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September 13 2013

06:15

NASCAR: Vorschau Chicagoland 2013 Analyse Chase-Debakel 2013

Endlich ist es soweit: Auf dem Chicagoland Speedway eröffnet die NASCAR am Wochenende den Chase! Doch wer fährt mit? Immerhin stehen mittlerweile circa elf Fahrer ziemlich fest, doch mindestens ein Teilnehmer wackelt noch. Nach dem MWR-Skandal wird nun auch Penske Racing bezichtigt, illegale Absprachen getroffen zu haben.

helton_pembertonEs hätte alles so schön werden können: Ich hatte eigentlich geplant, eine nette kleine Vorstellung aller Chase-Fahrer zu bringen. Jeder Pilot wäre neben seinem Konterfei von mir auf Herz und Nieren bezüglich seiner Meisterschaftstauglichkeit untersucht worden. Leider kenne ich bis heute (Stand: Donnerstagabend vor dem ersten Playoff-Rennen in Chicagoland) nicht die komplette Liste aller Teilnehmer. Für den Fall, dass jemand die letzten fünf Tage in einer Hütte im tiefsten Wald verbracht und sich eher um den nächsten Fisch auf dem Teller gesorgt hat, gibt es erstmal eine Zusammenfassung des ganzen Dramas. Ich werde mich dabei auch bemühen, keine altgriechischen Sagen zu referenzieren. Begonnen hat der Schlamassel nur wenige Runden vor dem Ende des Rennens in Richmond, welches die NASCAR zu diesem Zeitpunkt – im Nachhinein betrachtet – einfach hätte abbrechen sollen.

Aber wer konnte schon ahnen, dass Clint Bowyer mit seinem sehr seltsamen Dreher den Urknall für einen großen Skandal liefern sollte. In diesem Moment befanden sich Ryan Newman und Jeff Gordon auf Chase-Kurs. Newman wollte mit einem Sieg die zweite Wildcard und damit sein Chase-Ticket lösen, während Gordon einen glücklosen Joey Logano mit zwei Runden Abstand hinter sich halten konnte und damit sogar über die punktbesten Zehn qualifiziert war. Martin Truex Jr. schien trotz Top-10-Resultat chancenlos, noch in die Playoffs zu gelangen, da sein einziger Saisonsieg gegen deren zwei von Newman und Kasey Kahne nichts wert gewesen wäre. Als einzige Chance für Truex blieb eine Wende an der Spitze und prompt drehte sich Teamkollege Bowyer, zeitlich akkurat passend, von der Strecke.

Im Endeffekt führte dieser Vorfall dazu, dass weder Ryan Newman das Rennen gewann, noch Jeff Gordon in den Chase einzog, während Joey Logano noch einige Plätze gewann und seinerseits Ticket #10 löste. Damit öffnete sich die Wildcard-Situation für Martin Truex Jr., weil Gordon natürlich keinen Rennsieg aufweisen konnte. Trotz Punktgleichheit mit Newman, der ebenfalls einen Saisonerfolg auf seinem Konto wusste, landete schließlich Truex bei sehr schlechter – wenn nicht sogar schlechtester – Ausgangssituation in den Playoffs. Ausschlaggebend war hier am Ende ein zweiter Platz (aus Texas), den Truex mehr eingefahren hatte als Newman. So weit, so gut, doch nun kam ESPN ins Spiel.

Nachdem die Kommentatoren des TV-Senders sich ob des spannenden Finales beruhigt hatten, fand jemand die Aufzeichnung des Funkverkehrs zwischen Clint Bowyer und seinem Spotter, setzte das Interview mit Dale Earnhardt Jr. nach dem Rennen dazu, verquirlte das Ganze und stellte es bei 200 °C in den Ofen. Bowyer habe seinen Dreher absichtlich eingeleitet, hieß es plötzlich und die unschuldigen Opfer Ryan Newman und Jeff Gordon konnten in ihrer ersten Niedergeschlagenheit noch gar nicht ahnen, welcher Tsunami sich damit in rasender Geschwindigkeit auf die NASCAR zubewegte. Da ich das Rennen erst mit einem Tag Verzögerung gesehen habe, kann ich leider nicht sagen, wie sehr Twitter in diesem Moment explodierte.

Der Schneeball vergrößerte sich auf seinem Weg den Abhang hinunter schnell und stetig, denn bereits am nächsten Tag sahen sich die NASCAR-Offiziellen das Renngeschehen unter dem Mikroskop an und es kamen weitere Unregelmäßigkeiten zum Vorschein. Auch der dritte MWR-Teamkollege im Bunde, Brian Vickers, war in den Skandal verstrickt, da er von seinem Spotter und Team-Manager Ty Norris zu einem unplanmäßigen und unsinnigen Boxenstopp während der letzten drei Runden unter grüner Flagge aufgefordert wurde. Passenderweise verblieb er dann ebenso wie Clint Bowyer ganze zwei Runden in seinem Pitstall, was Joey Logano zwei Positionen einbrachte, mit denen er Jeff Gordon aus den Top 10 in der Meisterschaft kegeln konnte, was wiederum die zweite Wildcard für Martin Truex Jr. in Reichweite brachte.

Da der Funkverkehr der #55 ziemlich eindeutig war, überführte NASCAR das gesamte Waltrip-Team der illegalen Absprache und wies ihnen nach, das Rennen manipuliert zu haben. Es wurden hohe Strafen ausgesprochen, so bekamen alle drei Teams jeweils 50 Fahrer- sowie Owner-Punkte abgezogen, während die jeweiligen Crew-Chiefs bis zum Jahresende auf Bewährung an den Wagen arbeiten müssen. Am schlimmsten erwischte es den Initiator Ty Norris, der nun auf unbestimmte Zeit gesperrt wurde, während Michael Waltrip Racing als Organisation mit einer Geldbuße in Höhe von 300.000 US-Dollar noch recht günstig davonkam. Das Urteil brachte dann jedoch ein Novum: Zum ersten Mal in der Geschichte des Chase änderte man das Teilnehmerfeld nachträglich!

Da sich die Punktabzüge auf die Regular-Season bezogen, rutschte Martin Truex Jr. hinter Ryan Newman ab, der sich mit später Genugtuung die zweite Wildcard sicherte. Laut Jeff Gordon war damit die Gerechtigkeit fast wiederhergestellt, jedoch war die Bestrafung seiner (und auch meiner) Meinung nach nur sehr halbherzig. Eigentlich gehört für uns auch Clint Bowyer aus dem Chase geworfen, doch die Offiziellen konnten ihm trotz der sehr merkwürdigen Konversation am Funk und des einzigartigen Drehers keinen Vorsatz ankreiden. Somit blieb es dabei und die Welt diskutiert seitdem, womit der Schaden im Prinzip angerichtet war. Dass mal alle Welt über die NASCAR reden würde, hat sich die Organisation sicherlich auch anders vorgestellt. Solche Gespräche führen wir nämlich normalerweise, wenn die DTM mal wieder kräftig zugelangt hat.

Doch damit nicht genug, denn am Donnerstag tat sich das nächste Loch im Boden auf. Nun steht plötzlich Penske Racing mit Joey Logano am Pranger. Denen wirft man vor, den Markenkollegen David Gilliland im Front-Row-Ford beiseite gebeten zu haben, um dringend benötigte Punkte zu sammeln. Jeff Gordon wittert unterdessen natürlich schon Morgenluft, weil die Offiziellen sich nun auch diese Anschuldigungen ganz genau ansehen. Wie sich die Situation aufklärt bzw. aufgeklärt hat, wisst ihr womöglich schon beim Lesen dieses Artikels, da der NASCAR meiner Meinung nach nicht mehr viel Zeit verbleibt. Am Freitag geht der Fahrbetrieb in Chicagoland los und dann sollten eigentlich alle zwölf Variablen zweifelsfrei bestimmt sein.

Fraglich ist, wie sich das Urteil (oder vielleicht die Urteile?) auf die Zukunft auswirken werden. Muss nun jedes kleine Überholmanöver auf dem Weg zum Sieg untersucht werden? Muss die NASCAR – wie von Jimmie Johnson vorgeschlagen – bei unklaren Situationen einen Timeout (unter roter Flagge) ähnlich wie beim Football einführen? NEIN, bitte bloß das nicht! Man sollte den ganzen Trubel wirklich nicht überbewerten. Klar hat die Teamorder so kurz vor dem Chase überhandgenommen und natürlich war der (meiner Meinung nach klar absichtliche) Dreher von Clint Bowyer totaler Mist. Deswegen aber jetzt den Weltuntergang zu wittern? Ich weiß ja nicht. Wenn man sich in Zukunft einfach darauf beschränkt, dass man einen Teamkollegen gerne vorbeilassen kann, wenn er diesen einen Punkt benötigt und direkt hinter einem fährt, dann hat wohl keiner etwas dagegen.

Achso: Wen die nicht vorhandene Streckenvorstellung für das Wochenende gestört hat, der darf sich gerne in unserem Artikel zum Chicagoland Speedway seine gewünschte Informationsdosis abholen. Außerdem lege ich euch den Podcast vom gestrigen Donnerstag ans Herz, in dem wir uns ausführlich mit der Situation beschäftigt (wenn auch ohne die neuesten Logano-Erkenntnisse) und auch eine Bewertung der Chase-Favoriten abgegeben haben. Ihr verpasst also trotz meiner Zusammenfassung des Geschehens auf epischer Breite kein Stück vom Randgeschehen, zu dem der Chase und das Rennen am Sonntag ja mehr oder weniger verkommen sind. Und weil dies leider leider leider passiert ist, sehe ich nur einen Ausweg: In bester Pofalla’scher Manier erkläre ich die Diskussion über die Vorkommnisse von Richmond für beendet! In diesem Sinne: Lasset den Chase beginnen…

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den (momentan nicht ganz) aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und einen Zeitplan für das TV-Programm vom Wochenende.

Freitag, 13.09.
16:00 Uhr, Truck Series Practice, FOX Sports 1
18:00 Uhr, Truck Series Final Practice, FOX Sports 1
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, FOX Sports 1
20:30 Uhr, Nationwide Series Practice, FOX Sports 1
22:00 Uhr, Truck Series Qualifying, FOX Sports 1
23:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN2
00:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, FOX Sports 2
02:30 Uhr, Truck Series Rennen (EnjoyIllinois.com 225), FOX Sports 1 ab 2 Uhr

Samstag, 14.09.
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, FOX Sports 2
18:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, FOX Sports 2
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, FOX Sports 2
21:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Dollar General 300), ESPN2 / Motors TV

Sonntag, 15.09.

20:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Geico 400), ESPN / Motorvision TV ab 19 Uhr

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August 23 2013

06:15

NASCAR: Vorschau Bristol August 2013

Nachdem letzte Woche mit Michigan eine der schnellsten Strecken im NASCAR-Kalender auf dem Plan stand, wird es diese Woche etwas langsamer, aber sicher nicht ereignisärmer. Das “Kolosseum” in Bristol wird wieder für enges und hartes Racing sorgen und konnte im Vorjahr mit einigen Höhepunkten überzeugen.

