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August 06 2013

16:00

IndyCar: Analyse Honda Indy 200 at Mid-Ohio

Die IndyCar Series hat sich mit einem richtig interessanten Rennen – ohne eine einzige Gelbphase – beim deutschen Fernsehzuschauer zurückgemeldet. Es gewann Charlie Kimball, der mit seinem ersten Sieg überhaupt die Dominanz von Chip Ganassi Racing fortsetzte.

(c) IndyCar Media/Chris Jones

(c) IndyCar Media/Chris Jones

Nach den drei Siegen von Scott Dixon mag ein weiterer Sieg für Chip Ganassi Racing nicht sonderlich überraschend wirken, aber mit Charlie Kimball hatte vor dem Rennen keiner gerechnet. Der Brite war zwar schon häufiger gut unterwegs, aber so das letzte Quäntchen zum Sieg schien ihm immer zu fehlen. In Mid-Ohio lieferte er aber ein blitzsauberes Rennen ab. Im entscheidenden Moment zeigte er die nötige Aggressivität und überholte in Runde 73 Simon Pagenaud für die Führung. Sowohl Kimball als auch Pagenaud müssen sich aber auch bei ihren Teams bedanken, da diese die richtige Strategie für das Rennen gewählt hatten.

Charlie Kimball war von Platz 5 gestartet und konnte sich früh an Marco Andretti vorbei auf Platz 4 schieben. Den hielt er bis zu seinem ersten Stopp in Runde 19. Bei Chip Ganassi setzte man also auf eine 3-Stopp-Strategie, vielleicht auch als Test für Scott Dixon und Dario Franchitti. Als dann in Runde 30 die meisten anderen Fahrer ihren ersten Stopp absolvierten, ging Kimball in Führung und konnte dort in der sauberen Luft sehr schnelle Runden fahren. Simon Pagenaud startete von Platz 9 und besuchte in Runde 25 zum ersten Mal die Box. In Runde 30 fuhren die Führenden an die Box und kamen genau vor und hinter Pagenaud wieder auf die Strecke. Mit seinen aufgewärmten Reifen konnte sich Pagenaud aber in einem engen Manöver direkt an Ryan Hunter-Reay vorbei schieben und lag damit auf Position 2 hinter Kimball.

Auf Platz 3 musste dann Ryan Hunter-Reay auf seiner 2-Stopp-Strategie sowohl mit den Reifen als auch mit dem Benzin haushalten. Kimball und Pagenaud nutzten die freie Fahrt und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus, sodass sie auch nach ihren nächsten Stopps in den Runden 41 (Kimball) und 47 (Pagenaud) die Führung behalten konnten. Charlie Kimball absolvierte in Runde 65 seinen letzten Boxenstopp, blieb danach aber hinter dem zur Überrundung anstehenden EJ Viso hängen und verlor so viel Zeit. Als Pagenaud dann in Runde 73 nach seinem letzten Stopp aus der Box kam, konnte er sich zwischen Viso und Kimball schieben. Kimball nutzte aber den Vorteil der wärmeren Reifen und überholte Pagenaud für die Führung. Die letzten 17 Runden fuhr er dann ungefährdet zum Sieg.

Für seine Teamkollegen Scott Dixon und Dario Franchitti wählte man bei Chip Ganassi hingegen die falsche Strategie. Beide begannen auf einer 2-Stopp-Strategie und einem ersten Stopp in Runde 29 bzw. 30. Als man dann bemerkte, dass man hinter Ryan Hunter-Reay und Will Power viel Zeit auf Kimball und Pagenaud verlor, holte man Franchitti in Runde 44 und Dixon in Runde 48 wieder an die Box. Mit dem letzten Stopp in Runde 69 konnte man Franchitti immerhin noch auf Platz 3 nach vorne bringen. Dixon hingen steckte auch nach seinem Stopp in Runde 66 im Verkehr fest und kam nur auf Platz 7 ins Ziel. Das ist ein recht enttäuschendes Ergebnis, auch weil sich Helio Castroneves von Startplatz 14 kommend noch vor ihm platzieren konnte.

Helio Castroneves konnte in den ersten Runden schon vier Plätze gut machen und als es nicht weiter nach vorne ging, absolvierte er in Runde 16 seinen ersten Boxenstopp. Diese aggressive 3-Stopp-Strategie zahlte sich auch für ihn aus. In den letzten Runden wurde es hinter ihm im Kampf um Platz 6 zwar richtig eng, aber er konnte sich gegen Justin Wilson, Scott Dixon und Marco Andretti behaupten. Mit diesem Platz konnte er natürlich auch die Führung in der Meisterschaft behalten. Will Power war von Startplatz 2 ins Rennen gegangen, aber mit der langsameren 2-Stopp-Strategie musste er Kimball, Pagenaud und Franchitti ziehen lassen. Am Ende blieb nur Platz 4.

