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January 30 2014

21:02

NASCAR: Wie funktioniert der neue Chase?

Es wurde viel spekuliert, seit heute ist es amtlich. Die NASCAR hat den kompletten Chase auf den Kopf gestellt und mit einem neuen Reglement versehen. Das neue Format stösst nicht auf ungeteilte Freude.

BfP0wFtCUAAJp84Man kann sich eigentlich über den Chase in den letzten Jahren nicht beklagen. Zwar hat Jimmie Johnson die meisten Chase-Entscheidungen gewonnen und auch das letzte Jahr war nicht so spannend. Aber dafür gab es die sensationelle Entscheidung zwischen Tony Stewart und Carl Edwards oder den Sieg von Brad Keselowski. Aber vor allem das Jahr 2011, als Tony Stewart und Carl Edwards punktgleich aus dem letzten Rennen kamen, hat es der NASCAR wohl angetan. Das neue Format zielt auf ein Shoot-Out Format ab, dass die Spannung verbessern soll. Gleichzeitig sollen Siege mehr belohnt werden.

Und so sieht das neue Format aus:

- Wie bisher wird es nach 26 Rennen einen Schnitt geben. Die letzten 10 Rennen gehören dem Chase.
- Statt 12 können nun 16 Fahrer in den Chase kommen.

Wer kommt in den Chase?
Jeder Fahrer, der ein Rennen gewinnt, ist automatisch für den Chase qualifiziert. Ebenso ist der Fahrer qualifiziert, der nach 26 Rennen die Tabelle nach Punkten anführt, auch wenn er keinen Sieg hat. Sollten sich mehr als 16 Fahrer für den Chase qualifizieren, kommen die Piloten in den Chase, die die meisten Siege haben. Haben zum Beispiel 18 Fahrer einen Sieg, entscheidet der Punktestand. Auch wenn weniger als 16 Piloten einen Sieg haben (was eher wahrscheinlich ist), entscheidet der Punktestand.

Die Fahrer, die in den Chase kommen, bekommen 2000 Punkte und 3 Punkte für jeden Sieg, den sie in den ersten 26 Rennen errungen haben.

Der neue Chase

Ab 2014 gibt es ein Shootout zwischen den 16 Fahrern. Der sieht wie folgt aus:

Rennen 27, 28 und 29 – Challenger Round
Jeder Fahrer, der ein Rennen gewinnt, kommt automatisch in die nächste Runde. 12 Fahrer werden insgesamt die nächste Runde erreichen. Die keinen Sieg errungen haben, qualifizieren sich über die Punkte. Die 12 Piloten, die weiter gekommen sind, bekommen für die nächste Runde 3000 Punkte.

Rennen 31, 31 und 32 – Contender Round
Wieder fliegen vier Fahrer aus dem Chase, es gelten die gleichen Regeln wie in der Vorrunde. Am Ende bleiben acht Piloten übrig.

Rennen 33, 34, 35 – Eliminator Round
Erneut erwischt es vier Piloten, auch hier gelten die Regeln der Vorrunden. Es bleiben vier Piloten übrig.

Rennen 36 – First-to-the-Finish Championship Finale
Das Rennen in Homestead entscheidet die Meisterschaft. Die Regeln sind einfach: Derjenige, der vier Piloten, der am Ende die beste Position im Rennen erlangt hat, ist NASCAR Champion.

Den Fahrer, die aus dem Chase fallen, bekommen wieder 2000 Punkte (plus jene, die sie im Chase raus gefahren haben) und kämpfen um P5 in der Meisterschaft. Hier geht es ja noch um eine Menge Geld.

Fazit:
Das klingt, auf den ersten Blick für den Chase recht spannend. In jedem Rennen geht es also um alles, das letzte Rennen entscheidet dann die Meisterschaft. Es geht nicht mehr um Siege oder Bonuspunkte, sondern nur noch um die beste Position im letzten Rennen. Wer in der ersten Runde einen Sieg einfährt, kann sich in den nächsten zwei Rennen aus allem raushalten. Alle anderen müssen um die ersten 12, 8 oder vier Positionen kämpfen.

Und genau da klinken sich die Kritiker ein, denn damit würde das gesamte System der NASCAR komplett entwertet. Es geht nicht mehr um Konstanz, sondern um Glück. Man kann theoretisch 35 Rennen gewinnen, aber wenn man im letzten Rennen ein Reifenschaden hat, wird jemand anders Meister.

Das klingt unfair – was es auch ist. Und es entwertet die gesamte Saison. Die Meisterschaftslotterie hätte die NASCAR noch erweitern können, wenn das letzte Rennen nach Talladega verlegen würde. Natürlich ist es immer noch wichtig über die gesamte Saison konstant zu sein. Wer allerdings eines der ersten fünf Rennen gewinnt, kann sich normalerweise den Rest der Saison zurücklehnen und verschiedene Dinge am Auto ausprobieren.

