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November 16 2011

11:52

ILMC: Rückblick Saisonfinale in Zhuhai / Ausblick auf die WEC 2012

Peugeot siegt, Ferrari sichert sich die GT-Titel und der Kalender für die WEC 2012 wurde bekanntgegeben.

Die Anfangsphase des Finallaufs im chinesischen Zhuhai war noch vielversprechend: zwar hatten sich die beiden Werks-Peugeots die erste Startreihe gesichert, doch konnten sich die beiden Audi R18 in den ersten Runden erst zwischen und dann sogar vor diese kämpfen. Doch das Feuerwerk der Ingolstädter hielt nicht lange an, im Laufe der ersten Rennhälfte übernahmen die Peugeots mit sinkenden Temperaturen wieder das Kommando. Auch unterschiedliche Strategien änderten nichts mehr daran, dass es am Ende einen französischen Doppelsieg gab und Peugeot seine Serie perfekt machte: Siege in allen ILMC-Läufen – außer Le Mans.

Dass die beiden Werks-Diesel-Prototypen sehr eng beieinander liegen, zeigt ein Blick auf die schnellsten Runden: Nur 31 Tausendstel fehlten Timo Bernhard auf die Bestzeit von Sebastien Bourdais, doch hatte der Audi-Pilot seine Bestzeit in Runde 5 gefahren, als es die Streckentemperatur noch bei ca. 30 Grad lag. Auch beim Topspeed lag der Unterschied lediglich bei 1,5 km/h zugunsten der beiden 908. Doch die Franzosen hatten für die kühleren Temperaturen, die den Großteil des Rennens ausmachten, das bessere Setup und so siegten am Ende Sebastien Bourdais und Anthony Davdison nach fehlerfreier Fahrt vor Franck Montagny und Stephane Sarrazin.

Für Bernhard und Le Mans-Sieger Fässler blieb dennoch nur Rang 3 mit einer Runde Rückstand – Kristensen/McNish waren nach einem Zusammenstoß mit dem Rebellion-Lola-Toyota ausgeschieden, der allerdings weiterfahren konnte und als Vierter ins Ziel kam. Auch die Mannschaft der Tokai University schaffte es mit dem neuen Abgas-Abwärme-Hybrid ins Ziel, wenn auch mit 62 Runden Rückstand.

In der GTE-Pro-Klasse, der einzigen mit noch offenem Titel, dominierte BMW: die beiden M3 GT führten alle bis auf 6 Runden Farfus/Müller siegten vor Priaulx/Alzen. Und doch reichte es nicht zur Meisterschaft: zwar wurden Fisichella/Bruni im AF Corse-Ferrari nur Letzte mit 40 Runden Rückstand auf die BMWs, doch sie erreichten das Ziel und kassierten wegen der geringen Teilnehmerzahl in der Klasse die wenigen nötigen Punkte, um den Team-Titel zu sichern. Auch der Hersteller-Titel geht nach Italien, sogar noch etwas deutlicher, denn Luxury Racing sammelte mit dem dritten Rang von Ortelli/Makowiecki noch einige Zähler.

Damit hat BMW trotz des Werks-Engagements in beiden ILMC-Jahren den Titel verpasst – doch es gibt anscheinend noch etwas Hoffnung: sollte sich ein neues Einsatzteam als Ersatz für Schnitzer, die zur DTM abwandern, finden, könnten die BMW M3 laut SpeedTV-Journalist aJohn Dagys auch im kommenden Jahr in der WEC am Start stehen.

Die GTE-Am gewann der einzige Porsche im Feld, Lietz/Road/Ried für Proton Competition, um eine Runde vor der Larbre-Corvette, in der mit nur zwei Wagen besetzten LMP2 führte der Signatech-Nissan von Ordonez/Vernay/Mailleux vom Start bis ins Ziel.

Mika Häkkinens Debüt auf der Langstrecke verlief wenig erfolgreich: zwar konnte er in seinem Start-Stint die Führung in der GTC-Klasse übernehmen, doch hielt der Mercedes SLS AMG nicht lange durch und so ging der Sieg am Ende an den Audi von Mortara/O’Young/Imperatori.

Bemerkenswert: die GT3-Fahrzeuge konnten sowohl bei den Rundenzeiten – zumindest in der Quali – als auch beim Topspeed mit den GTE-Fahrzeugen mitzuhalten; auch was die Renn-Rundenzeiten angeht fehlte nicht viel. Umso trauriger ist es, dass ACO, SRO und FIA es nicht geschafft haben, eine gemeinsame GT-Formel zu entwickeln, die sowohl in Le Mans als auch in den zahlreichen nationalen Meisterschaften eingesetzt werden könnte…

Fortschritte gibt es dagegen vom Organisationskomitee der neuen World Endurance Championship zu vermelden. Neben einem aneuen Logo wurde auch der Kalender für die erste Saison der neuen WM wie erwartet veröffentlicht. Zwar war vieles schon im Vorfeld vermutet und gerüchtelt worden, doch herrscht nun Gewissheit.

Acht Rennen in acht Staaten auf drei Kontinenten wird der WEC-Tross – der nach Einschätzung von John Dagys 30-35 Full-Season-Entries umfassen könnte – aufsuchen. Das heißt zunächst erstmal: es wird keine zwei Rennen in den USA geben, nur Sebring wird als Auftaktrennen im März Teil der Serie. Das Petit Le Mans bleibt außen vor.

Vor dem Hintergrund, dass das Feld aus ILMC und ALMS dort bereits in diesem Jahr zu groß war, und dass die ALMS nicht auf die Challenge-Klassen verzichten kann und will, ist diese Entscheidung allerdings meiner Meinung nach nicht einmal die schlechteste. Außerdem gab es schon für Sebring Streit wegen der GTC-Kategorie, nur widerwillig haben die WEC-Offiziellen deren Teilnahme für 2012 gebilligt. Und: auch Sebring könnte für 2013 als WEC-Lauf aauf der Kippe stehen, denn die Organisatoren möchten gemeinsame Läufe vermeiden, um alle WM-Rennen nach gleichen Regeln austragen zu können.

Problematisch ist dagegen die Terminkollision des Petit Le Mans mit dem WEC-Lauf in Bahrain. Zu der Idee, einen FIA-sanktionierten WM-Lauf ausgerechnet in Bahrain zu veranstalten, muss wohl nicht mehr viel gesagt werden und ich bin mir noch nicht sicher, dass das Rennen tatsächlich über die Bühne gehen wird. Als Gradmesser darf man wohl abwarten, ob das Formel 1-Rennen auf der Wüsteninsel stattfindet oder erneut abgesagt wird.

Zu den weiteren WEC-Läufen: nach dem Auftakt in Sebring gibt es eine anderthalbmonatige Pause bis zum 6h-Lauf in Spa, der wie gewohnt als letztes Rennen vor Le Mans Anfang Mai stattfindet. Anfang Juni folgt der Le Mans-Testtag, zwei Wochen später am 16. und 17.6. das große Rennen in seiner 80. Ausgabe. Die Europa-Saison endet danach früh, Ende August, in Silverstone.

Damit hat die WEC sich zwei wichtige und traditionsreiche Läufe gesichert – ob die LMS auch an einem anderen Termin noch in Spa und/oder Silverstone antritt, bleibt abzuwarten. In England stünden mit Donington oder dem neuen Snetterton 300-Kurs Alternativen zur Verfügung; der Spa-Einzugsbereich könnte auch mit einem Lauf am Nürburgring abgedeckt werden. Klar ist nur eins: die LMS wird in Brünn fahren, dieser Termin ist bereits bestätigt. Ich würde außerdem davon ausgehen, dass auch Le Castellet wieder im Kalender sein wird; auch ein Rennen in Italien würde für die LMS Sinn machen, da die Weltmeisterschaft diesen Markt auslässt.

Derweil überquert die WEC den Atlantik und wird in Interlagos antreten, der anscheinend einzigen Option in Südamerika. Danach geht es zum Toyota- und Nissan-Heimrennen auf dem Fuji Circuit – ein Lauf der schon einmal für die Asian Le Mans Series geplant war, aber abgesagt wurde. Dieses wird, wie das skeptisch zu betrachtende Bahrain-Rennen, über sechs Stunden gehen, auch wenn es zuvor Gerüchte über ein 12h-Rennen in Bahrain gab.

Schließlich soll das Saisonfinale am 11. November in China stattfinden. Dabei ist noch nicht entschieden, ob das 6h-Rennen wieder in Zhuhai oder auf dem Formel 1-Kurs von Shanghai ausgetragen wird. Ich würde, was die Strecke angeht, Shanghai bevorzugen; doch den Stimmen vom vergangenen Wochenende nach zu urteilen haben die Organisatoren in Zhuhai ein schönes Event mit toller Atmosphäre auf die Beine gestellt, u.a. mit einer Fahrerparade durch die Stadt, wie in Le Mans. Trotzdem fanden wenige Chinesen den Weg auf die Tribünen – doch ich bezweifle, dass es in Shanghai deutlich mehr wären.

Das sind also die Voraussetzungen für 2012. Bleibt zu hoffen, dass die Titelentscheidungen zumindest in einigen Klassen spannender werden als in der gerade zuende gegangenen Saison. Der erste wichtige Termin, den sich Sportwagen-Fans im Kalender anstreichen sollten, ist der 2. Februar: dann nämlich wird das WEC-Feld sowie die restlichen Teilnehmer der 24h von Le Mans verkündet.

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(Bilder: Audi, ACO)

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November 11 2011

17:00

ILMC: Vorschau Saisonfinale in Zhuhai

Zum vermutlich letzten Mal wird der Kampf Audi vs. Peugeot als Duell ausgetragen, bevor 2012 Toyota dazustößt.

23 ILMC-Entries und sechs Gaststarter, aufgeteilt in sechs Klassen – wirklich überzeugend ist die Teilnehmerliste für das letzte ILMC-Rennen (des Jahres wie auch überhaupt) nicht. Die gemeinsamen Läufe mit der LMS in Europa bzw. der ALMS in Amerika konnten spektakulärere Starterfelder aufweisen – im Falle des Petit Le Mans sogar ein etwas überdimensioniertes. Für den einzigen Asien-Auftritt der Serie besteht dieses Problem nicht, auch das ist ein Grund warum die ursprünglich geplante Asian Le Mans Series nie wirklich zustande gekommen ist. Stattdessen gab es nun zwei ILMC-Rennen in Zhuhai, ab 2012 sollen es dann ein oder zwei WEC-Rennen in Asien sein. Die FIA-WM im nächsten Jahr sollte eine etwas größere Teilnehmerzahl für die gesamte Saison und damit auch die Asien-Rennen anlocken, die für die Werke so immens wichtig, für Privatiers jedoch kaum lohnenswert sind.

Apropos World Endurance Championship: am Samstagmittag wird es eine Pressekonferenz zur neuen WM geben. Vor allem die Bekanntgabe des Kalenders wird mit Spannung erwartet, vielleicht auch weitere Details zum sportlichen oder technischen Reglement, nachdem vor allem zu letzterem in den vergangenen Wochen einzelne Punkte nach und nach ans Licht kamen, wie wir in den Newshappen berichtet haben.

Daneben gilt es natürlich noch ein Rennen zu fahren. Doch die Strecke von Zhuhai ist nicht gerade eine der besseren auf der Welt, nicht einmal eine der besseren in China. In dem großen Land wurden in den letzten Jahren einige deutlich spannendere Strecken errichtet als der Stop&Go-Kurs, der 1996 als Chinas erste permanente Rennstrecke eröffnet wurde. Insofern ist Zhuhai natürlich „geschichtlich“ bedeutsam, aber das Layout ist vor allem für den Zuschauer unspektakulär: auf dem topfebenen Gelände reiht sich eine Haarnadel an die nächste, fast alle Kurven haben einen sehr engen Radius – einzige die letzte Kurve führt die Fahrer mit etwas mehr Schwung auf die knapp 800m lange Start-Ziel-Gerade führt.

Das Überholen ist trotz dieses Layouts mit vielen mittellangen Geraden und langsamen Kurven nicht einfach, wie sich auch im letzten Jahr in der Schlussphase zeigte, als ein Audi nach einem späten Boxenstopp rundenlang hinter einem überrundeten Peugeot feststeckte und so die Chance verlor, Jagd auf den führenden Peugeot zu machen. Audi hat inzwischen das Titelsponsoring für die Strecke übernommen – vielleicht bringt das den Ingolstädtern ja dieses Jahr Glück, nachdem es gerade daran ja mehrfach mangelte in dieser Saison.

Damit zur LMP1-Klasse: Auf der Stop&Go-Strecke von Imola, die von allen ILMC-Kursen noch am ehesten mit Zhuhai vergleichbar ist, bekam Audi im Laufe des Rennens Probleme mit den Bremsen – dort war es im Hochsommer allerdings auch ungleich heißer und Audi sollte die Probleme inzwischen so oder so behoben haben. Etwas stärker würde ich trotzdem Peugeot einschätzen, was sie auch mit recht klaren Bestzeiten in beiden Freitags-Trainings untermauert haben. Die Franzosen haben seit dem doppelten Titelgewinn beim Petit Le Mans – sowohl Team- als auch Herstellerwertung sind bereits zu ihren Gunsten entschieden – neue Teile und neue Fahrer getestet.

Neue Fahrer sind von Nöten, weil mit Alexander Wurz ein Abgang bereits bekannt ist, und gerüchteweise könnte auch Pedro Lamy wackeln. Mit Jean-Karl Vernay, Lucas di Grassi und Bertrand Baguette haben schon einige frische Nachwuchs-Piloten den 908 ausprobieren dürfen, eine Entscheidung über den Kader wird aber wohl noch auf sich warten lassen. In Zhuhai werden zunächst einmal Bourdais/Davdison und Montagny/Sarrazin um den Sieg fahren. Welche neuen Teile im Rennen zum Einsatz kommen, soll nach den Tests und freien Trainings entschieden werden.

Audi hat beide Titel verloren, wird aber natürlich versuchen, mit Bernhard/Fässler und Kristensen/McNish einen Sieg zum Saisonabschluss zu holen. Der R18 TDI ist näher am Peugeot dran als alle anderen Audi-Prototypen zuvor, und doch haben die Franzosen über die kürzeren Distanzen fast immer die Nase vorn behalten. Dass Audi am ersten Testtag in Zhuhai eine Session mit schnellerer Rundenzeit abschloss, hat rein gar nichts zu bedeuten.

Benziner-Konkurrenz kommt von Aston Martin Racing mit dem Lola-Coupé und Meyrick/Mücke/Primat. Für die Prodrive-AMR-Truppe dürfte es der letzte LMP-Einsatz auf absehbare Zeit werden. Es gab zwar die Ankündigung, dass man auch 2012 auf jeden Fall Sportwagenrennen auf internationalem Level betreiben werden, jedoch wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um ein werksseitiges Engagement in der GTE-Pro handelt.

Ein Rebellion und zwei Oak-Pescarolo werden sich mit dem Aston Martin um die Plätze streiten, wofür sie allerdings vor allem die mechanischen Probleme minimieren müssten; außerdem ist als Gaststarter wieder einmal die Tokai University dabei. Das Uni-Team setzt immer noch den alten Courage-Oreca LC70 ein, diesmal allerdings mit Hybrid-Antrieb. Das von den Forschern der Universität entwickelte System basiert allerdings nicht auf der Rückgewinnung kinetischer Energie, sondern wandelt die Abwärme der Abgase um!

Die interessanteste Klasse neben der LMP1 ist die GTE-Pro. Dort treten zwar auch nur sieben Fahrzeuge von drei Herstellern an, doch hier ist die Titelentscheidung noch nicht endgültig gefallen: noch hat BMW eine Chance, AF Corse den Team-Titel abzujagen, und auch in der Hersteller-Wertung gibt es für die Bayern noch eine rechnerische Chance.

Doch da in der Klasse nur so wenige Fahrzeuge antreten, von denen zwei Lotus Evora sind, die wohl kaum um den Sieg kämpfen werden, wird es schwierig, den Ferrari die zwei Zähler streitig zu machen, die sie für die Titel-Sicherung brauchen. Ein Ausfall des AF Corse-Ferrari – oder für einen Umschwung in der Marken-Wertung auch noch der beiden Luxuxy Racing-F458 – wäre nötig für BMW. Und das ist zwar in einem 6h-Rennen nicht unmöglich, aber der F458 lief über diese Distanz in den letzten Rennen doch recht zuverlässig. Schneller waren am Freitag aber zumindest immer die beiden BMW.