Bei Andretti Autosport hatte man Probleme sowohl mit der Strategie als auch mit dem Speed der Wagen. Ryan Hunter-Reay ging von der Pole ins Rennen und man setzte auf die 2-Stopp-Strategie. Beim letzten Stopp gab es auch noch Probleme beim Ansetzten des Tankstutzens, weil Hunter-Reay ein wenig zu weit von der Boxenmauer stehen geblieben war, und so verlor er auch noch einen Platz an Will Power. So konnte er sich nur 2,5 Sekunden vor Helio Castroneves auf Platz 5 ins Ziel retten. Marco Andretti war als einziger in der Spitzengruppe auf den langsameren schwarzen Reifen gestartet und verlor in den ersten 14 Runden fünf Plätze an die Fahrer mit den schnelleren roten Reifen. Mit seinem ersten Stopp in Runde 16 war er auf derselben Strategie wie Castroneves und lieferte sich mit diesem auch ein spannendes Duell über die ganze Renndistanz. Am Ende verlor er aber noch zwei Plätze an Dixon und Justin Wilson und kam nur auf Platz 9 ins Ziel. EJ Viso und James Hinchcliffe hatten mit der Balance ihrer Wagen zu kämpfen. Auch über die 3-Stopp-Strategie konnten sie sich nur wenig nach vorne arbeiten und beendeten das Rennen auf den Plätzen 10 für Hinchcliffe und 17 für Viso.

Beide Fahrer für Dale Coyne lieferten ein eher unauffälliges Rennen ab. Justin Wilson blieb konstant in den Top 10 und überholte dann Marco Andretti in Runde 84 in einem spektakulären Manöver für Platz 8, den er auch bis zum Rennende hielt. James Davidson, der sein erstes IndyCar-Rennen überhaupt bestritt, konnte sich von Startplatz 16 um einen Platz bis zum Rennende verbessern. Er schlug damit immerhin EJ Viso, Graham Rahal und Takuma Sato. Er hat sich auf jeden Fall für weitere Einsätze empfohlen.

Das gilt auch für Luca Filippi, der zum ersten Mal für Barracuda Racing an den Start ging. Nach einem Unfall in der Qualifikation wurden ihm die beiden besten Zeiten gestrichen und er musste von Platz 24 starten. In den ersten drei Runden konnte er aber direkt Ed Carpenter, Graham Rahal und Josef Newgarden überholen. Insgesamt war er sehr gut unterwegs und kam auf Platz 16 ins Ziel. Der Ovalspezialist Ed Carpenter kam nie wirklich mit dem Kurs zurecht und platzierte sich am Ende auf Platz 20. Gleiches gilt auch für Josef Newgarden, der sogar noch drei Plätze schlechter war.

Simona de Silvestro ging von Startplatz 9 ins Rennen und blieb auch während des Rennens in dieser Region. Sie konnte am Ende nicht ganz mit der Gruppe hinter Castroneves mithalten und kam auf Platz 11 ins Ziel. Nach einigen sehr schlechten Ergebnissen im Juni war es immerhin die vierte Top-15-Platzierung in Folge. Tony Kanaan hatte größere Probleme mit der Abstimmung und konnte sich von Startplatz 19 nur langsam verbessern. Nach seinem letzten Stopp in Runde 65 löste sich ein Rad und er musste seinen KV Technology Dallara an der Strecke abstellen.

Die Fahrer von Dragon Racing und Rahal Lettermann Lanigan Racing bewegten sich leider auch wieder in den bekannten Regionen. Sebastien Bourdais und James Jakes hatten auf den Plätzen 12 und 13 wenigstens ein wenig Sichtkontakt zu den Top 10. Für ihre Teamkollegen lief es hingegen überhaupt nicht. Vor allem für Graham Rahal ist Platz 18, hinter den Rookies Davidson und Filippi, eine Enttäuschung. Platz 19 für Sebastian Saavedra ist auch nicht besser zu bewerten.

Zu den großen Enttäuschungen zählt auch Takuma Sato auf Platz 22. Ohne Unfall oder sichtbaren technischen Defekt ist das schon eine recht blamable Vorstellung des Japaners. Ab dem Rennen in Iowa stehen nun die Plätze 23, 22, 24, 20 und nun 22 zu Buche. Von dem starken Saisonstart mit dem Sieg in Long Beach und Platz 2 in Sao Paulo ist nicht mehr viel übrig.