Die neuen Regeln sind nicht unbedingt nur für die Fans gemacht. Sie zielen auf das Fernsehpublikum ab und sichern die neuen Rechteinhaber von NBC ab. Man hofft, dass die Zuschauer im Herbst, wenn die NFL läuft und die MLB ihre World Series austrägt, mehr in Richtung NASCAR schielen. Die künstlich aufgebaute Spannung durch den Shootout soll Fans und Werbekunden gleichermaßen zu befriedigen.

Ich bin da skeptisch. Die Idee kann schnell in die Hose gehen. Es kann durchaus passieren, dass am Ende Tevor Bayne, Kyle Larson, Brian Vickers und Paul Menard übrig bleiben. Auch wenn das unwahrscheinlich ist, die Möglichkeit, dass schon früh Top-Favoriten rausfallen ist groß. Auf der anderen Seite: Hätte man die Regeln im letzten Jahr schon angewendet, wäre Dale Earnhardt jr. Meister geworden. Was den meisten Fans und der NASCAR vermutlich gefallen hätte.

Die neuen Regeln bieten auch kleinen Teams eine Chance. Mit zwei Rennen in Daytona, einem in Talladega und den Rennen in Sonoma und Watkins Glen gibt es vier Chancen für Fahrer, die sonst eher nicht für einen Sieg in Frage kommen. Marcus Ambrose wird es freuen. Das bedeutet, dass der Chase nicht mehr nur aus den “üblichen Verdächtigen” besteht, sondern auch Piloten reinkommen werden, die man sonst eher im Hinterfeld antrifft.

Mehr Piloten, die um eine Chance im Chase kämpfen bedeutet auch, dass es einige geben wird, die mehr Risiken eingehen. Die NASCAR geht davon aus, dass es gerade in den letzten Rennen eine Runde hart zugehen wird. Man will “Contact” sehen, aber natürlich im Rahmen der Regeln. Oder so.

Das neue Format hat Vor- und Nachteile. Die “alteingesessenen” NASCAR Fans haben schon aufgeheult, werden aber vermutlich stiller werden, sollte Junior im Chase lange unterwegs sein. Auf der anderen Seite werden die Rennen in der Saison etwas entwertet und es geht nicht mehr allein darum, möglich sauber durch die Saison zu kommen. Der Charakter der NASCAR verändert sich mit den neuen Regeln grundlegend.

Was denkt ihr? War es eine richtige Entscheidung der NASCAR, sich neu auszurichten?

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October 01 2010

16:17

Indycar: Spannendes Finale in Homestead

Wie doch die Zeit vergeht: Grade noch haben wir uns über die Zustände beim Saisonauftakt in Sao Paulo aufgeregt, jetzt steht schon wieder das Finale vor der Tür. Das findet zum letzten Mal in Homestead statt – und könnte knapp werden.

Und das, obwohl die Meisterschaft in diesem Jahr nur noch ein Zweikampf ist: Zwölf Punkte trennen an der Tabellenspitze Rundkurs-Seriensieger Will Power (587) und Vorjahreschampion Dario Franchitti (575) – in der IRL ist das eine richtig enge Ausgangsposition. Wenn Power vor Franchitti landet, dann ist er zwar fix Meister. Davon ist auf einem Oval aber nicht unbedingt auszugehen. Und wenn Franchitti wie im vergangenen Jahr gewinnen sollte, müsste der Australier mindestens den zweiten Platz erreichen, um trotzdem noch Meister 2010 zu werden (Ausnahme: Power erringt alle drei Bonuspunkte, wird Dritter, und beide sind punktgleich – dann gewänne Power trotzdem). Folglich müssen wohl beide Konkurrenten Samstagnacht voll auf Sieg fahren – denn auf Taktik und Glück zu setzen, kann keiner der beiden wirklich riskieren. Aber nicht nur vorne wird es eng – auch hinten im Feld fahren wohl noch einige um ein Cockpit fürs nächste Jahr.

Vorne sind aber dennoch wieder einmal die beiden Topteams zu erwarten. Der “Todesstern” hat sich bei den Ovalrennen doch als zu unbesiegbar erwiesen, als dass man hier beim Finale noch mit einer Überraschung rechnen könnte. Spannend ist dafür eine andere Frage: Inwieweit werden Ganassi und Penske zu Teamorder greifen, sofern in den letzten paar Runden der “falsche” Fahrer in Front liegt? Das Szenario ist nämlich gar nicht so unwahrscheinlich – Helio Castroneves ist auf den Ovalen wohl stärker als Will Power, und auch Scott Dixon ist dort Franchitti an guten Tagen jedenfalls ebenbürtig. Davon, dass die beiden auf die Seite fahren, wenn der Teamkollege dahinter ist, muss manwohl ausgehen. So eng wie die Situation ist, stellt sich aber wohl auch die Frage, ob es nicht sogar zu Blockaden kommen könnte.

Die IRL hat sich im sonst so hemdsärmeligen US-Rennzirkus als ziemlich streng erwiesen, was das Einhalten einer fairen Fahrweise betrifft – man denke etwa an Edmonton. Und gerade bei gefährlichen Spurwechseln oder Blocking im Oval ist das auch völlig richtig. Aber könnte es sich die Rennleitung im Erstfall wirklich erlauben, zum Beispiel in den letzten Runden eine Strafe auszusprechen, die den Meisterschaftsentscheid beeinflusst?

