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October 08 2013

05:44

NASCAR: Analyse Kansas Chase 2013 – Chrash, boom, bang

Eine regelrechte Caution-Orgie sorgte für ein interessantes Rennen der NASCAR. Und dann brannte auch noch ein Busch. Allerdings ein richtiger, nicht einer der Brüder.

Hollywood Casino 400Kalte Temperaturen, eine neue Asphaltdecke und mal wieder Reifenprobleme von Goodyear sorgten auf dem Oval in Kansas für einen sehr abwechselungsreichen Renntag, bei man allerdings ein wenig Geduld mitbringen musste. Denn 15 Cautions waren dann doch etwas viel für ein Rennen, auf der anderen Seite beschweren wir uns das halbe Jahr über langweilige 1,5-Meilen-Ovale, auf denen nichts los ist. Dann doch lieber etwas mehr Abwechslung, wobei einige Unfälle wirklich nicht schön aussahen. Der Spannung im Chase hat das Rennen ein wenig geholfen.

Schuld an den ganzen Cautions der NASCAR waren, glaubt man den Fahrern, zu einem großen Teil die Reifen. Goodyear hatte zum dritten Mal in diesem Jahr die sogenannten “Zone Tread”-Reifen für die linke Seite mit nach Kansas gebracht. Auf dem neuen, eher rutschigen Asphalt geben die Reifen etwas mehr Grip, was die Belastungen auf der rechten Seite etwas reduziert. Dadurch entstand aber wohl ein neues Problem, was sich meist ausgangs der Kurven zeigte. Sobald der Druck am Ausgang der Kurve auf die rechte Seite wieder etwas nachließ, neigten die Autos zum Übersteuern, was diverse Dreher verursachte. Praktisch jeder Fahrer hatte mindestens einen “close call”.

Aber ganz schuldlos waren die Fahrer auch nicht. Gleich in der ersten Runde erwischte es Danica Patrick, die in der ersten Kurve rechts abbog und ziemlich heftig in die Safer Wall einschlug. Der Wagen war komplett zerstört, der Tag für Danica damit gelaufen. Immerhin musste sie dann nicht weitere vier Stunden im Auto sitzen. So lange dauerte es nämlich, bis am Ende endlich der Sieger feststand.

An der Spitze ging es während des Rennens recht bunt zu. Zunächst konnte sich Pole-Sitter Kevin Harvick an die Spitze setzen, meist gefolgt von Dale Earnhardt Jr. und Jimmie Johnson. Nach einem Drittel des Rennens hatte sich der bisherige Dominator des Chase, Matt Kenseth, die Führung geschnappt, doch lange konnte er sich dort nicht festsetzen. In einer der vielen Caution handelte er sich eine Strafe wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Box ein. Von dem Desaster konnte er sich bis zum Schluss nicht erholen. Nach dem Rennen klagte er über einen schwer zu fahrenden Gibbs-Toyota.

Überhaupt war es nicht das Wochenende der Gibbs-Mannschaft. Hamlin blieb erneut hinter den Erwartungen zurück und Kyle Busch, immerhin aussichtsreich im Chase positioniert, haderte mit sich, dem Wagen, den Reifen und den Mitstreitern. Im Verlauf des Rennens gelang es ihm nicht wie gewohnt, in die Top 3 zu fahren, nach einem Restart gegen Mitte des Rennens versuchte er Montoya zu blocken, der ihn auf der unteren Linie überholen wollte. Montoya touchierte Busch, der sich in einen langen Dreher verabschiedete. Immerhin sammelte er im dichten Feld niemanden auf. Für seinen Ausfall sorgte er ein paar Runden später, als er in Turn 1 massiv in die Mauer einschlug. Der Toyota war vorne komplett platt, Busch selber konnte aber aussteigen. Nach dem Rennen gab er erst Montoya einen mit (“Den werden wir nicht vermissen”), dann Goodyear (“Schlechter Reifen”), bevor er schnell nach Hause flog.

Die kurioseste Caution kam dann in Runde 156, als plötzlich dichter Rauch über Turn 1 zog. Am Rande der Strecke brannte plötzlich eine Hecke und der Qualm vernebelte die Sicht. An eine Caution aus diesem Grund konnten sich die Veteranen auch nicht erinnern.

In der Schlussphase des Rennens hatte sich Noch-Meister Brad Keselowski an die Spitze gesetzt und behauptete diese problemlos. Doch dann machte das Team einen schwer zu verstehenden Fehler und ließ Keselowski zu lange draußen. Dies hatte zur Folge, dass ihm der Spirt ausging und er gerade noch so an die Box rollen konnte. Bis der Tank voll und der Motor wieder gestartet war, hatte der Penske-Mann zwei Runden verloren. Offensichtlich hatte man sich in Sachen Verbrauch verrechnet oder beim Stopp zuvor war weniger Sprit in den Tank geflossen, als man gedacht hat.

Kaum war Keselowski wieder im Rennen, zerlegte Brian Vickers seinen MWR-Toyta nachhaltig ausgangs Turn 2. Der Einschlag war heftig, der Wagen zerstört, aber auch Vickers konnte unverletzt aussteigen. Die schweren Unfälle glichen sich sehr. Ein Fahrzeug, allein, niemand rechts, links oder knapp dahinter, und doch rutschten die Autos plötzlich über die Hinterachse raus und waren nicht mehr zu kontrollieren. Ein “Save” war offenbar nicht mehr möglich, nachdem der Wagen einmal den Grip verloren hatte. Ob Goodyear die “Zone Tread”-Reifen in diesem Saison noch mal unverändert an den Start bringen wird, darf bezweifelt werden.

Die Endphase des Rennens verlief dann ruhig. Kevin Harvick gewann den letzten Restart, dahinter positionierte sich Kurt Busch, der wegen eines Unfalls im Training vom letzten Startplatz aus ins Rennen gegangen war. Hinter Busch kam Jeff Gordon ins Ziel, der allerdings nach dem Rennen einiges mit Busch zu diskutieren hatte. Man war im Rennen zwei Mal aneinander geraten, was man nach dem Rennen dann (friedlich) besprach.

Hinter Gordon lautete die Reihenfolge Logano, Edwards, Johnson. JJ musste in der letzten Runde seinen Motor abstellen, weil dieser wohl den Geist aufgegeben hatte. Es folgten Menard, Junior, Ambrose und Amirola. Matt Kenseth kam auf P11.

Im Chase hat sich Johnson an Kenseth ran gerobbt, dessen Vorsprung nur noch drei Punkte beträgt. Dahinter liegt nun Kevin Harvick, dem 25 Punkte auf Kenseth fehlen. Mehr Abstand haben schon Gordon (-32), Kyle Busch (-35) und Greg Biffle (-44). Die Chancen von Harvick, Gordon und Busch sind zwar noch intakt, aber wenn Kenseth und Johnson weiter so regelmäßig punkten, dürfte es schwer werden. Aber mit dem Rennen in Talladega folgt ja noch ein Lauf, der den Chase stark verändern kann. Am kommenden Samstag geht es erst einmal nach Charlotte zum Nachtrennen.

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September 06 2013

07:00

NASCAR: Vorschau Richmond September 2013

Es ist angerichtet: Das letzte Rennen vor dem Chase auf dem Richmond International Raceway steht an. Einige Piloten konnten ihr Ticket für die Playoffs der NASCAR bereits letzte Woche lösen, aber um die letzten Plätze verspricht es noch ein spannender Kampf zu werden.

fed_autoparts_400_rir_cNun ist es also soweit. Das letzte Rennen steht an, bevor es in den Chase geht. Einige Piloten haben ihren Platz in den Playoffs bereits sicher, doch ab der achten Position in der Meisterschaftstabelle wird es spannend. Doch bevor ich genauer auf den Kampf um die letzten Chase-Plätze eingehe, schauen wir uns erstmal die Strecke an. Der Richmond International Raceway wurde und 1946 eröffnet und seit 1958 durchgängig von der höhsten NASCAR-Liga besucht. 1988 wurde die Strecke in das heute bekannte, 0,75 Meilen kurze D-Oval umgebaut. Richmond weist ein moderates Banking von 14° in den Kurven auf. Die Start-/Zielgerade ist mit 8° und die Gegengerade mit 2° überhöht. Wie auf allen Short-Tracks gilt es auch hier, besonders schonend mit den Bremsen umzugehen und vielleicht auch mal einen kleinen “bump and run” zu setzen. Die meisten Siege unter den aktiven Fahrer hat mit vier Erfolgen Kyle Busch, der bis jetzt aber noch nie das September-Rennen gewinnen konnte. Letztes Jahr sicherte sich Clint Bowyer den Sieg im Federated Auto Parts 400. Traditionell wird es durch die Lage direkt vor dem Chase ein spannendes Rennen werden, denn auch dieses Jahr haben noch einige Piloten die Chance, in die finale Phase der Meisterschaft zu gelangen.

Werfen wir zuerst einen Blick auf die bereits sicher im Chase stehenden Piloten: Trotz seiner Pechsträhne führt Jimmie Johnson die Meisterschaft mit 837 Punkten an. 28 Punkte dahinter befindet sich der aktuelle Vizemeister Clint Bowyer. Weitere 14 Punkte hinter Bowyer sind punktgleich Kevin Harvick und Carl Edwards zu finden. Kyle Busch ist anders als letzte Saison bereits für den Chase qualifiziert. Mit vier Siegen besitzt er zusätzlich auch eine ausgezeichnete Ausgangssituation für die Meisterschafts-Playoffs. Nur Matt Kenseth als aktuell Sechstplatzierter konnte mehr Siege einfahren als Johnson und Busch, fünf an der Zahl. Er ist zudem auch mit 55 Punkten Vorsprung auf Platz elf der letzte Pilot, der den Chase-Einzug bereits über die Punkte erreicht hat. Doch noch ein weiterer Fahrer ist bereits sicher dabei und dieser findet sich aktuell auf Position zwölf wieder. Kasey Kahne hat mit bereits zwei Siegen mehr Erfolge in dieser Saison erzielt als seine direkten Konkurrenten um die letzten Chase-Plätze. Die einzige Frage, die sich noch stellt, ist, ob er es über eine Wildcard oder über die Punkte unter die letzten Zwölf schafft. Aktuell befindet sich Kahne zehn Punkte hinter dem zehnten Platz.

Kommen wir zu den Piloten, die noch zittern müssen. Der heimliche Punktesammler Dale Earnhardt Jr. ist auf Platz sieben liegend so gut wie durch. Mit 37 Punkten Vorsprung auf Platz elf muss schon einiges schief gehen, damit er noch aus dem Chase fällt. Gefährlicher wird die Lage für die Piloten ab dem achten Platz. Hier macht der aktuell starke Joey Logano den Anfang, der 16 Punkte Vorsprung inne hat. Hinter ihm platziert sich Greg Biffle mit 14 Punkten Vorsprung. Geradeso drin ist auch noch Kurt Busch. Doch er hat es bedeutend schwerer als die beiden Fahrer vor ihm, denn er steht bis jetzt noch ohne Sieg da und muss in Richmond zumindest ein gutes Ergebnis einfahren. Gleiches gilt auch für den auf Rang elf liegenden Jeff Gordon, der ebenfalls noch keinen Erfolg diese Saison vorweisen kann. Mit sechs Punkten Rückstand auf Kurt Busch scheint ein Sieg für ihn dieses Wochenende fast Pflicht zu sein. Den Erfolg, den Gordon braucht, hat Martin Truex Jr. sich bereits in Sonoma gesichert. Diesem verdankt er jetzt seine Wildcard, die er mit fünf Punkten Vorsprung vor dem ebenfalls bereits ein Mal siegreichen Ryan Newman hält. Beide Fahrer befinden sich bereits 15 bzw. 20 Punkte hinter dem zehnten Platz. Hinter Ryan Newman finden wir auf Platz 15 endlich den Vorjahresmeister Brad Keselowski. Für ihn gilt das Gleiche wie für Kurt und Jeff: Er muss in Richmond endlich seinen ersten Saisonsieg einfahren. Falls er dies schaffen sollte, könnte er bei einem schlechten Ergebnis von Truex und Newman doch noch das Ticket zur Titelverteidigung lösen. Dafür braucht es aber viel Glück, doch dieses scheint er diese Saison nicht zu haben. Wem das jetzt noch nicht genug “Wie-komme-ich-in-den-Chase-Theorie” war, der kann sich gerne bei den Kollegen von jayski noch alle möglichen Kombination anschauen, mit denen ein Fahrer im bzw. aus dem Chase wäre.

Genug über den Chase geredet, kommen wir nun wieder zum aktuellen Rennen zurück. In den 44 gemeldeten Cockpits für dieses Wochenende hat sich erstaunlich wenig getan. Mike Bliss sitzt wieder mal im Toyota mit der Startnummer 19, im Ford mit der #32 Timmy Hill, im Chevrolet mit der #40 Landon Cassill und ebenfalls in einem Chevy, allerdings mit der #51, sitzt Ryan Truex. In der #47 ersetzt AJ Allmendinger Bobby Labonte. Die Leavine Family ist ebenfalls wieder mit dabei, diesmal aber nicht mit Scott Speed, sondern mit Reed Sorenson. Dieser ist zudem ein potentieller Kandidat für das Cockpit der #95 in der nächsten Saison. Sorenson absolvierte bis jetzt bereits 15 Sprint-Cup-Rennen und konnte schon eine Pole einfahren.

In dieser Woche wurden auf den Fahrermarkt erneut einige Gerüchte gestreut und Neuigkeiten bekannt gegeben. Das wichtigste mal kurz zusammengefasst: Jeff Burton wird nächstes Jahr trotz gültigen Vertrags nicht mehr in der #31 von Richard Childress Racing sitzen. Als Grund für diese Entscheidung werden zu geringe Sponsorengelder für die kommende Saison genannt, die nicht erlauben, ein viertes Auto an den Start zu bringen. Somit ist es durchaus plausibel, dass Ryan Newman nächstes Jahr in der #31 sitzen könnte, sofern er zu RCR wechselt. Wohin die Reise für Burton geht, ist noch ungewiss. Juan Pablo Montoya hingegen wurde unter der Woche in Denver bei Furniture Row Racing gesichtet. Aktuell gibt es aber noch keine Informationen, ob wir Juan nächstes Jahr in der #78 als Ersatz für Kurt Busch sehen oder nicht. Schließlich soll es ja auch noch ein Angebot aus der IndyCar von Andretti Autosport geben.

Zum Schluss nun wie gewohnt noch die Stände der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entrylist für das Federated Auto Parts 400 auf dem Richmond International Raceway. Das Rennen wird live auf ABC und auch wieder bei MotorvisionTV übertragen. Letztere werden die verbleibenden Rennen bis zum Finale allesamt live zeigen. Die TV-Zeiten für dieses Wochenenden gestalten sich folgendermaßen:

Freitag 06.09.2013
15:00 Uhr Nationwide Practice, Fox Sports 1
18:00 Uhr Sprint Cup Practice, ESPN2
20:30 Uhr Sprint Cup Final Practice, ESPN2
22:00 Uhr Nationwide Qualifying, ESPN2
23:30 Uhr Sprint Cup Qualifying, ESPN2

Samstag 07.09.2013
01:30 Uhr Nationwide Rennen (Virginia 529 College Savings 250), ESPN2 (Green Flag: 01:45 Uhr)
18:00 Uhr Trucks Practice (Iowa), Fox Sports 2

Sonntag 08.09.2013
01:30 Uhr Sprint Cup Rennen (Federated Auto Parts 400), ABC (Green Flag 01:44 Uhr)
18:30 Uhr Trucks Qualifying (Iowa), Fox Sports 1
20:00 Uhr Trucks Rennen (Iowa, Fan Appreciation 200 Presented by New Holland), Fox Sports 1 (Green Flag: 20:17 Uhr)

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August 27 2013

06:00

NASCAR: Analyse Bristol August 2013

Bristol wusste wieder mal, mit engen Kämpfen und vielen Unfällen zu begeistern, und am Ende konnte sich Matt Kenseth seinen fünften Saisonsieg sichern. Damit bewies er erneut, dass er zur Stelle ist, wenn die anderen Favoriten straucheln.

Irwin Tools Night RaceEs war eine heiße Nacht in Bristol, zumindest wenn es um den Gemütszustand einiger Piloten ging. Insgesamt unterbrachen elf Cautions das 500 Runden lange Rennen und sorgten besonders in der Schlussphase für einiges an Action. Der Start hingegen lief etwas ruhiger. Denny Hamlin startete von der ersten Position in das Rennen, gefolgt von den erneut starken Kurt Busch und Brian Vickers. Kurz nachdem es los ging, war es für die #87 mit Joe Nemechek am Steuer schon wieder vorbei. Grund war der Toyota-Motor, der schon nach drei Runden seinen Dienst quittierte. Ohne Caution ging es weiter und Kurt holte sich knapp 20 Runden später die Führung von Hamlin. Diese behielt er auch, als in Runde 41 die erste Caution des Rennens heraus kam. Grund hierfür war Ryan Truex – der jüngere Bruder vom in der #56 fahrenden Martin Truex Jr. – der durch einen Schaden am linken Vorderreifen der #51 in die Mauer einschlug. Für ihn war sein Sprint-Cup-Debüt damit vorbei. Unterdessen absolvierten einige Piloten ihre ersten Boxenstopps, normalerweise nichts besonderes, diesmal aber schon. Brad Keselowski verließ gerade seine Box, als David Reutimann in seine einfahren wollte. Es kam zu einer Überschneidung und Keselowski traf Reutimann am Heck. Leidtragender war auch Marcos Ambrose, der in seiner Box stehend zwischen den zwei Autos eingeklemmt war und somit ebenfalls einige Positionen verlor.

