Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

December 31 2013

09:00

Best of 2013 – Rainer

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Es war ein Motorsportjahr mit Höhen und Tiefen, in dem sich einige Serien sogar fast komplett aus meinem Blickfeld verabschiedet haben. Von der WTCC habe keine Minute gesehen und von der WEC auch nur ein paar Stunden Le Mans. Die BTCC ist aus Zeitgründen leider zu kurz gekommen und auf einige Rennen der Formel 1 und des Sprint Cups habe ich freiwillig verzichtet. Nur die IndyCar Series habe ich komplett gesehen und so beziehen sich viele Antworten halt auf diese Serie.

Bestes Rennen

Auch ohne das besondere Augenmerk auf die IndyCar kann die Antwort nur “Indianapolis 500″ lauten. Das Rennen stellte neue Rekorde in der Durchschnittsgeschwindigkeit (301,644 km/h) und Führungswechsel (68) auf. Mit Tony Kanaan gab es einen würdigen Sieger, für den sich wirklich jeder gefreut hat, und keinen schweren Unfall. Nur das Finish unter Gelb trübte das sonst perfekte Bild.

Bestes Finish

Ich kann mich nur meinen Kollegen Thomas und Don anschließen. Ganz oben auf diese Liste gehören einfach das Finish der Indy Lights in Indianapolis und das der IndyCar Series in Sao Paulo.

Überholmanöver des Jahres

Ich habe mich nicht für ein einzelnes, sondern für eine Serie von sechs Übermanövern in drei Runden entschieden. Bei den Duals der IndyCar Series in Detroit war an beiden Tagen eigentlich Mike Conway der schnellste Fahrer. Nach einem Boxenstopp unter Gelb lag er beim Restart in Runde 37 nur auf Platz 8, in Runde 40 aber schon wieder an der Spitze des Feldes. Leider ist in den Highlights nur eines dieser Manöver zu finden.

Bester Fahrer

Als erste fielen mir natürlich die Meister der großen Serien ein und sicherlich hätten es Sebastian Vettel, Jimmy Johnson, Yvan Muller oder Scott Dixon verdient hier alleine oben zu stehen. Ich bin aber eher Fan von Fahrern, die mit unterlegenem Material noch herausragende Ergebnisse erzielen können. In der Formel 1 war es Nico Hülkenberg, im Sprint Cup Kurt Busch und in der IndyCar Series Justin Wilson. Mit seinem kleinen Team von Dale Coyne und ständig wechselnder Teamkolleggen konnte er in der Meisterschaft bis zum vorletzten Rennen mit den großen Teams von Ganassi, Penske oder Andretti mithalten. Deshalb ist Justin Wilson mein Fahrer des Jahres.

Bestes Team

Das Red Bull Racing bzw. Hendrick Motorsports der IndyCar Series war wieder einmal Chip Ganassi Racing. Die fünf Meisterschaften in den letzten sechs Jahren zeigen schon die Qualität des Teams. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Jahr aber, dass sie nach einem schlechten Saisonstart zum dominierenden Team der zweiten Saisonhälfte wurden.

Feinde/Duell des Jahres

Die Rivalität von Chip Ganassi Racing und Penske Racing ist legendär. Scott Dixon und Will Power haben in diesem Jahr aber einen neuen Höhepunkt erreicht. Es fing in Sonoma an, als im Zweikampf um den Rennsieg, Dixon beim Boxenstopp einen Mechaniker von Will Power umfuhr. Der Höhepunkt war der Unfall in Baltimore, als Power Dixon beim Restart in die Mauer drückte. Zum Glück hatte diese Fehde keinen Einfluss auf die Entscheidung in der Meisterschaft.

Szene des Jahres

Ich schließe mich hier Thomas an. Das lange Ausharren im Auto und der komplizierte Ausstieg nach einer guten Stunde von James Hinchcliffe im Baber Motorsport Park sind nicht toppen.

Kostenpunkt des Jahres

Der Kostenpunkt des Jahres ist für mich kein Punkt, sondern eine Gerade, genauer die Start-Ziel-Gerade in Baltimore. Beim Rennen der ALMS hatte sich fast das gesamte GTE-Feld schon beim Rennstart in der improvisierten Schikane verabschiedet. Die Fahrer der IndyCar Series wollten sich natürlich nicht lumpen lassen und produzierten bei fünf Restarts eine Menge Carbonschrott in und vor Kurve 1. Bei Dallara ist man sehr traurig darüber, dass Baltimore für 2014 aus dem Kalender gefallen ist.

Schönster Moment des Jahres

Ganz besonders habe ich mich über die Siege von Tony Kanaan in Indianapolis und der “Oldies” in Le Mans gefreut. Noch emotionaler war aber der Sieg von Takuma Sato in Long Beach für mich. Ausgerechnet der kleine Japaner konnte dem Team von AJ Foyt, das in den letzten Jahren nur hinterher fuhr, einen Sieg schenken. Das es der erste Sieg für einen Japaner überhaupt und dann auch noch bei einem der Saisonhöhepunkte war, setzte dem Ganzen nur noch die Haube auf.

Überraschung des Jahres

Auch in dieser Kategorie hätte Takuma Sato gewinnen können. Ich entscheide mich aber für Dale Coyne Racing, die über die ganze Saison mit Justin Wilson überraschen konnten. Dazu kam dann noch ein sensationelles Wochenende von Mike Conway in Detroit mit Sieg und Platz 3.

Enttäuschung des Jahres

Besonders “meine” Teams haben in diesem Jahr enttäuscht. Über McLaren brauche ich nichts mehr zu schreiben. Jeder weiß, wie schlecht die Saison war. Aber auch bei Penske Racing lief eine Menge schief. Im Sprint Cup waren Joey Loganos Leistungen in Ordnung, aber Brad Keselowski konnte sich als Meister nicht für den Chase qualifizieren und Sam Hornish jr. hat den Titel in der Nationwide Series verpasst. In der IndyCar Series fuhr Will Power lange hinterher und kam erst in der zweiten Saisonhälfte besser in Schwung und mit Helio Castroneves hat man schon wieder den Titel an den letzten beiden Wochenenden verspielt.

Langweiligstes Rennen

Stellvertretend für eine größere Zahl an langweiligen Rennen im Sprint Cup Jahr wähle ich das zweite Rennen in Talladega aus. Im Vergleich zu vielen anderen Rennen war es zwar in Ordnung, aber gerade bei Talladega im Chase erwartet man einfach mehr. Die letzten Runden im Single-File und das Finish unter Gelb waren nur noch der i-Punkt der Enttäuschung.

Spruch des Jahres

„Beaux needs to be fired. He was a complete idiot today.“
So fasste Scott Dixon seine Meinung zu Rennleiter Beaux Barfield nach dem Grand Prix of Baltimore zusammen. Ich hätte es verstanden, wenn sich die Aussage auf die improvisierte Schikane auf der Start-Ziel-Geraden bezogen hätte. Das Festhalten an den Double-File-Restart, trotz mehrfachen Unfällen in Kurve 1, hätte die Aussage verdient gehabt. Auch die Drive-Through-Penalty für Will Power, der schon einige Runden Rückstand nach dem Unfall hatte, war mehr als lächerlich. Scott Dixon war aber sauer darüber, dass sein beschädigter Dallara nicht wieder an die Box gebracht wurde. Dass ein Auto, das nicht aus eigener Kraft zur Box kommt, nicht dahin abgeschleppt wird, ist aber in fast allen Serien der Weld üblich und sicher nicht die Schuld der Rennleitung.

Racecontrol-Moment des Jahres

Und noch einmal kommt der Grand Prix of Baltimore zu seinem Recht. Eigentlich war es ja nicht ein Moment, sondern direkt ein komplettes Wochenende, das in den Sand gesetzt wurde.

Glückspilz des Jahres

Den Titel teilen sich für mich die beiden alten Schotten, die ihre Kariere kürzlich beenden konnten. Bei Dario Franchitti hört sich das etwas seltsam an, da er seine Kariere auf Rat der Ärzte beenden musste. Er hatte aber in seinen dreißig Rennsportjahren so viele schwere Unfälle, der in Baltimore war ja nur der letzte potentiell tödliche den er überlebt hat, und auch ernsthafte Verletzungen, so dass ein fast gesundes Karierende ein kleines Wunder ist. Auch Allan McNish kann mindestens zweimal im Jahr Geburtstag feiern, wenn ich zum Beispiel nur an den Unfall 2011 in Le Mans denke. Umso schöner ist es, dass er als Le Mans Sieger und Weltmeister abtreten kann. Hoffentlich bleiben beide zum Beispiel am Mikrofon oder in Teams eingebunden dem Rennsport erhalten.

Wünsche für 2014

Ich kann mich nur den Wünschen meiner Kollegen anschließen: weniger Unfälle, weniger Verletzte, weniger Tote
Ein kleiner Sonderwunsch wären mehr Zuschauer für die IndyCar Serie. Trotz guter Rennen und einer spannenden Saison befanden sich Quoten in de USA weiter auf Talfahrt.

78 total views, 56 views today

The post Best of 2013 – Rainer appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 22 2013

07:00

IndyCar: Analyse MAVTV 500 – Das große Finale

Will Power konnte die letzten 500 Meilen der IndyCar Series 2013 für sich entscheiden. Die großen Sieger waren aber Scott Dixon und Chip Ganassi.

Scott Dixon mit der Trophäe (C) IndyCar Media/Chris Jones

Scott Dixon mit der Trophäe
(C) IndyCar Media/Chris Jones

Vollkommen verdient hat sich Scott Dixon seine dritte Meisterschaft gesichert. Bis er sie in den letzten Runden gemütlich nach Hause fahren konnte, durchlebte aber auch Dixon ein aufregendes Rennen. Er war nur von Platz 17 ins Rennen gegangen und konnte sich auch lange Zeit nicht deutlich verbessern. Sein einziger Konkurrent Helio Castroneves hingegen arbeitete sich in den ersten sieben Runden von Platz 12 auf 3 nach vorne. Zwischenzeitlich übernahm Castroneves so die virtuelle Führung in der Meisterschaft. Etwa ab Rennhalbzeit wurden aber alle drei Ganassi-Piloten schneller und die Aussichten für Castroneves wurden schlechter. Seine letzten Hoffnungen wurden durch einen gebrochen Fronflügel zerstört und da Dixons Honda-Motor durchhielt, war die Meisterschaft entschieden.

Neben dem spannenden Kampf um die Meisterschaft hatte das Rennen aber noch viel mehr zu bieten. Von Rennbeginn an bestimmten die Penske- und Andretti-Piloten das Tempo an der Spitze. Dazu gesellten sich Tony Kanaan und der wieder sehr gut aufgelegte Sebastien Bourdais. Zwischen den Fahrern ging es sehr eng zu und bis zur ersten Caution ab Runde 71 wechselte die Führung fünfmal zwischen Will Power, Sebastien Bourdais, Ryan Hunter-Reay und James Jakes, während der ersten Runde der Boxenstopps.

Die erste Gelbphase wurde durch einem Unfall von Sebastian Saavedra ausgelöst, der mit einem Schnitt im Hinterreifen in Kurve 3 die Kontrolle über seinen Dallara verlor. Pippa Mann rutschte beim Versuch, Saavedra auszuweichen, ebenfalls in die Mauer. Für beide war das Rennen auf den Plätzen 24 (Saavedra) und 25 (Mann) beendet. Nach dem Restart machte vor allem Carlos Munoz, der kurzfristig den erkranken EJ Viso bei Andretti Autosport ersetzte, Druck. Er konnte eine deutlich tiefere Linie fahren und trotzdem die Geschwindigkeit auf die Geraden mitnehmen. Dieses Risiko ging aber nur bis Runde 100 gut, als er in Kurve 2 hart in der Mauer einschlug. Trotzdem hat er sich wieder für ein Cockpit empfohlen.

Durch die Gelbphase war das Feld natürlich wieder ganz dicht beisammen und reihenweise fuhren drei oder vier Piloten nebeneinander durch die Kurven. Auf Platz 16 liegend verlor Justin Wilson seinen Dallara in Kurve 2, als er zu lange mit seinem Hinterrad auf dem Teerstreifen zwischen zwei Asphaltbahnen fuhr. Josef Newgarden konnte Wilson noch gerade so ausweichen, kollidierte aber mit Oriol Servia und beide schlugen in die Mauer ein. Tristan Vautier konnte nicht ausweichen und traf Wilson seitlich in Höhe der Vorderradaufhängung. James Jakes und Simona de Silvestro beschädigten sich auch noch die Wagen. Für Jakes war das Rennen auf Platz 16 beendet, de Silvestro konnte nach zwei Runden Reparaturstopp weiterfahren.

Justin Wilson zog sich Brüche an der Hüfte, die nicht operiert werden müssen, sowie eine Quetschung der Lunge zu. Alle anderen Piloten blieben bei diesem, wie auch bei allen anderen Unfällen am Wochenende, unverletzt. Trotz der Verletzungen von Dario Franchitti in Houston und jetzt Justin Wilson muss man den DW12 Dallara ausdrücklich loben. Die Sicherheit der Piloten wurde durch die Einführung 2012 deutlich verbessert und steht der anderer Monoposto-Fahrzeugen ins nichts nach.

Spätestens mit diesem Massenunfall wechselte das Rennen in den Last-Car-Driving-Modus. Die Strecke war ziemlich dreckig und vor allem größere Teile aus Kunststofffolie setzten sich in die Kühler der Wagen. Marco Andretti musste regelmäßig die Leistung seines Triebwerks aufgrund von Überhitzung reduzieren und verlor so zwei Runden auf die Spitze. Ryan Hunter-Reay überfuhr ein Carbonteil und beschädigte sich einen Reifen. Durch den unplanmäßigen Stopp verlor er eine Runde und hatte später auch mit Überhitzung zu kämpfen. In Runde 142 stellte er seinen Dallara in der Box ab. Auch Takuma Sato (Platz 17), Graham Rahal (Platz 15), Simon Pagenaud (Platz 13), JR Hildebrand (Platz 11) und Charlie Kimball (Platz 10) mussten mit Motorschäden und/oder Überhitzung das Rennen beenden. Scott Dixon fuhr in Runde 229 unplanmäßig zur Kühlerreinigung an die Box. Sein Honda-Triebwerk blieb aber zum Glück intakt. Es war das einzige von Honda, das die 500 Meilen überstand.

An der Spitze des Feldes änderte dies jedoch wenig. Will Power verlor in Runde 111 den Kontakt noch ganz vorne, weil sein Visier gewechselt werden musste. Durch den ganzen Dreck auf der Strecke war es so verkratzt, dass er kaum noch etwas sehen konnte. Auch bei Helio Castroneves bereitete man einen Wechsel vor, führte ihn aber nicht durch. Weitere Piloten klagten über mangelnde Sicht. In Runde 134 eroberte Power aber schon wieder die Führung. Zu dieser Zeit wurden auch Scott Dixon und Alex Tagliani deutlich schneller und schoben sich in die Spitzengruppe zu Power, Hinchcliffe und Carpenter. Im Verkehr hatte nun aber Helio Castroneves mit einem übersteuernden Wagen zu kämpfen und verlor einige Plätze. Das Pendel der Meisterschaft schlug also deutlich in Richtung von Scott Dixon.

Durch Fahrfehler dezimierte sich das Feld weiter. In Runde 189 rutschte AJ Allmendinger (Platz 16), der wie in Indianapolis ein sehr gutes Rennen bis dahin abgeliefert hatte, in Kurve 4 in die Mauer. Nur zwanzig Runden später drehte sich Alex Tagliani (Platz 14), der zu diesem Zeitpunkt um die Spitze kämpfte, in Kurve 2. Er touchierte zwar nur leicht die Mauer, konnte aber trotzdem das Rennen nicht fortsetzten. Bei der folgenden Gelbphase herrschte dann einige Verwirrung an der Box von Helio Castroneves. Roger Penske persönlich rief den Brasilianer an die Box, obwohl diese noch geschlossen war. Durch das langsame Durchfahren der Boxengasse verlor er natürlich einige Plätze.

Beim Restart oder bei den engen Kämpfen danach beschädigte sich Castroneves seinen Frontflügel. Durch den Reparaturstopp fiel er eine Runde zurück und die Meisterschaft war entschieden. Als letzter Fahrer verabschiedete sich dann Sebastien Bourdais in Runde 229 aus der Spitzengruppe. Beim Kampf mit James Hinchcliffe bog er recht seltsam, eventuell mit einem Reifenschaden, in die Mauer ab. Die letzte Gelbphase lösten die Motorenschäden von Kimball und Hildebrand in Runde 237 aus.

Podium in Fontana (C) IndyCar Media/Richard Dowdy

Podium in Fontana
(C) IndyCar Media/Richard Dowdy

Zum Restart in Runde 242 waren nur noch neun Wagen ünrig, davon fünf in der Führungsrunde. Vorne setzte sich Will Power ab und fuhr vor Ed Carpenter zu seinem dritten Sieg in den letzten fünf Saisonrennen. Es folgten Tony Kanaan und James Hinchcliffe. Fast gemütlich kam auf Platz 5 mit einigem Abstand Scott Dixon ins Ziel. Helio Castroneves auf Platz 6 hatte eine, Marco Andretti auf Platz 7 zwei Runden Rückstand. Einen erstaunlichen achten Platz sicherte sich Simona de Silvestro mit drei Runden Rückstand. Das ganze Wochenende war sie deutlich von den Zeiten der Top-10-Fahrer entfernt, aber am Ende saß sie in einem der letzten fahrenden Wagen. Platz 9 ging an Ryan Hunter-Reay, der acht Runden vor dem Ende seinen Dallara in der Box abstellte.

Das ganze Ergebnis findet man hier auf der Seite der IndyCar Series.

Herzlichen Glückwunsch an Scott Dixon, der mit 27 Punkten Vorsprung die Meisterschaft gewonnen hat. Diesen Erfolg holte er sich vor allem auf den Stadt- und Straßenkursen, auf denen er 85 Punkte mehr einfuhr als Helio Castroneves. Der Brasilianer holte hingegen auf den Ovalen die meisten Punkte vor Ryan Hunter-Reay. Bei Penske Racing sollte man sich fragen, wie man es schon wieder geschafft hat, die Meisterschaft in den letzten beiden Rennen einer Saison zu vermasseln.

Auf der Statistikseite der IndyCar findet man die komplette Meisterschaftswertung sowie die getrennten Wertungen für Straßen- und Ovalkurse.

Trotz des kleinen Feldes am Ende und der schweren Unfälle, waren die 500 Meilen in Fontana ein fantastischer Abschluss einer guten IndyCar-Saison. Das Rennen hatte alles, was man sich als Fan nur wünschen kann. Es gab eine Vielzahl an engen Manövern und elf Führende im Rennen bei 28 Führungswechseln. Dazu wurde es teilweise nochmal richtig spannend in der Meisterschaft. Zum Abschluss wünschen wir den verletzten Justin Wilson und Dario Franchitti eine schnelle und vollständige Genesung und dass sie im nächsten wieder angreifen können.

Die IndyCar Series macht jetzt Winterpause, bis es Ende März in St. Petersburg wieder los geht.

840 total views, 824 views today

The post IndyCar: Analyse MAVTV 500 – Das große Finale appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 08 2013

16:00

IndyCar: Analyse The Shell and Pennzoil Grand Prix of Houston

Scott Dixon war der große Gewinner des Double-Headers in Houston, auch weil Helio Castroneves unter massiven technischen Problemen litt. Überschattet wurde das Wochenende aber von einem schweren Unfall Dario Franchittis im zweiten Rennen.

Scott Dixon (C) IndyCar Media/Chris Owens

Scott Dixon
(C) IndyCar Media/Chris Owens

Mit jeweils einem Getriebeschaden pro Rennen hatte Helio Castroneves ein schwarzes Wochenende. Durch den Sieg im Rennen am Samstag und Platz 2 am Sonntag konnte Scott Dixon den Rückstand von 49 Punkten in der Meisterschaft auf Castroneves in einen Vorsprung von 21 Punkten umwandeln. So richtig freuen konnte er sich aber nicht, da sein Teamkollege in einen schweren Unfall in der letzten Runde verwickelt war.

Takuma Sato verlor in der schnellen Kurve 5 die Kontrolle über seinen Dallara und Dario Franchitti wollte außen herum ausweichen. Er stieg aber über Satos Wagen auf und zerschellte am Zaun. Während Sato und, der ebenfalls noch aufgefahrene EJ Viso, langsam eigenständig aussteigen konnten, blieb Franchitti in seinen Wrack sitzen. Der Unfall erinnerte an die Unfälle von Kenny Bräck oder auch Dan Weldon. Auch durchdrangen wieder diverse Teile den Zaun und verletzten einige Zuschauer, zum Glück aber nicht schwer. Nach langen Minuten des Bangens überbrachte Chip Ganassi erste positive Nachrichten. Franchitti war bei Bewusstsein und klagte über Schmerzen in Rücken und Beinen. Im Krankenhaus wurden zwei gebrochene Wirbel, eine Fraktur des rechten Knöchels sowie eine Gehirnerschütterung diagnostiziert. Wir wünschen sowohl Franchitti als auch den verletzten Zuschauern eine schnelle und vollständige Genesung.

Rennen 1

Podium Rennen 1 (C) IndyCar Media/Chris Jones

Podium Rennen 1
(C) IndyCar Media/Chris Jones

Stehende Starts und die IndyCar werden keine Freunde mehr. Der erste Versuch musste abgebrochen werden, weil bei Charlie Kimball die Kupplung versagte und der Motor so abgewürgt wurde. Kimball konnte das Rennen zwar aufnehmen, hatte aber bei jedem Boxenstopp Probleme beim Anfahren. Beim zweiten Start blieb James Hinchcliffe stehen und Ed Carpenter konnte ihm nicht mehr ganz ausweichen. Er touchierte Hinchcliffe zum Glück nur leicht, für beide aber war das Rennen beendet. Takuma Sato, der die Qualifikation gewonnen hatte, fuhr über ein Trümmerteil und musste unter Gelb mit einem schleichenden Plattfuß an die Box.

In Runde 9 wurde dann das Rennen endlich freigegeben mit Will Power vor Scott Dixon. Beide konnten sich von Simon Pagenaud und Simona de Silvestro absetzten. Ab Platz 3 blieb das Feld aber dicht beisammen. Mit den ersten Boxenstopps konnte sich Dixon an Power vorbei schieben. Der Neuseeländer war zum einen eine Runde früher in der Box, zum anderen gab es Probleme mit dem Wagenheber bei Power.

Nach dieser ersten Serie der Stopps drehte sich Dario Franchitti im Hinterfeld und sorgte so für die dritte Caution. Am Ende kam der Schotte nur auf Platz 15 ins Ziel. Beim Restart in Runde 43 hatte Simon Pagenaud auf Platz 3 Probleme und verlor drei Plätze an den sehr gut aufgelegten Luca Fillippi, Sebastien Bourdais und Simona de Silvestro. In Runde 61 absolvierten de Silvestro und Pagenaud ihren zweiten und letzten Boxenstopp, da sie in der Gruppe hinter Fillippi festhingen. In Runde 64 musste Oriol Servia seinen Wagen in Kurve 4 mit Getriebeschaden abstellen, als gerade Scott Dixon in der Box war. Die folgende Caution war natürlich ein großer Glücksfall für alle, die ihren letzten Stopp bereits absolviert hatten.

Beim Restart konnte sich Simona de Silvestro in einem schönen Manöver an Pagenaud vorbei schieben und den Platz direkt hinter Scott Dixon sichern. Auch Justin Wilson konnte am Franzosen vorbei, der immer Probleme mit der Lage seines Autos mit kälteren Reifen nach den Gelbphasen hatte. Auch die letzten Cautions und Restarts änderten nichts mehr an dieser Reihenfolge.

Vollkommen verdient gewann Scott Dixon sein viertes Rennen in dieser Saison. Dahinter sicherte sich Simona de Silvestro ihre erste Podiumsplatzierung vor Justin Wilson und Simon Pagenaud. Ein sehr gutes Rennen zeigten auch Josef Newgarden, James Jakes und Graham Rahal auf den folgenden Plätzen. Mit Platz 8 zeigte Sebastien Bourdais wieder ein gute Leistung. Auf Platz 9 folgte mit EJ Viso der erste Fahrer von Andretti Autosport vor Luca Fillippi, der Will Power auf der Strecke überholen konnte.

Trotz der Probleme mit der Kupplung konnte sich Charlie Kimball noch auf Platz 11 ins Ziel retten. Durch die unglückliche Caution und dem Boxenstopp in Runde 64 bzw. 73 fiel Will Power ins Hinterfeld und konnte sich nicht mehr über Platz 12 hinaus verbessern. Marco Andretti hatte große Handlingsprobleme und kam nie wirklich auf gute Zeiten. Auf Platz 13 war er aber schon der letzte Fahrer in der Führungsrunde.

