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February 27 2014

07:00

February 26 2014

07:00

February 25 2014

09:00

February 24 2014

06:39

February 17 2014

06:30

February 07 2014

07:33

GT Sport: 12 Stunden Rennen Bathurst 2014

Am Wochenende findet das alljährliche 12-Stunden-Rennen in Bathurst statt. Die Starterliste kann sich sehen lassen.

Equity-One Motorsport, Audi R8 LMSDie 12 Stunden von Bathurst gibt es schon ein wenig länger. In den 90ern fanden die ersten Rennen statt, doch Ende der 90er wurde das Rennen wieder eingestellt. 2007 entschloss man sich zu einer Neuauflage, aber erst seit 2011 sind auch aktuelle GT3 zugelassen. Und mit den GT3 kamen dann auch die Deutschen. Seitdem die GT3 fahren, haben ausschließlich Fahrer aus Deutschland das Rennen gewonnen, den Australiern blieben maximal Klassensiege. Das wird sich vermutlich dieses Jahr nicht ändern, denn in der GT3 sieht es nach einer Auseinandersetzung zwischen Mercedes und Audi aus.

Um den Sieg kämpfen die Fahrzeuge der Class A, allesamt aktuelle GT3-Fahrzeuge. In der Class B GT3 dürfen nur Fahrzeuge der GT3-Kategorie aus den Jahren 2011 und 2010 starten. Die sind also etwas langsamer als der Rest. In der Class B starten vor allem Porsche-Cup-Fahrzeuge.

Bei Audi hat man dieses Jahr offenbar beschlossen, dem Kundensport noch mehr Vorrang zu geben. In Daytona lieferte man mit dem Flying Lizard Team einen halben Werkseinsatz ab und schrammte nur knapp an einem Sieg vorbei. In Bathurst hat man 2011 und 2012 gewonnen, letztes Jahr musste man sich allerdings dem Erebus Motorsport SLS mit Schneider, Roloff und Jäger beugen. In diesem Jahr hat Audi nachgelegt.

Gleich vier Audi R8 LMS treten gegen drei SLS, vier F458, einen Nissan GT-R und einen Gallardo an. Allerdings hat man dieses Jahr die Toppiloten etwas anders auf die Fahrzeuge verteilt. Phoenix hat nominell eine der stärksten Besetzungen im Audi-Lager, da man mit Rahel Frey, René Rast und Laurens Vanthoor antritt. Der zweifache Bathurst-Sieger Christopher Mies sitzt im Wagen des “Marc Cini”-Teams, in dem Teambesitzer Cini neben Mark Eddy ins Lenkrad greifen wird. Die beiden waren im letzten Jahr immerhin Fünfter in Bathurst, mit dem Deutschen könnte es noch etwas weiter nach vorne gehen.

Im R8, der von United Autosports eingesetzt wird, sitzen Mark Petterson, Eric Lux und Markus Winkelhock. Petterson ist seit Jahren erfolgreich in der Grand-Am und etlichen GT-Serien unterwegs, Lux kennt man als Pilot bei Greaves Motorsport in der LMP2. Also ein durchaus schlagkräftiges Team. Im letzten R8 vom Rod Salmon Team sitzen Jason Bright, Warren Luff und Rod Salmon selber. Bright und Luff kennt man aus der V8 Supercars, Salmon ist zwar der “Herrenfahrer” in der Besetzung, war im letzten Jahr aber Dritter in der australischen GT-Meisterschaft.

Antreten werden die Audi vor allem gegen den SLS von Erebus, der mal wieder sehr gut besetzt ist. Vorjahressieger Bernd Schneider wird zusammen mit Maro Engel und Nico Bastian versuchen, erneut als Erster die Zielflagge zu sehen. Der zweite Erebus SLS wird von Will Davison, Jack LeBrocq und Greg Crick pilotiert. Davison kommt aus der V8 Supercars, LeBrocq hat ebenfalls schon Einsätze in dieser Serie hinter sich. Crick ist seit 20 Jahren in diversen GT-Serien in Australien unterwegs. Aber der dritte SLS sollte derjenige sein, der vermutlich nach dem Vorjahressiegern die größten Chancen hat. HTP Motorsport setzt Harold Primat, Thomas Jaeger und Maximilian Buhk ins Auto. Die dürften am Ende, so die Technik mitspielt, ganz weit vorne zu erwarten sein.

Aber man sollte die Armada der Ferrari 458 nicht unterschätzen. Da wäre zum Beispiel der Wagen von “Clearwater Racing”. Die Fahrernamen mögen nicht allen etwas sagen, aber das sind alles Vollprofis. Mok Weng Sun zum Beispiel ist der amtierende Meister der Asia GT, Craig Baird kennt der eine oder andere noch aus der V8 Supercarserie – und er ist der aktuelle Meister des australischen Porsche Supercup. Den Iren Matt Griffin kennt man aus diversen Einsätzen in Le Mans, Daytona, und so nebenbei hat er im letzten Jahr die ELMS GT Meisterschaft gewonnen. Man hat auch einen vierten Fahrer, Hiroshi Hamaguachi, den ich nicht einschätzen kann. Vermutlich wird der nur wenig zum Einsatz kommen.

Klarer Favorit bei den Ferrari sollte aber der Wagen von AF Corse sein, der mit Steve Wyatt, Michele Rugolo, Marco Cioci dementsprechend besetzt ist. Durchaus gut besetzt ist auch der F458 von Maranello Motorsport mit Peter Edwards, John Bowe, Craig Lowndes und Mika Salo.

Es dürfte also recht eng werden in Bathurst und heiß dazu. Die Temperaturen sollen tagsüber bis zu 34 Grad betragen, was die Piloten erneut vor eine große Belastungsprobe stellen wird. Los geht es um 20:15 Uhr deutscher Zeit.

Einen Livestream findet man hier. Radio Le Mans sorgt für den Kommentar.

Die gesamte Entrylist gibt es hier.

(Bild: Audi Motorsport)

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February 05 2014

11:20

Newshappen: Ausgabe vom 05.02.2014

Mal wieder eine Runde News aus den letzten Wochen mit vielen Links

// Zunächst mal zu Michael Schumacher. Letzte Woche gab es die Meldung, dass die Ärzte damit beginnen, das induzierte Koma langsam aufzuheben. Bedeutet: Die Medikamente, die Schumacher in einem künstlichen Schlaf gehalten haben, werden langsam reduziert. Was darauf hinweist, dass die Blutungen und Häamtome im Gehirn abgeschwollen, bzw. verschwunden sind und die Schädeldecke geschlossen wurde. Schumacher soll auf die ersten Reizen positiv reagiert haben. Diese Reize werden sehr basal sein. Es geht um Schmerzreaktionen, also reagiert das vegetative Nervensystem auf Schlüsselreize, wie einen Stich mit einer Nadel. Der nächste Schritt wird sein, dass man die künstliche Beatmung abstellt, was ein echter Fortschritt wäre. Es geht um kleine Schritte, die sich über Wochen hinziehen können. Über Spätfolgen kann man zu diesem Zeitpunkt immer noch nichts sagen. Wir drücken Michael Schumacher weiter die Daumen!

// Bei Renault arbeitet man im Moment rund um die Uhr daran, die Probleme mit dem V6-Turbo abzustellen. Bisher klingt es eher so, als ob das allerdings keine leichte Aufgabe ist. Rob White, Deputy Managing Director von Renault, war immerhin so ehrlich, die Probleme klar zu benennen: “…we had problems with a sub-system within the Energy Store that did not directly concern either the battery nor the operation of the battery – it is an electronic part that was in the same housing as the Energy Store. We subsequently had problems with turbocharger and boost control systems with knock-on effects on the associated engine management systems, subsequently provoking mechanical failures.” Das klingt nicht wirklich gut. Elektrische Probleme wären zu verschmerzen und vermutlich per Software zu klären. Mechanische Probleme deuten auf ein viel größeres und tieferliegendes Problem hin. Ob das in den wenigen Tagen bis zum Bahrain-Test zu klären ist? Vermutlich nur, wenn man zunächst die Leistung reduziert. Die Testzeiten in Bahrain werden interessant sein.

// Ross Brawn hat McLaren und der Rest der Welt das “Gone Fishing” Schild gezeigt. Und zwar wortwörtlich. Er bereitet sich auf dieses Jahr auf seine Lieblingsbeschäftigung vor, dem Fischen. Eine Rückkehr hält er zunächst für ausgeschlossen. McLaren hat sich mittlerweile auch den von Lotus unverständlicherweise entlassenen Eric Boullier geschnappt und diesen als “Racing Director” eingestellt. Kann gut sein, dass er unter Ron Dennis, der nicht mehr zu allen Rennen reisen will, der verantwortliche Chef bei McLaren an der Strecke wird.

// Audi hat die Fahrerbesetzungen für die WEC bekannt gegeben. Für Alan McNish rutscht Lucas di Grassi ins Team. Die Chancen, dass Kristensen Sieg Nummer 9 in Le Mans einfahren kann, sind damit unserer Meinung nach erheblich gestiegen, denn mit Loic Duval hat man ja nun keinen schlechten Partner an Bord. In der #2 sitzen wie immer Fässler, Tréluyer, Lotterer. In der #3 werden Bonnanomi, Olli Jarvis und Albuquerque in Steuer greifen. Auch gut: Wir können schon jetzt die Ankündigung hier machen, dass wir auch 2014 wieder in Le Mans vor Ort sein werden um die Schlacht zwischen Porsche, Toyota und Audi live zu berichten.

// Auf der anderen Seite des Atlantik tut man sich in Sachen Prototypen noch etwas schwer, wie wir hier berichtet haben. Nicht völlig überraschend kommt die Ankündigung der IMSA, dass man die BoP zwischen den DP und den LMP2 für Sebring überarbeiten wird. Die DPs bekommen den vollen Diffusor (in Daytona fuhr man die letzte Spezifikation nicht), die LMP2 sollen mit dem “Low Downforce Kit” aus Le Mans an den Start gehen. Wir reden hier über rund 300 bis 400 Pfund mehr Abtrieb für die DPs und mindestens 200 Pfund weniger für die P2. Schon in Daytona lamentierten die DP-Teams, dass man in Sebring quasi chancenlos sei. Obwohl die DPs in Daytona 1.5 Sekunden schneller waren. Das Spiel geht also weiter, wobei das Problem ist, dass die “LMP2 Lobby” mit Greg Pickett (Muscle Milk), Extreme Sport und Oak relativ klein ist. Immerhin stemmt man sich gegen Ford, Chevrolet, Chip Ganassi, Michael Shank und andere.

// In der NASCAR geht es vor dem Start in die Saison auch zur Sache. Die Änderungen am Chase haben wir hier dokumentiert. Kurzgefasst: Es gibt ein Shootout von vier Fahrern im letzten Rennen, der Gewinner hat den Titel, egal wie oft er vorher gewonnen hat. Gleichzeitig hat die NASCAR den Strafenkatalog endlich mal transparent gemacht. Es gibt nun sieben Stufen im Strafensystem, wobei die erste nur eine Verwarnung ohne Konsequenzen is. Neu ist: Man verliert bei der höchsten Stufe der Strafe einen Sieg, was wichtig für den “Race for the Chase” sein kann.

// Geradezu sensationelle Neuigkeiten gibt es aus der BTCC zu berichten. Unsere allerliebste Tourenwagenserie erfährt eine massive Aufwertung durch die Rückkehr des Ex-Meisters Fabrizio Giovanardi, der einen Ford Focus für das Airwaves Team pilotieren wird. Von den allgemein bekannten wie beliebten “Hotshots, die gerne mal anklopfen” wären dann 2014 am Start: Jason Plato (MG), Matt Neal (Honda), Gordon Sheddon (Honda), Colin Turkington (BMW) [Alles Ex-Meister der BTCC], Andrew Jordan (Honda) [Meister 2013] und eben Giovanardi. Dazu kommen die ebenfalls nicht gerade zurückhaltenden Piloten wie Rob Austin (Audi), Tom Onslow-Cole (Ford), Dave Newsham (Toyota), Mat Jackson (Ford) oder Rob Collard (BMW). Man sollte seinen Popcorn-Vorrat frühzeitig anlegen.

// Und am Schluss: The return of Podcast. Ab dem 20.02. wird es wieder den Podcast geben. Zunächst mit kleineren Pausen, ab dem Start der F1-Saison dann in der üblichen Sequenz. Wir werden dieses Jahr ein paar Änderungen vornehmen. Es wird weniger um Rennberichte gehen, mehr um Hintergründe, Analysen und sonstige Auffälligkeiten. Wir versuchen uns auch auf 60 Minuten zu beschränken. Ehrlich. [Insert hier: Gelächter]

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February 03 2014

13:00

Simracing – die virtuelle Welt des Motorsports

Jeder von uns Motorsportfans hat sich bestimmt schon mal gewünscht, sein Lieblingsrennfahrzeug auch mal selber um die Strecke zu jagen. Doch dies ist oft mit horrenden Kosten verbunden, wenn nicht gar ganz unmöglich. Also bleibt am Ende nur eine günstigere Alternative: Simracing.

headerSo ziemlich jeder Rennsüchtige ist schon mal über das Wort Simracing gestolpert. Doch was ist das eigentlich so richtig? Im Grunde genommen ist es das möglichst reale Nachbilden der echten Motorsportwelt. Hierbei kommen sogenannte Rennsimulationen zum Einsatz, die versuchen, alle Eigenschaften des realen Motorsports in die virtuelle Welt zu übertragen. Da dies nicht ohne Weiteres möglich ist, müssen Abstriche gemacht werden. Man wird nie das Gefühl erleben, wie in einem echten Rennfahrzeug zu sitzen, aber man kommt diesem in den letzten Jahrzehnten immer näher. Doch Simulation ist nicht gleich Simulation. Hier unterscheidet man zwischen den eher arcadelastigeren Varianten – wie z.B. Gran Turismo, Forza Motorsport oder Project Cars – die den Realitätsgrad an manchen Stellen zurückschrauben, um den Spaßfaktor zu erhöhen, und den Hardcore-Simulationen, die kompromisslos versuchen, die echte Motorsportwelt so realistisch wie möglich in die heimischen vier Wände zu bringen. In diesem Artikel werde ich ausschließlich auf die letztere Art der Rennsimulationen eingehen und zuerst erläutern, was es eigentlich braucht, um seine virtuellen Runden drehen zu können.

Zu aller erst brauchen wir einen PC. Die Leistungsstärke, die dieser haben muss, richtet sich individuell an die Ansprüche des Anwenders. Hier muss man sich die Frage stellen, mit welchem Detailgrad und auf wie vielen Monitoren man die Autos über die Pisten jagen möchte. Zum Einstieg reicht sicherlich vorerst ein Monitor. Sollten später die Ansprüche steigern, können immer noch zwei weitere Bildschirme angeschlossen werden. Der Vorteil von drei Bildschirmen gegenüber einem Monitor ist, dass die Umsicht im Rennen und das „Mittendrin-Gefühl“ gesteigert werden. Wenn wir nun von einem Einstiegssystem mit einem Monitor reden, dann reicht es, wenn der PC mit einem aktuellen Intel Core i5-Prozessor in Kombination mit einer Grafikkarte wie z.B. der nVidia GeForce GTX 760 oder AMD Radeon R9 270X ausgestattet wird. Dazu kommt noch eine gute Portion Arbeitsspeicher (8 GB) und ein aktuelles Betriebssystem in Form von Windows 7 oder 8.1 und schon haben wir alle wichtigen Kernkomponenten beisammen. Dieses Grundsystem kann jede aktuell verfügbare Simulation bewältigen und ermöglicht auch später das Aufrüsten auf drei Monitore, wenngleich dann die Grafikeinstellungen nach unten geschraubt werden müssen.

