es begrüßen, den Sprint Cup endlich auch in Elkhart Lake zu sehen. Auch von der Verschiebung von Sonoma in den Chase bin ich sehr angetan und erst Recht davon, das Southern 500 wieder am Labor Day abzuhalten. Hingegen wäre die Verschiebung von Homestead und der Ausfall eines Dover-Rennens aus meiner Schicht schade, da die Rennen in Phoenix nie von großer Spannung geprägt waren und ich Dover als Strecke einfach sehr ansprechend finde. Ende September sollten wir schlauer sein, wenn voraussichtlich der Kalender für die nächste Saison veröffentlicht wird.

Doch nicht nur der Sprint Cup machte in den letzten Tage Schlagzeilen, auch in der Nationwide Series gibt es eine Neuigkeit zu vermelden: Der Titelsponsor “Nationwide Mutual Insurance Company” wird sich nach der Saison 2014 zurückziehen und sein Marketing-Programm auf den Sprint Cup konzentrieren. Wie die bisherige Nationwide und ehemalige Busch Series ab 2015 heißen wird, ist bis jetzt noch unklar, doch unser Racingblog-Experte Flo aus N hat bereits einen passenden Namen parat: “The Nascar Heluva Good Sour Cream Dips and Quaker State Series, presented by Crown Royal and powered by Big Machine Records”. Ob sich dieser Name durchsetzen würde, ist fraglich, aber zumindest steht er vielen anderen Namen amerikanischer Sportevents in Nichts nach. Man erinnere sich nur an die Bezeichnung des diesjährigen Brickyard 400.

Das waren aber noch nicht alle News, die es in den letzten Tagen zu vermelden gab. Am Donnerstag ließ NAPA, der Sponsor der #56 von Michael Waltrip Racing, eine Bombe platzen. NAPA wird zum Saisonende die Zusammenarbeit mit MWR beenden. Grund für diese Entscheidung sind die Vorkommnisse von Richmond. Folgende Meldung wurde von NAPA über die eigene Facebook-Seite veröffentlicht: ”After thorough consideration, NAPA has made the difficult decision to end its sponsorship arrangement with Michael Waltrip Racing effective December 31, 2013. NAPA believes in fair play and does not condone actions such as those that led to the penalties assessed by NASCAR. We remain supportive of the millions of NASCAR fans and will evaluate our future position in motorsports.”

Zum Abschluss gibt es nun wie gewohnt noch die aktuellen Stände der Fahrer- und Owner-Wertung. Das Rennen des Sprint Cups in Loudon auf dem New Hampshire wird diese Woche auf ESPN übertragen. Für die deutschen Zuschauer ist zudem auch wieder MotorvisionTV live dabei, wie auch in den letzten verbleibenden Rennen der Saison. In der folgenden Auflistung seht ihr, wie sich der TV-Zeitplan für das kommende Wochenende gestaltet:

Freitag, 20.09.2013
18:00 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 1
21:30 Uhr Sprint Cup Qualifying, Fox Sports 1

Samstag, 21.09.2013
15:00 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 2
17:00 Uhr Sprint Cup Final Practice, Fox Sports 2
18:00 Uhr Whelen Modified Rennen, Fox Sports 2

Sonntag, 22.09.2013
01:30 Uhr Nationwide Rennen (Kentucky 300, Kentucky), ESPN News (Green Flag: 01:46 Uhr)
18:00 Uhr K&N Pro Rennen (Greenville), Fox Sports 1
20:00 Uhr Sprint Cup Rennen (Sylvania 300), ESPN & MotorvisionTV (Green Flag: 20:15 Uhr)

126 total views, 120 views today

The post NASCAR: Vorschau New Hampshire September 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

September 18 2013

22:26

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 19.09.2013

Der wöchentliche Podcast von Racingblog-Team. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Wir starten mal mit den deutschen Serien, also der DTM und den GT Masters, die beide am letzten Wochenende ordentlichen Motorsport ablieferten. Die NASCAR und die Frage, warum Jeff Gordon jetzt auch im Chase ist, beschäftigt uns natürlich sehr. Es folgen die V8 Supercars und die Prototypenserien, und dort vor allem mal die AsiaLMS, die am Wochenende ein sehr interessantes Starterfeld hat (kein Witz). Am Schluss folgt der Blick auf die F1 und die WTCC.

Download (MP3, 57 MB)
iTunes
RSS-Feed

Here is the Music Player. You need to installl flash player to show this cool thing!

