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February 07 2014

07:33

GT Sport: 12 Stunden Rennen Bathurst 2014

Am Wochenende findet das alljährliche 12-Stunden-Rennen in Bathurst statt. Die Starterliste kann sich sehen lassen.

Equity-One Motorsport, Audi R8 LMSDie 12 Stunden von Bathurst gibt es schon ein wenig länger. In den 90ern fanden die ersten Rennen statt, doch Ende der 90er wurde das Rennen wieder eingestellt. 2007 entschloss man sich zu einer Neuauflage, aber erst seit 2011 sind auch aktuelle GT3 zugelassen. Und mit den GT3 kamen dann auch die Deutschen. Seitdem die GT3 fahren, haben ausschließlich Fahrer aus Deutschland das Rennen gewonnen, den Australiern blieben maximal Klassensiege. Das wird sich vermutlich dieses Jahr nicht ändern, denn in der GT3 sieht es nach einer Auseinandersetzung zwischen Mercedes und Audi aus.

Um den Sieg kämpfen die Fahrzeuge der Class A, allesamt aktuelle GT3-Fahrzeuge. In der Class B GT3 dürfen nur Fahrzeuge der GT3-Kategorie aus den Jahren 2011 und 2010 starten. Die sind also etwas langsamer als der Rest. In der Class B starten vor allem Porsche-Cup-Fahrzeuge.

Bei Audi hat man dieses Jahr offenbar beschlossen, dem Kundensport noch mehr Vorrang zu geben. In Daytona lieferte man mit dem Flying Lizard Team einen halben Werkseinsatz ab und schrammte nur knapp an einem Sieg vorbei. In Bathurst hat man 2011 und 2012 gewonnen, letztes Jahr musste man sich allerdings dem Erebus Motorsport SLS mit Schneider, Roloff und Jäger beugen. In diesem Jahr hat Audi nachgelegt.

Gleich vier Audi R8 LMS treten gegen drei SLS, vier F458, einen Nissan GT-R und einen Gallardo an. Allerdings hat man dieses Jahr die Toppiloten etwas anders auf die Fahrzeuge verteilt. Phoenix hat nominell eine der stärksten Besetzungen im Audi-Lager, da man mit Rahel Frey, René Rast und Laurens Vanthoor antritt. Der zweifache Bathurst-Sieger Christopher Mies sitzt im Wagen des “Marc Cini”-Teams, in dem Teambesitzer Cini neben Mark Eddy ins Lenkrad greifen wird. Die beiden waren im letzten Jahr immerhin Fünfter in Bathurst, mit dem Deutschen könnte es noch etwas weiter nach vorne gehen.

Im R8, der von United Autosports eingesetzt wird, sitzen Mark Petterson, Eric Lux und Markus Winkelhock. Petterson ist seit Jahren erfolgreich in der Grand-Am und etlichen GT-Serien unterwegs, Lux kennt man als Pilot bei Greaves Motorsport in der LMP2. Also ein durchaus schlagkräftiges Team. Im letzten R8 vom Rod Salmon Team sitzen Jason Bright, Warren Luff und Rod Salmon selber. Bright und Luff kennt man aus der V8 Supercars, Salmon ist zwar der “Herrenfahrer” in der Besetzung, war im letzten Jahr aber Dritter in der australischen GT-Meisterschaft.

Antreten werden die Audi vor allem gegen den SLS von Erebus, der mal wieder sehr gut besetzt ist. Vorjahressieger Bernd Schneider wird zusammen mit Maro Engel und Nico Bastian versuchen, erneut als Erster die Zielflagge zu sehen. Der zweite Erebus SLS wird von Will Davison, Jack LeBrocq und Greg Crick pilotiert. Davison kommt aus der V8 Supercars, LeBrocq hat ebenfalls schon Einsätze in dieser Serie hinter sich. Crick ist seit 20 Jahren in diversen GT-Serien in Australien unterwegs. Aber der dritte SLS sollte derjenige sein, der vermutlich nach dem Vorjahressiegern die größten Chancen hat. HTP Motorsport setzt Harold Primat, Thomas Jaeger und Maximilian Buhk ins Auto. Die dürften am Ende, so die Technik mitspielt, ganz weit vorne zu erwarten sein.

Aber man sollte die Armada der Ferrari 458 nicht unterschätzen. Da wäre zum Beispiel der Wagen von “Clearwater Racing”. Die Fahrernamen mögen nicht allen etwas sagen, aber das sind alles Vollprofis. Mok Weng Sun zum Beispiel ist der amtierende Meister der Asia GT, Craig Baird kennt der eine oder andere noch aus der V8 Supercarserie – und er ist der aktuelle Meister des australischen Porsche Supercup. Den Iren Matt Griffin kennt man aus diversen Einsätzen in Le Mans, Daytona, und so nebenbei hat er im letzten Jahr die ELMS GT Meisterschaft gewonnen. Man hat auch einen vierten Fahrer, Hiroshi Hamaguachi, den ich nicht einschätzen kann. Vermutlich wird der nur wenig zum Einsatz kommen.

Klarer Favorit bei den Ferrari sollte aber der Wagen von AF Corse sein, der mit Steve Wyatt, Michele Rugolo, Marco Cioci dementsprechend besetzt ist. Durchaus gut besetzt ist auch der F458 von Maranello Motorsport mit Peter Edwards, John Bowe, Craig Lowndes und Mika Salo.

Es dürfte also recht eng werden in Bathurst und heiß dazu. Die Temperaturen sollen tagsüber bis zu 34 Grad betragen, was die Piloten erneut vor eine große Belastungsprobe stellen wird. Los geht es um 20:15 Uhr deutscher Zeit.

Einen Livestream findet man hier. Radio Le Mans sorgt für den Kommentar.

Die gesamte Entrylist gibt es hier.

(Bild: Audi Motorsport)

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January 24 2014

10:40

USCC: 24H Daytona Vorschau 2014

Die Motorsportsaison 2014 startet traditionell mit dem 24-Stunden-Rennen in Daytona. In diesem Jahr ist vieles neu: die Serie, die Fahrzeuge und die Regeln.

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie US-Protoypenserien ALMS und GrandAm gibt es nicht mehr. An ihre Stelle ist die USCC getreten, die United Sport Car Championship. Im Grunde hat man die beiden Serien einfach zusammengeworfen, denn man wird in diesem Jahr gleich mit fünf Klassen beglückt. Die LMP2, die GTLM und die PC aus der ALMS, die DP und die GTD aus der GrandAm. Da ist ein gewisses Regelchaos programmiert, auf der anderen Seite hat man ein riesiges Starterfeld. Allein in Daytona werden 67 Fahrzeuge an den Start gehen, was die Sache auf der Strecke auch nicht gerade einfacher machen wird.

DPs vs. LMP2

Spannend dürfte vor allem der Kampf um den Gesamtsieg zwischen den DP und den LMP2 werden. Die IMSA hat in den letzten Monaten lange getüftelt, damit die beiden sehr unterschiedlichen Prototypen im Rennen einigermaßen gleichauf liegen. Dabei hat man sich vor allem die DP und deren Abtriebswerte zur Brust genommen, die weit unter jenen der LMP2 lagen. Mittels eines neuen Hecks und eines Diffusors hat man die DP in den Kurven schneller gemacht, dazu kam eine kräftige Erhöhung der Motorleistung. Zusätzlich dürfen die DP jetzt auch mit Carbonbremsen ausgestattet werden. Die Überarbeitung war nicht problemlos, bei den ersten Tests in November verunfallten zwei Daytona Prototypen schwer, weil ein Reifen platzte. Diese Probleme hat man dank verstärkter Reifen wohl in den Griff bekommen, bei den letzten Tests vor wenigen Wochen konnten die DP problemlos ihre Stints absolvieren.

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie LMP2 ist mit vier Chassis vertreten: HPD, Oreca (Morgan), Mazda und dem Delta-Wing. HPD und Oreca hat man in Sachen Motorleistung etwas eingebremst und das Gewicht wurde zunächst auf 960 kg angehoben. Mittlerweile hat man die 60kg wieder rausgenommen, die Fahrzeuge sind also mit ihrem Normalgewicht unterwegs. Mazda startet mit einem Diesel und ist damit ebenso etwas außer Konkurrenz unterwegs wie der Delta Wing.

Die vielen Änderungen haben zumindest dazu geführt, dass die DP in Daytona wieder die schnellsten Prototypen sind. Auf der Geraden wurden rund 193 mph gemessen, die LMP2 waren 5 bis 8 Meilen langsamer. Auch bei den Rundenzeiten haben die DP weiter die Nase vorne. Bei den Vortests in der ersten Januarwoche lagen auf den ersten sechs Plätzen die DP, der Abstand zum schnellsten LMP2 von Extreme Motorsport betrug rund eine Sekunde (1:38.630 vs. 1:39.750). Das waren allerdings Zeiten, die auf freier Strecke gefahren wurden – ein Luxus, den man im 24h-Rennen nur selten haben wird.

Dennoch werden die LMP2 in den ersten Stunden des Rennens vermutlich nicht vorne zu sehen sein. Im Verlauf des Rennens wird sich das allerdings wieder ändern, denn dann kommt die Strategie zum Tragen. Die DP werden wohl zwischen 21 und 23 Runden fahren können, die P2 zwischen 23 und 25 Runden. Am Ende könnte hier der Schlüssel zum Sieg liegen.

Ein Blick zu den Teilnehmern der beiden Klassen, aus Platzgründen beschränkt auf die wichtigsten Starter:

DP:

2014 TUDOR United SportsCar Championship Daytona TestingAction Express – Corvette DP
#5 Joao Barbosa – Christian Fittipaldi – Sebastien Bourdais – Burt Frisselle

Die übliche Besetzung bei Action Express, die waren bei fast allen Tests auch die schnellsten. Die Besetzung ist sehr stark, alle Fahrer verfügen über viel Erfahrung in 24h-Rennen. Friselle, Barbosa und Fittipaldi haben das Rennen schon gewinnen können.

Michael Shank Racing – Riley DP / Ford
#60 John Pew – Oswaldo Negri Jr. – AJ Allmendinger – Justin Wilson

Kein Underdogteam, aber bisher lief es bei den Tests noch nicht ganz so gut, wie man es sich erhofft hatte. Die Besetzung ist allerdings für einen Sieg gut. Ob man sich aber gegen Ganassi und Konsorten wird durchsetzen können?

Spirit of Dayona – Corvette DP
#90 Richard Westbrook – Michael Valiante – Mike Rockenfeller

Die waren bei allen Tests extrem schnell, hatten im November allerdings auch einen schweren Unfall, als Westbrook sich mehrfach überschlug. Ganz klare Favoriten in Daytona. Wie überhaupt die Corvette Chassis gegen über den alten Rileys im Vorteil sind.

Gainsco/Bob Stallings Racing – Corvette DP
#99 Alex Gurney – Jon Fogarty – Memo Gidley – Darren Law

In Daytona ist das Team meist vom Pech verfolgt, aber die Besetzung ist schon allererste Güte. Während andere Teams meist noch einen Fahrer an Bord haben, dem etwas die Erfahrung fehlt, ist diese Fahrerpaarung über alle Zweifel erhaben. Das kann sich bei einem engen Rennen durchaus auszahlen.

Chip Ganassi Racing – Riley DP / Ford
#01 Scott Pruett- Memo Rojas – Jamie McMurray – Sage Karam
#02 Scott Dixon – Tony Kanaan – Marino Franchitti – Kyle Larson

Die Dauersieger bei den 24h, dieses Jahr mal ohne Juan Pablo Montoya, dafür mit dem mir unbekannten Sage Karam. Der stammt aus der Indy Lights Series und ist gerade mal 18 Jahre alt. Da geht Ganassi ein ganz schönes Risiko ein. Der zweite Wagen sieht als Gaststarter Tony Kanaan. Beide Wagen sind mal wieder für einen Sieg gut.

Starworks Motorsport – Riley DP / Dinan
#78 Scott Mayer – Alex Popow – Brendon Hartley

Nicht ganz stark besetzt wie in den Jahren zuvor, auch wenn Brandon Hartley natürlich zu den schnellsten im Feld gehört. Starworks konzentriert sich in diesem Jahr aber etwas überraschend auf die LMPC-Klasse.

LMP2

Da gibt es vor allem alte Bekannte, die man trifft. Muscle Milk/Pikett haben sich ein Oreca-Chassis zugelegt und neben der Besetzung Luhr/Graf wird der sehr schnelle Alex Brundle in Daytona starten. Extreme Motorsport kommt mit zwei HPD, die sich bei den Tests als die schnellsten P2 vorgestellt haben. In einem Wagen werden Sharp/Dalziel/Brabham sitzen, im zweiten Pagenaud/van Overbeek/Brown/Lazzaro. Aus Europa kommt das aus ELMS und WEC bekannte OAK Racing, die auf Pla/Rusinov/Yacaman/Webb setzen. Starke Besetzung, bei den Tests fehlten allerdings 1,6 Sekunden auf den schnellsten DP.

Und dann wären da noch die beiden Mazda Diesel mit Tremblay/Hinchcliffe/Tom Long und Miller/Nunez/Vautier. Die werden aber im Rennen keine Rolle spielen, dafür sind sie zu langsam. Auch den Delta-Wing wird man vermutlich nicht allzu lange sehen. Wenn der Elan-Motor 24 Stunden durchhalten sollte, wäre das allein ja schon eine Sensation.

LMPC

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingAuch die Klasse gibt es noch in der USCC und sie hat sich erstaunlicherweise zu einem Sammelbecken von sehr guten Teams und Fahrern entwickelt. Man findet in der Entry-List (Link siehe unten) etliche Namen, die man aus der LMP2 kennt. Starworks und 8Star haben sich in diesem Jahr dazu entschlossen, in der PC-Klasse anzutreten.

Die LMPC haben der IMSA aber ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, denn die Wagen waren auf der Geraden schlichtweg zu langsam. Bei den ersten Tests waren die GTs deutlich schneller, ein Phänomen, dass man schon in der ALMS hier und da beobachten konnten. Daher hat man die GTs etwas einbremsen müssen, damit die PCs auf den Geraden auch vorbeikommen.

GTLM

2014 TUDOR United SportsCar Championship Daytona TestingIm Prinzip ist das die alte GT-Klasse aus der ALMS, in der auch die üblichen Verdächtigen antreten werden. Neu dabei in diesem Jahr: Porsche, die einen Werkseinsatz wagen. Die Autos werden von Porsche Nordamerika direkt eingesetzt und sind mit den Werksfahrern Tandy/Lietz/Pilet und Long/Bergmeister/Christensen besetzt. Der 991 hatte bei den Tests allerdings mit einigen Problemen zu kämpfen, weil die Antriebswellen die Belastung in den Steilkurven nicht ausgehalten haben. Das soll aber mittlerweile behoben sein. Immerhin konnte man bei den Tests die schnellste Zeit in der GT-Klasse fahren.

General Motors schickt die komplett neue Corvette C7-R ins Rennen, die ebenfalls aus dem Stand sehr schnell scheint. Der neue Wagen war auch überfällig, nachdem man in den letzten zwei Jahren hinter die BMW und die Ferrari zurückgefallen war. Mit Magnussen/Garcia/Briscoe und Gavin/Millner/Lidell geht GM in Sachen Fahrer auch keine Risiken ein. Ob die C7 aber schon standfest genug ist, um 24 Stunden durchzuhalten? GM wird das Rennen auch als Test für das Rennen in Le Mans sehen.

BMW setzt in Zusammenarbeit mit RLL weiter auf den Z4. Bei der Fahrerbesetzung hat man alles an den Start gebracht, was gut und schnell ist. In einem Wagen sitzen Auberlen/Priaulx/Hand/Martine im anderen Dirk Müller/Edwards/Rahal/Werner. Besser kann man kaum unterwegs sein.

Mit leichten Sorgenfalten reisen die Ferrari nach Daytona. Den F458 hatte man in den letzten Jahren immer weiter eingebremst und so mehr oder weniger chancenlos gemacht. Kurz vor dem Rennen hat die IMSA allerdings die BoP etwas angepasst, sodass der Ferrari nun etwas mehr Luft und damit Leistung bekommt. Die Ferrari-US-Abteilung Risi setzt auf Fisichella/Bruni/Beretta/Malucelli, der zweite Wagen kommt von Krohn und ist mit Dumbreck/Bertolini/Jonsson/Krohn belegt.

Dann sind da noch die beiden Viper mit Farnbacher/Goosens/Hunter-Reay und Robert Bell/Bomarito/Wittmer. In Le Mans fuhr die Viper bekanntermaßen weit hinterher, in den USA ist die BoP-Einstellung allerdings anders. In der ALMS konnte die Viper ein paar Siege einholen, dementsprechend schnell ist man auch in Daytona, wie die Tests schon gezeigt haben.

Nicht neu, aber zumindest ungewohnt ist der Start eines Werks-Aston-Martin. Dave Richards setzt auf Mücke/Turner/Lamy/Stanaway/Della Lana und war bei den Tests gut dabei. Auf jeden Fall ein Wagen, der auf Sieg fahren kann.