Jetzt stellt sich noch die Frage nach der passenden Peripherie. Hier kann man als Simracer schnell tausende Euro liegen lassen für Lenkräder, Pedale, komplette Cockpits usw. Doch zum Anfang reicht ein einfaches Lenkrad mit Pedalen. Hier hat sich seit Jahren das Logitech Driving Force GT bewährt. Wenn es etwas mehr kosten darf, kann es auch ein Logitech G25 oder G27 sein, die sich besonders durch bessere Pedale gegenüber einem Driving Force GT auszeichnen. Generell sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass einen teurere Hardware nicht unbedingt schneller macht. Sie liefert in aller Regel einen höheren Realitätsgrad gegenüber günstigere Hardware. Viele ausgezeichnete Simracer sind jahrelang mit einem Driving Force GT gefahren und waren trotzdem schnell.

Nun haben wir einen PC mit der nötigen Peripherie. Somit stellt sich nur noch eine Frage: Welche Rennsimulation soll ich denn nehmen? Aktuell herrscht viel Bewegung im Simulationsmarkt, da in der nächsten Zeit drei neue Softwareperlen in den Starlöchern stehen: Assetto Corsa, rFactor 2 und RaceRoom Racing Experience. Hinzu kommen noch altbekannte Simulationen wie Race 07, rFactor und iRacing. Es empfiehlt sich, jede Simulation selbst mal anzutesten, um schließlich die zu wählen, die den eigenen Ansprüche am besten gerecht wird. In der folgenden Passage werde ich kurz auf die populärsten, aktuell verfügbaren Rennsimulationen eingehen.

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Wie der Name schon sagt, hat Race 07 nun schon über sechs Jahre auf dem Buckel. Ursprünglich als virtueller Ableger zur WTCC erschienen, umfasst Race 07 nun schon einiges mehr, als nur die reinen Tourenwagen aus der Weltmeisterschaft. Durch zahlreiche Erweiterungspakete wird man zusätzlich noch mit Formel- und GT-Fahrzeugen und weiteren Strecken versorgt. Hinzu ist es möglich, sich kostenlose Erweiterungen von der Community zu installieren. Natürlich ist auch ein Multiplayer integriert, um sich mit anderen Fahrern messen zu können, egal ob auf einem öffentlichen Server oder in einer organisierten Liga. Doch das Beste ist, dass Race 07 mit einem Preis von 2,99 Euro auf Steam einen sehr günstigen Einstieg in die virtuelle Welt des Motorsports ermöglicht und nicht gleich einen Krater in der eigenen Haushaltskasse hinterlässt.

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rFactor ist bereits seit 2005 auf dem Markt und das merkt man der Simulation grafisch auch an. Aber die Grafik ist zum Glück nicht der Hauptkritikpunkt bei einer Simulation, sondern der Realismus. Diesem Anspruch wird rFactor auch nach all den Jahren immer noch gerecht. Die im Standardpaket eher spärlich vorhandenen Fahrzeuge und Strecken können durch eine gigantische Auswahl an von der Community erstelltem Content erweitert werden. rFactor bietet aktuell die meisten kostenlosen Erweiterungen aller verfügbaren Rennsimulationen an und das alles für einen einmaligen Preis von unter 30 Euro für den Standardtitel. Wie auch in allen anderen aktuell erfolgreichen Rennsimulationen wartet rFactor mit einem Multiplayer auf, um sich mit Piloten aus aller Welt zu duellieren.

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Die MMO-Rennsimulation iRacing.com ist bereits seit 2008 auf dem Markt und ist die wohl kompletteste aktuell erhältliche Rennsimulation. Sie zeichnet sich nicht nur durch millimetergenau vermessene Strecken und Fahrzeuge, sondern auch durch einen umfassenden Multiplayer aus. Anhand eines Ratingssystems, werden Fahrer bei Rennen in den von iRacing organisierten Ligen in ein etwa gleich starkes Fahrerfeld einsortiert. Fehler und Unfälle werden anhand eines Strafensystems geahndet, was wiederum für ein faireres Miteinander sorgt. Dies macht den Multiplayer von iRacing zum aktuell besten aller verfügbaren. Doch wo ist der Haken? Beim Preis! Während man für rFactor oder Race 07 einmalig maximal um die 30 Euro auf den Tisch legt, kostet in iRacing eine Strecke bereits 12 bis 15 Dollar und ein Fahrzeug 12 Dollar. Hinzu kommt ein Abonnement, das mit 99 Dollar im Jahr zu Buche schlägt. Allerdings gibt es auch einige Einsparmöglichkeiten, z.B. beim Einkauf von Content kann man mit dem Erwerb von drei oder sechs Artikeln 10 bis 20 Prozent sparen. Auch das Jahresabonnement gibt es einmal im Jahr 50 Prozent günstiger. Hinzu bekommt man Geld (sogenannte Credits) gutgeschrieben, wenn man in einer von iRacing organisierten Serie eine komplette Saison bestreitet. Trotzdem muss man zwangsläufig mit Ausgaben von mindestens 100 Euro rechnen, wenn nicht sogar mehr.

Ich persönlich hatte meinen Simracing-Einstand mit GTR2 absolviert und bin später auf Race 07 gewechselt. Doch mit dem immer stärker werdenden Interesse am Ovalsport wanderte ich schließlich zu iRacing ab, wo ich nun meine Runden im Gen6 bei der Deutschen Online Meisterschaft, die vom Virtual Racing e.V. veranstaltet wird, drehe. Generell bietet Virtual Racing zu allen bekannte Simulationen auch passende Ligen an, in denen man mit anderen deutschsprachigen Fahrern seinen Hunger nach Adrenalin stillen kann. Zudem erhaltet ihr dort auch Hilfe, wenn ihr Fragen oder Probleme mit eurer virtuellen Motorsportwelt habt.

Nun ist es an der Zeit diesen Artikel zu beenden und sich wieder hinters Lenkrad zu klemmen. Ihr könnt ja mal in die Kommentare schreiben, ob ihr selber als Simracer aktiv seid und wenn ja, in welcher Simulation ihr anzutreffen seid, in welcher Liga ihr fahrt und was eure größten Erfolge oder aber auch Niederlagen waren. Und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja bald mal auf der Strecke.

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January 29 2014

06:54

USCC: 24h Daytona Analyse 2014

Die 24 Stunden von Daytona waren in einigen Klassen eine Materialschlacht. Aber auch die BoP und Rennleitung haben ihr übriges zum Rennverlauf und Ergebnis dazu getan.
IMG_6895Mit den 24h von Daytona wurde die internationale Motorsport-Saison eröffnet, und es gab alle positiven und negativen Ereignisse, die bei einer Motorsportveranstaltung vorkommen können. Schon vor dem Rennen gab es viele Diskussionen, ob es möglich sei, die LMP2 und die DP auf ein Niveau zu bekommen, da die LMP2 bei Vergleichstests im letzten Jahr deutlich schneller waren. Dies hat man im Winter mit Updates bei den DP und Restriktoren für die LMP2 geschafft und damit ein spannendes Rennen in Daytona geschaffen. Überschattet wurde das Rennen dann trotzdem von einem schweren Unfall zwischen Memo Gidley im Gainsco Corvette DP und Matteo Malucelli im Risi Competizione Ferrari 458 GTE. Memo musste bereits am Bein und am Arm operiert werden und muss die Tage aufgrund eines Bruchs am Rücken nochmal in den Operationssaal. Auch Malucelli hat eine Gehirnerschütterung erlitten.

Schnell war klar, dass der Sonnenuntergang und die damit einhergehende schlechte Sicht auch Schuld am Unfall hatte. Es gab auch einige Fahrer, die vorgeschlagen hatten, dass man in diese Zeit eine 20-minütige Caution legen könnte. Die Offiziellen haben sich bisher noch nicht dazu geäußert. Auch wurde die Sicht durch einen der GTD Ferrari für Memo verdeckt, sodass er keine Chance zum Verzögern hatte und mit ca. 180 km/h Überschuss auf Malucelli auffuhr. All diese Faktoren kann man sich nochmal in dem folgenden Video genau anschauen.

Das folgende Video enthält einen schweren Unfall bei dem Memo Gidley und Matteo Malucelli verletzt wurden.

P-Klasse
Die DP zeigten schon während der Testfahrten und Trainings ihre Stärken gegenüber den LMP2, sodass allen klar war, dass die LMP2 höchstens über die Haltbarkeit eine Chance hatten. Die Dominanz der DP kommt durch die höhere Höchstgeschwindigkeit, die in Daytona der entscheidende Faktor ist und so auch für die knapp 1,5 Sekunden Abstand pro Runde zwischen DP und LMP2 sorgte. Folgerichtig sicherte sich also Alex Gurney im Gainsco Corvette DP die Pole Position für das 24-Stunden-Rennen. Doch auch war vielen klar, dass die Motoren der Daytona Prototypen nicht für die neue Leistung gebaut wurden und deswegen auch ein Ankommen ohne Probleme unwahrscheinlich war.

Doch im Rennen kam es dann ganz anders. Die DP waren diejenigen, die relativ problemlos durch das Rennen kamen und nicht die LMP2. Über das komplette Rennen gab es ein Vierkampf zwischen den beiden Action Express Corvette DP, dem Wayne Taylor Racing DP und dem Ganassi Riley DP Ford EcoBoost mit der Startnummer 2. Auch gab es mit dem Oreca Nissan von Pickett Racing noch einen LMP2, der in Schlagweite war, aber nie die Geschwindigkeit hatte, sich wirklich nach ganz vorne zu setzen. Zudem hatte man in der Anfangsphase mit Reifenproblemen bzw. Reifenschäden zu kämpfen. Am Ende sollte es für einen guten 5. Platz für Pickett Racing mit Lucas Luhr und Klaus Graf reichen.

Die #02 von Ganassi hatte wenige Stunden vor Rennende mit Motorproblemen zu kämpfen – es war das erste Rennen für Ganassi mit dem Ford Ecoboost Motor -, sodass man nicht mehr um den Gesamtsieg mitfahren konnte. Es lief also auf einen Dreikampf zwischen den Action Express Corvette DP und dem WTR DP hinaus, den schließlich die #5 von Action Express gewinnen sollte, u.a. mit Barbosa als Schlussfahrer.

Durch das Einsetzen von Joao Barbosa als Schlussfahrer lässt sich wohl auch der Sieg begründen, denn bei WTR hatte man als Schlussfahrer Max Angelelli gehabt, der nicht das Tempo mitgehen konnte. Man hätte wohl eine Chance gehabt, wenn Ricky Taylor den Schlussstint gefahren wäre, doch dieser hatte schon am frühen Morgen seine maximale Fahrzeit überschritten. Angelelli konnte zwar meist an Barbosa dran bleiben, ihm aber nie wirklich gefährlich werden. Ähnlich ging es der #9 von Action Express, die mit Brian Frisselle am Ende keinen Fahrer hatte, der nochmal angreifen konnte. Schließlich durften sich Sébastien Bourdais, Christian Fittipaldi und Joao Barbosa über eine neue Rolex Daytona freuen.

Einen Lichtblick für die LMP2 gab es noch teilweise von OAK Racing, die in den Morgenstunden sogar einige DP auf der Strecke überholen konnten. Eine kleine Überraschung gab es für das Deltawing Team, das sich immerhin relativ lange ohne (technische) Probleme halten konnte. Am Ende reicht es trotzdem nur für einen 61. Platz in der Gesamtwertung. Überraschend und enttäuschend zugleich war das Debüt des Speedsource Teams mit dem neuen Mazda LMP2. Die Rundenzeiten waren mehr als zehn Sekunden hinter den Zeiten der Spitze und auch konnte man kaum eine Stunde ohne Probleme fahren. Beide Wagen fielen dann schließlich sogar noch aus. Doch bei Mazda war man überrascht, dass es überhaupt so gut lief, da der Rekord für den Motor bisher bei sechs Stunden lag.

PC
Den ersten Aufreger in der (LM)PC gab es schon nach wenigen Metern. Denn Marc Goosen in der SRT Viper drehte den auf der Pole stehenden Colin Braun im LMPC. In der Anfangsphase konnte auch Renger van der Zande die Führung übernehmen, der sich mit dem deutschen Marco Schultis das Auto geteilt hatte. Man hatte allerdings konsequent mit technischen Problemen zu tun, wobei es immerhin für einen 5. Platz in der Klasse reichte. Diesen konnte man aber auch nur einfahren, da es auch in dieser Klasse für viele Teams Probleme gab.

Einige Wagen standen einfach spontan in Flammen wie der Starworks LMPC mit u.a. Pierre Kaffer am Steuer und bei anderen Fahrern scheiterte es einfach an der Fahrerpaarung. Schließlich blieben noch Core Autosport und 8Star, die sich das komplette Rennen um den Sieg duelliert hatten. Leider scheint man bei Fox kein großer Fan der Klasse zu sein, sodass es bis zum Ende nur ca. 30 Minuten Bilder aus der Klasse gab. Am Ende konnte sich Core Autosport mit Colin Braun im Schlussstint durchsetzen. Ähnlich wie in der P-Klasse war sein Speed am Schluss entscheidend für den Sieg über Tom Kimber-Smith im 8Star LMPC.

GTLM
In der GTLM war es über lange Zeit ein Rennen der Debütanten. Porsche, die zum ersten Mal ihren 991 GT3 RSR mit nach Amerika brachten, kämpfte bis wenige Stunden vor Schluss gegen die komplett neue Corvette C7.R. Doch zuerst einmal zu den großen Verlierern der Klasse: Ferrari. Der Risi Competizione Ferrari war nach dem Unfall aus dem Rennen und auch der Krohn Ferrari hatte dauerhaft mit Problemen zu kämpfen. Verwunderlich wenn man bedenkt, wie gut sonst der Wagen läuft.

Ähnlich enttäuschend lief es für Aston Martin Racing, die in Amerika nur am Endurance Cup teilnehmen. Insgesamt 69 Runden Abstand zum Klassensieger hatte man sich über 24 Stunden eingefangen und man musste auch einmal auf der Strecke parken und kam nicht aus eigener Kraft an die Box. Zufriedener dürfte man bei SRT sein, da das Rennen wesentlich erfolgreicher war als noch das in Le Mans. Platz 3 stand am Ende für das Team zu Buche und das trotz einiger Probleme mit der Motorsteuerung. Dass man inzwischen auf Augenhöhe mit den etablierten Größen wie Corvette und Porsche ist, hat auch das Qualifying gezeigt, da man dort die Pole geholt hat.

