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August 20 2013

06:15

NASCAR: Analyse Michigan August 2013

Michigan offenbarte sich als Taktik-Klassiker, bei dem es am Ende auf den richtigen Benzinverbrauch ankam. Viele Piloten mauserten sich im Verlauf zu Siegkandidaten, doch nach 200 Runden stand dann wieder der Polesitter Joey Logano ganz vorne und fuhr in die Victory-Lane – auch weil andere Hochkaräter patzten.

289369Mit seinem ersten Saisonsieg brachte sich Joey Logano recht überraschend für die Chase-Qualifikation in Stellung. Bei den Wildcards hat er nun ein gewichtiges Wörtchen mitzureden und um die Top10 herum bewegen sich ja auch schon einige andere Fahrer mit nur einem einzigen Jahreserfolg. Das Endergebnis von Michigan sorgte somit nicht gerade für Klärung auf den Playoff-Positionen, denn Platz 8 und 15 trennen immer noch nur 31 Punkte. Unterdessen bekommen die Piloten von Hendrick Motorsports – mit Ausnahme von Jimmie Johnson – so langsam schlechte Karten, weil der Top-Rennstall der NASCAR sich am Wochenende ähnlich wie bei der ersten Michigan-Ausgabe im diesem Jahr ein Volldebakel lieferte. Einzig Kasey Kahne konnte zum Schluss konstant in die Top10 vordringen.

Der Tag startete erst einmal unglaublich zäh und Jeff Gluck traf es mit seinem Tweet wohl am besten: Der besagte sinngemäß, das Rennen fühle sich an, als ob jemand nach den ersten Kilometern einer längeren gemeinsamen Autofahrt schon zum ersten Mal aufs Klo müsse. Selten so gelacht! In den ersten 17 Runden brachten es die Sprint-Cup-Asse auch mal direkt auf drei Cautions. Zuerst drehte sich Clint Bowyer in Turn 4, danach crashte David Reutimann in Turn 2. Umlauf 14 brachte anschließend einen Dreher von Tony Stewarts Ersatzmann Austin Dillon, welcher dabei noch den unbeteiligten JJ Yeley abräumte.

Als endlich etwas Ruhe ins Rennen kam, zeigten Jimmie Johnson, Kurt Busch und auch der Michigan-Spezi Dale Earnhardt Jr an der Spitze ihr Können. Nun begann jedoch die Hendrick-Farce mit einem Motorschaden bei Jimmie Johnson. Die #48 war schon recht früh einmal an der Box, um ein Problem am Motor checken zu lassen. Nach einem erneuten Aufenthalt bei der Pitcrew drohte aber das Chevrolet-Aggregat mit einem Generalstreik und so musste Johnson seinen Wagen mit nur noch sieben Zylindern in der Garage abstellen. Ganz so schlimm ist dies für den fünfmaligen Meister aber nicht, denn immerhin hat er bereits sein Chase-Ticket für dieses Jahr gelöst.

Auch für seinen Teamkollegen Dale Earnhardt Jr lief es in der Folge nicht besser: Am Sonntag erwiesen sich die Goodyear-Reifen wieder einmal nicht als sonderlich belastbar. Es stellt sich hier die Frage, ob die Pneus des Einheitsherstellers wie im Juni-Rennen mit den hohen Geschwindigkeiten zu kämpfen hatten oder ob die Teams mit sehr optimistischen Sturzwerten an den Start gegangen waren. Jedenfalls erwischte es in Runde 136 Juniors rechten Vorderreifen in Turn 2, was ihn direkt in die Mauer beförderte. Für seine Chase-Ambitionen war dies sicherlich ein erheblicher Dämpfer, auch wenn er weiterhin mit einem Polster von 20 Punkten auf den Cut die siebte Platzierung in der Meisterschaft belegt. Earnhardt darf sich solche Ausfälle wie in Watkins Glen oder Michigan echt nicht noch einmal leisten.

Zu diesem Zeitpunkt begann die entscheidende Phase des Rennens, welche Joey Logano nach dem Restart der Earnhardt-Caution in Führung sah. Dort hielt er sich auch über die nächste Gelbphase in Runde 150 hinweg, welche Bobby Labonte durch seinen Dreher in Turn 4 auslöste. Für das Schließen des Benzinfensters war es allerdings an dieser Stelle noch zu früh, da die Teams mit maximal 40 Umläufen für einen Fuelrun rechneten. Als Kyle Busch nur wenige Runden später schließlich Caution #8 von 9 auslöste, war der Restverbrauch bis zur Zielflagge in realistischen Reichweite gerückt. Bis auf Brad Keselowski, Mark Martin, David Ragan und Aric Almirola holten sich alle Piloten an der Spitze ihren finalen Splash ab. Hinter dem Quartett sortierten sich Joey Logano und Kevin Harvick ein. Damit war der Benzinkrimi quasi eröffnet.

Weil Kyle Busch sich in Runde 174 erneut drehte, bekamen die Pokerspieler eine letzte Gelegenheit, ganz sicher zu gehen. Mark Martin wagte jedoch einen All-in und blieb auf der Strecke. Beim finalen Restart lieferte er sich ein tolles Three-Wide-Duell mit Kevin Harvick und Joey Logano, wobei er seine Führung behalten konnte. Die Rechnung konnte aber nicht hinhauen und so rollte Martin erstaunliche drei Runden vor dem Ende des Rennens ohne Benzin aus. Dass er es bis dahin geschafft hatte, war schon eine erstaunliche Einsparleistung, immerhin hatte er seinen Verbrauch auf 47 Umläufe mit einem Tank gestreckt. Glücklicher aber verdienter Abstauber war daraufhin natürlich Joey Logano, der sogar noch genügend Sprit für seine Siegerdonuts an Bord der #22 wissen konnte.

Hinter Joey Logano sortierten sich Kevin Harvick und ein erneut stark auffahrender Kurt Busch ein. Busch hatte mit seinen 43 Führungsrunden wieder einmal wirklich ernsthafte Chancen auf den ersten Saisonsieg. Die Top5 komplettierten Paul Menard und Clint Bowyer. Ein Top10-Ergebnis sicherten sich Marcos Ambrose, Kasey Kahne, Jeff Burton, Greg Biffle und Carl Edwards. Generell fiel dabei auf, dass am Ende diejenigen Piloten vorne landeten, welche das unauffälligste Rennen fuhren. Juan Pablo Montoya legte einen soliden Nachmittag auf den Asphalt und wurde Elfter vor Brad Keselowski.

Bei Hendrick Motorsports überraschte übrigens auch Jeff Gordon mit einem unterirdischen Rennen. Er hielt sich zwar aus allem Ärger raus, verlor aber gerade bei den Restarts immer wieder massiv an Boden und landete somit trotz vorheriger Kampfansage nur auf Rang 17. So wird das in diesem Jahr nichts mit dem Chase für den viermaligen NASCAR-Meister. Debakel-Farce²!

Die Aufarbeitung der Punktetabelle überlasse ich meinem Kollegen Steffen für die Bristol-Vorschau am Freitag, da dieser Artikel sich bereits der magischen, selbstgesteckten 1000-Wörter-Grenze nähert und Steffen sicher ohnehin darauf eingehen wird. Daher schauen wir an dieser Stelle noch kurz auf die jüngsten, interessanten Neuigkeiten aus dem Sprint Cup:

- Am Montagabend wurde bestätigt, dass Mark Martin für den Rest der Saison bei Stewart-Haas Racing unterkommen wird, um den verletzten Tony Stewart zu ersetzen. Bis auf Talladega, wo Austin Dillon am Steuer sitzen soll, pilotiert Martin die #14 dann also bis einschließlich Homestead.

- Die Lücke bei Michael Waltrip Racing schließt derweil Brian Vickers, der damit einen prima Einstand für seine beiden folgenden Vollzeitsaisons in der #55 geben kann. Auch hier ergibt sich für Talladega eine Ausnahme: Michael Waltrip bestreitet nicht zuletzt aufgrund von Sponsorenverpflichtungen das letzte Restrictor-Plate-Rennen der Saison in seinem eigenen Team.

Und noch ein großes, echt dickes Gerücht: Kurt Busch soll ein Angebot von Stewart-Haas Racing auf dem Tisch liegen haben, 2014 einen vierten (!) SHR-Chevrolet zu fahren. Mitbesitzer Gene Haas würde den Einsatz von Busch sogar komplett aus eigener Tasche bezahlen – bei kolportierten 20 Millionen US-Dollar pro Saison in einem Top-Team natürlich wahrlich kein Pappenstiel. Ärgern dürfte das Ryan Newman, dem man zuvor gesagt hatte, ein viertes Auto wäre nicht drin.

Unterdessen wird in den USA übrigens auch so langsam meine Idee eines gemeinsamen Einsatzes von Mark Martin und Kyle Larson in der #42 von Earnhardt-Ganassi Racing aufgegriffen.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Notiz am Rande: Diverse (auch überspitzte) Äußerungen (z. B. “Debakel-Farce²”) sind in meiner Analyse dieses Mal eher als Satire anzusehen. Die Gründe dafür dürften bekannt sein!

289346 289347 289348 289362 289349 289355 289368 289350 289351 2013_NSCS_Michigan2_Sunday_No22RaceAction_081813 2013_NSCS_Michigan2_Sunday_CheckeredFlag_081813 2013_NSCS_Michigan2_Sunday_BurnOut_081813 289369 289363 289367

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August 16 2013

06:15

NASCAR: Vorschau Michigan August 2013

Der Countdown läuft – nur noch vier Rennen bis zum Chase! Watkins Glen ist zwar Geschichte, brachte aber auch nicht viel mehr Klarheit in den Kampf um die Top10 und die Wildcards. So liegen vor Michigan zwischen Platz acht und 16 nur 36 Punkte. Außerdem gab es über die Woche viel Bewegung auf dem Fahrermarkt und dabei eine relativ dicke Überraschung.

12 pure michigan 400 spotNach dem zweiten und letzten Rundkursrennen der Saison in Watkins Glen geht es an diesem Wochenende gleich wieder zurück auf die Ovale, wenn der Michigan International Speedway zur zweiten jährlich Ausgabe ruft. Die Strecke wird aufgrund ihrer Länge von zwei Meilen und einem Banking in Höhe von 18 Grad gerne mal mit ihrem “Schwesteroval” in Fontana verglichen, allerdings verfügt der Auto Club Speedway nur über 14 Grad Kurvenüberhöhung und ist uns weit besser für langweilige NASCAR-Rennen bekannt. Das größere Banking produziert auf der sehr weiten Bahn in Michigan regelmäßig einige interessante Three- und Four-Wide-Manöver bei den Restarts sowie genügend Action auch während längerer Green-Flag-Runs. Im Falle ausbleibender Cautions sieht man zudem öfter mal einen Benzinkrimi, was die Chancen auf einen Außenseitersieg deutlich erhöht.