GTD

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie GTD unterscheiden sich von den GTLM vor allem in Sachen Aerodynamik und Leistung. Im Grunde handelt es sich, grob gesagt, um die US-GT3-Variante. Die Klasse ist mit knapp 30 Fahrzeugen dann auch für die Hälfte des Feldes zuständig. Eine riesige Armada von Porsche ist am Start, aber auch fünf Audi R8 LMS, die teilweise mit Werksunterstützung unterwegs sind. Nachdem Flying Lizard Motorsports von Porsche zu Audi gewechselt ist, stellt das Team auch die Speerspitze der Ingolstädter dar. Mit Canache jr/Pumpelly/Pappas/Winkelhock hat man jedenfalls keine Amateurfahrer am Start.

Die Starterliste komplett durchzugehen, würde den Rahmen sprengen, aber es finden sich extrem gute Gaststarter wie Shane van Gisbergen, Marco Holzer, Marc Lieb, Nicki Thiim, Marc Basseng, Familie Bleekemolen, Filipe Albuquerque, Réné Rast, Toni Vilander, Timo Bernhard, Mika Salo, Kevin Estre, Augusto Farfus und Markus Palttala in der Startliste.

Die Strecke

Der Rundkurs in Daytona ist bekannt. Man fährt alle Steilkurven, biegt aber nach Turn 4 zunächst ins teils enge, teils sehr schnelle Infield ab. Dann geht es raus in T1 und T2. Damit man nicht zu schnell wird, hat man vor T3 eine durchaus flüssige Schikane eingebaut.

Das Wetter dürfte in diesem Jahr keine große Rolle spielen. Die USCC fährt auch bei Regen, aber die Regenreifen wird Continental wohl im Schrank lassen können. Angesagt sind knapp 18 Grad am Tag und 8 Grad in der Nacht. Ein Problem verursachte in den letzten Jahren immer wieder der Nebel, der vom Meer aus kommen kann. Da es aber nicht so feucht sein soll, dürfte dieses Jahr auch das Problem nicht existieren.

Übertragungen
MotorsTV wird das Rennen relativ lange übertragen, dazu kommt ein Livestream der IMSA, der dann ansetzt, wenn die großen Sender aussteigen.

Motors TV: Sa. 19:45 – 01:45 Uhr // So. 11:45 Uhr – 20:45 Uhr
Fox: Sa. 20:00 Uhr – 22:00 Uhr
Fox Sports 2: Sa. 22:00 – 03.00 Uhr
IMSA Livestream: So. 03:00 – 13:00 Uhr
Fox Sports 1: So. 13:00 Uhr – 21:00 Uhr

Ein Livetiming sollte es bei der IMSA geben.

Die Entrylist ist hier zu finden.

Spotterguide ist hier. Allerdings ist der dieses Jahr in Sachen Format etwas unglücklich ausgefallen.

Zu guter Letzt: Ich werde dieses Jahr vor Ort in Daytona sein. US-SIM-Karte vorausgesetzt sollte ich Internet haben und damit auch jede Menge Bilder und Infos von vor Ort senden können. Die laufen dann über Twitter ein. Sollte das mit dem Internet nicht klappen, gibt es dann später jede Menge Bilder aus Daytona.

(Bilder: “Courtesy of IMSA”)

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July 26 2013

11:11

24H von Spa: Audi, BMW oder Mercedes

Als letztes großes europäisches 24 Stunden Rennen steht an diesem Wochenende der Lauf in Spa auf dem Programm.

Blancpain Endurance Series 2013 24H SpaSeit 2011 wird das Rennen im Rahmen der Blancpain-Serie ausgetragen und hat damit wieder etwas mehr Schwung bekommen. Der Lack war etwas ab beim Rennen, besonders Ende der 90er Jahre, aber seit der Jahrtausendwende haben die 24H von Spa, die immerhin das erste Mal 1924 ausgetragen wurden, wieder an Schwung gewonnen. Das GT3-Regelement der Blancpain Serie sorgt für ein knallvolles Starterfeld mit fast 70 Fahrzeugen. Dementsprechend eng geht es in der Boxengasse zu. Im Rennen selber gibt es drei Klassen: Den Pro-Cup, den Pro-Am-Cup und die Gentleman Trophy. Im Pro-Cup können die Teams komplett auf Profis setzen, es gibt da keine Einschränkung in den Kategorien. Anders sieht es im Pro-Am-Cup aus.

Hier sehen die Fahrerpaarungen wie folgt aus:
Platinum / Platinum / Bronze / Bronze
Platinum / Gold /Silver /Bronze
Gold / Gold / Bronze / Bronze
Silver / Silver / Silver / Bronze

In der Gentlemans Trophy dürfen nur “Silver” und “Bronze” Fahrer an den Start gehen.

Um den Gesamtsieg wird also nur im Pro-Cup gefahren. Auch wenn es in der Blancpain offiziell keine Werksteams gibt, die Hersteller unterstützen die Teams doch sehr stark. Audi hat sich dieses Jahr vorgenommen das Rennen zum dritten Mal in Folge zu gewinnen und schickt das “Belgian Audi Club Team WRT” vor, die vier R8 LMS Ultra einsetzen. Dabei sind drei Fahrzeuge hochklassig besetzt:

#1 Ortelli, Vanthoor, Rast
#2 Stippler, Mies, Lotterer
#13 Sandstörm, Ekström, Fässler

Dazu kommt noch ein Wagen von Phoenix

#6 Primat, Jarvis, Haase

Ganz ohne Konkurrenz sind die Audi aber natürlich nicht. Zu vorderst ist der BMW Z4 von Marc VDS Racing mit der Startnummer #3 zu nennen, der mit Leinders, Buurman, Martine erstklassig besetzt ist und in diesem Jahr schon gewinnen konnte. Der zweite Z4 (#4) ist mit Paltalla, Moser, Catsburg nicht ganz so gut aufgestellt.

Auch nicht vergessen sollte man die drei Mercedes SLS.

Fortec Motorsport #62 Webb, Wendlinger
HTP Gravity Charouz #84 Buhk, Götz, Schneider
Rowe Racing #127 Seyffahrt, Arnold, Graf

Im freien Training waren die SLS schon mal die schnellsten auf der Strecke, was man aber nicht überbewerten sollte.

Nicht vergessen sollte man Manthey Racing, die alledings mit einem 997 GT3 R an den Start gehen. Die Mannschaft aus Lieb, Lietz und Pillet ist jeden Falls stark genug für einen Sieg. Beim Auto bin ich mir da nicht so sicher, dem 997 fehlt es vor allem gegenüber dem SLS und den R8 an Leistung.

Der Rest des Feldes füllt sich mit einigen McLaren MP4-12C und weiteren Porsche. Aston Martin setzt nur einen Wagen ein (#100), der mit Baguette, Turner, Campbell-Water auch sehr gut besetzt ist. Aber die Chancen stehen wohl eher schlecht. Ebenfalls mit dabei ist der Nissan GT-R (#23) der mit Luhr, Kane und Dumbreck ebenfalls klasse belegt ist. Nur ist der Nissan in dieser Saison einfach zu langsam.

Den Pro-Am-Cup spare ich mir an der Stelle mal, das Feld ist da so eng zusammen, dass man gleich ein Dutzend Favoriten nennen könnte. Ein Blick in die vom Veranstalter leider nicht aktuell gehaltene Entry-List schafft einen ungefähren Überblick.

Das Rennen startet am Samstag um 16.30 Uhr, also relativ spät. Vom Wetter erwartet man auch in Belgien das heißeste Wochenende des Jahres, dazu sind Gewitter jederzeit möglich. Einfach sind die Bedingungen, gerade für die Amateure in Spa also nicht, was die Ausfallquote drastisch erhöhen könnte.

Der vermutliche wichtigste Faktor im Rennen wird sein, wie man durch den Verkehr kommt. 70 Fahrzeuge sind auch auf den sieben Kilometer von Spa nicht zu verachten und es gibt ja ein paar Stellen, wo das Überholen eher schwierig ist.

Es gibt zwei Livestreams fürs Wochendende:
http://www.blancpain-endurance-series.com/pages/live
http://www.youtube.com/user/gt1world/featured
(Kann sein, dass der YouTube Stream geo-geblockt ist)

Das Liveiming gibt es unterhalb des Streams auf der Blancpain-Seite.

Radio Le Mans ist mit John Hindhaugh ebenfalls vor Ort und berichtet rund um die Uhr live.

Blancpain Endurance Series 201324H Spa Blancpain Endurance Series 2013
24H Spa Blancpain Endurance Series 201324H Spa Blancpain Endurance Series 201324H Spa Blancpain Endurance Series 2013
24H Spa Blancpain Endurance Series 2013
24H Spa Blancpain Endurance Series 2013
24H Spa Blancpain Endurance Series 2013
24H Spa

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May 21 2013

05:14

24H Rennen: Kurzanalyse Nürburgring 2013

Ein wirkliches 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war es dieses Jahr ja nicht, aber es gab viel Abwechslung an der Spitze. Der Regen spielte beim Ausgang eine entscheidende Rolle.

Aston Martin Nuerburgring 2013Zunächst sei kurz vermerkt, dass dies nur eine Kurzanalyse der Spitzengruppe ist. Eine genauere Betrachtung des Rennens folgt in den nächsten Tagen, wenn Flo und Gok vom Ring zurück sind und Zeit haben, ihre Geschichte zu schreiben. Daher bitte ich um Nachsicht, wenn ich nicht in die Klassen einsteige.
Bei bestem Wetter startete am Sonntag pünktlich um 17.00 Uhr das diesjährige 24H-Rennen am Nürburgring. Die Top40 Quali hatte schon ein paar Überraschungen parat gehalten. Dass die Audis schnell sein würden, hatte man erwartet, dass aber der Aston Martin mit der #007 um ein Haar die Pole erobert hätte, war dann schon eine kleine Überraschung. Ebenso erstaunlich war die eher schwache Performance der beiden Manthey Porsche, die mit Werksfahrern erstklassig besetzt waren. Doch beide Ergebnisse hatten mit dem Wetter zu tun.

Schon beim Start war klar, dass es irgendwann im Laufe der Nacht regnen würde. Einige Vorhersagen sprachen sogar von einem Unwetter mit Hagel und Gewitter, das jedoch ausblieb. Aston Martin Pilot Pedro Lamy zeigte sich beim Start schon recht skeptisch. Man sei im Trockenen schnell, im Nassen jedoch nicht. Man habe keine Abstimmung gefunden, die für Regen wirklich geeignet sei. Auch die Audi-Mannschaft schaute eher sorgenvoll zum Himmel. Der R18 mit seinem Mittelmotor ist im Regen eher schwierig zu fahren, wie alle Piloten einmütig durchblicken ließen. Entspannte Gesichter sah man bei Porsche, denn die eher mauen Rundenzeiten basierten auf einer Mischabstimmung, die der alte Nordschleifen-Fuchs Olaf Manthey ausgetüftelt hatte.

In den ersten, trockenen Stunden, nahm das Rennen den Verlauf aus der Top40 Qualifikation. Frank Stippler fuhr im Stuck-Audi sensationelle Zeiten, konnte sich aber nicht vom Aston Martin absetzen. Auch die #3, der Audi R8 mit Biela, Joens, Ludwig, Rusinov von Phoenix, klemmte sich an die Spitzengruppe. Der Aston übernahm dann die Führung und fuhr sich einen kleinen Vorsprung heraus. Doch schon nach einer knappen Stunde konnte man sehen, dass der Vorsprung auch bitter nötig war. Die R8 konnten mindestens eine Runde länger draußen bleiben, was sich im Verlauf des Rennens summiert hätte, denn ein Stopp kostet am Ring locker zwei Minuten.

Die beiden Werks-Porsche hatten zunächst das Nachsehen und verloren schon in den ersten Stunden massig viel Zeit. Weder hatten sie die Rundenzeiten, noch konnten sie über die Stintlänge etwas ausrichten. Wer geglaubt hatte, dass Manthey mal wieder hübsch geblufft hatte, sah sich zunächst enttäuscht.

Richtig miserabel lief es dagegen für die beiden Schubert BMW Z4. Gleich in den ersten Runden kam es zu einem unglücklichen Zwischenfall, als Uwe Alzen seiner Teamkollegin Claudia Hürtgen in einer Intervention-Zone, die hinter einer Kuppe lag, ins Heck krachte. Beide schafften es an die Box, doch die #19 konnte nicht mehr repariert werden. Pech vor allem für Augusto Farfus, der auf dem Wagen gemeldet war, und extra aus Brands Hatch an den Ring geflogen war. Der zweite Schubert BMW stand auch lange, und ging mit knapp zwei Runden Rückstand wieder auf die Strecke.

Das Bild an der Spitze änderte sich in den ersten Stunden kaum. Die Audi hetzten den Aston, die SLS hielten sich zurück, gleichzeitig den Abstand unter Kontrolle, während die Manthey Wagen weiter zurückfielen und gar mit einer Überrundung rechnen mussten.

Die Rettung kam dann so gegen 21.00 Uhr, als die ersten Regentropfen fielen. Die Situation war, wie meist am Ring, undurchsichtig. Zunächst war es auf der Döttinger Höhe und bei Start/Ziel nass, der Rest der Strecke blieb trocken. Das führte zu kniffligen Entscheidungen in Sachen Slicks vs. Regenreifen. Der Aston Martin erwischte es dann perfekt. Gerade, als es richtig anfing zu schütten, kam er an die Box und nahm sich Regenreifen. Fast gleichzeitig fuhren die Manthey Porsche auf Slicks weiter, ebenso einige R18. Nachdem sich das Wechselchaos gelichtet hatte, sah man den Aston immer noch vor den Audi und den ersten SLS.

Nachdem die Porsche dann endlich an der Box waren, ging es allerdings zur Sache. Die Mischabstimmung machte sich nun bezahlt und beide Wagen schnitten im Gleichschritt durchs Feld. Innerhalb einer knappen Stunde reduzierten sie ihren Rückstand von knapp 7 Minuten auf unter 10 Sekunden auf den Aston. Die Audi vielen hingegen zurück und mussten beide Rowe und den Black Falcon SLS mit Schneider, Bleekemolen, Edwards, Thiim passieren lassen. Noch noch weiter hinten nahten die beiden Marc VDS BMW Z4, die man bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht richtig auf dem Schirm hatte. Die lagen ebenfalls gut eine Runde zurück, hatten aber wohl auch auf eine Regenabstimmung gesetzt.

Die Strategie von Olaf Manthey wäre auch beinahe aufgegangen, wenn der Regen nicht so stark geworden wäre. Die Fahrer berichteten von massivem Aquaplaning auf der Döttinger Höhe, dazu kam Nebel im Bereich Pflanzgarten. Das führte dann um 22.42 Uhr zu einer roten Flagge und der Unterbrechung des Rennens. Die Rennleitung hatte zu dem ein Einsehen mit vielen kleinen Teams, die ihren Wagen im Regen an etlichen Leitplanken onduliert hatten, und hob die Parc Fermé Bestimmungen auf. Man konnte also an den Autos arbeiten, was aber den Vorteil von Manthey zunichte machte. Aus dem SLS-Lager hörte man dann gegen Ende des Rennens, dass die veränderte Abstimmung einiges gebracht habe.

Die Unterbrechung dauerte dann sehr lange. Der Regen fiel kräftig und der Rennleiter wollte die Piloten zu Recht nicht gefährden. Selbst nach Sonnenaufgang stand die Strecke noch mächtig unter Wasser, so dass der Restart erst am Montagmorgen um 08.20 Uhr erfolgte. Immerhin blieben so noch etwas mehr als acht Stunden Rennzeit.

Der Restart erfolgte immer noch unter schlechten Bedingungen und sah zunächst die Audi vorne. Der Aston fiel mit schlechten Rundenzeiten schnell zurück, aber auch die R8 konnten die Spitze nicht für sich beanspruchen. Beide Rowe SLS und der Black Falcon mit Bernd Schneider schoben sich nachdrücklich an die Spitze. Vor allem der Mercedes von Black Falcon setzte sich im Verlauf des Vormittags mit guten Rundenzeiten von beiden Markenkollegen ab.

Die beiden Manthey Porsche konnten ihre Dominanz vom Vorabend nicht mehr zeigen. Das lag sicher daran, dass die Konkurrenz in Sachen Abstimmung über Nacht nachgezogen hatte, aber auch an der BoP, die die Porsche offenbar weiter einbremst. Es ist bezeichnend, dass der beste Porsche auf P7 ins Ziel kam und aus der SP7 stammte (Manthey). Im Rennen wurden die Porsche teilweise von kleineren Problemen geplagt. So brachen beim “Frikadelli Porsche” zwei Stoßdämpfer, der “Dicke” von Manthey hatte ebenfalls kleinere Probleme.