Das komplette Ergebnis vom Rennen findet man hier auf der Seite der IndyCar Series.

In der Meisterschaft führt weiterhin Helio Castroneves (453 Punkte) vor Scott Dixon (422), der an diesem Wochenende keine Punkte gutmachen konnte. Auf Platz 3 folgt Titelverteidiger Ryan Hunter-Reay (388) mit schon 65 Punkten Rückstand. Bei noch fünf Rennen wird es für ihn schwer und er muss auf einen Ausfall von Castroneves hoffen. Der ist aber extrem gut und konstant unterwegs. Ähnlich konstant ist auch Marco Andretti (377) auf Platz 4 in dieser Saison. Es folgen Simon Pagenaud (350) und Dario Franchitti (342). Auf den Plätzen 7 und 8 liegen punktgleich James Hinchcliffe und Charlie Kimball mit 325 Punkten. Die Top 10 komplettieren Justin Wilson (320) und Tony Kanaan (313).

Auf der Statistikseite der IndyCar findet man die komplette Meisterschaftswertung, sowie die getrennten Wertungen für Straßen- und Ovalkurse.

Der Kalender der IndyCar Series bleibt unregelmäßig und so geht es erst am 25. August in Sonoma weiter.

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August 02 2013

11:00

IndyCar: News, Vorschau Honda Indy 200 at Mid-Ohio

Mit dem Rennen in Mid-Ohio beginnt nicht nur das letzte Saisondrittel der IndyCar Series, sondern auch wieder die Übertragung der Rennen im deutschsprachigen Fernsehen. Diese kleine Sensation ist aber nicht die einzige Entscheidung, die in der kurzen Pause getroffen wurde.

(c) Firestone Racing/Dennis Ashlock

(c) Firestone Racing/Dennis Ashlock

Der neue Sender Sport1US hat sich die Rechte an den Rennen der IndyCar Series bis 2015 gesichert. Ob alle Rennen auch live gezeigt werden, steht noch nicht fest. Wahrscheinlicher ist, dass andere Sportarten wie die NFL am Sonntag Vorrang haben. Zumindest das Rennen in Mid-Ohio wird aber live ab 21:00 Uhr übertragen. Auf deutschen Kommentar müssen wir verzichten, was allerdings nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.

Die bedeutsamste Entscheidung in zumindest technischer Hinsicht ist aber, dass ab nächster Saison nur Motoren mit zwei Turboladern verwendet werden. Honda setzte mit den neuen Motoren im letzten Jahr auf ein Konzept mit einem Turbolader, Chevrolet hingen auf zwei. Die Unterschiede in den Konzepten führten immer wieder zu Diskussionen, die mit der Festlegung auf zwei Turboladern nun hoffentlich beendet wurden.

James Davison wird sein Debut in der IndyCar Series an diesem Wochenende geben. Der 25 jährige Australier wird Teamkollege von Justin Wilson bei Dale Coyne und wird den Dallara mit der Nummer 18 fahren.

Für uns Fans hier ist aber wohl das Debut von Lucas Luhr in Sonoma noch interessanter. Der ehemalige FIA GT1 Weltmeister wird neben Josef Newgarden einen zweiten Dallara für Sarah Fisher Hartman Racing pilotieren.

Luca Filippi wird für Barracuda Racing in Mid-Ohio testen. Der unter anderem aus der GP2 bekannte Italiener wollte schon im Vorjahr in die IndyCar Series einsteigen, nur zerschlug sich kurzfristig der Deal mit Rahal Letterman Lanigan Racing. Vielleicht ist dieser Test eine Chance für ihn, das Cockpit von Alex Tagliani zu übernehmen. Dessen Ergebnisse waren in diesem Jahr nicht wirklich gut.

Im Fahrerlager geht auch das Gerücht um, dass Tony Kanaan im nächsten Jahr für Chip Ganassi Racing antreten könnte. Für diese Saison hat Chip Ganassi sein Team um ein Auto verkleinert, sodass es genug Kapazitäten für ein viertes Auto gibt. Außerdem würden die guten Freunde Kanaan und Franchitti dann im selben Team fahren.

Bevor die neue Saison beginnt, muss aber erst einmal die laufende Saison zu Ende gefahren werden. Der Endspurt um die Meisterschaft beginnt mit dem Rennen in Mid-Ohio.