Fisichella/Bruni werden für AF Corse am Steuer sitzen, Beltoise/Farnbacher/Firman und Makowiecki/Ortelli für Luxury Racing, die am Ende des Debütjahres in der ILMC nach wie vor auf ihren Durchbruch warten. Farfus/J. Müller und Priaulx/Alzen stehen ihnen auf BMW-Seite gegenüber, für die es das vorerst letzte internationale Sportwagen-Rennen sein dürfte, zumindest werksseitig wird sich BMW 2012 auf die DTM konzentrieren. Es gäbe natürlich die Möglichkeit, den M3 GT2 dann von Privat-Teams in der GTE-Am einsetzen zu lassen, falls BMW daran Interesse hätte…

Porsche hat keine Autos am Start, da ihre Teams nur jeweils für die LMS oder die ALMS eingeschrieben waren, nicht für die ILMC; und auch auf eine weitere Show-Fahrt des Hybrid-911ers haben die Stuttgarter verzichtet. Man kann allerdings davon ausgehen, dass Porsche es sich kaum nehmen lassen wird, 2012 an der neuen WM teilzunehmen, doch auch dafür muss sich ein Team finden, dass den (finanziellen) Aufwand stemmen kann und will.

Die LMP2 ist mit zwei Fahrzeugen kaum der Erwähnung wert, der Signatech-Nissan (Mailleux/Ordonez/Vernay) wird sich mit dem Oak-Pescarolo (Da Rocha/Lafargue) um den Sieg streiten. Signatech ist bereits Meister und der dritte ILMC-Teilnehmer, Scott Tucker, hat sich die Anreise mit seinem Level 5-Team darum gleich gespart. In der Formula Le Mans – zukünftig LMP Challenge – ist gar nur ein Fahrzeug am Start.

Die GTE-Am wartet wenigstens mit einer interessanten Überraschung auf: Olivier Beretta wird Patrick Bornhauser und Julien Canal am Steuer der Corvette des Larbre-Teams unterstützen, das auch bereits den Titel in seiner Klasse seit dem Petit Le Mans sicher hat. Die Kooperation zwischen Larbre und Corvette könnte im nächsten Jahr bestärkt werden, vor allem wenn sich GM werksseitig weiter auf die ALMS konzentriert, gleichzeitig aber auch in der WEC präsent sein will.

Für CRS Racing wird es das letzte Rennen als Einsatzteam sein, im kommenden Jahr will sich Andy Kirkaldys Mannschaft ganz darauf konzentrieren, die GT3-Variante des McLaren MP4-12C weiterzuentwickeln und für Kunden aufzubauen. Auch für Gulf Racing Middle East ist es der vorerst letzte GT-Einsatz, da die arabische Mannschaft im kommenden Jahr die LMP2 der WEC mit zwei Lola-Coupés auffüllen wird.

Zu den Siegfavoriten gehören allerdings neben der Larbre-Corvette vor allem der Proton-Porsche mit u.a. Richard Lietz am Steuer und die beiden Ferrari F430 von Krohn und AF Corse. Die beiden GTE-Pro-Lotus scheinen sich trotz angeblich weiterer Entwicklunsgfortschritte eher auf dem Niveau der GTC zu bewegen, nach den Trainingszeiten zu urteilen.

Wieder dabei ist wie im letzten Jahr auch die GTC-Klasse für Fahrzeuge nach GT3-Reglement als Feldfüller und weil Audi und Mercedes auch gern ihre Straßen-Sportwagen dem wichtigen neuen Markt präsentieren möchten. Drei Audi R8 LMS werden hier einem Mercedes SLS AMG gegenüberstehen, doch der hat eine der interessantesten Fahrerkombinationen des gesamten Feldes: mit Mika Häkkinen gibt ein Formel 1-Doppelweltmeister sein Endurance-Debüt; ob daraus im nächsten Jahr mehr wird oder nicht, wird man abwarten müssen. Das Cockpit mit ihm teilen werden sich VLN-Ass Lance David Arnold und der chinesische Ex-DTM-Mann Cong Fu Cheng.

Mit Edoardo Mortara, Darryl O’Young und Carlo van Dam stehen dem auch auf Audi-Seiten einige bekannte Namen gegenüber, hinzu kommt mit Florian Gruber noch ein deutscher VLN- und GT Masters-Pilot; diese sind allerdings mit schwer einschätzbaren asiatischen Piloten durchmischt, sodass es kaum vorherzusagen ist, ob sie gegen das namhafte Mercedes-Trio über die Distanz bestehen können.

Das 6h-Rennen startet am Sonntagmorgen um 4 Uhr deutscher Zeit und wird in voller Länger live auf lemans.org sowie auf den Webseiten von Audi und Peugeot gestreamt. Für den normalsterblichen Zuschauer sollte auch die Eurosport-Übertragung der Schlussphase auf 8:30 Uhr ausreichen, zumal ja wie beschrieben die Meisterschaftsentscheidungen gefallen sind. Auch das Live-Timing sowie weitere Infos finden sich auf den Webseiten des ACO zur ILMC. Als europäischer Fan kann man sich nur wünschen, dass das WEC-Organisationskomitee für die Asien-Läufe im nächsten Jahr über Rennen in der Dämmerung bzw. in die Dunkelheit hinein nachdenkt, wie sie auch in den USA oder teilweise auch schon in Europa veranstaltet wurden…

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October 05 2011

11:40

ALMS/ILMC: Analyse Petit Le Mans

Ein wirklich schönes Rennen war es nicht, auch wenn es an der Spitze der meisten Klassen zumindest zeitweise eng zuging. Am Ende setzte Peugeot seine Siegesserie bei Rennen abseits der 24h von Le Mans fort.

Das große Rennen an der Sarthe ging 2010 und 2011 an Audi – alles andere gewann in den letzten Jahren Peugeot. Das ist schon kurios, zumal in diesem Jahr beide Werke mit ihren neuen Autos erstmals vom Grundspeed und vom Entwicklungsstand her auf Augenhöhe sind. War der Audi R15 dem alten 908 Hdi-FAP noch klar unterlegen, waren in diesem Jahr alle Rennen sehr ausgeglichen, und so auch das Petit Le Mans. Beide hätten das Rennen gewinnen können, doch irgendwann kam es, wie es kommen musste: der Überrundungsverkehr beendete das Duell jäh – und verhalf Peugeot zur – wohlverdienten! – vorzeitigen Meisterschaft in der ILMC.

Das Petit Le Mans wurde geprägt vom für die kurze Strecke zu großen Feld: diese Kombination brachte massive Verkehrsprobleme, viele kleine Hakler und Zwischenfälle, Reifenschäden durch Teile auf der Strecke und ähnliches mit sich. Glücklicherweise blieben schwerere Unfälle, wie im Freien Training zwischen David Murry und David Ducote (der zur Vorsicht ins Krankenhaus eingeliefert wurde, aber soweit okay ist), dabei aus.

Überrundungen gehören zum Handwerk eines Prototypen-Piloten, aber bei einem so großen Feld wie diesem und den hohen Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen den sechs Klassen sowie der geringeren Beschleunigung der neuen LMP1-Generation hat sich dieses Handwerk verändert. War es bisher meist Allan McNish, der mit kompromisslosen Manövern überzeugen konnte, scheinen die neuen Bedingungen eine etwas behutsamere Fahrweise, mehr Vor- und Rücksicht zu erfordern. Hinzu kommt die schlechte Sicht in den geschlossenen LMPs, die vermutlich maßgeblich zur Rennentscheidung beigetragen hat.

Doch schon das erste Renndrittel wurde von fünf Gelbphasen zerrissen; ein brennener Jaguar, Zwischenfälle mit Challenge-Fahrzeugen, aber auch Ausrutscher von Rebellion und Dyson waren die Gründe. Überhaupt gab es auch für einige frühe Probleme für Top-Teams: nicht nur der MuscleMilk-Lola-Aston Martin und einer der Werks-Corvettes erwischte es, sondern auch den #7-Peugeot, bei dem mit Sebastien Bourdais am Steuer das Getriebe versagte, und den Audi mit der #2, der nach diversen Berührungen mit langsameren Fahrzeugen mehrfach im Paddock repariert werden musste.

Die vielen Cautions führten zu unterschiedlichen Stopp-Strategien, so führten einige Zeit lang der Oreca-Peugeot und der Werks-Aston Martin, doch das war im Endeffekt bedeutungslos. Erst nach dem fünften Restart in Runde 127 konnte dieses Petit Le Mans so etwas wie Endurance-Charakter entwickeln. In der folgenden, gut 100 Runden langen Grünphase ging es dann richtig zur Sache, auch wenn es dem verbliebenen Audi nie gelang, dem #8-Peugeot die Führung abzuluchsen, der einen Vierfachstint auf einem Reifensatz fuhr. Die Zweikämpfe, soweit der Verkehr sie zuließ, waren sehenswert, z.B. dieser zwischen Montagny und Dumas:

Doch irgendwann kam es zur bereits angesprochenen überrundungs-bedingten Rennentscheidung: ausgangs der Kurve 7, der langsamsten Ecke der Strecke, liefen die beiden auf einen GTC-Porsche des TRG-Teams auf. Franck Montagny scherte weit nach rechts aus, um vorbeizugehen, richtete den Wagen aber danach wieder auf die Rückkehr zur Ideallinie für den folgenden Linksknick aus. Was er nicht ahnte: Romain Dumas versuchte auf deutlich engerer Linie am Porsche vorbeizugehen und sah anscheinend eine Chance, auch noch den Peugeot zu schnappen, der durch die weitere Linie die Tür für ihn geöffnet zu haben schien und der wegen des Überrundungsmanövers nicht voll hatte beschleunigen können.

Als Montagny also wieder in Richtung Ideallinie herüberzog, reagierte Dumas, vor dem sich die Lücke plötzlich schloss, und zuckte ebenfalls nach links – doch da er noch nicht ganz am Porsche vorbei war traf er dessen Front mit seinem hinteren linken Kotflügel und bog abrupt in die Mauer ab. Dumas passierte nichts, doch der R18 war dahin. Und sofort wurde über die Schuldfrage gestritten…

Dumas meldete sofort an die Box, Montagny habe ihn abgedrängt; die TV-Kommentatoren von Eurosport sahen einen Fehler des Franzosen in Audi-Diensten. Meiner Meinung nach ist das Ganze ein Rennunfall, wie er nunmal leider passieren kann, wenn eifrig kämpfenden Fahrern an einer ungünstigen Streckenpassage ein Überrundeter im Weg steht: Dumas Überholversuch war sehr gewagt, aber auch Montagny weite Linie und das folgende Zurücksteuern auf die Ideallinie waren nicht ganz astrein. Bei letzterem stellt sich auch die Frage, ob er den Audi wegen der schlechten Übersichtlichkeit der geschlossenen Prototypen nicht sehen konnte oder ob er nicht in den Spiegel schaute, weil er nicht mit ihm rechnete.

Außerdem zeigt sich wieder einmal die Problematik der kleinere Motoren: den LMPs fehlt die massive Beschleunigung der letzten Jahre, entsprechend werden Überrundungsmanöver schwieriger und dauern länger, vor allem, wenn sie – wie hier – nach einer langsamen Kurve stattfinden. Ändern wird sich an diesen Rahmenbedingungen so schnell nichts, also müssen die Piloten ihre Fahrweise anpassen. Und das trifft eben in diesem Fall auf Montagny wie auch auf Dumas zu.

Das Rennen war damit entschieden, der Peugeot mit Montagny/Sarrazin/Wurz gewann 100 Runden später als einzig verbliebener Werk-Diesel mit fünf Runden Vorsprung vor dem 2010er-Oreca-Peugeot. Eine weitere Runde zurück folgten Klien/Fernandez/Primat, die zeigten, dass der Lola-Aston Martin immer noch ein toller Langstrecken-Prototyp ist. Dass Aston Martin das radikale Projekt AMR-One wagte, anstatt auf einer guten Basis wie diesem Wagen aufzubauen, scheint im Nachhinein noch absurder, als es das vorher schon tat.

Der Audi-Totalausfall jedenfalls beschert Peugeot schon vor dem ILMC-Saisonfinale in Zhuhai sowohl mit dem Titelgewinn sowohl in der Hersteller- als auch in der Teamwertung. Verdient ist die Titelverteidigung allemal, doch ist und bleibt sie nur ein schwacher Trost für die verlorenen 24h von Le Mans. Mit dem offiziellen FIA-WM-Status dürfte die Bedeutung der Meisterschaft 2012 etwas steigen, doch das große Ziel von Peugeot wird es sein, nach 2009 noch einmal das „große“ Le Mans zu gewinnen, nicht nur das „kleine“ in Georgia.

Die LMP2 war wie seit Einführung des Kostenbegrenzungs- und Pro/Am-Reglements gewohnt von technischen Problemen geprägt und wurde, wie erwartet, zugunsten des Teams entschieden, das mit den wenigsten davon über die Distanz kommt. Dass das am Ende Level 5 mit Scott Tucker, Joao Barbosa und Christophe Bouchut ist, ist ebenso überraschend wie erfreulich. Überraschend, weil der HPD ARX-01g erst sein zweites Rennen überhaupt bestritt und die 1000 Meilen zuverlässig abspulte, erfreulich, weil der Sieg bei einem großen Rennen vor heimischem Publikum schön für Tucker und sein US-Team ist und all den Aufwand des Aufstiegs in die LMP2 und des Chassis-Wechsels während der Saison rechtfertigt.

Ebenso groß dürfte die Freude bei United Autosports gewesen sein, beim Debüt im Le Mans-Motorsport vor heimischem Publikum gleich Rang 2 in der Klasse einzufahren, wenn auch mit acht Runden Rückstand auf den Level5-HPD, da es während der zweiten SC-Phase zu einem Auffahrunfall kam und der Diffusor des Pescarolo ersetzt werden musste. Danach lief alles problemlos für Brown, Patterson und Johannson und sie schafften zehn Runden mehr als der von Problemen mit der Servolenkung geplagte Signatech-Oreca-Nissan, der das Podium komplettierte und damit den Titel ohne einen einzigen Rennsieg (!) holt.

Die GT-Klasse lieferte, was man mittlerweile seit einigen Jahren gewohnt ist: zahlreiche spannende Zweikämpfe. An der Spitze jedoch stellte sich im Laufe des Rennens der AF Corse-Ferrari mit Fisichella/Bruni/Kaffer als klar beste Kombination heraus, die schließlich auch gewann. In den knapp 80 Runden vor der späten letzten Gelbphase fuhr das Trio über 30 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger heraus, und auch dieses letzte Safety Car brachte das Team nicht um den verdienten Sieg.

Die BMW-Konkurrenz litt wieder einmal unter den Reifenproblemen, diesmal waren es vor allem diverse Reifenschäden, die die beiden M3 GT zurückwarfen. Da dieses Schicksal auch noch einige andere Wagen traf, kann man die Schäden wohl auf Teile auf der Fahrbahn zurückführen. Jedenfalls konnte am Ende nur die #55 mit Auberlen/Werner/Farfus um Rang 2 kämpfen, wurde dann jedoch von Jörg Bergmeister im Flying Lizard-Porsche in der Doppelrechts Turn 6/7 außenherum im Überrundungsverkehr überholt – ein a

September 29 2011

14:09

ILMC/ALMS: Vorschau Petit Le Mans

Nachdem das LMS-Saisonfinale in Estoril am vergangenen Wochenende mangels Fernsehbildern völlig unterging, steht nun mit der Kombination aus Saisonfinale der ALMS und vorletztem ILMC-Lauf das letzte echte Highlight der Sportwagen-Saison an.

Das Petit Le Mans bildet mit den 12h von Sebring die Eck- und Höhepunkte der ALMS-Saison, die beiden Events sind außerdem die am besten besuchten. Im letzten Jahr sollen es am Wochenende über 124.000 Zuschauer gewesen sein, mehr als je zuvor bei diesem Rennen, mit dem Don Panoz 1998 den Le Mans-Sport wieder zurück in die USA brachte und den Grundstein für die ALMS legte. Das diesjährige Feld, das tatsächlich die Unterbringungsmöglichkeiten der Strecke sprengt, dürfte auch wieder für ein volles Haus sorgen. An der Spitze duellieren sich wieder einmal Audi und Peugeot, aber auch die 25 GTE-Fahrzeuge dürften beim Rennen in die Dunkelheit auf der grandiosen Road Atlanta in den Hügeln von Georgia für viel Spektakel sorgen.

Der Zuschauerrekord zeigt natürlich auch, wie wichtig das Rennen für die ALMS ist – doch nach wie vor ist weder entschieden, wie die ALMS im nächsten Jahr aussehen wird (Gerüchte besagen, dass Überbleibsel aus der LMS das LMP1-Feld in der ALMS verstärken könnten), noch ist der Kalender der Sportwagen-WM bekannt, die ja auch in den USA antreten möchte. Aber es wird wohl eher darauf hinauslaufen, dass das Petit Le Mans nicht Teil der WEC wird.

