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August 20 2013

06:15

NASCAR: Analyse Michigan August 2013

Michigan offenbarte sich als Taktik-Klassiker, bei dem es am Ende auf den richtigen Benzinverbrauch ankam. Viele Piloten mauserten sich im Verlauf zu Siegkandidaten, doch nach 200 Runden stand dann wieder der Polesitter Joey Logano ganz vorne und fuhr in die Victory-Lane – auch weil andere Hochkaräter patzten.

289369Mit seinem ersten Saisonsieg brachte sich Joey Logano recht überraschend für die Chase-Qualifikation in Stellung. Bei den Wildcards hat er nun ein gewichtiges Wörtchen mitzureden und um die Top10 herum bewegen sich ja auch schon einige andere Fahrer mit nur einem einzigen Jahreserfolg. Das Endergebnis von Michigan sorgte somit nicht gerade für Klärung auf den Playoff-Positionen, denn Platz 8 und 15 trennen immer noch nur 31 Punkte. Unterdessen bekommen die Piloten von Hendrick Motorsports – mit Ausnahme von Jimmie Johnson – so langsam schlechte Karten, weil der Top-Rennstall der NASCAR sich am Wochenende ähnlich wie bei der ersten Michigan-Ausgabe im diesem Jahr ein Volldebakel lieferte. Einzig Kasey Kahne konnte zum Schluss konstant in die Top10 vordringen.

Der Tag startete erst einmal unglaublich zäh und Jeff Gluck traf es mit seinem Tweet wohl am besten: Der besagte sinngemäß, das Rennen fühle sich an, als ob jemand nach den ersten Kilometern einer längeren gemeinsamen Autofahrt schon zum ersten Mal aufs Klo müsse. Selten so gelacht! In den ersten 17 Runden brachten es die Sprint-Cup-Asse auch mal direkt auf drei Cautions. Zuerst drehte sich Clint Bowyer in Turn 4, danach crashte David Reutimann in Turn 2. Umlauf 14 brachte anschließend einen Dreher von Tony Stewarts Ersatzmann Austin Dillon, welcher dabei noch den unbeteiligten JJ Yeley abräumte.

Als endlich etwas Ruhe ins Rennen kam, zeigten Jimmie Johnson, Kurt Busch und auch der Michigan-Spezi Dale Earnhardt Jr an der Spitze ihr Können. Nun begann jedoch die Hendrick-Farce mit einem Motorschaden bei Jimmie Johnson. Die #48 war schon recht früh einmal an der Box, um ein Problem am Motor checken zu lassen. Nach einem erneuten Aufenthalt bei der Pitcrew drohte aber das Chevrolet-Aggregat mit einem Generalstreik und so musste Johnson seinen Wagen mit nur noch sieben Zylindern in der Garage abstellen. Ganz so schlimm ist dies für den fünfmaligen Meister aber nicht, denn immerhin hat er bereits sein Chase-Ticket für dieses Jahr gelöst.

Auch für seinen Teamkollegen Dale Earnhardt Jr lief es in der Folge nicht besser: Am Sonntag erwiesen sich die Goodyear-Reifen wieder einmal nicht als sonderlich belastbar. Es stellt sich hier die Frage, ob die Pneus des Einheitsherstellers wie im Juni-Rennen mit den hohen Geschwindigkeiten zu kämpfen hatten oder ob die Teams mit sehr optimistischen Sturzwerten an den Start gegangen waren. Jedenfalls erwischte es in Runde 136 Juniors rechten Vorderreifen in Turn 2, was ihn direkt in die Mauer beförderte. Für seine Chase-Ambitionen war dies sicherlich ein erheblicher Dämpfer, auch wenn er weiterhin mit einem Polster von 20 Punkten auf den Cut die siebte Platzierung in der Meisterschaft belegt. Earnhardt darf sich solche Ausfälle wie in Watkins Glen oder Michigan echt nicht noch einmal leisten.

Zu diesem Zeitpunkt begann die entscheidende Phase des Rennens, welche Joey Logano nach dem Restart der Earnhardt-Caution in Führung sah. Dort hielt er sich auch über die nächste Gelbphase in Runde 150 hinweg, welche Bobby Labonte durch seinen Dreher in Turn 4 auslöste. Für das Schließen des Benzinfensters war es allerdings an dieser Stelle noch zu früh, da die Teams mit maximal 40 Umläufen für einen Fuelrun rechneten. Als Kyle Busch nur wenige Runden später schließlich Caution #8 von 9 auslöste, war der Restverbrauch bis zur Zielflagge in realistischen Reichweite gerückt. Bis auf Brad Keselowski, Mark Martin, David Ragan und Aric Almirola holten sich alle Piloten an der Spitze ihren finalen Splash ab. Hinter dem Quartett sortierten sich Joey Logano und Kevin Harvick ein. Damit war der Benzinkrimi quasi eröffnet.

Weil Kyle Busch sich in Runde 174 erneut drehte, bekamen die Pokerspieler eine letzte Gelegenheit, ganz sicher zu gehen. Mark Martin wagte jedoch einen All-in und blieb auf der Strecke. Beim finalen Restart lieferte er sich ein tolles Three-Wide-Duell mit Kevin Harvick und Joey Logano, wobei er seine Führung behalten konnte. Die Rechnung konnte aber nicht hinhauen und so rollte Martin erstaunliche drei Runden vor dem Ende des Rennens ohne Benzin aus. Dass er es bis dahin geschafft hatte, war schon eine erstaunliche Einsparleistung, immerhin hatte er seinen Verbrauch auf 47 Umläufe mit einem Tank gestreckt. Glücklicher aber verdienter Abstauber war daraufhin natürlich Joey Logano, der sogar noch genügend Sprit für seine Siegerdonuts an Bord der #22 wissen konnte.

Hinter Joey Logano sortierten sich Kevin Harvick und ein erneut stark auffahrender Kurt Busch ein. Busch hatte mit seinen 43 Führungsrunden wieder einmal wirklich ernsthafte Chancen auf den ersten Saisonsieg. Die Top5 komplettierten Paul Menard und Clint Bowyer. Ein Top10-Ergebnis sicherten sich Marcos Ambrose, Kasey Kahne, Jeff Burton, Greg Biffle und Carl Edwards. Generell fiel dabei auf, dass am Ende diejenigen Piloten vorne landeten, welche das unauffälligste Rennen fuhren. Juan Pablo Montoya legte einen soliden Nachmittag auf den Asphalt und wurde Elfter vor Brad Keselowski.

Bei Hendrick Motorsports überraschte übrigens auch Jeff Gordon mit einem unterirdischen Rennen. Er hielt sich zwar aus allem Ärger raus, verlor aber gerade bei den Restarts immer wieder massiv an Boden und landete somit trotz vorheriger Kampfansage nur auf Rang 17. So wird das in diesem Jahr nichts mit dem Chase für den viermaligen NASCAR-Meister. Debakel-Farce²!

Die Aufarbeitung der Punktetabelle überlasse ich meinem Kollegen Steffen für die Bristol-Vorschau am Freitag, da dieser Artikel sich bereits der magischen, selbstgesteckten 1000-Wörter-Grenze nähert und Steffen sicher ohnehin darauf eingehen wird. Daher schauen wir an dieser Stelle noch kurz auf die jüngsten, interessanten Neuigkeiten aus dem Sprint Cup:

- Am Montagabend wurde bestätigt, dass Mark Martin für den Rest der Saison bei Stewart-Haas Racing unterkommen wird, um den verletzten Tony Stewart zu ersetzen. Bis auf Talladega, wo Austin Dillon am Steuer sitzen soll, pilotiert Martin die #14 dann also bis einschließlich Homestead.

- Die Lücke bei Michael Waltrip Racing schließt derweil Brian Vickers, der damit einen prima Einstand für seine beiden folgenden Vollzeitsaisons in der #55 geben kann. Auch hier ergibt sich für Talladega eine Ausnahme: Michael Waltrip bestreitet nicht zuletzt aufgrund von Sponsorenverpflichtungen das letzte Restrictor-Plate-Rennen der Saison in seinem eigenen Team.

Und noch ein großes, echt dickes Gerücht: Kurt Busch soll ein Angebot von Stewart-Haas Racing auf dem Tisch liegen haben, 2014 einen vierten (!) SHR-Chevrolet zu fahren. Mitbesitzer Gene Haas würde den Einsatz von Busch sogar komplett aus eigener Tasche bezahlen – bei kolportierten 20 Millionen US-Dollar pro Saison in einem Top-Team natürlich wahrlich kein Pappenstiel. Ärgern dürfte das Ryan Newman, dem man zuvor gesagt hatte, ein viertes Auto wäre nicht drin.

Unterdessen wird in den USA übrigens auch so langsam meine Idee eines gemeinsamen Einsatzes von Mark Martin und Kyle Larson in der #42 von Earnhardt-Ganassi Racing aufgegriffen.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Notiz am Rande: Diverse (auch überspitzte) Äußerungen (z. B. “Debakel-Farce²”) sind in meiner Analyse dieses Mal eher als Satire anzusehen. Die Gründe dafür dürften bekannt sein!

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August 21 2012

06:15

NASCAR: Analyse Michigan August 2012

In Michigan lieferte der Sprint Cup endlich mal wieder ein solides Rennen ab – das musste man seit Anfang der Saison ja des Öfteren vermissen. Es steckte viel Dynamik in Form von alternativen Strategien, vielen Gelbphasen und Führungswechseln im Nachmittag. Am Ende blieb etwas überraschend Greg Biffle siegreich, doch das lag vor allem am Favoritensterben.

Die Eckdaten vom Sonntag lauten: 8 Cautions (6 davon wegen Drehern), 26 Führungswechsel unter 13 Fahrern, 3 Motorschäden und einige geplatzte Reifen! So ein Rennen hatte man in der obersten NASCAR-Liga schon länger nicht mehr zu sehen bekommen. Bis zum Anfang des Jahres war sowas eigentlich die Norm und in Michigan fand die Serie endlich mal wieder zu ihrer gewohnten Dynamik zurück. Das Schöne daran ist, dass ich mir aufgrund der vielen Vorkommnisse sogar den Luxus leisten kann, komplett auf eine Analyse der unterschiedlichen Spritstrategien zu verzichten. Durch die häufigen (und auch späten) Cautions hatte eigentlich jeder Fahrer irgendwann eine günstige Gelegenheit zum Tanken, weshalb im Finale alle Autos wieder in derselben Sequenz fuhren. Dies war auch der Grund, warum man so viele unterschiedliche Piloten an der Spitze sah, doch einer hatte das Rennen bis ins zweite Viertel hinein eigentlich recht deutlich im Griff:

Mark Martin – der alte Mann und das Meer sein Auto kämpfen gegen das Unrecht! (oder so ähnlich) – führte bis in Runde 64 geschlagene 54 Umläufe von der Pole-Position aus an und schwang sich damit früh zum großen Favoriten auf den Sieg empor. Ein schwerer Unfall, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde, beendete diese Serie leider jäh: Martin wurde gerade von Kasey Kahne (3.) verfolgt, als direkt davor die beiden Wagen von Bobby Labonte (22.) und Juan Pablo Montoya (mehr zu ihm später) zur Überrundung anstanden. Plötzlich wurde Labonte völlig ohne Berührung durch Montoya aero-loose, was einen typischen Auffahrunfall auslöste, in dessen Folge Martin zunächst auf die #42 krachte und anschließend vom ebenfalls mit voller Kraft bremsenden Kahne in die Boxengasse abgeschossen wurde.

Dort passierte dann einer dieser fürchterlichen „Freak-Accidents“, die eigentlich keiner voraussehen kann: Die #55 schlug seitlich und nur knapp hinter dem Fahrersitz in die spitze, offene Stelle einer Garagenzufahrt der Boxenmauer ein. Zum Glück wurde der Fahrersitz nicht direkt getroffen und außerdem hatte Mark Martin die Geschwindigkeit durch einige Dreher schon recht weit verringern können. Allerdings reichte die Aufprallenergie dafür aus, einen Öltank in Fetzen zu reißen, der ein kleineres Feuer auslöste und den Pitstall von Kasey Kahne komplett einschmierte. Zur genauen Ansicht gibt es an dieser Stelle noch ein Video von diesem außergewöhnlichen Unfall, für den ESPN sogar frühzeitig aus der Werbung zurückkehrte:

Danach wurde es bis zum Finale etwas unübersichtlich, da aufgrund der unterschiedlichen Strategien insgesamt sechs weitere Fahrer mehr als zehn Führungsrunden absolvieren konnten. Während die anderen beiden Piloten von Michael Waltrip Racing – Clint Bowyer (7.) und Martin Truex Jr (10.) – nur kurz an die Form ihres verunfallten Teamkollegen anknüpfen konnten, qualifizierten sich vorne Jimmie Johnson, Greg Biffle, Brad Keselowski sowie Dale Earnhardt Jr für den Rennsieg. Johnson verfügt dabei über das schnellste Auto im Feld, brachte die #48 aufgrund des nicht entscheidenden Strategiewirrwarrs jedoch nur 23 Mal als ersten Wagen über die Linie.

Die Führung holte sich Jimmie Johnson zum letzten Mal in Runde 190 – also zehn Runden vor Schluss – von Brad Keselowski, nachdem der Dauermeister beim vorletzten Restart in Umlauf 187 als Zweiter ins Finale gegangen war. Eine abschließende Caution stand dem Feld aber noch ins Haus und jene sollte ausgerechnet Johnson auslösen, als sich an der #48 der Chevrolet-Motor in die Ahnengalerie verabschiedete. Das war eine ganz unglückliche Situation, da das Aggregat nur noch sechs Runden vor sich hatte und zudem extra noch nach dem Qualifying ausgetauscht wurde. Johnson startete deshalb übrigens vom Ende des Feldes ins Rennen.

Dieses Missgeschick wäre natürlich isoliert schon ziemlich schlimm gewesen, doch eigentlich war es nur das Sahnehäubchen auf dem Michigan-Schrottplatz der Hendrick-Chevrolet-Motorenschmiede: Vor Jimmie Johnson (27.) kamen nämlich schon Tony Stewart (32.) und Jeff Gordon (28.) einzelne Zylinder abhanden, was natürlich DER Einsatz schlechthin für die Ventilfeder-Animation in Tim Brewers Tech-Garage gewesen wäre. Ansonsten bleibt hier nur zu bemerken, dass die hohen Geschwindigkeiten auf dem neuasphaltierten 2-Meilen-Oval wohl einen zu extremen Anspruch an die Aggregate von Rick Hendrick gestellt haben. Dass dann 50% der im Rennen befindlichen Motoren ausfallen, darf aber echt nicht passieren!

Doch neben den Motoren gab es noch weitere Themen, wie z. B. die Reifen:

Recht früh während der ESPN-Übertragung bekam man ein Paradebeispiel von optimal verschlissenem Gummi präsentiert, welches zwei komplette Fuelruns auf der Innenseite durchgestanden hatte. Nach den zusätzlichen Reifentests von Goodyear war aber auch klar, dass der Hersteller absolute Holzreifen mit an die Strecke bringen würde, um bei den sehr hohen Geschwindigkeiten jenseits der 200 mph eine Blasenbildung wie im Juni zu verhindern. Dennoch kam es später im Rennen zu einigen Reifenplatzern, welche den durchaus prominenten Fahrern Matt Kenseth (17.), Trevor Bayne (24.) sowie Juan Pablo Montoya (26.) den Nachmittag ruinierten. Sowas kann aber auch in einer zu aggressiven Fahrwerksabstimmung begründet liegen, welche einerseits höhere Temperaturen und/oder andererseits ungleichmäßige Abnutzung bewirkt haben könnte.

Juan Pablo Montoya hatte ohnehin wieder einen bescheidenen Tag und geriet mit Joey Logano (31.) aneinander, welchen er umdrehte. Dabei sah es so aus, als wenn beide Seiten mit etwas defensiverer Fahrweise diesen Unfall hätten verhindern können. Meiner Meinung nach trägt keiner die Alleinschuld daran, da sich beide Autos gleichzeitig auf ein gemeinsames Zentrum zwischen der oberen und der unteren Linie zubewegten. Trevor Bayne löste übrigens die vorletzte Caution in Runde 180 aus, welche die unterschiedlichen Spritstrategien wieder zusammenführte.