Ein Spritpoker käme den Fahrern, welche derzeit um den Einzug in den Chase kämpfen, sicherlich ganz gelegen. Mit einer mutigen oder auch gewagten Strategie könnten Piloten wie Kurt Busch, Jeff Gordon, Jamie McMurray oder Joey Logano endlich den benötigten Saisonsieg für die Wildcard-Rechnung aufbieten. Mit Greg Biffle, Martin Truex Jr. und Ryan Newman gibt es nämlich schon einige Fahrer rund um den Cut, die mit ihrem bereits erzielten Einzelerfolg wesentlich besser dastehen als die erwähnten Konkurrenten. Doch auch für den amtierenden Sprint-Cup-Champion Brad Keselowski könnte es noch eng werden, da er ohne Fahrt in die 2013er Victory-Lane nur elf Punkte Vorsprung auf Rang 11 besitzt. Zwischen Keselowski auf Platz 8 und Logano auf der 16 liegen zudem nur 36 Punkte. Die Qualifikation für die Playoffs ist somit immer noch sehr weit offen.

Relativ sicher dürfen sich mit Ausnahme von Spitzenreiter Jimmie Johnson, der zumindest per Wildcard schon sicher im Chase ist, immerhin die Top 7 wähnen. Hinter dem Tabellenführer rangieren in dieser Reihenfolge Clint Bowyer, Carl Edwards, Kevin Harvick, Kyle Busch, Dale Earnhardt Jr. und Matt Kenseth. Alle genannten Piloten können mit mindestens 36 Punkten Vorsprung auf den Cut blicken, ab Busch sind es sogar schon deren 70 Zähler. Für diese Fahrer geht es nun im wesentlichen darum, die letzten vier Rennen vor den Playoffs zum Sammeln von Saisonsiegen zu nutzen, die im Chase direkt in Zusatzpunkte umgerechnet werden. Also bietet sich auch für die Top 7 im Falle eines Fuel-Mileage-Pokers die Risiko-Variante an. Michigan könnte also gegen Ende eine ziemlich spannende Kiste werden, wenn alle auf Teufel-komm-raus unterwegs sein sollten.

Die eigentlichen Geschichten der Woche wurden allerdings auf dem Fahrermarkt geschrieben. Bei Earnhardt-Ganassi Racing platzte die Riesenbombe, dass man den Vertrag mit Juan Pablo Montoya nicht verlängern wird. Blöderweise läuft das Arbeitspapier des Kolumbianers schon zum Saisonende aus, sodass Montoya derzeit ohne Cockpit für das nächste Jahr dasteht. Auf der einen Seite ist die Entscheidung nachvollziehbar, da man aufgrund des nachhaltig ausgebliebenen Erfolges über die vergangenen Saisons mittlerweile schon alle Mitarbeiter mit Ausnahme der Klofrau und des Fahrers ausgetauscht hatte. Das Montoya nun anstatt der Reinigungskraft seinen Hut nehmen muss, enttäuscht mich andererseits ungemein. Immerhin war er mein Hauptgrund, die NASCAR ab 2007 wieder zu verfolgen.

Für 2014 dürfte es jetzt schwer werden, ein neues Cockpit zu bekommen. Wenn er nicht bei den kleinen Teams oder den Start-&-Parkern andocken will, bleibt ihm eigentlich nur noch Richard Childress Racing. Dass man ihm dort den Vorzug vor Ryan Newman oder Austin Dillon geben wird, bezweifle ich allerdings stark. Ungeklärt ist ebenfalls die Nachfolgeregelung in der auch weiterhin von Target gesponsorten #42 bei EGR. Wenn man das eigene Nachwuchstalent Kyle Larson nicht vorschnell verheizen will – und davon rate ich dringend ab – sollte man sich auf dem Cup-Fahrer-Markt umsehen und eventuell einen sehr erfahrenen Ryan Newman für ein oder zwei Saisons verpflichten. Der bringt durch sein abgeschlossenes Studium in Fahrzeugtechnik sicherlich eine Menge Know-How mit, um dem schwächelnden Team wieder auf die Beine zu helfen.

Ein absoluter Kracher wäre natürlich eine weitere Teilzeitsaison von Mark Martin, der Kyle Larson bei Earnhardt-Ganassi Racing in ausgewählten Rennen auf seine große Zukunft im Sprint Cup vorbereiten könnte. Ihr habt es hier bei uns im Racingblog zuerst gelesen! ;o)

Erfreulichere Nachrichten gibt es dagegen von Michael Waltrip Racing zu berichten, wo der scheidende Mark Martin in Brian Vickers einen würdigen Nachfolger gefunden hat. Vickers hat sich mit seinen Teilzeiteinsätzen in der #55 bei MWR gut eingelebt und wird den Wagen ab 2014 für zwei Jahre in Vollzeit übernehmen. Auch Hauptsponsor Aaron’s ist begeistert und zahlt Vickers jeweils die kompletten (!!!) Saisons. Sowas gibt es im Sprint Cup derzeit nur noch bei Joe Gibbs Racing und FedEx an der #11 von Denny Hamlin.

Letzte Meldung von der Fahrerfront betrifft die Ersatzregelung für den weiterhin verletzten Tony Stewart: Da zunächst bekannt wurde, dass Smoke wohl noch eine dritte Operation benötigen wird und auch der Boxengassen-Reporter und ausgebildete Mediziner Dr. Jerry Punch nicht von einer Heilung in weniger als vier bis sieben Monaten ausgeht, muss man bei Stewart-Haas Racing nun irgendwie den Rest der Saison füllen. Nach Max Papis sitzt an diesem Wochenende Austin Dillon in der #14, muss aber dazu noch irgendwie das Rundkursrennen der Nationwide Series in Mid-Ohio unter seinen Cowboy-Hut bekommen. Die weiteren Saisonläufe sind weiterhin unvergeben, jedoch betonte Wettbewerbsdirektor Greg Zippadelli, dass man gerne noch ein bis zwei andere Fahrer ins Auto setzen würde, um möglichst viel Feedback zu erhalten. Ich empfehle da mal ganz leise AJ Allmendinger oder Regan Smith.

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und einen Zeitplan für das TV-Programm vom Wochenende. Ab Samstag geht FOX Sports 1 an den Start und ersetzt damit SPEED. An der Qualität der Übertragungen sollte sich aber nichts ändern, da auch der Vorgänger vom Mutterkonzern FOX produziert wurde.

Freitag, 16.08.
16:30 Uhr, Truck Series Practice, nicht im TV
17:00 Uhr, Nationwide Series Practice, nicht im TV
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
19:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, nicht im TV
20:00 Uhr, Truck Series Final Practice, SPEED
21:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED

Samstag, 17.08.
14:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, FOX Sports 1
15:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
15:30 Uhr, Truck Series Qualifying, FOX Sports 1
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, FOX Sports 1
18:30 Uhr, Truck Series Rennen (Michigan National Guard 200), FOX Sports 1 ab 18 Uhr
20:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Nationwide Children’s Hospital 200), ESPN ab 20 Uhr

Sonntag, 18.08.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Pure Michigan 400), ESPN ab 18 uhr

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June 18 2013

06:15

NASCAR: Analyse Michigan Juni 2013

Das Rennen am Sonntag war definitiv keines, bei dem es sich lohnte, das Feld anzuführen. Nahezu alle Siegkandidaten wurden nacheinander eliminiert, vor allem bei Hendrick Motorsports erlebte man ein komplettes Debakel. Der lachende Drölfte war am Ende Greg Biffle, der den 1000. NASCAR-Sieg für Ford holte.

287152In Michigan konnte die NASCAR wie erwartet ein ganz ansehnliches Rennen produzieren, jedoch fingen sich Goodyear und TNT erneut eine Menge Hohn und Spott ein: In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte es an der Strecke geregnet, weshalb die Piloten mit einer komplett grünen Strecke beginnen mussten. Die Offiziellen setzten zur Sicherheit eine Competition-Caution in Runde 20 an, um den Teams die Möglichkeit zur Kontrolle der Reifen zu geben und danach war schnell klar, wohin die Reise gehen sollte. Die meisten Reifen zeigten nämlich keinen signifikanten Verschleiß, sodass Two-Tire-Stops über weite Teile des Rennens das Mittel der Wahl darstellten. Die Strecke nahm somit auch nur wenig Gummi an, was einige Fahrer besonders früh am Nachmittag in arge Probleme brachte. Im Finale löste sich die Eisenvariante von Goodyear bei erhöhter Beanspruchung zu allem Überfluss auch noch recht schnell auf.

Davon wird besonders Jimmie Johnson ein Liedchen singen können, der eindeutig über das schnellste Fahrzeug im Feld verfügte, zum Schluss aber erneut glücklos in Michigan blieb. Damit war er bei Hendrick Motorsports weiß Gott nicht alleine, denn die komplette Spitzentruppe von Rick Hendrick gab für den Fernsehzuschauer ein debakel-farciges DNF-Konzert zum Besten und reihte sich damit nahtlos in die Regiekünste von TNT ein. Naja gut, Jeff Gordon hat angefangen, wenn man es ganz genau nehmen will und zu diesem Zeitpunkt war die TV-Übertragung auch noch ganz in Ordnung. Während Gordon in Runde 7 dem übersteuernden Bobby Labonte nicht mehr ausweichen konnte, wartete TNT mit der Werbung brav auf die Gelbphase. Für die #24 war das Rennen daraufhin mehr oder weniger beendet, insgesamt 52 Runden konnte das Team nach einer ewig langen Reparaturpause noch abspulen.

Kurz darauf machte auch Kurt Busch seine Erfahrungen mit der grünen Strecke und bereitete seinem guten Start in Führung liegend ein jähes Ende. Nach dem Dreher musste man auch an der #78 den Hammer und das Klebeband rausholen, wodurch Platz 35 das höchste der Gefühle bleiben sollte. Dann entglitt TNT die TV-Übertragung zusehends, weil offenbar der zuständige Regisseur den Zufallsgenerator für Werbepausen einschaltete, um sich einen Kaffee zu holen. Dumm nur, dass er sich dabei aus dem Ü-Wagen aussperrte. So oder so ähnlich lässt sich das anschließende Wirr-Warr ganz gut erklären. TNT hat echt gut angefangen, verpasste dann aber wieder Boxenstopps unter Gelb (also mit Ansage), kehrte daraufhin kurz zurück, ohne etwas aufzulösen und ging wieder in die Werbung. Dieses Mal habe ich mitgezählt und vier Werbeblöcke in 15 Minuten ermittelt, die jeweils 3 Minuten lang waren.