Ebenfalls noch offen ist die Entscheidung in der “Rookie of the Year”-Wertung: Derzeit führt Alex Lloyd mit 248 Punkten knapp vor Simona de Silvestro (230). Außernseiterchancen hat auch noch Takuma Sato, der mit 202 Punkten aber schon 46 Zähler Rückstand auf Lloyd hat, und somit ein veritables Wunder (=Rennsieg plus Ausfall von Lloyd und de Silvestro) brauchen würde, um den Titel noch zu holen.

Etwas zu spannend war es für Simona de Silvestro und ihr HVM Team wohl auch schon in der vergangenen Woche: Gerüchte sprechen davon, dass der Eigentümer der HVM-Werkstatt nach nicht bezahlten Mieten wohl die Schlösser ausgetauscht haben soll. Der Antritt in Homestead stand demnach schon auf der Kippe. Das Team hat in den vergangenen Tagen allerdings beruhigt, und davon gesprochen, dass das “Misserstädnis” ausgeräumt worden sei. Was auch immer man davon halten mag: In Homestead ist die Truppe wohl tatsächlich dabei.

Es gibt also viel, worauf man Samstagnacht achten kann. Und wenn die jüngsten Rennen in Homestead ein Anhaltspunkt sind, dann ist das wohl auch gut so: Denn im sportlichen Sinn spannend sind die IRL-Läufe dort selten.

Das Rennen im vergangenen Jahr war da zwar eine Ausnahme, aber nicht wegen der Strecke, sondern eher aus taktischen Gründen. Zur Erinnerung: Scott Dixon, Dario Franchitti und Ryan Briscoe hatten noch Chancen auf den Titel. Während Briscoe und Dixon gegeneinander kämpften, ließ sich Franchitti zurückfallen und sparte Benzin. Die Rechnung ging auf: Weil es das erste und bisher einzige IRL-Rennen der Geschichte ohne Gelbphasen war, mussten Dixon und Bricoe wenige Runden vor Schluss in die Box. Franchitti schlich mit helbleeren Auto um den Kurs, gewann, und war Champion.

Abseits solcher Taktikspielchen gibt es, wie gesagt, in Homestead oft lange Rennabschnitte, an denen sich das Feld auseinanderzieht. Duelle sind dann eher Mangelware, und man kann auch längere Zeit in der Chipspackung nach den letzten Knabberresten suchen, ohne viel Racing zu verpassen. Wie in der Vorschau vom vergangenen Jahr (damals übrigens mein zweiter Text hier im Blog) schon sanft angedeutet: Ich mag den Kurs nicht. Schwere Unfälle gab es dort oft, gutes Racing selten, und ich bin auch gar nicht traurig, dass man ab kommenden Jahr dort nicht mehr unterwegs ist. Zum Abschied hier trotzdem nochmal die gewohnte Streckenvorstellung mit ein paar Erklärungen von Tony Kanaan.

Im Auto des immer noch nicht ganz renntauglichen Mika Conway wird in Homestead übrigens wieder Kanaans Landsfrau Ana Beatriz sitzen, die dank zahlungskräftiger Sponsoren den Wagen vom enttäuschten (in diesem Jahr aber leider auch etwas enttäuschenden) Paul Tracy übernimmt. Ebenfalls neu dabei: Sebastian Saavedra, der sein erstes IRL-Rennen außerhalb des Indy 500 in Angriff nimmt. Der Kolumbianer wird im Conquest-Wagen sitzen, mit dem Mario Romancini die erste Saisonhälfte bestritten hat, und der seitdem zwischen verschiedenen Piloten gewechselt ist.

Die Trophäe (links) für den neuen IRL-Meister wurde übrigens bereits am Dienstag unter Anwesenheit der beiden Titelkandidaten vorgestellt. Sie stammt vom bekannten Bildhauer Ted Gall, ist samt Podest einen knappen Meter hoch, wiegt 22,5 kg und soll die Verbindung zwischen Technik und Mensch zum Ausruck bringen, die der Rennsport darstellt. Außerdem trägt sie offenbar keine Hose. Oder ein recht eigenwilliges Schild.

Mit anderen Worten: Seriensponsor IZOD hat sich für die IRL mal wieder was ganz Besonderes einfallen lassen. Immerhin hat man sich mit dem Effekt des Indycar-Engegaments in einem Radio-Interview vergangene Woche sehr zufrieden gezeigt – sicherlich ein Hoffnungsschimmer für die sonst für Sponsoren ja nicht immer besonders anziehende Rennserie. Da kann man auch die neue Tropähe wieder vergeben.

Die Übertragung startet in der Nacht von Samstag auf Sonntag um Mitternacht, Rennstart ist in etwa eine Stunde später. Als Broadcaster ist in den USA einmal mehr Versus am Zug. Fans hierzulande müssen sich wohl mit dem offziellen Stream der Race Control begnügen, oder in die Untiefen des Internet abtauchen, um die Meisterschaftsentscheidung mitverfolgen zu können. Immerhin scheint ein Ende dieses Problems in Sicht: Hausherr Don Dahlmann hat erfahren, dass die IRL für 2011 an einer Verbesserung des Streaminganbegotes bastelt.