Zurück zum finalen Sprint: Der Restart nach der Johnson-Gelbphase war wegen der Ölspur und längeren Säuberungsarbeiten schon zum ersten Versuch eines Green-White-Checkered-Finishes befördert worden, zu dem jetzt Brad Keselowski und Greg Biffle in Reihe 1 gefolgt von Dale Earnhardt Jr (4.), Carl Edwards sowie Kasey Kahne antraten. Letzterer brannte einen grandiosen Run in den Asphalt, da er sofort Three-Wide die zweite Startreihe hinter sich ließ und Keselowski um Platz 2 herausforderte. Derweil konnte Biffle vorne enteilen und sich bis zur karierten Flagge in der Spitzenposition halten. Teamkollege Carl Edwards (6.) verlor unterdessen noch einen Platz an einen stark auffahrenden Marcos Ambrose (5.).

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Dort hat sich nicht zu viel verändert: Jimmie Johnson musste seine Führung an Greg Biffle abgeben und außerdem zogen auch gleich Matt Kenseth sowie Dale Earnhardt Jr wieder an der #48 vorbei. Für Biffle bringt der zweite Saisonsieg natürlich drei weitere Bonuspunkte im fast sicheren Chase. Die Wildcard-Situation hat sich nicht grundlegend verändert, hier befindet sich immer noch Ryan Newman mit einem Erfolg hinter Kasey Kahne, welcher über deren zwei verfügt. Kahne konnte aber seinen Rückstand auf den zehntplatzierten Denny Hamlin weiter verringern, dieser beträgt jetzt nur noch 33 Punkte.

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February 29 2012

18:12

NASCAR – Analyse Daytona 500

Ein gutes, wenn auch recht unfallträchtiges erstes Rennen lieferte die NASCAR am Montagabend in Daytona ab. Wegen Regens musste das Rennen auf diesen Termin gelegt werden. Am Ende gewann nicht ganz überraschend ein Ford. 

Die NASCAR entschied sich am Sonntag auf Grund von Dauerregen das Rennen auf Montagmittag zu verlegen. Montag früh merkte man auf Grund der immer noch schlechten Wetterverhältnisse jedoch schnell, dass auch dieser Termin nicht zu halten sein würde und verschon das Rennen auf den Abend.

Dafür sprach neben der besseren Wettervorhersage noch ein weiterer Grund: Zur US-Primetime versprachen sich die Verantwortlichen auch deutlich bessere Quoten. Für FOX und die NASCAR war der Lauf eine Art Testballon – denn die Idee, manche Rennen des Sprint-Cup (à la “Mondy Night Football”) am Montagabend zu fahren ist keineswegs neu. Daytona sollte den Verantwortlichen nun endgütlig zeigen, welche Quoten Wochentags erreicht werden können.

Das Ergebnis fällt laut ersten Overnight-Ratings zwiespältig aus. Auf der positiven Seite: Man hatte mehr Zuseher als beim Pothole-Debakel 2010. Nicht so gut: Es waren auch weniger als 2011. Außerdem zeigen die Ratings einen deutlichen Anstieg nach Montoyas spektakulärem Unfall – mit einem “normalen” Rennen wäre man also vielleicht etwas schlechter gelegen. Ob die Zahlen nun Anlass sind, über weitere Montags-Rennen nachzudenken, liegt im Auge des Betrachters: Es ist sicher ein anständiges Ergebnis, mit dem man das beste aus einer widrigen Situation herausgeholt hat. Einen klar ersichtlichen Vorteil gibt es gegenüber dem Sonntag aber nicht. Und den bräuchte man, um ein Montags-Rennen zu rechtfertigen, das wohl mit einem deutlich Minus an Zuschauern an der Strecke auskommen müsste.

Einen dicken Silberstreif gibt es allerdings für die NASCAR: Die Nationwide-Serie auf ESPN hat mit Danica Patrick auf der Pole Zuschauerrekorde für Kabel gebrochen, und 4,4 Mio. Zuseher erreicht. Das Rating von 3.3 liegt etwa deutlich über jenem Wert, den die IndyCar-Serie bei ihren Übertragungen am Network-Sender ABC erzielt. Selbst das Indy 500 aus dem vergangenen Jahr hatte mit einem Rating von 4.0 nicht sehr viel mehr Zuseher.

Das Rennen:

Um 19.00 Uhr amerikanischer Zeit ging es dann endlich los in Daytona und Darell Walltrip eröffnete die Saison mit seinem bekanntem “Boogity, Boogity, Boogity, let’s go racing boys!”, welches er aus aktuellem Anlass mit einem “and Danica” vervollständigte. Die Fahrer schafften es sich auch eine ganze Runde zusammenreißen, bis es das erste Mal krachte. Sadler schob Johnson auf der Start- und Zielgeraden leicht an, der daraufhin hart in die Mauer einschlug und anschließend einen harten Treffer von einem weiteren Fahrzeug einstecken musste. Die übliche Kettenreaktion folgte. Insgesamt beschädigte der Unfall die Fahrzeuge von Johnson, Patrick, Bayne und Kurt Busch so schwer, dass das Rennen für sie entweder komplett vorbei war, oder sie so viele Runden Rückstand nach Reperaturen hatten, dass ein Sieg oder viele Punkte unmöglich waren. Johnson hat damit im Übrigen wieder einen Grund mehr, die Superspeedwayrennen zu hassen. Kyle Bush kommentierte den Unfall hingegen relativ amüsant über Funk: “Seriously, we sit around 36 hours and then we wreck on lap 1.”.

Nachdem Restart sah man vorne Kenseth und Biffle, wo sie auch den ganzen Abend bleiben sollten. Generell wurde den gesamten Abend viel 2-wide gefahren, wobei dies meistens erst hinter den Top 5 der Fall war. In Runde 13 gab es dann die nächste Gelphase, als Ryan Newman sich auf Grund eines Reifenplatzers drehte. In dieser kamen  alle an die Box. Nachdem Restart gab es lange Zeit vorne ein großes Pack und dahinter ein kleineres Pack mit unter anderem Montoya, McMurray, Labonte, Gilliland und Harvick, die sich so versuchten aus dem Gröbsten rauszuahalten.

Um Runde 57 folgten dann Green-Flag Pitstops, aus denen Jeff Burton als Führender hervorging. Tony Stewart verpasst die Boxeneinfahrt, ein größerer Schaden entstand daraus allerdings für ihn nicht. Kurz nach den Pitstops gab es die nächste Gelbphase wegen Debris auf der Strecke. Bei Kenseth zeigte sich zu dem Zeitpunkt, dass er massive Kühlungsprobleme hatte. Das Wasser sprühte geradezu aus seinem Auto, als er an der Box war. Er verlor zwar dadurch das Pack, konnte aber in der Lead Lap bleiben. Zu diesem Zeitpunkt waren vorne Burton, Biffle, Logano, Bowyer und ein starker Ambrose zu finden.

Bis Runde 81 lief das Rennen unter grün, dann platzte Jeff Gordon auf der Outside-Lane der Motor, er konnte dies zum Glück rechtzeitig mit der Hand anzeigen, so das es zu keiner Kollision mit anderen Fahrzeugen kam. Gordon sagte danach, dass alle Temperaturmesser im grünen Bereich gewesen seien, er also keine Ahnung habe, warum sich der Motor verabschiedete. Nach den nächsten Boxenstops ging es dann weiter.

Zu diesem Zeitpunkt schossen sich Hamlin und Kenseth nach vorne. Allgemein war auch beim 500 das zu beobachten, was sich schon in den Gatorade Duels und dem Budweiser Shootout angedeutet hatte: Die 2-Car-Tangos funktionierten begrenzt für eine bestimmte Zeit so um die 1- 1 1/2 Runden um sich im Pack nach vorne zu arbeiten, vom Pack weg fahren konnte man allerdings nicht. Polestitter Carl Edwards meldete in Runde 107, als vorne angefangen wurde Single-file zu fahren, Benzindruckprobleme. Seine Chancen auf einen Sieg waren damit auch dahin. Man dachte eigentlich, dass es in der Nacht weniger Temperaturprobleme geben würde, aber Bowyer meldete sich in Runde 117 und sagte, dass er sein Auto nicht mehr kühl bekommen würde. Allgemein sagten die Fahrer, dass es gut möglich war, das Auto im Rennen zu kühlen, wenn man es jedoch einmal übertrieben hatte, war es sehr schwer, den Normalzustand wiederherzustellen.

In Runde 127 dachten alle Bowyer’s Motor sei kaputt, aber in Wirklichkeit hatte er keinen Sprit mehr und wurde bei der Boxengasseneinfahrt durch 2 Autos geblockt. Die Folge war eine weitere Gelbphase, da sein Auto einfach ausrollte. Jeff Burton musste hierbei in die geschlossene Boxewngasse fahren und stoppen, da er sonst auch ausgerollt wäre. Nach den Boxenstops wurde es dann zunehmend aggressiver und temperamentvoller. Das hintere Pack hatte sich aufgelöst und Montoya. McMurray und Harvick mischten jetzt auch vorne mit. Ganz vorne war die Ford-Armada aus Kenseth und Biffle, dahinter Hamlin, Earnhardt Jr. und Logano.

In Runde 158 gab es dann die nächste Gelphase wegen eines Reifenschadens von David Stremme, was sehr schade war, da das Auto erst 2,5 Wochen vor dem 500 auf die Beine beziehungsweise Räder gestellt werden konnte. Bei den letzten Boxenstops kam es dann zu der wohl einprägsamsten Szene des Rennens. Juan Pablo Montoya war nach seinem letzten Boxenstop auf dem Weg zum Pack als ihm kurz vor einem Track-Blower wohl das Differential kaputt ging. Die Folge war, dass er mit dem Auto unkontrollierbar in das Heck des Track-Blowers krachte. Dabei traf er natürlich die hinten angebrachte Turbine mit Tank. Es gab einen großen Feuerball, Kerosin floss die Strecke herunter entzündete sich, das Feuer konnte jedoch nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Etwas ernsthaftes ist zum Glück weder der Besatzung des Track-Blowers noch Montoya passiert. Aber die Bilder waren schon erschreckend und spektakulär zu gleich.

Wegen des Feuers stoppte man die Autos erstmal auf der Backstretch und unterbrach das Rennen. Brad Keselowski wurde irgendwann so langweilig, dass er woher auch immer sein Handy holte, anfing zu twittern und Fotos zu schießen. Die NASCAR begrüßte im Nachhinein die Aktion, solang dabei keine Gefahr entsteht. Zunächst gab es Zweifel ob die Strecke das Feuer unbeschadet überstanden hatte, nach knapp 2 Stunden Pause konnte es dann aber doch weiter gehen.

Der Restart erfolgt in Runde 163, vorne waren Kenseth, Biffle, Earnhardt Jr., dahinter Harvick und Logano. Es wurde nun zunehmend unruhiger, teilweise wurde versucht eine Dritte Linie aufzumachen, doch das gelang nicht, da schon die zweite, obere Linie etwas schlechter als die Untere funtktionierte.

In Runde 172 kamen sich dann Ambrose, Mears und Almirola ins Gehege, was zu einer weiteren Gelbphase führte. Nachdem Restart in Runde 181 führte Kenseth vor Biffle, Earnhardt Jr, Hamlin und Harvick. Wenige Runden später folgte der nächste Big One, nachdem McMurray durch einen Reifenschaden das Auto verlor. Involviert waren: McMurray, Stewart, Almirola, Smith, Edwards, Kahne und Keselowski, der scherzhaft nachdem Unfall im Interview gefragt wurde, ob sein Auto oder sein Telefon mehr Schaden genommen hätte (es war das Auto).

Beim Restart in Runde 193 wurde klar, dass Biffle und Kenseth weiter zusammenarbeiten würden, als Kenseth hochzog, um Biffle “einzusammeln”. Doch nach 3 Runden war der Spaß wieder vorbei, es gab nämlich noch einen letzten Big One, weil Stewart von Stenhouse umgedreht wurde. Dieser war zuvor leicht von Logano berührt worden. Resultat waren Schäden an den Wagen von: Blaney, Kyle Busch, Stewart, Reutimann, Stenhouse, Newman und Gilliland. Dieser letzte Big One führte zu einem Green-White-Checkered- Finish. Beim Restart sammelte Kenseth wieder Biffle ein, welcher ihn pushte und vor Earnhardt “beschützte”, der leider von Hamlin nicht wirklich gepushed wurde. Er konnte vor der Ziellinie aber noch Biffle überholen, der sich ganz klar in den Dienst des Teams stellte, als er Kenseth nicht angriff, sondern bis zum Ende pushte.

Daytona bestätigte seinen Ruf, sich nach der Neusasphaltierung als Fordstrecke zu entwickeln. Ganz starke Leistung des Roush-Teams, während Hendrick-Motorsports mal wieder auf den Superspeedways bis auf Junior, der ein gutes Rennen ablieferte ordentlich unter ging. Für Stewart-Hass Racing lief es auf Grund der Unfälle, in die alle 3 Fahrzeuge unschuldig verwickelt wurde auch sehr schlecht, das gleiche gilt wie so oft auf den Superspeedways für Earnhardt-Ganassi-Racing, die ansonsten wohl gut unterwegs gewesen wären. Herauszuheben aus den Top 10 sind noch Paul Menard mit einem sehr starkem 6. Platz und Mark Martin auf Platz 10. Das vollständige Endergebnis gibt es http://www.jayski.com/stats/2012/pdfs/01daytona2012results.pdf .

Allgemein war es ein ganz gutes Rennen mit einem verdientem Sieger und trotz des Montagabendtermins mit beeindruckender Zuschauerzahl an der Strecke. Matt Kenseth fuhr die ganze Zeit, bis auf eine kurze Phase wegen seines Kühlproblems vorne mit, ebenso Biffle und Earnhardt Jr. Das Packracing ist zurück in Daytona in einem begrenzten Mix mit den 2-Car-Tangos, auch wenn die obere Linie am Montag leider nicht so gut funktionierte. Wer wissen möchte, wie sehr gutes Pack-Racing mit 2-Car-Trains aussieht, sollte sich das Nationwiderennen anschauen.

Im deutschen TV: 

Reichlich Verwirrung gab es rund um die deutschsprachige TV-Übertragung im Vorfeld des Rennens: Motorvisison TV hat vergangene Woche überraschend angekündigt, das Daytona 500, den gesamten Chase, und einige “Highlights” der laufenden Saison live “und exklusiv” zu übertragen. Als Kommentatoren wurden Lenz Leberkern und Jacques Schulz vorgestellt, wobei letzterer als Experte fungieren sollte.

Nach der Verschiebung des Rennens auf Montagnacht trat dann auch noch Servus TV auf den Plan, und kündigte an, das Daytona 500 ebenfalls live zu übertragen. Dabei scheint der Red Bull-Sender allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben, denn wenig später musste man zurückrudern: Man habe gerade bemerkt, dass man das Rennen doch nicht live zeigen könne. Eine etwas peinliche Vorstellung, die aber immerhin duch das Versprechen “es wieder gutzumachen” entschärft wurde. Welche Umstände die kommunikative Fehlleistung ausgelöst haben, ist unklar.

Das Fazit zur ersten Motorvision-Übertragung bietet Plus- und Minuspunkte. Loben muss man die Bildqualität, und die Beharrlichkeit, mit der man auch nach zwei Verschiebungen die Übertragung durchgezogen hat. Auch der Einsatz des Kommentatorenduos ist nicht zu bemängeln, immerhin musste man am Ende mehr als sechs Stunden ein nicht stattfindendes Rennen kommentieren (vier Stunden am Sonntag, und dann nochmal zwei Stunden Rot-Phase am Montag). Mit sicher geringer Vorbereitungszeit eine nicht ganz einfache Aufgabe. Nett war auch der interaktive Ansatz der Sendung, der zu einer teils fast familiären Atmosphäre führte. Manchmal aber auch zur angespannten Esstisch-Stimmung bei etwas weiter entfernteren Verwandten. Auch die ehrliche und effiziente Facebook-Kommunikation des Senders mit den Fans ist zu begrüßen.