Besser lief es am Vormittag für die verbliebenen BMW. Der Schubert-BMW mit Adorf, Hürtgen, Klingmann, Tomczyk holte eine Runde Rückstand auf und brannte sehr gute Rundenzeiten in den Asphalt. Noch besser lief es für den Marc VDS Z4 mit Martin, Piccini, Buurman, Göransson. Vor allem Maxime Martine zauberte Zeiten, die der Konkurrenz den Atem raubten. Sowohl am späten Abend als auch am Vormittag und Nachmittag war man teilweise 40 Sekunden schneller, als der Rest. Das wurde am Nachmittag zwar weniger, aber rund 15 Sekunden pro Runde reichten dem Team um beide Rowe SLS abzufangen. Wäre das Rennen durch die Nacht gegangen, der Z4 wäre nur schwer zu schlagen gewesen. So sah BMW das Rennen mit einem lachenden und weinenden Auge, denn am Ende fehlten nur 2.39min auf den siegreichen SLS von Black Falcon.

Die Dominanz der SLS, die am späten Sonntagabend mit dem einsetzenden Regen begann, war schon sehr beeindruckend. Der SLS war auf der Geraden das schnellste Auto und schien auch in den technisch anspruchsvollen Passagen kaum Schwächen zu haben. Weder die Reifen noch der Verbrauch spielten eine Rolle. Bernd Schneider hat zusammen mit seinem Team nun auch zum ersten Mal das 24H-Rennen gewonnen.

Ergebnis gesamt (pdf)
Ergebnis nach Klassen (pdf)

TV-Übertragung

Sport1 machte mit Hans-Peter Kohl und Eric Engesser einen sehr guten Job. Kohl war jederzeit auf der Höhe des Geschehens und warf auch einen Blick in die kleinen Klassen. Schade ist weiterhin, dass Sport1 nicht den Zweitsender Sport 1+ weiter nutzt. Der wurde nur von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr am Sonntag eingesetzt. Um 20.00, nach nur drei Stunden, war Schluss mit der Übertragung, die erst wieder am nächsten Morgen einsetzte. Und auch am Sonntag unterbrach man für 2 Stunden, um eine Aufzeichnung zu zeigen, ohne Sport1+ einzusetzen. Das ist ein wenig schade, auf der anderen Seite bot man einen 24H Livestream an und mit Radio Le Mans wurde man auch gut versorgt.

Vielleicht würde Sport1 ja mehr zeigen, wenn man nach Einbruch der Dunkelheit mehr Bilder senden könnte. Aber bekanntermaßen dürfen die Helikopter, die auch als Relaisstation für die Onboard und stationären Kameras auf der Nordschleife dienen, nach 22.00 Uhr nicht fliegen. Man müsste ein Glasfaserkabel und die dazu nötige Technik mit Verteilern und Verstärkern um die Nordschleife legen, was angesichts der Topografie des Rings keine leichte Sache ist. Und Geld hat man dafür auch nicht, der Ring soll ja verkauft werden.

SAVE_THE_RING_blackDer Verkauf des Nürburgrings stand auch oft im Fokus der Berichterstattung von Sport1. Die Redaktion und die Journalisten vor Ort waren offenbar klar gegen einen Verkauf und stellten jedem Fahrer und Teamchef die dementsprechenden Fragen. Die Stimmung war dementsprechend gegen einen Verkauf, auch wenn sich einige Teamchefs und Fahrer sehr diplomatisch äußerten. Sport1 servierte das Thema so oft, dass man gar nicht anders konnte, als es es wahrzunehmen.

Ein Wort noch zum Schluss. Ich war von Anfang an skeptisch, was die Verlegung des Starts auf den Sonntag angeht. Was sollte das bringen, denn die meisten Fans mussten wegen der Arbeit und weiten Rückfahrt sowieso am Montagmittag los. Die leer gefegten Zeltplätze gegen Mittag sprachen dann auch Bände. Das Pfingstwochenende zu nutzen ist sicher eine gute Idee gewesen, aber man hätte das Rennen besser Samstag starten sollen. Das wäre vor allem den Fans entgegen gekommen.
Am Ende steht aber wieder ein schönes 24H-Rennen, das dann eher ein 14H-Rennen war. Aber das tat der Stimmung offenbar keinen Abbruch. Immerhin konnte man so mal eine Nacht schlafen, was der Party-Stimmung nach dem Rennen sicher zu Gute kam. Besonders positiv ist, dass das Rennen trotz des schlechten Wetters von wirklich schweren Unfällen verschont wurde. Freuen wir uns also auf das nächste Jahr.

Michael Ammermueller / Frank Stippler / Ferdinand Stuck / Johannes Stuck (Phoenix Racing, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 4) Laurens Vanthoor / Edward Sandstroem / Christopher Mies / Christopher Haase (Belgian Audi Club Team WRT, Audi R8 LMS ultra, Frank Biela / Christer Joens / Luca Ludwig / Roman Rusinov (G-Drive Racing by Phoenix, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 3), 41. ADAC Zurich 24h- Georg Weiss / Oliver Kainz / Michael Jacobs / Jochen Krumbach (Wochenspiegel Team Manthey, Porsche 911 GT3 RSR, Startnummer 12)Georg Weiss / Oliver Kainz / Michael Jacobs / Jochen Krumbach (Wochenspiegel Team Manthey, Porsche 911 GT3 RSR, Startnummer 12) Bernd Schneider / Jeroen Bleekemolen / Sean Edwards / Nicki Thiim (Black Falcon, Mercedes-Benz SLS GT3, Startnummer 9) Richard Westbrook / Emmanuel Collard / Mike Stursberg / Hans Guido Riegel (Haribo Racing Team, Porsche 911 GT3 R, Startnummer 8), Michael Ammermueller / Frank Stippler / Ferdinand Stuck / Johannes Stuck (Phoenix Racing, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 4) Klaus Graf / Thomas Jaeger / Jan Seyffarth / Nico Bastian (ROWE Racing, Mercedes-Benz SLS GT3, Startnummer 22) Darren Turner / Stefan Muecke / Allan Simonsen / Pedro Lamy (Aston Martin Racing, Aston Martin Vantage GT3, Startnummer 7), Marc Lieb / Roman Dumas / Lucas Luhr / Timo Bernhard (Manthey Racing, Porsche 911 GT3 RSR Wolf Henzler / Peter Dumbreck / Martin Ragginger / Sebastian Asch (Falken Motorsport, Porsche 911 GT3 R Darren Turner / Stefan Muecke / Allan Simonsen / Pedro Lamy (Aston Martin Racing, Aston Martin Vantage GT3 24h-Rennen Nuerburgring Nordschleife Nissan BMW Z4 VLN Mercedes SLS VLN Porsche GT3 VLN Audi R8 VLN

Bilder: ADAC Nordrhein

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November 12 2011

19:55

JAF Grand Prix Tag 2 (Live-Blog voraussichtlich ab Sonntag, 03:50 Uhr*)

Tag 2 des JAF Grand Prix in Fuji, dem letzten, großen japanischen Motorsport-Event in diesem Jahr.  Bis 2009 war dieses Event eine reine Veranstaltung für Formel-Fahrzeuge. Seit letztem Jahr kührt die Japanese Automobile Federation aber nicht nur den JAF Grand Prix Champion in der Formula Nippon, sondern auch in der GT500 bzw. GT300 der SUPER GT.

Anders als bei den regulären Saisonläufen sind die beiden Klassen der SUPER GT in den insgesamt vier 100-km-Rennen getrennt unterwegs. Die im Vergleich zur Formula Nippon, die am Sonntag lediglich ein Rennen über 100 Kilometer austragen wird, hohe Anzahl an Rennen resultiert sich auch daraus, dass die beiden Fahrer pro Fahrzeug ebenfalls separat an einem der beiden Tagen antreten.

Am Samstag fanden bereits die ersten beiden Läufe der GT500 sowie GT300 statt, die — wenig überraschend — in keiner Weise enttäuscht haben. Insbesondere der Lauf der GT300 war gespickt mit Action, einem Foto-Finish-ähnlichen Zieleinlauf und jede Menge Überholmanövern. Im Gegensatz zu den regulären Saisonrennen, werden die Rennen beim JAF Grand Prix stehend gestartet, wovon der HATSUNEMIKU BMW Z4 durchaus profitieren konnte. Der amtierende Meister in der GT300, Nobuteru Taniguchi konnte sich mit einem Raketenstart gleich sofort an Katsuyuki Hiranaka im JIMGAINER DIXCEL DUNLOP 458 Ferrari vorbeidrücken. Dahinter wurde es ebenfalls wild, als sich Tomonobu Fujii im #33 HANKOOK Porsche, Hiranaka und Kota Sasaki im R&D SPORT LEGACY B4 behackten. Alles keine unbekannten, schließlich fuhr man bis vor wenigen Wochen noch um die Meisterschaft. Erstaunlicherweise konnte Hiranaka im Ferrari die Pace des BMW überhaupt nicht mitgehen und wurde in kürzester Zeit von den Konkurrenten der Reihe nach aufgeschlupft. Windschatten-Duelle, Side-by-Side-Überholmanöver und die obligatorischen 3-Wide-Szenen waren auch im ersten Rennen der GT300 beim diesjährigen JAF Grand Prix keine Seltenheit. Wie auch wenig später in der GT500 sollten die Reifen ein großes Thema sein, da die Teams fast unvorbereitet ins Rennen gingen, schließlich hatte es am Freitag durchweg geregnet. Die Fahrer bewegten sich hierbei auf einem schalen Grad, da einerseits durchweg “gepusht” wurde, andererseits man über die 22 Runden mit seinen Pneus aushalten musste. In der letzten Runde dann das große Chaos: Im Dreikampf zwischen Hiranaka, Bergmeister und Kosuke Matsuura, der eine unglaublich Aufholjagd, sehr zur Freude seines Teams, im ARTA Garaiya an den Tag legte, waren sich Hiranaka und Bergmeister nicht ganz über die Vorfahrt einig. Matsuura ging lachend vorbei, während vorne Taniguchi Reifenprobleme bekam und noch in der letzten Kurve von Fujii aufgeschlupft wurde. Taniguchi klebte sich aber auf der Zielgeraden sofort an das Heck des Porsches, nutzte die Power des BMW sowie den Windschatten aus und überholte Fujii nur wenige Meter vor der Zielgeraden. Dritter wurde Kosuke Matsuura. Einige, wenn auch nicht alle Highlights des Laufes, könnt ihr euch ahier anschauen.

Ähnlich Action-reich, wenn auch nicht ganz so packend wie in der GT300, ging es in der GT500 zu. Bereits beim Start wurde Andre Lotterer in einen 3-Wide in Kurve 1 eingeklemmt und wurde dabei von Takashi Kogure im Weider HSV-010 berührt. Kogure drehte sich und humpelte mit einem schiefen, rechten Vorderrad zur Box zurück. Für ihn war das Rennen anschließend gelaufen, Lotterer konnte ohne sichtbaren Schaden problemlos weiterfahren. Weitere Probleme erlitten Benoit Treluyer und Björn Wirdheim. Letzterer strapazierte seine Reifen mit einem heftigen Verbremser zu stark und musste nach einem Reifenschaden auf der Start-/Zielgeraden enttäuscht das Rennen aufgeben. Auch Treluyer, der mit der weichen Bridgestone-Mischung unterwegs war, bekam relativ flink Probleme mit dem schwarzen Gold und musste nach einem Plattfuß zur Box humpeln und sich neu bereifen lassen. Mann des Rennens war allerdings “Mr. GT500″ Juichi Wakisaka, der im D’STATION KeePer SC430 nicht nur von Startposition 13 am Ende mit einem dritten Platz auf dem Podium landete, sondern mit einigen sehenswerten Überholmanövern erneut sein fahrerisches Talent unter Beweis stellte. Rundenlang duellierte er sich mit Andre Lotterer, der zum Ende hin ebenfalls Probleme mit seinen Reifen bekam und in der letzten Runde Wakisaka dann doch ziehen lassen musste. Ursprünglich mit rund 4 Sekunden Vorsprung eigentlich das Rennen kontrollierend, geriert der amtierende GT500-Meister Ronnie Quintarelli im S Road MOLA GT-R ebenfalls in den letzten Runden in Bedrängnis, als Markenkollege J.P.L. Oliveira mit Siebenmeilen-Stiefeln aufholte. Am Ende behielt Quintarelli aber die Nase vorn. Honda ging hingegen komplett unter — erst auf Position 8 kam der erste HSV-010 mit Naoki Yamoto im RAYBRIG HSV-010 ins Ziel. Einige, wenn auch nicht alle Highlights des Laufes, könnt ihr euch ahier anschauen.

Beide Rennen versprechen einiges für den Sonntag. Quintarellis Teamkollege Masataka Yanagida hat gute Chancen ebenfalls einen Sieg einzufahren, startet er doch ebenfalls von der Pole Position. Den Erfolg seines Teamkollegen wird Taku Bamba im HASTUNEMIKU GOODSMILE BMW Z4 hingegen nur schwer wiederholen können. Er startet in seinem Rennen lediglich von Position 12. Ebenfalls am Sonntag unterwegs ist die Formula Nippon, in der der Vorjahres-Meister J.P.L. Oliveira sich die beste Ausangsposition gesichert hatte. Der amtierende Champion Andre Lotterer geht von Position 7 ins Rennen und würde natürlich gerne seinen Vorjahressieg beim JAF Grand Prix wiederholen.

*Live-Blog

Wie auch schon am Samstag gibt’s an dieser Stelle unseren Live-Blog. Um die Übertragung via den berühmt-berüchtigten Stream (bitte Hinweise im Chat beachten) herrscht allerdings große Verwirrung. So brach der Streamer seine Übertragung am Samstag während der Qualifikation zum Legends Cup ab, obwohl J SPORTS 4 noch auf Sendung war. Für den Sonntag ist zudem erst ein Übertragungsbeginn ab 7:30 Uhr deutscher Zeit eingetragen. J SPORTS 4 überträgt aber bereits deutlich früher, nämlich bereits ab 4 Uhr deutscher Zeit, zum Rennen der Formula Nippon. Daraus ergeben sich drei Theorien: Entweder ist Startzeit vom Stream falsch eingetragen, oder er zeigt lediglich das GT500-Rennen, das gegen 7:25 Uhr gestartet wird. Eine dritte Theorie wäre, dass der Streamer, ähnlich dem letzten Saisonrennen in Motegi, die J-SPORTS-4-Übertragung zeitversetzt “as live” ab 7:30 Uhr ausstrahlt. Der von uns genannte Start zum Live-Blog ab 3:50 Uhr früh ist somit mit Vorsicht zu genießen. Sollte es zu diesem Zeitpunkt kein Live-Bild geben, werden wir dies entsprechend in diesem Eintrag kommunizieren uns dann um 7:20 Uhr melden, in der Hoffnung etwas mehr als “nur” das zweite Rennen der GT500 zu sehen.

Der Vollständigkeit halber trotzdem die Übersicht über die Rennen, die in den Zeitraum der J-SPORTS-4-Übertragung fallen:

Tag 2, Sonntag 13. November 2011

4:00 Uhr bis 4:40 Uhr — Formula Nippon Rennen (22 Runden)
5:15 Uhr bis 5:40 Uhr — Legends Cup Rennen (8 Runden)
6:10 Uhr bis 6:55 Uhr — Zweites Rennen SUPER GT, GT300 (22 Runden)
7:25 Uhr bis 8:05 Uhr — Zweites Rennen SUPER GT, GT500 (22 Runden)
8:25 Uhr bis 9:00 Uhr — Große Abschlussfeier mit Kührung des Gewinners Ost gegen West

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November 11 2011

20:46

JAF Grand Prix Tag 1 (Live-Blog ab 4:30 Uhr)

Der JAF Grand Prix ist die letzte große, japanische Motorsport-Veranstaltung in diesem Jahr, und greift dabei auch noch auf eine sehr lange Tradition bis ins Jahr 1969 zurück. Bis 2009 war dieses Event eine reine Veranstaltung für Formel-Fahrzeuge. Seit letztem Jahr kührt die Japanese Automobile Federation aber nicht nur den JAF Grand Prix Champion in der Formula Nippon, sondern auch in der GT500 bzw. GT300 der SUPER GT

Anders als bei den regulären Saisonläufen werden die beiden Klassen der SUPER GT in den insgesamt vier 100-km-Rennen getrennt unterwegs sein. Die im Vergleich zur Formula Nippon, die am Sonntag lediglich ein Rennen über 100 Kilometer austragen wird, hohe Anzahl an Rennen resultiert sich auch daraus, dass die beiden Fahrer pro Fahrzeug ebenfalls separat an einem der beiden Tagen antreten.

Für Fahrer wie Kazuki Nakajima ergibt sich daraus eine sicherlich spaßige, wenn auch herausfordernde Doppelbelastung, denn er wird im zweiten GT500-Rennen am Sonntag antreten, während sein Teamkollege und frisch gekührter Formula-Nippon-Meister Andre Lotterer sich jeweils auf ein Rennen konzentrieren kann. Letzterer gewann übrigens im letztens Jahr erstmals den Formula Nippon Sprint Cup.

