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January 24 2014

10:40

USCC: 24H Daytona Vorschau 2014

Die Motorsportsaison 2014 startet traditionell mit dem 24-Stunden-Rennen in Daytona. In diesem Jahr ist vieles neu: die Serie, die Fahrzeuge und die Regeln.

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie US-Protoypenserien ALMS und GrandAm gibt es nicht mehr. An ihre Stelle ist die USCC getreten, die United Sport Car Championship. Im Grunde hat man die beiden Serien einfach zusammengeworfen, denn man wird in diesem Jahr gleich mit fünf Klassen beglückt. Die LMP2, die GTLM und die PC aus der ALMS, die DP und die GTD aus der GrandAm. Da ist ein gewisses Regelchaos programmiert, auf der anderen Seite hat man ein riesiges Starterfeld. Allein in Daytona werden 67 Fahrzeuge an den Start gehen, was die Sache auf der Strecke auch nicht gerade einfacher machen wird.

DPs vs. LMP2

Spannend dürfte vor allem der Kampf um den Gesamtsieg zwischen den DP und den LMP2 werden. Die IMSA hat in den letzten Monaten lange getüftelt, damit die beiden sehr unterschiedlichen Prototypen im Rennen einigermaßen gleichauf liegen. Dabei hat man sich vor allem die DP und deren Abtriebswerte zur Brust genommen, die weit unter jenen der LMP2 lagen. Mittels eines neuen Hecks und eines Diffusors hat man die DP in den Kurven schneller gemacht, dazu kam eine kräftige Erhöhung der Motorleistung. Zusätzlich dürfen die DP jetzt auch mit Carbonbremsen ausgestattet werden. Die Überarbeitung war nicht problemlos, bei den ersten Tests in November verunfallten zwei Daytona Prototypen schwer, weil ein Reifen platzte. Diese Probleme hat man dank verstärkter Reifen wohl in den Griff bekommen, bei den letzten Tests vor wenigen Wochen konnten die DP problemlos ihre Stints absolvieren.

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie LMP2 ist mit vier Chassis vertreten: HPD, Oreca (Morgan), Mazda und dem Delta-Wing. HPD und Oreca hat man in Sachen Motorleistung etwas eingebremst und das Gewicht wurde zunächst auf 960 kg angehoben. Mittlerweile hat man die 60kg wieder rausgenommen, die Fahrzeuge sind also mit ihrem Normalgewicht unterwegs. Mazda startet mit einem Diesel und ist damit ebenso etwas außer Konkurrenz unterwegs wie der Delta Wing.

Die vielen Änderungen haben zumindest dazu geführt, dass die DP in Daytona wieder die schnellsten Prototypen sind. Auf der Geraden wurden rund 193 mph gemessen, die LMP2 waren 5 bis 8 Meilen langsamer. Auch bei den Rundenzeiten haben die DP weiter die Nase vorne. Bei den Vortests in der ersten Januarwoche lagen auf den ersten sechs Plätzen die DP, der Abstand zum schnellsten LMP2 von Extreme Motorsport betrug rund eine Sekunde (1:38.630 vs. 1:39.750). Das waren allerdings Zeiten, die auf freier Strecke gefahren wurden – ein Luxus, den man im 24h-Rennen nur selten haben wird.

Dennoch werden die LMP2 in den ersten Stunden des Rennens vermutlich nicht vorne zu sehen sein. Im Verlauf des Rennens wird sich das allerdings wieder ändern, denn dann kommt die Strategie zum Tragen. Die DP werden wohl zwischen 21 und 23 Runden fahren können, die P2 zwischen 23 und 25 Runden. Am Ende könnte hier der Schlüssel zum Sieg liegen.

Ein Blick zu den Teilnehmern der beiden Klassen, aus Platzgründen beschränkt auf die wichtigsten Starter:

DP:

2014 TUDOR United SportsCar Championship Daytona TestingAction Express – Corvette DP
#5 Joao Barbosa – Christian Fittipaldi – Sebastien Bourdais – Burt Frisselle

Die übliche Besetzung bei Action Express, die waren bei fast allen Tests auch die schnellsten. Die Besetzung ist sehr stark, alle Fahrer verfügen über viel Erfahrung in 24h-Rennen. Friselle, Barbosa und Fittipaldi haben das Rennen schon gewinnen können.

Michael Shank Racing – Riley DP / Ford
#60 John Pew – Oswaldo Negri Jr. – AJ Allmendinger – Justin Wilson

Kein Underdogteam, aber bisher lief es bei den Tests noch nicht ganz so gut, wie man es sich erhofft hatte. Die Besetzung ist allerdings für einen Sieg gut. Ob man sich aber gegen Ganassi und Konsorten wird durchsetzen können?

Spirit of Dayona – Corvette DP
#90 Richard Westbrook – Michael Valiante – Mike Rockenfeller

Die waren bei allen Tests extrem schnell, hatten im November allerdings auch einen schweren Unfall, als Westbrook sich mehrfach überschlug. Ganz klare Favoriten in Daytona. Wie überhaupt die Corvette Chassis gegen über den alten Rileys im Vorteil sind.

Gainsco/Bob Stallings Racing – Corvette DP
#99 Alex Gurney – Jon Fogarty – Memo Gidley – Darren Law

In Daytona ist das Team meist vom Pech verfolgt, aber die Besetzung ist schon allererste Güte. Während andere Teams meist noch einen Fahrer an Bord haben, dem etwas die Erfahrung fehlt, ist diese Fahrerpaarung über alle Zweifel erhaben. Das kann sich bei einem engen Rennen durchaus auszahlen.

Chip Ganassi Racing – Riley DP / Ford
#01 Scott Pruett- Memo Rojas – Jamie McMurray – Sage Karam
#02 Scott Dixon – Tony Kanaan – Marino Franchitti – Kyle Larson

Die Dauersieger bei den 24h, dieses Jahr mal ohne Juan Pablo Montoya, dafür mit dem mir unbekannten Sage Karam. Der stammt aus der Indy Lights Series und ist gerade mal 18 Jahre alt. Da geht Ganassi ein ganz schönes Risiko ein. Der zweite Wagen sieht als Gaststarter Tony Kanaan. Beide Wagen sind mal wieder für einen Sieg gut.

Starworks Motorsport – Riley DP / Dinan
#78 Scott Mayer – Alex Popow – Brendon Hartley

Nicht ganz stark besetzt wie in den Jahren zuvor, auch wenn Brandon Hartley natürlich zu den schnellsten im Feld gehört. Starworks konzentriert sich in diesem Jahr aber etwas überraschend auf die LMPC-Klasse.

LMP2

Da gibt es vor allem alte Bekannte, die man trifft. Muscle Milk/Pikett haben sich ein Oreca-Chassis zugelegt und neben der Besetzung Luhr/Graf wird der sehr schnelle Alex Brundle in Daytona starten. Extreme Motorsport kommt mit zwei HPD, die sich bei den Tests als die schnellsten P2 vorgestellt haben. In einem Wagen werden Sharp/Dalziel/Brabham sitzen, im zweiten Pagenaud/van Overbeek/Brown/Lazzaro. Aus Europa kommt das aus ELMS und WEC bekannte OAK Racing, die auf Pla/Rusinov/Yacaman/Webb setzen. Starke Besetzung, bei den Tests fehlten allerdings 1,6 Sekunden auf den schnellsten DP.

Und dann wären da noch die beiden Mazda Diesel mit Tremblay/Hinchcliffe/Tom Long und Miller/Nunez/Vautier. Die werden aber im Rennen keine Rolle spielen, dafür sind sie zu langsam. Auch den Delta-Wing wird man vermutlich nicht allzu lange sehen. Wenn der Elan-Motor 24 Stunden durchhalten sollte, wäre das allein ja schon eine Sensation.

LMPC

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingAuch die Klasse gibt es noch in der USCC und sie hat sich erstaunlicherweise zu einem Sammelbecken von sehr guten Teams und Fahrern entwickelt. Man findet in der Entry-List (Link siehe unten) etliche Namen, die man aus der LMP2 kennt. Starworks und 8Star haben sich in diesem Jahr dazu entschlossen, in der PC-Klasse anzutreten.

Die LMPC haben der IMSA aber ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, denn die Wagen waren auf der Geraden schlichtweg zu langsam. Bei den ersten Tests waren die GTs deutlich schneller, ein Phänomen, dass man schon in der ALMS hier und da beobachten konnten. Daher hat man die GTs etwas einbremsen müssen, damit die PCs auf den Geraden auch vorbeikommen.

GTLM

2014 TUDOR United SportsCar Championship Daytona TestingIm Prinzip ist das die alte GT-Klasse aus der ALMS, in der auch die üblichen Verdächtigen antreten werden. Neu dabei in diesem Jahr: Porsche, die einen Werkseinsatz wagen. Die Autos werden von Porsche Nordamerika direkt eingesetzt und sind mit den Werksfahrern Tandy/Lietz/Pilet und Long/Bergmeister/Christensen besetzt. Der 991 hatte bei den Tests allerdings mit einigen Problemen zu kämpfen, weil die Antriebswellen die Belastung in den Steilkurven nicht ausgehalten haben. Das soll aber mittlerweile behoben sein. Immerhin konnte man bei den Tests die schnellste Zeit in der GT-Klasse fahren.

General Motors schickt die komplett neue Corvette C7-R ins Rennen, die ebenfalls aus dem Stand sehr schnell scheint. Der neue Wagen war auch überfällig, nachdem man in den letzten zwei Jahren hinter die BMW und die Ferrari zurückgefallen war. Mit Magnussen/Garcia/Briscoe und Gavin/Millner/Lidell geht GM in Sachen Fahrer auch keine Risiken ein. Ob die C7 aber schon standfest genug ist, um 24 Stunden durchzuhalten? GM wird das Rennen auch als Test für das Rennen in Le Mans sehen.

BMW setzt in Zusammenarbeit mit RLL weiter auf den Z4. Bei der Fahrerbesetzung hat man alles an den Start gebracht, was gut und schnell ist. In einem Wagen sitzen Auberlen/Priaulx/Hand/Martine im anderen Dirk Müller/Edwards/Rahal/Werner. Besser kann man kaum unterwegs sein.

Mit leichten Sorgenfalten reisen die Ferrari nach Daytona. Den F458 hatte man in den letzten Jahren immer weiter eingebremst und so mehr oder weniger chancenlos gemacht. Kurz vor dem Rennen hat die IMSA allerdings die BoP etwas angepasst, sodass der Ferrari nun etwas mehr Luft und damit Leistung bekommt. Die Ferrari-US-Abteilung Risi setzt auf Fisichella/Bruni/Beretta/Malucelli, der zweite Wagen kommt von Krohn und ist mit Dumbreck/Bertolini/Jonsson/Krohn belegt.

Dann sind da noch die beiden Viper mit Farnbacher/Goosens/Hunter-Reay und Robert Bell/Bomarito/Wittmer. In Le Mans fuhr die Viper bekanntermaßen weit hinterher, in den USA ist die BoP-Einstellung allerdings anders. In der ALMS konnte die Viper ein paar Siege einholen, dementsprechend schnell ist man auch in Daytona, wie die Tests schon gezeigt haben.

Nicht neu, aber zumindest ungewohnt ist der Start eines Werks-Aston-Martin. Dave Richards setzt auf Mücke/Turner/Lamy/Stanaway/Della Lana und war bei den Tests gut dabei. Auf jeden Fall ein Wagen, der auf Sieg fahren kann.

GTD

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie GTD unterscheiden sich von den GTLM vor allem in Sachen Aerodynamik und Leistung. Im Grunde handelt es sich, grob gesagt, um die US-GT3-Variante. Die Klasse ist mit knapp 30 Fahrzeugen dann auch für die Hälfte des Feldes zuständig. Eine riesige Armada von Porsche ist am Start, aber auch fünf Audi R8 LMS, die teilweise mit Werksunterstützung unterwegs sind. Nachdem Flying Lizard Motorsports von Porsche zu Audi gewechselt ist, stellt das Team auch die Speerspitze der Ingolstädter dar. Mit Canache jr/Pumpelly/Pappas/Winkelhock hat man jedenfalls keine Amateurfahrer am Start.

Die Starterliste komplett durchzugehen, würde den Rahmen sprengen, aber es finden sich extrem gute Gaststarter wie Shane van Gisbergen, Marco Holzer, Marc Lieb, Nicki Thiim, Marc Basseng, Familie Bleekemolen, Filipe Albuquerque, Réné Rast, Toni Vilander, Timo Bernhard, Mika Salo, Kevin Estre, Augusto Farfus und Markus Palttala in der Startliste.

Die Strecke

Der Rundkurs in Daytona ist bekannt. Man fährt alle Steilkurven, biegt aber nach Turn 4 zunächst ins teils enge, teils sehr schnelle Infield ab. Dann geht es raus in T1 und T2. Damit man nicht zu schnell wird, hat man vor T3 eine durchaus flüssige Schikane eingebaut.

Das Wetter dürfte in diesem Jahr keine große Rolle spielen. Die USCC fährt auch bei Regen, aber die Regenreifen wird Continental wohl im Schrank lassen können. Angesagt sind knapp 18 Grad am Tag und 8 Grad in der Nacht. Ein Problem verursachte in den letzten Jahren immer wieder der Nebel, der vom Meer aus kommen kann. Da es aber nicht so feucht sein soll, dürfte dieses Jahr auch das Problem nicht existieren.

Übertragungen
MotorsTV wird das Rennen relativ lange übertragen, dazu kommt ein Livestream der IMSA, der dann ansetzt, wenn die großen Sender aussteigen.

Motors TV: Sa. 19:45 – 01:45 Uhr // So. 11:45 Uhr – 20:45 Uhr
Fox: Sa. 20:00 Uhr – 22:00 Uhr
Fox Sports 2: Sa. 22:00 – 03.00 Uhr
IMSA Livestream: So. 03:00 – 13:00 Uhr
Fox Sports 1: So. 13:00 Uhr – 21:00 Uhr

Ein Livetiming sollte es bei der IMSA geben.

Die Entrylist ist hier zu finden.

Spotterguide ist hier. Allerdings ist der dieses Jahr in Sachen Format etwas unglücklich ausgefallen.

Zu guter Letzt: Ich werde dieses Jahr vor Ort in Daytona sein. US-SIM-Karte vorausgesetzt sollte ich Internet haben und damit auch jede Menge Bilder und Infos von vor Ort senden können. Die laufen dann über Twitter ein. Sollte das mit dem Internet nicht klappen, gibt es dann später jede Menge Bilder aus Daytona.

(Bilder: “Courtesy of IMSA”)

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August 23 2013

16:00

IndyCar: News, Vorschau GoPro Grand Prix of Sonoma

Die IndyCar Series absolviert ihren zweiten Auftritt in Kalifornien auf der bekannten Strecke in den Sonoma Mountains. Mit Lucas Luhr tritt auch mal wieder ein deutscher Fahrer an und mit Hilfe von Sport 1 US erhöht sich so hoffentlich auch die Popularität der Serie in Deutschland.

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Ryan Briscoe
(c) Firestone Racing/Dennis Ashlock

Während sich die laufende Saison langsam ihrem Ende nähert, wird im Hintergrund am Kalender der nächsten gearbeitet. Man würde gerne ein bis zwei Rennen zusätzlich absolvieren. Die heißesten Kandidaten dafür sind ein zweites Rennen zum Auftakt in St. Petersburg und ein weiteres auf dem F1- bzw. MotoGP-Kurs im Indianapolis Motor Speedway. Lange hat man sich gegen das Rennen im Infield gewehrt, weil man Angst hatte, das Indy 500 zu verwässern. Ein Rennen am Eröffnungswochenende für die Trainings zum Indy 500 hätte aber, wie beim Double Header in St. Petersburg, den Vorteil, dass nur relativ geringe Kosten für die Teams zusätzlich entstehen würden.