Für Chevrolet stand das erste 24-Stunden-Rennen an mit dem neuen Wagen an und man hätte sich wohl eher gewünscht, dass es ein 20-Stunden-Rennen gewesen wäre. Die meiste Zeit des Rennens war man in der Führungsrunde und konnte permanent gegen die anderen fighten, allerdings musste man im späten Rennverlauf mit Motor- und Überhitzungsproblemen kämpfen. Am Ende reichte es noch für Platz 5 und viele zufriedene Gesichter, da es die meiste Zeit gut lief mit dem neuen Wagen.

Der Sieger des Rennens wird dann aber doch von Porsche gestellt mit der Fahrerpaarung Richard Lietz, Nick Tandy und Patrick Pilet, die mit der Nummer 911 fahren durften. Probleme gab es beim Schwesterauto nach 18 Stunden mit Überhitzungsproblemen, deswegen war man auch permanent bei Porsche angespannt. Eine Premiere dürfte es übrigens sein, dass mit Core Autosport ein Team in zwei Klassen den Sieg holt. Core Autosport darf dieses Jahr die Werkseinsätze von Porsche in Amerika fahren und spätestens durch die 24h in Daytona haben gezeigt, dass es verdient ist.

Profiteur der vielen Ausfälle in der GTLM war übrigens BMW, die wie immer von RLM eingesetzt wurden. Beim ersten 24-Stunden-Rennen für den Wagen kam man fast problemlos durch und hatte durch die letzte Caution sogar noch Chancen auf den Klassensieg, obwohl der Wagen auf der Geraden 10 km/h langsamer war als die anderen GT-Wagen. In Sebring wird man sicherlich durch die starke Aerodynamik wieder eine gute Chance haben, auch durch den Speed die andere auszustechen.

Schwach hingegen war wieder, wie FOX die Klasse behandelt hat. Abgesehen von den eingekauften Werbezeiten innerhalb der Übertragung hat man kaum etwas von der Klasse gesehen und musste sich meistens per Live Timing auf dem neusten Stand halten. Doch wenn man mal was gezeigt hat, ging es ordentlich ab in der Klasse mit vielen Überholmanövern.

GTD
In der GTD gab es einen dauerhaften Kampf der Fabrikate. Porsche, Audi und Ferrari kämpften die kompletten 24 Stunden um den Sieg. Viel mehr kann man leider gar nicht sagen, da es kaum Bilder gab. Trotzdem sorgte man für eine der Rennszenen überhaupt, als Markus Winkelhock sich in der letzten Runde an Alessandro Pier Guidi außen vorbeschieben wollte und aufs Gras kam. Erst gab es für Guidi eine Strafe für den Kontakt, doch diese wurde wieder zurückgenommen, nachdem es einen Shitstorm gab. Gewonnen hat also der Level5 Ferrari 458 GT3 mit Scott Tucker, Bill Sweedler, Townsend Bell, Jeff Segal und Alessandro Pier Giuidi, die aus der LMP2 rübergewechselt sind. Die komplette Top 3 lagen übrigens innerhalb von 1,5 Sekunden.

Übertragung
Die Übertragung war grauenhaft. Teilweise bis zu dreimal Werbung in zehn Minuten und man ist dann nur für 20 Sekunden beim Rennen gewesen. Auch gab es keinen richtig offiziellen Stream für das Rennen, wie es ihn damals bei der ALMS gab. Die Kommentatoren von FOX und MRN waren auch eher schlecht als recht und nicht mit RLM vergleichbar. Vielleicht kommt es ja in diesem Bereich zu Verbesserung für die nächsten Rennen. Weiter geht es im März mit den 12 Stunden von Sebring.

Don hat viele Fotos mitgebracht aus Daytona. Ein paar davon haben wir auch hier…

Rennergebnis

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Alle Bilder: Racingblog/Dahlmann

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January 06 2014

07:41

Formel Eins: Die Sache mit der Kostendeckung

Die FIA will es ab 2015 mal wieder mit einer Kostendeckelung probieren. Das wird aber aus verschiedenen Gründen nicht klappen.

130351_newAls die Formel Eins in den 2000er Jahren durch die Hersteller geprägt wurde, explodierten die Kosten. BMW leistete sich das Sauber Team und baute parallel neben Hinwil noch ein zweites Hauptquartier auf. Ferrari butterte Millionen in Fahrergehälter, während Honda gleich drei Windkanäle in einem parallelen Dauerbetrieb laufen hatte. Und Toyota sagte man nach, dass deren Budget knapp 500 Millionen Dollar hoch war. In der Wirtschaftskrise 2008 fand das Wettrüsten der Hersteller dann ein Ende. BMW, Honda und Toyota stiegen nacheinander aus und die Teams entließen Personal. Das Budget von McLaren soll 2009 gerade mal 150 statt 250 Millionen betragen haben. Doch mittlerweile nähert sich die Serie den astronomischen Summen.

Motorsport ist teuer, keine Frage. Und das nicht nur in der Formel Eins. Die Entwicklung des neuen LMP1 von Porsche soll den nicht ganz armen Konzern knappe 150 Millionen gekostet haben. Personalkosten nicht mal komplett mit inbegriffen. Aber 150 Millionen sind im Vergleich zu dem, was die Formel Eins jährlich so raus haut, quasi Peanuts. Während Porsche mit der Basis des Chassis vermutlich zwei bis drei Jahre auskommt, baut man in der Formel Eins fast jede Saison ein neues Chassis. Aber was macht die Formel Eins eigentlich so teuer?

Die Unterhaltung der Fabriken kostet logischerweise viel Geld. Bis zu 400 Angestellte wollen bezahlt werden, einige von ihnen sind so wichtig, dass ihre Gehälter in die Millionen gehen. Fast jedes Team hat einen eigenen Windkanal, und selbst der reicht oft nicht. Ferrari und McLaren haben ihre letztjährigen Einsatzwagen im Windkanal von Toyota in Köln erprobt. Einen Großteil der Kosten dürften allerdings die CFD-Entwicklung und die Materialforschung verschlingen. Ersteres wegen der enormen Menge an Rechenpower, die man braucht. Letzteres, weil Forschung immer teuer ist und davon lebt, dass man Fehler macht. Auf jede erfolgreiche neue Erfindung kommen Dutzende von Rückschlägen. Allein die Kosten für die Entwicklung von verformbaren Kohlefasern dürften astronomisch gewesen sein. Und selbst, wenn man nicht forscht – die Patent/Lizenzgebühren für eine Erfindung sind nicht gerade gering.

Die Reisekosten sind nicht mehr vernachlässigbar, bei 19 Rennen plus Tests kommt einiges zusammen. Dazu kommen die Kosten, die durch die Rennen selber entstehen. Zum einen müssen Verschleißteile ersetzt werden, zum anderen sitzen an der Strecke und in der Fabrik ganze Horden von Ingenieuren, die die Daten auslesen und interpretieren. Die Telemetriedaten der Autos werden live per Satellit übertragen, was ebenfalls enorme Kosten verursacht.

Addiert man die Summen, kommt schnell eine zweistellige Millionensumme zusammen. Marussia-Teamchef John Booth bezifferte das Budget seines Teams auf 60 Millionen Dollar. Mit der Summe könnte man für eine gesamte Saison ein privates LMP1-Team in der WEC, ein DTM-Team und vermutlich noch ein NASCAR-Team einsetzen. In der Formel Eins fährt man damit hinterher.

Aber gut, die Serie war noch nie günstig. Renault stopfte Unsummen in die Idee eines Turbomotors. McLaren investierte in den 80ern Millionen, um das erste Kohlefaserchassis zu bauen. Ferrari versenkte über Jahre Geld in die Idee eines halbautomatischen Getriebes und Williams entwickelte eine aktive Aufhängung, die nach einem Jahr verboten wurde. Billig war es also nie, wenn man ganz vorne mit dabei sein wollte.

Doch die Kosten haben wieder Bereiche erreicht, die man als selbstzerstörerisch bezeichnen kann. Bei Red Bull spricht man von 370 Millionen Dollar, die das Team zusammen mit Red Bull Technologies verschlingt. Mercedes soll die 200-Millionen-Dollar-Marke auch hinter sich gelassen haben. Um im Mittelfeld dabei sein zu können, wird man 2014 mindestes 130 Millionen Dollar investieren müssen.

Die Gefahr ist, dass die Serie sich bis zur Implosion weiter aufbläht. Was passiert, wenn kleinere Teams wie Marussia, Caterham, Sauber oder Force India aufgeben müssen? Wie schwer sind die Konsequenzen, wenn das Kartenhaus bei Lotus zusammenfällt? Die FIA hat vorsorglich schon mal darauf hingewiesen, dass ja offiziell zwei zusätzliche Teams noch starten dürften. Doch wer soll sich da bewerben? Porsche hat zwei Jahre benötigt, um in Weissach die Strukturen für den WEC-Einsatz zu schaffen.

Also muss und soll gespart werden, doch die Sparmaßnahmen umzusetzen dürfte schwer werden. Die FIA überlegt im Moment unter anderem folgendes:

- Reduzierung der Angestellten
- Reduzierung der Zeit im Windkanal
- Reduzierung der Zeit für die CFD-Entwicklung
- Verbot weiterer Materialien
- Einsatz weiterer Einheitsteile

Die Verwendung bestimmter Materialien lässt sich leicht umsetzen, das wird seit einigen Jahren schon im Motorbau betrieben und überwacht. Auch könnte man Einheitsteile leichter einsetzen, zum Beispiel bei den Bremsen, KERS usw. Doch das würde wiederum dem Geist der Formel Eins widersprechen und interessierte Hersteller erst recht vergraulen.

Alle anderen genannten Punkte sind schwierig bis gar nicht umzusetzen. Die FIA bemüht sich, die CFD-Entwicklung über die Anzahl der genutzten Teraflops (grob gesagt die Rechenoperationen eines Computers) zu beschränken, was Experten schon die Stirn runzeln lässt, weil keiner weiß, wie das passieren soll. Die anderen Punkte lassen sich leicht umgehen.

Zahl der Angestellten:
Ein Sponsor gründet eine Firma, sagen wir mal für “Zukunftstechnologien” und stellt die notwendigen Leute an.

Zeit im Windkanal, Zeit für CFD
Viele Teams haben entweder einen Hersteller als Sponsor (Infinity z.B.) oder könnten sich einen suchen. Warum nicht die laufende Entwicklung (oder zumindest Teile davon) zu einem Hersteller auslagern? Logo auf dem Fahrzeug gegen Nutzung von Windkanal und CFD. Die FIA kann kaum kontrollieren, was die Hersteller nach Feierabend in ihren Windkanälen so testen.

Wie gut das jetzt schon funktioniert, kann man an der “Sommerpause” sehen. Eigentlich sind die Fabriken dicht, eigentlich darf nicht gearbeitet werden. 2013 kam Red Bull aus der Sommerpause und fuhr plötzlich alles in Grund und Boden, Lotus hat ein B-Chassis und alle anderen jede Menge neue Teile. Anders gesagt: In Zeiten von Cloud-Computern kann niemand kontrollieren, ob ein Team seinem Ingenieur nicht eine komplette Workstation nach Hause liefert. Und Fahrer wie Fernando Alonso haben den eigenen Simulator samt Livedaten-Uplink zu Ferrari im Keller stehen. Die Sommerpause ist eher ein Witz.

Sicherlich wird die FIA versuchen, die Kostenreduktion mit drakonischen Strafen zu belegen. Gut vorstellbar, dass ein Team aus der WM fliegt, wenn sie gegen die Regeln verstoßen. Aber der Nachweis wird schwer zu erbringen sein. Selbst Experten bezweifeln, dass sich die Kosten überprüfen lassen. Dafür müsste die FIA Einblick in alle Bücher nehmen. Und da möchte ich mal Ferrari erleben, wenn die FIA-Fahndung vor der Tür steht und die gesamte Buchhaltung überprüfen will.

Die steigenden Kosten sind in vielen Serien ein Problem. Einige Serien behelfen sich mit strikten Einheitsregeln, darunter die NASCAR, die V8 Supercars, die DTM, die WTCC, die BTCC und die WRC. Andere Serien sind dazu übergegangen, verschiedene Klassen einzuführen, wie zum Beispiel die WEC, wo man selbst die LMP1 im Grunde noch einmal unterteilt hat in “Privat” und “Werke”. Beides scheint keine Lösung für die Formel Eins zu sein.

Was wären Eure Ideen für eine Kostenreduktion?

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January 03 2014

14:32

Best of 2013 – Gok

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

24h-Rennen Nuerburgring Nordschleife

Ein Motorsportjahr mit viel Licht und Schatten hat sein Ende gefunden. Im Endeffekt werden wohl die schweren Unfälle und die daraus entstandenen Folgen im Gedächtnis bleiben, doch es gab auch viele schöne Momente 2013. Da wäre z.B. die Rückkehr von Manthey nach Le Mans zu nennen oder der Gewinn der DTM von Mike Rockenfeller. Auch dieses Jahr möchte ich in meinem Best of Momente herausstellen, die noch nicht allen Lesern des Blogs bekannt sind, aber trotzdem für mich zum Motorsportjahr 2013 gehören.

Bestes Rennen
Mein Favorit in dieser Kategorie ist das Saisonfinale der ADAC GT Masters in Hockenheim. Sicherlich gab es Rennen mit mehr Überholmanövern, doch an Dramatik konnte man das Rennen kaum überbieten. Dabei halfen auch die Kollision des Meisterschaftsführenden und der Motorplatzer des SLS von Buhk und Götz. Auch ist das Rennen im meiner Auflistung ganz vorne, da ich selbst bei dem Rennen vor Ort und sogar direkt neben der Callaway Box untergebracht war und somit alle Emotionen des Teams mitnehmen konnte. Für mich eines der Motorsporthighlights 2013.

Bestes Finish
Da muss ich wohl mal ein bisschen den Motorsportbereich wechseln und in die MotoGP rüberschauen. Was sich dort Marc Marquez und Jorge Lorenzo für einen Kampf in den letzten Runden geliefert haben, war für mich unbegreiflich. Einfach anschauen und genießen.

Ansonsten kann ich mich den anderen anschließen und das Finish der Indy Lights beim Freedom 100 empfehlen.

Auch sehr sehenswert war der Kampf um Platz 2 bei dem GP2-Rennen am Nürburgring.

Bester Fahrer
Für mich ganz klar Bernd Schneider. Es wird wohl in der Geschichte der Sportwagenrennen kaum einen Fahrer gegeben haben, der so viele Rennen gewonnen hat. 24 Stunden von Dubai, 12 Stunden von Bathurst, 24-Stunden-Rennen Nürburgring, 24-Stunden-Rennen Spa-Francorchamps, 1000-Kilometer-Rennen Nürburgring und die 12 Stunden von Abu Dhabi. Zwei dieser Rennen hat er sogar mit Sean Edwards gewonnen, der dieses Jahr leider viel zu früh von uns gegangen ist.