Begleitet wird dieses große Event von zahlreichen Aktivitäten für die gesamte Familie, Gedenk- und Spendenmöglichkeiten für die Opfer des Tohoku-Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011, eine Ausstellung von speziellen Produkten aus den von der Naturkatastrophe getroffenen Gebieten. Im Rahmenprogramm wird der Vitz Cup, die F4 sowie der sehr beliebte Legends Cup unterwegs sein. Letzterer wird für einiges an Spannung sorgen, denn dort treten bekannte, japanische Motorsportler und heutige Team-Manager wie Aguri Suzuki, Kunimitsu Takahashi — immerhin stolze 71 Jahre alt! –, der ehemaliger Le-Mans-Sieger Masanori Sekiya oder Satoru Nakajima an. Insgesamt 17 Fahrer werden mit dem Honda CR-Z, einem Hybrid-Fahrzeug, um den prestigereichen Sieg fahren.

Übertragen wird der JAF Grand Prix in Japan von J SPORTS 4. In Deutschland wird man das Ganze auf japanisch im berühmt-berüchtigten Stream (bitte Hinweise im Chat beachten!) sehen können. Zudem werden wir gewohnt einen Live-Blog an beiden Tagen anbieten. Los geht das Ganze am Samstag zur Frühaufsteher-Zeit um 4:30 Uhr, am Sonntag sogar bereits um 3:40 Uhr, bis jeweils 9:00 / 9:30 Uhr. In der langen Übertragungszeit werden wir viel Zeit haben, um auf einige Dinge bezüglich des Events, etwa dem Ost-gegen-West-Wettkampf, auf den auch die Fans einen großen Einfluss haben, einzugehen.

Wer nicht ganz so früh aufstehen oder sich nur bestimmte Rennen ansehen möchte, für den haben wir den offiziellen Zeitenplan für die (Renn-)Sessions, die unter die J-SPORTS-4-Übertragung fallen, in die deutsche Zeit umgerechnet.

Tag 1, Samstag 12. November 2011

4:45 Uhr bis 5:30 Uhr — Erstes Rennen SUPER GT, GT300 (22 Runden)
6:10 Uhr bis 6:40 Uhr — Vitz Cup Rennen (11 Runden)
7:15 Uhr bis 7:55 Uhr — Erstes Rennen SUPER GT, GT500 (22 Runden)
8:10 Uhr bis 8:40 Uhr — Legends Cup Qualifying

Tag 2, Sonntag 13. November 2011

4:00 Uhr bis 4:40 Uhr — Formula Nippon Rennen (22 Runden)
5:15 Uhr bis 5:40 Uhr — Legends Cup Rennen (8 Runden)
6:10 Uhr bis 6:55 Uhr — Zweites Rennen SUPER GT, GT300 (22 Runden)
7:25 Uhr bis 8:05 Uhr — Zweites Rennen SUPER GT, GT500 (22 Runden)
8:25 Uhr bis 9:00 Uhr — Große Abschlussfeier mit Kührung des Gewinners Ost gegen West

Live-Blog:

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October 01 2011

23:21

SUPER GT: Round 7 Kyushu 250 km (Live-Blog ab 6:30, Sonntag 02. Oktober 2011)

Nach einem Jahr Pause und dem starken verlangen der örtlichen Fans kehrt die SUPER GT nach Kyushu auf den Autopolis Circuit zurück. Die für Mensch und Maschine technisch anspruchsvolle Strecke nahe der Nachbarstadt Fukuoka ist gleichzeitig auch Austragungsort des vorletzten Saison-Rennens. Die Zusatzgewichte werden um die Hälfte reduziert — und noch immer haben mehrere Fahrer bzw. Teams Chancen auf den Titel.

Uns steht nicht nur ein packendes Rennen bevor, bei dem man vor dem großen Finale in Motegi wertvolle Punkte sammeln möchte, sondern sich gleichzeitig auch am direkten Konkurrenten orientieren wird. Für Honda könnte diese Herangehensweise essentiell werden, denn mit dem HSV-010 hat man bislang noch keine Daten auf dem Kurs sammeln können.

Zwar behaupten einige der Honda-Fahrer, dass man auf die Daten des NSX von 2009 zurückgreifen könne, trotzdem stehe hinter der Performance des neuen “Super-Sportwagen” ein großes Fragezeichen. Gleichzeitig konnten einige andere Teams bereits in diesem Jahr kleine Reifentests in Autopolis durchführen, was insbesondere auf den Longruns sich als kleinen Vorteil herauskirstallisieren könnte. Unbeeindruckt von all den Theorien hat sich in der Qualifikation am Samstag aber der KEIHIN HSV-010 auf die dritte Startposition gestellt. Startfahrer Koudai Tsukakoshi fuhr in der SUPER LAP eine 1:40.419 und musste sich damit lediglich Ronnie Quintarelli im S Road MOLA GT-R sowie dem zum zweiten Mal in Folge auf der Pole Position stehenden Hiroaki Ishiura im DESO SARD SC430 geschlagen geben. “Lediglich” ist in diesem Falle sogar relativ harmlos ausgedrückt, denn sowohl Ishiura wie auch Quintarelli legten in der SUPER LAP ein wahres Feuerwerk hin.

Letzterer strapazierte etwas zu stark seine Reifen und verbremste sich, konnte im letzten Sektor der Strecke aber die verlorene Zeit wiedergutmachen, während Ishiura eine perfekte Runde auf die Strecke legte. Beide Fahrer lagen als einzige unter der 1:40-Marke (DENSO SARD SC430 1:39.901, S Road MOLA GT-R 1:39.902) — und trennten sich damit gerade mal 0.001 Sekunden. Verrückte Welt in Kyushu. Beide Fahrzeuge sind mit Michelin-Pneus unterwegs, die sich heuer als die durchweg beste Marke in der GT500 entpuppt haben. Für unseren deutschen Export-Schlager Andre Lotterer lief es hingegen nicht sonderlich gut. Mit 1:41.920 wird er von Position 11 ins 250-km-Rennen gehen. Die Qualitäten von ihm und seinem Teamkollegen Kazuki Nakajima lassen aber auf eine interessante Aufholgjagd hoffen, wobei man hoffen darf, dass Nakajima dieses Mal mit weniger Problemen zu kämpfen hat. Für beide war das letzte Fuji-Rennen nach einem Reifenschaden sowie einem schwächelnden Nakajima nach Halbzeit beendet gewesen. Der zweite, starke Titelaspirant, der Weider HSV-010 geht von Position 6 ins Rennen. Ähnlich Fuji kann man auf eine Aufholjagd schließen, als man eine schlechte Qualfikation in ein hervorragendes Rennresultat ummünzte. In wie fern die Lexus-Teams mithalten können, wird sich zeigen, da bereits die Trainingseinheiten zeigten, dass die Nissans und Hondas etwas schneller um die Kurven kommen.

In der GT300 hat die BMW-Mannschaft acht Punkte Vorsprung auf den JIMGAINER DIXCEL DUNLOP 458, der in diesem Jahr trotz der vielen Punkte noch immer keinen Sieg einfahren konnte. Während der Z4 auf den Geraden deutlich mehr Power hat, kommt der Ferrari etwas schneller um die Kurven, was insbesondere nach der Reduzierung der Zusatzgewichte für einen Vorteil in Autopolis sorgen könnte. Gefolgt werden die beiden vom #33 HANKOOK Porsche und dem besten japanischen Wagen, dem SG CHANGI IS350, der den vierten Lauf in Sugo für sich entscheiden konnte. Unbeeindruckt vom Titelkampf steht aber ein ganz anderer auf der Pole Position: der R&D SPORT LEGACY B4 mit1:50.447. Von Position 2 geht der JLOC Lamborghini RG-3 (1:51.329), von Position 3 der ZENT Porsche RSR (1:51.403) ins Rennen. Der erste japanische Wagen steht mit dem COROLLA Axio apr GT auf Position 5, die Titelaspiranten jeweils auf auf 6 (IMGAINER DIXCEL DUNLOP 458 (HATSUNEMIKU GOODSMILE BMW), 14 (SG CHANGI IS350) und 15 (#33 HANKOOK PORSCHE). Der Zweikampf Ferrari gegen BMW verspricht einiges an Zündstoff.

Wie gehabt sind wir erneut mit unserem Live-Blog vertreten und werden die kompletten 250 km mitkommentieren. Das Rennen wird dieses Mal auf J SPORTS 2 ausgestrahlt; in Deutschland wird man auf den berühmt-berüchtigten Stream zurückgreifen müssen. Unser exklusiver Live-Blog beginnt um 6:30 Uhr deutscher Zeit, die grüne Flagge wird gegen 7:00 Uhr fallen.

 

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September 10 2011

15:49

SUPER GT: Round 6 Fuji 250 km (Live-Blog, Sonntag 06:30 Uhr)

Endspurt in der SUPER GT: In den verbleibenden drei Saisonrennen spitzt sich der Kampf um die Meisterschaft zu. Nun geht es bereits das zweite Mal nach Fuji, jenen Ort, an dem die diesjährige Saison nach der Verschiebung des Okayama-Rennens gestartet wurde. Für die Titelaspiranten heißt es wichtige Punkte sammeln, für die Lexus-Teams ist es hingegen wohl die letzte Chance, in den Titelkampf einzugreifen. Rennstart: diesen Sonntag  gegen 07:00 Uhr deutscher Zeit. Wir bloggen live ab 6:30 Uhr.

Quasi im Vorgebirge des Vulkans Fuji-san gelegen, erwartet uns ein wahrer Showdown, sowohl in der GT500 wie auch in der GT300. Es ist das letzte Rennen bevor die Gewicht-Handicaps reduziert (Autopolis) und anschließend sogar komplett entfernt werden (Motegi). Für die Meisterschaftsaspiranten heißt es somit, das aufgrund der Naturkatastrophe vom März von 400 km auf 250 km reduzierte Rennen, taktisch anzugehen. Fahrzeuge wie der aktuell in der Meisterschaft führende S Road MOLA GT-R, der mit 100 kg an Zusatzballast unterwegs sein wird, werden somit einen spürbaren Nachteil gegenüber den leichteren Fahrzeugen haben. Sofern es trocken bleibt.

Interessant dürfte das Abschneiden der Lexus-Fahrzeuge werden, die bereits im April in den Trainingseinheiten ein hohes Tempo vorgaben und auch im verregneten Rennen sich mit den Nissans um den Sieg duellierten, in der restlichen Saison allerdings stark abfielen und bislang noch keinen einzigen Sieg zu verzeichnen haben. Dies könnte sich am morgigen Sonntag allerdings ändern, denn neben dem Gewichtsvorteil kommt die Streckencharakteristik dem SC430 sehr entgegen. Kein wunder, schließlich ist Fuji auch die Heimstrecke für Toyota/Lexus. Ein Sieg ist somit Pflicht, um überhaupt noch in den Titelkampf eingreifen zu können. Der erste Schritt ist immerhin bereits getan: Sowohl im Training wie auch in der Qualifikation dominierten die Lexus-Fahrzeuge, vorangehend der DENSO SARD SC430, der von Hiroaki Ishiura in der SUPER LAP (dem diesmal eingesetzten Einzelzeitfahren nach dem ersten Qualfiikations-Segment) mit 1:34.411 auf die Pole Position gestellt wurde. Dahinter eine wahre Lexus-Armada: ZENT CERUMO SC430 (1:34.525), ENEOS SUSTINA SC430 (1:34.688), D’STATION KeePer SC430 (1:34.708) sowie PETRONAS TOM’S SC430 (1:34.745) komplettieren die Top 5. Erst auf der sechsten Position steht der erste Honda (ARTA HSV-010), dahinter der 100kg schwere S Road MOLA GT-R, dicht gefolgt vom stärksten Meisterschaftskonkurrenten und amtierenden Champion, dem Weider HSV-010. Letzterer ging aus dem regnerischen aber dadurch auch umso spannenderen 500-km-Rennen von Suzuka siegreich hervor. Takashi Kogure und Loic Duval sind somit nur noch 12 Punkte hinter Masataka Yanagida und Ronnie Quintarelli.

Überhaupt war das 40th International Pokka GT Summer Special ein absolut sehenswertes Rennen, mit vielen Positionskämpfen und allen drei GT500-Marken, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten Chancen auf den Sieg hatten. Bemerkenswert war erneut die Performance von Benoit Treluyer, der wie auch bereits beim Saisonstart seinen MOTUL AUTECH GT-R übers Wasser trug und zum richtigen Zeitpunkt mit den Intermediate-Reifen der Konkurrenz entflog. Ähnlich dem PETRONAS-Team vertraute MOTUL allerdings einer Wettervorhersage, dass der Regen zum Ende des Rennens erneut zunehmen wird, weshalb man beim letzten Boxenstop auf die Regenreifen setzte. Der Regenguss blieb allerdings aus, weshalb man den mit Trockenreifen ausgestateten Fahrzeugen zum Opfer fiel. Besonders tragisch hat es dabei Andre Lotterer sowie seinen Teamkollegen Kazuki Nakajima getroffen, die für kurze Zeit sogar auf Position 1 unterwegs waren, mit den Regenreifen aber ebenfalls durchgereicht wurden. Ein Zusammenstoß mit dem CALSONIC IMPUL GT-R von Joao Paulo Lima de Oliveira beendeten zudem jegliche Restfunken an Hoffnung auf eine Top-Position — am Ende wurde man nur Sechster.

Bei all den Showdown-Gesprächen in der GT500 fällt die kleinere GT300 ein wenig ab. Mit unrecht, denn auch hier spitzt sich der Meisterschaftskampf zu. Der JIMGAINER DIXCEL DUNLOP 458 Ferrari führt ebenfalls mit nur 12 Punkten vor — Überraschung, Überraschung! — dem HATSUNEMIKU GOODSMILE BMW. Dahinter mit lediglich 14 Punkten Rückstand auf die Ferrari-Mannschaft liegt mit dem #33 HANKOOK PORSCHE der Sieger des ersten Fuji-Rennens. Erst auf Position Vier folgt die erste japanische Marke (COROLLA Axio apr GT), dahinter der R&D SPORT LEGACY B4, vor der Saison als Geheimfavorit gehandelt, erneut aber hinter den Erwartungen zurückblieb. Das Momentum des Suzuka-Gewinns scheinen Tetsuya Yamano sowie sein Teamkollege Kota Sasaki in ihrem Subaru allerdings nicht mitnehmen zu können — morgen gehen sie lediglich vom 15. Startplatz ins Rennens. Auf der Pole steht hingegen der HATSUNEMIKU GOODSMILE BMW (1:43.416), gefolgt vom Verity TAISAN Porsche (1:43.858) und dem EVANGELION RT TEST TYPE-01 Apple Shiden (1:44.180). Erst auf Position sechs sprengt der mit dem ARTA Garaiya der erste japanische Wagen die Kette der europäischen GT300-Flotte, was erneut die Power der nicht-japanischen Marken auf einer solch schnellen Strecke wie Fuji unterstreicht. Der 100kg schwere JIMGAINER DIXCEL DUNLOP 458 wird von Position 11 ins Rennen gehen, der #33 HANKOOK PORSCHE von Position 13. Für das BMW-Projekt um Ukyō Katayama sieht es zumindest auf dem Papier gut aus, nach Malaysia den zweiten Saisonsieg einzuholen und eventuell sogar die Führung in der Meisterschaft zu übernehmen. Gutes Omen: Bereits in Malaysia gewann man das Rennen von der Pole Position. Interessant wird dennoch zu beobachten sein, ob die japanischen Marken mit weniger Zusatzgewicht sich vor die europäischen Fahrzeuge schieben können, um die eigenen Meisterschaftschancen intakt zu halten, oder ob die “Gaijin-Marken” (als Gaijin bezeichnet man einen Ausländer) den Ballast mit ihrer Power kompensieren können. Im Falle des Z4 (90kg Zusatzgewicht) scheint dies zumindest in der Qualifikation bereits funktioniert zu haben.

Spannend wird das sechste Saisonrennen auf jeden Fall. Etwas uneinig sind sich im Moment noch die Meteorologen — die Wetterberichte sprechen von einem sonnigen, aber windigen Rennen, mit der Gefahr von Gewitterstürmen. Da Fuji in einem Regenloch liegt, kann das Rennen kurzerhand komplett umschwingen und im wahrsten Sinne des Wortes “absaufen”. Denn wenn es in Fuji regnet, dann richtig.

Wie bereits zum 40th International Pokka GT Summer Special aus Suzuka werden wir über das Rennen live berichten. Zeitgleich mit der Übertragung von J sports Plus um 06:30 Uhr starten wir unter diesem Artikel unseren Live-Blog; der Rennstart erfolgt aller Wahrscheinlichkeit 30 Minuten später (auf entsprechende Stream-Hinweise bitte im Chat achten!).

 

SUPER GT Round 6 Fuji 250 km Live-Blog

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August 21 2011

05:44

SUPER GT: 40th International Pokka GT Summer Special – Round 5 (Live-Berichterstattung zu Ende!)

