Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

February 05 2014

11:20

Newshappen: Ausgabe vom 05.02.2014

Mal wieder eine Runde News aus den letzten Wochen mit vielen Links

// Zunächst mal zu Michael Schumacher. Letzte Woche gab es die Meldung, dass die Ärzte damit beginnen, das induzierte Koma langsam aufzuheben. Bedeutet: Die Medikamente, die Schumacher in einem künstlichen Schlaf gehalten haben, werden langsam reduziert. Was darauf hinweist, dass die Blutungen und Häamtome im Gehirn abgeschwollen, bzw. verschwunden sind und die Schädeldecke geschlossen wurde. Schumacher soll auf die ersten Reizen positiv reagiert haben. Diese Reize werden sehr basal sein. Es geht um Schmerzreaktionen, also reagiert das vegetative Nervensystem auf Schlüsselreize, wie einen Stich mit einer Nadel. Der nächste Schritt wird sein, dass man die künstliche Beatmung abstellt, was ein echter Fortschritt wäre. Es geht um kleine Schritte, die sich über Wochen hinziehen können. Über Spätfolgen kann man zu diesem Zeitpunkt immer noch nichts sagen. Wir drücken Michael Schumacher weiter die Daumen!

// Bei Renault arbeitet man im Moment rund um die Uhr daran, die Probleme mit dem V6-Turbo abzustellen. Bisher klingt es eher so, als ob das allerdings keine leichte Aufgabe ist. Rob White, Deputy Managing Director von Renault, war immerhin so ehrlich, die Probleme klar zu benennen: “…we had problems with a sub-system within the Energy Store that did not directly concern either the battery nor the operation of the battery – it is an electronic part that was in the same housing as the Energy Store. We subsequently had problems with turbocharger and boost control systems with knock-on effects on the associated engine management systems, subsequently provoking mechanical failures.” Das klingt nicht wirklich gut. Elektrische Probleme wären zu verschmerzen und vermutlich per Software zu klären. Mechanische Probleme deuten auf ein viel größeres und tieferliegendes Problem hin. Ob das in den wenigen Tagen bis zum Bahrain-Test zu klären ist? Vermutlich nur, wenn man zunächst die Leistung reduziert. Die Testzeiten in Bahrain werden interessant sein.

// Ross Brawn hat McLaren und der Rest der Welt das “Gone Fishing” Schild gezeigt. Und zwar wortwörtlich. Er bereitet sich auf dieses Jahr auf seine Lieblingsbeschäftigung vor, dem Fischen. Eine Rückkehr hält er zunächst für ausgeschlossen. McLaren hat sich mittlerweile auch den von Lotus unverständlicherweise entlassenen Eric Boullier geschnappt und diesen als “Racing Director” eingestellt. Kann gut sein, dass er unter Ron Dennis, der nicht mehr zu allen Rennen reisen will, der verantwortliche Chef bei McLaren an der Strecke wird.

// Audi hat die Fahrerbesetzungen für die WEC bekannt gegeben. Für Alan McNish rutscht Lucas di Grassi ins Team. Die Chancen, dass Kristensen Sieg Nummer 9 in Le Mans einfahren kann, sind damit unserer Meinung nach erheblich gestiegen, denn mit Loic Duval hat man ja nun keinen schlechten Partner an Bord. In der #2 sitzen wie immer Fässler, Tréluyer, Lotterer. In der #3 werden Bonnanomi, Olli Jarvis und Albuquerque in Steuer greifen. Auch gut: Wir können schon jetzt die Ankündigung hier machen, dass wir auch 2014 wieder in Le Mans vor Ort sein werden um die Schlacht zwischen Porsche, Toyota und Audi live zu berichten.

// Auf der anderen Seite des Atlantik tut man sich in Sachen Prototypen noch etwas schwer, wie wir hier berichtet haben. Nicht völlig überraschend kommt die Ankündigung der IMSA, dass man die BoP zwischen den DP und den LMP2 für Sebring überarbeiten wird. Die DPs bekommen den vollen Diffusor (in Daytona fuhr man die letzte Spezifikation nicht), die LMP2 sollen mit dem “Low Downforce Kit” aus Le Mans an den Start gehen. Wir reden hier über rund 300 bis 400 Pfund mehr Abtrieb für die DPs und mindestens 200 Pfund weniger für die P2. Schon in Daytona lamentierten die DP-Teams, dass man in Sebring quasi chancenlos sei. Obwohl die DPs in Daytona 1.5 Sekunden schneller waren. Das Spiel geht also weiter, wobei das Problem ist, dass die “LMP2 Lobby” mit Greg Pickett (Muscle Milk), Extreme Sport und Oak relativ klein ist. Immerhin stemmt man sich gegen Ford, Chevrolet, Chip Ganassi, Michael Shank und andere.

// In der NASCAR geht es vor dem Start in die Saison auch zur Sache. Die Änderungen am Chase haben wir hier dokumentiert. Kurzgefasst: Es gibt ein Shootout von vier Fahrern im letzten Rennen, der Gewinner hat den Titel, egal wie oft er vorher gewonnen hat. Gleichzeitig hat die NASCAR den Strafenkatalog endlich mal transparent gemacht. Es gibt nun sieben Stufen im Strafensystem, wobei die erste nur eine Verwarnung ohne Konsequenzen is. Neu ist: Man verliert bei der höchsten Stufe der Strafe einen Sieg, was wichtig für den “Race for the Chase” sein kann.

// Geradezu sensationelle Neuigkeiten gibt es aus der BTCC zu berichten. Unsere allerliebste Tourenwagenserie erfährt eine massive Aufwertung durch die Rückkehr des Ex-Meisters Fabrizio Giovanardi, der einen Ford Focus für das Airwaves Team pilotieren wird. Von den allgemein bekannten wie beliebten “Hotshots, die gerne mal anklopfen” wären dann 2014 am Start: Jason Plato (MG), Matt Neal (Honda), Gordon Sheddon (Honda), Colin Turkington (BMW) [Alles Ex-Meister der BTCC], Andrew Jordan (Honda) [Meister 2013] und eben Giovanardi. Dazu kommen die ebenfalls nicht gerade zurückhaltenden Piloten wie Rob Austin (Audi), Tom Onslow-Cole (Ford), Dave Newsham (Toyota), Mat Jackson (Ford) oder Rob Collard (BMW). Man sollte seinen Popcorn-Vorrat frühzeitig anlegen.

// Und am Schluss: The return of Podcast. Ab dem 20.02. wird es wieder den Podcast geben. Zunächst mit kleineren Pausen, ab dem Start der F1-Saison dann in der üblichen Sequenz. Wir werden dieses Jahr ein paar Änderungen vornehmen. Es wird weniger um Rennberichte gehen, mehr um Hintergründe, Analysen und sonstige Auffälligkeiten. Wir versuchen uns auch auf 60 Minuten zu beschränken. Ehrlich. [Insert hier: Gelächter]

96 total views, 96 views today

The post Newshappen: Ausgabe vom 05.02.2014 appeared first on Racingblog.

flattr this!

January 14 2014

07:35

Newshappen: Ausgabe vom 13.01.2014

// Traurige Nachrichten gibt es aus der Formel Eins. Der Vater von Jenson Button, John Button, ist heute im Alter von 70 Jahren verstorben. John Button war selber lange aktiver Motorsportler, bis er dann die Karriere seines Sohnes unterstützt hat. Er war bei jedem F1-Rennen anwesend, hielt sich aber meist aus dem aktuellen Geschehen um seinen Sohn heraus. Unser Beileid gilt der gesamten Familie Button, der wir alle Kraft für diesen schweren Moment wünschen.

// Keine neuen Nachrichten gibt es von Michael Schumacher. Weder über die Familie noch über die Ärzte wurden Neuigkeiten preisgegeben. Sein Zustand soll weiter stabil, aber kritisch sein. Wie schon mehrfach erwähnt werden die Ärzte diesen Zustand so lange kommunizieren, bis Schumacher aufgewacht ist. Wann dies der Fall sein kann man nicht sagen. Das künstliche Koma kann noch zwei oder mehr Wochen andauern, je nach dem wie schwer die Verletzungen an seinem Hirn sind und ob weitere Operationen erforderlich sind. Ex Formel Eins Doktor Gary Hartstein erwähnt auch, dass es Monate dauern kann, bis man letztlich etwas genaues über die Tragweite der Verletzungen machen kann. Wir drücken weiter die Daumen und hoffen, dass Schumacher bald wieder auf den Beinen ist!

// In der Formel Eins gibt es gerade hinter den Kulissen ein massives Stühlerücken bei den Ingenieuren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass im Winter mal ein paar das Team wechseln, vor allem wenn sie aus der zweiten oder dritten Reihe stammen. Ein Teamwwechsel bedeutet meist auch eine bessere Position und mehr Geld. Aber das Ausmaß in diesem Jahr ist schon ungewöhnlich hoch. Praktisch kein Team wurde von Personalwechseln verschont, richtig schlimm hat es Lotus erwischt, die nach James Allison im letzten Jahr weitere wichtige Entwickler an die Konkurrenz verloren haben. Joe Saward hat eine Übersicht, wer da jetzt bei wem arbeitet. Dazu passt die heutige Meldung von Williams. Die haben sich Ingenieure von Mercedes, Force India und Lotus geschnappt.

// Max Chilton wurde von Marussia für 2014 bestätigt. Damit ist er dann die erste “Nummer Zwei” bei Marussia, dem das überhaupt gelingt. Das wird zum einen am Geld von seinem Vater liegen, zum anderen hat er sehr ansprechende Leistungen gegen Ende der Saison gezeigt. Bisher hatte Jules Bianchi ihn zwar immer Griff, aber die Abstände waren meist nicht allzu groß.

// Die meisten haben es ja schon mitbekommen, aber hier noch mal die Startliste mit allen Startnummern der Fahrer für die Saison 2014. Praktisch, jetzt muss man sich nur einmal die Startnummern merken. Wie groß die allerdings auf den Fahrzeugen angebracht werden sollen, ist bisher nicht bekannt.

// Lotus wird den ersten Test in Jerez Ende Januar auslassen. Das ist schon ein massiver Rückschlag, denn in diesem Jahr wird man jeden Testkilometer benötigen. Lotus sagt, dass der Test nichts “Entwicklungskonzept” passt. Was eine hübsche Umschreibung für “Wir sind nicht fertig und wissen auch noch nicht wann” ist. Angeblich hat man Probleme mit der in diesem Jahr noch komplizierter gewordenen Verkabelung, bzw. deren Isolierung. Lotus geht auch davon aus, dass man nicht das einzige Team sein wird, dass den ersten Test nicht mitmacht. Im Plan sind aber weiter: McLaren, Ferrari, Mercedes, Sauber und Caterham.

// Sergej Sirotkin wird 2014 in der WSbR 3.5 Liter für Fortec antreten. Eine Superlizenz bekommt er aber auch erst dann, wenn die Ergebnisse stimmen. Zwar ist er schon eine Saison in der Serie unterwegs gewesen, aber vermutlich ist es besser so, als wenn man ihn sofort in einen F1 gesetzt hätte.

// Es gibt einen Neuzugang in der WEC. Nissan hat angekündigt, dass man 2015 eine komplette Saison in der LMP1 bestreiten wird. Man wird also gegen die Hersteller Audi, Porsche und vermutlich Toyota antreten. Ebenfalls noch im Gespräch ist ein Aufstieg von Mazda, die in diesem Jahr mit ihrem Diesel in der USCC antreten. Dazu kommen die Gerüchte um Ferrari, denen man ebenfalls nachsagt, dass sie an der WEC Interesse haben. Die neue LMP1 und Le Mans könnte damit eine neue Blüte erleben und so umkämpft sein wie kaum in ihrer Geschichte.

78 total views, 72 views today

The post Newshappen: Ausgabe vom 13.01.2014 appeared first on Racingblog.

flattr this!

January 01 2014

08:00

Best of 2013 – Yankee

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Super GT JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013 Day 2 GT500 Start2013 war ein Auf und Ab. Ein Jahr mit vielen gemischten Gefühlen. Wir haben gejubelt, gelacht, getrauert. Auf die schönen, unterhaltsamen Momente folgten die Stunden der Trauer, die Stunden des Schmerzes. Auch 2013 forderte der Motorsport erneut seine Opfer – Fahrer, Streckenposten, Zuschauer – die viel zu früh von uns gegangen sind. Zu früh bei einer Tätigkeit die sie liebten auszuführen. Mit Schock erinnere ich mich noch an den Moment, als Allan Simonsens Tod bei den 24 Stunden von Le Mans verkündet wurde.

Ich operierte damals die ersten beiden Rennstunden in unserem Live-Ticker, hatte dementsprechend die unliebsame Aufgabe über jene Schockmeldung zu berichten. Simonsens plötzliches Ableben war der zunächst traurige Höhepunkt einer Motorsport-Saison, die bereits im Februar beim NASCAR Nationwide Series-Rennen nur knapp an einer Katastrophe vorbeischrammte. 2013 steht im Zeichen von Allan Simonsen, Sam Edwards, Wolf Silvester, Janina Depping wie auch ihrer Beifahrerin, Jason Leffler, Maria de Vilotta sowie vielen weiteren, die viel zu früh von uns gegangen sind. Überschattet wurden die letzten Tage dieses emotional hügeligen Jahres mit der schockierten Meldung über Michael Schumachers schweren Ski-Unfall, der zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels (Stand: Montag, 30.12.2013) um sein Leben kämpft. Ich hoffe inständig, dass Schumacher die Kraft und das Glück hat, dieses eine „letzte Rennen“ um sein Leben zu gewinnen.

Den richten Übergang zum eigentlichen Hauptteil dieses Artikels ist nach diesem Einstieg nur schwierig. Trotz der Trauer gab es sie doch noch, die schönen Momente im Motorsport-Jahr 2013. Momente die uns erinnern, warum wir die ganze PS-Hatz und Kreisfahrerei eigentlich schauen und lieben. Momente die uns erinnern, weshalb wir früh am Morgen respektive spät in der Nacht uns vor den Fernseher oder Stream setzen, um Rennen von aller Welt zu verfolgen.