Strecke

Der Mid-Ohio Sports Car Course in der Nähe von Lexingston ist im Prinzip eine schöne Strecke, produziert aber in der Regel nur mäßige Rennen. Die Strecke ist 2,258 Meilen (3,634 km) lang und umfasst 13 Kurven. Nach Start-Ziel führt eine schnelle Linkskurve auf eine längere Gerade. Durch die schnelle Kurve führt nur eine Linie, weshalb der Start auf der Gegengeraden erfolgt. Auf diese gelangen die Fahrer durch Kurve 2, eine 180° Rechtskurve. Diese wurde mehrfach umgebaut, bietet aber immer noch keine gute Überholmöglichkeit. Kurz vor der genutzten Startlinie wird die Gegengerade durch einen schnellen Rechtsknick, der aber mit Vollgas durchfahren werden kann, unterbrochen. Die Rechtskurve am Ende der Gegengeraden ist beste Überholstelle der Strecke. Es ist auch der Beginn einer Passage aus immer schneller werden Rechts-Linkskurven, an deren Ende Kurve 9 in das „Thunder Valley“ führt. Die schnelle Kombination endet im Karussell, einer 180° Rechtskurve. Die anschließende Linkskurve führt das Feld wieder auf die Start-Ziel-Gerade.

Favoriten

Der heißeste Fahrer im IndyCar-Feld ist sicherlich Scott Dixon nach seinen drei Siegen zuletzt. Aber nicht nur er zeigte sich deutlich verbessert, sondern das ganze Chip Ganassi Racing Team, auch Dario Franchitti und Charlie Kimball waren besser unterwegs. Von den letzten sechs Rennen in Mid-Ohio gewann außerdem Scott Dixon vier und Dario Franchitti ein weiteres. Ich würde nicht gegen einen weiteren Sieg von Dixon wetten.

Vor dem Wochenende in Toronto war Andretti Autosport noch das absolute Topteam. Auch wenn Chip Ganassi Racing aufgeholt hat, darf man Ryan Hunter-Reay, James Hinchcliffe und Marco Andretti nicht vergessen. Hunter-Reay und Hinchcliffe haben zusammen in diesem Jahr schon fünf Rennen gewonnen und Andretti ist einfach reif für einen Sieg. Außerdem brauchen Hunter-Reay und Andretti Topergebnisse, um im Meisterschaftskampf zu bleiben. Bei dem Test am Mittwoch war Hunter-Rey Schnellster vor Simon Pagenaud und Will Power.

In der Meisterschaft führt aber Helio Castroneves mit konstant sehr guten Ergebnissen. Er ist zwar nicht unbedingt ein Siegkandidat, die Top 5 sind aber immer möglich. Sein Teamkollege Will Power hatte einiges Pech, teilweise aber auch selbstverschuldet, in dieser Saison. Wenn aber mal alles zusammen passen sollte, ist er auf jedem Straßenkurs für ein absolutes Topergebnis gut.

Zu den aussichtsreichsten Außenseitern auf Straßenkursen gehören in diesem Jahr auch immer Takuma Sato und Justin Wilson. Für den Japaner lief es in den letzten Rennen mit vier Platzierungen außerhalb der Top 20 nicht mehr so gut. Trotzdem sollte man ihn im Auge behalten. Justin Wilson wird, wenn sein Auto ihn nicht im Stich lässt, wieder mindestens um die Top 10 fahren.

Bei Dragon Racing hofft man, an die Erfolge von Sebastien Bourdais in Toronto anknüpfen zu können. Nach vielen richtig schlechten Rennen waren die beiden Podiumsplatzierungen eine Befreiung für das Team von Jay Penske. Ein erneutes Podium wird sehr schwer, aber die Top 10 sollte man mit Bourdais zumindest anpeilen können. Beim Test am Mittwoch konnte sich der Franzose zwischen die beiden Penske-Fahrer auf Platz 4 schieben.

KV Technologie gehört auch zu den Teams, denen es an Konstanz fehlt. Sowohl Tony Kanaan als auch Simona de Silvestro können in die Top 10 fahren. Es sind aber leider auch immer Ausreißer nach ganz hinten möglich. Das Gleiche gilt im Prinzip auch für das Team von Bobby Rahal. Hier sind zwar die Top-10-Ergebnisse seltener, mit den zweiten Plätzen von Graham Rahal in Long Beach und James Jakes in Detroit hat man aber gezeigt, dass man auch nach ganz vorne fahren kann.