Das Rennen in Milwaukee steht wie schon seit Jahren auf der Kippe. Vieles hängt davon ab, ob Michael Andretti als Veranstalter des Rennens einen Titelsponsor finden kann. Das Rennen in Pocono hingegen war ein Erfolg und wird im nächsten Jahr auf 500 Meilen verlängert. Es wird also wieder eine echte 500 Miles Triple Crown ausgefahren. Außerdem denkt man in Indianapolis laut über Rennen auf dem Circuit of The Americas in Texas, auf dem Oval in Phoenix und den alten Strecken von Elkhart Lake, Laguna Seca und Watkins Glen nach. Die Saison 2014 soll auf jeden Fall vor dem 1. September enden, um der NFL aus dem Weg zu gehen.

Auf dem Fahrermarkt herrscht auch einige Bewegung. James Hinchcliffe und Toni Kanaan haben noch keinen neuen Vertrag bei Andretti Autosport bzw. KV Technology und dürfen sich auf dem Markt umhören. Das beste freie Cockpit dürfte, neben dem aktuellen von Hinchcliffe, ein möglicher vierter Wagen bei Chip Ganassi Racing sein. Mit Muscle Milk von Greg Picket gibt es im nächsten Jahr vielleicht sogar ein komplett neues Team. Zurzeit bestreiten sie mit einem LMP1 die ALMS, was durch deren Fusion mit der Grand-Am im nächsten Jahr nicht mehr möglich sein wird. Der Einsatz von Lucas Luhr, Stammpilot von Muscle Milk, bei Sarah Fisher Hartmann Racing in Zusammenarbeit mit Rotondo Weirich Motorsport und halt Muscle Milk ist ein Versuchsballon in diese Richtung. Daneben könnte Juan Pablo Montoya in die IndyCar Series zurückkehren – zu Andretti Autosport. Das einzige was noch fehlt, ist wohl ein passendes Sponsorenpaket.

Bevor die neue Saison beginnt, muss aber erst einmal die laufende Saison zu Ende gefahren werden und zwar in Kalifornien an diesem Wochenende.

Strecke

Die Strecke in den Bergen von Sonoma kennt man von unzähligen Rennen der Grand-Am, der ALMS, dem NASCAR Sprint Cup, der WTCC und der IndyCar Series. Jede Serie fährt aber ihr eigenes Streckenlayout und variiert dieses auch noch regelmäßig. Die IndyCar nutzt dabei wie im Vorjahr eine 2,39 Meilen (3,85 km) lange Variante. Nach der kurzen Start-Ziel-Gerade folgt eine lange und schnelle Linkskurve. Eine weite Rechtskurve führt in einen etwas winkligeren Teil. Nach Turn 3, einer fast 90° Linkskurve, folgen drei immer schneller werdende Rechtskurven, die ins Karussell münden. Diese langgezogene Linkskurve führt auf die längste Gerade, die im Vergleich zu anderen Strecken aber immer noch recht kurz ist. An deren Ende befindet sich mit einer engen Haarnadel die beste Überholmöglichkeit. Ein leichtes Geschlängel führt zu einer kurzen Gerade, die in eine Rechts-Links- Schikane mündet. Man hat hier versucht, wie auch mit der Haarnadeln von Turn 7 und 11, bessere Überholstellen zu schaffen – so ganz ist es nicht gelungen. Nach der Schikane folgt eine 90° Rechtskurve und nach einer weiteren kurzen Geraden die letzte Haarnadel. Man nutzt hier eine engere Variante als die NASCAR. Turn 12, eine schneller Linksknick, bringt die Fahrer wieder auf Start-Ziel.

Favoriten

Nur drei Teams konnten mindestens eines der bisherigen acht Rennen in Sonoma gewinnen. Diese drei Teams in Form von Penske Racing, Andretti Autosport und Chip Ganassi Racing sind auch in diesem Jahr wieder die zu favorisierenden Teams. Ryan Hunter-Reay braucht dringend Siege, um in der Meisterschaft noch mitsprechen zu können. Scott Dixon sollte zumindest Castroneves schlagen und der wird versuchen sein Punktepolster mit einem weiteren Top-5-Ergebnis zu halten. Dixon 2007 und Castroneves 2008 haben jeweils schon einmal den Grand Prix of Sonoma gewinnen können, Hunter-Reay noch nicht.

Neben den Titelanwärtern muss man natürlich auch deren Teamkollegen im Auge behalten. Will Power konnte 2010 und 2011 gewinnen und im Vorjahr reichte es hinter Ryan Briscoe zu Platz 2. Er wird alles daran setzen, sich endlich den ersten Saisonsieg zu sichern. Auch Dario Franchitti konnte schon in Sonoma gewinnen und nach Platz drei im Vorjahr wird er auch in diesem Jahr wieder das Podium anpeilen. Dazu kommen noch Charlie Kimball und James Hinchcliffe, die beide schon mindestens ein Rennen in diesem Jahr gewinnen konnten.

Zu den Rennsiegern in diesem Jahr auf Straßenkursen zählen auch Simon Pagenaud und Takuma Sato. Pagenaud hat mit Platz 2 in Mid-Ohio bewiesen, dass er immer noch ganz vorne mitfahren kann. Sato hingegen muss nach zuletzt fünf Platzierungen außerhalb der Top 20 mal wieder ein gutes Ergebnis abliefern. Seine guten Leistungen vom Saisonbeginn geraten sonst in Vergessenheit.

Vorjahressieger Ryan Briscoe hat seinen Bruch im Handgelenk auskuriert und pilotiert wieder den Panther Dallara mit der Nummer 4. Eine Wiederholung des Triumphes wird sehr schwer, da sein Material nicht ganz konkurrenzfähig ist. In die Nähe der Top 10 sollte es aber gehen. Unter nicht ganz konkurrenzfähigem Material leidet auch Justin Wilson. Trotzdem sind ihm regelmäßige Top-10-Ergebnisse in diesem Jahr gelungen. In dieser Region wird er sich auch an diesem Wochenende bewegen.

Um die Top 10 will sich auch wieder Sebastian Bourdais kämpfen. Nach einigen Schwierigkeiten lief es in den letzten Rennen mit den Plätzen 2, 3 und 12 deutlich besser. Sein Teamkollege bei Dragon Racing Sebastien Saavedra platzierte sich in der Regel fünf bis 10 Plätze hinter Bourdais. Tony Kanaan hatte zuletzt einiges Pech mit den Ausfällen in Toronto und Mid-Ohio, hat aber auch Platz 5 im ersten Rennen in Toronto zu Buche stehen. Zwischen Sekt und Selters ist da alles möglich. Simona de Silvestro hingegen hatte ihre Pechsträhne vom Juni auf den letzten Straßenkursen von Toronto und Mid-Ohio abgeschüttelt. Mit ein wenig Glück wird die schnelle Schweizerin wieder um die Top 10 mitfahren können.

Im Vorjahr konnte sich Graham Rahal Platz 5 sichern, damals aber noch für Chip Ganassi Racing. Im Team seines Vaters läuft es in diesem Jahr nicht immer ganz rund. Für ihn wie auch für James Jakes sind Platzierungen in den Top 15 leider nur Ausnahmen. Josef Newgarden bekommt mit Lucas Luhr einen Teamkollegen. Hier muss man sehen, inwieweit sich beide unterstützen können.

Nach Platz 15 in Mid-Ohio wird James Davison wieder die Nummer 18 von Dale Coyne Racing pilotieren. Für den Rookie geht es vor allem darum, sich für ein Cockpit im nächsten Jahr zu empfehlen. Nach seiner Entlassung bei Panther Racing in Folge des Indy 500 wird JR Hildebrand sein Comeback geben. Er kämpft gegen Luca Filippi, der in Mid-Ohio Platz 16 erreichen konnte, um den Platz bei Barracuda Racing im nächsten Jahr.

Zeitplan

Freitag

2:00 pm EST (20:00 MESZ) – 02:45 pm freie Training
5:00 pm EST (23:00 MESZ) – 5:45 pm freie Training

Samstag

2:00 pm EST (20:00 MESZ) –2:45 pm freie Training
5:30 pm EST (23:30 MESZ) – 6:40 pm Qualifikation

Sonntag

1:05 pm EST (19:05) – 01:30 pm Warm Up
4:00 pm EST (22:00 MESZ) Übertragungsbegin NBC Sports

4:40  pm EST (22:40 MESZ) GoPro Grand Prix of Sonoma; 85 Runden

Sport 1 US überträgt das Rennen nicht live, sondern zeigt Spiele der NFL Preseason. Am Montag gibt es das Rennen dann aber von 14:30 bis 17:00 Uhr zu sehen.

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August 09 2013

12:05

NASCAR: Vorschau Watkins Glen 2013

Zwei Mal im Jahr beweisen die Piloten des Sprint Cups, dass sie neben Links- auch Rechtskurven beherrschen. Nach Sonoma im Juni findet das zweite Rundkursrennen wie üblich in Watkins Glen statt, welches im Vorjahr mit einem packenden Finish überzeugen konnte.

cheezit355attheglenWatkins Glen, The Glen, Glen Watkins oder Watkins Glen International: Alles Namen die ein und dieselbe Strecke im Südwesten des US-Bundesstaates New York beschreiben. In den 60er- und 70er Jahren noch Austragungsort von Formel 1-Rennen ist aktuell der NASCAR Sprint Cup das große Highlight des Jahres. Die Oberliga der NASCAR gastierte zum ersten Mal im Jahr 1957 auf der Strecke und sucht diese seit 1986 jedes Jahr auf. Gefahren wird auf einer modifizierten Streckenvariante mit 2,45 Meilen Länge, welche auf der Gegengeraden noch eine Schikane, den Inner Loop, beinhaltet. Insgesamt müssen die Fahrer auf einer Runde acht Kurven bewältigen, davon sind fünf Rechts- und drei Linkskurven. Im letzten Jahr konnte sich Marcos Ambrose zum wiederholten Male den Sieg vor Brad Keselowski sichern. Der Kampf in der letzten Runde zwischen Kyle Busch, Keselowski und Ambrose stellte eines der Highlights des vergangenen NASCAR-Jahres dar. Sollte jemand dieses Finish noch nicht gesehen haben, empfehle ich diesen Zustand schnellsten zu ändern.

Nachdem sich Marcos Ambrose also die letzten beiden Siege auf “The Glen” sichern konnte gilt er natürlich wieder als Top-Favorit für den diesjährigen Lauf. Aber Juan Pablo Montoya muss man ebenfalls immer auf der Rechnung haben, denn auch er konnte hier schon gewinnen. Aber auch die gelernten Oval-Fahrer gilt es zu beachten, schließlich konnte sich Martin Truex Jr. dieses Jahr in Sonoma den lang ersehnten Sieg sichern, der auch den ein oder anderen Racingblogger von seiner Qual erlöste. Neben den genannten Piloten sind auch die Busch-Brüder, Jeff Gordon, Clint Bowyer und wie üblich Jimmie Johnson als Siegkandidaten aufzuzählen, wobei sich Johnson auf einen Rundkurs nie so in den Vordergrund fahren konnte wie in einem Oval.

Watkins Glen wird auch ein wichtiger Bestandteil des Kampfes um den Einzug in den Chase sein, sind es doch nur noch insgesamt fünf Rennen, um sich zu qualifizieren. Seine Chancen verbessert hat Kasey Kahne, da er das letzte Rennen in Pocono für sich entscheiden konnte. Durch seine nun zwei Saisonsiege sollte der Chase-Einzug für ihn keine Hürde mehr darstellen, egal ob er sich über die Punkte oder eine Wildcard qualifiziert. Auch Brad Keselowksi und Kurt Busch sind mit Platz 12 bzw. 13 und nur wenigen Punkten Rückstand auf den Zehntplatzierten Greg Biffle noch im Rennen. Das einzige Problem was beide Fahrer haben ist, dass sie diese Saison noch nicht in der Victory Lane standen. Sollte sich dies nicht in den nächsten Rennen ändern, wird es schwer bis unmöglich werden, den Chase zu erreichen. Rosiger sieht da die Welt für die Wildcard-Inhaber Martin Truex Jr. und Tony Stewart aus, welche diese Saison jeweils einmal einen Sieg einfahren konnten. Letzterer jedoch wird wahrscheinlich seine Wildcard nach dem Rennen abgeben müssen.

Tony Stewart wird nämlich nicht in Watkins Glen starten können. Anfang der Woche erreichte uns die Nachricht, dass er sich sein rechtes Schien- und Wadenbein bei einem Sprint Car-Unfall gebrochen hatte. Wir hoffen auf gute Besserung, aber diese Saison ist für Stewart gelaufen. Er sollte auch nicht den Fehler begehen, zu schnell wieder ins Auto zu steigen. Als schlechtes Beispiel fungiert hier Denny Hamlin, der schon länger mit Rückenschmerzen kämpft, welche durch den Unfall in Fontana und den damit verbundenen Bruch eines Wirbels noch verstärkt wurden. Für Stewart und Hamlin wäre es also sinnvoll, die Verletzungen auszukurieren, um in der nächsten Saison wieder angreifen zu können, denn der Zug in den Chase ist für beide schon längst abgefahren. Generell sollte man aber auch über die Sicherheit der Sprint Cars diskutieren, schließlich war es nicht nur der dritte Unfall mit Stewart innerhalb weniger Wochen, vielmehr musste Jason Leffler in diesem leichten und stark motorisierten Gefährt sein Leben lassen.

Der Blick auf die Entrylist verrät, dass die #14 von Tony Stewart vom alten Haudegen aus Italien in Person von Max Papis pilotiert wird. Der 43-jährige fuhr nicht nur in der Formel 1 und der Champ Car, auch in der höchsten Klasse der NASCAR absolvierte er bereits 35 Rennen. Neben ihn finden sich wie üblich auch weitere Rundkursspezialisten ein. Mit Owen Kelly sehen wir neben Marcos Ambrose einen weiteren Australier der in der #51 von Phoenix Platz nimmt. Auch Brian Keselowski, der “etwas” langsamere und ältere Bruder von Brad, ist wieder in der #52 dabei und wird auch am Rennen teilnehmen, da nur 43 Teams gemeldet sind. Erneut begrüßen dürfen wir Boris Said in der #32 und Ron Fellows in der #33, welche auch in Sonoma am Start waren. Die #98 von Phil Parsons Racing wird diesmal nicht dabei sein, der Fahrer Michael McDowell ist für dieses Wochenende in der #35 gemeldet. AJ Allmendinger wechselt ebenfalls das Cockpit, nachdem er zuletzt in der #51 saß, kehrt er erneut in die #47 zurück. Hingegen nicht auf der Entrylist zu finden ist Joe Nemechek, welcher den Fahrersitz der #87 mit Tomy Drissi tauscht.

Wie gewohnt gibt es nun noch die aktuellen Stände der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die TV-Zeiten für das Wochenende. MotorvisionTV wird nach der Pause letzte Woche wieder live dabei sein.

Freitag 09.08.
18:00 Uhr, Sprint Cup Practice, SPEED
19:30 Uhr, Nationwide Practice, SPEED
22:00 Uhr, Sprint Cup Practice, SPEED

Samstag, 10.08.
15:30 Uhr, Nationwide Qualifying, ESPN2
17:30 Uhr, Sprint Cup Qualifying, EPSN2
20:15 Uhr, Nationwide Rennen (Zippo 200), ABC (Green Flag: 20:35 Uhr)

Sonntag, 11.08.
19:00 Uhr, Sprint Cup Rennen (Cheez-It 355), ESPN & MotorvisionTV (Green Flag: 19:19 Uhr)

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February 29 2012

18:12

NASCAR – Analyse Daytona 500

Ein gutes, wenn auch recht unfallträchtiges erstes Rennen lieferte die NASCAR am Montagabend in Daytona ab. Wegen Regens musste das Rennen auf diesen Termin gelegt werden. Am Ende gewann nicht ganz überraschend ein Ford. 

Die NASCAR entschied sich am Sonntag auf Grund von Dauerregen das Rennen auf Montagmittag zu verlegen. Montag früh merkte man auf Grund der immer noch schlechten Wetterverhältnisse jedoch schnell, dass auch dieser Termin nicht zu halten sein würde und verschon das Rennen auf den Abend.