Bestes Rennen
Das Rennen der Super GT im Sportsland Sugo. Zugegeben, ich bin da natürlich etwas voreingenommen. Doch auch so wäre meine Wahl nach Japan gefallen. Das Rennen auf der malerischen Naturrennstrecke nahe Sendai bot nahezu alles, was man sich als Motorsport- / Sportwagen-Fan wünschen konnte. Viele Zweikämpfe in beiden Klassen, Überholmanöver, Spannung, wechselhafte Witterungsbedingungen und eine höchst kuriose Szene. Tatort Rainbow-Corner in Runde 70: Im erbarmungslosen aber stets fairen Zweikampf versuchen bei Nieselregen sich der Führende Yuji Tachikawa (außen) sowie Juichi Wakisaka (innen) am Evangelion-McLaren vorbei zu quetschen. Dabei berührt Wakisaka den lila McLaren leicht, der wiederum den Zent Cerumo-Lexus von Tachikawa touchiert. Tachikawa dreht sich ins Kies, während von hinten die beiden Honda mit Takashi Kogure und Frédéric Makowiecki ein 3-wide-Manöver auf der Geraden mit Wakisaka in der Mitte aufmachen. Dabei kommen Makowiecki sowie Kogure, jeweils von außen, dem Denso Kobelco SC430 von Wakisaka zu nahe. Makowiecki berührt den Lexus, schießt quer rüber und trifft Kogure. Vier der Top-Favoriten auf den Rennsieg waren eliminiert; Wakisaka schleppte sich mit einem Schaden noch auf Position Vier ins Ziel. Am Ende fuhr das ARTA-Team von Aguri Suzuki einen Doppelsieg in der GT500 wie auch GT300 ein. Sugo wie es leibt und lebt. Viel Action sowie ein denkwürdiger Moment, der schon jetzt in die Geschichte der Super GT eingeht.

Andere, denkwürdige Rennen waren jenes der Super Formula, ebenfalls im Sportsland Sugo, der Grand Prix von Long Beach der IndyCar (Takuma Sato gewinnt als erster Japaner ein IndyCar-Rennen) sowie der Saisonauftakt der Super GT in Okayama und das Finale der Super Formula in Suzuka.

Bestes Finish
Meine Kollegen Don und Thomas haben mir schon meine Wahl für die „weiteren Plätze“ mit jenen Zieleinläufen der IndyCar in den Straßen von Sao Paulo sowie dem Indy-Lights-Finish in Indianapolis abgenommen. Meine persönliche Nummer Eins fällt aber erneut nach Japan, wenn ich auch persönlich in einer kleinen Zwickmühle stecke. Das Duell in den letzten Runden mitsamt Foto-Finish von André Lotterer und Loic Duval (0.041 Sekunden!) in der Super Formula im Sportsland Sugo war außergewöhnlich. Vorausgehend war ein spektakuläres Rennen, das wohl auch aufgrund von vier Safety-Car-Phasen stets spannend blieb. Meine Wahl fällt jedoch auf das Finale der Super Formula in Suzuka, speziell auf den zweiten Lauf. Die Ausgangslage war eindeutig: Naoki Yamamoto musste mindestens den dritten Platz erreichen, um bei Punktegleichheit den Titel vor dem aufgrund seines WEC-Engagements bei Audi nicht am Rennen teilnehmenden André Lotterer zu gewinnen. Vorausgegangen war ein Start-Ziel-Sieg Yamamotos im strömenden Regen in Lauf Eins. Der Regen spielte auch im zweiten Durchgang eine wichtige Rolle, als sich zum Ende hin wieder der Himmel über der legendären Grand-Prix-Strecke öffnete. Es folgte ein Finish, das in Punkto Dramatik jenem der Formel Eins in Brasilien 2008 in nichts nachstand.

Bester Fahrer
Die Wahl könnte so einfach sein: Sebastian Vettel dominierte die diesjährige Formel-Eins-Saison spätestens ab der Halbzeit nahezu fehlerlos. Dies erfordert Respekt und Anerkennung. Ermöglicht wurde dieser Erfolg vor allem aber auch durch den technisch absolut überlegenen Red-Bull-Boliden. Freilich muss solch ein Gefährt erst fehlerlos pilotiert werden. Doch auch wegen der Überlegenheit konnte Vettel seiner Konkurrenz nicht einmal den Hauch einer Chance lassen. Die Wahl könnte so einfach sein… Ist sie aber nicht, weshalb ich mich für „Mr. Sixpack“ Jimmie Johnson entscheide. In acht Jahren sechs Mal den NASCAR Sprint Cup bei 36 Rennen im Jahr zu gewinnen ist eine unglaubliche Leistung. Oder anders ausgedrückt: der schiere Wahnsinn. Johnsons Erfolg kam nicht von ungefähr und gewiss nicht von ihm alleine. Es ist das komplette Team rund um Crew-Chief Chad Knaus, die das Jahr über mehr als 100% gaben und zusammen mit Johnson stets Top-Resultate einfuhren.

Ebenfalls erwähnen möchte ich André Lotterer, der vielleicht etwas untergegangen vom Trubel anderer Fahrer erneut eine bärenstarke Saison fuhr, trotz hervorragender Leistungen aber aufgrund von ein bisschen Pech sein persönliches „Triple“ (24 Stunden von Le Mans, WEC, Super Formula) nicht erzielte. Im gleichen Atemzug muss man seinen Audi-Kollegen Loic Duval erwähnen, dem es zusammen mit Tom Kristensen und Allan McNish erstmals gelang beim Langstrecken-Klassiker an der Sarthe zu obsiegen sowie Team LeMans in der Super Formula mit dem Erfolg im Sportsland Sugo nach Jahren wieder auf die Erfolgsspur zu manövrieren. Die Ehrenerwähnung geht an Allan McNish, der erst kürzlich als frisch gekürter Weltmeister seine aktive Rennfahrerkarriere beendete. Der symphytische Schotte zählt zu den Größen des Motorsports, den wir hoffentlich schon bald als TV-Kommentator begrüßen dürfen. Sein Vater erzählte einst, dass er bei seiner Geburt nicht sicher war, ob Allan ein echter McNish sei. „Doch als ich seine Eier sah, da wusste ich, dass er ein echter McNish ist.“ Vielen Dank für die tollen und unterhaltsamen Jahre, Allan!

Bestes Team
Red Bull Racing, weil die lassen die Eier nicht im Pool hängen. Sagt der Vettel.

Wenn ich nun sarkastisch klingen wollte, hätte ich Michael Waltrip Racing benannt. Kein Team hat besser (lies: schlechter) beschissen als diese Truppe. Da dreht sich einer, da wird ein anderer geparkt. Und am Ende gibt es vor allem einen Dummen: Matrix Truex jr. Das Ergebnis vom Versuch ihn ungewollt mit irgendwelchen Team-Ordern in den Chase zu holen: Punkte weg. Sponsor und damit auch Job weg. Glücklicherweise fand er bei Furniture Row ein neues Cockpit.

Die ernstgemeinte Antwort fällt auf das Team rund um Jimmie Johnson und Chad Knaus bei Hendrick Motorsports. Weshalb habe ich bereits in der Kategorie zuvor erwähnt. Die Ehrenerwähnung geht an Team Cerumo in der Super GT, weil man trotz unverschuldeten Pech (u.a. in Sepang, Sugo und Suzuka) nicht aufgab und doch noch die Meisterschaft in der GT500 gewann.

Überholmanöver des Jahres
Der Dreikampf zwischen Ronnie Quintarelli, Takashi Kogure und Koudai Tsukakoshi in der Super GT zum Saisonauftakt in Okayama fünf Runden vor Schluss um den Sieg. Sollte der Timestamp nicht funktionieren, einfach bis Minute 9:30 vorspulen:

Feinde / Duell des Jahres
Sebastian Vettel und Mark Webber konnten sich noch nie so wirklich leiden. Das aber sowieso schon angespannte Team-Verhältnis wurde noch weiter belastet, als der Deutsche in der so genannten „Multi-21-Affäre“ sich nicht an die Team-Order hielt und Webber den Sieg strittig machte. Mehr als Zoff und lange Gesichter gab es bei Red Bull jedoch nicht. Ganz im Gegenteil zwischen den beiden Streithähnen Joey Logano und Denny Hamlin. Dieser Zoff endete, ausgehend von harten, kritisierenden Worten Hamlins nach dem Frühlingsrennen in Bristol, in einem schweren Unfall in Fontana, bei dem weder Hamlin noch Logano nachgeben wollten. Hamlin verletzte sich dabei schwer, so dass er für einen Großteil der Saison pausieren musste. Einen zumindest aus fahrerischen Sicht tröstenden Abschluss hatte diese „verlorene“ Saison für Denny Hamlin aber doch noch: Wieder einigermaßen genesen gewann er das Finale in Homestead-Miami.

Kostenpunkt des Jahres
Hier fällt meine Wahl eindeutig auf den kuriosen, in einem großen Blechhaufen endenden Start der American Le Mans Series in Baltimore. Glücklicherweise wurde niemand dabei verletzt.

Enttäuschung des Jahres
Enttäuschungen gab dieses Jahr so einige. Aus Motorsport-technischer Sicht ist mir allerdings besonders die Problematik zwischen Japan und Südkorea im Gedächtnis geblieben. Sowohl Super GT wie auch Super Formula haben versucht ein Einladungsrennen respektive einen Meisterschaftslauf im koreanischen Nachbarsstaat auszutragen. Ohne Erfolg. Die Absagen beider Serien kamen zwar kurzfristig und überraschend, gingen jedoch einer langen und öffentlich zumindest erfolgreich suggerierten Vorarbeit heraus. Offiziell sprachen GTA und JRP jeweils von „diversen Gründen“. Nach entsprechender Recherche konnte ich allerdings einige der genauen Streitpunkte benennen, über die ich in meiner

October 22 2013

12:24

Formel Eins: Danill Kyvat zu Toro Rosso

Toro Rosso wartet mit einer großen Überraschung auf. Für die Saison 2014 hat man den erst 19jährigen Danill Kyvat verpflichtet.

Danill KyvatToro Rosso hat bekannt gegeben, dass man sich für den 19jährigen Daniiö Kvyat als zweiten Fahrer neben Vergne entschieden hat. Den Namen dürften viele noch nicht mal gehört haben. Kvyat fährt bisher in der GP3, wo er in diesem Jahr den zweiten Platz in der Meisterschaft belegen konnte. In der F3 Euro war er auch unterwegs, allerdings als Gaststarter, so dass er keine Punkte gut geschrieben bekam. Seine bisherigen Erfolge sind durchaus sehenswert, allein der zweite Platz bei den GP3 ist schon recht erstaunlich für einen 19jährigen.

Auf der anderen Seite bin nicht nur ich massiv überrascht, dass sich Dr. Helmut Marko nicht für Antonio Felix da Casto entschieden hat. Da Costa konnte zwar keinen Meistertitel ergattern, gilt aber, zusammen mit Carlos Sainz jr., als ein sehr vielversprechendes Talent aus dem Red Bull Förderungsprogramm. Für da Costa bedeutet dies eine weitere Saison in der WSbR oder der GP2. Ein Grund, warum sich Red Bull für Kyvat entscheiden hat, mag seine Herkunft sein. Er stammt aus Russland, was für Red Bull insgesamt ja kein unwichtiger Markt ist. Eine andere Frage ist, ob Toro Rosso aufgrund der gestiegenen Kosten in der F1 sich für einen Paydriver entscheiden musste. Ich habe noch nicht rausfinden können, ob russische Geldgeber die Karriere von Kyvat zusätzlich zum Red Bull Programm unterstützen.

Ein weiterer Grund ist die eher schwache Saison von da Costa. Nachdem er 2012 die WsBR fast gewonnen hätte, obwohl er die ersten 5 Rennen auslassen musste, lief es dieses Jahr nicht so gut. Nicht alle Fehler lagen bei ihm, aber so zwingend wie im letzten Jahr, war er nicht unterwegs. Mit Kevin Magnussen gewann jemand die Serie, der intern mittlerweile höher gehandelt wird, als da Costa.

Kyvat dagegen zeigte in seinen bisherigen drei Jahren eine stetige Aufwärtstendenz, was Helmut Marko wohl überzeugen konnte. Auf der anderen Seite ist es leicht, mal drei Jahre hintereinander gut unterwegs zu sein. Als Mensch und als Fahrer lernt man aber auch, wenn es mal nicht so gut läuft.

Die Entscheidung kann man durchaus kritisch sehen. Kyvat fehlt es, ebenso wie Sirotkin bei Sauber, erheblich an Erfahrung. Wenn man sieht, wie lange selbst erwiesenermaßen schnelle Leute benötigen, um sich in der Serie zurecht zu finden, kann man sich schon Sorgen machen. Auf der anderen Seite sprechen die Ergebnisse beider Fahrer wieder eine andere Sprache. Toro Rosso geht aber meiner Meinung nach mit Kyvat ein Risiko ein, dass mit da Costa wesentlich geringer ausgefallen wäre. Vielleicht hofft man auf einen “neuen” Vettel, aber selbst der hatte immerhin noch eine halbe Saison in der WSbR, bevor er bei Toro Rosso einsteigen konnte.

