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October 08 2013

05:44

NASCAR: Analyse Kansas Chase 2013 – Chrash, boom, bang

Eine regelrechte Caution-Orgie sorgte für ein interessantes Rennen der NASCAR. Und dann brannte auch noch ein Busch. Allerdings ein richtiger, nicht einer der Brüder.

Hollywood Casino 400Kalte Temperaturen, eine neue Asphaltdecke und mal wieder Reifenprobleme von Goodyear sorgten auf dem Oval in Kansas für einen sehr abwechselungsreichen Renntag, bei man allerdings ein wenig Geduld mitbringen musste. Denn 15 Cautions waren dann doch etwas viel für ein Rennen, auf der anderen Seite beschweren wir uns das halbe Jahr über langweilige 1,5-Meilen-Ovale, auf denen nichts los ist. Dann doch lieber etwas mehr Abwechslung, wobei einige Unfälle wirklich nicht schön aussahen. Der Spannung im Chase hat das Rennen ein wenig geholfen.

Schuld an den ganzen Cautions der NASCAR waren, glaubt man den Fahrern, zu einem großen Teil die Reifen. Goodyear hatte zum dritten Mal in diesem Jahr die sogenannten “Zone Tread”-Reifen für die linke Seite mit nach Kansas gebracht. Auf dem neuen, eher rutschigen Asphalt geben die Reifen etwas mehr Grip, was die Belastungen auf der rechten Seite etwas reduziert. Dadurch entstand aber wohl ein neues Problem, was sich meist ausgangs der Kurven zeigte. Sobald der Druck am Ausgang der Kurve auf die rechte Seite wieder etwas nachließ, neigten die Autos zum Übersteuern, was diverse Dreher verursachte. Praktisch jeder Fahrer hatte mindestens einen “close call”.

Aber ganz schuldlos waren die Fahrer auch nicht. Gleich in der ersten Runde erwischte es Danica Patrick, die in der ersten Kurve rechts abbog und ziemlich heftig in die Safer Wall einschlug. Der Wagen war komplett zerstört, der Tag für Danica damit gelaufen. Immerhin musste sie dann nicht weitere vier Stunden im Auto sitzen. So lange dauerte es nämlich, bis am Ende endlich der Sieger feststand.

An der Spitze ging es während des Rennens recht bunt zu. Zunächst konnte sich Pole-Sitter Kevin Harvick an die Spitze setzen, meist gefolgt von Dale Earnhardt Jr. und Jimmie Johnson. Nach einem Drittel des Rennens hatte sich der bisherige Dominator des Chase, Matt Kenseth, die Führung geschnappt, doch lange konnte er sich dort nicht festsetzen. In einer der vielen Caution handelte er sich eine Strafe wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Box ein. Von dem Desaster konnte er sich bis zum Schluss nicht erholen. Nach dem Rennen klagte er über einen schwer zu fahrenden Gibbs-Toyota.

Überhaupt war es nicht das Wochenende der Gibbs-Mannschaft. Hamlin blieb erneut hinter den Erwartungen zurück und Kyle Busch, immerhin aussichtsreich im Chase positioniert, haderte mit sich, dem Wagen, den Reifen und den Mitstreitern. Im Verlauf des Rennens gelang es ihm nicht wie gewohnt, in die Top 3 zu fahren, nach einem Restart gegen Mitte des Rennens versuchte er Montoya zu blocken, der ihn auf der unteren Linie überholen wollte. Montoya touchierte Busch, der sich in einen langen Dreher verabschiedete. Immerhin sammelte er im dichten Feld niemanden auf. Für seinen Ausfall sorgte er ein paar Runden später, als er in Turn 1 massiv in die Mauer einschlug. Der Toyota war vorne komplett platt, Busch selber konnte aber aussteigen. Nach dem Rennen gab er erst Montoya einen mit (“Den werden wir nicht vermissen”), dann Goodyear (“Schlechter Reifen”), bevor er schnell nach Hause flog.

Die kurioseste Caution kam dann in Runde 156, als plötzlich dichter Rauch über Turn 1 zog. Am Rande der Strecke brannte plötzlich eine Hecke und der Qualm vernebelte die Sicht. An eine Caution aus diesem Grund konnten sich die Veteranen auch nicht erinnern.

In der Schlussphase des Rennens hatte sich Noch-Meister Brad Keselowski an die Spitze gesetzt und behauptete diese problemlos. Doch dann machte das Team einen schwer zu verstehenden Fehler und ließ Keselowski zu lange draußen. Dies hatte zur Folge, dass ihm der Spirt ausging und er gerade noch so an die Box rollen konnte. Bis der Tank voll und der Motor wieder gestartet war, hatte der Penske-Mann zwei Runden verloren. Offensichtlich hatte man sich in Sachen Verbrauch verrechnet oder beim Stopp zuvor war weniger Sprit in den Tank geflossen, als man gedacht hat.

Kaum war Keselowski wieder im Rennen, zerlegte Brian Vickers seinen MWR-Toyta nachhaltig ausgangs Turn 2. Der Einschlag war heftig, der Wagen zerstört, aber auch Vickers konnte unverletzt aussteigen. Die schweren Unfälle glichen sich sehr. Ein Fahrzeug, allein, niemand rechts, links oder knapp dahinter, und doch rutschten die Autos plötzlich über die Hinterachse raus und waren nicht mehr zu kontrollieren. Ein “Save” war offenbar nicht mehr möglich, nachdem der Wagen einmal den Grip verloren hatte. Ob Goodyear die “Zone Tread”-Reifen in diesem Saison noch mal unverändert an den Start bringen wird, darf bezweifelt werden.

Die Endphase des Rennens verlief dann ruhig. Kevin Harvick gewann den letzten Restart, dahinter positionierte sich Kurt Busch, der wegen eines Unfalls im Training vom letzten Startplatz aus ins Rennen gegangen war. Hinter Busch kam Jeff Gordon ins Ziel, der allerdings nach dem Rennen einiges mit Busch zu diskutieren hatte. Man war im Rennen zwei Mal aneinander geraten, was man nach dem Rennen dann (friedlich) besprach.

Hinter Gordon lautete die Reihenfolge Logano, Edwards, Johnson. JJ musste in der letzten Runde seinen Motor abstellen, weil dieser wohl den Geist aufgegeben hatte. Es folgten Menard, Junior, Ambrose und Amirola. Matt Kenseth kam auf P11.

Im Chase hat sich Johnson an Kenseth ran gerobbt, dessen Vorsprung nur noch drei Punkte beträgt. Dahinter liegt nun Kevin Harvick, dem 25 Punkte auf Kenseth fehlen. Mehr Abstand haben schon Gordon (-32), Kyle Busch (-35) und Greg Biffle (-44). Die Chancen von Harvick, Gordon und Busch sind zwar noch intakt, aber wenn Kenseth und Johnson weiter so regelmäßig punkten, dürfte es schwer werden. Aber mit dem Rennen in Talladega folgt ja noch ein Lauf, der den Chase stark verändern kann. Am kommenden Samstag geht es erst einmal nach Charlotte zum Nachtrennen.

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February 01 2012

11:50

Grand Am: Analyse der 50. 24h von Daytona

Ein sehr annehmbares 24 Stunden Rennen mit einer fantastischen Schlussphase von 4 Stunden gab es dieses Wochenende auf dem Daytona International Speedway zu sehen. Zum guten Eindruck trugen die TV-Übertragung samt Stream, hoher Zuschauerzuspruch und ein Überraschungssieger bei.

Die Prototypen

Die Startphase verlief bei den Prototypen sehr ruhig, außer für die Truppe von SunTrustracing. Das Auto geriet früh in technische Probleme, und wenige Stunden nach dem Start musste man das Auto leider mit Motornschaden irreparabel in der Box stehen lassen. Somit war einer der Favoriten früh im Rennen ausgeschieden. In den ersten Stunden nach dem Start übernahmen erstmal die beiden Fahrzeuge von Chip-Ganassi-Racing die Führung und alle Prototypen fuhren in einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Nach knapp 3 Stunden und den ersten Cautions wendete sich das Blatt und die #60, zu diesem Zeitpunkt pilotiert von Justin Wilson, führte das Rennen an, knapp dahinter lag die #9 von Action Express Racing und auf Platz 3 #8 von Starworks Motorsports.

Nach etwas mehr als 6 Stunden waren bei den Prototypen noch 8 Fahrzeuge in der Führungsrunde. Bei Wiedereinstieg der Tv-Stationen nach einer sehr untypischen, ruhigenen Nacht für Daytona bildeteten die Top 5 die #60 von Michael-Shank-Racing, #01 von Chip-Ganassi, #8 von Starworks Motorsports, #6 das zweite Michael-Shank Auto und die #5 von Action Express Racing. Die #02 von Ganassi hatte über Nacht ein Problem mit dem Schalthebel und verlor dadurch einige Runden und auf Grund der wenigen Gelbphasen jegliche Siegchancen. Desweiteren ließ der Gainsco-Prototyp viel Zeit nach einem leichten Kontakt mit den Reifenstapeln viel Zeit liegen. Lucas Luhr verlor den Starworks-Ford mit der #8 zwischendurch und machte erhebliche Bekanntschaft mit den Wiesen von Daytona, was dem Team fast 2 Runden kostete.

Als noch 5 Stunden zu fahren waren lag die #01 von Chip-Ganassi in Führung, dahinter die #60 von Michael-Schank, #8 von Starworks, #6 ebenfalls von Michael-Schank und die #02 von Chip-Ganassi. Durch risikofreudiges Fahren und günstige Cautions schaffte es der Wagen mit der #8 4 Stunden vor Schluss wieder zurück in die Fuhrüngsrunde. Zu dem Zeitpunkt sah es so aus, als hätte das Auto große Siegchancen, da die Fahrer die besten und konstantesten Rundenzeiten fuhren, McNish fuhr Mammut-Stints von 2×3 Stunden bis zum Morgen und die schnellste Runde des Rennens.

Als noch 4 Stunden zu fahren waren und die oben genannte Caution kam, wurde das Rennen schlagartig belebter. Vorne waren nun die #60, die #8 und die #01 in der Führungsrunde und direkt hintereinander und lieferten sich einen sehr sehenswerten Dreikampf in dem es immer wieder hin- und her ging. Eine der Szenen des Rennes lieferten McNish (#8) und Negri Jr. (#60) wenig später ab, als sie 4-Wide (!) im Oval (!!) in der Steilkurve (!!!) 2 Gt-Fahrzeuge überholten. Das waren wirklich 2 Sekunden Luft anhalten, und dass es nicht knallte lag wohl daran, dass in den Gt-Fahrzeugen 2 erfahrene Piloten saßen.

Dann spielte die #60-Crew beim Boxenstopp ihr “Ass” aus und setzten A. J. Allmendinger ans Steuer, der das Rennen zu Ende fahren sollte, während McNish im Auto mit der #8 blieb. Die beiden konnten sich zu dem Zeitpunkt leicht vom Ganassi-Auto mit der #01 absetzen. McNish hatte nach dem Stop die Führung übernommen doch Allmendinger biss sich fest und versuchte ihn einmal  außenherum an der Einfahrt zum Infield zu überholen, wo ihn McNish zwar hart aber fair abdrängte. 2 Runden später folgte dann wohl die gefährlichste Aktion des Rennens. Allmendinger und McNish fahren Side-by-Side und natürlich mit Höchstgeschwindigkeit im Oval und Allmendinger drängt McNish etwas nach oben, dabei berühren sich die Autos leicht. Diese Berührung kann man durchaus Allmendinger zurechnen, auch wenn dazu immer 2 gehören. Bloß was McNish dann auf der Geraden macht, geht gar nicht: Er fährt Allmendinger bei Vollspeed ziemlich heftig in die Seite. Wäre dort jemand anderes als der ovalerfahrene Allmendinger am Steuer gesessen, hätte das auch ganz böse ausgehen können. Gut, dass es danach eine Caution wegen Debris gab.

Beim nächsten Boxenstop wurde McNish gegen Lucas Luhr getauscht. Dort machte die Ganassi-Truppe von der #01 fantastische Arbeit, und schob sich beim Boxenstop sowohl vor die #60 als auch vor die #08. Danach fuhren die 3 Prototypen in einem gewissen Respektabstand von 2 Sekunden bis eine Stunde vor Schluss des Rennens. Dann kam es unter grün zu den vorletzten Boxenstops, bei denen Pruett das Auto kaum vom Platz wegbekam. Es stellte sich schnell heraus, dass er nur noch die Gänge 3-5 hatte, weswegen er auch das Geschwindigkeitslimit in der Boxengasse überschritt, weil der Limiter nur im ersten Gang funktionierte. Die Folge war eine Durchfahrtsstrafe. Wenig später stellte sich heraus, dass man das Getriebe wechseln musste, und das dauerte einige Runden. Damit waren auch dem zweiten Ganassi-Auto jegliche Siegchancen durch technische Probleme genommen. Montoya brannte zwar zu dem Zeitpunkt in der #02 eine schnelle Runde nach der anderen in den Asphalt, das Auto sollte allerdings bis zum Schluss eine Runde zurück bleiben.

Durch das Zurückfallen der #01 hatte sich für die letzte Stunde der Kampf um die Führung auf einen Zweikampf reduziert, auch wenn nun auch durch günstige Cautions und guter Leistung das zweite Fahrzeug von Michael-Shank-Racing (#6) wieder in der Führungsrunde auftauchte, in den Zweikampf vorne eingreifen konnte das Auto jedoch nicht mehr. Nun kam die Glanzsstunde von A. J. Allmendinger, der es schaffte, Ryan Dalziel, der den Schlussstint für die #8 fuhr, immer sicher auf mindestens 5 Sekunden Distanz zu halten und so das Rennen für die Truppe von Michael-Shank-Racing  zu gewinnen. Es war nur fair von der Grand-Am, dass sie am Ende keine Cautions mehr gab, die auch nicht unbedingt nötig waren, um nicht in den Zweikampf einzugreifen.