Noch viel größere Probleme hatten Helio Castroneves und Ryan Hunter-Reay. Bei beiden, wie auch bei Oriol Servia, gab es Schäden am Getriebe. In fantastischen acht Minuten konnte man bei Penske Racing das Getriebe wechseln und mit insgesamt zehn Runden Rückstand kam der Führende in der Meisterschaft noch auf Platz 18 ins Ziel. Mit dem Sieg von Scott Dixon hatte er aber nur noch acht Punkte Vorsprung. Platz 20 für Ryan Hunter-Reay beendete natürlich alle seine Träume von einer Titelverteidigung. Bei ihm war Benzin beim Tankvorgang ausgelaufen und hatte sich entzündet. Das Feuer wurde zwar schnell gelöscht, hatte aber das Datenkabel zum Getriebe beschädigt.

Tony Kanaan, der im nächsten Jahr für Chip Ganassi fahren wird, schied mit einem Defekt an den Bremsen aus. Takuma Sato und Mike Conway sorgten mit Fahrfehlern und Mauerkontakt für zwei der letzten drei Cautions in den Runden 72 und 88. Diese letzte Caution führte auch zum Rennende unter Gelb.

Das ganze Ergebnis von Rennen 1 findet man hier auf der Seite der IndyCar Series.

Rennen 2

Podium Rennen 2 (C) IndyCar Media/Bret Kelley

Podium Rennen 2
(C) IndyCar Media/Bret Kelley

Aufgrund starker Regenfälle musste die Qualifikation am Vormittag abgesagt werden. Die Startaufstellung wurde gemäß der Owner-Points vor dem Houston-Wochenende erstellt. Traditionell wurde der erste Startversuch wieder abgebrochen, da diesmal Takuma Sato seinen Startplatz nicht gefunden hatte. Den zweiten Versuch gewann Helio Castroneves vor Scott Dixon und Simon Pagenaud. Ab Runde 2 beklagte sich Dixon darüber, dass Castroneves Öl aus seinem Getriebe verlieren würde. Es zeichnete sich also der nächste Getriebeschaden am Penske mit der Nummer 3 ab und in Runde 10 musste der Brasilianer seinen Dallara abstellen. Diesmal war das Getriebegehäuse bei einem heftigen Aufsetzten in Kurve 1 gebrochen. Die Reparatur dauerte erheblich länger als am Samstag und am Ende stand nur Platz 23 zu Buche.

Will Power konnte sich von Startplatz 9 schnell nach vorne auf Platz 2 hinter Scott Dixon schieben. Beide waren, wie am Samstag, das Maß der Dinge und konnten sich schnell vom Feld absetzten. Ein Crash von Luca Fillippi führte zu vierten Caution ab Runde 28, die alle Spitzenfahrer für den ersten Boxenstopp nutzten. Tony Kanaan löste mit einem Fahrfehler in Runde 33 die nächste Caution aus und in Folge des Restarts konnte sich Power an Dixon vorbei schieben.

Weder die zweite Runde der Boxenstopps, noch die Gelbphasen sechs bis acht änderten etwas an Situation an der Spitze. Dixon kam zwar mehrfach nahe an Power heran, zu einem ernsthaften Angriff kam es aber nicht. Der Neuseeländer konnte und wollte natürlich nicht seine gute Position in der Meisterschaft gefährden. Will Power konnte sich so den zweiten Saisonsieg sichern und half damit auch seinem Teamkollegen.

Mit Platz 3 hat James Hinchcliffe nochmal gezeigt, dass er auch im nächsten Jahr in einem Topteam fahren sollte. Dasselbe gilt für Justin Wilson mit seiner vierten Top-4-Platzierung in Folge. Und auch Sebastien Bourdais setzte seine Serie von guten Platzierungen auf Platz 5 fort. Es ist schon erstaunlich, welchen großen Schritt er mit seinem Dragon Racing Team gemacht hat.

Simon Pagenaud hatte am Sonntag bei kühleren Temperaturen deutlich mehr mit dem Handling seines Dallaras zu kämpfen. Schon am Samstag verlor er mit kälteren Reifen bei den Restarts jeweils Plätze. Durch Platz 6 hat auch er keine Chancen mehr auf den Meistertitel. Mit einem guten Rennen und Platz 7 brachte sich auch Oriol Servia ins Gespräch für einen Stammplatz im nächsten Jahr.

Nach den Kupplungsproblemen am Samstag konnte sich Charlie Kimball am Sonntag immerhin Platz 8 sichern. Abgesehen von Scott Dixon lief es beim Team von Chip Ganassi aber in Houston nicht rund. Auch Dario Franchitti lag vor seinem Unfall nur auf Platz 11. Leicht enttäuscht dürfte auch Mike Conway aus Houston abreisen. Die Plätze 11 und 9 entsprechen nicht seinem wahren Leistungsvermögen, vor allem im Vergleich zu seinem Teamkollegen Justin Wilson.

Den letzten Platz in den Top 10 sicherte sich Simona de Silvestro. Mit einem haarsträubenden Manöver beförderte sie schon in Runde 2 Tristan Vautier und Graham Rahal in die Mauer von Kurve 8. Diese Aktion wurde vollkommen zu recht mit einer Drive-Through-Penalty bestraft. Ihr Opfer Vautier kam direkt hinter ihr auf Platz 11 ins Ziel. Beide profitierten dabei natürlich vom Unfall von Sato, Franchitti und Viso, die ansonsten vor ihnen ins Ziel gekommen wären.

Auf Platz 12 und damit wieder die üblichen fünf bis zehnPlätze hinter Bourdais kam Sebastian Saavedra ins Ziel. Nach seinem sehr guten fünften Platz am Samstag lief es für Josef Newgarden am Sonntag nicht mehr so gut. In Runde 73 drehte er Marco Andretti um, der nach Frühstart und entsprechender Strafe im ganzen Rennen im Hinterfeld fuhr. Auch Newgarden wurde für „Avoidable Contact“ mit einer Drive-Through-Penalty bestraft.

Auf den Plätzen 14 bis 16 wurden die verunfallten Sato, Franchitti und Viso gewertet. Es folgten die beiden Rahal Lettermann Lanigan Piloten James Jakes und Graham Rahal. Beide waren, wie auch Luca Fillippi und Marco Andretti, in diverse Zwischenfälle verwickelt. Ryan Hunter-Reay hatte wieder Probleme mit seinem Getriebe und rollte mit kaum Vortrieb in Runde 33 in die Box. Mit 37 Runden Rückstand kam Helio Castroneves auf Platz 23 ins Ziel. Hinter ihm wurde nur noch Tony Kanaan gewertet.

Das ganze Ergebnis von Rennen 2 findet man hier auf der Seite der IndyCar Series.

In der Meisterschaft führt nun Scott Dixon mit 23 Punkten vor Helio Castroneves. Nur noch zwischen diesen beiden Piloten wird in Fontana die Meisterschaft entschieden. Mit dem Sieg und Platz 2 hat sich Scott Dixon natürlich auch die Mario Andretti Trophy für den besten Stadt-Straßenkursfahrer der Saison gesichert.

Auf der Statistikseite der IndyCar findet man die komplette Meisterschaftswertung sowie die getrennten Wertungen für Straßen- und Ovalkurse.

Das große Finale auf dem Auto Club Speedway in Fontana findet am 19. Oktober (bzw. für uns am Morgen des 20. Oktobers) statt.

116 total views, 112 views today

The post IndyCar: Analyse The Shell and Pennzoil Grand Prix of Houston appeared first on Racingblog.

flattr this!

October 04 2013

15:00

IndyCar: Vorschau The Shell and Pennzoil Grand Prix of Houston

Nach fünf Wochen Pause, in der sich hoffentlich die Gemüter ein wenig beruhigt haben, finden die beiden letzten Straßenrennen der IndyCar-Saison in Houston statt. Die Augen werden sich vor allem auf Helio Castroneves und seine Verfolger in der Meisterschaftswertung richten.

Helio Castroneves in Baltimore (C) IndyCar Media/Bret Kelley

Helio Castroneves in Baltimore
(C) IndyCar Media/Bret Kelley

Durch eine strittige Strafe in Sonoma und einen diskussionswürdigen Unfall mit Will Power in Baltimore büßte Scott Dixon viele Punkte auf Helio Castroneves ein. Aktuell liegt er 49 Punkte hinter dem Brasilianer, der seit seinem Sieg in Texas die Meisterschaftswertung anführt. Bei einem Rennen kann man – bei 24 Teilnehmern – maximal 47 Punkte aufholen und nach dem Double-Header in Houston steht nur noch das Finale in Fontana auf dem Programm. Insgesamt hat Castroneves also gute Chancen, seinen ersten Meistertitel zu gewinnen.

Das Double-Header-Format hingegen sollte Scott Dixon noch einmal Mut geben. Bei den vier Double-Header-Rennen in diesem Jahr konnte sich der Neuseeländer immer in den Top 5 platzieren, in Toronto gab es sogar zwei Siege. Das ergibt eine durchschnittliche Zielankunft auf Position 2,5. Helio Castroneves durchschnittliche Platzierung ist mit 5,25 aber nur geringfügig schlechter. Wir können uns also auf einen spannenden Zweikampf freuen.

Nur wenn Helio Castroneves sich ein komplett schwarzes Wochenende leisten sollte, könnten auch noch Simon Pagenaud und die beiden Andretti-Autosport-Piloten Marco Andretti und Ryan Hunter-Reay in den Meisterschaftskampf eingreifen. Vor allem Pagenaud wird als exzellenter Pilot auf Stadtkursen alles daran setzten, die Entscheidung noch enger werden zu lassen.

Neben eventuell der Meisterschaft wird auf jeden Fall die Mario Andretti Trophy für den besten Stadt/Straßenkurs-Fahrer der Saison vergeben. In dieser Wertung führt Dixon mit elf Punkten vor Castroneves. Es folgen mit geringem Abstand Pagenaud, Andretti und Dario Franchitti. Wie in den Jahren zuvor bei Will Power, könnte sich der Verlierer der Meisterschaft also wieder mit der Mario Andretti Trophy trösten müssen.

Strecke

Der Grand Prix in Houston findet zum ersten Mal im Rahmen der IndyCar Series statt. Man nutzt aber eine Streckenführung im Reliant Park, die schon die Champ Car World Series in den Jahren 2006 und 2007 befuhr. Beide Rennen gewann damals übrigens Sebastien Bourdais für Newman/Haas Racing. Mit 1,7 Meilen (2,7 km) ist die Strecke sehr kurz und bei zehn Kurven trägt selbst die längste Gerade diesen Namen fast zu Unrecht. Die Start-Ziel-Gerade an der Reliant Arena mündet in einen leichten Linksknick. Eine Links-Rechts-Schikane führt zur ersten 90° Linkskurve. Kurve 4, eine Spitzkehre, endet in eine lange Rechtskurve um den Reliant Dome herum. Es folgen vier der üblichen 90° Stadtkurs-Kurven. Kurve 7 ist wenigsten etwas weiter. Ein Linksknick bringt die Fahrer schon wieder zurück auf die Start-Ziel-Gerade.

Überholen war mit den Champ Cars fast unmöglich und dank der Kürze der Strecke steckte der Führende schnell im Überrundungsverkehr fest. Zu allem Überfluss versucht die IndyCar es beim ersten Rennen wieder mit einem stehenden Start. Dallara wird sich also über viele Aufträge freuen können.

Favoriten

Die Fahrer, die um Meisterschaft und Mario Andretti Trophy kämpfen, werden auch in den Straßen von Houston vorne zu finden sein. Wobei Helio Castroneves auf Sicherheit fahren kann und seine Verfolger schon gewinnen müssen. Dies ist am ehesten Scott Dixon und Simon Pagenaud zuzutrauen, die drei der vier Double-Header-Stadtrennen gewinnen konnten.

In den letzten Jahren war Will Power der beste Fahrer auf Stadt- und Straßenkursen. In diesem Jahr lief es nicht rund und erst in den letzten Rennen konnte er seine Qualitäten wieder nachweisen. Auch in Houston sollte man ihn auf dem Zettel haben. Immerhin kennt er die Strecke und konnte 2007 auch die Qualifikation gewinnen.

Ganz vergessen darf man Andretti Autosport auch nicht, die bis Pocono eigentlich das beste Team waren. Diese Position mussten sie aber an Chip Ganassi Racing abgeben, sodass man auch Dario Franchitti und Charlie Kimball zum engeren Favoritenkreis zählen muss. Auf James Hinchcliffe sollte man aber genau achten, der in den Straßen von St. Peterburg und Sao Paulo gewinnen konnte und für nächstes Jahr noch kein Cockpit hat.

Auf der Suche nach einem Platz für 2014 ist Tony Kanaan wahrscheinlich nicht mehr. Es deutet vieles darauf hin, dass er für Chip Ganassi fahren wird. Abgesehen von seinem Sieg beim Indy 500 fährt er eine unterdurchschnittliche Saison. Gerade auf Stadtkursen stehen nur zwei Top-10-Ergebnisse zu Buche. Besser lief es für seine Teamkollegin Simona de Silvestro auch nicht, sodass es auch ein Problem vom ganzen Team sein kann. Immerhin zeigte die Formkurve der Schweizerin zuletzt mit den Plätzen 11, 9 und 5 deutlich nach oben.

Dies gilt auch Sebastien Bourdais, der in den letzten fünf Rennen dreimal das Podium erreichen konnte. Für Houston, immerhin hat er dort schon zweimal gewonnen, ist er sicherlich einer der aussichtsreichsten Außenseiter. Sein Teamkollege Sebastian Saavedra wird sich wie üblich fünf bis zehn Plätze hinter Bourdais platzieren.

Zu den Außenseitern darf man Justin Wilson eigentlich nicht mehr zählen. Er fährt zwar für das kleine Team von Dale Coyne, aber Platz 6 in der Meisterschaft, noch vor Dario Franchitti und James Hinchcliffe, ist sicher kein Zufall. Zu konstant ist Wilson in diesem Jahr. Nur zweimal konnte er sich nicht in den Top 15 platzieren. Sein Teamkollege an diesem Wochenende ist wieder Mike Conway. Der Engländer ist natürlich, nach seinem Sieg in Detroit und Top-7-Ergebnissen bei seinen weiteren Einsätzen für Dale Coyne, ein sicherer Kandidat für ein Top-10-Ergebnis.

Bei Panther Racing übernimmt wieder Oriol Servia das Steuer der Nummer 4. Für Dreyer & Reinbold Racing hat er in Long Beach und Sao Paulo zwei sehr gute Platzierungen in den Top 10 geholt. Bei seinem Unfall im ersten Rennen in Toronto hat er sich leider verletzt, sodass er zum zweiten nicht mehr antreten konnte. Da er auch noch auf der Suche nach einem freien Cockpit für 2014 ist, wird er alles für ein gutes Ergebnis geben.

Für Graham Rahal und James Jakes dürfte es wieder ein zähes Wochenende werden. Bei Rahal Lettermann Lanigan Racing fuhr man die meiste Zeit deutlich der Konkurrenz hinterher. Dragon Racing hat mit Bourdais aber zuletzt gezeigt, dass es plötzlich den Schritt nach vorne geben kann. Unter normalen Umständen sind Plätze in den Top 15 für Rahal und Jakes schon das maximal Erreichbare.

Einen, besser noch zwei bis drei Schritte nach vorne sollte auch Takuma Sato machen. Er ist eigentlich zu schnell für die ständigen Platzierungen außerhalb der Top 20. Um eine Platzierung innerhalb der Top 20 geht es auch für Ed Carpenter. So gut wie er auf Ovalen unterwegs ist, so schlecht macht er seinen Job auf Straßen- und Stadtkursen. Für sein eigenes Team wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn er sich das Cockpit mit einem anderen Fahrer wie zum Beispiel Mike Conway teilen würde.

Zeitplan

Freitag

11:30 am EST (17:30 MESZ) – 13:00 pm freie Training
4:05 pm EST (22:05 MESZ) – 5:15 pm Qualifikation Race 1

Samstag

11:45 am EST (17:45 MESZ) – 12:15 pm Qualifikation Race 2
1:30 pm EST (19:30 MESZ) – 2:30 pm Rennen Indy Lights

3:00 pm EST (21:00 MESZ) Übertragungsbeginn NBC Sports Network; Sport 1 US
3:40 pm EST (21:40 MESZ) IndyCar Series Race 1, 90 Runden

Sonntag

9:45 am EST (15:15 MESZ) – 9:15 am Warm Up

12:00 pm EST (18:00 MESZ) Übertragungsbeginn NBC Sports Network
12:00 pm EST (18:00 MESZ) – 1:00 pm Rennen Indy Lights as-live
1:30 pm EST (19:40 MESZ) IndyCar Series Race 2, 90 Runden

Rennen 2 am Sonntag wird aufgrund der NFL nicht live bei Sport 1 US gezeigt. Am Montag kann man sich aber ab 14:00 Uhr Rennen 1 und ab 16:30 Uhr auch Rennen 2 as-live bei Sport 1 US ansehen.

116 total views, 108 views today

The post IndyCar: Vorschau The Shell and Pennzoil Grand Prix of Houston appeared first on Racingblog.

flattr this!

August 27 2013

16:00

IndyCar: Analyse GoPro Grand Prix of Sonoma

In einem turbulenten Rennen konnte sich Will Power seinen ersten Sieg in dieser IndyCar Saison sichern. Sieben Gelbphasen zeugen von vielen Unfällen auf der Strecke, die größte Aufregung gab es aber in der Boxengasse.

Podium von Sonoma (C) IndyCar Media/Chris Jones

Podium von Sonoma
(C) IndyCar Media/Chris Jones

Ungefähr ab Runde 30 zeichnete sich ein Kampf zwischen Will Power und Scott Dixon um den Sieg ab. Eine besondere Brisanz bekam das Duell durch die Tatsache, dass Dixon der gefährlichste Verfolger von Powers Teamkollegen Helio Castroneves in der Meisterschaft ist. Castroneves hatte einige Probleme im Rennen und kam nur auf Platz 7 ins Ziel. In der virtuellen Meisterschaftswertung lag so Dixon zeitweise nur noch 6 Punkte hinter ihm.

In Runde 64 fuhren Dixon und Power, auf den Plätzen 1 und 2 liegend, zu ihrem letzten Stopp in die Boxengasse. Die beiden Boxen lagen dabei direkt hintereinander. Als Dixon losfuhr kollidierte er mit dem Mechaniker, der Powers rechtes Hinterrad zur Boxenmauer trug. Dieser stürzte auf einen weiteren Kollegen, aber alle blieben mehr oder weniger verletzungsfrei. Für diese „Pit Safety Infraction“ bekam Dixon in Runde 70 eine Drive-Trough-Penalty aufgebrummt und damit war der Sieg dahin. Am Ende rettete er sich auf Platz 15.

Bei Chip Ganassi Racing war man natürlich ziemlich sauer. Sowohl Dixon als auch sein Rennstratege gingen von einer Absicht des Penske Mechanikers aus. Auch die Kommentatoren bei NBC- Sports teilten diese Ansicht. Tim Cindric, Präsident von Penske Racing, hat gestern nochmals bestätigt, dass das Verhalten des Mechanikers, auch nach Vergleich der Boxenstopps in Mid-Ohio mit denen in Sonoma, absolut normal war. Von einem absichtlichen Behindern bzw. der Provokation der Strafe kann keine Rede sein.

Nachdem Rennen erklärte Rennleiter Beaux Barfield wie er die Situation gesehen hat. Dixon fuhr demnach durch den Boxenbereich von Power, in dem der Mechaniker seinem gewohnten Ablauf nachging. Durch die Boxenmarkierungen der NASCAR, die für die IndyCar keine Bedeutung haben, und den schwer sichtbaren Markierungen der IndyCar, konnte man dies am Fernsehschirm nicht erkennen. Sollte Dixon durch die Box von Power gefahren sein, ist die Strafe natürlich absolut korrekt.

Nachdem Dixon seine Strafe abgesessen hatte, musste sich Will Power beim letzten Restart des Rennens in Runde 80 noch gegen Justin Wilson durchsetzten. Dies gelang ihm und er konnte dann die letzten Runden ungefährdet zum Sieg fahren. In den 17 Saisonrennen gibt es jetzt somit 10 verschiedene Sieger. Das müssen andere Serien der IndyCar erst einmal nachmachen. Während der CART- Saison 2001 gab es 11 verschiedene Sieger in 20 Rennen. In diesem Jahr gibt es mit Marco Andretti und Justin Wilson noch zwei aussichtsreiche Siegkandidaten.

Justin Wilson war auf den langsameren schwarzen Prime-Reifen von Platz 7 aus gestartet. Die zweite Gelbphase ab Runde 7 löste EJ Viso aus, der ihn in Turn 7 umdrehte. Leittragender war auch James Hinchcliffe, der aufgehalten wurde. Diese Caution nutzten Wilson und Hinchcliffe, um auf die deutlich schnelleren roten Option-Reifen zu wechseln. Mit den neuen Reifen waren sie im Vorteil und Wilson konnte in Runde 24, als alle anderen Fahrer auch ihren ersten Boxenstopp absolviert hatten, die Führung übernehmen. Ab Runde 30 hatte er aber mit abbauenden Reifen zu kämpfen und musste in Runde 37 seinen zweiten Stopp absolvieren. Im Feld verlor er Zeit auf Dixon und Power. Ein zweiter Platz ist aber ein hervorragendes Ergebnis und auch die beste Platzierung für ihn und Dale Coyne Racing in diesem Jahr. In Runde 25 gab es eine leichte Berührung zwischen Saavedra und Hinchcliffe, der dabei fast sein Auto nur mit großer Mühe ohne Dreher auf der Strecke halten konnte. In Folge verlor er einige Plätze und musste in Runde 31 seinen zweiten Stopp absolvieren. Die folgenden langen Stints kosteten Zeit, so dass er nur auf Platz 8 ins Ziel kam.

Auf Platz 3 kam Dario Franchitti ins Ziel. Er war von Platz 1 ins Rennen gegangen, verlor die Führung aber beim ersten Boxenstopp. In Folge konnte er sich zwar immer in den Top 5 halten, zu einem Angriff nach vorne fehlte es aber ein wenig an Geschwindigkeit. Für den Schotten ist es das fünfte Top 5 Ergebnis in Folge. Hinter ihm kamen nach recht unauffälligen Rennen Marco Andretti und Simon Pagenaud ins Ziel. Beide bestätigten so wieder ihre große Konstanz was Top 10 Ergebnisse angeht.

Vor Helio Castroneves, der mit einem nicht perfekten Auto zu kämpfen hatte und nur auf Schadensbegrenzung aus war, konnte sich Ryan Hunter-Reay platzieren. Bei Andretti Autosport beging man einen Fehler, als man ihn während der dritten Gelbphase, auf Platz 3 liegend, nicht mit den anderen Spitzenfahrer zum ersten Stopp in die Box holte. Nach seinem Stopp in Runde 25 fiel er ins Mittelfeld zurück und konnte sich nicht wieder ganz nach vorne fahren. So konnte er nur drei Punkte auf Castroneves gut machen, was eindeutig zu wenig ist.

Charlie Kimball war von Platz 6 gestartet, drehte sich aber direkt beim Rennstart und würgte dabei den Motor ab (Caution 1). Er verlor eine Runde, konnte sich diese aber mit einem sehr gelungenen Manöver bei einem Restart in Runde 18 zurückholen, in dem er Ryan Hunter-Reay überholte. Leider war er beim letzten Unfall in Turn 7 unschuldig involviert, als Ryan Briscoe ihn von hinten abschoss (Caution 7). Ed Carpenter und Takuma Sato waren weitere Opfer dieser Kollision. Kimball musste den beschädigten Dallara abstellen und so blieb nur Platz 20.

Turn 7, die Spitzkehre am Ende der längsten geraden, war Schauplatz von insgesamt vier Unfällen und noch vielen kleinen Kollisionen. Neben EJ Viso und Ryan Briscoe räumte dort auch Sebastien Bourdais in Runde 16 Simona de Silvestro und Tony Kanaan in Runde 21 JR Hildebrand ab. Alle Schuldigen durften eine Drive-Through-Penalty aufgrund von „Avoidable Contact“ antreten. Entsprechend war nicht nur das Rennen der meisten Opfer, sondern auch der Täter gelaufen. Simona de Silvestro und Sebastian Bourdais konnten sich immerhin auf die Plätze 9 und 10 vorfahren. Beide zeigten dabei einige schöne Überholmanöver, vor allem in Turn 7.

Graham Rahal konnte sich in der Qualifikation Platz 8 sichern. Nach gutem Start hatte er sich sogar in die Top 6 gefahren. Beim Restart in Runde 18 kollidierte er aber mit Takuma Sato und beide mussten zur Reparatur an die Box. Ohne Rundenverlust, aber am Ende des Feldes nahm Rahal das Rennen wieder auf und konnte sich noch auf Platz 11 bis zum Ende verbessern. Ohne den Unfall wäre eine Top 10 Platzierung möglich gewesen. Bei Takuma Sato musste die rechte Vorderradaufhängung getauscht werden und mit 18 Runden Rückstand blieb wieder nur ein Platz außerhalb der Top 20. Dem Japaner klebt das Pech gerade richtig an den Hacken.

