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February 29 2012

18:12

NASCAR – Analyse Daytona 500

Ein gutes, wenn auch recht unfallträchtiges erstes Rennen lieferte die NASCAR am Montagabend in Daytona ab. Wegen Regens musste das Rennen auf diesen Termin gelegt werden. Am Ende gewann nicht ganz überraschend ein Ford. 

Die NASCAR entschied sich am Sonntag auf Grund von Dauerregen das Rennen auf Montagmittag zu verlegen. Montag früh merkte man auf Grund der immer noch schlechten Wetterverhältnisse jedoch schnell, dass auch dieser Termin nicht zu halten sein würde und verschon das Rennen auf den Abend.

Dafür sprach neben der besseren Wettervorhersage noch ein weiterer Grund: Zur US-Primetime versprachen sich die Verantwortlichen auch deutlich bessere Quoten. Für FOX und die NASCAR war der Lauf eine Art Testballon – denn die Idee, manche Rennen des Sprint-Cup (à la “Mondy Night Football”) am Montagabend zu fahren ist keineswegs neu. Daytona sollte den Verantwortlichen nun endgütlig zeigen, welche Quoten Wochentags erreicht werden können.

Das Ergebnis fällt laut ersten Overnight-Ratings zwiespältig aus. Auf der positiven Seite: Man hatte mehr Zuseher als beim Pothole-Debakel 2010. Nicht so gut: Es waren auch weniger als 2011. Außerdem zeigen die Ratings einen deutlichen Anstieg nach Montoyas spektakulärem Unfall – mit einem “normalen” Rennen wäre man also vielleicht etwas schlechter gelegen. Ob die Zahlen nun Anlass sind, über weitere Montags-Rennen nachzudenken, liegt im Auge des Betrachters: Es ist sicher ein anständiges Ergebnis, mit dem man das beste aus einer widrigen Situation herausgeholt hat. Einen klar ersichtlichen Vorteil gibt es gegenüber dem Sonntag aber nicht. Und den bräuchte man, um ein Montags-Rennen zu rechtfertigen, das wohl mit einem deutlich Minus an Zuschauern an der Strecke auskommen müsste.

Einen dicken Silberstreif gibt es allerdings für die NASCAR: Die Nationwide-Serie auf ESPN hat mit Danica Patrick auf der Pole Zuschauerrekorde für Kabel gebrochen, und 4,4 Mio. Zuseher erreicht. Das Rating von 3.3 liegt etwa deutlich über jenem Wert, den die IndyCar-Serie bei ihren Übertragungen am Network-Sender ABC erzielt. Selbst das Indy 500 aus dem vergangenen Jahr hatte mit einem Rating von 4.0 nicht sehr viel mehr Zuseher.

Das Rennen:

Um 19.00 Uhr amerikanischer Zeit ging es dann endlich los in Daytona und Darell Walltrip eröffnete die Saison mit seinem bekanntem “Boogity, Boogity, Boogity, let’s go racing boys!”, welches er aus aktuellem Anlass mit einem “and Danica” vervollständigte. Die Fahrer schafften es sich auch eine ganze Runde zusammenreißen, bis es das erste Mal krachte. Sadler schob Johnson auf der Start- und Zielgeraden leicht an, der daraufhin hart in die Mauer einschlug und anschließend einen harten Treffer von einem weiteren Fahrzeug einstecken musste. Die übliche Kettenreaktion folgte. Insgesamt beschädigte der Unfall die Fahrzeuge von Johnson, Patrick, Bayne und Kurt Busch so schwer, dass das Rennen für sie entweder komplett vorbei war, oder sie so viele Runden Rückstand nach Reperaturen hatten, dass ein Sieg oder viele Punkte unmöglich waren. Johnson hat damit im Übrigen wieder einen Grund mehr, die Superspeedwayrennen zu hassen. Kyle Bush kommentierte den Unfall hingegen relativ amüsant über Funk: “Seriously, we sit around 36 hours and then we wreck on lap 1.”.

Nachdem Restart sah man vorne Kenseth und Biffle, wo sie auch den ganzen Abend bleiben sollten. Generell wurde den gesamten Abend viel 2-wide gefahren, wobei dies meistens erst hinter den Top 5 der Fall war. In Runde 13 gab es dann die nächste Gelphase, als Ryan Newman sich auf Grund eines Reifenplatzers drehte. In dieser kamen  alle an die Box. Nachdem Restart gab es lange Zeit vorne ein großes Pack und dahinter ein kleineres Pack mit unter anderem Montoya, McMurray, Labonte, Gilliland und Harvick, die sich so versuchten aus dem Gröbsten rauszuahalten.

Um Runde 57 folgten dann Green-Flag Pitstops, aus denen Jeff Burton als Führender hervorging. Tony Stewart verpasst die Boxeneinfahrt, ein größerer Schaden entstand daraus allerdings für ihn nicht. Kurz nach den Pitstops gab es die nächste Gelbphase wegen Debris auf der Strecke. Bei Kenseth zeigte sich zu dem Zeitpunkt, dass er massive Kühlungsprobleme hatte. Das Wasser sprühte geradezu aus seinem Auto, als er an der Box war. Er verlor zwar dadurch das Pack, konnte aber in der Lead Lap bleiben. Zu diesem Zeitpunkt waren vorne Burton, Biffle, Logano, Bowyer und ein starker Ambrose zu finden.

Bis Runde 81 lief das Rennen unter grün, dann platzte Jeff Gordon auf der Outside-Lane der Motor, er konnte dies zum Glück rechtzeitig mit der Hand anzeigen, so das es zu keiner Kollision mit anderen Fahrzeugen kam. Gordon sagte danach, dass alle Temperaturmesser im grünen Bereich gewesen seien, er also keine Ahnung habe, warum sich der Motor verabschiedete. Nach den nächsten Boxenstops ging es dann weiter.

Zu diesem Zeitpunkt schossen sich Hamlin und Kenseth nach vorne. Allgemein war auch beim 500 das zu beobachten, was sich schon in den Gatorade Duels und dem Budweiser Shootout angedeutet hatte: Die 2-Car-Tangos funktionierten begrenzt für eine bestimmte Zeit so um die 1- 1 1/2 Runden um sich im Pack nach vorne zu arbeiten, vom Pack weg fahren konnte man allerdings nicht. Polestitter Carl Edwards meldete in Runde 107, als vorne angefangen wurde Single-file zu fahren, Benzindruckprobleme. Seine Chancen auf einen Sieg waren damit auch dahin. Man dachte eigentlich, dass es in der Nacht weniger Temperaturprobleme geben würde, aber Bowyer meldete sich in Runde 117 und sagte, dass er sein Auto nicht mehr kühl bekommen würde. Allgemein sagten die Fahrer, dass es gut möglich war, das Auto im Rennen zu kühlen, wenn man es jedoch einmal übertrieben hatte, war es sehr schwer, den Normalzustand wiederherzustellen.

In Runde 127 dachten alle Bowyer’s Motor sei kaputt, aber in Wirklichkeit hatte er keinen Sprit mehr und wurde bei der Boxengasseneinfahrt durch 2 Autos geblockt. Die Folge war eine weitere Gelbphase, da sein Auto einfach ausrollte. Jeff Burton musste hierbei in die geschlossene Boxewngasse fahren und stoppen, da er sonst auch ausgerollt wäre. Nach den Boxenstops wurde es dann zunehmend aggressiver und temperamentvoller. Das hintere Pack hatte sich aufgelöst und Montoya. McMurray und Harvick mischten jetzt auch vorne mit. Ganz vorne war die Ford-Armada aus Kenseth und Biffle, dahinter Hamlin, Earnhardt Jr. und Logano.

In Runde 158 gab es dann die nächste Gelphase wegen eines Reifenschadens von David Stremme, was sehr schade war, da das Auto erst 2,5 Wochen vor dem 500 auf die Beine beziehungsweise Räder gestellt werden konnte. Bei den letzten Boxenstops kam es dann zu der wohl einprägsamsten Szene des Rennens. Juan Pablo Montoya war nach seinem letzten Boxenstop auf dem Weg zum Pack als ihm kurz vor einem Track-Blower wohl das Differential kaputt ging. Die Folge war, dass er mit dem Auto unkontrollierbar in das Heck des Track-Blowers krachte. Dabei traf er natürlich die hinten angebrachte Turbine mit Tank. Es gab einen großen Feuerball, Kerosin floss die Strecke herunter entzündete sich, das Feuer konnte jedoch nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Etwas ernsthaftes ist zum Glück weder der Besatzung des Track-Blowers noch Montoya passiert. Aber die Bilder waren schon erschreckend und spektakulär zu gleich.

Wegen des Feuers stoppte man die Autos erstmal auf der Backstretch und unterbrach das Rennen. Brad Keselowski wurde irgendwann so langweilig, dass er woher auch immer sein Handy holte, anfing zu twittern und Fotos zu schießen. Die NASCAR begrüßte im Nachhinein die Aktion, solang dabei keine Gefahr entsteht. Zunächst gab es Zweifel ob die Strecke das Feuer unbeschadet überstanden hatte, nach knapp 2 Stunden Pause konnte es dann aber doch weiter gehen.

Der Restart erfolgt in Runde 163, vorne waren Kenseth, Biffle, Earnhardt Jr., dahinter Harvick und Logano. Es wurde nun zunehmend unruhiger, teilweise wurde versucht eine Dritte Linie aufzumachen, doch das gelang nicht, da schon die zweite, obere Linie etwas schlechter als die Untere funtktionierte.