Mit der Beurteilung des Renngeschehens taten sich Leberkern und Schulz gelegentlich ein wenig schwerer. Das mag mit der geringen Vorbereitungszeit und auch der späten Stunde zu tun haben – während der zweistünden Rotphase war den beiden die Belastung doch ein wenig anzumerken. Für zukünftige Übertragungen würde man sich aber vielleicht ein wenig mehr Detailinformationen erhoffen. Aber gut – bis zur nächsten Übertragung dürften ja nun ausreichend Zeit für Vorbereitungen bleiben.

Die Initiative von Motorvision ist für deutsche Fans jedenfalls sehr zu begrüßen – gerade vor dem Hintergrund, dass das NASCAR 2012 deutlich aggressiver gegen inoffizielle Internet-Streams vorzugehen scheint.

( Der Artikel entstand in Zusammenarbeit zwischen Chaos und Vorsicht, Bilder folgen. )

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August 05 2011

06:19

NASCAR: Vorschau Pocono August 2011

Nach dem Klassiker von Indianapolis geht es an diesem Wochenende in Pocono weiter, wo das zweite Saisonrennen des nicht unumstrittenen Triovals auf dem Programm steht. Die Juni-Ausgabe gewann Jeff Gordon vor den Busch-Brüdern und der viermalige Meister sollte auch am Sonntag nach seinem zweiten Platz in Indy wieder der Favorit auf die Fahrt in die Victory Lane sein.

Zwei Mal im Jahr ist der Sprint Cup auf dem aTwitter präsentierte er einen ziemlich dicken Knöchel</a> (nicht gebrochen) und das Nationwide-Rennen wurde schon mal vorsichtig an Sam Hornish Jr weiterdeligiert. Laut eigener Aussage ist Keselowski “cleared to race”, aber dafür muss er den Fuß auch erstmal in einen feuerfesten Schuh bekommen. Bilder vom Ausmaß des Unfalls stellte Jimmie Johnson <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier, hier</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier bereit. Kurt Busch sehe ich dagegen nach wie vor als Siegkandidaten in Pocono.

Etwas Neues gibt es von der Vertrags-Front zu vermelden: Carl Edwards hat endlich einen neuen Vertrag unterschrieben und zwar erneut bei Roush-Fenway Racing, wie gestern bekannt geworden ist. Damit löst sich ein ganz großer Teil der Silly-Season sofort in Luft auf, denn weil Edwards nicht zu Joe Gibbs Racing geht, wird dessen Platz bei RFR nicht frei. Dieses hätte wiederum eventuell Clint Bowyer bekommen können, der dann bei RCR von Juan Pablo Montoya ersetzt worden wäre. Puh, ziemlich kompliziert, aber nun hinfällig. Bleibt nur noch zu fragen, wo Mark Martin und Brian Vickers im nächsten Jahr fahren. Kommt die Übernahme von Red Bull Racing durch General Manager Jay Frye tatsächlich zu Stande, dann gibt es keine Probleme. Ansonsten habe ich für Vickers einen tollen Vorschlag: Warum bewirbt er sich nicht um das vierte Cockpit bei Joe Gibbs Racing? Und Mark Martin könnte prima zu Stewart-Haas Racing gehen, denn:

Danica Patrick steht offenbar kurz vor der Bekanntgabe ihres NASCAR-Wechsels. Mehrere Personen, welche die Verhandlungen verfolgen, gehen davon aus, dass Patrick 2012 nur noch das Indy 500 bei den IndyCars verbringen wird. Stattdessen würde sie den Chevrolet mit der #7 Vollzeit für JR Motorsports in der Nationwide Series bewegen und zusätzlich sieben Cup-Einsätze bei SHR in einem dritten Auto absolvieren, damit sie 2013 um den “Rookie of the Year”-Titel antreten könnte. Mark Martin wär hier als Mentor im ersten Teilzeit-Cup-Jahr sicherlich am besten geeignet. Die Zeit wird es zeigen, wie Madame sich entscheidet…

Zum Abschluss wie gewohnt noch die Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Neben dem Sprint Cup sind auch noch die Trucks und die ARCA-Serie mit in Pocono dabei. Am Freitag überträgt SPEED die Trainingssitzungen, allerdings schiebt man das Truck-Practice als Aufzeichnung zwischen die Cup-Trainings, damit man die Pause umgehen kann, in der die ARCA fährt. Am Samstag überträgt SPEED dann alles an Truck-Events vom Qualifying bis zum Rennen zu europafreundlichen Uhrzeiten, während das das Cup-Qualifying erneut auf ESPN2 läuft. Die Nationwide Series fährt unterdessen in Iowa ein Nachtrennen von Samstag auf Sonntag, ESPN2 ist dafür ebenfalls der Sender der Wahl. Alle anderen Nationwide-Sessions habe ich ausgespart, da sie nicht im TV übertragen werden.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 05.08.
16:00 Uhr, Truck Series Final Practice, SPEED (TV um 20 Uhr!)
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
22:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED

Samstag, 06.08.
15:30 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
16:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN2
19:00 Uhr, Truck Series Rennen (Good Sam RV Emergency Road Service 125), SPEED
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (U.S. Cellular 250), ESPN2

Sonntag, 07.08.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Good Sam RV Insurance 500), ESPN

flattr this!

May 17 2011

06:35

NASCAR: Analyse Dover Mai 2011

333 Runden lang hatten Jimmie Johnson und Carl Edwards das Feld im Griff, bevor sich zuerst Clint Bowyer und später Matt Kenseth sowie Mark Martin gegen die Dominanz auflehnten. Grip-Veränderungen auf der Strecke machten Strategiespiele möglich, welche die konservativ agierenden Führenden nicht eingehen wollten. Kenseth nahm ihnen daher den Sieg ab!

Das Rennen auf dem Dover International Speedway am Sonntag war nun nicht unbedingt der Brüller, plätscherte es doch mehr als ein Dreiviertel der Renndistanz vor sich hin. 331 Runden lang war so gut wie nichts passiert, während sich Jimmie Johnson und Carl Edwards wie erwartet an der Spitze um die Führung stritten. Kasey Kahne läutete mit einem Mauerkuss Gelbphase #5 und damit die entscheidende Phase des Rennens ein. Die folgenden Boxenstopps brachten dann erstmals Clint Bowyer nach einer Turboabfertigung vor die beiden Favoriten. Das ist jetzt zwar nicht so ungewöhnlich, jedoch war Bowyer in der folgenden Grünphase der erste Pilot des Tages, welcher sich auch länger als ein oder zwei Runden gegen Johnson und Edwards durchsetzen konnte. Allerdings war nach dem Schwenken der grünen Flagge über 60 Runden vor dem Ende klar, dass der Sprit im Tank wohl genau nicht ausreichen würde.

Nach knapp 30 Runden unter Grün sah plötzlich Clint Bowyer wie der sichere Sieger aus, da er mit Clean-Air die Verfolger locker hinter sich halten konnte. Für den letzten Game-Changer des Rennens sorgte dann Juan Pablo Montoya, der schon den ganzen Tag über massive Probleme hatte und sich ohne Fremdverschulden in die Mauer drehte, womit er die sechste und letzte Caution verursachte. Die nun folgenden finalen Pitstops lösten damit zwar alle etwaigen Tankspielereien in Luft auf, doch eine wichtige Frage galt es noch zu beantworten: zwei oder vier neue Reifen?

Während Clint Bowyer, Jimmie Johnson und Carl Edwards als Top3-Piloten natürlich die konservative Spielweise vertraten, gab es zur Überraschung vieler Beobachter einige Piloten, die sich mit zwei neuen Pneus wieder auf die Strecke wagten. So setzten sich unter anderem Matt Kenseth, Dale Earnhardt Jr und Brian Vickers durch diese Taktik vor die Favoriten. Mark Martin löste diese Problematik auf seine Weise und ging einfach gar nicht an die Boxengasse, womit er sich natürlich auch eng am Rande des Tankfensters bewegen sollte. Allerdings stellte sich die Frage, ob er ohne frische Reifen überhaupt länger als eine halbe Runde der lauernden Meute entfliehen können würde.

Die Strategie zahlte sich für einige Fahrer aus, Junior und Jeff Gordon kamen aber leider nicht in diesen Genuss und wurden in den verbleibenden 34 Runden noch von der Konkurrenz aus den Top10 herausgefahren. Besser funktionierten die zwei Reifen ganz vorne in Clean-Air, wo Kenseth schließlich Martin überholte, der sich aber erstaunlicherweise auf den alten Gummis zwei Umläufe in Führung halten konnte. Die Favoriten hatten inzwischen Pech, weil gleich mehrere Piloten auf der Zwei-Reifen-Strategie einen zu großen Puffer zwischen ihnen und dem nun Führenden Matt Kenseth bildeten. Mitten im Verkehr hatten Bowyer, Johnson und Edwards keine Chance mehr und mussten am Ende nach überragender Dominanz mit Plätzen außerhalb der Top5 Vorlieb nehmen, während Kenseth fast ungefährdet seinen zweiten Saisonsieg einfuhr.

Die nachträgliche Analyse der letzten Boxenstopp-Phase lässt den Erfolg der nur zwei neuen Reifen bei der Mischung an sich und ihrer Zusammenarbeit mit der Strecke finden. Nach mehreren Regenschauern Samstag und auch Sonntag gingen die Fahrer um 19:15 Uhr auf eine nahezu grüne Strecke, weswegen auch eine Competition-Caution in Runde 40 notwendig wurde, um den Reifenverschleiß überprüfen zu können. Im Laufe des Rennens verteilte sich das Gummi sehr gut auf der Betonbahn und bildete auf den unteren beiden Spuren einen durchgehenden schwarzen Film. Paradoxerweise erwähnten aber einige Fahrer in den Post-Race-Interviews, dass der viele Abrieb die Strecke eher rutschiger gemacht hätte und eigentlich würde man ja eher das Gegenteil erwarten.

Das führte dann spät im Rennen auch dazu, dass oberhalb der schwarzen Spur eine dritte Lane aufgemacht wurde, um gegen den verstärkten Grip-Verlust anzukämpfen. Was der Abrieb aber auch brachte, war extrem verminderter Reifenverschleiß! Das sorgte im Finale dann schließlich dafür, dass die alten Gummis gegenüber den neuen Pneus keinen größeren Nachteil hatten, weil sie sich nur noch mit dem vorhandenen Gummiabrieb auf der Strecke auseinandersetzen mussten und nicht mehr mit dem Betonbelag an sich.

Zwar versuchte sich Clint Bowyer am Anfang des Rennens in der Competition-Caution ebenfalls an nur zwei neuen Reifen, zu diesem Zeitpunkt war aber noch längst nicht genug Gummi auf der Strecke verteilt. Die Erfahrung aus besagtem Boxenstopp könnte die Favoriten am Ende davon abgehalten haben, ein Wagnis einzugehen. Der Mut einiger anderer Piloten und deren Crew-Chiefs, wie z.B. Kenseth und Vickers, wurde daher dieses Mal belohnt. Sicherlich aber ein Ergebnis besonderer Umstände…

Zu den Ergebnissen ausgewählter Piloten:

- Während Matt Kenseth und Mark Martin als erste beide Fahrer die Zieldurchfahrt unternahmen, komplettierten Marcos Ambrose, Kyle Busch und Brian Vickers die Top5. Ambrose und Vickers fuhren ein fehlerfreies Rennen und wurden für ihre Anstrengungen endlich mal belohnt. Bei Vickers war Dover unterdessen im letzten Jahr der erste Saisonlauf, welchen er wegen seiner Krankheit aussetzen musste. Kyle Busch holte den vierten Rang nach einer fulminanten Aufholjagd (alleine beim letzten Restart überholte er innerhalb einer Runde fünf andere Piloten auf der äußeren Spur) vom Ende des Feldes, nachdem er wegen eines Motorenwechsels von ganz hinten starten musste.

- Die eigentlichen Sieger Clint Bowyer und Carl Edwards landeten nur auf den Plätzen 6 und 7, dahinter liefen Martin Truex, Jimmie Johnson und Kevin Harvick ein. Johnson hatte in Dover zuvor 207 Runden geführt und sich damit den Bonuspunkt in dieser Kategorie verdient. Zufrieden können er und sein Team deshalb aber natürlich nicht sein. Besser lief es da im Endeffekt eher für Richard Childress Racing, die drei ihrer vier Fahrer in die Top11 brachten, welche Jeff Burton komplettierte. Lediglich Paul Menard warf mit einem Mauerkuss in Runde 340 ein besseres Ergebnis für sich und die Truppe weg. Diese Steigerung hatte ich im Vorfeld nicht erwartet.

- Dale Earnhardt Jr, Kurt Busch, Brad Keselowski und David Reutimann lieferten neben Burton solide Resultate innerhalb der Top15 ab, vor allem bei den drei letztgenannten Fahrern ist dies ja schon ein gewaltiger Fortschritt in diesem Jahr. Direkt dahinter verpassten Jeff Gordon und Denny Hamlin einen Einzug in die Top15 knapp, wobei diese Ergebnis-Gefilde allerdings auch nicht ihr Ziel sein dürfen und sollten.

- Enttäuscht haben an diesem Wochenende auch Greg Biffle (19.), Jamie McMurray (20.), Ryan Newman (21.) und abermals Joey Logano, der sich sogar nur auf Rang 27 einfand, nachdem er sich bereits in Runde 20 in den Top10 liegend drehte und früh eine Runde verlor. Davon konnte er sich nicht in der Folge nicht mehr erholen. Ganz schlimm erwischte es Tony Stewart (29.) und Juan Pablo Montoya (32.), welche überhaupt nichts mit dem Handling ihrer Autos anfangen konnten. Beide landeten mindestens fünf Runden hinter der Spitze im Ziel.

- Die Pechvögel des Rennens waren Regan Smith (34.), Kasey Kahne (36.) und AJ Allmendinger (37.). Alle drei Piloten mussten, nachdem sie zuvor konstant innerhalb der Top10 unterwegs waren, schwere Rückschläge hinnehmen. Bei Smith brach knapp 100 Runden vor Schluss die Trackbar, während Kahne etwa zur selben Zeit einen Motorschaden hinnehmen musste. Bei einem Restart kam der Toyota nicht auf Touren, was Kasey zum Zurückschalten provozierte, wobei er die Maschine dann blöderweise überdrehte. Allmendinger traf das gleiche Schicksal wie Kahne, jedoch verabschiedete sich sein Motor kurz vor Halbzeit ohne Eigenverschulden.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

May 10 2011

06:36

NASCAR: Analyse Darlington 2011

In welcher Rennserie kann ein Underdog aus einem leicht unterfinanziertem Team noch gewinnen? In der NASCAR, wie Regan Smith am Wochenende gezeigt hat.

Ein bisschen sensationell ist die Sache schon. Furniture-Row-Racing gehört jetzt nicht zwingend zu den Team, die man oft vorne sieht. Aber der Kurs in Darlington, der unter dem Beinamen “to tough to tame” läuft, machte diesem Zusatznamen mal wieder alle Ehre. Es flogen die Fetzen, und das nicht nur, weil Brian Vickers einen der kuriosesten Unfälle seit Ewigkeiten hatten, sondern auch weil nach dem Rennen fast zu viel los war, wie auf der Strecke. Denn die beiden durchaus als Heißsporne bekannten Kyle Busch und Kevin Harvick gerieten ebenso aneinander, wie vor dem Rennen Ryan Newman und Juan Pablo Montoya, die sich angeblich bei einer “Aussprache” am Freitag wortwörtlich in den Haaren gelegen haben sollen. Die NASCAR bezeichnete das Ergebnis der Aussprache als “unglücklich”, beide Fahrer wollten sich nicht so recht äußern. Offenbar sind bei einigen Fahrern die Nerven etwas angespannt.