Auf Platz 12 kam Tristan Vautier ins Ziel. Damit ist er zwar weiterhin deutlich schlechter als sein Teamkollege Simon Pagenaud, aber er hat als Rookie auch keinen Unfall gebaut, wie einige seiner viel erfahreneren Mitstreiter. James Davison, Rookie bei Panther Racing, war deutlich auffälliger. Durch sehr gute Runden konnte er sich in der ersten Rennhälfte in die Top 10 vorfahren. Nach seinem zweiten Boxenstopp, bei dem er auf die härteren Option-Reifen wechselte, ging sein Auto nicht mehr so gut. In Runde 81 kollidierte er auch noch mit Sebastian Saavedra vor Turn 9 und mit dem beschädigten Auto konnte er sich nur auf Platz 18 ins Ziel retten. Saavedra hatte in Folge einen heftigen Unfall und musste das Rennen auf Platz 21 liegend beenden.

Lucas Luhr war bei seinem ersten IndyCar Wochenende immer der langsamste Fahrer. Auf dem Straßenkurs-Antispezialisten Ed Carpenter verlor er aber nur wenige Zehntel Sekunden. Luhr fehlte zum Einen einfach Zeit zur Gewöhnung, zum Anderen ist Sarah Fisher Racing sicherlich auch kein Topteam. Stammfahrer Josef Newgarden schied mit mechanischem Defekt in Runde 63 (Caution 6) aus, nachdem er durch einen reparaturstopp zu Beginn des Rennens schon 6 Runden verloren hatte. Mit einem Schaden am Antrieb schied schon James Jakes in Runde 28 (Caution 5) aus. Luhr zeigte ein eigentlich blitzsauberes Rennen und hielt sich aus allen Scharmützeln raus. In Runde 81 musste aber auch seinen Dallara mit technischem Defekt abstellen.

Das ganze Ergebnis findet man hier auf der Seite der IndyCar Series.

In der Meisterschaft führt weiterhin Helio Castroneves (479 Punkte) vor Scott Dixon (440). Die Strafe hat ihm mächtig Punkte gekostet und wird wahrscheinlich noch für viel Gesprächsstoff sorgen. Auf Platz 3 folgt Titelverteidiger Ryan Hunter-Reay (417), der nur magere drei Punkte gut machen konnte. Marco Andretti (409) verteidigt weiterhin Platz 4 vor Simon Pagenaud (380) Dahinter folgen ganz knapp Dario Franchitti (379) und Justin Wilson (361).Mit seinem ersten Saisonsieg konnte sich Will Power (356) auf Platz 8 vor James Hinchcliffe (350) und Charlie Kimball (335) verbessern.

Auf der Statistikseite der IndyCar findet man die komplette Meisterschaftswertung, sowie die getrennten Wertungen für Straßen- und Ovalkurse.

Weiter im Kalender der IndyCar Series geht es schon am nächsten Wochenende mit dem Grand Prix of Baltimore.

92 total views, 92 views today

The post IndyCar: Analyse GoPro Grand Prix of Sonoma appeared first on Racingblog.

flattr this!

August 23 2013

16:00

IndyCar: News, Vorschau GoPro Grand Prix of Sonoma

Die IndyCar Series absolviert ihren zweiten Auftritt in Kalifornien auf der bekannten Strecke in den Sonoma Mountains. Mit Lucas Luhr tritt auch mal wieder ein deutscher Fahrer an und mit Hilfe von Sport 1 US erhöht sich so hoffentlich auch die Popularität der Serie in Deutschland.

sonoma_12

Ryan Briscoe
(c) Firestone Racing/Dennis Ashlock

Während sich die laufende Saison langsam ihrem Ende nähert, wird im Hintergrund am Kalender der nächsten gearbeitet. Man würde gerne ein bis zwei Rennen zusätzlich absolvieren. Die heißesten Kandidaten dafür sind ein zweites Rennen zum Auftakt in St. Petersburg und ein weiteres auf dem F1- bzw. MotoGP-Kurs im Indianapolis Motor Speedway. Lange hat man sich gegen das Rennen im Infield gewehrt, weil man Angst hatte, das Indy 500 zu verwässern. Ein Rennen am Eröffnungswochenende für die Trainings zum Indy 500 hätte aber, wie beim Double Header in St. Petersburg, den Vorteil, dass nur relativ geringe Kosten für die Teams zusätzlich entstehen würden.

Das Rennen in Milwaukee steht wie schon seit Jahren auf der Kippe. Vieles hängt davon ab, ob Michael Andretti als Veranstalter des Rennens einen Titelsponsor finden kann. Das Rennen in Pocono hingegen war ein Erfolg und wird im nächsten Jahr auf 500 Meilen verlängert. Es wird also wieder eine echte 500 Miles Triple Crown ausgefahren. Außerdem denkt man in Indianapolis laut über Rennen auf dem Circuit of The Americas in Texas, auf dem Oval in Phoenix und den alten Strecken von Elkhart Lake, Laguna Seca und Watkins Glen nach. Die Saison 2014 soll auf jeden Fall vor dem 1. September enden, um der NFL aus dem Weg zu gehen.

Auf dem Fahrermarkt herrscht auch einige Bewegung. James Hinchcliffe und Toni Kanaan haben noch keinen neuen Vertrag bei Andretti Autosport bzw. KV Technology und dürfen sich auf dem Markt umhören. Das beste freie Cockpit dürfte, neben dem aktuellen von Hinchcliffe, ein möglicher vierter Wagen bei Chip Ganassi Racing sein. Mit Muscle Milk von Greg Picket gibt es im nächsten Jahr vielleicht sogar ein komplett neues Team. Zurzeit bestreiten sie mit einem LMP1 die ALMS, was durch deren Fusion mit der Grand-Am im nächsten Jahr nicht mehr möglich sein wird. Der Einsatz von Lucas Luhr, Stammpilot von Muscle Milk, bei Sarah Fisher Hartmann Racing in Zusammenarbeit mit Rotondo Weirich Motorsport und halt Muscle Milk ist ein Versuchsballon in diese Richtung. Daneben könnte Juan Pablo Montoya in die IndyCar Series zurückkehren – zu Andretti Autosport. Das einzige was noch fehlt, ist wohl ein passendes Sponsorenpaket.

Bevor die neue Saison beginnt, muss aber erst einmal die laufende Saison zu Ende gefahren werden und zwar in Kalifornien an diesem Wochenende.

Strecke

Die Strecke in den Bergen von Sonoma kennt man von unzähligen Rennen der Grand-Am, der ALMS, dem NASCAR Sprint Cup, der WTCC und der IndyCar Series. Jede Serie fährt aber ihr eigenes Streckenlayout und variiert dieses auch noch regelmäßig. Die IndyCar nutzt dabei wie im Vorjahr eine 2,39 Meilen (3,85 km) lange Variante. Nach der kurzen Start-Ziel-Gerade folgt eine lange und schnelle Linkskurve. Eine weite Rechtskurve führt in einen etwas winkligeren Teil. Nach Turn 3, einer fast 90° Linkskurve, folgen drei immer schneller werdende Rechtskurven, die ins Karussell münden. Diese langgezogene Linkskurve führt auf die längste Gerade, die im Vergleich zu anderen Strecken aber immer noch recht kurz ist. An deren Ende befindet sich mit einer engen Haarnadel die beste Überholmöglichkeit. Ein leichtes Geschlängel führt zu einer kurzen Gerade, die in eine Rechts-Links- Schikane mündet. Man hat hier versucht, wie auch mit der Haarnadeln von Turn 7 und 11, bessere Überholstellen zu schaffen – so ganz ist es nicht gelungen. Nach der Schikane folgt eine 90° Rechtskurve und nach einer weiteren kurzen Geraden die letzte Haarnadel. Man nutzt hier eine engere Variante als die NASCAR. Turn 12, eine schneller Linksknick, bringt die Fahrer wieder auf Start-Ziel.

Favoriten

Nur drei Teams konnten mindestens eines der bisherigen acht Rennen in Sonoma gewinnen. Diese drei Teams in Form von Penske Racing, Andretti Autosport und Chip Ganassi Racing sind auch in diesem Jahr wieder die zu favorisierenden Teams. Ryan Hunter-Reay braucht dringend Siege, um in der Meisterschaft noch mitsprechen zu können. Scott Dixon sollte zumindest Castroneves schlagen und der wird versuchen sein Punktepolster mit einem weiteren Top-5-Ergebnis zu halten. Dixon 2007 und Castroneves 2008 haben jeweils schon einmal den Grand Prix of Sonoma gewinnen können, Hunter-Reay noch nicht.

Neben den Titelanwärtern muss man natürlich auch deren Teamkollegen im Auge behalten. Will Power konnte 2010 und 2011 gewinnen und im Vorjahr reichte es hinter Ryan Briscoe zu Platz 2. Er wird alles daran setzen, sich endlich den ersten Saisonsieg zu sichern. Auch Dario Franchitti konnte schon in Sonoma gewinnen und nach Platz drei im Vorjahr wird er auch in diesem Jahr wieder das Podium anpeilen. Dazu kommen noch Charlie Kimball und James Hinchcliffe, die beide schon mindestens ein Rennen in diesem Jahr gewinnen konnten.

Zu den Rennsiegern in diesem Jahr auf Straßenkursen zählen auch Simon Pagenaud und Takuma Sato. Pagenaud hat mit Platz 2 in Mid-Ohio bewiesen, dass er immer noch ganz vorne mitfahren kann. Sato hingegen muss nach zuletzt fünf Platzierungen außerhalb der Top 20 mal wieder ein gutes Ergebnis abliefern. Seine guten Leistungen vom Saisonbeginn geraten sonst in Vergessenheit.

Vorjahressieger Ryan Briscoe hat seinen Bruch im Handgelenk auskuriert und pilotiert wieder den Panther Dallara mit der Nummer 4. Eine Wiederholung des Triumphes wird sehr schwer, da sein Material nicht ganz konkurrenzfähig ist. In die Nähe der Top 10 sollte es aber gehen. Unter nicht ganz konkurrenzfähigem Material leidet auch Justin Wilson. Trotzdem sind ihm regelmäßige Top-10-Ergebnisse in diesem Jahr gelungen. In dieser Region wird er sich auch an diesem Wochenende bewegen.

Um die Top 10 will sich auch wieder Sebastian Bourdais kämpfen. Nach einigen Schwierigkeiten lief es in den letzten Rennen mit den Plätzen 2, 3 und 12 deutlich besser. Sein Teamkollege bei Dragon Racing Sebastien Saavedra platzierte sich in der Regel fünf bis 10 Plätze hinter Bourdais. Tony Kanaan hatte zuletzt einiges Pech mit den Ausfällen in Toronto und Mid-Ohio, hat aber auch Platz 5 im ersten Rennen in Toronto zu Buche stehen. Zwischen Sekt und Selters ist da alles möglich. Simona de Silvestro hingegen hatte ihre Pechsträhne vom Juni auf den letzten Straßenkursen von Toronto und Mid-Ohio abgeschüttelt. Mit ein wenig Glück wird die schnelle Schweizerin wieder um die Top 10 mitfahren können.

Im Vorjahr konnte sich Graham Rahal Platz 5 sichern, damals aber noch für Chip Ganassi Racing. Im Team seines Vaters läuft es in diesem Jahr nicht immer ganz rund. Für ihn wie auch für James Jakes sind Platzierungen in den Top 15 leider nur Ausnahmen. Josef Newgarden bekommt mit Lucas Luhr einen Teamkollegen. Hier muss man sehen, inwieweit sich beide unterstützen können.

Nach Platz 15 in Mid-Ohio wird James Davison wieder die Nummer 18 von Dale Coyne Racing pilotieren. Für den Rookie geht es vor allem darum, sich für ein Cockpit im nächsten Jahr zu empfehlen. Nach seiner Entlassung bei Panther Racing in Folge des Indy 500 wird JR Hildebrand sein Comeback geben. Er kämpft gegen Luca Filippi, der in Mid-Ohio Platz 16 erreichen konnte, um den Platz bei Barracuda Racing im nächsten Jahr.

Zeitplan

Freitag

2:00 pm EST (20:00 MESZ) – 02:45 pm freie Training
5:00 pm EST (23:00 MESZ) – 5:45 pm freie Training

Samstag

2:00 pm EST (20:00 MESZ) –2:45 pm freie Training
5:30 pm EST (23:30 MESZ) – 6:40 pm Qualifikation

Sonntag

1:05 pm EST (19:05) – 01:30 pm Warm Up
4:00 pm EST (22:00 MESZ) Übertragungsbegin NBC Sports

4:40  pm EST (22:40 MESZ) GoPro Grand Prix of Sonoma; 85 Runden

Sport 1 US überträgt das Rennen nicht live, sondern zeigt Spiele der NFL Preseason. Am Montag gibt es das Rennen dann aber von 14:30 bis 17:00 Uhr zu sehen.

76 total views, 68 views today

The post IndyCar: News, Vorschau GoPro Grand Prix of Sonoma appeared first on Racingblog.

flattr this!

August 10 2013

19:40

Super Formula: Premierensieg für Nakajima in Motegi

Der Titelverteidiger ist zurück: Am vergangenen Sonntag meldete sich Kazuki Nakajima mit seinem allerersten Sieg auf dem Twin Ring Motegi eindrucksvoll in Meisterschaftskampf zurück. In einem für Motegi typisch statischen, zu Beginn aber sehr wilden Rennen, verdrängte Nakajima seinen Teamkollegen André Lotterer sowie den Franzosen Loic Duval auf die weiteren Podiumsplätze.

Super Formula Motegi 2013 StartDen Grundstein für seinen Erfolg legte Kazuki Nakajma bereits in der Qualifikation am Samstag. Diese wurde, anders als bei den bisherigen Rennen in diesem Jahr, nicht im normalerweise üblichen, dreiteiligen KO-Format ausgetragen. Stattdessen gab es eine einzige, 20-minütige Session mit allen Fahrern. Die acht schnellsten Fahrer qualifizierten sich dabei für das anschließende Einzelzeitfahren. In diesem „Special Stage“ genannten zweiten Teil brannte Kazuki Nakajima mit 1:32.839 eine Fabelzeit in den Asphalt. Da das Überholen aufgrund der Streckencharakteristik des Twin Ring Motegi nur schwer möglich ist, war die erste Pole-Position des Jahres für den Titelverteidiger Gold wert. Loic Duval positionierte seinen gelben Boliden auf dem zweiten Rang. Joao Paulo de Oliveira fuhr die drittschnellste Zeit und ließ damit Yuji Kunimoto sowie André Lotterer auf den Plätzen Vier und Fünf hinter sich.

Für Kunimoto war es nach Fuji (Startplatz Zwei) erneut ein hervorragendes Qualifying. Ähnlich dem Lauf auf dem Fuji Speedway konnte der Cerumo-Pilot im Rennen allerdings nicht ganz den Speed seiner direkten Konkurrenten mitgehen. Am Ende reichte es dennoch für einen für ihn sowie das Team guten sechsten Platz. Aufgrund der wenigen Überholmöglichen war bereits im Vorfeld war klar, dass Kazuki Nakajima das Startduell gegen Duval gewinnen müsse, um seine Chancen auf den Rennsieg zu wahren. Bereits im ersten Freien Training kristallisierte sich nämlich heraus, dass erneut die Top-Favoriten (Lotterer, Duval sowie JP de Oliveira) den Ton angeben würden. In der morgendlichen Trainingseinheit am Sonntag hatten die Fahrer jedoch mit veränderten Streckenbedingungen zu kämpfen. Nakajima verriet im Sieger-Interview nach dem Rennen beispielsweise, dass er mit der Balance seines Wagens überhaupt nicht zufrieden war und einige wichtige Änderungen vorgenommen wurden. Ähnliche Aussagen trafen auch André Lotterer sowie Loic Duval. Joao Paulo de Oliveira hatte hingegen mit anderen Problemen zu kämpfen: Aufgrund eines technischen Defekts musste der Brasilianer relativ früh seinen Impul-Boliden abstellen, womit ihm wertvolle Trainingszeit verloren ging.

Super Formula Motegi 2013Eine wilde Startphase des 52-Runden-Rennens war vorprogrammiert, als pünktlich beim Kommando zum Anlassen der Motoren — angesagt durch den ehemaligen, schwedischen Formel-1-Fahrer Stefan Johansson — sich der Himmel über dem „Zwillingsring“ öffnete und es leicht zu regnen anfing. Da zu diesem Zeitpunkt keine Reifenwechsel auf dem Grid erlaubt waren, konnte kein Team das Risiko eingehen, um eventuell mit Intermediate-Reifen zu starten. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt auch klar, dass wenn die Regenintensität nicht zunehmen würde, die Strecke bei 32 Grad Asphalttemperatur nur minimal nass und relativ schnell wieder abtrocknen würde. Für die Fahrer bedeutete dies eine wilde wie auch rutschige Anfangsphase auf Slicks – eine Aufgabe die sie bereits im letzten Jahr am Fuji Speedway sowie vor wenigen Monaten in Autopolis bewältigt hatten. Bei solchen Bedingungen glänzen insbesondere André Lotterer sowie Loic Duval heraus. Duval war es beispielsweise, der trotz des Regens beim zweiten Saisonrennen in Autopolis auf Slicks startete und nach wenigen Runden das Feld anführte, weil seine Konkurrenten wieder von den Intermediates auf die Trockenreifen umrüsten mussten.Super Formula Motegi 2013 Andre Lotterer 2

Einen besonders guten Start legte André Lotterer hin. Der Champion von 2011 krallte sich bereits in der ersten Kurve Yuji Kunimoto und legte sich anschließend Joao Paulo de Oliveira sowie Loic Duval zurecht. Letzteren überholte der Duisburger gleich in der dritten Kurve, als Duval aufgrund des Regens leicht ins Rutschen geriet. Die Chance nutzt auch Joao Paulo de Oliveira. Sein Triumph über den Franzosen hielt allerdings nur kurz an, als dieser nach der ersten Unterführung konterte. Dahinter entbrannte ein Zweikampf zwischen dem Meisterschaftsdritten Naoki Yamamoto sowie Takuya Izawa. Yamamoto konnte zwar vor Izawa bleiben, kam allerdngs bei der Anfahrt auf die drittletzte Kurve leicht ins Rutschen, weshalb der Vize-Champion des vergangenen Jahres innen durchschlüpfte. Yamamoto gab allerdings nicht auf und blies direkt bei der Anfahrt auf die vorletzte Kurve zum Angriff, wo es zur Berührung zwischen den Beiden kam. Das Ende vom Lied: Izawa rutschte mit einem verbogenen Heckflügel ins Kiesbett während Naoki Yamamoto trotz Beschädigung weiterfahren konnte. Am Ende reichte es für den Mugen-Fahrer lediglich für den achten und damit letzten Punkterang. Für Takuya Izawa war es nach Autopolis hingegen der zweite, unverschuldete Ausfall in diesem Jahr. Die Kollision zwischen den Beiden kann als Rennunfall abgestempelt werden. Izawa ließ innen eine kleine Lücke offen, in die Yamamoto trotz dass er dahinter war leicht hineinstich. Hinzu kam die nasse Fahrbahn. Für Izawa ist es jedoch besonders ärgerlich. Denn mit dem zweiten „Nuller“ in diesem Jahr rücken seine Meisterschaftsambitionen weiter in die Ferne. Für Yamamoto war es nach dem vierten Platz in Suzuka sowie zwei dritten Plätzen in Autopolis und Fuji das schlechteste Resultat in dieser Saison.

Während vorne André Lotterer den Führenden Kazuki Nakajima jagte, ereignete sich in der vierten Runde im hinteren Feld eine erneute Karambolage. Beim Anbremsen auf die erste Unterführung verlor Koki Saga die Kontrolle über seinen Boliden, wodurch er mit Hironobu Yasuda kollidierte. Ähnlich dem Yamamoto/Izawa-Vorfall konnte Saga trotz Beschädigung weiterfahren, während für Yasuda das Rennen im Kiesbett endete. Auch bei diesem Zwischenfall kann von einem Rennunfall gesprochen werden. Besonders ärgerlich: Saga hatte zu diesem Zeitpunkt ganze sieben Positionen gut gemacht, was für ihn und sein Hinterbänkler-Team zu einem der besten Ergebnisse hätte münden können. Einen weiteren Zwischenfall gab es zwischen dem zweiten Mugen-Piloten Takashi Kobayashi und Kohei Hirate, bei dem sich Hirate im Getümmel der Startphase den Frontflügel leicht beschädigte und anschließend im zwölften Umlauf letztlich austauschen ließ.

Super Formula Motegi 2013 Ryo HirakawaAn der Spitze jagte Lotterer hingegen weiterhin seinen Teamkollegen Kazuki Nakajima. Der Deutsche schien mit den feuchten Streckenbedingungen deutlich besser zurechtzukommen, während Nakajima sichtliche Mühen hatte, den Abstand nicht unter eine Sekunde fallen zu lassen. Loic Duval befand sich direkt hinter den beiden Tom’s-Fahrzeugen, während Joao Paulo de Oliveira relativ früh bereits nicht den Speed der Top-3 gehen und diese dementsprechend ziehen lassen musste. So schnell der wenige Regen auch kam, so schnell verschwand er auch wieder. Ab der zehnten Runde war die Strecke zudem komplett abgetrocknet, wodurch sich Nakajima erstmals etwas von Lotterer absetzte. Eine ausgezeichnete Anfangsphase legte Rookie Ryo Hirakawa hin. Der letztjährige japanische Formel-3-Meister war nach seinem 13. Startplatz in der Qualifikation sichtlich enttäuscht, katapultierte sich in den ersten Runden aber bereits auf die siebte Position. Auf dieser sollte er das Rennen dann auch letztlich beenden. Damit bestätigte Hirakawa sein bisher bestes Saisonergebnis (ebenfalls Rang Sieben in Autopolis). Gleichzeitig bedeutet dies, dass er, abgesehen von Fuji, bei bisher jedem Rennen in dieser Saison punkten konnte. Das große Talent des 19-jährigen Japaners scheint auch im Ausland bereits Anklang gefunden zu haben. IndyCar-Teambesitzer Dale Coyne bestätigte vor kurzem, dass es Pläne gäbe, Hirakawa einen IndyCar-Test am 21. August in Sonoma zu ermöglichen. Tatsächlich könnte Hirakawa sogar schon eine Woche später, am 25. August, sein USA-Renndebüt auf der kalifornischen Rennstrecke geben. Eigentlich war an jenem Wochenende das Super-Formula-Rennen in Inje, Südkorea geplant. Da dieses aber bekanntlich abgesagt wurde (

August 06 2013

16:00

IndyCar: Analyse Honda Indy 200 at Mid-Ohio

Die IndyCar Series hat sich mit einem richtig interessanten Rennen – ohne eine einzige Gelbphase – beim deutschen Fernsehzuschauer zurückgemeldet. Es gewann Charlie Kimball, der mit seinem ersten Sieg überhaupt die Dominanz von Chip Ganassi Racing fortsetzte.

(c) IndyCar Media/Chris Jones

(c) IndyCar Media/Chris Jones

Nach den drei Siegen von Scott Dixon mag ein weiterer Sieg für Chip Ganassi Racing nicht sonderlich überraschend wirken, aber mit Charlie Kimball hatte vor dem Rennen keiner gerechnet. Der Brite war zwar schon häufiger gut unterwegs, aber so das letzte Quäntchen zum Sieg schien ihm immer zu fehlen. In Mid-Ohio lieferte er aber ein blitzsauberes Rennen ab. Im entscheidenden Moment zeigte er die nötige Aggressivität und überholte in Runde 73 Simon Pagenaud für die Führung. Sowohl Kimball als auch Pagenaud müssen sich aber auch bei ihren Teams bedanken, da diese die richtige Strategie für das Rennen gewählt hatten.

Charlie Kimball war von Platz 5 gestartet und konnte sich früh an Marco Andretti vorbei auf Platz 4 schieben. Den hielt er bis zu seinem ersten Stopp in Runde 19. Bei Chip Ganassi setzte man also auf eine 3-Stopp-Strategie, vielleicht auch als Test für Scott Dixon und Dario Franchitti. Als dann in Runde 30 die meisten anderen Fahrer ihren ersten Stopp absolvierten, ging Kimball in Führung und konnte dort in der sauberen Luft sehr schnelle Runden fahren. Simon Pagenaud startete von Platz 9 und besuchte in Runde 25 zum ersten Mal die Box. In Runde 30 fuhren die Führenden an die Box und kamen genau vor und hinter Pagenaud wieder auf die Strecke. Mit seinen aufgewärmten Reifen konnte sich Pagenaud aber in einem engen Manöver direkt an Ryan Hunter-Reay vorbei schieben und lag damit auf Position 2 hinter Kimball.