Dauer: ca. 120 Minuten

00:00:00 DTM
00:22:00 GT Masters
00:32:00 NASCAR
00:58:00 V8 Supercar
01:08:00 ELMS / ALMS / WEC / AsianLMS
01:33:00 F1
01:50:00 WTCC

396 total views, 78 views today

The post Racingblog Podcast: Ausgabe vom 19.09.2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

16:15

NASCAR: Analyse Chicagoland 2013

Der Regen machte der NASCAR beim Chase-Auftakt in Chicagoland einen Strich durch die Rechnung. Die nächtlichen Bedingungen aufgrund der Wetterpause sorgten aber für ein turbulentes Rest-Rennen, welches Matt Kenseth am Ende für sich entscheiden konnte. Gesehen haben das aber wohl nur sehr wenige Fans.

NSCS_Matt_Kenseth_Victory_Lane_Chicago_091513Nachdem die NASCAR Jeff Gordon im Zuge der Absprache zwischen Penske Racing und Front Row Motorsports in Richmond am Freitag, dem 13. als 13. Fahrer nachträglich zum Chase zugelassen hatte, kehrte wieder etwas Ruhe in die NASCAR-Garage ein. Leider übernahm dann am Sonntag das schlechte Wetter die Schlagzeilen und sorgte im Sprint Cup für eine fünfstündige Unterbrechung wegen Regens. Am Ende gewann Matt Kenseth in Chicagoland ein sehr umkämpftes und turbulentes erstes Playoff-Rennen, das wohl leider nur noch sehr wenige Fans sehen konnten. Wir schauen uns mal an, was alles am Sonntag passiert ist, warum kein AirTitan vor Ort war und weshalb man das Rennen auch auf den Montag hätte verschieben können – dann wäre es aber ohne die nächtlichen Bedingungen wohl deutlich weniger unterhaltsam geworden.

Aber alles hübsch der Reihe nach: Polesitter Joey Logano und Teamkollege Brad Keselowski hatten das Geschehen nach dem – natürlich wegen Regens – um eine Stunde verspäteten Rennstart gemeinsam im Griff. Kurz konnte sich auch Juan Pablo Montoya als Dritter ins Spiel bringen, verlor jedoch schnell wieder an Schwung. Die Führung sollte allerdings nicht lange halten, da die NASCAR für Runde 30 eine Competition-Caution angesetzt hatte, um den Teams eine Möglichkeit zu geben, ihren Reifenverschleiß zu überprüfen. Diese künstliche Gelbphase nutzten überraschenderweise fünf Piloten zum Gewinn von Track-Position, gingen meiner Meinung nach mit nur zwei neuen Reifen aber ein gewisses Risiko ein. Jimmie Johnson übernahm somit die Führung vor Kyle Busch, Dale Earnhardt Jr., Matt Kenseth und Aric Almirola.

Ausgerechnet Jimmie Johnson kam dann in den Genuss, die neue Restart-Regel auszutesten, als er sich beim Restart nach der Competition-Caution mit Kyle Busch konfrontiert sah. Letzter nutzte auch sofort die Gelegenheit, in Übereinstimmung mit den aktualisierten Regularien den Führenden auf dem Weg zur Ziellinie zu überholen. Apropos Überholen: Aufgrund der grünen Strecke gestaltete sich dies zunächst äußerst schwierig. Das konnte man an Aric Almirola erkennen, der trotz eines klar langsameren Autos rundenlang die Penske-Truppe hinter sich halten konnte. So kamen alle Piloten mit nur zwei neuen Reifen erstaunlich gut weg. Die optimaler bereiften Kollegen im Hinterfeld hatten dagegen so ihre Probleme, ihren Vorteil auszuspielen.

Jimmie Johnson erkannte, dass der Vorteil seiner Strategie so langsam verpuffte, weil Brad Keselowski und Joey Logano von hinten durchs Feld pflügten. Somit eröffnete die #48 weit vor Ende des Benzinfensters den Reigen von Boxenstopps unter grüner Flagge, weshalb der Rest der Meute praktischerweise sofort folgen musste. Dummerweise erkannte ein NASCAR-Offizieller nicht schnell genug, dass am rechten Hinterrad des Hendrick-Chevrolets eine Radmutter eben doch korrekt festgezogen war. Johnson verlor dadurch mehrere Sekunden auf der Strecke und musste sich auf Platz 6 wieder einreihen, während Matt Kenseth die Führung übernahm. Als weiterer Pechvogel fing sich Kurt Busch eine Durchfahrtsstrafe wegen Speeding in der Boxengasse ein.