Ganz übel wurde es dann gegen Rennmitte, als bei Kasey Kahne ein Teil an der Aufhängung brach oder der rechte Vorderreifen nachgab – so richtig sicher war man sich beim Team mit der #5 anschließend selbst nicht. TNT blieb jedoch trotz des echt heftigen Einschlags einfach stur in der Werbepause, während FOX und ESPN mit absoluter Sicherheit sofort wieder auf Sendung gegangen wären; hat man ja auch oft genug gesehen. Kahne lag zu diesem Zeitpunkt übrigens ebenfalls in Führung und war somit nach Busch der zweite Lap-Leader, den es hart traf. Sein Rennen war natürlich sofort vorbei, denn die letzte Amtshandlung von Kahne war es, die brennende #5 per Knopfdruck mit dem Bordfeuerlöscher zu behandeln.

Daraufhin setzte sich zu Beginn der zweiten Rennhälfte Dale Earnhardt Jr. unter dem Jubel der Massen an die Spitze und konnte gemeinsam mit Jimmie Johnson – wie schon zuvor Kasey Kahne – zeigen, dass die Hendrick-Wagen am Sonntag vom Speed her das Maß aller Dinge darstellten. Leider setzte sich der Leader-Fluch fort und so erwischte es in Runde 132 dann ohne Vorwarnung auch Junior. Bei ihm war jedoch ein Motorschaden Schuld an der nicht performancegerechten Zielankunft. Earnhardt hatte wirklich kaum Zeit zu reagieren, denn nachdem er den ersten Zylinder verlor, dauerte es keine zwei Runden, bis die #88 komplett in einer weißen Rauchwolke verschwand. Schade, denn in Michigan wäre wieder einmal ein Sieg für Junior möglich gewesen.

Nun übernahm Jimmie Johnson kurz das Ruder, holte sich unter Gelb an der Box jedoch vier anstatt zwei neue Reifen ab und musste danach aus den Top20 neu angreifen. Johnson arbeitete sich recht zügig nach vorne durch, wurde aber erneut von einer Gelbphase aufgehalten. Diese achte und letzte Caution fiel unglücklicherweise mitten in die letzte Serie von Green-Flag-Pitstops und brachte das Feld etwas durcheinander. In Führung befand sich zu diesem späten Zeitpunkt Greg Biffle, der den Platz an der Sonne von seinem Teamkollegen Carl Edwards geerbt hatte. Edwards selbst begann kurz zuvor den Boxenstoppreigen, weil sein Ford langsam aber sicher überhitzte und war nun durch die plötzliche Gelbphase wenigstens in den Genuss des Lucky-Dogs gekommen.

Bei Jimmie Johnson tankte man die #48 randvoll und verlor dadurch erneut einige Plätze, die der Fahrer nun mit zwei neuen Reifen auf der Strecke zurückzuerobern hatte. Während also vorne Greg Biffle gefolgt von Kevin Harvick seine Runden abspulte, überforderte Johnson bei seiner zweiten Jagd durchs Feld endgültig die Goodyears. Nachdem er sich an Harvick vorbeigesetzt hatte und von Biffle auf Distanz gehalten wurde, verabschiedete sich der rechte Vorderreifen am Johnson-Chevy, was ihn natürlich schlagartig aus der Entscheidung nahm. Weil keine weitere Cautions ausgerufen wurde, konnte Biffle vorne seinen ersten Saisonsieg und damit den 1000. Erfolg von Hersteller Ford in der NASCAR unter Dach und Fach bringen.

Mal schauen, ob sich Greg Biffle damit etwas in den Chase-Regionen festsetzen kann, wo er nun den achten Platz belegt. In der Vorschau vermutete ich ja schon, dass Michigan so etwas wie der Turnaround werden könnte. Ob das natürlich auch für das nächste Rennen in Sonoma gilt, bleibt abzuwarten. Biffle ist ja nun nicht der klassische Road-Warrior, aber auch die Oval-Spezies haben in den letzten Jahren eine Menge auf den Rundstrecken dazugelernt. Enttäuscht verlief der Sonntag wie erwähnt für Hendrick Motorsports, die mit Jimmie Johnson (28.), Dale Earnhardt Jr (37.), Kasey Kahne (38.) und Jeff Gordon (39.) einen De-facto-Totalausfall hinlegten.

Hinter Biffle komplettierten Kevin Harvick, Martin Truex Jr., Kyle Busch und Tony Stewart die Top 5. Busch zeigte nach einer Strafe zu Beginn des Rennens eine gute Aufholjagd und Stewart unterstrich mit Rang 5 den Erfahrungsgewinn bei den zurückliegenden Testfahrten seines Teams. Die Top 10 rundeten Matt Kenseth, Clint Bowyer, Carl Edwards, Joey Logano und Jeff Burton ab. Ebenfalls lobenswerte Ergebnisse holten Austin Dillon als Elfter und Danica Patrick als starke Dreizehnte hinter Brad Keselowski. Irgendwie blieb aber am Ende das Gefühl, dass die meisten Fahrer nur deshalb so weit vorne gelandet sind, weil man bei Hendrick Motorsports so grandios desaströs die Top-5-Resultate am laufenden Band aufgeben musste.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

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June 14 2013

06:15

NASCAR: Vorschau Michigan Juni 2013 / Zum Tod von Jason Leffler

Die NASCAR lässt am Wochenende in Michigan ihre Reifen drehen und bei der Nennung dieser Strecke müssten die meisten Hardcore-Fans jetzt unisono nur einen Namen rufen: JUNIOR! Dale Earnhardt Jr. konnte dort nämlich schon zwei äußerst lange, sieglose Serien beenden. Gelingt es ihm am Sonntag ein weiteres Mal?

jason-leffler-nascarBevor wir jedoch einen genaueren Blick auf Michigan werfen, müssen wir uns zunächst mit den schlechten Nachrichten der Woche befassen: Am Mittwoch ist Jason Leffler, einer der bekannteren Piloten aus der Nationwide Series, bei einem Sprint-Car-Rennen in New Jersey ums Leben gekommen. Lefflers Wagen überschlug sich bei dem ursächlichen Unfall ziemlich heftig, sodass man ihn anschließend aus dem Wrack herausschneiden und ins Krankenhaus bringen musste. Eine halbe Stunde später wurde Jason dort für tot erklärt, er wurde nur 37 Jahre alt und hinterlässt einen fünfjährigen Sohn. Meine (und sicherlich auch unser aller) Gedanken sind in dieser schwierigen Zeit selbstverständlich bei seinen Angehörigen, die hoffentlich eine Menge Rückhalt und Unterstützung aus der NASCAR-Community erfahren werden. Schauen wir kurz zurück:

Jason Leffler war den meisten Fans sicherlich aus seinen 294 Nationwide-Rennen bekannt, von denen er lediglich zwei gewinnen konnte. Trotzdem überzeugte er mit seiner stets allgegenwärtigen Präsenz und holte sich außerdem 2007 den dritten Platz in der Zweitliga-Meisterschaft. Auch im Sprint Cup war Leffler des Öfteren unterwegs, so z. B. auch am Wochenende in Pocono – seinem letzten NASCAR-Rennen. In den vergangenen beiden Jahren hatte man Jason ein wenig aus dem Fokus verloren, da es für ihn in Zeiten weltweiter finanzieller Unsicherheit etwas schwerer als für manch anderen Piloten war, ein Cockpit zu (er)halten. Sein Fokus änderte sich 2013 schließlich in Richtung Sprint-Cars, jenen 900 PS starken Ungetümen, in welchen der NASCAR-Nachwuchs heranreift. Aber auch Kasey Kahne oder Tony Stewart verirren sich öfter auf die lokalen Dirt-Tracks.

Lefflers Unfall zeigt, wie gefährlich der Motorsport trotz massiver Investitionen in die Sicherheit immer noch ist und lenkt zusätzlich das Augenmerk auf die Nachwuchsklassen und die örtlichen NASCAR-Hometracks. Diese Strecken können sich keine SAFER-Barriers leisten und erst vor kurzem las ich wieder einen Bericht, dass nicht einmal das HANS-Device dort zur Pflichtausstattung gehört. Wie leider oft üblich, wird erst nach tragischen Unfällen mit Todesfolge an eine Überarbeitung der Sicherheitsstandards gedacht. Wollen wir hoffen, dass der Tod von Jason Leffler nicht umsonst war und man wenigstens etwas aus diesem schrecklichen Ereignis lernen kann. Möge er in Frieden ruhen! – Jason Leffler (1975-2013)

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Schauen wir trotzdem nach vorne auf das, was uns am Wochenende auf dem Michigan International Speedway erwartet: Das 2 Meilen lange Intermediate-Oval ist mit 18 Grad überhöht und passt damit vom Charakter her zum Auto Club Speedway in Kalifornien. Im Gegensatz zu Fontana sind die Rennen in Michigan aber meist besser. Die beiden letztjährigen Ausgaben nach der Neuasphaltierung konnten durchaus überzeugen, jedoch lag das vor allem am oft beschworenen Goodyear-Faktor. Im ersten Saisonrennen musste der Alleinausrüster zum Samstag sogar eine neue Reifenmischung an die Strecke karren, weil die Pneus zur Blasenbildung neigten. Beim zweiten Ausflug hatte Goodyear die Sache dann schon besser im Griff, allerdings war das Renngeschehen trotz Holzreifen immer noch ansehnlich.

Am Sonntag befürchte ich aber eine ähnliche Überkompensation wie zuletzt in Pocono, was der Spannung abträglich sein könnte. Im Fall der Fälle ist Michigan dennoch immer mal wieder für einen Benzinkrimi gut, es wird also schon nicht so schlimm werden. Wenn das Wort „Michigan“ fällt, denken die meisten Fans sicher zunächst an Dale Earnhardt Jr., welcher dort bereits zwei Mal längere sieglose Serien beenden konnte. Sein letzter Erfolg im Sprint Cup datiert passenderweise aus dem Juni-Rennen in Michigan 2012 und zudem untermauerte – der in der Meisterschaft viertplatzierte – Junior in Pocono mit einem dritten Rang seine momentane Performance. Am Wochenende sollte man ihn also keinesfalls abschreiben, doch das gilt auch für einige andere Kandidaten:

Denny Hamlin (2) und Kyle Busch (1) gewannen zusammen drei der letzten sechs Michigan-Ausgaben, was die Performance von Joe Gibbs Racing auf dieser Strecke unterstreicht. Bei Toyota ist man nach den Motorschäden vor Pocono allerdings etwas vorsichtiger geworden und drehte die Leistung der Aggregate pünktlich zum „Tricky Triangle“ zurück. Prompt konnte kein Toyota-Pilot die Top5 knacken, weshalb der Hersteller für Michigan wieder etwas mehr Kraft zur Verfügung stellt. Immerhin haben die Motoren am letzten Sonntag wenigstens gehalten, also ist das meiner Meinung nach der richtige Schritt. Mal schauen, wo Matt Kenseth dann so steht.

