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March 08 2012

16:52

WTCC: Saisonvorschau 2012

Die WTCC startet dieses Wochenende schon in ihre neue Saison. Nach den offenen Chevyopen letztes Jahr sieht es dieses Jahr leider nicht viel besser aus. Das Positive ist aber, dass wieder mehr Werke in die Serie drängen.

Kalender und Regeländerungen:

Doch zunächst zu ein paar allgemeinen Sachen. Allem vorran der Kalender der diesjährigen WTCC-Saison:

1.  10/11 März  Monza  Autodromo di Monza 2.  31 März/01 April  Valencia Circuit Ricardo Tormo 3.  14/15 April  Marrakesch  Circuit de Marrakech 4.  28/29 April  Slovakei  Slovakia Ring 5.  05/06 Mai  Budapest  Hungaroring 6.  19/20 Mai  Salzburg  Salzburgring 7.  02/03 Juni  Estoril  Circuito do Estoril 8.  21/22 Juli  Curitiba  Autódromo Internacional de Curitiba 9.  22/23 September  Sonoma  Infineon Raceway 10.  20/21 Oktober  Suzuka  Suzuka East Circuit 11.  03/04 November  Shanghai  Shanghai International Circuit 12.  16/18 November  Macao  Circuito da Guia

12 Rennen auf 5 Kontinenten wird man bestreiten, 6 davon in Europa. Eine gute und ansprechende Mischung für eine Weltmeisterschaft, auch wenn es gerne 2 Rennen mehr seien dürften. Das Problem ist, dass die WTCC dann in Logistikprobleme kommt, da einem natürlich nicht die Transportmöglichkeiten der Formel 1 zur Verfügung stehen. So sieht der Kalender rein von Daten her leider etwas komisch aus mit 8 Rennen in 5 Monaten und die restlichen 4 Rennen in 4 Monaten. Die großen logistisch bedingten Pausen am Ende des Kalenders lassen das Ganze immer ein bisschen zäh und zusammenhangslos wirken.

Starten wird man die Saison in Monza dieses Wochenende, danach bringt man den Spanienbesuch hinter sich, den jede Serie macht. Die gute Nachricht ist man fährt nicht in Barcelona sondern in Valencia, und dort auch nicht auf dem unsäglichen Stadtkurs, obwohl der vielleicht für Tourenwagenrennen gar nicht so schlimm wäre, sondern die Strecke, wo auch die MotoGP ihre Rennen absolviert. Das Motorland Aragón hätte mir zwar besser gefallen, aber Hauptsache man sieht mal nicht Barcelona. Danach geht man nach Marrakesch und da muss man fragen: Warum?. Der letzte Marrakesch Auftritt war sowohl mit der damaligen Begleitserie Formel 2, als auch mit den Tourenwagen ein mittelschweres Desaster, da die Streckenposten ewig brauchten, um verunfallte Fahrzeuge von der Strecke zu kriegen. Bei der kurzen Rennlänge der WTCC laufen dann ganz schnell Großteile des Rennens unter gelb ab. Zu der Verteidigung der Streckenposten muss man sagen, dass die WTCC-Piloten bei ihrem letzten Auftritt auf dem Stadtkurs auch echt Schrott am laufenden Band produziert haben. Aber dann war da auch unter anderem noch, die nicht funktionierende Ampelanlage…

Nach Marrakesch wollte man eigentlich nach Argentinien, blos dieses Rennen kam nicht zu Stande. weswegen man den Slovakia Ring als Ersatzstrecke gewählt hat. Danach geht man auf den immer noch als Micky-Maus-Kurs verschrienen Hugaroring, obwohl die Rennen dort eigentlich nie so schlecht sind. Der Salzburgring und Estoril bilden den Abschluss des Europateils des Kalenders. Sehr schade ist das Fehlens eines Rennens in Deutschland, ebenso wie es kein Rennen in Frankreich und England gibt. Nach Estoril setzt man über nach Brasilien und fährt in Curitiba und danach und das ist sehr erfreulich in Sonoma. Somit hat man es geschafft einen Nordamerikaauftritt auf einer nicht uninteressanten Strecke zu organisieren. Man verlässt Amerika dann Richtung Asien, fährt in Suzuka und in Shanghai. Dort zum Glück auf der Grand-Prix-Strecke und nicht auf der Kartbahn, auch wenn leider wieder kaum Zuschauer da sein werden. Den Abschluss der Saison bildet wie jedes Jahr das Destruction-Derby in Macao.