September 29 2010

11:25

Ferner liefen: Die Newshappen

// Nun könnte es doch schon im kommenden Jahr so weit sein: Bernie Ecclestone hat im Interview mit der BBC verkündet, dass die FOTA möglicherweise schon 2011 alle Formel 1-Rennen in HD produzieren wird. Wenn auch die Aussage noch etwas schwammig wirkt: Denn im selben Atemzug meint er auch, dass es das Signal nur dann geben wird, wenn sichegestellt ist, dass alles in “Top Qualität” vorliegt – was “wahrscheinlich erst 2012″ der Fall sein dürfte. Immerhin: Fans hochauflösender Bilder dürfen nun wieder hoffen. Und mit ihnen sky, die sichsicher darüber freuen würden, dieses neue Feature exklusiv vermarkten zu können. (Vorsicht)

// Sofern sie denn überhaupt weiter übertragen: Denn laut Aussage von sky-Sportchef Carsten Schmidt in den Stuttgarter Nachrichten, steht die Formel 1 beim deutschen Bezahlfernsehen “auf dem Prüfstand“. Grund: Angeblich lassen sich mit der Königsklasse keine Neukunden gewinnen – der Erhalt von Bestandskunden spielt in diesem Kalkül wohl keine größere Rolle. Das Problem besteht vor allem auch darin, dass die Konkurrenz durch die Übertragung bei RTL im Free TV zu groß sei. Stattdessen will sich sky auf Sportarten konzentrieren, die in Deutschland nicht gratis zu empfangen sind. Wie gut diese Strategie bisher funktioniert hat, zeigt der durchschlagende Erfolg der sky-Übertragungen von NASCAR oder der Indycar-Series, aber auch der zahlreichen weiteren Sportarten, die derzeit im reichhaltigen, um nicht zu sagen “üppigen” Angebot des Senders zu bewundern sind. Natürlich kann man die Aussage auch als Taktik in den derzeit stattfindenden Verhandlungen mit Bernie Ecclestone betrachten – aber wären da die “Stuttgarter Nachrichten”, bei allem Respekt, wirklich das Medium der Wahl? Siehe dazu auch der Eintrag von gestern. (Vorsicht)

// Wie jedes Wochenende auch diesmal ein Korea-Update. Auf einer lokalen Internetseite ist ein Video davon aufgetaucht, wie die Strecke angeblich am 23.9. ausgesehen haben soll. Für alle, die Probleme mit der hierzulande äußerst langen Ladezeit haben: Die Strecke sieht so aus, als habe sich seit Chandhoks Demo-Run nicht besonders viel verändert. Überall stehen Baumaschinen herum, die Streckenbegrenzungen sind zum Teil noch unverankert, Auslaufzonen unbefestigt und die oberste Asphaltschicht liegt auch noch immer nicht. Neu: Einige sehr unschöne Schlaglöcher in der Sicht darunter, die angeblich vom unsachgermäßen Einsatz schweren Baugeräts stammen sollen. Auch Bernie Ecclestone kommentierte die Wahrscheinlichkeit, dass das Rennen stattfinden wird in Singapur eher verhalten – wenn auch weiterhin eher davon augegangen wird, dass am Ende doch alles knapp gutgeht. Der Inspektionstermin wurde jedenfalls schon mal auf den Montag nach dem Japan-GP verschoben. Was im Grunde für ein Rennen spricht – denn eine Absage zu derart später Stunde kann sich wohl keiner leisten. (Vorsicht)

// Weitere Streckennews gibt es gleich im Viererpack:
1. war die BBC gemeinsam mit Karun Chandhok zu Gast auf der indischen Baustelle, wo innerhalb des nächsten Jahres ein Formel1-Strecke entstehen soll. Und das Video zeigt, dass auch dort noch so Einiges zu tun bleibt. Ein Höhenterrain für die Bahn wurde wohl geschaffen, und die Streckenführung wohl mittlerweile notdürftig befestigt. Allerdings: Bisher steht kein einziges Gebäude. Dort, wo in Kurve Eins eine Senke entstehen soll, befindet sich derzeit ein kleiner See. Aber auch, wenn nach dem Desaster um die heuer von Indien ausgetragenen Commonwealth-Spiele und den langsamen Baufortschritt in Korea  im Fahrerlager einige Fragezeichen um den GP aufgekommen sind: Noch ist wohl ausreichend Zeit, um rechtzeitig fertig zu werden.

2. Ist erstaunlicherweise noch immer unklar, ob der erfolgreiche Grand Prix in Singapur auch nach Auslaufen des aktuellen Vertrages im Jahr 2012 weiter ausgetragen wird. Der Handels- und Industrieminister des Stadtstaates hat sich in einem Interview mit den Straights Times (via crash.net) jedenfalls ein wenig vorsichtig geäußert, und von einer “robusten Kosten-Nutzen-Analyse” gesprochen, die man zu diesem Thema durchführen will. Anders ausgedrückt soll das wohl heißen, dass man sich von Bernie Ecclestone einen besseren Vertrag erwartet, wenn er das von ihm als “Kronjuwel” bezeichnete Rennen noch länger durchführen will.