Dafür sprach neben der besseren Wettervorhersage noch ein weiterer Grund: Zur US-Primetime versprachen sich die Verantwortlichen auch deutlich bessere Quoten. Für FOX und die NASCAR war der Lauf eine Art Testballon – denn die Idee, manche Rennen des Sprint-Cup (à la “Mondy Night Football”) am Montagabend zu fahren ist keineswegs neu. Daytona sollte den Verantwortlichen nun endgütlig zeigen, welche Quoten Wochentags erreicht werden können.

Das Ergebnis fällt laut ersten Overnight-Ratings zwiespältig aus. Auf der positiven Seite: Man hatte mehr Zuseher als beim Pothole-Debakel 2010. Nicht so gut: Es waren auch weniger als 2011. Außerdem zeigen die Ratings einen deutlichen Anstieg nach Montoyas spektakulärem Unfall – mit einem “normalen” Rennen wäre man also vielleicht etwas schlechter gelegen. Ob die Zahlen nun Anlass sind, über weitere Montags-Rennen nachzudenken, liegt im Auge des Betrachters: Es ist sicher ein anständiges Ergebnis, mit dem man das beste aus einer widrigen Situation herausgeholt hat. Einen klar ersichtlichen Vorteil gibt es gegenüber dem Sonntag aber nicht. Und den bräuchte man, um ein Montags-Rennen zu rechtfertigen, das wohl mit einem deutlich Minus an Zuschauern an der Strecke auskommen müsste.

Einen dicken Silberstreif gibt es allerdings für die NASCAR: Die Nationwide-Serie auf ESPN hat mit Danica Patrick auf der Pole Zuschauerrekorde für Kabel gebrochen, und 4,4 Mio. Zuseher erreicht. Das Rating von 3.3 liegt etwa deutlich über jenem Wert, den die IndyCar-Serie bei ihren Übertragungen am Network-Sender ABC erzielt. Selbst das Indy 500 aus dem vergangenen Jahr hatte mit einem Rating von 4.0 nicht sehr viel mehr Zuseher.

Das Rennen:

Um 19.00 Uhr amerikanischer Zeit ging es dann endlich los in Daytona und Darell Walltrip eröffnete die Saison mit seinem bekanntem “Boogity, Boogity, Boogity, let’s go racing boys!”, welches er aus aktuellem Anlass mit einem “and Danica” vervollständigte. Die Fahrer schafften es sich auch eine ganze Runde zusammenreißen, bis es das erste Mal krachte. Sadler schob Johnson auf der Start- und Zielgeraden leicht an, der daraufhin hart in die Mauer einschlug und anschließend einen harten Treffer von einem weiteren Fahrzeug einstecken musste. Die übliche Kettenreaktion folgte. Insgesamt beschädigte der Unfall die Fahrzeuge von Johnson, Patrick, Bayne und Kurt Busch so schwer, dass das Rennen für sie entweder komplett vorbei war, oder sie so viele Runden Rückstand nach Reperaturen hatten, dass ein Sieg oder viele Punkte unmöglich waren. Johnson hat damit im Übrigen wieder einen Grund mehr, die Superspeedwayrennen zu hassen. Kyle Bush kommentierte den Unfall hingegen relativ amüsant über Funk: “Seriously, we sit around 36 hours and then we wreck on lap 1.”.

Nachdem Restart sah man vorne Kenseth und Biffle, wo sie auch den ganzen Abend bleiben sollten. Generell wurde den gesamten Abend viel 2-wide gefahren, wobei dies meistens erst hinter den Top 5 der Fall war. In Runde 13 gab es dann die nächste Gelphase, als Ryan Newman sich auf Grund eines Reifenplatzers drehte. In dieser kamen  alle an die Box. Nachdem Restart gab es lange Zeit vorne ein großes Pack und dahinter ein kleineres Pack mit unter anderem Montoya, McMurray, Labonte, Gilliland und Harvick, die sich so versuchten aus dem Gröbsten rauszuahalten.

Um Runde 57 folgten dann Green-Flag Pitstops, aus denen Jeff Burton als Führender hervorging. Tony Stewart verpasst die Boxeneinfahrt, ein größerer Schaden entstand daraus allerdings für ihn nicht. Kurz nach den Pitstops gab es die nächste Gelbphase wegen Debris auf der Strecke. Bei Kenseth zeigte sich zu dem Zeitpunkt, dass er massive Kühlungsprobleme hatte. Das Wasser sprühte geradezu aus seinem Auto, als er an der Box war. Er verlor zwar dadurch das Pack, konnte aber in der Lead Lap bleiben. Zu diesem Zeitpunkt waren vorne Burton, Biffle, Logano, Bowyer und ein starker Ambrose zu finden.

Bis Runde 81 lief das Rennen unter grün, dann platzte Jeff Gordon auf der Outside-Lane der Motor, er konnte dies zum Glück rechtzeitig mit der Hand anzeigen, so das es zu keiner Kollision mit anderen Fahrzeugen kam. Gordon sagte danach, dass alle Temperaturmesser im grünen Bereich gewesen seien, er also keine Ahnung habe, warum sich der Motor verabschiedete. Nach den nächsten Boxenstops ging es dann weiter.

Zu diesem Zeitpunkt schossen sich Hamlin und Kenseth nach vorne. Allgemein war auch beim 500 das zu beobachten, was sich schon in den Gatorade Duels und dem Budweiser Shootout angedeutet hatte: Die 2-Car-Tangos funktionierten begrenzt für eine bestimmte Zeit so um die 1- 1 1/2 Runden um sich im Pack nach vorne zu arbeiten, vom Pack weg fahren konnte man allerdings nicht. Polestitter Carl Edwards meldete in Runde 107, als vorne angefangen wurde Single-file zu fahren, Benzindruckprobleme. Seine Chancen auf einen Sieg waren damit auch dahin. Man dachte eigentlich, dass es in der Nacht weniger Temperaturprobleme geben würde, aber Bowyer meldete sich in Runde 117 und sagte, dass er sein Auto nicht mehr kühl bekommen würde. Allgemein sagten die Fahrer, dass es gut möglich war, das Auto im Rennen zu kühlen, wenn man es jedoch einmal übertrieben hatte, war es sehr schwer, den Normalzustand wiederherzustellen.

In Runde 127 dachten alle Bowyer’s Motor sei kaputt, aber in Wirklichkeit hatte er keinen Sprit mehr und wurde bei der Boxengasseneinfahrt durch 2 Autos geblockt. Die Folge war eine weitere Gelbphase, da sein Auto einfach ausrollte. Jeff Burton musste hierbei in die geschlossene Boxewngasse fahren und stoppen, da er sonst auch ausgerollt wäre. Nach den Boxenstops wurde es dann zunehmend aggressiver und temperamentvoller. Das hintere Pack hatte sich aufgelöst und Montoya. McMurray und Harvick mischten jetzt auch vorne mit. Ganz vorne war die Ford-Armada aus Kenseth und Biffle, dahinter Hamlin, Earnhardt Jr. und Logano.

In Runde 158 gab es dann die nächste Gelphase wegen eines Reifenschadens von David Stremme, was sehr schade war, da das Auto erst 2,5 Wochen vor dem 500 auf die Beine beziehungsweise Räder gestellt werden konnte. Bei den letzten Boxenstops kam es dann zu der wohl einprägsamsten Szene des Rennens. Juan Pablo Montoya war nach seinem letzten Boxenstop auf dem Weg zum Pack als ihm kurz vor einem Track-Blower wohl das Differential kaputt ging. Die Folge war, dass er mit dem Auto unkontrollierbar in das Heck des Track-Blowers krachte. Dabei traf er natürlich die hinten angebrachte Turbine mit Tank. Es gab einen großen Feuerball, Kerosin floss die Strecke herunter entzündete sich, das Feuer konnte jedoch nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Etwas ernsthaftes ist zum Glück weder der Besatzung des Track-Blowers noch Montoya passiert. Aber die Bilder waren schon erschreckend und spektakulär zu gleich.

Wegen des Feuers stoppte man die Autos erstmal auf der Backstretch und unterbrach das Rennen. Brad Keselowski wurde irgendwann so langweilig, dass er woher auch immer sein Handy holte, anfing zu twittern und Fotos zu schießen. Die NASCAR begrüßte im Nachhinein die Aktion, solang dabei keine Gefahr entsteht. Zunächst gab es Zweifel ob die Strecke das Feuer unbeschadet überstanden hatte, nach knapp 2 Stunden Pause konnte es dann aber doch weiter gehen.

Der Restart erfolgt in Runde 163, vorne waren Kenseth, Biffle, Earnhardt Jr., dahinter Harvick und Logano. Es wurde nun zunehmend unruhiger, teilweise wurde versucht eine Dritte Linie aufzumachen, doch das gelang nicht, da schon die zweite, obere Linie etwas schlechter als die Untere funtktionierte.

In Runde 172 kamen sich dann Ambrose, Mears und Almirola ins Gehege, was zu einer weiteren Gelbphase führte. Nachdem Restart in Runde 181 führte Kenseth vor Biffle, Earnhardt Jr, Hamlin und Harvick. Wenige Runden später folgte der nächste Big One, nachdem McMurray durch einen Reifenschaden das Auto verlor. Involviert waren: McMurray, Stewart, Almirola, Smith, Edwards, Kahne und Keselowski, der scherzhaft nachdem Unfall im Interview gefragt wurde, ob sein Auto oder sein Telefon mehr Schaden genommen hätte (es war das Auto).

Beim Restart in Runde 193 wurde klar, dass Biffle und Kenseth weiter zusammenarbeiten würden, als Kenseth hochzog, um Biffle “einzusammeln”. Doch nach 3 Runden war der Spaß wieder vorbei, es gab nämlich noch einen letzten Big One, weil Stewart von Stenhouse umgedreht wurde. Dieser war zuvor leicht von Logano berührt worden. Resultat waren Schäden an den Wagen von: Blaney, Kyle Busch, Stewart, Reutimann, Stenhouse, Newman und Gilliland. Dieser letzte Big One führte zu einem Green-White-Checkered- Finish. Beim Restart sammelte Kenseth wieder Biffle ein, welcher ihn pushte und vor Earnhardt “beschützte”, der leider von Hamlin nicht wirklich gepushed wurde. Er konnte vor der Ziellinie aber noch Biffle überholen, der sich ganz klar in den Dienst des Teams stellte, als er Kenseth nicht angriff, sondern bis zum Ende pushte.

Daytona bestätigte seinen Ruf, sich nach der Neusasphaltierung als Fordstrecke zu entwickeln. Ganz starke Leistung des Roush-Teams, während Hendrick-Motorsports mal wieder auf den Superspeedways bis auf Junior, der ein gutes Rennen ablieferte ordentlich unter ging. Für Stewart-Hass Racing lief es auf Grund der Unfälle, in die alle 3 Fahrzeuge unschuldig verwickelt wurde auch sehr schlecht, das gleiche gilt wie so oft auf den Superspeedways für Earnhardt-Ganassi-Racing, die ansonsten wohl gut unterwegs gewesen wären. Herauszuheben aus den Top 10 sind noch Paul Menard mit einem sehr starkem 6. Platz und Mark Martin auf Platz 10. Das vollständige Endergebnis gibt es http://www.jayski.com/stats/2012/pdfs/01daytona2012results.pdf .

Allgemein war es ein ganz gutes Rennen mit einem verdientem Sieger und trotz des Montagabendtermins mit beeindruckender Zuschauerzahl an der Strecke. Matt Kenseth fuhr die ganze Zeit, bis auf eine kurze Phase wegen seines Kühlproblems vorne mit, ebenso Biffle und Earnhardt Jr. Das Packracing ist zurück in Daytona in einem begrenzten Mix mit den 2-Car-Tangos, auch wenn die obere Linie am Montag leider nicht so gut funktionierte. Wer wissen möchte, wie sehr gutes Pack-Racing mit 2-Car-Trains aussieht, sollte sich das Nationwiderennen anschauen.

Im deutschen TV: 

Reichlich Verwirrung gab es rund um die deutschsprachige TV-Übertragung im Vorfeld des Rennens: Motorvisison TV hat vergangene Woche überraschend angekündigt, das Daytona 500, den gesamten Chase, und einige “Highlights” der laufenden Saison live “und exklusiv” zu übertragen. Als Kommentatoren wurden Lenz Leberkern und Jacques Schulz vorgestellt, wobei letzterer als Experte fungieren sollte.

Nach der Verschiebung des Rennens auf Montagnacht trat dann auch noch Servus TV auf den Plan, und kündigte an, das Daytona 500 ebenfalls live zu übertragen. Dabei scheint der Red Bull-Sender allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben, denn wenig später musste man zurückrudern: Man habe gerade bemerkt, dass man das Rennen doch nicht live zeigen könne. Eine etwas peinliche Vorstellung, die aber immerhin duch das Versprechen “es wieder gutzumachen” entschärft wurde. Welche Umstände die kommunikative Fehlleistung ausgelöst haben, ist unklar.

Das Fazit zur ersten Motorvision-Übertragung bietet Plus- und Minuspunkte. Loben muss man die Bildqualität, und die Beharrlichkeit, mit der man auch nach zwei Verschiebungen die Übertragung durchgezogen hat. Auch der Einsatz des Kommentatorenduos ist nicht zu bemängeln, immerhin musste man am Ende mehr als sechs Stunden ein nicht stattfindendes Rennen kommentieren (vier Stunden am Sonntag, und dann nochmal zwei Stunden Rot-Phase am Montag). Mit sicher geringer Vorbereitungszeit eine nicht ganz einfache Aufgabe. Nett war auch der interaktive Ansatz der Sendung, der zu einer teils fast familiären Atmosphäre führte. Manchmal aber auch zur angespannten Esstisch-Stimmung bei etwas weiter entfernteren Verwandten. Auch die ehrliche und effiziente Facebook-Kommunikation des Senders mit den Fans ist zu begrüßen.

Mit der Beurteilung des Renngeschehens taten sich Leberkern und Schulz gelegentlich ein wenig schwerer. Das mag mit der geringen Vorbereitungszeit und auch der späten Stunde zu tun haben – während der zweistünden Rotphase war den beiden die Belastung doch ein wenig anzumerken. Für zukünftige Übertragungen würde man sich aber vielleicht ein wenig mehr Detailinformationen erhoffen. Aber gut – bis zur nächsten Übertragung dürften ja nun ausreichend Zeit für Vorbereitungen bleiben.

Die Initiative von Motorvision ist für deutsche Fans jedenfalls sehr zu begrüßen – gerade vor dem Hintergrund, dass das NASCAR 2012 deutlich aggressiver gegen inoffizielle Internet-Streams vorzugehen scheint.

( Der Artikel entstand in Zusammenarbeit zwischen Chaos und Vorsicht, Bilder folgen. )

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August 16 2011

16:47

NASCAR: Analyse Watkins Glen 2011

Einen Tag später als geplant konnte das zweite Rundkursrennen der Saison in Watkins Glen über die Bühne gebracht werden. Die Warterei war nicht vergeblich, denn die Fans wurden mit einem spannenden Rennen belohnt: Marcos Ambrose fuhr endlich seinen ersten Cup-Sieg, während nicht nur Boris Said und Greg Biffle für ordentlich Action sorgten.

Marcos Ambrose hat lange auf diesen ersten Cup-Sieg warten müssen, nachdem er 2008, 2009 und 2010 schon drei Mal in Folge das Nationwide-Rennen in Watkins Glen gewinnen konnte. Letztes Jahr verhagelte ihm der Spritsparmodus unter Gelb in Sonoma schon einen sichergeglaubten Erfolg, als der Motor in der steilen Bergaufpassage nach der Zielgeraden nicht wieder ansprang und Ambrose seine Führung an den späteren Sieger Jimmie Johnson abgeben musste. Etwas mehr als ein Jahr später steht nun der zweimalige, australische V8-Supercar-Champion endlich in der Victory-Lane und das auch äußerst verdient. Seinen Erfolg hat er sich ganz alleine herausgefahren und musste dieses Mal auch nicht am Benzin sparen, obwohl das Rennen durchaus auch zum Spritpoker hätte verkommen können.