raindelayDer große Wendepunkt (nicht nur meiner Nacht) folgte in Runde 108 von 267 und damit nur wenige Minuten vor dem Erreichen der Halbzeit, zu der NASCAR das Rennen offiziell und mit vollen Punkten hätte werten können. Der Schauer kam schnell und heftig: Cole Whitt drehte sich sofort von der Strecke und auch die andern Piloten hatten so ihre Mühe, die Wagen bei Aquaplaning zügig unter Kontrolle zu bringen. Es folgte die gefühlt längste Unterbrechung mit roter Flagge wegen Regens. Zunächst gab es noch Hoffnung und auch die Jetdryer waren im Einsatz, doch das Wetter verschlechterte recht schnell zu lang anhaltendem Dauerregen.

Warum man den extrem hochgespielten AirTitan nicht an der Strecke hatte, weiß wohl auch nur der Herrgott selbst. Immerhin kostet er ja erstaunliche 50.000 US-Dollar und das ist bei TV-Einnahmen von mehreren Milliarden grünen Scheinen natürlich völlig außerhalb des Budgets. Die Wundertechnologie hätte den Asphalt mit Sicherheit schon 15 Minuten vor dem eigentlichen Start des Rennens trocken bekommen und der NASCAR somit bestimmt die nötigen Runden bis zur Halbzeit eingebracht. Stattdessen zog sich die Unterbrechung dann Stunde um Stunde und netterweise verfügt der Chicagoland Speedway über eine Flutlichtanlage, was die Offiziellen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag ausharren ließ.

Während der hart arbeitende Teil der europäischen Fans – aber auch viele Zuschauer an der Strecke – anstelle der NASCAR die weiße Flagge rausholte, hielten sich die Kollegen Fink und Leberkern auf Motorvision TV mit Fan-Fragen vor einem quasi Standbild des verregneten Speedways über Wasser. Irgendwann gegen kurz vor 3 Uhr habe ich noch mal die Augen aufgeschlagen und verpennt vernommen, dass gegen 5 Uhr (also 22 Uhr Ortszeit in Chicago) wohl ein Restart geplant war. Ohne zu zögern habe ich die Glotze dann abgestellt und mich massiv geärgert. Nicht nur, weil ich das Rennen nicht zu Ende schauen konnte, sondern weil am nächsten Tag auch die Wiederholung bei den bekannten Quellen nicht mehr verfügbar war.

Ich bin mir jedenfalls äußerst unsicher, ob es trotz oder gerade wegen des vorhandenen Flutlichts eine gute Idee war, die Fans fünf Stunde (!!!) warten zu lassen, während man nebenher lustig SportsCenter sendete. Die Fans an der Strecke, die ohnehin nach Hause mussten, hätte es wohl nicht gestört, wenn das Rennen am nächsten Tag zur Mittagszeit stattgefunden hätte. Die wären entweder im Auto oder auf der Arbeit gewesen. Den Fans vor Ort wäre eine weitere Dusche erspart geblieben und wir hätten eine Chance gehabt, das Rennen gemeinsam mit Montoya12 und Kimi im Chat zu verfolgen. Noch schlimmer als dieses Rain-Delay wäre nur eine Dauerschleife von Rusty Wallace gewesen, wie er den „Classic Wheelhop“ erklärt!

NSCS_Dale_Earnhardt_Jr_Chicagoland_091513Wir spulen vor auf 5 Uhr morgens: Jetdryer hatten ganze Arbeit geleistet und die Strecke wieder einsatzfähig gemacht. Jetzt waren die Crew-Chiefs gefragt, um die Wagen unter Flutlicht an die Temperaturdifferenz des Asphalts anzupassen. Dieses Mal versuchte sich die Top 9 an einer Strategie mit zwei neuen Reifen, da die letzte Caution – zumindest rundentechnisch – noch nicht lange her war. Nach sieben Runden mit Matt Kenseth an der Spitze war der Spaß auch schon wieder vorbei, dieses Mal aber nicht wegen Regens, sondern weil die Strategen bei Earnhardt-Ganassi Racing wohl vergessen haben, den Fender-Rub an der #42 zu beheben, den sich Juan Pablo Montoya fünf Stunden zuvor durch den drehenden Cole Whitt einfing.