Auf Platz 3 musste dann Ryan Hunter-Reay auf seiner 2-Stopp-Strategie sowohl mit den Reifen als auch mit dem Benzin haushalten. Kimball und Pagenaud nutzten die freie Fahrt und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus, sodass sie auch nach ihren nächsten Stopps in den Runden 41 (Kimball) und 47 (Pagenaud) die Führung behalten konnten. Charlie Kimball absolvierte in Runde 65 seinen letzten Boxenstopp, blieb danach aber hinter dem zur Überrundung anstehenden EJ Viso hängen und verlor so viel Zeit. Als Pagenaud dann in Runde 73 nach seinem letzten Stopp aus der Box kam, konnte er sich zwischen Viso und Kimball schieben. Kimball nutzte aber den Vorteil der wärmeren Reifen und überholte Pagenaud für die Führung. Die letzten 17 Runden fuhr er dann ungefährdet zum Sieg.

Für seine Teamkollegen Scott Dixon und Dario Franchitti wählte man bei Chip Ganassi hingegen die falsche Strategie. Beide begannen auf einer 2-Stopp-Strategie und einem ersten Stopp in Runde 29 bzw. 30. Als man dann bemerkte, dass man hinter Ryan Hunter-Reay und Will Power viel Zeit auf Kimball und Pagenaud verlor, holte man Franchitti in Runde 44 und Dixon in Runde 48 wieder an die Box. Mit dem letzten Stopp in Runde 69 konnte man Franchitti immerhin noch auf Platz 3 nach vorne bringen. Dixon hingen steckte auch nach seinem Stopp in Runde 66 im Verkehr fest und kam nur auf Platz 7 ins Ziel. Das ist ein recht enttäuschendes Ergebnis, auch weil sich Helio Castroneves von Startplatz 14 kommend noch vor ihm platzieren konnte.

Helio Castroneves konnte in den ersten Runden schon vier Plätze gut machen und als es nicht weiter nach vorne ging, absolvierte er in Runde 16 seinen ersten Boxenstopp. Diese aggressive 3-Stopp-Strategie zahlte sich auch für ihn aus. In den letzten Runden wurde es hinter ihm im Kampf um Platz 6 zwar richtig eng, aber er konnte sich gegen Justin Wilson, Scott Dixon und Marco Andretti behaupten. Mit diesem Platz konnte er natürlich auch die Führung in der Meisterschaft behalten. Will Power war von Startplatz 2 ins Rennen gegangen, aber mit der langsameren 2-Stopp-Strategie musste er Kimball, Pagenaud und Franchitti ziehen lassen. Am Ende blieb nur Platz 4.

Bei Andretti Autosport hatte man Probleme sowohl mit der Strategie als auch mit dem Speed der Wagen. Ryan Hunter-Reay ging von der Pole ins Rennen und man setzte auf die 2-Stopp-Strategie. Beim letzten Stopp gab es auch noch Probleme beim Ansetzten des Tankstutzens, weil Hunter-Reay ein wenig zu weit von der Boxenmauer stehen geblieben war, und so verlor er auch noch einen Platz an Will Power. So konnte er sich nur 2,5 Sekunden vor Helio Castroneves auf Platz 5 ins Ziel retten. Marco Andretti war als einziger in der Spitzengruppe auf den langsameren schwarzen Reifen gestartet und verlor in den ersten 14 Runden fünf Plätze an die Fahrer mit den schnelleren roten Reifen. Mit seinem ersten Stopp in Runde 16 war er auf derselben Strategie wie Castroneves und lieferte sich mit diesem auch ein spannendes Duell über die ganze Renndistanz. Am Ende verlor er aber noch zwei Plätze an Dixon und Justin Wilson und kam nur auf Platz 9 ins Ziel. EJ Viso und James Hinchcliffe hatten mit der Balance ihrer Wagen zu kämpfen. Auch über die 3-Stopp-Strategie konnten sie sich nur wenig nach vorne arbeiten und beendeten das Rennen auf den Plätzen 10 für Hinchcliffe und 17 für Viso.

Beide Fahrer für Dale Coyne lieferten ein eher unauffälliges Rennen ab. Justin Wilson blieb konstant in den Top 10 und überholte dann Marco Andretti in Runde 84 in einem spektakulären Manöver für Platz 8, den er auch bis zum Rennende hielt. James Davidson, der sein erstes IndyCar-Rennen überhaupt bestritt, konnte sich von Startplatz 16 um einen Platz bis zum Rennende verbessern. Er schlug damit immerhin EJ Viso, Graham Rahal und Takuma Sato. Er hat sich auf jeden Fall für weitere Einsätze empfohlen.

Das gilt auch für Luca Filippi, der zum ersten Mal für Barracuda Racing an den Start ging. Nach einem Unfall in der Qualifikation wurden ihm die beiden besten Zeiten gestrichen und er musste von Platz 24 starten. In den ersten drei Runden konnte er aber direkt Ed Carpenter, Graham Rahal und Josef Newgarden überholen. Insgesamt war er sehr gut unterwegs und kam auf Platz 16 ins Ziel. Der Ovalspezialist Ed Carpenter kam nie wirklich mit dem Kurs zurecht und platzierte sich am Ende auf Platz 20. Gleiches gilt auch für Josef Newgarden, der sogar noch drei Plätze schlechter war.

Simona de Silvestro ging von Startplatz 9 ins Rennen und blieb auch während des Rennens in dieser Region. Sie konnte am Ende nicht ganz mit der Gruppe hinter Castroneves mithalten und kam auf Platz 11 ins Ziel. Nach einigen sehr schlechten Ergebnissen im Juni war es immerhin die vierte Top-15-Platzierung in Folge. Tony Kanaan hatte größere Probleme mit der Abstimmung und konnte sich von Startplatz 19 nur langsam verbessern. Nach seinem letzten Stopp in Runde 65 löste sich ein Rad und er musste seinen KV Technology Dallara an der Strecke abstellen.

Die Fahrer von Dragon Racing und Rahal Lettermann Lanigan Racing bewegten sich leider auch wieder in den bekannten Regionen. Sebastien Bourdais und James Jakes hatten auf den Plätzen 12 und 13 wenigstens ein wenig Sichtkontakt zu den Top 10. Für ihre Teamkollegen lief es hingegen überhaupt nicht. Vor allem für Graham Rahal ist Platz 18, hinter den Rookies Davidson und Filippi, eine Enttäuschung. Platz 19 für Sebastian Saavedra ist auch nicht besser zu bewerten.

Zu den großen Enttäuschungen zählt auch Takuma Sato auf Platz 22. Ohne Unfall oder sichtbaren technischen Defekt ist das schon eine recht blamable Vorstellung des Japaners. Ab dem Rennen in Iowa stehen nun die Plätze 23, 22, 24, 20 und nun 22 zu Buche. Von dem starken Saisonstart mit dem Sieg in Long Beach und Platz 2 in Sao Paulo ist nicht mehr viel übrig.

Das komplette Ergebnis vom Rennen findet man hier auf der Seite der IndyCar Series.

In der Meisterschaft führt weiterhin Helio Castroneves (453 Punkte) vor Scott Dixon (422), der an diesem Wochenende keine Punkte gutmachen konnte. Auf Platz 3 folgt Titelverteidiger Ryan Hunter-Reay (388) mit schon 65 Punkten Rückstand. Bei noch fünf Rennen wird es für ihn schwer und er muss auf einen Ausfall von Castroneves hoffen. Der ist aber extrem gut und konstant unterwegs. Ähnlich konstant ist auch Marco Andretti (377) auf Platz 4 in dieser Saison. Es folgen Simon Pagenaud (350) und Dario Franchitti (342). Auf den Plätzen 7 und 8 liegen punktgleich James Hinchcliffe und Charlie Kimball mit 325 Punkten. Die Top 10 komplettieren Justin Wilson (320) und Tony Kanaan (313).

Auf der Statistikseite der IndyCar findet man die komplette Meisterschaftswertung, sowie die getrennten Wertungen für Straßen- und Ovalkurse.

Der Kalender der IndyCar Series bleibt unregelmäßig und so geht es erst am 25. August in Sonoma weiter.

64 total views, 64 views today

The post IndyCar: Analyse Honda Indy 200 at Mid-Ohio appeared first on Racingblog.

flattr this!

August 02 2013

11:00

IndyCar: News, Vorschau Honda Indy 200 at Mid-Ohio

Mit dem Rennen in Mid-Ohio beginnt nicht nur das letzte Saisondrittel der IndyCar Series, sondern auch wieder die Übertragung der Rennen im deutschsprachigen Fernsehen. Diese kleine Sensation ist aber nicht die einzige Entscheidung, die in der kurzen Pause getroffen wurde.

(c) Firestone Racing/Dennis Ashlock

(c) Firestone Racing/Dennis Ashlock

Der neue Sender Sport1US hat sich die Rechte an den Rennen der IndyCar Series bis 2015 gesichert. Ob alle Rennen auch live gezeigt werden, steht noch nicht fest. Wahrscheinlicher ist, dass andere Sportarten wie die NFL am Sonntag Vorrang haben. Zumindest das Rennen in Mid-Ohio wird aber live ab 21:00 Uhr übertragen. Auf deutschen Kommentar müssen wir verzichten, was allerdings nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.

Die bedeutsamste Entscheidung in zumindest technischer Hinsicht ist aber, dass ab nächster Saison nur Motoren mit zwei Turboladern verwendet werden. Honda setzte mit den neuen Motoren im letzten Jahr auf ein Konzept mit einem Turbolader, Chevrolet hingen auf zwei. Die Unterschiede in den Konzepten führten immer wieder zu Diskussionen, die mit der Festlegung auf zwei Turboladern nun hoffentlich beendet wurden.

James Davison wird sein Debut in der IndyCar Series an diesem Wochenende geben. Der 25 jährige Australier wird Teamkollege von Justin Wilson bei Dale Coyne und wird den Dallara mit der Nummer 18 fahren.

Für uns Fans hier ist aber wohl das Debut von Lucas Luhr in Sonoma noch interessanter. Der ehemalige FIA GT1 Weltmeister wird neben Josef Newgarden einen zweiten Dallara für Sarah Fisher Hartman Racing pilotieren.

Luca Filippi wird für Barracuda Racing in Mid-Ohio testen. Der unter anderem aus der GP2 bekannte Italiener wollte schon im Vorjahr in die IndyCar Series einsteigen, nur zerschlug sich kurzfristig der Deal mit Rahal Letterman Lanigan Racing. Vielleicht ist dieser Test eine Chance für ihn, das Cockpit von Alex Tagliani zu übernehmen. Dessen Ergebnisse waren in diesem Jahr nicht wirklich gut.

Im Fahrerlager geht auch das Gerücht um, dass Tony Kanaan im nächsten Jahr für Chip Ganassi Racing antreten könnte. Für diese Saison hat Chip Ganassi sein Team um ein Auto verkleinert, sodass es genug Kapazitäten für ein viertes Auto gibt. Außerdem würden die guten Freunde Kanaan und Franchitti dann im selben Team fahren.

Bevor die neue Saison beginnt, muss aber erst einmal die laufende Saison zu Ende gefahren werden. Der Endspurt um die Meisterschaft beginnt mit dem Rennen in Mid-Ohio.

Strecke

Der Mid-Ohio Sports Car Course in der Nähe von Lexingston ist im Prinzip eine schöne Strecke, produziert aber in der Regel nur mäßige Rennen. Die Strecke ist 2,258 Meilen (3,634 km) lang und umfasst 13 Kurven. Nach Start-Ziel führt eine schnelle Linkskurve auf eine längere Gerade. Durch die schnelle Kurve führt nur eine Linie, weshalb der Start auf der Gegengeraden erfolgt. Auf diese gelangen die Fahrer durch Kurve 2, eine 180° Rechtskurve. Diese wurde mehrfach umgebaut, bietet aber immer noch keine gute Überholmöglichkeit. Kurz vor der genutzten Startlinie wird die Gegengerade durch einen schnellen Rechtsknick, der aber mit Vollgas durchfahren werden kann, unterbrochen. Die Rechtskurve am Ende der Gegengeraden ist beste Überholstelle der Strecke. Es ist auch der Beginn einer Passage aus immer schneller werden Rechts-Linkskurven, an deren Ende Kurve 9 in das „Thunder Valley“ führt. Die schnelle Kombination endet im Karussell, einer 180° Rechtskurve. Die anschließende Linkskurve führt das Feld wieder auf die Start-Ziel-Gerade.

Favoriten

Der heißeste Fahrer im IndyCar-Feld ist sicherlich Scott Dixon nach seinen drei Siegen zuletzt. Aber nicht nur er zeigte sich deutlich verbessert, sondern das ganze Chip Ganassi Racing Team, auch Dario Franchitti und Charlie Kimball waren besser unterwegs. Von den letzten sechs Rennen in Mid-Ohio gewann außerdem Scott Dixon vier und Dario Franchitti ein weiteres. Ich würde nicht gegen einen weiteren Sieg von Dixon wetten.

Vor dem Wochenende in Toronto war Andretti Autosport noch das absolute Topteam. Auch wenn Chip Ganassi Racing aufgeholt hat, darf man Ryan Hunter-Reay, James Hinchcliffe und Marco Andretti nicht vergessen. Hunter-Reay und Hinchcliffe haben zusammen in diesem Jahr schon fünf Rennen gewonnen und Andretti ist einfach reif für einen Sieg. Außerdem brauchen Hunter-Reay und Andretti Topergebnisse, um im Meisterschaftskampf zu bleiben. Bei dem Test am Mittwoch war Hunter-Rey Schnellster vor Simon Pagenaud und Will Power.

In der Meisterschaft führt aber Helio Castroneves mit konstant sehr guten Ergebnissen. Er ist zwar nicht unbedingt ein Siegkandidat, die Top 5 sind aber immer möglich. Sein Teamkollege Will Power hatte einiges Pech, teilweise aber auch selbstverschuldet, in dieser Saison. Wenn aber mal alles zusammen passen sollte, ist er auf jedem Straßenkurs für ein absolutes Topergebnis gut.

Zu den aussichtsreichsten Außenseitern auf Straßenkursen gehören in diesem Jahr auch immer Takuma Sato und Justin Wilson. Für den Japaner lief es in den letzten Rennen mit vier Platzierungen außerhalb der Top 20 nicht mehr so gut. Trotzdem sollte man ihn im Auge behalten. Justin Wilson wird, wenn sein Auto ihn nicht im Stich lässt, wieder mindestens um die Top 10 fahren.

Bei Dragon Racing hofft man, an die Erfolge von Sebastien Bourdais in Toronto anknüpfen zu können. Nach vielen richtig schlechten Rennen waren die beiden Podiumsplatzierungen eine Befreiung für das Team von Jay Penske. Ein erneutes Podium wird sehr schwer, aber die Top 10 sollte man mit Bourdais zumindest anpeilen können. Beim Test am Mittwoch konnte sich der Franzose zwischen die beiden Penske-Fahrer auf Platz 4 schieben.

KV Technologie gehört auch zu den Teams, denen es an Konstanz fehlt. Sowohl Tony Kanaan als auch Simona de Silvestro können in die Top 10 fahren. Es sind aber leider auch immer Ausreißer nach ganz hinten möglich. Das Gleiche gilt im Prinzip auch für das Team von Bobby Rahal. Hier sind zwar die Top-10-Ergebnisse seltener, mit den zweiten Plätzen von Graham Rahal in Long Beach und James Jakes in Detroit hat man aber gezeigt, dass man auch nach ganz vorne fahren kann.

Ein recht sicherer Anwärter auf die Top 10 ist Simon Pagenaud für Sam Schmidt. Wenn es nicht dafür reicht, fährt er auf die Plätze 12 und 13. Diese Konstanz, inklusive dem Sieg in Detroit, bringt im immerhin Platz 5 in der aktuellen Meisterschaftswertung. Sein Teamkollege Tristan Vautier ist insgesamt etwas schlechter, aber konstante Ergebnisse in den Top 20 sind für den Rookie in Ordnung. Oriol Servia übernimmt für den verletzten Ryan Briscoe den Panther Dallara mit der Nummer 4. Die Aussichten für den erfahrenen Piloten sind nur schwer einzuschätzen.

Auch wenn sich Ed Carpenter auf Straßenkursen verbessert hat, so ist doch mit keinem Top-15-Ergebnis für den Ovalspezialisten zu rechnen. Alex Tagliani muss Topergebnisse abliefern, ansonsten wird sein Vertrag bei Barracuda Racing nicht verlängert. Der Test von Luca Filippi ist ein klares Zeichen. Für den Rest der Saison ist sein Cockpit aber, gemäß Aussage von Teamteilhaber Brian Hertha, sicher. Dass Tagliani aber nach Toronto wieder in die Top 10 fahren kann, bezweifle ich stark.
Edit: Alex Tagliani hat vorerst sein Cockpit bei Barracuda Racing verloren und Luca Filippi ersetzt ihn im Dallara mit der Nummer 98.

Zeitplan

Freitag

11:00 am EST (17:00 MESZ) – 11:45 am freies Training
3:30 pm EST (21:30 MESZ) – 4:15 pm freies Training

Samstag

10:30 am EST (16:30 MESZ) – 11:15 am freies Training
2:00 pm EST (20:00 MESZ) – 3:10 pm Qualifikation

Sonntag

11:00 am EST (17:00) – 11:30 Warm Up
12:00 pm EST (18:00 MESZ) Indy Lights Rennen; as-live ab 2:00 pm auf NBC Sports

3:00 pm EST (21:00 MESZ) Übertragungsbegin NBC Sports und Sport1US

3:40  pm EST (21:40 MESZ) Honda Indy 200 at Mid-Ohio

1,064 total views, 268 views today

The post IndyCar: News, Vorschau Honda Indy 200 at Mid-Ohio appeared first on Racingblog.

flattr this!

July 16 2013

12:00

IndyCar: Analyse Honda Indy Toronto

Am Wochenende setzte sich die Dominanz der letzten Woche von Chip Ganassi Racing fort. Scott Dixon gewann beide Rennen und damit auch den Bonus von 100.000 Dollar.

Doppelsieger Scott Dixon  (c) John Cote/IndyCarMedia

Doppelsieger Scott Dixon
(c) John Cote/IndyCar Media

Mit jetzt drei Siegen in Folge machte Scott Dixon natürlich auch einen großen Schritt in Richtung Tabellenführer Helio Castroneves. Im Vorjahr hatte Ryan Hunter-Reay mit drei Siegen im Sommer den Grundstein für den Gewinn der Meisterschaft gelegt. Helio Castroneves hat zwar nur einen Sieg errungen, ist aber sehr konstant unterwegs. Nur bei seinem Heimrennen in Sao Paulo konnte er sich nicht in den Top 10 platzieren. Diese Konstanz ließen bisher Ryan Hunter-Reay und Scott Dixon etwas vermissen. Bei ihnen stehen schon sieben (Hunter-Rey) und fünf (Dixon) Platzierungen außerhalb der Top 10 zu Buche. Abschreiben darf man auch Marco Andretti nicht, der nur zweimal außerhalb der Top 10 ins Ziel kam. Im letzten Saisondrittel wird das ein heißer Kampf zwischen diesen vier Fahrern.

Race 1

Podium Rennen 1 (c) Chris Jones/IndyCar Media

Podium Rennen 1
(c) Chris Jones/IndyCar Media

Das Rennen hatte alles, was man sich als Fan nur wünschen kann. Neben engen Duellen um die Spitze, spektakulären Überholmanövern und verschiedenen Reifenstrategien gab es auch die ganz besonderen WTF-Momente, wie sie eigentlich nur die IndyCar Series und die DTM produzieren können. Direkt mit so einem Moment fing das Rennen auch an: Der geplante stehende Start wurde abgebrochen, weil Josef Newgardens Motor mit elektronischem Defekt oder nach Fehlbedienung aus ging. Der Start erfolgte dann fliegend in Runde 5! Ein zweiter stehender Start erfolgte nicht, da eine thermische Überlastung der Motoren, aufgrund der nicht für stehende Starts ausgelegten Kühler, befürchtet wurde. Warum man dann mit solchen Wagen stehend starten muss, sollte man mal die Verantwortlichen in Indianapolis fragen.

Beim Start setzte sich dann Dario Franchitti von der Pole kommend gegen Sebastien Bourdais und Will Power durch. Abgesehen von Bourdais war das Feld auf den weicheren, roten Reifen unterwegs und wollte diese schneller abbauenden Reifen möglichst schnell wechseln. Mit einem Benzinfenster von etwa 30 Runden und einer Renndistanz von 85 Runden musste man aber bis etwa Runde 25 durchhalten, um dann ungefähr in Runde 55 einen zweiten und letzten Stopp durchführen zu können. Ab Runde 18 bauten die Reifen bei Franchitti aber deutlich ab und in Runde 21 konnte ihn Bourdais für die Führung überholen. Franchitti wechselte dann in Runde 23 die Reifen und musste in Folge ein wenig Benzin und Reifen sparen. Er konnte dann im Mittelteil nicht mehr ganz die Zeiten von Dixon, Bourdais und Power mitgehen.

Nach der Serie der ersten Boxenstopps führte Power knapp vor Bourdais und Dixon. Bei den zweiten Stopps wurde es dann ganz eng zwischen den Dreien. Power kam in Runde 61 als erster in die Box und die eine freie Runde nutzte dann Dixon, um Zeit gut zu machen und 0,5 Sekunden vor Power wieder aus der Box zu kommen. Bourdais blieb eine weitere Runde draußen und konnte sich auch ganz knapp vor Power setzten. In derselben Runde gerieten Justin Wilson, Charlie Kimball und Ryan Briscoe aneinander und lösten die dritte Caution aus. Dabei brach sich Ryan Briscoe das rechte Handgelenk. Nach Tony Kanaan in Sao Paulo ist dies die zweite schwere Handverletzung nach einem relativ harmlosen Unfall.

Beim Restart in Runde 69 schoss Bourdais regelrecht in Führung. Laut Rennleitung war es kein Frühstart. In den letzten 15 Runden spielten dann die Reifen und die aufgesparten Push-to-Pass-Einsätze (PTP) die entscheidende Rolle. Bourdais war auf den weicheren Reifen unterwegs und hatte in Runde 75 kein PTP mehr zu Verfügung. Mit abbauenden Reifen konnte er sich so nicht gegen Dixon verteidigen. In Runde 84 sorgte ein Dreher von Pagenaud für eine letzte Caution und für einen Sprint über einer Runde ins Ziel. Dixon blieb beim Restart vorne und auch Bourdais hielt sich auf Platz 2. Im Kampf um Platz 3 wurde es in Kurve 3 zwischen Franchitti und Power sehr eng und Power rutschte, weil er zu spät bremste, in die Reifenstapel.

Auf Platz 4 setzte Marco Andretti mit einem unauffälligen Rennen seine Serie an konstant guten Ergebnissen fort. Sein Teamkollege Ryan Hunter-Reay hatte bei beiden Boxenstopps Probleme mit dem Anti-Stall-System und beim zweiten Stopp musste sogar der Motor neu gestartet werden. Er verlor viel Zeit und kam nur auf Platz 18 ins Ziel. Fünfter wurde Kanaan, dahinter platzierte sich Helio Castroneves auf Platz 6 und konnte so den Vorsprung in der Meisterschaft auf seinen ersten Verfolger Hunter-Reay ausbauen. Teilzeit-Rückkehrer Mike Conway fuhr wieder in die Top 10 und landete auf Rang 7 vor James Hinchcliffe und Simon Pagenaud. Mit Platz 10 zeigte Simona de Silvestro, dass sie auf Stadtkursen in der Regel gut zurecht kommt.

Das ganze Ergebnis vom ersten Rennen findet man hier auf der Seite der IndyCar Series.

Die IndyCar Series wäre aber nicht die IndyCar Series, wenn sie nicht auch einen WTF-Moment nach dem Rennen im Köcher gehabt hätte. Franchitti wurde für den Kampf gegen Power wegen Blocking bestraft und auf Platz 13 zurückgestuft. Dies erfuhr Franchitti auf dem Siegespodest nach der Überreichung der Trophäen. Erst für die offiziellen Photos wurde dann Marco Andretti auf das Podium geholt. Rund zwei Stunden später wurde die Strafe gegen Franchitti aber zu Recht wieder aufgehoben. Ein Sinnbild für den Zustand der IndyCar Series gab dann auch die Trophäe für den zweiten Platz ab: Die Kristallschale löste sich bei Bourdais vom Holzsockel und zerbrach beim Sturz auf das Podium.

Race 2

Podium Rennen 2 (c) Chris Jones/IndyCar Media

Podium Rennen 2
(c) Chris Jones/IndyCar Media

Das Rennen am Sonntag war trotz des stehenden Starts weniger spektakulär als das am Samstag. Das lag zum einen an einer langen Grünphase vom Start bis Runde 65 und zum anderen an einer unglaublich guten Leistung von Scott Dixon. Vom Start an übernahm er die Führung und baute diese über beide Boxenstopps hinweg kontinuierlich aus. Auch hinter ihm hielten Helio Castroneves, Will Power, Ryan Hunter-Reay und Sebastien Bourdais ihre Positionen. Nur nach dem ersten Stopp wurde es zwischen Power, Hunter-Reay und Bourdais mal richtig eng. In Runde 65 verlor James Jakes in Kurve 5 das Lenkrad aus den Händen, als er unsanft innen über die Randsteine fuhr. In der Folge bekam er die Kurve nicht und setzte seinen Rahal Racing Dallara in die Betonmauer.

