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May 11 2013

12:00

IndyCar: Indianapolis 500 Trainings- und Qualifikationsvorschau

Nach dem Ausflug nach Brasilien steht der restliche Mai ganz im Zeichen des Indy 500. Das Rennen findet zwar erst am Ende des Monats statt, aber schon heute beginnen die umfangreichen Trainingssitzungen.

lat abbott indy512 08381 IndyCar: Indianapolis 500 Trainings  und Qualifikationsvorschau

Indianapolis Motor Speedway 2012
(C) LAT USA/IndyCar Media

Bis zum Rennen am 26. Mai stehen insgesamt acht Trainings- und zwei Qualifikationstage auf dem Programm. Das ist zwar kein Vergleich mehr zu früher, als die Teams im Mai fast unbegrenzt Zeit zum Testen auf dem Indianapolis Motor Speedway hatten, aber trotzdem deutlich umfangreicher als bei jedem anderen Rennen. Die Qualifikation erstreckt sich mit dem Pole Day und dem folgenden Bumb Day über zwei Tage. Ob der Bump Day aber seinem Namen wieder gerecht wird, steht noch nicht fest. Bisher sind zwar 34 Teams gemeldet und damit müsste schon ein Team nach der Qualifikation die Heimreise antreten. Aber für den zweiten Wagen von Ed Carpenter sind bisher aber werder Fahrer noch Sponsoren bekannt. Ob uns also ein ähnlich dramatischer Bump Day wie 1995, als Penske Racing kein Auto qualifizieren konnte, bevor steht, ist noch fraglich. Ed Carpenter ließ schon verlauten, dass er sich ganz auf den Wagen mit der Nummer 20, den erst selbst pilotieren wird, konzentrieren will. Vielleicht gibt es ja auch noch kurzfristige Deals. Die Namen Buddy Rice und Sam Schmidt Motorsport sowie Brian Clauson und KV Racing machen die Runde.

Qualifikatiosmodus

Am Pole Day, der noch mal in zwei Segmente unterteilt ist, werden die ersten 24 Startplätze für das Indy 500 vergeben. In Segment 1 starten alle gemeldeten Autos zu mindestens einem Qualifikationsversuch. Die Reihenfolge, in der Wagen auf die Strecke gehen, wird am Freitag ausgelost. Ein Versuch besteht dabei aus vier fliegende Runden. Nachdem alle Autos ihren ersten Versuch abgeschlossen haben, stehen jedem Wagen-Fahrer-Gespann zwei weitere Versuche offen, sich zu verbessern. Startet man aber zu einem weiteren Versuch wird die bestehende Zeit gestrichen. Nach Ablauf von Segment 1 rücken die schnellsten neun Piloten in Segment 2 vor. Die Startplätze 10 bis 24 sind über die erreichten Zeiten in Segment 1 fest belegt.

Für Segment 2 bekommen die Teams für jeden Versuch einen frischen Satz Reifen. In umgekehrter Reihenfolge der Zeiten aus Segment 1 starten die Fahrer jeweils einen Qualifikationsversuch über vier fliegende Runden. Haben alle neun Fahrer ihren Versuch abgeschlossen, stehen jedem zwei weitere Versuche frei. Aber auch hier wird die vorher erzielte Zeit wieder gestrichen. Aus den Zeiten von Segment 2 ergibt sich die Startreihenfolge der Plätze 1 bis 9.

Nach dem Pole-Day sind 24 der maximal 33 Startplätze schon vergeben. Diese restlichen neun Plätze sind ausgehend von Segment 1 provisorisch gesetzt und können am Bump-Day noch verändert werden. Sollten mehr als 33 Autos gemeldet sein, können sich diese wiederum durch Versuche über vier fliegende Runden in das Feld der Qualifizierten fahren. Dabei stehen einem wieder drei Versuche zu und mit jedem gestarteten Versuch verliert man die gesetzte Zeit. Der Fahrer auf Qualifikationsplatz 33 sitzt auf der “Bubble” und kann von einem schnelleren Fahrer aus dem Indy 500 “gebumped” werden. Bei nur 33 gemeldeten Autos sind natürlich alle qualifiziert und am Bump Day wird nur die Startfolge ab Position 25 ausgefahren.

Rookie Orientation Program (ROP)

Rookies d.h. Fahrer ohne IndyCar-Erfahrung auf dem Indianapolis Motor Speedway, müssen das ROP durchlaufen. Zum einen werden sie langsam an die hohen Geschwindigkeiten gewöhnt, zum anderen müssen sie aber auch beweisen, dass sie keine Gefahr für sich und die anderen Piloten auf der Strecke darstellen. Für die Zulassung zur Qualifikation muss ein Rookie drei Stufen meistern: Zehn Runden mit einer Geschwindigkeit von 200 bis 205 mph, 15 Runden mit 105 bis 210 mph und 15 Runden mit Geschwindigkeiten konstant über 210 mph.

Im letzten Jahr hatte Jean Alesi Probleme mit der dritten Stufe, was aber vor allem dem schwachen Lotusmotor und dem unerfahrenen Team geschuldet war. Eigentlich stellt das ROP keine wirkliche Hürde für die Rookies dar.

Entry List

1 Ryan Hunter-Reay Andretti Autosport 2 AJ Allmendinger Team Penske 3 Helio Castroneves Team Penske 4 JR Hildebrand Panther Racing 5 EJ Viso Andretti Autosport 6 Sebastian Saavedra Dragon Racing 7 Sebastian Bourdais Dragon Racing 8 Ryan Briscoe* Chip Ganassi Racing 9 Scott Dixon Target Chip Ganassi Racing 10 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing 11 Tony Kanaan KV Racing Technologie 12 Will Power Team Penske 14 Takuma Sato AJ Foyt Enterprises 15 Graham Rahal Rahal Lettermann Lanigan Racing 16 James Jakes Rahal Lettermann Lanigan Racing 17 Michel Jourdain jr.* Rahal Lettermann Lanigan Racing 18 Ana Beatriz Dale Coyne Racing 19 Justin Wilson Dale Coyne Racing 20 Ed Carpenter Ed Carpenter Racing 21 Josef Newgarden Sarah Fisher Hartmann Racing 22 Oriol Servia Panther Dreyer & Reinbold Racing 25 Marco Andretti Andretti Autosport 26 Carloz Munoz(R)* Andretti Autosport 27 James Hinchcliffe Andretti Autosport 40 TBA Ed Carpenter Racing 41 Conor Daly(R)* AJ Foyt Enterprises 55 Tristan Vautier (R) Schmidt Peterson Motorsport 60 Townsend Bell* Panther Racing 77 Simon Pargenaud/td> Schmidt Hamilton HP Motorsport 78 Simona de Silvestro KV Racing Technologie 83 Charlie Kimball Novo Nordisk Chip Ganassi Racing 91 Buddy Lazier* Buddy Lazier 98 Alex Tagliani Barracuda Racing tba Pipa Mann* Dale Coyne Racing

(R)    Rookie
*     nicht Vollzeit

Zeitplan

11.05. Practice Day 1:      12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training,

2:00 pm – 4:00 pm Rookie Orientation Program

12.05. Practice Day 2:     12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training,

2:00 pm – 4:00 pm Rookie Orientation Program

13.05. Practice Day 3:     12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training

14.05.Practice Day 4:     12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training

15.05.Practice Day 5:     12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training

16.05.Practice Day 6:     12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training

17.05.Fast Friday:

12:00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm (0:00 MESZ) freies Training

18.05. Pole Day:

8:00 am (14:00 MESZ) – 8:30 am freies Training Gruppe 1
8:30 am (14:30 MESZ) – 9:00 am freies Training Gruppe 2
9:00 am (15:00 MESZ) – 11:00 am freies Training
11:00 am (17:00 MESZ) – 4:00 pm Qualifikationssegment 1
4:30 pm (22:30 MESZ) – 6:00 pm Qualifikationssegment 2

19.05. Bump Day:

12.00 pm (18:00 MESZ) – 6:00 pm Bump Day Qualification

24.05. Carb Day:

11:00 am (17:00 MESZ) – 12:00 pm Abschlusstraining
12:30 pm (18:30 MESZ) Firestone Freedom 100 Race Indy Lights

Am Fast Friday wird hauptsächlich an der Abstimmung für die Qualifikation gearbeitet. Deshalb sind dann höhere Geschwindigkeiten als während der sonstigen Trainingssitzungen, in denen an der Rennabstimmung gearbeitet wird, zu erwarten.Das Abschlusstraining am Carb Day diente früher zur Einstellung der Vergaser (caburator). Heutzutage werden die nach der Qualifikation überholten Wagen ein letztes Mal vor den 500 Meilen getestet.

 IndyCar: Indianapolis 500 Trainings  und Qualifikationsvorschau

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July 31 2012

06:15

NASCAR: Analyse Indianapolis 2012

Jimmie Johnson machte am Sonntag keine Gefangenen und fuhr souverän zu seinem vierten Indianapolis-Sieg. Die Konkurrenz in Form von Roush-Fenway Racing sowie Joe Gibbs Racing kämpfte dagegen mit dem Pech und Fahrfehlern. Positiv für die NASCAR und Hendrick Motorsports: Seit diesem Wochenende führt Dale Earnhardt Jr die Fahrerwertung an!