Auch konnte Bernd Schneider sich noch einen 2. Platz in der Blancpain Endurance Series sichern, obwohl er nur die letzten zwei Rennen bestritten hat. Außerdem wurde er noch für sein Lebenswerk von Mercedes-AMG ausgezeichnet

Bestes Team
Für mich gibt es in dieser Kategorie mehrere Anwärter aus dem Langstreckensport. Zum einen wäre da Manthey, die einen Klassensieg bei den 24h von Le Mans eingefahren haben und auch bei den 24h am Nürburgring wahrscheinlich auf dem Podium gewesen wären, wenn man das Rennen nicht unterbrochen hätte. Leider enttäuschte man etwas in der WEC, was allerdings auch an dem noch nicht fertig entwickelten 991 GTE lag.

Auch sehr gute Arbeit hat Black Falcon geleistet. Immerhin ein Sieg bei einem 24-Stunden-Rennen und zwei bei 12-Stunden-Rennen.

Doch am überzeugendsten war Audi Motorsport bzw. Joest Racing. Während man die letzten Jahre nie den Speed der Mitbewerber mitgehen konnte, hat man dieses Jahr Toyota vernichtet in der WEC. Auch bei den 24 Stunden von Le Mans konnte man deutlich das Tempo vorgeben und einen niemals gefährdeten Sieg nach Hause fahren.

Überholmanöver des Jahres

Für mich ganz klar das Überholmanöver von Edoardo Mortara an Renger van der Zande in der Häuserschlucht von Macao. Das ganze ist zwei Runden vor Schluss passiert und war einfach nur der reine Wahnsinn. (Erstes von den beiden Überholmanövern)

Feinde/Duell des Jahres
Hier muss ich wieder meinen Kollegen folgen und Webber vs. Vettel sowie Logano vs. Hamlin nennen. Unglücklicherweise hat es bei Logano vs. Hamlin ja ein böses Ende genommen. Bei Vettel und Webber war es wohl das letzte Mal in Webbers Formel-1-Karriere, dass er im Mittelpunkt stand.

Kostenpunkt des Jahres
Das war wohl der Start für alle GT3-Teams, die aufgrund der BoP dieses Jahr keine Chancen in ihren Serien hatten. Hier wären z.B. Grasser Racing in der GT Masters und WRT Audi beim 24 Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps zu nennen.

Ansonsten hat die F3 Open noch in Spa gezeigt, wie man durch das Auslösen einer Safety-Car-Phase das halbe Starterfeld in einen Crash verwickelt. Der Schaden dürfte ähnlich hoch sein wie bei der ALMS. (ab Min 1:45)

Unnötigste Kollision des Jahres
Für das, was Leimer beim GP2-Rennen in Singapur gemacht hat, musste ich einfach eine eigene Rubrik aufmachen. Er hat anscheinend vergessen, dass es ein extra Paddock für die Rahmenrennen gibt und fährt deshalb Alexander Rossi in sein Auto.

Überraschung des Jahres
Dass die Leute in Russland doch die DTM kennen und man nicht vor komplett leeren Zuschauerrängen gefahren ist. Jetzt ist schon ein zweites Rennen in Sotchi im Gespräch. Vielleicht kriegen wir ja einen russischen statt amerikanischen Ableger…

Enttäuschung des Jahres
Der McLaren MP4-12C GT3 war wohl die Enttäuschung des Jahres für mich und hätte auch beim Kostenpunkt des Jahres mitmachen können. Der Wagen schafft kaum ein Sprintrennen ohne technische Probleme und so kam es auch, dass Sebastian Loeb Racing keine Chance in der FIA GT hatte. Auch in den anderen Serien war der Wagen ähnlich schlecht. U.a. fiel Dörr Motorsport beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring in der ersten Runde aus. Ähnlich ernüchternd ging es für andere Teams bei den 24 Stunden von Spa zu.

Langweiligstes Rennen des Jahres
Wohl fast jedes Rennen in der zweiten Hälfte der Formel-1-Saison. Ansonsten kann ich mich noch an einige schlechte 1,5-Meilen-Rennen der NASCAR (nicht) erinnern.

Racecontrol-Moment des Jahres
Der Racecontrol-Moment des Jahres kommt für mich von der FIA GT. Um die Strecke in Baku zu säubern, hatte man sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Wasser überschüttet. Dieses fror und den Zeitplan konnte man vergessen. Insgesamt war das Rennwochenende ein einziger Racecontrol-Moment. Am Freitag musste man z.B. noch einen Baum aus der Boxeneinfahrt wegschaffen. Die Rennen liefen immerhin relativ problemlos.

Spruch des Jahres
Button: “This year’s car is the best we’ve ever made”. Wohl selten hat sich Button so sehr geirrt. Gut war auch Lauda: “I’ve bet €50 with Marko we will escape penalty for secret test.” Das sollte wohl zeigen das er sich sicher ist, aber bei mir hat es eher für das Gegenteil gesorgt.

Glückspilz des Jahres
Auch hier ist meine Entscheidung auf eine Szene aus der MotoGP gefallen. Gerade als die Streckenposten das Motorrad von Cal Crutchlow bergen wollen, kommt die MotoGP-Maschine von Marc Marquez angeflogen. Glücklicherweise kommen die Streckenposten noch schnell genug weg.

Wünsche für 2014
Dass wir ein ruhiges Jahr haben, was Verletzte und Tote angeht. Mehr kann man sich eigentlich nach 2013 nicht wünschen. Sekundär wäre dann noch eine spannendes Debütjahr der USCC.

Ich möchte mich nochmal bei allen Leuten hier im Blog bedanken. Ohne die anderen Autoren, die Leser und die Aktiven im Chat wäre das hier alles nicht möglich und ich könnte auch nicht über mein Hobby schreiben. Allerdings will ich auch den Vorschlag von Yankee unterstützen, dass die Kommentarfunktion mehr genutzt werden sollte. Dabei kann man gute Diskussionen über Rennen führen, die sonst im Chat untergehen würden.

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January 01 2014

08:00

Best of 2013 – Yankee

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Super GT JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013 Day 2 GT500 Start2013 war ein Auf und Ab. Ein Jahr mit vielen gemischten Gefühlen. Wir haben gejubelt, gelacht, getrauert. Auf die schönen, unterhaltsamen Momente folgten die Stunden der Trauer, die Stunden des Schmerzes. Auch 2013 forderte der Motorsport erneut seine Opfer – Fahrer, Streckenposten, Zuschauer – die viel zu früh von uns gegangen sind. Zu früh bei einer Tätigkeit die sie liebten auszuführen. Mit Schock erinnere ich mich noch an den Moment, als Allan Simonsens Tod bei den 24 Stunden von Le Mans verkündet wurde.

Ich operierte damals die ersten beiden Rennstunden in unserem Live-Ticker, hatte dementsprechend die unliebsame Aufgabe über jene Schockmeldung zu berichten. Simonsens plötzliches Ableben war der zunächst traurige Höhepunkt einer Motorsport-Saison, die bereits im Februar beim NASCAR Nationwide Series-Rennen nur knapp an einer Katastrophe vorbeischrammte. 2013 steht im Zeichen von Allan Simonsen, Sam Edwards, Wolf Silvester, Janina Depping wie auch ihrer Beifahrerin, Jason Leffler, Maria de Vilotta sowie vielen weiteren, die viel zu früh von uns gegangen sind. Überschattet wurden die letzten Tage dieses emotional hügeligen Jahres mit der schockierten Meldung über Michael Schumachers schweren Ski-Unfall, der zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels (Stand: Montag, 30.12.2013) um sein Leben kämpft. Ich hoffe inständig, dass Schumacher die Kraft und das Glück hat, dieses eine „letzte Rennen“ um sein Leben zu gewinnen.

Den richten Übergang zum eigentlichen Hauptteil dieses Artikels ist nach diesem Einstieg nur schwierig. Trotz der Trauer gab es sie doch noch, die schönen Momente im Motorsport-Jahr 2013. Momente die uns erinnern, warum wir die ganze PS-Hatz und Kreisfahrerei eigentlich schauen und lieben. Momente die uns erinnern, weshalb wir früh am Morgen respektive spät in der Nacht uns vor den Fernseher oder Stream setzen, um Rennen von aller Welt zu verfolgen.

Bestes Rennen
Das Rennen der Super GT im Sportsland Sugo. Zugegeben, ich bin da natürlich etwas voreingenommen. Doch auch so wäre meine Wahl nach Japan gefallen. Das Rennen auf der malerischen Naturrennstrecke nahe Sendai bot nahezu alles, was man sich als Motorsport- / Sportwagen-Fan wünschen konnte. Viele Zweikämpfe in beiden Klassen, Überholmanöver, Spannung, wechselhafte Witterungsbedingungen und eine höchst kuriose Szene. Tatort Rainbow-Corner in Runde 70: Im erbarmungslosen aber stets fairen Zweikampf versuchen bei Nieselregen sich der Führende Yuji Tachikawa (außen) sowie Juichi Wakisaka (innen) am Evangelion-McLaren vorbei zu quetschen. Dabei berührt Wakisaka den lila McLaren leicht, der wiederum den Zent Cerumo-Lexus von Tachikawa touchiert. Tachikawa dreht sich ins Kies, während von hinten die beiden Honda mit Takashi Kogure und Frédéric Makowiecki ein 3-wide-Manöver auf der Geraden mit Wakisaka in der Mitte aufmachen. Dabei kommen Makowiecki sowie Kogure, jeweils von außen, dem Denso Kobelco SC430 von Wakisaka zu nahe. Makowiecki berührt den Lexus, schießt quer rüber und trifft Kogure. Vier der Top-Favoriten auf den Rennsieg waren eliminiert; Wakisaka schleppte sich mit einem Schaden noch auf Position Vier ins Ziel. Am Ende fuhr das ARTA-Team von Aguri Suzuki einen Doppelsieg in der GT500 wie auch GT300 ein. Sugo wie es leibt und lebt. Viel Action sowie ein denkwürdiger Moment, der schon jetzt in die Geschichte der Super GT eingeht.

Andere, denkwürdige Rennen waren jenes der Super Formula, ebenfalls im Sportsland Sugo, der Grand Prix von Long Beach der IndyCar (Takuma Sato gewinnt als erster Japaner ein IndyCar-Rennen) sowie der Saisonauftakt der Super GT in Okayama und das Finale der Super Formula in Suzuka.

Bestes Finish
Meine Kollegen Don und Thomas haben mir schon meine Wahl für die „weiteren Plätze“ mit jenen Zieleinläufen der IndyCar in den Straßen von Sao Paulo sowie dem Indy-Lights-Finish in Indianapolis abgenommen. Meine persönliche Nummer Eins fällt aber erneut nach Japan, wenn ich auch persönlich in einer kleinen Zwickmühle stecke. Das Duell in den letzten Runden mitsamt Foto-Finish von André Lotterer und Loic Duval (0.041 Sekunden!) in der Super Formula im Sportsland Sugo war außergewöhnlich. Vorausgehend war ein spektakuläres Rennen, das wohl auch aufgrund von vier Safety-Car-Phasen stets spannend blieb. Meine Wahl fällt jedoch auf das Finale der Super Formula in Suzuka, speziell auf den zweiten Lauf. Die Ausgangslage war eindeutig: Naoki Yamamoto musste mindestens den dritten Platz erreichen, um bei Punktegleichheit den Titel vor dem aufgrund seines WEC-Engagements bei Audi nicht am Rennen teilnehmenden André Lotterer zu gewinnen. Vorausgegangen war ein Start-Ziel-Sieg Yamamotos im strömenden Regen in Lauf Eins. Der Regen spielte auch im zweiten Durchgang eine wichtige Rolle, als sich zum Ende hin wieder der Himmel über der legendären Grand-Prix-Strecke öffnete. Es folgte ein Finish, das in Punkto Dramatik jenem der Formel Eins in Brasilien 2008 in nichts nachstand.

Bester Fahrer
Die Wahl könnte so einfach sein: Sebastian Vettel dominierte die diesjährige Formel-Eins-Saison spätestens ab der Halbzeit nahezu fehlerlos. Dies erfordert Respekt und Anerkennung. Ermöglicht wurde dieser Erfolg vor allem aber auch durch den technisch absolut überlegenen Red-Bull-Boliden. Freilich muss solch ein Gefährt erst fehlerlos pilotiert werden. Doch auch wegen der Überlegenheit konnte Vettel seiner Konkurrenz nicht einmal den Hauch einer Chance lassen. Die Wahl könnte so einfach sein… Ist sie aber nicht, weshalb ich mich für „Mr. Sixpack“ Jimmie Johnson entscheide. In acht Jahren sechs Mal den NASCAR Sprint Cup bei 36 Rennen im Jahr zu gewinnen ist eine unglaubliche Leistung. Oder anders ausgedrückt: der schiere Wahnsinn. Johnsons Erfolg kam nicht von ungefähr und gewiss nicht von ihm alleine. Es ist das komplette Team rund um Crew-Chief Chad Knaus, die das Jahr über mehr als 100% gaben und zusammen mit Johnson stets Top-Resultate einfuhren.

Ebenfalls erwähnen möchte ich André Lotterer, der vielleicht etwas untergegangen vom Trubel anderer Fahrer erneut eine bärenstarke Saison fuhr, trotz hervorragender Leistungen aber aufgrund von ein bisschen Pech sein persönliches „Triple“ (24 Stunden von Le Mans, WEC, Super Formula) nicht erzielte. Im gleichen Atemzug muss man seinen Audi-Kollegen Loic Duval erwähnen, dem es zusammen mit Tom Kristensen und Allan McNish erstmals gelang beim Langstrecken-Klassiker an der Sarthe zu obsiegen sowie Team LeMans in der Super Formula mit dem Erfolg im Sportsland Sugo nach Jahren wieder auf die Erfolgsspur zu manövrieren. Die Ehrenerwähnung geht an Allan McNish, der erst kürzlich als frisch gekürter Weltmeister seine aktive Rennfahrerkarriere beendete. Der symphytische Schotte zählt zu den Größen des Motorsports, den wir hoffentlich schon bald als TV-Kommentator begrüßen dürfen. Sein Vater erzählte einst, dass er bei seiner Geburt nicht sicher war, ob Allan ein echter McNish sei. „Doch als ich seine Eier sah, da wusste ich, dass er ein echter McNish ist.“ Vielen Dank für die tollen und unterhaltsamen Jahre, Allan!

Bestes Team
Red Bull Racing, weil die lassen die Eier nicht im Pool hängen. Sagt der Vettel.

Wenn ich nun sarkastisch klingen wollte, hätte ich Michael Waltrip Racing benannt. Kein Team hat besser (lies: schlechter) beschissen als diese Truppe. Da dreht sich einer, da wird ein anderer geparkt. Und am Ende gibt es vor allem einen Dummen: Matrix Truex jr. Das Ergebnis vom Versuch ihn ungewollt mit irgendwelchen Team-Ordern in den Chase zu holen: Punkte weg. Sponsor und damit auch Job weg. Glücklicherweise fand er bei Furniture Row ein neues Cockpit.

Die ernstgemeinte Antwort fällt auf das Team rund um Jimmie Johnson und Chad Knaus bei Hendrick Motorsports. Weshalb habe ich bereits in der Kategorie zuvor erwähnt. Die Ehrenerwähnung geht an Team Cerumo in der Super GT, weil man trotz unverschuldeten Pech (u.a. in Sepang, Sugo und Suzuka) nicht aufgab und doch noch die Meisterschaft in der GT500 gewann.