Zur neuen Saison gibt es auch einige Regeländerungen, hier die Wichtigsten: Die Rennen sind jetzt wenigstens 10 Kilometer länger (60 Kilometer). Dies ist nur zu begrüßen, auch wenn 75 oder gar 100 Kilometer vielleicht ein vernünftigerer Ansatz wären. Es gibt jetzt Punkte fürs Qualifing und zwar 5 für den Bestplatzierten, 4 für den Zweitplatzierten und so weiter, ist keine große Änderung, wertet das Qualifying aber nochmals auf. Außerdem kommen nun 12 statt 10 Fahrern in Q2. Die Startaufstellung für Rennen 2 bestimmt sich nun nich tmehr nach der umgekehrten Reihenfolge von Q1 sondern nach der von Q2. Es können nur noch Wagen Q2 erreichen, die in der Meisterschaft eingetragen sind, also Meisterschaftspunkte sammeln. Desweiteren verteilt die WTCC weiterhin Karten, nun gilt: Wer 2 statt 3 Mal wegen fahrerischen Vergehen auf der Strecke bestraft wird, muss beim nächsten Rennen 10 Plätze nach hinten. Ursprünglich hieß es, dass man nur noch einen Motor für die ganze Saison verwenden darf, dies wurde jedoch vermutlich auf Bestreben von Ford und Seat dahin geändert, dass man bis zum Hungaroring seinen Motor strafenfrei wechseln darf. Zuletzt wird es ab diesem Jahr auch in der WTCC wie in der Formel 1 einen “Fahrersteward” geben.

Die Hersteller:

Chervrolet: Nachdem nicht unüberraschend erfolgreichem Jahr 2011 kehrt Chevrolet auch 2011 wieder werksseitig zurück in die Serie. Zwischen den Zeilen hat man in Interviews immer wieder herausgehört, dass man den großen Erfolg, den man hat natürlich begrüße, aber aus Marketinggründen einige andere Werke doch wünschenswert wären, ansonsten könnte man darüber nachdenken, sein Engagement etwas zurückzufahren. Weitere Werke werden wohl kommen, weswegen Chevrolet sich wohl entschied, auch dieses Jahr mit 3 Autos anzutreten. Es gab sogar Gerüchte, dass man ein 4. Auto für Alex MacDowall einsetzen könnte, letzendlich blieb man jedoch bei 3 Wagen. Von Seiten der FIA hat man sich gedacht, dass man um die Chevrolets etwas einzubremsen ihr Mindestgewicht um 30kg erhöht, was eine ganze Menge ist. Später hat FIA da nochmal drüber geschaut. und lediglich 10kg raufgepackt. Ob das reicht, wird man sehen müssen. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat sich technisch wenig getan, die Werkschevrolets werden mit neuen Aufhängungen und einem leicht überabeitetem Motor an den Start gehen. Desweiteren verschwindet die Landesflagge des jeweiligen Fahrers vom Dach und die Lackierung wurde etwas überabreitet, so dass die Autos jetzt etwas schnittiger wirken.

Seat: Weiterhin unterstützt Seat nur, allerdings mehr als im letzten Jahr. Man hat sich im Winter vor allem auf das eine große Problem konzentriert: Den Motor. Dieser wird jetzt nicht bei dem mit Seat eng verbundenem SunRed-Team gebaut, sondern bei Seat selbst. Damit will man einen Flop wie das verspätete Auftauchen des neuen Motors letztes Jahr, der dann nichtmal mehr besonders konkurrenzfähig war, vermeiden. Der neue Motor soll bei den Testfahrten wohl erstaunlich gut und zuverlässig gelaufen sein. Eventuell will sich Seat ab 2013 wieder komplett werksseitig engagieren, sicher ist man sich da aber noch nicht.

BMW: Kaum neues aus dem Hause BMW, sogar eher schlechte Nachrichten. War der BMW 320 zu seiner Blütezeit vor 3-5 Jahren in vielen Rennserien einsetzbar und DAS Kundenauto, ist dies heute nicht mehr so. Einige Serien verabschieden sich vom S2000 Reglement und verlangen Fahrzeuge auf GT-3 Basis, weswegen BMW viel Energie in den Z4 setzt. Dennoch möchte man die Kundenteams, die den 320 TC einsetzen, natürlich bestmöglich betreuen. Die Eindrücke des ebenfalls leicht überarbeitetem Motors bei den Tests waren wohl eher so mittelmäßig, es dürfte ein schweres Jahr für die BMW-Teams werden.