PrintKurz und steil, so lässt sich das Oval in Bristol wahrscheinlich am besten beschreiben. Mit 24 bis 30° Kurvenüberhöhung ist die Strecke nur etwas flacher als die Superspeedways in Daytona oder Talladega. Diese sind aber auch 2,5 Meilen und nicht wie der Bristol Motor Speedway eine halbe Meile lang. Durch die geringe Streckenlänge kombiniert mit der starken Überhöhung ergibt sich eine Rundenzeit von gerade mal etwa 15 Sekunden. Dazu kommen noch die 43 Fahrzeuge, die nacheinander aufgereiht bereits die Hälfte der Strecke einnehmen. Die Piloten sind also während des gesamten Rennens mit Überhol- bzw. Überrundungsmanövern beschäftigt. Doch nicht nur die Fahrer sind gefordert, auch die Bremsen sind es. Diese müssen über das gesamte 500 Runden lange Rennen 1000 Bremsmanöver aushalten. Da die Bremsen für eine solche Belastung nicht ausgelegt sind, müssen sie von den Piloten pfleglich behandelt werden, sofern sie das Ende des Rennens miterleben sollen. Typisch für einen Short-Track kommt es auch immer wieder zu Kontakten zwischen den Fahrzeugen, was auch gerne mal in kleine Scharmützel ausartet. Als Beispiel kann man hier Tony Stewart nehmen, der letztes Jahr nach seinem Ausscheiden durch einen Kontakt mit Matt Kenseth etwas überreagiert hat und seinen Helm in Richtung des Autos mit der Nummer 17 warf. Auch wenn Stewart dieses Mal nicht dabei ist, wird es trotzdem einige spannende Duelle geben, schließlich geht es für einige Piloten noch um den Einzug in den Chase und hier entscheidet jeder einzelne Punkt.

Werfen wir doch einmal einen Blick auf den Punktestand. Von Platz eins bis sechs scheint alles klar zu sein, denn die Piloten Johnson, Bowyer, Edwards, Harvick, Kyle Busch und Kenseth haben entweder schon einige Siege eingefahren oder mehrere Punkte Vorsprung auf den elften Platz. Spannend wird es aber ab der siebten Position, die aktuell Dale Earnhardt Jr. inne hat. Nach seinem technischen Ausfall in Michigan trennen ihn nur noch 20 Punkte vom elftplatzierten Kasey Kahne und zudem hat Junior dieses Jahr noch nicht gewinnen können. Hinter der #88 ist der Vorjahresmeister Brad Keselowski zu finden. Mit 667 Punkten und damit acht Punkten Vorsprung steht er zusammen mit Kurt Busch (665 Punkte) und Greg Biffle (663 Punkte) aktuell nur hauchdünn innerhalb der ersten zehn Plätze. Brad und Kurt haben ebenfalls dieses Jahr noch nicht gewinnen können, Biffle fuhr hingegen bereits einen Sieg im ersten Rennen in Michigan ein.

Aber auch mit diesem einen Sieg könnte es eng werden, denn die drei Piloten die sich auf den Position elf bis 13 finden haben ebenfalls einen bzw. mit Kasey Kahne sogar zwei Erfolge. Kahne ist auch der Pilot, der mit 659 Punkten und den zwei Siegen die erste Wildcard besitzt. Den zweiten Joker hält aktuell Martin Truex Jr. in der Hand, der dicht von Joey Logano gefolgt wird. Beide Piloten konnten diese Saison jeweils ein Mal gewinnen, Truex in Sonoma und Logano im zweiten Michigan-Rennen. Für Logano war der Erfolg letztes Wochenende zudem äußerst wichtig, um den Anschluss an die Wildcard-Plätze nicht zu verlieren. Dadurch hat er nur noch sieben Punkte Rückstand auf den auf Position 12 liegenden Truex und darf sich somit wieder berechtigte Hoffnungen auf den Chase-Einzug machen. Schwieriger ist da die Lage für Jeff Gordon und Ryan Newman, die 16 bzw. 17 Punkte Rückstand auf Truex haben. Gordon steht zudem noch ohne einen Saisonsieg da und muss daher dringend eines der verbleibenden Rennen bis zum Start des Chase gewinnen. Newman hingegen hat bereits einen Sieg auf seinen Konto, den er in Indianapolis einfahren konnte. Aber auch bei ihm gilt: Je mehr Siege, desto besser.

In den Ring von Bristol werden am Wochenende 44 Piloten steigen. Die wichtigsten Änderungen sind wohl Mark Martin in der #14, der auch die letzten Rennen des Jahres bis auf Talladega im Chevrolet von Stewart sitzen wird. Den frei werdenden Platz von Martin in der #55 übernimmt in zwölf der letzten 13 Rennen Brian Vickers, auch bei ihm wird Talladega die Ausnahme sein. Auf dem Superspeedway in Alabama werden die Piloten der #14 und der #55 von Austin Dillon bzw. Michael Waltrip ersetzt. Sein Debüt im Sprint Cup wird dieses Wochenende Ryan Truex geben. Wie der Name es vermuten lässt, ist er der jüngere Bruder vom in der #56 sitzenden Martin Truex Jr. Bisher war der 21-jährige Ryan vorrangig als Entwicklungsfahrer für Richard Petty Motorsports tätig. Dieses Wochenende sitzt er allerdings im Phoenix-Chevy mit der #51 und wird dort versuchen, seinen Boliden möglichst schnell über den Beton von Bristol zu bewegen. Weitere Cockpit-Änderungen sind die #19 mit Mike Bliss, die #32 mit Ken Schrader, die #40 mit Tony Raines und die #95 mit Scott Speed. Raines muss versuchen, im Qualifying unter die ersten 36 zu kommen, da die #40 in der Owner-Wertung zu weit unten in der Tabelle steht.

Zum Abschluss nun wie gewohnt die Stände der Fahrer- und Ownerwertung sowie die Entrylist für das Irwin Tools Night Race. Das Nachtrennen ist dieses Mal live bei ABC zu sehen. Die Freunde von deutschen Kommentatoren gehen diese Woche – wie letzte Woche – leer aus, denn MotorvisionTV wird erneut keine Live-Übertragung anbieten. Stattdessen muss mit der gewohnten Highlight-Sendung am Montagabend vorlieb genommen werden.

Freitag, 23.08.2013
16:00 Uhr Nationwide Practice, Fox Sports 1
18:00 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 1
20:30 Uhr Sprint Cup Final Practice, Fox Sports 1
21:30 Uhr Nationwide Qualifying, Fox Sports 1
23:30 Uhr Sprint Cup Qualifying, ESPN2

Samstag, 24.08.2013
01:30 Uhr Nationwide Rennen (Food City 250), ESPN (Green Flag: 01:46 Uhr)

Sonntag, 25.08.2013
01:30 Uhr Sprint Cup Rennen (Irwin Tools Night Race), ABC (Green Flag: 01:43 Uhr)

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August 20 2013

06:15

NASCAR: Analyse Michigan August 2013

Michigan offenbarte sich als Taktik-Klassiker, bei dem es am Ende auf den richtigen Benzinverbrauch ankam. Viele Piloten mauserten sich im Verlauf zu Siegkandidaten, doch nach 200 Runden stand dann wieder der Polesitter Joey Logano ganz vorne und fuhr in die Victory-Lane – auch weil andere Hochkaräter patzten.

289369Mit seinem ersten Saisonsieg brachte sich Joey Logano recht überraschend für die Chase-Qualifikation in Stellung. Bei den Wildcards hat er nun ein gewichtiges Wörtchen mitzureden und um die Top10 herum bewegen sich ja auch schon einige andere Fahrer mit nur einem einzigen Jahreserfolg. Das Endergebnis von Michigan sorgte somit nicht gerade für Klärung auf den Playoff-Positionen, denn Platz 8 und 15 trennen immer noch nur 31 Punkte. Unterdessen bekommen die Piloten von Hendrick Motorsports – mit Ausnahme von Jimmie Johnson – so langsam schlechte Karten, weil der Top-Rennstall der NASCAR sich am Wochenende ähnlich wie bei der ersten Michigan-Ausgabe im diesem Jahr ein Volldebakel lieferte. Einzig Kasey Kahne konnte zum Schluss konstant in die Top10 vordringen.

Der Tag startete erst einmal unglaublich zäh und Jeff Gluck traf es mit seinem Tweet wohl am besten: Der besagte sinngemäß, das Rennen fühle sich an, als ob jemand nach den ersten Kilometern einer längeren gemeinsamen Autofahrt schon zum ersten Mal aufs Klo müsse. Selten so gelacht! In den ersten 17 Runden brachten es die Sprint-Cup-Asse auch mal direkt auf drei Cautions. Zuerst drehte sich Clint Bowyer in Turn 4, danach crashte David Reutimann in Turn 2. Umlauf 14 brachte anschließend einen Dreher von Tony Stewarts Ersatzmann Austin Dillon, welcher dabei noch den unbeteiligten JJ Yeley abräumte.

Als endlich etwas Ruhe ins Rennen kam, zeigten Jimmie Johnson, Kurt Busch und auch der Michigan-Spezi Dale Earnhardt Jr an der Spitze ihr Können. Nun begann jedoch die Hendrick-Farce mit einem Motorschaden bei Jimmie Johnson. Die #48 war schon recht früh einmal an der Box, um ein Problem am Motor checken zu lassen. Nach einem erneuten Aufenthalt bei der Pitcrew drohte aber das Chevrolet-Aggregat mit einem Generalstreik und so musste Johnson seinen Wagen mit nur noch sieben Zylindern in der Garage abstellen. Ganz so schlimm ist dies für den fünfmaligen Meister aber nicht, denn immerhin hat er bereits sein Chase-Ticket für dieses Jahr gelöst.

Auch für seinen Teamkollegen Dale Earnhardt Jr lief es in der Folge nicht besser: Am Sonntag erwiesen sich die Goodyear-Reifen wieder einmal nicht als sonderlich belastbar. Es stellt sich hier die Frage, ob die Pneus des Einheitsherstellers wie im Juni-Rennen mit den hohen Geschwindigkeiten zu kämpfen hatten oder ob die Teams mit sehr optimistischen Sturzwerten an den Start gegangen waren. Jedenfalls erwischte es in Runde 136 Juniors rechten Vorderreifen in Turn 2, was ihn direkt in die Mauer beförderte. Für seine Chase-Ambitionen war dies sicherlich ein erheblicher Dämpfer, auch wenn er weiterhin mit einem Polster von 20 Punkten auf den Cut die siebte Platzierung in der Meisterschaft belegt. Earnhardt darf sich solche Ausfälle wie in Watkins Glen oder Michigan echt nicht noch einmal leisten.

Zu diesem Zeitpunkt begann die entscheidende Phase des Rennens, welche Joey Logano nach dem Restart der Earnhardt-Caution in Führung sah. Dort hielt er sich auch über die nächste Gelbphase in Runde 150 hinweg, welche Bobby Labonte durch seinen Dreher in Turn 4 auslöste. Für das Schließen des Benzinfensters war es allerdings an dieser Stelle noch zu früh, da die Teams mit maximal 40 Umläufen für einen Fuelrun rechneten. Als Kyle Busch nur wenige Runden später schließlich Caution #8 von 9 auslöste, war der Restverbrauch bis zur Zielflagge in realistischen Reichweite gerückt. Bis auf Brad Keselowski, Mark Martin, David Ragan und Aric Almirola holten sich alle Piloten an der Spitze ihren finalen Splash ab. Hinter dem Quartett sortierten sich Joey Logano und Kevin Harvick ein. Damit war der Benzinkrimi quasi eröffnet.