Gegen Jimmie Johnson war auf dem Brickyard kein Kraut gewachsen und so dominierte der fünffache Meister das Geschehen teilweise nach Belieben. 99 Führungsrunden brannte Johnson in den Asphalt und befand sich somit weit über die Hälfte des Rennens an der Spitzenposition. Lediglich Denny Hamlin und Brad Keselowski konnten neben dem Hendrick-Piloten jeweils mit etwas mehr als 20 Führungsrunden signifikant in Erscheinung treten. Polesitter Hamlin konnte seinen Startplatz nur bis zu den ersten Green Flag Pitstops nach gut 25 Runden verteidigen, während Keselowski zur Halbzeit mit einer alternativen Spritstrategie zu punkten versuchte. Die frühen Boxenstopps waren dabei der Streckenlänge von Indianapolis geschuldet:

Weil man sich bei einem Besuch der Pitcrew unter grüner Flagge für gewöhnlich keinen Rundenrückstand auf dem 2,5-Meilen-Oval einfängt, rechneten die Teams ähnlich wie bei den Rundkursrennen vom frühestmöglichen Zeitpunkt an mit dem Verbrauch rückwärts. Brad Keselowski begann seine Fahrt außerhalb der Sequenz während der ersten Caution in Runde 41, als der Rest des Feldes nach einem halben Fuelrun bereits erneut zum Tanken kam. Weil die Gelbphasen in der Folge zum einen ungünstig fielen und zum anderen nicht sehr zahlreich waren, konnte seine Strategie nicht aufgehen. Beim Restart nach Caution #3 in Umlauf 101 verlor Keselowski auf seinen älteren Reifen gleich sechs Positionen, die er nie wieder aufholen konnte. Am Ende war für ihn nicht mehr als Platz 9 möglich.

Denny Hamlin verlor seine Führung wie erwähnt während der ersten Green-Flag-Pitstops, weil Johnsons Crew einfach schneller arbeitete als die Mannschaft der #11. Ohne Clean-Air war der Gibbs-Toyota dann nicht mehr konkurrenzfähig genug, um erneut nach der Spitzenposition zu greifen. Dazu gesellte sich ein Fahrfehler direkt beim ersten Restart in Runde 46: Hamlin kam in Turn 1 auf die – vom Gripniveau her – äußerst ungünstige obere Linie und war damit seine Position innerhalb der Top10 erstmal los. Insgesamt dauerte es dann ganze 60 Umläufe, bis Hamlin sich wieder in die Top5 zurückgekämpft hatte. Den vierten Platz konnte er zwar über weite Strecken halten, musste beim letzten Restart zwanzig Runden vor Schluss aber noch mal zwei Konkurrenten ziehen lassen und sich mit Rang 6 begnügen.

Als Zweiter hinter Johnson sammelte Kyle Busch gute Punkte auf dem Weg zur Chase-Qualifikation. Das gesamte Rennen über konnte er sich in den Top5 halten, hatte im Finale als einzig verbliebener Johnson-Kontrahent aber keine Pfeile mehr im Köcher. Zwischenzeitlich stand es um seinen Toyota-Motor auch nicht so richtig gut, denn der spuckte nach einem der ersten Boxenstopps plötzlich schwarzen Rauch aus dem Auspuff. Ein Neustarten des Aggregats erwies sich als korrekter Lösungsweg und weitere Probleme blieben danach glücklicherweise aus. Busch hätte sich vermutlich lieber den Sieg geholt, weil er mit Platz 11 in der Meisterschaft bei nur einem Saisonerfolg ja immer noch Gefahr läuft, von Ryan Newman oder Joey Logano weiter hinten in der Tabelle kurzfristig geschnappt zu werden.

Richtig katastrophal lief es dagegen bei Roush-Fenway Racing ab, wo einzig Greg Biffle einen starken dritten Rang nach Hause fahren konnte. Biffle nahm in der vorletzten Gelbphase bei den letzten Boxenstopps in Runde 124 nur zwei neue Reifen, konnte damit aber schlecht den kompletten Fuelrun über bis zum Ende konkurrenzfähig bleiben. Dass er dann nur zwei Positionen abgeben musste, lässt schon auf eine gute Leistung des Fahrers in Kombination mit Grundspeed des Autos schließen.

Weniger Glück hatten seine Teamkollegen Carl Edwards und Matt Kenseth, die beide unverschuldet aus der Entscheidung genommen wurden. Edwards bekam direkt nach dem Start des Rennens Probleme mit dem Motor, dabei vermutete man teamintern eine Fehlfunktion am Krümmer. Ein langer Tag im Büro und lediglich Platz 29 bei vier Runden Rückstand waren die unmittelbaren Folgen – für seine angestrebte Chase-Qualifikation natürlich ein herber Rückschlag.

Matt Kenseth wurde in Umlauf 132 unglückliches Opfer eines Drehers von Joey Logano: Letzterer lieferte sich mit Trevor Bayne einen Zweikampf, welcher so eng zuging, dass Logano auf der Innenbahn plötzlich loose wurde und sich weiter nach innen in Bobby Labonte drehte. Kenseth versuchte oben vorbeizugehen, doch Reflektor Labonte bugsierte den Gibbs-Toyota direkt vor die Stoßstange der #17. Für Logano und Kenseth war das Rennen daraufhin außerhalb der Top30 beendet.

Der Kenseth-Ausfall brachte direkte Auswirkungen in der Meisterschaft mit sich: Weil in Person von Dale Earnhardt Jr der direkte Konkurrent des Roush-Piloten in Indianapolis auf Platz 4 ins Ziel kam, übernahm dieser die Führung in der Fahrerwertung und das mit 14 Punkten sogar recht deutlich. Für die NASCAR ist diese Situation natürlich so ziemlich das Beste, was der Rennserie passieren kann und zudem ist es auch bei weitem nicht unverdient. Junior hat gemeinsam mit seinem Teamkollegen nun 15 Top10-Resultate (bei bisher 20 Rennen) in diesem Jahr eingefahren und hält mit dieser Bestmarke natürlich völlig zu Recht die Führung in der Meisterschaft inne.

Etwas Boden konnte auch Jeff Gordon gutmachen, der die Indy-Top5 komplettierte. Bei noch 79 Punkten Rückstand auf Platz 10 in der Fahrerwertung hätte er sich aber vermutlich genauso wie Busch gerne einen Sieg abgeholt. Die entscheidenden Positionen verlor Gordon zwar bei den letzten Boxenstopps, jedoch verfügte er nicht über DAS Siegerauto wie Johnson.

Noch ein paar Randnotizen:

- Michael Waltrip Racing brachte alle Fahrer in die Top15 und lieferte dabei mit Martin Truex Jr (8.), Mark Martin (11.) sowie Clint Bowyer (15.) einen soliden Punktetag für die Chase-Qualifikation ab.

- Ryan Newman (7.) und Tony Stewart (10.) fuhren zwar Top10-Ergebnisse ein, traten aber so gut wie nicht in Erscheinung. Lediglich Lokalmatador Stewart kam als In-Race-Reporter für ESPN auf ein paar TV-Minuten.

- Kasey Kahne kam auf Platz 12 ins Ziel und hat mit seinen zwei Saisonsiegen weiterhin eine gute Ausgangsposition für die Playoff-Qualifikation.

- Vorjahressieger Paul Menard konnte das Rennen nur auf Rang 14 beenden, einen Platz hinter seinem Teamkollegen Kevin Harvick, der weiterhin einigermaßen sicher auf Chase-Kurs ist. Der dritte Fahrer im RCR-Bunde, Jeff Burton (32.), erlebte durch einen Reifenplatzer einen herben Rückschlag.

Der Rest vom Schützenfest vor den eher unterfinanzierten Teams bildete wieder einmal die Truppe von Earnhardt-Ganassi Racing: Juan Pablo Montoya (21.) und Jamie McMurray (22.) kamen geschlossen hinter der ebenfalls enttäuschenden Mannschaft von Richard Petty Motorsports ins Ziel, für die Aric Almirola (19.) und Marcos Ambrose (20.) nach zuletzt einigen guten Rennen nur gerade so die Top20 entern konnten. Die Probleme bei EGR sind aber bei weitem größer, auch wenn man davon ausgeht, im nächsten Jahr mit unveränderten Fahrer-Sponsoren-Paarungen antreten zu können.

Was das Team – eigentlich nicht erst – seit der kompletten Umstrukturierung in der Winterpause aufbietet, ist bei den eigenen eher hohen Ansprüchen nur noch peinlich! Wenn Chip Ganassi nicht bald einen Weg findet, in der NASCAR eine ähnliche Leistung abzuliefern wie bei den IndyCars, dann kann er den Laden auch dicht machen. Gerade erst letzte Woche lamentierte man noch von sichtbaren Verbesserungen, doch dieses Gerede kann ich so langsam einfach nicht mehr ernst nehmen. Teresa Earnhardt erscheint ja schon länger nicht mehr als Owner der #1, vielleicht gibt es innerhalb des Teams auch größere Spannungen, die jeglicher guter Moral und Motivation völlig entgegenwirken.

Im Vergleich dazu eher kleinere Probleme gibt es auch weiterhin bei der NASCAR und den Zuschauerzahlen, denn die Tribünen am Indianapolis Motor Speedway waren am Wochenende ja nun wirklich beachtlich leer. Dazu muss man allerdings sagen, dass die Strecke weit über eine Viertelmillion Besucher fassen kann. Je nach Tribünenkonfiguration gibt es da Aussagen, die von bis zu 400.000 Zuschauerplätzen sprechen. Somit dürften am Sonntag zum Cup-Rennen vermutlich noch mindestens 100.000 Menschen vor Ort gewesen sein, was auf vielen anderen Ovalen ja schon ein volles Haus bedeutet. Trotzdem empfand ich gerade am Brickyard die wenig gefüllten Tribünen etwas befremdlich.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

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July 27 2012

06:15

NASCAR: Vorschau Indianapolis 2012

Die kurze Verschnaufpause zu Beginn der zweiten Saisonhälfte ist vorbei, ESPN übernimmt die Berichterstattung und nur noch sieben Rennen verbleiben den Piloten im „Race to the Chase“ auf dem Weg zu den Playoffs. An diesem Wochenende wildert die NASCAR dabei in fremdem Revier, wenn der legendäre Indianapolis Motor Speedway auf dem Programm steht.