Michigan könnte auch die Wiederauferstehung von Greg Biffle darstellen, welcher dort das letztjährige August-Rennen für sich entschied. Ansonsten ist es mit Roush-Fenway Racing ein wenig länger her, denn davor gewann Carl Edwards zuletzt 2007 und 2008 jeweils eine Ausgabe für den „Cat in the Hat“. Etwas Sorgen mache ich mir auch um Michael Waltrip Racing, denn die waren 2012 in Michigan quasi überhaupt nicht zu sehen und fuhren auch in den letzten Saisonrennen eher so konstant in den Top10 mit. Übrigens: Jimmie Johnson hat in Michigan noch nie gewonnen, aber das muss ja nichts heißen! Es ist also schon schwer, einen Sieger vorherzusagen.

In other news:

- AJ Allmendinger wird versuchen, dem schon länger eher zweitklassigen Team von JTG Daugherty Racing etwas auf die Sprünge zu helfen und ersetzt am Wochenende Bobby Labonte in der #47. Im Laufe des Jahres sollen dann noch vier weitere Einsätze von „The Dinger“ in diesem Toyota folgen.

- Bobby Labonte kommt derweil bei Phoenix Racing unter, um seine mittlerweile recht lange Serie von Starts am Stück aufrechtzuerhalten, die schon auf unglaubliche 705 Rennen angewachsen ist. Nach dem Sommerevent in Indianapolis wird es für die #51 dann übrigens eng, denn Team-Besitzer James Finch hat angekündigt, kein eigenes Geld mehr in das Programm zu investieren. Die letzten Jahre musste er aufgrund fehlender Sponsoren ja schon übel bluten, mal sehen, ob dann im August endgültig Schluss ist.

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und einen Zeitplan für das TV-Programm vom Wochenende.

Freitag, 14.06.
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
19:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
21:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
23:00 Uhr, ARCA Series Rennen (Patriot Pumps 200), SPEED

Samstag, 15.06.
15:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, nicht im TV
16:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
18:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
20:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (Alliance Truck Parts 250), ABC

Sonntag, 16.06.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Quicken Loans 400), TNT

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August 21 2012

06:15

NASCAR: Analyse Michigan August 2012

In Michigan lieferte der Sprint Cup endlich mal wieder ein solides Rennen ab – das musste man seit Anfang der Saison ja des Öfteren vermissen. Es steckte viel Dynamik in Form von alternativen Strategien, vielen Gelbphasen und Führungswechseln im Nachmittag. Am Ende blieb etwas überraschend Greg Biffle siegreich, doch das lag vor allem am Favoritensterben.

Die Eckdaten vom Sonntag lauten: 8 Cautions (6 davon wegen Drehern), 26 Führungswechsel unter 13 Fahrern, 3 Motorschäden und einige geplatzte Reifen! So ein Rennen hatte man in der obersten NASCAR-Liga schon länger nicht mehr zu sehen bekommen. Bis zum Anfang des Jahres war sowas eigentlich die Norm und in Michigan fand die Serie endlich mal wieder zu ihrer gewohnten Dynamik zurück. Das Schöne daran ist, dass ich mir aufgrund der vielen Vorkommnisse sogar den Luxus leisten kann, komplett auf eine Analyse der unterschiedlichen Spritstrategien zu verzichten. Durch die häufigen (und auch späten) Cautions hatte eigentlich jeder Fahrer irgendwann eine günstige Gelegenheit zum Tanken, weshalb im Finale alle Autos wieder in derselben Sequenz fuhren. Dies war auch der Grund, warum man so viele unterschiedliche Piloten an der Spitze sah, doch einer hatte das Rennen bis ins zweite Viertel hinein eigentlich recht deutlich im Griff:

Mark Martin – der alte Mann und das Meer sein Auto kämpfen gegen das Unrecht! (oder so ähnlich) – führte bis in Runde 64 geschlagene 54 Umläufe von der Pole-Position aus an und schwang sich damit früh zum großen Favoriten auf den Sieg empor. Ein schwerer Unfall, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde, beendete diese Serie leider jäh: Martin wurde gerade von Kasey Kahne (3.) verfolgt, als direkt davor die beiden Wagen von Bobby Labonte (22.) und Juan Pablo Montoya (mehr zu ihm später) zur Überrundung anstanden. Plötzlich wurde Labonte völlig ohne Berührung durch Montoya aero-loose, was einen typischen Auffahrunfall auslöste, in dessen Folge Martin zunächst auf die #42 krachte und anschließend vom ebenfalls mit voller Kraft bremsenden Kahne in die Boxengasse abgeschossen wurde.

Dort passierte dann einer dieser fürchterlichen „Freak-Accidents“, die eigentlich keiner voraussehen kann: Die #55 schlug seitlich und nur knapp hinter dem Fahrersitz in die spitze, offene Stelle einer Garagenzufahrt der Boxenmauer ein. Zum Glück wurde der Fahrersitz nicht direkt getroffen und außerdem hatte Mark Martin die Geschwindigkeit durch einige Dreher schon recht weit verringern können. Allerdings reichte die Aufprallenergie dafür aus, einen Öltank in Fetzen zu reißen, der ein kleineres Feuer auslöste und den Pitstall von Kasey Kahne komplett einschmierte. Zur genauen Ansicht gibt es an dieser Stelle noch ein Video von diesem außergewöhnlichen Unfall, für den ESPN sogar frühzeitig aus der Werbung zurückkehrte:

Danach wurde es bis zum Finale etwas unübersichtlich, da aufgrund der unterschiedlichen Strategien insgesamt sechs weitere Fahrer mehr als zehn Führungsrunden absolvieren konnten. Während die anderen beiden Piloten von Michael Waltrip Racing – Clint Bowyer (7.) und Martin Truex Jr (10.) – nur kurz an die Form ihres verunfallten Teamkollegen anknüpfen konnten, qualifizierten sich vorne Jimmie Johnson, Greg Biffle, Brad Keselowski sowie Dale Earnhardt Jr für den Rennsieg. Johnson verfügt dabei über das schnellste Auto im Feld, brachte die #48 aufgrund des nicht entscheidenden Strategiewirrwarrs jedoch nur 23 Mal als ersten Wagen über die Linie.

Die Führung holte sich Jimmie Johnson zum letzten Mal in Runde 190 – also zehn Runden vor Schluss – von Brad Keselowski, nachdem der Dauermeister beim vorletzten Restart in Umlauf 187 als Zweiter ins Finale gegangen war. Eine abschließende Caution stand dem Feld aber noch ins Haus und jene sollte ausgerechnet Johnson auslösen, als sich an der #48 der Chevrolet-Motor in die Ahnengalerie verabschiedete. Das war eine ganz unglückliche Situation, da das Aggregat nur noch sechs Runden vor sich hatte und zudem extra noch nach dem Qualifying ausgetauscht wurde. Johnson startete deshalb übrigens vom Ende des Feldes ins Rennen.

Dieses Missgeschick wäre natürlich isoliert schon ziemlich schlimm gewesen, doch eigentlich war es nur das Sahnehäubchen auf dem Michigan-Schrottplatz der Hendrick-Chevrolet-Motorenschmiede: Vor Jimmie Johnson (27.) kamen nämlich schon Tony Stewart (32.) und Jeff Gordon (28.) einzelne Zylinder abhanden, was natürlich DER Einsatz schlechthin für die Ventilfeder-Animation in Tim Brewers Tech-Garage gewesen wäre. Ansonsten bleibt hier nur zu bemerken, dass die hohen Geschwindigkeiten auf dem neuasphaltierten 2-Meilen-Oval wohl einen zu extremen Anspruch an die Aggregate von Rick Hendrick gestellt haben. Dass dann 50% der im Rennen befindlichen Motoren ausfallen, darf aber echt nicht passieren!

Doch neben den Motoren gab es noch weitere Themen, wie z. B. die Reifen:

Recht früh während der ESPN-Übertragung bekam man ein Paradebeispiel von optimal verschlissenem Gummi präsentiert, welches zwei komplette Fuelruns auf der Innenseite durchgestanden hatte. Nach den zusätzlichen Reifentests von Goodyear war aber auch klar, dass der Hersteller absolute Holzreifen mit an die Strecke bringen würde, um bei den sehr hohen Geschwindigkeiten jenseits der 200 mph eine Blasenbildung wie im Juni zu verhindern. Dennoch kam es später im Rennen zu einigen Reifenplatzern, welche den durchaus prominenten Fahrern Matt Kenseth (17.), Trevor Bayne (24.) sowie Juan Pablo Montoya (26.) den Nachmittag ruinierten. Sowas kann aber auch in einer zu aggressiven Fahrwerksabstimmung begründet liegen, welche einerseits höhere Temperaturen und/oder andererseits ungleichmäßige Abnutzung bewirkt haben könnte.

Juan Pablo Montoya hatte ohnehin wieder einen bescheidenen Tag und geriet mit Joey Logano (31.) aneinander, welchen er umdrehte. Dabei sah es so aus, als wenn beide Seiten mit etwas defensiverer Fahrweise diesen Unfall hätten verhindern können. Meiner Meinung nach trägt keiner die Alleinschuld daran, da sich beide Autos gleichzeitig auf ein gemeinsames Zentrum zwischen der oberen und der unteren Linie zubewegten. Trevor Bayne löste übrigens die vorletzte Caution in Runde 180 aus, welche die unterschiedlichen Spritstrategien wieder zusammenführte.