Überholmanöver des Jahres
Der Dreikampf zwischen Ronnie Quintarelli, Takashi Kogure und Koudai Tsukakoshi in der Super GT zum Saisonauftakt in Okayama fünf Runden vor Schluss um den Sieg. Sollte der Timestamp nicht funktionieren, einfach bis Minute 9:30 vorspulen:

Feinde / Duell des Jahres
Sebastian Vettel und Mark Webber konnten sich noch nie so wirklich leiden. Das aber sowieso schon angespannte Team-Verhältnis wurde noch weiter belastet, als der Deutsche in der so genannten „Multi-21-Affäre“ sich nicht an die Team-Order hielt und Webber den Sieg strittig machte. Mehr als Zoff und lange Gesichter gab es bei Red Bull jedoch nicht. Ganz im Gegenteil zwischen den beiden Streithähnen Joey Logano und Denny Hamlin. Dieser Zoff endete, ausgehend von harten, kritisierenden Worten Hamlins nach dem Frühlingsrennen in Bristol, in einem schweren Unfall in Fontana, bei dem weder Hamlin noch Logano nachgeben wollten. Hamlin verletzte sich dabei schwer, so dass er für einen Großteil der Saison pausieren musste. Einen zumindest aus fahrerischen Sicht tröstenden Abschluss hatte diese „verlorene“ Saison für Denny Hamlin aber doch noch: Wieder einigermaßen genesen gewann er das Finale in Homestead-Miami.

Kostenpunkt des Jahres
Hier fällt meine Wahl eindeutig auf den kuriosen, in einem großen Blechhaufen endenden Start der American Le Mans Series in Baltimore. Glücklicherweise wurde niemand dabei verletzt.

Enttäuschung des Jahres
Enttäuschungen gab dieses Jahr so einige. Aus Motorsport-technischer Sicht ist mir allerdings besonders die Problematik zwischen Japan und Südkorea im Gedächtnis geblieben. Sowohl Super GT wie auch Super Formula haben versucht ein Einladungsrennen respektive einen Meisterschaftslauf im koreanischen Nachbarsstaat auszutragen. Ohne Erfolg. Die Absagen beider Serien kamen zwar kurzfristig und überraschend, gingen jedoch einer langen und öffentlich zumindest erfolgreich suggerierten Vorarbeit heraus. Offiziell sprachen GTA und JRP jeweils von „diversen Gründen“. Nach entsprechender Recherche konnte ich allerdings einige der genauen Streitpunkte benennen, über die ich in meiner

December 31 2013

09:00

Best of 2013 – Rainer

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Es war ein Motorsportjahr mit Höhen und Tiefen, in dem sich einige Serien sogar fast komplett aus meinem Blickfeld verabschiedet haben. Von der WTCC habe keine Minute gesehen und von der WEC auch nur ein paar Stunden Le Mans. Die BTCC ist aus Zeitgründen leider zu kurz gekommen und auf einige Rennen der Formel 1 und des Sprint Cups habe ich freiwillig verzichtet. Nur die IndyCar Series habe ich komplett gesehen und so beziehen sich viele Antworten halt auf diese Serie.

Bestes Rennen

Auch ohne das besondere Augenmerk auf die IndyCar kann die Antwort nur “Indianapolis 500″ lauten. Das Rennen stellte neue Rekorde in der Durchschnittsgeschwindigkeit (301,644 km/h) und Führungswechsel (68) auf. Mit Tony Kanaan gab es einen würdigen Sieger, für den sich wirklich jeder gefreut hat, und keinen schweren Unfall. Nur das Finish unter Gelb trübte das sonst perfekte Bild.

Bestes Finish

Ich kann mich nur meinen Kollegen Thomas und Don anschließen. Ganz oben auf diese Liste gehören einfach das Finish der Indy Lights in Indianapolis und das der IndyCar Series in Sao Paulo.

Überholmanöver des Jahres

Ich habe mich nicht für ein einzelnes, sondern für eine Serie von sechs Übermanövern in drei Runden entschieden. Bei den Duals der IndyCar Series in Detroit war an beiden Tagen eigentlich Mike Conway der schnellste Fahrer. Nach einem Boxenstopp unter Gelb lag er beim Restart in Runde 37 nur auf Platz 8, in Runde 40 aber schon wieder an der Spitze des Feldes. Leider ist in den Highlights nur eines dieser Manöver zu finden.

Bester Fahrer

Als erste fielen mir natürlich die Meister der großen Serien ein und sicherlich hätten es Sebastian Vettel, Jimmy Johnson, Yvan Muller oder Scott Dixon verdient hier alleine oben zu stehen. Ich bin aber eher Fan von Fahrern, die mit unterlegenem Material noch herausragende Ergebnisse erzielen können. In der Formel 1 war es Nico Hülkenberg, im Sprint Cup Kurt Busch und in der IndyCar Series Justin Wilson. Mit seinem kleinen Team von Dale Coyne und ständig wechselnder Teamkolleggen konnte er in der Meisterschaft bis zum vorletzten Rennen mit den großen Teams von Ganassi, Penske oder Andretti mithalten. Deshalb ist Justin Wilson mein Fahrer des Jahres.

Bestes Team

Das Red Bull Racing bzw. Hendrick Motorsports der IndyCar Series war wieder einmal Chip Ganassi Racing. Die fünf Meisterschaften in den letzten sechs Jahren zeigen schon die Qualität des Teams. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Jahr aber, dass sie nach einem schlechten Saisonstart zum dominierenden Team der zweiten Saisonhälfte wurden.

Feinde/Duell des Jahres

Die Rivalität von Chip Ganassi Racing und Penske Racing ist legendär. Scott Dixon und Will Power haben in diesem Jahr aber einen neuen Höhepunkt erreicht. Es fing in Sonoma an, als im Zweikampf um den Rennsieg, Dixon beim Boxenstopp einen Mechaniker von Will Power umfuhr. Der Höhepunkt war der Unfall in Baltimore, als Power Dixon beim Restart in die Mauer drückte. Zum Glück hatte diese Fehde keinen Einfluss auf die Entscheidung in der Meisterschaft.

Szene des Jahres

Ich schließe mich hier Thomas an. Das lange Ausharren im Auto und der komplizierte Ausstieg nach einer guten Stunde von James Hinchcliffe im Baber Motorsport Park sind nicht toppen.

Kostenpunkt des Jahres

Der Kostenpunkt des Jahres ist für mich kein Punkt, sondern eine Gerade, genauer die Start-Ziel-Gerade in Baltimore. Beim Rennen der ALMS hatte sich fast das gesamte GTE-Feld schon beim Rennstart in der improvisierten Schikane verabschiedet. Die Fahrer der IndyCar Series wollten sich natürlich nicht lumpen lassen und produzierten bei fünf Restarts eine Menge Carbonschrott in und vor Kurve 1. Bei Dallara ist man sehr traurig darüber, dass Baltimore für 2014 aus dem Kalender gefallen ist.

Schönster Moment des Jahres

Ganz besonders habe ich mich über die Siege von Tony Kanaan in Indianapolis und der “Oldies” in Le Mans gefreut. Noch emotionaler war aber der Sieg von Takuma Sato in Long Beach für mich. Ausgerechnet der kleine Japaner konnte dem Team von AJ Foyt, das in den letzten Jahren nur hinterher fuhr, einen Sieg schenken. Das es der erste Sieg für einen Japaner überhaupt und dann auch noch bei einem der Saisonhöhepunkte war, setzte dem Ganzen nur noch die Haube auf.

Überraschung des Jahres

Auch in dieser Kategorie hätte Takuma Sato gewinnen können. Ich entscheide mich aber für Dale Coyne Racing, die über die ganze Saison mit Justin Wilson überraschen konnten. Dazu kam dann noch ein sensationelles Wochenende von Mike Conway in Detroit mit Sieg und Platz 3.

Enttäuschung des Jahres

Besonders “meine” Teams haben in diesem Jahr enttäuscht. Über McLaren brauche ich nichts mehr zu schreiben. Jeder weiß, wie schlecht die Saison war. Aber auch bei Penske Racing lief eine Menge schief. Im Sprint Cup waren Joey Loganos Leistungen in Ordnung, aber Brad Keselowski konnte sich als Meister nicht für den Chase qualifizieren und Sam Hornish jr. hat den Titel in der Nationwide Series verpasst. In der IndyCar Series fuhr Will Power lange hinterher und kam erst in der zweiten Saisonhälfte besser in Schwung und mit Helio Castroneves hat man schon wieder den Titel an den letzten beiden Wochenenden verspielt.

Langweiligstes Rennen

Stellvertretend für eine größere Zahl an langweiligen Rennen im Sprint Cup Jahr wähle ich das zweite Rennen in Talladega aus. Im Vergleich zu vielen anderen Rennen war es zwar in Ordnung, aber gerade bei Talladega im Chase erwartet man einfach mehr. Die letzten Runden im Single-File und das Finish unter Gelb waren nur noch der i-Punkt der Enttäuschung.

Spruch des Jahres

„Beaux needs to be fired. He was a complete idiot today.“
So fasste Scott Dixon seine Meinung zu Rennleiter Beaux Barfield nach dem Grand Prix of Baltimore zusammen. Ich hätte es verstanden, wenn sich die Aussage auf die improvisierte Schikane auf der Start-Ziel-Geraden bezogen hätte. Das Festhalten an den Double-File-Restart, trotz mehrfachen Unfällen in Kurve 1, hätte die Aussage verdient gehabt. Auch die Drive-Through-Penalty für Will Power, der schon einige Runden Rückstand nach dem Unfall hatte, war mehr als lächerlich. Scott Dixon war aber sauer darüber, dass sein beschädigter Dallara nicht wieder an die Box gebracht wurde. Dass ein Auto, das nicht aus eigener Kraft zur Box kommt, nicht dahin abgeschleppt wird, ist aber in fast allen Serien der Weld üblich und sicher nicht die Schuld der Rennleitung.

Racecontrol-Moment des Jahres

Und noch einmal kommt der Grand Prix of Baltimore zu seinem Recht. Eigentlich war es ja nicht ein Moment, sondern direkt ein komplettes Wochenende, das in den Sand gesetzt wurde.

Glückspilz des Jahres

Den Titel teilen sich für mich die beiden alten Schotten, die ihre Kariere kürzlich beenden konnten. Bei Dario Franchitti hört sich das etwas seltsam an, da er seine Kariere auf Rat der Ärzte beenden musste. Er hatte aber in seinen dreißig Rennsportjahren so viele schwere Unfälle, der in Baltimore war ja nur der letzte potentiell tödliche den er überlebt hat, und auch ernsthafte Verletzungen, so dass ein fast gesundes Karierende ein kleines Wunder ist. Auch Allan McNish kann mindestens zweimal im Jahr Geburtstag feiern, wenn ich zum Beispiel nur an den Unfall 2011 in Le Mans denke. Umso schöner ist es, dass er als Le Mans Sieger und Weltmeister abtreten kann. Hoffentlich bleiben beide zum Beispiel am Mikrofon oder in Teams eingebunden dem Rennsport erhalten.

Wünsche für 2014

Ich kann mich nur den Wünschen meiner Kollegen anschließen: weniger Unfälle, weniger Verletzte, weniger Tote
Ein kleiner Sonderwunsch wären mehr Zuschauer für die IndyCar Serie. Trotz guter Rennen und einer spannenden Saison befanden sich Quoten in de USA weiter auf Talfahrt.

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December 30 2013

07:00

Best of 2013 – Sebastian

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönlichen Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Wie wohl vielen andere auch, wird mir das Motorsportjahr 2013 mit gemischten Gefühlen in Erinnerung bleiben. Tollen Rennen standen schlimme Unfälle mit tragischem Ausgang gegenüber. Und gut anzusehender Sport wird zunehmend überschattet von politischen Entscheidungen und dem steigenden finanziellen Druck mit dem viele Teams in verschiedensten Serien zu kämpfen haben. Die Formel 1 ist hier nur das prominenteste Beispiel.

Bestes Rennen
Um hierzu eine Entscheidung fällen zu können, urteile ich einfach mal höchst parteiisch und rein subjektiv. Meine beiden besten Rennen 2013 waren die BTCC-Läufe in Knockhill und das Saisonfinale in Brands Hatch. Und das nicht, weil es in der an Spannung ja ohnehin nicht gerade armen BTCC-Saison bei diesen beiden Rennen besonders unterhaltsam zuging, sondern ganz einfach, weil das meine ersten beiden BTCC-Rennen waren, die ich vor Ort live besuchen konnte.

Kurz gefasst: Es waren tolle Tage mit Motorsport zum Anfassen in entspannter Atmosphäre. Insbesondere Knockhill war hier eine ganz besondere Erfahrung. Im Paddock geht man auf Tuchfühlung mit Fahrern und Teams und die knackig kurze Strecke bietet viele tolle Stellen, um echtes Racing vom Streckenrand aus zu erleben. So eine Atmosphäre kenne ich eigentlich sonst nur aus der VLN – und da ist das in der Form eigentlich auch schon ein paar Jahre her.

Brands Hatch im Oktober lebte dann vor allem davon, dass hier die Meisterschaftsentscheidung in einem spannenden Finish fiel – und vom Regen, der am Rennsonntag keine einzige Pause einlegte. Meine Schuhe waren abends so aufgeweicht und verschlammt, dass ich sie direkt entsorgen konnte. Mit welchem Herz die britischen Fans aber trotz des miesen Wetters dabei sind und ohne ein einziges Dach zum Unterstellen an der Strecke ausharren, ist bemerkenswert und Racing pur.

Schottland_2013_095 Schottland_2013_156 Schottland_2013_209 Schottland_2013_231 P1050623 P1050699 P1050705 P1050734

Bestes Finish
Hier muss ich irgendwie an die letzten Runden der V8 Supercars in Pukekohe denken. Mark Winterbottom folgte Jamie Whincup wie ein Schatten und man konnte kaum erwarten, wann der Ford-Pilot den finalen Angriff setzen würde. Dass die Sache dann in einer Kollision endete ist zwar nicht so schön – insgesamt ist dieser klassische Kampf Fahrer gegen Fahrer aber ein Beispiel dafür, was die Faszination Motorsport ausmacht. Und die mit einer riesigen Begeisterung begleitenden australischen Kommentatoren verliehen der ganzen Situation noch das i-Tüpfelchen.

Vielleicht also nicht wirklich das allerbeste Finish, das es im letzten Jahr gab. Für mich aber in schöner Erinnerung.