Irgendwie erscheint es mir immer noch gewöhnungsbedürftig, wenn die NASCAR-Motoren auf dem weiten Areal des Indianapolis Motor Speedway aufheulen, denn eigentlich ist der traditionsreiche Kurs im Norden der USA absolutes IndyCar-Land – alleine der Name verrät es ja dann schon. Seit 1994 ist allerdings auch die aktuell größte und populärste Motorsport-Serie der Vereinigten Staaten auf dem 2,5-Meilen-Oval unterwegs und dass trotz seiner Länge nicht mit Restrictor-Plates! Der Grund dafür ist das für Stockcar-Verhältnisse ungewöhnliche Indy-Layout, denn ähnlich wie Pocono bietet Indianapolis ultralange Geraden und dazu vergleichsweise enge, nur gering überhöhte Kurven. Damit bekommen die Ingenieure wieder eine interessante Herausforderung im Ringen mit der Abstimmung, da man einen funktionierenden Kompromiss zwischen Abtrieb und maximaler Geschwindigkeit finden muss. Weiteres zur Strecke kann im oben verlinkten Artikel nachgelesen werden.

Die letzten neun Jahre haben klar gezeigt, dass die Teams mit Chevrolet-Befeuerung am besten für das Rennen aufgestellt sind/waren. Seit 2003 stand kein anderer Hersteller in der Indy-Victory-Lane, was ja schon für die Leistung der Motoren spricht. Wenn man dazu die letzten Rennen von Daytona und Talladega betrachtet, dann fällt auf, dass die Motorenbauer von Hendrick Motorsports sowie Earnhardt-Childress Racing Technologies immer besonders stark in Erscheinung treten, wenn viel Topspeed gefragt ist.

Das Team von Rick Hendrick gewann außerdem nicht weniger als vier dieser neun Ausgaben (3x Jimmie Johnson, 1x Jeff Gordon), wodurch Johnson (3) und Gordon (4) auch die Siegerlisten am Brickyard anführen, während die Saisons 2010 und 2011 dann mit Jamie McMurray und Überraschungsmann Paul Menard wieder zwei ECRT-angetriebene Wagen ganz vorne sahen. Generell hatte man den Eindruck, dass Earnhardt-Ganassi Racing sich auf dieser Strecke eigentlich nur selbst schlagen konnte. Juan Pablo Montoya hat das 2009 und 2010 eindrucksvoll bewiesen, als er beide Rennen an der Boxengasse wegen Speeding bzw. einer bescheidenen Reifenstrategie verlor.

Ebenfalls gut unterwegs in Indianapolis ist auch der Ex-IndyCar-Pilot Tony Stewart, welcher den Brickyard schon aus seinen frühen Jahren im Top-Motorsport kennt. Zwei Siege für (das damals noch mit Chevy-Power ausgerüstete Team) Joe Gibbs Racing zeigen aber gleichzeitig auch, dass die Mannschaft vom „Coach“ ebenfalls gut mit der Strecke klarkommt. Wie anfangs erwähnt, kam es in dieser Saison auf dem Pocono Raceway ja zudem schon einmal auf eine ganz ähnliche Abstimmungsarbeit an und dort gewann sehr überraschend ausgerechnet Joey Logano das Rennen.

Toyota hat in Indianapolis bisher allerdings noch kein einziges Cup-Rennen gewonnen, doch aufgrund der aktuellen Performance der japanischen Marke in Form von JGR und auch Michael Waltrip Racing sollte man dennoch nicht zu sehr auf einen Chevy-Sieg wetten. In diesem Zuge möchte ich auch noch auf Ford hinweisen, die ihren letzten Sieg auf dem Brickyard tatsächlich 1999 holten, was schon ein wenig überraschend ist. Der momentane Tabellenführer Matt Kenseth wird sich aber vermutlich gemeinsam mit seinem Teamkollegen Greg Biffle nicht daran stören, zumal die Aggregate von Roush-Yates jetzt auch nicht gerade als schwach bekannt sind. Das Sommer-Rennen von Daytona vermittelt da einen guten Eindruck von der aktuellen PS-Stärke!

Ganz andere Sorgen hat man ja derweil bei Penske Racing, wo nach der unbefristeten Suspendierung von AJ Allmendinger erneut Sam Hornish Jr die #22 pilotieren wird. (Hier noch eine kleine Info für Interessierte: Den Fall Allmendinger möchte ich an dieser Stelle nicht weiter aufgreifen und verweise daher auf unseren gestrigen Podcast, in welchem wir uns dem Thema bereits ausführlich gewidmet haben.) Ich könnte mir momentan lediglich bei Brad Keselowski vorstellen, die Kohlen für Dodge aus dem Feuer zu holen. Der letzte Sieg des unterrepräsentierten Herstellers liegt immerhin vergleichsweise nicht ganz so weit zurück und datiert aus dem Jahr 2002.

Bei Dodge kommt momentan dann das Problem dazu, dass man für 2013 noch nicht eine einzige Mannschaft unter Vertrag hat. Penske Racing hat bekanntlich bei Ford unterschrieben und Teamchef Roger Penske ist auch noch nicht sicher, ob er seine eigene Motorenabteilung nicht doch lieber verkaufen soll. Zumindest die Ford-Aggregate wird man bei Penske aber auf jeden Fall aus dem Hause Roush-Yates beziehen.

Bei nur noch sieben verbleibenden Rennen auf dem Weg zum Chase haben die Piloten außerhalb der Top10 nur noch sehr wenige Gelegenheiten, sich mit einer Fahrt in die Victory-Lane für eine der beiden Wildcards in Stellung zu bringen. Da Brad Keselowski als Zehnter in der Meisterschaft schon 46 Zähler Vorsprung auf den nachfolgenden Carl Edwards (2012 bisher ohne Erfolg) außerhalb des Cut besitzt, scheint eine Qualifikation für die Playoffs ohnehin fast nur noch über diese Anzahl der meisten Saisonsiege zwischen Platz 11 und 20 möglich.

Kasey Kahne hat sich vor zwei Wochen in New Hampshire mit dem zweiten Erfolg des Jahres wieder gut positioniert und hat jetzt solange Ruhe, bis entweder Brad Keselowski mit drei Siegen aus den Top10 fällt oder einer der nachfolgenden Piloten mit nur einem Saisonsieg (Kyle Busch, Ryan Newman und Joey Logano) den nächsten Sack zu macht. Bei Paul Menard, welcher sich mitten in diesem ganzen Getümmel befindet, glaube ich dagegen trotz Vorjahreserfolg nicht an mehr als – wenn überhaupt nur – eine 2012er-Fahrt in die Victory Lane.

Für alle Fahrer ab Jeff Gordon auf Platz 17 geht es dann ohnehin nur noch per Wildcard in den Chase und da muss man schon mal eben zwei der nächsten sieben Rennen gewinnen und zusätzlich noch hoffen, dass sich die Piloten vor einem nicht ihrerseits ein weiteres Mal in die Victory-Lane katapultieren. Wenn Gordon oder Juan Pablo Montoya sich mit zwei Siegen in – sagen wir – Indy und Watkins Glen noch für die Playoffs qualifizieren könnten, dann wäre das aber schon ein ziemliches Wunder.

Ich persönlich rechne damit, dass sich der Kampf um die letzten Chase-Plätze ausschließlich zwischen den Fahrern bis einschließlich Rang 13 abspielen wird, vielleicht mit Außenseiterchancen für Ryan Newman. Vor allem bin ich dabei auf Carl Edwards gespannt und ob er nach dem Crew-Chief-Wechsel endlich etwas zulegen kann.

Wie gut das Rennen selbst wird, muss man sehen: Normalerweise würde ich eine Prozession und viel Single-File-Racing erwarten, so wie es auf diesem Typ Strecke üblich ist. Doch da selbst Pocono in diesem Jahr gute Rennaction bieten konnte, bin ich mir da noch nicht so sicher. Viel wird von den Pneus abhängen, die Goodyear für das Oval mitbringt und da ist natürlich die Mischung „Holz“ sehr wahrscheinlich. Ein Reifendebakel wie 2008 möchte man sicher nicht riskieren…

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und ein Zeitplan für das TV-Programm vom Wochenende.

Weil in diesem Rahmen auch noch ein Rennen der GrandAm-Serie ausgetragen wird, bleibt der Freitag NASCAR-frei. Die Trainingssitzungen der Nationwide Series fanden bereits am Donnerstag statt und ansonsten komprimiert sich der Fahrbetrieb größtenteils am Samstag. Die zweite Liga feiert dabei übrigens ihre Premiere auf dem großen Oval von Indianapolis, nachdem man zuvor lange Jahre den knapp 10 km entfernten Shorttrack namens Lucas Oil Raceway (Ex O’Reilly Raceway Park, Ex-Ex Indianapolis Raceway Park) besuchte.

Interessant ist die Platzierung der RaceBuddy-Logos auf NASCAR.com, die eine Verfügbarkeit des Zusatzservice sogar für das Cup-Qualifying ankündigen. Meiner Meinung nach ist das aber eine Fehlinformation, denn die beiden Logos für ESPN sowie RaceBuddy sind in diesem Fall eine einzige verbundene Grafikdatei und vermutlich lediglich falsch eingebunden. Die Crew von Turner Sports Interactive scheint ihrem Muttersender TNT hier gerade um nichts nachzustehen, mal sehen wie sich die Homepage im nächsten Jahr unter Eigenregie der NASCAR entwickelt. Was beim RaceBuddy noch dazu kommt, ist die teils sehr eigenwillige Belegung mit Geo-Blockierungen, welche auch eher zufallsgesteuert wirkt.