3. Gleichzeitig stehen möglicherweise schon wieder neue Austragungsorte vor der Tür: Wie Joe Saward berichtet, war der Premierminister des wohlhabenden afrikanischen Inselstaates Mauritius zu Gesprächen in Singapur vor Ort. Die Insel hat sich in den vergangenen Jahren als Sponsor diverser Nobelsport- und Kulturevents, wie etwa dem Pferderennen in Ascot oder den Filmfestspielen in Cannes einen Namen gemacht, und könnte daran interessiert sein, ihr Tourismusproil mit einem Formel 1-Rennen zu steigern. Und für die Königsklasse könnte ein WM-Lauf einen glamourösen Weg darstellen, auch in Afrika präsent zu sein.

4. Der Traditionsstrecke in Snetterton steht über den Winter ein Umbau bevor. Jonathan Palmer, Besitzer von MotorsportVison, denen wiederum die Strecke gehört, hat gegenüber Autosport bekannt gegeben, dass die Bahn und auf den Stand einer FIA Frade 2-Lizenz gebracht werden soll. Damit wäre man dann berechtigt, alle Wettbewerbe unterhalb der Formel 1 auszutragen. Der traditionalle Streckenverlauf soll weitgehend bestehen bleiben, einzig Kurve zwei wird zu einer Haarnadel umgebaut, die in einen neuen Streckenteil münden soll. Außerdem soll aus der Schikane vor Start und Ziel eine enge Linkskuve werden – ein Plan findet sich im verlinkten Autosport-Artikel. Palmer hofft unter anderem darauf, auf der “neuen” Strecke ein DTM-Rennen auszurichten. (Vorsicht)

// Die Auto GP-Serie hat es zwar nicht geschafft, am Wochenende eine Liveübertragung ihres Rennen auf der neuen Bahn von Navarra zu produzieren, hat aber wohl große Pläne für 2011. So wurde in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass für das kommende Jahr ein Stadtrennen auf dem Kurs in der rumänischen Hauptstadt Bukarest geplant ist. Wann, und im Rahmenprogramm welcher größeren Serie  der Lauf stattfinden soll, ist noch unklar. Bisher war auf dem “Bukarest Ring” in den Jahren 2007 und 2008 zweimal die FIA GT, Vorgängerin der aktuellen GT1 WM zu Gast. (Vorsicht)

// Auch bei den Indycars tut sich Einiges: Zwar ist immer noch unklar, wo das Saisonfinale 2011 stattfinden wird, allerdings blickt Serien-CEO Randy Bernard schon weiter in die Zukunft. Und da scheint er sehr interessiert, den Traditionskurs von Road America wieder in den IRL-Kalender aufzunehmen. Problem: Die Strecke liegt ein wenig abseits größerer Bevölkerungszentren, und tut sich schwer, einen zahlungskräftigen Promoter zu finden. (Vorsicht)

// Aktueller gibt es zu vermelden, dass Ana Beatriz und Sebastian Saavedra in Homestead wieder im Cockpit sitzen werden. Die Brasilianerin übernimmt dank “bigger cheque”, wie Paul Tracy etwas frustriert twittert, den Dreyer & Reinbold Wagen des nach wie vor nicht fahrbereiten Mike Conway. Und Sebastian Saavedra wird im zweiten Conquest-Wagen Platz nehmen. (Vorsicht)

// Außerdem sind mal wieder ein paar TV-Quoten bekannt geworden. Demnach hat sich die Zuseherzahl für die IRL auf Versus in diesem Jahr um 15 Prozent erhöht. In ganzen Zahlen ausgedrückt klingt die Sache dann allerdings weniger beeindruckend: Im Schnitt haben 2010 366.000 Zuseher bei Versus eingeschalten – 2009 waren es nur 319.000. (Vorsicht)

// Sicher ist derweil, dass Lotus (also die, die in der F1 unterwegs sind, glaube ich, nicht die anderen) ein weiteres Jahr bei KV-Racing angedockt haben. Vielleicht kommt Takuma Sato ja 2011 etwas häufiger in Ziel. (Don)

// In der Superleague Formula ist derweil zwar noch nicht klar, wo in einenhalb Wochen des zweiten Rennen der China-Tournee stattfinden wird (mutmaßlich im Transportflugzeug Richtung Europa, gerüchteweise aber vielleicht auch im olympischen Ruder- und Kanupark Shunyi nahe Beijing): Dafür ist nun immerhin bekannt, dass WSbR-Titelkandidat Esteban Guerrieri beim Lauf im innermongolischen Ordos am kommenden Wochenende den Wagen des PSV Eindhoven pilotieren wird, in dem in dieser Saison zuvor schon Hywel Lloyd und Narain Karthikeyan Platz genommen hatten. Auch sonst gibt es ein paar Verschiebungen: Vorjahreschampion Adrian Vallés kehrt im Cockpit von Sporting Lissabon in die Serie zurück,  Frank Pereira wird für Bordeaux starten, Andy Soucek für Flamengo un Ben Hanley wird im Olypmpiacos-Auto wieder Chris von der Drift ersetzen.  (Vorsicht)