Im Vorjahr war es anfangs eng zwischen beiden Herstellern, bis dann Lotterer einen Ausrutscher mit Folgen hatte und Capello ein kurioses Problem mit seinem Helm hatte, sodass Peugeot gewann. Auch im Jahr davor waren es dir Franzosen, die zum Zeitpunkt des Regen-bedingten Abbruchs vorn lagen. 2008 gewann zuletzt Audi, nachdem Pirro, Capello und McNish, die mit zwei Runden Rückstand gestartet waren, sich in einer aamericanlemans.com/live</a>. Ob auch – wie in Silverstone – wieder ein Stream auf lemans.org laufen wird, kann ich nicht versprechen, aber es wäre durchaus möglich. Im ALMS-Stream kann man sich auch die Quali am Freitagabend um 20:40 anschauen. Alle weiteren Services, Timing, Zeitplan, Spotter Guide, gibt es wie immer im ALMS a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Race Hub.

PS: Mit dem Petit Le Mans bin ich dann jetzt auch zwei Jahre beim Racingblog, die Vorschau fürs 2009er Rennen, das ja dann leider ins Wasser fiel, war mein erster Beitrag. Danke an alle Leser, an Don und die anderen Kollegen für all den Spaß, den wir hier zusammen auf der Seite haben! Und damit wünsche ich euch viel Spaß bei einem meiner persönlichen Highlights des Motorsport-Jahres!

(Bilder: ALMS, ILMC, Ferrari)

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September 13 2011

15:52

LMS: Analyse Silverstone 2011

Audi gewinnt die 24 H von Le Mans, aber Peugeot gewinnt alle anderen Rennen. Wie kommt das? In der GT-Klasse kann Ferrari seinen ersten Titel feiern.

Es war schon erstaunlich, was man in Silverstone sehen konnte. Audi und Peugeot lagen in einem 6-Stunden-Rennen fast die gesamte Zeit Kopf-an-Kopf, man schenkte sich nichts. In den vielen Stunden, mit Boxenstopps und Fahrerwechseln, gab es unzählige Überholmanöver und kaum eine Zeit, in der ein Team sich zurücklehnen konnte. Den Zuschauern bot sich ein faszinierendes und vor allem spannendes Rennen, das am Ende Peugeot dann doch deutlich für sich entscheiden konnte. In der GT-Pro war die Sache klarer. Der Ferrari von AF Corso konnte sich relativ leicht durchsetzen. Dafür ging es hinter den Italienern richtig nett zur Sache.

LMP1

Peugeot hatte in der Quali, wie man es schon fast gewöhnt ist, die Pole erreicht. Auf eine Runde ist der 908 weiterhin das Maß der Dinge, was Audi, wie man selber zugibt, durchaus ärgert. Im Rennen sieht die Sache dann aber wieder etwas anders aus. Peugeot kann den Vorteil im Rennen aber nicht umsetzen, Audi ist dann wieder dran. Im Grunde ist man gleich schnell, die Abstände im Rennen ergeben sich durch die unterschiedliche Qualität der Piloten und ihrem Umgang mit dem Verkehr. So schwankte der Abstand zwischen den Führenden meist zwischen wenigen und Null Sekunden.

Dabei mussten beide Teams ziemlich früh einen herben Rückschlag einstecken. Franck Montagny versenkte die #8 nach einer Berührung mit einem FLM in einem Reifenstapel, was ihn 8 Runden kostete. Leider wurde auch die die #2 von Alan McNish zurück geworfen, da es hier eine Berührung mit einem Ferrari von JMW gab. Damit blieben nur die #7 mit einem sehr gut aufgelegten Sebastian Bourdais und die #1 mit einem nicht weniger aggressiven Marcel Fässeler am Steuer des R18. Die beiden jagten sich um den umgebauten Kurs von Silverstone, als ginge es um den Sieg in Le Mans. Es war faszinierend. Doch leider wurde das Rennen einem spannenden Finish beraubt, als der Audi von einem anderen Fahrzeug so unglücklich am Heck getroffen wurde, dass man die Heckpartie wechseln müsste. Das reichte dem Peugeot um eine Runde Vorsprung heraus zu fahren.

Warum nur gelingt es Audi, ein 24 H Rennen zu gewinnen, aber in allen anderen Rennen zieht man den Kürzeren? In Silverstone hatten die Deutschen eine Menge Pech, waren aber auch nicht in der Lage, Peugeot auf Distanz zu halten. Der Audi hat mit seinem Konzept des maximalen Abtriebs Vorteile in den schnellen Kurven, doch man leidet auch darunter, dass man wegen des Abtriebs an Höchstgeschwindigkeit verliert. Wie in Le Mans, war der 908 auf den Geraden etwas schneller, als der R18. Bei Audi steht man deswegen durchaus unter Druck. Seitens des Vorstandes war schon vor dem Rennen in Le Mans angeblich zu hören, dass man in Le Mans erwarten würde, dass der R18 den Peugeot aus eigener Kraft, also über den Speed wird schlagen können. Was auch gelang, aber auf den “Kurzstrecken” kann der R18 seine Vorteile nicht ausnutzen.

Bei den Nicht-Diesel konnte sich der OAK Pescarolo-Judd mit Oliver Pla und Alexendre Premat durchsetzen. Weil die #8 und die #2 schwächelten, konnte man sogar den letzten Podiumsplatz ereichen. Das war aber durchaus knapp, denn der Rebellion Racing Lola-Toyota setzte den OAK-Wagen mächtig unter Druck. Wenig Glück hatte mal wieder Aston-Martin, die mit 2009er Modell angetreten waren, nachdem der diesjährige Wagen eine völlige und rettunglose Katastrophe ist.

LMP2
Besser kann es für Greaves Motorsport in diesem Jahr eigentlich nicht mehr laufen. Man hat in Belgien, Imola und in Le Mans gewonnen. Das Rennen in Silverstone lief allerdings auch nicht so ruhig ab, wie man sich das gewünscht hatte. Der Boutsen Energy Racing Oreca Nissan konnte den Zyktek von Greaves die Führung abjagen, allerdings konnte man sich nur kurz an der Spitze halten. Kleinere Probleme und ein Batteriewechsel machten den Weg wieder für Greaves frei.

GTE-Pro
In der GT Klasse gab es ein nettes Duell zwischen den Ferrari von AF Corse und beiden BMW. Die hatten in der Quali die Nase vorne, aber im Rennen ging es nicht richtig vorwärts. Beide BMW wurden von Reifenproblemen geplagt, die am Ende den Sieg kosteten. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass Ferrari den F458 nach nur einem Jahr so weit entwickelt hat, dass sie in der GT-Klasse nur durch die BoP einzubremsen sind. Der Wage ist fast allen Belangen überlegen: Abtrieb, Speed, Reifenverschleiss und mittlerweile stimmt auch die Standfestigkeit. Der ACO wird sich da für 2012 etwas ausdenken müssen. Den Sieg holte die Kombination Bruni/Vilander, die vor einem weiteren F458 mit der Besetzung Ortelli/Makowiecki ins Ziel kamen. Platz 3 ging etwas überraschend an einen Porsche. Der Felbermayer Wagen mit Lieb/Lietz. Der beste BMW mit Alzen/Priaulx kam immerhin auf P4 ins Ziel. Wobei mal wieder Uwe Alzen, der als Gaststarter mit an Bord war, eine besonders gute Figur machte. AF Corse hat den Titel in der GTE-Pro damit sicher.

Das nächste und letzte Rennen der Saison ist schon in knapp 14 Tagen in Estoril.

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September 09 2011

16:00

ILMC/LMS: Vorschau Silverstone

Ein letztes Mal treten ILMC und LMS noch mit großem Starterfeld gemeinsam an, bevor die Serien dauerhaft getrennte Wege gehen.

Silverstone, die traditionelle, aber runderneuerte Heimat des britischen Motorsports wird der Schauplatz dieses letzten Events einer Übergangsära sein. Vor einem Jahr fand dort das erste Rennen des Intercontinental Le Mans Cup gemeinsam mit der LMS statt, diesmal wird es der letzte gemeinsame Lauf sein – danach macht sich die ILMC nach Amerika und Asien auf, die LMS wird ihr Saisonfinale „allein“ in Estoril austragen. Für die Zuschauer war die Kooperation eine schöne Sache und wird es sicher auch an diesem Wochenende noch einmal sein: 49 Fahrzeuge in den bekannten fünf Klassen werden am Sonntagmittag auf dem Grid stehen. Nicht so praktisch: Das neue Boxengebäude, genannt „Wing“ hat auch nicht mehr Garagen als die alte Boxengasse, entsprechend werden sich wieder einige Teams Garagen teilen müssen.

Dazu zählen selbstverständlich nicht Audi und Peugeot; die beiden großen Konkurrenten an der Spitze des Feldes haben sich wie üblich die Boxen am jeweils entgegengesetzten Ende der Boxengasse ausgesucht (Haupttribünen-Besucher werden sich nicht gerade freuen, denn seit dem Formel 1-Rennen ist ja bekannt, dass die letzten Boxenplätze von dort nicht ordentlich einsehbar sind). Nach dem ungefährdeten Doppelsieg in Imola – mittlerweile schon über zwei Monate her – liegen die Löwen in der Herstellerwertung sehr deutlich vor Audi (132:89), im Team-Cup allerdings nur knapp (65:61).

Bernhard/Fässler und Kristensen/McNish werden versuchen, diesen Rückstand aufzuholen. Dafür muss allerdings insbesondere das Veteranen-Duo mehr zeigen als in Imola, als sie über das ganze Rennen nicht mit den anderen Dieseln mithalten konnten. Aber so oder so schien Peugeot über die „kurzen“ Distanzen (falls man ein 6h-Rennen so nennen kann) oft einen Tick stärker zu sein als die Audi. Im französischen Lager gibt es allerdings gezwungenermaßen eine Umbesetzung: Anthony Davidson hat sich bei einem Fahrrad-Unfall das Schlüsselbein gebrochen und ist noch nicht wieder ganz fahrtüchtig. An Ersatzmann Simon Pagenaud sollte es allerdings nicht scheitern, er gehört auch zum Kreis der Top-Sportwagen-Piloten.

Silverstone ist bekanntermaßen eine zügige Strecke mit vielen schnellen Kurven. Das schien dem Audi R18 bisher zu liegen, wenn man sich etwa den Vergleich in den Porsche-Kurven in Le Mans anschaut. Viele Bremszonen gibt es auch nicht, sodass die Bremsprobleme aus Imola diesmal nicht wieder auftreten sollten. Das ganze Bild könnte allerdings noch durchs Wetter verzerrt werden, denn der englische Spätsommer bringt eine Regenwahrscheinlichkeit von 50-60% mit sich.

Der Oreca-Peugeot fehlt leider auch in Silverstone wieder. Das Team von Hughes de Chaunac werkelt gerüchteweise an einem Werks- oder zumindest werksunterstützten Einsatz im kommenden Jahr, möglicherweise mit einem anderen Hersteller als Peugeot. Nissan soll es allerdings, so SpeedTV-Journalist John Dagys via Twitter</a>, zumindest im nächsten Jahr nicht sein; über deren LMP1-Comeback wird allerdings a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">weiter spekuliert, 2013 oder 2014 könnte es soweit sein.

Wieder dabei ist allerdings Aston Martin, das Heimrennen wollte man nicht auslassen. Dafür mussten George Howard-Chappell und Kollegen allerdings einen Notfallplan zusammenbasteln: da der selbst entwickelte AMR-One, bzw. dessen Sechszylinder-Turbomotor, sich spätestens in Le Mans als dramatischer Fehlschlag herausgestellt hat, wird der ebenso hübsche wie wohlklingende Lola-Aston Martin mit V12-Aggregt wieder aus der Mottenkiste geholt. Fahren werden Christian Klien, Adrian Fernandez und Harold Primat.

Von vielen als „fatally flawed“ bezeichnet, hat AMR aber laut der Print-Ausgabe der britischen MotorSport ein externes Gutachten über den Reihensechszylinder eingeholt, das diesem noch Potential einräume – ob das nur ein letzter Strohhalm ist, an dem man sich aus dem PR-Desaster herausziehen möchte, oder ob es tatsächlich Hoffnung gibt, wird sich wohl erst zu Beginn der kommenden Saison zeigen.

Das Aston Martin-Trio wird sich um den Trostpreis des besten Benziners mit Pescarolo und den beiden Rebellion-Toyotas streiten, die zurzeit gleichauf liegen im Kampf um die LMP1-Meisterschaftswertung der Le Mans Series.

In der LMP2 sind diesmal zehn Teams am Start: Level 5 musste seine Nennung zurückziehen, da der neue HPD ARX-01g-Prototyp noch bei Wirth Research in Bau ist und nach Fertigstellung direkt nach Kalifornien verfrachtet wird. Damit hat der Versuch eines Wechsels in der Saison Scott Tucker und seine Mannschaft alle Hoffnungen auf den Titel genommen, auch den aktuellen zweiten Platz könnten die Amerikaner an OAK Racing verlieren.

Führend in der Wertung ist das Signatech-Nissan-Team, das mit den anderen Nissan-motorisierten Teams vermutlich wieder zu den Favoriten zählen wird. Neu bei Signatech im Cockpit, gleichzeitig aber ein Rückkehrer zu seinem alten Team: Jean Karl Vernay, Absolvent der F3 Euroserie (wo er schon für Signature-Plus fuhr), Vorjahresmeister bei den IndyLights und aktuell Testfahrer bei Peugeot. Sein Renndebut bei den Sportwagen sollte man aufmerksam beobachten, immerhin könnte er ein zukünftiger Peugeot-Stammfahrer sein.

Zu den weiteren Nissan-Teams gehören u.a. der in der LMS führende Greaves-Zytek-Nissan, der die vergangenen beiden Rennen gewann, sowie Boutsen Energy Racing mit dem jungen Österreicher Dominik Kraihamer, dem motorsport-total.com kürzlich ein schönes a

July 05 2011

16:00

Sportwagen-Analyse: LMS/ILMC in Imola, GT1/GT3 in Navarra

Dominanz war das Thema des Wochenendes. Audi war chancenlos gegen Peugeot und die versammelte GT1-Konkurrenz hatte den All-Inkl.com-Lamborghinis nichts zu erwidern…

Nach den unfallträchtigen Rennwochenenden in Spa und Le Mans will ich erstmal eines voranstellen: die 6 Stunden von Imola gingen ohne schweren Unfall, ja sogar ohne irgendeinen nennenswerten Crash zu Ende, auch das Safety Car kam nicht ein einziges Mal zum Einsatz. Zwar war es das ein oder andere Mal wieder eng beim Überrunden, doch alle konnten sich einigermaßen im Zaum halten. So konnte sich über die LMS-Standarddistanz ein interessantes Rennen ohne Unterbrechungen oder Gelbphasen-bedingte Verschiebungen entwickeln. Und so zeigte sich schon früh: mit den beiden Peugeot 908 würden die Audi R18 nicht mithalten können. Imola ist eine relativ einzigartige Erscheinung im ILMC-Kalender, am ehesten noch mit Zhuhai zu vergleichen, mit vorrangig langsamen Kurven (bzw. Schikanen im Falle von Imola), verbunden durch Geraden. Damit scheint der Peugeot deutlich besser klarzukommen als der neue Audi R18.

So konnte der zwar im flotteren Mittelsektor (mit Piratella und Acque Minerale) punkten, doch auf den übrigen zwei Dritteln der Strecke waren die Franzosen im Vorteil, u.a. auch mit 6-8 km/h höherem Tospeed. Außerdem verstopfte die über die Renndauer zunehmende Menge an Gummiabrieb und Schmutz die Kühllufteinlässe der Vorderbremsen. Das führte zu Überhitzungsproblemen, wegen denen die Ingolstädter auch von der optimalen Bremsbalance abweichen mussten. Hinzu kamen die Temperaturen von bis zu 36°C waren ein Fall, für den Audi noch nicht ausreichend auf der Strecke testen konnte. Dass Peugeot Stints von bis zu 33 Runden fahren konnte, während die Audis konstant alle 30 Runden nachtankten, ist interessant, aber war an diesem Sonntag nicht rennentscheidend.

Konnten die Audi in der ersten Dreiviertelstunde noch gut mithalten, setzten sich die Peugeots dann allerdings ab der ersten Boxenstopp-Runde konstant ab; auch zwei schleichende Plattfüße etwa eine Stunde vor Schluss, die eine Änderung des Stopp-Rhythmus erforderten, änderten nichts mehr, dass am Ende etwa anderthalb Runden Vorsprung zu Buche standen: Sebastien Bourdais und Anthony Davidson siegten nach astreiner Performance vor Montagny/Sarrazin; Fässler/Bernhard hielten ihre Kollegen McNish/Kristensen im Kampf um den letzten Podiumsplatz hinter sich. Auch in beiden ILMC-Gesamtwertungen (Team- und Marken-Pokal) liegen die Franzosen nun klar vorn, auch wenn bei noch drei ausstehenden Rennen noch nichts entschieden ist.