Weil Kyle Busch sich in Runde 174 erneut drehte, bekamen die Pokerspieler eine letzte Gelegenheit, ganz sicher zu gehen. Mark Martin wagte jedoch einen All-in und blieb auf der Strecke. Beim finalen Restart lieferte er sich ein tolles Three-Wide-Duell mit Kevin Harvick und Joey Logano, wobei er seine Führung behalten konnte. Die Rechnung konnte aber nicht hinhauen und so rollte Martin erstaunliche drei Runden vor dem Ende des Rennens ohne Benzin aus. Dass er es bis dahin geschafft hatte, war schon eine erstaunliche Einsparleistung, immerhin hatte er seinen Verbrauch auf 47 Umläufe mit einem Tank gestreckt. Glücklicher aber verdienter Abstauber war daraufhin natürlich Joey Logano, der sogar noch genügend Sprit für seine Siegerdonuts an Bord der #22 wissen konnte.

Hinter Joey Logano sortierten sich Kevin Harvick und ein erneut stark auffahrender Kurt Busch ein. Busch hatte mit seinen 43 Führungsrunden wieder einmal wirklich ernsthafte Chancen auf den ersten Saisonsieg. Die Top5 komplettierten Paul Menard und Clint Bowyer. Ein Top10-Ergebnis sicherten sich Marcos Ambrose, Kasey Kahne, Jeff Burton, Greg Biffle und Carl Edwards. Generell fiel dabei auf, dass am Ende diejenigen Piloten vorne landeten, welche das unauffälligste Rennen fuhren. Juan Pablo Montoya legte einen soliden Nachmittag auf den Asphalt und wurde Elfter vor Brad Keselowski.

Bei Hendrick Motorsports überraschte übrigens auch Jeff Gordon mit einem unterirdischen Rennen. Er hielt sich zwar aus allem Ärger raus, verlor aber gerade bei den Restarts immer wieder massiv an Boden und landete somit trotz vorheriger Kampfansage nur auf Rang 17. So wird das in diesem Jahr nichts mit dem Chase für den viermaligen NASCAR-Meister. Debakel-Farce²!

Die Aufarbeitung der Punktetabelle überlasse ich meinem Kollegen Steffen für die Bristol-Vorschau am Freitag, da dieser Artikel sich bereits der magischen, selbstgesteckten 1000-Wörter-Grenze nähert und Steffen sicher ohnehin darauf eingehen wird. Daher schauen wir an dieser Stelle noch kurz auf die jüngsten, interessanten Neuigkeiten aus dem Sprint Cup:

- Am Montagabend wurde bestätigt, dass Mark Martin für den Rest der Saison bei Stewart-Haas Racing unterkommen wird, um den verletzten Tony Stewart zu ersetzen. Bis auf Talladega, wo Austin Dillon am Steuer sitzen soll, pilotiert Martin die #14 dann also bis einschließlich Homestead.

- Die Lücke bei Michael Waltrip Racing schließt derweil Brian Vickers, der damit einen prima Einstand für seine beiden folgenden Vollzeitsaisons in der #55 geben kann. Auch hier ergibt sich für Talladega eine Ausnahme: Michael Waltrip bestreitet nicht zuletzt aufgrund von Sponsorenverpflichtungen das letzte Restrictor-Plate-Rennen der Saison in seinem eigenen Team.

Und noch ein großes, echt dickes Gerücht: Kurt Busch soll ein Angebot von Stewart-Haas Racing auf dem Tisch liegen haben, 2014 einen vierten (!) SHR-Chevrolet zu fahren. Mitbesitzer Gene Haas würde den Einsatz von Busch sogar komplett aus eigener Tasche bezahlen – bei kolportierten 20 Millionen US-Dollar pro Saison in einem Top-Team natürlich wahrlich kein Pappenstiel. Ärgern dürfte das Ryan Newman, dem man zuvor gesagt hatte, ein viertes Auto wäre nicht drin.

Unterdessen wird in den USA übrigens auch so langsam meine Idee eines gemeinsamen Einsatzes von Mark Martin und Kyle Larson in der #42 von Earnhardt-Ganassi Racing aufgegriffen.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Notiz am Rande: Diverse (auch überspitzte) Äußerungen (z. B. “Debakel-Farce²”) sind in meiner Analyse dieses Mal eher als Satire anzusehen. Die Gründe dafür dürften bekannt sein!

289346 289347 289348 289362 289349 289355 289368 289350 289351 2013_NSCS_Michigan2_Sunday_No22RaceAction_081813 2013_NSCS_Michigan2_Sunday_CheckeredFlag_081813 2013_NSCS_Michigan2_Sunday_BurnOut_081813 289369 289363 289367

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March 26 2013

07:15

NASCAR: Analyse Fontana 2013

Was für ein Wochenende! In vielen Rennserien ging es gehörig durcheinander, die NASCAR machte da am Sonntag keine Ausnahme und das wohl spannendste Finale der Fontana-Geschichte war die Folge. Leider ging das nicht ohne blaue Flecken aus, da Tony Stewart nach der Auslaufrunde auf Joey Logano wartete. Zudem hatte Denny Hamlin einen heftigen Unfall.

auto club 400 kyle busch sunoco flag nascar 2013 300x183 NASCAR: Analyse Fontana 2013Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass ich an dieser Stelle wieder ausführlich über die Reifen von Goodyear schreiben würde, doch die haben sich am Sonntag erstaunlich gut gehalten. Dafür soll das Thema des Tages die letzte Runde des Rennens sein, welche man getrost in die Hall-of-Fame der besten NASCAR-Finishes aufnehmen kann. Ich erinnere mich auf die Schnelle nur an eine Handvoll gleichwertiger Zieleinläufe seit 2007: Watkins Glen 2012, Martinsville 2010 und ein paar Talladega-Rennen. Dass sich nun ausgerechnet Fontana in dieser Wertung einreiht, überrascht allerdings etwas. Das große Drama fing – wie vor Ort gewohnt – mehr oder weniger beim letzten Restart zehn Runden vor Schluss an. Kyle Busch lag in Führung und auf direktem Kurs zum Sieg, nachdem er den Nachmittag fast im Alleingang dominieren konnte. Hinter ihm startete Teamkollege Denny Hamlin und neben den beiden bildeten Joey Logano sowie Tony Stewart die zweite Linie.

Damit waren alle Zutaten für dieses NASCAR-Meisterwerk in den Topf geworfen, denn schon beim Schwenken der grünen Flagge zum letzten Run ging es los: Joey Logano hatte Schwierigkeiten, Leader Busch – wie vom Reglement verlangt – den Vortritt beim Überqueren der Ziellinie zu lassen und wurde stattdessen leicht langsamer. Dadurch schloss Tony Stewart recht schnell auf und wollte innen an Logano vorbei, welcher aber seinerseits einen Block zur Verteidigung setzte. Das gefiel Stewart ganz und gar nicht und deshalb passte er Logano nach der Auslaufrunde ab, indem er seinen Chevy direkt vor die #22 parkte. Ein kleines Handgemenge konnte recht schnell von den Mechanikern aufgelöst werden, aber der Rauch hatte sich sozusagen noch lange nicht verzogen. Smoke war völlig außer sich und erging sich in Schimpftiraden, welche nachträglich von FOX zensiert werden mussten.

Laut Stewart hätte Logano in keinster Weise das Recht gehabt, ihn zu blocken, da der Penske-Pilot sich selbst wegen solcher Situationen in der Vergangenheit des Öfteren aufregt habe. Logano habe ohnehin im Gegensatz zum Rest seiner Fahrerkollegen an keinem Tag in seinem Leben hart arbeiten müssen, um in den Sprint Cup zu gelangen und solle sich bei Konfrontationen außerdem nicht immer hinter seiner Crew verstecken. Der Rest waren ein paar harsche Ausdrücke und das Versprechen, Logano demnächst gehörig in den Allerwertesten zu treten.

Diese Meinung kann man verstehen und vielleicht sogar unterstützen, aber meines Erachtens hat Stewart eventuell ein wenig überreagiert, zumal er selbst kein Kind von Traurigkeit ist, was solche Fahrmanöver angeht. Als äußerst interessant empfand ich es, dass Kasey Kahne dem Hendrick-Partner zumindest verbal direkt zur Seite sprang und dessen Ansicht bezüglich Loganos Fahrweise verteidigte. Möglicherweise ist das aber auch nur Teamwork, denn natürlich machte sich im Gegenzug auch der „Captain“ Roger Penske aus dem fernen St. Petersburg wiederum für seinen Fahrer stark.

Die Quintessenz der ganzen Geschichte ist für mich persönlich: Das Logano-Manöver kann man machen, wenn es wie hier um den Sieg geht. Kommt sowas aber zu häufig vor oder beschwert man sich auch noch, wenn diese Taktik gegen einen selbst eingesetzt wird, dann ist das tatsächlich bescheuert. Natürlich kam die Situation mit Hamlin aus der Vorwoche bei Stewarts Beurteilung erschwerend dazu und ich vermute mal, dass Smoke sich beim Thema „jammern“ exakt auf die Logano-Reaktion aus Bristol berufen haben wird. Dann allerdings so einen Aufstand zu machen, dass man schon Angst haben muss, ist aber sicher auch nicht die feine englische Art. Na gut, wir sind halt in der NASCAR, da muss Logano wahrscheinlich mit sowas leben.

Aber nun zurück zum Finale, denn an der Spitze war zwischen Kyle Busch, Joey Logano und Denny Hamlin ja noch nicht ausgemacht, wer denn in die Victory-Lane fahren würde. Busch konnte sich auf diesem Shortrun nicht mehr so leicht in Führung halten wie noch zuvor und musste nach vier Runden die Spitzenposition an Logano abgeben und kurz darauf auch Hamlin ziehen lassen. Während sich ganz vorne die beiden Bristol-Streithähne gegenseitig keinen Millimeter schenkten, wurde Busch dahinter kurzzeitig sogar von Carl Edwards bedroht. Die letzten beiden Runden waren dann wirklich filmreif und hätten gut und gerne direkt aus einem NASCAR-Rennen der 70er-Jahre stammen können.

Während Logano und Hamlin einander das Leben schwer machten, zog der Gibbs-Toyota von Kyle Busch plötzlich wieder an. In der letzten Runde war er dann tatsächlich der lachende Dritte und holte sich nach dem Sieg vom Vortag in der Nationwide Series eine weitere Trophäe für den heimischen Wohnzimmerschrank ab. Nachdem Busch an den Streithähnen vorbei war und diese ihre Niederlage realisiert hatten, ging es quasi nur noch um die Ehre in Form einer ausstehenden Revanche. Es kam also wie es kommen musste und die beiden Fahrzeuge berührten sich, weil Joey Logano in der letzten Runde ausgangs von Turn 4 die obere Linie nicht aufgeben wollte und erneut eine Blockade versuchte. Denny Hamlin war allerdings schon neben der #22 und es krachte.

Joey Logano schlug in die Außenmauer ein und rollte als Dritter hinter einem dankend abstaubenden Dale Earnhardt Jr über die Ziellinie. Denny Hamlin schoss dagegen in Richtung Infield und schlug frontal hart in die innere Streckenbegrenzung ein. Zu seinem Unglück befand sich an dieser Stelle allerdings keine SAFER-Barrier, was in einen unglaublichen Aufprall mündete; so einen schweren Unfall haben wir wohl seit Elliott Sadler in Pocono nicht mehr gesehen. Hamlin war zwar bei Bewusstsein und nahm das Window-Net herunter, allerdings musste er sich nach dem Ausstieg sofort auf den Boden legen, was zeigte, wie sehr ihn der Einschlag tatsächlich mitgenommen hatte.