// Trevor Bayne ist sein Cockpit bei Diamond-Waltrip in der Nationwide Serie los. Den Rest der Saison wird Ryan Truex, der ältere Bruder von Martin Truex jr. hinter Steuer sitzen. Etwas mehr Hintergründe gibt es bei NASCAR Insider. (Don)

// Noch eine Entlassung: Brain Scott, in der Rookie-Wertung gar nicht so schlecht, fährt nicht mehr für Braun Racing. Die Entscheidung hat wohl etwas mit dem Verkauf des Teams an Turner Motorsport zu tun, richtige Klarheit gibt es diesbezüglich aber noch nicht. (Don)

// Der als “The Stig” bekannt gewordene Ben Collins wird beim Saisonfinale der BTCC einen dritten Airwaves BMW pilotieren. Collins, den man sonst von den Rennstrecken eher nicht so kennt, wird aber nur dieses eine Rennen abliefern. (Don)

// Volvo hat bekannt gegeben, dass man 2011 werksseitig in die WTCC einsteigt. Auch wenn man erst einmal nur mit einem Wagen an den Start geht, sind das gute Nachrichten für die Serie, zu mal es weder von Seat noch von BMW eine Zusage für 2011 gibt. Fahrer wird Robert Dahlgren sein. (Don)

// Sehr interessantes Interview mit Ferdinand Piëch in der AMS. Im vorletzten Absatz lässt er durchblicken, dass der VW Konzern gerne Audi und Porsche in Le Mans sehen würde. Audi mit dem Diesel, Porsche mit einem Benzinmotor, vermutlich aber ein Hybrid. Das ist das erste Mal, dass etwas über die neue Motorsportstrategie von VW durchsickert. Ein Verantwortlicher bei Porsche Motorsport hat mir gegenüber vor ein paar Wochen schon mal angedeutet, dass Porsche mit dem Hybrid noch einiges vor hat und das sich das nicht nur auf den bekannten Hybrid 911er beziehen würde. Ich vermute mal, dass Porsche auf Dauer an einem neuen Prototypen arbeiten wird. Ob das schon 2011 so weit sein wird, bleibt abzuwarten, aber das halte ich für unwahrscheinlich. Man wird erst mehr Erfahrung mit dem 911er suchen, bevor man einen komplett neuen Motor für einen LMP1 bauen wird. (Don)

// DTM Kalender 2011.
01. Mai -Hockenheimring Baden-Württemberg (D)
15. Mai -Circuit Park Zandvoort (NL)
05. Juni – Red-Bull-Ring Spielberg (A)
19. Juni – EuroSpeedway Lausitz (D)
03. Juli – Norisring (D)
17. Juli – Showevent Olympiastadion München (D)
07. August – Nürburgring (D)
04. September – Brands Hatch (GB)
18. September – Oschersleben (D)
02. Oktober – Valencia (E)
23. Oktober – Hockenheimring Baden-Württemberg (D)
06. November – Shanghai (CN)

August 20 2010

20:55

IRL: Vorschau Infineon Raceway 2010

Etwas spät und heute mal in einer verkürzten Form ein Blick auf das IRL Rennen in Sonoma.

Die IRL Saison ist zwar noch lange nicht zu Ende, aber man ist im letzten Drittel der Saison angekommen. Mit dem Rennen in der Nähe von San Francisco sind gerade mal noch 5 Läufe zu absolvieren, also gibt es nicht mehr so viele Punkte, die man einsammeln kann. In der Meisterschaft führt im Moment Stehaufmännchen Will Power vor Dario Franchitti mit gerade mal 39 Punkten. Was, dank des etwas schrägen Punktsystems der IRL ein Wimpernschlag ist. Scott Dixon mit 82 Punkten Rückstand schon etwas viel Abstand, aber chancenlos ist er sicher nicht. Der Abstand von Ryan Briscoe beträgt dann aber schon 109 Punkte, was dann doch etwas viel ist. Die Meisterschaft wird sich also zwischen den ersten Drei entscheiden, und das Rennen am Infineon Raceway könnte eine kleine Vorentscheidung zugunsten von Will Power bringen. Dabei schien vor genau einem Jahr seine Karriere noch beendet.


Denn vor ziemlich genau einem Jahr verunfallte Power im Training so schwer, dass er sich zwei Wirbel im unteren Lendenbereich brach. Er schrammte haarscharf an einer Querschnittslähmung vorbei und zunächst war nicht mal sicher, ob er überhaupt wieder fahren konnte. An der Stelle muss man dem Penske Team auch mal Respekt zollen. Andere Teams hätten Power vielleicht fallen lassen, nicht mehr an ihn geglaubt. Er war eh “nur” der dritte Mann im Team, dessen Wagen keinen vollen Sponsor hatte. Roger Penske hat zu ihm gehalten, ihm auch 2011 einen Wagen verschafft und das obwohl das Sponsoring alles andere als gut war. Um so schöner, dass Power ein Jahr später als Meisterschaftsführender an den Start geht.