Von den Ereignissen unberührt setzte Kurt Busch seine Führung nach dem Restart fort. Hinter ihm platzierten sich Carl Edwards und Denny Hamlin. Alles lief also nach Plan für Kurt, aber dann kam – wie immer – etwas dazwischen. Kurz vor dem Erreichen der 80. Runde fiel die #78 auf einmal zurück. Er musste schließlich an die Box kommen, denn eine Radnabe an seinem Auto war defekt. Seine Crew versuchte, dieses Problem mit einem schnellen Boxenstopp zu beheben, der allerdings keine Wirkung zeigte. Zusätzlich musste Kurt kurz nach seinem Reparatur-Stopp erneut durch die Boxengasse, da er diese beim vorherigen Stopp zu schnell durchfahren hatte. Währenddessen ging es auf der Strecke weiter heiß er und manchmal wurde es eng, zu eng. Nachdem die #78 wieder Fahrt aufgenommen hatte, stand sie auch schon wieder im Fokus. Diesmal hatte Kurt das Heck von Josh Wise getroffen und die #35 in Runde 91 hart in die Mauer einschlagen lassen. Die #78 musste wenige Runden später die Garage aufsuchen und nahm das Rennen mit einem Rückstand von 21 Runden wieder auf. Beim Restart fand sich dann Dale Earnhardt Jr. an der Spitze wieder, da er nicht seine Boxencrew in der Gelbphase besucht hatte. Gefolgt wurde er von Clint Bowyer und Bobby Labonte, welche ebenfalls während der Caution draußen geblieben waren.

Währenddessen ließ sich Kyle Busch weiter vorne auf Platz 16 blicken. Kyle war aufgrund eines Unfalls im Qualifying von der letzten Position gestartet und kämpfte sich stetig durchs Feld. Doch je weiter vorn man fährt, umso enger werden die Abstände und manchmal kommt es zu Kontakten. Diese Erfahrung machten in Runde 107 Kyle Busch und Joey Logano, als sie aneinander gerieten und kurz darauf wegen Debris von diesem Kontakt die nächste Caution heraus brachten. Zum Kontakt kam es, weil Kyle wie im Qualifying loose wurde und somit direkt vor bzw. in das Auto von Logano fuhr. Die #18 trug einen Schaden am Heck und die #22 einen an der rechten Front davon. Beim Restart startete Earnhardt erneut von der Spitze und fand erstmal Danica Patrick vor sich, die genau vor dem Feld wieder aus der Box kam, nachdem sie diese zu Reparaturarbeiten aufgrund eines Mauerkontaktes aufgesucht hatte. Danica machte schnell Platz und ließ dem Führungskampf von Earnhardt und Bowyer freien Lauf. In Runde 128 konnte sich Bowyer schließlich an Junior vorbei setzen und führte das Rennen nun souverän an.

Irwin Tools Night RaceAllerdings schien man als Führender dieses Mal nicht gerade mit Glück gesegnet zu sein, denn auch Clint Bowyer hatte wenig später ein Problem. In Runde 176 versuchte sich Bowyer am Überrunden und kam ganz gut durch das Feld, bis Travis Kvapil auftauchte. Dieser setzte sich mit Schwung neben den ebenfalls überrundeten David Ragan und überlappte leicht mit der #15. Bowyer zog leicht nach innen, um Schwung für die Gerade zu holen und wurde am Heck von Kvapil getroffen. Bowyer drehte sich und zusätzlich wurde auch noch Bobby Labonte in den Toyota mit der #15 geschubst. Was Travis sich bei dieser Aktion dachte, bleibt wohl ein ewiges Rätsel. Den Führenden als Überrundeter abzuschießen, gehört jedenfalls zu den peinlichsten Sachen, die man als Rennfahrer anstellen kann. Bowyer fand sich nach seinem Dreher auf Platz 26 wieder. Kvapil hingegen wurde wenig später vom Karma heimgesucht und musste nach einem Mauerkontakt an die Box.

Die nächste Gelbphase ließ auch nicht lange auf sich warten. Kurz nach dem Absolvieren der 200. Runde kam Tony Raines in der Kurve zu hoch und erwischte dabei Brad Keselowski und Jimmie Johnson. Alle Beteiligten trugen keine größeren Beschädigungen davon. Beim Restart war diesmal Carl Edwards in Front, der von Hamlin und Kenseth verfolgt wurde. Die Führung musste Edwards nach knapp 30 Runden unter grün an Kenseth abgeben. In dieser Reihenfolge ging es weiter, bis zur nächsten Caution. Diese löste Vickers kurz nach 250 gefahrenen Runden aus, als er die Mauer touchierte und Debris auf der Strecke hinterließ. Während der Boxenstopps wurde es dann interessant. Hamlin, der eigentlich als Erster die Boxengasse verlassen hätte, wartete am Ende der Boxenstraße auf Earnhardt Jr. und sortierte sich hinter diesem ein, um beim Restart auf der Außenbahn zu starten. Dieser Plan ging allerdings nicht auf, denn ausgerechnet der Teamkollege von Hamlin in Form von Matt Kenseth musste wegen zu schneller Fahrt in der Boxengasse an das Ende des Feldes zurück, was Hamlin wieder auf die innere Bahn schob.

Beim Restart fuhr dann Paul Menard von der Spitzenposition vor Kyle Busch los. Beide waren unter gelb nicht an der Box. Nach einigen Umläufen kam Edwards mit vier frischen Pneus von hinten näher und setzte sich schließlich in Runde 328 an die Spitze. Sechs Runden später kam es erneut zu einer Caution, nachdem Bobby Labonte und David Gilliland sich etwas zu nah kamen. Bei den Boxenstopps wurde diesmal Juan Pablo Montoya vom Pech verfolgt. Auf Platz zwei liegend suchte er sein Team auf, doch beim Verlassen seiner Box war er etwas zu schnell. Dies bedeutete, dass er an das Ende des Feldes zurück musste und somit seine gute Position verlor. An der Spitze fuhren jetzt Andere, in Form von Kevin Harvick, Martin Truex Jr., Jeff Gordon und vor allem Carl Edwards. Dieser setzte sich kurz nach dem Restart wieder an die Spitze. Nach wenigen grünen Runden kam es knapp 140 Runden vor Schluss erneut zu einer Gelbphase. Diesmal war der Auslöser Brian Vickers in der #55, der Reutimann in einen Dreher schickte. Dieser stand dann mitten auf der Strecke, genau vor Jimmie Johnson. Die #48 konnte nicht mehr ausweichen und knallte genau in das Heck der #83. Johnson musste in die Garage und wurde schließlich als 36. gewertet.

In Runde 368 ging es dann weiter, erneut mit Edwards an der Spitze. Hinter ihm platzierte sich kurze Zeit darauf Kenseth, der sich an Truex vorbei setzte. Lang hielt die Grünphase nicht, denn sieben Runden nach der erneuten grünen Flagge wurde schon wieder gelb geschwenkt. Diesmal lag die Schuld bei Juan Pablo Montoya, der David Stremme am Heck traf. Stremme wurde loose und erwischte noch Jeff Burton, der sich in die innere Mauer drehte. Kurz bevor die gelbe Flagge geschwenkt wurde, eroberte Kenseth noch die Führung von Edwards. Beim Restart konnte sich die #20 dann durchsetzen und für Carl Edwards begannen die Probleme. Er wurde immer langsamer und fuhr schließlich in die Garage, denn sein Ford-Motor hatte schlapp gemacht. Währenddessen ging das Rennen unter grün weiter, bis knapp 65 Runden vor Schluss auf einmal ein Teil am Heck des Autos mit der #42 von Montoya wedelte. Dieses hatte sich nach einem Kontakt mit David Stremme gelöst und landete schließlich auf der Strecke, was zur nächsten Caution führte.

Irwin Tools Night Race54 Runden vor Schluss ging es dann weiter, mit Kenseth in Front vor Clint Bowyer und Jeff Gordon. Nur eine Runde später kam es dann zu einem Big One. Brian Vickers scherte vor Kurve drei aus und erwischte dabei Denny Hamlin an der rechten Front. Bei der Einfahrt zur Kurve versagte dann der Reifen an der #11 und Hamlin fuhr quer über die Strecke und erwischte Ryan Newman am Heck und Kevin Harvick an der Front. Martin Truex Jr., Brad Keselowski und Casey Mears konnten nicht mehr ausweichen und trugen einen mehr oder weniger großen Schaden davon. Das Auto von Martin Truex Jr. war komplett beschädigt und rollte auf den Apron. Dabei tuschierte die #56 die #30 mit David Stremme und kam direkt vor Ken Schrader in der #32 zum Stehen, der nicht mehr ausweichen konnte und die #56 ebenfalls erwischte. Währenddessen stellte sich Kevin Harvick auf den Boxenplatz von Denny Hamlin, bevor er von diesem durch die #11 wieder runter geschoben wurde. Danach lieferten sich Harvick und die Crew der #11 ein kleines Wortgefecht. Dieses endete mit einer Aussprache von Harvick und Hamlin und wurde mit einem Handshake abschlossen. Die verbleibenden Autos auf der Strecke wurden kurzzeitig mittels einer roten Flagge geparkt, um die Aufräumarbeiten nicht zu stören.

48 Runden vor Schluss ging es dann weiter. Erneut führte Kenseth das Feld an, vor einem auf einmal wieder vorn mitfahrenden Juan Pablo Montoya und Kasey Kahne. Kahne zog 25 Runden vor dem Ende an Montoya vorbei und schloss schnell auf Kenseth auf. Die #5 versuchte in den letzten 15 Runden mehrmals, auf der Innenbahn an Kenseth vorbei zu gehen, konnte dies aber nie zum Erfolg führen. So sicherte sich Matt Kenseth nach einem spannenden Zweikampf zum Schluss seinen fünften Saisonsieg. Dies verschafft ihm auch eine ausgezeichnete Ausgangsposition für den Chase, denn Kenseth ist der einzige, der dieses Jahr bereits fünf Siege einfahren konnte. Kritischer ist da die Lage für Vorjahreschampion Brad Keselowski, der aktuell nicht im Chase vertreten wäre. Einen genaueren Einblick in den Kampf um die Playoff-Plätze wird euch am Freitag Kristian in seiner Vorschau zu Atlanta liefern.

Und zum Schluss noch eine Hammernachricht, die am Montag-Abend die Runde machte: Kurt Busch fährt nächstes Jahr für Stewart/Haas-Racing! Nach ersten Information hat Kurt einen Vertrag über mehrere Jahre abgeschlossen und könnte mit der #00 nächste Saison an den Start gehen. Ein offizielles Statement wird im Laufe des heutigen Tages folgen.

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August 09 2013

12:05

NASCAR: Vorschau Watkins Glen 2013

Zwei Mal im Jahr beweisen die Piloten des Sprint Cups, dass sie neben Links- auch Rechtskurven beherrschen. Nach Sonoma im Juni findet das zweite Rundkursrennen wie üblich in Watkins Glen statt, welches im Vorjahr mit einem packenden Finish überzeugen konnte.

cheezit355attheglenWatkins Glen, The Glen, Glen Watkins oder Watkins Glen International: Alles Namen die ein und dieselbe Strecke im Südwesten des US-Bundesstaates New York beschreiben. In den 60er- und 70er Jahren noch Austragungsort von Formel 1-Rennen ist aktuell der NASCAR Sprint Cup das große Highlight des Jahres. Die Oberliga der NASCAR gastierte zum ersten Mal im Jahr 1957 auf der Strecke und sucht diese seit 1986 jedes Jahr auf. Gefahren wird auf einer modifizierten Streckenvariante mit 2,45 Meilen Länge, welche auf der Gegengeraden noch eine Schikane, den Inner Loop, beinhaltet. Insgesamt müssen die Fahrer auf einer Runde acht Kurven bewältigen, davon sind fünf Rechts- und drei Linkskurven. Im letzten Jahr konnte sich Marcos Ambrose zum wiederholten Male den Sieg vor Brad Keselowski sichern. Der Kampf in der letzten Runde zwischen Kyle Busch, Keselowski und Ambrose stellte eines der Highlights des vergangenen NASCAR-Jahres dar. Sollte jemand dieses Finish noch nicht gesehen haben, empfehle ich diesen Zustand schnellsten zu ändern.

Nachdem sich Marcos Ambrose also die letzten beiden Siege auf “The Glen” sichern konnte gilt er natürlich wieder als Top-Favorit für den diesjährigen Lauf. Aber Juan Pablo Montoya muss man ebenfalls immer auf der Rechnung haben, denn auch er konnte hier schon gewinnen. Aber auch die gelernten Oval-Fahrer gilt es zu beachten, schließlich konnte sich Martin Truex Jr. dieses Jahr in Sonoma den lang ersehnten Sieg sichern, der auch den ein oder anderen Racingblogger von seiner Qual erlöste. Neben den genannten Piloten sind auch die Busch-Brüder, Jeff Gordon, Clint Bowyer und wie üblich Jimmie Johnson als Siegkandidaten aufzuzählen, wobei sich Johnson auf einen Rundkurs nie so in den Vordergrund fahren konnte wie in einem Oval.

Watkins Glen wird auch ein wichtiger Bestandteil des Kampfes um den Einzug in den Chase sein, sind es doch nur noch insgesamt fünf Rennen, um sich zu qualifizieren. Seine Chancen verbessert hat Kasey Kahne, da er das letzte Rennen in Pocono für sich entscheiden konnte. Durch seine nun zwei Saisonsiege sollte der Chase-Einzug für ihn keine Hürde mehr darstellen, egal ob er sich über die Punkte oder eine Wildcard qualifiziert. Auch Brad Keselowksi und Kurt Busch sind mit Platz 12 bzw. 13 und nur wenigen Punkten Rückstand auf den Zehntplatzierten Greg Biffle noch im Rennen. Das einzige Problem was beide Fahrer haben ist, dass sie diese Saison noch nicht in der Victory Lane standen. Sollte sich dies nicht in den nächsten Rennen ändern, wird es schwer bis unmöglich werden, den Chase zu erreichen. Rosiger sieht da die Welt für die Wildcard-Inhaber Martin Truex Jr. und Tony Stewart aus, welche diese Saison jeweils einmal einen Sieg einfahren konnten. Letzterer jedoch wird wahrscheinlich seine Wildcard nach dem Rennen abgeben müssen.

Tony Stewart wird nämlich nicht in Watkins Glen starten können. Anfang der Woche erreichte uns die Nachricht, dass er sich sein rechtes Schien- und Wadenbein bei einem Sprint Car-Unfall gebrochen hatte. Wir hoffen auf gute Besserung, aber diese Saison ist für Stewart gelaufen. Er sollte auch nicht den Fehler begehen, zu schnell wieder ins Auto zu steigen. Als schlechtes Beispiel fungiert hier Denny Hamlin, der schon länger mit Rückenschmerzen kämpft, welche durch den Unfall in Fontana und den damit verbundenen Bruch eines Wirbels noch verstärkt wurden. Für Stewart und Hamlin wäre es also sinnvoll, die Verletzungen auszukurieren, um in der nächsten Saison wieder angreifen zu können, denn der Zug in den Chase ist für beide schon längst abgefahren. Generell sollte man aber auch über die Sicherheit der Sprint Cars diskutieren, schließlich war es nicht nur der dritte Unfall mit Stewart innerhalb weniger Wochen, vielmehr musste Jason Leffler in diesem leichten und stark motorisierten Gefährt sein Leben lassen.

Der Blick auf die Entrylist verrät, dass die #14 von Tony Stewart vom alten Haudegen aus Italien in Person von Max Papis pilotiert wird. Der 43-jährige fuhr nicht nur in der Formel 1 und der Champ Car, auch in der höchsten Klasse der NASCAR absolvierte er bereits 35 Rennen. Neben ihn finden sich wie üblich auch weitere Rundkursspezialisten ein. Mit Owen Kelly sehen wir neben Marcos Ambrose einen weiteren Australier der in der #51 von Phoenix Platz nimmt. Auch Brian Keselowski, der “etwas” langsamere und ältere Bruder von Brad, ist wieder in der #52 dabei und wird auch am Rennen teilnehmen, da nur 43 Teams gemeldet sind. Erneut begrüßen dürfen wir Boris Said in der #32 und Ron Fellows in der #33, welche auch in Sonoma am Start waren. Die #98 von Phil Parsons Racing wird diesmal nicht dabei sein, der Fahrer Michael McDowell ist für dieses Wochenende in der #35 gemeldet. AJ Allmendinger wechselt ebenfalls das Cockpit, nachdem er zuletzt in der #51 saß, kehrt er erneut in die #47 zurück. Hingegen nicht auf der Entrylist zu finden ist Joe Nemechek, welcher den Fahrersitz der #87 mit Tomy Drissi tauscht.

Wie gewohnt gibt es nun noch die aktuellen Stände der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die TV-Zeiten für das Wochenende. MotorvisionTV wird nach der Pause letzte Woche wieder live dabei sein.

Freitag 09.08.
18:00 Uhr, Sprint Cup Practice, SPEED
19:30 Uhr, Nationwide Practice, SPEED
22:00 Uhr, Sprint Cup Practice, SPEED

Samstag, 10.08.
15:30 Uhr, Nationwide Qualifying, ESPN2
17:30 Uhr, Sprint Cup Qualifying, EPSN2
20:15 Uhr, Nationwide Rennen (Zippo 200), ABC (Green Flag: 20:35 Uhr)

Sonntag, 11.08.
19:00 Uhr, Sprint Cup Rennen (Cheez-It 355), ESPN & MotorvisionTV (Green Flag: 19:19 Uhr)

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July 16 2013

18:24

NASCAR: Analyse New Hampshire Juli 2013

Das Rennen in New Hampshire war definitiv besser als erwartet, was zum einen an den diversen Zwistigkeiten auf der Strecke lag. Zum anderen verfolgte Tony Stewart eine mehr als gewagte Benzinstrategie, welche den Weg für einen Außenseitersieg ebnete. So fuhr schließlich der Teilzeitpilot Brian Vickers in die Victory-Lane.

Brian_Vickers_Loudon_Lobster_Victory_Lane_71413_NSCSWer hätte schon damit gerechnet, dass Brian Vickers am Sonntag in die Victory-Lane fährt? *räusper* Ich, denn der (noch) Teilzeitfahrer von Michael Waltrip Racing stand in der Vorschau als Dark-Horse auf meiner Favoritenliste. Auf den Shorttracks muss man ganz einfach mit Vickers rechnen, welcher in der Schlussphase eine sehr überzeugende Vorstellung bot. In Martinsville und Bristol lieferte er bei seinen Gasteinsätzen stets gute Resultate ab. Spätestens mit diesem Erfolg hat Brian sich für einen Vollzeiteinsatz im nächsten Jahr empfohlen, wenn Mark Martin das Cockpit der #55 abgeben wird. Diese Übernahme kann als nahezu sicher angesehen werden, immerhin äußerte sich Teamchef Michael Waltrip zuletzt schon entsprechend. Im Folgenden wollen wir uns anschauen, warum Brian das Rennen gewonnen hat und zusätzlich die kleinen Privatfehden des NASCAR-Wochenendes beleuchten.