Ausstrahlungsdaten

Samstag, 28.07.
14:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED (TV um 15:30 Uhr)
16:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, ESPN2
18:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN / RaceBuddy
22:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (Indiana 250), ESPN / RaceBuddy

Sonntag, 29.07.
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Curtiss Shaver 400), ESPN / RaceBuddy / Motorvision TV

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August 02 2011

06:08

NASCAR: Analyse Indianapolis 2011

Auf dem Indianapolis Motor Speedway gab es eine faustdicke Überraschung, als sich der Nebel der Strategien lichtete und im Endspurt plötzlich Paul Menard an der Spitze zu finden war. Ihm gelang es als einziger Fahrer ohne finalen Boxenstopp, genügend Sprit für ein Duell mit dem heranstürmenden Favoriten Jeff Gordon zu sparen und seinen ersten Sieg im Sprint Cup zu holen.

Wer hätte gedacht, dass am Ende des Nachmittags auf einmal Paul Menard in der Victory Lane steht? Na klar, der Name der Menard-Familie ist untrennbar mit dem Indianapolis Motor Speedway verbunden und jahrelang musste man auf den ersten Sieg auf dieser so legendären Strecke warten. Doch dass dies ausgerechnet dem als Paydriver verschrieenen Sprössling des Baumarktmagnaten John Menard gelingen würde, kam dann doch schon etwas überraschend. Immerhin hatte Team Menard in der IndyCar-Series einige Hochkaräter im Einsatz, um das große Indy 500 zu gewinnen, doch die beste Platzierung bei den Open-Wheelern blieb 1992 ein dritter Rang des großen Al Unser Sr. Fast zehn Jahre später toppte man diesen Rekord nun familienintern und der Erfolg im Benzinkrimi war durchaus gerechtfertigt!

Man kann über Paul Menard sagen was man will, doch eines ist er nicht: ein klassischer Paydriver! Menard hat sich seine Meriten und Chancen immer selbst verdient, auch wenn er es durch Papas Geld natürlich etwas einfacher als die Konkurrenz hatte. Zwar gehörte er in den unteren Rennklassen nicht immer zu den Meisterschaftsanwärtern, doch nach mehreren regionalen Kart-Titeln konnte er auch in den Folgejahren bei stärker werdender Konkurrenz noch einzelne Rennsiege in den damaligen unterklassigen NASCAR-Ligen sammeln. Seit 2003 fährt Menard in den drei nationalen Serien der NASCAR und legte in Nationwide Series und bei den Trucks sofort einige Top10-Resultate auf den Asphalt.

Nach vereinzelten Rennen 2005 und 2006 (wo er im zweiten Auftritt bereits einen siebten Platz in Atlanta herausfuhr) begann schließlich 2007 seine Cup-Karriere vollends. In besagtem Jahr startete er gemeinsam mit Rookies wie Juan Pablo Montoya und David Ragan in der höchsten NASCAR-Liga. Passend zu David Ragan und dem annähernd gleich gestarteten Regan Smith (ab 2008 Vollzeit) holte auch Menard 2011 seinen ersten Sprint-Cup-Sieg. Die bisher größten Erfolge in den Oberklassen der NASCAR waren für Paul Menard 2006 ein Sieg in Milwaukee (in seinem Heimatstaat Wisconsin) und eine Top5-Meisterschaftsplatzierung 2010, beides in der Nationwide Series.

Seit diesem Jahr verfügt er nach seinem Wechsel von Richard Petty Motorsports zu Richard Childress Racing über eines der besten Autos im Feld, was die drei Saisonsiege von Teamkollege Kevin Harvick 2011 beweisen. Mit dem Erfolg in Indianapolis hat sich Paul Menard sogar zu den Wildcard-Contendern aufgeschwungen und verdrängte David Ragan vom zweiten Bonus-Platz für den diesjährigen Chase. Dass Menard ein passabler Fahrer ist, wenn er über passendes Material verfügt, bewies er durch seine Top5- und Top10-Statistik, welche er zu Saisonhalbzeit im Vergleich zur bisherigen Karriere gleich mal verdoppeln konnte. Mit etwas Glück bringt ihn das als zweiten RCR-Fahrer hinter Kevin Harvick und noch vor Clint Bowyer sowie Jeff Burton in die Playoffs. Zu gönnen wäre es dem in Interviews immer sehr sympathischen Paul Menard!

Nun bleibt natürlich die Frage, wie Menard sich so spät im Rennen an die Spitze des Feldes brachte, um dem bis dahin riesigen Siegkandidaten Jeff Gordon den Erfolg vor der Nase wegzuschnappen. Alles in allem empfand ich das Rennen über seine knapp drei Stunden mehr als unübersichtlich. Das mag aber auch daran gelegen haben, dass ich erst rund 60 Minuten nach dem Start einschalten konnte, weil mir die A1 mal wieder viel Freude bereitete…

In puncto Strategie ergaben sich schon vom Start weg einige interessante Möglichkeiten, so waren ausgerechnet auf der Reifen-mordenden Strecke von Indianapolis Two-Tire-Stops möglich. Das zeigt natürlich, wie Goodyear in den vergangenen Jahren die Gummimischung auf diesem Speedway für das CoT verbessern konnte, was angesichts des rauen Asphalts in Indy schon eine mehr als gute Leistung ist. Diese Two-Tire-Stops sorgten dann auch dafür, dass das Feld bei den nur fünf Gelbphasen gleich einige Male kräftig durcheinandergeworfen wurde.

Diese Reifensituation in Kombination mit dem Fallen der letzten Caution des Tages legte dann auch den Grundstein eines jeden Resultats am Sonntagnachmittag: 40 Runden vor Schluss ergab sich für einige Fahrer weiter hinten im Feld die Möglichkeit, das Pit-Window von gut 30 (!) Runden zu schließen – zumindest bei einer weiteren Caution. Diese Taktik nutzten unter anderem Paul Menard, Jamie McMurray, Mark Martin, Trevor Bayne, Regan Smith und Tony Stewart. Letzterem wurde nach gut 25 Runden klar, dass der Sprit bei ihm nicht reichen würde, was Smoke aus der Entscheidung nahm. Die anderen fünf Piloten sparten in den folgenden Runden unter Grün massiv an Benzin und hofften auf eine weitere Gelbphase, um die letzten Gallonen zu sparen. Da diese Caution allerdings nicht mehr kam, wurde es für die Gambler eng.

Zum einen lieferten sich zum Beispiel Menard und McMurray rundenlange Duelle im Schneckentempo, während sie zum anderen zeitgleich vom Rest des Feldes mit vollen Tanks im Sprint-Tempo eingeholt wurden. Fahrer wie Jeff Gordon, der ein Viertel des Rennens in Führung lag und als Favorit auf den Sieg galt, konnten nicht mit der Stochastik spielen und mussten sich ca. 15 Runden nach der fünften und letzten Gelbphase noch eine weitere Ladung Sprit und neue Reifen abholen, um nicht trockenzulaufen. Ebenfalls in dieser Gruppe unterwegs und während der letzten Caution nicht tanken waren unter anderem Brad Keselowski, Juan Pablo Montoya, Jeff Burton, Matt Kenseth und Jimmie Johnson, welche später zu 50% weit außerhalb der Top10 landeten.

Hier gab eine weitere taktische Entscheidung den Ausschlag: Montoya hatte zum Beispiel in der vorletzten Gelbphase nur zwei neue Reifen aufziehen lassen und musste für das große Finale noch einmal neue Gummis auf der linken Seite holen. Da aber nach der fünften Caution keine weitere mehr kam, musste er unter grüner Flagge alle vier Räder wechseln, was sich als katastrophaler Zeitverlust entpuppte. Am Ende landete Montoya somit nur auf einem extrem enttäuschenden 28. Rang und kann seine Playoff-Träume nun wohl endgültig begraben, wenn in Pocono und/oder Watkins Glen nicht gerade ein Wunder geschieht.

Platz 20 in der Meisterschaft ist die Quittung für die letzten Fehlentscheidungen auf Crew-Chief-Seite, man muss Jim Pohlman anscheinend noch etwas mehr Zeit einräumen. Trotzdem hat Pohlman den schlechtesten Call des Rennens aller Crew-Chiefs zu verantworten, denn so weit hinten landete letztendlich kein Siegfavorit am Sonntag. Montoya hielt sich immerhin einen großen Teil des Tages in den Top10 auf und kam bis zum letzten Boxenstopp sogar in den Top3 unter.

Jeff Gordon wiederum brauchte bei seinem Green-Flag-Pitstop nur noch zwei Reifen auf der rechten Seite wechseln lassen und war damit dann der spritsparenden Spitze auf den Fersen. Das Duell wurde ca. vier Runden vor Schluss zum Endspurt, als Paul Menard das Signal zum Durchstarten bekam und Jamie McMurray und Mark Martin auf einen Schlag stehen ließ. Von hinten kam zwar Gordon mit riesen Schritten näher und näher, doch an einen Erfolg kam Letzterer nicht mehr näher als 100m ran. Zu souverän verteidigte Menard die Führung auch im Überrundungsverkehr und warf anders als JR Hildebrand beim Indy 500 nicht in der letzten Kurve der letzten Runde seinen Wagen in die Mauer. Ein bisschen daran denken musste ich ja zugegebenermaßen schon.