Bester Fahrer
hi_10468_7785In dieser Kategorie bleibe ich meinem Steckenpferd BTCC treu. Auch wenn die Leistungen so mancher Fahrer im letzten Jahr beeindruckend waren – Sebastian Vettel, Jimmie Johnson, Yvan Muller oder Mike Rockenfeller wären hier u.a. zu nennen – gebührt der Titel „Bester Fahrer“ doch dem BTCC-Champion Andrew Jordan. Die Werksmannschaften von Honda und MG und so arrivierte Namen wie Matt Neal, Gordon Shedden, Jason Plato und Colin Turkington hat der Eurotech-Pilot in die Schranken gewiesen und ist definitiv ein verdienter Meister. Keiner kann den BTCC-Honda Civic auf eine Runde so schnell um einen Kurs prügeln wie der Engländer und das, was ihm in den letzten Jahren oft fehlte, zeigte er in der zurückliegenden Saison mit Bravour: Eine eindrucksvolle Konstanz gepaart mit intelligenter Fahrweise über die gesamte Saison hinweg.

Bestes Team
Hier komme ich nicht um Red Bull herum. Vettels Leistung in der zweiten Saisonhälfte war sicherlich makellos, aber ohne die Weiterentwicklung, die Red Bull über die Sommerpause am RB9 betrieben hat, wäre die Titelverteidigung nicht so leicht möglich gewesen. Was auch immer da entwickelt wurde und ob es nun legal war oder nicht (Stichwort versteckte Traktionskontrolle?) hat den Ausschlag gegeben. Und neben Vettels fehlerfrier Leistung agierte auch das Team meist makellos und höchst professionell. Einzig getrübt haben die teaminterne Querelen zwischen den Fahrern und die vergleichsweise durchwachsene Leistung von Mark Webber. Ob der Australier aber nun teamintern tatsächlich benachteiligt wurde, lässt sich nicht sagen und daher ist Red Bull das Team des Jahres.

Feinde/Duell des Jahres
Kimi gegen Lotus, Lotus gegen Kimi. Das Jahr hatte mit dem Auftaktsieg beim Australien GP so verheißungsvoll angefangen – am Ende war es dann eine zerrüttete Ehe die in der Scheidung zwei Rennen vor Saisonende mündete.

Szene des Jahres
Der Moment als Matias Ekströms Vater seinem Sohn nach dessen Sieg an der Nürnberger Noris eine Flasche Wasser in den Overall goss. Ob nun aus freudigem Überschwang, wie die einen sagen, oder mit absichtlichem Kalkül, wie die anderen sagen – diese Szene läutete eine der bizarrsten Diskussionen ein, die ich im Motorsport erlebt habe. Klar, Reglement ist Reglement und da steht drin, dass nach der Zieldurchfahrt Parc Ferme-Bestimmung herrscht und am Auto und am Fahrer bis zur Waage nichts manipuliert werden darf. Aber die Art und Weise wie hier im Einzelnen um möglicherweise nachträglich hinzugefügtes Gewicht argumentiert und gestritten wurde war (leider) mal wieder so typisch unrühmlich für die DTM und hat unterm Strich dem Sport nur geschadet. Und die im Nachhinein am grünen Tisch getroffene Entscheidung, Ekström zu disqualifizieren aber auch keinen neuen Sieger zu küren, setze dem Fass noch die Krone auf. Das traurigste daran: Das Norisring-Rennen war bis dato eines der besten, das ich seit langem in der DTM gesehen hatte.

Schottland_2013_093

 

Schönster Moment des Jahres
Als mir beim Betreten des Paddock in Knockhill Jason Plato mit Kaffee, Kippe und Handy am Ohr entgegenkam.

 

 

 

Überraschung des Jahres
Hier fällt mir doch noch was Positives zur DTM ein. Mal ehrlich, mit einem Champion Mike Rockenfeller hatte man vor der Saison nicht wirklich gerechnet, oder? Dabei ist für mich nicht nur überraschend, dass der sympathische Audi-Pilot den Titel holen konnte, sondern auch in welch cooler und souveräner Art und Weise. Und das alles rund zwei Jahre nach seinem schweren Le Mans-Unfall. Toll gemacht, Rocky!

Weitere positive Überraschung aus der DTM, die ich nicht unerwähnt lassen möchte: Timo Glock, der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten super eingefunden hat und seine Debütsaison mit einem Sieg krönen konnte. Da haben wir schon ganz andere ehemalige F1-Piloten in der DTM erleben dürfen, die sich deutlich schlechter verkauft haben …

Enttäuschung des Jahres
Da war leider so einiges. McLaren, die Mercedes-Performance in der DTM, die ARD-Berichterstattung über die DTM, das Hick Hack um den Nürburgring, das Fehlen so mancher angekündigter Autos in der BTCC usw.

Aber für mich ganz persönlich war es leider Le Mans. Nicht etwa weil das Rennen schlecht war, sondern wegen dem Tod von Allan Simonsen. Ich hatte mich riesig auf das Le Mans-Wochenende gefreut, auf das verheißungsvolle Duell Audi gegen Toyota, auf die neue Ausgabe des größten Autorennens der Welt. Mit dem Tod von Alan Simonsen war um 18:00 Uhr dann schlagartig die Luft raus. Wie kann man Leitplanken direkt vor einen Baum stellen?! An so einer Stelle, bei so einem Rennen?!

Langweiligstes Rennen
Leider viele Rennen in F1 und DTM.

Racecontrol-Moment des Jahres
Eindeutig der Geländewagen, der beim GP von Südkorea auf einmal über die Gegengerade „bretterte“.

Spruch des Jahres
Sebastian Vettel nach dem Singapur GP über die Dominanz von Red Bull:

„Wenn andere die Eier in den Pool hängen lassen am frühen Freitag, arbeiten wir immer noch hart für ein starkes Rennen.“

Und vielleicht noch besser Nico Rosbergs Reaktion darauf:

“Er sollte sich weniger Gedanken machen über meine Eier und mehr auf sich selbst gucken.”

Glückspilz des Jahres
Fahrer und Streckenmarschall bei diesem Rennen zur Ferrari Challenge in Suzuka. Beide kamen mit dem Leben davon, was angesichts der Bilder mehr als ein Wunder ist.

Wünsche für 2014
Ich wünsche mir vor allem, dass die Formel 1 von den Regeländerungen profitiert und wir am Ende von 2014 noch immer elf Teams beisammen haben.
Ähnliches lässt sich auch für die WTCC wünschen.
Ansonsten hoffe ich auf viele spannende Rennen ohne verletzte oder gar tote Fahrer, Streckenmarschalls und Zuschauer.

 

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December 29 2013

07:10

Best of 2013 – Don

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Es war ein abwechslungsreiches Motorsport mit einigen Highlight, einigen Enttäuschungen und leider auch vielen Unfällen von denen einige tragisch ausgingen. 2013 sah in vielen Serien die Dominanz einer Marke oder eines Fahrers. In der Formel Eins war es Red Bull, in der WTCC Yvan Muller und in der WEC war Audi kaum nur ausnahmsweise zu schlagen. Dafür boten die IndyCar, die BTCC und die SuperGT wirklich tolle Rennen voller Spannung und mit einigen “Last Minute” Entscheidungen um den Titel.

Bestes Rennen
Das muss in diesem Jahr für mich Le Mans gewesen sein. Es war mein erster Besuch beim 24H Rennen und ich war überrascht, wie sehr sich dieses Rennen von allen anderen unterscheidet. Ich war mehrfach bei 24H Rennen, aber Le Mans ist wirklich etwas ganz besonderes. Die Atmosphäre, die Kulisse, die Geschichte – all das bietet einen ganz besonderen Hintergrund für ein Rennen, das 2013 an der Spitze nicht mal sonderlich spannend war. Leider verunglückte gleich in den ersten Runden Alan Simonsen tödlich, was einen Schatten über die restlichen Stunde legte. Niemals werde ich die letzten Minuten der Radio Le Mans Übertragung vergessen, in der alle Moderatoren erschöpft und erschüttert über das Rennen und den Unfall sprachen.

Bestes Finish
Da bleibt wohl in diesem Jahr wirklich nur das Indy Lights Rennen aus Indianapolis, das der Kollege Thomas schon verlinkt hatte.. So was habe ich auch noch nicht gesehen. Auf einem guten zweiten Platz: Das Rennen der IndyCar aus Sao Paulo

Bester Fahrer
Da gibt es gleich mehrere Kandidaten, die Frage kämen. Sebastian Vettel ist natürlich ein Kandidat, aber wegen der technischen Überlegenheit von Red Bull schafft er es nicht auf meinen persönlichen Platz Eins. Dann wäre da noch Yvan Muller. Kaum jemand hat die Tourenwagenszene in den letzten Jahren derartig beherrscht, wie er. Kaum jemand hat diese Mischung aus Fahrkunst und Durchsetzungsvermögen. Aber auch hier gilt: Der RML Chevy war einfach zu überlegen. Ein weiterer Kandidat ist Jimmie Johnson. Der sechste Titel nach einer Pause von zwei Jahre ist schon allein ein mehr als bemerkenswerte Sache. Wenn man bedenkt, dass Johnson über die gesamte Saison fast immer an der Spitze der Meisterschaft stand, und das bei 36 Rennen, wird klar, wie gut Johnson ist.

Aber am Ende habe ich mich für jemanden ganz anderen entschieden: Alan McNish. Er wäre vielleicht nicht auf meiner Liste ganz vorne gelandet, wenn er nicht zurückgetreten wäre. Aber er gehört dieses Jahr dorthin. Seine Leistungen in der WEC waren immer phänomenal. Jedes Mal, wenn er sich ins Auto setzte, rutschte man auf seinem Stuhl einen Stück nach vorne und dachte “Jetzt geht es los”. Sein kompromissloser Fahrstil, sein Ehrgeiz und sein Speed sind eine Sache. Seine Freundlichkeit und sein Humor hob ihn aber von anderen Fahrern ab. Das er nun seine Karriere beendet ist ein großer Verlust für den gesamten Motorsport, nicht nur für die WEC.

Bestes Team
Eigentlich müsste der Sieger Red Bull heißen. Oder das gesamte Team der #48 um Chad Knaus. Auch Manthey sollte man nicht vergessen, die Porsche gleich beim ersten Auftritt in Le Mans zum Sieg in der GTE verholfen haben. Aber ich habe mich, nach reiflicher Überlegung, dann doch für ein Team entschieden und diese Entscheidung wird vielleicht einige überraschen. Mein bestes Team ist: Team Phoenix aus der DTM. Dafür gibt es einige Gründe. Phoenix stand nach dem Wechsel von Opel zu Audi bisher immer im Schatten von Abt, die die Titel einfahren konnten. Sie haben sich kontinuierlich verbessert, haben mit Mike Rockenfeller einen hervorrangenden Fahrer bekommen und sind in diesem Jahr in der DTM kaum zu schlagen gewesen. Sie haben sich gegen HWA, Abt und BMW durchgesetzt und das in einer Serie, die durch ihre Einheitstechnik bestimmt wird. Ein weiterer Grund: In der DTM gehen die Teams immer etwas unter, da nur die Marke zählt. Etwas, was wir auf dieser Seite immer kritisiert haben und auch weiter kritisieren werden. Daher tut es der DTM und dem Sport auch mal gut, wenn ein Team wie Phoenix das “Beste Team” 2013 ist.

Überholmanöver des Jahres
Auch hier gab es ja so einige. Und etliche Fahrer mit “balls of steel”, aber eins ist mir in besonderer Erinnerung geblieben. Romain Grosjean wie er in Ungarn nach Turn 8 außen an Massa vorbeigehen konnte. Gut, die Rennleitung hat ihn bestraft, weil er mit allen vier Rädern über der weißen Linie war. Aber dennoch – das war schon bemerkenswert mutig.

Feinde/Duell des Jahres
Es war ja ein erstaunlich harmonisches Jahr, selbst in der NASCAR. Also bleibt da tatsächlich nur die “Multi 21″ Affäre zwischen Vettel und Webber übrig, wo der Deutsche mal sein nicht so nettes Gesicht gezeigt hat.

Kostenpunkt des Jahres
Ganz eindeutig der Start zum ALMS Rennen in Baltimore, als sich fast das gesamte GTE Feld gegenseitig elemenierte.

Überraschung des Jahres
Eher der Überraschungsmann des Jahres: Andrew Jordan, der mit dem Pirtek-Team seines Vaters den Titel in der BTCC holen konnte. Und das gegen die Dauersieger Matt Neal, Gordon Shedden und Jason Plato.

Enttäuschung des Jahres
Die WTCC. Insgesamt. Langweile in der WM, die ultrakurzen Rennen auf teilweise langweiligen Strecken. Keine Ahnung, was die FIA da mit der Serie macht, aber es muss was passieren.

Langweiligstes Rennen
Da muss man so einige F1 Rennen anführen, vor allem in der letzten Saisonhälfte. Zwar gab es immer schöne Zweikämpfe im Mittelfeld, aber wirkliche Spannung wollte einfach nicht mehr aufkommen. Ich hoffe sehr, dass sich das nächstes Jahr verändert.

Den Vogel hat allerdings die WEC abgeschossen, auf wenn sie nichts dafür konnte. Aber das “Rennen” in Fuji, dass vor lauter Regen gar nicht erst starten konnte, war eine Enttäuschung. Dafür ist man dann um vier morgens aufgestanden…

Racecontrol-Moment des Jahres
Das war dann wohl der Moment, in dem die DTM ihre Quali in Moskau abbrechen musste, weil Putin den Luftraum hatte sperren lassen. Knapp gefolgt vom F1 Training in den USA, als man feststellte, dass der Rettungs-Heli nicht da war. Und auch keiner kam.

Spruch des Jahres
“Ich habe zu niemandem mehr Kontakt. Nur Kimi Räikkönen ruft mich manchmal zu seltsamen Uhrzeiten an, wenn er betrunken ist.” Eddie Irvine.

Glückspilz des Jahres
Dieser Fahrer eines bis zum Platzen getunten Honda Insight, der bei einer Hochgeschwindikeitsfahrt die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Und nur leicht verletzt geborgen wurde.

Wünsche für 2014
Eigentlich nur einen: Dass wir keine tödlichen Unfälle erleben müssen.

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December 27 2013

10:00

Best of 2013 – Thomas

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Auf das Motorsportjahr 2013 blicke ich persönlich mit gemischten Gefühlen zurück. Zum einen gab es in diesem Jahr viele traurige Momente, denn auch in diesem Jahr mussten wieder Menschen ihre Liebe zum Motorsport mit dem Leben bezahlen, seien es Fahrer, Streckenposten oder Zuschauer. Doch wir sollten auch nicht die schönen Momente des Jahres vergessen, die zeigen warum wir alle Motorsport-Fans sind und uns auch nicht zu schade sind sich mitten in der Nacht vor den Fernseher oder einen Stream zu hocken, wenn man denn nicht selber vor Ort ist. Denn es gab auch wirklich tolle, spannende Rennen in fast allen Rennserien. Einige warteten sogar mit sehr lustigen und kuriosen Szenen auf, wie zum Beispiel die IndyCar, die DTM, die WTCC – die üblichen Verdächtigen eben, ihr wisst ja.

Bestes Rennen: In dieser Kategorie gibt es eigentlich recht viele Kandidaten. Den Formel-1-Grand-Prix in Malaysia, das Auto Club 400 der NASCAR in Fontana, die IndyCar in Sao Paulo. Oder auch im Grunde jedes BTCC-Rennen in dieser Saison. Trotzdem gibt es für mich einen eindeutigen Sieger: das Bathurst 1000 der V8 Supercars. Ein richtig schönes Langstreckenrennen, in dem besonders die letzten 60 Minuten herausragen, in denen es von Platz eins bis zehn richtig ordentlichen Tourenwagensport zu sehen gab.