Das kann man auch verstehen, denn bei kaum einen Team läuft es so richtig rund. Die Earnhardt-Ganassi Fahrer Montoya und McMurray kommen nicht so recht in Schwung, zäh läuft es auch bei RCR, trotz einiger vielversprechender Ergebnisse. Und bei Hendrick will es auch nicht so recht laufen. Mark Martin knallte seinen Chevy etwas zu heftig in die Mauern von Darlington und verlor so viel Zeit, dass er er nur auf P19 einlief. Dem Rest erging es nicht besser. Jeff Gordon tauchte zunächst vorne auf, pendelte dann aber zwischen P5 und P12 rum. Junior hatte man wieder eine beschiedene Quali, kämpfte sich aber bis in die Top 5 vor, bevor er weiter nach hinten durch gereicht wurde. Meister Johnson drehte sich gleich zweimal, einmal wurde er von Montoya angeschubst, ein anderes Mal machte er einen seiner seltener Fehler. Die Hendrick Mannschaft kam dann fast geschlossen auf den Plätzen 12 (Gordon), 14 (Junior) und 15 (Johnson) an. Das hat man schon anders gesehen.

Im Rennen dominierte etwas überraschend Kasey Kahne im Red Bull, der sich schon die Pole geholt hatte. Er führte im ersten Drittel, bevor von hinten Carl Edwards angerauscht kam. Es mischte sich dann noch Kevin Harvick in den Kampf ein, der aber über die Distanz das Tempo nicht ganz halten konnte. Also teilten sich Kahne und Edwards die Führung. Kyle Busch fuhr in teilweiser atemberaubender Manier zwischenzeitlich durchs Feld, hatte aber Pech, weil sein Team gegen Mitte des Rennen ein loses Rad vermutete und der Mehrfach-Sieger an die Box musste. Er holte sich zwar seine verlorene Runde wieder zurück, kam aber nach der Runde 204 von 367 nicht mehr an die Front.

Es war ein typisches Darlington Rennen. Viel Single-File, aber nicht uninteressant, da es trotzdem viele Zweikämpfe gab. Hilfreich war auch, dass es kaum Cautions gab, obwohl etliche Fahrer mehr als einen “Stripe” an der Mauer hinterließen. Den interessantesten Unfall hatte wohl Brain Vickers. Der gerat in Runde 231 mit David Ragan aneinander. Vickers kam etwas quer aus der Ecke, Ragan versuchte auszuweichen, was natürlich schief ging. Irgendwie hakte sich die linke Front von Ragan im rechten Kotflügel von Vickers ein und riss ihm die gesamte rechte Seite. Sogar die Hartschaumeinlagen aus der Tür wurden rausgerissen. So konnte Vickers nicht weiterfahren, die Reparatur dauerte dann ewig.

15 Runden vor Schluss hatte sich Edwards an der Spitze etwas von Kahne und Harick auf P3 abgesetzt. Dahinter lagen Newman, Hamlin und auf P6 der erstaunliche Regan Smith. Kyle Busch lag einen Platz dahinter. Alle hatten genug Sprit und konnten also durchfahren. Doch dann platzte Jeff Burton in Runde 359 der Motor – Caution. Die Frage war: Reinkommen oder draussen bleiben? Bis auf Regan Smith, Brad Keselowski und Stewart kamen alle Piloten herein. Dabei hatte Stewart die besten Karten, den er hatte einen andern Stopp-Rhythmus gewählt und seine Reifen hatten nur 19 Runden auf dem Buckel. Es konnte also ein deftiges Finale geben – und das kam auch.

Der Restart sah Regan Smith auf der ersten Position, doch schon einer Runde gab es wieder Gelb. Kyle Busch, Harvick und Bowyer konnten sich nicht einigen und versuchten es “3-wide”, was in Darlington nicht so die wirklich gute Idee ist. Busch rumpelte in Kevin Harvick, der ausgerechnet auf der Start/Zielgeraden seinen Teamkollegen Clint Bowyer hart in die Mauer schickte. Damit war die Sache aber nicht beendet, denn ein paar Meter weiter schob Busch, der offenbar einen Aussetzer hatte, auch noch Harvick einfach zur Seite und in die Mauer. Das sollte nach dem Rennen noch ein Nachspiel haben.

Wegen des vielen Schrotts war ein “GWC” angesagt. Regan Smith war in Front geblieben und kam beim Restart sehr gut weg. Er konnte Carl Edwards in Schach halten, bis er in der letzten Runde in Turn 2 noch die Mauer berührte. Edwards schien das ausnutzen zu können, doch Smith gelang es tatsächlich Edwards geschickt zu blocken und er gewann das Rennen, was auch sein erster Sieg und der des Teams war. Bei Furniture-Row-Racing wusste man nicht, ob man vor lauter Freude lachen oder weinen sollte. Ein toll heraus gefahrener Sieg, absololut verdient.

Derweil war in der Boxengasse die Hölle los. Harvick war offenbar noch sauer und versuchte Busch noch auf der Strecke zu stellen. In einem sehenswerten Wendemanöver inkl. Rückwärtsfahrt manövrierte Busch Harvick aus, der sich dann allerdings in der Boxengasse vor ihn stellte…. ach, das muss man selber sehen.

Am Ende lagen sich dann auch noch die Crews beider Mannschaften in den Haaren. That’s NASCAR. Sowohl was den Sieger angeht, als auch den Rest.

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April 19 2011

06:21

NASCAR: Analyse Talladega April 2011

Wie erwartet wurde die Restrictor-Plate-Schlacht von Talladega eine mordsmäßige Lotterie, welche eigentlich jeder der 43 Starter hätte gewinnen können. Dabei wurde es jedoch keinesfalls langweilig, zumal das wahnsinnige Finish den engsten Zieleinlauf in der Geschichte der elektronischen Zeitmessung egalisierte, den Jimmie Johnson knapp für sich entschied.

Kurzfristige Four-Wides hatte man auf dem Talladega Superspeedway ja schon des Öfteren gesehen, doch noch nie im Endspurt um den Sieg. Acht Wagen, von denen sechs innerhalb von einer Zehntelsekunde einliefen, prügelten sich ohne Crash und jederzeit fair um den Einzug in die Victory-Lane. Dass es dabei nicht gekracht hat, war eigentlich ein Wunder. Zusammenhängen könnte es mit der neuen Praxis der Two-Car-Trains, die sich nun auch auf dem anderen Restrictor-Plate-Oval endgültig durchgesetzt hat. Denn zwar fahren die Wagen nun insgesamt enger zusammen, aber eben immer nur paarweise, was die Lücke im Feld für querschießende Wagen deutlich größer macht. Der gefürchtete Big-One blieb am Ende aus, doch trotzdem mussten einige Piloten verfrüht den Heimweg antreten. Nicht so Jimmie Johnson, der in Talladega sein erstes Saisonrennen 2011 gewann.

Dabei entpuppte sich das Rennen am Sonntag wie erwartet als riesige Lotterie mit der Chance 1 zu 43, bei der auch einige Rekorde egalisiert wurden. Die 88 Führungswechsel vom letzten Jahr zum Beispiel, doch die interessanteste Bestmarke ergab sich erst auf den letzten Metern oder besser gesagt Zentimetern. Im Schlusssprint Richtung Ziellinie konnte Jimmie Johnson sich mit einem Vorsprung von 16,8 cm gegen Clint Bowyer durchsetzen, geht man von einer Geschwindigkeit um die 190 mph aus! Das entspricht also gut 0,002 s bzw. zwei Tausendstelsekunden und das gab es seit der Einführung der elektronischen Zeitmessung im Mai 1993 erst ein weiteres Mal: 2003 beharkten sich Kurt Busch und Ricky Craven in Darlington ähnlich und Craven holte sich damals den Sieg ebenfalls mit einer Margin-of-Victory von 0,002 s. Wahrlich beeindruckende Zahlen und optisch sah das Ganze ebenfalls so aus. Bei YouTube gibt es die letzten beiden Runden noch einmal zu sehen:

Bis dahin war viel passiert, eigentlich zu viel, um es komplett zusammenzufassen. Deswegen beschränke ich mich mal auf die eigentlichen Game-Changer und einige weitere Statistiken: In Talladega war es wie beim ersten Tag auf der neuen Schule, jeder durfte mal nach vorne und sich präsentieren. Insgesamt 26 der 43 teilnehmenden Piloten gelangen in den Genuss wenigstens einer Führungsrunde, was einer Quote von sagenhaften 60% entspricht. Lässt man Joe Nemechek, Steve Park und Kevin Conway außen vor, die nur Start-&-Park-Einsätze absolvierten, dann liegt der Anteil sogar bei 65%! Die meisten Umläufe an der Spitze konnte sich Clint Bowyer (38) vor Dave Blaney (21), Kurt Busch (19), Jimmie Johnson (14) und Dale Earnhardt Jr (11) sichern. Alle weiteren Fahrer konnten nur weniger als zehn Führungsrunden ansammeln.

In dieser Statistik zeigt sich ausnahmsweise auch mal die Stärkeverteilung des Rennens ganz gut. Überrascht hat dabei vor allem Dave Blaney, schaut man sich aber die Herkunft seines Materials bei Tommy Baldwin Racing an, so ändert sich die Sachlage schnell – TBR ist ein Kundenteam von Richard Childress Racing, die auch am Sonntag wieder zeigten, dass der Sieg nur über Clint Bowyer und Kevin Harvick gehen würde. Harvick wiederum arbeitete bis kurz vor Schluss mit Blaney zusammen, entschied sich dann aber für seinen Teamkollegen, nachdem der eigentliche Partner von Bowyer – Jeff Burton – beim vorletzten Restart in Folge einer Konfusion im Feld verloren ging.

Dave Blaney bekam daraufhin zwar Unterstützung von Kurt Busch, was aber auch seinen Untergang bedeutete. Busch beförderte nämlich zunächst in der Mitte des Rennens seinen Penske-Kollegen Brad Keselowski in einen Dreher und drei Runden vor Schluss eben Dave Blaney. Schade ist das Ganze natürlich für die Underdogs von Tommy Baldwin Racing, welche im Kampf um die Top35 in der Owner-Wertung sicherlich noch ein paar gute Punkte gebrauchen könnten.

Insgesamt sechs Gelbphasen gab es übrigens in Talladega, wobei zwei durch Debris ausgelöst wurden. Das Rennen war dank der relativ gleichmäßig verteilten Gelbphasen stets in einem guten Fluss, vor allem in der ersten Hälfte ging es lange unter Grün zur Sache. Die größten Abflüge des Tages und damit die vier Unterbrechungen ereigneten sich folgendermaßen:

Caution #1 (Runde 28): Landon Cassill wurde bei einem Push umgedreht und räumte dabei auch Brian Vickers ab. Wenn ich es richtig gesehen habe, dann war ebenfalls Kurt Busch dafür verantwortlich, der somit drei Fahrer an einem Tag aus dem Rennen nahm. Bei den Two-Car-Trains in Talladega muss man sowas aber wohl als Rennunfall verbuchen, da schon ein geringer Anstoßwinkel ausreicht, um den Vordermann in einen Dreher zu schicken. Vickers war natürlich völlig unschuldig und wurde seitlich getroffen.

Dieses Szenario wiederholte sich mit anderen Beteiligten anschließend noch öfter, wobei die geringere Big-One-Gefahr bei den Tangos deutlich wurde, weil die Abstände der Gruppen einfach viel größer waren als sonst im riesigen Drafting-Feld. Wer allerdings bei einem Dreher keine Lücke erwischte, der räumte eben leider Vorder- oder Hintermann eines Two-Car-Drafts von der Seite ab. Das muss ein ziemlich unschönes Gefühl sein, da plötzlich und unerwartet einen ordentlichen Schlag abzubekommen.

Caution #2 (Runde 90): Die angesprochene Situation zwischen Kurt Busch und Brad Keselowski riss außerdem noch Kasey Kahne, Trevor Bayne und David Ragan mit ins Verderben. Vor allem Kahne wurde schwer getroffen und musste seinem brennenden Auto noch auf dem Weg in die Boxengasse entsteigen. Zwischenzeitlich war ich etwas besorgt, als die Flammen recht hoch schlugen und den Wagen in wirklich schwarzen Rauch einhüllten, dem Kahne doch arg spät entsprang. Später stellte sich noch heraus, dass gleichzeitig mit dem Dreher der Motor von David Ragan den Geist aufgab, was für zusätzliche Verwirrung unter den Piloten sorgte.

Caution #4 (Runde 140): Joey Logano drehte Kyle Busch um, der Matt Kenseth aus seinem Tandem riss. Außerdem bekam auch AJ Allmendinger etwas ab.

Caution #6 (Runde 174): Ryan Newman dreht sich auf der Gegengerade und verpasst dabei knapp die SAFER-Barrier an der Grenze zum Infield. Das war übrigens der zweite unglaubliche Save von Newman innerhalb von drei Runden. Beim ersten Vorfall stieß Ryan Newman noch mit Juan Pablo Montoya zusammen, der sein Rennen danach abhaken konnte. Wenige Runden später zerriss ihm dann ein platzender Reifen als Folgeschaden den kompletten vorderen rechten Kotflügel. Bis dahin war er gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jamie McMurray doch recht gut unterwegs. Nach langem Aufenthalt am Ende des Feldes kämpften sich die beiden Earnhardt-Ganassi-Fahrer im Finale zur Front durch.

Ich denke, dass ich zum Finish jetzt nicht allzu viel erzählen muss, im Video oben kann man es ja doch recht gut nachvollziehen. Außerdem gibt es aPunkteständen bei den Fahrern</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">in der Owner-Wertung.

Am nächsten Wochenende läutet der Sprint Cup bereits früh das zweite von nur drei Off-Weekends ein und macht eine kurze Osterpause, doch NASCAR-Racing wird es trotzdem geben: Nationwide Series und Trucks treffen sich in Nashville, um zwei von Sam Bass designte Gibson-Les-Paul-Gitarren abzustauben. Während die Trucks bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag um 2 Uhr fahren, geht die zweite Liga am Samstagabend zur besten Sendezeit um 21 Uhr auf die Strecke. Ich wünschen allen Lesern und Kollegen daher schon jetzt frohe Ostern und verweise auf die Vorschau zu Richmond in der nächsten Woche!

2011TalladegaApr_NSCS_Race_Bobby_Allison_and_Brad_Keselowski 226908 2011TalladegaApr_NSCS_Race_Jeff_Gordon_Jimmie_Johnson_Green_Flag 2011TalladegaApr_NSCS_Race_Hendrick_Motorsports_starts_and_leads_Talladega 2011TalladegaApr_NSCS_Race_Clint_Bowyer_and_Michael_Waltrip 2011TalladegaApr_NSCS_Race_Brian_Vickers_Spins 2011TalladegaApr_NSCS_Race_Jimmie_Johnson_and_Dale_Earnhardt_Jr_Pit 2011TalladegaApr_NSCS_Race_Kyle_Busch_spins 2011TalladegaApr_NSCS_Race_Mark_Martin_and_Jeff_Gordon_drafting 2011TalladegaApr_NSCS_Race_Jimmie_Johnson_final_lap_pass 226882 2011TalladegaApr_NSCS_Race_Four_wide_finish_Jimmie_Johnson_wins 226857 2011TalladegaApr_NSCS_Race_Jimmie_Johnson_victory_lane

March 21 2011

16:47

NASCAR: Analyse Bristol März 2011

Es war mal wieder das Wochenende von Kyle Busch, der beide Rennen der NASCAR am Wochenende gewinnen konnte. Aber auch für andere Fahrer lief das Wochenende nicht schlecht.

Bristol entwickelt sich zum “Wohnzimmer” von Kyle Busch. Gleich fünf der letzten acht Rennen konnte der jüngere Busch gewinnen, was nicht nur seine, sondern auch die Stärke von Joe Gibbs Racing auf den Short Tracks zeigt. Dabei sah es zunächst aber nicht nach einem Sieg von ihm aus, denn zu Beginn bestimmte der erstaunlich gut aufgelegte Paul Menard das Tempo, bevor er von dem normalerweise in Bristol ebenfalls starken Martin Truex abgelöst wurde. Aber das Rennen selber war dieses Mal eher eins von der schlechteren Sorte. Seit dem Bristol vor ein paar Jahren eine neue Asphaltdecke bekommen hat und man ein progressives Banking Einzug hielt, habe die Rennen sehr an Biss verloren. Das alte “beatin’ and bangin’” gibt es kaum noch, lange Phasen unter Grün sind mittlerweile völlig normal. Die Langeweile der letzten Jahre schlägt sich auch auf die Anzahl der Besucher nieder.