Die Strecke hat die Form einer Acht, Kurven wie die 130R, Degner oder 200R befeuchten die Augen von Fahrern und Fans. Bereits zum 40. Mal findet das International Pokka GT Summer Special, das legendäre 1000-km-Rennen in Suzuka statt, welches in den letzten Jahren aufgrund von finanziellen Einsparungen auf 700 km und 2011 nach dem verherrenden Erdbeben und Tsunami auf 500 km verkürzt wurde. Der Langstreckenklassiker hat sich in den letzten Jahren bereits wie ein Sprintrennen angefühlt, dieses Jahr dürfte es dementsprechend noch anstrengender für Mensch und Maschine werden.

Streng genommen ist es bereits die 45. Auflage des Rennens, nicht immer lief das seit 1966 auch gerne mal als 12-Stunden-Rennen ausgetragene Rennen unter dem gleichen Deckmantel. Seit 2006 ist das Rennen ein offzieller Wertungslauf der japanischen SUPER GT. Ein Sieg ist somit nicht nur prestigeträchtig, sondern auch für die Meisterschaft enorm wichtig, immerhin leitet der Lauf die zweite Saisonhälfte ein. Alle drei GT500-Marken haben ihre Stärken und Schwächen auf der Strecke, weshalb die Chancen sehr ausgeglichen sind und sozusagen jeder Hersteller eine reelle Chance auf den Sieg hat. Hersteller der Stunde ist derzeit Nissan, die mit dem alten GT-R, allen Vohersagen zum Trotz, drei der bisher vier Saison-Läufe (Okayama, Fuji und zuletzt Sugo) für sich entscheiden konnten. Lediglich beim einzigen, internationalen Auftritt der Serie in Malaysia, behielt Honda mit dem noch in der vergangenen Saison so starken HSV-010 die Nase vorn.

“Business as usual” könnte man somit behaupten, denn auch in Suzuka steht mit dem derzeitigen Führungsduo der Meisterschaft (Masataka Yanagida und Ronnie Quintarelli) ein GT-R auf der Pole Position. Die Qualifikation wurde dieses Mal in dem aus der Formel 1 bekannten Knock-out-Verfahren in drei Segmenten ausgefahren. Eigentlich erst für den späten Nachmittag angekündigt, sorgte ein heftiger Regenschauer für schwierige sowie rutschige Bedingungen auf der Strecke. Besonders interessant war dabei die Performance der drei GT500-Marken. Während im ersten Qualifikations-Segment unter zu diesem Zeitpunkt noch trockenen Bedingungen der Weider HSV-010 mit Loic Duval mit 1:53. 991 ganz oben im Klassement auftauchte, war es Hiroaki Ishiura im DENSO SARD SC430, der mit  2:07.586 im zweiten Segment die Bestzeit fuhr. Zu diesem Zeitpunkt hatte es bereits heftig zu Regnen angefangen. Auch der dritte Teil der Qualifikation war dementsprechend eine feuchte wie rutschige Angelegenheit. Am Ende behielt Ronnie Quintarelli im S Road MOLA GT-R mit 2:08.206 die Nase vorn, wohlgemerkt mit 82kg an Zusatzgewicht. Auf Position zwei qualifizierte sich der KEIHIN HSV-010, auf drei die Teamkollegen und amtierenden Meister von der Weider-Truppe. Etwas abgeschlagen der erste Lexus auf Position sieben (DENSO SARD SC430); Nakajima und Lotterer landeten leicht enttäucht unter diesen schwierigen Bedingungen auf Position acht. Eine Prognose für das 500-km-Rennen in der GT500 zu treffen wird deshalb besonders schwierig, da unter drei unterschiedlichen Bedingungen alle drei Marken unterschiedlich schnell waren. Eines ist aber sicher: Nur wer ohne Probleme seinen Wagen über die Distanz trägt, wird am Ende ganz oben am Siegertreppchen stehen. Keine einfache Aufgabe, denn auch für das Rennen besteht mit 80% eine sehr hohe Regenwahrscheinlichkeit. Gefragt sind deshalb auch die Renningeneure sowie Boxencrews, da in diesem Jahr die Fahrer mindestens zweimal gewechselt werden müssen.

Wenig spektakulär war hingegen die Qulifikation der GT300, die der ARTA Garaiya gewinnen konnte. Von Position zwei geht der HANKOOK PORSCHE mit der Nummer 33 ins Rennen, also genau der Wagen, der bereits bei der Regenschlacht von Fuji siegreich übers Wasser ging, bei den restlichen Saisonrennen aber ein wenig abfiel. Erfreulich für Subaru startet der R&D SPORT LEGACY B4 von Position drei. So unspektakulär die Qualfikation der GT300 war, umso spannender sollte das Rennen der “kleinen” Klasse werden, bei dem davon ausgegangen wird, dass die japanischen Fahrzeuge einen leichten Vorteil gegenüber den europäischen Marken wie Porsche, Ferrari oder BMW bezüglich des Benzinverbrauchs haben sollen. Ein Benzinkrimi? Gut möglich, doch wer die GT300 kennt, der weiß, dass hier gerne bis zur letzten Sekunde Rad an Rad gekämpft wird. Man sollte deshalb ein Auge auf Porsche, BMW und Co. behalten, die womöglich diesen Nachteil mit “Qualfikations-Runden” zu kompensieren versuchen.

Erfreuliche Nachricht aus der Stream-Front: Zumindest für das Pokka GT Summer Special ist überraschenderweise ein Stream (danke an Eagel-F1 aus dem Chat!), wenn auch leider noch immer nicht von offizieller Seite, aufgetaucht, weshalb wir selbstverständlich die Möglichkeit nutzen und über das komplette Rennen für euch live über unseren Twitter-Account berichten!

UPDATE 21.08.11 11:50 Uhr:

Das Rennen ist zu Ende. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und dem Interesse, trotz der Nacht- und Nebelaktion. In den kommenden Tagen folgt unsere ausführliche Analyse zum Rennen. Der nächste Lauf findet am 11. September 2011 in Fuji statt, von dem wir mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls erneut live berichten werden. Weitere Details folgen dann Anfang September zusammen mit unserer Vorschau zu Rennen 6 der SUPER GT!

 

 

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May 05 2011

10:00

LMS/ILMC: Vorschau 1000km von Spa-Francorchamps

Die Kombination der beiden Meisterschaften bringt ein gewaltiges Feld für den Ardennen-Klassiker zusammen. Für viele ist es der letzte große Test für Le Mans, für manche neue Autos eher eine Probefahrt, wie der Testtag in Le Mans vor anderthalb Wochen zeigte.

55 Fahrzeuge werden am Samstag (!) in Spa-Francorchamps am Start sein, und der Fokus liegt dabei wieder einmal auf dem Duell “Peugeot vs. Audi” – auf diese Ära werden Sportwagen-Fans wohl noch in Jahrzehnten zurückblicken wie heute etwa auf Ford vs. Ferrari in den späten 60ern. Nachdem Peugeot den neuen 908 schon in Sebring einsetzte, wird der Audi R18, über den kürzlich weitere Details bekannt wurden, erst an diesem Wochenende in Spa seinen ersten Renneinsatz bestreiten. Und der Testtag an der Sarthe, der am Ostersonntag stattfand, legt die Vermutung nahe, dass es in diesem Duell einen Tausch der Rollen von Hase und Igel geben könnte. Wer wird also in den Ardennen die Oberhand behalten: Peugeot, die in diesem Rennen seit 2007 ungeschlagen sind, oder Audi, die seit dem R8 bei jedem Debüt eines neuen Wagens gesiegt haben?  

Test-Zeiten sollte man natürlich immer mit Vorsicht genießen – dazu später mehr. Bei dem Duell der beiden großen Werke wird es dann an der Spitze vorerst auch bleiben – nicht nur dass die Lücke zwischen Dieseln und Benzinern (bzw. zwischen Werken und Privatiers, je nach Interpretation) nach wie vor groß zu sein scheint, hinzu kommt, dass Aston Martin, das dritte, aber finanziell deutlich geringer ausgestattete Werk in der LMP1, seine beiden AMR-One nach einem desaströsen Testtag letzte Woche von der Teilnahme am Lauf in Spa zurückgezogen hat.

Zwar testeten die Prodrive-Mannen in der Woche vor Ostern in Spa und dann sonntags an der Sarthe, doch wirklich voran zu kommen scheinen sie kaum: Modifikationen wie der neue Auspuff (Bild) schienen noch reichlich improvisiert. Der Reihen-Sechszylinder der #009 hauchte bereits früh am Morgen seinen Geist aus, die #007 konnte am Vormittag immerhin 13 Runden abspulen, auf die Bestzeit fehlten ganze 23 Sekunden. Nun der Rückzug zugunsten weiterer Testfahrten; damit kassiert man 30.000 € Strafe für das Auslassen eines ILMC-Laufs, dass sie dort nun aus der Wertung fliegen, ist eher Nebensache.

Daher stellt sich schon beinahe die Frage, ob ein Le Mans-Start mit zwei langsamen und anfälligen Wagen überhaupt sinnvoll ist, oder ob man nicht eher auf einen Platz verzichten sollte. Denn damit würde man dem Kronos-Team mit Vanina Ickx, Bas Leinders und Maxime Martin den Weg freimachen, die mit dem erprobten Lola-Aston Martin zumindest um die Benziner-Spitzenplätze mitfahren könnten. Allerdings fehlen diesem Team nach nur 16 Runden am Testtag auch Kilometer, zumal das belgische Team, in das das MarcVDS-Team involviert ist, aufgrund einer anstehenden Generalüberholung des Wagens und der Terminkollision mit der GT1-WM in Spa nicht antreten kann. Dennoch ist das eine nicht unwahrscheinliche Alternative, um das PR-Desaster für Aston Martin einzudämmen.

Audi und Peugeot dagegen scheinen mit ihren neuen Modellen nach 2011er-Regeln voll auf Kurs zu liegen, dank ungleich größerem Budget, früherem Entwicklungsbeginn und zahlreichen Testfahrten in den vergangenen Monaten nicht weiter verwunderlich.

In der vergangenen Woche hat Audi die lang erwarteten Details des R18-Motorenkonzeptes enthüllt: ein einzelner Turbolader – im R15 waren es zwei – sorgt für die etwa 540 PS Leistung, er ist mit der Auspuffanlage zwischen den mit 120° sehr flachen Zylinderbänken angeordnet, um ein möglichst kompaktes aSession 1</a> und <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Session 2) ansieht – doch um ganze fünf (!) Sekunden, wenn man die durchschnittliche Rundenzeit von längeren Stints betrachtet, wie das Paul Truswell getan und Website</a> des Veranstalters gestreamt und auch Peugeot hat angekündigt, <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier einen Stream anzubieten. Ob es sich da um denselben handeln wird, kann ich nicht sagen. Neben dem Live-Timing</a> und <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Radio Le Mans empfehle ich auch meine 

April 09 2011

13:30

GT1-WM 2.Lauf Zolder: Quali Analyse + Livestream

Wie bereits zum Saison Auftakt in Abu Dhabi von uns gewohnt, bieten wir auch zum 2. Lauf in Zolder an, den Stream auf unsere Seite mitzuverfolgen, somit entfällt der lästige extra- Seitenaufruf und es kann weiterhin im Chat fleißig gefachsimpelt und über das Rennen diskutiert werden. An dieser Stelle möchte ich noch einmal Danke an den SRO und ganz besonders an Cameron Kelleher sagen, die uns den Stream-code zur Verfügung stellen.

Einige Worte zur Qualifikation (den Stream gibt es weiter unten): Vielleicht nicht gerade erwartet aber erneut stark unterwegs und verdient auf Pole steht der Lamborghini #37 N. Pastorelli/D. Schwager vom Team Münnich Motorsport gefolgt von zwei Young Driver Aston Martin mit #7 A.Müller/Tomas Enge, #8 D.Turner/S.Mücke. Außerdem sehr erfreulich ist die Startposition der #11 Corvette vom Team Exim, das niederländische Fahrerduo Hezemans/Catsberg zeigten eine klasse Vorstellung in der Qualifikation, sollte im Rennen kein technischer Defekt oder Unfall die Vette stoppen wäre ein dritter Platz durchaus ein realistisches Ziel für die zuletzt so arg gebeutelte Mannschaft. Mit dichten Abstand lauert auch schon der erste Nissan, angeführt von den GT-Veteranen #22 P.Dumbreck/R.Westbrook auf der fünften Startposition.

Weniger gut lief es hingegen für die gesamte FordGT Mannschaft. Weder VDS noch Belgian Racing konnten einen ihrer Fahrzeuge unter den Top10 platzieren, man muss sich gehörig steigern um nicht den Anschluss zu verlieren, nachdem erfolgreichen Auftaktsieg von M. Martin/F. Makowiecki in Abu Dhabi fährt man im Heimspiel von Zolder nur im hinteren Mittelfeld, der Blick muss nach vorn gerichtet werden, auch wenn es in den letzten Tagen schwer fällt dies zu tun.

Die Abstände der Top10 befindet sich allesamt von nur einer Sekunde, was drauf schließen lässt, dass uns ein spannendes Rennen erwartet!

Ab 16:00Uhr geht die Post!


GT1 Live – next event Zolder (Belgique) April 10…</a> <em>von aa<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">GT1

Live GT1</a> <em>von aa<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">GT1

 

March 18 2011

16:00

Vorschau: ILMC/ALMS – 12h von Sebring

Mit den 12 Stunden von Sebring starten am Samstag sowohl die American Le Mans Series als auch der Intercontinental Le Mans Cup in die neue Saison – eine weitere Auflage des Zweikampfes Audi vs. Peugeot. Doch der eigentliche Kracher ist die GT-Klasse.

So wie die NASCAR-Fans sich jedes Jahr auf den großen Saisonauftakt in Daytona freuen, erwartet die Sportwagen-Gemeinde im Frühjahr sehnlichst den Saisonstart in Sebring. Der traditionsreiche Flugplatzkurs wurde zwar im Laufe der Jahrzehnte einige Male umgebaut, hat aber nach wie vor einen ganz eigenen Charakter. Dazu tragen auch die Fans bei, die hinter den Leitplanken und Zäunen ihre Zelte aufschlagen, die Tailgates ihrer Pick-Ups öffnen und im milden Märzwetter Floridas grillen, während die Fahrer sich, von der Abendsonne geblendet, waghalsig in die Sunset Bend stürzen. Die 180°-Kurve ist eine der „Signature Corners“ der Strecke, die trotz Betonplatten als Untergrund mit fast 200 km/h durchfahren wird, um genug Speed mit auf die Start/Ziel-Gerade zu nehmen und in die noch schnellere Kurve 1 hinein vielleicht einen Überholversuch zu starten… 

Es ist die 59. Ausgabe des Langstreckenklassikers und es verspricht eine grandiose zu werden. Das Starterfeld ist mit 56 Fahrzeugen so groß wie seit 2002 nicht mehr, was allerdings der Kombination aus dem gemeinsamen Lauf der ILMC und der ALMS (inklusive ihrer beiden Challenge-Klassen) geschuldet ist. Kurz zum Intercontinental Le Mans Cup, kurz ILMC: es ist die zweite Saison für diese neue, hauptsächlich auf die Herstellersteams in der LMP1 und GTE-Pro ausgerichtete Serie. Sieben Rennen wird es geben, die aber bis auf die 24h von Le Mans selbst sowie den Lauf in China am Saisonende alle auch gleichzeitig zur europäischen oder amerikanischen Le Mans-Serie gehören. Bei diesen Rennen werden die Grids entsprechend gut besetzt sein. Neben der schieren Menge an Teilnehmern außerdem noch interessant: es wird es eine ganze Reihe neuer Teams und Autos zu sehen geben, auch wenn einige der wichtigsten leider noch fehlen.

LMP1

So allen voran der neue Audi R18. Getestet haben die Ingolstädter ihr neues Coupé in Sebring im Februar bereits ausgiebig, denn bekanntlich eignet sich die Strecke (hier </a>eine Onboard-Runde mit Adrian Fernandez im Aston Martin-Lola aus dem vergangenen Jahr) gut dafür, zwar nicht aufgrund ihres Layouts, aber wegen der enormen Belastung, die die Buckelpiste mit ihren wechselnden Fahrbahnbelägen auf die Fahrzeuge ausübt. Doch anscheinend “mauern” die Le Mans-Titelverteidiger gern und wollen der Konkurrenz erst so spät wie möglich die Performance des R18 erahnen lassen. Gleichzeitig, so jedenfalls die Vermutung im Radio Le Mans-ILMC-Saisonvorschau-a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Podcast, kann Audi die Stärke des neuen Peugeot 908 in Sebring bereits bemessen.

Denn es kommt eine überarbeitete Version des R15+ zum Einsatz, die ebenfalls im Februar dort getestet wurde, so dass man einen Maßstab für die Leistung des 908 hat. Sebring wird die letzte Vorstellung dieses Wagens sein und bei den Testfahren zu Beginn dieser Woche schien man nicht allzu weit von der 2011er Version des Peugeot 908 entfernt zu sein, die Leistung des nicht mehr dem neuen Reglement entsprechenden V10-Motors ist dabei durch einen Luft-Restriktor beschnitten. Unter anderem ist die Aufhängung neu und es kommen wie beim R18 und dem Peugeot Vorderreifen im Hinterreifen-Format zum Einsatz. Das Le Mans-Siegertrio, bestehend aus Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockenfeller (#1) wird neben der bald schon als Legenden zu bezeichnenden Truppe Rinaldo Capello/Tom Kristensen/Allan McNish (#2) antreten.