Ein recht sicherer Anwärter auf die Top 10 ist Simon Pagenaud für Sam Schmidt. Wenn es nicht dafür reicht, fährt er auf die Plätze 12 und 13. Diese Konstanz, inklusive dem Sieg in Detroit, bringt im immerhin Platz 5 in der aktuellen Meisterschaftswertung. Sein Teamkollege Tristan Vautier ist insgesamt etwas schlechter, aber konstante Ergebnisse in den Top 20 sind für den Rookie in Ordnung. Oriol Servia übernimmt für den verletzten Ryan Briscoe den Panther Dallara mit der Nummer 4. Die Aussichten für den erfahrenen Piloten sind nur schwer einzuschätzen.

Auch wenn sich Ed Carpenter auf Straßenkursen verbessert hat, so ist doch mit keinem Top-15-Ergebnis für den Ovalspezialisten zu rechnen. Alex Tagliani muss Topergebnisse abliefern, ansonsten wird sein Vertrag bei Barracuda Racing nicht verlängert. Der Test von Luca Filippi ist ein klares Zeichen. Für den Rest der Saison ist sein Cockpit aber, gemäß Aussage von Teamteilhaber Brian Hertha, sicher. Dass Tagliani aber nach Toronto wieder in die Top 10 fahren kann, bezweifle ich stark.
Edit: Alex Tagliani hat vorerst sein Cockpit bei Barracuda Racing verloren und Luca Filippi ersetzt ihn im Dallara mit der Nummer 98.

Zeitplan

Freitag

11:00 am EST (17:00 MESZ) – 11:45 am freies Training
3:30 pm EST (21:30 MESZ) – 4:15 pm freies Training

Samstag

10:30 am EST (16:30 MESZ) – 11:15 am freies Training
2:00 pm EST (20:00 MESZ) – 3:10 pm Qualifikation

Sonntag

11:00 am EST (17:00) – 11:30 Warm Up
12:00 pm EST (18:00 MESZ) Indy Lights Rennen; as-live ab 2:00 pm auf NBC Sports

3:00 pm EST (21:00 MESZ) Übertragungsbegin NBC Sports und Sport1US

3:40  pm EST (21:40 MESZ) Honda Indy 200 at Mid-Ohio

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July 08 2010

06:51

Formel Vorschau: GP2/GP3 Silverstone, AutoGP Magny-Cours

Das Finale der Fußball-WM wirft seinen Schatten auf den Motorsport. Außer GP2 und GP3 im Begleitprogramm der F1 ist nicht viel los. Nur die AutoGP stellt sich wacker gegen den Trend.

Die wenigen Rennen, die am Wochenende doch stattfinden, könnten sich dafür aber lohnen: In der GP2 wird sich die Frage stellen, ob Pastor Maldonado sein überrschend gutes bisheriges Auftreten auch an die fünften der zehn Stationen hinüber retten kann. Aber auch abseits der Rennstrecke haben sich in der Top-Nachwuchsserie in den vergangenen zwei Wochen ein paar interessante Dinge getan. In der dritten Liga, der GP3 sieht weiter alles nach einem Durchmarsch von Esteban Gutiérrez aus. Zu sicher sollte er sich aber nicht sein, denn die Konkurrenz schläft schließlich nicht. Und an diesem Wochenende gibt es wieder harte Konkurrenz von Gastfahreren aus der F3 Euroseries.

GP2

Zunächst aber nochmal zur Königsklasse unter den Juniorserien – dort hat sich in der vergangenen Woche nämlich so einiges an Neuigkeiten angesammelt. Beginnen wir mit den schlechten Nachrichten: Josef Kral hat sich bei seinem Unfall im Sprintrennen von Valencia doch schwerer verletzt, als die beruhigenden Meldungen am Sonntag und Montag noch vermuten ließen. Checks im Krankenhaus von Liberec (Tschechien) haben ergeben, dass sich Kral zwei Wirbelbrüche zugezogen hat, und zwei bis drei Monate pausieren muss. Immerhin: Von Folgeschäden ist wohl nicht auszugehen. Sein Super Nova Team hat bereits reagiert, und setzt bis zu Krals Rückkehr GP2-Veteran Luca Filippi ins Cockpit.

Außerdem hat vergangene Woche die erste Testfahrt jenes Wagens stattgefunden, mit dem die GP2 in den Jahren 2011 bis 2013 an den Start gehen will – das aktuelle Auto wird ja nach Ende dieses Jahres eingemottet bzw. (wenn ich mich nicht irre) in die GP2 Asia verschoben. Die britische Rennbibel Autosport hat zu diesem Anlass einen Fotografen losgeschickt – natürlich völlig geheim und spontan und absolut ohne Einverständnis der PR-Abteilung der GP2. Und prompt ist dieser Mensch dann auch mit einem Bild des neuen Wagens zurückgekommen.