Was Menards Sieg dann wirklich verdient und überragend machte, war die Tatsache, dass er gute zehn Runden Sprit sparen konnte, was außer ihm keinem anderen Fahrer bei vergleichbarer Pace gelang. McMurray konnte im Schlusssprint nicht mithalten und rutsche noch auf Rang 4 ab, während Mark Martin am Ende bis auf Platz 8 durchgereicht wurde. Regan Smith wurde überraschend Dritter! Die Marken-Verteilung in den Top10 entsprach am Ende tatsächlich meiner Prognose aus der Vorschau, auch wenn die Fords mich über das gesamte Wochenende hinweg doch mehrfach mit Trainingsbestzeiten und einer Pole-Position an den Rand der Unglaubwürdigkeit brachten…

Trotzdem dominierten im Rennen die Chevrolets von Hendrick Motorsports, gefolgt von Kasey Kahne, der bemerkenswerterweise in seinem Red-Bull-Toyota die meisten Führungsrunden einfahren konnte. Diese kamen jedoch direkt zum Start des Rennens zusammen, am Ende war er nach einem Ausritt durchs Gras nach dem Dreher von Landon Cassill zu weit ins Hinterfeld zurückgefallen und hatte keine Chance mehr auf den Sieg. Was mich ziemlich überrascht hat, ist die die Performance von Penske Racing, die ich doch deutlich weiter vorne vermutet hatte. Immerhin konnte Brad Keselowski ein Top10-Ergebnis und 17 Führungsrunden einstreichen, während Kurt Busch nach einem kleinen Mauerkuss früh im Rennen nie zur erwarteten Form finden konnte.

Ein kurzer Blick noch auf die Meisterschaftstabelle: Carl Edwards konnte sich an der Spitze der Fahrerwertung halten, da Jimmie Johnson und Kurt Busch noch schlechtere Ergebnisse einfuhren. Busch rutschte sogar um drei Positionen auf Platz 6 ab! Für Dale Earnhardt Jr wird es als Zehnter am Ende der Playoff-Positionen langsam eng, doch das war an diesem Wochenende wieder nicht seine Schuld. Junior war lange in den Top10 unterwegs und wurde am Ende ein weiteres Opfer der unterschiedlichen Strategien. Was er derzeit braucht, ist ein Sieg, der seine Chase-Qualifikation festigen könnte.

Außerhalb der Top10 lauern derzeit Denny Hamlin und Clint Bowyer in halbwegs unmittelbarer Nähe, wobei Hamlin auch eine Wildcard besetzt. Die zweite geht momentan an Paul Menard, der nach seinem Sieg in der Meisterschaft sieben Punkte vor dem dritten Sieger zwischen Platz 11 und 20, David Ragan, liegt.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

July 29 2011

06:07

NASCAR: Vorschau Indianapolis 2011

Die einwöchige Pause ist vorüber und die NASCAR bricht nun mit einem Paukenschlag den enggesteckten „Rest“ des noch langen Jahres an: Das Brickyard 400, ein wahrer Klassiker und wohl der zweitwichtigste Meisterschaftslauf der Saison nach dem Daytona 500, leitet eine Marathon-Phase von 17 Rennen am Stück ein. Die Erholung ist vorbei, wir sind mitten im Endspurt auf den Chase und bei den Teams hat sich auch etwas getan!

Irgendwie ist so eine Unterbrechung im NASCAR-Kalender ja schon gefühlt ziemlich besonders, denn seit diesem Jahr gibt es nur noch drei kurze Pausen während der kompletten Saison. Das Off-Weekend um Bristol herum kurz vor Beginn des Chase gibt es seit 2011 nicht mehr. Diese Situation hat natürlich Vor- und Nachteile: Auf der einen Seite bietet man den Fans natürlich eine Menge Racing-Action am Stück, auf der anderen kann das große Angebot aber auch zu einer Übersättigung und damit dem Rückgang der TV-Quoten führen. Bei 36 Rennen pro Jahr, die jeweils ca. drei Stunden dauern, bietet der Sprint Cup momentan immerhin fast genau 4x so viel reine Rennzeit wie die Formel 1 an.

Da wollen die knappen freien Wochenenden natürlich gut genutzt werden, auch wenn viele NASCAR-Fahrer ihre Zeit schon gar nicht mehr anders zu verplanen wissen. Allen voran ist natürlich Kyle Busch immer regelmäßig in schnellen Autos zu finden und sei es nur bei lokalen Late-Model-Rennen. Seine bevorstehende Gerichtsverhandlung wegen Speeding auf offener Straße rechne ich hier mal nicht mit ein. Am vergangenen Wochenende waren zudem u.a. noch Carl Edwards (Sieg im Nationwide Rennen von Nashville) und Kasey Kahne nicht von der Rennstrecke fernzuhalten. Bei Kahne wurde es sogar ziemlich aufregend, denn er hatte einen nicht ungefährlichen Überschlag bei den Sprint-Cars zu überstehen. Dabei verabschiedete sich sein Wagen über den Fangzaun in die Walachei, was durchaus auch schlimmer hätte enden können. Kahne war allerdings in der Lage, sein Fahrzeug aus eigener Kraft zu verlassen.

Schön zu sehen, dass somit auch vielen Fahrern trotz 36 Punkterennen plus 2 Preisgeld-Events immer noch ziemlich langweilig ist, wenn sie nicht in einem Rennauto sitzen können. Ich für meinen Teil war ganz froh, mal eine Woche verschnaufen zu können, denn für mich bedeuten zehn Monate NASCAR im Jahr immerhin einen Output von mehr als 70 Artikeln pro Saison. Bleibt mir also nur, allen Fans viel Spaß beim Endspurt zu wünschen!

EIN Endspurt ist auch schon voll im Gange, nämlich derjenige auf die zwölf Plätze in den Playoffs, von denen zwei Teilnahmeberechtigungen seit diesem Jahr bekanntlich für die Fahrer mit den meisten Rennsiegen reserviert sind. Da könnte es an diesem Wochenende eine Veränderung in der Macht geben, denn immerhin ist der Sprint Cup auf dem legendären adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Der Sprint Cup ist an diesem Wochenende zurück bei ESPN/ABC, die auch gleich den kompletten Fahrbetrieb am Samstag von SPEED übernommen haben. Das bleibt sicherlich nicht für den Rest der Saison so, doch bis zum Ende des Jahres muss man sich nun wieder öfter darauf einstellen, dass ein Qualifying mal auf ESPN2 zu sehen ist. Nationwide Series und die Trucks sind zwar ebenfalls in der “Race Capital of the World” unterwegs, allerdings auf dem Lucas Oil Raceway. Dieser 0,68 Meilen lange Shorttrack mit 12° Banking und zwei 180°-Kurven ist früher als Indianapolis Raceway Park (IRP) bzw. zwischen 2007 und 2010 als O’Reilly Raceway Park (ORP) bekannt gewesen. Seit diesem Jahr hat die Strecke einen neuen Namenssponsor. Für die Nationwide Series ist es vermutlich der letzte Auftritt auf dem Oval, denn ab 2012 ist man gemeinsam mit dem Sprint Cup im bekanntesten Nudeltopf der Welt unterwegs.

Zusammengefasst gilt wegen der Aufteilung der TV-Sender: Freitag ab 19 Uhr SPEED einschalten, am Samstag ab 16 Uhr ESPN2. Am Freitag erhält der Cup übrigens eine zusätzliche Trainingseinheit auf dem Brickyard.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 29.07.
16:00 Uhr, Truck Series Practice, nicht im TV
17:45 Uhr, Truck Series Final Practice, nicht im TV
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
22:30 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
01:30 Uhr, Truck Series Rennen (AAA Insurance 200), SPEED

Samstag, 30.07.
16:00 Uhr, Nationwide Series Practice, nicht im TV
16:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, ESPN2
17:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, ESPN2
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN2
22:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (30th Annual Kroger 200), ESPN

Sonntag, 31.07.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Brickyard 400), ESPN

flattr this!

December 31 2010

08:21

Best of 2010: Teil Zwei

Hier der zweite Teil unserer “Best of 2010″-Reihe zum Jahreswechsel. Ich habe dieses Jahr 3 Serien ausführlich verfolgt: Formel 1, NASCAR und die Indycars. Deswegen setzt sich mein Best of 2010 auch hauptsächlich aus Diesen zusammen:

Bestes Rennen:
Bei Der Formel 1 fällt es mir hier schwer mich zwischen Kanada und Türkei zu entscheiden. Türkei war einfach was Szenen anging (Unfall Vettel/Webber; Zweikampf Button/Hamilton) das Rennen, was mir im Gedächtnis geblieben ist und Kanada war einfach nen sehr gutes Rennen mit allem was dazu gehörte.
In der NASCAR war das erste Talladega-Rennen soweit ich mich erinnere sehr gut, allerdings waren alle Superspeedwayrennen dieses Jahr ziemliche Knaller. Auch wenn einige Fahrer diese Rennen nicht mögen und sie gefährlich sind, es sind nunmal für die Zuschauer die besten Rennen. Und unabhängig davon hat die neue Green-White-Checkeredregelung zwar zu viel Schrott geführt, aber insgesamt finde ich sie richtig gut, da nicht mehr so viele Rennen unter gelb beendet werden.
Bei den Indycars fallen mir spontan Texas und Chicagoland ein, was natürlich auch die “schnellen und gefährlíchen” Rennen sind. Bei den Rundkursen muss ich ganz an den Anfang der Saison zurückgehen nach Sao Paulo, ja das war trotz allen Problemen ein schön anzusehendes Rennen.