Einen knappen Fuelrun später drehte sich Cup-Debütant Justin Allgaier nach Kontakt mit Landon Cassill von der Strecke und brachte damit alle Piloten zum Reifenwechsel. Unterdessen gab das Triebwerk von Joey Logano deutliche Rauchzeichen von sich und startete damit eine Serie von Motorschäden, die Ray Evernham zuvor aufgrund der härteren Bedingungen unter Flutlicht und der langen Cool-Down-Phase während der Unterbrechung richtig vorhergesagt hatte. An der Boxengasse übernahm unterdessen Jeff Gordon mit einem Two-Tire-Pitstop die Führung, während bei Jimmie Johnson der langsame Jackman für den Verlust von viel Track-Position sorgte. Johnson hatte aber noch Glück, da man mehr durch Zufall einen schleichenden Plattfuß bei ihm fand.

Pünktlich zum Restart, bei dem Kyle Busch einen sehenswerten Run bekam, rauchte dann auch der Motor von Cole Whitt ab, was für Caution #5 von insgesamt 9 sorgte. Auch beim nächsten Anlauf machte Busch viele Positionen gut, setzte sich nach zwei Runden an Carl Edwards vorbei und damit direkt hinter den Leader Jeff Gordon. Nur Sekunden später verabschiedete sich das Aggregat von Brian Vickers, der aber noch vor der Entstehung einer großen Rauchwolke in die Garage gebracht werden konnte. Es ging Schlag auf Schlag weiter, denn während Matt Kenseth mit vier frischen Reifen seine Aufholjagd an die Spitze des Feldes fortsetzte, fand NASCAR gut 100 Runden vor Schluss ein ernsthaftes Stück Debris auf der Strecke.

An der Box setzte sich im Zuge einigen Gedränges Kyle Busch vor Jeff Gordon, musste beim Restart aber auf die Pace von Greg Biffle setzen, der gar nicht zum Pitstop kam. Wieder ging es turbulent weiter und ESPN war beinahe nicht mehr in der Lage, all das Geschehen auf und neben der Strecke aufzuarbeiten: Gordon hatte sich vor dem Restart wohl in Folge eines Kontakts den linken Hinterreifen aufgeschlitzt und wurde sofort von der Meute gefressen. Er hatte nur Glück, dass sofort wieder eine Caution ausgerufen wurde, weil der Motor von Joey Logano nun endgültig in Rauch aufging. Endlich hatte ESPN auch die Zeit, den Kontakt an der Box zwischen den Hendrick-Teamkollegen Dale Earnhardt Jr. und Kasey Kahne aufzuklären, der einige Reparaturarbeiten nach sich zog.

NSCS_Kyle_Busch_Matt_Kenseth_Chicagoland_091513Zur Abwechslung kehrte etwas Ruhe ein und Kyle Busch machte sich nach einem exzellent getimten Restart auf und davon. Zunächst konnten sich nur Martin Truex Jr. und Kurt Busch an seine Fersen heften, während der Rest des Feldes hinter Greg Biffle festhing, der noch auf seinen alten Reifen unterwegs war. Im Laufe des Green-Flag-Runs kristallisierten sich unterdessen Matt Kenseth und Jimmie Johnson als die ärgsten Verfolger von Kyle heraus, doch niemand konnte die #18 selbst über die Phase der nächsten Boxenstopps unter grüner Flagge bezwingen. Bruder Kurt fuhr sich derweil die Reifen im wahrsten Sinne des Wortes auf, denn gerade als er auf dem Weg zum Pitstall die Bremsen betätigte, platzte einer seiner Pneus.

Gerade als Jeff Gordon als einer der letzten Piloten seinen Green-Flag-Pitstop antreten wollte, verschwand auch bei Dale Earnhardt Jr. eine Tim-Brewer-Gedächtnis-Ventilfeder im Brennraum. Des einen Teamkollegen Leid, des anderes Freud sozusagen. Ebenso bei Joe Gibbs Racing, wo Matt Kenseth durch die Caution den Vorsprung von Kyle Busch komplett eindampfen konnte. Nach dem Restart konnte sich Busch aber erneut behaupten und sah schon wie der sichere Sieger des Rennens aus. Leider kam es für ihn aber noch zu einer letzten Caution des Tages/Abends/Morgens, weil Justin Allgaier einen weiteren Dreher hinlegte. Zwischenzeitlich waren „Algair“ kurioserweise einige Buchstaben seines Namens auf der Frontscheine abhandengekommen.