Power gilt auch als Favorit für das Rennen. Als Strassenkursexperte ist ein Sieg in Sonoma auch dringend nötig, denn die letzten vier Rennen sind allesamt Ovale und auf denen hat Power in diesem nicht einziges Mal gewonnen. Überhaupt waren seine Ergebnisse in den Ovalen allesamt nicht beeindruckend. In Kansas wurde er 12., danach folgten ein achter Platz beim Indy 500, Platz 14 in Texas und ein fünfter Rang in Iowa. Franchitti gewann in Indianapolis, Dixon in Kansas und beide sind extrem gute Oval-Piloten. Leicht wird es also nicht für Power, seinen schmalen Vorsprung ins Ziel zu retten.

Um so wichtiger wäre ein Sieg in Sonoma, aber das Ganassi Team ist auch nicht gerade erst aufgewacht. Franchitti konnte mit seinem Sieg in Mid-Ohio wichtige Punkte sammeln und sein Optimismus nach dem Rennen war mit Sicherheit auch darauf ausgerichtet, dass mit Chicago, Kentucky, Montegi und Homestead vier Ovale kommen, die ihm und dem Ganassi-Team allesamt liegen. Das einzige Problem was man im Team hat, ist halt der Umstand, dass beide Piloten noch Chancen auf den Titel habe. Chip Ganassi lässt seine Fahrer das unter sich austragen, so lange sie sich nicht in die Kiste fahren. Bei Penske hat aber realistischerweise nur noch Power Chancen, also könnte Helio und Ryan den dritten Mann im Team unterstützen. Das geht auf Ovalen ja relativ leicht, aber auch am Wochenende besteht eine gute Chance, der Konkurrenz ein paar Punkte weg zu nehmen.

Hinter Penske und Ganassi dürfte weiterhin Andretti versuchen, Boden gut zu machen. Die Saison lief bisher, bis auf den Sieg von Tony Kanaan in Iowa, eher bescheiden. Danica Patrick war selten zu sehen, Marco Andretti kam auch nicht auf Touren. Während das bei der Dame Ergebnisse ja eher nebensächlich erscheinen, hat man vom jüngsten Spross des Andretti-Clans doch etwas mehr erwartet. Marco wirkt allerdings auch müde und macht einen angespannten Eindruck. Selbst in den Interviews vor dem Rennen merkt man ihm an, wie sehr unter Druck steht, wie viel die Anspannung ihm abverlangt. Opa Mario hat schon mehrfach angemahnt, dass der Junge mal woanders fahren sollte, zum Beispiel in der GP2, wo Bernie Ecclestone ihm sicher einen guten Platz verschaffen könnte. Aber Vater Michael Andretti sieht das, wohl auch auf Grund seiner Erfahrungen in der F1, etwas anders. Aber irgendwas wird passieren müssen, denn man wird das Gefühl nicht los, dass da gerade ein eigentlich sehr talentierter Fahrer sich langsam verheizt.

Gespannt darf man sein, wie sich Simona di Silvestro am Wochenende schlagen wird. Ich bin ein wenig überrascht, wie gut die Schweizerin in ihrer ersten Saison sich schlägt, und das in einem Team, dass sicher nicht zur Spitzenklasse gehört. Immerhin lässt sie an fast jedem Wochenende reihenweise arrivierte und deutlich erfahrenere Piloten hinter sich und dass muss man auch erst mal können.

Kurz zur Strecke: Der Kurs in Sonoma ist bekannt, da die NASCAR ja gerade da war. Allerdings fährt die IRL die “Inner Loop” Variante. Nach Turn 3 geht es nur kurz geradeaus, dann biegt man rechts ab und fährt dann später den lang gezogenen Turn 8. Auch in den Esses fahren die IRL aus Sicherheitsgründen etwas anders, und werden durch eine Schikane eingebremst. Der Kurs ist nicht leicht, zumal der Sand am Rand gerne auf die Strecke weht, was die Sache rutschig macht.

Da die NASCAR in der Nacht von Samstag auf Sonntag unterwegs ist, hat die IRL den Sonntagabend fast für sich allein. Nur die ALMS überschneidet sich leicht mit dem Rennen.

July 07 2010

06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

// Nach den Rennen in Barcelona und Valencia und den Formel1-zertifizierten Strecken in Valencia (Ricardo Tormo), Jerez und Aragon soll es in Spanien bald noch eine Strecke geben, auf der die Königsklasse des Motorsports Rennen bestreiten könnte. Joan Jaume Mulet, Bürgermeister der Gemeinde Llucmajor auf Mallorca soll sich beim GP von Europa mit Bernie Ecclestone über den Bau einer solchen Anlage auf der Baleareninsel unterhalten haben. Fertig könnte die Bahn frühestens 2013 sein. Architekt ist ausnahmsweise nicht Hermann Tilke – auch, wenn man das dem ersten Streckenplan nicht wirklich ansehen würde.