Honda: Sehr erfreuliches gibt es von Honda zu berichten. Überraschend gaben die Japaner bekannt, dass man werksseitig mit dem JAS Motorsportteam ab 2013 mit 2 Honda-Civic in die WTCC einsteigen wird. Geplant ist im Moment sogar schon als Gasstarter bei den Asienrennen zum Ende der Saison anzutreten. Für das WTCC-Programm wird man natürlich einen neuen 1,6l-Turbomotor nach dem neuen Reglement entwickeln. Ein ganz wichtiger Schritt für die WTCC, die in Asien ziemlich beliebt ist und somit endlich mit Sicherheit einen weiteren namhaften Hersteller bekommt.

Ford: Ford steigt dieses Jahr erfreulicherweise auf privater Ebene in die WTCC ein. Mit Hilfe von Mountune Racing hat man einen Motor nach aktuellem Reglement konstruiert und finanziert, der vom Einsatzteam Aon Motorsport ausgiebig getestet und für gut befunden wurde. Im Vergleich zur BTCC Version des Ford Focus hat man dem Auto ein neues Bodywork und eine neue Aufhängung verpasst, mit dem Verlauf der Tests war man sehr zufrieden. Vielleicht findert Ford ja soviel Spaß an der WTCC, dass man sich für einem Werkseinsatz entscheidet…

Lada: TMS wird als privates Team dieses Jahr mit starker Unterstützung von Lada 2 Rennwochenenden bestreiten, jenes am Hungaroring und das in Estoril. Eingesetzt wird der neue LADA Granta Sport, der ab April ausgiebig getestet werden soll. Allerdings hat man momentan ziemliche Probleme bei der Entwicklung, die FIA lehnte unter anderem einen Antrag zur Verbreiterung des Radstandes ab. Sollten die beiden Rennen gut laufen, denkt man wohl über ein werksseitiges 3-Jahres-Engagement nach. Entsprechende Vorverträge mit Fahrer James Thompson sind anscheinend geschlossen.

Volvo: Die schlechtesten Nachrichten diesen Winter kamen doch etwas überraschend von Volvo. Diese ziehen nämlich ihre Unterstützung für das Einsatzteam Polestar komplett zurück. Dies ist nach einer doch recht vielversprechenden Saison 2011, die man ja komplett bestritt ziemlich merkwürdig. Grund dafür ist laut Volvo schlicht und ergreifend der, dass man das falsche Auto für die WTCC gebaut hat. Der C30 ist nicht mehr das Auto, welches Volvo promotet sehen möchte, statt dessen setzt man auf den S60, den es aber nicht in einer S2000 Version gibt. Diesen möchte man in Rennserien im skandinavischen Raum einsetzen. Insgesamt mehr als schade das Ganze.

Die Teams und Fahrer:

Man wird bei jedem Rennen weit über 20 Fahrer am Start haben, was ein sehr ansehnliches Starterfeld ist. Hier ein Überblick über die Teams und Fahrer:

Chevrolet-Werksteam: Die Meistertruppe vom letzten Jahr tritt mit einem unverändertem Aufgebot an Fahrern an, Menu, Huff und Muller. Viel muss man zu dem Team nicht sagen, sehr starkes Line-up an Fahrern, wohl den besten Wagen, hier fahren die Titelaspiranten und es muss eigentlich erwartet werden, das am Ende des Jahres diese Autos am Ende des Jahres in der Meisterschaft auf den Plätzen 1, 2 und 3 landen. In welcher Reihenfolge muss sich noch herraus stellen.