Auch der Pescarolo-Judd des Pescarolo-Teams tat sich mit dieser Strecke schwer, so absolvierten die beiden Rebellion-Lola-Toyotas die Distanz diesmal ohne Probleme als beste Benziner, mit Belicchi/Boullion 17 Sekunden vor Jani/Prost. In der LMS-Gesamtwertung (a

June 30 2011

16:00

Sportwagen-Vorschau: ILMC/LMS in Imola, GT1 & GT3 in Navarra

Viel Sportwagen-Motorsport gibt’s am kommenden Wochenende zu sehen, darunter auch die Fortsetzung des Duells Audi vs. Peugeot; nach Le Mans richtet sich nun das Hauptaugenmerk auf die Meisterschaftstitel.

Drei Wochen nach den 24 Stunden von Le Mans geht der Intercontinental Le Mans Cup in seine nächste Runde, wie bei allen Europa-Rennen gemeinsam mit der Le Mans Series. Das wird sich im nächsten Jahr wohl ändern, wenn die ILMC zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft wird und Patrick Peters LMS wieder separat laufen soll.  Dieses eine Mal jedoch (und dabei wird es wohl bleiben, denn Spa und Silverstone sind die wahrscheinlichere Wahl als europäische WEC-Läufe) treten beide Serien gemeinsam mit entsprechend großem Feld auf dem vor einigen Jahren renovierten Kurs vor den Toren von Imola an.

Leider dürfte die Kombination aus dem großen Feld mit fünf Klassen und der durch den Umbau eher gefährlicher gewordenen Strecke alles andere als eine optimale Kombination sein. Gerade solche Knicke, wie es sie auf der langen und schnellen Start/Ziel-Passage mehrfach gibt, haben sich bei den vergangenen ILMC-Events als Gefahrenherde beim Überrunden herausgestellt.

Entscheidend dürfte sein, dass die Fahrer der verschiedenen Kategorien im Briefing Absprachen treffen, an die sich auch alle halten; das gilt insbesondere für die Fahrer der schnelleren Prototypen, von denen einige ihre Herangehensweise ändern und mehr Rücksicht nehmen müssen. Einige der Audi-Fahrer haben in Le Mans die Schuld für die schweren Unfälle auf die GT-Piloten und Amateure geschoben, doch vor allem sie selbst und ihre LMP1-Kollegen müssen Verantwortung übernehmen und im Zweifelsfall auch mal zurückstecken.

Das Teilnehmer-Limit für den italienischen Kurs liegt bei 53 Fahrzeugen, und ursprünglich schien es, als müsse man einige FLM-Teams ausladen. Doch in der vergangenen Woche hagelte es – auch prominente – Absagen. Dass Guess Racing (Grund: angeblich Elektrikprobleme) und Aston Martin (Grund: der AMR-One ;-)) wieder absagen würde, war abzusehen. Hinzu kommen jedoch auch noch Oreca, die ihren Peugeot 908 nach Le Mans erst wieder ordentlich aufbauen müssen; Quifel-ASM, die nach zwei Motorschäden in Folge lieber am Zytek-Aggregat arbeiten wollen; Hope Racing mit dem noch nicht ganz ausgereiften Hybrid-LMP1; und auch der in Le Mans verunfallte Gulf-Aston Martin Vantage wurde zurückgezogen.

Besonders bei Oreca ist die Absage überraschend, hätte das Team doch durchaus noch Chancen auf die Team-Meisterschaft in der ILMC gehabt. Vorn liegen in der Wertung allerdings das Audi Sport Team Joest und Peugeot Sport Total, und zwar denkbar knapp mit 50 zu 49 Punkten – allerdings: in der Herstellerwertung ist der Stand umgekehrt: Peugeot (103) deutlich vor Audi (69), die bislang in jedem Lauf weniger Punkte sammelten. Für Peugeot dürfte es besonders wichtig sein, beide Titel zu holen, um nach der erneuten Niederlage bei den 24h wenigstens etwas vorzuweisen zu können. Möglich wäre natürlich bei dem Titelgewirr, das leider auch in der zukünftigen WM bleibt, eine Meisterschaft für beide Konkurrenten…

Bernhard/Fässler und Kristensen/McNish fahren die beiden komplett neuen Audi R18 (der Le Mans-Siegerwagen kommt ins Museum), Bourdais/Davidson und Montagny/Sarrazin die Peugeots. Ein eventueller Vorteil für eines der beiden Werke ist schwer zu ermitteln. Peugeot wird sicher nicht mit einer strikt auf geringen Luftwiderstand getrimmten Abstimmung à la Le Mans ins Rennen gehen, entsprechend werden Verbrauchs- und Topspeed-Vorteil sowie der Nachteil in schnellen Passagen kleiner sein. Dennoch bleibt der 908 ein zum Übersteuern neigendes Fahrzeug mit schmalerem Performance-Fenster, wie die Fahrer inzwischen erklärt haben. Auch Audi wird auf ein Setup für mehr Downforce setzen. Heiß soll es am Sonntag nicht werden (es sind auch Schauer zu erwarten), also sollte auch die Klimaanlagen-lose Cockpitbelüftung nicht an ihre Grenzen stoßen.

Pescarolo und Rebellion werden sich um Sieg und Tabellenführung bei den Benzinern streiten, die Franzosen scheinen hier im Vorteil zu sein. In der LMP2 ist noch alles drin: in der LMS liegt Strakka trotz des schwachen Motors in Lauf 1 vorn (hier zählt ja Le Mans selbst nicht zur Meisterschaft), dahinter liegen allerdings noch neun weitere Teams innerhalb von zehn Punkten. Bei den drei ILMC-Teams dieser Klasse führt Signatech-Nissan mit 18 Punkten vor Level 5 und Oak Racing. Ein Favorit auf den Klassensieg in Imola ist schwer zu benennen, aber die Nissans dürften wieder leicht im Vorteil sein, besonders Strakka ist aber auch stets immer für ein Podium gut.

In der GTE-Pro streiten sich AF Corse (53 Punkte) und BMW (49) um den Team-Titel, Lotus arbeitet noch am neuen Wagen und Luxury Racing fehlen trotz guter Rennen die Ergebnisse. In der Hersteller-Wertung jagen BMW und Ferrari (je 72 Punkte) allerdings Corvette, die nach dem Le Mans-Sieg mit 84 Zählern vorn liegen – der Vorsprung dürfte allerdings wieder schmelzen, denn die Werks-Corvettes treten nur in den US-Runden an und die Larbre-Amateur-Corvette allein kann kaum ausreichend Punkte holen, um die Führung zu halten.

Porsche liegt bereits deutlich zurück, der 911 GT3 RSR kann mit den neuen Modellen der Konkurrenz nicht mehr ganz mithalten, wie die bisherigen Rennen zeigten. Auch in der LMS liegen die Ferrari-Teams AF Corse, Hankook-Farnbacher und JMW deutlich vorn. Beim Ferrari-Heimspiel in Imola dürften die Teams mit den F458 auch wieder stark einzuschätzen sein, und das nicht nur wegen des Heimvorteils. Auch die Haltbarkeit sollte über die Distanz von 6 Stunden ein kleineres Problem sein als über 24. Allerdings wird sich BMW wohl jetzt auch nicht mehr zurückhalten, anders als in Spa, als man wohl einer BoP-Neueinstufung entgehen wollte. Entsprechend dürfte die mit 14 Autos gut besetzte GTE-Pro-Klasse diesmal ein spannenderes Rennen bieten als beim letzten gemeinsamen ILMC/LMS-Lauf.

GT1-WM – Navarra

Die mit ILMC und LMS konkurrierenden Ratel-GT-Serien werden zum zweiten Mal nahe Los Arcos in der nordspanischen Region Navarra an den Start gehen. Der noch a

June 08 2011

14:00

Vorschau: 24h von Le Mans, Teil II – Die LMP1

Zum fünften Mal treffen Audi und Peugeot in Le Mans aufeinander – viermal siegte Audi. Wer in diesem Jahr die Nase vorn haben wird, ist kaum vorherzusagen.

Gefühlt dauert der Kampf der beiden Werke schon eine kleine Ewigkeit an, doch es ist tatsächlich erst fünf Jahre her, dass Peugeot mit dem 908 Hdi-FAP einen echten Herausforderer für die schon lange dominierenden Audis an die Sarthe brachte. Die Ingolstädter hatten ein Jahr zuvor mit dem R10 TDI bereits die Diesel-Ära eingeläutet, die bis heute andauert. Im ersten Jahr konnte sich Audi noch problemlos gegen die aufbegehrenden Franzosen wehren, doch seit 2008 hatte Peugeot stets das schnellere Auto. Weder der R10, noch der R15 und der R15+ konnten mithalten. Dennoch konnte Audi 2008 – durch Konstanz im Regen – und 2010 – durch Zuverlässigkeit – siegen. Entsprechend trägt ein Audi die #1 und das Sieger-Trio sitzt unverändert am Steuer: Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockenfeller.

Zum ersten Mal treten in diesem Jahr sowohl Audi als auch Peugeot mit einem neuen Auto an. Offensichtlich wird beim Betrachten der beiden Wagen vor allem Eines: Audi war mutiger. Peugeot dagegen musste stets betonen, dass der Wagen „komplett neu“ sei, denn dem 908 (auch beim Namen hat sich wenig geändert) ähnelt seinem Vorgänger äußerlich stark. Doch warum sollte man auch ein gutes Konzept komplett über den Haufen werfen?

Audi dagegen blieb nichts anderes übrig als sich ein neues Konzept einfallen zu lassen. Das neue Reglement, das kleinere Motoren vorschreibt, macht aerodynamische Effizient bedeutender als je zuvor, entsprechend musste Dr. Wolfgang Ulrich von seinem heißgeliebten „Roadster“ nach zehn Jahren Abschied nehmen.

Mit dem Coupé und dem neuen (äußerst leisen) 3,7l V6-Turbodiesel und erstmalig einem Sechsgang-Getriebe handelt es sich tatsächlich um ein völlig neues Auto. Die interessanten Ideen stecken dabei im Detail: der Motor hat mit 120° einen sehr großen Bankwinkel, in dem der Turbolader untergebracht ist, sodass sich ein kompaktes Paket ergibt, dass auch nur über einen Auspuff samt Partikelfilter verfügt. Leichtbau ist die PR-Message von Audi, nachdem man jahrelang vor allem den TDI-Motor beworben hat.

Überraschenderweise hat Audi vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass man aus Effizienzgründen auch auf eine Klimaanlage verzichtet und stattdessen die vorgeschriebene Maximaltemperatur von 32°C durch geschickte Belüftung und reflektierendes Dach (wie bei Peugeot) erreichen will. Fotos des Motorraums zeigen auch Kühlleitungen, die von der Cockpitrückwand auszugehen scheinen; ich (als Laie) könnte mir vorstellen, dass man hier die warme Abluft aus dem Cockpit nutzt, um Komponenten zu kühlen und sich so weitere Einlässe im Heckbereich zu sparen. Weitere Analysen zu diesem Thema (sowie zu anderen Fahrzeugen) gibt es aRadio Le Mans</a>, die wie immer live berichten (englischsprachig), die <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">offizielle Seite des ACO mit News und Live-Timing oder denTracker von Thomas Baekdal</a> mit Timing, Twitter und anderen Diensten, auch für unterwegs. Den a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Spotter Guide von Alan Blackmore sollte man auch immer in Griff- oder Klickweite haben. Und wie im letzten Jahr werden wir hier im Racingblog wieder in aller Ausführlichkeit berichten, mit Liveblog für die kompletten 24 Stunden sowie voraussichtlich auch einige der Quali-Einheiten.

Außerdem bieten die drei Werksteams von Audi</a>, <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Peugeot und

May 09 2011

15:12

LMS/ILMC: Analyse 1000km von Spa

Es war ein zunächst sehr lebendiges Rennen, das die knapp 35.000 Zuschauer vor Ort und viele vor den Fernsehschirmen zu sehen bekamen, allerdings änderte sich das relativ schnell. Anders als der Testtag vermuten ließ, scheinen die Peugeot doch für Le Mans im Vorteil zu sein.

Es ist ja schon fast Tradition, dass vor den 24H von den Le Mans von allen Seiten gemauert wird. Niemand will seinen echten Speed zeigen, weder bei den Tests, noch bei den Rennen, die davor liegen. Audi trieb das “sand bagging” vor ein paar Jahren mit dem R15 so weit, dass man den Wagen erst gar nicht in ein Rennen schickte, sondern erst in Le Mans auspackte. Was dann auch gründlich in die Hose ging, weil der Wagen unter Kinderkrankheiten litt. Das soll dieses Jahr anders sein, weswegen man den offiziellen Testtag vor ein Wochen mit genommen hat und auch bei den 1000km von Spa angetreten ist. Dort zeigte sich aber, dass man in den nächsten noch vier Wochen noch viel Arbeit vor sich hat. Denn Peugeot gelang eine eindrucksvolle Fahrt, die allerdings auch nicht so ganz ungetrübt bliebt.

In der Quali hatte Peugeot etwas gepatzt. Man wollte erst auf den allerletzten Drücker rausgehen, doch ein schwerer Crash des OAK Wagen mit Fahrer Lahaye (der nun Le Mans auslassen muss, um sich u.a. von Wirbelverletzungen zu a

May 05 2011

10:00

LMS/ILMC: Vorschau 1000km von Spa-Francorchamps

Die Kombination der beiden Meisterschaften bringt ein gewaltiges Feld für den Ardennen-Klassiker zusammen. Für viele ist es der letzte große Test für Le Mans, für manche neue Autos eher eine Probefahrt, wie der Testtag in Le Mans vor anderthalb Wochen zeigte.

55 Fahrzeuge werden am Samstag (!) in Spa-Francorchamps am Start sein, und der Fokus liegt dabei wieder einmal auf dem Duell “Peugeot vs. Audi” – auf diese Ära werden Sportwagen-Fans wohl noch in Jahrzehnten zurückblicken wie heute etwa auf Ford vs. Ferrari in den späten 60ern. Nachdem Peugeot den neuen 908 schon in Sebring einsetzte, wird der Audi R18, über den kürzlich weitere Details bekannt wurden, erst an diesem Wochenende in Spa seinen ersten Renneinsatz bestreiten. Und der Testtag an der Sarthe, der am Ostersonntag stattfand, legt die Vermutung nahe, dass es in diesem Duell einen Tausch der Rollen von Hase und Igel geben könnte. Wer wird also in den Ardennen die Oberhand behalten: Peugeot, die in diesem Rennen seit 2007 ungeschlagen sind, oder Audi, die seit dem R8 bei jedem Debüt eines neuen Wagens gesiegt haben?  

Test-Zeiten sollte man natürlich immer mit Vorsicht genießen – dazu später mehr. Bei dem Duell der beiden großen Werke wird es dann an der Spitze vorerst auch bleiben – nicht nur dass die Lücke zwischen Dieseln und Benzinern (bzw. zwischen Werken und Privatiers, je nach Interpretation) nach wie vor groß zu sein scheint, hinzu kommt, dass Aston Martin, das dritte, aber finanziell deutlich geringer ausgestattete Werk in der LMP1, seine beiden AMR-One nach einem desaströsen Testtag letzte Woche von der Teilnahme am Lauf in Spa zurückgezogen hat.

Zwar testeten die Prodrive-Mannen in der Woche vor Ostern in Spa und dann sonntags an der Sarthe, doch wirklich voran zu kommen scheinen sie kaum: Modifikationen wie der neue Auspuff (Bild) schienen noch reichlich improvisiert. Der Reihen-Sechszylinder der #009 hauchte bereits früh am Morgen seinen Geist aus, die #007 konnte am Vormittag immerhin 13 Runden abspulen, auf die Bestzeit fehlten ganze 23 Sekunden. Nun der Rückzug zugunsten weiterer Testfahrten; damit kassiert man 30.000 € Strafe für das Auslassen eines ILMC-Laufs, dass sie dort nun aus der Wertung fliegen, ist eher Nebensache.

Daher stellt sich schon beinahe die Frage, ob ein Le Mans-Start mit zwei langsamen und anfälligen Wagen überhaupt sinnvoll ist, oder ob man nicht eher auf einen Platz verzichten sollte. Denn damit würde man dem Kronos-Team mit Vanina Ickx, Bas Leinders und Maxime Martin den Weg freimachen, die mit dem erprobten Lola-Aston Martin zumindest um die Benziner-Spitzenplätze mitfahren könnten. Allerdings fehlen diesem Team nach nur 16 Runden am Testtag auch Kilometer, zumal das belgische Team, in das das MarcVDS-Team involviert ist, aufgrund einer anstehenden Generalüberholung des Wagens und der Terminkollision mit der GT1-WM in Spa nicht antreten kann. Dennoch ist das eine nicht unwahrscheinliche Alternative, um das PR-Desaster für Aston Martin einzudämmen.

Audi und Peugeot dagegen scheinen mit ihren neuen Modellen nach 2011er-Regeln voll auf Kurs zu liegen, dank ungleich größerem Budget, früherem Entwicklungsbeginn und zahlreichen Testfahrten in den vergangenen Monaten nicht weiter verwunderlich.