Ebenso unverändert ist die Fahrerkombination der französischen Konkurrenz: Alex Wurz, Anthony Davidson und Marc Gene (#7) und Frank Montagny, Pedro Lamy und Stephane Sarrazin (#8). Im Gegensatz zum Audi werden die Löwen-Autos bereits einen Motor nach dem neuen Reglement haben, Peugeot entschied sich dafür, bei der V8-Konfiguration zu bleiben, wobei aber den neuen Regeln entsprechend der Hubraum auf 3,7l zusammengeschrumpft ist, was einen deutlichen Leistungsverlust bedeutet.

An den ersten Testtagen konnte Peugeot jeweils die Oberhand behalten, wenn auch Audi wie auch die Benziner-Konkurrenz nicht allzu weit zurück war. Die Organisatoren scheinen also bei der Bestimmung der Größe des Restriktors für die Audi nicht allzu weit daneben gegriffen zu haben. Oreca ist als weitere Unterstützung für Peugeot dabei, allerdings mit dem alten Peugeot 908 Hdi-FAP (wie der Audi mit Ansaug-Restriktor), gesteuert von Loic Duval, Nicolas Lapierre und Olivier Panis.

Interessant wird es sein, den Wiedereinstieg von Toyota, quasi durch die Hintertür, als Motorenlieferant für Rebellion zu beobachten. Als dritten Fahrer neben Neil Jani und Nicolas Prost haben die Schweizer dieses Mal Jeroen Bleekemolen engagiert, der 2008 schon einmal im van Merkstijn-Porsche RS Spyder Klassensieger in Le Mans wurde.

OAK Racing bläst dieses Jahr zum Großangriff, mit zwei in Gulf-Farben lackierten Pescarolo-Judd in der höchsten Klasse, besetzt mit zwei rein französischen Fahrertrios, von denen Lahaye/Moreau/Ragues deutlich stärker einzuschätzen ist als Nicolet/Hein/Yvon. Teambesitzer Nicolet war nicht unwesentlich an der Ersteigerung und Rückgabe der Pescarolo-Fabrik beteiligt und setzt nun insgesamt vier Fahrzeuge aus eben dieser ein.

Zwei europäische LMP1-Teams haben den „Waiver“ des ACO in Anspruch genommen, also die Ausnahmegenehmigung, das erste Rennen verpassen zu dürfen. Aufgrund des stark überarbeiteten Reglements haben sich die Organisatoren dazu entschieden, denn sonst wäre die ILMC um einige Fahrzeuge ärmer. Leider fehlen zwei sehr interessante Wagen: zum einen der neue Aston Martin AMR-ONE, ein offener Prototyp mit Reihen-Sechszylinder, der zwar keinen Schönheitspreis gewinnen wird, aber mit dem der britische Hersteller die Diesel herausfordern möchte. Und zweitens das aus der Formula Le Mans aufgestiegene Hope Racing-Team aus der Schweiz, das als einziges  neu im ACO-Reglement geschaffene Option eines Hybrid-Motors wahrgenommen hat; hier fehlt allerdings bislang noch das Getriebe.

Aus den USA sind in diesem Jahr nur drei Teams am Start: Duncan Daytons Highcroft Racing wird Sebring und Le Mans mit dem für die höchste Klasse aufgebohrten HPD ARX-01 – diese neueste Inkarnation des alten Corage LC75 wurde mit dem Buchstaben ‚e‘ versehen – und den Piloten David Brabham, Marino Franchitti und Simon Pagenaud in Angriff nehmen. Bei der technischen Abnahme am Mittwoch fiel der Wagen noch durch, da die Front 5mm zu breit war, doch das Problem wurde inzwischen behoben.

Greg Picketts Muscle Milk Racing ist (unfreiwillig) vom Porsche- zum Aston Martin-Kunden geworden und teilt sich den hübschen Lola-Aston Martin mit Klaus Graf und Lucas Luhr; Dyson Racing bleibt dagegen beim Vorjahres-Fahrzeug, dem Lola B09/86 mit Mazda-Motor, der weiterhin (leider als einziges Fahrzeug) mit einem Isobutanol-Ethanol-Gemisch von BP angetrieben wird; mit G-Oil, die synthetisches Bio-Motoröl (die im Vorjahr Sponsor in der LMPC waren) herstellen, hat man einen neuen Partner aus diesem Bereich gewonnen.

Für die ALMS sieht es, was die LMP1 angeht, nach Sebring düster aus. Allein schon, dass Vorjahres-Meister Highcroft Racing es nicht geschafft hat, nach dem geplanten Abgang von Patron Tequila einen neuen Sponsor zu finden, um die komplette Saison zu bestreiten, zeigt die schwierige Lage. Und auch Paul Drayson verlässt sie Serie mit seinem Team, um an der neu geschaffenen Elektro-Rennserie EV-Cup teilzunehmen. Auch Autocon wird fehlen, was schmerzt, auch wenn das Team lediglich ein Feldfüller war.

Bleiben also das Pickett’s MuscleMilk-Team und Dyson – erstere mit dem starken Lola-Aston Martin, der sich in den letzten Jahren als stärkster Benziner bewiesen hat, letztere mit einem für die LMP1 aufgemotzen Lola-Mazda, der eigentlich (vor der 2010er Saison, als er keine Klassentrennung gab) für die LMP2 ausgelegt war. Ob dieses Duell allein Spannung erzeugen kann, bleibt abzuwarten.

LMP2

Auch bei den kleinen Prototypen der LMP2-Klasse gibt die ALMS ein trauriges Bild ab: Level 5 wird, aufgestiegen aus der LMP Challenge-Klasse, mit zwei brandneuen Lola-Honda gegen… ja, gegen niemanden antreten. Also gegen sich selbst. Und das gilt sogar im Wortsinne für Teambesitzer Scott Tucker, der abwechselnd in beiden Wagen – von denen einer geschlossen, der andere offen ist – sitzen wird. Seine Kollegen in Sebring sind Christophe Bouchut und Joao Barbosa (Grand-Am) im Coupé mit der #33 sowie Ryan Hunter-Reay und Luiz Diaz in der offenen #055 – recht namhafte Trios. Die #33 wird auch für die ILMC-Wertung fahren.

Die ILMC steuert für Sebring auch nur zwei weitere Autos bei: den Oreca-Nissan von Signatech (ehemals als Signature Plus bekannt) mit den Fahrern Mailleux/Ordonez/Ayari sowie einen OAK-Pescarolo-Judd (Barlesi/Da Rocha/Lafargue). Beachtenswert wird in sein, wie gut sich Neueinsteiger Nissan schlägt, vor allem im Vergleich zu den erprobten Honda/HPD-Motoren. Dieses Duell, wie die LMP2-Klasse an sich, wird allerdings in der europäischen LMS bedeutend interessanter werden, denn dort ist die Kategorie deutlich stärker besetzt.

Doch ganz so einsam werden diese vier Wagen den Kurs nicht umrunden, denn die Befürchtung einiger LMP2-Teams hat sich bewahrheitet: mit dem neuen Reglement sind die Wagen nicht mehr signifikant schneller als die Einheits-Orecas der LMP Challenge-Klasse. Also wird man sich voraussichtlich mit diesen um Positionen im Gesamtklassement streiten müssen. Außerdem haben die GTE-Boliden nun sogar einen höheren Topspeed als die LMP2, die nun auch mit Serienmotoren ausgerüstet ist. Das dürfte zu Problemen bei den Überrundungen führen, denn die LMP2 (und LMPC) ist trotzdem noch 5 Sekunden schneller auf einer Runde in Sebring.

GTE-Pro

Zur LMPC später mehr, nun erstmal zur GTE-Pro, die mindestens ebenso grandios zu werden verspricht wie die GT2 im Vorjahr, auch wenn leider ebenso wie in der LMP1 einige ILMC-Teilnehmer mit Ausnahmegenehmigung fehlen: so sind die beiden von JetAlliance eingesetzten neu entwickelten Werks-Lotus Evora ebenso wenig am Start wie der zweite Luxury Racing-Ferrari F458, was daran liegt, dass Ferrari mit der Produktion nicht hinterherkommt.

Vier F458 sind dennoch beim Debütrennen des ahier</a>. Außerdem empfehle ich immer wieder gern a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Radio Le Mans (die auch den Kommentar für den Web-Stream übernehmen werden, aber ebenso separat angehört werden können).

Wer Twitter nutzt, kann der von mir erstellten a

January 14 2011

09:30

TV Rechte 2011: Was wird wo gezeigt?

Wer in diesem Jahr viel Motorsport sehen möchte, der kommt um eine gute Internetleitung nicht herum. Die Zahl der Streams steigt, einige Serien sind ohne Rechner überhaupt nicht mehr zu sehen.

Es gibt auch 2011 viel Motorsport im Fernsehen zu sehen, aber einige Serien bekommt man weiterhin nur um Netz. Das gilt vor allem für die US-Serien, wobei sich die Lage etwas entspannt. Denn so wie es im Moment ausssieht, wird die ALMS ab 2011 ihre Rennen komplett live auf der eigenen Webseite zeigen. Düster sieht es aber weiterhin bei der NASCAR aus. Die NASCAR selber würde gerne die Rennen, vor allem für das internationale Publikum, gerne im Netz zeigen. ESPN und TNT ziehen schon mit aber FOX stellt sich quer. Der Grund: FOX ist der einzige Sender, der nicht allein per Kabel übertragen wird, sondern auch über die sogenannten “Affiliates” vertrieben wird. Und denen will FOX nicht die Zuschauer und damit die regionalen Werbeeinnahmen wegnehmen. Die NASCAR steckt da in einer Zwickmühle. Zum einen ist FOX, zusammen mit Speed, einer der wichtigsten Partner, andererseits laufen die Verträge noch bis Ende 2015 und so lange will man wohl nicht warten, bis man im Netz präsent ist. Das gilt auch für die sportlich zwar gute, ansonsten aber vor sich hinschwächelnde GrandAm Serie. Warum man die nicht per SpeedTV im Netz zeigt, ist nicht nachvollziehbar.

Ohne Rechner geht in diesem Jahr immer weniger. Die Streams werden mehr und laufen teilweise parallel zu den TV-Übertragungen. Einige Serien bieten sogar einen “On-Demand” Service an, aber das ist eher noch selten. Grundsätzlich ist die Tendenz aber zu erkennen, dass man das Netz als Verbreitungsplattform nicht ignorieren kann. Die Menge und die Qualität der Streams nimmt zu, es gibt immer weniger Serien, die völlig darauf verzichten. Dazu kommt, dass man Geo-IP-Blocking mittlerweile relativ einfach umgehen kann.

Verwunderlich ist aber weiterhin, dass MotorsTV das Internet komplett ignoriert. Die Webseite war schon immer eine Baustelle, der Youtube Kanal beitet nur Fitzel des Programms. Nachdem Kabel Deutschland den Sender aus dem Programmangebot genommen hat, sieht es mit der Verbreitung nicht so doll aus. Zwar ist Motors in England relativ stark, aber es würde Sinn machen, wenn man ein kostenpflichtes Abo-Modell für einen Stream anbieten würde. Warum da bei MotorsTV in dieser Richtung nichts passiert, ist mir ein Rätsel. Für die von MotorsTV übertragenden Serien dürfte die Netzrechte nicht allzu teuer sein, zudem hätte man die Chance sich vor allem für internationale Serien als zuverlässiger Verbreiter zu etablieren.

Interessant ist aber auch, dass die meisten Serien ihr internationales Potential bisher brach liegen lassen. Die Grand Am hatte ich erwähnt, aber auch teilweise hochklassig besetzte europäische Serien gehören dazu. Gemeint sind unter anderem die BTCC und die britische F3. Vor allem letztere ist gerade dabei eine, eine Chance zu verpassen. Die letzten Meister haben es allesamt in die F1 geschafft, die Qualität der Rennen ist enorm, die Konkurrenz hoch, dazu kommt der klassische britische Touch der Serie. Vermarktet wird sie mittlerweile von SRO, die ja auch die FIA GT organisieren, und die wohl auch für die weitere internationalisierung der britischen F3 zuständig sind. Im Moment gibt es nicht mal eine Liveübertragung der Rennen irgendwo im Fernsehen, MotorsTV strahlt eine Zusammenfassung mit ein bis zwei Wochen Verspätung aus. Das kann es ja nun nicht sein, wenn man gegen die F3 Euro usw. antreten möchte. Ein Stream wäre hier besonders dringend zu empfehlen.

Die folgende Übersicht hat noch ein paar Lücken, ich ergänze den Eintrag, sobald ich die Infos habe.

Formelserien
F1 – sky/RTL
sky hat den Vertrag mit der F1 nach viel Hin und Her um ein Jahr verlängert. Grund für die kurze Vertragslaufzeit: Bei RTL laufen die Rechte Ende 2011 aus, beide Sender müssen dann neuverhandeln. sky erhofft sich, dass man Exklusivpartner bei HD/3D werden wird, plus weitere Kameraperspektiven usw.

GP2 – sky
Weiter bei sky.

GP3 – Euro?
Lief 2010 auf Eurosport, habe aber keine Antwort, ob das auch 2011 so sein wird.

Formel Renault 3.5 – Euro
Sollte weiter auf Euro laufen.

Auto GP – Euro
Neu bei Eurosport, weil sie im Rahmen der WTCC die F2 ersetzt.

F2- MotorsTV, Stream
Die F2 wandert zu MotorsTV, wird alle Rennen aber auch als Livestream auf der eigenen Webseite anbieten. Ob es auch On-Demand sein wird, ist nicht bekannt. Ob sich Serienorganisator Dr. Jonathan Palmer damit einen Gefallen getan, bleibt abzuwarten. Hauptgrund für seinen Rückzug aus der WTCC sind wohl die unregelmäßigen Startzeiten der Serie, die Europosrt immer wieder dem Programm anpasst und vor allem im Sommer wild zwischen allen Sendern hin und her schiebt.

F3 Euro – n-tv
Bleibt bei n-tv, die letztes Jahr einen guten Job gemacht haben.

SLF – Stream
Hier bleibt es beim Stream auf der Webseite.

Tourenwagen
WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird die Startzeiten wieder dem Programm anpassen.

BTCC – itv4
Bleibt die nächsten Jahre auch dort, einen legalen Stream gibt es nicht. Wobei man abwarten muss, ob itv4 eventuell auf der Webseite was zeigt. Das könnte man mit einem britischen VPN dann sehen.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Ob Sport 1 die GT1-Übertragung fortsetzt ist mir nicht bekannt. Kann auch sein, dass es zu Sport1+ weiter geschoben wird. Die Streams laufen aber weiter, von daher ist es egal. Die GT3-EM wird außerdem live auf MotorsTV gesendet. Ob die dreistündigen Rennen der neuen GT Endurance Series von FIA und SRO im TV zu sehen sein werden, oder ob es wie bei den beiden anderen internationalen GT-Serien auch hier einen Stream geben wird, ist noch unbekannt.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 an der ADAC GT ein weiteres Jahr fest.

VLN – ??
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – sky/Euro
sky überträgt die Serie auch 2011. Sollte auch bei Eurosport zu sehen sein.

Porsche Cup – ??
Sport1, Motorvision?

Scirocco Cup – ??
Sport 1? Motorvision? Auf jeden Fall hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das dieses Jahr wieder da sein sollte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt)
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt. Muss man auch abwarten, wie sich das bei MotorsTV entwickelt. Ohne eigenen Stream macht das bei denen langsam keinen Sinn mehr.

Prototypen
LMS – Euro
Vermutlich gibt es wieder die zerstückelte Berichterstattung auf Europsort. Einen Livestream scheint es auch in diesem Jahr nicht zu geben, was mir immer noch ein Rätsel ist. Bleibt Radio Le Mans.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden bei Eurosport.

USA
NASCAR – ??
ServusTV verhandelt mit der NASCAR über eine Verlängerung der Rechte. Es bleibt aber bei der Zusammenfassung am Montag. Gerüchteweise könnte das Daytona 500 live bei Servus laufen, weil die Amis das als Paket verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das stimmt, liegt aber bei unter 10%.

ALMS – Stream?
Es herrscht immer noch eine leichte Verwirrung darüber, ob die ALMS nun alle ihre Rennen live über die eigene Webseite streamt oder doch “nur” on-demand. Wenn es stimmt, wäre das natürlich toll. Das Angebot auf espn3.com soll nur ein Zusatz für die Amis sein. Die Rennen laufen in den USA nur noch teilweise live, der Rest zeitversetzt und zurechtgestutzt oder gar in dem 2010 erprobten “Doku-Drama”-Format, aber immer über ABC/ESPN. SpeedTV ist raus. Über die internationale Verbreitung hat man noch nichts gesagt. Laut Midweek Motorsport ist Radio Le Mans auch noch in Verhandlungen, allerdings ist man ziemlich sicher, dass man wieder dabei ist.