Chevrolet Team Schweden: Sowas wie ein vierter veralteter Werkswagen, den Chevrolet hier einsetzt, allerdings keinesfalls die ganze Saison. Fahrer Rickard Rydell wird einen 2011-er Chevrolet-Werkswagen bekommen. Rydell und das Chevrolet Team Schweden kommen aus der STCC, dort sind sie Titelverteidiger. Das Team möchte mal schauen was in Monza so geht und dann eventuell die Rennen, die nicht mit der STCC kollidieren ebenfalls fahren (Rydell kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Bamboo-Engineering: Mit neuen Wagen und neuer Fahrerpaarung geht Bamboo-Engineering in die Saison. Man wird 2 neue Kunden-Chevrolet-Cruz mit den neuesten Updates fahren. Als Fahrer hat man Pasquale Di Sabatino und Alex MacDowall gewinnen können. Nie von den beiden gehört?  Pasquale Di Sabatino kommt aus dem Formelsport, ist letzte Saison AutoGP gefahren und wurde dort sehr unauffälliger Gesamtzwölfter. Wesentlich erfolgsversprechender klingt da schon Alex MacDowall, der aus der BTCC kommt und dort für Chevrolet fuhr. Er konnte dort einige Podien erreichen, auf ihn wird zu achten sein.

Sunred-Engineerig: Auch Sunred-Engineering ist natürlich wieder dabei. Als Fahrer hat man Andrea Barlesi und Fernando Monje verpflichtet. Andrea Barlesi gewann vorletztes Jahr immerhin die Formla Le Mans und fuhr letztes Jahr in der LMS. Fernando Monje kommt aus den Formel 3 Open, wo er letztes Jahr 15. in der Gesamtwertung wurde. Das ist jetzt nicht das beste Lineup. Einsatzfahrzeug ist ein neuer Seat-Léon mit dem neuem Motor.

Tuenti Racing Team: Das Tuenti Racing Team ist das Schwesterteam von Sunred. Fahrer sind Tiago Monteiro und Pepe Oriola. Oriola fuhr letztes Jahr eine mittelprächtige Debutsaison und wurde 18. in der Gesamtwertung, aber der Junge ist ja auch erst 17. Über Routinier Monteiro muss man keine Worte mehr verlieren, bei einem günstigem Rennen ist vielleicht ein Sieg für das Team mit ihren Seats drin (Monteiro kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Lukoil Racing Team: Das eng mti Seat zusammenarbeitende Lukoil Racing Team ist jenes Seat-Team, welches am siegfähigsten aussieht. Fahrer sind Gabriele Tarquini und Aleksei Dudukalo. Lukoil ist eine russische Ölfirma, die viel Geld investiert und deshalb auch viel Support von Seat bekommt. Dieses Jahr möchte man richtig angreifen, es gibt sogar Gerüchte, dass man nächstes Jahr das Werksteam von Seat werden könnte. Dudokalo lieferte eine schwache erste Saison ab und holte letztes Jahr nur 4. Punkte, während Routinier Tarquini natürlich immer für gute Rennen zu haben ist (Tarquini kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Zengo Motorsport: Die Truppe ist auch dieses Jahr wieder dabei. Man hat es sogar geschafft, ein zweites Auto zu finanzieren. Neben Norbert Michelisz wird Gábor Wéber einen der beiden BMW 320 TC pilotieren. Michelisz wurde starker 9. letztes Jahr, während Wéber mit ganz ansprechenden Ergebnissen aus dem Seat Leon Supercopa kommt.

Team Engstler: Das sympathische Team geht wieder mit 2 Wagen, natürlich BMW’s an den Start, gefahren von Franz Engstler und Charles Kaki Ng. Ng kommt aus dem Tourenwagensport in Asien und fährt nun seine erste volle WTCC-Saison, über Engstler sollte alles bekannt sein. Vielleicht schafft man es wieder, die großen Blauen zu ärgern und ein oder zwei Siege einzufahren, ansonsten geht es um die Privatfahrerwertung.

Roal Motorsport: Wieder wird man bei Roal Motorsport auf 2 BMW 320 TC setzen. Am Steuer werden Tom Coronel und Alberto Cerqui sitzen. Tom Coronel wird wohl neben der Engstler der BMW-Fahrer sein, der am ehesten mal für einen Sieg gut ist. Alberto Cerqui ist allerdings nicht zu unterschätzen, er steigt als Meister der italienischen Superstars Series auf. Dort fuhr er auch schon für das Roal-Team (Coronel kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Proteam-Racing: Das Team setzt leider nur noch 2 Autos statt 3 wie letzte Saison ein. Mehdi Bennani bekommt wieder eines der Cockpits, er wurde letzte Saison 16. den zweiten BMW bekommt Isaac Tutumlu. Jener hat ein paar Einsätze in der Superstars Series und dem Porsche Super Cup hinter sich, die Ergebnisse des Spaniers waren jedoch eher unspektakulär.

