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October 23 2013

06:23

ALMS/WEC: Bericht Petit Le Mans / Wetterbericht Fuji 2013

Es war das letzte Rennen der ALMS – besonders denkwürdig war es nicht, jedoch auch kein schlechtes Langstreckenrennen. Vor dem Start wurde dem jüngst verstorbenen Sean Edwards gedacht; doch mit dem Fallen der grünen Flagge mussten seine Kollegen sich bald wieder auf die Erfüllung ihres Jobs konzentrieren. Die schöne und schwierige, aber auch nicht gerade sicherheitstechnisch vorbildliche Anlage und die in der ersten Rennhälfte wechselhaften Wetterbedingungen mit teils sehr feuchter Strecke sorgten für viele Ausrutscher und kleinere Zwischenfälle; größere Crashes blieben jedoch in diesem Jahr zum Glück aus.

In der LMP1 war es leider nicht so spannend, wie der Gaststart des Rebellion-Team erhoffen ließ. Denn die Schweizer Mannschaft mit den Fahrern Nick Heidfeld, Neel Jani und Nicolas Prost war deutlich stärker als die ALMS-Meister von Muscle Milk Racing mit Graf/Luhr/Dumas. Schon in der Qualifikation nahm Jani im Lola Lucas Luhr im HPD fast eine Sekunde ab und so begann auch das Rennen: Jani, der im kommenden Jahr den neuen Porsche-LMP1 pilotieren wird, startete und zig um mehrere Zehntel pro Runde davon. Dieses Kräfteverhältnis wurde auf den Kopf gestellt, als Jani beim Überrunden eines LMPC-Fahrzeugs in Turn 1 nach innen zog, dabei einen Porsche übersah und diesen berührte. Ein schwererer Crash konnte zwar glücklicherweise vermieden werden, doch Jani bekam eine Stop&Go-Penalty und musste auch an der eigenen Box noch für Reparaturen stoppen.

Etwa zwei Runden Rückstand handelte sich das Rebellion-Team so ein und es schien, als würde sich für das Rennen Spannung aus der Frage generieren, ob der schnellere Rebellion-Lola den Muscle Milk-HPD über die Distanz würde einholen können. Doch diese Spannung hielt nicht lange: gegen Rennhalbzeit kam der HPD an die Box und verließ diese auch nicht mehr, denn ein Überhitzungsproblem beendete das Rennen für das Team von Greg Pickett. Dyson Racing konnte bei Weitem nicht mit Rebellion mithalten und wurde mit 20 Runden Rückstand Klassen-zweiter und Gesamt-Elfter. Der Delta Wing schied ebenfalls gegen Rennmitte aus.

Beim Awards Dinner der ALMS konnte Muscle Milk Racing trotz des Ausfalls sämtliche Trophäen abräumen: Team-Champion, Luhr/Graf als Fahrer-Champions, die Michelin Green X-Challenge, den Fan Voting-Award und für den Chefingenieur gab es den Mechanic of the Year-Award. Pickett, der immer ein Fan der LMP1 war, wird 2014 wohl etwas widerwillig einen LMP2-Boliden in der USCC einsetzen, möglicherweise jedoch auch in die GT-Klasse expandieren. Ein IndyCar-Programm wird es nicht geben, nachdem er zwischenzeitlich seine Fühler in diese Richtung ausgestreckt hatte.

Deutlich spannender als in der LMP1 war es in der dicht besetzten GT-Klasse. Der Risi-Ferrari startete von Pole, doch zunächst führte die Viper von Goossens/Farnbacher/Dalziel vor der #4-Corvette, doch beide gerieten in den frühen Stunden des Rennens in Probleme: Dalziel rutsche in den Esses in die Reifenstapel und musste zu Reparaturen in die Box, Oliver Gavin hatte ebenfalls einen Ausrutscher ins Gras, doch es waren schließlich Elektrik-Probleme, die die Corvette zu Reparaturen ins Paddock zwangen. Die zweite Corvette hatte einen kleineren Zusammenstoß mit dem starken Risi-Ferrari und auch sonst kein problemloses Rennen.