Bestes Finish:
Ganz klar die Trucks in Talladega, da gibt es keine Diskussion:

Bester Fahrer:
Ganz schwere Sache, wie ich finde. Von den Formel 1 Fahrern her hat sich dieses Jahr keiner so heraus getan, als dass er das verdient hätte. Da waren (viel) zu viele individuelle Fehler dabei, selbst bei einem Alonso. Deshalb teilen sich den Titel Dario Franchitti und Jimmie Johnson. 5-Mal in einer Serie mit 36 Rennen, davon 10 “Play-Off-Rennen”, am Ende den Titel zu holen ist einfach eine unglaubliche Leistung und Franchitti ist cool geblieben und hat auf seine Stärke, die Ovale, vertraut.

Bestes Team:
Sehr schwer ich kann mich irgendwie zwischen Chip Ganassi Racing und RedBull nicht entscheiden, deshalb sind sie für mich beide die besten Teams des Jahres. Chip Ganassi hat in den USA so ziemlich alles gewonnen, was man gewinnen kann, zumindest an einzelnen Rennen.

Überholmanöver des Jahres:
Zuerstmal geht ein Spezialpreis an Kamui Kobayashi für die vielen schönen Überholmanöver dieses Jahr.

Ein Manöver, was mir in Erinnerung geblieben ist, hat Tony Kanaan in der ersten halbe Runde des Indy 500 gezeigt: 8 Autos in 2 Kurven überholt

Es gab dieses Jahr unzählige schöne Überholmanöver, weswegen ich es unmöglich finde, eins herauszupicken. Aber das “Überholmanöver des Jahres muss ja nicht unbedingt das Schönste sein. Deshalb vergebe ich den Preis an Michael Schumacher und Rubens Barichello. Das Überholmanöver von Schumacher an Barichello gehört sicherlich zu den spektakulärsten und ja auch zu den gefährlichsten der Motorsportsaison 2010. Aber in gewissem Maße sollte man auch die Kirche im Dorf lassen , wie es so schön heißt. Es hat beispielsweise nicht Kobayashi Petrov so überholt. Dies war ein Zweikampf zwischen 2 Piloten die den Rennsport schon beide knapp 3 Jahrzehnte betreiben und im Formel 1-Feld über die meiste Erfahrung verfügen und sich zu dem noch sehr gut kennen, wenn auvh nicht unbedingt mögen. Wie gesagt ja es war gefährlich und darf von mir aus auch bestraft werden, auch wenn ich die Bestrafung der FIA ( + 10 Plätze in Spa ) zu hart fand, aber die Stigmatisierung Schumachers danach “als rücksichtloser Fahrer aller Zeiten” und das Wort “Mordversuch” was im Raum stand war einfach zu viel.

Freunde des Jahres:

Ob sie jetzt wirklich Freunde sind weiß ich nicht, aber ich fand es einfach eine extrem faire Geste, dass sich Bowyer und Harvick nachdem extrem knappen Finish in Talladega im Chase noch in den Autos die Hände geschüttelt haben:

Szene des Jahres:
Ganz klar für mich die Kollision zwischen Mark Webber und Sebastian Vettel in der Türkei. RedBull hatte sehr schnelle Autos und gute Chancen auf beide WMs, so viel war schon damals absehbar. Allerdings wusste man auch, dass man den unzuverlässigsten Wagen hatte, dass heißt man musste vorsichtig sein und versuchen, so viele Punkte wie möglich mit zu nehmen. Und dann schießt man sich gegenseitig im 7. , in Worten s-i-e-b-t-e-n Rennen der Saison im Kampf um die Führungsposition ab?! Sowas sollte eigentlich nichtmal Fahrern aus unterschiedlichen Rennställen passieren, wenn sie um die Führung kämpfen, aber Teamkollegen DARF das nicht passieren. Auf alle Fälle zeigt genau diese eine Szene wie ich finde die Intensität und Dramatik des WM-Kampfes in der Formel 1 dieses Jahr.

Kostenpunkt des Jahres:
Kameras, jetzt Mal im Ernst. Hat sich schon Mal jemand überlegt wie viele Kameras auf Rennstrecken jedes Jahr durch Kollisionen einen grausamen und qualvollen Tod sterben. Nein? Seht ihr, und jetzt überlegt euch Mal wie teuer das ist.

Schönster Moment des Jahres:
Beide WM-Siege von RedBull. Wie sagte ein Journalist auf Twitter so schön: “Ok, nun hat eine Getränkemarke also die großen Autohersteller Ferrari, McLaren und Mercedes geschlagen.”
Überraschung des Jahres:
Hier muss ich im Prinzip Abbitte leisten, denn für mich ist das Stattfinden und der ziemlich reibungslose Ablauf des Korea-Grandprixs die Überraschung des Jahres. Ich hätte speziell nach den Fotos die immer wieder kurz vorher auftauchten nicht gedacht, dass dies noch möglich wäre.

Enttäuschung des Jahres:
Einige würden hier sicherlich Michael Schumacher schreiben, aber darüber möchte ich erst nächstes Jahr urteilen. Die WTCC ist meine Enttäuschung des Jahres, da sie schön zeigt, wie man eine Rennserie mit unsinnigen Strafen- und Reglementsdiskussionen mit Anlauf gegen die Wand fahren kann. Auch wenn Chevrolet den Titel meiner Meinung nach verdient hat, ist es einfach falsch einen Titel am grünen Tisch zu gewinnen. Nächstes Jahr fährt dann Chevrolet allein um die WM, meinen Glückwunsch.

Langweiligstes Rennen:
Formel 1: Ähm Bahrain, Bahrain und öhm ach ja richtig Bahrain.
NASCAR: Öhm den Preis kriegen die Rennen in Phoenix, Homestead SCHNARCH!… und Pocono. Nicht unbedingt weil die Rennen da dieses Jahr so langweilig waren, außer in Pocono da waren sie wirklich grausam, sondern weil die Strecken allein schon wegen der Charakteristik wenig Möglichkeiten für spannende Rennen bieten und umgebaut gehören. Und warum Phoenix und Homestead unbedingt im Chase sein müssen… Dann lieber 8 Rennen und nicht ein Rumgefahre auf Strecken nur weil die Zahl 10 toll aussieht und es dort warm ist.

Racecontrol-Moment des Jahres:

Viele erwarten jetzt hier sicher irgendeine der diversen DTM-Racecontrolentscheidungen. Jedoch wiegen diese einzeln gesehen für mich nicht so schwer, wie das was sich die Indycarracecontrol in Edmonton geleistet hat. Deshalb geht dieser Preis vielleicht für einige etwas überraschenderweise an die Indycarraacecontrol für die Aberkennung des Sieges von Helio Castroneves in Edmonton. Was war passiert? Helio Castroneves lag wenige Runden vor Schluss in Führung. Dann kam es zu einer Caution. Beim darrauffolgenden Restart verteidigt Castroneves durch Fahren am Innenrand der Kurve seine Führungsposition gegenüber Will Power. Alles fair und gut. Allerdings gab es vor dem Rennen die übliche Fahrerbesprechung, in der gesagt wurde, dass man wie auf Ovalen Überholversuche nicht blockieren dürfte, wenn man dabei eine imaginäre Linie in der Kurvenmitte überfahren würde.

Auf Ovalen macht diese Regel ja sicherheitsmäßig Sinn. Aber auf dem quadratkilometergroßen Flugplatz von Edmonton mit seinen gefühllten 50 Meter breiten Landebahnen ist diese Regel einfach nur völlig Fehl am Platze. Am Ende fuhr Castroneves zwar als erster durchs Ziel , den Sieg bekam aber Dixon, der mittlerweile Power überholt hatte. Ich war selten so , man verzeihe mir die Wortwahl “angepisst” nach einem Rennen wie nach diesem. Dagegen war das was Ferrari am gleichen Wochenende in Hockenheim praktizierte ein Kindergeburtstag.

Ja die Regelauslegung war dem Regelwerk nach konform und ja das wurde auch vorher in der Fahrerbesprechung erläutert, aber in den letzten 3 Runden eines Rennens erwarte ich ein bisschen Feingefühl von der Indycarracecontrol, die ja öfters Sachen so und so auslegt ohne jetzt näher darauf eingehen zu wollen. Castroneves war nachdem Rennen natürlich richtig sauer, fühlte sich um seinen Sieg betrogen und ging dem Indycar Sicherheitschef buchstäblich an den Kragen der aber zum Glück cool blieb. Was bleibt ist die Erinnerung an die schlechteste Racecontrol Entscheidung des Jahres, ich gerate heute noch in Rage wenn ich nur daran denke.

Glückspilz des Jahres:
Herr Conway, Herr van der Drift und Herr Sadler sind die Glückspilze des Jahres. Bei diesen drei wirklich schweren Unfällen in Indianapolis, Brands Hatch und Pocono noch am Leben zu sein, dass ist zwar Einerseits der Verdienst der hochmodernen Sicherheitssysteme , aber Andererseits war da sicherlich bei allen Dreien auch eine gehörige Portion Glück dabei und eine Menge Schutzengel anwesend. Leider hatten andere Motorsportler in diesem Jahr weniger Glück.

Wünsche für 2011:

Wenig schwere Unfälle , viele schöne Rennen, spannende Meisterschaftsentscheidungen, mehr vernünftige legale Streamangebote und weniger strittige Racecontrole-Entscheidungen.

Feinde/Duell des Jahres:

Für mich der Kampf zwischen Audi und Peugeot in Le Mans. 2011 sind die Karten auf Grund der neuen Autos neu verteilt, aber die Materialschlacht auch dieses Jahr war mal wieder fantastisch anzusehen und man bewahrt sich trotz allem noch ein gesundes Maß an menschlicher und sportlicher Fairness.