Durch besondere optische Werte kann die Karre beim Ersteindruck nicht unbedingt überraschen. Man muss ihr aber lassen, dass sie zumindest näher an der modernen Formel 1 dran ist, als die bisherigen Boliden. Und mit der richtigen Lackierung kann das alles ja auch schnell wieder viel freundlicher wirken.

Auch in einem anderen Aspekt rückt die GP2 noch näher an die Königsklasse des Motorsports heran: Pirelli, die ab kommender Saison ja neben der F1 auch die GP2 und GP3 ausrüsten, haben bekannt gegeben, dass sie die GP2 nicht länger mit eigenen Reifen ausrüsten werden. Stattdessen fährt die GP2 dann mit den selben Gummis, mit denen auch die Formel 1 unterwegs sein wird. Von Pirellis Standpunkt aus macht das Sinn – immerhin muss man so nicht eine weitere Mischung produzieren, sondern kann einfach mehr von der herstellen, die man ohnehin schon liefert. Außerdem ergibt sich dadurch eine glänzende Möglichkeit, das F1 Testverbot zu umgehen. Womöglich kann man sogar davon ausgehen, dass auch das eine oder andere Formel 1 Team sich somit nun wieder mehr um die Entwicklungsarbeit seines Juniorteams bemühen wird. Welche Folgen sich dadurch für das Racing ergeben, muss man dagegen abwarten. Ganz prinzipiell ist es für die Fahrer aber sicher nicht von Nachteil, sich in der GP2 schon mal an die zukünftigen Arbeitsutensilien gewöhnen zu können.

Nicht näher an die Formel 1 rückt derweil des ART-Team. Etwas überraschend hat die Truppe gestern nämlich bekannt gegeben, dass man wegen mangelnder finanzieller Unterstützung die Bewerbung um den 13. Startplatz für kommendes Jahr zurückgezogen hat.

GP3

Auch in der GP3 gibt es zwei personelle Nachrichten: Zum einen steht nach seinen glänzenden Auftritten in Valenica auch diesmal wieder Roberto Mehri auf der offiziellen Startliste. Zum anderen gibt es diesmal Verstärkung aus der F3 Euro-Fraktion. Denn auch Mehris Landsmann Daniel Juncadella wird nach zwei eher mäßigen Auftritten beim Saisonauftakt in Barcelona ins Tech 1-Cockpit zurückkehren. Man darf schon gespannt sein, wie die beiden jungen Herren die marode F3 Euroseries dabei verkaufen werden.

Zeigen sie beide gute Leistungen, halte ich es für durchaus möglich, dass in Zukunft wieder mehr Aufmerksamkeit auf den Talentepool der F3 Euro gelegt wird. Ob das allein die Serie aber aus ihrer momentanen Misere befreien könnte, bleibt abzuwarten.

AutoGP

Die AutoGP startet auch. In Magny-Cours. Und viel mehr kann ich aus sportlicher Sicht dazu eigentlich nicht schreiben. Denn mangels Kabelanschluss habe ich noch kein Rennen dieser Serie sehen können. Dabei scheint die Nachfolgeserie der Euro F3000 durchaus an Statur zu gewinnen.

Soviel lässt sich dann aber doch noch sagen: Romain Grosjean wird nach Spa vor eineinhalb Wochen auch in Magny-Cours in der Serie an den Start gehen. Der Meisterschaftszweite, Luca Filippi dafür (siehe oben) nicht. Ob Super Nova einen AutoGP-Ersatzmann für den Italiener findet (bzw. sucht), ist derzeit noch unklar. In der Entry-List auf der AutoGP Homepage ist derzeit noch Filippi verzeichnet. Und die Pressemeldung der AutoGP berichtet lediglich, dass er diesen Lauf versäumt. Und schweigt sich zu einem möglichen Ersatzmann ebenfalls aus.

Danach macht die AutoGP übrigens erstmals Sommerpause, und fährt erst wieder Ende September – dann zur Eröffnung des Circuito de Navarra in der gleichnamigen Provinz im Norden Spaniens.

Übertragen werden wieder beide Rennen live auf MotorsTV, wo es übrigens an diesem Wochenende (erstmals?) auch eine Live- und eine As-Live-Übertragung der F3 Open geben wird. Die spansiche F3-Serie mit internationalem Anspruch geht ebenfalls in Magny-Cours an den Start.

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June 25 2010

16:44

Formel Vorschau: GP2 Valencia, AutoGP Spa, SLF am Ring

Fans von Formelserien steht mal wieder ein prall gefülltes Wochenende bevor: GP2, GP3 und die gute, alte Formel BMW fahren in Valencia, die AutoGP in Spa. Und die Superleague Formula geht am Nürburgring an den Start.