Der Restart in Runde 71 mischte dann das Feld durcheinander. Die überrundeten Fahrer werden nämlich nicht ans Ende des Feldes versetzt, sondern starten inmitten der Topfahrer. An Spitze änderte dies aber wenig und nur Bourdais und Hunter-Reay tauschten die Plätze. Durch die Gelbphase war aber Dario Franchitti auf Platz 6 wieder ganz nah an den Podestplätzen. Beim ersten Start hatte er sich den Frontflügel an beiden Penske Dallara beschädigt und musste zu einem unplanmäßigen Stopp an die Box. Mit sehr guten Rundenzeiten hatte er sich durch das Feld gearbeitet.

In Runde 80 verlor Ed Carpenter ebenfalls in Kurve 5 seinen Dallara auf den Randsteinen und löste sowohl eine Caution als auch den nächsten Sprint ins Ziel aus. Beim Restart kollidierte Ryan Hunter-Reay mit Will Power und der unschuldige Takuma Sato konnte nicht mehr ausweichen. Unter Gelb fuhr Scott Dixon dem Sieg entgegen. Helio Castroneves verteidigte mit Platz 2 die Führung in der Meisterschaft und Sebastien Bourdais feierte sein zweites Podium in Folge. Sehr bemerkenswert an diesem dritten Platz war, dass Bourdais wegen eines technischen Defekts im ganzen Rennen kein Push-To-Pass einsetzen konnte.

Dario Franchitti sicherte sich Platz 4 vor EJ Viso, dem besten Fahrer von Andretti Autosport am Sonntag. Auf Platz 6 folgte mit Charlie Kimball schon der dritte Fahrer von Chip Ganassi. Das zeigt, dass sich das ganze Team gesteigert hat. Mit Platz 7 und 9 fuhren auch Mike Conway und Marco Andretti wieder in die Top 10. Zwischen ihnen platzierte sich Justin Wilson im zweiten Wagen von Dale Coyne. Einen sehr guten zehnten Platz eroberte Alex Tagliani. Es ist die erste Top 10 Platzierung für das kleine Barracuda Racing Team in diesem Jahr.

Carlos Munoz sprang kurzfristig für Ryan Briscoe ein, der sich ja im ersten Rennen verletzt hatte. In Anbetracht der Umstände, dass er nur das kurze Warm-Up am Sonntag hatte, um sich an den Wagen zu gewöhnen, lieferte er ein ganz gutes Rennen ab. Am Ende kam er auf Platz 17 ins Ziel, nur knapp geschlagen von Sebastien Saavedra und Tristan Vautier. Viel Pech hatte James Hinchcliffe bei seinem Heimrennen, als bei ihm schon vor dem Start das Gaspedal klemmte. Es musste getauscht werden und er verlor so vier Runden. Es blieb ein enttäuschender Platz 21.

Das ganze Ergebnis vom zweiten Rennen findet man hier auf der Seite der IndyCar Series.

Die Führung in der Meisterschaft hat weiterhin Helio Castroneves (425 Punkte) inne. Auf Platz 2 folgt nach drei Siegen nun Scott Dixon (396). Mit einem Abstand von schon 69 bzw. 70 Punkten folgen Ryan Hunter-Reay (356) und Marco Andretti (355). Keine Chancen auf die Meisterschaft dürften die Fahrer ab Platz 5 mit Simon Pagenaud (309), Tony Kanaan (307), Dario Franchitti (307) und James Hinchcliffe (305) haben. Justin Wilson (296) auf Platz 9 ist zuletzt ein wenig zurückgefallen. Die Abstände bis Platz 5 sind aber sehr gering. Die Top 10 komplettiert Will Power (273), der auch in Toronto keine guten Ergebnisse ablieferte.

Auf der Statistikseite der IndyCar findet man die komplette Meisterschaftswertung sowie die getrennten Wertungen für Straßen- und Ovalkurse.

Ich mag die IndyCar Series sehr, deshalb mache ich das hier und in der Regel verteidige ich sie auch. An diesem Wochenende waren aber einige Entscheidungen an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Angefangen mit dem stehenden Start, der aufgrund der Kühler am Samstag nicht wiederholt wurde. Am Sonntag wäre er übrigens wiederholt worden, trotz der um 10° Fahrenheit höheren Temperaturen. Gut, dass der erste Versuch direkt geglückt ist. Natürlich gehört auch die zurückgenommene Strafe für Franchitti im ersten Rennen in die Liste der Sonderbarkeiten. Die chaotischen Restarts mit dem unsortierten Feld aus Fahrern in unterschiedlichen Runden sind im Übrigen auch unnötig.

Wirklich erschreckend fand ich aber, dass man Regeln während des Rennens geändert hat. Im Fahrermeeting wurde das Überfahren der inneren Randsteine in Kurve 5 noch verboten. Im Rennen dann durften die Fahrer dort mit allen vier Rädern die Strecke verlassen. Die Unfälle von James Jakes und Ed Carpenter waren eine direkte Folge davon. Außerdem gibt es die Regel, dass die Fahrer mindestens zwei Runden auf jeder Reifenmischung absolvieren müssen. Nach seinem Startunfall wechselte Dario Franchitti aber direkt nach Runde 1 von den roten auf die schwarzen Reifen und blieb auch bei diesen. Dies wurde später wegen „besonderer Umstände“ erlaubt. Ob diese „besondere Umstände“ der Startunfall, die Strafe am Samstag, das Double-Header-Format oder doch nur die Namen Chip Ganassi und Dario Franchitti waren, wurde nicht kommuniziert.

Die IndyCar Series macht eine kurze Pause und erst am 04. August geht in Mid-Ohio weiter.

394 total views, 394 views today

The post IndyCar: Analyse Honda Indy Toronto appeared first on Racingblog.

flattr this!

July 12 2013

07:00

IndyCar: Vorschau Honda Indy Toronto

Der Pocono Raceway war vorerst das letzte Oval im Kalender der IndyCar Series und es geht jetzt weiter mit einer Reihe von Straßenkursen. Den Auftakt macht der Double-Header in Toronto.

Vorjahressieger Ryan Hunter-Reay (C) Firestone Racing/Dennis Ashlock

Vorjahressieger Ryan Hunter-Reay
(C) Firestone Racing/Dennis Ashlock

Seit fast sechs Wochen kennen die Fahrer der IndyCar Series nur noch Linkskurven und besonders James Hinchcliffe freut sich auf die Rechtskurven in Toronto. Es ist seine Heimatstadt und mit 18 Monaten besuchte er dort schon sein erstes IndyCar-Rennen. Seitdem hat er kein Heimrennen als Zuschauer oder Pilot verpasst. Für den Bürgermeister von Hinchtown wäre es natürlich großartig, seinen vierten Saisonsieg an diesem Wochenende zu feiern.

Beim ersten Rennen am Samstag kehrt auch der stehende Start zurück. Zuletzt war man so beim Abschiedsrennen der ChampCar in Long Beach 2008 gestartet. Besonders Will Power, der zur ersten Kurve direkt drei Kontrahenten überholen konnte, wird sich gerne an diesen Start erinnern. Bei der Startprozedur orientiert man sich am gewohnten Ablauf der Formel 1. Nach der Einführungsrunde schaltet die Ampelanlage in sechs Schritten komplett Rot und nach 0,5 bis 3 Sekunden erfolgt mit dem Erlöschen der Ampel der Start.

Strecke

Die Strecke mit einer Länge von 1,75 Meilen (2,82 km) führt durch den Exhibition Place, einen multifunktionalen Veranstaltungsort direkt am Ontario See. Die Start-Ziel-Gerade, an der die größte Messehalle Kanadas liegt, endet in eine 90°-Rechtskurve. Die folgende schnelle Rechtskurve führt auf die längste Gerade der Strecke. Die enge Rechtskurve an deren Ende lädt zu Überholmanövern ein. Eine schnelle Linkskurve führt auf eine kurze Gerade, die in einer 90°-Linkskurve endet. Nach einer langgezogenen Rechtskurve, um das Queen Elizabeth Theater herum, folgt eine weitere, leicht gebogene Gerade. Vor dem Horse Palace biegt die Strecke in einer 90°-Rechtskurve in Richtung BOM Field ab. Eine 90°-Linkskurve führt in eine schnelle Rechts-Links-Passage, die die Fahrer schon wieder auf die Start-Ziel-Gerade bringt. Im Prinzip ist es einer der üblichen amerikanischen Stadtkurse, mit den üblichen Problemen: enge Strecke, nahe Betonwände, nicht unbedingt überholfreundlich.

Favoriten

Beim ersten Double-Header in Detroit, und damit beim letzten Straßenrennen, trumpften die Außenseiter groß auf. Besonders Mike Conway kehrte grandios mit dem Sieg am Samstag und Platz 3 am Sonntag für Dale Coyne Racing zurück. Auch an diesem Wochenende wird er wieder den Dallara mit der Nummer 18 pilotieren und natürlich muss man ihn, auch nach Platz 3 im Vorjahr, auf dem Zettel haben. Auch sein Teamkollege Justin Wilson ist ein sicherer Top-10- eventuell sogar Top-5-Kandidat.

Das zweite Rennen in Detroit gewann Simon Pagenaud vor James Jakes. Nach zwei sechsten Plätzen auf den Ovalen von Iowa und Pocono ist für Pagenaud auch in Toronto sicher ein Platz in den Top 10 möglich. Für Jakes gilt das nicht, da seine Leistungen und die des gesamten Teams von Bobby Rahal viel zu schwankend sind. Neben guten Ergebnissen, wie zum Beispiel Platz 2 von Graham Rahal in Long Beach, gibt es Wochenenden, an denen beide überhaupt nicht zurechtkommen.

Zu den Topfavoriten muss man natürlich auch die Fahrer von Andretti Autosport, insbesondere Vorjahressieger Ryan Hunter-Reay, zählen. Über die Stärke des gesamten Teams habe ich ja schon genug geschrieben. Für James Hinchcliffe wäre es etwas ganz Besonderes, sein Heimrennen gewinnen zu können. Mit drei Siegen hat er auch die meisten bisher in dieser Saison gesammelt. Marco Andretti ist sicherlich auch ein Kandidat für die Top 5 und Charlie Kimball hat einen zweiten Platz aus dem Vorjahr zu verteidigen.

In Pocono konnte das Team von Chip Ganassi eine kleine Auferstehung feiern. Auch in Toronto muss man wieder mit ihnen rechnen. In Detroit fuhren sowohl Scott Dixon als auch Dario Franchitti und Charlie Kimball in die Top 7. Leider fehlt es dem Team an Konstanz, sodass auch Plätze außerhalb der Top 15 möglich sind. Im Honda-Lager muss man auch auf Takuma Sato achten. Auf den Stadtkursen zu Saisonbeginn war sehr stark unterwegs, wie die Plätze 8 (St. Petersburg), 2 (Sao Paulo) und der Sieg in Long Beach zeigten.

Der auf Straßenkursen beste Fahrer der letzten Jahre, Will Power, wartet noch auf seinen ersten Saisonsieg. Trotzdem ist ihm wie auch seinem Teamkollegen Helio Castroneves bei Penske Racing jederzeit ein Sieg zuzutrauen. Castroneves will zudem seine Führung in der Meisterschaft verteidigen. Für Panther Racing fährt wieder Ryan Briscoe. Im Vorjahr, noch für Penske fahrend, kam er nur auf Platz 19 ins Ziel. Ob es in diesem Jahr deutlich besser wird, ist fraglich.

Simona de Silvestro freut sich sicherlich nach den schlechten Ovalergebnissen auf die folgenden Straßenrennen. Auf den Stadtkursen zu Saisonbeginn lief es mit Plätzen in den Top 10 ganz gut. In Detroit konnte sie, auch aufgrund von technischen Defekten, daran nicht anknüpfen. Vom reinen Talent ist sie auch eine Anwärterin für die Top 10. Über Talent muss man bei Tony Kanaan nicht sprechen und Platz 4 aus dem Vorjahr ist in Reichweite.

Zu den Außenseitern auf Straßenkursen zählen Ed Carpenter und Alex Tagliani. Beide fühlen sich auf Ovalen deutlich wohler und auch die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache. Bei einem normalen Rennverlauf sind die Top 15 für beide nur sehr schwer zu erreichen. Selbiges gilt im Prinzip auch für die beiden Fahrer von Dragon Racing. Sebastien Saavedra und Sebastian Bourdais haben bzw. hatten Potential, aber in diesem Jahr können sie es kaum zeigen.

Zeitplan

Freitag

10:25 am EST (16:25 MESZ) – 11:55 am freie Training
2:15 pm EST (20:15 MESZ) – 3:25 Qualifikation #1

Samstag

10:35 am EST (16:35 MESZ) – 11:05 am Qualifikation #2
11:30 am EST (17:30 MESZ) Firestone Indy Lights Race

3:00 pm EST (21:00 MESZ) Übertragungsbegin NBC Sports
3:40 pm EST (21:45 MESZ) Race #1

Sonntag

10:50 am EST (16.50) – 11:20 Warm Up

3:00 pm EST (20:00 MESZ) Übertragungsbegin NBC Sports
3:40  pm EST (21:40 MESZ) Race #2

76 total views, 72 views today

The post IndyCar: Vorschau Honda Indy Toronto appeared first on Racingblog.

flattr this!

July 09 2013

16:00

IndyCar: Analyse Pocono Indy 400

Die Ovalsaison der IndyCar Series endete vorerst mit einem sensationellen 1-2-3-Finish für Chip Ganassi Racing. Am Ende konnte sich Scott Dixon gegen Charlie Kimball und Dario Franchitti durchsetzten.

Chip Ganassi und sein Podium (c) Chris Jones/IndyCar Media

Chip Ganassi und sein Podium
(c) Chris Jones/IndyCar Media

Nicht nur das Ergebnis für Chip Ganassi Racing, sondern auch die Zahl von sechs Honda-Motoren in den Top 7 zeigt, dass es kein ganz normales Rennen war. Eigentlich fehlt den Honda-Triebwerken etwas Leistung im Vergleich zu denen von Chevrolet, was sich gerade auf schnellen Ovalen als Nachteil erweist. Diesen kleinen Makel können sie aber durch einen geringeren Verbrauch wettmachen. Das Benzinfenster betrug in Pocono knapp 30 Runden und bei 160 Rennrunden musste man von fünf Boxenstopps ausgehen. Eine zweite längere Gelbphase ab Runde 63, die in die zweite Runde der Boxenstopps fiel, änderte die Strategie auf nur zwei weitere Stopps, ungefähr in den Runden 100 und 130. Hier zeigten dann die Honda-Motoren ihre Stärke.

Das Team von Micheal Andretti war der klare Favorit für das Wochenende. Seine Fahrer Marco Andretti, Ryan Hunter-Reay und James Hinchcliffe belegten in der Qualifikation schon die Plätze 1 bis 3, als EJ Viso bei seinem Versuch in Turn 1 den Wagen verlor und heftig in die Mauer einschlug. In dem neu aufgebauten Wagen hatte er im Rennen dann mit dem Handling zu kämpfen und belegte am Ende nur Platz 21. Direkt nach dem Start brach bei James Hinchcliffe, auch in Kurve 1, das Heck aus und der Mauerkontakt war nicht zu vermeiden. Er wurde auf Platz 24 gewertet. Marco Andretti dominierte das Feld bis zu seinem ersten Stopp in Runde 30. Damit fing das Verhängnis für ihn schon an, obwohl weder er, noch die Strategen bei Andretti Autosport, es hätten ahnen können. Nach diesem frühen ersten Stopp, begann er in Runde 61 auch die Reihe der zweiten Tankstopps. Als Ryan Hunter-Reay eine Runde später in die Box fuhr, verschätzte sich Takuma Sato hinter ihm und fuhr viel zu schnell auf den amtierenden Meister auf. Hunter-Reay nahm zwar später das Rennen wieder auf, aber es blieb nur Platz 20. Mit dieser Gelbphase änderte sich dann die Strategie der Teams auf vier Stopps. Da Marco Andretti früh zum zweiten Stopp kam und auch noch den etwas durstigeren Chevrolet-Motor im Heck hatte, musste er deutlich langsamer fahren und wurde bis auf Platz 10 durchgereicht.

In der Qualifikation waren die drei Fahrer von Chip Ganassi in den in diesem Jahr üblichen Regionen zu finden. Scott Dixon qualifizierte sich als siebter, musste aber nach einem Motorenwechsel von Platz 17 starten. Charlie Kimball auf Platz 12 war besser, Dario Franchitti auf Platz 18 etwas schlechter platziert. Auch begünstigt durch die Ausfälle von Hinchcliffe, Hunter-Reay und Sato konnten sie sich im Laufe der ersten 80 Runden einige Plätze vorarbeiten. Besonders Scott Dixon war zum Ende des zweiten Stints sehr schnell, da er weniger Benzin sparen musste bzw. im Sparmodus schneller fahren konnte. Mit einem perfekten Boxenstopp konnte er die Führung übernehmen. Tony Kanaan und Marco Andretti waren zu dem Zeitpunkt aber schneller und gingen vorbei. Insgesamt war allerdings Benzinsparen das große Thema und die Top 10 blieben dicht beisammen. Zwischen Platz 1 und 10 lagen in Runde 115 nur sechs Sekunden. Als dann ab Runde 126 mit Marco Andretti der erste Chevrolet-Fahrer zum Tanken musste, fuhren die Honda-Fahrer länger und auch deutlich schneller. Nach den letzten Stopps lag dann Scott Dixon vor Charlie Kimball und Dario Franchitti und so, ungefährdet durch Pagenaud oder Power, kamen sie dann auch ins Ziel. Für Chip Ganassi Racing war das nicht nur der erste Saisonsieg, sondern auch das erste 1-2-3-Finish überhaupt.

Will Power war bester Fahrer eines Chevrolet auf Platz 4, den er auch schon am Start inne hatte. Er hielt sich durchgängig in den Top 6 und hatte Glück beim zweiten Stopp unter Gelb an die Box zu kommen – und damit zum Beispiel vier Runden nach Marco Andretti. Außerdem ist er sehr gut darin, Benzin zu sparen und so konnte er sich am Ende des Rennens mit schnellen Runden noch gegen die Honda-Fahrer zur Wehr setzten. Ein Angriff auf die drei Fahrer von Chip Ganassi war aber nicht mehr möglich. Sein Teamkollege Helio Castroneves war in der gleichen Boxensequenz wie Marco Andretti und litt entsprechend unter den gleichen Problemen. Mit Platz 8 war er immerhin zweitbester Chevrolet-Fahrer und konnte so auch die Führung in der Meisterschaft ausbauen.

Auf den Plätzen 5 bis 7 profitierten Josef Newgarden, Simon Pagenaud und Justin Wilson von ihren Honda-Motoren. Im Benzinsparmodus konnte sie einfach schnellere Runden fahren als ihre Kontrahenten von Chevrolet. In den letzten vier Runden verlor Pagenaud zwar noch zwei Plätze an Power und Newgarden, trotzdem dürfte er mit seinem siebten Top-10-Finish der Saison zufrieden sein. Platz 5 ist für Josef Newgarden im kleinen Team von Sarah Fisher ein herausragendes Ergebnis! Für Wilson ist Platz 7 bei der Stärke der Honda-Motoren vielleicht eine kleine Enttäuschung. Seine Teamkollegin Pippa Mann belegte nach einem unauffälligen Rennen einen sehr ordentlichen fünfzehnten Platz.

Ed Carpenter auf Platz 9 litt unter denselben Problemen wie alle Chevrolet-Fahrer. Mit Platz 11 gab Simona de Silvestro endlich wieder ein positives Zeichen. Ab Runde 145 war sie in einen engen Kampf mit Ryan Briscoe und Sebastian Bourdais um die Plätze 11 bis 13 verwickelt. Die regelmäßigen Überholmanöver blieben aber leider von der Regie unbemerkt. Ihr Teamkollege Tony Kanaan ruinierte sich mit einem Fahrfehler die Chance auf die eine Million Dollar Preisgeld für die Triple Crown. Als er in Runde 104 Scott Dixon für die Führung überholen wollte, touchierte er mit seinem Frontflügel den Abweiser hinter Dixons linkem Hinterrad. Dabei brach eine Halterung des Flügels, der dann bei einem zusätzlichen Stopp gewechselt werden musste. Er war das ganze Rennen sehr schnell unterwegs und ohne dieses Missgeschick hätte er vielleicht eine Chance auf den Sieg gehabt. Ein späte Caution hätte ihn nochmal ins fordere Feld gebracht, da diese aber ausblieb, kam er am Ende der Führungsrunde auf Platz 13 ins Ziel.

Platz 12 ging an James Jakes, dem schlechtesten Honda-Fahrer auf der 4-Stopp-Strategie. Man muss einfach sagen, dass bei Rahal Lettermann Lanigan Racing auch an diesem Wochenende nicht viel zusammen passte. Graham Rahal belegte mit zwei Runden Rückstand nur Platz 18. Auf den Plätzen 14 und 16 kamen Ryan Briscoe und Sebastian Bourdais ins Ziel. Nach einem frühen vierten Stopp in Runde 126 mussten beide in Runde 156 zu einem kurzen Nachtanken an die Box. Bei Bourdais hatte man wohl, nachdem er seinen zweiten Stopp schon in Runde 60 absolvierte, keine Möglichkeit die Strategie zu ändern. Briscoe hingegen war bei Stopp zwei und drei gleichzeitig mit Helio Castroneves an der Box und der konnte mit vier Stopps ja Platz 8 belegen. Warum man bei Panther Racing die Strategie nicht angepasst hat, erschließt sich mir nicht.

Auf den Plätzen 19 und 22 wurden Tristan Vautier und Takuma Sato gewertet. Beide hatten erhebliche Probleme in der Boxengasse. Sato war bei seinem zweiten Stopp viel zu schnell in der Anfahrt und schoss Hunter-Reay regelrecht ab. Im Interview später nahm der Japaner die ganze Schuld auf sich, da er sich einfach verschätzt hatte. James Hinchcliffe, der sich nach seinem Unfall zu den Kommentatoren gesetzt hatte, berichtete, dass es für die Fahrer sehr schwer ist, die Boxengasse perfekt zu treffen, da sie es in den Trainings nicht Testen dürfen. Die Mechaniker wollen, dass die Fahrer Auto und Bremsen schonen und nicht mit vollem Tempo und Bremswirkung in die Boxengasse fahren. Vautier verpasste direkt bei seinem ersten Boxenstopp die Haltebucht und musste, nachdem er den Motor abgewürgt hatte, zurück geschoben werden. Das ganze kostete ihn zwei Runden.

Das ganze Ergebnis findet man auch hier auf der Seite der IndyCar Series.

In der Meisterschaft führt weiterhin Helio Castroneves (356 Punkte), jetzt mit 23 Punkten Vorsprung vor Ryan Hunter-Reay (333). Es folgen Marco Andretti (301) und Scott Dixon (291). James Hinchcliffe (272) hat nach seinem Ausfall schon 84 Punkte Rückstand und liegt nur ganz knapp vor Tony Kanaan (271) und Simon Pagenaud (269). Die Top 10 komplettieren Justin Wilson (253), Will Power (242) und Takuma Sato (241).

Vor dem letzten Ovalrennen in Fontana zum Saisonabschluss führen übrigen Ryan Hunter-Reay und Helio Castroneves punktgleich die Ovalwertung an.

Auf der Statistikseite der IndyCar findet man die komplette Meisterschaftswertung, sowie die getrennten Wertungen für Straßen- und Ovalkurse.

Am nächsten Wochenende geht es mit dem Double Header in Toronto schon weiter im Kalender der IndyCar Series.

136 total views, 128 views today

The post IndyCar: Analyse Pocono Indy 400 appeared first on Racingblog.

flattr this!

July 05 2013

16:00

IndyCar: Vorschau Pocono IndyCar 400

Die IndyCar Series kehrt an diesem Wochenende auf das „Tricky Triangle“ in Pennsylvania zurück. Zwischen 1971 und 1989 war der Pocono Raceway schon Austragungsort der USAC und der CART World Series.

Rennstart 1980 (C) Pocono Raceway

Rennstart 1980
(C) Pocono Raceway

Mit dem Rennen in Pocono feiert auch die Triple Crown ihre Rückkehr. Die klassische Triple Crown umfasste in den Jahren 1971 bis 1980 die 500-Meilen-Rennen von Indianapolis, Pocono und California. Ab 1981 wurde das California 500 auf dem Ontario Motor Speedway durch eins auf dem Michigan International Raceway ersetzt. Mit dem letzten Rennen in Pocono 1989 starb auch die Triple Crown. Wiederbelebt mit Indy 500, dem Rennen in Pocono und dem American Real TV 500 in Fontana zum Saisonabschluss hat natürlich nur noch Indy-500-Sieger Tony Kanaan Chancen auf die Nachfolge von Al Unser und 1 Million Dollar Preisgeld. Mit zwei von drei Siegen könnte ein Fahrer aber immerhin noch 250.000 Dollar extra verdienen.