In Runde 172 kamen sich dann Ambrose, Mears und Almirola ins Gehege, was zu einer weiteren Gelbphase führte. Nachdem Restart in Runde 181 führte Kenseth vor Biffle, Earnhardt Jr, Hamlin und Harvick. Wenige Runden später folgte der nächste Big One, nachdem McMurray durch einen Reifenschaden das Auto verlor. Involviert waren: McMurray, Stewart, Almirola, Smith, Edwards, Kahne und Keselowski, der scherzhaft nachdem Unfall im Interview gefragt wurde, ob sein Auto oder sein Telefon mehr Schaden genommen hätte (es war das Auto).

Beim Restart in Runde 193 wurde klar, dass Biffle und Kenseth weiter zusammenarbeiten würden, als Kenseth hochzog, um Biffle “einzusammeln”. Doch nach 3 Runden war der Spaß wieder vorbei, es gab nämlich noch einen letzten Big One, weil Stewart von Stenhouse umgedreht wurde. Dieser war zuvor leicht von Logano berührt worden. Resultat waren Schäden an den Wagen von: Blaney, Kyle Busch, Stewart, Reutimann, Stenhouse, Newman und Gilliland. Dieser letzte Big One führte zu einem Green-White-Checkered- Finish. Beim Restart sammelte Kenseth wieder Biffle ein, welcher ihn pushte und vor Earnhardt “beschützte”, der leider von Hamlin nicht wirklich gepushed wurde. Er konnte vor der Ziellinie aber noch Biffle überholen, der sich ganz klar in den Dienst des Teams stellte, als er Kenseth nicht angriff, sondern bis zum Ende pushte.

Daytona bestätigte seinen Ruf, sich nach der Neusasphaltierung als Fordstrecke zu entwickeln. Ganz starke Leistung des Roush-Teams, während Hendrick-Motorsports mal wieder auf den Superspeedways bis auf Junior, der ein gutes Rennen ablieferte ordentlich unter ging. Für Stewart-Hass Racing lief es auf Grund der Unfälle, in die alle 3 Fahrzeuge unschuldig verwickelt wurde auch sehr schlecht, das gleiche gilt wie so oft auf den Superspeedways für Earnhardt-Ganassi-Racing, die ansonsten wohl gut unterwegs gewesen wären. Herauszuheben aus den Top 10 sind noch Paul Menard mit einem sehr starkem 6. Platz und Mark Martin auf Platz 10. Das vollständige Endergebnis gibt es http://www.jayski.com/stats/2012/pdfs/01daytona2012results.pdf .

Allgemein war es ein ganz gutes Rennen mit einem verdientem Sieger und trotz des Montagabendtermins mit beeindruckender Zuschauerzahl an der Strecke. Matt Kenseth fuhr die ganze Zeit, bis auf eine kurze Phase wegen seines Kühlproblems vorne mit, ebenso Biffle und Earnhardt Jr. Das Packracing ist zurück in Daytona in einem begrenzten Mix mit den 2-Car-Tangos, auch wenn die obere Linie am Montag leider nicht so gut funktionierte. Wer wissen möchte, wie sehr gutes Pack-Racing mit 2-Car-Trains aussieht, sollte sich das Nationwiderennen anschauen.

Im deutschen TV: 

Reichlich Verwirrung gab es rund um die deutschsprachige TV-Übertragung im Vorfeld des Rennens: Motorvisison TV hat vergangene Woche überraschend angekündigt, das Daytona 500, den gesamten Chase, und einige “Highlights” der laufenden Saison live “und exklusiv” zu übertragen. Als Kommentatoren wurden Lenz Leberkern und Jacques Schulz vorgestellt, wobei letzterer als Experte fungieren sollte.

Nach der Verschiebung des Rennens auf Montagnacht trat dann auch noch Servus TV auf den Plan, und kündigte an, das Daytona 500 ebenfalls live zu übertragen. Dabei scheint der Red Bull-Sender allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben, denn wenig später musste man zurückrudern: Man habe gerade bemerkt, dass man das Rennen doch nicht live zeigen könne. Eine etwas peinliche Vorstellung, die aber immerhin duch das Versprechen “es wieder gutzumachen” entschärft wurde. Welche Umstände die kommunikative Fehlleistung ausgelöst haben, ist unklar.

Das Fazit zur ersten Motorvision-Übertragung bietet Plus- und Minuspunkte. Loben muss man die Bildqualität, und die Beharrlichkeit, mit der man auch nach zwei Verschiebungen die Übertragung durchgezogen hat. Auch der Einsatz des Kommentatorenduos ist nicht zu bemängeln, immerhin musste man am Ende mehr als sechs Stunden ein nicht stattfindendes Rennen kommentieren (vier Stunden am Sonntag, und dann nochmal zwei Stunden Rot-Phase am Montag). Mit sicher geringer Vorbereitungszeit eine nicht ganz einfache Aufgabe. Nett war auch der interaktive Ansatz der Sendung, der zu einer teils fast familiären Atmosphäre führte. Manchmal aber auch zur angespannten Esstisch-Stimmung bei etwas weiter entfernteren Verwandten. Auch die ehrliche und effiziente Facebook-Kommunikation des Senders mit den Fans ist zu begrüßen.

Mit der Beurteilung des Renngeschehens taten sich Leberkern und Schulz gelegentlich ein wenig schwerer. Das mag mit der geringen Vorbereitungszeit und auch der späten Stunde zu tun haben – während der zweistünden Rotphase war den beiden die Belastung doch ein wenig anzumerken. Für zukünftige Übertragungen würde man sich aber vielleicht ein wenig mehr Detailinformationen erhoffen. Aber gut – bis zur nächsten Übertragung dürften ja nun ausreichend Zeit für Vorbereitungen bleiben.

Die Initiative von Motorvision ist für deutsche Fans jedenfalls sehr zu begrüßen – gerade vor dem Hintergrund, dass das NASCAR 2012 deutlich aggressiver gegen inoffizielle Internet-Streams vorzugehen scheint.

( Der Artikel entstand in Zusammenarbeit zwischen Chaos und Vorsicht, Bilder folgen. )

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August 03 2011

06:47

Newshappen vom 03.08.2011

// Relativ hohe Wellen schlug die Ankündigung in England, dass die BBC ihre Übertragungen der F1 mehr oder weniger Ende dieses Jahr einstellt. Stattdessen springt sky Sport ein, die, wie in Deutschland, alle Trainings, Qualis und Rennen live zeigen. 10 Rennen wird auch die BBC zeigen, den Rest gibt es in England als leicht gekürzte Aufzeichnung am Abend. Dabei übernimmt die BBC den Kommentar von sky, die vermutlich wieder auf Coulthard/Brundle setzen werden. Die Ankündigung kam überraschend, auch wenn es seit Wochen Gerüchte gab und hat die britischen F1-Fans auf die Barrikaden gebracht. Muss man in Deutschland nun ähnliches befürchten? Die Antwort lautet: Nein. RTL verdient mit der F1 gutes Geld, es ist eher die Frage, ob sky den Ende 2011 auslaufen Vertrag verlängern wird. Die Situation in England ist zudem besonders. Die BBC muss viel Geld sparen, die 50 Millionen Dollar, die eine Saison F1 allein an Rechten gekostet hat, kommen da gerade recht. Zu den 50 Millionen kommen ja auch noch die Ausgaben für die Übertragung, die beim “Dreamteam” der BBC nicht gerade wenig sind. Eng könnte es dann allerdings an der Streaming-Front werden. Bisher liessen sich die Übertragungen der BBC relativ leicht ansehen, das ist mit dem Wechsel zu sky nun vorbei. Don

// Laut der “Süddeutschen Zeitung” ist Flavio Briatore auch in den Bestechungsskandal um Ecclestone und Gribkowsky verwickelt. Briatore, seit etlichen Jahren ein enger Geschäftspartner von Bernie, soll in den Fall verwickelt sein. Wie genau wird aber nicht verraten. Mehr als “Flavio war auch dabei… hört man so aus der Staatsanwaltschaft” hat die SZ auch nicht. Also eher nichts. Es verdichtet sich allerdings das Bild, dass das Geld deswegen geflossen ist, damit die CVC den Zuschlag bekommt. Ob Ecclestone nun erpresst wurde den Deal so zu machen, oder ob er das so wollte ist halt die große Frage. Don

// Der Renault zeigt sich in Ungarn zwar nicht von seiner schnellen Seite, aber immerhin sorgte er mit seinem Brand und der merkwürdigen Explosion im Seitenkasten für einiges Stirnrunzeln. Und böse Witze über Heidfeld, der schneller aus dem Auto war, als er fahren kann. Sagen jedenfalls gemeine Menschen, zu denen wir hier nicht gehören. Zurück zum Thema: Was genau da explodiert ist, weiß man immer noch nicht, aber Scarbs hat ein paar Verdächtige gefunden. Don

// Noch mehr Technik. Gordon Mccabe über Diffusor und wie sie arbeiten. Er verlinkt auch auf die sehr interessante Arbeit zweier Studenten mit dem Titel “Ground Effect Areodynamics Of Race Cars“(pdf). Don