Noch vor ein drei Jahren war Bristol immer ausverkauft. Der Witz machte die Runde, dass man nur durch ein Erbe in den Besitz von Karten kommen konnte. Vor zwei Jahren gab es dann plötzlich Restkarten, in diesem Jahr waren die Tribünen erschreckend leer. Das kann nicht nur an den immer noch recht hohen Preisen oder der weiterhin schlechten Wirtschaftslage in den USA liegen. Auch die Rennen der NASCAR waren einigermaßen gut, aber Bristol hat eben durch den Umbau viel von seinem Charme verloren. Da helfen auch keine “Debris-Caution”. 120.000 Besucher vermeldet die NASCAR für Sonntag, 160.000 passen auf die Tribünen. Das sagt schon eine Menge aus und wenn man die Bilder so sieht, dann finde ich die 120.000 schon eine sportliche Aussage.

Auch gestern war es ein eher zähes Rennen. Wer unten auf der inneren Linie klebte, musste nicht fürchten, dass die Konkurrenz vorbei kam, da oben rum kaum etwas ging. Nur 18 Leadchanges verzeichnet die Statistik, wenn man diejenigen abzieht, die nur eine Runde vorne waren, dann waren es sogar nur 13.

Während in der ersten Rennhälfte Truex und Ryan Newman den Ton angaben, tauchte ab Mitte des Rennens Jimmie Johnson an der Spitze auf, dessen Chevrolet im Gegensatz zu seinen anderen Hendrick-Kollegen vernünftig ging. Zusammen mit Kyle Busch dominierte er ab Runde 192 und die beiden wechselten sich regelmäßig in der Führung ab, ohne jedoch in bissige Zweikämpfe verwickelt zu sein. Das passierte eher weiter hinten, wo es ein wenig Action gab, die allerdings von den Fox-Kameras nur selten eingefangen wurde. Überhaupt gab Fox in Bristol ein eher lustloses Bild ab. Das zähe Rennen zerrte wohl auch an der Laune der Kommentatoren, die sich vor allem im zweiten Rennteil schwer taten, noch irgendetwas neues zu Busch oder Johnson erzählen zu können.

Aber zurück zum Hendrick Team. Während sich Johnson in guter Form zeigte, waren die drei anderen Piloten kaum zu sehen. Jeff Gordon, der eh einen schlechten Start in die Saison hat, blieb wieder unauffällig. Sein Wagen hatte massive Handlingsprobleme, dazu kam, dass er mit Brad Kesolowski aneinander rasselte, als er diesen überrunden wollte. “Bad Brad” lag drei Runden zurück, kämpfte aber derartig verbissen gegen Gordon, dass er ihn fast abgeräumt hätte. Am Ende kam nur ein Platz 14 raus. Nicht besser lief es bei Mark Martin, der ebenfalls mit seinem Wagen zu kämpfen hatte, und nicht vorne eingreifen konnte. Auf Platz 11 und damit einen vor Martin, kam Earnhardt jr. ins Ziel, dessen Aufwärtstrend sich zumindest im Moment weiter fortsetzt. Nach einer schlechten Qualifikation arbeitete sich der Publikumsliebling in Richtung Top 10 vor, bevor ihm eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Box wieder zurück warf. Doch während Junior im letzten Jahr nach derartigen Vorfällen meist im Nirvana der Wertung verschwand, kämpfte er sich in Bristol wieder an die Top Ten. Das ist zwar alles noch nicht wirklich richtig gut, aber die konstanten Platzierungen unter den ersten 10 zeigt, dass er zusammen mit Steve Letarte auf einem gutem Weg ist.

Richtig miserabel läuft es dagegen bei RCR. Wenn der bestplatzierte Chevrolet von Childress der von Bezahlfahrer Paul Menard ist, dann heißt das schon was. Jeff Burton und Clint Bowyer hatten früh im Rennen Unfälle, bzw. Probleme, Kevin Harvick drehte sich im letzten Renndrittel und verursachte dabei weitere Kollisionen, die unter anderem den bedauernswerten Trevor Bayne das Rennen kostete. Aber es läuft nicht und bei RCR und die ersten Sorgenfalten dürften im Team auftauchen. Paul Menard liegt in der Meisterschaft zwar auf Platz 5, aber Kevin Harvick nur auf 15, während Bowyer und Burton nicht mal unter den Top 20 sind.

Auch bei ECR ist man mit angezogener Handbremse in die Saison gestartet. Montoya konnte in Las Vegas kurz zeigen, das man noch dabei ist, doch bei Jamie McMurray läuft es überhaupt nicht. Montoya liegt nach Bristol in der Wertung auf Platz 8, sein Teamkollege wird in den Top 20 noch vermisst.

Es war, wie erwähnt, kein sonderlich gutes Rennen in Bristol. Nächste Woche steht Fontana auf dem Program. Eigentlich ein programmierter Langweiler, weil es aber ein Highspeed Oval ist, und Bump Drafting gehen sollte, könnte es doch interessanter werden, als man es gewöhnt.

Das ganze Ergebnis bei Racing Reference.
225040 2011BristolMar_NSCS_Race_Edwards_Busch_SideBySide 2011BristolMar_NSCS_Race_Harvick_Spin 2011BristolMar_NSCS_Race_Hamlin_Vickers_Reutimann_Spin 2011BristolMar_NSCS_Race_Menard_Johnson_Leading 2011BristolMar_NSCS_Race_Bristol_HighAngle_TrackShot

November 24 2010

16:18

NASCAR: Hendrick stellt sich neu auf

Wer rastet, der rostet. Das hat sich offenbar Rick Hendrick nach dem Gewinn des fünften Fahrertitels in Folge gedacht und krempelt seinen ganzen Laden um.

Die Meldung schlug gestern Abend im NASCAR-Land wie eine Bombe ein. Rick Hendrick schüttelt seine vier Teams einmal komplett durch und stellt sie neu auf. Die Teams von Mark Martin, Jeff Gordon und Dale Earnhardt jr. werden getauscht, die Crew Chiefs ausgewechselt. Die Aufstellung des Teams sieht jetzt so aus:

#5 Mark Martin bekommt den nun ehemaligen Crew Chief von Junior, Lance McGrew, zu geteilt
#24 Jeff Gordon darf dafür im nächsten Jahr mit Alan Gustafson, der zu vor bei Martin war, arbeiten.
#88 Junior bekommt Steve Letarte und, was vielleicht viel wichtiger ist, er zieht in den Shop von Jimmie Johnson, bekommt also jenen Garagenplatz, den bisher Jeff Gordon hat, während Gordon zu Martin zieht.

Nur bei Jimmie Johnson bleibt alles unberührt, was aber nicht weiter überrascht. Aber die Veränderungen, die Hendrick seinen Teams verordnet, sind schon sehr tiefgreifend. Und einen Verlierer gibt es auch.

In dem ganzen Geschiebe ist wohl Mark Martin derjenige, der am meisten zu knabbern hat. Martin und Gustafson waren ein gutes Team, auch wenn es dieses Jahr nicht gerade grandios lief. Die Frage ist auch, wie der bisher recht erfolglose, aber als sehr autoritär geltende Lance McGrew mit Martin klar kommen wird. Zumindest wird McGrew seine Calls nicht mehr so leicht durchsetzen können, denn auch wenn Mark Martin ein guter Teamplayer ist, weiß er doch auf Grund seiner Erfahrung oft etwas besser Bescheid. Für McGrew ist es vermutlich auch die letzte Chance bei Hendrick als Crew Chief. Wenn Kasey Kahne nächstes Jahr die #5 übernimmt, bringt er vermutlich seinen Mann, Kenny Francis, mit, der 2011 ebenfalls zu Red Bull wechselt und dort Jimmy Elledge ablösen wird, der vermutlich dann zu Scott Speed wechselt. Es kann also gut sein, dass Hendrick mit dem Move auch schon den Wechsel vorbereitet, den alle erwarten, nämlich das Martin 2012 bei Red Bull andocken wird.

Der überraschendste Wechsel ist wohl, dass Steve Letarte zu Earnhardt wechselt. Das Junior und McGrew nicht gerade eine Wellenlänge haben, war schon im letzten Jahr klar, die Spannungen ließen sich in diesem Jahr auch nur schwer kaschieren. Gleichzeitig spekulierte man schon länger, dass Gordon und Letarte auch so ihre Probleme haben, allerdings rechnete man eher mit einem Wechsel zwischen Knaus und Letarte, die sich in Sachen genialer Strategie wenig geben. Dass Gordon nun Gustafson bekommt muss kein Nachteil sein. Der Tenor in den USA ist sogar, dass Gordon in der ganzen Rochache der große Gewinner ist. Der Umzug in den anderen Shop zu Martin nimmt ihm den Druck von den Schultern. Gordon und Johnson fahren mit identischem Material, und Johnson hat ihn in den letzten Jahren regelmäßig geschlagen. Zwar muss Gordon sein Team quasi neu aufbauen, doch das bietet eben auch die Chance, frischen Wind in die Sache zu bringen. Gleichzeitig gilt Gustafson, der mit 35 Jahren auch noch recht jung ist, als einer besten Crew Chiefs im Nachwuchsbereich. Man darf gespannt sein, was Gordon und Gustafson im nächsten Jahr auf die Beine stellen können, aber die Kombination sollte man nicht unterschätzen.

Ebenfalls besser steht Junior da. Steve Letarte hat einen guten Ruf, dazu kommt, dass Earnhardt nun mit Material ausgestattet wird, das auch Jimmie Johnson zur Verfügung hat. Die beiden Teams werden eng zusammenarbeiten, was Abstimmung usw. angeht. Junior profitiert massiv von der etablierten Kommunikation zwischen Letarte und Knaus. Die Probleme, die sich für Junior daraus ergeben können, sind aber auf den ersten Blick klar. Wenn er 2011 nicht mindestens auf dem Niveau unterwegs ist, dass Gordon in diesem Jahr gezeigt hat, dann dürfte sein Leben bei Hendrick sehr schwer werden. Letarte gilt, als ehemaliger Car Chief, als guter Mann, aber man sollte auch nicht vergessen, dass er zusammen mit Gordon keine Meisterschaft hat holen können. Auch die lange Durststrecke ohne Sieg (47 Rennen) geht auch auf seine Kappe. Ehrlicherweise muss man allerdings auch erwähnen, dass Gordon teilweise vom Pech verfolgt war. Klar ist aber: Junior wird spätestens ab Saisonmitte Ergebnisse liefern müssen und den Earnhardt Fans, die teilweise die “schlechte” Behandlung ihrer Fahrers bei Hendrick beklagten, dürften auch nicht mehr meckern. Für Junior geht es mit der Umbestzung ums Ganze.

Das Hendrick seinen Laden komplett auf den Kopf stellt, bedeutet auch ein Risiko. Derartige massive Umbauten in einem eigentlich gut funktionierendem Team (abgesehen von der #88) sind extrem selten. Beständigkeit ist meist ein Schlüssel für Erfolg in der NASCAR, gleich drei Teams durch zu rütteln birgt die Gefahr, dass die erste Saisonhälfte von Pleiten, Pech und Pannen begleitet werden kann, bis sich alles eingespielt hat. Dazu kommt, dass er 2012 die #5 noch einmal umkrempeln wird, wenn Kasey Kahne sein Engagement im Team beginnt. Hendrick risikiert viel für 2011, erhöht den Druck auf Earnhardt und in gewisser Weise auch auf Gordon. Man darf gespannt sein, wie sich das auswirkt. Generell muss man aber sagen, dass ein Crew Chief Wechsel einem Team schon gut tun kann, vor allem, wenn sich Fahrer und Chef gut leiden können. Das könnte bei Earnhardt und Letarte der Fall sein, denn angeblich wollte Junior 2005 Letarte schon mal ins Team holen, als er noch für seine Stiefmutter unterwegs war.

October 26 2010

06:08

NASCAR: Analyse Martinsville Oktober 2010

Denny Hamlin verlängerte die unheimliche Martinsville-Serie, welche er gemeinsam mit Jimmie Johnson Ende 2006 begann, um ein weiteres Rennen. Mit nur insgesamt 40 Führungsrunden konnte er sich seinen ersten Chase-Erfolg holen und den Rückstand in der Meisterschaft signifikant verkürzen. Kevin Harvick bleibt derweil dran, während der Rest so gut wie draußen ist.

Das Martinsville-Rennen am Sonntag war recht spannend, denn über den Verlauf der 500 Runden setzten sich insgesamt sieben verschiedene Fahrer für mehr als 30 Umläufe in Führung. Denny Hamlin begann den Tag in Front des Feldes und beendete ihn auch dort, zwischendrin tauschte das Feld auf dem kürzesten Shorttrack der Saison mitunter gehörig die Positionen. Zudem wurde während 15 Cautions eine Menge Schrott produziert und für ca. ein Fünftel des Rennens unter gelber Flagge gefahren. Am Ende blieben die Gelbphasen aber aus, was gerade Hamlin nützte. Denn während er vorne einsam seine Runden abspulte, drehte hinter ihm jemand noch einmal richtig auf, mit dem man schon nicht mehr gerechnet hatte:

Mark Martin trumpfte mit einem heftig ondulierten Auto richtig auf und fuhr plötzlich die schnellsten Runden im Feld. Eine letzte Gelbphase, die den Altstar direkt an Hamlin herangebracht hätte, ließ jedoch nach dem zuvor turbulenten Rennverlauf plötzlich auf sich warten. Martin hätte den Führenden vielleicht noch abfangen können, doch ihm gingen zum Schluss die Runden aus. Wie es zu diesem Szenario kam, ist aus der nachfolgenden Zusammenfassung des Renngeschehens ersichtlich.

DAS RENNEN IN DER ZUSAMMENFASSUNG:

Nachdem Denny Hamlin das Martinsville-Rennen von der Pole-Position in Angriff nahm, dauert es nicht lange, bis Marcos Ambrose von der „outside pole“ das Ruder übernehmen konnte. Der Australier qualifizierte sich am Freitag sensationell gut und schnupperte nun für 40 Runden Führungsluft. Nach einem guten Rennstart sollte der Tag aber schlecht für ihn enden. Eine umgedrehte Situation erlebte Kevin Harvick, der von Platz 36 aus ins Rennen ging und sich erst mühsam nach vorne kämpfen musste. Harvicks Aufgabe an diesem Wochenende war es, nicht zu viele Punkte auf Johnson und Hamlin zu verlieren, die in Martinsville über einen großen Stärkevorteil verfügen.

In Runde 47 löste Travis Kvapil die erste Gelbphase aus, weil ihm ein Reifen platzte. Damit begann ein unglücklicher Nachmittag für Front Row Motorsports, denn Kvapil fuhr in Martinsville ausgerechnet den Ford mit der #38. Dieses Auto stand in der Owner-Wertung vor dem Rennen nur fünf Punkte hinter der #7 von Robby Gordon Motorsports und verlor somit wieder etwas Boden im Kampf um die Top35, doch dazu später mehr. Zu diesem Zeitpunkt war Kevin Harvick bereits in die Top20 vorgedrungen.

Bei den ersten Boxenstopps war die Crew von Ryan Newman am schnellsten und brachte den Stewart-Haas-Piloten an die Spitze des Feldes. Polesitter Denny Hamlin hatte im Rennen lange mit dem Handling seines Gibbs-Toyotas zu kämpfen, was bereits nach spätestens 50 Runden ersichtlich war, denn außer einer Luftdruckveränderung wurde auch an „wedge“ UND „track bar“ gedreht. Die „pit stops“ brachten Harvick nun noch weiter nach vorne und so konnte er den Restart bereits auf Platz 8 angehen.

Newmans Führung hielt jedoch nicht lange, denn von hinten nahte Jeff Burton mit Riesenschritten, um sich an die Spitze zu setzen. Burton begann damit seine dominante Phase, welche etwa bis zur Hälfte des Rennens andauern sollte und sich als sehr hektisch, unfallträchtig und reich an Cautions darstellte. Zum Zeitpunkt des Führungswechsels hatten sich übrigens die Top3 der Meisterschaft unter den besten Zehn im Rennen eingefunden und kämpften um Platz 5. Nachfolgend liste ich die insgesamt sieben(!) Gelbphasen während der Burton-Dominanz auf, um nicht noch ausführlicher als eh schon zu werden:

- #2 (Runde 111): Elliott Sadler drehte sich in Turn 2 und bekam von NASCAR zwei Runden aufgebrummt, weil diese einen absichtlichen Dreher vermuteten.