Zurück zum finalen Sprint: Der Restart nach der Johnson-Gelbphase war wegen der Ölspur und längeren Säuberungsarbeiten schon zum ersten Versuch eines Green-White-Checkered-Finishes befördert worden, zu dem jetzt Brad Keselowski und Greg Biffle in Reihe 1 gefolgt von Dale Earnhardt Jr (4.), Carl Edwards sowie Kasey Kahne antraten. Letzterer brannte einen grandiosen Run in den Asphalt, da er sofort Three-Wide die zweite Startreihe hinter sich ließ und Keselowski um Platz 2 herausforderte. Derweil konnte Biffle vorne enteilen und sich bis zur karierten Flagge in der Spitzenposition halten. Teamkollege Carl Edwards (6.) verlor unterdessen noch einen Platz an einen stark auffahrenden Marcos Ambrose (5.).

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Dort hat sich nicht zu viel verändert: Jimmie Johnson musste seine Führung an Greg Biffle abgeben und außerdem zogen auch gleich Matt Kenseth sowie Dale Earnhardt Jr wieder an der #48 vorbei. Für Biffle bringt der zweite Saisonsieg natürlich drei weitere Bonuspunkte im fast sicheren Chase. Die Wildcard-Situation hat sich nicht grundlegend verändert, hier befindet sich immer noch Ryan Newman mit einem Erfolg hinter Kasey Kahne, welcher über deren zwei verfügt. Kahne konnte aber seinen Rückstand auf den zehntplatzierten Denny Hamlin weiter verringern, dieser beträgt jetzt nur noch 33 Punkte.

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August 17 2012

06:15

NASCAR: Vorschau Michigan August 2012

An diesem Wochenende steht Michigan – Teil 2 auf dem Programm und damit verbleiben den Wildcard-Anwärtern nur noch vier Rennen, um sich für den Chase zu qualifizieren. In Watkins Glen hat unterdessen Jimmie Johnson die Tabellenführung von Dale Earnhardt Jr übernommen und auch deren Teamkollege Jeff Gordon musste dort einige Federn lassen.

Nach Daytona und Pocono ist der Michigan International Speedway erst die dritte Strecke, auf welcher in dieser Saison nun schon zum zweiten Mal gefahren wird. Das Rennen im Juni entschied Dale Earnhardt Jr für sich, womit er seine exakt vierjährige sieglose Serie schließlich beendete und sich zum Kreis der Meisterschaftsanwärter aufschwang. Genau an derselben Stelle ist nun für Junior natürlich ein weiterer Saisonerfolg nicht unwahrscheinlich und diesen benötigt er unbedingt, um das Momentum des Teams bis zum Chase aufrecht zu erhalten. Zusätzlich gibt es bekanntlich für jeden Sieg während der Regular-Season drei Bonuspunkte auf das 2000-Zähler-Konto der Playoffs addiert und falls Earnhardt ernsthaft mit dem Titel kokettiert, sollte er versuchen, in den verbleibenden vier Rennen bis zum Chase möglichst viele dieser Extrazähler zu ergattern.

Die Strecke nahe der Grenze zwischen den USA und Kanada ist zudem ein Oval, welches Junior liegt: Es gibt auf einer Länge von 2 Meilen bei  18° Banking quasi genauso viele mögliche unterschiedliche Linien wie Seen in der Umgebung und gerade Earnhardt liebt ja die oberste Fahrspur direkt an der Mauer entlang und die geht in Michigan natürlich wie eine Eins. Daraus ergibt sich aber direkt ein Problem, denn wenn jeder sich für das Handling seines Autos einfach nur den passenden Groove aussuchen muss, damit der Speed passt, zieht sich das Feld immer sehr schnell auseinander, weil alle am persönlichen Limit unterwegs sind. Dazu kommt der problematische Aero-Push für die Verfolger des Führenden, welcher in Form der Clean-Air über einen unschätzbaren Vorteil verfügt.

Beide Probleme werden aber derzeit angegangen: Letzterem versuchte man zunächst während der laufenden Saison mit höheren Bodenabständen der Seitenverkleidungen beizukommen, allerdings gelang es bisher nicht so recht, den Luftwiderstand ausreichend zu erhöhen. Im nächsten Jahr wird die NASCAR mit den neuen Silhouetten vermutlich/hoffentlich mehr Erfolg haben. Das CoT 2.0 speckt 2013 gegenüber seinem „Vorgänger“ deutlich ab und ist dann ca. 100 Pfund leichter. Dies soll es Goodyear ermöglichen – endlich endlich endlich – weichere Reifen an die Strecke zu bringen, die schneller verschleißen und damit durch Gripunterschiede wieder mehr Rennaction zu produzieren.

Das Thema Reifen bringt mich direkt zurück zum ersten erwähnten Problem: Vor der Juni-Ausgabe des Michigan-Rennens wurde die Strecke neu asphaltiert, was zu extrem hohen Geschwindigkeiten jenseits der 200-mph-Grenze führte. Die auserwählten Pneus von Goodyear antworteten auf die resultierenden Kräfte mit Blasenbildung, weshalb der Einheitshersteller zum Qualifying nachträglich die Variante „extra-holzig“ ankarren musste. Das Resultat im Rennen war dann wieder typisch Michigan und Junior führte auf dem Weg zum Sieg fast die Hälfte der 200 Runden. In weiteren Reifentests wurde kürzlich eine neue Gummimischung für den August festgelegt, mal abwarten, was die dann bringt.

Dem letzten Ergebnis nach zu urteilen, sollten die Wagen von Hendrick Motorsports und ihre artverwandten Kollegen bei Stewart-Haas Racing sowie die Ford-Truppe von Roush-Fenway Racing am Wochenende im Vorteil sein, denn diese drei Teams konnten im Juni die Top6 für sich beanspruchen. Im Toyota-Lager lagen alle drei Fahrzeuge von Michael Waltrip Racing vor der Konkurrenz in Form von Joe Gibbs Racing, wobei Denny Hamlin und Joey Logano in Unfälle verwickelt waren, während Clint Bowyer  und Martin Truex Jr die Top12 enterten. Für Penske Racing war dagegen kein Top10-Resultat erreichbar.

Überrascht haben in der ersten Ausgabe Marcos Ambrose und Juan Pablo Montoya: Ambrose holte sich die Pole-Position und lag immerhin insgesamt 15 Runden in Führung, wobei am Ende leider nur Platz 9 heraussprang. Wenn der Australier nach seinem Sieg in Watkins Glen also ein Wörtchen um die Wildcards mitreden will, dann sollte Michigan das optimale Pflaster sein, um einen weiteren Saisonerfolg zu holen. Montoya hielt sich im Juni auf dem 2-Meilen-Oval einmal schadlos und landete auf einem soliden achten Rang.

Thema Wildcards: Watkins Glen hat die ganze Reiberei um die letzten Chase-Plätze nicht gerade übersichtlicher gemacht und da sich mit Marcos Ambrose nun ein weiterer Kandidat eingebracht hat, profitiert lediglich Kasey Kahne als einziger Pilot mit zwei Saisonsiegen von den immer schmaler werdenden Möglichkeiten der direkten Konkurrenz. Kyle Busch musste seine eigentlich sichergeglaubte Fahrt in die Victory-Lane während der turbulenten letzten Runde auf dem Road-Course abschreiben, was ihm natürlich eher geschadet als geholfen hat.

Auch Jeff Gordon verlor durch seinen Dreher im finalen Umlauf wichtige Punkte in der Meisterschaft und musste dort neben Busch auch Ryan Newman den Vortritt lassen, wobei letzterer Pilot momentan die zweite Wildcard besetzt. Unterdessen wird die Zeit für Carl Edwards richtig knapp, denn um noch eine realistische Chance zu erhalten, muss er zwei der nächsten vier Rennen – und damit satte 50% – gewinnen. Paul Menard, Marcos Ambrose sowie Joey Logano rechnen die meisten Beobachter wohl eher noch Außenseiterchancen ein. Die genauen Platzierungen und Abstände jenseits der Top10 können der weiter unten verlinkten Punktetabelle entnommen werden.

Ganz vorne in der Meisterschaft ist es unglaublich eng geworden, da Jimmie Johnson die Führung von Dale Earnhardt Jr (-17) übernommen hat, welcher sich jetzt nur noch auf Platz 4 befindet. Direkt hinter Johnson – und zwar mit jeweils einem Punkt Abstand aufeinander DIREKT dahinter – rangiert das Roush-Fenway-Duo bestehend aus Greg Biffle (-1) und Matt Kenseth (-2). Ab Brad Keselowski (-44) auf Rang 5 dürfte wohl kein Fahrer auf wöchentlicher Basis bis an die Spitze vorstoßen, um Johnson dort abzulösen.

Weiter hinten auf Platz 10 steht jetzt Denny Hamlin, der nach seinem Motorschaden in Watkins Glen etwas in Verlegenheit geraten könnte, da er die Differenz zu Rang 11 auf 40 Zähler einschmelzen ließ. Das ist zwar kein Weltuntergang, weil er sich nun schon 2-3 weitere DNFs in vier Rennen einfangen müsste, um noch aus den Top10 zu fallen. Sollte Hamlin aber wirklich eine Wildcard benötigen, dann hat er derzeit immerhin zwei Saisonsiege auf seinem Konto, womit es sich eventuell überleben lässt. Es bleibt spannend…

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und ein Zeitplan für das TV-Programm vom Wochenende.

Nicht vergessen: Die Nationwide Series fährt am Samstagabend um 20 Uhr in Montreal, wo man bisher eigentlich immer spannende Rennen generieren konnte! Die Entry-List ist dabei wie immer auf Rundkursen sehr prominent besetzt, so werden neben den Regulars Elliott Sadler (#2 Richard Childress Racing), Austin Dillon (#3 Richard Childress Racing), Ricky Stenhouse Jr (#6 Roush-Fenway Racing), Danica Patrick (#7 JR Motorsports), Sam Hornish Jr (#12 Penske Racing) und Justin Allgaier (#31 Turner Motorsports) auch Gaststarter wie Ron Fellows (#5 JR Motorsports), Jacques Villeneuve (#22 Penske Racing), Alex Tagliani (#30 Turner Motorsports), Brendan Gaughan (#33 Richard Childress Racing), Kyle Busch (#54 Kyle Busch Motorsports) sowie Patrick Carpentier (#99 RAB Racing) vertreten sein.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 17.08.
18:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
20:00 Uhr, Trucks Series Final Practice, SPEED
22:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED

Samstag, 18.08.
14:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
15:30 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
18:00 Uhr, Truck Series Rennen (VFW 200), SPEED
20:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (NAPA Auto Parts 200), ESPN / RaceBuddy

Sonntag, 19.08.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Pure Michigan 400), ESPN / RaceBuddy

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August 19 2011

16:00

NASCAR: Vorschau Michigan August 2011

Nach Watkins Glen steht als nächstes in Michigan wieder ein Rennen der Kategorie „Kann man schauen, muss man aber nicht“ an und das eigentliche Highlight des Wochenendes dürfte eh der Auftritt der Nationwide Series in Montreal sein. Im Sprint Cup geht es mit vier verbleibenden Rennen bis zum Chase aber allmählich um die Wurst!