Die 300 und eine Meile schlugen schon extrem früh eine turbulente Richtung ein, weil bei Joey Logano bereits in Runde 5 ein Reifen explodierte. Weil das natürlich nicht aufgrund von erhöhtem Verschleiß geschehen sein konnte, muss wohl ein Materialfehler vermutet werden. Diese Caution sollte auch nicht die einzige bleiben, im Verlauf des Rennens kam es insgesamt zu deren zwölf. In Umlauf 15 bekam Marcos Ambrose von Kevin Harvick die Quittung für sein angeblich zu hartes Racing, was in der Folge auch den unschuldig verwickelten Piloten Casey Mears und AJ Allmendinger ondulierte Autos bescherte. So richtig die feine englische Art war das Revanchemanöver von Harvick dann irgendwie auch nicht: Sich erst aufregen, dass zu früh zu hart gefahren wird und dann direkt mal Unbeteiligten den ganzen Tag ruinieren.

Auch nach der anfänglichen Aufregung hatte das Rennen überhaupt keine Chance, in einen vernünftigen Rhythmus zu kommen, weil NASCAR ständig wegen Debris die gelbe Flagge herausholte. Bis weit in das letzte Renndrittel hinein folgte spätestens nach 50 Runden die jeweils nächste Caution. Zwischenzeitlich platzte bei Denny Hamlin zum x-ten Mal in den letzten paar Rennen zu allem Überfluss wieder ein Reifen, was seine eh schon sehr geringen Chase-Ambitionen nun endgültig zu begraben droht.

Durch die vielen Gelbphasen wechselte bei den Boxenstopps aufgrund unterschiedlicher Reifenstrategien auch gerne mal die Führung, obwohl es mit insgesamt nur 10 Wechseln unter lediglich sechs Fahrer doch recht übersichtlich blieb. Kurt Busch (102), Tony Stewart (84), Kyle Busch (53), Matt Kenseth (33), Brian Vickers (16) und Brad Keselowski (14) teilten die 302 Runden (aufgrund einer Green-White-Checkered-Verlängerung) unter sich auf. Wer vorne liegend an der Box die falsche Strategie verfolgte, dem drohte entweder der Verlust von äußerst wichtiger Track-Position oder ein konkurrenzloses Fahrzeug auf alten Reifen, mit dem sich die Spitzenposition nicht verteidigen ließ.

Das beste Beispiel für die erste Variante lieferte Kurt Busch ab, der über das konstanteste Auto im Feld verfügte und endlich die langersehnten Früchte in Form eines Sieges einholen wollte, nachdem er in den letzten Rennen schon durch die Bank weg an der Spitze des Feldes zu sehen war. Das Team der #78 traf zu Beginn des letzten Renndrittels die falsche Entscheidung und nahm im Gegensatz zum Rest der nur einseitig neu bereiften Meute gleich vier frische Pneus mit auf die Reise. Das Resultat: Kurt verschwand im Mittelfeld, wo mit harten Bandagen gekämpft wurde.

Nicht mal 20 Runden später kam es dann für ihn zu einem klassischen Rennunfall mit Beteiligung von Matt Kenseth und einem laut Kyle Busch nicht ganz unschuldigen Ryan Newman. Das ist jetzt noch nett formuliert, denn während Kurt anschließend keine Schuldzuweisungen unternehmen wollte, wich dessen jüngerer Bruder auf Beleidigungen aus. Da Newman bereits zurückfeuerte, sollte man ihn und die Busch-Brüder in den nächsten Wochen genau im Auge behalten.

Probleme mit kaltverformtem Blech bekam später auch Danica Patrick, welche am Sonntag gleich zwei Gelbphasen auslöste. Erst drehte sie sich ohne Fremdbeteiligung in Turn 2 und anschließend räumte Danica ausgerechnet Ricky Stenhouse Jr sowie Travis Kvapil ab. Der Vollständigkeit der Vorfälle halber: Die vorletzte Caution kam gut 40 Runden vor Schluss unter Beteiligung von Jeff Gordon und Paul Menard zu Stande. Beide Piloten konnten das Rennen jedoch anschließend noch in der Führungsrunde beenden.

So viel zu den diversen Scharmützeln auf der Strecke. Schauen wir uns nun noch an, warum Brian Vickers das Rennen gewinnen konnte: Nachdem Kurt Busch aus der Entscheidung gefallen war, übernahm vorne Tony Stewart das Kommando, verzichtete jedoch im Nachgang des Führungswechsels auf weitere Tankstopps. Bei mehr als 90 noch zu fahrenden Runden stellte dies aufgrund des wesentlich kleineren Benzinfensters eine nicht haltbare Strategie dar. Smoke probierte es trotzdem und kam zu jedermanns Erstaunen tatsächlich 301 Runden weit. Dumm nur, dass drei Umläufe vor Schluss noch etwas Debris auf der Strecke gefunden wurde und das Rennen auf – für Stewart unhaltbare – 302 Runden verlängert wurde.

Die engsten Verfolger von Tony Stewart lauteten Brian Vickers und Kyle Busch, welche jeweils in den beiden Cautions nach dem Stewart-Stopp noch einmal zum Nachfassen kamen und trotzdem ihre Track-Position halten konnte. Warum man bei der #14 nicht auch einen Tankstopp einlegte, fragte sich wohl jeder Beobachter. Dass es ging, machten Vickers und Busch doch vor. Für diese beiden Piloten war somit schon während des finalen Stints die Bahn nach vorne frei. Vickers überholte einen benzinsparenden Stewart in Umlauf 287, während Kyle ein bisschen Pech mit der Abstimmung des Autos hatte. Die #18 war lediglich auf den Short-Runs extrem überzeugend, sobald aber das Rennen nach einem Restart ein paar Runden lief, war Busch machtlos. Dass er die sehr späte Caution nicht besser nutzen konnte, kam dann allerdings doch sehr überraschend.

So gewann schließlich Brian Vickers das Rennen, allerdings war das kein zufälliger Glücksgriff. In jeder Woche hat die #55 das Potenzial, am Ende ganz oben zu stehen und Vickers agierte den gesamten Nachmittag über souverän und fuhr den Sieg unter hohem Druck von z. B. Kyle Busch heraus, speziell als plötzlich eine Verlängerung anstand. Von daher: Hut ab! Hinter Vickers und Busch klassifizierten sich Jeff Burton, Brad Keselowski und Aric Almirola. Vor allem Burton und Almirola können ein solch gutes Ergebnis für ihre eigene Motivation sicherlich gut gebrauchen. Die Top10 komplettierten unterdessen Jimmie Johnson, Kevin Harvick, Carl Edwards, Matt Kenseth sowie Jeff Gordon.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Am nächsten Wochenende macht der Sprint Cup seine zweite und letzte Pause für dieses Jahr. Zeit also, vor dem Brickyard 400 in Indianapolis und dem nahenden Chase noch einmal durchzuschnaufen.

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May 14 2013

06:15

NASCAR: Analyse Darlington 2013

Nach dem triumphalen Dreifachsieg im Nationwide-Rennen vom Vortag schlitterte Joe Gibbs Racing in der Nacht von Samstag auf Sonntag nur knapp an einer Wiederholung im Sprint Cup vorbei. Weil Kyle Busch durch einen schleichenden Plattfuß spät und eiskalt erwischt wurde, gewann Matt Kenseth mit Interim-Crew-Chief vor Vollzeit-Rückkehrer Denny Hamlin sein drittes Saisonrennen.

Matt Kenseth team NASCAR Southern 500 Darlington 2013 300x195 NASCAR: Analyse Darlington 2013Eine Spannungsperle war das Nachtrennen in Darlington mit Sicherheit nicht, jedoch konnte es den klassischen Langstreckencharakter der NASCAR anbieten: Es gab eine Menge Boxenstopps unter grüner Flagge, nur fünf Cautions – davon vier im letzten Rennviertel – und lediglich neun Führungswechsel unter vier Fahrern. Als es ab Umlauf 300 von 367 richtig interessant wurde, befanden sich nur noch gut zehn Piloten mit dem Spitzenreiter in derselben Runde. Die ersten 300 Umläufe sind daher auch schnell erzählt: Polesitter Kurt Busch konnte sich bis zu den ersten Green-Flag-Pitstops achtbar in Führung halten, ließ dann aber die falschen Veränderungen an seiner #78 vornehmen und verlor parallel zur untergehenden Sonne sein Handling sowie in der Folge logischerweise die Spitzenposition. Dies war zugleich der Startschuss für seinen jüngeren Bruder Kyle Busch, der übernahm und seinen Toyota einsam in den Sonnenuntergang ritt – The End!

Ach nein, Moment, die Geschichte ging ja doch anders aus: Zunächst brachte Gelbphase #1 wegen Debris in Runde 125 keinerlei Veränderung und auch die Strategie von Jeff Gordon war lediglich gut gemeint. Bei der #24 ging man eine weitere Reihe Green-Flag-Pitstops fünf Umläufe früher an als das Team von Kyle Busch und konnte somit glatte zwei Sekunden pro Runde auf den Spitzenreiter gutmachen. Die so ergatterte Führung holte sich Busch aber schon 15 Umläufe später unter Grün wieder zurück, da NASCAR weiterhin keine Anstalten machte, eine Caution rauszubringen und nun wiederum Kyle die neueren Pneus aufgeschnallt hatte. Etwas Dynamik kam wie erwähnt erst ab Runde 300 ins Spiel, als Regan Smith seine #51 in einen Dreher schickte. Nun folgten die Gelbphasen nämlich Schlag auf Schlag:

Nur wenige Umläufe nach dem Restart ließ Paul Menard etwas zu wenig Platz für den oben fahrenden Casey Mears, der daraufhin zwischen Außenmauer und Kurt Busch hin und her trudelte. Direkt dahinter konnte Brad Keselowski nicht mehr ausweichen und wurde aufgrund des beschädigten Dienstwagens um ein Finish innerhalb der Top30 gebracht. 19 Runden nach dem Restart gerieten dann im Hinterfeld Marcos Ambrose und Josh Wise aneinander. Weil Wise die #35 frontal in der SAFER-Wall parkte und dabei auch David Reutimann mit ins Verderben riss, brachte NASCAR Caution #4 heraus.

Kyle Busch hatte sich in dieser Phase auch von den Wirren der vielen Boxenstopps unter gelber Flagge nicht durcheinanderbringen lassen und führte nach wie vor das Feld an. Ironischerweise sollte er dann an der finalen Gelbphase nur eine Runde nach dem Restart beteiligt sein, als er sich mit Kasey Kahne ein sehenswertes Duell um die Führung lieferte. Im Infight geriet Busch auf den Apron und kam daraufhin in Turn 1 zu weit nach oben, wo Kahne unterwegs war. Die #18 erwischte die #5 leicht am Heck oder machte sie zumindest aero-loose, wodurch sich Kahnes Siegchancen urplötzlich auflösten und er mit einem Dreher in der Mauer landete.

Spätestens zum allerletzten Restart 30 Runden vor Schluss sah dann eigentlich alles nach leichter Beute für Kyle Busch aus, so wie er sich zuvor gegen die Angriffe aller Kontrahenten erfolgreich zur Wehr setzen konnte. Ausgerechnet in dieser entscheidenden Phase brach das Glück mit ihm und ein schleichender Plattfuß trat auf den Plan. Busch verlor zunächst massiv an Zeit und daraufhin auch Positionen, selbst ein Top5-Resultat rutschte in weite Ferne. Vorne übernahm stattdessen der – bisher eher leise aber effektiv auffahrende – Rest der auftrumpfenden Armada von Joe Gibbs Racing. Matt Kenseth sicherte sich somit seinen dritten Saisonsieg vor Vollzeit-Rückkehrer Denny Hamlin, womit JGR also nur knapp einen Dreifacherfolg wie im Nationwide-Rennen am Vortag verpasste.

Trotzdem ein absolutes Top-Resultat, was die Mannschaft da gemeinsam ablieferte! Da konnte selbst Hendrick Motorsports nur die zweite Geige spielen, denn an Joe Gibbs Racing führte an diesem Wochenende absolut kein Weg vorbei. Sie „hatten einfach den Speed“, wie man dann so schön sagt. Jeff Gordon, Jimmie Johnson komplettierten gemeinsam mit RCR-Pilot Kevin Harvick die Top5, gefolgt von Kyle Busch, Carl Edwards, einem unauffälligen aber starken Juan Pablo Montoya, Dale Earnhardt Jr. und Ryan Newman in den Top10. Clint Bowyer, Martin Truex Jr., Greg Biffle, Kurt Busch und Tony Stewart belegten die Plätz 11 bis 15 vor Jamie McMurray, Kasey Kahne, Ricky Stenhouse Jr., Paul Menard sowie Aric Almirola, der leider das fünfte Top10-Resultat in Folge verpasste.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Am nächsten Wochenende folgt etwas Abwechslung vom harten Punktealltag, wenn das jährliche All-Star-Rennen der NASCAR ansteht. Am Freitag biete ich dazu wie gewohnt eine kompakte Vorschau inklusive Erklärung des Formats und Vorstellung der Teilnehmer an. Eine Analyse wird es allerdings wie immer bei den Spaßrennen nicht geben.

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February 29 2012

18:12

NASCAR – Analyse Daytona 500

Ein gutes, wenn auch recht unfallträchtiges erstes Rennen lieferte die NASCAR am Montagabend in Daytona ab. Wegen Regens musste das Rennen auf diesen Termin gelegt werden. Am Ende gewann nicht ganz überraschend ein Ford. 

Die NASCAR entschied sich am Sonntag auf Grund von Dauerregen das Rennen auf Montagmittag zu verlegen. Montag früh merkte man auf Grund der immer noch schlechten Wetterverhältnisse jedoch schnell, dass auch dieser Termin nicht zu halten sein würde und verschon das Rennen auf den Abend.

Dafür sprach neben der besseren Wettervorhersage noch ein weiterer Grund: Zur US-Primetime versprachen sich die Verantwortlichen auch deutlich bessere Quoten. Für FOX und die NASCAR war der Lauf eine Art Testballon – denn die Idee, manche Rennen des Sprint-Cup (à la “Mondy Night Football”) am Montagabend zu fahren ist keineswegs neu. Daytona sollte den Verantwortlichen nun endgütlig zeigen, welche Quoten Wochentags erreicht werden können.

Das Ergebnis fällt laut ersten Overnight-Ratings zwiespältig aus. Auf der positiven Seite: Man hatte mehr Zuseher als beim Pothole-Debakel 2010. Nicht so gut: Es waren auch weniger als 2011. Außerdem zeigen die Ratings einen deutlichen Anstieg nach Montoyas spektakulärem Unfall – mit einem “normalen” Rennen wäre man also vielleicht etwas schlechter gelegen. Ob die Zahlen nun Anlass sind, über weitere Montags-Rennen nachzudenken, liegt im Auge des Betrachters: Es ist sicher ein anständiges Ergebnis, mit dem man das beste aus einer widrigen Situation herausgeholt hat. Einen klar ersichtlichen Vorteil gibt es gegenüber dem Sonntag aber nicht. Und den bräuchte man, um ein Montags-Rennen zu rechtfertigen, das wohl mit einem deutlich Minus an Zuschauern an der Strecke auskommen müsste.

Einen dicken Silberstreif gibt es allerdings für die NASCAR: Die Nationwide-Serie auf ESPN hat mit Danica Patrick auf der Pole Zuschauerrekorde für Kabel gebrochen, und 4,4 Mio. Zuseher erreicht. Das Rating von 3.3 liegt etwa deutlich über jenem Wert, den die IndyCar-Serie bei ihren Übertragungen am Network-Sender ABC erzielt. Selbst das Indy 500 aus dem vergangenen Jahr hatte mit einem Rating von 4.0 nicht sehr viel mehr Zuseher.

Das Rennen:

Um 19.00 Uhr amerikanischer Zeit ging es dann endlich los in Daytona und Darell Walltrip eröffnete die Saison mit seinem bekanntem “Boogity, Boogity, Boogity, let’s go racing boys!”, welches er aus aktuellem Anlass mit einem “and Danica” vervollständigte. Die Fahrer schafften es sich auch eine ganze Runde zusammenreißen, bis es das erste Mal krachte. Sadler schob Johnson auf der Start- und Zielgeraden leicht an, der daraufhin hart in die Mauer einschlug und anschließend einen harten Treffer von einem weiteren Fahrzeug einstecken musste. Die übliche Kettenreaktion folgte. Insgesamt beschädigte der Unfall die Fahrzeuge von Johnson, Patrick, Bayne und Kurt Busch so schwer, dass das Rennen für sie entweder komplett vorbei war, oder sie so viele Runden Rückstand nach Reperaturen hatten, dass ein Sieg oder viele Punkte unmöglich waren. Johnson hat damit im Übrigen wieder einen Grund mehr, die Superspeedwayrennen zu hassen. Kyle Bush kommentierte den Unfall hingegen relativ amüsant über Funk: “Seriously, we sit around 36 hours and then we wreck on lap 1.”.

Nachdem Restart sah man vorne Kenseth und Biffle, wo sie auch den ganzen Abend bleiben sollten. Generell wurde den gesamten Abend viel 2-wide gefahren, wobei dies meistens erst hinter den Top 5 der Fall war. In Runde 13 gab es dann die nächste Gelphase, als Ryan Newman sich auf Grund eines Reifenplatzers drehte. In dieser kamen  alle an die Box. Nachdem Restart gab es lange Zeit vorne ein großes Pack und dahinter ein kleineres Pack mit unter anderem Montoya, McMurray, Labonte, Gilliland und Harvick, die sich so versuchten aus dem Gröbsten rauszuahalten.

Um Runde 57 folgten dann Green-Flag Pitstops, aus denen Jeff Burton als Führender hervorging. Tony Stewart verpasst die Boxeneinfahrt, ein größerer Schaden entstand daraus allerdings für ihn nicht. Kurz nach den Pitstops gab es die nächste Gelbphase wegen Debris auf der Strecke. Bei Kenseth zeigte sich zu dem Zeitpunkt, dass er massive Kühlungsprobleme hatte. Das Wasser sprühte geradezu aus seinem Auto, als er an der Box war. Er verlor zwar dadurch das Pack, konnte aber in der Lead Lap bleiben. Zu diesem Zeitpunkt waren vorne Burton, Biffle, Logano, Bowyer und ein starker Ambrose zu finden.