Das Wochenende wird widersprüchlich: Die beste Nachwuchsserie der Welt fährt auf der wohl langweiligsten aller Formel 1 Strecken. Mit ihr die GP3, in die man zumindest ein paar Spannungs-Hoffnungen setzen darf. Die nicht so hoch eingeschätzte AutoGP geht auch an den Start – auf einem der besten Kurse der Welt in den belgischen Ardennen. Und die Serie, die versucht, Fußball und Motorsport zu vereinen fährt ihr einziges Deutschland-Rennen just an jenem Nachmittag, an dem ein Formel 1 Grand Prix und das Achtelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen England zusammenfallen. Trotz stets spannender Rennen wird ihr daher wohl wieder kaum jemand dabei zusehen.

GP2

Sechs Rennen und sechs verschiedene Sieger – so sieht die bisherige Bilanz der GP2 Saison 2010 aus. Anders, als in vergangenen Jahren gibt es also diesmal keinen klaren Dominator. Zumindest bisher. Denn ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Jules Bianchi – und möglicherweise auch Teamkollege Sam Bird – vom reinen Talent her wohl das Zeug dazu hätten, die Konkurrenz klar zu distanzieren. Aber Talent allein reicht eben nicht immer: Wer es in sechs Rennen nicht auf die Reihe gebracht hat, einmal Quali und Rennen fehlerfrei und ohne übertriebene Aggressivität zu absolvieren, muss eben damit leben, nicht mehr als die französische Rennsport-Hoffnung schlechthin zu gelten.

Ähnliches (minus Frankreich) gilt für Chrisitan Vietoris: Auch der 21-jährige auch Gerolstein hätte zweifellos die Anlagen dazu, größeres zu erreichen, als den 17. Platz in der Meisterschaft, den er derzeit belegt.

Weil aber weder Bianchi, noch Bird oder Vietoris ihr Talent bisher abrufen konnten, führt eben Pastor Maldonado in der Meisterschaft. Ein Mann, der bisher – außer in Monaco – nicht durch besondere Glanzleistungen in Erinnerung geblieben ist, sondern eher dadurch, dass er schon das vierte Jahr in der GP2 unterwegs ist, und immer noch kein bleibendes Interesse in der Formel 1-Welt erregen konnte.

Es mag also durchaus sein, dass diese Saison so endet, wie 2008. Damals gewann Giorgio Pantano die Meisterschaft – und verschwand in Folge in der Versenkung. Es könnte aber auch immer noch anders kommen: Wenn einer der drei genannten es schafft, etwas weniger ungestüm aufzutreten. Oder wenn das vierte große Talent Sergio Pérez, endlich sein Pech hinter sich lassen kann. Dann würde doch noch ein Fahrer gewinnen, der auch in der Formel 1 eine Zukunft haben könnte.

Auf der Pole steht morgen Sergio Pérez, dahinter Pastor Maldonado und Jules Bianchi und Davide Valsecchi. In der dritten Reihe stehen Giedo van der Garde und der erstaunliche Michael Herck.

Zwei organisatorische Neuigkeiten gibt es auch noch: Zum einen wurde bekannt gegeben, dass Pirelli neben der Formel 1 und der GP3 in den kommenden drei Jahren auch die GP2 mit Reifen beliefern wird. Das ist einerseits konsequent, weil die jungen Talente so schon mal mit dem Material üben können, dass die auch in der Formel 1 beherrschen müssen. Andererseits macht es auch für Pirelli selbst Sinn: So meldet Autosport, dass man den Formel 1 Reifen für die kommenden Saison mit dem neuen GP2 Auto für 2011 testen wird. Zusätzlich ist so neben der Formel 1 auch ein weiterer sicherer Mark für die Pirelli-Renngummis geschaffen, so dass sich die Herstellung für die Italiener auch finanziell lohnen wird.

Zweitens hat die GP2 beschlossen, dass die Teams, die in der GP2 Hautserie antreten in Zukunft auch in der GP2 Asia fahren müssen. Das heißt also, Mannschaften wie Meritus Mahara, die bisher nur in der Asien-Meisterschaft tätig waren, wird es ab kommendem Winter nicht mehr geben. Allerdings: Das Team hat sich ohnehin um den Startplatz von Durango beworben, die ja schon in diesem Jahr aus finanziellen Gründen nicht mehr in Hauptserie antreten. Es gibt zwar dem Vernehmen nach auch weitere Bewerber, Meritus ist aber wohl der Favorit.