Was soll man über den adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Mitten im Sommerloch der Motorsportwelt weiß die NASCAR aber noch ein klasse Rennen zu präsentieren. Am Samstagabend um halb 9 geht die Nationwide Series wieder beim einzigen Auslandsabstecher der drei nationalen Rennserien in Kanada an den Start. Die Formel-1-Strecke in Montreal konnte dabei in den letzten Jahren immer ordentlich Action generieren, was zum Teil aber auch an den Wetterverhältnissen lag. Mehrmals musste die zweite Liga dort nämlich Regenreifen aufschnallen, was für NASCAR-Rennen ja nach wie vor kein Alltagsgeschehen darstellt. Leider wird nur das Rennen selbst im TV übertragen, doch dieses sollte sich niemand entgehen lassen!

Alleine die a

June 17 2011

06:18

NASCAR: Vorschau Michigan Juni 2011

Der Michigan International Speedway ist nach dem wenig spannenden Rennen in Pocono das nächste Ziel im Sprint Cup. Dabei kann allerdings nicht wirklich Vorfreude aufkommen, denn in Michigan sind meist auch höchstens die Schlussphasen spannend. Am Wochenende muss Roush-Fenway Racing nach zuletzt teilweise etwas schwächeren Ergebnissen auf der Hausstrecke an den großen Seen zurückschlagen.

Zum adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zusätzlich zum Sprint Cup ist auch die Nationwide Series in Michigan unterwegs, während die Trucks gut einen Monat pausieren. Letztere sind dann erst am zweiten Juli-Wochenende wieder mit von der Partie, wenn der Cup sein Debüt-Rennen in Kentucky veranstaltet. Bei der Premiere sind übrigens alle drei nationalen Rennserien anwesend. Doch bis dahin ist natürlich noch etwas Zeit, vorher kommt ja zunächst der erste Rundkursabstecher und das Sommerrennen in Daytona!

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 17.06.
17:30 Uhr, Nationwide Series Practice, SPEED
18:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
20:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
21:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED

Samstag, 18.06.
17:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Alliance Truck Parts 250), ABC

Sonntag, 19.06.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Heluva Good! Sour Cream Dips 400), TNT / NASCAR.com RaceBuddy

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August 17 2010

13:40

NASCAR: Analyse Michigan August 2010

Kevin Harvick und Richard Childress Racing bewiesen am Sonntag, dass Siege in diesem Jahr nicht nur auf „restrictor plate“-Ovalen möglich sind und qualifizierten sich nach dem dritten Erfolg 2010 endgültig für den Chase. Die #29 mauserte sich auf dem Michigan International Speedway vom konstanten Team zum ernsthaften Herausforderer auf den Sprint-Cup-Titel.

<img title=" victory="" width="300" />Früh im Rennen sah es zunächst eher danach aus, als würde Greg Biffle der Mann sein, den es zu schlagen gilt. Im Ford mit der #16 bestimmte er die erste Rennhälfte nach Belieben und gab seinem, nach dem Flugzeugabsturz erstmals wieder anwesenden, Teambesitzer Jack Roush allen Grund zur Freude. Die drei erfolgreicheren Teams von Roush-Fenway Racing, #16, #17 (Matt Kenseth) und #99 (Carl Edwards) untermauerten dann mit einem geschlossenen Top5-Auftritt, dass ihr Hersteller den Anschluss an die Spitze wieder gefunden hat – auch auf den Intermediate-Ovalen, wo man vor 1-2 Jahren noch der Klassenprimus war. Selbst David Ragan im kontinuierlich schwächelnden Ford mit der #6 legte mit einem elften Platz sein zweitbestes Saisonresultat nach Rang 6 in Talladega auf den Asphalt.

Ganz im Gegensatz dazu steht momentan die Leistung im Team von Hendrick Motorsports. Zwar konnte Jimmie Johnson noch in der ersten Runde die Führung von Kasey Kahne übernehmen, die #48 war den Spitzenplatz aber schon nach 15 Runden wieder los. Kahne führte trotz seiner Pole Position allerdings keinen einzigen Umlauf und ging somit ohne Bonuspunkte aus. Bei Johnson herrscht momentan das Problem vor, dass der Wagen zu Beginn des Rennens vernünftig abgestimmt ist, ihm das Handling aber im Rennverlauf zunehmend entgleitet. Merkwürdig, dass dieses erfolgreiche Gespann aus Jimmie Johnson und Chad Knaus auf einmal unersichtlich so grobe Schwächen zeigt. Mehr als Platz 12 war dann in der Folge auch nicht für Johnson drin und damit war er noch der beste Hendrick Pilot.

Dale Earnhardt Jr erlebte ein mittelmäßiges Rennen und wurde unauffällig 19ter, ohne sich in Scharmützel verstricken zu lassen. Das gelang Teamkollege Jeff Gordon nicht, obwohl er durchaus eine Chance auf ein gutes Resultat besaß. Nach drei Vierteln des Rennens hatte Gordon die #24 aus den 30ern auf Position drei nach vorne gefahren, geriet bei einem Restart aber mit Jeff Burton aneinander und schlitzte sich den linken Vorderreifen auf. Mehr als Platz 27 am Ende der Führungsrunde war in der Folge mit onduliertem Auto nicht drin. Einen Rang dahinter kam Mark Martin ins Ziel, der in Watkins Glen noch von Clint Bowyers Pech profitieren konnte, um wieder in die Top12 der Meisterschaft zu gelangen. Martin setzte die #5 schon in der vierten Runde kurz in die Mauer und klagte im gesamten Rennen über ein schlechtes Handling. Die Chase-Position hat er damit wieder an Bowyer verloren, der in Michigan 13ter wurde.

Bei Hendrick muss man diese Abstimmungsprobleme bis zum Chase dringend wieder in den Griff kriegen, sonst kann Jimmie Johnson sich seinen fünften Titel in Folge abschminken. Jeff Gordon steht ebenso wie die #48 wohl ziemlich sicher in den Playoffs, aber Mark Martin muss nun in den drei verbleibenden Rennen noch kämpfen.

Die zweite Hälfte des Rennens war spannender als die erste / Viel Bewegung am Rennende

Biffles dominante Phase wurde kurz vor Rennhalbzeit durch Tony Stewart unterbrochen, der nach einer Folge von „green flag stops“ die Führung aber schon in Runde 111 wieder an den späteren Sieger Kevin Harvick abgeben musste. Dass Harvick aber nicht die fünf Bonuspunkte für die meisten Führungsrunden einkassieren konnte, lang dann an der für Michigan durchaus turbulenten Schlussphase.

Bis hierher langweilte sich das Rennen so dahin, was wieder einmal zeigte, dass die 500 Meilen (hier „nur“ 400 Meilen) teilweise deutlich zu lang sind. Zwar wird so eine Langstreckenatmosphäre erzeugt, wobei es darum geht, sich bis zum Ende schadfrei zu halten. Allerdings nimmt eine 150-ründige Kaugummistrecke in den ersten drei Vierteln des Rennens auch die Spannung aus dem Cup. Wo ich gerade bei „schadfrei“ bin: Kurt Busch gelang das nicht, oder besser gesagt seinem Motor. Der ging nämlich schon in Runde 32 hoch und verursachte die erste Gelbphase. In der Meisterschaft verlor Busch dadurch ganze sechs Ränge hat aber noch 215 Punkte Vorsprung auf Platz 13, was in drei Rennen wohl fast unmöglich zu verlieren sein dürfte.

Drei Gelbphasen zwischen Runde 148 und 172 sorgten dann für eine Menge verschiedener Strategien: Einige Teams setzten auf vier neue Reifen, einige nahmen nur zwei Gummi und die ganz mutigen versuchten sich nur mit einer neuen Tankfüllung. Dadurch lagen zwischenzeitlich Elliott Sadler, Martin Truex Jr und auch David Ragan in Führung, bevor Tony Stewart gefolgt von Kevin Harvick und Denny Hamlin die entscheidende Phase des Rennens durch den letzten Restart des Tages einläutete. Da weniger als 30 Runden zu fahren sein würden, waren auch die Benzinfenster alle geschlossen und die Plätze endgültig für den Schlusskampf bezogen.

Denny Hamlin nahm eine Menge Fahrt auf und überholte nacheinander Harvick und Stewart, um in Runde 178 die Führung zu übernehmen. Dabei schob die #29 sich gleich mit am bisherigen „leader“ vorbei. Nur elf Umläufe später und damit auch elf Runden vor dem Ende des Rennens gelang dann Kevin Harvick das entscheidende Überholmanöver, um sich den Sieg zu sichern. Denny Hamlin und Crew Chief Mike Ford begründeten diesen Verlust an Performance später mit Elektrik-Problemen, die der #11 schon länger in dieser Saison zu schaffen machten. Da Hamlin unter anderem auch die Kühlventilatoren für die Reifen abschalten musste, hatte er mit steigenden Temperaturen und schwindendem Grip zu kämpfen. Ob er das Rennen ohne diese Probleme allerdings gewonnen hätte, darüber sei man sich nicht so sicher – aab 2011 für drei Jahre</a> in jeweils 20 Rennen + Budweiser Shootout und All-Star-Rennen sponsoren. Ein aa<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Bild des neuen Autos gibt es hier.

In NASCAR-USA stehen heute Abend gleich mehrere Pressekonferenzen an:
- Um 16 Uhr soll laut Gerüchten der Wechsel von Budweiser zu RCRs #29 und Kevin Harvick verkündet werden.
- Bei Richard Petty Motorsports wird um 19 Uhr mit der Ankündigung mindestens einer Fahrer-/Sponsor-Paarung für 2011 gerechnet. Wahrscheinlich ist der Wechsel von Marcos Ambrose in die #9 mit Geldern von Stanley Tools. AJ Allmendinger nimmt möglicherweise erneut in der #43 Platz und erhält sein Sponsoring von Best Buy, wenn der Vertrag mit dem Geldgeber denn verlängert wird.
- Der Texas Motor Speedway gibt seine Termine für 2011 bekannt, ein Nachtrennen ist wahrscheinlich.
- Am Mittwoch veröffentlicht NASCAR den Cup-Kalender für 2011, die neuesten Spekulationen und Tatsachen wurden ja immer fleißig von uns getwittert.