Bis Runde 81 lief das Rennen unter grün, dann platzte Jeff Gordon auf der Outside-Lane der Motor, er konnte dies zum Glück rechtzeitig mit der Hand anzeigen, so das es zu keiner Kollision mit anderen Fahrzeugen kam. Gordon sagte danach, dass alle Temperaturmesser im grünen Bereich gewesen seien, er also keine Ahnung habe, warum sich der Motor verabschiedete. Nach den nächsten Boxenstops ging es dann weiter.

Zu diesem Zeitpunkt schossen sich Hamlin und Kenseth nach vorne. Allgemein war auch beim 500 das zu beobachten, was sich schon in den Gatorade Duels und dem Budweiser Shootout angedeutet hatte: Die 2-Car-Tangos funktionierten begrenzt für eine bestimmte Zeit so um die 1- 1 1/2 Runden um sich im Pack nach vorne zu arbeiten, vom Pack weg fahren konnte man allerdings nicht. Polestitter Carl Edwards meldete in Runde 107, als vorne angefangen wurde Single-file zu fahren, Benzindruckprobleme. Seine Chancen auf einen Sieg waren damit auch dahin. Man dachte eigentlich, dass es in der Nacht weniger Temperaturprobleme geben würde, aber Bowyer meldete sich in Runde 117 und sagte, dass er sein Auto nicht mehr kühl bekommen würde. Allgemein sagten die Fahrer, dass es gut möglich war, das Auto im Rennen zu kühlen, wenn man es jedoch einmal übertrieben hatte, war es sehr schwer, den Normalzustand wiederherzustellen.

In Runde 127 dachten alle Bowyer’s Motor sei kaputt, aber in Wirklichkeit hatte er keinen Sprit mehr und wurde bei der Boxengasseneinfahrt durch 2 Autos geblockt. Die Folge war eine weitere Gelbphase, da sein Auto einfach ausrollte. Jeff Burton musste hierbei in die geschlossene Boxewngasse fahren und stoppen, da er sonst auch ausgerollt wäre. Nach den Boxenstops wurde es dann zunehmend aggressiver und temperamentvoller. Das hintere Pack hatte sich aufgelöst und Montoya. McMurray und Harvick mischten jetzt auch vorne mit. Ganz vorne war die Ford-Armada aus Kenseth und Biffle, dahinter Hamlin, Earnhardt Jr. und Logano.

In Runde 158 gab es dann die nächste Gelphase wegen eines Reifenschadens von David Stremme, was sehr schade war, da das Auto erst 2,5 Wochen vor dem 500 auf die Beine beziehungsweise Räder gestellt werden konnte. Bei den letzten Boxenstops kam es dann zu der wohl einprägsamsten Szene des Rennens. Juan Pablo Montoya war nach seinem letzten Boxenstop auf dem Weg zum Pack als ihm kurz vor einem Track-Blower wohl das Differential kaputt ging. Die Folge war, dass er mit dem Auto unkontrollierbar in das Heck des Track-Blowers krachte. Dabei traf er natürlich die hinten angebrachte Turbine mit Tank. Es gab einen großen Feuerball, Kerosin floss die Strecke herunter entzündete sich, das Feuer konnte jedoch nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Etwas ernsthaftes ist zum Glück weder der Besatzung des Track-Blowers noch Montoya passiert. Aber die Bilder waren schon erschreckend und spektakulär zu gleich.

Wegen des Feuers stoppte man die Autos erstmal auf der Backstretch und unterbrach das Rennen. Brad Keselowski wurde irgendwann so langweilig, dass er woher auch immer sein Handy holte, anfing zu twittern und Fotos zu schießen. Die NASCAR begrüßte im Nachhinein die Aktion, solang dabei keine Gefahr entsteht. Zunächst gab es Zweifel ob die Strecke das Feuer unbeschadet überstanden hatte, nach knapp 2 Stunden Pause konnte es dann aber doch weiter gehen.

Der Restart erfolgt in Runde 163, vorne waren Kenseth, Biffle, Earnhardt Jr., dahinter Harvick und Logano. Es wurde nun zunehmend unruhiger, teilweise wurde versucht eine Dritte Linie aufzumachen, doch das gelang nicht, da schon die zweite, obere Linie etwas schlechter als die Untere funtktionierte.

In Runde 172 kamen sich dann Ambrose, Mears und Almirola ins Gehege, was zu einer weiteren Gelbphase führte. Nachdem Restart in Runde 181 führte Kenseth vor Biffle, Earnhardt Jr, Hamlin und Harvick. Wenige Runden später folgte der nächste Big One, nachdem McMurray durch einen Reifenschaden das Auto verlor. Involviert waren: McMurray, Stewart, Almirola, Smith, Edwards, Kahne und Keselowski, der scherzhaft nachdem Unfall im Interview gefragt wurde, ob sein Auto oder sein Telefon mehr Schaden genommen hätte (es war das Auto).

Beim Restart in Runde 193 wurde klar, dass Biffle und Kenseth weiter zusammenarbeiten würden, als Kenseth hochzog, um Biffle “einzusammeln”. Doch nach 3 Runden war der Spaß wieder vorbei, es gab nämlich noch einen letzten Big One, weil Stewart von Stenhouse umgedreht wurde. Dieser war zuvor leicht von Logano berührt worden. Resultat waren Schäden an den Wagen von: Blaney, Kyle Busch, Stewart, Reutimann, Stenhouse, Newman und Gilliland. Dieser letzte Big One führte zu einem Green-White-Checkered- Finish. Beim Restart sammelte Kenseth wieder Biffle ein, welcher ihn pushte und vor Earnhardt “beschützte”, der leider von Hamlin nicht wirklich gepushed wurde. Er konnte vor der Ziellinie aber noch Biffle überholen, der sich ganz klar in den Dienst des Teams stellte, als er Kenseth nicht angriff, sondern bis zum Ende pushte.

Daytona bestätigte seinen Ruf, sich nach der Neusasphaltierung als Fordstrecke zu entwickeln. Ganz starke Leistung des Roush-Teams, während Hendrick-Motorsports mal wieder auf den Superspeedways bis auf Junior, der ein gutes Rennen ablieferte ordentlich unter ging. Für Stewart-Hass Racing lief es auf Grund der Unfälle, in die alle 3 Fahrzeuge unschuldig verwickelt wurde auch sehr schlecht, das gleiche gilt wie so oft auf den Superspeedways für Earnhardt-Ganassi-Racing, die ansonsten wohl gut unterwegs gewesen wären. Herauszuheben aus den Top 10 sind noch Paul Menard mit einem sehr starkem 6. Platz und Mark Martin auf Platz 10. Das vollständige Endergebnis gibt es http://www.jayski.com/stats/2012/pdfs/01daytona2012results.pdf .

Allgemein war es ein ganz gutes Rennen mit einem verdientem Sieger und trotz des Montagabendtermins mit beeindruckender Zuschauerzahl an der Strecke. Matt Kenseth fuhr die ganze Zeit, bis auf eine kurze Phase wegen seines Kühlproblems vorne mit, ebenso Biffle und Earnhardt Jr. Das Packracing ist zurück in Daytona in einem begrenzten Mix mit den 2-Car-Tangos, auch wenn die obere Linie am Montag leider nicht so gut funktionierte. Wer wissen möchte, wie sehr gutes Pack-Racing mit 2-Car-Trains aussieht, sollte sich das Nationwiderennen anschauen.

Im deutschen TV: 

Reichlich Verwirrung gab es rund um die deutschsprachige TV-Übertragung im Vorfeld des Rennens: Motorvisison TV hat vergangene Woche überraschend angekündigt, das Daytona 500, den gesamten Chase, und einige “Highlights” der laufenden Saison live “und exklusiv” zu übertragen. Als Kommentatoren wurden Lenz Leberkern und Jacques Schulz vorgestellt, wobei letzterer als Experte fungieren sollte.

Nach der Verschiebung des Rennens auf Montagnacht trat dann auch noch Servus TV auf den Plan, und kündigte an, das Daytona 500 ebenfalls live zu übertragen. Dabei scheint der Red Bull-Sender allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben, denn wenig später musste man zurückrudern: Man habe gerade bemerkt, dass man das Rennen doch nicht live zeigen könne. Eine etwas peinliche Vorstellung, die aber immerhin duch das Versprechen “es wieder gutzumachen” entschärft wurde. Welche Umstände die kommunikative Fehlleistung ausgelöst haben, ist unklar.

Das Fazit zur ersten Motorvision-Übertragung bietet Plus- und Minuspunkte. Loben muss man die Bildqualität, und die Beharrlichkeit, mit der man auch nach zwei Verschiebungen die Übertragung durchgezogen hat. Auch der Einsatz des Kommentatorenduos ist nicht zu bemängeln, immerhin musste man am Ende mehr als sechs Stunden ein nicht stattfindendes Rennen kommentieren (vier Stunden am Sonntag, und dann nochmal zwei Stunden Rot-Phase am Montag). Mit sicher geringer Vorbereitungszeit eine nicht ganz einfache Aufgabe. Nett war auch der interaktive Ansatz der Sendung, der zu einer teils fast familiären Atmosphäre führte. Manchmal aber auch zur angespannten Esstisch-Stimmung bei etwas weiter entfernteren Verwandten. Auch die ehrliche und effiziente Facebook-Kommunikation des Senders mit den Fans ist zu begrüßen.

Mit der Beurteilung des Renngeschehens taten sich Leberkern und Schulz gelegentlich ein wenig schwerer. Das mag mit der geringen Vorbereitungszeit und auch der späten Stunde zu tun haben – während der zweistünden Rotphase war den beiden die Belastung doch ein wenig anzumerken. Für zukünftige Übertragungen würde man sich aber vielleicht ein wenig mehr Detailinformationen erhoffen. Aber gut – bis zur nächsten Übertragung dürften ja nun ausreichend Zeit für Vorbereitungen bleiben.

Die Initiative von Motorvision ist für deutsche Fans jedenfalls sehr zu begrüßen – gerade vor dem Hintergrund, dass das NASCAR 2012 deutlich aggressiver gegen inoffizielle Internet-Streams vorzugehen scheint.

( Der Artikel entstand in Zusammenarbeit zwischen Chaos und Vorsicht, Bilder folgen. )

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October 04 2011

06:03

NASCAR: Analyse Dover Oktober 2011

Drei Favoriten kristallisierten sich am Sonntag in Dover heraus und Kurt Busch holte schließlich den Sieg vor Jimmie Johnson und Carl Edwards. Das Endergebnis sorgt für eine relativ enge Top9-Gruppe in der Meisterschaftswertung und damit für einen Quasi-Reset des Chase nach nur drei Rennen.

Nur 19 Punkte trennen die Top9 in den Playoffs voneinander, wobei die Ränge 1 und 2 sowie 3 und 4 sogar jeweils punktgleich die Tabelle schmücken. Kevin Harvick und Carl Edwards luchsten Tony Stewart die Führung in der Meisterschaft ab, der nun gemeinsam mit Kurt Busch, dem Rennsieger von Dover, nur neun Zähler hinter dem Spitzenduo die Plätze belegt. Busch war allerdings nicht der einzige Kandidat für die Fahrt in die Victory-Lane, obwohl er sich schon von Runde 3 an bis zur Competition-Caution in Umlauf 40 in Front des Feldes in Szene setzen konnte. Auch Jimmie Johnson und Carl Edwards zeigten mit 157 bzw. 116 Führungsrunden, dass sie durchaus für einen Sieg in Frage kamen.

Johnson führte damit zum sechsten Mal in Folge bei einem Rennen auf dem Dover International Speedway die meisten Umläufe lang die Meute an und holte sich deshalb zusätzlich einen weiteren Bonuspunkt ab. Kurt Busch konnte zwar nur 90 Führungsrunden verbuchen, war aber im Gegensatz zur Konkurrenz zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle. Die übrigen 37 Lead-Laps verteilen sich übrigens nicht aussagekräftig auf zehn weitere Piloten, wobei unter ihnen lediglich Kevin Harvick (10) hervorstach. Das Rennen selbst bot in seinen 400 Runden eigentlich fast alles, was man sich für den Sonntag gewünscht hatte: Viele Führungswechsel, gleich drei Kontrahenten im Kampf um den Sieg, zehn Cautions, viel Drama und natürlich ein bissiges Monster namens Miles!

Leider blieb die Schlussphase vergleichsweise unspektakulär, weil Johnson und Edwards lediglich mit stumpfen Waffen zum Endspurt angereist waren. Niemand konnte Busch mehr stoppen, der wie erwähnt auch nicht nur das Finale, sondern zunächst auch den Beginn des Rennens bestimmte. Nach der Competition-Caution war dann die frühe dominante Phase des späteren Siegers vorerst vorbei und an dieser Stelle übernahm Carl Edwards das Zepter, welches er Boxenstopp-bereinigt auch fast bis zum Ende der ersten Rennhälfte nicht mehr aus der Hand gab. In Runde 174 sorgte Gelbphase #5 etwa gegen Mitte des Fuel-Runs für einige Strategiespielchen in der Boxengasse.

Edwards bzw. sein Crew-Chief entschied sich in Führung liegend logischerweise für die konservative Variante namens vier neue Reifen, während knapp zehn andere Teams pokerten. So konnten sich zum Beispiel die Chaser Jimmie Johnson, Kevin Harvick und Kyle Busch gute Track-Position sichern, welche sich auch am Sonntag wieder als wichtiger Faktor zu erkennen gab. Allerdings funktionierten die Reifen auf der zu Beginn grünen Strecke im Herbst besser als noch zuletzt im Frühling und ließen weniger Abrieb auf der Betonbahn zurück. Vier neue Reifen erwiesen sich also nicht unbedingt als großer Vorteil, wenngleich sie natürlich trotzdem mehr Grip boten.

Nun war es an Jimmie Johnson, die zweite Rennhälfte einzuleiten und die kurzen Gastspiele von AJ Allmendinger und Kevin Harvick in Führung nach gut 15 Runden zu beenden. Das dritte Rennviertel hatte Johnson Boxenstopp-bereinigt komplett in der Hand und schickte sich auch bis Runde 350 langsam an, das Rennen in so dominanter Manier zu gewinnen, um im Chase einen großen Sprung zurück in Richtung eines möglichen sechsten Titels in Folge zu unternehmen. Der Dauermeister ahnte allerdings nicht, dass sich unterdessen Kurt Busch wieder zurückmeldete. Das Team mit der #22 hatte plötzlich die so lange anhaltende Schwäche von Handling-Problemen spät im Rennen überwunden und konnte Busch nach einem überzeugenden Start auch ein Top-Auto für das Finale bereitstellen.

Der entscheidende Moment des Rennens passierte dann in der zehnten und letzten Caution des Nachmittags, welche in Runde 352 glücklicherweise auch das Benzinfenster schloss und damit einen dritten Benzinkrimi in Folge ausschloss. Die Crew von Kurt Busch arbeitete schneller als die Meistermannschaft bei Hendrick Motorsports, wodurch der ältere Busch-Brüder als Erster zum Restart antrat. Hier zeigte Johnson plötzlich Nerven und ließ die Räder durchdrehen, was seinem Kontrahenten zu einem De-Facto-Blitzstart verhalf. Den Vorsprung könnte Johnson nicht mehr aufholen und musste sich zum Schluss mit Platz 2 hinter Kurt Busch geschlagen geben.

Carl Edwards konnte sich in dieser Phase des Rennens leider nicht mehr für weitere Führungsrunden zurückmelden, da er sich während der ersten Green-Flag-Pitstops nach seinem Verlust der Spitzenposition in der Aufholjagd von Platz 9 eine Durchfahrtsstrafe wegen Speedings in der Boxengasse einhandelte! Die anschließende Anstrengung brachte ihm aber immerhin noch einen für die Meisterschaft wichtigen dritten Platz ein. Hätte das Rennen vielleicht noch 50 Runden länger gedauert, wäre Edwards vielleicht noch an Johnson herangekommen.

Die Top5 komplettierten ein – in Erwartung seines baldigen Wechsels zu Hendrick Motorsports – starker Kasey Kahne und Matt Kenseth, der sich schon früh am Tag eher unauffällig dort festgesetzt hatte und nicht mehr zu vertreiben war. In den Top10 liefen außerdem folgende Piloten ein:

- Kyle Busch hielt sich ebenso wie Kenseth das gesamte Rennen über im Dunstkreis der Top5 auf,
- AJ Allmendinger hatte zu Anfang eine brisante Situation zu überstehen, als er bei ca. 130 mph einen übersteuernden Wagen in einem atemberaubenden Drift von der Mauer fernhalten konnte,
- Clint Bowyer, der vermutlich am nächsten Wochenende in Kansas seinen Wechsel von Richard Childress Racing zu Michael Waltrip Racing bekanntgeben wird,
- sowie Marcos Ambrose in einem soliden Rennen und
- Kevin Harvick, welcher durch seinen zehnten Platz die Führung in der Meisterschaftswertung erobern konnte.

Die übrigen Chaser im Überblick:

- Jeff Gordon erreichte immerhin Platz 12, nachdem das Handling seines Chevrolets die gesamte Renndistanz über nicht vom Untersteuern zu befreien war. Denny Hamlin absolvierte ein ebenso unauffälliges Rennen auf einem 18. Rang, was seine Meisterschaftschancen nicht gerade bestärkt hat. Denn wenn ein relativ guter Tag schon so schlecht verläuft…

- Der in den letzten Wochen so konstante Brad Keselowski startete zunächst in den Top5 eine Fortsetzung seiner Super-Serie, handelte sich jedoch nach 115 Runden eine Durchfahrtsstrafe ein. Zwar konnte er den Anschluss an die Spitze wiederherstellen, bekam in der zweiten Rennhälfte aber das nächste Problem in Form einer defekten Servolenkung präsentiert. Unter normalen Umständen wäre also mehr als Platz 20 drin gewesen. Bleibt nur zu hoffen, dass sein Momentum nicht zu stark unter diesem plötzlichen Pech gelitten hat.