Michael-Shank-Racing schafft es also mit einer fantastischen Leistung die Plätze 1 und 3 bei den 24h von Daytona herauszufahren. Ich hoffe, dass dies dem Team auch hilft ihr Indycarprogramm zu finanzieren. Auf Platz 2 kommt mit einer ebenfalls sehr starken Leistung das Starworks Auto mit der #8 ins Ziel und die beiden Ganassiautos verpassen das Podium knapp. Allgemein war es nach den Practice-Sessions sehr überraschend, dass die Ford-Rileys so gut gingen, während die neuen sehr hübschen Corvette-Prototypen leider enttäuschten. Die besten Corvetten waren die beiden Fahrzeuge von Action Express Racing auf den Plätzen 5 umd 9. Mit am enttäuschensten dürfte das Rennen für die Jungs von Suntrustracing gewesen sein, für die das Rennen eigentlich nie richtig los ging. Ein sehr unaufälliges. aber solides Rennen lieferte die #77 von Doran Racing ab, die am Ende auf Platz 7 landete.

Die GT-Kategorie

Bei einem so großem GT-Feld ist es fast unmöglich den Überblick auch nur über alle siegfähigen Autos im Rennen zu behalten, deswegen gibt es hier eine kleine Übersicht von ausgewählten Fahrzeugen. Bloß eines war vor dem Start des Rennens klar: Der Weg zum Sieg würde nur an den über 20 Porschefahrzeugen vorbeiführen, die von diversen Teams eingesetzt wurden (allein 5 von TRG). Und die bestätigten am Ende ihre Favoritenrolle.

Bei den Ferraris hatte man das Gefühl, dass ihnen speziell mit Blick auf das Risiteam und deren Topbesetzung etwas Leistung fehlte und sie sich das Leben selber schwer machten. Kurz nachdem Start kollidierten beispielsweise die #03 von Extreme Speed Motorsports mit dem Risi Ferrari (#63) der am Ende 5. werden sollte und somit bester Ferrari. Das ist zwar eine respektable Leistung, aber man hatte sich da doch etwas mehr erwartet. Der zweite Risi Ferrari hatte gleich am Anfang des Rennens einen Reifenschaden, später Motorenprobleme und fuhr im Endeffekt nur knapp 150 Runden, Platz 41. Der Waltrip Ferrari kam am Ende auf den 22. Platz, nachdem Waltrip das Auto kurz vor Ende nochmal sanft in die Reifenstapel setzte.

Kurz nach dem Start führte in der GT der Brumos Porsche (#59), dahinter lag der Porsche mit der #(44) von Magnus Racing und der Alex Job Racing Porsche mit der #23, wovon auch 2 am Ende aufs Treppchen klettern sollten. Die #44 von Magnus Racing gewann das Rennen mit einer bärenstarken Leistung vor der #67 von TRG, die sich über Nacht nach vorne arbeiteten und der #59 von Brumos Racing. Die 3 Fahrzeuge lieferten sich immer wieder ansehnliche Duelle um die Spitze über fast das gesamte Rennen.

Der Flying-Lizzard-Motorsport-Porsche lag die ganze Zeit gut im Rennen, bis er leider von einem Reifenschaden aufgehalten wurde und jegliche Siegchancen dahin waren, am Ende wurde es nur Platz 15 für die sehr ambitionierte Truppe. Der Porsche von Franz Engstler war leider kaum in Bild und erreichte das Ziel nur als 34.

Gut unterwegs waren zwei der drei Camaros. Die #57 von Stevenson Motorsports kam auf Platz 4 und war in der gleichen Runde wie der Drittplatzierte Brumosporsche. Auf Platz 9 kam der Autohaus Motorsports Camaro mit der #88 ins Ziel. Der dritte Camaro im Feld von Stevenson Motorsports (#75) wurde 30.

Der am besten besetzte Mazda, eingesetzt von Speedsource (#70), wurde auch gleichzeitig Bestplatzierter als 6. Trotz einiger kleinerer Probleme erreichte der Dempsey Racing Mazda (#40) Platz 10. Das zweite Auto von Dempsey Racing mit der #41 wurde leider bei einem Unfall sehr stark beschädigt und kam nur auf Platz 27.

Die BMW M3 erlebten dagegen ein eher schwaches 24 Stunden Rennen. Die 2 von Turner Motorsports eingesetzten Fahrzeuge kamen wegen diversen Problemen unter anderem mit der Motorenkühlung nur auf die Plätze 16 und 43. Einen rabenschwarzen Tag erlebten die beiden Audis. Allen voran, wie leider erwartet, der von Oryx Racing, der zwar nur einen Platz schlechter (32) als der von APR eingesetzte platziert war, aber in etwa 5 Cautions auslöste, entweder durch Fahrfehler oder technische Probleme.

Allgemein bot das GT-Feld wieder tolle Action und natürlich jede Menge Überholmanöver, klasse Positionskämpfe und am Ende ein ebenfalls knappes Finish, die ersten beiden lagen im Ziel auch nur 10 Sekunden auseinander.

Die Übertragung und das Drumherum

Hier muss man Speed und Radio Le Mans ein Lob aussprechen. Auch wenn die Werbung während der TV-Strecke von Speed etwas nervig war, hat man doch eine vernünftige TV-Übertragung auf die Beine gestellt. Leider kam mir die GT-Klasse etwas zu kurz, aber das ist ja meistens so. Am besten war allerdings der Stream während der Nacht, der ausnahmsweise mal nicht “geoblocked” war. Dieser hatte eine gute Qualität (1300 kbits) und 4 Kameras zur Auswahl: Turn 2, Bus Stop, Turn 4 und die Roof Cam ! Die Roof Cam muss ganz oben auf der Haupttribühne gestanden haben und wurde die ganze Nacht, also über 7 Stunden von einem Kameramann (!) , genannt Ray Ray, bedient, der die ganze Zeit fantastische Bilder lieferte. Es war nämlich möglich durch die Position der Kamera die gesamte Strecke abzudecken und absolut großartige Panaromabilder zu produzieren. Der Stream war werbefrei und übernahm den Radio Le Mans Kommentar, der ja immer großartig ist. Hier kann man nur sagen: bravo Speed!

Sehr positiv für die Grand-Am waren auch die Zuschauerzahlen. Auch wenn die zugegebenermaßen sehr großen Tribünen immer noch sehr leer waren – das Infield war komplett ausverkauft, es waren so viele Zuschauer vor Ort, wie nie zuvor. Alles in allem war es ein tolles Rennen ohne schwere Unfälle mit einer sehr guten Übertragung und sehr ansprechender Action. Ein gelungener Start ins Motorsportjahr 2012.

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June 21 2011

06:16

NASCAR: Analyse Michigan 2011

Ein echter “Burner” war das Rennen in Michigan ja nicht gerade, was Denny Hamlin aber am Ende vermutlich am allerwenigsten störte.

Es ist immer so eine Sache mit den ultrabreiten 1.5 Meilen Ovalen. In Las Vegas sind die Rennen durchaus brauchbar, in Michigan eher nicht. Und dabei sind beide Ovale fast baugleich, lediglich 2 Grad Banking gibt es in Las Vegas, was ja nun nicht den großen Unterschied machen sollte. Michigan steht meist für Verbrauchsrennen mit wenig Gelbphasen, was dann, ähnlich wie in Pocono dann immerhin den Vorteil hat, dass die Rennen auch schneller vorbei sind. In der Riesenschüssel von Michigan gab es leider auch wenig Abwechslung an der Spitze. Das Rennen teilten sich mehr oder weniger die Gibbs- und die Roushtruppe unter sich auf. Vor allem Roush ist rechtzeitig zum Sommer in guter Form und bringt seine Fahrer wieder in aussichtsreiche Position. Edwards führt die Meisterschaft an, Kenseth lauert auf P6, nur Biffle ist noch nicht im Chase. Größere Sorgenfalten gibt es derweil im Hendrick Lager.

Doch zunächst zum Rennen, dass wie erwähnt eher im Bereich “Muss man nicht sehen” angesiedelt ist. Pole-Sitter Kurt Busch führte das Feld zwar nach der ersten Runde an, aber nach 12 Runden war dann schon der erste Roush-Fahrer in Form von Greg Biffle an der Reihe. Bis zur Halbzeit tat sich vorne kaum etwas, sei denn Biffle und Carl Edwards lösten sich an der Spitze an. Auch Matt Kenseth war vorne zu finden hielt sich aber zurück und ließ Edwards und Biffle gewähren. Die Duelle um die Spitze waren nett, aber eben auch etwas fad. Etwas mehr Pfeffer kam in die Sache, als Kyle Busch seinen Toyota nach vorne schieben konnte. Die Gibbs Motoren waren offenbar die einzigen, die mithalten konnten, denn auch Denny Hamlin hielt sich relativ weit vorne. Nur Joey Logano kam mal wieder nicht vom Fleck.

Bis Runde 158 tat sich wenig, dann löste ein unglücklicher Crash zwischen Montoya und Andy Lally eine entscheidende Safety Car Phase ein. Montoya war mitten im letzten Turn der Sprit ausgegangen und er versuchte noch in die Boxeneinfahrt zu kommen, als Lally von hinten angerauscht kam und das Heck der #43 traf. Für den Kolumbianer war es ein Wochenende zum Vergessen. In der Quali lief es schon nicht und im Rennen ging nach vorne gar nichts. Montoya konnte zwar weiterfahren, endete aber auf P29, was seinen Chase-Ambitionen auch nicht gerade gut tut. Auch bei seinem Teamkollegen Jamie McMurray lief es nicht wirklich gut. Der blieb im gesamten Rennen auffällig und blieb im Mittelfeld stecken. Im Ziel landete er auf P19.

Die Gelbphase lag zu einem interessanten Zeitpunkt, mit noch ca. 40 Runden zu fahren. Das lag ganz knapp im Benzinfenster der meisten Teams, allerdings durfte dann auch kein GWC mehr kommen. Also verordneten die meisten Crew Chiefs ihren Fahrern eine Benzin-Diät. Vor allem Kenseth wurde darauf aufmerksam gemacht, dass er rund zwei Runden “short” sei, was dieser mit leichten Ungefallen per Boxenfunk quittierte, weil er die Führung an Edwards abegeben musste. Der segelte dann auch davon und schien das Rennen als Sieger beenden zu könnne.

Doch dann hämmerte Junior seinen Wagen in die Mauer und in Runde 192 gab es wieder Gelb. Earnhardt war in Michigan eigentlich sehr gut unterwegs. Er hatte mal wieder einen Top 10 Wagen und lag teilweise auf P5. Doch eine verlorene Radmutter zwang ihn zu einem Extra-Stopp und er landete auf P19. Dort traf er dann unglücklicherweise auf Mark Martin, der Ausgangs Turn 2 massives Untersteuern hatte und Junior leicht in die Mauer zwang. Ein paar Runden später verabschiedete sich dann der rechte Vorderreifen von Junior, was den Abflug erzwang. Dennoch mal wieder ein gutes Rennen für Junior.

Die Pause nutzten alle Fahrer um an die Box zu gehen und nachdem die Stopps absolviert waren, lag plötzlich Denny Hamlin an der Spitze, dessen Team am schnellsten gearbeitet hatte. Seine “Pole” setzte er dann in eine Führung um, die er leicht ausbauen konnte, da sich Matt Kenseth und Carl Edwards zunächst nicht so richtig einig waren, wer denn nun hinter Hamlin her sollte. Kenseth entschied das Duelle für sich, hatte aber die entscheidenden Sekunden verloren und konnte Hamlin nicht mehr einholen.

Auf den Plätzen hinter Hamlin und Kenseth landeten Kyle Busch, der erstaunliche Paul Menard, Carl Edwards, Ryan Newman, Tony Stewart, Clint Bowyer, Mark Martin und Brian Vickers. Vor allem für das gebeutelte Red Bull Team mal wieder ein gutes Ergebnis.

Auch das Ergebnis von Mark Martin ist erfreulich, den man so weit vorne lange nicht mehr gesehen hat. Ansonsten lief das Wochenende für Hendrick zäh. Pocono-Sieger Jeff Gordon warf ein besseres Ergebnis beim letzten Stopp weg, als man statt zwei Reifen dann doch auch vier frische Goodyears setzte. Noch schlechter lief es für Jimmie Johnson, der sich schon nach neun Runden drehte und wegen eines Swaybar-Wechsels dann 2 Runden verlor. Die Sommerschwäche von Hendrick ist ebenso ungewöhnlich, wie die Tatsache, dass Dale Earnhardt im Moment noch am Besten in der Meisterschaft liegt. Der benötigt für einen guten Chase aber dringend einen (überfälligen) Sieg.

Nächste Woche geht es aber erst einmal auf die Rundstrecke und nach Infinion. Da dürften andere Namen vorne an der Spitze aufpoppen.

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March 21 2011

16:47

NASCAR: Analyse Bristol März 2011

Es war mal wieder das Wochenende von Kyle Busch, der beide Rennen der NASCAR am Wochenende gewinnen konnte. Aber auch für andere Fahrer lief das Wochenende nicht schlecht.

Bristol entwickelt sich zum “Wohnzimmer” von Kyle Busch. Gleich fünf der letzten acht Rennen konnte der jüngere Busch gewinnen, was nicht nur seine, sondern auch die Stärke von Joe Gibbs Racing auf den Short Tracks zeigt. Dabei sah es zunächst aber nicht nach einem Sieg von ihm aus, denn zu Beginn bestimmte der erstaunlich gut aufgelegte Paul Menard das Tempo, bevor er von dem normalerweise in Bristol ebenfalls starken Martin Truex abgelöst wurde. Aber das Rennen selber war dieses Mal eher eins von der schlechteren Sorte. Seit dem Bristol vor ein paar Jahren eine neue Asphaltdecke bekommen hat und man ein progressives Banking Einzug hielt, habe die Rennen sehr an Biss verloren. Das alte “beatin’ and bangin’” gibt es kaum noch, lange Phasen unter Grün sind mittlerweile völlig normal. Die Langeweile der letzten Jahre schlägt sich auch auf die Anzahl der Besucher nieder.