Strecke

Boxenanlage 1971 (c) Pocono Raceway

Boxenanlage 1971
(c) Pocono Raceway

Seit dem ersten IndyCar-Rennen im Jahr 1971 hat sich das eigentliche „Tricky Triangle“ nur wenig verändert. Den Namen trägt der Pocono Raceway nicht nur aufgrund der Dreiecksform zu Recht, sondern vor allem wegen der schwierigen Abstimmung der Wagen. Die drei Kurven besitzen sowohl unterschiedliche Radien als auch Überhöhungen. Kurve 1 ist dem ehemaligem Trenton Speedway mit einer Überhöhung von 14° nachempfunden. Die zweite Kurve sollte allen Fahren bekannt vorkommen, denn mit 90° und einem Banking von 8° ist sie den Kurven des Indianapolis Motor Speedway (IMS) sehr ähnlich. Kurve 3 ist deutlich enger und weist eine nochmals geringere Überhöhung von nur 6° auf.

In dieser Konfiguration ist der Pocono Raceway einzigartig und nur der IMS hat mit 2,5 Meilen und den flachen Kurven gewissen Ähnlichkeiten. Entsprechend wird in Pocono auch mit der Indy-500-Grund-Aerodynamik gefahren. Auch wird man in drei Reihen starten, so wie es auch in Indianapolis Tradition ist. Problematisch könnte dabei die enge Kurve 1 werden. Insgesamt hat man aber in den letzten Jahren die Sicherheit der Strecke massiv erhöht. Man erinnert sich noch an den üblen Unfall von Elliott Sadler im Sprint Cup 2010. Solche Gefahrenpunkte wurden eliminiert und die ganze Strecke mit Safer Barriers und Zäunen anstelle von Hecken ausgerüstet. Die Fahrer zeigten sich nach den Trainingsfahrten in der letzten Woche alle von der Strecke begeistert.

Favoriten

Sieger Mark Donohue und Teamchef Roger Penske 1971 (c) Pocono Raceway

Sieger Mark Donohue und Teamchef Roger Penske 1971
(c) Pocono Raceway

Mark Donohue konnte 1971 für Roger Penske das erste IndyCar-Rennen auf dem Pocono Raceway gewinnen. Für Helio Castroneves und Will Power wird es aber schwer, den Erfolg zu wiederholen. Mit Penske Racing muss man zwar immer rechnen, aber Andretti Autosport ist ohne Frage das zu schlagende Team seit einem guten Jahr. Von den letzten 18 Rennen gingen die Hälfte an Ryan Hunter-Reay (6) und James Hinchcliffe (3). Dazu ist auch noch Marco Andretti konstant in den Top 10 vertreten. Nimmt man noch das sehr gute Mannschaftsergebnis aus Indianapolis mit den Plätzten 2 (Carlos Munoz), 3 (Hunter-Reay) und 4 (Andretti) dazu, stellt sich nur die Frage, ob EJ Viso für eine Überraschung sorgen kann. Marco Andrettis erster Saisonsieg ist dagegen schon längst überfällig.

Der vielversprechendste Herausforderer von Andretti Autosport ist Tony Kanaan für KV Technology. In Indianapolis ist ihm der Sieg gelungen und auch auf den Ovalen von Texas und Iowa war er mit zwei dritten Plätzen gut unterwegs. Die Aussicht auf das Preisgeld für die Triple Crown dürfte ihn nochmal extra motivieren. Helio Castroneves wird versuchen, seine Führung in der Meisterschaft zu verteidigen. Ein Sieg wird, wie gesagt, sehr schwer zu erringen sein, aber die Top 5 sind sicher möglich. Will Powers Chancen einzuschätzen, ist nicht so leicht. Auf Ovalen kommt er in der Regel nicht so zurecht, er hat aber in Milwaukee Platz 3 erreicht. Zwischen Podium und Platz 20 ist eigentlich alles möglich.

Die gleiche Einschätzung kann man auch über die Fahrer von Chip Ganassi fällen. Scott Dixon und Dario Franchitti haben eine solche Qualität, dass man sie immer zu den Favoriten zählen muss. In diesem Jahr läuft es aber nicht ganz rund. Platz 20 von Franchitti in Iowa, ohne Unfall oder technischem Defekt, verdeutlicht dies. Erschwerend kommt hinzu, dass sie nicht in der Vorwoche in Pocono getestet haben wie viele andere Teams.

Auch Dale Coyne Racing mit Justin Wilson hat nicht in Pocono, sondern in Mid Ohio getestet. Seine Teamkollegin wird an diesem Wochenende wieder Pippa Mann sein. Auch hier muss sich zeigen, wie groß der Nachteil der fehlenden Testmeilen ist. Sollten sie trotzdem eine gute Abstimmung finden, ist ein Platz in den Top 10 durchaus realistisch. Besonders wichtig war der Test in der Vorwoche und Donnerstag für Ryan Briscoe, der wieder den Panther Dallara mit der Nummer 4 fahren wird. Er fährt bis Samstag nämlich in der ALMS im Lime Rock Park und verpasst so die Trainings und die Qualifikation am Samstag in Pocono. Auch hier sehe ich Fragezeichen hinter der möglichen Leistung.

Kein richtiger Außenseiter, trotz seines kleinen Teams, ist Ed Carpenter. Die Pole Position in Indianapolis sowie die vierten Plätze in Texas und Iowa zeigen, was für ein ausgezeichneter Ovalpilot er ist. Zusammen mit Kanaan und Castroneves wird Carpenter noch am ehesten die Andrettis gefährden können. Zu den ganz erfolgreichen Einzelkämpfern in diesem Jahr zählt auch Takuma Sato für AJ Foyt. In Milwaukee war er sehr gut unterwegs und hätte durchaus das Rennen gewinnen können. Auch in Pocono ist wieder vieles möglich.

Ein Anwärter auf die Top 10 ist sicherlich auch Simon Pagenaud. In Indianapolis und Iowa fuhr er für Sam Schmidt auf die Plätze 8 und 6 und auch in Texas und Milwaukee waren die Top 10 nicht ganz außer Reichweite. Bei Rahal Letterman Lanigan Racing muss sich zeigen, ob der kleine Aufwärtstrend fortgesetzt werden kann. Nach schlechten Ovalergebnissen sprang für Graham Rahal in Iowa Platz 5 heraus. Bei den Teamkollegen Tristan Vautier und James Jakes fehlen, auch aufgrund mangelnder Erfahrung auf Ovalen, dort noch gute Ergebnisse.

Favoriten für die Plätze außerhalb der Top 10 sind, eigentlich wie immer, die beiden Fahrer von Dragon Racing. Vor allem von Sebastian Bourdais würde ich mir mal ein positives Ausrufezeichen wünschen. Ein positives Zeichen bräuchte auch dringend Simona de Silvestro. Seit Detroit läuft dort leider fast alles schief. Gleiches gilt auch für Alex Tagliani, der seinen Platz außerhalb der Top 20 schon seit Indianapolis nicht mehr verlassen konnte.

Zeitplan

Aufgrund des Feiertages begann der Fahrbetrieb auf dem Pocono Raceway schon am Donnerstag mit ausgiebigen Testfahrten.

Donnerstag

9:00 am EST (15:00 MESZ) – 12:00 pm offener Test
1:00 pm EST (19:00 MESZ) – 5:00 pm offener Test

Samstag

10:00 am EST (16:00 MESZ) – 11:00 am freie Training
1:15 pm EST (19:15 MESZ) – 2:45 pm Qualifikation
4:00 pm EST (22:00 MESZ) Firestone Indy Lights Race
5:30 pm EST (23:30 MESZ) – 5:30 pm freie Training

Sonntag

12:00 pm EST (18:00 MESZ) Übertragungsbegin ABC
12:15 pm EST (18:15 MESZ) Pocono 400

72 total views, 68 views today

The post IndyCar: Vorschau Pocono IndyCar 400 appeared first on Racingblog.

flattr this!

June 25 2013

12:00

IndyCar: Analyse Iowa Corn Indy 250

Nach nur 1,5 Stunden hatte James Hinchcliffe sein drittes Rennen gewonnen, das erste auf einem Oval. Trotz dreier Cautions war dies das kürzeste Rennen der bisherigen IndyCar-Saison.

Iowa Corn Indy 250 Podium (C) Chris Jones/IndyCar Media

Iowa Corn Indy 250 Podium
(C) Chris Jones/IndyCar Media

Insgesamt sind die Ovalrennen in diesem Jahr deutlich kürzer als in den Vorjahren. Das liegt kaum an den gestiegenen Geschwindigkeiten der Wagen, sondern an einer erfreulich geringen Zahl an Unfällen. In Iowa gab es zwar wieder, wie auch in Texas und Milwaukee, einige sehr enge Duelle auf der Strecke, teilweise sogar mit Berührungen, trotzdem sind die DW12 von Dallara so gutmütig, dass die Fahrer in der Regel die Kontrolle behalten können. Da die IndyCar auf „mystery cautions“ verzichtet, zieht sich das Feld meist in die Länge und vor allem die Spitzenposition ist wenig umkämpft. Darunter leidet ein wenig die Spannung, obwohl es um das Podium und im Mittelfeld eigentlich genug spannende Duelle gibt. Den amerikanischen Fans scheint es aber, bei einem overnight rating von 0.7 für ABC, nicht zu gefallen.

Qualifikation, Heat Races

Das freie Training umfasste am Samstag nur eine Stunde und 15 Minuten und so blieb den Teams nur wenig Zeit, an der Abstimmung der Wagen zu arbeiten. Wer also nicht schon mit einem guten Wagen angereist war, hatte Probleme in der Qualifikation und auch später im Rennen. In der kurzen Session waren die üblichen Verdächtigen in Form von Tony Kanaan, den beiden Penske-Piloten und natürlich auch den Fahrern von Andretti Autosport vorne dabei. Ryan Hunter-Reay hatte aber Probleme und kam nicht über Platz 13 hinaus. Im Einzelzeitfahren blieb ihm sogar nur Platz 22.

Die drei Heat Races litten unter dem angesprochenen Mangel an Spannung um die ersten Positionen. Im Mittelfeld gab es aber einige schöne Duelle. Im ersten Lauf dominierte Scott Dixon von Runde 1 bis Runde 50 vor Takuma Sato. Nur Ana Beatriz konnte sich vom letzten Platz noch auf Platz 6 deutlich verbessern. Im zweiten Sprintrennen zeigte Graham Rahal eine sehr gute Aufholjagd von Startplatz 7 bis an Spitze in Runde 47. Die restlichen Runden führte Ed Carpenter, der am Ende auch Zweiter wurde. James Jakes riskierte in der vorletzten Runde zu viel und zerstörte seinen Rahal Dallara nachhaltig. Das Hauptrennen musste er im Ersatzwagen bestreiten. Dreimal überrundet wurde Simona de Silvestro, die schon im Training nie auf gute Zeiten kam.

In Heat Race 3 kämpften dann abschließend Helio Castroneves, Marco Andretti, Will Power, Tony Kanaan, James Hinchcliffe und Oriol Servia mit Scott Dixon, Graham Rahal, Takuma Sato und Ed Carpenter um die Pole Position. Vom Start an dominierte Castroneves und nur Power konnte ab Runde 40 durch die Überrundungen von Rahal und Servia aufschließen. Einen wirklichen Angriff auf seinen Teamkollegen startete er aber nicht. Hinter den beiden Penske-Fahrern hielten sich Hinchcliffe und Andretti. Dixon, Carpenter und Sato konnten ihre Leistungen aus den vorigen Heat Races bestätigen und sich auf die Plätze 5 bis 7 verbessern. Seinen guten Platz aus dem Einzelzeitfahren verlor hingegen Kanaan mit Platz 8 vor den beiden überrundeten Rahal und Servia.

Helio Castroneves kassierte zwar die 9 Bonuspunkte für die Pole Position, musste nach einer Strafe aufgrund eines Motorenwechsels das Rennen aber von Platz 11 in Angriff nehmen.

Iowa Corn Indy 250

Das Rennen über 223,5 Meilen wurde nur durch drei Gelbphasen unterbrochen. Die erste wurde in Runde 38 durch ein Frontflügelteil, das sich Ryan Hunter-Reay am Hinterrad von Graham Rahal abgefahren hatte, auf der Gegengeraden ausgelöst. In Runde 137 touchierte Alex Tagliani nur leicht die Mauer und musste das Rennen aber aufgeben. Die letzte Caution in Runde 155 wurde wieder nur durch ein Teil, diesmal auf Start-Ziel, ausgerufen. Insgesamt hatte nur die zweite Gelbphase Einfluss auf die Strategien. Am Ende der Führungsrunde, somit ohne Verlust der Position, nutzen Ed Carpenter, Tony Kanaan und Justin Wilson diese Caution für einen zusätzlichen Reifenwechsel. Vor allem für Tony Kanaan und Ed Carpenter sollte sich dies auszahlen.

Das ganze Rennen dominierte James Hinchcliffe. In der ersten Runde konnte er schon Will Power für die Führung überholen und behielt diese, von wenigen Runden nach Boxenstopps, durchgehend. Am Ende sprechen 226 Führungsrunden eine deutliche Sprache. Eventuell hätte sein Teamkollege Ryan Hunter-Reay ihm gefährlich werden können, wenn er nicht mit einigen Problemen hätte kämpfen müssen. Nur von Platz 12 gestartet musste Hunter-Reay sich erst durch das Mittelfeld arbeiten und kollidierte dabei leicht mit Graham Rahal. Ein Wechsel des Frontflügels beförderte ihn ans Ende des Feldes nach der ersten Gelbphase. Dank sehr guten Rundenzeiten belegte er final mit nur 1,5 Sekunden Rückstand Platz 2.

Die Plätze 3 und 4 sicherten sich Tony Kanaan, der seine Serie von Podiumsplatzierungen in Iowa fortsetzte, und Ed Carpenter. Beide waren innerhalb der Top 5 gestartet, hatten zwischenzeitlich aber mit dem Handling ihrer Wagen zu kämpfen und verloren entsprechend einige Plätze. Zu Beginn der zweiten Gelbphase lag Carpenter auf Platz 12 und damit am Ende der Führungsrunde. Mit Platz 9 war Kanaan nicht viel besser. Beide nutzten dies für einen zusätzlichen Stopp ab Runde 141 ohne Positions- und Zeitverlust. Als die Spitze dann ab Runde 193 zu ihrem letzten Stopp in die Box fuhr, konnten sie bis Runde 210 bzw. 214 draußen bleiben. Da weniger Benzin bis zum Rennende benötigt wurde, konnten Kanaan und Carpenter kürzer stehen und mit neueren Reifen waren sie auch auf der Strecke schneller unterwegs. Von Platz 6 und 7 nach den Stopps konnten sie sich noch in die Top 4 vorfahren.

Auf Platz 5 fiel in der vorletzten Runde noch Graham Rahal zurück. Nach den eher mäßigen Leistungen in Indianapolis, Texas und Milwaukee war dies aber eine deutliche Leistungssteigerung. Wie schon in den Heat Races zeigte sich Rahal von Beginn an sehr aggressiv. In der Anfangsphase hatte er rundenlang enge Duelle zuerst mit Simon Pagenaud und später mit Ryan Hunter-Reay. In den letzten zehn Runden konnte er sich mit schlechteren Reifen dann nicht mehr gegen Tony Kanaan und Ed Carpenter verteidigen.

Auf den Plätzen 7 und 8 zeigten Simon Pagenaud und Oriol Servia unauffällige, aber gute Rennen. Vor allem für Oriol Servia, der nach dem Ende von Dreyer & Reinbold Racing einen festen Platz in einem neuen Team sucht, war es ein sehr erfreuliches Ergebnis. In Pocono wird wieder Ryan Briscoe den Panther Dallara mit der Nummer 4 pilotieren. Auch Pagenauds Teamkollege Tristan Vautier fiel nicht weiter auf und belegte im Ziel Platz 13 mit zwei Runden Rückstand.

Mit Platz 8 konnte Helio Castroneves die Führung in der Meisterschaft vor Ryan Hunter-Reay verteidigen. Von der Überlegenheit in Heat Race 3 war am Sonntag aber nichts mehr zu sehen. Er kämpfe mit dem Fahrverhalten seines Dallaras und auch im Laufe des Rennens wurde es nicht besser. Noch viel schlechter erging es aber seinem Teamkollegen Will Power. Von Platz 1 gestartet wurde er schnell nach hinten durchgereicht und belegte am Ende mit zwei Runden Rückstand nur Platz 17.

Den Abschluss der Top 10 bildeten Marco Andretti und EJ Viso für Andretti Autosport. Auch wenn sie im Rennen nicht die Geschwindigkeiten ihrer Teamkollegen James Hinchcliffe und Ryan Hunter-Reay mitgehen konnten, so rundeten sie doch das ausgezeichnete Teamergebnis ab. Ohne Frage bilden die Fahrer von Andretti Autosport zurzeit die Spitze im Feld der IndyCar-Piloten.

Das (ehemalige) Spitzenteam von Chip Ganassi hatte wieder ein recht schwaches Wochenende. Scott Dixon konnte noch Heat Race 1 dominieren, verlor aber wie Will Power im Hauptrennen das Handling seines Dallaras. Am Ende blieb nur Platz 16 und er war damit noch vier Plätze schlechter als Charlie Kimball. Dario Franchitti hingegen war ab Samstagmittag immer zu langsam und mit vier Runden Rückstand auf Platz 20 war er zweitschlechtester der nicht ausgefallenen Fahrer. Nur Simona de Silvestro war am ganzen Wochenende noch langsamer.

Auf Platz 11 kam Justin Wilson ins Ziel. Er war auf einer ähnlichen Strategie wie Tony Kanaan und Ed Carpenter unterwegs, hatte aber mehr Rückstand und konnte diesen dann mit neuen Reifen nicht mehr aufholen. Seine Teamkollegin Ana Beatriz war teilweise sehr ordentlich unterwegs, zum Beispiel im Vergleich zu Dario Franchitti oder Simona de Silvestro, schied aber mit einem mechanischen Defekt in Runde 183 aus. Das gleiche Schicksal ereilte auch Takuma Sato in Runde 162.

Ein wenig im Niemandsland des IndyCar-Feldes bewegten sich auch wieder die beiden Fahrer von Dragon Racing. Sebastien Bourdais erreichte zumindest Platz 14 mit zwei Runden Rückstand auf James Hinchcliffe. Sebastian Saavedra hatte auf Platz 19 noch eine Runde mehr verloren. In derselben Runde wie Vautier und Bourdais beendete auch Josef Newgarden auf Platz 15 das Rennen.

Das ganze Ergebnis ist auch hier auf der Seite der IndyCar Series zu finden.

In der Meisterschaftswertung führt weiterhin Helio Castroneves (332 Punkte) vor Ryan Hunter-Reay (323). Auf Platz 3 und 4 folgen mit Marco Andretti (277) und James Hinchcliffe (266) die nächsten beiden Fahrer von Andretti Autosport. Platz 5 belegt Tony Kanaan (253) vor dem besten Honda mit Simon Pagenaud (241). Mit Scott Dixon (240), Takuma Sato (233) und Justin Wilson (227) folgen drei weitere Honda-Fahrer. Die Top 10 schließt Will Power (209) ab. Schlechtester Fahrer bei Andretti Autosport ist dann EJ Viso (203) auf Platz 11.

Auf der Statistikseite der IndyCar findet man die komplette Meisterschaftswertung sowie die getrennten Wertungen für Straßen- und Ovalkurse.

Die IndyCar Series macht ein Wochenende Pause und trägt erst am 7. Juli auf dem Pocono Raceway ihr nächstes Rennen aus

Zum Abschluss noch ein Hinweis auf unser Forum, in dem nun auch regelmäßig News zur IndyCar Series veröffentlicht werden.

532 total views, 532 views today

The post IndyCar: Analyse Iowa Corn Indy 250 appeared first on Racingblog.

flattr this!

June 21 2013

06:00

IndyCar: Vorschau Iowa Corn Indy 250

Nach der Milwaukee Mile steht schon der nächste Short Track auf dem Programm der IndyCar Series. Wiederum ist es Ryan Hunter-Reay, der seinen Sieg aus dem Vorjahr verteidigen will.

Ryan Hunter-Reay (c) Firestone Racing/Dennis Ashlock

Ryan Hunter-Reay
(c) Firestone Racing/Dennis Ashlock

Der Iowa Speedway ist eine der jüngsten Strecken im Kalender der IndyCar Series. In der kurzen Siegerstatistik dominiert vor allem der Name „Andretti“. Die Premiere gewann Dario Franchitti 2007 für Andretti Green Racing. In den Jahren 2008 und 2009 konnte sich Chip Ganassi Racing mit Dan Wheldon und wieder Dario Franchitti den Sieg sichern. Die letzten drei Ausgaben gingen dann aber geschlossen an die Fahrer von Andretti Autosport. Nach Tony Kanaan und Marco Andretti hat Ryan Hunter-Reay im Vorjahr einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht.

Qualifikation

Um ein wenig Abwechslung in die ganzen Ovalrennen ab dem Indy 500 zu bringen, hat sich die IndyCar einen besonderen Qualifikationsmodus für das Iowa Corn Indy 250 erdacht. Im Prinzip ist es eine Mischung der gewohnten Modi für Oval- und Straßenrennen:

Single-Car/Single-Lap-Qualifiying

Anders als auf den sonstigen Ovalen bestreitet der Fahrer nur eine fliegende Runde. Gemäß den erreichten Rundenzeiten wird das Feld erstellt und in drei Gruppen geteilt. Gruppe 3 umfasst dabei die schnellsten sechs Piloten, die direkt ins Heat Race 3 einziehen. Ab Position 7 wird das Feld nach ungeraden und geraden Platzierungen geteilt. Dies kennt man von der Qualifikation für Straßenrennen.

Heat Race 1 und 2

Die Heat Races sind kurze Sprintrennen von nur 50 Runden. In Race 1 kämpfen die Fahrer auf geraden Plätzen um die geraden Startplätze ab Platz 12. Die ersten Beiden qualifizieren sich nämlich auch noch für Race 3. In Race 2 werden entsprechend die ungeraden Startplätze ab Platz 11 vergeben.

Heat Race 3

Aus den ersten drei Startreihen von Race 3 starten die schnellste sechs Fahrer des Single-Car/Single-Lap-Qualifyings. Dahinter folgen die Sieger aus Rennen 2 und 1 vor den jeweiligen Zweitplatzierten. Die zehn Piloten fahren in 50 Runden dann die Pole Position und die ersten fünf Startreihen für das Hauptrennen aus. Für die ersten zwölf Qualifizierten gibt es auch Meisterschaftspunkte angefangen bei 9 Punkten für die Pole Position bis runter zu einem Punkt für die Plätze 11 und 12.

Auf der Homepage der IndyCar ist dieser Qualifikationsmodus mit einer schönen Grafik erklärt.

Strecke

Der Iowa Speedway wurde von Rusty Wallace mit entworfen und orientiert sich am Richmond International Speedway. Der Kurs ist nur 0,875 Meilen (1,4 km) lang und die Kurven habe eine Überhöhung von 12° bis 14°. Die geschwungene Start/Ziel-Gerade hat noch eine Überhöhung von 10°, die Gegengerade nur von 2°. Entscheidenden Einfluss werden wieder die Reifen und vor allem der Reifenverschleiß haben. Wichtig ist auch die Abstimmung für die Dirty-Air, da es sehr schnell zu Überrundungen kommen wird. Wenn man zu viel aerodynamische Haftung in der verwirbelten Luft verliert, strapaziert man die Reifen noch mehr und man verliert doppelt Zeit.

Favoriten

Eigentlich könnte ich hier den Absatz aus der Vorwoche hinein kopieren. Denn wieder sind die Fahrer von Andretti Autosport die absoluten Favoriten. Marco Andretti und Ryan Hunter-Reay haben auf dem Iowa Speedway schon gewonnen und waren auch letzte Woche auf der Milwaukee Mile mit die schnellsten Fahrer im Feld. Aber auch James Hinchcliffe und EJ Viso darf man nicht vergessen.

Helio Castroneves wird versuchen, seine Meisterschaftsführung gegen den Angriff von Andretti Autosport zu verteidigen. In den letzten Jahren war er aber nicht besonders erfolgreich in Iowa. Das gilt auch für seinen Teamkollegen Will Power sowie das ganze Penske-Team. Sehr gut hingegen kam Tony Kanaan in Iowa zurecht. Seinem Sieg 2010 ließ er noch Platz 2 und 3 in den beiden Jahren danach folgen.

Schon nicht mehr zu den ganz großen Favoriten muss man die Fahrer von Chip Ganassi Racing zählen. Dario Franchitti mag die Strecke und konnte sich im Vorjahr auch die Pole Position sichern. Trotzdem sind er, Scott Dixon und Charlie Kimball gefühlt weit von einem Sieg entfernt. Sie waren in diesem Jahr mehrfach gut unterwegs, aber nie wirkliche Sieganwärter. Anders als zum Beispiel Takuma Sato in der Vorwoche, den man natürlich auch in Iowa wieder beachten sollte.