Kyle Busch brachte das Feld zur grünen Flagge und behielt die Spitzenposition insgesamt über die Hälfte der Renndistanz bei. Beim Start musste er sich aber direkt dem Duo von Richard Petty Motorsports geschlagen geben, denn zunächst gaben AJ Allmendinger und Marcos Ambrose den Ton an. In den ersten Runden rutschte bereits Kurt Busch von der Strecke und musste sich an der Box den Kühlergrill reinigen lassen. Blöderweise kam er genau zwischen den beiden Petty-Fords wieder auf die Strecke zurück. Busch wehrte sich so vehement gegen seine Überrundung, dass er Allmendinger kurzerhand abschoss. Letzterer sann über den Funk sofort nicht gerade jugendfrei nach Rache, woraus jedoch nichts werden sollte – zumindest nicht in Watkins Glen, doch dazu später mehr.

Kyle Busch versuchte derweil, wie sein Bruder Kurt in Sonoma, mit einer Zweistopp-Strategie ins Ziel zu kommen. Marcos Ambrose und unter anderem auch Juan Pablo Montoya kamen allerdings recht früh zu ihrem ersten Pitstop, da hier zum Teil auch noch die Rechnung bis zur Halbzeit gemacht wurde, denn der Regen gefährdete zunächst ebenfalls den Montagstermin. Als Montoya und Ambrose in Runde 17 die Box ansteuerten, konnten sie sich sicher sein, zumindest an der Wertungsgrenze (50% des Rennens) in Führung zu liegen, falls es denn erneut regnen würde. Die neuen Reifen waren nämlich schnell genug, um in kürzester Zeit das gesamte Feld umzukrempeln, während vorne Kyle Busch einsam seine Runden abspulte.

Pünktlich zum Ende des Fuel-Windows in Runde 28 rollte dann Greg Biffle ohne Sprit aus, was auch zeigte, dass der Benzinverbrauch sich am Montag nicht gerade als zuverlässig bekannt bezeichnen ließ. Einige Fahrer wie z.B. Jeff Gordon und Jimmie Johnson waren daher ebenfalls schon vor der Caution zum Tanken gekommen. Während die meisten Piloten nun ihre leeren Tanks nachfüllen konnten, kamen Allmendinger und Johnson nur für zwei neue Reifen an die Box und Ambrose sowie Montoya verzichteten sogar gänzlich auf ein Nachfassen, was ihre unterschiedliche Strategie noch einmal unterstrich und die beiden Fahrer wieder in Führung spülte.

Um Runde 40 herum war dann allerdings auch deren Tank leer, was zuerst Ambrose (R38) und danach auch Montoya (R42) zum Pitstop zwang und Kyle Busch direkt zur Halbzeit (R45) wieder an die Spitze des Feldes brachte, da auch Jeff Gordon langsam aber sicher mit alten Reifen zurückfiel. Jimmie Johnson kam übrigens in Runde 43 zum Nachfassen.

Gelbphase #2 war dann wenig später der Grund, warum Kurt Busch keine Rache mehr von AJ Allmendinger fürchten musste, auch wenn das die Situation für ihn nicht besser machte: Ein Reifenplatzer im leicht überhöhten Turn 5 direkt nach dem Inner Loop (Busstop-Schikane) katapultierte Buschs Penske frontal mit einer Menge Geschwindigkeit in die Reifenstapel. Der Onboard-Kamera konnte man dann ganz gut entnehmen, wie das HANS-System seine Arbeit verrichtete, sodass Busch dem Wrack gottseidank unverletzt entsteigen konnte.

Dies sollte allerdings nicht der letzte Unfall des Tages dieser Art bleiben, denn nur gut 15 Runden später ereilte Denny Hamlin derselbe Defekt beim Anbremsen auf den abschüssigen Turn 1. Auch hier folgte ein sehr harter Einschlag, zum Glück jedoch ebenfalls ohne schlimme Folgen. Die Ursache für die Reifenschäden müssen wohl bei den sehr heißen Temperaturen der Bremsen auf Rundstrecken gesucht werden. Obwohl die Bremsen wirklich massiv durch eigene Lüfter und den Fahrtwind gekühlt werden, lässt sich ein Überhitzen bei Überbremsen der Fahrzeuge leider nie ganz vermeiden. Die Hitze setzt dann den Reifen derartig zu, dass sie einfach irgendwann nachgeben. Schlimmer hätte es nur kommen können, wenn einem Fahrer womöglich gar eine ganze Bremsscheibe geplatzt wäre.

Zwischen diesen beiden Gelbphasen kamen dann die unterschiedlichen Strategien sehr schön zum Tragen, als zunächst Brad Keselowski die Führung auf der Rennstrecke von Kyle Busch übernahm, nur um kurze Zeit später den vorletzten Boxenstopp absolvieren zu müssen. Das brachte nun natürlich wieder Ambrose und Montoya in Führung, die bei normalem Rennverlauf nur noch einen finalen Pitstop vor sich haben würden. Diesen legten sie übrigens zwei Umläufe vor Hamlins Umfall in Runde 64 ein, wobei ihnen die anschließende Caution sogar wertvolle Spritspar-Runden für eine später auch eingetretene Green-White-Checkered-Verlängerung einbrachte.

Der Rest des Feldes absolvierte den letzten Boxenstopp während dieser Caution und damit waren dann auch wieder alle Fahrzeuge annähernd in derselben Sequenz unterwegs. Für Ambrose und Montoya kam die Gelbphase leider zwei Runden zu spät, denn sie verloren wertvolle Zeit an der Boxengasse, während die Konkurrenz unter Renntempo an ihnen vorbeidonnerte. Kyle Busch konnte dagegen unter Gelb ganz gemütlich zum Nachfassen erscheinen und die Führung verteidigen. Die Ausgangssituation für das Finale über 21 Runden war damit geschaffen:

Kyle Busch führte das Feld vor Brad Keselowski, Martin Truex Jr und Marcos Ambrose zum Restart, Juan Pablo Montoya war in diesem Moment meiner Erinnerung nach Fünfter. Das Problem von Ambrose und Montoya war nun, dass sie ihre Track-Position bis zum Führenden Busch auf der Strecke gutmachen mussten. Dem Australier gelang das wirklich vortrefflich, denn er war sechs Runden später bereits Zweiter hinter Busch, während Montoya eher zurückfiel und seinen fünften Rang zehn Umläufe nach dem Restart bereits an einen heranstürmenden Jimmie Johnson abgeben musste.

Zehn Runden vor Schluss begann dann die vermeintlich entscheidende Rennsituation, als Marcos Ambrose damit begann, sich Kyle Busch zurechtzulegen. Sechs Umläufe lang gelang es Ambrose allerdings nicht, die Führung zu übernehmen, auch wenn er Busch in den einen oder anderen Fehler zwingen konnte. Dann gab plötzlich auch bei Paul Menard ein Reifen nach, was einen Einschlag inkl. Ölfeuer unter der #27 ausgangs von Turn 5 zum Ergebnis hatte. Natürlich rief NASCAR die vierte Caution aus, weil die Strecke eingehend gesäubert werden musste. Diese längere Maßnahme führte dann dazu, dass der finale Restart direkt als erste Green-White-Checkered-Verlängerung ausgerufen wurde.

Diese begann Kyle Busch auf der Innenseite gegen Marcos Ambrose in Reihe 1, gefolgt von Brad Keselowski und Martin Truex Jr. Innerhalb von einer halben Runde war das Rennen dann entschieden und obwohl Ambrose zunächst mit durchdrehenden Reifen nicht von der Stelle kam, verließ er trotzdem den Inner Loop als neuer Führender. Das passierte, weil zunächst Kyle Busch zu schnell in die Kurve fuhr und innen vom lachenden Dritten Brad Keselowski überholt wurde. Alle drei Piloten waren dann three-wide unterwegs, wobei Busch außen auf dem Gras den Kürzeren zog. Für den neuen Führenden Keselowski war dann vor der Busstop-Schikane Schluss, als Marcos Ambrose auf der Bremse die Position an der Spitze eroberte.

Im Normalfall hätte der Australier jetzt noch mehr als eine Runde zittern müssen, doch nachdem die weiße Flagge draußen war, gab es im Mittelfeld einen massiven Unfall in den Esses (Turns 2, 3 und 4) unter Beteiligung von Boris Said, David Ragan und David Reutimann. Außerdem rodelte Tony Stewart im Inner Loop durchs Gras und räumte dabei noch Clint Bowyer ab. NASCAR machte das einzig Richtige und brach das Rennen mit Marcos Ambrose als verdientem Sieger direkt ab, um den schlimmen Crash am Anfang der Strecke auflösen zu können.

Said hatte auf der Außenseite keinen Platz mehr, ohne selber auf das Gras zu gehen. Daher drehte er in einem typischen Rennunfall stattdessen David Ragan mit der linken Frontpartie zuerst in die Leitplanke. Dabei verletzte sich Ragan nach eigener Aussage leicht am Fuß, da ihm die Fußstütze bzw. -ablage entgegen kam und auch die Pedale einen gehörigen Satz nach rechts machten. Anschließend schoss der Ford mit der #6 quer über die Strecke und traf blöderweise direkt David Reutimann, der dann mit der Fahrerseite zuerst direkt in die gegenüberliegende Leitplanke krachte und sich danach über die Fahrbahn zurück mehrfach überschlug. Kein schöner Anblick und der Unfall ging zum Glück sehr sehr glimpflich aus.

Später forderten beteiligte Fahrer auch an dieser Stelle die Errichtung einer SAFER-Barrier, nachdem zuletzt schon in Turn 10 und 11 eine solche installiert worden war. Grundsätzlich ist diese Forderung zu begrüßen und zu unterstützen, doch leider wird auch hier wieder klar, dass die – für ein solches Upgrade relevanten – Streckenteile vielmals erst nach einem schweren Unfall offenbar werden. Im Grunde genommen könnten viele Rundkurse und Ovale noch weitere Sicherheitsüberholungen vertragen, doch wer investiert schon gerne die Millionen an Umbaukosten.

Der ganz große Spaß brach dann nach dem Rennen los, als ESPN plötzlich hektisch in den Garagenbereich schaltete, wo sich Boris Said mit Greg Biffle ziemlich in der Wolle hatte. Offenbar ging es wohl um eine mir unbekannte Szene während des Rennens, als der Ford-Pilot laut Said trotz Rundenrückstand sehr unfair gefahren sein soll. Dabei wurden beide Piloten auch massiv handgreiflich und ein sehr aufgebrachter Boris Said kündigte an, Greg Biffle unter der Woche mal einen Besuch abzustatten. Die Szene möchte ich hier noch einmal in Bild und Wort wiedergeben, sicherlich schon sehr kurios die Nummer:

“He’s the most unprofessional little scaredy cat I’ve ever seen in my life,” Said fumed. “He wouldn’t even fight me like a man after. So, if someone texts me his address, I’ll go see him Wednesday at his house and show him what he really needs. He needs a whipping, and I’m going to give it to him. He was flipping me off, giving me the finger. Totally unprofessional, two laps down — I mean he is a chump.”

“I went over there to go talk to him. He wouldn’t even let me get out of the car. He comes over and throws a few little baby punches, and then when I get out, he runs away and hides behind some big guys. But he won’t hide from me long. I’ll find him. I won’t settle it out on the track. It’s not right to wreck cars, but he’ll show up at a race with a black eye one of these days. I’ll see him somewhere.”

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

August 05 2011

06:19

NASCAR: Vorschau Pocono August 2011

Nach dem Klassiker von Indianapolis geht es an diesem Wochenende in Pocono weiter, wo das zweite Saisonrennen des nicht unumstrittenen Triovals auf dem Programm steht. Die Juni-Ausgabe gewann Jeff Gordon vor den Busch-Brüdern und der viermalige Meister sollte auch am Sonntag nach seinem zweiten Platz in Indy wieder der Favorit auf die Fahrt in die Victory Lane sein.

Zwei Mal im Jahr ist der Sprint Cup auf dem aTwitter präsentierte er einen ziemlich dicken Knöchel</a> (nicht gebrochen) und das Nationwide-Rennen wurde schon mal vorsichtig an Sam Hornish Jr weiterdeligiert. Laut eigener Aussage ist Keselowski “cleared to race”, aber dafür muss er den Fuß auch erstmal in einen feuerfesten Schuh bekommen. Bilder vom Ausmaß des Unfalls stellte Jimmie Johnson <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier, hier</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier bereit. Kurt Busch sehe ich dagegen nach wie vor als Siegkandidaten in Pocono.

Etwas Neues gibt es von der Vertrags-Front zu vermelden: Carl Edwards hat endlich einen neuen Vertrag unterschrieben und zwar erneut bei Roush-Fenway Racing, wie gestern bekannt geworden ist. Damit löst sich ein ganz großer Teil der Silly-Season sofort in Luft auf, denn weil Edwards nicht zu Joe Gibbs Racing geht, wird dessen Platz bei RFR nicht frei. Dieses hätte wiederum eventuell Clint Bowyer bekommen können, der dann bei RCR von Juan Pablo Montoya ersetzt worden wäre. Puh, ziemlich kompliziert, aber nun hinfällig. Bleibt nur noch zu fragen, wo Mark Martin und Brian Vickers im nächsten Jahr fahren. Kommt die Übernahme von Red Bull Racing durch General Manager Jay Frye tatsächlich zu Stande, dann gibt es keine Probleme. Ansonsten habe ich für Vickers einen tollen Vorschlag: Warum bewirbt er sich nicht um das vierte Cockpit bei Joe Gibbs Racing? Und Mark Martin könnte prima zu Stewart-Haas Racing gehen, denn:

Danica Patrick steht offenbar kurz vor der Bekanntgabe ihres NASCAR-Wechsels. Mehrere Personen, welche die Verhandlungen verfolgen, gehen davon aus, dass Patrick 2012 nur noch das Indy 500 bei den IndyCars verbringen wird. Stattdessen würde sie den Chevrolet mit der #7 Vollzeit für JR Motorsports in der Nationwide Series bewegen und zusätzlich sieben Cup-Einsätze bei SHR in einem dritten Auto absolvieren, damit sie 2013 um den “Rookie of the Year”-Titel antreten könnte. Mark Martin wär hier als Mentor im ersten Teilzeit-Cup-Jahr sicherlich am besten geeignet. Die Zeit wird es zeigen, wie Madame sich entscheidet…

Zum Abschluss wie gewohnt noch die Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Neben dem Sprint Cup sind auch noch die Trucks und die ARCA-Serie mit in Pocono dabei. Am Freitag überträgt SPEED die Trainingssitzungen, allerdings schiebt man das Truck-Practice als Aufzeichnung zwischen die Cup-Trainings, damit man die Pause umgehen kann, in der die ARCA fährt. Am Samstag überträgt SPEED dann alles an Truck-Events vom Qualifying bis zum Rennen zu europafreundlichen Uhrzeiten, während das das Cup-Qualifying erneut auf ESPN2 läuft. Die Nationwide Series fährt unterdessen in Iowa ein Nachtrennen von Samstag auf Sonntag, ESPN2 ist dafür ebenfalls der Sender der Wahl. Alle anderen Nationwide-Sessions habe ich ausgespart, da sie nicht im TV übertragen werden.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 05.08.
16:00 Uhr, Truck Series Final Practice, SPEED (TV um 20 Uhr!)
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
22:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED

Samstag, 06.08.
15:30 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
16:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN2
19:00 Uhr, Truck Series Rennen (Good Sam RV Emergency Road Service 125), SPEED
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (U.S. Cellular 250), ESPN2

Sonntag, 07.08.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Good Sam RV Insurance 500), ESPN

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July 12 2011

06:17

NASCAR: Analyse Kentucky 2011

Die erste Hälfte der NASCAR-Saison ist Geschichte, ebenso wie das erste Cup-Rennen auf dem Kentucky Speedway. Gewonnen hat Kyle Busch, welcher die Hälfte des Abends in Führung verbrachte und nur durch seinen Bruder Kurt sowie dessen Teamkollegen Brad Keselowski ernsthaft in Bedrängnis gebracht wurde.