Nicht um falsch verstanden zu werden. In der F1 waren schon immer die “jungen” unterwegs. Ein paar Beispiele, wie alt Fahrer bei ihrem Debüt waren:

Fernando Alonso 19 (Hat aber noch mal ein Jahr Pause eingelegt)
Sebastian Vettel 19
Jenson Button 20
Rubens Barichello 20
Felippe Massa 20
Kimi Räikkönen 21
Robert Kubica 21
Lewis Hamilton 22
Jochen Rindt 22
Niki Lauda 22
Jody Scheckter 22
Mika Häkkinen 22
Michael Schumacher 22
Emerson Fitipaldi 23
Jacques Villeneuve 24
Alain Prost 24
Ayrton Senna 24
Jacky Stewart 25
Nelson Piquet sen. 25
James Hunt 25
Jean Alesi 25
Nigel Mansell 27
Alan Jones 28
Damon Hill 31

Wenn man sich die Liste anschaut, sieht man, dass die meisten mit rund 22 Jahren in die F1 eingestiegen sind. Bis dahin hat man sich durch die Formel Ford und F3-Serie dieser Welt geschlagen. Ist gibt aber auch eine klare Tendenz in die Richtung, dass man seit etwas mehr als einem Jahrzehnt eher auf jüngere Fahrer setzt. Heute geht das mit der Karriere bei vielen, vor allem, wenn sie aus der Red Bull Schule kommen, deutlich schneller. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass die jungen Talente auch eine komplett andere Ausbildung bekommen. Da geht es nicht nur um die Rennen auf der Strecke, noch mehr Zeit verbringen die Fahrer im Simulator, der für die Ausbildung mittlerweile genauso wichtig ist, wie die Auftritte auf der Strecke.

Die Entscheidung für Kyvat macht auch noch aus einem anderen Blickwinkel durchaus Sinn. 2014 kommen komplett neue Autos. Die GP2 und die WsBR leben vor allem davon, dass sie in Sachen Motoren und Aerodynamik der F1 nicht unähnlich sind. Kyvat muss sich also nicht großartig umstellen. Eine Herausforderung wird das aber in jedem Fall. Dr. Helmut Marko meinte zur Verpflichtung abschließend: “No risk, no fun”.

1,398 total views, 1,398 views today

The post Formel Eins: Danill Kyvat zu Toro Rosso appeared first on Racingblog.

flattr this!

September 02 2012

16:52

Formel Eins: Analyse Spa 2012

Ein ereignisreiches Rennen, dass allerdings am Start knapp an einer Katastrophe vorbei schrammte. Die WM ist jetzt wieder völlig offen.

Die Wetten, dass Maldonado am Start irgendeinen Blödsinn fabrizieren würde, standen recht gut und er tat mit seinem Fehlstart alles, sie zu erfüllen. Aber was Grosjean sich in Spa geleistet hat, war dann doch eine ganze Ecke zu viel. Ein Unfall in der Startphase ist immer schlimm, man lässt sich deswegen auch immer etwas Platz. Eine Regel, von der der Franzose offenbar nichts gehört hat. Er klemmte Hamilton ein, der keine Chance hatte und er wusste, dass er den Briten den Weg abschneidet. Er war nicht mal halb vorbei, da hatte der McLaren-Pilot nicht mal die Chance vom Gas zu gehen, ohne eine Berührung zu riskieren. Die anschliessende Kollision war furchterregend, gerade weil der gesamte Lotus quer in der Luft liegend ein paar Zentimeter am Cockpit des Ferrari vorbei flog. Wie knapp das war, twitterte Alonso nach dem Rennen dann selber. Niemand kam zu Schaden, und Unfall würfelte das Feld gehörig durch. Die FIA war aber mächtig sauer.

Nach dem Rennen bestrafte die FIA dann Grosjean und sperrte ihn für das Rennen in Monza. Plus eine Strafe von 50.000 Dollar. Man wirft ihm eine “schweren Bruch der Regeln” vor und die willentliche Gefährdung anderer Fahrer. Zu dem war man wohl sauer, weil sich weder das Team, noch Grosjean während und nach dem Rennen offiziell entschuldigt hat. Wie auch immer: So einen Unfall will man nicht auf einer Strecke sehen, wo der Weg vom Start zur ersten Kurve länger ist und es weniger Auslaufzonen gibt, die Strafe ist hart, aber vielleicht hilft es ja. Normalerweise müsste jetzt Jerome D’Ambrosio in Monza fahren, aber mal abwarten, was Lotus diese Woche entscheidet. Ich bin mit der Strafe einverstanden. Sie ist nicht allein auf den Unfall in Spa zurückzuführen, sondern basiert auf einer ganzen Reihe von Kollisionen in diesem Jahr. Die Heftigkeit des Unfalls in Spa und das Fehlen jeder Entschuldigung hat die Strafe nachvollziehbar gemacht.

Mit dem Unfall verabschiedeten sich auch die Hoffnungen von Sauber, Alonso und Hamilton. Sauber, aussichtsreich aus P2 und P5 gestartet, verlor Perez sofort. Kobayashi, der schlecht gestartet war, fiel ans Ende des Feldes zurück. Das sein Wagen überhaupt noch fuhr nach dem Hamilton drüber flog, war schon eine kleine Sensation. Der Ausfall von Alonso eröffnete dann eine gute Möglichkeit für Räikkönen und beide Red Bull. Letztere steckten nach dem Crash um P10 herum, doch der RB8 erwies sich im Rennen mal wieder etwas besser, als in der Qualifikation.

Vorne zog jedoch Jenson Button nach dem Restart einsam seine Runde. Kein Konkurrent war in der Lage, dem McLaren zu folgen, Button brannte die schnellsten Rundenzeiten in den Asphalt und besorgte sich schnell ein Polster von mehr als 10 Sekunden. Der Champion von 2009 hatte schon in der Quali geszeigt, dass die neuen Updates am McLaren perfekt funktionieren. Dazu kam ein neuer Heckflügel, um den es teamintern aber großen Ärger gab. Während sich die Button-Mannschaft dazu entschloss, den Flügel zu fahren, schraubte man Hamilton die alte Version drauf. Der beschwerte sich nach dem Rennen per Twitter mit einem herzhaften “wtf” und stellte bei Instagram als Beweis ein Bild der Telemetriedaten ein. Er löschte das Bild zwar wieder, aber da war es dann schon zu spät.

Erklärung der Linien von unten nach oben:
- Gaspedalstellung
- Getriebe, Gang
- Gestrichelte Linie = Zeitverlust zu Button, je weiter sie nach unten zeigt
- Bremse (nicht ganz sicher)
- Geschwindigkeit
- Die Zahlen links zeigen Unterschiede zu Button

Red Bull und Ferrari vermeldeten süffisant, dass sie sich die Zahlen sehr genau anschauen würden. Viel anders als das, was man selber an Daten hat, wird es aber auch nicht sein.

Aber zurück zum Rennen. Button vorne war weg, dahinter wollte es sich Räikkönen bequem machen, der musste sich aber mit Nico Hülkenberg rumschlagen, der im Startgetümmel irgendwie auf P3 gelandet war. Hinter lag Paul di Resta, der allerdings das gesamte Rennen ohne KERS auskommen musste, und dementsprechend zurück fiel. Der Deutsche brannte vorne aber ein kurzes Feuerwerk und schnappte sich dank DRS auch den Lotus. Wegen des hohen Reifenverschleiss des Force India musste er aber eine andere Strategie einschlagen und verlor P2 am Ende gegen Räikkönen und Vettel. Aber er hat sich mal wieder nachdrücklich für ein Cockpit in einem Top Team empfohlen und die Gerüchteküche in Spa bringt in mittlerweile mit Ferrari in Verbindung. Die werden sich das Rennen des Deutschen genau angeschaut haben, landete er doch vor Massa.

Maßgeblich für den Ausgang des Rennens war aber die Reifenstrategie. Es hatte kurz vor dem Rennen Gerüchte gegeben. das Red Bull eventuell Probleme haben würde. Es war sogar zu lesen, dass Horner von Pirelli verlangt habe, aus Sicherheitsgründen alle Teams auf drei Stopps festzulegen. Paul Hembry kommentierte die Meldungen mit “Blödsinn” und auch bei Red Bull wollte man nichts davon wissen. Tatsächlich splitteten sie die Strategie von Vettel und Webber und ließen Vettel mit einer Ein-Stopp-Strategie fahren. Im Falle von Button, der ebenfalls nur einmal hielt, war ich mir sicher, dass es klappen würde, bei Vettel nicht. Aber offenbar ist die harte Mischung sehr widerstandsfähig und hält locker eine halbe Renndistanz in Spa durch. Das es recht kühl war, mag Red Bull geholfen haben.

Vettel profitierte aber nicht nur von einer guten Strategie. Er kämpfte sich an Webber, Massa und Senna vorbei, jeweils in der letzten Schikane. Besonders peinlich für Massa, den gleich zweimal auf die gleiche Art und Weise stehen ließ. Vermutlich wäre Vettel Button am Ende noch näher gekommen, wäre er schneller an Michael Schumacher vorbei gekommen, der ihn eine Zeit lang aufhalten konnte. Ein weiteres Glück war, dass Vettel nach seinem Stopp in eine Lücke rauskam und so “clean air” hatte, seine neuen Reifen also effektiv nutzen konnte. Und so konnte er dann von P11 auf P2 vorfahren.

Sein ärgster Konkurrent war Kimi Räikkönen, aber bei Lotus hatte man sich mit der Strategie verhauen. Der erste Stopp kam zwar spät, aber eigentlich noch etwas zu früh. Die Zwei-Stopp-Strategie war nur auf dem Papier schneller, dazu kam, dass sich der Finne mit Schumacher rumschlagen musste, der auf der Geraden deutlich schneller war, als der Lotus. Zwar passierte Räikkönen den Ex-Meister vor, bzw. in Eau Rouge auf spektakuläre Art und Weise, profitierte aber auch davon, dass Schumacher zu diesem Zeitpunkt der sechste Gang fehlte. Räikkönen war von vielen als möglicher Sieger getippt worden, aber das Rennen zeigte dann doch, dass Lotus noch ein ganzes Stück davon entfernt ist, Druck auf die Spitze ausüben zu können. Immerhin holte der Finne einen dritten Platz, mehr wäre auch nicht drin gewesen. Im Gegenteil, mit Alonso und Hamilton wäre es sehr eng geworden.

Mercedes machte in der Quali genau das, was man erwartet hatte, nämlich in Q2 hängen bleiben. Im Rennen sah die Sache jedoch ganz anders aus. Schumacher hatte in der Unfallphase etwas Glück und wurde auf P5 nach vorne gespült. Im Verlauf des ersten Stints zeigte er aber, was er noch kann und schnappte sich nacheinander die Force India und den Lotus. Die Strategie von Mercedes sah nur einen Stopp vor, doch das ging am Ende schief. Erstaunlicherweise schien der Wagen mit leichter werdenden Auto die Reifen mehr zu belasten, als mit vollen Tanks. Am Ende wurde es nur P7, aber das entspricht dann auch dem Platz, auf den Mercedes zur Zeit gehört.

Rosberg erging es ebenfalls nicht gut. Er fand sich nach der ersten Runde auf P13 wieder, immerhin 10 Plätze vor seinem Startplatz. Ich hatte eigentlich erwartet, dass Rosberg sich von dort aus, ebenso wie Massa, der vor ihm lag, nach vorne würde fahren können, aber das passierte nicht. Rosberg blieb einfach stecken. Durch die teilweise frühen Boxenstopps wurde er nach vorne gespült, Mercedes ließ ihn allerdings zu lange draussen und er verlor seine gute Position wieder. Auch seine Ein-Stopp-Strategie ging am Ende schief. Immerhin zeigte er mit frischen Reifen und leeren Auto am Ende sehr gute Rundenzeiten.

Massa hatte ein unauffälliges Rennen. Von P14 gestartet schob er sich langsam aber sich durch das Feld und belegte am Ende P5. So ein Rennen hätte man eigentlich von Rosberg erwartet, also kann man schon sagen, dass Massa sich gut geschlagen hat. Sein Abstand auf die Spitze betrug am Ende knapp 30 Sekunden und zeigt, wie gut der F2012 im Rennen war. Und was man mit Alonso vorne verpasst hat.

Erwähnenswert sind doch die Toro Rosso. Vergne und Ricciardo überlebten den Startunfall und fanden sich zeitweise auf P6 und P7 wieder. Beide fuhren ein kluges Rennen, ohne unnötigen Risiken einzugehen, konnten aber Webber, Vettel und Massa nicht halten, die von hinten an ihnen vorbei stürmten. Am Ende landete Vergne auf P8 und Ricciardo auf P9, was Toro Rosso wichtige Punkte einbrachte.

Was sonst noch war:

- Maldonado hatte erst einen fulminanten Fehlstart (er war von der Kupplung abgerutscht) und zerlegte den Williams dann nach dem Restart irgendwo zwischen La Source und Eau Rouge. Und wieder keine Punkte. Er hat seit seinem Sieg keine mehr geholt. Dafür bestrafte ihn die FIA nach dem Rennen mit einer Rückversetzung von 10 Plätzen in Monza. 5 für den Frühstart, 5 weil er eine weitere Kollision hatte. Maldonando ist auf einem guten Weg, alle Strafen, die die FIA in einer Saison so aussprechen kann, einzuholen. Langsam hat man den Eindruck, dass der Venezuelaner Williams mehr kostet, als er bringt.

- Bruno Senna fuhr mal wieder ein gutes Rennen. Er hielt beide Red Bull eine Zeit hinter sich und blieb die ganze Zeit in den Punkten. Die Eins-Stopp-Strategie passte beim ihm aber nicht so ganz, dazu kam ein schleichender Plattfuss in den letzten Runden. P12 entspricht nicht der Leistung von Senna, der zu dem die schnellste Rennrunde fuhr. Wenn Senna seine Quali-Schwäche abstellen könnte, wären Punkte drin.

- Marussia hatte ein neues Update nach Spa geschleppt und das hat sich offenbar ausgezahlt. Zwar war man immer noch weit hinten, verkürzte aber Rückstand auf Caterham. Die waren in Spa einfach nur langsam.

Für die WM bedeutet der Ausfall von Alonso mehr Spannung.

Alonso – 164
Vettel – 140
Webber – 132
Räikkönen – 131
Hamilton – 117
Button – 101

Button dürfte aus der WM raus sein, für Hamilton gibt es eine kleine Restchance. Ab Räikkönen haben alle noch sehr gute Aussichten auf die WM-Krone. Für Alonso geht es jetzt darum, so schnell wie möglich die Gegner wieder hinter sich zu lassen. Gut für ihn ist, dass er bisher erst vier neue Motoren eingesetzt hat. Für Monza wird auf jeden Fall ein neues Aggregat benötigen, aber die Konkurrenz hat schon den fünften Motor im Heck. Ein kleiner Vorteil für Ferrari, der sich am Ende der Saison noch richtig auszahlen könnte.