GrandAm – ??
Da wird man auf einen Stream von SpeedTV zurückgreifen müssen.

IRL – Stream
Die IRL streamt auch in diesem Jahr fast alle Rennen. Ausgenommen ist das Indy 500, das muss man sich woanders “besorgen”.

November 10 2010

07:13

Ferner liefen: Die Newshappen

# Lotus, Renault, Group Lotus, 1Malaysia, Proton, mehrere in innige Gerichtssttreitigkeiten verzahnte Protagonisten, dazu ein weit verzweigtes Sammelsurium von Neben-, Zweit und Drittlizenzierungen. Das sind die Zutaten es wohl bizarrsten Markenrechtsstreit der Formel Eins, den es jemals gegeben hat. Kurz zusammen gefasst: Es gibt eine “Group Lotus” und das “Lotus Team” von Tony Fernandes. Und beide streiten sich darum, wer denn nun den Namen Lotus führen darf. Das ist alles derartig komplex und verwickelt, dass ich versuchen werde das in einem eigenen Artikel aufzulösen. Ich muss nur noch eine Wand finden, die groß genug für das Übersichtsdiagramm ist. Derweil empfehle ich dringend die Lektüre des Blogeintrag von Will Buxton, der das auch alles nicht versteht. Don

# Interessante Dinge entwickeln sich um Pastor Maldonado, der offenbar den halben Staatshaushalt Venezuelas im Gepäck und als Anreiz für diverse Teams hat. Bisher schien es so, dass Williams den GP2 Meister wohl nehmen muss, weil Air Asia, RBR und Philips sich als Sponsoren verabschieden. Vor ein paar Tagen wurde aber bekannt, dass Maldonado für HRT testen soll, was auf den ersten Blick scheinbar keinen Sinn macht. Auf dem zweiten sieht es aber anders aus, denn zum einen braucht auch HRT das Geld, zum anderen liefert Williams den Spaniern ja 2011 das Getriebe und somit wohl auch die Konstruktion des Hecks. Es könnte also gut sein, dass sich Williams und HRT das Geld von Maldonado teilen. Er bekommt einen Einsatzvertrag von Williams, wird aber bei HRT geparkt, bevor je nach Leistung 2012 oder 2013 zu Williams darf. So hätte sich Williams auch elegant des Problems erledigt, ob man nun Hülkenberg oder Barrichello rauswerfen soll. Don

# Es könnte aber auch sein, dass Maldonado trotz HRT-Test im kommenden Jahr für Williams an den Start geht – dann nämlich, wenn die Briten Hülkenberg zu HRT verschieben sollten. Ein Indiz dafür wäre jedenfalls, dass motorsport.com unter Berufung auf die gewöhnlich sehr zuverlässiche finnische Zeitung Turun Sanomat meldet, dass auch der junge Deutsche in Abu Dhabi in ein Cockpit des spanischen Teams steigen soll. Vorsicht

# Dodge hat heute ein erstes Foto des neuen Designs vom 2011er Einsatzwagen gezeigt. Die NASCAR erlaubt allen Hersteller schon im kommenden Jahr eine neue Frontpartie einzusetzen, die mehr an die Strassenversion der verwendeten Wagen erinnern sollen. Bei Dodge ist das bekanntermaßen der Charger und dessen Front hat man jetzt ziemlich kräftig überarbeitet, wie das Bild zeigt. Zum Vergleich hier noch mal die alte Front des Penske Dodge aus diesem Jahr.

# In der NASCAR-Szene diskutiert man immer noch das Rennen von Texas. Zum einen ist da die Frage, wann Kyle Busch seine aggressive Haltung etwas lockert, zum anderen, ob Chad Knaus mit seiner Entscheidung, die eigene Boxencrew mitten im Rennen zu entlassen, nicht etwas über das Ziel hinaus geschossen ist. Klar – Crews wurden schon immer gerne mal ausgewechselt, aber nicht mitten in einem Rennen, so dass Millionen Zuschauer sehen konnten, dass es mit Loyalität des Crew Chiefs nicht all zuweit her ist. Mike Ford, Crew Chief von Danny Hamlin, gibt zu, dass man die Schwäche der 48er Crew schon seit längerem im Auge hat und dies auch der Grund gewesen sei, warum Hamlin in Texas genau vor die #48 habe parken lassen. Allerdings sagt er etwas, was viele Fans denken: Man demontiert nicht einfach mal so eben eine Crew, die in diesem Jahr etliche Siege eingebracht hat und in den letzten Jahren immerhin an schlappen vier Titel beteiligt war. Erfolg ist das eine, eine Destabilisierung der gesamten Hendrick Mannschaft eine andere. Don

# Die Nationwide Serie erfreut sich ungebrochener Beliebtheit und der Titel in der Serie ist auch bei Cup-Fahrern hoch begehrt. Allerdings mehren sich die Stimmen, die meinen, dass die Cup-Fahrer nicht in die Wertung genommen werden sollte. Rusty Wallace erneuert diese Forderung gerade wieder in einem Interview. Das Problem an der Sache ist nur, dass die Cup-Piloten die Garanten für die Sponsoren sind. Ohne sie, würden die Sponsoren das Interesse verlieren, denn so gut Fahrer wie Stenhouse usw. sind auch sein mögen, aus der Sicht des Marketing bringen sie wenig bis gar nichts. Don

# In der IRL bahnt sich eine kleine Sensation an. Offenbar drängt es Chevy zurück in die Serie und man will am Freitag bei einer Pressekonferenz in Indianapolis genauer ins Detail gehen. Bisher liegt allerdings noch alles im tiefen Nebel. Bekannt sind nur zwei Dinge: 1. Die IRL will weitere Hersteller in die Serie bekommen und 2. GM will wieder mehr Geld in den Motorsport investieren. Viele Möglichkeiten hat man in den USA da ja nicht mehr, die IRL wäre eine schöne Gelegenheit. Im Moment werden zwei Teams gehandelt, die bei GM andocken könnten: Penske und Ganassi. Don

# Weniger toll: Nach der Absage des Rennens in Edmonton scheinen nun auch die Vorbereitungen auf den Lauf in Baltimore in finanzielle Schieflage geraten zu sein. Wegen des noch immer fehlenden Titelsponsors sind die Betreiber derzeit nicht in der Lage, den notwendigen Betrag für die Errichtung einer Boxengasse zu bezahlen. Vorläufig hat wohl der Bundesstaat Maryland Garantien übernommen und Geld vorgeschossen. Sollten aber auch nach dem 1.1.2011 noch keine entsprechenden Mittel vorhanden sein, würde das wohl das Ende des Bauvorhabens bedeuten – und damit auch die Absage des Rennens. Weil für Edmonton noch kein Ersatz gefunden ist, und es auch um das geplante Finalrennen in Las Vegas oder Fontana erschreckend ruhig geworden ist, könnte es also sein, dass wir im kommenden Jahr eine Indycar Saison mit nur 14 Rennen erleben. Vorsicht

# In der WTCC wird es 2012 wohl eine neue Marke geben: Ford. Der Einsatz in der BTCC mit dem Focus ist dann wohl doch ein Versuchsballon und die erfolgreiche Saison hat Ford dazu gebracht, den Focus demnächst auch in der Weltmeisterschaft einzusetzen. Interessant ist, das Ford seit Jahren ja sein Motorsportprogramm auf die WRC begrenzt hatte, obwohl der Hersteller ja eine sehr reichhaltige Historie im Tourenwagensport hat. Der Einsatz des Focus könnte vor allem auch japanische Hersteller wie Honda zu einer Neubewertung der WTCC bringen. Don

# Larbre Competition wird den Saleen S7R, mit dem sie in diesem Jahr die GT1-Klasse in Le Mans gewonnen haben, in den verdienten Ruhestand entlassen und gegen eine GT2-Corvette eintauschen, die Julien Canal, Gabriele Gardel (aus dem Siegerteam 2010) und Patrick Bornhauser (franz. GT-Meister) für die gesamte ILMC-Saison offiziell für GM pilotieren werden. Für die 24h von Le Mans wird über den Einsatz eines zweiten Wagens nachgedacht. Stefan

# Die Schweizer Hope Polevision-Mannschaft, bisher in der Formula Le Mans-Klasse der LMS und ILMC unterwegs, hat in China bekanntgegeben (und ist vermutlich vor allem deswegen als einziges FLM-Team dorthingereist), dass man 2011 in die LMP1 aufsteigen wird – und zwar mit einem Oreca-Chassis auf Basis des Oreca 01, vor allem aber mit einem Hybridantrieb mit Flybrid-Schwungrad. Das Antriebsaggregat soll in Zusammenarbeit mit der in Liechtenstein ansässigen Firma Lehmann Motoren-Technik entwickelt werden. Stefan

# Die ALMS-Gerüchteküche, namentlich Murphy the Bear, glaubt zu wissen, dass ein Prototypen-Team 2011 in die GT-Klasse (eventuell auch in eine andere Serie) wechseln könnte, vermutlich die Cytosport-Mannschaft um Greg Pickett, die auf einen GT-Porsche wechseln könnten. Lord Paul Drayson soll sich die alte Werkstatt von Tom Walkinshaw Racing bzw. Super Aguri angeschaut haben, mit der Idee, einen eigenen Prototypen zu konstruieren (was er sich besser nochmal überlegen sollte angesichts dessen, dass man nicht einmal das eigentlich zuverlässige Lola-Judd-Paket vernünftig in den Griff bekommen hat). Und bei vielen GT-Teams ist noch lange nicht klar, mit wie vielen Autos sie an den Start gehen werden (bzw. in manchen Fällen, ob überhaupt). Stefan

# Die World Series by Renault (gemeint ist wohl vor allem die Formel Renault 3.5) wird auch 2011 auf Eurosport zu sehen sein – das hat “Eurosport Events”-Chef Jean Louis Dauger in seinem Twitter Feed bestätigt. Nicht mehr im Programm ist erwartungsgemäß die F2. Die Billig-Juniorserie soll aber durch ein anderes WTCC-Rahmenprogramm ersetzt werden. Vorsicht

# Die V8 Supercars hat von der FIA den Status einer “internationalen Serie” bekommen. Damit ist es nun möglich, dass man bis zu sechs Rennen außerhalb von Australien fährt. Bisher hatte man nur Abu Dhabi, bzw. Bahrain im Programm. Seit langem wird darüber spekuliert, dass die V8 Supercars expandieren möchte, allerdings ist wohl kaum damit zu rechnen, dass man die Holden und Ford in Europa sehen wird. Auf der Wunschliste der Australier stehen eher Strecken in Asien wie Singapur, Malaysia, Japan und natürlich China. Don

# Die VLN hat ihren Kalender für 2011 veröffentlicht. Da das 24H Rennen erst Ende Juni ist, fährt man vorher 5 mal und nachher auch 5 mal auf der Nordschleife. Angeblich soll das 6h Rennen als 3. Lauf über die Bühne gehen und der 7. Lauf sogar ein 12h Rennen werden. So wird es zumindest kolporiert Flo aus N.

# Kleine Umbauten gab es in dieser Woche auch am Kalender der ADAC GT Masters für 2011. Die Strecken bleiben zwar die gleichen, gegenüber dem schon Ende August veröffentlichten Terminplan gibt es aber – abgesehen von kleinen Datumsverschiebungen – folgende Änderungen: Saisonstart ist nicht in Hockenheim, sondern am Ostermontag in Oschersleben. Der Hockenheimring übernimmt dafür das Saisonfinale Anfang Oktober vom Sachsenring. Dort fährt die ADAC GT Masters aber trotzdem: Und zwar bereits das zweite Saisonrennen Mitte Mai. Vorsicht

# Auch der ACO bastelt an seinem Kalender. Im Rahmen der 1000km von Zhuhai wurde bekanntgegeben, welche Rennen nächstes Jahr zur ILMC gehören sollen. Sebring, Spa, Le Mans, Silverstone und ein abschließender Lauf in China sind fest. Aufgrund einer Terminkollision fehlt allerdings das Petit Le Mans, das die ALMS-Organisatoren fürs erste Oktoberwochenende eingeplant hatten. Da das zu viel logistischer Aufwand wäre, wird das Rennen vermutlich aus der ILMC rausfallen und damit an Bedeutung einbüßen, möglich ist auch der Verlust der automatischen Einladungen zu den 24h. Zwei Rennen sind noch To Be Announced, eines in Europa (möglicherweise Portimao) und eines außerhalv Europas, vermutlich in Asien (Verhandlungen mit Fuji). Stefan

# Bei der ALMS könnte gerüchteweise auch eine größere Neuverteilung der Fernsehrechte bevorstehen. Lief die Serie bisher meist auf dem Motorsportsender SpeedTV, oft auch live, könnten 2011 vier Rennen mit einwöchiger Verspätung als Doku-Drama auf ABC gezeigt werden (wie in dieser Saison zweimal auf CBS geschehen), Sebring live auf dem Internet-Sender ESPN3 und die übrigen Läufe auf dem Kabel-Sportsender Versus. Das wäre von der Reichweite her ein enormer Rückschritt, könnte aber für die europäischen Zuschauer von Vorteil sein, da eventuell mehr Live-Streams (wie bei zwei Läufen 2010) angeboten werden könnten. Stefan

# Die Star Mazda Serie hat auch ihren Kalender für 2011 veröffentlicht, welcher 11 Läufe umfassen soll und wo lediglich ein Rennen im April noch unter TBA läuft. Im Verlaufe des Jahres fährt man dreimal auf dem Oval und achtmal auf Road bzw. Street Courses – unter anderem in Laguna Seca und in Mosport im Rahmen der ALMS. Flo aus N.

# Für die 24H von Dubai ist die erste Nennliste veröffentlicht worden, und die verspricht ein sehr gutes Feld: Unter anderem werden das Team Engstler, Need for Speed (wahrscheinlich Schuberth Motorsport) sowie der Haribo Manthey GT3 R am Start sein und auch der SLS AMG GT3 wird von Black Falcon zweimal an den Start gebracht. Flo aus N.

November 01 2010

19:06

NASCAR: Plötzlich gab es einen offiziellen Stream…

Am Sonntagabend fand wohl das letzte wirkliche Saisonhighlight der Nascar statt, nämlich das AMP Energy 500 auf dem Talladega Superspeedway. Hier soll es jedoch nicht um das Rennen an sich gehen, dazu gibt es später die Woche noch den wie gewohnt ausführlichen Bericht vom Kollegen Kristian Stoss sondern um den Stream der plötzlich kurz vor dem Rennen auf www.nascar.com auftauchte und bis zur Hälfte lief.

Wenn man kurz vor dem Start des Rennens auf die NASCAR-Homepage ging, konnte man sich schon verwundert die Augen reiben. Es gab einen Link auf eine Seite wo neben einem Facebook/Twitter-Widget auch ein Player eingebettet war, auf dem tatsächlich in den Einführungsrunden angefangen wurde das Rennen zu streamen. Übernommen wurde sogar der ESPN-HD Feed. Der Stream bewegte sich auf meinem 32″-Fernseher von der Bildqualität in gutem Bereich mit sehr gut lesbaren Inserts, kaum “Pixelmatsch” und keinen Aussetzern oder Bildrucklern.
Allerdings hatte der Stream eine Framerate von gefühlten 10  ,was dazu führte, dass man das Gefühl eines leicht ruckelnden Bildes die ganze Zeit über hatte (Das menschliche Auge nimmt ein Bild bei 16+ Frames pro Sekunde als flüssig war). Die Werbungen wollte man mit einer “Gleich gehts weiter”-Tafel  überblenden was allerdings nicht immer funktionierte.

So weit so gut, dass die Framerate nicht stimmt, kann beim ersten Mal ja passieren. Das man dann den Stream nach in etwa der Hälfte des Rennens einfach abschaltete, lässt einen dann doch eher ratlos zurück. Ein paar Dinge sprechen jedoch dafür, dass die Abschaltung vorher geplant war:

1)Die 2 Schrifttafeln, die nach der Abschaltung eingeblendet wurden : Die erste Tafel hatte in etwa folgenden Inhalt: “Livevideobraodcast was interrupted, please visit nascar.com for Liveleaderboard and more Lap by Lap Coverage”. Die zweite wurde in etwa 30 Minuten später aufgeschaltet und titelte “Thanks for watching!” Da die erste Tafel nahtlos an den Stream gehangen wurde, als dieser aufhörte, spricht für eine geplante  Abschaltung, und nicht für technische Probleme oder Ähnliches.

2)Die extrem späte Ankündigung auf nascar.com. Erst kurz vor dem Rennen gab es ein Banner auf nascar.com, welches auf den Stream verlinkte. Die Streams zu besipielsweise den Gatorade Duels wurden vorher ankündigt.