Zum Schluss noch eine Danksagung an Don, für die Möglichkeit dieses Jahr hier mitzuwirken, an die anderen Autoren für die vielen Mailwechsel und selbstverständlich an die Leser des Blogs, egal ob eher still oder aktiv im Chat und in den Kommentaren! Auf ein gutes Jahr 2011!

July 27 2010

08:15

NASCAR: Analyse Indianapolis Juli 2010 / News

Juan Pablo Montoya hatte nach dem Boxengassen-Desaster 2009 in diesem Jahr wieder Pech und konnte einmal mehr nicht seinen ersten Oval-Sieg einfahren. Allerdings brachte 2010 eine taktische Fehlentscheidung den Kolumbianer um den Erfolg, den sein Teamkollege dann einfuhr.

Es ist echt ein Wahnsinn, wie wenig Juan Pablo Montoya in diesem Jahr vom Glück verfolgt wird. Wieder führte er auf dem Indianapolis Motor Speedway in überlegener Manier die meisten Runden, nur um bei den letzten Boxenstopps den Sieg wegzuschmeißen. Crew Chief Brian Pattie entschied sich dazu, die 21-Runden-alten Reifen komplett zu wechseln, während viele andere Teams überraschenderweise nur zwei Reifen austauschten. Der große weitere Siegkandidat zu diesem Zeitpunkt, Greg Biffle, nahm ebenfalls vier neue Pneus und konnte danach nur den dritten Platz ins Ziel bringen. Goldrichtig lagen außer dem späteren Sieger Jamie McMurray unter anderem noch Kevin Harvick (2.), sowie Tony Stewart (5.); Clint Bowyer (4.) wechselte ebenfalls alle Reifen. Der Crew Chief von McMurrays #1, Kevin „Bono“ Manion, sicherte Chip Ganassi damit nach dem Daytona 500 und dem Indy 500 einen Sieg im drittwichtigsten US-Rennen des Jahres.

Das Brickyard 400 ging auch ebenso turbulent los, wie es beendet wurde: Das Feld schaffte es auf der ersten Runde nur bis in Turn 2, als sich unabhängig voneinander Kyle Busch und Sam Hornish Jr im Hinterfeld auf vermutlich kalten Reifen drehten. Dabei nahmen sie auch Elliott Sadler aus dem Rennen, der erst nach einer langen Reparaturphase zur Schadensbegrenzung noch einmal auf die Strecke kam. In Runde 8 stand nach einer wirklich sehr langen Gelbphase, die ESPN für ausgiebige Werbeunterbrechungen nutzte, der Restart an. Die Meute hielt dann allerdings nur acht Umläufe durch, bis zeitgleich Robby Gordons rechter Vorderreifen, sowie der Motor von Max Papis ihren Geist aufgaben.

Zwischenzeitlich waren einige Fahrer wegen Überhitzung ihrer Motoren mit der üblichen Geysir-Erscheinung an die Box gekommen. Das lag wohl daran, dass die vier Turns so eng und tief durchfahren wurden, dass ein Teil der Grasnarbe auf die Strecke geriet und die Kühler verstopfte. Betroffen davon waren unter anderem Carl Edwards, Denny Hamlin und AJ Allmendinger. Währenddessen platzten auch Ryan Newman durch einen „fender rub“ zwei Reifen in Folge, was ihm dann sehr früh sein Rennen zunichte machte. Bei vielen Beobachtern wurde derweil die Befürchtung laut, dass wir ein ähnliches Reifen-Debakel wie 2008 erleben könnten, doch alle wurden später eines besseren belehrt. Denn Montoya verlor vermutlich das Rennen, weil die Goodyears zu gut funktionierten.

In dieser zweiten Caution sollte auch die Führung zum ersten Mal wechseln, nachdem Montoya die #48 von Jimmie Johnson beim Rennstart hinter sich halten konnte. Unter Gelb konnten Landon Cassill und Kevin Conway sich einige Führungskilometer abholen, während Johnson die #42 beim Rennen aus der Boxengasse schlagen konnte. Nach dem Restart eroberte Montoya die Führung allerdings bereits in Turn 3 zurück. Jimmie Johnson fiel daraufhin auch noch weiter zurück und ward nicht mehr gesehen. Rang 22 blieb am Ende für den vierfachen Meister übrig, einen Platz vor seinem Teamkollegen Jeff Gordon. Die Hendrick-Zwillinge hatten in Indy mit massiven Abstimmungsproblemen zu kämpfen.

Bis Runde 66 wurde nun erstmal unter Grün gefahren und Montoya musste während dieses „green flag runs“ auch gleich den ersten Rückschlag des Abends hinnehmen: Am Funk berichtete er über Vibrationen im Auto und gab kurz danach die Führung an Mark Martin ab, um sicherheitshalber die Reifen zu wechseln. Dabei stellte sich heraus, dass tatsächlich größere Stücke aus der Lauffläche seines rechten Vorderreifens herausgelöst waren. Aufgrund der Länge der Strecke reihte Montoya sich noch am Ende der Führungsrunde ohne Rundenrückstand wieder ein und konnte mit den neuen Reifen die Zeiten der Spitze bügeln. Allerdings war er nun außerhalb der Sequenz unterwegs.

In Runde 49 musste Martin die Führung wieder abgeben, weil die ersten „green flag stops“ des Nachmittags anstanden. So kamen nacheinander Greg Biffle und Tony Stewart für kurze Zeit an die Spitze, bis Montoya „out of sequence“ wieder vorne das Tempo angab. Mark Martin (11.) war später sehr unauffällig unterwegs, konnte für Hendrick Motorsports aber das beste Ergebnis des Tages einfahren, weil auch Dale Earnhardt Jr in Probleme geriet. Er war später ohne eigenes Verschulden an einer der rennentscheidenden Szenen beteiligt.

In Runde 62 hatten Montoyas ältere Reifen dann so weit abgebaut, dass Greg Biffle die Führung übernehmen konnte. Der Fahrer der #16 zeigte sich bis zum Rennende als ernst zu nehmender Konkurrent um den Rennsieg und brachte Ford wieder ein Stückchen näher an den so dringend benötigten ersten Saisonsieg. Was Montoya jetzt brauchte war eine Caution und ausgerechnet NASCAR fand eine für ihn, bzw. fand ein Staubkorn außerhalb der Rennlinie, welches zu einer Debris-Caution führte. ESPN blendete das winzige Teil ein, das die findigen Streckenbeobachter wohl nur durch die Zoomobjektive einiger Fotografen entdecken konnten.

Da alle Fahrer den Stopp für einen Reifenwechsel nutzten, konnte sich Montoya nun wieder in die Sequenz einreihen, musste sich beim Rennen aus der Boxengasse aber Greg Biffle geschlagen geben. Vor dem Restart in Runde 70 schaute ich durch das Livetiming und konnte im Nachhinein feststellen, dass schon zu diesem Zeitpunkt die drei Wagen von Richard Childress Racing konstant unauffällig in den Top10 unterwegs waren. Auch der spätere Sieger Jamie McMurray verpasste nie den Anschluss an die Spitze.

Die „clean air“ an der Spitze des Feldes tat dem Wagen von Greg Biffle sichtlich gut, denn er stürmte zur Halbzeit des Rennens mit Montoya im Schlepptau auf und davon. Ereignislose Runden (außer für die weiterhin von Handlingsproblemen geplagten Johnson und Gordon) zogen vorbei, bis in Runde 96 die nächste Serie von „green flag stops“ auf dem Plan stand, bei denen Montoya wieder die Führung übernehmen konnte. Seine Crew arbeitete von der Geschwindigkeit her auf dem Niveau der Großen, auch wenn ihm aufgrund seiner Pole Position ein guter Boxenplatz sicher geholfen hat.

In Runde 117 von 160 begann die entscheidende Phase des Rennens: Ryan Newman traf ein Teil, welches vermutlich David Reutimann verlor und zuvor nur knapp von Juan Montoya verfehlt wurde – allerdings ohne Konsequenzen. Bei einem Spritfenster von 30-35 Runden war zu diesem Zeitpunkt klar, dass noch ein letzter Boxenstopp folgen musste, um die 43 verbleibenden Umläufe unter die Räder bringen zu können. Die #42 führte dann das Feld zum Restart, gefolgt von den, für die Schlussphase wichtigen, Beteiligten Greg Biffle, Jamie McMurray, Clint Bowyer und Kevin Harvick in den Top5. Mit einem super Draft-Manöver konnte McMurray seinem Teamkollegen dabei helfen, die Führung gegen den Ford mit der #16 zu verteidigen. Biffle biss sich daraufhin die Zähne an der #1 aus, während Montoya an der Spitze den Abstand zum Rest des Feldes enorm vergrößern konnte.

Dann wurde es interessant, NASCAR fand noch einmal Debris und zwar einen Krümel ganz oben an der Mauer zwischen einer Menge „marbles“, wo normalerweise eh keiner fährt. In meinen Aufzeichungen steht Zitat:

debris so weit oben an der mauer? muss man da unterbrechen? ich rieche eine verschwörung, wenn montoya wieder nicht gewinnt!

Herzlichen Glückwunsch, so kam es dann auch, wenn gleich es keine Verschwörung gewesen sein kann, da eine Fehlentscheidung von Crew Chief Brian Pattie für den Verlust der Führung verantwortlich war. Wie bereits erwähnt vertraute ein Großteil des Feldes auf die 21-Runden-alten Goodyear-Reifen und sollte damit recht behalten. Komischerweise hatten komplett neue Gummis keine erkennbaren Vorteile in den letzten 20(!!!) Runden. An dieser Stelle möchte ich dann einmal ausdrücklich die Arbeit von Goodyear loben, die in diesem Jahr einen ausgezeichneten Reifen zum Brickyard mitgebracht haben.