2vzix Motorsports: FIA Formula One World Championship 2012, Grand Prix of Belgium F1_SPA_2012_029 F1_SPA_2012_028 F1_SPA_2012_027 F1_SPA_2012_026 2012 Belgian Grand Prix - Saturday 2012 Belgian Grand Prix - Saturday F1_SPA_2012_023 F1_SPA_2012_022 F1 Grand Prix of Belgium - Qualifying F1 Grand Prix of Belgium - Qualifying F1 Grand Prix of Belgium - Qualifying F1 Grand Prix of Belgium - Qualifying F1 Grand Prix of Belgium F1 Grand Prix of Belgium Motorsports: FIA Formula One World Championship 2012, Grand Prix of Belgium Motorsports: FIA Formula One World Championship 2012, Grand Prix of Belgium F1_SPA_2012_012 F1_SPA_2012_011 Motor Racing - Formula One World Championship - Belgian Grand Prix - Qualifying Day - Spa Francorchamps, Belgium Motor Racing - Formula One World Championship - Belgian Grand Prix - Race Day - Spa Francorchamps, Belgium Motor Racing - Formula One World Championship - Belgian Grand Prix - Race Day - Spa Francorchamps, Belgium Motor Racing - Formula One World Championship - Belgian Grand Prix - Race Day - Spa Francorchamps, Belgium Motorsports: FIA Formula One World Championship 2012, Grand Prix of Belgium Motorsports: FIA Formula One World Championship 2012, Grand Prix of Belgium F1_SPA_2012_006 GP BELGIO F1/2012 GP BELGIO F1/2012 GP BELGIO F1/2012
Bilder: Ferrari, McLaren, Daimler AG, Red Bull/Gepa, Toro Rosso/Gepa, Marussia, Caterham, Force India, Lotus

flattr this!

October 10 2011

05:58

Formel Eins: Analyse Suzuka 2011

Sebastian Vettel holte sich wie erwartet die WM-Krone, doch der Red Bull war überraschenderweise nicht das dominierende Auto am Wochenende.

Selten haben sämtliche Experten vor einem Wochenende so falsch gelegen. Und auch in unserer Vorschau lagen wir (besser gesagt ich) komplett daneben. Der Red Bull war in Suzuka nicht so stark, wie das alle vermutet hatten. Stattdessen waren Ferrari und McLaren auf Augenhöhe und konnten Vettel mächtig unter Druck setzen. Das änderte zwar nichts mehr an der WM, aber die Frage ist schon, warum der RB7 auf einer Strecke, die ihm eigentlich so gut liegen sollte, nicht dominieren konnte? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, James Allen, der uns ja auch immer die Strategie-Analyse liefert, ist sich auch noch nicht sicher. Vermutlich gibt es aber zwei Gründe, für die eher schwache Performance des Teams.

Der erste Grund könnte der Radsturz sein. Seit Monaten vermutet man, dass Red Bull in der Quali und im Rennen mit Sturzwerten an der Vorderachse unterwegs ist, die dem Wagen erlauben, die Reifen besonders schnell auf Temperatur zu bekommen. Das hat allerdings auch den Nachteil, dass der Reifenverschleiss besonders hoch ist, was auf dem eher aggressiven Asphalt in Suzuka keine gute Sache ist. Wie man hört, hatte Red Bull mit dem Verschleiß der “Soft” Reifen zu kämpfen, weswegen man sich für eine deutlich konservativere Herangehensweise in Japan entschloss. Womit auch der zweite Grund genannt wäre: Red Bull wollte Punkte, nicht den Sieg. Man ordnete einen Sieg dem WM-Titel unter. Die Frage ist allerdings, warum Red Bull so vorsichtig war. Ein Punkt in 5 Rennen sollte ja nun kein Problem sein.

Das McLaren und vor allem Jenson Button so stark waren, hat mich auch überrascht. Button gelang die schnellste Runde im Rennen, ohne die Spritspar-Aktion am Ende des Rennens, wäre der Vorsprung gegenüber Alonso und Vettel und noch größer ausgefallen. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass der McLaren ein neues DRS-System an Bord hatte, aber das allein kann nicht der Grund gewesen sein, warum Button gewonnen hat. Vielmehr war es mal wieder seine Eigenart, die Reifen besonders zu schonen, die es ihm erlaubte, den klassischen “Undercut” gegenüber Vettel zu schaffen. Da der Red Bull die Reifen schneller verbrauchte, verlor Vettel auf den Runden vor seinem Boxenstopp zu viel Zeit, und Button gelang es wiederum auf den letzte Runden das letzte aus seinen Pirelli rauszuholen. Dennoch ist es interessant, dass McLaren auf einem Red Bull Kurs so viel Zeit gefunden hat. Sollte die Briten da dauerhaft etwas gefunden haben, was die Performance des Wagens derartig verbessert, dürften dass noch interessante Rennen in diesem Jahr werden.

Button ließ sich auch durch das harte, fast etwas unfaire Manöver von Vettel am Start nicht beirren. Sein Glück war allerdings, dass sich Hamilton im ersten Stint einen schleichenden Plattfuss einfing, der er es ihm erlaubte, an seinem Kollegen vorbei zu gehen. Sonst wäre es schwer für ihn gewesen, das Rennen zu gewinnen. Hamilton seinerseits hatte mal wieder ein eher schwieriges Rennen. Durch den frühen Stopp fiel er weit zurück und verlor Zeit im Mittelfeld, besonders im Kampf gegen seinen Lieblingsgegner Felippe Massa. Die beiden werden auch keine Freunde mehr.

Ferrari sah am Wochenende nicht sonderlich stark aus, sondern lieferte nur eine solide Performance ab. Der zweite Platz von Alonso ist eher eine Überraschung und der konservativen Strategie von Red Bull zuzuschreiben. Der Abstand im Rennen zu McLaren war zwar nicht groß, es fehlten nur ein paar Zehntel, was angesichts der sonst so ausgeprägten Schwäche der Ferrari auf den Medium-Reifen, schon etwas überraschte.

Ein eher unauffälliges, aber gutes Rennen fuhr Michael Schumacher, dem das Kunststück gelang, mit einem ultra-langem Mittelstint Felippe Massa hinter sich zu lassen. Platz 6 ist eine nette Belohnung, mehr ist da im Moment nicht drin. Erstaunlich war da eher, wie lange Rosberg brauchte, um sich das aus dem hinteren Mittelfeld zu befreien. Die Idee, auf den “Medium” zu starten, war auf dem Papier gut, aber im Rennen hatte er Probleme an den Toro Rosso, den Williams und den Force India vorbei zu kommen. Es war ein hartes Rennen für den Deutschen, zumal die Zeitabstände im Mittelfeld immer knapp blieben und Suzuka jetzt nicht gerade für einen Überholmarathon bekannt ist.

Enttäuschend verlief das Rennen für beide Force India und Kamui Kobayashi. Dem Japaner fiel beim Start die Drehzahl in der Keller und statt eines guten Platz 7 kam er nach der ersten Runde nur auf P12 zurück. Teamkollege Sergio Perez schlug den Japaner mal wieder deutlich im Rennen, was mittlerweile fast schon zur Normalität geworden ist. Perez, auf den Ferrari ein Auge geworfen hat, ist entweder wirklich so gut, oder Kobayashi steckt seit Wochen in einem ziemlichen Tief. Das er am Ende auch hinter beiden Force India landete, war jedenfalls sehr enttäuschend. Bei den Indern konnte sich Adrian Sutil immerhin gegen Di Resta durchsetzen, aber beide hatten gegen Petrov im Renault keine Chance.

Völlig unter ging Bruno Senna, der das gesamte Wochenende nicht an die Leistungen der bisherigen Rennen anschließen konnte. Er versemmelte die Quali ebenso wie seinen Start und spielte absolut keine Rolle. Das war jetzt nicht gerade eine Bewerbungsfahrt für 2012 und Renault wird inständig hoffen, das Robert Kubica wieder komplett gesundet. Da man davon aber nicht ausgehen kann, sollte sich Renault vielleicht mal überlegen, Romain Grosjean ein, zwei Rennen zu geben. Der saß in Japan auch immerhin schon am Kommandostand.

Ein positives Zeichen gab es von Lotus zu vermelden. Man blieb, sicherlich auch dank der unnötig langen SC-Phase, in der Führungsrunde und hatte am Ende “nur” rund 1.20 Min Abstand zu Button. Man ist zwar noch immer ein gutes Stück vom Mittelfeld weg, aber Di Resta lag “nur” 30 Sekunden weiter vorne, was ungefähr einer halben Sekunde pro Runde im Renntrimm entspricht. Das sah schon mal schlechter aus. Man hört allerdings, das Mike Gasconye für 2012 unter Druck steht. Tony Fernandes will bessere Ergebnisse sehen und der Lotus (oder wie auch immer das Team 2012 heissen wird) soll zumindest mal in die Region um P12 vorstossen.

Das Rennen in Suzuka war ein eher maues Rennen, sehr geprägt von taktischen Überlegungen und wenig Überholmanövern. Kein Klassiker, den man sich immer mal wieder anschauen muss, aber das wird Vettel egal sein. Er hat mit seinem zweiten WM-Titel in Folge etwas erreicht, was so große Namen wie Ascari, Fangio, Brabham, Prost, Senna, Schumacher, Häkkinen und Alonso geschafft haben. Und er ist der jüngste Doppel-Weltmeister aller Zeiten. Es ist jetzt schon abzusehen, dass Vettel die 10er Jahre ebenso dominieren kann, wie das Schumacher zur Jahrtausendwende gelungen ist. Auf jeden Fall gibt es an seinem WM-Titel in diesem Jahr nichts zu rütteln. Er hat keine Fehler macht, er war der schnellste Mann auf der Strecke und hatte den besten Wagen. Aber die Luft wird dünner vorne, vor allem, weil McLaren aufholt.

Das könnte schon in diesem Jahr zum tragen kommen, denn der Titel des Vize-Weltmeisters, auch wenn er nicht viel Wert ist, ist durchaus interessant. Im Moment hat Button mit 210 Punkten die Nase vorn, dahinter folgen Alonso (202), Webber (194) und schon etwas abgeschlagen Lewis Hamilton mit 178 Punkten. Immerhin etwas, auf das man sich in den nächsten Rennen freuen kann.

F1 Grand Prix of Japan - Race F1_Japan_2011_1 F1_Japan_2011_2 F1_Japan_2011_3 F1_Japan_2011_4 F1_Japan_2011_5 Formula One World Championship, Rd 15, Japanese Grand Prix, Race, Suzuka, Japan, Sunday 9 October 2011. Formula One World Championship, Rd 15, Japanese Grand Prix, Race, Suzuka, Japan, Sunday 9 October 2011. Formula One World Championship, Rd 15, Japanese Grand Prix, Race, Suzuka, Japan, Sunday 9 October 2011. Formula One World Championship, Rd 15, Japanese Grand Prix, Race, Suzuka, Japan, Sunday 9 October 2011. F1_Japan_2011_10 F1_Japan_2011_11 Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Japan Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Japan F1 Grand Prix of Japan - Race F1 Grand Prix of Japan - Race F1 Grand Prix of Japan - Race F1 Grand Prix of Japan - Race F1 Grand Prix of Japan - Practice F1 Grand Prix of Japan - Qualifying F1_Japan_2011_21 F1_Japan_2011_22 F1_Japan_2011_23 F1_Japan_2011_24 F1_Japan_2011_25 F1_Japan_2011_26 F1_Japan_2011_27 F1_Japan_2011_28

flattr this!

September 14 2011

11:10

F1: James Allen Strategiereport – Monza

Der aktuelle James Allen Report – dieses Mal im Original, da wir aus Zeitgründen nicht zum Übersetzen kommen.

Sunday’s Italian Grand Prix was one of the best races of the season from the point of view of wheel to wheel combat.
But because of the unique nature of the Monza circuit, it also featured some fascinating decision-making by teams on race strategy, not just in terms of tyre strategy and pit stops, but also in terms of how to set up the cars, particularly wing level and gearing. With top speeds reaching 350km/h, one of the key decisions was how to balance the use of the DRS wing (giving a 6-8km/h speed boost) while not hitting the rev limiter which is set at 18,000 rpm. How teams like Red Bull, McLaren and Mercedes in particular chose to tackle this had a huge bearing on the outcome of the race.

The battles at the front
It was widely known after qualifying that Sebastian Vettel had chosen to use a shorter top gear than his rivals. This gave him the advantage of a smoother acceleration out of corners like Lesmo and Parabolica, even if he was sacrificing top speed. It also allowed him to use the DRS exactly how he wanted to. Vettel was clocked at just 327km/h, the slowest of any driver and 22km/h off the fastest, but he was on pole by half a second, so the tactic worked.

But it made him vulnerable if he lost track position in the race as he would not have the top speed to overtake on the straights. When he fell behind Alonso at the start, he had to make a very bold move in the Curva Grande to pass him for the lead. He was then able to use his pace advantage to break the tow and pull away.

Meanwhile McLaren thought that they had got the balance right, but hadn’t counted on finding themselves behind Michael Schumacher, who had his car set for high top speed and proved very hard to pass after another fantastic start put him in the race at the front.

Schumacher qualified 8th, but got a great start, running third after the first corner, but dropping back behind Hamilton by the end of the lap. The safety car was deployed for the accident in Turn 1 and at the restart, Hamilton wasn’t sharp and Schumacher repassed him, staying ahead for the whole of the first stint. Mercedes pitted him on lap 16, putting him on the new set of softs that the team had saved in qualifying by doing only one run in Q3. Hamilton stayed out for two more laps to try to build a gap. His stop was 0.7s faster than Mercedes, but Mercedes tyre planning for the race paid off and on new tyres Schumacher was fast enough to stay ahead of Hamilton. Mercedes top speed without the DRS was equal to the McLaren’s top speed with DRS so Hamilton couldn’t get ahead.