Der Sieg von Kyle Busch in Kentucky war für NASCAR-Verhältnisse schon ziemlich dominant, auch wenn Busch nur knapp die Hälfte aller Runden in Führung lag. Dieser Umstand war zu einem Großteil Brad Keselowski geschuldet, der auf einer anderen Strategie unterwegs war und 79 Runden in Front des Feldes verbringen konnte. Früh im Rennen und gegen Ende auch noch einmal für zehn Umläufe trat Bruder Kurt Busch kurzzeitig auf den Plan. Trotzdem waren für die beiden Penske-Fahrer zum Schluss nur Platz 7 und 9 übrig, während sich zum Beispiel die sehr unauffälligen Jimmie Johnson (3.), Carl Edwards (5.) und Matt Kenseth (6.) bessere Platzierungen sicherten.

Im Grunde genommen könnte ich den Artikel mit dieser Zeile beenden, denn viel passiert ist ansonsten nicht. Das Nachtrennen dümpelte fast die gesamte Renndistanz über so vor sich hin und wurde erst gegen Ende noch ein paar Mal durch Cautions unterbrochen und dadurch halbwegs spannend. Das Blut zum Kochen brachte es allerdings nicht, denn ich habe zwar nach dem Daytona-Debakel mal wieder ein komplettes Rennen unter Flutlicht angeschaut, musste aber trotzdem gewaltig mit den seeehr müden Augen kämpfen. Die letzten Cautions brachten Kyle Busch jedoch überhaupt nicht in Bedrängnis, weil sie für ihn richtig günstig fielen und die Konkurrenz sich Fehler erlaubte.

Die Schlussphase wurde durch einen kapitalen Motorschaden von Jamie McMurray in Runde 200 eingeläutet, welcher die Strecke komplett einnebelte. McMurray lag zu diesem Zeitpunkt aber schon längst nicht mehr in der Führungsrunde und kämpft in dieser Saison ohnehin nur mehr um den Anschluss. Derzeit liegt er lediglich auf Platz 28 in der Meisterschaft, was nach seinem Wunderjahr 2010 eigentlich schon eine riesige (negative) Überraschung ist.

Brad Keselowski entschied sich bei den folgenden Boxenstopps, nicht zu einem Tankstopp zu kommen, weil er bereits früher im Rennen auf eine andere Spritstrategie gewechselt war und noch Benzin für ein paar mehr Runden übrig hatte. Das spülte ihn wieder an die Spitze des Feldes, welche Keselowski auch tapfer bis zur letzten Caution gegen Kyle Busch verteidigte, der direkt hinter ihm unterwegs war. In Runde 240 von 267 machten sich die beiden Führenden dann auf, das Benzinfenster bei den letzten Green-Flag-Pitstops endgültig zu schließen.

Während des Cycle-through musste NASCAR allerdings eine weitere Caution auslösen, da Dale Earnhardt Jr wegen eines Reifenplatzers direkt nach seinem Boxenstopp ordentlich Debris auf der Strecke verteilte. Junior nahm zuvor nur zwei neue Reifen mit auf den Weg und fing sich den Plattfuß dummerweise beim alten linken Vorderreifen ein. Diese Gelbphase kam David Reutimann sehr gelegen, da er zwischenzeitlich im Wechselreigen die Führung übernommen hatte. Zwar gab er die Führung in der Caution wieder ab, weil er ja noch Benzin für die letzten Runden fassen musste, doch unter Gelb verlor er weit weniger Plätze als bei Renntempo und legte damit einen weiteren entscheidenden Stein für sein klasse Endergebnis.

Brad Keselowski machte nun den Move des Rennens und holte sich gemeinsam mit dem Teamkollegen Kurt Busch noch einmal vier neue Reifen, um Kyle Busch mit frischen Gummis die erhoffte Konkurrenz bieten zu können. Diese Entscheidung war es, welche die beiden Penske-Piloten letztendlich das Rennen kostete. Die Top5 holten sie trotz neuer Reifen einfach nicht mehr ein.

Kyle Busch konnte fortan die letzten zehn Runden bestimmen, welche zudem noch ein allerletztes Mal durch eine Gelbphase unterbrochen wurde, weil Clint Bowyer ebenfalls einen Reifenplatzer erlitt und in der Mauer landete. Etwas kurios sicherte sich David Reutimann den zweiten Platz hinter Kyle Busch im Zweikampf mit Jimmie Johnson, der wohl die weiße Flagge übersehen hatte. Johnson dachte, das Rennen sei noch gar nicht in der letzten Runde und ließ Reutimann daraufhin ziehen.

Kyle Buschs dritter Saisonsieg ist sein erster Erfolg des Jahres außerhalb der Shorttracks von Bristol und Richmond, was Joe Gibbs Racing auf den Intermediate Ovalen wieder zurück an die Spitze brachte. Denny Hamlin (11.) deutete diese Entwicklung ja schon mit seinem Sieg in Michigan an, allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob man diesen Trend bei Gibbs auch wird halten können. In New Hampshire am kommenden Wochenende kann zumindest alles passieren, da die Top-Teams in den vergangenen Jahren die Siege dort recht gleichmäßig untereinander aufteilten.

Weitere interessante Ergebnisse andere Fahrer:

- David Ragan, seines Zeichens Sieger der Vorwoche in Daytona erreichte erneut ein gutes Ergebnis, wenngleich Platz 8 natürlich nicht mit einer Fahrt in die Victory-Lane des traditionsreichen Superspeedways zu vergleichen ist.

- Juan Pablo Montoya lag lange Zeit in den Top5 und freute sich schon auf ein gutes Ergebnis im Kampf um die Chase-Qualifikation, bevor er bei der Earnhardt-Caution zu schnell in der Boxengasse unterwegs war. Dabei hatte er keine Eile, weil er sich zu diesem Zeitpunkt ohnehin beim Cycle-Through in der Lucky-Dog-Position befand. Montoya stand hier unter keinerlei Zeitdruck, was ein Speeding schon sehr sehr verwunderlich erscheinen lässt. Damit landete er am Ende dann nur auf Platz 15, was schon ziemlich enttäuschend ist. Von den Playoffs trennen ihn immer noch 32 Punkte.

- Greg Biffle (21.) und Mark Martin (22.) kamen über das gesamte Rennen gesehen überhaupt nicht in Schwung, was sich letztendlich lediglich in Positionen knapp außerhalb der Top20 niederschlug.

- Ebenfalls gar nichts gesehen hat man von Brian Vickers (27.) und AJ Allmendinger (28.), wobei die schlechte Platzierung des ersteren Piloten ansatzweise durch ein Speeding in der Boxengasse erklärt werden kann.

- Schlechter erwischte es nur Dale Earnhardt (30.) und Jamie McMurray (36.), die mit Reifen- bzw. Motorschaden außerhalb der Top30 landeten.

Zur Meisterschaftstabelle:

Busch brachte sich am Wochenende doch tatsächlich auf dem Spitzenplatz in der Meisterschaft unter, was für mich etwas überraschend kam. Allerdings sprechen zehn Top5-Resultate und elf Top10-Ergebnisse in 18 Rennen schon eine deutliche Sprache. Nur Carl Edwards fuhr zwei Mal öfter in die Top10 als Kyle Busch. Interessant ist dabei die folgende Rechnung: 11 Top10 minus 10 Top5 ergibt für Busch demnach nur eine Platzierung zwischen Platz 5 und 10, was im Grunde genommen seine Konstanz ziemlich in Frage stellt. Bei über der Hälfte aller gefahrenen Rennen kam Busch in die Top5, nur um bei sieben Rennen also suboptimale Ergebnisse zu holen.

In Punkto Saisonsiegen (3) liegt Busch nun mit Kevin Harvick gleich auf, jeweils zwei Siege haben außerdem Jeff Gordon und Matt Kenseth eingefahren. Die Top6 in der Meisterschaft liegen derzeit nur 22 Punkte auseinander, was die hohe Leistungsdichte in diesem Jahr deutlich wiederspiegelt. Es fällt wie oben beschrieben aber auch auf, dass sich 2011 bisher niemand mit konstanten Top10-Resultaten vorne absetzen konnte, so wie z.B. im letzten Jahr Kevin Harvick. Carl Edwards war zwar zu Beginn der Saison auf einem guten Weg, rutschte dann aber wieder ab.

Die beiden Wildcard-Plätze teilen sich derzeit Tony Stewart auf Platz 11 und David Ragan etwas weiter dahinter, weil Brad Keselowski wieder knapp den Einzug in die Top20 der Meisterschaft verpasste. Da die anderen Rennsieger innerhalb der Top10 außer Denny Hamlin schon über einen recht komfortablen Vorsprung auf den Cut verfügen, bleibt die Wildcard-Besetzung vorerst spannend. Hier kann sich nun jede Woche das Bild komplett drehen, sollte beispielsweise einer der folgen Piloten ein Rennen gewinnen:

- Tony Stewart
- Clint Bowyer
- Juan Pablo Montoya
- Greg Biffle
- Kasey Kahne
- Mark Martin
- Joey Logano

Gleiches gilt zwar auch für AJ Allmendinger und Paul Menard, die sich ebenfalls in den Top20 der Meisterschaft befinden, doch ein Rennsieg wird bei beiden Kandidaten zunehmend unwahrscheinlicher.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

June 03 2011

06:20

NASCAR: Vorschau Kansas Juni 2011

We are not in Kansas anymore? Yes, we are! Und zwar zum ersten von neuerdings zwei Malen, denn ab 2011 fährt der Sprint Cup auch auf dem Kansas Speedway zwei Saisonrennen pro Jahr. Nach dem Coca-Cola 600 folgt wieder ein „normales“ Rennen, was aber nicht heißen muss, dass es minder-spannend wird. Die Übertragung ist übrigens wieder zur gewohnten Uhrzeit.

Der adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zur Unterstützung des Sprint Cups sind dieses Mal die Trucks vor Ort, die Nationwide Series fährt ein Nachtrennen auf dem Chicagoland Speedway. Am Freitag gibt es nach dem Aufwachen von der Himmelfahrts-Tour direkt sechs Stunden NASCAR zum Ausnüchtern und der Samstag ist ebenfalls gut vollgepackt! :o)

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 03.06.
18:30 Uhr, Truck Series Practice, SPEED
19:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
21:00 Uhr, Truck Series Final Practice, SPEED
22:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
00:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, nicht im TV!

Samstag, 04.06.
16:30 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
20:00 Uhr, Truck Series Rennen (O’Reilly Auto Parts 250), SPEED
22:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
02:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (STP 300), ESPN

Sonntag, 05.06.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (STP 400), FOX

May 10 2011

06:36

NASCAR: Analyse Darlington 2011

In welcher Rennserie kann ein Underdog aus einem leicht unterfinanziertem Team noch gewinnen? In der NASCAR, wie Regan Smith am Wochenende gezeigt hat.

Ein bisschen sensationell ist die Sache schon. Furniture-Row-Racing gehört jetzt nicht zwingend zu den Team, die man oft vorne sieht. Aber der Kurs in Darlington, der unter dem Beinamen “to tough to tame” läuft, machte diesem Zusatznamen mal wieder alle Ehre. Es flogen die Fetzen, und das nicht nur, weil Brian Vickers einen der kuriosesten Unfälle seit Ewigkeiten hatten, sondern auch weil nach dem Rennen fast zu viel los war, wie auf der Strecke. Denn die beiden durchaus als Heißsporne bekannten Kyle Busch und Kevin Harvick gerieten ebenso aneinander, wie vor dem Rennen Ryan Newman und Juan Pablo Montoya, die sich angeblich bei einer “Aussprache” am Freitag wortwörtlich in den Haaren gelegen haben sollen. Die NASCAR bezeichnete das Ergebnis der Aussprache als “unglücklich”, beide Fahrer wollten sich nicht so recht äußern. Offenbar sind bei einigen Fahrern die Nerven etwas angespannt.

Das kann man auch verstehen, denn bei kaum einen Team läuft es so richtig rund. Die Earnhardt-Ganassi Fahrer Montoya und McMurray kommen nicht so recht in Schwung, zäh läuft es auch bei RCR, trotz einiger vielversprechender Ergebnisse. Und bei Hendrick will es auch nicht so recht laufen. Mark Martin knallte seinen Chevy etwas zu heftig in die Mauern von Darlington und verlor so viel Zeit, dass er er nur auf P19 einlief. Dem Rest erging es nicht besser. Jeff Gordon tauchte zunächst vorne auf, pendelte dann aber zwischen P5 und P12 rum. Junior hatte man wieder eine beschiedene Quali, kämpfte sich aber bis in die Top 5 vor, bevor er weiter nach hinten durch gereicht wurde. Meister Johnson drehte sich gleich zweimal, einmal wurde er von Montoya angeschubst, ein anderes Mal machte er einen seiner seltener Fehler. Die Hendrick Mannschaft kam dann fast geschlossen auf den Plätzen 12 (Gordon), 14 (Junior) und 15 (Johnson) an. Das hat man schon anders gesehen.

Im Rennen dominierte etwas überraschend Kasey Kahne im Red Bull, der sich schon die Pole geholt hatte. Er führte im ersten Drittel, bevor von hinten Carl Edwards angerauscht kam. Es mischte sich dann noch Kevin Harvick in den Kampf ein, der aber über die Distanz das Tempo nicht ganz halten konnte. Also teilten sich Kahne und Edwards die Führung. Kyle Busch fuhr in teilweiser atemberaubender Manier zwischenzeitlich durchs Feld, hatte aber Pech, weil sein Team gegen Mitte des Rennen ein loses Rad vermutete und der Mehrfach-Sieger an die Box musste. Er holte sich zwar seine verlorene Runde wieder zurück, kam aber nach der Runde 204 von 367 nicht mehr an die Front.

Es war ein typisches Darlington Rennen. Viel Single-File, aber nicht uninteressant, da es trotzdem viele Zweikämpfe gab. Hilfreich war auch, dass es kaum Cautions gab, obwohl etliche Fahrer mehr als einen “Stripe” an der Mauer hinterließen. Den interessantesten Unfall hatte wohl Brain Vickers. Der gerat in Runde 231 mit David Ragan aneinander. Vickers kam etwas quer aus der Ecke, Ragan versuchte auszuweichen, was natürlich schief ging. Irgendwie hakte sich die linke Front von Ragan im rechten Kotflügel von Vickers ein und riss ihm die gesamte rechte Seite. Sogar die Hartschaumeinlagen aus der Tür wurden rausgerissen. So konnte Vickers nicht weiterfahren, die Reparatur dauerte dann ewig.

15 Runden vor Schluss hatte sich Edwards an der Spitze etwas von Kahne und Harick auf P3 abgesetzt. Dahinter lagen Newman, Hamlin und auf P6 der erstaunliche Regan Smith. Kyle Busch lag einen Platz dahinter. Alle hatten genug Sprit und konnten also durchfahren. Doch dann platzte Jeff Burton in Runde 359 der Motor – Caution. Die Frage war: Reinkommen oder draussen bleiben? Bis auf Regan Smith, Brad Keselowski und Stewart kamen alle Piloten herein. Dabei hatte Stewart die besten Karten, den er hatte einen andern Stopp-Rhythmus gewählt und seine Reifen hatten nur 19 Runden auf dem Buckel. Es konnte also ein deftiges Finale geben – und das kam auch.

Der Restart sah Regan Smith auf der ersten Position, doch schon einer Runde gab es wieder Gelb. Kyle Busch, Harvick und Bowyer konnten sich nicht einigen und versuchten es “3-wide”, was in Darlington nicht so die wirklich gute Idee ist. Busch rumpelte in Kevin Harvick, der ausgerechnet auf der Start/Zielgeraden seinen Teamkollegen Clint Bowyer hart in die Mauer schickte. Damit war die Sache aber nicht beendet, denn ein paar Meter weiter schob Busch, der offenbar einen Aussetzer hatte, auch noch Harvick einfach zur Seite und in die Mauer. Das sollte nach dem Rennen noch ein Nachspiel haben.