Hier das Video dazu:

V8 SC Bathurst 2013 Last Stint</a> <i>von aa<a href=" http:="" target="\">TheChronosus

Bestes Finish/Bestes Überholmanöver: Peter Dempsey, IndyLights, Freedom 100, Indianapolis. Fourwide über die Ziellinie, 0,0026 Sekunden zwischen Platz eins und zwei. Wenn das nicht das Finish des Jahres ist, was dann?

Bester Fahrer: Ob man ihn nun sympathisch findet oder nicht, ich glaube an dieser Stelle führt kein Weg an Sebastian Vettel vorbei. Natürlich hatte er auch mit Abstand beste Auto. Aber wenn jemand so wie Vettel, vor allem in der zweiten Saisonhälfte das Feld nach Belieben dominiert, neun Rennen in Folge gewinnt und sich zum vierten Mal hintereinander zum Formel-1-Weltmeister krönt, dann hat er sich diese Bezeichnung redlich verdient.

Bestes Team: Natürlich könnte man jetzt das Formel-1-Team von Red Bull nennen, das in diesem Jahr die Konkurrenz reihenweise in Grund und Boden fuhr (naja eigentlich war es Vettel). Ich habe mich allerdings für Pirtek Racing (Eurotech Racing) entschieden. Sie konnten sich gegen die Werksteams von Honda und MG durchsetzen und verhalfen Andrew Jordan zum Gewinn der Fahrermeisterschaft und machten sich selber zum besten Privatteam der BTCC-Saison 2013. Und das ist auch aller Ehren wert.

Feinde/Duell des Jahres: Die Feinde des Jahres sind wohl Sebastian Vettel und Mark Webber. Gegipfelt ist das ganze schließlich in Malaysia mit der ganzen “Multi21″-Geschichte, dem Webber-Manöver nach der Zieldurchfahrt und der anschließenden Siegerehrung.


Szene des Jahres:
Wieder so eine Kategorie, für die es viele Anwärter gibt, und ich bin gespannt für welche sich meine Kollegen entscheiden werden.
Meine Szene des Jahres gehört James Hinchcliffe, als er sich nach einer Kollision mit EJ Viso und Graham Rahal im Barber Motorsport Park fast das komplette Rennen aus seinem Auto anschaute und sich kurz vor Ende dann schließlich doch aus seinem Auto pellte.


Enttäuschung des Jahres:
Eindeutig McLaren. Eine Saison ohne Podestplatz und nur ein fünfter Platz in der Konstrukteurswertung – das ist nicht der Anspruch eines Teams auf dem Niveau von McLaren. Dass einer ihrer schlechtesten Saisons ausgerechnet in das Jahr des 50-jährigen Bestehens gefallen ist, ist natürlich doppelt bitter. Bleibt zu hoffen, dass es 2014 wieder bergauf geht. Das Potenzial dazu haben sie allemal.


Langweiligstes Rennen:
Das Problem mit langweiligen Rennen ist, dass man sie quasi sofort aus dem Gedächtnis streicht. Für mich war es (glaube ich) das Formel-1-Rennen in Monza.


Racecontrol-Moment des Jahres:
Da fällt die Entscheidung schon deutlich einfacher. Die WTCC feierte in diesem Jahr ihr Debüt in Russland auf dem Moscow Raceway. Beim Start zum ersten Rennen kam es zu einem Unfall zwischen Franz Engstler und Charles Ng. Bei der anschließenden Bergung der Autos versagte eines der Bergefahrzeuge seinen Dienst und stand nun mitten in der Auslaufzone von Turn 1. Viele dachten nun, dass man das Rennen abbricht, und dann wieder neustartet sobald man das Bergefahrzeug aus dem Weg geschafft hat. Doch weit gefehlt. Erst fuhr man rundenlang hinter dem Safety Car herum, bis sich die Race Control endlich dazu durchrang das Rennen abzubrechen. Doch beim Restart stand das Bergefahrzeug immer noch in der Auslaufzone. Man hatte sich entschieden das Rennen wieder freizugebenn, jedoch mit der Einschränkung einer dauerhaften Gelben Flagge in Turn 1.


Spruch des Jahres:
“I’ve just been overtaken by a Williams!” – Ein verzweifelter Lewis Hamilton beim GP von Spanien.


Schönster Moment:
Der schönste Moment hatte eigentlich einen ernsten Hintergrund. Beim ersten Lauf der V8 Supercars auf Phillip Island war Alex Premat fast ungebremst ins Auto von James Courtney gekracht. Premat lief sofort zu ihm und half ihm sich aus dem Wrack zu befreien. Eine Geste, die man heutzutage nicht allzu häufig sieht.


Glückspilz des Jahres:
Der Glückspilz des Jahres ist für mich, neben James Courtney, Dario Franchitti. Sein Unfall in Houston erinnerte schon sehr an den von Jeff Krosnoff in Toronto 1996. Umso froher war ich dann, als schließlich die Entwarnung kam und es hieß, dass Franchitti okay ist. Leider zwangen ihn die dabei erlittenen Verletzungen dazu seine Karriere zu beenden. Es ist schade, dass seine so erfolgreiche Laufbahn auf diese Weise endet und ich hoffe sehr, dass er der IndyCar in irgendeiner Funktion erhalten bleibt.


Wünsche für 2014:
Für das nächste Jahr wünsche ich mir, dass die Formel 1 das DRS wieder abschafft… Aber Spaß beiseite: Ich hoffe natürlich, dass wir auch 2014 wieder viele spannende Rennen zu sehen bekommen und hoffe, dass wir von schweren Unfällen verschont bleiben. Speziell freue ich mich wieder auf die typischen “Klassiker” im Kalender: die beiden 24h-Rennen in Le Mans und auf der Nordschleife, das Daytona 500, das Indy500 und (natürlich) das Bathurst 1000.

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December 23 2013

10:34

Frohe Weihnachten und ein kostenloses eBook

Zum Abschluss des Jahres haben wir ein kleines Geschenk für alle Racingblog-Leser. Ein Rückblick auf die Formel Eins Saison 2013 als eBook.

2137606143_d9841fd1ae_bÜber ein gesamtes Motorsportjahr sammelt sich hier eine ganze Menge Text an. Zu fast jedem großem Rennen gibt es bei uns eine Vorschau und eine Analyse, dazu viele andere Berichte und jede Menge Fotos. Ich habe für die Formel Eins diese Berichte mal als ein eBook zusammengefasst. Zu lesen gibt es alle F1-Analysen aus diesem Jahr, neue Hintergrundberichte und damit es nicht langweilig wird gibt es natürlich auch ein etliche Fotos dazu. Alle Texte wurden überarbeitet, alle Rennen gibt es komplett mit dem Rennergebnis und der WM-Stand (Top 10). Falls also dem ein oder anderen über Weihnachten langweilig sein sollte: Wir haben das Lesevergnügen für die Feiertage.

An dieser Stelle möchten wir auch allen Racingblog-Leser schöne, geruhsame und friedliche Feiertage wünschen. Wir werden es die nächsten Tage auch etwas ruhiger angehen lassen, aber Chat ist immer für Euch offen.

Und jetzt viel Spaß beim Lesen!

Formel Eins Rückblick 2013 (pdf, 20 MB)
(Das pdf lässt sich auch mit jedem Tablet lesen. Getestet auf dem iPad mit iBooks und dem Kindle Reader)

Euer Racingblog-Team

(Bild: CC-Lizenz Guy)

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December 14 2013

14:15

V8 Supercars: Analyse Sydney 500

Jamie Whincup ist der alte und neue Champion der V8 Supercars. Mit zwei blitzsauberen Rennen sicherte er sich in Sydney seinen insgesamt schon fünften Titel und stellte sich damit auf eine Stufe mit Mark Skaife und Dick Johnson.

Sydney 500 2013 LogoDass die Meisterschaft nur über ihn entschieden werden konnte, machte Whincup bereits im Top-Ten-Shootout deutlich, als er sich seine 13. (!) Pole Position in diesem Jahr holte und sich damit vor Mark Winterbottom (FPR) setzte. Sein Red-Bull-Teamkollege Craig Lowndes, der als ärgster Konkurrent Whincups mit 20 Punkten angereist war, schaffte nur die zehntbeste Zeit, was ihm im Rennen noch teuer zu stehen kommen sollte.

Rennen 1

Am Start machte allerdings erstmal ein Mann auf sich aufmerksam, den man vorne eigentlich weniger erwarten würde. Jonathon Webb (Tekno), der von Platz vier gestartet war, setzte sich mit einem tollen Manöver in Turn 1 in Führung. Dabei profitierte er allerdings auch davon, dass sich sowohl Whincup als auch Winterbottom beim Anbremsen etwas verschätzten und so die Tür für Webb weit offen ließen. Winterbottom wurde dabei sogar bis auf die vierte Position zurückgereicht.

Webb konnte sich nur früh über die Führung freuen, denn bereits in der dritten Runde ging Whincup, der das eindeutig schnellste Auto im Feld hatte, an ihm vorbei.

Für Whincups Titelkonkurrenten Winterbottom und Lowndes lief es nach dem Start weniger gut. Winterbottom hing auf Platz vier hinter Fabian Coulthard (BJR) fest, während Lowndes ein paar Position weiter hinten nicht an Tony D’Alberto (TDR) vorbei kam. Daraufhin entschied man sich sowohl bei FPR als auch bei Red Bull bereits nach fünf bzw. sechs Runden zum ersten von zwei Pflichtstops rein zu kommen.

In Runde zwölf sorgte Scott McLaughlin (GRM) für die erste Caution, nachdem er mit einem Getriebeschaden liegen blieb. Nun kam auch der Rest des Feldes an die Box.

Kurz nach dem darauf folgenden Restart kam es dann zu der Szene, die die Meisterschaft fast schon entscheiden sollte. Lowndes ging in Turn 9 zunächst an Winterbottom vorbei, wurde von dem aber bereits in der nächsten Kurve in die Reifenstapel geschoben. Lowndes konnte zwar weiterfahren, zog sich aber beim Einschlag in die Reifen Beschädingungen am Kotflügel hinten links, sowie am Tankstutzen zu, was dazu führte, dass beim nächsten Pitstop beim Tanken ein Teil des Benzins danebenfloss, und man Lowndes so zur Sicherheit noch ein drittes Mal reinholen musste.

Das Safety Car kam dann bereits in Runde 18 das zweite Mal auf die Strecke, nachdem sich Tim Blanchard (DJR) nach Kontakt mit Shane van Gisbergen (Tekno) im Reifenstapel von Turn 1 wieder fand.

Jamie Whincup ließ sich von all dem nicht beirren und führte auch nach dem zweiten Restart vor Webb und Coulthard das Rennen an. Lowndes lag trotz seines Scharmützels mit Winterbottom noch auf dem vierten Rang, und damit drei Plätze vor Frosty.

Der Mann des Rennens bislang war allerdings Garth Tander (HRT), der in der Qualifikation einen Unfall hatte und deshalb vom letzten Platz gestartet war. Bis zur Rennhalbzeit hatte er sich bis auf Platz acht vorgearbeitet, als ihn leider Probleme an der Bremse heimsuchten. In zwei aufeinanderfolgenden Runden verbremste er sich in Turn 1 und fiel wieder bis auf Rang 21 zurück. Am Ende des Tages reichte es für den Champion von 2007 noch für Platz 14.

Whincup hatte sich unterdessen über 7 Sekunden vom Feld abgesetzt und sollte auch nach der zweiten Phase der Boxenstopps und einer weiteren Safety-Car-Phase (Maro Engel war in Runde 57 mit einem technischen Defekt liegengeblieben) die Nase vorn haben.

In Runde 63 schlug dann das Karma bei Winterbottom zu, der nicht nur nach der Aktion gegen Lowndes straffrei blieb, sondern auch nachdem er sich nach seinem zweiten Stop partout nicht von Whincup überrunden lassen wollte. Tony D’Alberto hatte die Mauer touchiert und kollidierte anschließend mit Winterbottom, der dauraufhin ebenfalls in die Mauer knallte. Winterbottoms Wagen wurde dabei so stark beschädigt, dass er ausscheiden musste. Tony D’Alberto wurde am Ende immerhin noch Sechster.

Fast zeitgleich kam es auch zu einem Crash in Turn 2 als James Moffat (Nissan) sehr optimistischer Versuch an Scott Pye (LDM) vorbeizugehen schiefging und so die letzte Caution des Tages auslöste.

Nach dem Restart waren noch acht Runden zu fahren und dementsprechend hitzig ging es dann im Feld zu. Erst überholte Jason Bright (BJR) Will Davison (FPR) und sicherte sich Position fünf, in der letzten Runde packte dann van Gisbergen im Kampf um Platz drei die Brechstange gegen Coulthard aus und drückte ihn kurzerhand in die Reifenstapel. Den dritten Platz durfte van Gisbergen zwar behalten, doch die Rennleitung zog ihm nach dem Rennen 75 Meisterschaftspunkte ab. Für Coulthard, der sich noch auf Rang 19 ins Ziel schleppen konnte, ein schwacher Trost.

Das Rennen gewann von all dem unbeeindruckt Jamie Whincup vor Jonathon Webb und Shane van Gisbergen. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Jason Bright und Will Davison. Michael Caruso wurde im besten Nissan Siebter, Tim Slade im besten Mercedes Achter.

Highlights Rennen 1

Ergebnis Rennen 1

 

Rennen 2

Shane van Gisbergen startete im zweiten Rennen von ganz vorne, Jason Bright neben ihm von Platz zwei. Dahinter folgten Jamie Whincup, Mark Winterbottom und Will Davison. Craig Lowndes musste sich mit Startplatz neun begnügen. Um die Meisterschaft doch noch für sich zu entscheiden musste Lowndes mindestens Fünfter werden, gleichzeitig aber auf einen Ausfall Whincups hoffen.

Beim Start kam Winterbottom am besten weg und konnte sich auf die zweite Position hinter van Gisbergen setzen. Lowndes konnte ebenso zwei Positionen gutmachen, als sich Tander, D’Alberto und Webb in Turn 1 zu nahe kamen. Jamie Whincup, der nach seinem Sieg in Rennen 1 die Meisterschaft so gut wie sicher hatte, verlor dagegen einen Platz.

Bei Red Bull entschied man sich beide Fahrer bereits nach sieben bzw. acht Runden das erste Mal an die Box zu holen und sie einen langen mittleren Stint fahren zu lassen. Ganz anders als die Spitze um van Gisbergen und Bright, die erst nach 20 Runden das erste Mal an die Box fuhren.

In Runde 33, kurz nachdem das Feld ihre ersten Pflichtstops absolviert hatten, sorgte James Moffat für die erste von zwei Cautions, als er seinen Nissan mit einem kaputten Gtriebe auf der Strecke abstellte.