Wiechers-Sport: Auch Wiechers-Sport wird man in der WTCC sehen. Man tritt mit einem BMW an, diesmal wieder pilotiert von Stefano D’Aste. D’Aste ist sicherlich besser als das “Experiment” Urs Sonderegger, bei dem Weichers-Sport ja schon Mitte der letztes Saison die Reißleine zog.

Team-Aon: Die beiden Fords dieses Jahr werden von Team Aon eingesetzt. Das Team kommt aus der BTCC und bringt auch gleich 2 britische Fahrer mit, nämlich Tom Chilton und James Nash. Die beiden sind echte Topfahrer, waren beide Privatchampions in der BTCC. Auf das Team wird man achten müssen. James Nash ist ein heißer Anwärter für den Titel in der Privatfahrerwertung (Chilton kann keine Punkte in der Privatfahrerwertung holen).

Special Tuning Racing: Das Team wird 2 Seats einsetzen und kommt ebenfalls aus der BTCC. Fahrer werden  Tom Boardman und Darryl O’Young sein. Tom Boardman ist Miteigentümer des Teams, und konnte in der BTCC gute Ergebnisse abliefern. O’Young wurde 14. in der letzten Saison und hat die 12h von Bathurst in diesem Jahr gewonnen, man sollte ihn also nicht unterschätzen.

TV-Übertragung:

Nicht viel Neues an dieser Stelle. Eurosport beziehungsweise Eurosport 2 werden wieder das Qualifying (teilweise) und beide Rennen live übertragen. Die Übertragungszeiten werden wohl wieder so variieren, wie sie Eurosport am besten in ihren am Wochenende mit Livesport befülltem Programmplan passen. Dafür bitte jedes Wochenende unsere Tv-Termine beachten. Kommentiert werden die Rennen wieder von Dirk Adorf und Uwe Winter, neu stößt Christian Menzel hinzu, der sich mit Dirk Adorf abwechseln wird.

Dieses Wochendende: 

Etwas untypisch für die WTCC beginnt die Saison dieses Jahr nicht in Übersee, sondern in Europa auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza. Bei der Starterliste gibt es zwei kleine Besonderheiten: Fernando Monje wird für Sunred noch nicht am Start seien, da er für das Team in der ETCC antritt, dafür fährt Rickard Rydell für das Chevrolet Team Schweden einen Einsatz, der als Test für ein eventuell weiterführendes Engagement herhalten soll (s.o.).

Zu Monza an sich als Strecke muss man nicht viel sagen. Es ist ein reines Hochgeschwindigkeitsrennen, bei der WTCC mit ihren 60 Kilometern Renndistanz ist das ein eher kurzers Vergnügen. Es wird alles von den Motoren abhängen, vorallem davon wie gut der Seat und Ford-Motor ist. Letztes Jahr hat Rob Huff beide Rennen gewonnen, die Blauen sind aber auch dieses Wochenende auf alle Fälle Favourit. Es sollen angenehm-sonnige 15 Grad werden.

 

 

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October 19 2011

14:33

VLN: Analyse 9. Lauf

Dieses Wochenende hätte nochmals schwärzer ausgehen können, als es schon ist, während die Entscheidung in der Meisterschaft gefallen ist.

Die tragischen Ereignisse von Las Vegas sind zwar nun schon 2 Tage alt, aber es hat wohl nicht viel gefehlt, und man hätte nach 2010 wieder einen Toten bei der VLN bedauern müssen. Diesmal wäre es kein Fahrer, sondern eine der vielen und sehr wichtigen Sportwate getroffen. Die Rede ist von einer Frau, welche im Bereich Anfahrt Hohe Acht ihren Dienst verrichtete, als ein Audi R8 LMS und ein Ford aus der SP4T kollidierten, der Ford wurde dann Richtung Zaun geschleudert, flog über die Leitplanken, erwischte einen Baum und erfasste dann die Sportwartin. Diese wurde dann per Hubschrauber ins Spital eingeliefert. Nach ersten Berichten geht es ihr wohl “den Umständen entsprechend gut”. Näheres ist mir zu diesem Zeitpunkt leider auch nicht bekannt, ich möchte ihr aber an dieser Stelle alles gute für die weitere Genesung wünschen.