- Noch schlechter lief es nur für Ryan Newman, Dale Earnhardt Jr. und Tony Stewart, die geschlossen die Platzierungen 23-25 belegten. Für die Teamkollegen von Stewart-Hass Racing lief so gut wie nichts zusammen, nachdem Smoke über zwei Wochen in Folge die Cup-Szenerie nach Belieben bestimmt hatte. Unerwartete, größere Handling-Probleme verhagelten Stewart und Newman eine Fortführung des guten Starts in den Chase. Ich kann mir diese überraschende Schwäche absolut nicht erklären!

- Am schlimmsten erwischte es wohl Dale Earnhardt Jr., dem Materialermüdung einen Strich durch die Rechnung machte. Bereits kurz nach dem Start des Rennens brach an Juniors Auto die Sway-Bar, was eine Reparatur notwendig machte. Nachdem er seinen Rundenverlust mit Hilfe des Lucky-Dogs wieder rückgängig machen konnte und gegen Rennhälfte in Griffweite der Top10 angelangt war, brachte ihn ein loser Reifen erneut unter Grün an die Box. Den dabei erhaltenen Rückstand von zwei Umläufen konnte er in der zweiten Rennhälfte nicht wieder korrigieren.

Polesitter Martin Truex Jr. landete nur auf Rang 30, nachdem er vor Ablauf der ersten 100 Runden schon die Top20 verlassen hatte und zu Beginn des letzten Rennviertels durch einen Reifenplatzer und anschließendem Boxenstopp unter grüner Flagge eine Menge weitere Plätze verlor.

Der Meisterschaft brachte dieses Rennergebnis eine Menge Spannung, da die Top9 in der Fahrerwertung auf 19 Punkte Unterschied komprimiert wurden. Lediglich Dale Earnhardt Jr. (-34), Ryan Newman (-41) und Denny Hamlin (-68) benötigen bei ihrem Rückstand schon so einige gute Rennen bei gleichzeitigem Pech der Konkurrenz, um noch ein Wörtchen in der Meisterschaft mitzureden.

Dass ein Aufholen nicht so ohne weiteres möglich ist, zeigte Jimmie Johnson ganz gut, der seinen Abstand auf die Spitze von 29 Punkten in einem für ihn guten Rennen nur um 16 Zähler verkürzen konnte. Dabei profitierte er natürlich vom glücklosen Tony Stewart, woran man sieht, wie schwer ein solches Comeback ist.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

September 16 2011

06:06

NASCAR: Vorschau Chicagoland 2011 / Chase

Nach 26 Saisonrennen beginnt an diesem Wochenende auf dem Chicagoland Speedway die Meisterschaftsentscheidung der obersten NASCAR-Liga. Im „Chase for the Sprint Cup“ wird über zehn Rennen unter zwölf Fahrern der Titel ausgefahren. In dieser Vorschau werfen wir mal einen genaueren Blick auf die Teilnehmer sowie das Format.

Der Beginn des diesjährigen „Chase for the Sprint Cup“ findet 2011, anders als noch in den vorherigen Saisons, auf dem adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Eine gute Nachricht gab es in dieser Woche zu vermelden, denn ab dieser Saison werden neun von zehn Chase-Rennen im bekannten Format des RaceBuddy als Internet-Stream angeboten – und zwar kostenlos! Acht Kanäle (vier Streckenkameras, vier Cockpit-Perspektiven) werden aufgeteilt auf zwei Mosaiks analog zum Sommer-Service von TNT zur Verfügung stehen. Alle Rennen, welche auf ESPN übertragen werden, können im sogenannten ChaseBuddy auf NASCAR.com angeschaut werden, lediglich auf das Rennen unter Flutlicht aus Charlotte muss verzichtet werden. ABC möchte seine regionalen Affiliates nicht mit einem Stream entblößen, beim Kabelsender ESPN ist dies hingegen kein Problem. Auf der anderen Seite hoffe ich aber noch auf einen Einsatz von ServusTV beim letzten Nachtrennen der Saison. Ob der TV-Kommentar auch mit in den RaceBuddy durchgeschleift wird, ist mir leider nicht bekannt, in der Summer-Series kam es ja öfters dazu.

Der ChaseBuddy ist übrigens kein einmaliger Service, sondern gilt bis zum Ende der aktuellen TV-Verträge nach der Saison 2014. Zusätzlich werden ab 2012 ALLE(!) ESPN-Rennen im RaceBuddy gezeigt, womit nun lediglich die drei ABC-Ausstrahlungen und die FOX-Übertragungen in der Liste fehlen. Da scheint sich auch bis Ende 2014 nichts zu bewegen…

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 16.09.
16:00 Uhr, Truck Series Practice, nicht im TV
17:30 Uhr, Truck Series Final Practice, nicht im TV
18:40 Uhr, Nationwide Series Practice, nicht im TV
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, ESPN2
21:30 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
22:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
00:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
02:00 Uhr, Truck Series Rennen (Fast Five 225), SPEED

Samstag, 17.09.
18:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
19:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Dollar General 300), ESPN2

Sonntag, 18.09.
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Geico 400), ESPN / RaceBuddy auf NASCAR.com

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August 29 2011

15:51

NASCAR: Analyse Birstol Herbst 2011

Nach einem für Bristol Verhältnisse wieder verhältnismäßig schnellem Rennen gewann nicht der dominierende Mann des Rennens Jeff Gordon, sondern der dominierende Mann der letzten 3 Rennen. Auch in Bezug auf den Chase hat sich in Bristol einiges getan.

Das Rennen kam ohne größere Zwischenfälle gut in einen Rhythmus. In den ersten 150 Runden gab es zwar 3 Gelbphasen, die waren aber alle sehr kurz (2 Mal Debris, 1 Mal Motorsachaden bei Kvapil). In den Top 10 befanden sich nach 150 Runden Johnson, Gordon, Keselowski, Kenseth, Newman, Edwards, Kyle Busch, Smith, Hamlin, Truex Jr. Da sollte sich bis zum Rennende auch nicht mehr viel dran ändern, was die hohe Relevanz einer guten Startposition und eines von Anfang an gut fahrbaren Autos in Bristol unterstreicht.

Probleme mit den Reifen gab es diesmal übrigens keine, da Goodyear vorsorglich die aus dem Vorjahr an die Strecke gebracht hatte und nicht die aus dem Frühjahr. Nach der Gelbphase durch Kvapil folgte eine lange Grünphase, die über 150 Runden dauerte. In dieser Zeit zeigte sich das überlegene Auto von Jeff Gordon. Er fuhr in dieser Zeit konstant an der Spitze und sammelte Führungsrunde um Führungsrunde, insgesamt sollten es am Ende über 200 werden.

Stewart hingegen musste schon von weit hinten starten und kam nicht nach vorne, am Ende sollte es für ihn nur ein sehr enttäuschender 28. Platz werden. Das schnelle Rennen und die lange Grünphase in der Mitte führten dazu, dass in der Mitte des Rennens nur noch 20 Autos in der Führungsrunde waren. Auch Harvick und Boywer vielen mit schlecht liegenden Autos wenig später weit zurück und sollten sich davon nicht mehr wirklich erholen, Boywer wurde 26. und Harvick 22.

Die lange Grünphase wurde durch 2 unabhängige Situationen beendet, die aber beide zur selben Zeit stattfanden. Einerseits hatte Reutimann beim Überholen Stremme leicht berührt, der aus unerfindlichen Gründen meinte sich unbedingt dafür rächen zu müssen und Reutimann abschoss. Andererseits fuhr Menard, der einen Plattfuß durch schleifende Frontpartie zu erwarten hatte einfach Hamlin eingangs einer Kurve ins Heck.

In Runde 362 gab es dann die nächste Gelbphase, ausgelöst durch Mark Martin, der ausgangs einer Kurve etwas zu weit nach oben kam, Vickers leicht am Heck traf, sich dadurch in die Mauer drehte und hart einschlug, doch die Safer Wall verhinderte schlimmeres. In dieser Gelbphase kamen natürlich alle zum tanken, es hätte sogar mit Green-White-Checkered einen Spritpoker geben können, doch es kam anders. Nachdem Restart in Runde 369 sahen die Top 10 folgendermaßen aus: Gordon, Kenseth, Keselowski, McMurray, Johnson, Edwards, Logano, Kyle Busch, Hamlin, Truex Jr.

Auch nach diesem Restart zeigte Gordon, dass sein Auto weiterhin überlegen war und zog zunächst vorne weg. Kyle Busch hatte das ganze Rennen über ein gutes Auto, hielt sich aus allem raus, wäre folglich ein sicherer Top 5 Kandidat gewesen, zumal er in Bristol so gut wie kein anderer Fahrer in den letzten Jahren war. Doch dieses Mal sollte es nichts werden. Kyle kollidierte leicht mit Labonte und holte sich dadurch einen Platten, der ihn in die Mauer schickte. Dies löste die letzte Caution circa 85 Runden vor Schluss aus.

In dieser gab es auch die letzten Boxenstopps, wobei Newman und Truex Jr nur 2 Reifen nahmen. Für Beide sollte sich das am Ende trotz ausbleiben weiterer Gelbphasen auszahlen. Am schnellsten insgesamt arbeitete jedoch die Crew von Brad Keselowski, der das Feld beim Restart anführte. Gordon und Johnson lagen hinter Kenseth und Truex Jr auf Platz 4 und 5. Nach einige Runden und leichtem Mauerkontakt von Gordon schafften es schließlich Gordon und Johnson an einem mittlerweile wegen eines in der Schlussphase schlecht liegenden Autos frustrierten Kenseth vorbei zu ziehen.

Gordon schloss dann schnell auf Martin Truex Jr auf und die Frage war eigentlich nur, wann Gordon mit seinen 4 neuen Reifen an Truex Jr vorbei gehen würde und ob die Zeit dann noch reichen würde, um den vorne um mittlerweile 2 Sekunden enteilten Keselowski noch einzuholen. Doch was folgte war der beste Zweikampf des gesamten Rennens. Truex Jr fuhr mit alten Reifen die ganze Zeit die obere Linie, während Gordon ihn immer wieder auf der unteren Linie versuchte zu überholen. Immer fair erwehrte sich Truex Jr Gordon mit allem was er hatte und sollte es tatsächlich über 50 Runden lang bis zur Zielflagge schaffen Gordon hinter sich zu halten. Das war eine wirklich beeindruckende Leistung von Truex Jr.

Aber natürlich muss man auch über den Sieger,”Mister August”, Brad Keselowski sprechen. Seine Ergebnisse mit gebrochenem Knöchel in den letzten 4 Rennen: 1. (Pocono), 2. (Watkins Glen), 3. (Michigan), 1. (Bristol). Das ist schon sehr sehr stark, außerdem ist er jetzt mit 3 Siegen praktisch sicher im Chase, vielleicht hat sich da in den letzten 4 Rennen ein Meisterschaftskandidat gemausert…

Auf Platz 2 kam Martin Truex Jr ins Ziel, der zwar keine Chance mehr auf den Chase hat, aber so eine verdiente Belohnung für seinen Kampf gegen Gordon bekam. Dahinter folgten Gordon und Johnson. Johnson ist schon sicher im Chase, aber auch für Gordon besteht eigentlich nur noch eine rechnerische Chance rauszufallen. McMurray wurde 5., dahinter kam Kenseth ins Ziel, der sich somit auch sein Chase Ticket sicherte.

Hamlin wurde 7., hat im Moment die zweite Wild Card inne und sammelte wichtige Punkte um diese gegen Menard zu verteidigen, der nur 30. wurde. 8. wurde Ryan Newman, der 7. in der Meisterschaft ist und unter normalen Umständen ebenso wie Kurt Busch, der 17. wurde, den Chase erreichen sollte. Edwards sicherte sich sein Chaseticket mit einem 9. Platz auch rechnerisch. Einen starken 10. Platz holte sich Marcus Ambrose.

Ebenfalls sicher im Chase ist Kyle Busch nach seinem 14. Platz. Eng könnte es hingegen nochmal für Earnhardt Jr. (16. in Bristol) und Tony Stewart werden, wenn Boywer noch ein Rennen gewinnt, dann würde bei einem schlechten Ergebnis nämlich einer von ihnen aus dem Chase fallen. Weiter geht es nächste Woche in Atlanta. Das Rennergbnis könnt ihr hier einsehen: http://www.jayski.com/stats/2011/results/24bms2011results.htm, den aktuellen Meisterschaftsstand gibt es hier: http://www.jayski.com/stats/2011/points/24bms2011points.htm, und zum Schluss die Owner Points: http://www.jayski.com/stats/2011/owners/24bms2011owners.htm.

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August 16 2011

16:47

NASCAR: Analyse Watkins Glen 2011

Einen Tag später als geplant konnte das zweite Rundkursrennen der Saison in Watkins Glen über die Bühne gebracht werden. Die Warterei war nicht vergeblich, denn die Fans wurden mit einem spannenden Rennen belohnt: Marcos Ambrose fuhr endlich seinen ersten Cup-Sieg, während nicht nur Boris Said und Greg Biffle für ordentlich Action sorgten.

Marcos Ambrose hat lange auf diesen ersten Cup-Sieg warten müssen, nachdem er 2008, 2009 und 2010 schon drei Mal in Folge das Nationwide-Rennen in Watkins Glen gewinnen konnte. Letztes Jahr verhagelte ihm der Spritsparmodus unter Gelb in Sonoma schon einen sichergeglaubten Erfolg, als der Motor in der steilen Bergaufpassage nach der Zielgeraden nicht wieder ansprang und Ambrose seine Führung an den späteren Sieger Jimmie Johnson abgeben musste. Etwas mehr als ein Jahr später steht nun der zweimalige, australische V8-Supercar-Champion endlich in der Victory-Lane und das auch äußerst verdient. Seinen Erfolg hat er sich ganz alleine herausgefahren und musste dieses Mal auch nicht am Benzin sparen, obwohl das Rennen durchaus auch zum Spritpoker hätte verkommen können.

Kyle Busch brachte das Feld zur grünen Flagge und behielt die Spitzenposition insgesamt über die Hälfte der Renndistanz bei. Beim Start musste er sich aber direkt dem Duo von Richard Petty Motorsports geschlagen geben, denn zunächst gaben AJ Allmendinger und Marcos Ambrose den Ton an. In den ersten Runden rutschte bereits Kurt Busch von der Strecke und musste sich an der Box den Kühlergrill reinigen lassen. Blöderweise kam er genau zwischen den beiden Petty-Fords wieder auf die Strecke zurück. Busch wehrte sich so vehement gegen seine Überrundung, dass er Allmendinger kurzerhand abschoss. Letzterer sann über den Funk sofort nicht gerade jugendfrei nach Rache, woraus jedoch nichts werden sollte – zumindest nicht in Watkins Glen, doch dazu später mehr.

Kyle Busch versuchte derweil, wie sein Bruder Kurt in Sonoma, mit einer Zweistopp-Strategie ins Ziel zu kommen. Marcos Ambrose und unter anderem auch Juan Pablo Montoya kamen allerdings recht früh zu ihrem ersten Pitstop, da hier zum Teil auch noch die Rechnung bis zur Halbzeit gemacht wurde, denn der Regen gefährdete zunächst ebenfalls den Montagstermin. Als Montoya und Ambrose in Runde 17 die Box ansteuerten, konnten sie sich sicher sein, zumindest an der Wertungsgrenze (50% des Rennens) in Führung zu liegen, falls es denn erneut regnen würde. Die neuen Reifen waren nämlich schnell genug, um in kürzester Zeit das gesamte Feld umzukrempeln, während vorne Kyle Busch einsam seine Runden abspulte.

Pünktlich zum Ende des Fuel-Windows in Runde 28 rollte dann Greg Biffle ohne Sprit aus, was auch zeigte, dass der Benzinverbrauch sich am Montag nicht gerade als zuverlässig bekannt bezeichnen ließ. Einige Fahrer wie z.B. Jeff Gordon und Jimmie Johnson waren daher ebenfalls schon vor der Caution zum Tanken gekommen. Während die meisten Piloten nun ihre leeren Tanks nachfüllen konnten, kamen Allmendinger und Johnson nur für zwei neue Reifen an die Box und Ambrose sowie Montoya verzichteten sogar gänzlich auf ein Nachfassen, was ihre unterschiedliche Strategie noch einmal unterstrich und die beiden Fahrer wieder in Führung spülte.

Um Runde 40 herum war dann allerdings auch deren Tank leer, was zuerst Ambrose (R38) und danach auch Montoya (R42) zum Pitstop zwang und Kyle Busch direkt zur Halbzeit (R45) wieder an die Spitze des Feldes brachte, da auch Jeff Gordon langsam aber sicher mit alten Reifen zurückfiel. Jimmie Johnson kam übrigens in Runde 43 zum Nachfassen.

Gelbphase #2 war dann wenig später der Grund, warum Kurt Busch keine Rache mehr von AJ Allmendinger fürchten musste, auch wenn das die Situation für ihn nicht besser machte: Ein Reifenplatzer im leicht überhöhten Turn 5 direkt nach dem Inner Loop (Busstop-Schikane) katapultierte Buschs Penske frontal mit einer Menge Geschwindigkeit in die Reifenstapel. Der Onboard-Kamera konnte man dann ganz gut entnehmen, wie das HANS-System seine Arbeit verrichtete, sodass Busch dem Wrack gottseidank unverletzt entsteigen konnte.

Dies sollte allerdings nicht der letzte Unfall des Tages dieser Art bleiben, denn nur gut 15 Runden später ereilte Denny Hamlin derselbe Defekt beim Anbremsen auf den abschüssigen Turn 1. Auch hier folgte ein sehr harter Einschlag, zum Glück jedoch ebenfalls ohne schlimme Folgen. Die Ursache für die Reifenschäden müssen wohl bei den sehr heißen Temperaturen der Bremsen auf Rundstrecken gesucht werden. Obwohl die Bremsen wirklich massiv durch eigene Lüfter und den Fahrtwind gekühlt werden, lässt sich ein Überhitzen bei Überbremsen der Fahrzeuge leider nie ganz vermeiden. Die Hitze setzt dann den Reifen derartig zu, dass sie einfach irgendwann nachgeben. Schlimmer hätte es nur kommen können, wenn einem Fahrer womöglich gar eine ganze Bremsscheibe geplatzt wäre.

Zwischen diesen beiden Gelbphasen kamen dann die unterschiedlichen Strategien sehr schön zum Tragen, als zunächst Brad Keselowski die Führung auf der Rennstrecke von Kyle Busch übernahm, nur um kurze Zeit später den vorletzten Boxenstopp absolvieren zu müssen. Das brachte nun natürlich wieder Ambrose und Montoya in Führung, die bei normalem Rennverlauf nur noch einen finalen Pitstop vor sich haben würden. Diesen legten sie übrigens zwei Umläufe vor Hamlins Umfall in Runde 64 ein, wobei ihnen die anschließende Caution sogar wertvolle Spritspar-Runden für eine später auch eingetretene Green-White-Checkered-Verlängerung einbrachte.

Der Rest des Feldes absolvierte den letzten Boxenstopp während dieser Caution und damit waren dann auch wieder alle Fahrzeuge annähernd in derselben Sequenz unterwegs. Für Ambrose und Montoya kam die Gelbphase leider zwei Runden zu spät, denn sie verloren wertvolle Zeit an der Boxengasse, während die Konkurrenz unter Renntempo an ihnen vorbeidonnerte. Kyle Busch konnte dagegen unter Gelb ganz gemütlich zum Nachfassen erscheinen und die Führung verteidigen. Die Ausgangssituation für das Finale über 21 Runden war damit geschaffen:

Kyle Busch führte das Feld vor Brad Keselowski, Martin Truex Jr und Marcos Ambrose zum Restart, Juan Pablo Montoya war in diesem Moment meiner Erinnerung nach Fünfter. Das Problem von Ambrose und Montoya war nun, dass sie ihre Track-Position bis zum Führenden Busch auf der Strecke gutmachen mussten. Dem Australier gelang das wirklich vortrefflich, denn er war sechs Runden später bereits Zweiter hinter Busch, während Montoya eher zurückfiel und seinen fünften Rang zehn Umläufe nach dem Restart bereits an einen heranstürmenden Jimmie Johnson abgeben musste.

Zehn Runden vor Schluss begann dann die vermeintlich entscheidende Rennsituation, als Marcos Ambrose damit begann, sich Kyle Busch zurechtzulegen. Sechs Umläufe lang gelang es Ambrose allerdings nicht, die Führung zu übernehmen, auch wenn er Busch in den einen oder anderen Fehler zwingen konnte. Dann gab plötzlich auch bei Paul Menard ein Reifen nach, was einen Einschlag inkl. Ölfeuer unter der #27 ausgangs von Turn 5 zum Ergebnis hatte. Natürlich rief NASCAR die vierte Caution aus, weil die Strecke eingehend gesäubert werden musste. Diese längere Maßnahme führte dann dazu, dass der finale Restart direkt als erste Green-White-Checkered-Verlängerung ausgerufen wurde.

Diese begann Kyle Busch auf der Innenseite gegen Marcos Ambrose in Reihe 1, gefolgt von Brad Keselowski und Martin Truex Jr. Innerhalb von einer halben Runde war das Rennen dann entschieden und obwohl Ambrose zunächst mit durchdrehenden Reifen nicht von der Stelle kam, verließ er trotzdem den Inner Loop als neuer Führender. Das passierte, weil zunächst Kyle Busch zu schnell in die Kurve fuhr und innen vom lachenden Dritten Brad Keselowski überholt wurde. Alle drei Piloten waren dann three-wide unterwegs, wobei Busch außen auf dem Gras den Kürzeren zog. Für den neuen Führenden Keselowski war dann vor der Busstop-Schikane Schluss, als Marcos Ambrose auf der Bremse die Position an der Spitze eroberte.

Im Normalfall hätte der Australier jetzt noch mehr als eine Runde zittern müssen, doch nachdem die weiße Flagge draußen war, gab es im Mittelfeld einen massiven Unfall in den Esses (Turns 2, 3 und 4) unter Beteiligung von Boris Said, David Ragan und David Reutimann. Außerdem rodelte Tony Stewart im Inner Loop durchs Gras und räumte dabei noch Clint Bowyer ab. NASCAR machte das einzig Richtige und brach das Rennen mit Marcos Ambrose als verdientem Sieger direkt ab, um den schlimmen Crash am Anfang der Strecke auflösen zu können.

Said hatte auf der Außenseite keinen Platz mehr, ohne selber auf das Gras zu gehen. Daher drehte er in einem typischen Rennunfall stattdessen David Ragan mit der linken Frontpartie zuerst in die Leitplanke. Dabei verletzte sich Ragan nach eigener Aussage leicht am Fuß, da ihm die Fußstütze bzw. -ablage entgegen kam und auch die Pedale einen gehörigen Satz nach rechts machten. Anschließend schoss der Ford mit der #6 quer über die Strecke und traf blöderweise direkt David Reutimann, der dann mit der Fahrerseite zuerst direkt in die gegenüberliegende Leitplanke krachte und sich danach über die Fahrbahn zurück mehrfach überschlug. Kein schöner Anblick und der Unfall ging zum Glück sehr sehr glimpflich aus.

Später forderten beteiligte Fahrer auch an dieser Stelle die Errichtung einer SAFER-Barrier, nachdem zuletzt schon in Turn 10 und 11 eine solche installiert worden war. Grundsätzlich ist diese Forderung zu begrüßen und zu unterstützen, doch leider wird auch hier wieder klar, dass die – für ein solches Upgrade relevanten – Streckenteile vielmals erst nach einem schweren Unfall offenbar werden. Im Grunde genommen könnten viele Rundkurse und Ovale noch weitere Sicherheitsüberholungen vertragen, doch wer investiert schon gerne die Millionen an Umbaukosten.

Der ganz große Spaß brach dann nach dem Rennen los, als ESPN plötzlich hektisch in den Garagenbereich schaltete, wo sich Boris Said mit Greg Biffle ziemlich in der Wolle hatte. Offenbar ging es wohl um eine mir unbekannte Szene während des Rennens, als der Ford-Pilot laut Said trotz Rundenrückstand sehr unfair gefahren sein soll. Dabei wurden beide Piloten auch massiv handgreiflich und ein sehr aufgebrachter Boris Said kündigte an, Greg Biffle unter der Woche mal einen Besuch abzustatten. Die Szene möchte ich hier noch einmal in Bild und Wort wiedergeben, sicherlich schon sehr kurios die Nummer:

“He’s the most unprofessional little scaredy cat I’ve ever seen in my life,” Said fumed. “He wouldn’t even fight me like a man after. So, if someone texts me his address, I’ll go see him Wednesday at his house and show him what he really needs. He needs a whipping, and I’m going to give it to him. He was flipping me off, giving me the finger. Totally unprofessional, two laps down — I mean he is a chump.”

“I went over there to go talk to him. He wouldn’t even let me get out of the car. He comes over and throws a few little baby punches, and then when I get out, he runs away and hides behind some big guys. But he won’t hide from me long. I’ll find him. I won’t settle it out on the track. It’s not right to wreck cars, but he’ll show up at a race with a black eye one of these days. I’ll see him somewhere.”

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

August 09 2011

06:18

NASCAR: Analyse Pocono August 2011

Pocono hat exakt gehalten was es im Vorfeld versprach, nur das Wetter hat dem Rennen am Wochenende einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Fünf Stunden dauerte deshalb die Sprint-Cup-Veranstaltung und am Ende gewann ein verletzter Brad Keselowski – der Fahrer, von dem man es wohl am wenigsten erwartet hätte.

Das sage ich nicht etwa, weil Keselowski nicht fahren könnte. Viel mehr geht es darum, dass es sich mit einem gebrochenen (Ja, er ist doch gebrochen!) Knöchel wirklich schwerlich Auto fahren lässt. Bei Tests in Road Atlanta hatte der Penske-Pilot einen schweren Unfall, nachdem die Bremsen an seinem Dodge versagten. Mit 160 km/h schlug er in eine mit Reifenstapeln „gesicherte“ Betonwand ein und verletzte sich dabei wie durch ein Wunder „nur“ an seinem Knöchel. Die zugehörigen Bilder hatte ich ja bereits in der Vorschau gepostet und selbst Keselowski gab später zu, dass er da wohl eine ganze Menge Glück gehabt hatte! Erschwerend kam am Sonntag in Pocono die Tatsache hinzu, dass seit einer Veränderung der Gear-Rule seitens NASCAR in diesem Jahr auf dem Trioval wieder geschaltet wird, um das beste Drehmoment für die langen Geraden zu erwischen.

Die 500 Meilen dürften für Brad Keselowski also nicht schmerzfrei über die Bühne gegangen sein, was seinen Erfolg natürlich noch weiter aufwertet. Da kann man von dem Burschen halten, was man will, aber das ist schon eine Hausnummer, bei 200mph 200 Runden lang die Zähne zusammenzubeißen und dann noch den Sieg mit nach Hause zu nehmen. Die Ausgangsposition für seinen Sieg legte Keselowski gemeinsam mit dem Teamkollegen Kurt Busch kurz vor der gut 100-minütigen Regenunterbrechung. Die beiden Penske-Piloten kamen gemeinsam vor dem Rest des Feldes zum Tankstopp und sahen sich danach die Spitze vorerst von den hinteren Plätzen an. Dann fiel allerdings der Regen und es sah nach dem Rennen eines anderen Fahrers aus:

Nach 124 Runden lag Joey Logano in Front, als es nass wurde. Logano hatte das Rennen vorher schon für über 40 Umläufe angeführt und gemeinsam mit seinen Teamkollegen Kyle Busch und Denny Hamlin einen Anspruch auf den Rennsieg angemeldet. Die drei Fahrer von Joe Gibbs Racing lagen unter roter Flagge auf den Plätzen 1,3 und 4, nur getrennt durch Jimmie Johnson auf Rang 2. Im ersten Moment dachte ich nach einem Blick auf das Radar, dass die nächste Regenfront einfach zu schnell nachziehen würde, um eine Wiederaufnahme des Rennens ermöglichen zu können. Wäre es so gewesen, wäre dieser Artikel vermutlich jetzt zu Ende. Doch irgendwie gab es eine Veränderung in der Macht und der Regen blieb aus, noch dazu konnte man das 2,5-Meilen-Oval in weniger als den üblichen zwei Stunden wieder abtrocknen. Das Rennen wurde fortgesetzt…

Da zu diesem Zeitpunkt alle Piloten bis auf die Penske-Teamkollegen am Ende ihres Spritfensters angelangt waren, mussten sie nachfassen. Brad Keselowski und Kurt Busch wurden daher sofort nach den Boxenstopps an die Spitze des Feldes gespült und waren auch durch weitere Green-Flag-Pitstops und eine letzte Caution nicht mehr aus den Top5 zu vertreiben. Hier zeigte sich wieder ganz klar, was in Pocono am wichtigsten ist, nämlich Track-Position. Wie in der Vorschau beschrieben, zog sich das Feld nach maximal fünf Runden massiv auseinander und verteilte sich auf dem riesigen Trioval. Während der Restarts war es aber wie erwartet durchaus spaßig und es ging teilweise five-wide zu Sache. Eigentlich müsste man in Pocono das Rennen auf 300 Meilen verkürzen und alle 10-20 Runden eine Competition-Caution werfen, dann hätte man eine Menge Spaß!

Nachdem die Penske-Piloten ihre Führung in Folge der letzten Boxenstopps unter grüner Flagge an Kyle Busch verloren hatten, gerieten 20 Umläufe vor Schluss Juan Pablo Montoya und Kasey Kahne aneinander. Der Kolumbianer „übersah“ Kahnes Red-Bull-Toyota auf der Außenseite bei der Ausfahrt aus Turn 1, weil sein Spotter kurzzeitig am Funk gestört wurde. Das „Outside“-Kommando kam anscheinend nie bei der #42 an, weshalb der Tag für beide Fahrer nach dem folgenden Mauerkontakt gelaufen war. Für Montoya ist der Chase damit außerhalb seiner eigenen Reichweite, denn selbst ein Rennsieg nützt ihm jetzt kaum noch etwas: Erstens haben bereits zu viele Piloten vor ihm eine Fahrt in die Victory-Lane vorzuweisen und zweitens bleiben die Wildcard-Plätze außerhalb der Top20 unerreichbar und dort befindet Montoya sich nun!

Zurück zum Rennen: Die letzte Caution wurde noch einmal zum Tanken und Reifenwechseln genutzt und brachte die erste Reihe unverändert zum Restart: Kyle Busch vor Brad Keselowski und Jimmie Johnson. Letzterer witterte seine Chance und scherte nach der Ziellinie unten aus, um beiden Autos auf einmal zu schnappen. Da Busch jedoch konterte, konnte Keselowski die Führung übernehmen. Sofort zog sich das Feld wieder auseinander und die Clean-Air an der Spitze rettete der blauen #2 die Spitzenposition bis ins Ziel. Kyle Busch konnte kämpfen wie er wollte und das tat er auch, doch trotz Quersteher in der letzten Kurve der letzten Runde blieb Keselowski für ihn unerreichbar. Trotzdem sollte Buschs Leistung in einem guten Licht gesehen werden:

Bereits früh im Rennen warf der jüngere Busch-Bruder fast alle Chancen auf ein solides Ergebnis weg, als er sich ausgangs von Turn 3 drehte und fast in der Boxenmauer landete. Um keinen Reifenschaden mit den entstandenen Bremsplatten auf einer Extrarunde zu riskieren, musste er direkt in der noch gesperrten Boxengasse zum Reifenwechsel kommen. Weil NASCAR sowas natürlich nicht erlaubt, musste er beim Restart zurück ans Ende der längsten Schlange. Doch Busch kämpfte sich wie gesehen zurück.

Ebenfalls im Pech aber ohne Rebound fanden sich folgende Piloten wieder:

- David Ragan löste die zweite Gelbphase in Runde 20 aus und beschädigte sich seinen Wagen fast irreparabel. Somit verlor er am Schluss 51 Umläufe und kam nur als 34. ins Ziel.

- Joey Logano sah zunächst wie der sichere Rainout-Sieger aus, kam dann aber nach dem Neustart ganz schön unter die Räder: Ein Reifenschaden spät im Rennen zwang ihn zu einem unplanmäßigen Boxenstopp unter Grün und bedeutete am Ende nur Platz 26.

- Was für Joe Gibbs Racing so gut begann, endete schließlich nur für Kyle Busch mit einem (fast) Happy-End. Denny Hamlin, der dritte Fahrer im Bunde, musste aufgrund einer abgefallenen Radmutter beim letzten Pitstop auf eine bessere Platzierung verzichten. Immerhin sprang noch Rang 15 raus, auch wenn im Kampf um eine Chase-Teilnahme natürlich weitere Rennsiege her müssen!

Außerdem gerieten noch Kurt Busch und Jimmie Johnson in den letzten Runden beim Kampf um Platz 3 teilweise heftig aneinander. Während Johnson der Meinung war, dass Busch nicht fair gegen ihn gefahren sei, forderte Letzterer natürlich sein Recht auf Positionsverteidigung ein. Man konnte nicht genau sehen, ob Busch wirklich zu hart im Zweikampf unterwegs war, doch den Auslöser der Anklopf-Orgie startete Johnson mit einem echt überflüssigen Fast-Rempler. Dass Busch sich sowas nicht bieten lassen würde, war klar und so rempelte er die #48 einmal heftig an, was Johnson auch gleich an die #22 zurückgab. Nach der Zieldurchfahrt unterhielten sich die beiden Piloten noch einmal ausführlichst in der Boxengasse über den Vorfall und konnten sich nicht wirklich einig werden. Eine körperliche Auseinandersetzung blieb aber aus, auch wenn es zwischenzeitlich doch danach aussah.

Für Brad Keselowski bedeutet sein zweiter Saisonsieg außer dem Vorstoß in die Top20 der Fahrerwertung  damit verbunden  natürlich auch das derzeitige Anrecht auf den ersten Wildcard-Platz. Zwei Erfolge sind an dieser Stelle zwar schon eine gute Leistung, doch innerhalb von zwei Rennen könnte sich mit Rennsiegen der falschen Fahrer das Blatt ganz schnell wieder drehen. In den Top10 der Meisterschaft hat sich dagegen kaum etwas geändert: Carl Edwards führt weiterhin vor Jimmie Johnson, dahinter stehen jetzt Kyle Busch, Kurt Busch, Kevin Harvick und Matt Kenseth in veränderter Reihenfolge.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

August 05 2011

06:19

NASCAR: Vorschau Pocono August 2011

Nach dem Klassiker von Indianapolis geht es an diesem Wochenende in Pocono weiter, wo das zweite Saisonrennen des nicht unumstrittenen Triovals auf dem Programm steht. Die Juni-Ausgabe gewann Jeff Gordon vor den Busch-Brüdern und der viermalige Meister sollte auch am Sonntag nach seinem zweiten Platz in Indy wieder der Favorit auf die Fahrt in die Victory Lane sein.

Zwei Mal im Jahr ist der Sprint Cup auf dem aTwitter präsentierte er einen ziemlich dicken Knöchel</a> (nicht gebrochen) und das Nationwide-Rennen wurde schon mal vorsichtig an Sam Hornish Jr weiterdeligiert. Laut eigener Aussage ist Keselowski “cleared to race”, aber dafür muss er den Fuß auch erstmal in einen feuerfesten Schuh bekommen. Bilder vom Ausmaß des Unfalls stellte Jimmie Johnson <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier, hier</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier bereit. Kurt Busch sehe ich dagegen nach wie vor als Siegkandidaten in Pocono.

Etwas Neues gibt es von der Vertrags-Front zu vermelden: Carl Edwards hat endlich einen neuen Vertrag unterschrieben und zwar erneut bei Roush-Fenway Racing, wie gestern bekannt geworden ist. Damit löst sich ein ganz großer Teil der Silly-Season sofort in Luft auf, denn weil Edwards nicht zu Joe Gibbs Racing geht, wird dessen Platz bei RFR nicht frei. Dieses hätte wiederum eventuell Clint Bowyer bekommen können, der dann bei RCR von Juan Pablo Montoya ersetzt worden wäre. Puh, ziemlich kompliziert, aber nun hinfällig. Bleibt nur noch zu fragen, wo Mark Martin und Brian Vickers im nächsten Jahr fahren. Kommt die Übernahme von Red Bull Racing durch General Manager Jay Frye tatsächlich zu Stande, dann gibt es keine Probleme. Ansonsten habe ich für Vickers einen tollen Vorschlag: Warum bewirbt er sich nicht um das vierte Cockpit bei Joe Gibbs Racing? Und Mark Martin könnte prima zu Stewart-Haas Racing gehen, denn:

Danica Patrick steht offenbar kurz vor der Bekanntgabe ihres NASCAR-Wechsels. Mehrere Personen, welche die Verhandlungen verfolgen, gehen davon aus, dass Patrick 2012 nur noch das Indy 500 bei den IndyCars verbringen wird. Stattdessen würde sie den Chevrolet mit der #7 Vollzeit für JR Motorsports in der Nationwide Series bewegen und zusätzlich sieben Cup-Einsätze bei SHR in einem dritten Auto absolvieren, damit sie 2013 um den “Rookie of the Year”-Titel antreten könnte. Mark Martin wär hier als Mentor im ersten Teilzeit-Cup-Jahr sicherlich am besten geeignet. Die Zeit wird es zeigen, wie Madame sich entscheidet…

Zum Abschluss wie gewohnt noch die Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Neben dem Sprint Cup sind auch noch die Trucks und die ARCA-Serie mit in Pocono dabei. Am Freitag überträgt SPEED die Trainingssitzungen, allerdings schiebt man das Truck-Practice als Aufzeichnung zwischen die Cup-Trainings, damit man die Pause umgehen kann, in der die ARCA fährt. Am Samstag überträgt SPEED dann alles an Truck-Events vom Qualifying bis zum Rennen zu europafreundlichen Uhrzeiten, während das das Cup-Qualifying erneut auf ESPN2 läuft. Die Nationwide Series fährt unterdessen in Iowa ein Nachtrennen von Samstag auf Sonntag, ESPN2 ist dafür ebenfalls der Sender der Wahl. Alle anderen Nationwide-Sessions habe ich ausgespart, da sie nicht im TV übertragen werden.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 05.08.
16:00 Uhr, Truck Series Final Practice, SPEED (TV um 20 Uhr!)
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
22:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED

Samstag, 06.08.
15:30 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
16:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN2
19:00 Uhr, Truck Series Rennen (Good Sam RV Emergency Road Service 125), SPEED
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (U.S. Cellular 250), ESPN2

Sonntag, 07.08.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Good Sam RV Insurance 500), ESPN

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July 15 2011

06:21

NASCAR: Vorschau New Hampshire Juli 2011

Im letzten Jahr war New Hampshire noch der Startschuss für das Race to the Chase, doch mit dem überarbeiteten 2011er-Kalender sind wir um die gleiche Zeit schon weiter im Rennen um die besten Plätze in den Playoffs. Acht Rennen verbleiben den Piloten ab diesem Wochenende noch, um die Teilnehmer der Titeljagd auszufahren.

Am Wochenende besuchen die beiden höchsten Rennklassen der NASCAR zum ersten Mal in diesem Jahr den adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Der Sprint Cup wird in New Hampshire von der Nationwide Series unterstützt und beide Ligen bieten sowohl Freitag als auch Samstag jede Menge Programm für den Couch-Potato. Dazu kommt, dass nach einigen Nachtrennen endlich wieder früher losgefahren wird, damit wir dann auch mal etwas mehr Schlaf bekommen. Zusätzlich sind die Trucks in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Iowa für all jene Fans unterwegs, die trotzdem nicht genug von den Flutlichtrennen bekommen können. Ich habe unten mal nur das Rennen aufgelistet, Trainings und Qualifying werden eh nicht übertragen.

Achso, bevor ich es vergesse: Nach New Hampshire geht der Sprint Cup in sein letztes Off-Weekend für dieses Jahr und zwar weit früher als sonst. Zwar gab es vor dem Indianapolis-Ausflug schon länger ein freies Wochenende, doch im alten Kalender bot NASCAR den Teams auch nach Bristol kurz vor dem Ende des Race to the Chase noch eine Pause an. Das heißt dann, dass der Cup seine zweite Saisonhälfte fast vollständig in 17 Wochen am Stück durchzieht. Ganz schön heftig… Wer trotzdem nicht auf NASCAR verzichten kann oder will, holt sich am besten seine Dosis Racing in Nashville ab, denn dort sind Nationwide Series und die Trucks unterwegs – selbstverständlich nachts!

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 15.07.
16:30 Uhr, Nationwide Series Practice, nicht im TV
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
19:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED

Samstag, 16.07.
15:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
16:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
17:45 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (New England 200), ESPN
02:00 Uhr, Truck Series Rennen (Coca-Cola 200 presented by Hy-Vee), SPEED

Sonntag, 17.07.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Lenox Industrial Tools 301), TNT / NASCAR.com RaceBuddy

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July 12 2011

06:17

NASCAR: Analyse Kentucky 2011

Die erste Hälfte der NASCAR-Saison ist Geschichte, ebenso wie das erste Cup-Rennen auf dem Kentucky Speedway. Gewonnen hat Kyle Busch, welcher die Hälfte des Abends in Führung verbrachte und nur durch seinen Bruder Kurt sowie dessen Teamkollegen Brad Keselowski ernsthaft in Bedrängnis gebracht wurde.

Der Sieg von Kyle Busch in Kentucky war für NASCAR-Verhältnisse schon ziemlich dominant, auch wenn Busch nur knapp die Hälfte aller Runden in Führung lag. Dieser Umstand war zu einem Großteil Brad Keselowski geschuldet, der auf einer anderen Strategie unterwegs war und 79 Runden in Front des Feldes verbringen konnte. Früh im Rennen und gegen Ende auch noch einmal für zehn Umläufe trat Bruder Kurt Busch kurzzeitig auf den Plan. Trotzdem waren für die beiden Penske-Fahrer zum Schluss nur Platz 7 und 9 übrig, während sich zum Beispiel die sehr unauffälligen Jimmie Johnson (3.), Carl Edwards (5.) und Matt Kenseth (6.) bessere Platzierungen sicherten.

Im Grunde genommen könnte ich den Artikel mit dieser Zeile beenden, denn viel passiert ist ansonsten nicht. Das Nachtrennen dümpelte fast die gesamte Renndistanz über so vor sich hin und wurde erst gegen Ende noch ein paar Mal durch Cautions unterbrochen und dadurch halbwegs spannend. Das Blut zum Kochen brachte es allerdings nicht, denn ich habe zwar nach dem Daytona-Debakel mal wieder ein komplettes Rennen unter Flutlicht angeschaut, musste aber trotzdem gewaltig mit den seeehr müden Augen kämpfen. Die letzten Cautions brachten Kyle Busch jedoch überhaupt nicht in Bedrängnis, weil sie für ihn richtig günstig fielen und die Konkurrenz sich Fehler erlaubte.

Die Schlussphase wurde durch einen kapitalen Motorschaden von Jamie McMurray in Runde 200 eingeläutet, welcher die Strecke komplett einnebelte. McMurray lag zu diesem Zeitpunkt aber schon längst nicht mehr in der Führungsrunde und kämpft in dieser Saison ohnehin nur mehr um den Anschluss. Derzeit liegt er lediglich auf Platz 28 in der Meisterschaft, was nach seinem Wunderjahr 2010 eigentlich schon eine riesige (negative) Überraschung ist.

Brad Keselowski entschied sich bei den folgenden Boxenstopps, nicht zu einem Tankstopp zu kommen, weil er bereits früher im Rennen auf eine andere Spritstrategie gewechselt war und noch Benzin für ein paar mehr Runden übrig hatte. Das spülte ihn wieder an die Spitze des Feldes, welche Keselowski auch tapfer bis zur letzten Caution gegen Kyle Busch verteidigte, der direkt hinter ihm unterwegs war. In Runde 240 von 267 machten sich die beiden Führenden dann auf, das Benzinfenster bei den letzten Green-Flag-Pitstops endgültig zu schließen.

Während des Cycle-through musste NASCAR allerdings eine weitere Caution auslösen, da Dale Earnhardt Jr wegen eines Reifenplatzers direkt nach seinem Boxenstopp ordentlich Debris auf der Strecke verteilte. Junior nahm zuvor nur zwei neue Reifen mit auf den Weg und fing sich den Plattfuß dummerweise beim alten linken Vorderreifen ein. Diese Gelbphase kam David Reutimann sehr gelegen, da er zwischenzeitlich im Wechselreigen die Führung übernommen hatte. Zwar gab er die Führung in der Caution wieder ab, weil er ja noch Benzin für die letzten Runden fassen musste, doch unter Gelb verlor er weit weniger Plätze als bei Renntempo und legte damit einen weiteren entscheidenden Stein für sein klasse Endergebnis.

Brad Keselowski machte nun den Move des Rennens und holte sich gemeinsam mit dem Teamkollegen Kurt Busch noch einmal vier neue Reifen, um Kyle Busch mit frischen Gummis die erhoffte Konkurrenz bieten zu können. Diese Entscheidung war es, welche die beiden Penske-Piloten letztendlich das Rennen kostete. Die Top5 holten sie trotz neuer Reifen einfach nicht mehr ein.

Kyle Busch konnte fortan die letzten zehn Runden bestimmen, welche zudem noch ein allerletztes Mal durch eine Gelbphase unterbrochen wurde, weil Clint Bowyer ebenfalls einen Reifenplatzer erlitt und in der Mauer landete. Etwas kurios sicherte sich David Reutimann den zweiten Platz hinter Kyle Busch im Zweikampf mit Jimmie Johnson, der wohl die weiße Flagge übersehen hatte. Johnson dachte, das Rennen sei noch gar nicht in der letzten Runde und ließ Reutimann daraufhin ziehen.

Kyle Buschs dritter Saisonsieg ist sein erster Erfolg des Jahres außerhalb der Shorttracks von Bristol und Richmond, was Joe Gibbs Racing auf den Intermediate Ovalen wieder zurück an die Spitze brachte. Denny Hamlin (11.) deutete diese Entwicklung ja schon mit seinem Sieg in Michigan an, allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob man diesen Trend bei Gibbs auch wird halten können. In New Hampshire am kommenden Wochenende kann zumindest alles passieren, da die Top-Teams in den vergangenen Jahren die Siege dort recht gleichmäßig untereinander aufteilten.

Weitere interessante Ergebnisse andere Fahrer:

- David Ragan, seines Zeichens Sieger der Vorwoche in Daytona erreichte erneut ein gutes Ergebnis, wenngleich Platz 8 natürlich nicht mit einer Fahrt in die Victory-Lane des traditionsreichen Superspeedways zu vergleichen ist.

- Juan Pablo Montoya lag lange Zeit in den Top5 und freute sich schon auf ein gutes Ergebnis im Kampf um die Chase-Qualifikation, bevor er bei der Earnhardt-Caution zu schnell in der Boxengasse unterwegs war. Dabei hatte er keine Eile, weil er sich zu diesem Zeitpunkt ohnehin beim Cycle-Through in der Lucky-Dog-Position befand. Montoya stand hier unter keinerlei Zeitdruck, was ein Speeding schon sehr sehr verwunderlich erscheinen lässt. Damit landete er am Ende dann nur auf Platz 15, was schon ziemlich enttäuschend ist. Von den Playoffs trennen ihn immer noch 32 Punkte.

- Greg Biffle (21.) und Mark Martin (22.) kamen über das gesamte Rennen gesehen überhaupt nicht in Schwung, was sich letztendlich lediglich in Positionen knapp außerhalb der Top20 niederschlug.

- Ebenfalls gar nichts gesehen hat man von Brian Vickers (27.) und AJ Allmendinger (28.), wobei die schlechte Platzierung des ersteren Piloten ansatzweise durch ein Speeding in der Boxengasse erklärt werden kann.

- Schlechter erwischte es nur Dale Earnhardt (30.) und Jamie McMurray (36.), die mit Reifen- bzw. Motorschaden außerhalb der Top30 landeten.

Zur Meisterschaftstabelle:

Busch brachte sich am Wochenende doch tatsächlich auf dem Spitzenplatz in der Meisterschaft unter, was für mich etwas überraschend kam. Allerdings sprechen zehn Top5-Resultate und elf Top10-Ergebnisse in 18 Rennen schon eine deutliche Sprache. Nur Carl Edwards fuhr zwei Mal öfter in die Top10 als Kyle Busch. Interessant ist dabei die folgende Rechnung: 11 Top10 minus 10 Top5 ergibt für Busch demnach nur eine Platzierung zwischen Platz 5 und 10, was im Grunde genommen seine Konstanz ziemlich in Frage stellt. Bei über der Hälfte aller gefahrenen Rennen kam Busch in die Top5, nur um bei sieben Rennen also suboptimale Ergebnisse zu holen.

In Punkto Saisonsiegen (3) liegt Busch nun mit Kevin Harvick gleich auf, jeweils zwei Siege haben außerdem Jeff Gordon und Matt Kenseth eingefahren. Die Top6 in der Meisterschaft liegen derzeit nur 22 Punkte auseinander, was die hohe Leistungsdichte in diesem Jahr deutlich wiederspiegelt. Es fällt wie oben beschrieben aber auch auf, dass sich 2011 bisher niemand mit konstanten Top10-Resultaten vorne absetzen konnte, so wie z.B. im letzten Jahr Kevin Harvick. Carl Edwards war zwar zu Beginn der Saison auf einem guten Weg, rutschte dann aber wieder ab.

Die beiden Wildcard-Plätze teilen sich derzeit Tony Stewart auf Platz 11 und David Ragan etwas weiter dahinter, weil Brad Keselowski wieder knapp den Einzug in die Top20 der Meisterschaft verpasste. Da die anderen Rennsieger innerhalb der Top10 außer Denny Hamlin schon über einen recht komfortablen Vorsprung auf den Cut verfügen, bleibt die Wildcard-Besetzung vorerst spannend. Hier kann sich nun jede Woche das Bild komplett drehen, sollte beispielsweise einer der folgen Piloten ein Rennen gewinnen:

- Tony Stewart
- Clint Bowyer
- Juan Pablo Montoya
- Greg Biffle
- Kasey Kahne
- Mark Martin
- Joey Logano

Gleiches gilt zwar auch für AJ Allmendinger und Paul Menard, die sich ebenfalls in den Top20 der Meisterschaft befinden, doch ein Rennsieg wird bei beiden Kandidaten zunehmend unwahrscheinlicher.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

June 21 2011

06:16

NASCAR: Analyse Michigan 2011

Ein echter “Burner” war das Rennen in Michigan ja nicht gerade, was Denny Hamlin aber am Ende vermutlich am allerwenigsten störte.

Es ist immer so eine Sache mit den ultrabreiten 1.5 Meilen Ovalen. In Las Vegas sind die Rennen durchaus brauchbar, in Michigan eher nicht. Und dabei sind beide Ovale fast baugleich, lediglich 2 Grad Banking gibt es in Las Vegas, was ja nun nicht den großen Unterschied machen sollte. Michigan steht meist für Verbrauchsrennen mit wenig Gelbphasen, was dann, ähnlich wie in Pocono dann immerhin den Vorteil hat, dass die Rennen auch schneller vorbei sind. In der Riesenschüssel von Michigan gab es leider auch wenig Abwechslung an der Spitze. Das Rennen teilten sich mehr oder weniger die Gibbs- und die Roushtruppe unter sich auf. Vor allem Roush ist rechtzeitig zum Sommer in guter Form und bringt seine Fahrer wieder in aussichtsreiche Position. Edwards führt die Meisterschaft an, Kenseth lauert auf P6, nur Biffle ist noch nicht im Chase. Größere Sorgenfalten gibt es derweil im Hendrick Lager.

Doch zunächst zum Rennen, dass wie erwähnt eher im Bereich “Muss man nicht sehen” angesiedelt ist. Pole-Sitter Kurt Busch führte das Feld zwar nach der ersten Runde an, aber nach 12 Runden war dann schon der erste Roush-Fahrer in Form von Greg Biffle an der Reihe. Bis zur Halbzeit tat sich vorne kaum etwas, sei denn Biffle und Carl Edwards lösten sich an der Spitze an. Auch Matt Kenseth war vorne zu finden hielt sich aber zurück und ließ Edwards und Biffle gewähren. Die Duelle um die Spitze waren nett, aber eben auch etwas fad. Etwas mehr Pfeffer kam in die Sache, als Kyle Busch seinen Toyota nach vorne schieben konnte. Die Gibbs Motoren waren offenbar die einzigen, die mithalten konnten, denn auch Denny Hamlin hielt sich relativ weit vorne. Nur Joey Logano kam mal wieder nicht vom Fleck.

Bis Runde 158 tat sich wenig, dann löste ein unglücklicher Crash zwischen Montoya und Andy Lally eine entscheidende Safety Car Phase ein. Montoya war mitten im letzten Turn der Sprit ausgegangen und er versuchte noch in die Boxeneinfahrt zu kommen, als Lally von hinten angerauscht kam und das Heck der #43 traf. Für den Kolumbianer war es ein Wochenende zum Vergessen. In der Quali lief es schon nicht und im Rennen ging nach vorne gar nichts. Montoya konnte zwar weiterfahren, endete aber auf P29, was seinen Chase-Ambitionen auch nicht gerade gut tut. Auch bei seinem Teamkollegen Jamie McMurray lief es nicht wirklich gut. Der blieb im gesamten Rennen auffällig und blieb im Mittelfeld stecken. Im Ziel landete er auf P19.

Die Gelbphase lag zu einem interessanten Zeitpunkt, mit noch ca. 40 Runden zu fahren. Das lag ganz knapp im Benzinfenster der meisten Teams, allerdings durfte dann auch kein GWC mehr kommen. Also verordneten die meisten Crew Chiefs ihren Fahrern eine Benzin-Diät. Vor allem Kenseth wurde darauf aufmerksam gemacht, dass er rund zwei Runden “short” sei, was dieser mit leichten Ungefallen per Boxenfunk quittierte, weil er die Führung an Edwards abegeben musste. Der segelte dann auch davon und schien das Rennen als Sieger beenden zu könnne.