In der vergangenen Woche hat Audi die lang erwarteten Details des R18-Motorenkonzeptes enthüllt: ein einzelner Turbolader – im R15 waren es zwei – sorgt für die etwa 540 PS Leistung, er ist mit der Auspuffanlage zwischen den mit 120° sehr flachen Zylinderbänken angeordnet, um ein möglichst kompaktes aSession 1</a> und <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Session 2) ansieht – doch um ganze fünf (!) Sekunden, wenn man die durchschnittliche Rundenzeit von längeren Stints betrachtet, wie das Paul Truswell getan und Website</a> des Veranstalters gestreamt und auch Peugeot hat angekündigt, <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier einen Stream anzubieten. Ob es sich da um denselben handeln wird, kann ich nicht sagen. Neben dem Live-Timing</a> und <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Radio Le Mans empfehle ich auch meine 

April 20 2011

06:00

Ferner liefen: Die Newshappen

#Formel 1: Sehr interessantes läuft im Moment hinter den Kulissen ab, so es denn stimmen sollte. Die Formel 1 gehört im Moment mehrheitlich der Delta Topco, welche eine Kombination von vielen verschiedenen Firmen hauptsächlich von Bernie Ecclestone ist. Delta Topco wiederrum gehört zu 70% den CVC Capital Partners, zu 20% JPMorgan und zu 10% Ecclestone selbst beziehungsweise seiner Familie . CVC hält also einen Großteil der Anteile an der Formel 1, wenn man so mag. Dies ist etwas vereinfacht dargestellt, denn ohne Ecclestone läuft nichts, da seine zahllosen Firmen verschiedene Rechte (Namen, TV, Vermarktung, etc…) halten. Wer mehr zu den extrem komplizierten Besitzverhältnissen wissen mag, kann gerne in diesem wunderbarem alten Artikel von Don mehr erfahren: http://www.racingblog.de/2008/12/07/formel-eins-das-finanzmonster-ein-blick-hinter-die-kulissen/ .

Es gibt einen Blog auf Sky News von Mark Kleinman ( http://blogs.news.sky.com/kleinman/Post:ba1e6a4b-b146-4edc-ae17-1bdcdcbeb360 ), der dort im Grunde folgendes schreibt: Die News Corp, eines der mächtigsten Medienunternehmen der Welt, denkt eventuell darüber nach, die Anteile von CVC an Delta Topco zu kaufen, was wohl faktisch einer Übernahme der Formel 1 durch die News Corp gleich kommen würde. Kurz zur News Corp: Dieser gehören unter anderem FOX, The Sun, The Times, Wall Street Journal und viele viele andere bedeutende (inter)nationale Zeitungen und TV-Sender. Das wichtigste ist jedoch, dass der News Corp auch unter anderem Sky Deutschland, Sky GB und Sky Italy gehören. Anmerkung: Vielen Dank an dogfood, der in den Kommentaren auf folgendes hinweist: “Kleine Ergänzung: News Corp gehört nicht BSkyB (Sky UK). Sie besitzen nur 39% und befinden sich gerade in fortgeschrittenen Übernahmegespräche (inkl. kartellrechtlichen Gesprächen). Das ist insofern etwas mehr als ein Detail, weil diese Übernahme News Corp zirka 8 bis 10 Milliarden Euro kosten dürfte und damit den Bewegungsspielraum der News Corp hinsichtlich einer möglichen Übernahme der F1 weiter verkleinert. Umgekehrt macht es deutlich, dass der Versuch BSkyB- *und* F1-Übernahme stemmen zu wollen, ein sehr aggressives/expanisionistisches Vorgehen wäre.”

Dies sind landestechnisch gesehen die absoluten Formel 1 Kernmärkte. Was eine Übernahme der Delta Tepco von der News Corp auf die Tv-Rechte für einen Einfluss haben würde, kann sich vermutlich jeder denken, auf alle Fälle wäre es vermutlich mit der breiten Free-Tv Präsenz der Formel 1 erstmal vorbei.

Aber selbst die News Corp mit ihren massiven Finanzreserven kann eine Übernahme der Formel 1 wohl nicht alleine stemmen, deswegen sondiert man wohl gerade Partner. Gesprochen hat man mit dem reichsten Mann der Welt, Carlos Slim. Diesem gehört unter anderem Telmex, die Sauber hauptsächlich sponsoren. Allerdings befinden sich die Pläne der News Corp, so es sie denn gibt in einem sehr frühen Stadium, es hat noch keine Kontakte zwischen der CVC und der News Corp gegeben. Unklar ist desweiteren ob und ab wann die Anteile von CVC an Delta Topco überhaupt zum Verkauf stehen und Ecclestone selbst schließt einen Verkauf innerhalb der nächsten 2 Jahre wohl aus, aber was heißt schon unverkäuflich in der heutigen Zeit? (Chaos)

#Le Mans: Am Ostersonntag steht auf dem Circuit de la Sarthe der Testtag an, den der ACO nach dreijähriger Pause wiederbelebt hat. 56 Fahrzeuge sind dafür gemeldet</a>, ebenso viele wie für das Rennen, doch es gibt einige Unterschiede. Audi und Peugeot sind aber mit je drei Werks-Fahrzeugen genauso aufgestellt wie in sechs Wochen zum 24 Stunden-Rennen. Lola wird <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">neue Aero-Teile an die Rebellion-Coupés montieren. Highcroft und Quifel lassen den Test aus, stattdessen ist das Reserveteam von Kronos Racing auf der Liste, die mit Vanina Ickx an der Spitze des Lineups noch auf einen freiwerdenden Platz für das Rennen hoffen. Keine Chancen auf einen Rennstart 2011 hat das Team MIK Corse, die Italiener bringen ihren neuen Hybrid-Zytek trotzdem an die Strecke. Aus der LMP2 lassen TDS und Strakka die Testmöglichkeit aus, aus der GTE-Pro u.a. die US-Teams Corvette Racing und Flying Lizard, die noch am vergangenen Wochenende in Long Beach um den Sieg fuhren. JMW verzichtet auf eine weitere Möglichkeit, den neuen F458 besser kennenzulernen. Robertson Racing, bringt beide Ford GT nach Le Mans, obwohl bisher nur einen einen festen Platz im Rennen hat, und auch Young Driver AMR testet seinen Vantage V8, während man in Paderborn weiter darauf hofft, nachrücken zu können. Wie üblich bei solchen Tests vor großen Rennen werden die Teams nicht ihr ganzes Potential zeigen, aber vielleicht wird der Test doch einige aufschlussreiche Informationen bringen. Viele Teams testen außerdem zurzeit auf anderen Strecken, so hat etwa Jetalliance erstmals den GT2-Lotus Evora auf die Strecke gebracht</a>, während AF Corse und Aston Martin in Spa a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">unterwegs sind, wo Anfang Mai auch der nächste ILMC-Lauf stattfinden wird, das letzte Rennen vor den 24h. (Stefan)

#WTCC: Die Rennserie plant wohl die Aufstockung des Kalenders auf 14 Rennen. Hinzukommen sollen Rennen in den USA, Russland und eventuell noch eine weitere Veranstaltung in Asien. (Chaos)

#GP2: Kurz vor dem Saisonstart testet die Serie nochmal in Barcelona. Am ersten Testtag war Davide Valsechhi vom Team Air Asia der schnellste Pilot auf der Strecke. Ganz knapp dahinter lag Luca Filippi, der ja für Supernova an den Start geht. 3. wurde Charles Pic. Saisonstart der GP2 ist zum Europaauftakt der Formel 1 in der Türkei am 7./8. Mai . (Chaos)

#Gp3: Auch hier wurde kurz vor Saisonstart nochmal getestet. Erster wurde Nigel Melker von Mücke Motorsport, Alexander Sims und Nico Muller wurden 2. und 3. Auch die GP3 beginnt am F1-Europaauftakt ihre neue Saison. (Chaos)

#Indycar: Pippa Mann, Fünfte der letzten Indylightssaison wird für Conquestracing das Indy 500 bestreiten, nun ja zumindest versucht sie sich zu qualifizieren. Sie konnte beim Indylightsrennen letztes Jahr sogar die Poleposition erringen, allerdings weiß ich nicht, ob es besonders schlau ist, jemanden im höchst anspruchsvollem Indy 500 sein Debut feiern zu lassen, aber den Themenkomplex “Fahrer-Erfahrung-Sicherheit” sieht man ja im Moment eher lasch bei den Indycars. (Chaos)

#NASCAR: Greg Biffle hat für 3 weitere Jahre bei Roush-Fenway-Racing unterschrieben. (Chaos)

#RoC: Das “Race of Champions” wird auch 2011 in Deutschland stattfinden, und zwar vom 3.-4. Dezember in der Commerzbankarena in Frankfurt. Am Grundkonzept wird sich wohl nichts ändern. (Chaos)

#Nissan hat angekündigt</a>, eine Rennversion des Elektroautos LEAF zu konstruieren. Der Wagen soll heute auf der New York Motor Show der Öffentlichkeit präsentiert werden. Noch sollen damit allerdings keine Rennen bestritten werden, die Schaffung einer eigenen Rennserie hält Nissan jedoch für möglich. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der NISMO-LEAF irgendwann in den kommenden Jahren im a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">EV Cup, der dieses Jahr startet, einen Platz finden wird. (Stefan)

March 22 2011

07:30

ILMC/ALMS: Analyse 12h von Sebring

Es war ein interessantes 12h-Rennen, bis zum Ende blieb es spannend. Doch es gewannen zumindest in der LMP1 nicht die Favoriten, aber sowohl dort – mit Oreca – als auch in der GT-Klasse – mit BMW – Teams, denen man den Sieg wirklich gönnt.

Zu BMW später mehr, zunächst zur LMP1, wo der Sieger Oreca hieß; und bei den Bildern des vor Freude weinenden Hughes de Chaunac konnte man kaum anders, als sich mitzufreuen – vor allem, wenn man noch sein Gesicht nach dem Ausfall des Oreca-Peugeot in der Schlussphase der letztjährigen 24 Stunden von Le Mans vor Augen hatte. Zwar konnten die Franzosen im Vorjahr den Titel in der Le Mans Series gewinnen (da kein Werks-Diesel-Team die gesamte Saison bestritt), doch ein Erfolg in einem großen Rennen, wie es Sebring ist, ließ schon einige Jahre auf sich warten.

Den Sieg mussten sich Nicolas Lapierre, Loic Duval und Olivier Panis sowie die Team-Strategen hart erkämpfen, doch ein wenig Glück in Form von Patzern der Konkurrenz war auch von Nöten. Denn – im Grunde selbstverständlich – hatten zunächst die Werks-Diesel von Peugeot und Audi das Feld angeführt. Nachdem der #1-Audi bereits früh mit zwei aufeinanderfolgenden Reifenschäden (und einem darauf folgenden längeren Check im Fahrerlager) zurückgefallen war, kämpften in der fünften Stunde des Rennens Rinaldo Capello und Marc Gene um die Spitze. Gene wollte am Ende der langen Gegengeraden in die schnelle Sunset Bend hinein angreifen, überlegte es sich dann – zu spät – anders, doch auf einem der Buckel versetzte sein Peugeot und ein Kontakt mit dem Heck des R15+ war nicht mehr zu vermeiden – ein Rennunfall, wenn auch ein ärgerlicher. Beide mussten zur Reparatur für mehrere Runden hinter die Boxenmauer.

Für diesen Zwischenfall gab es zwar keine Gelbphase, trotzdem waren diese in den ersten zwei Dritteln des Rennens zahlreich. Neunmal, für insgesamt 51 Runden der ersten 201 Runden, wurde die gelbe Flagge geschwenkt; aufgrund eines neuen Boxenstopp-Reglements und teils lang dauernder Aufräumarbeiten, zogen sich diese enorm in die Länge und machten diese Phase des Rennens sehr zäh.

Doch danach wurden die Zuschauer entschädigt: die verbleibenden knapp viereinhalb Stunden blieben ohne Unterbrechung, Zweikämpfe konnten ungestört ausgetragen und Strategien ausgespielt werden. Und so kam es zum großen Dreikampf zwischen dem Oreca-Peugeot, dem zweiten Werks-Peugeot (Montagny/Sarrazin/Lamy) und dem Highcroft-HPD (Brabham/Franchitti/Pagenaud).

Besonders letztere zeigten eine grandiose Leistung mit dem starken ARX-01e, der neuesten Weiterentwicklung von Nick Wirth, was zum Einen traurig darüber stimmt, dass das Team mangels Sponsor keine volle Saison fahren wird, sondern nur noch in Le Mans antreten wird, zum Anderen aber die Vorfreude auf den brandneuen Wirth-Prototyen weckt, der für 2012 konstruiert wird.

Pagenaud, der den Schlussspurt für Highcroft fuhr, schien lange eine echte Siegchance zu haben, doch ein vorgezogener kurzer Splash&Dash-Stopp von Oreca sicherte diesen ihren Vorsprung. Bei Highcroft muss man sich derweil fragen, ob man mit einem Reifenwechsel beim letzten Boxenbesuch nicht etwas zu wenig risikofreudig war, doch am Ende reichte es für einen guten zweiten Platz. Bemerkenswert, denn man war mit einem Benziner über viereinhalb Stunden konkurrenzfähig gegen die Diesel-Konkurrenz. Das weckt Hoffnung auf eine abwechslungsreiche Saison 2011.

Denn immerhin war man in der Lage, den neuen Werks-Peugeot 908 zu schlagen, wenn auch nur um wenige Sekunden und wohl auch, weil Lamy bei seiner Aufholjagd in den letzten Runden von einem zu überrundenden Audi aufgehalten wurde. Doch entscheidend für diese Ausgangslage für Lamy waren auch die Boxenstopps: als Lamy ins Cockpit wechselte, verlor man 30 Sekunden, weil aufgrund losgeruckelter Teile die Front gewechselt werden musste, und dann a

March 19 2011

22:58
17:01

March 18 2011

16:00

Vorschau: ILMC/ALMS – 12h von Sebring

Mit den 12 Stunden von Sebring starten am Samstag sowohl die American Le Mans Series als auch der Intercontinental Le Mans Cup in die neue Saison – eine weitere Auflage des Zweikampfes Audi vs. Peugeot. Doch der eigentliche Kracher ist die GT-Klasse.

So wie die NASCAR-Fans sich jedes Jahr auf den großen Saisonauftakt in Daytona freuen, erwartet die Sportwagen-Gemeinde im Frühjahr sehnlichst den Saisonstart in Sebring. Der traditionsreiche Flugplatzkurs wurde zwar im Laufe der Jahrzehnte einige Male umgebaut, hat aber nach wie vor einen ganz eigenen Charakter. Dazu tragen auch die Fans bei, die hinter den Leitplanken und Zäunen ihre Zelte aufschlagen, die Tailgates ihrer Pick-Ups öffnen und im milden Märzwetter Floridas grillen, während die Fahrer sich, von der Abendsonne geblendet, waghalsig in die Sunset Bend stürzen. Die 180°-Kurve ist eine der „Signature Corners“ der Strecke, die trotz Betonplatten als Untergrund mit fast 200 km/h durchfahren wird, um genug Speed mit auf die Start/Ziel-Gerade zu nehmen und in die noch schnellere Kurve 1 hinein vielleicht einen Überholversuch zu starten… 

Es ist die 59. Ausgabe des Langstreckenklassikers und es verspricht eine grandiose zu werden. Das Starterfeld ist mit 56 Fahrzeugen so groß wie seit 2002 nicht mehr, was allerdings der Kombination aus dem gemeinsamen Lauf der ILMC und der ALMS (inklusive ihrer beiden Challenge-Klassen) geschuldet ist. Kurz zum Intercontinental Le Mans Cup, kurz ILMC: es ist die zweite Saison für diese neue, hauptsächlich auf die Herstellersteams in der LMP1 und GTE-Pro ausgerichtete Serie. Sieben Rennen wird es geben, die aber bis auf die 24h von Le Mans selbst sowie den Lauf in China am Saisonende alle auch gleichzeitig zur europäischen oder amerikanischen Le Mans-Serie gehören. Bei diesen Rennen werden die Grids entsprechend gut besetzt sein. Neben der schieren Menge an Teilnehmern außerdem noch interessant: es wird es eine ganze Reihe neuer Teams und Autos zu sehen geben, auch wenn einige der wichtigsten leider noch fehlen.