Dahinter folgen die aussichtsreichen Außenseiter in den kleinen Teams. Dazu gehören die ausgezeichneten Ovalpiloten Ed Carpenter und Alex Tagliani. Konstant noch besser unterwegs waren in diesem Jahr bisher Justin Wilson für Dale Coyne Racing und Josef Newgarden für Sarah Fisher Hartmann Racing. Achten sollte man auch auf Rahal Lettermann Lanigan Racing, ob die schwachen Leistungen von Graham Rahal und James Jakes auf Ovalen anhalten.

Für Ryan Briscoe, der für Level 5 an diesem Wochenende in Le Mans fährt, sitzt wieder Oriol Servia im Panther Dallara mit der Nummer 4. Mit etwas Glück wird er um die Top 10 mitfahren. Einen besonderen Blick werde zumindest ich auf die Fahrer von Dragon Racing und Simona de Silvestro haben. In Milwaukee überraschten Sebastien Bourdais und Sebastian Saavedra im ersten Rennviertel mit Platzierungen innerhalb der Top 10. Simona de Silvestro hatte in den letzten Rennen doch einiges Pech, sodass man ihr nur wünschen kann, ohne Strafe, ohne technischen Defekt und ohne Unfall durchzukommen.

In den Heat Races wird es darauf ankommen, seinen Wagen unbeschädigt über die Renndistanz zu bringen. Eine vordere Startposition ist wie eine gute Track-Position sehr wichtig, aber zu hohes Risiko dürfte sich in der Qualifikation nicht lohnen. Mit einem frisch reparierten Auto hat man dann neben einer schlechten Startposition auch neue Probleme im Rennen. Es muss sich zeigen, ob die Sprintrennen Spannung generieren, so wie sich die IndyCar Series das vorstellt. Das Iowa Corn Indy 250 ist ein wichtiges Rennen und daran ändern auch die wenigen Bonuspunkte nichts, die man in den Top 12 erlangen kann.

Zeitplan

Samstag

11:45 am EST (17:45 MESZ) – 13:00 pm freie Training
4:00 pm EST (22:00 MESZ) – 4:45 pm single-car/single-lap-Qualifying
6:45 pm EST (0:45 MESZ) – 8:15 pm Heat Races

Sonntag

2:30 pm EST (20:30 MESZ) Übertragungsbegin ABC

3:05 pm EST (21:05 MESZ) IZOD IndyCar Series Race

Die Heat Races werden auf der Seite der IndyCar gestreamt. Der Einsatz eines Geo-Blocks ist nicht auszuschließen, aber bei bisherigen Streamings der IndyCar, z.B. Training für das Indy 500, wurde aber darauf verzichtet.

47 total views, 33 views today

The post IndyCar: Vorschau Iowa Corn Indy 250 appeared first on Racingblog.

flattr this!

June 18 2013

16:00

IndyCar: Analyse Milwaukee IndyFest

Wie im Vorjahr sicherte sich auch diesmal Ryan Hunter-Reay den Sieg auf der Milwaukee Mile. Nicht nur Andretti Autosport, sondern die gesamte IndyCar Series lieferte ein fast perfektes Wochenende ab.

Ryan Hunter-Reay, Michael Andretti (C) Chris Jones/IndyCar Media

Ryan Hunter-Reay, Michael Andretti
(C) Chris Jones/IndyCar Media

Wie schon in Texas spielten die Reifen auch an diesem Wochenende eine wichtige Rolle. Eine Tankfüllung reichte mit etwas Sparen oder einer Gelbphase für etwa 65 Runden. Nach 40 Runden hingegen bauten die Firestone-Reifen deutlich ab. Eine 3-Stopp-Strategie war theoretisch möglich, aber alle Teams schwenkten spätestens beim zweiten Reifenwechsel zur schnelleren 4-Stopp-Strategie um. Diese wurde auch durch die Gelbphasen begünstigt. Simona de Silvestro löste mit einem Fahrfehler die erste Gelbphase schon in Runde 20 aus. Beim Restart in Runde 27 drehte sich Tagliani im hinteren Feld und verlängerte die erste Caution bis Runde 31. Marco Andretti rollte in Runde 97 auf der Gegengeraden aus und die letzte Gelbphase löste dann Ana Beatriz mit einem Dreher in Runde 210 aus. Vor allem die letzte Gelbphase hatte einen entscheidenden Einfluss auf das Rennergebnis.

Der Sieg von Ryan Hunter-Reay war wahrlich keine Überraschung, trotzdem war sein Sieg lange nicht gesichert. Andretti Autosport dominierte alle Trainingssitzungen und auch die Qualifikation. Marco Andretti war immer schnellster und startete auch von Position 1. Seine drei Teamkollegen waren kaum langsamer und nahmen innerhalb der Top 5 das Rennen auf. Die meisten Führungsrunden sicherte sich aber Takuma Sato für AJ Foyt Enterprises und bis zur letzten Caution war er auch auf einem guten Weg, das Rennen zu gewinnen.

Von Position 15 nahm Takuma Sato das Rennen auf und fiel in den ersten Runden bis auf Platz 21 zurück. Die erste Gelbphase nutzte er, wie unter anderem auch Helio Castroneves, Justin Wilson und Dario Franchitti, zum ersten Boxenstopp. Das ganze vordere Feld blieb hingegen draußen und musste ab Runde 64 unter Grün zur Box. So wurde Sato vor Castroneves und Wilson an die Spitze des Feldes gespült. Mit ihren Stopps ab Runde 89 änderte sich das nur kurz, da in der Gelbphase ab Runde 98 das restliche Feld auf eine 4-Stopp-Strategie umschwenkte und stoppte. Abgesehen von den Phasen der Boxenstopps blieben Sato und Castroneves an der Spitze des Feldes. Im Überrundungsverkehr bauten Satos Reifen stärker ab als bei Castroneves und er musste schon in Runde 200 seine Reifen zum letzten Mal wechseln. Die Positionen, die er dabei verlor, konnte er nicht mehr gut machen, da das restliche Spitzenfeld bis zur Gelbphase ab Runde 211 fahren konnte. Mit dem Stopp unter Gelb sparten sie natürlich Zeit und hatten auch noch die besseren Reifen gegenüber Sato. Am Ende blieb für den kleinen Japaner nur Platz 7.

Ryan Hunter-Reay ging von Platz 4 ins Rennen und konnte sich locker hinter Marco Andretti auf Platz 2 halten. Beim ersten Stopp von Marco Andretti verkantete der Tankstutzen und er verlor einige Zeit und Positionen. In Runde 97 blieb er dann auch noch mit einem Elektronikdefekt auf der Gegengeraden liegen. Nach Andrettis Pech war Ryan Hunter-Reay immer der Führende innerhalb der Gruppe der Fahrer auf derselben Strategie. Nach dem letzten Boxenstopp bzw. dem Restart in Runde 220 konnte er sich zügig von Helio Castroneves absetzten. Er war etwas 2 MPH im Rundendurchschnitt schneller als das restliche Feld und fuhr ungefährdet zum Sieg.

Helio Castroneves war lange auf derselben Strategie wie Takuma Sato, konnte aber seinen vorletzten Stint bis Runde 213 verlängern. Wie schon in Texas war das Reifenschonen der Schlüssel zum Erfolg. Mit Platz 2 konnte er auch die Führung in der Meisterschaft verteidigen. Ein richtig gutes Ovalrennen zeigte auch Will Power. Vier Runden vor Ende versuchte er einen Angriff auf seinen Teamkollegen und nicht nur Roger Penske wird in dem Moment die Luft angehalten haben. Power kam mit den linken Reifen auf den Apron und fast hätte er sein und auch Castroneves Rennen beendet. Das war aber nur das letzte einer Vielzahl an engen Duellen im ganzen Feld. Alle blieben aber im fairen Rahmen und insgesamt war es perfektes Ovalracing.

Hinter den beiden Penske Dallara kamen die restlichen Andretti-Autosport-Piloten ins Ziel. EJ Viso und James Hinchcliffe folgten der Strategie von Ryan Hunter-Reay, waren aber unauffälliger und auch etwas langsamer als ihr Teamkollegen unterwegs. Scott Dixon und Dario Franchitti auf den Plätzen 6 und 8 waren die letzten Fahrer in der Führungsrunde. So ganz Rund läuft es bei Chip Ganassi Racing in diesem Jahr nicht. Auch Platz 17 für Chalie Kimball zeigt dies. Es fehlt nicht nur ein Sieg, sondern vor allem fehlt auch die Konstanz. Neben Ergebnissen in den Top 10 bzw. sogar Top 5 sind auch einige Platzierungen außerhalb der Top 20 zu finden.

Justin Wilson sicherte Dale Coyne Racing mit Platz 9 wieder ein Top-10-Ergebnis. Seine Teamkollegin Ana Beatriz fiel nur durch ihren Mauerkontakt in Runde 210 auf. Ihr fehlt einfach die Fähigkeit, wirklich schnell zu sein, nur die beiden Rahal-Lettermann-Lanigan-Racing-Fahrer Graham Rahal mit Platz 16 und James Jakes mit Platz 18 waren ähnlich langsam unterwegs. Beide hatten aber auch Pech beim ersten Restart in Runde 27, als sich direkt vor ihnen Alex Tagliani drehte. Jakes konnte rechtzeitig bremsen aber Rahal fuhr ihm hinten in den Diffusor und beschädigte seinen Frontflügel. Tagliani schied dann in Runde 146 mit Getriebeschaden aus.

Toni Kanaan bildete den Abschluss der Top 10. Ganz zufrieden dürfte er damit nach den sehr guten Ovalergebnissen in Indianapolis und Texas nicht sein. Noch viel schlechter verlief das Rennen für seine Teamkollegin Simona de Silvestro. Schon in Training und Qualifikation kam sie mit Strecke und Auto nicht zu recht und in Runde 20 drehte sie sich auf Platz 22 liegend in die Mauer. Platz 11 ging an Josef Newgarden vor Simon Pagenaud. Tristan Vautier, Teamkollege von Pagenaud bei Sam Schmidt, schied in Runde 173 mit einem mechanischen defekt aus.

Entgegen meiner Vermutung in der Vorschau sind beide Dragon-Racing-Fahrer zumindest zeitweise sehr positiv aufgefallen. Bis zur ersten Runde der Boxenstopps konnten sich Sebastien Bourdais und Sebastian Saavedra in den Top 10 halten. Bourdais bekam in Runde 52 aber Probleme mit dem Benzindruck und rollte langsam in die Box. Dort überfuhr er den Schlauch zu einem Pressluftschrauber und musste zur Strafe direkt wieder durch die Boxengasse fahren. In Runde 152 musste er dann sein Auto mit defekter Benzinpumpe ganz abstellen. Saavedra rutschte in Runde 202 leicht nach außen in den Dreck neben der Ideallinie und touchierte leicht die Mauer. In Folge konnte er nicht mehr ganz das Tempo mitgehen, doch am Ende blieb mit Platz 13 ein ordentliches Ergebnis.

Mit zwei Runden Rückstand belegten Ed Carpenter und Ryan Briscoe die Plätze 14 und 15. Im ersten Renndrittel fuhr Ed Carpenter lange in den Top 10. Ab Runde 150 hatte er mit einem schleichenden Reifenschaden zu kämpfen und verlor auf dem Weg in die Boxengasse viel Zeit. Ryan Briscoe tauchte hingegen nie weiter vorne auf und profitierte eher von Ausfällen bei seiner Top-15-Platzierung.

Das ganze Ergebnis ist auch hier auf der Seite der IndyCar zu finden.

In der Meisterschaft führt weiterhin Helio Castroneves (299 Punkte) mit jetzt 16 Punkten Vorsprung auf Ryan Hunter-Reay (283). Mit seinem Ausfall büßt Marco Andretti (249) Platz 2 und viele Punkte ein. Bester Honda-Pilot ist Takuma Sato (223) auf Platz 4 vor Scott Dixon (221). Auf den Plätzen 6 und 7 sind mit jeweils einem Saisonsieg Tony Kanaan (215) und Simon Pagenaud (212) zu finden. Auf den Plätzen 8 bis 10 mit Justin Wilson (207), James Hinchcliffe (206) und Dario Franchitti (192) gab es keine Veränderungen zur Vorwoche. Will Power (188) hat sich zumindest auf Platz 11 verbessert.

Auf der Statistikseite der IndyCar findet man die komplette Meisterschaftswertung sowie die getrennten Wertungen für Straßen- und Ovalkurse.

Die Rennen auf den Ovalen von Indianapolis und Texas zeigten, dass es den Motoren von Honda ein wenig an maximaler Leistung im Vergleich zu denen von Chevrolet fehlt. Sie besitzen im Gegenzug aber ein breiteres Drehzahlband. In den Kurven der Milwaukee Mile schalteten die Chevrolet Fahrer in den vierten Gang zurück. Takuma Sato im Honda hingegen konnte im fünften Gang durch die Kurven fahren. Je nach Strecke gleicht dies den Leistungsunterschied aus. Die neun Rennen teilen sich in sechs Chevrolet- und drei Honda-Siege auf. Von den sechs Chevrolet-Siegen gehen aber alleine vier auf das Konto von Andretti Autosport, die sicherlich nicht nur aufgrund des Motors zurzeit das Maß der Dinge sind.

Am nächsten Sonntag findet schon das nächste Ovalrennen mit dem Iowa Corn Indy 250 statt.

104 total views, 92 views today

The post IndyCar: Analyse Milwaukee IndyFest appeared first on Racingblog.

flattr this!

June 14 2013

15:00

IndyCar: Vorschau Milwaukee IndyFest

Die IndyCar Series behält ihr Tempo bei und fährt an diesem Wochenende in West Allis. Im Vorjahr konnte Ryan Hunter-Reay gewinnen und damit den ersten Schritt zur Meisterschaft machen.

milwaukee_12

Ryan Hunter-Reay und Helio Castroneves
(C) Firestone Racing/Dennis Ashlock

Die Milwaukee Mile besitzt eine große Tradition, die bis in die Zeit vor der Erfindung des Autos zurückreicht. Bereits 1876 wurde auf einem 1 Meile langen Kurs das erste Rennen ausgetragen – damals natürlich noch auf Pferden. Das erste Rennen mit deutlich mehr Pferdestärken fand dann 1937 statt und ab 1947 war es traditionell das erste Rennen nach den Indianapolis 500. Auch in den Jahren der Trennung der Formelserien behielt Milwaukee den Platz. Erst finanzielle Schwierigkeiten aufgrund mangelnder Zuschauer führten zu einer Absage 2010 und einer Verlegung auf Mitte Juni ab 2011. Seit letztem Jahr ist Michael Andretti für die Ausrichtung des Rennens verantwortlich. Nicht nur die Traditionalisten hoffen, dass die Veranstaltung unter ihm wieder profitabel wird und die Milwaukee Mile ihren festen Platz im Kalender der IndyCar Series bekommt.

Strecke

Die Milwaukee Mile ist ein wenig der kleine Bruder des Indianapolis Motor Speedway. Mit einer Länge von 1,03 Meilen (1,66 km) ist sie natürlich deutlich kürzer, besitz mit vier symmetrischen 90° Kurven aber ein sehr verwandtes Layout. Auch die Kurvenüberhöhung von nur 9,25° ist dem IMS sehr ähnlich. Die Geschwindigkeiten sind natürlich deutlich niedriger. In der Qualifikation des Vorjahres über zwei fliegende Runden wurden trotzdem Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 160 mph (257 km/h) erreicht.

Favoriten

Im Vorjahr konnte Ryan Hunter-Reay das Milwaukee IndyFest gewinnen. Es war der Auftakt zu drei Siegen in Folge, die ihm dann auch den Gewinn der Meisterschaft eingebracht haben. Er zählt, wie auch seine Kollegen bei Andretti Autosport, zu den größten Favoriten in diesem Jahr. Seit genau einem Jahr ist Andretti Autosport das Team, das es zu schlagen gilt. Fast die Hälfte der Rennen (7 von 16) gingen an Ryan Hunter-Rey und James Hinchcliffe. EJ Viso und Marco Andretti sind zwar ohne Sieg, aber vor allem Andretti ist konstant gut unterwegs.

Penske Racing hat sich mit dem Sieg von Helio Castroneves in Texas wieder zurück gemeldet. Auch Will Power hat mit dem Gewinn der Qualifikation aufhorchen lassen. Ein ganz starkes letztes Wochenende hatten auch die Piloten von KV Racing: Tony Kanaan wurde dritter und auch Simona de Silvestro hat mit Platz 16, in Anbetracht der Strafen, überzeugt. Einen sehr guten Oval-Lauf hat auch Ed Carpenter mit Pole und Platz 10 in Indianapolis und Platz 4 in Texas. Eine Wiederholung von Platz 8, den er im Vorjahr erreichte, sollte möglich sein.

Von den Honda-Teams muss man in erster Linie auf das Team von Chip Ganassi achten. Nach schlechtem Saisonstart nimmt Dario Franchitti mit drei Top-6-Ergebnissen in Folge langsam Fahrt auf und vor einem Jahr startete er von Platz 1. Die sehr gut in die Saison gestarteten Takuma Sato für AJ Foyt und Justin Wilson für Dale Coyne konnten zuletzt nicht mehr ganz dieses Niveau halten. Trotzdem sind beide für Überraschungen gut.

Ein Auge sollte man auch auf die beiden Franzosen bei Sam Schmidt haben. Tristan Vautier fährt eine solide Rookiesaison, aber Simon Paugenaud ist richtig gut in diesem Jahr. Einem DNF stehen immerhin fünf Top 10 und zwei weiter Top 15 Ergebnisse entgegen. Gar nicht gut waren die beiden bisherigen Ovalauftritte von Graham Rahal im Team seines Vaters. Mit den Plätzen 25 und 21 können weder Graham noch Bobby Rahal zufrieden sein. James Jakes war mit den Plätzen 20 und 12 deutlich besser, aber auch nicht wirklich gut unterwegs.

Nicht zu vergessen sind auch die kleinen Teams, Sarah Fisher Hartmann Racing und Barracuda Racing. Josef Newgarden und Alex Tagliani sind auf Ovalen immer für eine Überraschung gut. Eine große Überraschung wäre es dagegen, wenn Sebastian Saavedra und Sebastian Bourdais für Dragon Racing positiv auffallen würden. Leider geht es bei dem Team von Jay Penske nicht voran. Für Oriol Servia, der nächste Woche in Iowa fahren wird, übernimmt wieder Ryan Briscoe den Panther Dallara mit der Nummer 4. Briscoe wird versuchen, sein erstes Top-10-Ergebnis in diesem Jahr einzufahren. In den letzten beiden Jahren, noch für Penske Racing, ist ihm dies aber auf der Milwaukee Mile nicht gelungen. Ana Beatriz fährt nach drei Rennen Pause wieder den Dale Coyne Racing Dallara mit der Nummer 18.

In Summe ist eine Vorhersage für das sehr ausgeglichene Feld der IndyCar Series in diesem Jahr nicht ganz einfach. Andretti Autosport dominiert zwar mit konstant guten Ergebnissen, aber die Zeiten als eigentlich nur zwei Teams für einen Sieg in Frage kamen, sind zum Glück vorbei. In den acht bisherigen Rennen gab es immerhin sieben verschiedene Sieger. Für James Hinchcliffe, Takuma Sato und Simon Pagenaud war es auch jeweils der erste Sieg in der IndyCar Series überhaupt.

Zeitplan

Freitag

11:00 pm EST (17:00 MESZ) – 12:00 pm freie Training
2:00 pm EST (20:00 MESZ) – 3:00 pm freie Training
5:15 pm EST (23:15 MESZ) – 6:30 pm Qualifikation

Samstag

3:00 pm EST (21:00 MESZ) Firestone Indy Lights Race

4:00 pm EST (22:00 MESZ) Übertragungsbegin NBC Sports
4:40 pm EST (22:40 MESZ) IZOD IndyCar Series Race

Für die Gegend um West Allis besteht eine geringe Chance auf Regen am Samstag. Bisher hatte die IndyCar Series Glück mit dem Wetter und so können wir hoffen, dass das Rennen pünktlich am späten Samstagabend stattfinden kann.

68 total views, 64 views today

The post IndyCar: Vorschau Milwaukee IndyFest appeared first on Racingblog.

flattr this!

June 11 2013

11:15

IndyCar: Analyse Firestone 550

Helio Castroneves gewann deutlich überlegen das Nachtrennen in Fort Worth. Er bewies damit, dass Penske Racing doch noch gewinnen kann und dass er ein ernsthafter Kandidat für die Meisterschaft der IndyCar Series ist.

Helio Castroneves  (C) John Cote/IndyCar Media

Helio Castroneves
(C) John Cote/IndyCar Media

Wie schon beim Indy 500 zeigten sich die IndyCar-Fahrer in Texas sehr diszipliniert. Auch wenn die Starts bzw. die Restarts noch ausbaufähig sind, kamen sie ohne Unfall über die 220 Runden. Diese Entwicklung ist sehr positiv, auch wenn einigen „Fans“ sicher die „Action“ fehlt. Da aber in Fort Worth im Gegensatz zu Indianapolis die engen Windschattenduelle, vor allem um die Spitze, fehlten, waren die 550 km eine eher zähe Angelegenheit. Die Kommentatoren und die Regie von ABC hatten auch nicht ihren besten Tag, sodass Zuschauen keine absolute Freude war. Immerhin waren die Tribünen am Texas Motor Speedway sehr ordentlich gefüllt.

Um das Pack-Racing zu verhindern, wurde wie schon im Vorjahr der aerodynamische Abtrieb stark vermindert. Umso wichtiger wurde so natürlich die mechanische Haftung der Reifen. Firestone hatten auf Wunsch der IndyCar Reifen geliefert, die im Laufe des Stintes deutlich an Haftung verloren. Mit neuen Reifen konnten die Fahrer ohne Probleme 5 mph pro Runde schneller fahren. Der schonende Umgang mit den Reifen stellte sich als einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg von Helio Castroneves heraus. Sein Haftungsverlust zum Ende des Stintes war deutlich geringer als bei seinen Konkurrenten.

Neben den Reifen waren die Abstimmung der Wagen und natürlich die Fähigkeit der Fahrer entscheidend für schnelle Rundenzeiten. Entsprechend groß waren die Unterschiede in der Geschwindigkeit der einzelnen Wagen. An der Spitze legten die Andretti Autosport Dallara von Marco Andretti und Ryan Hunter-Reay sowie die Penske Racing Dallara von Helio Castroneves und Will Power ein sehr hohes Tempo vor. In Runde 31 wurde schon Graham Rahal überrundet, obwohl eine frühe Gelbphase, ausgelöst durch einen Motorschaden bei Pippa Mann, erst in Runde 13 endete. Schnell folgten ihm Sebastian Saavedra, Oriol Servia, Simon Pagenaud.

Mitten in die erste Runde der Boxenstopps fiel die zweite Gelbphase als Scott Dixon nach seinem Boxenstopp nicht beschleunigen konnte und in Turn 4 seinen Wagen abstellen musste. Unter Grün verlor man mindestens eine Runde auf die Spitzenreiter bei einem Boxenstopp. Dadurch, dass nun einige Fahrer unter Gelb stoppten, konnten sich viele auch nicht mehr zurückrunden. Zum Restart in Runde 62 waren nur noch die Top 14 in der Führungsrunde. Da die IndyCar das Feld unter Gelb nicht sortiert, wie z.b. die NASCAR, waren überrundete Fahrer mitten unter den Top 14 und Charlie Kimball konnte sich so auch zurückrunden. Die Spitze übernahm Ryan Hunter-Reay vor Marco Andretti und Helio Castroneves. Im Mittelfeld gab es einige enge Kämpfe, meist aber zwischen Autos in unterschiedlichen Runden.

Ab Runde 90 verschlechterte sich das Fahrverhalten von Hunter-Reays Dallara deutlich durch abbauende Reifen und in Runde 94 musste er einen frühen dritten Stopp einlegen. In der Folge sah man sehr gut den Faktor, den neue Reifen ausmachten. Hunter-Reay schnitt durch das Feld und konnte sich in Runde 108 zurückrunden. In Runde 112 drehte sich Oriol Servia in Turn 1 und löste so die letzte Gelbphase aus. Wieder fiel sie mitten in die Runde der Boxenstopps. Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch die Top 7, bestehend aus Helio Castroneves, Justin Wilson, EJ Viso, Ed Carpenter, Will Power, Dario Franchitti und Ryan Hunter-Reay in der Führungsrunde. Da aber alle geschlossen in Runde 116/117 in die Box fuhren, konnten sich einige Fahrer, unter anderem Simona de Silvestro, eine Runde zurückholen.