Noch vor ein drei Jahren war Bristol immer ausverkauft. Der Witz machte die Runde, dass man nur durch ein Erbe in den Besitz von Karten kommen konnte. Vor zwei Jahren gab es dann plötzlich Restkarten, in diesem Jahr waren die Tribünen erschreckend leer. Das kann nicht nur an den immer noch recht hohen Preisen oder der weiterhin schlechten Wirtschaftslage in den USA liegen. Auch die Rennen der NASCAR waren einigermaßen gut, aber Bristol hat eben durch den Umbau viel von seinem Charme verloren. Da helfen auch keine “Debris-Caution”. 120.000 Besucher vermeldet die NASCAR für Sonntag, 160.000 passen auf die Tribünen. Das sagt schon eine Menge aus und wenn man die Bilder so sieht, dann finde ich die 120.000 schon eine sportliche Aussage.

Auch gestern war es ein eher zähes Rennen. Wer unten auf der inneren Linie klebte, musste nicht fürchten, dass die Konkurrenz vorbei kam, da oben rum kaum etwas ging. Nur 18 Leadchanges verzeichnet die Statistik, wenn man diejenigen abzieht, die nur eine Runde vorne waren, dann waren es sogar nur 13.

Während in der ersten Rennhälfte Truex und Ryan Newman den Ton angaben, tauchte ab Mitte des Rennens Jimmie Johnson an der Spitze auf, dessen Chevrolet im Gegensatz zu seinen anderen Hendrick-Kollegen vernünftig ging. Zusammen mit Kyle Busch dominierte er ab Runde 192 und die beiden wechselten sich regelmäßig in der Führung ab, ohne jedoch in bissige Zweikämpfe verwickelt zu sein. Das passierte eher weiter hinten, wo es ein wenig Action gab, die allerdings von den Fox-Kameras nur selten eingefangen wurde. Überhaupt gab Fox in Bristol ein eher lustloses Bild ab. Das zähe Rennen zerrte wohl auch an der Laune der Kommentatoren, die sich vor allem im zweiten Rennteil schwer taten, noch irgendetwas neues zu Busch oder Johnson erzählen zu können.

Aber zurück zum Hendrick Team. Während sich Johnson in guter Form zeigte, waren die drei anderen Piloten kaum zu sehen. Jeff Gordon, der eh einen schlechten Start in die Saison hat, blieb wieder unauffällig. Sein Wagen hatte massive Handlingsprobleme, dazu kam, dass er mit Brad Kesolowski aneinander rasselte, als er diesen überrunden wollte. “Bad Brad” lag drei Runden zurück, kämpfte aber derartig verbissen gegen Gordon, dass er ihn fast abgeräumt hätte. Am Ende kam nur ein Platz 14 raus. Nicht besser lief es bei Mark Martin, der ebenfalls mit seinem Wagen zu kämpfen hatte, und nicht vorne eingreifen konnte. Auf Platz 11 und damit einen vor Martin, kam Earnhardt jr. ins Ziel, dessen Aufwärtstrend sich zumindest im Moment weiter fortsetzt. Nach einer schlechten Qualifikation arbeitete sich der Publikumsliebling in Richtung Top 10 vor, bevor ihm eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Box wieder zurück warf. Doch während Junior im letzten Jahr nach derartigen Vorfällen meist im Nirvana der Wertung verschwand, kämpfte er sich in Bristol wieder an die Top Ten. Das ist zwar alles noch nicht wirklich richtig gut, aber die konstanten Platzierungen unter den ersten 10 zeigt, dass er zusammen mit Steve Letarte auf einem gutem Weg ist.

Richtig miserabel läuft es dagegen bei RCR. Wenn der bestplatzierte Chevrolet von Childress der von Bezahlfahrer Paul Menard ist, dann heißt das schon was. Jeff Burton und Clint Bowyer hatten früh im Rennen Unfälle, bzw. Probleme, Kevin Harvick drehte sich im letzten Renndrittel und verursachte dabei weitere Kollisionen, die unter anderem den bedauernswerten Trevor Bayne das Rennen kostete. Aber es läuft nicht und bei RCR und die ersten Sorgenfalten dürften im Team auftauchen. Paul Menard liegt in der Meisterschaft zwar auf Platz 5, aber Kevin Harvick nur auf 15, während Bowyer und Burton nicht mal unter den Top 20 sind.

Auch bei ECR ist man mit angezogener Handbremse in die Saison gestartet. Montoya konnte in Las Vegas kurz zeigen, das man noch dabei ist, doch bei Jamie McMurray läuft es überhaupt nicht. Montoya liegt nach Bristol in der Wertung auf Platz 8, sein Teamkollege wird in den Top 20 noch vermisst.

Es war, wie erwähnt, kein sonderlich gutes Rennen in Bristol. Nächste Woche steht Fontana auf dem Program. Eigentlich ein programmierter Langweiler, weil es aber ein Highspeed Oval ist, und Bump Drafting gehen sollte, könnte es doch interessanter werden, als man es gewöhnt.

Das ganze Ergebnis bei Racing Reference.
225040 2011BristolMar_NSCS_Race_Edwards_Busch_SideBySide 2011BristolMar_NSCS_Race_Harvick_Spin 2011BristolMar_NSCS_Race_Hamlin_Vickers_Reutimann_Spin 2011BristolMar_NSCS_Race_Menard_Johnson_Leading 2011BristolMar_NSCS_Race_Bristol_HighAngle_TrackShot

March 06 2011

08:00

Die WTCC – Hintergründe und Diskussionspunkte

Zum Start dieser Artikelreihe: In ein paar Wochen geht die Rennsaison wieder richtig los. Und damit für uns Fans auch der Stress: Jedes Jahr kommen neue Klassen dazu. Andere Rennformeln sterben aus, oder werden wiederbelebt. Findige Organisatoren mogeln, wie etwa bei der F2, ein wenig bei den Bezeichnungen. Kurz: Auch der größte Petrolhead kann schon mal den Überblick verlieren.
Daher die Idee zu dieser Artikelserie: Hier soll es um die Hintergründe der wichtigsten Rennklassen gehen. Dazu gehören ein paar “historische” Daten – aber auch die Eckpunte zur aktuellen Position in der Motorsportwelt, etwa zur Präsentation in der Medien oder der Vermarktung. Und dann will ich auch noch die wichtigsten Streitfragen beleuchten, mit die mir zur Serie im Gedächtnis sind – Meinungsaustausch in den Kommentaren ist sehr erwünscht. Den Anfang macht heute die WTCC.

Die Anfänge:
1963 wurde die European Touring Car Challenge im Auftrag der FIA ins Leben gerufen. Der Rennkalender bestand unter anderem aus den Traditionsstrecken Nürburgring, Zandvoort, Zolder und Brands Hatch. Das Starterfeld setzte sich aus wahnwitzigen 9 Klassen zusammen, nach Hubraum geordnet. Trotzdem gab es nur einen Gesamtsieger. Dies führte am Ende der ersten Saison zu der kuriosen Situation , dass gleich 5 Fahrer gleich viele Punkte hatten. Die Serie gewann relativ schnell an Popularität und mehr Hersteller und Fahrzeuge kamen hinzu.
In den 70er Jahren wurde die Serie in European Touring Car Championship umbenannt – und hatte wegen der Ölkrisen mit kleineren Starterfeldern zu kämpfen.

Die 80er und 90er:
Anfang der 80er feilte man massiv am Regelwerk, was effektiv den Tod der Serie bedeuten sollte. Es gab nur noch 4 Klassen, die Kosten explodierten und die Rennsieger waren mit Ford, Toyota und BMW immer die Gleichen. 1988 wurde sie Serie eingestellt, nicht jedoch ohne vorher 1987 unter dem Namen World Touring Championship die internationale Expansion zu versuchen. Diese endete jedoch in einem ziemlichen Disaster. Auf Grund der hohen 60.000 $ Meisterschaftsstartgeld gab es nur 15 Fahrzeuge, die um die Punkte fuhren. Dies sollte für lange Zeit die einzige Saison der WTCC bleiben.
Die Idee von einer Tourenwagenweltmeisterswchaft lebte aber natürlich weiter. Von 1993-1995 wurden Einzelevents, die so genannten Touring Car World Cups ausgetragen, jedoch nur auf jeweils einer Strecke pro Jahr und zwar in Monza, Donington und Le Castellet. Die Bestrebungen für eine Tourenwagenweltmeisterschaft wurden immer konkreter und schließlich wurde 1995 die International Touring Car Championship (=ITC) ins Leben gerufen. Diese war im Prinzip eine “Internationalisierung der DTM”, in der die Kosten explodiert waren. Man brauchte also einen “Grund” so hohe Summen auszugeben, folglich gründete man die ITC. Die Rennen wurden mit gleichen Fahrzeugen und Fahrern ausgetragen, die Veranstaltungen im Deutschland brachten Punkte für die DTM, jene im Ausland für die ITC. Als die Verantwortlichen merkten, dass dieses Konzept (besonders im Bezug aufs Marketing) “überraschenderweise” nicht ganz aufging, strich man die DTM-Saison 1996 und es gab nur noch die ITC. Diese bot sehr spannende Rennen, da fast alle Marken gleich stark waren. Auch das Fahrerfeld liest sich beeindruckend: Alten DTM-Hasen wie Hans-Joachim Stuck oder Klaus Ludwig und ehemalige Formel 1-Piloten wie JJ Lehto oder Aguri Suzuki. Außerdem junge Talente vom Schlage eines Juan-Pablo Montoya, Jan Magnussen oder Alex Wurz – vielleicht eines der wenigen Jahre in jüngerer Zeit, in denen der Weg Richtung Formel 1 über eine Tourenwagenklasse geführt hat. Allerdings waren die Eintrittspreise enorm hoch. Desweiteren ging das Wettrüsten auch in der ITC weiter, welche zum damaligen Zeitpunkt wohl weiter entwickelte Autos als die Formel 1 hatte. Die Kosten explodierten in astronomische Höhen. Schließlich war auf für die ITC nach 1996 Schluss.

2000 und heute:
2000 wurde die Italian Superturismo Championship von der FIA zum European Supertouring Cup umbenannt, auch wenn ein Großteil der Rennen noch in Italien und mit italienischen Fahrern stattfand. 2002 folgte die nächste Namensänderung in European Touring Car Championship (ETCC). Hier tritt Eurosport das erste Mal auf den Plan. Diese übertrugen alle Rennen der ETCC live. 2004 wurde von der FIA beschlossen, die ETCC in die World Touring Car Championship umzuwandeln. Diese weitere Internationalisierung war vorher durch außereuropäische Gehversuche der ETCC vorbereitet worden.
2005 wurde die WTCC schließlich das zweite Mal (nach 1987) ausgetragen. Wieder dabei war Eurosport, die die WTCC auch heute noch mitvermarkten und somit mehr als “nur ein TV-Partner” sind, mehr dazu im weiteren Verlauf des Artikels. Die Rennen wurden damals noch zusammen mit der FIA-GT ausgetragen. 2006 wollte Eurosport, die auch diese Serie live übertrugen, die FIA-GT dazu bringen ihre Rennen um 1 Stunde auf 120 Minuten Rennzeit zu verkürzen. Dies lehnte jedoch die SRO, Organisator der FIA-GT ab. Somit gingen FIA-GT und WTCC ab 2006 getrennte Wege. 5 Hersteller waren in der ersten Saison entweder werksseitig oder auf Kundenbasis dabei: SEAT, BMW, Ford, Alfa Romeo und Chevrolet. 2006 stieg Alfa Romeo werksseitig etwas überraschend aus der WTCC aus und lieferte nur noch technische Unterstützung für Privatteams. Um weiterhin wohl etwas präsenter in der Serie zu bleiben, überwies man das Startgeld an die FIA, womit man in der normalen Fahrerwertung fuhr, und nicht in der Independents Trophy. Erwartet worden war hingegen der Ausstieg von Ford nach einer schlechten Saison 2005.

In den folgenden Jahren gab es kurze Gastspiele von Lada und Honda, die jedoch in keinem großen Engagement mündeten. 2010 stieg dann SEAT werksseitig aus, blieb der Serie aber durch umfrangreiche Betreuung der Privatteams erhalten. Auch BMW begann den schrittweisen Rückzug und war 2010 nur noch mit zwei Werks-Autos dabei. Die Privatteams konnten den Verlust an Fahrzeugen aber in Grenzen halten, so dass man im Durchschnitt immer noch mit mindestens 20 Autos antrat.
2011 wird man mit Volvo immerhin einen weiteren Hersteller in die Serie bekommen, und zwar in Form eines 1-Wagen-Teams. Volvo wird eventuell 2012 komplett werksseitig einsteigen. Auch Subaru denkt wohl über einen Einstieg nach, genau so wie Ford, Honda und – über den Umweg einer argentinischen Niederlassung – Toyota.

Vermarktung:
Die Vermarktung und Organisation der WTCC liegt bei der KSO, Kigema Sport Organisation. Diese war von der FIA schon dazu beauftragt worden die ETCC zu vermarkten, den Schritt der KSO nun auch die Vermarktung der WTCC zu übergeben, erscheint logisch. Noch nachvollziehbarer wird der Schritt, wenn man sich die Besitzverhältnisse an der KSO anschaut. Diese gehört zu 60% nämlich Eurosport. Die KSO an sich wiederrum ist eine Tochterfirma SRW Events Ltd (Super Racing Weekend Events), an der der TV-Sender ebenfalls Anteile hält. Als Eursosport 2003 dort einstieg wurde ein Eurosportmann Vorsitzender von SRW Events.
Wie groß das Gewicht des Senders für die Serie ist, zweigt auch das gelegentliche Verschieben der Startzeiten – manchmal sogar kurzfristig , um sie an das aktuelle Liveprogramm anzupassen. Immerhin wird die WTCC so weltweit in 160 Ländern übertragen.
Es ist schon interessant zu sehen, dass die FIA sich so extrem auf einen Partner eingelassen hat. Man ist schon sehr von Eurosport abhängig. Sollten diese sich entscheiden auszusteigen, steht man plötzlich nicht nur ohne TV-Sender, sondern auch ohne Hauptsponsor und Marketingpartner dar. Derzeit scheint das allerdings unwahrscheinlich – wie kürzlich bei allesaußersport.de zu lesen war, verdient Eurosport mit der WTCC nämlich immer noch gutes Geld.