Die Gelbphase sah dann ein letztes Mal interessante Strategiespiele in der Boxengasse, weil ab Platz 6 alle Fahrer noch einmal zumindest zwei neue Reifen abholten. Da sich aber im Rennverlauf gezeigt hatte, dass Track-Position wichtiger war, sollte dies ein aussichtsloses Unterfangen bleiben. Der finale Restart sah dann Kyle Busch vor Matt Kenseth, Kevin Harvick, Kurt Busch und Jimmie Johnson, während sich Kasey Kahne als erster Two-Tire-Stopper nur auf Rang 10 wiederfand. Kenseth erhielt sofort den entscheidenden Push von Harvick, um die Führung von Kyle zu übernehmen. Dies war die Schlüsselszene des Rennens, da Kenseth die Spitzenposition danach nicht mehr abgab. Die genannten Top 5 blieben ansonsten unverändert.

Mein Fazit dieses Rennens:

1. Matt Kenseth war als verdienter Sieger mit den meisten Führungsrunden am Ende rechtzeitig wieder zur Stelle und holte sich Saisonsieg #6 – ein mehr als ernsthafter Griff nach dem Titel.

2. Die Top-5-Resultate von Kyle Busch, Kevin Harvick, Kurt Busch und Jimmie Johnson zeigen früh, dass der Kampf um die Meisterschaft wohl über längere Zeit ein sehr enger bleiben wird.

3. In den Top 10 müssen sich Jeff Gordon, Clint Bowyer und Ryan Newman daher noch viel weiter strecken, um den Pokal auch nur berühren zu dürfen.

4. Ganz zu schweigen von Carl Edwards, Kasey Kahne und Greg Biffle, die auf einem für sie sonst so starken 1,5-Meilen-Oval viel Boden verloren haben.

5. Die vielen Motorschäden haben einige Fahrer wie Dale Earnhardt Jr. und Joey Logano im Kampf um die Meisterschaft schon früh ein gehöriges Stück zurückgeworfen.

6. Die NASCAR hat wirklich 100% gegeben und muss deshalb nicht bestraft werden!

An dieser Stelle möchte ich noch einmal ausdrücklich die Arbeit von ESPN loben, die während des Rennens einen guten Job gemacht haben und auch das Hinterfeld nicht vernachlässigten. Die Vorberichterstattung konnte mit einer interessanten Aufarbeitung der Geschehnisse der Woche und einem souveränen Ray Evernham überzeugen. Zudem hatte ESPN während des Rain-Delays so viel Werbung versendet, dass der Rest des Rennens mit Split-Screen-Commercials abgehandelt werden konnte. Negativ aufgefallen ist eigentlich nur Brad Daugherty, der mit seiner ernstgemeinten Quasi-Forderung von Four-Wide-Restarts den Vogel abgeschossen hat und auch gleich von seinen Kollegen der Lächerlichkeit preisgegeben wurde.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

NSCS_Joey_Logano_Green_Flag_Chicago_091513 NSCS_Brian_Vickers_Kasey_Kahne_Chicago_091513 NSCS_Chase_Field_Chicago_091513 NSCS_Jeff_Gordon_Chicago_091513 NSCS_Jimmie_Johnson_Kyle_Busch_Chicago_091513 NSCS_Pit_Road_Chicago_091513 NSCS_Matt_Kenseth_Burnout_Chicago_091513 NSCS_Matt_Kenseth_Checkered_Flag_Chicago_091513 NSCS_Matt_Kenseth_Victory_Lane_Chicago_091513 NSCS_Dale_Earnhardt_Jr_Chicagoland_091513 NSCS_Jimmie_Johnson_Chicagoland_091513 NSCS_Joey_Logano_Chicago_091513 NSCS_Kyle_Busch_Matt_Kenseth_Chicagoland_091513 NSCS_Matt_Kenseth_VL_Chicagoland_091513 NSCS_Ricky_Stenhouse_Jr_Chicagoland_091513

92 total views, 76 views today

The post NASCAR: Analyse Chicagoland 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

September 13 2013

06:15

NASCAR: Vorschau Chicagoland 2013 Analyse Chase-Debakel 2013

Endlich ist es soweit: Auf dem Chicagoland Speedway eröffnet die NASCAR am Wochenende den Chase! Doch wer fährt mit? Immerhin stehen mittlerweile circa elf Fahrer ziemlich fest, doch mindestens ein Teilnehmer wackelt noch. Nach dem MWR-Skandal wird nun auch Penske Racing bezichtigt, illegale Absprachen getroffen zu haben.