Wegen des vielen Schrotts war ein “GWC” angesagt. Regan Smith war in Front geblieben und kam beim Restart sehr gut weg. Er konnte Carl Edwards in Schach halten, bis er in der letzten Runde in Turn 2 noch die Mauer berührte. Edwards schien das ausnutzen zu können, doch Smith gelang es tatsächlich Edwards geschickt zu blocken und er gewann das Rennen, was auch sein erster Sieg und der des Teams war. Bei Furniture-Row-Racing wusste man nicht, ob man vor lauter Freude lachen oder weinen sollte. Ein toll heraus gefahrener Sieg, absololut verdient.

Derweil war in der Boxengasse die Hölle los. Harvick war offenbar noch sauer und versuchte Busch noch auf der Strecke zu stellen. In einem sehenswerten Wendemanöver inkl. Rückwärtsfahrt manövrierte Busch Harvick aus, der sich dann allerdings in der Boxengasse vor ihn stellte…. ach, das muss man selber sehen.

Am Ende lagen sich dann auch noch die Crews beider Mannschaften in den Haaren. That’s NASCAR. Sowohl was den Sieger angeht, als auch den Rest.

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May 03 2011

06:16

NASCAR: Analyse Richmond April 2011

Kyle Busch gewann in Richmond sein zweites Rennen 2011 und somit die dritte Ausgabe dieses Frühjahrsrennens in Folge. Gemeinsam mit Denny Hamlin beherrschte er nach dem Vorstoß an die Spitze etwa drei Viertel des Abends und musste nur im turbulenten Mittelteil auf die Führung verzichten. Derweil hält sich Carl Edwards mit einem Top5-Resultat an der Tabellenspitze.

Das Rennen in der Nacht von Samstag auf Sonntag startete gemächlich und sah in der ersten Hälfte nur zwei Gelbphasen. Das hat immerhin dafür gesorgt, dass ich recht schnell ins Land der Träume gesegelt und nur vereinzelt mal kurz wieder aufgewacht bin. Viel verpasst habe ich aber anscheinend nicht, denn nach Aufarbeitung des Geschehens stellte sich heraus, dass ich nur das Revanchefoul von Juan Pablo Montoya nicht mehr auf dem Schirm hatte. Ich konnte sogar den unvermeidlichen Sieg von Kyle Busch vermutlich besser riechen als das notwendige Riechsalz zum Wachbleiben, denn die Zieldurchfahrt ist mir ebenfalls nicht mehr in Erinnerung. Das heißt aber nicht, dass das Rennen keine Action zu bieten hatte, immerhin wartete die zweite Hälfte mit nicht weniger als vier Cautions auf – darunter auch ein Big-One! Doch von vorne:

Aus der zweiten Pole Position in diesem Jahr von Juan Pablo Montoya wurde wieder nichts. Schon nach 25 Runden musste der Kolumbianer mit starkem Untersteuern der in der beginnenden Nacht kälter werdenden Strecke Tribut zollen und wurde nach hinten durchgereicht. Dabei verstrickte er sich in ein Scharmützel mit Ryan Newman, der ihm beim Einscheren nach Turn 2 offenbar zu wenig Platz ließ. Montoya touchierte die äußere Mauer und riss sich dabei den Spoiler ab, welcher anschließend aufwändig repariert werden musste. Fünf Runden Rückstand waren am Ende die Folge dieser Szene. Für Unfallpartner Newman ging die Sache nicht weniger brenzlig aus, denn Montoya ließ einmal mehr sein heißsporniges Gemüt aufblitzen und nahm den Stewart-Hass-Piloten zum passenden Zeitpunkt ebenfalls aus dem Rennen.

Nun mag man von solchen Revanchefouls halten was man möchte, doch eigentlich ist es der Inbegriff vom Shorttrack-Racing der NASCAR und ein Resultat der sehr unterschiedlichen Charaktere auf der Strecke, die schon seit Jahren ihre Probleme fast ausnahmslos untereinander lösen. Daher ließ sich NASCAR auch nur zu einer Ermahnung Montoyas hinreißen und das reichte meiner Meinung nach aus. Dass sich beispielsweise ein Denny Hamlin sehr angefressen zu dieser Situation äußerte, ist mir nicht entgangen, aber damit verleugnet er meiner Meinung nach zu eindeutig seine Herkunft. Gerade Hamlin, ein Shorttrack-Meister und traditioneller Aufsteiger aus Virginia sollte es besser wissen.

Vielleicht steckt ihm aber auch der verharzte Saisonstart und der verpasste Sieg gegen den Teamkollegen Kyle Busch etwas mehr in den Knochen, als er es zugeben mag. Dazu kommt sicherlich auch seine persönliche Geschichte mit Montoya, der allerdings in der Vergangenheit auch schon öfter sehr beherzt auf seine Fehler aufmerksam gemacht wurde. Schön und fair ist es sicher nicht immer, aber das gehört meines Erachtens einfach zur NASCAR dazu, wenngleich man aus der Szene konträr auch herauslesen könnte, dass Newman Montoya wirklich soviel Raum gegeben hatte, wie er nur konnte. Wenn ein Kontrahent (Montoya) in Zukunft zu übermütig werden sollte, dann löst sich das Problem mit Sicherheit unter Beteiligung aller selbsternannten Rächer im Feld von alleine und auch ihm werden seine Grenzen aufgezeigt werden.

Zurück zum Rennen: Das erste Viertel bis zur Debris-Caution verursacht durch Montoyas Spoiler war schnell absolviert. Nach einigen Boxenstopps unter grüner Flagge hatte sich zudem das dominante Auto von Kyle Busch gegen die Konkurrenz bestehend aus Montoya, Clint Bowyer, Kasey Kahne und Denny Hamlin durchgesetzt. Lediglich 33 Runden benötigte der spätere Sieger unter anderem für seinen Vorstoß von Platz 20 in die Top10.

Das zweite Viertel beherrschte Kyle Busch dann nach Belieben ebenfalls komplett unter grüner Flagge, einzig verfolgt vom Teamkollegen Hamlin. Nach weiteren Green-Flag-Pitstops war die Hälfte des Rennens absolviert, als Kurt Busch bei einem kleinen Mauerkuss einige Teile verlor und die zweite Caution des Abends einläutete. Ein schönes Bild für die RTL-Abendnachrichten steuerte an dieser Stelle Robby Gordon bei, welcher in der Boxengasse ein kleines Lagerfeuer entfachte, weil beim Losfahren Rest-Benzin auf eine am Boden liegende, glühende Radmutter spritzte.

Gelbphase #3 wurde dann durch die angesprochene Montoya-Newman-Revanche-Geschichte ausgelöst. Beim Restart sorgte Martin Truex Jr für eine spektakuläre Rennszene, als er sich mit einer Three-Wide-Aktion auf der unteren Spur an den beiden Gibbs-Piloten vorbeischieben konnte und für elf Runden die Führung übernahm, ehe die nächste Caution seinen Vorwärtsdrang stoppte. Jimmie Johnson zeichnete sich dafür verantwortlich, weil er auf der Innenbahn den Grip verlor und die Strecke hochrutschte, wo sich in diesem Moment leider Joey Logano aufhielt. Der Toyota mit der #20 drehte sich in die Mauer, für Logano war der Tag damit aber glücklicherweise noch nicht beendet. Im Zuge einer Joe-Gibbs-Mannschaftsleistung holte sich das jüngste Teammitglied noch einen elften Platz ab.

Frei nach dem Motto „Cautions breed Cautions“ kam es innerhalb von kürzester Zeit beim Restart oder auch nur kurz danach zu vier weiteren Gelbphasen innerhalb von nicht einmal vierzig Runden. Die einzig erwähnenswerten Punkte waren nach Aufarbeitung des Rennens die abwechselnde Führung zwischen Matt Kenseth, Carl Edwards, Denny Hamlin und Kyle Busch sowie die direkte Beteiligung von Brad Keselowski an zwei dieser vier Cautions. Keselowski bekommt in dieser Saison auch nicht wirklich ein Bein auf den Boden, nach einem Viertel des Jahres steht er auf Platz 28 in der Meisterschaft am Ende der etablierten Kräfte ohne ein Top10-Ergebnis da.

Die achte und letzte Gelbphase (Caution #4 dieses kleinen Pakets) war dann die folgenreichste des ganzen Abends. Der auslösende Big-One war ein Ergebnis des abnehmenden Gefahrenbewusstseins nach mehreren Three- und Four-Wide-Situationen, welche ausnahmslos gut ausgingen. Alleine bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich zwei oder drei Four-Wides ausfindig machen, was natürlich spektakulär aussieht, aber selten gutgeht. Direkt zum Beginn des letzten Rennviertels nur zwei Runden nach dem letzten Restart gerieten Paul Menard, Matt Kenseth und Jeff Gordon aneinander, die in einer Kettenreaktion auch noch mehrere Fahrer im Hinterfeld abräumten. Menard erwischte Kenseth, der seinerseits Gordon umdrehte, der zu diesem Zeitpunkt völlig überrascht gewesen sein muss.

Nur drei Sekunden später schlug die #24 mit der Fahrerseite hart in eine Stelle an der inneren Mauer ein, welche nicht durch eine SAFER-Barrier gesichert war und außerdem noch in einem leicht ungünstigen Winkel zur Strecke stand. Jeff Gordon beschrieb den Einschlag als sehr unangenehm und witzelte noch, dass er dafür prädestiniert sei, immer die Mauern ohne Soft-Wall zu treffen. Die Aufprallenergie gab das Auto mit Sicherheit fast komplett an Gordon weiter, weil die Zerstörung am Chevrolet hinterher vergleichsweise minimal zu erkennen war. Bei diesem Aufschlag nahezu exakt parallel zwischen Wagen und Mauer konnte eigentlich nur die energieabsorbierende Hartschaumeinlage im Seitenbereich des Autos einen Teil der entstandenen Kräfte aufgenommen haben. Vermutlich sehr unangenehm…

Beim folgenden, letzten Restart des Abends zeigte Kyle Busch endgültig, dass er der spätere Rennsieger werden sollte. Nur an vierter Stelle wieder ins Rennen gegangen, musste er sich außerdem mit Dale Earnhardt Jr auseinandersetzen, der vor ihm die Reifen durchdrehen ließ. Busch schaltete schnell und setzte sich außen an Junior vorbei, um innerhalb von nur knapp zwei Runden alle vor ihm liegenden Fahrer zu düpieren, so viel schneller war er unterwegs. In den letzten 84 Umläufen behielt Busch einen klaren Kopf und überwand sogar längere Befürchtungen, dass der Sprit nicht bis zum Ende reichen könnte. Am Ende blieb tatsächlich niemand mit trockenem Tank liegen, als Kyle Busch die Ziellinie als Sieger überquerte. Vielleicht könnte man diesen Sieg aber auch dem Spritverbrauch der Gibbs-Toyotas zusprechen, die zu Saisonbeginn wegen Verbrauchsoptimierungen noch einige Motorschäden einstecken mussten. Vermutlich hat man dieses Problem nun zufriedenstellend gelöst, mit Sicherheit kann ich das aber natürlich nicht sagen.

Drei Viertel des Richmond-Rennens dominierte das Duo von Joe Gibbs Racing nahezu beliebig, der Sieg von Kyle Busch war eigentlich nur halbwegs ernsthaft durch seinen Teamkollegen Denny Hamlin gefährdet. Busch hatte das Auto, welches es zu schlagen gilt, wie man im NASCAR-Jargon so schön sagt. Die zweite Fahrt von Busch in die Victory-Lane 2011 zeigte, dass in diesem Jahr mit ihm und dem Team zu rechnen ist und dass sein Sieg in Bristol kein Ausreißer war. Übrigens: Mit 16 bisher gesammelten Bonuspunkten führt Kyle Busch 2011 diese Wertung souverän vor Kevin Harvick (12), Jeff Gordon (11) und Carl Edwards (10) an! Auch Denny Hamlin erlebte mit seinem zweiten Platz ein gutes Comeback und kann nun hoffentlich konsequent auf die Chase-Platzierungen aufholen, 37 Zähler fehlen ihm dazu.

Einen sensationellen dritten Rang holte Kasey Kahne für Red Bull Racing, nur wenige Tage nach seiner erneuten Knie-OP, eine Wahnsinnsleistung! Die Top5 komplettierten David Ragan und Carl Edwards: Während Edwards damit seine Meisterschaftsführung halten konnte, zeigte Ragan, dass der Groschen im Sprint Cup bei ihm so langsam zu fallen scheint. Ragan startete 2007 gemeinsam mit Montoya in der höchsten Klasse der NASCAR und der unterschiedliche Werdegang ist doch schon bezeichnend gewesen und ehrlich gesagt bin ich überrascht, dass Ragan sich so lange im Top-Team von Roush-Fenway Racing halten konnte. Bei Hendrick Motorsports hatte man beispielsweise einen Casey Mears schon viel eher auf die Straße gesetzt. Da ich aber immer ein Freund der Underdogs war und nach wie vor bin, freut es mich für David Ragan.

Etwas unauffälliger (mit Ausnahme von Bowyer) komplettierten Clint Bowyer, AJ Allmendinger, Jimmie Johnson, Tony Stewart und Brian Vickers die Top10. Auf Platz 13 kam völlig überraschend – oder auch nicht, nach dem Talladega-Auftritt – Dave Blaney für Tommy Baldwin Racing ins Ziel und zeigte damit, dass das neue Sponsorenpaket und die Erlösung vom Start-&-Part-Dasein eine Menge Druck von den Schultern des Teams genommen hat. Die Belohnung für das gute Ergebnis ist Rang 34 in den Owner Points und damit ein garantiertes Startrecht in Darlington am nächsten Wochenende. Gratulation an dieser Stelle!

Martin Truex Jr lag lange Zeit im Bereich der Top5 und musste sich bei seinem letzten Boxenstopp einer vergessenen Reifenmutter beugen, die ihn bei einem weiteren Besuch seiner Crew unter sichtlichem Ärger auf Platz 27 zurückwarf. Schade, denn Truex hätte an diesem Abend ein gutes Resultat holen können und auch müssen! / Für Hendrick Motorsports war es ein sehr durchwachsenes Rennen, welches drei der vier Autos immerhin in den Top20 beenden konnten. Einzig Jimmie Johnson betrieb aber auf Platz 8 ausreichend Schadensbegrenzung im Sinne einer Chase-Qualifikation.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Wer ebenso wie ich aus grandioser Übermüdung insgesamt recht wenig vom Rennen mitbekommen haben sollte, der kann sich a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">auf NASCAR.com mit Hilfe dieser 11-minütigen Zusammenfassung einen kurzen Überblick verschaffen.

Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">in der Owner-Wertung, welche nach einem Viertel der Saison ja schon ziemlich aussagekräftig ist!

Bei den Fahrern führt derzeit Carl Edwards knapp vor Jimmie Johnson, dahinter haben Kyle Busch, Dale Earnhardt Jr und Kevin Harvick schon etwas Respektabstand. Juniors Leistung kann man 2011 nach den vergangenen beiden Jahren momentan gar nicht hoch genug bewerten. Bei ihm fehlt zum völligen Durchbruch lediglich ein Sieg!

Bei den Ownern ergibt sich die kuriose Situation, dass die #32 von Frank Stoddard, die #13 von Germain Racing und die #71 von TRG Motorsports punktgleich auf dem letzten Platz der Top35 rangieren. Weil die Wood Brothers aber in Darlington erneut aussetzen, rückt zumindest Casey Mears in der #13 auf einen garantierten Startplatz vor. Insgesamt betrachtet liegen Platz 32 bis 37 derzeit nur 8 Pünktchen und damit 8 Positionen im nächsten Rennen auseinander.

2011_Richmond_Apr_Mike_Helton_Race_Day 2011_Richmond_Apr_NSCS_race_start 2011_Richmond_Apr_NSCS_Juan_Pablo_Montoya_leads 2011_Richmond_Apr_NSCS_Ryan_Newman_accident 2011_Richmond_Apr_NSCS_aerial_view 2011_Richmond_Apr_NSCS_Jeff_Gordon_accident 2011_Richmond_Apr_NSCS_Denny_Hamlin_fan 2011_Richmond_Apr_NSCS_Kyle_Busch_leads_Denny_Hamlin 2011_Richmond_Apr_NSCS_Kyle_Busch_crosses_finish_line 2011_Richmond_Apr_NSCS_Kyle_Busch_burnout 2011_Richmond_Apr_NSCS_Kyle_Busch_Victory_Lane

April 08 2011

06:15

NASCAR: Vorschau Texas April 2011

An diesem Wochenende steht auf dem Texas Motor Speedway eine Premiere in doppelter Hinsicht an, denn der siebte Saisonlauf von Samstag auf Sonntag ist nicht nur das erste Nachtrennen 2011 um Meisterschaftspunkte, sondern auch das erste NASCAR-Nachtrennen in Texas überhaupt.