NASCAR hat nach dem Michigan-Rennen 16 Cup-Motoren konfisziert und wird diese für eigene Leistungstests nach Charlotte bringen, jedes Team ist von dieser Maßnahme betroffen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass alles gemäß dem Reglement abläuft. Außerdem werden somit größere Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Teams und Herstellern für die Offiziellen ersichtlich. Die Resultate werden vermutlich nicht veröffentlicht, NASCAR ist da ja bekanntlich immer sehr geheimniskrämerisch. Aber was so durchsickert, kann man ja nie wissen. Die Motoren von Earnhardt-Childress Technologies a

August 13 2010

06:38

NASCAR: Vorschau Michigan August 2010

Das zweite Saisonrennen auf dem Michigan International Speedway ist das letzte Tag-Rennen im Endspurt des „Race to the Chase“, bevor in den nächsten Wochen nur noch unter Flutlicht gefahren wird. Nach Bowyers Schwierigkeiten in Watkins Glen ist der Kampf um den letzten Chase-Rang wieder enger geworden: Vier Fahrer haben noch gute Chancen auf Platz 12.

Der a

June 15 2010

08:15

NASCAR: Analyse Michigan Juni 2010

Wer am Sonntag zugunsten des Spiels der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika auf das Cup-Rennen der NASCAR in Michigan verzichtet hatte, machte damit im Grunde genommen nichts falsch. Vier Tore waren vermutlich ansehnlicher als die Denny-Hamlin-Show.

Das Rennen auf dem Michigan International Speedway bot exakt zwei Phasen: Den Teil, in welchem Denny Hamlin noch nicht in Schwung gekommen war und den Teil, welchen Denny Hamlin dominierte. Bis Runde 50 brauchte Crew Chief Mike Ford, um Hamlins Wagen in eine Rakete zu verwandeln. Allerdings war die #11 im ersten Rennviertel ohnehin schon konstant in den Top5 unterwegs. Bis dahin führte der Polesitter Kurt Busch das Feld an und konnte seine Führung durch zwei Gelbphasen (Dreher von Marcos Ambrose und „debris caution“) retten. Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, als sei der ältere Busch-Bruder derjenige, den es zu schlagen gilt. In Runde 52 ging dann aber Denny Hamlin nur einen Umlauf nach dem Schwenken der grünen Flagge in Führung und läutete die zweite Phase des Rennens ein.

Es folgte eine knapp 50 Runden andauernde Grünphase, welche erst bei den „green flag stops“ wieder interessant wurde. Hier machte Hamlin den einzigen Fehler des Tages und kam nicht so richtig von seinem Boxenplatz weg, was Kurt Busch die Führung für vier Runden zurückbrachte. Dann war nämlich Kasey Kahne an der Reihe und machte sich mit einem Überholmanöver zum dritten Siegkandidaten des Rennens. Alle neun Werks-Ford (Roush, RPM und die Wood Brothers) setzten an diesem Wochenende auf den neuen FR9-Motor und es ging auch gleich bergauf. Zwar ist man noch weit von der alten Form entfernt, brachte aber immerhin fünf Fords in die Top15. Kahnes Führung hielt aber nur vier Runden, weil die beiden Red-Bull-Fahrer unbedingt das F1-Manöver ihrer beiden Teamkollegen Sebastian Vettel und Mark Webber nachahmen wollten.

Casey Mears versuchte unten an Scott Speed vorbeizukommen als er plötzlich nach oben rutschte und die #82 in einen Dreher schickte. Speed konnte sein Auto zum Glück mit einem abenteuerlichen Drift von der Mauer fernhalten. Zum Restart war dann plötzlich Sam Hornish Jr in Front, weil er auf einen Boxenstopp während der Caution verzichtete – immerhin waren seine Reifen ja erst etwas mehr als zehn Runden alt. Die zwei Reifen, die der Rest des Feldes aufziehen ließ, lohnten sich aber gewaltig: Innerhalb von drei Runden war Hornish seine Führung an Kurt Busch los, doch auch für diesen sollte es nicht sein. Denny Hamlin kehrte nach seinem kleinen Patzer wieder stark zurück und übernahm in Runde 113 endgültig die Herrschaft über das Rennen. Im Grunde genommen war nun der Tag gelaufen, denn die Führung gab der nächstjährige Hendrick-Fahrer Boxenstopp-bereinigt nicht wieder aus der Hand.

De facto lagen aber Matt Kenseth und ein zweites Mal Kasey Kahne während der nun folgenden ewigen Fahrt unter Grün kurz an der Spitze, jeweils als Hamlin sich zu einem „green flag stop“ verabschiedete. 20 Runden vor Schluss hatte der Gibbs-Pilot dann bereits einen Vorsprung von neun Sekunden auf den Zweitplatzierten Kahne herausgefahren, was NASCAR dazu brachte, nach Staubkörnern auf der Strecke Ausschau zu halten. Ein letzter Boxenstopp während der folgenden „debris caution“ veränderte die Reihenfolge in den Top5 für den finalen Restart aber nicht mehr, weil die neun vordersten Fahrer draußen blieben. Hamlin lag also vor Kahne und Kurt Busch, dahinter hatten sich Jeff Gordon und Greg Biffle platziert. Denny Hamlin ließ im 14-Runden-Sprint nichts mehr anbrennen und gewann in Michigan sein fünftes Saisonrennen.

Bei Hendrick holten Gordon, Johnson und Earnhardt drei unauffällige Top5-Resultate

Weiter hinten nutzten Jimmie Johnson, Tony Stewart, Dale Earnhardt Jr und Jeff Burton ihre neuen Reifen und arbeitete sich noch an Greg Biffle vorbei, Joey Logano komplettiert die Top10. Für Joe Gibbs Racing wieder ein Top-Ergebnis, nur Kyle Busch (20.) kam nicht so richtig in Schwung nachdem er das Rennen wegen eines Motorwechsels am Ende des Feldes starten musste. Die Fahrer von Hendrick Motorsports fuhren ein unauffälliges Rennen, was zu einem halbwegs guten Abschluss führte: Jeff Gordon (4.), Jimmie Johnson (6.) und Dale Earnhardt Jr (7.) konnten in die Top10 fahren, nur Mark Martin (16.) fand sich außerhalb wieder. Beim Kundenteam von Stewart-Haas Racing erwischte nur Tony Stewart (5.) einen guten Tag, Ryan Newman (32.) war über ein Teil gefahren, welches sein Handling zerstörte. Richard Childress Racing belegte die Plätze 8 (Jeff Burton), 19 (Kevin Harvick) und 22 (Clint Bowyer) und konnte meine Erwartungen nicht so richtig umsetzen.

Das Chevrolet-Lager komplettieren Juan Pablo Montoya mit Platz 13 und Earnhardt-Ganassi-Teamkollege Jamie McMurray auf Rang 24. Für den Kolumbianer sollte nun mit dem ersten Rundkursrennen in Sonoma am nächsten Wochenende wieder ein besseres Ergebnis folgen – er wird es jedenfalls bei 189 Punkten Rückstand auf den Chase brauchen. Bei Dodge und Kurt Busch (3.) war nur am Anfang ein Kraut gegen Denny Hamlin gewachsen, Sam Hornish Jr (26.) und Brad Keselowski (27.) verschwanden im Mittelfeld. Das zweite Toyota-Lager von Michael Waltrip Racing platzierte sich mit Marcos Ambrose (15.), Martin Truex Jr (17.) und David Reutimann (18.) geschlossen in den Top20. Bei Red Bull Racing lief wie berichtet gar nichts zusammen, Scott Speed kam auf Platz 28 an, während Casey Mears (36.) aufgrund mehrerer Kollisionen viel Zeit in der Garage verbrachte. Beim Team hofft man nun ebenfalls auf Sonoma, wo bekanntlich Mattias Ekström die #83 fahren wird.

Zu guter letzt noch die Ergebnisse der Ford-Piloten, welche mit dem neuen FR9-Motor wieder ein Stück konkurrenzfähiger geworden sind: Kasey Kahne brachte einen starken zweiten Rang nach Hause und hätte ohne Hamlins-Dominanz wohl den ersten Ford-Sieg in einem Punkterennen seit dem Talladega-Chase-Rennen 2009 eingefahren. Greg Biffle (9.) schaffte es in die Top10, welche AJ Allmendinger (11.), Carl Edwards (12.) und Matt Kenseth (14.) nur knapp verwehrt blieb. Elliott Sadler (21.), Paul Menard (25.) und David Ragan (34.) setzten ihre schlechte Serie fort und fanden sich außerhalb der Top20 ein, Bill Elliott fuhr auf Platz 29.

Gibbs führt seit dem Spoilerwechsel das Feld an und Ford kommt mit dem FR9 sehr spät

Insgesamt zeigt das, dass die Ford-Ingenieure doch noch ordentlich Arbeit vor sich haben, um zur alten Stärke zurück zu finden. Der neue Motor kommt wirklich sehr spät, alle anderen Hersteller haben schon vor einigen Jahren den letzten Wechsel vollzogen: Chevy (R07) 2007 und Dodge (R6P8) 2008. Die aktuellen Toyota-Motoren datieren ja vom Einstieg des Herstellers in den Cup 2007 und wurden von Toyota Racing Development entwickelt, von denen nur Joe Gibbs Racing unabhängig arbeitet. Dieses Team ist im Moment auch jenes, welches es zu schlagen gilt. Hendrick Motorsports schwächelt weiterhin seit der Einführung des Heckspoilers, wenn auch in Michigan nicht mehr so stark wie zuletzt. Diese Tendenz belegt die Spoiler-Vermutung: Vor Martinsville gewann Jimmie Johnson drei von fünf Rennen und danach setzten sich Denny Hamlin und Kyle Busch in sieben von zehn Meisterschaftsläufen durch.

Der Meisterschaftsführende Kevin Harvick hält sich derzeit noch mit regelmäßigen Top10-Resultaten über Wasser, doch bei diesem Gibbs-Ansturm ist RCR die Tabellenspitze vermutlich in ein paar Wochen los. Unabhängig von den Spoiler-Entwicklungen ist Penske Racing, denn die haben sowohl davor als auch danach jeweils ein Rennen gewonnen. Im nächsten Jahr wird das alles noch eine Nummer interessanter werden, denn dann steht eine weitere Änderung am CoT an: Es gibt ab 2011 a  

June 11 2010

06:15

NASCAR: Vorschau Michigan Juni 2010

Saisonrennen Nummer 15 findet auf dem Michigan International Speedway statt. Da die Ford-Dominanz auf den Intermediate-Ovalen beendet ist, werden Nachfolger gesucht. Joe Gibbs Racing und Hendrick Motorsports sind da eigentlich die logische Wahl.