helton_pembertonEs hätte alles so schön werden können: Ich hatte eigentlich geplant, eine nette kleine Vorstellung aller Chase-Fahrer zu bringen. Jeder Pilot wäre neben seinem Konterfei von mir auf Herz und Nieren bezüglich seiner Meisterschaftstauglichkeit untersucht worden. Leider kenne ich bis heute (Stand: Donnerstagabend vor dem ersten Playoff-Rennen in Chicagoland) nicht die komplette Liste aller Teilnehmer. Für den Fall, dass jemand die letzten fünf Tage in einer Hütte im tiefsten Wald verbracht und sich eher um den nächsten Fisch auf dem Teller gesorgt hat, gibt es erstmal eine Zusammenfassung des ganzen Dramas. Ich werde mich dabei auch bemühen, keine altgriechischen Sagen zu referenzieren. Begonnen hat der Schlamassel nur wenige Runden vor dem Ende des Rennens in Richmond, welches die NASCAR zu diesem Zeitpunkt – im Nachhinein betrachtet – einfach hätte abbrechen sollen.

Aber wer konnte schon ahnen, dass Clint Bowyer mit seinem sehr seltsamen Dreher den Urknall für einen großen Skandal liefern sollte. In diesem Moment befanden sich Ryan Newman und Jeff Gordon auf Chase-Kurs. Newman wollte mit einem Sieg die zweite Wildcard und damit sein Chase-Ticket lösen, während Gordon einen glücklosen Joey Logano mit zwei Runden Abstand hinter sich halten konnte und damit sogar über die punktbesten Zehn qualifiziert war. Martin Truex Jr. schien trotz Top-10-Resultat chancenlos, noch in die Playoffs zu gelangen, da sein einziger Saisonsieg gegen deren zwei von Newman und Kasey Kahne nichts wert gewesen wäre. Als einzige Chance für Truex blieb eine Wende an der Spitze und prompt drehte sich Teamkollege Bowyer, zeitlich akkurat passend, von der Strecke.

Im Endeffekt führte dieser Vorfall dazu, dass weder Ryan Newman das Rennen gewann, noch Jeff Gordon in den Chase einzog, während Joey Logano noch einige Plätze gewann und seinerseits Ticket #10 löste. Damit öffnete sich die Wildcard-Situation für Martin Truex Jr., weil Gordon natürlich keinen Rennsieg aufweisen konnte. Trotz Punktgleichheit mit Newman, der ebenfalls einen Saisonerfolg auf seinem Konto wusste, landete schließlich Truex bei sehr schlechter – wenn nicht sogar schlechtester – Ausgangssituation in den Playoffs. Ausschlaggebend war hier am Ende ein zweiter Platz (aus Texas), den Truex mehr eingefahren hatte als Newman. So weit, so gut, doch nun kam ESPN ins Spiel.

Nachdem die Kommentatoren des TV-Senders sich ob des spannenden Finales beruhigt hatten, fand jemand die Aufzeichnung des Funkverkehrs zwischen Clint Bowyer und seinem Spotter, setzte das Interview mit Dale Earnhardt Jr. nach dem Rennen dazu, verquirlte das Ganze und stellte es bei 200 °C in den Ofen. Bowyer habe seinen Dreher absichtlich eingeleitet, hieß es plötzlich und die unschuldigen Opfer Ryan Newman und Jeff Gordon konnten in ihrer ersten Niedergeschlagenheit noch gar nicht ahnen, welcher Tsunami sich damit in rasender Geschwindigkeit auf die NASCAR zubewegte. Da ich das Rennen erst mit einem Tag Verzögerung gesehen habe, kann ich leider nicht sagen, wie sehr Twitter in diesem Moment explodierte.

Der Schneeball vergrößerte sich auf seinem Weg den Abhang hinunter schnell und stetig, denn bereits am nächsten Tag sahen sich die NASCAR-Offiziellen das Renngeschehen unter dem Mikroskop an und es kamen weitere Unregelmäßigkeiten zum Vorschein. Auch der dritte MWR-Teamkollege im Bunde, Brian Vickers, war in den Skandal verstrickt, da er von seinem Spotter und Team-Manager Ty Norris zu einem unplanmäßigen und unsinnigen Boxenstopp während der letzten drei Runden unter grüner Flagge aufgefordert wurde. Passenderweise verblieb er dann ebenso wie Clint Bowyer ganze zwei Runden in seinem Pitstall, was Joey Logano