After a warning from Race Control about blocking, in the end Schumacher lost the place by making a late upshift when the engine was on the limiter and this lost momentum and allowed Hamilton to pass.

In the battle for second place between Button and Alonso, the Ferrari driver had good pace on the soft tyre, but once again the Ferrari’s weakness on the first laps on the medium tyre cost him a position. Button came in on lap 33 and his outlap was 1.5 seconds faster than Alonso’s when he pitted a lap later. Button passed him on that lap. Button’s second lap on the tyre was a 1m 28.0, while Alonso’s was a 1m 29.3. This has now cost Alonso important positions in three races, including Germany, where he lost the lead to Hamilton is similar fashion to the way Button took him at Monza. Ferrari acknowledges it is a weakness they must address for 2012, as it holds them back strategically.

Mercedes thinking differently
Another important reason why Schumacher was able to compete at Monza was that the soft Pirelli tyre turned out to be more durable than expected. The blistering was not as bad as at Spa, due to strict camber levels imposed by Pirelli and enforced by the FIA. And the degradation was not as bad as in Friday practice because the track improved. Mercedes have struggled this season with wearing out the soft tyres more quickly than their rivals, but Schumacher was able to do 21 laps on his second set of softs.

Knowing that they didn’t have the speed to do better than 7th and 8th in qualifying, Mercedes strategists had been focussing on the plan for the race. To this end Rosberg had qualified on medium tyres, which meant that he fell behind Petrov and Schumacher, whom he would normally outqualify. The thinking behind Rosberg’s strategy was to avoid starting the race on blistered soft tyres, to run a long opening stint and then two fast stints on new soft tyres. Part of this was due to the fact that Mercedes had high degradation on the soft on Friday and also because the difference in lap time between the soft and medium wasn’t as great as at Spa. Here it was more like 0.7s to 1.2s, with Mercedes and Red Bull on the lower end of that.

Sadly we never got to see what Rosberg might have achieved as he was eliminated in the first corner accident. But it is worth noting that as the durability of the soft tyre was better than expected on race day, all Rosberg’s rivals were easily able to do the race in two stops only, so it’s unlikely that he would have finished higher than Schumacher did in fifth place.

Strategy brings midfielders strong results
Rosberg’s decision to start on mediums was not unique and caused a ripple effect. Senna did not set a time in Q3 so he could have the choice of which tyre to start on and sitting behind Rosberg on the grid he went for medium, reasoning that there was no point being on the faster tyre if Rosberg was going to be slower ahead of him in the opening stint on mediums. He lost five places in the opening lap chaos and pitted under the safety car on lap 2 to soft tyres and did a three stop strategy from there. Arguably he would have been better to stick with the original plan to run mediums and stop twice. It might have left him closer to Alguersuari in the middle stint.

But the Spaniard had great pace in that second stint and this set him up for his career best seventh place. His start was good, coming from 18th to 11th and because he had been eliminated in Q1, he had new tyres for the whole race. The Toro Rosso is very kind to its tyres, like the Sauber, and the general pattern seems to be that they qualify poorly but can race well. In previous years with durable Bridgestone tyres this would have led to no points, but they’ve played the Pirelli card very well.

Alguersuari’s result makes it seven consecutive races – and nine in total out of 13 – in which a driver eliminated in Q1 scores points.

It’s all down to strategy and this has been one of the most refreshing aspects of the 2011 season.

Behind Rosberg and Senna several drivers outside the top ten (and therefore able to choose their starting tyre), went for medium tyre too. These included both Saubers and Sutil, their target being to do the race in one stop only. Again, regretfully all three retired so we never got to see what they might have done.

Perez was looking very good, though. He made up seven places at the start to 10th and was running 8th in the opening stint, with Alguersuari. He was in a very good position with good pace on the medium tyre. When the Spaniard pitted on lap 20, Perez could have switched to a two stopper and come home just ahead of him in P7. But sadly the gearbox failed and he retired. This proved significant in the championship as it allowed Di Resta to score four points, which moved Force India into 6th place in the Constructors’ championship, ahead of Sauber.

The UBS Strategy Report is written by James Allen with input and data from strategy engineers from several F1 teams

flattr this!

September 12 2011

06:21

Formel Eins: Analyse Monza 2011

Das letzte Rennen in Europa war in Sachen Spannung an der Spitze eher mau. Dafür sorgte Michael Schumacher für ordentlich Unterhaltung. Und Alonso überraschte auch.

Das Red Bull die Pole in Monza holen konnte, obwohl Vettel bei der Messung der Höchstgeschwindigkeit trotz komplett flach gestellten Flügel ganz am Ende lag, war schon eine große Überraschung. Jenson Button rätselte nach der Quali, wie man 4 bis 5 Zehntel Vorsprung in einem Sektor rausfahren kann, in dem es nur die Ascari, zwei Geraden und die Parabolica gibt. Aber genau in der Parabolica, bzw. der Anfahrt, scheint das Geheimnis von Red Bull zu liegen. Der RB 7 scheint selbst dann mehr Abtrieb zu haben, wenn man ihm den Heckflügel abmontiert. Erstaunlicherweise hatte niemand eine echte Chance gegen Vettel, auch wenn die McLaren im ersten Teil des Rennens etwas gehandicapt waren. Auch Ferrari konnte nicht die prognostizierte Form finden. Nur Mercedes war richtig gut drauf. Das wird aber wohl eine Eintagsfliege bleiben. Dennoch begeisterte Schumacher mit einem tollen Rennen.

Der Start lief weder für Vettel, noch für Hamilton richtig gut. Obwohl der Brite einen Tick besser wegkam und die Innenseite hatte, kam er doch nicht als Erster aus der Schikane, da Alonso hinter ihm einen sensationellen Start hatte und sich innen neben Hamilton setzen konnte. Das war schon erstaunlich, der Jubel der Tifosi dementsprechen. Hinten kegelte Liuzzi dann Rosberg und Petrov aus dem Rennen, als über das Gras angesegelt kam. Pech für Rosberg, dessen Idee auf harten Reifen zu starten, interessant geworden wäre. Aber angesichts des Tempos vorne, hätte es ihn vermutlich auch nicht weiter gebracht, als P5 oder P6.

Vettel sortierte sich nach der SC-Phase erst einmal und erlebte einen sehr guten Restart, da er an Alonso dran bleiben könnte. Dennoch dachte ich, dass der Ferrari auf der Geraden einen so deutlichen Vorteil haben würde, dass es ein zähes Rennen für Vettel werden würde. Tatsächlich schnappte sich der Deutsche den Ferrari aber recht flott, da er aus der ersten Schikane einfach besser raus kam. Alonso machte die Strecke zwar dicht, aber Vettel ging sogar mit zwei Reifen auf dem Gras am Ferrari vorbei. Danach segelte der Red Bull relativ ungefährdet zum Sieg. Die einzigen ernsthaften Konkurrenten steckten nämlich fest.

Für McLaren hätte das Rennen kaum schlechter starten können. Hamilton fiel hinter Alonso zurück und musste auch noch Schumacher vorbei lassen. Button hatte einen schlechten Start und fiel ein gutes Stück zurück. Besser wäre es gewesen, wenn Hamilton direkt hinter Vettel gehangen hätte, denn der Speed des McLaren im Rennen, und vor allem auf den harten Reifen, reichte um Red Bull unter Druck zu setzen. Man war allerdings auch nicht wirklich viel schneller, aber ein direktes Duell wäre sicher interessant gewesen.

So hing Hamilton hinter Schumacher und die beiden lieferten sich ein beinhartes Duell, bei dem man mehr als einmal den Atem anhalten musste. Normalerweise hätte Hamilton völlig problemlos an Schumacher vorbei gehen müssen, aber in Monza gelten halt etwas andere Regeln. Denn hier war der Mercedes sehr schnell, was auch daran liegt, dass es halt nur wenig rechts oder links rum geht. Der MGP02 verschleißt die Hinterreifen zu schnell, das fällt dann auch Strecken wie Monza nicht weiter auf. Dazu kam, dass das Getriebe von Hamilton zu knapp übersetzt war. Er kam auf den Geraden einfach in den Begrenzer. Und Schumacher war auf der Geraden schneller, als Hamilton mit DRS und KERS. Daher entwickelte sich dieses sehr schöne Duelle, von dem Hamilton nach dem Rennen sagte, er habe es sehr genossen.

Es zeigte auch, dass Schumacher im Rennen weiter an der Weltspitze mitfährt. Seine Quali-Leistungen haben sich in den letzten Rennen auch verbessert, was für das nächste Jahr hoffen lässt. Wenn es denn Ross Brawn gelingt, einen vernünftigen Wagen zu bauen. Das am Ende nur P5 für Schumacher raus kam, war schon fast etwas wenig. Er hätte mehr verdient.

Das Duell erlaubte dem schlecht gestarteten Jenson Button aufzuholen. Nachdem Webber und Massa sich in der Schikane deutlich zu nahe kamen, lag Button schon wieder auf P5. Er fuhr die Lücke zu Hamilton dann schnell wieder zu und profitierte davon, dass sein Getriebe offenbar etwas länger übersetzt war. Nachdem er beide Streithähne hinter sich gelassen hatte, machte er sich auf die Jagd nach Alonso. Ich war überrascht, wie schnell Button aufholte und wie wenig Chancen Alonso hatte, als Button vorbei ging. Für einen Moment konnte man dann noch hoffen, dass Button noch an Vettel ranfahren würde, aber da hatte er keine Chance. Interessant wäre es vielleicht noch geworden, wenn das SC noch mal raus gemusst hätte.

Buttons Rennen ging angesichts der Demo-Fahrt von Vettel und dem Kampf zwischen Hamilton und Schumacher etwas unter. Aber man sollte nicht vergessen, dass es ihm erneut gelungen ist, Hamilton zu schlagen. Und er nun in der WM 9 Punkte vor seinem Teamkollegen liegt. Wer hätte das gedacht?

Hinter den Topteams gab es in diesem Rennen ein paar Überraschungen. Nachdem Liuzzi mit seinem Unfall das Mittelfeld durchgewürfelt hatte, fanden sich zweitweise die Lotus auf P12 wieder und auch die Virgin tauchten weiter vorne auf, als man das gewöhnt ist. Die Pace zwischen Toro Rosso, Williams, Force India und Sauber war sehr ähnlich. Sergio Perez lag lange um P6 rum, dann versagte die Technik. Kobayashi fiel ebenso wie Sutil aus. Damit war der Weg eigentlich für Williams frei und Maldonado lag auch lange in den Top 10. Doch dann zeigte sich, mal wieder, dass Maldonado der Speed im Rennen fehlt. Er wurde von beiden Toro Rosso geschnappt und landete am Ende nur auf P11. Nur 15 Sekunden vor Barrichello, der in den Startnfall verwickelt war und fast eine Runde verloren hatte. Williams, die am Wochenende gut sortiert waren, hätte Punkte machen müssen, aber der Fahrer war trotz guter Ausgangsposition dazu nicht in der Lage.

Deutlich besser als erwartet war dagegen Bruno Senna unterwegs. Ich habe sein Talent bisher für begrenzt gehalten, weil er weder in der britischen F3 noch in der GP2 trotz gutem Material wirklich etwas zeigen konnte. Vermutlich wird er auch nie ein Top 5 Fahrer, aber zumindest in Monza zeigte er, dass er doch etwas kann. Das er Q3 schaffte, war schon mal die erste Überraschung. Dass er den Fehler seines Teams, direkt nach dem Unfall zu früh den Boxenstopp zu setzen, dann noch wettmachte, durchs ganze Feld fuhr und am Ende sogar fast auf P8 gelandet ist, war schon durchaus beeindruckend. Und wird Eric Boullier beruhigen, der nach der Entlassung von Heidfeld schwer in der Kritik stand.

Weiterhin erwähnenswert:

- Vettel hat in der WM 112 Punkte Vorsprung auf Alonso. 150 Punkte gibt es noch maximal zu holen. Und das Red Bull auf den beiden Strecken gewonnen hat, die nominell nicht zum Wagen passen, dürfte den anderen Teams nicht gefallen. Mit Suzuka, Korea und vermutlich Indien kommen mindestens noch drei Strecken, auf denen der RB7 unschlagbar ist.

- Paul die Resta. Schon wieder in den Punkten, schon wieder ein unauffälliges, aber fehlerloses Rennen. Es ist ja seine Debütsaison, aber da scheint einer zu sein, der mehr kann.

- Jamie Alguersuari. Wie immer hatte er eine miese Quali, dafür ein sehr gutes Rennen mit P7. Buemi kam auch in die Punkte, aber er scheint im Moment nicht so stark zu sein, wie der Spanier. Ich tippe, dass Alguersuari das Ticket für das nächste Jahr gelöst hat.

- Lotus. Schon in der Quali fehlten nur noch Zehntel in Richtung Q2. Im Rennen erreichte man, auch dank der vielen Ausfälle, P13 und P14. Schönes Ergebnis.

- DRS spielte keine große Rolle. Die Flügel waren eh so flach, dass man schnell genug war.

- Das war dass letzte Europa-Rennen. Singapur hat allerdings noch angenehme TV-Zeiten, danach wird es mit Japan und Korea eher unangenehm.

F1 Grand Prix of Italy - Race F1 Grand Prix of Italy - Race F1 Grand Prix of Italy - Race F1 Grand Prix of Italy - Qualifying F1 Grand Prix of Italy - Qualifying F1_Monza_2011_6 F1_Monza_2011_7 F1_Monza_2011_8 F1_Monza_2011_9 Formula One World Championship, Rd 13, Italian Grand Prix, Race, Monza, Italy, Sunday 11 September 2011. Formula One World Championship, Rd 13, Italian Grand Prix, Race, Monza, Italy, Sunday 11 September 2011. Formula One World Championship, Rd 13, Italian Grand Prix, Race, Monza, Italy, Sunday 11 September 2011. Formula One World Championship, Rd 13, Italian Grand Prix, Race, Monza, Italy, Sunday 11 September 2011. Formula One World Championship, Rd 13, Italian Grand Prix, Race, Monza, Italy, Sunday 11 September 2011. F1_Monza_2011_15 F1_Monza_2011_16 Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Italy Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Italy Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Italy F1 Grand Prix of Italy - Practice F1 Grand Prix of Italy - Qualifying F1 Grand Prix of Italy - Qualifying F1_Monza_2011_23 F1_Monza_2011_24 2011 Italian Grand Prix 2011 Italian Grand Prix 2011 Italian Grand Prix F1_Monza_2011_28 F1_Monza_2011_29

flattr this!