Dies nutzten einige dann für ihren zweiten Stop, unter anderem auch die beiden Red Bulls. Doch als Lowndes an die Box kam, unterlief seiner Crew ein Missgeschick als man ihm zunächst die Reifen für Whincup aufzog und Lowndes von Platz vier auf Platz elf zurückfiel.

Beim Restart in Runde 37 führte van Gisbergen, der als einer von wenigen nicht die Box aufgesucht hatte, das Feld vor Will Davison und Rick Kelly (Nissan) an.

Nachdem van Gisbergen in Runde 51 seinen zweiten Pflichtstop hinter sich hatte, fand er sich hinter Whincup wieder, der allerdings mit zehn Runden älteren Reifen unterwegs war. Doch bevor van Gisbergen entscheidend angreifen konnte, kam (zu seinem Glück) erneut das Safety Car auf die Strecke. Diesmal stand Blanchard in der Auslaufzone von Turn 1. Er war nach einem Bremsversagen Dean Fiore (LDM) ins Heck gekracht und musste sein Rennen beenden. Fiore, der nach dem Aufprall von Blanchard auch noch in die Reifenstapel flog, konnte erstaunlicherweise weiterfahren. Er fuhr zwar direkt an die Box, jedoch nur zum Nachtanken und für vier neue Reifen, und nicht zur Reparatur.

Nach dem Restart konnte van Gisbergen dann endlich den Vorteil seiner frischeren Reifen nutzen und überholte innerhalb weniger Runden erst Whincup und später auch David Reynolds (Rod Nash Racing) und den bis dahin in Führung liegenden Bright. Während sich van Gisbergen absetzte, lieferte sich Whincup einen ebenso wilden wie riskanten Kampf mit Bright und Reynolds um die zweite Position. Denn Lowndes lag zu diesem Zeitpunkt als Fünfter direkt hinter diesem Trio, was ihm bei einem Ausfall Whincups zum Titelgewinn reichen würde.

Doch so weit kam es dann doch nicht. Shane van Gisbergen gewann das Rennen souverän vor Jason Bright, Jamie Whincup und David Reynolds. Craig Lowndes, der als einziger jedes Rennen über die volle Distanz absolvierte, wurde wie bereits erwähnt Fünfter, vor Mark Winterbottom und Will Davison.

Tim Slade kam auf Platz elf ins Ziel und war damit erneut bester Mercedes. Für Nissan lief es dieses Mal nicht ganz so gut, Todd Kelly schaffte es als bester von ihnen auf Platz 17.

Highlights Rennen 2

Ergebnis Rennen 2

Fazit

Jamie Whincup gewinnt also zum dritten Mal hintereinander, und zum insgesamt fünften Mal insgesamt, die Meisterschaft der V8 Supercars. Insgesamt gesehen geht auch dieser Titelgewinn verdientermaßen an den Mann aus Melbourne, was auch folgende Zahlen belegen: In insgesamt 36 Rennen in diesem Jahr holte Whincup nicht nur elf Siege, sondern auch insgesamt 21 Podestplätze und 13 Pole Positions. Zwar stehen auch drei DNFs zu Buche, doch weder Lowndes noch Will Davison und Mark Winterbottom waren in der Lage diese Chancen zu nutzen.

Zusammen mit Ian Geoghegan, Dick Johnson und Mark Skaife ist Jamie Whincup mit fünf ATCC-/V8-Supercar-Titeln Rekordchampion, und wenn man bedenkt, dass er gerade einmal 30 Jahre alt ist, werden wohl noch einige Titel folgen.

Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wie immer die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

Das wars dann auch mit der V8-Saison 2013. Bedanken möchte ich mich noch bei allen Lesern, und den ganzen “Freaks”, die sich an den Wochenenden des Nachts oder am frühen Morgen vor einen Stream ihrer Wahl gesetzt haben, um sich die Rennen anzuschauen.

Im nächsten Jahr gehts dann zu erst weiter mit dem Pre-Season-Test am 15. Februar im Sydney Motorsport Park (Eastern Creek), ehe am 1. März das erste Saisonrennen in Adelaide stattfindet.

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December 11 2013

07:00

Ferner liefen: Die Newshappen 11.12.2013

Wir fassen die Nachrichten der letzten Tage zusammen, vor allem aus Serien, die sonst eher weniger beachtet werden.

// Wie gestern schon berichtet gibt es eine einige Änderungen am sportlichen Reglement der Formel Eins. (Die technische Seite beleuchten wir ausführlich im Januar). Immerhin haben die Teams abgelehnt, dass zwei Boxenstopps pro Rennen vorgeschrieben werden sollen. Dafür will man ab 2015 eine Budgetbegrenzung einführen. Das wollte man zwar schon in den letzten fünf Jahren, aber getan hat sich bekanntlich nichts. Das Abkommen, das es im Rahmen der mittlerweile auch eingegangenen FOTA mal gab, war das Papier nicht wert, auf dem es stand. Martin Whitmarsh ist dementsprechend skeptisch, was die Umsetzung angeht. (DD)

// Ansonsten ist es ruhig in der F1. In Sachen Piloten gibt es bisher keine Neuigkeiten von Sauber, Force India oder Caterham. Vermutlich wird es bei einigen Teams bis Ende Januar dauern, bis sie ihre Fahrer zusammen haben. Aber nicht nur in der F1 ist es mittlerweile schwer geworden, ein bezahltes Cockpit zu erlangen. In anderen Serien sieht es genau so aus, wie der Ex-F1-Pilot Christian Klien in einem Interview auf seiner Homepage klarstellt. (Die Schriftgröße könnte er mal ändern.) (DD)

hi_10504_ab2a// Ein paar News aus der BTCC: Die meisten werden es mitbekommen haben, aber für alle, die es dennoch verpasst haben, hier die News des Jahres: Honda tritt 2014 mit einem Civic-Kombi in der Meisterschaft an. Das ist, wenn ich richtig informiert bin, der erste Kombi seit dem legendären Volvo 850, der immerhin so schnell war, dass er um die Meisterschaft mitfahren konnte. Mutig ist die Entscheidung von Honda schon und man darf davon ausgehen, dass der Antrieb, einen Kombi einzusetzen, eher aus dem Bereich Marketing kommt. Aber was solls, sieht gut aus und dürfte, außer in Oulton Park, auch gutgehen. (DD)

// Dave Newsham wechselt zu AmD, die 2014 einen alten Ford Focus von Motorbase einsetzen werden. (DD)

// United Motorsport, bisher nur in der britischen GT-Meisterschaft unterwegs, will 2014 mit zweiToyota Avensis für James Cole (im Vorjahr Tony Gilham Racing) und Newcommer Glynn Geddie in der BTCC antreten. (DD, SF)

// Drittes Autos bei KX Momentum/Tripple Eight: aMarc Hynes</a> wird 2014 einen weiteren MG pilotieren und damit Teamkollege von Jason Plato und Sam Tordoff. Hynes ist ehemaliger britischer F3-Champion und war in den letzten Jahren vor allem im operativen Bereich des Motorsports aktiv – u.a. ist er Teil des Managements vom Marussia F1 Team. (SF)</p> <p>// Überhaupt wird es eng auf der Strecke. Die TOCA rechnet mit einem Starterfeld von <a href=" http:="">bis zu 32 Wagen. Damit sind alle Startlizenzen der neu eingeführten TBL (TOCA BTCC Licence) vergeben. Für die Teams, die im Besitz einer Lizenz sind, bedeutet das, einen garantierten Startplatz bis 2016. Abzuwarten bleibt, ob auch immer 32 Starter antreten werden. Das Auslassen eines Rennens wird man sich aber gut überlegen, da sonst der Entzug der Lizenz drohen kann. Damit wird auch gleichzeitig der eigentliche Hintergrund klarer: Man möchte weniger Hop-On-Hop-Off-Teams, die in den letzten Jahren immer mal wieder – auch kurzfristig – auf Rennteilnahmen verzichtet haben. So kann man dann gegenüber Sponsoren und Zuschauern volle Startfelder garantieren. Vergeben wurden die 32 TBLs vorrangig an bereits bestehende Teams, die in der letzten Saison an mehr als 50 Prozent der Meisterschaft teilgenommen haben. Weitere Lizenzen gingen dann an Teams, die im Besitz mindestens eines NGTC-Autos sind. Weitere Informationen über die neue TBL ahier</a>. (DD, SF)</p> <p>// Die BTCC hat auch die Regeln für die <a href=" http:="">Boost-Level geändert. Zwar bleibt es beim Performancequerschnitt von allen Wagen einer Marke, dafür werden die Schritte, mit denen der Turboboost erhöht werden kann, verkleinert. (DD)

// Zur GT bzw. WEC: Hexis ist pleite. Vor zwei Jahren gewann man noch die GT1-Weltmeisterschaft, jetzt hat man keinen Käufer mehr gefunden und musste die Werkstatt schließen. Der ehemalige Teammanager Philippe Dumas wechselt zu OAK und übernimmt da ebenfalls die Rolle des Teammanangers. (DD)

// Oreca baut für 2015 ein neues LMP2-Coupé. Der Oreca 03 muss also noch ein paar Monate durchhalten, aber das Paket stimmt bei Oreca ja. Im Moment baut man den neuen Rebellion R-One für die LMP1 und ist damit ausgelastet. Man wird aber sicher die Erfahrungen aus dem R-One-Projekt in das neue Chassis übertragen. (DD)

// Die chinesische KCMG-Mannschaft macht ernst. Man wird 2014 die komplette WEC-Saison fahren und plant auch einen Start in der ELMS und der AsiaLMS. Eingesetzt wird weiterhin das OAK-Chassis (Morgan) mit dem Motor von Nissan. Man sollte das Team durchaus ernst nehmen. In seiner ersten Saison konnte das Team durchaus gute Ergebnisse einfahren und auch bei den 24 Stunden von Le Mans hielt man sich wacker. (DD)

// Der ACO bzw. die FIA haben die BoP-Regeln für die WEC veröffentlicht. Heißen jetzt auch nicht mehr “BoP”, sondern “Equivalence of Technology” (EoT). Warum auch immer…. jedenfalls sind die neuen Regeln schon lustig. Denn erstens verlässt man sich auf die Angaben der Hersteller und zweitens wird es erst nach dem 24h-Rennen eine Anpassung geben. Da das ganze etwas komplexer ist, gehen wir in einem Extra-Artikel noch mal die EoT ein, wenn die WEC in die Saison startet. (DD)

// Die IMSA bastelt weiter an den Daytona-Prototypen herum. Bei den Tests im November platzten sowohl beim Spirit of Daytona als auch beim Action Press Team ein Hinterreifen, was dazu führte, dass die DPs in die Luft aufstiegen und sich überschlugen. Continental hat nun einen neuen Hinterreifen mit verstärkten Seitenwänden entwickelt. Erschreckend ist jedoch die Tatsache, dass die DPs offenbar sehr empfindlich sind, was die Luftführung angeht. Laut “racer.com” generieren die DPs nun 60% mehr Abtrieb und die kommen zum größten Teil durch den Diffusor. Wenn aber dort der Luftstrom abreisst, zum Beispiel weil ein Reifen platzt und der Wagen auf einer Seite aufliegt, dann fehlt der Abtrieb plötzlich und damit auch die Seitenführung. Es fehlt schlicht und ergreifend mechanischer Grip und weiterer Abtrieb, der wie bei den P1- und P2-Wagen durch eine Finne generiert wird, wenn der Wagen sich seitlich stellt und Unterluft bekommen kann. Ebenfalls fehlen die großen Luftauslässe über den Vorderreifen. Es scheint weiter keine gute Idee zu sein, die DPs mit aller Macht auf das Level der LMP2-Wagen zu bringen, zumal die immer noch schneller sind. (DD)

// Zum Abschluss noch etwas aus der NASCAR: Ein schöner Überblick über ein paar Paint-Schemes aus diesem Jahr. (DD)

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December 06 2013

07:00

V8 Supercars: Vorschau Sydney 500

Seit 2009 findet das Saisonfinale der V8 Supercars in Sydney statt. Der Homebush Street Circuit im Olympic Park ist in diesem Jahr zudem der Schauplatz einer der engsten Titelentscheidungen der letzten Jahre: Vor den letzten beiden Saisonrennen, bei denen man maximal noch 300 Punkte einfahren kann, liegen die beiden Titelkontrahenten Jamie Whincup und Craig Lowndes von Red Bull Racing gerade einmal 20 Punkte auseinander.

Sydney 500 2013 LogoRein rechnerisch sind auch noch Mark Winterbottom und Will Davison von FPR mit im Meisterschaftsrennen dabei. Doch angesichts 124 (Winterbottom) und 223 (W.Davison) Zählern Rückstand müsste schon einiges an Glück für die Ford-Truppe zusammenkommen. Ein Blick in die Statistik könnte ihnen allerdings Hoffnung geben: In den acht Rennen seit 2009 gab es insgesamt sieben verschiedene Sieger, einzig Lowndes konnte beim Sydney 500 bereits zwei Rennen gewinnen (2011, 2012). Ähnlich ausgeglichen sieht es auch bei den Herstellern aus: Vier Holden-Siege stehen ebenso viele für Ford gegenüber. Zudem gehört der Homebush Street Circuit zu den wenigen Strecken, auf denen Jamie Whincup noch nicht erfolgreich war. Der Ausgang der Rennen ist also mindestens ebenso offen, wie in der Meisterschaft.

Die Strecke

Hinzu kommt, dass Homebush ein Straßenkurs ist, auf denen es immer wieder mal zu Safety-Car-Phasen und Zwischenfällen aller Art kommen kann. Wie zum Beispiel im letzten Jahr als Shane van Gisbergen (damals im Stone-Brothers-Ford) sich kurz nach dem Start sein Auto beschädigte und anschließend noch das Medical Car auf die Hörner nahm. Unvergessen auch das Regenchaos von 2010, als nach einem Wolkenbruch kurz vor Rennende dazu führte, dass so gut wie jeder mindestens einmal in die Mauer rutschte.

Zur Strecke an sich lässt sich wenig sagen. Zehn Kurven, meist 90-Grad-Kehren, verteilen sich auf 3,5 Homebush_Street_Circuit_(Sydney,_Australia)_track_map.svgKilometer. Hinzu kommen enge Schikanen wie die “Gold Chicane” (Turn 2-4), die einige Fahrer als eine der wenigen Überholmöglichkeiten interpretieren. Zumeist mit mäßigem Erfolg.

Der Rundenrekord von 1:28.3839 stammt aus dem Jahr 2011 und wurde von Craig Lowndes aufgestellt.

Hier kann man eine Runde mit Jamie Whincup mitfahren:

 

Rennformat / TV- bzw. Live-Stream Zeiten

Wie auch in Townsville und Adelaide findet jeweils am Samstag und am Sonntag ein Rennen über 74 Runden statt. Dabei wird am Samstag erst um 17 Uhr Ortszeit gestartet, was nicht nur dazu führt dass das Rennen in der Abenddämmerung endet, sondern auch zum für uns Europäer angenehmen Nebeneffekt für das Rennen erst um 7 Uhr aufstehen zu müssen. Am Sonntag muss man dagegen wieder um 5 Uhr aus dem Bett kriechen.

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Motors TV.

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