Da Hamlin über Rückenschmerzen klagte, transportierten die Hilfskräfte ihn zur Sicherheit zunächst auf einer Trage ab. Anschließend brachte ihn ein Helikopter zur nächtlichen Beobachtung in das nächstgelegene Krankenhaus. Diesen Weg wählte man allerdings nur, um dem Rückreiseverkehr von der Strecke zu entgehen. Am Montag wurde dann bekanntgegeben, dass sich Hamlin einen Lendenwirbel gebrochen habe (L1 compression fracture). Das kann jetzt erstmal von einem Monat Pause bis Saisonende alles bedeuten, jedoch sollte man zu allererst an eine vollständige Genesung denken. An dieser Stelle möchte ich Denny Hamlin daher die besten Wünsche auf diesem (hoffentlich nicht zu langen) Weg ausrichten. Alles Gute!

Zur Verdeutlichung sollen hier dann zusätzlich noch die Videos des Fontana-Finales helfen:

Den Rest vom Schützenfest möchte ich nur noch kurz anreißen:

- Hinter Kyle Busch komplettierten wie erwähnt Dale Earnhardt, Jr. und Joey Logano die Top3, gefolgt von Carl Edwards und einem erneut sensationell aufgelegten Kurt Busch.

- Ein Top10-Resultat erreichten Greg Biffle, Matt Kenseth, Paul Menard, Kasey Kahne und Ryan Newman. Biffle musste das Rennen nach einem Motorenwechsel von ganz hinten aufnehmen. Kenseth hätte ich nach dem Verlauf des Nachmittags eigentlich weiter oben erwartet, er war zumindest lange Zeit schnell genug dafür.

- Jeff Gordon (11.) und Jimmie Johnson (12.) konnten noch ein paar wichtige Punkte für die Meisterschaft retten, nachdem sie zwischenzeitlich mit schlechtem Handling ziemlich weit zurückfielen.

- Danica Patrick verlor nur eine Runde auf die Führenden und beendete das Rennen auf Platz 26, was eine durchaus solide Leistung darstellt.

- Die drei Piloten von Michael Waltrip Racing waren in Fontana lange Zeit in der Top10-Region unterwegs, konnte am Ende allerdings keinen Blumentopf gewinnen: Clint Bowyer (35.) erlitt einen Motorschaden und Mark Martin (37.) drehte sich spät im Rennen in Turn 2 von der Piste. Warum Martin Truex Jr nur Platz 18 holte, konnte ich nicht nachvollziehen.

- Wer jetzt Tony Stewart (22.) vermisst, dem sei gesagt, dass er gemeinsam mit Brad Keselowski (23.) nur am Ende der Führungsrunde im Ziel eintreffen konnte. Das erklärt seine Wut auf Logano sicher noch ein wenig besser. Keselowski musste übrigens ebenfalls einen Motorenwechsel vornehmen lassen und war eigentlich auf Top10-Kurs. Beim letzten Restart verlor er allerdings massiv an Boden.

Nach dieser ganzen Aufregung können wir und alle direkt Beteiligten nur von Glück reden, dass sich am nächsten Wochenende erstmal eine kleine Verschnaufpause bietet. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn man Stewart an Ostern auf Logano loslassen würde. Weiter geht es dann eine Woche später mit dem Shorttrack-Klassiker in Martinsville und dort werden mit Sicherheit wieder einige „Freundschaften geschlossen“.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

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August 16 2011

16:47

NASCAR: Analyse Watkins Glen 2011

Einen Tag später als geplant konnte das zweite Rundkursrennen der Saison in Watkins Glen über die Bühne gebracht werden. Die Warterei war nicht vergeblich, denn die Fans wurden mit einem spannenden Rennen belohnt: Marcos Ambrose fuhr endlich seinen ersten Cup-Sieg, während nicht nur Boris Said und Greg Biffle für ordentlich Action sorgten.

Marcos Ambrose hat lange auf diesen ersten Cup-Sieg warten müssen, nachdem er 2008, 2009 und 2010 schon drei Mal in Folge das Nationwide-Rennen in Watkins Glen gewinnen konnte. Letztes Jahr verhagelte ihm der Spritsparmodus unter Gelb in Sonoma schon einen sichergeglaubten Erfolg, als der Motor in der steilen Bergaufpassage nach der Zielgeraden nicht wieder ansprang und Ambrose seine Führung an den späteren Sieger Jimmie Johnson abgeben musste. Etwas mehr als ein Jahr später steht nun der zweimalige, australische V8-Supercar-Champion endlich in der Victory-Lane und das auch äußerst verdient. Seinen Erfolg hat er sich ganz alleine herausgefahren und musste dieses Mal auch nicht am Benzin sparen, obwohl das Rennen durchaus auch zum Spritpoker hätte verkommen können.

Kyle Busch brachte das Feld zur grünen Flagge und behielt die Spitzenposition insgesamt über die Hälfte der Renndistanz bei. Beim Start musste er sich aber direkt dem Duo von Richard Petty Motorsports geschlagen geben, denn zunächst gaben AJ Allmendinger und Marcos Ambrose den Ton an. In den ersten Runden rutschte bereits Kurt Busch von der Strecke und musste sich an der Box den Kühlergrill reinigen lassen. Blöderweise kam er genau zwischen den beiden Petty-Fords wieder auf die Strecke zurück. Busch wehrte sich so vehement gegen seine Überrundung, dass er Allmendinger kurzerhand abschoss. Letzterer sann über den Funk sofort nicht gerade jugendfrei nach Rache, woraus jedoch nichts werden sollte – zumindest nicht in Watkins Glen, doch dazu später mehr.

Kyle Busch versuchte derweil, wie sein Bruder Kurt in Sonoma, mit einer Zweistopp-Strategie ins Ziel zu kommen. Marcos Ambrose und unter anderem auch Juan Pablo Montoya kamen allerdings recht früh zu ihrem ersten Pitstop, da hier zum Teil auch noch die Rechnung bis zur Halbzeit gemacht wurde, denn der Regen gefährdete zunächst ebenfalls den Montagstermin. Als Montoya und Ambrose in Runde 17 die Box ansteuerten, konnten sie sich sicher sein, zumindest an der Wertungsgrenze (50% des Rennens) in Führung zu liegen, falls es denn erneut regnen würde. Die neuen Reifen waren nämlich schnell genug, um in kürzester Zeit das gesamte Feld umzukrempeln, während vorne Kyle Busch einsam seine Runden abspulte.

Pünktlich zum Ende des Fuel-Windows in Runde 28 rollte dann Greg Biffle ohne Sprit aus, was auch zeigte, dass der Benzinverbrauch sich am Montag nicht gerade als zuverlässig bekannt bezeichnen ließ. Einige Fahrer wie z.B. Jeff Gordon und Jimmie Johnson waren daher ebenfalls schon vor der Caution zum Tanken gekommen. Während die meisten Piloten nun ihre leeren Tanks nachfüllen konnten, kamen Allmendinger und Johnson nur für zwei neue Reifen an die Box und Ambrose sowie Montoya verzichteten sogar gänzlich auf ein Nachfassen, was ihre unterschiedliche Strategie noch einmal unterstrich und die beiden Fahrer wieder in Führung spülte.

Um Runde 40 herum war dann allerdings auch deren Tank leer, was zuerst Ambrose (R38) und danach auch Montoya (R42) zum Pitstop zwang und Kyle Busch direkt zur Halbzeit (R45) wieder an die Spitze des Feldes brachte, da auch Jeff Gordon langsam aber sicher mit alten Reifen zurückfiel. Jimmie Johnson kam übrigens in Runde 43 zum Nachfassen.

Gelbphase #2 war dann wenig später der Grund, warum Kurt Busch keine Rache mehr von AJ Allmendinger fürchten musste, auch wenn das die Situation für ihn nicht besser machte: Ein Reifenplatzer im leicht überhöhten Turn 5 direkt nach dem Inner Loop (Busstop-Schikane) katapultierte Buschs Penske frontal mit einer Menge Geschwindigkeit in die Reifenstapel. Der Onboard-Kamera konnte man dann ganz gut entnehmen, wie das HANS-System seine Arbeit verrichtete, sodass Busch dem Wrack gottseidank unverletzt entsteigen konnte.

Dies sollte allerdings nicht der letzte Unfall des Tages dieser Art bleiben, denn nur gut 15 Runden später ereilte Denny Hamlin derselbe Defekt beim Anbremsen auf den abschüssigen Turn 1. Auch hier folgte ein sehr harter Einschlag, zum Glück jedoch ebenfalls ohne schlimme Folgen. Die Ursache für die Reifenschäden müssen wohl bei den sehr heißen Temperaturen der Bremsen auf Rundstrecken gesucht werden. Obwohl die Bremsen wirklich massiv durch eigene Lüfter und den Fahrtwind gekühlt werden, lässt sich ein Überhitzen bei Überbremsen der Fahrzeuge leider nie ganz vermeiden. Die Hitze setzt dann den Reifen derartig zu, dass sie einfach irgendwann nachgeben. Schlimmer hätte es nur kommen können, wenn einem Fahrer womöglich gar eine ganze Bremsscheibe geplatzt wäre.

Zwischen diesen beiden Gelbphasen kamen dann die unterschiedlichen Strategien sehr schön zum Tragen, als zunächst Brad Keselowski die Führung auf der Rennstrecke von Kyle Busch übernahm, nur um kurze Zeit später den vorletzten Boxenstopp absolvieren zu müssen. Das brachte nun natürlich wieder Ambrose und Montoya in Führung, die bei normalem Rennverlauf nur noch einen finalen Pitstop vor sich haben würden. Diesen legten sie übrigens zwei Umläufe vor Hamlins Umfall in Runde 64 ein, wobei ihnen die anschließende Caution sogar wertvolle Spritspar-Runden für eine später auch eingetretene Green-White-Checkered-Verlängerung einbrachte.

Der Rest des Feldes absolvierte den letzten Boxenstopp während dieser Caution und damit waren dann auch wieder alle Fahrzeuge annähernd in derselben Sequenz unterwegs. Für Ambrose und Montoya kam die Gelbphase leider zwei Runden zu spät, denn sie verloren wertvolle Zeit an der Boxengasse, während die Konkurrenz unter Renntempo an ihnen vorbeidonnerte. Kyle Busch konnte dagegen unter Gelb ganz gemütlich zum Nachfassen erscheinen und die Führung verteidigen. Die Ausgangssituation für das Finale über 21 Runden war damit geschaffen:

Kyle Busch führte das Feld vor Brad Keselowski, Martin Truex Jr und Marcos Ambrose zum Restart, Juan Pablo Montoya war in diesem Moment meiner Erinnerung nach Fünfter. Das Problem von Ambrose und Montoya war nun, dass sie ihre Track-Position bis zum Führenden Busch auf der Strecke gutmachen mussten. Dem Australier gelang das wirklich vortrefflich, denn er war sechs Runden später bereits Zweiter hinter Busch, während Montoya eher zurückfiel und seinen fünften Rang zehn Umläufe nach dem Restart bereits an einen heranstürmenden Jimmie Johnson abgeben musste.