An diesem Wochenende steht der Michigan International Speedway auf dem Programm, der eine ähnliche Streckenführung wie der jüngere Zwilling in Kalifornien bietet. Das Oval ist zwei Meilen lang und weist mit 18° Banking noch einmal vier Grad mehr auf als der Auto Club Speedway. Dieser kleine Unterschied bei der Kurvenüberhöhung sorgt dann auch dafür, dass bei den Michigan-Rennen weniger Langweile herrscht als in Fontana. Das Oval bietet den Fahrern gleich mehrere verschiedene Fahrlinien: Oben an der Mauer, unten an der weißen Linie und dann noch ein bis zwei weitere „grooves“ in der Mitte der Piste. All das lässt sich auch beliebig miteinander kombinieren, je nachdem in welchem Abschnitt der Turns der Wagen „loose“ oder „tight“ reagiert.

Zumindest bei den Restarts wird es ähnlich wie in Pocono für einige Runden ordentlich zur Sache gehen – Überholmanöver sind also möglich. Bei langen Grünphasen zieht sich das Feld dann aber meist schnell auseinander. Bekannt ist die Strecke auch für Benzinkrimis, wie Brian Vickers‘ und Dale Earnhardt Jrs Siege in den letzten beiden Jahren beweisen. Könnte also durchaus spannend werden, wenn unklar ist, wann und ob die letzte Caution nach einem dieser langen Abschnitte unter Grün kommt. Einen Vorteil haben die Rennen auf dem Michigan International Speedway gegenüber Fontana aber noch: Sie dauern statt 500 Meilen nur deren 400! In Kalifornien hat man aber bereits reagiert und das Chase-Rennen um 100 Meilen verkürzt, um unsere Nerven zu schonen.

Eigentlich ist die Strecke in Brooklyn, Michigan nahe dem Autozentrum Detroit ja Ford-Territorium, doch seit einem Jahr schwächelt die Truppe nun schon auf allen Streckentypen. Auf den Intermediate-Ovalen ist man nur noch ein Schatten seiner selbst, doch der neue FR9-Motor soll Abhilfe schaffen, wenn er ab dem Juli-Rennen von allen Ford-Teams ausschließlich gefahren wird. Viel mehr PS hat das neue Aggregat aber vermutlich nicht, selbst Matt Kenseth spricht nur von kleineren Fortschritten. Wichtiger ist heutzutage auch eher eine effiziente Kühlung, die es erlaubt mit mehr „tape“ auf dem Kühlergrill zu fahren. Dadurch kann man auf den großen, langen Strecken deutlich mehr „downforce“ erzeugen und den Speed nicht aus der Leistung, sondern aus der Aerodynamik ziehen. Ein weiterer realistischer Ansatzpunkt für Optimierung ist das Gewicht der Wagen, welches mit neuen Materialien seit Einführung des CoT schon um einige Kilo gesenkt werden konnte. Leider finde ich keinen entsprechenden Link der das bestätigt, es wurde jedoch bei einer der letzten TV-Übertragungen erwähnt.

Das Ende der Ford-Dominanz auf den Intermediate-Ovalen bietet Platz für andere Teams

Werfen wir also einen Blick auf die einzelnen Fahrer, die sich am Wochenende Chancen auf einen Erfolg ausmalen dürfen. Die Liste der bisherigen noch aktiven Sieger sieht weiterhin Bill Elliott vorne, der in den 80er-Jahren sieben Mal gewinnen konnte. Zwar tritt er mit an diesem Wochenende mit der #21 der Wood Brothers an, doch ein Sieg wäre mehr als eine Überraschung. Direkt dahinter folgt Mark Martin, der vier seiner fünf Erfolge in den 90er-Jahren bei Jack Roush erzielte. Der fünfte Sieg stammt aus dem Vorjahres-Juni-Rennen, was Martin also am Sonntag zum Titelverteidiger macht. Bobby Labonte konnte ebenfalls in den 90ern drei Erfolge für Joe Gibbs feiern, doch muss er momentan eher darauf achten, nicht aus den Top35 zu fallen. Mehrere Rennen musste er mangels Sponsorengeldern nun schon vorzeitig abbrechen und die Übersicht weiter unten in diesem Artikel zeigt, wie heikel die Situation zu werden droht.

Jeff Gordon, Matt Kenseth, Kurt Busch, Ryan Newman, Greg Biffle und Carl Edwards haben mittlerweile schon jeweils zwei Siege auf dem Konto, während Tony Stewart, Kasey Kahne, Dale Earnhardt Jr und Brian Vickers ihre Fahrt in die „victory lane“ bisher nicht wiederholen konnten. Schaut man die Liste noch einmal in Ruhe durch, so kann man gleich einige interessante Tatsachen feststellen: Weder Jimmie Johnson, noch die beiden Joe-Gibbs-Piloten Denny Hamlin und Kyle Busch tauchen unter den bisherigen Siegern auf. Am Wochenende dürfte es also ziemlich spannend werden, wer den in Michigan von Ford freigemachten Platz an der Spitze einnehmen wird. Bei Hendrick Motorsports kommt man ja seit der Spoiler-Umstellung nicht mehr so richtig gut zurecht, aber ob Gibbs auch an diesem Wochenende wieder auftrumpfen kann, bleibt abzuwarten. Die jüngere Geschichte der Strecke sagt zwar klar „Nein!“, in dieser Saison haben sich die Kräfte jedoch eindeutig verschoben, sodass ein Sieg von Hamlin und Busch möglich erscheint.

Ein weiterer Kandidat für die Top5 ist für mich Tony Stewart, der langsam wieder zu seiner alten Form zurückfindet. Tabellenführer Kevin Harvick und der Rest der Childress-Mannschaft fährt fast unter Garantie wieder geschlossen in die Top10, alleine Harvick hat dies 2010 in zehn von 14 Rennen geschafft – ähnlich konstant war in diesem Jahr erstaunlicherweise nur Kyle Busch (9 von 14), der Meisterschaftszweite. Nicht ausgeschlossen sind auch gute Resultate der Penske-Truppe, sogar Sam Hornish Jr fuhr 2009 einmal in die Top5 und mit Kurt Busch muss man bekanntlich immer rechnen. Bei Michael Waltrip Racing kam es in diesem Jahr schon mehrfach zu einigen sehr guten Ausreißern nach oben, die sollte man für die Zukunft auf dem Zettel haben. Bei Earnhardt-Ganassi Racing hängt wie immer alles von der Tagesform und dem „tough luck“ ab, mal schauen.

Front Row Motorsports hat sich in Pocono selbst ein Ei gelegt / Glück für Robby Gordon

Zum Schluss noch die aktuellen Meisterschaftsstände bei den Fahrern und den Ownern: Ryan Newman hat sich nach Pocono aus den Top12 verabschiedet, den letzten Chase-Platz bekleidet nun Clint Bowyer. Tony Stewart konnte von seinem dritten Rang am letzten Wochenende profitieren und hat nun bis auf ein winziges Pünktchen zum Chase aufgeschlossen; eine geradezu perfekte Ausgangssituation für den so bekannten, sensationellen Smoke-Sommer. Hinter Truex auf Platz 15 folgt Dale Earnhardt Jr, der mit 87 Punkten Rückstand auf Rang 12 noch alle Chancen auf den Chase besitzt. Danach tauchen Joey Logano (-101), Jamie McMurray (-110), David Reutimann (-146) und Juan Pablo Montoya (-173) in der Tabelle auf, die haben allerdings schon mehr als 100 Zähler Rückstand auf die Meisterschaftsentscheidung.

Momentan streiten sich also noch ca. 16 Fahrer um den Einzug in den Chase nach 26 Rennen. Zwölf Mal haben sie noch die Gelegenheit, nötige Punkte zu sammeln. Vielleicht erleben wir ja noch einige große Comebacks im Verlauf der Saison. Im Chase konnte Denny Hamlin sich mit dem vierten Saisonsieg auf Platz 3 hochschieben, Jeff Gordon verlor dagegen drei Plätze in den Punkten. In der Owner-Wertung hat sich in der letzten Woche viel getan. Zunächst war Robby Gordon nach der taktischen Umstrukturierungs-Meisterleistung von Front Row Motorsports aus den Top35 geflogen. Dann konnte die Vertretung Ted Musgrave den Toyota mit der #7 in Pocono nicht qualifizieren, was für Gordon bedeutete, dass er wertvolle Punkte für die Rückkehr in die Top35 verlor.

Allerdings nahm sich das Front-Row-Team mit der Nummer #38, welches momentan Travis Kvapil am Steuer vertritt, selbst aus dem Rennen. Illegale Reifenventile in Pocono führten gestern zu einer empfindlichen Strafe: 150 Punkte wurden in Fahrer- und Owner-Wertung abgezogen, zusätzlich wurden Crew Chief Steve Lane (+100.000 US-Dollar Strafe), Car Chief Richard Bourgeois und Reifenspezialist Michael Harrold bis zum Chase gesperrt. Damit steht Robby Gordon nun wieder in den Top35 und das sogar mit einem Polster von 66 Punkten. Travis Kvapil muss nun sogar eher nach hinten schauen, wo 21 Punkte weiter schon die #26 von Latitude 43 Motorsports wartet. David Stremme hat für das kleine Team in letzter Zeit beträchtlich Punkte aufgeholt. Gut nur, dass Kvapil bei der durchschnittlichen Zielankunft die Top-Position bei Front Row Motorsports einnimmt.

Das zweite von sechs Rennen auf TNT steht ebenfalls am Sonntagabend ab 18 Uhr mit Vorberichten auf dem Programm, mit dem Rennstart kann gegen 19:15 Uhr gerechnet werden. Der offizielle RaceBuddy-Stream ist wieder über nascar.com erreichbar. Das Qualifying wird am Freitagabend ab 21:30 Uhr auf SPEED übertragen. Ebenfalls in Michigan sind die Trucks am Start, deren Rennen am Samstagabend um 19:30 Uhr nach der Cup-Happy-Hour auf SPEED gesendet wird. Die Nationwide Series ist am Wochenende auf dem Kentucky Speedway mit den fünf Doppelstartern Joey Logano, Brad Keselowski, Carl Edwards, Joe Nemechek und Paul Menard unterwegs. Die Übertragung auf ESPN beginnt in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 1:30 Uhr, wer also eine kurze Pause vom Rennen in Le Mans einlegen will, der bekommt ordentlich Programm geboten.

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