// Noch viel mehr Daten gibt es jede Woche im Blog F1 Data Junkie. Don

// Der Mann, über den im Moment in der NASCAR am meisten gesprochen wird, ist weder Dale Junior, noch der frisch gebackene Indy-Sieger Paul Menard. Es ist Carl Edwards und seine seit Monaten anstehende Entscheidung, ob er jetzt bei Roush bleibt, oder zu Joe Gibbs wechselt. Angeblich will man dort sogar entweder einen vierten Wagen bereit halten. Den soll Logano bekommen, während “Home Depot” in Zukunft auch Edwards setzen soll. Grosses Sommertheater also, allerdings lähmt die Entscheidung den gesamten Fahrermarkt, weil Roush ja Edwards mit irgendjemanden ersetzen müsste. Don

// Schöne Zusammenfassung über den Stand der Dinge in den USA was die Prototypen und GT-Klassen angeht. Don

// Noch eine Meldung auf der US-Medienszene, die über Umwege auch die IndyCar Series betrifft: Versus, der Sender, der noch einige Jahre lang den Großteil der IndyCar-Rennen übertragen wird, soll ab Anfang Jänner 2012 in “NBC Sports Network” umbenannt werden. Eine Überraschung das nicht. Im Gegenteil waren Beobachter nach dem Kauf von NBC durch Versus-Mutter Comcast im Februar eigentlich davon ausgegangen, dass dieser Schritt schon im Herbst des laufenden Jahres stattfinden könnte. Schon seit einiger Zeit etwa hat Versus keine eigene Homepage mehr, sondern ist unter der Internetadresse nbcsports.com erreichbar. Ziel ist es, aus Versus und NBC eine Art Gegenstück zur Partnerschaft zwischen den Disney-Töchtern ABC und ESPN zu schaffen. So hat NBC bei Erwerb der Rechte für die Olympischen Spiele 2014-2020 vor ein paar Wochen angekündigt, alle Events “auf einem NBC-Kanal” oder im Internet live zu übertragen. Es liegt nahe, dass einiges davon auf dem neu geschaffenen Sender laufen wird.
Das alles sollte dazu beitragen, das Profil des Senders zu heben – was natürlich auch den IndyCars nur gut tun kann, gerade in einer Zeit, in der die Serie unter niedrigen Einschaltquoten leidet. Vorsicht

// Die Superleague Formula muss ihre geplantes Finale im neuseeländischen Taupo absagen. Sponsoren, die das Rennen eigentlich unterstützen wollten sind nun abgesprungen – angeblich, weil man in Folge des schweren Erdbebens, das den Inselstaat im Februar heimgesucht hat, das Geld in wichtigere Projekte stecken will. Die Begründung erscheint sehr verständlich. Angesichts der Tatsache, dass das Neuseeland-Rennen aber erst deutlich nach dem Erdbeben erstmals im Kalender aufgeschienen ist, darf man sich dennoch fragen, ob es sich dabei um die ganze Wahrheit handelt. Bitter ist die Meldung gewiss auch für das SLF-Team Neuseelands, dessen (zum Teil nur in der Heimat tätige) Sponsoren sicher sehr gerne ein Rennen in Taupo gesehen hätten. Bisher gibt es noch keine offizielle Meldung der SLF zum Thema. Es ist aber davon auszugehen, dass man auf der Suche nach einem neuen Austragungsort ist: Nicht nur wegen des öffentlichen Ansehens der Serie, sondern vermutlich auch auf Verlangen der Teams. So hatte sich vor Saisonbeginn etwa schon GU-Racing aus der Serie zurückgezogen, als der Kalender von zwölf auf acht Läufe verkürzt wurde. Grund damals: Der Rückgang im zu erwartenden Preisgeld.
Was mögliche Ausweich-Strecken betrifft, ist noch nichts bekannt. Der Lauf davor findet aber (angeblich) Anfang November in Seoul statt, die Läufe davor in China. Man darf also davon ausgehen, dass die Serie auch den Saisonabschluss gerne im asiatisch-ozeanischen Raum halten möchte. Vorsicht

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March 21 2011

16:47

NASCAR: Analyse Bristol März 2011

Es war mal wieder das Wochenende von Kyle Busch, der beide Rennen der NASCAR am Wochenende gewinnen konnte. Aber auch für andere Fahrer lief das Wochenende nicht schlecht.

Bristol entwickelt sich zum “Wohnzimmer” von Kyle Busch. Gleich fünf der letzten acht Rennen konnte der jüngere Busch gewinnen, was nicht nur seine, sondern auch die Stärke von Joe Gibbs Racing auf den Short Tracks zeigt. Dabei sah es zunächst aber nicht nach einem Sieg von ihm aus, denn zu Beginn bestimmte der erstaunlich gut aufgelegte Paul Menard das Tempo, bevor er von dem normalerweise in Bristol ebenfalls starken Martin Truex abgelöst wurde. Aber das Rennen selber war dieses Mal eher eins von der schlechteren Sorte. Seit dem Bristol vor ein paar Jahren eine neue Asphaltdecke bekommen hat und man ein progressives Banking Einzug hielt, habe die Rennen sehr an Biss verloren. Das alte “beatin’ and bangin’” gibt es kaum noch, lange Phasen unter Grün sind mittlerweile völlig normal. Die Langeweile der letzten Jahre schlägt sich auch auf die Anzahl der Besucher nieder.

Noch vor ein drei Jahren war Bristol immer ausverkauft. Der Witz machte die Runde, dass man nur durch ein Erbe in den Besitz von Karten kommen konnte. Vor zwei Jahren gab es dann plötzlich Restkarten, in diesem Jahr waren die Tribünen erschreckend leer. Das kann nicht nur an den immer noch recht hohen Preisen oder der weiterhin schlechten Wirtschaftslage in den USA liegen. Auch die Rennen der NASCAR waren einigermaßen gut, aber Bristol hat eben durch den Umbau viel von seinem Charme verloren. Da helfen auch keine “Debris-Caution”. 120.000 Besucher vermeldet die NASCAR für Sonntag, 160.000 passen auf die Tribünen. Das sagt schon eine Menge aus und wenn man die Bilder so sieht, dann finde ich die 120.000 schon eine sportliche Aussage.

Auch gestern war es ein eher zähes Rennen. Wer unten auf der inneren Linie klebte, musste nicht fürchten, dass die Konkurrenz vorbei kam, da oben rum kaum etwas ging. Nur 18 Leadchanges verzeichnet die Statistik, wenn man diejenigen abzieht, die nur eine Runde vorne waren, dann waren es sogar nur 13.

Während in der ersten Rennhälfte Truex und Ryan Newman den Ton angaben, tauchte ab Mitte des Rennens Jimmie Johnson an der Spitze auf, dessen Chevrolet im Gegensatz zu seinen anderen Hendrick-Kollegen vernünftig ging. Zusammen mit Kyle Busch dominierte er ab Runde 192 und die beiden wechselten sich regelmäßig in der Führung ab, ohne jedoch in bissige Zweikämpfe verwickelt zu sein. Das passierte eher weiter hinten, wo es ein wenig Action gab, die allerdings von den Fox-Kameras nur selten eingefangen wurde. Überhaupt gab Fox in Bristol ein eher lustloses Bild ab. Das zähe Rennen zerrte wohl auch an der Laune der Kommentatoren, die sich vor allem im zweiten Rennteil schwer taten, noch irgendetwas neues zu Busch oder Johnson erzählen zu können.

Aber zurück zum Hendrick Team. Während sich Johnson in guter Form zeigte, waren die drei anderen Piloten kaum zu sehen. Jeff Gordon, der eh einen schlechten Start in die Saison hat, blieb wieder unauffällig. Sein Wagen hatte massive Handlingsprobleme, dazu kam, dass er mit Brad Kesolowski aneinander rasselte, als er diesen überrunden wollte. “Bad Brad” lag drei Runden zurück, kämpfte aber derartig verbissen gegen Gordon, dass er ihn fast abgeräumt hätte. Am Ende kam nur ein Platz 14 raus. Nicht besser lief es bei Mark Martin, der ebenfalls mit seinem Wagen zu kämpfen hatte, und nicht vorne eingreifen konnte. Auf Platz 11 und damit einen vor Martin, kam Earnhardt jr. ins Ziel, dessen Aufwärtstrend sich zumindest im Moment weiter fortsetzt. Nach einer schlechten Qualifikation arbeitete sich der Publikumsliebling in Richtung Top 10 vor, bevor ihm eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Box wieder zurück warf. Doch während Junior im letzten Jahr nach derartigen Vorfällen meist im Nirvana der Wertung verschwand, kämpfte er sich in Bristol wieder an die Top Ten. Das ist zwar alles noch nicht wirklich richtig gut, aber die konstanten Platzierungen unter den ersten 10 zeigt, dass er zusammen mit Steve Letarte auf einem gutem Weg ist.

Richtig miserabel läuft es dagegen bei RCR. Wenn der bestplatzierte Chevrolet von Childress der von Bezahlfahrer Paul Menard ist, dann heißt das schon was. Jeff Burton und Clint Bowyer hatten früh im Rennen Unfälle, bzw. Probleme, Kevin Harvick drehte sich im letzten Renndrittel und verursachte dabei weitere Kollisionen, die unter anderem den bedauernswerten Trevor Bayne das Rennen kostete. Aber es läuft nicht und bei RCR und die ersten Sorgenfalten dürften im Team auftauchen. Paul Menard liegt in der Meisterschaft zwar auf Platz 5, aber Kevin Harvick nur auf 15, während Bowyer und Burton nicht mal unter den Top 20 sind.