Zehn Runden vor Schluss begann dann die vermeintlich entscheidende Rennsituation, als Marcos Ambrose damit begann, sich Kyle Busch zurechtzulegen. Sechs Umläufe lang gelang es Ambrose allerdings nicht, die Führung zu übernehmen, auch wenn er Busch in den einen oder anderen Fehler zwingen konnte. Dann gab plötzlich auch bei Paul Menard ein Reifen nach, was einen Einschlag inkl. Ölfeuer unter der #27 ausgangs von Turn 5 zum Ergebnis hatte. Natürlich rief NASCAR die vierte Caution aus, weil die Strecke eingehend gesäubert werden musste. Diese längere Maßnahme führte dann dazu, dass der finale Restart direkt als erste Green-White-Checkered-Verlängerung ausgerufen wurde.

Diese begann Kyle Busch auf der Innenseite gegen Marcos Ambrose in Reihe 1, gefolgt von Brad Keselowski und Martin Truex Jr. Innerhalb von einer halben Runde war das Rennen dann entschieden und obwohl Ambrose zunächst mit durchdrehenden Reifen nicht von der Stelle kam, verließ er trotzdem den Inner Loop als neuer Führender. Das passierte, weil zunächst Kyle Busch zu schnell in die Kurve fuhr und innen vom lachenden Dritten Brad Keselowski überholt wurde. Alle drei Piloten waren dann three-wide unterwegs, wobei Busch außen auf dem Gras den Kürzeren zog. Für den neuen Führenden Keselowski war dann vor der Busstop-Schikane Schluss, als Marcos Ambrose auf der Bremse die Position an der Spitze eroberte.

Im Normalfall hätte der Australier jetzt noch mehr als eine Runde zittern müssen, doch nachdem die weiße Flagge draußen war, gab es im Mittelfeld einen massiven Unfall in den Esses (Turns 2, 3 und 4) unter Beteiligung von Boris Said, David Ragan und David Reutimann. Außerdem rodelte Tony Stewart im Inner Loop durchs Gras und räumte dabei noch Clint Bowyer ab. NASCAR machte das einzig Richtige und brach das Rennen mit Marcos Ambrose als verdientem Sieger direkt ab, um den schlimmen Crash am Anfang der Strecke auflösen zu können.

Said hatte auf der Außenseite keinen Platz mehr, ohne selber auf das Gras zu gehen. Daher drehte er in einem typischen Rennunfall stattdessen David Ragan mit der linken Frontpartie zuerst in die Leitplanke. Dabei verletzte sich Ragan nach eigener Aussage leicht am Fuß, da ihm die Fußstütze bzw. -ablage entgegen kam und auch die Pedale einen gehörigen Satz nach rechts machten. Anschließend schoss der Ford mit der #6 quer über die Strecke und traf blöderweise direkt David Reutimann, der dann mit der Fahrerseite zuerst direkt in die gegenüberliegende Leitplanke krachte und sich danach über die Fahrbahn zurück mehrfach überschlug. Kein schöner Anblick und der Unfall ging zum Glück sehr sehr glimpflich aus.

Später forderten beteiligte Fahrer auch an dieser Stelle die Errichtung einer SAFER-Barrier, nachdem zuletzt schon in Turn 10 und 11 eine solche installiert worden war. Grundsätzlich ist diese Forderung zu begrüßen und zu unterstützen, doch leider wird auch hier wieder klar, dass die – für ein solches Upgrade relevanten – Streckenteile vielmals erst nach einem schweren Unfall offenbar werden. Im Grunde genommen könnten viele Rundkurse und Ovale noch weitere Sicherheitsüberholungen vertragen, doch wer investiert schon gerne die Millionen an Umbaukosten.

Der ganz große Spaß brach dann nach dem Rennen los, als ESPN plötzlich hektisch in den Garagenbereich schaltete, wo sich Boris Said mit Greg Biffle ziemlich in der Wolle hatte. Offenbar ging es wohl um eine mir unbekannte Szene während des Rennens, als der Ford-Pilot laut Said trotz Rundenrückstand sehr unfair gefahren sein soll. Dabei wurden beide Piloten auch massiv handgreiflich und ein sehr aufgebrachter Boris Said kündigte an, Greg Biffle unter der Woche mal einen Besuch abzustatten. Die Szene möchte ich hier noch einmal in Bild und Wort wiedergeben, sicherlich schon sehr kurios die Nummer:

“He’s the most unprofessional little scaredy cat I’ve ever seen in my life,” Said fumed. “He wouldn’t even fight me like a man after. So, if someone texts me his address, I’ll go see him Wednesday at his house and show him what he really needs. He needs a whipping, and I’m going to give it to him. He was flipping me off, giving me the finger. Totally unprofessional, two laps down — I mean he is a chump.”

“I went over there to go talk to him. He wouldn’t even let me get out of the car. He comes over and throws a few little baby punches, and then when I get out, he runs away and hides behind some big guys. But he won’t hide from me long. I’ll find him. I won’t settle it out on the track. It’s not right to wreck cars, but he’ll show up at a race with a black eye one of these days. I’ll see him somewhere.”

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

August 09 2011

06:18

NASCAR: Analyse Pocono August 2011

Pocono hat exakt gehalten was es im Vorfeld versprach, nur das Wetter hat dem Rennen am Wochenende einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Fünf Stunden dauerte deshalb die Sprint-Cup-Veranstaltung und am Ende gewann ein verletzter Brad Keselowski – der Fahrer, von dem man es wohl am wenigsten erwartet hätte.

Das sage ich nicht etwa, weil Keselowski nicht fahren könnte. Viel mehr geht es darum, dass es sich mit einem gebrochenen (Ja, er ist doch gebrochen!) Knöchel wirklich schwerlich Auto fahren lässt. Bei Tests in Road Atlanta hatte der Penske-Pilot einen schweren Unfall, nachdem die Bremsen an seinem Dodge versagten. Mit 160 km/h schlug er in eine mit Reifenstapeln „gesicherte“ Betonwand ein und verletzte sich dabei wie durch ein Wunder „nur“ an seinem Knöchel. Die zugehörigen Bilder hatte ich ja bereits in der Vorschau gepostet und selbst Keselowski gab später zu, dass er da wohl eine ganze Menge Glück gehabt hatte! Erschwerend kam am Sonntag in Pocono die Tatsache hinzu, dass seit einer Veränderung der Gear-Rule seitens NASCAR in diesem Jahr auf dem Trioval wieder geschaltet wird, um das beste Drehmoment für die langen Geraden zu erwischen.

Die 500 Meilen dürften für Brad Keselowski also nicht schmerzfrei über die Bühne gegangen sein, was seinen Erfolg natürlich noch weiter aufwertet. Da kann man von dem Burschen halten, was man will, aber das ist schon eine Hausnummer, bei 200mph 200 Runden lang die Zähne zusammenzubeißen und dann noch den Sieg mit nach Hause zu nehmen. Die Ausgangsposition für seinen Sieg legte Keselowski gemeinsam mit dem Teamkollegen Kurt Busch kurz vor der gut 100-minütigen Regenunterbrechung. Die beiden Penske-Piloten kamen gemeinsam vor dem Rest des Feldes zum Tankstopp und sahen sich danach die Spitze vorerst von den hinteren Plätzen an. Dann fiel allerdings der Regen und es sah nach dem Rennen eines anderen Fahrers aus:

Nach 124 Runden lag Joey Logano in Front, als es nass wurde. Logano hatte das Rennen vorher schon für über 40 Umläufe angeführt und gemeinsam mit seinen Teamkollegen Kyle Busch und Denny Hamlin einen Anspruch auf den Rennsieg angemeldet. Die drei Fahrer von Joe Gibbs Racing lagen unter roter Flagge auf den Plätzen 1,3 und 4, nur getrennt durch Jimmie Johnson auf Rang 2. Im ersten Moment dachte ich nach einem Blick auf das Radar, dass die nächste Regenfront einfach zu schnell nachziehen würde, um eine Wiederaufnahme des Rennens ermöglichen zu können. Wäre es so gewesen, wäre dieser Artikel vermutlich jetzt zu Ende. Doch irgendwie gab es eine Veränderung in der Macht und der Regen blieb aus, noch dazu konnte man das 2,5-Meilen-Oval in weniger als den üblichen zwei Stunden wieder abtrocknen. Das Rennen wurde fortgesetzt…

Da zu diesem Zeitpunkt alle Piloten bis auf die Penske-Teamkollegen am Ende ihres Spritfensters angelangt waren, mussten sie nachfassen. Brad Keselowski und Kurt Busch wurden daher sofort nach den Boxenstopps an die Spitze des Feldes gespült und waren auch durch weitere Green-Flag-Pitstops und eine letzte Caution nicht mehr aus den Top5 zu vertreiben. Hier zeigte sich wieder ganz klar, was in Pocono am wichtigsten ist, nämlich Track-Position. Wie in der Vorschau beschrieben, zog sich das Feld nach maximal fünf Runden massiv auseinander und verteilte sich auf dem riesigen Trioval. Während der Restarts war es aber wie erwartet durchaus spaßig und es ging teilweise five-wide zu Sache. Eigentlich müsste man in Pocono das Rennen auf 300 Meilen verkürzen und alle 10-20 Runden eine Competition-Caution werfen, dann hätte man eine Menge Spaß!

Nachdem die Penske-Piloten ihre Führung in Folge der letzten Boxenstopps unter grüner Flagge an Kyle Busch verloren hatten, gerieten 20 Umläufe vor Schluss Juan Pablo Montoya und Kasey Kahne aneinander. Der Kolumbianer „übersah“ Kahnes Red-Bull-Toyota auf der Außenseite bei der Ausfahrt aus Turn 1, weil sein Spotter kurzzeitig am Funk gestört wurde. Das „Outside“-Kommando kam anscheinend nie bei der #42 an, weshalb der Tag für beide Fahrer nach dem folgenden Mauerkontakt gelaufen war. Für Montoya ist der Chase damit außerhalb seiner eigenen Reichweite, denn selbst ein Rennsieg nützt ihm jetzt kaum noch etwas: Erstens haben bereits zu viele Piloten vor ihm eine Fahrt in die Victory-Lane vorzuweisen und zweitens bleiben die Wildcard-Plätze außerhalb der Top20 unerreichbar und dort befindet Montoya sich nun!

Zurück zum Rennen: Die letzte Caution wurde noch einmal zum Tanken und Reifenwechseln genutzt und brachte die erste Reihe unverändert zum Restart: Kyle Busch vor Brad Keselowski und Jimmie Johnson. Letzterer witterte seine Chance und scherte nach der Ziellinie unten aus, um beiden Autos auf einmal zu schnappen. Da Busch jedoch konterte, konnte Keselowski die Führung übernehmen. Sofort zog sich das Feld wieder auseinander und die Clean-Air an der Spitze rettete der blauen #2 die Spitzenposition bis ins Ziel. Kyle Busch konnte kämpfen wie er wollte und das tat er auch, doch trotz Quersteher in der letzten Kurve der letzten Runde blieb Keselowski für ihn unerreichbar. Trotzdem sollte Buschs Leistung in einem guten Licht gesehen werden:

Bereits früh im Rennen warf der jüngere Busch-Bruder fast alle Chancen auf ein solides Ergebnis weg, als er sich ausgangs von Turn 3 drehte und fast in der Boxenmauer landete. Um keinen Reifenschaden mit den entstandenen Bremsplatten auf einer Extrarunde zu riskieren, musste er direkt in der noch gesperrten Boxengasse zum Reifenwechsel kommen. Weil NASCAR sowas natürlich nicht erlaubt, musste er beim Restart zurück ans Ende der längsten Schlange. Doch Busch kämpfte sich wie gesehen zurück.