LMP1

So allen voran der neue Audi R18. Getestet haben die Ingolstädter ihr neues Coupé in Sebring im Februar bereits ausgiebig, denn bekanntlich eignet sich die Strecke (hier </a>eine Onboard-Runde mit Adrian Fernandez im Aston Martin-Lola aus dem vergangenen Jahr) gut dafür, zwar nicht aufgrund ihres Layouts, aber wegen der enormen Belastung, die die Buckelpiste mit ihren wechselnden Fahrbahnbelägen auf die Fahrzeuge ausübt. Doch anscheinend “mauern” die Le Mans-Titelverteidiger gern und wollen der Konkurrenz erst so spät wie möglich die Performance des R18 erahnen lassen. Gleichzeitig, so jedenfalls die Vermutung im Radio Le Mans-ILMC-Saisonvorschau-a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Podcast, kann Audi die Stärke des neuen Peugeot 908 in Sebring bereits bemessen.

Denn es kommt eine überarbeitete Version des R15+ zum Einsatz, die ebenfalls im Februar dort getestet wurde, so dass man einen Maßstab für die Leistung des 908 hat. Sebring wird die letzte Vorstellung dieses Wagens sein und bei den Testfahren zu Beginn dieser Woche schien man nicht allzu weit von der 2011er Version des Peugeot 908 entfernt zu sein, die Leistung des nicht mehr dem neuen Reglement entsprechenden V10-Motors ist dabei durch einen Luft-Restriktor beschnitten. Unter anderem ist die Aufhängung neu und es kommen wie beim R18 und dem Peugeot Vorderreifen im Hinterreifen-Format zum Einsatz. Das Le Mans-Siegertrio, bestehend aus Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockenfeller (#1) wird neben der bald schon als Legenden zu bezeichnenden Truppe Rinaldo Capello/Tom Kristensen/Allan McNish (#2) antreten.

Ebenso unverändert ist die Fahrerkombination der französischen Konkurrenz: Alex Wurz, Anthony Davidson und Marc Gene (#7) und Frank Montagny, Pedro Lamy und Stephane Sarrazin (#8). Im Gegensatz zum Audi werden die Löwen-Autos bereits einen Motor nach dem neuen Reglement haben, Peugeot entschied sich dafür, bei der V8-Konfiguration zu bleiben, wobei aber den neuen Regeln entsprechend der Hubraum auf 3,7l zusammengeschrumpft ist, was einen deutlichen Leistungsverlust bedeutet.

An den ersten Testtagen konnte Peugeot jeweils die Oberhand behalten, wenn auch Audi wie auch die Benziner-Konkurrenz nicht allzu weit zurück war. Die Organisatoren scheinen also bei der Bestimmung der Größe des Restriktors für die Audi nicht allzu weit daneben gegriffen zu haben. Oreca ist als weitere Unterstützung für Peugeot dabei, allerdings mit dem alten Peugeot 908 Hdi-FAP (wie der Audi mit Ansaug-Restriktor), gesteuert von Loic Duval, Nicolas Lapierre und Olivier Panis.

Interessant wird es sein, den Wiedereinstieg von Toyota, quasi durch die Hintertür, als Motorenlieferant für Rebellion zu beobachten. Als dritten Fahrer neben Neil Jani und Nicolas Prost haben die Schweizer dieses Mal Jeroen Bleekemolen engagiert, der 2008 schon einmal im van Merkstijn-Porsche RS Spyder Klassensieger in Le Mans wurde.

OAK Racing bläst dieses Jahr zum Großangriff, mit zwei in Gulf-Farben lackierten Pescarolo-Judd in der höchsten Klasse, besetzt mit zwei rein französischen Fahrertrios, von denen Lahaye/Moreau/Ragues deutlich stärker einzuschätzen ist als Nicolet/Hein/Yvon. Teambesitzer Nicolet war nicht unwesentlich an der Ersteigerung und Rückgabe der Pescarolo-Fabrik beteiligt und setzt nun insgesamt vier Fahrzeuge aus eben dieser ein.

Zwei europäische LMP1-Teams haben den „Waiver“ des ACO in Anspruch genommen, also die Ausnahmegenehmigung, das erste Rennen verpassen zu dürfen. Aufgrund des stark überarbeiteten Reglements haben sich die Organisatoren dazu entschieden, denn sonst wäre die ILMC um einige Fahrzeuge ärmer. Leider fehlen zwei sehr interessante Wagen: zum einen der neue Aston Martin AMR-ONE, ein offener Prototyp mit Reihen-Sechszylinder, der zwar keinen Schönheitspreis gewinnen wird, aber mit dem der britische Hersteller die Diesel herausfordern möchte. Und zweitens das aus der Formula Le Mans aufgestiegene Hope Racing-Team aus der Schweiz, das als einziges  neu im ACO-Reglement geschaffene Option eines Hybrid-Motors wahrgenommen hat; hier fehlt allerdings bislang noch das Getriebe.

Aus den USA sind in diesem Jahr nur drei Teams am Start: Duncan Daytons Highcroft Racing wird Sebring und Le Mans mit dem für die höchste Klasse aufgebohrten HPD ARX-01 – diese neueste Inkarnation des alten Corage LC75 wurde mit dem Buchstaben ‚e‘ versehen – und den Piloten David Brabham, Marino Franchitti und Simon Pagenaud in Angriff nehmen. Bei der technischen Abnahme am Mittwoch fiel der Wagen noch durch, da die Front 5mm zu breit war, doch das Problem wurde inzwischen behoben.

Greg Picketts Muscle Milk Racing ist (unfreiwillig) vom Porsche- zum Aston Martin-Kunden geworden und teilt sich den hübschen Lola-Aston Martin mit Klaus Graf und Lucas Luhr; Dyson Racing bleibt dagegen beim Vorjahres-Fahrzeug, dem Lola B09/86 mit Mazda-Motor, der weiterhin (leider als einziges Fahrzeug) mit einem Isobutanol-Ethanol-Gemisch von BP angetrieben wird; mit G-Oil, die synthetisches Bio-Motoröl (die im Vorjahr Sponsor in der LMPC waren) herstellen, hat man einen neuen Partner aus diesem Bereich gewonnen.

Für die ALMS sieht es, was die LMP1 angeht, nach Sebring düster aus. Allein schon, dass Vorjahres-Meister Highcroft Racing es nicht geschafft hat, nach dem geplanten Abgang von Patron Tequila einen neuen Sponsor zu finden, um die komplette Saison zu bestreiten, zeigt die schwierige Lage. Und auch Paul Drayson verlässt sie Serie mit seinem Team, um an der neu geschaffenen Elektro-Rennserie EV-Cup teilzunehmen. Auch Autocon wird fehlen, was schmerzt, auch wenn das Team lediglich ein Feldfüller war.

Bleiben also das Pickett’s MuscleMilk-Team und Dyson – erstere mit dem starken Lola-Aston Martin, der sich in den letzten Jahren als stärkster Benziner bewiesen hat, letztere mit einem für die LMP1 aufgemotzen Lola-Mazda, der eigentlich (vor der 2010er Saison, als er keine Klassentrennung gab) für die LMP2 ausgelegt war. Ob dieses Duell allein Spannung erzeugen kann, bleibt abzuwarten.

LMP2

Auch bei den kleinen Prototypen der LMP2-Klasse gibt die ALMS ein trauriges Bild ab: Level 5 wird, aufgestiegen aus der LMP Challenge-Klasse, mit zwei brandneuen Lola-Honda gegen… ja, gegen niemanden antreten. Also gegen sich selbst. Und das gilt sogar im Wortsinne für Teambesitzer Scott Tucker, der abwechselnd in beiden Wagen – von denen einer geschlossen, der andere offen ist – sitzen wird. Seine Kollegen in Sebring sind Christophe Bouchut und Joao Barbosa (Grand-Am) im Coupé mit der #33 sowie Ryan Hunter-Reay und Luiz Diaz in der offenen #055 – recht namhafte Trios. Die #33 wird auch für die ILMC-Wertung fahren.

Die ILMC steuert für Sebring auch nur zwei weitere Autos bei: den Oreca-Nissan von Signatech (ehemals als Signature Plus bekannt) mit den Fahrern Mailleux/Ordonez/Ayari sowie einen OAK-Pescarolo-Judd (Barlesi/Da Rocha/Lafargue). Beachtenswert wird in sein, wie gut sich Neueinsteiger Nissan schlägt, vor allem im Vergleich zu den erprobten Honda/HPD-Motoren. Dieses Duell, wie die LMP2-Klasse an sich, wird allerdings in der europäischen LMS bedeutend interessanter werden, denn dort ist die Kategorie deutlich stärker besetzt.

Doch ganz so einsam werden diese vier Wagen den Kurs nicht umrunden, denn die Befürchtung einiger LMP2-Teams hat sich bewahrheitet: mit dem neuen Reglement sind die Wagen nicht mehr signifikant schneller als die Einheits-Orecas der LMP Challenge-Klasse. Also wird man sich voraussichtlich mit diesen um Positionen im Gesamtklassement streiten müssen. Außerdem haben die GTE-Boliden nun sogar einen höheren Topspeed als die LMP2, die nun auch mit Serienmotoren ausgerüstet ist. Das dürfte zu Problemen bei den Überrundungen führen, denn die LMP2 (und LMPC) ist trotzdem noch 5 Sekunden schneller auf einer Runde in Sebring.

GTE-Pro

Zur LMPC später mehr, nun erstmal zur GTE-Pro, die mindestens ebenso grandios zu werden verspricht wie die GT2 im Vorjahr, auch wenn leider ebenso wie in der LMP1 einige ILMC-Teilnehmer mit Ausnahmegenehmigung fehlen: so sind die beiden von JetAlliance eingesetzten neu entwickelten Werks-Lotus Evora ebenso wenig am Start wie der zweite Luxury Racing-Ferrari F458, was daran liegt, dass Ferrari mit der Produktion nicht hinterherkommt.

Vier F458 sind dennoch beim Debütrennen des ahier</a>. Außerdem empfehle ich immer wieder gern a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Radio Le Mans (die auch den Kommentar für den Web-Stream übernehmen werden, aber ebenso separat angehört werden können).

Wer Twitter nutzt, kann der von mir erstellten a

January 19 2011

10:46

Ferner liefen: Die Newshappen

// Zu Beginn etwas in eigener Sache. Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir bei der Wahl zum “Sportbloggerbeitrag des Jahres 2010” den ersten Platz belegt haben. Das ist, angesichts der sehr guten Konkurrenz und dem Umstand, dass wir als einziges “Nicht Fußballblog” nominiert waren, dann doch eine schöne Überraschung. Der Dank geht an die Community und Leser des Blogs für die ganzen Stimmen, die für uns abgeben wurden, und an Trainer Baade für die gesamte Aktion. Das wir die Abstimmung gewinnen konnten zeigt auch, dass wir mit unserem Anspruch an die Berichterstattung und Qualität der Beiträge richtig liegen. Und da machen wir natürlich weiter :) Don

// Lotus Renault (alt) und Lotus Renault (neu) treffen sich nächste Woche vor Gericht in London, um zu klären, wer sich denn nun Lotus nennen darf. Ich vermute mal schwer, dass es keine befriedigende Entscheidung geben wird, da beide einen Rechtsanspruch haben. Lotus (alt) weil sie die Namensrechte am F1 Team haben, Lotus (neu) weil sie die Namensrechte an Straßenwagen halten. Das wird so oder so Tränen geben am Ende. Gleichzeitig hat Lotus (neu) Probleme mit der neuen schwarz/goldenen Lackierung. Die soll an das alte Team erinnern, aber der Name des Sponsors ist halt auch noch im Sinn. Da es die Marke noch gibt, könnte sich Lotus-Renault dem Vorwurf aussetzen, dass sie heimlich Werbung machen. Die Problematik hatten wir 2010 schon mal, als man Ferrari vorwarf, dass diese mit dem Barcode von Marlboro durch die Gegend fahren. Und die Lackierung von Renault ist ja noch deutlicher. Schwer zu sagen, wie das ausgehen wird, aber so vom Bauchgefühl her könnte Renault Ärger bekommen. Don

// Der geplante GP in Rom ist abgesagt. Bernie Ecclestone hat den Veranstaltern gesagt, dass es dort kein Rennen geben wird. Nachvollziehbar, der Kalender ist eh voll, mit Russland und den USA kommen zwei weitere Strecken und schon jetzt ist klar, dass vermutlich die Türkei, Spa oder Australien dafür über die Klinge springen werden müssen. Don

// Fairuz Fauzy, bisher Testfahrer bei Lotus, hat einen neuen Vertrag. Bei Lotus. Also Lotus-Renault (neu). [Ich muss mir dringend was überlegen, wie ich die beiden Teams sprachlich auseinander halte, das gibt sonst noch ein Unglück. Vielleicht mache ich es so, wie britische Presse, die das Lotus in "Lotus Renault" konsequent schlabbert, obwohl mittlerweile mehr Lotus als Renault im Team ist.] Don

// Kleine Änderung im GP3-Kalender. Zur allgemeinen Überrschung wird die Juniorenserie wohl aller Voraussicht nach auch in Monaco an den Start gehen. Eine letztgültige Bestätigung dieses Rennens steht allerdings noch aus. (Vorsicht)

// Mixed Messages aus der Superleague Formula: Serienorganisator Robin Webb hat in einem Interview (Video ist Niederländisch, Interview aber auf Englisch) mit einem niederländischen TV-Sender zugeben müssen, dass erst vier Termine auf dem Kalender für 2011 wirklich fix sind. So ist unter anderem das Deutschland-Rennen auf dem Nürburgring aus dem Kalender gefolgen, weil am geplanten Renntag schon die WSbR dort unterwegs ist – Ersatz könnte ein Lauf in Magny-Cours sein. Auch eine Veranstaltung in Brünn ist offenbar angedacht. Immerhin: Eine Verkleinerung des Kalenders steht deshalb offenbar nicht im Raum, Webb rechnet weiter mit zwölf Rennen. Außerdem angekündigt: Neue Fußballclubs (insgesamt 20 Autos) und bekannte Fahrer. (Vorsicht)

// Und gleich weiter mit etwas dubiosen Formelserien: Die geplante A10 World Series hat entgegen ihrer Ankündigung auf Twitter am Mittwoch doch keine Pressekonferenz abgehalten. Stattdessen gab es auf der Homepage nur ein paar kryptische Hinweise. Bis jetzt bekannt: Ein Bild vom Motor, den Kenner als Judd GV 5 (aus der LMS) erkannt haben wollen. Außerdem wurde im Laufe der Woche auf der Homepage enthüllt, dass die Serie 10 Rennwochenenden mit je zwei Rennen auf Strecken rund um den Globus abhalten will. Genannt werden als Austragungsorte allerdings keine konkreten Länder oder gar Strecken, sondern nur Kontinente – was die Glaubwürdigkeit der neuen Rennklasse nicht wirklich erhöhrt. Angeblicher Hintergrund des erratischen Verhaltens sind die anhaltenden Gerichtsstreitigkeiten um die Schulden der A1GP, deren Chassis und Konzept die A10WS verwenden möchte. Gerüchten zufolge wollten der Verantwortlichen die Serie vergangene Woche auf der Autosport International Show vorstellen, mussten die Ankündigung dann aber aus rechtlichen Gründen wieder absagen. Für heute waren weitere Neuigkeiten rund um das Rennformat angekündigt, bis zur endgültigen Vorstellung der Serie sollen nun aber noch ein paar Wochen vergehen. Bis dahin ist wohl eine gehörige Portion Skepsis durchaus angebracht. (Vorsicht)

// Zurück auf etwas sichererem Grund gibt es bei der IndyCar Series weiter einige Fahrerspekulationen, diesmal um zwei alte Bekannte. Einerseits soll Katherine Legge an einem Vertrag über einige Renneinsätze in der kommenden Saison verhandeln, dem Vernahmen nach mit HVM. Andererseits ist wohl Andretti Autosport grade damit beschäftigt, ein Sponsorenpaket für Formel 2 Meister 2009 und Virgin-Tester 2010 Andy Soucek zusammenzustellen. Außerdem könnte James Rossiter auf den Straßenkursen einen dritten Lotus (neben Sato und Viso) pilotieren. Milka Duno werden wir dafür womöglich nicht wiedersehen: Renndirektor Brian Barnhard soll zwar auf Intervention von Dale Coyne Dunos Startverbot für 2011 in ein Startverbot auf Straßenkursen umgewandelt haben. Duno selbst scheint aber das Interesse zu fehlen: Die Venezoelanerin dürfte sich derzeit eher in Richtung ARCA orientieren. (Vorsicht)

// Nach eher schlechten Zeiten in Sachen festes Cockpit hat James “Catweazle” Thompson endlich mal wieder einen Vertrag für eine Saison. Volvo hat ihn für ein Jahr in der STCC verpflichtet. Warum Volvo den in England überaus beliebten Thompson in der STCC einsetzt und den sicher nicht schlechten, aber unbekannten Robert Dahlgren in der BTCC, ist dann auch einer dieser Fragen, bei denen man sich am Kopf kratzt. So wird man auf das Duell Plato/Thompson verzichten müssen. Bekommt aber in der STCC das nicht minder interessante Duell Rydell/Thompson serviert. Der Alt-Meister aus Schweden wird 2011 von Chevrolet eingesetzt. Könnte sich 2011 also lohnen, mal die Suche nach einem Stream der STCC zu starten. Don