Von Position 7 und 8 gingen Montoya und Biffle in den Kampf an die Spitze des Feldes, den alle Beobachter jetzt erwarteten. Auch die ESPN-Kommentatoren waren sich unsicher, ob das „gambling“ von McMurray und Co sich denn auszahlen könnte. Beim Restart konnte Kevin Harvick Tony Stewart auf den dritten Rang verweisen und setzte sich in den nächsten drei Runden gemeinsam mit der #1 von McMurray vom Verfolgerfeld ab. Weiter hinten gerieten Biffle und Montoya in große Probleme, die für die #42 dann in einem Unfall endeten. Ich bin mir nicht sicher, ob es die nun fehlende „clean air“ war, welche dem Auto ein mieses Handling verpasste oder ob das durchgehende Temperament des Kolumbianers für das übersteuernde Heck verantwortlich war.

Wie während der Zusammenfassung erwähnt musste nun auch Junior die Segel streichen, weil er von Montoya bei diesem Dreher in die Boxengasse eingefangen wurde. Dummerweise schob ihn Paul Menard(?) direkt davor im Positionskampf ein Stückchen nach unten, wodurch er der #42 genau in die Schlusslinie geriet. Alles in allem kann man da aber niemandem einen Vorwurf machen, es sei denn Montoya war tatsächlich so aufgebracht, dass er sein eigenes Auto „überfuhr“.

Direkt vor dieser letzten Caution setzte sich Kevin Harvick vor Jamie McMurray und durfte damit die Führung während der Gelbphase übernehmen. Das letzte Duell des Nachmittags war also McMurray gegen Harvick, gefolgt von Stewart, Jeff Burton und Biffle. Nach dem ersten Umlauf des 10-Runden-Sprints war die #1 dann schon wieder an der #29 vorbei, während sich dahinter erst jetzt die vier neuen Reifen von Biffle bezahlt machten. Die #16 kam zwar noch auf Rang drei nach vorne, für Harvick reichte die Zeit allerdings nicht mehr. An der Spitze fuhr Jamie McMurray ungefährdet seinen zweiten Saisonsieg nach Hause und gewann damit für Earnhardt-Ganassi Racing doch noch das Rennen. Mit einem Sieg von Ganassi rechneten viele Beobachter, doch dass es McMurray vorbehalten sein sollte, nach dem Daytona 500 auch noch das zweitwichtigste NASCAR-Rennen zu gewinnen, ahnten die wenigsten.

Für Juan Pablo Montoya war die Reifen-Fehlentscheidung natürlich ganz bitter und so wollte sich auch niemand aus dem Team vor der Kamera äußern. Jamie Little gab zu Protokoll, dass Brian Pattie die Verantwortung für das Geschehene sofort nach dem Ausfall von Montoya übernahm und auch Chip Ganassi bedachte seinen langjährigen Fahrer kurz, während er in der „victory lane“ eintraf.

Was machten die anderen?

- RCR komplettierte mit drei Wagen in den Top6 ein tolles Mannschaftsergebnis: Kevin Harvick auf Platz 2 vor Bowyer (4.) und Burton (6.).
- Greg Biffle mit einer Siegchance für Ford auf Rang 3, sowie Carl Edwards der seinen Ford Fusion auf den 7. Rang stellte.
- Joe Gibbs Racing mit Kyle Busch (8.) und Joey Logano (9.) sehr unauffällig in den Top10, Hamlin nach einigen Schwierigkeiten auf der 15.
- Die Top10 komplettierte Kurt Busch im besten Dodge.

Noch kurz zu Jacques Villeneuve: Er landete in seinem ersten Cup-Rennen seit zwei Jahren am Ende mit einem neuen Team ohne größere Streckenkenntnisse (bezieht sich auf das Team #32 Braun Racing) mit drei Runden Rückstand auf Platz 29. Später gab der Kanadier zu Protokoll, dass er ebenfalls Probleme mit dem Handling gehabt hätte. Schlecht ist er sicher nicht gefahren, außerdem hat Villeneuve sich aus allen Scharmützeln rausgehalten. Sein Resultat bestätigt aber lediglich die Erwartungen.

In der Meisterschaft hat sich kaum etwas getan: Denny Hamlin ist nach dem Pech von Jimmie Johnson an ihm vorbeigezogen von Platz 4 auf 3. Außerhalb des Chase haben nur noch Mark Martin (-62) und Dale Earnhardt Jr (-93) weniger als 100 Punkte Rückstand auf die Top12. Rennsieger Jamie McMurray ist mit zwei Saisonerfolgen nur 16ter und hinkt bereits 151 Zähler hinterher. Es wäre sicherlich eine Überlegung der Offiziellen wert, ob man die jährlichen Rennsieger nicht ebenfalls zum Chase zulässt. Erst im letzten Jahr verpasste Kyle Busch mit 4(!!!) Siegen die Playoffs, ebenso ging Matt Kenseth mit zwei Erfolgen (darunter das Daytona 500!) leer aus.

Die Owner Points sahen ebenfalls wenig Änderungen: Da sich die beiden engsten Verfolger der Top35 nicht qualifizieren konnten, stieg ihr Rückstand weiter an. TRG Motorsports rutschte nach einigen „start & park“-Rennen mit Landon Cassill am Steuer bis an den Cut zurück. Wenn sich Bill Jenkins kein Bein ausreißt, wird vermutlich nicht mehr viel passieren in nächster Zeit, zumal Boris Said ja in Watkins Glen für Red Bull unterwegs ist.

Nach dieser sehr ausführlichen Zusammenfassung gibt es noch ganz ganz viel interessante Sachen aus dem Newssektor zu berichten, mit denen ich nicht bis zu den Newshappen am Mittwoch warten möchte:

- Bei RCR soll angeblich ein neuer Sponsor für die #29 von Kevin Harvick gefunden worden sein. Vermutlich gibt man in der Woche des Watkins-Glen-Rennens bekannt, dass Budweiser die Nachfolge von Shell antreten wird.

- Mobil1 verlässt bekanntlich die #77 von Sam Hornish und auch dessen Cockpit ist derzeit bei weitem nicht sicher. Der Motorenöl-Hersteller stand mit Jeff Gordons Team in Verhandlungen, doch bei Hendrick Motorsports setzt man in Zukunft weiterhin auf die Konkurrenz von Quakerstate. Es könnte aber sein, dass Mobil1 bei Stewart-Haas Racing andockt.

- Richard Petty Motorsports steht derweil vor einem großen Problem: Kasey Kahne verlässt das Unternehmen, ebenso vermutlich auch Budweiser. Daneben trennte man sich bereits von Elliott Sadler, es verbleibt lediglich Sponsor Stanley Tools an der #19. Der Vertrag mit AJ Allmendinger wurde noch nicht verlängert und der Kalifornier sieht sich sogar anderweitig um. Wenn Allmendinger und Sponsor Best Buy nicht bei RPM bleiben, dann würde Paul Menard gehen wollen, möglicherweise als viertes, komplett finanziertes Auto zu RCR. Düstere Aussichten für Richard Petty, der sich dann womöglich gänzlich aus der NASCAR zurückziehen würde.

anicht mehr ausschließen</a>, dass <strong>Mark Martin 2011 vielleicht nicht mehr in der #5</strong> sitzt, während dieser noch a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">felsenfest an sein Cockpit glaubt. Das könnte demnächst interessant werden, hoffentlich mobbt man Martin nicht aus dem Team, das wäre äußerst unfair gegenüber dem verdienten Fahrer. Wenn Hendrick da Mist baut mit den Vertragslaufzeiten, dann muss er auch persönlich dazu stehen.

- Eine weitere Möglichkeit für Kahne oder Martin könnte ein Cockpit bei Red Bull sein, wo man im August die aEliminationsverfahren</a>, an dem nach 26 Rennen bald 15 Fahrer teilnehmen könnten. Bis zum Saisonfinale soll die <strong>Teilnehmerzahl dann schrittweise reduziert</strong> werden, bis beim letzten Rennen nur noch einige wenige (drei oder vier) Fahrer um den Titel kämpfen und dabei a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">bei Null anfangen. Ob die Idee eines finalen Shootouts so gut ist? Andererseits ist es in diversen anderen Sportarten nun mal auch so, dass die Finalmannschaften in den Playoffs beim alles entscheidenden Match bei Null beginnen (oder vgl. WM-Finale im Fußball). Trotzdem ist es ein Bruch mit den Traditionen des Motorsports.

- Passend dazu steht auch der Cup-Kalender 2011 vor großen Veränderungen. Gerüchte besagen, dass Homestead auf den Fontana-Termin im Februar wandert und Las Vegas ein zweites Saisonrennen bekommt, welches gleichzeitig den letzten Meisterschaftslauf</a> des Jahres darstellen würde. Somit wäre man für die Saisonabschlussfeier gleich am richtigen Ort, denn besagtes Fest findet seit 2009 nicht mehr in New York sondern in Las Vegas statt. Dazu könnte ein <strong>zweites Kansas-Rennen</strong> kommen und endlich ein a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Lauf auf dem Kentucky Speedway. New Hampshire steht ebenso wie Fontana auf der Kippe.

- Ganz neu noch das hier: Mindestens zwei Fahrer wurden in dieser Saison schon wegen Kritik an der NASCAR zu Geldstrafen verurteilt, eine davon angeblich in Höhe von 50.000 US-Dollar. Das ist in anderen Sportarten ebenfalls üblich, jedoch werden hüben wie drüben keine Namen der Bestraften veröffentlicht. Kommentatoren unter dem a

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