Ebenfalls im Pech aber ohne Rebound fanden sich folgende Piloten wieder:

- David Ragan löste die zweite Gelbphase in Runde 20 aus und beschädigte sich seinen Wagen fast irreparabel. Somit verlor er am Schluss 51 Umläufe und kam nur als 34. ins Ziel.

- Joey Logano sah zunächst wie der sichere Rainout-Sieger aus, kam dann aber nach dem Neustart ganz schön unter die Räder: Ein Reifenschaden spät im Rennen zwang ihn zu einem unplanmäßigen Boxenstopp unter Grün und bedeutete am Ende nur Platz 26.

- Was für Joe Gibbs Racing so gut begann, endete schließlich nur für Kyle Busch mit einem (fast) Happy-End. Denny Hamlin, der dritte Fahrer im Bunde, musste aufgrund einer abgefallenen Radmutter beim letzten Pitstop auf eine bessere Platzierung verzichten. Immerhin sprang noch Rang 15 raus, auch wenn im Kampf um eine Chase-Teilnahme natürlich weitere Rennsiege her müssen!

Außerdem gerieten noch Kurt Busch und Jimmie Johnson in den letzten Runden beim Kampf um Platz 3 teilweise heftig aneinander. Während Johnson der Meinung war, dass Busch nicht fair gegen ihn gefahren sei, forderte Letzterer natürlich sein Recht auf Positionsverteidigung ein. Man konnte nicht genau sehen, ob Busch wirklich zu hart im Zweikampf unterwegs war, doch den Auslöser der Anklopf-Orgie startete Johnson mit einem echt überflüssigen Fast-Rempler. Dass Busch sich sowas nicht bieten lassen würde, war klar und so rempelte er die #48 einmal heftig an, was Johnson auch gleich an die #22 zurückgab. Nach der Zieldurchfahrt unterhielten sich die beiden Piloten noch einmal ausführlichst in der Boxengasse über den Vorfall und konnten sich nicht wirklich einig werden. Eine körperliche Auseinandersetzung blieb aber aus, auch wenn es zwischenzeitlich doch danach aussah.

Für Brad Keselowski bedeutet sein zweiter Saisonsieg außer dem Vorstoß in die Top20 der Fahrerwertung  damit verbunden  natürlich auch das derzeitige Anrecht auf den ersten Wildcard-Platz. Zwei Erfolge sind an dieser Stelle zwar schon eine gute Leistung, doch innerhalb von zwei Rennen könnte sich mit Rennsiegen der falschen Fahrer das Blatt ganz schnell wieder drehen. In den Top10 der Meisterschaft hat sich dagegen kaum etwas geändert: Carl Edwards führt weiterhin vor Jimmie Johnson, dahinter stehen jetzt Kyle Busch, Kurt Busch, Kevin Harvick und Matt Kenseth in veränderter Reihenfolge.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

June 22 2011

05:34

Newshappen-Sammlung für 22.06.

// Mit sofortiger Wirkung hat die FIA das “Engine Mappingverboten. Gemeint ist, dass der Motor auch dann auf hohen Drehzahlen läuft, wenn der Fahrer vom Gas geht. Durch die Auspuffgase wird der Unterboden, bzw. der Diffusor angeblasen, was wiederum für mehr Abtrieb sorgt. “Engine Mapping” heißt es deswegen, weil die Teams/Hersteller die Mappingeinstellungen der ECU beeinflussen, um diesen Effekt zu erreichen. Wenn man den Gerüchten so glauben mag, profitierte vor allem Red Bull von der neuen Ideen. Man hat das wohl in der Quali eingesetzt, nicht aber im Rennen, was dann auch den oft nicht erklärbaren Rundenzeiteneinbruch des Teams erklären könnte. Im Rennen verzichtet man wohl auf den Effekt, weil die Motoren leiden und man mehr Sprit verbraucht. Renault gab mal 10% an, was immerhin rund 10 bis 15kg wären, die man mehr mitschleppen müsste, was keiner freiwillig macht. Ab England sind dann auch die “heiss”, also per Auspuff angeblasenen Diffusor verboten. (Don)

// Argentinien und Mexiko überlegen offenbar den Bau von Formel 1 tauglichen Strecken. In Mexiko wurde kürzlich Charlie Whiting bei der Besichtigung des Autodromo Hermanos Rodriguez gesichtet. Angeblich soll er dort gewesen sein, um den Besitzern mitzuteilen, welche Änderungen an der Strecke nötig wären, um die begehrte Grade 1 Lizenz der FIA zu erhalten, die die Austragung von Formel 1 Rennen erlaubt. In Mexiko steigt derzeit wieder das Interesse an der Formel 1, weil mit Sergio Pérez erstmals seit Jahren wieder ein Mexikaner in der Königsklasse unterwegs ist – und mit Esteban Gutierrez ein weiterer vor der Türe steht. Auch Sauber-Sponsor Telmex würde gewiss gerne ein Heimrennen sehen. In Argentinien wurde derweil die Design-Firma Populous (für die neue Arena-Sektion in Silverstone verantwortlich) mit dem Bau einer völlig neuen Strecke nahe Buenos Aires beauftragt, die ebenfalls Grade 1-tauglich sein soll. Angeblich ist die Formel 1 aber nicht das primäre Ziel der Streckenbetreiber – die Bahn soll vielmehr der Entwicklung des argentinischen Motorsports dienen. (Vorsicht)

// Am Wochenende berichtete die “Sunday Times”, dass die BBC gedenkt ihren Vertrag mit der F1 2013 nicht mehr zu verlängern. Die BBC muss rund 60 Millionen Pfund einsparen und eine Saison kostet den Sender dem Vernehmen nach rund 50 Millionen Euro. Die Gerüchte, dass die BBC ihre Übertragung einschränkt und das “Post Race Forum” streicht, gibt es schon länger, aber von einem Ausstieg war bisher nicht die Rede. Man darf nicht vergessen, dass die “Sunday Times” zu News Corp. gehört, die ja gerade versuchen, Bernie Ecclestone die F1 aus den Händen zu winden. Ein Angriff auf wichtige Partner der F1 kommt da nur gelegen. In England heißt es, dass die Argumente in der “Times” nicht substantiell seien und vermutlich zum vor sich hingärenden Bieterwettstreit gehören. (Sorry, keine Links, da die “Times” eine Paywall hat.) (Don)

// James Allen berichtet, dass McLaren gerade Jenson Button umgarnt. Dessen Vertrag läuft eigentlich erst Ende 2012 aus, aber im Moment sind frühzeitige Verlängerungen ja gerade “in” (Siehe Ferrari/Alonso). Button wird im Moment allerdings auch als heisser Kandidat für den zweiten Platz bei Red Bull gehandelt, sollte man den Vertrag mit Webber nicht verlängern wollen. Bei Ferrari soll Button ebenfalls schon gesichtet worden sein. (Don)

// Auf der Seite des Motorsport-Journalisten Gordon Kirby ist ein umfangreicher Bericht zum geplanten Austin Grand Prix 2011 erschienen, der auf einem Interview mit dessen Planer und Veranstalter Tavo Hellmund beruht. Offenbar gibt es dort das eine oder andere Problem mit dem Zeitplan. Es ist mittlerweile auch davon die Rede, dass man a la Korea im ersten Jahr nur eine halbfertige Anlage zusammenbekommt – und, dass der Termin vielleicht an das Saisonende 2011 verschoben werden könnte. Joe Saward spekuliert derweil, dass Red Bull mit dem in der NASCAR ab 2012 gesparten Geld Titelsponsor der US Grand Prix werden könnte. (Vorsicht)

// Fast täglich gibt es momentan neue Gerüchte um den IndyCar Kalender 2012. In der Kurzfassung:
- Nach den unbefriedigenden Besucherzahl steht Milwaukee wohl zumindest auf der Kippe – ausgeschlossen ist eine Rückkehr aber nicht.
- Es gibt offenbar wieder Verhandlungen mit der NASCAR-eigenen Streckenfirma ISC. Dabei geht es wohl um eine Rückkehr von Chicagoland, aber auch um einen Lauf in Phoenix. Möglich ist, dass die IndyCar dafür auch wieder ein Rennen in Fontana “schlucken” muss.
- Auch in Watkins Glen bemüht man sich darum, wieder einen Lauf der IndyCar Series austragen zu dürfen – allerdings nicht um jeden Preis, es get wohl um Konzessionen bei der Antrittsgebühr.
- In Milwaukee war auch die Rede davon, dass man bald in Road America fahren könnte. IndyCar CEO Randy Bernard hatte kürzlich ein Treffen mit Streckenverantwortlichen, dass vielversprechend verlaufen sein soll.
-  In fernerer Zukunft möchte Randy Bernard gerne 22 bis 24 Läufe pro Saison austragen. Um das finanziell möglich zu machen, müssten allerdings die TV-Quoten endlich steigen (wonach es im Moment allerdings nicht gerade aussieht).
- Zu diesen neuen Rennen könnte dann auch ein Straßenrennen in Fort Lauderdale, Florida zählen, wo es offenbar erste Gespräche mit der IndyCar gibt. Das IndyCar Rennen wäre, sofern aus dem Event etwas wird, in ein dreitägiges Rennwochenende mit mehreren anderen Serien eingebunden, mit dem sich Fort Lauderdale zum “amerikanischen Monte Carlo” machen möchte.
- Der Kalender 2011 soll Anfang September fertig sein.
(Vorsicht)

// Einen mittelschweren Schock hatte die NASCAR gestern zu verkraften. Red Bull zieht den Stecker aus ihrem NASCAR Team und schiebt das Geld lieber wohl in Richtung anderer Sportarten, darunter Motorrad. Man schließt das Team zum Ende des Jahres, lässt es Manager Pat Fry aber offen, einen neuen Inhaber/Sponsor zu finden. Was angesichts der arg angespannten wirtschaftlichen Lage in den USA wohl nicht leicht zu schaffen sein wird. Das Team hat sich den vier Jahren seiner Existenz jetzt auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ein Sieg von Bian Vickers war drin, mehr aber auch nicht. Auch die Verpflichtung von Kasey Kahne brachte nicht den Durchbruch. Nun ist 2011 also Schluss und die NASCAR verliert einen nicht unwichtigen Sponsor und zwei Wagen. (Don)

// Tony Stewart holt laut Gerüchten wohl das nach, was er schon vor zwei Jahren machen wollte: Er schafft seinen ehemaligen Crew Chief Greg Zipadelli zu Stewart/Haas, der bei Joe Gibbs im Moment nicht so recht glücklich wird, weil Joey Logano nicht vom Fleck kommt. Berichtet zumindest Jayski (runterscrollen), der solche Dinge selten ohne Grund in die Welt setzt. (Don)

//Das Race of Champions 2011 wird nun doch nicht in Frankfurt stattfinden. Wegen des Abstieges der Eintracht Frankfurt in die zweite Liga wird das Stadion nun für den Fußballbetrieb gebraucht. Die Veranstalter müssen sich daher um einen neuen Austragungsort umsehen. Wer bereits eine Karte gekauft hat, kann aber jetzt den Kaufpreis zurückverlangen. Die Tickets behalten aber wohl auch am neuen Austragungsort ihre Gültigkeit. Einzig: Wo der sein wird, steht noch in den Sternen. (Vorsicht)

// Die Absagen für das kommende LMS Rennen in Imola häufen sich. Jetzt hat auch noch Quifel ASM abgesagt. Die Entrylist sieht auch noch einen AMR Aston Martin am Start, aber die werden auch nicht da sein. Ehrlich gesagt wüsste ich nach dem desaströsen Auftritt in Le Mans nicht, wie die mehr als 4 Runden in Imola schaffen wollen. Audi hat Bernhard/Fässler und Kristensen/McNish gemeldet. (Don)

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June 21 2011

06:16

NASCAR: Analyse Michigan 2011

Ein echter “Burner” war das Rennen in Michigan ja nicht gerade, was Denny Hamlin aber am Ende vermutlich am allerwenigsten störte.