August 29 2011

06:37

Formel Eins: Analyse Spa 2011

Eine trockene Fahrbahn bescherte zumindeste in der ersten Hälfte ein spannendes Rennen mit einem souveränen Sebastian Vettel.

Red Bull und Spa – das war bisher keine gute Kombination. Die hohen Abtriebswerte des Red Bull sorgten dafür, dass Vettel und Webber auf den langen Geraden kaum eine Chance hatten. Doch das hat sich in diesem Jahr geändert. Schon in den wenigen trockenen Momenten im Training wurde deutlich, dass die Änderungen am Red Bull Wirkung zeigten. Ein neuer Heckflügel und ein teilweise neuer Unterboden sorgte dafür, dass die Bullen plötzlich bei der Höchstgeschwindigkeit mit dabei waren. Tatsächlich war Mark Webber im Rennen laut FIA der schnellste auf der Geraden, Vettel war nur wenig langsamer. Dieser Umstand und weil der RB7 besser mit der Reifenwahl klar kommt, sorgte dafür, dass man einen Doppelsieg einfahren konnte. Ein wenig Glück war aber auch dabei.

Denn die Szene des Tages lieferte unfreiwillig Lewis Hamilton. Der hatte in der 12. Runde eine Begegnung mit Kamui Kobayashi. Hamilton hatte den Sauber vorher auf der Kemmel Geraden überholt und war auf der Jagd nach Alonso und Vettel. Doch Kobayashi hatte sich nicht aus dem Windschatten abschütteln lassen und blieb auf der Außenseiten des McLaren. Die Fernsehbilder machen nicht ganz klar, wer da wo hin lenkte, aber am Ende berührte Hamilton den Japaner und flog böse ab. Der Aufprall war so heftig, dass der Brite wohl für einen Moment benommen war. Eigentlich ein Rennunfall, doch auf der anderen Seite war der auch unnötig. Kobayahsi war klar langsamer, er hatte keine Chance. Dementsprechend hätte er Hamilton das Leben auch nicht so schwer machen müssen. Damit war aber dann einer der schnellsten Verfolger von Vettel aus dem Feld genommen. Was mit dem McLaren heute drin gewesen wäre, zeigte dann später Jenson Button.

Der war von P13 gestartet und kam zunächst nur zäh voran, weil er auf der harten Mischung unterwegs war. Er wechselte zwar früh auf die weichere Mischung, kam aber auch dann noch nicht so richtig in Schwung. Hilfreich war allerdings die SC-Phase, die der Unfall von Hamilton ausgelöst hatte, denn so kam Button wieder näher an die Top Ten. Von Moment des Restarts lief es besser für Button, der auch noch genügend weiche Reifen übrig hatte, um das Rennen zu beenden. Zwischenzeitlich musste er mit einem Satz etwas länger fahren, dafür kam er dann später als der Rest an die Box und konnte mit einem brandneuen Satz weicher Reifen durchs Feld pflügen. Er schnappte sich einen Konkurrenten nach dem anderen und erreicht am Ende sogar das Podium, weil Alonso mit seinem F150 auf den harten Reifen hilflos um den Kurs rutschte. Das Problem des Ferrari liegt dabei offenbar an der Vorderachse, da man die Reifen nicht auf Temperatur bekommt und so mit viel Untersteuern zu kämpfen hat.

Dabei sah es für Ferrari zeitweise gar nicht so schlecht aus. Alonso schnappte sich beim Start gleich ein paar Konkurrenten und kam schnell in Tuchfühlung mit den Top 3. Dazu musste er zwar Felippe Massa niederringen, aber das schien ein eher kleineres Problem zu sein. Den Speed des Red Bulls konnte man allerdings nicht halten. Ferrari hatte sich am Freitag schon etwas skeptisch gezeigt, was die Konkurrenzfähigkeit anging und blieb vorsichtig mit den Erwartungen. Das sollte sich dann am Ende bewahrheiten, denn Alonso hatte einfach keine Chance. Vettel nahm ihm zehntelweise Zeit ab und als Alonso im letzten Stint auf die harten Mischung wechselte, brachen seine Zeiten vollends ein. Webber und Button, die von hinten mit weichen Reifen kamen, waren teilweise zwei Sekunden schneller als der Spanier. Der war am Ende mit Platz 4 dann auch noch zufrieden. Noch schlechter lief es für Massa. Der musste eine Runde nach seinem letzten Reifenwechsel erneut an die Box, weil er einen schleichenden Plattfuss hatte, was sein Rennen zerstörte.

Besser lief es da für Mercedes, die in Spa eine gute Figur machten. Erstaunlicherweise konnte Rosberg nach einem sensationellen Start in der ersten Runde die Führung übernehmen und er behielt sie auch bis Runde 3. Doch man konnte sehen, dass der Deutsche für die Autos der Top 3 eher ein Bremsklotz war. Er wurde dann nach hinten durch gereicht, auch weil sein erster Stint deutlich länger war. Er pendelte sich aber dann ein, wo Mercedes halt hingehört – hinter Red Bull, McLaren und Ferrari.

Ein grandioses Rennen fuhr allerdings Michael Schumacher. Als letzter gestartet hatte er nach wenigen Runden schon die Top 10 im Visier. Er hatte, wie Button, die harten Reifen zum Start gewählt. Vermutlich in der Annahme, dass man da hinten auch mit harten Reifen würde schneller als der Rest fahren können. Die Strategie passte perfekt und kam dann mit den anderen zum ersten Wechsel an die Box, wo er die weichen Reifen nehmen konnte. Von da an pfeilte er weiter durchs Feld und erreichte in den letzten Runden P6. Vor ihm lag Rosberg, den er dann auch noch schnappte. Mercedes hatte vorher Rosberg darüber informiert, dass beim ihm der Sprit knapp wurde. Kann sein, dass man Schumacher bei seinem Jubiläum nach vorne bugsieren wollte, aber das glaube ich eigentlich nicht. Die Fahrt von ihm war auch so beeindruckend und ob P5 oder P6 macht dann auch nicht viel aus.

Neben Hamilton hatte auch Jamie Alguersuari Pech. Der war als sechster gestartet und kam auch gut weg. Doch in La Source wurde dann Senna abgeschossen, der seinen Bremspunkt verpasste und in den Toro Rosso rauschte. Das Rennen von Senna war damit auch beendet, denn für die Aktion bekam er zurecht eine Durchfahrtsstrafe. Heidfeld wird es mit einem Grinsen verfolgt haben.

Positiv überraschten die Williams, die mit einer neuen, eigenartigen Heckflügelkonstruktion angereist waren (Siehe Bilder). Offenbar brachte die Schaufel durchaus aus was, vor allem mit dem DRS. Auf der Geraden war sie sehr schnell und Pastor Maldonado konnte endlich mal wieder einen Punkt für die in diesem Jahr gebeutelten Briten einfahren.

Nach dem Rennen gab es allerdings noch jede Menge Ärger. Adrian Newey bezeichnete die Reifen von Pirelli in der BBC als “Sicherheitsrisiko”. Es hätten sich große Stücke von der Lauffläche gelöst, man habe nicht gewusst, ob der Reifen platzen würde. Pirelli reagierte wütend auf die Anschuldigungen. Red Bull habe Sturzwerte an der Vorderachse genutzt, die außerhalb der Toleranzwerte lagen, die Pirelli vorgibt. In der Tat sahen die Sturzwerte bei den Red Bull ziemlich abenteuerlich aus, auf der anderen Seite hatten auch Ferrari und McLaren mit einer für Pirelli eher untypischen Blasenbildung zu kämpfen. Bisher haben sich die Pirelli als sehr zuverlässig erwiesen und die in Spa verwendete Kombi (Medium/Soft) ist auch nicht neu. Das Newey nach einem Doppelsieg so heftige Worte findet ist überraschend und wird sicher noch ein Nachspiel haben.

Für Red Bull und Vettel ist der Sieg in Spa ein großer Schritt in Richtung WM-Titel. Vettel führt nun mit 92 Punkten vor Webber und 102 Punkten vor Alonso. Es werden aber nur noch maximal 175 Punkte vergeben. Vettel müsste schon extrem viel Pech haben, wenn er seinen zweiten Titel noch verlieren sollte. Wenn es richtig gut läuft kann er schon in Singapur oder Korea Weltmeister werden. Und für das nächste Rennen in Monza scheint man auch gut gerüstet. Die Höchstgeschwindigkeit des RB7 stimmt, man wird in Italien nicht chancenlos sein.
F1 Grand Prix of Belgium - Race GP BELGIO F1/2011 F1_Spa_2011_2 GP BELGIO F1/2011 F1_Spa_2011_4 F1_Spa_2011_5 Formula One World Championship, Rd 12, Belgian Grand Prix, Race, Spa-Francorchamps, Belgium, Sunday 28 August 2011. Formula One World Championship, Rd 12, Belgian Grand Prix, Race, Spa-Francorchamps, Belgium, Sunday 28 August 2011. Formula One World Championship, Rd 12, Belgian Grand Prix, Race, Spa-Francorchamps, Belgium, Sunday 28 August 2011. Formula One World Championship, Rd 12, Belgian Grand Prix, Race, Spa-Francorchamps, Belgium, Sunday 28 August 2011. F1_Spa_2011_10 F1_Spa_2011_11 Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Belgium Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Belgium F1 Grand Prix of Belgium - Race F1 Grand Prix of Belgium - Race F1 Grand Prix of Belgium - Race F1 Grand Prix of Belgium - Practice F1 Grand Prix of Belgium - Race F1_Spa_2011_20 F1_Spa_2011_21 F1_Spa_2011_22 F1_Spa_2011_23 2011 Belgian Grand Prix 2011 Belgian Grand Prix F1_Spa_2011_26 F1_Spa_2011_27

flattr this!

August 25 2011

15:53

Formel Eins: Vorschau Spa 2011

Nach drei Wochen Pause geht die Formel Eins Saison endlich weiter. Doch viel wird sich beim Kräfteverhältniss in der Serie nicht verändert haben.

Spa gehört zu den wenigen Kursen weltweit, bei denen fast jeder mit Zunge schnalzt. Die Traditionsstrecke hat jede Menge Kurven, die alle ihre eigenen Geschichten erzählen, die alle viel erlebt haben und die alle auf ihre Art gefährlich sind. Selbst die eigentlich so harmlose “La Source” Haarnadel kostet jedes etliche Fahrer Nerven und Plätze. Dazu kommt das Wetter in Spa, bzw. das Vorhandensein von Regen. Oder auch nicht. Ganze Heerscharen und Generationen von Meteorologen sind schon an den Regenvoraussagen gescheitert. Die sicherste Variante stammt von einem unbekannten Teamchef und lautet “Stehen die Kühe auf der Weide ist es trocken, sieht man sie nicht mehr, kommt Regen.” Die Fahrer werden andere Sorgen und vor allem keine Zeit für Kühe haben. Alonso will so viele Siege wie möglich, Vettel seinen zweiten WM-Titel und beide McLaren-Piloten wüssten gerne, ob das Auto in Belgien funktioniert.

Die Teams sollten alle in der Sommerpause gewesen sein. So lautet zumindest das “Gentlement Agreement”, denn Strafen gibt es nicht, wenn einer dabei ertappt wird, dass er doch gearbeitet hat. Doch im Grunde hält man sich dran, die Arbeiter waren alle im Urlaub aber was die besser bezahlten Mitarbeiter machen, ist dann wieder eine andere Frage. Dennoch werden die Teams eher mit kleineren Modifikationen nach Spa kommen.

Red Bull reist mit gemischten Gefühlen nach Spa. Einerseits liegt dem RB7 die kurvenreiche Strecke, andererseits sind da die Probleme mit dem Topspeed, die vor allem auf der langen Kemmelgeraden zum tragen kommen. Dafür beschleunigt der Red Bull etwas besser aus der engen La Source und dürfte in Eau Rouge nicht zu schlagen zu sein.

Ferrari ist allerdings in den letzten Rennen dran gewesen. Nicht schneller, aber dran. Seitdem Pat Fry die technische Entwicklung übernommen hat, läuft es bei den Italienern deutlich besser und weitere Fortschritte sind logischerweise nicht auszuschliessen. Alonso rechnet sich nicht ernsthaft mehr den Chancen auf den Titel aus, aber er weiß auch, dass Vettel und Räikkönen Weltmeister geworden sind, weil sie einfach hartnäckig jeden Sieg und jeden Punkt eingesammelt haben. Man weiß ja nie…. Auf der anderen Seite hat Ferrari schon durchblicken lassen, dass man sich langsam auf 2012 konzentriert und der nächstjährige Ferrari etwas revolutionärer werden wird.

Bei McLaren will man die Hoffnung auf einen weiteren Titel nicht aufgeben, zumindest, was Lewis Hamilton angeht. Jenson Button liegt 100 Punkte hinter Vettel, da wird bei noch ausstehenden acht Rennen nichts mehr gehen.Das große Fragezeichen ist aber der Wagen und wie der nun an diesem Wochenende wieder drauf sein wird. Die Briten basteln seit Silverstone an einem neuen Heckflügel, kommen aber nicht so wirklich voran. Sowohl Button, als auch Hamilton haben den Flügel schon drauf gehabt und wieder abmontieren lassen, weil die alte Variante schneller war. Was der McLaren in Spa drauf haben wird, ist schwer zu sagen, weil es auch vom Wetter abhängen wird. Sollte es regnen, dürfte es wieder eine Hamilton-Show geben.