Simona de Silvestro hatte ein sehr bewegtes Rennen. Durch einen Motorwechsel musste sie von Platz 22 starten, konnte sich aber durch sehr schnelle Runden bis zur zweiten Gelbphase auf Platz 16 verbessern. Durch die Problematik mit den Boxenstopps verlor sie dann aber eine Runde, blieb aber deutlich Schnellste unter den überrundeten Fahrern. In der unübersichtlichen Situation um Runde 116/117 überholte Simona de Silvestro das Pace Car und musste nach dem Restart eine 30-Sekunden-Strafe absitzen. Mit drei Runden Rückstand und Platz 22 nahm sie das Rennen wieder auf. Mit extrem schnellen und konstanten Runden, nur Helio Castroneves war in der Regel ähnlich schnell unterwegs, konnte sie sich am Ende Platz 16 mit nur zwei Runden Rückstand sichern. Ohne das Pech mit Motorenwechsel und dem Rundenverlust während der zweiten Gelbphase sowie den Fehler mit dem Überholens des Pace Cars wäre ein absolutes Top-Ergebnis drin gewesen, vergleichbar mit Toni Kanaan, der Platz 3 holte.

Während Simona de Silvestro ihr eigenes Rennen unbemerkt bestritt, entschied sich vorne das eigentliche Rennen. Helio Castroneves konnte sich problemlos von Will Power und Ryan Hunter-Reay absetzten. Je tiefer die Sonne sank und damit auch die Temperatur der Strecke, umso besser wurde das Fahrverhalten von Castroneves Penske Dallara. Er nutzte dabei nicht die von den anderen Piloten favorisierte unterste oder die mittlere Linie, sondern fuhr erheblich höher durch die Kurven. Da Castroneves auch sehr schonend mit den Reifen umging, konnte er ohne Probleme auf eine Strategie mit nur einem weiteren Stopp setzten. Dieser Strategie folgten Will Power, Dario Franchitti, Ed Carpenter, Ryan Hunter-Reay und James Hinchcliffe aus der Spitzengruppe. Marco Andretti und Toni Kanaan waren die Topfahrer der Gruppe, die auf zwei weitere Stopps setzten. Für beide sollte sich diese aggressive Strategie auszahlen. Beim letzten Restart in Runde 122 lagen sie noch auf den Plätzen 8 und 9. Bis zum Ziel konnten sie sich auf Platz 3 (Toni Kanaan) und Platz 5 (Marco Andretti) verbessern. Ein Angriff auf Helio Castroneves und Ryan Hunter-Reay war dann aber nicht mehr möglich. Nur die Top 5, mit Ed Carpenter auf Platz 4, konnten die volle Renndistanz von 228 Runden bzw. 550 km beenden. Das restliche Feld hatte mindesten eine Runde Rückstand.

Auf Platz 6 kam Dario Franchitti im besten Honda vor Will Power und Josef Newgarden ins Ziel. Newgarden hat sich im kleinen Team von Sarah Fisher zu einem guten, konstanten Fahrer entwickelt. Das war immerhin schon seine vierte Top-10-Platzierung in diesem Jahr. Die Top 10 in Texas schlossen die beiden restlichen Fahrer von Andretti Autosport James Hinchcliffe und EJ Viso ab. Auf Platz 11 folgte Takuma Sato, der bis zur Rennmitte noch gut in den Top 10 gelegen hatte. Mit kühler werdender Strecke kam er dann aber nicht mehr so gut zurecht. Letzter Pilot mit nur einer Runde Rückstand war James Jakes. Er war auf einer ähnlichen Strategie wie Marco Andretti und Toni Kanaan, absolvierte seinen letzten Stopp aber deutlich später. Für ihn zahlte sich diese Strategie nicht aus und von Platz 4 zum Zeitpunkt des Stopps fiel er noch auf Platz 12 zurück. Immerhin war er so noch deutlich besser als ein Teamkollege Graham Rahal. Dieser kam vom Beginn an nicht mit Strecke und Wagen zurecht und beendete mit fünf Runden Rückstand das Rennen auf Platz 21. Nur Alex Tagliani war, vor den ausgefallenen Scott Dixon und Pippa Mann, noch schlechter.

Nach dem guten Wochenende in Detroit waren die Fahrer von Sam Schmidt in Fort Worth deutlich unauffälliger unterwegs. Simon Pagenaud wurde auf Platz 13 und Tristan Vautier, der sein erstes Rennen auf einem so stark überhöhten Oval fuhr, auf Platz 18 gewertet. Sebastian Saavedra konnte sich mit Platz 14 zwar erheblich vor seinen Kollegen Sebastien Bourdais auf Platz 20 fahren, aber man muss sich schon fragen, ob Katherine Legge nicht doch die bessere Wahl gewesen wäre. Besonders positiv sind beide Dragon Racing Piloten in diesem Jahr noch nicht aufgefallen. Mit Platz 15 dürfte Justin Wilson nicht ganz zufrieden sein. Zeitweise lag er in den Top 5, aber auch er kämpfte später mit der sich veränderten Strecke.

Das ganze Ergebnis ist auch hier auf der Seite der IndyCar zu finden.

In der Meisterschaft führt nun Helio Castroneves (256 Punkte) mit 22 Punkten Vorsprung auf Marco Andretti (237). Vorjahresmeister Ryan Hunter-Reay (232) liegt auf Platz 3 vor Indy-500-Sieger Toni Kanaan (195). Dahinter folgen punktgleich Simon Pagenaud und Takuma Sato mit jeweils 194 Punkten und einem Sieg. Noch ohne Sieg in dieser Saison belegen Scott Dixon (193) und Justin Wilson (184) die Plätze 7 und 8. Der zweimalige Sieger James Hinchcliffe liegt nur auf Platz 9 (176) vor Dario Franchitti (168).

Auf der Statistikseite der IndyCar findet man die komplette Meisterschaftswertung sowie die getrennten Wertungen für Straßen- und Ovalkurse.

Das Rennen hatte Samstag ein Overnight-Rating von 1.1 auf ABC. Abgesehen vom tragischen Saisonfinale 2011 in Las Vegas war das das beste Rating für ein Rennen der IndyCar auf ABC seit dem Saisonauftakt in St. Petersburg 2011. Eigentlich könnte man dies positiv sehen, wenn die 1.1 nicht ein absolute katastrophaler Wert für Sportübertragungen zur Prime Time wären. Zum Vergleich hatten NBC mit einem NHL Playoff Spiel (Kings, Blackhawks) ein Rating von 2.9 und Fox (regionale MLB-Spiele) sogar 3.2. Die beiden Detroit Rennen jeweils am frühen Nachmittag hatten ein endgültiges Rating von 0.6 (Samstag) und 0.7 (Sonntag). Das dürften die letzten rund 900.000 treusten Fans der IndyCar Series in den USA sein, die sich wirklich jedes Rennen anschauen. Auf eine ähnliche Quote kommt ja auch NBC Sports regelmäßig, das aber natürlich nicht über die Verbreitung eines großen Networks wie ABC verfügt.

Am nächsten Sonntag steht schon das Rennen auf der Milwaukee Mile auf dem IndyCar-Programm.

366 total views, 360 views today

The post IndyCar: Analyse Firestone 550 appeared first on Racingblog.

flattr this!

May 11 2013

12:00

IndyCar: Indianapolis 500 Trainings- und Qualifikationsvorschau

Nach dem Ausflug nach Brasilien steht der restliche Mai ganz im Zeichen des Indy 500. Das Rennen findet zwar erst am Ende des Monats statt, aber schon heute beginnen die umfangreichen Trainingssitzungen.

lat abbott indy512 08381 IndyCar: Indianapolis 500 Trainings  und Qualifikationsvorschau

Indianapolis Motor Speedway 2012
(C) LAT USA/IndyCar Media

Bis zum Rennen am 26. Mai stehen insgesamt acht Trainings- und zwei Qualifikationstage auf dem Programm. Das ist zwar kein Vergleich mehr zu früher, als die Teams im Mai fast unbegrenzt Zeit zum Testen auf dem Indianapolis Motor Speedway hatten, aber trotzdem deutlich umfangreicher als bei jedem anderen Rennen. Die Qualifikation erstreckt sich mit dem Pole Day und dem folgenden Bumb Day über zwei Tage. Ob der Bump Day aber seinem Namen wieder gerecht wird, steht noch nicht fest. Bisher sind zwar 34 Teams gemeldet und damit müsste schon ein Team nach der Qualifikation die Heimreise antreten. Aber für den zweiten Wagen von Ed Carpenter sind bisher aber werder Fahrer noch Sponsoren bekannt. Ob uns also ein ähnlich dramatischer Bump Day wie 1995, als Penske Racing kein Auto qualifizieren konnte, bevor steht, ist noch fraglich. Ed Carpenter ließ schon verlauten, dass er sich ganz auf den Wagen mit der Nummer 20, den erst selbst pilotieren wird, konzentrieren will. Vielleicht gibt es ja auch noch kurzfristige Deals. Die Namen Buddy Rice und Sam Schmidt Motorsport sowie Brian Clauson und KV Racing machen die Runde.

Qualifikatiosmodus

Am Pole Day, der noch mal in zwei Segmente unterteilt ist, werden die ersten 24 Startplätze für das Indy 500 vergeben. In Segment 1 starten alle gemeldeten Autos zu mindestens einem Qualifikationsversuch. Die Reihenfolge, in der Wagen auf die Strecke gehen, wird am Freitag ausgelost. Ein Versuch besteht dabei aus vier fliegende Runden. Nachdem alle Autos ihren ersten Versuch abgeschlossen haben, stehen jedem Wagen-Fahrer-Gespann zwei weitere Versuche offen, sich zu verbessern. Startet man aber zu einem weiteren Versuch wird die bestehende Zeit gestrichen. Nach Ablauf von Segment 1 rücken die schnellsten neun Piloten in Segment 2 vor. Die Startplätze 10 bis 24 sind über die erreichten Zeiten in Segment 1 fest belegt.

Für Segment 2 bekommen die Teams für jeden Versuch einen frischen Satz Reifen. In umgekehrter Reihenfolge der Zeiten aus Segment 1 starten die Fahrer jeweils einen Qualifikationsversuch über vier fliegende Runden. Haben alle neun Fahrer ihren Versuch abgeschlossen, stehen jedem zwei weitere Versuche frei. Aber auch hier wird die vorher erzielte Zeit wieder gestrichen. Aus den Zeiten von Segment 2 ergibt sich die Startreihenfolge der Plätze 1 bis 9.

Nach dem Pole-Day sind 24 der maximal 33 Startplätze schon vergeben. Diese restlichen neun Plätze sind ausgehend von Segment 1 provisorisch gesetzt und können am Bump-Day noch verändert werden. Sollten mehr als 33 Autos gemeldet sein, können sich diese wiederum durch Versuche über vier fliegende Runden in das Feld der Qualifizierten fahren. Dabei stehen einem wieder drei Versuche zu und mit jedem gestarteten Versuch verliert man die gesetzte Zeit. Der Fahrer auf Qualifikationsplatz 33 sitzt auf der “Bubble” und kann von einem schnelleren Fahrer aus dem Indy 500 “gebumped” werden. Bei nur 33 gemeldeten Autos sind natürlich alle qualifiziert und am Bump Day wird nur die Startfolge ab Position 25 ausgefahren.

Rookie Orientation Program (ROP)

Rookies d.h. Fahrer ohne IndyCar-Erfahrung auf dem Indianapolis Motor Speedway, müssen das ROP durchlaufen. Zum einen werden sie langsam an die hohen Geschwindigkeiten gewöhnt, zum anderen müssen sie aber auch beweisen, dass sie keine Gefahr für sich und die anderen Piloten auf der Strecke darstellen. Für die Zulassung zur Qualifikation muss ein Rookie drei Stufen meistern: Zehn Runden mit einer Geschwindigkeit von 200 bis 205 mph, 15 Runden mit 105 bis 210 mph und 15 Runden mit Geschwindigkeiten konstant über 210 mph.

Im letzten Jahr hatte Jean Alesi Probleme mit der dritten Stufe, was aber vor allem dem schwachen Lotusmotor und dem unerfahrenen Team geschuldet war. Eigentlich stellt das ROP keine wirkliche Hürde für die Rookies dar.

Entry List

1 Ryan Hunter-Reay Andretti Autosport 2 AJ Allmendinger Team Penske 3 Helio Castroneves Team Penske 4 JR Hildebrand Panther Racing 5 EJ Viso Andretti Autosport 6 Sebastian Saavedra Dragon Racing 7 Sebastian Bourdais Dragon Racing 8 Ryan Briscoe* Chip Ganassi Racing 9 Scott Dixon Target Chip Ganassi Racing 10 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing 11 Tony Kanaan KV Racing Technologie 12 Will Power Team Penske 14 Takuma Sato AJ Foyt Enterprises 15 Graham Rahal Rahal Lettermann Lanigan Racing 16 James Jakes Rahal Lettermann Lanigan Racing 17 Michel Jourdain jr.* Rahal Lettermann Lanigan Racing 18 Ana Beatriz Dale Coyne Racing 19 Justin Wilson Dale Coyne Racing 20 Ed Carpenter Ed Carpenter Racing 21 Josef Newgarden Sarah Fisher Hartmann Racing 22 Oriol Servia Panther Dreyer & Reinbold Racing 25 Marco Andretti Andretti Autosport 26 Carloz Munoz(R)* Andretti Autosport 27 James Hinchcliffe Andretti Autosport 40 TBA Ed Carpenter Racing 41 Conor Daly(R)* AJ Foyt Enterprises 55 Tristan Vautier (R) Schmidt Peterson Motorsport 60 Townsend Bell* Panther Racing 77 Simon Pargenaud/td> Schmidt Hamilton HP Motorsport 78 Simona de Silvestro KV Racing Technologie 83 Charlie Kimball Novo Nordisk Chip Ganassi Racing 91 Buddy Lazier* Buddy Lazier 98 Alex Tagliani Barracuda Racing tba Pipa Mann* Dale Coyne Racing

(R)    Rookie
*     nicht Vollzeit

Zeitplan

11.05. Practice Day 1:      12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training,

2:00 pm – 4:00 pm Rookie Orientation Program

12.05. Practice Day 2:     12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training,

2:00 pm – 4:00 pm Rookie Orientation Program

13.05. Practice Day 3:     12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training

14.05.Practice Day 4:     12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training

15.05.Practice Day 5:     12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training

16.05.Practice Day 6:     12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training

17.05.Fast Friday:

12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training

18.05. Pole Day:

8:00 am (14:00 MESZ) – 8:30 am freies Training Gruppe 1
8:30 am (14:30 MESZ) – 9:00 am freies Training Gruppe 2
9:00 am (15:00 MESZ) – 11:00 am freies Training
11:00 am (17:00 MESZ) – 4:00 pm Qualifikationssegment 1
4:30 pm (22:30 MESZ) – 6:00 pm Qualifikationssegment 2

19.05. Bump Day:

12.00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm Bump Day Qualification

24.05. Carb Day:

11:00 am (17:00 MESZ) – 12:00 pm Abschlusstraining
12:30 pm (18:30 MESZ) Firestone Freedom 100 Race Indy Lights

Am Fast Friday wird hauptsächlich an der Abstimmung für die Qualifikation gearbeitet. Deshalb sind dann höhere Geschwindigkeiten als während der sonstigen Trainingssitzungen, in denen an der Rennabstimmung gearbeitet wird, zu erwarten.Das Abschlusstraining am Carb Day diente früher zur Einstellung der Vergaser (caburator). Heutzutage werden die nach der Qualifikation überholten Wagen ein letztes Mal vor den 500 Meilen getestet.

 IndyCar: Indianapolis 500 Trainings  und Qualifikationsvorschau

The post IndyCar: Indianapolis 500 Trainings- und Qualifikationsvorschau appeared first on Racingblog.

flattr this!

May 09 2013

10:18

IndyCar: Analyse 4. Rennen in Sao Paulo

James Hinchcliffe ist, nach seinem primären Sieg bei den IndyCars überhaupt in St. Petersburg, der erste Fahrer in dieser Saison mit seinem zweiten Saisonsieg. Für sein Team Andretti Autosport ist es schon der dritte Sieg im vierten Rennen.

Hichcliffe Sao Paulo IndyCar: Analyse 4. Rennen in Sao Paulo

James Hinchcliffe
(C) Chris Jones/IndyCar Media

Das Rennen kann man eigentlich in zwei Abschnitte teilen: Die ersten 60 Runden, inklusive der Qualifikation, in denen schon ein Teil der großen und kleinen Favoriten strauchelten und einer wahnsinnig intensiven Schlussphase. In dieser sich dann der Zweikampf von Takuma Sato und Josef Newgarden zu einem Fünfkampf mit James Hinchcliffe, Marco Andretti und Oriol Servia um den Sieg und das Podium entwickelte. Erst in der letzten Kurve des Rennens konnten sich Hinchcliffe gegen Sato und Andretti gegen Newgarden und Servia durchsetzen. Mit hartem aber immer fairen Racing zeigten sie das spektakulärste Rennende in dieser Saison.

Das sehr gute Abschneiden von Josef Newgarden für Sarah Fisher Hartman Racing und Oriol Servia für Dreyer & Reinbold Racing wurde begünstigt durch die Probleme der größeren Teams. Für Penske Racing fingen diese schon in Qualifikationssegment 1 an. James Jakes verursachte mit einem Unfall einen Abbruch und weil die Zeit weiterlief konnten weder Will Power noch Helio Castroneves eine Zeit setzen und mussten von Platz 18 (Castroneves) und 22 (Power) aus starten. Will Power konnte sich bis Runde 18 sehr gut nach vorne arbeiten, musste aber nach einem technischen Defekt, Öl trat aus und endzündete sich am heißen Auspuff, seinen Penske Dallara auf Position 11 liegend abstellen. Helio Castroneves war in mehrere kleine Unfälle verwickelt. So wurde er z.B. bei einem Restart in Runde 26 von Scott Dixon in einen Dreher geschickt. Am Ende blieben für die beiden Penske Piloten nur die Plätze 13 und 24. Mit Platz 13 verlor Helio Castroneves auch die Führung in der Meisterschaftswertung.

Bei der Aktion gegen Castroneves beschädigte sich Scott Dixon seinen Frontflügel und musste diesen später in einem Extrastopp wechseln lassen. Im Mittelfeld steckend, konnte er sich auch nicht mehr nach vorne arbeiten und musste sich mit Platz 18 begnügen. Sein Teamkollege Dario Franchitti war von der Pole gestartet, konnte im Rennen diese Zeiten aber nie bestätigen. Er wurde früh von Ryan Hunter-Reay überholt und fiel sukzessive nach hinten. Probleme am linken Hinterrad beim letzten Pitstop verhinderten endgültig, dass er in den Kampf um das Podium eingreifen konnte. Mit Platz 7 betrieb er aber Schadensbegrenzung.

Ryan Hunter-Rey blieb, nachdem er Franchitti überholt hatte,  für  weite Teile des Rennens in führender Position. In Runde 10 musste er die Führung an Toni Kanaan abgeben, konnte sich diese aber beim Stopp unter Gelb in Runde 19 zurückholen. Takuma Sato überholte Hunter-Reay in Runde 34, musste aber aufgrund eines leicht anderen Boxenrhythmus, die Führung bei seinem Stopp zwei Runden später wieder abgeben. In Runde 46 verlor Ryan Hunter-Reay durch einen Luftverlust im Hinterreifen  massiv an Zeit und der folgende Reifenwechsel beförderte ihn ins umkämpfte Mittelfeld, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte. Mit Platz 11 war er am Ende schlechtester Pilot von Andretti Autosport.

Nach Hunter-Reys Problemen erbte Toni Kanaan die Führung. Das Publikum hatte aber nur wenige Runden Freude an der Führung des heimischen Piloten, da dieser mit mangelndem Benzindruck erst zurückfiel und dann seinen KV Dallara ganz abstellen musste. Nach kurzer Reparaturpause, während der so ausgelösten Gelbphase, konnte er das Rennen auf Platz 21 beenden. Da auch Ana Beatriz ihren Dale Coyne Racing Dallara früh mit technischem Defekt abstellen musste, gab es in diesem Jahr wieder kein gutes Ergebnis für die brasilianischen Piloten in Sao Paulo.

In Runde 55 führte ein Unfall von Justin Wilson, der bis dahin nicht an seine gute Form anknüpfen konnte, zur letzten Caution. Der Restart in Runde 59 läutete dann die atemberaubende Schlussphase ein. Hinter Takuma Sato hatte sich Josef Newgarden geschoben, der von seiner Box aufgefordert wurde, an die Punkte zu denken und nicht zu viel zu riskieren. So ganz hielt er sich nicht an die Anweisung und blieb nah an Sato dran. Mit etwas Abstand folgten James Hinchcliffe und Simon Pagenaud, der aber Probleme mit den Reifen bekam und auf Platz 9 zurückfiel. Ab Runde 66 wurde der Kampf zwischen Sato und Newgarden härter und durch die Kampflinien konnte Hinchcliffe aufschließen. Dieser hatte sich mehr Push-to-pass Einsätze aufgespart, konnte so in den Zweikampf eingreifen und in Runde 72 Newgarden in der Spitzkehre am Ende der lange Gerade überholen. An dieser Stelle sollten sich auch alle weiteren kritischen Manöver abspielen. Mittlerweile fanden auch Marco Andretti und Oriol Servia den Anschluss an die Kampfgruppe. Sato verteidigte seine Führung geschickt erst gegen Newgarden dann gegen Hinchcliffe indem er klassisch innen die Tür zumachte. Die Aktionen waren hart aber noch absolut im normalen Rahmen. In der letzten Runde rutschte er aber etwas weit heraus und James Hinchcliffe konnte innen zum Sieg vorbei gehen. Auf gleiche Art und Weise konnten sich auch Marco Andretti und Oriol Servia noch an Josef Newgarden vorbei schieben. Das fantastische Finish entschädigte doch für ein nicht immer spannendes Rennen.

Sehr interessant sind die verschiedenen Boxenstrategien der Top-5, die trotzdem für jeden einzelnen erfolgreich waren. Josef Newgarden musste nach einer Strafe das Rennen von Startplatz 23 in Angriff nehmen und setzte mit einem Stopp während der ersten Gelbphase in Runde 7 auf eine aggressive 3-Stopp-Strategie. Hinchcliffe, Sato, Andretti und Servia hingegen nutzen erst die zweite Caution in Runde 21 für ihren ersten Stopp. Mit Benzinsparen konnte man mit einem weiteren Stopp durchfahren, was Oriol Servia auch gemacht hat. James Hinchcliffe und Marco Andretti hingegen füllten in der direkt folgenden Caution in Runde 25 bzw. 26 ihre Tanks auf und waren auch ohne Sparmodus auf der sicheren Seite. Takuma Sato setzte direkt auf drei Stopps und kam jeweils in der Doppel-Caution in Runde 38 und 42 in die Box. Die letzte Gelbphase führte dann alle Strategien wieder zusammen. Josef Newgarden konnte sich dank seiner aggressiven Strategie von Platz 23 auf Platz 5 verbessern. Aber auch Takuma Sato (12 auf 2), Oriol Servia (13 auf 4), und Marco Andretti (10 auf 3) können sich sicher nicht bei ihren Teams beschweren.

Hinter der Kampfgruppe kamen EJ Viso, Dario Franchitti, Simona de Silvestro, Simon Pagenaud und Charlie Kimball ins Ziel. Außer Franchitti, hatten alle ein sehr unauffälliges Rennen und waren entsprechend auch kaum im Fernsehen zu sehen. Im hinteren Mittelfeld platzierten sich, abgesehen von Ryan Hunter-Reay (Platz 11), Helio Castroneves (Platz 13) und Scott Dixon (Platz 18), die üblichen Verdächtigen in Form von Alex Tagliani, Sebastian Bourdais, JR Hildebrand, Tristan Vautier , James Jakes und Sebastian Saavedra.  Mit Rundenrückstand komplettierten ab Platz 20 Justin Wilson, Toni Kanaan und Ed Carpenter das Feld vor den ausgefallenen Will Power und Ana Beatriz.

In der Meisterschaft führt nun Takuma Sato mit 136 Punkten vor Marco Andretti (123) und Helio Castroneves (116). James Hinchcliffe folgt, mit zwei Siegen aber auch zwei DNF, auf Platz 4 (112) vor Scott Dixon (101) und dem amtierenden Meister Ryan Hunter-Reay (94). Sehr gut liegen auch Justin Wilson (91) und Oriol Servia (89) für die kleinen Teams von Dale Coyne und Dreyer & Reinbold Racing in der Meisterschaft. Simona de Silvestro (86) und Charlie Kimball (80) vervollständigen die Top 10. Die eigentlichen Toppiloten Dario Franchitti, Tony Kanaan und Will Power sind nur auf den Plätzen 15, 17 und 18 zu finden.

Zum Abschluss noch die Links zum Rennergebnis und zur Meisterschaftswertung.
Am nächsten Wochenende geht es schon weiter mit der Eröffnung des Indianapolis Motor Speedway für die freien Trainingssitzungen. Das Indianapolis 500 findet dann am 26.05. statt.

 IndyCar: Analyse 4. Rennen in Sao Paulo

The post IndyCar: Analyse 4. Rennen in Sao Paulo appeared first on Racingblog.

flattr this!

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl