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September 18 2013

06:50

ADAC GT Masters: Rennbericht Slowakiaring 2013

Erst verloren, dann doch gewonnen, und umgekehrt. Das Wochenende war für alle Titelaspiranten ein Wechselbad der Gefühle. Die Meisterschaft entscheidet sich in Hockenheim.

_T8R2587Die Meisterschaft in der GT Masters entwickelt sich mal wieder zu einem echten Krimi. Gleich drei Teams werden in Hockenheim noch um den Titel fahren können und wie die Rennen am Slowakiaring gezeigt haben, kann sich keiner wirklich sicher sein. Am Beispiel der Callaway Corvette mit Alessi/Keilwitz konnte man am Wochenende gut sehen, wie nahe Frust und Glück zusammenliegen können. In der Qualifikation zum ersten Rennen schmiss Diego Alessi die Corvette in eines der zahlreichen Kiesbetten am Slowakiaring. Damit war dann klar, dass sie am Samstag von der letzten Position starten mussten.

Zum ersten Rennen am Samstag regnete es derartig stark, dass die Rennleitung sich dazu entschloss, das Feld hinter dem Safety Car starten zu lassen. Eine verständliche Entscheidung, denn auf der breiten Strecke war die Gefahr einer Kollision in der ersten Kurve tatsächlich ziemlich groß. Vorne setzten sich zunächst Dominik Schwager und Frank Kechele im Ford GT an die Spitze, aber hinter ihnen macht der Z4 von DB Motorsport mit Simon Knap und Jeroen de Boer jede Menge Druck. Nach ein paar Runden konnte der BMW sich dann die Spitzenposition sichern, vor allem weil er aus den Kurven heraus mehr Traktion hatte. Für Kechele und Schwager sollte das gute Rennen aber an der Box vorbei sein. Beim obligatorischen Stopp leistete man sich einen Fehler und fuhr acht Sekunden zu früh über die Linie am Ende der Boxengasse. Man dachte, dass bei einem Regenrennen die minimale Stoppzeit zehn Sekunden kürzer sein würde. Was die Rennleitung nach einem Blick aber verneinte und den Ford GT zurück an die Box beorderte.

Vorne setzte sich der Z4 langsam aber sicher ab, dahinter hatte es sich der R8 von Jöns/Winkelhock eingerichtet, der aber knapp neun Sekunden Abstand hatte. Richtig rund ging es um Platz 3. Der SLS der beiden Maxi (Buhk/Götz) kämpfte rundenlang mit dem Schubert Z4 von Baumann/Hürtgen. Baumann schien etwas schneller fahren zu können, Buhk konterte mit einer guten Linienwahl. In der letzten Runde schienen sich beiden auf die Positionen geeinigt zu haben, denn einen Abflug wollte sich keiner leisten. Da Alessi/Keilwitz chancenlos im hinteren Mittelfeld unterwegs waren und keine Punkte sammeln konnten, würden beide Teams massiv profitieren.

Aber in der vorletzten Kurve machte Buhk einen kleinen Fehler und verlor die Linie etwas. Baumann setzte sich außen daneben und die beiden fuhren nebeneinander auf die breite Zielgerade. Ein schönes “Drag-Race” zum Zielstrich, das Baumann mit 26 Tausendstel für sich entscheiden konnte.

In der Meisterschaft profitierten also alle vom punktelosen Rennen der Callaway Corvette. Vor allem Porsche-Pilot Robert Renauer, der mit seinem sechsten Platz die Führung in der Meisterschaft übernehmen konnte.

Rennen 2

Am Sonntag bot sich den Fahrern ein komplett anderes Bild am Slowakiaring. Sonnenschein und eine trockene Strecke sorgten für beste Bedingungen für alle Teams. Vorne hatte das Abt-Team eine gute Aussicht auf die Strecke, denn die drei R8 okkupierten die ersten Startplätze. Die Fahrer, die um die Meisterschaft kämpfen, starteten wie folgt: Baumann/Hürtgen P4, Alessi/Keilwitz P10, Renauer/Ragginger P15.

Der Start war dann sehr kurios. Die drei R8 vorne warteten auf die Freigabe, kamen aber nicht so richtig vom Fleck. Es hatte fast den Eindruck, dass das gesamte Feld hinter dem Abt-Team einen Frühstart hinlegte, jedenfalls flogen die Konkurrenten nur so am Audi-Trio vorbei. Die Onboard-Aufnahmen vom Start zeigten deutlich, was für ein Chaos auf der Strecke war. Ein Wunder, dass es keinen Unfall gegeben hat. Davon völlig unbeeindruckt war Diego Alessi, der die Corvette einfach auf der äußeren Linie positionierte und an allen vorbei flog. Schon am Eingang der ersten Kurve lagen Alessi/Keilwitz auf dem ersten Platz flogen dem kämpfenden Rest des Feldes einfach davon.

Besser hätte es für das Corvette-Team, die nach dem ersten Rennen noch so enttäuscht waren, nicht laufen können. Und es sollte noch besser kommen. Dominik Baumann leistete sich einen seiner sehr seltenen Fehler und schaufelte ein paar Kilo Kies auf die Strecke, was den Z4 zunächst aus den Punkten warf. Auch der Porsche von Robert Renauer kam nur langsam voran. Nach dem Start fand man sich um Platz 10 wieder und kämpfte mit mehr oder weniger stumpfen Waffen.

Vorne hatte sich die Abt-Mannschaft nach dem ersten Schreck wieder sortiert, vor allem die noch mit minimalen Meisterschaftschancen ausgestattete Kombo Mies/Rast arbeitete sich mit sehr guten Rundenzeiten wieder nach vorne. Sie hätten das Rennen auch gewinnen können, aber dann ereilte das Abt-Team wieder das Pech. Nach dem Stop wollte der Motor zunächst nicht anspringen und es dauerte sechs lange Sekunden, bis das Aggregat wieder laufen wollte. Und genau diese Sekunden fehlten Mies/Rast dann beim Herausbeschleunigen aus der Boxengasse, sodass Alessi/Keilwitz die Führung übernehmen konnten.

Daran sollte sich bis zum Ende des Rennens auch nichts mehr ändern. Für die Callaway-Truppe konnte das Rennen gar nicht besser laufen. Am Ende kam der Schubert Z4 nur auf P10, während Robert Renauer im Porsche von Herberth Motorsport nur auf P7 landete.

Im Endeffekt drehte sich die Meisterschaft dann wieder komplett und vor dem letzten Rennen sieht es nun so aus:

Alessi/Keilwitz 161 Punkte
Götz/Buhk 147
Renauer 147
Baumann/Hürtgen 136

Bei den letzten beiden Rennen in Hockenheim gibt es noch 50 Punkte zu holen. Die Strecke sollte der Corvette gut liegen, aber Alessi/Keilwitz starten das erste Rennen mit der vollen Gewichtszuladung durch den Sieg am Slowakiaring. Es dürfte richtig spannend werden.

_T8R0246 _47E9936 _T8R2587 _47E9460 _T8R4619 _47E9946 _T8R2551 _T8R2940 _47E9954

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July 02 2010

18:45

Vorschau: GT1 & GT3 in Le Castellet / Grand-Am in Daytona

Der Circuit Paul Ricard wird 40, GT1-WM und GT3-EM kommen zum Feiern vorbei. Auch in den USA ist Party angesagt, die Grand-Am fährt kurz vorm Unabhängigkeitstag in Daytona und auch hier steht ein rundes Jubiläum an.

Die nahe Marseille gelegene Bahn kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken: nach dem Ende der F1-Ära lange verwaist und dann zur Teststrecke modifiziert, mausert sie sich langsam aber sicher wieder zu einer beliebten Rennstrecke, vor allem für Sportwagenserien. Zuerst waren es Markenpokale, die hierher zurückkehrten, dann kam die FIA-GT, die nun durch die GT1-Weltmeisterschaft abgelöst wird. Die tritt an diesem Wochenende gemeinsam mit der GT3-Europameisterschaft an und bildet so das zweite große Event des Jubiläumsjahres, nachdem im April bereits auch die Le Mans Series zu einem 8h-Rennen in Le Castellet zu Gast war.

Als eine der frühen Retortenbahnen mit für damalige Verhältnisse recht großen Auslaufzonen war der Circuit Paul Ricard nicht von Anfang an besonders beliebt (Marc Surer etwa kritisierte das sehr künstlich wirkende kurvige Infield), heute aber gilt die endlose Mistral-Gerade mit der anschließenden Signes-Kurve beinahe als Kult.

Trotz der Auslaufzonen verunglückte Elio de Angelis 1986 bei einem Formel 1-Test tödlich, was zu einer Verkürzung über eine grausam enge Querspange führte. Heute gibt es neben diesen beiden Varianten noch unzählige weitere, denn unter Bernie Ecclestone wurde der Kurs ab 1999 zu einem High Teck Test Track aufgerüstet. An diesem Wochenende wird die Variante mit der langsamsten der drei La Verrerie-S-Kurven sowie einer Schikane in der Mitte der langen Mistral-Geraden gefahren. Letztere raubt der Strecke zwar ihr prägendes Element, aber dürfte eine gute Überholmöglichkeit darstellen.

Charakteristisch sind heute die blauen und roten Streifen der asphaltierten Auslaufzonen. Diese stellen als Sicherheitskonzept eingerichtete unterschiedliche Grip-Zonen dar, sind aber bei den Zuschauern eher unbeliebt, auch wenn die GT1-Promoter a  

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