Wenig Sorgen wird sich Mercedes machen, denn sie liegen in Sachen Speed im Nirvana zwischen McLaren und Renault. Einzig die in den letzten Rennen aufmüpfig gewordenen Force India muss man abwehren, was sich auch nicht als die leichte Aufgabe heraus gesellt, wie man es vielleicht annehmen möchte. Ein schnelles Rennauto wird aus dem MGP02 auch nicht mehr, aber angesichts des kolportierten Budgets der Deutschen, ist das Ergebnis angeblich gar nicht so verwunderlich. Michael Schumacher feiert am Wochenende sein 20jähriges “Bühnenjubiläum” in der F1, was sky und RTL sicher hier und da (sprich alle 3 Minuten) erwähnen werden. Vielleicht kann er auf seiner Hausstrecke auch Rosberg mal wieder hinter sich lassen.

Renault hat sich entschlossen, den feuerspeienden Frontauspuff bis zum Ende des Jahres im Wagen zu lassen. Vermutlich, weil ein Umbau zu teuer ist und den Wagen auch nicht weiter voran bringt. Während an der Front dann schon mal Klarheit herrscht, ist es in Sachen Fahrerbesetzung eher nebelverhangen. Etwas chaotisch isst die Lage bei den Fahrern. Bruno Senna ersetzt Nick Heidfeld in Spa, allerdings hat sich Renault nicht dazu geäußert, ob das nur für den belgischen Grand Prix gilt, oder ein längerer Einsatz werden soll. Eigentlich würde ein Einsatz von Senna in Monza in 14 Tagen mehr Sinn machen, denn die Strecke ist nicht so fordernd für jemanden, der den Wagen nicht kennt. Das Renault in Spa auf Heidfeld verzichtet, spricht wohl eher dafür, dass man ihn gar nicht mehr einsetzen möchte. Ein klassischer Zug, wie in ihn von Renault kennt, allerdings hat Heidfeld auch nicht die Erwartungen erfüllt.

Um die letzten Punkte werden sich Force India und Sauber balgen, während Toro Rosso vermutlich dieses Mal nicht ganz so gut aufgestellt ist. Dafür fehlt ihnen einfach der Speed. Williams schleppt tonnenweise Neuteile an die Strecke, man bastelt weiter am Heck des Wagens. Bringen wird das auch nichts, dafür ist der Abstand zu den ersten zehn Plätzen zu groß. Noch weiter hinten wird Lotus wieder das Tempo vorgeben und Vrigin vor HRT liegen.

In Sachen Wetter kann man, wie oben schon angedeutet, wenig sagen. Der Freitag soll eher nass werden, dass Wochenende könnte dann aber trockener werden. Aber wie gesagt – immer schön nach der Kuh schauen.
Ich bin am Freitag vor Ort, mal sehen, was ich an Liveeindrücken rüberschicken kann, und ich freue mich ganz besonders darauf, dass ich John Surtees treffen werde.

Als kleinen Teaser gibt es hier schon mal eine schönes Video von Shell, wo Surtees und Alonso ihre Spa-Versionen vergleichen.

Ein paar Daten zum Rennen:

Spa Francorchamps – 7.004 kilometres. Race distance – 44 laps = 308.052 kilometres. 19 corners in total. Average speed 238km/h.

Aerodynamic setup – Med-low downforce. Top speed 322km/h (with Drag Reduction System active on rear wing) – 312km/h without.

Full throttle – 80% of the lap (high). Total fuel needed for race distance – 150 kilos (high). Fuel consumption – 3.35kg per lap (high)

Time spent braking: 14% of lap. Number of brake zones – 6. Brake wear- Low.

Loss time for a Pit stop = 18 seconds (average)
Total time needed for pit stop: 22 seconds

Fuel effect (cost in lap time per 10kg of fuel carried): 0.38 seconds (high)

Pirelli tyre choice for Spa: Soft (yellow markings) and medium (white markings).

flattr this!

July 13 2011

14:51

Formel Eins: James Allen Strategie Analyse Silverstone

Der GP von England war ein aus strategischer Sicht ein interessantes Rennen. Es gab eine Menge Unabwägbarkeiten als bei anderen Rennen, was vor allem an den Reifen lag, weil man vor dem Rennen so wenig im Trockenen trainieren konnte.

Und dann gab es die teilweise sehr nasse Strecke beim Start, was alle dazu zwang, auf Intermediates zu starten. Doch wie lange würden die halten? Vor dem Rennen dachten die meisten Strategen an ein 3-Stopp-Rennen, während einige Teams aus dem Hinterfeld einen Stopp weniger einplanten, um ein paar Plätze gut zu machen. Der Start auf der nassen Strecke brachte zwei Dinge, die den Teams das Leben leichter machten. Zum einen mussten die Fahrer so nicht beide Reifenmischungen nutzen, so dass man um den langsameren harten Reifen herum kam. Zum anderen bedeutete der Regen, dass man sich um 11 Runden weniger Gedanken machen musste, was die Startegien vereinfachte. Die erste wichtige Entscheidung betraf den Moment, wann man auf Trockenreifen wechseln sollte.

Michael Schumacher machte allen die Entscheidung sehr leicht, der nach seiner Kollision in Runde 9 an die Box musste und sich Trockenreifen nahm, da er eh nichts mehr zu verlieren hatte. Ab Runde 11 waren seine Reifen auf Temperatur und er war pro Runde eine Sekunde schneller als der Führende. Es war klar, dass die Slicks nun schneller waren und Fahrer wie Jenson Button tauchten in der Box auf.

Red Bull: Zwei starke Fahrer im Zaum halten

Mark Webber hatte die Pole in Silverstone erfahren, sie aber beim Start an Vettel verloren. Dennoch war er im Rennen stark unterwegs und Red Bull musste das Rennen beider vorsichtig planen.

An dem Punkt, an dem die Strecke abtrocknete, hatte Sebastian Vettel eine Führung von 8 Sekunden vor Mark Webber, der wiederum unter Druck von Fernando Alonso stand. Red Bull holte Mark Webber zuerst rein, so dass er im Kampf mit Alonso keine weitere Zeit verlor oder gar seinen zweiten Platz. Das klappte, auch weil Alonso bei seinem Stopp 2.6 Sekunden verlor. Aber weil Vettel eine Runde länger draussen blieb, verlor er 5 Sekunden. Das Team dachte definitv daran Webber zu helfen, als man ihn zu erst reinholte.

(Anmerkung von Don: Das ist sicher richtig, gleichzeitig war aber auch nicht klar, wie trocken die Strecke war und ob Schmumachers Zeiten mit einer anderen Abstimmung zusammenhingen. Man schlug zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen half man Webber Alonso los zu werden, zum anderen konnte er über zwei Sektoren testen, wie sich die Zeiten entwickeln würden)

Beim zweiten Stopp lief jedoch schief und kostete Webber seinen Platz an Alonso. Red Bull machte das übliche und holte Webber rein, kurz bevor die Reifen ihre beste Phase hinter sich hatten und die Zeiten einbrechen konnten. Webber kam in Runde 26 an die Box. Alonso wiederum hatte noch etwas mehr Leben in seinen Reifen und legte eine 1.35.5 min hin, was zu diesem Zeitpunkt die schnellste Zeit des Rennen war. Das und weil Webber rund 1.5 Sekunden bei seinem Stopp verlor, sorgte dafür, dass Alonso der “Undercut” gelang und an Webber vorbei kam. Und dann ging auch noch der Stopp von Vettel daneben und er verlor die Führung an Alonso. Vettel kam zu dem genau vor Webber raus, der mit frischen Reifen hätte Alonso angreifen können.

Das war ein für diese Saison seltenes Beispiel dafür, dass ein Fahrer einen Konkurrenten überholen konnte, weil er eine Runde länger draussen bleiben konnte. Normalerweise schafft man den Undercut nur, wenn man eine Runde früher stoppt und die Performance der neuen Reifen nutzt.

McLaren – Das Rennen an mehreren Fronten verloren

Mal abgesehen von dem Punkt, dass McLaren den rechten Vorderreifen von Jenson Button bei seinem dritten Stopp nicht befestigen konnte, gab es weitere Probleme. Wie in Valencia ging der McLaren sehr hart mit den Reifen um. Aber das größte Problem war wohl, dass Lewis Hamilton zu wenig Sprit an Bord hatte.

Weil das Mapping für dieses Rennen geändert und das “Off-Throttle” Anblasen des Diffusors abgestellt war, würde man weniger Benzin benötigen. Da man im Training keine wirklich trockene Strecke hatte, mussten die Team-Strategen den Verbrauch mehr oder weniger schätzen. Der McLaren von Hamilton starte von P10 und McLaren war etwas zu aggressiv mit ihrer Strategie. Normalerweise braucht man für die 52 Runden rund 150 Kilo.

Die ersten 11 Runden fanden unter nassen Bedingungen statt, was den Strategen hätte helfen müssen, da man im Regen weniger Benzin verbraucht. Also nahmen viele Teams vor dem Rennen Sprit aus dem Tank, als sie sahen, dass das Rennen wohl unter nassen Bedingungen starten würde. Aber erstaunlicherweise half das Hamilton überhaupt nicht, weil er die letzten 20 Runden Benzin sparen musste, was ihm den letzten Podiumsplatz kostete und um ein Haar auch P4 an Massa.

Die Herausforderung für die Strategen ist, dass der Fahrer mit so wenig Sprit wie möglich ins Ziel kommen sollte, weil jedes Gramm mehr den Wagen in den 52 Runden langsamer macht. Wenn man zu wenig Benzin einfüllt, verliert man, wie Hamilton, am Ende sehr viele Positionen. Füllt man zu viel ein, ist man zu Beginn des Rennens zu langsam, man verliert aber kaum an Boden. Man hat so Sachen wie bei Hamilton in den letzten 12 Monaten selten gesehen, was auch bedeutet, dass die Teams nicht einsehen zu viel Risiko einzugehen.

Alguersuari: Von ganz hinten nach vorne

In diesem Jahr kann man eine seltene Strategie erstaunlich oft beobachten. In sechs von neun Rennen gelang es einem Fahrer, der schon in Q1 ausgeschieden ist, in die Punkte zu kommen. Algiuersuari ist das Kunststück gelungen, in drei Rennen von P18 aus noch unter die Top 10 zu kommen.

Die offizielle Erklärung von Toro Rosso für die schlechte Performance in Q1 lautete, dass man vom Regen überrascht worden sei und man keine Runde auf einem weichen Satz hinbekommen hatte. Inoffiziell hieß es jedoch, dass man nur mit harten Reifen unterwegs war, weil man drei Sätze weicher Reifen für den Renntag haben wollte, was in der Vergangenheit immer gut geklappt hat.

Alguersuari fuhr sehr lange, saubere Stints und nutzte die Langlebigkeit und Performance der neuen weichen Reifen. Er stoppte zweimal und kam auf P10. Nico Rosber und Sergio Perez waren die bestplatzierten Zwei-Stopper auf P6 bzw. P7. Der Sauber bewies mal wieder, dass er mit den Reifen besonders sanft umgeht.

Die Wichtigkeit des Starts in der Rennstrategie

Rosberg verlor beim Start drei Positionen, hatte dann aber ein gutes Rennen, dass ihn wieder an die Stelle brachte, wo er so oder so gelandet werde. Aber man kann einen Trend in diesem Jahr erkennen, die das Ergebnis der Fahrer beeinflusst.

Das beste Beispiel ist Pastor Maldonado, der sich in Silverstone auf einem brillanten siebten Platz qualifiziert hatte, dann aber am Start drei Positionen verlore. Das ist in diesem Jahr beim Venezualaner sehr auffällig, denn er 19 Plätze in 9 Rennen am Start verloren.

Webber hat ebenfalls schlechte Starts gezeigt. Er verlor 12 Plätze in 9 Rennen und natürlich den Start in Silverstone gegen Vettel.

flattr this!

June 23 2011

15:35

Formel Eins: Vorschau Valencia 2011

Die Formel Eins macht zum zweiten Mal Halt in Spanien, dieses Mal in Valencia. Das Rennen dürfte dank der Pirelli auch etwas besser als sonst werden. Außerdem hat sich in den letzten Tag viel hinter den Kulissen getan.

Die FIA hatte es angedroht, nun hat sie es auch umgesetzt. Das “Engine Mapping” in der ECU ist verboten. Was genau hatten die Team gemacht? Die Standardelektronik (ECU) bietet allen Hersteller einen gewissen Spielraum für ihre Programmierung. Das muss ja auch so sein, da die Motoren unterschiedliche “Mapping” fahren. Das sind die Programme, mit denen man zum Beispiel den Verbrauch oder den Zündzeitpunkt verändern kann. Innerhalb dieses Mappings kann man auch mit dem elektronischen Gaspedal spielen. Renault und Red Bull waren die ersten, die die bei hohen Drehzahlen mit einigem Wumms ausgestoßenen Abgase nutzten, um den Diffusor auch dann anzublasen, wenn der Fahrer in einer Kurve vom Gas gehen muss. Der Fahrer bremst vielleicht, die Motordrehzahl bleibt aber oben und so bekommt man mehr Abtrieb. Und genau das ist schon ab Valencia verboten.

Im nächsten Schritt werden dann ab dem Rennen in Silverstone die sogenannten “heiß” angeblasenen Diffusor verboten. Die Abgase dürfen also nicht mehr durch den Diffusor oder den Unterboden in Richtung Diffusor geleitet werden, was vor allem Red Bull und Renault treffen sollte. Aber auch Ferrari, McLaren, Mercedes, Sauber und Williams hatten in den letzten Monaten das System adaptiert. Für alle Teams bedeutet dies, dass sie ihre Abgasführung und ihre Unterböden zumindest ab England komplett neu gestalten müssen. Ein ziemlicher Aufwand und vor allem hinterlässt es einige Fragen, was die Performance der Teams ab dem britischen GP angeht.

In Valencia sollte die alte Hackordung noch gelten, zumal der Kurs wenig schnelle Kurve bietet, die einen angeblasenen Diffusor bevorteilen. Dennoch hilft das Verbot des Mapping vor allem den kleinen Teams, darunter Williams, denn Cosworth hat das bisher nicht im Angebot gehabt.