Doch dann hämmerte Junior seinen Wagen in die Mauer und in Runde 192 gab es wieder Gelb. Earnhardt war in Michigan eigentlich sehr gut unterwegs. Er hatte mal wieder einen Top 10 Wagen und lag teilweise auf P5. Doch eine verlorene Radmutter zwang ihn zu einem Extra-Stopp und er landete auf P19. Dort traf er dann unglücklicherweise auf Mark Martin, der Ausgangs Turn 2 massives Untersteuern hatte und Junior leicht in die Mauer zwang. Ein paar Runden später verabschiedete sich dann der rechte Vorderreifen von Junior, was den Abflug erzwang. Dennoch mal wieder ein gutes Rennen für Junior.

Die Pause nutzten alle Fahrer um an die Box zu gehen und nachdem die Stopps absolviert waren, lag plötzlich Denny Hamlin an der Spitze, dessen Team am schnellsten gearbeitet hatte. Seine “Pole” setzte er dann in eine Führung um, die er leicht ausbauen konnte, da sich Matt Kenseth und Carl Edwards zunächst nicht so richtig einig waren, wer denn nun hinter Hamlin her sollte. Kenseth entschied das Duelle für sich, hatte aber die entscheidenden Sekunden verloren und konnte Hamlin nicht mehr einholen.

Auf den Plätzen hinter Hamlin und Kenseth landeten Kyle Busch, der erstaunliche Paul Menard, Carl Edwards, Ryan Newman, Tony Stewart, Clint Bowyer, Mark Martin und Brian Vickers. Vor allem für das gebeutelte Red Bull Team mal wieder ein gutes Ergebnis.

Auch das Ergebnis von Mark Martin ist erfreulich, den man so weit vorne lange nicht mehr gesehen hat. Ansonsten lief das Wochenende für Hendrick zäh. Pocono-Sieger Jeff Gordon warf ein besseres Ergebnis beim letzten Stopp weg, als man statt zwei Reifen dann doch auch vier frische Goodyears setzte. Noch schlechter lief es für Jimmie Johnson, der sich schon nach neun Runden drehte und wegen eines Swaybar-Wechsels dann 2 Runden verlor. Die Sommerschwäche von Hendrick ist ebenso ungewöhnlich, wie die Tatsache, dass Dale Earnhardt im Moment noch am Besten in der Meisterschaft liegt. Der benötigt für einen guten Chase aber dringend einen (überfälligen) Sieg.

Nächste Woche geht es aber erst einmal auf die Rundstrecke und nach Infinion. Da dürften andere Namen vorne an der Spitze aufpoppen.

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June 10 2011

06:13

NASCAR: Vorschau Pocono Juni 2011

An diesem Wochenende steht das erste Pocono-Rennen auf dem Programm, welches ja nicht ganz unumstritten ist. Immerhin hat man nach den zwei schweren Unfällen im letzten Jahr etwas für die Sicherheit der Strecke getan. Zudem überträgt TNT das erste Rennen in dieser Saison, nachdem sich FOX bis zum nächsten Daytona 500 verabschiedete. Den Coup des Jahres hat aber eindeutig der Hauptsponsor des Rennens gemacht.

Ein in der NASCAR bekannter Hersteller von Energy-Drinks sicherte sich die Werberechte für das Rennen am Sonntag und könnte damit eindeutig nicht richtiger liegen. Vermutlich wird man eines ihrer Produkte benötigen, um über die komplette Renndistanz zu kommen. Auf dem fragwürdigen adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Der Sprint Cup vertritt die Farben der NASCAR in Pocono komplett alleine, lediglich die ARCA-Serie ist noch am 2,5-Meilen-Oval. Die Nationwide Series macht in dieser Woche Pause und ist in sieben Tagen auf dem Michigan International Speedway wieder mit von der Partie. Die Trucks sind gemeinsam mit der IndyCar Series in Texas und starten zu einer wirklich gemeingefährlichen Uhrzeit! Da das komplette Vorprogramm der Trucks auch schon gelaufen ist (allerdings nicht im TV), wird es ein karges NASCAR-Wochenende.

Auch blöd ist, dass die Formel 1 in Kanada zu einer für NASCAR-Fans unglücklichen Zeit fährt. Das Rennen in Montreal zählt ja bekanntlich zu den besseren Grand Prix und ist durchaus sehenswert, startet aber 15 Minuten vor dem NASCAR-Rennen. Meine Empfehlung für den Sonntagabend lautet daher: Sich um 18 Uhr bei gutem Wetter mit Freunden und/oder Familie schön den Grill vollschaufeln und ggf. die Vorberichte nach Wahl anschauen. Um 19 Uhr dann Formel 1 und ab ca. 20:30 Uhr die restlichen 2,5 Stunden aus Pocono mitnehmen. Ich wünsche allseits ein schönes und erholsames Wochenende!

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 10.06.
18:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
21:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
03:00 Uhr, Truck Series Rennen (WinStar World Casino 400k), SPEED

Samstag, 11.06.
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED (ab 17:30 Uhr)

Sonntag, 12.06.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (5-Hour Energy 500), TNT / NASCAR.com RaceBuddy

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June 07 2011

06:21

NASCAR: Analyse Kansas Juni 2011

Das zweite Saisondrittel startete, wie das erste aufgehört hatte: mit einem ausgewachsenen Benzinkrimi! In Kansas spielte Dale Earnhardt Jr wieder eine der Hauptrollen und beendete das Rennen erneut nur auf dem zweiten Platz, während dieses Mal Brad Keselowski als Sparfuchs in die Victory Lane fuhr. Die favorisierten Fords spielten dabei übrigens nur als Statisten mit.

Am Sonntag begann auf dem Kansas Speedway das zweite Drittel der Sprint-Cup-Saison. Zunächst deutete allerdings nichts auf dieses spannende Finale hin, denn ein Großteil des Rennens wurde unter grüner Flagge absolviert. Drei der fünf Cautions wurden zudem wegen Debris ausgerufen, während Landon Cassill und Dale Earnhardt Jr jeweils ein Mal Interaktion mit der Außenmauer zeigten. Der Quersteher von Earnhardt brachte ihn zwar durch den erwägten Spritpoker in die Nähe eines Sieges, kostete ihn gleichzeitig aber auch eine Menge Positionen und womöglich den Erfolg, als Junior seinen Wagen driftend wieder einfangen musste. Am Ende lagen nämlich nur noch der spätere Rennsieger Brad Keselowski und Verfolger Denny Hamlin mit Earnhardt im spekulativen Spritfenster. Wäre er seine Taktik mit besserer Track-Position angegangen, hätte er seinen ersten Sieg seit Michigan 2008 feiern können.

Naja, „hätte-hätte-Fahrradkette“ sagt man in solch einem Fall und rollt das Rennen lieber konventionell auf. Das hätte (no pun intended!) sich auch die Crew der Vorberichterstattung auf SPEED zu Herzen nehmen sollen. Die kannten nämlich in einer ihrer schlechtesten Sendungen seit langem kein anderes Thema außer dem Fast-Sieg von Earnhardt beim Coca-Cola 600. Anscheinend gelten in den USA andere Gesetze, wenn selbst ein Mike Joy von FOX sich nicht zu schade ist, auf das kursierende YouTube-Video des, sagen wir mal massiv enttäuschten, weiblichen Junior-Fans hinzuweisen.

In der nächsten Woche übernimmt zwar TNT die Übertragung der kommenden sechs Rennen, doch das wird den Hype sicherlich nicht besonders bremsen oder verstummen lassen. Die Junior-Nation steht derweil Kopf, seit ihr Held wieder in Richtung von Rennsiegen und Chase unterwegs ist. Letzteres wird Earnhardt in diesem Jahr wohl ziemlich sicher erreichen, denn nach Kansas rangiert er bereits auf Platz 3 in der Meisterschaft. Doch nun wirklich zum Rennen:

Eigentlich sollte Kansas das Rennen eines ganz anderen Piloten werden, denn Kurt Busch holte sich völlig überraschend die Pole-Position und im Anschluss mit 152 von 267 Umläufen auch mehr als 50% der Führungsrunden ab. So stark unterwegs verzichtet man natürlich auf sämtliche Strategiespielchen und verhält sich lieber konservativ, um einen Sieg nicht leichtfertig wegzuwerfen. Fallen dann jedoch die Gelbphasen ungünstig oder bleiben gänzlich aus, wirft man die Fahrt in die Victory Lane aber eben gerade wegen der vorsichtigen Herangehensweise weg. So ist es Sonntag dann Kurt Busch passiert, der im Normalfall mit einer späten Caution den Sieg davongetragen hätte. Da er mit seinem letzten Boxenstopp extrem lange wartete, stotterte sein Dodge nach der Rückkehr auf die Strecke sogar etwas vor sich hin, weil die Benzinleitung zwischenzeitlich schon trockengelaufen war.

Die entscheidende Phase des Rennens begann aber schon gute 90 Runden zuvor, als in der letzten Gelbphase neben Denny Hamlin lediglich Piloten von außerhalb der Top20 noch einmal an die Boxengasse kamen. Der Rest riskierte den Verlust von wertvoller Track-Position nicht, nachdem nur gut zehn Umläufe zuvor in der vorletzten Gelbphase des Rennens eh vollgetankt wurde. Zwar konnten einige Kandidaten jetzt mit nur einem statt zwei weiteren Pitstops durchfahren, doch dafür mussten sie bei noch gut 110 zu fahrenden Runden ans äußerste Extrem des Fuel-Windows von max. 55 Umläufen gehen!

Tony Stewart versuchte unterdessen im Laufe des nach dem Restart folgenden Green-Flag-Runs ebenfalls, einen Boxenstopp so lange wie möglich heraus zu zögern, hatte bei seinem vermeintlich letzten Aufenthalt aber Pech. Ausgerechnet im entscheidenden Moment floss nicht genug Sprit in den Tank von Smoke, welcher sonst ebenfalls als Siegkandidat in Frage gekommen wäre. So langsam kommt Stewart wieder in seinen gewohnten Sommer-Schwung, wo er in der prallen Sonne auf dem heißen Asphalt mit einem rutschigen Auto wesentlich besser umgehen kann. Gleiches komme ab sofort nach eigener Aussage auch Dale Earnhardt Jr in den nächsten Rennen zu Gute. Ob das nun stimmt, wird sich zeigen, aber zumindest bei Smoke kann man das Kalenderblatt vom Juni aufblättern, wenn er wieder in Reichweite der Victory-Lane gelangt.

Die finale Schlacht ergab sich dann zehn Runden vor dem Ende des Rennens, als Kurt Busch seinen Dodge an die Box lenkte und seinem Teamkollegen damit die Führung überließ. Dieser wusste zu dem Zeitpunkt übrigens gar nicht, dass er auf dem Weg zum Sieg war, da sein Crew-Chief ihn nicht über seine Position informierte. Keselowski erblickte nach eigener Aussage erst zwei Runden vor Schluss eigenäugig seine Startnummer #2 an oberster Stelle der Anzeigetafel im Infield – auch sehr kurios… In den Top3 waren nun Keselowski, Earnhardt und Hamlin verblieben. Dabei wurde letzterer zwischenzeitlich auf Befehl von Crew-Chief Steve Letarte von Junior geschluckt, die sich mit einem solchen Manöver gute Chancen auf einen Sieg ausrechneten, solche Keselowski noch ohne Benzin ausrollen.

Der spätere Sieger war davon geschätzt auch gar nicht soweit entfernt, da er aufgefordert wurde, den Wagen in den Kurven mehr rollen zu lassen und das Gaspedal noch sparsamer zu benutzen. Deshalb kuppelte Keselowski kurzerhand in voller Fahrt einfach aus und gewann so die entscheidenden Gallonen für eine saubere Zieldurchfahrt. Danach hatte der blaue Dodge mit der #2 zur Freude der Fans sogar noch genügend Benzin für einige Donuts und die Fahrt in die Victory-Lane übrig. Hinter ihm musste Junior sich mit Platz 2 zufrieden geben, da auch seine Spritrechnung nicht ganz auf Vollgas ausgelegt war. Somit cruisten die Top3 am Ende gemütlich dem Ziel entgegen, während Jeff Gordon und Carl Edwards die Top5 komplettierten.

Zwar gelangten mit Matt Kenseth (6.) und meinem ausgerechneten Favoriten Greg Biffle (10.) noch zwei weitere Fahrer von Roush-Fenway Racing in die Top10, doch sie spielten am Wochenende nicht die erste Geige. Um besagtes Musikinstrument stritten sich Penske Racing und Hendrick Motorsports, wobei vor allem die Penske-Jungs seit einigen Rennen endlich von ihrer Schwächephase Abschied nehmen dürfen. Die interne Neustrukturierung inkl. einer Entlassung am Auto von Kurt Busch sorgte für frischen Wind und bessere Performance. Am nächsten Wochenende steht mit Pocono auch eine Strecke an, welche Busch in der Vergangenheit schon öfter mit guten Ergebnissen belohnt hat. Der Fahrer der #22 wurde am Ende übrigens nach seinem Benzin-Schluckauf noch Neunter.

Die verbliebenen Top10-Positionen belegten Jimmie Johnson (7.) in einem unauffälligen Rennen ohne Führungsrunden und der ebenfalls geschlagene Tony Stewart (8.). Insgesamt fiel auf, dass nach einem sehr wettbewerbsfähigen Wochenende in Charlotte dieses Mal nur sieben Fahrer eine signifikante Anzahl an Umläufen in Front des Feldes absolvieren konnten. Das Rennen war wegen der nervenaufreibenden Schlussphase natürlich alles andere als langweilig, hätte aber auch ohne den Benzinkrimi auskommen können. Immerhin zerriss der Verkehr wie erwartet nicht so schnell, wie z.B. auf der Strecke in Fontana, die ja eines ihrer Saisonrennen an Kansas abgehen musste. Daher gab es bei der großzügig bemessenen Streckenbreite auch eine 5-Wide-Aktion zu bewundern. Grundsätzlich konnten auch mehr als zwei Linien auf dem Oval befahren werden, wobei allerdings die oberste direkt an der Mauer nicht immer ohne Berührung der SAFER-Barrier zu absolvieren war.

Was ich noch erwähnen wollte: Wirklich gar nichts gesehen hat man in Kansas von Richard Petty Motorsports! Entgegen meiner Erwartungen kamen Marcos Ambrose (26.) und AJ Allmendinger (27.) geschlossen am Ende der Top30 ins Ziel, so ein schlechtes Rennen erwischte außer ihnen nur Jamie McMurray (29.). Aber auch Mark Martin (21.), Joey Logano (23.) und Jeff Burton (25.) müssen sich nach diesem Rennen fragen, warum man von ihnen in Kansas so gut wie gar nichts gesehen hat.

Einen Fahrer mit trockenem Tank gab es bei allen Spritsparern aber trotzdem noch: Juan Pablo Montoya rollte in den Top10 liegend aus und wurde nur auf Platz 17 gewertet. Der Kolumbianer und seine Crew müssen sich bei den nächsten Rennen wirklich mehr anstrengen, denn in Kansas verlor man erneut das Handling des Wagens und Montoya setzte die #42 auch ein Mal etwas unsanft in die Mauer, was einen erfolgreicheren Tag eigentlich komplett beendete. Da nützen auch die zehn Führungsrunden nicht viel.

Ein Blick auf die Meisterschaftstabelle zeigt folgende Situation: Zumindest bei Martin Truex Jr, David Reutimann, Jeff Burton, Joey Logano, Brian Vickers und Jamie McMurray darf man die Saison nun wohl schon mal abhaken, denn nach einem Drittel des Jahres befinden sich diese Piloten geschlossen nur auf den Rängen 22-27. Das ist sicherlich unter den Erwartungen aller, auch bei Michael Waltrip Racing, die 2010 deutlich besser unterwegs waren. Brad Keselowski liegt auf Platz 21 nur knapp davor, könnte sich aber eine Chase-Wildcard sichern, wenn er die neun Punkte auf den 20. Rang von Paul Menard noch knackt. Erst ab dort gilt nämlich die Playoff-Ausnahmegenehmigung für Rennsieger.

Weiter vorne hat sich wenig geändert, außer dass Jeff Gordon und Denny Hamlin sich stetig weiter an den Chase heranrobben, wobei Gordon ja zumindest noch seinen einzelnen Saisonsieg als Chase-Joker besitzt. Auf den Playoff-Positionen rutschten unterdessen Jimmie Johnson und Dale Earnhardt Jr an Kevin Harvick vorbei auf die Plätze 2 und 3. An der Spitze liegt nach wie vor Carl Edwards mit einem sicheren Polster von 40 Zählern, da er 2011 in zehn von dreizehn Rennen in die Top7 gefahren ist. Damit machte er sich selbst zum derzeit größten Konkurrenten für Johnson, welcher nur acht Top9-Resultate einfahren konnte. Die Konstanz von Edwards wird vor allem im Chase selbst sicher von Nutzen sein.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

May 20 2011

06:14

NASCAR: Vorschau All-Star Rennen XXVII 2011

Am Wochenende geht es zum zweiten und letzten Mal in diesem Jahr nicht um Punkte, sondern nur um ein sattes Preisgeld. Beim All-Star Rennen der NASCAR gibt es natürlich einige Dollar mehr zu gewinnen als noch beim Budweiser Shootout zu Saisonbeginn. Wer das Spektakel schauen möchte, wird allerdings wieder eine Nachtschicht einlegen müssen!

Das All-Star Rennen der NASCAR wird seit 1985 ausgetragen und geht in diesem Jahr schon in seine 27. Ausgabe. Bis auf eine Ausnahme (1986: Atlanta Motor Speedway) wurde dieses prestigeträchtige Preisgeldrennen immer auf dem a

April 08 2011

06:15

NASCAR: Vorschau Texas April 2011

An diesem Wochenende steht auf dem Texas Motor Speedway eine Premiere in doppelter Hinsicht an, denn der siebte Saisonlauf von Samstag auf Sonntag ist nicht nur das erste Nachtrennen 2011 um Meisterschaftspunkte, sondern auch das erste NASCAR-Nachtrennen in Texas überhaupt.

Der adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Die Nationwide Series ist in Texas wieder mit von der Partie, dafür pausieren jetzt die Trucks.

Ausstrahlungsdaten

Für die Nationwide Series gab es am gestrigen Donnerstag schon zwei erste Practice-Sessions, sehr wahrscheinlich wegen des neuen Autos, das man in dieser Saison erstmals Vollzeit einsetzt. Der Sprint Cup absolvierte ebenfalls gestern Abend das erste Training, die Ergebnisse kann man a

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Schweinderl