Der adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Die Nationwide Series ist in Texas wieder mit von der Partie, dafür pausieren jetzt die Trucks.

Ausstrahlungsdaten

Für die Nationwide Series gab es am gestrigen Donnerstag schon zwei erste Practice-Sessions, sehr wahrscheinlich wegen des neuen Autos, das man in dieser Saison erstmals Vollzeit einsetzt. Der Sprint Cup absolvierte ebenfalls gestern Abend das erste Training, die Ergebnisse kann man a

April 05 2011

06:23

NASCAR: Analyse Martinsville April 2011

Die Martinsville-Serie ist gebrochen! Am Ende waren es weder Jimmie Johnson noch Denny Hamlin, die in die Victory Lane einbiegen konnten. Auch die Lap-Leader Kyle Busch, Clint Bowyer und Jeff Gordon mussten passen, denn Kevin Harvick kam sechs Runden vor Schluss, ähnlich wie in Fontana, mal wieder aus dem Nirgendwo und stahl Dale Earnhardt Jr den Sieg.

Am Sonntag dominierten vorerst ganz andere Fahrer die 500 Runden von Martinsville und auch Denny Hamlin und Jimmie Johnson waren nicht gänzlich ohne Siegchance. Doch nach dreieinhalb Stunden voller Blechschäden resultierend in elf Cautions und einer roten Flagge war am Ende plötzlich Kevin Harvick zur Stelle und holte sich den Erfolg von einem zunächst überragenden Kyle Busch sowie Dale Earnhardt Jr, der fast seine sieglose Periode durchbrechen konnte. Weil die Gelbphasen das Rennen doch arg zerpflückt haben und dazwischen in ein paar längeren green-flag-runs eher Überleben angesagt war, lässt sich der Tag nicht ganz so einfach zusammenfassen. Statt einer linearen Übersicht, werde ich mich dieses Mal daher eher auf die einzelnen Fahrer konzentrieren.

Vor allem sechs Piloten drückten dem Rennen ihren Stempel auf und diese waren in der Reihenfolge ihrer Führungsrunden Kyle Busch (151), Clint Bowyer (91), Denny Hamlin (89), Jimmie Johnson (65), Jeff Gordon (37) sowie Matt Kenseth (31). Alle diese Fahrer hielten sich konstant in den Top10 in Schlagdistanz zur Spitze und in Reichweite des Sieges auf, konnten sich anschließend jedoch alle aus unterschiedlichen Gründen nicht durchsetzen.

Die entscheidende Rennsituation entwickelte sich 130 Runden vor Schluss, als Ryan Newman die vorletzte Gelbphase auslöste und damit seinen bescheidenen Tag fortsetzte. Die Führungsriege (Top8) inklusive der oben erwähnten, dominierenden Fahrer blieb geschlossen draußen, während Piloten wie Dale Earnhardt Jr, Kevin Harvick und Jamie McMurray schon an dieser Stelle versuchten, das Spritfenster bis zum Ende zu schließen.

In Runde 458 musste dann schließlich unter Grün Denny Hamlin zum finalen Boxenstopp anrücken, als erster Fahrer wohlgemerkt. Dies und ein weiterer Umstand zerstörten ihm schließlich das Rennen. Im Nachgang von Martinsville gab es größere Diskussionen zwischen Hamlin, Mike Ford und Teamchef Joe Gibbs den Benzinverbrauch betreffend. Berücksichtigt man die unterlegene Fuel-Mileage in der letzten Saison und die vielen Motorschäden bei Joe Gibbs Racing zu Beginn der diesjährigen, dann lassen sich wohl einige Punkte miteinander verbinden. Scheinbar versuchte man bei JGR ohne Erfolg, den Verbrauch zum Positiven zu beeinflussen. Dieses Thema ist und bleibt interessant.

Der zweite schlechte Umstand war für Hamlin die Tatsache, dass Regan Smith 35 Runden vor dem Ende eine letzte Gelbphase auslöste, die den Gibbs-Fahrer damit am Ende der Führungsrunde stranden ließ. Hamlin bekam zwar seinen verlorenen Umlauf durch einen Wave-Around zurück, befand sich danach aber am Ende der Lead-Lap. In bester Gesellschaft übrigens, denn dort startete er gemeinsam mit Jimmie Johnson in das Finale.

Johnson lag den gesamten Tag über aussichtsreich in den Top5, bevor eine Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse seinem Tag ein bitteres Ende bereitete. Der amtierende Meister versuchte es schon über das ganze Rennen hinweg mit einem kleinen Kniff, Positionen in der Pitlane gutzumachen: So beschleunigte er zwischen den einzelnen Messpunkten immer mal wieder, nur um kurz vor der Radarpistole auf die Bremse zu treten. Was u.a. in Lübeck auf dem St. Jürgen Ring super funktioniert, brachte NASCAR auf die Palme und Johnson nach seiner Strafe auch. Allerdings frage ich mich, was an dieser Stelle sein Problem ist. Das Speedlimit beträgt nun mal 30mph und wenn ein Herr Jimmie Johnson meint, zwischendrin schneller fahren zu müssen, dann gilt die Regel für ihn trotzdem. Immerhin gefährdete er die arbeitenden Mechaniker in der Boxengasse.

Jeff Gordon war zum Ausbruch der Caution schon in die Boxengasse eingebogen, verzichtete aber wegen einer möglichen Strafe auf seinen Pitstop. Dies kostete ihn einige Positionen, da er ja anschließend unter gelber Flagge noch ein weiteres Mal kommen musste. Seiner Top5-„Serie“ in Martinsville konnte das am Ende aber wenigstens keinen Abbruch tun.

Nach dem Restart erwischte es mit Kyle Busch auch den Fahrer, der das letzte Rennviertel nach Belieben beherrschte und sich anschließend den Extra-Punkt für die meisten Führungsrunden abholte. Buschs Auto war dabei definitiv auf Long-Runs ausgelegt, was sich mit der Gelbphase kurz vor Schluss negativ auswirkte. Ca. 30 Runden benötigte der Toyota, um nach einer Ruhephase wieder die gewohnte Stärke entwickeln zu können. Für die Ränge 1 und 2 sollte es daher bei noch 29 zu fahrenden Runden knapp nicht reichen. Dass Busch wieder in Schwung kam, zeigte sich in der letzten Kurve der letzten Runde, als er Earnhardt noch seinen zweiten Platz streitig machen wollte.

Clint Bowyer, Dale Earnhardt Jr und Juan Pablo Montoya waren einige der Fahrer, die mitten im Rennen out-of-sequence gingen, um sich Track-Position zu sichern. Für diese Piloten zahlte es sich aus, obwohl Bowyer nach einem sehr guten Start später das Handling des Autos verlor und anders als Teamkollege Harvick zum falschen Zeitpunkt in Front des Feldes zu finden war. Montoya fiel nach einem two-tire-stop zwischenzeitlich aus den Top10 heraus, befand sich im Finale aber rechtzeitig wieder in den Top5. Hinter Kyle Busch und Earnhardt griff er aber nicht mehr großartig an, um das gute Ergebnis und die Punkte nicht unnötig zu riskieren.

Matt Kenseth kam am Ende noch auf Platz 6 ins Ziel, nachdem er direkt zu Beginn eine Runde in Folge einer Durchfahrtsstrafe verlor. Kenseth hatte beim Start des Rennens verbotenerweise die Spur gewechselt, bevor er die Start/Ziel-Linie überquerte. Dasselbe passierte Mark Martin noch vor Rennhalbzeit bei einem Restart, weshalb später noch ohne Probleme ein Top10-Resultat zu holen war. Auch Tony Stewart entging der NASCAR-Polizei bei einem solchen Unternehmen nicht, was seinen eher bescheidenen Tag dann endgültig ruinierte.

Carl Edwards, von dem ich mehr erwartet hätte, bekam schon früh sein Auto nicht richtig in den Griff und musste zudem einen Teil des Rennens ohne Servolenkung bestreiten. Sicherlich kein einfaches Unterfangen, was dann aber Platz 18 einigermaßen erträglich machte. Jamie McMurray konnte seine Pole-Position „nur“ in einen siebten Platz ummünzen, weil ihm immer das letzte Quäntchen fehlte. Zwischenzeitlich verschlug ihn eine lose Radmutter ans Ende der Führungsrunde, die allerdings nach ordentlich Verkehr auf der Strecke ohnehin kurz nach der Top10 vorbei war. Abschließend lässt sich auch sagen, dass nur mit gewagten Strategien eine Rückkehr in die Führungsrunde möglich war. Auf den Lucky-Dog konnte und wollte sich niemand alleine verlassen, Mark Martin und seine zwei Wave-Arounds sind ein gutes Beispiel dafür.

Die Glückspilze des Tages waren wohl Martin Truex Jr und Kasey Kahne, als kurz vor Halbzeit des Rennens das Gaspedal bei Truex steckenblieb. Nach Betätigen des mittlerweile obligatorischen Kill-Switches und einem beherzten Tritt auf die Bremse war der Toyota mit der #56 trotzdem immer noch viel zu schnell und drohte, frontal in die SAFER-Barrier einzuschlagen. Trotz der neuen Autos und der „weicheren“ Wände hätte das böse ausgehen können, doch zum Glück (so muss man sagen) konnte Truex noch Kasey Kahne aufs Korn nehmen und so entscheidend an Geschwindigkeit verlieren.

Der Einschlag war immer noch mehr als heftig und den Ernst der Lage erkannte man, als Truex sich sofort nach dem Wohlbefinden von Kahne erkundigte. Zum Glück wurde niemand verletzt, in der Vergangenheit sind bereits mehrere Fahrer einer ähnlichen Situation zum Opfer gefallen. Wie heftig der Aufprall trotzdem noch war, zeigte die anschließende Unterbrechung des Rennens: Fast eine halbe Stunde brauchten die Arbeiter an der Strecke, um einen Teil der SAFER-Barrier zu ersetzen, die ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Woher nun aber Kevin Harvick plötzlich kam, war mir ein Rätsel geblieben. Ich vermute mal seinen Stopp in Runde 372 als Quelle des Erfolgs und die Tatsache, dass er dort einen Großteil seines Pit-Windows schließen konnte. Allerdings kam auch Harvick in der letzten Gelbphase noch einmal für vier neue Reifen an die Box und soviel weniger Sprit kann bei einem Four-Tire-Stop ja nicht eingefüllt worden sein. Auch wenn diese Fragestellung für mich letztlich offen bleibt (ich hoffe ja auf viele Kommentare, die einen Grund liefern können), so war Martinsville zumindest in den letzten 100 Runden durchaus eine spannende Angelegenheit:

Als nach dem letzten Restart dann Harvick am drittplatzierten Montoya vorbei ging, während zeitgleich Earnhardt dem short-run-schwachen Busch die Führung abluchste, war ein packendes Finale garantiert. Als Junior in Front ging, sprangen die Fans wie üblich von den Sitzen auf, muss ihrem Idol letztlich aber vergebens zujubeln. Geradezu unwiderstehlich wie in Fontana holte sich Harvick – dieses Mal aber schon vier Runden vor Schluss und weil Earnhardt mit Übersteuern aus der Kurve kam – den ersten Platz. Ein Shorttrackmanöver musste Harvick nicht mehr ansetzen, was aber nicht heißt, dass es davon den gesamten Tag über nicht genug zu sehen gab.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können aPunkteständen bei den Fahrern</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">in der Owner-Wertung. Nächste Woche macht die NASCAR erst den zweiten Ausflug in diesem Jahr auf ein Intermediate Oval, wenn in Texas außerdem das erste Nacht-Punktrennen von Samstag auf Sonntag auf dem Plan steht.

2011MartinsvilleApr_NSCS_Mark_Martin_Grid 2011MartinsvilleApr_NSCS_Green_Flag_Start_McMurray_Newman 2011MartinsvilleApr_NSCS_Track_Wide_Angle 2011MartinsvilleApr_NSCS_Clint_Bowyer_Leading 2011MartinsvilleApr_NSCS_Ambrose_Spins 2011MartinsvilleApr_NSCS_Dale_Earnhardt_Jr_Pit_Stop 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kyle_Busch_Leading 2011MartinsvilleApr_NSCS_Bobby_Labonte_and_Joey_Logano_spin 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kevin_Harvick_Pit_Stop 2011MartinsvilleApr_NSCS_Harvick_passes_Earnhardt_Jr_for_the_win 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kevin_Harvick_wins_flagstand 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kevin_harvick_Burnout 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kevin_Harvick_climb_out_victory_lane 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kevin_Harvick_and_crew_in_victory_lane

March 29 2011

06:39

NASCAR: Analyse Fontana 2011

Wer am Sonntagabend seinen Stream in Erwartung eines Kyle Busch-Sieges frühzeitig ausgeschaltet hatte, dem entging der wohl spannendste Dreikampf seit einigen Jahren. An dessen Ende triumphierte Kevin Harvick, der wie aus dem Nichts erschien und den beiden Streithähnen Jimmie Johnson und dem dominierenden Busch-Bruder die Führung abluchste.

So unwahrscheinlich dürfte ein früher Ausschaltzeitpunkt bei manchem Fan gar nicht gewesen sein, denn das Rennen auf dem Auto Club Speedway in Fontana entpuppte sich zunächst wie erwartet als ganz übler Langweiler. Die 200 Runden wurden überwiegend in langen Grünphasen abgespult und nur durch vier Cautions unterbrochen, dabei zog sich das Feld wie immer sehr schnell sehr stark auseinander. Action gab es eigentlich immer nur während der ersten zehn Runden nach einem Restart, wo es auf den vielen unterschiedlichen Linien, die man auf dem 2-Meilen-Oval wählen kann, teilweise zu viert oder fünft nebeneinander zur Sache ging. Diese Tatsache sorgte dann für ein überraschend spannendes Finale, weil die letzte Gelbphase sehr spät im Rennen kam.

Zu Beginn des Wochenendes überraschte mich zunächst Juan Pablo Montoya, als er sich im Qualifying die sechste Pole-Position seiner Karriere holte. Die zuletzt stark schwankenden Leistungen setzte der Kolumbianer aber gleich fort, denn im Rennen war er seine Führung nach sechs Runden an Denny Hamlin los, konnte zum Schluss mit einem mäßigen Auto aber immerhin noch Platz 10 ins Ziel retten. In Runde 20 war dann Kyle Buschs Sturmlauf in Richtung Front beendet, nachdem er seinem Teamkollegen die Spitzenposition abjagen konnte.

Nun kam Fontana so richtig schön in seinen gewohnten Rhythmus und bescherte allen eine richtig lange Grünphase inkl. zweier Runden von green flag pitstops, die erst in Runde 75 ein Ende nahm, als unsichtbares debris die NASCAR-Offiziellen zum Handeln zwang. Vermutlich waren damit die ganzen überrundeten Fahrzeuge gemeint, die den etwas mehr als zehn in der Führungsrunde verbliebenen Fahrern zu sehr im Weg rumstanden. Tony Stewart gelangte in der Folge weiterer Boxenstopps an wertvolle track position, da er sich als einziger Fahrer im Vorderfeld gegen ein Nachfassen von Benzin und Reifen entschied. In Runde 80 führte er somit den Restart vor seinem Teamkollegen Ryan Newman an, der ebenfalls wieder ein starkes Rennen fuhr und am Ende mit einem Top5-Resultat den zweiten Platz in der Meisterschaftswertung erringen sollte.