Auch bei ECR ist man mit angezogener Handbremse in die Saison gestartet. Montoya konnte in Las Vegas kurz zeigen, das man noch dabei ist, doch bei Jamie McMurray läuft es überhaupt nicht. Montoya liegt nach Bristol in der Wertung auf Platz 8, sein Teamkollege wird in den Top 20 noch vermisst.

Es war, wie erwähnt, kein sonderlich gutes Rennen in Bristol. Nächste Woche steht Fontana auf dem Program. Eigentlich ein programmierter Langweiler, weil es aber ein Highspeed Oval ist, und Bump Drafting gehen sollte, könnte es doch interessanter werden, als man es gewöhnt.

Das ganze Ergebnis bei Racing Reference.
225040 2011BristolMar_NSCS_Race_Edwards_Busch_SideBySide 2011BristolMar_NSCS_Race_Harvick_Spin 2011BristolMar_NSCS_Race_Hamlin_Vickers_Reutimann_Spin 2011BristolMar_NSCS_Race_Menard_Johnson_Leading 2011BristolMar_NSCS_Race_Bristol_HighAngle_TrackShot

March 29 2010

22:20

NASCAR: Analyse Martinsville März 2010

Erst wurde das Rennen verschoben und dann gab es das beste Finale seit langem auf einem Short Track.

Die NASCAR Verantwortlichen werden sich ärgern. Erst schwemmt der Regen die Übertragung auf den ungeliebten Montag und dann folgt auch noch eines der besten Short-Track Finishes seit einiger Zeit. In Zeiten, in denen die Quoten weiter fallen, wären die letzten Runden in Martinsville genau das, was die Serie gebrauchen könnte. Nur hat es eben kaum einer gesehen, weil die meisten Fans Montagmittags eben arbeiten müssen. Dabei plätscherte das Rennen lange so vor sich hin, geprägt von einigen Führungswechseln, aber den immer gleichen Protagonisten in den Top 10.

Weil schon die Quali ins Wasser gefallen war, stand Kevin Harvick auf der Pole. Und die nutzte er auch gleich in den ersten Runden aus. Er hatte schon das Truckrennen am Samstag dominiert und in den ersten Runden sah es wieder an einer Harvick-Show aus. Doch dann brach plötzlich und ohne Einwirkung eines Gegners etwas an der Hinterachse und die Sache war gelaufen. Er kam zwar noch einmal mit rund 100 Runden Rückstand raus, aber die Führung in der Meisterschaft ist er dennoch los.

Kurt Busch übernahm die Spitze und hielt sich dort, mit kleinen Unterbrechungen auch lange. Ansonsten tat sich vorne nicht allzu viel. Das übliche “beatin’ & bangin’” im Mittelfeld führte zu ein paar harmlosen Drehern und sorgte während des Rennens für einige Unterhaltung. Zu den wenigen Fahrern, die sich nach vorne arbeiten konnten, gehörte Juan Pablo Montoya. Zeitweise prügelte er seinen Chevy durchs Feld und überholte zwei, drei Fahrer pro Runde. Doch die ruppige Fahrweise führte dann auch zu Problemen. Der rechte Vorderreifen, in Martinsville eh ein kleines Problem, mochte die harte Fahrweise des Kolumbianers nicht und explodierte. Montoya landete heftig in der Mauer und damit war sein Rennen auch gegessen. Für ihn bedeutet der erneute Ausfall, dass es schon jetzt tatsächlich eng werden könnte mit dem Chase. Er liegt 170 Punkte hinter dem letzten Platz im Chase. Das lässt sich aufholen, aber viele Ausfälle kann er sich nicht mehr leisten.

Im Verlauf des Rennens wechselten sich Kurt Busch, Denny Hamlin und Jeff Burton an der Spitze ab. Zwischenzeitlich mischte auch Mark Martin mit, der während zwei Gelbphasen mal das Risiko mit nur zwei neuen Reifen gegangen war, was ihn nach vorne spülte. Er sah im letzten Drittel des Rennens sehr stark aus, doch weil er nach einem Boxenstopp zu früh los fuhr und einen Luftschlauch mit riss, wurde er ans Ende des Feldes gesetzt. Kurt Busch hatte ebenfalls Pech, weil sich ein Rad gelöst hatte, und er unter Grün an die Box musste. Danach war sein Rennen ebenfalls vorbei.

Wie üblich auf einem Short Track spitze sich das Rennen gegen Ende zu. Jeff Burton und Denny Hamlin lieferten sich einen packenden und sauberen Zweikampf und die Führung wechselte teilweise im Rundentakt. Man überstand die üblichen Unterbrechungen in den letzten Runden und Hamlin konnte sich 12 Runden vor Schluss endlich absetzen. Doch dann folgte eine erneute Unterbrechung, weil dem unglücklichen Jeff Burton ein Reifen platze.

Vorne lagen Hamlin und Kyle Busch und man freute sich schon auf einen Zweikampf, da bogen beide JGR Piloten zum Reifenwechsel in die Box ab! Und sie waren die einzigen Fahrer der Top Ten, die neue Reifen fassten. Eine unfassbare Fehlentscheidung, die Kommentatoren bei FOX waren geradezu entsetzt, mir fiel die Kinnlade runter und man konnte das “What the fuck…” aus den USA quasi laut hören. Denn nach dem Burton weg war, gab es kein Team, dass ansatzweise den Speed der JGR gehen konnte. Es war ein völlig überflüssiger Stopp, der Busch und Hamlin auf Platz 9 und 10 zurück warf.

Vorne lag, vermutlich selbst etwas überrascht, Jeff Gordon, der zwar im Rennen immer in den Top 10 war, aber im letzten Drittel des Rennens nie wirklich in den Spitzenkampf eingreifen konnte. Der Restart erfolgte 5 Runden vor Schluss und wer sollte Gordon das Rennen noch streitig machen?

Hamlin und Bush bohrten sich mit den neuen Reifen durch das Feld und Hamlin lag zwei Runden vor Ende des Rennens auf Platz vier, aber ohne Chance Jeff Gordon noch einholen zu können, da der Alt-Meister ein paar Wagenlängen in Führung lag. In der vorletzten Runde und in Turn 3 gerieten aber Kyle Busch und Paul Menard aneinander. Letzter schickte Busch in die Mauer, der dann quer auf der Strecke stand. Knapp 100 Meter vor der weißen Flagge warf die NASCAR die Caution und es ging in die Verlängerung. Gordon, der wie der sichere Sieger aussah, musste also noch mal ran.

Beim letzten Restart startete Jeff Gordon auf der unteren Linie, Ryan Newman neben ihm außen, Matt Kenseth hinter Gordon und neben ihm Hamlin. Eine denkbar ungünstige Situation, denn auf der Außenlinie war das Überholen schwer. Aber wie es so bei einem GWC ist – es wurde eng. Newman und Gordon blockierten beide Linien, doch Kenseth gab unten Gordon einen Schubser, der dazu führte, dass Gordon Newman weg drängte. Kenseth drängelte sich unten rein, Hamlin tobte durch die Lücke hinter Gordon. Auf der Gegengerade zog Kenseth an Gordon vorbei, doch Eingangs Turn 3 war Kenseth etwas zu flott und rutschte vor Gordons Nase. Der stupste den Ford-Piloten auf die Außenlinie und plözlich tat sich auf der unteren Linie eine riesige Lücke auf. Hamlin schlüpfte durch und gegen seine vier neuen Reifen hatte niemand mehr eine Chance. Und weil Gordon und Kenseth sich gegenseitig behinderten, zog auch noch Joey Logano vorbei. Ein unfassbares Finish, eine letzte Runde, wie man sie selten sieht. Der Boxenstopp der JGR Mannschaft dürfte zwar somit im Preisausschreiben um die dämlichste Entscheidung des Jahres keine Rolle mehr spielen, aber vergessen wird man das so schnell auch nicht.

Selbst nach dem Rennen machte Hamlin noch einen total überraschten Eindruck, während Gordon mit seinem Schicksal haderte. Verständlich, die NASCAR hätte auch warten und die Caution erst dann geben können, nachdem Gordon die weiße Flagge gesehen hätte. Dann wäre ihm die Overtime erspart geblieben und das Rennen wäre unter Gelb beendet worden. Aber die NASCAR will ja unbedingt die GWC.

Andere Fahrer:

- Kasey Kahne kam nur auf Platz 17 ins Ziel und war frustriert. Die Zeichen mehren sich, dass er Ende des Jahres samt seines Sponsors Budweiser das Team verlässt. Gerüchte besagen, dass er mit dem Bierbrauer bei RCR andocken will.

- Junior hatte ein durchwachsenes Rennen. Wegen einer schlechten Pitstoppansage fiel er kurz zurück, kämpfte sich aber wieder nach vorne. Er fuhr das gesamte Rennen zwischen Platz 10 und 15, am Ende wurde er auch 15. Nach allem, was man so hört, ist die Stimmung zwischen ihm und seinem Crew Chief Lance McGrew nicht die allerbeste. Die beiden giften sich während des Rennens ziemlich an. FOX, bzw. Darell Waltrip, spielten die teilweise harten Worten zwar runter, aber man wird das Gefühl nicht los, dass die Kommunikation und das Vertrauen zwischen beiden nicht sonderlich gut ist.