So konnten sich und so konnten sich andere um den Klassensieg streiten. So stritten sich die beiden BMWs vor allem mit dem Falken Tire-Porsche und dem Risi-Ferrari um die Führung. Letzterer arbeitete sich bei einsetzender Dunkelheit eine kleine Führung heraus, dann jedoch flog Olivier Beretta in der schwierigen Doppelrechts Turn 6/7 beim Überrunden von der Strecke und schlug leicht in die Betonmauer ein. Der Schaden war zwar nicht allzu groß, ein Vorziehen des Boxenstopps war dennoch notwendig, weil auch ein Außenspiegel durch den Unfall verloren gegangen war.

Risi nutzte die Gelegenheit, um seinen schnellsten Mann, Matteo Malucelli, der sich in dieser Saison wirklich hervortat, wieder ans Steuer zu setzen. Eine letzte Gelbphase gab ihm die Chance, noch einmal ums Podium zu kämpfen. Ganz vorn lag – auch nach etwas Caution-Glück – Nick Tandy im Falken-Porsche, dahinter die beiden RLL-BMWs, auf P4 im Klassement, jedoch weiter hinten im Feld auf der Strecke Malucelli.

Während Tandy tatsächlich die Attacken von Dirk Müller abwehren und sich leicht von ihm absetzen konnte, holte Malucelli mehrere Zehntelsekunden pro Runde auf den zweiten BMW auf Rang 3 auf und konnte ihn schließlich in der letzten Runde auch noch überholen. Für mehr fehlte jedoch die Zeit und so kostete Olivier Berettas Ausrutscher das Team den verdienten Sieg. Dennoch konnte Risi das Comeback-Jahr mit dem Sieg in Virginia und diesem dritten Klassenrang erfolgreich abschließen.

Für das Falken Tire-Team war der Sieg enorm wichtig, denn in dieser Saison war für die Mannschaft nicht viel zu holen. Der dritte Platz bei den 12h von Sebring brachte mehr Punkte als die Ergebnisse in allen kürzeren Rennen der Saison zusammen. Der Sieg von Tandy/Henzler/Sellers bedeutete auch, dass Dirk Müller die Meisterschaft trotz des Schwachen Abschneidens der Corvettes knapp verpasste; dieser blieb für Jan Magnussen und Antonio Garcia reserviert, nachdem Corvette Racing sich den Team-Titel schon zuvor gesichert hatte.

Im LMP2-Duell Level 5 vs. Extreme Speed hatte je ein Fahrzeug jedes Teams Probleme, während sich die beiden anderen bis zum bitteren Ende um den Klassensieg und damit auch die Verteilung der Plätze auf dem Gesamt-Podium stritten. Tucker/Briscoe/Franchitti (Level 5) und Sharp/Lazzaro/Brabham (ESM) lieferten sich ein sehenswertes Duell. Vor allem Brabham, der leider keinen Stammplatz mehr in der ALMS gefunden hat, seit Highcroft Racing sich auf den Delta Wing konzentrierte, tat sich besonders hervor und konnte zeitweise die Führung für Scott Sharps ESM-Team erkämpfen. Dennoch triumphierten am Ende Scott Tucker, Marino Franchitti und der starke Ryan Briscoe, der am Ende den Sieg sicher nach Hause fuhr. Somit gehen auch hier alle Titel an ein Team: Level 5.

Ein spannendes Duell um die GTC-Führung lieferten in der späten Rennphase die von Pole gestarteten Spencer Pumpelly, Madison Snow und Nelson Canache Jr. mit dem TRG-Porsche, der jedoch 15 Runden vor Schluss liegen blieb und die letzte Caution auslöste. So verblieben nach neuneinhalb Stunden noch drei Fahrzeuge in der Führungsrunde, unter denen der Flying-Lizard-Porsche jedoch die Führung vor Dempsey/Lally/Foster behaupten konnte. Damit hat Flying Lizard sich den Team-Titel gesichert; in der Fahrerwertung konnten Canache/Pumpelly jedoch Jeroen Bleekemolen und Cooper MacNeil nicht mehr einholen, die mit Unterstützung von Sebastiaan Bleekemolen Vierte wurden.

In der LMPC gab Vicente Potolicchios 8Star-Team sein Debut: Grand Am-Veteran Oswaldo Negri und der 18jährige Newcomer Sean Rayhall beeindruckten sehr und führten zur Rennmitte auf Gesamtrang 5 ihre Klasse an. In der zweiten Rennhälfte jedoch legte Kyle Marcelli, der sich in der LMPC-Klasse schon des Öfteren hervorgetan hat, eine starke Performance hin und konnte den 8Star-Oreca-Chevrolet überholen. Dies sicherte ihm, Chris Cumming und Gaststar(ter) Stefan Johansson für das BAR1-Team den Sieg. Für die Meisterschaft reichte es jedoch nicht: Mike Guasch sicherte sich mit Klassenrang 5 den Fahrertitel, während der dritte Rang von Bennett/Wilkins/Kimber-Smith für Core Autosport den Team-Titel sicherte.

So endet die letzte ALMS-Saison mit vielen verdienten Titelträgern. Schon im Januar 2014 geht es mit dem Saisonauftakt der USCC in Daytona weiter, die Off-Season wird also für die ALMS-Teams kürzer als gewohnt, während die Grand Am-Teams längst Pause haben. Problematischer ist jedoch, dass erst neulich das technische Reglement der neuen Serie veröffentlicht wurde. Dieses (und auch den Kalender, der vor einigen Wochen endlich veröffentlicht wurde) hätten viele Teams für ihre Planungen gern früher gesehen; wenigstens betreffen jedoch die technischen Änderungen vorrangig die Daytona-Prototype-Teams und nicht die LMPs. Die DPs bekommen mehr PS und eine ausgefeiltere Aerodynamik – eine teure Investition für die Teams, die wohl teurerer ist, als ein kostengedeckeltes LMPs-Komplettpaket.

Die Fans dürften also gespannt abwarten, welche Teams im Januar mit welchen Autos in Daytona am Start stehen – und wie das Kräfteverhältnis zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen dann tatsächlich austariert worden ist. Der Countdown läuft.

(von: Stefan Tegethoff /Anmerkung: Leider hat die ALMS bisher keine Medien-Bilder zur Verfügung gestellt)

WEC

AUTO - WEC 6 HOURS OF FUJI 2013Es hatte sich schon angedeutet, dass das Rennen in Fuji unter erschwerten Bedingungen ablaufen würde. Ein Taifun hatte Japan im Griff, die dazu gehörigen Regenwolken trafen dann pünktlich zum Start des Rennens in Fuji ein. Um es kurz zu machen: Es gab kein Rennen. Zwar wurde das Rennen für eine halbe Runde (!) gestartet, nach wenigen Metern war aber schon klar, dass die Bedingungen mal wieder irregulär waren. Zweimal unterbrach man das “Rennen” mit einer roten Flagge, dazwischen legte man 16 Runden hinter dem Safety Car zurück. Nach der letzten Unterbrechung war dann endgültig Feierabend.

Das hatte einige kuriose Dinge zur Folge. Zum anderen hatte bis auf drei Teams keines einen der obligatorischen Fahrerwechsel vollzogen, zum anderen fehlte dann für alle Fahrer die Mindestfahrzeit. Die Kommissare beschlossen, dass die Regel wegen eines “Force Majeure” nicht zur Geltung kommt. Weil man nicht 70% des Rennens beendet hatte, gab es nur halbe Punkte für alle.

Obwohl das Rennen gar nicht erst richtig los ging, verlor Audi trotz der Pole am Ende den Sieg an Toyota. Schuld daran waren Motorprobleme an der #1, die das Team zu mehreren ungeplanten Boxenstopps zwang. So schwomm der Toyota mit Wurz/Lapierre/Nakajima ungefährdet zum Sieg, dahinter dann Kristensen/Duval/McNish und der Rebellion. Der zweite Toyota hatte auch Probleme und fiel weit zurück.

In der LMP2 gewannen Baguette/Gonzalez/Plowman von OAK-Racing, vor dem G-Drive Team (Rusinov/Martin/Conway) und Hiranaka/Ueda/Wirdheim im Greaves Wagen, der in Fuji unter dem Namen “Gainer” antrat. In der GTE Pro siegten Turner/Mucke/Makowiecki im Aston vor Bruni/Fisichella (Ferrari) und Bergmeister/Pilet (Porsche). Auch in der AM gewann der Aston mit Nygaard/Poulsen/Senna vor den Teamkollegen Hall/Campbell-Walter/Adam und dem Proton Porsche mit Ried/Roda/Ruberti.

Das verregnete Rennen von Fuji hat aber dennoch einige Auswirkungen auf die Meisterschaft. Den Markentitel konnte sich Audi schon mal sichern, auch in der Fahrer-WM wird man den Titel holen. Weil Lotterer/Treluyer/Fassler in der LMP1 aber vorletzte wurden, sammelten sie nur 0,25 Punkte ein und verloren damit weiter Boden auf Kristensen/Duval/McNish. Denen reicht nun schon ein vierter Platz in Shanghai um den WM-Titel zu sichern.

In der LMP2 konnten Baguette/Gonzalez/Plowman den Vorsprung vor der Pecom Mannschaft mit Perez Companc/Minassian/Kaffer etwas ausbauen. Man führt nun mit 114,5 Punkten, die Pecom-Fahrer kommen auf 103 Zähler. In Lauerstellung liegen noch Pla/Heinemeier Hansson/Brundle von OAK mit 96,5 Punkte. Allerdings müssten die Teamkollegen in den letzten zwei Rennen einen Komplettausfall haben, damit die zweite OAK Mannschaft noch mal rankommt.

Bei dem Teams führt OAK (114.5 Punkte), allerdings hier nur mit 5,5 Punkten Vorsprung vor dem Pecom Team.

In der PRO ist noch gar nichts entschieden. Bei den Teams führt AF Corse (108 Punkte) vor Porsche (105) und Aston Martin (102.5). Ähnlich sieht es in der Fahrerwertung aus. Bruni/Fisichella haben hier 108 Punkte, gefolgt von Lieb/Lietz mit 102. Auf P3 liegt das Duo Turner/Mücke mit 99,5 Punkten.

In der AM liegt bei den Team Aston Martin (108) vor dem IMSA Porsche (96) und dem 8Star Ferrari (93). Bei den Fahrern sind es Campall-Water/Hal (108) vor Vernay/Narac (93). Aguas/Potolicchio sind mit 85 Punkten schon abgeschlagen.

Weiter geht es mit der WEC am 09. November in Shanghai. Interessanterweise wird Toyota auch hier mit zwei Wagen antreten. Geplant war es nur beim Heimrennen beide Fahrzeuge einzusetzen. Vermutlich will Toyota sehen, wo man gegenüber Audi in Sachen Aerodynamik steht.

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October 19 2011

14:33

VLN: Analyse 9. Lauf

Dieses Wochenende hätte nochmals schwärzer ausgehen können, als es schon ist, während die Entscheidung in der Meisterschaft gefallen ist.

Die tragischen Ereignisse von Las Vegas sind zwar nun schon 2 Tage alt, aber es hat wohl nicht viel gefehlt, und man hätte nach 2010 wieder einen Toten bei der VLN bedauern müssen. Diesmal wäre es kein Fahrer, sondern eine der vielen und sehr wichtigen Sportwate getroffen. Die Rede ist von einer Frau, welche im Bereich Anfahrt Hohe Acht ihren Dienst verrichtete, als ein Audi R8 LMS und ein Ford aus der SP4T kollidierten, der Ford wurde dann Richtung Zaun geschleudert, flog über die Leitplanken, erwischte einen Baum und erfasste dann die Sportwartin. Diese wurde dann per Hubschrauber ins Spital eingeliefert. Nach ersten Berichten geht es ihr wohl “den Umständen entsprechend gut”. Näheres ist mir zu diesem Zeitpunkt leider auch nicht bekannt, ich möchte ihr aber an dieser Stelle alles gute für die weitere Genesung wünschen.

Der Hubschrauber konnte dabei direkt auf der Strecke landen, da zu diesem Zeitpunkt, sehr kurz nach diesem Unfall die Rote Flagge geschwenkt wurde, da dies bei Leibe nicht der einzige Unfall war. So waren zu diesem Zeitpunkt sämtliche Fahrzeuge der Streckensicherung, der Feuerwehr und des medizinischen Personals unterwegs um all die anderen Unfälle abzubarbeiten. Die VLN hat sich daher zu diesem Zeitpunkt zurecht dafür entschieden dass Rennen mit Rot zu unterbrechen und später neu zu starten.

Wie umfangreich die Arbeiten an der Strecke dann waren, zeigt die Dauer, welche zwischen der Roten Flagge und dem Start in die erneute Einführungsrunde verging – gute 90 Minuten vergingen. Dies hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Renndistanz, denn aufgrund von Rundenzeiten von bis knapp über 8:10 schafften die Sieger vom Team Manthey in den 2 Teilen des Rennen, welche dann addiert werden, 24 Runden zu absolvieren, was einem Schnitt von knapp über 171 km/h entspricht, während die schnellste Runde von Chris Mamero mit 8:10 schneller als im Zeittraining unterwegs war. Für Arno Klasen war esd damit sein 26. Gesamtsieg in der VLN und er ist damit nur noch 2 Gesamtsiege vor den Spitzenreitern Olaf Manthey, Ullrich Richter und Jürgen Alzen entfernt. Allerdings fuhren nicht nur die Spitzenreiter so schnell über die Schleife, auch in den “kleineren” Klassen wird mittlerweile so schnell gefahren und entwickelt, dass auch dort die Zeiten mittlerweile ein Niveau erreicht haben, welche früher fast nur die Topwagen erreichen konnten.

Auch dort sind definitiv die Zeiten vorbei, als man das Rennen erst mal ruhig begonnen hatte und vll. nach 3 Stunden mal geguckt hat wo die Gegner in der Klasse sich befinden. Nein auch hier wird mittlerweile ab dem 1m auf Attacke gefahren, was man leider aber auch an den Unfallzahlen sieht.

Da wäre zum einen der Audi TT RS (gut, so “klein ist der auch nicht und wird direkt vom Werk eingesetzt), der holt aus seinem 2,5l Fünfzylinder offiziel 380 PS, fährt aber mittlerweile Zeiten von bis zu 8:23 im Rennen, womit man gerade einmal 3 sek langsamer als der große Bruder R8 LMS war, welcher von Marc Basseng, Frank Stippler und Rene Rast gesteuert wurde. Die “kleinen Brüder” aus der SP3T, holen aus ihren 2l Turbos mittlerweile aber auch 350 PS und mehr raus, wodurch zum Beispiel die VW Scirocco in dieser Saison schon Zeiten von ~8:45 fahren konnten. Zum Vergleich: 2007 fuhr die Zakspeed Viper beim 4. Lauf Zeiten von bis zu 8:42 und man hätte sich mit diesem Wage nur dem Land Motorsport 997 GT3 RSR, dem Z4M Coupe und der Viper geschlagen geben müssen. Die anderen Teams mit ihren 996 GT3 RSR, Opel V8 DTM (Schall-Opel), oder dem M3 GTS von Scheid, dem Eifelblitz wären langsamer unterwegs gewessen!

Wie schon angesprochen, führt diese Leie enorme Leistungsdichte zwar zu tollen Zweikämpfen und engen Rennausgängen, denn die ersten 2 Plätze im Gesamtklassement trennten in der Summe nur 4 Sekunden, allerdings steigt damit auch die Gefahr von Unfällen und Fehlern, wenn auch die zu überrundeteten Wagen voll am Limit unterwegs sind und um jeden Zentimeter kämpfen müssen um in der Klasse vorne platziert zu sein. Dies gilt gerade für Teams mit Chancen auf die Meisterschaft, denn dort sind oft Siege in den Klassen zwingend, will man die benötigen Punkte einfahren.

Dass es aber auch die Teams aus den größeren Klassen erwischen kann/hat, zeigte zum einen Phoenix mit dem Crash ihres R8 LMS, Der Fahrer des Pinta Porsche flog im Bereich Tiergarten heftigst ab, und auch der Mathol Aston Martin aus der SP10 wurde zum Beispiel im Pflanzgarten stark onduliert. Hoffentlich haben die Fahrer dies alles gut überstanden, denn diese Stellen sucht man sich auch nicht gerade freiwillig für einen Abflug aus. Auch hier ist also der Trend der vergangen Jahre zu sehen, welcher sich auf der Langstrecke immer mehr breit macht: Langstreckenrennen werden mittlweile wie Sprintrennen gefahren, nur mit dem Unterschied, dass die Distanz nicht 60 Minuten wie beim GT Masters ist, sondern 4,6 oder 24 Stunden.