Weiter vorne wird Red Bull weiter dominieren, aber McLaren ist nicht mehr weit weg. Das Rennen in Kanada und vor allem die Quali, verzerrte wegen des Wetters den Stand der Dinge ein wenig, von daher ist es schwer zu sagen, wie nahe McLaren wirklich dran ist. Da wird man abwarten müssen. McLaren machte jedenfalls einen starken Eindruck, das gilt auch für die letzten Rennen in Valencia.

Bei Ferrari bin ich mir weiterhin nicht sicher, wo die eigentlich genau stehen. In Kanada hat man mit Pech ein besseres Ergebnis verpasst, aber auch hier gilt, dass das Wetter einiges verzerrt hat. In Valencia könnte den Italienern entgegen kommen, dass es sehr heiss werden soll, am Renntag bis zu und gar mehr als 30 Grad. Dem Ferrari scheinen höhere Temperaturen zu besser zu liegen, dazu kommt, dass Pirelli am Wochenende die Mischungen Medium/Soft anrollt. Medium klingt spannend und eigentlich gut für Ferrari, aber beim “neuen” Reifen handelt es sich um die alte “hart” Komponente von Pirelli. Und die lag dem F150 nun mal überhauüt nicht.

Von Mercedes erwarte ich eigentlich nicht sonderlich viel. Bisher zeigte man eine durchwachsene Leistung und man kann froh sein, wenn man mit Ferrari mithalten kann. Großer Gegener in der WM ist aber nicht Ferrari, Red Bull oder McLaren, sondern Renault, die punktemäßig mit den Stuttgartern auf Augenhöhe liegen. Das ist dann schon etwas ernüchternd, liegt das Budget von Renault doch wohl deutlich unter dem von Mercedes. Die Augen werden sich vermutlich in Valencia wieder auf Michael Schumacher richten. Dessen Rennen in Montreal zeigte mal wieder einen Schumacher in guter Form, aber ob das ein “one off” war, oder Schumacher auch ohne Regen seine alte Form gefunden hat, wird sich noch erweisen müssen.

Bei Renault hängt der Haussegen immer noch schief. Es gibt erstaunlich viele Umbesetzungen in der Führungsspitze und Nick Heidfeld steht deutlich in der Kritik. In Kanada zeigte er erst ein gutes Rennen, dass er dann aber durch den Felher hinter Kobayasgi wegwarf. Da hätte ein Podium drin sein können. Gleichzeitig verstärken sich die Gerüchte, dass das Team mit dem Geld etwas knapp ist. Angeblich wartet Motorenlieferant Renault auf eine zweistellige Summe und bei der Group Lotus weiß man nicht so recht, was man machen soll. Die Woche tauchten schon Gerüchte auf, dass Bruno Senna mit seinem Sponsorgeldern Nick Heidfeld ersetzen könnte, die aber vermutlich doch etwas aus der Luft gegriffen sind.

Immerhin scheint es so, dass Renault sich nun auch etwas vom Mittelfeld abgesetzt hat. Sauber machte in den letzten Rennen nicht den Eindruck, als könne man bei der Entwicklungsgeschwindigkeit der “Großen” mithalten. Die Schweizer sind aber immer noch schneller als Force India, deren jungen Designerteam sich aber offenbar so langsam findet. Der Wagen ist besser geworden, die Ergebnisse sind allerdings noch nicht da. Vor allem nicht bei Adrian Sutil, der in diesem Jahr sogar ein wenig im Schatten von Newcomer Paul di Resta steht. Hinzu kommt, dass es jetzt wohl doch einen Anzeige gegen Sutil wegen der Prügelei in Shanghai geben wird. Vijay Mallya hat sich bisher nicht klar dazu geäußert, was er im Falle eine Anklageerhebung machen möchte. Sutil weiterfahren lassen? Oder doch lieber Hülkenberg mal ranlassen und Sutil so lange parken, wie er rechtliche Probleme hat?

Weiter hinten gibt es wenig Neuigkeiten, von daher lassen ich die mal weg. Deutlich interessanter ist dagegen, was sich hinter den Kulissen tut. Denn offenbar rebellieren die Teams gegen die von Max Mosley und Jean Todt angestrebte Lösung, einen Vierzylinder-Turbo ab 2013 in der F1 einzusetzen. Das Datum hat man schon mal auf 2014 verschoben und offenbar haben die Teams zusammen mit der Technischen Arbeitsgruppe der FIA beschlossen, dass man lieber auf einen V6-Turbo mit 1.6 Liter Hubraum setzen möchte. Das ist auch eine “Lex Ferrari” die mit dem Vier-Zylinder einfach nicht glücklich werden, weil der sich nicht verkaufen lässt. Man darf davon ausgehen, das die V6-Lösung kommen wird.

DRS gibt es auch wieder in Valencia und zwar wieder in zwei Zonen mit einem Messpunkt. Der Messpunkt ist vor T8. Die erste DRS-Zone reicht von Mitte T11 bis zum ersten Anbremspunkt, dann wieder nach T14 bis zum nächsten Anbremspunkt.

Zum Schluss noch ein sehr kurze Einschätzung von Cara Tredget, Shell Technology Manager bei Ferrari, zum Thema Sprit in Valencia. Eine längere Audio-Einschätzung folgt vielleicht noch, da warte ich auf die Freigabe.


Cara Tredget looks ahead to the European GP</a> <i>von aa<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">racingblog_tv

flattr this!

June 14 2011

08:31

Formel Eins: Analyse GP Kanada 2011

Das Rennen in Montreal ist immer für viel Abwechslung gut, doch was man Sonntag sehen konnte, war Drama und Rennaction pur.

Im Grunde konnte man das enttäuschte Gesicht von Vettel auf dem Podium verstehen, doch eigentlich hätte er lachen müssen. Mal wieder ein zweiter Platz, dazu hatten sich alle Konkurrenten im Rennen selbst eliminiert, sieht man mal vom Mann ab, der auf dem Podium links neben ihm stand und übers gesamte Gesicht strahlte. Jenson Button war ein unfassbares Rennen gelungen, eines, das in die Geschichte eingehen wird, eines, dass die Karriere von Jenson Button auch in vielen Jahren überstrahlen wird und zu dem er wieder und wieder befragt werden wird: “Jenson, wie war das damals in Kanada?” Ich hab zu Hause meine Bibliothek in Sachen F1-Rennen gewälzt und im Netz geforscht. Aber ich habe niemanden gefunden, der nach zwei Unfällen, einer Durchfahrtsstrafe und sechs Boxenstopps vom letzten Platz im Feld ein Rennen gewinnen konnte. Dass, was Button da geleistet hat, war einfach brillant.

Dabei hatte sein Tag nicht gerade gut angefangen. Die merkwürdige Kollision mit seinem Teamkollegen war da nur die eine Sache. Man gibt Hamilton die Schuld, der, das sieht man auf den Bildern, auch weit davon entfernt war, auf gleicher Höhe zu sein. Button hatte das Recht, eine Linie zu fahren, die auch von allen anderen Fahrer genutzt wurde. Vermutlich rechnete er damit, dass Hamilton die innere Linie wählen würde, und wollte so für die dann folgende Linkskurve wiederum seine Linie abdecken. Hamilton entschied sich aber anders. Ein Rennunfall. Einerseits. Andererseits muss sich Hamilton den Vorwurf gefallen lassen, warum mal wieder davon ausging, dass man ihm freiwillig Platz macht. Das war schon in Monaco zu sehen, wo er sehr aggressiv zu Werke ging, in Kanada war das nicht anders.

Hamilton steht im Moment schwer in der Kritik. Aus dem Paddock sind im Moment viele Gerüchte zu hören, darunter solche, die sagen, dass er bei McLaren nicht mehr sonderlich glücklich ist. Button ist es gelungen, das ehemals reinrassige Hamilton-Team, in dem er eigentlich eine Art “1b” war, mehr und mehr auf seine Seite zu ziehen. Weitere Gerüchte bringen Hamilton mit Red Bull in Verbindung. Er soll am Wochenende in einem langen Gespräch mit Christian Horner gesichtet worden sein und die Idee, dass die Österreicher, mangels eigenen guten Nachwuchs, sich eine Verpflichtung von Hamilton vorstellen könnten, ist sicher nicht völlig aus der Luft gegriffen. Dazu kommt, dass er und Adrian Newey eine Freundschaft pflegen. Zumindest heizen die Gerüchte die “Silly Season” kräftig an.

Doch zurück zu Button. Der nutzte den Chrash mit Hamilton und die darauf folgende SC-Phase zu einem Boxenbesuch und holte sich Intermediates. Er blieb bis zur Rennunterbrechung um Mittelfeld, erlaubte sich danach aber den Luxus der Durchfahrtsstrafe und viel auf den letzten Platz zurück. Sein Glück war, dass es erneut eine SC-Phase gab. Sein Abstand zu Vettel betrug 30 Runden vor Schluss rund 12 Sekunden, wuchs aber bis Runde 50, als er schon wieder auf Platz 8 lag, auf 27.893 Sekunden an. In Runde 51 kam er zu seinem letzten Stopp, nahm die SuperSoft, fiel aber nicht zurück sondern reduzierte den Abstand zu Vettel, der später kam, auf 19.691 Sekunden in Runde 54. Rund 10 Sekunden vor ihm kämpften derweil Schumacher und Webber um P2. Die 20 Sekunden hätte er vermutlich nicht mehr aufholen können, hätte es nicht in Runde 58 eine weitere SC-Phase gegeben.

Wichtig war auch, dass er nach dem Restart in Runde 60 sehr schnell an Webber und Schumacher vorbei kam. Wäre er hier hängen geblieben, hätte er Vettel nicht mehr einholen können. Die vielen SC-Phasen haben seine Aufholjagd sicher stark unterstützt, aber es bleibt dabei, dass er vom Ende des Feldes bis zur letzten Runde, fast jeden vor ihm fahrenden Piloten überholen konnte. Sein Sieg war begünstigt durch den Fehler von Vettel, als der in der Schikane leicht auf nassen Teil des Asphalts kam und nicht sauber einlenken konnte, aber er war so knapp dran, dass er auf der Geraden vermutlich eh in DRS-Reichweite gewesen wäre.

Aber trotz allem: Ein sensationelles Rennen von Jenson Button.

Ebenfalls richtig gut unterwegs war Michael Schumacher. Ihm und seinen Mercedes kam das schlechte Wetter zu Gute, man hatte eine Mischabstimmung gewählt und auf etwas höhere Abtriebswerte gesetzt. Schumacher schnitt teilweise wie in seinen besten Zeiten durch das Feld, versuchte sich auf P2 liegend beim Restart sogar kurz an Vettel, der ihn aber auskonterte. Aber mit zwei schnellen Wagen hinter sich war er auf P2 einfach eine “sitting duck”. Ohne DRS, nur mit KERS, konnte er sich gegen Webber einigermaßen wehren, aber auf Dauer war klar, dass beide würde passieren lassen müsse. Für einen Moment dachte ich noch, dass der Taktikfuchs Schumacher Webber extra vorbeilassen würde, um ihn in der letzten oder vorletzten Runde mit DRS dann seinerseits auf der Geraden zu holen, aber Webber schaffte sich auf Slicks genug Polster, um genau das zu vermeiden.

Vettel hat das Rennen aber nicht nur wegen seines Fehlers verloren. Der kam überhaupt erst zustande, weil er sich gegen Button wehren musste. Der Weltmeister gab nach dem Rennen offen zu, dass er zwischen durch nicht aggressiv genug unterwegs war, weil kein Risiko eingehen wollte. Offenbar hatte aber auch der Red Bull Kommandostand die heran rollende Gefahr in Form von Button unterschätzt, sonste hätte man ihm früher ein “Push” gefunkt.

Ferrari, die auf der Strecke ohne Hochgeschwindigkeitskurven, erstaunlich gut aussahen, hatte dann ein desaströses Wochenende. Alonso, dessen Rennen eh etwas zäh lief, schmiss Button die Tür zu, als der in einer Schikane schon neben ihm war. Der F150 blieb auf einem Curb hängen und sah etwas traurig aus. Massa, der etwas besser darauf zu sein schien und das Rennen in Runde 20 sogar mal anführte, hatte etwas Pech. Bis Runde 51 lag er bequem auf P3, dann holte er sich neue Reifen und auf seiner Outlap kam ihm Karthikeyan in die Quere. Der Inder blieb beim Überrunden brav auf seiner Spur, nur ging Massa zum Überholen mit Slicks ins Nasse und drehte sich. Der Ferrari-Mann brauchte eine neue Nase und fiel auf P15 zurück, tobte dann aber durchs Feld und holte, auch begünstigt durch die letzte SC-Phase auf dem Zielstrich noch P6 vor Kobayashi. Der Abstand betrug gerade Mal 0,045 Sekunden.

Während Button, Vettel, Webber, Schumacher und Massa zu glänzen wussten, lief es für andere schlecht. Neben Hamilton war das Wochenende auch für Rosberg, Heidfeld und Sutil eher miserabel. Warum Rosberg nicht Schwung kam ist noch nicht bekannt, er blieb blass im Mittelfeld hängen. Für Heidfeld lief es besser, er hielt Petrov endlich mal hinter sich, blieb aber dann an Kobayashi mit dem Frontflügel hängen, als der aus Turn 2 nicht direkt rausbeschleunigte. Ein unter Fahrern üblicher Trick im Apex nicht Gas zu geben, sondern einen winzigen Moment zu warten, damit der andere vom Gas geht und damit Boden verliert. Heidfeld flog dann mit defekten Flügelwerk ab.

Sutil hatte mal wieder ein schlechtes Wochenende. Paul di Resta hatte ihm in der Quali 5 Zehntel aufgebrummt, im Rennen lief es auch nicht besser. Während Sutil im Mittelfeld rumkämpfte konnte di Resta, auch dank besserer Strategie, teilweise bis auf P5 vorfahren, bevor er sich in Runde 42 seinen Flügel an Wagen von Heidfeld zerstörte. Sutil zerdepperte seinen Flügel ebenfalls und stellte den Wagen dann später nach einem Zweikampf verbogen in