- #3 (Runde 119): Marcos Ambrose traf mit dem Splitter die Curbs auf der Innenseite der Turns, was ihn direkt in einen Zweikampf mit dem aufschließenden Jimmie Johnson beförderte. Nach einem Kontakt platzte Ambrose ein Reifen, was ihn in einen Dreher zwang, der einen Einschlag in die Mauer nach sich zog. Damit war ein hoffnungsvolles Rennen für den Australier leider frühzeitig beendet.

- #4 (Runde 132): Ken Schrader drehte sich mit der #26 auf der Gegengerade, nachdem er einen Schubs von Casey Mears bekommen hatte.

- #5 (Runde 170): Martin Truex Jr blieb direkt vor der Einfahrt zur Boxengasse stehen und hatte allen Vortrieb verloren. Nachdem er die #56 nicht wieder anwerfen konnte, musste NASCAR eine Caution auslösen, um den Wagen zu bergen. Bei den nachfolgenden „pit stops“ wurden an Denny Hamlins Wagen erneut größere Abstimmungsarbeiten vorgenommen.

- #6 (Runde 185): Sam Hornish Jr und Scott Speed stritten sich um eine Position im Mittelfeld und kamen sich dabei ein wenig zu nah. Hornish traf den unbeteiligten Regan Smith und schickte ihn in einen Dreher inklusive Mauerkontakt.

- #7 (Runde 193): Clint Bowyer drehte sich in Turn 4 und schlug in die Mauer ein. Zum Restart sprach NASCAR eine Warnung an den Führenden Jeff Burton aus, der mit zögerlichem Neustarten immer wieder Auffahrkettenreaktionen im Verfolgerfeld auslöste. Dieses Mal gab Burton sich dann mehr Mühe dabei, seine Position fair zu verteidigen.

- #8 (Runde 209): Aric Almirola schob Paul Menard an, welcher sich daraufhin drehte. Menard konnte aber der Mauer fernbleiben.

Kurz nach dem Restart in Runde 214 konnte Harvick Harvick die dominante Phase seines Teamkollegen Jeff Burton beenden und diesen auf Platz 2 verweisen. Dort hielt sich Burton aber nur wenige Umläufe auf, bevor er in Runde 222 erneut die Führung übernehmen konnte. Allerdings hatte er nicht lange etwas von der wiedereroberten, sauberen Luft in Front des Feldes, denn ein Techtelmechtel zwischen Mark Martin und AJ Allmendinger sorgte für Gelbphase #9. Allmendinger schickte Martin nach einem Shorttrack-üblichen „bump“ in einen Dreher. Die #5 von Hendrick Motorsports kam jedoch auch in Kontakt mit der Mauer, was in einem total verbogenen Heck resultierte.

An dieser Stelle triumphierte Jeff Gordons Crew Chief Steve Letarte mit einem Strategie-Kniff, denn er ließ seinen Fahrer bei den Boxenstopps nicht antreten, um ihn so in Führung zu spülen. Mit Gordon blieben auch einige andere Piloten ihrer „pit crew“ fern, sodass sich das Feld zum Restart etwas durcheinandergewirbelt präsentierte: Gordon führte in Runde 232 Kyle Busch, Tony Stewart, Dale Earnhardt Jr und Carl Edwards zur grünen Flagge, während die Top3 der Meisterschaft plötzlich knapp außerhalb der Top10 abgetaucht waren.

Lange hielt der Rennspeed aber nicht an, weil Brad Keselowski schon nach einer Runde etwas optimistisch David Reutimann abräumte. Erneut war es nach dieser Gelbphase Jeff Gordon, der den Neustart anführte und diesmal entwickelte sich für knappe 40 Runden ein guter Fluss. Während dieser Zeitspanne war viel Bewegung im Feld, denn von weiter hinten stach Jeff Burton wieder nach vorne in die Top5 vor und wollte seine durch Taktikspielchen verlorene Führung wieder zurückgewinnen. Mark Martin hatte erneut Pech, als ihn ein Reifenschaden zum Boxenstopp zwang, wodurch er sich nun schon die zweite Runde Rückstand einfing. Umso mehr ist dadurch allerdings seine Aufholjagd gegen Rennende zu loben, denn wann konnte man zuletzt sehen, dass ein Fahrer mit zwei Runden Rückstand noch fast das Rennen gewonnen hätte.

Insgesamt gesehen lief es für Hendrick Motorsports eigentlich recht gut, denn Jeff Gordon führte zu diesem Zeitpunkt das Rennen an und Jimmie Johnson hielt sich den ganzen Nachmittag über in Reichweite der Top5 auf. Martins unglaubliche Fahrt sollte ja noch folgen und auch der ewig totgesagte Dale Earnhardt Jr fuhr nach langer Zeit endlich mal wieder ein tolles Rennen. Durch den ausgelassenen Boxenstopp konnte Junior in die Top3 vorstoßen und auch dort verbleiben. Nach vielen Meisterschaftsläufen, bei denen er chancenlos im Mittelmaß versank, war er in Martinsville sogar in der Lage, einige Führungsrunden zu absolvieren: Nach dem Restart in Runde 246 benötigte er zunächst zwölf Umläufe, um den zweitplatzierten Kyle Busch zu überholen. Weitere 27 Runden auf der halben Meile später nahm er Gordon unter lautem Gejubel seiner leidgeplagten Fans die Spitzenposition ab.

Direkt darauf folgte bereits Gelbphase #11, weil JJ Yeley auf der Gegengerade zum Stehen kam und dort aus eigener Kraft nicht mehr wegkam. Beim Restart folgten Earnhardt dann Tony Stewart, Jeff Gordon, Kyle Busch und der wieder zurückgekehrte Jeff Burton auf dem Fuße. In den Top5 ging es ordentlich zur Sache, denn Burton pflügte weiter durchs Feld und war in Runde 317 bereits wieder auf Platz 2 angekommen. Zwischenzeitlich stritten sich dahinter Jimmie Johnson und Kevin Harvick erbittert aber jederzeit fair um den siebten Rang. Bevor sich Burton um den zweitplatzierten Gordon kümmern konnte, musste NASCAR fast eine weitere Gelbphase auslösen: Marcos Ambrose drehte sich erneut und räumte dabei Sam Hornish Jr ab, was beide Autos in die Mauer schickte. Weil beide Fahrer es aber zügig von der Strecke schafften, konnte die Gelbe Flagge im Köcher der Offiziellen verbleiben.

Langsam nagte Burton nun am Vorsprung von Dale Earnhardt Jr und verkürzte ihn erst auf 1,3 und später auf 0,5 Sekunden, bevor Caution #12 seine Aufholjagd einbremste, denn Greg Biffle platzte ein Reifen und die #16 drehte sich auf der Strecke. Beim Restart in Runde 356 bekam Earnhardt dann wirklich massiven Druck vom Richard-Childress-Duo bestehend aus Jeff Burton und dem ebenfalls wieder in die Top5 zurückgekehrten Kevin Harvick. Auch Denny Hamlin war zu diesem Zeitpunkt wieder gemeinsam mit den besten Fünf unterwegs und legte langsam aber sicher den Grundstein für seinen späteren Sieg.

Nach gerade mal zwei Umläufen war Sam Hornish Jr bereits in den nächsten Zwischenfall verwickelt und musste sich nun endlich auch höflich bei der SAFER-Barrier vorstellen. Es war in Martinsville wirklich auffällig, wie oft der Ex-IndyCar-Pilot sich durch Kontakte oder Abflüge bemerkbar machte. In Anbetracht der Lage, dass er für 2011 noch keinen neuen Sponsor gefunden hat, dürfte dieser Fahrstil seine Chancen auf ein Cockpit im nächsten Jahr nicht gerade verbessern. Es sei denn, Roger Penske findet einen Geldgeber, der einfach nur möglichst oft im Fokus der TV-Kameras sein möchte. Mobil 1 wechselt ja bekanntlich zu Stewart-Haas Racing, weil Penske für 2011 einen Vertrag mit der Konkurrenz von Shell-Pennzoil abgeschlossen hat.

Bei ihrer Jagd auf Earnhardt kamen sich derweil Burton und Harvick immer wieder sehr nahe und beschwerten sich während der Gelbphase per Funk über den jeweils anderen. In Runde 363 führte Junior das Feld zum Restart und bot den RCR-Fahrern eine neue Möglichkeit, ihn abzufangen. Kevin Harvick nutzte dies und kassierte fünf Umläufe später zuerst seinen Teamkollegen und in Runde 378 schließlich Dale Earnhardt Jr. Letzterer fiel dann recht schnell auf Platz 4 zurück, nachdem ihn Burton und Jimmie Johnson ebenfalls überholten.

In Runde 384 war dann der gute Tag von Jeff Gordon vorbei, weil er sich mit einem nicht sehr kooperativen Kurt Busch anlegte. Gordon „bumpte“ Busch, welcher nicht sonderlich zufrieden sofort umfangreiche Vergeltungsmaßnahmen einleitete: Ausgangs Turn 4 nahm Busch die #24 aufs Korn, drehte sie um und schickte Gordon so in die innere Mauer der Zielgerade. Ob die Aktion nun sonderlich fair war, sei mal dahingestellt. Jeff schob die blaue #2 schließlich nur in bekannter Shorttrack-Manier an und bekam dafür im Gegenzug gleich sein Auto zerstört. Da ist die Rache sicherlich nicht verhältnismäßig ausgefallen.

An dieser Stelle nützte das Geschehen allerdings einem anderen Hendrick-Fahrer, denn Mark Martin bekam den „lucky dog“ und befand sich nun pünktlich zur finalen Phase des Rennens wieder in der Führungsrunde. Die nachfolgenden Boxenstopps sollten gleichzeitig auch die letzten des Nachmittags bleiben, denn bei noch ca. 115 zu fahrenden Runden betrug das Spritfenster noch einmal zehn bis zwanzig Umläufe mehr.

Ken Schrader entschied sich allerdings, nicht an die Box zu fahren und war somit plötzlich an der Spitze des Feldes zu finden. Das es eine schlechte Entscheidung war, den zwar äußerst erfahrenen Fahrer im unterlegenen Auto auf dem engen Shorttrack auch dann noch in Führung zu lassen, nachdem er sich die fünf Bonuspunkte abgeholt hatte, verstand sich von selbst: Harvick ging bereits eine Runde nach dem Restart in Umlauf 394 außen an Schrader vorbei, welcher mit einem „tire rub“ ziemlich schnell aus den Top10 herausfiel. Direkt danach löste Tony Raines die allerletzte Gelbphase des Rennens aus, weil er sich in Turn 4 beim Versuch drehte, die Boxengasse zu erreichen. Jeff Gordon bekam übrigens den „lucky dog“ und konnte seinen Rundenverlust durch den Reparaturstopp nach dem Crash mit Kurt Busch ausgleichen.

Den letzten Restart ca. 100 Runden vor dem Ende führte Kevin Harvick an, gefolgt von Jeff Burton und Denny Hamlin. Ziemlich spät im „run“ fand Hamlin in seinem Toyota dann doch noch das Gaspedal, welches er im gesamten Rennverlauf zuvor vermisst hatte. In Runde 456 überholte er zunächst Burton und kämpfte dann 15 Umläufe später über fünf Runden lang mit dem Führenden Harvick.

Unterdessen startete Mark Martin seine erwähnte Aufholjagd und verfügte plötzlich über das schnellste Auto im Feld, nachdem die #5 eigentlich schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen war. Rusty Wallace begründete diese Performance-Änderung in einem Anflug von großer Weisheit mit einer besseren Aerodynamik eben durch die Beschädigungen. Nun zum einen weiß man, dass die Aerodynamik auf einem Shorttrack so gut wie keine Rolle spielt, denn nur deswegen sind z.B. „bump & run“-Manöver ohne größere Auswirkungen möglich. Zum anderen bietet ein beschädigtes Chassis vor allem auf den Intermediate-Ovalen keine ausreichenden Aerodynamikeigenschaften mehr, um noch konkurrenzfähig mitzufahren. Das war wieder so eine geistreiche Bemerkung von Wallace, die man am liebsten überhört.

ÜBERSICHT DER PLATZIERUNGEN EINIGER FAHRER:

Weil in den letzten 100 Runden eine weitere Gelbphase ausblieb, ging Martin die Zeit aus, um Denny Hamlin an der Spitze noch abzufangen. Der Lokalmatador aus Virginia gewann deshalb zu Hause sein bereits drittes Martinsville-Rennen in Folge und hält damit die unheimliche Serie gemeinsam mit Jimmie Johnson aufrecht: Seit Ende 2006 haben nur diese beiden Piloten auf der Büroklammer von Martinsville in der „victory lane“ gestanden.

Hinter Mark Martin landete Kevin Harvick auf Position drei, gefolgt von Kyle Busch und Jimmie Johnson, was den Meisterschaftskampf an der Spitze vor Talladega noch einmal richtig eng macht. Die Top10 komplettierten Joey Logano, Dale Earnhardt Jr, Carl Edwards, Jeff Burton und Brad Keselowski. Vor allem die Gibbs-Fahrer Busch und Logano fuhren ein äußerst unauffälliges Rennen und zeigten gemeinsam mit ihrem Teamkollegen Hamlin ein großartiges Mannschaftsergebnis: Top6 für Joe Gibbs Racing! Für Earnhardt ist das Top10-Resultat ein großer Schritt nach vorne und nach der langen sehr erfolglosen Zeit mehr als zufriedenstellend. Immerhin führte die #88 in Martinsville mehr Runden als in allen vorangegangenen Rennen der Saison zusammengerechnet.

Auch Edwards hat sich schadlos gehalten und dabei sehr unauffällig agiert. Keselowski konnte in Martinsville das erste Top10-Ergebnis seiner Cup-Karriere einfahren und war nur kurz in einen Zwischenfall mit David Reutimann verwickelt. Außerdem wurde er nach dem ersten Rennviertel zu schnell in der Boxengasse erwischt, was ihn ans Ende der Führungsrunde zurückschickte.

Die andere Hälfte der Chaser erwischte einen schlechten Tag: Matt Kenseth (15.) war bis zu den letzten Boxenstopps in den Top10 unterwegs und musste dann genauso wie Keselowski seine Position zum Restart aufgeben. Kurt Busch (16.) fuhr bis auf die Konfrontation mit Jeff Gordon (20.) unauffällig, verfügte aber einfach nicht über ein schnelles Auto. Gordon verlor nach besagtem Zwischenfall noch zwei Runden und wegen der Überreaktion von Busch wohl auch die letzten, bis dahin verbliebenen Meisterschaftschancen. Tony Stewart (24.) lag ebenfalls auf Top10-Kurs, musste aber zehn Runden vor Schluss einen geplatzten Reifen hinnehmen.

Greg Biffle (33.) traf es noch schlimmer: Nachdem der Roush-Pilot im ersten Rennviertel noch gut unterwegs war, erwischte es ihn zunächst zwei Mal an der Box (zu viele Mechaniker am Auto, Radmutter vergessen) und später auf der Strecke, als auch ihm ein Reifen platzte. Clint Bowyer (38.) war nach seinem Mauerkuss und der anschließenden Reparaturpause mit Rundenrückstand unterwegs. Bis dahin war er wie so viele ebenfalls in den Top10 umhergefahren.

Kasey Kahne beendete sein erstes Rennen für Red Bull Racing sehr unauffällig auf Platz 14, während Aric Almirola in der #9 von Richard Petty Motorsports einen 21. Rang einfuhr. Juan Pablo Montoya war lange Zeit in den Top10 unterwegs, hatte aber im Endspurt kein konkurrenzfähiges Auto mehr. Das Resultat war nur Platz 19. Sein Teamkollege Jamie McMurray wurde Elfter.