Allerdings kann das auch dazu führen, dass man in Unfälle verwickelt wird, wie der Ford Mondeo, als ihn der R8 mit der #17 aussen auf dem Gras überholen wollte und dabei den Unfall zur Hohen Acht ausgelöst hat, was somit dann natürlich auch einen Schritt zurück im Kampf um den Titel bedeuten kann, oder sogar das Aus. So erwischte es am Samstag gleich mehrere Teams: Lars Heisel, Frank Schmickler und Guido Strohe hatten zum Beispiel 3 Runden Rückstand in der Klasse, weil sie in einen Unfall verwickelt wurden, nebst anstehender Reparatur, was am Ende der letzte Rang in der Klasse, Rang 7 samt 3 Runden Rückstand auf die Sieger, Mario Merten und Wolf Sylvester bedeutete.

Fast das selbe galt aber auch für Elmar Jurek und Jannik Olivo aus der Clio Cup: Sie wurden ebenso, wie auch Maik Rosenberg in seinem LMS Scirocco in einen Unfall verwickelt und somit mussten beide Teams das Rennen vorzetig aufgeben, wodurch aus 5 Teams nur noch 2 im Kampf um die Meisterschaf übrig blieben. Es blieben zwischenzeitlich somit Dominik Brinkmann und Stephan Epp auf ihrem Clio Cup sowie das Trio von Black Falcon aus der V5 im Kampf um die Meisterschaft übrig, da die anderen Teams den Punkterückstand im letzten Lauf mathematisch nicht mehr aufholen können. So ging man zwar noch vor dem Rennen davon aus, dass mit bis zu 5 Teams die Meisterschaft am Samstag nicht entschieden werden wird, denn dass hätte auch nur zu Gunsten von Knechtges/Scheerbarth und Metzger passieren können.

Allerdings konnten die 3 einen kühlen Kopf bewahren und ihren Z4 sicher über die Nordschleife lenken, wodurch sie die Klasse und somit dann auch den Titel holen konnten, denn Epp/Brinkmann im Clio holten nur Rang 2, wodurch Carsten Knechtges, Tim Scheerbarth und Manuel Metzger den Titel in der Tasche haben, da sie nun in der Addition der besten 8 Resultate über 10 Punkte Vorsprung auf alle anderen haben. Bei max. 10 zu holenden Punkten ist die Meisterschaft daher de facto entschieden und sie treten die Nachfolger von Mario Merten und Bonk Motorsport an. Glückwunsch an Manuel Metzger, Tim Scheerbarth und Karsten Knechtges, welche über die Gesamte Saison gesehen kaum einen Fehler gemacht haben und auch beim 24H Rennen ihren V5 Z4 auf Platz 29 Gesamt gesteuert haben!

Bester BMW wurde der Alpina B6, eingesetzt von Dörr Motorsport, welcher bei seinem Comeback am Ring gleich den 5. Gesamtrang erringen konnte und auch der 2. Comebacker aus dem Hause BMW, nämlich der Eifelblitz sollte in der Lage sein sein Comeback zu krönen: Rang 1 in der SP10 der GT4 Wagen, nachdem man allerdings sicher vom Ausfall vom AM von Mathol profiziert hat, welcher die Referenz in der Klasse darstellt. Dies soll aber nicht die Leistung von Johannes Scheids Team schmälern und es wäre nur zu wünschen, dass dieser Wagen samt Team nicht nur beim letzten Lauf der Saison, sondern auch 2012 wieder an den Start rollt.

Ebenfalls durchfahren konnte der neu entwickelte F458 Endurance mit Pierre Kaffer und Marco Seefried am Steuer. Ich bin ja gespannt wie sich dieser Wagen entwickeln wird und ob man nicht immer mehr Wagen aus Italien am Ring sehen wird, eins sei aber verraten, beim letzten Lauf am Samstag den 30.10 wird noch mind. 1 dazukommen, und zwar ein echtes Unikat wird wieder am Ring auftauchen ;-)
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen

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