Diskussionspunkte:
Eurosport: Ein so starker Partner bringt natürlich auch Probleme mit sich. Eurosport möchte aus Programmplanungsgründen die WTCC Rennen möglichst gut zwischen anderen Livevents einbinden. Deshalb gibt es kaum einheitliche Startzeiten oder diese werden kurzerhand verschoben. Dies macht es dem Fan nicht gerade einfacher die Serie zu verfolgen. Auch das Abschieben einiger weniger Rennen zu Eurosport 2 ist zumindest in Deutschland alles andere als erfreulich, da nicht jeder das Programm empfängt. Immerhin dieses Problem ist aber großteils auf Deutschland begrenzt, da nur in Eurosport nur hierzulande Free-TV ist. In allen anderen Staaten ist auch “Eurosport 1″ Pay-TV und in diesen Paketen ist meistens Eurosport 2 mit drin. Über die Gefahren eines Ausstiegs von Eurosport hab ich oben schon geschrieben.

Die Rennlänge: Grundsätzlich ist die Idee von 2 kurzen Sprintrennen ja ganz nett. Allerdings möchte dabei nicht wirkliches Rennfeeling aufkommen, weil zum Beispiel keine Strategie erforderlich ist.Die Rennen haben öfters eher “Destructionsprint”-Charakter, was aber auch durchaus ansehbar ist. Da die WTCC es nicht lassen kann auf Strecken wie Marrakesh und Macao zu fahren ist es auch gut möglich, dass 2/3 des Rennens hinter dem Safetycar stattfinden. Es kommt bei Tourenwagenrennen aber so oder so gerne mal zu Safetycarphasen, deshalb wäre schon viel gewonnen, wenn die angesetzte Distanz kopmplett als Rennrunden gefahren wird und Safetycarrunden nicht ab der dritten als Rennrunden zählen würden. Dass die Rennen nicht länger sind liegt aber vermutlich auch an Eurosport, weil sie so viele Liverechte haben, dass die Wochenenden im Programm immer vollkomen überladen sind.

Reglement: Ganz heikles Thema für die Serie. Oft wurden Entscheidungen, wie der Ladedruck der Seats von Rennen zu Rennen auf Grund von Beschwerden der Hersteller geändert. Dies tut weder der Serie noch ihrer Glaubwürdigkeit gut. Aber die Krone setzte man sich selber 2010 auf, als man die Meisterschaft am grünen Tisch entschied. Eine Meisterschaft nicht auf der Rennstrecke zu entscheiden, ist ein absolutes no-go. Wenn man weitere Hersteller in dier Serie locken will, die man dringend braucht, sollte man dort eine konsequente und fanfreundliche Linie einschlagen.

Nur 1 vollständiges Werksteam: Mit Chevrolet ist nur noch ein vollständiges Werksteam in der Serie vertreten. Das ist auf lange Sicht einfach zu wenig, man kann das Feld nicht nur mit Privatfahrern auffüllen. Auch Konkurrenz zu den Chevrolets wäre angebracht, die diese auf Dauer die Serie wohl doch dominieren würden, deswegen braucht man dringend einen Gegner. Außerdem schaden vollere Startferfelder einer Serie nie.

July 05 2010

21:06

NASCAR: Rückblick Daytona

Das letzte Rennwochenende auf dem alten Asphalt bot noch mal all die Aufregung, die sich die Fans von Daytona erwarten.

Am Freitag ging es los mit dem Nationwide-Rennen, das zwei Besonderheiten bot: den ersten Auftritt des neuen Nationwide-Car of Tomorrow sowie den letzten von Dale Earnhardt Jr. in einem Wagen mit der #3, im gelb-blauen Wrangler-Design, das sein Vater fuhr, bevor er ins noch berühmtere Goodwrench-Schwarz wechselte.

Der sportliche Wert des Rennens ist ein wenig zweifelhaft: zwar wurde es Junior noch verwehrt, in Runde 3 zu führen, als die Fans in Gedenken an Dale Sr. Drei Finger gen Himmel strecken, aber in den Schlussrunden ließ man ihn gewähren und verzichtete auf ernsthafte Angriffe, Brad Keselowski, der eine Chance auf den Sieg gehabt hätte, steckte zugunsten des Sentimental Favorite zurück und so gab es viel Freude und viele Tränen.

Was das neue Auto angeht, so zeigte sich im Laufe des Rennens, dass die Wagen zwar ziemlich loose sind, also übersteuern, und somit schwer kontrollierbar, aber das der Großteil der Fahrer durchaus in der Lage ist, damit klarzukommen. Größere Unfälle gab es hier nicht. Die Entwicklungsabteilung der NASCAR scheint einen guten Job gemacht zu haben: das neue Auto ist anspruchsvoll zu fahren (aber nicht auf eine negative Weise wie das Cup-COT in seien Anfangszeiten) und es bietet die Sicherheitsfeatures des großen Bruders, sieht dabei aber deutlich besser aus.

Am Sonntag schien es erst gar kein Rennen geben zu können, denn es regnete zunächst in Daytona und die Wettervorsage sprach von immer weiteren Schauern. Die blieben aber zum Glück aus und so konnte es irgendwann weit nach drei Uhr deutscher Zeit auf die Reise gehen.

Bis auf eine Competition Caution in Runde 15 versuchte man erstmal, Runden abzuspulen: die Fahrer gingen vorsichtig zur Sache, die NASCAR verzichtete auf überflüssigen Debris-Cautions, die sie ja sonst gern mal einsetzt, wenn sich das Feld zu weit auseinander zieht. Es ging aber auch recht munter zu, auch in den längeren Grünphasen. Zwar wurde nicht dauerhaft im engen Paket gefahren, aber ebenso wenig ausschließlich single-file. So wurde der Rekord an Führenden für das Daytona-Sommerrennen dabei von 15 auf 18 Fahrer hochgeschraubt. Überraschend stark schienen dabei Sam Hornish Jr. (14 Führungsrunden) und Elliott Sadler (11 Führungsrunden). Auch Mitfavorit Kyle Busch verbrachte 23 Runden an der Spitze, bis er schließlich im 103. Umlauf mit Juan Pablo Montoya aneinandergeriet – durch die aerodynamische Beeinflussung der neben ihm fahrenden #42 konnte Busch auf abgefahrenen Reifen den Wagen nicht davon abhalten, leicht nach rechts zu steuern, wodurch ihn Montoya unabsichtlich in die Wand drehte.

Viele weitere Favoriten erwischte es schließlich in Runde 148 in dem anscheinend unvermeidbaren Big One: Jeff Burton, Kurt Busch und Sam Hornish Jr. gerieten am Ende der Gegengeraden aneinander, dahinter wurde gelupft und die Kettenreaktion involvierte ganze 19 Fahrzeuge, denn Burton, Busch und Hornish stritten sich zu dem Zeitpunkt um Rang 3. Burton Busch und Hornish kamen dabei sogar noch unbeschadet davon, ebenso wie einige andere Front-Runner, z.B. Jeff Gordon, Kasey Kahne und Dale Earnhardt Jr.

Und so blieben die Childress-Fahrer Harvick, Burton und Bowyer, die auch das ganze Rennen über vorn mitspielten, nach dem Ausscheiden vieler Konkurrenten übrig. Und hatten eben insbesondere den Vorteil, zu dritt gegen die Einzelkämpfer Gordon und Kahne zusammenarbeiten zu können. Und so bumpte Harvick Bowyer eineinhalb Runden vor dem regulären Schluss an Jeff Gordon vorbei an die Spitze.

Doch dann übertrieb es Sam Hornish Jr. und löste die letzte Caution des Abends aus, den zutiefst enttäuschten Elliott Sadler riss er dabei mit ins Unglück, indem er ihn hart in die Mauer schickte.

Und obwohl Gordon und Kahne im Green-White-Checkered-Finish dank des zweispurigen Restarts die gezwungenermaßen nebeneinander statt hintereinander startende Childress-Phalanx durchbrachen (Gordon spektakulär außenrum), konnten sie nichts mehr gegen Kevin Harvick unternehmen, der so gefolgt erst von Kahne, dann von Gordon und dem im ganzen Rennen komplett unauffälligen Junior seinen dreizehnten Sprint Cup-Sieg (und den zweiten in Daytona nach dem spektakulären 500 von 2007) einfuhr. Seine letzten drei Rennsiege sind nun allesamt Restrictor Plate-Siege. Außerdme führt er die Meisterschaft weiterhin an.

Kahne brauchte den zweiten Platz dringend, seinen Rückstand auf die Chase-Plätze konnte er damit auf ca. 150 Punkte reduzieren. Ob das aber in den wenigen noch verbleibenden Rennen noch aufholbar ist, ist zu bezweifeln. Der zweite Platz ist aber nach der Verwicklung in einen Unfall gegen Rennmitte und anschließender Reparaturstopps ein großer Erfolg.

Jeff Gordon wurde dank der viele Ausfälle der Konkurrenz auf Meisterschaftsrang 2 vorgespült, Dale Jr. findet sich nun auch in den Chase-Plätze wieder, er rückte von Rang 13 auf 11 vor, hat 46 Punkte Vorsprung auf den 13. Mark Martin, der in den Big One verwickelt war dem die #48-Crew in der Boxengasse aus seinem brennenden Fahrzeug half.

[Note: Etwas kürzer als sonst heute. Kristian hat leider keine Zeit und so ist dankenswerterweise Stefan eingesprungen! DD]

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June 29 2010

10:06

NASCAR: Analyse Loundon I 2010

Am liebsten würde ich ja hier hin schreiben: öööööööööde. Das es meine Seite ist, mach ich es auch.

Es gibt Strecken in der NASCAR Saison, die sind wie Flugreisen. 99% völlig Langeweile, wenn was passiert kommt dann 1% totaler Terror hinzu. So was das gestern auch in Loundon. Bis Runde 280 plätscherte das Rennen in verschiedenen Zuständen so vor sich hin, danach wurde es dann dank zwei Gelbphasen wie immer noch mal interessant. Es muss so Rennen geben, nicht jedes Wochenende kann die NASCAR die Fetzen fliegen lassen. Hilfreich wäre es allerdings, wenn der übertragende Sender dann nicht auch noch zwischen totaler Werbeunterbrechungshysterie und unfähigen Kommentatoren hin und her schwenken würde.

Schon allein die Statistik des Rennens verrät alles. Vier Unterbrechnungen, davon die letzten zwei in den letzten 20 Runden. Dazwischen gab es sage und schreibe 210 Runden unter Grün. Auf einem 1 Meilen Oval mit 12 Grad Banking, das nur zwei richtige Linien hat und nur eine, auf der man überholen kann. Das macht klar, warum sich vorne auch nichts getan hat.

Zunächst konnte Montoya seine Pole Position in eine deutliche Führung umsetzen. Der EGR Chevy lief wie sauber und der zweitplatzierte, Kasey Kahne, kam erst in die Nähe des Kolumbianers, als der im Verkehr stecken blieb. Nach der ersten Unterbrechung nach 36 Runden wegen Debris übernahm Kahne die Führung, während Montoya dahinter blieb. Und dann folgte die lange, lange Grünphase, in der sich nicht allzu viel tat. Für Montoya, der mit einer guten Platzierung seine Chancen auf den Chase hätte wahren können, ging es allerdings rückwärts. Man hatte sich offensichtlich mit den Veränderungen am Wagen verhauen und bekam die auch nicht mehr so in den Griff, dass man etwas hätte ändern können. Da man nur alle 70 bis 75 Runden an die Box kam, musste Montoya dann auch mit den Problemen leben, was dazu führte, dass er sich mit Händen, Füssen und allen Kotflügeln gegen die Kollegen hinter ihm wehrte.

Wie üblich übertrieb er es etwas und kam mit Jeff Gordon zusammen. Der ist gerade offenbar nicht der Laune den netten Nachbarn von nebenan zu spielen. In Sonoma räumte er schon jeden aus dem Weg, der ihm in die Quere kam, in Loundon hielt er dann auch dagegen. Am Ende schaute Montoyas Splitter an der linken Ecke traurig gen Himmel und der Rest des Feldes fiel über ihn her. Das ihn ausgerechnet der überrundete Reed Sorenson dann in die Mauer schickte, war dann die Krönung seines eher bescheidenen Rennens.

Vorne hielt sich lange Kasey Kahne, der seinen Petty-Ford offenbar am besten auf die Strecke eingestellt hatte. Hinter ihm ordneten sich je nach Boxenstopp Kurt Busch oder Jeff Burton ein. Es tat sich lange wuirklich nichts. Der einzige, der sich mal wieder zeigte war Dale Earnhardt jr. der von Platz 31 starten musste, aber schnell in den Top Ten war. Danach war sein Vorwärtsdrang allerdings auch wieder beendet. Aber immerhin war mal ein bisschen von ihm zu sehen und sein achter Platz am Ende bringt ihn auch wieder in Reichweite des Chase.

Kahne hätte einen halbwegs ruhigen Nachmittag haben können, wäre ihm nicht sein Motor verreckt. Das wiederum brachte Jeff Burton ungefährdet an die Spitze, aber Burton leistete sich einen schlimmen Stragiefehler. Nachdem in Runde 283 Sorenson und Montoya aneinander gerasselt waren, blieb auf seinen nicht mehr taufrischen Reifen draussen anstatt an die Box zu gehen. Das aber machten alle hinter ihm und beim Restart war er dann die berühmte “sitting duck”. Das Feld flog förmlich an ihm vorbei und dann kollidierte er auch noch mit Kyle Busch 10 Runden vor Schluss.

Immerhin hatte die NASCAR so noch ein Shootout, das sich zwischen Kurt Busch und dem wie aus dem Nichts auftauchenden Jimmie Johnson entscheiden sollte. Johnson gewann den Restart acht Runden vor Schluss, aber Busch nagte an seiner Stoßstange. Sieben Runden vor Schluss schob er den NASCAR Champion in gewohnter Manier sanft aus dem Weg und suchte sein Heil in der Flucht. Das schien zu klappen, doch so richtig weit weg kam er nicht. Johnson biss sich wieder ran und räumte Busch seinerseits mit einem leichten Klaps hinten links aus dem Weg. Nichts unfaires, das klassische “beatin’ & bangin’”. Danach war die Sache dann gegessen und das Rennen in rekordverdächtigen 2:48 Std. beendet.

Wenn ein Rennen schon eher mau ist, dann müssen sich die Kommentatoren mächtig ins Zeug legen. FOX kann das dank Mike Joy, Larry McReynolds und Darrell Waltrip ganz gut, TNT mit Adam Alexander, Wally Dallenbach und Kyle Petty können das nicht. Alexander ist nur ein mittelguter Stichwortgeber, Dallenbach und Petty reden sich um Kopf und Kragen. Vor allem Kyle Petty unterhält die Welt mit unerträglichen Plattitüden. Larry McReynolds hat man dafür unverständlicherweise am “cut away car” und er darf ab und an ein paar technische Details zeigen. Immerhin – die Regie schaut nicht nur nach vorne, sondern versucht auch Kämpfe im hinteren Feld zu finden. Es gab halt selten welche.

Erschwerend kam hinzu, dass man das Rennen im Mittelteil meist alle 10 Runden, also rund alle 4 bis 5 Minuten mit einem Werbeblock unterbrach. Oder anders gesagt: 160 Minuten Rennzeit – 59 Minuten Werbung. Der Fairnesshalber sollte man aber erwähnen, dass TNT das Daytona-Rennen nächste Woche ohne Unterbrechnungen während des Rennens zeigt. Nur bei einer Caution geht man in einen Break.

Dennoch ist die Arbeit von TNT in diesem Jahr nicht gut. Die Werbung erscheint ungünstig platziert, die Kommentatoren bleiben blass oder haben, wie letzte Woche beim Rundkursrennen, schlicht und ergreifend keine Ahnung. Fast wäre man geneigt zu sagen: “Ich freu mich schon auf ESPN”, wenn man nicht in Erinnerung hätte, wie schlecht die sind.

In Sachen Chase sieht es im Moment so aus:

Vorne dürfte alles klar sein, aber hinten wird es eng. Man darf die Punkte an der Spitze nicht zu ernst nehmen, im Chase zählen ja bekanntlich die Siege mehr. Und davon hat Jimmie Johnson mehr als genug. Sollte er nach seiner kleinen Schwächephase jetzt wieder ins Rollen kommen, sieht es mit dem fünften Titel in Folge mehr als gut aus. Die momentan nicht gerade in ihrer besten Form fahrenden Mark Martin und Carl Edwards stehen in den letzten Rennen vor dem Chase mächtig unter Druck. Junior hat wieder alle Chancen, in den Chase zu kommen. Dort würde er vermutlich auch viel reissen, aber für die Einschaltquoten wäre das nicht unwichtig. Die Chancen von Clint Bowyer und Ryan Newman schätze ich eher schwach ein. Montoya hat mittlerweile 183 Punkte Rückstand auf einen Platz im Chase. Das dürfte mächtig eng werden, es sei denn, die Konkurrenz semmelt ihre Einsatzwagen in Daytona kollektiv in die Mauer und Montoya fährt in die Top 5.

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May 03 2010

13:28

NASCAR: Analyse Richmond Mai 2010

Nach dem wohl besten NASCAR Rennen seit etlichen Zeiten in Talladega ließen es die Piloten in Richmond deutlich ruhiger angehen.

Richmond ist eigentlich ein kein richtiger Shorttrack. Einerseits ist es zu schnell, andererseits gibt es zu viel Platz. Das führt normalerweise dazu, dass man auf der Strecke packende Rennen sieht, die allerdings unter etlichen Unterbrechungen leiden. Doch Samstagabend drohte der Lauf zu einem echten Langweiler zu werden. Schuld daran war Kyle Busch, dessen Wagen derartig überlegen war, dass er bis zur 140 Runde, also nicht mal bis zur Halbzeit, bis auf die Top 10 alle überrundet hatte. Als er dann anfing, auch die zu kassieren, zog die NASCAR die Notbremse.

Das geschah, wie sollte es anders sein, in Form einer Caution wegen Debris. Von dem oder den Gegenständen auf der Fahrbahn sah mal allerdings nicht wirklich etwas. Aber die NASCAR wollte ein “soft reset” dank “wave around” des Rennens, damit die Zuschauer nicht vollends einschlafen. Rund 15 Runden, nach dem alle unter Grün an der Box waren, schmiss man die Caution. Das kleine Häuflein der Führenden 9 Wagen fuhr an die Box, alles was nur eine Runde Rückstand hatte, (bis Platz 25) blieb draussen und nahm den “wave around” dankbar an. Rund 12 Runden nach dem Restart gab es erneut eine Debris Caution (dies mal war es eine harmlose, kleine Plastikflasche) und nun fuhren alle an die Box. So war das Feld wieder auf einem Level und das Rennen konnte ab Runde 176 dann auch weiter gehen.

Die “wave around” sind nicht unumstritten. Die NASCAR argumentiert, dass man a) so mehr Spannung schafft und b) den Teams die Möglichkeit gibt, Änderungen am Fahrzeug vorzunehmen. Ob das sportlich ist? Bei einem Langstreckenrennen, das auf einem Short Track ausgetragen wird, ist das zumindest eine gute Möglichkeit, zu mal sich so viel nicht ändert.

Nach zweiten Restart übernahm eh wieder Kyle Busch das Kommando, verfolgt von Jeff Gordon und zwischenzeitlich Jeff Burton. Doch wirklich ran kamen die beiden erst, als Busch an seinem Wagen etwas verstellen ließ, was nicht so ganz passte. Der dominierende Mann des Wochenendes fiel mal wieder zurück und als sein Wagen auch noch Rauchzeichen von sich gab, schien das Ende besiegelt. Um so mehr freute sich Jeff Gordon, der in diesem Jahr mit sehr viel Biss unterwegs ist und sich offenbar viel vorgenommen hat. Bisher brachten ihn seine Ambitionen aber nur auf Platz 2, am Sieg schrammte er immer wieder vorbei. Dabei liegt sein letzter Sieg auch schon mehr als ein Jahr zurück, als er im Frühjahr 2009 in Texas gewinnen konnte.

Hendrick sah in Richmond, mal abgesehen von Jeff Gordon, nicht gut aus. Jimmie Johnson gondelte um Platz 10 rum während Mark Martin und Dale Earnhardt völlig von der Rolle waren. Beide waren nie zu sehen, nur Junior wurde kurz gezeigt, als ihm zu allem Überfluss nach einer leichten Berührung auch noch sein linker Hinterreifen um die Ohren flog. Da Junior und Martin die Setups gemeinsam festlegen, scheint da irgendwas mächtig schief gelaufen zu sein. Damit waren sie allerdings nicht alleine. Die Hendrick Filiale von Tony Stewart bastelte auch während des gesamten Rennens an der Abstimmung, nur Ryan Newman klebte am Ende der Top 10.

Deutlich besser erging es Juan Pablo Montoya. Der zeigte auf einem Kurs, den er laut eigener Aussage nun wirklich nicht mag, ein gutes Rennen. Von seinem schlechten Startplatz (19) arbeitete er sich bald nach vorne und fuhr die meiste Zeit zwischen Platz 10 und 5 rum.

Das Rennen plätscherte also so vor sich hin, aber natürlich gab es gegen Ende mal wieder zwei Caution, die das Feld zusammenführten. Immerhin “richtige” Caution, denn beides Mal hatte Sam Hornish seinen Wagen abgelegt. Den ersten Restart in Runde 385 konnte Jeff Gordon noch für sich entscheiden und er zog auch flott weg. Doch hinter ihm braute sich das Unheil in Form von Kyle Busch zusammen, der wieder auf den rechten Pfad der Abstimmung gefunden hatte und nun nach vorne drückte. Beim zweiten in Runde 396 hatte Kyle dann Position zwei inne, und er ließ Gordon keine Chance. Er drückte sich in einem harten, aber fairen Manöver vorbei und fuhr dann entspannt zum verdienten Sieg.

Kein wahnsinng gutes Rennen, aber zeitweilig war es recht unterhaltsam, weil sich im Mittelfeld viel bewegte. Vorne blieb es, bis auf den letzten Restart langweilig. Also nicht gerade ein Klassiker, den man mitten in der Nacht gesehen hat. Nächste Woche gibt es wieder ein Samstagnachrennen, diesmal steht Darlington auf dem Programm.

Sonstige Fahrer:
- Carl Edwards blieb, wie die gesamte Roush-Truppe, in Richmond sehr blass. Platz 5 klingt am Ende besser als sein Rennen
- RCR brachte alle Wagen in die Top 12. Harvick (3), Burton (4), Bowyer (12)
- Marcus Ambrose fuhr mal ein Rennen zu Ende und landere prompt auf Platz 9, sein bisher bestes Ergebnis
- Joey Logano kam nicht so richtig in Tritt und landete auf Platz 16.
- Hinter ihm lag AJ Allmendinger, der damit bester Petty Motorsport Pilot war.
- In der Meisterschaft führt wieder Kevin Harvick mit 10 Punkten vor Johnson. Junior ist aus dem Top 12 rausgefallen, liegt aber nur 4 Punkte hinter Bowyer. Montoyas Mission “Punkte sammeln” zahlt sich langsam aus, der liegt auf Platz 18, nur noch 104 Punkte von einem Platz im Chase entfernt.

Ein Wort noch zum Truckrennen in Kansas, das auch nur so mtttel gut war. Eine Unterbrechung wegen eines Gewitters (samt Hagel) half dem Rennen auch nicht gerade, aber dieses Manöver der beiden Fahrer Hornaday (#33) und Sauter (#13) wird wohl in die Geschichte eingehen.

Und am Ende gewann Johnny Sauter auch noch das Rennen. Den Titel “Save des Jahres” dürften beide sicher haben.

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April 12 2010

15:03

NASCAR: Analyse Phoenix I 2010

Spaß machte das Rennen in Phoenix leider nur zeitweise, aber am Ende gab es einen Überraschungssieger.

Die Strecke in Phoenix hat ja so ihre Besonderheiten. Zum einen ist sie durchaus schnell, zum anderen gleicht sie fast einer Rundstrecke, weil die Kurvenüberhöhung eher marginal ist. Die Mischung sorgt meist für ein interessantes Rennen, dass in diesem Jahr durch den Umstand verkompliziert wurde, dass man es um knapp eine Stunde Rennzeit verlängert hat. Das stieß nicht überall auf Gegenliebe, kritisieren doch viele Teams und Fans, dass die Rennen eh schon lange genug seien. Doch in diesem Fall hat sich die Verlängerung durchaus gelohnt, denn man startete bei brütender Hitze in der Wüste und fuhr dann in die eher kühle Nacht rein. Man musste also viel am Auto rumschrauben. Am Ende war es, mal wieder, eine Caution, die den Rennverlauf auf den Kopf stellte.

Die vier Überraschungsfahrer in den ersten beiden Startreihen, Allmendinger, Speed, Hornish und Ambrose konnten nur zu Beginn des Rennens den Rest der Meute hinter sich halten. Auch wenn man allen vier mal ein gutes Rennen gegönnt hat, am Ende setzte sich dann doch die Erfahrung der großen Teams durch. Als das Rennen vorbei war, lagen Ambrose auf 11, Allmendinger auf auf 15, Hornish auf 18 und Speed auf Platz 21. Das sind aber immer noch respektable Ergebnisse, und zeigt, dass ein vorderer Startplatz durchaus dazu führen kann, dass man sich aus dem Gerangel im Mittelfeld und damit den möglichen Unfällen raus halten kann.

Doch vorne gaben andere den Ton an. Juan Pablo Montoya dominierte das eher fade Rennen bis zur Halbzeit teilweise nach Belieben. Zwar saß ihm zwischenzeitlich Tony Stewart im Genick, doch in der frühen Phase des Rennens hielt man sich an der Spitze mit harten Manöver zurück und ließ den Kolumbianer ziehen. Weiter hinten machten es sich die Hendrick Piloten gemütlich. Gordon, Johnson und zeitweilig Earnhardt fuhren zunächst unauffällige Rennen um die Top Ten herum. Einzig Mark Martin, der schon eine schlechte Quali hatte, steckte im Mittelfeld fest. Richtig Pech hatten Kasey Kahne und Kurt Busch. Der Ex-Meister verschätzte sich schon in Runde 16 Eingangs Turn 2 und nahm auf seinem Weg dann auch noch Kahne mit, den er rückwärts in die Mauer schickte. Der Ford war danach ein Kompaktwagen und das Rennen beendet.

Ab Mitte des Rennens kam Bewegung ins Feld, denn mit Einbruch der Nacht veränderten sich die Streckenverhältnisse und man musste den Wagen anpassen. Am besten gelang das zunächst, wenig überraschend, Jimmie Johnson, der sich Montoya schnappte und ihn Führung ging. Es sah mal wieder nach einem Johnson Sieg aus, der die Strecke ja durchaus mag, aber noch war das Rennen nicht zu Ende. Mittlerweile hatte sich der nur von Platz 17 gestartete Kyle Busch nach vorne geschoben und sorgte für Druck. Nach einem Restart in Runde 261 (Reutiman hatte sich die Mauer näher angeschaut) übernahm der jüngere Busch die Führung und stürmte vorne genauso weg, wie es vorher Montoya und Johnson gemacht hatten.

Travis Kvapil verlor in Runde 314 seinen Motor, was zu einer weiteren Caution führte, ganz knapp vor den geplanten Boxenstopps. Damit lag man auch gerade so im Fenster um das Rennen ohne weiteren Tankstopp zu Ende zu fahren, aber die Frage war natürlich, wie Reifen über die Distanz gehen würden. Nach dem Restart in Runde 321 setzte sich Kyle Busch direkt ab, was auch damit zu tun hatte, dass man sich hinter ihm nicht immer einig war. Schon beim Start versuchte Montoya zu dritt in Turn 1 zu fahren, was am Ende dazu führte, dass er etliche Plätze verlor. Auf Platz drei lag Gordon, der sich aber ein sehenswertes Duell mit Clint Bowyer lieferte. Teilweise fuhr man runden lang nebeneinander. Um Platz 10 balgten sich Martin, Harvick, Edwards, Allmendinger und Hornish. Ryan Newman, der auch eher ein zähes Rennen hatte, schob sich gegen Ende auf Platz 5.

Aber die NASCAR wäre nicht die NASCAR, wenn es nicht am Ende doch noch mal krachen würde. Busch segelte einem verdienten Sieg entgegen, doch dann platzte Scott Riggs drei Runden vor Schluss ein Reifen – Caution. Alles fährt natürlich an die Box, aber Johnson und Busch machen den Fehler für das GWC vier Reifen zu nehmen, während der Rest auf zwei setzt. Ein paar verzichteten komplett auf den Wechsel. Und so dann die Startreihenfolge aus: 1. Jeff Gordon 2. Ryan Newman 3. Mark Martin 4. Matt Kenseth 5. A.J. Allmendinger. Von Busch und Johnson keine Spur.

Tony Stewart hatte schon zu Beginn des Rennens gezeigt, dass man mit zwei Reifen durchaus ein paar Runden konkurrenzfähig sein konnte. Warum die Crewchiefs von Johnson und Busch das nicht auf dem Schirm hatten, ist ein kleines Rätsel.

Der Restart sah kurz Gordon vorne, doch Ryan Newman hatte einen mittleren Energieanfall und schob sich am Hendrickpiloten vorbei. White Flag und die Sache war erledigt. Johnson preschte am Ende noch auf den dritten Platz, Kyle Busch wurde nur achter und war dementsprechend angefressen. Montoya, der ja zunächst lange geführt hatte, kam immerhin auf Platz 5 ins Ziel.

Montoya war am Ende zufrieden, denn was der jetzt braucht sind weiterhin solche Ergebnisse. Er liegt immer noch rund 130 Punkte von Platz 12 entfernt. Das wird keine leichte Sache mit dem Chase, ist aber nicht unmöglich.

Andere Fahrer:
- Junior hatte mal wieder ein zähes Wochenende. Er lag durchaus gut im Rennen, kam aber nicht an die Spitze ran. Wie immer fehlt es vor allem an der Verbesserung des Wagens während des Rennens. Er liegt 50% des Rennens in Tuchfühlung zur Spitze, danach verlässt es ihn meist und er rutscht ab. Am Ende wurde er 12.

- Max Papis schob seinen Wagen in der Quali ins Feld, dann überhitzte sein Toyota aber und er kam nur auf Platz 40. Das hilft ihm nicht im Kampf um die Top 35.

- Denny Hamlin fuhr bekanntlich mit einem frisch operierten Knie und hatte Casey Mears als Ersatz bereit stehen. Er fuhr das Rennen aber erstaunlicherweise durch und kam auf Platz 30.

- Joey Logano hatte auch ein schwieriges Rennen, landete aber auf Platz 10. Das Nachwuchstalent legt bisher eine sehr gute Saison hin, seine Chancen auf den Chase sind durchaus da.

- Nachdem die NASCAR den “Start & Park” Teams klar gemacht hat, dass man es nicht mehr duldet, wenn ein qualifiziertes Auto nicht mal den Versuch unternimmt eine Renndistanz zu fahren, stellen die Teams ihre Wagen mittlerweile sehr spät ab. Erster Ausfall in Phoenix war McDowell in Runde 149.

Nächste Woche steht das ultraschnelle Oval in Texas auf dem Programm. Da wird sich dann auch zeigen, was der neue Spoiler so alles verändert. Man hat den Eindruck, dass die Wagen nun etwas instabiler auf der Hinterachse sind, aber auch besser draften können. Wird spannend.

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March 29 2010

22:20

NASCAR: Analyse Martinsville März 2010

Erst wurde das Rennen verschoben und dann gab es das beste Finale seit langem auf einem Short Track.

Die NASCAR Verantwortlichen werden sich ärgern. Erst schwemmt der Regen die Übertragung auf den ungeliebten Montag und dann folgt auch noch eines der besten Short-Track Finishes seit einiger Zeit. In Zeiten, in denen die Quoten weiter fallen, wären die letzten Runden in Martinsville genau das, was die Serie gebrauchen könnte. Nur hat es eben kaum einer gesehen, weil die meisten Fans Montagmittags eben arbeiten müssen. Dabei plätscherte das Rennen lange so vor sich hin, geprägt von einigen Führungswechseln, aber den immer gleichen Protagonisten in den Top 10.

Weil schon die Quali ins Wasser gefallen war, stand Kevin Harvick auf der Pole. Und die nutzte er auch gleich in den ersten Runden aus. Er hatte schon das Truckrennen am Samstag dominiert und in den ersten Runden sah es wieder an einer Harvick-Show aus. Doch dann brach plötzlich und ohne Einwirkung eines Gegners etwas an der Hinterachse und die Sache war gelaufen. Er kam zwar noch einmal mit rund 100 Runden Rückstand raus, aber die Führung in der Meisterschaft ist er dennoch los.

Kurt Busch übernahm die Spitze und hielt sich dort, mit kleinen Unterbrechungen auch lange. Ansonsten tat sich vorne nicht allzu viel. Das übliche “beatin’ & bangin’” im Mittelfeld führte zu ein paar harmlosen Drehern und sorgte während des Rennens für einige Unterhaltung. Zu den wenigen Fahrern, die sich nach vorne arbeiten konnten, gehörte Juan Pablo Montoya. Zeitweise prügelte er seinen Chevy durchs Feld und überholte zwei, drei Fahrer pro Runde. Doch die ruppige Fahrweise führte dann auch zu Problemen. Der rechte Vorderreifen, in Martinsville eh ein kleines Problem, mochte die harte Fahrweise des Kolumbianers nicht und explodierte. Montoya landete heftig in der Mauer und damit war sein Rennen auch gegessen. Für ihn bedeutet der erneute Ausfall, dass es schon jetzt tatsächlich eng werden könnte mit dem Chase. Er liegt 170 Punkte hinter dem letzten Platz im Chase. Das lässt sich aufholen, aber viele Ausfälle kann er sich nicht mehr leisten.

Im Verlauf des Rennens wechselten sich Kurt Busch, Denny Hamlin und Jeff Burton an der Spitze ab. Zwischenzeitlich mischte auch Mark Martin mit, der während zwei Gelbphasen mal das Risiko mit nur zwei neuen Reifen gegangen war, was ihn nach vorne spülte. Er sah im letzten Drittel des Rennens sehr stark aus, doch weil er nach einem Boxenstopp zu früh los fuhr und einen Luftschlauch mit riss, wurde er ans Ende des Feldes gesetzt. Kurt Busch hatte ebenfalls Pech, weil sich ein Rad gelöst hatte, und er unter Grün an die Box musste. Danach war sein Rennen ebenfalls vorbei.

Wie üblich auf einem Short Track spitze sich das Rennen gegen Ende zu. Jeff Burton und Denny Hamlin lieferten sich einen packenden und sauberen Zweikampf und die Führung wechselte teilweise im Rundentakt. Man überstand die üblichen Unterbrechungen in den letzten Runden und Hamlin konnte sich 12 Runden vor Schluss endlich absetzen. Doch dann folgte eine erneute Unterbrechung, weil dem unglücklichen Jeff Burton ein Reifen platze.

Vorne lagen Hamlin und Kyle Busch und man freute sich schon auf einen Zweikampf, da bogen beide JGR Piloten zum Reifenwechsel in die Box ab! Und sie waren die einzigen Fahrer der Top Ten, die neue Reifen fassten. Eine unfassbare Fehlentscheidung, die Kommentatoren bei FOX waren geradezu entsetzt, mir fiel die Kinnlade runter und man konnte das “What the fuck…” aus den USA quasi laut hören. Denn nach dem Burton weg war, gab es kein Team, dass ansatzweise den Speed der JGR gehen konnte. Es war ein völlig überflüssiger Stopp, der Busch und Hamlin auf Platz 9 und 10 zurück warf.

Vorne lag, vermutlich selbst etwas überrascht, Jeff Gordon, der zwar im Rennen immer in den Top 10 war, aber im letzten Drittel des Rennens nie wirklich in den Spitzenkampf eingreifen konnte. Der Restart erfolgte 5 Runden vor Schluss und wer sollte Gordon das Rennen noch streitig machen?

Hamlin und Bush bohrten sich mit den neuen Reifen durch das Feld und Hamlin lag zwei Runden vor Ende des Rennens auf Platz vier, aber ohne Chance Jeff Gordon noch einholen zu können, da der Alt-Meister ein paar Wagenlängen in Führung lag. In der vorletzten Runde und in Turn 3 gerieten aber Kyle Busch und Paul Menard aneinander. Letzter schickte Busch in die Mauer, der dann quer auf der Strecke stand. Knapp 100 Meter vor der weißen Flagge warf die NASCAR die Caution und es ging in die Verlängerung. Gordon, der wie der sichere Sieger aussah, musste also noch mal ran.

Beim letzten Restart startete Jeff Gordon auf der unteren Linie, Ryan Newman neben ihm außen, Matt Kenseth hinter Gordon und neben ihm Hamlin. Eine denkbar ungünstige Situation, denn auf der Außenlinie war das Überholen schwer. Aber wie es so bei einem GWC ist – es wurde eng. Newman und Gordon blockierten beide Linien, doch Kenseth gab unten Gordon einen Schubser, der dazu führte, dass Gordon Newman weg drängte. Kenseth drängelte sich unten rein, Hamlin tobte durch die Lücke hinter Gordon. Auf der Gegengerade zog Kenseth an Gordon vorbei, doch Eingangs Turn 3 war Kenseth etwas zu flott und rutschte vor Gordons Nase. Der stupste den Ford-Piloten auf die Außenlinie und plözlich tat sich auf der unteren Linie eine riesige Lücke auf. Hamlin schlüpfte durch und gegen seine vier neuen Reifen hatte niemand mehr eine Chance. Und weil Gordon und Kenseth sich gegenseitig behinderten, zog auch noch Joey Logano vorbei. Ein unfassbares Finish, eine letzte Runde, wie man sie selten sieht. Der Boxenstopp der JGR Mannschaft dürfte zwar somit im Preisausschreiben um die dämlichste Entscheidung des Jahres keine Rolle mehr spielen, aber vergessen wird man das so schnell auch nicht.

Selbst nach dem Rennen machte Hamlin noch einen total überraschten Eindruck, während Gordon mit seinem Schicksal haderte. Verständlich, die NASCAR hätte auch warten und die Caution erst dann geben können, nachdem Gordon die weiße Flagge gesehen hätte. Dann wäre ihm die Overtime erspart geblieben und das Rennen wäre unter Gelb beendet worden. Aber die NASCAR will ja unbedingt die GWC.

Andere Fahrer:

- Kasey Kahne kam nur auf Platz 17 ins Ziel und war frustriert. Die Zeichen mehren sich, dass er Ende des Jahres samt seines Sponsors Budweiser das Team verlässt. Gerüchte besagen, dass er mit dem Bierbrauer bei RCR andocken will.

- Junior hatte ein durchwachsenes Rennen. Wegen einer schlechten Pitstoppansage fiel er kurz zurück, kämpfte sich aber wieder nach vorne. Er fuhr das gesamte Rennen zwischen Platz 10 und 15, am Ende wurde er auch 15. Nach allem, was man so hört, ist die Stimmung zwischen ihm und seinem Crew Chief Lance McGrew nicht die allerbeste. Die beiden giften sich während des Rennens ziemlich an. FOX, bzw. Darell Waltrip, spielten die teilweise harten Worten zwar runter, aber man wird das Gefühl nicht los, dass die Kommunikation und das Vertrauen zwischen beiden nicht sonderlich gut ist.

- Jimmie Johnson blieb blass, aber hielt sich im gesamten Rennen in den Top Ten. Er wurde neunter und übernahm die Führung in der Meisterschaft. Man unkt schon, dass er dort bis Ende November auch bleiben wird.

- Tony Stewart sah nur in der ersten Stunde des Rennens gut aus, dann fiel er zurück und man verhedderte sich heillos mit der Abstimmung. Platz 26 wurde es am Ende.

- Brad Keselowski wurde 12. Carl Edwards war nie zu sehen, wurde am Ende aber irgendwie achter.

- Drei weitere interessante Ergebnisse: Martin Truex jr. hatte eine gutes Rennen und kam auf Platz 5 ins Ziel. Brian Vickers kam auf die sechs und der in diesem Jahr sehr erstaunliche Paul Menard wurde 14. Der “Bezahlfahrer” (seine Vater ist der Sponsor des Teams) hat ein so gutes Jahr, dass die Roush-Fahrer angefangen haben, seine Abstimmungswerte zu kopieren. Im Moment liegt er mit Platz 11 noch stramm auf Chase-Kurs.

Nächste Woche macht der Sprint Cup Pause, nach Ostern geht es in Phoenix weiter.

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March 22 2010

23:43

NASCAR: Bristol Rennen März 2010

Ein durchaus ansehnliches Rennen, dass die NASCAR in Bristol zeigte, auch wenn am Ende wieder ein altbekannter Sieger oben stand.

Die Worte “Bristol” und nicht “nicht ausverkauft” hat es Jahrzehntelang nicht mehr gegeben. Der Laden war auf Jahre mit Vorbestellungen derartig ausgebucht, dass man entweder eine Karte erben, oder für sehr, sehr viel Geld auf dem Schwarzmarkt erwerben musste. Doch schon im letzten Jahr hieß es zum großen Erstaunen aller: Nicht ausverkauft. Na ja, einmalige Sache wegen Wirtschaftskrise, dachte man. Beim zweiten Rennen im Sommer blieben auch Plätze frei und am Wochenende war es marklich leerer geworden. 160.000 Zuschauer passen in das Stadium, wenn 130.000 da sind, ist das sicher auch nicht schlecht, aber man sieht dann eben die leeren Stellen. Bristol steht auch ein wenig für den Schrumpfungsprozess, denn die NASCAR gerade mitmacht.

Wobei die leeren Sitzreihen sicher mehrere Gründe haben. Ich kann nicht alle genau aufschlüsseln, aber genannt werden sollte sie schon:

1. Wirtschaft
Gute Tickets kosten in Bristol rund 180 Dollar am Sonntag. Dazu kommt, dass die Fans meist eine weite Anfahrt hinter sich bringen (im Schnitt 150- 200 Meilen, sagte die NASCAR mal). Selbst ohne Hotel kommt da für 2 Personen eine ordentliche Summe zusammen, die viele in den von der Krise gebeutelten Redneck Staaten nicht mehr leisten können und wollen.

2. Die Renovierung der Strecke
Vor zwei Jahren hat man Bristol einer Renovierung unterzogen. Der Beton blieb, aber man bügelte die Wellen weg. Dazu führte man ein progressives Banking ein. Das hatte zur Folge, dass die Rennen plötzlich schneller waren und die Fahrer plötzlich zwei Rennlinien hatten. Vorher war es fast unmöglich auf der Aussenlinie zu überholen. Aber – das “beatin’ & banging” fiel dadurch weg, das mehr oder weniger sanfte aus dem Weg schieben. Viele NASCAR Fans meinten, Bristol hätte seine Seele verloren. Das Feedback der Fans aus Bristol ist auch einer Gründe, warum die NASCAR so unentschlossen ist, was die Renovierung von Daytona angeht.

3. Jimmie Johnson.

Fünf Rennen ist die Saison alt und Johnson hat schon wieder 30 Bonuspunkte für den Chase. Das ist die gleiche Menge an Bonuspunkten, die er 2009 gesammelt hatte. Allerdings hat er dafür bis zum Juli gebraucht. Es sind noch 21 Rennen bis zum Chase, da kann also noch einiges passieren, sowohl in Richtung Johnson, als auch anders herum. Es wäre ein Horror für die NASCAR, wenn Johnson mit 10 Siegen, bzw. 70/80 Punkten Vorsprung in den Chase geht. Johnson-Siege sind eben schwer zu verkaufen. Der vierfache Meister liegt beim Merchandising-Verkauf und in der Fangunst immer noch im Mittelfeld und er ist keine Indentifikationsfigur.

Aber nun ist es ja auch nicht seine Schuld, dass im entscheidenen Moment oft die anderen einen Fehler machen. Am Sonntag versiebte Kurt Busch seine Chance, weil er beim letzten Reifenwechsel, wo er in Fühurng lag, nicht 2, wie sein Crew Chief Steve Addington anmahnte, sonder 4 neue Reifen aufziehen ließ. Obwohl er das gesamte Rennen entweder führte, oder um die Führung kämpfte – am Ende ging er leer aus, weil er nach dem Stopp sich erst mal durch die Top5 kämpfen musste. So viel hatte ihn sein Stopp gekostet. Johnson dagegen machte mal wieder alles richtig, und nahm nur zwei neue Reifen. Und schon war die Sache erledigt.

Sein Glück war aber, dass er nicht in den Big One in Runde 343 verwickelt war, der fast alle Fahrer zwischen Platz 5 und 20 eliminierte (#5,6,16,20,24,29,37,39,42,47,56,83,99). Mark Martin und Greg Biffle waren sich in die Quere gekommen, der Versuch von Martin, sein waidwundes Auto schnellstmöglich in die Box zu bringen endete dann in einem Desaster. Der Unfall nahm mit Gordon, Montoya und Edwards gleich drei potentielle Siegkandidaten raus. Gerade Montoya ärgerte sich maßlos, hatte er das Rennen zwischendrin sogar angeführt. Doppelt ärgerlich für ihn: er verlor erneut wichtige Punkte im Kampf um den Chase, der dieses Jahr sehr eng sein wird.

Wie zäh man sein muss, wie schnell sich in Bristol alles ändern kann, zeigte nicht nur der Big One. Kyle Busch und Dale Earnhardt jr. bewiesen, dass man in Bristol schon aussichtslos zurückliegen kann, um am Ende trotzdem noch in den Top Ten zu landen. Busch, der schon in der Quali große Probleme hatte, war von hinten gestartet und hatte sich nach vorne gearbeitet, als ein platter Reifen ihn in die Mauer warf. Das Rennen war hin – dachte man, denn durch den großen Unfall und einer ziemlichen Steigerung am Ende, gelang es ihm noch Platz 9 einzufahren.

Junior war das andere Beispiel. Erst sah man lange nichts vom ihm, dann tauchte er plötzlich vorne auf und knabberte an den Top 5, doch dann warf ihn ein Speeding in der Boxengasse mal wieder ganz nach hinten. Ein Albtraum in Bristol, doch auch er profitierte vom Unfall und kam am Ende als zweitbester Hendrick Pilot auf Platz acht rein. Und damit ist er auch jetzt unter den ersten 12 der Wertung.

Weiter unten in der Top 35 Wertung ist erwartungsgemäß eng. Max Papis hätte am Wochenende mit einem sauberen und vorsichtigen Rennen einen Platz in den Top 35 sichern können, aber er warf den Wagen in der Quali weg. Im Moment sieht die Wertung so aus:

30) #12-Keselowski/Penske: 424, +78
31) #38-Gilliland/Front Row: 417, +71
32) #47-Ambrose/JTG: 413, +67
33) #77-Hornish/Penske: 392, +46
34) #34-Kvapil/Front Row: 374, +28
35) #37-Conway/Front Row: 355, +9
————————————————
36) #7-Gordon/RGM/BAM: 346, 9 points out of 35th
37) #26-Said/Stremme/Latitude43: 343 -12
38) #36-Bliss/Baldwin: 307 -48
39) #13-Papis/Germain: 275 -80
40) #55-McDowell/Waltrip/Prism: 230 -140

Eine kleine Überraschung ist Front Row, die sogar Conway drin haben, während Robby Gordon und Papis draussen sind. Interessant auch, dass mit Ambrose und Keselowski zwei Fahrer dahinten stehen, die man eigentlich weiter vorne erwartet hätte. Bei dem einen war es bisher halt Pech (Ambrose), bei Keselowski weiß man ja um seine Unfälle.

Nächste Woche steht Martinsville auf dem Programm, ein Oval, an dem sich die Geister scheiden. Bisher nicht so meine Lieblingsstrecke, aber die Rennen haben durchaus etwas. Dazu kommt, dass der Spoiler wieder an die Wagen geklebt wird. Wird in Martinsville wenig machen, da bin ich eher auf Texas und Talladega gespannt.

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March 08 2010

17:42

NASCAR: Analyse Rennen Atlanta 2010 / WTCC: Analyse Curitiba

Nach den beiden Langweilern in Fontana und Las Vegas hat die NASCAR gestern in Atlanta ein sehr gutes Rennen hingelegt. Für den Aufreger des Rennens sorgte Carl Edwards.

Zu Beginn der Saison hat die NASCAR klar gemacht, dass man in diesem Jahr weniger regulieren möchte, was die Auseinandersetzungen auf der Strecke angeht. “Die Handschuhe kommen runter” heißt es hübsch in der Werbung und man zeigt Aussschnitte, wie verschiedene Fahrer nach einem Rennen aufeinander los gehen. Die Stoßrichtung ist klar: back to the basics und jener Zeit, als man sich eben auch gerne mal nach dem Rennen ein wenig durch die Gegend geschubst hat, wenn einem der Gegner auf die Nerven ging. Soweit, so gut die Idee. Was die NASCAR nicht wollte, waren so Unfälle wie gestern in Atlanta, als sich Carl Eadwards und Brad Keselowski bös in die Quere kamen.

Beide haben so ihre Geschichte. Sowohl miteinander (Talladega 2009), als auch solo auf der Strecke. Edwards ist in der Vergangenheit schon mehr aufgefallen, weil ihm gerne mal die Sicherung durchknallt, Kesolowski fiel in diesem Jahr auf, weil er etwas ungestüm unterwegs war, und schon mal blöd im Weg rumstand. Gestern gerieten die beiden das erste Mal in Runde 43 aneinander. Nach einem Restart ging es mal wieder eng zu und Edwards wollte von der mittleren Linie nach unten ziehen, wo allerdings Keselowski unterwegs war. Der Nachwuchsfahrer meinte nach dem Rennen, er habe gelupft, aber Edwards sei zu früh runter gezogen. Edwards war der Meinung, dass er mehr oder weniger absichtlich abgeschossen wurde. Leider wurde Joey Logano mit in den Unfall verwickelt, dessen Rennen damit auch mehr oder weniger gelaufen war.

Die Roush Truppe bügelte den Wagen von Edwards wieder hin und dieser kam, mit etwas mehr als 160 Runden Rückstand wieder auf die Strecke. Und dann passierte das:

Es war ein klarer Racheakt, den Edwards, nach dem die NASCAR ihn sofort geparkt hatte, auch zu gab. Er habe nicht damit gerechnet, dass die #12 sich überschlagen würde. Eine, wie ich finde, dumme Ausrede. Der Unfall hätte durchaus schlimmer ausgehen können. Nicht nur für Keselowski, sondern auch für die Zuschauer. Meine erste, intuitive Reaktion nach dem Unfall: Edwards gehört für ein Rennen gesperrt.

So leicht ist das aber nicht, zu Mal sich Keselowski in den letzten Rennen im Feld nicht gerade beliebt gemacht hat. Dazu kommt – wenn die NASCAR Edwards jetzt bestraft, ist die neue Politik dann sofort wieder hinfällig? In den USA wird das gerade, auch per Twitter, heiß diskutiert und eine richtige Meinung hat sich noch nicht heraus gebildet. Meine Meinung: fahrt euch wegen mir in die Kiste, aber a) nicht bei 190 mph und b) so, dass der andere nicht frontal oder auf dem Kopf in der Mauer landet. Die Fahrer sollten Erfahrung genug haben, wie man so etwas bewerkstelligt. Wer einen größeren Gedächtnisspeicher als Edwards hat, wartet sowieso auf Bristol, Martinsville, Richmond oder Dover.

Ansonsten gehörte das Atlanta Rennen durchaus zu besseren der letzten Zeit, weil sich an der Spitze sehr viel tat. Kurt Busch, Juan Pablo Montoya, Kasey Kahne und gegen Ende auch Matt Kenseth fuhren ein sehr enges, und sehr spannendes Rennen aus. Interessanterweise waren die Hendrick Piloten kaum zu sehen. Jeff Gordon, Jimmie Johnson und Dale Earnhardt wurden allesamt von Reifenproblemen geplagt. Ebenso Tony Stewart und Danny Hamlin. Auf den ersten Blick schien es so, dass Goodyear mal wieder Mist gebaut hat. Der Hersteller hatte härtere Reifen mit gebracht, die ausgiebig vorher in Atlanta getestet wurden. Dabei kam es allerdings zu keinen Problemen und auch viele andere Teams fuhren problemlos lange Distanzen. Offenbar hatte es etwas mit einer sehr extremen Abstimmung zu tun. Um schnell in den Kurven zu sein, werden die Wagen gerne asynchron abgestimmt, das heißt, sie schieben auf der Geraden etwas über den rechten Vorderreifen, dafür muss man in den Kurven nicht so stark einlenken. Man kennt das auch aus der IRL, wo die Piloten das Lenkrad auf der Gerade schief halten müssen. Aber diese Abstimmung führte wohl zu den massiven Problemen bei den Reifen.

Kurt Busch, der schon im letzten Frühjahr gewinnen konnte, schien das alles relativ wurscht zu sein. Er hatte fast über die gesamte Distanz den besten Wagen, profitierte aber auch von den Fehlern der Konkurrenz. Kahne fiel wegen eines schlechten Boxenstopps weit zurück, ähnlich erging es Montoya zwischen durch, der aber wieder einen sehr starken Eindruck macht. Auch andere Piloten, die zwischendrin mal ihre Nase nach vorne steckten, fielen später zurück. Jeff Gordon, Jimmie Johnson, Danny Hamlin, Dale Earnhardt und Kyle Busch versackten im Mittelfeld.

Gegen Ende des Rennens wurde es richtig spannend. Der Unfall von Keselowski löste die erste GWC aus, ein Big One nach dem Start (#1,5,11,18,33,38,56) machte einen weiteren Restart nötig. Das war ein wenig ärgerlich für Montoya, der vor dem Zwischenfall mit Keselowski den zwischenzeitlichen Vorsprung von Busch pulverisiert hatte und kurz davor stand, zum Angriff überzugehen. Aber die Restarts blieben dann doch die Domäne von Kurt Buch, der Sieg Nummer 21 nach Hause fahren konnte.

Kurz zu den anderen Fahrern:

- Mark Martin hatte eins schwaches Rennen und war am Ende in den Big One verwickelt.

- RCR war sehr blass. Man bekam die Abstimmung nicht hin und fuhr weit hinterher.

- Auffällig: mal wieder Paul Menard, der nach einem guten Rennen auf den fünften Platz kam und AJ Allmendinger, der sechster wurde.