Es ist immer so eine Sache mit den ultrabreiten 1.5 Meilen Ovalen. In Las Vegas sind die Rennen durchaus brauchbar, in Michigan eher nicht. Und dabei sind beide Ovale fast baugleich, lediglich 2 Grad Banking gibt es in Las Vegas, was ja nun nicht den großen Unterschied machen sollte. Michigan steht meist für Verbrauchsrennen mit wenig Gelbphasen, was dann, ähnlich wie in Pocono dann immerhin den Vorteil hat, dass die Rennen auch schneller vorbei sind. In der Riesenschüssel von Michigan gab es leider auch wenig Abwechslung an der Spitze. Das Rennen teilten sich mehr oder weniger die Gibbs- und die Roushtruppe unter sich auf. Vor allem Roush ist rechtzeitig zum Sommer in guter Form und bringt seine Fahrer wieder in aussichtsreiche Position. Edwards führt die Meisterschaft an, Kenseth lauert auf P6, nur Biffle ist noch nicht im Chase. Größere Sorgenfalten gibt es derweil im Hendrick Lager.

Doch zunächst zum Rennen, dass wie erwähnt eher im Bereich “Muss man nicht sehen” angesiedelt ist. Pole-Sitter Kurt Busch führte das Feld zwar nach der ersten Runde an, aber nach 12 Runden war dann schon der erste Roush-Fahrer in Form von Greg Biffle an der Reihe. Bis zur Halbzeit tat sich vorne kaum etwas, sei denn Biffle und Carl Edwards lösten sich an der Spitze an. Auch Matt Kenseth war vorne zu finden hielt sich aber zurück und ließ Edwards und Biffle gewähren. Die Duelle um die Spitze waren nett, aber eben auch etwas fad. Etwas mehr Pfeffer kam in die Sache, als Kyle Busch seinen Toyota nach vorne schieben konnte. Die Gibbs Motoren waren offenbar die einzigen, die mithalten konnten, denn auch Denny Hamlin hielt sich relativ weit vorne. Nur Joey Logano kam mal wieder nicht vom Fleck.

Bis Runde 158 tat sich wenig, dann löste ein unglücklicher Crash zwischen Montoya und Andy Lally eine entscheidende Safety Car Phase ein. Montoya war mitten im letzten Turn der Sprit ausgegangen und er versuchte noch in die Boxeneinfahrt zu kommen, als Lally von hinten angerauscht kam und das Heck der #43 traf. Für den Kolumbianer war es ein Wochenende zum Vergessen. In der Quali lief es schon nicht und im Rennen ging nach vorne gar nichts. Montoya konnte zwar weiterfahren, endete aber auf P29, was seinen Chase-Ambitionen auch nicht gerade gut tut. Auch bei seinem Teamkollegen Jamie McMurray lief es nicht wirklich gut. Der blieb im gesamten Rennen auffällig und blieb im Mittelfeld stecken. Im Ziel landete er auf P19.

Die Gelbphase lag zu einem interessanten Zeitpunkt, mit noch ca. 40 Runden zu fahren. Das lag ganz knapp im Benzinfenster der meisten Teams, allerdings durfte dann auch kein GWC mehr kommen. Also verordneten die meisten Crew Chiefs ihren Fahrern eine Benzin-Diät. Vor allem Kenseth wurde darauf aufmerksam gemacht, dass er rund zwei Runden “short” sei, was dieser mit leichten Ungefallen per Boxenfunk quittierte, weil er die Führung an Edwards abegeben musste. Der segelte dann auch davon und schien das Rennen als Sieger beenden zu könnne.

Doch dann hämmerte Junior seinen Wagen in die Mauer und in Runde 192 gab es wieder Gelb. Earnhardt war in Michigan eigentlich sehr gut unterwegs. Er hatte mal wieder einen Top 10 Wagen und lag teilweise auf P5. Doch eine verlorene Radmutter zwang ihn zu einem Extra-Stopp und er landete auf P19. Dort traf er dann unglücklicherweise auf Mark Martin, der Ausgangs Turn 2 massives Untersteuern hatte und Junior leicht in die Mauer zwang. Ein paar Runden später verabschiedete sich dann der rechte Vorderreifen von Junior, was den Abflug erzwang. Dennoch mal wieder ein gutes Rennen für Junior.

Die Pause nutzten alle Fahrer um an die Box zu gehen und nachdem die Stopps absolviert waren, lag plötzlich Denny Hamlin an der Spitze, dessen Team am schnellsten gearbeitet hatte. Seine “Pole” setzte er dann in eine Führung um, die er leicht ausbauen konnte, da sich Matt Kenseth und Carl Edwards zunächst nicht so richtig einig waren, wer denn nun hinter Hamlin her sollte. Kenseth entschied das Duelle für sich, hatte aber die entscheidenden Sekunden verloren und konnte Hamlin nicht mehr einholen.

Auf den Plätzen hinter Hamlin und Kenseth landeten Kyle Busch, der erstaunliche Paul Menard, Carl Edwards, Ryan Newman, Tony Stewart, Clint Bowyer, Mark Martin und Brian Vickers. Vor allem für das gebeutelte Red Bull Team mal wieder ein gutes Ergebnis.

Auch das Ergebnis von Mark Martin ist erfreulich, den man so weit vorne lange nicht mehr gesehen hat. Ansonsten lief das Wochenende für Hendrick zäh. Pocono-Sieger Jeff Gordon warf ein besseres Ergebnis beim letzten Stopp weg, als man statt zwei Reifen dann doch auch vier frische Goodyears setzte. Noch schlechter lief es für Jimmie Johnson, der sich schon nach neun Runden drehte und wegen eines Swaybar-Wechsels dann 2 Runden verlor. Die Sommerschwäche von Hendrick ist ebenso ungewöhnlich, wie die Tatsache, dass Dale Earnhardt im Moment noch am Besten in der Meisterschaft liegt. Der benötigt für einen guten Chase aber dringend einen (überfälligen) Sieg.

Nächste Woche geht es aber erst einmal auf die Rundstrecke und nach Infinion. Da dürften andere Namen vorne an der Spitze aufpoppen.

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November 23 2010

07:20

NASCAR: Analyse Homestead Saisonfinale 2010

Jimmie Johnson holte in Homestead seine fünfte Meisterschaft in Folge und reiht sich damit hinter den absoluten Größen Richard Petty und Dale Earnhardt Sr. ein, die jeweils noch zwei Titel mehr errungen haben. Johnson profitierte dabei vom Pech Denny Hamlins während seiner Aufholjagd von Platz 38. Carl Edwards gewann unterdessen in dominanter Manier das Rennen

Am Ende war es im Sprint Cup wieder einmal Jimmie Johnson, der sich nun schon zum fünften Mal in Folge die Meisterschaft sicherte. Dabei war es eine Chase-Premiere, dass der Tabellenführer vor dem letzten Rennen (Hamlin) schlussendlich leer ausging. Johnson war zudem der einzige der drei verbliebenen Playoff-Piloten, welcher sich in Homestead keinen einzigen Fehler erlaubte. Außerdem brachte er mit seinem zweiten Platz hinter Carl Edwards ein ausreichend gutes Ergebnis nach Hause und hat damit seine Schuldigkeit getan, um den Titel aus eigener Kraft und verdient geholt zu haben.

Bei allem Unfrieden, den die Johnson-Dominanz in den letzten Jahren hervorgerufen hat, muss man doch anerkennen, dass das Team mit der #48 hart für den Erfolg arbeitet und deswegen auch zu Recht seit fünf Saisons dort an der Spitze der Tabelle steht. In der Geschichte der NASCAR ist eine derartige Leistung schon seit dem vierten Titel in Folge einmalig und wird vermutlich nie wieder erreicht werden. Johnson sortiert sich nach dem „Drive for Five“ unmittelbar hinter den absoluten NASCAR-Größen Richard Petty und Dale Earnhardt Sr. mit jeweils sieben Titeln ein und ist auf dem besten Weg, sich selbst ebenfalls unsterblich zu machen.

Während die Leistungen seines Mentors Jeff Gordon zu Beginn des Jahrtausends abrupt nach dem vierten Titel 2001 einbrachen, nahm der damalige Jungspund Johnson dagegen bei Hendrick Motorsports an Fahrt auf und überzeugt von Beginn seiner NASCAR-Karriere an die zunächst lauten Kritiker: Schon im ersten kompletten Jahr 2002 wurde er Fünfter in der Meisterschaft und holte sich in den beiden folgenden Saisons jeweils die Silbermedaille. 2004 unterlag Johnson dabei nur mit winzigen acht Pünktchen Kurt Busch. 2005 wiederholte er seinen fünften Platz aus dem Debütjahr, bevor er 2006 seine beachtliche Serie begann.

Während Johnson feierte, war Denny Hamlin nach einem guten Start in die zweite Chase-Hälfte der Unglücksrabe der letzten beiden Wochen: Fünf Platzierungen und 39 Punkte ihm am Ende gefehlt, um seine erste Meisterschaft zu gewinnen. Die Schuld für den Misserfolg kann man nun wahlweise auf den verlorenen Benzinkrimi in Phoenix vom vorherigen Wochenende schieben, oder auf den schlechten Startplatz am Sonntag in Homestead, der eine Aufholjagd von Platz 38 bedeutete. Dabei geriet Hamlin nach 23 Runden mit Greg Biffle aneinander und löste die zweite von zehn Gelbphasen aus, nachdem er in kurzer Zeit schon die Top20 knacken konnte. Ein Schaden am Splitter war die Folge, für dessen Beseitigung die Crew der #11 fast 150 Runden benötigte. Das Handling des Toyotas war allerdings trotzdem im Eimer, was einen späteren Vorstoß an die Spitze unmöglich machte.

Letztendlich sorgte dann noch eine Fehlentscheidung von Crew-Chief Mike Ford dafür, dass Hamlin bei der vorletzten Gelbphase auf einen Boxenstopp verzichtete und mit alten Reifen sukzessive zurückfiel. Nach der letzten Caution blieben Hamlin dann nur noch 17 Runden, um von Platz 18 am Ende der Führungsrunde neun Positionen aufzuholen, wovon mit dem ondulierten Auto jedoch nur noch knapp die Hälfte des Weges möglich war – zu wenig um Johnson auf Rang 2 in der Punktedifferenz noch gefährlich zu werden. An dem Zusammenstoß mit Greg Biffle trug Hamlin die alleinige Schuld, weil er ausgangs von Turn 2 bei seiner optimistischen Aufholjagd die Strecke hinauf rutschte und die vor ihm fahrende #16 touchierte, welche selbst auf der Innenbahn in einen Positionskampf verstrickt war. Für die schlechten Calls bezüglich der Boxenstopps in Phoenix und Homestead darf Hamlin sich bei seinem Crew-Chief bedanken.