Der Hubschrauber konnte dabei direkt auf der Strecke landen, da zu diesem Zeitpunkt, sehr kurz nach diesem Unfall die Rote Flagge geschwenkt wurde, da dies bei Leibe nicht der einzige Unfall war. So waren zu diesem Zeitpunkt sämtliche Fahrzeuge der Streckensicherung, der Feuerwehr und des medizinischen Personals unterwegs um all die anderen Unfälle abzubarbeiten. Die VLN hat sich daher zu diesem Zeitpunkt zurecht dafür entschieden dass Rennen mit Rot zu unterbrechen und später neu zu starten.

Wie umfangreich die Arbeiten an der Strecke dann waren, zeigt die Dauer, welche zwischen der Roten Flagge und dem Start in die erneute Einführungsrunde verging – gute 90 Minuten vergingen. Dies hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Renndistanz, denn aufgrund von Rundenzeiten von bis knapp über 8:10 schafften die Sieger vom Team Manthey in den 2 Teilen des Rennen, welche dann addiert werden, 24 Runden zu absolvieren, was einem Schnitt von knapp über 171 km/h entspricht, während die schnellste Runde von Chris Mamero mit 8:10 schneller als im Zeittraining unterwegs war. Für Arno Klasen war esd damit sein 26. Gesamtsieg in der VLN und er ist damit nur noch 2 Gesamtsiege vor den Spitzenreitern Olaf Manthey, Ullrich Richter und Jürgen Alzen entfernt. Allerdings fuhren nicht nur die Spitzenreiter so schnell über die Schleife, auch in den “kleineren” Klassen wird mittlerweile so schnell gefahren und entwickelt, dass auch dort die Zeiten mittlerweile ein Niveau erreicht haben, welche früher fast nur die Topwagen erreichen konnten.

Auch dort sind definitiv die Zeiten vorbei, als man das Rennen erst mal ruhig begonnen hatte und vll. nach 3 Stunden mal geguckt hat wo die Gegner in der Klasse sich befinden. Nein auch hier wird mittlerweile ab dem 1m auf Attacke gefahren, was man leider aber auch an den Unfallzahlen sieht.

Da wäre zum einen der Audi TT RS (gut, so “klein ist der auch nicht und wird direkt vom Werk eingesetzt), der holt aus seinem 2,5l Fünfzylinder offiziel 380 PS, fährt aber mittlerweile Zeiten von bis zu 8:23 im Rennen, womit man gerade einmal 3 sek langsamer als der große Bruder R8 LMS war, welcher von Marc Basseng, Frank Stippler und Rene Rast gesteuert wurde. Die “kleinen Brüder” aus der SP3T, holen aus ihren 2l Turbos mittlerweile aber auch 350 PS und mehr raus, wodurch zum Beispiel die VW Scirocco in dieser Saison schon Zeiten von ~8:45 fahren konnten. Zum Vergleich: 2007 fuhr die Zakspeed Viper beim 4. Lauf Zeiten von bis zu 8:42 und man hätte sich mit diesem Wage nur dem Land Motorsport 997 GT3 RSR, dem Z4M Coupe und der Viper geschlagen geben müssen. Die anderen Teams mit ihren 996 GT3 RSR, Opel V8 DTM (Schall-Opel), oder dem M3 GTS von Scheid, dem Eifelblitz wären langsamer unterwegs gewessen!

Wie schon angesprochen, führt diese Leie enorme Leistungsdichte zwar zu tollen Zweikämpfen und engen Rennausgängen, denn die ersten 2 Plätze im Gesamtklassement trennten in der Summe nur 4 Sekunden, allerdings steigt damit auch die Gefahr von Unfällen und Fehlern, wenn auch die zu überrundeteten Wagen voll am Limit unterwegs sind und um jeden Zentimeter kämpfen müssen um in der Klasse vorne platziert zu sein. Dies gilt gerade für Teams mit Chancen auf die Meisterschaft, denn dort sind oft Siege in den Klassen zwingend, will man die benötigen Punkte einfahren.

Dass es aber auch die Teams aus den größeren Klassen erwischen kann/hat, zeigte zum einen Phoenix mit dem Crash ihres R8 LMS, Der Fahrer des Pinta Porsche flog im Bereich Tiergarten heftigst ab, und auch der Mathol Aston Martin aus der SP10 wurde zum Beispiel im Pflanzgarten stark onduliert. Hoffentlich haben die Fahrer dies alles gut überstanden, denn diese Stellen sucht man sich auch nicht gerade freiwillig für einen Abflug aus. Auch hier ist also der Trend der vergangen Jahre zu sehen, welcher sich auf der Langstrecke immer mehr breit macht: Langstreckenrennen werden mittlweile wie Sprintrennen gefahren, nur mit dem Unterschied, dass die Distanz nicht 60 Minuten wie beim GT Masters ist, sondern 4,6 oder 24 Stunden.