// Kein Formel 1 Rennen wird es dagegen wohl in nächster Zeit auf dem ehemaligen A1-Ring geben. Dietrich Mateschitz, dessen Red Bull-Konzern die Strecke gekauft hat, und derzeit renoviert, hat dementsprechende Gerüchte jedenfalls in einem Interview mit den Salzburger Nachrichten als “unfassbaren Unsinn” bezeichnet. Fazit: “Da ist nichts dran.”

// Eine andere Strecke scheint sich dagegen allen Unkenrufen zum Trotz ihrem F1-Debut zu nähern: Ein Sprecher des Korea International Circuit hat noch einmal bestätigt, dass der Kurs bereits jetzt fast fertig gestellt sei, und dem Formel 1 Rennen Ende Oktober folglich nichts im Wege stehen sollte.

// Autosport hat mal wieder den Fotospion losgeschickt. Ziel war diesmal Magny-Cours, wo das GP2-Auto für 2011-2013 seine ersten Runde gedreht hat. Der Ersteindruck: Die ganze Schönheit des Wagens geht aus dem Foto – sofern überhaupt vorhanden – wohl noch nicht hervor. Dafür ist der Wagen jetzt zumindest optisch deutlich näher an der Formel 1.

// Ryan Hunter-Reays Nagelbetten werden sich freuen: Die Zeit, in der er jede Woche bangen musste, ob er am folgenden Rennwochenende an der Start gehen kann, ist vorbei. IZOD und Andretti Autosport haben am Sonntag in Watkins Glen bekannt gegeben, dass der in der Meitschaft derzeit bestplatzierte Amerikaner nun doch genügend Sponsorengelder gefunden hat, um den Rest der Saison bestreiten zu können. Hauptgeldgeber bleibt IRL-Titelsponsor IZOD selbst (praktischerweise auch schon länger persönliche Sponsoren von Hunter-Reay), weiteres Geld kommt von Ethanol USA – und einer ganzen Reihe weiterer Sponsoren, die bei Interesse auf der oben verlinkten Teamhomepage nachzulesen sind.

// Weiter News gibt es derweil zum IRL-Kalender für 2011: planet-irl.com will von Serien-CEO Randy Bernard erfahren haben, dass die Saison 2011 nicht in Homestead ihr Finale feiern wird, was wohl überhaupt das Ende des Ovals auf dem Indycar-Kalender bedeuten würde. Stattdessen wünscht sich Bernard einen Saisonabschluss in Las Vegas – die Gespräche darüber sind allerdings noch nich abgeschlossen. Watkins Glen könnte dagegen – anders, als noch vorige Woche berichtet – doch auch im kommenden Jahr wieder ein Rennen ausrichten.

// Möglichweise auch schon im kommenden Jahr könnte das Indy 500 um 11 Uhr statt um 1 Uhr Ortszeit über die Bühne gehen. Grund dieses für europäische TV-Bedürfnisse nicht ganz unpassenden Wechsels: Indy 500 und Coca Cola 600 wären dann zeitlich weit geug voneinander entfernt, um Piloten die Möglichkeit zu geben, in beiden Rennen zu starten – und den geplanten 20 Mio. Dollar-Preis für beide Rennsiege zu gewinnen.

// Auch bei der NASCAR könnten im nächsten Jahr größere Veränderungen des Kalenders anstehen. Laut CBS-Informationen haben die beiden großen Streckenbetreiber-Firmen ISC und SMI um Anpassungen gebeten. Der Kentucky Speedway könnte endlich sein langersehntes Cup-Rennen bekommen, ebenso soll Las Vegas ein zweites Rennen zugesprochen werden. Dafür könnte das mangels Spektakel oft kritisierte New Hampshire ein Datum verlieren, ebenso der schnelle Atlanta-Kurs (bisher alles SMI-Besitz). Im ISC-Programm könnte Kansas das Februar-Rennen des stets schlecht besuchten Auto Club Speedway nahe LA erhalten. So harsch die Kritik an den Ovalen in Fontana und Loudon auch oft sein mag, insgesamt gäbe es, sollten diese Spekulationen sich bewahrheiten, weniger Abwechslung und mehr 1,5-Meiler im Sprint Cup-Kalender.

// Staunen auf dem Friedhof der Rennserien: Aus der Gruft mit der Aufschrift “A1 GP, 2005-2009″ ist Rumoren zu vernehmen! Autosport berichtet, dass der “Weltcup des Motorsports” vor der Rückkehr in der Wintersaison 2011/12 stehen könnte. Allerdings mit leicht verändertem Konzept – die Teams würden nicht mehr von der Serie finanziell unterstützt, sondern müssten – wie in anderen Rennserien auch – selbst ihr Auslangen finden. Unverändert bliebe der Kern: Nationenteams, die in der sonst motorsportfreien Wintersaison auf weniger genutzten Rennstrecken rund um die Welt ans Werk gehen.

// Peugeot hat nach intensiver Analyse die Ursache für die drei Motorschäden in Le Mans a  

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