Der dritte Meisterschaftskandidat im Bunde war Kevin Harvick, welcher trotz eines hervorragenden dritten Platzes in Homestead leider ebenfalls nichts mehr gegen Jimmie Johnson ausrichten konnte. Zwar gelang ihm wieder eines seiner bekannten, häufigen Top10-Ergebnisse und auch durchschnittlich zeigte Harvick mit Platz 5,8 im Chase mehr Konstanz als die Konkurrenz bestehend aus Johnson (Platz 6,2) und Hamlin (Platz 7,2). Dass er dennoch nicht den Titel holen konnte, leitet sich aus einem allgemeinen Problem von Richard Childress Racing ab: Zwar holte Harvick drei Saisonsiege vor den Playoffs, fuhr aber häufig trotz Top5- oder Top10-Resultaten nicht um den Sieg mit. Ähnlich ergeht es seinen RCR-Teamkollegen ebenfalls schon seit Jahren.

Jimmie Johnson leistete sich zu Beginn des Chase in New Hampshire mit Platz 25 zwar einen De-facto-Totalausfall, fuhr danach aber einen Sieg und insgesamt vier Top3-Ergebnisse in Folge ein. Das berühmte letzte Quäntchen entschied am Ende also gegen Harvick und für Johnson, sein Rückstand von 41 Punkten ist zu Saisonende jetzt ja auch wahrlich nicht astronomisch. Nach der alten Meisterschaftswertung ohne Chase hätte Harvick durch seine überragende Regular-Season übrigens auch den Titel gewonnen, Johnsons Abstand beträgt in dieser Tabelle 285 Zähler. Erwähnenswert ist bei Kevin Harvick bezüglich des Rennverlaufs noch eine Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse, welche den Chevrolet mit der #29 zwischenzeitlich zurückwarf, für sein Endergebnis aber bedeutungslos war.

Denn um den Sieg hatte Harvick zu keiner Zeit mitzubestimmen, an Spitze stritten sich derweil ganz andere Fahrer: Carl Edwards dominierte das Rennen in Homestead förmlich und führte mit Ausnahme einiger Boxenstopp-Platzwechsel fast durchgehend das Feld an, 190 von 267 möglichen Führungsrunden kamen somit für Edwards zusammen. Interessant ist dabei, dass er wie von mir vorgerechnet, tatsächlich die letzten beiden Rennen gewinnen konnte und Homestead noch dazu mit den fünf Bonuspunkten für die meisten Runden in Front. Vor Phoenix rechnete ich dieses Szenario bekanntlich einmal durch und bescheinigte Edwards in diesem Falle sogar noch eine minimalste Restchance auf den Titel. Dies aber nur am Rande, denn schließlich schwächelten zum einen die anderen drei Contender wie erwartet keineswegs und zum anderen hätte er auch in Phoenix die fünf zusätzlichen Zähler holen müssen.

Als einziger ernsthafter Konkurrent für Edwards entpuppte sich nach dem ersten Rennviertel plötzlich Martin Truex Jr., der in den letzten vier Jahren in Homestead mit konstanten Top10-Ergebnissen auf sich aufmerksam machte. Besonders auf den Longruns jagte Truex dem bei den Restarts dominanteren Edwards die Führung immer wieder ab. Leider platzte ihm nur 67 Runden vor Schluss ein Reifen, was den Toyota mit der #56 zum Ende auf Rang 11, knapp außerhalb der Top10 zurückwarf. An dieser Stelle wäre sicher mehr für Truex drin gewesen, was schon ein wenig enttäuschend ist.

Abseits vom Titelkampf in Carl Edwards‘ Rückspiegel spielten sich am Sonntag dann auch noch einzelne Privatfehden ab, so gerieten zunächst Juan Pablo Montoya und Joey Logano aneinander: In Runde 140 räumte Montoya den Joe-Gibbs-Fahrer ab und schickte ihn frontal in die Mauer. Logano kündigte sofort an, die Rechnung später zu begleichen. Nach 40 Umläufen Reparaturpause war die #20 dann soweit wiederhergerichtet, um auf die Strecke zurückzukehren. Dort dauerte es 25 Runden, bis Logano in der nächstbesten Gelbphase zum Angriff blies und seinerseits den Earnhardt-Ganassi-Chevy mit der #42 abräumte.

Grundsätzlich finde ich die „Have at it, boys“-Direktive der NASCAR ja ganz nett, aber man sollte vielleicht in Zukunft doch darauf achten, dass sowas nicht zu sehr in Richtung Kindergarten abdriftet. Wenn Logano seine Absicht schon 65 Runden vorher am Funk ankündigt, sehe ich keinen Grund, warum man ihn auf die Strecke zurückkehren lassen sollte, um mutwillig sich und andere zu gefährden. Damit will ich nicht sagen, dass hier jeder Kontakt ähnlich wie in einer bekannten deutschen „Tourenwagen“-Rennserie hart bestraft werden sollte, aber offensichtliche Vergeltungsaktionen auf einer schnellen Strecke darf NASCAR doch bitteschön verhindern. Ich erinnere mich nämlich noch ganz genau an den Aufschrei nach „Keselowski vs. Edwards – Teil 2“ in Atlanta, was schon ziemlich gefährlich war. Immerhin hat Logano wenigstens bis zur Caution gewartet, um Montoya aus dem Rennen zu nehmen.

Die zweite Auseinandersetzung lieferten sich kurz vor Ende Kyle Busch und Kevin Harvick: Busch war den ganzen Nachmittag über gut unterwegs und steuerte geradewegs auf ein Top5-Resultat zu. Mit seiner aggressiven Fahrweise machte Kyle sich allerdings wieder einmal keine Freunde und stritt sich teilweise heftig mit den drei Chase-Piloten um Positionen. Harvick hatte dann letztendlich die Nase voll und räumte Busch aus dem Weg. Ausgangs Turn 2 befand sich der Toyota mit der #18 direkt vor dem Kühlergrill von Harvick, war jedoch langsamer. Anstatt zu Lupfen nahm er Busch jedoch auf die Hörner und drehte ihn in die innere Mauer. Bei der Rückfahrt in die Boxengasse fing Kyles Auto dann auch noch Feuer, was für einen spektakulären Anblick sorgte.

Meine Ansichten zu dieser Szene sind geteilt, denn zum einen fahren hier beide Piloten gleichberechtigt ein Rennen, zum anderen muss man in der besonderen Chase-Situation schon ein wenig mehr auf die Titelkontrahenten Acht geben. Wenn Busch niemals ernsthaft versucht hat, Harvicks Rennen zu gefährden, dann sollte Kevin auch so fair bleiben und Kyle nicht mutwillig abräumen, nur weil ihm sein Fahrstil nicht gefällt. Genau danach hörte es sich nämlich an, als Harvick nach dem Rennen aussagte, Busch wäre „den ganzen Tag wie ein Clown um ihn herum gefahren“. Kyle Busch blieb danach erstaunlich ruhig, das muss man nach den jüngsten Ereignissen aber auch mal anerkennen. Ob er sich nur wegen der Bewährungsstrafe nicht getraut hat, mehr zu unternehmen?

Noch ein paar ausgewählte Ergebnisse anderer Piloten:

- Mit Aric Almirola (4.) und AJ Allmendinger (5.) stießen zwei Fahrer des angeschlagenen Teams Richard Petty Motorsports in die Top5 vor. Wie man derzeit hört, übernimmt wohl eine Investorengruppe um Richard Petty selbst die ausgebrannten Reste des Teams von George Gillett, der sich unverschämterweise immer noch nicht zur Sachlage geäußert hat. Für 2011 plant man, mit zwei Wagen in einem Nachfolge-Unternehmen von RPM anzutreten, welches nur die „gesunden“ Teile des Teams übernimmt.

- Kasey Kahne (6.) holte außer einer Pole-Position auch sein erstes Top10-Resultat für Red Bull Racing, bevor er in der nächsten Saison voll durchzustarten plant. Seine Zukunftsaussichten sind sicherlich sehr gut, vor allem wenn er ab 2012 für Hendrick Motorsports ins Lenkrad greifen wird.

- Die Top10 komplettierten recht unauffällig Ryan Newman (7.), Tony Stewart (8.), Matt Kenseth (9.) und Greg Biffle (10.). Neben drei Roush-Fenway-Piloten bestätigte auch Bill Elliott im Auto der Wood Brothers die Ford-Stärke in Homestead mit einem für das Team hervorragenden 15. Platz.

- Jeff Burton (31.) fiel nach einem Reifenproblem eine Runde zurück und legte sich bei der Aufholjagd etwas zu sehr mit der Mauer an, was sein Rennen endgültig ruinierte. Noch schlimmer erwischte es Jeff Gordon (37.) der mit einem Motorschaden ausschied, nachdem er zuvor bereits länger auf nur noch sieben Zylindern unterwegs war.

- Dale Earnhardt Jr. (27.) beendete eine erneut schwache Saison mit wenigen Lichtblicken (nur zwei Top10s in der zweiten Saisonhälfte) am Ende der Führungsrunde. Hier wird Rick Hendrick im Winter eingreifen müssen, um Junior noch eine letzte Chance mit einem weiteren Crew-Chief zu geben. Gerüchte besagen, dass Ray Evernham nach seinem RPM-Ausstieg diese Aufgabe übernehmen könnte, doch der dementierte prompt.

Weil NASCAR-Media leider keine grafische Übersicht der abschließenden Meisterschaftstabellen anbietet, verlinke ich hier die endgültigen Stände in Fahrer- und Owner-Wertung bei Jayski.com. Dazu kommt hier noch das komplette Rennergebnis.

Ein Wort noch zum beendeten Kampf um die Top35 in besagter Owner-Wertung: Die #38 von Front Row Motorsports konnte nicht mehr auf einen sicheren Startplatz zurückgebracht werden, weil Dave Blaney in einen Unfall verwickelt wurde. Da das Starterfeld im nächsten Jahr aber vermutlich weiter schrumpfen wird (-2 Wagen bei RPM, -1 Auto bei Penske, dafür +1 Wagen bei RCR), könnte sich auch in Zusammenhang mit möglichen Punkteverkäufen noch viel ergeben, sodass ich hier zu diesem Zeitpunkt ziemlich ausschweifend spekulieren müsste. Da muss man wohl zumindest den Dezember abwarten.

Damit geht eine spannende und sehenswerte NASCAR-Saison 2010 zu Ende und mit der letzten Analyse für dieses Jahr verabschiedet sich die NASCAR-Berichterstattung von den Rennen quasi in die Winterpause. Es wird im Dezember allerdings noch einen ausführlichen Jahresrückblick geben, sowie eine Saison-Vorschau für 2011 im Januar. Die wöchentlichen Artikel kehren dann im Februar zurück. Ich bedanke mich für eure Treue, alle Kommentare und die tollen Unterhaltungen im Chat!

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