- Jimmie Johnson blieb blass, aber hielt sich im gesamten Rennen in den Top Ten. Er wurde neunter und übernahm die Führung in der Meisterschaft. Man unkt schon, dass er dort bis Ende November auch bleiben wird.

- Tony Stewart sah nur in der ersten Stunde des Rennens gut aus, dann fiel er zurück und man verhedderte sich heillos mit der Abstimmung. Platz 26 wurde es am Ende.

- Brad Keselowski wurde 12. Carl Edwards war nie zu sehen, wurde am Ende aber irgendwie achter.

- Drei weitere interessante Ergebnisse: Martin Truex jr. hatte eine gutes Rennen und kam auf Platz 5 ins Ziel. Brian Vickers kam auf die sechs und der in diesem Jahr sehr erstaunliche Paul Menard wurde 14. Der “Bezahlfahrer” (seine Vater ist der Sponsor des Teams) hat ein so gutes Jahr, dass die Roush-Fahrer angefangen haben, seine Abstimmungswerte zu kopieren. Im Moment liegt er mit Platz 11 noch stramm auf Chase-Kurs.

Nächste Woche macht der Sprint Cup Pause, nach Ostern geht es in Phoenix weiter.

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February 15 2010

20:43

NASCAR: Daytona 500 – 2010 Analyse

Ein Loch in der Strecke hat zu einem der kuriosesten und vor allem längsten Daytona 500 geführt, die jemals gegeben hat.

Ein Loch im Asphalt zwischen Turn 1 und Turn 2 hat das Daytona 500 fast zu einer Farce werden lassen. Nachdem das Rennen einen relativ guten Schwung und viele verschiedene Führende gesehen hatte, brach mit dem Loch auf der Strecke auch die Spannung ein. 78 Runden vor Schluss wurde “the great american race” zu einem Geduldsspiel für die Zuschauer und für FOX, die einen knapp sechsstündigen Sendemarathon hinter sich bringen mussten. Immerhin gab es am Ende eine sensationelle Schlussrunde und einen überraschenden Sieger.

Um ehrlich zu sein: richtig gut war es in diesem Jahr nicht. Obwohl die Änderungen am CoT sichtbar waren, und die Fahrer viel länger nebeneinander draften konnten, tat sich doch relativ wenig. Die vielen und langen Unterbrechungen machten das Rennen zu einer sehr zähen Veranstaltung. Dabei ging es eigentlich gut los. In der achten Runde sammelte Brad Kesolowski ausgerechnet seinen Teamkollegen Sam Hornish ein, und dezimierte die Dodge-Truppe damit auf Kurt Busch. Die meisten Fahrer nutzten die erste Caution für einen Stopp – nur Mark Martin, Junior und Juan Pablo Montoya blieben draußen. Vermutlich rechneten sie damit, dass es eh bald wieder krachen würde. Die Anfangsphase eines Daytona Rennens ist berüchtigt für Unterbrechungen, weil in der ersten Stunde des Rennens die meisten Zuschauer am TV-Gerät sitzen und man sich und seinen Sponsor dementsprechend in Szene setzen will. Aber – erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Es passierte nichts mehr und die drei mussten unter Grün nachtanken. Damit schien das Rennen erst mal für alle drei gelaufen.

Doch der Caution-Gott war gnädig und sorgte dafür, dass alle drei Fahrer bei der nächsten Unterberechung wieder “in Sequenze” kamen. Fortan unterließ man derlei Spielereien. Leidtragender war aber dennoch Mark Martin, der während des gesamten Rennens nicht mehr so richtig in Schwung kam. Auch Junior sah man kaum noch, was sich aber gegen Ende noch ändern sollte.

Danach plätscherte das Rennen wie gewohnt so vor sich hin. Der erstaunliche AJ Allmendinger zeigte, warum man ihm zu recht die legendäre Startnummer #43 gegeben hatte und lag sogar eine ganze Zeit in Führung. RPM machte in der Phase des Rennens einen sehr starken Eindruck, zumal Kasey Kahne auch immer vorne zu sehen war und sogar der sonst eher blasse Elliott Sadler kämpfte um die Spitze. Aber viel passierte nicht, denn die Fahrer klickten ihre Runden runter. Normalerweise ist es zwischen der 50 uund 120 Runde relativ ruhig, weil man nur wenig Risiken eingehen möchte.

Und just, als man Runde 120 erreicht hatte, nahm das Unheil seinen Lauf. Ein Stück Asphalt hatte sich zwischen Turn 1 und 2 gelöst, ausgerechnet auf der unteren Spur. Nachdem sich etliche Fahrer über das Loch beschwert hatten, stoppte die NASCAR das Rennen um sich das Ding mal anzusehen. Auf den Fernsehbildern sah es nicht so groß aus, aber es dürfte die Länge eines Unterarms gehabt haben, war ca. 20 cm hoch und ca. 4 bis 5cm tief. Bei den Geschwindigkeiten ist so ein Loch kein Spaß also machte man sich daran, dass Loch irgendwie zu stopfen.

Nur wie bekommt man ein solches Loch zu? Das Problem ist nicht das Füllmaterial, sondern wie man das Material mit dem alten Asphalt verbindet. Normalerweise stemmt man in so einem Fall alles weg, was irgendwie bröckelt, füllt Asphalt ein und lässt es ein paar Stunden trocknen. Aber das ging ja nun nicht, also versuchte man es auf die schnelle Tour. Eine Variante, die dann immer noch sage und schreibe 100 Minuten dauerte.

Auf Twitter war der Teufel los. Selbst gestandene Journalisten wie Jeff Gluck oder Dustin Long wunderten sich über die, nennen wir es mal Kopflosigkeit, der NASCAR und beklagten den allgemein schlechten Zustand der Strecke. Daytona ist das letzte Mal 1979 neu asphaltiert worden. Seitdem hat man immer nur ausgebessert. Angesichts der Tatsache, dass es auch Daytona viel regnet und mal kalt ist und schon “normale” Strassen da gerne mal nachgeben, ist es schon ein Wunder, dass die Strecke bei der Belastung so lange durch gehalten hat. Warum die Strecke ausgerechnet gestern aufbrach, ist ein kleines Rätsel, immerhin hatte sie zwei Rennen am Samstag schadlos überstanden.

Etliche “Experten” fordern seit Jahren eine Renovierung der Strecke, aber so einfach ist das nicht. Denn wenn man alles neuasphaltiert gehen auch die legendären “Bumps” verloren, die die Strecke einfach auszeichnen. Die NASCAR hat in den letzten Jahren zweimal schlechte Erfahrungen mit neuem Asphalt gemacht. Einmal in Talladega, der Schwesterkurs von Daytona, die nach der Renovierung die Wellen verloren hat und langweilig geworden ist. Selbiges gilt für Bristol, dass ohne die Schläge an Würze verloren hat. Das ist nicht nur unbedingt meine Meinung, sondern vor allem die der Fahrer. Etliche Piloten meldeten sich in der Pause und nach dem Rennen und warnten eindringlich vor einer Neuasphaltierung, weil man damit den Charakter der Strecke zerstören würde.

Das ist umso erstaunlicher, als dass es mit der ersten Unterbrechung nicht gewesen war und die Probleme das Rennen total auf den Kopf stellten. Im Grunde hätte man sich die ersten 120 Runden komplett schenken können, denn nach der langen Pause ging alles von vorne los. Nur hatte sich mittlerweile die Strecke massiv abgekühlt und das stellte die Fahrer und Teams vor größere Probleme. Aber gut – ein 78 Runden Shootout mit einem Tankstopp hat ja auch was.

Die Konstellation versprach Spannung. Zum einen: wie lange würde das Flickwerk in den Kurven halten? Zum anderen: Wer hatte sein Auto am besten auf die neuen Bedingungen eingestellt? Kurt Busch und Tony Stewart schon mal nicht, die verschwanden als bald im Mittelfeld. Dafür nisteten sich vorne Martin Truex jr., Jamie McMurray, Kevin Harvick, Greg Biffle, Kyle Busch und Clint Bowyer ein und legten ein enormes Tempo vor. In der Phase des Rennens hätte ich mein Geld auf Bowyer gesetzt und freute mich schon über meinen (innerlichen) RCR Tipp. Doch dann… kam es wie erwartet und die Strecke brach wieder auf. Dieses mal noch breiter und tiefer als zu vor. Die NASCAR stoppte das Rennen erneut in Runde 162 und man begab sich wieder mal zur Streckenausbesserung.

Zum dem Zeitpunkt war das Rennen schon ein echter Riemen und man muss FOX an der Stelle auch mal Lob zollen. Klar – die viele Werbung im Rennen nervte mal wieder, aber die Pausen füllte man wirklich exzellent in dem man wirklich jeden interviewte, der irgendwie ein Lenkrad halten konnte. Teilweise war man so verzweifelt, dass man damit anfing sich gegenseitig zu interviewen, aber langweilig war das alles nicht unbedingt. Die Genervtheit konnte man allerdings in den Gesichtern deutlich lesen.

Tatsächlich schaffte es die NASCAR das Loch in Rekordzeoit (40 Minuten) mit irgendeiner weißen Masse zu zukleistern. Vermutlich hat man einfach irgendeinen schnell anziehenden Beton genommen. Oder, wie im Chat vermutet, Moltofil. Jedenfalls ging es schneller als gedacht und die letzten 38 Runden wurden in Angriff genommen. Das Rennen lief also wieder – aber es war ja die Endphase und da kracht es immer.