ANALYSE DER PUNKTETABELLEN:

Der Kampf um die Meisterschaft ist mit dem Sieg von Denny Hamlin wieder etwas enger geworden: Nur winzige sechs Punkte trennen ihn jetzt noch von Jimmie Johnson. Weil auch Kevin Harvick vor dem Tabellenführer ins Ziel gekommen ist, beträgt sein Rückstand nur noch 62 Zähler. Der nächste Verfolger ist nach diesem Wochenende Kyle Busch, der hat allerdings schon 172 Punkte Rückstand. Ab Jeff Gordon benötigen alle Fahrer mit mehr als 200 Zählern Differenz in Talladega ein Wunder. Falls Johnson auf dem von ihm nicht sonderlich geliebten Superspeedway nach einem Unfall letzter der 43 Piloten würde, könnten maximal 161 Punkte von den anderen Chasern aufgeholt werden. Der Talladega Superspeedway wird dem Meisterschaftskampf sicherlich eine Menge Würze verleihen und die finalen Voraussetzungen für die letzten drei Rennen schaffen.

In der Owner-Wertung kann sich Robby Gordon wieder ein wenig entspannen, denn Travis Kvapil hatte mit der #38 von Front Row Motorsports in Martinsville etwas Pech und landete nur 13 Plätze hinter der #7 von RGM. Gordon versuchte sich am Wochenende übrigens auch mit der #07 selbst zu qualifizieren, scheiterte aber im Einzelzeitfahren an der Konkurrenz. Daraufhin ersetzte man teamintern Kevin Conway und der Teamchef griff selbst ins Lenkrad, um nicht erneut wichtige Punkte zu verlieren. Zwischen den beiden Teams kam Hermie Sadler im Auto mit der #71 von TRG Motorsports ins Ziel. Weil auch Tony Raines und David Gilliland für FRM kein gutes Rennen ablieferten, wird es im Kampf um die Top35 etwas kompakter. Der aktuelle Stand kann in der nachfolgenden Tabelle überblickt werden, natürlich ebenso die Fahrerwertung.

Talladega ist am nächsten Wochenende übrigens wegen der Zeitumstellung in Deutschland eine Stunde früher, das gilt allerdings nicht für das Truckrennen am Samstag. Die Amerikaner stellen ihre Uhren erst in der darauffolgenden Woche um, sodass die Nationwide Series und die Trucks in Texas bei uns ebenfalls eine Stunde eher über den Äther fließen, der Cup am Sonntag jedoch wieder mit den gewohnten sechs Stunden Verzögerung gesendet wird.

2010_Martinsville_Oct_NSCS_Denny_Hamlin_stands_by_car 2010_Martinsville_Oct_NSCS_race_start at Martinsville Speedway on October 24, 2010 in Martinsville, Virginia. 2010_Martinsville_Oct_NSCS_Marcos_Ambrose_leads 2010_Martinsville_Oct_NSCS_33_car_in_garage 2010_Martinsville_Oct_NSCS_Dale_Earnhardt_Jr_leads 2010_Martinsville_Oct_NSCS_fans_cheer 2010_Martinsville_Oct_NSCS_Jeff_Burton_leads 2010_Martinsville_Oct_NSCS_Jimmie_Johnson_races_Kyle_Busch 2010_Martinsville_Oct_NSCS_Denny_Hamlin_Kevin_Harvick_side_by_side 2010_Martinsville_Oct_NSCS_Denny_Hamlin_crosses_finish_line 2010_Martinsville_Oct_NSCS_Denny_Hamlin_after_burnout 2010_Martinsville_Oct_NSCS_Denny_Hamlin_Victory_Lane Web OnTheBubbleNSCS2010_32Martinsville

September 21 2010

16:19

NASCAR: Sind die Rennen im Cup zu lang?

In diesem Jahr sind auffällig viele Cup-Rennen von demselben Problem betroffen: Die ersten Rennhälften bringen einfach keine Spannung hervor. Ich beschäftige mich in diesem Artikel nicht mit den Ursachen dieser Problematik, versuche aber Lösungen anzubieten. Diese sollen mit der schwierigen finanziellen Lage vereinbar sein, in der sich Unternehmen und Teams befinden.

Wer sich die NASCAR-Analysen der vergangenen Wochen durchliest, wird feststellen, dass die ersten Rennhälften oft innerhalb von ein oder zwei Absätzen zusammengefasst werden können. Auch in New Hampshire hatten satte 200 der 300 Runden so gut wie nichts mit der Rennentscheidung zu tun. Natürlich kann sich die Rennaction nicht in jeder Runde überschlagen, doch in letzter Zeit verkümmert der Sprint Cup diesbezüglich etwas. Der Langstreckencharakter der Rennen der ersten NASCAR-Liga sticht deutlicher hervor denn je: Mehr als die Hälfte eines Rennens ist das Feld damit beschäftigt, sich extrem zurückzuhalten und sich bestenfalls gut für die Schlussphase zu positionieren.

Das ist auch auf jeden Fall nachvollziehbar und ebenfalls sinnvoll, doch bringt es den Fan oft zum Einschlafen, bevor die letzten 100 Runden anbrechen. Vor allem Nachtrennen können so schnell zur Qual im Kampf gegen die Übernächtigung werden. Einzig und allein NASCAR kann an dieser Situation etwas ändern, indem von offizieller Seite darüber nachgedacht wird, die Renndistanz zu verkürzen. Bei einigen Strecken erscheint das überdies sinnvoller als bei anderen, so würde ich Pocono verkürzen, den Klassiker Daytona 500 aber unangetastet lassen. Mittlerweile geht es ja selbst auf den Short-Tracks nicht mehr so richtig eng zur Sache und ich befürchte auch, dass Talladega im Chase über große Teile zum „single line train“ verkommen könnte.

Die Länge der Rennen ist übrigens durchaus sehr unterschiedlich: Das kürzeste in diesem Jahr war der zweite Rundkursauftritt in Watkins Glen mit 2 Stunden und 23 Minuten, das kürzeste Oval-Rennen dagegen Michigan 1 (400 Meilen) mit 2 Stunden und 33 Minuten. Das längste Saisonrennen war bisher das Coca Cola 600 in Charlotte mit 4 Stunden und 8 Minuten, was allerdings auch gewollt als Marathonevent ausgerichtet wird. Darlington, Phoenix, Pocono und Atlanta kamen knapp an die 4-Stunden-Marke heran. Beide New-Hampshire-Auftritte absolvierte der Cup 2010 in etwas unter 3 Stunden, was man angesichts der fehlenden Spannung in der ersten Rennhälfte locker drücken könnte. 75% der Rennen dauern länger als 3 Stunden und zeichnen sich in der Anfangsphase überwiegend durch langes und langweiliges „Überleben“ und Positionieren aus.

Im Zuge der vereinheitlichten Startzeiten wäre es doch schön, dem Zuschauer auch in der Länge eine kalkulierbare Zeit zu bieten. Das ein Rennen fast doppelt so lang ist wie ein anderes kommt ja doch in anderen Serien nicht so oft vor – außer eben bei großen Einzelevents wie z.B. dem Indy 500. Spiele der US-Sportarten, mit denen sich NASCAR ja so gerne selbst vergleicht (siehe Chase), dauern für gewöhnlich drei Stunden und das sollte auch die Marke für den Sprint Cup darstellen. Damit ist man innerhalb amerikanischer Dimensionen und immerhin noch gut doppelt so lang wie die Formel 1. Die Langweiler der Saison darf man meinetwegen auch gerne auf zwei Stunden Rennzeit zusammenstreichen.

Dem Fan würde es gut tun, denn die „endurance“-Auswüchse wären verbannt. Den Teams wäre geholfen, denn eine Verkürzung der Renndistanz drückt die Kosten und damit den Einkaufspreis von Sponsoren. Ein wichtiger Punkt in Zeiten einer angespannten wirtschaftlichen Lage, die sich auch schon für das nächste Jahr sehr negativ bemerkbar macht: Spontan fällt mir die fast sichere Verkleinerung bei Richard Petty Motorsports von vier auf zwei Wagen ein. Dieses Team fusionierte Anfang des Jahres mit Yates Racing und davor setzten beide Mannschaften insgesamt sechs Wagen ein! Zweites Beispiel: Die Ex-Champions Jeff Gordon und Tony Stewart haben bisher beide kein komplettes Sponsorenpaket für 2011 und auch bei Mark Martin musste Rick Hendrick in dieser Saison kräftig in die eigene Tasche greifen (Hendrickcars.com). DuPont strebt bei Gordon ab dem nächsten Jahr eine kleinere Rolle an und bei Stewart wandert Old Spice ab, übrigens einer seiner wirklich langjährigen Sponsoren.

Ich denke, NASCAR wird im nächsten Jahr zum Umdenken gezwungen werden, zum einen was die Kosten betrifft und zum anderen die Größe des Starterfeldes. Die Kosten lassen sich am besten und schnellsten über die Rennlänge drücken, wo man ja wie erwähnt viel einsparen könnte. Die Größe des Starterfeldes von 43 Autos ist momentan nicht mehr zeitgemäß, die vielen „start & park“-Teams verzerren den Wettbewerb. Wirklich regelmäßig treten derzeit nur 36 Teams an, was man an den Owner-Points doch recht gut erkennen kann, vor allem was die Punktabstände angeht. Ein Starterfeld von 35 klingt vielleicht etwas zu klein, aber unter 40 wird man irgendwann gehen müssen, um nicht völlig die Glaubwürdigkeit zu verlieren. NASCAR hat das nicht nötig und ist nicht auf „field filler“ angewiesen, das Feld ist auch ohne „start & park“-Teams noch groß genug. Das ist gleichzeitig eine Ansage an die IndyCar Series, sich endlich von Milka Duno zu trennen.

Achso, einen großen Blick in die Zukunft gibt es schon: Die Direkteinspritzung soll jetzt endlich kommen! Robin Pemberton kündigte an, dass wenn alles nach Plan verläuft, die Vergaser ab Mitte der nächsten Saison Geschichte wären.

Mir kamen diese Gedanken beim Schreiben der Analyse in den Kopf und ich bin gespannt, wie ihr darüber denkt. Ich möchte mit diesen Zeilen… naja eher Absätzen nicht die Spannung der Cup-Rennen in Abrede stellen. Mir geht es wirklich rein um die jeweils erste Rennhälfte, die so gut wie nie wirklich Action produziert. Die ökonomische Rechtfertigung gegen lange Rennen in Zeiten schwächelnder Wirtschaft wäre somit die zweite Fliege unter meiner Klappe bei einer Verkürzung der Renndistanzen.

(Anmerkung: Teile der Einleitung sind dem Eröffnungsabsatz der Analyse von heute nicht unähnlich. Das liegt daran, dass beide Artikel als einer entstanden sind, seine Länge aber etwas ausgeufert ist. Nur falls jemand sich wundern sollte, warum ich bei mir selbst abschreibe!)

August 11 2010

06:42

Ferner liefen: Die Newshappen

// Sommerpause in der Formel Eins – das bedeutet auch relativ wenig Nachrichten. Die Teams sind gezwungen, die Fabriken zu schließen, alle Mitarbeiter haben Urlaub und sind nicht im Büro. Das bedeutet zwar nicht, dass man nicht weiter forscht, denn was so ein Mitarbeiter zu Hause macht, kann man nicht wissen (*hüstel*), aber tatsächlich arbeiten kann man kaum. Die einzig nennenswerten Gerüchte gibt es weiter um Renault und den zweiten Platz neben Kubica. Petrov hat, in meinen Augen, keine schlechte Saison abgeliefert. Immerhin war er auch in der GP2 nicht gerade ein Überflieger und dafür hat er sich wacker gehalten. Seit Wochen geht aber das Gerücht rum, dass Renault ihn los werden möchte. Angeblich hat man ihm ein Ultimatum gestellt, das beinhaltet, dass er bis Ende September ein paar nennenswerte Ergebnisse einfahren muss, sonst darf er gehen. Bereit stehen gleich drei Deutsche: Nick Heidfeld, Adrian Sutil und Timo Glock. Heidfeld würde gerne mal wieder Rennen fahren, Glock ist unglücklich bei Virgin, wo es nicht voran geht und Sutil würde ich endlich gerne mal gegen einen Top-Piloten versuchen. Ich denke aber, dass Petrov am Ende bleiben wird. Zum einen ist der russische Markt für Renault zu wichtig, zum anderen hilft es dem Team auch nicht, wenn man alle paar Monate den zweiten Fahrer wechselt. Ich vermute mal, dass man Petrov und sein Management einfach etwa unter Druck setzen möchte.

// Bei HRT verdichten sich mal wieder die Gerüchte, dass das Team große finanzielle Probleme hat. Bruno Senna soll sich skeptisch geäußert haben, was die Zukunft der Spanier angeht. Bernie Ecclestone hat ebenfalls angedeutet, dass es zwei Teams gibt, die die Saison eventuell nicht überleben könnten. Das eine wäre HRT, das andere Virgin, wenn Richard Branson die Lust verliert. Auch dort gibt es erste Auflösungserscheinungen: Andy Soucek und seine 1 Mio. € Sponsoren sollen angeblich das Team verlassen haben, weil Virgin den Spanier nicht wie vereinbart als Freitagstester eingesetzt hat. Gleichzeitig tut sich erstaunlich wenig in Sachen Entscheidung, wer das 13. Team in den F1 werden soll. Weiterhin im Rennen Euskadi, Durango und StefanGP. Offenbar will Bernie warten, ob nicht noch mehr als ein Slot frei wird.

// Die Liste der Probleme, die Red Bull hat, ist relativ lang. Probleme mit dem Material, mit dem Renault-Motor, mit einer manchmal nicht zu durchschauenden Teamstruktur und natürlich mit den Fahrern. Neu in der Liste ist Adrian Newey. Der vielleicht wichtigste Mann im Team neigt dazu, seiner Rennleidenschaft freien Lauf zu lassen, was nicht immer gut geht. In Le Mans zerlegte er beim Classic Rennen vor ein paar Jahren einen Ford GT40 und brach sich einen Finger. Am letzten Wochenende startete er aus Lust und Laune im Ginetta Cup, der im Rahmen der BTCC ausgetragen wird. Dabei wurde er von einem Konkurrenten umgedreht und dummerweise ge-t-boned (Video). Newey kam ins Krankenhaus und wurde erst gestern mit nicht näher definierten Verletzungen am Arm entlassen.

// Peter Windsor, Teilhaber des kläglich gescheiterten USF1 Unternehmen, hat dem E-Zine gpweek wohl ein längeres Interview gegeben, dass nächste Woche veröffentlicht werden soll. Man darf gespannt sein, denn er will über die Hintergründe plaudern.

// Kasey Kahne wird 2011 bei Red Bull an den Start gehen. Dabei habe ich allerdings noch nicht verstanden, ob er in einem dritten Wagen sitzen wird, oder ob Brian Vickers endgültig ersetzt wird. Interessant ist der Deal auf jeden Fall, denn ein Jahr später wird Kahne bei Hendrick die #5 von Mark Martin übernehmen. Der wiederum, so die Gerüchte, soll dann zu Red Bull gehen. Alles ein wenig merkwürdig. Eigentlich hieß es, dass man Kahne bei Stewart-Haas parken wollte, aber da bekam man wohl das Sponsoring nicht zusammen. Immerhin sind damit die Gerüchte aus der Welt, dass Red Bull den Rennstall zum Ende des Jahres schließt.