Dies Beides spricht dafür, dass es ein Testballon war, um zu gucken ob die Technik grundsätzlich hält. Man sollte das jetzt sicher nicht überbewerten, aber es ist sicher ein kleines Indiz dafür, dass die NASCAR in Zukunft irgendetwas mit Livestreams plant. Bisher scheiterte dies am Wiederstand von FOX, aber vielleicht konnte man sich ja mit Ihnen einigen? Denn auch FOX muss klar sein, dass man sinkenden Quoten auf Dauer nicht entgegensteuert in dem man keine Livestreams erlaubt. Dazu müsste man “einfach” das Produkt interessanter gestalten, wer mehr zu den Gründen für die niedrigen Quoten erfahren möchte, kann in diesem Artikel von Don Dahlmann mehr Informationen bekommen: http://www.racingblog.de/2010/10/20/nascar-probleme-mit-den-quoten/

Denn einen Stream für NASCAR zu finden, ist nicht mehr wirklich schwer. Man kriegt sogar angeblich Streams in sehr guter Qualität, wenn man bereit ist ein bisschen Geld dafür hinzulegen

Eigentlich könnte die NASCAR da mit einem eigenen und vernünftigem, nicht diesem Racebuddywitz, (Pay)streamangebot relativ einfach gegen steuern. Außerdem würde man so endlich den ausländischen Fans die Chance geben, die Rennen legal zu sehen. NASCAR wäre übrigens so ziemlich die letzte amerikanische “Profisportliga”, die es schafft ein eigenes Livestreamangebot an den Start zu bringen. Wenn man schon träumen darf, wäre ein VOD-Angebot sehr nett. Letztes Jahr gab es ja noch den Lap-by-Lap Player für den Sprint Cup, ein nettes Feature. In diesem konnte man sich die kompletten Rennen nach Runden gestaffelt, ansehen. Das war etwas umständlich, weil der Player nach jeder Runde kurz bufferte, da jede Runde als einzelnes Video hochgeladen wurde. Timecodes kennt die NASCAR offenbar noch nicht. Wie man es richtig macht, zeigt zum Beispiel das NCAA-College-Basketball Archiv .Allerdings war der Player besser als nichts, oder der Race-Rewind, falls man mal ein Rennen verpasst hatte. Leider stehen dort bis heute nur die Rennen von 2009 zur Verfügung. Folglich musste man wohl auf Druck zumindest von FOX auch diese “Internetstrategie” wieder fallen gelassen.

Vieles wirkt halbherzig bei NASCAR in Bezug auf Rennen im Internet zu zeigen. So leider auch der neuste Streamversuch, den man einfach nach Rennhälfte  abbrach. Allerdings macht dieser zumindest etwas Hoffnung, dass man 2011 etwas im Internet sehen wird. Man sollte das ganze natürlich nicht überbewerten, aber umsonst hat NASCAR die Streamtechnik ganz sicher nicht getestet. Man wird wohl oder übel bis zum neuen Jahr warten müssen, um zu schauen, was sich dort tut. Sollte allerdings die letzten 3 Saisonrennen der Livestream nochmal auftauchen, darf man sich da schon begründete Hoffnungen machen…

May 26 2010

00:18

Rückblick: ALMS, GT1 & GT3 // Vorschau: GT Masters in Hockenheim & Grand-Am in Lime Rock

Am vergangenen Wochenende haben die Sportwagen tollen Motorsport geliefert. Wenn man ALMS und GT1 als Vorgeschmack für Le Mans begreift – einige Teams nehmen schließlich dort teil – kann einem schon jetzt das Wasser im Munde zusammen laufen.

Vorweg: wer Sportwagenrennen mag und sich schonmal für Le Mans aufwärmen möchte, der sollte sich die 6h von Laguna Seca, die die American Le Mans Series am Wochenende fuhr, auf jeden Fall selbst angucken. Was die GT-Klasse dort an Spannung geboten hat, ist in einem Langstreckenrennen kaum zu übertreffen und auch bei den LMPs wurde der Kampf um den Gesamtsieg trotz des kleinen Starterfeldes erst kurz vor dem Ende entschieden.

Der erstmalig angebotene Livestream war bis auf das leicht verzerrte Bildformat klasse, unter dieser Adresse kann man sich das Rennen auch jetzt noch (nach kostenloser Anmeldung) on demand in voller Länge ansehen. Bleibt zu hoffen, dass dieser Service auch wieder Anfang August geboten wird, denn dann fährt die Serie in Mid-Ohio und es wird wieder keine Live-Übertragung auf Speed geben. Noch schöner wäre es natürlich für uns Europäer, wenn jedes Rennen dort gezeigt würde, aber ich fürchte, dem werden vertragliche Vereinbarungen mit Speed entgegenstehen.

Zum Rennen: bei den LMPs war es eines des „Zurück-Kämpfens“: erst musste sich Simon Pagenaud durch das gesamte Feld boxen, nachdem dem Highcroft-Team sein zweiter Startplatz aberkannt worden war, da im Training nicht alle Fahrer ausreichend Zeit im Auto verbrachten; Paul Drayson und Johnny Cocker hatten gut zu tun, nachdem ersterer den grünen Lola in der zweiten Runde in den Kies gesetzt hatte und man durch die Bergung zwei Umläufe auf den Führenden verlor, bis der Wagen dann liegenblieb, weil sich das Getriebe in Wohlgefallen und „Schokolade“ (O-Ton Cocker) aufgelöst hatte; Klaus Graf und Sascha Maassen mussten versuchen, Memo Gidleys Dreher bei einem der Restarts sowie die verlorene Zeit durch daraus entstandene Getriebeprobleme wettzumachen; und an einer ähnlichen Augabe versuchten sich die Piloten des Dyson Racing-Lola Mazda, nachdem Andy Meyrick sich beim Anwärmen der Reifen hinter dem Safety Car gedreht und den LMP-Challenge-Oreca von Johnny Mowlem eingesammelt hatte.

Letztere waren dabei erfolgreich: zur Rennmitte lag man noch mit einer Runde Rückstand hinter dem Highcroft-HPD, der in Runde 55 schließlich die Führung von den sich vorher um selbige balgenden Konkurrenten Cytosport und Intersport übernommen hatte, doch durch geschicktes Timing eines Boxenstopps und eine glücklich gefallene Gelbphase konnte die Mannschaft aus Poughkeepsie wieder in die Führungsrunde aufschließen. Und dann schlug die Stunde des Guy Smith, der den Wagen bereits am Vortag überraschend auf die Pole gestellt hatte – die erste Pole eines nicht mit Michelins bereiften Fahrzeugs in der ALMS seit 2004. Smith legte eine schnelle Runde nach der anderen hin, darunter mit 1:14:262 die schnellste des Rennens und überholte schließlich den führenden Franchitti außen herum am Ende der Start/Ziel-Geraden. Gebracht hat all das am Ende nichts, denn etwa eine halbe Stunde vor dem Ende rollte der Lola-Mazda mit technischem Defekt aus, Highcroft siegte mit sieben Runden Vorsprung vor dem Cytosport-Porsche RS Spyder. Der Patt in der Meisterschaft ist damit aufgehoben, das Honda-Team führt nun mit vier Punkten Vorsprung.

Noch viel spannender war das Rennen in der GT-Klasse: zur Rennhälfte waren noch acht Fahrzeuge in der (Klassen-)Führungsrunde, alle Marken waren vertreten. Nicht nur die etablierten Teams, sondern auch einer der Extreme Speed-Ferrari mischte mit, Johannes van Overbeek konnte die schnellste Rennrunde verbuchen. Immer wieder mussten auch enge Lücken durch den GT Challenge-Verkehr gesucht werden, was Platzwechsel forcierte.

Bis zum Rennende hatten sich die Reihen ein wenig gelichtet und die Abstände vergrößert, aber drei Fahrzeuge kämpften weiterhin im Zehntelsekundenabstand um den Klassensieg: vorn der #90 BMW mit Müller/Hand, dahinter Bergmeister/Long im #45 Flying Lizard-Porsche und die #4 Corvette von Gavin/Beretta. Bis schließlich der zweite BMW die letzte Gelbphase auslöste: beim Restart nach deser überrumpelte der eine Kalifornier Patrick Long den anderen, Joey Hand, indem er sich in der letzten Kurve im Verkehr mutig neben den Porsche setzte, der keinen Platz und keine Zeit mehr für einen Konter hatte. Zu abgebrüht, um sich diesen Sieg noch nehmen zu lassen, überquerte Long acht Runden später als erster die Ziellinie.

Die zwei Pratt&Miller-Corvettes, die Risi-Ferrari und der meisterschaftsführende Flying Lizard werden in zweieinhalb Wochen nach Le Mans reisen (außerdem der noch an Zuverlässigkeitsproblemen leidende Jaguar). Dort werden sie auf die europäischen BMWs, die Ferrari vom AF Corse-Team und vor allem auf die starken Felbermyr-Proton-Porsche treffen. Auf diese Schlacht mit dem vielfältigsten und hochwertigsten GT2-Starterfeld, das seit Jahren in Le Mans an den Start gegangen ist, kann man sich nur freuen!

GT1-WM

In Brünn schien sich zu bestätigen, dass die Maserati in den mittelschnellen, flüssigen Kurven am stärksten waren. Nach Doppelpole für das Vitaphone-Team, dessen Wagen im dritten Qualifying-Segment als einzige Runden unter 1:56 Minuten gewannen Bartels und Bertolini auch das Qualifikationsrennen am Samstagabend von der Pole aus, viereinhalb Sekunden dahinter kamen Turner/Enge im Aston Martin ins Ziel. Die britischen Edel-Sportwagen hatten allerdings einen höheren Topspeed als die Italiener, nur noch knapp geschlagen von den Nissan, doch das Kurvenverhalten sprach eindeutig für Maserati.

So sah es auch im Hauptrennen am Sonntag nach einer souveränen Vorstellung aus, aber leider spielten in diesem entscheidenden Lauf eine misslungene Startprozedur und zwei Safety Car-Phasen die Hauptrolle. Am Start gab die #1 etwas zu früh Gas, der daneben startende Tomas Enge im Young Driver Aston Martin reagierte anscheinend auf ein kurz von der Boxenmauer herausgehaltenes Schild und die sehr lange auf Rot bleibende Ampel: er war infolgedessen wohl der Meinung, weil der Maserati zu früh die Startformation verlassen habe, sei kurzfristig eine weitere Einführungsrunde angeordnet worden. Damit lag er aber offensichtlich falsch und fiel weit ins Mittelfeld zurück.

Nach der frühen ersten Gelbphase (Rahel Frey war in den Kies geschubst worden) lag der Maserati weiter vorn, bekam dann jedoch tatsächlich eine Stop&Go-Strafe für den zu frühen Start. Da das Feld nach dem Restart noch eng zusammen war, verlor Bertolini beim Absitzen der Strafe viele Plätze.

Nach einem Zwischenfall zwischen Hegersport-Pilot Margaritis und einem stocksauren Bas Leinders kam kurz vor Rennmitte das Safety Car noch einmal heraus – pünktlich zum Boxenstopp-Fenster: fast alle Fahrzeuge gingen auf einmal an die Box, dadurch war es zu eng, und wer rangieren musste, verlor. Gewinner dieses Boxengassen-Trubels waren die Sieger vom Saisonauftakt, Thomas Mutsch und Romain Grosjean, die als erste auf die Strecke zurückkamen und diese Führung auch nicht mehr abgaben, auch wenn sie die gesamte zweite Rennhälfte über verfolgt wurden; und zwar überraschenderweise von Darren Turner im so schlecht gestarteten Aston Martin!

Am Ende des Rennens sollten die Top5 innerhalb von 1,8 Sekunden die Ziellinie überqueren, eine sehenswerte Aufholjagd hatte bis dahin Michael Bartels abgeliefert, der sich auf eben diesen fünften Platz vorgearbeitet hatte und für den noch mehr drin hätte sein können, wenn das Meisterschaftsrennen nicht so unverhältnismäßig kurz wäre. So führen nun Mutsch/Grosjean (56 Punkte) nach zwei Siegen deutlich vor Bertolini/Bartels (44 Punkte), die aber bisher als einzige bei jedem Rennen (auch jedem Qualifikationsrennen!) Zähler einfuhren.

Ein kurzes Zwischenfazit nach drei Rennwochenenden: die neue Weltmeisterschaft macht sich im Grunde sehr gut, was Spannung und Spektakel angeht. Einen leichten Schatten auf die guten Rennen werfen aber Ärgernisse und Zwischenfälle wie der Gachnang-Unfall in Abu Dhabi, das Nissan-Gezeter bezüglich der angeblich misslungenen Balance of Performance, der aberkannte Aston Martin-Sieg in Silverstone und das rennentscheidende Startchaos in Brünn. Doch – wie gesagt – der eigentliche Sport überzeugt. Und vor allem dessen Präsentation: einen besseren offiziellen Live-Stream mit On-Demand-Mediathek hat wohl noch keine Serie geboten, Website und Live Timing sind gut und übersichtlich und die Rennen werden mittlerweile auch über Twitter begleitet.

GT3-EM

Auch die „kleinere“ GT-Serie bot in Brünn interessante und spannende Rennen. Die Trainings zu Beginn des Wochenendes waren überwiegend verregnet, aber das einzige Rennen auf feuchter Strecke – halb-feucht, um genau zu sein, denn nur über der im Tal gelegenen Streckenhälfte hatte es geregtnet – war das erste der GT3. Hier beanspruchten am Ende drei Corvettes das Podium für sich, die unter den Streckenbedingungen früh nach vorn stürmten. Lambotte/Parisy siegten am Ende mit über 18 Sekunden Vorsprung vor Keilwitz/Hohenadel, Seiler/Lunardi und den Pole-Settern Geipel/von Thurn und Taxis im Reiter Lamborghini.

Im zweiten Rennen am Sonntag siegten wieder die beiden Franzosen Joakim Lambotte und Mike Parisy, die damit trotz eines punktelosen ersten Rennwochenendes auf Platz 3 der Meisterschaft nach oben schossen, nur acht Punkte hinter den Führenden Keilwitz/Hohenadel und sieben hinter Philip Geipel. Letzterer erreichte mit seinem adeligen Teamkollegen den zweiten Platz, nur gut viereinhalb Sekunden hinter dem Siegerauto.

Vorschau: ADAC GT Masters – Hockenheim

Die GT Masters trägt ihre Läufe 5 und 6 an diesem Wochenende auf dem Hockenheimring aus. Albert von Thurn und Taxis ist aktuell nicht nur in der GT3-EM erfolgreich, sondern auch in derem deutschen Pendant, hier führt er gemeinsam mit seinem Lamborghini-Co-Piloten Peter Kox die Meisterschaftswertung an. 21 Punkte haben beide, Luca Ludwig und Christopher Mies (Abi-Audi) liegen aber zwei Zähler dahinter. In der Deutschen GT3-Meisterschaft, zu der auch das 24h-Rennen auf der Nordschleife zählt, führt derweil Luca Ludwig mit deutlichem Vorsprung: er saß auf der Nordschleife als einziger regelmäßiger GT Masters-Teilnehmer im Klassensieger-Auto von Phoenix Racing und sackte somit die 30 Punkte ein.

In der Amateurwertung führt nach dem beeindruckenden zweiten Platz am Sachsenring Ex-Skisprung-Ass Sven Hannawald mit 26 Punkten vor Ronald van der Laar, dem Co-Piloten von Michael Bleekemolen (21 Punkte). Vorjahressieger Toni Seiler liegt nach zwei Siegen in Oschersleben, aber punkteloser Heimreise aus  Sachsen einen weiteren Punkt dahinter.

Das Starterfeld ist in Baden wieder um drei Fahrzeuge im Vergleich zum vergangenen Rennwochenende gewachsen: s-Berg Racing setzt einen zweiten BMW-Alpina B6 ein, und auch Attempo Racing ist nach einer Pause in Hohenstein-Ernstthal wieder mit zwei Porsche 911 GT3 Cup dabei.

Vorschau: Grand-Am – Lime Rock

Wer nach Formel 1, Indy 500, NASCAR und GT Masters noch nicht genug hat, für den geht das Rennwochenende am Montag weiter: in den USA wird am Memorial Day der verstorbenen Soldaten gedacht und die Grand-Am Rolex Sports Cars Series nutzt diesen Feiertag, um auf dem Traditionskurs in Connecticut ihr „Memorial Day Classic“ auszufahren.

Im letzten Jahr fand dieses Rennen nicht statt, bis 2008 war es ein „GT only“-Event. In diesem Jahr werden zum ersten Mal auch die Daytona-Prototypen ins „Road Racing Center of the East“ reisen. Man wird dementsprechend nicht die klassische Streckenvariante fahren, sondern die neue „The Uphill“-Schikane einbeziehen, um Überholmanöver am Ende der „No-Name Straight“ zu ermöglichen und Auslauffläche zu schaffen. Den zusätzlichen „West Bend“-Komplex, den die ALMS außerdem nutzt, wird die Grand-Am laut eigener Angaben wohl außen vor lassen, sodass die Strecke flüssiger bleibt.

Großer Favorit in der DP-Klasse wird wieder Chip Ganassi Racing mit Pruett/Rojas im BMW-Riley sein, die die vergangenen drei Rennen gewonnen haben.

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