Scott Speed hatte ein kurzes Intermezzo an der Spitze, nachdem er nach der letzten Unterbrechung nicht getankt hatte, und hielt das Feld ein wenig auf. Nachdem ihn Biffle elegant aus dem Weg geräumt hatte, balgten sich Biffle und Bowyer um die Spitze. Meine imagniären 100 Dollar auf Bowyer schienen gut angelegt, doch dann verhakten sich der mittlerweile untergetauchte Sadler, Kvapil und Reutimann recht heftig und sorgten in der 195 Runde für die nächste Caution. Die NASCAR dehnte die Unterbrechung so lange aus, bis man in GWC Reichweite war, was einige Fahrer zu einem Stopp verleitete. Darunter war auch Junior, der sich zwei neue rechte Reifen aufziehen ließ.

In dieser Saison gibt es aber nicht mehr nur eine GWC, sondern man versucht es gleich dreimal, das Rennen unter Grün zu beenden. Das gilt allerdings nur dann, wenn der Führende nicht schon die weiße Flagge gesehen hat. Man ahnt es schon – das erste GWC ging in die Hose, sehr zum Leidwesen von Greg Biffle. Der lag in Front, hatte noch ein paar hundert Meter zur weißen Flagge, als weit hinter ihm Bill Elliot einen Reifenschaden hatte und er Logano und Boris Said gleich mit nahm. Es folgte Versuch Nummer zwei. Vorne waren: der erstaunliche McMurray und Greg Biffle. Und dann legte Junior zwei Runden hin, die man gesehen haben muss. Achtet in dem Video mal auf die #88 und den Move von Biffle zu Beginn der letzten Runde.

Eine Wahnsinnsrunde. Greg Biffle meinte nach dem Rennen, dass er einen Fehler gemacht habe. Statt Eingangs von Turn 1 auf der Außenbahn einen Überholversuch zu starten, hätte er bis zur Gegengerade warten sollen. Denn Biffle hätte von hinten Hilfe bekommen, sei es durch Bowyer oder wen auch immer. Die Moves von Junior waren der schiere Irrsin. Führten allerdings auch dazu, dass er am Ende niemanden mehr hinter sich hatte, weil sein “3 wide” auf der Gegengerade für zu viel Unruhe unter den Verfolgern gesorgt hatte. McMurray nutzte den letzten Push von Biffle voll aus und konnte seinen ersten Daytona Sieg beruhigt nach Hause fahren, weil Earnhardt der Schwung fehlte. Allerdings war es schon erstaunlich, dass Junior nicht mal im Windschatten richtig nahe ran kam. Der EGR Chevy ging wie die Hölle.

Eine irre Leistung von McMurray, der im Dezember nicht mal wusste, dass er einen Vertrag haben würde und allgemein als “Notlösung” bei EGR angesehen wurde.

Das Rennen (plus den Sieg von Harvick im Shootout) zeigte, dass EGR/RCR zumindest bei den restrictor plate Rennen das beste Paket haben. Ob sich das allerdings auf den anderen Strecken wiederholen wird, muss man abwarten. Restrictor plate ist eine Sache, normale Rennen eine andere. Aber schon im letzten Jahr war Montoya richtig gut unterwegs und wenn sie diese Performance halten können, sieht es nicht schlecht aus. RCR scheint auch die Chassis-Probleme aus dem letztem Jahr in den Griff bekommen zu haben. Aber das wird man alles erst richtig nach den ersten fünf Rennen sortieren können.

Am Ende dauerte das Daytona 500 etwas mehr als sechs Stunden – ein Rekord für die NASCAR. Mit 208 Runden war es auch das längste 500, dass es jemals gegeben hat. Und es hat am Ende einen Sieger gehabt, mit dem man nicht gerechnet hat. Die NASCAR, die um drei Ecken Streckenbesitzer von Daytona ist, wird sich allerdings einige Fragen gefallen lassen müssen. Und die Diskussion um eine Neuasphaltierung wird vermutlich sehr hitzig werden. In diesem Jahr wird das allerdings nichts mehr. Das nächste Rennen ist im Juli, die Zeit für eine komplette Renovierung ist zu kurz. Vermutlich wird man die Strecke erst mal ausbessern und nach dem Coca-Cola 400 entscheiden, was mit der Strecke passieren soll.

FOX wird heute allerdings keine gute Laune haben. Die Quoten sind noch nicht da, aber so lange Unterbrechungen sind nie gut. Nach dem man 2009 mit Regen zu kämpfen hatte, war es das zweite “irreguläre” Rennen in Folge. 2011 stehen die Vertragsverhandlungen mit den Sendern an. Das wird der NASCAR nicht gefallen.

Ein Wort noch zu den Streams. Im Moment geht wohl wenig ohne dafür zu bezahlen. live247 hatte einen ab und zu laggenden, aber insgesamt sehr, sehr guten HD-Stream mit 1,5 Mbit/s, plus einen durchlaufenden SD Stream. Der XSlive (SD)-Stream laggte auch, war aber auf die Dauer gesehen stabil. Bei JTV habe ich nicht reingeschaut, aber offenbar liefen die einigermaßen. Mein Sieger hieß live247, allerdings weiß man bei dem nie, ob der auch regelmäßig auf Sendung ist. Das Nationwide Rennen hat er zum Beispiel verpennt. Und er ist massiv teuerer als XS.

February 10 2010

07:46

NASCAR: Vorschau 2010 – Fahrer

Die Saison 2010 steht an und ich wage mal wieder einen Blick in die Kristallkugel.

Eine so lange Saison wie die der NASCAR vorherzusagen ist immer etwas. Klar – es gibt Konstanten, wie das Hendrick Team, aber in diesem Jahr habe ich das Gefühl, dass man noch enger zusammenrücken wird, als das bisher schon der Fall war. Dazu kommt, dass die NASCAR beim CoT eine massive Veränderung vornehmen wird. Der Heckflügel wird irgendwann im ersten Halbjahr verschwinden, der alte Spoiler kehrt zurück. Das wird das Fahrverhalten der Wagen massiv verändern, was für einige Fahrer ein Vorteil sein, andere wiederum werden kämpfen. Es gibt also mehr Unsicherheiten als sonst in einer Saison. Die Vorschau für die Teams und die Regeländerungen sind in diesem Artikel zusammen gefasst.

Ich sage bewusst keinen Meister voraus, aber ich versuche mal ein paar Kandidaten raus zu picken. Die Auflistung der Fahrer erfolgt nach der Wertung 2009. Und ja, da kommen in der Auflistung mehr Fahrer in den Chase, als es Plätze gibt.

Jimmie Johnson- Hendrick
Die Frage, die sich nun alle stellen: “Schafft er den fünften Titel in Folge?” Wer in einer so engen Meisterschaft, wie die des Cups, viermal Meister wird, dem ist auch der fünfte Titel zu zutrauen. Es gibt nicht wenige, die behaupten, dass Johnson nur deswegen so oft Meister geworden ist, weil er besser mit dem CoT klar kommt. Sein sauberer Fahrstil passt besser zum neuen Chassis, dazu kommt, dass Hendrick den neuen Wagen wohl am besten verstanden hat. Dabei vergisst man aber, dass Johnson zwei Titel mit dem “alten” Chassis gewonnen hat. Dennoch bin ich skeptisch, was seine Chancen angeht. Er steht ganz oben auf der Jagdliste, und jeder will endlich der Fahrer sein, der Johnson geschlagen hat. Die Frage wird auch sein, ob sich nicht doch so langsam etwas Müdigkeit im Team einschleicht, auch wenn Chad Knaus da massiv gegen hält.

Fazit: Chase sicher, Titelkandidat

Mark Martin – Hendrick
Nach der Saison 2009 muss man Martin auch ganz oben auf der Liste der Titelkandidaten haben. Nicht wenige meinen, dass der Titel nur dann gewonnen werden kann, wenn man Martin schlägt. Martin hat aber durchaus ein paar Schwächen. Shorttracks sind nicht so sein Revier in den letzten 10 Jahren, ebenso Daytona und Talladega. Das könnte ihm am Ende teuer zu stehen kommen. Er muss auf den vielen 1.5 Meilen Ovalen punkten um ein kleines Polster zu haben. Das macht die Sache nicht leichter, aber sein Team dürfte in diesem Jahr, nach der letztjährigen Premierensaison, besser gerüstet sein. Und mal ehrlich: gibt es irgendjemanden, der Martin den Titel nicht gönnt? Er ist überfällig und in diesem Jahr mein Meistertipp.

Fazit: Chase sicher, Titelkandidat

Jeff Gordon – Hendrick
Ich bin mir bei Gordon nicht mehr sicher, ob er noch den alten Biss hat. Vieles bei ihm scheint etwas eingefahren zu sein, seine Rückenprobleme werden nicht besser und die halblauten Überlegungen in Richtung Rücktritt machen die Sache nicht besser. Manchmal hat man das Gefühl, dass Gordon schon so halb im Ruhestand ist. Vielleicht nagt an ihm auch der Erfolg seines “Ziehsohnes” Jimmie Johnson, der ihm um die Ohren fährt. Eine Variante könnte ein neuer Crew Chief sein, der Verkrustungen aufbrechen könnte. Diskutiert wurde das schon im letzten Jahr, umgesetzt noch nicht. Ich glaube auch nicht, dass Gordon Steve Letarte während der Saison auswechselt, aber für 2011 könnte das eine Variante sein, wenn es wieder mal nicht zum Titel reicht. Gordon bräuchte ein paar klare Siege um wieder richtig in Schwung zu kommen.