// Der nächstjährige Kalender des Sprint Cups nimmt Gestalt an. Offenbar hat die NASCAR in Watkins Glen den Nationwide Teams einen vorläufigen Plan für 2011 gegeben und da sich SC und NW Rennen meist überschneiden, kann man schon einiges ablesen. Klar ist: es ändert sich weniger als gedacht. Bisher weiß man, dass Phoenix den Slot von Fontana bekommt und damit das erste “richtige” Rennen nach dem Daytona 500 wird. Das erste Rennen in Phoenix ist ein Tagrennen (27.02), das zweite ist wie gewohnt in der Nacht (13.11.) Fontana rutscht wohl in den April. Atlanta verliert ein Rennen und hat nur noch eins im September, dafür bekommt Kansas einen zweiten Lauf. Bestätigt sind der 5.6 und der 9.10.2011 Ansonsten ändert sich wohl nicht viel, auch nicht im Chase. Homestead bleibt das Finale, obwohl einige getippt haben, dass Las Vegas diese Ehre zu Teil wird. Auch ein Strassenrennen wird es nicht im Chase geben. Watkins Glen bleibt im August, Sonoma ist allerdings noch nicht bestätigt. Die NASCAR veröffentlicht den Kalender am 18.August. Mittlerweile ist ein Kalender für die Nationwide Serie aufgetaucht, Das die bis auf ein paar Daten im Sommer fast immer parallel zum Sprint Cup fährt, kann man einiges ableiten. (Alle Infos aus Twitter raus gefischt)

// Einen mittleren Sturm im Wasserglas gibt es im Moment in der NASCAR was Twitter angeht. Der bei vielen Fahrern und Teammitgliedern ungemein populäre Dienst war in den letzten zwei Wochen verdächtig ruhig. Wie sich raus gestellt hat, hat die NASCAR zum einen zwei Fahrer eine Strafe verpasst, zum anderen wohl auch einen allgemeinen Maulkorb für alle erlassen. Der Ärger der Fans ist durchaus groß. Vermutlich wird das allerdings nicht lange andauern, Montoya twittert wie eh und je.

// In der IRL gibt es derweil einen weiteren Verletzten: Justin Wilson hat sich beim eher harmlos aussehenden Crash mit Ryan Briscoe im Qualifying ein Band im rechten Daumen gerissen. Der Brite muss in Sonoma mit einer Schiene antreten. Ebenfalls weiter verletzt: Mike Conway. Eigentlich wollte er nach seinem Indy-Unfall in Sonoma sein Comeback geben, die Rückkehr wird sich aber doch noch um ein paar Wochen verschieben.

// Gar nicht zufrieden ist man bei den Teams mit Dallaras Vorbereitungen für die Umstellung auf das neue Chassis 2012. Laut Aussagen verschiedener Teamverantwortlicher nach einer Besprechung in Mid Ohio gibt es bisher noch keinerlei schriftliche Verträge zwischen dem Chassishersteller und den Teams. Auch genaue Kosten oder Details zum Reglement sind wohl noch nicht bekannt. Dabei läuft schon langsam die Zeit davon – vor allem, wenn man bedenkt, dass innerhalb der kommenden eineinhalb Jahre nicht nur die Autos geplant und gebaut werden müssen, sondern vorher auch noch die Dallara-Fabrik im Schatten des Indianapolis Speedway.

// Alvaro Parente, einigen vielleicht aus GP2 oder SLF bekannt, setzt sich beim LMS Rennen in Ungarn ans Steuer eines Ferrari 430 von AF Corse.

August 06 2010

06:30

NASCAR: Vorschau Watkins Glen 2010 / News

Nach dem vielgescholtenen Pocono Raceway wird in dieser Woche auf dem Watkins Glen International gefahren, wo nach Unfällen von Jeff Gordon und Dale Earnhardt Jr 2009 viel für die Sicherheit der Strecke getan wurde. Rundkurs-Action also in Sprint Cup und Nationwide Series.

Vergangenes Jahr gab es ausgangs Turn 5 bzw. 9 (“inner loop”) zwei größere Unfälle in den beiden nationalen Rennserien der NASCAR, welche auch auf Rundkursen unterwegs sind: Jason Leffler stieg im Freien Training der Nationwide Series in die Luft auf</a> und zwei Tage später kam es <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">im Cup-Rennen zu einem ähnlichen Vorfall. Sam Hornish Jr kam in einem Duell mit Kasey Kahne von der Strecke ab und wurde nach einem Einschlag in den äußeren Reifenstapel zurück auf die Strecke geschleudert. Da im Rennbetrieb allerdings mehr Verkehr herrschte, kamen auch nachfolgende Fahrzeug zu Schaden. Jeff Gordon wurde um 90 Grad gedreht, was zu einem ungebremsten Frontaleinschlag in die innere Leitplanke führte. Jetzt aber bitte nicht laut POCONO schreien, denn die Geschwindigkeiten auf der Rundstrecke im Ausgang dieser Kurve sind nicht mit dem Speed von Elliott Sadler auf der langen Geraden von Pocono zu vergleichen. Trotzdem haben die Verantwortlichen in Watkins Glen AJ Allmendinger für 2011 sicher</a>, denn er unterschrieb in dieser Woche einen langjährigen Vertrag mit dem Team. Auch <strong>Sponsor Best Buy</strong> soll angeblich <strong>kurz vor der Verlängerung</strong> stehen. Damit sind nach dem Abgang von Kasey Kahne und der Abkehr von Elliott Sadler, sowie dem möglichen Wechsel von Paul Menard nur zwei Ford bei RPM sicher und wahrscheinlich auch finanziert, denn: <strong>Stanley Tools</strong>, der Sponsor der #19, <strong>hat für 2011 unterschrieben</strong> und ich vermute stark, dass Marcos Ambrose diesen Wagen fahren wird. Er schloss kürzlich eine Rückkehr nach Australien zwar nicht aus, erklärte aber auch, dass er mit der NASCAR a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">noch eine offene Rechnung habe. Mein Tipp für RPM 2011: Nur noch zwei Teams mit eben Allmendinger und Ambrose. Bei dem Schrumpfkurs bleibt nur abzuwarten, wann der Sprint Cup kein volles Starterfeld mehr sieht.

May 07 2010

06:15

NASCAR: Vorschau Darlington Mai 2010

In dieser Woche steht für Sprint Cup und Nationwide Series wieder eine Traditionsstrecke auf dem Programm, wenn Freitag und Samstag zwei Nachtrennen in Darlington gefahren werden. Da in zwei Wochen das All-Star-Rennen stattfindet, können sich noch zwei Piloten qualifizieren.

Der Darlington Raceway atmet pure Tradition, denn er ist nach dem Martinsville Speedway die Strecke, welche sich bisher am zweitlängsten im NASCAR-Kalender halten konnte. Das sehr ungewöhnliche Oval in South Carolina wurde zwischen 1949 und 1950 gebaut und veranstaltet seitdem mindestens ein Cup-Rennen pro Jahr. Die ungewöhnliche Ei-Form geht auf die Besitzverhältnisse des umgebenden Landes zurück, dessen Eigentümer seine Fischteiche lieber behalten wollte, als einer Rennstrecke Platz zu machen. Ursprünglich war ein ähnliches Layout wie das des Indianapolis Motor Speedways angedacht, doch eine Seite des Ovals musste daraufhin schmaler gebaut werden. So erhielt der Darlington Raceway zwei verschiedene Turns, welche sich ebenfalls in ihrer Kurvenüberhöhung unterscheiden.

Die Strecke ist 1,366 Meilen lang und beherbergt maximal 65.000 Zuschauer, die Ausbaukapazitäten sind wegen nebenliegender Teiche (andere als damals) und einer angrenzenden Autobahn stark eingeschränkt. Turn 1 und 2 haben ein Banking von 25° und einen Kurvenradius von 183m, während Turn 3 und 4 23° steil sind und einen Radius von nur 160m aufweisen. Die beiden Geraden sind bei einer Länge von 375m zwar exakt gleichlang, weisen aber mit 3° (Zielgerade) und 2° (Gegengerade) ein unterschiedliches und extrem niedriges Banking auf. Das Oval in den Südstaaten hält außerdem noch ein paar Rekorde: Zum einen fand hier 1950 das allererste 500-Meilen-Rennen der NASCAR statt, neun Jahre vor dem ersten Daytona 500. Zum anderen fand es auf dem ersten komplett asphaltierten Oval statt.

Die unterschiedlichen Kurven machen eine gute Abstimmung ähnlich wie in Pocono schwierig, entweder liegt das Auto in Turn 1 und 2 ordentlich oder eben in den beiden anderen Turns. Der Übergang auf die Geraden von mehr als 20° auf fast 0° sorgt im Kurvenausgang auch gerne mal für einige Mauerkontakte, weil die einzig schnelle Linie in Darlington zudem genau an der Mauer entlang führt und man den Wagen eben nicht perfekt auf alle Kurven abstimmen kann. Diese Berührungen finden hier weit öfter statt als anderswo, weswegen die entstehenden „Lackschäden“ als Alleinstellungsmerkmal auch gerne „Darlington Stripes“ genannt werden. Die langgezogenen schwarzen Striche an der Außenmauer hören auf denselben Namen und machen das Oval zur „Lady in Black“.

Das legendäre erste 500-Meilen-Rennen fand von 1950 bis 2004 traditionell am Labor Day statt und hatte die Bezeichnung „Southern 500“. Seit 1957 gab es jährlich sogar ein zweites Rennen in Darlington, welches in der Distanz allmählich von 300 auf ebenfalls 500 Meilen gestreckt wurde. Im Zuge einer Kalenderänderung 2005 zugunsten eines zweiten Texas-Rennens fiel das Southern 500 unten durch und das Mai-Datum blieb der einzige Termin des Jahres. Seit der ehemalige Sponsor Dodge 2009 seinen Hut nahm, konnte das Rennen zumindest wieder als Southern 500 stattfinden, wenn auch nicht am gewohnten Termin. Noch zwei weitere Darlington-Fakten: Zum einen wurden Ziel- und Gegengerade im Rahmen eines früheren Umbaus vertauscht und zum anderen bekam die Strecke 2007 ein neues Asphaltband. Dabei wurde GPS-Technik eingesetzt, um möglichst nichts am Originalcharakter zu verändern – was laut Fahrermeinungen auch geglückt ist.

Jeff Gordon führt die Sieger-Liste deutlich an und Erfahrung ist in Darlington sehr wichtig

Da in Darlington schon lange Sprint-Cup-Rennen ausgetragen werden, dominieren in der Liste der bisherigen noch aktiven Sieger natürlich wieder die alten Hasen:
1. Jeff Gordon (7)
2.Mark Martin, Jeff Burton, Jimmie Johnson, Greg Biffle (je 2)
3. Bobby Labonte, Kyle Busch (je 1)
Hier fällt ganz deutlich auf, dass es vor allem die erfahrenen Fahrer sind, welche auf der schwierigen Piste vergleichsweise gut zurecht kommen. Andere Sieger aus den 90ern und 2000ern sind Haudegen wie Ward Burton, Terry Labonte, Dale Jarrett und natürlich Dale Earnhardt Sr. Der Vorsprung von Jeff Gordon in dieser Statistik ist aber schon beeindruckend, alleine das Southern 500 gewann er zwischen 1995 und 1998 vier Mal in Folge. Jimmie Johnson konnte 2004 beide Saisonrennen für sich entscheiden, während Mark Martin der Vorjahressieger ist. Greg Biffle ist ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt in Darlington, denn 2005 und 2006 fuhr er „back-to-back“ in die „victory lane“.

Weitere Kandidaten auf den Sieg sind für mich:
- Dale Earnhardt Jr (seit 2004 nur einmal außerhalb der Top11 angekommen)
- Ryan Newman (in den letzten sieben Rennen fünfmal Top6)
- Carl Edwards (im ersten Rennen 2004 gleich auf Platz 7, danach nur zweimal nicht in den Top10)
- Denny Hamlin (in allen vier bisherigen Rennen immer Top13, davon einmal Zweiter)
- Matt Kenseth (in den letzten vier Jahren immer in den Top10 im Ziel)

Bei Kyle Busch läuft es entweder und er gewinnt oder er kommt jenseits von Platz 30 an, das ist bei ihm immer so eine riskante Wette. Kevin Harvick wird seine Tabellenführung dagegen nach diesem Wochenende vermutlich schon wieder los sein, denn ihm gelang schon seit 2004 keine Fahrt mehr in die Top10; lediglich Jeff Burton rechne ich bei RCR Chancen auf die Top10 aus. Bei Montoya ist das auch so eine Sache, der kam in seinen drei Darlington-Rennen nie innerhalb der Top20 an. Insgesamt kann man sagen, dass alle vier Hersteller in Darlington gute Chancen haben dürften und keiner besonders überragende Ergebnisse geholt hat. Bei den Siegkandidaten sollte man aber auf die erfahrenen Piloten tippen, wobei ich in dieser Woche sogar noch drei Geheimtipps habe:

Schon im letzten Jahr zeigten Martin Truex Jr (6.), Brad Keselowski (7.) und Joey Logano (9.), dass sie in Darlington gut zurechtkommen. Für Keselowski und Logano war es 2009 der erste Auftritt auf dem Oval, während Truex schon vier Rennen hinter sich hat, in denen er nie schlechter als auf Platz 14 ins Ziel kam. Joey Logano wurde im Vorfeld des letztjährigen Rennens übrigens von Legende Cale Yarborough gecoacht, welcher ihm zeigte wie man die 1,366 Meilen am besten umrundet.

Zum Schluss noch die aktuellen Stände in der Meisterschaft für sowohl Fahrer- als auch Owner-Wertung. Dieses Mal gibt es die Tabellen in Bildform direkt von der Media-Seite der NASCAR, das erleichtert mir ein wenig die „Schreib“-Arbeit:

Das Rennen findet an diesem Wochenende wieder in der Nacht von Samstag auf Sonntag unter Flutlicht statt, was einen Rennstart gegen 1:45 Uhr bedeutet. FOX überträgt bereits ab 1 Uhr die Vorberichte. Das Qualifying beginnt am Freitagabend um 23 Uhr auf SPEED. Direkt im Anschluss sendet ESPN2 das Nationwide-Rennen ab 1 Uhr. In der nächsten Woche geht es nach Dover, wo das Rennen zur gewohnten Startzeit um 19 Uhr stattfindet und die Trucks auch wieder mit dabei sind. Danach steht schon das All-Star-Rennen auf dem Programm, für das ich schon mal eine kleine Vorschau bezüglich der Qualifikationskriterien parat habe.

Kurzer Ausblick aufs All-Star-Rennen in zwei Wochen

Allmählich kann man schon mal einen Blick auf das in zwei Wochen stattfindende All-Star-Rennen der NASCAR werfen. Zu diesem sind alle Fahrer zugelassen, welche die folgenden Kriterien erfüllen: Rennsieger 2009 oder 2010, Gewinn der Meisterschaft innerhalb der letzten 10 Jahre, Gewinn des All-Star-Rennens innerhalb der letzten 10 Jahre, Platz 1 oder 2 im Qualifikationsrennen oder Sieger des Fan-Votings. Derzeit sind 18 Fahrer fest qualifiziert, zwei davon nicht über einen Rennsieg: Bobby Labonte (Meister 2000) und Dale Earnhardt Jr (Sieger All-Star-Race 2000). Für diese beiden wird es dann spätestens ab dem nächsten Jahr eng, wenn sie ein Punkterennen gewinnen müssen, um weiterhin dabei sein zu dürfen – Fan-Vote und Qualifikationsrennen mal ausgenommen.

Da mit Darlington und Dover noch zwei Rennen vor dem Preisgeldevent auf dem Kalender stehen, können sich also maximal zwei weitere Piloten im Vorfeld fest qualifizieren und es stehen derzeit noch sechs Fahrer ohne Rennsieg 2009 oder 2010 außen vor: Carl Edwards, Greg Biffle, Clint Bowyer, Jeff Burton, Martin Truex Jr und Juan Pablo Montoya. Interessanterweise bringt einem ein Rennsieg zwischen Daytona und Dover VOR dem All-Star-Rennen zwei sichere Teilnahmen, nämlich im laufenden UND im nächsten Jahr. Ein Rennsieg später in der Saison wird dagegen mit nur einer Teilnahme im folgenden Jahr belohnt – schon eine merkwürdige Regel. Greg Biffle darf sich in Darlington wohl größere Siegchancen ausrechnen, während „Concrete“ Carl Edwards eher auf die Betonbahn in Dover schielen wird.

Wer sind die 16 anderen Fahrer, die sich durch Rennsiege 2009 oder 2010 qualifiziert haben? Hier die Liste: Matt Kenseth, Kyle Busch, Kurt Busch, Jimmie Johnson, Jeff Gordon, Mark Martin, Brad Keselowski, David Reutimann, Tony Stewart, Kasey Kahne, Joey Logano, Denny Hamlin, Brian Vickers, Jamie McMurray, Ryan Newman und Kevin Harvick.

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