// In der WTCC haben sich Franz Engstler und Kristian Poulsen entschlossen, die neue Saison gemeinsam anzugehen. Die Anschaffung der neuen, 1.6 Liter Motoren dürfte für die Independents auch nicht gerade billig werden. Don

// Viele News aus den Le Mans-Serien momentan, was daran liegt, dass heute die Frist für ILMC-Entries und Bewerbungen für die 24h endet. Ausgezahlt hat sich die starke Performance der letzten Jahre in der ALMS und in Le Mans für den Honda-Sport-Ableger HPD. Das britische Team Ray Mallock Ltd., in den letzten Jahren stets mit Lola-Chassis unterwegs, wechselt für den Versuch, seinen Titel in der LMS-LMP2 zu verteidigen, als zweites europäisches Team neben Strakka auf das weiterentwickelte HPD ARX-01d-Chassis, nachdem man den dazugehörigen Motor ja bereits 2010 nutzte. Das Fahrertrio aus Ex-Stig Ben Collins, Tommy Erdos und Mike Newton bleibt unverändert. Stefan

// Pegasus Racing wird in der LMS ebenfalls einen Honda-Motor einsetzen, und zwar in einem Courage LC75-Chassis (das ja der Urahn des HPD ARX01 ist). Hinzu kommt ein Fahrzeug in der Formula Le Mans-Klasse, außerdem hat man für den kommenden Montag News bezüglich eines elektrischen Zero Emission-Prototypen (!) angekündigt, der angeblich in Zusammenarbeit mit einigen großen Unternehmen entwickelt werde. Stefan

// Außerdem hat Nick Wirth erklärt, dass seine Firma den bewährten ARX01 unter dem Buchstaben ‘e’ für die LMP1 aufgerüstet hat. Noch hat sich allerdings offiziell kein Team zum Einsatz dieses Fahrzeuges bekannt. Möglicherweise könnte Highcroft Racing den Einsatz des Wagens in der ALMS planen. Das Team von Duncan Dayton arbeitet noch daran, das nötige Geld für die Fortsetzung seines Engagements dort zusammenzutragen, hat jedoch via Twitter angekündigt, dass man bald große Neuigkeiten verkünden möchte. Deren Vorjahres-Pilot David Brabham ist allerdings nach eigener Auskunft bisher ohne Job für 2011. Stefan

// Das Einzelstück-Chassis des französischen Herstellers Norma, das Pegasus Racing 2009 vereinzelt fuhr, wird dieses Jahr vom französischen Team Extrême Limite eingesetzt. Dieses versuchte sich bisher in der VdeV-Serie, in der auch überwiegend Norma-Prototypen eingesetzt werden. Der M200P, der das erste Fahrzeug war, dass nach dem neuen LMP2-Reglement für 2011 gebaut wurde, wird mit dem neuen Judd-Motor ausgerüstet werden, Fahrer bei der ersten Testsession wird Fabien Rosier sein, der 2009 bereits ein Rennen für DAMS in der Formula Le Mans erfolgreich bestritt. Stefan

// Das belgische Team Kronos hat sich um einen Startplatz für die 24h von Le Mans beworben, und zwar mit dem private Lola-Aston Martin-LMP1, 2010 von Signature Plus auf die Rennstrecke gebracht. Kronos war im vergangenen Jahrzehnt in diversen Rallye-Mesiterschaften unterwegs, nachdem sie 1999 und 2000 die 24h von Spa gewannen. Vanina Ickx soll wieder am Steuer des Wagens sitzen. Allerdings wird man wohl in keiner der dazugehörigen Serie antreten. Stefan

// Das neugeformte italienische Familienteam Rangoni Motorsport wird in der LMP1-Klasse der LMS einen Zytek 09SH an den Start bringen, der im Laufe der Saison auch mit der Zytek-Hybridtechnologie ausgerüstet werden soll, was sich auch vorteilhaft auf die Le Mans-Bewerbung auswirken könnte. Zytek präsentierte seine Hybrid-Technik als erstes Team 2009 in der ALMS, als Corsa Motorsport den Wagen bei drei Läufen mit Johnny Mowlem und Stefan Johansson am Steuer einsetzte. Trotz Handlingsproblemen reichte es dabei zu drei Zielankünften einschließlich eines dritten Ranges. Stefan

// Nissan kehrt mit einem V8 nach Le Mans zurück. Man wird einen 4.5 Liter V8 ohne sonstigen Schnickschnack für die LMP2 liefern. Auf der Webseite der LMS gibt es einen kurzen Text auf französisch zum Thema. Interessant ist allerdings der angegebene Preis des Motors: Nissan will 75.000 Euro pro Motor haben, eine Revision wird nach 6000km fällig. Wenn man bedenkt, dass ein Chassis von der Stange gerne in Richtung 150.000 Euro geht, kann man sich ausrechnen, dass mit allem Zusatzkrempel (Reifen, Mechaniker, Ersatzteile usw.) ein Einsatz bei den 24H nicht mehr unter 500.000 Euro zu haben ist. Lustigerweise habe ich die Tage eine Doku über das 82er 24H Stunden Rennen gesehen. Dort bezifferte der Teamchef von Cooke Racing den Einsatz eines (damals) neuen Gruppe C Lola T610 und eines Porsche 935 K3 auf rund 750.000 Dollar. Der Wechselkurs DM/Dollar stand 82 bei ca. 2.40 DM, also locker umgerechnet 1.20 Euro, was dann damals also umgerechnet 900.000 Euro gewesen wären. Offensichtlich ist der ACO mit seiner rigiden Preispolitik für die LMP2 auf einem guten Weg. Don

// In der NASCAR gibt es Überlegungen, dass man das verwirrende Punktesystem ändert. Statt dreistelliger Punkte, soll es 43 Punkte für den Sieger geben, dann jeweils einen Punkt weniger für die folgenden Plätze. Bonuspunkte soll es weiterhin geben. Damit will man den Kampf an der Spitze und vor allem um die 12 Chaseplätze spannender gestalten. Platz 11 und 12 im Chase sollten angeblich ab dieser Saison an die Fahrer gehen, die zwar Rennen gewonnen haben, aber nicht im Chase platziert sind. Die NASCAR wird sich mit dem neuen System, sollte es denn kommen, nicht gerade beliebt machen. Die SEHR in ihre Statistik verliebten Amis werden Zeter und Mordio schreien, weil damit dann (ähnlich wie in der Formel Eins) alle Punkte-Statistiken für die Zukunft hinüber sind. Don

// Dave Blaney fährt für Tommy Baldwin Racing (TBR) die gesamte Cup-Saison 2011. Dürfte aber oft ein Start ‘n Park Einsatz werden.

//Eben frisch reingekommen und deshalb nur kurz gemeldet: ServusTv hat wohl die NASCAR-TVRechte im gleichen Umfang wie 2010 erworben. Das heißt 45 Minuten lange Zusammenfassungen der Rennen plus eine Saisonvorschau und einen Jahresrückblick. Auch wieder geben wird es erfreulicherweise die selbstproduzierten Sondersendungen an den rennfreien Wochenenden. Der Sendeplatz bleibt wohl auch der Gleiche, also Montags gegen 23.00 Uhr. Chaos

December 10 2010

21:34

LMS: Der neue Audi R18

Audi hat heute Abend den neuen Le Mans Prototypen vorgestellt. Unter der Typenbezeichnung R18 soll der Wagen erneut die 24H von Le Mans gewinnen. In Sebring wird man ihn aber nicht sehen.

Nachdem Audi schon im Sommer angekündigt hatte, dass man auch 2011 wieder in Le Mans antreten wollte, war die Sache klar. Es musste ein neues Chassis her, zu Mal die neuen Motorenregeln den Einsatz eines 10 Zylinder Diesel verbieten. Gleichzeitig war es fast zwingend, dass sich Audi von der offenen Form verabschiedet und wie Peugeot ebenfalls auf ein Coupé setzt. Genau das ist nun auch passiert. Völlig unvorbereitet war Audi aber nicht, da man auf die Erfahrungen mit dem bildschönen Bentley Speed 8 zurück greifen konnte, der 2003 die 24H gewinnen konnte. Der R18 wirkt zwar deutlich bulliger, was aber an daran liegt, dass die Protoypen insgesamt schmaler geworden sind. Auffallend ist, dass Audi die breite Nase des R15 übernommen hat und die für 2011 obligatorische Heckfinne ziemlich stark abfällt. Man kann aber davon ausgehen, dass man nicht die letzte Version des R18 gesehen hat.

Beim Motor setzt Audi auf einen kompakten 3.7 Liter V6 Diesel mit zwei Turbolader, der auch schon für den Einsatz von Energierückgewinnungstechnologien vorbereitet ist. Intern heißt das dann bei Audi dann dankenswerterweise etwas kürzer “e-tron”. Weitere Kennzahlen gab es nicht. Der Einsatz eines V6 ist eine kleine Überraschung, bei knapp vier Litern Hubraum hätte man auch auf einen V8 setzen können. Aber offenbar wollte man den Motor so kompakt wie möglich halten, damit hinten Platz für eventuelle Hybridsysteme bleibt. Neu ist daher auch ein Sechsganggetriebe, dass die Kraft des Diesel aushalten soll.

Erstaunlicherweise setzt man den R18 noch nicht in Sebring ein. Dort will man mit zwei “R15 plus plus” antreten. Audi begründet dies damit, dass die Logistik sonst nicht zu bewerkstelligen sei und meint wohl den Testtag von Le Mans im April. Aber zwischen Sebring (19.3) und Le Mans (24.4) liegen immerhin 4 Wochen. Vermutlich möchte man der Konkurrenz nicht so zuviel Preis geben, und pflanzt auf die Technik des R18 nur die Aerodynamik des R15. In Sachen Aerodynamik ist Sebring nicht so wichtig, aber die unebene Piste geht gut auf das Material.

Der erste Renneinsatz findet dann bei LMS Rennen in Spa, Anfang Mai statt. Insgesamt ist der Einsatz von drei R18 geplant, die alle von Joest kommen. Kein Wort gab es zu den Gerüchten, dass Audi den R15+ oder den R15++ an Kundenteams verleiht. Die ILMC bstreitet man (außer Sebring) komplett mit dem R18, die ALMS ignoriert man, abgesehen von Sebring und dem Petit Le Mans. Wer die R18 pilotieren wird, ist noch nicht aus.

In Sachen DTM gab es wenig Neuigkeiten, außer, dass man mit neun Wagen am Start sein wird. 4 werden vermutlich wieder Werkswagen sein, werden entlassenen Premat ersetzt, wird erst im Januar bekannt gegeben. Eine logische Alternative wäre Molina, aber vielleicht holt sich Audi ja auch Verstärkung.

Der R18 ist zumindest schon mal etwas hübscher als der Breitmaulfrosch namens R15. Die Coupé-Form hat in Sachen Luftwiderstand klare Vorteile, allerdings gibt es auch einige Nachteile, die man erwähnen sollte. Zum einen muss man dem Wagen eine Klimaanlage verpassen, weil das Cockpit nach ACO-Regeln sich nicht über 36 Grad erhitzen darf. Peugeot hat mit einem Schaden an dem Bauteil schon mal ein Rennen verloren. Dann ist das Problem der Sicht, da man die Spiegel schlechter sehen kann und die Scheibe kann bei Mischverhätlnissen schneller verschmieren. Zwar setzen sich die Visiere der Fahrer auch zu, aber da gibt es ja Abreissvarianten. Audi wäre vermutlich bei der offenen Bauweise geblieben, hätte der ACO nicht die “Lex Peugeot” eingeführt. Weil ein Fahrerwechsel bei einem Coupé länger braucht, hat man einfach die Menge der Mechaniker reduziert, die die Reifen wechseln. Dafür benötigt man nun genauso viel Zeit, wie einem Fahrerwechsel in einem Coupé.

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December 01 2010

06:57

Ferner liefen: Die Newshappen

# Die FIA hat die Formel 1-Nennliste für 2011 veröffentlicht. Große Überraschungen sucht man vergebens, einiges sticht aber doch ins Auge: Das Team von Tony Fernandes ist als “Team Lotus” aufgeführt – ob die Verhandlungen über den Namen aber von Erfolg gekrönt waren, oder ob Fernandes es einfach drauf ankommen lässt, ist daraus nicht zu erschließen.  Renault nennt sich weiterhin “Renault”, Sauber heißt jetzt nicht mehr “BMW”, dafür ist Virgin offiziell als “Marussia Virgin Racing” eingetragen. Als Lotus-Fahrer sind Jarno Trulli und Heikki Kovalainen laut Meldeliste bestätigt. Je ein freies Cockpit gibt es dagegen noch bei Renault und bei Williams. Etwas überraschend sind bei einigen Teams noch beide Autos unbesetzt: Force India, wo Adrian Sutil lange als gesetzt galt; Toro Rosso, wo ebenfalls beide Piloten einigermaßen sicher erschienen – und Virgin, wo Timo Glock im Grunde noch unter Vertrag stehen sollte. Bei HRT sind ebenfalls noch beide Cockpits zu haben. Vorsicht

# Heikki Kovalainen und seine Freundin Catherine Hyde haben sich beim Crash im Rahmen des Race of Champions in Düsseldorf doch etwas schwerer verletzt, als vermutet. Kovalainen selbst hat sich eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen, und muss “als Vorsichtsmaßnahme” einige Tage das Bett hüten. Gleiches gilt für Hyde, die sich Ermüdungsbrüche im Becken und der Hüfte sowie eine Verletzung der Beinmuskulatur zugezogen hat. Vorsicht

# Bernie Ecclestone könnte drauf und dran sein, dem British Racing Driver’s Club die Kontrolle über die Rennstrecke von Silverstone abzuluchsen. Laut einem Bericht von pitpass.com sieht die finanzielle Situation der Strecke alles andere als rosig aus, nachdem sich die Umbauten an der Strecke als wesentlich teurer herausgestellt hatten, als geplant. Demnach suchen die Betreiber ziemlich angestrengt nach einem Retter, der die angeblich fehlenden Gelder in Höhe von immerhin 70 Mio. GBP aufbringt – und könnten schließlich gezwungen sein, Bernie Ecclestone als “weißen Ritter” zu akzeptieren. Ja, genau: Den selben Bernie Ecclestone, der jahrelang von den Streckenbetreibern verlangt hat, Umbauten durchzuführen, die sich diese nicht leisten konnten. Vorsicht

# Mikhail Aleshin hat sich in einem Interview äußerst positiv über seine Aussichten für 2011 gezeigt. Angeblich sei die Frage seiner Formel 1-Teilnahme bereits “gelöst”, eine Verlautbarung soll unmittelbar bevorstehen. Wo der WSbR-Champion starten soll, ist noch nicht bekannt – in Frage kommt wohl vor allem das vom russischen Sportwagenhersteller Marussia unterstützte Virgin-Team. Aber auch ein Cockpit bei Force India, HRT oder gar Renault scheint denkbar. Vorsicht

# Bei Force India könnte aber auch Nico Hülkenberg unterkommen. Das berichtet zumindest die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf einen gewissen Timo Gans, der im Management-Team des jungen Deutschen arbeitet. Zuvor hatten sich demnach Chancen auf einen Platz im Team von Toro Rosso zerschlagen. Vorsicht

# Schon wieder eine Woche mit zahlreichen Indycar-Neuigkeiten:
Ed Carpenter wird Sarah Fisher ersetzen, welche in die Leitung ihres Teams wechseln wird und vermutlich nicht mal mehr zum 500 ins Volant greifen wird. Geplant sind neun Rennen, wobei natürlich die Ovale im Vordergrund stehen werden und man auf den Rundkursen eher am Ende des Feldes sein wird. Flo aus N
- Das Rennen in Edmonton könnte nun doch gerettet sein – und womöglich im kommenden Jahr mit einer interessanteren Streckenführung überraschen. Der Stadtrat hat vergangene Woche einem Plan zugestimmt, zusätzliche 3 Mio. kanadische Dollar für Umbauten am Kurs bereitzustellen. Ursprünglich waren die Pläne für den Lauf ja deswegen ins Trudeln geraten, weil die Rennstrecke wegen des regen Flugaufkommens auf dem internationalen Flughafen auf einen stillgelegten Teil der Landebahn ausweichen muss – aber weder Promotor Octane noch die Stadt bereit waren, dafür zu bezahlen. Eine Bestätigung der Rückkehr seitens offizieller Indycar-Stellen steht noch aus. Vorsicht
- Dafür sind vergangene Woche Gerüchte aufgetaucht, wonach es ab 2012 einen zweiten Indycar-Lauf in Brasilien geben könnte. Das nach der südamerikanischen Freihandelszone “GP Mercosur de Indycar” getaufte Rennen würde demnach in Porto Alegre stattfinden – einer Stadt im Süden von Brasilien, in der Nähe von Uruguay und Argentinien. Dementsprechend wäre es auch das Ziel, diese beiden Länder bei der Ausrichtung mit an Bord zu nehmen. Vorsicht
- Und dann gibt es noch eine kleine Meldung aus der Kategorie “mysteriös”: Dienstagabend tauchten in mehreren Twitter-Feeds Meldungen auf, wonach der kanadische Indy Lights-Pilot James Hinchcliffe Mitte Dezember für Newman-Haas testen solle. Der in den Meldungen angegebene Link ist allerdings nicht aufrufbar – und auch sonst ist im Internet nichts dazu zu finden. Ob an der Meldung also was dran ist? Abwarten… Vorsicht

#Int. GT Open: In der nächsten Saison wird man an 8 Wochenenden Rennen fahren. Saisonstart ist am 1. Mai in Imola, das Finale findet am 30. Oktober in Barcelona statt. Ansonsten wird die Serie unter anderem in Monza, Magny Cours, Spa, Brands Hatch und am Nürburgring am Start sein. Neu dabei ist außerdem ein Termin am österreichischen Red Bull Ring. Die F3 Open wird bei den meisten Rennen wieder als Support unterwegs sein, hat aber auch ein paar Standalone-Termine in Spanien.