GP3

Auch die Nachwusserie zur GP2, die GP3 geht in Valencia an den Start. Favoriten lassen sich in dort auch nach zwei Rennwochenende für mich noch nicht wirklich festmachen. Ähnlich wie in der GP2 gab es bisher in vier Rennen vier verschiedene Sieger. Immerhin hat zweimal der gleiche Fahrer die Pole gefahren: Nigel Melker. Allerdings konnte der Niederländer bisher beide Trainigsergebnisse nicht in Rennpunkte ummünzen. Stattdessen führt in der Meisterschaft Esteban Guiterrez vor US-Hoffnung Alexander Rossi und Kanada-Talent Robert Wickens. Einmalig und nur in Spanien dabei: F3 Euro-Pilot Roberto Mehri.

Die Rennen werden wie gewohnt wieder am Sonntagvormittag auf Eurosport 2 übertragen, der erste Lauf vom Samstag als Aufzeichnung um 9:00Uhr, Rennen 2 live um 9:30Uhr.

Außerdem fährt in Valencia noch die Formel BMW. Viel mehr dazu kann ich allerdings guten Gewissens nicht schreiben, weil die bisherige Saison leider ziemlich an mir vorbeigegangen ist.

Auto GP

Die ehemaligen A1GP-Lolas sind auch wieder unterwegs, und zwar im Rahmenprogramm der Open GT Serie in Spa. Ich weiß ja immer noch nicht so recht, was ich von der Serie halten soll. Einersteits wirkt die Umbenennung von Euro F3000, der Einsatz der alten Lolas und die hohen Preisgelder vom Poker-Sponsor ein bisschen “gimmicky”.

Andererseits: Die AutoGP gewinnt durchaus an Profil, und es sind auch einige Piloten unterwegs, die zweifellos Talent haben. Luca Filippi zum Beispiel, oder Jonny Reid und der oben schon angesprochene Girgio Pantano. In Spa wird das Lineup jetzt auch noch durch Romain Grosjean verstärkt. Es könnte sich also lohnen, am Sonntag kurz reinzuschauen. Übertragen werden beide Rennen auf Motors TV. Der erste Lauf (9:50Uhr) sogar live, der zweite As-Live um 19:00Uhr.

Noch kurz ein Wort zur Meisterschaft: Dort führt Eduardo Piscopo mit 20 Punkten vor Adrien Tambay und Luca Filippi. Reid ist nur Elfter, Pantano mit einem Punkt gar nur auf Rang 16.

SLF

Und dann ist da noch die Superleague-Formula, die ich einfach nicht verstehe. Wie eingangs schon geschildert möchte diese merkwürdige Serie, die Fußball und Motorsport unter einen Hut bringen will, am Tag des F1 Grand Prix von Valencia und des Duells Deutschland gegen England ihren Auftritt am Nürburgring absolvieren. Zugegeben: Dass es auchgerechnet der Klassiker gegen England sein würde, war nicht zwingend im Frühjahr schon vorherzusehen. Dass Deutschland als Gruppensieger aber am Sonntagnachmittag spielen würde, war durchaus schon zu vermuten.

Immerhin versuchen die Veranstalter diesen unglücklichen Zufall mittels Fanzone und Übetragung am Ring zu meistern. Trotzdem: Dass viele Fans auf F1 und Fußball vorm heimischen TV verzichten, um die Superleague Fomula und die “Radical Masters” live zu sehen, wage ich trotz des geringen Eintrittspreises von 7,50 € zu bezweifeln.

Und das ist schade: Denn wie schon mehrfach festgestellt, liefert die SLF fast immer ziemlich spannende Rennen. Sogar auf dem winkeligen Kurs von Jarama ist es gelungen, für reichlich Überholmanöver zu sorgen. Trotzdem waren auch in Spanien, wo die SLF ja angeblich mehr Fans haben soll, als hierzulande recht viele Tribünenplätze leer.

An der Tabellensitze liegt nach vier Rennen weiterhin die Tottenham Hotspur mit Craig Dolby, der sich immer mehr als echtes Fahr- und Überholtalent erweist. Dahinter liegt AC Milan mit Yelmer Buurman und der FC Basel mit dem Deutschen Max Wissel am Steuer.

Übertragen werden beide Rennen wieder via Live-Stream auf superleagueformula.com. Aus Jarama hat außerdem wohl überraschend Bloomberg TV live übertragen – das Rennen vom Nürburgring steht bisher allerdings nicht in deren Schedule. Aber beim Wirschaftssender weiß man ja in Sachen Motorsport nie so wirklich, was sie machen – kurz reinschauen könnte sich also womöglich lohnen.

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