- Red Bull hatte mit Platz 7 (Vickers) und 10 (Speed) ein gutes Mannschaftsergebnis

- Mike Bliss kam auf die 24, David Gilliand auf die 26 ins Ziel, was für beide in ihren unterfinanzierten Teams ein gutes Ergebnis war.

Nächste Woche ist Pause in der NASCAR. Nächstes Rennen dann in 14 Tagen in Bristol.

WTCC Curitiba
Die Rennen in Curitiba sahen Regen, zwei mittelmäßig spannende Rennen, starke, wenn auch nicht übermächtige Seats, gute Chevrolets und enttäuschende BMWs.

1.Rennen
Das 1. Rennen wurde wegen Regens hinter dem Safety Car gestartet. Das Wasser floss allgemein sehr schlecht ab, vor allem in den Kurven 1 und 2 was einigen Fahrern Ausritte bescheren sollte, doch der Reihe nach. Nach 2 Runden wurde das Rennen freigegeben und Yvan Mueller führte das Feld vor Gené ,Menu und Huff auf die Start-Ziel-Gerade. Alle in den Top 4 außer Mueller trafen den Bremspunkt der ersten Kurve nicht und mussten durchs Gras. Gené verpasste wenige Kurven später leicht übermotiviert und auf Grund der Nässe einen weiteren Bremspunkt ,musste den Notausgang nehmen und beraubte sich somit aller Chancen auf ein Podium, er wurde am Ende Siebter. Durch den Ausritt von Gené, der bis dahin auf Platz 2 lag, fuhren nun 3 Chevys in den Top 3. Dies sollte sich bis zum Rennende nicht mehr ändern. Später mussten dann auch Tarquini, Coronel und Monteiro in Kurve 1 geradeaus, was den Chevys das Rennen erleichterte.

Im Laufe des Rennens wurden die Bedingungen spürbar besser, es hörte auf zu regnen und die Sonne kam durch. Das machte das Rennen leider an der Spitze nicht gerade interessanter. Vorne fuhr Yvan Mueller einem ungefährdetem Start-Ziel Sieg entgegen. Da die 3 Chevrolets sich vorne verständlicherweise nicht viel taten, musste man ins Mittel- und Hinterfeld gucken, um Rennaction zu sehen, was die Regie leider meines Empfindens nach in beiden Rennen zu selten tat. Dort gab es nämlich schöne Duelle zum Beispiel zwischen Priaulx/Farfus, Barth/Michelisz Engstler/Young und Coronel/Gené. Als die Fahrer gegen Ende des Rennens schon anfingen nach Wasser auf der Strecke zu suchen, tat sich nicht mehr viel. Huff konnte zwar zwischendurch nochmal Druck auf Mueller machen, doch der fuhr das Rennen mit seiner Erfahrung vor Huff und Menu nach Hause. Somit bescherte Mueller Chevrolet in seinem erstem Rennen für das Team einen reinen Start-Ziel-Sieg. Starke Leistung von Mueller und der gesamten Chevy-Truppe. Und die Seats? Die sorgten für schöne Rennaction, verbauten sich ihre Chancen im ersten Rennen aber größtenteils selbst, durch Ausritte in der ersten Kurve und Rangeleien. So ziemlich jeder Seat-Pilot dürfte die Kurve 1 mal nicht bekommen haben. Tarquini wird erster Seat auf Rang 4, danach folgen die beiden sehr unauffällig fahrenden BMWs von Priaulx und Farfus. Gené, Coronel, Barth und Michelisz komplettieren die Punkteränge. Noch kurz der Blick zu den Independents: Hier konnte sich Hernandez gegen den mit noch aus Macao lädierter Schulter fahrenden Engstler und Young durchsetzen.

2.Rennen
Pünktlich zum Start des zweiten Rennens strahlte die Sonne und die Strecke war bis auf ein paar nasse Flecken vollständig abgetrocknet. Beim Start kollidierten gleich Priaulx und Coronel, die sich damit aus dem Rennen nahmen. Das RBM-Team konnte zwar durch Farfus auf Platz 6 im zweiten Lauf noch Punkte einfahren, der Saisonstart war jedoch eher unterdurchschnittlich, da man zwar in den Trainings schnell war, diese Leistung aber im Rennen und in der Qualifikation nicht umsetzen konnte. Durch das übliche Gerangel in der Startphase schoben sich die Cruze-Chevys auf die Plätze 3-5, vorne lagen die Seats von Tarquini und Gené, die sich dank der TDI-Power vom Rest des Feldes absetzen konnten. Huff, der eigentlich an 3 lag, musste sich auf Rang 5 zurückfallen lassen, da ihm seine Öltemperatur Probleme bereitete. Er geriet deshalb fast 10 Runden lang in einen Zweikampf mit Augusto Farfus, der es aber einfach nicht schaffte an Huff vorbei zu gehen. Die ganze Zeit das gleiche Bild: In der letzten Kurve vor Start und Ziel ist Farfus etwas schneller als Huff, schafft es aber trotz Windschatten nicht an ihm vorbeizugehen. Da fehlte erschreckend viel Speed bei Farfus auf der Geraden. Zur Rennmitte gab es schöne Zweikämpfe zum Beispiel zwischen Engstler und Hernandez, doch auch hier war die Regie meiner Meinung nach alles andere als optimal. Gegen Rennende wurde das ganze vorne eher zur Spazierfahrt, denn vorne war alles gegessen: Tarquini blieb vor Gené, dahinter kamen mit Menu, Mueller und Huff die 3 Chevys ins Ziel. Farfus, Monteiro, Nykjaer, Michelisz und Hernandez komplettieren die Punkteränge. Auch hier noch schnell der Blick auf die Independents: Hernandez vor Engstler und Bennani. Die Punktwertung sieht folgendermaßen aus: Mueller und Tarquini punktgleich, vor Menu, Huff und Gené. In der Independents Trophy liegt Hernandez vor Engstler und Vaulkhard.

Fazit:
Ganz starkes Rennwochenende der Chevrolet Truppe, die die Seats trotz der auf 900m gelegenen Strecke zumindest im Qualifying und erstem Rennen in Schach halten konnten. Die Seats zeigten dann allerdings im zweiten Rennen, was der Motor hergibt und waren vorne uneinholbar. Allerdings dominierten sie nicht wie zu befürchten war das ganze Klassement. Lediglich die BMWs erwischten absolut keinen guten Rennsonntag, die Punkteausbeute ist recht mager, und wirklich konkurrenzfähig zu den Chevrolets sah man, abgesehen von Huffs Ölproblemen nicht aus. Die gute Leistung Freddy Barth , der in seinem ersten WTCC-Rennen überhaupt Punkte holen konnte, soll hier nicht unerwähnt bleiben, ebenso wie die fahrerische Klasse eines Yvan Mueller im Regen, der als einziger sich keinen Ausritt leistete.

Das nächste Rennen findet dann in… ja Moment mal? Wo denn eigentlich statt? Puebla wurde heute, wie erwartet, offiziell wegen “Unruhen in der Region” und der damit nicht zu gewährenden Sicherheit der Zuschauer abgesagt. Die WTCC hat noch nicht entschieden, ob es einen Ausweichtermin gibt, oder den Rennkalender auf 11 Rennwochenenden kürzt. Dann würde es allerdings erst in 2 Monaten in Marrakesch weitergehen.

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February 22 2010

16:30

NASCAR: Fontana Analyse / Danica Patrick mit Problemen

Wie erwartet war das Rennen in Fontana nicht gerade der Brüller, bot aber einige interessante Runden und ein gutes Finish.

Einer der wenigen, die in der NASCAR laut und deutlich sagen, was sie denken, ist Jimmy Spencer. Der meinte vor zwei Jahren mal angesichts der elend langweiligen Rennen in Fontana mal “Es gibt eine Lösung: reißt es ab, baut es neu.” Erstaunlich kritisch, wenn um drei Ecken, war gestern auch FOX in der Vorberichterstattung. Statt sich mit Fontana zu beschäftigen, zeigte man einen langen Bericht über die leider abgerissene Strecke in Riverside und ließ ein paar Veteranen zu Wort kommen, die immer wieder sagten, wie toll die Strecke doch gewesen, wie spannend die Rennen waren und die viel Spaß man gehabt habe. So kann man es natürlich auch machen. Aber das half ja alles nichts, das Rennen musste trotzdem gefahren werden. Und war dann nicht ganz so schlimm, wie befürchtet.

Bedanken durfte man sich da allerdings bei RCR und dem Wetter. Es sah beim Start schon schwer nach Regen aus, und die Wolken bauten sich drohend am Horizont auf. Es war teilweise so schwarz, dass man den Regen schon sehen konnte, aber es vielen nur ein paar Tropfen. Doch das Wetter sorgte dafür, dass einige Teams im letzten Drittel anfingen ein wenig mit der Tanktaktik zu spielen. Denn es war klar, dass, sollte der Regen kommen, das Rennen sicher nicht noch gestartet werden würde.

Doch beim Start sah alles noch etwas anders aus. Jamie McMurray, die Pole geholt hatte, fiel gleich mal zurück und Montoya übernahm die Spitze, nur nach knapp 30 Runden Jimmie Johnson im Rückspiegel zu haben. Der Meister machte während des gesamten Rennens einen sehr starken Eindruck und weder Mark Martin noch Jeff Gordon konnten ihn richtig unter Druck setzen. Dale Earnhardt jr. sowieso nicht, der blieb irgendwo um Platz 20 kleben und kam nicht nach vorne. Später brach ein Teil der Aufhängung bei seinem Chevy, was für allgemeines Stirnrunzlen sorgte, denn genau den Defekt hatte auch Jimmie Johnson in Daytona. Aber gute Schwung aus den Speedweeks ist für Junior erst mal dahin.

Johnson beherrschte die Spitze, aber nicht nach Belieben. Denn das gesamte RCR Team tauchte mehr oder weniger geschlossen vorne auf, und setzte Johnson unter Druck. Vor allem Harvick und Burton machten Johnson das Leben schwer und zeigten, wie gut die RCR in diesem Frühjahr aufgestellt ist. Es sah also gut aus für RCR, doch individuelle Fehler machten einen Sieg schwer. Bowyer entschied sich zwischenzeitlich für eine falsche Abstimmung und ruderte übersteuernd eine Grünphase herum, Harvick war gegen Ende zu schnell in der Box und musste sich wieder nach vorne kämpfen.

Der Regen und ein Dreher von Keselowski sorgte dann dafür, dass das Feld gegen Ende wieder zusammen geführt würde. 20 Runden sind auch in Fontana eine angenehme Shootout-Distanz und deswegen wurde es noch mal spannend. Johnson setzte sich beim letzten Restart sofort ab. Seine Wagen ging auf der kurzen Distanz besser, während Harvick und Burton erst einmal in Schwung kommen musste. Das roch auch danach, dass beide mit etwas niedrigem Luftdruck unterwegs waren. Johnson konnte sich vorne rund 1.2 Sekunden absetzen, kam aber nicht weiter weg. Harvick und Burton beharkten sich etwas, aber nie so, dass man ernsthaft Zeit verlor und vier Runden vor Schluss hatte Harvick den Rückstand auf Johnson eingedampft. Doch dann touchierte er Ausgangs Turn 4 leicht die Mauer. Eine völlig unnötige Aktion, er hatte noch drei Runden Zeit und war klar der schnellere auf der Strecke. Danach war das Rennen gelaufen und Johnson gewann am Ende auch verdient.

Ganz ohne Sorgenfalten wird man bei Hendrick aber nicht sein. Zum einen sind da die Defekte an der Aufhängung, zum anderen ist Gordon der Motor eingegangen. Und er war nicht alleine, denn auch Ryan Newman flog der Hendrick-Motor in einer atemberaubenden Wolke in die Luft. Ein weiterer Pechvogel war Montoya, dessen Motor ebenfalls schon recht früh den Geist aufgab.

Ein paar Fahrer hatten richtig gute Rennen. Das Red Bull Team kam geschlossen auf den Rängen 11 (Speed) und 12 (Vickers) an, was ein Ergebnis ist, das Mut macht. Joey Logano fuhr ein sehr ruhiges, aber beherztes Rennen und landete auf Platz 5 und war damit bester Gibbs Pilot. Solide war Sam Hornish unterwegs, der 16. wurde. Und man sollte noch Paul Menard erwähnen, dessen Rennen in diesem Jahr allesamt recht gut waren (18.). Regan Smith kam mit dem unterfinanzierten Furniture Row Wagen auf die 19, Max Papis auf Platz 28. Das ist deswegen wichtig, weil die Top 35 nach dem fünften Rennen ja neu gesetzt werden.

Nationwide Rennen
Natürlich ging es mal wieder um Danica Patrick, die ihr erstes “richtiges” NW-Rennen fuhr und gleich mal in der Realität ankam. Platz 31 und 3 Runden Rückstand war ihr Ergebnis am Ende. Und sie sah zu keiner Zeit des Rennens so aus, als könne sie auch nur ansatzweise etwas an der schlechten Platzierung ändern. Das Problem für sie: sie konnte sagen, dass sie mit dem Wagen nicht klar kamen (zu viel Untersteuern), aber sie wusste halt nicht, was man bei den Stopps ändern soll, damit sie sich wohler fühlt. Luftdruck? Trackbar? Sie konnte es nicht sagen, weil ihr die Tests und die Erfahrung fehlen. Was dann auch gleichzeitig die Probleme für ihre NASCAR-Saison beschreibt. Denn sie fährt noch in Las Vegas und dann macht sie erst einmal vier Monate NASCAR Pause um sich der IRL zu zu wenden.

Kurze Vorschau für die Woche: Die F1 Tests gehen in Barcelona weiter und enden auch da, weil danach die Wagen nach Bahrain geschaffen werden müssen. Man hofft auf gutes und vor allem warmes Wetter und ich darauf, dass ein paar Karten auf den Tisch gelegt werden, damit ich meine F1 Saison Vorschau schreiben kann.

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Schweinderl