Fazit: Chase wohl sicher, Titel nein

Kurt Busch – Penske
Ich halte den älteren Busch für einen sehr unterschätzten Fahrer. Nachdem er das Zepters des “bad boys” erfolgreich an seinen Bruder abgetreten hat, scheint er lockerer und gleichzeitig fokussierter geworden zu sein. Bei Penske ist er die klare Nummer Eins mit Steve Addington hat er einen hervorragenden neuen Crew Chief bekommen. Das größte Fragezeichen ist wohl Dodge. Penske ist das einzige Team, dass noch auf Dodge setzt. Das kann ein Vorteil sein, weil man besser umsorgt wird, kann aber auch nach hinten los gehen, weil der Datenabgleich fehlt. Allgemein rechnet man damit, dass Penske 2011 zu Toyota wechselt und Dodge ganz verschwindet. Sollte das passieren, wird Dodge die Entwicklung Mitte des Jahres einstellen, und dann wird es schwer mit einem Titel.

Fazit: Chase nur wenn der Rennstall konstant bleibt, Titel nein

Danny Hamlin – JGR
Hamlin fährt etwas unter dem Radar, seit dem Kyle Busch bei JGR ist. Er hat eine zeitlang sichtbar unter der Dominanz von Busch gelitten und war ziemlich von der Rolle. In der zweiten Saisonhälfte 2009 hat er sich aber gefangen und ist Busch auf und davon gefahren. Er hat im letzten Jahr brav Punkte gesammelt, aber als echter Titelkandidat ist er nie aufgefallen. Und das ist er für mich auch nicht. Kyle Busch wird nicht noch mal so eine schlechte Saison haben und von hinten könnte Joey Logano drängeln. Wenn er nicht explosionsartig wieder zu seiner Form von 2007 zurückfindet, sehe ich ihn nicht um Titel fahren.

Fazit: Chase vielleicht, Titel nein

Tony Stewart – SHR
Wenn es einen gibt, der sich auf die Rückkehr des alten Spoilers freut, dann wird das wohl Tony Stewart sein. Stewart mag eher übersteuernde Wagen, das ist er als alter Dirtrack-Spezialist gewöhnt. Dazu kommt, dass sein Team sich in der zweiten Saison stabilisiert haben sollte. Sorgen macht mir allerdings, dass Ryan Newman schon wieder nicht genug Sponsoren für eine Saison hat und er überlegt, einen dritten Wagen einzusetzen. Man darf nicht vergessen, dass Stewart auch teilweise für diese Belange in seinem Team verantwortlich ist und so was Konzentration kostet. Dennoch habe ich ihn ziemlich oben auf meiner diesjährigen Rechnung. Zum einen wegen des Spoilers, zum anderen weil er mit Hendrick Chassis/Motoren unterwegs ist.

Fazit: Chase sicher, Titelkandidat

Greg Biffle – Roush
“Stick with the Biff” heißt es ja immer so schön. Seit Jahren sagt man Biffle nach, dass mit seiner Konstanz in der Lage ist, der Titel zu holen. Das mag sein, aber er ist kein Chase-Fahrer. Ohne Chase würde er vielleicht eine Chance haben, aber irgendwie fehlt mir bei ihm und seinem Team der Killerinstinkt, den Johnson, Gordon oder Stewart ausmachen. Biffle hat zu dem enorme Leistungsschwankungen. Mal ist vorne, beim nächsten Rennen taumelt er um Platz 20 rum. Das spricht nicht für ihn, aber immerhin hat er es ja auch in den letzten Jahren immer wieder in den Chase geschafft.

Fazit: Chase vielleicht, Titel nein

Juan Pablo Montoya – EGR
2009 haben er und das Team einen fast kometenhaften Aufstieg erlebt. Montoya kommt so langsam auf allen Kursen klar, egal ob Shorttrack oder Daytona. Er gilt als sehr guter Draftpartner, man weiß mittlerweile, dass er sehr kompromisslos unterwegs ist und es tut ihm sichtbar gut, dass sich das Team nur auf ihn konzentriert. Sinnigerweise hat man mit Jamie McMurray einen Fahrer ins Team geholt, der wohl er die Nummer Zwei spielen soll. Was Montoya halt fehlt, ist der Sieg auf einem Oval. Der steht zwischen ihm und seinen Titelambitionen wie ein Mount Everest. Ohne Siege gibt es aber keinen Titel. Viel wird in diesem Jahr davon abhängen, wie schnell er seinen Oval-Sieg einfahren kann. Wenn der gelingt, könnte er für eine Überraschung sorgen.

Fazit: Chase wahrscheinlich, Titel durchaus drin

Ryan Newman – SHR
Newman ist einer der Piloten, die ich schlecht einschätzen kann. Er ist sicher nicht langsam, er kommt auf allen Strecken gut klar, aber er sticht auch nicht so weit raus, dass er einem dauernd einfällt. Er ist ein konstanter Pilot, fährt seine Punkte und Top 15 Ergenisse ein, aber mehr kommt selten. Sein Team leidet in diesem Jahr mal wieder darunter, dass die Sponsoren fehlen, was der Entwicklung schadet. Daher sehe ich in diesem Jahr auch seine Chancen für den Chase schlechter, als 2009.

Fazit: Chase unwahrscheinlich, Titel nein

Kasey Kahne – RPM
Das Team hat in den letzten Jahren eine mörderische Mergerphase hinter sich gebracht, die Entscheidung sich Yates einzuverleiben und zu Ford zu wechseln war nur der letzte Schritt. Kahne sieht man die Unzufriedenheit mit der Situation an. Er spricht sehr offen davon, dass er sich 2010 Zeit mit einer Vertragsverlängerung Zeit lassen möchte. Mit anderen Worten: entweder es läuft endlich, oder er ist weg. Und mit ihm würde wohl auch Budweiser gehen. Kahne ist in den letzten Jahren unter seinen Möglichkeiten geblieben. Er ist ein Top 10 Fahrer, er ist auf allen Strecken schnell, wenn man mal die Rundkurse abzieht. Viel wird in diesem Jahr davon abhängen, wie gut RPM die ganzen Veränderungen über den Winter weggesteckt hat. Mit Ford ist man sicher gut dabei, aber ist das Team schon so gut eingespielt, dass man vorne mit dabei ist?

Fazit: Chase vielleicht, Titel nein

Carl Edwards – Roush
Der Lack der 08er Saison ist ab, nach dem er 2009 nicht mal einen Sieg nach Hause fahren konnte. Edwards wirkt auch etwas verkrampft, nicht so locker, wie in den Jahre zu vor. Auch innerhalb des Teams hat er Verluste einstecken müssen. Sah es 2008 noch so aus, als sei er die neue Nummer Eins, hat Kenseth doch deutlich gemacht, dass das noch lange nicht der Fall ist. Edwards muss versuchen den Druck, unter den er sich selber setzt, etwas zu lindern. Er muss lernen, dass man Geduld haben muss, wenn man mal eine schlechte Phase hat. Vom reinen Kampfgeist gesehen gehört er sicher zu den Besten im Feld, aber Kampf alleine reicht halt in der NASCAR nicht. Die Frage ist aber auch, ob Ford wieder zu der alten Stärke zurück findet.

Fazit: Chase wahrscheinlich, Titel möglich, wenn Roush sich fängt

Brian Vickers – RBR
Bei Vickers sehe ich die Fragezeichen nicht nur bei ihm, sondern auch bei Red Bull. Da ist weiter viel Unruhe im Team und die ganz großen Schritte sehe ich da nicht. Die Schwankungen, die man im Jahr hat, sind noch extrem und Vickers scheint mir auch nicht der Fahrer zu sein, der ein Team rausreissen kann. Das man letztes Jahr im Chase war, hatte man auch der Schwäche anderer Fahrer zu verdanken. Mal sehen, wie die erste Rennen laufen, aber mein Gefühl sagt mir, dass Vickers eine durchwachse Saison haben wird.

Fazit: Chase nein, Title nein

Kyle Busch – JGR
Fahrerisch gehört der jüngere Busch sicher zu den besten im Feld, keine Frage. Aber sein Temperament und sein Ego stehen ihm dann doch immer mal wieder im Weg. Das er 2009 den Chase verpasste, hat man im Team wohl auch ihm angelastet. Es hieß, er würde sich zu sehr mit sich beschäftigt und würde sich zu wenig um die Zusammenarbeit im Team kümmern. Joe Gibbs ist keiner, der sich so etwas lange anschaut und es gab über den Winter wohl einige längere Meetings, die die Zusammenarbeit im Team betrafen. Ein Fragezeichen ist aber auch Toyota, die ihre zeitweilige Dominanz verloren haben. JGR ist schon die Speerspitze von Toyota und wenn es da nur schleppend läuft, ist das kein gutes Zeichen. Dennoch – Kyle Busch muss man immer auf der Rechnung haben

Fazit: Chase sehr wahrscheinlich, Titel möglich

Matt Kenseth – Roush
Den Ex-Meister abzuschreiben wäre deutlich zu früh. Zwar hat man den Eindruck, dass er mehr mit dem Team (und Carl Edwards) beschäftigt ist, aber Kenseth ist keiner, der schnell aufgibt. Seine Konstanz ist sein großes Plus. Er findet immer einen Weg in die Top 10, auch wenn er eher unauffällige Rennen fährt. Auch bei ihm ist aber oft das Problem, dass er eben nicht weiter nach vorne gereicht hat, aber das scheint 2009 eher ein Problem der Ford gewesen zu sein. Schwer einzuschätzen, wie es dieses Jahr wird, zumal viele von hinten drängeln.