In der folgenden Grünphase bekam Denny Hamlin erste ernsthafte Probleme mit seinem Motor und setzte damit die Leidensstrecke der Toyota-Aggregate bei Joe Gibbs Racing fort. Über mehrere Runden war die Crew per Funk mit dem Lokalisieren und Lösen des Problems beschäftigt, ehe man in Runde 124 endgültig die Segel streichen musste. An dieser Stelle hatte Kyle Busch nun quasi freie Fahrt, da sein – zu diesem Zeitpunkt einziger – ernsthafter Konkurrent das Feld verlassen hatte. Busch hatte unterdessen innerhalb von 13 Runden nach dem Restart die Führung von Tony Stewart zurückerobert. Für Stewart wurde es dann auch sehr bald recht eng mit dem Spritfenster, nachdem er ja zuvor auf einen Boxenstopp verzichtet hatte. David Gilliland erlöste Smoke schließlich in Runde 103, indem er seinen Ford in der Mauer abstellte und somit die ersehnte Gelbphase auslöste.

Nach dem Restart in Umlauf 108 führte Kyle Busch das Feld in eine weitere, sehr lange Grünphase mit ebenfalls wieder mehreren green flag pitstops über schlussendlich 64 Runden, bis Andy Lally mit einem Dreher in Runde 172 die finale Phase des Rennens einläutete. Beim Restart machte sich dann auch der Grund für die bisherige Dominanz von Busch in Fontana bemerkbar: Sein Team stellte ihm ein – in fast allen Hinsichten – perfektes Back-Up-Auto hin, nachdem Busch den Unterboden seines Einsatz-Toyotas zuvor im Freien Training bei einem Ausflug über den Rasen beschädigte. Nur eines ließ die #18-B vermissen: ausreichend Speed auf den short runs, welche es aber am Sonntag auch selten gab. Die Verfolger-Meute bestehend aus Tony Stewart, Jimmie Johnson, Kevin Harvick und Clint Bowyer konnte zunächst in den ersten zehn Runden nach dem Restart an Kyle Busch dranbleiben. Johnson gelangte sogar in Überholreichweite, musste Busch dann aber im Übergang zum long run wieder ziehen lassen.

Was Kyle Busch also nach seiner langen Führungsfahrt nun auf dem Weg zur schwarz-weiß-karierten Flagge nicht benötigte, war noch eine weitere Caution vor seinem großen Finale. Dieser Wunsch blieb ihm jedoch verwehrt, weil Bobby Labonte in Runde 186 ebenfalls ein Date mit der Mauer hatte. Labontes Wagen fing beim Zurückrollen in die Garage Feuer und musste eingangs der Boxengasse gelöscht und abtransportiert werden. Dadurch war es den Teams länger nicht möglich, einen finalen Pitstop zu absolvieren, der einige Strategiemöglichkeiten bezüglich der Anzahl der Reifen geboten hätte. Vier Runden später und damit zehn Umläufe vor dem Ende der regulären Renndistanz waren die Aufräumarbeiten dann endlich beendet, doch niemand aus der Spitzengruppe wollte nun für ein Finale über acht Runden seine track position opfern.

Jimmie Johnson startete direkt neben Kyle Busch und benötigte in einem extrem spannenden Kampf tatsächlich bis zur vorletzten Runde, um Busch die Führung während seiner short run-Schwäche abzunehmen. Wie aus dem Nichts tauchte dann aber plötzlich Kevin Harvick im Rückspiegel der beiden Kontrahenten auf, nachdem er sich getreu dem Motto „Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte!“ vom hinteren Ende der Top5 an Busch und Johnson herangepirscht hatte. Innerhalb von knapp zwei Runden überholte Harvick erst einen übersteuernden Busch und schließlich in der letzten Kurve auf der Außenbahn Johnson, der die hohe Linie wegen dortiger Handling-Probleme nicht blocken konnte. Dem Überholmanöver ging auf der Gegengerade eine eigentlich klassische Shorttrack-Action voraus, denn Harvick setzte sich letztendlich nach einem bump-and-run gegen Johnson durch.

Die letzten zehn Runden des Rennens haben für die zähen anderen 190 Umläufe absolut entschädigt und ich finde, dass wir da am Sonntag eines der besten Finishes sein einigen Jahren gesehen haben. Wann gab es das auf einem Nicht-Superspeedway zuletzt, dass gleich drei Fahrer bis in die letzte Kurve um Alles oder Nichts kämpfen. Absoluter Wahnsinn! Wer es verpasst haben sollte, der kann es sich im unten verlinkten Video noch einmal ansehen. Bis das Video startet, dauert es anscheinend ein wenig, aber die Wartezeit lohnt sich definitiv!

Mit seinem Sieg in Fontana drehte Kevin Harvick übrigens die Reihenfolge vom letzten Frühjahrsrennen um, denn 2010 musste er sich Jimmie Johnson geschlagen geben. Nun kehrt er mit seinem ersten Saison-Erfolg unter die Top12 in der Meisterschaft zurück, deren Führung nach einem soliden Top10-Resultat jetzt Carl Edwards vor Ryan Newman und Kurt Busch innehat.

Während Denny Hamlin nach seinen Motorproblemen wieder einen Rückschlag hinnehmen musste und in der Fahrer-Wertung jenseits der Top20 unterwegs ist, konnten wenigstens Clint Bowyer und Brian Vickers mit Top10-Resultaten einige Punkte in der Meisterschaft gutmachen. Auch Jeff Burton hielt sich auf Platz 15 mit Ausnahme einer Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse einigermaßen schadlos und sammelte ebenso wie sein direkt dahinter platzierter Teamkollege Paul Menard wichtige Punkte. Besonders enttäuscht haben am Sonntag Kurt Busch (17.), Jeff Gordon (18.), David Reutimann (19.) und Mark Martin (20.) sowie erneut Jamie McMurray (23.) und Joey Logano (25.), bei denen immer noch nichts zusammenläuft.

Wirklich vorentscheidend war in Fontana aber nur der Kampf um die nun zur Anwendung kommende 2011er-Version der Top35 in der Owner-Wertung und ein damit einhergehendes automatisches Startrecht in Martinsville: In der nächsten Woche müssen die #09 von Phoenix Racing, die #21 der Wood Brothers (war durch eine Übernahme alter Owner-Points zwar für die ersten fünf Rennen qualifiziert, hat aber mit Trevor Bayne einen Rookie am Steuer) und überraschenderweise die #32 von Frank Stoddard sowie die #13 von Germain Racing nicht durch die Qualifikationsmühle.

Ihre Plätze in den Top35 haben verloren oder sind erneut nicht dabei: #71 TRG Motorsports (Andy Lally), #36 Tommy Baldwin Racing und zwei der drei Autos von Front Row Motorsports mit der #37 und der #38, bei denen ich vermute, dass in ein paar Rennen das punktschlechteste Team zusperren wird. So ein Plan war immerhin schon vor Beginn der Saison diskutiert worden. Die Abstände sind aber nach wie vor knapp, so trennen Platz 35 und Rang 36 nur sechs Zähler und damit sechs Ränge in Martinsville.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können aPunkteständen bei den Fahrern</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">in der Owner-Wertung. In der nächsten Woche geht es auf den Shorttrack von Martinsville, wo seit einigen Jahren ausschließlich Jimmie Johnson sowie der Lokalmatador Denny Hamlin gewonnen haben.

2011_Auto_Club_Jimmie_Johnson_Fred_Savage_Christian_Slater 2011_Auto_Club_Jeff_Gordon_high_fives_fans 2011_Auto_Club_NSCS_Sugar_Ray_Leonard_green_flag 2011_Auto_Club_NSCS_race_start 2011_Auto_Club_NSCS_Denny_Hamlin_leads 2011_Auto_Club_NSCS_Kyle_Busch_races_Tony_Stewart 2011_Auto_Club_NSCS_Kyle_Busch_on_track 2011_Auto_Club_NSCS_Jimmie_Johnson_Kyle_Busch_Kevin_Harvick 2011_Auto_Club_NSCS_Kevin_Harvick_passes_Jimmie_Johnson 2011_Auto_Club_NSCS_Kevin_Harvick_beats_Jimmie_Johnson 2011_Auto_Club_NSCS_Kevin_Harvick_Victory_Lane 2011_Auto_Club_NSCS_Kevin_Harvick_Gil_Martin_champagne

March 07 2011

22:30

NASCAR: Analyse Las Vegas 2011

Nach einer turbulenten Anfangsphase entwickelte sich der dritte Meisterschaftslauf auf dem Las Vegas Motor Speedway zum Langstreckenrennen. In sehr langen Grünphasen machten die beiden besten Piloten des Tages, Carl Edwards und Tony Stewart, den Sieger unter sich aus.

Vom Rennen am Sonntagabend habe ich mir zwar ein wenig mehr versprochen, doch langweilig war es trotzdem nicht. Bei der Rückkehr auf die so bedeutenden 1,5-Meilen-Ovale fiel mir sofort nach dem Start auf, dass die Wagen an diesem Wochenende besonders schnell unterwegs waren. Vielleicht waren sie nur gefühlt mit mehr Geschwindigkeit unterwegs, aber die Standkameras ausgangs der Turns boten meiner Meinung nach rasanter vorbeifahrende Stockcars als noch im letzten Jahr. Das könnte mit den Erfahrungen aus Daytona zusammenhängen, wo ein besseres Kühlsystem höhere Motortemperaturen möglich machte. Außerdem bewegten sich die Aggregate in den ersten Rennen des Jahres näher an der Marke von 9000 U/min als noch 2010.

Kurveneingangsgeschwindigkeiten von 200mph sprechen zusätzlich dafür und die sieht man sonst ja eigentlich nur auf den sehr stark überhöhten Quad-Ovalen wie Atlanta, Texas oder Charlotte. Passend dazu purzelte am Freitagabend auch der Rundenrekord in der Qualifikation durch Matt Kenseth ein weiteres Mal, wenn auch nur um wenige Hundertstel. Für mehr Spannung sorgte das Ganze aber nicht, denn in den langen Grünphasen zog sich das Feld doch recht beträchtlich auseinander. Lediglich sieben Cautions, häufig dicht beieinander, brachten das Rennen mehr als einmal in einen ordentlichen Fluss. Dabei kam es wiederholt zu green flag stops und da die Einfahrt zur Boxengasse in voller Fahrt recht schwierig zu treffen ist, landeten eine Handvoll Fahrer zu schnell vor NASCARs Radarpistole. Das kostete letztendlich Tony Stewart den Sieg, obwohl er über das schnellste Auto im Feld verfügte. Doch der Reihe nach:

Polesitter Matt Kenseth war seine Führung schon nach zwei Runden an den Teamkollegen Greg Biffle los und auch der sollte nicht lange an der Spitze verweilen, denn Robby Gordon drehte sich bereits in Runde 8 von der Strecke. Überraschenderweise ging schon gleich die Führungsriege zum Nachtanken an die Box, was unter anderem den Grundstein für den späteren dritten Platz von Juan Pablo Montoya legte, da das Hinterfeld nun track position gutmachen konnte. Der nächste Versuch, das Rennen in Gang zu kriegen hielt wieder nur wenige Umläufe, weil Andy Lally seinen Chevrolet in Runde 15 umdrehte.

Danach absolvierte die Meute das erste Renndrittel unter Grün, wobei sich Tony Stewart das erste Mal am Nachmittag mit seinem schnellen Auto bemerkbar machte. Bis zur nächsten Caution blieb Stewart mit Ausnahme des cycle through während der ersten Boxenstopps unter grüner Flagge an der Spitze des Feldes. Dabei verloren die am Anfang des Rennens draußen gebliebenen Piloten keine Positionen, denn die Frühstopper entschieden sich, gemeinsam mit dem Rest des Feldes zum Nachfassen zu kommen.

In Runde 96 war der Fluss dann aber erst einmal zu Ende, als sich der rechte Vorderreifen von Kyle Busch auflöste und ihn in die Mauer beförderte. Der Lokalmatador mit Heimpech konnte zwar nach einem Reifenwechsel wieder auf die Strecke zurückkehren, sollte aber später trotzdem weiterhin Unglück haben. Der spätere Rennsieger Carl Edwards hielt sich bis hierhin übrigens schon locker in den Top10 auf, Tony Stewart führte aber nach wie vor das Feld zum Restart, gefolgt von Juan Pablo Montoya. Der nächste Versuch hielt gerade mal eine Runde, als Kurt Busch das Caution-Cluster mit einem spektakulären Quersteher ohne Mauereinschlag fortsetzte. Auch für den anderen Busch-Bruder lief es in Las Vegas also nicht gut. Im bremsenden Verkehr dahinter wurde außerdem noch Kasey Kahne ohne weitere Folgen umgedreht.

Der Restart von Tony Stewart – nun zum ersten Mal vor Carl Edwards – nach Gelbphase #4 hielt nun ausnahmsweise mal zwei Runden, bevor sich das Busch-Drama fortsetzte und Flammen aus dem Auspuff von Kyle Buschs Toyota das Ende eines Motorenarbeitstages ankündigten. Kurt und Kyle waren somit alleine für diese komplette Dreierunterbrechung verantwortlich.

Von Runde 115 bis 149 ging es dann normal weiter, bis David Gilliland den nächsten Reifenplatzer des Tages hinnehmen musste und in die Außenmauer einschlug. Bei diesen Geschwindigkeiten biegt man (trotz inner liner zur Sicherheit) immer hart nach rechts ab und steckt einen harten Aufprall ein. Das sollte auch Jeff Gordon später noch erfahren, der mit den Mauern in Las Vegas ja schon 2008 unliebsame Bekanntschaft machte. Zuvor ereignete sich aber die rennentscheidende Szene, als NASCAR Tony Stewart bei den Pit-Stops während der Caution zu schnell in der Boxengasse erwischte und er damit ans Ende der Führungsrunde zurückgereiht wurde. Nun war der Weg für Carl Edwards frei, der in Runde 156 den Restart vor Martin Truex Jr., Dale Earnhardt Jr. und Juan Pablo Montoya anführte. Während Stewart sich aus eigener Kraft von hinten durchs Feld wühlte, löste Jeff Gordon in Runde 194 die angesprochene letzte Gelbphase aus, als auch ihm ein Reifen explodierte.

Nun musste Tony Stewart taktieren und ließ sich nur zwei neue Reifen aufziehen, um track position gutzumachen und sich wieder an die Spitze des Feldes zu setzen. Allerdings war es später vor alle nötig, noch einen weiteren Boxenstopp zu absolvieren, um das Benzinfenster von ca. 50 Runden schließen zu können, denn 267 Umläufe waren am Sonntag insgesamt zu absolvieren. Damit hatte Stewart aber ein Problem, welches sich noch nicht direkt beim Restart äußerte. Die zwei alten Reifen auf der linken Seite erwiesen sich überraschenderweise nicht sofort als Krücke und signalisierten dem Rest des Feldes, es beim letzten Stopp ebenfalls mit dieser Taktik zu probieren. Da Tony Stewart aber seinerseits nicht ein weiteres Mal mit nur zwei neuen Reifen durchkommen konnte, verlor er bei den letzten Boxenstopps unter grüner Flagge zwei Plätze an Edwards und Montoya. Zuvor hoffte er verständlicherweise auf eine letzte Gelbphase, die jedoch ausbleiben sollte.

Im Anschluss konnte Stewart auf seinen vier neuen Reifen nur noch Montoya auf Platz 3 verweisen, denn Carl Edwards hatte sich in der Führungsposition schon genügend Abstand für den Rest des Rennens herausgefahren. Tony war schnell, die Zeit aber leider auch… So blieb es bei einem Sieg von Carl Edwards, der jedoch keinesfalls unverdient war, denn die #99 war das zweitbeste Auto im Feld hinter der #14. Selbst Edwards holte sich noch 69 Führungsrunden ab (Stewart deren 163), womit er den weiteren Rest des Starterfeldes meilenweit in den Schatten stellte. Damit katapultierte er sich nach seinen zwei Saisonsiegen in den letzten beiden Rennen 2010 und einem zweiten Platz beim Daytona 500, trotz des unverschuldeten Ausfalls in guter Situation in Phoenix, unter die Titelaspiranten der diesjährigen Saison. Womöglich kann er ja wieder so eine Super-Saison wie 2008 starten, als er den Titel