Allerdings kann das auch dazu führen, dass man in Unfälle verwickelt wird, wie der Ford Mondeo, als ihn der R8 mit der #17 aussen auf dem Gras überholen wollte und dabei den Unfall zur Hohen Acht ausgelöst hat, was somit dann natürlich auch einen Schritt zurück im Kampf um den Titel bedeuten kann, oder sogar das Aus. So erwischte es am Samstag gleich mehrere Teams: Lars Heisel, Frank Schmickler und Guido Strohe hatten zum Beispiel 3 Runden Rückstand in der Klasse, weil sie in einen Unfall verwickelt wurden, nebst anstehender Reparatur, was am Ende der letzte Rang in der Klasse, Rang 7 samt 3 Runden Rückstand auf die Sieger, Mario Merten und Wolf Sylvester bedeutete.

Fast das selbe galt aber auch für Elmar Jurek und Jannik Olivo aus der Clio Cup: Sie wurden ebenso, wie auch Maik Rosenberg in seinem LMS Scirocco in einen Unfall verwickelt und somit mussten beide Teams das Rennen vorzetig aufgeben, wodurch aus 5 Teams nur noch 2 im Kampf um die Meisterschaf übrig blieben. Es blieben zwischenzeitlich somit Dominik Brinkmann und Stephan Epp auf ihrem Clio Cup sowie das Trio von Black Falcon aus der V5 im Kampf um die Meisterschaft übrig, da die anderen Teams den Punkterückstand im letzten Lauf mathematisch nicht mehr aufholen können. So ging man zwar noch vor dem Rennen davon aus, dass mit bis zu 5 Teams die Meisterschaft am Samstag nicht entschieden werden wird, denn dass hätte auch nur zu Gunsten von Knechtges/Scheerbarth und Metzger passieren können.

Allerdings konnten die 3 einen kühlen Kopf bewahren und ihren Z4 sicher über die Nordschleife lenken, wodurch sie die Klasse und somit dann auch den Titel holen konnten, denn Epp/Brinkmann im Clio holten nur Rang 2, wodurch Carsten Knechtges, Tim Scheerbarth und Manuel Metzger den Titel in der Tasche haben, da sie nun in der Addition der besten 8 Resultate über 10 Punkte Vorsprung auf alle anderen haben. Bei max. 10 zu holenden Punkten ist die Meisterschaft daher de facto entschieden und sie treten die Nachfolger von Mario Merten und Bonk Motorsport an. Glückwunsch an Manuel Metzger, Tim Scheerbarth und Karsten Knechtges, welche über die Gesamte Saison gesehen kaum einen Fehler gemacht haben und auch beim 24H Rennen ihren V5 Z4 auf Platz 29 Gesamt gesteuert haben!

Bester BMW wurde der Alpina B6, eingesetzt von Dörr Motorsport, welcher bei seinem Comeback am Ring gleich den 5. Gesamtrang erringen konnte und auch der 2. Comebacker aus dem Hause BMW, nämlich der Eifelblitz sollte in der Lage sein sein Comeback zu krönen: Rang 1 in der SP10 der GT4 Wagen, nachdem man allerdings sicher vom Ausfall vom AM von Mathol profiziert hat, welcher die Referenz in der Klasse darstellt. Dies soll aber nicht die Leistung von Johannes Scheids Team schmälern und es wäre nur zu wünschen, dass dieser Wagen samt Team nicht nur beim letzten Lauf der Saison, sondern auch 2012 wieder an den Start rollt.

Ebenfalls durchfahren konnte der neu entwickelte F458 Endurance mit Pierre Kaffer und Marco Seefried am Steuer. Ich bin ja gespannt wie sich dieser Wagen entwickeln wird und ob man nicht immer mehr Wagen aus Italien am Ring sehen wird, eins sei aber verraten, beim letzten Lauf am Samstag den 30.10 wird noch mind. 1 dazukommen, und zwar ein echtes Unikat wird wieder am Ring auftauchen ;-)
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen

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