Fazit: Chase eventuell, Titel nein

Clint Bowyer – RCR
Es hat RCR nicht gut getan, dass man 2009 vier Team zu betreuen hatte. Vor allem das man Bowyer ein komplett neues Team hat aufbauen lassen, anstatt Mears das zu übergeben, war ein schwerer strategischer Fehler, der durchaus auch zum Verlust von Sponsor Jack Daniels geführt hat. Bowyer ist ein kein schlechter Mann und er hat im letzten Jahr auch jede Menge Moral gezeigt. Er ist durchaus für eine Überraschung in einer Saison gut und der Chase sollte eigentlich drin sein. Aber er wird da nicht leicht reinrutschen, sondern eher um die letzten Plätze kämpfen.

Fazit: Chase eventuell, Titel nein

David Reutimann – MWR
MWR hat sich mit Martin Truex jr. massiv verstärkt. Das wird auch Reutimann zu spüren bekommen, der bisher mehr oder weniger die Nummer Eins im Team war. Nicht zu letzt, weil er MWR im letzten Jahr etwas glücklich den ersten Sieg geholt hat. Reutimann ist ein kein schlechter Pilot, aber am Ende doch eher Mittelfeld.

Fazit: Kein Chase, kein Titel

Jeff Burton – RCR
Bei Burton hat man seit Jahren das Gefühl, dass die Luft ein wenig raus ist. Solide Top 15 Ergebnisse sind immer drin, aber für ganz vorne reicht es nur noch selten. Der Eindruck kann aber täuschen, weil RCR die letzten Jahre ziemlich neben der Schnur war. Obwohl ja nominell auch ein Top Team von Chevy, ist man weit hinter allen Erwartungen zurück geblieben. Und so schlecht wie RCR war, war denn eben auch Burton, der zu dem zeitweise seltsam lustlos wirkte. Vieles bei Burton wirkt etwas unmotiviert und ich bin gespannt wie er sich diese Saison schlägt, sollte RCR mal wieder etwas besser unterwegs sein.

Fazit: Chase vielleicht, Titel nein

Marcos Ambrose – JTG Daugherty Racing
Ambrose hat eine erstaunliche Saison 2009 hingelegt. Im Prinzip ist JTG Daugherty Racing nur ein Kundenteam von MWR, aber man arbeitet, ähnlich wie Hendrick mit Stewart, sehr eng zusammen und tauscht die Daten aus. Klar, das Team ist zu klein, als dass man ernsthaft um den Titel fahren könnte. So Aschenputtel-Geschichten gibt es in der NASCAR schon lange nicht mehr. Aber ich traue Ambrose durchaus einige sehr gute Rennen zu und auch durchaus einen Sieg.

Fazit: Kein Chase, kein Titel

Kevin Harvick – RCR
Mit dem Sieg im Budweiser Shootout hat er schon vorgelegt, aber RCR war auf den Restrictor Plate Kursen schon immer ganz gut. Danach ging es meist den Bach runter. Aber Harvick ist für mich klar der stärkste Mann bei RCR und einer, bei dem Talent, Biss und Durchhaltevermögen zusammen kommen. Er hat alles, um zu siegen und alles um Meister zu werden. Bei ihm hängt eben viel davon ab, wie sich RCR in diesem Jahr entwicklen wird. Sollten die zu alter Stärke wieder finden, ist er ein Top 5 Kandidat.

Fazit: Chase möglich, Titel eventuell

Joey Logano – JGR
Der freundliche Teenager junge Mann kommt so langsam in Schwung, wie man in der letzten Saison sehen konnte. Sein Sieg 2009 war die eine Sache, aber er findet auch langsam die Kontanz in Sachen Abstimmung. Bisher waren Leistungen mehr als schwankend. Mal war er vorne dabei, dann wurde er hoffnungslos überrundet. Das wird 2010 vermutlich nicht anders werden. Die Ausfälle nach unten werden sicher weniger, aber er ist einfach noch zu jung, um ganz vorne mit dabei zu sein. Für ihn ist es aber durchaus eine entscheidende Saison, denn er muss zeigen, dass sein Talent nicht nur kurzfristig vorhanden war.

Fazit: Kein Chase, kein Titel

Das waren die ersten 20 des letztes Jahres, jetzt noch ein paar Fahrer, auf die man ein Auge haben sollte:

Martin Truex jr – MWR
Das Truex jr. endlich den Absprung von EGR geschafft hat, war sicher schon mal keine schlechte Sache. Die Frage ist aber, ob es unbedingt MWR sein musste. Truex ist in meinen Augen auch einer, den man gerne mal unterschätzt. Er ist schnell, auch wenn die letzte Saison nicht gerade gut verlief. Man hatte eher den Eindruck, dass er seine Rennen nur noch lustlos runterfuhr. Was er bei MWR reißen kann wird interessant, denn hier kann er auch zeigen, ob er ein guter Entwickler ist. Bisher war die Besetzung mit Waltrip und Reutimann eher schwach, mit Truex hat man einen guten Top 10 Fahrer im Stall. Wenn man alles gut zusammen bekommt, könnte Truex für die ein oder andere Überraschung sorgen. Mehr aber auch nicht.

Fazit: Kein Chase, kein Titel

AJ Allmendinger – RPM
Die Entscheidung Sorenson raus zu werfen und Allmendinger in die #43 zu setzen hätte man schon im letzten Jahr fällen können. Das man es erst jetzt gemacht hat, spricht für die Unentschlossenheit bei RPM. Allmendinger hatte seine Schwierigkeiten in der NASCAR, aber mittlerweile ist er zu einem guten Fahrer gewachsen. Ich weiß nicht, ob er das Zeug zu einem Spitzenfahrer hat, aber ich traue es ihm zumindest zu. Er ist zumindest einer, der sich durchbeissen kann und der auf allen Strecken seine Leistung bringt. Wie bei Kasey Kahne ist halt die Frage, wie RPM aufgestellt ist und wie man den Wechsel zu Ford hinbekommt. Ich würde mich freuen, wenn AJ in diesem Jahr öfter vorne auftaucht. Die Top 35 müssen auf jeden Fall drin sein.

Fazit: Kein Chase, kein Titel, Top 35 sicher

Dale Earnhardt jr. – Hendrick
Das Sorgenkind der NASCAR. Trotz seiner enormen Erfolgslosigkeit in den letzten Jahren (seine letzte wirklich gute Saison war 2004) ist Junior immer noch der Liebling aller Fans. Scherzhaft könnte man fast sagen, dass er sowas wie St.Pauli der NASCAR ist. Dummerweise sitzt er aber nicht in einem unterfinanzierten Team, sondern bei Hendrick, also muss was passieren. Die Zielrichtung in diesem Jahr ist klar: 1. Chase, 2. Siege. Kritiker werfen Junior vor, dass er sich zu sehr verzettelt. Das eigene Team in der NW, die Sache mit Danica Patrick dazu die unzähligen Werbeverpflichtungen und die Neigung, sich einzugraben, wenn es mal nicht läuft. Letzteres hat Hendrick über den Winter unterbunden. Er hat die #5 und #88 zusammen gelegt und einen Shop draus gemacht. Mark Martin soll Junior unter seine Fittiche nehmen, es gibt gemeinsame Teamsitzungen und einen Austausch der Daten. Also genau das, was man schon seit Jahren mit der #24 und #48 macht. Einen kleinen Aufwärtstrend gab es schon im letzten Jahr, aber Earnhardt muss auch wieder sein Selbstbewußtsein finden, was gerade arg geplättet scheint.

Fazit: Chase wahrscheinlich, Titel nein

Sam Hornish – Penske
Hornish fährt ein wenig unter dem Radar. Selten, dass er vorne auftaucht, meist steckt er dann doch irgendwo hinten. Immerhin konnte er im letzten locker in die Top 35 fahren und wenn man ehrlich ist, dann muss man sagen, dass das auch in diesem Jahr das Ziel sein wird. Möglichst weit weg von der Zop 35 Grenze bleiben und saubere Rennen fahren. Und aufpassen, dass ihm Brad Keselowski nicht den Schneig abkauft.

Fazit: Kein Chase, kein Titel, Top 35 sicher

Brad Keselowski – Penske
Ich halte Keselowski zum einen für schneller als Joey Logano und vom Talent her kommt er an Kyle Busch dran. Das sich Penske dieses Rohdiamanten geschnappt hat, war die beste Entscheidung seit langem und Richard Childress, wo Junior ihn parken wollte, wird sich noch ärgern. Seine erste volle Saison wird sicher nicht leicht werden, er wird große Schwankungen hinnehmen müssen, aber ich rechne damit, dass er spätestens in der zweiten Saisonhälfte für ein paar überraschte Gesichter sorgen wird. Auf jeden Fall beobachten. Rookie of the year kann er im übrigen nicht werden, weil er 2009 mehr als sieben Rennen gefahren ist.

Fazit: Kein Chase, kein Titel, Top 35 sicher.

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Schweinderl