1. Mai: Imola (GT)
15. Mai: Magny-Cours (GT & F3)
17. April: Valencia (F3)
26. Juni: Spa (GT & F3)
3. Juli: Nürburgring (GT & F3)
24. Juli: Brands Hatch GP Kurs (GT & F3)
28. August: Red Bull Ring (GT)
2. Oktober: Monza (GT & F3)
16. Oktober: Jerez (F3)
30.Oktober: Barcelona (GT & F3)
Flo aus N & Vorsicht

#LMS: Der ACO hat das Programm für die LMS vorgestellt (Achtung, .pdf). Leider ist wieder kein Lauf in Deutschland dabei, dafür fährt man in Imola, welches den Hungaroring ersetzen wird. Finale ist in Portimao geplant, wobei 1 Woche später des Petit Le Mans ansteht und man daher davon ausgehen kann, dass sich hier noch was tun wird. Die Distanz wurde von 1000 km auf 6h geändert, um den TV-Sendern entgegen kommen zu können.

11.&12. März: Testfahrten Paul Ricard
3. April: Paul Ricard
8. Mai: Spa
3. Juli: Imola
11. September: Silverstone
25. September: Portimao
Flo aus N

# Außerdem wurde auch ein überarbeiteter Kalender für den ILMC bekannt: Insgesamt wird es sieben Rennen geben, Das Petit Le Mans wird Teil der Serie sein, außerdem auch, etwas überraschend,  die 6 Stunden von Imola. Als Saisonabschluss wird ein 6-Stunden-Rennen in China fungieren, wo genau sich die sicher hervorragend präparierte Strecke dafür befinden wird, ist derzeit noch unbekannt.

19. März: 12h Sebring
8. Mai: 6h Spa
11.&12. Juni: 24h LeMans
3. Juli: 6h Imola
11. September: 6h Silverstone
1. Oktober: Petit LeMans (12h, Road Atlanta)
12. November: 6h China (Strecke noch unbekannt)
Vorsicht

November 10 2010

07:13

Ferner liefen: Die Newshappen

# Lotus, Renault, Group Lotus, 1Malaysia, Proton, mehrere in innige Gerichtssttreitigkeiten verzahnte Protagonisten, dazu ein weit verzweigtes Sammelsurium von Neben-, Zweit und Drittlizenzierungen. Das sind die Zutaten es wohl bizarrsten Markenrechtsstreit der Formel Eins, den es jemals gegeben hat. Kurz zusammen gefasst: Es gibt eine “Group Lotus” und das “Lotus Team” von Tony Fernandes. Und beide streiten sich darum, wer denn nun den Namen Lotus führen darf. Das ist alles derartig komplex und verwickelt, dass ich versuchen werde das in einem eigenen Artikel aufzulösen. Ich muss nur noch eine Wand finden, die groß genug für das Übersichtsdiagramm ist. Derweil empfehle ich dringend die Lektüre des Blogeintrag von Will Buxton, der das auch alles nicht versteht. Don

# Interessante Dinge entwickeln sich um Pastor Maldonado, der offenbar den halben Staatshaushalt Venezuelas im Gepäck und als Anreiz für diverse Teams hat. Bisher schien es so, dass Williams den GP2 Meister wohl nehmen muss, weil Air Asia, RBR und Philips sich als Sponsoren verabschieden. Vor ein paar Tagen wurde aber bekannt, dass Maldonado für HRT testen soll, was auf den ersten Blick scheinbar keinen Sinn macht. Auf dem zweiten sieht es aber anders aus, denn zum einen braucht auch HRT das Geld, zum anderen liefert Williams den Spaniern ja 2011 das Getriebe und somit wohl auch die Konstruktion des Hecks. Es könnte also gut sein, dass sich Williams und HRT das Geld von Maldonado teilen. Er bekommt einen Einsatzvertrag von Williams, wird aber bei HRT geparkt, bevor je nach Leistung 2012 oder 2013 zu Williams darf. So hätte sich Williams auch elegant des Problems erledigt, ob man nun Hülkenberg oder Barrichello rauswerfen soll. Don

# Es könnte aber auch sein, dass Maldonado trotz HRT-Test im kommenden Jahr für Williams an den Start geht – dann nämlich, wenn die Briten Hülkenberg zu HRT verschieben sollten. Ein Indiz dafür wäre jedenfalls, dass motorsport.com unter Berufung auf die gewöhnlich sehr zuverlässiche finnische Zeitung Turun Sanomat meldet, dass auch der junge Deutsche in Abu Dhabi in ein Cockpit des spanischen Teams steigen soll. Vorsicht

# Dodge hat heute ein erstes Foto des neuen Designs vom 2011er Einsatzwagen gezeigt. Die NASCAR erlaubt allen Hersteller schon im kommenden Jahr eine neue Frontpartie einzusetzen, die mehr an die Strassenversion der verwendeten Wagen erinnern sollen. Bei Dodge ist das bekanntermaßen der Charger und dessen Front hat man jetzt ziemlich kräftig überarbeitet, wie das Bild zeigt. Zum Vergleich hier noch mal die alte Front des Penske Dodge aus diesem Jahr.

# In der NASCAR-Szene diskutiert man immer noch das Rennen von Texas. Zum einen ist da die Frage, wann Kyle Busch seine aggressive Haltung etwas lockert, zum anderen, ob Chad Knaus mit seiner Entscheidung, die eigene Boxencrew mitten im Rennen zu entlassen, nicht etwas über das Ziel hinaus geschossen ist. Klar – Crews wurden schon immer gerne mal ausgewechselt, aber nicht mitten in einem Rennen, so dass Millionen Zuschauer sehen konnten, dass es mit Loyalität des Crew Chiefs nicht all zuweit her ist. Mike Ford, Crew Chief von Danny Hamlin, gibt zu, dass man die Schwäche der 48er Crew schon seit längerem im Auge hat und dies auch der Grund gewesen sei, warum Hamlin in Texas genau vor die #48 habe parken lassen. Allerdings sagt er etwas, was viele Fans denken: Man demontiert nicht einfach mal so eben eine Crew, die in diesem Jahr etliche Siege eingebracht hat und in den letzten Jahren immerhin an schlappen vier Titel beteiligt war. Erfolg ist das eine, eine Destabilisierung der gesamten Hendrick Mannschaft eine andere. Don

# Die Nationwide Serie erfreut sich ungebrochener Beliebtheit und der Titel in der Serie ist auch bei Cup-Fahrern hoch begehrt. Allerdings mehren sich die Stimmen, die meinen, dass die Cup-Fahrer nicht in die Wertung genommen werden sollte. Rusty Wallace erneuert diese Forderung gerade wieder in einem Interview. Das Problem an der Sache ist nur, dass die Cup-Piloten die Garanten für die Sponsoren sind. Ohne sie, würden die Sponsoren das Interesse verlieren, denn so gut Fahrer wie Stenhouse usw. sind auch sein mögen, aus der Sicht des Marketing bringen sie wenig bis gar nichts. Don

# In der IRL bahnt sich eine kleine Sensation an. Offenbar drängt es Chevy zurück in die Serie und man will am Freitag bei einer Pressekonferenz in Indianapolis genauer ins Detail gehen. Bisher liegt allerdings noch alles im tiefen Nebel. Bekannt sind nur zwei Dinge: 1. Die IRL will weitere Hersteller in die Serie bekommen und 2. GM will wieder mehr Geld in den Motorsport investieren. Viele Möglichkeiten hat man in den USA da ja nicht mehr, die IRL wäre eine schöne Gelegenheit. Im Moment werden zwei Teams gehandelt, die bei GM andocken könnten: Penske und Ganassi. Don

# Weniger toll: Nach der Absage des Rennens in Edmonton scheinen nun auch die Vorbereitungen auf den Lauf in Baltimore in finanzielle Schieflage geraten zu sein. Wegen des noch immer fehlenden Titelsponsors sind die Betreiber derzeit nicht in der Lage, den notwendigen Betrag für die Errichtung einer Boxengasse zu bezahlen. Vorläufig hat wohl der Bundesstaat Maryland Garantien übernommen und Geld vorgeschossen. Sollten aber auch nach dem 1.1.2011 noch keine entsprechenden Mittel vorhanden sein, würde das wohl das Ende des Bauvorhabens bedeuten – und damit auch die Absage des Rennens. Weil für Edmonton noch kein Ersatz gefunden ist, und es auch um das geplante Finalrennen in Las Vegas oder Fontana erschreckend ruhig geworden ist, könnte es also sein, dass wir im kommenden Jahr eine Indycar Saison mit nur 14 Rennen erleben. Vorsicht

# In der WTCC wird es 2012 wohl eine neue Marke geben: Ford. Der Einsatz in der BTCC mit dem Focus ist dann wohl doch ein Versuchsballon und die erfolgreiche Saison hat Ford dazu gebracht, den Focus demnächst auch in der Weltmeisterschaft einzusetzen. Interessant ist, das Ford seit Jahren ja sein Motorsportprogramm auf die WRC begrenzt hatte, obwohl der Hersteller ja eine sehr reichhaltige Historie im Tourenwagensport hat. Der Einsatz des Focus könnte vor allem auch japanische Hersteller wie Honda zu einer Neubewertung der WTCC bringen. Don

# Larbre Competition wird den Saleen S7R, mit dem sie in diesem Jahr die GT1-Klasse in Le Mans gewonnen haben, in den verdienten Ruhestand entlassen und gegen eine GT2-Corvette eintauschen, die Julien Canal, Gabriele Gardel (aus dem Siegerteam 2010) und Patrick Bornhauser (franz. GT-Meister) für die gesamte ILMC-Saison offiziell für GM pilotieren werden. Für die 24h von Le Mans wird über den Einsatz eines zweiten Wagens nachgedacht. Stefan

# Die Schweizer Hope Polevision-Mannschaft, bisher in der Formula Le Mans-Klasse der LMS und ILMC unterwegs, hat in China bekanntgegeben (und ist vermutlich vor allem deswegen als einziges FLM-Team dorthingereist), dass man 2011 in die LMP1 aufsteigen wird – und zwar mit einem Oreca-Chassis auf Basis des Oreca 01, vor allem aber mit einem Hybridantrieb mit Flybrid-Schwungrad. Das Antriebsaggregat soll in Zusammenarbeit mit der in Liechtenstein ansässigen Firma Lehmann Motoren-Technik entwickelt werden. Stefan

# Die ALMS-Gerüchteküche, namentlich Murphy the Bear, glaubt zu wissen, dass ein Prototypen-Team 2011 in die GT-Klasse (eventuell auch in eine andere Serie) wechseln könnte, vermutlich die Cytosport-Mannschaft um Greg Pickett, die auf einen GT-Porsche wechseln könnten. Lord Paul Drayson soll sich die alte Werkstatt von Tom Walkinshaw Racing bzw. Super Aguri angeschaut haben, mit der Idee, einen eigenen Prototypen zu konstruieren (was er sich besser nochmal überlegen sollte angesichts dessen, dass man nicht einmal das eigentlich zuverlässige Lola-Judd-Paket vernünftig in den Griff bekommen hat). Und bei vielen GT-Teams ist noch lange nicht klar, mit wie vielen Autos sie an den Start gehen werden (bzw. in manchen Fällen, ob überhaupt). Stefan

# Die World Series by Renault (gemeint ist wohl vor allem die Formel Renault 3.5) wird auch 2011 auf Eurosport zu sehen sein – das hat “Eurosport Events”-Chef Jean Louis Dauger in seinem Twitter Feed bestätigt. Nicht mehr im Programm ist erwartungsgemäß die F2. Die Billig-Juniorserie soll aber durch ein anderes WTCC-Rahmenprogramm ersetzt werden. Vorsicht

# Die V8 Supercars hat von der FIA den Status einer “internationalen Serie” bekommen. Damit ist es nun möglich, dass man bis zu sechs Rennen außerhalb von Australien fährt. Bisher hatte man nur Abu Dhabi, bzw. Bahrain im Programm. Seit langem wird darüber spekuliert, dass die V8 Supercars expandieren möchte, allerdings ist wohl kaum damit zu rechnen, dass man die Holden und Ford in Europa sehen wird. Auf der Wunschliste der Australier stehen eher Strecken in Asien wie Singapur, Malaysia, Japan und natürlich China. Don

# Die VLN hat ihren Kalender für 2011 veröffentlicht. Da das 24H Rennen erst Ende Juni ist, fährt man vorher 5 mal und nachher auch 5 mal auf der Nordschleife. Angeblich soll das 6h Rennen als 3. Lauf über die Bühne gehen und der 7. Lauf sogar ein 12h Rennen werden. So wird es zumindest kolporiert Flo aus N.

# Kleine Umbauten gab es in dieser Woche auch am Kalender der ADAC GT Masters für 2011. Die Strecken bleiben zwar die gleichen, gegenüber dem schon Ende August veröffentlichten Terminplan gibt es aber – abgesehen von kleinen Datumsverschiebungen – folgende Änderungen: Saisonstart ist nicht in Hockenheim, sondern am Ostermontag in Oschersleben. Der Hockenheimring übernimmt dafür das Saisonfinale Anfang Oktober vom Sachsenring. Dort fährt die ADAC GT Masters aber trotzdem: Und zwar bereits das zweite Saisonrennen Mitte Mai. Vorsicht

# Auch der ACO bastelt an seinem Kalender. Im Rahmen der 1000km von Zhuhai wurde bekanntgegeben, welche Rennen nächstes Jahr zur ILMC gehören sollen. Sebring, Spa, Le Mans, Silverstone und ein abschließender Lauf in China sind fest. Aufgrund einer Terminkollision fehlt allerdings das Petit Le Mans, das die ALMS-Organisatoren fürs erste Oktoberwochenende eingeplant hatten. Da das zu viel logistischer Aufwand wäre, wird das Rennen vermutlich aus der ILMC rausfallen und damit an Bedeutung einbüßen, möglich ist auch der Verlust der automatischen Einladungen zu den 24h. Zwei Rennen sind noch To Be Announced, eines in Europa (möglicherweise Portimao) und eines außerhalv Europas, vermutlich in Asien (Verhandlungen mit Fuji). Stefan

# Bei der ALMS könnte gerüchteweise auch eine größere Neuverteilung der Fernsehrechte bevorstehen. Lief die Serie bisher meist auf dem Motorsportsender SpeedTV, oft auch live, könnten 2011 vier Rennen mit einwöchiger Verspätung als Doku-Drama auf ABC gezeigt werden (wie in dieser Saison zweimal auf CBS geschehen), Sebring live auf dem Internet-Sender ESPN3 und die übrigen Läufe auf dem Kabel-Sportsender Versus. Das wäre von der Reichweite her ein enormer Rückschritt, könnte aber für die europäischen Zuschauer von Vorteil sein, da eventuell mehr Live-Streams (wie bei zwei Läufen 2010) angeboten werden könnten. Stefan

# Die Star Mazda Serie hat auch ihren Kalender für 2011 veröffentlicht, welcher 11 Läufe umfassen soll und wo lediglich ein Rennen im April noch unter TBA läuft. Im Verlaufe des Jahres fährt man dreimal auf dem Oval und achtmal auf Road bzw. Street Courses – unter anderem in Laguna Seca und in Mosport im Rahmen der ALMS. Flo aus N.

# Für die 24H von Dubai ist die erste Nennliste veröffentlicht worden, und die verspricht ein sehr gutes Feld: Unter anderem werden das Team Engstler, Need for Speed (wahrscheinlich Schuberth Motorsport) sowie der Haribo Manthey GT3 R am Start sein und auch der SLS AMG GT3 wird von Black Falcon zweimal an den Start gebracht. Flo aus N.

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